Erstellt von All in One SEO Pro v5.0.1.1. Dies ist eine llms-full.txt -Datei, die von hoch entwickelten KI-Systemen (LLMs) zur Indizierung der Websites verwendet wird. # Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting Ihr Weg zu beruflichem und persönlichem Erfolg – Individuelles Coaching für Führungskräfte und Teams ## Beiträge ### [Blog rund um Coaching und Team Training](https://bobach-coaching.de/blog/) **Published:** Mai 10, 2022 **Author:** Björn Bobach --- ### [Coaching oder Therapie – was ist der Unterschied?](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) **Published:** Juli 15, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die­se Fra­ge begeg­net mir regel­mä­ßig im Erst­ge­spräch, in Bera­tungs­ge­sprä­chen mit Unter­neh­men. Manch­mal äußert sie sich auch in der Form: „Eigent­lich wäre das ja eher was für einen The­ra­peu­ten, oder?“ Dazu lau­tet die kur­ze Ant­wort: Coa­ching ist grund­le­gend anders als The­ra­pie. Sie unter­schei­den sich in Ziel­set­zung, Metho­dik und Ziel­grup­pe. Den­noch reicht die kur­ze Ant­wort nicht. Es gibt Grau­zo­nen, man­che benö­ti­gen bei­des oder nut­zen bei­des par­al­lel; zudem igno­rie­ren man­che Coa­ches die­se Gren­ze. Die­ser Arti­kel klärt auf: sach­lich, ohne Berüh­rungs­angst und im Coa­ching mit kla­ren Emp­feh­lun­gen. ## **Worin sich Coaching und Therapie ähneln – und warum das zur Verwirrung führt** Sowohl Coa­ching als auch The­ra­pie fin­den in einem ver­trau­ens­vol­len Gesprächs­rah­men statt. Bei­de arbei­ten mit Fra­gen, Refle­xi­on und dem Ziel, etwas zu ver­än­dern. Bei­de kön­nen emo­tio­nal berüh­ren. Und bei­de sind auf Ver­trau­lich­keit ange­wie­sen. Das erklärt, war­um Men­schen manch­mal unsi­cher sind, was sie eigent­lich brau­chen. Wer in einem Coa­ching-Gespräch über Erschöp­fung, Bezie­hungs­mög­lich­kei­ten oder ver­gan­ge­ne Ver­let­zun­gen spricht, bewegt sich in einem Bereich. Der Bereich kommt auch in The­ra­pie­set­tings vor. Und wer in The­ra­pie lernt, sich selbst bes­ser zu ver­ste­hen und kla­rer zu kom­mu­ni­zie­ren, erlebt etwas, das auch Wir­kun­gen beschreibt. Die Unter­schie­de lie­gen tie­fer – im Men­schen­bild, in der Indi­ka­ti­on und in der gesetz­li­chen Regu­lie­rung. ## **Die entscheidenden Unterschiede im Überblick** Die fol­gen­de Tabel­le fasst zusam­men, wo Coa­ching und Psy­cho­the­ra­pie sich wirk­lich unter­schei­den: Merk­malCoa­chingPsy­cho­the­ra­pie Aus­gangs­punktGesun­de Per­son mit einem Ziel oder einer Her­aus­for­de­rungPsy­chi­sche Erkran­kung oder kli­ni­sche Sym­pto­ma­tik FokusGegen­wart und Zukunft: Was will ich errei­chen?Oft auch Ver­gan­gen­heit: Was hat mich geprägt? Zulas­sungKei­ne gesetz­li­che Regu­lie­rung in Deutsch­landAppro­ba­ti­on erfor­der­lich, gesetz­lich gere­gelt Kos­ten­über­nah­mePri­vat oder Arbeit­ge­berKran­ken­kas­se (bei aner­kann­ten Ver­fah­ren) Dau­er3–12 Mona­te, zeit­lich begrenztOft län­ger, je nach Erkran­kung Geeig­net wenn…… Sie hand­lungs­fä­hig sind und ein kla­res Anlie­gen haben… Sie unter psy­chi­schen Sym­pto­men lei­den, die Ihren All­tag ein­schrän­ken ## **Was Coaching nicht ist – und nicht sein darf** Ein seriö­ser Coach arbei­tet nicht mit Men­schen, die unter aku­ten psy­chi­schen Erkran­kun­gen lei­den. Das ist kei­ne Fra­ge der Kom­pe­tenz – es ist eine Fra­ge der Ver­ant­wor­tung und des pro­fes­sio­nel­len Stan­dards. Wer Sym­pto­me einer Depres­si­on, einer Angst­stö­rung, eines Burn­outs im kli­ni­schen Sin­ne oder ande­rer psy­chi­scher Erkran­kun­gen zeigt, gehört in die Hän­de appro­bier­ter The­ra­peu­ten. Coa­ching kann unter­stüt­zen, wenn Men­schen belas­tet sind – aber noch hand­lungs­fä­hig. Es ist kein Ersatz für The­ra­pie. Und ein Coach, der das nicht klar benennt, han­delt fahr­läs­sig. ⚠️ Wich­ti­ger Hin­weis Wenn Sie unsi­cher sind, ob Sie Coa­ching oder the­ra­peu­ti­sche Unter­stüt­zung brau­chen, spre­chen Sie erst mit Ihrem Haus­arzt oder einem Psy­cho­lo­gen. Ein seriö­ser Coach wird Sie in die­sem Fall aktiv wei­ter­ver­wei­sen – und nicht ver­su­chen, Sie als Kli­ent zu hal­ten. Einen The­ra­pie­platz fin­den Sie über die [offi­zi­el­le Ter­min­ver­mitt­lung 116117](https://www.116117.de/de/psychotherapie.php) der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung. ## **Grauzonen: Wenn Coaching und Therapie angrenzend sind** Es gibt Situa­tio­nen, in denen die Gren­ze weni­ger klar ist. Trau­er, berüh­ren­de Lebens­pha­sen, beruf­li­che Ori­en­tie­rungs­kri­sen – die­se kön­nen in Coa­ching-Gesprä­chen auf­tau­chen, ohne dass eine kli­ni­sche Dia­gno­se vor­liegt. Hier kommt die Hal­tung und Qua­li­tät des Coa­ches ins Spiel. Ein erfah­re­ner Coach erkennt, wenn ein The­ma die Gren­zen des Coa­ching über­schrei­tet. Er spricht das offen an, benennt sei­ne Gren­zen trans­pa­rent und beglei­tet die Per­son bei Bedarf zu ande­ren Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten. Er hört nicht auf ein­mal auf – aber er ver­weist wei­ter und passt den Rah­men des Coa­ching an. ## **Können Coaching und Therapie parallel laufen?** Ja – und das ist in bestimm­ten Situa­tio­nen sogar sehr sinn­voll. Wer the­ra­peu­tisch beglei­tet wird und gleich­zei­tig an kon­kre­ten beruf­li­chen Zie­len arbei­ten möch­te, kann von bei­den For­ma­ten pro­fi­tie­ren. Vor­aus­set­zung: Abspra­che zwi­schen Coach und The­ra­peut, damit die Arbeit sich ergänzt statt zu wider­spre­chen. Die­se Kom­bi­na­ti­on ist kei­ne Aus­nah­me – sie ist häu­fi­ger als vie­le den­ken. Beson­ders bei Men­schen in Füh­rungs­rol­len, die gleich­zei­tig the­ra­peu­tisch wach­sen und beruf­lich kla­rer wer­den wol­len. ## **Was ist dann der richtige Rahmen für Sie?** Als gro­be Ori­en­tie­rung: - Coa­ching, wenn Sie hand­lungs­fä­hig sind, ein kla­res Anlie­gen haben und vor­wärts wol­len. - The­ra­pie, wenn Sie unter Sym­pto­men lei­den, die Ihren All­tag ein­schrän­ken, oder wenn ver­gan­ge­ne Erleb­nis­se schwer auf Ihnen las­ten. - Bei­des par­al­lel, wenn Sie the­ra­peu­tisch beglei­tet wer­den und gleich­zei­tig kon­kre­te beruf­li­che oder per­sön­li­che Zie­le ent­wi­ckeln möch­ten. - Zuerst Haus­arzt oder Psy­cho­lo­ge, wenn Sie unsi­cher sind. 💡 Aus der Pra­xis Men­schen, die bereits in The­ra­pie sind oder waren, pro­fi­tie­ren oft beson­ders von Coa­ching – weil sie gelernt haben, sich selbst zu reflek­tie­ren, und jetzt kon­kre­te Ver­än­de­run­gen in ihrem Berufs- oder Füh­rungs­all­tag ansto­ßen wol­len. ## **Fazit: Klarheit als Grundlage für die richtige Entscheidung** Coa­ching und The­ra­pie sind kei­ne Kon­kur­ren­ten – sie sind Ergän­zun­gen, die unter­schied­li­che Bedürf­nis­se erfül­len. Wer ver­steht, was er braucht, trifft eine bes­se­re Ent­schei­dung. Wer das noch nicht weiß, dem hel­fe ich ger­ne, Klar­heit zu fin­den – auch dann, wenn das Ergeb­nis heißt: Coa­ching ist gera­de nicht das Rich­ti­ge. Denn seriö­ses Coa­ching beginnt mit Ehr­lich­keit. Nicht mit dem Ver­kauf eines Pakets. Nicht sicher, was Sie brau­chen? Spre­chen Sie mit mir. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch fin­den wir gemein­sam her­aus, ob Coa­ching der rich­ti­ge nächs­te Schritt für Sie ist – oder ob ein ande­rer Weg sinn­vol­ler wäre. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Akzeptanz lernen: Der Schlüssel zu innerer Ruhe und persönlichem Wachstum](https://bobach-coaching.de/akzeptanz-lernen-der-schluessel-zu-innerer-ruhe-und-persoenlichem-wachstum/) **Published:** November 25, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In einer Welt, die sich stän­dig ver­än­dert und uns täg­lich neue Her­aus­for­de­run­gen stellt, ist es eine der wich­tigs­ten Fähig­kei­ten, Akzep­tanz zu ler­nen. Oft sind es nicht die äuße­ren Umstän­de, die uns stres­sen, son­dern die Art und Wei­se, wie wir auf sie reagie­ren. Akzep­tanz ist ein macht­vol­les Werk­zeug, das uns hilft, den inne­ren Wider­stand gegen das, was wir nicht kon­trol­lie­ren kön­nen, auf­zu­ge­ben und inne­ren Frie­den zu fin­den. In die­sem Arti­kel möch­te ich Ihnen zei­gen, was Akzep­tanz wirk­lich bedeu­tet, war­um sie für unse­re men­ta­le Gesund­heit so wich­tig ist und wie wir sie in unse­rem All­tag prak­ti­zie­ren kön­nen. Inner­halb mei­nes Pod­casts [Klar­Sicht](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/) gibt es eben­falls eine Fol­ge zu die­sem span­nen­den The­ma: ## **Was bedeutet Akzeptanz wirklich?** Akzep­tanz ist nicht gleich­be­deu­tend mit Resi­gna­ti­on oder Pas­si­vi­tät. Es geht nicht dar­um, Pro­ble­me oder unan­ge­neh­me Gefüh­le ein­fach hin­zu­neh­men und nichts zu tun. Viel­mehr ist Akzep­tanz die bewuss­te Ent­schei­dung, die Rea­li­tät so anzu­neh­men, wie sie ist, ohne dabei in einen inne­ren Kon­flikt zu gera­ten. Es bedeu­tet, den Ist-Zustand zu akzep­tie­ren, selbst wenn er unan­ge­nehm ist, und nicht zu ver­su­chen, ihn zwang­haft zu ändern. Ein ein­fa­ches Bei­spiel: Wenn wir im Stau ste­hen, kön­nen wir uns auf­re­gen, schimp­fen und frus­triert sein. Doch die­se Reak­tio­nen ändern nichts an der Situa­ti­on. Durch Akzep­tanz ler­nen wir, die Tat­sa­che des Staus anzu­er­ken­nen und die Ener­gie, die wir für Ärger auf­wen­den wür­den, für sinn­vol­le­re Gedan­ken und Hand­lun­gen zu nut­zen. ## **Warum ist Akzeptanz so wichtig?** Akzep­tanz bringt uns mehr Gelas­sen­heit und Frei­heit, weil sie uns hilft, den Wider­stand gegen das Unver­meid­li­che auf­zu­ge­ben. Der Ver­such, Umstän­de oder Men­schen zu kon­trol­lie­ren, die außer­halb unse­res Ein­fluss­be­reichs lie­gen, führt oft nur zu Stress, Frus­tra­ti­on und Ent­täu­schung. Akzep­tanz hin­ge­gen kann uns hel­fen, unnö­ti­ge Kon­flik­te und Lei­den zu ver­mei­den. Sie hat zahl­rei­che Vor­tei­le, die ich im Fol­gen­den erläu­tern möch­te. ### **1. Reduktion von Stress und Angst** Ein gro­ßer Teil unse­res Stres­ses kommt von Gedan­ken über die Zukunft oder das Ver­gan­ge­ne – Gedan­ken wie „Was wäre, wenn…?“ oder „Hät­te ich doch nur…“. Die­se Art des Den­kens führt uns oft in einen Teu­fels­kreis nega­ti­ver Emo­tio­nen. Durch Akzep­tanz ler­nen wir, den gegen­wär­ti­gen Moment anzu­neh­men und die Unsi­cher­hei­ten der Zukunft los­zu­las­sen, wodurch Stress und Angst redu­ziert wer­den. ### **2. Förderung von Resilienz** Akzep­tanz hilft uns, resi­li­en­ter zu wer­den. Wenn wir ler­nen, schwie­ri­ge Situa­tio­nen und Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men, ohne in Panik zu ver­fal­len oder sie zu ver­drän­gen, ent­wi­ckeln wir eine inne­re Stär­ke. Die­se Resi­li­enz ist die Fähig­keit, Rück­schlä­ge zu über­win­den und aus ihnen zu ler­nen, anstatt an ihnen zu zer­bre­chen. ### **3. Verbessertes Selbstbewusstsein** Akzep­tanz bedeu­tet auch, sich selbst und die eige­nen Feh­ler zu akzep­tie­ren. Dies för­dert ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein und hilft, sich selbst zu ver­ste­hen und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Wenn wir uns selbst akzep­tie­ren, fällt es uns leich­ter, an uns zu arbei­ten und uns wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, ohne uns selbst zu ver­ur­tei­len. ### **4. Bessere Beziehungen** Akzep­tanz ist auch der Schlüs­sel zu bes­se­ren zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen. Wenn wir Men­schen so akzep­tie­ren, wie sie sind, ohne stän­dig zu ver­su­chen, sie zu ver­än­dern, kön­nen wir tie­fe­re und authen­ti­sche­re Ver­bin­dun­gen auf­bau­en. Akzep­tanz hilft uns, Tole­ranz und Empa­thie zu ent­wi­ckeln, was für jede Bezie­hung uner­läss­lich ist. ## **Wie kann man Akzeptanz lernen?** Akzep­tanz zu ler­nen ist ein Pro­zess, der Zeit und Geduld erfor­dert. Es ist kei­ne ein­ma­li­ge Ent­schei­dung, son­dern eine kon­ti­nu­ier­li­che Übung. Hier sind eini­ge Schrit­te, die Ihnen dabei hel­fen kön­nen, Akzep­tanz in Ihrem Leben zu kul­ti­vie­ren: ### **1. Achtsamkeit praktizieren** Acht­sam­keit ist eine der wirk­sams­ten Metho­den, um Akzep­tanz zu ler­nen. Durch Acht­sam­keit ler­nen wir, den gegen­wär­ti­gen Moment ohne Urteil wahr­zu­neh­men. Das bedeu­tet, dass wir Gedan­ken und Gefüh­le, die in uns auf­kom­men, ein­fach beob­ach­ten, ohne sie zu bewer­ten oder zu unter­drü­cken. Die­se Pra­xis hilft uns, unse­re Emo­tio­nen bes­ser zu ver­ste­hen und sie als Teil unse­rer momen­ta­nen Erfah­rung anzu­neh­men. Ein ein­fa­cher Ein­stieg in die Acht­sam­keit ist die regel­mä­ßi­ge Medi­ta­ti­on. Neh­men Sie sich täg­lich ein paar Minu­ten Zeit, um sich auf Ihren Atem zu kon­zen­trie­ren und Ihre Gedan­ken und Gefüh­le zu beob­ach­ten. Mit der Zeit wer­den Sie fest­stel­len, dass Sie weni­ger dazu nei­gen, an nega­ti­ven Gedan­ken fest­zu­hal­ten oder gegen unan­ge­neh­me Gefüh­le anzu­kämp­fen. ### **2. Eigene Erwartungen überprüfen** Oft kämp­fen wir gegen die Rea­li­tät an, weil sie nicht unse­ren Erwar­tun­gen ent­spricht. Wir haben eine kla­re Vor­stel­lung davon, wie die Din­ge sein soll­ten, und wenn die Rea­li­tät davon abweicht, ent­ste­hen Unzu­frie­den­heit und Frus­tra­ti­on. Akzep­tanz bedeu­tet, die eige­nen Erwar­tun­gen zu hin­ter­fra­gen und los­zu­las­sen. Fra­gen Sie sich: Sind mei­ne Erwar­tun­gen rea­lis­tisch? Und: Ist es not­wen­dig, dass die Rea­li­tät genau mei­nen Vor­stel­lun­gen ent­spricht? Wenn Sie ler­nen, fle­xi­bler zu den­ken und offen für ver­schie­de­ne Ergeb­nis­se zu sein, wird es Ihnen leich­ter fal­len, mit der Rea­li­tät im Ein­klang zu leben. ### **3. Selbstmitgefühl entwickeln** Ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt, um Akzep­tanz zu ler­nen, ist die Ent­wick­lung von Selbst­mit­ge­fühl. Selbst­mit­ge­fühl bedeu­tet, sich selbst mit Freund­lich­keit und Ver­ständ­nis zu begeg­nen, beson­ders in schwie­ri­gen Zei­ten. Wenn wir uns selbst und unse­re eige­nen Feh­ler akzep­tie­ren kön­nen, fällt es uns leich­ter, auch die Feh­ler und Unzu­läng­lich­kei­ten ande­rer zu akzep­tie­ren. Anstatt sich für Feh­ler zu ver­ur­tei­len oder sich über­mä­ßig zu kri­ti­sie­ren, ver­su­chen Sie, sich wie ein guter Freund zu behan­deln. Sagen Sie sich: „Es ist okay, Feh­ler zu machen. Ich bin auf dem Weg, und ich ler­ne und wach­se.“ Foto von [Annie Spratt](https://unsplash.com/de/@anniespratt?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/black-and-red-floral-happy-birthday-signage-WQC8HvAU2SY?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) ### **4. Kontrolle abgeben** Ein wesent­li­cher Aspekt der Akzep­tanz ist das Los­las­sen von Kon­trol­le. Vie­le Men­schen ver­su­chen, jede Situa­ti­on in ihrem Leben zu kon­trol­lie­ren, was oft nur zu Frus­tra­ti­on führt. Der Ver­such, alles zu kon­trol­lie­ren, ist nicht nur unmög­lich, son­dern kann auch zu einem Gefühl der Über­for­de­rung füh­ren. Akzep­tanz bedeu­tet, zu erken­nen, was wir kon­trol­lie­ren kön­nen und was nicht. Kon­zen­trie­ren Sie sich auf die Aspek­te Ihres Lebens, die Sie beein­flus­sen kön­nen, und ler­nen Sie, den Rest los­zu­las­sen. Dies kann eine befrei­en­de Erfah­rung sein, die Ihnen hilft, mehr Ener­gie auf die Din­ge zu len­ken, die wirk­lich in Ihrer Macht lie­gen. ### **5. Die Lektionen des Lebens annehmen** Oft sind es die schwie­rigs­ten Situa­tio­nen, die uns die wert­volls­ten Lek­tio­nen leh­ren. Akzep­tanz bedeu­tet auch, die­se Her­aus­for­de­run­gen als Lern­mög­lich­kei­ten zu betrach­ten. Wenn Sie in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on sind, fra­gen Sie sich: „Was kann ich dar­aus ler­nen?“ Die­se Per­spek­ti­ve hilft Ihnen, Wid­rig­kei­ten mit einer offe­nen Hal­tung zu begeg­nen und die Situa­ti­on als Teil Ihres per­sön­li­chen Wachs­tums anzu­neh­men. ## **Akzeptanz im Alltag** Akzep­tanz zu ler­nen, ist eine Fähig­keit, die wir in vie­len All­tags­si­tua­tio­nen anwen­den kön­nen. Hier eini­ge Bei­spie­le: • **Beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen:** Statt sich über eine schwie­ri­ge Auf­ga­be oder einen stres­si­gen Kol­le­gen zu ärgern, ver­su­chen Sie, die Situa­ti­on als Lern­ge­le­gen­heit zu sehen. • **Kör­per­li­che Gesund­heit:** Viel­leicht kämp­fen Sie mit gesund­heit­li­chen Pro­ble­men oder dem Älter­wer­den. Akzep­tanz bedeu­tet hier, Ihren Kör­per so anzu­neh­men, wie er ist, und sich auf eine gesun­de Lebens­wei­se zu kon­zen­trie­ren, ohne dabei gegen Ihren eige­nen Kör­per zu kämp­fen. • **Bezie­hun­gen:** Anstatt zu ver­su­chen, den Part­ner oder Freun­de zu ver­än­dern, ler­nen Sie, ihre Eigen­ar­ten anzu­neh­men und zu respek­tie­ren. So kön­nen Sie Bezie­hun­gen auf Augen­hö­he füh­ren. ## **Fazit** Akzep­tanz ist eine trans­for­ma­ti­ve Fähig­keit, die uns hilft, inne­ren Frie­den und Resi­li­enz zu ent­wi­ckeln. Sie ist der Schlüs­sel zu einem Leben vol­ler Gelas­sen­heit und Zufrie­den­heit. Der Weg zur Akzep­tanz ist jedoch kein leich­ter, denn er erfor­dert, dass wir unse­re Erwar­tun­gen los­las­sen und uns selbst und die Welt so akzep­tie­ren, wie sie sind. Doch mit der Zeit und Geduld kön­nen wir ler­nen, auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen ruhig zu blei­ben und das Leben in sei­ner Fül­le zu genie­ßen. Akzep­tanz bedeu­tet nicht, pas­siv zu wer­den, son­dern die Rea­li­tät so anzu­neh­men, dass wir hand­lungs­fä­hig blei­ben und unse­re Ener­gie auf das len­ken kön­nen, was wirk­lich wich­tig ist. Wenn wir die Kunst der Akzep­tanz meis­tern, öff­nen wir uns für ein Leben vol­ler Frei­heit, inne­rem Frie­den und authen­ti­scher Bezie­hun­gen. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching --- ### [Was kostet ein Business Coach? Preise & Modelle 2026](https://bobach-coaching.de/was-kostet-ein-business-coach-preise-modelle-2026/) **Published:** April 2, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Eine der häu­figs­ten Fra­gen, die mir Men­schen stel­len, bevor sie sich für Coa­ching ent­schei­den, lau­tet: Was kos­tet das eigent­lich? Die ehr­li­che Ant­wort ist: Es kommt dar­auf an. Aber das ist kei­ne Aus­re­de – es gibt sehr kon­kre­te Fak­to­ren, die den Preis beein­flus­sen, und kla­re Model­le, nach denen Coa­ches abrech­nen. Wer die­se kennt, kann fun­dier­ter ent­schei­den – und weiß, wor­auf er bei einem Ange­bot ach­ten soll­te. Die­ser Arti­kel gibt Ihnen einen voll­stän­di­gen Über­blick: von den Preis­mo­del­len über die Fak­to­ren, die Coa­ching teu­rer oder güns­ti­ger machen, bis hin zur Fra­ge, ob Coa­ching sich finan­zi­ell „lohnt“ – und wie man das über­haupt beur­tei­len kann. ## **Was den Preis beeinflusst** Der Markt für [Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") ist breit – und damit auch die Preis­ran­ge. Ein Stun­den­satz von 80 Euro ist eben­so mög­lich wie einer von 500 Euro. Das klingt will­kür­lich, hat aber nach­voll­zieh­ba­re Grün­de. Fol­gen­de Fak­to­ren spie­len eine wesent­li­che Rol­le: - **Ein IHK-zer­ti­fi­zier­ter oder ICF-akkre­di­tier­ter Coach hat in der Regel eine mehr­jäh­ri­ge, fun­dier­te Aus­bil­dung absol­viert. Das schlägt sich im Preis nie­der – und soll­te es auch.** - **Ein Coach, der zwan­zig Jah­re Füh­rungs­er­fah­rung mit­bringt und sich auf Exe­cu­ti­ves spe­zia­li­siert hat, wird mehr kos­ten als jemand mit einem Wochen­end­kurs. Für kom­ple­xe Füh­rungs­the­men ist die­se Erfah­rung jedoch häu­fig ent­schei­dend.** - **Ein Kurz­pro­zess mit vier Sit­zun­gen kos­tet weni­ger als ein inten­si­ver Jah­res­pro­zess mit monat­li­chen Sit­zun­gen, Zwi­schen­calls und Beglei­tung in kon­kre­ten Situa­tio­nen.** - **Prä­senz-Coa­ching in Düs­sel­dorf, Online-Coa­ching oder hybri­de Model­le haben unter­schied­li­che Kos­ten­struk­tu­ren. Online-Coa­ching ist oft güns­ti­ger, weil Rei­se­zei­ten ent­fal­len.** - **Coa­ches in Groß­städ­ten wie Düs­sel­dorf, Mün­chen oder Ham­burg haben höhe­re Lebens­hal­tungs­kos­ten und ori­en­tie­ren sich preis­lich dar­an. Das ist nor­mal und kein Zei­chen für über­höh­te Prei­se.** - **Wenn Coa­ching im Auf­trag eines Unter­neh­mens statt­fin­det, ist das Preis­ni­veau oft höher – weil das Set­ting, die Abstim­mung mit HR und die Doku­men­ta­ti­on auf­wen­di­ger sind.** ## **Welche Preismodelle gibt es?** In der Pra­xis haben sich vier Model­le eta­bliert. Je nach Anlie­gen, Bud­get und Zeit­ho­ri­zont passt ein ande­res Modell bes­ser: Modell Typi­scher Rah­men Geeig­net für Hin­weis Stun­den­satz 150–350 € / Stun­de Ein­zel­ne The­men, kur­ze Beglei­tung Fle­xi­bel, aber ohne Pro­zes­s­tie­fe Coa­ching-Paket 5–10 Sit­zun­gen, Fest­preis Kon­kre­te Zie­le, kla­rer Zeit­rah­men Häu­figs­te Vari­an­te im Busi­ness Coa­ching Retai­ner / lau­fend Monat­li­che Pau­scha­le Füh­rungs­kräf­te, Grün­der, Spar­ring-Part­ner Hohe Kon­ti­nui­tät, plan­ba­re Kos­ten Unter­neh­mens­auf­trag Indi­vi­du­ell ver­han­delt Meh­re­re Mit­ar­bei­ten­de, Rah­men­ver­trag Oft güns­ti­ger pro Ein­heit als Ein­zel­bu­chung ## **Was ist ein fairer Preis?** Ein seriö­ser Busi­ness Coach in Deutsch­land berech­net in der Regel zwi­schen 150 und 350 Euro pro Stun­de. Pake­te für einen voll­stän­di­gen Pro­zess (6–10 Sit­zun­gen) lie­gen häu­fig zwi­schen 1.500 und 4.000 Euro, abhän­gig von den oben genann­ten Fak­to­ren. Die­se Zah­len wir­ken auf den ers­ten Blick hoch. Aber sie rela­ti­vie­ren sich schnell, wenn man den Kon­text betrach­tet: Eine Unter­neh­mens­be­ra­tung berech­net für einen Bera­ter-Tag oft das Drei- bis Fünf­fa­che. Ein Anwalt für Gesell­schafts­recht liegt ähn­lich. Und die Wir­kung von Coa­ching – bes­se­re Ent­schei­dun­gen, stär­ke­re Füh­rung, weni­ger Feh­ler – wirkt über Jah­re hin­aus, nicht nur für einen Bera­tungs­tag. **Die wich­tigs­te Faust­re­gel:** Güns­ti­ger ist nicht bes­ser, teu­rer nicht auto­ma­tisch hoch­wer­ti­ger. Was zählt, ist die Pas­sung zwi­schen Anlie­gen, Coach und Pro­zess – und das klärt sich im Erst­ge­spräch. ## **Woran erkenne ich überhöhte Preise – oder unseriöse Angebote?** Nicht jeder hohe Preis ist gerecht­fer­tigt – und nicht jeder nied­ri­ge Preis ein Schnäpp­chen. Es gibt eini­ge Signa­le, die auf ein unse­riö­ses Ange­bot hin­deu­ten: - Kein kos­ten­frei­es Erst­ge­spräch, direkt Abschluss eines teu­ren Pakets - Kei­ne kla­re Aus­sa­ge zu Metho­dik, Aus­bil­dung oder Zer­ti­fi­zie­rung - Ver­spre­chen von garan­tier­ten Ergeb­nis­sen oder schnel­len Trans­for­ma­tio­nen - Kei­ne Refe­ren­zen oder Bewer­tun­gen von ech­ten Kli­en­ten - Druck beim Ver­kauf oder künst­li­che Dring­lich­keit („Nur noch heu­te“) Ein guter Coach ist trans­pa­rent über sein Ange­bot, sei­ne Aus­bil­dung und sei­ne Gren­zen. Wer Fra­gen zu Preis und Leis­tung aus­weicht, ist kein gutes Zei­chen. 💡 Pra­xis­tipp Fra­gen Sie beim Erst­ge­spräch direkt nach einem schrift­li­chen Ange­bot. Ein seriö­ser Coach nennt Ihnen kla­re Kon­di­tio­nen – ohne Druck und ohne ver­steck­te Kos­ten. Wenn ein Coach das nicht tut, ist das ein Warn­si­gnal. ## **Ist Coaching steuerlich absetzbar?** Ja – unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen. Wenn das Coa­ching beruf­lich ver­an­lasst ist, kön­nen die Kos­ten steu­er­lich gel­tend gemacht wer­den: - **In der Regel als Betriebs­aus­ga­be voll­stän­dig absetz­bar.**Selb­stän­di­ge und Unter­neh­mer: - **Als Wer­bungs­kos­ten mög­lich, wenn ein kla­rer beruf­li­cher Bezug nach­ge­wie­sen wer­den kann.**Ange­stell­te: - **Eben­falls als Betriebs­aus­ga­be absetz­bar.**Unter­neh­men, die für Mit­ar­bei­ten­de zah­len: Die genaue steu­er­li­che Behand­lung hängt vom Ein­zel­fall ab. Spre­chen Sie dazu mit Ihrem Steu­er­be­ra­ter. ## **Was kostet es, auf Coaching zu verzichten?** Das ist die Fra­ge, die sel­ten gestellt wird – und die viel­leicht wich­tigs­te ist. Denn die Kos­ten des Nicht-Han­delns sind real, auch wenn sie in kei­ner Rech­nung auf­tau­chen: Eine Füh­rungs­kraft, die in einem Mus­ter fest­steckt und ein Team dau­er­haft unter­per­for­men lässt. Ein Grün­der, der eine fal­sche Per­so­nal­ent­schei­dung trifft, weil er kei­ne Refle­xi­ons­mög­lich­keit hat. Eine Mana­ge­rin, die auf­grund chro­ni­scher Über­las­tung kün­digt – mit allen Fol­ge­kos­ten für das Unter­neh­men. Im Ver­gleich dazu: Ein Coa­ching-Paket, das eine die­ser Situa­tio­nen ver­hin­dert oder auf­löst, amor­ti­siert sich mäch­tig schnell. Das ist kei­ne Wer­be­bot­schaft – das ist Arith­me­tik. 📊 Zum Nach­den­ken Laut ICF Glo­bal Coa­ching Stu­dy berich­ten Unter­neh­men, die sys­te­ma­tisch Coa­ching ein­set­zen, von einem durch­schnitt­li­chen ROI, der das inves­tier­te Bud­get deut­lich über­steigt. Die am häu­figs­ten genann­ten Wir­kun­gen: bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on, höhe­re Pro­duk­ti­vi­tät, stär­ke­re Mit­ar­bei­ter­bin­dung. ## **Mein Angebot** Ich arbei­te mit kla­ren Pake­ten und trans­pa­ren­ten Prei­sen. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir Ihr Anlie­gen, und ich erklä­re Ihnen, wel­ches For­mat für Ihre Situa­ti­on am sinn­volls­ten ist – samt Zeit­rah­men und Kos­ten. Es gibt kein Stan­dard­pa­ket, das ich jedem emp­feh­le. Jeder Pro­zess beginnt mit dem kon­kre­ten Anlie­gen – und dar­aus lei­tet sich ab, was es braucht. Details zu For­mat und Ablauf fin­den Sie für Unter­neh­men auf der Sei­te [Geschäfts­kun­den](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/) und für Pri­vat­per­so­nen unter [Per­so­nal Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/). Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren Trans­pa­ren­te Prei­se, kein Kauf­druck – wir klä­ren gemein­sam, was Ihr Coa­ching kos­ten wird und was es Ihnen brin­gen kann. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Führen und Leiten: Die besten Strategien für Erfolg](https://bobach-coaching.de/fuehren-und-leiten-die-besten-strategien-fuer-erfolg/) **Published:** Juni 16, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Füh­ren und lei­ten – was ist der Unter­schied? Und wie gelingt es, bei­des effek­tiv zu kom­bi­nie­ren? Eine zen­tra­le Füh­rungs­auf­ga­be ist das Kon­flikt­ma­nage­ment, das essen­zi­ell für den Erfolg von Füh­rungs­kräf­ten ist. In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie, wor­auf es bei guter Füh­rung und Lei­tung ankommt und wel­che Stra­te­gien Sie zum Erfolg füh­ren. ## Das Wichtigste auf einen Blick - Die Unter­schei­dung zwi­schen Füh­ren und Lei­ten ist essen­zi­ell, wobei Füh­rungs­fä­hig­kei­ten die mensch­li­che Dimen­si­on und Manage­ment-Know­how die orga­ni­sa­to­ri­sche Dimen­si­on abde­cken. - Sozia­le Kom­pe­ten­zen, ins­be­son­de­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und Empa­thie, sind uner­läss­lich für Füh­rungs­kräf­te, um die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ten­den zu för­dern und Kon­flik­te effek­tiv zu lösen. - Kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung und ein star­kes betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment sind ent­schei­dend, um die per­sön­li­che Ent­wick­lung von Füh­rungs­kräf­ten zu unter­stüt­zen und ein pro­duk­ti­ves Arbeits­um­feld zu schaf­fen. Das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment leis­tet einen akti­ven Bei­trag zur Gesund­heit und Leis­tungs­fä­hig­keit der Mitarbeiter\*innen. ## Die Grundlagen des Führens und Leitens ![Ein Bild, das Führungskräfte bei der Arbeit zeigt, während sie ein Team leiten.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/eba2b02a-19d4-41ee-9084-648c430c0c03.png)Eine kla­re Unter­schei­dung zwi­schen “füh­ren” und “lei­ten” ist ent­schei­dend für die Ent­wick­lung effek­ti­ver Füh­rungs­sti­le. “Füh­ren” bezieht sich auf die mensch­li­che Sei­te der Lei­tung, wäh­rend “lei­ten” eher auf orga­ni­sa­to­ri­sche Aspek­te abzielt. Die­se Unter­schei­dung ist wich­tig, um den unter­schied zwi­schen Leis­tung und Mensch­lich­keit zu fin­den, die für moder­ne Füh­rungs­kräf­te ent­schei­dend ist. Das Kon­zept, wie man effek­tiv füh­ren lei­ten kann, spielt dabei eine zen­tra­le Rol­le. Die Ent­wick­lung einer gemein­sa­men Pro­gram­vi­si­on und die Aus­rich­tung der Team­zie­le dar­auf sind eben­falls wesent­li­che Ele­men­te erfolg­rei­chen Füh­rens und Lei­tens. Erfolg­rei­che Füh­rungs­kräf­te soll­ten über eine Viel­zahl von Eigen­schaf­ten ver­fü­gen, um ihre Mit­ar­bei­ter ange­mes­sen zu unter­stüt­zen und zu för­dern. Indem alle Anstren­gun­gen auf ein ein­heit­li­ches Ziel aus­ge­rich­tet wer­den, kann das Team effek­ti­ver und ziel­ge­rich­te­ter arbei­ten. ## Management Knowhow für Führungskräfte Für Füh­rungs­kräf­te ist es uner­läss­lich, über umfas­sen­des Manage­ment-Know­how zu ver­fü­gen. Betriebs­wirt­schaft­li­che Kennt­nis­se, Mit­ar­bei­ter­füh­rung, Pro­jekt­ma­nage­ment und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten sind nur eini­ge der grund­le­gen­den Kom­pe­ten­zen, die eine Füh­rungs­kraft beherr­schen muss. Die­se Fähig­kei­ten ermög­li­chen es Füh­rungs­kräf­ten, ihre Teams effek­tiv zu lei­ten und die orga­ni­sa­to­ri­schen Zie­le zu errei­chen. Dar­über hin­aus sind IT-Kennt­nis­se für Füh­rungs­kräf­te von gro­ßer Bedeu­tung. In einer zuneh­mend digi­ta­len Arbeits­welt müs­sen Füh­rungs­kräf­te ihre Teams bei der Nut­zung neu­er Tech­no­lo­gien unter­stüt­zen kön­nen. Dies umfasst nicht nur das Ver­ständ­nis der Tech­no­lo­gie selbst, son­dern auch die Fähig­keit, die­se effek­tiv im Team zu imple­men­tie­ren. Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die Ent­wick­lung einer posi­ti­ven Ein­stel­lung und Selbst­füh­rung. Prak­ti­sche Tech­ni­ken und Tipps kön­nen Füh­rungs­kräf­ten hel­fen, ihre eige­ne Moti­va­ti­on zu stei­gern und die­se posi­ti­ve Ein­stel­lung auf ihr Team zu über­tra­gen. ## Soziale Kompetenzen in der Führung In der heu­ti­gen Arbeits­welt sind sozia­le Kom­pe­ten­zen für Füh­rungs­kräf­te uner­läss­lich. Die­se Fähig­kei­ten umfas­sen effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kon­flikt­lö­sung und die Pfle­ge zwi­schen­mensch­li­cher Bezie­hun­gen. Eine gute Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit för­dert den Aus­tausch von Ideen und Infor­ma­tio­nen, was den Zusam­men­halt und das Ver­trau­en im Team stärkt. Empa­thie und emo­tio­na­le Intel­li­genz sind ent­schei­dend für die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ten­den. Füh­rungs­kräf­te, die empa­thisch sind, kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se redu­zie­ren und ein unter­stüt­zen­des Arbeits­um­feld schaf­fen. Die Indi­vi­dua­li­sie­rung der Arbeits­an­for­de­run­gen hat zuge­nom­men, und Füh­rungs­kräf­te müs­sen die spe­zi­fi­schen Wün­sche ihrer Mit­ar­bei­ten­den berück­sich­ti­gen. Die Wer­te und Ansprü­che an die Arbeit haben sich eben­falls gewan­delt. Ins­be­son­de­re jün­ge­re Arbeit­neh­mer set­zen sich ver­mehrt mit den Sinn­fra­gen ihrer Arbeit aus­ein­an­der und suchen nach einem tie­fe­ren Zweck in ihrem beruf­li­chen Tun. Füh­rungs­kräf­te müs­sen die­se Ver­än­de­run­gen ver­ste­hen und dar­auf ein­ge­hen, um ihre Teams effek­tiv zu füh­ren und die Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen Auf­ga­ben zu för­dern. Alles in allem ist es wich­tig, die­se Aspek­te in einer Rei­he zu berück­sich­ti­gen. Refle­xi­on spielt hier­bei eine wesent­li­che Rol­le, um Füh­rungs­kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln und die Ent­schei­dungs­fin­dung sowie die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern. ## Erfolgreiche Leitung von Teams ![Ein erfolgreiches Team, das zusammenarbeitet und Ziele erreicht.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/d27bf2bd-3856-47f4-9384-4be98603c062.png)Eine kla­re Ziel­ori­en­tie­rung ist ein grund­le­gen­des Prin­zip erfolg­rei­cher Team­füh­rung. Füh­rungs­kräf­te müs­sen sicher­stel­len, dass die Zie­le klar defi­niert und mit den Mit­ar­bei­tern kom­mu­ni­ziert wer­den, um deren Enga­ge­ment zu stei­gern. Ein effek­ti­ver Füh­rungs­stil för­dert die Mit­ar­bei­ter­bin­dung und die per­sön­li­che Ent­wick­lung der Mit­ar­bei­ter. Beson­ders in sozia­len Orga­ni­sa­tio­nen ist es wich­tig, dass Füh­rungs­kräf­te über Manage­ment­kennt­nis­se sowie sozia­le und per­so­na­le Kom­pe­ten­zen ver­fü­gen, um effek­tiv füh­ren und lei­ten zu kön­nen. Trans­for­ma­tio­na­ler und par­ti­zi­pa­ti­ver Füh­rungs­stil nut­zen sozia­le Kom­pe­ten­zen und för­dern Moti­va­ti­on und Zuge­hö­rig­keits­ge­fühl im Team, indem sie die teil­neh­men­den Mit­ar­bei­ten­den aktiv ein­be­zie­hen. Die­se Sti­le hel­fen, eine posi­ti­ve Team­kul­tur zu schaf­fen und die Mit­ar­bei­ten­den lang­fris­tig zu bin­den. Füh­rungs­kräf­te ste­hen vor der Her­aus­for­de­rung, neue Rou­ti­nen für die Kom­mu­ni­ka­ti­on und Koor­di­na­ti­on im Team zu eta­blie­ren, ins­be­son­de­re im Kon­text fle­xi­bler Arbeits­mo­del­le. Eine [effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/kommunikation-im-team-verbessern/) ist uner­läss­lich, um die Dyna­mik im Team zu steu­ern und die Zusam­men­ar­beit zu ver­bes­sern. ## Herausforderungen für Führungskräfte Füh­rungs­kräf­te sehen sich einer Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen gegen­über. Resi­li­enz und Stress­ma­nage­ment sind essen­zi­ell, um den Anfor­de­run­gen der Füh­rungs­rol­le gerecht zu wer­den und effek­tiv mit Stress umzu­ge­hen. Die­se Fähig­kei­ten hel­fen Füh­rungs­kräf­ten, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen ruhig und kon­zen­triert zu blei­ben. Regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung und Anpas­sung der Team­zie­le sind not­wen­dig, um sich an Ver­än­de­run­gen anzu­pas­sen und die Rele­vanz in einem dyna­mi­schen Umfeld auf­recht­zu­er­hal­ten. Dies erfor­dert eine kon­ti­nu­ier­li­che Eva­lu­ie­rung der Zie­le und eine fle­xi­ble Anpas­sung an neue Gege­ben­hei­ten. Zudem ist eine Ver­än­de­rung in der Ein­stel­lung des Manage­ments not­wen­dig, um bes­se­re Ergeb­nis­se und Zufrie­den­heit zu errei­chen. ## Wertschätzung als Führungsinstrument ![Ein Bild, das Wertschätzung in der Führung zeigt, indem ein Vorgesetzter einem Mitarbeiter Anerkennung zollt.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/e7aef00c-4a6e-4fd3-9c0c-6830c673874f.png)Wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ein mäch­ti­ges Instru­ment in der Füh­rung. Eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur för­dert Feed­back und Dia­log, was die Koope­ra­ti­on und das Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­ten­den stei­gert. Füh­rungs­kräf­te soll­ten ihren Mit­ar­bei­tern Frei­räu­me zur Ent­fal­tung ihrer Krea­ti­vi­tät bie­ten, um eine posi­ti­ve Feh­ler­kul­tur zu schaf­fen. Die Fei­er von Mei­len­stei­nen und Erfol­gen stärkt die Team-Moral und Moti­va­ti­on, was eine posi­ti­ve Team­kul­tur wei­ter ver­stärkt. Ein Füh­rungs­stil, der Macht mit Men­schen und nicht über Men­schen aus­übt, ver­bes­sert die Bezie­hungs­qua­li­tät im Team und führt zu bes­se­ren Ergeb­nis­sen und höhe­rer Zufrie­den­heit und mehr. Über­zeu­gun­gen spie­len dabei eine zen­tra­le Rol­le, da sie als Grund­la­ge für stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen und die Über­win­dung von Her­aus­for­de­run­gen die­nen. ## Entscheidungsfindung und Verantwortlichkeit Der Ent­schei­dungs­fin­dungs­pro­zess ist ein zen­tra­ler Bestand­teil effek­ti­ver Füh­rung. Er umfasst: 1. das Iden­ti­fi­zie­ren von Zie­len 2. das Sam­meln rele­van­ter Infor­ma­tio­nen 3. das Ein­be­zie­hen von Stake­hol­dern 4. das Abwä­gen von Alter­na­ti­ven Wis­sen spielt eine ent­schei­den­de Rol­le in der Ent­schei­dungs­fin­dung, da es Füh­rungs­kräf­ten ermög­licht, fun­dier­te und durch­dach­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Eine sorg­fäl­ti­ge Ent­schei­dungs­fin­dung ist ent­schei­dend, da schlech­te Ent­schei­dun­gen erheb­li­che finan­zi­el­le Aus­wir­kun­gen haben kön­nen. Eine kon­ti­nu­ier­li­che Bewer­tung der getrof­fe­nen Ent­schei­dun­gen ist not­wen­dig, um deren Erfolg zu mes­sen und Ver­bes­se­run­gen vor­zu­neh­men. Dies ermög­licht es Füh­rungs­kräf­ten, aus Feh­lern zu ler­nen und ihre Ent­schei­dungs­pro­zes­se zu opti­mie­ren. Die Prin­zi­pi­en der Ent­schei­dungs­fin­dung aus dem 20. Jahr­hun­dert blei­ben rele­vant, kön­nen jedoch durch moder­ne tech­no­lo­gi­sche Fort­schrit­te ver­stärkt wer­den. Dies umfasst die Nut­zung von Daten­ana­ly­se und digi­ta­len Tools, um fun­dier­te und effi­zi­en­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ## Fortbildungsmöglichkeiten für Leitungskräfte Kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung ist für Füh­rungs­kräf­te uner­läss­lich, um ihre Fähig­kei­ten zu erwei­tern und auf dem neu­es­ten Stand zu blei­ben. Dies umfasst sowohl sozia­le Kom­pe­ten­zen als auch Fach­wis­sen. Ein erfolg­rei­ches Aus­bil­dungs­kon­zept erfor­dert eine sorg­fäl­ti­ge Per­so­nal- und Orga­ni­sa­ti­ons­pla­nung. Es gibt zahl­rei­che Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten, die Füh­rungs­kräf­te nut­zen kön­nen. Die SGD bie­tet bei­spiels­wei­se ein IHK-zer­ti­fi­zier­tes Füh­rungs­trai­ning an, das aus sechs Modu­len besteht und ver­schie­de­ne Aspek­te der Füh­rung abdeckt. Die meis­ten die­ser Kur­se kön­nen im Fern­stu­di­um und damit berufs­be­glei­tend absol­viert wer­den, was sie beson­ders fle­xi­bel macht. Die Anmel­dung erfolgt über ein spe­zi­el­les Anmel­de­por­tal, was einen struk­tu­rier­ten und for­ma­li­sier­ten Pro­zess zur Teil­nah­me an den Kur­sen sicher­stellt. Neben for­ma­len Kur­sen sind auch prak­ti­sche Erfah­run­gen und kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen im Arbeits­all­tag wich­tig. Füh­rungs­kräf­te soll­ten ihre Fähig­kei­ten regel­mä­ßig durch Wei­ter­bil­dung erwei­tern, unab­hän­gig von ihrer aktu­el­len Posi­ti­on in der Unter­neh­mens­hier­ar­chie und in ver­schie­de­nen Füh­rungs­si­tua­tio­nen. ## Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz ![Ein Bild, das die Bedeutung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz verdeutlicht.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/ed6c93f0-7796-40d3-a1a1-bc57a3e5a0ea.png)Das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM) spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für die Gesund­heit und Moti­va­ti­on der Mit­ar­bei­ter. Füh­rungs­kräf­te beein­flus­sen direkt das Wohl­be­fin­den ihrer Teams und kön­nen so die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens stei­gern. Semi­na­re im Rah­men des betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­nage­ments sind dabei beson­ders wich­tig, um die Mit­ar­bei­ter­ge­sund­heit zu för­dern und Füh­rungs­kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln. Sie soll­ten als Vor­bil­der agie­ren und durch ihr eige­nes Gesund­heits­ma­nage­ment ande­re moti­vie­ren. Psy­chi­sche Erkran­kun­gen sind ein bedeu­ten­der Fak­tor für Fehl­zei­ten am Arbeits­platz und haben oft eine län­ge­re Krank­heits­dau­er als ande­re gesund­heit­li­che Pro­ble­me. Füh­rungs­kräf­te soll­ten durch acht­sa­me und unter­stüt­zen­de Füh­rung hel­fen, Stress im Team zu redu­zie­ren. Ein umfas­sen­des Füh­rungs­kräf­te-Cur­ri­cu­lum zur Gesund­heits­för­de­rung gewähr­leis­tet, dass das The­ma kon­ti­nu­ier­lich prä­sent bleibt und Füh­rungs­kräf­te Unter­stüt­zung bei der Umset­zung erhal­ten. Dies trägt zur Schaf­fung eines gesun­den und pro­duk­ti­ven Arbeits­um­felds bei. ## Unternehmensethik und soziale Verantwortung Ethi­sche Unter­neh­mens­füh­rung ist ent­schei­dend für fai­re Arbeits­be­din­gun­gen und den ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Res­sour­cen. Dabei spielt auch die Bedeu­tung der Umwelt eine zen­tra­le Rol­le in der Unter­neh­mens­ethik. Ein klar defi­nier­ter Ver­hal­tens­ko­dex gibt Mit­ar­bei­tern Ver­hal­tens­richt­li­ni­en und för­dert eine Kul­tur der Inte­gri­tät. Die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen ethi­scher Unter­neh­mens­füh­rung sind viel­fäl­tig. Sie ver­bes­sert die Repu­ta­ti­on des Unter­neh­mens und kann zu höhe­ren Umsät­zen und Gewin­nen füh­ren. Für vie­le Ver­brau­cher ist das sozia­le und öko­lo­gi­sche Han­deln eines Unter­neh­mens ein ent­schei­den­des Kri­te­ri­um beim Kauf. ## Selbstführung und persönliche Entwicklung Selbst­füh­rung beginnt mit der Fähig­keit, kla­re und erreich­ba­re Zie­le zu defi­nie­ren. Dies ist ent­schei­dend für die per­sön­li­che Ent­wick­lung von Füh­rungs­kräf­ten. Selbst­re­fle­xi­on ermög­licht es ihnen, ihre Stär­ken und Schwä­chen zu erken­nen und ihre Füh­rungs­stra­te­gien zu opti­mie­ren. Regel­mä­ßi­ge Selbst­be­ob­ach­tung und die Ent­wick­lung von Stra­te­gien zur Erhal­tung der eige­nen Leis­tungs­fä­hig­keit sind eben­falls wich­tig. Klei­ne Erin­ne­run­gen und Rou­ti­nen hel­fen Füh­rungs­kräf­ten, ihren Fokus zu behal­ten und die Selbst­steue­rung im Arbeits­all­tag zu ver­bes­sern. ## Praxisanleitung und Coaching ![Ein Coach, der mit einer Führungskraft arbeitet, um persönliche Entwicklung zu fördern.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/40deaa00-9f9c-4210-b7d3-96b7ff0e1ef2.png)Die Pra­xis­an­lei­tung bie­tet Berufs­an­fän­gern Ori­en­tie­rung und Unter­stüt­zung beim Ein­stieg in die beruf­li­che Pra­xis. Ein effek­ti­ver Aus­bil­dungs­pro­zess erfor­dert eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen Fach­schu­le und Pra­xis. Der Kurs zur Fort­bil­dung und den fort­bil­dun­gen besteht aus drei zwei­tä­gi­gen Modu­len und drei Tref­fen zur kol­le­gia­len Super­vi­si­on. Die­ser struk­tu­rier­te Ansatz gewähr­leis­tet eine umfas­sen­de Aus­bil­dung und kon­ti­nu­ier­li­che Betreu­ung. Das per­sön­li­che Enga­ge­ment der Pra­xis­an­lei­ter ist ent­schei­dend für den Erfolg des Aus­bil­dungs­pro­zes­ses, allem vor­an in einem gemein­sa­men Pro­zess zwi­schen Anlei­ten­den und Ange­lei­te­ten, der Feed­back und Erfah­rungs­aus­tausch beinhal­tet, för­dert das Ler­nen und die Ent­wick­lung, wäh­rend der Coach eine unter­stüt­zen­de Rol­le spielt. Aka­de­mi­sche Dozen­ten und Exper­ten (Prof) tra­gen eben­falls wesent­lich dazu bei, indem sie ihr Fach­wis­sen und ihre Emp­feh­lun­gen ein­brin­gen. ## Prozessmanagement in Unternehmen Pro­zess­ma­nage­ment ist essen­zi­ell für die struk­tu­rier­te und kon­ti­nu­ier­li­che Ver­bes­se­rung von Unter­neh­mens­ab­läu­fen. Zie­le des Pro­zess­ma­nage­ments umfas­sen die Stei­ge­rung der Effi­zi­enz, die Ver­bes­se­rung der Pro­dukt­qua­li­tät und die Reduk­ti­on von Kos­ten. Das digi­ta­le Pro­zess­ma­nage­ment ermög­licht eine schnel­le Anpas­sung an Ver­än­de­run­gen durch den Ein­satz von Soft­ware­lö­sun­gen. Metho­den wie Busi­ness Pro­cess Model and Nota­ti­on (BPMN) hel­fen, Geschäfts­pro­zes­se visu­ell zu doku­men­tie­ren und zu opti­mie­ren. ## Rekrutierung und Einstellungsinterviews Die Vor­be­rei­tung auf Ein­stel­lungs­in­ter­views ist ent­schei­dend für den Erfolg bei der Iden­ti­fi­ka­ti­on von Talen­ten. Um Bias und sub­jek­ti­ve Ein­flüs­se wäh­rend des Inter­views zu mini­mie­ren, sind kla­re Bewer­tungs­kri­te­ri­en not­wen­dig, die auch eine Aner­ken­nung der Talen­te ermög­li­chen. Ver­schie­de­ne Ein­rich­tun­gen spie­len hier­bei eine wich­ti­ge Rol­le, da sie viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten und Per­spek­ti­ven im Rekru­tie­rungs­pro­zess bie­ten. Ein mul­ti­mo­da­les Inter­view­mo­dell kann hel­fen, die Starr­heit eines struk­tu­rier­ten Inter­views zu ver­mei­den und den­noch rele­van­te Fra­gen abzu­de­cken. Das Pro­to­kol­lie­ren der Ant­wor­ten wäh­rend des Inter­views ermög­licht eine zeit­na­he und prä­zi­se Bewer­tung der Kan­di­da­ten. ## Zusammenfassung Zusam­men­fas­send lässt sich sagen, dass erfolg­rei­che Füh­rung und Lei­tung auf einer Kom­bi­na­ti­on aus ver­schie­de­nen Kom­pe­ten­zen und Stra­te­gien beru­hen. Die Bedeu­tung der Lei­tungs- und Füh­rungs­auf­ga­ben liegt dabei in der Ent­wick­lung und Qua­li­fi­zie­rung von Füh­rungs­kräf­ten, die Manage­ment­fä­hig­kei­ten sowie sozia­le und per­so­na­le Kom­pe­tenz benö­ti­gen, um ihre Füh­rungs­per­sön­lich­keit zu stär­ken. Von den Grund­la­gen des Füh­rens und Lei­tens über Manage­ment-Know­how und sozia­le Kom­pe­ten­zen bis hin zu Ent­schei­dungs­fin­dung und kon­ti­nu­ier­li­cher Wei­ter­bil­dung – all die­se Ele­men­te tra­gen zur Ent­wick­lung effek­ti­ver Füh­rungs­kräf­te bei. Indem Füh­rungs­kräf­te die­se Stra­te­gien anwen­den und ihre Fähig­kei­ten kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckeln, kön­nen sie nicht nur ihre eige­nen Leis­tun­gen ver­bes­sern, son­dern auch die Zufrie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät ihres Teams stei­gern. Nut­zen Sie die­se Erkennt­nis­se, um Ihre Füh­rungs­rol­le zu stär­ken und Ihre Orga­ni­sa­ti­on zum Erfolg zu füh­ren. ## Häufig gestellte Fragen ### Was ist der Unterschied zwischen “führen” und “leiten”? Der Unter­schied zwi­schen “füh­ren” und “lei­ten” besteht dar­in, dass “füh­ren” die mensch­li­che Dimen­si­on der Lei­tung betont, wäh­rend “lei­ten” sich stär­ker auf die orga­ni­sa­to­ri­schen Aspek­te kon­zen­triert. ### Warum sind soziale Kompetenzen für Führungskräfte wichtig? Sozia­le Kom­pe­ten­zen sind für Füh­rungs­kräf­te uner­läss­lich, da sie den Umgang mit Mit­ar­bei­ten­den und die Fähig­keit zur Kon­flikt­lö­sung maß­geb­lich beein­flus­sen. Dies stärkt das Team­kli­ma und för­dert die Pro­duk­ti­vi­tät. ### Wie können Führungskräfte ihre Entscheidungsfindung verbessern? Füh­rungs­kräf­te kön­nen ihre Ent­schei­dungs­fin­dung ver­bes­sern, indem sie einen struk­tu­rier­ten Pro­zess imple­men­tie­ren, der Ziel­iden­ti­fi­ka­ti­on, Infor­ma­ti­ons­samm­lung und das Abwä­gen von Alter­na­ti­ven umfasst. Dies för­dert fun­dier­te und durch­dach­te Ent­schei­dun­gen. ### Welche Rolle spielt das betriebliche Gesundheitsmanagement (BGM) für Führungskräfte? Das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment (BGM) spielt eine ent­schei­den­de Rol­le für Füh­rungs­kräf­te, da sie durch ihre Maß­nah­men direkt die Gesund­heit und Moti­va­ti­on ihrer Mit­ar­bei­ter beein­flus­sen und dadurch die Wett­be­werbs­fä­hig­keit des Unter­neh­mens stei­gern kön­nen. ### Was sind die Vorteile ethischer Unternehmensführung? Ethi­sche Unter­neh­mens­füh­rung stei­gert die Repu­ta­ti­on des Unter­neh­mens und führt häu­fig zu höhe­ren Umsät­zen und Gewin­nen. Dies för­dert lang­fris­tig auch das Ver­trau­en der Kun­den und Mit­ar­bei­ter. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Führung in Veränderung](https://bobach-coaching.de/fuehrung-veraenderung-change/) **Published:** September 8, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wie Sie Chan­ge Manage­ment Füh­rung sicher durch den Wan­del füh­ren – ohne dabei Ihr Team zu ver­lie­ren. Von Björn Bob­ach, Busi­ness Coach Düs­sel­dorf Reor­ga­ni­sa­ti­on, Digi­ta­li­sie­rung, neue Struk­tu­ren und neue Tools kenn­zeich­nen vie­le Unter­neh­men. Chan­ge Manage­ment Füh­rung ist für vie­le Unter­neh­men zum Dau­er­zu­stand gewor­den. Es schei­tert häu­fi­ger, als es gelingt. Seit Jah­ren zei­gen Stu­di­en kon­stant, dass der Groß­teil der Ver­än­de­rungs­pro­zes­se die Zie­le nicht erreicht. Der Grund ist sel­ten die Stra­te­gie. Es ist die mensch­li­che Sei­te der Ver­än­de­rung – und damit die Füh­rung. Die­ser Arti­kel kon­zen­triert sich genau dar­auf: wie Sie als Füh­rungs­kraft Ihr Team mensch­lich sicher durch den Wan­del brin­gen. Einen brei­te­ren Über­blick zu Stra­te­gien und Pro­zess­ge­stal­tung im Wan­del fin­den Sie in mei­nem [Leit­fa­den für erfolg­rei­ches Chan­ge Manage­ment](https://bobach-coaching.de/change-management-coaching/). ## Warum Menschen Veränderung widerstehen Wider­stand gegen Ver­än­de­rung ist kei­ne Bos­haf­tig­keit – er ist mensch­lich. Chan­ge Manage­ment Füh­rung adres­siert die Unsi­cher­heit, denn Ver­än­de­rung bedeu­tet Unsi­cher­heit, und Unsi­cher­heit löst Stress aus. Mit­ar­bei­ten­de fra­gen sich: Was bedeu­tet das für mich? Bin ich der Auf­ga­be gewach­sen? Ver­lie­re ich, was mir wich­tig ist? Füh­rungs­kräf­te, die die­sen Wider­stand als Stö­rung behan­deln, ver­schär­fen ihn. Wer ihn als ver­ständ­li­che Reak­ti­on ernst nimmt, kann ihn auf­lö­sen. ## Die Phasen der Veränderung – und was Führung jeweils braucht Men­schen durch­lau­fen in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen typi­sche emo­tio­na­le Pha­sen. Wer sie kennt, kann gezielt füh­ren: Pha­se Was Mit­ar­bei­ten­de erle­ben Was Füh­rung braucht Schock / Ableh­nungDas kann nicht seinInfor­ma­ti­on, Zuhö­ren, Prä­senz Wider­standIch mache nicht mitVer­ständ­nis, kla­re Per­spek­ti­ve Aus­pro­bie­renViel­leicht geht es dochErmu­ti­gung, Feh­ler­to­le­ranz Akzep­tanzSo läuft es jetztBestä­ti­gung, Sta­bi­li­sie­rung 💡 Kern­idee Ver­än­de­rung gelingt nicht durch bes­se­re Argu­men­te, son­dern durch das Gefühl von Sicher­heit. Füh­rungs­kräf­te, die die­se Sicher­heit ver­mit­teln, gewin­nen ihre Teams – auch im Wan­del. ## Die Führungskraft als Anker In Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen schau­en Mit­ar­bei­ten­de beson­ders genau auf ihre Füh­rungs­kraft und auf Chan­ge Manage­ment Füh­rung. Sie ist der emo­tio­na­le Anker. Wenn sie selbst ver­un­si­chert oder zynisch wirkt, über­trägt sich das. Wenn sie Ori­en­tie­rung und Zuver­sicht aus­strahlt – ohne die Rea­li­tät zu beschö­ni­gen – gibt sie Halt. Vor­aus­set­zung ist, dass die Füh­rungs­kraft mit der eige­nen Unsi­cher­heit umge­hen kann. Genau hier hat Coa­ching in Chan­ge-Pro­zes­sen einen beson­de­ren Wert. Es gibt der Füh­rungs­kraft einen Raum, ihre eige­ne Posi­ti­on zu klä­ren, bevor sie ande­re führt. ## Konkrete Prinzipien für Change-Führung - Früh und ehr­lich kom­mu­ni­zie­ren – auch wenn nicht alles klar ist. - Das War­um erklä­ren, nicht nur das Was. - Zuhö­ren statt über­zeu­gen – Wider­stand ernst neh­men. - Klei­ne Erfol­ge sicht­bar machen – sie schaf­fen Zuver­sicht. - Geduld haben – [Ver­än­de­rung braucht Zeit, auch emo­tio­nal](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching"). 💬 Aus der Pra­xis Ein Bereichs­lei­ter muss­te sein Team durch eine gro­ße Reor­ga­ni­sa­ti­on füh­ren – und war selbst unsi­cher, ob die Ent­schei­dung rich­tig war. Im Coa­ching klär­ten wir zuerst sei­ne eige­ne Hal­tung. Erst als er inner­lich Klar­heit hat­te, konn­te er sein Team glaub­wür­dig durch den Wan­del füh­ren. Die Reor­ga­ni­sa­ti­on ver­lief deut­lich ruhi­ger als erwar­tet. ## Fazit: Wandel ist Führungsarbeit Ver­än­de­rung schei­tert oder gelingt mit der Füh­rung. Wer die mensch­li­che Sei­te des Wan­dels ernst nimmt, ver­mit­telt Sicher­heit. Zudem klärt er sei­ne Hal­tung und führt sein Team durch schwie­ri­ge Pha­sen. Das lässt sich ler­nen. Coa­ching ist dafür einer der wirk­sams­ten Wege. Füh­rung im Wan­del – gut beglei­tet Ste­hen Sie oder Ihr Team vor einer gro­ßen Ver­än­de­rung? Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir, wie ich Sie dabei unter­stüt­zen kann. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching **Schlagwörter:** Change Management, Veränderungsprozess --- ### [Selbstmotivation steigern: Effektive Coaching-Techniken und Übungen](https://bobach-coaching.de/selbstmotivation-steigern-effektive-coaching-techniken-und-uebungen/) **Published:** September 2, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Selbst­mo­ti­va­ti­on ist der Schlüs­sel zu per­sön­li­chem und beruf­li­chem Erfolg. Sie ermög­licht es Ihnen, Zie­le zu set­zen und zu errei­chen, Her­aus­for­de­run­gen zu über­win­den und kon­ti­nu­ier­lich Fort­schrit­te zu machen. Wenn Sie Schwie­rig­kei­ten haben, sich selbst zu moti­vie­ren, kann [Per­so­nal Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching") eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein. In die­sem Arti­kel stel­le ich Ihnen ver­schie­de­ne Tech­ni­ken und Übun­gen vor, die Sie nut­zen kön­nen, um Ihre Selbst­mo­ti­va­ti­on zu stei­gern und Ihr vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. ## **Warum fehlt oft die Selbstmotivation?** Es gibt vie­le Grün­de, war­um Men­schen Schwie­rig­kei­ten haben, sich selbst zu moti­vie­ren. Hier sind eini­ge der häu­figs­ten Ursa­chen: ### **1. Unklare Ziele** Wenn Ihre Zie­le vage oder unrea­lis­tisch sind, kann es schwer sein, die nöti­ge Moti­va­ti­on auf­zu­brin­gen. [Klar­heit über Ihre Zie­le zu haben](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?"), ist ent­schei­dend, um die nöti­ge Antriebs­kraft zu ent­wi­ckeln. ### **2. Mangelndes Selbstvertrauen** Ein [gerin­ges Selbst­wert­ge­fühl](https://bobach-coaching.de/selbstwertgefuehl-steigern-so-geht-es/ "Selbstwertgefühl steigern – so geht es") kann dazu füh­ren, dass Sie an Ihren Fähig­kei­ten zwei­feln und sich selbst sabo­tie­ren. Wenn Sie nicht an sich selbst glau­ben, fehlt oft die Moti­va­ti­on, neue Her­aus­for­de­run­gen anzu­ge­hen. ### **3. Fehlende Belohnungen** Ohne sicht­ba­re oder fühl­ba­re Beloh­nun­gen für Ihre Bemü­hun­gen kann die Moti­va­ti­on schnell nach­las­sen. Der mensch­li­che Geist [reagiert posi­tiv auf Aner­ken­nung und Beloh­nun­gen](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Gute Vorsätze und SMART Ziele"), die den Fort­schritt bestä­ti­gen. ### **4. Überforderung und Stress** Zu vie­le Auf­ga­ben oder stän­di­ger Druck kön­nen dazu füh­ren, dass Sie sich über­for­dert füh­len und die Moti­va­ti­on ver­lie­ren. Ein [über­las­te­ter Geist](https://bobach-coaching.de/fasten-fuer-den-geist-energie-aus-verzicht/ "Fasten für den Geist – Energie aus Verzicht") hat Schwie­rig­kei­ten, sich auf ein­zel­ne Auf­ga­ben zu kon­zen­trie­ren und moti­viert zu blei­ben. ### **5. Negative Gedankenmuster** Wenn Sie stän­dig nega­tiv den­ken oder sich selbst kri­ti­sie­ren, kann das Ihre Moti­va­ti­on unter­gra­ben. [Nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter](https://bobach-coaching.de/podcast-negative-gefuehle/ "Warum sind negative Gefühle etwas Positives?") kön­nen zu einer pes­si­mis­ti­schen Ein­stel­lung füh­ren, die es schwie­rig macht, sich zu enga­gie­ren. ### **6. Fehlende Leidenschaft** Ohne Lei­den­schaft oder Inter­es­se an dem, was Sie tun, wird es schwer, moti­viert zu blei­ben. [Wenn Ihre Auf­ga­ben oder Zie­le nicht Ihren inne­ren Über­zeu­gun­gen und Inter­es­sen ent­spre­chen](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen"), fällt es schwer, sich dafür zu begeis­tern. ## **Techniken und Übungen zur Steigerung der Selbstmotivation** Nach­dem wir die häu­figs­ten Grün­de für man­geln­de Selbst­mo­ti­va­ti­on bespro­chen haben, wen­den wir uns nun den Tech­ni­ken und Übun­gen zu, die Ihnen hel­fen kön­nen, Ihre Selbst­mo­ti­va­ti­on zu stei­gern. ### **1. Ziele setzen und visualisieren** **Tech­nik: SMART-Zie­le** [SMART steht für spe­zi­fisch, mess­bar, attrak­tiv, rea­lis­tisch und ter­min­ge­bun­den](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Gute Vorsätze und SMART Ziele"). Indem Sie Ihre Zie­le nach die­sen Kri­te­ri­en defi­nie­ren, machen Sie sie greif­bar und erreich­ba­rer. • **Spe­zi­fisch**: Defi­nie­ren Sie klar, was Sie errei­chen möch­ten. • **Mess­bar**: Legen Sie fest, wie Sie den Fort­schritt mes­sen wer­den. • **Attrak­tiv**: Stel­len Sie sicher, dass das Ziel für Sie anspre­chend ist. • **Rea­lis­tisch**: Set­zen Sie sich Zie­le, die erreich­bar sind. • **Ter­min­ge­bun­den**: Set­zen Sie eine Dead­line, um sich selbst einen zeit­li­chen Rah­men zu geben. > **Übung: Ziel­vi­sua­li­sie­rung** > Neh­men Sie sich jeden Tag ein paar Minu­ten Zeit, um sich Ihre Zie­le bild­lich vor­zu­stel­len. Schlie­ßen Sie die Augen und visua­li­sie­ren Sie detail­liert, wie es aus­se­hen wird, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Wie füh­len Sie sich dabei? Was sehen, hören und rie­chen Sie? Die­se Übung hilft Ihnen, eine emo­tio­na­le Ver­bin­dung zu Ihren Zie­len her­zu­stel­len und Ihre Moti­va­ti­on zu stär­ken. ### **2. Positive Selbstgespräche und Affirmationen** **Tech­nik: Posi­ti­ve Selbst­ge­sprä­che** Foto von [Tim Moss­hol­der](https://unsplash.com/de/@timmossholder?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/gelbes-smiley-emoji-auf-grauem-textil-8R-mXppeakM?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) Ach­ten Sie auf Ihre inne­ren Dia­lo­ge. Erset­zen Sie nega­ti­ve Gedan­ken durch posi­ti­ve und ermu­ti­gen­de Aus­sa­gen. Statt „Das schaf­fe ich nie“ sagen Sie sich „Ich kann das schaf­fen, wenn ich dran­blei­be“. Posi­ti­ve Selbst­ge­sprä­che kön­nen Ihr Selbst­ver­trau­en und Ihre Moti­va­ti­on erheb­lich stei­gern. > **Übung: Täg­li­che Affir­ma­tio­nen** > > Schrei­ben Sie posi­ti­ve Aus­sa­gen auf, die Ihre Fähig­kei­ten und Ihre Zie­le bestä­ti­gen. Wie­der­ho­len Sie die­se Affir­ma­tio­nen jeden Mor­gen laut vor dem Spie­gel. Bei­spie­le für Affir­ma­tio­nen sind: „Ich bin fähig und stark“, „Ich errei­che mei­ne Zie­le mit Leich­tig­keit“ oder „Ich habe die Kraft, alle Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern“. ### **3. Fortschritte verfolgen und feiern zur Selbstmotivation** **Tech­nik: Fort­schritts­jour­nal** Füh­ren Sie ein Jour­nal, in dem Sie täg­lich Ihre Fort­schrit­te und Erfol­ge fest­hal­ten. Notie­ren Sie auch klei­ne Schrit­te und Teil­erfol­ge. Dies hilft Ihnen, Ihren Fort­schritt sicht­bar zu machen und moti­viert zu blei­ben. > **Übung: Beloh­nungs­sys­tem** > > Set­zen Sie sich Beloh­nun­gen für das Errei­chen bestimm­ter Mei­len­stei­ne. Die­se Beloh­nun­gen kön­nen klei­ne Freu­den sein, wie ein Lieb­lings­es­sen, ein Kino­be­such oder ein ent­spann­ter Abend. Beloh­nun­gen ver­stär­ken posi­ti­ves Ver­hal­ten und erhö­hen die Moti­va­ti­on, wei­ter­zu­ma­chen. ### **4. Routine und Struktur schaffen** **Tech­nik: Tages­pla­nung** Pla­nen Sie Ihren Tag im Vor­aus. Erstel­len Sie eine To-Do-Lis­te mit den wich­tigs­ten Auf­ga­ben und set­zen Sie Prio­ri­tä­ten. Ein struk­tu­rier­ter Tages­plan hilft Ihnen, den Über­blick zu behal­ten und fokus­siert zu blei­ben. > **Übung: Mor­gen­rou­ti­ne** > > Ent­wi­ckeln Sie eine posi­ti­ve Mor­gen­rou­ti­ne, die Sie ener­ge­ti­siert und moti­viert in den Tag star­ten lässt. Dies kann Medi­ta­ti­on, Bewe­gung, ein gesun­des Früh­stück oder das Lesen moti­vie­ren­der Lite­ra­tur umfas­sen. Eine gute Mor­gen­rou­ti­ne setzt den Ton für den rest­li­chen Tag und hilft Ihnen, moti­viert zu blei­ben. ### **5. Selbstmotivation durch Unterstützung und Accountability** **Tech­nik: Accoun­ta­bi­li­ty-Part­ner** Suchen Sie sich einen Accoun­ta­bi­li­ty-Part­ner, der eben­falls Zie­le ver­folgt. Tei­len Sie regel­mä­ßig Ihre Fort­schrit­te und Her­aus­for­de­run­gen mit­ein­an­der. Dies schafft Ver­ant­wort­lich­keit und zusätz­li­che Moti­va­ti­on, da Sie nicht nur sich selbst, son­dern auch Ihrem Part­ner gegen­über Rechen­schaft able­gen. > **Übung: Coa­ching-Sit­zun­gen** > > Neh­men Sie regel­mä­ßig an [Coa­ching-Sit­zun­gen](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching") teil. Ein Coach kann Ihnen hel­fen, Klar­heit über Ihre Zie­le zu gewin­nen, Hin­der­nis­se zu über­win­den und Ihre Selbst­mo­ti­va­ti­on zu stär­ken. Durch geziel­te Fra­gen und Tech­ni­ken unter­stützt ein Coach Sie dabei, Ihr vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. ### **6. Achtsamkeit und Selbstfürsorge** **Tech­nik: Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on** [Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") hilft Ihnen, im Moment prä­sent zu sein und Ihre Gedan­ken und Gefüh­le bewusst wahr­zu­neh­men, ohne sie zu bewer­ten. Regel­mä­ßi­ge Acht­sam­keits­übun­gen kön­nen Stress redu­zie­ren und Ihre inne­re Ruhe und Selbst­mo­ti­va­ti­on stär­ken. > **Übung: Selbst­für­sor­ge-Ritua­le** > > Inte­grie­ren Sie Selbst­für­sor­ge-Ritua­le in Ihren All­tag. Das kann alles sein, was Ihnen gut tut und Sie ent­spannt, wie ein Spa­zier­gang in der Natur, ein ent­span­nen­des Bad oder das Lesen eines guten Buches. Selbst­für­sor­ge ist essen­zi­ell, um lang­fris­tig moti­viert und gesund zu blei­ben. ### **7. Lernen und Weiterentwicklung** **Tech­nik: Lebens­lan­ges Ler­nen** Set­zen Sie sich kon­ti­nu­ier­lich neue Lern­zie­le und suchen Sie nach Mög­lich­kei­ten zur per­sön­li­chen und beruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung. Lebens­lan­ges Ler­nen hält Ihren Geist aktiv und Ihre Moti­va­ti­on hoch. > **Übung: Wei­ter­bil­dungs­kur­se** > > Neh­men Sie an Wei­ter­bil­dungs­kur­sen oder Work­shops teil, die Ihre Inter­es­sen und Fähig­kei­ten för­dern. Dies kann Ihnen neue Per­spek­ti­ven eröff­nen und Ihre Moti­va­ti­on stei­gern, indem Sie neue Fähig­kei­ten erwer­ben und anwen­den. ### **8. Positive Umgebung schaffen** **Tech­nik: Umfeld­ge­stal­tung** Schaf­fen Sie sich ein posi­ti­ves und inspi­rie­ren­des Umfeld. [Umge­ben Sie sich mit Men­schen, die Sie unter­stüt­zen und ermu­ti­gen](https://bobach-coaching.de/wie-sie-ihre-bindungen-zu-anderen-staerken-und-vertiefen-ein-umfassender-leitfaden/ "Wie Sie Ihre Bindungen zu anderen stärken und vertiefen: Ein umfassender Leitfaden"). Gestal­ten Sie Ihren Arbeits­platz so, dass er moti­vie­rend und anspre­chend ist. > **Übung: Visi­on Board** > > Erstel­len Sie ein Visi­on Board mit Bil­dern, Zita­ten und Sym­bo­len, die Ihre Zie­le und Träu­me dar­stel­len. Plat­zie­ren Sie es an einem Ort, an dem Sie es täg­lich sehen kön­nen. Ein Visi­on Board erin­nert Sie stän­dig an Ihre Zie­le und hält Ihre Moti­va­ti­on auf­recht. ## **Fazit** Selbst­mo­ti­va­ti­on ist eine Fähig­keit, die Sie durch bewuss­te Tech­ni­ken und Übun­gen stär­ken kön­nen. Indem Sie SMART-Zie­le set­zen, posi­ti­ve Selbst­ge­sprä­che füh­ren, Ihre Fort­schrit­te ver­fol­gen und fei­ern, eine struk­tu­rier­te Rou­ti­ne schaf­fen, Unter­stüt­zung suchen, Acht­sam­keit prak­ti­zie­ren, lebens­lang ler­nen und eine posi­ti­ve Umge­bung gestal­ten, kön­nen Sie Ihre Selbst­mo­ti­va­ti­on erheb­lich stei­gern. Nut­zen Sie die­se Ansät­ze, um Ihre Zie­le zu errei­chen und Ihr vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. Mit der rich­ti­gen Ein­stel­lung und den pas­sen­den Tech­ni­ken ist alles mög­lich! Titel: Foto von [Jon Tyson](https://unsplash.com/de/@jontyson?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/grau-gerahmte-tafel-mit-metallrahmen-auf-der-alles-geschrieben-steht-XzUMBNmQro0?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Gelassenheit, Mut und Weisheit! - Das Gelassenheitsgebet](https://bobach-coaching.de/podcast-gelassenheitsgebet/) **Published:** November 2, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gelas­sen­heit – ein Begriff, der Ruhe, Balan­ce und Selbst­be­stim­mung ver­spricht. Doch in einer Welt, die zuneh­mend von Hek­tik, Schnell­le­big­keit und Stress domi­niert wird, erscheint Gelas­sen­heit oft wie eine schwer zu errei­chen­de Oase. Das Gelas­sen­heits­ge­bet – eine jahr­hun­der­te­al­te Weis­heit – bie­tet eine ein­fa­che, jedoch kraft­vol­le Anlei­tung, wie wir Gelas­sen­heit kul­ti­vie­ren kön­nen. Die Wor­te „Gelas­sen­heit“, „Mut“ und „Weis­heit“ bil­den das Fun­da­ment für einen bewuss­ten und erfüll­ten Lebens­weg. In mei­ner Arbeit als Coach sehe ich, wie wert­voll es sein kann, die­se Prin­zi­pi­en zu ver­in­ner­li­chen, um die Her­aus­for­de­run­gen des All­tags mit Klar­heit und Ruhe anzu­ge­hen. Die­ser Blog­bei­trag beleuch­tet die Bedeu­tung des Gelas­sen­heits­ge­bets im Kon­text von Acht­sam­keit und Coa­ching und zeigt, wie die Prin­zi­pi­en der Gelas­sen­heit, des Muts und der Weis­heit dazu bei­tra­gen kön­nen, ein selbst­be­stimm­tes Leben zu füh­ren. Wenn Sie auf der Suche nach neu­er Klar­heit, inne­rer Stär­ke und einem tie­fe­ren Ver­ständ­nis für Ihre eige­ne Ent­wick­lung sind, könn­te das Coa­ching Ihnen hel­fen, die Bot­schaf­ten des Gelas­sen­heits­ge­bets in Ihr Leben zu inte­grie­ren. ## **Das Gelassenheitsgebet als Wegweiser für ein bewusstes Leben** Das Gelas­sen­heits­ge­bet lau­tet: > (Gott) > Gebe mir die **Gelas­sen­heit**, > Din­ge **hin­zu­neh­men**, > die ich **nicht ändern kann**. > Den **Mut**, > die Din­ge zu **ändern**, > die ich **ändern kann**, > und die **Weis­heit**, > das eine vom ande­ren zu **unter­schei­den**. > > Das Gelas­sen­heits­ge­bet Die Wor­te „Gelas­sen­heit“, „Mut“ und „Weis­heit“ ste­hen hier nicht zufäl­lig neben­ein­an­der. Jedes die­ser Wor­te ver­kör­pert eine Hal­tung, die ent­schei­dend für ein aus­ge­wo­ge­nes und erfüll­tes Leben ist: • **Gelas­sen­heit**: Die Fähig­keit, Situa­tio­nen anzu­neh­men, die außer­halb unse­rer Kon­trol­le lie­gen. • **Mut**: Die Kraft, das Leben aktiv zu gestal­ten und Ver­än­de­run­gen ein­zu­lei­ten, wo es mög­lich ist. • **Weis­heit**: Das Bewusst­sein, zwi­schen dem zu unter­schei­den, was wir beein­flus­sen kön­nen, und dem, was wir los­las­sen soll­ten. Im Coa­ching arbei­ten wir genau mit die­sen Qua­li­tä­ten. Es geht dar­um, inne­re Ruhe zu fin­den, um mit äuße­ren Ein­flüs­sen gelas­sen umzu­ge­hen, die eige­ne Stär­ke zu mobi­li­sie­ren, um Ver­än­de­run­gen zu bewir­ken, und eine kla­re Per­spek­ti­ve zu ent­wi­ckeln, um auf dem Weg zu einem erfüll­ten Leben bewusst die rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ## **Die Kraft der Gelassenheit – Loslassen und innere Ruhe finden** Gelas­sen­heit ist nicht ein­fach eine Ent­span­nungs­tech­nik oder eine flüch­ti­ge Ruhe­pau­se. Gelas­sen­heit ist viel­mehr eine Hal­tung, die uns ermög­licht, die Din­ge so zu akzep­tie­ren, wie sie sind – beson­ders dann, wenn wir kei­nen Ein­fluss dar­auf haben. In unse­rer west­li­chen Kul­tur, die auf Leis­tung und Effi­zi­enz setzt, wird Gelas­sen­heit oft unter­schätzt. Doch sie ist ent­schei­dend, um lang­fris­tig gesund und glück­lich zu blei­ben. ### **Die Herausforderung der Akzeptanz** Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen im [Per­so­nal Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching — Personal Coaching") ist es, Kli­en­ten dabei zu hel­fen, sich selbst und ihre Lebens­um­stän­de anzu­neh­men. Es ist mensch­lich, gegen Din­ge anzu­kämp­fen, die wir nicht mögen. Doch die­ser Kampf kann Ener­gie und Zufrie­den­heit rau­ben. Das Gelas­sen­heits­ge­bet erin­nert uns dar­an, dass wir nicht alles in der Hand haben – und dass es befrei­end sein kann, die­sen Gedan­ken zuzu­las­sen. Akzep­tanz ist kein Zei­chen von Schwä­che, son­dern von inne­rer Stär­ke. Indem wir ler­nen, Din­ge los­zu­las­sen, die außer­halb unse­rer Kon­trol­le lie­gen, schaf­fen wir Raum für das, was uns wirk­lich wich­tig ist. ### **Gelassenheit durch Achtsamkeit entwickeln** [Acht­sam­keit](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") ist ein wert­vol­les Werk­zeug, um Gelas­sen­heit zu kul­ti­vie­ren. Im Coa­ching set­zen wir Acht­sam­keits­übun­gen ein, um Kli­en­ten zu hel­fen, den Moment bewuss­ter wahr­zu­neh­men und sich von stres­si­gen Gedan­ken zu lösen. Übun­gen wie Atem­tech­ni­ken, Medi­ta­ti­on und acht­sa­mes Beob­ach­ten der eige­nen Gedan­ken för­dern das Bewusst­sein für das Hier und Jetzt. Durch die­se Pra­xis ler­nen Kli­en­ten, sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen und ihre Reak­tio­nen auf äuße­re Ein­flüs­se bewuss­ter zu steu­ern. ## **Mut – Die Energie, aktiv zu gestalten** Mut ist das Gegen­stück zur Gelas­sen­heit. Wäh­rend Gelas­sen­heit oft ein pas­si­ves Los­las­sen erfor­dert, geht es beim Mut dar­um, aktiv Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und ins Han­deln zu kom­men. In jeder Ver­än­de­rung steckt Unsi­cher­heit – aber auch das Poten­zi­al für per­sön­li­ches Wachs­tum. Mut bedeu­tet, die Kom­fort­zo­ne zu ver­las­sen und Risi­ken ein­zu­ge­hen, um sich selbst und das eige­ne Leben zu ver­bes­sern. ### **Der erste Schritt: Verantwortung übernehmen** Im Coa­ching erle­be ich oft, dass Kli­en­ten Ver­än­de­run­gen wün­schen, aber zögern, aktiv zu wer­den. Hier beginnt die Arbeit am Mut. Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men bedeu­tet, sich ein­zu­ge­ste­hen, dass wir die Macht haben, unser Leben zu gestal­ten – auch wenn das manch­mal unbe­quem ist. Ein zen­tra­ler Bestand­teil des Coa­chings ist es, die­se Ver­ant­wor­tung schritt­wei­se zu über­neh­men, und dabei erken­nen zu las­sen, dass jede Ent­schei­dung – sei sie noch so klein – eine Ver­än­de­rung bewir­ken kann. **Klei­ne Schrit­te statt gro­ßer Sprün­ge** Für vie­le Men­schen ist der Gedan­ke an Ver­än­de­rung über­wäl­ti­gend. Des­halb arbei­ten wir im Coa­ching oft mit der „klei­nen Schritte“-Strategie. Anstatt auf eine radi­ka­le Ver­än­de­rung hin­zu­ar­bei­ten, fokus­sie­ren sich Kli­en­ten auf klei­ne, mach­ba­re Zie­le, die sie in ihrem All­tag umset­zen kön­nen. Die­ser Ansatz ermög­licht es, Ängs­te zu über­win­den und den Ver­än­de­rungs­pro­zess nach­hal­tig zu gestal­ten. Der Mut, der dadurch ent­wi­ckelt wird, ist eine inne­re Kraft­quel­le, die lang­fris­tig Selbst­ver­trau­en auf­baut. ## **Weisheit – Der innere Kompass für Klarheit** Die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den, ist wohl der anspruchs­volls­te Teil des Gelas­sen­heits­ge­bets. Denn oft ist es schwer zu erken­nen, was wirk­lich wich­tig ist und wo wir los­las­sen dür­fen. Weis­heit ist eine Fähig­keit, die mit Acht­sam­keit und Selbst­re­fle­xi­on ent­wi­ckelt wird. Sie erfor­dert, dass wir unse­re eige­nen Wer­te und Prio­ri­tä­ten ken­nen und uns nicht von äuße­ren Erwar­tun­gen ablen­ken las­sen. ### **Achtsamkeit als Weg zur inneren Weisheit** Acht­sam­keit spielt auch hier eine ent­schei­den­de Rol­le. Sie ermög­licht es, die eige­nen Gedan­ken und Emo­tio­nen nicht zu bewer­ten, son­dern sie als wert­vol­le Hin­wei­se zu betrach­ten. Im Coa­ching füh­ren wir häu­fig reflek­tie­ren­de Übun­gen durch, die dazu bei­tra­gen, Klar­heit zu schaf­fen. Das soge­nann­te „Mindful Jour­na­ling“ – das bewuss­te Auf­schrei­ben und Reflek­tie­ren von Gedan­ken und Gefüh­len – hilft Kli­en­ten dabei, sich selbst bes­ser zu ver­ste­hen und den Blick auf das Wesent­li­che zu rich­ten. Durch die­se Tech­nik ler­nen sie, ihre eige­nen Wer­te und Bedürf­nis­se zu erken­nen und sich von Erwar­tun­gen zu befrei­en, die nicht ihren inne­ren Über­zeu­gun­gen ent­spre­chen. ### **Entscheidungen treffen mit Weisheit und Klarheit** Weis­heit bedeu­tet, Ent­schei­dun­gen auf Basis des eige­nen inne­ren Kom­pas­ses zu tref­fen. Durch eine kla­re Unter­schei­dung zwi­schen dem, was wich­tig ist, und dem, was los­ge­las­sen wer­den kann, gewin­nen Kli­en­ten mehr Auto­no­mie und Selbst­be­stimmt­heit. Ein zen­tra­les Ziel des Coa­chings ist es, die­se Unter­schei­dungs­fä­hig­keit zu schär­fen und die Selbst­wahr­neh­mung so zu ent­wi­ckeln, dass die Kli­en­ten bewusst und authen­tisch han­deln kön­nen. ## **Fazit: Das Gelassenheitsgebet als Leitfaden für ein selbstbestimmtes Leben** Das Gelas­sen­heits­ge­bet ist mehr als ein Gebet – es ist eine Phi­lo­so­phie, die uns dazu anlei­tet, bewuss­ter und acht­sa­mer zu leben. Gelas­sen­heit, Mut und Weis­heit sind Eigen­schaf­ten, die nicht nur für per­sön­li­che Zufrie­den­heit, son­dern auch für men­ta­le Gesund­heit und inne­re Balan­ce wich­tig sind. Sie ermög­li­chen es, das eige­ne Leben aktiv zu gestal­ten und dabei klar zu erken­nen, wo unse­re Gren­zen lie­gen. Im Coa­ching kann das Gelas­sen­heits­ge­bet als Inspi­ra­ti­ons­quel­le die­nen, um Her­aus­for­de­run­gen zu reflek­tie­ren und gezielt an den eige­nen Ent­wick­lungs­po­ten­zia­len zu arbei­ten. Es lädt dazu ein, sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen, muti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und das Leben mit einer Hal­tung der Gelas­sen­heit und Dank­bar­keit zu leben. Wenn Sie sich davon ange­spro­chen füh­len und eine tie­fe­re Ver­bin­dung zu sich selbst und Ihrem Poten­zi­al suchen, könn­te ein Coa­ching-Gespräch der ers­te Schritt auf Ihrem Weg zur Gelas­sen­heit sein. Zum The­ma Gelas­sen­heits­ge­bet gibt es auch eine Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast"). Wir set­zen uns mit den Kern­aus­sa­gen des Gebets aus­ein­an­der, erklä­ren die Wir­kung und spre­chen dar­über, was es für uns per­sön­lich bedeu­tet. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Podcast TranskriptionJan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich darf ganz herz­lich Björn begrü­ßen. Hal­lo, John. Björn Hal­lo Jan! Jan Und ich freue mich, dass wir heu­te über etwas aus mei­ner Sicht ganz Beson­de­res spre­chen. Denn es sind ein paar Zei­len, die wir heu­te bespre­chen wer­den und aus­ein­an­der neh­men wer­den, die ganz, ganz viel zu bie­ten haben. Und zwar geht es heu­te um das Gelas­sen­heit Gebet. Wir wer­den es gleich auch noch mal zitie­ren, bevor wir dann im Detail rein­ge­hen. Und das Gelas­sen­heit Gebet ist etwas, das muss man gar nicht zwin­gend in einem reli­giö­sen Kon­text sehen. Da kom­men wir gleich auch noch mal dazu. Es stammt aber tat­säch­lich von einem US ame­ri­ka­ni­schen Theo­lo­gen, Rein­hold Nie­buhr. Ich weiß nicht, ob der Nach­na­me tat­säch­lich ame­ri­ka­nisch so aus­ge­spro­chen wird, aber geschrie­ben wie deutsch Nie­buhr. Und es ist vor oder wäh­rend des Zwei­ten Welt­kriegs geschrie­ben wor­den, also in einer sehr aus­sichts­lo­sen Zeit für vie­le Men­schen, gera­de heu­te, auch ange­sichts aktu­el­ler Kon­flik­te. Es ist viel­leicht noch mal beson­ders aktu­ell, noch in dem Zusam­men­hang. Und ja, es kann gar nicht genau zurück­da­tiert wer­den, wann es ver­fasst wur­de. Aber es spielt auch im End­ef­fekt kei­ne gro­ße Rol­le, denn es ist letz­ten Endes wahr­schein­lich ja für immer aktu­ell. Jan Und bevor wir jetzt hier wei­ter im Nebel ste­hen und gar nicht wis­sen, wor­über wir spre­chen. Björn Ich glau­be, du hast da was vor­be­rei­tet. Björn Ich mache es jetzt ohne den lie­ben Gott. Wenn man möch­te, kann man sich jetzt vor dem Text auch noch das Gott vor­stel­len. Aber das Gelas­sen­heit Gebet lau­tet eigent­lich Gib mir die Gelas­sen­heit, Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Din­ge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den. Stil­le. Das ist es schon. Aber in die­sen paar Zei­len steckt ja unglaub­lich viel an Gehalt, fin­de ich. Und wir hat­ten jetzt im Vor­ge­spräch uns über­legt, dass wir ein­mal die drei gro­ßen Schlag­wör­ter jeweils für sich betrach­ten und uns dazu Gedan­ken machen, was das eigent­lich für unse­ren All­tag und für unse­ren Umgang mit uns selbst und mit den Men­schen um uns her­um bedeu­tet. Also ganz am Anfang steht einem erst mal die Gelas­sen­heit Gib mir die Gelas­sen­heit, Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann. Ich glau­be, das fällt. Vie­len Men­schen nicht so leicht. Fällt dir das immer leicht? Jan Ja immer leicht wäre ver­mes­sen. Also ich wür­de sagen, Gelas­sen­heit ist schon so eines und eine der Eigen­schaf­ten, die ich auch immer wei­ter ver­su­che zu anzu­stre­ben und zu kul­ti­vie­ren in mir selbst. Ich fin­de es also auch ganz wich­tig, dass man dif­fe­ren­ziert. Gelas­sen­heit heißt nicht Gleich­gül­tig­keit im Sin­ne von ist mir egal, son­dern die Gelas­sen­heit, gera­de jetzt, hier, in die­sem Kon­text Din­ge hin­zu­neh­men, die man nicht ändern kann. Zeich­net ja tat­säch­lich aus, dass man bereit ist zu akzep­tie­ren, was gera­de ist. Es pas­siert even­tu­ell etwas. Etwas Schö­nes kann es sein. Es kann auch etwas weni­ger Schö­nes sein, etwas Schlim­mes sein. Was pas­siert aber, wenn etwas pas­siert ist? Dann muss es erst mal so ange­nom­men wer­den und dann bringt es auch nichts mehr, sich dar­über zu ärgern oder auf­ge­bracht zu wer­den. Und das ver­ste­he ich dar­un­ter. Und es ist sicher­lich nicht so, dass mir das immer gelingt. Von ande­ren Fak­to­ren zusam­men aber schon etwas, was ich anstre­be. Björn Ja, die ich fin­de das, was du gera­de gesagt hast, dass die. Der Ver­gleich zwi­schen Gelas­sen­heit und einer ist mir egal Hal­tung, den fin­de ich ganz ent­schei­dend, weil etwas, was mir egal ist, da reagie­re ich ja sehr wahr­schein­lich gar nicht drauf oder nur sehr, sehr ober­fläch­lich. Und es ist ja die gro­ße Kunst, auf etwas gelas­sen zu reagie­ren, was einem nicht gefällt oder was viel­leicht sogar bedroh­lich ist oder einen nega­ti­ven Ein­fluss auf uns hat. Und da gelas­sen zu reagie­ren, weil man es nicht beherr­schen kann, weil man es nicht ver­än­dern kann, weil man es nicht beein­flus­sen kann. Also für mich ist jetzt zum Bei­spiel das Ver­hal­ten ande­rer Men­schen da ein ein ganz gro­ßer, ein ganz gro­ßer Fak­tor. Ich kann ja, das haben wir ja auch im Coa­ching immer wie­der, ich kann ja ande­re nicht ändern. Ich kann ja auch, wenn ich einen Kli­en­ten im Coa­ching habe und der hat einen Kon­flikt mit einem ande­ren Men­schen. Den kann ich ja nicht ändern, den kann auch der Kli­ent nicht ändern. Und die gro­ße Kunst, dann da gelas­sen zu reagie­ren, ist wirk­lich eine gro­ße Kunst. Björn Also ich glau­be, das ist eine Lebens­auf­ga­be, dass man in sol­chen Momen­ten sich abfängt und wirk­lich eine eige­ne Hal­tung ent­wi­ckelt, so dass es einem nicht scha­det, also dass einem der Ärger dar­über nicht scha­det, weil dar­um geht es ja, man kann ja die Situa­ti­on, also das Ding, was, was man nicht ändern kann, kann man ja nicht, auch nicht aus der Welt den­ken oder aus der Welt ver­drän­gen. Es ist bleibt ja da, aber es wür­de einem ja sehr viel mehr Scha­den machen, wenn man dann da auch noch so viel Ener­gie ver­lie­ren wür­de, weil man, weil man dage­gen ankämpft, obwohl es kei­nen Sinn macht. Jan Ja, und ich fin­de auch, dass gera­de die­ses The­ma Ver­hal­ten von ande­ren auch noch mal eine gro­ße Rol­le dabei spielt. Ich mei­ne, hier kann man davon aus­ge­hen, dass man unter­schied­li­che Sach­ver­hal­te sich anschaut. Das eine wäre Din­ge, die pas­sie­ren. Ein Unfall kann pas­sie­ren, an denen jetzt auch kei­ner aktiv schuld ist oder das vor­sätz­lich getan hat. Aber es kann auch ein­fach das Ver­hal­ten sein von ande­ren Per­so­nen, das ent­we­der ziel­ge­rich­tet gegen uns geht oder ein­fach nur so ist, wie es ist und eigent­lich gar nicht auf uns gemünzt ist. Aber wir ver­ste­hen das even­tu­ell so und das ist glau­be ich auch ein ganz wesent­li­cher Punkt dabei, dass letz­ten Endes die Außen­welt so sein kann, wie sie möch­te. Aber unse­re Reak­tio­nen dar­auf, die kön­nen wir selbst beein­flus­sen. Und die­se Reak­ti­on, die kann zum Bei­spiel, wenn mir jemand, ich sage es jetzt mal bewusst wer­tend Wenn mir jemand unver­schämt gegen­über kommt, dann kann mich das auf die Pal­me brin­gen, es kann mich ver­let­zen oder es kann mich auch even­tu­ell gar nicht berüh­ren. Und letz­ten Endes. Tref­fe ich selbst die Ent­schei­dung dar­über. Jan Wie ich damit umge­he und wel­che Gefüh­le ich da auch in die­sem Zusam­men­hang ent­wi­ckel, das ist nichts, was ich von heu­te auf mor­gen zwin­gend tun kann. Sicher­lich auch ein Ent­wick­lungs­pro­zess in dem Zusam­men­hang. Aber letz­ten Endes ist sind ist das Außen nicht für die inne­ren Gefüh­le ver­ant­wort­lich, son­dern da sind wir ein Stück weit auch selbst in der Ver­ant­wor­tung zu sagen, wie neh­me ich das auch auf? Die Fra­ge ist Auf was? Gibt man ande­ren Per­so­nen einen Stel­len­wert, dass sie die das eige­ne Wohl­be­fin­den da über­haupt beein­flus­sen kön­nen? Oder sagt man Nein, da bin ich unab­hän­gig von Was ande­re machen, ist nicht mein Zir­kus. Björn Jetzt hast du eben gesagt, dass man sel­ber. Ich hof­fe, ich zitie­re dich nicht falsch, aber dass man sel­ber ent­schei­det, wie man auf etwas reagiert. Das setzt ja vor­aus, dass man immer Herr sei­ner Emo­tio­nen ist. Eine Reak­ti­on auf jeman­den kann ja auch etwas sein, was emo­tio­nal getrig­gert wird. Und ich glau­be, es setzt ein ganz hohes Maß an Selbst­re­fle­xi­on vor­aus, dass man in sol­chen Situa­tio­nen sich wirk­lich fra­gen kann War­um reagie­re ich gera­de so und wie kann ich das ändern? Also da lau­fen ja auch Mus­ter ab. Das ist wie­der das Stich­wort Sche­ma Coa­ching. Da wer­den Mus­ter akti­viert, viel­leicht bei bestimm­ten Per­so­nen oder bei bestimm­ten Din­gen oder Sät­zen, die gesagt wer­den. Und die­se Gelas­sen­heit kann man ja eigent­lich nur dann ent­wi­ckeln, oder Wider­sprich mir bit­te, wenn ich jetzt, wenn das nicht dei­ne Mei­nung ist. Über die­se Gelas­sen­heit kann man ja eigent­lich nur ent­wi­ckeln, wenn man für sich sel­ber weiß War­um reagie­re ich so gelas­sen und was ver­schafft mir Gelas­sen­heit in Zukunft? Und dar­an kann ich arbei­ten. Alles ande­re ist ja ver­ge­be­ne Lie­bes­müh. Jan Ja, also ich bin bei dir, dass man zumin­dest erst mal fest­stel­len muss, dass man dar­auf reagiert und dass da etwas in einem drin pas­siert. Also ich bin mir nicht sicher, ob man jetzt abschlie­ßend dafür wirk­lich her­aus­fin­den muss, war­um das so ist. Das kann hel­fen, um das zu ver­ste­hen, den­ke ich. Aber grund­sätz­lich ist es wich­tig, dass man eben zwi­schen der initia­len, zwi­schen dem initia­len Impuls, den man in sich hat, wie man auf etwas reagiert, und dem tat­säch­li­chen Reagie­ren oder Han­deln, dass man da wie so einen klei­nen Break dazwi­schen hat, dass man da in der Lage ist zu dif­fe­ren­zie­ren. Und das kann auf unter­schied­li­che Art und Wei­se pas­sie­ren. Und sicher­lich ist es so, dass wenn, wenn es tie­fer­ge­hen­de Mus­ter sind, die halt immer wie­der auf­tre­ten, dass es dann auch hilft zu ver­ste­hen, was das so ist. Aber grund­sätz­lich wäre ein­fach eine acht­sa­me Hal­tung zu sagen, da kom­men jetzt Gefüh­le und die­se Gefüh­le kom­men jetzt, obwohl ich viel­leicht gar nicht so den­ke oder den­ken muss oder möch­te. Die wür­de ja eigent­lich schon hin­rei­chend sein. Jan Ich muss ja eigent­lich gar nicht den Grund zwin­gend erfah­ren. Aber das heißt nicht, dass es nicht loh­nens­wert sein kann, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen oder dar­an zu arbei­ten. Aber das Wich­ti­ge ist und das ist ja das, was du gera­de auch gesagt hast Man kann dar­an arbei­ten, da hin­zu­kom­men, man kann das ent­wi­ckeln und das ist eigent­lich das Wert­vol­le Wir sind nicht. Skla­ve unse­rer Gefüh­le. Oder wir sind nicht zwin­gend dem aus­ge­lie­fert auf ewig, son­dern wir kön­nen uns da auch auf den auf den Pro­zess bege­ben, das zu bear­bei­ten. Björn Wir sind uns vor allem auch nicht sel­ber aus­ge­lie­fert. Ich glau­be, das ist das. Ganz ent­schei­dend ist, dass man man, nur weil man in der Ver­gan­gen­heit viel­leicht immer wie­der auf 180 war, bei bestimm­ten, in bestimm­ten Situa­tio­nen heißt das ja nicht, dass man das auf alle Ewig­keit immer wie­der sein muss. Also wir sind uns auch selbst nicht aus­ge­lie­fert. Ich glau­be, das ist eine ganz ent­schei­den­de Geschich­te. Und die­ses gelas­se­ne ich glau­be tat­säch­lich, was ich eben gesagt habe, dass man ver­ste­hen muss, war­um man so reagiert. Das bezieht sich vor allem auf Situa­tio­nen, wo man sich viel­leicht mal sel­ber nicht ver­steht, wo man irgend­et­was hat, was einen und gelas­sen sein lässt und man weiß gar nicht, war­um. Ich glau­be, das hat auch schon jeder mal erlebt, dass bestimm­te Per­so­nen nur den Raum betre­ten müs­sen und man hat schon, hat schon, ist schon auf Kriegs­zeit auch ein­fach. Das ich Graf so was kennt, kennt irgend­wie jeder. Und das zu ver­ste­hen, war­um das so ist, das kann in sol­chen Situa­tio­nen hel­fen, ist aber natür­lich nicht immer not­wen­dig. Björn Aber in Momen­ten, wo man viel­leicht denkt War­um ist das eigent­lich so, war­um rege ich mich immer wie­der dar­über auf? Also wenn man sich immer wie­der die Fra­ge stellt, war­um reagie­re ich so? Macht das Ver­ste­hen, glau­be ich viel Sinn und kann auch sehr viel hel­fen. Jan Ja. Björn Der zwei­te Punkt Mut. Ich zitie­re noch mal den Satz Den Mut, Din­ge zu ändern, die ich ändern kann. Ja, und das fin­de ich ganz fas­zi­nie­rend, weil man könn­te ja jetzt pro­vo­ka­tiv fra­gen Ja, wenn man etwas ändern kann, war­um hat man denn dann den Mut nicht sowie­so? Jan Tja, erst mal ist es ja die, die die Sache auch in die­sem Zusam­men­hang Ich begrei­fe viel­leicht, dass ich etwas ändern kann, aber bin ich auch bereit? Das Risi­ko ein­zu­ge­hen. Dabei zu schei­tern. Denn dass sich etwas ändern kann, heißt ja nicht, dass es eine Garan­tie dafür gibt, dass es mir gelingt. Ist auch zu ändern. Das heißt. Wenn man etwas ändern möch­te, dann und den Mut hat, das zu tun, dann geht man natür­lich auch ins Risi­ko, das anzu­ge­hen und und da etwas zu gestal­ten. Und dafür braucht man schon Mut. Björn Der Mut setzt ja vor­aus, dass man also, wenn man sagt, man braucht Mut für etwas, setzt das ja vor­aus, dass man vor etwas Angst hat. Also ich brau­che ja Mut, um etwas zu über­win­den, wovor ich ängst­lich bin, was ich mich nicht traue oder wo ich sehr wahr­schein­lich vor den Kon­se­quen­zen Angst habe. Und ich glau­be, das ist der ent­schei­den­de Punkt. Wenn wir etwas ver­än­dern, wer­den wir eine Ket­te von Ereig­nis­sen in Gang set­zen. Wir wer­den Kon­se­quen­zen davon zu tra­gen haben. Und das hat viel­leicht zum einen die Kon­se­quenz, dass sich das ändert, was wir ändern wol­len. Aber das hat auch ande­re Kon­se­quen­zen. Als Bei­spiel Ich bin in einer toxi­schen Part­ner­schaft, so als Bei­spiel und ich wer­de schlecht behan­delt und. Trotz­dem gibt es ja vie­le Men­schen, die sich in sol­chen Situa­tio­nen dann nicht tren­nen kön­nen, weil sie Angst haben vor dem Allein­sein, weil sie Angst haben vor sozia­ler Iso­la­ti­on, weil sie Angst haben vor dem Ver­lust des Freun­des­krei­ses. Und so wei­ter. Und ich glau­be tat­säch­lich, dass die­ser Mut auch ganz viel damit zu tun hat, dass man bereit ist, das, was man da tut, auch in der letz­ten Kon­se­quenz durch­zu­hal­ten. Björn Hmm. Jan Ja, also ich tu mich so ein biss­chen schwer mit dem Begriff der Angst in dem Zusam­men­hang. Also ich fin­de, mir fällt es leich­ter, dann tat­säch­lich über Risi­ko zu spre­chen, weil man ich mal vom Sta­tus quo, den man hat. Also man ver­sucht es zu ändern. Und wie du sagst, es wird Kon­se­quen­zen haben. Das heißt also, ich ver­su­che etwas zu ändern. Danach wird wahr­schein­lich die Situa­ti­on nicht mehr so sein wie vor­her. Aus zwei Grün­den oder in zwei, zwei Optio­nen. Einer­seits kann es sein, ich schaf­fe es so zu ändern, wie ich es auch woll­te. Dann ist qua­si der erwar­te­te Ziel­zu­stand erreicht. Ich weiß aber noch gar nicht, wie füh­le ich mich dann in die­sem Ziel­zu­stand? Das ist der eine Punkt. Und der ande­re ist, wenn es mir nicht gelingt, gelin­gen soll­te. Das ist ja das Risi­ko. Dann habe ich auch die Erfah­rung gemacht, dass es mir nicht gelun­gen ist. Und die ist ja auch in mir drin in die­sem Zusam­men­hang. Das heißt also, die­ses Risi­ko habe ich auf jeden Fall immer. Jan Aber es gibt noch eine ande­re Geschich­te. Und die soll­te man ich auch nicht aus dem Auge ver­lie­ren, denn. Es ist natür­lich auch immer eine Ent­schei­dung, etwas nicht zu tun. Und auch das hat Kon­se­quen­zen. Soll hei­ßen Kei­ne Ent­schei­dung ist auch eine Ent­schei­dung und heißt dann im Umkehr­schluss, dass ich akzep­tie­re, dass die Situa­ti­on gege­be­nen­falls so bleibt, wie sie ist. Und damit wird es auch zu mei­ner Ver­ant­wor­tung, dass sie so ist oder dass ich sie so ertra­ge. Das heißt also. Man kann sich da nicht aus der Ver­ant­wor­tung steh­len in die­sem Zusam­men­hang. Das ist das Inter­es­san­te dabei. Aber nichts­des­to­trotz ist es ja oft­mals so, dass Men­schen auch dazu nei­gen, eher eine Situa­ti­on, die viel­leicht auch unan­ge­nehm ist, bei­zu­be­hal­ten statt. Jetzt kom­men wir wie­der zu dem Punkt, den Mut zu haben, etwas zu ver­än­dern mit der Chan­ce dar­auf, dass es bes­ser wird. Björn Und da glau­be ich halt den oder. Jan Die Angst haben, wie du sagst, dass. Björn Er danach. Jan Schlim­mer wer­den könn­te oder anders wer­den könn­te. Björn Oder dass sie die Kraft nicht haben, das zu zu ändern oder dass sie, die das Durch­hal­te­ver­mö­gen nicht haben oder nicht kom­pe­tent genug sind, oder da gibt es 1000 Grün­de, aber ich glau­be tat­säch­lich, dass die Angst da ein ein ent­schei­den­der Fak­tor ist. Jan Na ja, und hier kann man viel­leicht auch noch mal den Bogen dazu schla­gen, zum inne­ren Team und zum inne­ren Kri­ti­ker. Das heißt, man kennt ja auch durch­aus die inne­re Stim­me, die ja viel­leicht ein biss­chen kri­tisch ist und sagt Das schaffst du nicht oder Das ist schwie­rig. Und so wei­ter und so fort. Und da lohnt es sich dann gege­be­nen­falls auch zuzu­hö­ren in einer sol­chen Situa­ti­on. Was möch­te mir denn mein inne­rer Kri­ti­ker, mei­ne inne­re Stim­me an die­ser Stel­le sagen? Und was ist denn viel­leicht auch die posi­ti­ve Bot­schaft, die ich da her­aus­le­sen kann? Oder was ist das, wofür hier gera­de sen­si­bi­li­siert wird? Und wenn ich das wert­schät­ze, dass das auch sei­ne Berech­ti­gung hat, denn die inne­re Kri­tik dient ja. Auch letz­ten Endes dazu. Zu schüt­zen oder etwas zu ver­mei­den, näm­lich ein Risi­ko. Dann kann ich viel­leicht auch ein­fa­cher damit umge­hen und dann auch den Mut auf­brin­gen, etwas zu tun, etwas zu ver­än­dern. Björn Ja, also Angst ist ja grund­sätz­lich auch kein Nein, kei­ne etwa ängst­lich zu reagie­ren ist ja jetzt genau wie du sagst, jetzt erst mal nichts, was man ver­ur­tei­len muss. Da will ja einem, da will man sich ja selbst etwas sagen. Die­ser Anteil von mir, einem drin, genau wie du sagst, will einen ja war­nen vor etwas. Da ist es halt der Mut, den man da braucht. Es sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und sich zu fra­gen okay, inwie­weit hat das Bestand? Was kann ich tun, um das zu ver­hin­dern? Wie kann ich damit umge­hen? Wie kann ich das? Wie kann ich Din­ge ver­än­dern, ohne dass das, was da in mir drin gera­de Alarm­ruf zu einer Gefahr wird, das ist, das ist ganz, ganz wah­re Beob­ach­tung, glau­be ich, dass man in dem Moment nicht den­ken soll­te. Ja, Angst erst mal doof, weg damit, alles ver­drän­gen, son­dern ganz gemäß dem inne­ren Team, so wie du sagst, auch da irgend­wie in so einen Dia­log mit tre­ten und das auch akzep­tie­ren, dass man kann ja auch mutig sein und trotz­dem ängst­lich. Björn Nein. Also ganz, ganz bana­les Bei­spiel Wenn ich in eine Ach­ter­bahn stei­ge, bin ich auch mutig und ich habe Angst und ich habe trotz­dem Spaß. Und sie sind mir trotz, denn die Angst kann ja auch ein biss­chen mit antrei­ben. Also es muss einen ja nicht läh­men. Jan Jetzt haben wir etwas Angst fokus­siert. Wie kann man, wie kann man denn unab­hän­gig davon, dass man dar­um bit­tet, mutig zu wer­den, Mut auch kul­ti­vie­ren? Wie kann man denn mutig sein? Björn Ich glau­be tat­säch­lich, dass das Aus­ein­an­der­set­zen mit der Furcht oder mit der Angst jetzt ist. Da ist es sehr wich­tig, dass das tat­säch­li­che Aus­ein­an­der­set­zen damit auch Mut ent­wi­ckeln kann, dass man das ratio­na­li­siert, dass man wirk­lich ganz sach­lich die­se Angst ein­mal betrach­tet und sich fragt Inwie­weit bedroht mich das wirk­lich? Ist das etwas, was mich am Ende zer­stört? Das sind ja die meis­ten Sachen nicht. Ich glau­be, dass sich dar­aus auch Mut ent­wi­ckeln kann, indem man ratio­nal und sach­lich sich mit die­ser Angst oder mit dem, was einen da furcht­ein­flö­ßend aus­ein­an­der­setzt. Jan Und ich glau­be auch, das, was eben­falls gut ist, ist auch da die Moti­va­ti­on, Sei­te mit zu berück­sich­ti­gen und zu schau­en, was sind denn die Gewin­ne des Mutes in die­sem Zusam­men­hang? Also wenn ich jetzt mutig bin und wenn ich etwas ver­än­de­re, was erwar­tet mich denn dann, dass ich mir das auch visua­li­sie­re, vor­stel­le und mich auch da hin­ein füh­le, was das für mich bie­tet, wenn ich da anpa­cke und etwas tue und bereit bin, etwas zu ändern und auch viel­leicht schaue, was ist mir auch schon in der Ver­gan­gen­heit gelun­gen zu tun und wo habe ich da schon mal Mut auf­ge­bracht und wo wur­de das auch belohnt? Björn Res­sour­cen Arbeit ist da, glau­be ich erst recht. Ist auch eine ganz ganz gute Sache und hat Lösungs fokus­siert aus die­sem Pro­blem. Und Angst­ha­se raus­kom­men und das Ziel sehen und die Lösung sehen. Und dar­aus kann man bestimmt auch viel Mut und Kraft schöp­fen. Jan Na? Björn Ja und zu guter Letzt oder fast zu guter Letzt die Weis­heit. Also der Satz lau­tet Und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den. Und das fin­de ich ganz span­nend. Also noch mal. Jan Weil wir gera­de so viel gere­det haben. Also einer­seits die Gelas­sen­heit, die Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann, ihren Mut, die Din­ge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den. Björn Genau. Und das fin­de ich ganz span­nend, weil beim ers­ten Hören wür­de man ja mei­nen ja, war­um soll man das nicht unter­schei­den kön­nen? Aber ich glau­be tat­säch­lich, das ist der Kern­satz. Die­ses Gelas­sen­heit des Gebets, weil das ist die hohe Kunst, das wirk­lich zu unter­schei­den und wirk­lich so reflek­tiert zu sein und so klar auf eine Situa­ti­on oder Situa­tio­nen zu bli­cken, dass man das wirk­lich erkennt. Kann ich hier über­haupt etwas aus­rich­ten? Nein. Aber ich kann den Mut haben, das zu tun, was am Ende zu einem bes­se­ren Ergeb­nis führt. Ich glau­be, das ist die gro­ße Kunst, da wirk­lich klar das eine vom ande­ren aus­ein­an­der­hal­ten zu kön­nen. Jan Und es ist natür­lich auch. In der nächs­te Schritt, die die Situa­ti­on auch in kom­ple­xen Fra­ge­stel­lun­gen. Es ist ja oft­mals die, dass man sich da eben nicht sicher ist und dass man also dass man Unsi­cher­hei­ten dabei hat. Und Unsi­cher­hei­ten beglei­ten uns ja im Leben immer, denn es gibt kei­ne, kei­ne abso­lu­te Gewiss­heit in der Regel. Das heißt also, wir haben immer gewis­se Unsi­cher­hei­ten, Risi­ken, Chan­cen und wir müs­sen es irgend­wie bewer­ten, durch die­se Weis­heit tat­säch­lich eine Unter­schei­dung und damit eigent­lich letz­ten Endes eine Ent­schei­dung zu tref­fen, ob es jetzt etwas ist, was hin­zu­neh­men ist oder änder­bar ist. Dadurch kom­men wir natür­lich aus die­ser Star­re her­aus in die mög­li­che Akti­vi­tät, ent­we­der in die Akti­vi­tät, dass wir sagen, ich kann es nicht ändern, also neh­me ich Sinn und kann mich men­tal auf ande­re Din­ge fokus­sie­ren. Also kann ich es abha­ken und zu den Akten legen oder dahin, dass wir sagen, es ist etwas, was ich ändern kann, und des­halb geht es jetzt los, jetzt packe ich an und jetzt ände­re ich auch was. Und das ist. Jan Nein, ich glau­be, das ist ein Ham­mer. Das ist eigent­lich. Es ist so ein schnell zitier­tes Spruch. Aber es ist halt schon. Da steckt rich­tig was drin. Björn Das hat ja auch viel mit Pro­blem Fokus­sie­rung zu tun oder Pro­blem etwas zu tun. Weil so eine klas­si­sche Situa­ti­on im Coa­ching ist ja, dass jemand zu einem kommt und ein Pro­blem mit einem Kol­le­gen oder einem Vor­ge­setz­ten hat, zum Bei­spiel. Und es geht die gan­ze Zeit um den die­sen Vor­ge­setz­ten. Es geht die gan­ze Zeit dar­um, der ist schwie­rig, der ist nar­ziss­tisch, der ist unver­schämt und der ist mutet mir zu viel zu und was auch immer. Und das erlebt man ja im Coa­ching tat­säch­lich dann des Öfte­ren, dass in die­ser Pro­blem Trance und die­sem Fokus­sie­ren auf den schwie­ri­gen Vor­ge­setz­ten völ­lig außer Acht gelas­sen wird. Das ist ja noch die Opti­on gibt, dass man Din­ge ändern kann und dass man die­sen Mut auf­brin­gen kann, Din­ge zu ändern. Und das gelingt ja vie­len nicht, dann in so einer Situa­ti­on zu sagen, okay, ich hal­te mich jetzt hier so aktiv an dem bösen Vor­ge­setz­ten fest und ver­lie­re völ­lig außer Acht, dass ich ja jeder­zeit den Job wech­seln könn­te, dass ich ja jeder­zeit aus die­ser Situa­ti­on mich selbst befrei­en kann. Und also die­ser Wech­sel von der Lösung Stra­ße in die Ent­schul­di­gung, von der Pro­blem­stel­lung in die Lösung spielt hier glau­be ich eine gro­ße Rol­le. Björn Bei die­sem Weis­heit Teil. Jan Auf jeden Fall und viel­leicht sogar ja nicht nur jetzt die­ses Bei­spiel. Und es kann ja auch sein, dass die Lösung gera­de noch nicht mal sein muss. Ich wech­sel den Job, son­dern ich akzep­tie­re ein­fach, dass ich mein Gegen­über nicht ver­än­dern kann. Aber was ich ja jeder­zeit ver­än­dern kann, ist auch mein eige­nes Ver­hal­ten. Und even­tu­ell kann ich auch in mei­nem Ver­hal­ten etwas ändern, was dazu führt, dass die­se Situa­ti­on ent­las­tet und gelas­se­ner wird. Björn Das wäre jetzt die opti­ma­le Lösung, wenn man gefor­dert wird. Jan Und das ist ja auch ein The­ma im Coa­ching tat­säch­lich, was auch regel­mä­ßig ist das tat­säch­lich die­ser die­ser Shift von der Fokus­sie­rung auf mein Gegen­über zu mir selbst, dass das ein ganz Weg, eine ganz wesent­li­che Erkennt­nis ist in dem The­ma. Und dass wir da auch oft drin­ste­cken, dass wir fest­stel­len, irgend­wie ist die ande­re Per­son komisch und des­halb ist die Situa­ti­on so schwie­rig. Ja, okay. Wenn das die Mei­nung ist, dann ist das die Mei­nung. Aber was kannst du dann tun? Die ande­re Per­son wirst du nicht ändern. Was wir ändern kön­nen, das sind immer wir selbst. Björn Genau oder unse­re Hal­tung zu bestimm­ten Din­gen, was ja ein Teil von uns ist. Ja, und dann habe ich ja gera­de gesagt, der letz­te Punkt, weil wir ich habe ja am Anfang den lie­ben Gott aus­ge­klam­mert, ich habe ja das Gan­ze ohne Gott gemacht, aber ich möch­te da trotz­dem ger­ne noch mal drauf zurück, weil es ja zwei Ver­sio­nen davon gibt. Ein­mal One und ein­mal fängt es ein­fach mit Gott. Gib mir die Gelas­sen­heit an und ich fin­de, das ist noch mal ein Zusatz Punkt. Weil war­um Gott? War­um wird hier auf eine höhe­re Macht ver­wie­sen? War­um wird hier eine höhe­re Macht gefragt, dass es einem gege­ben wird? Was meinst du? Jan Also in die­sem Zusam­men­hang ist die Her­lei­tung rela­tiv ein­fach aus mei­nem Ver­ständ­nis, weil es aus der Feder eines Theo­lo­gen stammt, der Welt­bild rela­tiv tief ver­an­kert hat, dass es eine höhe­re Macht gibt in die­sem Zusam­men­hang. Unab­hän­gig davon ist es aber natür­lich auch so, dass es grund­sätz­lich Men­schen sogar leich­ter fällt, gelas­sen durchs Leben zu gehen, wenn sie an eine höhe­re Ord­nung, an eine höhe­re Kraft. Sei das jetzt Gott oder was auch immer sein Glau­ben. Das heißt also die­se Hal­tung, dass da auch etwas ist, was irgend­wo am Ende des Tages man weiß, man ver­steht nicht, war­um, weil die Wege uner­gründ­lich sind. Man ver­steht nicht war­um, aber es wird ein höhe­res Prin­zip dahin­ter sein, war­um es am Ende des Tages gut ist, dass es so ist. Das kann das per­sön­li­che Emp­fin­den ent­las­ten. Björn Ich glau­be auch, dass es so ist, dass das tat­säch­lich damit zu tun hat, dass in dem Moment, wo ich das an eine höhe­re Macht, die die Dicke, die Din­ge lenkt und die die Geschi­cke lenkt, adres­sie­ren. Habe ich ja die Gelas­sen­heit schon. Also ich bin ja schon einen Schritt wei­ter. Ich gebe ja die Ver­ant­wor­tung für das, was ich hin­neh­men muss, schon ab. Ich bin ja schon an dem Punkt, wo ich sage, da gibt es Din­ge, die kann ich nicht beein­flus­sen. Das ist eine höhe­re Macht, die das steu­ert. Und das macht es natür­lich viel ein­fa­cher, als ein­fach zu sagen Das ist alles Zufall oder das ist Steu­ern, ande­re Men­schen, das ist ein­fa­cher. Und von der Geis­tes­hal­tung tat­säch­lich glau­be ich, ein ein­fa­cher Schritt, ein­fa­che­rer Schritt zu sagen, es gibt eine höhe­re Macht und die bit­te ich jetzt, dass sie mir Kraft gibt, die Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann, son­dern die in der Ver­ant­wor­tung woan­ders lie­gen. Und den Mut, das zu ändern, was ich ändern kann und auch soll und auch darf. Björn Und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den. Ich glau­be, das macht es ein­fa­cher. Jan Ja. Wür­de ich unter­strei­chen. Björn Ja, und damit sind wir eigent­lich am Ende für heu­te. Ich möch­te noch per­sön­lich sagen, dass ich die­ses Gelas­sen­heit Gebet oder die­sen Gelas­sen­heit Aus­spruch tat­säch­lich sehr, sehr berei­chernd emp­fin­de. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber das ist etwas, was mir tat­säch­lich durch man­che schwie­ri­ge Situa­tio­nen immer mal wie­der hilft. Los­ge­löst, ob ich jetzt mit dem lie­ben Gott oder ohne ist. Aber die­se Gewiss­heit ein­fach zu ent­wi­ckeln, dass es Din­ge gibt, die ich nicht beein­flus­sen kann, aber dass das in Ord­nung ist und dass ich dafür aber ande­re Din­ge anpa­cken kann und mit umso ungleich mehr Ener­gie, weil es ja Din­ge gibt und die ich mich gar nicht küm­mern kann und muss. Das trägt mich oft durch schwie­ri­ge Momen­te. Jan Ja, ich fin­de auch das ist ein sind Zei­len, die sehr viel zu geben haben und ich den­ke da auch regel­mä­ßig dran und fin­de das immer wie­der. Ich bin immer wie­der beein­druckt von der schlich­ten Ein­fach­heit und trotz­dem Tie­fe die­ser Wor­te. Björn Ja, und in die­sem Sin­ne ent­las­sen wir euch für heu­te. Wir hof­fen, das hat euch etwas gege­ben. Ich glau­be, Jan und ich sind davon gera­de auch wie­der ganz bewegt. Eigent­lich, weil das wirk­lich eine ganz viel Weis­heit in die­sen, in die­sen paar Zei­len steckt. Wir dan­ken euch fürs Zuhö­ren, wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen und wir freu­en uns natür­lich über Anre­gun­gen über unse­re Kon­takt­da­ten, die wie immer in der Pod­cast Beschrei­bung ste­hen. Ich sag bis nächs­te Woche und der Jan sagt Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Gelassenheit, Gelassenheitsgebet, Podcast, Wellbeing --- ### [Kommunikation im Team verbessern](https://bobach-coaching.de/kommunikation-im-team-verbessern/) **Published:** November 26, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team und Pro­ble­me damit sind sehr häu­fig The­ma im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") und in mei­nen Work­shops – es dreht sich immer wie­der um ähn­li­che The­men: ⚡️ Die sel­ben Men­schen gera­ten immer wie­der anein­an­der ⚡️ Immer wie­der ähn­li­che Miss­ver­ständ­nis­se ⚡️ Man wird immer falsch ver­stan­den ⚡️ Kei­ne ein­heit­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge Letz­te­res ist rein hand­werk­lich durch digi­ta­le Tools – wie zum Bei­spiel [Meis­ter­Task](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask") – schnell zu behe­ben. Alles ande­re hat meist per­sön­li­che­re Hin­ter­grün­de, und hier ist es hilf­reich sich, zum Bei­spiel auch im gan­zen Team in einem [Work­shop Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation"), die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se bewusst zu machen. Ich gehe in die­ser Fol­ge auf die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­le - Vier Sei­ten einer Nach­richt (Schulz-von-Thun) - Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se (Eric Ber­ne) ein und erklä­re, wie das blo­ße Bewusst­ma­chen hier schon hel­fen kann. +++ Links Die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid und wir stei­gen gleich ein in das The­ma heu­te: Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team ver­bes­sern. Ja, und das ist etwas, was ich wirk­lich häu­fig höre. Wenn ich Anfra­gen krie­ge zu Coa­chings oder Team­trai­nings. Es ist auch nicht wei­ter ver­wun­der­lich, weil ich ja auch gera­de Team­trai­nings zum The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on anbie­te. Aber die Situa­tio­nen, die mir geschil­dert wer­den, sind eigent­lich immer die glei­chen, näm­lich immer wie­der die glei­chen Kon­flik­te zwi­schen den­sel­ben Per­so­nen. Es gera­ten immer die­sel­ben Men­schen wie­der anein­an­der und es geht immer um ähn­li­che The­men. Es gibt immer wie­der die glei­chen Miss­ver­ständ­nis­se zwi­schen den Ein­zel­nen oder es gibt Aus­sa­gen wie Man ver­steht mich immer falsch, ich wer­de immer falsch ver­stan­den. Und das ist natür­lich dann eher ein per­sön­li­ches The­ma, wenn es wirk­lich nur mich selbst betrifft. Das ist dann eher Coa­ching rele­vant. Und was ich auch sehr häu­fig höre, ist es ist eine inef­fi­zi­en­te Kom­mu­ni­ka­ti­on da. Also irrele­van­te Infor­ma­tio­nen lie­gen eigent­lich am rich­ti­gen Ort, sind aber nicht wich­tig, weil irrele­vant oder rele­van­te Infor­ma­tio­nen am fal­schen Ort oder gar nicht zu fin­den. Es gibt unein­heit­li­che Wege der Kom­mu­ni­ka­ti­on und kei­ner weiß so rich­tig, wie sol­len wir eigent­lich wo kom­mu­ni­zie­ren? Was soll wo abge­legt wer­den? Und das Letz­te ist wirk­lich sehr schnell zu behe­ben, denn da muss man eigent­lich nur ein geeig­ne­tes Tool ein­füh­ren. Dazu mache ich auch Work­shops in Bezug auf Meis­ter­Task, Aber das ist dann wirk­lich nur eine hand­werk­li­che Geschich­te, wenn kei­ner so rich­tig weiß, wo eigent­lich und wenn es da kei­ne Abspra­che gibt. Das ist dann mit so einer Ein­füh­rung von einem digi­ta­len Tool rela­tiv ein­fach zu behe­ben. Die ers­ten Punk­te, die ich genannt habe, sind ein wenig schwie­ri­ger, denn die fußen oft auf per­sön­li­chen The­men der Ein­zel­nen. Und das sind dann per­sön­li­che The­men von Ein­zel­nen, die, wenn man sie gegen­über­stellt, zu Kon­flik­ten füh­ren kön­nen. Und da hilft vor allem die Bewusst­ma­chung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­sen. Und das ist das, was ich zum Bei­spiel in mei­nen Work­shops dann auch tue. Und ich möch­te hier jetzt auf zwei grund­sätz­li­che Pro­zes­se ein­ge­hen bzw. eigent­lich Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­le ein­ge­hen, wo die Bewusst­ma­chung schon hel­fen kann. Und da muss man nicht mal einen Work­shop besu­chen. Wenn sich jeder Ein­zel­ne dar­über bewusst wird, hilft das oft auch schon immens. Ja, und da ist zum einen das berühm­te Modell der vier Sei­ten einer Nach­richt von Schulz von Thun. Und die­ses Modell für die, die es noch nicht ken­nen, besagt, dass jede Nach­richt vier Sei­ten beinhal­tet. Also jede Aus­sa­ge, die ich täti­ge, beinhal­tet vier Sei­ten, und das ist zum einen der Sach­in­halt, also eine sach­li­che Aus­sa­ge. So als Bei­spiel, Wenn ich sage, die Wand ist weiß, ist die sach­li­che Infor­ma­ti­on, dass die Wand weiß ist, ist sehr offen­sicht­lich. Dann hat jede Aus­sa­ge auch eine Appel­l­e­be­ne, also eine Auf­for­de­rung sebe­ne. Jede Aus­sa­ge hat einen Bezie­hungs­hin­weis. Heißt jede Aus­sa­ge von mir sagt etwas über die Bezie­hung, die ich zu mei­nem Gegen­über habe, aus. Und ich ver­ra­te auch immer etwas über mich sel­ber. Das nennt man dann die selbst kund­ga­be. Also mit jeder Aus­sa­ge ver­ra­te ich auch etwas über mich sel­ber. Ja, und wenn man das weiß und jetzt den zwei­ten Teil die­ser die­ses Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell hin­zu­nimmt, dann wird einem schon eine Men­ge klar, denn wir spre­chen alle mit die­sen vier Schnä­beln sozu­sa­gen. Wir sagen also, wenn wir eine Aus­sa­ge täti­gen, sagen wir eigent­lich vier Din­ge auf ein­mal, aber mein Gegen­über hört halt auch mit vier Ohren zu. Das heißt, mein Gegen­über hört auch einen Sach­in­halt, einen Appell, einen Bezie­hungs­hin­weis und eine Selbst­ga­be. Und das. Ent­schei­dend ist, dass ich schwer ent­schei­den kann, mit wel­chem Ohr er prä­fe­riert, zuhört oder betont zuhört. Also wenn ich zum Bei­spiel zu jeman­dem etwas sage und der reagiert völ­lig falsch, kann es gut sein, dass der mit einem Ohr zuge­hört hat, das ich gar nicht beto­nen woll­te. Und da macht es schon ganz viel Sinn, sich mal bewusst zu machen, mit wel­chem Ohr hat er zuge­hört, War­um hat er viel­leicht mit dem Ohr zuge­hört, beson­ders Und wie kann ich da als der Sen­der, als der, der die Aus­sa­ge tätigt, hel­fen? Auf der ande­ren Sei­te kann ich natür­lich, wenn ich immer wie­der etwas ins fal­sche Ohr krie­ge, also in den fal­schen Hals. Wie man auch sagt, kann ich mich auch fra­gen, war­um höre ich eigent­lich mit die­sem Ohr zu? Ein schö­nes Bei­spiel aus der Pra­xis ist das jemand, der grund­sätz­lich das Gefühl hat, dass das Gegen­über ein Pro­blem mit ihm hat? Also der Kol­le­ge magis­ter mich nicht oder der hat was gegen mich oder irgend­wie sowas im Hin­ter­kopf rum­schwirrt. Natür­lich wird der prä­fe­riert mit dem Bezie­hungs­ohr zuhö­ren, wenn jemand, wenn die­ses Gegen­über eine Aus­sa­ge tätigt, einen tritt der Sach­in­halt, um den es eigent­lich gehen soll­te, völ­lig zur Sei­te und ich höre nur und fil­ter danach. Wo hat er jetzt viel­leicht wie­der ver­ra­ten, dass er mich eigent­lich nicht lei­den kann? Und da hilft es schon enorm, wenn man sich des­sen mal bewusst wird. Und das muss man nicht nur als der Emp­fän­ger, son­dern es ist vor allem auch für den Sen­der wich­tig, wenn ich weiß, dass da ein Gegen­über kom­mu­ni­ziert, dass viel­leicht grund­sätz­lich meint, ich habe ein Pro­blem mit ihm, viel­leicht wur­de das mal geäu­ßert in irgend­ei­nem Gespräch, dann kann ich natür­lich dafür sor­gen, dass ich mit mei­ner Aus­sa­ge zunächst die Bezie­hungs­ebe­ne klar­stel­le. Also viel­leicht etwas, wenn ich eine kri­ti­sche Aus­sa­ge machen muss in kri­ti­schen Sachen habe, trotz­dem noch mal die Bezie­hungs­ebe­ne kurz vor­her gera­de rücke, bevor ich mit dem kri­ti­schen, sach­li­chen Inhalt um die Ecke kom­me. Also man kann es sehr, sehr viel bewuss­ter kom­mu­ni­zie­ren. Das Opti­ma­le ist natür­lich, wenn das bei­de Sei­ten tun. Also wenn sich jeder dar­über im Kla­ren ist, mit wel­chem Ohr soll­te ich hier gera­de zuhö­ren und der Sen­der auch weiß, mit wel­chem Mund soll­te ich gera­de spre­chen? Der eige­ne Sprach­stil kann einem da auch ein Bein­chen stel­len. Ganz gro­ße Stol­per­fal­len sind Humor also, vor allem, wenn es Iro­nie und Zynis­mus sind. Und das ist gera­de bei der Kom­mu­ni­ka­ti­on vom Vor­ge­setz­ten zum Team­mit­glied oft­mals ein The­ma, weil da der Humor viel­leicht nicht immer so ver­stan­den wird. Und auch man­che For­mu­lie­run­gen sind schwie­rig. Da kann ich aus eige­ner Erfah­rung erzäh­len Ich habe das vor gar nicht lan­ger Zeit noch gehabt. Da habe ich zu einem Mit­glied im Team gesagt Du, hör mal, ich muss schimp­fen. Und ich woll­te gar nichts groß anpran­gern. Und es war auch wirk­lich nur eine Klei­nig­keit. Und für mich hat die­ser, die­ser Satz in dem Moment auch gar nichts groß bedeu­tet aber mein Gegen­über noch nicht so lan­ge im Team, hat das natür­lich ganz anders auf­ge­fasst. Da muss ich mir natür­lich an die eige­ne Nase fas­sen und sagen Ja, das war nicht bewusst kom­mu­ni­ziert. Wenn ich schon ein­lei­te mit Ich muss schimp­fen, dann ebne ich dem, dem gebe ich dem Gespräch eigent­lich schon eine gewis­se Note und stel­le bei mei­nem Gegen­über eigent­lich ein Ohr auf, das ich gar nicht woll­te. Also da muss man sich. Da muss man sich sehr, sehr bewusst sein und immer wie­der bewusst machen, wel­che Wor­te man wählt, wel­chen Ton man wählt, wel­che Situa­ti­on man wählt, in der man bestimm­te Din­ge kom­mu­ni­ziert. Aber es ist wirk­lich mach­bar und wenn man immer wie­der dran bleibt, wird das auch deut­lich bes­ser. Die zwei­te gro­ße Kom­mu­ni­ka­ti­ons­theo­rie, über die ich spre­chen möch­te, ist die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se. Die kann auch sehr hel­fen. Die beruh­ten auf Eric Bern. Dazu habe ich auch schon mal ein Video gemacht. Das ver­lin­ke ich unten in der Beschrei­bung die­ser Fol­ge. Und noch mal zusam­men­ge­fasst Die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se besagt, dass wir grund­sätz­lich in ver­schie­de­nen Zustän­den kom­mu­ni­zie­ren. Wir haben kei­ne gespal­te­ne Per­sön­lich­keit, aber wir spre­chen aus ver­schie­de­nen Hal­tun­gen, aus ver­schie­de­nen Zustän­den her­aus. Und das wäh­rend des erwach­se­nen Ich Eltern, Ich zustän­de. Da gibt es zwei ver­schie­de­ne und ver­schie­de­ne Kind­zu­stän­de. Und ohne da jetzt zu sehr in die Tie­fe gehen zu wol­len, weil das auch den zeit­li­chen Rah­men von der Fol­ge heu­te spren­gen wür­de, kann man zusam­men­fas­send sagen, dass es da kom­ple­men­tä­re Ich Zustän­de gibt. Also wenn zum Bei­spiel zwei Erwach­se­ne sach­lich, kon­struk­tiv, lösungs­ori­en­tiert mit­ein­an­der spre­chen, hat das eigent­lich nie Kon­flikt­po­ten­zi­al. Auch wenn ein Elternich mit einem Kind kom­mu­ni­ziert hat, das sel­ten Kon­flikt­po­ten­zi­al war. Das passt ja zusam­men. Also dass Eltern ich erwar­tet ja ein Kind, ich zurück und das Kind ich kom­mu­ni­ziert ja auch mit einem Eltern. Ich. Aller­dings gibt es da auch Kon­struk­tio­nen, die etwas schwie­ri­ger sind. Also wenn ich als Erwach­se­ner zum Bei­spiel mit jeman­dem spre­che, der mir dann einen bevor­mun­den, den Eltern ich ant­wor­te, dann kann das zu Kon­flik­ten füh­ren. Wenn ich als Eltern ich ein Kind ich erwar­te, ant­wor­tet mir aber einen Erwach­se­nen. Ich kann das zu Kon­flik­ten füh­ren. Und das beob­ach­tet man sehr, sehr häu­fig, wenn sich in Teams etwas ver­än­dert. Wenn man zum Bei­spiel die Situa­ti­on hat, dass man ein Team hat. Das hat wun­der­bar funk­tio­niert über Jah­re und alle haben wun­der­bar mit­ein­an­der zusam­men­ge­ar­bei­tet und es gab auch kei­ne wirk­li­chen The­men in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Und dann kommt jemand Neu­es hin­ein und dann schep­pert es gewal­tig. Hat das ganz oft damit zu tun, dass da jemand Neu­es hin­zu­kommt, der ande­re Zustän­de beim Gegen­über erwar­tet? Klei­nes Bei­spiel Also man hat viel­leicht eine Kon­struk­ti­on, da ist jemand sehr domi­nant und kom­mu­ni­ziert viel aus dem Bevor­mun­den von Eltern. Ich und jemand auf der ande­ren Sei­te ist viel­leicht im ange­pass­ten Kind Ich. Also es hat auch über­haupt kein Pro­blem damit, dass da jemand im ElternIch ist, weil er das qua­si erwar­tet. Dann funk­tio­niert das über Jah­re wun­der­bar, wenn die­ser jeni­ge, der im Kind ist zum Bei­spiel aus­ge­tauscht wird mit jeman­dem der im Erwach­se­nenIch kom­mu­ni­ziert, dann kann man sich schon vor­stel­len, dass die­se bei­den dann anein­an­der­ge­ra­ten. Weil wenn jemand bevor­mun­dend auf jeman­den Erwach­se­nen zugeht, dann kann das schon mal ordent­lich schep­pern. Und auch hier hilft es unge­mein, wenn man sich des­sen nur bewusst wird. Man muss hier also nicht mit jedem Ein­zel­nen stren­ge Gesprä­che füh­ren. Es hilft hier zum Bei­spiel in einem Work­shop schon mal klar­zu­ma­chen Hör mal, das sind die Zustän­de, in denen wir kom­mu­ni­zie­ren. Jetzt über­legt alle mal, in wel­chen Zustän­den kom­mu­ni­ziert ihr eigent­lich jeweils oder habt ihr viel­leicht in schwie­ri­gen Situa­tio­nen kom­mu­ni­ziert? Und das ent­schärft vie­le Situa­tio­nen enorm. Also das ist jetzt ein ganz gro­ber Abriss der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se. Das ist natür­lich ein viel tie­fe­res The­ma, das man dann in einem Work­shop wirk­lich über einen gan­zen Tag geht, auch wirk­lich tief ein­steigt. Aber das hilft unge­mein, sich des­sen bewusst zu sein. Ihr Fazit ist also Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me sind in Teams sehr häu­fig und sehr weit­ver­brei­tet. Es ist auch nicht wei­ter ver­wun­der­lich, weil wenn Men­schen auf­ein­an­der tref­fen, dann kann das ja nicht immer hun­dert­Pro­zen­tig funk­tio­nie­ren. Aber es ist unheim­lich gut, unter Kon­trol­le zu krie­gen. Allein durch die Bewusst­ma­chung, wie wir kom­mu­ni­zie­ren, wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se ablau­fen und war­um viel­leicht das Gegen­über anders reagiert, als ich es erwar­tet habe. Mich wür­de natür­lich sehr inter­es­sie­ren, was ihr für Erfah­run­gen gemacht hat, wo es bei euch im Team viel­leicht schep­pert. Ich freue mich über Kon­takt­auf­nah­men, ent­we­der über die Kom­men­tar­funk­ti­on hier unter die­sem Pod­cast oder auch direkt über mei­ne Web­site. Ich freue mich auch über The­men­vor­schlä­ge und wenn euch der Pod­cast gefällt, freue ich mich natür­lich über posi­ti­ve Bewer­tun­gen und auch die Kom­men­ta­re sind immer gern gese­hen. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und sag bis zum nächs­ten Mal. Schau. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Kommunikation, Podcast, Team --- ### [Indirekte und direkte Kommunikation meistern](https://bobach-coaching.de/indirekte-direkte-kommunikation-meistern/) **Published:** September 1, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** „War­um wollt ihr eigent­lich alles in Wat­te packen?“ — die­ser Satz unse­rer Aus­bil­de­rin [Doro­the Fritz­sche](https://synapsen-coaching.de) zu unse­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on hat bei uns blei­ben­den Ein­druck hin­ter­las­sen. Die Fra­ge, war­um man oft auch in nicht pas­sen­den Momen­ten scheut, Tat­sa­chen direkt anzu­spre­chen, beschäf­tigt uns daher auch in die­ser Coach&Coach Epi­so­de. Was bedeu­tet indi­rek­te und direk­te [Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation")? In wel­chen Situa­tio­nen, beruf­lich und pri­vat, ist das Eine oder Ande­re hin­der­lich oder auch ange­mes­sen? Was sind Grün­de, direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­mei­den und wie kann man dar­an arbei­ten? Wie kann man als [Coach](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") direkt kom­mu­ni­zie­ren, auch wenn man sei­nen Kli­en­ten nicht mani­pu­lie­ren will und Lösun­gen vom Kli­en­ten selbst kom­men sol­len? [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionJan: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach. Ich begrü­ße ganz herz­lich Björn Bob­ach. Guten Mor­gen, Björn. Björn: Guten Mor­gen, Jan. Jan: und mein Name ist Jan-Gus­tav Fran­ke. Ja, wir haben uns für heu­te ein The­ma aus­ge­sucht, das sich beschäf­tigt mit direk­ter und indi­rek­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on und ich fra­ge dich ganz direkt, Björn, war­um soll­ten wir uns mit dem The­ma über­haupt aus­ein­an­der­set­zen? Björn: Den Ball direkt zurück­ge­spielt, nicht wahr? Ja, also der… Ich erin­ne­re mich dar­an, dass wir in unse­rer Coa­ching-Aus­bil­dung, wir bei­de spe­zi­ell, mal dar­über aus­ge­tauscht haben. Also die Unter­hal­tung zwi­schen uns war so, oder die Dis­kus­si­on, die wir damals in der Grup­pe hat­ten, war so, dass wir uns Also es ging dar­um, jeman­dem, glau­be ich, ganz kon­kret zu sagen, dass viel­leicht ein Kar­rie­re­ziel nicht so rich­tig, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, nicht so rich­tig pas­sen wür­de. Und dann war dann so das The­ma, wie packt man das in Wat­te? Und unse­re Aus­bil­de­rin sag­te dann ganz plötz­lich, so ein biss­chen genervt, wenn ich mich erin­ne­re, wie­so wollt ihr eigent­lich immer alles in Wat­te packen? Und seit dem Tag und seit die­sem Moment stel­le ich fest… dass das ein The­ma ist. Also dass es tat­säch­lich so ist, dass ich mich sel­ber und auch ande­re dabei ertap­pe, wie sie ganz oft nicht direkt kom­mu­ni­zie­ren, son­dern mit ganz viel Umwe­gen, hin­ten­rum und mit komi­schen Meta­phern und Ver­glei­chen ver­su­chen, eine Aus­sa­ge zu täti­gen, die dann am Ende gar nicht zum Ziel führt. Also dann führt man Gesprä­che und … stellt fest, eigent­lich ist das, was ich sagen woll­te, gar nicht da rüber­ge­kom­men oder es hat nicht den gewünsch­ten Effekt. Und wie das so ist, liegt es dann ja vor allem meis­tens an einem sel­ber und nicht an dem, der einem zuhört, weil ich mich zum Bei­spiel per­sön­lich gar nicht direkt aus­ge­drückt habe. Ich habe gar nicht direkt, zum Bei­spiel ich habe nicht direkt nein gesagt zu einer Bit­te, son­dern ich habe mit ganz viel Umschwei­fen erklärt, wie wir es eigent­lich machen wol­len und war­um das so ein tol­ler Weg ist, ohne nein zu sagen. Das ist dann beim Gegen­über gar nicht ange­kom­men. Und ich glau­be, dass wir uns so vie­le The­men oder inter­ne Pro­ble­me eigent­lich selbst machen, weil wir Din­ge nicht direkt kom­mu­ni­zie­ren und nicht direkt aus­spre­chen, son­dern immer ver­su­chen, irgend­wie aus Selbst­schutz oder fal­scher Rück­sicht­nah­me der Gefüh­le ande­rer, viel­leicht manch­mal auch, auch wenn wir natür­lich respekt­voll mit­ein­an­der umge­hen soll­ten, Din­ge nicht auf den Punkt. Jan: Ja, die tat­säch­li­che Fra­ge, die ja auch ganz inter­es­sant ist in die­sem Zusam­men­hang, ist, war­um kom­mu­ni­zie­ren wir über­haupt indi­rekt oder wie sind wir dahin­ge­kom­men? Denn ich habe ja zu Hau­se auch eine klei­ne Toch­ter her­um­lau­fen, die kom­mu­ni­ziert sehr direkt. Also die sagt genau, was sie möch­te und was sie nicht möch­te. Und das ist ja eigent­lich auch der natür­li­che Zustand erst­mal, dass man eigent­lich sagt, was man möch­te, was man nicht möch­te. Und wir oft­mals, dass wir eher indi­rekt kom­mu­ni­zie­ren. Und das hat ja sicher­lich auch mit ent­spre­chen­den Erfah­run­gen zu tun, die ein­her­ge­hen mit der Reak­ti­on auf das, was wir sagen oder wie wir uns aus­drü­cken. Also wenn man jetzt mal ver­gleicht oder wenn man jetzt mal sagt, wie funk­tio­niert direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, dann… könn­ten wir zum Bei­spiel jetzt hier im Gespräch mit­ein­an­der sagen, dass ich zu dir sage, Björn, so wie du das hier in dem Pod­cast machst, das gefällt mir nicht oder das gefällt mir sehr gut. Das wären ja qua­si bei­des sehr direk­te Sachen. Und was aber natür­lich pas­siert ist, dass das eben sehr deut­lich ist und auch sehr deut­lich eine Mei­nung macht. So und schät­zen, also schau­en wir uns jetzt mal an, ob das jetzt im Pri­va­ten oder im Beruf­li­chen ist. Dann gibt es ja oft­mals die Inten­ti­on… jeman­den nicht ver­let­zen zu wol­len oder auch viel­leicht nicht jeman­den über über das wie sagt man über den grü­nen klee hin­aus zu loben also qua­si das nicht nicht zu über­trei­ben son­dern Björn: Hm? Jan: halt irgend­wo gemä­ßig­ter unter­wegs zu sein und das führt dann eben oft­mals dazu dass halt eher indi­rekt kom­mu­ni­ziert wird es gibt ja zum bei­spiel in der kom­mu­ni­ka­ti­on auch den soge­nann­ten feed­back bur­ger kennst du den in ja Björn: Feed­back Bur­ger habe ich noch nie von gehört. Jan: Genau. Der Feed­back Bur­ger funk­tio­niert so, dass du erst­mal was Posi­ti­ves sagst, dann Björn: Ach, das. Jan: die Kri­tik und am Ende dann noch­mal was Posi­ti­ves. Also das wäre zum Bei­spiel, dass ich jetzt hier über den Bei­spiel von gera­de sagen wür­de, du Björn, ich fin­de du bist ein rich­tig tol­ler Typ, wie enga­giert du bist und so wei­ter. Aber manch­mal habe ich den Ein­druck, du schießt dir irgend­wie im Pod­cast etwas über das Ziel hin­aus und… Ja, viel­leicht kannst du da mal drü­ber nach­den­ken, ob du da ein biss­chen dran arbei­ten kannst. Aber grund­sätz­lich ist es schon ein­fach toll, was du hier für einen Spi­rit mit rein­bringst. So das wäre qua­si ein biss­chen so. Björn: Oh Gott, ich komm mir so mani­pu­liert vor, sofort. Jan: So mal über­trie­ben und pla­ka­tiv dar­ge­stellt. Björn: Ja. Jan: Hat aber natür­lich auch was damit zu tun, dass man eigent­lich auch etwas ver­sucht zu ver­pa­cken. Der Feed­back Bur­ger ist ja im Grun­de genom­men so, es gibt oben eine Schei­be Brot, dann gibt es qua­si dazwi­schen irgend­was Nahr­haf­tes, ob das jetzt Fleisch ist oder ein Veggie Pat­ty. Und dann qua­si unten drun­ter noch­mal ein Brot, was dann qua­si jeweils eben die­ser posi­ti­ve Aspekt sein soll, mit dem das beginnt und abschließt. Aber es ist auch so, dass es qua­si in einen Rah­men gegos­sen wird. Und ich glau­be, was damit erzielt wer­den soll, ist, dass das Gegen­über emp­fäng­lich ist für etwas. Also ich möch­te noch­mal nach­schie­ben, du machst natür­lich hier alles sowie­so super, da gibt es gar kei­ne Kri­tik. Von mir, das war jetzt nur ein Bei­spiel an der Stel­le. Aber das sind halt genau die­se Punk­te in der direk­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on oder wes­halb man ver­sucht, auch etwas zu ver­pa­cken, um die Emp­fäng­lich­keit des Gegen­übers zu wah­ren. Und jetzt kom­men wir zum nächs­ten Punkt, denn ich glau­be, ob man direkt oder indi­rekt kom­mu­ni­ziert, hat zwei Punk­ten zu tun. Einer­seits mit der eige­nen Per­sön­lich­keit, den eige­nen Erfah­run­gen, wie man damit auch umgeht. Also jeman­dem, dem qua­si die Reak­ti­on des Gegen­übers völ­lig egal ist. Und er wird wahr­schein­lich auch mit sich selbst irgend­wie sagt, also alles was ich mache ist sowie­so Tut­ti. Die Per­son wird wahr­schein­lich rela­tiv wenig des Bedür­fens haben indi­rekt zu kom­mu­ni­zie­ren, son­dern die sagt wahr­schein­lich alles was sie haben möch­te. So. Wenn man aber etwas teil­wei­se viel­leicht tak­ti­scher stra­te­gi­scher denkt, dann ver­setzt man sich viel­leicht auch in die Situa­ti­on des Gegen­über hin­ein und denkt, okay, ich habe eine Mei­nung. Ich möch­te ja aber auch, dass… beim Gegen­über die Reak­ti­on oder das Ergeb­nis dabei her­aus­kommt, was ich mir wün­sche eigent­lich und des­halb ver­pa­cke ich oder trans­por­tie­re ich mei­ne Bot­schaft so, dass nach Mög­lich­keit auch das pas­siert, was ich eigent­lich haben möch­te. Und dann kom­me ich schon in den Bereich rein, Björn: Hm. Jan: dass ich even­tu­ell nicht mehr ganz indi­rekt kom­mu­ni­zie­re, son­dern viel­leicht indi­rekt um ein Ziel zu errei­chen. Ent­we­der das Ziel zu errei­chen, dass ich mich selbst nicht unwohl füh­le in dem, was ich sage oder dass mein Gegen­über sich nicht unwohl fühlt in dem oder mit dem, Björn: Mhm. Jan: was ich sage. Oder viel­leicht auch anders her­um, wenn ich weiß, mein Gegen­über ver­steht ver­pack­te Bot­schaf­ten gar nicht, dann kom­me ich viel­leicht auch zu dem Schluss, dass ich sage, ne, da muss ich ganz knall­hart direkt kom­mu­ni­zie­ren, sonst wird das nie­mals durch­drin­gen, was ich eigent­lich möch­te. Björn: Ja, man kann das ja auch ein­set­zen bzw. dosie­ren, wie direkt bin ich mit jeman­dem oder wie indi­rekt bin ich mit jeman­dem. Ich möch­te noch nach­schie­ben, ich glau­be, es hat auch sehr viel, du hast das eben ganz kurz erwähnt, sehr, sehr viel mit Prä­gung zu tun. Was habe ich erlebt, wenn ich direkt kom­mu­ni­ziert habe in der Ver­gan­gen­heit? Jan: Mhm. Björn: Und ich kann aus eige­ner Erfah­rung sagen, dass ich z.B. in mei­nen jun­gen Jah­ren, jung mei­ne ich jetzt, jugend­lich und so ganz oft, ich war eigent­lich immer ein sehr direk­ter Hab also auch immer ganz direkt Din­ge ange­spro­chen und ich hab dann sehr häu­fig den Satz gehört, das macht man nicht. Also das ist so ein, was sol­len denn die ande­ren von dir den­ken und wie selbst wenn es was, was mit­füh­len­des war, sowas spricht man nicht an. Also es ist die­se, die­se Prä­gung von außen, was gesell­schaft­lich oder in einer Grup­pe Jan: Hm. Björn: erwar­tet wird. fühlt natür­lich dann auch dazu, dass man sei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­spre­chend anpasst. Und natür­lich ist es so, wenn es um unan­ge­neh­me Din­ge geht, dass wir eher bei­gebracht bekom­men, ne, das macht man nicht, ne. Hin­ter­her fühlt sich da jemand auf den Schlips getre­ten und kann aber dann dazu füh­ren, wenn man das dann über­treibt, mit dem nicht direkt anspre­chen, dass man dann sei­nem Mes­sa­ge über­haupt nicht rüber­kommt, das, was uns im Coa­ching ja auch tat­säch­lich begeg­net, also wenn man mit Füh­rungs­kräf­ten arbei­tet, dass die sagen irgend­wie, red ich und red ich und red ich, aber… mein Team macht nicht das, was ich will. Und auch im Zwi­schen­mensch­li­chen, dass wir viel­leicht, wir hat­ten gera­de noch eine Sen­dung zum The­ma Wert­schät­zung auf­ge­nom­men, dass mei­ne Wert­schät­zungs- äuße­run­gen viel­leicht gar nicht rich­tig rüber­kom­men, weil ich auch nicht in der Lage bin, das direkt aus­zu­drü­cken. Dass ich viel­leicht auch ein Lob gar nicht direkt sagen kann. Du hast jetzt gera­de Jan: Mmh. Björn: hier das Bei­spiel gesagt. Ich habe gesagt, ich füh­le mich so mani­pu­liert, weil ich natür­lich mer­ke, was ver­packt der da eigent­lich Komi­sches. Weil ich den­ke irgend­wie, das passt alles nicht zusam­men und dann habe ich ein unbe­hag­li­ches Gefühl dabei. Jan: Ja, wir müs­sen uns tren­nen, aber es liegt nicht an dir. Björn: Also die Prä­gung… ja, ja, genau so was. Also das… ja, ja, aber das ist genau so was. Man hat eine unglaub­lich nega­ti­ve Aus­sa­ge. Das ist ein super Bei­spiel, fin­de ich. Ich will mich tren­nen, aber anstatt zu sagen, du passt nicht zu mir oder du bist nicht der rich­ti­ge für mich, sagen wir, es liegt an mir. Jan: Ja, aber jetzt kommt es. Jetzt wür­de ich sagen, eigent­lich ist ja auch die­se Aus­sa­ge nicht ganz ver­kehrt, son­dern die Bot­schaft ist doch, ich habe für mich ent­schie­den, dass wir nicht kom­pa­ti­bel sind in der Kom­bi­na­ti­on. Björn: Ja, ja, ja, genau. Ja, aber ist natür­lich auch wie­der hin­ten­rum durchs Nadel­öhr aus­ge­drückt. Jan: So. Björn: Aber das ist die­ser… Jan: Nein, das ist nicht. Also, weil tat­säch­lich fin­de ich die Wahr­neh­mung davon, ob jemand der Rich­ti­ge für etwas ist, ja oder nein, die kann ich ja qua­si nur aus mei­ner Per­spek­ti­ve tref­fen. Es kann ja sein, dass das Gegen­über sagt, nee, das sehe ich aber ganz anders. Ich bin auf jeden Fall der Rich­ti­ge für dich. Das heißt, da tref­fen dann qua­si zwei Rea­li­tä­ten auf­ein­an­der, aber es wird ja qua­si immer dann Björn: Ja ja. Jan: ent­waff­net, wenn ich eine Ich-Bot­schaft draus mache. Und die kann ja auch direkt sein. Also, ich bin der Mei­nung, wir pas­sen nicht zusam­men. und des­halb möch­te ich mich tren­nen. Das ist klar. Das heißt aber nicht du bist doof und das heißt auch nicht es liegt nicht an dir ver­packt, son­dern das heißt ich möch­te das nicht Punkt. So, das ist mei­ne Ent­schei­dung. Das ist ja legi­tim. Björn: Ja. Jan: Auch hart, aber legi­tim. Björn: Ja, du, ja, natür­lich, du sagst, das ist legi­tim, aber vie­len fällt es ja schwer, ihre eige­ne Mei­nung als legi­tim zu emp­fin­den und auch so zu kom­mu­ni­zie­ren. Und das ist ja genau der Punkt. Also ich habe damals noch die­sen schö­nen Satz, war­um wollt ihr eigent­lich alles in Wat­te packen, bin ich mit mir sehr ins Gericht gegan­gen und habe dann tat­säch­lich über­legt, Jan: Mhm. Ich auch. Björn: ja, habe dann tat­säch­lich über­legt, war­um mache ich das eigent­lich? Also war­um bin ich dann in sol­chen Situa­tio­nen oft nicht in der Lage, ganz klar zu sagen, das ist ein Hirn­ge­spinst? Jan: Mhm. Björn: Oder das ist der Holz­weg. Gut, wir als Coa­ches sind eigent­lich ja auch nicht dazu da, Rat­schlä­ge zu geben und sol­che Bewer­tun­gen abzu­ge­ben, aber manch­mal muss man es ja tun. Also wenn man ein Coa­ching hat mit jeman­dem mit völ­lig über­zo­ge­nem, sagen wir mal als Bei­spiel, es kommt jemand, der unheim­lich jung ist, der ganz über­zo­ge­ne Vor­stel­lung davon hat, wie er in den Beruf ein­steigt, ein The­ma Berufs­wahl­coa­ching oder so, dann ist es viel­leicht… Auch unse­re Auf­ga­be, ein­mal viel­leicht zu for­mu­lie­ren, dass das nicht der rich­ti­ge Ein­stieg ist, dass es sehr schwie­rig wer­den wird, so ein­zu­stei­gen. Und da, wenn man sich da dann schwer tut, so was zu for­mu­lie­ren, steht man ja auch dem Coa­chee im Weg, weil man da die Ein­ord­nung nicht rich­tig trifft. Jan: Also da sprichst du jetzt einen ganz inter­es­san­ten Aspekt an, weil das natür­lich genau auch die Fra­ge ist, was ist das Selbst­ver­ständ­nis als Coach in dem Zusam­men­hang. Denn einer­seits ist man als Coach dafür da, den Coa­chee zu unter­stüt­zen, die Zie­le zu errei­chen. Und ande­rer­seits ist man aus mei­ner Sicht auch ein Stück weit dafür da, den Rea­li­täts­ab­gleich mit­zu­ma­chen. Also was ist qua­si auch rea­lis­tisch in dem Zusam­men­hang? Björn: Hm. Jan: Also ich fin­de, man darf sich sehr ambi­tio­nier­te Zie­le set­zen. Muss ich halt nur dar­über im Kla­ren sein, dass halt je ambi­tio­nier­ter ein Ziel ist, unter Umstän­den auch das Risi­ko steigt, dass auch ein Ziel ver­fehlt wer­den kann. Also ich kann qua­si alles dafür tun, aber muss das dann auch mit berück­sich­ti­gen. Aber klar, das ist dann im Prin­zip auch der Punkt, dass man dann viel­leicht jeman­dem auch direkt sagen muss. dass das even­tu­ell unrea­lis­tisch ist. Aber auch da ist natür­lich die Fra­ge, aus wel­cher Bril­le ist das unrea­lis­tisch? Also bin ich da viel­leicht auch selbst befan­gen in mei­ner eige­nen Wahr­neh­mung, weil ich viel­leicht gar nicht den gan­zen Kon­text ken­ne, den man gegen­über kennt. Da kann man ja auch Fra­gen dran gehen im Prin­zip. Aber das ist natür­lich jetzt die­se spe­zi­el­le Situa­ti­on im Coa­ching. Und wir bewe­gen uns jetzt nicht nur im Coa­ching, son­dern es gibt ja… den Groß­teil des Lebens, der sich außer­halb von Coa­ching-Bezie­hun­gen abspielt, zum Glück. Björn: Dank. Jan: Genau. Und hier ist ja auch immer die Fra­ge, wie kom­mu­ni­ziert man und wie geht man davor? Und tat­säch­lich ist es so, dass halt die Fra­ge ist, was möch­te man erzie­len? Das Inter­es­san­te ist, wenn ich dar­über nach­den­ke, in dem Moment, wo man über­haupt nach­denkt über direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, indi­rek­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, wie kom­mu­ni­zie­re ich über­haupt, kom­mu­ni­ziert man ja eigent­lich nicht mehr ganz natür­lich, son­dern ich… tref­fe eine bewuss­te Ent­schei­dung, wie ich kom­mu­ni­zie­re. Klar ist es so, dass wenn ich bestimm­te Tech­ni­ken trai­nie­re, dass sie irgend­wann immer natür­li­cher wer­den und dass ich das dann irgend­wann auch natür­lich ein­set­ze. Aber es ist dann zumin­dest eine bewuss­te Ent­schei­dung in die­ser Ent­wick­lung. Genau­so ist es irgend­wo erst­mal ein bewuss­tes Ein­set­zen von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken mit dem Ziel, etwas zu errei­chen. Dar­über muss man sich auch erst­mal im Kla­ren sein. Damit ich etwas errei­che, muss ich wis­sen, wie tickt mein Gegen­über. Also einer­seits muss ich wis­sen, Björn: Genau. Jan: was sind mei­ne eige­nen Beweg­grün­de und war­um nei­ge ich dazu zum Bei­spiel eher nicht direk­te Ant­wor­ten zu geben oder war­um sage ich immer direkt, was Sache ist, woher kommt das und ande­rer­seits muss ich wis­sen, wie kommt es beim Gegen­über an, wenn ich wie kom­mu­ni­zie­re und was bewegt die­se Per­son. Das heißt, es ist schon eine rela­tiv kom­ple­xe Ange­le­gen­heit, wenn man hier ganz bewusst… in direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­set­zen möch­te. Björn: Ja, und es ist natür­lich, du sagst es, ganz gefähr­lich, weil man dann auch, also nicht gefähr­lich, aber es besteht die Gefahr, dass man sehr, dass man an Authen­ti­zi­tät ver­liert, weil man viel­leicht gar nicht mehr so kom­mu­ni­ziert, wie man eigent­lich emp­fin­det, son­dern es kom­plett als Werk­zeug ein­setzt. Das ist ja auch in vie­len Gesprä­chen legi­tim. Also ich den­ke jetzt an so Per­so­nal­ge­sprä­che oder sowas, wo man viel­leicht auch sehr bewusst sich über­legt, okay, wel­che Form von Füh­rung… Wen­de ich gera­de an, bin ich gera­de sehr direk­tiv oder bin ich eher der Sup­port­er, der Coach, der viel­leicht über indi­rek­te Kom­mu­ni­ka­ti­on zum Nach­den­ken anregt, der neue Impul­se gibt, sol­che Sachen, das kann man natür­lich sehr bewusst machen. Aber es wird natür­lich die Gefahr, wenn man es über­treibt, dass es nicht authen­tisch ist. Ich glau­be, wor­über wir uns einig sind, jetzt auch so im Aus­tausch, ist, dass weder indi­rek­te noch direk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on etwas Posi­ti­ves oder Nega­ti­ves ist, son­dern irgend­wie bei­des sei­nen Stel­len­wert hat. Und die Fra­ge halt, sich eigent­lich stellt, hat man per­sön­lich eine Ten­denz in die eine oder in die ande­re Rich­tung? Und ist das in man­chen Situa­tio­nen hin­der­lich? Und dar­an kann man ja arbei­ten. Ist ein sehr per­sön­li­ches The­ma, glau­be ich, weil das hat, wie gesagt, mit Prä­gung auch zu tun, ganz viel mit Eltern­haus und und und, Wer­ten. Aber dass man… inso­fern dran arbei­tet, dass man sich fragt, war­um kann ich nicht direkt sein oder war­um kann ich nicht indi­rekt sein? War­um bin ich immer wie so ein Press­luft­ham­mer, wenn ich sol­che Gesprä­che füh­re und kann es eigent­lich nicht anders ver­pa­cken? Also es gibt kein Posi­tiv und kein Nega­tiv dabei. Es hat nur alles sei­ne Grund­run­de, alles sei­nen Platz und sei­nen rich­ti­gen Ort und vor allem auch, wie bei allem, was Kom­mu­ni­ka­ti­on ist, das pas­sen­de Gegen­über. Also wenn ich jetzt jeman­den vor mir sit­zen habe, der … Jan: Mhm. Björn: sen­si­bel ist, der viel­leicht sofort ver­steht, wenn eine Kri­tik auch nur ansatz­wei­se indi­rekt for­mu­liert wird, ist es viel­leicht eine ganz schlech­te Idee da, wie so ein Vor­schlag­ham­mer hin­zu­ge­hen und sagen so und so und so und so. Son­dern muss man da viel­leicht eher wie ein Coach den­ken und sagen, okay, ich arbei­te mal mit Ref­raming, mit einem Per­spek­tiv­wech­sel, wie sieht man das von außen, was du machst und sol­che Geschich­ten. Und wenn ich das nicht ein­schät­zen kann, wenn ich mich da nicht gut sel­ber ken­ne und nicht sel­ber unter Kon­trol­le habe, dann habe ich ein The­ma. Jan: Ja. Und es gibt ja qua­si auch in dem Zusam­men­hang neben jetzt der rein per­sön­li­chen Ebe­ne und dem indi­vi­du­el­len gibt es auch teil­wei­se kul­tu­rel­le Geschich­ten. Bei­spiels­wei­se wenn du jetzt in den asia­ti­schen Raum gehst oder sowas, dann da wird Kri­tik in der Regel deut­lich mehr ver­packt, weil es als per­sön­li­che Belei­di­gung auch auf­ge­fasst wird unter Umstän­den. Und so hat man da im Prin­zip ja neben, wir haben ja gera­de schon gesagt, Prä­gung, also neben qua­si indi­vi­du­el­len The­men auch noch kul­tu­rel­le, die da auch noch mit rein­spie­len. ist also unheim­lich kom­plex da auch wirk­lich so zu agie­ren, dass man, sag ich mal, gut zum Ziel kommt. Und gut mei­ne ich jetzt qua­si für alle Sei­ten gut in die­sem Zusam­men­hang. Björn: Wo du den asia­ti­schen Raum ein­sprichst, fällt mir auch ein, wie tief da eine kul­tu­rel­le Prä­gung auch ist, weil du da in man­chen Län­dern ja auch das Phä­no­men hast, dass die nicht sagen kön­nen, dass sie etwas nicht wis­sen. Also das ist, wenn du da jeman­den nach dem Weg fragst, kriegst du irgend­ei­nen und der weiß den Weg nicht, dann kriegst du nie­mals zu hören, weiß ich nicht, son­dern dann kriegst du irgend­ei­nen Weg beschrie­ben, aber nicht den, den du brauchst, weil das für die ein tota­ler Gesichts­ver­lust wäre, in dem Moment zu sagen, das weiß ich nicht. Jan: So wie bei ChatGPD. Björn: Rich­tig. Das ist ein guter… Ja, stimmt. ChetGPT sagt irgend­wie nie, weiß ich nicht. Da kommt immer irgend­was. Ja, also was kön­nen wir denn für eine Schluss­fol­ge­rung dar­aus zie­hen, wenn wir jetzt das The­ma heu­te abrun­den wol­len? Jan: Also ich wür­de sagen, die Schluss­fol­ge­rung ist, es macht Sinn, sich bewusst zu sein, wohin die eige­ne Ten­denz geht in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Also ist man eher geneigt, direkt zu kom­mu­ni­zie­ren oder indi­rekt. Und in wel­chen Situa­tio­nen fällt es auch schwer, ent­we­der direkt oder indi­rekt zu kom­mu­ni­zie­ren und war­um, woher kommt das, also sich das mal bewusst zu machen. Ich glau­be, das ist qua­si ein ers­ter Schritt. der unheim­lich hilft, um sich mal selbst zu ver­ste­hen, auch zu ver­ste­hen, wie funk­tio­niert mei­ne eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ande­ren. Und der nächs­te Punkt ist tat­säch­lich, dar­an zu arbei­ten, wenn man das möch­te, um erfolg­reich zu kom­mu­ni­zie­ren, dass man das auch selbst ein Stück weit modu­lie­ren kann. Also so ein­set­zen kann, wie es der Situa­ti­on und mei­nem Gegen­über ange­mes­sen ist. Björn: Rich­tig. Hab ich gar nicht zu ergän­zen. Ich glau­be, das ist das Ent­schei­den­de, dass man sich da selbst sehr gut ken­nen­lernt, lernt sich selbst zu mode­rie­ren auch und viel­leicht auch so ein biss­chen trai­niert, unan­ge­neh­me Situa­ti­on, die für einen unan­ge­nehm sind, wo man viel­leicht in die eine oder ande­re Rich­tung ten­diert, anders Hand zu haben, weil es dann viel­leicht ziel­füh­ren­de ist. Jan, ich bedan­ke mich für die­ses direk­te Gespräch, für die­sen direk­ten Aus­tausch und ich neh­me mir die Kri­tik, die ver­pack­te Kri­tik, sehr zuerst, die du am Anfang for­mu­liert hast. Alles ist gut. Wir bedan­ken uns bei euch ganz direkt für euer Zuhö­ren, eure Treue. Freu­en uns, wenn ihr bei uns bleibt und sagen bis zum nächs­ten Mal. Ciao. Jan: Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Kommunikation, Podcast --- ### [Warum können wir nicht reden?](https://bobach-coaching.de/warum-koennen-wir-nicht-reden/) **Published:** Mai 3, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** - ? Wie kniff­li­ge Gesprä­che ent­ste­hen - ?️ Die wich­tigs­ten Fak­to­ren für eine gelun­ge­ne [Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation") - ? Das Rüber­mo­dell: Ein Modell für bes­se­res Ver­ste­hen - ? Tipps für ein respekt­vol­les Mit­ein­an­der - ? Wie man mit [Kon­flik­ten](https://bobach-coaching.de/podcast-konflikte/ "Coach&Coach: Konflikte – Phasen und Eskalationen") umgeht - ✨ Die Bedeu­tung von Authen­ti­zi­tät **Takea­ways:** - Es gibt Men­schen, mit denen Gesprä­che ? schwie­rig sein kön­nen. Aber meis­tens ist ein kon­struk­ti­ver Dia­log mög­lich! ? - Kniff­li­ge Gesprä­che ent­ste­hen oft durch man­geln­de Selbst­re­fle­xi­on und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit auf bei­den Sei­ten. ? - Wich­tig ist es, sich auf die Situa­ti­on und den Gesprächs­part­ner ein­zu­stel­len, aktiv zuzu­hö­ren und respekt­voll zu kom­mu­ni­zie­ren. ??️ - Das Rüber­mo­dell kann hel­fen, Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den und ein [gegen­sei­ti­ges Ver­ste­hen](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching") zu för­dern. ?? - Ehr­lich­keit und Offen­heit sind die Basis für Ver­trau­en. ? - Manch­mal ist es bes­ser, einen Kon­flikt zu akzep­tie­ren und nach alter­na­ti­ven Lösun­gen zu suchen. ?? **Kapi­tel:** - 00:00 ?️ Begrü­ßung und locke­re Plau­de­rei - 02:35 ? Schwie­rig­kei­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on - 06:46 ?️ Bewuss­tes Steu­ern der Kom­mu­ni­ka­ti­on - 09:48 ? Das RÜBER-Modell - 12:27 ? Ein­schwin­gen auf­ein­an­der - 15:27 ?️ Bewuss­te Gesprächs­füh­rung - 21:44 ? Akzep­tanz und alter­na­ti­ve Lösun­gen - 23:08 ✨ Fazit und Abschluss - 23:12 ? Coach&Coach Intro.mp3 [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionJan (00:00.26) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach &Coach. Es ist mir eine außer­or­dent­li­che Ehre heu­te den lie­ben Björn Bob­ach zu begrü­ßen. Hal­lo Björn. Ja genau, mein Name ist Jan ‑Gus­tav Fran­ke und ich freue mich, dass wir heu­te wie­der zusam­men sind zu die­ser Fol­ge. Und zwar geht es heu­te dar­um, was tun wir, wenn man ein­fach nicht mit­ein­an­der reden kann. Björn (00:04.048) Hal­lo Jan, ganz was Neu­es, dass ich dabei bin, ja. Jan (00:28.942) Das ist das The­ma, wor­über wir spre­chen wol­len. Und das ist ja ein The­ma, was uns bei­de immer wie­der beschäf­tigt. Wenn wir Fol­gen hier auf­neh­men, was tun wir eigent­lich, wenn wir nicht mit­ein­an­der reden kön­nen? Das ist genau glück­li­cher­wei­se nicht so, sonst wäre die­ser Pod­cast wahr­schein­lich nicht ent­stan­den. Ja, aber sol­che Situa­tio­nen gibt es. Und mei­ne Fra­ge wäre jetzt initi­al, sind dir sol­che Situa­tio­nen bekannt oder ist das bei dir so, Björn, dass du mit jeder Per­son … Björn (00:31.296) Gott Jan (00:57.39) super spre­chen kannst und dich ver­stehst. Björn (01:01.53) Ich erle­be das auch, aber sehr, sehr sel­ten, dass es Men­schen gibt, mit denen ich ein­fach nicht klar kom­me, also wo ein Dia­log nicht mög­lich ist. Ich habe jetzt, bevor wir hier die Auf­nah­me­tas­te gedrückt haben, tat­säch­lich so ein biss­chen über­legt. Und ich glau­be, ich kann, ich bin jetzt 50 und ich glau­be, ich habe in die­sen 50 Jah­ren das zwei — oder drei­mal erlebt, dass es Men­schen gab, wo ich ein­fach wirk­lich ein Pro­blem hat­te, in einen ver­nünf­ti­gen Dia­log zu kom­men. Und… Das ist schon län­ger her, da wuss­te ich auch weni­ger, als ich jetzt weiß. Da habe ich noch nicht so viel, ich will nicht sagen Weis­heit, aber Lebens­er­fah­rung gehabt, glau­be ich, oder ver­stan­den, wor­an sowas lie­gen kann. Und rück­bli­ckend kann ich das ganz gut ein­ord­nen, war­um das eigent­lich so war. Aber natür­lich habe ich das auch erlebt. Ich glau­be, das kennt jeder, dass es Men­schen gibt, wo man ein­fach auf kei­nen grü­nen Zweig kommt. Also wo jedes Wort gefühlt falsch ist, sowohl vom Gegen­über als auch von einem selbst. Jan (01:59.27) mhm Björn (02:00.452) und eigent­lich die Eska­la­ti­ons­stu­fe sofort erreicht ist. Natür­lich kann ich das. Wie ist es bei dir? Jan (02:10.222) Ja, also ich ken­ne das natür­lich nicht. Nein, Quatsch. Ich ken­ne das natür­lich genau­so. Also ich wür­de auch sagen, dass es mir gene­rell rela­tiv leicht fällt, mit Men­schen ins Gespräch zu kom­men. Das ist mir auch gene­rell leicht fällt, eine Kon­ver­sa­ti­on zu füh­ren. Nichts­des­to­trotz sto­ße ich auch auf Situa­tio­nen oder kom­me auch in Kon­takt mit Men­schen, wo es ent­we­der so ist, dass es Björn (02:12.) Haha­ha! Jan (02:40.166) dass es mir viel­leicht auch schwe­rer fällt oder dass ich das zuerst erst­mal fest­stel­le, dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht ganz so intui­tiv ist, dass ich mich mehr anstren­gen muss oder mir mehr Mühe geben muss, damit, sag ich mal, ein ver­nünf­ti­ges Gespräch zustan­de kommt, was über­haupt gar kei­nen Urteil oder kei­ne Wer­tung bezo­gen auf mei­nen Gegen­über dar­stel­len soll, son­dern wo ich ein­fach mer­ke, da sind die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le ein­fach irgend­wie unter­schied­lich. Und das Schö­ne fin­de ich dann, wenn man dann aber in der Lage ist, Viel­leicht auch sich selbst so ein biss­chen zu modu­lie­ren und dar­auf ein­zu­stel­len und dann trotz­dem so etwas zu ermög­li­chen. So, also das sind wie­der­um Fäl­le, die sind, sag ich mal, medi­um häu­fig. Und dann gibt es aber schon auch sel­te­ne Fäl­le, wo es also ent­we­der rich­tig, rich­tig hart ist, dass man, dass man wirk­lich, also sich sehr, sehr viel Mühe geben muss, damit das über­haupt funk­tio­niert. Oder wo man irgend­wann viel­leicht auch mal an den Punkt kommt und sagt, viel­leicht klappt es dann auch nicht. Was auch, was auch eine Opti­on sein kann. Björn (03:34.896) Ja. Jan (03:39.182) im Zusam­men­hang und die­se gan­ze Band­brei­te, also die stel­le ich auf jeden Fall fest, dass es sie gibt. Aber wie gesagt, ich wür­de nie­mals sagen, dass das jetzt irgend­wie am Gegen­über allei­ne liegt, son­dern das hat ganz oft damit zu tun, wie man halt irgend­wie mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert. Manch­mal ver­ste­he ich auch viel­leicht ein­fach gera­de nicht, ste­he ich immer auf dem Schlauch oder wie auch immer und manch­mal gibt es halt ein­fach, es gibt Situa­tio­nen, die sind kom­pa­ti­bler als ande­re. Das ist mei­ne Wahr­neh­mung. Björn (04:03.228) Also mei­ne Gedan­ken, dass so sind, ist auch wie­der bezo­gen auf die paar Men­schen, mit denen mir das so gegan­gen ist. Auch vor allem rück­bli­ckend ist natür­lich, ja, es liegt defi­ni­tiv nicht nur im Gegen­über. Es liegt natür­lich zum Groß­teil sehr wahr­schein­lich sogar an einem selbst. Auf bei­den Sei­ten. Weil die, die … Naja, also ich mei­ne, ich mei­ne die … Jan (04:22.498) Zum Groß­teil liegt es auf bei­den Sei­ten. Also liegt es 50 ‑50, oder? Björn (04:31.22) Nein, nein, aber ich mei­ne die Ursa­chen dafür, wenn bei­de Sei­ten ent­spre­chend reflek­tiert dann da rein­ge­hen könn­ten, was dann ja halt auf mei­ner eige­nen Sei­te auch nicht ging, wür­de es ja wahr­schein­lich anders aus­se­hen. So ist es gemeint. Aber es ist ein­fach so und das hat ganz viel damit zu tun, zu der Grund­hal­tung, mit der man dann zum Bei­spiel in Unter­hal­tung geht, dass es nun mal Men­schen gibt, die uns. Und das sind dann die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nä­le, die dann ver­schlos­sen wer­den sofort, die uns trig­gern. Jan (04:36.758) Ja. Jan (04:42.158) Ja. Okay. Jan (04:56.962) Das war’s für heu­te. Bis zum nächs­ten Mal. Björn (04:59.52) die uns, die irgend­et­was an sich haben. Ich möch­te jetzt auch nicht zu kon­kret wer­den, weil ich will jetzt nicht, dass hier irgend­je­mand sich ange­spro­chen fühlt, der viel­leicht aus mei­ner Ver­gan­gen­heit hier rein­ge­haut. Dass es Men­schen gibt, die trig­gern uns auf eine Art und Wei­se, die es uns unmög­lich machen, ratio­nal wirk­lich sach­lich in ein Gespräch zu gehen. Und das kann ja sehr ver­schie­de­ne Ursa­chen haben. Das kann eine nar­ziss­ti­sche Pro­jek­ti­on sein. Also dass man da in der Per­son eine. etwas sieht, was man sel­ber nie durf­te, was da wild aus­ge­lebt wird. Es kann Erin­ne­rung an jemand sein, der einem viel­leicht mal nicht gut getan hat, irgend­wann, die da sofort die Abwehr­me­cha­nis­men hoch­fah­ren lässt und eine nor­ma­le Kom­mu­ni­ka­ti­on total ein­schränkt. Das kann einem aber auch mit Men­schen pas­sie­ren, fin­de ich, die einem sonst sehr nahe ste­hen. Das habe ich auch schon erlebt, dass ich mit Men­schen, wo ich eigent­lich dach­te, da hast du einen guten Draht, auf ein­mal eine Situa­ti­on ent­stan­den ist, Jan (05:43.022) Hmm. Björn (05:55.872) wo ich wirk­lich fas­sungs­los kurz wur­de und was mir dann auch unmög­lich mach­te, nor­mal zu kom­mu­ni­zie­ren. Was dann eben ja auch zum Bei­spiel eine Reak­ti­on aus­ge­löst hat, die nicht beson­ders för­der­lich war. Also das gibt es ja auch. Span­nend ist natür­lich die Fra­ge, kann man sowas hun­dert­pro­zen­tig steu­ern? Jan (06:21.634) Und jetzt sind wir in der Pod­cast Fol­ge davor, näm­lich stil­le. Kann man so was steu­ern? Ja, also ich glau­be schon, dass man, also was meinst du jetzt kon­kret, was man steu­ern kann? Björn (06:25.352) Genau. Björn (06:33.204) Ja, also kann man sol­che Situa­tio­nen sofort abfan­gen. Also ist es selbst als reflek­tier­ter Mensch, also ich wür­de jetzt behaup­ten, dass wir zwei zu sehr reflek­tier­ten Men­schen gehö­ren, die auch sehr bewusst in Kon­ver­sa­ti­on gehen. Das ist ja auch unser täg­lich Brot, wenn wir coa­chen. Wir sind ja einer sehr bewuss­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on. Aber ist es wirk­lich mög­lich, in jeder Situa­ti­on sofort zu reflek­tie­ren? Jan (06:41.14) Hm. Björn (06:59.488) und gegen zu len­ken, wenn es aus dem Ruder läuft. Jan (07:02.324) Ich glau­be, das hängt ganz, ganz stark davon ab, wie bewusst man ist als Mensch. So, also, das heißt, wie klar man auch über sei­ne eige­nen Ver­hal­tens­mus­ter Bescheid weiß und auch selbst reflek­tiert ist. Also, wenn man jetzt auch mal dar­über spricht, auch mit Men­schen, die halt irgend­wie wirk­lich weit fort­ge­schrit­ten sind. auch in The­men wie Medi­ta­ti­on und so wei­ter. Dann gibt es ja unter­schied­li­che Pha­sen. Das heißt, du nimmst einen Reiz auf, dann hast du eine, in Anfüh­rungs­stri­chen, intui­ti­ve oder initia­le Reak­ti­on dar­auf. Also so, wie du erst mal dar­auf reagierst. Und dann ist qua­si die Fra­ge, wie lang ist die­ser Moment, dass das qua­si aus dir kommt, unge­steu­ert, oder wann nimmst du wie­der das Steu­er in die Hand, in Anfüh­rungs­stri­chen. Also ich nen­ne jetzt mal ein Bei­spiel. Björn (07:53.344) Mmh. Jan (07:59.114) Kei­ne Ahnung. Du stehst irgend­wie an der Kas­se, jemand drän­gelt sich vor und in dir kommt irgend­wie auf eine empör­te Reak­ti­on. Und dann kommt die erst­mal auf, aber dann die Fra­ge, wie schnell steu­erst du ein? Also fühlt es sich dazu, dass du erst­mal durch den Laden brüllst, nach dem Mot­to, was das für eine Frech­heit ist. Oder denkst du, na gut, viel­leicht ist die­se ande­re Per­son hat es ein­fach sehr, sehr eilig oder sie hat mich gar nicht gese­hen und ja. Björn (08:16.416) Haha­ha­ha. Jan (08:25.642) Das hängt davon ab. Von daher glau­be ich, das hat damit zu tun, wie selbst­re­flek­tiert man ist, wie sehr man im Bewusst­sein ist gera­de in der Situa­ti­on. Aber eben auch, was der Kon­text in Sum­me ist. Wie viel Stress ist man gera­de aus­ge­setzt? Was ist sonst gera­de so los? Prin­zi­pi­ell wür­de ich sagen, je gestress­ter Men­schen sind, des­to weni­ger bewusst sind sie oft­mals. Sonst eher fal­len sie in sol­che Reak­ti­ons­mus­ter rein, wo sie so ein initia­ler Impuls … dann halt eben auch dann durch­schlägt. Aber auch die Fra­ge, wie man reagiert auf sol­che Sachen, hängt, glau­be ich, auch ganz, ganz viel davon ab. Einer­seits, was so die Grund­aus­prä­gung der Per­sön­lich­keit ist oder was man sich auch so für Ver­hal­tens­wei­sen über die Zeit antrai­niert hat, sage ich jetzt mal. Also jemand, der qua­si oder eine Per­son, die gewohnt ist, eher bewusst mit Din­gen umzu­ge­hen, die wird eher Björn (08:55.168) Hm. Björn (09:02.114) Das war’s für heu­te. Bis zum nächs­ten Mal. Jan (09:23.662) auch unter Umstän­den ent­spann­ter sein und mit sol­chen initia­len Reak­tio­nen in Kon­takt tre­ten als jemand, für den eine sol­che bewuss­te Umgangs­form eher unge­wohnt ist oder die das nicht so regel­mä­ßig prak­ti­ziert. Das heißt, das ist, glau­be ich, per­sön­lich abhän­gig, aber ich glau­be nicht ganz abstell­bar. Björn (09:29.376) Vie­len Dank für’s Zuschau­en. Björn (09:43.264) Nee, glau­be ich auch nicht. Also das ken­ne ich auch aus eige­ner Erfah­rung. Wenn es Men­schen gibt, wo man grund­sätz­lich sagt, das ist schon schwie­ri­ger für mich, damit ver­nünf­tig umzu­ge­hen, also ange­mes­sen umzu­ge­hen, weiß ich aus eige­ner Erfah­rung, wenn ich in einer Situa­ti­on ste­cke, wo das Stress­le­vel sehr hoch ist, wo ich gera­de wenig Zeit für mich sel­ber habe, nicht genug Ruhe habe, sol­che Sachen, dann ver­su­che ich, sol­che Kon­fron­ta­tio­nen auch zu ver­mei­den. Also das ist dann, weil ich weiß, dann ist die Wahr­schein­lich­keit höher, dass so ein Gespräch aus dem Ruder läuft. Ich glau­be, das ist, wie du eben gesagt hast, dann nicht die rich­ti­ge Situa­ti­on. Aber das ist ja schon wie­der eine Form von Selbst­re­flek­ti­on, die ja nicht jeder hat. Also es gibt genug Men­schen, die sich gar nicht dar­über bewusst sind, was für sie zum Bei­spiel eine stres­si­ge Situa­ti­on gera­de ist, in der sie sol­che Situa­tio­nen viel­leicht eher ver­mei­den sol­len. Und mein Gedan­ke war jetzt auch gera­de, ich glau­be auch nicht, dass man es hun­dert­pro­zen­tig ver­mei­den kann, dass es Situa­tio­nen oder Men­schen gibt oder Dia­lo­ge mit Men­schen gibt, die ein­fach irgend­wie immer schwie­rig sind. Das kann man, glau­be ich, nicht. Das liegt vor allem auch dar­an, dass das ja vor­aus­set­zen wür­de, dass bei­de Sei­ten bemüht sind, die Situa­ti­on zu ent­schär­fen. Und das ist, das ist ja schon recht viel ver­langt, weil wir kön­nen ja nicht steu­ern, was unser Gegen­über denkt. Jan (11:05.676) Mmh. Björn (11:11.552) und wie sich unser Gegen­über ver­hält. Und dass dann wirk­lich bei­de los­ge­löst von­ein­an­der zu der Erkennt­nis kom­men, okay, das ist ein Mensch, der pro­vo­ziert mich auf irgend­ei­ne Art und Wei­se und da will ich jetzt gegen­steu­ern und es liegt nicht nur an dem, son­dern halt auch an mir. Ich glau­be, das ist schon rela­tiv sel­ten, dass das pas­siert. Weil es ist ja sehr weit ver­brei­tet zu sagen, mit dem kann ich ein­fach nicht. Oder der ist schwie­rig oder irgend­wie sowas. Jan (11:30.99) Mmh. Jan (11:34.798) Ja, genau. Genau, und ich glau­be, dass jetzt bei­de Sei­ten zu glei­chem Ergeb­nis kom­men, ist viel­leicht tat­säch­lich ein biss­chen viel ver­langt. Es ist halt die Fra­ge, ob das immer pas­siert. Aber ich fin­de, man hat ja auch schon eini­ges in der Hand, wenn man sich selbst der Situa­ti­on bewusst ist. Und auch wenn man sich viel­leicht der Situa­ti­on bewusst ist, dass man da viel­leicht gera­de was im Gegen­über aus­löst. Oder dass das Gegen­über halt in einem selbst etwas aus­löst. Und wovon ich einen rie­sen… Fan Bin ist das Rüber­mo­dell. Hast du davon schon mal gehört? Das Rüber­mo­dell, ja, also im Grun­de genom­men, wie kommt man auch hier über einen Gra­ben rüber, könn­te man jetzt auch sagen. Aber das ist tat­säch­lich ein­fach nur eine Esels­brü­cke. Sagt man Esels­brü­cke? Björn (12:07.36) Also Rüber­mo­dell? Ne, ich ler­ne was Neu­es. Björn (12:16.352) Ah! Björn (12:23.744) Ich weiß noch nicht, wor­auf du hin­aus willst. Erklär es uns. Jan (12:25.422) Ja, aber wenn man etwas erklärt, ich glau­be, das ist Esels­brü­cke. Also das Rüber­mo­dell ist qua­si eine Abkür­zung und steht für unter­schied­li­che Pha­sen eines Gesprächs. Näm­lich Rap­port ist das R am Anfang, dann Über­lei­tung, Bespre­chen, Ent­schei­den und dann noch­mal Rap­port. Und Rap­port, wenn man dar­über spricht, dann ist die Reak­ti­on, die ich oft gehört habe, das ist doch hier irgend­wie Rap­port geben, also irgend­wie sozu­sa­gen Berich­ten. Aber hier­mit ist gemeint, eigent­lich tat­säch­lich die psy­chi­sche oder psy­cho­lo­gi­sche Nähe qua­si in einem Gespräch her­zu­stel­len. Also sich auf die ande­re Per­son ein­zu­las­sen und das qua­si als Gesprächs­ein­stieg zu nut­zen. Das heißt also, dass man erst­mal ver­sucht, irgend­wie … auf eine Ebe­ne zu kom­men. Das kann zum Bei­spiel sein, indem man ver­sucht, in einem Gespräch zunächst mal Gemein­sam­kei­ten zu fin­den. Also erst mal über einen Small Talk in ein Gespräch hin­ein­kommt und dann viel­leicht auch auf ein The­ma ein­geht, wo man weiß, die ande­re Per­son ist dafür emp­fäng­lich oder inter­es­siert sich dafür oder wie auch immer, dass man da erst mal ver­sucht, sich sozu­sa­gen auf eine Ebe­ne zu bege­ben. Das gibt… Das ist qua­si die the­ma­ti­sche Ebe­ne. Aber dann gibt es natür­lich auch noch die gan­zen ande­ren Ebe­nen, näm­lich dass man sich even­tu­ell auch erst­mal in der Spra­che anpasst. Also es macht einen Unter­schied, ob ich jetzt gera­de mit, sag ich mal, jeman­dem hoch­fein spre­che, ob ich mit jeman­dem eher hand­fes­te­ren spre­che. Und bei­de fin­den viel­leicht auch die Aus­drucks­form in der einen oder ande­ren Art und Wei­se komisch oder unan­ge­bracht. Das heißt, ich muss mich auch irgend­wo in der Aus­drucks­wei­se anpas­sen. Und ich kann viel­leicht sogar noch eine Ebe­ne tie­fer gehen, dass ich sage, wie kom­mu­ni­ziert die Per­son, kom­mu­ni­ziert sie eher schnell, eher lang­sam, ist eher laut, lei­se, ist ein Hau drauf. Was ist das für ein Mensch? Und ich kann mich da ein Stück weit auch anpas­sen, um halt ein­fach irgend­wie zu con­nec­ten. Ich kann auch fest­stel­len, er war­tet mein Gegen­über eher von mir. Jan (14:23.086) hast du die Wote ‑Hal­tung in so einem Gespräch oder … dass ich sehr selbst­be­wusst auf­tre­te, die Füh­rung über­neh­me. Sodass ich also dar­über erst mal ver­su­che, einen gewis­sen Ein­klang zu fin­den, dar­über, wie wir mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, und erst mal dar­auf ein­schwin­gen, erst mal in The­men, um die es gar nicht geht, also Small ‑Talk ‑The­men, bevor man dann qua­si zu dem eigent­li­chen The­ma kommt, wor­um es geht. Also was man per­sön­lich bespre­chen möch­te, ob das jetzt auf per­sön­li­cher Ebe­ne ist oder beruf­lich oder wie auch immer und so wei­ter und so fort. Sodass man da also erst mal auf einer Wel­len­län­ge ist, da im Prin­zip zum Ergeb­nis kommt, Jan (15:02.668) Ebe­nen abschließt. Und das ist eine Mög­lich­keit, wie man natür­lich ehr­li­cher­wei­se rela­tiv bewusst sol­che Mit­tel ein­setzt. Also man ist natür­lich rela­tiv schnell dann auch bei der Fra­ge ist das jetzt Mani­pu­la­ti­on? Ja oder nein? Wenn man sich so ver­hält. Aber eigent­lich ist es aus mei­ner Sicht, dass sich bewusst machen, was man sonst ganz natür­lich tut, näm­lich dass man sich irgend­wie ein­schwingt auf­ein­an­der, aber halt eben über die­sen bewuss­ten Pro­zess das etwas bes­ser steu­ern kann. Björn (15:28.224) Ich glau­be, das ist eine ganz gute Tech­nik. Also es klingt jetzt für mich so, dass ich auch glau­be, dass etwas, was ein nor­ma­ler Mensch sowie­so tut, die­ses Ein­schwin­gen, dann zum The­ma kom­men und am Ende noch mal zusam­men auf ein Nen­ner ein­schwin­gen und so. Machen wir, glau­be ich, machen die meis­ten Men­schen sehr wahr­schein­lich intui­tiv. Aber es ist ja super, wenn man sich das so bewusst machen kann, wenn man weiß, jetzt gehe ich in ein schwe­res Gespräch. Ob das jetzt ein Per­so­na­ge­spräch ist oder … Bewer­bungs­ge­spräch, egal auf wel­cher Sei­te man da sitzt, dass man ein­fach weiß, ich kann das jetzt steu­ern und pro­duk­ti­ver oder erfolg­rei­cher gestal­ten, wenn ich ver­su­che, mich an die­sen die­sen Schrit­ten ent­lang zu han­geln. Ist das Mani­pu­la­ti­on? Ich weiß nicht. Mani­pu­la­ti­on wür­de für mich bedeu­ten, dass man sei­nen Gegen­über mani­pu­liert. Das tut man ja nicht, wenn man sel­ber ver­sucht, auf einen Nen­ner zu kom­men. Ich mani­pu­lie­re mei­nen Gegen­über nicht, es sei denn, ich spie­le ihm was vor. Ich glau­be, die Authen­ti­zi­tät ist dann sehr, sehr wich­tig. Also wenn ich jetzt in die­sem ers­ten Rap­port, wie es dann heißt, mich ver­stel­le und so tue, sagen wir mal, ich habe ein Gespräch mit einem Mit­ar­bei­ter, der mir ein tota­ler Dorn im Auge ist, über­den­ke mich auch regel­mä­ßig Ärger. Jan (16:32.95) Ja. Björn (16:49.952) Und ich tue dann aber in dem Rap­port so, als wären wir total dicke Freun­de, ist ja total unglaub­wür­dig. Und das wird auch beim Gegen­über garan­tiert nicht eine posi­ti­ve­re Grund­hal­tung aus­lö­sen, weil der fühlt sich dann ja mani­pu­liert. Also ich glau­be, die Authen­ti­zi­tät ist dann total wich­tig, dass man selbst bei dem Ein­schwin­gen schon dar­auf ach­tet, dass man trotz­dem bei sich auch bleibt, auch wenn man ver­sucht, das Gegen­über wahr­zu­neh­men. Das ist im Prin­zip auch unse­re Coa­ching ‑Grund­hal­tung. Natür­lich schwin­gen wir uns ja auch auf unse­re Kli­en­ten ein. Aber wir müs­sen ja auch immer noch Jan und Björn blei­ben. Also wir kön­nen ja jetzt nicht bei einem Kli­en­ten auf ein­mal ein völ­lig ande­rer Mensch sein. Das wür­de ja nicht funk­tio­nie­ren. Bei allem Ein­schwie­gen, auch auf die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­wei­se und so. Alles total fein. Und solan­ge man bei sich bleibt, mani­pu­liert man, glau­be ich, auch nicht. Jan (17:22.604) Mmh. Jan (17:38.126) Naja, also ich wür­de auch mani­pu­lie­ren, qua­si da sehen, wo man bewusst auch jeman­den dazu bringt, Din­ge zu tun, die die Per­son nicht möch­te. Aber das ist ja immer die Fra­ge. Also eine Fra­ge, die schnell im Raum steht, wenn man halt irgend­wie über Gesprächs­tech­ni­ken und so wei­ter auch spricht. Aber ich sehe das genau­so wie du. Das ist im Prin­zip, wo man etwas zum Woh­le … der Situa­ti­on in Sum­me tut, dass das in Ord­nung ist und dass es auch mal hel­fen kann, sich ein­fach das ein­fach mal vor Augen zu füh­ren, was auch übli­cher­wei­se pas­siert in einem sol­chen Gespräch. Wie du sagst, das ist eigent­lich der natür­li­che Ver­lauf, aber es ist jetzt hier noch­mal in einem Modell dar­ge­stellt, sodass man es bes­ser nach­voll­zie­hen kann. Denn das ist ja irgend­wie auch… Björn (18:08.83) Mhm. Jan (18:26.478) ist ja auch ein Teil, wie man im Coa­ching wirk­sam wer­den kann, dass man also auch mit Model­len arbei­tet und die begreift. Wir hat­ten ja auch dar­über gespro­chen, ob wir irgend­wann mal eine Fol­ge zum The­ma Psycho ‑Edu­ca­ti­on machen, wo wir näm­lich genau dar­über spre­chen, was auch das Erklä­ren von Mus­tern von Model­len bewir­ken kann, auch im Rah­men des Coa­chings. Und das wür­de dazu natür­lich auch pas­sen. Aber wir sind jetzt tat­säch­lich dazu gekom­men, wie kann man jetzt damit umge­hen, wenn man sich nicht ver­steht? Und wir haben fest­ge­stellt, es gibt unter­schied­li­che Punk­te, die dazu füh­ren kön­nen, dass man also etwas in sei­nem Gegen­über sieht, was einen selbst stört, das viel­leicht beim Gegen­über auch so ist. Es kön­nen unauf­ge­lös­te Bezie­hungs­the­men sein, die man da pro­ji­ziert. Eltern ‑Kind ‑Ver­hal­tens­wei­sen, das pas­siert auch in Hier­ar­chie­be­zie­hun­gen so, wenn man jetzt irgend­wie im Job ist mit einem Vor­ge­setz­ten oder Auf­trag­ge­ber­kun­de oder sowas. Das sind eben sol­che Din­ge, die dazu füh­ren kön­nen. Und je nach­dem, wie halt eben die­se Men­schen ein­fach mit­ein­an­der agie­ren, kann es dazu kom­men, dass sol­che Irri­ta­tio­nen auf­hö­ren. Und manch­mal ist es halt eben intui­ti­ver lös­bar und manch­mal dann halt eben etwas bewuss­ter unter Umstän­den. Und viel­leicht gibt es auch Situa­tio­nen, die trotz aller Mühe und trotz allem Wol­len sozu­sa­gen nicht auf­lös­bar sind. Björn (19:40.928) Ich glau­be, das ist auch noch ein ent­schei­den­der Punkt. Man­che Sachen … funk­tio­nie­ren halt ein­fach nicht. Und damit tun sich auch vie­le schwer, dass sich ein­fach ein­zu­ge­ste­hen, dass das nicht funk­tio­nie­ren wird. Und ich bin der Mei­nung, das ist über­haupt kein Bein­bruch. Also wenn es Men­schen gibt, die war­um auch immer nicht mit­ein­an­der spre­chen kön­nen, die auch auf kei­nen guten Zweig kom­men, ist es eigent­lich das Bes­te, wenn man sich das ehr­lich sagt, völ­lig vor­wurfs­frei, weil sehr wahr­schein­lich haben sich das bei­de nicht aus­ge­sucht und ein­fach fest­stellt, hör mal, Ich glau­be, wir kom­men da ein­fach nicht auf den grü­nen Zweck. Wir kön­nen da ein­fach nicht mit­ein­an­der reden. Lass uns nach einer Alter­na­ti­ve suchen. Das ist eigent­lich das Fährs­te, was man tun kann. Das fällt aber tat­säch­lich auch vie­len sehr schwer, sich so was ein­zu­ge­ste­hen. Habe ich oft beob­ach­tet, auch in so vor­ge­setz­ten Ange­stell­ten­be­zie­hun­gen, wo der Vor­ge­setz­te ein­fach sich nicht ein­ge­ste­hen konn­te, dass er bei einem Mit­ar­bei­ter, der eigent­lich nichts Böses getan hat, aber ein­fach nie die rich­ti­gen Wor­te fand. Und da ist es… Jan (20:21.462) Hm. Björn (20:44.192) Das ist dann so was wie ein ein­ge­ste­hen einer, ich wür­de es in Anfüh­rungs­stri­chen Nie­der­la­ge nen­nen, sehe ich aber nicht so, son­dern ein­fach die Ein­sicht, wir kön­nen ein­fach nicht mit­ein­an­der, das ist in Ord­nung so und dann las­sen wir das und wer anders kann das über­neh­men. Das ist ein Schritt, der glau­be ich sehr schwie­rig ist für vie­le, sich ein­fach auch zu sagen, lass uns das blei­ben, lass uns, wir suchen eine alter­na­ti­ve Form oder ande­re, jemand ande­ren, der das statt mir macht oder. Jan (21:10.102) Mmh. Björn (21:13.732) in die Rich­tung gehend, ist halt manch­mal der ein­zi­ge Aus­weg. Jan (21:18.99) Ja, genau. Aber nichts­des­to­trotz darf es ja auch die Ulti­ma Ratio blei­ben. Man kann es erst mal pro­bie­ren. Und das ist ja auch etwas, wofür ich zumin­dest ste­he. Zu sagen, erst mal zu schau­en, was gibt es für Mög­lich­kei­ten, da doch zu han­deln und das auch zum Bes­se­ren zu bewe­gen. Was ja auch nur eine inter­es­san­te Auf­ga­be ist und auch schön ist und auch das mensch­li­che Leben, fin­de ich, ein Stück weit aus­macht. Dass man halt eben doch schaut, was gibt es für Mög­lich­kei­ten für gemein­sa­me Wege oder Brü­cken, über die man dann gehen kann. Björn (21:24.736) Genau. Björn (21:47.648) Ja, natür­lich. Also das ist natür­lich die letz­te Mög­lich­keit zu sagen, das macht kei­nen Sinn. Vor­her soll­te man schon pro­bie­ren, ob es nicht doch klappt. Du, ich freue mich total, dass wir heu­te gegen alle Erwar­tun­gen mal nett mit­ein­an­der gespro­chen haben. Ja, genau. Span­nen­des The­ma, fin­de ich. Sehr schön, sehr lebens­na­hes The­ma, fin­de ich, weil ich glau­be, das kön­nen auch unse­re Zuhö­rer, haben sie ja wahr­schein­lich jetzt auch direkt so ein paar… Jan (22:01.358) Das kann ja auch mal pas­sie­ren. Was willst du machen? Björn (22:17.632) Men­schen im Kopf, wo sie das schon mal erlebt haben. Und viel­leicht hat ja die Fol­ge ein biss­chen was dazu bei­getra­gen, dass man anders auf­ein­an­der zugeht oder viel­leicht auch eine ver­gan­ge­ne Situa­ti­on ganz anders beleuch­tet. Wir dan­ken euch fürs Zuhö­ren. Wir freu­en uns, wenn ihr uns treu bleibt. Wenn ihr Kon­takt auf­neh­men wollt, fin­det ihr die Mög­lich­kei­ten wie immer in der Pod­cast Beschrei­bung oder auf unse­ren Home­pages. Sprecht gut mit­ein­an­der. Ich wün­sche euch noch einen schö­nen Tag und sage bis bald. Jan (22:27.66) Mhm. Jan (22:43.534) Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Business Coaching, Coach&Coach, Coaching, Kommunikation, Podcast --- ### [Business Coach: Ihr Weg zu mehr Erfolg und Zufriedenheit im Beruf 2024](https://bobach-coaching.de/business-coach-ihr-weg-zu-mehr-erfolg-und-zufriedenheit-im-beruf-2024/) **Published:** Juni 23, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In der heu­ti­gen dyna­mi­schen Arbeits­welt sind Busi­ness Coa­ches gefrag­te Part­ner für Men­schen, die beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen meis­tern, ihre Kar­rie­re vor­an­brin­gen oder die Zusam­men­ar­beit im Team ver­bes­sern möch­ten. Ein Busi­ness Coach unter­stützt Sie dabei, Ihre Zie­le klar zu defi­nie­ren, Kon­flik­te zu lösen und Ihr vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. Dabei ist es wich­tig, den Begriff „Busi­ness Coach“ rich­tig zu ver­ste­hen, um einen qua­li­fi­zier­ten und pas­sen­den Coach für Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se zu fin­den. Die Bedeu­tung eines Busi­ness Coachs liegt dar­in, Sie gezielt auf die Anfor­de­run­gen und Ver­än­de­run­gen der moder­nen Arbeits­welt vor­zu­be­rei­ten und Sie bei der erfolg­rei­chen Gestal­tung Ihrer Arbeit zu unter­stüt­zen. Die­ser Leit­fa­den rich­tet sich an alle, die auf der Suche nach einem kom­pe­ten­ten Busi­ness Coach sind – sei es als Füh­rungs­kraft, Mit­ar­bei­ter oder Unter­neh­mer. Er zeigt Ihnen, wie ein Busi­ness Coach arbei­tet, wel­che Vor­tei­le ein Coa­ching bie­tet und wor­auf Sie bei der Aus­wahl ach­ten soll­ten, um nach­hal­ti­ge Erfol­ge in Ihrem beruf­li­chen Umfeld zu erzie­len. Beson­ders im Busi­ness Coa­ching zeigt sich, wie eng Arbeit, per­sön­li­che Ent­wick­lung und beruf­li­che Zufrie­den­heit mit­ein­an­der ver­bun­den sind. Eine fun­dier­te Busi­ness Coach Aus­bil­dung bil­det die Grund­la­ge für pro­fes­sio­nel­le Coa­ching-Arbeit und eröff­net viel­fäl­ti­ge Mög­lich­kei­ten für eine erfolg­rei­che Kar­rie­re im Coa­ching-Bereich. ## Was macht ein Business Coach? Ein Busi­ness Coach beglei­tet Sie als ver­trau­ens­vol­ler Part­ner bei der beruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung. Anders als klas­si­sche Bera­ter gibt ein Busi­ness Coach kei­ne fer­ti­gen Lösun­gen vor, son­dern unter­stützt Sie dabei, Ihre eige­nen Stär­ken zu erken­nen und indi­vi­du­el­le Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln. So kön­nen Sie Her­aus­for­de­run­gen bes­ser bewäl­ti­gen und Ihre Kar­rie­re gezielt gestal­ten. Die Tätig­keit eines Busi­ness Coachs umfasst dabei die [pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung von Kli­en­ten im beruf­li­chen All­tag](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/), um indi­vi­du­el­le Zie­le zu errei­chen und nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen zu ermög­li­chen. Busi­ness Coa­ches arbei­ten mit Ein­zel­per­so­nen, Füh­rungs­kräf­ten und Teams. Sie hel­fen, beruf­li­che Zie­le zu klä­ren, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern und [Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen](https://bobach-coaching.de/konflikte-im-team-wie-business-coaching-bei-der-konfliktloesung-hilft/). Typi­sche Coa­ching-The­men sind zum Bei­spiel: - [Ent­wick­lung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen für Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-statt-kontrolle-wie-moderne-fuehrung-in-2025-aussieht/) - Ver­bes­se­rung von Team­ar­beit und Zusam­men­ar­beit - Stress­be­wäl­ti­gung und Work-Life-Balan­ce - Kar­rie­re­pla­nung und per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung - Beglei­tung von Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen im Unter­neh­men Für einen erfolg­rei­chen Busi­ness Coach sind sowohl fach­li­che als auch per­sön­li­che Kom­pe­ten­zen ent­schei­dend, um auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se der Kli­en­ten ein­zu­ge­hen und eine ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit zu gewähr­leis­ten. Ein pro­fes­sio­nel­ler Busi­ness Coach nutzt bewähr­te Metho­den und Fra­ge­tech­ni­ken, um Sie zu moti­vie­ren und Ihre Selbst­re­fle­xi­on zu för­dern. So kön­nen Sie neue Per­spek­ti­ven gewin­nen und nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen errei­chen. ## Warum ein Business Coaching sinnvoll ist Vie­le Men­schen pro­fi­tie­ren von der Unter­stüt­zung durch einen Busi­ness Coach, weil die­ser indi­vi­du­ell auf ihre Situa­ti­on ein­geht und pra­xis­na­he Lösun­gen anbie­tet. Ein Coa­ching kann Ihnen hel­fen, - Klar­heit über Ihre beruf­li­chen Zie­le zu gewin­nen - Ihre Füh­rungs­kom­pe­tenz und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten zu stär­ken - Kon­flik­te im Team oder mit Vor­ge­setz­ten zu lösen - Ihre Moti­va­ti­on und Zufrie­den­heit im Job zu stei­gern - Stress bes­ser zu mana­gen und eine gesun­de Work-Life-Balan­ce zu fin­den Zudem zeigt die Erfah­rung, dass Unter­neh­men, die Coa­ching-Maß­nah­men ein­set­zen, oft pro­duk­ti­ve­re und enga­gier­te­re Mit­ar­bei­ten­de haben. Busi­ness Coa­ching trägt maß­geb­lich dazu bei, die Ent­wick­lung, Moti­va­ti­on und Leis­tungs­fä­hig­keit der mit­ar­bei­tern im Unter­neh­men zu för­dern. Für Füh­rungs­kräf­te ist Busi­ness Coa­ching ein wir­kungs­vol­les Instru­ment, um ihre Rol­le zu stär­ken und Teams erfolg­reich zu füh­ren. ## Wer arbeitet mit einem Business Coach zusammen? Busi­ness Coa­ching rich­tet sich an eine brei­te Palet­te von Per­so­nen und Grup­pen, die ihre beruf­li­chen Zie­le errei­chen und ihre Fähig­kei­ten gezielt wei­ter­ent­wi­ckeln möch­ten. Beson­ders Füh­rungs­kräf­te und Mana­ger pro­fi­tie­ren davon, wenn sie ihre Füh­rungs­stär­ke aus­bau­en und ihre Teams zu mehr Erfolg füh­ren wol­len. Aber auch Unter­neh­mer und Selbst­stän­di­ge nut­zen die Unter­stüt­zung eines Busi­ness Coa­ches, um ihr Unter­neh­men stra­te­gisch wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, inno­va­ti­ve Lösun­gen für Her­aus­for­de­run­gen zu fin­den und ihre eige­nen Stär­ken als Unter­neh­mer gezielt ein­zu­set­zen. Mit­ar­bei­ter und gan­ze Teams grei­fen auf [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/) zurück, um die Zusam­men­ar­beit zu ver­bes­sern, Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen und gemein­sam neue Zie­le zu defi­nie­ren. Gera­de in Zei­ten des Wan­dels oder bei der Ein­füh­rung neu­er Arbeits­me­tho­den kann ein Coach hel­fen, Unsi­cher­hei­ten zu über­win­den und die Moti­va­ti­on im Team zu stär­ken. Auch Ein­zel­per­so­nen, die ihre Kar­rie­re vor­an­trei­ben, neue Her­aus­for­de­run­gen suchen oder sich beruf­lich neu ori­en­tie­ren möch­ten, fin­den im Busi­ness Coa­ching wert­vol­le Unter­stüt­zung. Unter­neh­men set­zen Coa­ches gezielt ein, um die Ent­wick­lung ihrer Mit­ar­bei­ten­den zu för­dern, die Unter­neh­mens­kul­tur zu stär­ken und lang­fris­tig erfolg­reich am Markt zu bestehen. Ob es um die Bewäl­ti­gung von Kon­flik­ten, die Ent­wick­lung neu­er Stra­te­gien oder die Stär­kung indi­vi­du­el­ler Fähig­kei­ten geht – ein [Busi­ness Coach](https://bobach-coaching.de/) beglei­tet Men­schen auf ihrem Weg zu mehr Klar­heit, Erfolg und Zufrie­den­heit im Beruf. ## Wie finden Sie den passenden Business Coach? Die Aus­wahl eines geeig­ne­ten Busi­ness Coa­ches ist ent­schei­dend für den Erfolg des Coa­chings. Um eine fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen, sind umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen über die Qua­li­fi­ka­tio­nen, Erfah­run­gen und Refe­ren­zen des Coachs uner­läss­lich, die Sie bei­spiels­wei­se auf Web­sites, Xing, Lin­ke­dIn oder Bewer­tungs­platt­for­men fin­den kön­nen. Dabei soll­ten Sie auf fol­gen­de Aspek­te ach­ten: Eine zen­tra­le Fra­ge, die Sie sich bei der Aus­wahl eines Busi­ness Coachs stel­len soll­ten, ist: Passt der Coach mit sei­ner Spe­zia­li­sie­rung und Erfah­rung zu mei­nen indi­vi­du­el­len Zie­len und Her­aus­for­de­run­gen? Nut­zen Sie die Mög­lich­keit einer pro­fes­sio­nel­len Bera­tung, um im Aus­wahl­pro­zess die für Sie pas­sen­de Unter­stüt­zung zu fin­den. Ach­ten Sie dar­auf, dass das The­ma, auf das sich der Coach spe­zia­li­siert hat, mit Ihren Bedürf­nis­sen über­ein­stimmt. Es gibt eine Viel­zahl von Coachs und Spe­zia­lis­ten, die unter­schied­li­che The­men­be­rei­che abde­cken und so indi­vi­du­el­le [Lösun­gen](https://bobach-coaching.de/erfolgreiche-problemloesung/) für ver­schie­dens­te Anlie­gen bie­ten. ### Qualifikation und Erfahrung Ein guter Busi­ness Coach ver­fügt über eine fun­dier­te Aus­bil­dung und idea­ler­wei­se aner­kann­te Zer­ti­fi­ka­te, zum Bei­spiel vom IHK Bil­dungs­zen­trum oder renom­mier­ten Coa­ching-Ver­bän­den. Beson­ders Per­so­na­ler, die im Per­so­nal­ma­nage­ment tätig sind, kön­nen von einer fun­dier­ten Busi­ness Coach Aus­bil­dung pro­fi­tie­ren, um ihre Kom­pe­ten­zen im Bereich Mit­ar­bei­ter­ent­wick­lung und Füh­rung zu erwei­tern. Wich­tig ist auch, dass der Coach Erfah­rung in Ihrem Fach­be­reich oder mit ähn­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen mit­bringt. ### Spezialisierung und Coaching-Themen Je nach Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen kann es sinn­voll sein, einen Coach mit spe­zi­el­ler Exper­ti­se zu wäh­len, etwa in den Berei­chen Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung, Kon­flikt­ma­nage­ment oder Kar­rie­re­coa­ching. Es gibt zudem spe­zia­li­sier­te Coa­ching-Ange­bo­te für Frau­en, die gezielt auf die spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen und Bedürf­nis­se von Frau­en ein­ge­hen. Fra­gen Sie im Erst­ge­spräch nach den Schwer­punk­ten des Coa­ches. ### Persönliche Chemie und Vertrauen Coa­ching ist eine per­sön­li­che und oft inten­si­ve Zusam­men­ar­beit. Ver­ein­ba­ren Sie ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch, um her­aus­zu­fin­den, ob die „Che­mie“ stimmt und Sie sich gut auf­ge­ho­ben füh­len. Ein ver­trau­ens­vol­les Ver­hält­nis ist Grund­la­ge für nach­hal­ti­gen Erfolg. ### Empfehlungen und Bewertungen Infor­mie­ren Sie sich über die Erfah­run­gen ande­rer Kli­en­ten, zum Bei­spiel über Bewer­tun­gen auf Platt­for­men wie Pro­ven­Ex­pert oder Lin­ke­dIn. Emp­feh­lun­gen aus dem eige­nen Netz­werk kön­nen eben­falls hilf­reich sein. ## Das Vorgespräch: Der erste Schritt zum erfolgreichen Coaching Das Vor­ge­spräch bil­det die Grund­la­ge für jedes erfolg­rei­che Coa­ching. In die­sem ers­ten, oft unver­bind­li­chen Tref­fen ler­nen sich Coach und Kli­ent per­sön­lich ken­nen und schaf­fen die Basis für eine ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit. Hier steht im Mit­tel­punkt, die indi­vi­du­el­len Zie­le und Erwar­tun­gen des Kli­en­ten zu bespre­chen und die wich­tigs­ten Her­aus­for­de­run­gen zu iden­ti­fi­zie­ren, die im Coa­ching bear­bei­tet wer­den sol­len. Der Coach stellt sei­ne Coa­ching-Metho­den und sei­nen Ansatz vor, sodass der Kli­ent einen kla­ren Ein­druck davon erhält, wie das Coa­ching ablau­fen wird. Gleich­zei­tig wer­den die jewei­li­gen Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten geklärt: Der Coach beglei­tet und unter­stützt, wäh­rend der Kli­ent aktiv an sei­nen Zie­len arbei­tet. Gemein­sam wird bespro­chen, wie die Zusam­men­ar­beit gestal­tet wird, wel­che The­men im Fokus ste­hen und wie der zeit­li­che Rah­men aus­sieht. Eine gute Vor­be­rei­tung auf das Vor­ge­spräch ist für bei­de Sei­ten ent­schei­dend. Kli­en­ten soll­ten sich im Vor­feld Gedan­ken über ihre Zie­le, Wün­sche und aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen machen. Coa­ches wie­der­um infor­mie­ren sich über die Aus­gangs­si­tua­ti­on des Kli­en­ten und über­le­gen, wie sie ihre Unter­stüt­zung opti­mal gestal­ten kön­nen. Das Vor­ge­spräch ist somit weit mehr als eine for­ma­le Ein­füh­rung – es ist der Start­punkt für eine indi­vi­du­el­le, lösungs­ori­en­tier­te Beglei­tung. Es schafft Klar­heit über die Zie­le, stärkt das Ver­trau­en und legt den Grund­stein für ein erfolg­rei­ches Coa­ching, das die Ent­wick­lung des Kli­en­ten nach­hal­tig för­dert. ## Ablauf eines Business Coachings Ein Busi­ness Coa­ching ist indi­vi­du­ell gestal­tet und ori­en­tiert sich an Ihren Zie­len und Her­aus­for­de­run­gen. [Typi­sche Schrit­te](https://bobach-coaching.de/der-business-coaching-prozess-was-erwartet-sie-in-einer-coaching-session/) sind: 1. **Ziel­klä­rung:** Gemein­sam defi­nie­ren Sie, was Sie errei­chen möch­ten. 2. **Ana­ly­se:** Der Coach hilft Ihnen, Ihre aktu­el­le Situa­ti­on und mög­li­che Hin­der­nis­se zu ver­ste­hen. 3. **Stra­te­gie­ent­wick­lung:** Sie erar­bei­ten neue Lösungs­an­sät­ze und Hand­lungs­schrit­te. 4. **Umset­zung:** Sie set­zen die Stra­te­gien im All­tag um und reflek­tie­ren Fort­schrit­te. 5. **Eva­lua­ti­on:** Der Coach unter­stützt Sie dabei, Erfol­ge zu mes­sen und gege­be­nen­falls Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. Ein pra­xis­ori­en­tier­tes Trai­ning ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Aus­bil­dung zum Busi­ness Coach. Vie­le Busi­ness Coa­ches erwer­ben ihre Qua­li­fi­ka­ti­on durch einen Zer­ti­fi­kats­lehr­gang, der mit einem offi­zi­el­len Abschluss bestä­tigt wird. Die Aus­bil­dung kann zudem den Weg in die Selbst­stän­dig­keit als Busi­ness Coach ebnen. Coa­ching-Sit­zun­gen fin­den je nach Bedarf per­sön­lich, tele­fo­nisch oder online statt. Die Dau­er und Häu­fig­keit rich­tet sich nach Ihrem indi­vi­du­el­len Bedarf. ## Business Coach: Kosten und Investition in Ihre Zukunft Die Kos­ten für ein Busi­ness Coa­ching vari­ie­ren je nach Erfah­rung und Spe­zia­li­sie­rung des Coa­ches sowie Umfang des Coa­chings. Üblich sind Stun­den­sät­ze zwi­schen 100 € und 300 €, bei spe­zia­li­sier­ten Exe­cu­ti­ve Coa­ches kön­nen die Prei­se höher lie­gen. Den­ken Sie dar­an: Ein Coa­ching ist eine Inves­ti­ti­on in Ihre per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung. Vie­le Kli­en­ten berich­ten von mess­ba­ren Erfol­gen und einer ver­bes­ser­ten Kar­rie­re­per­spek­ti­ve. Zudem sind Coa­ching-Kos­ten oft steu­er­lich absetz­bar. ## Fazit: Business Coaching als Schlüssel zum beruflichen Erfolg Ein qua­li­fi­zier­ter Busi­ness Coach kann Sie dabei unter­stüt­zen, beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern, Ihre Füh­rungs­qua­li­tä­ten zu stär­ken und Ihre Kar­rie­re aktiv zu gestal­ten. Die rich­ti­ge Aus­wahl des Coa­ches ist dabei ent­schei­dend. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, sich indi­vi­du­ell bera­ten zu las­sen und fin­den Sie einen Coach, der zu Ihren Zie­len und Ihrer Per­sön­lich­keit passt. In einer Welt, die von stän­di­gem Wan­del geprägt ist, wird [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/) immer wich­ti­ger – für Ein­zel­per­so­nen, Teams und Unter­neh­men. Mit der Unter­stüt­zung eines erfah­re­nen Coa­ches sind Sie bes­tens gerüs­tet, um Ihre Poten­zia­le zu ent­fal­ten und erfolg­reich zu sein. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Resilienz durch Business Coaching in unsicheren Zeiten stärken](https://bobach-coaching.de/resilienz-durch-business-coaching-in-unsicheren-zeiten-staerken/) **Published:** Juli 8, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In einer Welt, die von stän­di­gen Ver­än­de­run­gen und Unsi­cher­hei­ten geprägt ist, ist die Fähig­keit, [Resi­li­enz zu ent­wi­ckeln](https://bobach-coaching.de/podcast-resilienz/ "Resilienz verstehen und lernen") und auf­recht­zu­er­hal­ten, für Unter­neh­men und ihre Mit­ar­bei­ter von unschätz­ba­rem Wert. Resi­li­enz bezeich­net die Fähig­keit, sich von Rück­schlä­gen zu erho­len, Anpas­sungs­fä­hig­keit zu zei­gen und trotz wid­ri­ger Umstän­de wei­ter­hin effek­tiv zu funk­tio­nie­ren. Beson­ders in Kri­sen­zei­ten ist Resi­li­enz ein ent­schei­den­der Fak­tor, der über das Über­le­ben und den Erfolg eines Unter­neh­mens ent­schei­det. Hier kommt [Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") ins Spiel. Durch geziel­te Stra­te­gien und Ansät­ze kann Busi­ness Coa­ching dazu bei­tra­gen, die Resi­li­enz sowohl auf indi­vi­du­el­ler als auch auf orga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne zu stär­ken. ## **Die Bedeutung von Resilienz in Krisenzeiten** Kri­sen­zei­ten kön­nen in vie­len For­men auf­tre­ten, sei es wirt­schaft­li­che Unsi­cher­heit, Markt­ver­än­de­run­gen, tech­no­lo­gi­sche Umwäl­zun­gen oder glo­ba­le Ereig­nis­se wie Pan­de­mien. In sol­chen Zei­ten ste­hen Unter­neh­men vor enor­men Her­aus­for­de­run­gen. Die Fähig­keit, schnell auf Ver­än­de­run­gen zu reagie­ren, Inno­va­tio­nen zu ent­wi­ckeln und trotz Unsi­cher­hei­ten sta­bil zu blei­ben, ist ent­schei­dend. Resi­li­enz hilft Unter­neh­men, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern, indem sie: 1\. **Anpas­sungs­fä­hig­keit** för­dert: Resi­li­en­te Unter­neh­men sind in der Lage, ihre Stra­te­gien und Pro­zes­se anzu­pas­sen, um neu­en Gege­ben­hei­ten gerecht zu wer­den. 2\. **Wider­stands­fä­hig­keit** ent­wi­ckelt: Sie kön­nen Rück­schlä­ge und Kri­sen bes­ser über­ste­hen und sogar gestärkt dar­aus her­vor­ge­hen. 3\. **Kon­ti­nui­tät** gewähr­leis­tet: Resi­li­enz sorgt dafür, dass wesent­li­che Geschäfts­pro­zes­se auch in Kri­sen­zei­ten auf­recht­erhal­ten wer­den. ## **Wie Business Coaching die Resilienz stärkt** Busi­ness Coa­ching ist ein effek­ti­ves Instru­ment, um die Resi­li­enz in Unter­neh­men zu för­dern. Durch indi­vi­du­el­le Betreu­ung und maß­ge­schnei­der­te Stra­te­gien hilft Coa­ching, die Stär­ken von Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­tern zu ent­wi­ckeln und sie auf zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen vor­zu­be­rei­ten. Hier sind eini­ge spe­zi­fi­sche Stra­te­gien, wie Busi­ness Coa­ching zur Stär­kung der Resi­li­enz bei­tra­gen kann: ### **1. Entwicklung von Führungskompetenzen** Füh­rungs­kräf­te spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le bei der För­de­rung der Resi­li­enz in Unter­neh­men. [Ein Busi­ness Coach kann Füh­rungs­kräf­ten](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") hel­fen, ihre Fähig­kei­ten in den Berei­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on, Ent­schei­dungs­fin­dung und Kri­sen­ma­nage­ment zu ver­bes­sern. Zu den Schlüs­sel­kom­pe­ten­zen gehö­ren: • **Emo­tio­na­le Intel­li­genz:** Füh­rungs­kräf­te ler­nen, ihre eige­nen Emo­tio­nen und die ihrer Mit­ar­bei­ter zu erken­nen und effek­tiv zu steu­ern. • **Ent­schei­dungs­freu­de:** In unsi­che­ren Zei­ten sind schnel­le und ent­schlos­se­ne Ent­schei­dun­gen erfor­der­lich. Coa­ching kann hel­fen, Ent­schei­dungs­pro­zes­se zu opti­mie­ren und Selbst­ver­trau­en zu stär­ken. • **Kri­sen­kom­mu­ni­ka­ti­on:** Eine kla­re und trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on ist ent­schei­dend, um Ver­trau­en zu erhal­ten und Unsi­cher­hei­ten zu mini­mie­ren. Coa­ching unter­stützt Füh­rungs­kräf­te dabei, effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien zu ent­wi­ckeln. ### **2. Förderung der Mitarbeiterbindung und ‑motivation** ![Bessere Kommunikation im Team mit einem Teamworkshop von Björn Bobach erreichen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/shutterstock_2023272488-scaled.jpg "Portrait,Of,Overjoyed,Young,Diverse,Employees,Workers,Show,Thumb,Up")Moti­vier­te und enga­gier­te Mit­ar­bei­ter sind wider­stands­fä­hi­ger gegen­über Kri­sen. Busi­ness Coa­ching kann dazu bei­tra­gen, die Mit­ar­bei­ter­bin­dung zu stär­ken, indem es indi­vi­du­el­le Stär­ken för­dert und eine posi­ti­ve Unter­neh­mens­kul­tur schafft. Wich­ti­ge Maß­nah­men umfas­sen: • **Indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung:** Mit­ar­bei­ter wer­den ermu­tigt, ihre per­sön­li­chen und beruf­li­chen Zie­le zu ver­fol­gen und ihre Fähig­kei­ten kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. • **Aner­ken­nung und Wert­schät­zung:** Regel­mä­ßi­ges Feed­back und Aner­ken­nung von Leis­tun­gen för­dern das Selbst­wert­ge­fühl und die Moti­va­ti­on der Mit­ar­bei­ter. • **Team­bil­dung:** Durch Team­buil­ding-Akti­vi­tä­ten und die För­de­rung einer kol­la­bo­ra­ti­ven Arbeits­um­ge­bung wird das Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl gestärkt. ### **3. Förderung der Innovationskraft** Inno­va­ti­on ist ein Schlüs­sel­fak­tor für Resi­li­enz. Busi­ness Coa­ching kann Unter­neh­men dabei unter­stüt­zen, eine Kul­tur der Inno­va­ti­on zu ent­wi­ckeln, in der Mit­ar­bei­ter ermu­tigt wer­den, krea­tiv zu den­ken und neue Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Dies kann durch fol­gen­de Maß­nah­men erreicht wer­den: • **För­de­rung von Krea­ti­vi­tät:** Mit­ar­bei­ter wer­den ermu­tigt, neue Ideen zu ent­wi­ckeln und out-of-the-box zu den­ken. • **Risi­ko­ma­nage­ment:** Ein Coach kann dabei hel­fen, eine aus­ge­wo­ge­ne Risi­ko­ma­nage­ment­stra­te­gie zu ent­wi­ckeln, die es ermög­licht, inno­va­ti­ve Pro­jek­te zu ver­fol­gen, ohne die Sta­bi­li­tät des Unter­neh­mens zu gefähr­den. • **Agi­li­tät:** Durch die Ein­füh­rung agi­ler Metho­den kön­nen Unter­neh­men fle­xi­bler auf Ver­än­de­run­gen reagie­ren und schnel­ler inno­va­ti­ve Lösun­gen imple­men­tie­ren. ### **4. Stressbewältigung und Wohlbefinden** ![Eine Frau die durch Personal Coaching ihr Ziele kennt.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/01/shutterstock_639818752-scaled.jpg "WinningSuccessAndLifeGoalsConceptYoungWomanWithArms")In Kri­sen­zei­ten ist die psy­chi­sche Gesund­heit der Mit­ar­bei­ter beson­ders gefähr­det. Busi­ness Coa­ching kann Tech­ni­ken zur Stress­be­wäl­ti­gung und zur För­de­rung des Wohl­be­fin­dens ver­mit­teln. Dazu gehö­ren: • **Acht­sam­keits­trai­ning:** Durch Acht­sam­keits­übun­gen ler­nen Mit­ar­bei­ter, im Moment prä­sent zu sein und Stress bes­ser zu bewäl­ti­gen. • **Gesun­de Work-Life-Balan­ce:** Coa­ching unter­stützt dabei, eine Balan­ce zwi­schen Beruf und Pri­vat­le­ben zu fin­den, um Burn­out vor­zu­beu­gen. • **Resi­li­en­z­trai­ning:** Spe­zi­el­le Trai­nings­pro­gram­me hel­fen Mit­ar­bei­tern, ihre per­sön­li­che Resi­li­enz zu stär­ken und bes­ser mit Belas­tun­gen umzu­ge­hen. ### **5. Aufbau einer resilienten Unternehmenskultur** Eine resi­li­en­te Unter­neh­mens­kul­tur ist die Grund­la­ge für lang­fris­ti­gen Erfolg. Busi­ness Coa­ching kann dazu bei­tra­gen, eine Kul­tur zu schaf­fen, die Resi­li­enz för­dert, indem es fol­gen­de Ele­men­te inte­griert: • **Wer­te­ori­en­tie­rung:** Eine kla­re Visi­on und Wer­te, die von allen Mit­ar­bei­tern geteilt wer­den, schaf­fen Ori­en­tie­rung und Zusam­men­halt. • **Lern­kul­tur:** Feh­ler wer­den als Lern­chan­cen betrach­tet, und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung wird geför­dert. • **Trans­pa­renz und Ver­trau­en:** Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­trau­en zwi­schen Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­tern stär­ken die Zusam­men­ar­beit und das Enga­ge­ment. ## **Fallbeispiele: Erfolgreiche Resilienz durch Business Coaching** Um die Wir­kung von Busi­ness Coa­ching auf die Resi­li­enz von Unter­neh­men zu ver­deut­li­chen, betrach­ten wir zwei Fall­bei­spie­le: ### **Fallbeispiel 1: Technologieunternehmen in der Pandemie** Ein mit­tel­stän­di­sches Tech­no­lo­gie­un­ter­neh­men stand zu Beginn der COVID-19-Pan­de­mie vor erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen. Durch Busi­ness Coa­ching wur­den fol­gen­de Maß­nah­men umge­setzt: • **Vir­tu­el­le Füh­rung:** Füh­rungs­kräf­te erhiel­ten Coa­ching zur effek­ti­ven Füh­rung vir­tu­el­ler Teams und zur Auf­recht­erhal­tung der Moti­va­ti­on. • **Inno­va­ti­ons­för­de­rung:** Mit­ar­bei­ter wur­den ermu­tigt, inno­va­ti­ve Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, um den ver­än­der­ten Markt­an­for­de­run­gen gerecht zu wer­den. • **Stress­ma­nage­ment:** Ein­füh­rung von Acht­sam­keits­trai­ning und Stress­be­wäl­ti­gungs­tech­ni­ken zur Unter­stüt­zung der Mit­ar­bei­ter. Die­se Maß­nah­men führ­ten dazu, dass das Unter­neh­men nicht nur die Kri­se über­stand, son­dern sogar neue Geschäfts­fel­der erschlie­ßen konn­te. ### **Fallbeispiel 2: Einzelhandelsunternehmen und Digitalisierung** Ein Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men stand vor der Her­aus­for­de­rung, sich schnell zu digi­ta­li­sie­ren, um wäh­rend eines Lock­downs wei­ter­hin Umsät­ze zu gene­rie­ren. Durch geziel­tes Busi­ness Coa­ching wur­den fol­gen­de Stra­te­gien ent­wi­ckelt: • **Digi­ta­le Trans­for­ma­ti­on:** Füh­rungs­kräf­te erhiel­ten Unter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung und Umset­zung einer Digi­ta­li­sie­rungs­stra­te­gie. • **Mit­ar­bei­ter­schu­lung:** Mit­ar­bei­ter wur­den in digi­ta­len Kom­pe­ten­zen geschult und auf neue Arbeits­wei­sen vor­be­rei­tet. • **Kun­den­kom­mu­ni­ka­ti­on:** Coa­ching half dabei, effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um Kun­den auch online zu errei­chen und zu bin­den. Dank die­ser Maß­nah­men konn­te das Unter­neh­men sei­ne Umsät­ze sta­bi­li­sie­ren und sogar neue Kun­den gewin­nen. ## **Fazit** Resi­li­enz ist in unsi­che­ren Zei­ten ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg von Unter­neh­men. Busi­ness Coa­ching bie­tet viel­fäl­ti­ge Stra­te­gien und Ansät­ze, um die Resi­li­enz auf indi­vi­du­el­ler und orga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne zu stär­ken. Durch die Ent­wick­lung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen, die För­de­rung von Mit­ar­bei­ter­bin­dung und ‑moti­va­ti­on, die Stei­ge­rung der Inno­va­ti­ons­kraft, die Ver­mitt­lung von Stress­be­wäl­ti­gungs­tech­ni­ken und den Auf­bau einer resi­li­en­ten Unter­neh­mens­kul­tur kön­nen Unter­neh­men bes­ser auf Kri­sen reagie­ren und gestärkt aus ihnen her­vor­ge­hen. [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") erweist sich somit als wert­vol­les Instru­ment, um die Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Geschäfts­welt erfolg­reich zu meis­tern. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [AI-First Leadership: Führung neu denken im KI-Zeitalter](https://bobach-coaching.de/ai-first-leadership-fuehrung-neu-denken-im-ki-zeitalter/) **Published:** Februar 16, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **AI-First Lea­der­ship als Füh­rungs­kon­zept:** Es beschreibt eine Hal­tung, die KI als fes­ten Bestand­teil der Arbeits­rea­li­tät aner­kennt und die Füh­rung dar­auf aus­rich­tet, wobei Ver­ant­wor­tung beim Men­schen bleibt. - **Neu­aus­rich­tung der Füh­rung im KI-Zeit­al­ter:** Tra­di­ti­onli­che Füh­rungs­prin­zi­pi­en wie Sta­bi­li­tät und Kon­trol­le gera­ten durch KI unter Druck, sodass Füh­rung ver­stärkt Ori­en­tie­rung in Unsi­cher­heit bie­ten muss. - **Hal­tung statt Tool­wis­sen bei AI-First Lea­der­ship:** Ent­schei­dend ist nicht tech­ni­sches Wis­sen, son­dern die inne­re Hal­tung der Füh­rungs­kraft, KI unter­stüt­zend, ver­ant­wor­tungs­voll und trans­pa­rent ein­zu­set­zen. - **Neue Rol­len für Füh­rungs­kräf­te:** Füh­rungs­kräf­te wer­den mehr zu Ori­en­tie­rungs­ge­bern, die Fra­gen stel­len und Ent­schei­dungs­räu­me gestal­ten, anstatt alles zu wis­sen. - **Ver­ant­wor­tung, Daten und Ver­trau­en:** Ent­schei­dun­gen müs­sen bewusst im Wer­te- und Ver­ant­wor­tungs­rah­men getrof­fen wer­den, Ver­trau­en ent­steht durch nach­voll­zieh­ba­re, trans­pa­ren­te Füh­rung. Künst­li­che Intel­li­genz ver­än­dert nicht nur Pro­zes­se und Geschäfts­mo­del­le, son­dern greift tief in die Art ein, wie Ent­schei­dun­gen getrof­fen, Ver­ant­wor­tung ver­teilt und Füh­rung erlebt wird. In mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten wird immer deut­li­cher: Es geht längst nicht mehr dar­um, ob KI ein­ge­setzt wird, son­dern wie bewusst und reflek­tiert Füh­rung damit umgeht. Genau an die­sem Punkt setzt das Kon­zept des AI-First Lea­der­ship an. AI-First Lea­der­ship bedeu­tet nicht, Ent­schei­dun­gen an Algo­rith­men zu dele­gie­ren oder tech­no­lo­gi­sche Mach­bar­keit über mensch­li­che Ver­ant­wor­tung zu stel­len. Es beschreibt eine Führungs­haltung, die KI als fes­ten Bestand­teil der Arbeits­rea­li­tät aner­kennt – und Füh­rung kon­se­quent dar­auf aus­rich­tet. Füh­rungs­kräf­te, die die­sen Ansatz ver­fol­gen, ver­ste­hen KI nicht als Bedro­hung, son­dern als Rah­men­be­din­gung moder­ner Füh­rung. ## Warum Führung im KI-Zeitalter neu gedacht werden muss Vie­le klas­si­sche Füh­rungs­an­nah­men basie­ren auf Sta­bi­li­tät, Plan­bar­keit und Erfah­rungs­wis­sen.[ Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") konn­ten sich lan­ge dar­auf ver­las­sen, dass Wis­sen, Erfah­rung und Kon­trol­le aus­rei­chen, um Ori­en­tie­rung zu geben. Die­se Grund­la­gen gera­ten durch KI zuneh­mend ins Wan­ken. Infor­ma­tio­nen sind schnel­ler ver­füg­bar, Ana­ly­sen wer­den auto­ma­ti­siert und Ent­schei­dungs­grund­la­gen ver­än­dern sich in Echt­zeit. Füh­rungs­kräf­te ste­hen damit vor einer neu­en Rea­li­tät: Sie füh­ren in einem Umfeld, in dem sie nicht mehr alles wis­sen kön­nen – und auch nicht müs­sen. Ent­schei­dend wird nicht mehr das Wis­sen selbst, son­dern der Umgang mit Unsi­cher­heit. Füh­rung zeigt sich dar­in, Ori­en­tie­rung zu geben, wo Tech­nik allein kei­ne Ant­wor­ten lie­fert, und Ver­ant­wor­tung dort zu über­neh­men, wo Sys­te­me an ihre Gren­zen sto­ßen. ## AI-First Leadership ist eine Haltung, kein Toolset Ein häu­fi­ger Irr­tum besteht dar­in, AI-First Lea­der­ship als Samm­lung tech­ni­scher Kom­pe­ten­zen oder als Wei­ter­bil­dungs­maß­nah­me zu ver­ste­hen. Natür­lich braucht es ein Grund­ver­ständ­nis dafür, wie KI funk­tio­niert und wo sie ein­ge­setzt wird. Doch ent­schei­dend ist nicht das Tool­wis­sen, son­dern die inne­re Hal­tung der Füh­rungs­kraft. AI-First Lea­der­ship bedeu­tet unter ande­rem: - KI als Unter­stüt­zer zu begrei­fen, nicht als Ersatz für Füh­rung - Ver­ant­wor­tung bewusst beim Men­schen zu hal­ten - Trans­pa­renz im Umgang mit KI-gestütz­ten Ent­schei­dun­gen zu schaf­fen - Ent­schei­dun­gen nicht zu beschleu­ni­gen, son­dern zu klä­ren Die­se Hal­tung wirkt sich unmit­tel­bar auf Ver­trau­en, Kul­tur und Zusam­men­ar­beit aus. Sie ent­schei­det dar­über, ob KI als Ent­las­tung oder als Ver­un­si­che­rung wahr­ge­nom­men wird. ## Die neue Rolle von Führungskräften im AI-First-Umfeld Mit dem zuneh­men­den Ein­satz von KI ver­schiebt sich die Rol­le von Füh­rung deut­lich. Füh­rungs­kräf­te wer­den weni­ger zu Wis­sens­ver­mitt­lern und stär­ker zu Ori­en­tie­rungs­ge­bern. Sie müs­sen nicht jede Ant­wort ken­nen, son­dern die rich­ti­gen Fra­gen stel­len und Ent­schei­dungs­räu­me bewusst gestal­ten. Im [Busi­ness Coa­ching für Unter­neh­men](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") arbei­te ich des­halb inten­siv an Fra­gen wie: - Wel­che Ent­schei­dun­gen gehö­ren bewusst nicht in die KI? - Wo schafft KI ech­te Ent­las­tung – und wo ent­ste­hen neue Abhän­gig­kei­ten? - Wie kom­mu­ni­zie­re ich Unsi­cher­heit, ohne Ver­trau­en zu ver­lie­ren? AI-First Lea­der­ship ver­langt Klar­heit über Ver­ant­wor­tung, Rol­len und Gren­zen. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ent­schei­den kön­nen, wann Tech­no­lo­gie unter­stützt – und wann mensch­li­ches Urteil unver­zicht­bar ist. ## Entscheidungsfindung zwischen Daten und Verantwortung KI lie­fert Daten, Ana­ly­sen und Pro­gno­sen. Doch Ent­schei­dun­gen blei­ben immer ein­ge­bet­tet in Wer­te, Ver­ant­wor­tung und Kon­text. Füh­rungs­kräf­te ste­hen zuneh­mend vor der Her­aus­for­de­rung, daten­ba­sier­te Emp­feh­lun­gen ein­zu­ord­nen, statt ihnen blind zu fol­gen. AI-First Lea­der­ship bedeu­tet des­halb, Ent­schei­dun­gen bewusst zu ver­lang­sa­men, wenn es nötig ist. Nicht jede tech­ni­sche Mög­lich­keit soll­te auto­ma­tisch genutzt wer­den. Füh­rung zeigt sich dar­in, abzu­wä­gen, zu prio­ri­sie­ren und Ver­ant­wor­tung sicht­bar zu über­neh­men. ## Vertrauen entsteht nicht durch Technologie Ein zen­tra­les Miss­ver­ständ­nis im KI-Kon­text ist die Annah­me, Tech­no­lo­gie kön­ne Ver­trau­en erset­zen oder auto­ma­ti­sie­ren. Das Gegen­teil ist der Fall. Je stär­ker KI Pro­zes­se beein­flusst, des­to wich­ti­ger wird mensch­li­che Füh­rung. Ver­trau­en ent­steht durch: - nach­voll­zieh­ba­re Ent­schei­dun­gen - kla­re und ehr­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on - erleb­ba­re Ver­ant­wor­tung und Hal­tung Füh­rungs­kräf­te, die KI ein­set­zen, ohne die­se Fak­to­ren zu berück­sich­ti­gen, ris­kie­ren Distanz, Ver­un­si­che­rung und Wider­stand im Team. AI-First Lea­der­ship stellt des­halb bewusst den Men­schen in den Mit­tel­punkt – nicht die Tech­no­lo­gie. ## AI-First Leadership und Unternehmenskultur KI wirkt immer auch kul­tu­rell. Sie ver­än­dert Arbeits­wei­sen, Rol­len­ver­ständ­nis­se und Macht­ver­hält­nis­se. AI-First Lea­der­ship berück­sich­tigt die­se Dimen­si­on bewusst und aktiv. Das bedeu­tet: - offe­ne Gesprä­che über Chan­cen und Gren­zen von KI - kla­re Leit­li­ni­en und Ent­schei­dungs­prin­zi­pi­en - Raum für Fra­gen, Zwei­fel und Lern­pro­zes­se Füh­rungs­kräf­te prä­gen dabei maß­geb­lich, ob KI als Bedro­hung oder als Ent­wick­lungs­chan­ce wahr­ge­nom­men wird. Coa­ching unter­stützt sie dabei, die­se kul­tu­rel­le Ent­wick­lung aktiv zu gestal­ten statt nur auf tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen zu reagie­ren. ## Warum Coaching im AI-First Leadership unverzichtbar ist AI-First Lea­der­ship stellt hohe Anfor­de­run­gen an Selbst­re­fle­xi­on. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihre eige­nen Hal­tun­gen, Ängs­te und Erwar­tun­gen im Umgang mit KI ken­nen, um glaub­wür­dig füh­ren zu kön­nen. Busi­ness Coa­ching bie­tet hier einen geschütz­ten Raum, um: - die eige­ne Füh­rungs­rol­le im KI-Zeit­al­ter neu zu defi­nie­ren - inne­re Kon­flik­te und Ambi­va­len­zen sicht­bar zu machen - Ent­schei­dun­gen bewusst und ver­ant­wor­tungs­voll vor­zu­be­rei­ten Gera­de weil KI vie­les beschleu­nigt, braucht Füh­rung mehr Refle­xi­on – nicht weni­ger. Coa­ching schafft den not­wen­di­gen Gegen­pol zur tech­ni­schen Dyna­mik. ## Typische Fehler im Umgang mit KI in der Führung In mei­ner Pra­xis begeg­nen mir immer wie­der ähn­li­che Mus­ter: - KI wird ein­ge­führt, ohne Füh­rung und Kul­tur mit­zu­den­ken - Ver­ant­wor­tung wird schlei­chend an Sys­te­me abge­ge­ben - Unsi­cher­heit wird durch tech­ni­sche Begrif­fe kaschiert AI-First Lea­der­ship setzt hier bewusst einen Kon­tra­punkt. Füh­rung bleibt gestal­tend, nicht dele­gie­rend. KI unter­stützt Ent­schei­dun­gen – sie ersetzt sie nicht. ## Fazit: AI-First Leadership braucht Klarheit und Haltung AI-First Lea­der­ship ist kein Trend und kei­ne Mode­er­schei­nung. Es ist eine not­wen­di­ge Wei­ter­ent­wick­lung von Füh­rung im digi­ta­len Zeit­al­ter. Füh­rungs­kräf­te, die KI bewusst inte­grie­ren, ohne ihre Ver­ant­wor­tung abzu­ge­ben, schaf­fen Ori­en­tie­rung, Ver­trau­en und Sta­bi­li­tät in einer zuneh­mend kom­ple­xen Arbeits­welt. Coa­ching unter­stützt dabei, die­se Hal­tung zu ent­wi­ckeln und im All­tag wirk­sam umzu­set­zen. Ver­tie­fend dazu die Coach&Coach-Folge [Was KI mit uns macht](https://share.transistor.fm/s/1779a7c1), in der Jan Gus­tav Fran­ke und ich die­ses The­ma aus­führ­lich bespre­chen. Wenn Sie Ihre Füh­rungs­rol­le im Umgang mit KI klä­ren und bewusst wei­ter­ent­wi­ckeln möch­ten, [beglei­te ich Sie ger­ne im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings.](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Coaching: Ihr Schlüssel zur persönlichen und beruflichen Entfaltung](https://bobach-coaching.de/coaching-ihr-schluessel-zur-persoenlichen-und-beruflichen-entfaltung/) **Published:** Februar 3, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In unse­rer schnell­le­bi­gen und kom­ple­xen Welt ste­hen vie­le Men­schen vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen. Ob [im Berufs­le­ben](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") oder [im Pri­vat­le­ben](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/ "Personal Coaching") – wir alle sto­ßen manch­mal an unse­re Gren­zen und suchen nach Wegen, um uns wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und unse­re Zie­le zu errei­chen. Coa­ching ist eine wert­vol­le Unter­stüt­zung für Men­schen und Orga­ni­sa­tio­nen, die sich ver­än­dern, wach­sen und ihr vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten möch­ten. Als Autor [die­ses Blogs](https://bobach-coaching.de/blog/ "Blog rund um Coaching und Team Training") habe ich mich inten­siv mit dem The­ma Coa­ching aus­ein­an­der­ge­setzt. In die­sem Arti­kel möch­te ich Ihnen einen umfas­sen­den Ein­blick in die Welt des Coa­chings geben und Ihnen zei­gen, wie Sie die­se kraft­vol­le Metho­de für Ihre per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung nut­zen kön­nen. ## Was ist Coaching? Coa­ching ist ein part­ner­schaft­li­cher Pro­zess, der Ihnen hilft, Ihre Zie­le zu defi­nie­ren, Ihre Stär­ken zu erken­nen und Ihre Poten­zia­le zu ent­fal­ten. Ein Coach ist ein neu­tra­ler und ver­trau­ens­wür­di­ger Gesprächs­part­ner, der Sie dabei unter­stützt, Ihre eige­nen Lösun­gen zu fin­den und Ihre Ent­wick­lung vor­an­zu­trei­ben. Coa­ching ist kei­ne The­ra­pie. Es geht nicht dar­um, psy­chi­sche Pro­ble­me zu behan­deln, son­dern viel­mehr dar­um, [Ihre Res­sour­cen zu akti­vie­ren](https://bobach-coaching.de/podcast-resilienz/ "Resilienz verstehen und lernen") und Ihre Fähig­kei­ten zu erwei­tern. Coa­ching ist ein lösungs­ori­en­tier­ter Ansatz, der Ihnen hilft, Ihre Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern und Ihre Träu­me zu ver­wirk­li­chen. ## Die verschiedenen Arten von Coaching Es gibt eine Viel­zahl von Coa­ching-Arten, die sich auf unter­schied­li­che Berei­che und Ziel­grup­pen spe­zia­li­siert haben. Hier sind eini­ge der wich­tigs­ten: 1. Busi­ness Coa­ching: - Füh­rungs­kräf­te-Coa­ching: Unter­stüt­zung von Füh­rungs­kräf­ten bei der [Ent­wick­lung ihrer Füh­rungs­qua­li­tä­ten](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"), der Gestal­tung von Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen und der Lösung kom­ple­xer Pro­ble­me. - Team-Coa­ching: För­de­rung der Zusam­men­ar­beit und [Kom­mu­ni­ka­ti­on in Teams](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation"), Unter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung gemein­sa­mer Zie­le und der Lösung von Kon­flik­ten. - Kar­rie­re-Coa­ching: Unter­stüt­zung bei der Kar­rie­re­pla­nung, der [Ent­wick­lung beruf­li­cher Per­spek­ti­ven](https://bobach-coaching.de/karrierecoaching-den-naechsten-schritt-planen-und-erreichen/ "Karrierecoaching: Den nächsten Schritt planen und erreichen") und der Vor­be­rei­tung auf Bewer­bungs­ge­sprä­che. - Sales-Coa­ching: Ver­bes­se­rung der Ver­kaufs­kom­pe­ten­zen, der Kun­den­ori­en­tie­rung und der Abschluss­quo­te von Ver­käu­fern. - Agi­les Coa­ching: Unter­stüt­zung von Unter­neh­men bei der Ein­füh­rung und Umset­zung agi­ler Arbeits­me­tho­den. 2. Life Coa­ching: - Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung: Unter­stüt­zung bei der Ent­de­ckung der eige­nen Stär­ken und Schwä­chen, der [Ent­wick­lung von Selbst­be­wusst­sein](https://bobach-coaching.de/selbstwertgefuehl-steigern-so-geht-es/ "Selbstwertgefühl steigern — so geht es") und der Gestal­tung eines erfüll­ten Lebens. - Bezie­hungs­coa­ching: Ver­bes­se­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten, der Kon­flikt­lö­sung und der Gestal­tung part­ner­schaft­li­cher Bezie­hun­gen. - Gesund­heits­coa­ching: Unter­stüt­zung bei der Ent­wick­lung eines gesun­den Lebens­stils, der Stress­be­wäl­ti­gung und der Über­win­dung von gesund­heit­li­chen Pro­ble­men. - Finanz­coa­ching: Ver­bes­se­rung der finan­zi­el­len Situa­ti­on, der­Bud­get­pla­nung und der Ver­mö­gens­bil­dung. 3. Wei­te­re Coa­ching-Arten: - Sport-Coa­ching: Leis­tungs­stei­ge­rung und Ziel­er­rei­chung im sport­li­chen Bereich. - Eltern-Coa­ching: Unter­stüt­zung von Eltern bei der Erzie­hung ihrer Kin­der und der Gestal­tung einer har­mo­ni­schen Fami­li­en­be­zie­hung. - Schul-Coa­ching: För­de­rung der Lern­mo­ti­va­ti­on, der Kon­zen­tra­ti­on und der schu­li­schen Leis­tun­gen von Schü­lern. ## Die Vorteile von Coaching Coa­ching bie­tet eine Viel­zahl von Vor­tei­len, sowohl für Ein­zel­per­so­nen als auch für Unter­neh­men: - Klä­rung der Zie­le: Coa­ching hilft Ihnen, [Ihre Zie­le klar zu defi­nie­ren](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?") und Prio­ri­tä­ten zu set­zen. - Ent­de­ckung der Poten­zia­le: Coa­ching unter­stützt Sie dabei, Ihre Stär­ken und Talen­te zu erken­nen und zu nut­zen. - Ent­wick­lung von Fähig­kei­ten: Coa­ching ver­mit­telt Ihnen die Fähig­kei­ten und Werk­zeu­ge, die Sie für Ihren Erfolg benö­ti­gen. - Über­win­dung von Hin­der­nis­sen: Coa­ching hilft Ihnen, Hin­der­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen zu über­win­den und Ihre Zie­le zu errei­chen. - Stei­ge­rung der Moti­va­ti­on: [Coa­ching moti­viert Sie](https://bobach-coaching.de/selbstmotivation-steigern-effektive-coaching-techniken-und-uebungen/ "Selbstmotivation steigern: Effektive Coaching-Techniken und Übungen"), Ihre Träu­me zu ver­wirk­li­chen und Ihr vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. - Ver­bes­se­rung der Lebens­qua­li­tät: Coa­ching trägt dazu bei, dass Sie ein erfüll­te­res und glück­li­che­res Leben füh­ren. ## Wie finden Sie den passenden Coach? Die Wahl des rich­ti­gen Coa­ches ist ent­schei­dend für den Erfolg des Coa­chings. Ach­ten Sie auf fol­gen­de Kri­te­ri­en: - Qua­li­fi­ka­ti­on und Erfah­rung: Ver­fügt der Coach über eine [fun­dier­te Aus­bil­dung](https://bobach-coaching.de/ueber-mich/ "Über mich") und Erfah­rung im Coa­ching? - Spe­zia­li­sie­rung: Hat sich der Coach auf einen bestimm­ten Bereich oder eine Ziel­grup­pe spe­zia­li­siert, die Ihren Bedürf­nis­sen ent­spricht? - Metho­den: Wel­che [Metho­den und Ansät­ze ](https://bobach-coaching.de/online-coaching-vs-praesenz-coaching-vor-und-nachteile/ "Online-Coaching vs. Präsenz-Coaching: Vor- und Nachteile")ver­wen­det der Coach? Pas­sen die­se zu Ihren Vor­stel­lun­gen? - Per­sön­li­che Che­mie: Stimmt die per­sön­li­che Che­mie zwi­schen Ihnen und dem Coach? Haben Sie das Gefühl, dass Sie sich wohl und ver­stan­den füh­len? Neh­men Sie sich Zeit für ein kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch, um den Coach ken­nen­zu­ler­nen und Ihre Erwar­tun­gen zu bespre­chen. ## Fazit Coa­ching ist eine wert­vol­le Inves­ti­ti­on in Ihre per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung. Es bie­tet Ihnen die Mög­lich­keit, Ihre Zie­le zu errei­chen, Ihre Poten­zia­le zu ent­fal­ten und ein erfüll­te­res Leben zu füh­ren. Ich hof­fe, die­ser Arti­kel hat Ihnen einen guten Über­blick über die ver­schie­de­nen Arten von Coa­ching gege­ben. Wenn Sie Fra­gen haben oder sich für ein Coa­ching inter­es­sie­ren, [ste­he ich Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung](https://bobach-coaching.de/firebox/untitled-campaign/ "Kontakt Pop Up"). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Selbsterkenntnis durch Ruhe: Wie Stille Ihr Leben bereichern kann](https://bobach-coaching.de/selbsterkenntnis-durch-ruhe-wie-stille-ihr-leben-bereichern-kann/) **Published:** Februar 7, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In einer Welt, die nie still­zu­ste­hen scheint, ist Ruhe ein sel­ten gewor­de­nes Gut. Oft wird von Ter­min zu Ter­min gehetzt, zwi­schen­durch Nach­rich­ten auf dem Smart­phone gecheckt und ver­sucht, Arbeit, Fami­lie und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten unter einen Hut zu brin­gen. Doch wann neh­men Sie sich wirk­lich Zeit,[ um inne­zu­hal­ten und in sich hin­ein­zu­hor­chen](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann")? Die­ser Blog­ar­ti­kel geht der Fra­ge nach, wie bewuss­te Ruhe­pha­sen Ihre Selbst­er­kennt­nis för­dern und war­um sie so wert­voll sind. Pas­send zu die­sem The­ma gibt es eine Pod­cast Fol­ge von Jan Gus­tav Fran­ke und mir im Coach&Coach Pod­cast: ## Der Lärm des Alltags – und seine Folgen Ob beruf­li­cher Stress, fami­liä­re Ver­pflich­tun­gen oder sozia­le Medi­en – Ihr Geist ist heut­zu­ta­ge fast per­ma­nent mit äuße­ren Ein­flüs­sen kon­fron­tiert. [Das Kon­zept des “Men­tal Load”](https://bobach-coaching.de/podcast-mental-load/ "Mental Load — Unsere Psychische Belastung") beschreibt genau das: die unzäh­li­gen klei­nen und gro­ßen Auf­ga­ben, die in Ihrem Kopf prä­sent sind, ohne dass sie expli­zit auf einer To-Do-Lis­te ste­hen. Viel­leicht fällt es Ihnen schwer, über­haupt noch kla­re Gedan­ken zu fas­sen, weil Ihr Geist stän­dig mit dem nächs­ten Ter­min oder der nächs­ten Ver­pflich­tung beschäf­tigt ist. Die­se dau­er­haf­te Reiz­über­flu­tung kann auf lan­ge Sicht zu Erschöp­fung füh­ren. Ohne bewuss­te Pau­sen fehlt der Raum für ech­te Refle­xi­on – und damit für wert­vol­le Selbst­er­kennt­nis. Doch wie gelingt es, im All­tag bewuss­te Ruhe zuzu­las­sen? ### Praktischer Tipp: Ver­su­chen Sie, regel­mä­ßig „Puf­fer­zei­ten“ in Ihren Kalen­der ein­zu­pla­nen. Fünf bis zehn Minu­ten zwi­schen Mee­tings oder Auf­ga­ben kön­nen hel­fen, Gedan­ken zu ord­nen und bewusst durch­zu­at­men. ## Die Kunst des Aushaltens von Stille Ein span­nen­der Aspekt, der aus der [Coa­ching-Pra­xis](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/ "Personal Coaching") bekannt ist, ist das bewuss­te Aus­hal­ten von Stil­le. In Coa­ching­si­tua­tio­nen kommt es häu­fig vor, dass nach einer tief­ge­hen­den Fra­ge erst ein­mal Schwei­gen herrscht. Vie­le Men­schen emp­fin­den das als unan­ge­nehm und möch­ten die Stil­le sofort fül­len – mit Wor­ten, Erklä­run­gen oder Ablen­kun­gen. Doch gera­de in die­sen Momen­ten der Stil­le geschieht etwas Ent­schei­den­des: Der Blick rich­tet sich nach innen, Gedan­ken wer­den geord­net, und tie­fe­re Ein­sich­ten ent­ste­hen. Im All­tag zeigt sich oft, wie sel­ten sol­che Momen­te bewusst zuge­las­sen wer­den. Viel zu oft wird in War­te­zei­ten reflex­ar­tig zum Han­dy gegrif­fen, Musik gehört oder auf ande­re Wei­se Ablen­kung gesucht. Dabei könn­ten genau die­se Zei­ten genutzt wer­den, um in Kon­takt mit sich selbst zu tre­ten. ### Praktischer Tipp: Neh­men Sie sich täg­lich bewusst eini­ge Minu­ten, in denen Sie nichts tun. Legen Sie Ihr Smart­phone bei­sei­te, schlie­ßen Sie die Augen und lau­schen Sie ein­fach der Stil­le. ## Orte der Ruhe finden Um ech­te Ruhe zu erle­ben, ist es hilf­reich, sich bewusst aus dem All­tag her­aus­zu­neh­men. Ein Spa­zier­gang in der Natur, eine Tas­se Tee in einem ruhi­gen Raum oder sogar ein Wochen­en­de an einem Ort ohne äuße­re Ablen­kun­gen kön­nen dabei hel­fen. Ein ein­drucks­vol­les Bei­spiel ist das soge­nann­te “Schwei­ge-Retre­at”, bei dem Teil­neh­mer für meh­re­re Tage oder Wochen bewusst auf Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­zich­ten. Die Idee dahin­ter: Durch die Abwe­sen­heit äuße­rer Rei­ze beginnt das Gehirn, sich selbst zuzu­hö­ren. Gedan­ken, die im All­tag oft unter­ge­hen, kom­men an die Ober­flä­che, und es ent­steht ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die eige­ne inne­re Welt. ### Praktischer Tipp: Pro­bie­ren Sie für den Anfang einen „digi­tal­frei­en Tag“ aus. Schal­ten Sie Ihr Han­dy aus und ver­brin­gen Sie einen Tag in der Natur oder an einem ruhi­gen Ort. ## Reflexion: Die Jacken des Lebens betrachten Ein pas­sen­des Bild dazu ist das der „Jacken des Lebens“. Im All­tag tra­gen Sie vie­le ver­schie­de­ne Rol­len: als Eltern, Arbeit­neh­mer, Füh­rungs­kraft, Freund oder Ehren­amt­li­che. Jede die­ser Rol­len ist wie eine Jacke, die Sie sich über­zie­hen. Doch wann neh­men Sie sich bewusst Zeit, um zu prü­fen, ob Ihnen die­se Jacken über­haupt noch pas­sen? Manch­mal zeigt sich erst in der Stil­le, dass [eine bestimm­te Rol­le](https://bobach-coaching.de/rolle-und-person/ "Rolle und Person unterscheiden lernen") gar nicht mehr ent­spricht oder dass der Wunsch nach einer neu­en ent­steht. Viel­leicht gibt es Ver­pflich­tun­gen, die nur aus Gewohn­heit über­nom­men wur­den, oder Träu­me, die aus den Augen ver­lo­ren gegan­gen sind. Die­se Erkennt­nis­se ent­ste­hen meist nicht inmit­ten des All­tags­cha­os – son­dern dann, wenn bewusst Rück­zug gesucht und Rei­ze mini­miert wer­den. ### Praktischer Tipp: Notie­ren Sie sich regel­mä­ßig in einem Jour­nal, wel­che Rol­len Sie gera­de aus­fül­len. Fra­gen Sie sich: Wel­che tun mir gut? Wel­che belas­ten mich? ## Selbsterkenntnis als Schlüssel zu einem bewussteren Leben Letzt­lich geht es dar­um, das Leben nicht nur im Auto­pi­lo­ten zu füh­ren, son­dern aktiv zu gestal­ten. Wer sich regel­mä­ßig Zeit für Refle­xi­on und inne­re Ein­kehr nimmt, kann [bewuss­te Ent­schei­dun­gen](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/ "Richtige Entscheidungen treffen") tref­fen und ein erfüll­te­res Leben füh­ren. Viel­leicht stel­len Sie fest, dass alles genau rich­tig ist, wie es ist – oder dass es an der Zeit ist, etwas zu ver­än­dern. Der Schlüs­sel liegt dar­in, sich selbst die Erlaub­nis zu geben, ein­fach mal nichts zu tun. Kei­ne Ablen­kung, kein Ziel, kein “Ich muss noch schnell…”. Son­dern nur das Hier und Jetzt – und die Mög­lich­keit, sich selbst auf einer tie­fe­ren Ebe­ne zu begeg­nen. ### Praktischer Tipp: Pla­nen Sie bewusst Zei­ten ein, in denen Sie nichts tun. Tra­gen Sie die­se Zei­ten in Ihren Kalen­der ein und behan­deln Sie sie genau­so wich­tig wie ande­re Ter­mi­ne. ## **Fazit** Wer sich regel­mä­ßig bewuss­te Ruhe­zei­ten gönnt, schafft Raum für Selbst­er­kennt­nis und per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung. Sei es durch Medi­ta­ti­on, Spa­zier­gän­ge in der Natur oder bewuss­te Zei­ten ohne Ablen­kung – die Stil­le bie­tet eine wert­vol­le Chan­ce, mit sich selbst in Kon­takt zu tre­ten und her­aus­zu­fin­den, ob das Leben so geführt wird, wie es wirk­lich gewünscht ist. Wann haben Sie sich zuletzt bewusst Zeit für sich selbst genom­men? **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Karrierecoaching: Den nächsten Schritt planen und erreichen](https://bobach-coaching.de/karrierecoaching-den-naechsten-schritt-planen-und-erreichen/) **Published:** Januar 27, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Sind Sie mit Ihrer aktu­el­len beruf­li­chen Situa­ti­on zufrie­den? Oder schleicht sich lang­sam das Gefühl ein, dass es **mehr** geben muss? Viel­leicht träu­men Sie von einer Beför­de­rung, einem [Job­wech­sel ](https://bobach-coaching.de/podcast-gelungene-jobwechsel/ "Gelungene Jobwechsel")in eine neue Bran­che oder sogar einer kom­plet­ten [Neu­ori­en­tie­rung](https://bobach-coaching.de/neustarts-warum-wir-anfaenge-lieben-und-manchmal-fuerchten/ "Neustarts: Warum wir Anfänge lieben – und manchmal fürchten")? Oft­mals wis­sen wir zwar, dass wir etwas ver­än­dern wol­len, aber der Weg zum Ziel erscheint uns wie ein undurch­dring­li­cher Dschun­gel. Genau hier setzt Kar­rie­re­coa­ching an. Als erfah­re­ner Kar­rie­re­coach unter­stüt­ze ich Sie dabei, Klar­heit zu gewin­nen, Ihre Stär­ken zu erken­nen und gezielt Ihre Kar­rie­re­zie­le zu ver­fol­gen. ## Was Ihnen Karrierecoaching bringt: - **Stand­ort­be­stim­mung:** Wo ste­hen Sie beruf­lich? Was sind Ihre Kom­pe­ten­zen, [Wer­te und Zie­le](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen")? Gemein­sam ana­ly­sie­ren wir Ihre aktu­el­le Situa­ti­on und schaf­fen eine soli­de Basis für Ihre Kar­rie­re­pla­nung. Dazu gehö­ren auch die Ana­ly­se Ihrer bis­he­ri­gen Kar­rie­re, Ihrer Aus­bil­dung, Ihrer beruf­li­chen Erfol­ge und Miss­erfol­ge. Wir beleuch­ten Ihre per­sön­li­chen Stär­ken und Schwä­chen, Ihre Moti­va­tio­nen und Ihre [Work-Life-Balan­ce](https://bobach-coaching.de/podcast-work-life-balance/ "Work-Life-Balance — geht das?"). - **Poten­zi­al­ana­ly­se:** Oft­mals sind wir uns unse­rer eige­nen Stär­ken und Talen­te gar nicht bewusst. Im Coa­ching ent­de­cken Sie [Ihre ver­bor­ge­nen Poten­zia­le ](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/ "Die Rolle des Coaches: Wie ein Coach Ihre persönliche Entwicklung unterstützt")und ler­nen, die­se gezielt ein­zu­set­zen. Durch geziel­te Fra­gen und Übun­gen hel­fe ich Ihnen, Ihre Talen­te und Fähig­kei­ten zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ent­wi­ckeln. - **Ziel­de­fi­ni­ti­on:** Was wol­len Sie wirk­lich errei­chen? Im Coa­ching defi­nie­ren Sie kla­re und rea­lis­ti­sche Kar­rie­re­zie­le. Wir erar­bei­ten gemein­sam eine Visi­on Ihrer beruf­li­chen Zukunft und for­mu­lie­ren kon­kre­te, [mess­ba­re, erreich­ba­re, rele­van­te und zeit­ge­bun­de­ne Zie­le](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Gute Vorsätze und SMART Ziele"). - **Stra­te­gie­ent­wick­lung:** Wie gelan­gen Sie an Ihr Ziel? Wir ent­wi­ckeln gemein­sam eine indi­vi­du­el­le Stra­te­gie mit kon­kre­ten Schrit­ten und Maß­nah­men. Die­se Stra­te­gie kann ver­schie­de­ne Aspek­te umfas­sen, wie zum Bei­spiel die Opti­mie­rung Ihrer Bewer­bungs­un­ter­la­gen, die Ver­bes­se­rung Ihrer Selbst­prä­sen­ta­ti­on oder die Erwei­te­rung Ihres Netz­werks. - **Über­win­dung von Hin­der­nis­sen:** Ängs­te, [Selbst­zwei­fel oder man­geln­des Selbst­be­wusst­sein](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstvertrauen/ "Selbstvertrauen verstehen und aufbauen") kön­nen uns auf dem Weg zum Erfolg aus­brem­sen. Im Coa­ching erar­bei­ten wir Lösungs­stra­te­gien, um die­se Hin­der­nis­se zu über­win­den. Ich unter­stüt­ze Sie dabei, nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ver­än­dern, mit Stress und Druck umzu­ge­hen und Ihre Resi­li­enz zu stär­ken. - **Moti­va­ti­on und Selbst­ver­trau­en:** Ich unter­stüt­ze Sie dabei,[ Ihre Moti­va­ti­on zu stär­ken](https://bobach-coaching.de/selbstmotivation-steigern-effektive-coaching-techniken-und-uebungen/ "Selbstmotivation steigern: Effektive Coaching-Techniken und Übungen") und Ihr Selbst­ver­trau­en auf­zu­bau­en, damit Sie Ihre Zie­le mit vol­ler Ener­gie ver­fol­gen kön­nen. Sie ler­nen, sich selbst zu moti­vie­ren, mit Rück­schlä­gen umzu­ge­hen und an sich selbst zu glau­ben. ## Karrierecoaching ist mehr als nur Beratung Kar­rie­re­coa­ching unter­schei­det sich von klas­si­scher Kar­rie­re­be­ra­tung. Wäh­rend die Bera­tung oft auf die Ana­ly­se des aktu­el­len Arbeits­mark­tes und die Opti­mie­rung von Bewer­bungs­un­ter­la­gen fokus­siert ist, geht Kar­rie­re­coa­ching tie­fer. Es setzt bei Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen, Wer­ten und Zie­len an und beglei­tet Sie auf Ihrem per­sön­li­chen Weg zum beruf­li­chen Erfolg. ## Karrierecoaching ist für Sie geeignet, wenn Sie… - …sich beruf­lich neu ori­en­tie­ren möch­ten, zum Bei­spiel nach einer län­ge­ren Pau­se oder einem Burn­out. - …den nächs­ten Kar­rie­re­schritt pla­nen, sei es eine Beför­de­rung, ein Job­wech­sel oder die Grün­dung eines eige­nen Unter­neh­mens. - …Ihre Stär­ken und Talen­te bes­ser ken­nen­ler­nen und ein­set­zen wol­len, um Ihr vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. - …Ihre Kar­rie­re­zie­le klar defi­nie­ren und errei­chen möch­ten, indem Sie eine kla­re Visi­on und eine kon­kre­te Stra­te­gie ent­wi­ckeln. - …mehr Selbst­ver­trau­en und Moti­va­ti­on im Job brau­chen, um Her­aus­for­de­run­gen erfolg­reich zu meis­tern und Ihre Zie­le mit Ener­gie zu ver­fol­gen. - …sich in einem dyna­mi­schen Arbeits­um­feld bes­ser zurecht­fin­den und Ihre Kar­rie­re aktiv gestal­ten möch­ten. - …Ihre Work-Life-Balan­ce ver­bes­sern und mehr Zufrie­den­heit im beruf­li­chen und pri­va­ten Leben erlan­gen möch­ten. ## Wie läuft ein Karrierecoaching ab? Ein Kar­rie­re­coa­ching ist ein indi­vi­du­el­ler Pro­zess, der sich an Ihren Bedürf­nis­sen und Zie­len ori­en­tiert. In der Regel umfasst er fol­gen­de Pha­sen: 1. **Erst­ge­spräch:** Im [kos­ten­lo­sen und unver­bind­li­chen Erst­ge­spräch](#kontakt) ler­nen wir uns ken­nen und klä­ren Ihre Erwar­tun­gen und Zie­le. Sie haben die Mög­lich­keit, mir Ihre beruf­li­che Situa­ti­on zu schil­dern und Ihre Fra­gen zu stel­len. Ich gebe Ihnen einen Über­blick über mei­ne Arbeits­wei­se und wir bespre­chen gemein­sam, ob ein Coa­ching für Sie sinn­voll ist. 2. **Coa­ching-Sit­zun­gen:** In regel­mä­ßi­gen Sit­zun­gen (per­sön­lich, tele­fo­nisch oder online) arbei­ten wir gemein­sam an Ihren The­men. Ich nut­ze dabei ver­schie­de­ne Metho­den und Tools, die auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se abge­stimmt sind. Dazu gehö­ren unter ande­rem sys­te­mi­sche Fra­gen, Visua­li­sie­run­gen, Rol­len­spie­le und krea­ti­ve Tech­ni­ken. Die Sit­zun­gen fin­den in der Regel alle zwei bis vier Wochen statt und dau­ern jeweils 60 bis 90 Minu­ten. 3. **Trans­fer in den All­tag:** Zwi­schen den Sit­zun­gen erhal­ten Sie kon­kre­te Auf­ga­ben und Impul­se, um das Gelern­te in Ihrem beruf­li­chen All­tag umzu­set­zen. So kön­nen Sie die neu­en Erkennt­nis­se und Stra­te­gien direkt anwen­den und Ihre Fort­schrit­te ver­fol­gen. 4. **Eva­lua­ti­on:** Am Ende des Coa­chings eva­lu­ie­ren wir gemein­sam Ihre Fort­schrit­te und legen die nächs­ten Schrit­te fest. Wir bli­cken auf den [Coa­ching-Pro­zess](https://bobach-coaching.de/podcast-grow-modell-coaching/ "GROW — Die Phasen eines Coaching") zurück, bespre­chen Ihre Erfol­ge und Her­aus­for­de­run­gen und ent­wi­ckeln gemein­sam Per­spek­ti­ven für Ihre wei­te­re beruf­li­che Ent­wick­lung. ## Investition in Ihre Zukunft Eine Inves­ti­ti­on in [Kar­rie­re­coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Personal Coaching") ist eine [Inves­ti­ti­on in Ihre beruf­li­che Zukunft](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/ "Business Coaching ROI messen – geht das?"). Sie gewin­nen Klar­heit, ent­fal­ten Ihr vol­les Poten­zi­al und errei­chen Ihre Kar­rie­re­zie­le mit mehr Erfolg und Zufrie­den­heit. Sie inves­tie­ren in Ihre per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung und schaf­fen die Basis für eine erfolg­rei­che und erfüll­te beruf­li­che Zukunft. ## Nehmen Sie jetzt Kontakt auf! Ich freue mich dar­auf, Sie auf Ihrem Weg zum beruf­li­chen Erfolg zu beglei­ten. [Ver­ein­ba­ren Sie gleich ein kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch!](#kontakt) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Ruhe finden – Wie Sie in einer hektischen Welt innere Balance schaffen](https://bobach-coaching.de/ruhe-finden-wie-sie-in-einer-hektischen-welt-innere-balance-schaffen/) **Published:** Dezember 16, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ruhe ist heu­te mehr als ein Luxus – sie ist eine Not­wen­dig­keit. In einer Zeit, in der die Welt immer schnel­ler zu dre­hen scheint und die Anfor­de­run­gen an uns ste­tig stei­gen, ver­lie­ren vie­le Men­schen den Zugang zu ihrer inne­ren Balan­ce. Doch wie fin­den wir Ruhe inmit­ten der Hek­tik? In die­sem Arti­kel tei­le ich Stra­te­gien und Impul­se, die Ihnen hel­fen, wie­der mehr Gelas­sen­heit und Fokus in Ihren All­tag zu brin­gen. Es gibt zu die­sem The­ma eine neue pas­sen­de Fol­ge inner­halb mei­nes [Klar­Sicht Pod­casts](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/): ## Warum innere Ruhe so wichtig ist Inne­re Ruhe bedeu­tet nicht, dass Sie alle Pro­ble­me aus Ihrem Leben ver­ban­nen kön­nen. Viel­mehr geht es dar­um, inmit­ten von Her­aus­for­de­run­gen einen kla­ren Kopf zu behal­ten. Wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en zei­gen, dass stän­di­ger Stress nicht nur das Wohl­be­fin­den beein­träch­tigt, son­dern auch lang­fris­tig gesund­heit­li­che Fol­gen haben kann. Inne­re Ruhe ist der Schlüs­sel zu mehr Lebens­qua­li­tät, bes­se­rer Ent­schei­dungs­fä­hig­keit und gestei­ger­ter Resi­li­enz. Sie för­dert die Kon­zen­tra­ti­on, hilft bei der Kon­flikt­be­wäl­ti­gung und ver­bes­sert die Lebens­freu­de nach­hal­tig. ## Typische Hindernisse auf dem Weg zur Ruhe Bevor wir uns mit den Lösun­gen befas­sen, las­sen Sie uns einen Blick auf die häu­figs­ten Stör­fak­to­ren wer­fen: - **Digi­ta­le Dau­er­erreich­bar­keit:** Stän­di­ge Benach­rich­ti­gun­gen und Social-Media-Updates kön­nen unse­re Auf­merk­sam­keit per­ma­nent bean­spru­chen. - **Hohe Erwar­tun­gen:** Sowohl von uns selbst als auch von ande­ren. Per­fek­tio­nis­mus ist ein gro­ßer Feind der inne­ren Ruhe. - **Unkla­re Prio­ri­tä­ten:** Wenn wir nicht wis­sen, [was wirk­lich wich­tig ist](https://bobach-coaching.de/podcast-dringend-oder-wichtig/ "Dringend oder wichtig?"), ver­lie­ren wir uns in Belang­lo­sig­kei­ten. - **Zeit­druck:** Enge Zeit­plä­ne kön­nen Stress aus­lö­sen und die Fähig­keit, sich zu ent­span­nen, beein­träch­ti­gen. - **Umwelt­fak­to­ren:** Lärm, unor­dent­li­che Umge­bun­gen oder zu vie­le Rei­ze kön­nen inne­re Unru­he ver­stär­ken. - **Emo­tio­na­le Belas­tun­gen:** Kon­flik­te, unge­klär­te Bezie­hun­gen oder belas­ten­de Ereig­nis­se kön­nen uns stän­dig im Hin­ter­grund beschäf­ti­gen. ## 7 Wege, um Ruhe zu finden 1. **Acht­sam­keit üben:** Acht­sam­keit hilft, den Moment bewuss­ter wahr­zu­neh­men. Star­ten Sie mit klei­nen Übun­gen, wie zum Bei­spiel 5 Minu­ten pro Tag bewusst zu atmen und Ihre Sin­ne wahr­zu­neh­men. Auch Apps oder Kur­se kön­nen dabei hel­fen, [eine regel­mä­ßi­ge Acht­sam­keits­pra­xis](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") zu ent­wi­ckeln. Mit der Zeit wer­den Sie mer­ken, wie Ihre Gedan­ken kla­rer und Ihre Reak­tio­nen gelas­se­ner wer­den. 2. **Digi­ta­le Detox-Zei­ten ein­pla­nen:** Legen Sie Zei­ten fest, in denen Sie bewusst auf digi­ta­le Gerä­te ver­zich­ten. Schaf­fen Sie sich zum Bei­spiel eine Stun­de vor dem Schla­fen­ge­hen eine digi­ta­le Pau­se. Ein Wochen­en­de kom­plett off­line kann wah­re Wun­der wir­ken. Die­se Zei­ten der “digi­ta­len Ruhe” bie­ten Raum für ech­te Erho­lung und Krea­ti­vi­tät. 3. **Den eige­nen Rhyth­mus fin­den:** Jeder Mensch hat einen indi­vi­du­el­len Rhyth­mus. Fin­den Sie her­aus, wann Sie am pro­duk­tivs­ten sind und pla­nen Sie Ihre wich­ti­gen Auf­ga­ben in die­se Zei­ten. Hören Sie auf die Signa­le Ihres Kör­pers und respek­tie­ren Sie Ihre Pau­sen­be­dürf­nis­se. Durch die Anpas­sung an Ihren per­sön­li­chen Rhyth­mus kön­nen Sie stres­si­ge Hek­tik ver­mei­den. 4. **Bewe­gung in den All­tag inte­grie­ren:** Spa­zier­gän­ge, Yoga oder leich­tes Stret­ching kön­nen Wun­der wir­ken. Bewe­gung hilft nicht nur, den Kör­per zu ent­span­nen, son­dern auch den Geist zu klä­ren. Ver­su­chen Sie, min­des­tens 30 Minu­ten pro Tag aktiv zu sein – ob im Fit­ness­stu­dio, im Park oder durch ein­fa­che All­tags­be­we­gun­gen. Zusätz­lich för­dert regel­mä­ßi­ge Bewe­gung die Aus­schüt­tung von Endor­phi­nen, die Ihre Stim­mung heben. 5. **„Nein“ sagen ler­nen:** Ein gesun­des Zeit­ma­nage­ment beginnt mit der Fähig­keit, Gren­zen zu set­zen. Uner­war­te­te Anfra­gen oder zu vie­le Ver­pflich­tun­gen kön­nen Ihre Ruhe beein­träch­ti­gen. Übung macht den Meis­ter: [Begin­nen Sie mit klei­nen „Neins“](https://bobach-coaching.de/podcast-nein-sagen-lernen/ "Nein sagen lernen sollte jeder") und stei­gern Sie sich lang­sam. Dadurch gewin­nen Sie wert­vol­le Zeit für Din­ge, die Ihnen wirk­lich wich­tig sind. 6. **Einen bewuss­ten Mor­gen star­ten:** Begin­nen Sie den Tag mit einer Rou­ti­ne, die Sie erdet. Das kann eine Tas­se Tee in Ruhe, eine Medi­ta­ti­on oder ein paar Minu­ten Tage­buch­schrei­ben sein. Eine posi­ti­ve Mor­gen­rou­ti­ne setzt den Ton für den gesam­ten Tag. Die­se Rou­ti­ne gibt Ihnen die Gele­gen­heit, sich zu fokus­sie­ren und bewusst in den Tag zu star­ten. 7. **Pro­fes­sio­nel­le Hil­fe in Anspruch neh­men:** Manch­mal rei­chen eige­ne Stra­te­gien nicht aus. [Ein Busi­ness- oder Life-Coa­ching](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/ "Personal Coaching") kann hel­fen, lang­fris­ti­ge Mus­ter zu erken­nen und Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Auch the­ra­peu­ti­sche Ansät­ze kön­nen wert­voll sein, wenn inne­re Unru­he tie­fer­lie­gen­de Ursa­chen hat. Die pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung kann Sie dabei unter­stüt­zen, nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen in Ihrem Leben vor­zu­neh­men. ## Die Macht der kleinen Pausen ![Auch kleine Pausen führen zu mehr Ruhe im Alltag](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/12/adrian-swancar-imAfCYq7KH0-unsplash-300x200.jpg "adrian-swancar-imAfCYq7KH0-unsplash")Selbst kur­ze Pau­sen im All­tag kön­nen dazu bei­tra­gen, inne­re Ruhe zu fin­den. Pro­bie­ren Sie die **5–5‑5-Technik**: 5 Sekun­den tief ein­at­men, 5 Sekun­den hal­ten und 5 Sekun­den aus­at­men. Die­se ein­fa­che Atem­übung hilft, Stress schnell abzu­bau­en und den Fokus wie­der­zu­fin­den. Für län­ge­re Pau­sen eig­nen sich Tech­ni­ken wie das Power-Nap­ping. Bereits 20 Minu­ten Schlaf kön­nen Ihre Ener­gie und Kon­zen­tra­ti­on merk­lich stei­gern. Nut­zen Sie Pau­sen auch, um sich zu bewe­gen oder fri­sche Luft zu schnap­pen. Wenn Sie regel­mä­ßig sol­che klei­nen Aus­zei­ten ein­pla­nen, kön­nen Sie Ihre Leis­tungs­fä­hig­keit stei­gern und gleich­zei­tig ent­spann­ter durch den Tag gehen. ## Einfache Tipps für mehr Ruhe im Alltag - **Schaf­fen Sie sich eine Ruhe­zo­ne:** Ein bestimm­ter Platz in Ihrer Woh­nung kann als Rück­zugs­ort die­nen. Gestal­ten Sie die­sen Ort so, dass Sie sich dort wohl und sicher füh­len. - **Füh­ren Sie ein Dank­bar­keits­ta­ge­buch:** Jeden Abend drei Din­ge auf­zu­schrei­ben, för­dert einen posi­ti­ven Blick auf den Tag. Dank­bar­keit lenkt den Fokus auf das Posi­ti­ve und redu­ziert Stress. - **Redu­zie­ren Sie Mul­ti­tas­king:** Kon­zen­trie­ren Sie sich immer auf eine Auf­ga­be und erle­di­gen Sie die­se bewusst. Mul­ti­tas­king kann das Gefühl von Hek­tik und Über­for­de­rung ver­stär­ken. - **Ver­mei­den Sie Kof­fe­in am Abend:** Kof­fe­in kann die Schlaf­qua­li­tät beein­träch­ti­gen und so Ihre Rege­ne­ra­ti­ons­pha­sen ver­kür­zen. Set­zen Sie statt­des­sen auf beru­hi­gen­de Tee­sor­ten wie Kamil­le oder Laven­del. - **Pla­nen Sie bewuss­te Aus­zei­ten:** Blo­ckie­ren Sie in Ihrem Kalen­der fes­te Zei­ten für Erho­lung und Frei­zeit. Die­se klei­nen Inseln der Ruhe hel­fen Ihnen, Stress vor­zu­beu­gen. ## Ruhe in Beziehungen Inne­re Ruhe spie­gelt sich auch in unse­ren zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen wider. Kom­mu­ni­ka­ti­on ist hier der Schlüs­sel. Neh­men Sie sich Zeit, um bewusst zuzu­hö­ren und Miss­ver­ständ­nis­se zu klä­ren. Kon­flik­te kön­nen Ihre inne­re Balan­ce stö­ren, wenn sie unge­löst blei­ben. Ler­nen Sie, kon­struk­tiv mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen umzu­ge­hen und Ihre eige­nen Bedürf­nis­se klar zu kom­mu­ni­zie­ren. Eine har­mo­ni­sche Bezie­hung zu ande­ren beginnt mit einer har­mo­ni­schen Bezie­hung zu sich selbst. ## Fazit: Ruhe ist trainierbar Inne­re Ruhe ist kein Zustand, der ein­fach so ein­tritt. Es ist ein Pro­zess, der Geduld und Übung erfor­dert. Aber die gute Nach­richt ist: Jeder kann ler­nen, gelas­se­ner zu wer­den. Mit klei­nen Ver­än­de­run­gen und bewuss­tem Han­deln kön­nen Sie die Grund­la­ge für ein aus­ge­gli­che­ne­res und stress­freie­res Leben schaf­fen. Wenn Sie Unter­stüt­zung dabei suchen, Ihre inne­re Balan­ce zu fin­den, ste­he ich Ihnen ger­ne zur Sei­te. Als Coach hel­fe ich Ihnen, Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, die zu Ihrem indi­vi­du­el­len Lebens­stil pas­sen. [Ver­ein­ba­ren Sie jetzt ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch](#kontakt) und star­ten Sie den Weg in ein ent­spann­te­res Leben! **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching --- ### [Gelassenheit im Business: Wie Sie als Führungskraft souverän bleiben](https://bobach-coaching.de/gelassenheit-im-business-wie-sie-als-fuehrungskraft-souveraen-bleiben/) **Published:** Oktober 7, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Stress, Hek­tik und stän­di­ge Ver­än­de­rung prä­gen den moder­nen Arbeits­all­tag. Für vie­le Men­schen gehört das zum Berufs­le­ben dazu, doch für eine **[Füh­rungs­kraft](https://bobach-coaching.de/warum-alle-fuehren-wollen-aber-keiner-die-faehigkeiten-erlernt-ein-leitfaden-fuer-angehende-fuehrungskraefte/ "Warum alle führen wollen, aber keiner die Fähigkeiten erlernt: Ein Leitfaden für angehende Führungskräfte")** kann die­ser Druck beson­ders her­aus­for­dernd sein. **[Gelas­sen­heit](https://bobach-coaching.de/podcast-gelassenheitsgebet/ "Gelassenheit, Mut und Weisheit! – Das Gelassenheitsgebet")** ist hier­bei kein Luxus, son­dern eine essen­zi­el­le Fähig­keit, um sou­ve­rän und erfolg­reich zu füh­ren. In die­sem Bei­trag erhal­ten Sie umfas­sen­de Tipps und Stra­te­gien, wie Sie in stres­si­gen Situa­tio­nen die Ruhe bewah­ren und kla­re Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen. Zudem erfah­ren Sie, wie **Busi­ness Coa­ching** Sie auf die­sem Weg unter­stüt­zen kann. ## **Warum Gelassenheit für Führungskräfte so wichtig ist** Gelas­sen­heit ist weit mehr als nur eine per­sön­li­che Ein­stel­lung. Sie beein­flusst direkt die Art und Wei­se, wie Sie Ihr Team füh­ren, [Ent­schei­dun­gen tref­fen](https://bobach-coaching.de/was-tun-wenn-entscheidungen-schwerfallen/ "Was tun, wenn Entscheidungen schwerfallen?") und Her­aus­for­de­run­gen begeg­nen. Eine gelas­se­ne Füh­rungs­kraft strahlt nicht nur Selbst­ver­trau­en aus, son­dern schafft auch ein Arbeits­um­feld, in dem Mit­ar­bei­ter moti­viert und pro­duk­tiv arbei­ten kön­nen. ### **Die Auswirkungen von Unruhe und Stress** - **Fehl­ent­schei­dun­gen**: Unter Stress ten­die­ren wir dazu, impul­siv zu han­deln und weni­ger durch­dach­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Dies kann dazu füh­ren, dass wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen über­se­hen wer­den oder Risi­ken nicht aus­rei­chend bewer­tet sind. Lang­fris­tig kön­nen sol­che Fehl­ent­schei­dun­gen erheb­li­che nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Unter­neh­men haben. - **Schlech­tes Vor­bild**: Mit­ar­bei­ter ori­en­tie­ren sich am Ver­hal­ten ihrer Vor­ge­setz­ten. Wenn eine Füh­rungs­kraft hek­tisch und unru­hig agiert, kann sich die­ses Ver­hal­ten auf das Team über­tra­gen. Dies führt zu einer ange­spann­ten Arbeits­at­mo­sphä­re, in der Pro­duk­ti­vi­tät und Krea­ti­vi­tät lei­den. - **Burn­out-Risi­ko**: Dau­er­haf­ter Stress ohne ange­mes­se­ne Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien erhöht das Risi­ko für Burn­out und ande­re gesund­heit­li­che Pro­ble­me. Dies betrifft nicht nur die Füh­rungs­kraft selbst, son­dern kann auch das gesam­te Team beein­flus­sen, wenn Aus­fäl­le kom­pen­siert wer­den müs­sen. ## **Die Grundlagen der Gelassenheit: Selbstreflexion und Achtsamkeit** Bevor Sie aktiv Stra­te­gien zur Stress­be­wäl­ti­gung ein­set­zen kön­nen, ist es wich­tig, sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. ### **Selbstreflexion als erster Schritt** - **Iden­ti­fi­zie­ren Sie Ihre Stres­so­ren**: Neh­men Sie sich Zeit, um genau zu ana­ly­sie­ren, was bei Ihnen Stress aus­löst. Sind es bestimm­te Auf­ga­ben, die Ihnen unan­ge­nehm sind? Füh­len Sie sich in Kon­flikt­si­tua­tio­nen unwohl? Durch das Erken­nen die­ser Aus­lö­ser kön­nen Sie gezielt Stra­te­gien ent­wi­ckeln, um ihnen ent­ge­gen­zu­wir­ken. - **Erken­nen Sie Ihre Reak­tio­nen**: Beob­ach­ten Sie, wie Ihr Kör­per und Ihr Geist auf Stress reagie­ren. Ver­span­nen Sie sich kör­per­lich? Wer­den Sie unge­dul­dig oder gereizt? Indem Sie Ihre indi­vi­du­el­len Stress­sym­pto­me erken­nen, kön­nen Sie früh­zei­tig gegen­steu­ern. - **Set­zen Sie Prio­ri­tä­ten**: Über­le­gen Sie, wel­che Auf­ga­ben und Zie­le wirk­lich wich­tig sind. Was sind Ihre Kern­auf­ga­ben als Füh­rungs­kraft? Indem Sie sich auf das Wesent­li­che kon­zen­trie­ren, kön­nen Sie Ihre Ener­gie geziel­ter ein­set­zen und Über­las­tung ver­mei­den. ### **Achtsamkeit im Alltag integrieren** Acht­sam­keit bedeu­tet, den Moment bewusst wahr­zu­neh­men, ohne ihn zu bewer­ten. Dies kann hel­fen, Stress abzu­bau­en und den Geist zu klä­ren. - **Medi­ta­ti­on**: Eine regel­mä­ßi­ge Medi­ta­ti­ons­pra­xis, auch nur weni­ge Minu­ten am Tag, kann erheb­lich zur inne­ren Ruhe bei­tra­gen. Medi­ta­ti­on schult die Kon­zen­tra­ti­on und hilft, Gedan­ken zu ord­nen. - **Atem­übun­gen**: In stres­si­gen Momen­ten kön­nen bewuss­te Atem­tech­ni­ken sofor­ti­ge Ent­span­nung brin­gen. Zum Bei­spiel tie­fes Ein- und Aus­at­men oder die 4–7‑8-Atemtechnik kön­nen den Herz­schlag beru­hi­gen und den Geist klä­ren. - **Mindful Lea­der­ship**: Prak­ti­zie­ren Sie [Acht­sam­keit](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") in Ihrer Füh­rungs­rol­le, indem Sie bewusst zuhö­ren, prä­sent sind und sich voll und ganz auf die aktu­el­len Auf­ga­ben und Gesprä­che kon­zen­trie­ren. Dies ver­bes­sert die Qua­li­tät Ihrer Inter­ak­tio­nen und Ent­schei­dun­gen. ## **Praktische Strategien für mehr Gelassenheit** ### **Effektives Zeitmanagement** Zeit­druck ist einer der häu­figs­ten Stress­aus­lö­ser im Busi­ness. Mit einem guten Zeit­ma­nage­ment kön­nen Sie die­sem ent­ge­gen­wir­ken. - **To-Do-Lis­ten erstel­len**: Schrei­ben Sie täg­lich eine Lis­te der zu erle­di­gen­den Auf­ga­ben. Prio­ri­sie­ren Sie die­se nach Dring­lich­keit und Wich­tig­keit. So behal­ten Sie den Über­blick und kön­nen Ihren Tag effi­zi­ent pla­nen. - **Zeit­puf­fer ein­pla­nen**: Pla­nen Sie bei der Ter­mi­nie­rung von Auf­ga­ben stets Puf­fer­zei­ten ein. Unvor­her­ge­se­he­ne Ereig­nis­se oder Ver­zö­ge­run­gen kön­nen so bes­ser auf­ge­fan­gen wer­den, ohne dass der gesam­te Zeit­plan durch­ein­an­der­ge­rät. - **Dele­gie­ren von Auf­ga­ben**: Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig, wel­che Auf­ga­ben Sie selbst erle­di­gen müs­sen und wel­che Sie dele­gie­ren kön­nen. Ver­trau­en Sie Ihrem Team und nut­zen Sie die Stär­ken Ihrer Mit­ar­bei­ter. Dies ent­las­tet Sie und för­dert gleich­zei­tig die Eigen­ver­ant­wor­tung im Team. ### **Kommunikation als Schlüssel** Kla­re und offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on kann Miss­ver­ständ­nis­se ver­mei­den und Stress redu­zie­ren. - **Akti­ves Zuhö­ren**: Geben Sie Ihrem Gesprächs­part­ner Ihre vol­le Auf­merk­sam­keit. Bestä­ti­gen Sie das Gehör­te und stel­len Sie Rück­fra­gen, um sicher­zu­stel­len, dass Sie alles rich­tig ver­stan­den haben. Dies för­dert das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis und baut Ver­trau­en auf. - **Feed­back-Kul­tur för­dern**: Ermu­ti­gen Sie Ihre Mit­ar­bei­ter, Feed­back zu geben, und bie­ten Sie selbst kon­struk­ti­ves Feed­back an. Eine offe­ne Feed­back-Kul­tur ermög­licht es, Pro­ble­me früh­zei­tig zu erken­nen und gemein­sam Lösun­gen zu fin­den. - **Trans­pa­renz in Ent­schei­dun­gen**: Erklä­ren Sie die Hin­ter­grün­de Ihrer Ent­schei­dun­gen und tei­len Sie rele­van­te Infor­ma­tio­nen mit Ihrem Team. Dies redu­ziert Unsi­cher­hei­ten und för­dert das Enga­ge­ment Ihrer Mit­ar­bei­ter. ### **Physische Gesundheit beachten** Kör­per­li­che Fit­ness beein­flusst maß­geb­lich unse­re Fähig­keit, mit Stress umzu­ge­hen. - **Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung**: Inte­grie­ren Sie Sport in Ihren All­tag. Ob Jog­gen, Schwim­men oder Yoga – Bewe­gung hilft, Stress­hor­mo­ne abzu­bau­en und för­dert das Wohl­be­fin­den. Schon kur­ze Spa­zier­gän­ge in der Mit­tags­pau­se kön­nen einen Unter­schied machen. - **Gesun­de Ernäh­rung**: Ach­ten Sie auf eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung mit viel Obst, Gemü­se und Voll­korn­pro­duk­ten. Ver­mei­den Sie über­mä­ßi­gen Kon­sum von Kof­fe­in und Zucker, da die­se zu Ener­gie­ein­brü­chen füh­ren kön­nen. - **Aus­rei­chend Schlaf**: Sor­gen Sie für einen regel­mä­ßi­gen Schlaf­rhyth­mus und aus­rei­chend Schlaf­stun­den. Schlaf­man­gel beein­träch­tigt die Kon­zen­tra­ti­on und erhöht die Stress­an­fäl­lig­keit. ### **Mentale Stärke entwickeln** Men­ta­le Resi­li­enz hilft, auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen stand­haft zu blei­ben. - **Posi­ti­ve Ein­stel­lung kul­ti­vie­ren**: Trai­nie­ren Sie Ihren Geist dar­auf, Lösun­gen statt Pro­ble­me zu sehen. Posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen und das Füh­ren eines Dank­bar­keits­ta­ge­buchs kön­nen dabei unter­stüt­zen. - **Selbst­mo­ti­va­ti­on stei­gern**: Set­zen Sie sich rea­lis­ti­sche und erreich­ba­re Zie­le. Fei­ern Sie auch klei­ne Erfol­ge und erken­nen Sie Ihre Fort­schrit­te an. Dies stärkt das Selbst­ver­trau­en und die Moti­va­ti­on. - **Gren­zen set­zen und “Nein” sagen**: Ler­nen Sie, Ihre eige­nen Gren­zen zu erken­nen und zu kom­mu­ni­zie­ren. Es ist in Ord­nung, Auf­ga­ben abzu­leh­nen oder um Unter­stüt­zung zu bit­ten, wenn Ihre Kapa­zi­tä­ten erschöpft sind. ## **Die Rolle von Business Coaching für mehr Gelassenheit** Manch­mal ist es hilf­reich, exter­ne Unter­stüt­zung zu suchen. **Busi­ness Coa­ching** kann Ihnen dabei hel­fen, indi­vi­du­el­le Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln und Ihre Füh­rungs­qua­li­tä­ten zu ver­bes­sern. ### **Was ist Business Coaching?** Busi­ness Coa­ching ist ein pro­fes­sio­nel­ler Bera­tungs­pro­zess, der dar­auf abzielt, per­sön­li­che und beruf­li­che Zie­le zu errei­chen. Ein Coach beglei­tet Sie dabei, Ihre Poten­zia­le zu erken­nen und effek­tiv ein­zu­set­zen. ### **Wie kann Business Coaching helfen?** - **Indi­vi­du­el­le Lösun­gen ent­wi­ckeln**: Ein Coach arbei­tet mit Ihnen an maß­ge­schnei­der­ten Stra­te­gien, die auf Ihre per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen und Zie­le abge­stimmt sind. - **Objek­ti­ve Per­spek­ti­ve bie­ten**: Durch den neu­tra­len Blick von außen kön­nen blin­de Fle­cken auf­ge­deckt und neue Sicht­wei­sen eröff­net wer­den. - **Kom­pe­tenz­ent­wick­lung för­dern**: Ein Coach unter­stützt Sie dabei, wich­ti­ge Soft Skills wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, Kon­flikt­ma­nage­ment und Stress­be­wäl­ti­gung zu stär­ken. ### **Auswahl des richtigen Coaches** - **Qua­li­fi­ka­ti­on und Erfah­rung**: Ach­ten Sie dar­auf, dass der Coach über eine fun­dier­te Aus­bil­dung und nach­weis­li­che Erfah­rung ver­fügt. - **Per­sön­li­che Che­mie**: Die Bezie­hung zwi­schen Coach und Kli­ent ist ent­schei­dend. Füh­ren Sie ein Vor­ge­spräch, um zu sehen, ob die Che­mie stimmt. - **Refe­ren­zen und Emp­feh­lun­gen**: Infor­mie­ren Sie sich über Erfah­run­gen ande­rer Kli­en­ten und suchen Sie nach Emp­feh­lun­gen. ## **Ein Beispiel für den Weg zur Gelassenheit** Vie­le Füh­rungs­kräf­te ste­hen täg­lich unter immensem Druck. Sie jon­glie­ren mit Dead­lines, füh­ren wich­ti­ge Ver­hand­lun­gen und tra­gen Ver­ant­wor­tung für ihr Team. Es ist nicht unge­wöhn­lich, dass sich dabei Stress und Über­for­de­rung ein­schlei­chen. Stel­len Sie sich eine Füh­rungs­kraft vor, die sich in die­sem Stru­del aus Anfor­de­run­gen ver­liert. Die stän­di­ge Erreich­bar­keit, end­lo­se Mee­tings und der Wunsch, alles per­fekt zu machen, füh­ren zu Unru­he und Schlaf­lo­sig­keit. Die Aus­wir­kun­gen sind spür­bar: Ent­schei­dungs­pro­zes­se wer­den inef­fi­zi­ent, das Team ist ver­un­si­chert und die eige­ne Gesund­heit lei­det. Durch die Ent­schei­dung, aktiv etwas zu ver­än­dern, beginnt die­se Füh­rungs­kraft, ihre Stres­so­ren zu iden­ti­fi­zie­ren. Mit Unter­stüt­zung eines Busi­ness Coa­ches ent­wi­ckelt sie indi­vi­du­el­le Stra­te­gien zur Stress­be­wäl­ti­gung. Sie inte­griert Acht­sam­keits­übun­gen in ihren All­tag, opti­miert ihr Zeit­ma­nage­ment und lernt, Auf­ga­ben zu dele­gie­ren. Schritt für Schritt stellt sich eine Ver­än­de­rung ein. Die Füh­rungs­kraft gewinnt an Gelas­sen­heit, trifft fun­dier­te Ent­schei­dun­gen und führt ihr Team mit neu­er Ener­gie und Klar­heit. Das posi­ti­ve Arbeits­kli­ma stei­gert nicht nur die Pro­duk­ti­vi­tät, son­dern ver­bes­sert auch die Zufrie­den­heit aller Betei­lig­ten. ## **Langfristige Vorteile von Gelassenheit im Business** - **Bes­se­re Ent­schei­dungs­fä­hig­keit**: Ein kla­rer Geist trifft fun­dier­te Ent­schei­dun­gen. Gelas­sen­heit ermög­licht es, Situa­tio­nen objek­tiv zu bewer­ten und alle rele­van­ten Infor­ma­tio­nen zu berück­sich­ti­gen. - **Ver­bes­ser­tes Team­kli­ma**: Gelas­sen­heit för­dert ein posi­ti­ves Arbeits­um­feld. Mit­ar­bei­ter füh­len sich wert­ge­schätzt und sind moti­vier­ter, ihr Bes­tes zu geben. Dies stärkt den Team­zu­sam­men­halt und för­dert die Zusam­men­ar­beit. - **Höhe­re Pro­duk­ti­vi­tät**: Weni­ger Stress führt zu effi­zi­en­te­rem Arbei­ten. Wenn Sie und Ihr Team gelas­sen und fokus­siert sind, kön­nen Auf­ga­ben schnel­ler und mit höhe­rer Qua­li­tät erle­digt wer­den. - **Gesund­heit­li­che Vor­tei­le**: Redu­zier­ter Stress senkt das Risi­ko für Burn­out und ande­re stress­be­ding­te Erkran­kun­gen. Eine gute Work-Life-Balan­ce und ein gesun­des Arbeits­um­feld för­dern das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den. ## **Tipps für den Alltag** - **Mikro­pau­sen ein­le­gen**: Nut­zen Sie kur­ze Pau­sen von weni­gen Minu­ten, um auf­zu­ste­hen, sich zu stre­cken oder tief durch­zu­at­men. Die­se klei­nen Unter­bre­chun­gen hel­fen, den Kopf frei zu bekom­men und die Kon­zen­tra­ti­on zu stei­gern. - **Digi­tal Detox prak­ti­zie­ren**: Legen Sie bewuss­te Zei­ten fest, in denen Sie auf digi­ta­le Gerä­te ver­zich­ten. Zum Bei­spiel könn­ten Sie nach Fei­er­abend Ihr Smart­phone bei­sei­te­le­gen oder E‑Mails nur zu bestimm­ten Zei­ten abru­fen. Dies redu­ziert die stän­di­ge Reiz­über­flu­tung und för­dert die Ent­span­nung. - **Netz­wer­ken und Aus­tausch suchen**: Der Kon­takt zu ande­ren Füh­rungs­kräf­ten kann wert­vol­le Impul­se geben. Nut­zen Sie Netz­wer­ke und Ver­an­stal­tun­gen, um Erfah­run­gen aus­zu­tau­schen, sich inspi­rie­ren zu las­sen und Unter­stüt­zung zu fin­den. ## **Fazit** **Gelas­sen­heit** ist kein Zustand, den man von heu­te auf mor­gen erreicht, son­dern ein kon­ti­nu­ier­li­cher Pro­zess der Selbst­ent­wick­lung. Als **Füh­rungs­kraft** haben Sie die Ver­ant­wor­tung, nicht nur für sich selbst, son­dern auch für Ihr Team ein gesun­des und pro­duk­ti­ves Arbeits­um­feld zu schaf­fen. Durch Selbst­re­fle­xi­on, Acht­sam­keit und gege­be­nen­falls Unter­stüt­zung durch **Busi­ness Coa­ching** kön­nen Sie ler­nen, auch in stres­si­gen Situa­tio­nen sou­ve­rän zu blei­ben. Den­ken Sie dar­an: Ihre Gelas­sen­heit ist der Schlüs­sel zu Ihrem Erfolg und dem Ihres Teams. Neh­men Sie sich die Zeit, in Ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung zu inves­tie­ren – es wird sich auf viel­fäl­ti­ge Wei­se aus­zah­len. **Inter­es­sie­ren Sie sich für Busi­ness Coa­ching und wie es Ihnen hel­fen kann, gelas­se­ner und effek­ti­ver zu füh­ren? [Kon­tak­tie­ren Sie mich noch heu­te](#kontakt) für ein unver­bind­li­ches Bera­tungs­ge­spräch. Gemein­sam ent­wi­ckeln wir den pas­sen­den Weg für Ihre per­sön­li­che und beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung.** Titel: Foto von [Fabi­an Møl­ler](https://unsplash.com/de/@fabimoe?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/pink-atmen-neonreklame-gI7zgb80QWY?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Selbstliebe lernen: Wie Sie sich selbst feiern und wertschätzen](https://bobach-coaching.de/selbstliebe-lernen-wie-sie-sich-selbst-feiern-und-wertschaetzen/) **Published:** August 19, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Selbst­lie­be ist nicht nur ein Mode­wort, son­dern ein essen­zi­el­ler Bestand­teil eines erfüll­ten [und glück­li­chen Lebens](https://bobach-coaching.de/fuenf-schluessel-zum-gluecklichsein/ "Fünf Schlüssel zum Glücklichsein"). Es bedeu­tet, sich selbst zu respek­tie­ren, zu schät­zen und zu fei­ern – genau­so, wie man ist. In die­sem Blog­bei­trag beleuch­ten wir, war­um Selbst­lie­be so wich­tig ist und wie Sie Schritt für Schritt ler­nen kön­nen, sich selbst zu fei­ern. Zu die­sem Blog­bei­trag gibt es auch eine Pod­cast Fol­ge von [Klar­Sicht](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/): ## **Warum ist Selbstliebe wichtig?** ### **Grundlage für ein gesundes Selbstbewusstsein** Selbst­lie­be bil­det die Basis für ein star­kes und gesun­des [Selbst­be­wusst­sein](https://bobach-coaching.de/podcast-ich-bin-halt-so/ "Ich bin halt so – oder auch nicht?"). Wenn wir uns selbst lie­ben, erken­nen wir unse­re eige­nen Stär­ken und Schwä­chen an und kön­nen die­se ohne nega­ti­ve Selbst­kri­tik akzep­tie­ren. Die­ses star­ke Selbst­be­wusst­sein hilft uns, Her­aus­for­de­run­gen bes­ser zu bewäl­ti­gen und stärkt unser Wohl­be­fin­den in sozia­len Inter­ak­tio­nen. Ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein ermög­licht es uns, uns selbst treu zu blei­ben und authen­tisch zu leben. Ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein bedeu­tet, dass wir uns nicht stän­dig mit ande­ren ver­glei­chen müs­sen. Wir wis­sen, dass wir ein­zig­ar­tig sind und dass unse­re [Stär­ken und Schwä­chen uns zu dem machen](https://bobach-coaching.de/fehler-akzeptieren-lernen/ "Fehler akzeptieren lernen"), was wir sind. Dies gibt uns die Frei­heit, unser Leben nach unse­ren eige­nen Vor­stel­lun­gen zu gestal­ten, ohne stän­dig nach der Aner­ken­nung oder Bestä­ti­gung von ande­ren zu suchen. ### **Schutz vor Burnout und Stress** In einer Welt, die oft Leis­tung und Pro­duk­ti­vi­tät über alles stellt, ist Selbst­lie­be ein wich­ti­ger Schutz­fak­tor. Sie hilft uns, unse­re eige­nen Bedürf­nis­se zu erken­nen und zu respek­tie­ren. Indem wir uns selbst regel­mä­ßi­ge Pau­sen und Aus­zei­ten gön­nen, schüt­zen wir uns [vor Über­ar­bei­tung und chro­ni­schem Stress](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching"). Selbst­lie­be för­dert eine aus­ge­wo­ge­ne Lebens­wei­se und hilft uns, acht­sa­mer mit unse­rer phy­si­schen und psy­chi­schen Gesund­heit umzu­ge­hen, wodurch Burn­out vor­ge­beugt wird. Selbst­lie­be bedeu­tet auch, dass wir ler­nen, „Nein“ zu sagen. Wir müs­sen nicht jede Auf­ga­be über­neh­men oder jede Ver­ant­wor­tung tra­gen. Indem wir unse­re eige­nen Gren­zen respek­tie­ren, schüt­zen wir uns vor Über­las­tung und erhal­ten unse­re Ener­gie für die Din­ge, die wirk­lich wich­tig sind. Dies schafft ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Arbeit und Frei­zeit und ermög­licht es uns, ein erfüll­te­res Leben zu füh­ren. ### **Verbesserung zwischenmenschlicher Beziehungen** Men­schen, die sich selbst lie­ben, sind oft in der Lage, auch ande­ren gegen­über lie­be­vol­ler und ver­ständ­nis­vol­ler zu sein. Selbst­lie­be för­dert Empa­thie und stärkt unse­re Fähig­keit, tie­fe­re und erfül­len­de­re Bezie­hun­gen zu füh­ren. Wer sich selbst akzep­tiert, ist weni­ger abhän­gig von der Aner­ken­nung ande­rer und [kann authen­ti­sche­re und sta­bi­le­re Ver­bin­dun­gen auf­bau­en](https://bobach-coaching.de/wie-sie-ihre-bindungen-zu-anderen-staerken-und-vertiefen-ein-umfassender-leitfaden/ "Wie Sie Ihre Bindungen zu anderen stärken und vertiefen: Ein umfassender Leitfaden"). Dies führt zu gesün­de­ren und glück­li­che­ren Bezie­hun­gen, die auf gegen­sei­ti­gem Respekt und ech­tem Ver­ständ­nis basie­ren. Selbst­lie­be ermög­licht es uns auch, bes­se­re Gren­zen in unse­ren Bezie­hun­gen zu set­zen. Wir erken­nen, wenn eine Bezie­hung uns nicht gut­tut, und haben den Mut, uns zu distan­zie­ren oder die Bezie­hung zu been­den. Dies schafft Raum für gesun­de, unter­stüt­zen­de Bezie­hun­gen, die auf gegen­sei­ti­ger Ach­tung und Wert­schät­zung basie­ren. ## **Wie kann man lernen, sich selbst zu feiern?** ### **Selbstreflexion und Achtsamkeit** Star­ten Sie den Tag bewusst mit posi­ti­ven Gedan­ken und Affir­ma­tio­nen. Eine kur­ze Medi­ta­ti­on oder eine [Acht­sam­keits­übung](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") kann dabei hel­fen, sich auf den Tag ein­zu­stim­men und sich selbst zu zen­trie­ren. Neh­men Sie sich regel­mä­ßig Zeit, um über Ihre Erfol­ge und die Din­ge nach­zu­den­ken, auf die Sie stolz sind. Schrei­ben Sie die­se Gedan­ken in ein Tage­buch, um sich selbst immer wie­der dar­an zu erin­nern und Ihr Bewusst­sein für Ihre eige­nen Erfol­ge zu schär­fen. Selbst­re­fle­xi­on hilft uns, uns selbst bes­ser zu ver­ste­hen und unse­re Hand­lun­gen und Ent­schei­dun­gen bewuss­ter zu tref­fen. Indem wir regel­mä­ßig inne­hal­ten und über unse­re Gedan­ken und Gefüh­le nach­den­ken, kön­nen wir Mus­ter erken­nen und posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen in unse­rem Leben vor­neh­men. Dies stärkt unser Selbst­be­wusst­sein und unse­re Fähig­keit, uns selbst zu fei­ern. ### **Dankbarkeit praktizieren** Foto von [Megan Wat­son](https://unsplash.com/de/@meganwatson?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/braunes-holzbrett-p2OQW69vXP4?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) [Dank­bar­keit ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug](https://bobach-coaching.de/podcast-dankbarkeit/ "Dankbarkeit üben und zufriedener leben"), um Selbst­lie­be zu för­dern. Machen Sie es sich zur Gewohn­heit, jeden Tag drei Din­ge auf­zu­schrei­ben, für die Sie dank­bar sind. Dies kann ein schö­nes Erleb­nis, eine gelun­ge­ne Auf­ga­be oder ein freund­li­cher Aus­tausch sein. Indem Sie Ihren Fokus auf die posi­ti­ven Aspek­te Ihres Lebens len­ken, stär­ken Sie Ihr Gefühl der Wert­schät­zung für sich selbst und Ihre Umwelt. Dies hilft Ihnen, eine posi­ti­ve­re Grund­hal­tung zu ent­wi­ckeln und Ihre eige­nen Erfol­ge anzu­er­ken­nen. Dank­bar­keit för­dert auch unse­re Fähig­keit, im gegen­wär­ti­gen Moment zu leben und die klei­nen Freu­den des Lebens zu schät­zen. Anstatt uns auf das zu kon­zen­trie­ren, was uns fehlt oder was wir noch errei­chen müs­sen, ler­nen wir, das zu schät­zen, was wir bereits haben. Dies schafft ein Gefühl der Fül­le und Zufrie­den­heit, das unse­re Selbst­lie­be stärkt. ### **Selbstfürsorge-Rituale entwickeln** Selbst­für­sor­ge soll­te ein fes­ter Bestand­teil Ihres All­tags sein. Iden­ti­fi­zie­ren Sie Akti­vi­tä­ten, die Ihnen Freu­de berei­ten und Ihnen hel­fen, sich zu ent­span­nen und auf­zu­tan­ken. Ob es ein ent­span­nen­des Bad, [ein Spa­zier­gang in der Natur ](https://bobach-coaching.de/podcast-waldbaden/ "Waldbaden – Erklärung un Nutzen")oder das Lesen eines guten Buches ist – fin­den Sie her­aus, was Ihnen gut­tut und inte­grie­ren Sie die­se Ritua­le regel­mä­ßig in Ihren All­tag. Die­se klei­nen Pau­sen und Aus­zei­ten sind wich­tig, um Ihre Ener­gie­re­ser­ven auf­zu­fül­len und Ihre inne­re Balan­ce zu bewah­ren. Selbst­für­sor­ge bedeu­tet auch, sich um sei­ne kör­per­li­che Gesund­heit zu küm­mern. Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung, gesun­de Ernäh­rung und aus­rei­chend Schlaf sind ent­schei­dend für unser Wohl­be­fin­den. Indem wir uns kör­per­lich gut füh­len, stär­ken wir auch unser men­ta­les und emo­tio­na­les Wohl­be­fin­den. Selbst­für­sor­ge ist kein Luxus, son­dern eine Not­wen­dig­keit, um ein aus­ge­gli­che­nes und glück­li­ches Leben zu füh­ren. ### **Fehler akzeptieren und aus ihnen lernen** Nie­mand ist per­fekt, und Feh­ler gehö­ren zum Leben dazu. Anstatt sich selbst für Feh­ler zu ver­ur­tei­len, soll­ten Sie die­se als wert­vol­le Lern­mög­lich­kei­ten betrach­ten. Fra­gen Sie sich, was Sie aus der Situa­ti­on ler­nen kön­nen und wie Sie in Zukunft anders han­deln kön­nen. Sei­en Sie gedul­dig und nach­sich­tig mit sich selbst und erken­nen Sie an, dass jeder Feh­ler eine Chan­ce bie­tet, zu wach­sen und sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die­se posi­ti­ve Sicht­wei­se hilft Ihnen, sich selbst gegen­über freund­li­cher und ver­ständ­nis­vol­ler zu sein. Feh­ler zu akzep­tie­ren bedeu­tet auch, Ver­ant­wor­tung für unse­re Hand­lun­gen zu über­neh­men, ohne uns selbst dafür zu bestra­fen. Wir kön­nen unse­re Feh­ler aner­ken­nen, dar­aus ler­nen und dann wei­ter­ge­hen. Dies stärkt unse­re Resi­li­enz und unser Ver­trau­en in unse­re Fähig­keit, mit Her­aus­for­de­run­gen umzu­ge­hen. ### **Sich selbst belohnen** Fei­ern Sie Ihre Erfol­ge, egal wie klein sie erschei­nen mögen. Beloh­nen Sie sich selbst, wenn Sie ein Ziel erreicht haben, sei es ein schö­ner Abend mit Freun­den, ein neu­es Buch oder ein Aus­flug. Die­se klei­nen Beloh­nun­gen stär­ken das Gefühl der Selbst­a­ner­ken­nung und Freu­de. Indem Sie Ihre Erfol­ge bewusst fei­ern, stär­ken Sie Ihre Moti­va­ti­on und Ihr Selbst­wert­ge­fühl. Machen Sie sich bewusst, dass Sie es wert sind, gefei­ert zu wer­den. Selbst­be­loh­nung ist ein Weg, um sich selbst Wert­schät­zung zu zei­gen und die har­te Arbeit und Anstren­gung, die Sie in Ihre Zie­le ste­cken, anzu­er­ken­nen. Es geht dar­um, die klei­nen Sie­ge im Leben zu schät­zen und zu erken­nen, dass jeder Schritt nach vor­ne zählt. Indem wir uns selbst beloh­nen, stär­ken wir unser Selbst­ver­trau­en und unse­re Ent­schlos­sen­heit, wei­ter­hin unser Bes­tes zu geben. ## **Fazit** Selbst­lie­be ist ein fort­lau­fen­der Pro­zess, der Bewusst­sein, Enga­ge­ment und die Bereit­schaft erfor­dert, sich selbst zu akzep­tie­ren und zu fei­ern. Indem wir uns selbst lie­be­voll und respekt­voll behan­deln, schaf­fen wir eine soli­de Grund­la­ge für ein erfüll­tes und glück­li­ches Leben. Selbst­lie­be ermög­licht es uns, unse­re eige­nen Bedürf­nis­se zu erken­nen und zu respek­tie­ren, gesun­de Bezie­hun­gen zu füh­ren und unser vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. Begin­nen Sie noch heu­te, sich selbst zu lie­ben und zu fei­ern – Sie ver­die­nen es! Selbst­lie­be ist kein Ziel, das wir ein­mal errei­chen und dann ver­ges­sen kön­nen. Es ist eine stän­di­ge Pra­xis, die uns hilft, in Ein­klang mit uns selbst zu blei­ben und ein authen­ti­sches, erfüll­tes Leben zu füh­ren. Indem wir uns selbst fei­ern, stär­ken wir unse­re inne­re Resi­li­enz und unser Wohl­be­fin­den, was uns letzt­end­lich zu glück­li­che­ren und gesün­de­ren Men­schen macht. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching --- ### [MeisterTask 2023: Neue Funktionen und Wünsche](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) **Published:** Dezember 13, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video stel­le ich euch die neu­en Funk­tio­nen von [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821) im Jahr 2023 vor. Dazu gehö­ren Unter­auf­ga­ben, Vor­la­gen und die Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te. Zu Unter­auf­ga­ben bin ich sehr froh, dass die­se Funk­ti­on end­lich ver­füg­bar ist. Ich habe sie schon lan­ge ver­misst. Aller­dings bin ich nicht ganz zufrie­den mit der Umset­zung. Die Visua­li­sie­rung ist mei­ner Mei­nung nach zu schlecht. Es soll­te ein­fa­cher sein, zu Unter­auf­ga­ben zu gelan­gen, die in einem Board ver­schach­telt sind. Die Vor­la­gen­funk­ti­on fin­de ich hilf­reich für Ein­stei­ger. Aller­dings wünsch­te ich mir, dass man auch eige­ne Vor­la­gen erstel­len kann. Die Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te ist für mich eine posi­ti­ve Ent­wick­lung. Aller­dings bin ich der Mei­nung, dass die Inte­gra­ti­on noch nicht opti­mal ist. Ich wünsch­te mir, dass Noti­zen in Auf­ga­ben direkt ver­linkt und inline edi­tier­bar sind. Abschlie­ßend äuße­re ich eini­ge Wün­sche für die Zukunft von [Meis­ter­Task](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask"). Ich wün­sche mir mehr Tem­po bei der Ent­wick­lung neu­er Funk­tio­nen, eine bes­se­re Visua­li­sie­rung von Unter­auf­ga­ben, die Auf­ar­bei­tung der Time­line-Funk­ti­on, eine Über­ar­bei­tung der Auf­ga­ben­re­la­tio­nen und eine voll­stän­di­ge Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te. Folgt mir auch ger­ne [auf mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Mit mei­nem Meis­ter­Task **Pro­mo­code “BJOERN”** könnt ihr 20% Rabatt auf eure ers­te Zah­lung für Meis­ter­Task Pro oder Busi­ness bekom­men. [Jetzt gleich anmel­den 🙂](https://www.meistertask.com/?r=442821) Bei Fra­gen [kon­tak­tier](#kontakt)t mich ger­ne! Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: VideotranskriptionHerz­lich will­kom­men zu mei­nem Video zu Meis­ter Task 2023. Was ist neu und was muss kom­men? Ich bin das jetzt wirk­lich häu­fig von Work­shop Kun­den gefragt wor­den, was es die­ses Jahr eigent­lich Neu­es gab. Und ich habe mir über­legt, viel­leicht bes­ser ein Video dazu machen, dann haben alle was davon und hier ist es. Direkt vor­ab ich bin immer noch ein gro­ßer Meis­ter Task Befür­wor­ter. Ich erle­be das in jedem mei­ner Work­shops, wie die Redu­zie­rung auf die wesent­li­chen Funk­tio­nen und die Sim­pli­zi­tät in der Imple­men­tie­rung selbst die kri­tischs­ten und manch­mal auch ängst­lichs­ten Teil­neh­mer über­zeu­gen kann. Und es sind auch neue Funk­tio­nen dazu­ge­kom­men die­ses Jahr. So kann man zum Bei­spiel unter ande­rem jetzt Unter-Auf­ga­ben erstel­len. End­lich. Dazu dann spä­ter mehr. Es gibt auch ein paar Wün­sche, die ich habe, aller­dings. Und viel­leicht schau­en die Meis­ter Task Ent­wick­ler ja hier zu und neh­men sich das ein biss­chen zu Her­zen und haben ihm das als Anre­gung. Ich wür­de mich auf jeden Fall sehr freu­en. Genug der Vor­re­de. Ich zei­ge euch jetzt, was es mei­ner Mei­nung nach die­ses Jahr vor allem Wich­ti­ges Neu­es in Meis­ter Task gab. Also schau­en wir mal rein. Zunächst ein­mal gab es im letz­ten Jahr sehr vie­le kos­me­ti­sche Ände­run­gen bei Meis­ter Task und die sind teil­wei­se wirk­lich sehr gelun­gen. Damit mei­ne ich übri­gens nicht die­sen Schnee. Wenn ihr den auch gera­de seht, den könnt ihr aus­schal­ten. Hier oben gibt es eine Schnee­flo­cke. Das soll wohl ein klei­nes Weih­nachts­ge­schenk sein. Also wenn euch das stört, könnt ihr es hier aus­schal­ten. Das ist aber Gott sei Dank nicht immer so. Also es gab vie­le kos­me­ti­sche Ände­run­gen. Erst­mal ist es sehr, sehr viel kla­rer in der Optik gewor­den, noch­mal. Also die Icon-Spra­che hat sich noch ein biss­chen ver­bes­sert. Mei­ner Mei­nung nach ist auch die Typo­gra­fie noch ein biss­chen bes­ser gewor­den und das gan­ze Auf­lö­sungs­ma­nage­ment, also wie groß wel­ches Ele­ment ist, hat sich auch noch mal ver­än­dert und ist deut­lich anspre­chen­der noch als es vor­her schon war. Eine rela­tiv gro­ße Ände­rung – ich glau­be aller­dings, die ist nicht ganz 2023 gekom­men, son­dern schon ein biss­chen frü­her – ist die­se kon­sis­ten­te Sei­ten­leis­te. Das heißt, ich habe hier die Mög­lich­keit, schnell durch mei­ne Pro­jek­te zu kli­cken, ohne immer über das Dash­board zu gehen. Das ist eine fei­ne Sache. Und wenn ich möch­te, kann ich die auch aus­blen­den, wie es frü­her war. Dann habe ich hier nur die Mög­lich­keit, über das Dash­board zu gehen oder die Agen­da wie­der zurück­zu­wech­seln und krie­ge die hier über die­sen But­ton wie­der zurück. Aber dass man hier so schnell wech­seln kann, ist sehr, sehr gut. Eine wei­te­re schö­ne Ände­rung ist, wenn ich hier mich im Dash­board befin­de, dass ich z. B. Direkt auch hier mein Team ver­wal­ten kann. Ich muss nicht den Umweg über die Ein­stel­lun­gen, Team-Ein­stel­lun­gen gehen, son­dern kann direkt hier über die­sen But­ton Teil­neh­mer zum Team hin­zu­fü­gen oder ent­fer­nen. Und auch das hat Meis­ter­Task in den Pro­jek­ten selbst etwas prä­sen­ter gemacht, weil jetzt hier die­ser But­ton, da hat sich die Optik ver­än­dert, den gab es zwar schon immer, aber es ist viel prä­sen­ter und viel, viel ein­fa­cher, Mit­glie­der zum Team hin­zu­zu­fü­gen, mit nur einem Klick im Prin­zip. Also das ist eine will­kom­me­ne Ände­rung. Der nächs­te Punkt sind Unter­auf­ga­ben. End­lich soll­te ich hin­zu­fü­gen, denn da haben wir sehr lan­ge dar­auf gewar­tet. Ja, man kann jetzt in Meis­ter­Task tat­säch­lich Unter­auf­ga­ben erstel­len. Und wie funk­tio­niert das? In die­sem Demo Board öff­ne ich ein­mal eine Auf­ga­be und ihr seht hier, das war bis jetzt das ein­zi­ge, wie man eine Auf­ga­be wei­ter struk­tu­rie­ren konn­te, näm­lich mit Check­lis­ten. Die hat­ten aber kein Fäl­lig­keits­da­tum und ich konn­te kein Team­mit­glied zuwei­sen. Jetzt gibt es Unter­auf­ga­ben. Und das funk­tio­niert deut­lich bes­ser. Denn ich kann hier ein­fach einen Titel ein­ge­ben. Sagen wir hier mal Twit­ter Log­in, das ist ein Demo Board, wo es Sup­port geht. Sagen wir mal Pass­wort che­cken als Bei­spiel. Ich drü­cke Return und dann seht ihr sofort tau­chen hier zwei Icons auf. Ich kann näm­lich hier sofort ein Fäl­lig­keits­da­tum fest­le­gen und auch eine Zuwei­sung. Und das muss nicht ich sel­ber sein, das kann irgend­ein Mit­glied mei­nes Teams sein. Wun­der­bar. Wenn ich die­se Auf­ga­be aber noch mit Inhalt befül­len will, kli­cke ich da ein­fach drauf und ich habe dann genau das glei­che Inter­face wie schon in der Haupt­auf­ga­be. Ich kann auch genau die glei­chen Din­ge tun. Also ich kann Check­lis­ten Ein­trä­ge hin­zu­fü­gen, hier wie­der Unter­auf­ga­ben hin­zu­fü­gen. Mir ist gar nicht bekannt, ob es da ein Limit gibt, wie tief das ver­schach­telt sein darf. Ach­tung, ver­schach­telt ist nicht zu tief. War­um sage ich euch gleich. Ich kann auch Anhän­ge hin­zu­fü­gen. Alles genau wie in der Haupt­auf­ga­be. Ja, mein gro­ßer Kri­tik­punkt ist, wie jetzt gera­de eben schon ein biss­chen ange­teasert, die Visua­li­sie­rung, auch wenn es Unter­auf­ga­ben von Unter­auf­ga­ben von Unter­auf­ga­ben gibt. Denn wenn ich in die­ser Auf­ga­be bin, sehe ich eigent­lich nur hier oben über die­sen blau­en Bal­ken, dass das eine Unter­auf­ga­be von einer ande­ren ist. Wenn ich hier drauf­kli­cke, kom­me ich zurück zu die­ser Auf­ga­be. Und dann habe ich hier im Moment den Bug, dass es stän­dig nicht rich­tig nach­lädt. Da muss ich dann Return drü­cken und kurz war­ten, bis Meis­ter­Tas sich da ein biss­chen ermüllt hat. Und wenn ich die­se Auf­ga­be wie­der schlie­ße, habe ich in mei­ner Auf­ga­be selbst nur die­ses klei­ne Icon, das mich dar­auf hin­weist, dass es Unter­auf­ga­ben gibt. Also hier habe ich die­ses Sym­bol Unter­auf­ga­be und den Zäh­ler. Eine. Lie­be Meis­ter Task Ent­wick­ler, das muss bes­ser wer­den. Es hilft mir nicht wirk­lich, wenn ich sehe, wie vie­le Unter­auf­ga­ben eine Auf­ga­be hat. Ich möch­te schnell zu die­sen Unter­auf­ga­ben kom­men kön­nen. Das soll hei­ßen, ich brau­che hier direkt in dem Pro­jekt schon einen Hin­weis. Wie wäre es zum Bei­spiel mit einem Sta­pel von Auf­ga­ben Kar­ten, der sich über den Klick auf ein bestimm­tes Sym­bol auf­fä­chert und ich kann direkt eine Unter­auf­ga­be aus­wäh­len? Das wäre doch super. Das hier hilft mir lei­der nicht sehr viel, außer dass ich weiß, dass es Unter­auf­ga­ben gibt. Aber ich sehe ja zum Bei­spiel auch nicht, wie viel Pro­zent der Unter­auf­ga­ben sind denn schon über­haupt erle­digt? Das ist ja oft wirk­lich Mis­si­ons­kri­tisch zu wis­sen, wie weit ist eine Auf­ga­be grund­sätz­lich erle­digt dadurch, dass die Unter­auf­ga­ben erle­digt sind? Also hier muss eine ande­re Visua­li­sie­rung her. Sonst kann ich das nicht ganz so unein­ge­schränkt emp­feh­len. Das bezieht sich übri­gens auch auf die Time­line. Wenn ich hier in die Time­line gehe, hier liegt schon eine ande­re Auf­ga­be und ich zie­he die jetzt ein­mal hier rauf, dann seht ihr, die wird jetzt hier zwar in der Time­line ange­zeigt, aber ich habe hier kei­ner­lei Hin­weis, dass die­se Auf­ga­be Unter­auf­ga­ben hat. Wäre es da nicht sinn­voll, dass die da drun­ter auf­taucht, vor allem wenn die auch noch eige­ne Pla­nungs­da­ten haben kann? Gut, zur Time­line habe ich sowie­so ganz am Schluss noch was zu sagen, da bin ich gar nicht hap­py mit. Aber da kom­men wir dann spä­ter zu. Also bit­te baut das von der Visua­li­sie­rung funk­tio­nal top, die Unter­auf­ga­ben, dass das geht, dass die so mäch­tig sind. Aber das muss visu­ell umge­baut wer­den. Und viel­leicht auch noch eine klei­ne Fra­ge, lie­be Meis­ter Task Ent­wick­ler, was ist eigent­lich mit Auto­ma­tio­nen? Die wer­den in die­sem gan­zen Kon­zept, glau­be ich, noch nicht so wirk­lich berück­sich­tigt. Also dass man zum Bei­spiel bei einer Auto­ma­ti­on gezielt nur auf eine Unter­auf­ga­be wir­ken kann. Sol­che Sachen müs­sen noch aus­ge­ar­bei­tet wer­den. Die nächs­te Neue­rung 2023 für Meis­ter­Tas sind Vor­la­gen. Ja, und die sind eigent­lich ganz hilf­reich für Ein­stei­ger. Ich zeig euch, wo die sich ver­ste­cken, näm­lich hier unter Neu­es Pro­jekt. Und da hat­te ich ja frü­her immer nur die Mög­lich­keit, ein neu­es Pro­jekt anzu­le­gen. Und das hat­te dann den Stan­dard Kan­ba­nAuf­bau. Und da bie­tet mir Meis­ter Tas jetzt ein paar Vor­la­gen an. Ganz pro­mi­nent erst mal Kan­ban. Also das ist die Stan­dard-Kon­fi­gu­ra­ti­on mit den drei Spal­ten, die wir so ken­nen. Pro­jekt­ma­nage­ment und Go to Mar­ket. Das ist schon sehr spe­zi­ell, fin­de ich, eine Go to Mar­ket Stra­te­gie so als Vor­la­ge anzu­le­gen. Noti­zen, das bezieht sich auf Meis­ter­No­te, da kom­me ich gleich zu. Und ich kann ja auch alle Vor­la­gen durch­se­hen, ankli­cken. Dann habe ich noch ein biss­chen mehr. Also dann habe ich hier außer die­sen ers­ten habe ich noch ein agi­les Board, eine Mee­ting­agen­da, OKR, Pro­dukt Road­map, Recrui­ting Pipe­line und so wei­ter. Das sind auch tat­säch­lich immer mehr gewor­den in den Wochen, seit es die­se Vor­la­ge gibt. Ich fin­de, das ist eine sehr hilf­rei­che Funk­ti­on für Ein­stei­ger. Aller­dings, was ist denn mit eige­nen Vor­la­gen? Also ich habe hier kei­ne pas­sen­de Vor­la­ge vor­han­den. Las­sen Sie es uns wis­sen, dann möch­te Meis­ter Tast die sehr wahr­schein­lich hier in den Kata­log hin­ter­le­gen. Ich fänd es deut­lich bes­ser, wenn man sich sel­ber Vor­la­gen anle­gen könn­te. Denn das ist etwas, was ich auch in mei­nen Work­shops immer wie­der beob­ach­te und mit­be­kom­me, dass Boards dupli­ziert wer­den müs­sen. Also der Work­around ist, dass man sich ein Blan­ko Board qua­si anlegt und das dann dupli­ziert oder expor­tiert und dann impor­tiert. Das geht. Aber das wäre natür­lich wun­der­bar, wenn man hier sel­ber auch Vor­la­gen hin­ter­le­gen könn­te. Ich weiß gera­de nicht, ob das vor­ge­se­hen ist. Es wäre wun­der­bar. Der ande­re Kri­tik­punkt an die­sen Vor­la­gen ist ja, das ist wun­der­bar, dass es man hier Ein­stei­gern die Mög­lich­keit gibt, direkt mit einer Struk­tur anzu­fan­gen. Aber wie man die dann umbaut und sich sel­ber anpasst, das ist dann oft immer noch nach mei­ner Erfah­rung das gro­ße Fra­ge­zei­chen. Gut, da kom­me ich ins Spiel mit mei­nen Work­shops. Aber ich fin­de es dann teil­wei­se auch sehr, sehr spe­zi­ell. Also da wür­de ich eher mehr Kan­ban-Trai­ning för­dern, dass Men­schen wis­sen, wie sie mit Kan­ban Sys­te­men umge­hen kön­nen, was sie damit alles machen kön­nen, was man bes­ser nicht macht. Also wie die Struk­tur sein soll­te, Auf­tei­lung Pro­duk­te, Auf­tei­lung Spal­ten, Ent­schul­di­gung, und Kar­ten, sol­che Sachen. Aber das ist teil­wei­se schon hier sehr, sehr spe­zi­ell. Guter Schritt, aber bit­te fügt doch eige­ne Vor­la­gen hin­zu, die man sel­ber ver­wal­ten kann. Die nächs­te gro­ße Neue­rung ist die Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te. Das ist grund­sätz­lich erst mal was ganz Fei­nes, denn das wird uns kos­ten­los zusätz­lich zur Ver­fü­gung gestellt. Wie es dazu kam, war­um Meis­ter­No­te auf ein­mal in Meis­ter Task inte­griert wur­de, sei jetzt mal völ­lig außer Fra­ge. Also ob das sehr wahr­schein­lich allei­ne nicht erfolg­reich genug war, es war ja auch rela­tiv teu­er für ein rei­nes Noti­zen­pro­gramm, ist egal. Es ist uns jetzt kos­ten­los zusätz­lich zur Ver­fü­gung gestellt wor­den. Das erst mal gut. Man erreicht das hier über Noti­zen in der ganz lin­ken Sei­ten­leis­te oder hier plus Noti­zen, wenn man direkt eine neue anle­gen will. Und wenn man da drauf klickt, ist man dann auch direkt in Meis­ter­No­te. Ich habe ein zwwie­ge­spal­te­nes Ver­hält­nis zu Meis­ter und es wirkt auf mich manch­mal wie ein lie­be­voll behan­del­tes, aber gehei­mes Kind. Denn die Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te in die ande­ren Tools ist nicht wirk­lich glück­lich. Also wenn ich hier zum Bei­spiel in Meis­ter Task ein­mal in die­se Meis­ter Note, Ent­schul­di­gung, in die­ses Kon­zept zum Bei­spiel zu die­sem Video gehe, kann ich ja hier rela­tiv leicht mit Meis­ter Task ver­knüp­fen, auch eigent­lich ganz gut, weil wenn ich hier neben so einem Block auf den Haken kli­cke, kann ich das jetzt ein­fach nach Pro­jek­ten fil­tern und dann eine Auf­ga­be ver­knüp­fen. Neh­men wir hier mal Bei­spiel Board, dann neh­men wir mal eine Spal­te und dann sagen wir, da muss eine neue Auf­ga­be erstellt wer­den Demo Auf­ga­be. So, Auf­ga­be erstel­len. Ich kann auch direkt Fäl­lig­keit und Zuwei­sung machen. Ich erstel­le die Auf­ga­be und ich sehe jetzt hier auch sofort, dass es hier eine Auf­ga­be gibt. Kann da drauf­kli­cken, kann hier drauf kli­cken, kann hier drauf kli­cken­und kann die sonst nicht viel wei­ter bear­bei­ten. Ich kann sie in Meis­ter­Task öff­nen. Das machen wir mal. Und jetzt habe ich die in Meis­ter­Task geöff­net. Ja, und jetzt habe ich hier zwar die Mög­lich­keit, mir die­se Notiz anzu­schau­en, aber dann lan­de ich wie­der in einem neu­en Fens­ter. Das ist ja nun wirk­lich kei­ne gute Inte­gra­ti­on. Ich wür­de mir wün­schen, dass man das Inline öff­nen kann, dass ich es hier als Anhang hin­ter­le­gen kann. Also das fin­de ich als klei­nes Bei­spiel nicht gut inte­griert. Und wie gesagt, mein klei­ner Ver­gleich, es ist ein, ja, es ist im Moment ein lie­be­voll behan­del­tes, weil visu­ell unglaub­lich Anspre­chen­des, weil die sind ein­fach wun­der­schön, die Noti­zen, die man hier hin­ter­legt, aber irgend­wie ein gehei­mes Kind. Also da muss mehr Inte­gra­ti­on erfol­gen. Ich nut­ze Meis­ter­No­te tat­säch­lich für sol­che Geschich­ten wie so Video­kon­zep­te. Ich fin­de die Noti­zen, die man in Meis­ter­No­te hin­ter­legt, sind eine unglaub­lich optisch anspre­chen­de und kla­re Geschich­te. Also hier zum Bei­spiel habe ich ein Kon­zept für ein Coa­ching-Video, das dem­nächst raus­kommt zu mei­nem nächs­ten Jahr, erzäh­le ich viel­leicht in einem ande­ren Video bald mehr. Also wie ich das nächs­te Jahr für euch gestal­te, was für Vide­os ich da machen wer­de. Also das sind unglaub­lich kla­re Sachen. Man kann das wun­der­bar umfor­ma­tie­ren. Wenn ich hier drauf­kli­cke, kann ich dann mit einem klei­nen Klick hier das For­mat ändern, ohne den Inhalt anzu­fas­sen. Es ist alles ganz toll, aber die Inte­gra­ti­on lässt immer noch zu Wün­schen übun­gen. Kla­re Noti­zen ohne Fir­le­fanz, ohne die Funk­ti­ons­ge­walt von Tools wie Noti­on zum Bei­spiel. Dafür ist es wirk­lich, wirk­lich gut. Also viel Gutes, Neu­es in Meis­ter­Task und auch ein paar gro­ße Wün­sche mei­ner­seits. Und die wer­den zusam­men­ge­fasst noch ein­mal vor allem ers­tens mehr Tem­po. Lie­be Meis­ter Task Ent­wick­ler, ich fin­de es wirk­lich super, dass ihr euch so viel Zeit lasst, die Funk­tio­nen, die ihr neu hin­zu­fügt, wirk­lich gut zu imple­men­tie­ren und auch so, dass sie jeder nut­zen kann. Aber es muss etwas schnel­ler gehen, mei­ner Mei­nung nach. Da ist die Kon­kur­renz oft­mals deut­lich flot­ter. Der zwei­te gro­ße Punkt betrifft mei­nen gro­ßen Wunsch der Unter­auf­ga­ben, der end­lich erfüllt wur­de. Ich bin auch sehr froh, dass er end­lich da ist. Aber bit­te baut hier bes­se­re Visua­li­sie­run­gen rein. Es dau­ert viel zu lang, wenn man sich in einem Board befin­det, in eine bestimm­te Unter­auf­ga­be zu kom­men. Da müsst ihr noch mal Hand anle­gen. Dann die Time­line. So sehr ich mich gefreut habe, als die Funk­ti­on damals ein­ge­baut wur­de, so ernüch­ternd ist der Stand heu­te. Es ist schlicht nichts mehr pas­siert. Also bit­te bohrt das auf, visua­li­siert Abhän­gig­kei­ten. Und wo wir gera­de von Abhän­gig­kei­ten spre­chen, die Auf­ga­ben­re­la­ti­on. Mein nächs­ter gro­ßer Punkt. Also ent­we­der es wird so umpro­gram­miert, dass es wirk­lich funk­tio­na­le Aus­wir­kun­gen hat. Bei­spiels­wei­se kann man ja immer noch eine blo­ckier­te Auf­ga­be been­den, bevor man mit der ande­ren über­haupt ange­fan­gen hat. Ein völ­li­ges Unding mei­ner Mei­nung nach. Also ent­we­der wird das Funk­tio­nal anders pro­gram­miert oder ent­fernt das ein­fach. Es ist ein­fach zu ver­wir­rend. Denn auch ein Dupli­kat ist ja kein rich­ti­ges Dupli­kat. Es hat zwar die­ses Sym­bol und man ist ver­linkt, aber wenn ich in der einen Auf­ga­be etwas ände­re, pas­siert in der ande­ren nichts. Also wo ist das ein Dupli­kat? Das ist wirk­lich ver­wir­rend. Das muss geän­dert wer­den. Meis­ter­no­te. Egal was dazu geführt hat, dass es jetzt so ist, wie es ist, dass es inte­griert ist, ist super. Vor allem ohne Mehr­kos­ten. Aber bit­te inte­griert es dann auch wirk­lich rich­tig. Bei­spiels­wei­se lasst uns Noti­zen in einer Auf­ga­be direkt ver­lin­ken, nicht nur anders­her­um. Und lasst uns die­se Noti­zen auch inline edi­tier­bar machen, damit wir nicht die­ses Hin-und Her­ge­kli­cke zwi­schen den Tools haben. Das ist wirk­lich ver­wir­rend. Dann wäre es wirk­lich ein ganz gro­ßer Bene­fit. Wie schon ein­gangs erwähnt, trotz mei­ner Wün­sche bin ich immer noch ein ganz gro­ßer Befür­wor­ter von Meis­ter­Task und bin auch der fel­sen­fes­ten Über­zeu­gung, dass es nichts gibt, was momen­tan der­art zugäng­lich und ein­fach zu bedie­nen ist. Und es bleibt sehr span­nend, was das Jahr 2024 für Meis­ter­tags bereit­hält. Viel­leicht gibt es ja etwas mehr Tem­po. Das wäre schön. Wenn euch das gefal­len hat, wür­de ich mich sehr freu­en, wenn ihr das Video likt, Kom­men­ta­re schreibt oder den Kanal abon­niert. Da freut sich der You­Tube Algo­rith­mus und dem Kanal tut es auch gut. Euch wün­sche ich jetzt erst mal einen wun­der­ba­ren Jah­res­aus­klang und alles Gute für 2024. Bleibt gesund. **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial --- ### [Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/) **Published:** Juli 23, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Immer mehr Men­schen suchen nach Wegen, Stress abzu­bau­en und ein erfüll­te­res Leben zu füh­ren. Acht­sam­keit, eine Pra­xis mit Wur­zeln in der bud­dhis­ti­schen Medi­ta­ti­on, hat sich als effek­ti­ves Mit­tel erwie­sen, um dies zu errei­chen. Doch was genau bedeu­tet Acht­sam­keit, und wie kann man sie in den All­tag inte­grie­ren? ## **Was ist Achtsamkeit?** Acht­sam­keit bedeu­tet, den gegen­wär­ti­gen Moment bewusst wahr­zu­neh­men, ohne ihn zu bewer­ten oder zu ana­ly­sie­ren. Es geht dar­um, Gedan­ken, Gefüh­le und kör­per­li­che Emp­fin­dun­gen im Hier und Jetzt zu erle­ben. Die­se Prä­senz ermög­licht es, das Leben inten­si­ver zu erfah­ren und Stress­re­ak­tio­nen zu redu­zie­ren. Jon Kabat-Zinn, einer der Pio­nie­re der Acht­sam­keits­be­we­gung im Wes­ten, beschreibt Acht­sam­keit als “Bewusst­sein, das ent­steht, wenn man dem Moment absicht­lich Auf­merk­sam­keit schenkt und ihn nicht wer­tet.” ## **Die Bedeutung von Achtsamkeit** Die Vor­tei­le der Acht­sam­keit sind wis­sen­schaft­lich gut doku­men­tiert. Stu­di­en zei­gen, dass regel­mä­ßi­ge Acht­sam­keits­pra­xis Stress redu­ziert, das Wohl­be­fin­den ver­bes­sert und sogar die kör­per­li­che Gesund­heit för­dert. Sie bie­tet eine Mög­lich­keit, zur Ruhe zu kom­men und inne­re Klar­heit zu gewin­nen. ## **Die Wissenschaft hinter der Achtsamkeit** In den letz­ten Jahr­zehn­ten haben zahl­rei­che Stu­di­en die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen der Acht­sam­keit auf das Gehirn und das Wohl­be­fin­den unter­sucht. For­schun­gen zei­gen, dass Acht­sam­keit die Struk­tur des Gehirns ver­än­dert und Berei­che stärkt, die mit Auf­merk­sam­keit, Emo­ti­ons­re­gu­la­ti­on und Empa­thie ver­bun­den sind. Dar­über hin­aus wur­de fest­ge­stellt, dass Acht­sam­keits­pra­xis den Spie­gel von Stress­hor­mo­nen im Kör­per sen­ken und das Immun­sys­tem stär­ken kann. ## **Neuroplastizität und Achtsamkeit** Ein fas­zi­nie­ren­der Aspekt der Acht­sam­keit ist ihre Fähig­keit, die Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns zu för­dern – das heißt, das Gehirn kann sich durch Erfah­run­gen ver­än­dern und anpas­sen. Regel­mä­ßi­ge Acht­sam­keits­übun­gen kön­nen die Dich­te der grau­en Sub­stanz in Berei­chen erhö­hen, die mit Ler­nen, Gedächt­nis und emo­tio­na­ler Regu­lie­rung ver­bun­den sind. Dies bedeu­tet, dass Acht­sam­keit nicht nur das aktu­el­le Wohl­be­fin­den ver­bes­sert, son­dern auch lang­fris­ti­ge posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen im Gehirn bewir­ken kann. ## **Wie kann man Achtsamkeit trainieren?** Es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, Acht­sam­keit zu üben, von for­mel­len Medi­ta­ti­ons­tech­ni­ken bis hin zu ein­fa­chen All­tags­prak­ti­ken. Hier sind eini­ge Metho­den, um Acht­sam­keit in den All­tag zu inte­grie­ren: ### **1. Atemmeditation** Die Atem­medi­ta­ti­on ist eine der grund­le­gends­ten und am wei­tes­ten ver­brei­te­ten For­men der Acht­sam­keits­pra­xis. Set­zen Sie sich bequem hin, schlie­ßen Sie die Augen und rich­ten Sie Ihre Auf­merk­sam­keit auf Ihren Atem. Beob­ach­ten Sie, wie die Luft in Ihren Kör­per ein- und aus­strömt. Wenn Ihre Gedan­ken abschwei­fen, brin­gen Sie Ihre Auf­merk­sam­keit sanft zurück zum Atem. Die­se Übung hilft, den Geist zu beru­hi­gen und die Kon­zen­tra­ti­on zu ver­bes­sern. ### **2. Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR)** Das MBSR-Pro­gramm, ent­wi­ckelt von Jon Kabat-Zinn, kom­bi­niert Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on, Body-Scan und Yoga, um Stress abzu­bau­en und das Wohl­be­fin­den zu för­dern. Es wird welt­weit in Kli­ni­ken und Gesund­heits­zen­tren ange­bo­ten und hat sich als wirk­sa­me Metho­de zur Stress­be­wäl­ti­gung erwie­sen. ### **3. Gehmeditation** Bei der Geh­me­di­ta­ti­on kon­zen­triert man sich bewusst auf die Bewe­gung des Gehens. Jede Bewe­gung, jeder Schritt wird acht­sam wahr­ge­nom­men. Die­se Pra­xis kann im Frei­en oder drin­nen durch­ge­führt wer­den und hilft, Kör­per und Geist zu ver­bin­den. ### **4. Achtsames Essen** Acht­sa­mes Essen bedeu­tet, den Pro­zess des Essens voll­stän­dig zu erle­ben – den Geschmack, die Tex­tur und den Geruch der Nah­rung. Es hilft, ein gesun­des Ver­hält­nis zum Essen zu ent­wi­ckeln und för­dert das Bewusst­sein für die eige­nen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten. ### **5. Achtsamkeit im Alltag** Acht­sam­keit kann in jeden Aspekt des täg­li­chen Lebens inte­griert wer­den. Ob beim Zäh­ne­put­zen, beim Duschen oder beim Spa­zie­ren­ge­hen – neh­men Sie sich Momen­te, um bewusst wahr­zu­neh­men, was Sie tun. Die­se Pra­xis hilft, den Geist zu fokus­sie­ren und die Gegen­wart zu schät­zen. ## **Herausforderungen und Lösungen bei der Achtsamkeitspraxis** Obwohl die Vor­tei­le der Acht­sam­keit über­zeu­gend sind, kann es her­aus­for­dernd sein, eine regel­mä­ßi­ge Pra­xis auf­recht­zu­er­hal­ten. Hier sind eini­ge häu­fi­ge Hin­der­nis­se und wie man sie über­win­den kann: ### **1. Mangel an Zeit** Vie­le Men­schen glau­ben, sie hät­ten nicht genug Zeit, um Acht­sam­keit zu prak­ti­zie­ren. Doch schon weni­ge Minu­ten täg­lich kön­nen einen Unter­schied machen. Begin­nen Sie mit klei­nen, leicht umsetz­ba­ren Übun­gen und bau­en Sie sie nach und nach aus. ### **2. Unruhe und Ablenkungen** Es ist nor­mal, dass der Geist wäh­rend der Medi­ta­ti­on unru­hig wird. Anstatt gegen die­se Ablen­kun­gen anzu­kämp­fen, beob­ach­ten Sie sie ein­fach und las­sen Sie sie los. Mit der Zeit wird es leich­ter, den Geist zu beru­hi­gen. ### **3. Unrealistische Erwartungen** Vie­le erwar­ten, dass Acht­sam­keit sofor­ti­ge Ergeb­nis­se lie­fert. Wich­tig ist, gedul­dig zu sein und die Pra­xis als einen fort­lau­fen­den Pro­zess zu betrach­ten, der Zeit und Enga­ge­ment erfor­dert. ## **Die langfristigen Vorteile der Achtsamkeit** Die regel­mä­ßi­ge Pra­xis von Acht­sam­keit bie­tet zahl­rei­che lang­fris­ti­ge Vor­tei­le. Sie kann hel­fen, Resi­li­enz auf­zu­bau­en, Bezie­hun­gen zu ver­bes­sern und ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für sich selbst und ande­re zu ent­wi­ckeln. Acht­sam­keit för­dert nicht nur das per­sön­li­che Wohl­be­fin­den, son­dern auch die Fähig­keit, mit den Her­aus­for­de­run­gen des Lebens gelas­se­ner umzu­ge­hen. ## **Achtsamkeit in der Arbeitswelt** In der Arbeits­welt gewinnt Acht­sam­keit zuneh­mend an Bedeu­tung. Unter­neh­men erken­nen die Vor­tei­le, die acht­sa­me Mit­ar­bei­ter mit sich brin­gen: höhe­re Pro­duk­ti­vi­tät, bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und ein gesün­de­res Arbeits­kli­ma. Vie­le Orga­ni­sa­tio­nen bie­ten inzwi­schen Acht­sam­keits­schu­lun­gen und ‑pro­gram­me an, um das Wohl­be­fin­den ihrer Mit­ar­bei­ter zu för­dern. ## **Fazit** Acht­sam­keit ist eine wert­vol­le Pra­xis, die hilft, im hek­ti­schen All­tag zur Ruhe zu kom­men und das Leben bewuss­ter zu erle­ben. Durch regel­mä­ßi­ges Trai­ning kön­nen wir unse­re men­ta­le und emo­tio­na­le Gesund­heit stär­ken und ein erfüll­te­res Leben füh­ren. Die Inte­gra­ti­on von Acht­sam­keit in den All­tag erfor­dert Geduld und Übung, bie­tet jedoch tief­grei­fen­de und nach­hal­ti­ge Vor­tei­le für Kör­per und Geist. Wenn Sie mehr über Acht­sam­keit erfah­ren oder tie­fer in die Pra­xis ein­tau­chen möch­ten, ste­hen [zahl­rei­che Res­sour­cen und Kur­se zur Ver­fü­gung](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching"). Begin­nen Sie noch heu­te und ent­de­cken Sie die trans­for­ma­ti­ve Kraft der Acht­sam­keit für sich selbst. **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Bücher, Coaching --- ### [MeisterTask: Zwei Beispielboards (Video)](https://bobach-coaching.de/meistertask-zwei-beispielboards-video/) **Published:** April 13, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/) ist mei­ne abso­lu­te Lieb­lings­soft­ware zur Abwick­lung von Pro­jek­ten jeder Art, egal ob pri­vat oder beruf­lich. Als [Kan­ban-Sys­tem](https://de.wikipedia.org/wiki/Kanban) ist es hoch­fle­xi­bel und lässt sich für fast jeden Zweck anpas­sen. Zusätz­lich dazu ist es sogar in der kos­ten­lo­sen Vari­an­te schon team­fä­hig und ermög­licht leich­tes Zusam­men­ar­bei­ten. Ich wer­de oft gefragt, wie das opti­ma­le Board in Meis­ter­Task aus­sieht, wie es struk­tu­riert sein soll­te. Da gibt es kei­ne ein­deu­ti­ge Ant­wort — zu spe­zi­ell ist jeder Betrieb und jedes Team in sei­nen Struk­tu­ren und Abläu­fen. Ich habe trotz­dem zwei Aus­gangs­boards gebaut und zei­ge euch die­se im Video, die­se könnt ihr nach Her­zens­lust anpas­sen. Bei Fra­gen freue ich mich natür­lich wie immer auf eure Nach­rich­ten. Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo und herz­lich will­kom­men. Hier ist Björn Bob­ach. Und heu­te geht es mal wie­der um Meis­ter­Task. Meis­ter­Task ist ja mein Lieb­lings-Tool, wenn es um die Pro­jekt­ver­wal­tung geht. Und ich wer­de immer wie­der gefragt: Wie sieht denn dei­ner Mei­nung nach das opti­ma­le Board in Meis­ter­Task aus? Meis­ter­Task ist ein Kan­ban-Sys­tem, ähn­lich wie Trel­lo oder auch Asa­na. Kan­ban bedeu­tet immer: Wir haben Spal­ten und Kar­ten. Und das kann man so kon­fi­gu­rie­ren, wie man will. Also, man kann das sehr fein abstim­men. Des­we­gen gibt es dafür eigent­lich gar kei­ne all­um­fas­sen­de Ant­wort. Ich habe aber trotz­dem ein­mal zwei Bei­spiel-Boards gebaut, mit denen man Pro­jek­te ganz gut abwi­ckeln kann. Das kann man natür­lich auch für sich sel­ber anpas­sen. Aber ich zei­ge euch gleich mal das ers­te. Das habe ich sta­tus­spe­zi­fisch genannt — war­um, wer­de ich euch dann spä­ter noch zei­gen.* *Ja, und jeder Auf­trag fängt natür­lich mit einer Anfra­ge oder einem Lead an. Und dafür ist auch die ers­te Spal­te in dem Board. Die kann ich jetzt hier natür­lich hän­disch ein­tra­gen. Ich wür­de euch sehr emp­feh­len, dafür zum Bei­spiel auch die Auto­ma­ti­on mit den E‑Mails zu nut­zen. Wenn ihr hier auf das Drei­eck klickt und dann auf Aktio­nen, seht ihr hier unten immer eine E‑Mail-Adres­se. An die­se E‑Mail-Adres­se könnt ihr eine E‑Mail schi­cken, die dann auto­ma­tisch als Auf­ga­be in die­ser Spal­te erscheint. Und so könnt ihr zum Bei­spiel ein Kon­takt­for­mu­lar im Inter­net ganz ein­fach ein­bin­den. Und jeder, der euch dar­über eine Nach­richt schickt, lan­det auto­ma­tisch in die­ser Spal­te.* *Der nächs­te Sta­tus der Auf­ga­be, die ja in einer Kar­te simu­liert ist, wäre der ers­te Kon­takt. Das heißt, der Kun­de wird ange­ru­fen oder ange­schrie­ben. Das ist die nächs­te Spal­te. Wenn das erfolg­reich sein soll­te, wird ein Ange­bot erstellt — und dann drü­cken wir die Dau­men. Wenn das erfolg­reich ist, wird eine Auf­trags­be­stä­ti­gung, also eine AB, geschrie­ben. So weit, so gut, ich glau­be, das ist rela­tiv ein­leuch­tend.* *Und dann kom­men zwei sehr wich­ti­ge Spal­ten, und das ist bei mir „On Hold” und „In Arbeit”. War­um On Hold? Nach Auf­trags­be­stä­ti­gung wird ja nicht sofort los­ge­ar­bei­tet. Und bei „In Arbeit” kann man ja die Zeit­er­fas­sung mit hin­ter­le­gen — das habe ich in einem frü­he­ren Video schon ein­mal gezeigt. Dann kann Meis­ter­Task auto­ma­tisch erfas­sen, wie viel Zeit ich mit etwas ver­brin­ge. Und „On Hold” kann auch zwi­schen­durch immer mal pas­sie­ren: Man war­tet auf Tei­le oder dar­auf, dass man etwas von jeman­dem gelie­fert kriegt, auch in digi­ta­ler Form. Und da ist es immer ganz gut, dass man die Sachen auf „On Hold” setzt und ein­fach auch weiß, wor­auf man eigent­lich gera­de war­tet und wo man viel­leicht noch­mal nach­ha­ken muss.* *Dann, wenn alles fer­tig ist: Rech­nung. Und dann, ganz am Schluss: Erle­digt. Und hier könn­te man jetzt zum Bei­spiel eine der Auto­ma­tio­nen bei Meis­ter­Task Pro nut­zen und sagen: Wenn es erle­digt ist, soll es auto­ma­tisch archi­viert wer­den oder viel­leicht in ein ande­res Board ver­scho­ben wer­den, in dem man sich jetzt um den Kun­den­ser­vice nach einem Pro­jekt küm­mert.* *Also, ihr seht, das ist nicht wirk­lich schwie­rig. Das heißt, sta­tus­spe­zi­fisch heißt hier: Weil bei jedem Pro­jekt immer nur eine Kar­te exis­tiert, steht hier der Sta­tus im Vor­der­grund. Das heißt: Wel­chen Sta­tus hat mein Pro­jekt? Bin ich im Anfra­ge­sta­tus, bin ich im ers­ten Kon­takt? So weit, ganz klar.* *Da habe ich eine klei­ne Abwand­lung für euch, die nennt sich team­spe­zi­fisch. Ihr seht, der Anfang ist hier ähn­lich. Und dann habe ich hier drei Teams: Team A, Team B, Team C. Wann ist das sinn­voll? Das ist dann sinn­voll, wenn mei­ne Fir­ma grö­ßer ist und ein Pro­jekt immer von einem bestimm­ten Team-Mit­glied bear­bei­tet wird. Das ist zum Bei­spiel bei Bau­stel­len­trupps auch so, bei Hand­wer­kern, die ein bestimm­tes Pro­jekt haben und denen das dann zuge­wie­sen wird. Auch hier kann man gut mit Auto­ma­tio­nen arbei­ten — das heißt, dass ich zum Bei­spiel auto­ma­tisch dem jewei­li­gen Chef die­ses Teams die Auf­ga­be zuwei­se, damit der sich dann um alles Wei­te­re küm­mert. Und auch hier gibt es eine On-Hold-Spal­te, damit man Sachen auf Hold zie­hen kann und von außen sehen kann, bei wel­chem Team gera­de eine Auf­ga­be ruht, weil auf irgend­et­was gewar­tet wird, und wo man viel­leicht nach­ha­ken muss.* *Das ist jetzt für die team­spe­zi­fi­sche Auf­trags­ab­wick­lung, wo man eine Auf­ga­be von spe­zi­el­len Teams abwi­ckeln lässt. Ja, das sind zwei kur­ze, schnel­le Bei­spie­le. Das ist alles sehr rudi­men­tär, weil es sehr auf ein­zel­ne Unter­neh­men abge­stimmt wer­den muss. Bei einem grö­ße­ren Bau­trä­ger zum Bei­spiel macht so etwas eigent­lich kei­nen Sinn — da wür­de ich immer emp­feh­len, pro Pro­jekt, also zum Bei­spiel pro Bau­vor­ha­ben, ein eige­nes Board zu neh­men, damit man ein­fach die ver­schie­de­nen Gewer­ke gut unter­brin­gen kann und so wei­ter. Also, das ist in jedem Unter­neh­men ein biss­chen anders. Aber das gibt euch viel­leicht einen ganz guten Ein­stieg, wie man so ein Board auf­bau­en kann und wie ihr es dann für euch per­sön­lich abstim­men könnt. Ich hof­fe, das hat euch ein biss­chen gehol­fen. Bis zum nächs­ten Mal.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [Wie Sie die richtige Technik für sich und Ihre Mitarbeiter auswählen](https://bobach-coaching.de/wie-du-technik-fur-dich-und-deine-mitarbeiter-optimal-auswahlst-und-einkaufst/) **Published:** Dezember 8, 2017 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Direkt vorweg: dies ist kein Artikel um Dir die Entscheidung abzunehmen oder um zum x-ten mal zu erklären warum iPhones... **Content:** Direkt vor­weg: Dies ist kein Arti­kel, der Ihnen die Ent­schei­dung abnimmt oder der zum x‑ten Mal erklärt, war­um iPho­nes bes­ser sind als Andro­ids (oder mei­net­we­gen anders­rum). Es geht viel­mehr dar­um, mei­ne lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen aus dem Ein­zel­han­del und sehr viel Kun­den­kon­takt zu nut­zen, um Ihnen zu hel­fen, selbst die rich­ti­ge Ent­schei­dung *für sich* zu tref­fen. #### Der Mitarbeiter ist König Sie haben bestimmt schon ein­mal von BYOD (Bring Your Own Devices) gehört, einem Trend, der sich in immer mehr Unter­neh­men durch­setzt. Hier dür­fen Mit­ar­bei­ter ihre eige­nen Gerä­te zur Arbeit nut­zen oder sich aus­su­chen, wel­che Gerä­te und Platt­form sie nut­zen kön­nen. Es gibt zahl­rei­che Stu­di­en, die bele­gen, dass die Pro­duk­ti­vi­tät durch Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter mit ihren Gerä­ten signi­fi­kant gestei­gert wer­den kann. Für Sie und Ihr Team lässt sich dar­aus viel ablei­ten: #### Zwingen Sie niemandem etwas auf Die Ent­schei­dung, ob iPho­ne, Pixel Pho­ne oder Sam­sung, soll­ten Sie Ihren Mit­ar­bei­tern nicht abneh­men. Gera­de in der Smart­phone-Bran­che gibt es regel­rech­te Gra­ben­kämp­fe. Mischen Sie sich hier am bes­ten nicht ein, son­dern las­sen Sie jedem sei­ne Vor­lie­ben. Dank platt­form­un­ab­hän­gi­ger Diens­te wie Ever­no­te, Meis­ter­Task, etc. kön­nen Sie alles unter­stüt­zen. #### Suchen Sie sich selbst aus, was Ihnen Spaß macht Wenn Sie für sich selbst etwas anschaf­fen, holen Sie sich kei­nen Rat von einem „IT-Exper­ten“. Neh­men Sie das, was Ihnen wirk­lich gefällt – vor allem auch, wie es sich anfasst. Ver­ges­sen Sie nicht, dass Sie das Gerät in den nächs­ten Jah­ren fast täg­lich zig-mal vor sich haben wer­den. Wenn es etwas ist, das Sie wirk­lich „sexy“ fin­den, wird es Ihnen sehr wahr­schein­lich auch deut­lich mehr Spaß machen, es zu benut­zen. #### Ein Wort zur Performance Wenn Sie einen „Nerd“ mit zum Ein­kauf neh­men, wird er Ihnen sehr wahr­schein­lich immer nur das moderns­te, neu­es­te, bes­te (und damit auch teu­ers­te) emp­feh­len. Die grund­sätz­li­che Fra­ge soll­te stets natür­lich der jewei­li­ge Ein­satz sein. Man braucht defi­ni­tiv nicht den schnells­ten aller Com­pu­ter, wenn man damit nur ein paar Tabel­len und Text­do­ku­men­te erstel­len will. Aber auch hier gilt: Wenn Ihnen das Neu­es­te am bes­ten gefällt (und Sie es sich leis­ten kön­nen), schla­gen Sie zu! Soll­ten Sie eher zu den Spar­füch­sen gehö­ren, die ihre Gerä­te sehr lan­ge im Ein­satz haben, bedeu­tet mehr Per­for­mance in der Regel jedoch auch eine län­ge­re Nut­zungs­dau­er. Hier kön­nen Sie durch eine etwas höhe­re Aus­ga­be viel­leicht ein oder zwei Jah­re mehr Nut­zung her­aus­schla­gen. Wie sind Ihre Erfah­run­gen beim Hard­ware-Kauf? Ich freue mich auf Ihre Kom­men­ta­re und Anre­gun­gen. **Kategorien:** Team --- ### [Burnout & Zusammenbrüche verhindern: Frühwarnsignale erkennen und rechtzeitig gegensteuern](https://bobach-coaching.de/burnout-zusammenbrueche-verhindern-fruehwarnsignale-erkennen-und-rechtzeitig-gegensteuern/) **Published:** Februar 17, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wir alle haben Belas­tungs­gren­zen – aber was pas­siert, wenn wir sie über­schrei­ten? Ein phy­si­scher oder psy­chi­scher Zusam­men­bruch oder ein Burn­out kommt sel­ten plötz­lich. Oft gibt es deut­li­che Warn­si­gna­le, die wir über­se­hen oder igno­rie­ren, bis es zu spät ist. In die­sem Arti­kel erfah­ren Sie, wie Sie die­se Früh­warn­si­gna­le recht­zei­tig erken­nen und wel­che Maß­nah­men Sie ergrei­fen kön­nen, um ernst­haf­te Fol­gen zu ver­mei­den. Denn eines ist sicher: Stolz und Durch­hal­te­ver­mö­gen sind hier die fal­schen Rat­ge­ber – auf sich selbst zu ach­ten, ist kei­ne Schwä­che, son­dern eine Not­wen­dig­keit. ## **Warum wir Warnsignale oft übersehen** Stress gehört für vie­le Men­schen zum All­tag. Beson­ders im Berufs­le­ben und in ver­ant­wor­tungs­vol­len Posi­tio­nen scheint es nor­mal, stän­dig gefor­dert zu sein. Doch genau hier liegt die Gefahr: - **Hohe Belas­tung wird zur Nor­ma­li­tät:** Wer dau­er­haft unter Druck arbei­tet, nimmt Erschöp­fung irgend­wann als gege­ben hin. - **Warn­si­gna­le wer­den falsch inter­pre­tiert:** Kopf­schmer­zen, Schlaf­pro­ble­me oder Gereizt­heit wer­den oft als „Klei­nig­kei­ten“ abge­tan. - **Stolz und Pflicht­ge­fühl ste­hen im Weg:** Vie­le Men­schen den­ken, sie müss­ten „ein­fach wei­ter­ma­chen“, anstatt sich die not­wen­di­ge Erho­lung zu gön­nen. - **Das Umfeld wird igno­riert:** Häu­fig bemer­ken Fami­lie, Freun­de oder Kol­le­gen die ers­ten Anzei­chen eines dro­hen­den Zusam­men­bruchs. Doch statt zuzu­hö­ren, wei­sen Betrof­fe­ne die­se Sor­gen oft von sich. Doch genau die­se Hal­tung kann fata­le Fol­gen haben. Wenn Men­schen in Ihrem Umfeld besorgt sind, lohnt es sich, inne­zu­hal­ten und ihre Wahr­neh­mung ernst zu neh­men – denn oft erken­nen Außen­ste­hen­de das Pro­blem frü­her als man selbst. ## **Frühwarnsignale eines drohenden Burnout** Je frü­her Sie Anzei­chen erken­nen, des­to bes­ser kön­nen Sie gegen­steu­ern. Ach­ten Sie beson­ders auf fol­gen­de Warn­si­gna­le: ### **1. Emotionale Anzeichen** - Stän­di­ge Gereizt­heit oder Wut­aus­brü­che - Gefühl der [Über­for­de­rung](https://bobach-coaching.de/ruhe-finden-wie-sie-in-einer-hektischen-welt-innere-balance-schaffen/ "Ruhe finden – Wie Sie in einer hektischen Welt innere Balance schaffen"), selbst bei ein­fa­chen Auf­ga­ben - Inne­re Unru­he, Angst oder depres­si­ve Ver­stim­mung - Ver­lust der Freu­de an Din­gen, die Ihnen sonst wich­tig waren ### **2. Körperliche Warnsignale** - Anhal­ten­de Erschöp­fung, die durch Schlaf nicht bes­ser wird - Kopf­schmer­zen, Ver­span­nun­gen oder Rücken­schmer­zen - Magen-Darm-Pro­ble­me oder Appe­tit­ver­än­de­run­gen - Häu­fi­ge Infek­te durch ein geschwäch­tes Immun­sys­tem ### **3. Kognitive & Verhaltensveränderungen** - Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me oder Gedächt­nis­lü­cken - Rück­zug aus sozia­len Kon­tak­ten - Erhöh­te Feh­ler­quo­te oder sin­ken­de Leis­tungs­fä­hig­keit - Schwie­rig­kei­ten, abzu­schal­ten – selbst in Ruhe­pha­sen Wenn Sie sich in meh­re­ren die­ser Punk­te wie­der­erken­nen, ist es höchs­te Zeit, aktiv gegen­zu­steu­ern. ## **Wie Sie rechtzeitig gegensteuern können** Die gute Nach­richt ist: Sie kön­nen viel tun, um sich zu sta­bi­li­sie­ren und einen Zusam­men­bruch zu ver­mei­den. Wich­tig ist, dass Sie sich bewusst für Ver­än­de­run­gen ent­schei­den – und das am bes­ten, bevor Ihr Kör­per oder Ihre Psy­che die Not­brem­se zie­hen. ### **1. Nehmen Sie Warnsignale vor einem Burnout ernst – auch die aus Ihrem Umfeld** Wenn Men­schen in Ihrem engen Umfeld Ihnen sagen, dass Sie erschöpft, ver­än­dert oder gereizt wir­ken, hören Sie ihnen zu. Außen­ste­hen­de erken­nen oft frü­her als wir selbst, dass etwas nicht stimmt. Sehen Sie es nicht als Kri­tik, son­dern als wert­vol­le Rück­mel­dung. ### **2. Akzeptieren Sie Ihre Grenzen** Selbst die belast­bars­ten Men­schen brau­chen Pau­sen. Statt sich dafür zu ver­ur­tei­len, sehen Sie es als eine klu­ge Ent­schei­dung: Wer lang­fris­tig leis­tungs­fä­hig blei­ben will, [muss sich Erho­lungs­pha­sen](https://bobach-coaching.de/lebensumbrueche-meistern-wie-coaching-dabei-helfen-kann-wieder-klarheit-und-ruhe-zu-finden/ "Lebensumbrüche meistern – Wie Coaching dabei helfen kann, wieder Klarheit und Ruhe zu finden") gön­nen. ### **3. Setzen Sie klare Grenzen** - [Ler­nen Sie, **Nein** zu sagen](https://bobach-coaching.de/podcast-nein-sagen-lernen/ "Nein sagen lernen sollte jeder") – ohne Schuld­ge­füh­le. - Pla­nen Sie bewusst Pau­sen und Erho­lungs­zei­ten ein. - Redu­zie­ren Sie Ver­pflich­tun­gen, die mehr Kraft kos­ten, als sie Ihnen geben. ### **4. Bauen Sie aktiv Entlastungsstrategien in Ihren Alltag ein** - **Bewe­gung:** Sport hilft, Stress­hor­mo­ne abzu­bau­en. - **Schlaf:** Ach­ten Sie auf aus­rei­chen­den, erhol­sa­men Schlaf. - **Ernäh­rung:** Gesun­de, nähr­stoff­rei­che Ernäh­rung unter­stützt Kör­per und Geist. ### **5. Überdenken Sie Ihre Stressoren & finden Sie Lösungen** Neh­men Sie sich regel­mä­ßig Zeit für eine [ehr­li­che Selbst­re­fle­xi­on](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstfuersorge/ "Selbstfürsorge verstehen und lernen"): - Wel­che Fak­to­ren set­zen Sie beson­ders unter Druck? - Wel­che Ver­pflich­tun­gen kön­nen Sie redu­zie­ren? - Gibt es Alter­na­ti­ven, um Ihren All­tag stress­frei­er zu gestal­ten? ### **6. Holen Sie sich Unterstützung – frühzeitig!** Vie­le Men­schen den­ken, sie müss­ten alles allein bewäl­ti­gen. Doch oft ist genau das Gegen­teil der Fall: Ein Aus­tausch mit ande­ren kann ent­las­ten und neue Per­spek­ti­ven eröff­nen. Ob ein Gespräch mit ver­trau­ten Per­so­nen, pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung durch Coa­ching oder the­ra­peu­ti­sche Beglei­tung – Hil­fe anzu­neh­men ist ein Zei­chen von Stär­ke, nicht von Schwä­che. Wei­ter­füh­ren­de, kos­ten­lo­se Infor­ma­tio­nen und Kurz­checks zum The­ma bie­tet auch [psy­GA – Psy­chi­sche Gesund­heit in der Arbeits­welt](https://www.psyga.info/), ein Por­tal des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Arbeit und Sozia­les. ## **Fazit: Ihre Gesundheit hat oberste Priorität** Ein Zusam­men­bruch kommt sel­ten plötz­lich – er ist meist das Ergeb­nis einer lang­fris­ti­gen Über­las­tung. Doch Sie haben die Mög­lich­keit, recht­zei­tig gegen­zu­steu­ern. Falls Sie Unter­stüt­zung suchen, um Ihre Stress­be­wäl­ti­gungs­stra­te­gien zu ver­bes­sern oder gezielt an Ihrer Resi­li­enz zu arbei­ten, [mel­den Sie sich ger­ne für ein Coa­ching](#kontakt). Gemein­sam fin­den wir einen Weg, wie Sie lang­fris­tig gesund und leis­tungs­fä­hig blei­ben. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching --- ### [Coach, Berater, Therapeut? Was Sie wirklich brauchen](https://bobach-coaching.de/coach-berater-therapeut-was-sie-wirklich-brauchen/) **Published:** Januar 26, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Sie möch­ten sich beruf­lich oder pri­vat ver­än­dern, ste­hen vor einer wich­ti­gen Her­aus­for­de­rung, aber wis­sen nicht, wel­che Art der Unter­stüt­zung die rich­ti­ge für Sie ist? Die Begrif­fe Coach, Bera­ter und The­ra­peut wer­den oft syn­onym ver­wen­det, doch sie beschrei­ben fun­da­men­tal unter­schied­li­che Ansät­ze. Die­se Ver­wir­rung kann dazu füh­ren, dass Sie wert­vol­le Zeit ver­lie­ren oder nicht die Hil­fe bekom­men, die Sie wirk­lich vor­an­bringt. Aber kei­ne Sor­ge, Sie sind damit nicht allein. Die­ser Arti­kel dient Ihnen als kla­rer und umfas­sen­der Weg­wei­ser. Ich erklä­re Ihnen die zen­tra­len Unter­schie­de zwi­schen Coa­ching, Bera­tung und The­ra­pie, zei­ge Ihnen typi­sche Anwen­dungs­fäl­le, beleuch­te die Grau­zo­nen und beant­wor­te die häu­figs­ten Fra­gen. Am Ende hilft Ihnen eine ein­fa­che Check­lis­te, schnell und sicher die für Sie pas­sen­de Unter­stüt­zung zu fin­den. ## Die schnelle Übersicht: Coaching, Beratung und Therapie im Vergleich Um die Unter­schie­de auf einen Blick zu erfas­sen, hilft eine direk­te Gegen­über­stel­lung. Die fol­gen­de Tabel­le fasst die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en zusam­men und macht deut­lich, wor­in sich die drei Ansät­ze unter­schei­den. Kri­te­ri­umCoachBera­ter (Con­sul­tant)The­ra­peut**Grund­hal­tung**Hil­fe zur Selbst­hil­feLösungs- & Exper­ten­wis­senHei­lung & Lin­de­rung**Fokus**Zukunft, Zie­le, Poten­zia­leSpe­zi­fi­sche Pro­ble­me, Auf­ga­benVer­gan­gen­heit & Gegen­wart**Rol­le**Pro­zess­be­glei­ter, Fra­ge­stel­lerFach­ex­per­te, Rat­ge­berBehand­ler, Dia­gnos­ti­ker**Bezie­hung**Part­ner­schaft auf Augen­hö­heExper­te-Kun­de-Bezie­hungArzt-Pati­ent-Bezie­hung**Ziel**Per­sön­li­ches Wachs­tum, Ziel­er­rei­chungImple­men­tie­rung einer Fach­lö­sungBehand­lung psy­chi­scher Lei­den**Vor­aus­set­zung**Psy­chisch gesun­der Kli­entInfor­ma­ti­ons- & Wis­sens­lü­ckeKli­ni­sche Diagnose/Leidensdruck## Der Coach: Ihr Partner für Wachstum und Potenzialentfaltung **Was ist die Kern­auf­ga­be?** Ein Coach ist ein Beglei­ter auf Augen­hö­he, der durch geziel­te Fra­gen, Refle­xio­nen und bewähr­te Metho­den wert­vol­le Impul­se gibt. Er lie­fert Ihnen kei­ne fer­ti­gen Ant­wor­ten, son­dern befä­higt Sie als Kli­ent (Coa­chee), Ihre eige­nen, authen­ti­schen Lösun­gen zu fin­den. Der Fokus liegt klar auf der Zukunft, der Ver­wirk­li­chung Ihrer Zie­le und der Akti­vie­rung Ihrer schlum­mern­den Res­sour­cen. Ein Coach arbei­tet mit Ihnen dar­an, Blo­cka­den zu über­win­den und Ihr vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. **Wann ist ein Coach die rich­ti­ge Wahl?** - **Sie möch­ten den nächs­ten Kar­rie­re­schritt pla­nen.** Stel­len Sie sich vor, Sie sind an einem Punkt in Ihrer Kar­rie­re, an dem Sie sich fest­ge­fah­ren füh­len. Sie wis­sen, Sie kön­nen mehr, aber Ihnen fehlt die Klar­heit über den nächs­ten Schritt oder der Mut für eine Ver­än­de­rung. Ein Coach hilft Ihnen, Ihre Stär­ken zu ana­ly­sie­ren, Zie­le zu defi­nie­ren und eine kon­kre­te Stra­te­gie für Ihre beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung zu ent­wer­fen. - **Sie wol­len Ihre Füh­rungs­kom­pe­ten­zen ver­bes­sern.** Sie haben Per­so­nal­ver­ant­wor­tung über­nom­men und mer­ken, dass Fach­wis­sen allein nicht aus­reicht. The­men wie Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on, Kon­flikt­lö­sung oder sou­ve­rä­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on for­dern Sie her­aus. Im Busi­ness Coa­ching reflek­tie­ren Sie Ihren Füh­rungs­stil und erler­nen wirk­sa­me Werk­zeu­ge, um Ihr Team authen­tisch und erfolg­reich zu lei­ten. - **Sie suchen nach einer bes­se­ren Work-Life-Balan­ce.** Ihr Job domi­niert Ihren All­tag, die Aben­de und Wochen­en­den füh­len sich kurz an und die Erho­lung bleibt auf der Stre­cke. Ein Coach unter­stützt Sie dabei, Prio­ri­tä­ten zu set­zen, Gren­zen zu zie­hen und Gewohn­hei­ten zu eta­blie­ren, die Ihnen wie­der mehr Ener­gie und Lebens­freu­de außer­halb der Arbeit schen­ken. - **Sie möch­ten per­sön­li­che oder beruf­li­che Zie­le kla­rer defi­nie­ren und errei­chen.** Viel­leicht haben Sie eine vage Idee von dem, was Sie wol­len – sei es die Grün­dung eines Neben­ge­wer­bes, ein Umzug oder ein­fach nur “mehr Selbst­ver­trau­en”. Ein Coach agiert als Spar­rings­part­ner, der Ihnen hilft, die­se vagen Wün­sche in mess­ba­re, erreich­ba­re Zie­le zu ver­wan­deln und Sie auf dem Weg dort­hin moti­viert. Erfah­ren Sie mehr dar­über, wie ich Sie im [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/themen-business-coaching/ "Business Coaching") oder [Life Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching — Personal Coaching") unter­stüt­zen kann. ## Der Berater: Der Experte für Ihr Fachproblem **Was ist die Kern­auf­ga­be?** Ein Bera­ter (Con­sul­tant) wird für sei­ne spe­zi­fi­sche Fach­ex­per­ti­se enga­giert. Er ana­ly­siert ein klar defi­nier­tes Pro­blem, ent­wi­ckelt auf Basis sei­nes Wis­sens eine maß­ge­schnei­der­te Lösung und prä­sen­tiert Ihnen kon­kre­te Stra­te­gien und Hand­lungs­emp­feh­lun­gen. Der Bera­ter füllt eine Wis­sens­lü­cke und sagt Ihnen, *was* zu tun ist. **Wann ist ein Bera­ter die rich­ti­ge Wahl?** - **Ein Unter­neh­men benö­tigt eine neue Mar­ke­ting­stra­te­gie.** Ihre Fir­ma möch­te ein neu­es Pro­dukt ein­füh­ren, weiß aber nicht, wie sie die Ziel­grup­pe am bes­ten erreicht. Ein Mar­ke­ting­be­ra­ter ana­ly­siert den Markt, ent­wi­ckelt eine Kam­pa­gne und lie­fert einen fer­ti­gen Plan für Social Media, Wer­bung und PR. - **Eine IT-Infra­struk­tur soll erneu­ert wer­den.** Die inter­nen Soft­ware­sys­te­me sind ver­al­tet und inef­fi­zi­ent. Ein IT-Bera­ter eva­lu­iert die bestehen­den Pro­zes­se, emp­fiehlt pas­sen­de neue Soft­ware und erstellt einen Plan für die Imple­men­tie­rung. ## Der Therapeut: Der Experte für Ihre seelische Gesundheit **Was ist die Kern­auf­ga­be?** Ein The­ra­peut, bei­spiels­wei­se ein Psy­cho­the­ra­peut, ist für die Dia­gno­se und Behand­lung von psy­chi­schen Erkran­kun­gen und Lei­dens­zu­stän­den zustän­dig. Die Arbeit kon­zen­triert sich oft auf die Auf­ar­bei­tung von Erfah­run­gen aus der Ver­gan­gen­heit, um die Gegen­wart bes­ser bewäl­ti­gen zu kön­nen. The­ra­peu­ten ver­fü­gen über eine gesetz­lich gere­gel­te Heil­er­laub­nis. **Wann ist ein The­ra­peut die rich­ti­ge Wahl?** - **Bei Anzei­chen einer Depres­si­on, Angst­stö­rung oder eines Burn­out-Syn­droms.** Sie füh­len sich seit Wochen antriebs­los, nie­der­ge­schla­gen, haben Schlaf­stö­run­gen oder lei­den unter Panik­at­ta­cken. Dies sind erns­te Sym­pto­me, die eine medi­zi­ni­sche Dia­gno­se und eine the­ra­peu­ti­sche Behand­lung erfor­dern. - **Zur Bewäl­ti­gung von Trau­ma­ta oder Sucht­er­kran­kun­gen.** Ein tief­grei­fen­des, belas­ten­des Erleb­nis aus der Ver­gan­gen­heit beein­flusst Ihr heu­ti­ges Leben mas­siv oder Sie kämp­fen mit einer Abhän­gig­keit. Ein The­ra­peut bie­tet hier­für spe­zia­li­sier­te und erprob­te Behand­lungs­an­sät­ze. ## Grauzonen und Überschneidungen: Wann die Grenzen verschwimmen Obwohl die Abgren­zung klar erscheint, gibt es in der Pra­xis oft flie­ßen­de Über­gän­ge. Ein guter Coach oder Bera­ter kennt sei­ne Gren­zen und wird Sie bei Bedarf immer an einen The­ra­peu­ten ver­wei­sen. Einen The­ra­pie­platz fin­den Sie über die [offi­zi­el­le Ter­min­ver­mitt­lung 116117](https://www.116117.de/de/psychotherapie.php) der Kas­sen­ärzt­li­chen Bun­des­ver­ei­ni­gung. - **Der Coach mit Bera­tungs­hin­ter­grund:** Vie­le Busi­ness Coa­ches waren frü­her selbst Füh­rungs­kräf­te oder Bera­ter. Sie kön­nen daher nicht nur den Pro­zess beglei­ten (Coa­ching), son­dern in bestimm­ten Situa­tio­nen auch fach­li­chen Rat geben (Bera­tung). Wich­tig ist, dass die­se Rol­len klar kom­mu­ni­ziert wer­den. - **Der Bera­ter, der Coa­ching-Metho­den nutzt:** Ein moder­ner Bera­ter lie­fert nicht nur eine Stra­te­gie, son­dern hilft dem Team durch den Ein­satz von Fra­ge­tech­ni­ken und Work­shops auch dabei, die Lösung anzu­neh­men und umzu­set­zen. - **Wenn Sie bei­des brau­chen:** Stel­len Sie sich vor, Sie grün­den ein Unter­neh­men. Sie benö­ti­gen einen Steu­er­be­ra­ter für die Finan­zen (Bera­ter) und gleich­zei­tig einen Coach, der Sie dabei unter­stützt, mit dem Druck umzu­ge­hen und Ihre Rol­le als Geschäfts­füh­rer zu fin­den (Coach). ## Häufig gestellte Fragen (FAQ) ### 1. Ist “Coach” ein geschützter Begriff? Nein, die Berufs­be­zeich­nung “Coach” ist in Deutsch­land nicht gesetz­lich geschützt. Im Grun­de kann sich jeder so nen­nen. Umso wich­ti­ger ist es, bei der Aus­wahl auf aner­kann­te Zer­ti­fi­zie­run­gen (z.B. von Ver­bän­den wie [DBVC](https://www.dbvc.de/coach-finden) oder ICF), nach­weis­ba­re Erfah­rung und eine pro­fes­sio­nel­le Hal­tung zu ach­ten. Die Bezeich­nung “Psy­cho­the­ra­peut” ist hin­ge­gen streng geschützt und an eine mehr­jäh­ri­ge Aus­bil­dung und staat­li­che Appro­ba­ti­on gebun­den. ### 2. Übernimmt die Krankenkasse die Kosten für einen Coach? Nein. Coa­ching ist eine Selbst­zah­ler­leis­tung. Es wird als eine Inves­ti­ti­on in die per­sön­li­che oder beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung betrach­tet. Psy­cho­the­ra­pie hin­ge­gen ist eine aner­kann­te Heil­be­hand­lung, deren Kos­ten bei Vor­lie­gen einer ärzt­li­chen Dia­gno­se von den gesetz­li­chen und pri­va­ten Kran­ken­kas­sen über­nom­men wer­den. ### 3. Wie erkenne ich einen seriösen Coach? Ach­ten Sie auf fol­gen­de Punk­te: eine pro­fes­sio­nel­le Web­site, kla­re Anga­ben zu Aus­bil­dung und Zer­ti­fi­zie­run­gen, trans­pa­ren­te Preis­ge­stal­tung und Kun­den­stim­men. Der wich­tigs­te Fak­tor ist jedoch das kos­ten­lo­se Erst­ge­spräch. Hier mer­ken Sie schnell, ob die Che­mie stimmt und ob sich der Coach wirk­lich für Ihre Zie­le inter­es­siert, anstatt nur ein Stan­dard­pro­gramm zu ver­kau­fen. ### 4. Was kostet ein Coaching im Durchschnitt? Die Prei­se vari­ie­ren stark je nach Erfah­rung, Spe­zia­li­sie­rung und Ziel­grup­pe. Life Coa­ching für Pri­vat­per­so­nen kos­tet oft zwi­schen 100 € und 250 € pro Stun­de. Busi­ness Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te oder Unter­neh­men wird häu­fig über Tages­sät­ze abge­rech­net, die deut­lich höher lie­gen kön­nen. Sehen Sie es nicht als Kos­ten, son­dern als Inves­ti­ti­on in sich selbst. ## Fazit: Ihre persönliche Checkliste zur Entscheidung Unsi­cher, wel­cher Weg der rich­ti­ge für Sie ist? Stel­len Sie sich ehr­lich die­se drei Fra­gen, um die pas­sen­de Rich­tung zu fin­den: 1. **Lei­de ich unter einer psy­chi­schen Erkran­kung, die mei­nen All­tag stark beein­träch­tigt?** → **Ja?** Dann ist ein **The­ra­peut** Ihr ers­ter und wich­tigs­ter Ansprech­part­ner. 2. **Benö­ti­ge ich Exper­ten­wis­sen oder eine fer­ti­ge Stra­te­gie für ein spe­zi­fi­sches Fach­pro­blem?** → **Ja?** Dann suchen Sie gezielt nach einem **Bera­ter** mit der pas­sen­den Exper­ti­se. 3. **Bin ich psy­chisch gesund, möch­te aber per­sön­li­che oder beruf­li­che Zie­le errei­chen, Blo­cka­den lösen und mein vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten?** → **Ja?** Dann ist ein **Coach** der per­fek­te Part­ner, um Sie auf die­sem Weg zu beglei­ten. ## Ihr nächster Schritt zu mehr Klarheit Wenn Sie nach die­ser Lek­tü­re über­zeugt sind, dass Coa­ching der rich­ti­ge Weg für Sie ist, um Ihre Zie­le zu errei­chen und per­sön­lich zu wach­sen, dann lade ich Sie herz­lich ein, den nächs­ten Schritt zu tun. Las­sen Sie uns in einem kos­ten­lo­sen und unver­bind­li­chen Erst­ge­spräch dar­über spre­chen, wo Sie gera­de ste­hen und wo Sie hin­möch­ten. **[Jetzt kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](#kontakt)** **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Mythos und Realität im Coaching: Was ist wirklich dran?](https://bobach-coaching.de/mythos-und-realitaet-im-coaching-was-ist-wirklich-dran/) **Published:** Januar 20, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Coa­ching ist in aller Mun­de. Doch was steckt wirk­lich hin­ter die­sem Begriff? Vie­le Mythen ran­ken sich um das The­ma, die oft zu Miss­ver­ständ­nis­sen und fal­schen Erwar­tun­gen füh­ren. Die­ser Arti­kel räumt mit eini­gen gän­gi­gen Irr­tü­mern auf und zeigt, was Coa­ching wirk­lich leis­ten kann. ## **Mythos 1: Coaching ist nur für Führungskräfte oder Prominente.** **Rea­li­tät:** Coa­ching ist für jeden geeig­net, der sich [per­sön­lich](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/ "Personal Coaching") oder[ beruf­lich wei­ter­ent­wi­ckeln](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") möch­te. Ob Füh­rungs­kraft, Ange­stell­ter, Selbst­stän­di­ger, Stu­dent oder Pri­vat­per­son – Coa­ching kann in den unter­schied­lichs­ten Lebens­be­rei­chen wert­vol­le Unter­stüt­zung bie­ten. Es geht dar­um, eige­ne Poten­zia­le zu erken­nen, Zie­le zu defi­nie­ren und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um die­se zu errei­chen. Es geht um die Beglei­tung auf dem Weg zu mehr Selbst­wirk­sam­keit. ## **Mythos 2: Ein Coach gibt einem Ratschläge und sagt, was man tun soll.** **Rea­li­tät:** Coa­ching ist kei­ne Bera­tung. Ein Coach gibt kei­ne direk­ten Rat­schlä­ge oder Lösun­gen vor. Statt­des­sen beglei­te ich den Kli­en­ten durch geziel­te Fra­gen, Metho­den und Tech­ni­ken dabei, eige­ne Ant­wor­ten und Lösun­gen zu fin­den. Es geht um Selbst­re­fle­xi­on, Erkennt­nis und die Ent­wick­lung eige­ner Hand­lungs­stra­te­gien. Ich unter­stüt­ze den Kli­en­ten dabei, sei­ne eige­nen Res­sour­cen zu akti­vie­ren und die für ihn pas­sen­den Wege zu ent­de­cken. Der Coach ist ein Weg­be­glei­ter, kein Rat­ge­ber. Im Coa­ching­pro­zess geht es dar­um, den Kli­en­ten zu befä­hi­gen, sei­ne eige­nen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und Ver­ant­wor­tung für sein Han­deln zu über­neh­men. ## **Mythos 3: Coaching ist eine schnelle Lösung für alle Probleme.** **Rea­li­tät:** Coa­ching ist ein Pro­zess, der Zeit und Enga­ge­ment erfor­dert. Es ist kein „Quick Fix“ für aku­te Pro­ble­me. Es geht um nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen, die durch die akti­ve Mit­ar­beit des Kli­en­ten ent­ste­hen. Coa­ching kann zwar schnel­le­re Fort­schrit­te ermög­li­chen als allei­ne, aber es braucht Zeit, um neue Ver­hal­tens­wei­sen zu eta­blie­ren und alte Mus­ter zu durch­bre­chen. Ich unter­stüt­ze den Kli­en­ten dabei, rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen zu set­zen und den Pro­zess aktiv mit­zu­ge­stal­ten. Es geht um nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung, nicht um kurz­fris­ti­ge Effek­te. ## **Mythos 4: Jeder kann sich Coach nennen.** **Rea­li­tät:** Lei­der ist die Bezeich­nung „Coach“ nicht geschützt. Das bedeu­tet, dass sich theo­re­tisch jeder so nen­nen kann. Daher ist es umso wich­ti­ger, auf die Qua­li­fi­ka­ti­on und Erfah­rung des Coa­ches zu ach­ten. Eine fun­dier­te Aus­bil­dung, Zer­ti­fi­zie­run­gen und nach­weis­ba­re Erfol­ge sind wich­ti­ge Kri­te­ri­en bei der Aus­wahl eines Coa­ches. Der Deut­sche Bun­des­ver­band Coa­ching (DBVC) hat dazu eine [Check­lis­te für Kli­en­ten](https://www.dbvc.de/coach-werden/service/materialien/checkliste-fuer-auftraggeber-und-klienten) ver­öf­fent­licht, die genau sol­che Qua­li­täts­merk­ma­le auf­lis­tet. Es ist wich­tig, auf Pro­fes­sio­na­li­tät und ethi­sche Richt­li­ni­en zu ach­ten. Dies sichert die Qua­li­tät des Coa­ching­pro­zes­ses. Ich lege Wert auf eine fun­dier­te Aus­bil­dung und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung, um mei­nen Kli­en­ten best­mög­lich zu unter­stüt­zen. ## **Mythos 5: Coaching ist nur etwas für „Schwache“ oder „Gescheiterte“.** **Rea­li­tät:** Ganz im Gegen­teil. Coa­ching ist für Men­schen, die etwas errei­chen wol­len, die sich wei­ter­ent­wi­ckeln und ihr vol­les Poten­zi­al aus­schöp­fen möch­ten. Es ist ein Zei­chen von Stär­ke, sich pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung zu holen, um eige­ne Zie­le zu errei­chen. Coa­ching ist eine Inves­ti­ti­on in sich selbst und in die eige­ne Zukunft. Es geht um Wachs­tum, Ent­wick­lung und das Errei­chen von per­sön­li­chen und beruf­li­chen Zie­len. Ich arbei­te mit Men­schen zusam­men, die moti­viert sind, etwas zu ver­än­dern und bereit sind, dafür Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. ## **Was ist Coaching wirklich?** Coa­ching ist ein pro­fes­sio­nel­ler Beglei­tungs­pro­zess, der Kli­en­ten dabei unter­stützt: - Eige­ne [Zie­le zu defi­nie­ren](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?") und zu errei­chen - [Poten­zia­le zu erken­nen](https://bobach-coaching.de/growth-mindset-im-business-coaching-der-schluessel-zum-erfolg/ "Growth Mindset im Business Coaching: Der Schlüssel zum Erfolg") und zu nut­zen - [Her­aus­for­de­run­gen](https://bobach-coaching.de/meine-groesste-krise/ "Meine größte Krise und was ich daraus gelernt habe") zu meis­tern - [Ver­än­de­run­gen](https://bobach-coaching.de/veraenderungen-bewaeltigen/ "Veränderungen bewältigen") zu gestal­ten - [Selbst­ver­trau­en](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstvertrauen/ "Selbstvertrauen verstehen und aufbauen") und Selbst­wirk­sam­keit zu stär­ken - Eige­ne [Res­sour­cen](https://bobach-coaching.de/krisen-als-chance/ "Krisen als Chance nutzen") zu akti­vie­ren - [Per­spek­ti­ven](https://bobach-coaching.de/podcast-perspektivwechsel-coaching/ "Perspektivwechel — Dinge mit anderen Augen sehen") zu erwei­tern Coa­ching bie­tet einen geschütz­ten Raum für Refle­xi­on und Ent­wick­lung. Es geht dar­um, den Kli­en­ten in sei­ner Ganz­heit wahr­zu­neh­men und ihn auf sei­nem indi­vi­du­el­len Weg zu beglei­ten. ## **Fazit:** Las­sen Sie sich nicht von Mythen ver­un­si­chern. Coa­ching ist ein wert­vol­les Instru­ment für die per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung. Wenn Sie bereit sind, an sich selbst zu arbei­ten und neue Wege zu gehen, kann Coa­ching Ihnen wert­vol­le Unter­stüt­zung bie­ten. [Neh­men Sie Kon­takt auf](#kontakt), um mehr über mei­ne Arbeit zu erfah­ren und ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch zu ver­ein­ba­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Wie finde ich den richtigen Coach?](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/) **Published:** Mai 6, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Coa­ching-Markt wächst – und damit auch die Aus­wahl. Das klingt gut. Aber es macht die Suche nach dem rich­ti­gen Coach nicht ein­fa­cher. Denn wäh­rend Ärz­te oder Anwäl­te kla­re Zulas­sungs­vor­aus­set­zun­gen erfül­len müs­sen, kann sich in Deutsch­land jede Per­son als Coach bezeich­nen. Kein Titel, kein Abschluss, kei­ne Min­dest­aus­bil­dung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Das bedeu­tet: Die Qua­li­tät vari­iert enorm. Von hoch­pro­fes­sio­nel­len, zer­ti­fi­zier­ten Coa­ches mit jah­re­lan­ger Erfah­rung bis hin zu Per­so­nen, die nach einem zwei­tä­gi­gen Online-Kurs ein Busi­ness auf­ge­baut haben. Die Ent­schei­dung, wem Sie Ihre berühr­li­chen oder per­sön­li­chen Anlie­gen anver­trau­en, ver­dient des­halb ech­te Sorg­falt. Die­ser Arti­kel gibt Ihnen sie­ben kon­kre­te Kri­te­ri­en an die Hand – plus eine Check­lis­te, die Sie direkt vor dem nächs­ten Erst­ge­spräch nut­zen kön­nen. ## **Warum die Wahl des Coaches entscheidend ist** Coa­ching wirkt nicht allein durch Metho­den – es wirkt durch die Bezie­hung zwi­schen Coach und Kli­ent. Die For­schung zur Wirk­sam­keit von Coa­ching zeigt kon­sis­tent: Die Qua­li­tät der Coa­ching-Bezie­hung ist der wich­tigs­te Prä­dik­tor für den Erfolg eines Pro­zes­ses. Nicht die spe­zi­fi­sche Metho­de, nicht die Anzahl der Sit­zun­gen – son­dern Ver­trau­en, Offen­heit und das Gefühl, wirk­lich gese­hen zu wer­den. Das heißt: Selbst ein her­vor­ra­gend aus­ge­bil­de­ter Coach kann für eine bestimm­te Per­son das Fal­sche sein. Umge­kehrt kann ein Coach, der „nur“ gut aus­ge­bil­det ist, aber per­fekt zur Per­son passt, erstaun­li­che Ver­än­de­run­gen ansto­ßen. ## **1. Ausbildung und Zertifizierung** Ein seriö­ser Coach hat eine fun­dier­te Coa­ching-Aus­bil­dung absol­viert – und kann das bele­gen. Aner­kann­te Stan­dards set­zen die IHK (Indus­trie- und Han­dels­kam­mer), der [Deut­sche Bun­des­ver­band Coa­ching (DBVC)](https://dbvc.de) oder die [Inter­na­tio­nal Coa­ching Fede­ra­ti­on (ICF)](http://icf.org/de "rel="noopener noreferrer""). Die­se Orga­ni­sa­tio­nen stel­len sicher, dass eine Min­dest­an­zahl an Aus­bil­dungs­stun­den, Super­vi­si­ons­stun­den und theo­re­ti­schem Fun­da­ment vor­han­den ist. Fra­gen Sie direkt: Wo wur­den Sie aus­ge­bil­det? Wie lan­ge dau­er­te die Aus­bil­dung? Haben Sie eine Zer­ti­fi­zie­rung – und wenn ja, wel­che? **Wor­auf Sie ach­ten soll­ten:** Wochen­end-Work­shops oder rein online absol­vier­te Kurz­aus­bil­dun­gen ohne Super­vi­si­ons-Stun­den sind kein aus­rei­chen­des Fun­da­ment für pro­fes­sio­nel­les Coa­ching. Das schließt nicht aus, dass jemand trotz­dem gut arbei­tet – aber es erhöht das Risi­ko erheb­lich. ## **2. Berufserfahrung und Spezialisierung** Coa­ching ist kein All­ge­mein­wis­sen, das man aus Büchern lernt. Fra­gen Sie, wel­che eige­ne Berufs- und Lebens­er­fah­rung ein Coach mit­bringt. Jemand, der [Füh­rungs­kräf­te coa­chen](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") will, soll­te ver­ste­hen, was es bedeu­tet, Ver­ant­wor­tung zu tra­gen – idea­ler­wei­se aus eige­ner Erfah­rung. Gleich­zei­tig gilt: Spe­zia­li­sie­rung ist ein Zei­chen von Pro­fes­sio­na­li­tät. Wer sich klar posi­tio­niert – etwa als Busi­ness Coach für Füh­rungs­kräf­te, als Care­er Coach für Berufs­ver­än­de­run­gen oder als Team-Coach für Kon­flikt­si­tua­tio­nen – ist in sei­nem Feld oft deut­lich wirk­sa­mer als ein Gene­ra­list, der behaup­tet, alles zu kön­nen. ## **3. Das Erstgespräch: Hier entscheidet sich, ob die Chemie stimmt** Kein seriö­ser Coach soll­te ein Coa­ching-Paket ohne vor­he­ri­ges per­sön­li­ches Ken­nen­ler­nen ver­kau­fen. Das Erst­ge­spräch – in der Regel kos­ten­los und ohne Kauf­ver­pflich­tung – ist der wich­tigs­te Schritt. Es geht nicht nur dar­um, ob der Coach kom­pe­tent ist. Es geht dar­um, ob Sie sich in sei­ner Gegen­wart öff­nen kön­nen. 💡 Pra­xis­tipp Nut­zen Sie das Erst­ge­spräch aktiv: Stel­len Sie Fra­gen. Schil­dern Sie Ihr Anlie­gen. Beob­ach­ten Sie, wie der Coach reagiert – ob er zuhört, ob er neu­gie­rig ist, ob er Ihnen das Gefühl gibt, ver­stan­den zu wer­den. Und: Ver­trau­en Sie Ihrem Bauch­ge­fühl. Wenn etwas nicht stimmt, stimmt es nicht. ## **4. Transparente Arbeitsweise** Ein guter Coach erklärt, wie er arbei­tet – wel­che Metho­den er ein­setzt, wie ein typi­scher Pro­zess aus­sieht, wie er mit schwie­ri­gen The­men umgeht. Er gibt Ihnen ein Bild davon, was Sie erwar­tet – ohne alle Span­nung vor­weg­zu­neh­men. Typi­sche Fra­gen, die Sie stel­len kön­nen: Wie sieht eine typi­sche Sit­zung bei Ihnen aus? Wel­che Metho­den nut­zen Sie? Was pas­siert, wenn wir nicht wei­ter­kom­men? Wie gehen Sie mit Ver­trau­lich­keit um? ## **5. Referenzen und Bewertungen** Erfah­run­gen ande­rer Kli­en­ten sind wert­voll – auch wenn Coa­ching per se ver­trau­lich ist und kein Coach Kun­den­da­ten preis­gibt. Schau­en Sie auf Goog­le-Bewer­tun­gen, Lin­ke­dIn-Emp­feh­lun­gen oder Tes­ti­mo­ni­als auf der Web­site. **Wor­auf Sie ach­ten soll­ten:** Pau­scha­les Lob wie „toll, sehr emp­feh­lens­wert“ ohne inhalt­li­che Sub­stanz ist wenig aus­sa­ge­kräf­tig. Kon­kre­te Beschrei­bun­gen, was sich ver­än­dert hat, wel­che Situa­ti­on gelöst wur­de oder was die Per­son mit­ge­nom­men hat – das sind glaub­wür­di­ge Zei­chen. ## **6. Haltung: Lösung oder Abhängigkeit?** Das viel­leicht unter­schätz­te Kri­te­ri­um: Ein guter Coach arbei­tet dar­an, dass Sie ihn mög­lichst bald nicht mehr brau­chen. Er stärkt Ihre Eigen­ver­ant­wor­tung und Selbst­wirk­sam­keit – er erzeugt kei­ne Abhän­gig­keit. Sei­en Sie vor­sich­tig bei Coa­ches, die impli­zie­ren, dass Sie sie dau­er­haft brau­chen, die kei­ne kon­kre­ten Zie­le und kei­nen End­punkt des Pro­zes­ses benen­nen wol­len oder die bei jeder Fra­ge auf zusätz­li­che Sit­zun­gen ver­wei­sen. Ein guter Coa­ching-Pro­zess hat ein Ende – und die­ses Ende ist ein Erfolg. ## **7. Kosten und Rahmenbedingungen** Seriö­si­tät zeigt sich auch in der Preis­trans­pa­renz. Ein Coach soll­te Ihnen offen sagen, was ein Pro­zess kos­ten wird – und war­um. Ver­steck­te Kos­ten, kurz­fris­ti­ge Preis­er­hö­hun­gen nach dem Erst­ge­spräch oder Druck, sofort ein teu­res Paket zu buchen, sind deut­li­che Warn­si­gna­le. **Den­ken Sie dar­an:** Güns­ti­ger ist nicht bes­ser, teu­rer nicht auto­ma­tisch hoch­wer­ti­ger. Ent­schei­dend ist der Nut­zen, den ein Coach Ihnen bringt – rela­tiv zu Ihrem kon­kre­ten Anlie­gen und Ihrem Bud­get. Die fol­gen­de Check­lis­te fasst alle sie­ben Kri­te­ri­en zusam­men – als schnel­le Ori­en­tie­rung für Ihr nächs­tes Erst­ge­spräch. Eine wei­te­re, unab­hän­gi­ge Ori­en­tie­rung bie­tet der Deut­sche Bun­des­ver­band Coa­ching (DBVC) mit sei­ner eige­nen [Anlauf­stel­le zur Coach-Suche](https://www.dbvc.de/coach-finden). Kri­te­ri­umGutes Zei­chenWarn­si­gnal Aus­bil­dung nach­weis­bar?IHK, ICF, DBVC oder ver­gleich­ba­re Zer­ti­fi­zie­rung vor­han­denKei­ne Anga­be zur Aus­bil­dung oder nur Wochen­end-Kurs Erst­ge­spräch kos­ten­los?Ja, ohne Kauf­druckDirekt auf Paket­ab­schluss drän­gen Spe­zia­li­sie­rung erkenn­bar?Kla­re Ziel­grup­pe und The­men benanntVer­spricht, alles für alle lösen zu kön­nen Arbeits­wei­se trans­pa­rent?Erklärt Metho­den und Pro­zess­ab­lauf offenVage oder aus­wei­chend bei Metho­den­fra­gen Bewer­tun­gen vor­han­den?Goog­le, Lin­ke­dIn – kon­kre­te Erfah­rungs­be­rich­teKei­ne Reviews oder nur gene­ri­sches Lob Eigen­ver­ant­wor­tung gestärkt?Zielt auf Ihre Selb­stän­dig­keit abImpli­ziert Lang­zeit­ab­hän­gig­keit Kos­ten trans­pa­rent?Kla­re Aus­sa­ge zu Prei­sen und UmfangVer­steck­te Kos­ten oder Druck­ver­kauf ## **Was nach dem Erstgespräch kommt** Sie haben ein, viel­leicht zwei Erst­ge­sprä­che geführt. Die Check­lis­te ist durch­ge­gan­gen. Jetzt müs­sen Sie eine Ent­schei­dung tref­fen. Drei Din­ge hel­fen dabei: - Kön­nen Sie sich vor­stel­len, die­sem Men­schen etwas Per­sön­li­ches anzu­ver­trau­en? - Hat das Gespräch etwas in Ihnen berührt oder in Bewe­gung gebracht? - Hat der Coach eine kla­re Vor­stel­lung davon, wie er Ihnen hel­fen kann – ohne Ihre Auto­no­mie zu unter­gra­ben? Wenn alle drei Fra­gen mit Ja beant­wor­tet wer­den kön­nen: Dann haben Sie Ihren Coach gefun­den. Den rich­ti­gen Coach fin­den – mit einem Gespräch Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch erle­ben Sie direkt, ob die Che­mie stimmt – und ob Björn Bob­ach der rich­ti­ge Coach für Ihr Anlie­gen ist. Kein Kauf­druck, kei­ne Vor­ab­ver­pflich­tung. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Loslassen als Startimpuls: Der Schlüssel zur Selbstentwicklung](https://bobach-coaching.de/loslassen-als-startimpuls-der-schluessel-zur-selbstentwicklung/) **Published:** Oktober 28, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Los­las­sen ist ein Begriff, der in der Welt des **Coa­chings** und der **Selbst­ent­wick­lung** oft ver­wen­det wird. Doch was bedeu­tet es wirk­lich, los­zu­las­sen, und wie kann die­ser Pro­zess als kraft­vol­ler Start­im­puls für per­sön­li­ches Wachs­tum die­nen? In die­sem Arti­kel tau­chen wir tief in die Bedeu­tung des Los­las­sens ein, erfor­schen sei­ne Vor­tei­le und bie­ten prak­ti­sche Schrit­te, um die­sen Pro­zess in Ihr Leben zu inte­grie­ren. Sie kön­nen den Arti­kel auch als Fol­ge mei­nes [Klar­Sicht Pod­casts](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/) hören: ## **Die Bedeutung des Loslassens** Los­las­sen ist mehr als nur das Auf­ge­ben von phy­si­schen Besitz­tü­mern oder das Been­den einer unge­sun­den Bezie­hung. Es ist ein inne­rer Pro­zess, der das Frei­set­zen von Emo­tio­nen, Gedan­ken­mus­tern und Glau­bens­sät­zen beinhal­tet, die uns nicht mehr die­nen. Indem wir die­se men­ta­len und emo­tio­na­len Las­ten abwer­fen, öff­nen wir uns für neue Mög­lich­kei­ten und Erfah­run­gen. ## **Warum halten wir fest?** Men­schen nei­gen dazu, an Gewohn­hei­ten, Bezie­hun­gen und Über­zeu­gun­gen fest­zu­hal­ten, weil sie ver­traut und sicher erschei­nen. Selbst wenn sie uns unglück­lich machen, bie­ten sie eine Art von Kom­fort­zo­ne. Das Unbe­kann­te kann beängs­ti­gend sein, und das Fest­hal­ten an Alt­be­kann­tem scheint oft der ein­fa­che­re Weg zu sein. Doch die­ses Ver­hal­ten kann unser Wachs­tum hem­men und uns davon abhal­ten, unser vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. ## **Die Vorteile des Loslassens** **1. Emo­tio­na­le Frei­heit** Das Los­las­sen von nega­ti­ven Emo­tio­nen wie Groll, Wut oder Schuld­ge­füh­len befreit uns von inne­ren Kon­flik­ten. Es ermög­licht uns, Frie­den mit der Ver­gan­gen­heit zu schlie­ßen und im Hier und Jetzt zu leben. **2. Klar­heit und Fokus** Wenn wir alte Mus­ter los­las­sen, gewin­nen wir Klar­heit über unse­re wah­ren Zie­le und Wün­sche. Dies erleich­tert es uns, fokus­siert auf unse­re **Selbst­ent­wick­lung** hin­zu­ar­bei­ten. **3. Ver­bes­ser­te Bezie­hun­gen** Indem wir ver­gan­ge­ne Ver­let­zun­gen und Ent­täu­schun­gen los­las­sen, kön­nen wir gesün­de­re und erfül­len­de­re Bezie­hun­gen auf­bau­en. Wir sind offe­ner für neue Ver­bin­dun­gen und kön­nen authen­ti­scher mit ande­ren inter­agie­ren. **4. Per­sön­li­ches Wachs­tum** Los­las­sen schafft Raum für Neu­es. Es ermög­licht uns, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen, Erfah­run­gen zu sam­meln und als Per­son zu wach­sen. ## **Schritte zum erfolgreichen Loslassen** Der Pro­zess des Los­las­sens kann her­aus­for­dernd sein, aber mit den rich­ti­gen Schrit­ten und Stra­te­gien wird er zugäng­li­cher. Im Fol­gen­den fin­den Sie eine aus­führ­li­che Beschrei­bung der fünf Schlüs­sel-Schrit­te zum erfolg­rei­chen Los­las­sen. **Schritt 1: Selbst­re­fle­xi­on** Der ers­te Schritt besteht dar­in, sich bewusst zu machen, was genau los­ge­las­sen wer­den muss. Ohne die­ses Bewusst­sein ist es schwie­rig, geziel­te Maß­nah­men zu ergrei­fen. **Wie Sie vor­ge­hen kön­nen:** • **Gedan­ken und Gefüh­le erfor­schen**: Neh­men Sie sich täg­lich Zeit, um in sich zu gehen. Fra­gen Sie sich, wel­che Gedan­ken Sie belas­ten und wel­che Emo­tio­nen immer wie­der­keh­ren. • **Tage­buch füh­ren**: Schrei­ben Sie Ihre Gedan­ken und Gefüh­le auf. Ein Tage­buch kann hel­fen, Mus­ter zu erken­nen und Klar­heit zu gewin­nen. • **Iden­ti­fi­zie­ren Sie Aus­lö­ser**: Ach­ten Sie dar­auf, wel­che Situa­tio­nen oder Per­so­nen nega­ti­ve Reak­tio­nen bei Ihnen her­vor­ru­fen. Die­se Erkennt­nis­se kön­nen Auf­schluss dar­über geben, was Sie los­las­sen müs­sen. • **Fra­gen zur Selbst­re­fle­xi­on**: • Wel­che Glau­bens­sät­ze habe ich über mich selbst, und sind sie hilf­reich? • An wel­chen ver­gan­ge­nen Ereig­nis­sen hal­te ich fest und war­um? • Was wür­de sich in mei­nem Leben ändern, wenn ich die­se Din­ge los­las­se? Durch tief­ge­hen­de Selbst­re­fle­xi­on schaf­fen Sie die Grund­la­ge für den gesam­ten Pro­zess des Los­las­sens. **Schritt 2: Akzep­tanz** Nach­dem Sie erkannt haben, was Sie belas­tet, ist der nächs­te Schritt die Akzep­tanz. Ohne Akzep­tanz blei­ben wir im Wider­stand und kön­nen kei­ne ech­ten Ver­än­de­run­gen her­bei­füh­ren. **Wie Sie vor­ge­hen kön­nen:** • **Emo­tio­nen aner­ken­nen**: Erlau­ben Sie sich, alle Gefüh­le zu füh­len, ohne sie zu beur­tei­len. Ob Trau­er, Wut oder Angst – jedes Gefühl hat sei­ne Berech­ti­gung. • **Rea­li­tät akzep­tie­ren**: Neh­men Sie die Situa­ti­on so an, wie sie ist, ohne sie beschö­ni­gen oder dra­ma­ti­sie­ren zu wol­len. • **Selbst­mit­ge­fühl ent­wi­ckeln**: Sei­en Sie freund­lich zu sich selbst. Erken­nen Sie an, dass es mensch­lich ist, Feh­ler zu machen oder ver­letzt zu sein. • **Atem­übun­gen**: Acht­sa­mes Atmen kann hel­fen, im Moment prä­sent zu sein und Akzep­tanz zu för­dern. Akzep­tanz ist nicht gleich­be­deu­tend mit Resi­gna­ti­on. Es geht dar­um, die Din­ge zu sehen, wie sie sind, um von dort aus Ver­än­de­run­gen zu initi­ie­ren. **Schritt 3: Ver­ge­bung** Ver­ge­bung ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug beim Los­las­sen. Sie befreit uns von der Last nega­ti­ver Emo­tio­nen gegen­über uns selbst und ande­ren. **Wie Sie vor­ge­hen kön­nen:** • **Sich selbst ver­ge­ben**: Erken­nen Sie an, dass Sie Ihr Bes­tes gege­ben haben, basie­rend auf dem Wis­sen und den Res­sour­cen, die Ihnen zu dem Zeit­punkt zur Ver­fü­gung stan­den. • **Ande­ren ver­ge­ben**: Ver­ste­hen Sie, dass auch ande­re Men­schen ihre eige­nen Kämp­fe haben. Ver­ge­bung bedeu­tet nicht, das Ver­hal­ten gut­zu­hei­ßen, son­dern sich von der nega­ti­ven Bin­dung zu lösen. • **Ver­ge­bungs­ri­tua­le**: • **Brief schrei­ben**: Schrei­ben Sie einen Brief an die Per­son (oder sich selbst), in dem Sie Ihre Gefüh­le aus­drü­cken und Ver­ge­bung aus­spre­chen. Sie müs­sen den Brief nicht abschi­cken. • **Visua­li­sie­rung**: Stel­len Sie sich vor, wie Sie die Per­son oder Situa­ti­on in Lie­be los­las­sen. • **Posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen**: Ver­wen­den Sie Sät­ze wie “Ich las­se los und ver­ge­be” oder “Ich befreie mich von ver­gan­ge­nem Schmerz”. Ver­ge­bung setzt eine immense Ener­gie frei, die Sie für Ihre **Selbst­ent­wick­lung** nut­zen kön­nen. **Schritt 4: Neue Zie­le set­zen** Nach­dem Sie emo­tio­na­len und men­ta­len Raum geschaf­fen haben, ist es wich­tig, die­sen mit posi­ti­ven Absich­ten und Zie­len zu fül­len. **Wie Sie vor­ge­hen kön­nen:** • **Visi­on ent­wi­ckeln**: Stel­len Sie sich vor, wie Ihr idea­les Leben aus­sieht. Was möch­ten Sie errei­chen? Wie möch­ten Sie sich füh­len? • **SMART-Zie­le set­zen**: For­mu­lie­ren Sie Zie­le, die spe­zi­fisch, mess­bar, erreich­bar, rele­vant und zeit­ge­bun­den sind. • **Prio­ri­tä­ten defi­nie­ren**: Ent­schei­den Sie, wel­che Zie­le für Sie am wich­tigs­ten sind, und kon­zen­trie­ren Sie Ihre Ener­gie dar­auf. • **Akti­ons­plan erstel­len**: Zer­le­gen Sie Ihre Zie­le in klei­ne­re, mach­ba­re Schrit­te. Neue Zie­le geben Ihnen Rich­tung und Moti­va­ti­on. Sie hel­fen Ihnen, Ihren Fokus von der Ver­gan­gen­heit auf die Zukunft zu ver­la­gern. **Schritt 5: Han­deln Sie** Der letz­te und ent­schei­den­de Schritt ist das Han­deln. Ohne kon­kre­te Aktio­nen blei­ben Zie­le und Vor­sät­ze nur lee­re Wor­te. **Wie Sie vor­ge­hen kön­nen:** • **Ers­te Schrit­te unter­neh­men**: Begin­nen Sie mit klei­nen Aktio­nen, die Sie in Rich­tung Ihrer Zie­le bewe­gen. • **Gewohn­hei­ten eta­blie­ren**: Ent­wi­ckeln Sie täg­li­che Rou­ti­nen, die Ihre Selbst­ent­wick­lung för­dern, wie z. B. Medi­ta­ti­on, Sport oder Lesen. • **Fort­schrit­te ver­fol­gen**: Hal­ten Sie Ihren Fort­schritt fest, um moti­viert zu blei­ben und Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. • **Unter­stüt­zung suchen**: • **Coa­ching**: Ein pro­fes­sio­nel­ler Coach kann Ihnen hel­fen, Hin­der­nis­se zu über­win­den und auf Kurs zu blei­ben. • **Com­mu­ni­ty**: Suchen Sie Gleich­ge­sinn­te, die ähn­li­che Zie­le ver­fol­gen. Ein unter­stüt­zen­des Umfeld kann einen gro­ßen Unter­schied machen. • **Feh­ler akzep­tie­ren**: Sei­en Sie bereit, Rück­schlä­ge als Lern­mög­lich­kei­ten zu sehen, und pas­sen Sie Ihre Stra­te­gien ent­spre­chend an. Han­deln ist der Kata­ly­sa­tor, der Ihre inne­ren Ver­än­de­run­gen in die äuße­re Welt bringt. Es ver­wan­delt Ihre Absich­ten in greif­ba­re Ergeb­nis­se. ## **Die Rolle des Coachings beim Loslassen** Ein Coach kann als Kata­ly­sa­tor im Pro­zess des Los­las­sens die­nen. Durch geziel­te Fra­ge­stel­lun­gen und Tech­ni­ken unter­stützt ein Coach dabei, tief ver­wur­zel­te Blo­cka­den zu iden­ti­fi­zie­ren und zu über­win­den. **Wie Coa­ching hilft** • **Objek­ti­ve Per­spek­ti­ve**: Ein Coach bie­tet einen neu­tra­len Blick auf Ihre Situa­ti­on, frei von per­sön­li­chen Emo­tio­nen oder Vor­ur­tei­len. • **Maß­ge­schnei­der­te Stra­te­gien**: Basie­rend auf Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen ent­wi­ckelt ein Coach spe­zi­fi­sche Metho­den, um Ihnen beim Los­las­sen zu hel­fen. • **Moti­va­ti­on und Unter­stüt­zung**: Ein Coach beglei­tet Sie auf Ihrem Weg, bie­tet Ermu­ti­gung und hält Sie ver­ant­wort­lich für Ihre Fort­schrit­te. • **Werk­zeu­ge und Tech­ni­ken**: Coa­ches ver­fü­gen über eine Viel­zahl von Metho­den, wie NLP (Neu­ro­lin­gu­is­ti­sches Pro­gram­mie­ren), Acht­sam­keits­tech­ni­ken oder kogni­ti­ve Ver­hal­tens­the­ra­pie, die den Pro­zess erleich­tern kön­nen. ## **Praktische Übungen zum Loslassen** **Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on** Medi­ta­ti­on kann hel­fen, den Geist zu beru­hi­gen und im Moment prä­sent zu sein. Durch regel­mä­ßi­ge Pra­xis kön­nen Sie ler­nen, Gedan­ken und Gefüh­le zu beob­ach­ten, ohne an ihnen fest­zu­hal­ten. **Anlei­tung:** • Set­zen Sie sich an einen ruhi­gen Ort und schlie­ßen Sie die Augen. • Kon­zen­trie­ren Sie sich auf Ihren Atem und spü­ren Sie, wie die Luft ein- und aus­strömt. • Wenn Gedan­ken auf­tau­chen, neh­men Sie sie wahr und las­sen Sie sie vor­bei­zie­hen, ohne sie zu bewer­ten. **Schrei­ben Sie einen Brief** Ver­fas­sen Sie einen Brief an die Per­son oder Situa­ti­on, von der Sie sich lösen möch­ten. Drü­cken Sie alle Ihre Gefüh­le aus, ohne sich zurück­zu­hal­ten. Sie müs­sen den Brief nicht abschi­cken; der Akt des Schrei­bens kann bereits befrei­end wir­ken. **Visua­li­sie­rung** Stel­len Sie sich bild­lich vor, wie Sie die Last los­las­sen. Dies könn­te ein Bal­lon sein, der in den Him­mel steigt, oder ein schwe­rer Ruck­sack, den Sie able­gen. Visua­li­sie­rung kann ein kraft­vol­les Werk­zeug sein, um men­ta­le und emo­tio­na­le Blo­cka­den zu lösen. **Dank­bar­keit prak­ti­zie­ren** Fokus­sie­ren Sie sich auf die posi­ti­ven Aspek­te Ihres Lebens. Dank­bar­keit kann hel­fen, nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter zu durch­bre­chen und eine posi­ti­ve­re Ein­stel­lung zu för­dern. **Anlei­tung:** • Schrei­ben Sie täg­lich drei Din­ge auf, für die Sie dank­bar sind. • Reflek­tie­ren Sie, war­um die­se Din­ge wich­tig für Sie sind. • Spü­ren Sie die posi­ti­ven Emo­tio­nen, die mit die­ser Dank­bar­keit ver­bun­den sind. **Her­aus­for­de­run­gen beim Los­las­sen** Der Pro­zess des Los­las­sens ist nicht immer ein­fach und kann mit Wider­stän­den ein­her­ge­hen. Es ist wich­tig, gedul­dig mit sich selbst zu sein und zu erken­nen, dass es sich um einen fort­lau­fen­den Pro­zess han­delt. **Angst vor dem Unbe­kann­ten** Die Zukunft ist unge­wiss, und das kann beängs­ti­gend sein. Indem Sie jedoch Ver­trau­en in sich selbst und den Pro­zess ent­wi­ckeln, kön­nen Sie die­se Angst über­win­den. **Tipps:** • Erin­nern Sie sich an ver­gan­ge­ne Situa­tio­nen, in denen Sie erfolg­reich mit Ver­än­de­run­gen umge­gan­gen sind. • Ent­wi­ckeln Sie ein posi­ti­ves Mind­set, das auf Mög­lich­kei­ten statt auf Ein­schrän­kun­gen fokus­siert ist. **Wie­der­keh­ren­de Gedan­ken­mus­ter** Es ist nor­mal, dass alte Gedan­ken und Gefüh­le wie­der auf­tau­chen. Erken­nen Sie die­se, ohne sich von ihnen über­wäl­ti­gen zu las­sen, und wen­den Sie die erlern­ten Tech­ni­ken an, um sie los­zu­las­sen. **Tipps:** • Nut­zen Sie Acht­sam­keit, um im Moment prä­sent zu blei­ben. • Spre­chen Sie mit einem Coach oder The­ra­peu­ten über per­sis­ten­te Mus­ter. ## **Fazit** Los­las­sen ist ein essen­zi­el­ler Schritt auf dem Weg zur **Selbst­ent­wick­lung** und zum per­sön­li­chen Wachs­tum. Es erfor­dert Mut, sich sei­nen Ängs­ten und inne­ren Blo­cka­den zu stel­len, doch die Beloh­nun­gen sind es wert. Indem Sie los­las­sen, öff­nen Sie sich für neue Mög­lich­kei­ten, Erfah­run­gen und ein erfüll­te­res Leben. Ein pro­fes­sio­nel­les **Coa­ching** kann dabei eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein. Mit der rich­ti­gen Hil­fe und den pas­sen­den Werk­zeu­gen wird der Pro­zess des Los­las­sens zu einem kraft­vol­len Start­im­puls für posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen in Ihrem Leben. **Jetzt ist der per­fek­te Zeit­punkt, um den ers­ten Schritt zu machen. Was möch­ten Sie heu­te los­las­sen, um Raum für Neu­es zu schaf­fen?** Titel: Foto von [Lia­na S](https://unsplash.com/de/@cherstve_pechivo?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-ihre-hand-ausstreckt-um-wasser-zu-verspruhen-roZah8D5ODQ?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching --- ### [Kraft aus der Vergangenheit - Lernen, Wachsen und Voranschreiten](https://bobach-coaching.de/kraft-aus-der-vergangenheit-lernen-wachsen-und-voranschreiten/) **Published:** September 9, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Jeder von uns trägt eine Schatz­tru­he vol­ler Erleb­nis­se und Erin­ne­run­gen mit sich. Die­se Tru­he ent­hält sowohl Her­aus­for­de­run­gen als auch Erfol­ge, die uns im Lau­fe unse­res Lebens geprägt haben. Oft über­se­hen wir die Kraft, die in die­sen ver­gan­ge­nen Erfah­run­gen steckt, obwohl sie uns wert­vol­le Ein­sich­ten und Moti­va­ti­on bie­ten kön­nen. In die­sem Bei­trag lade ich Sie ein, mit mir gemein­sam zu erkun­den, wie wir aus unse­rer Ver­gan­gen­heit ler­nen und sie als Quel­le der Stär­ke nut­zen kön­nen, um in der Gegen­wart und Zukunft erfolg­reich zu sein. Ich habe für mei­nen [Klar­Sicht Pod­cast](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/) hier­zu eben­falls eine Fol­ge auf­ge­nom­men — rein­hö­ren lohnt sich! ## **Die Bedeutung der Vergangenheit** ### **Erfahrungen als Lehrmeister** Unse­re ver­gan­ge­nen Erfah­run­gen sind unse­re bes­ten Leh­rer. Sie ver­mit­teln uns Lek­tio­nen, die kein Buch und kein Kurs je voll­stän­dig abde­cken kann. Jede Her­aus­for­de­rung, die wir gemeis­tert, und jeder Feh­ler, den wir gemacht haben, bie­tet uns wert­vol­le Ein­sich­ten. Sie leh­ren uns Geduld, Resi­li­enz und die Fähig­keit, aus Wid­rig­kei­ten gestärkt her­vor­zu­ge­hen. Zum Bei­spiel kann eine beruf­li­che Her­aus­for­de­rung, die zunächst als Miss­erfolg erscheint, uns lang­fris­tig wert­vol­le Fähig­kei­ten ver­mit­teln, wie Pro­blem­lö­sung oder effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on. Indem wir die­se Erfah­run­gen reflek­tie­ren und ana­ly­sie­ren, gewin­nen wir Ein­sich­ten, die uns hel­fen, ähn­li­che Situa­tio­nen in der Zukunft bes­ser zu bewäl­ti­gen. ### **Geschichtliche Perspektive** Neben unse­ren per­sön­li­chen Erleb­nis­sen bie­tet auch die Geschich­te unzäh­li­ge Bei­spie­le von Men­schen, die trotz wid­ri­ger Umstän­de erfolg­reich waren. His­to­ri­sche Per­sön­lich­kei­ten wie Nel­son Man­de­la oder Marie Curie zei­gen uns, dass der Blick in die Ver­gan­gen­heit nicht nur lehr­reich, son­dern auch inspi­rie­rend sein kann. Man­de­la, der nach 27 Jah­ren Haft zum Prä­si­den­ten von Süd­afri­ka wur­de, nutz­te sei­ne Erfah­run­gen, um das Land zu ver­söh­nen und zu ver­än­dern. Die­se Vor­bil­der erin­nern uns dar­an, dass selbst die größ­ten Hin­der­nis­se über­wun­den wer­den kön­nen, wenn wir aus unse­ren Erfah­run­gen ler­nen und die in der Ver­gan­gen­heit ver­bor­ge­ne Kraft nut­zen. ## **Persönliche Entwicklung durch Vergangenheitsbewältigung** ### **Reflexion und Akzeptanz** Ein zen­tra­ler Aspekt der per­sön­li­chen Ent­wick­lung ist die Fähig­keit, unse­re Ver­gan­gen­heit zu reflek­tie­ren und zu akzep­tie­ren. Das bedeu­tet nicht, an der Ver­gan­gen­heit fest­zu­hal­ten oder in Nost­al­gie zu schwel­gen, son­dern sie als Teil unse­rer Lebens­ge­schich­te zu erken­nen, der uns geprägt hat. Durch Tech­ni­ken wie Tage­buch­füh­ren, Medi­ta­ti­on oder Gesprä­che mit einem Coach kön­nen wir ver­gan­ge­ne Erleb­nis­se ver­ar­bei­ten und ihren Ein­fluss auf unser heu­ti­ges Leben ver­ste­hen. Die­ser Pro­zess der Refle­xi­on ermög­licht es uns, aus der Ver­gan­gen­heit zu ler­nen und sie als posi­ti­ve Kraft­quel­le zu nut­zen. Eine Stu­die der Psy­cho­lo­gin Dr. Tara Well zeigt, dass Men­schen, die regel­mä­ßig über ihre Erleb­nis­se schrei­ben, ein höhe­res Maß an emo­tio­na­lem Wohl­be­fin­den berich­ten. Sie ler­nen, Mus­ter zu erken­nen und zu ver­ste­hen, wie ver­gan­ge­ne Ereig­nis­se ihr Ver­hal­ten und ihre Ent­schei­dun­gen beein­flusst haben. Dies führt zu einer grö­ße­ren Selbst­ak­zep­tanz und der Fähig­keit, mit mehr Selbst­ver­trau­en in die Zukunft zu bli­cken. ### **Vom Schatten zum Licht** Vie­le Men­schen haben aus schwie­ri­gen Zei­ten Kraft geschöpft und sind stär­ker dar­aus her­vor­ge­gan­gen. Die­se Geschich­ten sind oft anonym, aber sie sind nicht min­der inspi­rie­rend. Den­ken Sie an Men­schen, die schwe­re Krank­hei­ten über­wun­den oder per­sön­li­che Kri­sen gemeis­tert haben. Die­se Men­schen zei­gen uns, dass es mög­lich ist, aus dem Schat­ten der Ver­gan­gen­heit ins Licht der Gegen­wart zu tre­ten. Indem wir die­se Geschich­ten tei­len und hören, erken­nen wir, dass wir nicht allein sind und dass Ver­än­de­rung mög­lich ist. Die­se Trans­for­ma­tio­nen sind oft mit tief­grei­fen­den Lern­pro­zes­sen ver­bun­den, die die per­sön­li­che Ent­wick­lung vor­an­trei­ben. ## **Praktische Tipps zur Nutzung der Vergangenheit für persönliches Wachstum** ### **Lernen aus Fehlern** Feh­ler sind unver­meid­lich, aber sie defi­nie­ren uns nicht. Was uns wirk­lich aus­macht, ist, wie wir mit die­sen Feh­lern umge­hen und wel­che Leh­ren wir dar­aus zie­hen. Hier sind eini­ge Tipps, wie Sie aus Ihren ver­gan­ge­nen Feh­lern ler­nen kön­nen: 1\. **Objek­ti­ve Ana­ly­se:** Neh­men Sie sich Zeit, um die Situa­ti­on objek­tiv zu ana­ly­sie­ren. Was genau ist schief­ge­lau­fen? Wel­che Fak­to­ren haben dazu bei­getra­gen? Die­ser ana­ly­ti­sche Blick hilft, die Emo­tio­nen von den Fak­ten zu tren­nen. 2\. **Ent­wick­lung von Stra­te­gien:** Ent­wi­ckeln Sie kon­kre­te Stra­te­gien, um ähn­li­che Feh­ler in Zukunft zu ver­mei­den. Viel­leicht bedeu­tet das, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen, sich bes­ser zu orga­ni­sie­ren oder Unter­stüt­zung zu suchen, wenn Sie sie brau­chen. 3\. **Feh­ler als Chan­cen sehen:** Sehen Sie Feh­ler als Wachs­tums­chan­cen und nicht als Rück­schlä­ge. Jeder Feh­ler bie­tet eine Lek­ti­on, und die Fähig­keit, aus ihnen zu ler­nen, ist ein ent­schei­den­der Fak­tor für den per­sön­li­chen und beruf­li­chen Erfolg. ### **Erinnerungen als Motivation** Nut­zen Sie Ihre posi­ti­ven Erin­ne­run­gen und Erfol­ge als Moti­va­ti­on, um neue Zie­le zu errei­chen. Erin­nern Sie sich an Zei­ten, in denen Sie Her­aus­for­de­run­gen gemeis­tert haben, und las­sen Sie die­se Momen­te Ihre Ent­schlos­sen­heit stär­ken. Die Psy­cho­lo­gin Dr. Bar­ba­ra Fred­rick­son betont die Bedeu­tung posi­ti­ver Emo­tio­nen und Erin­ne­run­gen, um eine opti­mis­ti­sche und ziel­ge­rich­te­te Hal­tung zu bewah­ren. Durch das Fest­hal­ten an die­sen posi­ti­ven Erfah­run­gen kön­nen wir eine inne­re Stär­ke kul­ti­vie­ren, die uns in schwie­ri­gen Zei­ten trägt. ## **Die Balance zwischen Vergangenheit und Gegenwart** ### **Im Hier und Jetzt leben** Wäh­rend es wich­tig ist, aus der Ver­gan­gen­heit zu ler­nen, soll­ten wir nicht ver­ges­sen, im Hier und Jetzt zu leben. Die Ver­gan­gen­heit soll­te als Leit­fa­den die­nen, nicht als Anker. Indem wir die Balan­ce zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Gegen­wart fin­den, kön­nen wir die Gegen­wart voll aus­kos­ten und gleich­zei­tig von den Lek­tio­nen der Ver­gan­gen­heit pro­fi­tie­ren. Acht­sam­keits­tech­ni­ken kön­nen hel­fen, im Moment prä­sent zu blei­ben und den Fokus auf die aktu­el­len Erfah­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen zu rich­ten. Das Leben im Moment bedeu­tet nicht, die Ver­gan­gen­heit zu igno­rie­ren oder zu ver­drän­gen, son­dern sie als wert­vol­len Bestand­teil unse­rer per­sön­li­chen Ent­wick­lung zu inte­grie­ren. Es ist ein Balan­ce­akt, der uns erlaubt, unse­re Ver­gan­gen­heit zu ehren, wäh­rend wir aktiv und bewusst unse­re Zukunft gestal­ten. ## **Fazit** Unse­re Ver­gan­gen­heit ist eine Schatz­kam­mer vol­ler Erfah­run­gen, Lek­tio­nen und Erin­ne­run­gen. Wenn wir ler­nen, sie zu nut­zen, kön­nen wir dar­aus Kraft schöp­fen und unser Leben aktiv gestal­ten. Ich lade Sie ein, Ihre eige­ne Ver­gan­gen­heit zu erkun­den und die in ihr ver­bor­ge­ne Stär­ke zu ent­de­cken. Tei­len Sie Ihre Geschich­ten und Gedan­ken in den Kom­men­ta­ren – ich freue mich dar­auf, von Ihnen zu hören! Mit die­sen Gedan­ken und Prak­ti­ken kön­nen wir die Ver­gan­gen­heit als wert­vol­le Res­sour­ce für unser per­sön­li­ches Wachs­tum und unse­re Wei­ter­ent­wick­lung nut­zen. Las­sen Sie uns gemein­sam die Kraft der Ver­gan­gen­heit ent­fal­ten und eine posi­ti­ve, ziel­ge­rich­te­te Zukunft gestal­ten. Titel­bild: Foto von [Nik](https://unsplash.com/de/@helloimnik?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/schwierige-wege-fuhren-zu-schonen-zielen-schreibtisch-dekor-z1d-LP8sjuI?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching --- ### [Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung: Mit dem Johari-Fenster zu besseren Führungskompetenzen](https://bobach-coaching.de/selbstwahrnehmung-und-fremdwahrnehmung-mit-dem-johari-fenster-zu-besseren-fuehrungskompetenzen/) **Published:** Oktober 21, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In der dyna­mi­schen Welt des Geschäfts­le­bens sind effek­ti­ve **Kom­mu­ni­ka­ti­on** und aus­ge­präg­te **[Füh­rungs­kom­pe­ten­zen](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte")** von ent­schei­den­der Bedeu­tung. Doch wie gut ken­nen wir uns selbst wirk­lich, und wie wer­den wir von ande­ren wahr­ge­nom­men? Die Kluft zwi­schen **Selbst­wahr­neh­mung** und **Fremd­wahr­neh­mung** kann zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren und den beruf­li­chen Fort­schritt hem­men. Das **Joh­a­ri-Fens­ter** bie­tet hier ein wert­vol­les Instru­ment zur **per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung** und Opti­mie­rung zwi­schen­mensch­li­cher Bezie­hun­gen im Kon­text von **Busi­ness Coa­ching**. ## **Was ist Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung?** **Selbst­wahr­neh­mung**: Das Bewusst­sein für die eige­nen Gedan­ken, Gefüh­le, Ver­hal­tens­wei­sen und Eigen­schaf­ten. Es beinhal­tet, wie wir uns selbst sehen und ver­ste­hen. **Fremd­wahr­neh­mung**: Die Per­spek­ti­ve ande­rer Men­schen auf uns. Sie umfasst, wie ande­re unse­re Hand­lun­gen inter­pre­tie­ren und wel­che Eigen­schaf­ten sie uns zuschrei­ben. Ein Ungleich­ge­wicht zwi­schen Selbst- und Fremd­wahr­neh­mung kann zu Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men füh­ren und die Effek­ti­vi­tät als Füh­rungs­kraft min­dern. ## **Das Johari-Fenster: Ein Überblick** Das Joh­a­ri-Fens­ter wur­de in den 1950er Jah­ren von den Psy­cho­lo­gen Joseph Luft und Har­ring­ton Ing­ham ent­wi­ckelt. Es ist ein Modell, das hilft, die Dyna­mik von Selbst- und Fremd­wahr­neh­mung zu ver­ste­hen und zu ver­bes­sern. Das Fens­ter ist in vier Qua­dran­ten unter­teilt, die ver­schie­de­ne Aspek­te unse­res Bewusst­seins und unse­rer Bezie­hun­gen zu ande­ren dar­stel­len: 1\. **Are­na (Offe­nes Selbst)** 2\. **Blin­der Fleck** 3\. **Fas­sa­de (Ver­steck­tes Selbst)** 4\. **Unbe­kann­tes Selbst / Unbe­kann­te Flä­che** ![Das Johari Fenster](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/10/Johari-Fenster1.png) ### **Die vier Quadranten im Detail** #### **1. Arena (Offenes Selbst)** **Beschrei­bung**: Die­ser Qua­drant reprä­sen­tiert alle Infor­ma­tio­nen über uns, die sowohl uns selbst als auch ande­ren bekannt sind. Dazu gehö­ren Ver­hal­tens­wei­sen, Ein­stel­lun­gen, Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen, die wir offen tei­len und die für unser Umfeld sicht­bar sind. **Bei­spie­le**: - Unse­re beruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen und Kom­pe­ten­zen. - Ver­hal­tens­wei­sen, die wir regel­mä­ßig zei­gen, wie Pünkt­lich­keit oder Team­fä­hig­keit. - Öffent­li­che Mei­nun­gen oder Stand­punk­te, die wir tei­len. **Bedeu­tung für Füh­rungs­kräf­te**: - Eine grö­ße­re Are­na för­dert Trans­pa­renz und Ver­trau­en im Team. - Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on über Erwar­tun­gen und Zie­le ver­bes­sert die Zusam­men­ar­beit. - Führt zu effi­zi­en­te­ren Arbeits­pro­zes­sen und einer posi­ti­ven Unter­neh­mens­kul­tur. **Ziel**: Die Erwei­te­rung die­ses Qua­dran­ten durch Offen­heit und Feed­back. Je grö­ßer die Are­na, des­to effek­ti­ver ist die **Kom­mu­ni­ka­ti­on** und Zusam­men­ar­beit. #### **2. Blinder Fleck** **Beschrei­bung**: Die­ser Bereich umfasst Infor­ma­tio­nen über uns, die ande­ren bekannt sind, uns selbst jedoch ver­bor­gen blei­ben. Es han­delt sich um Ver­hal­tens­wei­sen oder Eigen­schaf­ten, die wir nicht wahr­neh­men, die aber unse­re Umge­bung beein­flus­sen. **Bei­spie­le**: - Unbe­wuss­te Gewohn­hei­ten wie häu­fi­ges Unter­bre­chen in Gesprä­chen. - Kör­per­spra­che, die Ner­vo­si­tät oder Des­in­ter­es­se signa­li­siert. - Stär­ken oder Schwä­chen, die wir unter­schät­zen oder nicht erken­nen. **Her­aus­for­de­run­gen**: - Blin­de Fle­cken kön­nen zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren. - Sie kön­nen das Ver­trau­en und die Effek­ti­vi­tät in Teams beein­träch­ti­gen. **Lösung**: - **Akti­ves Feed­back ein­ho­len**: Durch regel­mä­ßi­ges Feed­back von Kol­le­gen und Mit­ar­bei­tern kön­nen blin­de Fle­cken auf­ge­deckt wer­den. - **Offe­ne Feed­back-Kul­tur**: För­de­rung eines Umfelds, in dem kon­struk­ti­ves Feed­back will­kom­men ist. **Nut­zen**: - Redu­zie­rung blin­der Fle­cken ver­bes­sert die **Füh­rungs­kom­pe­ten­zen**. - För­dert die **per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung** und stärkt zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen. #### **3. Fassade (Verstecktes Selbst)** **Beschrei­bung**: Die­ser Qua­drant ent­hält Infor­ma­tio­nen, die wir über uns selbst ken­nen, aber vor ande­ren ver­ber­gen. Grün­de dafür kön­nen Scham, Angst vor Ableh­nung oder der Wunsch nach Pri­vat­sphä­re sein. **Bei­spie­le**: - Per­sön­li­che Unsi­cher­hei­ten oder Zwei­fel an den eige­nen Fähig­kei­ten. - Emo­tio­nen wie Stress oder Unzu­frie­den­heit, die wir nicht zei­gen. - Per­sön­li­che Zie­le oder Ambi­tio­nen, die wir nicht tei­len. **Her­aus­for­de­run­gen**: - Eine gro­ße Fas­sa­de kann zu Distanz und Miss­trau­en im Team füh­ren. - Ver­bor­ge­ne Infor­ma­tio­nen kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se begüns­ti­gen. **Lösung**: - **Erhöh­te Offen­heit**: Selek­ti­ves Tei­len per­sön­li­cher Infor­ma­tio­nen kann Bezie­hun­gen stär­ken. - **Authen­ti­zi­tät för­dern**: Ehr­lich­keit über eige­ne Gren­zen und Bedürf­nis­se zei­gen. **Nut­zen**: - Redu­ziert Bar­rie­ren in der **Kom­mu­ni­ka­ti­on**. - För­dert ein authen­ti­sches und ver­trau­ens­vol­les Arbeits­um­feld. #### **4. Unbekanntes Selbst** **Beschrei­bung**: Die­ser Bereich beinhal­tet Infor­ma­tio­nen, die weder uns selbst noch ande­ren bekannt sind. Es han­delt sich um unent­deck­te Poten­zia­le, ver­bor­ge­ne Talen­te oder unter­be­wuss­te Ver­hal­tens­wei­sen. **Bei­spie­le**: - Unent­deck­te Fähig­kei­ten, die durch neue Her­aus­for­de­run­gen zum Vor­schein kom­men. - Ver­dräng­te Erfah­run­gen oder Emo­tio­nen, die unser Ver­hal­ten beein­flus­sen. - Poten­zia­le für per­sön­li­ches oder beruf­li­ches Wachs­tum. **Her­aus­for­de­run­gen**: - Unbe­kann­te Fak­to­ren kön­nen uner­war­te­te Reak­tio­nen oder Ent­schei­dun­gen ver­ur­sa­chen. - Das Feh­len von Bewusst­sein ver­hin­dert die voll­stän­di­ge Aus­schöp­fung des Poten­zi­als. **Lösung**: - **Selbst­re­fle­xi­on**: Durch Medi­ta­ti­on, Jour­na­ling oder Coa­ching kön­nen unbe­wuss­te Aspek­te erforscht wer­den. - **Pro­fes­sio­nel­les Busi­ness Coa­ching**: Ein Coach kann hel­fen, ver­bor­ge­ne Talen­te zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ent­wi­ckeln. **Nut­zen**: - Ent­de­ckung neu­er Fähig­kei­ten unter­stützt die **per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung**. - Erschlie­ßung von Poten­zia­len kann zu inno­va­ti­ven Lösun­gen und Fort­schritt füh­ren. ## **Anwendung des Johari-Fensters im Business Coaching** Im **Busi­ness Coa­ching** dient das Joh­a­ri-Fens­ter als Werk­zeug, um Füh­rungs­kräf­ten zu hel­fen, ihre **Selbst­wahr­neh­mung** zu ver­bes­sern und ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die **Fremd­wahr­neh­mung** zu ent­wi­ckeln. Durch die geziel­te Arbeit an den ein­zel­nen Qua­dran­ten kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihre **Kom­mu­ni­ka­ti­on** opti­mie­ren und ihre **Füh­rungs­kom­pe­ten­zen** stär­ken. ### **Verbesserung der Führungskompetenzen durch Feedback** - **Feed­back-Mecha­nis­men imple­men­tie­ren**: Regel­mä­ßi­ge Feed­back-Sit­zun­gen und 360-Grad-Feed­back hel­fen, blin­de Fle­cken zu redu­zie­ren. - **Kon­struk­ti­ves Feed­back för­dern**: Eine Kul­tur schaf­fen, in der Feed­back als Werk­zeug für Wachs­tum ange­se­hen wird. ### **Die Rolle der Kommunikation** - **Trans­pa­renz und Offen­heit**: Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on redu­ziert Miss­ver­ständ­nis­se und stärkt das Team. - **Akti­ves Zuhö­ren**: Durch auf­merk­sa­mes Zuhö­ren kön­nen Füh­rungs­kräf­te bes­ser auf die Bedürf­nis­se ihres Teams ein­ge­hen. ### **Persönliche Weiterentwicklung unterstützen** - **Zie­le set­zen**: Kla­re Zie­le für die per­sön­li­che und beruf­li­che Ent­wick­lung defi­nie­ren. - **Kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen**: Fort­bil­dun­gen und Coa­ching nut­zen, um Fähig­kei­ten zu erwei­tern. ## **Persönliche Weiterentwicklung durch Selbstreflexion** Die Arbeit mit dem Joh­a­ri-Fens­ter erfor­dert eine ehr­li­che **Selbst­re­fle­xi­on**. Indem wir uns mit unse­ren Stär­ken, Schwä­chen und ver­bor­ge­nen Aspek­ten aus­ein­an­der­set­zen, kön­nen wir gezielt an unse­rer **per­sön­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung** arbei­ten. ### **Methoden der Selbstreflexion**: - **Tage­buch füh­ren**: Gedan­ken und Erfah­run­gen schrift­lich fest­hal­ten. - **Feed­back ana­ly­sie­ren**: Ein­ge­hen­des Feed­back kri­tisch betrach­ten und Hand­lungs­schrit­te ablei­ten. - **Men­to­ring und Coa­ching**: Unter­stüt­zung von erfah­re­nen Fach­kräf­ten nut­zen. **Vor­tei­le**: - Erhöh­tes Selbst­be­wusst­sein und Selbst­ver­trau­en. - Bes­se­re Ent­schei­dungs­fin­dung und Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­tenz. - Stär­ke­re zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen und Team­dy­na­mik. ## **Fazit** Das Joh­a­ri-Fens­ter bie­tet einen umfas­sen­den Rah­men, um die kom­ple­xe Bezie­hung zwi­schen **Selbst­wahr­neh­mung** und **Fremd­wahr­neh­mung** zu ver­ste­hen und zu ver­bes­sern. Durch die akti­ve Arbeit an den vier Qua­dran­ten kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihre **Kom­mu­ni­ka­ti­on** ver­fei­nern, **Füh­rungs­kom­pe­ten­zen** aus­bau­en und die **per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung** vor­an­trei­ben. Offen­heit für Feed­back und die Bereit­schaft zur Selbst­re­fle­xi­on ermög­li­chen es nicht nur, als Indi­vi­du­um zu wach­sen, son­dern auch das vol­le Poten­zi­al des Teams zu ent­fal­ten. Wir haben das The­ma auch in der Coach&Coach-Folge [Eigen­wahr­neh­mung vs. Fremd­wahr­neh­mung: War­um Du Dich selbst nicht ganz kennst](https://share.transistor.fm/s/0a04f56c) bespro­chen – dort geht es noch ein­mal im Gespräch um genau die­se Fra­ge. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [KI im Coaching: Wie künstliche Intelligenz Business Coaching verändert](https://bobach-coaching.de/ki-im-coaching-wie-kuenstliche-intelligenz-business-coaching-veraendert/) **Published:** Februar 2, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Gren­zen und Risi­ken von KI im Coa­ching:** KI kann kei­ne emo­tio­na­le Nähe auf­bau­en oder Intui­ti­on erset­zen; ihr Ein­satz muss ver­ant­wor­tungs­voll erfol­gen, um Schein-Sicher­heit und ober­fläch­li­che Lösun­gen zu ver­mei­den. - **Ein­satz von KI zwi­schen Coa­ching-Sit­zun­gen:** KI kann die Zeit zwi­schen den Ter­mi­nen über­brü­cken, indem sie Gedan­ken fest­hält, Refle­xi­ons­an­re­gun­gen gibt und so die Tie­fe der Prä­senz im per­sön­li­chen Gespräch unter­stützt. - **Chan­cen von KI im Coa­ching-Pro­zess:** KI ermög­licht eine effi­zi­en­te­re Vor­be­rei­tung, Mus­ter­er­ken­nung und Ziel­ori­en­tie­rung, beson­ders für Füh­rungs­kräf­te in anspruchs­vol­len Rol­len, und trägt dazu bei, Coa­ching kla­rer und fokus­sier­ter zu gestal­ten. - **KI als Spie­gel, nicht als Ent­schei­der:** KI lie­fert Impul­se und Per­spek­ti­ven, bleibt aber in der Ver­ant­wor­tung des Men­schen, der bewer­tet, abwägt und ent­schei­det, wodurch die Rol­le des Coachs gestärkt wird. - **Bedeu­tung von KI im [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden"):** Künst­li­che Intel­li­genz unter­stützt Füh­rungs­kräf­te, indem sie kom­ple­xe The­men struk­tu­riert, Coa­ching-Ses­si­ons vor­be­rei­tet und Ent­wick­lungs­fel­der ana­ly­siert, ohne die Ent­schei­dungs­ge­walt beim Men­schen zu las­sen. Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein Zukunfts­the­ma mehr. Sie ist Rea­li­tät im Füh­rungs­all­tag vie­ler Unter­neh­men – oft schnel­ler und tief­grei­fen­der, als Orga­ni­sa­tio­nen dar­auf reagie­ren kön­nen. Pro­zes­se wer­den auto­ma­ti­siert, Ent­schei­dun­gen daten­ba­sier­ter getrof­fen und Erwar­tun­gen an Füh­rung ver­än­dern sich spür­bar. In mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten erle­be ich des­halb immer häu­fi­ger eine zen­tra­le Fra­ge: Wel­che Rol­le spielt KI künf­tig im Coa­ching – und was bedeu­tet das kon­kret für Füh­rung, Ent­wick­lung und Ver­ant­wor­tung? KI im Coa­ching ist dabei weder Heils­ver­spre­chen noch Bedro­hung. Sie ist ein Werk­zeug. Rich­tig ein­ge­setzt, kann sie Coa­ching-Pro­zes­se sinn­voll ergän­zen, beschleu­ni­gen und prä­zi­sie­ren. Falsch ver­stan­den oder unre­flek­tiert genutzt, erzeugt sie Ver­un­si­che­rung, Abhän­gig­keit oder unrea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen. Ent­schei­dend ist nicht die Tech­no­lo­gie selbst, son­dern die Hal­tung, mit der sie ein­ge­setzt wird. ## Warum KI im Business Coaching an Bedeutung gewinnt Die Anfor­de­run­gen an Füh­rungs­kräf­te haben sich in den letz­ten Jah­ren mas­siv ver­dich­tet. Ent­schei­dun­gen müs­sen schnel­ler getrof­fen wer­den, Infor­ma­tio­nen sind kom­ple­xer und wider­sprüch­li­cher, Unsi­cher­heit ist zum Nor­mal­zu­stand gewor­den. Gleich­zei­tig bleibt im ope­ra­ti­ven All­tag immer weni­ger Zeit für ech­te Refle­xi­on. Genau hier ent­steht der Raum, in dem KI im Coa­ching an Bedeu­tung gewinnt. Sie kann Füh­rungs­kräf­te unter­stüt­zen, indem sie Struk­tur in kom­ple­xe The­men bringt und Denk­pro­zes­se vor­be­rei­tet. Kon­kret kann KI hel­fen bei: - der Struk­tu­rie­rung viel­schich­ti­ger Fra­ge­stel­lun­gen - der Vor­be­rei­tung von Coa­ching-Ses­si­ons - der Ana­ly­se von Mus­tern, Ziel­kon­flik­ten und Ent­wick­lungs­fel­dern - der Doku­men­ta­ti­on und Nach­be­rei­tung von Coa­ching-Pro­zes­sen KI ersetzt dabei kei­ne Füh­rungs­kraft und kei­nen Coach. Sie schafft viel­mehr Frei­räu­me, damit sich Coa­ching auf das Wesent­li­che kon­zen­trie­ren kann: Refle­xi­on, Klar­heit und bewuss­te Ent­schei­dun­gen. ## KI als Spiegel, nicht als Entscheider Ein zen­tra­ler Punkt in der Dis­kus­si­on um KI im Coa­ching ist die Fra­ge nach Ver­ant­wor­tung. Ent­schei­dun­gen blei­ben immer mensch­lich. KI kann Impul­se lie­fern, Per­spek­ti­ven erwei­tern oder Zusam­men­hän­ge sicht­bar machen, doch sie trifft kei­ne Ent­schei­dun­gen und trägt kei­ne Ver­ant­wor­tung. In mei­ner Coa­ching-Arbeit nut­ze ich KI des­halb nicht als Rat­ge­ber oder Auto­ri­tät, son­dern als Spie­gel. Sie hilft dabei, Gedan­ken zu ord­nen, Hypo­the­sen zu prü­fen oder alter­na­ti­ve Sicht­wei­sen sicht­bar zu machen. Die eigent­li­che Arbeit – Bewer­tung, Abwä­gung, Ver­ant­wor­tung und Umset­zung – bleibt kon­se­quent beim Men­schen. Gera­de die­se kla­re Rol­len­ver­tei­lung ist ent­schei­dend, damit KI im Coa­ching nicht zur Abkür­zung wird, son­dern zur Ver­tie­fung bei­trägt. ## Chancen von KI im Coaching-Prozess Rich­tig inte­griert, kann KI Coa­ching auf meh­re­ren Ebe­nen sinn­voll unter­stüt­zen. Beson­ders deut­lich wird der Mehr­wert in struk­tu­rell anspruchs­vol­len Füh­rungs­rol­len. Zu den zen­tra­len Chan­cen gehö­ren: - effi­zi­en­te­re Vor­be­rei­tung auf Coa­ching-The­men und Ent­schei­dungs­pro­zes­se - schnel­le­re Iden­ti­fi­ka­ti­on wie­der­keh­ren­der Denk- und Hand­lungs­mus­ter - Unter­stüt­zung bei Ziel­klar­heit, Prio­ri­sie­rung und Fokus­sie­rung - beglei­ten­de Impul­se zwi­schen Coa­ching-Ter­mi­nen Gera­de für Füh­rungs­kräf­te mit hoher Tak­tung und wenig men­ta­lem Frei­raum kann das ein ech­ter Gewinn sein. Coa­ching wird dadurch nicht ober­fläch­li­cher, son­dern im Ide­al­fall kla­rer und fokus­sier­ter. ## KI zwischen den Coaching-Sessions: sinnvolle Ergänzung Ein beson­ders inter­es­san­ter Ein­satz­be­reich liegt zwi­schen den eigent­li­chen Coa­ching-Ter­mi­nen. KI kann Füh­rungs­kräf­te dabei unter­stüt­zen, Gedan­ken fest­zu­hal­ten, Refle­xi­ons­fra­gen wei­ter­zu­den­ken oder Ent­schei­dun­gen vor­zu­be­rei­ten. Wich­tig ist dabei jedoch: KI ersetzt nicht das Coa­ching-Gespräch, son­dern über­brückt Zeit­räu­me. Sie kann hel­fen, The­men prä­sent zu hal­ten, ohne sie vor­schnell abzu­schlie­ßen. Die Tie­fe ent­steht wei­ter­hin im per­sön­li­chen Coa­ching. ## Grenzen und Risiken: Was KI im Coaching nicht leisten kann So groß die Mög­lich­kei­ten sind – KI hat kla­re Gren­zen. Sie kann kei­ne Bezie­hung auf­bau­en, kei­ne Intui­ti­on erset­zen und kei­ne emo­tio­na­le Reso­nanz her­stel­len. Coa­ching lebt von Ver­trau­en, Prä­senz und dem gemein­sa­men Den­ken im Raum. Kri­tisch wird es dann, wenn KI als Ersatz für ech­te Aus­ein­an­der­set­zung genutzt wird oder schnel­le Ant­wor­ten sug­ge­riert, wo eigent­lich inne­re Klä­rung not­wen­dig wäre. Gera­de bei kom­ple­xen Füh­rungs­fra­gen führt das oft zu schein­ba­rer Sicher­heit statt ech­ter Klar­heit. Des­halb ist der bewuss­te, ver­ant­wor­tungs­vol­le Ein­satz von KI im Coa­ching ent­schei­dend. ## Führungskräfte zwischen Neugier und Skepsis In Coa­chings erle­be ich sehr unter­schied­li­che Hal­tun­gen gegen­über KI. [Eini­ge Füh­rungs­kräf­te sind neu­gie­rig](https://bobach-coaching.de/business-coaching-2026-kompetenzen-fuer-moderne-fuehrungskraefte/ "Business Coaching 2026: Kompetenzen für Führungskräfte"), expe­ri­men­tier­freu­dig und offen für neue Denk­werk­zeu­ge. Ande­re begeg­nen KI mit Zurück­hal­tung oder Skep­sis – häu­fig aus Sor­ge vor Kon­troll­ver­lust oder Ent­mensch­li­chung. Bei­des ist nach­voll­zieh­bar. Coa­ching bie­tet hier einen geschütz­ten Rah­men, um: - die eige­ne Hal­tung zur KI zu reflek­tie­ren - Ein­satz­mög­lich­kei­ten rea­lis­tisch ein­zu­ord­nen - per­sön­li­che Gren­zen bewusst zu defi­nie­ren KI wird Füh­rung nicht erset­zen. Sie ver­än­dert jedoch die Art, wie Füh­rung gestal­tet und reflek­tiert wird. ## KI, Coaching und ethische Verantwortung Ein oft unter­schätz­ter Aspekt ist die ethi­sche Dimen­si­on. Daten­schutz, Ver­trau­lich­keit und Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me sind im Coa­ching zen­tra­le Wer­te. Der Ein­satz von KI muss die­sen Prin­zi­pi­en fol­gen. Für mich ist des­halb klar: KI darf Coa­ching unter­stüt­zen, aber nie­mals domi­nie­ren. Sie ist Mit­tel zum Zweck, nicht Zweck an sich. Ver­ant­wor­tung, Hal­tung und Bezie­hung blei­ben immer mensch­lich. ## Fazit: KI als Ergänzung, nicht als Ersatz KI im Coa­ching eröff­net neue Mög­lich­kei­ten, Füh­rungs­kräf­te gezielt zu unter­stüt­zen. Sie kann Pro­zes­se struk­tu­rie­ren, Refle­xi­on ver­tie­fen und Ent­wick­lung zwi­schen den Sit­zun­gen beglei­ten. Ent­schei­dend ist jedoch die bewuss­te, reflek­tier­te Nut­zung. Busi­ness Coa­ching bleibt auch im digi­ta­len Zeit­al­ter ein zutiefst mensch­li­cher Pro­zess. KI kann ihn sinn­voll ergän­zen – wenn sie ver­ant­wor­tungs­voll ein­ge­setzt wird und den Men­schen nicht ersetzt, son­dern stärkt. Wie Jan Gus­tav Fran­ke und ich die­ses Span­nungs­feld sehen, bespre­chen wir aus­führ­lich in der Coach&Coach-Folge [Was KI mit uns macht](https://share.transistor.fm/s/1779a7c1). Wenn Sie sich fra­gen, wie KI Coa­ching sinn­voll ergän­zen kann, ohne die Qua­li­tät von Füh­rung, Bezie­hung und Ver­ant­wor­tung zu ver­lie­ren, beglei­te ich Sie ger­ne[ im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings.](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Systemisches Coaching: Was steckt dahinter und wie funktioniert es?](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/) **Published:** März 24, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Was ist systemisches Coaching? Sys­te­mi­sches Coa­ching ist eine bewähr­te Metho­de, die den Men­schen nicht iso­liert betrach­tet, son­dern als Teil eines grö­ße­ren Sys­tems – sei es das beruf­li­che Umfeld, die Fami­lie oder das sozia­le Netz­werk. Es geht davon aus, dass Her­aus­for­de­run­gen nicht allein aus der Per­son her­aus ent­ste­hen, son­dern durch Wech­sel­wir­kun­gen inner­halb die­ser Sys­te­me. Die­ser Bei­trag zeigt die Metho­den und den Ablauf in der Pra­xis. Wer sich für die theo­re­ti­schen Wur­zeln inter­es­siert – Sys­tem­theo­rie und Kon­struk­ti­vis­mus –, fin­det sie in [die­sem ver­tie­fen­den Arti­kel](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/). Im Unter­schied zu ande­ren Coa­ching-Ansät­zen wird hier weni­ger auf das rei­ne Indi­vi­du­um fokus­siert, son­dern viel­mehr auf die Bezie­hun­gen, Struk­tu­ren und Dyna­mi­ken, in denen sich eine Per­son bewegt. Dabei kom­men geziel­te Metho­den und Fra­ge­tech­ni­ken zum Ein­satz, die hel­fen, neue Per­spek­ti­ven zu gewin­nen und nach­hal­ti­ge Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. ## Wie funktioniert systemisches Coaching? Sys­te­mi­sches Coa­ching setzt auf eine res­sour­cen- und lösungs­ori­en­tier­te Her­an­ge­hens­wei­se. Die Kern­prin­zi­pi­en die­ses Ansat­zes sind: ### 1. Die systemische Perspektive: Der Blick aufs Ganze Anstatt ein­zel­ne Pro­ble­me iso­liert zu betrach­ten, wird im sys­te­mi­schen Coa­ching immer das grö­ße­re Gan­ze in den Fokus gerückt. Die zen­tra­le Fra­ge ist: *Wie beein­flus­sen ver­schie­de­ne Sys­te­me (z. B. Beruf, Fami­lie, sozia­les Umfeld) die aktu­el­le Situa­ti­on?* Bei­spiel: Ein [Füh­rungs­kräf­te-Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") könn­te nicht nur die per­sön­li­che Ent­wick­lung des Coa­chees in den Blick neh­men, son­dern auch die Unter­neh­mens­kul­tur und Team­dy­na­mi­ken ana­ly­sie­ren. ### 2. Lösungsorientierung statt Problemfixierung Anstatt lan­ge in der Ana­ly­se des Pro­blems zu ver­har­ren, wird im sys­te­mi­schen Coa­ching[ nach Lösun­gen gesucht](https://bobach-coaching.de/podcast-loesungsorientierung/ "Lösungsorientierung — raus aus der Problemtrance"). Die Fra­ge ist nicht: *War­um ist das Pro­blem ent­stan­den?*, son­dern: *Wel­che Res­sour­cen und Mög­lich­kei­ten gibt es, um eine Ver­än­de­rung zu errei­chen?* Durch geziel­te Fra­ge­tech­ni­ken wer­den Kli­en­ten ange­regt, neue Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men und eige­ne Lösungs­an­sät­ze zu ent­wi­ckeln. ### 3. Die Rolle des Coaches: Begleiter statt Berater Ein sys­te­mi­scher Coach gibt kei­ne fer­ti­gen Lösun­gen vor, son­dern hilft dabei, indi­vi­du­el­le Ant­wor­ten zu fin­den. Durch offe­ne Fra­gen, Refle­xio­nen und Per­spek­tiv­wech­sel wer­den Kli­en­ten ermu­tigt, selbst neue Ein­sich­ten zu gewin­nen. Typi­sche Coa­ching-Fra­gen kön­nen sein: - *Wel­che alter­na­ti­ven Sicht­wei­sen gibt es auf die aktu­el­le Her­aus­for­de­rung?* - *Wie wür­de eine außen­ste­hen­de Per­son die Situa­ti­on bewer­ten?* - *Wel­che Res­sour­cen ste­hen bereits zur Ver­fü­gung, um eine Lösung zu fin­den?* ### 4. Veränderung durch neue Denkmuster Häu­fig ent­ste­hen Her­aus­for­de­run­gen durch fest­ge­fah­re­ne Denk­mus­ter und Über­zeu­gun­gen. Sys­te­mi­sches Coa­ching hilft, die­se zu hin­ter­fra­gen und neue Mög­lich­kei­ten zu ent­de­cken. Ein bewähr­tes Kon­zept ist das **Ref­raming**, bei dem ein Pro­blem aus einer neu­en Per­spek­ti­ve betrach­tet wird: - Anstatt zu sagen: *Mein Team ver­steht mich nicht*, könn­te der Gedan­ke lau­ten: *Wel­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge kann ich ver­bes­sern, um mei­ne Bot­schaf­ten kla­rer zu ver­mit­teln?* ## Wann ist systemisches Coaching sinnvoll? Sys­te­mi­sches Coa­ching eig­net sich für zahl­rei­che Kon­tex­te – von beruf­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen bis hin zu per­sön­li­chen Her­aus­for­de­run­gen. Typi­sche Anwen­dungs­fäl­le sind: ### 1. Führungskräfte- und Business-Coaching Füh­rungs­kräf­te pro­fi­tie­ren beson­ders vom sys­te­mi­schen Coa­ching, da es hilft, Team­dy­na­mi­ken, Ent­schei­dungs­pro­zes­se und Unter­neh­mens­kul­tur bes­ser zu ver­ste­hen und gezielt zu beein­flus­sen. ### 2. Karriere- und Veränderungsprozesse [Beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung](https://bobach-coaching.de/podcast-gelungene-jobwechsel/ "Gelungene Jobwechsel"), Kon­flik­te im Job oder Her­aus­for­de­run­gen im Chan­ge-Manage­ment las­sen sich mit einer sys­te­mi­schen Per­spek­ti­ve oft kla­rer ana­ly­sie­ren und bes­ser bewäl­ti­gen. ### 3. Persönliche Entwicklung und Resilienz Ob Selbst­zwei­fel, Stress­be­wäl­ti­gung oder die Suche nach mehr Sinn – sys­te­mi­sches Coa­ching unter­stützt dabei, per­sön­li­che Mus­ter zu erken­nen und bewusst zu ver­än­dern. ## Methoden und Techniken im systemischen Coaching Sys­te­mi­sche Coa­ches nut­zen eine Viel­zahl von Metho­den, um indi­vi­du­el­le Erkennt­nis­se zu för­dern: ### 1. Systemische Fragetechniken - Zir­ku­lä­re Fra­gen: *Wie wür­de Ihr Kol­le­ge die­se Situa­ti­on beschrei­ben?* - Ska­lie­rungs­fra­gen: *Auf einer Ska­la von 1 bis 10 – wie weit sind Sie bereits auf dem Weg zur Lösung?* - Hypo­the­ti­sche Fra­gen: *Was wäre anders, wenn das Pro­blem nicht exis­tie­ren wür­de?* ### 2. Aufstellungsarbeit Sys­te­mi­sche Auf­stel­lun­gen hel­fen, Bezie­hun­gen und Dyna­mi­ken inner­halb eines Sys­tems sicht­bar zu machen. Die­se Metho­de wird häu­fig für Team- und Unter­neh­mens­ent­wick­lun­gen ein­ge­setzt. ### 3. Genogramm-Analyse Ein Geno­gramm ist eine visu­el­le Dar­stel­lung von Bezie­hun­gen und Mus­tern inner­halb eines Sys­tems, z. B. der Fami­lie oder eines Unter­neh­mens. Dies hilft, unbe­wuss­te Ein­flüs­se auf aktu­el­le Her­aus­for­de­run­gen zu erken­nen. ### 4. Metaphern und Visualisierungen Bil­der und Meta­phern erleich­tern oft den Per­spek­tiv­wech­sel. Ein Bei­spiel: *Stel­len Sie sich Ihre aktu­el­le Her­aus­for­de­rung als Berg vor – wo ste­hen Sie gera­de? Was brau­chen Sie, um den Gip­fel zu errei­chen?* ## Fazit: Warum systemisches Coaching so wirksam ist Sys­te­mi­sches Coa­ching ist ein kraft­vol­les Werk­zeug, um nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen zu ermög­li­chen. Durch die Betrach­tung der Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen Indi­vi­du­um und Sys­tem eröff­nen sich neue Per­spek­ti­ven und Lösungs­we­ge. Ob im beruf­li­chen oder pri­va­ten Kon­text – wer sich auf sys­te­mi­sches Coa­ching ein­lässt, kann nicht nur aku­te Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen, son­dern auch lang­fris­tig mehr Klar­heit, Selbst­wirk­sam­keit und Zufrie­den­heit gewin­nen. --- ### **Sie möchten systemisches Coaching für sich oder Ihr Unternehmen nutzen?** Ich unter­stüt­ze Sie dabei, neue Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln und wirk­sa­me Lösun­gen zu fin­den. [Kon­tak­tie­ren Sie mich](#kontakt) für ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Systemisches Coaching Düsseldorf – Ansatz, Methoden & Wirksamkeit](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/) **Published:** Mai 20, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Sys­te­mi­sches Coa­ching](http://de.wikipedia.org/wiki/Systemisches_Coaching "rel="noopener noreferrer"") zählt heu­te zu den am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Coa­ching-Ansät­zen – und gleich­zei­tig zu den am häu­figs­ten miss­ver­stan­de­nen. Vie­le Men­schen ver­bin­den damit vage Ideen von „Ganz­heit­lich­keit“ oder „holis­ti­schem Den­ken“. Dabei ist sys­te­mi­sches Coa­ching ein prä­zi­ser, wis­sen­schaft­lich fun­dier­ter Ansatz mit kla­rer Metho­dik und einer sehr spe­zi­fi­schen Grund­an­nah­me: dass Men­schen nicht iso­liert, son­dern immer als Teil von Sys­te­men ver­stan­den wer­den müs­sen. Die­ser Arti­kel erklärt die theo­re­ti­schen Grund­la­gen: woher der Ansatz kommt, wor­auf er auf­baut und war­um er gera­de für Füh­rungs­kräf­te und Orga­ni­sa­tio­nen so wirk­sam sein kann. Wenn Sie eher wis­sen möch­ten, wie eine sys­te­mi­sche Coa­ching-Sit­zung kon­kret abläuft und mit wel­chen Metho­den dabei gear­bei­tet wird, passt [die­ser Bei­trag zur Pra­xis des sys­te­mi­schen Coa­chings](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/) bes­ser. ## **Die theoretische Grundlage: Systemtheorie und Konstruktivismus** Sys­te­mi­sches Coa­ching wächst auf zwei intel­lek­tu­el­len Wur­zeln: der Sys­tem­theo­rie und dem Kon­struk­ti­vis­mus. Klingt abs­trakt – hat aber sehr kon­kre­te Aus­wir­kun­gen auf die Pra­xis. **Sys­tem­theo­rie:** Kein Ele­ment eines Sys­tems – ob eine Per­son, eine Abtei­lung oder eine Ent­schei­dung – kann sinn­voll iso­liert betrach­tet wer­den. Alles steht in Wech­sel­wir­kung mit allem. Eine Füh­rungs­kraft, die „ein Moti­va­ti­ons­pro­blem“ im Team hat, ist nicht das Pro­blem – sie ist Teil eines Sys­tems, in dem sich die­ses Pro­blem zeigt. **Kon­struk­ti­vis­mus:** Rea­li­tät ist nicht objek­tiv gege­ben, son­dern wird von jedem Men­schen auf Basis sei­ner Erfah­run­gen, Wer­te und Per­spek­ti­ven kon­stru­iert. Was für eine Per­son ein „Kon­flikt“ ist, kann für eine ande­re Per­son ein „Miss­ver­ständ­nis“ sein. Sys­te­mi­sches Coa­ching lädt dazu ein, die eige­ne Kon­struk­ti­on zu hin­ter­fra­gen – und ande­re Deu­tun­gen zu erkun­den. ## **Was bedeutet systemisch überhaupt?** Der Begriff sys­te­misch bezeich­net eine Hal­tung, kei­ne Tech­nik. Sys­te­misch arbei­ten bedeu­tet: immer das grö­ße­re Bild im Blick zu haben. Nicht nur die Per­son, die vor einem sitzt – son­dern auch ihr Umfeld, ihre Rol­len, ihre Bezie­hun­gen, die Erwar­tun­gen, die an sie gestellt wer­den. 💡 Kern­idee Im sys­te­mi­schen Coa­ching geht es nicht dar­um, den Men­schen zu repa­rie­ren. Es geht dar­um, neue Per­spek­ti­ven auf das Sys­tem zu erzeu­gen – und damit neue Hand­lungs­mög­lich­kei­ten. Die Ver­än­de­rung ent­steht aus dem Inne­ren des Sys­tems, nicht durch exter­ne Vor­ga­ben. ## **Die wichtigsten Methoden im systemischen Coaching** ### **Zirkuläres Fragen** Eine der zen­tra­len Tech­ni­ken des sys­te­mi­schen Coa­chings. Zir­ku­lä­re Fra­gen neh­men die Per­spek­ti­ve ande­rer ein: „Was glaubt Ihr Team, war­um Sie das so ent­schei­den?“ oder „Wie wür­de Ihre Vor­ge­setz­te die­se Situa­ti­on beschrei­ben?“ Die­se Fra­gen erzeu­gen neue Sicht­win­kel, weil sie aus dem eige­nen Blick­win­kel her­aus­füh­ren. ### **Reframing** Eine Situa­ti­on oder ein Ver­hal­ten wird in einem neu­en Rah­men betrach­tet. Was bis­lang als Pro­blem oder Schwä­che galt, wird als Res­sour­ce, Schutz­funk­ti­on oder Lern­chan­ce sicht­bar. Bei­spiel: Eine Füh­rungs­kraft, die „immer alles kon­trol­lie­ren muss“, zeigt viel­leicht ein hohes Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl – das in einem ande­ren Rah­men als Stär­ke sicht­bar wird. ### **Hypothetische Fragen** „Ange­nom­men, das Pro­blem wäre gelöst – was wäre anders? Wor­an wür­den Sie es mer­ken?“ Die­se Fra­gen erschlie­ßen Lösungs­räu­me, bevor die Lösung bekannt ist. Sie akti­vie­ren Vor­stel­lungs­kraft und Res­sour­cen, die im Pro­blem­fo­kus blo­ckiert sind. ### **Skalierungsfragen** „Auf einer Ska­la von 1 bis 10: Wie nah sind Sie heu­te Ihrem Ziel?“ Die­se ein­fach klin­gen­de Fra­ge erzeugt über­ra­schend viel: Sie macht dif­fu­se Emp­fin­dun­gen mess­bar, schafft Ori­en­tie­rung und eröff­net sofort Anschluss­fra­gen – „Was wäre ein Schritt, der Sie einen Punkt näher bringt?“ ### **Externalisierende Fragen** Das Pro­blem wird vom Men­schen getrennt betrach­tet. Nicht: „Sie sind das Pro­blem.“ Son­dern: „Wie beein­flusst die­ses Pro­blem Ihr Han­deln? Wann hat es die meis­te Macht über Sie? Wann weni­ger?“ Das schafft Distanz, redu­ziert Scham und eröff­net Hand­lungs­op­tio­nen. ## **Systemisches Coaching vs. andere Ansätze** Sys­te­mi­sches Coa­ching ist kein Gegen­mo­dell zu ande­ren Coa­ching-Metho­den, son­dern ein eige­ner Blick­win­kel, der sich gut mit ande­ren Ansät­zen kom­bi­nie­ren lässt. Hier ein Über­blick: AspektSys­te­mi­sches Coa­chingKlas­si­sches Coa­ching Blick­win­kelDas gesam­te Sys­tem – Team, Umfeld, Rol­lenMeist Indi­vi­du­um im Fokus Fra­ge­stilZir­ku­lä­re, hypo­the­ti­sche Fra­genDirek­te Ziel­ar­beit Lösungs­wegEnt­steht aus dem Sys­tem her­ausWird gemein­sam erar­bei­tet Hal­tung des CoachsNeu­tral, all­par­tei­lichUnter­stüt­zend, par­tei­isch für den Kli­en­ten Beson­ders geeig­netKom­ple­xe Sys­te­me, Füh­rung, TeamsIndi­vi­du­el­le Zie­le, Kar­rie­re ## **Wann ist systemisches Coaching besonders wirksam?** Sys­te­mi­sches Coa­ching ent­fal­tet sei­ne Stär­ken vor allem in kom­ple­xen Situa­tio­nen – dort, wo ein­fa­che Lösun­gen nicht grei­fen, weil das Pro­blem nicht im Indi­vi­du­um, son­dern in der Dyna­mik des Umfelds liegt. - [Füh­rungs­kräf­te in Rol­len­kon­flik­ten](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") zwi­schen den Erwar­tun­gen von oben, den Bedürf­nis­sen des Teams und den eige­nen Wer­ten. - Teams mit wie­der­keh­ren­den Kon­flik­ten, bei denen Ein­zel­maß­nah­men nicht nach­hal­tig wir­ken. - Orga­ni­sa­tio­nen im Wan­del, die ver­ste­hen möch­ten, war­um Ver­än­de­rungs­pro­zes­se blo­ckie­ren. - Pri­vat­per­so­nen, die ein Pro­blem immer wie­der in ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen bemer­ken. 💬 Aus der Pra­xis Ein Abtei­lungs­lei­ter in einem mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men kam mit einem Moti­va­ti­ons­pro­blem im Team. Im sys­te­mi­schen Coa­ching wur­de sicht­bar: Die man­geln­de Moti­va­ti­on war eine sys­te­mi­sche Reak­ti­on auf Unklar­heit in der Füh­rungs­struk­tur. Die Lösung lag im Sys­tem – nicht in Ein­zel­per­so­nen. Drei Mona­te spä­ter: ver­än­der­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tur, mehr Eigen­ver­ant­wor­tung, weni­ger Eska­la­tio­nen. ## **Wie ich systemisch arbeite** Sys­te­mi­sches Coa­ching ist für mich kei­ne Metho­de, die ich anwen­de wie ein Rezept. Es ist eine Grund­hal­tung: neu­gie­rig, all­par­tei­lich, res­sour­cen­ori­en­tiert. Ich inter­es­sie­re mich für das, was funk­tio­niert – und für die Mus­ter, die Ihnen im Weg ste­hen. In mei­ner Arbeit ver­bin­de ich sys­te­mi­sches Coa­ching mit wei­te­ren Ansät­zen – je nach­dem, was Ihre Situa­ti­on erfor­dert. Was ich nicht tue: ein Stan­dard­pro­gramm abar­bei­ten. Jeder Pro­zess beginnt dort, wo Sie gera­de ste­hen. ## **Fazit: Systemisch denken verändert den Blick** Sys­te­mi­sches Coa­ching ist mehr als eine Metho­de. Es ist eine Ein­la­dung, die eige­ne Situa­ti­on aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve zu betrach­ten – und damit [neue Mög­lich­kei­ten zu ent­de­cken](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/ "neue Möglichkeiten zu entdecken"). Für Füh­rungs­kräf­te, die mit Kom­ple­xi­tät umge­hen müs­sen, ist das kein net­tes Add-on. Es ist eine Kern­kom­pe­tenz. Sys­te­mi­sches Coa­ching in Düs­sel­dorf Björn Bob­ach arbei­tet sys­te­misch – und erklärt Ihnen im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch, wie die­ser Ansatz für Ihr kon­kre­tes Anlie­gen aus­se­hen könn­te. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Nachfolgeplanung: Coaching für die Entwicklung zukünftiger Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/nachfolgeplanung-coaching-fuer-die-entwicklung-zukuenftiger-fuehrungskraefte/) **Published:** Mai 12, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Fra­ge der Nach­fol­ge stellt sich in jedem Unter­neh­men frü­her oder spä­ter – sei es durch Ruhe­stand, inter­ne Wech­sel oder stra­te­gi­sche Neu­aus­rich­tung. Eine geziel­te Nach­fol­ge­pla­nung ist daher essen­zi­ell, um den lang­fris­ti­gen Unter­neh­mens­er­folg zu sichern. In mei­ner Arbeit als [Busi­ness Coach](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") – sowohl in Düs­sel­dorf als auch online – erle­be ich immer wie­der, wie wir­kungs­voll indi­vi­du­el­les Coa­ching dabei sein kann, zukünf­ti­ge Füh­rungs­kräf­te gezielt auf ihre Rol­le vor­zu­be­rei­ten. In die­sem Bei­trag tei­le ich mei­ne Erfah­run­gen und zei­ge auf, wie Sie mit einem struk­tu­rier­ten Vor­ge­hen Ihre Füh­rungs­kräf­te von mor­gen ent­wi­ckeln kön­nen – unab­hän­gig davon, ob Sie lokal gebun­den oder über­re­gio­nal auf­ge­stellt sind. ## Warum Nachfolgeplanung Chefsache ist Nach­fol­ge­pla­nung wird häu­fig als rein orga­ni­sa­to­ri­sche Auf­ga­be gese­hen – ein Feh­ler, der teu­er wer­den kann. Denn wer zukünf­ti­ge Füh­rungs­lü­cken erst erkennt, wenn sie akut wer­den, ris­kiert Rei­bungs­ver­lus­te, demo­ti­vier­te Teams und unter­bro­che­ne Pro­zes­se. Aus mei­ner Sicht gehört die Ent­wick­lung von Nach­wuchs­füh­rungs­kräf­ten zur stra­te­gi­schen Füh­rungs­auf­ga­be und soll­te ent­spre­chend früh­zei­tig und sys­te­ma­tisch ange­gan­gen wer­den. Die Ver­ant­wor­tung dafür liegt nicht nur bei der Per­so­nal­ab­tei­lung, son­dern vor allem bei der Unter­neh­mens­lei­tung. Denn nur wenn die Geschäfts­füh­rung selbst die Bedeu­tung der Nach­fol­ge­pla­nung erkennt und aktiv vor­an­treibt, kann sie nach­hal­tig im Unter­neh­men ver­an­kert wer­den. Füh­rung wird damit nicht dele­giert, son­dern bewusst gestal­tet. ## Potenzial erkennen – nicht nur Leistung Ein häu­fi­ger Stol­per­stein in der Nach­fol­ge­pla­nung: Es wird nach Leis­tung statt nach Poten­zi­al beur­teilt. Dabei ist nicht jede Top-Fach­kraft auto­ma­tisch eine gute Füh­rungs­per­sön­lich­keit. Füh­rung erfor­dert mehr als Fach­wis­sen – näm­lich Hal­tung, [emo­tio­na­le Intel­li­genz](https://bobach-coaching.de/emotionale-intelligenz-im-business-die-unterschaetzte-kernkompetenz-von-fuehrungskraeften/ "Emotionale Intelligenz im Business") und die Fähig­keit, ande­re zu inspi­rie­ren. Im Coa­ching lege ich daher den Fokus auf die indi­vi­du­el­le Eig­nung für Füh­rungs­ver­ant­wor­tung. Dabei geht es um Soft Skills, Wer­te, per­sön­li­che Rei­fe und die Bereit­schaft, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Metho­den wie Poten­zi­al­ana­ly­sen, struk­tu­rier­te Feed­backs und Coa­ching-Gesprä­che hel­fen dabei, ech­te Talen­te zu iden­ti­fi­zie­ren. So kön­nen Sie gezielt in jene Mit­ar­bei­ten­den inves­tie­ren, die das Poten­zi­al haben, künf­tig tra­gen­de Rol­len im Unter­neh­men zu über­neh­men. Gera­de online ermög­li­chen neue Tools eine struk­tu­rier­te Beglei­tung – von psy­cho­lo­gi­schen Stand­ort­ana­ly­sen über digi­ta­le Feed­back­for­ma­te bis hin zu Video­coa­chings. Der Vor­teil: Ihre Talen­te kön­nen auch remo­te beglei­tet wer­den – zeit­lich fle­xi­bel und unab­hän­gig vom Stand­ort. ## Führungskräfte Coaching – individuell, praxisnah, wirksam Ob in Düs­sel­dorf vor Ort oder fle­xi­bel online: Ich beglei­te Unter­neh­men ver­schie­de­ner Bran­chen bei der Ent­wick­lung ihrer Nach­wuchs­füh­rungs­kräf­te. Mein Ansatz ist dabei stets indi­vi­du­ell: Ich arbei­te mit den Coa­chees an ihren per­sön­li­chen Ent­wick­lungs­the­men, hel­fe bei der Klä­rung ihrer Füh­rungs­rol­le und stär­ke ihre kom­mu­ni­ka­ti­ven und emo­tio­na­len Kom­pe­ten­zen. Ziel ist es, sou­ve­rä­ne, reflek­tier­te Per­sön­lich­kei­ten her­vor­zu­brin­gen, die mit Klar­heit, Empa­thie und Weit­blick füh­ren. **Typi­sche Inhal­te eines Füh­rungs­kräf­te Coa­chings in der Nach­fol­ge­pla­nung:** - Ent­wick­lung eines indi­vi­du­el­len Füh­rungs­stils - Rol­len­klä­rung und Erwar­tun­gen an die neue Rol­le - Kom­mu­ni­ka­ti­on und Kon­flikt­fä­hig­keit - Umgang mit Druck und Ver­ant­wor­tung - Team­füh­rung und Moti­va­ti­on - Selbst­ma­nage­ment und Resi­li­enz - Ent­schei­dungs­fä­hig­keit und Prio­ri­sie­rung - Umgang mit Unsi­cher­heit und Ver­än­de­rung Je nach Bedarf kann das Coa­ching im 1:1‑Setting, in Grup­pen oder in modu­la­ren Pro­gram­men statt­fin­den. Beson­ders effek­tiv sind hybri­de Kon­zep­te, bei denen Prä­senz­ter­mi­ne mit Online-Ses­si­ons kom­bi­niert wer­den. So blei­ben Sie fle­xi­bel – und kön­nen den­noch Tief­gang und Ver­bind­lich­keit schaf­fen. ## Coaching als Teil der Unternehmenskultur verankern Nach­fol­ge­pla­nung soll­te nicht als ein­ma­li­ges Pro­jekt ver­stan­den wer­den, son­dern als fort­lau­fen­der Pro­zess. Unter­neh­men, die [Coa­ching fest in ihre Unter­neh­mens­kul­tur inte­grie­ren](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/ "So schaffen Sie eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen"), schaf­fen ein Umfeld, in dem Ler­nen, Ent­wick­lung und Feed­back selbst­ver­ständ­lich sind. Dadurch wird nicht nur die Nach­fol­ge gesi­chert, son­dern auch die all­ge­mei­ne Füh­rungs­qua­li­tät im Unter­neh­men gestärkt. Eine lern­ori­en­tier­te Unter­neh­mens­kul­tur zeich­net sich dadurch aus, dass Wei­ter­ent­wick­lung nicht nur erlaubt, son­dern aktiv geför­dert wird. Mit­ar­bei­ten­de erken­nen, dass sie gese­hen wer­den – und das stei­gert sowohl Moti­va­ti­on als auch Bin­dung. Gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels ein nicht zu unter­schät­zen­der Vor­teil. Beson­ders wir­kungs­voll ist es, wenn Füh­rungs­kräf­te selbst Vor­bil­der im Sin­ne einer Coa­ching­kul­tur sind. Wer sich selbst coa­chen lässt, sen­det ein star­kes Signal: Ent­wick­lung endet nie. Und genau das macht ein Unter­neh­men zukunfts­fä­hig. ## Mein Angebot für Ihr Unternehmen Sie möch­ten Ihre Nach­wuchs­füh­rungs­kräf­te gezielt ent­wi­ckeln und die Nach­fol­ge in Ihrem Unter­neh­men pro­fes­sio­nell gestal­ten? Dann ist ein maß­ge­schnei­der­tes Füh­rungs­kräf­te Coa­ching – ob in Düs­sel­dorf oder online – genau das Rich­ti­ge. Ich ent­wick­le gemein­sam mit Ihnen ein Coa­ching­pro­gramm, das zu Ihren Zie­len, Ihrer Kul­tur und Ihrer Bran­che passt. Ob für Ein­zel­per­so­nen, Nach­wuchs­pools oder im Rah­men von Ent­wick­lungs­pro­gram­men: Das Coa­ching ori­en­tiert sich an der Rea­li­tät Ihrer Füh­rungs­kräf­te und bie­tet kon­kre­te, all­tags­na­he Unter­stüt­zung. In einem unver­bind­li­chen Erst­ge­spräch klä­ren wir gemein­sam: - Wo steht Ihre Orga­ni­sa­ti­on aktu­ell in Sachen Nach­fol­ge­pla­nung? - Wel­che Kom­pe­ten­zen sol­len gezielt geför­dert wer­den? - Wel­che For­ma­te sind für Ihre Füh­rungs­kräf­te prak­ti­ka­bel? - Wie lässt sich Coa­ching nach­hal­tig in Ihre Pro­zes­se inte­grie­ren? ## Fazit: Zukunft sichern durch gezielte Nachfolgeplanung Nach­fol­ge­pla­nung ist weit mehr als ein orga­ni­sa­to­ri­scher Pro­zess. Es geht dar­um, Men­schen in ihrer Ent­wick­lung zu beglei­ten, Poten­zia­le zu erken­nen und Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten gezielt auf­zu­bau­en. Mit pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching – vor Ort oder online – schaf­fen Sie die bes­ten Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass Ihr Unter­neh­men auch in Zukunft erfolg­reich geführt wird – mit Per­sön­lich­kei­ten, die fach­lich über­zeu­gen und mensch­lich füh­ren. Wenn Sie heu­te in Ihre zukünf­ti­gen Füh­rungs­kräf­te inves­tie­ren, legen Sie den Grund­stein für Sta­bi­li­tät, Inno­va­ti­ons­kraft und nach­hal­ti­gen Unter­neh­mens­er­folg. Coa­ching ist dabei kein Luxus, son­dern eine geziel­te stra­te­gi­sche Maß­nah­me – indi­vi­du­ell, fle­xi­bel und wirk­sam. --- **Sie möch­ten mehr über mein Füh­rungs­kräf­te Coa­ching in Düs­sel­dorf oder online erfah­ren?** [Kon­tak­tie­ren Sie mich für ein per­sön­li­ches Gespräch](#kontakt) – ich freue mich auf Ihre Anfra­ge! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Der Business-Coaching-Prozess: Was erwartet Sie in einer Coaching-Session?](https://bobach-coaching.de/der-business-coaching-prozess-was-erwartet-sie-in-einer-coaching-session/) **Published:** November 11, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Gedan­ke, das ers­te Mal in eine Busi­ness-Coa­ching-Ses­si­on zu gehen, kann vie­le Fra­gen und viel­leicht auch ein wenig Unsi­cher­heit her­vor­ru­fen. Sie wis­sen, dass Sie etwas in Ihrem beruf­li­chen Leben ver­än­dern oder ver­bes­sern möch­ten, doch wie die­ser Pro­zess kon­kret aus­sieht, ist Ihnen viel­leicht unklar. Die­ser Arti­kel nimmt Sie an die Hand und gibt Ihnen einen trans­pa­ren­ten Ein­blick in den typi­schen Ablauf einer Busi­ness-Coa­ching-Ses­si­on. Das Ziel ist, Unsi­cher­hei­ten abzu­bau­en und Ihnen eine kla­re Vor­stel­lung davon zu geben, was Sie in einer pro­fes­sio­nel­len Coa­ching-Ses­si­on erwar­tet. ## **Was ist Business Coaching und was sind die Ziele?** Busi­ness Coa­ching rich­tet sich an Men­schen in beruf­li­chen Rol­len, von Füh­rungs­kräf­ten über Unter­neh­mer bis hin zu Mit­ar­bei­tern, die bestimm­te Zie­le ver­fol­gen oder Her­aus­for­de­run­gen bewäl­ti­gen möch­ten. Das Ziel ist die per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und das Errei­chen von beruf­li­chen Mei­len­stei­nen. Im Coa­ching geht es dabei weni­ger um direk­te Bera­tung, son­dern viel­mehr um eine struk­tu­rier­te Beglei­tung, die Ihnen hilft, eige­ne Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Typi­sche The­men im Busi­ness Coa­ching sind: • Füh­rungs­kom­pe­ten­zen ent­wi­ckeln • Work-Life-Balan­ce fin­den • Ent­schei­dungs­pro­zes­se opti­mie­ren • Kar­rie­re­pla­nung und ‑ent­wick­lung • Kon­flikt­ma­nage­ment und Kom­mu­ni­ka­ti­on Durch die­se kla­ren Zie­le wird der Busi­ness-Coa­ching-Pro­zess struk­tu­riert und effi­zi­ent gestal­tet. ## **Der Ablauf einer Coaching-Session** Eine Coa­ching-Ses­si­on glie­dert sich meist in meh­re­re Pha­sen. Die­se Struk­tur ist in den meis­ten pro­fes­sio­nel­len Coa­ching-Pro­zes­sen ähn­lich und sorgt dafür, dass jeder Ter­min ziel­ge­rich­tet und pro­duk­tiv gestal­tet ist. ### **1. Zielklärung und Fokussetzung: Die erste Sitzung vs. Folgesitzungen** In der ers­ten Coa­ching-Ses­si­on geht es haupt­säch­lich dar­um, die Grund­la­gen für die Zusam­men­ar­beit zu legen. Die­ser Ter­min unter­schei­det sich von den dar­auf­fol­gen­den Ses­si­ons durch sei­ne stär­ke­re Ori­en­tie­rung am “Big Pic­tu­re”. Das bedeu­tet, dass Sie gemein­sam mit dem Coach zunächst Ihr Anlie­gen prä­zi­se for­mu­lie­ren und die zen­tra­len Zie­le für das gesam­te Coa­ching fest­le­gen. Der Coach wird Fra­gen stel­len, die dar­auf abzie­len, Ihre Her­aus­for­de­run­gen, Erwar­tun­gen und Wün­sche genau zu ver­ste­hen. Es ist ein inten­si­ves Gespräch, das die Basis für alle wei­te­ren Schrit­te bil­det und sicher­stellt, dass Coach und Kli­ent auf der­sel­ben Wel­len­län­ge sind. Wäh­rend der ers­ten Sit­zung wird auch der Coa­ching-Pro­zess an sich bespro­chen. Der Coach erläu­tert, wel­che Metho­den und Tech­ni­ken zum Ein­satz kom­men könn­ten, und stellt sicher, dass alle Rah­men­be­din­gun­gen – von den Erwar­tun­gen bis hin zur Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen den Ter­mi­nen – klar sind. Dies hilft Ihnen, sich opti­mal auf den Pro­zess ein­zu­las­sen. In den Fol­ge­sit­zun­gen liegt der Fokus dann stär­ker auf kon­kre­ten Fort­schrit­ten und aktu­el­len The­men. Zu Beginn jeder Sit­zung wird kurz reflek­tiert, was seit dem letz­ten Ter­min pas­siert ist, ob es neue Ent­wick­lun­gen gab und ob die bis­he­ri­gen Maß­nah­men umge­setzt wur­den. Der Coach unter­stützt Sie dabei, Ihre Fort­schrit­te selbst­kri­tisch zu betrach­ten und even­tu­el­le Hin­der­nis­se zu erken­nen. Der Über­gang von einer Sit­zung zur nächs­ten ist somit flie­ßend, da jede Ses­si­on naht­los an den vor­he­ri­gen The­men anknüpft und dar­auf auf­baut. Die­ser Unter­schied zwi­schen der Ziel­klä­rung in der ers­ten Ses­si­on und den Fokus­sie­run­gen in den Fol­ge­sit­zun­gen sorgt dafür, dass der Coa­ching-Pro­zess sowohl auf Ihre lang­fris­ti­gen Zie­le als auch auf aktu­el­le, aku­te The­men abge­stimmt ist. ### **2. Bestandsaufnahme und Reflexion** Ein zen­tra­ler Bestand­teil jeder Coa­ching-Ses­si­on ist die ehr­li­che Refle­xi­on über den aktu­el­len Stand und über das, was seit dem letz­ten Mal gesche­hen ist. Hier­bei kön­nen Fra­gen wie „Wel­che Fort­schrit­te haben Sie gemacht?“, „Was hat gut funk­tio­niert, und was weni­ger?“ eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Dies dient dazu, Ihre Ent­wick­lung zu mes­sen und auch Blo­cka­den zu iden­ti­fi­zie­ren. Die­se Pha­se ermög­licht es Ihnen, in einem geschütz­ten Rah­men über Schwie­rig­kei­ten und Her­aus­for­de­run­gen zu spre­chen, ohne eine Lösung fin­den zu müs­sen. Der Coach wird Sie dazu ermu­ti­gen, genau hin­zu­se­hen und Ihre eige­nen Denk­mus­ter zu hin­ter­fra­gen. ### **3. Der Hauptteil: Fokussierte Arbeit an Themen und Lösungen** Im Haupt­teil der Coa­ching-Ses­si­on arbei­ten Sie gemein­sam an kon­kre­ten The­men und Her­aus­for­de­run­gen, die für Sie aktu­ell beson­ders rele­vant sind. Der Coach stellt geziel­te Fra­gen und nutzt Tech­ni­ken, die Ihnen hel­fen, eige­ne Lösun­gen und neue Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln. Die­ser Teil kann in vie­len unter­schied­li­chen For­men gestal­tet wer­den: • **Fra­ge­tech­ni­ken**: Offe­ne Fra­gen hel­fen Ihnen, Ihre Gedan­ken zu ord­nen und Mus­ter zu erken­nen. • **Visua­li­sie­run­gen**: Tech­ni­ken wie das „Ref­raming“ oder Visua­li­sie­rungs­übun­gen schaf­fen Klar­heit. • **Rol­len­wech­sel**: Indem Sie sich in eine ande­re Per­spek­ti­ve hin­ein­ver­set­zen, ent­wi­ckeln Sie ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für ande­re Betei­lig­te oder Ihre Situa­ti­on. • **Krea­ti­ve Tech­ni­ken**: Je nach Per­sön­lich­keit und The­ma kön­nen krea­ti­ve Metho­den wie das Zeich­nen von Mind­maps oder das Erstel­len von Mood­boards hilf­reich sein. Der Coach ach­tet dar­auf, dass die Metho­den auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se abge­stimmt sind und dass Sie genü­gend Raum haben, um eige­ne Gedan­ken zu ent­wi­ckeln. ### **4. Zielsetzung und Maßnahmenplanung** Nach der inten­si­ven Bear­bei­tung Ihrer The­men geht es in die Ziel­set­zung und Maß­nah­men­pla­nung. Hier geht es dar­um, die Erkennt­nis­se in kon­kre­te Schrit­te zu über­füh­ren, die Sie im All­tag umset­zen kön­nen. Der Coach unter­stützt Sie dabei, die­se Zie­le mög­lichst prä­zi­se zu for­mu­lie­ren – etwa in Form von „SMART-Zie­len“, die spe­zi­fisch, mess­bar, attrak­tiv, rea­lis­tisch und ter­mi­niert sind. Bei­spie­le für Maß­nah­men kön­nen sein: • „Ich wer­de in der nächs­ten Woche zwei­mal gezielt ein Feed­back-Gespräch mit mei­nen Mit­ar­bei­tern füh­ren.“ • „Ich wer­de für die kom­men­den vier Wochen eine täg­li­che Refle­xi­ons­zeit in mei­nen Kalen­der ein­pla­nen.“ Die­ser Part ist beson­ders wich­tig, da er sicher­stellt, dass das im Coa­ching Bespro­che­ne nicht nur Theo­rie bleibt, son­dern auch kon­kret im All­tag umge­setzt wird. ### **5. Abschluss und Reflexion der Session** Zum Ende der Ses­si­on folgt eine kur­ze Refle­xi­on und Zusam­men­fas­sung. Der Coach wird mit Ihnen bespre­chen, wel­che Erkennt­nis­se Sie aus der Ses­si­on mit­neh­men und wie Sie die nächs­ten Schrit­te ange­hen möch­ten. Dies hilft, das Erar­bei­te­te zu fes­ti­gen und auch neue Moti­va­tio­nen zu fin­den. In man­chen Fäl­len kann es sinn­voll sein, gemein­sam die geplan­ten Maß­nah­men für den nächs­ten Ter­min zu notie­ren oder die Erwar­tun­gen an die nächs­te Ses­si­on zu bespre­chen. ## **Warum eine Struktur im Coaching wichtig ist** Eine klar struk­tu­rier­te Coa­ching-Ses­si­on bringt meh­re­re Vor­tei­le mit sich. Sie sorgt dafür, dass kei­ne Zeit ver­lo­ren geht und alle Betei­lig­ten ziel­ge­rich­tet und pro­duk­tiv arbei­ten kön­nen. Für Sie als Kli­ent bedeu­tet dies, dass Sie genau wis­sen, wor­auf Sie sich ein­stel­len kön­nen, was wie­der­um eine beru­hi­gen­de Wir­kung hat. Auch wenn jeder Coach indi­vi­du­ell arbei­tet und sei­ne Metho­den auf Sie anpasst, bleibt der gro­be Ablauf meist gleich. Die­se Struk­tur ermög­licht es, den Pro­zess nach­zu­voll­zie­hen und sicher­zu­stel­len, dass jeder Schritt im Coa­ching sei­ne Berech­ti­gung hat und auf das gesetz­te Ziel hin­ar­bei­tet. ## **Wichtige Aspekte für eine erfolgreiche Coaching-Session** Neben der Struk­tur gibt es wei­te­re Fak­to­ren, die eine Busi­ness-Coa­ching-Ses­si­on erfolg­reich machen: • **Ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung**: Die Basis jeder Coa­ching-Ses­si­on ist das Ver­trau­en. Sie soll­ten sich wohl und sicher füh­len, damit Sie sich öff­nen kön­nen. • **Kla­re Zie­le**: Nur mit kla­ren Zie­len lässt sich auch der Erfolg des Coa­chings mes­sen. • **Ver­bind­lich­keit**: Set­zen Sie die gemein­sam beschlos­se­nen Maß­nah­men um. Das Coa­ching bleibt nur dann wirk­sam, wenn Sie zwi­schen den Ses­si­ons auch aktiv an den bespro­che­nen The­men arbei­ten. • **Offen­heit für Feed­back**: Der Coach wird Ihnen ehr­li­ches Feed­back geben. Die­se Rück­mel­dun­gen sind wert­vol­le Hin­wei­se, um Blo­cka­den zu erken­nen und an Lösun­gen zu arbei­ten. ## **Die Rolle des Coaches: Ein Begleiter auf Augenhöhe** Es ist wich­tig zu beto­nen, dass der Coach nicht als Bera­ter auf­tritt, der Ihnen fer­ti­ge Lösun­gen prä­sen­tiert. Viel­mehr ist der Coach ein Beglei­ter auf Augen­hö­he, der Sie dabei unter­stützt, Ihre eige­nen Ant­wor­ten zu fin­den. Der Coach wird Sie durch geziel­te Fra­ge­tech­ni­ken, Impul­se und Refle­xi­ons­übun­gen dazu anre­gen, Ihr eige­nes Den­ken zu hin­ter­fra­gen und neue Wege zu erkun­den. Das bedeu­tet, dass Sie wäh­rend einer Coa­ching-Ses­si­on immer aktiv betei­ligt sind und der Coach Sie ledig­lich dabei unter­stützt, Ihre Poten­zia­le zu ent­de­cken. ## **Fazit: Der Coaching-Prozess als Chance zur Selbstentfaltung** Busi­ness Coa­ching ist ein inten­si­ver Pro­zess, der Ihnen neue Wege und Mög­lich­kei­ten auf­zei­gen kann. Eine kla­re Struk­tur der Coa­ching-Ses­si­on nimmt Ihnen dabei die Unsi­cher­heit und schafft eine pro­duk­ti­ve Arbeits­um­ge­bung, in der Sie sich auf die für Sie wich­ti­gen The­men kon­zen­trie­ren kön­nen. Der Coach beglei­tet Sie durch die­sen Pro­zess, unter­stützt Sie mit Metho­den und Tech­ni­ken und gibt Ihnen den Raum, Ihre eige­nen Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Wenn Sie sich auf die­sen Pro­zess ein­las­sen und bereit sind, aktiv an sich zu arbei­ten, kön­nen Sie lang­fris­tig neue Ein­sich­ten gewin­nen und Ihren beruf­li­chen Erfolg maß­geb­lich stei­gern. Ein gut struk­tu­rier­ter Ablauf ist dabei das Fun­da­ment für den Erfolg jeder Coa­ching-Ses­si­on. Mehr zu mei­nem Vor­ge­hen und den Ange­bo­ten für Unter­neh­men fin­den Sie auf der Sei­te [Busi­ness Coa­ching für Geschäfts­kun­den](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/). Titel­bild Lizenz von Unsplash.com **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Business Coaching ROI messen – geht das?](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/) **Published:** Juli 1, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wenn Unter­neh­men über die Ein­füh­rung von Coa­ching nach­den­ken, kommt früh eine Fra­ge: Was bringt es uns – und wie mes­sen wir das? Das ist eine legi­ti­me Fra­ge. Und gleich­zei­tig eine, [die häu­fig falsch gestellt wird](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/ "Business Coaching ist kein Luxus"). Denn Coa­ching lässt sich nicht eins zu eins in einer Bud­get­zei­le abbil­den. Aber das bedeu­tet nicht, dass sei­ne Wirk­sam­keit unsicht­bar ist. Es bedeu­tet, dass wir die rich­ti­gen Fra­gen stel­len müs­sen – und die rich­ti­gen Mess­me­tho­den wäh­len. ## **Warum klassische ROI-Rechnung bei Coaching an Grenzen stößt** Der klas­si­sche Return on Invest­ment misst Geld­ein­hei­ten: Ich inves­tie­re X, ich erhal­te Y zurück. Das funk­tio­niert gut bei Maschi­nen, Soft­ware oder Wer­be­kam­pa­gnen. Bei Coa­ching wird es schwie­ri­ger. Ers­tens ist die Wir­kung von Coa­ching nicht line­ar: Ein Coa­ching-Pro­zess ver­bes­sert die Ent­schei­dungs­qua­li­tät einer Füh­rungs­kraft – aber wie viel davon hat zu einer kon­kre­ten Umsatz­stei­ge­rung bei­getra­gen? Das lässt sich nur mit vie­len Annah­men aus­rech­nen. Zwei­tens gibt es einen Zeit­ver­satz: Coa­ching wirkt oft erst Mona­te nach dem Pro­zess voll­stän­dig, wenn neue Ver­hal­tens­wei­sen in der Pra­xis ver­an­kert sind. Drit­tens gibt es sys­te­mi­sche Effek­te: Eine Füh­rungs­kraft, die kla­rer führt, beein­flusst ihr gesam­tes Team. Die­ser mul­ti­pli­ka­ti­ve Effekt ist real, aber kaum iso­liert mess­bar. 💡 Per­spek­tiv­wech­sel Statt zu fra­gen: Was hat das Coa­ching gebracht? ist die bes­se­re Fra­ge: Was hat sich ver­än­dert – und hat die­se Ver­än­de­rung einen Wert für das Unter­neh­men? Das lässt sich durch­aus beant­wor­ten. Und oft sehr kon­kret. ## **Was sich messen lässt – und wie** Es gibt meh­re­re Ansät­ze, die in der Pra­xis funk­tio­nie­ren. Kei­ner davon ist per­fekt – aber jeder lie­fert nütz­li­che Infor­ma­tio­nen. Die fol­gen­de Tabel­le zeigt die [wich­tigs­ten Ziel­be­rei­che](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching"), mög­li­che Mess­grö­ßen und typi­sche Ver­än­de­run­gen: Ziel­be­reichMög­li­che Mess­grö­ßenTypi­sche Ver­än­de­rung nach Coa­ching Ent­schei­dungs­qua­li­tätAnzahl revi­dier­ter Ent­schei­dun­gen, Feed­back 360°Weni­ger Kurs­kor­rek­tu­ren, kla­re­re Kom­mu­ni­ka­ti­on Team­dy­na­mikMit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit, Fluk­tua­ti­onHöhe­re Bin­dung, weni­ger Kon­flik­te Pro­duk­ti­vi­tätZiel­er­rei­chung, OKR-Per­for­manceFokus­sier­te­re Arbeit, weni­ger Rei­bungs­ver­lus­te Füh­rungs­qua­li­tät360°-Feedback, Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­cheKla­re­re Rol­len­füh­rung, mehr psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit Per­sön­li­che Wirk­sam­keitSelbst­ein­schät­zung vor/nach, Ziel­er­rei­chungMehr Hand­lungs­op­tio­nen, weni­ger Blo­cka­den ## **Das Vorher-Nachher-Gespräch: die einfachste und oft wirksamste Methode** Die prag­ma­tischs­te und zugleich über­ra­schend wirk­sa­me Metho­de: Ein struk­tu­rier­tes Gespräch zu Beginn und am Ende des Coa­ching-Pro­zes­ses – mit den­sel­ben Fra­gen. Was war das Ziel? Was hat sich ver­än­dert? Wie erle­ben Vor­ge­setz­te, Kol­le­gen oder das Team die Per­son heu­te im Ver­gleich zu vor­her? Wur­den die Zie­le aus dem Coa­ching erreicht? Die­se qua­li­ta­ti­ve Mes­sung ist kei­ne wei­che Aus­sa­ge – sie ist oft auf­schluss­rei­cher als jede Kenn­zahl, weil sie kon­kre­te Ver­än­de­run­gen im Ver­hal­ten beschreibt, die Men­schen direkt erle­ben. Und weil sie zeigt, ob das Coa­ching die rich­ti­gen The­men bear­bei­tet hat. ## **360°-Feedback: Der Blick von allen Seiten** Ein 360°-Feedback vor und nach dem Coa­ching-Pro­zess gibt struk­tu­rier­te Rück­mel­dung aus meh­re­ren Per­spek­ti­ven: Vor­ge­setz­te, Peers, direk­te Berich­te. Es macht Ver­än­de­run­gen sicht­bar, die die gecoach­te Per­son selbst oft nicht bemerkt – weil sie im Pro­zess steckt. Ein 360°-Feedback lie­fert Daten, kei­ne Mei­nun­gen. Es kann zei­gen, ob sich ein Füh­rungs­ver­hal­ten in der Wahr­neh­mung ande­rer ver­än­dert hat – das ist eine der rele­van­tes­ten Mess­grö­ßen über­haupt. **Wich­tig:** Der Ein­satz von 360°-Feedback setzt psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit im Unter­neh­men vor­aus. Wo die­se fehlt, wer­den die Ergeb­nis­se ver­zerrt. Das Instru­ment lie­fert nur dann vali­de Daten, wenn Ehr­lich­keit ohne Kon­se­quen­zen mög­lich ist. ## **Was Studien sagen** Die [ICF Glo­bal Coa­ching Stu­dy](https://coachingfederation.org/research "rel="noopener noreferrer"") hat mehr­fach belegt: Unter­neh­men, die sys­te­ma­tisch Coa­ching ein­set­zen, berich­ten von mess­ba­ren Effek­ten – auf Pro­duk­ti­vi­tät, Mit­ar­bei­ter­bin­dung und [Füh­rungs­qua­li­tät](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"). Die am häu­figs­ten genann­ten Wir­kun­gen sind ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten, höhe­re Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und gestärk­te Füh­rungs­kom­pe­ten­zen. Ent­schei­dend für die­se Ergeb­nis­se: kla­re Ziel­set­zung vor dem Pro­zess, pro­fes­sio­nel­le Coach-Aus­wahl und eine Unter­neh­mens­kul­tur, die Ent­wick­lung wert­schätzt – nicht als Pflicht­pro­gramm, son­dern als stra­te­gi­sche Inves­ti­ti­on. 📊 Aus der Pra­xis Ein mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men ließ drei Füh­rungs­kräf­te beglei­ten, die in einer Reor­ga­ni­sa­ti­on neue Rol­len über­nom­men hat­ten. Nach sechs Mona­ten: deut­lich weni­ger Eska­la­tio­nen, höhe­re Zufrie­den­heit im 360°-Feedback und mess­bar kür­ze­re Ein­ar­bei­tungs­zeit im Ver­gleich zu frü­he­ren Rol­len­be­set­zun­gen ohne Coa­ching. ## **Praktische Empfehlungen für Unternehmen** - Zie­le vor dem Pro­zess defi­nie­ren: Was soll sich ver­än­dern? Je kon­kre­ter, des­to mess­ba­rer. - Mess­me­tho­de pas­send wäh­len: Vor­her-Nach­her-Gespräch für qua­li­ta­ti­ve Ver­än­de­run­gen, 360°-Feedback für struk­tu­rier­te Ver­hal­tens­ver­än­de­rung. - Rea­lis­ti­schen Zeit­ho­ri­zont ein­pla­nen: Wir­kung zeigt sich oft erst 3–6 Mona­te nach Abschluss. - Sys­te­mi­sche Effek­te ein­kal­ku­lie­ren: Die Ver­än­de­rung einer Füh­rungs­kraft wirkt auf das gesam­te Team. ## **Fazit: Messen ja – aber mit den richtigen Fragen** Den ROI von Coa­ching zu mes­sen ist mög­lich – wenn man die rich­ti­gen Fra­gen stellt und rea­lis­ti­sche Erwar­tun­gen hat. Coa­ching ist kein Hebel, der direkt auf Quar­tals­zah­len wirkt. Es ist eine Inves­ti­ti­on in Men­schen – und Men­schen wir­ken auf Ergeb­nis­se. Die­ser Wirk­pfad ist län­ger und weni­ger direkt als bei ande­ren Maß­nah­men. Aber er ist real. Wie ein Coa­ching-Rah­men für Ihr Unter­neh­men kon­kret aus­se­hen könn­te, zeigt die Sei­te [Busi­ness Coa­ching für Geschäfts­kun­den](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/). Busi­ness Coa­ching für Unter­neh­men in Düs­sel­dorf Trans­pa­rent, ziel­ori­en­tiert und mess­bar – ich ent­wick­le mit Ihnen einen Coa­ching-Rah­men, der zu Ihrem Unter­neh­men passt und des­sen Wirk­sam­keit wir gemein­sam bewer­ten. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Mitarbeitercoaching im Unternehmen](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching-unternehmen/) **Published:** Juni 17, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist längst kein Rand­the­ma mehr in der Per­so­nal­ent­wick­lung. Immer mehr Unter­neh­men nut­zen Coa­ching gezielt als Instru­ment – nicht als Reak­ti­on auf Pro­ble­me, son­dern als pro­ak­ti­ve Inves­ti­ti­on in Leis­tung, Eigen­ver­ant­wor­tung und Mit­ar­bei­ter­bin­dung. Und doch bleibt in vie­len Unter­neh­men unklar, was Mit­ar­bei­ter­coa­ching von ande­ren Ent­wick­lungs­for­ma­ten unter­schei­det, wann es wirk­lich sinn­voll ist – und wie man sicher­stellt, dass es nicht ver­pufft. Die­ser Arti­kel gibt HR-Ver­ant­wort­li­chen und Füh­rungs­kräf­ten eine kla­re Ori­en­tie­rung. ## **Was ist Mitarbeitercoaching – und was ist es nicht?** Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist ein pro­fes­sio­nel­ler Ent­wick­lungs­pro­zess, der Mit­ar­bei­ten­de dabei unter­stützt, ihre eige­ne Wirk­sam­keit zu erhö­hen. Es ist kein Feed­back-Gespräch, kein Bewer­bungs­coa­ching, kei­ne The­ra­pie und kein Men­to­ring. Der ent­schei­den­de Unter­schied: Coa­ching läuft ohne Rat­schlä­ge ab. Ein exter­ner, neu­tra­ler Coach beglei­tet die gecoach­te Per­son dabei, eige­ne Lösun­gen zu ent­wi­ckeln – durch geziel­te Fra­gen, Refle­xi­ons­im­pul­se und den Blick von außen. Das klingt para­dox – ist aber der Grund, war­um Coa­ching nach­hal­ti­ger wirkt als die meis­ten ande­ren Per­so­nal­ent­wick­lungs­maß­nah­men. ✅ Kurz erklärt Coa­ching gibt kei­ne Ant­wor­ten. Es stellt die rich­ti­gen Fra­gen – damit die gecoach­te Per­son ihre eige­nen Ant­wor­ten fin­det. Nur was selbst erar­bei­tet wird, wird auch wirk­lich ver­in­ner­licht und umge­setzt. ## **Coaching, Training, Mentoring: Was ist der Unterschied?** In der Pra­xis wer­den die­se drei For­ma­te häu­fig ver­wech­selt oder syn­onym ver­wen­det – was zu Ent­täu­schun­gen führt, wenn die fal­sche Maß­nah­me gewählt wird. Die fol­gen­de Tabel­le ver­schafft Klar­heit: Merk­malCoa­chingTrai­ningMen­to­ring FokusPer­sön­li­che Ent­wick­lung & Zie­leWis­sens­ver­mitt­lung & SkillsKar­rie­re & Netz­werk Metho­deFra­gen, Refle­xi­on, Pro­zessLehr­ein­hei­ten, Übun­genRat­schlä­ge, Erfah­run­gen Rol­leNeu­tral, all­par­tei­lichExper­te, Lehr­per­sonSeni­or, Vor­bild Dau­er3–12 Mona­te1–5 Tage6–24 Mona­te Ergeb­nisKlar­heit, neue Hand­lungs­op­tio­nenKon­kre­te Fer­tig­kei­tenOri­en­tie­rung, Ver­net­zung ## **Wann macht Mitarbeitercoaching Sinn?** Coa­ching ist kein All­heil­mit­tel und nicht in jeder Situa­ti­on die rich­ti­ge Maß­nah­me. Es ent­fal­tet sei­ne Stär­ke dort, wo die Ant­wort nicht im Wis­sen liegt, son­dern in der Ver­än­de­rung von Hal­tun­gen, Mus­tern oder Per­spek­ti­ven. Drei typi­sche Anwen­dungs­fäl­le: ### **Potenzialentwicklung** High Per­for­mer, die in eine Exper­ten­funk­ti­on oder ers­te Füh­rungs­rol­le wach­sen sol­len. Coa­ching hilft dabei, Kom­pe­ten­zen auf­zu­bau­en, bevor die neue Rol­le über­nom­men wird – nicht hin­ter­her, wenn Feh­ler bereits gemacht wur­den. ### **Konfliktbewältigung** Eska­lier­te oder chro­ni­sche Kon­flik­te im Team oder an einer Schnitt­stel­le. Coa­ching ermög­licht neue Per­spek­ti­ven auf die Situa­ti­on, bevor exter­ne Media­ti­on nötig wird. Wich­tig: Coa­ching ersetzt kei­ne Media­ti­on – aber es kann ver­hin­dern, dass es dazu kommt. ### **Veränderungsprozesse begleiten** Mit­ar­bei­ten­de, die einen Reorg, einen Stel­len­wech­sel oder einen kul­tu­rel­len Wan­del im Unter­neh­men erle­ben. Coa­ching hilft, Ori­en­tie­rung zu behal­ten, Unsi­cher­heit zu ver­ar­bei­ten und aktiv mit­zu­ge­stal­ten – statt pas­siv abzu­war­ten. ## **Was Mitarbeitercoaching in Unternehmen bewirkt** ### **Mehr Eigenverantwortung** Mit­ar­bei­ten­de, die gecoacht wur­den, war­ten nicht auf Anwei­sun­gen – sie ent­wi­ckeln eige­ne Lösun­gen. Das ent­las­tet Füh­rungs­kräf­te spür­bar und erhöht die Hand­lungs­fä­hig­keit des gesam­ten Teams. In der Pra­xis äußert sich das: weni­ger Eska­la­tio­nen nach oben, mehr Initia­ti­ve, kla­re­re Kom­mu­ni­ka­ti­on. ### **Höhere Mitarbeiterbindung** Wenn Mit­ar­bei­ten­de das Gefühl haben, dass das Unter­neh­men wirk­lich in ihre Ent­wick­lung inves­tiert – nicht nur in Form von Pflicht­schu­lun­gen, son­dern durch indi­vi­du­el­le Beglei­tung – steigt die emo­tio­na­le Bin­dung mess­bar. Der Gal­lup Enga­ge­ment Index bestä­tigt jähr­lich: der stärks­te Trei­ber für Mit­ar­bei­ter­bin­dung ist die Qua­li­tät der Füh­rungs­be­zie­hung und das Gefühl, per­sön­lich wach­sen zu kön­nen. ### **Bessere Konfliktfähigkeit** Kon­flik­te ent­ste­hen in jedem Team – ent­schei­dend ist, wie sie gelöst wer­den. Mit­ar­bei­ten­de mit Coa­ching-Erfah­rung kom­mu­ni­zie­ren kla­rer, hören akti­ver zu und kön­nen Per­spek­tiv­wech­sel eher voll­zie­hen. Das wirkt nicht nur im aku­ten Kon­flikt, son­dern prä­ven­tiv. ### **Nachhaltigere Führungsentwicklung** Coa­ching über­trifft klas­si­sche Füh­rungs­trai­nings in der Nach­hal­tig­keit. Der Grund: Trai­nings ver­mit­teln Wis­sen – Coa­ching ver­än­dert Ver­hal­ten. Was in einem struk­tu­rier­ten Eins-zu-eins-Pro­zess erar­bei­tet wird, weil es auf die kon­kre­te Situa­ti­on der Per­son zuge­schnit­ten ist, bleibt. 💬 Aus der Pra­xis Eine Team­lei­te­rin hat­te wie­der­holt Schwie­rig­kei­ten, kla­re Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Nach einem sechs­mo­na­ti­gen Coa­ching-Pro­zess hat­te sie gelernt, ihren eige­nen Füh­rungs­stil zu defi­nie­ren, Gren­zen zu kom­mu­ni­zie­ren und Ver­ant­wor­tung gezielt zu über­tra­gen. Kurz dar­auf wur­de sie zur Abtei­lungs­lei­te­rin beför­dert. ## **Wie Unternehmen Coaching richtig organisieren** Mit­ar­bei­ter­coa­ching ent­fal­tet sei­ne Wir­kung nur dann, wenn es rich­tig ein­ge­bet­tet ist. Die wich­tigs­ten Erfolgs­fak­to­ren: - Frei­wil­lig­keit: Coa­ching, das auf­ge­zwun­gen wird, wirkt nicht. Die gecoach­te Per­son muss wol­len. - Kla­re Ziel­set­zung: Was soll das Coa­ching errei­chen? Ohne kla­res Ziel kein mess­ba­rer Erfolg. - Exter­ner Coach: Inter­ne Coa­ches haben struk­tu­rel­le Inter­es­sen­kon­flik­te. Ech­te Neu­tra­li­tät braucht exter­ne Beglei­tung. - Ver­trau­lich­keit: Inhal­te aus dem Coa­ching blei­ben zwi­schen Coach und Kli­ent. Das ist Vor­aus­set­zung für Offen­heit. - Eva­lua­ti­on: Was hat sich ver­än­dert? Eine ein­fa­che Vor­her-Nach­her-Refle­xi­on genügt in den meis­ten Fäl­len. ## **Fazit: Mitarbeitercoaching als Wettbewerbsvorteil** Unter­neh­men, die sys­te­ma­tisch in die Ent­wick­lung ihrer Mit­ar­bei­ten­den inves­tie­ren – über Stan­dard­maß­nah­men hin­aus – gewin­nen in mehr­fa­cher Hin­sicht: Sie bin­den Leis­tungs­trä­ger, ent­wi­ckeln Füh­rungs­qua­li­tät und erhö­hen die Wider­stands­fä­hig­keit des gesam­ten Unter­neh­mens. Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist kein Luxus für Kon­zer­ne. Es ist ein Instru­ment, das für mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men oft noch wir­kungs­vol­ler ist – weil jede Ein­zel­per­son dort mehr bewegt. Mehr zu For­mat und Ablauf fin­den Sie auf der Sei­te [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/). Mit­ar­bei­ter­coa­ching für Ihr Unter­neh­men in Düs­sel­dorf Ob Ein­zel­coa­ching für Leis­tungs­trä­ger oder ein Rah­men­ver­trag für meh­re­re Mit­ar­bei­ten­de – ich ent­wick­le mit Ihnen ein pas­sen­des For­mat. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir Ihre Situa­ti­on. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Konfliktmanagement im Team](https://bobach-coaching.de/konfliktmanagement-fuehrungskraft/) **Published:** August 11, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Kon­flik­te gehö­ren zu jedem Team. Sie sind kein Zei­chen schlech­ter Füh­rung – im Gegen­teil: Wo Men­schen enga­giert zusam­men­ar­bei­ten, ent­ste­hen Rei­bun­gen. Die ent­schei­den­de Fra­ge ist nicht, ob es Kon­flik­te gibt, son­dern wie eine Füh­rungs­kraft mit ihnen umgeht. Schlecht gelös­te Kon­flik­te kos­ten Unter­neh­men viel: Zeit, Ener­gie, Moti­va­ti­on und im schlimms­ten Fall gute Mit­ar­bei­ten­de. Gut gelös­te Kon­flik­te dage­gen stär­ken ein Team. Die­ser Arti­kel zeigt, wie das gelingt. ## Warum Konflikte oft zu spät erkannt werden Die meis­ten Kon­flik­te eska­lie­ren nicht plötz­lich – sie schwe­len. Sie begin­nen mit sub­ti­len Signa­len: weni­ger Kom­mu­ni­ka­ti­on, gereiz­ter Ton, Bil­dung von Lagern. Füh­rungs­kräf­te über­se­hen die­se frü­hen Anzei­chen oft, weil sie mit dem Tages­ge­schäft beschäf­tigt sind oder hof­fen, dass sich die Span­nung von selbst löst. Das tut sie sel­ten. Unbe­ar­bei­te­te Kon­flik­te ver­här­ten sich. Was am Anfang ein klä­ren­des Gespräch gelöst hät­te, braucht spä­ter Media­ti­on – oder endet in einer Kün­di­gung. ## **Die Eskalationsstufen nach Glasl – vereinfacht** Der Kon­flikt­for­scher Fried­rich Glasl hat beschrie­ben, wie Kon­flik­te typi­scher­wei­se eska­lie­ren. Ver­ein­facht lässt sich das in drei Pha­sen fas­sen: Pha­se Was pas­siert Hand­lungs­mög­lich­keit 1. Ver­här­tungStand­punk­te ver­fes­ti­gen sich, ers­te Span­nun­genGespräch suchen, bei­de Sei­ten anhö­ren 2. Debat­te & TatenLager­bil­dung, Kom­mu­ni­ka­ti­on bricht abMode­rier­te Klä­rung, kla­re Regeln 3. Eska­la­ti­onPer­sön­li­che Angrif­fe, wir gegen dieExter­ne Media­ti­on oder Tren­nung 💡 Pra­xis­tipp Je frü­her Sie ein­grei­fen, des­to weni­ger müs­sen Sie ein­grei­fen. In Pha­se 1 reicht oft ein ein­zel­nes, ehr­li­ches Gespräch. In Pha­se 3 ist meist exter­ne Hil­fe nötig. ## Die Rolle der Führungskraft: allparteilich, nicht neutral Ein häu­fi­ges Miss­ver­ständ­nis: Füh­rungs­kräf­te glau­ben, sie müss­ten in Kon­flik­ten neu­tral blei­ben. Das ist nicht ganz rich­tig. Wirk­sa­mer ist eine all­par­tei­li­che Hal­tung: Man nimmt bei­de Sei­ten ernst, ohne Par­tei zu ergrei­fen – und behält gleich­zei­tig das gemein­sa­me Ziel im Blick. Neu­tra­li­tät kann distan­ziert wir­ken. Unpar­tei­lich­keit signa­li­siert: Ich sehe euch bei­de, und ich hel­fe euch, eine Lösung zu fin­den, die für das Team funk­tio­niert. ## Ein praktischer Leitfaden für Konfliktgespräche - **Vor­be­rei­tung:** Was ist der Kern des Kon­flikts? Wel­che Inter­es­sen ste­hen dahin­ter? - **Ein­stieg:** Sach­lich beschrei­ben, was Ihnen auf­ge­fal­len ist – ohne Schuld­zu­wei­sung. - **Zuhö­ren:** Bei­de Sei­ten aus­re­den las­sen. Ver­ste­hen vor Bewer­ten. - **Inter­es­sen klä­ren:** Hin­ter Posi­tio­nen lie­gen Bedürf­nis­se. Die­se sicht­bar machen. - **Lösung gemein­sam ent­wi­ckeln:** Kei­ne Lösung ver­ord­nen – erar­bei­ten las­sen. - **Ver­ein­ba­rung:** Kon­kret fest­hal­ten, wer was bis wann tut. 💬 Aus der Pra­xis Zwei erfah­re­ne Mit­ar­bei­ter blo­ckier­ten sich über Mona­te. Die Füh­rungs­kraft hat­te den Kon­flikt lan­ge igno­riert. Im Coa­ching erar­bei­te­ten wir einen Gesprächs­leit­fa­den. Das Klä­rungs­ge­spräch dau­er­te 90 Minu­ten – und lös­te eine Blo­cka­de, die das Team ein hal­bes Jahr gelähmt hat­te. ## Wann externe Hilfe sinnvoll ist Nicht jeder Kon­flikt lässt sich intern lösen. Wenn die Füh­rungs­kraft selbst Teil des Kon­flikts ist, bleibt oft eine exter­ne Per­spek­ti­ve nötig. Wenn Gesprä­che wie­der­holt schei­tern oder die Eska­la­ti­on zu weit fort­ge­schrit­ten ist, kann ein exter­ner Coach oder Media­tor ent­schei­dend sein. Das ist kein Ver­sa­gen – son­dern pro­fes­sio­nel­les Han­deln. Für ein­zel­ne Team­mit­glie­der eig­net sich dafür oft [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/), für das gan­ze Team der [Work­shop Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/). Kon­flik­te im Team lösen – bevor sie eska­lie­ren Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch schau­en wir gemein­sam auf Ihre Situa­ti­on und klä­ren, wie Sie als Füh­rungs­kraft wirk­sam ver­mit­teln kön­nen. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [MeisterTask Business: für wen es sich lohnt](https://bobach-coaching.de/meistertask-business-fuer-wen-es-sich-lohnt/) **Published:** Februar 13, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­Task, ein immer popu­lä­rer wer­den­des Pro­jekt­ma­nage­ment Tool, ist ab sofort auch in der [Meis­ter­Task Busi­ness Vari­an­te](https://www.mindmeister.com/de/mt/signup) erhält­lich. Vor allem an der Benut­zer­ver­wal­tung hat Meis­terLabs hier geschraubt und eini­ge wich­ti­ge Fea­tures gelie­fert. ### Feinere Benutzerrollen mit unterschiedlichen Rechten Vor allem die Benut­zer­ver­wal­tung hat Meis­terLabs ordent­lich auf­ge­bohrt. So ist es mög­lich inner­halb der Benut­zer ver­schie­de­ne Teams zu defi­nie­ren (z.B. Ver­trieb, Pro­jekt­ab­wick­lung, etc. ) und ein­zel­nen Pro­jekt­boards auf die­se Grup­pen zu beschrän­ken. Außer­dem kann es in der Busi­ness Vari­an­te jetzt mehr als einen Admi­nis­tra­tor für ein Unter­neh­men geben, das macht die Ein­rich­tung und Pfle­ge deut­lich ein­fa­cher. Bei den Benut­zer­rol­len ist ein neu­er Gast­mo­dus hin­zu gekom­men, bei dem man z.B. defi­nie­ren kann, ob der Gast nur Kom­men­tie­ren darf. Das macht das Tei­len von Pro­jekt­boards z.B. mit Kun­den ein­fa­cher und siche­rer weil kei­ne unge­woll­ten Ände­run­gen mehr pas­sie­ren kön­nen. Ins­ge­samt lie­fert Meis­terLabs mit Meis­ter­Task Busi­ness eine Men­ge sinn­vol­ler Funk­tio­nen nach — auch wenn der ein­zel­ne Benut­zer davon viel­leicht noch nicht sofort viel mit­be­kommt. Hof­fent­lich kom­men bald ande­re, immer wie­der gewünsch­te Funk­tio­nen (wie z.B. Fäl­lig­keitda­ten für ein­zel­ne Tasks inner­halb einer Auf­ga­be). ### Für wen ist MeisterTask Business? Die neue Edi­ti­on rich­tet sich offen­sicht­lich vor allem an schon grö­ße­re Teams denen die Pro Vari­an­te nicht mehr aus­reicht. Für das klei­ne Start­Up bestimmt noch nicht sinn­voll, ist Meis­ter­Task Busi­ness aber für jeden Mit­tel­ständ­ler eine abso­lut sinn­vol­le Inves­ti­ti­on. Als [zer­ti­fi­zier­ter Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner](https://bobach-coaching.de/meistertask/) beglei­te ich Unter­neh­men bei genau die­ser Ein­füh­rung – von der Benut­zer­ver­wal­tung bis zur team­wei­ten Nut­zung. **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität --- ### [MeisterTask: Optimal miteinander kommunizieren.](https://bobach-coaching.de/meistertask-optimal-miteinander-kommunizieren/) **Published:** Januar 26, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ich erle­be es bei mei­nen Kun­den immer wie­der: [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com) wird mit Begeis­te­rung ein­ge­setzt. Es opti­miert den Work­flow inner­halb der Pro­zes­se und des Teams (ich wer­de übri­gens NICHT von Meis­terLabs gespon­sert 😉 ). Ich bekom­me aber immer wie­der eine Fra­ge gestellt: wie kom­mu­ni­ziert man inner­halb von Meis­ter­Task am bes­ten? Des­we­gen heu­te ein paar Tipps aus der Pra­xis. ### Zugewiesen vs. Beobachten Es gibt in Meis­ter­Task grund­sätz­lich immer nur *eine* Per­son, der eine Aktu­el­le Auf­ga­be *zuge­wie­sen* ist. Ein­ge­stellt wird dies im obe­ren Bereich einer Auf­ga­be, und kann durch einen Klick auf den Namen leicht geän­dert wer­den. ![Aufgabe in MeisterTask zuweisen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/01/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-09.28.16-1.png "Aufgabe in MeisterTask zuweisen | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Zusätz­lich kann man zu jeder Auf­ga­be belie­big vie­le Per­so­nen als *Beob­ach­ter* ein­stel­len, die­se wer­den dann über alle (!) Ver­än­de­run­gen in der Auf­ga­be benach­rich­tigt: ![Beobachter in Meistertask](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/01/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-09.30.58-1.png "Bildschirmfoto 2018-01-24 um 09.30.58 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") So prak­tisch das auf den ers­ten Blick schei­nen mag, so unüber­sicht­lich kann dies in der Pra­xis wer­den. Ein Bei­spiel: ### Unfreiwillig zum Micromanager Ich erin­nern mich an eine Unter­hal­tung mit einem Geschäfts­füh­rer: er woll­te natur­ge­mäß über den Stand sei­ner Pro­jek­te infor­miert sein und ließ sich von sei­nen Mit­ar­bei­tern bei jedem Pro­jekt als Beob­ach­ter ein­tra­gen. Ein paar Wochen spä­ter hat­te er sage und schrei­be über 4000 Benach­rich­ti­gun­gen. Natür­lich hat­te er längst begon­nen die­se kom­plett zu igno­rie­ren. Und es kam wie es eben nicht kom­men soll­te: er ver­pass­te wich­ti­ge Vor­gän­ge und sei­ne Mit­ar­bei­ter fin­gen an ihm wie­der eMails zu schrei­ben, anzu­ru­fen oder in sei­nem Büro zu ste­hen. Für jede Info die er mit­krie­gen soll­te. Er fühl­te sich — nach­voll­zieh­bar — in die Anfangs­zei­ten der eMail zurück­ver­setzt und fühl­te sich wie ein Micro­ma­na­ger wenn er die Benach­rich­ti­gun­gen beach­te­te. Die Lösung war sehr ein­fach: *Erwäh­nun­gen* ### In MeisterTask mit Erwähnungen die Kommunikation steuern Eine Erwäh­nung in Meis­ter­Task bedeu­tet, das man den Namen von jeman­dem „fal­len lässt“. Dies geschieht ganz ein­fach mit einem „@„ gefolgt von sei­nem Namen. Meis­ter­Task schlägt bei der Ein­ga­be schon ent­spre­chen­de Kol­le­gen vor: ![MeisterTask Erwähnungen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/01/Bildschirmfoto-2018-01-24-um-09.55.55-300x222.png "MeisterTask Erwähnungen | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Dies löst immer eine Benach­rich­ti­gung beim Erwähn­ten aus, egal ob er Beob­ach­ter ist oder nicht. Für den Geschäfts­füh­rer aus mei­nem Bei­spiel war also die ein­fa­che Lösung: raus aus allen Pro­jek­ten in denen er nicht jeden Schritt mit­krie­gen muss­te und Nut­zung der Erwäh­nun­gen wenn er infor­miert wer­den soll­te. Super sim­pel. ### Einmal zugewiesen, für immer zugewiesen Ein ande­res Phä­no­men ist, das Auf­ga­ben stän­dig jemand ande­rem zuge­wie­sen wer­den weil man eine Ant­wort von jeman­dem braucht. Die Gefahr: am Ende weiss viel­leicht jemand ande­res nicht mehr, wer eigent­lich der *Haupt­ver­ant­wort­li­che* für ein Pro­jekt oder eine Auf­ga­be war. Auch hier brin­gen Erwäh­nun­gen die Lösung. Cle­ver ein­ge­setzt sind Erwäh­nun­gen in Meis­ter­Task ein abso­lu­tes Kil­ler­fea­ture und spa­ren zusätz­li­che Tools wie Slack oder Twist — zumin­dest für pro­jekt­be­zo­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wenn Sie Meis­ter­Task im gan­zen Team sau­ber ein­füh­ren möch­ten, beglei­te ich Sie dabei als [zer­ti­fi­zier­ter Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner](https://bobach-coaching.de/meistertask/) mit Trai­nings und Work­shops. Und wenn es weni­ger am Tool als an der Kom­mu­ni­ka­ti­on selbst hakt, passt oft der [Work­shop Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) bes­ser. Wenn Sie Meis­ter­Task im gan­zen Team sau­ber ein­füh­ren möch­ten, beglei­te ich Sie dabei als [zer­ti­fi­zier­ter Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner](https://bobach-coaching.de/meistertask/) mit Trai­nings und Work­shops. Und wenn es weni­ger am Tool als an der Kom­mu­ni­ka­ti­on selbst hakt, passt oft der [Work­shop Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) bes­ser. **Kategorien:** MeisterTask --- ### [Die Haupt-Herausforderungen einer Führungskraft im 21. Jahrhundert meistern](https://bobach-coaching.de/die-haupt-herausforderungen-einer-fuehrungskraft-im-21-jahrhundert-meistern/) **Published:** Mai 19, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Was macht die Her­aus­for­de­rung Füh­rungs­kraft aus? Im 21. Jahr­hun­dert müs­sen Füh­rungs­kräf­te stän­dig neue Rol­len über­neh­men, Kon­flik­te lösen, und fle­xi­bel blei­ben. Ins­be­son­de­re jün­ge­re Mit­ar­bei­ter stel­len höhe­re Ansprü­che an ihre Füh­rungs­kräf­te. Die­ser Arti­kel zeigt Ihnen die größ­ten Her­aus­for­de­run­gen und wie Sie sie meis­tern kön­nen. Die Füh­rung von Mit­ar­bei­tern erfor­dert nicht nur Fach­wis­sen, son­dern auch die Fähig­keit, sich an die sich ver­än­dern­den Arbeits­plät­ze anzu­pas­sen und wich­ti­ge Soft­s­kills zu ent­wi­ckeln. Nur so kön­nen Sie ein effek­ti­ves und moti­vier­tes Team auf­bau­en. Um erfolg­reich zu sein, müs­sen Füh­rungs­kräf­te ihre Füh­rungs­sti­le ent­spre­chend wei­ter­ent­wi­ckeln. Dabei ist es ent­schei­dend, die Bedürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter und die Erwar­tun­gen des Unter­neh­mens zu berück­sich­ti­gen. Füh­rungs­kräf­te soll­ten ihre Kennt­nis­se in die­sen Berei­chen erwei­tern. Zudem ist es wich­tig, die not­wen­di­gen Res­sour­cen bereit­zu­stel­len, um Inno­va­ti­on und Krea­ti­vi­tät zu för­dern. ## Einführung in die Führung Die Füh­rungs­kräf­te von heu­te ste­hen vor einer Viel­zahl von Her­aus­for­de­run­gen, die es zu meis­tern gilt, um erfolg­reich zu sein. Die Füh­rungs­rol­le ist ein zen­tra­ler Bestand­teil jedes Unter­neh­mens und erfor­dert eine brei­te Palet­te an Fähig­kei­ten und Kennt­nis­sen. Zu den größ­ten Her­aus­for­de­run­gen für Füh­rungs­kräf­te gehö­ren die effek­ti­ve Füh­rung von Mit­ar­bei­tern, die Steue­rung von Teams und die erfolg­rei­che Umset­zung von Stra­te­gien. Füh­rungs­kräf­te müs­sen sich kon­ti­nu­ier­lich mit den Her­aus­for­de­run­gen aus­ein­an­der­set­zen, die in ver­schie­de­nen Bran­chen und Unter­neh­men auf­tre­ten. Sie müs­sen sich an die sich stän­dig ändern­den Trends und Erwar­tun­gen in der Arbeits­welt anpas­sen und ihre Füh­rungs­sti­le ent­spre­chend wei­ter­ent­wi­ckeln. Die Füh­rung von Mit­ar­bei­tern erfor­dert eine Viel­zahl von Fähig­kei­ten, dar­un­ter exzel­len­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten, Team­ar­beit und ein authen­ti­sches Füh­rungs­ver­hal­ten. Dar­über hin­aus müs­sen Füh­rungs­kräf­te die Her­aus­for­de­run­gen der Digi­ta­li­sie­rung und Glo­ba­li­sie­rung meis­tern. Neue Tech­no­lo­gien und sich ver­än­dern­de Markt­be­din­gun­gen erfor­dern eine hohe Anpas­sungs­fä­hig­keit und stra­te­gi­sches Den­ken. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihre Stra­te­gien kon­ti­nu­ier­lich anpas­sen und ihre Kennt­nis­se in die­sen Berei­chen erwei­tern, um wett­be­werbs­fä­hig zu blei­ben. In die­sem Kon­text ist es ent­schei­dend, dass Füh­rungs­kräf­te ihre Füh­rungs­sti­le und ‑tech­ni­ken an die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen anpas­sen. Sie müs­sen sich auf die Bedürf­nis­se ihrer Mit­ar­bei­ter und Teams kon­zen­trie­ren und ihre Füh­rungs­rol­le ent­spre­chend gestal­ten. Eine star­ke Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit und die Fähig­keit zur effek­ti­ven Team­ar­beit sind dabei uner­läss­lich. Die Ein­füh­rung in die Füh­rung ist ein wich­ti­ger Schritt für jede Füh­rungs­kraft, um ihre Rol­le erfolg­reich aus­zu­fül­len. Es erfor­dert die Bereit­schaft, sich kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und sich den Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Arbeits­welt zu stel­len. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihre Fähig­kei­ten und Kennt­nis­se stän­dig erwei­tern, um den Anfor­de­run­gen gerecht zu wer­den und ihr Team sowie ihr Unter­neh­men erfolg­reich zu füh­ren. Ins­ge­samt ist die Rol­le der Füh­rungs­kraft im Unter­neh­men von gro­ßer Bedeu­tung und erfor­dert eine Viel­zahl von Fähig­kei­ten und Kennt­nis­sen. Füh­rungs­kräf­te müs­sen sich den Her­aus­for­de­run­gen in ver­schie­de­nen Bran­chen und Unter­neh­men stel­len und ihre Füh­rungs­sti­le ent­spre­chend anpas­sen. Durch kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und Anpas­sung an neue Tech­no­lo­gien und Markt­be­din­gun­gen kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihre Rol­le erfolg­reich aus­fül­len und zum Erfolg ihres Unter­neh­mens bei­tra­gen. ## Das Wichtigste auf einen Blick - Der Über­gang von einem Team­mit­glied zur Füh­rungs­kraft erfor­dert Akzep­tanz der neu­en Rol­le und kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen, um psy­chi­sche Belas­tun­gen zu mini­mie­ren. - Emo­tio­na­le Intel­li­genz und ein authen­ti­scher Füh­rungs­stil sind ent­schei­dend für erfolg­rei­che Team­dy­na­mi­ken und das Schaf­fen einer posi­ti­ven Arbeits­um­ge­bung. Eine star­ke Bin­dung zu den Mit­ar­bei­ten­den för­dert die Moti­va­ti­on und ver­bes­sert die Team­dy­na­mik. - Effek­ti­ves Zeit­ma­nage­ment, kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und eine star­ke Unter­neh­mens­kul­tur sind essen­ti­el­le Bestand­tei­le für den lang­fris­ti­gen Erfolg von Füh­rungs­kräf­ten im 21. Jahr­hun­dert. ## Plötzlicher Rollenwechsel: Vom Kollegen zur Führungskraft Der Über­gang von einem Team­mit­glied zur Füh­rungs­kraft ist eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen, die eine Per­son in ihrer beruf­li­chen Lauf­bahn erle­ben kann. Plötz­lich ste­hen Sie vor neu­en Erwar­tun­gen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten, die weit über Ihre bis­he­ri­gen Auf­ga­ben hin­aus­ge­hen. Die­ser Rol­len­wech­sel in der Füh­rungs­rol­le kann Unsi­cher­hei­ten und Druck ver­ur­sa­chen, was nicht sel­ten zu psy­chi­schen Belas­tun­gen im Füh­rungs­all­tag und Wan­dels führt. Ein erheb­li­cher Teil der neu­en Füh­rungs­kräf­te, näm­lich 27%, wünscht sich sogar, in ihre vor­he­ri­ge Rol­le zurück­zu­keh­ren. Dies zeigt, wie über­wäl­ti­gend der Über­gang sein kann. Unter­neh­men soll­ten daher eine Kul­tur för­dern, die neu­en Füh­rungs­kräf­ten Fle­xi­bi­li­tät im Umgang mit ihren alten Rol­len ermög­licht und ihnen vie­les die nöti­ge Unter­stüt­zung bie­tet. Der Schlüs­sel zum erfolg­rei­chen Meis­tern die­ser Trans­for­ma­ti­on liegt in der Akzep­tanz der neu­en Rol­le und der akti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit den damit ver­bun­de­nen Her­aus­for­de­run­gen sowie einer kla­ren Her­aus­for­de­rung im Rol­len­ver­ständ­nis. Offen­heit für Feed­back und kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen sind essen­zi­ell, um den Wan­del und die Umset­zung in der neu­en Posi­ti­on zu wach­sen und zu rei­fen. ## Den eigenen Führungsstil mit Coaching entwickeln Ein authen­ti­scher Füh­rungs­stil ist der Grund­stein erfolg­rei­cher Füh­rung. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihren indi­vi­du­el­len Füh­rungs­stil fin­den, um Ver­trau­en bei ihren Mit­ar­bei­ten­den auf­zu­bau­en und authen­tisch zu wir­ken. Das blo­ße Kopie­ren von Füh­rungs­sti­len ande­rer kann zu Unsi­cher­hei­ten füh­ren und den Erfolg der Füh­rungs­kraft beein­träch­ti­gen. Coa­chings sind hier­bei beson­ders rele­vant, da sie zur Refle­xi­on und Ver­bes­se­rung der Füh­rungs­qua­li­tä­ten bei­tra­gen. Coa­ching spielt eine zen­tra­le Rol­le bei der Ent­wick­lung einer authen­ti­schen Per­sön­lich­keit im Füh­rungs­stil. Durch Refle­xi­on über eige­ne Stär­ken und Erfolgs­bei­spie­le kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihren indi­vi­du­el­len Füh­rungs­stil erken­nen und wei­ter­ent­wi­ckeln. Auch das Ver­tre­ten der eige­nen Posi­ti­on und Mei­nung ist wich­tig, um ein stim­mi­ges Füh­rungs­ver­hal­ten zu ent­wi­ckeln. Trai­nings sind not­wen­dig, um sich auf die Her­aus­for­de­run­gen der neu­en Rol­le vor­zu­be­rei­ten und die­se erfolg­reich zu meis­tern. Fle­xi­bi­li­tät ist eben­falls ein ent­schei­den­der Fak­tor. Füh­rungs­kräf­te müs­sen in der Lage sein, ihren Füh­rungs­stil an ver­schie­de­ne Situa­tio­nen und Team­dy­na­mi­ken anzu­pas­sen, um effek­tiv in jeder Situa­ti­on zu blei­ben. Die Kom­bi­na­ti­on aus indi­vi­du­el­lem Füh­rungs­stil, Refle­xi­on und Anpas­sung an Team- und Unter­neh­mens­kul­tur führt letzt­lich zu erfolg­rei­cher Füh­rung. ## Zeitmanagement und Priorisierung lernen Effek­ti­ves Zeit­ma­nage­ment und die Fähig­kei­ten, Prio­ri­tä­ten zu set­zen, sind grund­le­gen­de Kom­pe­ten­zen für jede Füh­rungs­kraft in der Pra­xis. Füh­rungs­kräf­te müs­sen ihre Kennt­nis­se ler­nen, ihre Auf­ga­ben effi­zi­en­ter zu bewäl­ti­gen, indem sie Prio­ri­tä­ten fest­le­gen und eine kla­re Ent­schei­dung tref­fen, um ihre Leis­tung zu stei­gern. Die­se Füh­rungs­auf­ga­be erfor­dert ein hohes Maß an Orga­ni­sa­ti­on und stra­te­gi­schem Den­ken. Die zuneh­men­de Anzahl an Mee­tings stellt dabei eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung dar, da sie oft als Zeit­fres­ser wahr­ge­nom­men wer­den und die Effek­ti­vi­tät sowie die Team­dy­na­mik beein­träch­ti­gen kön­nen. Hier sind eini­ge Tipps, um dies zu errei­chen: 1. Ver­wen­den Sie das Pare­to-Prin­zip, das besagt, dass 20% der Auf­ga­ben 80% der Ergeb­nis­se lie­fern, um die wich­tigs­ten Auf­ga­ben zu iden­ti­fi­zie­ren. 2. Erstel­len Sie eine To-Do-Lis­te und ord­nen Sie die Auf­ga­ben nach Dring­lich­keit und Wich­tig­keit. 3. Set­zen Sie rea­lis­ti­sche Fris­ten für jede Auf­ga­be, um den Fort­schritt zu über­wa­chen. 4. Dele­gie­ren Sie Auf­ga­ben, wenn mög­lich, um sich auf die wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen zu kon­zen­trie­ren. 5. Über­prü­fen Sie regel­mä­ßig Ihre Prio­ri­tä­ten und pas­sen Sie die­se an, wenn sich die Umstän­de ändern. Durch die Anwen­dung die­ser Stra­te­gien kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihre Effi­zi­enz stei­gern und ihre Zeit bes­ser nut­zen. Die Eisen­hower-Metho­de ist ein wei­te­res nütz­li­ches Werk­zeug, das Füh­rungs­kräf­ten hilft, Auf­ga­ben nach Dring­lich­keit und Wich­tig­keit zu prio­ri­sie­ren, allem vor­an die wirk­lich spit­ze wich­ti­gen Auf­ga­ben, und dabei etwas weni­ger drin­gen­de Auf­ga­ben zu dele­gie­ren oder zu ver­schie­ben. Die Pomo­do­ro-Tech­nik, bei der Arbeits­zei­ten in 25-min Inter­val­len unter­teilt wer­den, kann zudem die Kon­zen­tra­ti­on för­dern und die Pro­duk­ti­vi­tät stei­gern. Eine regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung der Zeit­pla­nung und das Mini­mie­ren von Ablen­kun­gen sind eben­falls ent­schei­dend, um den Zeit­druck zu bewäl­ti­gen und ein aus­ge­wo­ge­nes Arbeits­le­ben im rich­ti­gen Stil und The­ma zu erhal­ten. Füh­rungs­kräf­te soll­ten kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren schaf­fen, um die Effi­zi­enz ihrer Arbeit wei­ter zu stei­gern. ## Umgang mit Teamkonflikten Kon­flik­te sind in Teams unver­meid­lich, doch eine gesun­de Streit­kul­tur ist ent­schei­dend für ein pro­duk­ti­ves Arbeits­um­feld. Füh­rungs­kräf­te soll­ten direk­te Beschwer­den ver­mei­den und statt­des­sen die Team­mit­glie­der ermu­ti­gen, Kon­flik­te zuerst selbst zu klä­ren. Regel­mä­ßi­ge Team­ge­sprä­che und Work­shops sind effek­tiv zur Kon­flikt­prä­ven­ti­on und zur För­de­rung einer posi­ti­ven Team­kul­tur. Per­sön­li­che Gesprä­che sind meist effek­ti­ver als schrift­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on, da letz­te­re oft Miss­ver­ständ­nis­se und Kon­flik­te auf wei­se ver­schär­fen kann. Eine schnel­le Fra­ge nach einem Ter­min für ein klä­ren­des Mee­ting nach dem Auf­tre­ten eines Kon­flikts ist ent­schei­dend, um Eska­la­tio­nen zu ver­mei­den. Es ist auch wich­tig, Her­aus­for­de­run­gen und Selbst­zwei­fel in einem ver­trau­ten Raum zu tei­len, um Unter­stüt­zung und Ver­bun­den­heit zu fin­den. Emo­tio­na­le Intel­li­genz spielt eine zen­tra­le Rol­le bei der Kon­flikt­be­wäl­ti­gung. Füh­rungs­kräf­te mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz sind bes­ser in der Lage, Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen und eine posi­ti­ve Arbeits­um­ge­bung zu schaf­fen, die zur Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät bei­trägt. ## Emotionale Intelligenz und Empathie Emo­tio­na­le Intel­li­genz ist ent­schei­dend für erfolg­rei­che zwi­schen­mensch­li­che Bezie­hun­gen und wird in der moder­nen Arbeits­welt immer wich­ti­ger. Empa­thie hilft Füh­rungs­kräf­ten dabei, die Team­dy­na­mik zu ver­ste­hen und för­dert eine posi­ti­ve Arbeits­um­ge­bung. Jun­ge, neue Mit­ar­bei­ten­de stel­len hohe Ansprü­che an ihre Füh­rungs­kräf­te und wün­schen sich eine Zusam­men­ar­beit auf per­sön­li­cher Ebe­ne, um eine emo­tio­na­le Bin­dung und Moti­va­ti­on zu för­dern. Füh­rungs­kräf­te mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz kön­nen ihren Mit­ar­bei­tern in stres­si­gen Zei­ten Sta­bi­li­tät und Zuver­sicht geben. Die Ent­wick­lung emo­tio­na­ler Intel­li­genz umfasst Tech­ni­ken wie Acht­sam­keits­trai­ning und Feed­back von Kol­le­gen, die dabei hel­fen, die­se wich­ti­ge Fähig­keit zu stär­ken. Ein hohes Maß an emo­tio­na­ler Intel­li­genz ermög­licht es Füh­rungs­kräf­ten, bes­ser auf die Bedürf­nis­se ihrer Mit­ar­bei­ter ein­zu­ge­hen, was zu einer erhöh­ten Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und einem har­mo­ni­sche­ren Arbeits­um­feld führt. ## Die Bedeutung von Kommunikation Eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen neu­en Füh­rungs­kräf­ten und ihren Teams ist ent­schei­dend, um Pro­ble­me und Kon­flik­te früh­zei­tig zu adres­sie­ren. Es ist not­wen­dig, sich inten­siv mit zen­tra­len The­men wie Selbst­füh­rung, Team­füh­rung und Orga­ni­sa­ti­ons­füh­rung aus­ein­an­der­zu­set­zen, um in der sich ver­än­dern­den Arbeits­welt erfolg­reich zu sein. Gute Kom­mu­ni­ka­ti­on hilft Füh­rungs­kräf­ten, ihre Visi­on und Zie­le klar zu ver­mit­teln und somit das Team auf gemein­sa­me Zie­le aus­zu­rich­ten. Die För­de­rung einer offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur stärkt das Team­ge­fühl und ermu­tigt zur Zusam­men­ar­beit und zum Aus­tausch von Ideen. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­hin­der­nis­se, wie unkla­re Bot­schaf­ten und man­geln­des Zuhö­ren, kön­nen die Effek­ti­vi­tät der Kom­mu­ni­ka­ti­on erheb­lich beein­träch­ti­gen. Um Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bar­rie­ren zu über­win­den, ist es wich­tig, kla­re und prä­zi­se Bot­schaf­ten zu for­mu­lie­ren und aktiv zuzu­hö­ren. Die Dyna­mik der Kom­mu­ni­ka­ti­on umfasst das Ver­ste­hen non­ver­ba­ler Signa­le und die Distanz des akti­ven Zuhö­rens, um die Bedürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter zu erken­nen. ## Flexibles Arbeiten und digitale Tools ![Digitale Tools, die Führungskräften helfen, flexibel zu arbeiten und Herausforderungen zu meistern.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/1d6633d2-aeda-446c-a35a-5793b402426d-1024x585.png)Füh­rungs­kräf­te müs­sen hohe Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit an neue Tech­no­lo­gien und Arbeits­mo­del­le besit­zen. Fle­xi­bles Arbei­ten erhöht den Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Koor­di­na­ti­ons­auf­wand für Füh­rungs­kräf­te, erfor­dert jedoch auch eine erhöh­te Sen­si­bi­li­tät für die Anfor­de­run­gen der Mit­ar­bei­ten­den und das Modell der Zusam­men­ar­beit. Der Ein­satz von Tech­no­lo­gie, wie Pro­jekt­ma­nage­ment-Tools, kann die Auf­ga­ben­pla­nung und Team­kom­mu­ni­ka­ti­on erheb­lich ver­bes­sern. Moder­ne digi­ta­le Tools bie­ten die Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit, die für aktu­el­le Arbeits­um­ge­bun­gen wich­tig sind, sowie ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten der Team­ar­beit in ver­schie­de­nen Berei­chen und die Mög­lich­keit, effi­zi­en­ter zu arbei­ten. Es ist wich­tig, die Rol­le der Tech­no­lo­gie in der Füh­rung zu ver­ste­hen und die Aus­wir­kun­gen der Digi­ta­li­sie­rung auf alle Geschäfts­be­rei­che zu erken­nen. Die Digi­ta­li­sie­rung beein­flusst alle Berei­che der Geschäfts­welt und erfor­dert von Füh­rungs­kräf­ten, sich in ver­schie­de­nen Berei­chen, wie Tech­no­lo­gie und ethi­schen Impli­ka­tio­nen, wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Füh­rungs­kräf­te müs­sen dar­auf ach­ten, dass nicht jedes Team­mit­glied offen für Ver­än­de­run­gen ist, und ent­spre­chend sen­si­bel vor­ge­hen. ## Mentoring und kontinuierliche Entwicklung Men­to­ring-Pro­gram­me soll­ten einen kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­tausch und eine ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung zwi­schen Men­tor und Men­tee för­dern. Die Aus­wahl eines Men­tors soll­te auf der Grund­la­ge ähn­li­cher Ent­wick­lungs­er­fah­run­gen zwi­schen Men­tor und Füh­rungs­kraft beru­hen. Die Ent­wick­lung von Füh­rungs­kräf­ten erfolgt oft durch Coa­ching, Schu­lun­gen und Rota­ti­ons­pro­gram­me. Ein spe­zi­el­les Füh­rungs­trai­ning, idea­ler­wei­se vom Arbeit­ge­ber finan­ziert, kann den Über­gang erleich­tern und das Ver­trau­en in die neue Rol­le stär­ken. Ein inte­grier­tes Vor­ge­hen aus Trai­ning, exter­nem und inter­nem Coa­ching ist not­wen­dig, um Füh­rungs­kräf­ten in her­aus­for­dern­den Zei­ten effek­ti­ve Unter­stüt­zung zu bie­ten. Regel­mä­ßi­ge Feed­back­run­den und Mit­ar­bei­ter­be­fra­gun­gen hel­fen, das Enga­ge­ment und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ten­den zu mes­sen und die Effek­ti­vi­tät von Ent­wick­lungs­maß­nah­men zu über­prü­fen. ## Aufbau einer starken Unternehmenskultur Gemein­sa­me Wer­te und Nor­men sind der Schlüs­sel für ein star­kes Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl in der Beleg­schaft. Füh­rungs­kräf­te müs­sen sich mit Sinn- und Wer­te­fra­gen aus­ein­an­der­set­zen, um ange­mes­se­ne Dia­lo­ge füh­ren und das Ver­ständ­nis des Unter­neh­mens im Umfeld alles ver­ste­hen zu kön­nen. Dabei ist der Anspruch an die Wer­te beson­ders wich­tig, da dies auch die Men­schen im Unter­neh­men betrifft. Vie­le neue Füh­rungs­kräf­te sind oft nicht auf die viel­fäl­ti­gen Kul­tu­ren und Wer­te inner­halb ihrer Teams vor­be­rei­tet, was zusätz­li­che Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen mit sich bringt. Zukunfts­ori­en­tier­te Füh­rungs­kräf­te soll­ten Visio­nen ent­wi­ckeln und stra­te­gi­sche Zie­le set­zen, die die Unter­neh­mens­kul­tur prä­gen. Eine offe­ne Unter­neh­mens­kul­tur, in der Risi­ken ein­ge­gan­gen wer­den kön­nen, ist not­wen­dig für die För­de­rung von Inno­va­ti­on. Eine star­ke Unter­neh­mens­kul­tur ist der Schlüs­sel zu lang­fris­ti­gem Unter­neh­mens­er­folg und för­dert das Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl. Kul­tu­rel­le Viel­falt als Stär­ke zu wert­schät­zen und Diver­si­tät sowie Inklu­si­on zu för­dern, ist eben­falls ent­schei­dend. ## Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ![Führungskraft, die soziale Verantwortung und Nachhaltigkeit in der Unternehmensführung betont.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/05/de45496a-1263-426c-937f-963519e7ab5e-1024x585.png)Nach­hal­tig­keit wird als Wett­be­werbs­vor­teil ange­se­hen, da moder­ne Unter­neh­men dadurch das Kun­den­ver­trau­en und die Mar­ken­loya­li­tät för­dern kön­nen. Nach­hal­tig­keit stärkt das Unter­neh­mens­image und schafft lang­fris­ti­ge Wer­te für Unter­neh­men. Füh­rungs­kräf­te sind gefor­dert, ihre Ver­ant­wor­tung für sozia­le und öko­lo­gi­sche Stan­dards aktiv wahr­zu­neh­men. Zudem ist es not­wen­dig, das Wis­sen von Füh­rungs­kräf­ten kon­ti­nu­ier­lich zu erwei­tern und anzu­pas­sen, um den Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Arbeits­welt gerecht zu wer­den. Die Erstel­lung trans­pa­ren­ter Nach­hal­tig­keits­be­rich­te wird von Füh­rungs­kräf­ten erwar­tet, um Fort­schrit­te im Bereich sozia­ler Ver­ant­wor­tung klar zu kom­mu­ni­zie­ren. ## Zusammenfassung Der Über­gang zur Füh­rungs­kraft, die Ent­wick­lung eines per­sön­li­chen Füh­rungs­stils, Zeit­ma­nage­ment, der Umgang mit Kon­flik­ten, emo­tio­na­le Intel­li­genz, Kom­mu­ni­ka­ti­on, fle­xi­bles Arbei­ten, kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung, die Unter­neh­mens­kul­tur und Nach­hal­tig­keit – all die­se Aspek­te sind ent­schei­dend für den Erfolg einer Füh­rungs­kraft im 21. Jahr­hun­dert. Füh­rungs­kräf­te müs­sen sich kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckeln und bereit sein, sich den Her­aus­for­de­run­gen des moder­nen Arbeits­um­felds zu stel­len. Es ist uner­läss­lich, dass Füh­rungs­kräf­te authen­tisch blei­ben, ihre Mit­ar­bei­ter unter­stüt­zen und eine Kul­tur des Ver­trau­ens und der Zusam­men­ar­beit för­dern. Eben­so wich­tig ist es, Her­aus­for­de­run­gen und Selbst­zwei­fel in einem ver­trau­ten Raum zu tei­len, um Unter­stüt­zung und Ver­bun­den­heit zu fin­den. Mit den rich­ti­gen Stra­te­gien und einem kla­ren Ver­ständ­nis der eige­nen Rol­le kön­nen Füh­rungs­kräf­te nicht nur ihre eige­nen Fähig­kei­ten ver­bes­sern, son­dern auch ihr Team und ihr Unter­neh­men erfolg­reich füh­ren. ## Häufig gestellte Fragen ### Warum ist der Übergang von einem Teammitglied zur Führungskraft so herausfordernd? Der Über­gang von einem Team­mit­glied zur Füh­rungs­kraft ist her­aus­for­dernd, da er mit neu­en Erwar­tun­gen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten ein­her­geht, die Unsi­cher­hei­ten und Druck erzeu­gen kön­nen. Die Anpas­sung an die­se ver­än­der­te Rol­le erfor­dert eine umfas­sen­de Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xi­on und zum Umgang mit neu­en Her­aus­for­de­run­gen. ### Wie kann Coaching helfen, einen individuellen Führungsstil zu entwickeln? Coa­ching för­dert die Selbst­re­fle­xi­on von Füh­rungs­kräf­ten und ermög­licht es ihnen, ihre Stär­ken zu iden­ti­fi­zie­ren sowie ihren Füh­rungs­stil an die Unter­neh­mens­kul­tur anzu­pas­sen. Dies führt zu einer authen­ti­sche­ren und effek­ti­ve­ren Füh­rung. ### Welche Techniken sind effektiv für das Zeitmanagement? Zur effek­ti­ven Zeit­ma­nage­ment sind das Pare­to-Prin­zip, die Eisen­hower-Metho­de und die Pomo­do­ro-Tech­nik emp­feh­lens­wert, da sie hel­fen, Auf­ga­ben zu prio­ri­sie­ren und die Pro­duk­ti­vi­tät zu erhö­hen. ### Welche Rolle spielt emotionale Intelligenz in der Führung? Emo­tio­na­le Intel­li­genz spielt eine ent­schei­den­de Rol­le in der Füh­rung, da sie Füh­rungs­kräf­ten ermög­licht, die Team­dy­na­mik zu ver­ste­hen, Kon­flik­te effek­tiv zu lösen und eine posi­ti­ve Arbeits­um­ge­bung zu för­dern. ### Warum ist Nachhaltigkeit für moderne Unternehmen wichtig? Nach­hal­tig­keit ist für moder­ne Unter­neh­men ent­schei­dend, da sie das Unter­neh­mens­image stärkt und lang­fris­ti­ge Wer­te schafft, was wie­der­um das Ver­trau­en der Kun­den und die Mar­ken­loya­li­tät för­dert. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Business Coaching 2026: Kompetenzen für Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/business-coaching-2026-kompetenzen-fuer-moderne-fuehrungskraefte/) **Published:** Januar 5, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Füh­rung 2026: Weni­ger Kon­trol­le, mehr Ori­en­tie­rung:** Füh­rung ist heu­te geprägt von hybri­den Arbeits­mo­del­len und ver­teil­ten Ver­ant­wort­lich­kei­ten, wodurch Klar­heit, Selbst­füh­rung und Kom­mu­ni­ka­ti­on immer wich­ti­ger wer­den. - **Selbst­füh­rung als zen­tra­le Kom­pe­tenz:** Selbst­füh­rung ist die Grund­la­ge für wirk­sa­me Füh­rung und umfasst das bewuss­te Erken­nen eige­ner Mus­ter, Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz und den Umgang mit Druck und Erwar­tun­gen. - **Emo­tio­na­le Intel­li­genz im Füh­rungs­all­tag:** Emo­tio­na­le Kom­pe­tenz hilft Füh­rungs­kräf­ten, wirk­sa­mer zu kom­mu­ni­zie­ren, Kon­flik­te ear­ly zu erken­nen und Ver­trau­en im Team durch ech­tes Ver­ständ­nis zu stär­ken. - **Ori­en­tie­rung in unsi­che­ren Zei­ten geben:** Füh­rung bedeu­tet, in vola­ti­len Situa­tio­nen Klar­heit zu schaf­fen, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und offen mit Unsi­cher­hei­ten umzu­ge­hen, um Sta­bi­li­tät und Ver­trau­en zu sichern. - **Busi­ness Coa­ching als stra­te­gi­sches Füh­rungs­in­stru­ment:** Coa­ching för­dert nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung, stärkt Eigen­ver­ant­wor­tung und ist uner­läss­lich für moder­ne Füh­rung, ins­be­son­de­re bei Trans­for­ma­tio­nen und wach­sen­der Kom­ple­xi­tät. Füh­rung ver­än­dert sich nicht schlei­chend, son­dern spür­bar. In mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten und Unter­neh­men erle­be ich täg­lich, dass vie­le klas­si­sche Füh­rungs­mo­del­le an ihre Gren­zen sto­ßen. Was über Jah­re gut funk­tio­niert hat, erzeugt heu­te Rei­bung, Über­for­de­rung oder inne­re Kün­di­gung – bei Füh­rungs­kräf­ten eben­so wie bei Mit­ar­bei­ten­den. Gleich­zei­tig stei­gen die Erwar­tun­gen an Füh­rung: mehr Ori­en­tie­rung, mehr Klar­heit, mehr Mensch­lich­keit – und das alles in immer kom­ple­xe­ren, dyna­mi­sche­ren Struk­tu­ren. Busi­ness Coa­ching wird 2026 des­halb nicht „nice to have“, son­dern ein zen­tra­ler Bestand­teil moder­ner Unter­neh­mens­füh­rung. Ent­schei­dend ist jedoch nicht **ob** gecoacht wird, son­dern **wor­auf**. Wel­che Kom­pe­ten­zen brau­chen Füh­rungs­kräf­te wirk­lich, um wirk­sam zu blei­ben? Und wie unter­stützt Busi­ness Coa­ching dabei kon­kret und nach­hal­tig? Die­ser Arti­kel beleuch­tet genau die­se Fra­gen aus der Pra­xis – mit dem Blick eines Coa­ches, der seit Jah­ren eng mit Füh­rungs­kräf­ten, Geschäfts­füh­run­gen und Orga­ni­sa­tio­nen arbei­tet. ## Führung 2026: Weniger Kontrolle, mehr Orientierung Lan­ge Zeit war Füh­rung vor allem eine Fra­ge von Fach­kom­pe­tenz, Sta­tus und Ent­schei­dungs­macht. Wer fach­lich stark war, wur­de Füh­rungs­kraft. Wer Ent­schei­dun­gen traf, führ­te. Die­se Logik greift heu­te zu kurz – und ist in vie­len Orga­ni­sa­tio­nen sogar kon­tra­pro­duk­tiv. Füh­rungs­kräf­te bewe­gen sich 2026 in hybri­den Arbeits­mo­del­len, inter­dis­zi­pli­nä­ren Teams, gene­ra­ti­ons­über­grei­fen­den Beleg­schaf­ten und einem per­ma­nen­ten Wan­del. Kla­re Lini­en ver­schwim­men, klas­si­sche Hier­ar­chien ver­lie­ren an Bedeu­tung, Ver­ant­wor­tung ver­teilt sich auf meh­re­re Schul­tern. Was ich dabei immer wie­der beob­ach­te: Nicht feh­len­des Wis­sen ist das Pro­blem – son­dern feh­len­de Klar­heit, Selbst­füh­rung und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit. Gera­de in Unter­neh­men mit Wachs­tum, Trans­for­ma­ti­on oder hoher Ver­än­de­rungs­ge­schwin­dig­keit ent­steht ein Span­nungs­feld: Füh­rungs­kräf­te sol­len Sta­bi­li­tät geben, obwohl sich Struk­tu­ren, Rol­len und Erwar­tun­gen stän­dig ver­schie­ben. Sie sol­len Ori­en­tie­rung bie­ten, obwohl sie selbst oft mit­ten im Nebel ste­hen. Busi­ness Coa­ching setzt genau hier an: nicht als Repa­ra­tur­maß­nah­me bei aku­ten Pro­ble­men, son­dern als stra­te­gi­sche Unter­stüt­zung für wirk­sa­me, zukunfts­fä­hi­ge Füh­rung. ## Kompetenz 1: Selbstführung als Grundlage wirksamer Führung ![](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/12/64d59b37d30238bf165f75a57c30c5d4f8c90f05c39dd87af48dac33a6ecc05d-768x512.png)Gute Füh­rung beginnt nicht beim Team, son­dern bei der eige­nen Hal­tung. Füh­rungs­kräf­te, die sich selbst nicht steu­ern kön­nen, ver­lie­ren schnell Ori­en­tie­rung – beson­ders unter Druck, Zeit­man­gel oder wider­sprüch­li­chen Erwar­tun­gen. Im Busi­ness Coa­ching arbei­te ich des­halb inten­siv an Fra­gen wie: - Wie tref­fe ich trag­fä­hi­ge Ent­schei­dun­gen unter Unsi­cher­heit? - Wie gehe ich mit eige­nen Erwar­tun­gen, inne­rem Druck und äuße­ren Anfor­de­run­gen um? - Wie blei­be ich hand­lungs­fä­hig, ohne mich selbst dau­er­haft zu über­las­ten? Selbst­füh­rung bedeu­tet, die eige­nen Mus­ter zu erken­nen: Reak­ti­ons­wei­sen, Antrei­ber, Per­fek­ti­ons­an­sprü­che oder auch Kon­flikt­ver­mei­dung. Vie­le Füh­rungs­kräf­te funk­tio­nie­ren lan­ge sehr gut – bis die Belas­tung steigt und alte Stra­te­gien nicht mehr grei­fen. Typisch ist dann ein Gefühl von Dau­er­an­span­nung, inne­rer Unru­he oder dem Ein­druck, stän­dig hin­ter­her­zu­lau­fen. Busi­ness Coa­ching schafft hier einen bewuss­ten Raum zur Refle­xi­on: Was treibt mich an? Wo ver­lie­re ich Ener­gie? Und wel­che Hal­tung hilft mir, lang­fris­tig wirk­sam zu blei­ben? 2026 ist Selbst­füh­rung kei­ne Soft Skill mehr, son­dern eine zen­tra­le Kern­kom­pe­tenz für nach­hal­ti­ge Füh­rung, per­sön­li­che Sta­bi­li­tät und unter­neh­me­ri­sche Ver­ant­wor­tung. ## Kompetenz 2: Emotionale Intelligenz statt reinem Sachfokus Füh­rung fin­det immer im zwi­schen­mensch­li­chen Raum statt – auch dann, wenn sie sich hin­ter Kenn­zah­len, Stra­te­gien oder Pro­zes­sen ver­steckt. Emo­tio­nen zu igno­rie­ren kos­tet Ener­gie, Moti­va­ti­on und Ver­trau­en – sowohl im Team als auch bei der Füh­rungs­kraft selbst. Emo­tio­na­le Intel­li­genz bedeu­tet nicht, „nett“ zu sein oder Kon­flik­te zu ver­mei­den. Sie bedeu­tet: - Emo­tio­nen bei sich selbst und ande­ren wahr­neh­men und ein­ord­nen zu kön­nen - Gesprä­che bewusst zu füh­ren – auch in schwie­ri­gen oder kon­flikt­ge­la­de­nen Situa­tio­nen - Span­nun­gen anzu­spre­chen, statt sie unter der Ober­flä­che wir­ken zu las­sen In vie­len Unter­neh­men wer­den Kon­flik­te zu spät ange­spro­chen oder aus­schließ­lich sach­lich dis­ku­tiert. Das Ergeb­nis sind unter­schwel­li­ge Span­nun­gen, sin­ken­de Leis­tungs­be­reit­schaft, inne­re Distanz und hohe Rei­bungs­ver­lus­te im All­tag. Füh­rungs­kräf­te Coa­ching schafft hier einen geschütz­ten Raum, um: - das eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten ehr­lich zu reflek­tie­ren, - Wir­kung und Inten­ti­on von­ein­an­der zu tren­nen, - emo­tio­na­le Dyna­mi­ken im Team bes­ser zu ver­ste­hen und kon­struk­tiv zu nut­zen. Gera­de 2026 ent­schei­det emo­tio­na­le Kom­pe­tenz maß­geb­lich dar­über, ob Füh­rung Ver­trau­en schafft – oder unbe­wusst Wider­stand erzeugt. ## Kompetenz 3: Orientierung geben in unsicheren Zeiten Vie­le Füh­rungs­kräf­te spü­ren 2026 einen stei­gen­den Erwar­tungs­druck: Sie sol­len Ant­wor­ten lie­fern, obwohl die Lage oft unklar ist. Märk­te ver­än­dern sich, Stra­te­gien müs­sen regel­mä­ßig ange­passt wer­den, Ent­schei­dun­gen wer­den kom­ple­xer und schnel­ler. Das erzeugt Stress – auf allen Ebe­nen der Orga­ni­sa­ti­on. Im Busi­ness Coa­ching arbei­te ich des­halb inten­siv mit The­men wie: - Klar­heit über Rol­le, Ver­ant­wor­tung und Ent­schei­dungs­spiel­räu­me - Prio­ri­sie­rung statt Dau­er­ver­füg­bar­keit und Reak­tio­nis­mus - bewuss­ter und trans­pa­ren­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on von Unsi­cher­heit Füh­rung bedeu­tet nicht, alles zu wis­sen. Füh­rung bedeu­tet, Halt zu geben, auch wenn nicht alles plan­bar ist. Wer Unsi­cher­heit bewusst kom­mu­ni­ziert und gleich­zei­tig Ori­en­tie­rung bie­tet, stärkt Ver­trau­en, Loya­li­tät und Hand­lungs­fä­hig­keit im Team. Coa­ching hilft Füh­rungs­kräf­ten, zwi­schen per­sön­li­cher Unsi­cher­heit und pro­fes­sio­nel­ler Klar­heit zu unter­schei­den – und bei­des ver­ant­wor­tungs­voll zu füh­ren. ## Kompetenz 4: Coaching-Mindset statt reiner Anweisung Eine der tief­grei­fends­ten Ver­än­de­run­gen: Füh­rungs­kräf­te wer­den immer stär­ker zu Ent­wick­lungs­be­glei­tern. Fach­li­che Exper­ti­se allein reicht nicht mehr aus, um Teams lang­fris­tig leis­tungs­fä­hig zu hal­ten. Ein Coa­ching-Mind­set in der Füh­rung bedeu­tet: - bes­se­re Fra­gen stel­len statt vor­schnel­le Lösun­gen lie­fern - Ver­ant­wor­tung nicht abneh­men, son­dern Ent­wick­lung ermög­li­chen - Mit­ar­bei­ten­de stär­ken, statt sie zu kon­trol­lie­ren Die­se Hal­tung ent­las­tet Füh­rungs­kräf­te lang­fris­tig und stärkt gleich­zei­tig Eigen­ver­ant­wor­tung, Moti­va­ti­on und Bin­dung im Team. Gleich­zei­tig erfor­dert sie ein hohes Maß an Selbst­re­fle­xi­on – denn Kon­trol­le los­zu­las­sen ist für vie­le Füh­rungs­kräf­te eine ech­te Her­aus­for­de­rung. Busi­ness Coa­ching unter­stützt dabei, die­sen Rol­len­wech­sel bewusst zu gestal­ten und die eige­ne Füh­rungs­iden­ti­tät wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. ## Warum Business Coaching 2026 unverzichtbar wird Busi­ness Coa­ching bie­tet Füh­rungs­kräf­ten einen struk­tu­rier­ten Denk- und Refle­xi­ons­raum – fern­ab vom ope­ra­ti­ven Tages­ge­schäft. Es geht nicht um schnel­le Tipps oder Patent­re­zep­te, son­dern um nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und per­sön­li­che Wirk­sam­keit. Gera­de in Zei­ten von: - Trans­for­ma­ti­on und kon­ti­nu­ier­li­chem Chan­ge - Fach­kräf­te­man­gel und stei­gen­der Fluk­tua­ti­on - wach­sen­der Kom­ple­xi­tät und hoher Ent­schei­dungs­dich­te wird Coa­ching zu einem stra­te­gi­schen Füh­rungs­in­stru­ment – für ein­zel­ne Füh­rungs­kräf­te eben­so wie für gan­ze Orga­ni­sa­tio­nen. Unter­neh­men, die früh­zei­tig in die Ent­wick­lung ihrer Füh­rungs­kräf­te inves­tie­ren, sichern sich nicht nur Leis­tungs­fä­hig­keit, son­dern auch Sta­bi­li­tät, Kul­tur und Attrak­ti­vi­tät als Arbeit­ge­ber. ## Fazit: Führung neu denken – bewusst, reflektiert, wirksam Die Anfor­de­run­gen an Füh­rung wer­den 2026 nicht weni­ger, son­dern anspruchs­vol­ler. Wer glaubt, mit alten Rezep­ten wei­ter­zu­kom­men, ris­kiert Über­for­de­rung – bei sich selbst, im Team und letzt­lich im Unter­neh­men. Busi­ness Coa­ching unter­stützt Füh­rungs­kräf­te dabei, genau die Kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln, die heu­te wirk­lich zäh­len: Selbst­füh­rung, Klar­heit, emo­tio­na­le Intel­li­genz, Ori­en­tie­rung und ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Füh­rung. Wenn Sie Füh­rung neu den­ken möch­ten und sich einen pro­fes­sio­nel­len, ver­trau­li­chen Refle­xi­ons­raum wün­schen, [beglei­te ich Sie ger­ne im Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden"). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Video: MeisterNote: ein erster Überblick](https://bobach-coaching.de/video-meisternote-ein-erster-ueberblick/) **Published:** Januar 26, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterLabs, MeisterNote, MeisterTask, Notizen, Produktivität, Software, Videos --- ### [MeisterNote: ein erster Überblick](https://bobach-coaching.de/meisternote-ein-erster-ueberblick/) **Published:** Januar 26, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­No­te ist das neu­es­te Mit­glied der Soft­ware Fami­lie vom Meis­ter­Task Macher Meis­terLabs. Es han­delt sich um ein schlan­kes und flin­kes Noti­zen Tool, mit dem man im Hand­um­dre­hen optisch sehr anspre­chen­de und stark ver­netz­te Noti­zen erstel­len kann. Meis­ter­Task ist selbst­ver­ständ­lich her­vor­ra­gend inte­griert und auch Mind­maps aus Mind­Meis­ter kön­nen ein­ge­bun­den wer­den. In die­sem ers­ten Video gebe ich euch einen Über­blick über das neue web­ba­sier­te Tool, ver­glei­che die unter­schied­li­chen Preis­stu­fen und erwäh­ne auch, an wel­chen Stel­len Meis­ter­No­te noch bes­ser wer­den soll­te. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­No­te upgraden möch­te kann dies mit dem **Dis­count Code / Pro­mo­code “BJOERN”** sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Ihr habt Fra­gen? Ich freue mich über einen Kom­men­tar oder eMails an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Video und dem ers­ten Video zu Meis­ter­No­te, dem neu­es­ten Mit­glied der Fami­lie in der Meis­ter­Suite, also dem von Meis­terLabs her­ge­stell­ten Soft­ware Titeln, die da wären, Mind­Meis­ter fürs Mind­map­ping, Meis­ter­Task zur Task­ver­walk­tung. Da gibt es von mir ja vie­le, vie­le Vide­os und da wer­den auch neue kom­men. Und jetzt halt neu Meis­ter­No­te seit 2021. Meis­ter­No­te ist ein sehr schlan­kes Noti­zen Pro­gramm, das aber sehr vie­les sehr rich­tig macht, momen­tan aller­dings auch noch ein biss­chen limi­tiert ist. Da kom­men wir dann auch noch im Lau­fe des Vide­os drauf zu spre­chen und in die­sem Video möch­te ich euch einen ers­ten Über­blick geben und wer­de in wei­te­ren Vide­os dann noch mal gezielt in ein­zel­ne Funk­tio­na­li­tä­ten ein­tau­chen und auch immer mal wie­der was neu­es zei­gen, wenn neue Funk­tio­nen dazu­kom­men. Wir sind jetzt gera­de im Dash­board von Meis­ter­No­te, ihr seht das alles sehr, sehr hell und sehr sehr weiß. Kann man auch umstel­len. Das wer­de ich in einem spä­te­ren Video zei­gen, wie man die Optik ein wenig anpas­sen kann, also einen dun­kel Modus zum Bei­spiel akti­vie­ren kann. Aber im Moment ist das der Stan­dard, so wie es jetzt aus­sieht. Meis­ter­No­te orga­ni­siert sich in Arbeits­be­rei­chen. Ihr seht, ich habe hier schon eini­ge ange­legt. Ich nut­ze Meis­ter schon ein wenig mehr und hier links kann ich mir ankli­cken, wel­che aktu­el­len Arbeits­be­rei­che hier ange­zeigt wer­den sol­len, die ich zuletzt ver­wen­det habe. Mei­ne Favo­ri­ten, die ich für beson­ders Nach­ver­fol­gung usw. erteil­te oder wie jetzt alle Arbeits­be­rei­che. Und natür­lich gibt es auch einen Papier­korb. Die Arbeits­be­rei­che wer­den als Kacheln dar­ge­stellt, mit einem Titel und even­tu­el­len wei­te­ren Beschrei­bun­gen unten drun­ter, wie zum Bei­spiel hier. Das Gan­ze kann ich auch in einer Lis­ten vor mir anzei­gen las­sen. Gehen kei­ne Infor­ma­tio­nen ver­lo­ren. Auch hier steht die Beschrei­bung noch­mal und zurück kommt man hier in die Kachel Optik. Für die­sen ers­ten Über­blick lege ich einen neu­en Arbeits­be­reich an. Dazu gehe ich auf das gro­ße Plus, sage neu­er Arbeits­be­reich. Nen­nen wir ein­mal Demo. Hier könn­te ich die Beschrei­bung hin­zu­fü­gen, die hier unter­halb des Titels ange­zeigt wird und ich kann hier auch direkt Per­so­nen mei­nes Teams hin­zu­fü­gen. Und da sind wir bei der ers­ten Ein­schrän­kung, die Meis­ter­No­te momen­tan noch hat. Ich kann damit zwar ab dem pro Level auch mit ande­ren in mei­nen Noti­zen arbei­ten, aller­dings nur wenn sie Teil mei­nes Teams sind. Das heißt ich muss also das alles über einen Zah­lungs Kon­to abwi­ckeln. Wenn ich jetzt in einer Fir­ma bin und alle Lizen­zen sowie­so über mich lau­fen ist das kein Pro­blem. Ihr könnt aber noch kei­ne exter­nen Gäs­te zu einem Arbeits­be­reich oder zu einer Notiz hin­zu­fü­gen. Das ist ange­kün­digt für die Zukunft und sobald das ver­füg­bar ist, wer­de ich es euch auch zei­gen. Ich könn­te es auch hier direkt mei­nem gan­zen Team zur Ver­fü­gung stel­len. Das mache ich jetzt aber in dem Fall nicht und kann hier, weil ich eine Busi­ness Lizenz habe, auch gleich noch ent­schei­den, wel­che Rol­le der jewei­li­ge in dem Team hat. In die­sem Arbeits­be­reich also das ist ana­log zu Meis­ter­Task, ob sie Mit­glied, Kom­men­ta­re oder Beob­ach­ter ist, auch dazu in einem spä­te­ren Video mehr. Ich lege die­sen Arbeits­be­reich jetzt ein­mal an und dann sind wir auch sofort drin. Der Titel des Arbeits­rei­ches erscheint jetzt hier und unter Noti­zen sieht man gar nichts, weil ich noch kei­ne ein­zi­ge Notiz ange­legt habe, denn die­se hier hat noch kei­nen Titel. Dann nen­nen wir die mal mei­ne ers­te Meis­ter­No­te Notiz und sobald ich jetzt Enter oder Return drü­cke. Erscheint die­se Notiz auch hier in der Lis­te? Das ist der Titel der Notiz ich kann ja ein Titel­bild hin­zu­fü­gen, da bie­tet mir Meis­ter­Task eh nicht Meis­ter­No­te, ähn­lich wie bei Meis­ter Tas schon eini­ge vor­ge­fer­tig­te an. Ich kann auch an Splash durch­su­chen ab einem pro Level oder ich kann ein eige­nes Titel­bild hoch­la­den. Las­sen wir das jetzt mal sein. Neh­men wir mal ein­fach was ein biss­chen hüb­scher ris­kie­ren. Neh­men wir die Unter­was­ser­welt. Und ich kann auch noch ein hin­zu­fü­gen. Das heißt, ich kann jetzt sagen, zum Bei­spiel ist dass der Dau­men hoch. Und ich kann noch eine Far­be fest­le­gen für die­ses. Neh­men wir mal blau. Und so ist das Gan­ze schon ein biss­chen gekenn­zeich­net Ihr seht, dass das auch hier links in der Lis­te direkt ange­zeigt wird, die­ses eigen. Das ist ganz gut, um viel­leicht visu­ell direkt einen Anker zu haben. Wel­che Notiz was ist. Ich kli­cke hier wie­der in die Notiz und jetzt kann ich direkt los­le­gen. Ich kann direkt anfan­gen, mei­ne Notiz zu ver­fas­sen. Und wenn ich Return drü­cke sieht dir steht wie­der die­ses omi­nö­se Drü­cken Sie Schräg­strich für Befeh­le. Und wenn ich mit der Maus hier rüber gehe, seht ihr hier zwei Ereig­nis, näm­lich plus. Und die­sen klei­nen Grap­pa nennt Meis­ter Labs das. Und das ist der Anfas­ser, über den ich mit die­sem Block Meis­ter­No­ten ori­en­tiert sich an Blö­cken in der Struk­tur eini­ges anstel­len kann. Dazu gleich mehr. Ich habe jetzt hier ein­fach Text geschrie­ben. Ich kann jetzt hier mal wei­te­ren Text ein­ge­ben und ihr seht, jedes Mal, wenn ich Return drü­cke, kommt wie­der ein neu­er Block dazu. Wenn ich hier drauf­kli­cke, kann ich die Rei­hen­fol­ge der Blö­cke ganz ein­fach ver­än­dern und ich kann auch den Typ des Blocks ändern­den. Momen­tan ist das ja rei­ner Text. Wenn ich hier aber drauf­kli­cke. Seht ihr hier den Block Typ Text und ich kann jetzt hier alles mög­li­che aus­wäh­len. Jetzt habe ich hier ja Über­blick geschrie­ben. Das wäre eigent­lich eine gute Über­schrift, sage ich mal Über­schrift 1 Und jetzt habe ich hier eine Über­schrift 1. Das kann ich jeder­zeit ändern. Ich kann also hier wie­der drauf kli­cken. Über­schrift 1 und kei­ne Über­schrift 2. Also eine klei­ne Über­schrift draus machen oder auch alle ande­ren hier pas­sen­den Block Typen aus­wäh­len. Das ist mit allen mög­li­chen Tex­ten nicht mög­lich. Jetzt machen wir mal was ganz ande­res. Ich fan­ge jetzt direkt die­sen Block mit einem ande­ren Block Typ an. Denn hier steht Drü­cken Sie Schräg­strich für Befeh­le. Das mach ich mal. Und da habe ich jetzt die Mög­lich­keit direkt den Block Typ aus­zu­wäh­len. Neh­men wir mal an, ich möch­te jetzt eine Auf­zäh­lung machen und jetzt kann ich ein­fach los schrei­ben. Sehr schlan­kes Tool Web basiert zur­zeit. Das ist näm­lich momen­tan ein wei­te­rer Punkt. Es gibt kei­ne dedi­zier­ten Apps auf irgend­wel­chen End­ge­rä­ten. Meis­ter­No­te funk­tio­niert zur­zeit nur im Brow­ser, aber ich nut­ze es zum Bei­spiel auch in mei­nem iPad Brow­ser. Da funk­tio­niert sehr gut. Auf dem iPho­ne ist das noch nicht wirk­lich nutz­bar. Mei­ner Mei­nung nach. Da wird es Zeit, dass da noch rich­ti­ge Apps nach­kom­men. Wann das so weit sein soll, weiß ich lei­der nicht, aber das wäre wirk­lich sehr schön, weil grund­sätz­lich gefällt mir das Tool sehr sehr gut. Web basiert zur­zeit. Ich kann euch ich kann hier wei­te­re Punk­te hin­zu­fü­gen, um dann spä­ter euch zu zei­gen, wie man das umwan­deln kann in Blö­cken sor­tiert. Es ist kos­ten­los, da kom­me ich aber gleich auch noch mal drauf zu, weil es gibt auch kos­ten­pflich­ti­ge Benut­zer Level und da könnt ihr auch mei­nen Main Dis­count Code wie­der benut­zen, den er schon kennt. Also Björn, wenn ich auch dann noch mal ein aber ich kom­me auf die Preis­ge­stal­tung ganz am Schluss auch noch mal zu spre­chen. Wenn ich jetzt hier nichts rein­schrei­ben Return drü­cke, wird auch kein Punkt hin­zu­ge­fügt, so ähn­lich wie in den meis­ten Text­ver­ar­bei­tung. Und ich bin jetzt qua­si wie­der in einem lee­ren Block. Ich kann jetzt hier­aus auch etwas ande­res machen. Ich kann zum Bei­spiel sagen, ich möch­te aus die­ser. Unsor­tier­ten Lis­te eine Auf­zäh­lung machen. Wenn ich hier rein Kle­ri­ker und auf Auf­zäh­lun­gen gehe, steht hier eine Num­me­rie­rung und das kann ich jetzt mit jedem Punkt ein­zeln machen. Und Meis­ter Haut ist da ziem­lich intel­li­gent und num­me­riert flei­ßig durch. Und das Gan­ze kön­ne ich natür­lich auch wie­der umge­kehrt machen. Das sind jetzt ganz simp­le Blö­cke, es gibt auch sehr, sehr schi­cke ich zei­ge euch jetzt mal bei­spiels­wei­se. Neh­men wir mal die War­nung und da sieht jeder. Da wird es direkt ein biss­chen bun­ter. Ach­tung, kei­ne Apps zur­zeit. Das heißt, ich habe jetzt den Block War­nung und der wird direkt ein biss­chen anders for­ma­tiert. Auch so was kann ich wie­der umwan­deln. Wenn ich auf War­nung kli­cke, kann ich zum Bei­spiel sagen Das ist aber eine Info­box oder kei­ne War­nung sein. Und da seht ihr, das ändert sich ein biss­chen. Und wenn ich hier drauf­kli­cke, kann ich das auch wie­der­um for­ma­tie­ren. Auch hier kann ich wie­der ein Icon aus­wäh­len. Ich kann zum Bei­spiel hier so einen Desk­top PC neh­men. Ich kann die Far­be ver­än­dern. Erin­nert sich dann nicht nur die Far­be, son­dern der gan­ze Block? Es gibt jede Men­ge sol­cher Block Typen. Ich Es gibt die Mög­lich­keit, einen Code for­ma­tier­ten Block zum Bei­spiel ein­zu­bet­ten. Für Pro­gram­mie­rer super. Die kön­nen dann den Code Block oder so ein­stel­len, dass es auch als Code erkenn­bar ist. Die War­nung habe ich gezeigt. Es gibt noch ein Tipp, das ist so ähn­lich wie wie das nur anders for­ma­tiert. Und Blö­cke kann ich natür­lich auch jeder­zeit wie­der löschen. Und wie schon gezeigt auch umsor­tie­ren. Eine Beson­der­heit von Meis­ter­No­te ist natür­lich die Inte­gra­ti­on mit Meis­ter­Task. Ich kann also auch hier über das Plus einen neu­en Block hin­zu­fü­gen und dann direkt mit Meis­ter­Task ver­knüp­fen. Wenn ich hier drauf gehe und ganz nach unten scrol­le, sieht man Auf­ga­be erstel­len einer Auf­ga­be in Meis­ter­Task erstel­len steht da. Wenn ich da drauf­kli­cke, kann ich jetzt eine Auf­ga­be hin­zu­fü­gen. Neh­men wir mal Meis­ter. Not ich sage. Und da pas­siert es schon, es gibt näm­lich tat­säch­lich schon eine Auf­ga­be, die heißt Test Meis­ter Arnaud in mei­ner Meis­ter, mein Meis­ter das Kon­to, die mir auch zuge­wie­sen ist. Das heißt, ich kann euch nur neue Auf­ga­ben erstel­len und ich kann auch bestehen­de ver­knüp­fen. Ich erstel­le jetzt erst mal eine neue, weil dann kann ich das Board erst mal aus­wäh­len, wo es drin ist. Neh­men wir mal, meint Meis­ter Test. Dann fragt er, in wel­cher Spal­te die­se Auf­ga­be erstellt wer­den soll. Und ob die zuge­wie­sen sein soll, sagen wir mal, die sol­len mir zuge­wie­sen sein. Und da bin ich jetzt in die­ser Auf­ga­be, wenn ich da drauf­kli­cke, lan­de ich auto­ma­tisch in Meis­ter­Task in die­ser Auf­ga­be und kann die jetzt hier ganz nor­mal bear­bei­ten. Ich hat­te ja schon gesagt, man kann auch bestehen­de Auf­ga­ben. Ver­knüp­fen wir das mal! Ich kli­cke auf Auf­ga­be erstel­len und sage zum Bei­spiel Kun­de, ich weiß, dass ich hier sind Demo Boards sehr vie­ler Kun­de Auf­ga­be, neh­me mal Kun­de und da muss ich gar nicht viel wei­ter ein­stel­len, son­dern ich kann ein­fach jetzt hier die­se die­se Auf­ga­be so aus­wäh­len und wenn ich da drauf­kli­cke, lan­de ich dort auch sofort. Und auch das kann ich natür­lich wie­der löschen. Ich kann auch Mind­maps von mei­nem Meis­ter ein­blen­den und ich kann aus sol­chen Blö­cken auch Auf­ga­ben erstel­len. Das fin­de ich wirk­lich mega. Ich habe hier zum Bei­spiel die­se Lis­te und kann hier mit der Maus drü­ber. Dann seht ihr hier rechts zwei Fel­der Kom­men­ta­re und auch hier wie­der die­ses klei­ne Haken, das an Meis­ter­Tasks erin­nert. Wenn ich da drauf­kli­cke, kann ich hier sagen Auf­ga­be hin­zu­fü­gen. Sagen wir mal ein neu­er. Ist das Tool wirk­lich schlank und die Auf­ga­be gibt es noch nicht. Das heißt, ich sage die­ser Bit­te erstellt wer­den. Auch da kann ich wie­der das Board ent­spre­chend aus­wäh­len, in wel­che Spal­te und an wen es zuge­wie­sen wer­den soll. Und dann erscheint hier neben die­sem die­sem Punkt mein Bild. Das geht mit allen Blö­cken. Also ich kann auch so eine War­nung ver­knüp­fen. Ich kann ganz nor­ma­le Absät­ze ver­knüp­fen und dar­aus eine Auf­ga­be machen. Das ist wirk­lich super. Ich habe schon erwähnt, hier gibt es auch eine Kom­men­tar­funk­ti­on, wenn ich da drauf­kli­cke, kann ich mir einen Kom­men­tar hier hin­ter­las­sen. Ja, weil Web basiert in dem Fall zum Bei­spiel, und der wird dann auch groß ange­zeigt. Wenn ich jetzt in die­ser Notiz schon mit ande­ren arbei­ten wür­de, könn­ten die das natür­lich auch kom­men­tie­ren. Kei­ne Sor­ge, das bleibt nicht immer so groß, wenn ich hier raus. Wenn ich da raus kli­cke, also hier das schlie­ße, dann wird hier nur mit einem klei­nen gel­ben Augen ange­zeigt. Hier gibt es einen Kom­men­tar. Es gibt noch eine ande­re wich­ti­ge Funk­ti­on, und zwar die Ver­lin­kung, dar­auf gehe ich in einem spä­te­ren Video auch noch mal genau­er ein. Aber ich möch­te es euch ein­mal kurz zei­gen. Ich habe jetzt hier einen Text geschrie­ben und möch­te die­sen Teil hier ver­lin­ken. Es soll ein Hyper­link wer­den wie im Inter­net, dass ich, wenn ich da drauf­kli­cke, dass ich woan­ders lan­de. Und da seht ihr schon, dass sobald ich Tex­te mar­kie­re, dass es kein Rechts­klick, son­dern eine ein­fa­che Mar­kie­rung, ich auch noch ganz viel ande­res mit dem Text machen kann. Ich kann also hier einen Link ein­fü­gen. Also neh­men wir mal zum Bei­spiel mei­ne Home­page. Wenn ich jetzt hier drauf­kli­cke, öff­net die sich natür­lich hier im Hin­ter­grund. Coo­kie war natür­lich so, ich kann aber, auch wenn ich das jetzt hier aus­wäh­le, die For­ma­tie­rung ändern, das heißt, ich kann hier erst mal wie­der dem Block Typ ver­än­dern. Ich kann das Fett machen, schräg unter­stri­chen, durch­ge­stri­chen. Ich kann das in einer einen Code in einen Code For­ma­tie­rung umwan­deln. Hier kann ich sagen, das ist ein High­light. Also das kann ich das gan­ze qua­si hin­ter­le­gen mit einer mit einer farb­li­chen Mar­kie­rung. Eigent­lich natür­lich auch wie­der raus machen. Und ich kann auch das wie­der kom­men­tie­ren. Also wenn ich zum Bei­spiel sage hier die­sen Link, den möch­te ich ein­zeln noch kom­men­tie­ren, gehe ich hier drauf. Und sage mei­ne Home­page. Und dann seht ihr auch hier. Hier gibt es wie­der einen Kom­men­tar und zwar genau hin­ter die­sem, was so gelb mar­kiert ist wie mit einem Text­mar­ker. Und auch das hier kann ich wie­der zu einer Auf­ga­be machen. Wenn ich Text mar­kie­re, kann ich auch den wie­der zur Auf­ga­be machen. Die Auf­ga­be heißt am Bei­spiel Ver­lin­kung. Wenn ich sage Bei­spiel Ver­lin­kung erstel­len, ist das das glei­che wie eben ich wäh­le ein ein Bei­spiel Board aus sage in die­se Spal­te. Erle­digt und jetzt seht ihr, erscheint mein klei­nes Bild, das die Auf­ga­be sym­bo­li­siert, genau dane­ben und wenn ich dar­auf kli­cke, öff­net sich dann die­se Auf­ga­be wie­der in das weiß der Hyper­link. Aber grund­sätz­lich kann ich hier auch drauf kli­cken und dann öff­net sich die Auf­ga­be. Also zusam­men­fas­send kann man sagen Meis­ter­No­te ist sehr schlank, es hat jetzt nicht so vie­le Funk­tio­nen wie ähn­li­che Tools, die mit Blö­cken arbei­ten wie Nor­ton oder Coda. Also es gibt hier zum Bei­spiel kei­ne Tabel­len, es gibt kei­ne Daten­ban­ken, aber das will Meis­ter Cloud auch nicht. Meis­ter­No­te möch­te schö­ne Noti­zen, Kult­buch Chief Ent­schul­di­gung erstel­len las­sen, also im Team erstel­len las­sen, die gut aus­se­hen und die über­all ver­füg­bar sind und sich mit den ande­ren Tools der Meis­ter Suite ele­gant ver­knüp­fen las­sen. Also Meis­ter­Task und meint Meis­ter, ich fin­de das gan­ze ziem­lich cool, weil die Optik ist wirk­lich hübsch. Es wird wirk­lich schön, wenn man, wenn man Meis­ter­No­ten instal­liert, hat man direkt gro­ße Noti­zen, wo das auch sehr anschau­lich dar­ge­stellt wird. Es ist wirk­lich sehr, sehr gut gemacht. Man kann das die Optik auch noch ein biss­chen ver­än­dern. Das zei­ge ich euch wie gesagt in einem spä­te­ren Video noch mal. Aber grund­sätz­lich hal­te ich das Tool für sehr gelun­gen, zumal es kos­ten­los ver­füg­bar ist in der Grund­ver­si­on so ähn­lich wie Meis­ter­Task auch. Und hier seht ihr die Prei­se und die ver­schie­de­nen Funk­tio­na­li­tä­ten. Also ihr könnt Meis­ter­No­te kos­ten­los aus­pro­bie­ren. Ihr habt dann fünf Arbeits­be­rei­che mit aller­dings unbe­grenzt vie­len Noti­zen. Ihr könnt die Noti­zen anpas­sen, genau­so wie ich es euch gera­de gezeigt habe. Es gibt einen Ver­si­ons­ver­lauf von sie­ben Tagen. Auf das Fea­ture gehe ich auch in einem wei­te­ren Video ein. Was es damit auf sich hat, wie man da auch qua­si in der Ver­si­on zurück­ge­hen kann. Ihr habt Datei Ein­bet­tung bis 20 Mega­byte. Das habe ich noch nicht gezeigt, das kommt auch in einem spä­te­ren Video. Also ihr könnt eure eige­nen Datei­en, PDF Bil­der, alles mög­li­che in die­se Noti­zen ein­blen­den. Und der Haken hier dran an der Ver­si­on ist das geht nur für euch sel­ber. Also hier könnt ihr nie­mand ande­ren mit zu euren Noti­zen ein­la­den, ist aber dafür kos­ten­los und ganz vie­le Noti­zen. Also ziem­lich cool. Es gibt das pro Level, das kos­tet fünf kom­ma neun und neun­zig im Monat. Da kämen dann noch die die Mehr­wert­steu­er drauf. Es ist exklu­si­ve Mehr­wert­steu­er, da habt ihr unbe­grenzt vie­le Arbeits­be­rei­che, also nicht nur fünf, natür­lich auch wie­der unbe­grenzt vie­le Noti­zen und ich habe meh­re­re Team­mit­glie­der. Also ab dem Punkt könnt ihr zusam­men mit euren Teams eure Noti­zen bear­bei­ten, habt 30 Tage Ver­si­ons­ver­lauf und eure Datei­en kön­nen zehn­mal grö­ßer sein bis zu 200 MB. Das ist schon recht ordent­lich und es gibt einen Admi­nis­tra­tor Kon­to. Das ist ana­log zu Meis­ter­Task. Ab dem Moment könnt ihr das gan­ze etwas fei­ner ver­wal­ten und rich­tig viel Power hat das gan­ze Busi­ness. Da habt ihr Rol­len und Berech­ti­gun­gen wie beim Meis­ter das gan­ze. Arbeits­be­rei­che sind kol­la­bo­ra­tiv. Das ist echt nicht mein Wort. Der Ver­si­ons Ver­lauf ist sogar unbe­grenzt, nicht nur 30 Tage. Das heißt, ihr könnt ein Doku­ment von der vom Anfang bis zum Ende jeder­zeit zurück und nach vor­ne schrau­ben. Die Sicher­heits­ein­stel­lun­gen sind erwei­tert. Ihr habt einen vor­ran­gi­gen Sup­port bei Meis­ter Labs. Die­se Sei­te fin­det ihr, wenn auch wenn ihr nach Meis­ter­No­te Prei­se sucht. Da gibt es auch noch mal eine Tabel­le, mit der einem Detail ver­gleicht, wo ganz genau drin­steht, wie die sich unter­schei­den. Und hier steht es dann auch noch mal Echt­zeit Zusam­men­ar­beit mit exter­nen Gäs­ten ist bald erhält­lich. Wenn ihr das aus­pro­bie­ren möch­tet in Pron Busi­ness mit mei­nem Dis­count Dis­count Code Björn gibt es einen Rabatt auf die ers­te Zah­lung. Das rech­net sich immer dann, vor allem, wenn man das jähr­lich macht, weil dann die ers­te Zah­len dann deut­lich güns­ti­ger ist. Blen­de ich auch noch mal unten ein. Es wird wei­te­re Vide­os zu dem Tool geben, unter ande­rem auch zu den Funk­tio­nen wie Ver­net­zung unter allen unter ver­schie­de­nen Noti­zen ein biss­chen tie­fer in die Ver­knüp­fung zu Meis­ter­Task Wie arbei­tet man mit man mit einer Datei Ein­bet­tung? Und wenn ihr da wei­ter Fra­gen habt oder Din­ge demons­triert haben wollt, könnt ihr mir das natür­lich wie immer ger­ne per E‑Mail schi­cken. Ich fin­de es da noch rich­tig cool. Das ein­zi­ge was mir noch fehlt, sind die exter­nen Gäs­te und ganz drin­gend die Apps auf Tools wie dem iPad, dem iPho­ne oder auch Android Tele­fon oder Android Tablets. Damit wird es eine rich­tig run­de Sache, aber es ist auf jeden Fall jetzt schon sehr, sehr viel wert, zumal die Basis­ver­si­on kos­ten­los ist. Also pro­biert das ein­mal aus. Ich bin gespannt, was ihr für ein Feed­back zu dem Tool habt und was eure Mei­nung dazu ist. Es ist noch nicht ver­gleich­bar mit­den Platz­hir­schen wie Ever­no­te oder oder Goog­le Keep oder sol­chen Geschich­ten. Aber es macht genau wie Meis­ter­Task sehr viel sehr rich­tig direkt in der ers­ten Ver­si­on. Ich bin gespannt, wo die Rei­se hin­geht und ich freue mich, wenn ihr mir treu bleibt und sagt bis zum nächs­ten Video. Ciao! **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterLabs, MeisterNote, MeisterTask, Notizen, Produktivität, Software --- ### [Video: Nachhaltige Besprechungen mit MeisterNote und MeisterTask](https://bobach-coaching.de/video-nachhaltige-besprechungen-mit-meisternote-und-meistertask/) **Published:** Februar 9, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** MeisterLabs, MeisterNote, MeisterTask, Notizen, Produktivität, Software, Videos --- ### [Nachhaltige Besprechungen mit MeisterNote und MeisterTask](https://bobach-coaching.de/nachhaltige-besprechungen-mit-meisternote-und-meistertask/) **Published:** Februar 9, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­No­te ist eine neue, äußerst ästhe­ti­sche und kol­la­bo­ra­ti­ve Noti­zen­app der Fir­ma Meis­terLabs, die uns schon Meis­ter­Task und Mind­meis­ter gebracht hat. Meis­ter­No­te ist daher gera­de mit Meis­ter­Task eng ver­zahnt — und das kann man sich zu Nut­zen machen! In die­sem Video zei­ge ich einen Arbeits­ab­lauf zur Pla­nung und Abhal­tung von tat­säch­lich nach­hal­ti­gen und ver­bind­li­chen Team-Mee­tings, ange­fan­gen von der Erstel­lung der Vor­la­ge, über die Pla­nung bis zur Durch­füh­rung und Samm­lung der Bespre­chungs­pro­to­kol­le. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­No­te upgraden möch­te, kann dies mit dem **Dis­count Code / Pro­mo­code “BJOERN”** sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Mehr Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task / Meis­ter­No­te fin­det man [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Ihr habt Fra­gen? Ich freue mich über einen Kom­men­tar oder eMails an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Hal­lo und herz­lich will­kom­men, Björn Bob­ach hier, hier mit einem neu­en Video zu Meis­ter­No­te und in die­sem Video wer­de ich euch eine nach­hal­ti­ge Bespre­chung der Vor­la­ge zei­gen, mit der es mög­lich ist, Bespre­chun­gen gemein­sam zu pla­nen, durch­zu­füh­ren und dann auch die dar­aus ent­ste­hen­den Auf­ga­ben nach­hal­tig zu ver­fol­gen. Es gibt von mir auch eine ande­re Arbeits­wei­se dazu, direkt inner­halb eines Meis­ter­Task Boards. Das ist aber ein biss­chen schwie­rig, wenn man gemisch­te Bespre­chun­gen hat über, in denen man über meh­re­re Pro­jek­te spricht oder all­ge­mei­ne Bespre­chun­gen, wo es viel­leicht gar nicht so sehr im Fokus um ein ein­zel­nes Pro­jekt geht, son­dern um eher all­ge­mei­ne The­men. Und jetzt ist Meis­ter­No­te mit auf der Büh­ne erschie­nen. Und damit kann man das Gan­ze tat­säch­lich nicht nur sehr anspre­chend und hübsch, son­dern auch nach­hal­tig gestal­ten. Und das will ich euch in die­sem Video zei­gen. Ihr seht hier schon, ich habe hier schon eine Vor­la­ge erstellt, aber bevor ich euch jetzt erklä­re, wie man damit arbei­tet, wäre es ja ganz schön, wenn ich die­se Vor­la­ge auch tat­säch­lich wie­der benut­zen kann. Momen­tan kann ich das nicht. Nicht wenn ich hier was ver­än­dern, ist das Doku­ment ja ver­än­dert. Also möch­te ich dar­aus erst mal eine Vor­la­ge erstel­len. Und das bie­tet Meis­ter­No­te ja auch. Dazu gehe ich ein­mal hier oben über das Ham­bur­ger Menü auf die Sei­ten­leis­te, die es stan­dard­mä­ßig sowie­so ein­ge­blen­det. Ich habe sie nur für die Demons­tra­ti­on aus und ich bin hier in mei­nem Pro­to­koll Bespre­chung Vor­la­ge und habe hier drei Punk­te. Und wenn ich dar­auf kli­cke, kann ich sagen Die­se Notiz, die­ses Doku­ment möch­te ich als Vor­la­ge spei­chern. Das mach ich mal und jetzt kann ich die, die das Doku­ment noch umbe­nen­nen als Vor­la­ge. Und ich kann auch aus­wäh­len, ob die unter Noti­zen mit ein­ge­schlos­sen wer­den sol­len. Das heißt, wenn ich jetzt hier unter die­ser Notiz noch wei­te­re Noti­zen hät­te, wür­den die in die Vor­la­ge mit auf­ge­nom­men wer­den. Das bie­tet sich zum Bei­spiel für Pro­jekt Vor­la­gen an. Wenn man eine Doku­men­ta­ti­on nach einem bestimm­ten Sche­ma immer wie­der anfer­ti­gen möch­te, dann wür­de man das akzep­tie­ren. Ich habe hier kei­ne unter Noti­zen. Des­we­gen sage ich jetzt ein­fach neue Vor­la­ge und es dau­ert ein Sekünd­chen. Und jetzt seht ihr unter Vor­la­gen hier unten ist mei­ne Bespre­chung Vor­la­ge sofort sicht­bar. Ich kann auch über die­ses Plus direkt eine neue Bespre­chung Vor­la­ge erstel­len und dann hier bear­bei­ten. Aber es geht halt auch aus einem bestehen­den Doku­ment hier oben. Die­se Vor­la­ge kann ich jetzt ein­fach löschen. Ich drück auf die drei Punk­te und sagt das soll bit­te in den Papier­korb. Ich wer­de noch mal gewarnt. Da ist Meis­ter­No­te genau­so wie Meis­ter­Task ja immer sehr, sehr umsich­tig. Lege ich in den Papier­korb und jetzt legen wir los. Ich gehe hier auf die drei Punk­te und ich sage, ich möch­te eine neue Notiz aus die­ser Vor­la­ge erstel­len. Das ist wich­tig. Wenn ich hier nur auf Vor­la­ge kli­cke, wür­de ich die Vor­la­ge sel­ber ändern. Das kann ja gut sein, dass ich das im Lau­fe der Zeit immer wie­der wei­ter opti­mie­re. Das möch­te ich jetzt nicht. Ich möch­te eine neue erstel­len. Und des­we­gen gehe ich hier auf die drei Punk­te und sage neue Notiz aus Vor­la­ge. Ich muss dem Gan­zen einen Namen geben. Und jetzt ist es ein guter Brauch, da mit dem Datum anzu­fan­gen. Sagen wir, ich möch­te das am 23.. Febru­ar 2022 machen und das ist das all­ge­mei­ne. Team Mee­ting. Unter Noti­zen kann ich jetzt wie­der aus­wäh­len, ob ich die hier mit ein­schlie­ßen soll, viel­leicht möch­te ich ja nur das obers­te Doku­ment neu erstel­len. Möch­te ich nicht. Ich sage nur eins, ich sage also ein­fach neue Notiz. Und jetzt bin ich hier oben in der Lis­te direkt damit beglückt wor­den, dass die­se Notiz erstellt wur­de. Ich bin aber immer noch in der Vor­la­ge. Allein des­we­gen ist es schon gut, wenn man den Titel ändert, damit man nicht hin­ter­her doch aus­ver­se­hen die Vor­la­ge ver­än­dert. Ich kli­cke hier ein­mal drauf. Und das ers­te, was ich mache, ist, dass ich die­se Notiz in zu einer ande­ren Notiz zuord­nen zwei den Bespre­chun­gen Pro­to­kol­len. Das mache ich ein­fach, indem ich die Notiz hier in der Sei­ten­leis­te kli­cke, ange­klickt las­se und dann auf Bespre­chun­gen Pro­to­kol­le zie­he. Und jetzt sieht man, ist hier ein klei­ner Pfeil erschie­nen und ich habe jetzt mei­ne Bespre­chung Pro­to­kol­le schön gesam­melt und kann auch in die­sem in die­sem Doku­ment qua­si dann eine Über­sicht erstel­len. Dazu gleich mehr. Jetzt zur eigent­li­chen Bespre­chung der Vor­la­ge. Wie arbei­tet man damit? Das Schö­ne an Meis­ter­Task ist ja, dass man auch Tipps hin­ter­le­gen kann, oder Warn­bo­xen. Das habe ich jetzt auch gemacht, damit dann alle, die damit arbei­ten, damit auch wis­sen, wie sie damit umzu­ge­hen haben. Soll­te man natür­lich trotz­dem auch noch mal münd­lich erklä­ren. Nur digi­tal arbei­ten bedeu­tet ja nicht, dass man nicht mit­ein­an­der spre­chen soll­te. Und als aller­ers­tes habe ich hier die Teil­neh­mer. Und hier steht in der Info­box von mir rein­ge­schrie­ben bit­te hier die Teil­neh­mer des Mee­tings ein­tra­gen und Ein­trag dem jewei­li­gen Teil­neh­mer als Auf­ga­be zuwei­sen. War­um und wie funk­tio­niert das? Und was bedeu­tet das? Neh­men wir Teil­neh­mer eins. Das wäre jetzt ich. Und zuwei­sen bedeu­tet Ich erstel­le eine Auf­ga­be in Meis­ter­Task. Das funk­tio­niert in Meis­ter­No­te, wie in mei­nem Video auch schon gezeigt, immer neben einem Block. Wenn ich mit der Maus drü­ber gehe und hier auf die­sen Meis­ter­Task ange­lehn­ten Haken kli­cke. Jetzt möch­te er, dass ich eine Auf­ga­be hin­zu­fü­ge. Die nen­ne ich jetzt ein­fach Team Mee­ting 23. 2. 2022. Die­se Auf­ga­be gibt es noch nicht. Des­we­gen sage ich ein­fach Hin­zu­fü­gen, erstel­len. Und die soll jetzt in dem Fall in das Team­board und zwar in mei­ne Spal­te. Und dann soll sie mir auch zuge­wie­sen wer­den. Der Sinn dahin­ter ist, dass jetzt einen Meis­ter­Task in einem Board. Wel­ches ist eigent­lich egal, weil es eine Zuwei­sung gibt. In einem Board eine Auf­ga­be erstellt wur­de mit dem Titel 23.02.22 Team Mee­ting. Und die ist mir zuge­wie­sen. Das heißt, in Meis­ter­Task sehe ich die­se Auf­ga­be auf mei­nem der Sport und habe so auch noch mal einen Remin­der, damit ich das Mee­ting nicht ver­ges­se. Ich kann dann sel­ber in Meis­ter­Task in die­ser Auf­ga­be auch noch ein Fäl­lig­keits­da­tum jeweils pas­send zu dem jewei­li­gen Mee­ting ein­stel­len. Lei­der geht das noch nicht, wenn ich hier eine Auf­ga­be erstel­le. Ich kann nur einen Titel ver­ge­ben und ich kann einen eine Zuwei­sung vor­neh­men. Lei­der kann ich hier noch nicht mit Fäl­lig­kei­ten arbei­ten. Das wäre ein schö­nes Fea­ture. Meis­terLabs wenn ihr zuhört, fänd ich toll, wenn man Auf­ga­ben an die­ser Stel­le noch etwas detail­lier­ter bear­bei­ten kann. Auch Text zuwei­sen wäre eine schö­ne Sache. Das wür­de ich jetzt ana­log für die ande­ren Teil­neh­mer machen. Also sagen wir mal, ich habe hier mal einen Peter Busi­ness oder ich habe einen Felix Flei­ßigst. Und auch den wür­de ich jetzt jeweils die­sen Titel hier zuwei­sen. Was pas­siert jetzt, wenn jemand nicht kann oder sich jemand noch nicht sicher ist, ob er kann? Ich kann direkt hier in die­sem Ein­trag einen Kom­men­tar hin­zu­fü­gen. Neh­men wir an, ich wür­de jetzt sagen, ich schaf­fe es nicht pünkt­lich, dann schrei­be ich hier rein, kom­me erst 10 Minu­ten spä­ter aus dem Call. Bit­te ohne mich star­ten. Und jetzt, wenn ich das aus­blen­de, sieht man auch trotz­dem hier gibt es einen Kom­men­tar zu mei­nem Anwe­sen­heit. Sta­tus kann ich hier drauf­kli­cken, kann jeder machen und kann das auch beant­wor­ten, wenn er möch­te und sieht hier mei­ne Info, dass ich etwas spä­ter teil­neh­men wer­de. Damit hat sich es auch schon ganz gut erle­digt. Ob die wenn wenn es ist nicht ganz klar ist, wer über­haupt teil­nimmt. Man kann ja auch wei­te­re Punk­te noch ergän­zen. Das ist ja alles ein kol­la­bo­ra­ti­ves Tool. Das heißt, hier kön­nen auch ande­re noch Teil­neh­mer hin­zu­fü­gen, kön­nen das alles bear­bei­ten und Kom­men­ta­re hin­ter­las­sen. Das darf man nicht ver­ges­sen, dass das alles ja von allen gleich­zei­tig bear­bei­tet wird und nicht nur von mir. So habe ich also eine schö­ne Teil­neh­mer­lis­te und kann auch Kom­men­ta­re über mei­nen Anwe­sen­heit Sta­tus hin­ter­las­sen. Und jetzt kom­men wir zu den eigent­li­chen The­men in der Info­box. Hier von mir steht hier Bit­te neue The­men sam­meln oder bestehen­de Auf­ga­ben aus Meis­ter­Task ver­lin­ken. Dar­un­ter zwei Abschnit­te, bestehen­de The­men, Auf­ga­ben und neue The­men und der ers­te Block bestehen­de The­men, Auf­ga­ben hat den Hin­ter­grund, dass man viel­leicht über Din­ge spre­chen möch­te, die schon eine Auf­ga­be sind und die kann man ja auch bestehend schon mit Meis­ter­No­te ver­knüp­fen, aus Meis­ter­Task her­aus. Das heißt, da krie­ge ich ein­fach drauf. Und jetzt steht hier zwar Auf­ga­be hin­zu­fü­gen, aber wie in mei­nem Ein­lei­tung Video auch schon gezeigt, ich kann hier auch bestehen­de Auf­ga­ben ver­knüp­fen. Ich muss nur danach suchen. Das heißt, wenn ich jetzt hier zum Bei­spiel nach Pet suche, soll­te Pet Poli­cy kom­men. Und da sieht man Pet Poli­cy Jour­fix und es hat den Tag Jour­fix. Wenn ich hier drauf­kli­cke, öff­net sich die­ser Auf­ga­be natür­lich auch direkt in Meis­ter­Task. Ein Haken hat die gan­ze Sache, wenn ich hier nach etwas suche. Also jetzt sehen wir hier zum Bei­spiel Ich habe hier den Jour­fix Tag, dann kann ich danach lei­der nicht suchen. Ich kann nicht nach Tags hier suchen. Das ein­zi­ge, was Meis­ter­Task durch­sucht sind der Auf­ga­ben, Titel und der auf die Auf­ga­ben­be­schrei­bung. Also nicht nach Tags suchen und auch nicht nach Text aus den Kom­men­ta­ren suchen, das wird alles nicht gefun­den, wenn ich aus Meis­ter­No­te nach einer Auf­ga­be suche. Es wer­den nur Auf­ga­ben­be­schrei­bung und Auf­ga­ben Titel durch­sucht, aber das kann ich jetzt mit meh­re­ren machen. Also ich kann jetzt zum Bei­spiel noch auch über einen Kun­den spre­chen. Suchen wir mal nach Kun­de. Was habe ich da? Da habe ich ganz vie­le Bei­spie­le. Kun­den aus mei­nem Work­shops, Kun­de E zum Bei­spiel und so wei­ter und so wei­ter. Und auch wenn jetzt hier nur drei Mal die­ser Block war ich kann, selbst wenn der letz­te hier schon gefüllt sein soll­te, hier immer über das Plus einen neu­en Block hin­zu­fü­gen. In der Block Lis­te ganz nach unten scrol­len und auf Auf­ga­be erstel­len kli­cken. Dann habe ich wie­der eine neue Auf­ga­be, die ich ver­knüp­fen kann. Das sind die bestehen­den Auf­ga­ben, der Work­flow für neue The­men ist ein wenig anders, weil hier wird erst ein­mal nur gesam­melt, was an The­men Wün­schen besteht. Das heißt, ich schrei­be hier zum Bei­spiel rein. Wir müs­sen zum Bei­spiel die, die die Office Räu­me reno­vie­ren. Sagen wir, ich will eine neue Wand­far­be Wand­far­be bestim­men. Ande­res Topic könn­te sein, ich hat­te gera­de schon erwähnt Pet Poli­cy um eine bestehen­de Auf­ga­be Ein­ver­ständ­nis. Ein­ver­ständ­nis, Pet Poli­cy, All­er­gi­ker Fra­ge­zei­chen. Dann beschäf­ti­gen wir uns viel­leicht mit einem neu­en Tele­fon Sys­tem für unser neu­es Büro. Und so wei­ter und so fort. Hier kann ich also. Hier kann ich also diver­se The­men sam­meln. Das Schö­ne ist, wenn die Lis­te ein­mal voll ist, kann ich natür­lich hier auch wie­der über das Plus, das Gan­ze ergän­zen bzw. ist Meis­ter­No­te auch intel­li­gent. Wenn ich jetzt hier zum Bei­spiel rein­schrei­be Som­mer­fest orga­ni­sie­ren und hier ein­fach Return drü­cke, führt Meis­ter­Task die­se Lis­te ein­fach wei­ter fort. Wenn ich noch mal Return drü­cke, wird das gelöscht und ich kann einen neu­en Block defi­nie­ren. Hier wer­den also im Vor­feld alle The­men gesam­melt, die neu sind, dies noch nicht als Meis­ter­Task Auf­ga­be gibt und dann kann in der Bespre­chung ent­schie­den wer­den. Was soll damit pas­sie­ren? Ich kann also ent­we­der sagen, ich möch­te die­sen Block durch­ge­stri­chen haben, weil wir haben ihn viel­leicht schon end­gül­tig bespro­chen, dann ist das erle­digt. Oder ich kann auch aus sol­chen neu­en The­men Auf­ga­ben gene­rie­ren. Wäh­rend des Mee­tings schon. Das heißt, ich kann hier zum Bei­spiel sagen Tele­fon, Sys­tem. Da möch­te ich eine neue Auf­ga­be erstel­len. Das heißt, ich schrei­be hier ein­mal Tele­fon, Sys­tem, Meis­ter­Task schaut jetzt wie­der oder bezie­hungs­wei­se Meis­ter­No­te, ob in den Meis­ter­Task Auf­ga­ben etwas waren. Es ist nicht. Das heißt, ich kli­cke auf Tele­fon Sys­tem erstel­len. Ich wäh­le ein Board aus, neh­me das Team Board. Ich wäh­le eine Spal­te aus. Sagen wir mal, dar­um küm­mert sich Peter und ich weiß es auch direkt zu. Und jetzt sieht man der Punkt 3 Tele­fon Sys­tem ist Peter zuge­wie­sen und auch wenn ich hier jetzt wie­der drauf­kli­cke, sehe ich ganz kurz die Auf­ga­be, die ich gera­de neu erstellt habe. Kann hier wie­der drauf kli­cken, lan­det dann in Meis­ter­Task in der Auf­ga­be selbst. So wer­den aus Bespre­chungs­tisch eben direkt ver­bind­li­che Auf­ga­ben mit einer Zuwei­sung. Und dadurch sind sol­che Auf­ga­ben direkt viel nach­hal­ti­ger. Es lässt sich viel eher ver­fol­gen, ob da was wei­ter dran getan wird und es gibt eine Zustän­dig­keit. Das ist wirk­lich super und super prak­tisch und macht die Bespre­chun­gen deut­lich effi­zi­en­ter. Aber wir ken­nen das alle Bespre­chun­gen und wir haben hin­ter­her kei­ne Zustän­dig­kei­ten geklärt. Und dann ver­ges­sen wir eigent­lich, was wir da beschlos­sen haben und wer dafür zustän­dig sein soll­te. Nun habe ich die­ses Mee­ting abge­hal­ten und ich habe es. Ich habe das alles schön doku­men­tiert. Jetzt ist die Fra­ge Wie kann ich das jetzt gebün­delt sam­meln? Und dazu hat­te ich ja hier die­ses Doku­ment. Das heißt, das wür­de ich jetzt ganz ger­ne eine Lis­te mei­ner Bespre­chun­gen Pro­to­kol­le drin haben. Zum einen ist es ja so, dass ich hier direkt rein­kli­cken könn­te, aber viel­leicht möch­te ich zu den Bespre­chun­gen auch noch mich etwas inten­si­ver, all­ge­mei­ner aus­tau­schen. Und das ist ganz ein­fach, weil wenn ich hier drauf­kli­cke, kann ich in dem Doku­ment sel­ber eine Ver­lin­kung erzeu­gen. Das heißt, ich kann, wenn ich hier auf einen belie­bi­gen Punkt gehe, sagen ein Teil­neh­mer und auf dem Block kli­cke, kann ich sagen Link kopie­ren. Und den mei­nen Bespre­chun­gen, Pro­to­kol­le, Doku­ment kann ich jetzt sagen Link ein kann ich jetzt einen Text hin­zu­fü­gen? Sagen wir machen eine Auf­zäh­lung. Vom das was der 23. 02. 2022. Und ich kann hier sagen, da soll ein Link rein. Ich füge hin­zu. Und jetzt sieht man, ist das gleich ent­spre­chend mar­kiert. Das Schö­ne ist, wenn ich hier noch eine Auf­lis­tung habe, dass ich hier noch mal dazu auch wei­te­re Inhal­te hin­zu­fü­gen kann. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel da irgend­wel­che Doku­men­te noch geson­dert gesam­melt wer­den sol­len, die nicht in das Pro­to­koll sein kann, das hier drun­ter ste­hen. Und ich kann dar­über auch noch ein­mal dis­ku­tie­ren in Form von Kom­men­ta­ren. Also ich kann hier zum Bei­spiel schrei­ben war ein tol­les Mee­ting. @Björn Bob­ach Ich habe mit mir selbst geschrie­ben, aber da könn­te ich jetzt natür­lich auch wenn es meh­re­re gäbe, alle erwäh­nen. Und so för­de­re ich die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur auch im Nach­gang von sol­chen Bespre­chun­gen und habe hier eine schö­ne Lis­te. Wie gesagt, ich kann mich auch hier durch­kli­cken, aber hier habe ich die Mög­lich­keit, noch viel­leicht etwas mehr zu doku­men­tie­ren. Das war mal ein Bei­spiel für eine nach­hal­ti­ge Vor­la­ge und für ein nach­hal­ti­ges Vor­ge­hen bei Bespre­chun­gen. Wie gesagt, am Anfang schon. Ich habe die Mög­lich­keit ja auch in Meis­ter­Task in einem Pro­jekt sel­ber über die Tags und die Fil­ter Bespre­chun­gen abzu­hal­ten. Das, was ich hier gezeigt habe, eig­net sich ganz gut, wenn man Bespre­chun­gen macht, die nicht nur über ein Pro­jekt gehen, son­dern all­ge­mei­ne­re The­men behan­deln. Und viel­leicht ab und zu Auf­ga­ben aus einem Pro­jekt auch auf­grei­fen sol­len. Ich hof­fe, das hat euch gefal­len. Ihr könnt was damit anfan­gen. Ich freue mich immer über Kom­men­ta­re und Anre­gun­gen und Fra­gen, ent­we­der als Kom­men­tar zu dem Video oder auch ger­ne per Mail über mei­ne Web­site. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und sage, bis bald. **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** MeisterLabs, MeisterNote, MeisterTask, Notizen, Produktivität, Software --- ### [Video: Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/video-angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) **Published:** März 17, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** Coaching, MeisterTask **Schlagwörter:** Angst, Coaching, Digitale Tools, Videos, Vorurteile --- ### [Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) **Published:** März 17, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Vie­le haben Angst vor der Ein­füh­rung eines neu­en digi­ta­len Tools wie Meis­ter­Task, Asa­na, Teams und vie­len mehr. Dahin­ter ste­cken oft Vor­ur­tei­le, was die Arbeit mit sol­chen Tools angeht. In die­sem Video beleuch­te ich aus Coach Per­spek­ti­ve, was die Natur und Grün­de sol­cher Vor­ur­tei­le sind, wie man mit ihnen umge­hen soll­te und wie man sie mög­lichst effek­tiv und nach­hal­tig aus­räu­men kann. Folgt mir auch [auf mei­nem You­Tube Kanal.](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) Ich freue mich über Fra­gen und Anmer­kun­gen an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Video von mir. Heu­te ver­bin­de ich zwei mei­ner Lei­den­schaf­ten, näm­lich digi­ta­le Tools und mei­ne Coa­ching-Lei­den­schaft mit­ein­an­der und gehe auf ein The­ma ein, das mir in mei­nen Work­shops zu Meis­ter­Task, aber auch zu ande­ren digi­ta­len Tools immer wie­der begeg­net. Und das ist die Vor­ur­tei­le vor digi­ta­len Tools wie Meis­ter­Task. Meis­ter­Task ist da ein Bei­spiel, aber es gibt die vor allen mög­li­chen Tools. Da kann man auch Asa­na nen­nen, Trel­lo nen­nen, Slack nen­nen, Teams, was auch immer. Digi­ta­le Tools rufen bei vie­len Vor­ur­tei­le her­vor oder Beden­ken. Und die begeg­nen mir in mei­nen Work­shops. Und ich möch­te ein­mal dar­auf ein­ge­hen, wel­che das sind die fünf häu­figs­ten. Und was man damit tun kann und wie man damit umge­hen soll­te, wenn es einen selbst betrifft. Viel­leicht. Oder auch wenn es ein Team betrifft, das man viel­leicht als Füh­rungs­kraft anlei­tet. Also heu­te spre­chen wir dar­über, was Vor­ur­tei­le sind und wie sie ent­ste­hen. Die fünf häu­figs­ten Vor­ur­tei­le, die ich in mei­nen Work­shops immer wie­der sehe und auch, wie man die­se Vor­ur­tei­le ent­kräf­ten kann. Also, was sind Vor­ur­tei­le? Grund­sätz­lich sind Vor­ur­tei­le immer per­sön­lich. Sie betref­fen immer nur mich selbst. Selbst wenn es in einer Gesell­schaft ein gehäuft Vor­ur­teil gibt, muss es eine per­sön­li­che Kon­stel­la­ti­on in mir sel­ber geben, die dazu führt, dass ich die­ses Vor­ur­teil anneh­me. Und Vor­ur­tei­le haben immer damit zu tun, was man für Erfah­run­gen in der Ver­gan­gen­heit gemacht hat. Ganz kon­kret zum Bei­spiel bei digi­ta­len Tools. Viel­leicht ist mal eins ein­ge­führt wor­den, man hat es nicht ver­stan­den oder das wur­de nicht beherzt ein­ge­führt, es gab kei­nen Work­shop dazu und dann wur­de es irgend­wann ein­ge­stampft oder ver­ges­sen. Sol­che Erfah­run­gen spie­len da mit rein. Das eige­ne Wer­te­sys­tem spielt da mit rein. Bin ich jemand, der zum Bei­spiel als Wert per­sön­li­chen Kon­takt hat? Und habe ich Angst, dass ein digi­ta­les Tool das unter­mi­niert, dass ich dadurch weni­ger per­sön­li­che Kon­tak­te habe? Sol­che Sachen. Die eige­nen Bedürf­nis­se sind ganz wich­tig. Also, dass ich zum Bei­spiel, wenn ich jetzt genau wie gera­de bei Bei­spiel, gern den per­sön­li­chen, zwi­schen­mensch­li­chen Kon­takt habe, habe ich viel­leicht Sor­ge, dass ein digi­ta­les mich ver­ein­sa­men lässt. Anders­her­um kann es aber auch sein Ich bin viel­leicht ein Eigen­bröt­ler, lass ande­re nicht ger­ne in die Kar­ten schau­en, was ich gera­de tue und ein digi­ta­les Tool ermög­licht. Das füh­le ich mich damit viel­leicht unwohl. Das kann ein Grund sein, dass ein Vor­ur­teil ent­steht. Die Glau­bens­sät­ze sind ganz, ganz wich­tig. Das auch ein The­ma, das im Coa­ching immer wie­der vor­kommt. Glau­bens­satz in dem Kon­text kann zum Bei­spiel sein Ich kann nicht gut mit Com­pu­tern umge­hen, ich bin nicht gut mit mei­nem Smart­phone, mit mei­nem Tablet. Wie auch immer, ich ler­ne lang­sam. All sol­che Glau­bens­sät­ze kön­nen Vor­ur­tei­le befeu­ern. Und ganz grund­sätz­lich sind Vor­ur­tei­le immer emo­tio­nal ver­an­kert. Die sind sel­ten ratio­nal, son­dern immer emo­tio­nal gebun­den. Die rufen irgend­wel­che Emo­tio­nen aus. Angst, Miss­trau­en, Selbst­zwei­fel all sol­che Din­ge sind in Vor­ur­tei­len immer ver­an­kert. Also wie soll­te man mit Vor­ur­tei­len ganz grund­sätz­lich umge­hen? Zum einen soll­te man Vor­ur­tei­le immer aner­ken­nen, also wenn man jeman­dem begeg­net, der ein sol­ches Vor­ur­teil hat. Ich begeg­ne sol­chen Leu­ten in Work­shops. Immer soll­te man das aner­ken­nen. Man soll­te nie das zur Sei­te wün­schen und sagen Ach, das stimmt nicht. Oder schlim­mer noch Du hast kei­ne Ahnung oder Du irrst dich, oder Das spielt kei­ne Rol­le. Sol­che Din­ge sind gefähr­lich. Also immer aner­ken­nen und anneh­men, dass jemand so ein Vor­ur­teil hat. Man soll­te sie immer nach­voll­zie­hen, denn Vor­ur­tei­le sind auch von Außen­ste­hen­den meis­tens objek­tiv begründ­bar. So wie ich vor­her erklärt habe, wie Vor­ur­tei­le ent­ste­hen, kann man auch ratio­nal und objek­tiv erklä­ren, war­um jemand so ein Vor­ur­teil hat. Das Bei­spiel mit dem Tool, das viel­leicht mal ein­ge­führt wur­de und dann nicht beherzt umge­setzt wur­de, ist so ein Bei­spiel. Man kann nach­voll­zie­hen. Ich kann nach­voll­zie­hen, dass du denkst, das wird doch eh wie­der nichts, weil wir hat­ten das schon mal, aber wir machen es dies­mal anders. Es gibt zum Bei­spiel einen Work­shop, also man kann es nach­voll­zie­hen, dass ein Vor­ur­teil besteht und ent­kräf­ten. Auch wenn gera­de im Bei­spiel den ratio­na­len Weg die ratio­na­le Ebe­ne suchen, erklä­ren. Es war damals so, jetzt machen wir es anders. Aber dabei die emo­tio­na­le Kom­po­nen­te nicht ver­ges­sen immer aner­ken­nen, dass da viel­leicht jemand Sor­ge hat, Ängs­te hat, Ver­sa­gens­ängs­te zum Bei­spiel auch, aber ver­su­chen, das auf einem ratio­na­len Weg und einer ratio­na­len Ebe­ne zu erklä­ren, war­um es dies­mal anders sein wird. Das sind die drei Haupt Schrit­te, mit denen man Vor­ur­tei­le aus dem Weg räu­men kann. Ganz wich­tig aner­ken­nen, nach­voll­zie­hen und ent­kräf­ten. Die fünf häu­figs­ten Vor­ur­tei­le in mei­nen Work­shops. Und da muss ich ein biss­chen schmun­zeln, weil es tat­säch­lich in jedem Work­shop, den ich gebe, so die­se Sät­ze eigent­lich fal­len. Und ich bin mir fast sicher, wenn ihr die jetzt hier lest, wer­det ihr so einen Satz auch schon in der einen oder ande­ren Form ein­mal gehört haben, gera­de wenn es um die Ein­füh­rung eines neu­en Tools geht. Das eine ist Das ist zu schwer zu ler­nen. Das macht mir mehr Arbeit sinn­los. Bis jetzt funk­tio­niert doch auch alles. Dann reden wir nicht mehr mit­ein­an­der, wenn wir so was Digi­ta­les nut­zen. Und in dem digi­ta­len Tool wer­de ich über­wacht. Die­se fünf Sät­ze höre ich in fast jedem Work­shop. Und ich wer­de jetzt ein­zeln mal aus­ein­an­der gehen und schau­en, wie man damit umge­hen kann. Das ist zu schwer zu ler­nen. Dahin­ter steht im Grun­de ja die Angst vor dem eige­nen Ver­sa­gen oder der Bloß­stel­lung vor den Kol­le­gen, die viel­leicht schnel­ler sind als man sel­ber. Man hat viel­leicht die Angst, dass man es wie­der nicht packt, weil man das schon mal bei einem ande­ren erlebt hat, dass man sich damit schwe­rer tut. Und da ist es ganz wich­tig, dass das sofort ent­kräf­tet wird, dass man in dem Moment ganz klar macht Es ist okay, wenn du län­ger brauchst. Jeder hat sein eige­nes Lern­tem­po. Du bist ein eige­ner Mensch. Du bist viel­leicht nicht so stark in digi­ta­len Tools, dafür hast du ande­re Stär­ken. Das haben wir ja alle. Ich zum Bei­spiel bin rela­tiv schlecht in Ortho­gra­fie. Ich brau­che immer ein zwei­tes oder vier­tes vor Augen, dass das mei­ne Kom­ma­set­zung über­prüft. Und das ist okay, das muss man anneh­men. Man muss halt dem Gegen­über dann auch in dem Moment sug­ge­rie­ren Es ist okay, wenn du dafür län­ger brauchst, wir packen das trotz­dem. Man kann alte Res­sour­cen akti­vie­ren im Zusam­men­hang mit die­sem, mit die­sem Satz. Das ist schwer zu ler­nen, weil jeder hat ja schon mal irgend­et­was gelernt, was ihm schwer­ge­fal­len ist. Das kann zum Bei­spiel inner­halb der eige­nen Fir­ma sein, dass man dar­an erin­nert Guck mal, vor drei Jah­ren hat­ten wir die und die Situa­ti­on. Das ist ja auch anfangs schwer­ge­fal­len. Das hast du auch gemeis­tert. Wenn es nicht in der eige­nen Fir­ma ist, viel­leicht in der davor oder viel­leicht sogar in der Schul­zeit dar­an erin­nern, dass es mög­lich ist, Din­ge, die einem erst mal sehr, sehr schwer erschei­nen, dass man die ler­nen kann. Damit lässt sich die­ser Satz eigent­lich pro­blem­los aus der Welt schaf­fen. Das macht mir mehr Arbeit. Auch ein Satz, den ich sehr häu­fig höre. Und dar­an, wenn man jetzt Meis­ter­Task als Bei­spiel nimmt, ist zum Bei­spiel gekop­pelt so etwas wie, dass man in Meis­ter­Task Datei­en hoch­la­den kann zu einer Auf­ga­be. Das heißt, das ist erst mal mehr Arbeit, das sind zwei Klicks mehr. Also ich habe eine Datei auf dem Ser­ver abge­legt und dann lade ich die noch in eine Auf­ga­be hoch. Und natür­lich ist das erst mal mehr Arbeit, aber es ist zu kurz gedacht und das muss man erklä­ren, weil die­se zwei Klicks mehr spa­ren. Auf lan­ge Sicht unglaub­lich viel Zeit. Näm­lich zum Bei­spiel, wenn man genau die­se Datei sucht, die in die­sem Kon­text wich­tig ist. Oder wenn man die jeman­dem ande­ren zei­gen will oder jemand anders sich da ein­ar­bei­ten soll in die­ser Auf­ga­be. Sie dann in dem Moment, da in dem Kon­text zu haben, in dem his­to­risch rich­ti­gen Kon­text, ist unglaub­lich wert­voll und spart enorm viel Zeit. Und das muss man erklä­ren. Man kann natür­lich auch die aktu­el­le Aus­las­tung hin­ter­fra­gen, also genau hin­schau­en. Ist es viel­leicht wirk­lich so, dass der Mit­ar­bei­ter oder mei­ne Mit­ar­bei­ter grund­sätz­lich gera­de eher zu viel auf ihrem Zet­tel ste­hen haben? Ist das gera­de eine Über­las­tung? Und auch da wie­der auf den ers­ten Punkt zurück ist es lang­fris­tig eher eine Ent­las­tung, wenn man ein zusätz­li­ches Tool, dass viel­leicht zwei Klicks Mehr­ar­beit kos­tet, ein­führt und so auf lan­ge Zeit viel, viel Zeit spart und sehr viel Ent­las­tung bringt. Also ist meis­tens genau das Gegen­teil der Fall. Die zwei Klicks mehr spa­ren mich im End­ef­fekt unglaub­lich viel mehr Zeit. Es kommt übri­gens beson­ders in dem Moment zum Tra­gen, wenn neue Team­mit­glie­der dazu­sto­ßen und die dann über das digi­ta­le Tool alles genau­so sehen. Meis­ter­Task zum Bei­spiel den his­to­ri­schen Kon­text genau nach­voll­zie­hen kön­nen, ohne sich in ver­wir­ren­de Emails mit fürch­ter­li­chen E Mail Ver­läu­fen ein­zu­le­sen. Das spart es Zeit und es macht nicht mehr Arbeit. Ja ein Satz. Sinn­los. Bis jetzt funk­tio­niert doch auch alles. Ich nen­ne das immer die Axel Frak­ti­on. Also das höre ich sehr häu­fig. War­um soll ich das in Meis­ter­Task oder in einem ande­ren Tool machen? Ich mache das jetzt alles in Excel schön für mich. Funk­tio­niert doch. Ja, da ist die Fra­ge Für wen funk­tio­niert jetzt gera­de alles? Funk­tio­niert das für den­je­ni­gen per­sön­lich oder funk­tio­niert das wirk­lich fürs gan­ze Team? Es gibt ja einen Grund, war­um man dar­über nach­denkt, ein neu­es Tool ein­zu­füh­ren. Es gibt einen Grund, war­um sehr wahr­schein­lich ein gro­ßer Teil des Teams etwas Neu­es braucht und sagt Wir brau­chen etwas mehr. Also fra­gen Ist es wirk­lich so oder fühlst du dich nur wohl? Und alle ande­ren brau­chen aber etwas Neu­es. Dann ganz wich­tig der Blick nach vor­ne, in die Zukunft. Jetzt funk­tio­niert viel­leicht alles, aber was ist in fünf Jah­ren? Allein durch die Situa­ti­on, die wir durch die Coro­na Pan­de­mie erlebt haben, ist unglaub­lich viel in Auf­ruhr gera­ten. Auf ein­mal muss­ten Leu­te von zu Hau­se arbei­ten, wo das vor­her über­haupt nie auf dem Plan war. Und da tut es sehr gut, digi­tal gut auf­ge­stellt zu sein. Da tut es sehr gut, ein Tool zu haben, das sehr fle­xi­bel ist, ob es jetzt Meis­ter­Task, Asa­na oder Trel­lo oder Teams oder was auch immer ist. Es ist ein Blick in die Zukunft und das ist sehr wich­tig für die Gesund­heit eines Unter­neh­mens und damit auch die Sicher­heit für den eige­nen Arbeits­platz. Und ganz ent­schei­dend Auch die nächs­te Gene­ra­ti­on muss abge­holt wer­den. Das erle­be ich häu­fig bei Hand­wer­kern, die dann so jun­ge Azu­bis haben, so 17 18-jäh­ri­ge, die über­haupt kei­ne Lust mehr haben, auf die alte Art zu arbei­ten, die nicht mit Ord­nern durch die Gegend lau­fen wol­len, die nicht mit Papier wer­ben, abar­bei­ten wol­len. Die möch­ten digi­tal arbei­ten, die möch­ten so arbei­ten, wie sie es aus ihrem Pri­vat­le­ben kön­nen, näm­lich mit dem Smart­phone in der Hand. Und wenn man die­se Gene­ra­ti­on nicht abholt, schnei­det man sich den Zugang zu neu­en Arbeits­kräf­ten ab, zu neu­en Kol­le­gen. Und das ist sehr gefähr­lich für ein Unter­neh­men, weil das muss Zukunft sein. Und das geht halt auch nur damit, dass man attrak­tiv für jun­ge, neue Kol­le­gen ist. Dann reden wir nicht mehr mit­ein­an­der. Grund­sätz­lich ist der Satz etwas sehr Posi­ti­ves, weil das bedeu­tet, dass in dem Unter­neh­men ger­ne kom­mu­ni­ziert wird. Das fin­de ich also erst mal etwas sehr, sehr Fei­nes. Aber es bedeu­tet nicht, ein digi­ta­les Tool ein­zu­füh­ren, gleich­zu­set­zen mit nur noch mit­ein­an­der tip­pen und nicht mehr mit ein­an­der spre­chen. Dazu hel­fen kla­re Regeln. Was muss in dem digi­ta­len Tool auf­ge­schrie­ben wer­den und was soll dar­über lau­fen? Zum Bei­spiel als Regel für sowas wie Meis­ter­Task alles Auf­ga­ben bezo­ge­ne muss in der jewei­li­gen Auf­ga­ben Kar­te doku­men­tiert wer­den. Und doku­men­tiert heißt ja nicht kom­mu­ni­ziert. Da steht Doku­men­ta­ti­on ist etwas ande­res als Kom­mu­ni­ka­ti­on. Also es spricht nichts dage­gen, etwas ver­bal mit­ein­an­der vis a vis zu bespre­chen. Aber es muss doku­men­tiert wer­den. Und das soll­te man dann in einem digi­ta­len Tool machen, damit es nach­voll­zieh­bar und trans­pa­rent für alle ande­ren ist, die mit der Auf­ga­be zu tun haben. Und selbst wenn man jetzt alle Unter­hal­tung nur in dem Tool führt, wür­de ich immer dafür plä­die­ren, dass man über die Arbeit mit dem Tool spricht, dass man sich regel­mä­ßig zusam­men­setzt und sich fragt Sind unse­re Work­flows da rich­tig? Sind unse­re Auf­ga­ben Pro­jekt Boards rich­tig ange­legt? Brau­chen wir eine ande­re Struk­tur? Müs­sen wir hier noch mal nach­bes­sern? Dazu soll­te man immer per­sön­lich mit­ein­an­der spre­chen und das regel­mä­ßig. Am Anfang öfter und dann mit der Zeit etwas weni­ger. Aber das ergibt sich dann ganz von sel­ber. Nur das pas­siert immer noch. Man spricht sowie­so über Mit­ein­an­der. Ja. Und dann schließ­lich. Da wer­de ich über­wacht. Das begeg­net mir auch rela­tiv häu­fig, dass die­se Trans­pa­renz, die in moder­nen digi­ta­len Tools herrscht, näm­lich dass alle sehen kön­nen, was alle ande­ren für Auf­ga­ben erle­di­gen, als Über­wa­chung emp­fun­den wird. Und da muss man genau hin­schau­en Was liegt dem zugrun­de? Ist es das Kli­ma im Team? Ist es die Arbeits­at­mo­sphä­re unter­ein­an­der? Gibt es da etwas Miss­gunst? Viel­leicht. War­um könn­te sich jemand über­wacht füh­len, anstatt ein­fach nur trans­pa­rent zu arbei­ten? Was hat er für Erfah­run­gen gemacht? Wie ist damit umge­gan­gen wor­den in der Ver­gan­gen­heit? Und es kann halt auch sehr per­sön­li­che Ursa­chen haben. Also wie ich eben ein­lei­tend schon gesagt habe, kön­nen da Glau­bens­sät­ze rein­spie­len. Also jemand anders will mir nichts Gutes oder ich wer­de sowie­so nur über den Tisch gezo­gen. Sol­che mas­si­ven Glau­bens­sät­ze ste­hen manch­mal hin­ter und da wür­de ich dann eher dazu raten, dass man eher auf ein Coa­ching geht, um sol­che Glau­bens­sät­ze aus­zu­räu­men. Das klappt meis­tens ganz gut. Das ist in der Regel rela­tiv schnell getan dann. Aber das kann halt sehr per­sön­li­che Ursa­chen haben. Aber da muss man genau hin­hö­ren. Es ist viel­leicht das Kli­ma in der Fir­ma, dann viel­leicht eher im Work­shop mit dem gan­zen Team. Wie kom­mu­ni­zie­ren wir mit­ein­an­der, wie gehen wir mit Feh­lern um? Sol­che The­men könn­ten sol­che Work­shops haben oder halt auf der ein­zel­nen Ebe­ne auf dem per­sön­li­chen Kol­le­gen schau­en und gucken, ob man da hel­fen kann, dass der mit die­sem Glau­bens­satz, der ihn da viel­leicht ein biss­chen beherrscht, anders umge­hen kann. Ja, das sind so die Vor­ur­tei­le, die zu digi­ta­len Tools mir immer wie­der ent­ge­gen­schla­gen. Viel­leicht habt ihr euch erkannt, viel­leicht habt ihr da euch selbst ertappt, dass das ein Satz ist, den ihr auch ger­ne mal sagt oder denkt, wenn es um neue Tools geht, die ein­ge­führt wer­den sol­len. Ich wür­de mich über Kom­men­ta­re freu­en und ich hof­fe, ihr bleibt mir gewo­gen und ich sage bis zum nächs­ten Mal Ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, MeisterTask, Personal Coaching **Schlagwörter:** Angst, Coaching, Digitale Tools, Vorurteile --- ### [Was KI mit uns macht – Zwischen Unterstützung und Selbstverlust](https://bobach-coaching.de/was-ki-mit-uns-macht-zwischen-unterstuetzung-und-selbstverlust/) **Published:** Februar 27, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein Zukunfts­the­ma mehr. Sie ist da. In unse­ren E‑Mails, in unse­ren Smart­phones, in unse­ren Autos, in unse­rer Text­ver­ar­bei­tung – und zuneh­mend auch in unse­ren Köp­fen. In einer aktu­el­len Fol­ge mei­nes Pod­casts spre­che ich gemein­sam mit Jan Gus­tav Fran­ke dar­über, was KI mit uns macht – als Coa­ches, als Unter­neh­mer und als Men­schen. Hier fin­den Sie die ent­spre­chen­de Pod­cast­fol­ge: Ich bin ein gro­ßer Fan von KI. Und das sage ich bewusst als Coach, der tag­täg­lich mit Men­schen arbei­tet, Gesprä­che führt, Ent­wick­lun­gen beglei­tet und Ver­ant­wor­tung trägt. KI hat mein Arbei­ten effi­zi­en­ter gemacht. Sie hilft mir beim Struk­tu­rie­ren von Gedan­ken, beim Kor­rek­tur­le­sen von Tex­ten, bei der Vor­be­rei­tung von Work­shops oder bei der Aus­ar­bei­tung von Kon­zep­ten. Ich möch­te sie nicht mehr mis­sen. Und trotz­dem – oder gera­de des­halb – ist es mir wich­tig, genau­er hin­zu­schau­en. ## KI als Werkzeug – und als Versuchung Ein Bei­spiel aus mei­ner Pra­xis als Recrui­ter: Bewer­bun­gen sind heu­te häu­fig sprach­lich per­fekt. Glas­klar for­mu­liert, struk­tu­riert, auf den Punkt. Und dann grei­fe ich zum Tele­fon­hö­rer – und erle­be eine Per­son, die sprach­lich, inhalt­lich oder gedank­lich kaum an das her­an­reicht, was ich zuvor gele­sen habe. Das ist kein Ein­zel­fall. KI ver­führt dazu, Ergeb­nis­se zu pro­du­zie­ren, die bes­ser wir­ken als die eige­ne Kom­pe­tenz es aktu­ell her­gibt. Das Pro­blem ist nicht die Nut­zung der Tech­no­lo­gie. Das Pro­blem ist das blin­de Ver­trau­en. Wenn ich einen Text durch eine KI prü­fen las­se, um Recht­schreib­feh­ler zu ver­mei­den oder For­mu­lie­run­gen zu ver­bes­sern, ist das gewis­sen­haft. Wenn ich jedoch ver­ges­se, das Ergeb­nis selbst kri­tisch zu prü­fen, über­neh­me ich kei­ne Ver­ant­wor­tung mehr. Und genau hier beginnt ein ent­schei­den­der Punkt: KI kann uns ent­las­ten. Sie kann uns unter­stüt­zen. Aber sie darf uns nicht die Ver­ant­wor­tung für unser eige­nes Den­ken abneh­men. ## Die stille Gefahr: Abgabe von Eigenverantwortung Ich beob­ach­te zuneh­mend eine Ten­denz, die mich nach­denk­lich stimmt. Wir gewöh­nen uns dar­an, Ent­schei­dun­gen aus­zu­la­gern. Frü­her habe ich eine E‑Mail mehr­fach gele­sen, bevor ich sie abge­schickt habe. Heu­te reicht ein Prompt – und ich ver­las­se mich dar­auf, dass “die KI das schon rich­tig macht”. Was bedeu­tet das für unser Selbst­bild? Erfolg ent­steht nicht nur durch das Ergeb­nis, son­dern durch den Pro­zess. Durch das Rin­gen um For­mu­lie­run­gen. Durch das eigen­stän­di­ge Durch­den­ken eines Pro­blems. Durch die Erfah­rung: “Ich habe das selbst erar­bei­tet.” Wenn wir die­sen Pro­zess über­sprin­gen, ver­lie­ren wir ein Stück Eigen­wirk­sam­keit. Der Erfolg fühlt sich weni­ger nach dem eige­nen an. Tief im Inne­ren wis­sen wir: Das war nicht voll­stän­dig ich. Als Coach sehe ich dar­in eine rele­van­te Ent­wick­lung. Selbst­wirk­sam­keit ist ein zen­tra­ler Bau­stein psy­chi­scher Sta­bi­li­tät. Wer dau­er­haft aus­la­gert, trai­niert nicht mehr. Und wie bei einem Mus­kel gilt: Was nicht genutzt wird, dege­ne­riert. ## Verändert KI unsere Sprache – und unser Denken? KI-Sys­te­me arbei­ten auf Basis von Wahr­schein­lich­kei­ten. Sie berech­nen, wel­che Wort­fol­gen mit hoher Wahr­schein­lich­keit pas­send sind. Das führt zu bestimm­ten sprach­li­chen Mus­tern. Wenn wir die­se Mus­ter regel­mä­ßig kon­su­mie­ren und repro­du­zie­ren, ver­än­dert sich unser akti­ver Sprach­ge­brauch. Spra­che prägt Den­ken. Wenn sich unse­re Spra­che ver­än­dert, ver­än­dert sich lang­fris­tig auch unser Den­ken. Ich hal­te das weder per se für gut noch für schlecht. Aber ich hal­te es für rele­vant. Gleich­zei­tig ver­schwim­men Gren­zen zwi­schen authen­tisch erstell­ten Inhal­ten und KI-gene­rier­ten Tex­ten, Bil­dern oder Vide­os. In sozia­len Medi­en ist es immer schwie­ri­ger zu erken­nen, was real ist und was Fik­ti­on. Das erfor­dert ein geschärf­tes Bewusst­sein. Nicht die Tech­no­lo­gie ist das Pro­blem. Son­dern unser Umgang damit. ## Coaching, KI und die Illusion von Nähe Ein beson­ders sen­si­bler Bereich ist für mich die emo­tio­na­le Nut­zung von KI. Sprach­mo­del­le wir­ken empa­thisch. Sie sind jeder­zeit ver­füg­bar. Sie bewer­ten nicht. Sie wider­spre­chen sel­ten deut­lich. Für vie­le Men­schen ent­steht dadurch ein Gefühl von Nähe. Es gibt bereits Berich­te von Men­schen, die KI-Part­ner nut­zen und sich dadurch erst­mals im Leben “geliebt” füh­len. Ist das gut? Ist das pro­ble­ma­tisch? Die Ant­wort ist kom­plex. Ich bin über­zeugt: Eine KI kann bestimm­te Funk­tio­nen über­neh­men. Sie kann struk­tu­rie­ren, spie­geln, Impul­se geben. Aber sie ersetzt kei­ne ech­te zwi­schen­mensch­li­che Reso­nanz. Coa­ching lebt von Bezie­hung, von non­ver­ba­ler Wahr­neh­mung, von Ener­gie im Raum, von Intui­ti­on, von Ver­ant­wor­tung. Eine KI kann simu­lie­ren. Ein Mensch kann füh­len. Das ist ein Unter­schied. ## Die Gefahr der Verwechslung Mich hat eine Geschich­te beson­ders erschüt­tert: Ein jun­ger Mensch beging Sui­zid nach inten­si­ven Gesprä­chen mit einer KI, die ihn offen­bar nicht aus­rei­chend auf Hilfs­an­ge­bo­te ver­wie­sen oder Gren­zen gesetzt hat. Hier wird deut­lich, wie wich­tig ethi­sche Rah­men­be­din­gun­gen sind. Tech­no­lo­gie ist nicht neu­tral. Sie wirkt. Wenn wir begin­nen, KI als Ersatz für mensch­li­che Bezie­hung zu betrach­ten, über­schrei­ten wir eine Gren­ze. KI kann beglei­ten. Sie darf aber nicht als mora­lisch oder emo­tio­nal ver­ant­wort­li­che Instanz miss­ver­stan­den wer­den. ## Werden Menschen ersetzt? Immer wie­der höre ich die Fra­ge: Wird KI uns erset­zen? Ich sehe es dif­fe­ren­ziert. Ja, bestimm­te Tätig­kei­ten wer­den sich ver­än­dern. Rou­ti­nen wer­den auto­ma­ti­siert. Pro­zes­se wer­den effi­zi­en­ter. Aber Krea­ti­vi­tät, Ver­ant­wor­tung, ech­te Bezie­hung, ethi­sche Abwä­gung – das sind zutiefst mensch­li­che Kom­pe­ten­zen. Die eigent­li­che Gefahr liegt aus mei­ner Sicht nicht dar­in, ersetzt zu wer­den. Son­dern dar­in, auf­zu­hö­ren, unse­re eige­nen Fähig­kei­ten zu trai­nie­ren. Wenn wir auf­hö­ren zu den­ken, weil die KI denkt. Wenn wir auf­hö­ren zu schrei­ben, weil die KI schreibt. Wenn wir auf­hö­ren zu füh­len, weil die KI for­mu­liert. Dann ver­lie­ren wir nicht unse­re Jobs – son­dern unse­re Sub­stanz. ## Wie können Sie KI verantwortungsvoll nutzen? Aus mei­ner Sicht gibt es eini­ge Leit­li­ni­en, die ich auch in mei­ner eige­nen Arbeit berück­sich­ti­ge: 1. Nut­zen Sie KI als Spar­rings­part­ner, nicht als Ersatz. 2. Prü­fen Sie Ergeb­nis­se kri­tisch. 3. For­mu­lie­ren Sie Ihre Gedan­ken zuerst selbst – und las­sen Sie anschlie­ßend opti­mie­ren. 4. Bewah­ren Sie bewusst Räu­me ohne KI. 5. Trai­nie­ren Sie wei­ter­hin Ihr eige­nes Den­ken. Ich ver­glei­che es gern mit dem Kopf­rech­nen. Nur weil wir einen Taschen­rech­ner besit­zen, heißt das nicht, dass wir grund­le­gen­de Rechen­fä­hig­kei­ten ver­ler­nen soll­ten. Ähn­lich ver­hält es sich mit Krea­ti­vi­tät, Spra­che und Pro­blem­lö­sung. KI ist ein Werk­zeug. Nicht mehr – aber auch nicht weni­ger. ## Was bedeutet das für Führungskräfte? Gera­de im Busi­ness-Kon­text ist es essen­zi­ell, eine kla­re Hal­tung zu ent­wi­ckeln. Füh­rung bedeu­tet Ori­en­tie­rung. Wenn Teams begin­nen, sich aus­schließ­lich auf KI-Out­puts zu ver­las­sen, braucht es Füh­rungs­kräf­te, die kri­ti­sches Den­ken för­dern. In Work­shops erle­be ich häu­fig die Fra­ge: “Wie inte­grie­ren wir KI sinn­voll in unse­re Pro­zes­se?” Mei­ne Ant­wort lau­tet: Mit Bewusst­sein. Nicht jede Effi­zi­enz­stei­ge­rung ist auto­ma­tisch ein Fort­schritt. Manch­mal liegt Ent­wick­lung im eigen­stän­di­gen Durch­den­ken eines Pro­blems. KI kann uns Zeit schen­ken. Die Fra­ge ist: Wofür nut­zen wir die­se Zeit? ## Menschlichkeit bewahren Zum Abschluss möch­te ich einen Gedan­ken tei­len, der mir per­sön­lich wich­tig ist. In dem Ani­ma­ti­ons­film “WALL·E” lebt die Mensch­heit in einer Zukunft, in der Men­schen kaum noch selbst­stän­dig han­deln. Alles wird ihnen abge­nom­men. Bewe­gung, Den­ken, Orga­ni­sa­ti­on. Das ist eine Über­zeich­nung. Aber sie regt zum Nach­den­ken an. Ich wün­sche mir, dass wir KI so ein­set­zen, dass sie uns stärkt – nicht schwächt. Dass sie uns unter­stützt, ohne uns zu erset­zen. Dass sie unse­re Mensch­lich­keit ergänzt, nicht ver­drängt. Und viel­leicht dür­fen wir sogar ler­nen, wie­der mehr Wert­schät­zung für das Unper­fek­te zu ent­wi­ckeln. Für klei­ne Ver­spre­cher. Für indi­vi­du­el­le For­mu­lie­run­gen. Für Ecken und Kan­ten. Per­fek­ti­on ist nicht das Ziel. Bewusst­sein ist es. KI ist eine enor­me Chan­ce. Ent­schei­dend ist, dass wir sie bewusst gestal­ten – statt uns von ihr gestal­ten zu las­sen. Wenn Sie sich mit die­sen Fra­gen inten­si­ver aus­ein­an­der­set­zen möch­ten – sei es im Rah­men eines Füh­rungs­kräf­te Coa­chings, eines Work­shops oder eines stra­te­gi­schen Spar­rings – [kom­men Sie gern auf mich zu.](#kontakt) Die Zukunft wird nicht weni­ger tech­no­lo­gisch. Aber sie darf wei­ter­hin mensch­lich blei­ben. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching --- ### [Hallo KlarSicht Podcast!](https://bobach-coaching.de/hallo-klarsicht-podcast/) **Published:** November 4, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser ers­ten Fol­ge von mei­nem neu­en Klar­Sicht Pod­cast geht es dar­um wer ich bin und um was es in die­sem Pod­cast gehen wird. Ich beschäf­ti­ge mich mit allen mög­li­chen The­men rund um das The­ma [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") und beschrei­be in den ein­zel­nen Fol­gen The­men, die mir immer wie­der in der Pra­xis begeg­nen, bei­spiels­wei­se: - Zie­le und wie man sie errei­chen kann - Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fal­len - Acht­sam­keit und Gelas­sen­heit - Blo­cka­den über­win­den Ich wer­de mich mit Büchern beschäf­ti­gen, die mich inspi­rie­ren und die ich für hilf­reich hal­te. Abge­run­det wer­den soll die­ser Pod­cast von Inter­views mit Kol­le­gen und span­nen­den Men­schen, denen ich begeg­ne. Vor allem lebt die­ser Pod­cast aber von DIR: Ich freue mich über Anre­gun­gen in den Kom­men­ta­ren (und natür­lich auch über posi­ti­ve Bewer­tun­gen 😉 ) oder auch direkt per Mail an mei­ne Kon­takt­da­ten: Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zur ers­ten Fol­ge von Klar­sicht, einem neu­en Coa­ching Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Und in die­ser ers­ten oder null Fol­ge, je nach­dem wie ihr es seht, soll es dar­um gehen, wer ich bin und um was es in die­sem Pod­cast gehen soll. Also, wer bin ich? Mein Name Björn Bob­ach und mein Lebens­lauf ist rela­tiv bewegt. Ich habe mal ange­fan­gen als Opern­sän­ger. Ich habe also mei­ne Musik stu­diert, ganz pro­fes­sio­nell an zwei deut­schen Musik­hoch­schu­len in Düs­sel­dorf und in Ber­lin. Und ich habe die­sen Traum­job auch lan­ge aus­ge­lebt. Also zwi­schen mei­nem 20. und unge­fähr 35 36. Lebens­jahr war ich pro­fes­sio­nel­ler Opern­sän­ger und habe auch an eini­gen grö­ße­ren Opern­häu­sern sin­gen kön­nen, habe auch Musi­cals gemacht. Also ich war recht gut unter­wegs. Ja, und dann habe ich den Job irgend­wann an den Nagel gehängt und da fra­gen sich dann vie­le schon War­um ist das eigent­lich so? War­um hast du das nicht wei­ter­ge­macht? Ja, und die ganz ein­fa­che Ant­wort ist, dass ich es damals gar nicht wuss­te. Ich war ein­fach völ­lig naiv und blau­äu­gig und habe nur gemerkt irgend­was stimmt nicht. Ich habe dann gedacht, viel­leicht muss ich was an den äuße­ren Umstän­den ändern, viel­leicht muss ich eine ande­re Stimm­far­be, ein ande­res Fach bedie­nen. Aber das hat sich dann alles raus­ge­stellt. Dem war gar nicht so, weil für mich stimm­ten anschei­nend die Rah­men­be­din­gun­gen nicht mehr. Und jetzt, 15 Jah­re spä­ter, kann ich sagen, war­um ich auf­ge­hört habe. Und das liegt ein­fach und allein dar­an, dass ich ein aus­ge­spro­che­ner Team Mensch bin. Das ist Punkt eins und Punkt zwei es mir vor allem dar­um geht, ande­ren Men­schen zu hel­fen. Das klingt jetzt wie ein Sama­ri­ter Kom­plex, aber ich mei­ne es gar nicht so, son­dern mir macht vor allem Spaß, Men­schen wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Und das mit dem Team, ja, das hat so ein biss­chen gehakt am Thea­ter. Sagen wir mal so, da sind sehr vie­le Ein­zel­kämp­fer unter­wegs, die auch wirk­lich nur an sich den­ken. Das ist auch okay für den Job, geht auch sehr wahr­schein­lich gar nicht anders, aber das war ich nicht. Also das kann ich rück­bli­ckend sagen, das war nicht mein Ding. Ich habe zwar ger­ne auf der Büh­ne gestan­den, aber den den größ­ten Spaß hat­te ich eigent­lich bei ganz tol­len Ensem­ble Pro­jek­ten und davon gab es dann zu wenig und des­we­gen war es dann auch in Ord­nung und gut, dass ich das auf­ge­hört habe. Ja, direkt nach mei­nem Opern­sän­ger da sein ging es dann aber nicht los mit Coa­ching. Ich war dann sehr lang auf der Suche und war auch so ein biss­chen in einer ver­früh­ten Mid­life­cri­sis, weil ich gar nicht so rich­tig wuss­te, was ich eigent­lich machen will. Ich war dann unter ande­rem auch in der Fir­ma mei­nes Vaters tätig. Das ist wie schon bei mei­nem Bru­der auch ein Jahr­zehnt frü­her gran­di­os geschei­tert. Das war es nicht, Das hört man ja auch sehr häu­fig. Wuss­te ich damals auch nicht so rich­tig. War­um auch? Jetzt, mit ein paar Jah­ren mehr auf dem Buckel, kann ich das ganz gut beant­wor­ten. Eigent­lich. Und dann bin ich irgend­wann bei einem sehr gro­ßen Elek­tronik­kon­zern, der ent­fernt etwas mit Obst zu tun hat, gelan­det und habe da am Schluss eine lei­ten­de Funk­ti­on für die genieß­bar gehabt. Ja, und da war ich fünf Jah­re und auch das hat mir dann irgend­wann gereicht, weil Ein­zel­han­del war dann auf Dau­er auch nicht so meins. Es war mir ein biss­chen zu Con­flict behaf­tet, weil bei mir dann die unzu­frie­de­nen Kun­den meis­tens stan­den. Ich woll­te eigent­lich mich mehr mit posi­ti­ven Ener­gien umge­ben und dann habe ich mich selbst­stän­dig gemacht und selbst­stän­dig bin ich seit­dem. Also das ist 2017 als Trai­ner und dann auch als Coach. Im End­ef­fekt, weil ich gemerkt habe, dass der Coa­ching Ansatz eigent­lich das ist, was mich beson­ders bewegt. Denn Coa­ching ist Bera­tung ohne Rat­schlag. Also nicht jemand, der sich dane­ben stellt und sagt Ich weiß alles bes­ser. Und ich erklä­re jetzt mal, wie das Leben funk­tio­niert, son­dern eigent­lich jemand, der zu sei­nen Kli­en­ten sagt Du hast die Lösung schon in dir. Du weißt eigent­lich schon, wie es geht. Du siehst es viel­leicht nur noch nicht. Und das fin­de ich einen ganz fas­zi­nie­ren­den und unglaub­lich Flü­gel geben­den Ansatz, der auch unglaub­lich gut funk­tio­niert. Als ich dann fest­ge­stellt habe, dass ich das beruf­lich auch haupt­säch­lich machen möch­te, stell­te sich mir die nächs­te Fra­ge, näm­lich Wie kann ich das seri­ös machen? Weil die Coa­ching Sze­ne ja recht vol­ler schwar­zer Scha­fe ist. Ich will kei­nem Kol­le­gen auf die Füße tre­ten, aber der Begriff Coach ist ja nicht geschützt und da stol­pert man im Inter­net rela­tiv häu­fig auch über. Ja, für mich nicht seriö­se Ange­bo­te. Also durch mich wirst du berühmt, oder Mit mir wirst du zum Mil­lio­när und ein Wochen­en­de mit mir und ein Ein­kom­men ver­drei­facht sich ja. Also hal­te ich alles für nicht sinn­voll. Ich habe des­we­gen mich zer­ti­fi­zie­ren las­sen, genau­er gesagt bei der IHK hier in Düs­sel­dorf. Sehr seriö­se Aus­bil­dung, tol­le Aus­bil­de­rin. Die Doro­thee Frit­sche war das und die hat mich. Ins­ge­samt hat es andert­halb Jah­re gedau­ert, so gut vor­be­rei­tet, dass ich mich dann auch zer­ti­fi­ziert, rich­tig gut auf mei­ne Kli­en­ten stür­zen konn­te oder mei­ne Kli­en­ten auf mich, je nach­dem, wie man sieht. Ja, also sehe ich mich als Bera­ter, der kei­ne Rat­schlä­ge gibt, son­dern eher so als Beglei­ter. Und eine ande­re Prä­mis­se, die ich mir gesetzt habe, ist, dass ich mei­ne Kli­en­ten mög­lichst schnell wie­der los­wer­den möch­te. Ja, da lachen dann vie­le. Aber dar­um geht es mir wirk­lich sehr. Ich möch­te kei­ne Abhän­gig­kei­ten erzeu­gen. Ich ken­ne das auch, dass Leu­te dann so was sagen wie Oh, da muss ich erst mei­nen Coach fra­gen, bevor ich das ent­schei­de. Dar­um darf es mei­ner Mei­nung nach über­haupt nicht gehen. Also für mich ist das Aller­wich­tigs­te, dass mei­ne Kli­en­ten mög­lichst schnell, auch gefühls­mä­ßig mei­den. Sie wer­den mich nicht mehr brau­chen. Dann habe ich mei­nen Job gut gemacht und dann kön­nen mei­ne Kli­en­ten und ich guten Gewis­sens aus­ein­an­der­ge­hen. Also um was soll es in die­sem Pod­cast gehen? Grund­sätz­lich geht es erst­mal dar­um, dass ich für ganz gän­gi­ge The­men auch Tipps geben möch­te, also The­men, die zum Bei­spiel den Ein­zel­nen betref­fen. Was das Errei­chen von Zie­len angeht, wie man mehr Ruhe fin­det, wie man eine bes­se­re Work Life Balan­ce fin­det und ob das über­haupt mög­lich und nötig ist, wie man Hin­der­nis­se und Blo­cka­den über­win­den kann. Also im Prin­zip die The­men, die mir auch im Ein­zel­coa­ching immer wie­der begeg­nen. Ich möch­te auch ein biss­chen die Angst neh­men von The­men, wo man­che viel­leicht schon mit den Augen rol­len wie sie, wenn sie sie hören, wie zum Bei­spiel das inne­re Kind oder Acht­sam­keits­trai­ning. Da machen ja vie­le schon. Oh Gott, das hört man stän­dig. Aber ich will das Gan­ze ein biss­chen anschau­li­cher erklä­ren und auch ein biss­chen all­tags­taug­lich dar­stel­len. Dann soll es auch um The­men The­men gehen, weil ich bin auch Coach für Teams oder Team Trai­ner, vor allem für Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ich beschäf­ti­ge mich auch viel mit gesun­der Feed­back Kul­tur, also wie man Rück­mel­dun­gen gibt, ohne zu ver­let­zen, wie man Rück­mel­dung gibt, so dass es kon­struk­tiv ist und nicht weiß, weich gewa­schen. Das ist mir total wich­tig. Ich möch­te mich mit grup­pen­dy­na­mi­schen The­men beschäf­ti­gen, also zum Bei­spiel Sachen wie Will­kom­mens­kul­tur und Mob­bing, The­men, wann man von so was spre­chen, wie man dage­gen wir­ken kann. Also ein biss­chen sys­te­mi­scher Ansatz für die von euch, die sich schon mal mit Coa­ching aus­ein­an­der­ge­setzt haben und auch mit ande­ren The­men aus mei­nen Work­shops, die da zum Bei­spiel Coa­ching Model­le sind oder wie dees­ka­liert ich Gesprächs Ver­läu­fe gut, wie kann ich mit schwie­ri­gen Kol­le­gen bes­ser umge­hen? Sol­che Sachen sol­len The­men die­ses Pod­cast sein. Und das ganz Ent­schei­den­de ist, dass ihr, mei­ne Zuhö­rer, ganz viel Ein­fluss dar­auf haben könnt, wor­um es in die­sem Pod­cast geht. Denn ich freue mich total über The­men­vor­schlä­ge und natür­lich auch über kon­struk­ti­ves Feed­back. In den Kom­men­ta­ren zu die­sem Pod­cast oder direkt über mei­ne Web­site. Ich hof­fe, ihr habt einen klei­nen Ein­druck davon bekom­men, wer ich bin und um was es in die­sem Pod­cast gehen soll. Ich freue mich, wenn ihr mir treu bleibt und wenn ihr auch die nächs­ten Fol­gen anhört. Und wie gesagt, über Bemer­kun­gen, Anre­gun­gen freue ich mich jeder­zeit. Natür­lich auch wenn ihr die­sem Pod­cast eine klei­ne, hof­fent­lich posi­ti­ve Bewer­tung hin­ter­lasst, dann sage ich bis zur nächs­ten Fol­ge Ich freue mich auf euch und sag bis bald! **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Vom Kollegen zur Führungskraft](https://bobach-coaching.de/erste-fuehrungsrolle-coaching/) **Published:** Juli 28, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ges­tern noch Kol­le­ge, heu­te Vor­ge­setz­te. Kaum ein beruf­li­cher Über­gang ist so abrupt – und so unter­schätzt – wie der Schritt in die ers­te Füh­rungs­rol­le. Die fach­li­che Kom­pe­tenz, die zur Beför­de­rung geführt hat, reicht plötz­lich nicht mehr aus. Gefragt ist etwas völ­lig ande­res: Füh­rung. In mei­ner Arbeit als Busi­ness Coach in Düs­sel­dorf ist der Über­gang in die ers­te Füh­rungs­rol­le einer der häu­figs­ten Anläs­se. Und fast immer geht es nicht um Metho­den – son­dern um Iden­ti­tät, Bezie­hun­gen und Rol­len­klar­heit. ## Warum dieser Übergang so schwer ist Der Wech­sel vom Kol­le­gen zur Füh­rungs­kraft bedeu­tet einen fun­da­men­ta­len Rol­len­wech­sel – oft über Nacht. Drei Din­ge ver­än­dern sich gleich­zei­tig: ### Die Beziehung zum alten Team Ges­tern war man Teil der Grup­pe, hat mit­ge­läs­tert, gemein­sam über die Che­fin geschimpft. Heu­te ist man selbst die Che­fin. Die­se Ver­schie­bung ver­un­si­chert bei­de Sei­ten. Die ehe­ma­li­gen Kol­le­gen wis­sen nicht, wie sie sich ver­hal­ten sol­len – und die neue Füh­rungs­kraft auch nicht. ### Die eigene Identität Wer jah­re­lang über fach­li­che Exzel­lenz defi­niert wur­de, muss sich neu ver­or­ten. Erfolg bemisst sich nicht mehr an der eige­nen Leis­tung, son­dern an der Leis­tung des Teams. Das ist für vie­le ein schmerz­haf­ter Iden­ti­täts­wech­sel. ### Die Erwartungen von oben und unten Neue Füh­rungs­kräf­te [ste­hen zwi­schen den Erwar­tun­gen ihrer Vor­ge­setz­ten und den Bedürf­nis­sen ihres Teams](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/ "Führung unter Druck – Was Coaching wirklich verändert"). Die­se Sand­wich-Posi­ti­on ist unge­wohnt – und ohne Refle­xi­on schnell über­for­dernd. ## Die häufigsten Fehler in den ersten 100 Tagen Die ers­te Pha­se prägt, wie eine Füh­rungs­kraft wahr­ge­nom­men wird. Die­se Feh­ler sehe ich am häu­figs­ten: Feh­ler Was statt­des­sen hilft Alles selbst machen wie bis­herDele­gie­ren – auch wenn es zunächst län­ger dau­ert Zu schnell alles ver­än­dern wol­lenErst ver­ste­hen, dann gestal­ten Kum­pel blei­ben wol­lenNähe und Klar­heit ver­bin­den, nicht ver­wech­seln Kon­flik­te ver­mei­denSpan­nun­gen früh und sach­lich anspre­chen Fach­ex­per­te blei­benLos­las­sen und Ver­ant­wor­tung über­tra­gen ## Die Kumpel-Falle: Nähe und Autorität Der größ­te inne­re Kon­flikt neu­er Füh­rungs­kräf­te: Sie wol­len wei­ter­hin gemocht wer­den. Das ist mensch­lich – aber es führt in eine Fal­le. Wer um jeden Preis beliebt sein will, ver­mei­det Klar­heit, traut sich kei­ne Ent­schei­dun­gen und ver­liert am Ende Respekt und Ver­trau­en. Gute Füh­rung bedeu­tet nicht, distan­ziert zu sein. Sie bedeu­tet, Nähe und Klar­heit zu ver­bin­den: zuge­wandt im Ton, klar in der Sache. 💡 Kern­idee Füh­rung heißt nicht, weni­ger mensch­lich zu sein. Es heißt, Ver­ant­wor­tung dafür zu über­neh­men, dass Klar­heit herrscht – auch wenn das unbe­quem ist. ## Was in der ersten Führungsrolle wirklich zählt ### Rollenklarheit entwickeln Was ist mei­ne Auf­ga­be als Füh­rungs­kraft – und was nicht mehr? Die­se Fra­ge klingt sim­pel, ist aber der Schlüs­sel. Wer sie nicht beant­wor­tet, bleibt im alten Selbst­ver­ständ­nis ste­cken. ### Erwartungen aktiv klären Statt zu raten, was Vor­ge­setz­te und Team erwar­ten: nach­fra­gen. Ein offe­nes Gespräch über gegen­sei­ti­ge Erwar­tun­gen in den ers­ten Wochen ver­hin­dert die meis­ten spä­te­ren Kon­flik­te. ### Den eigenen Stil finden Nie­mand muss eine ande­re Per­son kopie­ren. Der wirk­sams­te Füh­rungs­stil ist der, der zur eige­nen Per­sön­lich­keit passt – authen­tisch, nicht auf­ge­setzt. 💬 Aus der Pra­xis Ein frisch beför­der­ter Team­lei­ter kam zu mir, weil sein altes Team nicht mehr rich­tig zog. Im Coa­ching zeig­te sich: Er ver­such­te, gleich­zei­tig Kum­pel und Chef zu sein – und war dadurch in kei­ner Rol­le glaub­wür­dig. Nach drei Sit­zun­gen kom­mu­ni­zier­te er kla­rer. Das Team reagier­te mit mehr Respekt, nicht mit weni­ger Nähe. ## Warum Coaching gerade hier so wirksam ist Die ers­te Füh­rungs­rol­le lässt sich nicht aus Büchern ler­nen. Sie wird in der Pra­xis erlebt – mit allen Unsi­cher­hei­ten. Coa­ching bie­tet genau das, was in die­ser Pha­se fehlt: einen geschütz­ten Raum zur Refle­xi­on, einen neu­tra­len Blick von außen und die Mög­lich­keit, Situa­tio­nen durch­zu­den­ken, bevor man han­delt. Gera­de weil neue Füh­rungs­kräf­te oft nie­man­den haben, mit dem sie offen spre­chen kön­nen – weder im Team noch nach oben – [ist ein Coach in die­ser Pha­se beson­ders wert­voll](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"). Ers­te Füh­rungs­rol­le – gut beglei­tet star­ten Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir, wo Sie gera­de ste­hen und wie ich Sie in Ihrer neu­en Rol­le unter­stüt­zen kann. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Business Coaching ist kein Luxus](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/) **Published:** Juni 3, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** „Coa­ching? Das kön­nen wir uns gera­de nicht leis­ten.“ Die­sen Satz höre ich regel­mä­ßig – meis­tens von Unter­neh­men, die gleich­zei­tig mit den Kon­se­quen­zen von Manage­ment­feh­lern, Fluk­tua­ti­on oder sto­cken­den Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen kämp­fen. Die Iro­nie ist nicht über­se­hen zu kön­nen: Genau die Situa­tio­nen, die durch Coa­ching ver­hin­dert oder auf­ge­löst wer­den könn­ten, wer­den als Begrün­dung ver­wen­det, war­um Coa­ching nicht leist­bar ist. Die­ser Arti­kel ist für Ent­schei­de­rin­nen und Ent­schei­der, die die­se Fra­ge ernst­haft stel­len wol­len. Nicht rhe­to­risch – son­dern weil sie ver­ste­hen wol­len, ob Coa­ching für ihr Unter­neh­men Sinn macht. Und wie man das über­haupt beur­tei­len kann. ## **Das Missverständnis: Coaching als Wellness-Maßnahme** Busi­ness Coa­ching hat ein Image­pro­blem in man­chen Köp­fen. Es klingt nach Selbst­op­ti­mie­rung, nach Acht­sam­keits­trai­ning für Men­schen mit zu viel Zeit und Geld. Die­ses Bild ist falsch – aber es hält sich hart­nä­ckig. Pro­fes­sio­nel­les Busi­ness Coa­ching ist ein struk­tu­rier­ter Ent­wick­lungs­pro­zess mit kla­ren Zie­len, defi­nier­ten Metho­den und mess­ba­ren Wir­kun­gen. Es ist kein Kum­mer­kas­ten und kei­ne The­ra­pie. Es ist auch kein Semi­nar, in dem man etwas Neu­es lernt. Es ist ein Werk­zeug für Men­schen, die Ver­ant­wor­tung tra­gen – und die­se Ver­ant­wor­tung bes­ser aus­fül­len wol­len. 💡 Klar­stel­lung Coa­ching ist nicht für Men­schen, die ein Pro­blem haben. Es ist für Men­schen, die ein Ziel haben – und schnel­ler und kla­rer dort­hin kom­men wol­len, als sie es allei­ne könn­ten. Das macht einen wesent­li­chen Unter­schied. ## **Was Unternehmen von Coaching wirklich haben** ### **Bessere Entscheidungen auf Führungsebene** Füh­rungs­kräf­te tref­fen täg­lich Ent­schei­dun­gen – oft unter Zeit­druck und mit unvoll­stän­di­gen Infor­ma­tio­nen. Coa­ching schult die Fähig­keit, in die­sen Momen­ten klar zu den­ken: eige­ne Annah­men zu hin­ter­fra­gen, blin­de Fle­cken zu erken­nen und aus dem Refle­xi­ons­mo­dus her­aus zu ent­schei­den statt aus dem Reak­ti­ons­mo­dus. Das klingt mög­li­cher­wei­se weich. In der Rea­li­tät bedeu­tet es: weni­ger Fehl­ent­schei­dun­gen, weni­ger Kurs­kor­rek­tu­ren, mehr Wirk­sam­keit. ### **Reduzierte Fluktuation durch echte Führungsqualität** Die häu­figs­te Ursa­che für die Kün­di­gung guter Mit­ar­bei­ten­der ist nicht das Unter­neh­men – es ist die direk­te Füh­rungs­kraft. Men­schen ver­las­sen Mana­ger, nicht Jobs. Wer in die Qua­li­tät von Füh­rung inves­tiert, inves­tiert gleich­zei­tig in die Bin­dung von Leis­tungs­trä­gern. Die Kos­ten einer Fehl­be­set­zung oder eines unge­plan­ten Abgangs über­stei­gen in der Regel das Mehr­fa­che eines Coa­ching-Pro­zes­ses. ### **Schnellere Integration bei neuen Rollen** Neue Füh­rungs­rol­len sind kri­ti­sche Pha­sen – für die Per­son und für das Team. Wer in den ers­ten 90 Tagen die rich­ti­gen Signa­le setzt, legt eine Grund­la­ge, die oft Jah­re trägt. Wer die­se Pha­se ohne Beglei­tung durch­läuft, ris­kiert Feh­ler, die spä­ter teu­er zu kor­ri­gie­ren sind: falsch gesetz­te Prio­ri­tä­ten, gestör­tes Team­ver­trau­en, ver­säum­te Quick Wins. ### **Bessere Ergebnisse bei Veränderungsprozessen** War­um schei­tern so vie­le Chan­ge-Pro­zes­se? Nicht wegen schlech­ter Pla­nung – wegen unge­nü­gen­der mensch­li­cher Beglei­tung. Füh­rungs­kräf­te, die sich selbst in Ver­än­de­run­gen gut füh­ren kön­nen, füh­ren ihre Teams bes­ser durch die­se Pro­zes­se. Coa­ching ist hier kein Rand­the­ma – es ist ein Erfolgs­fak­tor. ## **Was es kostet, Coaching NICHT zu nutzen** Die Kos­ten des Nicht-Han­delns sind unsicht­bar – sie tau­chen in kei­ner Bud­get­zei­le auf. Aber sie sind real. Die fol­gen­de Tabel­le zeigt, wie sich Situa­tio­nen mit und ohne Coa­ching-Beglei­tung typi­scher­wei­se unter­schei­den: ❌ Situa­ti­on ohne Coa­ching✅ Situa­ti­on mit Coa­ching Ent­schei­dun­gen wer­den unter Druck getrof­fenEnt­schei­dun­gen ent­ste­hen aus Klar­heit und Refle­xi­on Füh­rungs­feh­ler wer­den erst spät erkanntMus­ter wer­den früh erkannt und ver­än­dert Kon­flik­te eska­lie­ren, kos­ten Zeit und MoralKon­flik­te wer­den früh­zei­tig adres­siert Fehl­be­set­zun­gen kos­ten 50–200 % des Jah­res­ge­haltsCoa­ching unter­stützt pass­ge­naue Rol­len­ent­wick­lung Leis­tungs­trä­ger ver­las­sen das Unter­neh­men stillBin­dung durch ech­te Füh­rungs­qua­li­tät und Wert­schät­zung ## **Was Studien sagen: Der ROI von Coaching** Die Inter­na­tio­nal Coa­ching Fede­ra­ti­on (ICF) hat in meh­re­ren Stu­di­en den Return on Invest­ment von pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching unter­sucht. Unter­neh­men berich­ten von mess­ba­ren Ver­bes­se­run­gen in Pro­duk­ti­vi­tät, Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Füh­rungs­qua­li­tät – mit einem durch­schnitt­li­chen ROI, der das ein­ge­setz­te Coa­ching-Bud­get deut­lich über­steigt. Was sich schwe­rer mes­sen lässt, aber eben­so real ist: Ent­schei­dun­gen, die nicht getrof­fen wur­den. Kon­flik­te, die nicht eska­lier­ten. Kün­di­gun­gen, die aus­blie­ben. Fehl­be­set­zun­gen, die ver­mie­den wur­den. 📊 Zum Nach­den­ken Eine ein­zi­ge ver­hin­der­te Füh­rungs­kräf­te­krün­di­gung amor­ti­siert in der Regel einen gesam­ten Coa­ching-Pro­zess – mehr­fach. Und eine Fehl­be­set­zung auf Seni­or-Ebe­ne kos­tet Unter­neh­men laut ver­schie­de­nen HR-Stu­di­en zwi­schen 50 und 200 Pro­zent des Jah­res­ge­halts der betref­fen­den Per­son. ## **Für wen lohnt sich Coaching besonders?** Coa­ching ist kei­ne Maß­nah­me, die auto­ma­tisch für jeden und jede zum rich­ti­gen Zeit­punkt passt. Beson­ders wir­kungs­voll ist es in die­sen Situa­tio­nen: - Ers­te Füh­rungs­rol­le oder Auf­stieg in eine Seni­or-Posi­ti­on - Kri­ti­sche Pha­se: Restruk­tu­rie­rung, star­kes Wachs­tum, kul­tu­rel­ler Wan­del - Wie­der­keh­ren­de Mus­ter: die­sel­ben Kon­flik­te, die­sel­ben Ent­schei­dungs­blo­cka­den - Leis­tungs­re­ser­ven: das Gefühl, mehr zu kön­nen, aber nicht zu wis­sen, wie - Burn­out-Prä­ven­ti­on: bevor aus Belas­tung dau­er­haf­te Erschöp­fung wird ## **Fazit: Coaching ist keine Ausgabe – es ist eine Entscheidung** Wer in Coa­ching inves­tiert, inves­tiert in Klar­heit, Ent­schei­dungs­fä­hig­keit und Wirk­sam­keit – die ent­schei­den­den Fak­to­ren in jeder Füh­rungs­rol­le. Die Fra­ge ist nicht, ob man sich Coa­ching leis­ten kann. Die Fra­ge ist, ob man es sich leis­ten kann, dar­auf zu ver­zich­ten. Coa­ching als Inves­ti­ti­on – nicht als Kos­ten­fak­tor Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch ana­ly­sie­ren wir gemein­sam, ob und wie Coa­ching für Ihre spe­zi­fi­sche Situa­ti­on einen kon­kre­ten Mehr­wert schaf­fen kann. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Führung unter Druck – Was Coaching wirklich verändert](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/) **Published:** April 16, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Druck gehört zur Füh­rung](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"). Das ist kei­ne neue Erkennt­nis. Aber die Art des Drucks hat sich ver­än­dert: schnel­le­re Ent­schei­dun­gen bei unvoll­stän­di­ger Daten­la­ge, kom­ple­xe­re Abhän­gig­kei­ten zwi­schen Abtei­lun­gen und Hier­ar­chie­ebe­nen, stän­di­ge Erreich­bar­keit, wach­sen­de Erwar­tun­gen von oben und unten gleich­zei­tig. Vie­le Füh­rungs­kräf­te reagie­ren auf die­sen Druck mit dem, was sie ken­nen: noch effi­zi­en­ter arbei­ten, noch mehr kon­trol­lie­ren, noch bes­ser pla­nen. Das funk­tio­niert – bis es nicht mehr funk­tio­niert. Und genau an die­sem Punkt setzt die­ser Arti­kel an. ## **Was Druck wirklich mit Führungskräften macht** Chro­ni­scher Druck ver­än­dert, wie wir den­ken und ent­schei­den – und das meis­tens in eine Rich­tung, die wir nicht wol­len. Neu­ro­wis­sen­schaft­lich ist das gut belegt: Unter Stress ver­la­gert sich die Ver­ar­bei­tung von prä­fron­ta­len Hirn­be­rei­chen, die für ratio­na­les Abwä­gen zustän­dig sind, hin zu reak­ti­ve­ren Struk­tu­ren. Das Ergeb­nis: Wir wer­den kurz­fris­ti­ger, impul­si­ver, weni­ger offen für Alter­na­ti­ven. In der Füh­rungs­pra­xis äußert sich das so: Gesprä­che wer­den kür­zer und direk­ti­ver. Die Fähig­keit zuzu­hö­ren nimmt ab. Ent­schei­dun­gen wer­den häu­fi­ger aus dem Bauch her­aus getrof­fen und spä­ter bereut. Das Team spürt die Anspan­nung, auch wenn nichts gesagt wird. Das Tücki­sche: Wer unter chro­ni­schem Druck steht, merkt oft nicht, wie sehr er sich ver­än­dert hat. Der Blick von außen fehlt. Und genau hier liegt der Kern des­sen, wofür Coa­ching da ist. ## **Die Grenzen klassischer Führungstools** Semi­na­re, Füh­rungs­trai­nings, Manage­ment-Metho­den – all das hat sei­nen Wert. Aber sie funk­tio­nie­ren in einem Modus, der unter Dau­er­druck nicht mehr zuver­läs­sig ver­füg­bar ist: dem Modus des ruhi­gen, struk­tu­rier­ten Ler­nens. Wer in einem zwei­tä­gi­gen Füh­rungs­se­mi­nar ein neu­es Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell ken­nen­lernt, nimmt viel­leicht eine Hand­voll Impul­se mit. Aber wenn am Mon­tag wie­der die E‑Mails auf­ge­häuft sind, das Mee­ting in zehn Minu­ten beginnt und das nächs­te Eska­la­ti­ons­ge­spräch war­tet, sind die­se Impul­se meist nicht mehr ver­füg­bar. Wis­sen ist in Druck­si­tua­tio­nen kein ver­läss­li­ches Werk­zeug. Coa­ching setzt anders an. Es geht nicht dar­um, neue Tools zu ler­nen. Es geht dar­um, die eige­ne Reak­ti­ons­wei­se zu ver­ste­hen und zu ver­än­dern – in klei­nen, kon­kre­ten Schrit­ten, über Zeit, in Ihrer rea­len Füh­rungs­si­tua­ti­on. ## **Coaching, Training, Mentoring – was ist der Unterschied?** Die­se drei Begrif­fe wer­den häu­fig ver­wech­selt oder syn­onym ver­wen­det, was zu fal­schen Erwar­tun­gen führt. Die fol­gen­de Tabel­le zeigt, wo sie sich unter­schei­den: Merk­malCoa­chingTrai­ningMen­to­ring FokusPer­sön­li­che Ent­wick­lung & Refle­xi­onWis­sens­ver­mitt­lung & SkillsKar­rie­re & Netz­werk Metho­deFra­gen, Pro­zess, Selbst­re­fle­xi­onLehr­ein­hei­ten, Übun­genRat­schlä­ge aus Erfah­rung Rol­leNeu­tral, all­par­tei­lichExper­te, Lehr­per­sonSeni­or, Vor­bild Beson­ders geeig­netFüh­rung, kom­ple­xe Situa­tio­nenKon­kre­te Fer­tig­kei­tenOri­en­tie­rung & Ver­net­zung Nach­hal­tig­keitSehr hoch – ver­än­dert Ver­hal­tenMit­tel – Wis­sen ver­blasstHoch – wenn Bezie­hung trägt ## **Was Coaching konkret verändert** ### **Selbstreflexion als Führungskompetenz** Selbst­re­fle­xi­on klingt zunächst weich – ist aber eine der ent­schei­den­den Füh­rungs­kom­pe­ten­zen im 21. Jahr­hun­dert. Sie bedeu­tet nicht, sich unun­ter­bro­chen zu hin­ter­fra­gen oder in Selbst­zwei­feln zu ver­sin­ken. Sie bedeu­tet, das eige­ne Han­deln und sei­ne Wir­kung von außen betrach­ten zu kön­nen – auch und gera­de in Druck­si­tua­tio­nen. Im Coa­ching ler­nen Füh­rungs­kräf­te, die­se Per­spek­ti­ve ein­zu­neh­men: Was löst mein Ver­hal­ten im Team aus? Wie reagie­re ich unter Druck, und was davon ist hilf­reich? Was ist Mus­ter – und was ist Wahl? ### **Klarheit statt Reaktivität** Coa­ching hilft, in kom­ple­xen Situa­tio­nen das Wesent­li­che vom Dring­li­chen zu tren­nen. Vie­le Füh­rungs­kräf­te berich­ten, dass sie nach einem Coa­ching-Pro­zess nicht mehr gleich in jede Eska­la­ti­on hin­ein­ge­zo­gen wer­den. Sie haben gelernt, inne­zu­hal­ten, die Situa­ti­on ein­zu­ord­nen und dann bewusst zu han­deln – statt reflex­ar­tig zu reagie­ren. ### **Kommunikation, die ankommt** Wer kla­rer denkt, kom­mu­ni­ziert kla­rer. Füh­rungs­kräf­te berich­ten regel­mä­ßig, dass sich nach einem Coa­ching-Pro­zess nicht nur ihre Ent­schei­dun­gen ver­än­dert haben – son­dern vor allem ihre Gesprä­che. Mit dem Team, mit Vor­ge­setz­ten, mit sich selbst. Weni­ger Miss­ver­ständ­nis­se, mehr Direkt­heit, mehr Wir­kung. ### **Resilienz als trainierbare Fähigkeit** Resi­li­enz ist kein Cha­rak­ter­zug, den man ent­we­der hat oder nicht hat. Sie ist eine Fähig­keit, die man ent­wi­ckeln kann – wie eine Mus­kel. Coa­ching ist dabei kein Ersatz für struk­tu­rel­le Ent­las­tung. Aber es gibt Füh­rungs­kräf­ten Werk­zeu­ge, um mit unver­meid­li­chem Druck bes­ser umzu­ge­hen: Prio­ri­tä­ten set­zen, Gren­zen kom­mu­ni­zie­ren, Ener­gie gezielt ein­set­zen. 💬 Kun­den­stim­me „Ich dach­te, ich brau­che Stra­te­gien. Was ich wirk­lich brauch­te, war Abstand – und jeman­den, der mich zwingt, ehr­lich hin­zu­schau­en. Der Coa­ching-Pro­zess hat mir bei­des gege­ben. Heu­te tref­fe ich Ent­schei­dun­gen ruhi­ger und ste­he dazu.“ – Abtei­lungs­lei­ter, Mit­tel­stand Düs­sel­dorf ## **Für wen ist dieses Coaching geeignet?** Coa­ching unter Druck ist nicht für jeden geeig­net – und nicht zu jedem Zeit­punkt sinn­voll. Es wirkt dann am stärks­ten, wenn: - Sie bemer­ken, dass Sie in einem Reak­ti­ons­mus­ter fest­ste­cken, das Sie selbst nicht mehr wol­len. - Sie eine neue oder gewach­se­ne Ver­ant­wor­tung über­nom­men haben und spü­ren, dass die alten Ansät­ze nicht mehr rei­chen. - Sie das Gefühl haben, mehr zu kön­nen – aber nicht wis­sen, was Sie zurück­hält. - Sie Ihr Team bes­ser füh­ren wol­len, ohne mehr zu arbei­ten. - Sie Resi­li­enz nicht als Phra­se, son­dern als Pra­xis ver­ste­hen wol­len. ## **Was passiert, wenn nichts passiert?** Das ist die Fra­ge, die vie­le nicht stel­len. Denn Druck gehört ja zur Füh­rung – und irgend­wie macht man wei­ter. Aber „irgend­wie wei­ter­ma­chen“ hat einen Preis: Die Ent­schei­dungs­qua­li­tät sinkt. Das Team lässt sich von der Ener­gie der Füh­rungs­kraft anste­cken – auch wenn es die fal­sche ist. Und die Füh­rungs­kraft selbst zahlt lang­fris­tig mit Erschöp­fung oder Zynis­mus. Coa­ching ist kein Luxus für beson­ders belas­te­te Aus­nah­me­zei­ten. Es ist eine Inves­ti­ti­on in die lang­fris­ti­ge Fähig­keit, gut zu füh­ren – auch wenn es schwie­rig wird. Füh­rungs­kräf­te Coa­ching Düs­sel­dorf Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir, was Sie gera­de bewegt – und ob und wie Coa­ching der rich­ti­ge nächs­te Schritt für Sie ist. www.bobach-coaching.de · +49 (0) 211 301 76 907 **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Mut zur Authentizität: Warum echtes Sein wichtiger ist als perfekte Rollen](https://bobach-coaching.de/mut-zur-authentizitaet-warum-echtes-sein-wichtiger-ist-als-perfekte-rollen/) **Published:** Januar 30, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Authen­tisch sein – ein Begriff, der fast infla­tio­när benutzt wird und gleich­zei­tig für vie­le Men­schen schwer greif­bar bleibt. In mei­ner [täg­li­chen Arbeit als Coach](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/ "Personal Coaching") und [Recrui­ter](https://bobach-recruiting.de) begeg­net mir die­ses The­ma immer wie­der: Men­schen, die funk­tio­nie­ren, sich anpas­sen, Erwar­tun­gen erfül­len – und dabei schlei­chend den Kon­takt zu sich selbst ver­lie­ren. Authen­ti­zi­tät wird oft beschwo­ren, sel­ten aber wirk­lich gelebt. Dabei ist Authen­ti­zi­tät kein Wohl­fühl­kon­zept und auch kein Mar­ke­ting-Schlag­wort. Sie ist eine inne­re Hal­tung. Eine Ent­schei­dung. Und vor allem: eine Fra­ge von Mut. Mut, sich zu zei­gen. Mut, auch unbe­que­me Sei­ten sicht­bar zu machen. Mut, nicht über­all dazu­zu­ge­hö­ren. Und manch­mal auch Mut, bewusst etwas nicht zu tun – obwohl es ver­meint­lich Vor­tei­le brin­gen wür­de. 👉 **Zur Pod­cast­fol­ge „Authen­ti­zi­tät: Ech­te Hal­tung statt per­fek­ter Fas­sa­de“ von Coach & Coach:** ## Was bedeutet Authentizität wirklich? Authen­ti­zi­tät wird häu­fig miss­ver­stan­den. Sie bedeu­tet nicht, jeder­zeit unge­fil­tert alles aus­zu­spre­chen, was einem gera­de durch den Kopf geht. Sie heißt auch nicht, in jedem Kon­text iden­tisch auf­zu­tre­ten. [Wir alle bewe­gen uns täg­lich in unter­schied­li­chen Rol­len](https://bobach-coaching.de/rolle-und-person/ "Rolle und Person unterscheiden lernen") und Sys­te­men: beruf­lich, pri­vat, fami­li­är, gesell­schaft­lich. Der Kon­text ver­än­dert unser Ver­hal­ten – und das ist weder falsch noch unehr­lich. Authen­tisch zu sein bedeu­tet für mich etwas Tie­fer­ge­hen­des: sich selbst dabei treu zu blei­ben. Die eige­nen Wer­te nicht zu ver­ra­ten. Kei­ne Rol­le dau­er­haft zu spie­len, die den eige­nen Über­zeu­gun­gen, der Per­sön­lich­keit oder den inne­ren Gren­zen wider­spricht. Authen­ti­zi­tät ist kein situa­ti­ver Moment, son­dern ein struk­tu­rel­ler Zustand. Sie zeigt sich nicht dar­in, *was* wir tun, son­dern *wie stim­mig* sich das, was wir tun, für uns anfühlt. ## Authentizität im Berufsleben: Zwischen Rolle, Erwartung und Selbst Gera­de im beruf­li­chen Kon­text wird Authen­ti­zi­tät beson­ders her­aus­for­dernd. Füh­rungs­kräf­te, Mit­ar­bei­ten­de, Bewer­be­rin­nen und Bewer­ber [ste­hen unter per­ma­nen­tem Erwar­tungs­druck](https://bobach-coaching.de/warum-klassische-fuehrung-nicht-mehr-funktioniert-und-coaching-zur-schluesselkompetenz-wird/ "Warum klassische Führung nicht mehr funktioniert – und Coaching zur Schlüsselkompetenz wird") – real oder gefühlt. Leis­tung, Anpas­sungs­fä­hig­keit, sozia­le Kom­pe­tenz und Belast­bar­keit wer­den vor­aus­ge­setzt. Gleich­zei­tig wird sel­ten offen dar­über gespro­chen, was das emo­tio­nal und psy­chisch mit Men­schen macht. In Bewer­bungs­ge­sprä­chen erle­be ich häu­fig, dass Men­schen ver­su­chen, einer idea­li­sier­ten Stel­len­be­schrei­bung zu ent­spre­chen. Sie prä­sen­tie­ren sich als der „per­fek­te Kan­di­dat“: belast­bar, fle­xi­bel, team­fä­hig, kom­mu­ni­ka­tiv, jeder­zeit moti­viert. Eigen­schaf­ten, die in nahe­zu jeder Anzei­ge ste­hen – aber kaum jemand dau­er­haft in die­ser Rein­form lebt. Das Pro­blem dabei ist gra­vie­rend: Wer sich ver­stellt, ver­hin­dert ech­ten Abgleich. • Passt die­se Orga­ni­sa­ti­on wirk­lich zu mir? • Kann ich hier lang­fris­tig arbei­ten, ohne mich selbst zu ver­bie­gen? • Ent­spre­chen Kul­tur, Füh­rungs­stil und Leis­tungs­ver­ständ­nis mei­nen Wer­ten? Wenn die­se Fra­gen nicht ehr­lich beant­wor­tet wer­den – von bei­den Sei­ten –, ent­steht Frus­tra­ti­on. Oft zeigt sich das erst nach der Pro­be­zeit oder eini­gen Mona­ten. Im schlimms­ten Fall endet es in inne­rer Kün­di­gung, chro­ni­scher Erschöp­fung oder einem schlei­chen­den Burn­out. ## Cultural Fit statt perfekter Fassade Aus Recrui­ting-Sicht ist Authen­ti­zi­tät kein „Nice-to-have“, son­dern eine zen­tra­le Vor­aus­set­zung für nach­hal­ti­ge Zusam­men­ar­beit. Cul­tu­ral Fit lässt sich nur erken­nen, wenn Men­schen sich zei­gen, wie sie wirk­lich sind – mit Stär­ken, Kan­ten und Gren­zen. Ein erfah­re­ner Recrui­ter merkt sehr schnell, wenn Ant­wor­ten aus­wen­dig gelernt sind oder jemand ver­sucht, eine Rol­le zu ver­kau­fen. Das zeigt sich in den ers­ten Minu­ten eines Gesprächs – durch Spra­che, Kör­per­spra­che, Beto­nung und Reak­ti­ons­mus­ter. Das Tra­gi­sche dar­an: Wer sich ver­stellt, scha­det nicht nur dem Unter­neh­men, son­dern vor allem sich selbst. Denn wenn ich nicht authen­tisch bin, kann ich gar nicht prü­fen, ob mein Gegen­über wirk­lich zu mir passt. Ich berau­be mich selbst der Mög­lich­keit, eine gute Ent­schei­dung zu tref­fen. ## Private Authentizität: Beziehung braucht Echtheit Was im Beruf gilt, gilt im Pri­va­ten umso mehr. Freund­schaf­ten, Part­ner­schaf­ten und Bezie­hun­gen aller Art funk­tio­nie­ren lang­fris­tig nur, wenn sie auf Echt­heit basie­ren. Wer dau­er­haft eine Fas­sa­de auf­recht­erhält, zahlt einen hohen emo­tio­na­len Preis. Irgend­wann ent­steht inne­re Span­nung. Wer­te wer­den ver­letzt. Bedürf­nis­se blei­ben unaus­ge­spro­chen. Anpas­sung wird zur Belas­tung. Und irgend­wann wird die Rol­le zu schwer. Eine Erfah­rung, die vie­le Men­schen tei­len: Erst wenn man sich wirk­lich zeigt, erkennt man, wer bleibt. Wer zuhört. Wer trägt. Wer auch dann noch da ist, wenn es unbe­quem wird. Die­se Erkennt­nis kann schmerz­haft sein – ist aber gleich­zei­tig unglaub­lich befrei­end. ## Warum fällt Authentizität so schwer? Aus mei­ner Erfah­rung gibt es meh­re­re Ursa­chen, zwei davon begeg­nen mir beson­ders häu­fig. ### 1. Angst vor Ablehnung Die viel­leicht offen­sicht­lichs­te Ursa­che. Die Angst, nicht zu genü­gen. Nicht dazu­zu­ge­hö­ren. Abge­lehnt zu wer­den – beruf­lich wie pri­vat. Die­se Angst führt dazu, dass Men­schen glau­ben, sich anpas­sen zu müs­sen, um akzep­tiert zu wer­den. Die inne­re Logik lau­tet dann: *Wenn ich so bin, wie ich wirk­lich bin, rei­che ich nicht.* Die­se Über­zeu­gung wirkt oft unbe­wusst – und steu­ert Ent­schei­dun­gen, Ver­hal­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­on stär­ker, als vie­len bewusst ist. ### 2. Fehlende Selbstkenntnis Deut­lich unter­schätzt, aber min­des­tens genau­so rele­vant: Vie­le Men­schen wis­sen gar nicht genau, wer sie sind. Wel­che Wer­te sie ver­tre­ten. Was ihnen wirk­lich wich­tig ist. Wo ihre Gren­zen lie­gen. In Coa­chings erle­be ich regel­mä­ßig Aus­sa­gen wie: „Über mei­ne Wer­te habe ich mir noch nie Gedan­ken gemacht.“ Oder: „Ich weiß gar nicht, was mir eigent­lich wich­tig ist – ich weiß nur, was von mir erwar­tet wird.“ Ohne die­se Klar­heit ist Authen­ti­zi­tät kaum mög­lich. Denn wie soll ich für etwas ein­ste­hen, das ich selbst nicht benen­nen kann? ## Werte sind wichtig – aber nicht alles Wer­te sind ein zen­tra­ler Bestand­teil von Authen­ti­zi­tät, aber nicht der ein­zi­ge. Per­sön­lich­keit spielt eine eben­so gro­ße Rol­le. Intro­ver­tiert oder extro­ver­tiert. Bedürf­nis nach Sicher­heit oder nach Abwechs­lung. Wunsch nach Ver­ant­wor­tung oder kla­ren Struk­tu­ren. Ein klas­si­sches Bei­spiel: Jemand iden­ti­fi­ziert sich stark mit einem Pro­dukt, einem Unter­neh­men oder einer Visi­on – aber die Rol­le ver­langt Eigen­schaf­ten, die der eige­nen Per­sön­lich­keits­struk­tur wider­spre­chen. Dau­er­haft ent­steht ein inne­rer Kon­flikt, auch wenn die Wer­te eigent­lich pas­sen. Authen­ti­zi­tät bedeu­tet daher auch, die eige­ne Per­sön­lich­keits­aus­prä­gung ernst zu neh­men – und nicht nur auf einer Wer­te-Ebe­ne zu argu­men­tie­ren. ## Anpassung ist nicht automatisch Unauthentizität Ein wich­ti­ger Punkt: Anpas­sung per se ist nichts Nega­ti­ves. Gesell­schaft­li­ches Zusam­men­le­ben erfor­dert Anpas­sung. Klei­dungs­vor­schrif­ten, Höf­lich­keits­for­men, beruf­li­che Rol­len – all das sind Kon­ven­tio­nen. Der ent­schei­den­de Unter­schied liegt in der inne­ren Bewer­tung: • Fühlt sich die­se Anpas­sung stim­mig an? • Kann ich sie dau­er­haft leis­ten, ohne mich selbst zu ver­lie­ren? • Steht sie im Wider­spruch zu mei­nen Wer­ten oder mei­ner Per­sön­lich­keit? Ein Anzug ist nicht unau­then­tisch. Ein Anzug, der sich wie eine Ver­klei­dung anfühlt und dau­er­haft Stress erzeugt, mög­li­cher­wei­se schon. ## Authentizität als Luxusproblem? Ja – in gewis­ser Wei­se schon. Nicht jeder Mensch kann es sich jeder­zeit leis­ten, kom­pro­miss­los authen­tisch zu sein. Finan­zi­el­le Ver­ant­wor­tung, fami­liä­re Ver­pflich­tun­gen und äuße­re Zwän­ge spie­len eine Rol­le. Aber: Kom­pro­mis­se haben Gren­zen. Wer dau­er­haft gegen sich selbst lebt, zahlt lang­fris­tig einen hohen Preis. Vie­le Burn­out-Geschich­ten haben genau hier ihren Ursprung – nicht nur in Über­las­tung, son­dern im per­ma­nen­ten Ver­rat an sich selbst. ## Strukturelle Authentizität statt Moment-Ehrlichkeit Authen­tisch sein heißt nicht, an einem schlech­ten Tag alles unge­fil­tert her­aus­zu­las­sen. Natür­lich gibt es Rol­len, Ver­ant­wor­tung und Situa­tio­nen, in denen Selbst­kon­trol­le not­wen­dig ist. Der ent­schei­den­de Punkt ist die Dau­er: • Ist das, was ich hier tue, lang­fris­tig trag­fä­hig für mich? • Kann ich die­se Rol­le leben, ohne inner­lich zu zer­bre­chen? • Blei­be ich mir dabei selbst treu? Struk­tu­rel­le Authen­ti­zi­tät bedeu­tet, dass das eige­ne Leben – beruf­lich wie pri­vat – grund­sätz­lich stim­mig ist. Nicht per­fekt. Aber ehr­lich. ## Authentizität braucht Mut – und Maß Am Ende geht es nicht um radi­ka­le Ehr­lich­keit um jeden Preis, son­dern um einen gesun­den inne­ren Kom­pass. Um die Fähig­keit, sich selbst wahr­zu­neh­men, Gren­zen zu erken­nen und Ver­ant­wor­tung für sich zu über­neh­men. Authen­ti­zi­tät bedeu­tet: • sich selbst zu ken­nen • eige­ne Wer­te zu ver­tre­ten • die eige­ne Per­sön­lich­keit ernst zu neh­men • Rol­len bewusst zu wäh­len • Kom­pro­mis­se reflek­tiert ein­zu­ge­hen • und den Mut zu haben, im rich­ti­gen Moment echt zu sein Wer die­sen Mut auf­bringt, wird nicht immer über­all dazu­ge­hö­ren. Aber dort, wo Aner­ken­nung ent­steht, ist sie echt. Und genau das macht den Unter­schied. ## Fazit: Authentisch leben heißt, gut mit sich selbst zu sein Authen­ti­zi­tät ist kein Ide­al­zu­stand, den man erreicht und dann abhakt. Sie ist ein fort­lau­fen­der Pro­zess. Ein stän­di­ges Abglei­chen zwi­schen Innen und Außen. Mein Wunsch – beruf­lich wie pri­vat – ist, dass mehr Men­schen sich trau­en, die­sen Abgleich ehr­lich vor­zu­neh­men. Denn lang­fris­tig geht es nicht nur dar­um, gut zu funk­tio­nie­ren. Es geht dar­um, gut zu leben. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Emotionale Intelligenz im Business: Die unterschätzte Kernkompetenz von Führungskräften](https://bobach-coaching.de/emotionale-intelligenz-im-business-die-unterschaetzte-kernkompetenz-von-fuehrungskraeften/) **Published:** März 16, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Emo­tio­na­le Intel­li­genz in der Füh­rung:** Erfolg­rei­che Füh­rung basiert weni­ger auf Fach­wis­sen und mehr auf der bewuss­ten Hand­ha­bung eige­ner und frem­der Emo­tio­nen, was für lang­fris­ti­gen Erfolg ent­schei­dend ist. - **Was emo­tio­na­le Intel­li­genz wirk­lich bedeu­tet:** Sie umfasst die Fähig­keit, eige­ne Emo­tio­nen wahr­zu­neh­men, zu ver­ste­hen, zu regu­lie­ren und gleich­zei­tig die emo­tio­na­len Dyna­mi­ken im Umfeld ange­mes­sen zu erken­nen und zu steu­ern. - **Bedeu­tung emo­tio­na­ler Selbst­wahr­neh­mung:** Die Fähig­keit, die eige­nen Emo­tio­nen zu erken­nen und zu ver­ste­hen, ist der Grund­pfei­ler für sou­ve­rä­ne Füh­rung und bewuss­te Ent­schei­dungs­kom­pe­tenz. - **Emo­tio­na­le Intel­li­genz in der Kom­mu­ni­ka­ti­on:** Sie zeigt sich dar­in, aktiv zuzu­hö­ren, unaus­ge­spro­che­ne Span­nun­gen zu erken­nen und in Kon­flikt­si­tua­tio­nen respekt­voll und klar zu kom­mu­ni­zie­ren, um psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit zu gewähr­leis­ten. - **Wach­sen­de Bedeu­tung in kom­ple­xen Arbeits­wel­ten:** In zuneh­mend kom­ple­xen, hybri­den Arbeits­um­ge­bun­gen ermög­licht emo­tio­na­le Intel­li­genz Füh­rungs­kräf­ten, emo­tio­na­le Dyna­mi­ken früh­zei­tig zu erken­nen und Ein­fluss zu neh­men, um Kon­flik­te zu ver­mei­den und die Team­leis­tung zu stär­ken. Füh­rung wird oft noch über Fach­wis­sen, Ent­schei­dungs­stär­ke und Ziel­er­rei­chung defi­niert. In mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten zeigt sich jedoch immer wie­der: Was über Wirk­sam­keit, Ver­trau­en und lang­fris­ti­gen Erfolg ent­schei­det, ist sel­ten rein fach­li­cher Natur. Es ist die Fähig­keit, mit den eige­nen Emo­tio­nen und denen ande­rer bewusst umzu­ge­hen. Genau hier setzt emo­tio­na­le Intel­li­genz an. Vie­le Füh­rungs­kräf­te unter­schät­zen die­sen Fak­tor, weil Emo­tio­nen im Busi­ness lan­ge als stö­rend oder unpro­fes­sio­nell gal­ten. Tat­säch­lich wir­ken Emo­tio­nen jedoch immer – unab­hän­gig davon, ob sie the­ma­ti­siert wer­den oder nicht. Emo­tio­na­le Intel­li­genz ent­schei­det dar­über, ob Füh­rungs­kräf­te die­se Dyna­mi­ken bewusst gestal­ten oder unbe­wusst von ihnen gesteu­ert wer­den. Emo­tio­na­le Intel­li­genz ist kei­ne wei­che Zusatz­kom­pe­tenz und kein Per­sön­lich­keits­merk­mal, das man ent­we­der hat oder nicht. Sie ist eine erlern­ba­re Füh­rungs­fä­hig­keit – und im Busi­ness-Kon­text oft der ent­schei­den­de Unter­schied zwi­schen for­ma­ler Auto­ri­tät und tat­säch­li­cher Füh­rung. ## Was emotionale Intelligenz im Business wirklich bedeutet Emo­tio­na­le Intel­li­genz wird häu­fig ver­kürzt ver­stan­den als Empa­thie oder Ein­füh­lungs­ver­mö­gen. Tat­säch­lich ist sie deut­lich umfas­sen­der. Sie beschreibt die Fähig­keit, eige­ne Emo­tio­nen wahr­zu­neh­men, zu ver­ste­hen und zu regu­lie­ren – und gleich­zei­tig die emo­tio­na­len Dyna­mi­ken im Umfeld zu erken­nen und ange­mes­sen dar­auf zu reagie­ren. Im Füh­rungs­all­tag bedeu­tet das unter ande­rem: - die eige­nen Reak­tio­nen unter Druck bewusst wahr­zu­neh­men - Emo­tio­nen nicht zu ver­drän­gen, son­dern ein­zu­ord­nen - inne­re Trig­ger von sach­li­chen The­men zu unter­schei­den - Kon­flik­te früh­zei­tig wahr­zu­neh­men und kon­struk­tiv anzu­spre­chen - Gesprä­che bewusst, klar und situa­ti­ons­an­ge­mes­sen zu füh­ren Füh­rungs­kräf­te mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz agie­ren nicht impul­siv, son­dern reflek­tiert. Sie tref­fen Ent­schei­dun­gen nicht trotz Emo­tio­nen, son­dern unter Ein­be­zug emo­tio­na­ler Infor­ma­tio­nen. Dadurch wer­den Ent­schei­dun­gen trag­fä­hi­ger und bes­ser anschluss­fä­hig für das Team. ## Warum emotionale Intelligenz für Führungskräfte immer wichtiger wird Arbeits­wel­ten sind kom­ple­xer, schnel­ler und weni­ger vor­her­seh­bar gewor­den. Teams arbei­ten hybrid, Erwar­tun­gen sind viel­fäl­ti­ger und Loya­li­tät ent­steht weni­ger durch Posi­ti­on als durch Bezie­hung. In die­sem Umfeld sto­ßen rein sach­ori­en­tier­te Füh­rungs­sti­le schnell an ihre Gren­zen. In [Coa­chings erle­be ich häu­fig](https://bobach-coaching.de/themen-business-coaching/ "Business Coaching"), dass Kon­flik­te, Leis­tungs­pro­ble­me oder inne­re Kün­di­gung nicht auf feh­len­de Kom­pe­tenz zurück­zu­füh­ren sind, son­dern auf unge­lös­te emo­tio­na­le Span­nun­gen. Unkla­re Erwar­tun­gen, unaus­ge­spro­che­ne Kon­flik­te oder ver­letz­te Bedürf­nis­se wir­ken oft stär­ker als sach­li­che Argu­men­te. Emo­tio­na­le Intel­li­genz wirkt hier wie ein Früh­warn­sys­tem. Sie ermög­licht Füh­rungs­kräf­ten, emo­tio­na­le Dyna­mi­ken zu erken­nen, bevor sie eska­lie­ren – und recht­zei­tig steu­ernd ein­zu­grei­fen. ## Emotionale Selbstwahrnehmung als Ausgangspunkt Der ers­te Schritt emo­tio­na­ler Intel­li­genz liegt immer bei der eige­nen Per­son. Füh­rungs­kräf­te, die ihre eige­nen Emo­tio­nen nicht wahr­neh­men oder ernst neh­men, ver­lie­ren ver­lie­ren wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen. Emo­tio­nen geben Hin­wei­se auf inne­re Kon­flik­te, Über­las­tung oder unge­lös­te The­men. Typi­sche Fra­gen in die­sem Zusam­men­hang sind: - Was löst die­se Situa­ti­on emo­tio­nal bei mir aus? - War­um reagie­re ich gera­de stär­ker als sonst? - Wel­che mei­ner inne­ren Antrei­ber oder Wer­te wer­den hier berührt? Busi­ness Coa­ching unter­stützt dabei, die­se inne­ren Pro­zes­se sicht­bar zu machen und ein­zu­ord­nen. Dadurch ent­steht Abstand zwi­schen Reiz und Reak­ti­on – ein zen­tra­ler Fak­tor für sou­ve­rä­ne Füh­rung und bewuss­te Ent­schei­dun­gen. ## Emotionale Intelligenz in der Kommunikation Ein Groß­teil von Füh­rung fin­det über Kom­mu­ni­ka­ti­on statt. Emo­tio­na­le Intel­li­genz zeigt sich hier beson­ders deut­lich. Ton­fall, Timing, Kör­per­spra­che und Wort­wahl ent­schei­den dar­über, ob Bot­schaf­ten ankom­men oder Wider­stand erzeu­gen. Füh­rungs­kräf­te mit emo­tio­na­ler Intel­li­genz: - hören aktiv zu, statt vor­schnell zu reagie­ren - erken­nen unaus­ge­spro­che­ne The­men und Span­nun­gen - spre­chen auch schwie­ri­ge Punk­te klar und respekt­voll an - schaf­fen psy­cho­lo­gi­sche Sicher­heit im Gespräch Die­se Fähig­kei­ten las­sen sich trai­nie­ren, erfor­dern jedoch bewuss­te Refle­xi­on und ehr­li­ches Feed­back. Gera­de hier zeigt sich der Mehr­wert pro­fes­sio­nel­ler Beglei­tung im Coa­ching. ## Umgang mit Konflikten und schwierigen Situationen Kon­flik­te gehö­ren zum Füh­rungs­all­tag. Der Unter­schied liegt nicht dar­in, ob Kon­flik­te ent­ste­hen, son­dern wie damit umge­gan­gen wird. Emo­tio­na­le Intel­li­genz ermög­licht es, Kon­flik­te nicht zu per­so­na­li­sie­ren, son­dern als Aus­druck unter­schied­li­cher Bedürf­nis­se, Inter­es­sen und Per­spek­ti­ven zu ver­ste­hen. Im Coa­ching arbei­te ich häu­fig dar­an, emo­tio­na­le Reak­tio­nen von sach­li­chen The­men zu tren­nen. Füh­rungs­kräf­te ler­nen, ihre eige­ne emo­tio­na­le Betei­li­gung zu regu­lie­ren und gleich­zei­tig empa­thisch zu blei­ben. Dadurch wer­den Kon­flik­te lös­bar, statt sich zu ver­här­ten oder zu eska­lie­ren. ## Emotionale Intelligenz und Entscheidungsfähigkeit Oft wird ange­nom­men, emo­tio­na­le Intel­li­genz ste­he ratio­na­len Ent­schei­dun­gen im Weg. In der Pra­xis zeigt sich das Gegen­teil. Emo­tio­nen lie­fern wich­ti­ge Hin­wei­se auf Risi­ken, Wider­stän­de oder inne­re Ziel­kon­flik­te. Füh­rungs­kräf­te, die die­se Signa­le igno­rie­ren, tref­fen zwar schein­bar ratio­na­le Ent­schei­dun­gen, über­se­hen jedoch rele­van­te Aus­wir­kun­gen auf Moti­va­ti­on, Akzep­tanz und Umset­zung. Emo­tio­na­le Intel­li­genz ver­bes­sert des­halb nicht nur Bezie­hun­gen, son­dern auch die Qua­li­tät und Nach­hal­tig­keit von Ent­schei­dun­gen. ## Warum emotionale Intelligenz ohne Reflexionsraum schwer wächst Emo­tio­na­le Mus­ter sind häu­fig auto­ma­ti­siert und tief ver­an­kert. Im Füh­rungs­all­tag bleibt sel­ten Zeit, die­se Mus­ter bewusst zu hin­ter­fra­gen. Genau hier stößt Selbst­re­fle­xi­on ohne Unter­stüt­zung schnell an Gren­zen. Busi­ness Coa­ching bie­tet einen pro­fes­sio­nel­len Refle­xi­ons­raum, um emo­tio­na­le Dyna­mi­ken zu ana­ly­sie­ren, alter­na­ti­ve Reak­ti­ons­mög­lich­kei­ten zu ent­wi­ckeln und neue Hand­lungs­spiel­räu­me zu eröff­nen. Es geht nicht dar­um, Emo­tio­nen zu kon­trol­lie­ren, son­dern sie bewusst wahr­zu­neh­men und kon­struk­tiv zu nut­zen. ## Fazit: Emotionale Intelligenz entscheidet über Führungswirksamkeit Füh­rungs­kräf­te wer­den nicht an ihrer Fach­kom­pe­tenz gemes­sen, son­dern an ihrer Wir­kung. Emo­tio­na­le Intel­li­genz ist dabei eine der zen­tra­len Vor­aus­set­zun­gen für Ver­trau­en, Moti­va­ti­on und nach­hal­ti­ge Leis­tung. Wer bereit ist, sich mit den eige­nen emo­tio­na­len Mus­tern aus­ein­an­der­zu­set­zen, gewinnt an Klar­heit, Sou­ve­rä­ni­tät und Wirk­sam­keit – und schafft die Grund­la­ge für gesun­de, trag­fä­hi­ge Füh­rung. Wenn Sie Ihre emo­tio­na­le Intel­li­genz gezielt wei­ter­ent­wi­ckeln und Ihre Füh­rungs­wir­kung ver­bes­sern möch­ten, [beglei­te ich Sie ger­ne im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Selbstführung als Grundlage guter Führung](https://bobach-coaching.de/selbstfuehrung-als-grundlage-guter-fuehrung/) **Published:** März 2, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Selbst­füh­rung ist die Grund­la­ge wirk­sa­mer Füh­rung:** Füh­rung beginnt im Inne­ren und ist kei­ne zusätz­li­che Kom­pe­tenz, son­dern die Basis, auf der alle Füh­rungs­in­stru­men­te auf­bau­en, um Wir­kung zu erzie­len. - **Die Bedeu­tung der inne­ren Hal­tung in der Füh­rung:** Die inne­re Hal­tung der Füh­rungs­kraft beein­flusst direkt Kom­mu­ni­ka­ti­on, Ent­schei­dun­gen und das Ver­hal­ten im Team, was essen­zi­ell für authen­ti­sche und sta­bi­le Füh­rung ist. - **Selbst­füh­rung geht über Zeit­ma­nage­ment hin­aus:** Wirk­li­che Selbst­füh­rung umfasst den bewuss­ten Umgang mit inne­rem Druck, Emo­tio­nen, Wer­ten und Gren­zen, um Effi­zi­enz und Füh­rungs­kraft nach­hal­tig zu stär­ken. - **Selbst­füh­rung unter Druck und emo­tio­na­le Intel­li­genz:** In belas­ten­den Situa­tio­nen hilft bewuss­te Selbst­steue­rung, klar zu blei­ben, wäh­rend emo­tio­na­le Intel­li­genz ent­schei­dend ist, um eige­ne Gefüh­le zu ver­ste­hen und kon­struk­tiv zu nut­zen. - **Refle­xi­ons­raum als Schlüs­sel für nach­hal­ti­ge Selbst­füh­rung:** Der All­tag erschwert Refle­xi­on, doch durch pro­fes­sio­nel­les Coa­ching kön­nen Füh­rungs­kräf­te Abstand gewin­nen, Mus­ter erken­nen und ihre Wirk­sam­keit lang­fris­tig sichern. Füh­rung beginnt nicht im Außen, son­dern im Inne­ren. In mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten erle­be ich immer wie­der, dass fach­li­che Kom­pe­tenz und metho­di­sches Wis­sen zwar vor­han­den sind, ech­te Wirk­sam­keit jedoch oft an einem ande­ren Punkt schei­tert: an der Selbst­füh­rung. Gera­de in Zei­ten hoher Kom­ple­xi­tät, per­ma­nen­ter Ver­än­de­rung und wach­sen­der Erwar­tun­gen ent­schei­det die Fähig­keit zur Selbst­steue­rung dar­über, ob Füh­rung Ori­en­tie­rung gibt oder zusätz­li­chen Druck erzeugt. Vie­le Füh­rungs­kräf­te ver­su­chen, die­sen Druck durch noch mehr Ein­satz, noch bes­se­re Orga­ni­sa­ti­on oder noch stär­ke­re Kon­trol­le zu kom­pen­sie­ren. Was dabei häu­fig über­se­hen wird: Ohne inne­re Klar­heit ver­stärkt jedes zusätz­li­che Werk­zeug ledig­lich die vor­han­de­ne Über­for­de­rung. Selbst­füh­rung ist des­halb kein Add-on, son­dern die Grund­la­ge, auf der alle wei­te­ren Füh­rungs­in­stru­men­te über­haupt erst wirk­sam wer­den. Selbst­füh­rung ist dabei kein Selbst­op­ti­mie­rungs­pro­gramm und kei­ne Fra­ge von Dis­zi­plin allein. Sie ist die Fähig­keit, sich selbst bewusst wahr­zu­neh­men, inne­re Span­nun­gen aus­zu­hal­ten und hand­lungs­fä­hig zu blei­ben. Genau dar­in liegt ihre zen­tra­le Bedeu­tung für moder­ne Füh­rung. ## Warum Selbstführung heute wichtiger ist als je zuvor [Füh­rungs­kräf­te ste­hen heu­te in einem per­ma­nen­ten Span­nungs­feld](https://bobach-coaching.de/business-coaching-2026-kompetenzen-fuer-moderne-fuehrungskraefte/ "Business Coaching 2026: Kompetenzen für Führungskräfte"). Sie sol­len Ergeb­nis­se lie­fern, gleich­zei­tig empa­thisch füh­ren, Ver­än­de­rung gestal­ten, Sicher­heit ver­mit­teln und dabei selbst sta­bil blei­ben. Vie­le klas­si­sche Füh­rungs­mo­del­le geben dar­auf kei­ne über­zeu­gen­den Ant­wor­ten mehr, weil sie den Fokus fast aus­schließ­lich auf Steue­rung nach außen legen. Was dabei häu­fig unter­schätzt wird: Jede Form von Füh­rung wirkt immer zuerst durch die inne­re Hal­tung der Füh­rungs­kraft. Unsi­cher­heit, Über­for­de­rung oder inne­re Kon­flik­te las­sen sich nicht dau­er­haft ver­ber­gen. Sie zei­gen sich in Kom­mu­ni­ka­ti­on, in Ent­schei­dungs­pro­zes­sen und im Umgang mit dem Team – oft sub­til, aber für Mit­ar­bei­ten­de deut­lich spür­bar. Selbst­füh­rung bedeu­tet in die­sem Kon­text, die eige­ne inne­re Dyna­mik wahr­zu­neh­men und bewusst zu gestal­ten. Wer sich selbst nicht führt, wird frü­her oder spä­ter von äuße­ren Umstän­den geführt – von Erwar­tun­gen, Kri­sen oder dem per­ma­nen­ten Reagie­ren statt Gestal­ten. ## Selbstführung ist mehr als Zeitmanagement Wenn von Selbst­füh­rung die Rede ist, den­ken vie­le zunächst an Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on, Prio­ri­sie­rung oder Effi­zi­enz. Die­se Aspek­te gehö­ren dazu, grei­fen jedoch zu kurz. In mei­ner Coa­ching-Pra­xis zeigt sich deut­lich: Die eigent­li­chen Hebel lie­gen tie­fer. Selbst­füh­rung umfasst unter ande­rem: - den bewuss­ten Umgang mit inne­rem Druck und Erwar­tun­gen - die Fähig­keit, eige­ne Emo­tio­nen zu regu­lie­ren und ein­zu­ord­nen - Klar­heit über Wer­te, Rol­len und per­sön­li­che Gren­zen - den kon­struk­ti­ven Umgang mit Unsi­cher­heit, Ambi­va­lenz und Wider­sprü­chen Erst wenn die­se Ebe­nen berück­sich­tigt wer­den, ent­fal­ten Metho­den wie Zeit­ma­nage­ment oder Ziel­pla­nung ihre Wir­kung. Ohne inne­re Klar­heit wird Effi­zi­enz schnell zum Selbst­zweck – und Füh­rung ver­liert an Sub­stanz. ## Die innere Haltung als Führungsinstrument Füh­rungs­kräf­te wir­ken nicht nur durch das, was sie sagen oder ent­schei­den, son­dern vor allem durch das, was sie aus­strah­len. Inne­re Klar­heit über die eige­ne Rol­le und Ver­ant­wor­tung schafft Sicher­heit – für die Füh­rungs­kraft selbst und für das Team. In Coa­chings arbei­te ich häu­fig mit Fra­gen wie: - Wofür über­neh­me ich Ver­ant­wor­tung – und wofür bewusst nicht? - Wel­che Erwar­tun­gen set­ze ich mir selbst, und wel­che stam­men von außen? - Wo ver­lie­re ich Ener­gie, weil ich ver­su­che, allen Anfor­de­run­gen gleich­zei­tig gerecht zu wer­den? Die­se Refle­xi­on ist kein Selbst­zweck. Sie bil­det die Grund­la­ge für stim­mi­ge Ent­schei­dun­gen, kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und eine authen­ti­sche Füh­rungs­rol­le. ## Selbstführung unter Druck Beson­ders deut­lich wird die Bedeu­tung von Selbst­füh­rung in belas­ten­den Situa­tio­nen. Kon­flik­te, Kri­sen oder stra­te­gi­sche Unsi­cher­heit erhö­hen den inne­ren Druck erheb­lich. Ohne bewuss­te Selbst­steue­rung grei­fen dann häu­fig alte Mus­ter: Aktio­nis­mus, Rück­zug, Kon­trol­le oder Über­an­pas­sung. Selbst­füh­rung bedeu­tet in sol­chen Momen­ten, inne­zu­hal­ten, bevor gehan­delt wird. Nicht, um pas­siv zu wer­den, son­dern um hand­lungs­fä­hig zu blei­ben. Füh­rungs­kräf­te, die die­sen inne­ren Raum für sich schaf­fen kön­nen, tref­fen kla­re­re Ent­schei­dun­gen, kom­mu­ni­zie­ren ruhi­ger und wir­ken deut­lich sou­ve­rä­ner. ## Selbstführung und emotionale Intelligenz Ein zen­tra­ler Bestand­teil wirk­sa­mer Selbst­füh­rung ist emo­tio­na­le Intel­li­genz. Gefüh­le lie­fern wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen – über eige­ne Gren­zen, Bedürf­nis­se und inne­re Kon­flik­te. Wer­den sie igno­riert oder unter­drückt, äußern sie sich oft indi­rekt, etwa in Gereizt­heit, Unge­duld oder inne­rer Erschöp­fung. Im [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/themen-business-coaching/ "Business Coaching") geht es daher nicht dar­um, Emo­tio­nen zu kon­trol­lie­ren, son­dern sie bewusst wahr­zu­neh­men und kon­struk­tiv zu nut­zen. Füh­rungs­kräf­te, die sich selbst emo­tio­nal ver­ste­hen, kön­nen auch ande­re bes­ser füh­ren und Kon­flik­te früh­zei­tig klä­ren. ## Vom inneren Klärungsprozess zur äußeren Wirksamkeit Ein häu­fi­ger Irr­tum besteht dar­in, Selbst­füh­rung als rein per­sön­li­che Ange­le­gen­heit zu betrach­ten. Tat­säch­lich wirkt sie unmit­tel­bar auf das gesam­te Sys­tem. Kla­re Selbst­füh­rung zeigt sich in: - kon­sis­ten­ter, nach­voll­zieh­ba­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on - trag­fä­hi­gen Ent­schei­dun­gen auch unter Unsi­cher­heit - kla­ren Prio­ri­tä­ten statt per­ma­nen­tem Reagie­ren - einer gesun­den Balan­ce zwi­schen Nähe und Abgren­zung Teams reagie­ren sen­si­bel auf die­se Signa­le. Füh­rungs­kräf­te, die sich selbst gut füh­ren, erzeu­gen Ver­trau­en – nicht durch Per­fek­ti­on, son­dern durch inne­re Stim­mig­keit und Ver­läss­lich­keit. ## Warum Selbstführung ohne Reflexionsraum schwer gelingt Der Füh­rungs­all­tag lässt wenig Raum für ech­te Refle­xi­on. Ter­mi­ne, ope­ra­ti­ve The­men und Erwar­tungs­druck domi­nie­ren den Kalen­der. Genau des­halb ist Selbst­füh­rung ohne bewuss­te Unter­bre­chung so her­aus­for­dernd. Busi­ness Coa­ching schafft einen pro­fes­sio­nel­len Refle­xi­ons­raum, in dem Füh­rungs­kräf­te Abstand gewin­nen, Mus­ter erken­nen und neue Hand­lungs­op­tio­nen ent­wi­ckeln kön­nen. Es geht nicht um schnel­le Lösun­gen, son­dern um nach­hal­ti­ge Klar­heit. Die­se Klar­heit ist die Vor­aus­set­zung dafür, Füh­rung lang­fris­tig gesund und wirk­sam aus­zu­üben. ## Fazit: Selbstführung ist die Basis moderner Führung Füh­rung beginnt immer bei der eige­nen Per­son. Wer sich selbst nicht füh­ren kann, wird auf Dau­er weder Ori­en­tie­rung geben noch Ver­ant­wor­tung wirk­sam tra­gen kön­nen. Selbst­füh­rung ist des­halb kei­ne Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on, son­dern die Grund­la­ge moder­ner Füh­rung. Füh­rungs­kräf­te, die bereit sind, sich mit ihrer inne­ren Hal­tung aus­ein­an­der­zu­set­zen, gewin­nen nicht nur an per­sön­li­cher Sta­bi­li­tät, son­dern auch an Füh­rungs­kraft im eigent­li­chen Sin­ne. Wenn Sie Ihre Selbst­füh­rung bewusst wei­ter­ent­wi­ckeln und Ihre Rol­le als Füh­rungs­kraft kla­rer und wirk­sa­mer gestal­ten möch­ten, [beglei­te ich Sie ger­ne im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden"). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Warum klassische Führung nicht mehr funktioniert – und Coaching zur Schlüsselkompetenz wird](https://bobach-coaching.de/warum-klassische-fuehrung-nicht-mehr-funktioniert-und-coaching-zur-schluesselkompetenz-wird/) **Published:** Januar 19, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Tra­di­tio­nel­le Füh­rung ist ver­al­tet:** Klas­si­sche Hier­ar­chien, fes­ter Rol­len und Ent­schei­dungs­li­ni­en pas­sen nicht mehr in die dyna­mi­sche, unsi­che­re Arbeits­welt von heu­te. - **Gren­zen der klas­si­schen Füh­rung:** Vie­le Füh­rungs­kräf­te erle­ben Rück­zug, Kon­flikt­ver­mei­dung und Gefühl der Ein­sam­keit, da klas­si­sche Model­le kom­ple­xe, moder­ne Orga­ni­sa­tio­nen nicht mehr wirk­sam steu­ern kön­nen. - **Neue Füh­rung 2026: Ori­en­tie­rung statt Kon­trol­le:** Moder­ne Füh­rung rich­tet sich nach Klar­heit und Ori­en­tie­rung, statt auf Kon­trol­le und schnel­le Ent­schei­dun­gen zu set­zen, und erfor­dert neue Kom­pe­ten­zen wie Selbst­re­fle­xi­on und bewuss­te Kom­mu­ni­ka­ti­on. - **Coa­ching als Schlüs­sel­kom­pe­tenz:** Coa­ching schafft einen Raum für Refle­xi­on, Per­spek­tiv­wech­sel und Unter­stüt­zung bei kom­ple­xen Ent­schei­dun­gen, um Füh­rung auf einem höhe­ren Level zu ermög­li­chen. - **Per­spek­tiv­wech­sel in der Füh­rungs­kul­tur:** Füh­rung soll­te von Anwei­sun­gen zu Ent­wick­lung und Ver­ant­wor­tung wan­deln, indem mehr Fra­gen gestellt, Ver­ant­wor­tung im Team gelas­sen und Kon­flik­te geklärt wer­den. Vie­le Füh­rungs­kräf­te, mit denen ich arbei­te, beschrei­ben ein ähn­li­ches Gefühl: „Ich gebe mein Bes­tes – und trotz­dem greift es nicht mehr.“ Ent­schei­dun­gen dau­ern län­ger, Teams reagie­ren sen­si­bler, Kon­flik­te eska­lie­ren schnel­ler oder blei­ben unaus­ge­spro­chen. Gleich­zei­tig steigt der Druck, Ergeb­nis­se zu lie­fern, Ori­en­tie­rung zu geben und dabei mög­lichst sou­ve­rän zu wir­ken. Das Pro­blem liegt dabei sel­ten an man­geln­dem Enga­ge­ment oder feh­len­der Fach­kom­pe­tenz. In mei­ner Arbeit erle­be ich viel­mehr, dass klas­si­sche Füh­rungs­mo­del­le nicht mehr zur Rea­li­tät moder­ner Orga­ni­sa­tio­nen pas­sen. Genau hier setzt Coa­ching an – nicht als Repa­ra­tur­maß­nah­me, son­dern als zen­tra­le Füh­rungs­res­sour­ce. ## Klassische Führung: Ein Modell aus einer anderen Zeit Tra­di­tio­nel­le Füh­rung basiert oft auf kla­ren Hier­ar­chien, fes­ten Rol­len und ein­deu­ti­gen Ent­schei­dungs­we­gen. Füh­rungs­kraft sein bedeu­te­te lan­ge Zeit vor allem: - Wis­sen zu besit­zen - Ent­schei­dun­gen zu tref­fen - Kon­trol­le aus­zu­üben - Ergeb­nis­se ein­zu­for­dern Die­ses Modell funk­tio­nier­te in sta­bi­len, plan­ba­ren Sys­te­men erstaun­lich gut. Doch die­se Rah­men­be­din­gun­gen exis­tie­ren kaum noch. Orga­ni­sa­tio­nen sind heu­te geprägt von Dyna­mik, Unsi­cher­heit, hybri­den Arbeits­for­men und einem deut­lich höhe­ren Anspruch an Zusam­men­ar­beit und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Was frü­her als Stär­ke galt – Durch­set­zungs­fä­hig­keit, Kon­trol­le, schnel­le Ent­schei­dun­gen – wird heu­te häu­fig als Über­for­de­rung oder man­geln­de Ein­bin­dung wahr­ge­nom­men. ## Warum diese Art von Führung heute an ihre Grenzen stößt In Gesprä­chen mit Füh­rungs­kräf­ten höre ich immer wie­der ähn­li­che Sym­pto­me: - Teams reagie­ren zurück­hal­ten­der oder zie­hen sich zurück - Eigen­ver­ant­wor­tung bleibt aus, obwohl sie ein­ge­for­dert wird - Kon­flik­te wer­den ver­mie­den oder emo­tio­nal geführt - Füh­rung fühlt sich zuneh­mend ein­sam an Klas­si­sche Füh­rung ver­sucht, Kom­ple­xi­tät zu redu­zie­ren. Die heu­ti­ge Arbeits­welt lässt sich jedoch nicht mehr ver­ein­fa­chen, ohne an Wirk­sam­keit zu ver­lie­ren. Füh­rungs­kräf­te ste­hen damit vor einem Dilem­ma: Sie sol­len Sicher­heit geben, obwohl vie­les unsi­cher ist – und Ent­schei­dun­gen tref­fen, obwohl Infor­ma­tio­nen unvoll­stän­dig sind. ## Führung 2026: Orientierung statt Kontrolle Was sich fun­da­men­tal ver­än­dert hat, ist die Rol­le von Füh­rung. Füh­rung bedeu­tet heu­te weni­ger, Ant­wor­ten zu lie­fern, son­dern viel­mehr, Ori­en­tie­rung zu schaf­fen. Weni­ger Kon­trol­le – mehr Klar­heit. In mei­ner Coa­ching-Pra­xis zeigt sich deut­lich: Füh­rungs­kräf­te, die wirk­sam blei­ben wol­len, brau­chen ande­re Kom­pe­ten­zen als frü­her: - die Fähig­keit zur Selbst­re­fle­xi­on - Klar­heit über die eige­ne Rol­le - bewuss­te Kom­mu­ni­ka­ti­on - emo­tio­na­le Sta­bi­li­tät unter Druck Die­se Fähig­kei­ten ent­ste­hen nicht durch wei­te­re Fach­se­mi­na­re oder Manage­ment-Metho­den. Sie ent­wi­ckeln sich durch Refle­xi­on, Feed­back und bewuss­te Aus­ein­an­der­set­zung mit dem eige­nen Füh­rungs­ver­ständ­nis. ## Coaching als Denk- und Entwicklungsraum für Führungskräfte Genau hier wird Coa­ching zur Schlüs­sel­kom­pe­tenz moder­ner Füh­rung. Nicht, weil Füh­rungs­kräf­te „defi­zi­tär“ wären, son­dern weil sie in einem Sys­tem arbei­ten, das per­ma­nen­te Anpas­sung ver­langt. Im Busi­ness Coa­ching ent­steht ein Raum, den vie­le Füh­rungs­kräf­te im All­tag nicht mehr haben: - ein Ort für Klar­heit statt Aktio­nis­mus - ein Gegen­über, das nicht bewer­tet, son­dern spie­gelt - Zeit, um Mus­ter zu erken­nen und Ent­schei­dun­gen vor­zu­be­rei­ten Coa­ching ersetzt kei­ne Füh­rung – es ermög­licht sie auf einem neu­en Niveau. ## Vom Anweisen zum Entwickeln: Ein notwendiger Perspektivwechsel Ein zen­tra­ler Wan­del betrifft die Hal­tung gegen­über Mit­ar­bei­ten­den. Klas­si­sche Füh­rung fokus­siert sich stark auf Auf­ga­ben und Ergeb­nis­se. Moder­ne Füh­rung rich­tet den Blick stär­ker auf Ent­wick­lung und Ver­ant­wor­tung. Das bedeu­tet kon­kret: - weni­ger Lösun­gen vor­ge­ben - mehr Fra­gen stel­len - Ver­ant­wor­tung bewusst im Team las­sen - Kon­flik­te nicht ver­mei­den, son­dern klä­ren Vie­le Füh­rungs­kräf­te wis­sen theo­re­tisch, dass die­ser Ansatz sinn­voll ist. In der Pra­xis schei­tert er jedoch häu­fig an Zeit­druck, inne­ren Erwar­tun­gen oder Unsi­cher­heit. Coa­ching unter­stützt dabei, die­sen Per­spek­tiv­wech­sel nicht nur zu ver­ste­hen, son­dern im All­tag umzu­set­zen. ## Warum Coaching kein Zeichen von Schwäche ist Ein hart­nä­cki­ges Miss­ver­ständ­nis begeg­net mir immer wie­der: Coa­ching wird mit Unsi­cher­heit oder per­sön­li­chem Schei­tern gleich­ge­setzt. Tat­säch­lich ist oft das Gegen­teil der Fall. Die Füh­rungs­kräf­te, die Coa­ching nut­zen, sind häu­fig beson­ders reflek­tiert, leis­tungs­ori­en­tiert und ver­ant­wor­tungs­be­wusst. Sie erken­nen, dass Füh­rung heu­te nicht mehr allein „aus sich selbst her­aus“ funk­tio­niert. Coa­ching bie­tet: - einen geschütz­ten Refle­xi­ons­raum - neue Blick­win­kel auf alte The­men - Unter­stüt­zung bei kom­ple­xen Ent­schei­dun­gen - emo­tio­na­le Ent­las­tung ohne Gesichts­ver­lust Gera­de in anspruchs­vol­len Füh­rungs­rol­len ist Coa­ching kein Luxus, son­dern ein pro­fes­sio­nel­les Arbeits­in­stru­ment. In mei­ner Pra­xis erle­be ich immer wie­der, wie ent­las­tend es für Füh­rungs­kräf­te ist, einen Raum zu haben, in dem sie nicht funk­tio­nie­ren müs­sen, son­dern den­ken dür­fen. Einen Raum, in dem Unsi­cher­heit aus­ge­spro­chen wer­den kann, ohne bewer­tet zu wer­den, und in dem Zwei­fel nicht als Schwä­che, son­dern als Aus­gangs­punkt für bes­se­re Ent­schei­dun­gen ver­stan­den wer­den. Vie­le Füh­rungs­kräf­te tra­gen ihre Fra­gen, Kon­flik­te und inne­ren Span­nun­gen über lan­ge Zeit allein mit sich her­um. Nach außen wird Sta­bi­li­tät gezeigt, wäh­rend inner­lich Druck, Über­for­de­rung oder Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit wach­sen. Coa­ching wirkt hier wie ein pro­fes­sio­nel­les Kor­rek­tiv: Gedan­ken wer­den sor­tiert, Emo­tio­nen ein­ge­ord­net und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten erwei­tert. Das allein führt häu­fig bereits zu mehr inne­rer Ruhe und Hand­lungs­fä­hig­keit. Hin­zu kommt, dass Coa­ching hilft, wie­der Abstand zum eige­nen Füh­rungs­all­tag zu gewin­nen. Statt per­ma­nent im ope­ra­ti­ven Gesche­hen gefan­gen zu sein, ent­steht die Mög­lich­keit, das eige­ne Ver­hal­ten, die Dyna­mi­ken im Team und die orga­ni­sa­tio­na­len Rah­men­be­din­gun­gen aus einer Meta-Per­spek­ti­ve zu betrach­ten. Genau die­se Per­spek­tiv­wech­sel sind es, die nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung ermög­li­chen. ## Die größten Denkfehler klassischer Führung In der Pra­xis begeg­nen mir immer wie­der typi­sche Annah­men, die Füh­rungs­kräf­te blo­ckie­ren: - „Ich muss immer sou­ve­rän wir­ken.“ - „Ich darf mir kei­ne Unsi­cher­heit erlau­ben.“ - „Ich muss alles im Griff haben.“ Die­se Glau­bens­sät­ze sind tief ver­an­kert und wer­den in vie­len Orga­ni­sa­tio­nen noch immer impli­zit geför­dert. Sie erzeu­gen enor­men inne­ren Druck und füh­ren dazu, dass Füh­rungs­kräf­te sich emo­tio­nal distan­zie­ren oder ihre Rol­le über­mä­ßig kon­trol­lie­rend aus­fül­len. Bei­des wirkt sich lang­fris­tig nega­tiv auf Ver­trau­en, Zusam­men­ar­beit und Moti­va­ti­on im Team aus. Coa­ching hilft dabei, die­se inne­ren Antrei­ber sicht­bar zu machen und kri­tisch zu hin­ter­fra­gen. Füh­rungs­kräf­te ent­wi­ckeln rea­lis­ti­sche­re und zugleich wirk­sa­me­re Hal­tun­gen, die es erlau­ben, mensch­lich zu füh­ren, ohne an Klar­heit oder Auto­ri­tät zu ver­lie­ren. Oft ent­steht genau hier ein neu­es Ver­ständ­nis von Sou­ve­rä­ni­tät: nicht als Unfehl­bar­keit, son­dern als bewuss­ter Umgang mit eige­nen Gren­zen. ## Führung braucht heute mehr innere Arbeit als äußere Methoden Vie­le Orga­ni­sa­tio­nen inves­tie­ren wei­ter­hin stark in Tools, Pro­zes­se und Struk­tu­ren. All das ist wich­tig und sinn­voll. Doch ohne inne­re Klar­heit bei Füh­rungs­kräf­ten blei­ben selbst die bes­ten Sys­te­me wir­kungs­los oder wer­den sogar kon­tra­pro­duk­tiv ein­ge­setzt. Moder­ne Füh­rung ver­langt deut­lich mehr inne­re Arbeit als frü­her: - Selbst­kennt­nis, um eige­ne Mus­ter und Reak­tio­nen zu ver­ste­hen - emo­tio­na­le Rei­fe, um auch unter Druck hand­lungs­fä­hig zu blei­ben - Ent­schei­dungs­fä­hig­keit trotz Unsi­cher­heit und wider­sprüch­li­cher Erwar­tun­gen - bewuss­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, die Ori­en­tie­rung gibt, ohne zu bevor­mun­den Die­se Fähig­kei­ten las­sen sich nicht durch Check­lis­ten oder Metho­den erler­nen. Sie ent­wi­ckeln sich über Zeit durch Erfah­rung, Refle­xi­on und ehr­li­ches Feed­back. Coa­ching bie­tet dafür den not­wen­di­gen Rah­men und die pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung. ## Fazit: Klassische Führung reicht nicht mehr aus Die Anfor­de­run­gen an Füh­rung haben sich grund­le­gend ver­än­dert. Wer ver­sucht, mit alten Model­len auf neue Her­aus­for­de­run­gen zu reagie­ren, gerät frü­her oder spä­ter an Gren­zen – per­sön­lich wie orga­ni­sa­to­risch. Das zeigt sich in Über­las­tung, inne­rer Kün­di­gung, Kon­flik­ten oder stei­gen­der Fluk­tua­ti­on. Coa­ching wird des­halb zur Schlüs­sel­kom­pe­tenz moder­ner Füh­rung: nicht als kurz­fris­ti­ge Inter­ven­ti­on, son­dern als kon­ti­nu­ier­li­cher Ent­wick­lungs­pro­zess. Füh­rungs­kräf­te, die die­sen Weg gehen, gewin­nen Klar­heit, Sicher­heit und Wirk­sam­keit zurück – und schaf­fen genau die Ori­en­tie­rung, die ihre Teams heu­te brau­chen. Wenn Sie mer­ken, dass klas­si­sche Füh­rung für Sie nicht mehr greift und Sie Ihre Rol­le bewuss­ter und wirk­sa­mer gestal­ten möch­ten, beglei­te ich Sie ger­ne im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Meistern Sie beruflichen Erfolg: 4 Faktoren für nachhaltiges Wachstum](https://bobach-coaching.de/meistern-sie-beruflichen-erfolg-4-faktoren-fuer-nachhaltiges-wachstum/) **Published:** Dezember 22, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Beruf­li­cher Erfolg ist klar defi­niert:** Erfolg bedeu­tet, in Ihrem Seg­ment nach oben zu kom­men, sich zu posi­tio­nie­ren, Wir­kung zu ent­fal­ten, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und sicht­bar als Exper­te zu wer­den, unab­hän­gig von Welt­kon­zer­nen oder Mil­lio­nen­um­sät­zen. - **Vier mul­ti­pli­ca­ti­ve Fak­to­ren des beruf­li­chen Erfolgs:** Der Erfolg setzt sich aus Exper­ti­se & Kön­nen, Zeit­ein­satz & Sys­tem, Netz­werk & Zugang sowie Timing, Glück & Zufall zusam­men, wobei das Feh­len eines Fak­tors das Gesamt­ergeb­nis stark begren­zen kann. - **Exper­ti­se & Kön­nen als Grund­pfei­ler:** Exper­ti­se ist die Ein­tritts­kar­te zur obe­ren Liga; sie ent­steht durch bestän­di­ges Ler­nen, Anwen­den und Reflek­tie­ren, wobei Kon­ti­nui­tät wich­ti­ger ist als ein­zel­ne inten­si­ve Tage. - **Effek­ti­ves Zeit­ein­satz & Sys­te­ma­ti­sie­rung:** Mehr inves­tie­ren erhöht die Chan­cen auf Erfolg durch mehr Lern­zy­klen und Kon­tak­te; Sys­te­me hel­fen, Moti­va­ti­on zu tra­gen und Fokus zu sichern, sowie Ener­gie zu steu­ern. - **Netz­werk­pfle­ge und Zugang zu Bezie­hun­gen:** Erfolg­rei­che Bezie­hun­gen beru­hen auf wahr­haf­ti­gem Inter­es­se, Ver­läss­lich­keit und Geben, wobei schwa­che Ver­bin­dun­gen oft neue Chan­cen brin­gen und exklu­si­ve Netz­wer­ke real exis­tie­ren. „Erfolg“ ist ein Wort, das schnell groß klingt – und gleich­zei­tig sehr schwam­mig sein kann. Ich erle­be in Coa­chings oft, dass Men­schen zwei Din­ge mit­ein­an­der ver­mi­schen: **beruf­li­chen Erfolg** und **per­sön­li­che Zufrie­den­heit**. Bei­des hängt zusam­men, ist aber nicht das­sel­be. In die­sem Arti­kel geht es bewusst um eine kla­re, beruf­li­che Defi­ni­ti­on: **Erfolg bedeu­tet, in Ihrem Seg­ment nach oben zu kom­men** – sich zu posi­tio­nie­ren, Wir­kung zu ent­fal­ten, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, wirt­schaft­lich erfolg­reich zu sein oder in Ihrer Nische als ech­te*r Expert*in sicht­bar zu wer­den. Nicht zwin­gend „Welt­kon­zern und Mil­lio­nen­um­satz“, aber ein­deu­tig „oben mit­spie­len“. **Hier geht’s zur Pod­cast­fol­ge, auf der die­ser Arti­kel basiert:** In der Fol­ge spre­chen Jan Gus­tav Fran­ke und ich dar­über, was beruf­li­chen Erfolg aus­macht – und war­um er sich aus vier Fak­to­ren zusam­men­setzt, die sich gegen­sei­tig ver­stär­ken. Die­se Idee möch­te ich hier für Sie aus­bau­en: mit Bei­spie­len, Ein­ord­nung, prak­ti­schen Schrit­ten und einem Blick auf die typi­schen Denk­feh­ler, die Men­schen beim The­ma Erfolg immer wie­der aus­brem­sen. --- ## Was ist beruflicher Erfolg – und was nicht? Damit wir vom sel­ben spre­chen, gren­ze ich ein­mal ab: - **Beruf­li­cher Erfolg** (so wie wir ihn in der Fol­ge defi­nie­ren) heißt: *Sie kom­men in Ihrem Feld an die Spit­ze.* Das kann sein: Füh­rung, Exper­ten­tum, unter­neh­me­ri­scher Erfolg, ein star­ker Ruf, gro­ße Kun­den, Ein­fluss, sicht­ba­re Ergeb­nis­se. - **Per­sön­li­che Zufrie­den­heit** heißt: *Sie leben stim­mig.* Das kann mit einem „nor­ma­len“ Job genau­so funk­tio­nie­ren wie mit einer Top-Posi­ti­on. Bei­des kann zusam­men­ge­hen – muss es aber nicht. Es gibt Men­schen mit gro­ßer Kar­rie­re, die inner­lich leer sind. Und es gibt Men­schen ohne gro­ße Büh­ne, die ein ver­dammt erfüll­tes Leben füh­ren. In die­sem Arti­kel geht es um die Mecha­nik von beruf­li­chem Auf­stieg – ohne dabei so zu tun, als wäre das der ein­zi­ge Weg zu einem guten Leben. --- ## Die Erfolgsformel: Vier Faktoren, die sich multiplizieren Jan hat die Erfolgs­for­mel im Pod­cast als Zusam­men­spiel von vier Fak­to­ren beschrie­ben: 1. **Exper­ti­se & Kön­nen** 2. **Zeit­ein­satz & Sys­tem** 3. **Netz­werk & Zugang** 4. **Timing, Glück & Zufall** Ich mag die For­mu­lie­rung „Mul­ti­pli­ka­to­ren“ dafür sehr, weil sie einen wich­ti­gen Punkt ent­hält: Wenn einer die­ser Fak­to­ren **nahe Null** ist, kann er das Gesamt­ergeb­nis stark begren­zen – selbst wenn die ande­ren Fak­to­ren gut sind. Das ist nicht unfair *gemeint*, son­dern rea­lis­tisch *beob­ach­tet*. Und genau das ist die gute Nach­richt: Wenn wir ver­ste­hen, wie die Fak­to­ren wir­ken, kön­nen wir an meh­re­ren Stel­len gezielt anset­zen. --- ## 1. Expertise & Können: Die Eintrittskarte zur „oberen Liga“ Exper­ti­se ist aus mei­ner Sicht die Ein­tritts­kar­te. Nicht die Garan­tie – aber die Vor­aus­set­zung. Denn ja: da drau­ßen sind vie­le Men­schen gut. Und wer dau­er­haft nach oben will, braucht Sub­stanz. ### Expertise entsteht nicht durch einen „intensiven Tag“, sondern durch Beständigkeit Ich habe im Pod­cast ein Bild genutzt, das ich auch im Coa­ching immer wie­der beto­ne: **Es geht weni­ger um die Mas­se an einem ein­zel­nen Tag – und mehr um die Bestän­dig­keit.** Ein Tag „Deep Dive“ in Tools, Theo­rien, Metho­den kann inspi­rie­rend sein. Aber Exper­ti­se ent­steht eher so: - Jeden Tag (oder fast jeden) ein **klei­nes Stück** bes­ser wer­den - Wis­sen nicht nur kon­su­mie­ren, son­dern **anwen­den** - Eige­ne Fäl­le reflek­tie­ren: *Was hat funk­tio­niert – und war­um?* - Immer wie­der **nach­schär­fen**, bis aus „kann ich“ ein „beherr­sche ich“ wird Wenn Sie möch­ten, kön­nen Sie sich das wie eine täg­li­che Zin­ses­zins-Logik vor­stel­len: klei­ne, wie­der­hol­te Inves­ti­tio­nen, die über Zeit eine enor­me Wir­kung haben. ### Talent ist ein Booster – aber kein langfristiger Schutz Jan und ich haben in der Fol­ge das Span­nungs­feld **Talent vs. Fleiß** ange­spro­chen. Ich kom­me ursprüng­lich aus dem Musik­be­reich. Dort sieht man das extrem deut­lich: - Talent kann Ihnen einen **schnel­len Start** ermög­li­chen. - Aber lang­fris­tig sind häu­fig die Men­schen sta­bi­ler erfolg­reich, die sich viel erar­bei­ten muss­ten. War­um? Weil sie: - ihr Hand­werk **bewusst** gelernt haben, - kri­sen­fes­ter sind, - in schwie­ri­gen Situa­tio­nen **ver­läss­li­cher** per­for­men, - und nicht in die Fal­le tap­pen: „Mir fällt es ja leicht, also muss ich nicht dran­blei­ben.“ Talent kann sogar gefähr­lich wer­den, wenn es zu Selbst­über­schät­zung führt. Die Welt ist voll von Men­schen, die irgend­wann an einen Punkt kom­men, an dem Talent nicht mehr reicht – und dann fehlt das Fun­da­ment. ### Praxisfrage für Sie Wenn Sie Ihre Exper­ti­se in den nächs­ten 12 Wochen sicht­bar stei­gern woll­ten: - *Wor­an wür­den Außen­ste­hen­de das mer­ken?* - *Wel­che drei Din­ge wür­den Sie dann mess­bar bes­ser kön­nen?* - *Wel­che Situa­tio­nen wür­den Ihnen leich­ter fal­len?* Wenn Sie hier kei­ne kla­re Ant­wort haben, ist das oft ein Hin­weis: Sie arbei­ten zwar viel – aber nicht fokus­siert am Kern Ihrer Meis­ter­schaft. --- ## 2. Zeiteinsatz & System: Nicht nur „mehr machen“, sondern klüger investieren Der zwei­te Fak­tor klingt banal, ist aber mäch­tig: **Zeit** – und die Fra­ge, wie Sie sie ein­set­zen. ### Der Volumenfaktor: Mehr Versuche = mehr Chancen Jan hat es im Pod­cast sehr tref­fend for­mu­liert: Wer mehr Zeit inves­tiert, erzeugt mehr Out­put – und damit auch: - mehr Lern­schlei­fen - mehr Feed­back - mehr Kon­tak­te - mehr Gele­gen­hei­ten - mehr „Ver­su­che“, die sta­tis­tisch irgend­wann tref­fen Das bedeu­tet nicht, dass 80-Stun­den-Wochen auto­ma­tisch zu Erfolg füh­ren. Aber es bedeu­tet: Wenn Sie nur spo­ra­disch inves­tie­ren, ist Ihre Chan­ce auf Spit­zen­po­si­tio­nie­rung schlicht gerin­ger. ### System schlägt Willenskraft Ich hal­te das für einen der wich­tigs­ten Punk­te über­haupt: **Erfolg ent­steht nicht durch Moti­va­ti­on, son­dern durch Sys­te­me.** Moti­va­ti­on schwankt. Sys­te­me tra­gen. Ein gutes Sys­tem beant­wor­tet Fra­gen wie: - Wann arbei­te ich an mei­ner Exper­ti­se? - Wann tue ich Sicht­bar­keits­ar­beit (Con­tent, Vor­trä­ge, Aus­tausch)? - Wann pfle­ge ich Bezie­hun­gen? - Wie pla­ne ich fokus­sier­te Pha­sen – und wie pla­ne ich Erho­lung? Gera­de Selbst­stän­di­ge ken­nen das: Im Kopf läuft das Busi­ness stän­dig mit. Ich habe im Pod­cast gesagt, dass mir am Anfang ech­te Aus­zei­ten schwer fie­len. Ich habe erst mit der Zeit ver­stan­den: Wenn ich wirk­lich abschal­ten will, brau­che ich oft **einen kom­plett ande­ren Kon­text** – räum­lich, men­tal, sozi­al. Das ist kein Luxus. Das ist Ener­gie-Manage­ment. Und ohne Ener­gie wird Ihr Sys­tem frü­her oder spä­ter insta­bil. ### Mini-Tool: Die „Erfolgs-Woche“ planen (30 Minuten) Neh­men Sie Ihren Kalen­der und blo­cken Sie in der nächs­ten Woche: - **2 × 45 Minu­ten Exper­ti­se** (Ler­nen + Anwen­dung) - **1 × 45 Minu­ten Sicht­bar­keit** (z. B. Lin­ke­dIn-Post, Arti­kel, Vor­trag vor­be­rei­ten) - **1 × 45 Minu­ten Netz­werk­pfle­ge** (2–3 Kon­tak­te aktiv pfle­gen) - **1 × 60 Minu­ten Review** (Was hat Wir­kung gezeigt? Was war Beschäf­ti­gungs­the­ra­pie?) Wenn Sie das vier Wochen durch­zie­hen, wer­den Sie nicht „fer­tig erfolg­reich“. Aber Sie wer­den mer­ken: **Sie bewe­gen die rich­ti­gen Hebel.** --- ## 3. Netzwerk & Zugang: Beziehungen sind kein „Nice-to-have“ Die­ser Fak­tor ist unbe­quem ehr­lich: Men­schen ent­schei­den über Men­schen. Egal ob im Unter­neh­men, im Markt, bei Kun­den oder bei Kar­rie­ren: **Zugang** ent­steht häu­fig durch Bezie­hun­gen. ### Die Stärke schwacher Verbindungen Jan hat im Pod­cast die Idee der „Stär­ke schwa­cher Ver­bin­dun­gen“ erwähnt (im Kern: schwä­che­re Kon­tak­te kön­nen neue Infor­ma­tio­nen und Zugän­ge brin­gen, weil sie in ande­ren Krei­sen unter­wegs sind als Ihr enges Umfeld). Das ist im All­tag gut beob­acht­bar: - Ihr enges Netz­werk ist ver­trau­ens­voll – aber oft begrenzt im Radi­us. - Ihre lose­ren Kon­tak­te ver­bin­den Sie in ande­re Berei­che hin­ein. - Genau dort ent­ste­hen oft neue Jobs, Pro­jek­te, Ein­la­dun­gen, Chan­cen. ### Es gibt exklusive Netzwerke – und das ist Realität Wir haben auch dar­über gespro­chen, dass Netz­wer­ke teils aus­schlie­ßend wir­ken: Her­kunft, Stu­di­en­or­te, bestimm­te Zir­kel, „man kennt sich“. Das ist nicht immer gerecht. Aber es ist real. Ein Bei­spiel aus mei­nem Leben (aus der Pod­cast­fol­ge): Als ich neu in ein Ensem­ble kam, gab es eine ein­ge­schwo­re­ne Grup­pe, die gemein­sam mit der dama­li­gen Lei­tung gestar­tet war. Neue Leu­te hat­ten kaum Zugang. Wich­ti­ge Gesprä­che pas­sier­ten „abends neben­bei“ – ohne uns. Das beein­flusst Ent­wick­lung, Chan­cen, Sicht­bar­keit. Wich­tig ist: - Erken­nen, dass sol­che Dyna­mi­ken exis­tie­ren - Nicht in Selb­st­ab­wer­tung fal­len („mit mir stimmt was nicht“) - Stra­te­gisch ent­schei­den: *Will ich da rein? Kann ich da rein? Oder baue ich ande­re Net­ze?* ### Netzwerk funktioniert nicht über Pitch-Sprints Ich habe im Pod­cast deut­lich gemacht, was vie­le auf Lin­ke­dIn nervt: Ver­net­zen, und direkt kommt der Ver­kaufspitch. Das ist kei­ne Bezie­hung – das ist ein Über­fall mit Visi­ten­kar­te. Ein trag­fä­hi­ges Netz­werk ent­steht eher so: - auf­rich­ti­ges Inter­es­se am Gegen­über - Ver­läss­lich­keit (man kann sich auf Sie ver­las­sen) - Geben, bevor man nimmt - Zeit – und Wie­der­ho­lung Netz­werk ist ein Lang­stre­cken­lauf. Und ja: Das ist Arbeit. Aber es ist eine der best­be­zahl­ten For­men von Arbeit, wenn Sie es ernst mei­nen. --- ## 4. Timing, Glück & Zufall: Der unterschätzte Faktor Die­ser Fak­tor ist der am wenigs­ten kon­trol­lier­ba­re – und gleich­zei­tig enorm wirk­sam. Der Denk­feh­ler, den Jan im Pod­cast ange­spro­chen hat, ist sehr ver­brei­tet: Wir sehen die Erfolg­rei­chen und schlie­ßen dar­aus, dass *ihre* Stra­te­gie auto­ma­tisch die Erfolgs­stra­te­gie ist. Wir über­se­hen dabei die vie­len, die ähn­lich gehan­delt haben – und trotz­dem geschei­tert sind. Ob man es „Glück“, „Zufall“ oder „Timing“ nennt: Es gibt Ein­flüs­se, die wir nicht steu­ern: - Gesund­heit - Begeg­nun­gen zur rich­ti­gen Zeit - Markt­be­din­gun­gen - rich­ti­ge Idee im rich­ti­gen Moment - der eine Kon­takt, der die Tür öff­net - Ereig­nis­se, die ver­hin­dern, dass man über­haupt lie­fern kann ### Was Sie dennoch beeinflussen können: Wahrnehmen und Mut Und jetzt kommt der wich­ti­ge Teil, den ich im Pod­cast ergänzt habe: Sie kön­nen Glück nicht erzwin­gen – aber Sie kön­nen Ihre Fähig­keit stär­ken, es zu **erken­nen** und **zu nut­zen**. Zwei Hebel: 1. **Wahr­neh­mung:** Sehen Sie Gele­gen­hei­ten über­haupt – oder sind Sie so fokus­siert, dass Sie Chan­cen am Weges­rand über­se­hen? 2. **Mut:** Gehen Sie durch die Tür, wenn sie sich öff­net – oder las­sen Sie Angst, Zwei­fel und Fremd­mei­nun­gen ent­schei­den? Vie­le Men­schen schei­tern nicht an feh­len­dem Kön­nen, son­dern an einem sehr mensch­li­chen Mus­ter: Sie war­ten auf Sicher­heit – und Chan­cen kom­men sel­ten mit Sicher­heit. ### Leichtigkeit statt Verbissenheit Jan hat in der Fol­ge einen Gedan­ken gesagt, den ich unter­schrei­ben wür­de: Wenn Men­schen zwang­haft, scheu­klap­pen­ar­tig „nach ganz oben“ wol­len, wird der Blick eng. Und dann über­sieht man genau die Momen­te, die das Leben anbie­tet. Leich­tig­keit heißt nicht Belie­big­keit. Leich­tig­keit heißt: - ich gebe Ein­satz, - ich baue Sys­te­me, - ich ent­wick­le Exper­ti­se, - ich pfle­ge Bezie­hun­gen, - **und** ich akzep­tie­re, dass nicht alles kon­trol­lier­bar ist. Das schützt Sie davor, Ihren Wert an einem Ergeb­nis fest­zu­ma­chen, das teil­wei­se von äuße­ren Fak­to­ren beein­flusst wird. --- ## Die Erfolgsformel als Praxisplan: So setzen Sie die vier Faktoren konkret um Damit das hier nicht nur „klug klingt“, kommt jetzt ein Umset­zungs­rah­men, den Sie sofort nut­zen kön­nen. ### Schritt 1: Definieren Sie Ihre Spitze „An die Spit­ze“ ist sonst ein Nebel­ziel. Kon­kre­ti­sie­ren Sie: - *In wel­chem Feld genau?* - *Wor­an wür­de man es mes­sen?* - *Wer müss­te Sie dafür wahr­neh­men?* - *Wel­che drei Ergeb­nis­se wären ein Beweis?* Bei­spiel: Nicht „Ich will erfolg­rei­cher wer­den“, son­dern: „Ich will in 12 Mona­ten als Füh­rungs­kräf­te-Coach im Raum Düs­sel­dorf so posi­tio­niert sein, dass ich pro Monat 3–5 qua­li­fi­zier­te Anfra­gen erhal­te, die zu pas­sen­den Man­da­ten füh­ren.“ ### Schritt 2: Bauen Sie Ihre „Expertise-Routine“ Wäh­len Sie **eine** Form: - 20 Minu­ten täg­lich (rea­lis­tisch) - oder 2× 60 Minu­ten pro Woche (plan­bar) - oder 1× Halb­tag pro Woche (für Men­schen, die Tie­fe brau­chen) Wich­tig ist die Ver­bind­lich­keit. ### Schritt 3: Systematisieren Sie Sichtbarkeit Wenn nie­mand weiß, dass Sie gut sind, ist Ihre Exper­ti­se pri­vat – nicht wirk­sam. Sicht­bar­keit heißt nicht „laut sein“. Sicht­bar­keit heißt: - regel­mä­ßig Wert lie­fern - ver­ständ­lich erklä­ren - Ver­trau­en auf­bau­en - kon­sis­tent auf­tre­ten Ein ein­fa­ches Sys­tem: - 1 The­ma pro Monat (Fokus) - 4 Inhal­te dazu (1× pro Woche) - 1 ver­tie­fen­der Bei­trag (Blog/Newsletter/Podcast) ### Schritt 4: Netzwerkpflege als Ritual Set­zen Sie sich ein Ziel, das nicht toxisch ist: - Jede Woche 2 Kon­tak­te aktiv pfle­gen (kur­ze Nach­richt, ehr­li­ches Inter­es­se, Aus­tausch, Emp­feh­lung, Dank) Und: Gehen Sie in Räu­me, in denen Ihre Ziel­men­schen sind. Off­line wie online. ### Schritt 5: „Timing-Fitness“ stärken Das klingt unge­wöhn­lich, aber ich mei­ne es ernst: - Machen Sie regel­mä­ßig klei­ne Expe­ri­men­te (Ange­bo­te tes­ten, neue For­ma­te aus­pro­bie­ren) - Sagen Sie öfter „Ja“, wenn sich etwas gut anfühlt – und nicht erst, wenn es sicher ist - Hal­ten Sie Ihren Kopf frei genug, um Chan­cen zu sehen (Aus­zei­ten!) --- ## Häufige Denkfehler, die beruflichen Erfolg sabotieren Zum Abschluss noch ein paar Stol­per­stei­ne, die ich im Coa­ching immer wie­der sehe: 1. **„Ich brau­che erst mehr Selbst­ver­trau­en.“** Selbst­ver­trau­en ent­steht häu­fig durch Hand­lung – nicht vor­her. 2. **„Ich war­te auf die per­fek­te Gele­gen­heit.“** Chan­cen kom­men sel­ten per­fekt. Sie wer­den per­fekt, wenn man sie nutzt. 3. **„Netz­werk ist ober­fläch­lich.“** Schlech­tes Net­wor­king ist ober­fläch­lich. Gutes Net­wor­king ist Bezie­hungs­pfle­ge. 4. **„Ich arbei­te viel, also müss­te es klap­pen.“** Viel arbei­ten ist nicht auto­ma­tisch am rich­ti­gen Hebel arbei­ten. 5. **„Wenn ich es nicht schaf­fe, bin ich nicht gut genug.“** Das igno­riert den Glück-/Ti­ming-Anteil – und macht unnö­tig klein. --- ## Fazit: Drei Faktoren gestalten Sie aktiv – einen Faktor akzeptieren Sie klug Wenn ich die Erfolgs­for­mel aus der Pod­cast­fol­ge in einem Satz zusam­men­fas­sen müss­te, wäre es die­ser: **Exper­ti­se, Zeiteinsatz/System und Netz­werk kön­nen Sie aktiv gestal­ten – Timing/Glück kön­nen Sie nicht pla­nen, aber Sie kön­nen ler­nen, Chan­cen zu erken­nen und mutig zu nut­zen.** Und wenn Sie sich dabei eine Sache erlau­ben: Bit­te bau­en Sie Erfolg so, dass er zu Ihnen passt. „Ganz oben“ ist kein Preis, der auto­ma­tisch glück­lich macht – aber es kann ein erfül­len­der Weg sein, wenn er mit Sub­stanz, Balan­ce und einer Por­ti­on Leich­tig­keit ent­steht. Wenn Sie Lust haben, das für Ihre Situa­ti­on kon­kret zu über­set­zen (Ziel­bild, Posi­tio­nie­rung, Sys­tem­auf­bau, Ent­schei­dun­gen, inne­re Blo­cka­den): Dann mel­den Sie sich gern bei mir. Ich arbei­te genau an die­ser Schnitt­stel­le – zwi­schen ambi­tio­nier­tem beruf­li­chem Wachs­tum und einem Weg, der sich nicht wie Selbst­ver­rat anfühlt. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Führung 2.0 & Emotionale Intelligenz: Die Zukunft der werteorientierten Führung im Zeitalter des Fachkräftemangels und der Generation Z](https://bobach-coaching.de/fuehrung-2-0-emotionale-intelligenz-die-zukunft-der-werteorientierten-fuehrung-im-zeitalter-des-fachkraeftemangels-und-der-generation-z/) **Published:** Dezember 4, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** - **Ent­wick­lung der Füh­rung: Vom klas­si­schen Modell zu Füh­rung 2.0:** Tra­di­tio­nell ori­en­tier­te Füh­rung durch Hier­ar­chien und Kon­trol­le wan­delt sich hin zu einem Ansatz, der auf Ver­trau­en, Empa­thie und Wer­te basiert, bekannt als Füh­rung 2.0. - **Wach­sen­de Bedeu­tung von Soft Skills:** Fach­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen blei­ben wich­tig, aber Soft Skills wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, Empa­thie und Team­fä­hig­keit gewin­nen zuneh­mend an Bedeu­tung, um die Zusam­men­ar­beit und Moti­va­ti­on zu för­dern. - **Emo­tio­na­le Intel­li­genz als Kern­kom­pe­tenz:** Emo­tio­na­le Intel­li­genz ermög­licht Füh­rungs­kräf­ten, eige­ne Gefüh­le zu steu­ern und die Emo­tio­nen ande­rer empa­thisch wahr­zu­neh­men, was Kon­flik­te löst und Ver­trau­en stärkt. - **Diver­si­ty Lea­der­ship als stra­te­gi­scher Vor­teil:** Akti­ve För­de­rung einer inklu­si­ven Unter­neh­mens­kul­tur durch Diver­si­ty Lea­der­ship stei­gert Inno­va­ti­on, Tal­ent­ge­win­nung und Markt­kom­pe­tenz, vor allem im Kon­text des Fach­kräf­te­man­gels. - **Her­aus­for­de­run­gen bei der Umset­zung moder­ner Füh­rungs­an­sät­ze:** Kul­tu­rel­ler Wan­del, Mess­bar­keit, Authen­ti­zi­tät und Inte­gra­ti­on jün­ge­rer Talen­te sind Her­aus­for­de­run­gen, die durch geziel­te Trai­nings und trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on bewäl­tigt wer­den kön­nen. In einer Welt, die sich durch rasan­te tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen, demo­gra­fi­schen Wan­del und zuneh­men­de Glo­ba­li­sie­rung ste­tig ver­än­dert, ste­hen Unter­neh­men vor neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Der Fach­kräf­te­man­gel ver­schärft sich, die Erwar­tun­gen der jün­ge­ren Gene­ra­tio­nen an den Arbeits­platz wan­deln sich grund­le­gend, und die Bedeu­tung von Soft Skills sowie wer­te­ori­en­tier­ter Füh­rung wächst expo­nen­ti­ell. Vor die­sem Hin­ter­grund gewinnt das Kon­zept der **Füh­rung 2.** an Bedeu­tung – eine moder­ne Füh­rungs­phi­lo­so­phie, die auf emo­tio­na­ler Intel­li­genz (EI), Diver­si­ty Lea­der­ship und authen­ti­scher Wer­te­ori­en­tie­rung basiert. In die­sem Blog­bei­trag beleuch­ten wir aus­führ­lich, war­um Soft Skills und wer­te­ba­sier­te Füh­rung in der heu­ti­gen Arbeits­welt unver­zicht­bar sind, wel­che Rol­le emo­tio­na­le Intel­li­genz dabei spielt und wie Diver­si­ty Lea­der­ship Unter­neh­men dabei unter­stützt, zukunfts­fä­hig zu blei­ben – ins­be­son­de­re im Kon­text des Fach­kräf­te­man­gels und der Inte­gra­ti­on der Gene­ra­ti­on Z. ### Die Entwicklung der Führung: Vom klassischen Modell zur Führung 2.0 Tra­di­tio­nell wur­de Füh­rung vor allem durch Hier­ar­chien, Kon­trol­le und kla­re Anwei­sun­gen geprägt. Das soge­nann­te **Manage­ment by Com­mand** domi­nier­te vie­le Orga­ni­sa­tio­nen jahr­zehn­te­lang. Dabei lag der Fokus auf Effi­zi­enz­stei­ge­rung, Ziel­er­rei­chung und stren­ger Kon­trol­le. Doch mit den gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen und den Anfor­de­run­gen an eine nach­hal­ti­ge Unter­neh­mens­kul­tur hat sich das Füh­rungs­ver­ständ­nis gewan­delt. Heu­te spre­chen wir von **Füh­rung 2.0**, einem Ansatz, der auf Ver­trau­en, Empa­thie, Zusam­men­ar­beit und Wer­te basiert. #### Merkmale der Führung 2.0: - **Par­ti­zi­pa­ti­on**: Mit­ar­bei­ten­de wer­den aktiv in Ent­schei­dungs­pro­zes­se ein­ge­bun­den. - **Trans­pa­renz**: Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on schafft Ver­trau­en. - **Authen­ti­zi­tät**: Füh­rungs­kräf­te agie­ren glaub­wür­dig und nach­voll­zieh­bar. - **Empa­thie**: Das Ver­ständ­nis für indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se steht im Mit­tel­punkt. - **Wer­te­ori­en­tie­rung**: Das Unter­neh­men lebt sei­ne Wer­te nach innen und außen. Die­se Ent­wick­lung ist kein kurz­fris­ti­ger Trend, son­dern eine not­wen­di­ge Ant­wort auf die kom­ple­xen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit. ### Warum Soft Skills immer wichtiger werden In einer zuneh­mend digi­ta­li­sier­ten Welt rückt die mensch­li­che Kom­po­nen­te immer mehr in den Vor­der­grund. Hard Skills – also fach­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen – sind zwar nach wie vor essen­zi­ell, doch Soft Skills gewin­nen an Bedeu­tung: - **Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit** - **Empa­thie** - **Team­fä­hig­keit** - **Kon­flikt­lö­sungs­kom­pe­tenz** - **Fle­xi­bi­li­tät** - **Resi­li­enz** Gera­de bei Fach­kräf­te­man­gel ist es ent­schei­dend, Talen­te nicht nur anhand ihrer fach­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen zu rekru­tie­ren, son­dern auch ihre sozia­len Kom­pe­ten­zen zu berück­sich­ti­gen. Unter­neh­men pro­fi­tie­ren erheb­lich davon, wenn Mit­ar­bei­ten­de über aus­ge­präg­te Soft Skills ver­fü­gen: - Höhe­re Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on - Bes­se­re Zusam­men­ar­beit im Team - Schnel­le­re Anpas­sungs­fä­hig­keit an Ver­än­de­run­gen - Ver­bes­ser­te Kon­flikt­lö­sung ### Emotionale Intelligenz als Kernkompetenz moderner Führung Der Begriff der **Emo­tio­na­le Intel­li­genz (EI)** wur­de maß­geb­lich durch Dani­el Gole­man popu­la­ri­siert. EI beschreibt die Fähig­keit, eige­ne Gefüh­le zu erken­nen und zu steu­ern sowie die Emo­tio­nen ande­rer wahr­zu­neh­men und empa­thisch dar­auf zu reagie­ren. #### Die fünf Komponenten emotionaler Intelligenz: 1. **Selbst­wahr­neh­mung:** Das Bewusst­sein für eige­ne Gefüh­le 2. **Selbst­re­gu­la­ti­on:** Die Fähig­keit, Emo­tio­nen zu steu­ern 3. **Moti­va­ti­on:** Inne­re Antriebs­kraft 4. **Empa­thie:** Das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen in ande­re 5. **Sozia­le Fähig­kei­ten:** Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on und Bezie­hungs­ma­nage­ment Für Füh­rungs­kräf­te bedeu­tet dies kon­kret: - Kon­flik­te früh­zei­tig erken­nen und kon­struk­tiv ange­hen - Ver­trau­en durch authen­ti­sches Ver­hal­ten auf­bau­en - Mit­ar­bei­ten­de indi­vi­du­ell moti­vie­ren - Ein Umfeld schaf­fen, in dem sich Mit­ar­bei­ten­de wert­ge­schätzt füh­len Stu­di­en bele­gen: Füh­rungs­kräf­te mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz erzie­len bes­se­re Ergeb­nis­se bei Mit­ar­bei­ter­bin­dung, Team­leis­tung und Inno­va­ti­ons­kraft. ### Diversity Leadership: Vielfalt als strategischer Vorteil Diver­si­ty Lea­der­ship geht weit über das blo­ße Akzep­tie­ren von Unter­schie­den hin­aus; es bedeu­tet aktiv eine inklu­si­ve Unter­neh­mens­kul­tur zu för­dern. Viel­falt wird als stra­te­gi­scher Erfolgs­fak­tor erkannt – gera­de in Zei­ten des Fach­kräf­te­man­gels. #### Warum ist Diversity so wichtig? - **Inno­va­ti­ons­för­de­rung:** Unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven füh­ren zu krea­ti­ve­ren Lösun­gen. - **Tal­ent­ge­win­nung:** Eine offe­ne Unter­neh­mens­kul­tur zieht Talen­te aus ver­schie­de­nen Hin­ter­grün­den an. - **Markt­kom­pe­tenz:** Divers zusam­men­ge­setz­te Teams ver­ste­hen unter­schied­li­che Ziel­grup­pen bes­ser. - **Mit­ar­bei­ter­bin­dung:** Inklu­si­ve Arbeits­um­ge­bun­gen stei­gern die Zufrie­den­heit und Loya­li­tät. #### Aspekte von Diversity Leadership: - Kul­tu­rel­le Viel­falt (Inter­na­tio­na­le Teams) - Geschlech­ter­viel­falt (Gen­der Balan­ce) - Alters­di­ver­si­tät (Gene­ra­ti­on Z bis Seni­or) - Fähig­kei­ten­viel­falt (inklu­si­ve Arbeits­plät­ze für Men­schen mit Behin­de­rung) Ein diver­si­täts­ori­en­tier­ter Füh­rungs­stil för­dert eine Kul­tur des Respekts und der Wert­schät­zung – essen­zi­ell für eine nach­hal­ti­ge Per­so­nal­stra­te­gie. ### Herausforderungen bei der Umsetzung moderner Führungsansätze Obwohl die Vor­tei­le klar auf der Hand lie­gen, ste­hen Orga­ni­sa­tio­nen vor diver­sen Her­aus­for­de­run­gen bei der Imple­men­tie­rung: 1. **Kul­tu­rel­ler Wan­del:** Ver­än­de­rung eta­blier­ter Struk­tu­ren erfor­dert Zeit und Über­zeu­gungs­ar­beit. 2. **Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung:** Es braucht geziel­te Trai­nings in emo­tio­na­ler Intel­li­genz und Diver­si­ty-Kom­pe­ten­zen. 3. **Mess­bar­keit:** Erfolgs­kri­te­ri­en für soft skills sind weni­ger ein­deu­tig mess­bar als KPIs bei klas­si­schen Leis­tungs­kenn­zah­len. 4. **Authen­ti­zi­tät:** Füh­rung muss glaub­wür­dig sein; Schein­hei­lig­keit wird schnell ent­larvt. 5. **Gene­ra­ti­on Z inte­grie­ren:** Jun­ge Talen­te legen Wert auf Sinn­haf­tig­keit, Fle­xi­bi­li­tät und Authen­ti­zi­tät – die­se Erwar­tun­gen gilt es aktiv zu erfül­len. ### Chancen für Unternehmen im Wandel Unter­neh­men, die den Wan­del hin zu einer wer­te­ba­sier­ten Füh­rungs­phi­lo­so­phie erfolg­reich gestal­ten, pro­fi­tie­ren lang­fris­tig durch: - Höhe­re Attrak­ti­vi­tät als Arbeit­ge­ber - Gerin­ge­re Fluk­tua­ti­on - Bes­se­re Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit - Resi­li­en­te­re Unter­neh­mens­kul­tur - Nach­hal­ti­ges Wachs­tum Ins­be­son­de­re im Kon­text des Fach­kräf­te­man­gels ist es ent­schei­dend, eine Arbeits­um­ge­bung zu schaf­fen, in der Talen­te sich ent­fal­ten kön­nen – durch wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on, indi­vi­du­el­le För­de­rung sowie eine inklu­si­ve Unter­neh­mens­kul­tur. ### Fazit: Die Zukunft gehört empathischen Leadern mit Weitblick Die Anfor­de­run­gen an moder­ne Füh­rung ver­än­dern sich fun­da­men­tal. Wer heu­te erfolg­reich sein will, muss mehr sein als nur ein Fach­mann oder eine Fach­frau; er oder sie muss ein empa­thi­scher Lea­der sein – mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz –, der Viel­falt lebt und Wer­te authen­tisch ver­tritt. Füh­rung 2.0 ist kei­ne kurz­fris­ti­ge Mode­er­schei­nung; sie ist ein stra­te­gi­scher Impe­ra­tiv für Orga­ni­sa­tio­nen jeder Grö­ße. Gera­de bei den Her­aus­for­de­run­gen des Fach­kräf­te­man­gels sowie beim Umgang mit Gene­ra­ti­on Z bie­tet sie die Chan­ce auf nach­hal­ti­gen Erfolg. Unter­neh­men soll­ten jetzt inves­tie­ren in die Ent­wick­lung ihrer Füh­rungs­kräf­te – durch Schu­lun­gen in Soft Skills, EI-Kom­pe­ten­zen sowie Diver­si­ty Manage­ment –, um zukunfts­si­cher auf­ge­stellt zu sein. Denn wer heu­te wer­te­ori­en­tiert führt, legt den Grund­stein für eine erfolg­rei­che Zukunft – geprägt von Inno­va­ti­on, Zusam­men­halt und nach­hal­ti­gem Wachs­tum. ## Oft gestellte Fragen ### Was versteht man unter Führung 2.0 und wie unterscheidet sie sich vom klassischen Führungsmodell? Füh­rung 2.0 basiert auf Ver­trau­en, Empa­thie, Zusam­men­ar­beit und Wer­te, im Gegen­satz zum klas­si­schen Modell, das durch Hier­ar­chien, Kon­trol­le und kla­re Anwei­sun­gen geprägt ist. ### Warum gewinnen Soft Skills in der heutigen Arbeitswelt an Bedeutung? Soft Skills wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit, Empa­thie und Team­fä­hig­keit sind zuneh­mend wich­tig, weil sie die Zusam­men­ar­beit ver­bes­sern, die Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on stei­gern und die Anpas­sungs­fä­hig­keit an Ver­än­de­run­gen erhö­hen. ### Welche Rolle spielt emotionale Intelligenz in moderner Führung? Emo­tio­na­le Intel­li­genz ermög­licht Füh­rungs­kräf­ten, eige­ne Gefüh­le zu erken­nen und zu steu­ern sowie die Emo­tio­nen ande­rer empa­thisch wahr­zu­neh­men, was zu bes­se­ren Kon­fli­k­lö­sun­gen, stär­ke­rem Ver­trau­en und höhe­rer Mit­ar­bei­ter­mo­ti­va­ti­on führt. ### Was bedeutet Diversity Leadership und warum ist es für Unternehmen vorteilhaft? Diver­si­ty Lea­der­ship bedeu­tet, aktiv eine inklu­si­ve Unter­neh­mens­kul­tur zu för­dern, um Viel­falt als stra­te­gi­schen Erfolgs­vor- und Nach­teil zu nut­zen, was Inno­va­ti­on, Tal­ent­ge­win­nung und Markt­kom­pe­tenz för­dert. ### Welche Herausforderungen bestehen bei der Umsetzung moderner Führungsansätze und wie können sie gemeistert werden? Her­aus­for­de­run­gen sind kul­tu­rel­ler Wan­del, Füh­rungs­ent­wick­lung, Mess­bar­keit und Authen­ti­zi­tät. Die­se kön­nen durch geziel­te Trai­nings, trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und das akti­ve Ein­bin­den jün­ge­rer Talen­te gemeis­tert wer­den. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [So schaffen Sie eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/) **Published:** Juni 4, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In mei­ner täg­li­chen Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten und Unter­neh­men sehe ich immer wie­der, wel­ches [Poten­zi­al frei­ge­setzt wird](https://bobach-coaching.de/karrierecoaching-den-naechsten-schritt-planen-und-erreichen/), wenn Coa­ching nicht nur punk­tu­ell, son­dern als fes­ter Bestand­teil der Unter­neh­mens­kul­tur gelebt wird. Eine ech­te Coa­ching-Kul­tur ver­än­dert nicht nur das Ver­hal­ten ein­zel­ner Mit­ar­bei­ten­den, son­dern auch die Art, wie im Unter­neh­men geführt, [kom­mu­ni­ziert und zusam­men­ge­ar­bei­tet](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) wird. In einer sich ste­tig wan­deln­den Welt gewinnt die Bedeu­tung einer star­ken Coa­ching-Kul­tur am Arbeits­platz zuneh­mend an Rele­vanz, um den [Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Arbeits­welt erfolg­reich zu begeg­nen](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/). Coa­ching wird dabei nicht als [„Add-on“ ver­stan­den, son­dern als zen­tra­ler Bestand­teil eines moder­nen Füh­rungs­ver­ständ­nis­ses](https://bobach-coaching.de/coaching-statt-kontrolle-wie-moderne-fuehrung-in-2025-aussieht/). Mit­ar­bei­ten­de ent­wi­ckeln sich durch geziel­te Impul­se wei­ter, Füh­rungs­kräf­te agie­ren als Ent­wick­lungs­be­glei­ter und Teams wach­sen in ihrer Selbst­ver­ant­wor­tung. Doch wie lässt sich eine sol­che Kul­tur auf­bau­en – und vor allem nach­hal­tig ver­an­kern? Die wich­tigs­ten Ele­men­te einer erfolg­rei­chen Coa­ching-Kul­tur im Unter­neh­men sind ein kla­rer Auf­bau und eine durch­dach­te Struk­tur, die auf grund­le­gen­den Prin­zi­pi­en und einer geziel­ten Stra­te­gie beru­hen. Die Bedeu­tung von trans­pa­ren­ten Regeln, gemein­sa­men Wer­ten und einer offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on ist dabei zen­tral. Die­se Ele­men­te und der Wert einer unter­stüt­zen­den Coa­ching-Kul­tur för­dern nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung und stär­ken die Orga­ni­sa­ti­on lang­fris­tig. In die­sem Arti­kel zei­ge ich Ihnen die wich­tigs­ten Schrit­te auf dem Weg zu einer geleb­ten Coa­ching-Kul­tur – ergänzt um Pra­xis­bei­spie­le, typi­sche Stol­per­fal­len und kon­kre­te Emp­feh­lun­gen aus dem [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/der-business-coaching-prozess-was-erwartet-sie-in-einer-coaching-session/). ## Was bedeutet eigentlich „Coaching-Kultur“? Wenn ich von Coa­ching-Kul­tur spre­che, mei­ne ich weit mehr als das blo­ße Ange­bot von Ein­zel­coa­chings für Füh­rungs­kräf­te. Eine ech­te Coa­ching-Kul­tur ent­steht, wenn Coa­ching als Hal­tung im Unter­neh­men ver­an­kert ist: - Füh­rung wird als part­ner­schaft­li­cher Ent­wick­lungs­pro­zess ver­stan­den. - Feed­back ist wert­schät­zend und zukunfts­ori­en­tiert. - Mit­ar­bei­ten­de über­neh­men Ver­ant­wor­tung für ihre eige­ne Ent­wick­lung. - Lern­pro­zes­se sind inte­gra­ler Bestand­teil des All­tags. - Kom­mu­ni­ka­ti­on ist geprägt von Ver­trau­en, Offen­heit und Neu­gier. In Unter­neh­men mit einer sol­chen Kul­tur ent­steht ein Raum, in dem Men­schen ihr Poten­zi­al ent­fal­ten kön­nen – und das kommt dem gesam­ten Unter­neh­men zugu­te. Es ent­steht ein leben­di­ger Lern­raum, in dem Fort­schritt mög­lich ist – auch unter unsi­che­ren Bedin­gun­gen. ## Warum ist eine Coaching-Kultur so wertvoll? Viel­leicht fra­gen Sie sich, war­um gera­de jetzt der rich­ti­ge Zeit­punkt ist, um das The­ma Coa­ching-Kul­tur anzu­ge­hen. Die Ant­wort liegt auf der Hand: Die Anfor­de­run­gen an Unter­neh­men und Mit­ar­bei­ten­de ver­än­dern sich rasant. Agi­li­tät, Selbst­ver­ant­wor­tung und kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen sind kei­ne „Nice-to-haves“ mehr – sie sind über­le­bens­wich­tig. Eine geleb­te Coa­ching-Kul­tur bie­tet hier gleich meh­re­re Vor­tei­le: - **Ver­bes­ser­te Mit­ar­bei­ter­bin­dung:** Wer gese­hen, geför­dert und gefor­dert wird, bleibt. Wer erlebt, dass sei­ne Ent­wick­lung zählt, bringt sich enga­gier­ter ein. - **Höhe­re Füh­rungs­qua­li­tät:** Füh­rungs­kräf­te, die coa­chen kön­nen, ent­wi­ckeln trag­fä­hi­ge Bezie­hun­gen, erken­nen Ent­wick­lungs­po­ten­zia­le früh­zei­tig und stär­ken Selbst­füh­rung. - **Stär­ke­re Team-Per­for­mance:** Teams pro­fi­tie­ren von kla­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on, kol­le­gia­ler Bera­tung und einer offe­nen Feh­ler­kul­tur. Sie agie­ren fle­xi­bler und lösungs­ori­en­tier­ter. - **Nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung:** Mit­ar­bei­ten­de wer­den zu akti­ven Gestalter:innen ihrer Rol­le – und des Unter­neh­mens. Wis­sen wird geteilt, Inno­va­ti­on ent­steht. - **Kla­re­re Rol­len­defi­ni­tio­nen:** [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/) för­dert eine Aus­ein­an­der­set­zung mit Rol­len, Zie­len und Erwar­tun­gen – was zu mehr Klar­heit und weni­ger Rei­bung führt. Eine Coa­ching-Kul­tur ver­bes­sert nicht nur die Stim­mung, son­dern kon­kret auch die Ergeb­nis­se. In Orga­ni­sa­tio­nen, in denen Coa­ching gelebt wird, stei­gen mess­bar sowohl Enga­ge­ment als auch Pro­duk­ti­vi­tät. ## 7 Schritte zur Etablierung einer Coaching-Kultur Wie also gelingt es, eine Coa­ching-Kul­tur nicht nur auf dem Papier, son­dern im geleb­ten All­tag zu ver­an­kern? Hier sind die aus mei­ner Erfah­rung wirk­sams­ten Schrit­te: ### 1. Starten Sie mit einer klaren Vision Eine Coa­ching-Kul­tur lässt sich nicht ver­ord­nen. Sie braucht ein kla­res „War­um“. Was genau wol­len Sie errei­chen? Wofür steht Coa­ching in Ihrem Unter­neh­men? Kom­mu­ni­zie­ren Sie die­se Visi­on offen und über­zeu­gend – idea­ler­wei­se von der obers­ten Füh­rungs­ebe­ne aus. Men­schen brau­chen Ori­en­tie­rung, bevor sie bereit sind, ihr Ver­hal­ten zu ver­än­dern. Eine gelun­ge­ne Visi­on ver­mit­telt Sinn und lädt zur Mit­ge­stal­tung ein. Bei­spiel: Ein Unter­neh­men hat sei­ne Coa­ching-Visi­on intern mit dem Satz kom­mu­ni­ziert: „Wir schaf­fen Räu­me, in denen Men­schen wach­sen – für die Zukunft unse­rer Orga­ni­sa­ti­on.“ ### 2. Führungskräfte als Vorbilder befähigen Füh­rungs­kräf­te sind die wich­tigs­ten Hebel für kul­tu­rel­len Wan­del. Wenn sie Coa­ching nicht nur unter­stüt­zen, son­dern selbst coa­chend füh­ren, wird Coa­ching Teil der geleb­ten Rea­li­tät. Das setzt vor­aus, dass sie die ent­spre­chen­den Kom­pe­ten­zen ent­wi­ckeln. Hier bewäh­ren sich z. B. **Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops**, **Füh­rungs­kräf­te-Coa­chings** oder **Trai­nings zu Coa­ching-Skills**. Ent­schei­dend ist dabei, dass die­se nicht rein theo­re­tisch blei­ben, son­dern in den Füh­rungs­all­tag inte­griert wer­den. Auch Super­vi­si­on oder kol­le­gia­le Bera­tung kön­nen hilf­reich sein, um Füh­rungs­pra­xis wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. ### 3. Coaching-Kompetenzen systematisch aufbauen Coa­ching ist ein Hand­werk – mit kla­ren Metho­den, Fra­ge­tech­ni­ken und Hal­tun­gen. Die­se soll­ten nicht nur [Top-Füh­rungs­kräf­ten](https://bobach-coaching.de/gut-fuehren-koennen-8-wichtige-eigenschaften-eines-chefs/) vor­be­hal­ten sein. Ich emp­feh­le, geziel­te Pro­gram­me für unter­schied­li­che Hier­ar­chie­ebe­nen auf­zu­set­zen: Vom Basis-Trai­ning für Team­lei­tun­gen bis zu ver­tief­ten Modu­len für Bereichs­ver­ant­wort­li­che. Peer-Coa­ching-For­ma­te, Lern­rei­sen oder Micro-Lear­nings kön­nen ergän­zend ein­ge­setzt wer­den, um kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung zu ermög­li­chen. Ziel ist nicht, alle zu Coa­ches aus­zu­bil­den, son­dern eine gemein­sa­me Coa­ching-Hal­tung zu eta­blie­ren. ### 4. Feedback als Lernchance etablieren Eine Coa­ching-Kul­tur lebt von einer gesun­den Feed­back-Kul­tur. Feed­back wird nicht als Kri­tik, son­dern als Ein­la­dung zur Ent­wick­lung ver­stan­den. Das gelingt nur, wenn Feed­back regel­mä­ßig, offen und kon­struk­tiv gege­ben wird. Auch hier hilft es, durch geziel­te Trai­nings Unsi­cher­hei­ten abzu­bau­en und eine gemein­sa­me Spra­che zu fin­den. Metho­disch sinn­voll sind z. B. struk­tu­rier­te Feed­back­for­ma­te, Feed­back-Work­shops oder das Arbei­ten mit Feed­for­ward. Eine Kul­tur, in der Feed­back erwünscht und wirk­sam ist, för­dert Ver­trau­en und Ent­wick­lung glei­cher­ma­ßen. ### 5. Raum für Reflexion schaffen Coa­ching bedeu­tet: Inne­hal­ten, [Per­spek­ti­ven wech­seln](https://bobach-coaching.de/podcast-perspektivwechsel-coaching/), nach­den­ken. Das ist im Arbeits­all­tag sel­ten selbst­ver­ständ­lich. Schaf­fen Sie gezielt For­ma­te, die Refle­xi­on ermög­li­chen – sei es durch regel­mä­ßi­ge Refle­xi­ons­ge­sprä­che, Coa­ching-Zir­kel oder geschütz­te „Time-outs“ für Füh­rungs­kräf­te. Gute Refle­xi­ons­for­ma­te schaf­fen men­ta­le Räu­me für Ent­wick­lung. Das kön­nen Ein­zel­ge­sprä­che sein, Retro­spek­ti­ven im Team oder For­ma­te wie Walk & Talk. Ent­schei­dend ist: Ent­wick­lung braucht Zeit und Fokus. ### 6. Erfolge sichtbar machen Kul­tu­rel­ler Wan­del braucht Zeit – und Auf­merk­sam­keit. Zei­gen Sie, wo Coa­ching bereits Wir­kung zeigt. Erzäh­len Sie Erfolgs­ge­schich­ten, tei­len Sie Lear­nings, fei­ern Sie Ent­wick­lungs­schrit­te. So ent­steht eine posi­ti­ve Dyna­mik, die ande­re inspi­riert und mit­zieht. Dabei ist es hilf­reich, Coa­ching nicht abs­trakt, son­dern kon­kret erleb­bar zu machen – z. B. durch inter­ne Erfah­rungs­be­rich­te, Pod­cast-For­ma­te oder Sto­rytel­ling auf dem Intra­net. Wert­schät­zung von Ent­wick­lung ver­stärkt Ent­wick­lung. ### 7. Coaching strukturell verankern Damit Coa­ching nicht im San­de ver­läuft, braucht es fes­te Struk­tu­ren: - Wer darf wie auf Coa­ching zugrei­fen? - Wel­che For­ma­te gibt es? (z. B. Ein­zel-Coa­ching, Peer-Coa­ching, Work­shops) - Wie wird Qua­li­tät gesi­chert? - Wo ist Coa­ching in Füh­rungs­leit­li­ni­en oder Per­so­nal­ent­wick­lung ver­an­kert? Hier lohnt sich die Zusam­men­ar­beit mit erfah­re­nen Coa­ching-Part­nern, die den Pro­zess beglei­ten und pro­fes­sio­na­li­sie­ren. Coa­ching braucht Klar­heit, Trans­pa­renz und Zugäng­lich­keit, um lang­fris­tig Wir­kung zu ent­fal­ten. ## Häufige Stolpersteine – und wie Sie sie vermeiden Selbst mit bes­tem Wil­len ent­ste­hen auf dem Weg zur Coa­ching-Kul­tur manch­mal Hür­den. Die häu­figs­ten: - **Zu viel Fokus auf Tools, zu wenig auf Hal­tung:** Coa­ching ist kein Metho­den­kof­fer, son­dern ein Mind­set. - **Top-down ohne Betei­li­gung:** Ohne Betei­li­gung der Mit­ar­bei­ten­den bleibt Coa­ching oft Lip­pen­be­kennt­nis. - **Feh­len­de Kon­ti­nui­tät:** Ein­zel­ne Maß­nah­men ver­puf­fen, wenn sie nicht ein­ge­bet­tet sind. - **Angst vor Kon­troll­ver­lust:** Füh­rungs­kräf­te müs­sen ler­nen, los­zu­las­sen und auf Eigen­ver­ant­wor­tung zu ver­trau­en. Mei­ne Emp­feh­lung: Bin­den Sie Mit­ar­bei­ten­de aktiv ein. Arbei­ten Sie mit Pilot­teams, holen Sie regel­mä­ßig Feed­back ein und ent­wi­ckeln Sie Coa­ching-Kul­tur gemein­sam wei­ter. Kul­tur­wan­del ist kein Pro­jekt mit End­da­tum, son­dern ein leben­di­ger Pro­zess. ## Fazit: Coaching-Kultur als strategischer Erfolgsfaktor Eine Coa­ching-Kul­tur ist kei­ne kurz­fris­ti­ge Maß­nah­me, son­dern ein stra­te­gi­scher Hebel für nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung. Sie schafft Klar­heit, Ver­trau­en und Wachs­tum – auf indi­vi­du­el­ler wie orga­ni­sa­tio­na­ler Ebe­ne. Sie för­dert nicht nur Leis­tung, son­dern auch Sinn, Zuge­hö­rig­keit und Moti­va­ti­on. Gera­de in Zei­ten von Trans­for­ma­ti­on, Fach­kräf­te­man­gel und wach­sen­der Unsi­cher­heit ist Coa­ching-Kul­tur eine Inves­ti­ti­on in Zukunfts­fä­hig­keit. Wenn Sie sich ent­schei­den, die­sen Weg zu gehen, braucht es Mut, Aus­dau­er und ein kla­res Com­mit­ment der Füh­rung. Doch der Auf­wand lohnt sich: Unter­neh­men mit Coa­ching-Kul­tur sind resi­li­en­ter, inno­va­ti­ver und zukunfts­fä­hi­ger. ## Sie möchten eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen aufbauen? Ich unter­stüt­ze Unter­neh­men genau auf die­sem Weg – mit geziel­ten Coa­chings, Work­shop-For­ma­ten und einem kla­ren Umset­zungs­fahr­plan. [Spre­chen Sie mich ger­ne an](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/#kontakt) – ich freue mich auf den Aus­tausch! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Effektiver Kommunikationsworkshop: Stärken Sie Ihr Team für den Erfolg](https://bobach-coaching.de/effektiver-kommunikationsworkshop-staerken-sie-ihr-team-fuer-den-erfolg/) **Published:** Juni 9, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In einer Welt vol­ler Miss­ver­ständ­nis­se und Kon­flik­te kann ein effek­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop der ent­schei­den­de Schritt sein, um Ihr Team zu stär­ken und den Unter­neh­mens­er­folg nach­hal­tig zu sichern – als pra­xis­na­hes Trai­ning eröff­net er neue Mög­lich­kei­ten für Teams und Men­schen, ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten gezielt wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Die Art und Wei­se, wie wir mit­ein­an­der spre­chen und uns ver­stän­di­gen, hat unmit­tel­ba­re Aus­wir­kun­gen auf die Arbeits­at­mo­sphä­re, die Pro­duk­ti­vi­tät und letzt­lich auf die Ziel­er­rei­chung im Unter­neh­men. Den­noch wird die Bedeu­tung von guter Kom­mu­ni­ka­ti­on im All­tag und beson­ders im Arbeits­all­tag oft unter­schätzt. Ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop ist weit mehr als ein ein­fa­ches Semi­nar – er bie­tet gezielt ent­wi­ckel­te Übun­gen und Stra­te­gien, die die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz Ihrer Mit­ar­bei­ter ver­bes­sern und das Ver­ständ­nis zwi­schen den Team­mit­glie­dern för­dern. Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Work­shops schaf­fen Klar­heit in der Kom­mu­ni­ka­ti­on, för­dern Empa­thie für ande­re und unter­stüt­zen Men­schen dabei, ihre sozia­len Kom­pe­ten­zen aus­zu­bau­en. Durch die rich­ti­ge Kom­bi­na­ti­on aus Theo­rie und Pra­xis ler­nen Teams, Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen und ihre Zusam­men­ar­beit auf ein neu­es Niveau zu heben. Herz und emo­tio­na­le Ver­bun­den­heit spie­len dabei eine zen­tra­le Rol­le, um authen­ti­sche und nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen im Mit­ein­an­der zu bewir­ken. ## Einführung in den Kommunikationsprozess Ein erfolg­rei­cher Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess ist das Rück­grat jeder effek­ti­ven Zusam­men­ar­beit im Unter­neh­men. Kom­mu­ni­ka­ti­on ist weit mehr als der Aus­tausch von Wor­ten – sie ist ein geziel­ter Pro­zess, der aus meh­re­ren Schrit­ten besteht und maß­geb­lich dazu bei­trägt, Unter­neh­mens­zie­le zu errei­chen und sta­bi­le Bezie­hun­gen zu Kun­den, Mit­ar­bei­tern und Part­nern auf­zu­bau­en. Der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zess beginnt mit einer kla­ren Pla­nung: Wel­che Zie­le sol­len mit der Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­folgt wer­den? Wer ist die Ziel­grup­pe, und wel­che Inhal­te sind rele­vant? Im nächs­ten Schritt folgt die Durch­füh­rung, bei der es dar­auf ankommt, die pas­sen­den Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien aus­zu­wäh­len und die Bot­schaf­ten ver­ständ­lich und ziel­ge­rich­tet zu ver­mit­teln. Abschlie­ßend ist die Eva­lua­ti­on ent­schei­dend, um zu über­prü­fen, ob die gesetz­ten Zie­le erreicht wur­den und wie die Kom­mu­ni­ka­ti­on auf das Umfeld gewirkt hat. Durch die bewuss­te Anwen­dung die­ser Schrit­te kön­nen Unter­neh­men ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on ste­tig ver­bes­sern. Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien hel­fen dabei, Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den, die Ver­bin­dung zu Kun­den zu stär­ken und die Zusam­men­ar­beit im Team zu för­dern. So wird Kom­mu­ni­ka­ti­on zu einem kraft­vol­len Werk­zeug, um Unter­neh­mens­zie­le nach­hal­tig zu errei­chen und erfolg­rei­che Bezie­hun­gen zu gestal­ten. ## Ziele und Vorteile Das zen­tra­le Ziel eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops ist es, die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten aller Teil­neh­mer nach­hal­tig zu ver­bes­sern. In einer Welt, in der jedes Gespräch ent­schei­dend sein kann, ist die­se Kom­pe­tenz von unschätz­ba­rem Wert. Die Teil­neh­mer ler­nen, wie sie effek­ti­ver kom­mu­ni­zie­ren, Miss­ver­ständ­nis­se ver­mei­den und Kon­flik­ten mit Gelas­sen­heit begeg­nen kön­nen. Zudem erfah­ren sie, wie sie mit unter­schied­li­chen Gesprächs­part­nern – ob Kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten oder Kun­den – bes­ser und ziel­ge­rich­te­ter kom­mu­ni­zie­ren. Ein pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop bie­tet zahl­rei­che Vor­tei­le für Ihr Team und Ihr Unter­neh­men: - **Ver­bes­ser­te Team­ar­beit:** Die Teil­neh­mer ent­wi­ckeln ein tie­fe­res Ver­ständ­nis für die Bedürf­nis­se, Gefüh­le und Emo­tio­nen der ande­ren, was zu einer har­mo­ni­sche­ren Zusam­men­ar­beit führt und die Bedeu­tung von Gefüh­len in der zwi­schen­mensch­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on her­vor­hebt. - **Bes­se­re Kun­den­be­zie­hun­gen:** Mit­ar­bei­ter, die sou­ve­rän kom­mu­ni­zie­ren, kön­nen auch im Umgang mit Kun­den über­zeu­gen und lang­fris­ti­ge Bezie­hun­gen auf­bau­en. - **Erhöh­te Pro­duk­ti­vi­tät:** Kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on redu­ziert Miss­ver­ständ­nis­se und spart wert­vol­le Zeit im Arbeits­all­tag. - **Stär­kung der Füh­rungs­kom­pe­tenz:** Füh­rungs­kräf­te ler­nen, wie sie Gesprä­che auf Augen­hö­he füh­ren und kon­struk­ti­ves Feed­back geben kön­nen. - **Kon­flikt­lö­sung:** Teams ent­wi­ckeln Stra­te­gien, um Kon­flik­te früh­zei­tig zu erken­nen und zu lösen, bevor sie eska­lie­ren. - **Kla­re Regeln für Kom­mu­ni­ka­ti­on:** Die Teil­neh­mer ler­nen wich­ti­ge Regeln ken­nen, die eine respekt­vol­le und effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on för­dern und Miss­ver­ständ­nis­se ver­mei­den hel­fen. “Die Kraft der Kom­mu­ni­ka­ti­on liegt nicht in dem, was gesagt wird, son­dern in dem, was beim Gegen­über ankommt,” ist ein Satz, der die Bedeu­tung von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien tref­fend zusam­men­fasst. Ein Work­shop gibt den Teil­neh­mern die Werk­zeu­ge an die Hand, um die­se Ver­bin­dung zwi­schen Sen­der und Emp­fän­ger zu opti­mie­ren. ## Inhalte der Kommunikation Ein erfolg­rei­cher Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop umfasst ver­schie­de­ne Inhal­te, die gezielt auf die Bedürf­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen Ihres Teams zuge­schnit­ten wer­den kön­nen. Die Grund­la­gen der Kom­mu­ni­ka­ti­on bil­den dabei das Fun­da­ment: Wie funk­tio­niert Kom­mu­ni­ka­ti­on? Wel­che Rol­le spie­len Wor­te und Gefüh­le in der Ver­stän­di­gung? Wel­chen Unter­schied macht die rich­ti­ge Spra­che? Typi­sche The­men­schwer­punk­te eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops sind: - **Grund­la­gen der Kom­mu­ni­ka­ti­on:** Ver­mitt­lung zen­tra­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­del­le und Ver­ständ­nis für ver­ba­le und non­ver­ba­le Signa­le. - **Akti­ves Zuhö­ren:** Tech­ni­ken, um Gesprä­che wert­schät­zend zu füh­ren und die Per­spek­ti­ve des Gesprächs­part­ners wirk­lich zu ver­ste­hen. Gera­de in Gesprä­chen kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se und Unsi­cher­hei­ten ent­ste­hen, wes­halb Klar­heit und Empa­thie beson­ders wich­tig sind. - **Feed­back geben und anneh­men:** Die Kunst, kon­struk­ti­ve Rück­mel­dun­gen zu for­mu­lie­ren und mit kri­ti­schem Feed­back umzu­ge­hen. - **Kom­mu­ni­ka­ti­on in schwie­ri­gen Situa­tio­nen:** Stra­te­gien für her­aus­for­dern­de Gesprächs­si­tua­tio­nen und den Umgang mit Kon­flik­ten. Auch schwie­ri­ge Fäl­le aus der Pra­xis, wie Kon­flikt­la­gen oder per­sön­li­che Ver­let­zun­gen, wer­den im Work­shop behan­delt, um sou­ve­rän und empa­thisch reagie­ren zu kön­nen. - **Rol­len­spie­le und prak­ti­sche Übun­gen:** Simu­la­ti­on rea­ler Sze­na­ri­en, um das Gelern­te direkt anzu­wen­den und zu ver­tie­fen – dabei kom­men spie­le­ri­sche Ele­men­te zum Ein­satz, die ver­schie­de­ne Lagen und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tio­nen abbil­den. Im Kon­text von New Work gewin­nen auch neue Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­men an Bedeu­tung. Ein moder­ner Work­shop berück­sich­tigt die Beson­der­hei­ten digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on und bie­tet Lösun­gen für die Her­aus­for­de­run­gen in hybri­den Arbeits­um­ge­bun­gen. Die prak­ti­sche Anwen­dung steht dabei immer im Vor­der­grund. Durch Übun­gen und Rol­len­spie­le kön­nen die Teil­neh­mer ver­schie­de­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tio­nen durch­spie­len und erhal­ten direk­tes Feed­back zur Ver­bes­se­rung ihrer Fähig­kei­ten. Die­se Samm­lung an Erfah­run­gen kön­nen sie dann direkt in ihren Arbeits­all­tag inte­grie­ren. ## Teambildung durch Kommunikation Die Basis eines star­ken Teams ist eine offe­ne und ver­trau­ens­vol­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Unter­neh­men, die gezielt auf die Ent­wick­lung ihrer Teams durch Kom­mu­ni­ka­ti­on set­zen, schaf­fen ein Umfeld, in dem Zusam­men­ar­beit und Inno­va­ti­on gedei­hen kön­nen. Dabei spie­len geziel­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien und prak­ti­sche Übun­gen eine zen­tra­le Rol­le. Ein wich­ti­ger Tipp für die Team­bil­dung ist die För­de­rung eines offe­nen Aus­tauschs: Jedes Team­mit­glied soll­te die Mög­lich­keit haben, sei­ne Gedan­ken, Gefüh­le und Ideen ein­zu­brin­gen. Dies stärkt das Ver­trau­en inner­halb des Teams und sorgt dafür, dass sich alle auf Augen­hö­he begeg­nen. Regel­mä­ßi­ge Team-Übun­gen, wie gemein­sa­me Refle­xi­ons­run­den oder Rol­len­spie­le, hel­fen dabei, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­ter zu erken­nen und zu ver­bes­sern. Unter­neh­men pro­fi­tie­ren davon, wenn sie gezielt Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien ein­set­zen, um die Ver­bin­dung zwi­schen den Team­mit­glie­dern zu stär­ken. Dazu gehört auch, Feed­back als Chan­ce zur Wei­ter­ent­wick­lung zu begrei­fen und gemein­sam Lösun­gen für Her­aus­for­de­run­gen zu fin­den. So wird Kom­mu­ni­ka­ti­on zum Schlüs­sel, um Teams zu stär­ken und Unter­neh­mens­zie­le gemein­sam zu errei­chen. ## Durchführung Die Durch­füh­rung eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops kann in ver­schie­de­nen For­ma­ten erfol­gen – von inten­si­ven Prä­senz­ver­an­stal­tun­gen bis hin zu fle­xi­blen Online-Work­shops. Die Wahl des For­mats soll­te sich nach den Zie­len und Rah­men­be­din­gun­gen Ihres Unter­neh­mens rich­ten. Ein pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop wird idea­ler­wei­se von einem erfah­re­nen Trai­ner oder Coach gelei­tet, der nicht Teil des Teams ist. Die­se neu­tra­le Posi­ti­on ermög­licht eine offe­ne Dis­kus­si­on und bringt fri­sche Per­spek­ti­ven ein. Der Trai­ner soll­te über fun­dier­te Kennt­nis­se in Kom­mu­ni­ka­ti­ons­psy­cho­lo­gie und Grup­pen­dy­na­mik ver­fü­gen. Je nach Umfang und Tie­fe der Inhal­te kann ein Work­shop als ein­tä­gi­ges Inten­siv­pro­gramm oder als mehr­tä­gi­ges Semi­nar kon­zi­piert wer­den. Für nach­hal­ti­ge Ergeb­nis­se emp­fiehlt sich oft eine Kom­bi­na­ti­on aus: 1. **Vor­be­rei­tung:** Die Teil­neh­mer wer­den über Zie­le und Inhal­te infor­miert und kön­nen ihre Erwar­tun­gen for­mu­lie­ren. 2. **Durch­füh­rung:** Der eigent­li­che Work­shop mit einer aus­ge­wo­ge­nen Mischung aus Theo­rie und Pra­xis. 3. **Nach­be­rei­tung:** Trans­fer des Gelern­ten in den All­tag und regel­mä­ßi­ge Auf­fri­schung. Die Metho­den im Work­shop sind viel­fäl­tig und inter­ak­tiv. Bewähr­te Tech­ni­ken sind Kar­ten­ab­fra­gen zur Samm­lung von Ideen, struk­tu­rier­te Feed­back­run­den und Gewich­tungs­fra­gen für die prio­ri­sier­te Ent­schei­dungs­fin­dung in der Grup­pe. Die­se Inter­ak­ti­on för­dert nicht nur das Ler­nen, son­dern stärkt auch den Zusam­men­halt im Team. Die Rol­le des Trai­ners ist dabei, einen siche­ren Raum zu schaf­fen, in dem sich alle Teil­neh­mer öff­nen und auch über schwie­ri­ge The­men spre­chen kön­nen. Nur in einer Atmo­sphä­re des Ver­trau­ens kön­nen ech­te Ver­än­de­run­gen in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur ent­ste­hen. ## Ergebnisse Die Ergeb­nis­se eines pro­fes­sio­nel­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops sind viel­fäl­tig und wir­ken sich posi­tiv auf das gesam­te Unter­neh­mens­um­feld aus. Zunächst ist eine deut­li­che Stei­ge­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz bei den ein­zel­nen Teil­neh­mern fest­zu­stel­len. Sie drü­cken sich kla­rer aus, hören akti­ver zu und gehen sou­ve­rä­ner mit Her­aus­for­de­run­gen um. Auf Team­ebe­ne zei­gen sich die posi­ti­ven Effek­te in ver­schie­de­nen Bah­nen: - **Bes­se­re Zusam­men­ar­beit:** Teams arbei­ten effi­zi­en­ter zusam­men, da Miss­ver­ständ­nis­se redu­ziert wer­den. - **Kon­struk­ti­ver Umgang mit Kon­flik­ten:** Statt gegen­sei­ti­ger Vor­wür­fe wer­den Lösun­gen in den Mit­tel­punkt gestellt. - **Stär­ke­res Wir-Gefühl:** Das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis för­dert den Zusam­men­halt im Team. - **Höhe­re Pro­duk­ti­vi­tät:** Kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on spart Zeit und Res­sour­cen. Füh­rungs­kräf­te gewin­nen durch einen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop an Über­zeu­gungs­kraft und ent­wi­ckeln ein fei­ne­res Gespür für die Bedürf­nis­se ihrer Mit­ar­bei­ter. Sie kön­nen Gesprä­che ziel­ge­rich­te­ter füh­ren und ihre Teams bes­ser moti­vie­ren. Ein beson­ders wert­vol­les Ergeb­nis ist das tie­fe­re Ver­ständ­nis für die unter­schied­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sti­le und Per­sön­lich­keits­ty­pen im Team. Die­se Erkennt­nis hilft dabei, die Stär­ken jedes Ein­zel­nen zu erken­nen und opti­mal ein­zu­set­zen. Lang­fris­tig schafft ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop die Grund­la­ge für eine nach­hal­ti­ge Ver­bes­se­rung der Unter­neh­mens­kul­tur. Die posi­ti­ven Effek­te rei­chen weit über den Work­shop hin­aus und beein­flus­sen nicht nur die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on, son­dern auch den Kon­takt zu Kun­den und Part­nern. ## Fazit Ein effek­ti­ver Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop ist kei­ne Aus­ga­be, son­dern eine Inves­ti­ti­on in die Zukunft Ihres Teams und Unter­neh­mens. Die Fähig­keit, klar und wert­schät­zend zu kom­mu­ni­zie­ren, ist in der heu­ti­gen kom­ple­xen Arbeits­welt wich­ti­ger denn je. Durch die geziel­te För­de­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten Ihrer Mit­ar­bei­ter schaf­fen Sie ein Umfeld, in dem Ideen frei flie­ßen kön­nen, Pro­ble­me offen ange­spro­chen wer­den und Emo­tio­nen ihren Platz haben. Dies trägt nicht nur zur Lösung aktu­el­ler Her­aus­for­de­run­gen bei, son­dern stärkt Ihr Unter­neh­men auch für zukünf­ti­ge Auf­ga­ben. Die Kom­bi­na­ti­on aus theo­re­ti­schen Grund­la­gen und prak­ti­schen Übun­gen in einem pro­fes­sio­nel­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop ermög­licht es den Teil­neh­mern, neue Ver­hal­tens­wei­sen direkt zu erpro­ben und in den Arbeits­all­tag zu inte­grie­ren. So fin­den posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen nicht nur in den Köp­fen, son­dern auch in den Her­zen statt. Ana­ly­sie­ren Sie die [Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­ter in Ihrem Team](https://bobach-coaching.de/kommunikation-im-team-verbessern/) und iden­ti­fi­zie­ren Sie Berei­che mit Ver­bes­se­rungs­po­ten­ti­al. Ein maß­ge­schnei­der­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop kann genau dort anset­zen und Ihr Team auf die nächs­te Stu­fe heben. Denn am Ende des Tages ist es die Qua­li­tät unse­rer Gesprä­che, die den Unter­schied zwi­schen einem durch­schnitt­li­chen und einem her­aus­ra­gen­den Team aus­macht. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Glauben Sie keinem Guru – Warum vorgefertigte Erfolgsrezepte nicht funktionieren](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) **Published:** Februar 19, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Immer wie­der begeg­nen uns im Inter­net selbst­er­nann­te Gurus, die mit mar­ki­gen Sprü­chen ver­spre­chen, Ihr Leben zu revo­lu­tio­nie­ren. “Mit mir wer­den Sie reich!”, “Ich zei­ge Ihnen den ein­zi­gen Weg zum Erfolg!”, “Machen Sie es genau so wie ich und Sie wer­den alles errei­chen!” – sol­che Aus­sa­gen begeg­nen uns in sozia­len Medi­en, auf You­Tube oder in Wer­be­an­zei­gen. Doch funk­tio­nie­ren die­se Metho­den wirk­lich? Und wenn nicht, war­um? Es ist wich­tig, die Ver­trä­ge vor der Unter­zeich­nung zu über­prü­fen, um unse­riö­se Ange­bo­te zu ver­mei­den. Es gibt zu die­sem The­ma eben­falls ein aus­führ­li­ches Video von mir: ## Einführung in die Welt der Persönlichkeitsentwicklung Die Welt der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist ein wach­sen­des Feld, das von Life Coa­ches, Coa­ching-Anbie­tern und Gurus geprägt ist. Vie­le Men­schen suchen nach Hil­fe und Unter­stüt­zung, um ihre Zie­le zu errei­chen und ein glück­li­ches Leben zu füh­ren. Die [Coa­ching-Bran­che](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/) bie­tet eine Viel­zahl von Ange­bo­ten, von Life Coa­ching bis hin zu spe­zia­li­sier­ten Kur­sen und Work­shops. Es ist wich­tig, sich vor­her aus­führ­lich mit den Anbie­tern aus­ein­an­der­zu­set­zen, um sicher­zu­stel­len, dass sie die not­wen­di­ge Aus­bil­dung, Erfah­rung und Refe­ren­zen haben. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te nach dem Grund­satz “Erst geben — dann neh­men” han­deln und die Bedürf­nis­se sei­ner Kun­den in den Vor­der­grund stel­len. Nur so kann gewähr­leis­tet wer­den, dass die Unter­stüt­zung wirk­lich effek­tiv und nach­hal­tig ist. ## Was sind Gurus und woran erkennt man sie? Gurus gibt es in nahe­zu allen Lebens­be­rei­chen: im Selbst­ma­nage­ment, in der Selbst­ver­wirk­li­chung, im Busi­ness oder auch in der Part­ner­schaft. Ihre zen­tra­le Bot­schaft lau­tet immer: “Ich habe den ein­zig wah­ren Weg gefun­den, fol­gen Sie mir, dann wer­den Sie erfolg­reich sein!” Die­se Ver­spre­chen klin­gen ver­lo­ckend, doch sie basie­ren auf einer pro­ble­ma­ti­schen Annah­me: der Exis­tenz einer objek­ti­ven Rea­li­tät, die für alle Men­schen glei­cher­ma­ßen gilt. Die Argu­men­ta­ti­on die­ser Gurus beruht dar­auf, dass ihr eige­ner Erfolg ein Beweis für die All­ge­mein­gül­tig­keit ihrer Metho­de sei. Sie behaup­ten, dass jeder, der ihre Stra­te­gien eins zu eins umsetzt, eben­falls erfolg­reich sein wird. Doch die­se Sicht­wei­se igno­riert eine fun­da­men­ta­le Erkennt­nis: Jeder Mensch lebt in sei­ner eige­nen Rea­li­tät, geformt durch indi­vi­du­el­le Erfah­run­gen, Wer­te und Glau­bens­sät­ze. Zudem nut­zen Gurus oft geschick­te Mar­ke­ting-Tech­ni­ken, um sich als allei­ni­ge Auto­ri­tät in ihrem Bereich zu prä­sen­tie­ren. Sie spie­len mit psy­cho­lo­gi­schen Tricks, nut­zen emo­tio­na­le Mani­pu­la­ti­on und kre­ieren künst­li­chen Zeit­druck, um Men­schen zu über­zeu­gen. Ein klas­si­sches Bei­spiel sind exklu­si­ve “Geheim­nis­se”, die nur preis­ge­ge­ben wer­den, wenn man sich schnell ent­schei­det. Dabei gibt es in Wirk­lich­keit kei­ne Geheim­for­mel zum Erfolg. Gurus üben oft psy­cho­lo­gi­schen Druck aus, indem sie ein Gefühl der Dring­lich­keit erzeu­gen und Angst vor ver­pass­ten Chan­cen schü­ren. ## Die Illusion einer objektiven Realität Tat­säch­lich gibt es kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät, in der alle Men­schen die glei­chen Erfah­run­gen machen. Unse­re Wahr­neh­mung wird durch indi­vi­du­el­le Fil­ter geformt. Die­se Fil­ter bestehen aus unse­ren Sin­nes­ein­drü­cken, unse­ren Erfah­run­gen, Glau­bens­sät­zen und Wer­ten. Dar­aus ent­steht unse­re ganz per­sön­li­che Wirk­lich­keits­kon­struk­ti­on. Das Kon­zept des **radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus** beschreibt genau die­sen Pro­zess: - Wir neh­men die Welt durch unse­re Sin­ne wahr (sehen, hören, füh­len, rie­chen, schme­cken). - Unse­re Wahr­neh­mung wird von per­sön­li­chen Erfah­run­gen, Wis­sen und Glau­bens­sät­zen geformt. - Dar­aus ent­steht eine indi­vi­du­el­le Rea­li­tät, die von Mensch zu Mensch unter­schied­lich ist. Ein gutes Bei­spiel hier­für ist ein Kino­be­such: Zehn Men­schen schau­en den­sel­ben Film, doch hin­ter­her hat jeder eine ande­re Mei­nung dazu. Der eine fand ihn span­nend, der ande­re lang­wei­lig, einer fand die Schau­spie­ler groß­ar­tig, ein ande­rer nicht. So funk­tio­niert auch unse­re Wahr­neh­mung der Rea­li­tät. Das bedeu­tet aber auch: Was für den einen funk­tio­niert, muss nicht auto­ma­tisch für den ande­ren funk­tio­nie­ren. Ein Erfolgs­re­zept, das für einen Guru passt, kann für eine ande­re Per­son völ­lig unge­eig­net sein. Vie­le unse­riö­se Coa­ching-Sys­te­me lau­fen im Prin­zip wie ein Schnee­ball­sys­tem ab, bei dem Kun­den dazu gebracht wer­den, viel Geld für Coa­ching-Aus­bil­dun­gen aus­zu­ge­ben, wäh­rend ihnen sug­ge­riert wird, dass dies der Schlüs­sel zu ihrem Erfolg sei. ## Die Gefahr des Guru-Kults Der Guru-Kult ist ein Phä­no­men, das in der Coa­ching-Sze­ne oft zu beob­ach­ten ist, wo ein­zel­ne Per­so­nen als all­wis­sen­de Auto­ri­tä­ten ver­ehrt wer­den. Die­se Gurus ver­spre­chen oft schnel­len Erfolg und Reich­tum, ohne dass sie die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten oder Erfah­run­gen haben, um ihre Kun­den erfolg­reich zu machen. Die Gefahr des Guru-Kults liegt dar­in, dass die Kun­den ihre kri­ti­sche Denk­fä­hig­keit ver­lie­ren und blind­lings den Rat­schlä­gen ihrer Gurus fol­gen. Es ist wich­tig, sich vor sol­chen Fäl­len zu schüt­zen, indem man sich aus­führ­lich mit den Anbie­tern aus­ein­an­der­setzt und ihre Refe­ren­zen über­prüft. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te sei­ne Kun­den ermu­ti­gen, kri­tisch zu den­ken und ihre eige­nen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Nur so kann ech­te, nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung statt­fin­den. ## Die Zielgruppe des Erfolgs Die Ziel­grup­pe des Erfolgs sind oft Men­schen, die nach einer Ver­än­de­rung in ihrem Leben suchen und bereit sind, in ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung zu inves­tie­ren. Die­se Men­schen sind oft auf der Suche nach einer Lösung für ihre Pro­ble­me und suchen nach einem Coach oder Bera­ter, der ihnen hel­fen kann, ihre Zie­le zu errei­chen. Es ist wich­tig, dass die Coa­ching-Ange­bo­te auf die Bedürf­nis­se der Kun­den abge­stimmt sind und dass die Coa­ches oder Bera­ter die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen haben, um ihre Kun­den erfolg­reich zu machen. Die Ziel­grup­pe des Erfolgs kann auch Men­schen umfas­sen, die bereits erfolg­reich sind, aber nach wei­te­rer Unter­stüt­zung und Ent­wick­lung suchen. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te sei­ne Kun­den indi­vi­du­ell betreu­en und ihre Bedürf­nis­se und Zie­le in den Vor­der­grund stel­len. Nur so kann eine wirk­lich effek­ti­ve und nach­hal­ti­ge Unter­stüt­zung gewähr­leis­tet wer­den. ## Warum Gurus nicht die Lösung sind Wenn jeder Mensch sei­ne eige­ne Rea­li­tät kon­stru­iert, dann kann es kei­nen uni­ver­sel­len Erfolgs­pfad geben. Die Metho­den der Gurus igno­rie­ren die­se Tat­sa­che und füh­ren daher oft zu Frus­tra­ti­on. Wer sich an vor­ge­fer­tig­ten Rezep­ten ori­en­tiert, ohne sei­ne indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Umstän­de zu berück­sich­ti­gen, wird schnell fest­stel­len, dass der ver­spro­che­ne Erfolg aus­bleibt. Dazu kommt, dass vie­le Gurus ihre Stra­te­gien in eine ein­fa­che Erfolgs­for­mel pres­sen: “Machen Sie es genau wie ich, dann wer­den Sie erfolg­reich!” Doch die­se Nach­ah­mung igno­riert per­sön­li­che Stär­ken, Schwä­chen, Erfah­run­gen und Talen­te. Sie zwingt Men­schen in ein Sche­ma, das nicht zu ihnen passt. Erfolg ist eine hoch­in­di­vi­du­el­le Ange­le­gen­heit, die von unzäh­li­gen Fak­to­ren beein­flusst wird – von der eige­nen Per­sön­lich­keit über exter­ne Umstän­de bis hin zu Zufäl­len. ## Was sind die Alternativen? Wenn Gurus nicht die Ant­wort sind, wie kann man dann sei­nen eige­nen Weg fin­den? Eine fun­dier­te Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um im Coa­ching-Bereich kann dabei hel­fen, die not­wen­di­ge Exper­ti­se und das Wis­sen zu erlan­gen, um seriö­se und qua­li­fi­zier­te Unter­stüt­zung zu bie­ten. Hier sind eini­ge wir­kungs­vol­le Ansät­ze: ### 1. **Auf die eigene innere Stimme hören** Vie­le Men­schen haben es ver­lernt, auf ihr eige­nes Bauch­ge­fühl zu hören. In einer Welt, in der für jedes Pro­blem ein Rat­ge­ber exis­tiert, ist es ver­lo­ckend, sich an vor­ge­fer­tig­ten Lösun­gen zu ori­en­tie­ren. Doch oft liegt die bes­te Ant­wort in einem selbst. Die Sinn­su­che wird dabei oft von kom­mer­zi­el­len Inter­es­sen beglei­tet, was die Authen­ti­zi­tät der ange­bo­te­nen Lösun­gen in Fra­ge stellt. Statt zu goo­geln, was “rich­tig” ist, soll­ten Sie sich fra­gen: Was fühlt sich für mich stim­mig an? ### 2. **Hemmende Glaubenssätze hinterfragen** Inne­re Über­zeu­gun­gen wie “Ich bin nicht gut genug”, “Das kann ich nicht” oder “Ich wer­de nie erfolg­reich sein” beein­flus­sen unse­re Wahr­neh­mung mas­siv. Die­se [Glau­bens­sät­ze](https://bobach-coaching.de/das-macht-man-nicht-die-macht-der-glaubenssaetze/) haben oft tie­fe Wur­zeln, kön­nen aber durch Refle­xi­on und Coa­ching ver­än­dert wer­den. Wer sich von ihnen befreit, eröff­net sich neue Mög­lich­kei­ten. Auch Jour­na­ling, Medi­ta­ti­on und geziel­tes Selbst­coa­ching kön­nen hel­fen, hin­der­li­che Glau­bens­sät­ze zu iden­ti­fi­zie­ren und neu zu for­mu­lie­ren. Es ist jedoch wich­tig, sich vor unse­riö­sen Coa­ching-Ange­bo­ten zu hüten, da die­se eine psy­chi­sche Abhän­gig­keit erzeu­gen kön­nen, die das selbst­be­stimm­te Leben gefähr­det. ### 3. **Auf die eigene Intuition vertrauen** Intui­ti­on basiert auf Erfah­run­gen und kann ein wert­vol­ler Rat­ge­ber sein. Beson­ders in Berei­chen, in denen Sie bereits Wis­sen auf­ge­baut haben, ist sie eine zuver­läs­si­ge Ent­schei­dungs­grund­la­ge. Vie­le Teil­neh­mer an Coa­ching-Ange­bo­ten sind auf der Suche nach Hoff­nung und Ver­än­de­rung und pro­fi­tie­ren davon, auf ihre Intui­ti­on zu ver­trau­en. Anstatt blind exter­nen Exper­ten zu fol­gen, soll­ten Sie sich trau­en, auf das eige­ne Gespür zu ver­trau­en. Intui­ti­on ist oft ein Zei­chen unbe­wuss­ter Kom­pe­tenz – je mehr Erfah­rung Sie in einem Bereich haben, des­to bes­ser kön­nen Sie Ent­schei­dun­gen aus dem Bauch her­aus tref­fen. ### 4. **Konflikte mit anderen Sichtweisen verstehen** Wenn Sie akzep­tie­ren, dass jeder Mensch sei­ne eige­ne Rea­li­tät kon­stru­iert, ver­ste­hen Sie bes­ser, war­um Miss­ver­ständ­nis­se und Kon­flik­te ent­ste­hen. Anstatt sich zu ärgern, wenn jemand Sie nicht “ver­steht”, kön­nen Sie aner­ken­nen, dass die­se Per­son eine völ­lig ande­re Wahr­neh­mung hat. Das kann hel­fen, Gesprä­che und Bezie­hun­gen bewuss­ter zu gestal­ten. Gera­de in Füh­rungs­rol­len oder im Coa­ching-Bereich ist die­ses Ver­ständ­nis von unschätz­ba­rem Wert. Die­se Begrif­fe sind nicht mehr nur in spi­ri­tu­el­len oder alter­na­ti­ven Gemein­schaf­ten prä­sent, son­dern fin­den zuneh­mend auch in einem kom­mer­zi­el­len Mas­sen­markt Beach­tung. ### 5. **Individuelle Lern- und Entwicklungswege verfolgen** Jeder Mensch hat einen ande­ren Rhyth­mus, wenn es um per­sön­li­che Ent­wick­lung und Erfolg geht. Anstatt einem rigi­den Sys­tem zu fol­gen, das angeb­lich für alle funk­tio­niert, soll­ten Sie sich die Frei­heit neh­men, Ihren eige­nen Weg zu gestal­ten. Das bedeu­tet auch, Feh­ler als Teil des Lern­pro­zes­ses zu akzep­tie­ren und aus ihnen zu wach­sen. Exter­ne Inhal­te kön­nen akti­viert wer­den, wobei per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten über­mit­telt wer­den, was in der Daten­schutz­er­klä­rung näher erläu­tert wird. Lang­fris­ti­ger Erfolg ent­steht durch kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung und Refle­xi­on, nicht durch das blin­de Befol­gen einer vor­ge­ge­be­nen Rou­te. ## Fazit: Finden Sie Ihren eigenen Weg Gurus ver­spre­chen oft ein­fa­che Lösun­gen, doch in Wahr­heit gibt es kei­ne uni­ver­sel­le Erfolgs­for­mel. Jeder Mensch lebt in sei­ner eige­nen Rea­li­tät, die von indi­vi­du­el­len Erfah­run­gen, Wer­ten und Glau­bens­sät­zen geprägt ist. Daher ist es essen­zi­ell, den eige­nen Weg zu fin­den und nicht blind vor­ge­fer­tig­ten Kon­zep­ten zu fol­gen. Moder­ne Spi­ri­tua­li­tät und Coa­ching-Ange­bo­te sind oft mit dem Ver­spre­chen ver­bun­den, das per­sön­li­che Glück zu errei­chen. Die bes­te Stra­te­gie ist, auf die eige­ne Intui­ti­on zu hören, hem­men­de Glau­bens­sät­ze zu hin­ter­fra­gen und sich bewusst zu machen, dass die eige­ne Rea­li­tät ein­zig­ar­tig ist. Nur so kön­nen Sie authen­tisch und nach­hal­tig erfolg­reich sein – auf eine Wei­se, die wirk­lich zu Ihnen passt. **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching --- ### [Coaching statt Kontrolle – Wie moderne Führung in 2025 aussieht](https://bobach-coaching.de/coaching-statt-kontrolle-wie-moderne-fuehrung-in-2025-aussieht/) **Published:** Mai 5, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Titel klingt viel­leicht pro­vo­kant, aber er bringt auf den Punkt, was ich immer häu­fi­ger in Unter­neh­men beob­ach­te: einen Para­dig­men­wech­sel in der Füh­rungs­kul­tur. [Kon­trol­le ver­liert an Bedeu­tung](https://bobach-coaching.de/kontrollzwang-loswerden/ "Kontrollzwang loswerden"), Coa­ching gewinnt an Ein­fluss. Das betrifft nicht nur ein­zel­ne Metho­den oder Tools, son­dern die Grund­hal­tung, mit der Füh­rungs­kräf­te ihren Teams begeg­nen. 2025 ist das Jahr, in dem sich die­ser Wan­del end­gül­tig durch­setzt. Die klas­si­sche Top-down-Kom­mu­ni­ka­ti­on wird abge­löst durch dia­log­ori­en­tier­te, ent­wick­lungs­för­dern­de Füh­rung. Füh­rungs­kräf­te wer­den zu Spar­rings­part­nern, [Feed­back­ge­bern](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/ "So schaffen Sie eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen"), Impuls­ge­bern – und nicht län­ger zu Kon­troll­in­stan­zen. Die­ser Wan­del pas­siert nicht über Nacht, aber er ist spür­bar, mess­bar und vor allem: not­wen­dig. Was ich in mei­ner Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten und Teams immer wie­der erle­be, ist der Wunsch nach mehr Sinn­haf­tig­keit in der Zusam­men­ar­beit. Men­schen wol­len nicht nur Auf­trä­ge aus­füh­ren, son­dern ihre Stär­ken ein­brin­gen, mit­ge­stal­ten und wach­sen. Und genau da setzt Coa­ching-ori­en­tier­te Füh­rung an. Sie schafft [Räu­me für Eigen­ver­ant­wor­tung](https://bobach-coaching.de/wie-sie-mit-coaching-die-eigenverantwortung-ihrer-mitarbeiter-staerken/ "Wie Sie mit Coaching die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter stärken"), statt Ergeb­nis­se mit der Stopp­uhr zu kon­trol­lie­ren. Sie fragt nicht nur, was erreicht wur­de, son­dern auch, wie Men­schen sich dabei ent­wi­ckeln konn­ten. In einer Zeit, in der Fach­kräf­te knapp sind und Unter­neh­men um Talen­te kon­kur­rie­ren, ist Coa­ching kein “Nice-to-have” mehr. Es ist ein Muss. Wer Mit­ar­bei­ten­de lang­fris­tig bin­den will, muss ihnen Ent­wick­lungs­per­spek­ti­ven bie­ten – und das gelingt nicht mit Ziel­ver­ein­ba­run­gen allein, son­dern mit ech­ter Beglei­tung. Coa­ching ist der Weg dort­hin. Ich bin über­zeugt: Moder­ne Füh­rung in 2025 ist geprägt von Ver­trau­en, Authen­ti­zi­tät und ech­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on. Und genau dar­in liegt ihre Kraft. Was macht eine gute Füh­rungs­kraft im Jahr 2025 aus? Aus mei­ner Sicht ist die Ant­wort klar: Die Zeit auto­ri­tä­rer Kon­troll­in­stan­zen ist vor­bei. Wer heu­te Men­schen füh­ren will, braucht kei­ne bes­se­ren Excel-Kennt­nis­se oder mehr Druck­mit­tel – son­dern Coa­ching-Kom­pe­tenz. Ich erle­be in mei­ner täg­li­chen Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten, wie stark sich der Füh­rungs­stil in den letz­ten Jah­ren ver­än­dert hat – und wie wich­tig es ist, die­sen Wan­del aktiv mit­zu­ge­stal­ten. ## Klassische Führung ist ein Auslaufmodell Klas­si­sche Füh­rung war lan­ge Zeit geprägt von Kon­trol­le, Hier­ar­chie und kla­ren Anwei­sun­gen. Auf­ga­ben wur­den ver­teilt, Ergeb­nis­se über­prüft, Abwei­chun­gen sank­tio­niert. Doch die­ses Modell funk­tio­niert in der heu­ti­gen Arbeits­welt immer weni­ger. War­um? - **Kom­ple­xi­tät nimmt zu**: Ent­schei­dun­gen müs­sen schnel­ler getrof­fen und agi­ler umge­setzt wer­den. - **Mit­ar­bei­ter wün­schen sich Mit­ge­stal­tung**: Wer top aus­ge­bil­det ist, will nicht nur aus­füh­ren, son­dern mit­den­ken. - **Moti­va­ti­on braucht Ver­trau­en**: Kon­trol­le signa­li­siert Miss­trau­en – das hemmt Enga­ge­ment und Krea­ti­vi­tät. Die Kon­se­quenz: Füh­rungs­kräf­te, die heu­te noch auf Kon­trol­le set­zen, ver­lie­ren an Anschluss. Wer statt­des­sen Coa­ching-Prin­zi­pi­en in den Füh­rungs­all­tag inte­griert, gewinnt – an Ver­trau­en, an Team­spi­rit und an Pro­duk­ti­vi­tät. ## Coaching als Führungsprinzip Was bedeu­tet „Coa­ching-ori­en­tier­te Füh­rung“ kon­kret? Aus mei­ner Erfah­rung geht es um drei zen­tra­le Hal­tun­gen: 1. **Zuhö­ren statt Anwei­sen** Moder­ne Füh­rung beginnt mit ech­tem Inter­es­se. Wer fragt, ver­steht – und kann bes­ser beglei­ten. Füh­rungs­kräf­te mit Coa­ching-Kom­pe­tenz hören aktiv zu, stel­len klu­ge Fra­gen und neh­men sich Zeit für Per­spek­tiv­wech­sel. 2. **Ent­wick­lung för­dern statt Ergeb­nis­se kon­trol­lie­ren** Ziel ist nicht das kurz­fris­ti­ge Ergeb­nis, son­dern lang­fris­ti­ges Wachs­tum. Coa­ching-ori­en­tier­te Füh­rung erkennt Poten­zia­le, gibt Feed­back auf Augen­hö­he und ermu­tigt zu Ver­ant­wor­tung und Selbst­füh­rung. 3. **Ver­trau­en schen­ken statt Kon­trol­le aus­üben** Ver­trau­en ist kein Bonus, son­dern die Grund­la­ge für moder­ne Füh­rung. Das bedeu­tet, Auf­ga­ben zu dele­gie­ren, Spiel­räu­me zu gewäh­ren – und trotz­dem prä­sent zu blei­ben, wenn es nötig ist. ## Business Coaching als Schlüsselkompetenz Ich bin über­zeugt: Busi­ness Coa­ching ist längst kei­ne Zusatz­qua­li­fi­ka­ti­on mehr, son­dern essen­zi­el­ler Bestand­teil wirk­sa­mer Füh­rung. Wer Teams moti­vie­ren, Kon­flik­te klä­ren oder Ver­än­de­run­gen beglei­ten will, braucht genau die­se Fähig­kei­ten: - **Kom­mu­ni­ka­ti­on auf Augen­hö­he** - **sys­te­mi­sches Den­ken** - **Lösungs­ori­en­tie­rung statt Pro­blem­fi­xie­rung** - **die Fähig­keit, Selbst­re­fle­xi­on anzu­re­gen** All das lässt sich ler­nen – in Coa­ching-Aus­bil­dun­gen, Lea­der­ship-Work­shops oder in der Zusam­men­ar­beit mit einem erfah­re­nen Busi­ness Coach. Vie­le mei­ner Klient:innen berich­ten, wie sehr sich ihre Wir­kung als Füh­rungs­kraft ver­än­dert hat, seit sie Coa­ching nicht nur als Metho­de, son­dern als Hal­tung leben. ## Leadership 2025: Was Führung heute wirklich braucht Füh­rung in 2025 bedeu­tet vor allem eines: Men­schen befä­hi­gen, ihr Bes­tes zu geben. Dafür braucht es kein Mikro­ma­nage­ment, son­dern Ori­en­tie­rung, Feed­back und Ver­trau­en. Moder­ne Füh­rung heißt: - **die eige­ne Rol­le neu defi­nie­ren – als Beglei­ter:in, nicht als Kon­troll­in­stanz** - **Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kom­pe­tenz gezielt aus­bau­en** - **Teams ent­wi­ckeln, statt nur Auf­ga­ben zu ver­tei­len** - **Refle­xi­ons­räu­me schaf­fen und Selbst­ver­ant­wor­tung för­dern** Füh­rungs­kräf­te Coa­ching ist dabei kein Luxus, son­dern ein stra­te­gi­scher Erfolgs­fak­tor. Wer sei­ne Füh­rungs­kom­pe­tenz wei­ter­ent­wi­ckelt, bleibt hand­lungs­fä­hig – auch in kom­ple­xen, dyna­mi­schen Situa­tio­nen. ## Fazit: Coaching ist die neue Führung Ich erle­be täg­lich, wie Füh­rungs­kräf­te durch Coa­ching wach­sen – per­sön­lich und beruf­lich. Coa­ching-ori­en­tier­te Füh­rung ist kein Trend, son­dern eine not­wen­di­ge Ant­wort auf die Anfor­de­run­gen einer neu­en Arbeits­welt. Wer 2025 füh­ren will, muss nicht alles wis­sen – aber bereit sein, zuzu­hö­ren, zu för­dern und sich selbst zu hin­ter­fra­gen. Genau das macht den Unter­schied. Wenn Sie mehr dar­über erfah­ren möch­ten, wie Coa­ching Ihre Füh­rungs­ar­beit stär­ken kann, spre­chen Sie mich ger­ne an – oder ent­de­cken Sie mein Ange­bot für[ Füh­rungs­kräf­te Coa­ching](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-fuer-fuehrungskraefte/ "Coaching für Führungskräfte"). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Konfliktlösung im Team – Warum Kommunikation gerade jetzt entscheidend ist](https://bobach-coaching.de/konfliktloesung-im-team-warum-kommunikation-gerade-jetzt-entscheidend-ist/) **Published:** April 28, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** In mei­ner Arbeit als [Busi­ness Coach in Düs­sel­dorf](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") tref­fe ich immer häu­fi­ger auf Teams, die mit zuneh­men­den Span­nun­gen kämp­fen. Die Ursa­chen sind viel­fäl­tig: Remo­te Work, knap­pe Res­sour­cen, unkla­re Rol­len­ver­tei­lun­gen oder ein­fach eine über­las­te­te Füh­rungs­ebe­ne. Was die­se Her­aus­for­de­run­gen gemein­sam haben? Sie wir­ken sich unmit­tel­bar auf die Team­kom­mu­ni­ka­ti­on aus – und damit auf das Kon­flikt­po­ten­zi­al. In die­sem Arti­kel möch­te ich mit Ihnen tei­len, war­um Kon­flikt­lö­sung ohne Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht funk­tio­niert, wes­halb gera­de jetzt ein pro­fes­sio­nel­ler Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop oder geziel­tes [Mit­ar­bei­ter Coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching") sinn­voll ist – und wie Sie als Füh­rungs­kraft aktiv zur Lösung bei­tra­gen kön­nen. Denn gera­de in Zei­ten des Wan­dels ist Ihre Fähig­keit zur Kon­flikt­na­vi­ga­ti­on ein ent­schei­den­der Erfolgs­fak­tor. ## Kommunikation ist der Schlüssel – auch (und gerade) in Krisenzeiten Kon­flik­te sind in Orga­ni­sa­tio­nen nichts Neu­es. Doch in Zei­ten von Home­of­fice, Pro­jekt­über­las­tung und dyna­mi­scher Ver­än­de­rung eska­lie­ren sie schnel­ler. Oft ist es nicht der gro­ße Eklat, son­dern die klei­nen Miss­ver­ständ­nis­se, die sich über Wochen hin­weg auf­bau­en: Ein nicht zurück­ge­ru­fe­ner Anruf. Eine E‑Mail, die als Vor­wurf inter­pre­tiert wird. Eine Ent­schei­dung, die ohne Rück­spra­che getrof­fen wur­de. Die­se all­täg­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me poten­zie­ren sich in ange­spann­ten Zei­ten. Was frü­her im per­sön­li­chen Gespräch geklärt wur­de, bleibt heu­te oft unkom­men­tiert – oder wird digi­tal fehl­in­ter­pre­tiert. Die Fol­ge: Rück­zug, stil­le Vor­wür­fe, Leis­tungs­ab­fall und im schlimms­ten Fall Kün­di­gun­gen. Genau des­halb ist ein bewuss­ter Fokus auf Kom­mu­ni­ka­ti­on heu­te wich­ti­ger denn je. Kom­mu­ni­ka­ti­on ist nicht nur Mit­tel zum Zweck, son­dern ein zen­tra­les Füh­rungs­in­stru­ment, um Ori­en­tie­rung zu geben, Ver­trau­en zu schaf­fen und Eska­la­tio­nen vor­zu­beu­gen. Wer regel­mä­ßig im Dia­log bleibt, baut Brü­cken, wo ande­re Mau­ern hoch­zie­hen. Beson­ders in hybri­den Teams ist es ent­schei­dend, ver­bind­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ri­tua­le zu eta­blie­ren: wöchent­li­che Check-ins, kla­re Ver­ant­wort­lich­kei­ten, offe­ne Feed­back­for­ma­te. Die­se wir­ken wie ein sozia­les Immun­sys­tem – sie erken­nen Irri­ta­tio­nen früh­zei­tig und hel­fen, Span­nun­gen im Keim zu begeg­nen. ## Konfliktlösung beginnt nicht bei der Eskalation – sondern beim Zuhören Ein häu­fi­ger Irr­tum in Teams ist die Annah­me, Kon­flikt­lö­sung sei erst dann nötig, wenn es „kracht“. Aus mei­ner Erfah­rung beginnt gute Kon­flik­t­ar­beit viel frü­her. Und sie beginnt mit einer Hal­tung: Bin ich bereit, dem ande­ren wirk­lich zuzu­hö­ren? Nicht nur, um zu ant­wor­ten – son­dern um zu ver­ste­hen? Die­se Hal­tung lässt sich trai­nie­ren. In einem Team­coa­ching oder [Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation") schaf­fen wir einen Raum, in dem genau das geübt wird: Zuhö­ren, Feed­back geben, Bedürf­nis­se for­mu­lie­ren, Span­nun­gen anspre­chen. Nicht als Vor­wurf – son­dern als Ein­la­dung zum Dia­log. Die­se Räu­me brau­chen eine kla­re Struk­tur und eine ver­trau­ens­vol­le Atmo­sphä­re. Als Coach gestal­te ich Set­tings, die Sicher­heit bie­ten und gleich­zei­tig muti­ge Gesprä­che ermög­li­chen. Gera­de in Teams, die sich neu zusam­men­set­zen oder unter hoher Belas­tung arbei­ten, ist das essen­zi­ell. Beson­ders hilf­reich ist dabei die Eta­blie­rung gemein­sa­mer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­leit­li­ni­en. Wenn ein Team weiß, wie es mit Span­nun­gen umge­hen will, steigt die Bereit­schaft, Kon­flik­te aktiv zu bear­bei­ten. Das bedeu­tet: weni­ger Rei­bungs­ver­lus­te, mehr Ener­gie für die eigent­li­chen Auf­ga­ben. ## Warum Konflikte oft ein Hinweis auf systemische Themen sind In mei­nen Coa­chings erle­be ich oft, dass hin­ter dem vor­der­grün­di­gen Kon­flikt tie­fe­re Ursa­chen lie­gen: unkla­re Rol­len­ver­tei­lun­gen, feh­len­de Ent­schei­dungs­be­fug­nis­se oder dys­funk­tio­na­le Mee­ting­struk­tu­ren. Hier hel­fen Metho­den aus dem Busi­ness Coa­ching, die­se Mus­ter sicht­bar zu machen. Ein Kon­flikt ist also nicht nur ein Pro­blem – er ist auch eine Chan­ce. Näm­lich dann, wenn er genutzt wird, um Arbeits­be­din­gun­gen zu ver­bes­sern, Pro­zes­se zu reflek­tie­ren oder Füh­rung neu zu den­ken. Füh­rungs­kräf­te, die bereit sind, Kon­flik­te kon­struk­tiv zu bear­bei­ten, ent­wi­ckeln sich selbst – und ihr Team. Beson­ders in schnell wach­sen­den Orga­ni­sa­tio­nen oder in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen ent­ste­hen Rei­bun­gen oft dort, wo Struk­tu­ren nicht mit­ge­wach­sen sind. Hier lohnt sich der Blick auf sys­te­mi­sche Zusam­men­hän­ge: Wer trifft Ent­schei­dun­gen? Wer trägt Ver­ant­wor­tung? Wel­che unaus­ge­spro­che­nen Erwar­tun­gen gibt es? Die Beant­wor­tung sol­cher Fra­gen ist oft der Schlüs­sel zur Lösung wie­der­keh­ren­der Kon­flik­te. In einem Coa­ching­pro­zess machen wir die­se The­men sicht­bar und ent­wi­ckeln gemein­sam neue Hand­lungs­op­tio­nen. So ent­steht nicht nur kurz­fris­ti­ge Ent­las­tung, son­dern lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung. ## Was ein Kommunikationsworkshop konkret bewirken kann Ein pro­fes­sio­nell ange­lei­te­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shop kann inner­halb kür­zes­ter Zeit Klar­heit schaf­fen. Typi­sche Inhal­te sind: - **Grund­la­gen wirk­sa­mer Kom­mu­ni­ka­ti­on**: Wie for­mu­lie­re ich Kri­tik wert­schät­zend? Wie erken­ne ich non­ver­ba­le Signa­le? - **Feed­back­struk­tu­ren eta­blie­ren**: Vom klas­si­schen Feed­back-Gespräch bis hin zu kol­le­gia­ler Bera­tung - **Kon­flik­te kon­struk­tiv anspre­chen**: Ohne Schuld­zu­wei­sung, mit kla­rem Ziel - **Ver­trau­en auf­bau­en im Team**: Durch gemein­sa­me Übun­gen und mode­rier­te Dia­lo­ge - **Umgang mit digi­ta­len Miss­ver­ständ­nis­sen**: Kom­mu­ni­ka­ti­on im Home­of­fice neu den­ken Dar­über hin­aus geht es in den Work­shops auch um emo­tio­na­le Intel­li­genz, Selbst­re­fle­xi­on und den bewuss­ten Umgang mit indi­vi­du­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sti­len. Füh­rungs­kräf­te pro­fi­tie­ren hier beson­ders von prak­ti­schen Tools und Fall­bei­spie­len, die sie direkt in ihren All­tag über­tra­gen kön­nen. Sol­che For­ma­te las­sen sich her­vor­ra­gend mit wei­te­ren Maß­nah­men kom­bi­nie­ren, etwa im Rah­men eines Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lungs­pro­gramms oder in Form beglei­ten­der Ein­zel­coa­chings. So ent­steht eine nach­hal­ti­ge Ver­än­de­rung – nicht nur auf Ver­hal­tens­ebe­ne, son­dern auch in der Hal­tung. ## Fazit: Kommunikation ist Führungsaufgabe – und Entwicklungschance Wenn Teams an ihren Kon­flik­ten wach­sen sol­len, braucht es mehr als gute Absich­ten. Es braucht Struk­tu­ren, Raum für Aus­tausch – und manch­mal auch exter­ne Mode­ra­ti­on. Als Busi­ness Coach in Düs­sel­dorf beglei­te ich Orga­ni­sa­tio­nen dabei, genau die­se Räu­me zu schaf­fen. Ob im Rah­men eines Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops, eines Team­coa­chings oder geziel­ter Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung: Kom­mu­ni­ka­ti­on ist der Schlüs­sel zu mehr Klar­heit, Koope­ra­ti­on und Pro­duk­ti­vi­tät. Und gera­de jetzt – unter den aktu­el­len Rah­men­be­din­gun­gen – ist das rele­van­ter denn je. Kon­flikt­lö­sung ist dabei kei­ne läs­ti­ge Pflicht, son­dern eine unter­neh­me­ri­sche Res­sour­ce. Wer sie aktiv nutzt, stärkt die Bin­dung im Team, för­dert Inno­va­ti­on und ver­hin­dert teu­re Fluk­tua­ti­on. Denn nur in einem ver­trau­ens­vol­len Mit­ein­an­der kön­nen Men­schen ihr vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten. Las­sen Sie uns gemein­sam dar­an arbei­ten, dass Kon­flik­te nicht spal­ten, son­dern ver­bin­den. Ich freue mich, [wenn ich Sie und Ihr Team dabei unter­stüt­zen darf](#kontakt). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Best practices for a lean business strategy](https://bobach-coaching.de/post-title/) **Published:** August 21, 2020 **Author:** Björn Bobach **Content:** Viva­mus inte­ger non sus­ci­pit taci­ti eti­am at pri­mis tem­por sagit­tis euis­mod libe­ro faci­li­si apt­ent ele­mentum felis blan­dit cur­sus gra­vi­da soci­is erat ante eleifend lec­tus null­am dapi­bus netus feu­gi­at curae curab­i­tur. Mas­sa curae frin­gil­la port­ti­tor quam sol­li­ci­tu­din iacu­lis apt­ent leo ligu­la euis­mod dic­tumst orci pena­ti­bus mau­ris eros eti­am prae­sent erat volut­pat posue­re. Metus frin­gil­la nec ullam­cor­per odio ali­quam laci­n­ia conu­bia mau­ris tem­por eti­am ultri­ci­es pro­in quis­que lec­tus soci­is tris­tique inte­ger pha­sel­lus incep­tos taci­ti pre­ti­um adi­pi­scing prae­sent lob­or­tis mor­bi cras magna viva­mus per risus fer­men­tum tor­tor sagit­tis ligu­la. Mol­lis pre­ti­um lorem pri­mis senec­tus habi­tas­se lec­tus sce­le­ris­que donec ultri­ci­es tor­tor sus­pen­dis­se adi­pi­scing fus­ce mor­bi volut­pat pel­len­tes­que con­sec­te­tur risus moles­tie curae male­sua­da. Dig­nis­sim lacus con­val­lis mas­sa mau­ris enim ad mat­tis mag­nis senec­tus mon­tes mol­lis taci­ti pha­sel­lus accum­san biben­dum sem­per blan­dit sus­pen­dis­se fau­ci­bus nibh metus lob­or­tis mor­bi cras magna viva­mus per risus fer­men­tum. Dapi­bus imper­diet prae­sent mag­nis ridi­cu­lus con­gue gra­vi­da curab­i­tur dic­tum sagit­tis enim magna incep­tos soda­les par­tu­ri­ent pha­re­tra mol­lis aene­an nos­t­ra tel­lus com­mo­do. ![](https://gpsites.co/coach/wp-content/uploads/sites/68/pexels-christina-morillo-1181560-1200x667.jpg "pexels-christina-morillo-1181560 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Viva­mus inte­ger non sus­ci­pit taci­ti eti­am at pri­mis tem­por sagit­tis euis­mod libe­ro faci­li­si apt­ent ele­mentum felis blan­dit cur­sus gra­vi­da soci­is erat ante eleifend lec­tus null­am dapi­bus netus feu­gi­at curae curab­i­tur. Mas­sa curae frin­gil­la port­ti­tor quam sol­li­ci­tu­din iacu­lis apt­ent leo ligu­la euis­mod dic­tumst orci pena­ti­bus mau­ris eros eti­am prae­sent erat volut­pat posue­re. Metus frin­gil­la nec ullam­cor­per odio ali­quam laci­n­ia conu­bia mau­ris tem­por eti­am ultri­ci­es pro­in quis­que lec­tus soci­is tris­tique inte­ger pha­sel­lus incep­tos taci­ti pre­ti­um adi­pi­scing prae­sent lob­or­tis mor­bi cras magna viva­mus per risus fer­men­tum tor­tor sagit­tis ligu­la. “When Hen­ry Ford made cheap, relia­ble cars peo­p­le said, ‘Nah, what’s wrong with a hor­se?’ That was a huge bet he made, and it work­ed.” *– Elon Musk* Mol­lis pre­ti­um lorem pri­mis senec­tus habi­tas­se lec­tus sce­le­ris­que donec ultri­ci­es tor­tor sus­pen­dis­se adi­pi­scing fus­ce mor­bi volut­pat pel­len­tes­que con­sec­te­tur risus moles­tie curae male­sua­da. Dig­nis­sim lacus con­val­lis mas­sa mau­ris enim ad mat­tis mag­nis senec­tus mon­tes mol­lis taci­ti pha­sel­lus accum­san biben­dum sem­per blan­dit sus­pen­dis­se fau­ci­bus nibh metus lob­or­tis mor­bi cras magna viva­mus per risus fer­men­tum. Dapi­bus imper­diet prae­sent mag­nis ridi­cu­lus con­gue gra­vi­da curab­i­tur dic­tum sagit­tis enim magna incep­tos soda­les par­tu­ri­ent pha­re­tra mol­lis aene­an nos­t­ra tel­lus com­mo­do. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Warum Disziplin allein nicht reicht: Die Kunst des Selbstmanagements](https://bobach-coaching.de/warum-disziplin-allein-nicht-reicht-die-kunst-des-selbstmanagements/) **Published:** Februar 24, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Warum Selbstdisziplin nicht ausreicht Dis­zi­plin wird oft als Schlüs­sel zum Erfolg geprie­sen. Wer dis­zi­pli­niert ist, erle­digt Auf­ga­ben kon­se­quent, hält sich an Rou­ti­nen und bleibt fokus­siert. Doch vie­le erle­ben es selbst: Trotz aller Dis­zi­plin gibt es Momen­te, in denen wir uns unmo­ti­viert füh­len, Auf­ga­ben auf­schie­ben oder schlicht­weg über­for­dert sind. Hier zeigt sich eine unbe­que­me Wahr­heit: **Dis­zi­plin allein reicht nicht aus, um lang­fris­tig pro­duk­tiv und erfolg­reich zu sein.** Wer sich nur auf Dis­zi­plin ver­lässt, läuft Gefahr, [irgend­wann aus­zu­bren­nen](https://bobach-coaching.de/burnout-zusammenbrueche-verhindern-fruehwarnsignale-erkennen-und-rechtzeitig-gegensteuern/ "Burnout & Zusammenbrüche verhindern: Frühwarnsignale erkennen und rechtzeitig gegensteuern") oder in einem star­ren Sys­tem gefan­gen zu sein. Die wah­re Lösung liegt im Selbst­ma­nage­ment – einer ganz­heit­li­chen Stra­te­gie, die Dis­zi­plin ergänzt und pro­duk­ti­ver macht. ## Selbstmanagement als Schlüssel zur nachhaltigen Produktivität Selbst­ma­nage­ment bedeu­tet, die eige­ne Arbeits­wei­se bewusst zu steu­ern, [Prio­ri­tä­ten zu set­zen](https://bobach-coaching.de/richtig-priorisieren/ "Richtig Priorisieren lernen") und sich selbst effek­tiv zu orga­ni­sie­ren. Dabei geht es nicht nur dar­um, Auf­ga­ben abzu­ar­bei­ten, son­dern auch dar­um, die eige­nen Res­sour­cen – Zeit, Ener­gie und Moti­va­ti­on – sinn­voll ein­zu­set­zen. ### Die drei Säulen des Selbstmanagements Effek­ti­ves Selbst­ma­nage­ment basiert auf drei zen­tra­len Fak­to­ren: ### 1. **Zeitmanagement: Die richtige Balance finden** Zeit ist unse­re wert­volls­te Res­sour­ce. Ohne eine kla­re Struk­tur ver­lie­ren wir uns schnell in Unwich­ti­gem. Gutes Zeit­ma­nage­ment bedeu­tet nicht, mög­lichst viel in den Tag zu packen, son­dern bewusst zu ent­schei­den, wel­che Auf­ga­ben wirk­lich wich­tig sind. **Tipps für bes­se­res Zeit­ma­nage­ment:** - **Prio­ri­tä­ten set­zen:** Nut­zen Sie Metho­den wie die Eisen­hower-Matrix oder die 80/20-Regel (Pare­to-Prin­zip), um sich auf die wirk­lich wich­ti­gen Auf­ga­ben zu kon­zen­trie­ren. - **Zeit­blö­cke ein­pla­nen:** Arbei­ten Sie in fokus­sier­ten Zeit­ab­schnit­ten (z. B. mit der Pomo­do­ro-Tech­nik), um kon­zen­trier­ter und effi­zi­en­ter zu arbei­ten. - **Nein sagen:** Nicht jede Auf­ga­be muss sofort erle­digt wer­den. Ler­nen Sie, [unwich­ti­ge Auf­ga­ben aus­zu­sor­tie­ren](https://bobach-coaching.de/podcast-nein-sagen-lernen/ "Nein sagen lernen sollte jeder") oder zu dele­gie­ren. - **Tages­plan erstel­len:** Ein struk­tu­rier­ter Tages­plan mit klar defi­nier­ten Zeit­fens­tern für Auf­ga­ben kann hel­fen, sich bes­ser zu orga­ni­sie­ren und pro­duk­ti­ver zu arbei­ten. - **Ablen­kun­gen mini­mie­ren:** Ver­mei­den Sie Mul­ti­tas­king, indem Sie sich gezielt auf eine Auf­ga­be kon­zen­trie­ren und digi­ta­le Ablen­kun­gen ein­schrän­ken. ### 2. **Energie-Management: Die Basis für produktives Arbeiten** Selbst die bes­te Pla­nung bringt wenig, wenn uns die Ener­gie fehlt. Effek­ti­ves Selbst­ma­nage­ment bedeu­tet daher auch, auf die eige­nen kör­per­li­chen und men­ta­len Res­sour­cen zu ach­ten. **So stei­gern Sie Ihr Ener­gie-Level:** - **Regel­mä­ßi­ge Pau­sen ein­le­gen:** Dau­er­haf­tes Arbei­ten ohne Unter­bre­chung führt zu Erschöp­fung. Kur­ze Pau­sen stei­gern die Kon­zen­tra­ti­on. - **Bewe­gung und Ernäh­rung beach­ten:** Kör­per­li­che Akti­vi­tät und eine gesun­de Ernäh­rung haben direk­ten Ein­fluss auf unse­re Leis­tungs­fä­hig­keit. - **Schlaf prio­ri­sie­ren:** Schlaf­man­gel redu­ziert Krea­ti­vi­tät und Pro­duk­ti­vi­tät. Ach­ten Sie auf eine erhol­sa­me Nacht­ru­he. - **Atem­übun­gen und Medi­ta­ti­on nut­zen:** Bewuss­te Atem­tech­ni­ken oder kur­ze Medi­ta­tio­nen kön­nen hel­fen, den Geist zu beru­hi­gen und Stress abzu­bau­en. - **Sozia­le Inter­ak­tio­nen för­dern:** Der Aus­tausch mit Kol­le­gen oder Freun­den kann neue Per­spek­ti­ven eröff­nen und hilft dabei, den eige­nen Ener­gie­haus­halt zu sta­bi­li­sie­ren. ### 3. **Motivation & Fokus: Die innere Antriebskraft stärken** Dis­zi­plin kann dazu bei­tra­gen, eine [Gewohn­heit auf­zu­bau­en](https://bobach-coaching.de/gewohnheiten-aendern/ "Gewohnheiten ändern — Schritt für Schritt"), doch auf lan­ge Sicht braucht es mehr als blo­ßes Durch­hal­te­ver­mö­gen. Moti­va­ti­on und Klar­heit über die eige­nen Zie­le hel­fen, lang­fris­tig am Ball zu blei­ben. **So blei­ben Sie moti­viert:** - **Kla­res „War­um“ defi­nie­ren:** Wer weiß, war­um er etwas tut, bleibt eher dran. Über­le­gen Sie, wel­che Zie­le Sie wirk­lich antrei­ben. - **Beloh­nungs­sys­te­me nut­zen:** Klei­ne Erfol­ge bewusst wahr­neh­men und sich beloh­nen, um Moti­va­ti­on zu erhal­ten. - **Ablen­kun­gen redu­zie­ren:** Digi­tal Detox, fes­te Arbeits­zei­ten und kla­re Rou­ti­nen hel­fen, den Fokus zu bewah­ren. - **Täg­li­che Refle­xi­on ein­füh­ren:** Kur­ze Refle­xio­nen am Ende des Tages hel­fen dabei, den eige­nen Fort­schritt zu bewer­ten und kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. - **Umfeld opti­mie­ren:** Eine inspi­rie­ren­de und auf­ge­räum­te Arbeits­um­ge­bung för­dert Kon­zen­tra­ti­on und Moti­va­ti­on. - **Lang­fris­ti­ge Zie­le in klei­ne Schrit­te unter­tei­len:** Gro­ße Vor­ha­ben wir­ken oft über­wäl­ti­gend. Durch die [Auf­tei­lung in klei­ne­re Etap­pen](https://bobach-coaching.de/ziele-erreichen-schritt-fuer-schritt/ "Ziele erreichen — Schritt für Schritt") bleibt die Moti­va­ti­on erhal­ten. ## Fazit: Selbstmanagement ist mehr als Disziplin Dis­zi­plin kann der ers­te Schritt sein, um pro­duk­ti­ver zu wer­den. Doch wah­res Selbst­ma­nage­ment bedeu­tet, die eige­ne Arbeits­wei­se bewusst zu steu­ern, Ener­gie sinn­voll ein­zu­set­zen und moti­viert zu blei­ben. **Erst die Kom­bi­na­ti­on aus gutem Zeit­ma­nage­ment, bewuss­tem Ener­gie-Manage­ment und einer kla­ren Moti­va­ti­on ermög­licht lang­fris­ti­gen Erfolg.** Wer sei­ne Pro­duk­ti­vi­tät nach­hal­tig stei­gern will, soll­te sich also nicht nur auf Dis­zi­plin ver­las­sen, son­dern **die Kunst des Selbst­ma­nage­ments meis­tern**. Ein durch­dach­ter, indi­vi­du­ell abge­stimm­ter Ansatz kann dabei hel­fen, dau­er­haft pro­duk­tiv, moti­viert und zufrie­den zu arbei­ten. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Wie Sie mit Coaching die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter stärken](https://bobach-coaching.de/wie-sie-mit-coaching-die-eigenverantwortung-ihrer-mitarbeiter-staerken/) **Published:** April 7, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Als Busi­ness Coach wer­de ich immer wie­der mit einer zen­tra­len Fra­ge kon­fron­tiert: *“Wie kann ich errei­chen, dass mei­ne Mit­ar­bei­ter mehr Ver­ant­wor­tung über­neh­men?”* Dahin­ter steht oft der Wunsch nach mehr Enga­ge­ment, Eigen­in­itia­ti­ve und einem gesun­den Selbst­ma­nage­ment im Team. Die Ant­wort liegt für mich ganz klar im Coa­ching – und zwar nicht nur im Ein­zel­coa­ching, son­dern auch im Auf­bau einer [Coa­ching-Kul­tur im Unter­neh­men](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/ "So schaffen Sie eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen"). In die­sem Bei­trag möch­te ich mit Ihnen tei­len, wie Coa­ching-Ansät­ze kon­kret dazu bei­tra­gen kön­nen, die Eigen­ver­ant­wor­tung Ihrer Mit­ar­bei­ter zu stär­ken – und war­um das ein ent­schei­den­der Hebel für den lang­fris­ti­gen Unter­neh­mens­er­folg ist. Dabei geht es nicht nur um Tech­ni­ken und Tools, son­dern vor allem um eine Hal­tungs­än­de­rung im Unter­neh­men, die auf Ver­trau­en, För­de­rung und ech­ter Selbst­ver­ant­wor­tung basiert. ## Warum Eigenverantwortung so entscheidend ist Eigen­ver­ant­wor­tung bedeu­tet, dass Mit­ar­bei­ten­de selbst­stän­dig den­ken, han­deln und [Ent­schei­dun­gen tref­fen](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/ "Richtige Entscheidungen treffen") – inner­halb eines kla­ren Rah­mens. Sie über­neh­men Ver­ant­wor­tung für ihr Tun, gestal­ten aktiv mit und tra­gen so zur Ziel­er­rei­chung des Unter­neh­mens bei. Das wie­der­um stei­gert nicht nur die Pro­duk­ti­vi­tät, son­dern auch die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und die emo­tio­na­le Bin­dung an das Unter­neh­men. Doch genau das ist in vie­len Unter­neh­men ein wack­li­ges Kon­strukt. Mit­ar­bei­ter war­ten auf Anwei­sun­gen, tref­fen kei­ne Ent­schei­dun­gen oder agie­ren nicht im Sin­ne des Gan­zen. Das führt zu Über­las­tung bei Füh­rungs­kräf­ten, einer inef­fi­zi­en­ten Auf­ga­ben­ver­tei­lung und oft auch zu Frus­tra­ti­on auf allen Sei­ten. Die Dyna­mik ist bekannt: Füh­rungs­kräf­te kla­gen über man­geln­des Enga­ge­ment, Mit­ar­bei­ten­de füh­len sich nicht aus­rei­chend ermäch­tigt oder haben Angst vor Feh­lern. Hier setzt Coa­ching an – als Brü­cke zwi­schen Ver­ant­wor­tung und Ver­trau­en. Es schafft Raum für Refle­xi­on, [för­dert die Kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation") und gibt Mit­ar­bei­ten­den Werk­zeu­ge an die Hand, um eigen­stän­dig zu han­deln. ## Coaching als Schlüssel zur Selbstverantwortung Coa­ching ist kei­ne Metho­de, die „von oben“ ver­ord­net wird. Es ist ein part­ner­schaft­li­cher Pro­zess, der Poten­zia­le ent­fal­tet. Genau dar­in liegt sei­ne Kraft, wenn es um Eigen­ver­ant­wor­tung geht. Denn Coa­ching befä­higt Men­schen, selbst Lösun­gen zu fin­den, den Blick zu wei­ten und sich mit ihren Zie­len und Rol­len im Unter­neh­men zu ver­bin­den. Fol­gen­de Prin­zi­pi­en machen Coa­ching so wir­kungs­voll: - **Res­sour­cen­ori­en­tie­rung:** Der Fokus liegt auf dem, was da ist – nicht auf Defi­zi­ten. Mit­ar­bei­ter erle­ben sich als kom­pe­tent und wirk­sam. Dadurch ent­steht ein[ posi­ti­ves Selbst­bild](https://bobach-coaching.de/podcast-positives-denken/ "Positives Denken richtig einsetzen"), das moti­viert und Hand­lungs­spiel­räu­me eröff­net. - **Ziel­ori­en­tie­rung:** Coa­ching klärt, was erreicht wer­den soll – und war­um. Das schafft intrin­si­sche Moti­va­ti­on. Men­schen arbei­ten anders, wenn sie den Sinn hin­ter einer Auf­ga­be ver­ste­hen. - **Ver­ant­wor­tungs­über­nah­me:** Der Coach gibt kei­ne Lösun­gen vor, son­dern stellt Fra­gen. So wird die Ver­ant­wor­tung dort­hin zurück­ge­ge­ben, wo sie hin­ge­hört: zum Mit­ar­bei­ter. Das führt zu einem ech­ten Owner­ship. - **Refle­xi­on:** Im Coa­ching ent­steht Raum, über das eige­ne Den­ken und Han­deln nach­zu­den­ken – und bewuss­te­re Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Es geht um das Erken­nen von Mus­tern, blin­den Fle­cken und Poten­zia­len. Die­se Prin­zi­pi­en las­sen sich nicht nur im for­mel­len Coa­ching umset­zen. Auch Füh­rungs­kräf­te, die Coa­ching-Kom­pe­ten­zen anwen­den, tra­gen zur Ent­wick­lung von Selbst­ver­ant­wor­tung bei – im täg­li­chen Mit­ein­an­der, in Mee­tings und in Feed­back­si­tua­tio­nen. ## Konkrete Coaching-Ansätze zur Stärkung von Eigenverantwortung Im Arbeits­all­tag lässt sich Coa­ching auf ver­schie­de­ne Wei­se inte­grie­ren. Hier sind eini­ge bewähr­te Ansät­ze, die sich sowohl in KMU als auch in grö­ße­ren Unter­neh­men als sehr wirk­sam erwie­sen haben: ### 1. Regelmäßige Einzelcoachings Ein [pro­fes­sio­nel­les Coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching") unter­stützt Mit­ar­bei­ter dabei, ihre Rol­le zu reflek­tie­ren, eige­ne Zie­le zu set­zen und Blo­cka­den zu über­win­den. Es för­dert Selbst­wirk­sam­keit und struk­tu­rier­tes Den­ken. Beson­ders wirk­sam ist Coa­ching, wenn es nicht nur als „Repa­ra­tur­maß­nah­me“ bei Pro­ble­men ver­stan­den wird, son­dern als kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung. ### 2. Coaching-orientierte Mitarbeitergespräche Füh­rungs­kräf­te, die [Coa­ching-Kom­pe­ten­zen erler­nen](https://bobach-coaching.de/workshop-fuehrungskompetenzen-entwickeln-und-gezielt-einsetzen/ "Workshop Führungskompetenzen"), kön­nen in Gesprä­chen gezielt Fra­gen stel­len, die zum Nach­den­ken und zur Eigen­ver­ant­wor­tung anre­gen. Fra­gen wie: - „Was wäre für Sie ein ers­ter Schritt?“ - „Wel­che Optio­nen sehen Sie noch?“ - „Was genau brau­chen Sie, um wei­ter­zu­kom­men?“ Die­se Art der Gesprächs­füh­rung stärkt die Selbst­re­fle­xi­on und för­dert die Hand­lungs­kom­pe­tenz. Mit­ar­bei­ten­de erle­ben sich nicht als Befehls­emp­fän­ger, son­dern als Mit­ge­stal­ter. ### 3. Team-Coachings zur Rollenklärung In vie­len Teams ist unklar, wer wofür zustän­dig ist – ein ech­ter Eigen­ver­ant­wor­tungs-Kil­ler. Im Team­coa­ching las­sen sich Rol­len, Erwar­tun­gen und Ver­ant­wort­lich­kei­ten gemein­sam klä­ren. Das führt zu mehr Klar­heit, weni­ger Rei­bung und einer spür­ba­ren Zunah­me an Selbst­ver­ant­wor­tung. Zudem las­sen sich so ver­deck­te Kon­flik­te und Dys­ba­lan­cen auf­de­cken, die oft unbe­wusst zu Pas­si­vi­tät füh­ren. Ein gut mode­rier­ter Rol­len­klä­rungs­pro­zess stärkt die Team­dy­na­mik und schafft gegen­sei­ti­ges Ver­trau­en. ### 4. Feedback-Workshops Eigen­ver­ant­wor­tung braucht Trans­pa­renz. In einem geschütz­ten Rah­men ler­nen Teams, sich [wert­schät­zend Feed­back](https://bobach-coaching.de/so-schaffen-sie-eine-coaching-kultur-in-ihrem-unternehmen/ "So schaffen Sie eine Coaching-Kultur in Ihrem Unternehmen") zu geben – und dadurch Ver­ant­wor­tung für­ein­an­der zu über­neh­men. Feed­back wird dabei nicht als Kri­tik ver­stan­den, son­dern als Ent­wick­lungs­chan­ce. Durch den offe­nen Aus­tausch ent­steht ein Kli­ma der Offen­heit, in dem Eigen­ver­ant­wor­tung nicht nur erlaubt, son­dern erwar­tet wird. Mit­ar­bei­ten­de ler­nen, ihre Wir­kung zu reflek­tie­ren und sich gegen­sei­tig zu unter­stüt­zen. ### 5. Coaching-Kultur etablieren Lang­fris­tig ist es sinn­voll, eine Kul­tur zu schaf­fen, in der Coa­ching Teil der Füh­rung und Zusam­men­ar­beit wird. Das beginnt bei der Hal­tung: Füh­rungs­kräf­te sind nicht mehr Pro­blem­lö­ser, son­dern Weg­be­glei­ter. Unter­stüt­zen­de Tools wie kol­le­gia­le Bera­tung, Peer-Coa­ching oder Super­vi­si­on hel­fen dabei. Eine Coa­ching-Kul­tur ent­steht nicht über Nacht. Sie braucht Com­mit­ment auf Füh­rungs­ebe­ne, eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der Wer­te und vor allem: Vor­bil­der. Wenn Füh­rungs­kräf­te offen reflek­tie­ren, Fra­gen stel­len und Ent­wick­lung för­dern, wirkt das in alle Rich­tun­gen. ## Was Führungskräfte beitragen können Eigen­ver­ant­wor­tung ent­steht nicht durch Druck, son­dern durch Ver­trau­en. Füh­rungs­kräf­te haben eine Schlüs­sel­rol­le: - Sie geben Ori­en­tie­rung – aber kei­ne Mikro­vor­ga­ben. - Sie laden zur Mit­ge­stal­tung ein. - Sie för­dern Selbst­re­fle­xi­on. - Sie hal­ten aus, wenn Mit­ar­bei­ter eige­ne Wege gehen (und auch mal schei­tern). Füh­rungs­kräf­te, die sich als Coach ver­ste­hen, schaf­fen Ent­wick­lungs­spiel­räu­me. Sie befä­hi­gen statt zu kon­trol­lie­ren. Sie unter­stüt­zen beim Den­ken, nicht beim Denken­las­sen. Und sie set­zen kla­re Rah­men­be­din­gun­gen, in denen Eigen­ver­ant­wor­tung wach­sen kann. Wich­tig ist auch: Füh­rungs­kräf­te brau­chen selbst Unter­stüt­zung. In [Füh­rungs­kräf­te-Coa­chings](https://bobach-coaching.de/workshop-fuehrungskompetenzen-entwickeln-und-gezielt-einsetzen/ "Workshop Führungskompetenzen") kön­nen sie ihre Rol­le reflek­tie­ren, mit Unsi­cher­hei­ten umge­hen und neue Ver­hal­tens­wei­sen trai­nie­ren. So ent­steht ein ech­ter Kul­tur­wan­del – von der Spit­ze aus. ## Fazit: Coaching wirkt auf mehreren Ebenen Wenn Sie in Ihrem Unter­neh­men Coa­ching gezielt ein­set­zen, ent­steht mehr als nur ein kurz­fris­ti­ger Ent­wick­lungs­schub. Sie schaf­fen eine Kul­tur, in der Eigen­ver­ant­wor­tung selbst­ver­ständ­lich wird – weil Men­schen sich gese­hen, gehört und geför­dert füh­len. Ich bin über­zeugt: Nur wenn Mit­ar­bei­ter Ver­ant­wor­tung über­neh­men, kann ein Unter­neh­men wirk­lich agil, inno­va­tiv und zukunfts­fä­hig sein. Coa­ching ist dafür ein star­ker Hebel. Und es ist ein Zei­chen von Ver­trau­en in die Fähig­kei­ten Ihrer Mit­ar­bei­ten­den. Viel­leicht ist genau jetzt der rich­ti­ge Zeit­punkt, um in Ihrem Unter­neh­men einen neu­en Weg ein­zu­schla­gen – hin zu mehr Selbst­ver­ant­wor­tung, mehr Enga­ge­ment und mehr Ent­wick­lung. Wenn Sie mehr dar­über erfah­ren möch­ten, wie Coa­ching in Ihrem Unter­neh­men wirk­sam ein­ge­setzt wer­den kann, las­sen Sie uns gern ins Gespräch kom­men. **[Kon­tak­tie­ren Sie mich ger­ne](#kontakt) für ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch. Gemein­sam ent­wi­ckeln wir ein Coa­ching-Kon­zept, das Ihre Mit­ar­bei­ter stärkt – und Ihr Unter­neh­men wei­ter­bringt.** **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [KI im Team? Wie Sie als Führungskraft menschliche Stärken neu positionieren](https://bobach-coaching.de/ki-im-team-wie-sie-als-fuehrungskraft-menschliche-staerken-neu-positionieren/) **Published:** April 14, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Dis­kus­si­on um Künst­li­che Intel­li­genz (KI) in der Arbeits­welt ist längst in den Chef­eta­gen ange­kom­men. In mei­nem [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") erle­be ich aktu­ell nahe­zu täg­lich Gesprä­che mit Füh­rungs­kräf­ten, die zwi­schen Fas­zi­na­ti­on und Unsi­cher­heit schwan­ken. Einer­seits eröff­net KI enor­me Chan­cen: Pro­zes­se wer­den effi­zi­en­ter, Ent­schei­dun­gen daten­ba­sier­ter, repe­ti­ti­ve Auf­ga­ben auto­ma­ti­sier­bar. Ande­rer­seits schwingt immer eine Sor­ge mit – vor Stel­len­ab­bau, Iden­ti­täts­ver­lust im Job und dem Ver­lust der mensch­li­chen Kom­po­nen­te in der Zusam­men­ar­beit. Doch genau hier liegt eine gro­ße Chan­ce für moder­ne Füh­rung: Wer es schafft, die Ein­bin­dung von KI nicht als Bedro­hung, son­dern als Impuls zur Neu­po­si­tio­nie­rung mensch­li­cher Stär­ken zu begrei­fen, stärkt sein Team nach­hal­tig – und posi­tio­niert sich selbst als zukunfts­fä­hi­ge Füh­rungs­per­sön­lich­keit. ## KI als Impulsgeber, nicht als Ersatz In vie­len mei­ner Coa­chings höre ich Sät­ze wie: “Und was bleibt dann noch für mein Team übrig?” oder “Wer­den wir über­haupt noch gebraucht?” Die­se Fra­gen sind berech­tigt – und zei­gen, wie tief die Ver­un­si­che­rung greift. Gleich­zei­tig zei­gen sie mir auch, wo Füh­rung heu­te beson­ders gefragt ist: beim Gestal­ten von Bedeu­tung und Ori­en­tie­rung. KI nimmt kei­ne Ver­ant­wor­tung ab. Sie ergänzt. [Füh­rung bleibt mensch­lich](https://bobach-coaching.de/warum-alle-fuehren-wollen-aber-keiner-die-faehigkeiten-erlernt-ein-leitfaden-fuer-angehende-fuehrungskraefte/ "Warum alle führen wollen, aber keiner die Fähigkeiten erlernt: Ein Leitfaden für angehende Führungskräfte"). Und genau das ist Ihre Stär­ke als Füh­rungs­kraft. Wo KI Daten ana­ly­siert, braucht es Men­schen, die dar­aus sinn­vol­le Ent­schei­dun­gen ablei­ten. Wo KI Tex­te schreibt, braucht es Men­schen, die Tona­li­tät, Rele­vanz und Wir­kung beur­tei­len. Und wo KI Pro­zes­se auto­ma­ti­siert, braucht es Teams, die krea­tiv, empa­thisch und kol­la­bo­ra­tiv agie­ren. Je tie­fer KI in all­täg­li­che Pro­zes­se inte­griert wird, des­to grö­ßer wird die Bedeu­tung jener Aspek­te, die sie nicht leis­ten kann. Das bedeu­tet für Sie als Füh­rungs­kraft: Sie über­neh­men nicht weni­ger, son­dern mehr Ver­ant­wor­tung – für eine stra­te­gi­sche Steue­rung, für das Vor­le­ben von Wer­ten und für den Erhalt einer Team­kul­tur, die auf Ver­trau­en und Sinn basiert. ## Neue Rollenklarheit durch Kommunikation Damit die­se Poten­zia­le zum Tra­gen kom­men, braucht es eine kla­re [Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation"). Die Ein­füh­rung von KI ist ein Chan­ge-Pro­zess – und wie jeder Ver­än­de­rungs­pro­zess braucht er Füh­rung. Und zwar nicht nur auf Pro­zess­ebe­ne, son­dern emo­tio­nal und kul­tu­rell. Ein zen­tra­les Ele­ment im [Füh­rungs­kräf­te Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") ist des­halb die Kom­mu­ni­ka­ti­on über den Wan­del: - **Trans­pa­renz schaf­fen**: Spre­chen Sie offen dar­über, war­um und wie KI ein­ge­setzt wird. Ver­mei­den Sie Flos­keln – benen­nen Sie kon­kret, was sich ver­än­dert und was bleibt. - **Sinn ver­mit­teln**: Machen Sie deut­lich, wel­che Chan­cen sich für das Team dar­aus erge­ben. Hel­fen Sie Ihren Mit­ar­bei­ten­den, den grö­ße­ren Zusam­men­hang zu sehen. - **Sicher­heit geben**: Bie­ten Sie Ori­en­tie­rung und zei­gen Sie, wo mensch­li­che Kom­pe­ten­zen wei­ter­hin ent­schei­dend sind. Geben Sie rea­lis­ti­sche Per­spek­ti­ven statt vager Ver­spre­chun­gen. - **Dia­log för­dern**: Schaf­fen Sie Räu­me für Fra­gen, Beden­ken und krea­ti­ve Ideen. Laden Sie Ihr Team aktiv zur Mit­ge­stal­tung ein. Kom­mu­ni­ka­ti­on in Zei­ten von Ver­än­de­rung ist kein Add-on, son­dern Füh­rungs­auf­ga­be Num­mer eins. Je kla­rer Sie kom­mu­ni­zie­ren, des­to eher ent­ste­hen Ver­trau­en und Bereit­schaft zur Ver­än­de­rung. ## Menschliche Stärken als Wettbewerbsvorteil KI wird vie­le Auf­ga­ben ver­än­dern – aber kei­ne Wer­te schaf­fen. Empa­thie, Intui­ti­on, sozia­le Intel­li­genz, Krea­ti­vi­tät und ethi­sche Ver­ant­wor­tung blei­ben mensch­lich. Genau hier liegt der Schlüs­sel zur Neu­po­si­tio­nie­rung: För­dern Sie die­se Fähig­kei­ten aktiv. Inves­tie­ren Sie in Soft Skill-Trai­nings, stär­ken Sie Selbst­re­fle­xi­on, bau­en Sie Feed­back­kul­tur aus und nut­zen Sie For­ma­te wie Kom­mu­ni­ka­ti­ons­work­shops oder Team-Coa­chings, um die­se Stär­ken sicht­bar und wirk­sam zu machen. Die indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung Ihrer Mit­ar­bei­ten­den gewinnt in der neu­en Arbeits­welt enorm an Bedeu­tung. Wer sich sicher fühlt, wer sei­ne Rol­le ver­steht und wer das Gefühl hat, einen sinn­vol­len Bei­trag zu leis­ten, wird nicht nur loy­al blei­ben, son­dern auch bereit sein, Neu­es zu ler­nen. Im Coa­ching erle­ben wir oft, wie beflü­gelnd es für Teams ist, wenn sie ihre Rele­vanz neu defi­nie­ren. Nicht trotz KI, son­dern mit ihr. Füh­rung bedeu­tet hier, [Poten­zi­al­räu­me zu schaf­fen](https://bobach-coaching.de/wie-sie-mit-coaching-die-eigenverantwortung-ihrer-mitarbeiter-staerken/ "Wie Sie mit Coaching die Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeiter stärken") – nicht Kon­trol­le aus­zu­wei­ten. Es bedeu­tet auch, dass Sie aktiv dafür sor­gen, dass das Mensch­li­che nicht unter die Räder der Digi­ta­li­sie­rung gerät. Emo­tio­nal intel­li­gen­te Füh­rung ist kein “Nice-to-have”, son­dern wird zum stra­te­gi­schen Erfolgs­fak­tor. ## Change Management neu denken Die Ein­füh­rung von KI ist mehr als eine tech­ni­sche Ver­än­de­rung – sie ist ein Kul­tur­wan­del. Klas­si­sche Chan­ge-Kon­zep­te rei­chen dafür oft nicht aus. Es braucht ein Chan­ge Manage­ment, das auf Mit­ge­stal­tung statt Vor­ga­be setzt. Auf Betei­li­gung statt Anwei­sung. Und auf Ver­trau­en statt Kon­trol­le. Vie­le Chan­ge-Pro­zes­se schei­tern nicht an tech­ni­schen Hür­den, son­dern an man­geln­der Betei­li­gung. Wenn Men­schen das Gefühl haben, dass über sie statt mit ihnen ent­schie­den wird, sinkt die Ver­än­de­rungs­be­reit­schaft dra­ma­tisch. Des­halb ist es ent­schei­dend, eine neue Kul­tur des Wan­dels zu eta­blie­ren – mit kla­ren Leit­bil­dern, ver­bind­li­cher Kom­mu­ni­ka­ti­on und sicht­ba­rer Füh­rung. Als Füh­rungs­kraft sind Sie dabei Vor­bild. Ihre Hal­tung zur KI wirkt sich unmit­tel­bar auf Ihr Team aus. Wer selbst offen, lern­be­reit und reflek­tiert mit der Ver­än­de­rung umgeht, schafft Ver­trau­en. Wer hin­ge­gen Unsi­cher­heit über­spielt oder KI zum „neu­en Chef“ erklärt, ver­stärkt Ängs­te und Wider­stän­de. Des­halb rate ich im Busi­ness Coa­ching dazu, Chan­ge Manage­ment als dia­lo­gi­schen Pro­zess zu ver­ste­hen. Holen Sie Ihr Team früh­zei­tig ins Boot, gestal­ten Sie Ver­än­de­rung gemein­sam und las­sen Sie dabei Raum für emo­tio­na­le Pro­zes­se. Pla­nen Sie Über­gän­ge, beglei­ten Sie Kon­flik­te aktiv und las­sen Sie Ler­nen sicht­bar wer­den. ## Fazit: Zukunft führen heißt Menschen stärken KI ver­än­dert die Arbeits­welt. Aber wie wir damit umge­hen, liegt in unse­rer Hand – vor allem in Ihrer als Füh­rungs­kraft. Die größ­te Stär­ke liegt nicht in der Tech­nik, son­dern im Men­schen. Wenn Sie es schaf­fen, die­se Stär­ken neu zu posi­tio­nie­ren, Klar­heit zu schaf­fen und Wan­del aktiv zu gestal­ten, wer­den Sie und Ihr Team nicht nur zukunfts­fä­hig, son­dern auch resi­li­en­ter, moti­vier­ter und inno­va­ti­ver. Dabei geht es nicht um ein Ent­we­der-oder, son­dern um ein Sowohl-als-auch: Tech­nik UND Mensch, Effi­zi­enz UND Bezie­hung, Auto­ma­ti­sie­rung UND Sinn­stif­tung. Die­se Balan­ce her­zu­stel­len, ist die neue Königs­dis­zi­plin moder­ner Füh­rung. [Ich unter­stüt­ze Sie ger­ne dabei](#kontakt "Ich unterstütze Sie gerne dabei") – mit indi­vi­du­el­lem Füh­rungs­kräf­te Coa­ching, pra­xis­na­hen Work­shops zur Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team und fun­dier­tem Know-how im Chan­ge Manage­ment. Gemein­sam ent­wi­ckeln wir Lösun­gen, die nicht nur kurz­fris­tig grei­fen, son­dern lang­fris­tig tra­gen. Las­sen Sie uns gemein­sam neue Wege gehen – für eine Arbeits­welt, in der Tech­nik dient und der Mensch wirkt. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Die Rolle des Coaches: Wie ein Coach Ihre persönliche Entwicklung unterstützt](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/) **Published:** Januar 13, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Per­sön­li­che Ent­wick­lung ist ein Lebens­be­reich, der uns alle betrifft. Ob beruf­lich oder pri­vat – jeder Mensch stößt gele­gent­lich auf Her­aus­for­de­run­gen, die ihn an sei­ne Gren­zen brin­gen. Hier kommt der Coach ins Spiel: als Unter­stüt­zer, Beglei­ter und Impuls­ge­ber. Doch wie genau sieht die­se Rol­le aus, und wie kann ein Coach dabei hel­fen, per­sön­li­che Zie­le zu errei­chen und Hür­den zu über­win­den? ## Ein vertrauensvoller Coach als Begleiter Der Coach bie­tet einen geschütz­ten Raum, in dem Kli­en­ten offen über ihre Gedan­ken, Gefüh­le und Zie­le spre­chen kön­nen. Die­ses Ver­trau­en ist die Grund­la­ge für eine erfolg­rei­che Zusam­men­ar­beit. Ein pro­fes­sio­nel­ler Coach stellt sicher, dass die­ser Raum frei von Bewer­tun­gen ist und sich der Kli­ent voll­stän­dig auf sei­ne Ent­wick­lung kon­zen­trie­ren kann. Dabei schafft der Coach eine Atmo­sphä­re, in der der Kli­ent sich ermu­tigt fühlt, authen­tisch zu sein und neue Per­spek­ti­ven zu erkun­den. ## Klarheit schaffen Oft fehlt es Men­schen an Klar­heit dar­über, was sie wirk­lich wol­len. Hier setzt der Coach an: Mit geziel­ten Fra­gen und Refle­xi­ons­tech­ni­ken hilft er dabei, die eige­nen Zie­le und Wün­sche zu iden­ti­fi­zie­ren. Dabei geht es nicht nur um das Set­zen von Zie­len, son­dern auch um das Ver­ste­hen der eige­nen Wer­te und Prio­ri­tä­ten. Die­se Klar­heit ist der ers­te Schritt, um den Ent­wick­lungs­pro­zess in die rich­ti­ge Rich­tung zu len­ken. Der Coach nutzt hier­bei Metho­den wie Mind-Map­ping oder das Auf­de­cken ver­steck­ter Über­zeu­gun­gen, um dem Kli­en­ten ein tie­fe­res Ver­ständ­nis sei­ner selbst zu ermög­li­chen. ## Perspektivwechsel durch den Coach Manch­mal ist es schwie­rig, aus ein­ge­fah­re­nen Denk­mus­tern aus­zu­bre­chen. Ein Coach kann durch geziel­te Impul­se neue Per­spek­ti­ven auf­zei­gen und den Kli­en­ten dazu ermu­ti­gen, alte Mus­ter zu hin­ter­fra­gen. Die­ser Per­spek­ti­ven­wech­sel öff­net oft Türen zu neu­en Lösun­gen und Ansät­zen, die zuvor nicht sicht­bar waren. Zum Bei­spiel kön­nen Fra­gen wie „Was wäre, wenn alles mög­lich wäre?“ oder „Wel­che Mög­lich­kei­ten habe ich bis­her über­se­hen?“ den Denk­pro­zess des Kli­en­ten erheb­lich berei­chern. ## Individuelle Strategien entwickeln Jeder Mensch ist ein­zig­ar­tig, und genau das berück­sich­tigt ein guter Coach. Statt all­ge­mei­ner Lösun­gen wer­den indi­vi­du­el­le Stra­te­gien ent­wi­ckelt, die genau auf die Bedürf­nis­se und Zie­le des Kli­en­ten abge­stimmt sind. Dabei kann es sich um kon­kre­te Hand­lungs­schrit­te, neue Rou­ti­nen oder auch um men­ta­le Übun­gen han­deln, die den Kli­en­ten auf sei­nem Weg unter­stüt­zen. Ein erfah­re­ner Coach ach­tet dar­auf, dass die­se Stra­te­gien sowohl prak­ti­ka­bel als auch moti­vie­rend sind, und passt sie bei Bedarf an, um den Fort­schritt zu sichern. ## Motivation und Accountability durch Coaching Der Weg zur per­sön­li­chen Ent­wick­lung kann her­aus­for­dernd sein, und nicht sel­ten feh­len Durch­hal­te­ver­mö­gen oder Moti­va­ti­on. Ein Coach fun­giert hier als Moti­va­tor und „Accoun­ta­bi­li­ty-Part­ner“, der dafür sorgt, dass die ver­ein­bar­ten Schrit­te auch umge­setzt wer­den. Durch regel­mä­ßi­ges Feed­back und Unter­stüt­zung bleibt der Kli­ent auf Kurs und ver­liert sei­ne Zie­le nicht aus den Augen. Zudem hilft der Coach dabei, Hin­der­nis­se zu erken­nen, die den Fort­schritt behin­dern könn­ten, und erar­bei­tet gemein­sam mit dem Kli­en­ten Stra­te­gien, um die­se zu über­win­den. ## Hürden erkennen und überwinden Per­sön­li­che Ent­wick­lung ist oft mit dem Über­win­den von Hür­den ver­bun­den. Das kön­nen inne­re Blo­cka­den wie Selbst­zwei­fel oder Ängs­te sein, aber auch äuße­re Her­aus­for­de­run­gen wie schwie­ri­ge Lebens­um­stän­de. Der Coach hilft dabei, die­se Hür­den zu erken­nen und effek­ti­ve Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um sie zu bewäl­ti­gen. Dabei wer­den oft Tech­ni­ken wie Visua­li­sie­rung, Res­sour­cen­ar­beit oder geziel­te Über­zeu­gungs­ar­beit ein­ge­setzt. Ein Coach kann auch dabei hel­fen, alte Glau­bens­sät­ze auf­zu­bre­chen und durch kon­struk­ti­ve­re Denk­wei­sen zu erset­zen. ## Nachhaltige Entwicklung fördern Der Erfolg von Coa­ching liegt nicht nur in kurz­fris­ti­gen Ergeb­nis­sen, son­dern vor allem in der lang­fris­ti­gen Ent­wick­lung. Ein guter Coach unter­stützt den Kli­en­ten dabei, nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen in sei­nem Leben zu eta­blie­ren. Dies bedeu­tet, dass der Kli­ent Werk­zeu­ge und Tech­ni­ken an die Hand bekommt, die er auch nach Abschluss des Coa­chings eigen­stän­dig anwen­den kann. Dazu gehö­ren Tech­ni­ken zur Selbst­re­fle­xi­on, effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien oder auch spe­zi­fi­sche Werk­zeu­ge zur Zeit- und Stress­ma­nage­ment. ## Fazit: Die Rolle des Coaches zusammengefasst Die Rol­le eines Coa­ches im per­sön­li­chen Ent­wick­lungs­pro­zess ist viel­schich­tig. Als ver­trau­ens­vol­ler Beglei­ter, Klar­heits­brin­ger, Impuls­ge­ber und Moti­va­tor unter­stützt er den Kli­en­ten dabei, sei­ne Zie­le zu errei­chen und per­sön­li­che Hür­den zu über­win­den. Coa­ching ist kei­ne vor­ge­fer­tig­te Lösung, son­dern ein indi­vi­du­el­ler Pro­zess, der jedem Men­schen dabei hilft, sein vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten. Wenn Sie mehr dar­über erfah­ren möch­ten, wie ein pro­fes­sio­nel­ler Coach Sie auf Ihrem Weg unter­stüt­zen kann, neh­men Sie ger­ne Kon­takt mit mir auf! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Die häufigsten Mindset-Blockaden von Selbstständigen – und wie Sie sie lösen](https://bobach-coaching.de/die-haeufigsten-mindset-blockaden-von-selbststaendigen-und-wie-sie-sie-loesen/) **Published:** März 3, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Selbst­stän­dig­keit bedeu­tet Frei­heit, Unab­hän­gig­keit und die Mög­lich­keit, [die eige­ne Visi­on](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?") zu ver­wirk­li­chen. Doch vie­le Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer stel­len irgend­wann fest, dass sie sich selbst im Weg ste­hen. Nicht der Markt, nicht die Kon­kur­renz und auch nicht feh­len­de Res­sour­cen sind das größ­te Hin­der­nis – son­dern die eige­ne Denk­wei­se. Ob Selbst­zwei­fel, Angst vor dem Schei­tern oder der Per­fek­tio­nis­mus, der Sie vom Han­deln abhält: Die­se **Mind­set-Blo­cka­den** kön­nen Ihren Erfolg erheb­lich brem­sen. In die­sem Arti­kel zei­ge ich Ihnen die häu­figs­ten men­ta­len Hür­den und gebe Ihnen kla­re Stra­te­gien an die Hand, mit denen Sie die­se Blo­cka­den auf­lö­sen kön­nen. --- ## 1. Selbstzweifel: „Bin ich wirklich gut genug?“ ### Das Problem: Selbst­stän­di­ge haben oft das Gefühl, nicht genug Wis­sen, Erfah­rung oder Kom­pe­tenz zu haben, um wirk­lich erfolg­reich zu sein. Beson­ders in Bran­chen mit hoher Exper­ti­se oder star­kem Wett­be­werb ent­steht schnell der Ein­druck, [dass ande­re viel bes­ser sind](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstvertrauen/ "Selbstvertrauen verstehen und aufbauen"). Vie­le nei­gen dazu, ihre eige­nen Erfol­ge her­un­ter­zu­spie­len. Kun­den geben posi­ti­ves Feed­back, doch inner­lich bleibt die lei­se Stim­me, die sagt: „Das war nur Glück“, „Das könn­te jeder“ oder „Wenn sie wüss­ten, wie unsi­cher ich manch­mal bin…“. Die­ses soge­nann­te **Impostor-Syn­drom** betrifft nicht nur Berufs­ein­stei­ger, son­dern auch Men­schen mit jah­re­lan­ger Erfah­rung. Zusätz­lich ver­stär­ken sozia­le Medi­en die­se Unsi­cher­hei­ten. Durch stän­di­ge Ver­glei­che mit ver­meint­lich erfolg­rei­chen Unter­neh­mern ent­steht der Ein­druck, dass man selbst nicht mit­hal­ten kann. Doch oft sieht man nur die Erfolgs­mo­men­te ande­rer, nicht aber ihre Rück­schlä­ge und Her­aus­for­de­run­gen. **Die Fol­gen:** - Sie wagen es nicht, sich mit vol­ler Über­zeu­gung als Exper­tin oder Exper­te zu posi­tio­nie­ren. - Sie hal­ten sich mit neu­en Ange­bo­ten zurück, weil Sie den­ken, noch nicht „bereit“ zu sein. - Sie set­zen Ihre Prei­se zu nied­rig an, weil Sie glau­ben, nicht genug Wert zu lie­fern. - Sie ver­mei­den es, sich sicht­bar zu machen, weil sie Angst vor Kri­tik haben. ### Die Lösung: - **Füh­ren Sie ein Erfolgs­ta­ge­buch**: Schrei­ben Sie regel­mä­ßig auf, wel­che posi­ti­ven Rück­mel­dun­gen Sie erhal­ten haben, wel­che Her­aus­for­de­run­gen Sie gemeis­tert haben und was Sie bereits erreicht haben. - **Erken­nen Sie Ihre Exper­ti­se an**: Selbst wenn Sie in einem Bereich noch nicht alles wis­sen, sind Sie für Ihre Kun­den bereits eine wert­vol­le Unter­stüt­zung. Sie müs­sen nicht per­fekt sein, um ech­ten Mehr­wert zu bie­ten. - **Tre­ten Sie selbst­be­wusst auf**: Men­schen ver­trau­en Ihnen, wenn Sie sich selbst ver­trau­en. Fake it till you make it – Sie wer­den mit der Zeit siche­rer. - **Ver­glei­chen Sie sich nicht mit ande­ren, son­dern nur mit Ihrem eige­nen Fort­schritt.** --- ## 2. Angst vor dem Scheitern: „Was, wenn ich alles verliere?“ ### **Das Problem:** Vie­le Selbst­stän­di­ge haben Angst, dass ihre Unter­neh­mung schei­tert und sie finan­zi­ell oder emo­tio­nal alles ver­lie­ren. Die­se Angst ist ver­ständ­lich, schließ­lich gibt es kei­ne fes­ten Gehäl­ter oder Sicher­hei­ten, wie sie Ange­stell­te genie­ßen. Die Angst vor dem Schei­tern zeigt sich oft in fol­gen­den For­men: - Sie inves­tie­ren zu wenig in Ihr Busi­ness, weil Sie sich absi­chern wol­len. - Sie tref­fen kei­ne kla­ren Ent­schei­dun­gen, aus Angst, eine fal­sche Wahl zu tref­fen. - Sie set­zen Ideen nicht um, [weil Sie zu lan­ge nach dem „per­fek­ten“ Zeit­punkt suchen](https://bobach-coaching.de/perfektionismus-ueberwinden/ "Perfektionismus überwinden"). - Sie ver­mei­den es, Risi­ken ein­zu­ge­hen und blei­ben in ihrer Kom­fort­zo­ne. Häu­fig füh­ren die­se Ängs­te dazu, dass Men­schen unbe­wusst genau das erschaf­fen, wovor sie sich fürch­ten: Sie blei­ben in der Kom­fort­zo­ne, wach­sen nicht und sta­gnie­ren. ### Die Lösung: - **Machen Sie sich bewusst, dass Feh­ler zum Erfolg dazu­ge­hö­ren**: Fast jeder erfolg­rei­che Unter­neh­mer ist in irgend­ei­ner Form geschei­tert – [das gehört zum Lern­pro­zess](https://bobach-coaching.de/fehler-akzeptieren-lernen/ "Fehler akzeptieren lernen"). Schei­tern ist nicht das Ende, son­dern eine wert­vol­le Lern­chan­ce. - **Bau­en Sie ein finan­zi­el­les Sicher­heits­netz auf**: Ein Not­fall­pols­ter gibt Ihnen die Frei­heit, muti­ge­re Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. - **Han­deln Sie trotz Angst**: Angst wird nicht ver­schwin­den, bevor Sie han­deln – sie ver­schwin­det erst, wenn Sie sich der Situa­ti­on stel­len. - **Umge­ben Sie sich mit Gleich­ge­sinn­ten, die Sie unter­stüt­zen und ermu­ti­gen.** --- ## 3. Preissetzungs-Blockade: „Kann ich wirklich so viel verlangen?“ ### Das Problem: Vie­le Selbst­stän­di­ge haben Schwie­rig­kei­ten, ange­mes­se­ne Prei­se für ihre Leis­tun­gen zu ver­lan­gen. Sie befürch­ten, Kun­den könn­ten absprin­gen oder ihre Arbeit nicht als wert­voll genug emp­fin­den. Typi­sche Gedan­ken­gän­ge sind: - „Ich darf nicht zu teu­er sein, sonst kauft nie­mand.“ - „Ich bin noch nicht erfah­ren genug, um höhe­re Prei­se zu ver­lan­gen.“ - „Was, wenn jemand mich fragt, war­um ich so viel ver­lan­ge?“ - „Was, wenn ein Kun­de mei­ne Prei­se kri­ti­siert?“ Die Fol­ge: Sie set­zen ihre Prei­se zu nied­rig an und arbei­ten här­ter als nötig, um genug zu ver­die­nen. ### Die Lösung: - **Berech­nen Sie Ihren Wert rea­lis­tisch**: Berück­sich­ti­gen Sie Ihre Erfah­rung, Aus­bil­dung und den Nut­zen, den Sie für Ihre Kun­den schaf­fen. - **Ver­glei­chen Sie sich nicht mit Bil­lig­an­bie­tern**: Ihre Ziel­grup­pe sind nicht die, die den güns­tigs­ten Preis suchen, son­dern die, die ech­ten Mehr­wert schät­zen. - **Stei­gern Sie Ihre Prei­se schritt­wei­se**: Oft sind Kun­den bereit, mehr zu zah­len, als Sie den­ken. - **Kom­mu­ni­zie­ren Sie den Mehr­wert klar und selbst­be­wusst.** --- ## Fazit: Ihr Erfolg beginnt im Kopf Mind­set-Blo­cka­den sind nor­mal – aber sie müs­sen nicht Ihr Busi­ness bestim­men. Erken­nen Sie Ihre limi­tie­ren­den Über­zeu­gun­gen, arbei­ten Sie gezielt an Ihrer Denk­wei­se und trau­en Sie sich, groß zu den­ken. Erfolg beginnt mit der Ent­schei­dung, Ihre Ängs­te zu über­win­den und ins Han­deln zu kom­men. Jetzt sind Sie dran: Wel­che die­ser Blo­cka­den kommt Ihnen bekannt vor? **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Berufliche Veränderung: Wann sollte ich den Neuanfang wagen?](https://bobach-coaching.de/berufliche-veraenderung-wann-sollte-ich-den-neuanfang-wagen/) **Published:** März 17, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Manch­mal fühlt sich der eige­ne Job ein­fach nicht mehr rich­tig an. Die Begeis­te­rung fehlt, die Auf­ga­ben erschei­nen mono­ton, und selbst nach dem Wochen­en­de ist die Ener­gie für die Arbeits­wo­che kaum vor­han­den. Doch ab wann ist ein sol­ches Gefühl ein [ernst zu neh­men­des Zei­chen](https://bobach-coaching.de/burnout-zusammenbrueche-verhindern-fruehwarnsignale-erkennen-und-rechtzeitig-gegensteuern/ "Burnout & Zusammenbrüche verhindern: Frühwarnsignale erkennen und rechtzeitig gegensteuern") dafür, dass es Zeit für einen Job­wech­sel ist? Ein Kar­rie­re­wech­sel ist eine gro­ße Ent­schei­dung, die mit Unsi­cher­hei­ten ver­bun­den ist. Schließ­lich geht es um finan­zi­el­le Sicher­heit, die eige­ne Wei­ter­ent­wick­lung und oft auch um Ver­ant­wor­tung gegen­über Kol­le­gen oder der Fami­lie. Doch es gibt kla­re Anzei­chen, die Ihnen hel­fen kön­nen, die rich­ti­ge Ent­schei­dung zu tref­fen. ## 1. Sie haben das Gefühl, in einer Sackgasse zu stecken Ein [Job­wech­sel](https://bobach-coaching.de/podcast-gelungene-jobwechsel/ "Gelungene Jobwechsel") kann not­wen­dig wer­den, wenn Sie kei­ne Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten mehr sehen. Wenn Ihre Kar­rie­re sta­gniert, kei­ne Wei­ter­bil­dun­gen ange­bo­ten wer­den oder Sie trotz har­ter Arbeit nicht wei­ter­kom­men, ist das ein star­kes Signal. Fra­gen Sie sich: ✅ Gibt es rea­lis­ti­sche Chan­cen auf eine Beför­de­rung oder neue Her­aus­for­de­run­gen? ✅ Kann ich mei­ne Stär­ken in mei­ner aktu­el­len Posi­ti­on noch sinn­voll ein­brin­gen? ✅ Ent­wick­le ich mich wei­ter oder mache ich nur „Dienst nach Vor­schrift“? Bleibt die Ant­wort auf die­se Fra­gen nega­tiv, könn­te es Zeit für einen Neu­an­fang sein. Zusätz­lich lohnt sich ein Blick auf die Ent­wick­lung der Bran­che. Sind mei­ne Fähig­kei­ten in der aktu­el­len Posi­ti­on noch gefragt? Gibt es neue Trends oder Tech­no­lo­gien, die mich beson­ders inter­es­sie­ren? Ein pro­ak­ti­ver Wech­sel kann mich vor plötz­li­chen Ver­än­de­run­gen schüt­zen. ## 2. Sie fühlen sich chronisch unzufrieden oder sogar unglücklich Jeder hat mal stres­si­ge Tage oder Pha­sen, in denen die Moti­va­ti­on sinkt. Doch wenn Sie dau­er­haft unzu­frie­den sind, mor­gens mit Bauch­schmer­zen zur Arbeit gehen oder sich erschöpft füh­len, könn­te ein Kar­rie­re­wech­sel die Lösung sein. Ein paar Warn­si­gna­le: ? Sie haben oft das Gefühl, dass [Ihre Arbeit kei­nen Sinn ergibt](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen"). ? Die Arbeits­at­mo­sphä­re ist belas­tend, und Sie füh­len sich nicht wert­ge­schätzt. ? Ihre Moti­va­ti­on ist im Kel­ler, und selbst klei­ne Auf­ga­ben fal­len Ihnen schwer. Lang­fris­ti­ge Unzu­frie­den­heit im Job kann zu gesund­heit­li­chen Pro­ble­men füh­ren – phy­sisch und men­tal. Hier gilt: Neh­men Sie Ihre Gefüh­le ernst! Es hilft, ein Tage­buch zu füh­ren und zu notie­ren, wie Sie sich täg­lich im Job füh­len. Wenn die nega­ti­ven Momen­te über­wie­gen, ist das ein kla­res Zei­chen, dass eine Ver­än­de­rung nötig sein könn­te. ## 3. Sie sehnen sich nach neuen Herausforderungen Viel­leicht läuft in Ihrem aktu­el­len Job alles gut – doch Sie ver­spü­ren eine inne­re Unru­he. Sie haben das Gefühl, nicht mehr zu wach­sen, und seh­nen sich nach mehr Ver­ant­wor­tung oder neu­en Her­aus­for­de­run­gen. Wenn Ihre Lern­kur­ve abge­flacht ist, Sie immer wie­der die­sel­ben Auf­ga­ben erle­di­gen und sich kaum noch wei­ter­ent­wi­ckeln, kann ein Job­wech­sel neue Per­spek­ti­ven bie­ten. ``` ? Tipp: Überlegen Sie sich, welche Art von Herausforderungen Sie reizen würden. Möchten Sie mehr Verantwortung übernehmen, ein neues Fachgebiet entdecken oder vielleicht in eine ganz andere Branche wechseln? ``` Zusätz­lich kann ein Wei­ter­bil­dungs- oder Men­to­ring-Pro­gramm eine Mög­lich­keit sein, sich neue Her­aus­for­de­run­gen inner­halb der aktu­el­len Posi­ti­on zu erschlie­ßen, bevor ein Wech­sel not­wen­dig wird. ## 4. Ihre Werte und Ihr Job passen nicht mehr zusammen Kar­rie­re bedeu­tet nicht nur Geld und Titel – sie soll­te auch mit den eige­nen Wer­ten über­ein­stim­men. Wenn Sie fest­stel­len, dass sich Ihre per­sön­li­chen Über­zeu­gun­gen ver­än­dert haben oder das Unter­neh­men nicht mehr zu Ihren Vor­stel­lun­gen passt, ist das ein wich­ti­ges Signal. Fra­gen Sie sich: ✔️ Unter­stützt mein Unter­neh­men eine Kul­tur, in der ich mich wohl­füh­le? ✔️ Kann ich mich mit den Zie­len und der Mis­si­on mei­nes Arbeit­ge­bers iden­ti­fi­zie­ren? ✔️ Wür­de ich mich mit mei­ner aktu­el­len Posi­ti­on wohl­füh­len, wenn ich sie heu­te neu wäh­len könn­te? Ein Job­wech­sel ist oft sinn­voll, wenn sich Ihre Wer­te gewan­delt haben und Sie mer­ken, dass Sie nicht mehr hin­ter dem ste­hen kön­nen, was Sie tun. Auch ein Unter­neh­mens­wech­sel inner­halb der glei­chen Bran­che kann hel­fen, wenn Sie Ihre Fach­kennt­nis­se nut­zen, aber eine ande­re Unter­neh­mens­kul­tur erle­ben möch­ten. ## 5. Ihre Gesundheit leidet unter Ihrem Job Stress ist in vie­len Beru­fen unver­meid­bar – doch wenn Ihr Job Sie kon­stant erschöpft oder krank macht, ist das ein erns­tes Alarm­si­gnal. Sym­pto­me wie: ⚠️ Schlaf­stö­run­gen ⚠️ Dau­er­haf­te Erschöp­fung ⚠️ Kopf­schmer­zen oder Magen­pro­ble­me ⚠️ Kon­zen­tra­ti­ons­pro­ble­me … kön­nen dar­auf hin­wei­sen, dass Sie drin­gend eine Ver­än­de­rung brau­chen. Ihre Gesund­heit soll­te immer obers­te Prio­ri­tät haben. Kein Job der Welt ist es wert, sich dau­er­haft aus­ge­brannt zu füh­len. ## Wie Sie den richtigen Schritt für Ihren Jobwechsel planen Haben Sie eini­ge der oben genann­ten Anzei­chen bei sich wie­der­erkannt? Dann ist es Zeit, aktiv zu wer­den. Doch ein Kar­rie­re­wech­sel soll­te gut über­legt sein. ? **Reflek­tie­ren Sie Ihre Wün­sche und Zie­le** ? **Infor­mie­ren Sie sich über Alter­na­ti­ven** ? **Netz­wer­ken Sie aktiv** ? **Pla­nen Sie finan­zi­ell vor­aus­schau­end** ? **Holen Sie sich Unter­stüt­zung** Es kann auch sinn­voll sein, in klei­nen Schrit­ten vor­zu­ge­hen – etwa durch einen inter­nen Wech­sel oder eine berufs­be­glei­ten­de Wei­ter­bil­dung. ## Fazit: Den Neuanfang wagen – aber mit Strategie Ein Job­wech­sel ist kein Zei­chen von Schei­tern, son­dern von Mut und Selbst­be­wusst­sein. Wer sich bewusst macht, was er wirk­lich will und wel­che Schrit­te not­wen­dig sind, kann einen beruf­li­chen Neu­an­fang wagen – mit Zuver­sicht und einem kla­ren Plan. Den­ken Sie dar­an: Sie ver­brin­gen einen gro­ßen Teil Ihres Lebens mit Ihrer Arbeit. Ver­die­nen Sie es nicht, eine Tätig­keit aus­zu­üben, die Sie erfüllt? ### Jetzt sind Sie dran! Haben Sie schon ein­mal über einen Job­wech­sel nach­ge­dacht? Oder haben Sie den Schritt bereits gewagt? Tei­len Sie Ihre Erfah­run­gen in den Kom­men­ta­ren! Möch­ten Sie pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung bei Ihrer beruf­li­chen Ver­än­de­rung? Ich beglei­te Sie auf Ihrem Weg – mit Klar­heit, Stra­te­gie und per­sön­li­cher Bera­tung. ? ?[ Jetzt kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren!](#kontakt) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [So entwickeln Sie als Unternehmer eine klare Vision](https://bobach-coaching.de/so-entwickeln-sie-als-unternehmer-eine-klare-vision/) **Published:** März 13, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Warum eine klare Unternehmensvision entscheidend ist Stel­len Sie sich vor, Sie befin­den sich auf einem Schiff mit­ten auf dem offe­nen Meer. Ohne ein kla­res Ziel oder eine defi­nier­te Rou­te trei­ben Sie ein­fach dahin, abhän­gig von Wind und Wel­len. Genau so ergeht es vie­len Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern, die kei­ne kla­re Visi­on für ihr Unter­neh­men haben. Eine **Unter­neh­mens­vi­si­on** ist weit mehr als ein blo­ßer Wunsch oder eine Idee. Sie ist der lang­fris­ti­ge Leit­stern, der Ihnen Ori­en­tie­rung gibt und [Sie durch her­aus­for­dern­de Zei­ten führt](https://bobach-coaching.de/meine-groesste-krise/ "Meine größte Krise und was ich daraus gelernt habe"). Sie hilft Ihnen, fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, moti­viert Ihr Team und zeigt Ihren Kun­den, wofür Ihr Unter­neh­men steht. Kurz gesagt: Eine kla­re Visi­on kann maß­geb­lich über Ihren **Erfolg als Selbst­stän­di­ger** ent­schei­den. Doch wie genau ent­wi­ckeln Sie eine star­ke, zukunfts­wei­sen­de Unter­neh­mens­vi­si­on? Wel­che Schrit­te sind not­wen­dig, um Ihr **Unter­neh­mer-Mind­set** dar­auf aus­zu­rich­ten? In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie, wie Sie eine inspi­rie­ren­de Visi­on ent­wi­ckeln und sie in Ihrem Unter­neh­men erfolg­reich ver­an­kern. --- ## 1. Ihr persönliches Warum – Die Basis Ihrer Vision Der ers­te und viel­leicht wich­tigs­te Schritt auf dem Weg zu einer kla­ren Unter­neh­mens­vi­si­on ist die Refle­xi­on über Ihr **per­sön­li­ches War­um**. Bevor Sie sich Gedan­ken über Umsatz­zie­le oder Markt­an­tei­le machen, soll­ten Sie sich die Fra­ge stel­len: - **War­um habe ich die­ses Unter­neh­men gegrün­det?** - **Was treibt mich tag­täg­lich an?** - **Wel­chen posi­ti­ven Ein­fluss möch­te ich mit mei­ner Arbeit erzie­len?** - **[Wel­che Wer­te sind mir beson­ders wich­tig](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen")?** Jede erfolg­rei­che Unter­neh­mens­vi­si­on basiert auf einer tief ver­wur­zel­ten Moti­va­ti­on. Eine Visi­on, die nur auf finan­zi­el­len Zie­len beruht, wird auf lan­ge Sicht weder Sie noch Ihr Team oder Ihre Kun­den inspi­rie­ren. Statt­des­sen soll­ten Sie sich auf Ihre **per­sön­li­che Mis­si­on** kon­zen­trie­ren: Was möch­ten Sie wirk­lich in der Welt ver­än­dern? ### Beispiel aus der Praxis: Ange­nom­men, Sie haben eine Mar­ke­ting­agen­tur gegrün­det. Ihr War­um könn­te sein: *„Ich möch­te klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men hel­fen, sich online erfolg­reich zu posi­tio­nie­ren, damit sie sich gegen gro­ße Kon­zer­ne behaup­ten kön­nen.“* Die­se per­sön­li­che Moti­va­ti­on ver­leiht Ihrer Visi­on Kraft und macht sie emo­tio­nal greif­bar. --- ## 2. Die Zukunft gestalten – Ihr ideales Unternehmensbild definieren Eine Visi­on ist immer zukunfts­ge­rich­tet. Sie beschreibt ein kla­res, inspi­rie­ren­des Bild davon, wo Ihr Unter­neh­men in fünf, zehn oder zwan­zig Jah­ren ste­hen soll. Stel­len Sie sich fol­gen­de Fra­gen: - **Wie sieht mein Unter­neh­men in der Zukunft aus?** - **Wel­che Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen bie­te ich an?** - **Wel­che Kun­den­grup­pe spre­che ich an?** - **Wie groß ist mein Unter­neh­men? Arbei­te ich allei­ne oder mit einem Team?** - **Wel­che Wer­te prä­gen mei­ne Mar­ke? Wofür bin ich bekannt?** - **Wel­che Märk­te und Regio­nen möch­te ich erobern?** - **Wie sieht mein Arbeits­all­tag in die­ser Zukunft aus?** Ver­su­chen Sie, sich Ihr idea­les Zukunfts­bild so detail­liert wie mög­lich vor­zu­stel­len. Je kla­rer Ihre Vor­stel­lung ist, des­to stär­ker wird Ihre Visi­on. ### Eine einfache Übung: Schlie­ßen Sie die Augen und ver­set­zen Sie sich zehn Jah­re in die Zukunft. Ihr Unter­neh­men ist genau dort, wo Sie es sich immer gewünscht haben. Was sehen Sie? Wel­che Men­schen sind um Sie her­um? Wie fühlt sich Ihr Arbeits­all­tag an? Wel­che Wir­kung hat Ihr Unter­neh­men auf Ihre Kun­den? Schrei­ben Sie die­se Ein­drü­cke auf und for­mu­lie­ren Sie dar­aus eine inspi­rie­ren­de Unter­neh­mens­vi­si­on. --- ## 3. Die Vision greifbar machen – Vom Gedanken zur konkreten Formulierung Nun geht es dar­um, Ihre Gedan­ken in eine kon­kre­te und ver­ständ­li­che Form zu brin­gen. Eine Visi­on soll­te inspi­rie­rend, aber den­noch rea­lis­tisch sein. Es gibt ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Ihre Unter­neh­mens­vi­si­on zu kon­kre­ti­sie­ren: - **Ein Visi­on State­ment for­mu­lie­ren:** Schrei­ben Sie in einem prä­gnan­ten Satz nie­der, wofür Ihr Unter­neh­men steht und wel­che Zukunft Sie anstre­ben. - **Ein Visi­on Board erstel­len:** Nut­zen Sie Bil­der, Sym­bo­le und Zita­te, um Ihre Zukunfts­vi­si­on visu­ell dar­zu­stel­len. - **Mit einem [Busi­ness Coach](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") reflek­tie­ren:** Ein erfah­re­ner Coach kann Ihnen hel­fen, Ihre Gedan­ken zu ord­nen und eine kla­re, umsetz­ba­re Visi­on zu ent­wi­ckeln. - **Eine Road­map für die Umset­zung ent­wi­ckeln:** Bre­chen Sie Ihre Visi­on in kon­kre­te Mei­len­stei­ne her­un­ter. ### Beispiel für ein Vision Statement: *“Unser Unter­neh­men wird in zehn Jah­ren der füh­ren­de Anbie­ter für nach­hal­ti­ge Unter­neh­mens­be­ra­tung im DACH-Raum sein und klei­nen Unter­neh­men hel­fen, wirt­schaft­li­chen Erfolg mit öko­lo­gi­scher Ver­ant­wor­tung zu ver­bin­den.”* Eine star­ke Visi­on gibt nicht nur Ihnen Ori­en­tie­rung, son­dern auch Ihren Mit­ar­bei­tern und Kun­den. --- ## 4. Das richtige Unternehmer-Mindset entwickeln Eine inspi­rie­ren­de Visi­on allein reicht nicht aus – Sie brau­chen auch das rich­ti­ge **Mind­set**, um sie in die Rea­li­tät umzu­set­zen.[Jah­res­rück­blick mit Klar­heit: Wie Sie 2025 mit Fokus und neu­er Ener­gie star­ten](https://bobach-coaching.de/jahresrueckblick-mit-klarheit-wie-sie-2025-mit-fokus-und-neuer-energie-starten/ "Jahresrückblick mit Klarheit: Wie Sie 2025 mit Fokus und neuer Energie starten") Dazu gehö­ren drei zen­tra­le Aspek­te: 1. **Klar­heit bewah­ren** – Ent­schei­dun­gen soll­ten sich an Ihrer Visi­on ori­en­tie­ren. 2. **[Fokus hal­ten](https://bobach-coaching.de/jahresrueckblick-mit-klarheit-wie-sie-2025-mit-fokus-und-neuer-energie-starten/ "Jahresrückblick mit Klarheit: Wie Sie 2025 mit Fokus und neuer Energie starten")** – Blei­ben Sie kon­se­quent auf Kurs, auch wenn Rück­schlä­ge auf­tre­ten. 3. **[Resi­li­enz ent­wi­ckeln](https://bobach-coaching.de/podcast-resilienz/ "Resilienz verstehen und lernen")** – Feh­ler als Lern­chan­cen sehen und dar­aus wach­sen. 4. **Sich mit Gleich­ge­sinn­ten ver­net­zen** – Der Aus­tausch mit ande­ren Unter­neh­mern kann Ihnen neue Per­spek­ti­ven eröff­nen. --- ## 5. Die Vision im Unternehmen verankern Damit Ihre Visi­on mehr als ein blo­ßer Satz bleibt, soll­ten Sie sie aktiv in Ihren Unter­neh­mens­all­tag inte­grie­ren: - **Kom­mu­ni­zie­ren Sie Ihre Visi­on regel­mä­ßig** an Ihr Team und Ihre Kun­den. - **Las­sen Sie Ihre Visi­on in Ihre Ent­schei­dun­gen ein­flie­ßen.** - **Nut­zen Sie Ihre Visi­on als Leit­stern für Ihr Wachs­tum.** - **Über­prü­fen und aktua­li­sie­ren Sie Ihre Visi­on regel­mä­ßig.** --- ## Fazit: Ihre Vision als Schlüssel zum Erfolg Eine kla­re Unter­neh­mens­vi­si­on gibt Ihnen Ori­en­tie­rung, stärkt Ihr Mind­set und hilft Ihnen, stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Wenn Sie Unter­stüt­zung benö­ti­gen, las­sen Sie uns dar­über spre­chen. In einem **indi­vi­du­el­len Busi­ness Coa­ching** beglei­te ich Sie dabei, Ihre Visi­on zu klä­ren und in die Rea­li­tät umzu­set­zen. ? **[Jetzt unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren!](#kontakt)** **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Der leere Stuhl – Ein wirkungsvolles Coaching-Tool zur Klärung innerer Konflikte](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-der-leere-stuhl/) **Published:** Februar 4, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Haben Sie sich jemals in einer Situa­ti­on befun­den, in der Sie mit sich selbst hadern? Viel­leicht ste­hen Sie vor einer schwie­ri­gen Ent­schei­dung, füh­len sich inner­lich zer­ris­sen oder tra­gen unge­lös­te Kon­flik­te mit sich her­um. Genau hier kann das Coa­ching-Tool **„Der lee­re Stuhl“** eine erstaun­lich kraft­vol­le Wir­kung ent­fal­ten. In die­sem Blog­ar­ti­kel erfah­ren Sie, wie die­se Metho­de funk­tio­niert, war­um sie so effek­tiv ist und wie Sie sie für sich nut­zen kön­nen. Noch mehr Details und eine prak­ti­sche Anlei­tung fin­den Sie in mei­ner Pod­cast-Fol­ge zu die­sem The­ma: ? ## Was ist „Der leere Stuhl“? „Der lee­re Stuhl“ ist eine bewähr­te Tech­nik aus der Gestalt­the­ra­pie, die auch im Coa­ching häu­fig ein­ge­setzt wird. Dabei geht es dar­um, ein Gespräch mit einer ande­ren Per­son (oder einem inne­ren Anteil von Ihnen selbst) zu simu­lie­ren – und zwar in einer sehr leben­di­gen und unmit­tel­ba­ren Wei­se. Der zen­tra­le Punkt ist, dass Sie sich eine Per­son oder einen Aspekt Ihrer selbst auf einem gegen­über­ste­hen­den Stuhl vor­stel­len und aktiv mit ihm ins Gespräch gehen. ### Warum funktioniert diese Methode so gut? Die­se Metho­de för­dert eine tie­fe­re Aus­ein­an­der­set­zung mit inne­ren Pro­zes­sen, da Sie nicht nur gedank­lich reflek­tie­ren, son­dern sich auch aktiv in die Per­spek­ti­ve einer ande­ren Per­son oder eines inne­ren Anteils ver­set­zen. Durch die­sen leben­di­gen Dia­log wer­den Emo­tio­nen unmit­tel­ba­rer erleb­bar, wodurch eine n[eue Form der Selbst­re­fle­xi­on](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/ "Die Rolle des Coaches: Wie ein Coach Ihre persönliche Entwicklung unterstützt") ent­steht. Die Metho­de hilft Ihnen, inne­re Span­nun­gen zu redu­zie­ren, ver­bor­ge­ne Gefüh­le an die Ober­flä­che zu brin­gen und oft uner­war­te­te Ein­sich­ten zu gewin­nen. Ein wich­ti­ger Aspekt des “lee­ren Stuhls” ist zudem die Mög­lich­keit, mit ver­gan­ge­nen oder sogar fik­ti­ven Figu­ren in einen Dia­log zu tre­ten. Viel­leicht gibt es eine unge­lös­te Situa­ti­on mit einem Eltern­teil, einem frü­he­ren Vor­ge­setz­ten oder einer ande­ren prä­gen­den Per­son in Ihrem Leben. Auch der inne­re Kri­ti­ker oder Ihr muti­ge­res Selbst kann auf die­sem Stuhl Platz neh­men und Ihnen hel­fen, Ihre Gedan­ken und Gefüh­le aus einer neu­en Per­spek­ti­ve zu betrach­ten. ## Wann wird diese Methode eingesetzt? Das Tool eig­net sich beson­ders gut, wenn Sie: - einen inne­ren Kon­flikt klä­ren möch­ten, - [eine schwie­ri­ge Ent­schei­dung](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/ "Richtige Entscheidungen treffen") tref­fen müs­sen, - alte, unver­ar­bei­te­te Emo­tio­nen los­las­sen wol­len, - [Kon­flik­te mit einer ande­ren Per­son](https://bobach-coaching.de/konflikte-im-team-wie-business-coaching-bei-der-konfliktloesung-hilft/ "Konflikte im Team: Wie Business Coaching bei der Konfliktlösung hilft") (real oder ver­gan­gen) lösen wol­len, - inne­re Klar­heit und emo­tio­na­le Ent­las­tung suchen, - ein bes­se­res Ver­ständ­nis für Ihre eige­nen Emo­tio­nen ent­wi­ckeln möch­ten, - Blo­cka­den und hin­der­li­che Denk­mus­ter erken­nen und auf­lö­sen wol­len. ### Weitere Anwendungsmöglichkeiten - **Kon­flikt­be­wäl­ti­gung:** Lösen von Span­nun­gen in Bezie­hun­gen oder der Fami­lie. - **Kar­rie­re­pla­nung:** Ent­schei­dungs­hil­fe bei beruf­li­chen Wei­chen­stel­lun­gen. - **Per­sön­li­che Ent­wick­lung:** Stär­kung des Selbst­be­wusst­seins und Über­win­dung von Selbst­zwei­feln. - **Stress­ma­nage­ment:** Ver­ar­bei­tung belas­ten­der Situa­tio­nen durch Per­spek­tiv­wech­sel. ## So funktioniert „Der leere Stuhl“ Die Metho­de ist ein­fach, aber wir­kungs­voll. Sie läuft in fol­gen­den Schrit­ten ab: 1. **Die Vor­be­rei­tung**: Ihr Coach stellt einen lee­ren Stuhl gegen­über von Ihnen auf. Sie stel­len sich vor, dass auf die­sem Stuhl eine Per­son sitzt – oder ein Teil von Ihnen, mit dem Sie ins Gespräch gehen möch­ten. 2. **Das Gespräch beginnt**: Sie spre­chen laut aus, was Sie die­ser Per­son sagen möch­ten. Sei­en Sie dabei so ehr­lich und direkt wie mög­lich. Emo­tio­na­le Ehr­lich­keit ist dabei ent­schei­dend, um ver­bor­ge­ne Gefüh­le frei­zu­set­zen und eine ech­te Kon­fron­ta­ti­on mit sich selbst zu ermög­li­chen. 3. **Die Per­spek­ti­ve wech­seln**: Dann set­zen Sie sich auf den lee­ren Stuhl und neh­men die Posi­ti­on der ande­ren Per­son (oder Ihres inne­ren Anteils) ein. [Ver­su­chen Sie, aus die­ser Per­spek­ti­ve zu ant­wor­ten](https://bobach-coaching.de/podcast-perspektivwechsel-coaching/ "Perspektivwechel — Dinge mit anderen Augen sehen"). Oft ent­ste­hen hier über­ra­schen­de Ein­sich­ten und neue Sicht­wei­sen. 4. **Wech­sel und Refle­xi­on**: Der Wech­sel zwi­schen den Stüh­len kann mehr­mals erfol­gen. Ihr Coach unter­stützt Sie dabei, die Gesprächs­ver­läu­fe zu reflek­tie­ren und neue Erkennt­nis­se zu gewin­nen. Durch die­sen Dia­log ent­steht oft eine tie­fe­re emo­tio­na­le Klar­heit, die aus rei­nem Nach­den­ken her­aus kaum zu errei­chen wäre. Zusätz­lich kann durch die emo­tio­na­le Ver­ar­bei­tung auch eine nach­hal­ti­ge Lösung für Kon­flik­te oder Unsi­cher­hei­ten ent­wi­ckelt wer­den. ## Fazit: Eine einfache Methode mit tiefgehender Wirkung „Der lee­re Stuhl“ ist eine ver­blüf­fend ein­fa­che, aber enorm wirk­sa­me Metho­de, um inne­re Kon­flik­te zu klä­ren, emo­tio­na­le Blo­cka­den zu lösen und neue Per­spek­ti­ven zu gewin­nen. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie ein unge­lös­ter Kon­flikt oder eine schwie­ri­ge Ent­schei­dung belas­tet, kann die­ses Tool genau das Rich­ti­ge für Sie sein. Pro­bie­ren Sie es aus und erle­ben Sie, wie sich Klar­heit und emo­tio­na­le Ent­las­tung ein­stel­len kön­nen. Wenn Sie das Coa­ching-Tool ein­mal selbst erle­ben möch­ten, beglei­te ich Sie ger­ne auf Ihrem Weg. [Ver­ein­ba­ren Sie ein­fach ein unver­bind­li­ches Erst­ge­spräch!](#kontakt) **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Coaching Tool, Podcast --- ### [Wenn das Leben ins Wanken gerät: Die Midlife Crisis verstehen](https://bobach-coaching.de/wenn-das-leben-ins-wanken-geraet-die-midlife-crisis-verstehen/) **Published:** Februar 10, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Plötz­lich scheint nichts mehr wirk­lich zu pas­sen: Der Job, der einst erfül­lend war, fühlt sich leer an. Die Bezie­hung läuft auf Auto­pi­lot. Träu­me von frü­her? Uner­füllt oder ver­ges­sen. Will­kom­men in der Mid­life Cri­sis – einer Pha­se, die vie­le Men­schen zwi­schen 40 und 55 Jah­ren erle­ben. Doch was genau steckt dahin­ter? Ist es nur eine vor­über­ge­hen­de Pha­se oder ein ech­ter [Wen­de­punkt](https://bobach-coaching.de/lebensumbrueche-meistern-wie-coaching-dabei-helfen-kann-wieder-klarheit-und-ruhe-zu-finden/ "Lebensumbrüche meistern – Wie Coaching dabei helfen kann, wieder Klarheit und Ruhe zu finden")? Und vor allem: Wie kann Coa­ching hel­fen, aus die­ser Zeit eine Chan­ce für Wachs­tum und Ver­än­de­rung zu machen? ## Was ist eine Midlife Crisis? Die Mid­life Cri­sis ist kei­ne offi­zi­el­le medi­zi­ni­sche Dia­gno­se, son­dern eine psy­cho­lo­gi­sche und emo­tio­na­le Pha­se, in der vie­le Men­schen ihr Leben hin­ter­fra­gen. Sie ent­steht häu­fig durch eine Kom­bi­na­ti­on aus bio­lo­gi­schen, psy­chi­schen und sozia­len Ver­än­de­run­gen. ### Typische Auslöser einer Midlife Crisis: - **Das Gefühl der Sta­gna­ti­on:** Vie­le Men­schen erle­ben in der Lebens­mit­te eine Art Still­stand. Das Leben scheint vor­her­seh­bar, die gro­ßen Träu­me aus der Jugend wur­den nicht ver­wirk­licht oder erschei­nen plötz­lich uner­reich­bar. Es ent­steht das Gefühl, in einer End­los­schlei­fe zu ste­cken, ohne wirk­li­chen Fort­schritt oder per­sön­li­che Ent­wick­lung. - **Unzu­frie­den­heit im Job:** Wer seit Jahr­zehn­ten im sel­ben Beruf tätig ist, stellt sich irgend­wann die Fra­ge: “War das alles?” Kar­rie­re­zie­le wur­den viel­leicht erreicht, doch die Erfül­lung bleibt aus. Die täg­li­che Rou­ti­ne wird als ermü­dend emp­fun­den, und die Sehn­sucht nach einer neu­en, sinn­stif­ten­den Auf­ga­be wächst. - **Sinn­kri­se:** Die Mid­life Cri­sis ist oft eine Zeit inten­si­ver Refle­xi­on. Men­schen hin­ter­fra­gen ihren bis­he­ri­gen Lebens­weg und stel­len sich exis­ten­zi­el­le Fra­gen: „Habe ich mein Poten­zi­al aus­ge­schöpft?“, „Wofür ste­he ich wirk­lich?“, „Was bleibt am Ende mei­nes Lebens?“ Die­se Gedan­ken kön­nen sehr belas­tend sein, aber auch die Mög­lich­keit bie­ten, eine tie­fe­re Ver­bin­dung zum eige­nen Lebens­sinn zu fin­den. - **Kör­per­li­che Ver­än­de­run­gen:** Die ers­ten Zei­chen des Alterns wer­den spür­bar. Der Kör­per rege­ne­riert sich lang­sa­mer, die Fit­ness lässt nach und es tre­ten ers­te gesund­heit­li­che Beschwer­den auf. Die­se Ver­än­de­run­gen kön­nen zu einem Gefühl des Kon­troll­ver­lus­tes füh­ren und das eige­ne Selbst­bild her­aus­for­dern. - **Fami­li­en­ver­än­de­run­gen:** Kin­der wer­den erwach­sen und zie­hen aus, was das Gefühl von Lee­re hin­ter­las­sen kann. Gleich­zei­tig benö­ti­gen oft die eige­nen Eltern zuneh­mend Unter­stüt­zung, was zu einer neu­en Ver­ant­wor­tung und zusätz­li­chen Belas­tung füh­ren kann. Die­se Ver­schie­bung in den fami­liä­ren Rol­len kann eine Iden­ti­täts­kri­se aus­lö­sen. Die­se Pha­se kann mit Stress, Unru­he, Ängs­ten und sogar depres­si­ven Ver­stim­mun­gen ein­her­ge­hen. Gleich­zei­tig ist sie aber auch eine Ein­la­dung, das eige­ne Leben bewusst zu gestal­ten und neue Wege zu gehen. ## Wie kann Coaching in der Midlife Crisis helfen? Ein erfah­re­ner Coach kann in die­ser her­aus­for­dern­den Zeit hel­fen, Klar­heit zu gewin­nen und neue Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln. Coa­ching bie­tet dabei einen geschütz­ten Raum, um sich mit den eige­nen Gedan­ken und Gefüh­len aus­ein­an­der­zu­set­zen und gezielt Lösun­gen zu erar­bei­ten. ### 1. Selbstreflexion und Standortbestimmung Eine Mid­life Cri­sis ist eine Gele­gen­heit zur Selbst­re­fle­xi­on. Ein Coach hilft Ihnen dabei, Ihre aktu­el­le Lebens­si­tua­ti­on zu ana­ly­sie­ren und sich bewusst zu machen, wel­che Aspek­te Sie als unzu­frie­den­stel­lend emp­fin­den. Dabei geht es um Fra­gen wie: - Wel­che [Wer­te und Über­zeu­gun­gen](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen") sind mir wich­tig? - Wel­che Träu­me und Wün­sche habe ich viel­leicht lan­ge unter­drückt? - In wel­chen Lebens­be­rei­chen erle­be ich Unzu­frie­den­heit? - Was hat mich frü­her erfüllt, das heu­te fehlt? Durch die­se Refle­xi­on ent­steht Klar­heit dar­über, was wirk­lich zählt und in wel­che Rich­tung eine Ver­än­de­rung sinn­voll wäre. ### 2. Neue Ziele und Perspektiven entwickeln Vie­le Men­schen in der Mid­life Cri­sis haben das Gefühl, fest­zu­ste­cken. Ein Coach unter­stützt Sie dabei, neue Zie­le zu defi­nie­ren, die Sie wirk­lich erfül­len. Dabei kön­nen beruf­li­che Neu­ori­en­tie­run­gen, per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung oder neue Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten eine Rol­le spie­len. - **Kar­rie­re:** Viel­leicht wün­schen Sie sich einen [Job­wech­sel](https://bobach-coaching.de/podcast-gelungene-jobwechsel/ "Gelungene Jobwechsel"), eine neue Her­aus­for­de­rung oder eine selbst­stän­di­ge Tätig­keit. Ein Coach hilft Ihnen, Klar­heit über Ihre beruf­li­chen Stär­ken und Inter­es­sen zu gewin­nen. - **Per­sön­li­ches Wachs­tum:** Wel­che Fähig­kei­ten möch­ten Sie noch ent­wi­ckeln? Gibt es lang geheg­te Inter­es­sen oder Talen­te, die Sie neu ent­de­cken möch­ten? - **Lebens­freu­de zurück­ge­win­nen:** Häu­fig geht es nicht um gro­ße Ver­än­de­run­gen, son­dern dar­um, klei­ne Momen­te bewuss­ter zu genie­ßen und mehr Freu­de im All­tag zu fin­den. ### 3. Veränderungen aktiv gestalten Wenn Sie erst ein­mal Klar­heit über Ihre Wün­sche und Zie­le gewon­nen haben, geht es dar­um, kon­kre­te Schrit­te zur Ver­än­de­rung zu pla­nen. Coa­ching hilft Ihnen, einen [struk­tu­rier­ten Plan zu ent­wi­ckeln](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Gute Vorsätze und SMART Ziele") und Hin­der­nis­se zu über­win­den. - Wel­che ers­ten Schrit­te kön­nen Sie heu­te unter­neh­men? - Wel­che Res­sour­cen ste­hen Ihnen zur Ver­fü­gung? - Wel­che Ängs­te oder Zwei­fel hal­ten Sie mög­li­cher­wei­se zurück? Durch geziel­tes Coa­ching kön­nen Sie die­se Fra­gen klä­ren und aktiv in die Umset­zung kom­men. ### 4. Umgang mit Ängsten und Unsicherheiten Jede Ver­än­de­rung bringt Unsi­cher­hei­ten mit sich. Ein Coach hilft Ihnen, die­se Ängs­te zu iden­ti­fi­zie­ren und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um mit ihnen umzu­ge­hen. - Wel­che Gedan­ken und Über­zeu­gun­gen hal­ten Sie zurück? - Wie kön­nen Sie Ihre Kom­fort­zo­ne Schritt für Schritt erwei­tern? - Wel­che posi­ti­ven Erfah­run­gen haben Sie bereits mit Ver­än­de­run­gen gemacht? Durch die­sen Pro­zess gewin­nen Sie mehr Selbst­ver­trau­en und die Fähig­keit, Ver­än­de­run­gen mutig anzu­ge­hen. ### 5. Work-Life-Balance und Lebensfreude zurückgewinnen Coa­ching kann Ihnen hel­fen, Ihre eige­nen Bedürf­nis­se bes­ser zu erken­nen und bewusst für eine gesun­de Balan­ce zwi­schen Arbeit, Fami­lie und Frei­zeit zu sor­gen. - Wie gestal­ten Sie Ihren All­tag so, dass Sie sich erfüllt füh­len? - - Wel­che[ Prio­ri­tä­ten ](https://bobach-coaching.de/richtig-priorisieren/ "Richtig Priorisieren lernen")möch­ten Sie neu set­zen? - Wie kön­nen Sie mehr Leich­tig­keit und Freu­de in Ihr Leben brin­gen? Die Mid­life Cri­sis kann so zu einer Chan­ce wer­den, sich selbst neu zu ent­de­cken und ein erfüll­tes, authen­ti­sches Leben zu füh­ren. ## Fazit: Coaching als Schlüssel zur Veränderung Die Mid­life Cri­sis ist kei­ne Sack­gas­se, son­dern ein Wen­de­punkt mit Poten­zi­al. Coa­ching kann Sie dabei unter­stüt­zen, Klar­heit zu gewin­nen, Ängs­te zu über­win­den und einen neu­en Lebens­weg zu gestal­ten. Möch­ten Sie Ihre Mid­life Cri­sis als Chan­ce nut­zen? Dann buchen Sie ein kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch und fin­den Sie her­aus, wie Coa­ching Sie auf die­sem Weg beglei­ten kann. [? **Jetzt Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren!**](#kontakt) **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching --- ### [Selbstwertgefühl steigern - so geht es](https://bobach-coaching.de/selbstwertgefuehl-steigern-so-geht-es/) **Published:** Januar 16, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Füh­len Sie sich manch­mal unsi­cher, zwei­feln an Ihren Fähig­kei­ten oder ver­glei­chen sich stän­dig mit ande­ren? Ein gerin­ges Selbst­wert­ge­fühl kann uns im All­tag stark ein­schrän­ken. Doch die gute Nach­richt ist: Sie kön­nen Ihr Selbst­wert­ge­fühl aktiv stei­gern! Die­ser Blog­bei­trag zeigt Ihnen, wie. Es gibt hier­zu auch eine Fol­ge inner­halb mei­nes Klar­Sicht Pod­casts: ## **Was ist Selbstwertgefühl eigentlich?** Selbst­wert­ge­fühl beschreibt, wie wir uns selbst bewer­ten. Es ist die Sum­me unse­rer [Über­zeu­gun­gen](https://bobach-coaching.de/ich-glaube-wer-ich-bin-identitaet-und-glaubenssaetze/ "Ich glaube wer ich bin — Identität und Glaubenssätze") über unse­re eige­nen Fähig­kei­ten, Eigen­schaf­ten und unse­ren Wert als Mensch. Ein gesun­des Selbst­wert­ge­fühl bedeu­tet, sich selbst anzu­neh­men, mit Stär­ken und Schwä­chen. Es ist die Basis für [ein glück­li­ches und erfüll­tes Leben](https://bobach-coaching.de/podcast-mit-ziellosigkeit-zum-glueck/ "Mit Ziellosigkeit zum Glück?"). Es ist nicht Arro­ganz oder Über­heb­lich­keit, son­dern eine rea­lis­ti­sche und posi­ti­ve Ein­schät­zung Ihrer Per­son. Es bedeu­tet, sich selbst mit Respekt und Wert­schät­zung zu begeg­nen. ## **Warum ist ein starkes Selbstwertgefühl wichtig?** Ein star­kes Selbst­wert­ge­fühl… - …macht Sie [wider­stands­fä­hi­ger gegen Stress und Her­aus­for­de­run­gen](https://bobach-coaching.de/podcast-resilienz/ "Resilienz verstehen und lernen"). Wenn Sie von Ihrem eige­nen Wert über­zeugt sind, las­sen Sie sich von Rück­schlä­gen nicht so schnell ent­mu­ti­gen. - …stärkt Ihr Ver­trau­en in Ihre eige­nen Fähig­kei­ten. Sie trau­en sich mehr zu und gehen neue Her­aus­for­de­run­gen mit Zuver­sicht an. - …ermög­licht Ihnen, gesun­de Bezie­hun­gen auf­zu­bau­en. Nur wer sich selbst wert­schätzt, kann auch ande­re wert­schät­zen und gesun­de Bezie­hun­gen füh­ren. - …hilft Ihnen,[ Ihre Zie­le zu errei­chen](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?"). Mit einem star­ken Selbst­wert­ge­fühl glau­ben Sie an sich selbst und Ihre Mög­lich­kei­ten und sind moti­vier­ter, Ihre Zie­le zu ver­fol­gen. - …för­dert Ihr all­ge­mei­nes Wohl­be­fin­den. Ein posi­ti­ves Selbst­bild trägt maß­geb­lich zu Ihrem psy­chi­schen und emo­tio­na­len Wohl­be­fin­den bei. ## **Tipps zur Steigerung Ihres Selbstwertgefühls** - **Neh­men Sie sich selbst an:** Akzep­tie­ren Sie Ihre Stär­ken und Schwä­chen. Nie­mand ist per­fekt. Kon­zen­trie­ren Sie sich auf das Posi­ti­ve und sei­en Sie nach­sich­tig mit sich selbst. Jeder Mensch macht Feh­ler, und das ist in Ord­nung. Betrach­ten Sie Feh­ler als Lern­chan­cen und nicht als Beweis für Ihr Unver­mö­gen. - **Iden­ti­fi­zie­ren Sie Ihre Stär­ken:** Schrei­ben Sie eine Lis­te Ihrer Erfol­ge und posi­ti­ven Eigen­schaf­ten. Was kön­nen Sie gut? Wor­auf sind Sie stolz? Manch­mal ver­ges­sen wir im All­tag unse­re Erfol­ge. Neh­men Sie sich Zeit, dar­über nach­zu­den­ken, was Sie bereits alles erreicht haben. - **Set­zen Sie sich rea­lis­ti­sche Zie­le:** Klei­ne, erreich­ba­re Zie­le geben Ihnen das Gefühl von Erfolg und stär­ken Ihr Selbst­ver­trau­en. Über­for­dern Sie sich nicht und set­zen Sie sich rea­lis­ti­sche Zie­le, die Sie auch errei­chen kön­nen. Fei­ern Sie jeden klei­nen Erfolg, um Ihr Selbst­wert­ge­fühl zu stär­ken. - **Umge­ben Sie sich mit posi­ti­ven Men­schen:** Men­schen, die Sie unter­stüt­zen und wert­schät­zen, tun Ihrem Selbst­wert­ge­fühl gut. Mei­den Sie Men­schen, die Sie her­ab­set­zen oder kri­ti­sie­ren. Suchen Sie die Gesell­schaft von Men­schen, die Sie auf­bau­en und Ihnen posi­ti­ve Ener­gie geben. - **Spre­chen Sie posi­tiv über sich selbst:** Ach­ten Sie auf Ihre inne­re Stim­me. Erset­zen Sie nega­ti­ve Gedan­ken durch posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen. Sei­en Sie freund­lich zu sich selbst und spre­chen Sie mit sich selbst wie mit einem guten Freund. - **Ler­nen Sie, Nein zu sagen:** Gren­zen zu set­zen und für sich selbst ein­zu­ste­hen, ist ein wich­ti­ger Schritt zu mehr Selbst­wert­ge­fühl. Es ist in Ord­nung, Nein zu sagen, wenn Sie etwas nicht tun möch­ten oder kön­nen. Das bedeu­tet nicht, dass Sie ego­is­tisch sind, son­dern dass Sie sich selbst respek­tie­ren. - **Pfle­gen Sie sich selbst:** Ach­ten Sie auf Ihre kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit. Aus­rei­chend Schlaf, eine gesun­de Ernäh­rung und regel­mä­ßi­ge Bewe­gung wir­ken Wun­der. Neh­men Sie sich Zeit für Akti­vi­tä­ten, die Ihnen Spaß machen und Ihnen gut­tun. - **Suche Sie sich Unter­stüt­zung:** Wenn Sie Schwie­rig­kei­ten haben, Ihr Selbst­wert­ge­fühl allei­ne zu stei­gern, scheu­en Sie sich nicht, pro­fes­sio­nel­le Hil­fe in Anspruch zu neh­men. Ein Coach oder The­ra­peut kann Sie dabei unter­stüt­zen, nega­ti­ve Denk­mus­ter zu erken­nen und zu ver­än­dern. ## **Übungen für mehr Selbstwertgefühl** - **Das Dank­bar­keits­ta­ge­buch:** Schrei­ben Sie jeden Abend drei Din­ge auf, für die Sie dank­bar sind. Das lenkt den Fokus auf das Posi­ti­ve und stärkt das Gefühl der Zufrie­den­heit. - **Die Selbst­lie­be-Medi­ta­ti­on:** Neh­men Sie sich jeden Tag ein paar Minu­ten Zeit, um sich auf Ihre posi­ti­ven Eigen­schaf­ten zu kon­zen­trie­ren. Schlie­ßen Sie die Augen und stel­len Sie sich vor, wie Sie sich selbst umar­men und sich posi­ti­ve Bot­schaf­ten zuspre­chen. - **Das Kom­pli­men­te-Tage­buch:** Schrei­ben Sie jeden Tag ein Kom­pli­ment auf, das Sie bekom­men haben oder das Sie sich selbst machen möch­ten. Das hilft Ihnen, Ihre posi­ti­ven Eigen­schaf­ten und Erfol­ge wahr­zu­neh­men. - **Die Spie­gel­übung:** Stel­len Sie sich vor einen Spie­gel und sagen Sie sich posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen. Das mag anfangs unge­wohnt sein, kann aber auf Dau­er sehr wirk­sam sein. - **Die Stär­ken-Ana­ly­se:** Ana­ly­sie­ren Sie Ihre bis­he­ri­gen Erfol­ge und iden­ti­fi­zie­ren Sie die Stär­ken, die Ihnen dabei gehol­fen haben. Das stärkt das Bewusst­sein für Ihre eige­nen Fähig­kei­ten. ## **Die Bedeutung von Selbstmitgefühl** Ein wich­ti­ger Aspekt im Zusam­men­hang mit dem Selbst­wert­ge­fühl ist das Selbst­mit­ge­fühl. Selbst­mit­ge­fühl bedeu­tet, sich selbst mit Freund­lich­keit und Ver­ständ­nis zu begeg­nen, ins­be­son­de­re in schwie­ri­gen Zei­ten. Es bedeu­tet, sich selbst so anzu­neh­men, wie man ist, mit allen Stär­ken und Schwä­chen. Selbst­mit­ge­fühl ist nicht Selbst­mit­leid, son­dern eine gesun­de Hal­tung der Akzep­tanz und Nach­sicht sich selbst gegen­über. ## **Der Einfluss von Vergleichen** Ver­glei­che mit ande­ren kön­nen das Selbst­wert­ge­fühl stark beein­träch­ti­gen. Jeder Mensch ist ein­zig­ar­tig und hat sei­ne eige­nen Stär­ken und Schwä­chen. Ver­glei­chen Sie sich nicht mit ande­ren, son­dern kon­zen­trie­ren Sie sich auf Ihre eige­nen Fort­schrit­te und Erfol­ge. ## **Fazit:** Die Stei­ge­rung des Selbst­wert­ge­fühls ist ein Pro­zess, der Zeit und Geduld erfor­dert. Sei­en Sie nach­sich­tig mit sich selbst und fei­ern Sie Ihre Erfol­ge. Mit den rich­ti­gen Stra­te­gien und etwas Übung kön­nen Sie Ihr Selbst­wert­ge­fühl nach­hal­tig stär­ken und ein glück­li­che­res und erfüll­te­res Leben füh­ren. Es ist ein Weg, den es sich lohnt zu gehen, denn ein star­kes Selbst­wert­ge­fühl ist die Grund­la­ge für ein posi­ti­ves und erfüll­tes Leben. Es ermög­licht Ihnen, Ihre Poten­zia­le voll aus­zu­schöp­fen und Ihre Zie­le mit Zuver­sicht zu ver­fol­gen. **Sie möch­ten Ihr Selbst­wert­ge­fühl pro­fes­sio­nell stär­ken?** Ich unter­stüt­ze Sie ger­ne dabei![ Kon­tak­tie­ren Sie mich](#kontakt) für ein per­sön­li­ches Coa­ching-Gespräch. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, Selbstwert, Selbstwertgefühl --- ### [Blinder Aktionismus: Wie Sie hektisches Handeln vermeiden](https://bobach-coaching.de/podcast-blinder-aktionismus/) **Published:** Juni 10, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Blin­der Aktio­nis­mus ist ein Phä­no­men, das in der moder­nen Arbeits­welt häu­fig vor­kommt. Er ent­steht oft aus dem Drang, sofort zu han­deln, ohne die Situa­ti­on oder die zugrun­de lie­gen­den Ursa­chen wirk­lich zu ana­ly­sie­ren. Doch was steckt hin­ter die­sem Ver­hal­tens­mus­ter, und wie kön­nen Sie es ver­mei­den? In mei­nem Pod­cast “Coach & Coach” gibt es eine ver­tie­fen­de Fol­ge zu die­sem The­ma: ## Was ist blinder Aktionismus? Blin­der Aktio­nis­mus beschreibt impul­si­ves Han­deln, das meist ohne kla­re Ziel­set­zung, Stra­te­gie oder Refle­xi­on geschieht. Es ist der Ver­such, durch über­mä­ßi­ge Akti­vi­tät ein Pro­blem zu lösen oder zumin­dest den Ein­druck zu ver­mit­teln, pro­duk­tiv zu sein. Doch in der Pra­xis führt blin­der Aktio­nis­mus sel­ten zu nach­hal­ti­gen Lösun­gen. Viel­mehr kön­nen Res­sour­cen ver­schwen­det und lang­fris­tig Frus­tra­tio­nen erzeugt wer­den. Ein Bei­spiel: Ein Unter­neh­men bemerkt einen Umsatz­rück­gang und star­tet ohne vor­he­ri­ge Ana­ly­se hek­tisch eine neue Mar­ke­ting­kam­pa­gne. Die­se über­stürz­te Akti­on könn­te nicht nur inef­fek­tiv sein, son­dern bestehen­de Pro­ble­me sogar ver­schär­fen. ## Ursachen und Auswirkungen von blindem Aktionismus ### Die Ursachen Blin­der Aktio­nis­mus ent­steht oft aus fol­gen­den Grün­den: 1. **Zeit­druck:** Unter Zeit­druck nei­gen Men­schen dazu, sofort zu han­deln, anstatt die Situa­ti­on zu durch­den­ken. “Haupt­sa­che, wir machen etwas” wird dabei zum Leit­satz. 2. **Angst vor Still­stand:** In einer leis­tungs­ori­en­tier­ten Gesell­schaft wird Still­stand oft mit Schei­tern gleich­ge­setzt. Dies führt zu Akti­vi­tä­ten, die nicht ziel­füh­rend sind. 3. **Angst vor Kon­troll­ver­lust:** Das Gefühl, die Kon­trol­le über eine Situa­ti­on zu ver­lie­ren, kann hek­ti­sches Han­deln aus­lö­sen. 4. **Angst vor Anse­hens­ver­lust:** Nie­mand möch­te als pas­siv oder untä­tig wahr­ge­nom­men wer­den. Die­se Sor­ge führt oft zu Schnell­schüs­sen, die wenig durch­dacht sind. 5. **Feh­len­de Zie­le und Prio­ri­tä­ten:** Ohne kla­re Ziel­set­zung grei­fen Teams oft zu kurz­fris­ti­gen Maß­nah­men. 6. **Druck von oben:** Füh­rungs­kräf­te for­dern manch­mal schnel­le Ent­schei­dun­gen, ohne selbst aus­rei­chend ana­ly­siert zu haben. Dies über­trägt sich auf die Teams. 7. **Kul­tu­rel­le Fak­to­ren:** In Orga­ni­sa­tio­nen, die Aktio­nis­mus mit Enga­ge­ment ver­wech­seln, gilt Refle­xi­on oft als Schwä­che. ### Die Folgen Die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen von blin­dem Aktio­nis­mus sind erheb­lich: - **Res­sour­cen­ver­schwen­dung:** Zeit, Geld und Ener­gie flie­ßen in inef­fek­ti­ve Maß­nah­men. - **Demo­ti­va­ti­on im Team:** Mit­ar­bei­ter ver­lie­ren Ver­trau­en, wenn Ent­schei­dun­gen unaus­ge­reift sind. - **Fehl­ent­schei­dun­gen:** Ohne fun­dier­te Ana­ly­se wer­den Pro­ble­me oft falsch adres­siert. - **Repu­ta­ti­ons­ver­lust:** Unko­or­di­nier­te Aktio­nen schä­di­gen das Ver­trau­en von Kun­den und Stake­hol­dern. - **Burn­out-Risi­ko:** Die stän­di­ge Über­ak­ti­vie­rung kann zu Erschöp­fung füh­ren. Eine wei­te­re Fol­ge ist der Ver­lust von Inno­va­ti­ons­po­ten­zi­al. Teams, die unter stän­di­gem Hand­lungs­druck ste­hen, haben oft kei­nen Raum, krea­tiv zu den­ken oder lang­fris­ti­ge Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Das kann ins­be­son­de­re in dyna­mi­schen Bran­chen fata­le Kon­se­quen­zen haben. ## Strategien gegen blinden Aktionismus ### 1. Zeit für Reflexion einplanen Pla­nen Sie bewusst eine Refle­xi­ons­pha­se ein. Ana­ly­sen wie SWOT- oder Root-Cau­se-Metho­den hel­fen, die Situa­ti­on zu klä­ren. Nut­zen Sie auch die Mög­lich­keit, exter­ne Per­spek­ti­ven ein­zu­ho­len, um blin­de Fle­cken zu ver­mei­den. ### 2. Ziele und Prioritäten setzen Ein kla­rer Plan hilft, ziel­füh­ren­de Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Fra­gen Sie sich: Was wol­len wir errei­chen? Wel­che Res­sour­cen ste­hen zur Ver­fü­gung? Wel­che Maß­nah­me hat Prio­ri­tät? Das Arbei­ten mit OKRs (Objec­ti­ves and Key Results) kann hier beson­ders effek­tiv sein. ### 3. Datenbasiert entscheiden Tref­fen Sie Ent­schei­dun­gen auf Grund­la­ge von Daten, nicht aus dem Bauch her­aus. KPI-Dash­boards und ande­re Ana­ly­se-Tools kön­nen eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein. Stel­len Sie sicher, dass die Daten aktu­ell und rele­vant sind, um fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ### 4. Teamkommunikation verbessern Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on sorgt dafür, dass Pro­ble­me klar benannt und Lösun­gen gemein­sam erar­bei­tet wer­den. Regel­mä­ßi­ge Feed­back-Run­den und Mee­tings för­dern die Refle­xi­on. Imple­men­tie­ren Sie zudem eine Kul­tur, in der auch kri­ti­sche Fra­gen will­kom­men sind. ![](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/06/kamran-abdullayev-vFC_iXc_vPY-unsplash-300x169.jpg)### 5. Mut zur Pause Ein bewuss­ter Rück­zug ist oft effek­ti­ver als über­stürz­tes Han­deln. Nut­zen Sie Mindful­ness-Tech­ni­ken oder struk­tu­rier­tes Zeit­ma­nage­ment. Schaf­fen Sie bewusst Zei­ten, in denen weder E‑Mails noch Mee­tings statt­fin­den, um Raum für stra­te­gi­sches Den­ken zu geben. ### 6. Weiterbildung und Coaching Schu­lun­gen und Coa­chings för­dern durch­dach­tes Han­deln und nach­hal­ti­ge Ent­schei­dun­gen. Inves­tie­ren Sie in die Ent­wick­lung von Pro­blem­lö­sungs­kom­pe­ten­zen und Ent­schei­dungs­tech­ni­ken, um lang­fris­tig eine wider­stands­fä­hi­ge­re Orga­ni­sa­ti­on zu schaf­fen. ### 7. Nutzung von Technologie Tech­no­lo­gi­sche Tools wie Pro­jekt­ma­nage­ment-Soft­ware oder KI-gestütz­te Ana­ly­sen kön­nen dabei hel­fen, Pro­zes­se zu opti­mie­ren und über­stürz­tes Han­deln zu ver­mei­den. Die­se Tools ermög­li­chen es, kom­ple­xe Infor­ma­tio­nen schnell zu ver­ar­bei­ten und fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ## Wann ist schnelles Handeln sinnvoll? Es gibt Situa­tio­nen, in denen Geschwin­dig­keit ent­schei­dend ist – etwa in Kri­sen oder bei Sicher­heits­ri­si­ken. Hier soll­ten kla­re Hand­lungs­plä­ne und vor­be­rei­te­te Kri­sen­sze­na­ri­en zur Anwen­dung kom­men, um den­noch fun­dier­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Kri­sen­übun­gen im Vor­feld kön­nen hel­fen, Teams auf sol­che Situa­tio­nen vor­zu­be­rei­ten und hek­ti­sches Han­deln zu mini­mie­ren. Ein wei­te­rer Ansatz ist die Ein­rich­tung eines “Rapid Respon­se Teams”, das spe­zi­ell geschult ist, in sol­chen Situa­tio­nen effek­tiv zu agie­ren. ## Fazit Blin­der Aktio­nis­mus erscheint oft wie eine schnel­le Lösung, doch nach­hal­ti­ger Erfolg erfor­dert Refle­xi­on und Stra­te­gie. Eine Unter­neh­mens­kul­tur, die fun­dier­te Ent­schei­dun­gen för­dert, zahlt sich lang­fris­tig aus. Wenn Sie das Gefühl haben, oft nur zu reagie­ren statt bewusst zu agie­ren, lade ich Sie ein, mit mir ins Gespräch zu kom­men. Gemein­sam ent­wi­ckeln wir Stra­te­gien, um bewusst, klar und nach­hal­tig zu han­deln. Han­deln Sie smar­ter, nicht schnel­ler. Nut­zen Sie die­se Gele­gen­heit, Ihre Pro­zes­se zu opti­mie­ren und lang­fris­tig erfolg­rei­cher zu sein. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Aktionismus, Coaching, Podcast --- ### [Online-Coaching vs. Präsenz-Coaching: Vor- und Nachteile](https://bobach-coaching.de/online-coaching-vs-praesenz-coaching-vor-und-nachteile/) **Published:** Januar 6, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Ent­schei­dung zwi­schen Online-Coa­ching und Prä­senz-Coa­ching ist für vie­le Men­schen ein wich­ti­ger Schritt in ihrer per­sön­li­chen und beruf­li­chen Ent­wick­lung. Bei­de Ansät­ze bie­ten spe­zi­fi­sche Vor­tei­le und Her­aus­for­de­run­gen. In die­sem Arti­kel zei­ge ich Ihnen, wel­che Unter­schie­de es gibt, und gebe prak­ti­sche Emp­feh­lun­gen, wel­ches For­mat für unter­schied­li­che Bedürf­nis­se geeig­net ist. ## Was ist Online-Coaching? Online-Coa­ching nutzt digi­ta­le Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel wie Video­kon­fe­renz-Tools (Zoom, Micro­soft Teams oder Sky­pe), E‑Mail, Chat oder spe­zi­el­le Coa­ching-Platt­for­men. Es ermög­licht die Inter­ak­ti­on in Echt­zeit, oft ergänzt durch Tools wie digi­ta­le White­boards oder gemein­sam genutz­te Doku­men­te, die den Coa­ching-Pro­zess unter­stüt­zen. Häu­fig wer­den auch asyn­chro­ne For­ma­te wie auf­ge­zeich­ne­te Übun­gen oder Refle­xi­ons­auf­ga­ben genutzt. ## Was ist Präsenz-Coaching? Prä­senz-Coa­ching, auch Face-to-Face-Coa­ching genannt, fin­det in einem per­sön­li­chen Umfeld statt. Coach und Kli­ent tref­fen sich an einem phy­si­schen Ort wie einem Coa­ching-Büro, einem Kon­fe­renz­raum oder einer neu­tra­len Umge­bung. Dabei wer­den häu­fig visu­el­le und hap­ti­sche Mate­ria­li­en wie Flip­charts, Mode­ra­ti­ons­kar­ten oder greif­ba­re Gegen­stän­de ver­wen­det, um den Pro­zess zu unter­stüt­zen. ## Vorteile von Online-Coaching ### 1. **Maximale Flexibilität** Online-Coa­ching ist äußerst fle­xi­bel und spart Zeit. Sit­zun­gen kön­nen bequem von zu Hau­se, dem Büro oder unter­wegs statt­fin­den. Es ent­fällt die Anfahrt, was beson­ders in gro­ßen Städ­ten oder für Men­schen mit engem Ter­min­ka­len­der ein erheb­li­cher Vor­teil ist. Ter­mi­ne kön­nen zudem leich­ter in den All­tag inte­griert wer­den. ### 2. **Ortsunabhängigkeit** Da kei­ne räum­li­che Nähe erfor­der­lich ist, kön­nen Kli­en­ten auf ein glo­ba­les Netz­werk von Coa­ches zugrei­fen. Dies ist beson­ders hilf­reich, wenn es um sel­te­ne Spe­zia­li­sie­run­gen geht, die lokal schwer ver­füg­bar sind. ### 3. **Technische Unterstützung** Durch den Ein­satz moder­ner Tools wird der Coa­ching-Pro­zess berei­chert. Funk­tio­nen wie Bild­schirm­frei­ga­ben, digi­ta­le White­boards und gemein­sam bear­beit­ba­re Doku­men­te för­dern die Zusam­men­ar­beit und Krea­ti­vi­tät. omisch sinn­vol­le Lösung sein. ### 5. **Schnelle Umsetzung** Online-Coa­ching ermög­licht einen unkom­pli­zier­ten Start. Bereits weni­ge Stun­den nach der Kon­takt­auf­nah­me kön­nen ers­te Sit­zun­gen statt­fin­den, ohne auf ver­füg­ba­re Räu­me oder Rei­sen war­ten zu müs­sen. ## Nachteile von Online-Coaching ### 1. **Technische Herausforderungen** Eine sta­bi­le Inter­net­ver­bin­dung und grund­le­gen­de tech­ni­sche Kennt­nis­se sind not­wen­dig. Ver­bin­dungs­pro­ble­me oder man­geln­de Ver­traut­heit mit den ver­wen­de­ten Tools kön­nen den Ablauf stö­ren. ### 2. **Eingeschränkte Wahrnehmung nonverbaler Signale** Obwohl Video­ge­sprä­che vie­le Inter­ak­tio­nen ermög­li­chen, kön­nen sub­ti­le non­ver­ba­le Hin­wei­se wie Kör­per­hal­tung oder fei­ne Ges­ten weni­ger wahr­ge­nom­men wer­den. ### 3. **Gefühl der Distanz** Eini­ge Kli­en­ten emp­fin­den die vir­tu­el­le Umge­bung als weni­ger per­sön­lich und haben Schwie­rig­kei­ten, eine tie­fe Ver­bin­dung auf­zu­bau­en. ## Vorteile von Präsenz-Coaching ![Präsenz Coaching hat viele Vorteile](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/01/charlesdeluvio-rRWiVQzLm7k-unsplash-200x300.jpg "charlesdeluvio-rRWiVQzLm7k-unsplash")Foto von [charles­de­lu­vio](https://unsplash.com/de/@charlesdeluvio?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/person-sitting-in-a-chair-in-front-of-a-man-rRWiVQzLm7k?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) ### 1. **Intensive persönliche Interaktion** Der direk­te Kon­takt bie­tet eine inten­si­ve­re Wahr­neh­mung von non­ver­ba­len Signa­len. Coa­ches kön­nen auf fei­ne Details wie Kör­per­spra­che, Hal­tung und Mimik reagie­ren, was die Tie­fe der Gesprä­che erhöht. ### 2. **Professionelle Umgebung** Ein neu­tra­ler Coa­ching-Raum för­dert die Kon­zen­tra­ti­on und schafft eine Atmo­sphä­re, die den Fokus auf die per­sön­li­chen Zie­le erleich­tert. ### 3. **Greifbare Materialien** Phy­si­sche Hilfs­mit­tel wie Flip­charts oder Gegen­stän­de zur Visua­li­sie­rung kön­nen direkt ein­ge­setzt wer­den, was beson­ders bei kom­ple­xen The­men hilf­reich ist. ### 4. **Stärkung der Beziehungsebene** Vie­le Kli­en­ten emp­fin­den per­sön­li­che Tref­fen als ver­trau­ens­vol­ler und ver­bind­li­cher. Der direk­te Kon­takt erleich­tert es oft, eine inten­si­ve emo­tio­na­le Bin­dung auf­zu­bau­en. ## Nachteile von Präsenz-Coaching ### 1. **Zeitaufwand für Anfahrt** Die Anfahrt zum Coa­ching-Ter­min kann je nach Wohn­ort erheb­li­chen Auf­wand bedeu­ten, ins­be­son­de­re in Bal­lungs­räu­men oder bei lan­gen Distan­zen. ### 2. **Eingeschränkte Auswahl an Coaches** Kli­en­ten sind auf Coa­ches in ihrer geo­gra­fi­schen Nähe beschränkt, was die Aus­wahl ins­be­son­de­re bei spe­zia­li­sier­ten The­men ein­schrän­ken kann. ### 3. **Höhere Kosten** Prä­senz-Coa­ching kann auf­grund von Raum­kos­ten und Rei­se­zei­ten für bei­de Sei­ten teu­rer sein. Dies kann eine Hür­de für Kli­en­ten mit begrenz­tem Bud­get dar­stel­len. ## Für wen ist welches Format geeignet? ### Online-Coaching eignet sich besonders für: - Berufs­tä­ti­ge mit engem Zeit­plan. - Men­schen in länd­li­chen Regio­nen ohne Zugang zu spe­zia­li­sier­ten Coa­ches. - Kli­en­ten, die tech­nik­af­fin sind und digi­ta­le Tools schät­zen. - Anlie­gen, die sich gut durch digi­ta­le Metho­den bear­bei­ten las­sen. ### Präsenz-Coaching ist ideal für: - Men­schen, die Wert auf per­sön­li­che Begeg­nun­gen legen. - Kli­en­ten, die in einer neu­tra­len Umge­bung bes­ser arbei­ten kön­nen. - The­men, die von inten­si­ver non­ver­ba­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on pro­fi­tie­ren. - Per­so­nen, die emo­tio­na­le Bar­rie­ren leich­ter in direk­tem Kon­takt abbau­en kön­nen. ## Fazit: Die richtige Wahl treffen Die Wahl zwi­schen Online- und Prä­senz-Coa­ching hängt von Ihren indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­sen und Prä­fe­ren­zen ab. Bei­de For­ma­te bie­ten ein­zig­ar­ti­ge Vor­tei­le und Her­aus­for­de­run­gen. Pro­bie­ren Sie aus, wel­ches For­mat am bes­ten zu Ihnen passt. Vie­le Coa­ches bie­ten mitt­ler­wei­le hybri­de Model­le an, bei denen Sie die Vor­zü­ge bei­der Ansät­ze kom­bi­nie­ren kön­nen. So kön­nen Sie bei­spiels­wei­se eine ers­te Sit­zung im Prä­senz-Coa­ching absol­vie­ren und die wei­te­ren Ter­mi­ne online fort­set­zen. Egal, für wel­ches For­mat Sie sich ent­schei­den – der wich­tigs­te Schritt ist, über­haupt mit dem Coa­ching zu begin­nen und damit in Ihre per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung zu inves­tie­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Jahresrückblick mit Klarheit: Wie Sie 2025 mit Fokus und neuer Energie starten](https://bobach-coaching.de/jahresrueckblick-mit-klarheit-wie-sie-2025-mit-fokus-und-neuer-energie-starten/) **Published:** Dezember 23, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Weih­nachts­zeit und der bevor­ste­hen­de Jah­res­wech­sel sind für vie­le Men­schen Momen­te der Besin­nung. Die Hek­tik des All­tags tritt kurz in den Hin­ter­grund, und es bleibt Raum, um inne­zu­hal­ten und das ver­gan­ge­ne Jahr zu reflek­tie­ren. Die­se Zeit bie­tet eine wert­vol­le Chan­ce: das Jahr 2024 bewusst abzu­schlie­ßen und mit einer kla­ren Visi­on und neu­er Ener­gie in das Jahr 2025 zu star­ten. In die­sem Arti­kel zei­ge ich Ihnen, wie Sie Ihren ganz per­sön­li­chen Jah­res­rück­blick gestal­ten, alte Belas­tun­gen los­las­sen und Ihre Zie­le für das kom­men­de Jahr set­zen kön­nen. Las­sen Sie sich inspi­rie­ren, um 2025 nicht nur erfolg­reich, son­dern auch erfüllt zu begin­nen. ## Einleitung: Die Magie des Jahreswechsels Der Jah­res­wech­sel ist ein bedeu­ten­der Moment: Er mar­kiert das Ende eines Kapi­tels und den Beginn eines neu­en. Die­se sym­bo­li­sche Gren­ze kann als Anlass die­nen, bewusst inne­zu­hal­ten und zu reflek­tie­ren. Vie­le von uns sind in den letz­ten Wochen des Jah­res jedoch mit Weih­nachts­vor­be­rei­tun­gen, beruf­li­chem Stress oder ande­ren Ver­pflich­tun­gen beschäf­tigt, sodass wenig Raum bleibt, um über das eige­ne Leben nach­zu­den­ken. Doch genau hier liegt die Chan­ce: Neh­men Sie sich bewusst Zeit, um das Jahr 2024 Revue pas­sie­ren zu las­sen. Wel­che Ereig­nis­se haben Sie beson­ders bewegt? Wel­che Erfol­ge möch­ten Sie fei­ern, und wel­che Her­aus­for­de­run­gen haben Sie gemeis­tert? Die­ser Rück­blick ist der ers­te Schritt, um das ver­gan­ge­ne Jahr wert­zu­schät­zen und Klar­heit für die Zukunft zu gewin­nen. ## Rückblick: Was hat das Jahr 2024 gebracht? Ein struk­tu­rier­ter Jah­res­rück­blick hilft Ihnen, die Höhe­punk­te und Her­aus­for­de­run­gen des ver­gan­ge­nen Jah­res bewusst zu erfas­sen und wich­ti­ge Erkennt­nis­se dar­aus zu zie­hen. Die bewuss­te Refle­xi­on ermög­licht es Ihnen, sowohl posi­ti­ve als auch schwie­ri­ge Erfah­run­gen wert­zu­schät­zen und dar­aus zu ler­nen. Nut­zen Sie dabei fol­gen­de Refle­xi­ons­fra­gen, um Klar­heit über das Jahr 2024 zu gewin­nen: - **Was waren mei­ne größ­ten Erfol­ge im Jahr 2024?** Hal­ten Sie alle Mei­len­stei­ne fest, auf die Sie stolz sind. Dazu kön­nen beruf­li­che Leis­tun­gen, per­sön­li­che Ent­wick­lun­gen oder auch klei­ne, aber bedeu­tungs­vol­le Momen­te gehö­ren, wie ein uner­war­te­tes Kom­pli­ment oder das erfolg­rei­che Erler­nen einer neu­en Fähig­keit. - **Wel­che Her­aus­for­de­run­gen habe ich gemeis­tert?** Den­ken Sie an schwie­ri­ge Situa­tio­nen, die Sie im Jahr 2024 bewäl­tigt haben. Viel­leicht waren es Kon­flik­te, beruf­li­che Hür­den oder per­sön­li­che Kri­sen. Fra­gen Sie sich: Was habe ich aus die­sen Erfah­run­gen gelernt, und wie haben sie mich gestärkt? - **Wel­che Men­schen haben mein Jahr beson­ders beein­flusst?** Iden­ti­fi­zie­ren Sie die Bezie­hun­gen, die Ihr Leben 2024 berei­chert haben. Viel­leicht gab es einen Kol­le­gen, der Sie inspi­riert hat, oder einen Freund, der in schwie­ri­gen Zei­ten an Ihrer Sei­te stand. Über­le­gen Sie, wel­che Ver­bin­dun­gen Sie im kom­men­den Jahr wei­ter pfle­gen oder ver­tie­fen möch­ten. Ein beson­ders hilf­rei­ches Werk­zeug für den Rück­blick ist das Füh­ren eines Erfolgs­jour­nals. In einem sol­chen Jour­nal kön­nen Sie Monat für Monat notie­ren, wel­che Fort­schrit­te Sie gemacht, wel­che Zie­le Sie erreicht und wel­che beson­de­ren Erleb­nis­se Sie erfah­ren haben. Falls Sie bis­lang noch kein Erfolgs­jour­nal geführt haben, ist jetzt ein idea­ler Zeit­punkt, um damit zu begin­nen. Es kann nicht nur Ihre Refle­xi­on erleich­tern, son­dern dient auch als wert­vol­le Erin­ne­rung an Ihre per­sön­li­chen und beruf­li­chen Erfol­ge. Dar­über hin­aus kön­nen Sie durch den Rück­blick fest­hal­ten, wel­che Ihrer Gewohn­hei­ten, Stra­te­gien oder Rou­ti­nen sich bewährt haben und wel­che viel­leicht über­dacht wer­den soll­ten. So legen Sie die Grund­la­ge für eine bewuss­te und kla­re Gestal­tung des neu­en Jah­res. ## Loslassen: Ballast abwerfen, bevor 2025 beginnt Der Jah­res­wech­sel ist eine aus­ge­zeich­ne­te Gele­gen­heit, nicht nur inne­zu­hal­ten, son­dern auch bewusst Bal­last abzu­wer­fen – sei es emo­tio­nal, men­tal oder phy­sisch. Oft tra­gen wir Belas­tun­gen mit uns her­um, die uns dar­an hin­dern, unser Poten­zi­al voll aus­zu­schöp­fen. Das kön­nen alte Gewohn­hei­ten sein, die uns nicht mehr die­nen, nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter, die uns blo­ckie­ren, oder Ver­pflich­tun­gen, die unse­re Ener­gie rau­ben. ### Warum Loslassen so wichtig ist Altes fest­zu­hal­ten, kann wie eine unsicht­ba­re Last wir­ken, die uns dar­an hin­dert, uns frei zu ent­fal­ten. Indem Sie bewusst los­las­sen, schaf­fen Sie Platz für Neu­es: neue Per­spek­ti­ven, Mög­lich­kei­ten und Erfah­run­gen. Der Pro­zess des Los­las­sens ist nicht immer leicht, aber er ist ein ent­schei­den­der Schritt, um inner­lich auf­zu­räu­men und Raum für Ver­än­de­rung zu schaf­fen. ### Praktische Tipps für das Loslassen: - **Jour­na­ling:** Schrei­ben Sie gezielt auf, was Sie im Jahr 2024 hin­ter sich las­sen möch­ten. Das kön­nen alte Ent­täu­schun­gen, Ängs­te oder auch belas­ten­de Bezie­hun­gen sein. Notie­ren Sie, war­um die­se Din­ge nicht mehr in Ihr Leben pas­sen und wie es sich anfüh­len wür­de, ohne sie ins neue Jahr zu star­ten. Die­se Refle­xi­on kann unglaub­lich befrei­end wir­ken. - **Abschluss­ri­tu­al:** Schaf­fen Sie ein per­sön­li­ches Ritu­al, um das alte Jahr sym­bo­lisch zu ver­ab­schie­den. Das könn­te eine Medi­ta­ti­on sein, bei der Sie sich auf das Los­las­sen kon­zen­trie­ren, oder das Schrei­ben eines Abschieds­briefs an das Jahr 2024. Man­che Men­schen fin­den es hilf­reich, alte Noti­zen oder Gegen­stän­de zu ver­bren­nen, die sie an belas­ten­de Erleb­nis­se erin­nern – ein kraft­vol­ler Akt, um inner­lich auf­zu­räu­men. - **Auf­räu­men und Ent­rüm­peln:** Unse­re Umge­bung beein­flusst direkt unser Wohl­be­fin­den. Nut­zen Sie die Tage zwi­schen den Jah­ren, um Ihr Zuhau­se oder Ihren Arbeits­platz auf­zu­räu­men. Sor­tie­ren Sie aus, was Sie nicht mehr brau­chen, und schaf­fen Sie Platz für Neu­es. Ein kla­rer Raum kann Wun­der für Ihre men­ta­le Klar­heit bewir­ken. - **Ver­ge­bung üben:** Manch­mal hält uns unge­lös­ter Groll oder Ärger fest. Fra­gen Sie sich, ob es Per­so­nen oder Situa­tio­nen gibt, denen Sie ver­ge­ben könn­ten. Ver­ge­bung bedeu­tet nicht, das Ver­hal­ten ande­rer gut­zu­hei­ßen, son­dern sich selbst von der Last der nega­ti­ven Gefüh­le zu befrei­en. ### Die positiven Effekte des Loslassens Indem Sie bewusst los­las­sen, schaf­fen Sie nicht nur Platz für neue Ener­gien und Chan­cen, son­dern gewin­nen auch an inne­rer Leich­tig­keit. Es ist, als wür­den Sie den Ruck­sack Ihres Lebens von unnö­ti­gem Bal­last befrei­en. Die­ser Pro­zess kann Ihnen hel­fen, mit Klar­heit und Zuver­sicht in das Jahr 2025 zu star­ten und die Din­ge anzu­ge­hen, die Ihnen wirk­lich wich­tig sind. ## Ausblick: Ziele für 2025 setzen ![SMART Ziele sind eine gute Methode um sich auf ein neues Jahr vorzubereiten](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/12/katelyn-perry-gHeLKqUvXMw-unsplash-300x200.jpg "katelyn-perry-gHeLKqUvXMw-unsplash")Nach­dem Sie das alte Jahr reflek­tiert und abge­schlos­sen haben, ist es an der Zeit, den Blick nach vor­ne zu rich­ten. Ein neu­es Jahr bie­tet die Gele­gen­heit, mit kla­ren Zie­len und einer inspi­rie­ren­den Visi­on zu star­ten. Zie­le, die Sie wirk­lich moti­vie­ren, soll­ten nicht nur kon­kre­te Ergeb­nis­se lie­fern, son­dern auch Ihr Herz höher schla­gen las­sen. Stel­len Sie sich vor, wie es sich anfühlt, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben – die­ses Bild ist Ihr Antrieb. Las­sen Sie uns gemein­sam anschau­en, wie Sie sol­che Zie­le set­zen kön­nen und war­um das SMART-Prin­zip dabei eine bewähr­te Metho­de ist. ### Die SMART-Methode Die SMART-Metho­de ist eine bewähr­te Tech­nik, um Ihre Zie­le so zu for­mu­lie­ren, dass sie klar, erreich­bar und moti­vie­rend sind. Las­sen Sie uns die ein­zel­nen Schrit­te mit einem Bei­spiel durch­ge­hen, damit Sie die­se Metho­de noch bes­ser ver­ste­hen: - **Spe­zi­fisch:** Stel­len Sie sich vor, Sie möch­ten Ihre Fit­ness ver­bes­sern. Statt vage zu sagen: „Ich will fit­ter wer­den“, könn­ten Sie kon­kret for­mu­lie­ren: „Ich möch­te drei­mal pro Woche 30 Minu­ten jog­gen.“ Je genau­er Sie Ihr Ziel defi­nie­ren, des­to kla­rer wird der Weg dort­hin. - **Mess­bar:** Wie erken­nen Sie, ob Sie auf dem rich­ti­gen Weg sind? In unse­rem Bei­spiel wäre ein mess­ba­res Ziel: „Ich möch­te inner­halb von drei Mona­ten fünf Kilo­me­ter durch­ge­hend jog­gen kön­nen.“ Eine mess­ba­re Kom­po­nen­te zeigt Ihnen, wann Sie Ihr Ziel erreicht haben. - **Attrak­tiv:** Fra­gen Sie sich, war­um die­ses Ziel für Sie wich­tig ist. Viel­leicht möch­ten Sie fit­ter sein, um mehr Ener­gie im All­tag zu haben oder um Ihre Gesund­heit zu ver­bes­sern. Wenn Sie eine star­ke emo­tio­na­le Ver­bin­dung zu Ihrem Ziel haben, bleibt Ihre Moti­va­ti­on auch bei Her­aus­for­de­run­gen erhal­ten. - **Rea­lis­tisch:** Set­zen Sie sich ein Ziel, das anspruchs­voll, aber mach­bar ist. Wenn Sie bis­her kaum Sport gemacht haben, wäre es unrea­lis­tisch, in einem Monat einen Mara­thon zu lau­fen. Klei­ne, rea­lis­ti­sche Schrit­te machen den Unter­schied. - **Ter­mi­niert:** Geben Sie Ihrem Ziel einen kla­ren Zeit­rah­men. Zum Bei­spiel: „Bis Ende März möch­te ich fünf Kilo­me­ter ohne Pau­se lau­fen kön­nen.“ Ein fes­ter Ter­min hilft Ihnen, fokus­siert zu blei­ben und Ihre Fort­schrit­te zu über­prü­fen. Indem Sie Ihre Zie­le nach der SMART-Metho­de defi­nie­ren, schaf­fen Sie eine soli­de Grund­la­ge für Ihre Plä­ne. Die­ses Sys­tem hilft Ihnen, sowohl beruf­li­che als auch per­sön­li­che Zie­le struk­tu­riert anzu­ge­hen und mit Freu­de dar­auf hin­zu­ar­bei­ten. ### Ihre persönliche Vision für 2025: Eine Visi­on für das kom­men­de Jahr zu ent­wi­ckeln, ist ein kraft­vol­ler Pro­zess, der Ihnen Ori­en­tie­rung und Moti­va­ti­on gibt. Stel­len Sie sich vor, wie ein per­fek­ter Tag im Jahr 2025 aus­se­hen könn­te: Wo befin­den Sie sich? Mit wem ver­brin­gen Sie Zeit? Wel­che Akti­vi­tä­ten füh­len sich für Sie erfül­lend an? Die­se gedank­li­che Rei­se kann Ihnen hel­fen, ein kla­res Bild Ihrer Wün­sche und Träu­me zu ent­wer­fen. Ein Visi­on Board ist ein idea­les Werk­zeug, um die­se Ideen zu kon­kre­ti­sie­ren. Neh­men Sie Zeit­schrif­ten, Online-Bil­der oder selbst gemal­te Sym­bo­le, die Ihre Zie­le und Wer­te dar­stel­len. Zum Bei­spiel könn­te ein Bild von einem strah­len­den Son­nen­auf­gang für Neu­an­fän­ge ste­hen, ein inspi­rie­ren­des Zitat könn­te Ihre Moti­va­ti­on unter­strei­chen, oder Fotos von Men­schen, die Ihnen wich­tig sind, könn­ten Ihre Bezie­hun­gen sym­bo­li­sie­ren. Hän­gen Sie Ihr Visi­on Board an einem Ort auf, den Sie täg­lich sehen, um Ihre Zie­le im All­tag leben­dig zu hal­ten. Zusätz­lich könn­ten Sie Ihre Visi­on in ver­schie­de­ne Lebens­be­rei­che auf­tei­len, wie zum Bei­spiel Beruf, Gesund­heit, Bezie­hun­gen und per­sön­li­che Ent­wick­lung. Ein ganz­heit­li­cher Ansatz hilft Ihnen, alle Aspek­te Ihres Lebens zu berück­sich­ti­gen und so ein Gleich­ge­wicht zu schaf­fen. Fra­gen Sie sich in jedem Bereich: “Was möch­te ich errei­chen, und war­um ist das wich­tig für mich?” Dadurch gewin­nen Sie nicht nur Klar­heit über Ihre Prio­ri­tä­ten, son­dern schaf­fen auch eine star­ke emo­tio­na­le Ver­bin­dung zu Ihren Zie­len. ## Die Rolle von Coaching bei der Zielsetzung und Umsetzung Zie­le zu set­zen ist ein wich­ti­ger ers­ter Schritt, doch oft ist es die Umset­zung, die her­aus­for­dernd ist. Hier kann Coa­ching eine wert­vol­le Unter­stüt­zung bie­ten. Als Busi­ness und Per­so­nal Coach hel­fe ich mei­nen Kli­en­ten dabei, Klar­heit über ihre Zie­le zu gewin­nen, Hin­der­nis­se zu über­win­den und einen kon­kre­ten Plan für die Umset­zung zu ent­wi­ckeln. ### Wie Coaching Sie unterstützen kann: - **Klar­heit schaf­fen:** Ein Coach hilft Ihnen, Ihre wah­ren Prio­ri­tä­ten und Wer­te zu erken­nen. - **Blo­cka­den lösen:** Oft ste­hen wir uns selbst im Weg. Im Coa­ching arbei­ten wir gemein­sam dar­an, men­ta­le Hin­der­nis­se zu über­win­den. - **Struk­tur und Fokus:** Mit einem kla­ren Fahr­plan und regel­mä­ßi­gem Feed­back blei­ben Sie auf Kurs. - **Moti­va­ti­on und Accoun­ta­bi­li­ty:** Ein Coach sorgt dafür, dass Sie an Ihren Zie­len dran­blei­ben und sich nicht von Rück­schlä­gen ent­mu­ti­gen las­sen. Möch­ten Sie 2025 mit einem kla­ren Plan und pro­fes­sio­nel­ler Unter­stüt­zung star­ten? Ich lade Sie herz­lich zu einem unver­bind­li­chen Erst­ge­spräch ein, in dem wir gemein­sam Ihre Zie­le und Mög­lich­kei­ten bespre­chen kön­nen. ## Abschluss: Mit Dankbarkeit und Zuversicht ins neue Jahr Dank­bar­keit ist ein Schlüs­sel, um das Jahr 2024 posi­tiv abzu­schlie­ßen. Neh­men Sie sich einen Moment Zeit, um all die klei­nen und gro­ßen Din­ge zu wür­di­gen, die die­ses Jahr beson­ders gemacht haben. Dank­bar­keit schafft eine posi­ti­ve Grund­hal­tung und berei­tet den Weg für ein erfüll­tes Jahr 2025. Abschlie­ßend möch­te ich Sie ermu­ti­gen: Nut­zen Sie den Jah­res­wech­sel, um inne­zu­hal­ten, los­zu­las­sen und Ihre Visi­on für 2025 zu gestal­ten. Jeder Neu­an­fang birgt die Chan­ce, Ihr Leben bewusst zu for­men und die Din­ge zu ver­wirk­li­chen, die Ihnen wirk­lich wich­tig sind. Wenn Sie sich auf die­ser Rei­se Unter­stüt­zung wün­schen, bin ich ger­ne für Sie da. Las­sen Sie uns gemein­sam dar­an arbei­ten, dass 2025 Ihr Jahr der Klar­heit, Fokus­sie­rung und Erfül­lung wird. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Neustarts: Warum wir Anfänge lieben – und manchmal fürchten](https://bobach-coaching.de/neustarts-warum-wir-anfaenge-lieben-und-manchmal-fuerchten/) **Published:** Januar 3, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Neu­starts, Ver­än­de­run­gen und neue Pro­jek­te: War­um sind sie so reiz­voll, aber auch so her­aus­for­dernd?** Anfän­ge sind ein zen­tra­les The­ma in der per­sön­li­chen Ent­wick­lung und im Coa­ching. Sie ber­gen nicht nur die Chan­ce auf Ver­än­de­rung, son­dern auch die Ener­gie, die uns vor­an­treibt. Doch wie ent­ste­hen die­se beson­de­ren Momen­te, und was kön­nen wir tun, um sie bewusst zu gestal­ten? Es gibt auch eine span­nen­de Pod­cast-Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coaching Podcast") zu die­sem The­ma, die sich mit Anfän­gen, ihrer Dyna­mik und Stra­te­gien zu ihrer erfolg­rei­chen Gestal­tung aus­ein­an­der­setzt. Die Fol­ge fin­den Sie hier: ## Die Magie des Anfangs Her­mann Hes­se bringt es mit sei­nem Zitat aus *Lebens­stu­fen* auf den Punkt: “Und jedem Anfang wohnt ein Zau­ber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.” Die­ser Zau­ber ent­steht oft aus einer Kom­bi­na­ti­on von Neu­gier, Moti­va­ti­on und der Aus­sicht auf Ver­än­de­rung. Doch was lässt Anfän­ge so fas­zi­nie­rend erschei­nen? 1. **Ener­gie und Moti­va­ti­on** Der ers­te Schritt in ein neu­es Kapi­tel ist oft von einer beson­de­ren Ener­gie beglei­tet. Die­se ent­steht durch die Ver­än­de­rung selbst: Neue Rou­ti­nen, Her­aus­for­de­run­gen und Erfah­run­gen sti­mu­lie­ren unse­ren Geist und kön­nen sogar Glücks­hor­mo­ne frei­set­zen. Das Gefühl, auf dem Weg zu etwas Neu­em zu sein, schafft oft eine ein­zig­ar­ti­ge Dyna­mik, die sich auf ande­re Lebens­be­rei­che über­tra­gen kann. 2. **Neu­gier als Trei­ber** Neu­es lockt uns, weil es uns aus gewohn­ten Bah­nen her­aus­holt. Es zwingt uns, Rou­ti­nen zu über­den­ken und uns mit dem Unbe­kann­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen. Gera­de die­se Aus­ein­an­der­set­zung – auch wenn sie her­aus­for­dernd ist – bringt uns wei­ter. Neu­gier ist eine star­ke Trieb­kraft, die uns hilft, alte Mus­ter zu durch­bre­chen und mutig neue Wege zu gehen. 3. **Zäsur als Chan­ce** Oft neh­men wir Anfän­ge als kla­re Zäsur wahr, etwa den Beginn eines neu­en Jah­res, einen neu­en Job oder ein per­sön­li­ches Pro­jekt. Die­se Momen­te bie­ten uns eine struk­tu­rier­te Gele­gen­heit, Din­ge bewusst anders anzu­ge­hen. Sie mar­kie­ren einen Schnitt­punkt, an dem wir uns fra­gen kön­nen: Was will ich ändern? Und was möch­te ich bei­be­hal­ten? 4. **Das Poten­zi­al von Ritua­len** [Ritua­le](https://bobach-coaching.de/podcast-rituale/ "Wie uns Rituale nützlich sind") ver­lei­hen Anfän­gen oft eine beson­de­re Bedeu­tung. Ein Neu­jahrs­vor­satz oder ein sym­bo­li­scher Neu­start wie das Umstel­len von Möbeln in der Woh­nung kön­nen uns hel­fen, den Über­gang zu mani­fes­tie­ren. Ritua­le geben dem Neu­an­fang einen Rah­men und machen ihn greif­bar. ## Warum scheuen wir Neustarts? Nicht jeder erlebt Anfän­ge posi­tiv. Man­che Men­schen sind zöger­li­cher, weil Ver­än­de­rung immer auch Unsi­cher­heit und das Ver­las­sen der Kom­fort­zo­ne bedeu­tet. Hier hilft ein Blick auf die unter­schied­li­chen Typen: 1. **Die Muti­gen und Neu­gie­ri­gen** Die­se Men­schen sehen Anfän­ge als Chan­ce, Neu­es zu ent­de­cken, und gehen mit Begeis­te­rung an neue Pro­jek­te her­an. Sie nut­zen die Ener­gie des Anfangs, um sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, und sehen in jeder Ver­än­de­rung eine Mög­lich­keit zu wach­sen. 2. **Die Zöger­li­chen** Sie fürch­ten die Risi­ken oder scheu­en den Bruch mit alten Gewohn­hei­ten. Die­se Grup­pe benö­tigt oft exter­ne Moti­va­ti­on oder kla­re Struk­tu­ren, um den ers­ten Schritt zu wagen. Für sie ist es wich­tig, Sicher­heit und Sta­bi­li­tät in den Ver­än­de­rungs­pro­zess ein­zu­bau­en. Vie­le von uns bewe­gen sich zwi­schen die­sen Extre­men. Je nach Lebens­be­reich kön­nen wir offen oder vor­sich­tig sein – beruf­lich viel­leicht expe­ri­men­tier­freu­dig, pri­vat aber fest­ge­fah­ren. Die­ses Wis­sen hilft uns, unse­re eige­ne Hal­tung zu reflek­tie­ren und gezielt dar­an zu arbei­ten. 3. **Äuße­re Ein­flüs­se ver­ste­hen** Die Gesell­schaft, in der wir leben, kann eben­falls Ein­fluss auf unse­re Bereit­schaft haben, etwas Neu­es zu wagen. Der Druck, immer erfolg­reich zu sein, oder die Angst vor Miss­erfolg kön­nen läh­mend wir­ken. Hier hilft es, sich bewusst zu machen, dass Schei­tern ein natür­li­cher Bestand­teil von Wachs­tum und Ver­än­de­rung ist. ## Interne und externe Motivation: Was treibt uns an? ![Sowohl interne als auch externe Motivation ist ein enstcheidender Faktor für gelungene Neustarts](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/01/planet-volumes-Z4-OCm0ya-c-unsplash-scaled.jpg "planet-volumes-Z4-OCm0ya-c-unsplash")Neu­starts ent­ste­hen ent­we­der aus einer inne­ren Moti­va­ti­on her­aus oder durch äuße­re Impul­se. Bei­de Vari­an­ten haben ihre Berech­ti­gung: 1. **Inter­ne Moti­va­ti­on** Oft liegt der Wunsch nach einem Neu­an­fang tief in uns selbst ver­an­kert. Ein Bei­spiel aus dem Pod­cast: Jan ent­schied sich, nach einer sport­li­chen Her­aus­for­de­rung einen neu­en Fokus zu set­zen, um sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das Ziel kam aus ihm selbst her­aus. Sol­che inne­ren Antrei­ber sind oft beson­ders nach­hal­tig, weil sie direkt mit unse­ren per­sön­li­chen Wer­ten und Bedürf­nis­sen ver­knüpft sind. 2. **Exter­ne Impul­se** Manch­mal ist es eine Per­son oder ein Ereig­nis, das uns auf neue Ideen bringt. In mei­nem Fall war es ein Kol­le­ge, der mir den Anstoß gab, ein Talent, das ich lan­ge spo­ra­disch genutzt hat­te, in ein neu­es beruf­li­ches Pro­jekt zu über­füh­ren. Die­se exter­ne Inspi­ra­ti­on kann Ideen frei­set­zen, die in uns schlum­mern, und uns hel­fen, Din­ge zu erken­nen, die wir allei­ne viel­leicht über­se­hen hät­ten. 3. **Der Ein­fluss von Rück­mel­dun­gen** [Feed­back von außen](https://bobach-coaching.de/rolle-und-person/ "Rolle und Person unterscheiden lernen"), sei es von Freun­den, Kol­le­gen oder einem Coach, kann uns oft eine neue Per­spek­ti­ve geben. Es hilft uns, Stär­ken zu erken­nen, die wir selbst viel­leicht nicht sehen, und ermu­tigt uns, die­se gezielt ein­zu­set­zen. ## Wie Sie Ihren eigenen Neustart gestalten können Neu­starts gelin­gen leich­ter, wenn wir sie bewusst gestal­ten. Hier sind eini­ge Stra­te­gien: 1. **Räu­me schaf­fen** Zie­hen Sie sich für einen Moment zurück, um zu reflek­tie­ren, was Sie wirk­lich wol­len. Digi­tal Detox oder ande­re For­men des bewuss­ten Rück­zugs kön­nen hel­fen, Ihre Gedan­ken zu ord­nen und neue Ideen ent­ste­hen zu las­sen. Ein struk­tu­rier­ter Refle­xi­ons­pro­zess kann Ihnen Klar­heit dar­über ver­schaf­fen, wel­che Ver­än­de­run­gen Sie anstre­ben. 2. **Ritua­le eta­blie­ren** Mar­kie­ren Sie den Neu­an­fang durch ein per­sön­li­ches Ritu­al – sei es ein geschrie­be­nes Gelüb­de, ein Gespräch mit Freun­den oder das bewuss­te Set­zen eines Mei­len­steins. Ritua­le hel­fen uns, Ver­än­de­run­gen greif­bar zu machen und ihnen eine sym­bo­li­sche Bedeu­tung zu ver­lei­hen. 3. **Ver­bind­lich­keit schaf­fen** Spre­chen Sie öffent­lich über Ihre Plä­ne oder suchen Sie sich einen Part­ner, der Sie unter­stützt. Ver­bind­lich­keit hilft, neue Gewohn­hei­ten zu eta­blie­ren und durch­zu­hal­ten. Regel­mä­ßi­ge Check-ins mit einem Accoun­ta­bi­li­ty-Part­ner oder Coach kön­nen den Fort­schritt sichern. 4. **Zie­le fle­xi­bel set­zen** Wäh­rend Ereig­nis­zie­le, wie ein Mara­thon, moti­vie­ren kön­nen, eig­nen sich Zustands­zie­le (z. B. gesün­der leben oder mehr Zeit für Freun­de haben) oft bes­ser, um lang­fris­tig dran­zu­blei­ben. Fle­xi­bi­li­tät in der Ziel­set­zung erlaubt es Ihnen, sich an neue Umstän­de anzu­pas­sen und den­noch moti­viert zu blei­ben. 5. **Unter­stüt­zung suchen** Ob durch Freun­de, Fami­lie oder einen Coach – Unter­stüt­zung kann den Unter­schied aus­ma­chen. Sie bie­tet nicht nur Rück­halt, son­dern auch neue Per­spek­ti­ven und Anrei­ze, die eige­nen Zie­le zu ver­fol­gen. 6. **Klei­ne Schrit­te pla­nen** Ein gro­ßer Neu­start kann über­wäl­ti­gend wir­ken. Tei­len Sie Ihr Vor­ha­ben in klei­ne­re, erreich­ba­re Etap­pen auf. Jeder klei­ne Erfolg gibt Ihnen die Moti­va­ti­on, wei­ter­zu­ma­chen, und ver­hin­dert, dass Sie sich über­for­dert füh­len. ## Fazit: Jeder Neustart ist eine Chance Ob aus inne­rem Antrieb oder durch exter­ne Impul­se: Neu­starts sind eine wert­vol­le Gele­gen­heit, unser Leben aktiv zu gestal­ten. Sie for­dern uns her­aus, geben uns neue Ener­gie und las­sen uns über uns hin­aus­wach­sen. Sie sind Momen­te des Wan­dels, die wir bewusst nut­zen kön­nen, um unser Poten­zi­al zu ent­fal­ten. Wenn Sie das Gefühl haben, vor einem Neu­an­fang zu ste­hen oder einen sol­chen zu benö­ti­gen, möch­te ich Sie ermu­ti­gen, die­sen Schritt zu wagen. Nut­zen Sie die Ener­gie, die in die­sem Moment steckt, und gestal­ten Sie bewusst die Ver­än­de­rung, die Sie sich wün­schen. Jeder Anfang bie­tet die Chan­ce, alte Mus­ter zu durch­bre­chen und sich neu zu defi­nie­ren. Falls Sie dabei Unter­stüt­zung benö­ti­gen oder Inspi­ra­ti­on suchen, lade ich Sie herz­lich ein, sich mit mir oder ande­ren Coa­ches aus­zu­tau­schen. Denn manch­mal ist ein exter­ner Impuls genau das, was wir brau­chen, um die nächs­te Stu­fe zu errei­chen. Titel­bild: Foto von [Jukan Tatei­si](https://unsplash.com/de/@tateisimikito?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/kleinkind-steht-vor-beigefarbener-betontreppe-bJhT_8nbUA0?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Effektive Kommunikation lernen: Business Coaching als Kommunikationshilfe](https://bobach-coaching.de/effektive-kommunikation-lernen-business-coaching-als-kommunikationshilfe/) **Published:** Dezember 9, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gute Kom­mu­ni­ka­ti­on ist der Schlüs­sel zum Erfolg – im Beruf genau­so wie im Pri­vat­le­ben. Doch wie oft schei­tern Gesprä­che an Miss­ver­ständ­nis­sen, unaus­ge­spro­che­nen Erwar­tun­gen oder an man­geln­der Empa­thie? Eine wir­kungs­vol­le Lösung für die­se Her­aus­for­de­run­gen kann Busi­ness Coa­ching bie­ten. Ich möch­te Ihnen zei­gen, wie Coa­ching Ihnen hel­fen kann, Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit zu ver­bes­sern, Kon­flik­te zu ver­mei­den und im Berufs­all­tag noch erfolg­rei­cher zu agie­ren. ## Warum Kommunikation so oft scheitert Miss­ver­ständ­nis­se sind kei­ne Sel­ten­heit – sie gesche­hen im beruf­li­chen Kon­text stän­dig. Sei es bei einem Mee­ting, in einer E‑Mail oder in einem per­sön­li­chen Gespräch: Schnell füh­len sich Mit­ar­bei­ten­de miss­ver­stan­den oder Vor­ge­setz­te falsch inter­pre­tiert. Häu­fig liegt der Grund dar­in, dass wir nicht klar und bewusst kom­mu­ni­zie­ren. Wir set­zen still­schwei­gend vor­aus, dass unser Gegen­über weiß, was wir mei­nen, oder dass bestimm­te Din­ge als „all­ge­mein bekannt“ gel­ten. Doch genau hier pas­sie­ren die typi­schen Feh­ler, die zu Kon­flik­ten füh­ren kön­nen. Kom­mu­ni­ka­ti­on schei­tert oft auch an unter­schied­li­chen Erwar­tun­gen. Was für den einen als selbst­ver­ständ­lich gilt, kann für den ande­ren unklar oder irrele­vant sein. Unter­schied­li­che kul­tu­rel­le Hin­ter­grün­de, Arbeits­sti­le oder indi­vi­du­el­le Erfah­run­gen tra­gen eben­falls dazu bei, dass Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se nicht rei­bungs­los ver­lau­fen. Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung ist, dass Men­schen dazu nei­gen, ihre eige­nen Annah­men und Sicht­wei­sen auf ande­re zu pro­ji­zie­ren. Dadurch wird Kom­mu­ni­ka­ti­on oft­mals von Vor­ur­tei­len und unbe­wuss­ten Denk­mus­tern beein­flusst, die zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren kön­nen. Genau hier setzt Busi­ness Coa­ching an. Es geht dar­um, bewusst zu kom­mu­ni­zie­ren – mit Klar­heit und Ziel­ge­rich­tet­heit. Coa­ching bie­tet eine Platt­form, auf der die eige­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­ter reflek­tiert und ver­än­dert wer­den kön­nen. So las­sen sich Miss­ver­ständ­nis­se zukünf­tig ver­mei­den. ## Coaching als Weg zur besseren Kommunikationsfähigkeit Busi­ness Coa­ching kann Ihnen hel­fen, nicht nur die eige­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern, son­dern auch zu ver­ste­hen, wie Kom­mu­ni­ka­ti­on als zwei­sei­ti­ger Pro­zess funk­tio­niert. Ein guter Coach unter­stützt dabei, das eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten zu ana­ly­sie­ren, und ver­mit­telt Tech­ni­ken, wie sich sowohl die eige­ne Wahr­neh­mung als auch die Wahr­neh­mung durch ande­re ver­bes­sern las­sen. ### Typische Techniken, die im Coaching vermittelt werden 1. **Akti­ves Zuhö­ren**: Es klingt so ein­fach, aber wirk­lich akti­ves Zuhö­ren ist eine Kunst. Beim akti­ven Zuhö­ren geht es dar­um, dem Gesprächs­part­ner vol­le Auf­merk­sam­keit zu schen­ken, Nach­fra­gen zu stel­len und das Gehör­te zusam­men­zu­fas­sen. Ein Coach kann Ihnen hel­fen, die­se Fähig­keit zu schär­fen, um Ihre Gesprä­che ziel­füh­rend zu gestalten.Aktives Zuhö­ren ist auch eine Metho­de, um Ver­trau­en auf­zu­bau­en. Indem Sie Ihrem Gegen­über zei­gen, dass Sie wirk­lich ver­ste­hen wol­len, was er oder sie sagt, för­dern Sie eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on. Gera­de in Stress­si­tua­tio­nen oder bei emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen The­men ist akti­ves Zuhö­ren ein wich­ti­ger Bau­stein, um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den und Lösun­gen zu fin­den. 2. **Refle­xi­on der eige­nen Wor­te**: Wir sind uns oft nicht bewusst, wie unse­re Wor­te wir­ken. Im Coa­ching ler­nen Sie, Ihr Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten zu reflek­tie­ren: Wie kom­men mei­ne Aus­sa­gen an? Wel­che Reak­tio­nen rufe ich her­vor? Die­se Selbst­re­fle­xi­on ist ein ent­schei­den­der Schritt, um geziel­ter und kla­rer zu kommunizieren.Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Refle­xi­on ist es, Feed­back von ande­ren zu erhal­ten. Ein Coach wird Ihnen oft hel­fen, Feed­back gezielt ein­zu­ho­len, um blin­de Fle­cken in der eige­nen Wahr­neh­mung zu erken­nen. So ler­nen Sie nicht nur, was Sie bes­ser machen kön­nen, son­dern auch, wie Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on tat­säch­lich auf ande­re wirkt. 3. **Empa­thi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on**: Empa­thie ist eine der wert­volls­ten Fähig­kei­ten in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Gera­de im beruf­li­chen Umfeld ist es wich­tig, die Per­spek­ti­ve des ande­ren zu ver­ste­hen und auch zu zei­gen, dass man die Sicht­wei­se des Gegen­übers nach­voll­zie­hen kann. Empa­thi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on för­dert Ver­trau­en und ver­mei­det Kon­flik­te, bevor sie entstehen.Im Coa­ching wird oft dar­auf hin­ge­ar­bei­tet, dass Sie ler­nen, nicht nur mit dem Kopf, son­dern auch mit dem Her­zen zuzu­hö­ren. Dies bedeu­tet, nicht nur auf den Inhalt, son­dern auch auf die Gefüh­le, die dahin­ter­ste­hen, zu ach­ten. Dadurch kön­nen Sie Situa­tio­nen bes­ser ein­schät­zen und empa­thisch reagie­ren, was ins­be­son­de­re bei der Füh­rung von Mit­ar­bei­ten­den von unschätz­ba­rem Wert ist. 4. **Feed­back geben und emp­fan­gen**: Feed­back ist ein zen­tra­ler Bestand­teil der Kom­mu­ni­ka­ti­on im beruf­li­chen Kon­text. Doch kon­struk­ti­ves Feed­back zu geben – ohne den ande­ren zu ver­let­zen oder defen­siv zu machen – will gelernt sein. Im Busi­ness Coa­ching ler­nen Sie Metho­den ken­nen, wie Sie Feed­back sowohl effek­tiv geben als auch pro­duk­tiv emp­fan­gen können.Eine wich­ti­ge Tech­nik ist das soge­nann­te **“Wert­schät­zen­de Feed­back”**. Hier­bei beginnt man immer mit posi­ti­ven Aspek­ten, bevor man auf Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le ein­geht. Das hilft, die Ver­tei­di­gungs­hal­tung des Gegen­übers zu mini­mie­ren und ihn oder sie für kon­struk­ti­ve Vor­schlä­ge zu öff­nen. Gleich­zei­tig ler­nen Sie, wie Sie auch kri­ti­sches Feed­back anneh­men, ohne es als per­sön­li­chen Angriff zu sehen, son­dern als Chan­ce zur Wei­ter­ent­wick­lung. ## Beispiele aus dem Alltag: Wie Coaching die Kommunikation verbessern kann Um die Theo­rie etwas greif­ba­rer zu machen, möch­te ich Ihnen zwei kon­kre­te Bei­spie­le aus der Pra­xis geben, wie Busi­ness Coa­ching die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern kann: - **Bei­spiel 1: Das schwie­ri­ge Mit­ar­bei­ter­ge­spräch** In vie­len Unter­neh­men sind Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­che gefürch­tet, weil sie oft mit Kri­tik ver­bun­den sind. Ein Coach kann Ihnen dabei hel­fen, eine sol­che Kon­ver­sa­ti­on so zu füh­ren, dass sie für bei­de Sei­ten als kon­struk­tiv emp­fun­den wird. Das Ziel ist, auf Augen­hö­he zu kom­mu­ni­zie­ren, die Leis­tun­gen des Mit­ar­bei­ters wert­zu­schät­zen und gleich­zei­tig Mög­lich­kei­ten zur Ver­bes­se­rung auf­zu­zei­gen, ohne dass sich der ande­re ange­grif­fen fühlt.Coaching bie­tet hier kon­kre­te Tools, wie z. B. die **“Sand­wich-Metho­de”**, bei der Kri­tik von posi­ti­ven Aus­sa­gen ein­ge­rahmt wird. Dies hilft, die Kri­tik bes­ser anzu­neh­men, da das Gespräch ins­ge­samt in einem posi­ti­ven Licht bleibt. Zusätz­lich lernt man im Coa­ching, schwie­ri­ge The­men sach­lich und ohne Vor­wür­fe anzu­spre­chen, was das Gespräch erheb­lich erleich­tert. - **Bei­spiel 2: Miss­ver­ständ­nis­se im Pro­jekt­team** Im Pro­jekt­team kommt es häu­fig zu Miss­ver­ständ­nis­sen, gera­de wenn unter­schied­li­che Berufs­grup­pen oder Fach­ab­tei­lun­gen betei­ligt sind. Ein Coach hilft Ihnen dabei, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­brü­cken zu bau­en und sicher­zu­stel­len, dass jeder Betei­lig­te die Zie­le und Anfor­de­run­gen auf die glei­che Wei­se ver­steht. Durch kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­ons­re­geln und gemein­sa­me Refle­xio­nen kön­nen Miss­ver­ständ­nis­se auf ein Mini­mum redu­ziert werden.Eine mög­li­che Tech­nik ist hier das soge­nann­te **“Para­phra­sie­ren”**, bei dem der Emp­fän­ger einer Bot­schaft das Gehör­te in eige­nen Wor­ten wie­der­gibt, um sicher­zu­stel­len, dass bei­de Par­tei­en das­sel­be Ver­ständ­nis haben. Dies ver­mei­det Miss­ver­ständ­nis­se und sorgt dafür, dass alle Team­mit­glie­der auf dem glei­chen Stand sind. ## Tipps für den Alltag: Effektive Kommunikation im Beruf Neben der Arbeit mit einem Coach kön­nen Sie auch im All­tag selbst an Ihrer Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit arbei­ten. Hier eini­ge Tipps, die Sie direkt umset­zen kön­nen: 1. **Klar­heit ist Trumpf**: Sei­en Sie mög­lichst kon­kret in Ihren Aus­sa­gen. Ver­zich­ten Sie auf Fach­jar­gon, wenn es nicht not­wen­dig ist, und stel­len Sie sicher, dass Ihre Kern­bot­schaft ver­ständ­lich ist. Ver­mei­den Sie Flos­keln und vage Aus­sa­gen, die Raum für Fehl­in­ter­pre­ta­tio­nen las­sen könn­ten. 2. **Nach­fra­gen schät­zen**: Haben Sie kei­ne Angst davor, nach­zu­fra­gen – sowohl selbst als auch Ihr Gegen­über. Nach­fra­gen zei­gen Inter­es­se und ver­hin­dern Miss­ver­ständ­nis­se. Im beruf­li­chen All­tag kann dies z. B. bedeu­ten, nach einem Mee­ting noch­mals expli­zit zu klä­ren, wer wel­che Auf­ga­ben über­nimmt. 3. **Rück­mel­dung ein­ho­len**: Bit­ten Sie um Feed­back zu Ihrer Kom­mu­ni­ka­ti­on. Fra­gen Sie bei­spiels­wei­se nach einem Mee­ting, ob alles klar war oder ob es Punk­te gab, die unklar geblie­ben sind. Dies hilft Ihnen, sich kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. Eben­so soll­ten Sie ler­nen, Feed­back nicht nur anzu­neh­men, son­dern auch aktiv danach zu fra­gen, um blin­de Fle­cken auf­zu­de­cken. 4. **Stim­me und Kör­per­spra­che beach­ten**: Kom­mu­ni­ka­ti­on fin­det nicht nur über Wor­te statt. Auch Ihre Stim­me, Ton­fall und Kör­per­spra­che haben einen ent­schei­den­den Ein­fluss dar­auf, wie Sie wahr­ge­nom­men wer­den. Ach­ten Sie dar­auf, dass Ihre kör­per­li­chen Signa­le zu Ihrer ver­ba­len Bot­schaft pas­sen. Ein ruhi­ger, freund­li­cher Ton­fall sowie offe­ne Kör­per­hal­tung unter­stüt­zen Ihre Bot­schaft und hel­fen, eine posi­ti­ve Atmo­sphä­re zu schaf­fen. 5. **Emo­tio­nen wahr­neh­men und regu­lie­ren**: Ihre eige­nen Emo­tio­nen kön­nen Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on stark beein­flus­sen. Ler­nen Sie, Ihre Gefüh­le wahr­zu­neh­men und gege­be­nen­falls zu regu­lie­ren, bevor Sie kom­mu­ni­zie­ren. Wenn Sie bei­spiels­wei­se ärger­lich oder gestresst sind, neh­men Sie sich einen Moment Zeit, um durch­zu­at­men und zur Ruhe zu kom­men, bevor Sie ein wich­ti­ges Gespräch füh­ren. ## Konflikte vermeiden durch effektive Kommunikation Ein gro­ßer Vor­teil ver­bes­ser­ter Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit ist die Prä­ven­ti­on von Kon­flik­ten. Kon­flik­te ent­ste­hen oft durch Miss­ver­ständ­nis­se, unaus­ge­spro­che­ne Erwar­tun­gen oder das Gefühl, nicht gehört zu wer­den. Wenn wir jedoch ler­nen, klar, offen und empa­thisch zu kom­mu­ni­zie­ren, wer­den vie­le Kon­flik­te gar nicht erst ent­ste­hen. Das Busi­ness Coa­ching hilft dabei, die­ses Bewusst­sein zu schaf­fen und Werk­zeu­ge an die Hand zu bekom­men, um Kon­flik­ten pro­ak­tiv zu begeg­nen. Eine Metho­de zur Kon­flikt­prä­ven­ti­on ist das **“Ich-Botschaften”-Modell**. Im Gegen­satz zu Du-Bot­schaf­ten, die oft als Vor­wurf emp­fun­den wer­den, for­mu­lie­ren Sie mit Ich-Bot­schaf­ten Ihre eige­nen Gefüh­le und Bedürf­nis­se. Zum Bei­spiel statt „Du hörst mir nie zu!“ könn­ten Sie sagen: „Ich füh­le mich nicht gehört, wenn ich mei­ne Anlie­gen nicht zu Ende erklä­ren kann.“ Die­se Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on hilft, Kon­flik­te zu ent­schär­fen, bevor sie ent­ste­hen. ## Fazit: Coaching als Kommunikationshilfe Gute Kom­mu­ni­ka­ti­on ist kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis bewuss­ter Refle­xi­on und kon­ti­nu­ier­li­cher Übung. Busi­ness Coa­ching kann Ihnen die Werk­zeu­ge geben, die Sie brau­chen, um Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit nach­hal­tig zu ver­bes­sern und im Berufs­all­tag erfolg­rei­cher zu agie­ren. Ob es um das Füh­ren von Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­chen, die Kon­flikt­prä­ven­ti­on oder den effek­ti­ven Aus­tausch im Team geht – durch geziel­tes Coa­ching wer­den Sie siche­rer, kla­rer und empa­thi­scher kom­mu­ni­zie­ren. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten noch nicht dort sind, wo sie sein soll­ten, oder wenn Sie immer wie­der in Kon­flik­te gera­ten, die Sie ver­mei­den möch­ten: Ein Busi­ness Coach kann Ihnen hel­fen, die nöti­gen Werk­zeu­ge zu ent­wi­ckeln und in Ihrem beruf­li­chen Umfeld wirk­sam ein­zu­set­zen. Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on ist der Schlüs­sel, um nicht nur Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den, son­dern auch Bezie­hun­gen zu stär­ken, Ver­trau­en auf­zu­bau­en und eine posi­ti­ve Arbeits­at­mo­sphä­re zu schaf­fen. Coa­ching ist hier­bei ein wert­vol­ler Beglei­ter, um die­se Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln und nach­hal­tig in Ihren All­tag zu inte­grie­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Lebensumbrüche meistern – Wie Coaching dabei helfen kann, wieder Klarheit und Ruhe zu finden](https://bobach-coaching.de/lebensumbrueche-meistern-wie-coaching-dabei-helfen-kann-wieder-klarheit-und-ruhe-zu-finden/) **Published:** Dezember 6, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Lebensumbrüche – eine Chance zur Neuorientierung Lebens­um­brü­che. Ein Wort, das für vie­le Unru­he, Unsi­cher­heit und viel­leicht sogar Angst aus­löst. Dabei sind sie unver­meid­lich, ein Teil des Lebens. Sie kom­men in den unter­schied­lichs­ten For­men: Die Geburt eines Kin­des, ein neu­er Job, ein Umzug, eine Tren­nung oder der Ver­lust eines gelieb­ten Men­schen. Man­che die­ser Ein­schnit­te pla­nen wir bewusst, ande­re tref­fen uns völ­lig uner­war­tet. Doch eins haben sie gemein­sam: Lebens­um­brü­che zwin­gen uns dazu, inne­zu­hal­ten, unser Leben neu zu ord­nen und häu­fig aus unse­rer Kom­fort­zo­ne aus­zu­bre­chen. Ich möch­te in die­sem Arti­kel über die­se beson­de­ren Momen­te spre­chen, war­um sie uns oft so aus der Bahn wer­fen und wie Coa­ching Ihnen hel­fen kann, in die­ser chao­ti­schen Zeit wie­der Klar­heit zu gewin­nen. Denn eines ist sicher: Lebens­um­brü­che brin­gen nicht nur Her­aus­for­de­run­gen, son­dern auch Chan­cen mit sich. Wenn Sie tie­fer in die­ses The­ma ein­tau­chen möch­ten, hören Sie sich ger­ne unse­re aktu­el­le Pod­cast-Fol­ge dazu an, in der wir genau die­se Fra­gen dis­ku­tie­ren: ## Warum Lebensumbrüche Chaos auslösen Stel­len Sie sich vor, Ihr All­tag ist wie ein Auto­pi­lot. Unse­re Gewohn­hei­ten und Rou­ti­nen machen es mög­lich, dass wir unse­ren Tag mit mini­ma­lem Ener­gie­auf­wand bewäl­ti­gen kön­nen. Doch was pas­siert, wenn die­ser Auto­pi­lot plötz­lich abge­schal­tet wird? Genau das geschieht bei einem Lebens­um­bruch. Ob ein Umzug, ein neu­er Job oder eine per­sön­li­che Kri­se – plötz­lich funk­tio­nie­ren die ein­ge­spiel­ten Mus­ter nicht mehr. Sie müs­sen neue Wege fin­den, ande­re Ent­schei­dun­gen tref­fen und viel­leicht sogar kom­plett umden­ken. Die­ses „men­ta­le Cha­os“ ist völ­lig nor­mal. Unser Gehirn ist über­for­dert, weil es plötz­lich Auf­ga­ben über­neh­men muss, die vor­her auto­ma­tisch ablie­fen. In Lebens­um­brü­chen erle­ben vie­le Men­schen eine Pha­se der Kraft­lo­sig­keit und Unsi­cher­heit. Trotz guter Vor­be­rei­tung kann es sich so anfüh­len, als wür­de der Boden unter den Füßen ver­schwin­den. Genau da liegt der Knack­punkt: Lebens­um­brü­che rei­ßen uns aus der Sicher­heit unse­rer Gewohn­hei­ten. Doch sie eröff­nen auch die Mög­lich­keit, uns selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. ## Die Rolle von Coaching in Zeiten des Wandels In mei­ner Arbeit als Coach begeg­ne ich vie­len Men­schen, die sich inmit­ten eines Umbruchs befin­den. Sei es eine beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung, ein pri­va­ter Ver­lust oder eine ande­re gro­ße Ver­än­de­rung – das Cha­os, das sol­che Situa­tio­nen aus­lö­sen, ist all­ge­gen­wär­tig. Doch genau hier liegt die Stär­ke des Coa­chings. Ein guter Coach hilft Ihnen nicht nur dabei, Struk­tur in das Cha­os zu brin­gen, son­dern auch Ihre eige­nen Res­sour­cen zu ent­de­cken und zu nut­zen. Vie­le Men­schen erle­ben durch plötz­li­che Ver­än­de­run­gen, wie etwa eine Kün­di­gung, eine Pha­se der Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. Die Sor­ge, wie man mit der neu­en Situa­ti­on umge­hen soll, ist dabei oft groß. Coa­ching kann dabei hel­fen, Stär­ken zu iden­ti­fi­zie­ren, kon­kre­te Zie­le zu set­zen und einen Plan zu ent­wi­ckeln, um die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern. Sol­che Umbrü­che kön­nen sich oft als wert­vol­le Lern­pha­sen im Leben her­aus­stel­len. ## Strategien für den Umgang mit Lebensumbrüchen Damit auch Sie von Lebens­um­brü­chen pro­fi­tie­ren kön­nen, möch­te ich Ihnen eini­ge Stra­te­gien an die Hand geben, die ich sowohl selbst genutzt habe als auch in mei­nen Coa­ching-Sit­zun­gen ein­set­ze. ### 1. Akzeptanz: Was ist, das ist ![Akzeptanz ist der Schlüssel zum Umgang mit Lebensumbrüchen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/12/jared-rice-NTyBbu66_SI-unsplash-258x300.jpg "jared-rice-NTyBbu66_SI-unsplash")Der ers­te Schritt ist immer die Akzep­tanz. Es klingt ein­fach, ist aber oft der schwers­te Teil. Gera­de bei unge­woll­ten Ver­än­de­run­gen wie einer Tren­nung oder dem Ver­lust eines Jobs nei­gen wir dazu, uns gegen die Rea­li­tät zu weh­ren. Doch die­ser Wider­stand kos­tet Ener­gie und hält uns davon ab, nach vor­ne zu schau­en. Das Gelas­sen­heits­ge­bet kann hier sehr hilf­reich sein: *„Gib mir die Gelas­sen­heit, Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann, den Mut, Din­ge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den.“* Mehr dazu fin­den Sie in mei­nem Arti­kel zum [Gelas­sen­heits­ge­bet](https://bobach-coaching.de/gelassenheitsgebet). Tipp: Schrei­ben Sie auf, was Sie an der aktu­el­len Situa­ti­on nicht ändern kön­nen. Oft hilft es, die­se Din­ge bewusst zu benen­nen, um sie bes­ser akzep­tie­ren zu kön­nen. Das schafft Raum für Lösun­gen. ### 2. Loslassen: Platz für Neues schaffen Los­las­sen ist eng mit Akzep­tanz ver­bun­den, aber es geht noch einen Schritt wei­ter. Es bedeu­tet, sich nicht nur mit der neu­en Rea­li­tät abzu­fin­den, son­dern aktiv die Ver­gan­gen­heit hin­ter sich zu las­sen. Ritua­le kön­nen hier eine gro­ße Hil­fe sein. Zum Bei­spiel kann ein sym­bo­li­scher Abschied – wie das Ver­ab­schie­den eines alten Gegen­stands – dabei hel­fen, inner­lich los­zu­las­sen. Tipp: Über­le­gen Sie, was Sie bewusst los­las­sen möch­ten. Viel­leicht schrei­ben Sie einen Abschieds­brief an einen alten Lebens­ab­schnitt und ver­bren­nen ihn als Zei­chen des Neu­an­fangs. ### 3. Geduld: Die Zeit arbeitet für Sie Ver­än­de­run­gen brau­chen Zeit. Das ist eine der wich­tigs­ten Erkennt­nis­se, die ich aus mei­nen eige­nen Lebens­um­brü­chen und im Coa­ching gewon­nen habe. Unse­re Gewohn­hei­ten und Rou­ti­nen sind tief in uns ver­wur­zelt, und es dau­ert, bis neue Mus­ter ent­ste­hen. Sich selbst die­se Zeit zu geben, ist ein Akt der Selbst­lie­be. Tipp: Set­zen Sie sich kei­ne unrea­lis­ti­schen Zie­le. Erlau­ben Sie sich, Feh­ler zu machen, und sehen Sie jeden klei­nen Fort­schritt als Erfolg an. ### 4. Den Perspektivwechsel wagen Ein hilf­rei­ches Werk­zeug, das ich häu­fig im Coa­ching ein­set­ze, ist der [Per­spek­tiv­wech­sel](https://bobach-coaching.de/podcast-perspektivwechsel-coaching/ "Perspektivwechel — Dinge mit anderen Augen sehen"). Fra­gen Sie sich: *„Wie wer­de ich in fünf Tagen, fünf Mona­ten oder fünf Jah­ren auf die­se Situa­ti­on bli­cken?“* Die­se Übung hilft, das gro­ße Gan­ze im Blick zu behal­ten und sich nicht in den aktu­el­len Pro­ble­men zu ver­lie­ren. Tipp: Hal­ten Sie Ihre Gedan­ken zu jedem Zeit­ho­ri­zont schrift­lich fest. Oft zeigt sich dabei, dass vie­le der aktu­el­len Sor­gen im Rück­blick an Bedeu­tung ver­lie­ren. ### 5. Selbstfürsorge: Zeit für sich selbst nehmen In stres­si­gen Zei­ten ver­ges­sen wir oft, gut für uns selbst zu sor­gen. Dabei ist Selbst­für­sor­ge gera­de dann beson­ders wich­tig. Coa­ching kann Sie dabei unter­stüt­zen, Ihren Fokus auf das Wesent­li­che zu rich­ten und bewusst Zeit für sich selbst ein­zu­pla­nen. Tipp: Machen Sie eine Lis­te von Akti­vi­tä­ten, die Ihnen gut­tun – sei es ein Spa­zier­gang, ein gutes Buch oder ein­fach nur ein hei­ßes Bad. Pla­nen Sie die­se bewusst in Ihren All­tag ein. ### 6. Hilfe annehmen Nie­mand muss schwe­re Zei­ten allein bewäl­ti­gen. Gesprä­che mit Freun­den, Fami­lie oder einem pro­fes­sio­nel­len Coach kön­nen dabei hel­fen, die eige­ne Per­spek­ti­ve zu erwei­tern und neue Lösun­gen zu fin­den. Tipp: Scheu­en Sie sich nicht, Unter­stüt­zung anzu­neh­men. Ein Coa­ching kann Ihnen dabei hel­fen, Klar­heit zu gewin­nen, Prio­ri­tä­ten zu set­zen und neue Wege zu ent­de­cken. ## Lebensumbrüche als Chance begreifen So schwie­rig Lebens­um­brü­che auch sein mögen, sie sind auch eine Ein­la­dung zur Wei­ter­ent­wick­lung. Jeder Wan­del, jede Her­aus­for­de­rung birgt die Mög­lich­keit, etwas Neu­es zu ler­nen – über uns selbst, über unse­re Wer­te und dar­über, was uns wirk­lich wich­tig ist. Vie­le Men­schen ste­hen oft vor gro­ßen Ent­schei­dun­gen, die Unsi­cher­heit mit sich brin­gen. Die Angst vor dem Unbe­kann­ten ist dabei groß, doch durch den Ein­satz von Coa­ching kön­nen Wer­te und Träu­me kla­rer defi­niert wer­den, und Ent­schei­dun­gen kön­nen zur Chan­ce für per­sön­li­ches Wachs­tum wer­den. Sol­che Wen­de­punk­te im Leben bie­ten oft die Mög­lich­keit, neue Per­spek­ti­ven zu gewin­nen und den Weg in eine erfül­len­de­re Zukunft zu ebnen. ## Wie Coaching Ihnen helfen kann, Lebensumbrüche zu meistern ![Coaching ermöglicht den Perspektivwechsel bei einem Lebensumbruch](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/12/pine-watt-3_Xwxya43hE-unsplash-300x200.jpg "pine-watt-3_Xwxya43hE-unsplash")Coa­ching bie­tet Ihnen einen geschütz­ten Raum, in dem Sie Ihre Gedan­ken ord­nen und Ihre Zie­le klar for­mu­lie­ren kön­nen. Als Coach sehe ich mei­ne Auf­ga­be dar­in, Sie zu beglei­ten und zu unter­stüt­zen – nicht, Ihnen die Ent­schei­dun­gen abzu­neh­men. Es geht dar­um, Ihnen Werk­zeu­ge an die Hand zu geben, mit denen Sie selbst­be­wusst und gestärkt aus jeder Her­aus­for­de­rung her­vor­ge­hen kön­nen. Ob es dar­um geht, neue Struk­tu­ren zu schaf­fen, mit schwie­ri­gen Emo­tio­nen umzu­ge­hen oder ein­fach wie­der Klar­heit in einer chao­ti­schen Zeit zu gewin­nen – Coa­ching kann eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein. ## Fazit: Lebensumbrüche meistern mit Coaching Lebens­um­brü­che sind unver­meid­lich. Doch sie müs­sen nicht bedeu­ten, dass wir uns von ihnen über­wäl­ti­gen las­sen. Mit den rich­ti­gen Stra­te­gien und der Unter­stüt­zung eines Coa­ches kön­nen Sie die­se Zei­ten nicht nur über­ste­hen, son­dern als Chan­ce nut­zen, über sich hin­aus­zu­wach­sen. Wenn Sie aktu­ell in einer Umbruch­pha­se sind und sich Ori­en­tie­rung wün­schen, [lade ich Sie herz­lich ein, Kon­takt auf­zu­neh­men](#kontakt). Gemein­sam kön­nen wir her­aus­fin­den, wie Coa­ching Sie dabei unter­stüt­zen kann, in die­ser beson­de­ren Zeit wie­der Klar­heit und Ruhe zu fin­den. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Growth Mindset im Business Coaching: Der Schlüssel zum Erfolg](https://bobach-coaching.de/growth-mindset-im-business-coaching-der-schluessel-zum-erfolg/) **Published:** Dezember 2, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Das rich­ti­ge Mind­set ist einer der ent­schei­den­den Erfolgs­fak­to­ren, wenn es dar­um geht, beruf­lich und per­sön­lich lang­fris­tig erfolg­reich zu sein. Ihre Denk­wei­se beein­flusst nicht nur Ihre Ent­schei­dun­gen, son­dern auch Ihre Fähig­keit, Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen und Zie­le zu errei­chen. Beson­ders im **[Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/tag/business-coaching/ "Business Coaching")** wird immer wie­der deut­lich, dass ein **Growth Mind­set** ent­schei­dend dafür ist, Ver­än­de­run­gen nach­hal­tig zu gestal­ten und Poten­zia­le voll aus­zu­schöp­fen. In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie, was hin­ter dem Kon­zept steckt, war­um es im Coa­ching so ent­schei­dend ist und wie Sie Ihr Growth Mind­set gezielt stär­ken kön­nen. ## **Was genau ist ein Growth Mindset?** Ein **Growth Mind­set** beschreibt die Über­zeu­gung, dass Fähig­kei­ten, Talen­te und Fer­tig­kei­ten durch Enga­ge­ment, Übung und Ler­nen ent­wi­ckelt wer­den kön­nen. Die­ser Ansatz steht im Gegen­satz zu einem **Fixed Mind­set**, bei dem Men­schen glau­ben, dass ihre Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten ange­bo­ren und unver­än­der­lich sind. Wenn Sie ein Growth Mind­set ent­wi­ckeln, bedeu­tet das kon­kret, dass Sie: - **Her­aus­for­de­run­gen als Wachs­tums­chan­cen betrach­ten**: Anstatt schwie­ri­ge Situa­tio­nen zu mei­den, gehen Sie sie an, weil Sie wis­sen, dass Sie dar­an wach­sen kön­nen. - **Feh­ler und Kri­tik als wert­vol­le Lern­mög­lich­kei­ten sehen**: Feh­ler sind kein Schei­tern, son­dern eine Gele­gen­heit, es bes­ser zu machen. - **Sich auf den Pro­zess kon­zen­trie­ren**: Der Weg ist genau­so wich­tig wie das Ziel, weil er Ihre Fähig­kei­ten und Resi­li­enz stärkt. - **Ihr vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten kön­nen**: Sie ler­nen kon­ti­nu­ier­lich dazu und erwei­tern Ihre Kom­fort­zo­ne. Im Busi­ness Coa­ching ermög­licht Ihnen ein Growth Mind­set, nicht nur kurz­fris­ti­ge Pro­ble­me zu lösen, son­dern lang­fris­ti­ge Stra­te­gien für nach­hal­ti­gen Erfolg zu ent­wi­ckeln. ## **Warum ist Ihre Denkweise im Business Coaching so wichtig?** Ihre Denk­wei­se beein­flusst alle Aspek­te Ihres beruf­li­chen Lebens – von den [Ent­schei­dun­gen, die Sie tref­fen](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/ "Richtige Entscheidungen treffen"), bis hin zu Ihrer Fähig­keit, mit Rück­schlä­gen umzu­ge­hen. Im **Busi­ness Coa­ching** steht oft die Wei­ter­ent­wick­lung Ihrer beruf­li­chen und per­sön­li­chen Fähig­kei­ten im Fokus. Dabei zeigt sich immer wie­der, dass die eige­ne Hal­tung den Unter­schied macht. War­um ist das so? ### **1. Ihre Denkweise beeinflusst Ihre Handlungen** Wenn Sie glau­ben, dass Sie sich wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen, sind Sie bereit, neue Wege zu gehen und inno­va­ti­ve Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Ein Growth Mind­set moti­viert Sie, Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men, anstatt sich von ihnen über­wäl­ti­gen zu las­sen. Die­se Hal­tung ist beson­ders wich­tig, wenn Sie als Füh­rungs­kraft oder Unter­neh­me­rin han­deln müs­sen. ### **2. Motivation und Resilienz werden gestärkt** Mit einem Growth Mind­set [blei­ben Sie lang­fris­tig moti­viert](https://bobach-coaching.de/selbstmotivation-steigern-effektive-coaching-techniken-und-uebungen/ "Selbstmotivation steigern: Effektive Coaching-Techniken und Übungen"), auch wenn die Erfol­ge nicht sofort sicht­bar sind. Sie ent­wi­ckeln die Resi­li­enz, um Rück­schlä­ge zu ver­kraf­ten, und bewah­ren sich Ihre Begeis­te­rung für die Wei­ter­ent­wick­lung – eine der Kern­kom­pe­ten­zen im Busi­ness. ### **3. Erfolgreicher Umgang mit Feedback und Kritik** Kon­struk­ti­ves Feed­back ist ein essen­zi­el­ler Bestand­teil jedes Coa­chings. Mit einem Growth Mind­set neh­men Sie Kri­tik nicht per­sön­lich, son­dern nut­zen sie, um neue Per­spek­ti­ven zu gewin­nen und bes­ser zu wer­den. ## **Wie entwickeln Sie ein Growth Mindset?** Ein Growth Mind­set zu ent­wi­ckeln, ist ein Pro­zess. Es erfor­dert Zeit, Bewusst­sein und den Wil­len, alte Denk­mus­ter zu hin­ter­fra­gen. Im Fol­gen­den fin­den Sie fünf Stra­te­gien, die Ihnen dabei hel­fen kön­nen, Ihre Denk­wei­se aktiv zu stär­ken. ### **1. Reflektieren Sie Ihre Denkweise und Glaubenssätze** Der ers­te Schritt zu jeder Ver­än­de­rung ist die Selbst­re­fle­xi­on. Fra­gen Sie sich: • Wie gehe ich mit Her­aus­for­de­run­gen in mei­nem Berufs­all­tag um? • Wel­che Über­zeu­gun­gen habe ich über mei­ne Fähig­kei­ten? • Wie bewer­te ich Kri­tik – als Angriff oder als Mög­lich­keit, zu wach­sen? Im Coa­ching kön­nen die­se Fra­gen ver­tieft wer­den. Sie erken­nen dabei nicht nur Ihre Denk­mus­ter, son­dern auch, wie sie Ihr Han­deln beein­flus­sen. Die bewuss­te Aus­ein­an­der­set­zung mit Ihren Über­zeu­gun­gen ist der Schlüs­sel, um fest­ge­fah­re­ne Mus­ter zu erken­nen und auf­zu­lö­sen. ### **2. Fokussieren Sie sich auf den Prozess statt nur auf das Ergebnis** Oft liegt der Fokus im beruf­li­chen Umfeld aus­schließ­lich auf Ergeb­nis­sen – sei es ein Umsatz­wachs­tum, ein erfolg­rei­ches Pro­jekt oder eine Beför­de­rung. Doch wer nur das Ziel im Blick hat, ver­passt die Chan­ce, aus dem Weg dort­hin zu ler­nen. Ein Growth Mind­set hilft Ihnen, den Pro­zess wert­zu­schät­zen. Was kön­nen Sie auf dem Weg zu Ihrem Ziel über sich selbst ler­nen? Wel­che Kom­pe­ten­zen und Stra­te­gien haben Sie dabei ent­wi­ckelt? Die­ser Per­spek­tiv­wech­sel führt nicht nur zu einer posi­ti­ve­ren Hal­tung, son­dern auch zu nach­hal­ti­ge­ren Ergeb­nis­sen. ### **3. Nutzen Sie Kritik und Feedback konstruktiv** Im beruf­li­chen Kon­text wird Feed­back oft als unan­ge­nehm emp­fun­den. Mit einem Growth Mind­set betrach­ten Sie Rück­mel­dun­gen jedoch als Chan­ce, neue Ansät­ze zu ent­wi­ckeln und Ihre Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern. Über­le­gen Sie bei Kri­tik: • Ist an der Rück­mel­dung etwas Wah­res dran? • Wie kann ich das Feed­back nut­zen, um mei­ne Arbeit oder mein Ver­hal­ten zu opti­mie­ren? Beson­ders im Busi­ness Coa­ching kön­nen Sie ler­nen, Feed­back nicht nur anzu­neh­men, son­dern aktiv ein­zu­for­dern, um Ihre beruf­li­che Wei­ter­ent­wick­lung zu för­dern. ### **4. Setzen Sie sich realistische, aber ambitionierte Ziele** Ein Growth Mind­set bedeu­tet nicht, dass Sie sich kei­ne Gren­zen set­zen dür­fen. Viel­mehr geht es dar­um, sich rea­lis­ti­sche, aber den­noch her­aus­for­dern­de Zie­le zu set­zen. Stel­len Sie sicher, dass die­se Zie­le mit Ihren Wer­ten und lang­fris­ti­gen Visio­nen über­ein­stim­men. Das **Busi­ness Coa­ching** kann Ihnen dabei hel­fen, Ihre Zie­le zu defi­nie­ren und kon­kre­te Schrit­te zu pla­nen, um die­se zu errei­chen. Fei­ern Sie jeden klei­nen Fort­schritt – er ist ein Beweis dafür, dass Ver­än­de­rung mög­lich ist. ### **5. Sehen Sie Rückschläge als Teil des Prozesses** Nie­mand wächst ohne Rück­schlä­ge. Es gehört zum Lern­pro­zess dazu, Feh­ler zu machen und dar­aus zu ler­nen. Mit einem Growth Mind­set betrach­ten Sie Rück­schlä­ge nicht als Schei­tern, son­dern als Mei­len­stein auf Ihrem Weg. Im Coa­ching kön­nen Sie ler­nen, sol­che Situa­tio­nen zu ana­ly­sie­ren: • Was hat dazu geführt, dass es nicht wie geplant lief? • Wel­che Anpas­sun­gen kön­nen Sie vor­neh­men, um beim nächs­ten Mal bes­ser vor­be­rei­tet zu sein? ## **Die langfristigen Vorteile eines Growth Mindsets im Business Coaching** Die Ent­wick­lung eines Growth Mind­sets hat weit­rei­chen­de posi­ti­ve Aus­wir­kun­gen. Sie gewin­nen nicht nur an Resi­li­enz, son­dern auch an Krea­ti­vi­tät, Moti­va­ti­on und Inno­va­ti­ons­fä­hig­keit. Hier sind eini­ge der wich­tigs­ten Vor­tei­le: - **Höhe­re Resi­li­enz**: Sie kön­nen bes­ser mit Kri­sen und Rück­schlä­gen umge­hen, was beson­ders im Busi­ness ent­schei­dend ist. - **Mehr Inno­va­ti­on**: Sie den­ken offe­ner und fin­den leich­ter krea­ti­ve Lösun­gen. - **Ver­bes­ser­te Zusam­men­ar­beit**: Mit einer offe­nen Hal­tung sind Sie ein bes­se­rer Team­play­er und för­dern ein posi­ti­ves Arbeits­um­feld. - **Kon­ti­nu­ier­li­ches Wachs­tum**: Sie ent­wi­ckeln sich nicht nur beruf­lich, son­dern auch per­sön­lich wei­ter. ## **Fazit: Ihre Denkweise ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg** Im **Busi­ness Coa­ching** ist Ihre Denk­wei­se einer der ent­schei­den­den Fak­to­ren für Ihren Erfolg. Indem Sie ein Growth Mind­set ent­wi­ckeln, schaf­fen Sie die Grund­la­ge für kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung und nach­hal­ti­gen Erfolg. Sehen Sie Her­aus­for­de­run­gen als Chan­cen, ler­nen Sie aus Rück­schlä­gen und blei­ben Sie offen für Neu­es. Mit der Unter­stüt­zung des Coa­chings kön­nen Sie nicht nur Ihr Poten­zi­al aus­schöp­fen, son­dern auch Ihre [beruf­li­chen und per­sön­li­chen Zie­le errei­chen](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/ "Wie erreicht man Ziele?"). Nut­zen Sie die­se Mög­lich­keit, Ihre Denk­wei­se aktiv zu gestal­ten – der Erfolg wird nicht lan­ge auf sich war­ten las­sen. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Video: MeisterTask Projekte verwalten, archivieren, löschen und wiederherstellen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) **Published:** September 23, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [Was Coaching für Sie tun kann](https://bobach-coaching.de/was-coaching-fuer-sie-tun-kann/) **Published:** Juni 21, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Coa­ching hat sich als wirk­sa­mes Instru­ment eta­bliert, um sowohl per­sön­li­che als auch beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern. Es bie­tet eine ein­zig­ar­ti­ge Gele­gen­heit, indi­vi­du­el­le Zie­le zu defi­nie­ren, Hin­der­nis­se zu über­win­den und das vol­le Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. Aber was genau kann Coa­ching für Sie tun? ## **Was ist Coaching?** Coa­ching ist ein part­ner­schaft­li­cher Pro­zess, bei dem ein Coach den Kli­en­ten durch geziel­te Fra­ge­stel­lun­gen und Metho­den unter­stützt, Klar­heit über sei­ne Zie­le zu gewin­nen und Wege zur Ziel­er­rei­chung zu fin­den. Im Gegen­satz zur Bera­tung gibt der Coach kei­ne direk­ten Lösun­gen vor, son­dern hilft dem Kli­en­ten, eige­ne Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Die­ser Ansatz för­dert die Selbst­re­fle­xi­on und befä­higt den Kli­en­ten, eigen­ver­ant­wort­li­che Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ## **Die Vorteile von Coaching** ### 1. **Selbstreflexion und Klarheit:** Coa­ching bie­tet die Mög­lich­keit, inne­zu­hal­ten und sich selbst bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Durch geziel­te Fra­gen und Feed­back des Coa­ches kön­nen Kli­en­ten ihre eige­nen Gedan­ken und Ver­hal­tens­wei­sen reflek­tie­ren. Dies führt zu einer bes­se­ren Selbst­wahr­neh­mung und Klar­heit über die eige­nen Wer­te und Zie­le. ### 2. **Zielsetzung und ‑erreichung:** Ein wesent­li­cher Bestand­teil des Coa­chings ist die Unter­stüt­zung bei der For­mu­lie­rung kla­rer, erreich­ba­rer Zie­le. Der Coach hilft dabei, die­se Zie­le in klei­ne­re, mach­ba­re Schrit­te zu unter­tei­len, was den Weg zur Ziel­er­rei­chung erleich­tert. Dies för­dert nicht nur die Moti­va­ti­on, son­dern auch das Selbst­ver­trau­en, da Fort­schrit­te sicht­bar wer­den. ### 3. **Stärkung der Resilienz:** In einer sich stän­dig ver­än­dern­den Welt ist Resi­li­enz eine ent­schei­den­de Fähig­keit. Coa­ching kann hel­fen, die­se Fähig­keit zu stär­ken, indem es den Kli­en­ten unter­stützt, Stress bes­ser zu bewäl­ti­gen und sich schnel­ler von Rück­schlä­gen zu erho­len. Durch den Auf­bau von Resi­li­enz kön­nen Kli­en­ten bes­ser mit den Her­aus­for­de­run­gen des All­tags umge­hen. ### 4. **Förderung von Führungskompetenzen:** Für Füh­rungs­kräf­te ist Coa­ching ein wert­vol­les Werk­zeug, um ihre Füh­rungs­fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern. Durch indi­vi­du­el­le Unter­stüt­zung und Feed­back kön­nen Füh­rungs­kräf­te ler­nen, effek­ti­ver zu kom­mu­ni­zie­ren, ihre Teams bes­ser zu moti­vie­ren und Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen. Dies führt zu einer posi­ti­ve­ren Arbeits­um­ge­bung und bes­se­ren Geschäfts­er­geb­nis­sen. ### 5. **Berufliche Neuorientierung:** Ob es dar­um geht, den nächs­ten Kar­rie­re­schritt zu pla­nen oder eine völ­lig neue Rich­tung ein­zu­schla­gen – Coa­ching bie­tet die Unter­stüt­zung, die nötig ist, um die­se Ent­schei­dun­gen mit Zuver­sicht zu tref­fen. Durch die Arbeit mit einem Coach kön­nen Kli­en­ten ihre Stär­ken und Inter­es­sen bes­ser ver­ste­hen und Wege fin­den, die­se in ihrem Berufs­le­ben ein­zu­set­zen. ## **Der Coaching-Prozess** Der Coa­ching-Pro­zess beginnt in der Regel mit einem Erst­ge­spräch, in dem Coach und Kli­ent die Zie­le und Erwar­tun­gen klä­ren. Dar­auf­hin wird ein indi­vi­du­el­ler Coa­ching-Plan erstellt, der auf die spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­se des Kli­en­ten zuge­schnit­ten ist. Die Sit­zun­gen kön­nen per­sön­lich, tele­fo­nisch oder online statt­fin­den und bie­ten eine fle­xi­ble Mög­lich­keit, kon­ti­nu­ier­lich an den gesetz­ten Zie­len zu arbei­ten. ## **Erfolgsfaktoren im Coaching** Ein erfolg­rei­cher Coa­ching-Pro­zess basiert auf Ver­trau­en und Offen­heit zwi­schen Coach und Kli­ent. Der Coach schafft einen siche­ren Raum, in dem der Kli­ent sich frei äußern kann, ohne Angst vor Urteil oder Kri­tik. Eine kla­re Ziel­set­zung und die Bereit­schaft, an sich selbst zu arbei­ten, sind eben­falls ent­schei­dend für den Erfolg des Coa­chings. ## **Fallstudien: Erfolge im Coaching** ### **Führungskräfteentwicklung** Ein mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men stand vor der Her­aus­for­de­rung, sei­ne Füh­rungs­kräf­te bes­ser auf die Anfor­de­run­gen eines wach­sen­den Mark­tes vor­zu­be­rei­ten. Durch ein maß­ge­schnei­der­tes Coa­ching-Pro­gramm konn­ten die Füh­rungs­kräf­te ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten ver­bes­sern und ihre Teams effek­ti­ver füh­ren, was zu einer deut­li­chen Stei­ge­rung der Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät führ­te. ### **Berufliche Neuorientierung** Eine Kli­en­tin in der Mit­te ihrer Kar­rie­re war unzu­frie­den mit ihrem aktu­el­len Job und such­te nach einer neu­en beruf­li­chen Her­aus­for­de­rung. Im Coa­ching-Pro­zess erkann­te sie ihre Lei­den­schaft für das Pro­jekt­ma­nage­ment und ent­wi­ckel­te einen Plan, um in die­sem Bereich Fuß zu fas­sen. Mit Unter­stüt­zung ihres Coa­ches konn­te sie erfolg­reich in eine neue Posi­ti­on wech­seln, die ihren Fähig­kei­ten und Inter­es­sen ent­sprach. ## **Fazit** Coa­ching ist mehr als nur ein Werk­zeug zur Pro­blem­lö­sung; es ist ein Weg zur per­sön­li­chen und beruf­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung. Durch die Zusam­men­ar­beit mit einem Coach kön­nen Men­schen Klar­heit gewin­nen, ihre Zie­le errei­chen und ihr vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten. Ob im beruf­li­chen oder pri­va­ten Kon­text, Coa­ching bie­tet die Unter­stüt­zung, die nötig ist, um posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen her­bei­zu­füh­ren und eine erfül­len­de­re Zukunft zu gestal­ten. Wenn Sie dar­an inter­es­siert sind, wie Coa­ching Ihnen hel­fen kann, Ihre Zie­le zu errei­chen, zögern Sie nicht, [einen Ter­min zu ver­ein­ba­ren](#kontakt). Las­sen Sie uns gemein­sam Ihre Poten­zia­le ent­de­cken und Ihre Visio­nen ver­wirk­li­chen. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Warum Business Coaching auch immer Personal Coaching ist](https://bobach-coaching.de/warum-business-coaching-auch-immer-personal-coaching-ist/) **Published:** Juni 25, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Schon mit kleinen Verhaltensänderungen können Sie Großes bewirken! Busi­ness Coa­ching und Per­so­nal Coa­ching unter­schei­den sich in ihren Inhal­ten und in der Per­spek­ti­ve. Per­so­nal Coa­ching bezieht sich vor­ran­gig auf die pri­va­te Lebens­ge­stal­tung. Typi­sche The­men sind Fami­lie, Part­ner­schaft, Freund­schaft, Finan­zen, Glück, Selbst­be­stim­mung, Gesund­heit, Lebens­qua­li­tät und Spi­ri­tua­li­tät. Dage­gen steht beim Busi­ness Coa­ching die beruf­li­che Ent­wick­lung im Fokus. Hier­zu gehö­ren The­men wie Kar­rie­re­pla­nung, beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung, Team­bil­dung, Grup­pen­dy­na­mik, Füh­rung, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Cha­ris­ma. Auf den ers­ten Blick schei­nen Busi­ness Coa­ching und Per­so­nal Coa­ching ver­schie­de­ne Berei­che zu sein. Tat­säch­lich aber ergän­zen und über­schnei­den sich die­se bei­den Bera­tungs­for­men. Das Bin­de­glied ist der Mensch mit sei­ner gesam­ten Per­sön­lich­keit und sei­nen Poten­zia­len. Daher soll­te auch die Busi­ness Bera­tung das Pri­vat­le­ben des Kli­en­ten fokus­sie­ren. ## Private Konflikte wirken sich auf den Job aus Wenn im per­sön­li­chen Umfeld Kon­flik­te bestehen oder Ent­schei­dun­gen auf­ge­scho­ben wer­den, beein­träch­tigt dies auch die beruf­li­che Ent­wick­lung. Bei­spiels­wei­se kön­nen pri­va­te Pro­ble­me zu einer emo­tio­na­len Belas­tung füh­ren, die sich nega­tiv auf das Füh­rungs­ver­mö­gen im Job aus­wirkt. Wer die eige­ne Kon­flikt­fä­hig­keit stei­gert, wird bei Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten am Arbeits­platz und im per­sön­li­chen Umfeld sou­ve­rän reagie­ren. Ver­meint­lich sach­li­che Kon­flik­te sind in Wirk­lich­keit oft auf der Bezie­hungs­ebe­ne ent­stan­den. Dies gilt im Beruf eben­so wie im pri­va­ten Bereich. ## Klare Kommunikation hilft beruflich und privat Auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on betrifft bei­de Lebens­be­rei­che. Wer die eige­ne Spra­che reflek­tiert, kann sich bes­ser in das Gegen­über hin­ein­den­ken. Miss­ver­ständ­nis­se ent­ste­hen immer wie­der nach ähn­li­chen Mus­tern, ob im beruf­li­chen oder im per­sön­li­chen Umfeld. Durch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning gelingt es Füh­rungs­kräf­ten, ihre Mit­ar­bei­ter mit einer kla­ren Spra­che zu errei­chen und zu moti­vie­ren. Bereits klei­ne Impul­se füh­ren zu mehr Sou­ve­rä­ni­tät. ## Ziele und Werte klären Ent­schei­dun­gen zur beruf­li­chen Ori­en­tie­rung erfor­dern eine Aus­ein­an­der­set­zung mit per­sön­li­chen Zie­len und Wert­vor­stel­lun­gen. Dadurch gelingt es Ihnen, neue Per­spek­ti­ven zu ent­de­cken. Oft hin­dern uns ein­ge­fah­re­ne Glau­bens­sät­ze und Denk­mus­ter dar­an, Ver­än­de­rungs­pro­zes­se aktiv zu gestal­ten und neue Wege zu gehen. Wenn Sie in Umbruch­si­tua­tio­nen sol­che Blo­cka­den über­win­den, gewin­nen Sie sowohl beruf­lich als auch pri­vat wei­te­re Hand­lungs­spiel­räu­me. ## Work Life Balance Beson­ders in lei­ten­den Funk­tio­nen ist das Zeit- und Selbst­ma­nage­ment ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor. Bei die­sen Fer­tig­kei­ten ist eine kon­se­quen­te Tren­nung zwi­schen Beruf und Pri­vat­le­ben nicht sinn­voll. Wer sei­ne Zeit bewusst und stra­te­gisch ein­teilt, wird davon sowohl pri­vat als auch beruf­lich pro­fi­tie­ren. Daher soll­te Busi­ness Coa­ching über­grei­fen­de Kom­pe­ten­zen und Tech­ni­ken ver­mit­teln. Die Work Life Balan­ce ist in aller Mun­de. Was bringt also die Tren­nung zwi­schen Busi­ness und Per­so­nal Coa­ching? Eine ganz­heit­li­che Bera­tung befä­higt die Kli­en­ten, ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis von Berufs- und Pri­vat­le­ben zu errei­chen. Mit mei­nen Coa­ching Ange­bo­ten unter­stüt­ze ich Sie dabei, die­se grund­le­gen­den Kom­pe­ten­zen auf­zu­bau­en und zu erwei­tern. Ich hel­fen Ihnen, Ihre beruf­li­chen und per­sön­li­chen Zie­le zu errei­chen. Neh­men Sie ger­ne [Kon­takt mit mir auf](#kontakt)! **Fazit:** Ein ganz­heit­li­cher Ansatz ist beson­ders effek­tiv und befä­higt Men­schen, beruf­lich und pri­vat mehr Zufrie­den­heit, Erfolg und Har­mo­nie her­bei­zu­füh­ren. Füh­rungs­kräf­te und Fach­kräf­te, die bereits gro­ße Erfol­ge erzielt haben, kön­nen eben­falls vom Coa­ching pro­fi­tie­ren. Schließ­lich haben auch die stärks­ten Fuß­ball­mann­schaf­ten einen Trai­ner. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Krisenvermeidung durch frühzeitiges Coaching](https://bobach-coaching.de/krisenvermeidung-durch-fruehzeitiges-coaching/) **Published:** Juli 2, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Coa­ching kann bereits ange­nom­men wer­den, auch wenn Ihnen das Was­ser noch nicht bis zum Hals steht — es ist der­art sogar von Vor­teil! Vie­le Men­schen nei­gen dazu, sich erst dann mit Pro­ble­men oder schwie­ri­gen The­men aus­ein­an­der­zu­set­zen, wenn die Situa­ti­on bereits fest­ge­fah­ren oder zu einer erheb­li­chen Belas­tung gewor­den ist. Aller­dings ist es mög­lich, klei­ne und grö­ße­re Kri­sen durch frü­hes Coa­ching abzu­wen­den bezie­hungs­wei­se gar nicht ent­ste­hen zu las­sen. ## Welche Vorteile bietet Ihnen Coaching? Durch Coa­ching kön­nen Sie wich­ti­ge Fähig­kei­ten in den Berei­chen Kom­mu­ni­ka­ti­on, Kon­flikt­ver­hal­ten, Selbst­re­fle­xi­on sowie bei der Wahr­neh­mung und dem Umgang mit Gefüh­len erler­nen. Dies macht Sie sowohl im pri­va­ten als auch im beruf­li­chen Umfeld gelas­se­ner und resi­li­en­ter. Sie kön­nen fol­gen­de posi­ti­ven Ver­än­de­run­gen durch Coa­ching und die geziel­te Arbeit an Ihnen erwar­ten: Weni­ger Miss­ver­ständ­nis­se und Strei­tig­kei­ten: Das Erken­nen von pro­ble­ma­ti­schen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­tern und das Ein­üben von offe­ner, direk­ter und bestimm­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on wird Ihnen zu zufri­en­den­stel­len­de­ren Gesprä­chen ver­hel­fen und Bezie­hun­gen mehr Tie­fe ver­lei­hen. Somit ver­bes­sert Coa­ching einen ele­men­ta­ren Bestand­teil jedes Lebens­be­rei­ches. ## Coaching als Trainingsfeld Stress­ma­nage­ment ein­üben: Im Coa­ching kön­nen Sie Ihre aktu­el­len Ver­hal­tens­mus­ter ana­ly­sie­ren und für die Zukunft effi­zi­en­te Stra­te­gien ent­wi­ckeln, um Her­aus­for­de­run­gen gut zu meis­tern und auch in stres­si­gen Zei­ten nicht den Kopf zu ver­lie­ren. Auch kön­nen Sie im Coa­ching ver­schie­de­ne Sze­na­ri­en, die Ihnen unan­ge­nehm sind oder Angst berei­ten, in einem siche­ren Rah­men durch­spie­len und für Sie pas­sen­den Hand­lungs­mög­lich­kei­ten erar­bei­ten. Bes­se­re Selbst­kennt­nis und gestei­ger­te Acht­sam­keit: Wenn Sie Sich und Ihre Wün­sche und Bedürf­nis­se im Gespräch mit dem Coach durch Fra­gen und klei­ne­re Auf­ga­ben oder Visua­li­sie­run­gen ein­ge­hen­der ken­nen­ler­nen, so haben Sie die Mög­lich­keit, Ihren All­tag und Ihren Beruf dahin­ge­hend aus­zu­rich­ten. Sie wer­den in die­sem Fall fest­stel­len, dass Sie öfter auf Ihre Gren­zen hören und ‘Nein’ sagen, wenn eine Auf­ga­be oder eine Bit­te Ihren per­sön­li­chen Wer­ten wider­spricht. ## Sich unterstützen zu lassen kann so leicht sein! Wei­ter­hin kann Coa­ching in kri­sen­frei­en Zei­ten dabei hel­fen, dass Sie poten­zi­el­le Hem­mun­gen, sich Hil­fe zu holen, abbau­en und in einer Kri­se nicht zögern, die Unter­stüt­zung ein­zu­for­dern, die Sie benö­ti­gen. Füh­len Sie Sich also ermun­tert, Coa­ching eine Chan­ce zu geben und scheu­en Sie Sich nicht, [ein ers­tes Bera­tungs­ge­spräch zu ver­ein­ba­ren](#kontakt). Sie wer­den mit tat­säch­li­chen Kri­sen gelas­se­ner umge­hen kön­nen und auch fest­stel­len, dass Sie in der Lage sind, vie­le Pro­ble­me vor vor­ne­her­ein zu ver­hin­dern. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Prävention, Resilienz --- ### [Was sind Lebensziele - und was nicht?](https://bobach-coaching.de/was-sind-lebensziele-und-was-nicht/) **Published:** Juli 9, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Zie­le geben Ori­en­tie­rung und schaf­fen Sinn. Um die eige­ne Zukunft zu gestal­ten, ist es wich­tig, sich Lebens­zie­le zu set­zen. Aber oft wird die­ser Begriff nicht rich­tig ver­stan­den. Nur klar for­mu­lier­te Lebens­zie­le füh­ren zu einer bes­se­ren Moti­va­ti­on und mehr Sou­ve­rä­ni­tät. In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie, was [Lebens­zie­le](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-lebensziele/ "Coach&Coach: Lebensziele") wirk­lich sind und wie Sie die­se Zie­le für sich fin­den. Schon der Phi­lo­soph Michel de Mon­tai­gne wuss­te: “Kein Wind ist dem­je­ni­gen güns­tig, der nicht weiß, wohin er segeln will.” Lebens­zie­le sind Wün­sche und Visio­nen für die Zukunft. Sie sind Vor­aus­set­zung für ein glück­li­ches, selbst­be­stimm­tes Leben. Denn nur wer weiß, wo er hin möch­te, wird inspi­riert sein, kann sich wei­ter­ent­wi­ckeln und Ein­fluss auf die eige­ne Zufrie­den­heit neh­men. Die­se Zie­le sind die Quel­le für ein gutes Selbst­wert­ge­fühl. ## Lebensziele individuell und möglichst präzise formulieren Oft wer­den Lebens­zie­le zu all­ge­mein defi­niert. Mit dem Über­neh­men der Zie­le ande­rer Men­schen ist kein Mehr­wert ver­bun­den. Denn es ist immer eine indi­vi­du­el­le Bewer­tung, wel­che Zustän­de wün­schens­wert sind und wofür sich Enga­ge­ment lohnt. Die einen möch­ten eine Füh­rungs­po­si­ti­on über­neh­men oder ein Start-up grün­den. Die ande­ren wol­len den Mount Ever­est bestei­gen oder die Welt umrun­den. Ihr Ziel ist der Füh­rer­schein? Dann neh­men Sie Fahr­stun­den. Ihr Ziel ist eine Beför­de­rung? Dann stei­gern Sie den Ein­satz bei Ihrem Arbeit­ge­ber. Ihr Ziel ist eine beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung? Dann absol­vie­ren Sie eine Wei­ter­bil­dung. Je genau­er Ihre Zie­le for­mu­liert sind, umso eher kön­nen Sie die rich­ti­gen Wei­chen stel­len. ## Selten sind Lebensziele materiell, aber meistens emotional ![Mann der sein Bild in den Bergen erreicht als das Symbol für Lebensziele.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/shutterstock_366801260-scaled-1-edited-1024x768.jpg "Happy,Hiker,Winning,Reaching,Life,Goal,,Success,,Freedom,And,Happiness, | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Lebens­zie­le haben oft einen hohen emo­tio­na­len Wert der sie nach­hal­tig mit posi­ti­ven Erin­ne­run­gen ver­sorgt Es ist **kein Lebens­ziel**, ein Monats­ge­halt von bei­spiels­wei­se 5.000 Euro zu bekom­men. Denn was wür­de es Ihnen brin­gen, die­ses Ziel zu for­mu­lie­ren? Zu wel­chen Hand­lun­gen wür­de Sie die­ses “Lebens­ziel” ver­an­las­sen? Lebens­zie­le sind sel­ten rein mate­ri­el­ler Art. Die meis­ten Men­schen stre­ben nach **Selbst­ver­wirk­li­chung**. Daher sind die Zie­le in der Regel mit emo­tio­na­len Bewer­tun­gen ver­knüpft. Wer Selbst­ver­wirk­li­chung anstrebt, soll­te her­aus­fin­den, wer er selbst ist und was ihn aus­macht. [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hilft Ihnen dabei zu klä­ren, was Ihnen wich­tig ist und was Ihre per­sön­li­chen Wer­te sind. ## Das Konzept der Bodenanker ist hilfreich Die Tech­nik des Boden­an­kers stammt aus dem [Neu­ro-Lin­gu­is­ti­schen Pro­gram­mie­ren (NLP)](https://de.wikipedia.org/wiki/Neuro-Linguistisches_Programmieren). Die­ses Kon­zept hilft Ihnen dabei, Ihre Lebens­zie­le schnel­ler zu errei­chen. Die Grund­idee ist die Ver­bin­dung eines emo­tio­na­len Ereig­nis­ses mit einem bestimm­ten Ort. Mit Hil­fe eines Zet­tels oder in Ihren Gedan­ken mar­kie­ren Sie eine Stel­le am Boden. Die­sem Ort wei­sen Sie eine emo­tio­na­le Bedeu­tung zu. Zum Bei­spiel kön­nen Sie die­sen als “Ort der Ruhe” bezeich­nen. Sobald Sie die­se Stel­le betre­ten, wird der Boden­an­ker aus­ge­löst. Dadurch kön­nen Sie immer wie­der die jewei­li­ge Emo­ti­on abru­fen, die Ihnen Kraft spen­det. Als Metho­de der Stär­kung und Moti­va­ti­on hat sich der Boden­an­ker bewährt. So kön­nen Sie auch mit Boden­an­kern ver­schie­de­ne mög­li­che Zie­le ver­or­ten und so rich­tig spü­ren, was sich wirk­lich gut für SIE anfühlt. Ger­ne unter­stüt­ze ich Sie dabei, Ihre Lebens­zie­le zu fin­den. [Ich freue mich auf Ihre Nach­richt und den Aus­tausch mit Ihnen!](#kontakt) ## Fazit zu Lebenszielen Lebens­zie­le zu for­mu­lie­ren, ist eine Vor­aus­set­zung für Erfolg und Zufrie­den­heit. Aber die **Zie­le müs­sen indi­vi­du­ell, ehr­lich und klar for­mu­liert sein**. [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") befä­higt Sie, Ihre Wün­sche und Bedürf­nis­se zu klä­ren. Auf die­se Wei­se wer­den Sie Ihre per­sön­li­chen Zie­le defi­nie­ren und die­se moti­viert ver­fol­gen. **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Lebensziele --- ### [Work-Life-Balance verstehen und üben](https://bobach-coaching.de/work-life-balance-kann-mann-berufliches-und-privates-wirklich-trennen/) **Published:** August 6, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Das Stre­ben nach einer aus­ge­wo­ge­nen Work-Life-Balan­ce ist für vie­le Men­schen ein zen­tra­les Anlie­gen. Die beruf­li­chen Anfor­de­run­gen, per­sön­li­che Ver­pflich­tun­gen und der Wunsch nach Selbst­für­sor­ge kön­nen schnell zu einem Gefühl der Über­for­de­rung füh­ren. Doch was bedeu­tet Work-Life-Balan­ce wirk­lich, und wie kann man sie effek­tiv umset­zen? ## **Was ist Work-Life-Balance?** Work-Life-Balan­ce bezeich­net das har­mo­ni­sche Gleich­ge­wicht zwi­schen den beruf­li­chen Anfor­de­run­gen und den per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen eines Indi­vi­du­ums. Es geht dar­um, die eige­ne Zeit und Ener­gie so zu mana­gen, dass sowohl beruf­li­che als auch pri­va­te Aspek­te des Lebens befrie­di­gend erfüllt wer­den. Eine gute Work-Life-Balan­ce bedeu­tet nicht, dass alle Berei­che des Lebens in glei­chen Tei­len ver­teilt wer­den, son­dern dass sie den indi­vi­du­el­len Prio­ri­tä­ten und Wer­ten ent­spre­chen. ## **Die Bedeutung von Work-Life-Balance** Eine gesun­de Work-Life-Balan­ce hat vie­le Vor­tei­le. Sie kann das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den ver­bes­sern, Stress redu­zie­ren und die Lebens­zu­frie­den­heit erhö­hen. Men­schen, die eine aus­ge­wo­ge­ne Balan­ce fin­den, berich­ten häu­fig von einer höhe­ren Pro­duk­ti­vi­tät und Krea­ti­vi­tät im Beruf, da sie mit einer kla­re­ren und ent­spann­te­ren Denk­wei­se arbei­ten. Außer­dem kön­nen sie ihre Bezie­hun­gen bes­ser pfle­gen und mehr Zeit für Hob­bys und per­sön­li­che Inter­es­sen auf­brin­gen. ## **Die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt** In der moder­nen Arbeits­welt ste­hen vie­le Arbeit­neh­mer unter hohem Druck. Die Digi­ta­li­sie­rung ermög­licht es, rund um die Uhr erreich­bar zu sein, und die Gren­zen zwi­schen Arbeits- und Pri­vat­le­ben ver­schwim­men zuneh­mend. Hin­zu kom­men oft hohe Erwar­tun­gen an die eige­ne Leis­tung und der Wunsch, in bei­den Lebens­be­rei­chen glei­cher­ma­ßen erfolg­reich zu sein. Die­se Fak­to­ren kön­nen zu einem Ungleich­ge­wicht füh­ren, das sowohl die phy­si­sche als auch die psy­chi­sche Gesund­heit beein­träch­ti­gen kann. Die stän­di­ge Erreich­bar­keit durch Smart­phones und Lap­tops kann es erschwe­ren, nach der Arbeit wirk­lich abzu­schal­ten. Vie­le Men­schen füh­len sich ver­pflich­tet, auch außer­halb der regu­lä­ren Arbeits­zei­ten E‑Mails zu beant­wor­ten oder Auf­ga­ben zu erle­di­gen. Die­se stän­di­ge Ver­füg­bar­keit kann zu Erschöp­fung und Burn­out füh­ren, wenn nicht bewusst Gren­zen gesetzt wer­den. ## **Strategien zur Verbesserung der Work-Life-Balance** Um eine aus­ge­wo­ge­ne Work-Life-Balan­ce zu errei­chen, ist es wich­tig, bewusst Maß­nah­men zu ergrei­fen. Hier sind eini­ge Stra­te­gien, die dabei hel­fen kön­nen: ### **1. Prioritäten setzen** Über­le­gen Sie, was in Ihrem Leben wirk­lich wich­tig ist. Erstel­len Sie eine Lis­te Ihrer Prio­ri­tä­ten und ent­schei­den Sie, wel­che Auf­ga­ben und Akti­vi­tä­ten wirk­lich not­wen­dig sind. Indem Sie Ihre Ener­gie auf die wich­tigs­ten Din­ge fokus­sie­ren, kön­nen Sie unnö­ti­gen Stress ver­mei­den und mehr Zeit für die Din­ge haben, die Ihnen am Her­zen lie­gen. Es kann hilf­reich sein, regel­mä­ßig zu reflek­tie­ren und Ihre Prio­ri­tä­ten neu zu bewer­ten. Was heu­te wich­tig ist, könn­te mor­gen weni­ger rele­vant sein. Fle­xi­bi­li­tät und die Bereit­schaft, sich anzu­pas­sen, sind Schlüs­sel­kom­po­nen­ten einer effek­ti­ven Work-Life-Balan­ce. ### **2. Zeitmanagement** Ein effek­ti­ves Zeit­ma­nage­ment ist ent­schei­dend für eine gute Work-Life-Balan­ce. Pla­nen Sie Ihren Tag oder Ihre Woche im Vor­aus und set­zen Sie sich rea­lis­ti­sche Zie­le. Nut­zen Sie Werk­zeu­ge wie Kalen­der und To-Do-Lis­ten, um Ihre Auf­ga­ben zu orga­ni­sie­ren und sicher­zu­stel­len, dass Sie genü­gend Zeit für Erho­lung und Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten ein­pla­nen. Pau­sen sind eben­so wich­tig wie pro­duk­ti­ve Arbeits­zei­ten. Regel­mä­ßi­ge kur­ze Pau­sen kön­nen hel­fen, die Kon­zen­tra­ti­on zu ver­bes­sern und die Pro­duk­ti­vi­tät zu stei­gern. Außer­dem soll­ten Sie dar­auf ach­ten, dass Ihre Pau­sen tat­säch­lich ent­span­nend sind und Ihnen Ener­gie geben. ### **3. Grenzen setzen** Ler­nen Sie, „Nein“ zu sagen und Gren­zen zu set­zen, sowohl im beruf­li­chen als auch im pri­va­ten Bereich. Respek­tie­ren Sie Ihre eige­nen Bedürf­nis­se und kom­mu­ni­zie­ren Sie klar, wenn Sie über­las­tet sind. Es ist wich­tig, Zei­ten fest­zu­le­gen, in denen Sie nicht für beruf­li­che Ange­le­gen­hei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, um sicher­zu­stel­len, dass Sie aus­rei­chend Zeit für sich selbst und Ihre Fami­lie haben. Die Ein­füh­rung fes­ter Ritua­le kann hel­fen, Gren­zen zu set­zen. Ob es nun das Abschal­ten elek­tro­ni­scher Gerä­te nach einer bestimm­ten Uhr­zeit oder das Fest­le­gen eines fes­ten Zeit­punkts für das Abend­essen mit der Fami­lie ist – die­se Ritua­le kön­nen hel­fen, die Balan­ce zu wah­ren. ### **4. Selbstfürsorge** Ach­ten Sie auf Ihre kör­per­li­che und geis­ti­ge Gesund­heit. Regel­mä­ßi­ge Bewe­gung, gesun­de Ernäh­rung und aus­rei­chend Schlaf sind wesent­li­che Fak­to­ren für Ihr Wohl­be­fin­den. Pla­nen Sie regel­mä­ßig Zeit für Akti­vi­tä­ten ein, die Ihnen Freu­de berei­ten und zur Ent­span­nung bei­tra­gen, sei es ein Spa­zier­gang in der Natur, das Lesen eines Buches oder das Aus­üben eines Hob­bys. Es kann auch hilf­reich sein, Tech­ni­ken zur Stress­be­wäl­ti­gung wie Medi­ta­ti­on, Yoga oder Atem­übun­gen zu erler­nen. Die­se Prak­ti­ken kön­nen hel­fen, den Geist zu beru­hi­gen und die Resi­li­enz gegen­über Stress zu erhö­hen. ### **5. Unterstützung suchen** Scheu­en Sie sich nicht, Unter­stüt­zung zu suchen, sei es durch Freun­de, Fami­lie oder pro­fes­sio­nel­le Hil­fe. Ein star­kes Netz­werk kann Ihnen hel­fen, Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen und eine bes­se­re Balan­ce zu fin­den. Tau­schen Sie sich mit ande­ren aus und las­sen Sie sich inspi­rie­ren, wie sie ihre Work-Life-Balan­ce meis­tern. Der Aus­tausch mit Gleich­ge­sinn­ten kann wert­vol­le Ein­bli­cke und neue Per­spek­ti­ven bie­ten. Außer­dem kann der Zugang zu pro­fes­sio­nel­lem Coa­ching oder Bera­tung dazu bei­tra­gen, indi­vi­du­el­le Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen und per­sön­li­che Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln. ## **Die Rolle der Arbeitgeber** Auch Arbeit­ge­ber haben eine wich­ti­ge Rol­le bei der För­de­rung der Work-Life-Balan­ce ihrer Mit­ar­bei­ter. Unter­neh­men, die fle­xi­ble Arbeits­zei­ten, Home­of­fice-Mög­lich­kei­ten und eine posi­ti­ve Unter­neh­mens­kul­tur för­dern, tra­gen wesent­lich dazu bei, dass Mit­ar­bei­ter Beruf und Pri­vat­le­ben bes­ser in Ein­klang brin­gen kön­nen. Zudem soll­ten Arbeit­ge­ber den offe­nen Dia­log mit ihren Mit­ar­bei­tern för­dern und Unter­stüt­zung bie­ten, um indi­vi­du­el­le Lösun­gen zu fin­den. Pro­gram­me zur Stress­be­wäl­ti­gung oder zur Gesund­heits­för­de­rung kön­nen eben­falls dazu bei­tra­gen, das Wohl­be­fin­den der Mit­ar­bei­ter zu stei­gern. Arbeit­ge­ber, die in das Wohl ihrer Mit­ar­bei­ter inves­tie­ren, pro­fi­tie­ren von einer höhe­ren Moti­va­ti­on und gerin­ge­ren Fluk­tua­ti­ons­ra­ten. ## **Die langfristigen Vorteile einer ausgeglichenen Work-Life-Balance** Lang­fris­tig kann eine gut gepfleg­te Work-Life-Balan­ce zu einer höhe­ren Lebens­zu­frie­den­heit und einer bes­se­ren Gesund­heit füh­ren. Men­schen, die ihre beruf­li­chen und per­sön­li­chen Anfor­de­run­gen in Ein­klang brin­gen kön­nen, sind oft moti­vier­ter und enga­gier­ter bei der Arbeit. Dies führt zu einer höhe­ren Pro­duk­ti­vi­tät und kann auch die Kar­rie­re­ent­wick­lung posi­tiv beein­flus­sen. Eine aus­ge­wo­ge­ne Balan­ce kann auch dazu bei­tra­gen, Bezie­hun­gen zu stär­ken und das all­ge­mei­ne Lebens­glück zu erhö­hen. Die Fähig­keit, sich auf das Wesent­li­che zu kon­zen­trie­ren und die klei­nen Freu­den des Lebens zu genie­ßen, kann das Wohl­be­fin­den erheb­lich stei­gern. ## **Fazit** Die Suche nach einer aus­ge­wo­ge­nen Work-Life-Balan­ce ist eine fort­wäh­ren­de Rei­se, die indi­vi­du­ell gestal­tet wer­den muss. Es gibt kei­ne uni­ver­sel­le Lösung, da jeder Mensch unter­schied­li­che Bedürf­nis­se und Prio­ri­tä­ten hat. Es erfor­dert Bewusst­sein, Refle­xi­on und bewuss­te Ent­schei­dun­gen, um die rich­ti­ge Balan­ce zu fin­den. Doch der Ein­satz lohnt sich: Eine har­mo­ni­sche Work-Life-Balan­ce kann das Wohl­be­fin­den stei­gern, die Bezie­hun­gen ver­bes­sern und zu einem erfüll­te­ren Leben bei­tra­gen. Letzt­lich geht es dar­um, die Kon­trol­le über die eige­ne Zeit und Ener­gie zurück­zu­ge­win­nen und ein Leben zu füh­ren, das den per­sön­li­chen Wer­ten und Zie­len ent­spricht. Indem wir ler­nen, Prio­ri­tä­ten zu set­zen und uns selbst zu pfle­gen, kön­nen wir eine Work-Life-Balan­ce errei­chen, die uns hilft, in einer anspruchs­vol­len Welt glück­lich und gesund zu blei­ben. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Wellbeing --- ### [Start des neuen Coaching Podcasts](https://bobach-coaching.de/podcast-start/) **Published:** September 3, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Zusam­men mit mei­nem Coa­ching Kol­le­gen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) star­te ich heu­te etwas ganz neu­es: Coach&Coach einen Pod­cast Rund um die Welt des Coa­ching. Wir set­zen uns mit allen mög­li­chen The­men aus­ein­an­der: Coa­ching Tools, an wen sich Coa­ching rich­tet und grund­sätz­li­che Fra­gen, die uns in unse­rem All­tag in der Coa­ching-Welt beglei­ten. Die ers­ten drei Fol­gen sind bereits online und bei allen gän­gi­gen Pod­cast Anbie­tern ver­füg­bar. Zum Start hören Sie sich doch ein­mal unse­re Vor­stel­lungs­run­de an und ler­nen Sie uns ken­nen: [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan Herz­lich will­kom­men zu Coach und Coach. Dem neu­en Coo­king Pod­cast. Wir freu­en uns heu­te, euch zu begrü­ßen und heu­te die­se ers­te Fol­ge auf­zu­neh­men und wol­len die­se ers­te Fol­ge nut­zen, um euch ein­mal zu erläu­tern, was wir hier über­haupt vor­ha­ben, war­um es die­sen Pod­cast gibt und damit ihr über­haupt erst mal wisst, mit wem er sie über­haupt zu tun hat habt, wür­den wir mal star­ten mit einer klei­nen Vor­stel­lungs­run­de und wir hören ja, wenn du Lust hast, dann fang doch ein­fach an. Jan . Björn Ja, dan­ke Jan. Ja, mein Name ist Björn Bob­ach. Ähm, ich weiß gar nicht genau, als was ich mich bezeich­nen soll. Ehr­lich gesagt, weil ich sehr vie­le ver­schie­de­ne Din­ge tue. Aber ich erzähl ein­fach mal ein biss­chen aus mei­nem Leben. Grund­sätz­lich bin ich jetzt Coach und mache neben­bei auch noch Pra­xis Manage­ment in einer grö­ße­ren Zahn­arzt­pra­xis hier in Düs­sel­dorf. Und ich trai­nie­re Teams und Ein­zel­per­so­nen vor allem beim Ton­meis­ter Task oder auch für Team­buil­ding all­ge­mein. Ich habe mal ganz anders gestar­tet. Björn Ich war mal Opern­sän­ger. Also ich habe mal mei­nen Traum­be­ruf aus­ge­übt. Das habe ich auch stu­diert, in Düs­sel­dorf und in Ber­lin. Dann habe ich ver­teilt über die Bun­des­re­pu­blik gesun­gen, zehn Jah­re lang. Und dann habe ich irgend­wann die­sen Traum­be­ruf an den Nagel gehängt, wuss­te damals aber gar nicht genau, wie­so ich das gemacht habe. Da war ich auch ein biss­chen jung zu, da bin ich auch noch nicht gecoacht. Bor­nier­ten. Jan Okay, das kann natür­lich auch ein The­ma sein. Björn Ja, ja, genau. Also wäre ich damals schon gecoacht wor­den, hät­te ich das wahr­schein­lich schon ver­stan­den, was mich da intui­tiv eigent­lich gerit­ten hat. Zusam­men­ge­fasst kann man sagen, dass das so ein Thea­ter All­tag für mich als aus­ge­präg­ten Team Men­schen nicht so gepasst hat. Weil am Thea­ter sind sehr sehr vie­le Leu­te unter­wegs, die nicht so Team­work mäßig unter­wegs sind, so wie ich das ger­ne bin. Und da war sehr viel Hau­en und Ste­chen und hin­ter dem Rücken und so war es und das war alles nicht meins und das habe ich damals blei­ben las­sen. Björn Dann bin ich sehr lang auf die Suche gegan­gen, was ich dann eigent­lich machen möch­te. Und habe dann in einer fami­liä­ren Fir­ma gear­bei­tet, der Fir­ma mei­nes Vaters, das ist lei­der schief­ge­gan­gen. Das hört man ja auch sehr, sehr häu­fig. Dass das dann nicht so funk­tio­niert, lei­der. Aber das war dann auch okay. Ich bin dann bei Apple gelan­det und habe da der Mana­ger Posi­ti­on gehabt. Am Schluss für den Ser­vice hier im Store in Düs­sel­dorf. Ja, und dann habe ich mich irgend­wann selbst­stän­dig gemacht, weil ich gemerkt habe, auch das bekommt mir auf lan­ge Sicht nicht gut. Björn Und durch das selbst­stän­dig machen habe ich dann das ers­te Mal Kon­takt mit dem Coa­ching bekom­men. Und da ist ganz schnell bei mir der gro­ße Wunsch ent­stan­den, das sel­ber zu machen, weil ich gemerkt habe, dass das etwas ist, was mir liegt und was mir auch eine ganz tie­fe Befrie­di­gung gibt. Weil ich habe und es jetzt so eine klei­ne Inti­mi­tät und so einen viel­leicht so klei­nen altru­is­ti­schen Trieb. Na ja, also ich habe so ein Hel­fer­syn­drom, so ein biss­chen, aber das kann man im Coa­ching natür­lich wun­der­bar aus­le­ben. Björn Wobei das natür­lich in einer sehr gesteu­er­ten Form im Coa­ching ist, weil man sich da ja mit Rat­schlä­gen sehr zurück­hält. Aber ich fin­de es ein­fach unheim­lich schön und befrie­di­gend, wenn ich halt sehen kann, dass ich jeman­dem hel­fe, sich selbst zu hel­fen und dass der mich dann halt ganz schnell auch nicht mehr braucht. Das ist so mei­ne Prä­mis­se, die auch über mei­nen Work­shops zum Bei­spiel steht. Also ich bin immer froh, wenn ein Kun­de hin­ter­her zu mir sagt Ich brau­che sie nicht mehr, ich kann das jetzt. Björn Das ist eigent­lich so mein ein Ziel bei allem, was ich tue. Ja, ansons­ten, ich bin Simon. Ich bin 47, lebe in Düs­sel­dorf. Ich habe einen Hund, der hier ger­ne in der Natur spa­zie­ren. Das ist so das Pri­va­te wich­ti­ger. Und ja, das erst mal ab. Jan Ja, ich wer­de schon fast ins Wort gefal­len. Wäre ich näm­lich noch eine Fra­ge hat­te, die mir jetzt auf der See­le brann­te, wahr­schein­lich was her, dass dir das mit dem Coa­ching begeg­net ist und dass das ange­fan­gen hat, dich dann auch zu inter­es­sie­ren. Björn Haben wir so drei Jah­re jetzt? Jan Na ja, okay. Und seit­dem hat es qua­si immer mehr Raum ein­ge­nom­men. Björn Also ich auch. Seit ich die Aus­bil­dung mache, ist es so, dass ich ja trotz­dem immer noch wei­ter mein Coa­ching sel­ber krie­ge. Also ich mache das so, dass ich da alle drei Mona­te noch hin­ge­he. Ähm, habe wirk­lich eine ganz tol­le Coa­ching, die das bezeich­ne ich immer als mein TÜV. Also alle drei Mona­te gehe ich dann noch mal The­men an, die mir so im Kopf rum­schwir­ren. Wo ich den­ke, da ist es viel­leicht ganz hilf­reich, noch mal einen Impuls zu krie­gen. Björn Und lus­ti­ger­wei­se die Idee, Coach zu wer­den, kam auch im Coa­ching. Tat­säch­lich. Also das ist es wirk­lich so, dass das irgend­wann so ein Impuls war, der da ent­stan­den ist. Und das war genau der Rich­ti­ge. Jan Aber jetzt hast du mich auf jeden Fall. Ja, aber das da wür­de ich natür­lich nur ger­ne mehr drü­ber erfah­ren und die Zuhö­rer­schaft bestimmt auch. Und da wer­den wir noch ein­mal Gele­gen­heit haben, wenn wir uns viel­leicht auch mal etwas inten­si­ver vor­stel­len. Per­sön­lich. Heu­te ist das ein klei­ner Ein­stieg und dann wer­de ich da noch mal sicher­lich alle mei­ne Fra­gen los, die ich habe in dem Zusam­men­hang, aber den­ke Ja, dann mach ich ger­ne wei­ter. Mein Name ist Jan. Ich bin Unter­neh­mens­be­ra­ter und Coach. Jan So will ich das jetzt mal bezeich­nen und habe auch so einen etwas bun­ten Wer­de­gang. Ich bin mal gestar­tet, um Förs­ter zu wer­den. Auch das kommt so ein biss­chen wahr­schein­lich aus dem altru­is­ti­schen oder nach­hal­ti­gen Gedan­ken. Da haben wir wahr­schein­lich eine Klei­nig­keit gemein­sam ja auch nicht, viel­leicht auch nicht die ein­zi­ge Gemein­sam­keit und hat dann aber rela­tiv schnell fest­ge­stellt, dass das ein­fach nicht mei­ne Welt ist. Das doch sehr Ver­wal­tungs­be­zirk las­tig. Einer­seits und ande­rer­seits hat­te ich wahr­schein­lich einen viel zu roman­ti­sier­te Bild von die­sem Job. Jan Der Job ist total wich­tig und auch gut und so. Und für mich war das aber ein­fach so, dass ich ein­fach fest­ge­stellt habe, nach nach drei Semes­tern Stu­di­um, wenn ich durch den Wald lau­fe und nur noch Zah­len sehe, nur noch Maß­nah­men sehe, die das machen sind, dann kann ich das gar nicht mehr genie­ßen. Und dafür lie­be ich auch die Natur zu sehr und lie­be es zu sehr drau­ßen zu sein. Und des­halb habe ich gesagt Na dann, beruf­lich zieht es mich wahr­schein­lich woan­ders hin. Björn Dann haben wir wirk­lich was gemein­sam, weil das mit dem ver­klär­ten Blick auf den Traum­be­ruf hat­te ich ja genau­so. Ja, ja, das ist auch eine gro­ße gro­ße Krux unter Umstän­den in die­sem The­ma sein Hob­by zum Beruf machen, weil da sich viel­leicht auch die Per­spek­ti­ve ändert. Aber viel­leicht wan­deln wir das ja auch noch mal im Detail, irgend­wann, mal spä­ter und schau­en das noch mal ein biss­chen dif­fe­ren­zier­ter an. Aber das war auf jeden Fall was, was ich so für mich fest­ge­stellt habe und wo ich gesagt habe Ich möch­te, dass das Hob­by mir auch nach wie vor Spaß macht, dass ich ger­ne drau­ßen bin. Björn Und dann habe ich das Stu­di­um abge­schlos­sen und habe dann mich in den Bereich erneu­er­ba­re Ener­gien ent­wi­ckelt. Wenn also ein Inge­nieur für Erneu­er­ba­re und war dann meh­re­re Jah­re im Pro­jekt­ma­nage­ment tätig und bin von da aus dann qua­si in die Unter­neh­mens­be­ra­tung für Ener­gie­wirt­schaft gewech­selt, dann bin ich auch heu­te tätig mit gro­ßer Freu­de und gro­ßer Lei­den­schaft. Und in dem Zusam­men­hang über die Jah­re habe ich immer mehr eigent­lich für mich auch das The­men­feld iden­ti­fi­ziert. Wie agie­ren Men­schen mit­ein­an­der denn letz­ten Endes, ob das jetzt im Pri­va­ten ist, ob das in Pro­jek­ten ist, in jeg­li­cher Unter­neh­mens­struk­tur. Björn Alle Sys­te­me, die wir haben, die funk­tio­nie­ren mit Men­schen. Und des­halb ist das total span­nend, auch zu schau­en, wie Men­schen mit­ein­an­der funk­tio­nie­ren. Das war eigent­lich mein Ein­stieg mehr oder min­der zum The­ma Coa­ching, wes­halb ich mich dann auch immer mehr auch dafür inter­es­siert habe, schon immer auch für das The­ma All­ge­mein Psy­cho­lo­gie, Kom­mu­ni­ka­ti­on Wie gehen Men­schen mit­ein­an­der um? Und das alles kann ich in die­ser Coa­ching The­ma­tik total aus­le­ben. Das macht gro­ße Freu­de. Und auch da ist es für mich so Die, die das die größ­te Freu­de beim Beruf­li­chen ist, wenn ich Men­schen dabei unter­stüt­zen kann, ihre Zie­le zu errei­chen, wenn man gemein­sam Pro­jek­te zum Erfolg führt, gemein­sam Ziel erreicht und das qua­si nicht nur auf einer unter­neh­me­ri­schen Ebe­ne, son­dern auch auf einer mensch­li­chen Ebe­ne. Björn Und das ist im Grun­de genom­men so mei­ne mei­ne rund­um Sto­ry rein, so dass der ganz gro­be Pfad, wie ich dazu kom­me, wo ich heu­te ste­he und war­um ich auch jetzt hier mit dir sit­ze und ich mich zu die­sem The­ma aus­tau­schen kann und möch­te. Björn Gera­de ein viel­leicht soll­ten wir auch noch erzäh­len, wie wir uns über­haupt ken­nen­ge­lernt haben. Ja, sehr ger­ne. Es ist ja nicht so, dass das ich sin­gend durch den Wald gelau­fen bin und du da geför­dert hast. Das ist lei­der, viel­leicht, lei­der nur eine klei­ne Anek­do­te. Viel­leicht. Wir haben, als wir den Namen für die­sen Pod­cast gesucht haben, hat­ten wir so alle mög­li­chen Brain­stor­ming Ideen, weil wir es schon span­nend fan­den, hier einen Sän­ger und einen Förs­ter zu haben. Björn Wir haben also Sän­ger und Förs­ter hat­ten wir ja oder sin­gen durch den Coa­ching. Wald war auch nicht ganz genau, aber Coach und Coach hat man dann doch am bes­ten gefal­len. Am wenigs­ten. Ich glau­be, wir sind aus­ge­flippt. Clam Ja, und auch wenig Ver­wir­rung stif­tet. Das ist zumin­dest gleich klar, wor­um es geht. Und das ist ja auch schon mal wich­tig. Kla­re Bot­schaf­ten also. Ken­nen­ge­lernt haben wir uns ja in unse­rer Aus­bil­dung tat­säch­lich in der ers­ten Run­de der Aus­bil­dung, die wir gemein­sam gemacht haben bzw. Björn machen wir ja auch jetzt die Aus­bil­dung wei­ter zusam­men, also die zwei­te Zer­ti­fi­zie­rung. Das ers­te Zer­ti­fi­kat haben wir damals bei der IHK zusam­men gemacht und da haben wir uns ken­nen­ge­lernt. Jan Ganz genau rich­tig. Und auch das ist eigent­lich eine total span­nen­de Erfah­rung, auch in so einer, in so einer Run­de, weil es eben auch ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Men­schen gibt, mit unter­schied­li­chen Cha­rak­te­ren, Antrie­ben. Jeder hat auch irgend­wie einen unter­schied­li­chen Ansatz. War­um er das über­haupt tut? Auch das ist inter­es­sant. Und ja, also ich, ich bin ja schon jemand, der von Zufäl­len spricht. Ich ken­ne Men­schen, die sagen, Zufäl­le gibt es nicht und so wei­ter. Jan Aber ich fin­de es auf jeden Fall eine schö­ne. Fügung, ob jetzt qua­si gerich­tet oder unge­rich­tet, dass wir uns da getrof­fen haben und dass sich dar­aus im Prin­zip jetzt hier auch auch die­ses For­mat erge­ben hat und ja, inso­fern ist das auf jeden Fall schön, dass wir uns da über den Weg gelau­fen sind, auch wenn ich ver­lan­gend und nicht im Wald. Björn Zufäl­le sind dann kei­ne Zufäl­le mehr, wenn man was draus macht. Jan Oder kann man, kann man auch so sagen? Abso­lut, ja. Björn Ja. Da gab es für mich einen Moment, wo ich mir ganz sicher war, dass ich das wei­ter­ma­chen möch­te. Ich weiß nicht, ob du dich erin­nerst. Das habe ich, glau­be ich, auch damals ganz eupho­risch gesagt. Da gab es einen Moment, da wur­de eine Kol­le­gin von uns gecoacht, die ich, da will ich jetzt gar nicht näher dar­auf ein­ge­hen. Nur das war für mich eine sol­che Erhel­lung, dass zu beob­ach­ten, was da bei ihr vor­ge­gan­gen ist, als ich gedacht habe Das ist es unbe­dingt, das muss so sein. Björn Und des­we­gen mache ich es auch wei­ter. Jan Ja, abso­lut. Das ist auch die­se Selbst­er­fah­rung und das, was dabei halt eben auch pas­siert. Ein­fach ist schon immer wie­der total ver­blüf­fend zu sehen. Abso­lut. Viel­leicht nut­zen wir die Zeit auch noch ein­mal, um über­haupt zu erklä­ren, an wen sich unser Pod­cast rich­tet und was das Gan­ze über­haupt soll. Björn Ja, an wen rich­ten wir uns denn? Jan Also grund­sätz­lich wür­de ich ja erst mal sagen, wir schlie­ßen ja nie­man­den aus. Das heißt, wir rich­ten uns erst an jeden, der zuhö­ren möch­te und der die The­men span­nend fin­det und ansons­ten viel­leicht sogar uns ein­fach unter Umstän­den sym­pa­thisch oder auch ner­vig und sich das des­halb anhört. Es liegt ja auch auch das kann ja ein Antrieb sein. Aber grund­sätz­lich darf erst­mal jeder zuhö­ren möch­te. Björn Ja, so ist es. Also im Prin­zip jeder, der sich für Coa­ching inter­es­siert, der davon viel­leicht was gehört hat, der sel­ber coa­chen möch­te. Wir wer­den im Ver­lauf der der Fol­gen auf zum Bei­spiel auf eine ein­zel­ne Coa­ching Tools noch mal genau­er ein­ge­hen. Dass es dann auch für Leu­te, die sel­ber coa­chen, viel­leicht ein biss­chen inter­es­san­ter. Aber eigent­lich jeder, der sich für Coa­ching inter­es­siert, ist ja herz­lich will­kom­men. Jan Genau. Egal ob ob Coach. Selbst oder Coa­ching. Jemand, der, der gecoacht wird, ist jemand, der sich für das The­ma Coa­ching inter­es­siert. Jemand, der sich viel­leicht ein­fach auch für die The­men inter­es­siert. Wir wer­den auch The­men behan­deln, die qua­si nicht nur allein Coa­ching, Theo­rie oder Pra­xis sind, son­dern die auch so ein biss­chen drum her­um gehen. Es wird sicher­lich auch immer eini­ge per­sön­li­che Din­ge geben, die mit dabei bespro­chen wer­den. Und inso­fern wür­de ich jetzt mal sagen, wird es hof­fent­lich ein bun­ter Strauß an The­men, an Stim­mun­gen, an Werk­zeu­gen, Tools, Ein­drü­cken, der sich hier über die nächs­ten Fol­gen dann immer mehr anrei­chert. Björn Ja, wir haben ja im Vor­feld zum Brain­stor­ming auf­ge­macht und haben nach The­men gesucht, weil wir uns. Wir hat­ten die Idee, dass wir einen Pod­cast machen möch­ten, der so ein biss­chen per­sön­li­cher ist, wo man uns auch ein biss­chen ken­nen­lernt bei. Und dann haben wir also gesucht nach The­men, weil wir uns anfangs gar nicht sicher waren. Kön­nen wir das über­haupt fül­len? Haben wir sie irgend­wo Schul­den auf­zu­neh­men? Und dann hat sich inner­halb ich weiß gar nicht, wie lan­ge haben wir gebraucht? Björn Hal­ben Tag. Jan Ja, das war also wirk­lich so online gestellt und jeder hat so ein biss­chen was ein­ge­tra­gen und hat das wirk­lich eine atem­be­rau­ben­de Eigen­dy­na­mik ange­nom­men. Björn Ich glau­be, 60 haben wir. Jetzt haben wir es auf der Lis­te. Jan Genau. Und das ist schon mal ein Jahr. Björn Mit­hin ja, genau, min­des­tens. Und das ist wirk­lich sehr breit gefä­chert. Also nicht vor allem das liegt viel­leicht auch dar­an, dass ich bald 47 bin und gera­de die berüch­tig­te Mid­life Pha­se hin­ter mir habe. Ich freue mich ja beson­ders auf die, die Fol­gen, wo wir uns mit den ver­schie­de­nen Lebens­pha­sen aus­ein­an­der­set­zen. Und da gibt es ja ganz vie­le ver­schie­de­ne. Ob es jetzt die­se berüch­tig­te Mid­life Pha­se ist, also Mid­life Cri­sis gibt es häu­fig oder Vater wer­den, das betrifft dich ja, wenn ich sagen darf Ja, du bist ja rela­tiv jun­ger Vater. Jan Ja, da fällt mir ein, dass ich übri­gens gera­de rela­tiv wenig zu mir pri­vat gesagt habe. Aber das wol­len wir dann viel­leicht dem­nächst noch mal nach. Björn Ja, genau. Du hast auch einen Hund, das kann ich schon mal vor­ab vor­weg­neh­men. Ja, aber das ist zum Bei­spiel so was, wor­über wir auch inten­siv spre­chen möch­ten. Auch zum Bei­spiel der Beruf, der Ruhe­stand spä­ter, was das mit Men­schen macht und wie man da viel­leicht mit Coa­ching auch ein biss­chen hel­fen kann oder bezie­hungs­wei­se Vor­sor­ge betrei­ben kann. Coa­ching ist ja nicht nur der Feu­er­lö­scher, son­dern kann auch eine gute Vor­sor­ge sein. Also auch ein Rauch­mel­der, wenn man so möch­te, in dem blei­ben. Björn Das fin­de ich total span­nend. Die gan­zen Tools sind super inter­es­sant, die wir da vor­be­rei­tet haben. Also wir den­ken, es wird sehr abwechs­lungs­reich und auch immer ein biss­chen varia­bel, was da jede Woche erschei­nen soll. Ein­fach damit es für euch auch nicht lang­wei­lig wird, damit ihr immer was neu­es, span­nen­des habt und euch auf was viel­leicht. Uner­war­te­tes manch­mal auch freu­en könnt. Jan Genau. Und ich freue mich auch schon dar­auf, dass wir so ein Team am Ran­de mit behan­deln wer­den, auch die, die auch so ein biss­chen ein­fach damit zu tun haben, was einem gut tut, wie man es sich, sag ich mal posi­tiv gut gehen las­sen kann. Ich hof­fe auch auf eini­ge span­nen­de Gesprächs­part­ner. Viel­leicht mal über die Zeit, dass wir auch mal links und rechts schau­en, mal jeman­den viel­leicht mit dazu ein­la­den kön­nen oder auch tat­säch­lich mal uns Bücher anschau­en, aus dem man auch viel zie­hen kann und so, dass wir da ein­fach links und rechts ein biss­chen auch vom Weg schau­en, was uns da so begeg­net. Björn Genau, also das haben wir vor. Wie oft machen wir das machen? Jan Ja, also das Ziel ist jetzt also ich nen­ne das mal mit­tel­fris­ti­ges Ziel, mit­hält man sich das ein biss­chen offen. Mit­tel­fris­tig fin­de ich das ganz schön, wenn wir das alle zwei Wochen bis alle bis jede Woche wöchent­lich tun könn­ten, da etwas hoch­zu­la­den. Und das das fänd ich eigent­lich ne schö­ne Grö­ßen­ord­nung, um da auch regel­mä­ßig im Prin­zip mal was zur Ver­fü­gung stel­len zu kön­nen. Regel­mä­ßig am Ball zu blei­ben hät­te auch den Vor­teil, dass wir uns dann auch regel­mä­ßig sehen. Jan Es wäre auch sehr schön, wür­de ich mich auch drü­ber freu­en und das wür­de ich jetzt mal so als gro­be Grö­ßen­ord­nung nen­nen. Björn Genau, also wöchent­lich. Das wäre unser Wunsch. Wir hof­fen auch, dass wir das schaf­fen. Aber weil wir ja auch als Coa­ches wis­sen, wie man sei­ne Zie­le errei­chen kann, da ich ganz schön, wenn es schon Mit­tel und Wege ein­fal­len, wie wir das mög­lich machen. Wir möch­ten wöchent­lich erschei­nen, damit ja auch immer was Neu­es aufs Ohr kriegt von uns. Jan Ganz genau. Björn Ich den­ke, das reicht eigent­lich für die ers­te Vor­stel­lungs­run­de. Oder hast du noch was zu ergän­zen? Jan Nein, das wäre es eigent­lich. Ich fin­de auch, wir haben uns jetzt ein­mal kurz und knapp vor­ge­stellt und dann wol­len wir mal zuse­hen, dass wir auch schnell tat­säch­lich wei­te­ren Con­tent hier zur Ver­fü­gung stel­len. Inhal­te für euch, an denen dann auch noch wei­ter Spaß haben könnt. Björn So ist es also. Wir freu­en uns auf euch. Jan Bis zum nächs­ten Mal. Björn Ciao. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast --- ### [Macht Coaching die Welt besser?](https://bobach-coaching.de/podcast-macht-coaching-die-welt-besser/) **Published:** September 3, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Epi­so­de von Coach&Coach beschäf­ti­gen sich Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke mit einer gro­ßen Fra­ge: kann Coa­ching die Welt bes­ser machen? Was kön­nen die posi­ti­ven Ein­flüs­se von Coa­ching auf täg­li­ches mensch­li­ches Mit­ein­an­der sein und wie kön­nen wir alle davon pro­fi­tie­ren? Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: **BB: Ja. Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Aus­ga­be von Coach und Coach. Ich bin Björn Bob­ach und ich sit­ze hier mit Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo, Jan. **JGF:** Hal­lo, Björn. **BB:** Hal­lo. Heu­te haben wir uns eine Fra­ge vor­ge­nom­men, die eigent­lich ein biss­chen über­heb­lich klingt. Fin­de ich. Auf das ers­te Hören. Macht Coa­ching die Welt bes­ser? Also, sind wir Welt­ver­bes­se­rer, Jan? Das ist die Fra­ge, mit der wir uns heu­te beschäf­ti­gen wol­len. Also, kann Coa­ching hel­fen die Welt bes­ser zu machen? Was hast du da für Gedan­ken? **JGF:** Ja. Kann man natür­lich zer­pflü­cken. Sind wir Welt­ver­bes­se­rer? Weiß ich nicht. Es ist jeder Welt­ver­bes­se­rer. Wir gucken da viel­leicht gleich mal tie­fer rein, bevor ich mich hier zu einer Aus­sa­ge hin­rei­ßen las­se. Grund­sätz­lich könn­te man sich ja erst­mal sich qua­si die­ser Fra­ge annä­hern, indem man erst mal schaut, also was bei der Fra­ge, „Macht Coa­ching die Welt bes­ser?“, was ver­ste­hen wir unter Coa­ching und was ist denn über­haupt eine bes­se­re Welt? (BB: Rich­tig.) So könn­ten wir ja zum Bei­spiel star­ten. So, und wenn man jetzt damit anfängt, dann wäre, glau­be ich, Coa­ching ist ja kein geschütz­ter Begriff, es kann alles Mög­li­che sein. Aber ich sag mal ich habe ein bestimm­tes Ver­ständ­nis von Coa­ching. Auf Grund unse­rer gemein­sa­men Aus­bil­dung haben wir glau­be ich ein ähn­li­ches Ver­ständ­nis von Coa­ching. Und, ja das ist aus mei­ner Sicht in ers­ter Linie mal ganz for­mal sozu­sa­gen Bera­tung ohne Rat­schlag. So wür­de ich das for­mu­lie­ren. Jeman­den dabei zu beglei­ten sei­ne eige­ne Lösung für Fra­gen und für The­men zu fin­den. **BB: Ja, da wird es ja für vie­le sehr abs­trakt. Also, wie kann man denn bera­ten ohne einen Rat­schlag zu geben. Also, das-. Ich kann mich erin­nern, dass ich jeman­dem erzählt habe, dass ich Coach wer­de und die Aus­bil­dung mache. Und dann kam nach so einer Bedenk­zeit die Gegen­fra­ge, heißt das dann, du weißt alles bes­ser? **JGF:** Ja, genau, das ist doch genau das, was man erst ein­mal erwar­tet. Also, dass jetzt jemand-. Ich coa­che jemand. Da hat man irgend­wie den Ein­druck, wenn ich gecoacht wer­de, dann erzählt mir jetzt jemand wie die Welt funk­tio­niert. Und das ist es ja eben nicht. **BB:** Genau. Also, wie ver­ste­hen wir dann Coa­ching in dem Zusam­men­hang eigent­lich? **JGF:** Also, ich ver­ste­he Coa­ching als eine Metho­de mit einem Gegen­über. Und die­ses Gegen­über bin in der Regel nicht ich selbst son­dern eine ande­re Per­son zum Bei­spiel du. Ein The­ma zu bear­bei­ten. Sei das jetzt-. Ich mache es mal aus mei­ner Per­spek­ti­ve als Coa­ching und du als Coa­chee. Weil ansons­ten wird es zu kom­pli­ziert das zu erklä­ren. Du hast eine Fra­ge. Ein The­ma und dann wäre jetzt qua­si mei­ne Auf­ga­be als Coach eigent­lich dir neue Per­spek­ti­ven dar­auf zu ermög­li­chen auf dein The­ma. Man hat ja in der Regel so ein The­ma oder ein Pro­blem oder wie man das auch immer beti­teln möch­te schon ganz, ganz viel durch­ge­kaut. Auch schon mit Freun­den bei einem Glas Wein bespro­chen und so wei­ter. Eigent­lich kennt man-. Pro­ble­ma­ti­siert hat man schon alles Mög­li­che. Aber wie kommt man jetzt zu einer Lösung und da sehe ich die Auf­ga­be des Coa­ches. Und die Auf­ga­be des Coa­chings dar­in klu­ge Fra­gen zu stel­len, über die­se Fra­gen neue Impul­se zu geben. Per­spek­tiv­wech­sel zu ermög­li­chen und viel­leicht dem Coa­chee ganz neue Sicht­wei­sen zu ermög­li­chen und auch auf Res­sour­cen zugrei­fen zu kön­nen. Die sonst halt ein­fach nicht da sind, wenn man, ich sag es mal, in sei­ner eige­nen Soße kocht. Son­dern ein­fach mal da einen neu­en Impuls hat. So wür­de ich das erst­mal so als Ein­stieg for­mu­lie­ren. **BB:** Ja. Fin­de ich gut. Fin­de ich ganz grund­sätz­lich natür­lich gut. Weil wir ja eine sehr ähn­li­che Sicht der Din­ge haben, was das angeht, weil wir halt auch die Aus­bil­dung zusam­men gemacht haben. Ich fin­de halt ganz ent­schei­dend in dem Fall die­sen Punkt, das hast du jetzt auch schon wie­der­holt immer mal wie­der zu mir gesagt, dass man dem Kli­en­ten also dem Coa­chee auch ganz klar machen muss, dass er ja gar nichts Neu­es ler­nen muss. Dass er das alles schon hat. Das fin­de ich einen ganz wich­ti­gen Ansatz. Und da ist es ja tat­säch­lich so, wenn man jetzt auf die Fra­ge zurück­kommt. Die wir uns hier gestellt haben. Näm­lich: Macht Coa­ching die Welt bes­ser. Wür­de das ja bedeu­ten, dass alles was die Welt bes­ser machen könn­te schon vor­han­den ist. **JGF: Genau**. Ja. Also, man bringt ja jetzt auch nichts Neu­es in die Welt. Also, jetzt mal-. Ich bin natür­lich jetzt auch wie­der so ein ver­kapp­ter Natur­wis­sen­schaft­ler. Das heißt,es ist ja so wie so schon alles da. Es ent­wi­ckelt sich ja nichts Neu­es, son­dern es setzt sich alles neu zusammen.Wo wir fast schon wie­der beim The­ma Kon­struk­ti­vis­mus sind. Das ist wie­der ein eige­nes The­ma. Aber im Grun­de genom­men setzt sich ein­fach, set­zen sich Din­ge neu zusam­men. Erkennt­nis­se neu zusam­men, Gedan­ken neu zusam­men und dadurch erge­ben sich eben even­tu­ell auch neue Per­spek­ti­ven und Lösungs­mög­lich­kei­ten für Fra­gen. **JGF: Genau. Was wäre denn für dich eine bes­se­re Welt?Über die könn­te man stun­den­lang spre­chen. Da hät­te ich auch aus­ge­präg­te Mei­nun­gen zu. Habe ich auch. (I. Ja, dann mal los.) Was ist für mich eine bes­se­re Welt? Ich schie­ße los und sage: Für mich ist eine viel­leicht sogar per­fek­te Welt. Eine Welt, in der jeder Mensch ver­sucht so zu han­deln, dass es zum Woh­le aller ist. Und damit mei­ne ich nicht-. Damit mei­ne ich jetzt nicht Selbst­auf­ga­be in dem Sin­ne, son­dern, dass es im Prin­zip ein koope­ra­ti­ver Ansatz ist. Ja. So wie ich han­de­le, soll das natür­lich gut für mich sein. Aber es soll auch genau­so gut für mei­nen Gegen­über sein. Das soll eigent­lich für alle Sei­ten eine Win-Win-Situa­ti­on sein. Das wür­de ich mal so sehen und das qua­si mal nicht nur auf mensch­li­cher Ebe­ne. Son­dern ich sehe­das auch auf Ebe­ne zu-. Oder in Bezie­hung zu allem was um uns her­um ist. Also, auch zu Tie­ren, auch zu unse­rer Umwelt, zu allen Res­sour­cen im Grun­de genom­men. Also,zum Pla­ne­ten, zum Uni­ver­sum. Damit mei­ne ich jetzt nicht spi­ri­tu­ell in ers­ter Linie. Son­dern ich mei­ne damit tat­säch­lich phy­si­scher-. Dazu gehört für mich auch, dass wir ver­nünf­tig mit Res­sour­cen umge­hen. Dass wir ver­nünf­tig mit unse­rer Umwelt umge­hen und dass wir kei­nen im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes Raub­bau an uns selbst oder unse­rer Umwelt betrei­ben. Und das wäre für mich eine noch bes­se­re Welt. **BB: Und dar­an anknüp­fend, es gibt ja auch die­se Theo­rien in der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­for­schung, dass ja im Prin­zip alles, was ein Mensch tut. Also, egal wer es ist und was er tut. Eigent­lich immer einen posi­ti­ven Hin­ter­ge­dan­ken hat. Also, es ist nicht so, dass-. Es sei denn jetzt jemand ist jetzt wirk­lich patho­lo­gisch in irgend­ei­ner Form beein­träch­tigt, oder wirk­lich kri­mi­nell unter­wegs. Aber selbst da könn­te man jetzt über die Absich­ten dis­ku­tie­ren, war­um stiehl jemand zum Bei­spiel. Der stiehlt ja, weil er sel­ber etwas braucht, was er nicht hat und nicht anders krie­gen kann.Aber das wür­de jetzt ein tota­ler Exkurs wer­den. **JGF: Das macht aber den Punkt deut­lich. Wenn ich da ein­mal kurz ein­ha­ken darf. Weil das ist näm­lich auch da die Fra­ge sozu­sa­gen. Da sind wir schon wie­der beim sys­te­mi­schen Ansatz. Für wel­ches Sys­tem. Qua­si für sein eige­nes Sys­tem. Ob das jetzt die eige­ne Per­son ist oder die Fami­lie oder so was. Kann das unter Umstän­den die posi­ti­ve Absicht sein. Aber es ist dann gleich nicht für jeden posi­tiv. .**BB: Genau. Also, wenn jeder-. **JGF:** Jetzt habe ich dich da unter­bro­chen. Ent­schul­di­gung. **BB:** Alles gut. Also, wenn jede Hand­lung und jede Art von Kom­mu­ni­ka­ti­on eigent­lich einen posi­ti­ven Hin­ter­ge­dan­ken hat. Ist es ja so, dass die Pro­ble­me, die jetzt in der Welt bestehen. Also, mit der Welt mei­ne ich jetzt das per­sön­li­che Umfeld, die Poli­tik, Coro­na­kri­se, was auch immer wir jetzt gera­de alles erlebt haben. Dass die ja eigent­lich nicht dadurch ent­ste­hen, dass die­se posi­ti­ven Impul­se auf­ein­an­der tref­fen und nicht zuein­an­der pas­sen. Das heißt da sind also ver­schie­de­ne Impul­se, die eigent­lich ursprüng­lich mal einen posi­ti­ven Ursprung hat­ten und die tref­fen auf ein­an­der und dann kommt es zu Kon­flik­ten. Weil die­se Impul­se irgend­wie nicht zusam­men pas­sen. Das kann man jetzt zum Bei­spiel im poli­ti­schen Sinn sehen, dass-. Wenn Län­der in Kon­flik­te geraten‑, sol­che Geschich­ten. Und ich den­ke tat­säch­lich, dass Coa­ching hier hel­fen kann. Weil man durch Coa­ching ja auch meis­tens eine ganz ande­re Sicht auf sein Gegen­über bekommt. Und dann im Prin­zip auch mehr Empa­thie ent­wi­ckelt. Also, auch der Coa­chee ent­wi­ckelt eigent­lich im Lau­fe eines Coa­ching ja mehr Empa­thie. Weil er ja auch durch den Coach da hin­ge­führt wird die Sicht mal ein biss­chen umzu­dre­hen. So ein Per­spek­tiv­wech­sel zu machen und zu ver­ste­hen, was geht da eigent­lich gegen­über ab. Was denkt eigent­lich mein Gegen­über. Und war­um han­delt er so wie er han­delt. War­um tickt der so wie er tickt. Und ich glau­be tatsächlich,wenn man da ein biss­chen mehr all­ge­mei­ne Sen­si­bi­li­sie­rung hin­krie­gen wür­de, wür­den sich ganz vie­le Kon­flik­te eigent­lich ver­mei­den las­sen. **JGF: Ja. Also, zum Teil‑, du hast es als Impuls bezeich­net oder auch als Zie­le, als Ziel­kon­flik­te sozu­sa­gen und da bie­tet Coa­ching sicher­lich die Mög­lich­keit, erst­mal Ziel­kon­flik­te zu iden­ti­fi­zie­ren und zu ver­ste­hen, war­um Din­ge viel­leicht nicht kom­pa­ti­bel sind, nicht mit­ein­an­der funk­tio­nie­ren im ers­ten Schritt und dann im Prin­zip auch ja die Ent­schei­dung tref­fen zu kön­nen, dar­an zu arbei­ten und zu schau­en, ob man die­sen Kon­flikt auch auf­lö­sen kann. Auf eine kon­struk­ti­ve Art und Wei­se. Wobei man auch sagen muss, das liegt ja qua­si völ­lig außer­halb des Wirk­be­reichs des Coa­ches. Also, ob das jetzt qua­si– . Ich kann ja auch einen Ziel­kon­flikt ver­ste­hen und für mich als Cli­ent, als Coa­chee ent­schei­den, ich blei­be aber trotz­dem­bei mei­nem. Und set­ze das durch. Das ist ja auch eine Mög­lich­keit. Aber zumin­dest geht es erst mal dar­um ja das zu ver­ste­hen und die Mög­lich­keit zu haben, das dif­fe­ren­ziert zu betrach­ten sicher­lich. Aber da kom­men wir eigent­lich zu m nächs­ten Punkt. Näm­lich der Fra­ge. Wenn wir jetzt sagen, es geht dar­um Coa­ching kann da hel­fen. Kann Coa­ching denn jedem hel­fen? Was sind eigent­lich die Vor­aus­set­zun­gen dafür, dass man gecoacht wird. Also, stel­le ich fest, da sind zwei nicht kom­pa­ti­bel und dann wer­de ich die jetzt mal Coa­chen. So funk­tio­niert es ja auch nicht. (BB: Lei­der nicht.) Son­dern das pas­siert ja eigent­lich nur qua­si wenn ich einen Auf­trag habe. Also, wenn jemand auch gecoacht wer­den möch­te. **BB: Ja. Genau, und da ist die Fra­ge dann ja eigent­lich schon so halb beant­wor­tet. Macht Coa­ching die Welt bes­ser. Weil man braucht ja eine Bereit­schaft. Wenn ich jeman­den vor mir sit­zen habe, der gar kei­ne -, kein Bewusst­sein dafür hat, dass er viel­leicht mit einem Coa­ching etwas ver­bes­sern könn­te. Also, wenn er sel­ber sich coa­chen las­sen wür­de. Dann kann das ja nichts brin­gen. Also, da gibt es ja die­se schö­ne Unter­schei­dung zwi­schen Lei­dens­druck und ich nen­ne es jetzt mal ganz vor­sich­tig, aber ist ein gefähr­li­cher Begriff, Krank­heits­be­wusst­sein. Also, Lei­dens­druck ist es geht mir schlecht, ich habe ein Pro­blem, ich habe Kon­flik­te und es ist alles ganz, ganz fürch­ter­lich und so. Aber es liegt nicht an mir. Und wenn ich dann sage, es liegt nicht an mir und ich gar nicht bereit bin da an mir zu arbei­ten und an die Situa­ti­on auch noch mal anders ran zu gehen. Dann kann Coa­ching ja nicht hel­fen und dann ist halt die Fra­ge wie man dann sagen kann Coa­ching wür­de die Welt bes­ser machen. Weil dazu müss­ten ja auf ein­mal alle bereit sein. **JGF:** Das stimmt. Das stimmt. Wobei ich zumin­dest mal ins Feld füh­ren wür­de, dass ich sag mal grund­sätz­lich, wür­de ich sagen besteht viel­leicht oft­mals eine Nei­gung auch dazu zu sagen-. Im ers­ten Impuls viel­leicht-. Eine Situa­ti­on läuft nicht so wie ich mir das vor­stel­le und natür­lich bin ich nicht dar­an schuld. Natür­lich liegt das The­ma eigent­lich ganz woan­ders. So, jetzt ist aber auch die Fra­ge, was hat man für ein For­mat. Also, auch-. Ich sage mal jetzt so ein typi­sches Bei­spiel aus dem Busi­ness Coa­ching. Man hat viel­leicht auch eine schwie­ri­ge Situa­ti­on irgend­wo inner­halb eines Teams. Der Vor­ge­setz­te schickt einen Mit­ar­bei­ter ins Coa­ching. So. Dann. Der soll gecoacht wer­den. Jetzt sitzt du da als Busi­ness Coach und hast da jeman­den gegen­über, der ist unfrei­wil­lig da. Den kannst du nicht coa­chen, wenn er nicht sagt, okay er möch­te das auch. Und da-. Du brauchst also den Auf­trag. Du brauchst sein Com­mit­ment dazu, dass man über­haupt die­sen Pro­zess gemein­sam geht. Und da ist es ja zumin­dest so und das fin­de ich ist zumin­dest eine Chan­ce, die man auch eben hat über die­se Gesprächs­füh­rung, dass wenn man zumin­dest­mal die Gele­gen­heit hat mit­ein­an­der zu spre­chen und auch mal viel­leicht auch als Coach sei­ne Sicht auf die Din­ge äußert. Man ein paar Fra­gen stellt, das viel­leicht auch in einer Situa­ti­on, wo jemand gar nicht sagt, von sich aus im ers­ten Moment, er sieht bei sich selbst ein The­ma oder so was. Auch da viel­leicht einen Impuls zu set­zen. Fra­gen in Bewe­gung zu brin­gen im Inne­ren. Die viel­leicht dann doch zu der Erkennt­nis füh­ren kön­nen okay viel­leicht ist es gar nicht so, dass ich immer zu 100% im Recht bin. Son­dern viel­leicht gibt es da auch The­men mit denen ich mich beschäf­ti­gen kann. Wo ich mich viel­leicht auch mal selbst mit hin­ter­fra­gen kann. Und das ist dann natür­lich schon eine Sache wo zumin­dest ein Poten­zi­al da ist, das eigent­lich in einer in Anfüh­rungs­stri­chen fest­ge­fah­re­nen Situa­ti­on, wo auch jemand sagt, ne das ist auf jeden Fall so doch etwas dar­aus erwächst wo man doch eine Situa­ti­on berei­chern­kann. Und-. **BB:** In dem Bei­spiel. Ent­schul­di­gung. Habe ich dich unter­bro­chen. Aber das schießt mir gera­de so durch den Kopf in dem Bei­spiel das du gera­de geschil­dert hast, also der im Busi­ness Coa­ching, wo jemand zu dir geschickt wird und wo dann jeman­den vor sich sit­zen hat, der sagt er ver­steht das gar nicht, er hat kein Pro­blem und er hat auch über­haupt kei­ne The­men und es liegt auch gar nicht an ihm und so. Da gibt es ja eigent­lich eine Zau­ber­fra­ge, die man stel­len kann. Weil wir kön­nen ja nie­man­den zwin­gen gecoacht zu wer­den. Aber die Zau­ber­fra­ge lau­tet dann ja im Moment, und jetzt kön­nen wir über­le­gen, ob man das auf die Welt über­tra­gen kann, die Zau­ber­fra­ge lau­tet ja: okay was pas­siert denn dann jetzt, wenn wir das nicht statt­fin­den las­sen das Coa­ching? Und das ist eigent­lich eine span­nen­de Fra­ge für jeden Kon­flikt, den man so beob­ach­tet. Wenn kei­ner bereit ist sich zu bewe­gen, was pas­siert dann? Dann pas­siert ja eigent­lich in der Regel nur noch eine wei­te­re Eska­la­ti­on. Und das kann ja für kei­ne Par­tei und kei­nem Kon­flikt der Wunsch sein. Also, das kann ja nicht sein, dass man sagt, ja dann eska­liert es halt wei­ter und am Ende lie­gen bei­de am Boden. Hat kei­ner etwas von gewon­nen. Also, das ist dann so eine Zau­ber­fra­ge. Und ich glau­be die lässt sich tat­säch­lich auch immer mal wie­der beob­ach­ten. Wenn man so Kon­flik­te sich anschaut, die so in der Welt statt­fin­den. Oder auch wir müs­sen ja nicht ganz so glo­bal wer­den jetzt. Im Kol­le­gen­kreis oder auch im fami­liä­ren Umfeld. Nach­bar­schaf­ten. Alles Mög­li­che. Im Prin­zip ist es eigent­lich immer so, dass es immer dann zu einer Auf­lö­sung kommt, wenn einer von bei­den den ers­ten Schritt geht und die Hand aus­treckt und sagt, Komm jetzt gehen wir auf­ein­an­der zu und viel­leicht auch ein biss­chen bereit ist, sich ein biss­chen in den ande­ren rein­zu­ver­set­zen und dann kann es ja wirk­lich vor­wärts gehen und-.Aber auf die Fra­ge zurück kann Coa­ching die Welt bes­ser machen. Macht Coa­ching die Welt bes­ser? Was hast du da für eine Ant­wort? **JGF:** Ja. Also, ich sage mal, wenn man jetzt wirk­lich alles so mit ein­be­zieht wor­über wir gespro­chen haben, bin ich der Mei­nung, dass Coa­ching allei­ne die Welt nicht bes­ser­macht. Denn Coa­ching ist erst­mal eine Metho­de. Eine Metho­de allei­ne tut nichts. Son­dern sie ist erst ein­mal eine Metho­de unter Umstän­den ein Werk­zeug um halt an Din­gen zu arbei­ten. Und mein Ver­ständ­nis dar­aus wäre, dass das Coa­ching selbst die Welt nicht bes­ser macht. Aber Coa­ching ein Ange­bot macht an Men­schen sich selbst zu reflek­tie­ren. Situa­tio­nen zu reflek­tie­ren und aus der Erkennt­nis, die sich eben aus die­sem Pro­zess ergibt, dann so in die Welt zu wir­ken, dass sich die Welt ver­bes­sert. **BB: Ich wür­de es noch ein biss­chen anders auch sehen. Es gibt ja die Theo­rie, da sind wir glau­be ich, bei­de gro­ße Anhän­ger, des radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus. Dass es also kei­ne tat­säch­li­che, objek­ti­ve Rea­li­tät gibt, son­dern, dass alles durch die per­sön­li­chen Fil­ter läuft und dann wahr­ge­nom­men wird. Und ich glau­be, wenn man es auf den Boden stellt. Also, wenn man das jetzt als Grund­la­ge nimmt, dann Coa­ching die Welt für jeden ein­zel­nen tat­säch­lich bes­ser machen. Weil ich durch das Coa­ching ja auch-. Die­ser Fil­ter, den wir alle vor unse­rer sub­jek­ti­ven Rea­li­tät haben, sich ver­än­dert und man dann dahin kommt tat­säch­lich auch anders mit Situa­tio­nen umzu­ge­hen, die die Welt sonst schlech­ter machen wür­de. Weißt du was ich mei­ne? **JGF:** Ja, ich weiß was du meinst. Nur qua­si mit der glei­chen Argu­men­ta­ti­on wür­de ich dann sagen. Das könn­te man so sagen, aber dann wäre es mit­tel­bar. In Anfüh­rungs­stri­chen. Denn unmit­tel­bar ver­än­dert Coa­ching ja nicht die Welt an sich. Son­dern letz­ten Endes die Wahr­neh­mung jedes ein­zel­nen der Welt. Das heißt also, viel­leicht wür­de es dann qua­si noch-. Es gibt ja nur rich­tig oder falsch, es gibt ja nicht noch rich­ti­ger. Aber viel­leicht wird es prä­zi­ser, wenn man sagen wür­de Coa­ching kann die Wahr­neh­mung der Welt für jeden ein­zel­nen ver­bes­sern. Oder bes­ser machen. **BB:** Ja und da viel­leicht auch dann auf dem Weg Kon­flik­te ver­mei­den. (JGF: Oder auf­lö­sen.) Oder auf­lö­sen. Ja, Kon­flikt­ver­mei­dung ist falsch. Das kor­ri­gie­re ich mal, weil Kon­flikt­ver­mei­dung geht ja eigent­lich immer genau in die fal­sche Rich­tung. **JGF:** Kann auch eine Tak­tik sein. **BB:** Ja. Aber Ver­mei­dung ist der Anfang allen Übels, glau­be ich. **JGF: Ja. Da blei­ben wir bei Lösung, oder? (BB: Genau.) Lösung ist schön. **BB: Aber was ich ja mein­te ist Kon­flik­te gar nicht ent­ste­hen las­sen. Das war eigent­lich das, wor­auf ich hin­aus woll­te. Weil sich die Wahr­neh­mung in der Rea­li­tät viel­leicht auch so ändert, dass die Kon­flik­te gar nicht erst auf­tau­chen. **JGF: Eini­ge. Eini­ge bestimmt**.** **BB: Genau. Genau. Also, wenn jeder-. **JGF:** Und ande­re, die viel­leicht auch-. So ein Kon­flikt kann ja auch etwas Posi­ti­ves haben. Nicht jeder führt ja sozu­sa­gen gleich zum abso­lu­ten Cha­os oder zu einer ganz, ganz schlim­men Situa­ti­on. So ein Kon­flikt-. Mir kommt da gera­de so ein Bild von einem Gewit­ter in den Kopf. Gewit­ter hat ja auch irgend­wie etwas Rei­ni­gen­des. Also, da kom­men unter­schied­li­che Kräf­te auf­ein­an­der und alles löst sich auf ein­mal und danach wird es wie­der schön. Und so was kann ja auch ein Kon­flikt sein. Nur dann im Prin­zip auch, ja viel­leicht da auch zu ermög­li­chen, dass es sich über­haupt wie­der auf­lö­sen kann und schön wer­den kann. Also, dass man im Grun­de genom­men ver­steht, war­um sind da unter­schied­li­che Kräf­te oder Zie­le, was machen die mit­ein­an­der und wie ja kann man das ein­fach dahin­ge­hend auf­lö­sen, dass man danach wie­der eine har­mo­ni­sche Situa­ti­on hat. **BB:** Genau. Es ist ja viel­leicht jetzt auch ein biss­chen irre­füh­rend, wenn ich hier immer von Kon­flikt­ver­mei­dung und so spre­che. Also, Kon­flik­te sind ja auch etwas Posi­ti­ves. Es ist ja jetzt auch nicht so, dass Kon­flik­te immer nur schlecht sind. Also, das ist genau was du sagst, mit dem klä­ren­den Gewit­ter, da bin ich ein tota­ler Freund von. Aber ich glau­be, das hat auch wie­der etwas mit der Wahr­neh­mung zu tun, ob man einen Kon­flikt halt als klä­rend emp­fin­den kann und als klä­rend betrach­ten kann.Oder, ob in einem Kon­flikt immer gleich eine Kata­stro­phe inne wohnt. Ja also, das ist-. Hat auch wie­der etwas damit zu tun, mit wel­chen Augen man auf die Welt blickt und auf die Bezie­hun­gen, die man zu ande­ren Men­schen hat. **JGF: Rich­tig, rich­tig. Ob man Din­ge sozu­sa­gen nur in der Sache sieht, ob man sie per­sön­lich sieht. Hat auch was mit dem The­ma Selbst­wahr­neh­mung zu tun Let­zen Endes. Und inso­fern ist das auf jeden Fall ein sehr ja auch wie­der kom­ple­xes Feld Letz­ten Endes. **BB:** Kön­nen wir dann als Fazit für das Gespräch und die Fol­ge heu­te zie­hen, dass wir Gott sei Dank kei­ne Welt­ver­bes­se­rer sind? **JGF:** Ja, sehr gern, das wür­de mich freu­en, wenn wir uns dar­auf eini­gen könn­ten. **BB:** Welt­ver­bes­se­rer sein, ich weiß gar nicht, ob ich das sein wol­len wür­de. **JGF: Nein, ich habe auch den Ein­druck der Begriff ist viel­leicht auf­ge­la­den. Aber viel­leicht könn­ten wir uns ander­wei­tig dar­auf eini­gen, dass wir aber trotz­dem uns bemü­hen posi­tiv in die Welt zu wir­ken und posi­tiv unse­rer Umwelt gegen­über auf­zu­tre­ten und zu han­deln. Das kann man doch sagen, oder? Ohne, dass man sich da mit so einem Eti­kett bekle­ben muss. **BB: Ja. Genau. Ohne den Anspruch von per­fekt zu sein. Das ist ja auch immer-. Das haf­tet ja dem Coach Begrif­f­auch immer so an. Das hat­ten wir ja auch schon. **JGF: Bin ich ganz weit von weg**.** .**BB: Ja. Ich auch**.** Ach, je. Im Gegen­teil ich erzäh­le immer frisch und fröh­lich über mei­ne Feh­ler damit alle ande­ren um mich rum ver­ste­hen, dass sie auch wel­che machen dür­fen. Aber das ist-. Da kön­nen wir jetzt wie­der in eine neue Fol­ge über Füh­rungs­qua­li­tä­ten machen (JGF: Und über Feh­ler.) Über Feh­ler, ja das haben wir ja eh geplant, glau­be ich. **JGF:** Genau. Ja, aber auf die Defi­ni­ti­on kön­nen wir uns sehr ger­ne eini­gen, ja. **BB: Sehr schön dann neh­men wir das doch auch, als Anlass zu sagen, das war im Prin­zip unser Fazit für die heu­ti­ge Sen­dung, für die heu­ti­ge Fol­ge. Dass wir im Prin­zip kei­ne Welt­ver­bes­se­rer sind. Dass Coa­ching aber zusa­gen die Wahr­neh­mun­gen der Welt bes­ser machen kann und ja das fin­de ich ist auch auf jeden Fall ein schö­nes Bild und ein schönes‑, ein schö­ner Aus­blick den man da im Prin­zip mit neh­men kann an der Stel­le. (JGF: Ja fin­de ich auch.) Ich freue mich auf jeden Fall schon auf die nächs­te Fol­ge. Und freue mich, wenn wir uns alle wie­der hören und wür­de sagen**: „Bis zum nächs­ten Mal.**“** **JGF: Tschüss**.** **BB: Tschüss. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast --- ### [Lebenskrisen verstehen und meistern](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-lebenskrisen/) **Published:** September 4, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Epi­so­de von Coach&Coach beschäf­ti­gen sich Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke mit Lebens­kri­sen. Wir defi­nie­ren den begriff, geben einen klei­nen Ein­blick in per­sön­li­che Kri­sen und was uns gehol­fen hat sie zu über­win­den. Coa­ching kann bei Lebens­kri­sen sehr hilf­reich sein und auch prä­ven­tiv ein­ge­setzt wer­den. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Wir freu­en uns, euch heu­te zu begrü­ßen und haben heu­te ein beson­de­res The­ma vor­be­rei­tet und zwar das The­ma Lebens­kri­sen. Tja Björn, da haben wir uns ein ganz schön har­tes The­ma für heu­te aus­ge­sucht. Björn Fin­dest du? Jan Ja, weiss ich nicht ‚das kann ein­fach das The­ma sein, hängt ein biss­chen indi­vi­du­ell davon ab. Was ver­stehst du denn unter einer Kri­se? Björn Also ganz grund­sätz­lich fin­de ich das The­ma gar nicht so hart, weil ich glau­be, dass Kri­sen zum Leben ja dazu­ge­hö­ren. Ein­fach. Aber wenn du mich jetzt fragst, was ich dar­un­ter ver­ste­he und ich glau­be, Lebens­kri­sen sind Situa­tio­nen, in denen man fest­hängt, wo man, um jetzt ein biss­chen bild­lich zu spre­chen, viel­leicht den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sieht, wo der Hori­zont abhan­den kommt, wo man sich und das, was man tut, viel­leicht sehr grund­sätz­lich in Fra­ge stellt. Björn Das sind so Gedan­ken, die ich zu Lebens­kri­sen habe, aber ich glau­be, man ist davor nicht gefeit. Da kann jeder durch auch durch äuße­re Ein­flüs­se jeder­zeit rein­rut­schen. Jan Ja, glau­be ich auch ganz bestimmt. Ich glau­be, wes­halb ich auch gesagt habe har­tes The­ma. Kri­sen ist so ein biss­chen, das aus mei­ner Sicht das The­ma Kri­se ja auch immer ganz viel damit zu tun hat, dass man es auch selbst als Kri­se emp­fin­det. Es gibt ja zwei, bis kei­ne zwei Per­so­nen geben, die in der glei­chen Situa­ti­on sind und die eine Per­son emp­fin­det das als Kri­se und die ande­re emp­fin­det das viel­leicht ganz, ganz anders. Und inso­fern, so mein Ein­druck, dass jeder, der von sich sagt, dass er sich in einer Kri­se befin­det, dass auch durch also doch durch­aus als hart emp­fin­det. Jan Ein Stück weit, ja. Aber grund­sätz­lich glau­be ich auch, dass so Bil­der wie du die jetzt beschrie­ben hast, den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sehen, was der Hori­zont abhan­den kommt. Das das ist ganz gut beschreibt oder grund­sätz­lich. Eigent­lich, fin­de ich, haben Kri­sen auch oft­mals etwas mit Ver­än­de­rung zu tun. Das heißt so der gewünsch­te Zustand, den man kennt, der kommt aus dem Gleich­ge­wicht, wird irgend­wie gestört oder ver­än­dert, viel­leicht auch ein­fach nur. Und die­se Ver­än­de­rung ent­spricht nicht dem, was man sich viel­leicht wünscht oder wie man es ger­ne hät­te. Jan Das heißt also, irgend­wo ist es eine nega­ti­ve Ver­än­de­rung und das kann als Kri­se emp­fun­den wer­den. Das ist so wer, so mei­ne per­sön­li­che Defi­ni­ti­on von einer Kri­se. Björn Hast du das schon mal erlebt? Jan Ich selbst habe das schon mal erlebt. Also ich habe das schon mal ich glau­be, ich wüss­te nicht, wer jetzt qua­si schon ein paar Jah­re durchs Leben gegan­gen ist, der sowas noch nie erlebt hat. Also die Fra­ge ist halt immer, wie gra­vie­rend ist eine Kri­se? Aber ich per­sön­lich wür­de sagen sicher, dass eine der für mich wahr­schein­lich. Größ­ten Kri­sen war tat­säch­lich mei­ne gesund­heit­li­che Geschich­te, wo ich eine Dia­gno­se bekom­men habe, die die aus­sag­te, es kann inner­halb von ein paar Tagen vor­bei sein. Jan Wir pro­bie­ren es jetzt mal. Aber wir kön­nen es nicht ver­spre­chen. Und da das doch eine rela­tiv fun­da­men­ta­le Erfah­rung. Wenn man dann so im Kran­ken­haus liegt und gar nicht weiß, was da so auf einen zukommt, dass man zumin­dest mal anfängt, Din­ge zu hin­ter­fra­gen, was man qua­si als Kri­se dann emp­fin­den kann, das habe ich auch so als Kri­se emp­fun­den. Und ins­be­son­de­re hat­te das qua­si auch so eine neu­ro­lo­gi­sche Geschich­te. Da hat­te das im Prin­zip auch. Natür­lich auch eine Fol­ge. Jan Das heißt, man muss sich danach erst mal wie­der berap­peln. Und das heißt, irgend­wo aus die­sem Tal wie­der her­aus­zu­kom­men, in das man dann viel­leicht so abge­stie­gen ist, dass das ist ja auch er hat ja auch was mit Kri­sen­be­wäl­ti­gung zu tun und das ist auf jeden Fall was. Wo ich sagen wür­de, da habe ich in mei­nem Leben mal eine tat­säch­li­che Kri­se erlebt. Wie ist das bei dir? Hast du schon Kri­sen durch­ge­stan­den? Björn Ja. Oh ja, mehr als eine. Du sagst ja. Wir haben ja eben schon fest­ge­stellt, dass eigent­lich ist sehr wahr­schein­lich kei­ne Lebens­we­ge ohne Kri­sen gibt. Also eine wirk­lich, wirk­lich tie­fe Kri­se. Hat­te ich vor ein paar Jah­ren tat­säch­lich mal, da kam alles zusam­men. Also das war wirk­lich toxi­sche Bezie­hung, war beruf­lich wirk­lich schwie­rig. Mein gan­zes Umfeld reagier­te dann auch sehr irri­tiert auf mich, weil ich in die­ser Kri­se halt in einem ganz selt­sa­men Modus schal­ten muss­te, den ich auch damals erst mal gar nicht so ver­stand. Björn Das war so das Tiefs­te. Da hat mir Coa­ching sehr gehol­fen. Aber da wer­den wir ja sehr wahr­schein­lich spä­ter auch noch drü­ber spre­chen. Aber natür­lich auch im Stu­di­um. Ich habe ja mal Musik stu­diert. Das ist also das zwi­schem eines Musi­kers ist von Kri­sen gezeich­net. Und war­um? Ja, weil es gibt immer wie­der Punk­te, wo man sich fragt Wer­de ich das jemals kön­nen? Ich kann nicht. Ich kann mich erin­nern. Ich habe ja gesun­gen, dass es Ari­en gab, Stü­cke gab, wo ich gedacht hab Das wer­de ich nie schaf­fen. Björn Ich habe mich da so wund dran geübt. Und da gab es dann tat­säch­lich auch ein ganz adäqua­tes Mit­tel. Und das begeg­net tat­säch­lich jetzt auch ganz anders im Coa­ching mir immer wie­der. Das Mit­tel der Wahl war damals, das habe ich dann auch ler­nen müs­sen, ein­fach mal blei­ben las­sen. Also die­ses Stück, was ein­fach nicht ging, die­se Arie, die ein­fach nicht gelin­gen woll­te, ein­fach mal zwei Mona­te zur Sei­te zu legen. Und wenn man sie dann wie­der aus­pack­te war ging es auf ein­mal. Björn Alles, was vor­her ein Pro­blem war, ging, weil man ein­fach nicht mehr so im Kopf fest hing. Und das hat mir dann jetzt auch im Coa­ching Kon­text eigent­lich viel bei­gebracht. Aber ja, natür­lich hat­te ich Kri­sen ver­schie­dens­ter Art, die tiefs­te. Sehr wahr­schein­lich die, die ich anfangs erwähnt habe vor ein paar Jah­ren. Aber klei­ne Kri­sen, gro­ße Kri­sen und es ist ja auch tat­säch­lich, wie du gesagt hast, immer eine Fra­ge, was man als Kri­se emp­fin­det. Björn Aber grund­sätz­lich glau­be ich. Und da kön­nen wir den Bogen zurück, was du gesagt hast, was der eine als Kri­se emp­fin­det, emp­fin­det der ande­re viel­leicht gar nicht als Kri­se. Wenn jemand so emp­fin­det, dass er in einer Kri­se ist, gehört das auf jeden Fall ernst genom­men. Ich glau­be, wenn man zu jeman­dem sagt Was stellst du dich so an? Hat man dem kei­nen Dienst erwie­sen. Jan Ich den­ke auch, damit ist nie­man­dem gehol­fen und viel­leicht hat der ein oder ande­re so was auch schon mal gehört. Ich habe so schon mal gehört und damit ist gar nicht gehol­fen. Denn wenn da Ver­ständ­nis da ist und irgend­wie kein Weg ange­bo­ten wird oder so was, dann steht man genau­so schlau da wie vor­her. Aber du hast ja schon auch gesagt, dass es sowohl pri­vat als auch im Stu­di­um. Das heißt, Kri­sen kön­nen ja auch in unter­schied­li­chen Lebens­be­rei­chen begeg­nen. Ja, also und das ist ja eigent­lich in nahe­zu jedem Lebens­be­reich kön­nen, kön­nen Kri­sen auf­tre­ten. Jan Ich hat­te ja gera­de erzählt gesund­heit­lich. Es kann beruf­lich sein, es kann emo­tio­nal sein. In einer Bezie­hung, eigent­lich in nahe­zu jedem Lebens­be­reich kön­nen irgend­wo Kri­sen auf­tre­ten und. Tat­säch­lich ist ja auch in jedem Lebens­be­reich die Umgangs­wei­se oder das sind die Mit­tel, die man da zur Ver­fü­gung hat, wie man damit umge­hen kann, also jen­seits von men­ta­len Kom­po­nen­ten, aber auch immer jeweils indi­vi­du­ell und unter­schied­lich. Das heißt, man kann es gar nicht so rich­tig ver­glei­chen. Eine Kri­se ist wie die ande­re und auch für einen Men­schen oder ein­fach einem Men­schen zum ande­ren ist eine Kri­se nicht das Glei­che, son­dern jeweils ganz indi­vi­du­ell anzu­schau­en. Jan Patent­re­zep­te gibt es da wahr­schein­lich in der Art und Wei­se eher nicht. Björn Auch wenn man­che behaup­ten, sie hät­ten sie. Das gibt es ja auch sehr viel drau­ßen. Das liegt dar­an, dass man, wenn man so durchs Inter­net vors­ter. Ich habe den Weg zum Glück­lich­sein und mit mir wirst du der gro­ße Zam­pa­no, der trotz sei­ner aktu­el­len Kri­se, das funk­tio­niert in der Regel nicht, weil das so eine indi­vi­du­el­le Geschich­te ist. Ich muss die gan­ze Zeit am radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus nach radi­ka­lem Kon­strukt des Kapi­ta­lis­mus, nicht im Kon­struk­ti­vis­mus. Dan­ke. Ja, des­we­gen machen wir das zusam­men. Björn Ja, muss ich, was ich die gan­ze Zeit am radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus den­ken, weil von wegen was ich als Kri­se emp­fin­den muss, mein Gegen­über nicht als Kri­se sehen. Und das ist tat­säch­lich ist, glau­be ich sehr, sehr wich­tig. Und die ver­schie­de­nen Berei­che da hast du das auch so beob­ach­tet, dass die ver­schie­de­nen Berei­che sich dann ja auch so beein­flus­sen. Also sagen wir mal, ich habe eine pri­va­te Kiesow Bezie­hung, irgend­et­was in der Art. Und dann lei­det ja auch das Beruf­li­che, das Pro­fes­sio­nel­le. Björn Das kann man so schwer von­ein­an­der abgren­zen. Und manch­mal ver­steht man viel­leicht auch gar nicht, wo eigent­lich der Ursprung ist, weil das viel­leicht ein schlei­chen­der Pro­zess in einem Bereich war, sagen wir im Pri­va­ten. Und auf ein­mal hat man beruf­lich Situa­tio­nen mit Kol­le­gen, viel­leicht mit Mit­ar­bei­tern, die man frü­her nicht hat und ver­steht gar nicht, wo es her­kommt. Und das kann man durch­aus auch von­ein­an­der abhän­gig sein. Jan Das heißt also eigent­lich, Ursa­che und Sym­ptom kön­nen unter­schied­lich von­ein­an­der auf­tre­ten. Das heißt also, die Ursa­che kann zum Bei­spiel im pri­va­ten Bereich sein und sich dann im beruf­li­chen äußern oder auch anders­her­um. Also ich glau­be, ganz pro­mi­nen­tes Bei­spiel dazu Es sind so The­men wie gestress­te Arbeit­neh­mer, Arbeit­neh­me­rin­nen, die nach Hau­se kom­men und dann zu Hau­se ein­fach immer noch gestresst sind, das gar nicht able­gen kön­nen. Die sind die­sen Stress der Arbeit, viel­leicht auch die Rol­le, die auf der Arbeit wahr­ge­nom­men wer­den muss. Jan Und dann trägt sich im Prin­zip die­ser Stress in die pri­va­te Situa­ti­on und zu Hau­se ent­steht ein Kon­flikt. Also ich glau­be, es gibt ja nicht nicht weni­ge Bezie­hun­gen, die im Prin­zip über eine beruf­li­che Situa­ti­on zugrun­de gegan­gen sind und wo aber viel­leicht sozu­sa­gen sich das gar nicht immer auf den Beruf hat zurück­füh­ren las­sen, son­dern dass im Grun­de genom­men sich ein­fach das Ver­hal­ten so ver­än­dert hat oder auch gezeigt hat, dass das dann ein­fach woan­ders Kon­flik­te ent­stan­den sind und Sym­pto­me. Das heißt, ich habe also auch total ich habe eine Über­trag­bar­keit auf ande­re Lebens­be­rei­che, die die Ursa­che der Kri­se kann sich woan­ders als Sym­ptom dar­stel­len. Jan Und inso­fern sind wir da ja auch immer ganz­heit­li­che Sys­te­me, also nicht nur irgend­wie begrenzt auf einen Lebens­be­reich. Des­halb ist ja auch das The­ma Work-Life-Balan­ce immer so schwie­rig, wenn man da ver­sucht zu unter­schei­den zwi­schen Work und Life. Es gehört ja auch alles zusam­men, denn das eine hat defi­ni­tiv Ein­fluss auf das ande­re und es lässt sich über­haupt nicht tren­nen. Des­we­gen machen wir ja auch noch eine Fol­ge zu In Zukunft Work-Life-Balan­ce haben wir ja auch auf unse­rer Lis­te ste­hen. Die Tren­nung ist ja auch völ­lig, völ­lig abwe­gig. Jan Eigent­lich. Jan Ja, abso­lut. Jetzt haben wir ja gera­de schon kurz gesagt Also es gibt kei­ne Patent­re­zep­te, Rezep­te, wie man mit Lebens­kri­sen umge­hen kann. Jetzt anders­rum gefragt fal­len die Din­ge, die man auf jeden Fall falsch machen kann, in Kri­sen. Björn Ja, da gibt es bestimmt eine Men­ge. Also ich glau­be, das Gefähr­lichs­te ist ein­fach wei­ter so, nichts ver­än­dern. Die­ser die­ser nur den Kopf in den Sand ste­cken und sagen Ich pau­er das jetzt durch. Und das ist eine Gefahr, glau­be ich heut­zu­ta­ge. Weil wir müs­sen ja alle stark sein, dür­fen kei­ne Schwä­chen zei­gen. Das sind Din­ge, die man ja auch immer wie­der beob­ach­tet. Ich muss ja so und so sein. Glau­bens­sät­ze, die einen antrei­ben und Antrei­ber. Björn Ja und wenn man, wenn man da zu sehr dar­auf hört und so unter­wegs ist à la Ich schaff das, ich halt das aus, glau­be ich, kann man sehr schnell vor die Wand fah­ren. Das ist eine Gefahr. Jan Ja, ja, du hast das jetzt als Kopf in den Sand ste­cken. Ich muss nur auf­pas­sen, dass sie nicht Sand in den Kopf ste­cke. Sei ja genau. Oder eben auch so ein gewis­ser Tun­nel­blick in dem Zusam­men­hang und Tun­nel­blick und ein­fach wei­ter­ma­chen. Nicht mehr links und rechts gucken. Und das ist ja auch einer von von, von gewis­sen oder von gewis­sen Stress Sym­pto­men im All­ge­mei­nen. Also das heißt auch so einen Tun­nel­blick zu ent­wi­ckeln und dann qua­si in der Situa­ti­on ein­fach so wei­ter zu lau­fen und ohne irgend­wie eine Sicht von außen oder mei­ne Distan­zie­rung zur Situa­ti­on dann im Prin­zip immer wei­ter sich in die­se Rich­tung zu ent­wi­ckeln. Jan Das heißt, er ent­wi­ckelt sich ja auch so eine Eigen­dy­na­mik, die das eigent­lich immer wei­ter för­dert, dass man immer wei­ter in so eine Kri­se hin­ein läuft. Auch wenn ich qua­si immer die glei­chen als pro­ble­ma­tisch emp­fun­de­nen Gedan­ken­gän­ge immer wie­der durch­ge­he und über Mit jedem Mal mani­fes­tiert sich das mehr im Gehirn und mein Den­ken prägt sich immer immer mehr dar­auf ein. Björn Ja, genau. Und das kann man eigent­lich. Ich habe gera­de über­legt, ob man das auch für Din­ge sagen kann, die defi­ni­tiv von außen kom­men. Also Fak­to­ren, die von außen auf einen ein­strö­men, die einen in eine Kri­se wer­fen kön­nen. Ich den­ke jetzt zum Bei­spiel einen Todes­fall im nähe­ren Umfeld oder sowas. Ich muss aber sagen, aus mei­ner Erfah­rung. Auch in sol­chen Situa­tio­nen ist man, glau­be ich, ver­sucht. Da sich sel­ber durch­zu­kämp­fen und eben nicht die­sen Schritt zurück­zu­ge­hen und zu sagen Moment! Björn Was ist eigent­lich gera­de mit mir, was macht das mit mir, was muss ich jetzt ver­än­dern? Was? Was ist etwas, was ich ange­hen soll­te? Was ist etwas, was ich ändern kann? Und viel­leicht anders­her­um auch, was ich nicht ändern kann, was ich akzep­tie­ren muss? Die­ser Schritt zurück ist, glau­be ich, ein ganz wich­ti­ges, nich­ti­ger, wich­ti­ges Werk­zeug, das man ein­fach wirk­lich von außen auf die Situa­ti­on schaut. Was hast du sonst für Erfah­run­gen? Björn Wie soll­te man damit umge­hen? Soll­te man Lebens­kri­sen meis­tern? Jan Da wür­de ich gleich tat­säch­lich gleich noch mal drauf zu gehen. Aber mir fällt noch eine Sache ein, die glau­be ich auch auf jeden Fall erwäh­nens­wert ist, die pro­ble­ma­tisch sein kann im Umgang mit Kri­sen. Und das ist im Prin­zip die, die­se Ver­mei­dungs­stra­te­gie bzw. das zu ver­la­gern und zu ver­su­chen, irgend­wo einen unge­sun­den, ein unge­sun­des Ven­til zu fin­den. Also da fällt mir typi­scher­wei­se das schwebt mir hier gera­de so die gan­ze Zeit im Kopf rum das The­ma Alko­hol ein Ziga­ret­ten im Grun­de genom­men sich irgend­wo zu berau­schen oder irgend­wie den Geist zu bene­belt, um halt irgend­wie zu ver­su­chen, abschal­ten zu kön­nen, viel­leicht auch irgend­wie aus den Gedan­ken­ka­rus­sell raus­zu­kom­men. Jan Was dann? Ja, sage ich mal bei einem gesun­den Men­schen, wenn der mal ein Glas Wein trinkt zur Ent­span­nung oder viel­leicht auch ein­mal, wenn wenn mal ein Tag nicht so kommt. Ich gön­ne mir jetzt mal was. Das ist, den­ke ich mal was ande­res, als wenn das tat­säch­lich ein rich­ti­ges Mus­ter annimmt und viel­leicht auch dann über die Zeit zu einer Sucht wer­den kann. Aber auch da ist es ja so, dass wenn ich das tat­säch­lich regel­mä­ßig prak­ti­zie­re, ich da auch wirk­lich phy­sio­lo­gisch mir was antue und auch noch die­se Stress­fak­to­ren noch begüns­ti­ge, ich mein Orga­nis­mus immer wei­ter schwä­che und dann immer wei­ter in die­se Spi­ra­le rein­kom­me, aus der ich eigent­lich hin­aus möch­te, aber das schein­bar immer noch der ein­fachs­te Weg zu sein scheint, den den, den ich gehen kann. Jan Und das wäre halt auch noch so was, was mir ein­fällt, was man ganz sicher auch nicht tun soll­te. Björn Ja, da muss man ja nicht mal so weit gehen und direkt mit Sucht­fak­tor kom­men. Also das ist das ist ja dann das Extre­me, was wirk­lich sehr, sehr schäd­lich ist. Nicht nur für einen sel­ber, auch für das Umfeld, das Ver­mei­dung ist. Ist ja auch schon, wenn ich zum Bei­spiel immer wie­der Kon­flik­te habe, ein­fach die­se Men­schen aus dem Weg gehen. Das ist ja auch kei­ne Lösung. Und das ist, wenn ich, wenn ich es gibt ja auch Men­schen, die ein Pro­blem im Beruf haben und dann sich immer öfter krank mel­den, weil sie da eine Situa­ti­on haben, mit der sie nicht klar­kom­men. Björn Gelöst ist dann gar nichts. Jemand sehr Schlau­es hat mal zu mir gesagt Im psy­cho­lo­gi­schen Kon­text ist Ver­mei­dung die Wur­zel allen Übels. Jan Na ja, und auch tat­säch­lich das Gespräch nicht suchen, die Sache nicht anpa­cken. Aber es gibt ja auch die­se Weis­heit Nur spre­chen­den Men­schen kann gehol­fen wer­den. Da sind wir auch schon wie­der fast beim The­ma Wie kann man damit umge­hen oder was kann man tun, um mit Kri­sen umzu­ge­hen? Also ich den­ke was. Was auf jeden Fall. Gut ist, wenn man es selbst hin­be­kommt, ist erst mal fest­zu­stel­len, dass man sich in einer Kri­se befin­det. Also das zu rea­li­sie­ren, anneh­men genau so zu rea­li­sie­ren und irgend­wo anzu­neh­men oder zu akzep­tie­ren, dass da eine Kri­se aktu­ell ist, die auch her­aus­for­dernd ist und die auch als nicht ange­nehm emp­fun­den wird. Jan Das ist ja auch etwas, was glau­be ich oft­mals als ver­pönt emp­fun­den wird oder was man sich nicht ein­ge­ste­hen möch­te. Aber was auch mit dazu­ge­hört, dass man ja erst­mal die Din­ge so akzep­tie­ren muss, wie sie sind da, damit man dann auch dar­an arbei­ten kann. Björn Ja, genau das, was ich für sehr wich­tig hal­te, ist Reden. Also das sind halt da ist dann die Fra­ge, was man auch für ein Typ ist, was man, inwie­weit man dazu in der Lage ist. Aber über eine Situa­ti­on zu spre­chen. Viel­leicht auch mit jeman­dem ganz über­ra­schen­den, der gar nicht so im engs­ten Umfeld ist, der das viel­leicht sehr von außen sieht. Kann wirk­lich Wun­der wir­ken? Jan Ja, und da ist dann die Fra­ge, wie du schon sagst, der rich­ti­ge Gesprächs­part­ner die rich­ti­ge Gesprächs­part­ne­rin wäre. Wer ist da jetzt die bes­te Adres­se? Ich den­ke, man kennt das viel­leicht auch, dass es viel­leicht auch Per­so­nen im Umfeld gibt, die die viel­leicht unbe­dingt die zwar ger­ne mit einem spre­chen, aber die viel­leicht nicht unbe­dingt dazu bei­tra­gen, dass man sich bes­ser fühlt. Das gibt es. Es gibt auch im Prin­zip dann Bezie­hun­gen oder oder Kon­tak­te, die einem in einem sol­chen Kon­flikt, aber in einer sol­chen Kri­se viel­leicht dann eher noch wei­ter run­ter­zie­hen oder oder nur bemit­lei­den. Jan Und in dem Zusam­men­hang ist. Mit­ge­fühl ist zwar wich­tig, dass man sich auch ver­stan­den fühlt und auch irgend­wo Zunei­gung erfährt, aber dass man halt ein Stück weit auch even­tu­ell eine ande­re Per­spek­ti­ve mit­be­kommt, auf die Din­ge viel­leicht auch mal hin­ter­fragt wird oder viel­leicht auch mal zu einem Per­spek­tiv­wech­sel ein­ge­la­den wird oder ob es viel­leicht auch noch was es für Wege gibt, es mit die­ser Kri­se umzu­ge­hen. Was es für Wege gibt, da der zu begeg­nen, was man dar­aus ent­wi­ckeln kann oder was man viel­leicht sogar aus die­ser Kri­se her­aus­zie­hen kann. Jan Das ist ja auch eine ganz inter­es­san­te Fra­ge. Björn Ja, genau. Ja, also so wie es Men­schen gibt, die einem dann viel­leicht nicht gut­tun, dann gibt es natür­lich auch genau die, die über­ra­schen­der­wei­se sehr gut tun. Am. Ich kann das jetzt aus eige­ner Erfah­rung erzäh­len, dass ich mich damals die­se ich ein­gangs erwähnt habe, die­se schwe­re Kri­se vor ein paar Jah­ren, dass ich mich da sehr schwer getan habe, anfangs drü­ber zu spre­chen, weil ich gedacht habe genau, was du gesagt hast. Mein Gott, dann belas­se ich die jetzt damit. Björn Und das sol­len die mir schon sagen. Und das mei­ne ich nicht arro­gant. Also nicht im Sin­ne von die kön­nen mir dazu eh nichts sagen. Aber ich dach­te eigent­lich damals, es könn­te mir nicht hel­fen. Und dann wur­de ich eines Bes­se­ren belehrt. Ich habe mich dann immer gefühlt wie so eine Müll­ab­fuhr, dass ich qua­si ich tex­te da jeman­den zu jam­mern und bin dann eines bes­se­ren belehrt wor­den, weil. Ich sage es mal so Da lernt man wirk­li­che Freun­de schät­zen, die halt nicht nur Ja, du Armer sagen, son­dern auch wirk­lich mal anre­gen Mensch, sie doch mal so drauf. Björn Hast du mal dar­über nach­ge­dacht? Um jetzt von Per­spek­tiv­wech­sel wie­der zu spre­chen. Das hat schon. Das hat schon sehr gehol­fen. Und ich habe dann natür­lich auch Coa­ching gekriegt. Das ist es. Das war natür­lich wirk­lich ein zen­tra­ler Punkt. Das war auch der Moment in mei­nem Leben, wo ich damit das ers­te Mal so rich­tig Kon­takt hat­te und was mich eigent­lich auch moti­viert hat, dann Coach zu wer­den, weil aus so einer Situa­ti­on Imam her­aus­zu­hel­fen aus eige­ner Kraft ist schon sehr befrie­di­gend fin­det. Jan Was heißt denn Du hast Coa­ching gekriegt? Wur­dest du zum Coa­ching geschickt oder hast du dich selbst ent­schie­den, gekürzt zu wer­den? Björn Und nein, ich habe es mir sel­ber gesucht. Ich habe mir das sel­ber gesucht. Also das ist ja lus­tig, wenn ich zum Coa­ching das funk­tio­niert ja eh nicht, weil weil mit dem Coa­ching bekommst, ohne es wirk­lich sel­ber zu wol­len, bringt das ja gar nix. Also nicht. Nein, nein, ich habe mir das. Ich habe mir dann sel­ber jeman­den gesucht und habe da vie­le in die Hand gekriegt. Aber ich glau­be, das Zen­tra­le ist, dass der Coach dann. Björn Dazu führt aus eige­ner Kraft und das ist im End­ef­fekt etwas sehr Befrie­di­gen­des, auch für den für den Kli­en­ten, also für mich damals bzw. jetzt für unse­re Kli­en­ten, weil es gibt ja eigent­lich nichts, was bes­ser fürs Selbst­wert­ge­fühl ist, wenn man hin­ter­her sagen kann Das habe ich sel­ber geschafft. Nicht weil der Coach das für mich gemacht hat, son­dern wir füh­ren die Leu­te ja nur dazu, dass sie es am Ende sel­ber schaf­fen. Und das ist eine tol­le Sache. Jan Ja, auf jeden Fall die Selbst­wirk­sam­keit. Aus Erfah­rung fest­zu­stel­len, dass das eige­ne Han­deln dazu füh­ren kann, dass man dahin kommt, wo man hin möch­te, das ist ja der wesent­li­che Punkt mit dabei. Und ich glau­be, das unter­schei­det viel­leicht auch an der einen oder ande­ren Stel­le Coa­ching von rei­nen Gesprä­chen mit Freun­den. Das natür­lich. Ich glau­be, es gibt ganz vie­le Men­schen, die haben auch ein natür­li­ches Talent dafür, auch ande­re Men­schen zu hel­fen, auch auf die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len und auf den rich­ti­gen Weg zu brin­gen. Jan Aber da muss man natür­lich auch das Glück haben, dass man einen sol­chen Men­schen bei sich in der Umge­bung hat, mit dem das auch so gut funk­tio­niert und bei denen das dann auch passt. Und das fin­de ich, ist halt eben der gro­ße Vor­teil von Coa­ching oder das Tol­le, was das bie­ten kann, dass man jeman­den hat an sei­ner Sei­te, der eigent­lich genau dar­auf spe­zia­li­siert ist, um zu schau­en, wie kann ich jeman­den dabei unter­stüt­zen, die für ihn rich­ti­gen Wege zu fin­den, um mit einer Situa­ti­on umzu­ge­hen? Jan Zum Bei­spiel mit einer Kri­se, wie wir das jetzt heu­te hier bespre­chen? Björn Ja, kannst du dir vor­stel­len, dass Coa­ching Kri­sen ver­hin­dern kann? Jan Tja, kann Coa­ching Kri­sen ver­hin­dern? Ich kann mir vor­stel­len, dass. Coa­ching dazu füh­ren kann und ich bin ja ein gro­ßer Freund von prä­ven­ti­ven Maß­nah­men, also auch, sage ich mal Sport bei­spiels­wei­se. Es macht einen Unter­schied, ob ich per­ma­nent Sport trei­be, um irgend­wie fit zu blei­ben und mich zu wapp­nen für alles, was mir im All­tag begeg­net. Oder ob ich dann, wenn ich krank bin, fest­stel­le, ich hät­te eigent­lich mehr Sport machen müs­sen. Oder ich fan­ge damit jetzt an und fan­ge ich auf einer ganz ande­ren Basis an. Jan Und ähn­lich wür­de ich das jetzt hier auch beschrei­ben, wenn ich sozu­sa­gen im Gegen­über habe. Und das kann ein Coach sein, mit dem ich mich aus­tau­sche zu den The­men, die mich beschäf­ti­gen und ich da im Prin­zip Wege, Mit­tel, Metho­den trai­nie­re, mich selbst zu hin­ter­fra­gen, ande­re Per­spek­ti­ven ein­zu­neh­men, Tech­ni­ken ein­zu­üben, wie ich qua­si mit her­aus­for­dern­den Situa­tio­nen umge­hen kann. Da kann ich viel­leicht dafür sor­gen, dass ich ent­we­der bestimm­te Situa­tio­nen gar nicht unbe­dingt als Kri­se emp­fin­de oder dass ich so han­deln, dass Situa­ti­on nicht für mich zu Kri­sen wer­den. Jan Oder dass, wenn eine Kri­se kommt, ich viel­leicht sogar schon so weit vor­be­rei­tet bin, dass ich Mit­tel an der Hand habe, wie ich da schnell wie­der raus­kom­me. So beschrei­ben aus mei­ner Emp­fin­dung. Wie siehst du das? Björn Im Prin­zip genau­so. Ich glau­be nur, die Her­aus­for­de­rung ist tat­säch­lich, dass Men­schen, die noch nicht mit Coa­ching Kon­takt hat­ten, in der Regel nicht zum Coach gehen. Das also logi­sche Fol­ge davon. Also Men­schen, die nicht, nicht, nicht, nicht nicht regel­mä­ßig zum Coach gehen, das meis­te davon irgend­wann ist ja das ers­te Mal. Geht ja nicht anders. Björn Aber ja, genau, genau. Was ich damit sagen woll­te, war also wenn ich noch nie bei einem Coach war, weil ich irgend­ein The­ma hat­te, das ich bear­bei­ten woll­te, kom­me ich ja nicht auf die Idee. Auch ich gehe mal pro­phy­lak­tisch zum Coach, um zu ver­hin­dern, dass ich irgend­wann eine wirk­li­che Kri­se stol­per. Also der ers­te Kon­takt ist ja meis­tens, wenn jemand wirk­lich ein aku­tes The­ma hat. Jan Ich glau­be, in der Regel ist das so. Wobei mir da jetzt gera­de spon­tan so ein Bei­spiel ein­fällt. Das fand ich total toll von einer Bekann­ten, die ist beruf­lich auch ganz erfolg­reich. Und die wur­de dann zur Wei­ter­bil­dung, fach­li­che Wei­ter­bil­dung und Pro­jekt­ma­nage­ment, aber kei­ne Ahnung was geschickt. Und irgend­wann war das dann so Fach­lich war sie sehr gut auf­ge­stellt und gera­de gab es auch irgend­wie nichts Neu­es. Was ist für Sie rele­vant war? Und hat die Fir­ma gesagt Du, wir haben jetzt eigent­lich nichts, was du jetzt gera­de akut machen müss­test oder soll­te es aus unse­rer Sicht? Jan Aber wenn du Lust hast, dann such dir doch mal einen Coach und mach mal einen Coa­ching. Da geht es im Prin­zip um kann es um alles gehen, auch um pri­va­te Sachen. Und so hat­te die das ers­te Mal Kon­takt mit einem Coach und war total begeis­tert davon und ist seit­dem auch dann zumin­dest für eine Zeit­lang regel­mä­ßig dabei geblie­ben. Was ich auch total toll Ein­stieg fin­de. Also eigent­lich nicht aus einer aku­ten Situa­ti­on her­aus, son­dern ein­fach nicht durch Zufall. Aber sag mal rela­tiv unge­rich­tet und ein­fach mal auf sich zukom­men las­sen, was das, was das bedeu­tet. Björn Ja, also ich habe nach die­ser Kri­se damals ein­ge­führt für mich sel­ber alle drei Mona­te immer noch mei­nen eige­nen Coach zu Besuch. Mei­ne Coa­ching, dass ich in dem Fall sagen, das nen­ne ich den TÜV. Okay, jetzt, ich gehe zu mei­nem Chef. Jan Eigent­lich muss sein Auto nicht so oft zum TÜV. Björn Mein Auto muss gar nicht alle drei Yani Wie war das? Ich weiß gar nicht. Ich glau­be, nächs­tes Jahr auf. Ich gehe. Ich gehe zu mei­nem eige­nen TÜV, zu mei­nem eige­nen TÜV. Und das ist super. Selbst wenn ich jetzt nicht ein aku­tes The­ma habe, das ich bespre­chen möch­te, sind es, ist es immer so, dass ich da raus­ge­he, mit neu­en Ideen und neu­en Impul­sen und einem neu­en Blick auf vie­le Din­ge. Das ist wirk­lich toll. Björn Und damit kom­men wir eigent­lich dazu, dass Kri­sen immer dazu füh­ren, dass sich etwas auch zum Guten ändern kann. Das ist so mei­ne, mei­ne Quint­essenz aus den Gedan­ken Zurück zu Lebens­kri­sen. Grund­sätz­lich Jede Kri­se ist eine Chan­ce und jede Kri­se hat eigent­lich einen Neu­an­fang. Weil das bedeu­tet ja, eine Kri­se sagt einem ja eigent­lich nur so wie Bis jetzt geht es nicht wei­ter. Also irgend­was muss anders sein. Und mei­ne Erfah­rung ist Alles, was nach einer Kri­se kam, war eigent­lich bes­ser als das, was da vor­lag. Björn Ja, kannst du das bestä­ti­gen? Jan Ich wür­de sagen, das kann ich bestä­ti­gen, weil ich das jetzt auch so sehe. Ich weiß nicht, ob das all­ge­mein gül­tig ist, weil das glau­be ich auch viel damit zu tun hat, wie man selbst damit umgeht. Also ich ken­ne auch Men­schen, die stol­pern gefühlt von einer Kri­se in die ande­re und da aber qua­si nicht unbe­dingt von außen, son­dern auch durch­aus das ist halt ein­fach alles als schwer emp­fun­den wird, was nicht heißt, dass es nicht schwer für die­se Per­so­nen ist. Jan Aber ich den­ke, da gehört natür­lich auch ein Stück weit die Offen­heit dazu, dass nach der nach der Akzep­tanz, was wir am Anfang hat­ten, dass da eine Kri­se ist und dass sich etwas ver­än­dert, was ich viel­leicht auch akzep­tie­ren muss, weil es nun mal jetzt gera­de so ist, dass ich dann auch bereit bin, mich dar­auf ein­zu­las­sen, dass jetzt etwas Neu­es kommt und mich dafür zu öff­nen, dass sich etwas ver­än­dert und dass dann eben auch anneh­me und begrü­ße und posi­tiv gestal­te. Jan Und ich glau­be, wenn das so ist, wenn man nicht allein an dem fest­hält, was man mal als gut erach­tet hat oder als den Zustand, der viel­leicht nicht mehr wie­der­zu­ho­len ist, son­dern wenn man dafür offen ist, dass sich Din­ge auch ver­än­dern kön­nen, weil viel­leicht sogar manch­mal müs­sen und wer­den, dann besteht auf jeden Fall die Chan­ce, dass man Posi­ti­ves aus Kri­sen zie­hen kann oder halt eben auch die Din­ge, die sich dann danach erge­ben, ja für sich ein­fach mal als posi­tiv bewer­tet und emp­fin­det und dann auch so erlebt. Björn Ja, hast du Recht. Es ist natür­lich immer eine Fra­ge, wie man aufs Leben blickt, ob man jetzt. Viel­leicht ewig an Ver­gan­ge­nem hängt. Und es ist ja auch eine Hal­tung, die man die man oft beob­ach­tet. Aber ich glau­be, dass Coa­ching einen sehr posi­ti­ven Ein­fluss haben kann, weil die­ser Blick nach hin­ten. Also ich weiß das von mir sel­ber. Das hat­te ich auch frü­her war doch und ich habe auch mal so und. Dadurch, dass man. Björn Das hat natür­lich auch mit Acht­sam­keits­trai­ning und und uns zu tun. Aber dass man, dass man. Ver­steht für sich sel­ber, dass das, was man da gera­de erlebt oder erlebt hat, einen eigent­lich für das, was kommt, so viel brin­gen kann. Dann ist eine Kri­se eigent­lich so unan­ge­nehm. Sie ist rück­bli­ckend etwas, was wie ein. Wie so ein Tur­bo Bust auch für die per­sön­li­che Ent­wick­lung sein kann und. Ich glau­be, wenn wenn man die Hal­tung ent­wi­ckelt, irgend­wann hat man auch gar nicht so Sor­ge vor den nächs­ten Kri­sen, die defi­ni­tiv kom­men. Björn Ja, ja, so und das klingt jetzt so, wenn man sowas sagt, als wäre man, als wenn man so ein Pes­si­mist her­aus kommt, eine Kri­se garan­tiert wie­der. Aber so mei­ne ich es gar nicht, weil wir ja auch am Anfang schon gesagt hat­ten, dass Kri­sen eigent­lich nicht ver­meid­bar sind und in jedem, auf jedem Lebens­weg immer wie­der mal kom­men kön­nen. Das ist so eine, so eine Sicht auf das, was eine Kri­se mit einem gemacht hat. Björn Hilft einem da auch wirk­lich deut­lich ent­spann­ter zu sein? Jan Rich­tig. Und viel­leicht muss man auch gar nicht jedes jede Situa­ti­on oder ver­meint­li­che Kri­se als Kri­se bewer­ten, son­dern kann sie tat­säch­lich auch erst mal ein­fach nur als Ver­än­de­rung wahr­neh­men oder anneh­men. Und dann? Dann hat man viel­leicht gar nicht so vie­le Kri­sen, die einem begeg­nen, je nach­dem. Also da kann man sich qua­si auch der eige­nen Bewer­tung ändern. Was mir gera­de so ein­fällt ist, dass ich jetzt für mich bei dem The­ma Kri­sen, Lebens­kri­sen wie geht man damit um, was kann man dar­aus ler­nen? Jan Was sind da so posi­ti­ve oder nega­ti­ve Fak­to­ren, die da mit rein­spie­len? Natür­lich auch das The­ma Resi­li­enz viel damit zu tun hat. Das haben wir auch noch bei uns auf der Agen­da für eine wei­te­re Fol­ge, wo man sich mal, wo wir uns mal anschau­en kön­nen. Was gibt es da so für Fak­to­ren? Da gibt es ja auch unter­schied­li­che Model­le wie die Säu­len der Resi­li­enz oder die 10 Steps auf der auf dem Weg zur Resi­li­enz. Und da hat man viel­leicht sogar noch mal ein biss­chen was Hand­fes­tes an der Hand, was man für sich auch so abha­ken kann bei bestimm­ten Punk­ten. Jan Wie man damit umge­hen kann, dass viel­leicht auch ganz inter­es­sant als als Du. Da freue ich mich auf jeden Fall auch schon drauf. Björn Auf die Fol­ge freue ich mich auch. Ich glau­be, wir haben das The­ma für heu­te ziem­lich aus­ein­an­der­ge­nom­men, aber eigent­lich schön posi­tiv been­det, oder? Jan Ja, ich fin­de, wir haben das umfas­send betrach­tet und eini­ge schö­ne Gedan­ken dazu aus­ge­tauscht und. Ich fin­de es halt immer. Schön ein­fach, sich mit so einer The­ma­tik aus­ein­an­der­zu­set­zen und zu schau­en, was gibt es für Blick­win­kel dar­auf auch immer zu schau­en, was kann man da her­aus­zie­hen. Und ich fin­de die­se Quint­essenz, dass man, dass man aus jeder Kri­se, aus jeder Ver­än­de­rung auch etwas Posi­ti­ves machen kann. Das, fin­de ich, ist auf jeden Fall ein schö­ner Gedan­ke, den man mit­neh­men kann. Björn Ja, fin­de ich auch, dass ein schö­ner, schö­ner letz­ter Satz gewe­sen. Wir freu­en uns, dass er zuge­hört hat. Wir freu­en uns auch aufs nächs­te Mal. Das waren Jan Gus­tav Fran­ke im Inter­net unter jangustavfranke.de zu fin­den und bjoernbobach.de. Wir freu­en uns aufs nächs­te Mal, dass dann Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Lebenskrisen, Podcast --- ### [Lebensziele finden und umsetzen](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-lebensziele/) **Published:** September 10, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser neu­en Epi­so­de von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coach&Coach Podcast") beschäf­ti­ge ich mich mit [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) mit Lebens­zie­len. Wie schon in [einem mei­ner Blog­ar­ti­kel](https://bobach-coaching.de/was-sind-lebensziele-und-was-nicht/ "Was sind Lebensziele – und was nicht?") beschrie­ben, wer­den Lebens­zie­le oft falsch ver­stan­den und wer­den zu sehr auf die mate­ri­el­le Ebe­ne gelegt. In die­ser Pod­cast Fol­ge beschäf­ti­gen wir uns daher damit wie man rich­ti­ge Lebens­zie­le für sich per­sön­lich defi­nie­ren und fin­den kann und wie [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hilft, sie zu errei­chen. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach, dem Coa­ching Pod­cast mit Jan Gus­tav Fran­ke und Björn Bob­ach — das bin ich und der Jan ist mit dabei. Hal­lo John, Hal­lo Björn, wir haben uns heu­te ein beson­ders schö­nes The­ma aus­ge­sucht, fin­de ich, dass es ein The­ma, das mich immer mal wie­der beschäf­tigt und wo ich immer wie­der drü­ber nach­den­ke, was ich, weil ich es wich­tig fin­de und das sind Lebens­zie­le. Ich fra­ge dich mal ganz direkt Jan, was sind denn dei­ne Lebens­zie­le? Jan Eine gute Fra­ge Was sind mei­ne Lebens­zie­le? Also ich fin­de die Fra­ge nach Lebens­zie­len. Ist. Eine gute Fra­ge. War­um? Weil sie ganz nah an den Kern des­sen geht, womit man sich als Mensch aus­ein­an­der­setzt. Und ich per­sön­lich wür­de sagen, ich habe mir ver­schie­de­ne Aspek­te von Lebens­zie­len zusam­men­ge­setzt oder ist dar­aus wird qua­si ein Gesamt-Lebens­ziel. Und zwar wür­de ich mal sagen, ich möch­te ger­ne als über­ge­ord­ne­tes The­ma oder als über­ge­ord­ne­tes Ziel ein zufrie­de­nes und nach­hal­ti­ges Leben füh­ren, so dass es qua­si das das Grob­ziel ganz, ganz high level und das impli­ziert aber im Grun­de genom­men alles, dar­un­ter näm­lich alle ver­schie­de­nen Lebens Aspek­te, die die so mit rein­spie­len. Jan Aber im Gro­ßen und Gan­zen geht es dar­um, dass ich ger­ne zufrie­den und glück­lich sein möch­te und dass ich ein Leben füh­ren möch­te, was nicht nur qua­si zur Selbst­op­ti­mie­rung dient, son­dern zum Woh­le aller. Ist viel­leicht ein biss­chen hoch gegrif­fen, aber qua­si auch den Die­nächs­ten oder mei­ne Umge­bung irgend­wo mit mit bedenkt und ja auch dahin gut wir­ken soll. Das ist so mein per­sön­li­cher Anspruch, wenn ich jetzt so spon­tan nach mei­nem Lebens­ziel gefragt wer­den wür­de und was wich­tig ist. Das ist ein Lebens­stil. Björn Was sind dei­ne Lebens­zie­le? Jetzt sofort den Ball zurück­spie­len. Ganz schnell, bevor ich noch Fra­gen stel­le, was mein Lebens­ziel ist. Also ich habe meh­re­re. Ähm. Ich glau­be an ein Ziel, in dem ich auch schon rela­tiv nah gekom­men bin. Trotz mei­ner jun­gen 47 Jah­re ist. Ich möch­te. Eine Tätig­keit aus­üben, die ande­ren hilft. Hmmm, also das ist. Da bin ich ganz span­nend zu bekom­men, weil ich habe ja, glau­be ich in der Ein­lei­tung Run­de in unse­rer ers­ten Fol­ge schon erzählt. Jan Ich war ja mal Musi­ker und habe das dann blei­ben las­sen, weil ich da mit diver­sen zwi­schen­mensch­li­chen Aspek­ten nicht so klar kam und habe mich dann so ins nor­ma­le Busi­ness Leben gestürzt und hab eigent­lich immer nur gear­bei­tet, um Geld zu ver­die­nen. Sowohl für mich selbst als auch für die jewei­li­ge Fir­ma, für die ich gear­bei­tet habe. Da ging es ums Ver­kau­fen. Ich war ja auch lan­ge im Ver­trieb. Ja. Und da habe ich gemerkt, dass mir was fehlt und was mir fehl­te, war der Teil vom Musi­ker Dasein, der mir sehr gut getan hat, weil in dem Moment Bereich hat man ja das Leben eines ande­ren. Jan Das ist was, wenn ich da gra­de mal kurz ein­ha­ken darf, was mir in den Sinn gekom­men ist, als du gesagt hast, ich möch­te ger­ne was für ande­re machen und dann sagt es na ja, das hat sich so ent­wi­ckelt und ich mir dach­te, der Björn ist doch Musi­ker, Sän­ger von Aus­bil­dung. Das hat­te doch gleich zu Beginn eigent­lich etwas gemacht, was uns ande­ren dient. Björn Ja, aber ich wuss­te es nicht. Da war es mehr. Das war damals nicht so, war mir nicht so bewusst, war­um mir das eigent­lich so eine tie­fe Befrie­di­gung gege­ben hat. Im Lau­fe der Jah­re habe ich dann irgend­wie gemerkt, es fehlt etwas und dann bin ich auf die Suche gegan­gen und das, was ich jetzt mache, also die­se Coa­chings auch mit Teams arbei­ten, also in Grup­pen von Men­schen dazu zu hel­fen, bes­ser mit­ein­an­der zu arbei­ten, bes­ser zu kom­mu­ni­zie­ren, sol­che Sachen. Björn Das gibt mei­nem gro­ßen altru­is­ti­schen Drang sehr viel Befrie­di­gung, dass es jetzt ein Lebens­ziel ich habe noch viel, viel mehr. Aber das ist so das, was, wenn du schon so high Level anfängst, was bei mir auch sehr high level ist, also nicht für ande­re Leben. Das fän­de ich dann auch ein biss­chen zu auf­op­fernd. Aber das Leben ande­rer berei­chern, fin­de ich, ist ein schö­nes Lebens­ziel. Jan Na, auf jeden Fall wür­de ich eigent­lich so unter­schrei­ben. Björn Wann hast du dir da das ers­te Mal Gedan­ken dar­über gemacht? Jan Oha, ich glau­be tat­säch­lich, dass das so. also ich hat­te schon immer so ein star­kes gerech­tig­keits Bedürf­nis irgend­wie. Also ich hat­te schon immer ein Pro­blem mit Unge­rech­tig­keit. Wenn das irgend­wie ande­ren wider­fah­ren ist, dann bin ich da auch oft­mals dann so ein­ge­sprun­gen. Das heißt natür­lich nicht, dass man auch irgend­wie so in jun­gen Jah­ren auch selbst mal ein Idi­ot war. Ich glau­be, dass da jetzt auch kei­ner davor gefeit. So, aber nichts­des­to­trotz war das schon mal schon immer für mich ein The­ma und es war viel­leicht das ers­te Mal, dass ich viel­leicht im Rück­blick hät­te mer­ken kön­nen Okay, da ist was, was in mir so so ein Moti­va­tor ist oder so was. Jan Und dann tat­säch­lich zum Abitur hin und dann der Fra­ge Was möch­te ich denn jetzt machen? Habe ich mich dann ja für das Stu­di­um der Vorst. Wis­sen­schaf­ten ent­schie­den, weil ich Förs­ter wer­den woll­te. Und da war tat­säch­lich auch ein wesent­li­cher Aspekt, dass ich gesagt habe, ich möch­te etwas Sinn­vol­les tun. Und sinn­voll hieß in die­sem Zusam­men­hang für mich etwas, was qua­si nicht nur mir dient, also nicht nur in die eige­ne Tasche wirt­schaf­ten ist, son­dern qua­si auch etwas zurück­gibt. Jan So, und das ist eigent­lich auch so wür­de ich sagen, das Mot­to oder das The­ma, was ich so durch mei­ne gesam­te beruf­li­che Lauf­bahn bis­her zieht, näm­lich von dem The­ma For­ke Wis­sen­schaf­ten, dann über das The­ma erneu­er­ba­re Ener­gien, wo ich auch gesagt habe, das ist ja irgend­wie was, wo man nach­hal­tig etwas dazu bei­trägt, dass die Welt viel­leicht ein Stück­chen bes­ser wird oder halt eben nach­hal­tig nach­hal­tig gewahrt bleibt und dann im Prin­zip auch dar­über qua­si wie­der der Sprung, dann irgend­wann in die Dienst­leis­tung, in die Bera­tung, wo aus mei­ner Sicht auch im Wesent­li­chen eigent­lich gar nicht nur der Aspekt ist, jetzt Expert Know how mit rein­zu­brin­gen, son­dern eigent­lich hat man auf Kun­den­sei­te immer Kun­den. Jan Men­schen, die haben ein The­ma, die haben irgend­ein, ein The­ma, ein Pro­blem, eine Her­aus­for­de­rung, eine Auf­ga­be, die gelöst wer­den muss. Und da unter­stützt man nun jetzt die zu lösen. Und das ist im Coa­ching genau so und des­halb machen wir das halt aus dem gro­ßen Spaß. Ins­be­son­de­re da noch mal viel expli­zi­ter, weil der Weiß nicht so abs­trakt ist. Also es ist nicht so mit­tel­bar, dass ich jetzt irgend­wie als Rol­le in einer Fir­ma irgend­ein The­ma habe. Jan Das muss jetzt gelöst wer­den, son­dern da geht es eben auch ganz oft um wirk­lich per­sön­li­che The­men, also direkt am Men­schen. Und das fin­de ich halt irgend­wie so beson­ders schön dar­an. Und das ist, so glau­be ich, der Faden, der sich damit durch­zieht, was jetzt qua­si die­ses The­ma angeht, etwas zurück­zu­ge­ben. Genau. Aber das ande­re gro­ße The­ma ist halt auch dabei die Zufrie­den­heit. Ja, das heißt, da spielt ja auch mit rein qua­si nicht nur sich auf­zu­op­fern über alles, was dann halt irgend­wo auch sei­ne per­sön­li­chen Gren­zen zu ken­nen, Bedürf­nis­se zu ken­nen und die halt auch ent­spre­chend. Jan Ja, zu schät­zen, zu för­dern, also irgend­wo wahr­zu­neh­men und denen auch gerecht zu wer­den. Genau. Björn Ich erle­be das auch immer, wenn mir Men­schen gegen­über­sit­zen, die nicht zufrie­den sind, also in ihrem Beruf­li­chen, im Pri­va­ten. Ich habe auch schon Men­schen mit einem Burn out Syn­drom in mei­ner Umge­bung gehabt, also in mei­nem Umfeld, in mei­nem per­sön­li­chen Umfeld. Ja, und das sind immer Men­schen. Und des­we­gen fin­de ich das The­ma so wich­tig. Das sind immer Men­schen, denen das die Zie­le abhan­den­ge­kom­men sind oder die sich mal Zie­le gesetzt haben, die dann im End­ef­fekt gar nicht das gebracht haben, was sie sich damals davon erhofft haben. Björn Als ich kam ich kann mich auch erin­nern, dass ich in einem frü­hen Coa­ching mal jeman­den gefragt habe, was denn sei­ne Zie­le wären. Und da habe ich als Ant­wort bekom­men Ich möch­te 20 Ange­stell­te haben. Und dann habe ich die Fra­ge gestellt, ob das denn wirk­lich ein Ziel wäre, was denn pas­sie­ren wür­de, wenn das Ziel ein­tritt. Da kam dann gar nichts mehr. Ja, das sind, das sind. Des­we­gen ist die Fra­ge für mich so span­nend und die meis­ten, mit denen ich mich dar­über unter­hal­te, wis­sen auf den ers­ten Auf­tritt im ers­ten Moment gar nicht, was sie so ant­wor­ten sol­len, was sie sich da viel­leicht gar nicht so tief mit aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Björn Aber ich hal­te das für ein zufrie­de­nes und erfüll­tes Leben für sehr, sehr wich­tig. Was wären denn dei­ner Mei­nung nach. Gute Lebens­zie­le. Jan Gute Lebens­zie­le. Tja, also gut, dann sagen vie­le. Björn Oder möch­test du erst dar­über spre­chen, was du glaubst, was kei­ne Guten sind? Jan Ich mei­ne, wenn wir jetzt mal sozu­sa­gen zu einem Ziel hin den­ken, dann könn­te man da viel­leicht erst mal mit star­ten, das wir mal aus­schlie­ßen was sind denn viel­leicht kei­ne? Wobei die Fra­ge ist immer, was ist ein gutes Ziel, aber viel­leicht ein nach­hal­ti­ges Ziel? Björn Nach­hal­tig ist ein gutes Wort! Jan Und was glau­be ich Zie­le sind, die nicht lan­ge Befrie­di­gung schaf­fen. Nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen sind Sta­tus Zie­le, also alles. Also auch so was, wie du gera­de beschrie­ben hast. Ich möch­te ger­ne 20 ange­stellt haben. Und jetzt? Ich möch­te ger­ne ein dickes Auto fah­ren. Björn Ja, genau. Ich woll­te gera­de sagen, ich möch­te unbe­dingt einen Por­sche fah­ren. Oder ich möch­te ganz häu­fig ja auch Sum­me X ver­die­nen. Genau, ich möch­te 10000 Euro net­to im Monat oder so was. Genau das alles. Das sind alles so Sachen, die sind ver­puf­fen ja unglaub­lich schnell. Jan Rich­tig. Dazu gibts ja auch diver­se diver­se wis­sen­schaft­li­che Stu­di­en, die sich auch mit der Psy­cho­lo­gie von Geld, Wohl­stand oder all­ge­mein Sta­tus irgend­wie beschäf­ti­gen. Und da ist ja im Prin­zip auch nach­ge­wie­sen, sowohl die eine als auch in die ande­re Rich­tung oft­mals, dass sowohl wenn ich jetzt irgend­wie einen sehr sehr gro­ßen Geld­be­trag gewin­ne oder eine oder eine ent­spre­chen­de Gehalts­er­hö­hung bekom­men oder so was. Das ist sozu­sa­gen der das kurz­fris­ti­ge Glücks­ge­fühl, dass da kei­ne Fra­ge, aber rela­tiv schnell danach pen­delt sich das wie­der auf dem ursprüng­li­chen Niveau wie­der ein. Jan Also klar kann man jetzt sozu­sa­gen sich mal mit Bedürf­nis­sen aus­ein­an­der­set­zen und man hat halt irgend­wie erst mal so grund­le­gen­de Bedürf­nis­se Sicher­heit, Ernäh­rung usw. Dann kommt halt irgend­wann ein Sta­tus und so wei­ter oben­drauf. Aber was sich da zeigt ist, dass sich eigent­lich mit mehr Wohl­stand also die Wohl­stand Cur­ve, auch wenn sie wei­ter line­ar ansteigt, aber im Prin­zip eine Sät­ti­gung da ist, auch was die Zufrie­den­heit angeht. Das heißt, die Zufrie­den­heit steigt eigent­lich nicht mit mehr Geld, mehr mate­ri­el­len Gütern oder so was über die Wei­le, son­dern dass wenn man einen gewis­sen eine gewis­se Sicher­heit hat, dann dann kommt da nicht mehr viel mit dazu. Jan Plus Wenn man sich von die­sen Sta­tus 10 abhän­gig macht oder die qua­si als gege­ben defi­niert, dann ist man auch total abhän­gig davon. Und kei­ner von uns weiß eigent­lich, was pas­siert mor­gen. Es ist jeder­zeit mög­lich, dass wir alles ver­lie­ren mate­ri­ell. Und inso­fern ist ein Ziel aus mei­ner Sicht auch immer inso­fern. Gefähr­lich oder sagen wir mal risi­ko­be­haf­tet, als dass sehr vie­le exter­ne Fak­to­ren mit dabei sind, auf die man gar kei­nen Ein­fluss hat. Und wenn sich die Umge­bung ändert, dann kann das im Grun­de genom­men ein gan­zes Tier­mo­dell und damit viel­leicht auch mei­ne Zufrie­den­heit im Leben ja zumin­dest mal arg ins Schwan­ken brin­gen. Björn Das haben wir ja auch gera­de eigent­lich leib­haf­tig erlebt durch die gan­ze Coro­na Situa­ti­on, durch die wir jetzt durch sind und immer noch, wo wir immer noch drin­ste­cken. Das ist auch. Also ich zum Bei­spiel. Ich bin Mensch, ich rei­se sehr ger­ne. Ich fah­re auch ger­ne in fer­ne Län­der, aber ich brau­che das nicht, um ein erfüll­ter und glück­li­cher Mensch zu sein. Aber ich ken­ne Men­schen, die in eine tie­fe Kri­se gestürzt sind, weil das alles war, wor­auf sie hin­ge­ar­bei­tet haben. Björn Also weil ohne immer dick in Urlaub fah­ren, fühl­te man sich nicht mehr erfüllt. Und ich wür­de jetzt nicht sagen, dass das ein fal­sches Ziel ist, weil ich kann es ja auch nach­voll­zie­hen. Und fal­sche Zie­le ist auch rich­tig und falsch. Ist ja im Coa­ching sowie­so eigent­lich nicht so rich­tig for­mu­liert. Ja, aber das hat mir auch wie­der gezeigt, dass die­se mate­ri­el­len Din­ge, die an dem die dar­an vor­bei­ge­hen, das jeden Tag zu tun, was man liebt, wirk­lich sehr, sehr schnell ihren Wert ver­lie­ren und wie du sagst, durch äuße­re Fak­to­ren even­tu­ell völ­lig unmög­lich wer­den. Jan Ja, rich­tig. Ja und und das kommt führt ein Jahr ein Stück weit auch eigent­lich zu dem zu dem nächs­ten Punkt. Also wenn im Grun­de genom­men die­se Sta­tus Zie­le per se eigent­lich Zie­le sind, die unter Umstän­den nicht nach­hal­tig glück­lich machen. Das heißt nicht, dass das für jeden der Fall sein muss. Das kann ja sein, dass sich jemand, dass jemand das sub­jek­tiv so emp­fin­det, dann ist das ja auch schön. Aber wenn man jetzt mal sozu­sa­gen schaut, was wäre, wenn es nach­hal­ti­ge Zie­le, dann sind das aus mei­ner Sicht Zustands, Zie­le, also Zie­le, die qua­si nicht erreicht wer­den, dann nicht mehr da sind, son­dern die auf­recht­erhal­ten. Jan Wer­den müs­sen, dür­fen, kön­nen also die, die wo eben auch was mit dabei hängt, wo man dabei bleibt. Die jetzt qua­si nicht ein­mal mit erreicht sind, also Auto, Geld, Haus. Kei­ne Ahnung was Kind, son­dern wo man sagt okay, da hängt halt etwas dran und das kön­nen halt eben sol­che Zustän­de sein. Das kann kann sein, der Zustand. Ich möch­te ger­ne eine Tätig­keit haben, wie du sag­test, die ande­ren etwas auch gibt. Das kann sein. Jan Ich möch­te ger­ne zufrie­den selbst zufrie­den sein, ein zufrie­de­nes Leben füh­ren. Das kann sein. Ich möch­te mich ger­ne für ande­re oder für die Natur enga­gie­ren oder halt ande­re Aspek­te haben, die qua­si per­ma­nent, sag ich mal auch auf­recht­erhal­ten wer­den und an denen ich viel­leicht auch sehen kann bin ich gera­de noch. Bin ich gera­de noch dabei oder ent­fer­ne ich mich jetzt gege­be­nen­falls von von mei­nen Zie­len, wenn ich ich ken­ne? Ja, ent­schul­di­ge ich ne bit­te sprich wei­ter. Björn Ich ken­ne einen Fall, weil du jetzt gera­de die­sen Zustand beschrie­ben hast. Und das kön­nen ja tat­säch­lich auch Klei­nig­kei­ten sein. Es muss ja jetzt nicht sein. Ich muss­te er ich über­trei­be jetzt mal und ich muss irgend­wie die Welt Frie­dens­stif­ter sein oder so, aber ich ken­ne einen Fall, da war. Der ein­zi­ge Punkt. Der woll­te nicht drin­nen arbei­ten. Der hat irgend­wann. Der woll­te immer drau­ßen arbei­ten, der woll­te nicht drin­nen arbei­ten müs­sen. Das Ziel war ganz, ganz sim­pel Ich möch­te drau­ßen arbei­ten. Björn Egal was. Und. Dann, nach­dem das erreicht wur­de, hat sich ganz vie­les von sel­ber in Luft auf­ge­löst, was vor­her als belas­tend emp­fun­den wur­de Kol­le­gen, Vor­ge­setz­te und so was nur durch das allei­ne durch die Tat­sa­che, dass er die­sen tie­fen Wunsch, die­sem Ziel, die­sen Zivil­recht wur­de, dass er die­ses Ziel erreicht hat, war alles ande­re egal, fand ich. Fand ich total inspi­rie­rend. Jan Total ist inso­fern inter­es­sant, als dass es eigent­lich auch ein Effekt ist eigent­lich gar nicht. Ich mei­ne, klar, du arbei­test dann per­ma­nent drau­ßen, aber es ändert sich dann eigent­lich nicht mehr viel, oder du hast dann da nicht mehr einen per­ma­nen­ten, eine per­ma­nen­te Tätig­keit, um das irgend­wie auf­recht­zu­er­hal­ten. Aber das zeigt auch, wie trotz­dem zum Bei­spiel auch Umwelt­be­din­gun­gen da auch ganz enorm mit rein­spie­len kön­nen. Oder halt ein­fach bestimm­te Zustän­de, die man viel­leicht ver­än­dern möch­te. Björn Hm. Genau. Genau. Was sind noch nach­hal­ti­ge Zie­le? Du hast eben gesagt, das Kind wür­dest du da nicht zu zäh­len ist Fami­lie grün­den nicht nach­hal­ti­ges Ziel? Jan Das kann ein nach­hal­ti­ges Ziel sein, aber nicht, wenn qua­si das Kind der Selbst­zweck ist, um um das zu tun sagen. Ich möch­te ger­ne ein Kind haben, zwei, drei Kin­der haben und dann sind die Kin­der da und dann so was ich qua­si einen Lebens­stil fin­de, ist zu sagen Ich möch­te ger­ne Kin­der haben und ihnen eine posi­ti­ve und gesun­de Sicht auf die Welt. Ermög­li­chen. Hmm, also irgend­wo da qua­si mit­wir­ken, aber ich sage mal, dass das rein ein Kind in die Welt set­zen ist, glau­be ich, das ist so, es gibt die­se Situa­ti­on, es gibt die­se Situa­tio­nen, wo Bezie­hun­gen ins Schwie­ri­ge lau­fen. Jan Also zwei Men­schen leben mit­ein­an­der und irgend­wie läuft es nicht. Und dann wird nach Grün­den gesucht, war­um das jetzt nicht der Fall ist. Und das ist der Grund. Wir haben uns ein­fach nicht bis­her rich­tig zuein­an­der com­mit­ted. Wir müs­sen hei­ra­ten. Dann wird gehei­ra­tet und dann ist so eine Hoch­zeit. Kann ja auch schon mal Stress­fak­tor sein. Das Event an sich. Aber dann wird gehei­ra­tet und im Anschluss stellt man fest Ach, irgend­wie hat sich so gar nichts ver­än­dert. Ja, eigent­lich fehlt uns ein Kind. Jan Wir brau­chen ein Kind. So, und dann hat man ein Kind. Und dann? Was pas­siert dann? Eigent­lich sind ja qua­si die­se Schrit­te, die bin­den ja mehr anein­an­der. Und die füh­ren ja auch dazu, dass man eigent­lich poten­zi­ell sogar noch mehr Rei­bungs­punk­te hat, mehr Auf­ga­ben, mehr Her­aus­for­de­run­gen sozu­sa­gen. Und inso­fern ich ken­ne eini­ge Bezie­hun­gen, die qua­si so geführt wur­den wird, mit dem es kri­sel­te. Dann muss­te qua­si eine Ehe her oder man muss­te ein Kind her. Jan Und dann kam die Erkennt­nis Oops, das war jetzt gar nicht die Lösung. Ja, und das ist halt aus mei­ner Sicht auch der Fall. Also eine Ehe oder ein Kind kann da sind wir noch mal beim ande­ren The­ma, wol­len wir spä­ter auch noch mal drü­ber spre­chen. Kann dazu sagen eine Bezie­hung und das muss auch kei­ne Bezie­hung sein kann ja auch ohne Bezie­hung ein Kind haben. Aber das kann qua­si ein i‑Tüpfelchen sein oder eine tol­le Ergän­zung. Berei­che­rung für alle Sei­ten. Jan Also bes­ten­falls natür­lich auch für das Kind, das qua­si lie­ben­de Eltern hat, die sich um das Kind küm­mern. Aber es ist aus mei­ner Sicht nicht so, dass dadurch jetzt qua­si etwas ja durch die­sen Zustand oder durch die­ses Event ich bekom­me jetzt ein Kind etwas zum Posi­ti­ven ver­än­dert wird. Dass das jetzt an und für sich ein Lebens­ziel wäre, wäre zumin­dest für mich keins. Das muss natür­lich jeder selbst beur­tei­len in dem Zusam­men­hang. Björn Ja, das Du hast aber recht fin­de ich, dass das mit dem Kind so als zum Selbst­zweck qua­si ich muss jetzt ein Kind krie­gen, weil dann ist auch mei­ne Bezie­hung toll, dann bin ich eine Fami­lie. Wenn es vor­her schon nicht gestimmt hat, bringt mir das gar nichts. Also wäre das nach­hal­ti­ge Ziel ja eigent­lich, einen Part­ner zu fin­den, bei dem es wirk­lich passt. Jan Oder an der eige­nen Bezie­hung so zu arbei­ten, dass man wert­schät­zend mit­ein­an­der umgeht und sich liebt. Björn Ja, rich­tig. Jan Denn auch das ist ja die Fra­ge. Immer liegts qua­si am Gegen­über? Also ich glau­be, es gibt sicher­lich Kon­stel­la­tio­nen, die schwie­ri­ger sind als ande­re, je nach­dem was die Grund­wer­te angeht und so wei­ter und wie man so im All­ge­mei­nen tickt. Aber ich den­ke, das ist zumin­dest das, was mei­ne bis­he­ri­ge Erfah­rung, Beob­ach­tung und Gesprä­che zei­gen. Oft­mals hat es auch was damit zu tun, dass man sich ein­fach aus den Augen ver­liert. Es gab ja auch mal einen Grund, war­um man sich toll gefun­den hat. Jan So und ich glau­be, unser all­täg­li­ches Leben bie­tet viel Gele­gen­heit dazu, sich aus den Augen zu ver­lie­ren, sein eige­nes Dra­ma qua­si in den Mit­tel­punkt zu stel­len und auch viel­leicht den, das Gegen­über aus den Augen zu ver­lie­ren. Das ist ja per­ma­nen­te Arbeit und inso­fern klar, ent­we­der kann das sein, viel­leicht ein ande­rer Part­ner oder viel­leicht nimmt man sich auch mal wie­der die Zeit und. Und schaut mal, was hat denn mein Part­ner über­haupt für Bedürf­nis­se? War­um? War­um? War­um geht es uns über­haupt so zusam­men, wie es uns geht? Jan Haben wir uns über­haupt die Zeit genom­men in letz­ter Zeit und auch an uns und für uns und unse­re Bezie­hun­gen zusam­men­ge­ar­bei­tet? Björn Und um den Bogen zu span­nen, haben wir gemein­sa­me Lebens­zie­le. Jan Auch das genau? Björn Nein, weil wenn die nicht syn­chron lau­fen. Also wenn zum Bei­spiel der eine als Lebens­ziel hat. Ich möch­te mit 60 in einen Zustand erreicht haben, wo ich in Ruhe sein kann, wo ich nicht mehr viel arbei­ten muss. Auf einem Land, in dem auf einem Land­sitz irgend­wo in der Natur. Und der Part­ner hat aber das Bedürf­nis, mit 60 noch mal zu leben, ein 20 jäh­ri­ger jeden Tag auf die Rolfs zu gehen. Und so sind da völ­lig asyn­chro­ne Lebens­zie­le die, die sich schwie­rig ver­ein­ba­ren las­sen. Björn Ich hat­te auch grad noch, als du das erzählt hast mit, wie man eine Part­ner­schaft ver­bes­sern kann. Kam mir noch so ein ande­rer Gedan­ke. Es gibt ja auch das Phä­no­men sehr häu­fig, dass sich Män­ner, vor allem Män­ner in einem bestimm­ten Alter, also mei­nem Alter auf jetzt kommt. Ich zäh­le mich defi­ni­tiv nicht. Ich zäh­le mich defi­ni­tiv nicht dazu, denn so ehr­lich wäre ich aber, dass ich Män­ner ger­ne auch vor allem in mei­nem Alter aus hei­te­rem Him­mel einen neu­en Part­ner oder eine neue Part­ne­rin suchen, die deut­lich jün­ger als Mid­life-Cri­sis ist. Jan Da ist das bestä­tigt, dass das eher bei Män­nern der Fall ist. Björn Also ich habe es zumin­dest so beob­ach­tet, weil um mich her­um wir es mal eben die sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung auf und qua­si als wis­sen­schaft­lich bewie­sen. Aber ja, rich­tig, aber auf jeden Fall das, was man immer so hört. Nur Män­ner mit Mit­te 40 Har­ley-David­son eine jun­ge Frau ab. Björn Wer­ner Ja, das hat auch was mit Lebens­zie­len zu tun, oder? Jan Ich den­ke schon. Ich den­ke schon. Ich mei­ne, das ist natür­lich auch so ein Alter, wenn man jetzt mal so durch­geht. Und man kommt jetzt qua­si auf. Zum Bei­spiel, was er gera­de hat mit der Fami­lie. Also ein­fach jetzt mal so vom Durch­schnitt gespro­chen oder so was weiß ich. Du fängst Ende 20, Anfang 30 an. Fami­lie zu grün­den, das heißt Mit­te 40 sind dei­ne Kin­der aus dem Gröbs­ten raus. Wahr­schein­lich bald aus dem Haus. So, und jetzt stehst du da so und hast viel­leicht in der Bezie­hung haben bei­de Part­ner die letz­ten 15, 16 bis 20 Jah­re eigent­lich sozu­sa­gen dafür gelebt, die Fami­lie auf­recht­zu­er­hal­ten, zu ernäh­ren, die Umstän­de zu schaf­fen. Jan Dass die Kin­der sich gut ent­wi­ckeln, haben sich viel­leicht selbst auch voll­kom­men aus den Augen ver­lo­ren. Und schon wie­der stellt sich die Fra­ge Und jetzt? Ist das jetzt das? Ist das der Part­ner der Gegen­über? Will ich dem jetzt noch Mit­te 40? Ich habe heu­te gele­sen, die meis­ten, die die Grup­pe von über 100 jäh­ri­gen wird immer grö­ßer. Also im Ernst mit 50 sozu­sa­gen. Im Ernst­fall will ich jetzt qua­si mei­nem Gegen­über noch 60 Jah­re lang ins Gesicht gucken und abends irgend­wie zusam­men den Pinot Gri­gio oder ein Glas Was­ser trin­ken. Jan Oder möch­te ich das nicht? Und was ver­bin­det uns über­haupt noch? Das Finanz und das sind glau­be ich, ganz wesent­li­che Punk­te und was du ange­spro­chen hast, ist die die­se Zie­le, die müs­sen halt irgend­wie kom­pa­ti­bel sein. Es spricht ja ein The­ma an, das offen­bart sich natür­lich bei zwei Per­so­nen noch viel deut­li­cher als bei ein­zel­nen Per­so­nen, näm­lich Ziel­kon­flik­te. Also gibt es einen Ziel­kon­flikt. Das Ziel, was jeder hat das Haupt­ziel, also das Haupt­ziel, gebün­delt aus den Ein­zel­zel­len, die jeder hat. Jan Pas­sen die zuein­an­der? So und als wäre das nicht alles kom­pli­ziert genug, reicht es ja eigent­lich schon. Der Blick zu jedem Ein­zel­nen. Die Fra­ge ist ja auch Sind denn über­haupt die Lebens­zie­le, die ich selbst habe, mit­ein­an­der kom­pa­ti­bel? Björn Na ja, ich den­ke da ganz ger­ne an die­ses, an das Tool, das lebens­s­att, wo man unter­schied­li­che Aspek­te des Lebens hat Coa­ching Tool. Da geht es zum Bei­spiel um Kar­rie­re, Gesund­heit, Fami­lie, Hob­bys und so wei­ter und so fort. Und wo man dann sagt Okay, wie zufrie­den bin ich denn da, in wel­chem Bereich? Man könn­te natür­lich auch hin­ge­hen, für die ein­zel­nen Berei­che, Zie­le defi­nie­ren. So, und wenn ich jetzt aber zum Bei­spiel, ich sag mal ein sehr, sehr gro­ßes Sicher­heits­be­dürf­nis habe bei gleich­zei­ti­gem sehr sehr hohen Frei­heits Bedürf­nis, dann kann das ein Ziel­kon­flikt sein. Björn Dann da bin ich viel­leicht schon mal unzu­frie­den all­ge­mein mit der Situa­ti­on. Ich weiß gar nicht war­um. Habt ihr viel­leicht das Gefühl, ich muss raus und gleich­zei­tig auch nicht. Und ich tref­fe Ent­schei­dun­gen, weil ich das Gefühl habe, ich muss mich irgend­wie bewe­gen. Aber ich bin mir dar­über im Kla­ren War­um ist das denn über­haupt der Fall? Und da sind wir ja schon. Also auch wenn ich bei einem Kern­the­ma, näm­lich wie stel­le ich über­haupt fest, was sind denn mei­ne Lebens­zie­le? Björn So pas­sen mei­ne unter­schied­li­chen Aspek­te zuein­an­der und wie kom­me ich da auch irgend­wie auf einen grü­nen Zweig? Björn Und wie kom­me ich dahin? Na also, passt das zusam­men? Was sind sie? Pas­sen mei­ne Lebens­zie­le zusam­men? Und wie kann ich sie errei­chen? Rich­tig. Ich den­ke und da den­ke ich, greift Coa­ching wun­der­bar rein, weil es gibt da so vie­le wun­der­ba­re Tools. Du hast jetzt schon das lebens­s­att beschrie­ben. Ich den­ke da aber auch so an die­se, an die­se klas­si­schen Geschich­ten boden­na­hen Arbeit, die er aus dem NLP kommt, immer so eine Ziel Visua­li­sie­rung qua­si macht und da rein spürt. Björn Ist das wirk­lich das Ziel, das ich errei­chen möch­te? Das kann dir unheim­lich hel­fen. Ich den­ke aber, dass die Grund­vor­aus­set­zung dafür, Zie­le wirk­lich erst­mal zu defi­nie­ren und dann auch die Wei­chen so zu stel­len, dass man sie errei­chen kann. Eine hohe Selbst­re­fle­xi­on ist. Ja, also ein sehr hohes Maß an Selbst­re­fle­xi­on. Jan Ja, ja, ent­we­der das wür­de ich auch sagen, oder erst­mal die Fest­stel­lung, dass ich viel­leicht gar nicht weiß, was ist denn über mein Lebens­ziel. Aber das kann ja auch ein Ansatz sein. Das eine ist, dass ich qua­si erst mal das Ich selbst reflek­tie­re und sage Okay, irgend­wie. Ich habe ver­schie­de­ne Zie­le, aber ich weiß nicht, wie kom­pa­ti­bel sind die mit­ein­an­der. Und das ande­re kann ja auch sein. Also da sind mir schon vie­le Men­schen begeg­net, auch so ab qua­si Alter im Berufs­le­ben. Jan Die Dar­ste­hen sagen so. Fami­lie, Haus, Kind und Kat­ze, Fahr­rad, Auto alles da was mache ich denn jetzt? Ja, was pas­siert denn jetzt über­haupt noch? Noch wei­ter Wo möch­te ich denn über­haupt mal hin? Und das ist natür­lich dann auch eine Fra­ge, wenn es tat­säch­lich auch so offen ist. Unse­re lie­be Aus­bil­de­rin hat das mal als Ziel Frei­heit beschrie­ben. Hmmm, die Doro­thee Frit­sche als Ziel Frei­heit, also qua­si ein­fach gera­de kein Ziel zu haben. So, das kann ja als posi­tiv emp­fun­den wer­den. Jan Ever­y­thing goes oder als Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit. Ja so und das ist ja auch ein Ansatz neben der Selbst­re­fle­xi­on, dass ich fest­stel­le, irgend­was passt nicht. Björn Ja, ja und das ist ja für einen Zeit­raum auch mal in Ord­nung, kein Ziel zu haben. Also ich den­ke zu die­sem Ziel Frei­heit ist auch eigent­lich ein Moment von Ent­span­nung, weil es gibt es gibt ja also wenn man jetzt zum Bei­spiel neh­men wir jetzt mal unse­re Coa­ching Aus­bil­dung, das war ja ein Ziel Zer­ti­fi­kat 1, Zer­ti­fi­kat 2 und dann irgend­wann noch eine Zusatz­aus­bil­dung und und und. Das sind immer so Zwi­schen­zie­le und wenn ich da eins erreicht habe. Dann muss ich ja nicht sofort wie ein Ver­rück­ter das nächs­te Ziel an sprin­ten, son­dern dann kann ich mir auch kurz mal inne­hal­ten und das ist auch wie­der eine Fra­ge von Selbst­re­fle­xi­on und das erst mal spü­ren, was ich da gera­de eigent­lich erreicht habe, dass auch ein biss­chen genie­ßen. Björn Und dann wird das nächs­te Ziel, wenn ich selbst­re­flek­tiert bin und wenn ich da immer mal wie­der. Du sagst immer den schö­nen Satz mir selbst die Kar­ten­le­ger jetzt auf ein­mal gesagt habe. Ich habe mir auch dazu Din­ge zu wie­der­ho­len. Björn Aber das ist ja auch ist doch auch in Ord­nung. Aber wenn man sich dann ab und zu mal selbst die Kar­ten legt, wird das nächs­te Ziel dann schon um die Ecke kom­men. Gefähr­lich ist glau­be ich ein­fach wie wild blind vor­an zu pre­schen, ohne zu wirk­lich zu spü­ren, ob das wirk­lich noch das Ziel ist, das man errei­chen will. Jan Und da sind wir, glau­be ich, bei einem ganz wesent­li­chen Aspekt der vie­len. Men­schen auf­fällt, dass sie sich qua­si getrie­ben füh­len und dass man halt ein­fach los läuft und läuft und läuft und läuft und man weiß dann irgend­wann gar nicht mehr Okay, war­um bin ich los­ge­lau­fen, wo will ich über­haupt hin? Aber dadurch, dass man immer wei­ter im Job, in der Fami­lie und so wei­ter so vie­le Ansprü­che von außen da sind, kommt man gar nicht dazu, das zu reflek­tie­ren und mal einen Moment inne­zu­hal­ten. Jan Und und das sind aus mei­ner Sicht total tol­le Ansatz­punk­te. Oder es ist, der bie­tet auf jeden Fall immer ein Poten­zi­al, da würd ich mal Erkennt­nis zu gewin­nen von dem, was man eigent­lich möch­te und das kann man aus mei­ner Sicht durch ver­schie­de­ne Din­ge errei­chen. Also ein The­ma ist Coa­ching, kei­ne Fra­ge. Aber genau­so auch das The­ma Medi­ta­ti­on. Tat­säch­lich sich mal den Raum neh­men, mal kom­plett raus­ge­hen, mal Distanz schaf­fen zur aktu­el­len Situa­ti­on. Acht­sam­keit? Genau. Acht­sam­keit im All­ge­mei­nen auch nicht Gehetz­tes, sport­li­che Akti­vi­tät mal mal raus und irgend­wie den Kopf frei bekom­men. Jan Und das auch nach­ge­wie­sen, dass das dass das ein enor­men Effekt hat. Dazu gibt es ganz, ganz inter­es­san­te Stu­di­en und ich glau­be, das fällt teil­wei­se schwer im soge­nann­ten Hams­ter­rad. Hm. Björn Und aus dem muss man dann mal raus, ja, zumin­dest mal anhal­ten und viel­leicht mal kurz inne­hal­ten und über­le­gen, ob sich die­ses Hams­ter­rad mal anschau­en und sagen ist, dass gera­de das Rad, in dem ich lau­fen möch­te. Björn Ja, genau. Wobei ich glau­be, nie­mand möch­te in dem Rad lau­fen ler­nen. Man kommt ja nir­gend­wo hin. Jan Da sind wir wie­der. Beim Zustand ist ja die Fra­ge Wor­an hat man Spaß? Es gibt auch genug Leu­te, die gehen ins Fit­ness­stu­dio und stel­len sich da auf, auf ein Lauf­band oder wie auch immer. Aber ich ver­ste­he den Grund, wes­halb ich immer nur durch­ge­hal­ten, weil ich wuss­te, dass danach die Sau­na bereit­steht, die mich dafür belohnt, dass ich auf dem blö­den Lauf­band stand, weil es drau­ßen reg­net und stürmt. Aber naja, völ­lig ande­res The­ma. Okay, ja. Jan Aber viel­leicht kann man ja noch mal so ein Fazit zie­hen. Noch ein­mal. Björn Ja, genau. Ja, woll­te ich auch gera­de anre­gen. Ähm. Also. Ich muss sagen, ich. Ich glau­be, es ist. Man kann, glau­be ich nicht von einem vor einem Zwan­zig­jäh­ri­gen, wie ich das damals war, als ich so in die Musik­welt gestol­pert. Wel­ches bin ich nicht? Ich war dazu schon sehr ziel­stre­big, aber ich glau­be, man kann da muss gesprun­gen. Ich glau­be, man kann da nicht erwar­ten, dass jeder, der zwan­zig ist oder noch jün­ger oder nur unwe­sent­lich älter, schon ganz genau weiß, was er im Leben errei­chen will. Björn Es ist, glau­be ich. Das ist, glau­be ich auch sehr sel­ten. Aber ich den­ke, mein Fazit wäre, dass es sehr wich­tig ist, ab einem gewis­sen Punkt sich schon zu fra­gen Ist das, was ich hier tue, das, was ich wirk­lich tun möch­te? Bringt mich das dahin, wo ich wirk­lich hin möch­te und das halt nicht mate­ri­ell bemes­sen. Also nicht Gehalt XY, ein dickes Auto, 10 Por­sche oder was weiß ich. Das sind schö­ne kurz­fris­ti­ge zwi­schen Beloh­nun­gen, aber soll­ten nicht das Ziel sein. Jan Okay, also im Prin­zip nach­hal­ti­ge Zustands Zie­le. Die, die auch wirk­lich lang­fris­tig oder län­ger als qua­si einen errei­chen, auf das auf das gute Gefühl ein­zah­len, auf die Zufrie­den­heit ein­zah­len. Und Raum schaf­fen, um inne­zu­hal­ten auf dem Weg durch Breaks wie Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on, Sport, Coa­ching mal eine ande­re Sicht schaf­fen Gesprä­che dazu ja, das sind sind glau­be ich, gute Punk­te, wie man sich selbst regel­mä­ßig mal reflek­tie­ren kann und schau­en kann. Bin ich dann auf dem rich­ti­gen Weg, fin­de ich es ein schö­nes Schluss­wort. Jan Pri­ma, dann schlie­ßen wir doch für heu­te. Wir bedan­ken uns bei euch ganz herz­lich, dass ihr dabei wart. Und wenn ihr mehr Infor­ma­tio­nen haben möch­tet, dann fin­det ihr uns natür­lich auch auf unse­ren Web­sites. bjoernbobach.de und jangustavfranke.de Und wir freu­en uns, euch schon bald wie­der zu hören. Und dann ver­ab­schie­de ich mich, falls Björn beim letz­ten Mal so gut gefal­len hat, mit einem Auf Wie­der­hö­ren! Björn Tschüß! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Lebensziele, Podcast --- ### [Coaching für Musiker](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-fuer-musiker/) **Published:** September 17, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Als ehe­ma­li­ger Opern­sän­ger habe ich Musikerle­ben und das Gesche­hen am Thea­ter 10 Jah­re leib­haf­tig erle­ben dür­fen. Was mir damals nicht klar war: ich hät­te hier drin­gend die Hil­fe eines Coa­ches nut­zen sol­len um den teils rup­pi­gen All­tag bes­ser zu meis­tern und mich fokus­sier­ter auf mei­ne Kern­auf­ga­be, das musi­zie­ren und üben, zu kon­zen­trie­ren. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich beschäf­ti­gen uns in die­ser Coach&Coach Fol­ge mit mei­nen Erfah­run­gen und machen uns Gedan­ken wie Coa­ching Musi­ker im spe­zi­el­lem zu Gute kom­men kann. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Wir fan­gen heu­te mit einer ganz neu­en Geschich­te an, und zwar mit dem The­ma Berufs­grup­pen. Und lie­ber Björn, bevor wir damit anfan­gen, woll­ten wir ein­mal erklä­ren War­um behan­deln wir über­haupt die Berufs­grup­pen oder Men­schen­grup­pen im All­ge­mei­nen? Björn Die Idee dahin­ter ist ja, dass wir so ein biss­chen zei­gen wol­len, wie bestimm­te Berufs­grup­pen von Coa­ching pro­fi­tie­ren kön­nen und viel­leicht auch ein biss­chen aus eige­ner Erfah­rung, zumin­dest bei dem The­ma, das wir heu­te haben, auch erzäh­len wol­len, was pas­siert, wenn man kei­ne Coa­chings kriegt und was viel­leicht. In unse­rem Fall oder in mei­nem Fall per­sön­lich damals anders gelau­fen wäre, wenn ich damals ein biss­chen Unter­stüt­zung in Form von Coa­ching gehabt hät­te. War­um es sinn­voll gewe­sen wäre? Okay. Jan Ja, das ist doch auf jeden Fall ein guter Grund. Und heu­te beschäf­ti­gen wir uns also mit dem The­ma Musi­ker. Ja, da haben wir bei­de ein Stück weit eine Gemein­sam­keit. Wenn ich da mal so vor­grei­fen darf. Ist ja qua­si für dich das Pro­fes­si­on auch gewe­sen. Also beruf­lich hast du das getan, was Musi­ker und mein The­ma ist damit, dass ich zumin­dest mal sehr lan­ge inten­siv als Hob­by hat­te und inso­fern viel­leicht das eine oder ande­re mit­emp­fin­den kann. Auch wenn ich viel­leicht nicht so wie du auf den gro­ßen Büh­nen die­ser Welt gestan­den haben. Björn Gro­ße Büh­nen nicht die größ­te war Köln, aber das waren jetzt nicht die größ­ten. Ich war auch nicht in der Liga. Ich habe es aber zehn Jah­re pro­fes­sio­nell gemacht und du hast gesagt, ich war mal Musi­ker. Ich wür­de jetzt sogar soweit noch mal ein Grät­schen rein grät­schen und sagen Ich bin Musi­ker, immer noch, genau­so wie du ja auch einer bist. Nur das Pro­fes­sio­nel­le habe ich halt an den Nagel gehängt, weil. Das hat da bin ich ja schon ein paar­mal drauf ein­ge­gan­gen jetzt, weil da ein­fach man­ches nicht mit mir über­ein­an­der ging, wo ich gesagt habe Da, da, das möch­te ich, das möch­te ich so nicht wei­ter. Jan Ja, was hast du denn so erlebt als Musi­ker? Björn Also als tre­ten wir mal einen Schritt zurück, als nicht Musi­ker, also als der, der im Zuschau­er­raum sitzt oder im Kon­zert­saal sitzt und zuhört nur. Erlebt man nur einen Bruch­teil von dem, was ein Musi­ker eigent­lich den gan­zen Tag macht. Das fängt schon im Stu­di­um an, dass man eigent­lich den gan­zen Tag mit Üben beschäf­tigt ist, immer wie­der. Dann hat man als Sän­ger noch in mei­nem Fall also den Vor­teil, dass man nicht so viel üben kann und soll­te, wie das ein Instru­men­ta­list tut. Björn Ich weiß von mei­nen Kom­mi­li­to­nen damals, die Kla­vier zum Bei­spiel gelernt haben, dass die 12 Stun­den am Tag geübt haben. Das wür­de ein Sän­ger gar nicht durch­hal­ten. Das macht die Stim­me ein­fach nicht mit. Also man ist mit Üben beschäf­tigt, dann spä­ter mit Pro­ben und dann mit den Vor­stel­lun­gen. Das sind sehr, sehr lan­ge Tage und sehr inten­si­ve Tage. Und die sind von sehr viel Zwi­schen­mensch­li­chen geprägt. Man hat eine sehr bun­te Schar an Kol­le­gen, die. Alle auf ihre Wei­se natür­lich so wie sie sind, auch okay sind, aber die sich auf­grund der Tat­sa­che, dass sie auch auf der Büh­ne ste­hen wol­len. Björn Ich rede jetzt spe­zi­ell von Sän­gern auch auf beson­de­re Per­sön­lich­keits­merk­ma­le Per­sön­lich­keits­merk­ma­le haben. Und ich will direkt vor­ab sagen, das soll jetzt kei­ne Ver­ur­tei­lung sein, auch wenn mir hier alte Kol­le­gen viel­leicht zuhö­ren. Also das ist kei­ne Wer­tung, ist ein­fach ein Fakt und ich habe mich damals auch schon mit Kol­le­gen dar­über unter­hal­ten. Und es ging nicht nur mir so. Da ist ein­fach sehr viel Poli­tik im Gan­ge. Wer kriegt die Haupt­rol­le, wer singt die Pre­mie­re, wer ist bes­ser? Das ist ein ganz gro­ßes The­ma. Björn Also Rang­ord­nun­gen viel gelös­ter auch hin­term Rücken. Das muss ich ein­fach sagen. Thea­ter ist eine Schlan­gen­gru­be. So habe ich es damals erlebt. Ja, und da muss man halt auch für geschaf­fen sein oder eine Stra­te­gie dabei haben, wie man damit umgeht. Jan Ein star­kes Bild, auf jeden Fall die Schlan­gen­gru­be. Und zu sagen das ist also, wenn ich das rich­tig ver­ste­he, sagt es zur Poli­tik aber halt eben auch sehr viel Kon­kur­renz in die­sem Zusam­men­hang. Björn Genau ist es. Natür­lich ist es ein gro­ßer Kon­kur­renz­druck und damit ist man von Anfang an kon­fron­tiert. Also auch in dem Moment, wo man anfängt zu stu­die­ren, ist das schon so, dass da natür­lich auch im Stu­di­um schon eine enor­me Kon­kur­renz herrscht, weil es gibt so Sta­tis­ti­ken. Bei Instru­men­ta­lis­ten weiß ich es nicht genau, aber man sagt halt von 100 Leu­ten, die Musik stu­diert, Gesang stu­die­ren, fin­den nur zehn einen Job. So war das damals. Ich weiß nicht, wie es heut­zu­ta­ge ist und von denen zehn, die dann einen Job und sind. Björn Nach zehn Jah­ren ist nach zehn ja nur noch einer in dem Beruf. Also es gibt sehr, sehr viel Kon­kur­renz. Es ist auch ein sehr inter­na­tio­na­les Geschäft. Das ist ein ganz gro­ßes The­ma. Ja, okay. Damit muss man umge­hen ler­nen. Jan Das kann vor­stel­len. Björn Und ich hat­te ja schon erwähnt, dass die, dass der Groß­teil des Tages aus­üben und Pro­ben besteht. Und ich habe das dann so erlebt, dass in dem Moment, wo der Druck stieg durch Kon­kur­renz, durch Vor­sin­gen, Ter­mi­ne oder vor­spiel­te Ter­mi­ne wür­de das dann halt bei einem Instru­men­ta­list sein, bei wenn es um Wett­be­wer­be ging. Das gibt es im Stu­di­um ja auch sehr viel. Dass sich bestimm­te Din­ge auch ins Üben ein­ge­schli­chen haben, die sehr sehr kon­tra­pro­duk­tiv waren noch kannst du da ein Bei­spiel nen­nen. Björn Ja, also zum Bei­spiel, wenn man wuss­te, so als Bei­spiel. Man hat eine wich­ti­ge Pro­be. Also so eine Cla­vier Haupt­pro­be zum Bei­spiel. Das ist also die letz­te Pro­be vor der Gene­ral­pro­be, das ist qua­si das Stück, so wie es dann am Ende auf die Büh­ne kommt, nur ohne Orches­ter. Und man weiß, da sitzt dann zum Bei­spiel der GMD im Zuschau­er­raum, der GMD der Beflis­se­nen und sagen, was das heißt. Ein Gene­ral­mu­sik­di­rek­tor, also der musi­ka­li­sche Chef eines Thea­ters. Björn Also man weiß, zu dem Zeit­punkt wird der das ers­te Mal da die eige­ne Leis­tung hören. Dann habe ich gemerkt, dass ich mich schon beim beim for­var Auf­wär­men, beim Ein­sin­gen so gestresst habe, dass vie­les nicht mehr so ging, wie ich das eigent­lich ablie­fern kann. Und das poten­ziert sich. Also wenn man übt und es funk­tio­niert nicht, dann übt man noch noch­mal und man wie­der­holt und wie­der­holt. Es funk­tio­niert immer wie­der nicht. Und dann soll man auf der Büh­ne ste­hen, dann soll es auf ein­mal gehen. Björn Das ist schon schwie­rig. Jan Das ist schon bei der Übung auf die­se Gene­ral­pro­be sozu­sa­gen hin. Das gab es dann schon, die­sen Stress oder qua­si dann erst bei der Gene­ral­pro­be. Björn Selbst den gab es schon vor­her, den gab es schon beim Üben. Und das war, da war ich jetzt, kein Ein­zel­fall. Also ich kann mich an Kol­le­gin­nen erin­nern, die sehr schwe­re Rol­len zu sin­gen hat­ten, wo es dann ganz toll los­ging bei der ers­ten Pro­be und wo es dann, je näher die Pre­mie­re kam, immer schwie­ri­ger wur­de, weil der Druck ein­fach stieg. Jan Und die inne­re Sanft­heit, ganz genau die Ange­spannt­heit, die Erwar­tun­gen an sich sel­ber und auch so ein biss­chen die Angst vor der Kri­tik. Und damit mei­ne ich nicht die Pres­se, son­dern dann mei­ne ich die Urtei­le, die dann im Anschluss gespro­chen wer­den. Hmmm. Jan Na wie? Wie ist dei­ne Emp­fin­dung? Ich habe das immer so emp­fun­den, wenn man Musik gemacht hat. Ich fin­de es immer viel schwie­ri­ger, vor drei Leu­ten zu spie­len als vor 300 ja, wür­de ich auch so sagen. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich habe. Ich habe das Phä­no­men in mei­nem Umfeld, dass ich immer wie­der auch jetzt noch den Satz höre Sing doch mal was ande­res. Ja, ja und ich sage dann immer sofort Nein, mache ich auf kei­nen Fall. Jan Ja, wie­so denn? Ich soll mich nicht so anstel­len. Kommt dann ganz oft. Aber das ist für mich halt völ­lig deplat­ziert. Wenn ich im klei­nen Kreis bin. In einem pri­va­ten Kreis, wo ich ein­fach nur der Björn sein möch­te, fin­de ich es total unan­ge­nehm, mich da hin­zu­stel­len und anzu­fan­gen zu sin­gen. Das gehört für mich da nicht hin. Es ist was ande­res, wenn man zusam­men Musik macht. Da kann man Spaß dran haben. Aber aber so nicht zu pro­du­zie­ren ist über­haupt nicht meins. Jan Als es so nach dem Mot­to Jetzt passt mal auf, wie toll ich sin­gen kann. Also dass ich das fin­de. Ich fin­de es schwie­rig, aber ähm, ja, das ist. Ist eine schwie­ri­ge Geschich­te und ich muss jetzt wirk­lich sagen, ich wünsch­te, ich hät­te damals schon gewusst, was ich jetzt alles weiß. Das sagt man sel­ber wahr­schein­lich sowie­so häu­fig in sei­nem Leben. Wenn man dann mal so zurück­kommt und sich einen Kopf hat, was habe ich da eigent­lich ver­an­stal­tet? Jan Aber mir hät­te Coa­ching damals sehr gehol­fen. Jan Okay. Und ja, wenn das jetzt so sagst, was? Was sind denn aus dei­ner Sicht da so typi­sche Ansatz­punk­te für Musi­ker? Aus dei­ner Sicht, wo man da anpa­cken könn­te, vor allem vor dem Hin­ter­grund. Björn Resi­li­enz ist ein ganz gro­ßes The­ma. So, da wären wir ja noch eine aus­führ­li­che­re Fol­ge oder sogar ich zwei draus machen. Also jetzt ist ein gro­ßes The­ma Wie gehe ich mit Druck um? Wie gehe ich mit exter­nem Druck um? Aber halt auch wie gehe ich mit inter­nem Druck? Und wo kommt der über­haupt her? Der inter­ne Druck? Jan Und wie wird exter­ner Druck zu inter­nen Druck? Björn Genau das sind Sachen, die kann man glau­be ich, sehr gut im Coa­ching bear­bei­ten. Und die kön­nen einem sehr viel Ruhe geben. Am Acht­sam­keits­trai­ning ist, glau­be ich ganz wich­tig, weil es das in die­ser Müh­le, die die­ses Geschäft ist, ist mir dann auch über die Jah­re tat­säch­lich die Freu­de an der Musik ein biss­chen abhan­den gekom­men, was eigent­lich mal der Ursprung war, war­um ich das Gan­ze hier über­haupt gemacht habe? Ja, also ich hat­te dann wirk­lich so Momen­te, wo ich das gar nicht mehr genie­ßen konn­te. Björn Und das hat ganz viel damit zu tun gehabt, dass ich das ein­fach nicht mehr gespürt habe, weil mir die Acht­sam­keit dafür abhan­den gekom­men ist. Also ich. Ich kann mich erin­nern, dass ich mal eine Pre­mie­re gesun­gen habe, wo man auch Net­tes über mich gesagt hat. Und ich habe das gar nicht anneh­men kön­nen, weil ich so mit ja, ja, genau, weil ich so mit die­sem gan­zen Druck und die­sem Stress dahin­ter beschäf­tigt war. Ich habe dann zwar nett und lieb Dan­ke gesagt, aber so rich­tig zufrie­den war ich dann eigent­lich trotz­dem nicht. Björn Ich konn­te das nicht emp­fin­den. Jan Darf ich fra­gen? War­um also jetzt, heu­te so aus der Rück­schau, war­um du das nicht emp­fin­den konn­test? Björn Weil das tat­säch­lich. Ich glau­be, das hat­te viel damit zu tun, wie gesagt, die Acht­sam­keit fehl­te mir. Ich hat­te war nur damit beschäf­tigt zu funk­tio­nie­ren. Und. Ist der Selbst­schutz fehl­te halt auch ein biss­chen. Das ist, glau­be ich auch etwas, wo Coa­ching sehr hel­fen kann. Abgren­zung, ganz kla­re Abgren­zung, auch was nega­ti­ve Ein­flüs­se angeht. Und wenn das alles so zusam­men­kommt, dann funk­tio­niert man halt nur noch. Na klar. Erstaun­li­cher­wei­se war es aber trotz­dem, sobald der Vor­hang oben war und sobald die Musik los­ging, war es dann wie­der schön. Björn Aber sobald das erle­digt war, war es ein­fach nur noch Stress. Jan Das heißt also, wäh­rend der Per­for­mance selbst war es so trotz­dem im Flow. Also hast du da was zu prä­sent und bis dar­in auf­ge­gan­gen in der Tätig­keit? Björn Genau da in die­sen Momen­ten. Rück­bli­ckend wohl­be­merkt. Also rück­bli­ckend, da genau in die­ser Tätig­keit, ja, aber das hat halt das gan­ze Äuße­re. Hat dann halt irgend­wann so viel aus­ge­macht, dass das nicht mehr gezählt hat. Das ist ein biss­chen scha­de. Rück­bli­ckend eigent­lich. Auf der ande­ren Sei­te war das auch eine sehr, sehr wich­ti­ge Erfah­rung, muss ich sagen. Jan Plus Eigent­lich spielt er ja auch mit rein, was ganz zu Beginn gesagt hast. Also das, was man auf der Büh­ne sieht oder was auf der Büh­ne pas­siert live bei der Vor­stel­lung, ist ja nur ein Bruch­teil des­sen, was das Leben des Musi­kers aus­macht. Also die Fra­ge ist, wie viel wiegt ein Zehn­tel oder wie viel auch immer. Das ist viel­leicht sogar noch weni­ger auf eins, eins sozu­sa­gen Glück in dem Moment, wenn der Rest nicht als ange­nehm emp­fun­den wer­den kann. Jan Und ich sage es mal Ja genau, ich. Es ist auch so, dass die das das war zum Bei­spiel auch ein Punkt, wo ich nicht mit umge­hen konn­te damals war, dass das halt nicht gewert­schätzt wur­de, was da eigent­lich hin­ter steht, hin­ter, hin­ter so einem Musi­ker. Von wem? Ich kann mich von denen, die es nicht ken­nen, also von nicht. Jan Also. Björn Ich wür­de jetzt nicht sagen von allen, aber das ist tat­säch­lich so. Also ich bin und ich ken­ne ein paar Kol­le­gen, die auch so was gefragt wur­den. Ich bin mal bei einer Pre­mie­ren­fei­er gefragt wor­den, was ich eigent­lich tags­über mache. Na also, so nach dem Mot­to Was arbei­ten Sie denn eigent­lich? Sie ste­hen ja nur abends auf und es fühlt sich in dem Moment an wie ein Schlag ins Gesicht. Also das ist es wirk­lich nicht. Schön. Ja, aber wir woll­ten eigent­lich dar­über spre­chen, wie Coa­ching da hel­fen kann und war­um wir glau­ben, dass das, das Musi­ker für für ein Coa­ching eigent­lich ein span­nen­des The­ma ist. Björn Ich glau­be, ich glau­be tat­säch­lich, dass man über Coa­ching ler­nen kann. Die Musik wei­ter zu genie­ßen und sein Ziel nicht aus den Augen zu ver­lie­ren Wir hat­ten ja noch nicht das The­ma Lebens­zie­le und ich glau­be, dass Coa­ching da sehr rein rein­grei­fen kann, dass das wie­der gera­de gerückt ist und dass man das halt fil­tern lernt, dass man ris­kan­ter ist, dass man den Blick aufs Wesent­li­che lenkt und abso­lut und die­ses unwich­ti­ge Drum­her­um so ein biss­chen aus­fil­tern kann. Jan Ja, ich habe auch gera­de, was mir gera­de so spon­tan gekom­men ist, die­se Situa­ti­on beschrie­ben hast mit der Fra­ge nach der Pre­mie­re, was man denn tags­über machen wür­de als Musi­ker. Da kam mir das Stich­wort Per­spek­tiv­wech­sel noch in den Kopf, weil sie die Per­son, die das ja auch fra­gen, die mei­nen das ja nicht ver­let­zend. Die wis­sen das ein­fach gar nicht und und die ver­ste­hen gar nicht, was das für ein Rie­sen. Auf­wand ist das fal­sche Wort. Aber was das für ein Rie­sen­werk ist, es ist qua­si das Gesamt­werk, bie­tet sich ja nur oder wird er nur dar­ge­bo­ten im Rah­men die­ser Vor­stel­lung. Jan Aber das ist ja qua­si die die Blü­te der der gesam­ten Pflan­ze, Musik oder oder oder Vor­stel­lungs ins­ge­samt, also Insze­nie­rung sozu­sa­gen. Das ist ja genau­so wie für die Büh­nen­bil­der. Schaf­fen sich ja auch nicht von allei­ne und ent­ste­hen qua­si wie ein Fin­ger­schnipp da, son­dern die wer­den qua­si lie­be­voll vor­be­rei­tet und und gera­de Künst­ler, die ent­wi­ckeln sich ja über ein gan­zes Leben. Aber das ver­steht natür­lich jemand, der sich damit nie aus­ein­an­der­setzt. Viel­leicht gar nicht, der weiß das viel­leicht ein­fach gar nicht. Jan Aber das heißt nicht, dass er das nicht tref­fen kann, wenn man, wenn man in der Situa­ti­on ist und das gefragt wird. Björn Genau. Und wenn man sich das allein bewusst macht und dann halt auch so bewusst macht, dass man es auch wirk­lich emp­fin­det. Was geht da in mei­nem Gegen­über vor, wenn ich so eine Fra­ge krie­ge und das hät­te dann auch die­sen Schlag ins Gesicht gar nicht mehr aus­ge­löst? Na ja, ja, ja, genau­so wie bes­ser zu ver­ste­hen, war­um Kol­le­gen sich so ver­hal­ten, wie sie sich ver­hal­ten haben. Also ich will da gar nicht so sehr ins Detail gehen, weil das waren auch wirk­lich teil­wei­se häss­li­che Geschich­ten, die ich erlebt. Björn Ja. Jan Es ist aber natür­lich auch so Das Schö­ne ist ja jetzt in die­ser Rol­le so, wie wir jetzt bei dir spre­chen. Du möch­test gar nicht so ins Detail gehen und ich kann ein­fach aus mei­ner unbe­dach­ten Posi­ti­on hier voll vom Leder zie­hen. Aber ich kann mir gut vor­stel­len. Zumin­dest ich bin ja qua­si immer nur Ama­teur Musi­ker gewe­sen. Das heißt, ich habe in Bands gespielt, ich habe auch auf Büh­nen gestan­den, klei­ne Büh­nen mit ein paar hun­dert Leu­ten, dann viel­leicht mal das Publi­kum und Musik gemacht. Jan Und natür­lich ist es so und das ist ja, glau­be ich das Inter­es­san­te am Künst­ler da sein auch auch bei der Aus­übung selbst. Ich auf Deutsch gesagt man macht sich ja schon nackig, also man stellt sich qua­si auf die Büh­ne und man gibt so viel von sich preis in dem Sin­ne, als dass man ja qua­si man inter­pre­tiert ein Stück, man ver­sucht alles mit dem eige­nen Kör­per, der ja auch Werk­zeug ist dar­zu­stel­len, mit mit einem Instru­ment oder dem Instru­ment auch Stim­me, das dar­zu­stel­len. Jan Und man offen­bart sich im Grun­de genom­men und macht sich ja auch ein Stück weit ver­letz­lich in dem Zusam­men­hang. Und das ist, glau­be ich. Also könn­te ich mir vor­stel­len, natür­lich auch immer der Punkt, wo es halt so schnell dazu kom­men kann, dass man sich viel­leicht auch ange­grif­fen fühlt, dass unbe­darf­te Wor­te direkt da tref­fen, wo es weh tut, weil man halt eben in dem Moment so eigent­lich alles gege­ben hat und von sich Preis gege­ben hat in die­sem Zusam­men­hang. Jan Und und ich kann mir gut vor­stel­len, also das ist qua­si der eine Aspekt, war­um man viel­leicht selbst ver­letz­lich ist. Und in dem Zusam­men­hang kann ich mir auch gut vor­stel­len, dass in inner­halb die­ser Kon­kur­renz­si­tua­ti­on auch ein Stück weit. Es gibt ja nicht die­sen per­fek­ten Musi­ker, es gibt. Wir alle sind Men­schen unzu­läng­lich. Lei­der. Unge­wöhn­li­cher­wei­se so jeder mit ihren Eigen­ar­ten. So und zu sagen wer ist jetzt bes­ser? Allein das ist ja schon ver­mes­sen zu sagen. Über Tech­nik kann man spre­chen. Jan Ist das Timing rich­tig? Oder wie inter­pre­tiert man jetzt irgend­wo bestimm­te bestimm­te Modi? Ja, okay. Aber ansons­ten ist es ja so, dass sie natür­lich auch ein Stück weit ist. Ja, künst­le­ri­sche Inter­pre­ta­ti­on. Das hat auch was mit Gefal­len zu tun, mit Geschmack zu tun. Wenn man ansons­ten sau­ber arbei­tet und ich kann mir vor­stel­len, dass auch die­ses, die­se Kon­kur­renz­si­tua­ti­on ein Stück weit auch daher rührt, dass natür­lich jeder auch gleich ver­letz­lich sich macht und natür­lich nicht möch­te, dass man viel­leicht selbst ver­letzt wird und dass das dann teil­wei­se auch ein Stück weit, auch wenn das nicht gut ist. Jan Aber dass man natür­lich auch ver­sucht, viel­leicht auch an der einen oder ande­ren Stel­le mal jeman­den zu pie­sa­cken. Viel­leicht ist er dann nicht ganz so gut beim nächs­ten Mal. Viel­leicht kann ich dann ein biss­chen mehr glän­zen oder bekom­men qua­si nicht die Kri­tik auf, die ich eigent­lich nicht hören möch­te, weil sie viel­leicht woan­ders lan­det. Und und ich glau­be, da kann ich mir als unheim­lich kom­ple­xes Gebil­de in Sum­me vor­stel­len, auch was die Antrei­ber von von ande­ren Per­so­nen sind. Denn grund­sätz­lich. Jan Wür­de ich jetzt mal ver­mu­ten, dass er die meis­ten Men­schen eigent­lich nicht han­deln, um ande­ren zu scha­den, son­dern sie möch­ten ja im Grun­de genom­men, sie ver­fol­gen auch irgend­wie einen guten Zweck, auch wenn der gute Zweck in die­sem Zusam­men­hang ist, dass Sie selbst, dass Sie sich viel­leicht selbst schüt­zen oder sich selbst opti­mie­ren, immer dann wird es pro­ble­ma­tisch, fin­de ich, wenn man eben ande­re Men­schen dar­un­ter lei­den oder qua­si zum Opfer wer­den. Ist jetzt über­trie­ben, aber eben viel­leicht auch als als Ven­til dafür die­nen, dass man eben mit eige­nen Unzu­läng­lich­kei­ten umgeht. Björn Ja, da ist sehr viel Wah­res dran, was du gesagt hast dir. Ich habe fest­ge­stellt, dass oder das kann ich. Ich muss ja kei­ne Namen nen­nen, aber ich habe mal eine rela­tiv bekann­te Kol­le­gin gehabt, die. Der net­tes­te Mensch war, dem ich am Thea­ter begeg­net bin, wirk­lich der der net­tes­te Mensch und. Die hat mir mal gesagt, dass es für sie die größ­te Kunst war, sich das zu bewah­ren. Ja, und ich glau­be, das ist genau das, was man ler­nen kann. Björn Also man kann ler­nen, halt ein Mensch zu sein, der sich immer noch in den Spie­gel schau­en kann und der, der trotz­dem Top­leis­tung ablie­fert, trotz­dem nicht unre­flek­tiert selbst­herr­lich ist. Also das ist alles mög­lich. Und ich glau­be tat­säch­lich, was du sagst. Das ist auch eine Form von Selbst­schutz und damit halt auch ein guter Zweck. Die­ses kom­plet­te Abschot­ten nach außen. Ich bin über alles erha­ben und ihr seid alle schlecht und ich bin viel bes­ser als du. Also das ist alles garan­tiert auch mit Selbst­schutz zu erklä­ren. Björn Aber des­we­gen wenn man das nicht, wenn man das nicht ver­steht und ein jun­ger. Emp­find­sa­mer Mensch ist, kann einem das wirk­lich zum Pro­blem wer­den und ich glau­be, wie gesagt, da kann Coa­ching hel­fen, sowohl was das, was dem Umgang mit die­sem Umfeld angeht, als auch zum Bei­spiel, wie man dann trotz die­ses Umfelds oder trotz bestimm­ter Situa­tio­nen immer noch gut üben kann, um sei­ne Leis­tung wei­ter zu opti­mie­ren. Also das ist ja ganz wich­tig. Das Üben ist ja ist ja das täg­lich Brot, was einen bes­ser macht, was einen gesund hält. Björn Das gilt ja nicht nur für einen Sän­ger und sei­ne Stim­me, son­dern auch für Instru­men­ta­lis­ten. Also wenn man den gan­zen Tag die Gei­ge im am Hals hat, kann das ja auch Fol­gen für den Kör­per haben, wenn man es falsch am. Und wenn man lernt, dass man die­sen Druck, der da extern auf­ge­baut wird, eben nicht ins Üben trägt, son­dern das genau anders­rum macht, ist einem auch sehr gehol­fen. Jan Ah ja, mir fällt in dem Zusam­men­hang auch so das Stück weit ein oder so was, fin­de ich. Also ich könn­te mir vor­stel­len, dass ein typi­sches Sze­na­rio ist ein Musi­ker ist da und der fühlt sich irgend­wo unzu­frie­den, viel­leicht nicht wert­ge­schätzt und viel­leicht auch so, dass der eige­ne Wert nicht aner­kannt wird von außen, unter Umstän­den auf­grund von Kri­tik, von sol­chen Situa­tio­nen und so. Und ganz ein­drucks­voll fin­de ich in die­sem Zusam­men­hang auch die kennst du auch die­se Impakt Tech­nik mit einem mit einem Geld­schein, den man im Grun­de genom­men nimmt und ihn im Grun­de genom­men hat? Jan Was ist das? Das ist ein 50 Euro Schein. Und dann? Dann zer­knüllt man den, tram­pelt drauf rum und so wei­ter und so fort. Ist dann kom­plett zer­knit­tert. Und Farth­mann? Und was ist das jetzt? Es ist immer noch ein 50 Euro Schein, jetzt 50 Euro wert. Und das ist ja eigent­lich, fin­de ich immer ein ganz schö­nes Bild, auch dafür zu sagen egal was von außen kommt man an Bewer­tun­gen und so wei­ter. Das sind alles. Jan Das ist alles äußer­li­che Bewer­tun­gen oder Aus­sa­gen, so wie ich fin­de es nicht Bewer­tun­gen in sei­nen Aus­sa­gen, aber die ändern nichts an dem Wert eines Men­schen, son­dern der eines Men­schen bleibt davon unbe­rührt. Und aber das muss man auch erst mal ein Stück weit ver­in­ner­li­chen, dass man für sich anneh­men kann, dass eine Mei­nung von außen nichts an dem eige­nen Wert ändert. Punkt. Björn Ich fin­de, das ist ein wich­ti­ger Aspekt, dass man sich mit die­sem exter­nen Ein­fluss aus­ein­an­der­setzt. Was ich auch noch ganz wesent­lich fin­de, ist das inne­re Team, weil der Kri­ti­ker ja in Musi­kern meis­tens sehr, sehr laut ist. Der inne­re Kri­ti­ker ja, also man selbst qua­si der eige­ne Gön­ner­haf­te des eige­nen Kop­fes. Der Anteil, der sagt Du bist nicht gut genug oder du musst mehr üben. Björn Und ja, rich­tig. Genau. Und des­we­gen glau­be ich, dass die­se Arbeit mit dem inne­ren Team auch sehr, sehr viel brin­gen kann. Na ja, was hät­test du noch für Ideen? Was kann man mit einem Musi­ker noch ver­an­stal­ten? Jan Also grund­sätz­lich ist ja wie gesagt erst mal die Fra­ge aus mei­ner Sicht was ist das The­ma des Musi­kers? Ist das The­ma eine all­ge­mei­ne Unzu­frie­den­heit? Ist es die Mei­nung, dass das er viel­leicht nicht gut genug ist oder dass er halt eben mit dem Druck außen oder wie innen nicht klar­kommt? Und dann fin­de ich, kommt man glau­be ich rela­tiv schnell auch schon zu wesent­li­chen Punk­ten, denn. Die Unzu­frie­den­heit, die kommt ja irgend­wo­her. Son­dern die Fra­ge ist jetzt in die­sem Zusam­men­hang ist es eine objek­ti­ve Unzu­frie­den­heit im Sin­ne von Das, was ich tue, ist tech­nisch nicht sau­ber. Jan Dann wäre es qua­si eine kön­nen The­ma­tik oder eine. Ich sage jetzt mal eine The­ma­tik. Und es gibt natür­lich auch ande­re Din­ge, die einen bewe­gen kön­nen. Und das sind unter Umstän­den Din­ge, die tie­fer sit­zen. Viel­leicht bestimm­te Glau­bens­sät­ze. So viel­leicht steckt irgend­wo irgend­was auch in der Per­sön­lich­keit. Das sagt Du bist nicht gut genug. So unab­hän­gig davon, ob ich jetzt Musi­ker bin oder nicht. Und ich zie­he viel­leicht mei­nen kurz­fris­ti­gen, mei­nen kurz­fris­ti­gen, mei­ne kurz­fris­ti­ge Befrie­di­gung aus dem Bei­fall nach einer Vor­stel­lung, dass ich sage Da ist jetzt auf ein­mal die­se Auf­merk­sam­kei­ten, da bekom­me ich die Bestä­ti­gung, dass ich gut bin und das hält aber viel­leicht nicht an und und und. Jan Die Fra­ge ist dann Macht qua­si wiegt es das auf, dass ich die­se Stress­si­tua­ti­on drum her­um habe, dann wäre der Ansatz eher mit die­sem Glau­bens­satz zu arbei­ten und zu schau­en Wie kommt es denn, dass ich der Mei­nung bin, nicht gut genug zu sein? Woher kommt das? Und wie kann ich dar­an arbei­ten, dass ich mit mir im Rei­nen bin und dass ich anneh­men kann, dass ich genau so gut bin, wie ich bin? Oder anders her­um gesagt Ich bin gut so wie ich bin. Björn Genau. Und damit wird man eigent­lich dann sowie­so auto­ma­tisch auch zum bes­se­ren Musi­ker. Weil in dem Moment, wo ich halt nicht die­se inne­re Stim­me habe, die sagt, ich muss bes­ser sein und das die Phra­se ist mir jetzt auch nicht gelun­gen und der Auf­takt war zu spät. Was da alles kom­men kann in dem Moment, wo das nicht mehr so domi­nant ist, wer­de ich auch bes­ser bzw. mer­ke ich das auch jetzt, weil ich mache ja immer noch Musik. Aller­dings hat so für mich im klei­nen Kreis wer­de ich ja in dem Moment durch die Ent­span­nung schon wie­der viel emp­find­sa­mer für Musik und kann für mich viel musi­ka­li­scher ver­hal­ten, weil es nicht so leis­tungs getrie­ben ist. Jan Ist übri­gens auch ein Aspekt, zum Bei­spiel in dem Zusam­men­hang, der mir auch schon begeg­net ist. Und der, der spielt dann auch mit rein. Ich mei­ne, ist das ein Rand­aspekt. Aber zum Bei­spiel auch Musi­ker und Alko­hol oder Dro­gen. Also alles, was qua­si ein Stück weit auch den Kopf ein biss­chen aus­schal­tet und dafür sorgt, dass ich locker wer­de und ein­mal ein­fach nicht mehr so ver­kopft bin, so ver­krampft man. Das ist ja auch teil­wei­se gern genom­me­nes Mit­tel, um sich dar­auf ein­las­sen zu kön­nen und dann im Grun­de genom­men sich gehen las­sen zu kön­nen und dann per­for­men zu kön­nen. Björn Das gefähr­lichs­te Mit­tel über­haupt. Jan Bei mir hat­te das, wenn ich vom Spie­len ein Bier getrun­ken habe, dann war es das mit mei­ner Koor­di­na­ti­on. Inso­fern war das für mich nie ein The­ma. So war ich tech­nisch wahr­schein­lich nicht das Opti­on. Aber das ist natür­lich auch etwas, was da unter Umstän­den mit mit mit rein­spie­len kann, in dem Zusam­men­hang irgend­wie locker wer­den zu kön­nen oder so. Und was dann auch gefähr­lich sein kann. Jetzt habe ich dich, glau­be ich, unter­bro­chen. Gera­de. Björn Nö, eigent­lich nicht. Nein, ich war alles gut. Aber viel­leicht. Und das ist viel­leicht so eine schö­ne Anek­do­te zum Schluss, die­ses, mit dem wir nur Bier getrun­ken hast, dann bist du unko­or­di­niert gewe­sen und so. Also ich habe also das, was man so als Stu­den­ten­le­ben kennt, jedes Wochen­en­de auf die Rol­le und so. Das habe ich alles gar nicht erlebt, weil das, was ich erlebt habe. Das ist zumin­dest bei Sän­gern so. Wenn du Alko­hol trinkst, kannst du in der Regel min­des­tens einen Tag nicht anstän­dig sin­gen. Björn Also das gibt. Es gibt weni­ger Aus­nah­men, wo es anders ist. Aber wenn ich einen. Wenn ich ein Glas Wein getrun­ken habe, war mei­ne Stim­me am nächs­ten Tag min­des­tens ein ganz und tie­fer. Hat etwas mit Schleim­häu­ten zu tun. Habe ich nie ver­stan­den, aber es ist ein­fach so. Und dann ist das Gan­ze so anstren­gend, dass man nach einer Vor­stel­lung eigent­lich wie­der ganz drin­gend Ruhe braucht. Hat man in der Regel ja nicht mal wie­der gefragt und so. Also die­ses, die­ses, die­ser, die­se, die­ses Ent­sa­gen von von die­sen all­täg­li­chen Ent­span­nungs Mecha­nis­men. Björn Wenn man lang­fris­tig gesund blei­ben möch­te und erfolg­reich sein möch­te, hat man dann gar nicht. Da muss man sich dann ja ande­re Stra­te­gien suchen. Ich weiß gar nicht genau, wer es war. Das ist auf jeden Fall ein Zitat und da wur­de ein die Frau eines sehr berühm­ten Opern­sän­ger gefragt, wie es denn eigent­lich wäre, mit einem so bekann­ten Opern­sän­ger ver­hei­ra­tet zu sein. Und dann hat sie gesagt Was soll ich sagen? Fünf Tage vor­her darf er nicht und drei Tage danach kann er nicht. Jan Ein Hoch auf die wöchent­li­che Vor­stel­lung. Björn Ja, ja, genau. Also ist das das? Da muss­te ich damals sehr lachen. Es ist natür­lich nicht so extrem, aber ein biss­chen was Wah­res dran. Jan Auf jeden Fall. Auf jeden Fall fand ich sehr kurz­wei­lig heu­te das The­ma. Für mich auch sehr, sehr. Der Blick in die Ver­gan­gen­heit. Aber ich habe mei­nen Frie­den damit gemacht und das ist auch gut so. Das ist das Wich­tigs­te. Björn Genau. Also ich den­ke, wenn uns hier Musi­ker zuhö­ren und ihr irgend­wie das Bedürf­nis habe, ich den­ke, da ist was für euch dabei gewe­sen. Ich hof­fe, es war was für euch dabei. Wir hof­fen, dass nicht nur ich. Und jedes Mal, wenn ihr mehr Infor­ma­tio­nen über uns haben wollt, fin­det ihr die auf unse­ren Web­sei­ten. jangustavfranke.de und bjoernbobach.de. Und wir freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge mit euch. Bis bald auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Musiker, Podcast --- ### [Wann Business Coaching sinnvoll ist](https://bobach-coaching.de/wann-business-coaching-sinnvoll-ist/) **Published:** September 21, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Je mehr Start-ups den Weg in die Geschäfts­welt wagen und je groß­flä­chi­ger Unter­neh­men expan­die­ren, des­to häu­fi­ger ist Busi­ness Coa­ching in aller Mun­de. Wann aber ist es sinn­voll, ein Busi­ness Coa­ching in Anspruch zu neh­men und wel­che The­men kön­nen Inhalt eines sol­chen Coa­chings sein? Busi­ness Coa­ching hat unter den Unter­neh­mern und Füh­rungs­kräf­ten mitt­ler­wei­le eine ech­te Fan­ba­se gewon­nen, denn die pro­fi­ta­blen Aus­sich­ten gel­ten als außer­or­dent­lich viel­ver­spre­chend. Unab­hän­gig davon, ob es sich um ein jun­ges Start-up oder um ein eta­blier­tes Unter­neh­men han­delt: Unter­neh­mer und Füh­rungs­kräf­te wer­den im Lau­fe ihres Geschäfts­le­bens mit zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen kon­fron­tiert und sind gefor­dert, die­se in Eigen­re­gie zu stem­men. Ein Busi­ness Coa­ching kann dabei eine wert­vol­le Unter­stüt­zung sein und Hil­fe­stel­lun­gen bie­ten, wodurch sich Pro­zess­schrit­te abkür­zen las­sen. Die­se The­men machen Busi­ness Coa­ching so attrak­tiv: ## Karriereziele erreichen Unter­neh­mer­tum bedeu­tet für vie­le Grün­der nicht nur, ein Unter­neh­men zu füh­ren, son­dern auch, sich als Füh­rungs­per­sön­lich­keit wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Bei der Men­ge an Auf­ga­ben, die Sie als Unter­neh­mer täg­lich zu bewäl­ti­gen haben, kann die eige­ne Kar­rie­re ins Sta­gnie­ren gera­ten. Auch für Füh­rungs­kräf­te ist der Schritt in die nächs­te Hier­ar­chie­ebe­ne häu­fig stei­nig. Ein Busi­ness Coa­ching setzt bei­spiels­wei­se durch Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken den Hebel an, gibt wich­ti­ge Impul­se und befä­higt zu einer gestei­ger­ten per­sön­li­chen Leis­tung. ## Konflikte am Arbeitsplatz lösen Wo Men­schen zusam­men­tref­fen, kann Rei­bung ent­ste­hen. Busi­ness Coa­ching hilft, die­se in Ener­gie zu ver­wan­deln und Kon­flik­te aus der Welt zu schaf­fen, bevor sie sich ver­fes­ti­gen. Dabei geht es sowohl um hier­ar­chie­über­grei­fen­de Macht­spie­le, als auch um Kon­flik­te, die inner­halb eines gleich­ge­stell­ten Teams das Kli­ma im Unter­neh­men zu beein­träch­ti­gen dro­hen. Hier­bei ist vor allem früh­zei­ti­ges Han­deln gefragt, um kri­sen­ge­präg­te Situa­tio­nen nach­hal­tig zu ent­schär­fen. ## Führungsqualitäten ausbauen Wenn es um Füh­rung im Unter­neh­men geht, pral­len häu­fig zwei Wel­ten auf­ein­an­der: Mit­ar­bei­ter möch­ten sich selbst ver­wirk­li­chen und mit ihren Leis­tun­gen dem Unter­neh­men zum Wachs­tum ver­hel­fen. Füh­rungs­kräf­te haben zudem ver­stärkt die wirt­schaft­li­che Kom­po­nen­te im Blick. Wie Sie Ver­trau­en auf­bau­en und Mit­ar­bei­ter för­dern kön­nen, ohne dass das Wachs­tum des Unter­neh­mens durch das Ras­ter fällt, kann ein wesent­li­cher Bestand­teil eines Busi­ness Coa­chings sein. ## Blockaden auflösen Sie haben alles getan, was mög­lich schien, um den Ver­trieb anzu­kur­beln, doch die Umsät­ze las­sen zu wün­schen übrig? Die Plä­ne für effek­ti­ves Net­wor­king klan­gen Erfolg ver­spre­chend, schei­nen aber nicht zu funk­tio­nie­ren? Oder haben Sie das Gefühl, dass Gehalts­ver­hand­lun­gen ins Sto­cken gera­ten? Im Rah­men eines Busi­ness Coa­chings las­sen sich effek­ti­ve Gegen­maß­nah­men ergrei­fen. ## So läuft Business Coaching ab Um die Effek­ti­vi­tät eines Busi­ness Coa­chings zu stei­gern, wird zunächst die gegen­wär­ti­ge Situa­ti­on detail­reich ana­ly­siert. Ist der Sta­tus Quo ermit­telt, geht es an die eigent­li­che Auf­ga­be, Ihre per­sön­li­chen Res­sour­cen zu mobi­li­sie­ren. Ein Busi­ness-Coach agiert für Sie als Spar­rings­part­ner und sorgt dafür, dass Sie in sich selbst Ener­gien ent­de­cken, die Sie zum Zwe­cke der Wei­ter­ent­wick­lung befeu­ern kön­nen. Die­se Hil­fe zur Selbst­hil­fe ist für Sie als Unter­neh­mer bzw. Füh­rungs­per­sön­lich­keit wich­tig, um für künf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen gewapp­net zu sein. Busi­ness-Coa­ching zeigt Ihnen dabei nicht nur Lösungs­we­ge auf, son­dern ver­an­lasst, Per­spek­ti­ven zu wech­seln und unter­stützt dar­in, Lösun­gen eigen­stän­dig her­bei­zu­füh­ren. Sie erken­nen sich bereits in eini­gen die­ser skiz­zier­ten Situa­tio­nen wie­der? [Neh­men Sie jetzt Kon­takt für eine ein­ge­hen­de Bera­tung auf!](#kontakt "#kontakt") **Kategorien:** Business Coaching, Coaching **Schlagwörter:** Business Coaching, Coaching, Produktivität --- ### [Positives Denken richtig einsetzen](https://bobach-coaching.de/podcast-positives-denken/) **Published:** Oktober 1, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich beschäf­ti­gen uns in die­ser Coach&Coach Fol­ge mit posi­ti­vem Den­ken. Was ist posi­ti­ves Den­ken und was nicht? Was bringt es uns eine posi­ti­ve Sicht auf die Gescheh­nis­se um uns her­um zu ent­wi­ckeln? Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke Hal­lo Jan, hal­lo Björn, und heu­te durf­te ich mir ein The­ma wün­schen. Letz­tes Mal war der Jan ganz auf­ge­regt. Heu­te bin ich es. Ich möch­te dar­über spre­chen, was posi­ti­ves Den­ken ist, was es nicht ist, was es einem bringt und wie es oft falsch ver­stan­den wird, glau­be ich. Jan, was ist denn posi­ti­ves Den­ken dei­ner Mei­nung nach? Jan Tja, was ist posi­ti­ves Den­ken mei­ner Mei­nung nach? Voll­um­fäng­li­che Defi­ni­ti­on zu Beginn der Fol­ge oder sagt doch erst­mal, was es nicht für dich ist. Jan Also ich ver­suchs ein­fach mal ohne lei­ten­de Fra­ge zu beschrei­ben, also posi­ti­ves Den­ken aus mei­ner Sicht, was mir jetzt so asso­zi­iert dazu ein­fällt. Es hat eben einen posi­ti­ven Kern in allen Din­gen zu sehen oder zumin­dest dahin zu kom­men, dass nach anfäng­li­cher Unzu­frie­den­heit mit The­men. Also man muss ja nicht alles toll fin­den oder posi­tiv fin­den, was was pas­siert. Aber das man halt irgend­wie Mög­lich­kei­ten fin­det was posi­tiv zu wan­deln. Das wäre jetzt mal so ein klei­ner Ein­stieg von mei­ner Sei­te aus. Jan Hmmm. Björn War­um ich das The­ma so ger­ne bespre­chen woll­te, liegt dar­an, dass ich es schon oft erlebt habe. Und ich saß ein­mal im Raum, wie jemand sag­te Wenn du posi­tiv den­ken willst, musst du alles Nega­ti­ve von dir wei­sen. Das heißt, nega­ti­ve Ein­flüs­se muss man ein­fach, also wort­wört­lich ein­fach abstel­len. Und Nega­ti­ves exis­tiert dann ein­fach gar nicht mehr. Und dann gehört da das Reds­kins wür­de jetzt zu weit gehen. Ich will ja nie­man­den dif­fa­mie­ren, der jetzt nicht an der Stra­ße Anga­be gedach­te. Björn Ich hät­te eher the­ma­tisch gedacht, aber das las­sen wir mal lie­ber. Das war, das war tat­säch­lich im Rah­men eines Semi­nars. Ich sehe dar­in eine gro­ße Gefahr, weil das bedeu­tet ja dann auch und da liegt dann die Gefahr, dass alles, was ein Pro­blem ist, ein etwas Nega­ti­ves ist, ein­fach negiert wird. Das heißt, das drü­cken wir mal schön zur Sei­te, wir ver­drän­gen es und wir wis­sen ja alle nur zu gut. Alles, was wir schön ver­drän­gen, kommt dann irgend­wann so der Bal­lon Effekt, den man unter Was­ser drückt, mit geball­ter Kraft wie­der nach oben und rich­tet dann unter Umstän­den viel, viel mehr Scha­den an. Björn Des­we­gen ist mir das liegt mir das The­ma so am Her­zen, weil ich glau­be, es ist wich­tig, dass man sich schon klar macht, dass posi­ti­ves Den­ken nicht bedeu­tet, dass man über nega­ti­ve Din­ge nicht nach­denkt, dass man Pro­ble­me nicht annimmt. Und damit sind wir bei der Grund­vor­aus­set­zung für posi­ti­ves Den­ken mei­ner Mei­nung nach, näm­lich das nega­ti­ve Anneh­men. Das klingt para­dox, aber ich glau­be, das ist der wich­tigs­te ers­te Schritt. Wenn ich ein Pro­blem habe, muss ich es, um es posi­tiv zu wan­deln, als ers­tes anneh­men. Björn Oder hast du eine ande­re Mei­nung? Jan Ich habe da kei­ne ande­re Mei­nung dazu, ich über­le­ge gera­de. Ich bin ja schon wie­der hier auf Wort Wort­klau­be­rei Ebe­ne unter­wegs. Ähm. Damit ich also was ich auf jeden Fall unter­schrei­ben wür­de, dass man Din­ge anneh­men muss, die pas­sie­ren. Und ich glau­be, ob etwas als nega­tiv emp­fun­den wird, kann auch wie­der total indi­vi­du­ell sein. Also das viel bemüh­te Bei­spiel, die Kün­di­gung, die vom Unter­neh­men kommt. Der eine emp­fin­det das irgend­wie als gro­ße Bedro­hung, der ande­re sagt Ach, ein Befrei­ungs­schlag, end­lich kann nicht mal was ganz ande­res machen, so dass natür­lich die Bewer­tung einer Situa­ti­on auch noch mal wie­der indi­vi­du­ell ist. Jan Aber wahr­schein­lich genau. Grund­sätz­lich ist es so, dass sowohl posi­ti­ve als auch nega­ti­ve Din­ge all­ge­mein eben Situa­tio­nen, Umstän­de und so wei­ter. Ange­nom­men, akzep­tiert wer­den müs­sen und nicht ver­drängt wer­den soll­ten. Björn Ist ja auch Teil der Resi­li­enz des Resi­li­enz Trai­nings, dass man auch da die Stress­fak­to­ren, das, was einem unter Druck setzt, erst ein­mal anneh­men muss, um über­haupt zu einer Lösung zu kom­men. Und dann ist was ganz span­nen­des, weil in dem Moment, wo man es annimmt, dann ent­schei­det sich, ob man wirk­lich posi­tiv den­ken kann, weil das hast du auch mal zu mir gesagt, dass man in einem Pro­blem trotz­dem immer die Lösung auch sieht. Wie geht man denn da vor? Jan Tja, also ich glau­be, dass da tat­säch­lich. Viel Kärr­ner­ar­beit drin steckt also. Ich glau­be, das hat etwas damit zu tun, sich ein Stück weit auch selbst dar­auf. Zu trai­nie­ren, so wie ich das jetzt mal for­mu­lie­ren. Über­haupt die posi­ti­ve Din­ge posi­tiv zu sehen oder eben in allen Situa­tio­nen auch das Poten­zi­al, etwas Posi­ti­ves dar­aus zu bau­en und zu ent­wi­ckeln. Ich glau­be, wir sind da jetzt tat­säch­lich schon bei die­sem Punkt. Den man da stra­pa­zie­ren kann, näm­lich die Bezeich­nung Pro­blem trans und lösungs trans, genau, dass man also. Jan Unter­schied­li­che Wel­ten hat Man kann in der Welt unter­wegs sein, in der man sagt Alles ist schwie­rig, alles ist ein Pro­blem. Immer pas­siert mir das. Mir wer­den nur Stei­ne in den Weg gelegt und so wei­ter und so fort. Und die eine, also nicht die iden­ti­sche glei­che Ver­si­on, aber eine ande­re Per­son in der glei­chen Situa­ti­on könn­te sagen Ach, hier noch eine Auf­ga­be, da noch was, was mich jetzt gera­de auf­hält, aber was ich erle­di­gen kann. Und dann kom­me ich wei­ter. Jan Qua­si immer sozu­sa­gen den Fort­schritt sieht und die Mög­lich­keit und die­se Trans­for­ma­ti­on von einer Pro­blem, Trance oder Grund­ein­stel­lun­gen an Erlö­sung, Stra­ße oder Ein­stel­lung zu kom­men. Das ist glau­be ich der wesent­li­che Effekt. Und jetzt um dei­ne Fra­ge noch mal zu wie­der­ho­len wäre ja die Fra­ge Wie mache ich das? Fragst du mich nicht, ich kann auch ger­ne dar­auf ant­wor­ten, aber ich habe jetzt eine Fra­ge von dir erwar­tet, dass sie jetzt noch mal kommt, des­halb habe ich sie schon mal vor­weg­ge­nom­men. Björn Nein, nein, aber ich fand das jetzt ein wich­ti­ger Aus­füh­rung, weil das ist ja genau das. Und das wird dann halt oft falsch ver­stan­den, dass man Men­schen, die in einer Pro­blem Trance hän­gen und sol­chen das hat auch jeder schon mal erlebt. Glau­be ich. Ich habe das erlebt. Du wirst es auch schon mal erlebt haben, dass man irgend­wann, also in irgend­ei­ner Situa­ti­on wirk­lich nur noch das Pro­blem sieht und über­haupt nicht weiß. Wie soll ich da jetzt raus­kom­men? Björn Und mit jedem Tag wird es eigent­lich immer schlim­mer. Und das ist wirk­lich eine Trance, weil wir ja alle so viel Poten­zi­al in uns tra­gen und so vie­le Mög­lich­kei­ten in uns tra­gen und vor allem ja auch unser eige­ner Chef sind. Jeder­zeit. Im Prin­zip im Leben. Ich mei­ne jetzt nicht in der Arbeit, aber im Leben sind wir ja unser eige­ner Chef. Es zwingt uns ja kei­ner, eigent­lich irgend­et­was zu tun. Und wenn man in die­ser Trance gefan­gen ist. Ist das ist der Schritt in die Lösungs Stra­ße. Björn Der erscheint einem rie­sig. Ich glau­be, da sind vie­le des­we­gen auch in der in der Stra­ße gefan­gen, weil sie die­sen Schritt. Auf die ande­re Sei­te als gigan­tisch groß emp­fin­den, als einen unglaub­li­chen Kraft­akt. Und weil wir jetzt immer von Lösungs und Pro­blem­druck spre­chen das ist ja sind ja Begrif­fe, die kom­men ja vor allem auch aus der lösungs fokus­sier­ten Kurz­zeit The­ra­pie oder bzw. dem fokus­sier­ten Kurz­zeit Coa­ching. Und da gibt es ja ganz vie­le ver­schie­de­ne Tools, wie man das bewerk­stel­li­gen kann. Björn Und ich habe das erlebt, nicht am eige­nen Leib, ich nicht als Coa­chee, son­dern als Beob­ach­ter. Dass jemand wirk­lich inner­halb von einer Stun­de. Eine völ­lig ande­re Sicht auf die Welt ent­wi­ckel­te sich also auf sei­ne per­sön­li­che Welt in dem Moment. Es hat­te sich nichts geän­dert an äuße­ren Umstän­den, aber durch eine eine Übung mit einem Coach wur­de da jemand völ­lig aus die­ser Trance her­aus­ge­ris­sen und lan­de­te in einer Lösung Stra­ße und ging, obwohl sich eigent­lich erst­mal nichts ver­än­dert hat­te. Nur sei­ne inne­re Hal­tung ging ganz anders aus die­ser Sit­zung her­aus und das fand ich so beein­dru­ckend. Björn Da habe ich wirk­lich gedacht, das ist eigent­lich der Schlüs­sel zu allem. Und das fing halt auch wie­der damit an, dass das ange­nom­men wur­de, dass die Grund­si­tua­ti­on wur­de erst ein­mal ange­nom­men und es wur­de erst gesagt Ja, es ist jetzt halt so. Das war eine Tren­nung Situa­ti­on, um es kurz zu erklä­ren. Und dann wur­de das tat­säch­lich inner­halb die­ser Sit­zung das ers­te Mal auch von dem Coa­chee als Rea­li­tät aner­kannt. Und das hat schon so viel bewirkt. Ich fand das Wahn­sinn. Jan Na ja, also allein die­ser Schritt. Vom. Das darf nicht sein. Das kann nicht wahr sein. Ich will nicht, dass das so ist. Um dahin zu kom­men, zu sagen Okay, ich wer­de es nicht ändern, nicht? Auch wenn es mir kei­nen Spaß macht, aber ich neh­me es an, dass es so ist und ich akzep­tie­re das. Das ist natür­lich auch schon mal ein enor­mer inter­ner Schritt. Das hat ja auch was damit zu tun, Wider­stand auf­zu­ge­ben und irgend­wo sich ein Stück weit auch mit. Jan Mit der Rea­li­tät, wie sie sich jetzt gera­de dar­stellt, aus­ein­an­der­zu­set­zen und das anzu­neh­men und das ist schon allein das ist natür­lich schon mal eine enor­me, ein enor­mer Schritt. Björn Der ist natür­lich der Coach auch sehr ent­schei­dend, weil es ist dann ja oft der Coach, der und da zitie­re ich mal unse­re Aus­bil­de­rin, der sagen muss Aber es ist jetzt so hm und. Da merkt man dann, wenn man das beob­ach­tet, dass bei dem Coa­chee in dem Moment, wenn dann so ein loya­ler Mensch wie der Coach in dem Moment das so Wert­freie aus­spricht, dass da schon ganz viel pas­siert. A. Und dann ist der Schritt gar nicht mehr so groß in die Lösung Stra­ße. Jan Ja, dann ist der Schritt viel­leicht gar nicht mehr so groß. Die Fra­ge ist ja für den Kli­en­ten auch immer noch nicht so groß. Auch da, glau­be ich, hat das viel damit zu tun. Also ent­we­der eine hohe Selbst­re­fle­xi­on da ist, dass man selbst da auch dran arbei­ten kann mit den eige­nen Fähig­kei­ten. Oder wenn man auch jeman­den an sei­ner Sei­te hat, der das gut beglei­ten kann und gut mode­rie­ren kann. Und. Da wäre ja zum Bei­spiel ein mög­li­cher Schritt, sich der Sache anzu­nä­hern, zu sagen Wenn das jetzt so ist und das jetzt erst mal so akzep­tiert ist. Jan Wie gehen wir denn jetzt damit um? Was machen wir denn damit? Björn Das ist eine Mög­lich­keit, eine ande­re Mög­lich­keit ist ja das, was wir fach­män­nisch als Ref­raming bezeich­nen, das man sich vor­stellt. Wie wür­de es sich anfüh­len, wenn das Pro­blem nicht mehr exis­tiert? Das wäre in Zukunft, wenn das alles Ver­gan­gen­heit wäre. Und was ist dann wirk­lich anders? Was muss ein­tre­ten, damit das wirk­lich anders wäre? Und dar­über kom­men die meis­ten ja schon sehr, sehr schnell zu den Schrit­ten, die sie dann gehen müs­sen, um aus die­ser Pro­blem raus­zu­kom­men. Björn Und dann ist man auch wirk­lich im posi­ti­ven Den­ken, weil dann nimmt man die Erfah­rung an und schöpft aus sei­nen Res­sour­cen und baut sich sei­ne für sich selbst pas­sen­de Lösung zusam­men. Und wenn man das dann ein­mal über­stan­den hat und ich glau­be des­we­gen auch, dass man, je mehr Kri­sen man durch­schrit­ten hat, dass man immer mehr in das posi­ti­ve Den­ken kommt, weil man immer mehr lernt, dass alles eine Lösung hat. Wenn ich jetzt jeman­den vor mir habe, der irgend­wie eine Tren­nung hat­te und dann ist er gekün­digt wor­den und dann war er ewig arbeits­los und dann hat er nur eine toxi­sche neue Bezie­hung, so zwei Jah­re am Stück oder irgend­wie so was. Björn Dass das natür­lich in dem Moment unheim­lich schwie­rig ist, in die ihn da aus einem Pro­blem raus­zu­kom­men, ist klar. Aber ich glau­be tat­säch­lich, dass mit jeder Kri­se, die man auch über­win­det, die Mög­lich­keit, posi­tiv auch auf neue Her­aus­for­de­run­gen und schwie­ri­ge Situa­tio­nen zuzu­ge­hen, steigt. Jan Ja, und es ist natür­lich auch so, dass jede noch so schwie­ri­ge Situa­ti­on auch immer Poten­zi­al zum Ler­nen birgt. Also auch da ist ja qua­si die Fra­ge Selbst wenn ich auch von einer schwie­ri­gen Situa­ti­on oder her­aus­for­dern­den Situa­tio­nen in die nächs­te gelan­ge, sehe ich qua­si nur die nur die Schat­ten­sei­ten in Anfüh­rungs­stri­chen oder sehe ich auch einen posi­ti­ven Kern, einen ande­ren Kern viel­leicht auch, der mit dabei ist und. Und was kann ich dar­aus im End­ef­fekt zie­hen, um um etwas dar­aus zu ler­nen und zum Posi­ti­ven zu gestal­ten? Björn Ah, genau. Also das ist mir. Man merkt das glau­be ich auch, dass es mir so ein Her­zens­the­ma, weil man hat mir frü­her immer gesagt, du darfst nicht an Pro­ble­me den­ken. Also das sind so, dass so was, was ich irgend­wie schon mein hal­bes Leben ich bin jetzt 47, also unge­fähr mein hal­bes Leben immer mal wie­der gehört habe. Und das fand ich schon so gefühls­mä­ßig immer falsch. Und ich fin­de es auch wich­tig, dass man, dass man das halt ver­mit­telt als Coach, dass es eben nicht bedeu­tet, dass man kei­ne Pro­ble­me haben darf, dass man nichts Nega­ti­ves haben darf, son­dern der Umgang damit ist das Ent­schei­den­de. Björn Der. Jan Abso­lut. Mir fällt noch ein ande­res The­ma mit in dem Zusam­men­hang ein und da geht es doch noch mal um die Ein­flüs­se von oder auf posi­ti­ves Den­ken und auch um außen Ein­flüs­se und da. Geht es um das The­ma. Es ist aber eigent­lich ein neu­er The­men­be­reich, den man anschrei­en, anschnei­den kann. Pri­ming und was das da für eine Rol­le spielt in dem Zusam­men­hang. Also ich könn­te das jetzt erklä­ren, aber viel­leicht machen wir das ein­fach mal in einer sepa­ra­ten Fol­ge. Okay, dass wir das noch mal in Ruhe dis­ku­tie­ren, weil das ist eigent­lich was, was man auch schön nut­zen kann, um auch posi­ti­ves Den­ken zu för­dern in dem Zusam­men­hang und auch Lösungs­ori­en­tie­rung zu för­dern. Björn Dann setzt man das auf unse­re Lis­te. Jan Ist auf jeden Fall eine gan­ze gan­ze Fol­ge wert. Björn Okay, auf­ge­schrie­ben. Jan Wär schön. Dann den­ke ich, dass wir jetzt heu­te über posi­ti­ves Den­ken ähm, uns gut aus­ge­tauscht haben. Björn, hast du noch ande­re Din­ge, die du in dem Zusam­men­hang bespre­chen möch­test? Björn Nein, eigent­lich nicht. Ich hof­fe und ich den­ke, wir haben die Mes­sa­ge rüber­ge­bracht. Jan Genau. Das heißt also, wir neh­men an, was da kommt. Suchen den posi­ti­ven Kern, suchen nach Mög­lich­kei­ten, wie wir es gestal­ten kön­nen. Und manch­mal hilft viel­leicht schon der Gedan­ke, wie es denn wäre, wenn wenn es posi­tiv ist und was wir dafür tun kön­nen. Genau. Und. Wir hof­fen, dass euch die­se Fol­ge auch wie­der gut gefal­len hat und dass ihr beim nächs­ten Mal auch wie­der mit dabei seid. Und wenn ihr mehr über uns erfah­ren möch­tet, dann fin­det ihr uns auch im Inter­net unter bjoernbobach.de und jangustavfranke.de und ansons­ten bleibt uns jetzt nur noch zu ver­ab­schie­den und zu sagen Bis zum nächs­ten Mal soll ich es heu­te sagen, Jan, kannst du auch? Björn Auf Wie­der­hö­ren. Macht’s gut. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast, Positives Denken --- ### [Empathie verstehen, lernen und anwenden](https://bobach-coaching.de/podcast-empathie/) **Published:** Oktober 8, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Von Empa­thie hat jeder schon ein­mal gehört. In die­ser Fol­ge set­zen sich Björn Bob­ach und [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) genau­er mit dem Begriff aus­ein­an­der: was Empa­thie ist, wie sie hel­fen kann und ob Empa­thie erlern­bar ist. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Heu­te spre­chen wir über ein The­ma von Björn, das ich aber trotz­dem anmo­de­riert darf, und zwar das The­ma Empa­thie. So erst mal sacken las­sen, Empa­thie und Weis­heit ein Wunsch The­ma ist Björn. Fra­ge ich dich ein­fach mal. Empa­thie was ist das eigent­lich? Björn Hal­lo Jan. Du hast jetzt eine ganz eso­te­ri­sche Stim­me gekriegt, als du Empha­tie gesagt hast. Ist dir das auf­ge­fal­len? Jan Ja, was? Was kann das über mich sagen? Und über dich? Und über alle? Und über Empa­thie? Björn Ja, ich glau­be, das ist ein Wunsch von mir, weil ich Empa­thie ist, was ganz Wich­ti­ges. Aber ich glau­be, vie­le sind sich nicht dar­über im Kla­ren, was Empa­thie bedeu­tet. Also nicht im begriff­li­chen Sin­ne, son­dern im geleb­ten Sin­ne. Und wann man wirk­lich empa­thisch ist und wann nicht. Also ich sag jetzt mal so ein klas­si­sches Miss­ver­ständ­nis ist, glau­be ich. Empa­thie bedeu­tet immer Ver­ständ­nis für das Gegen­über zu haben. Also jemand schüt­tet sein Herz bei dir aus und du sagst immer Jaja, ich ver­ste­he dich. Björn Ist das dann eine empa­thi­scher Mensch? Jan Tja, also erst­mal ist es dann ein Mensch, der behaup­tet, er wür­de den ande­ren immer ver­ste­hen. Grund­sätz­lich aber Empa­thie. Jetzt mal ein­fach so aus dem Bauch her­aus defi­niert, wür­de ich sagen. Ist ja erst­mal die Fähig­keit, über­haupt mit zu füh­len und nach nach­zu­voll­zie­hen, wie ande­re sich füh­len oder dass sie sich so füh­len, wie sie sich füh­len. Björn Und zwar wirk­lich im buch­stäb­li­chen Sin­ne mit­zu­füh­len. Also nicht nur zu sagen Ich ver­ste­he dich, son­dern es wirk­lich mit­zu­er­le­ben, mit zu füh­len, also wirk­lich das am eige­nen Leib zu spü­ren, was da im Gegen­über vor sich geht. Und das ist ja etwas, was wir als Coa­ches zu unse­rem Hand­werks­zeug zäh­len müs­sen. Was ganz wich­tig für uns ist, dass wir uns in unse­rer Coa­chees in unse­re Kli­en­ten so hin­ein­ver­set­zen kön­nen, dass wir deren Erleb­nis­welt auch emo­tio­nal mit­füh­len kön­nen. Habe ich das rich­tig gesagt? Jan Wir haben, ich den­ke, man kann, man kann es so aus­drü­cken. Auf jeden Fall. Ich wür­de es dann, um es mal so Schlag­wor­te zu for­mu­lie­ren, viel­leicht auch als Per­spek­tiv Über­na­me einer­seits und aber auch ein per­sön­li­ches Mit­füh­len. Per­sön­li­che Betrof­fen­heit in Anfüh­rungs­stri­chen nicht, nicht im Sin­ne von nega­ti­ver Betrof­fen­heit, son­dern eben das, das Mit­füh­len. So habe ich das auch beschrie­ben. Björn Es kann auch gefähr­lich sein, oder? Jan Ja, über­all. Da wür­de ich mal sagen, wo man fest­stellt, dass das viel mit einem selbst auch macht. Also gera­de wenn es jetzt nicht nur um Freu­de The­men geht, son­dern wenn es auch um schwie­ri­ge The­men geht, um schwie­ri­ge Gefüh­le viel­leicht, um Angst, Stress, Schmerz, der auch da ist. Und wenn man dann ein sehr sym­pa­thi­scher Mensch ist, auch, dass er die Fra­ge wie wie weit macht man die Tore auf in Anfüh­rungs­stri­chen oder wie, wie sehr neigt man auch dazu, dann kann man das natür­lich auch selbst betref­fen und viel­leicht auch mit­neh­men. Jan In dem Zusam­men­hang und inso­fern ist das glau­be ich nicht nicht ganz ohne. Björn Da habe ich eine Anek­do­te zu. Jan Da bin ich jetzt gespannt. Björn Ich wollt mal Arzt wer­den. Ach, das war damals mei­ne Alter­na­ti­ve zur Musik. Ich dach­te, wenn das mit der Musik nicht klappt, wirst du Arzt. Ja, das gibt es ganz oft. Erstaun­li­cher­wei­se ist es auch ganz oft so, dass Ärz­te sehr musi­ka­li­sche Men­schen sind. Und ich habe dann ein Prak­ti­kum gemacht in der Schu­le, da war ich 16 oder so was. Und dann spä­ter Zivil­dienst. Das gab es ja in mei­nem Alter damals noch, in mei­nem auch. Björn Andert­halb Jah­re habe ich das gemacht, in einer Herz Kli­nik. Und da habe ich gemerkt, dass ich die­sen Beruf nie­mals ergrei­fen soll­te, weil ich konn­te das Mit­leid, also wirk­lich das Mit­lei­den, nicht Mit­leid haben, son­dern das Mit­lei­den nicht abstel­len. OCS Es fiel mir unend­lich schwer, in die­sem Moment ratio­nal zu blei­ben. Ich habe so, wenn da, wenn wenn mir Pati­en­ten gegen­über lagen lagen, ja meis­tens die Todes­angst hat­ten, die Schmer­zen hat­ten. Ich konn­te das nicht abstel­len. Björn Das ist also in dem tat­säch­lich in dem Prak­ti­kum so nah an mich gegan­gen, dass ich dann im zar­ten Alter von 16 17 ganz mas­siv Magen­pro­ble­me hat­te. Ach krass. Also so rich­tig so mit so einem Schleim­haut oder wie das heißt. Also ganz, ganz übel. Des­we­gen habe ich gesagt, da liegt eine Gefahr drin. Also wenn man das nicht, wenn man nicht lernt, auch, dass das ein wenig zu steu­ern und auch wirk­lich Gren­zen zu zie­hen, die hat­te ich dann damals offen­sicht­lich noch nicht. Björn Und von der Empa­thie hoch ver­an­lag­ter Mensch ist und was jetzt die bio­lo­gi­schen Vor­aus­set­zun­gen dafür sind, da kom­men wir gleich noch zu und dann kann das wirk­lich auch eige­nes Leid aus­lö­sen. Und da wirkt, da liegt eine gro­ße Gefahr. Jan Tja, und den­noch bist du Coach gewor­den. Das heißt, irgend­was hat sich da ver­än­dert. Björn Ja, also seit Jah­ren habe ich dann schon gelernt, auch Gren­zen zu zie­hen und auch zu sehen, was ist jetzt gegen­über und was bin ich sel­ber. Und es ist ja auch so, dass mein Gegen­über hat ja über­haupt nichts davon, wenn ich in dem Moment das glei­che Leid erle­be. Mein Gegen­über hat ja nur etwas von mei­ner Empa­thie, wenn ich das nach­voll­zie­hen kann und dann aber als nicht Lei­den­der dar­auf reagie­re. Sonst bringt mir die gan­ze Empa­thie ja nichts. Na ja, wo kommt Empa­thie denn her? Björn Gibt es da? Da gibt es doch das hast du glau­be ich auch noch mal recher­chiert im Vor­feld. Da gibt es ja auch bio­lo­gi­sche Grün­de für, oder? Jan Ja, abso­lut. Also im Grun­de genom­men ent­wi­ckelt sich das eigent­lich schon rela­tiv früh zwi­schen dem drit­ten und vier­ten Lebens­jahr, wo sich dann eben auch so Spie­gel­neu­ro­nen bil­den, die dafür sor­gen, dass wir über­haupt in der Lage sind, auch das Füh­len und Erle­ben unse­res Gegen­übers nach zu voll­zie­hen. Das heißt, es wird eigent­lich schon rela­tiv früh ange­legt in der Ent­wick­lung, wird also nicht erst mit oder im Erwach­se­nen­al­ter dann qua­si ange­eig­net, son­dern das ist eigent­lich schon ganz, ganz früh ein Teil mit mit der Ent­wick­lung. Björn Und ich glau­be, wie sehr das aus­ge­prägt ist oder nicht. Dann hat dann viel damit zu tun, wie man sozia­li­siert wird, wie man geprägt ist, also was man erfährt, noch aus sei­nem fami­liä­ren Umfeld und auch dem Umfeld drum­her­um. Wie auch damit umge­gan­gen wird. Genau­so auch natür­lich, ob ich sozu­sa­gen an mei­ner Sei­te oder in mei­nem Umfeld auch empa­thi­sche Men­schen habe. Also wenn ich, wenn ich es ist ja immer ein Geben und Neh­men und auf­ein­an­der ein­wir­ken. Das ist auch so ein biss­chen der zir­ku­lä­re Ansatz aus dem Coa­ching, dass ich alles auch wie­der gegen­sei­tig beein­flusst und das nicht die abschlie­ßen­de Ursa­che Wir­kung gibt ulti­ma­tiv, son­dern dass halt alles in einem Kreis­lauf da ist. Björn Und da gehört natür­lich auch mit dazu, dass ich unter Umstän­den Eltern habe, die empa­thisch sind, die spü­ren, was ich füh­le, die mir das spie­geln. Die ich dann auch wie­der­um spie­geln kann und wo ich eine Reso­nanz bekom­me in dem Zusam­men­hang, die auch för­dern, dass du mit­füh­lend bist, dass du empa­thisch bist. Also so die klas­si­sche Ael­tern Fra­ge jetzt stell dir mal vor, wie sich der der Freund, den der gera­de irgend­wie getre­ten hast. Das machen Kin­der ja auch ger­ne. Björn Sie soll­ten dar­auf ach­ten, dass die ein biss­chen rau­fen oder ein biss­chen grob mit­ein­an­der sind. Und ich glau­be, dass da Eltern schon auch einen gro­ßen Ein­fluss haben, inwie­weit die­se natur­ge­ge­be­ne Anla­ge dann aus­ge­prägt ist oder nicht. Aber es gibt auch Men­schen, die gar kei­ne Empa­thie besit­zen. Jan Ja. Gibt es auch jetzt wer aber grund­sätz­lich noch mal die Fra­ge, bevor wir dahin kom­men aus mei­ner Sicht Wozu braucht man denn Empa­thie über­haupt? Also ich mei­ne, dass man jetzt spie­gelt, ist die eine Sache. Aber wozu oder wann braucht man Empa­thie? Björn Ich glau­be in jeder Sekun­de, die wir einem ande­ren Men­schen gegen­über­ste­hen. Das wirk­lich in jedem Moment, in dem wir mit einem ande­ren Lebe­we­sen, viel­leicht sogar auch mit Tie­ren Kon­takt haben, ist es glau­be ich schon wich­tig. Dass wir nach­voll­zie­hen kön­nen, was geht in dem ande­ren Lebe­we­sen gera­de vor? Weil sonst wären wir eine rück­sichts­lo­se Gesell­schaft, ein rück­sichts­lo­ser Hau­fen von Indi­vi­du­en. Der. Der. Und das wür­de das das Mit­ein­an­der sehr, sehr schwie­rig machen. Jan Das wäre auf jeden Fall sehr unre­flek­tiert und man wür­de wahr­schein­lich den einen oder ande­ren öfter vor den Kopf sto­ßen. Man wür­de das selbst auch öfter erfah­ren. Und in der Tat, das sehe ich auch so. Also eigent­lich immer da, wo man in Inter­ak­ti­on tritt oder sich auch schon Gedan­ken dar­über macht, wie man in Inter­ak­ti­on tre­ten kann, wenn man auch ver­sucht nach­zu­voll­zie­hen, war­um ande­re Men­schen han­deln, wie sie han­deln. Eigent­lich über­all da, wo man Empa­thie genau am und noch mal auf die Tie­re zurück­zu­kom­men. Jan Es ist ja ganz erstaun­lich, dass ganz vie­le Men­schen nicht sehen wol­len, wie das Tier, das sie anschlie­ßend ver­spei­sen, getö­tet wird. Wenn Sie das sehen, dann essen Sie das anschlie­ßend nicht mehr. Und das hat ganz viel mit Empa­thie zu tun, weil es schmeckt ja noch genau­so. Und das aber das Leid mit zu erle­ben, ist für die Men­schen dann glau­be ich uner­träg­lich. Das hat viel mit Empa­thie zu tun. Jan Dazu habe ich eine Anek­do­te. Bit­te, wie du ja weißt, bin ich Jäger und. Das auch nicht ganz. Zwie­ge­spal­ten. Soll hei­ßen, ich habe da schon vie­le inne­re Dia­lo­ge, auch ob ich das über­haupt so ver­tre­ten kann, ja oder nein. Die wer­den mal wie­der ver­tagt. Mal geht es in die eine Rich­tung, mal in die ande­re Rich­tung. Aber wor­auf ich hin­aus möch­te, ist. Der Grund, wes­halb ich ja Jäger gewor­den bin, war, weil ich, weil ich Förs­ter wer­den woll­te, das heißt, um zu wer­den, muss man den Jagd­schein machen und dann habe ich den Jagd­schein gemacht und habe dann irgend­wann auch tat­säch­lich dann das ers­te Reh geschos­sen. Jan Und das war eine Situa­ti­on. Jetzt sitzt man da auf dem Hoch­sitz mit einem Gewehr dabei. Und jetzt? Jetzt geht es auf Leben und Tod. Und da habe ich mir schon die Fra­ge gestellt Willst du das jetzt über­haupt? Ja oder nein? Ich habe mich dann zu dem Zeit­punkt über­wun­den, das zu tun, weil ich gesagt habe Du musst es zumin­dest ein­mal aus­pro­bie­ren, wenn du auch jetzt die­sen Job machen möch­test und so wei­ter. Und da kannst du immer noch ent­schei­den, ob du das wei­ter tun möch­test oder nicht. Jan Und dann musst du jetzt eben mit die­sem schlech­ten Gewis­sen leben und umge­hen. Ich habe das dann getan und dann kam halt irgend­wann auch der Tag, wo ich das ers­te Mal im Prin­zip selbst erlegt, das Wild geges­sen habe. Und das heißt, ich habe die­ses Tier gese­hen, von leben­dig auf der Wie­se über. Geschos­sen. Alles damit getan, was man tun muss, bis man das in die Küche bekommt, inklu­si­ve Fell abzie­hen, aus­neh­men und so wei­ter und so fort, zer­klei­nern, ver­ar­bei­ten. Jan So, und dann liegt die­ses Stück Fleisch auf dem Tel­ler und ich kann dir sagen, das hat nicht rich­tig. Also hat mich noch­mal rich­tig Über­win­dung gekos­tet, das zu essen, weil auf ein­mal was ganz ande­res da dran­hängt. Und das kann man auch tat­säch­lich als so etwas betrach­ten. Das war für mich ein Augen­öff­ner. All­ge­mein was essen. Und ja, Empa­thie auch gegen­über Lebe­we­sen im All­ge­mei­nen angeht. Und heu­te esse ich mitt­ler­wei­le übri­gens sehr, sehr wenig Fleisch, nur noch ich weiß und das dann auch nach Mög­lich­keit. Jan Also wenn, dann ger­ne selbst. Das heißt nicht, dass ich nie, nie Fleisch esse, aber das hat für mich ganz viel damit zu tun, weil ich das teil­wei­se nicht mehr übers Herz brin­gen. Und das hat augen­schein­lich was mit Empa­thie zu tun. So emp­fin­de ich das zumin­dest. Björn Du hast den schö­nen Begriff schön nicht, aber du hast den prä­gnan­ten Begriff von Tier Skla­ve­rei mir mal gegen­über fal­len las­sen. Das fand ich sehr ein­schnei­dend. Das heißt, das Wort ist mir nach­ge­lau­fen und tat­säch­lich er sich seit­dem auch nicht mehr so viel Fleisch. Ich esse ger­ne Fleisch, muss ich sagen, aber das ich kann das sehr gut nach­voll­zie­hen, was du da erzählst, dass das Stück Fleisch auf ein­mal eine ganz ande­re Kon­no­ta­ti­on hat­te, dass du da auf dem Tel­ler lie­gen hat­test. Björn Also um den Bogen zurück zur Empa­thie zu krie­gen, ist es so, dass die, die, dass es Empa­thie eigent­lich etwas bio­lo­gisch und Ange­bo­re­nes ist. Wir haben die­se Spie­gel­neu­ro­nen, die uns ermög­li­chen, einem rela­tiv jun­gen Zeit­al­ter nach­zu­emp­fin­den, was in mei­nem Gegen­über gera­de vor sich geht und das dann mehr oder weni­ger stark aus­ge­prägt, je nach­dem, was du für ein Umfeld hat­test und so wei­ter. Und dann gibt es halt die Men­schen, die gar kei­ne Empa­thie besit­zen. Und jetzt ist es ganz span­nend, dass die meis­ten Tie­fen. Björn Per­sön­lich­keits­stö­run­gen davon gekenn­zeich­net sind, dass sie eben kei­ne Empa­thie haben, also allen vor­an natür­lich. Es ist ein Lieb­lings­the­ma von mir. Der Nar­zisst, der Nar­zisst, Ver­zei­hung, Nar­ziss­mus. Die­se Men­schen besit­zen ein­fach kei­ne Empa­thie. Nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen ist auch logisch, wenn man weiß, dass wie Nar­ziss sich ver­hält. Das sind ja äußerst rück­sichts­lo­se Men­schen, die so das meis­te aus ihrem Umfeld raus­zie­hen und sobald sie einen Men­schen nicht mehr brau­chen, den ein­fach fal­len las­sen kön­nen, egal wie der sich dabei fühlt. Björn Das heißt, sie emp­fin­den das gar nicht. Man kann es ihnen fast nicht mal vor­wer­fen, weil sie es nicht nach­emp­fin­den kön­nen. Und das fin­de ich eine ganz span­nen­de Geschich­te. Was auch wie­der zeigt, dass Empa­thie eigent­lich eine bio­lo­gi­sche Not­wen­dig­keit für uns ist, um nor­mal mit­ein­an­der zu funk­tio­nie­ren. Jan Abso­lut. Da kom­men wir auch noch mal zu einem ande­ren Punkt in dem Zusam­men­hang. Du hast gesagt, dass das eben auch bei der Per­sön­lich­keits­stö­rung im Prin­zip mit ein­her­geht geht die­se Empa­thie­lo­sig­keit. Was heißt denn das auch für uns im Coa­ching? Also aus mei­ner Sicht ist das auch ein Punkt, wo man wirk­lich in die­se Berei­che rein­kommt und wo gar kei­ne Empa­thie mehr da ist oder wo eben auch die­se Form von Stö­rung vor­liegt, wo wir natür­lich auch ein Stück weit an die Gren­zen des­sen kom­men, was wir sozu­sa­gen mit einem Coa­ching bewe­gen kön­nen, bewe­gen wol­len und bewe­gen soll­ten. Björn Ja, wenn wenn jemand mit einer Per­sön­lich­keits­stö­rung uns gegen­über­sitzt oder mit Empa­thie, mit nicht vor­han­de­ner Empa­thie, ist das kein Fall mehr für einen Coach. Dann muss man ganz ehr­lich sagen Ja, ich kann Ihnen an der Stel­le nicht wei­ter­hel­fen, dann müs­sen Sie sich an jemand ande­ren wen­den. Da stellt sich dann die Fra­ge Ist Empa­thie über­haupt erlern­bar? Wenn ich kei­ne Spie­gel­neu­ro­nen habe und nie Empa­thie emp­fun­den habe, ist die Wahr­schein­lich­keit, dass ich das ler­ne, glau­be ich sehr, sehr gering. Björn Ich glau­be, die geht gegen Null. Also da müss­te man jetzt jeman­den fra­gen, der sich wirk­lich wis­sen­schaft­lich damit aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Das haben wir, glau­be ich, bei­de nicht. Jan Aber das ist kor­rekt. Björn Aber dass wir das nicht haben, ja, aber über­haupt nicht vor­han­de­ne Empa­thie, dann wel­che zu ler­nen. Ich glau­be, das ist nicht mög­lich. Sehr wohl kann man sie aber wenn man eben nicht über eine Per­sön­lich­keits­stö­rung ver­fügt und über die­ses Grund­mas­se an Spie­gel­neu­ro­nen ver­fügt, dann kann man sie sehr wohl trai­nie­ren. Jan Ich glau­be, da ist man natür­lich, sage ich jetzt mal bei dem Groß­teil der Bevöl­ke­rung. Also es gibt ja nicht nur schwarz weiß Fol­ter oder oder oder gar nicht da, son­dern das Spek­trum ist ja ganz groß, auch von Empa­thie in dem Zusam­men­hang. Und über­all da, wo Empa­thie auch in Grund­zü­gen vor­han­den ist, kann man natür­lich ver­su­chen, das zu kul­ti­vie­ren und das im Prin­zip auch wei­ter zu ent­wi­ckeln. Auch dabei kön­nen ja Coa­ching, Tools, Coa­ching, Übun­gen hel­fen. Jan Per­spek­tiv­wech­sel, mit denen man arbei­tet. Wir haben letz­tens über das Tool der lee­re Stuhl gespro­chen, was auch ein Tool ist, was dafür genutzt wer­den kann, um sich ein­fach in eine ande­re Per­son hin­ein­zu­ver­set­zen, nach­zu­voll­zie­hen wie fühlt sie. Und da im Prin­zip auch Empa­thie zu ent­wi­ckeln genau. Björn Und gera­de der lee­re Stuhl ist dafür her­vor­ra­gend geeig­net. Also bes­ser als die Fra­ge, die wir Coa­ches ja auch oft stel­len. Was wür­de denn XY sagen, wenn ich Ihnen jetzt zu der Situa­ti­on befra­gen wür­de? Das ist ja mehr eine ratio­na­le Aus­ein­an­der­set­zung. Bei mei­nen Stuhl geht es ja wirk­lich um das Hin­ein­spü­ren und ich glau­be ja, öfter man so was macht, des­to stär­ker wird das auch wer­den. Die­ses, die­ses, die­se Fähig­keit wirk­lich nach­zu­emp­fin­den, also am eige­nen Leib nach­zu­emp­fin­den, was da in mei­nem Gegen­über gera­de vor sich geht. Jan Abso­lut. Ich mei­ne auch da spielt uns qua­si die Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns in die Kar­ten, dass sich also auch Fähig­kei­ten ent­wi­ckeln kann und erler­nen kann. Wenn ich sie dem­entspre­chend auch wie­der häu­fig Ein­stu­die­rung oder beson­ders ein­drucks­voll auch erle­be und. Ich glau­be, das sind auch sol­che Punk­te, also die, die da ein­fach mit ein­flie­ßen. Das eine ist qua­si, dass das Üben oder das Geis­ti­ge sich damit aus­ein­an­der­set­zen. Oder mal eine. Wirk­lich? Ich nenn mir jetzt mal das Wort ein­schnei­den­de Erfah­rung oder eine sehr ein­drucks­vol­le Erfah­rung, wo man so was wahr­nimmt. Jan Auch die kann dazu füh­ren, dass man da eine ganz ande­re Hal­tung zu ent­wi­ckelt und viel­leicht auch eine Offen­heit und viel­leicht auch Din­ge sieht, die man vor­her gar nicht so gese­hen hat. Björn Gibt es ja auch vie­le Bei­spie­le. Also wenn, wenn wenn man noch nie jemand Nahe­ste­hen­den ver­lo­ren hat, jetzt ein Todes­fall oder so als Bei­spiel, also dann, wenn dann um einen rum die Eltern von Freun­den ster­ben, dann tut einem das leid, aber man kann es nicht mit­emp­fin­den und es ist mir sel­ber so gegan­gen. Also mei­ne Mut­ter ist vor zwei Jah­ren gestor­ben und das war so der ers­te wirk­lich ein­schnei­den­de Todes­fall, den ich erlebt habe. Und seit­dem ist es tat­säch­lich auch so, das mer­ke ich auch, wenn in mei­nem Umfeld jemand ver­stirbt und wenn es nur von einem Kol­le­gen ist, mit dem ich sonst nicht viel zu tun habe. Björn Aber ich emp­fin­de das, was da auf der ande­ren Sei­te gegen­über pas­siert, emp­fin­de ich in einem ganz ande­ren Maß. Und das ist für mich auch wie­der ein Beweis. Es ist trai­nier­bar, weil eine Emo­ti­on, die ich sel­ber erlebt habe, ein Schmerz, den ich zum Bei­spiel sel­ber erlebt habe. Den kann ich dann auch wie­der erken­nen in einem Men­schen oder auch den feh­len­den Schmerz. Das ist mir auch schon pas­siert, dass ich völ­lig irri­tiert war, weil ich das eben nicht gese­hen habe gegen­über seit­dem natür­lich, weil ich ja weiß, wie sich das anfühlt. Björn Und dann fehlt es gegen­über. Es irri­tiert dann auch. Jan Ja, natür­lich, wenn es dann im Prin­zip sozu­sa­gen. Wenn die eige­ne Wahr­neh­mung oder auch die Erwar­tungs­hal­tung des­sen, was da viel­leicht mit emp­fun­den oder mit­ge­fühlt wird, vom Gegen­über nicht gespie­gelt wird, also ein­fach gar nicht so wahr­ge­nom­men wird, das selbst auf fällt in den Zusam­men­hang. Da hat auch jeder schon mal so oder so Situa­tio­nen gehabt, wo man viel­leicht ein Gegen­über hat und das gar nicht nach­voll­zo­gen wer­den konn­te oder da irgend­wie so gar kei­ne emo­tio­na­le Basis auch dafür da war. Auch das ist ein inter­es­san­tes Erleb­nis, fin­de ich übri­gens, wenn man ein sol­ches Gegen­über hat. Björn Hmm, total. Ich ken­ne auch Men­schen, die Empa­thie nur dann sehen beim Gegen­über, wenn man ihnen immer sagt, wie arm sie dran sind. Okay, also Leu­te, die es kennt, kennt auch jeder. Sol­che Men­schen, die unter Empa­thie ver­ste­hen, dass man immer sagt Ja, du bist ganz A. Du bist ein armes Lamm. Na, das tut mir alles so leid. Und wenn man dann eben nicht so reagiert, son­dern viel­leicht mal eine Fra­ge stellt Wie hast du dich mal gefragt, wie du es ändern kannst oder irgend­wer so eine typi­sche zir­ku­lä­re Fra­ge aus dei­nem Coa­ching auch stän­dig stel­len? Björn Dann kommt dann oft Du bist ja über­haupt nicht empa­thisch. Jan Und da sind wir wie­der am Anfang. Was ist denn eigent­lich Empa­thie? Und in Zukunft ver­weist er dann wahr­schein­lich auf die­se Pod­cast­fol­ge Kin­der. Björn Das ist ein­fa­cher. Ja, genau. Aber ich fin­de das gan­ze The­ma wahn­sin­nig span­nend, weil je mehr man das ging mir jetzt auch heu­te wie­der so. Je mehr man sich damit aus­ein­an­der­setzt, des­to mehr fällt wie­der auf, wie unglaub­lich essen­ti­ell die­ses The­ma für die zwi­schen­mensch­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on ist und halt auch über was das angeht, was nicht gesagt wird. Das ist ja auch spielt ja auch im Coa­ching immer eine gro­ße Rol­le, dass sehr viel Infor­ma­ti­on dar­über fließt, was eben nicht gesagt wird und was wir als Coa­ches über unse­re Empa­thie beim Gegen­über auch mit­be­kom­men. Björn Ja, und auch los­ge­löst vom Coa­ching im All­tag. Also viel­leicht so als Abschluss. Das schö­ne Bei­spiel Ich ste­he im Super­markt an der Kas­se und dann sitzt da ein Kas­sie­rer oder eine Kas­sie­re­rin und platzt einen an und wenn ich nicht empa­thisch wäre, wür­de ich viel­leicht den­ken Hat die denn für einen oder der denn für ein Pro­blem? Und unmög­lich. Aber wenn ich empa­thisch bin, spü­re ich viel­leicht, dass das Stress ist. Dann spü­re ich viel­leicht, dass da irgend­was ande­res hin­ter steht. Björn Und dann neh­me ich es auch nicht mehr per­sön­lich und kann viel­leicht ganz freund­lich auf die zuge­hen. Also auch da hilft Empa­thie dann wie­der. Ich glau­be, es gibt im All­tag fast kei­ne Situa­tio­nen, wo Empa­thie nicht wich­tig ist. Jan Ich fin­de, es gibt wahr­schein­lich kein schö­ne­res Schluss­wort. Björn Ja, ja, schö­nes The­ma, wich­ti­ges The­ma. Viel­leicht ent­steht dar­über ja auch eine Dis­kus­si­on unter unse­ren Zuhö­rern. Span­nend, wenn ihr uns errei­chen wollt. Wir haben zwei Web­sei­ten bjoernbobach.deund jangustavfranke.de D Da gibt es auch Kon­takt­mög­lich­kei­ten und wir freu­en uns, wenn ihr uns kon­tak­tiert. Und jetzt sage ich bis zur nächs­ten Fol­ge und der Jan darf sich heu­te mit sei­ner Lieb­lings Ver­ab­schie­dung selbst ver­ab­schie­den. Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Bis bald. Jan Bis bald. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast, Positives Denken --- ### [Coaching für Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-fuer-fuehrungskraefte/) **Published:** Oktober 15, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Füh­rungs­kräf­te haben schon oft von Coa­ching gehört. Ent­we­der weil man von Ihnen erwar­tet coa­chen zu kön­nen oder weil man hofft, das sie ihre Füh­rungs­qua­li­tä­ten durch Coa­ching ver­bes­sern oder aus­bau­en kön­nen. In die­ser Fol­ge von Coach&Coach beschäf­ti­gen ich und [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) uns mit den Anfor­de­run­gen die an Füh­rungs­kräf­te gestellt wer­den und beleuch­ten die spe­zi­el­len Her­aus­for­de­run­gen von Füh­rungs­po­si­tio­nen. Aus­ser­dem gehen wir dar­auf ein, wie Coa­ching gera­de Füh­rungs­kräf­ten beson­ders zu Gute kom­men kann. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach und dem Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan, Hal­lo Björn, wir fan­gen heu­te einen neu­en The­men­kom­plex an und zwar wer­den wir auch immer mal wie­der auf die Per­so­nen­grup­pen ein­ge­hen, die von Coa­ching beson­ders pro­fi­tie­ren kön­nen. Und da haben wir uns für den Start was ganz Span­nen­des über­legt. Und zwar Füh­rungs­kräf­te. Füh­rungs­kräf­te haben ja beson­de­re Her­aus­for­de­run­gen. Und da wol­len wir uns heu­te ein biss­chen mit aus­ein­an­der­set­zen und ein biss­chen uns dar­über aus­tau­schen, wie wir als Coa­ches mit Füh­rungs­kräf­ten arbei­ten kön­nen und wo wir hel­fen kön­nen. Björn Jan. Bist du Füh­rungs­kraft? Jan Ja, das ist eine gute Fra­ge. Die Fra­ge ist auch immer, ab wann ist man Füh­rungs­kraft? Also ich habe kei­ne dis­zi­pli­na­ri­sche Ver­ant­wor­tung für Mit­ar­bei­ter. Wir sind sehr flach orga­ni­siert, was unse­re Hier­ar­chien angeht. Bei uns in der Bera­tung in der Unter­neh­mens­be­ra­tung. Aller­dings gibt es natür­lich auch neben Rei­nig neh­men dar­an dis­zi­pli­na­ri­schen Ver­ant­wor­tung für Mit­ar­bei­ter, die einem selbst auch in der Orga­ni­sa­ti­on Orga­ni­sa­ti­on zuge­ord­net sind. Auch die fach­li­che Füh­rung in dem Zusam­men­hang und da ist qua­si mei­ne Auf­ga­be, im Prin­zip auch inner­halb der Pro­jekt­teams auch mit­zu­füh­ren, auch jün­ge­re Kol­le­gen anzu­lei­ten. Jan Aber auch in der Ver­gan­gen­heit. Ich habe Pro­jekt­ent­wick­lung gemacht für erneu­er­ba­re Ener­gien bei­spiels­wei­se, wo wir ganz unter­schied­li­che Pro­jekt­teams auch hat­ten, von inter­nen Kol­le­gen, von exter­nen Kol­le­gen, wo man dann tat­säch­lich fach­lich füh­ren muss­te und auch gera­de inner­halb eines Unter­neh­mens, das ja auch noch mal eine beson­de­re Her­aus­for­de­rung fin­de, ich qua­si dann nicht über die über den dis­zi­pli­na­ri­schen Weg kom­men kann, son­dern im Grun­de genom­men muss man die Men­schen für sich begeis­tern und dar­über im Grun­de nur für die Sache begeis­tern und dar­über füh­ren. Jan Das heißt aber, die­se klas­si­sche Füh­rungs­rol­le, also Vor­ge­setz­ter, bin ich nicht. Aber ich glau­be, du hast da Erfah­rung in dem Zusam­men­hang, rich­tig. Björn Ja, ein biss­chen. Also momen­tan. Momen­tan bin ich Füh­rungs­kraft in einer Zahn­arzt­pra­xis. Das ist ein Freund von mir, der mich gebe­ten hat, irgend­wann, ob ich ihn da unter­stüt­zen kann, weil die Pra­xis rela­tiv groß gewor­den ist und das ein­fach über sei­ne Zeit und Kapa­zi­tät hin­aus­ge­gan­gen ist. Ähm, da arbei­ten so rund 15 Men­schen. Und für die bin ich schon Ansprech­part­ner. Und da bin ich auch dis­zi­pli­na­risch. Also der lässt mir da rela­tiv freie Hand. Wir spre­chen zwar alles ab, aber da habe ich auch dis­zi­pli­na­ri­sche Gewalt, wenn man so sagen will. Björn Wobei das Wort Gewalt natür­lich in dem Zusam­men­hang ganz span­nend ist. Jan Das ein star­kes Wort auf jeden Fall. Björn Ja, ja, ja und davor? Also bevor ich mich selbst­stän­dig gemacht habe, hat­te ich ja auch eine Füh­rungs­po­si­ti­on bei Apple. Da war ich aber nur so halb dis­zi­pli­na­risch, weil ich habe dann nicht die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung getrof­fen, wenn es um dis­zi­pli­na­ri­sche Maß­nah­men ging. Aber ich war an der Ent­schei­dungs­fin­dung betei­ligt und das war natür­lich ein viel, viel grö­ße­res Team. Aber es war auch eine Füh­rungs­kraft, aber eine ganz ande­re als jetzt. Jan Ich mei­ne, das ist qua­si der eine Punkt, was wir selbst machen oder was unse­re eige­nen Erfah­run­gen damit sind. Aber wo uns natür­lich auch täg­lich Füh­rungs­kräf­te begeg­nen, ist in unse­rem beruf­li­chen Umfeld, also bei mir auch ganz kon­kret. Inner­halb ein­zel­ner Bera­tungs Pro­jek­te arbei­te ich eigent­lich mit allen Mit­ar­bei­tern von Unter­neh­men zusam­men. Von Fach­ex­per­ten über Grup­pen­lei­ter, Team­lei­ter, Abtei­lungs­lei­ter, Geschäfts­füh­rung, Vor­stand hat man damit allen zu tun, also über alle Ebe­nen. Und ja, da stellt man natür­lich dann auch fest, was ist so für unter­schied­li­che Ansprü­che an Füh­rungs­kräf­te gibt und das fin­de ich, ist schon sehr kom­plex und und über­grei­fend und geht über das Fach­li­che hin­aus. Jan Und ich fin­de das. Immer wie­der inter­es­sant, auch da mit dem Men­schen in Kon­takt zu kom­men, fest­zu­stel­len, wie sie mit die­sen Ansprü­chen an sich umge­hen jeder ist da auch vom Stil her unter­schied­lich und wie wir auch damit gelebt wird. Jeder sieht da auch ande­re The­men, die da her­aus­for­dernd sind in dem Zusam­men­hang. Björn Ich habe mich mal mit jeman­dem unter­hal­ten, der in einem Unter­neh­men arbei­te­te, wo vor allem Vor­bild­funk­ti­on gelebt wer­den soll­te. Und damit war der völ­lig über­for­dert. Und das konn­te ich auch nach­voll­zie­hen, weil wenn man sagt Du musst vor­bild­lich sein, ist die Fra­ge Wie kann ich Vor­bild sein, obwohl ich nicht auf der glei­chen Ebe­ne bin. Und wie kann ich Vor­bild sein, wenn ich eigent­lich einen ganz ande­ren Job mache, den gan­zen Tag? Das ist schon eine gute Fra­ge, fin­de ich. Björn Und die die­ses Lea­ding from the Front, was ja auch immer wie­der pro­pa­giert wird, was auch, fin­de ich ein guter Ansatz. Es stellt eine Füh­rungs­kraft natür­lich auch wie­der vor die Her­aus­for­de­rung Wie kann ich von vor­ne aus füh­ren und mit­zie­hen und mit­rei­ßen und mit­ma­chen, aber trotz­dem immer noch eine Respekts­per­son sein? Weil auch das ist für eine Füh­rungs­kraft ja wich­tig. Wie erar­bei­te ich mir den Respekt von mei­nen Mit­ar­bei­tern? Jan Klar. Genau. Also ich fin­de das auch inter­es­sant. Also auch wenn man sich den Wan­del anschaut über die Jah­re oder Jahr­zehn­te. Und auch wenn ich dann mal so mit älte­ren Freun­den, Bekann­ten oder Ver­wand­ten auch spre­che, die auch Füh­rungs­po­si­tio­nen inne hat­ten oder haben, dann hat sich glau­be ich das The­ma Füh­rung über­haupt auch sehr gewan­delt. Über die letz­ten Jahr­zehn­te, also immer wei­ter weg von von dem hier­ar­chisch Ori­en­tier­ten sozu­sa­gen eine Wei­sung und und Aus­füh­rung hin zu auch koope­ra­ti­ven Füh­rungs­stil, die sich da ent­wi­ckelt haben. Jan Aber wie du schon sagst, in dem Zusam­men­hang, wo qua­si die Hier­ar­chie fla­cher wird, ent­wi­ckelt sich oder ver­än­dert sich natür­lich auch das Sys­tem oder das Ver­hält­nis zwi­schen Mit­ar­bei­ter und Vor­ge­setz­ten mit allem, was dazu­ge­hört. Sie hat eine ande­re Distanz als ein Du unter Umstän­den. Bei­des hat sei­ne Vor und Nach­tei­le, wie ich fin­de. Und genau­so, wenn es im Grun­de genom­men dar­um geht, auch qua­si inhalt­lich zu füh­ren, mensch­lich zu füh­ren. Dann wird man natür­lich immer mehr auch als gesam­te Per­son gefor­dert, als Füh­rungs­kraft in dem Zusam­men­hang. Jan Es geht nicht nur rein um das Fach­li­che oder es geht nicht nur allein um die Rol­le, die man aus­füllt, son­dern man offen­bart sich da auch ein Stück weit als gan­zer Mensch. Man wird viel greif­ba­rer und auch ver­letz­lich. Ja, man spricht ja auch durch­aus dafür, dar­über, dass auch der Füh­rungs­kräf­te da auch offen sein sol­len, auch in der Feh­ler­kul­tur und auch da zei­gen sol­len, auf was man was viel­leicht mal falsch läuft oder was schief gelau­fen ist in dem Zusam­men­hang. Björn Genau. Ja und es wird halt, sage ich jetzt mal, so glau­be ich, von der nach­wach­sen­den Gene­ra­ti­on, also von den sehr jun­gen, auch nicht so rich­tig ver­stan­den, was eine Füh­rungs­kraft ist. Eine Beob­ach­tung, die ich mache, weil halt die Kul­tur mitt­ler­wei­le ja gang und gäbe ist in den Unter­neh­men. Also ich ken­ne weni­ge Unter­neh­men, wo immer noch auf das sie gepocht wird, also bei uns ein­schließ­lich. Und das bringt ja eine ganz ande­re Form auch wie­der von einem respekt­vol­len Umgang mit­ein­an­der, wie also jeman­den, den ich duze. Björn Trotz­dem als mei­nen Chef zu akzep­tie­ren, als mei­nen Vor­ge­setz­ten zu akzep­tie­ren, fällt auch vie­len schwer. Und damit muss ich eine Füh­rungs­kraft aus­ein­an­der­set­zen. Und das das, was ich halt beob­ach­te ist ich glau­be, dass. Es wird oft unter­schätzt, was es bedeu­tet, eine Füh­rungs­kraft zu sein, so lan­ge man es nicht ist. Das ging mir glaub ich auch so. Damals das. Das ist ein Pos­ten, den man anstrebt. Das ver­spricht mehr Gehalt, mehr Ver­ant­wor­tung. Ist alles sehr reiz­voll. Björn Aber die­se gan­zen Din­ge. Die dann von außen. Zusätz­lich. Auf einen innen. Strö­men im Sin­ne von in Fra­ge gestellt wer­den. Das ist ja auch sehr häu­fig so, dass dann jemand sagt War­um ist er es, wenn ich es nicht, dass die gro­ßen Augen, die einen angu­cken, wenn es um eine Rich­tungs­ent­schei­dung geht. Kri­ti­sche Ent­schei­dun­gen mög­lichst schnell zu tref­fen und so. Das ist eine Men­ge Druck, die da auf den Men­schen herrscht, auf den Men­schen liegt. Und das ist ein Punkt, wo Coa­ching ja auch anset­zen kann. Jan Ja, abso­lut. Also ich wür­de ger­ne noch mal bei einem Punkt noch­mal kurz ein­ha­ken oder noch mal einen Moment ver­wei­len. Und das ist im Prin­zip die. Die­ses Ver­ständ­nis davon, was ist eine Füh­rungs­kraft oder was ist eine rich­ti­ge Füh­rungs­kraft? Ich glau­be, ich habe ja sowie­so so ein The­ma mit rich­tig und falsch und so in dem Zusam­men­hang. Aber ich glau­be ja, es gibt unter­schied­li­che Ver­ständ­nis­se davon, was was ist eine Füh­rungs­kraft und wie stellt sie sich dar. Ich bin aber auch der Mei­nung, ich habe jetzt auch schon duz Kul­tur bis ganz, ganz hoch mit­be­kom­men, in den Vor­stand und so wei­ter. Jan Und da ist trotz­dem ein Respekt zu spü­ren. Mei­ner Mei­nung nach auf jeden Fall, der also auch schon natur­ge­ge­ben ist und auch dann teil­wei­se damit zu tun hat, wie auch jemand etwas aus­strahlt und das man eigent­lich bei einem ganz wesent­li­chen Punkt Respekt und Respekt der ergibt sich mei­ner Mei­nung nach eigent­lich nicht aus der, nicht aus der Anre­de, nicht aus der Rol­le oder wie auch immer, son­dern auch dar­über, dass man im Prin­zip ja eine gewis­se Hal­tung an den Tag legt und sich auch Respekt ver­dient. Jan Also ich glau­be, es gibt Gehor­sam und und sozu­sa­gen Din­ge aus­füh­ren, weil jemand das qua Amt for­dern kann und durch­set­zen kann, dann wird das getan. Aber ein Des­pot wird nicht respek­tiert, obwohl das getan wird, was gemacht wird, weil man die weil man die Fol­ge vor der Fol­ge Angst hat, hat man aber kei­nen Respekt. Viel­leicht in dem Sin­ne im Sin­ne von Ach­tung und das hat auch Angst, hat man Angst und das Sys­tem kann trotz­dem funk­tio­nie­ren. Ja, also im Sin­ne von funk­tio­nal sein, wenn auch nicht zum Woh­le aller. Jan Aber ich glau­be, dass tat­säch­li­cher Respekt nur über den Men­schen und über das Vor­le­ben gelebt wer­den kann, der auch erreicht wer­den kann. Respekt. Dem muss man sich ver­die­nen und der funk­tio­niert nur frei­wil­lig. Das ist ja auch das Inter­es­san­te. Mit dabei fin­de ich ja aber nicht gerin­gen Respekt zu haben vor mir natür­lich nicht. Björn Es ist absurd, wenn das gin­ge oder es wäre leicht. Bes­ser gesagt, das wäre ja ganz ein­fach. Aber ich bin schon oft die Fra­ge gestellt. Also mir ist oft die Fra­ge gestellt wor­den war­um hat man kei­nen Respekt vor mir? Hmmm. Also nicht mei­ne Per­son, son­dern das Gegen­über fragt mich Kannst du dir erklä­ren, war­um die Leu­te vor mir kei­nen Respekt haben? Ja, und das ist natür­lich so schnell nicht zu beant­wor­ten. Man kann dann ganz schnell sagen Ja, viel­leicht bist du zu nett. Björn Oder Viel­leicht weißt du nicht genug. Viel­leicht bist du fach­lich nicht gut oder was weiß ich. Aber es hat auch ganz vie­le ande­re Fra­gen ein Ja, was denn? Jan Also die Fra­ge ist ja auch schon mal in dem Zusam­men­hang Wie stellst du denn fest, dass jemand kei­nen Respekt vor dir hat? Wor­an machst du das fest, dass da kein Respekt da ist? Also ist es viel­leicht auch eine per­sön­li­che Wahr­neh­mung davon, dass kein Respekt da wäre. Und viel­leicht ist aber eigent­lich Respekt da. Hmm. So, also das ist, das geht so tief. Die­ses gan­ze The­ma Respekt also dadurch, dass es halt eben auch nicht so greif­bar ist, ist ja sehr wei­cher Fak­tor in dem Zusam­men­hang und es hat immer was mit Wahr­neh­mung zu tun, sowohl von dem­je­ni­gen, der respek­tiert wird aus Sicht des­je­ni­gen, der respek­tiert wird, als auch, dass jeder aus Sicht des­je­ni­gen oder der­je­ni­gen, die ande­re respek­tie­ren. Jan So und und das ist fin­de ich das Inter­es­san­te dabei, dass ist halt ein­fach so gar nicht schwarz und weiß, son­dern da ganz, ganz vie­le Grau­tö­ne dazwi­schen sind. Björn Aber das sind Men­schen. Ja, das bringt Men­schen aber wirk­lich in selbst Kri­sen. Also wenn Sie den Ein­druck haben, ich bin eigent­lich Füh­rungs­kraft, es respek­tiert mich kei­ner und wenn es nur der per­sön­li­che Ein­druck ist, der kann ja das gan­ze schaf­fen und Tun im All­tag in Fra­ge stel­len. Und sol­che Leu­te sind mir auch schon begeg­net, die so ganz tol­le Posi­tio­nen beklei­det haben. Aber durch die­sen Ein­druck, die­sen per­sön­li­chen Ein­druck ähm, ein­fach kei­nen Spaß mehr an dem hat­ten, was sie tun. Jan Ja, und da kom­men wir ja auch zu den Her­aus­for­de­run­gen, denen Füh­rungs­kräf­te eigent­lich tag­täg­lich begeg­nen Unsum­me. Das ist das eine The­ma, sicher­lich auch Umgang mit Respekt. Nur wer­de ich respek­tiert, füh­le ich mich auch gewert­schätzt. Und da ist ja auch ein gro­ßes The­ma mit dabei, dass Füh­rungs­kräf­te auf einer ganz ande­ren Ebe­ne ein Feed­back bekom­men. Als Mit­ar­bei­ter. Als Füh­rungs­kraft. Also es wird ja qua­si immer dün­ner. Also wenn ich jetzt mir so eine Pyra­mi­de vor­stel­le Ich habe oben immer weni­ger Füh­rungs­kräf­te. Jan Das heißt, allein die Anzahl von Per­so­nen auf glei­cher Ebe­ne, die mir Feed­back geben oder dar­über, wie die schwin­det, ja, die wird immer gerin­ger. Unter Umstän­den gibt es auch je nach­dem, was für eine Art von Orga­ni­sa­ti­on ist, auch viel­leicht eine erhöh­te Kon­kur­renz oder so was auf der glei­chen Ebe­ne. Das kann auch eine Mög­lich­keit sein. Aber das, was ich jetzt sage ich mal allein unter Kol­le­gen habe, ein posi­ti­ves Feed­back geben oder so. Was? Die Fra­ge ist halt Wie oft kommt so was aus der Mann­schaft, aus dem Team, zu der Füh­rungs­kraft? Jan Das Posi, das offe­ne, objek­ti­ve Feed­back also, von dem ich auch das Gefühl habe, es ist ein ehr­lich gemein­tes Feed­back. Also ist es nur, weil die Füh­rungs­kraft bin. Es ist nur des­halb posi­tiv oder nega­tiv. Oder ist das wirk­lich objek­tiv? Und das heißt, die­ses, die­ses Feed­back, das fehlt, das ist, glau­be ich, eine gro­ße her­aus­fah­ren. Das ist das, was ich schon viel gehört habe, auch von Selbst­stän­di­gen, die sagen Ich mache und tue, aber ich höre eigent­lich von nie­man­dem. Jan Mal mach ich das dann eigent­lich gut, was ich das tue. Es ist so ganz sel­ten, ganz sel­ten. Es ist wirk­lich sel­ten, dass ein Kun­de mal hin­ter­her sagt Ich mei­ne, da rede ich aus Erfah­rung, dass ein Kun­de mir sagt Mensch, wenn wir dich nicht hät­ten. Ist schon vor­ge­kom­men, ein paar­mal, aber es ist nicht die Regel. Jan Umso mehr freut man sich dann. Ja, genau. Ja, und ich glau­be, eine ande­re Her­aus­for­de­rung, die ich mir auch vor­stel­len kann in dem Zusam­men­hang ist, ist das The­ma Sand­wich Posi­ti­on und das ist ja eigent­lich kaum eine Posi­ti­on gibt, in der ich ganz, ganz oben bin, son­dern auch wenn ich mir jetzt qua­si das anschaue als Füh­rungs­kraft, wenn ich eine Grup­pen­lei­ter bin, dann habe ich viel­leicht ein Abtei­lungs­lei­ter über mir und der Abtei­lungs­lei­ter hat Ansprü­che an Zie­le an mich. Jan Gleich­zei­tig hat das Team Ansprü­che an mich, wie ich den füh­ren soll, was ich wie ent­schei­den soll, was ich auch für eine Auto­ri­tät oder Durch­set­zungs­fä­hig­keit viel­leicht inner­halb des Unter­neh­mens habe. Wenn ich eine Ebe­ne höher drü­ber gehe, also in die Abtei­lungs­lei­tung, dann habe ich even­tu­ell Team­lei­ter unter mir. Ich habe über mir Bereichs­lei­ter oder eine Geschäfts­füh­rung oder ein Vor­stand. Und selbst ein Vor­stand wird dann wie­der­um von einem Auf­sichts­rat über­prüft. Und auch da gibt es gewis­se Zie­le, viel­leicht auch von Anteils­eig­nern, die etwas haben wol­len und. Jan Und selbst wenn ich Geschäfts­füh­rer mei­ner eige­nen Fir­ma bin, dann habe ich da zumin­dest Kun­den, die auch einen gewis­sen Anspruch haben und ein Markt, der viel­leicht was for­dert. Und das heißt, ich bin eigent­lich immer in einer Sand­wich Posi­ti­on und. Und damit muss man auch erst ein­mal umge­hen ler­nen, den­ke ich. Björn Na ja, also man muss irgend­wie alle Sei­ten so bedie­nen und die genau, was du gera­de gesagt hast. Mir ist gera­de das Bei­spiel Apple ein­ge­fal­len, weil da sitzt ganz oben ein CEO, der heißt Tim Cook, aber der hat auch einen Auf­sichts­rat über sich, vor dem er sich recht­fer­ti­gen muss. Und der Auf­sichts­rat hat auch wie­der den Aktio­nä­ren ver­pflich­tet. Im Prin­zip. Das Absur­de ist, dass die Aktio­nä­re ein­zeln wie­der über­haupt kei­ne Macht haben. Die kön­nen abstim­men in der Aktio­närs­ver­samm­lung. Björn Aber also man ist, du sagst es schon rich­tig, man ist nie ganz oben, man ist immer, man ist immer irgend­wem Rechen­schaft schul­dig, auch als Füh­rungs­kraft. Jan Und das ist, glau­be ich etwas, was ich bin mir gar nicht so sicher, ob das über ob das auch auf Mit­ar­bei­ter Ebe­ne immer so bekannt ist, also so wahr­ge­nom­men wird, dass die Situa­ti­on auch so her­aus­for­dernd ist. Spä­tes­tens wenn man dann in die Situa­ti­on kommt, wird es glau­be ich sehr schnell erfahr­bar, was da alles für Ansprü­che auf einen zukom­men. Und dann kommt man auch unter Umstän­den in gewis­se Dilem­ma. Situa­tio­nen also, wo ich im Grun­de genom­men nicht die Ent­schei­dun­gen tref­fen kann, die alle Sei­ten kom­plett glück­lich macht, wo ich mich bewe­ge in dem Ziel Drei­eck zwi­schen Zeit, Qua­li­tät und Geld. Jan An irgend­et­was man­gelt es immer und das Opti­mum, das hun­dert­pro­zen­ti­ge Opti­mum, was alle Sei­ten zufrie­den­stellt, das kann ich viel­leicht gar nicht errei­chen. Und das heißt, ich muss irgend­wie eine Ent­schei­dung tref­fen, die aus mei­ner Sicht nicht opti­mal ist. Aber die­se Ent­schei­dung, die wird von mir auch ver­langt als Füh­rungs­kraft. Björn Wie kann Coa­ching denn hel­fen, Jian? Jan Ich fin­de, Coa­ching hat. Vie­le Poten­zia­le in dem Zusam­men­hang. Das heißt einer­seits. Gibt es sicher­lich die Mög­lich­keit, wenn ich jetzt über den Umgang mit Mit­ar­bei­tern spre­che und auch das Ent­wi­ckeln von einer Füh­rungs­rol­le, dann habe ich die Mög­lich­keit über Coa­ching und auch Coa­ching Metho­den, also nicht nur gecoacht wer­den, son­dern auch ler­nen, wie Coa­ching funk­tio­niert und wirkt, da auch ent­spre­chen­de Füh­rungs­qua­li­tä­ten zu ent­wi­ckeln und anzu­wen­den. Björn Coa­ching Kom­pe­ten­zen sozu­sa­gen. Jan Genau Coa­ching Kom­pe­ten­zen. Die Fra­ge ist ja auch immer, wie man da füh­ren möch­te, ob man so führt, dass man allen Mit­ar­bei­tern sagt Tu dies, tu jenes oder ob man auch ganz bewusst ein­for­dert, dass Mit­ar­bei­ter selbst ent­wi­ckeln und selbst auf Ideen kom­men und da auch qua­si selbst mün­dig wer­den, krea­tiv wer­den und so wei­ter. Und das wird ja auch dann teil­wei­se so als fra­gen­der Füh­rungs­stil bezeich­net. Also dass man sagt Wenn du ein Pro­blem hast, dann oder eine Fra­ge hast du in dem Zusam­men­hang, die du ent­schie­den haben möch­test, dann komm doch viel­leicht schon mal mit zwei oder drei Ant­wort Opti­on und gib mir eine Emp­feh­lung. Björn Ich glau­be, ein ande­rer wich­ti­ger Fak­tor grund­sätz­lich ist die Ver­bes­se­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on und damit mei­ne ich jetzt nicht Kom­mu­ni­ka­ti­ons­we­ge, son­dern den Stil der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Man­che müs­sen das viel­leicht auch erst ent­wi­ckeln. Da gibt es ja zum Bei­spiel das Kon­zept der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se. Also in wel­chem, in wel­chem Modus spre­che ich eigent­lich mit mei­nen Mit­ar­bei­tern und war­um reagie­ren die dann so, wie sie reagie­ren? Das ist, glau­be ich, vie­len Füh­rungs­kräf­ten gar nicht so bewusst. Oder die vier Sei­ten einer Nach­richt von Schulz von Thun fin­de ich da auch ganz span­nend, was man ja wie man Nach­rich­ten eigent­lich ver­packt und was beim ande­ren ankommt. Björn Und dass ja eigent­lich der Emp­fän­ger über die Wir­kung ent­schei­det, ist auch eine ganz span­nen­de Geschich­te, die Füh­rungs­kräf­ten hel­fen kann, wenn man so was im Coa­ching mal durch­dringt. Und eines sei­ner Lieb­lings­the­men der Per­spek­tiv­wech­sel. Jan Rich­tig? Abso­lut, ja, also grund­sätz­lich auch. Also was ich jetzt bis­her auch aus dem gan­zen Coa­ching mit­neh­me, ist ja auch gar nicht nur als Ver­bes­se­rung im Sin­ne von vor­her hat man was falsch gemacht sehen, son­dern viel­mehr als etwas, das einen schlau­en Spruch gesagt hat. Was man nicht weiß, kann man nicht wis­sen. Das ist so, aber da ist total viel dran. Wenn ich vor­her gar nicht weiß, wie bestimm­te Din­ge wir­ken oder war­um sich jemand so ver­hält, wie er ver­hält, wie er sich ver­hält und ich dafür kann kann, das nicht nach­voll­zie­hen kann. Jan Dann fällt es auch schwer, damit umzu­ge­hen. Aber wenn ich ler­ne zu ver­ste­hen, was Men­schen umtreibt, war­um Kon­flikt­si­tua­tio­nen ent­ste­hen, wie man kom­mu­ni­zie­ren kann oder was mei­ne mei­ne Art von Kom­mu­ni­ka­ti­on bewirkt, beim ande­ren viel­leicht auch aus Din­gen führt, ist das aus mei­ner Sicht eine neu­tra­le Kom­mu­ni­ka­ti­on. Aber viel­leicht geht da in mei­nem Gegen­über irgend­was ande­res ab, was ich gar nicht weiß auf Anhieb und das trig­gert da irgend­was und des­halb kommt eine gewis­se Reak­ti­on. Aber wenn ich dafür ein Ver­ständ­nis ent­wick­le, dann kann ich das natür­lich auch ent­spre­chend zum Posi­ti­ven nut­zen und eben auch zum Woh­le der Kom­mu­ni­ka­ti­on und zum bes­se­ren Ver­ständ­nis zwi­schen Per­so­nen. Jan Und das fin­de ich, ist auf jeden Fall eine tol­le, tol­le Sache. Björn Aber ich glau­be auch. Ich glau­be auch toll ist eigent­lich, wenn man. Und da kann Coa­ching auch wo du gera­de dei­nen Satz zitiert, das ist mir ein ande­rer Satz den Kopf geschos­sen. Jetzt komm ich mal, den habe ich mal auf einer Wein­fla­sche gele­sen. Vino veri­tas ja, genau, aller­dings, da war ich sehr, sehr jung. Und den Spruch las man auch erst, als die Fla­sche leer war. Also das war so hin­ten auf ein Eti­kett gedruckt, das stand drauf. Björn Wer glaubt, etwas zu sein, hat auf­ge­hört, etwas zu wer­den. Und das ist auch ein The­ma bei Füh­rungs­kräf­ten auf häu­fig, die sagen Nein, ich bin doch Füh­rungs­kraft. Und ich glau­be, eine Füh­rungs­kraft hat eigent­lich die Auf­ga­be, sich per­ma­nent wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Das ist halt kein Sach­be­ar­bei­ter, das ist nie­mand, der immer den glei­chen Job jeden Tag macht. Und da kann Coa­ching unglaub­lich unglaub­lich hel­fen, wenn man die­sen Ent­wick­lungs­pro­zess anstößt, neue Impul­se geben kann, wenn man sich dar­über klar wird, wie man Zie­le defi­niert für sich selbst, wel­che Zie­le man über­haupt defi­niert. Björn Und auch ein biss­chen das Ver­ständ­nis dafür stärkt, dass man eigent­lich nie ange­kom­men ist. Weil es viel­leicht so zusam­men­fas­sen. Das ist mei­ne per­sön­li­che Erfah­rung. Gute Füh­rungs­kraft ist man bis zum nächs­ten Mit­ar­bei­ter. Es gibt ja heu­te ein Pot­pour­ri an schlau­en Sprü­chen. Björn Ja, aber ich weiß, was ich mei­ne. Na, weil es ver­steht einem Team, das schon seit Jah­ren funk­tio­niert hat, alles super. Und dann kommt ein neu­er Mit­ar­bei­ter und dann geht das Ler­nen von vor­ne los, weil das wie­der ein eige­ner Mensch ist, an dem er sich wie­der anders moti­vie­ren und anpa­cken. Also von daher die Ent­wick­lung hört da eigent­lich nie auf. Jan Ja, wobei, also das ist so bei mir tat­säch­lich bis­lang. Also in der Sum­me wür­de ich sagen, es ist der Groß­teil von Füh­rungs­kräf­ten, die mir tag­täg­lich begeg­nen, auch sehr in der Ent­wick­lung und auch sehr bestrebt, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Aber nichts­des­to­trotz ist die­ses The­ma Feed­back bekom­men, neue Impul­se bekom­men, eine objek­ti­ve Sicht auf die Din­ge bekom­men oder sich auch ein­fach mal struk­tu­riert mit jeman­dem aus­tau­schen, was ja auch im Prin­zip alles Coa­ching The­men sind. Ob das jetzt als Coa­ching bezeich­net wird oder nicht, sei mal dahin­ge­stellt. Jan Aber das ist ja qua­si Coa­ching. Ist ja auch eine Form von Bera­tung und so sind die Über­gän­ge da auch mei­ner Mei­nung nach flie­ßend. Und ich glau­be, dass die­se Aspek­te auch Coa­ching, Coa­ching, Tools, Coa­ching Tech­ni­ken da mit ein­zu­brin­gen unheim­lich hel­fen kann. Also auch in sol­chen Gesprä­chen und dass einem das auch als Füh­rungs­kraft hel­fen kann, auch so was in Anspruch zu neh­men, ein­fach mal auch mal was viel­leicht mal aus­zu­pro­bie­ren. Also auch hin­sicht­lich Per­spek­tiv­wech­sel oder eines neu­en Impul­ses. Jan Manch­mal ist es ja auch so, dass das natür­lich auch gera­de in der Unter­neh­mens­be­ra­tung der Fall. Es gibt ein The­ma und das wur­de auch inner­halb des Unter­neh­mens schon durch­dacht. Und manch­mal geht es ja auch dar­um, so eine Secon­do Pinyin zu bekom­men oder ein­fach mal eine ande­re Sicht auf das glei­che The­ma, weil man es viel­leicht auch inner­halb des Unter­neh­mens schon sehr durch­dacht hat. Aber viel­leicht gibt es noch einen ande­ren Ansatz, den man aus dem eige­nen Sys­tem her­aus noch gar nicht sieht. Jan Also was ist, was gar nicht damit zu tun hat, dass man das nicht kann. Also die­se gan­zen Kom­pe­ten­zen sind inner­halb des Unter­neh­mens da. Nur manch­mal muss man oder hilft es, wenn irgend­wie Fra­gen gestellt wer­den. Und auf ein­mal kommt eine ganz neue Erkennt­nis dabei her­aus. Und das sind halt so Punk­te, die aus mei­ner Sicht da eben im Coa­ching auch oder in den Coa­ching echt unter­stüt­zen kann. Inter­es­sant fin­de ich, dass ja auch da eine Ver­än­de­rung da ist von dem ursprüng­li­chen Ver­ständ­nis. Jan Coa­ching ist wenn über­haupt etwas für Füh­rungs­kräf­te Mana­ger also eher rela­tiv hoch. Da tut man so was. Und mitt­ler­wei­le sage ich mal, dif­fun­diert das ja immer mehr die gan­zen Orga­ni­sa­tio­nen und es geht qua­si über alle Ebe­nen und kann da im Prin­zip auch wirk­lich tol­le Impul­se brin­gen. Und über­all steht die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit För­dern und auch das Funk­tio­nie­ren eines Sys­tems för­dern. Björn Genau. Aber es gibt ja auch Team Coa­chings, also das zum Bei­spiel genau was zum Bei­spiel Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur angeht, Feed­back, Kul­tur, sol­che Sachen. Das kann man ja auch wun­der­bar mit einer Grup­pe mit Coa­ching Mit­teln machen. Also die Lis­te ist unend­lich schwer. Wir wer­den jetzt noch zwei Stun­den wei­ter reden kön­nen. Jan Könn­ten wir auf jeden Fall, aber ich glau­be, wir wer­den uns viel­leicht noch auf ande­re The­men auf­tei­len. Aber in der Tat, das The­ma Team Coa­ching ist auf jeden Fall sicher­lich auch noch mal eine eige­ne Fol­ge wert. Genau­so wie auch noch­mal der Aspekt. Du hast ja sogar einen Blog­ar­ti­kel auch zu einer War­um Busi­ness Coa­ching auch immer Per­so­nal Coa­ching ist wich­tig genug. Auch das ist noch mal ein The­ma, weil die, die wir sind, immer als Mensch unter­wegs, als Gan­zes, auch wenn wir qua­si in einer Rol­le sind. Jan Und da haben wir, glau­be ich sicher­lich noch die eine oder ande­re Fol­ge, in der wir dann qua­si an die­se Inhal­te hier anknüp­fen kön­nen. Björn Also da auf die Fol­ge freue ich mich schon. Das ist ja auch so ein Her­zens­the­ma Work-Life-Balan­ce. Völ­lig falsch ver­stan­den, oft. Also das ist auch für Füh­rungs­kräf­te sehr wahr­schein­lich wie­der ein span­nen­des The­ma, weil die haben ja in der Regel weni­ger Frei­zeit. Also zumin­dest die, die ich ken­ne. Aber wie gesagt, wir könn­ten jetzt noch stun­den­lang wei­ter­re­den und hät­ten immer noch nicht alles erschöp­fend zu dem The­ma Was ist Füh­rung? Wie kann man das unter­stüt­zen? Wie kann man sich da wei­ter­ent­wi­ckeln? Björn Spro­chen Also das wer­den wir sehr wahr­schein­lich immer mal wie­der auf­grei­fen. Jan Ganz genau. Ja, auf jeden Fall hof­fen wir, dass euch die­se Fol­ge gefal­len hat. Und wir freu­en uns schon auf das nächs­te Mal. Wenn ihr mehr Infor­ma­tio­nen haben möch­tet oder auch direk­ten Kon­takt zu uns haben möch­te, dann fin­det ihr uns auf unse­ren Home­pages bjoernbobach.de und jangustavfranke.de. Und dann ver­ab­schie­den wir uns für heu­te und freu­en uns auf das nächs­te Mal mit euch. Björn Bis bald, ciao! Jan Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast, Positives Denken --- ### [Warum Auszeiten wichtig sind](https://bobach-coaching.de/podcast-auszeiten/) **Published:** Oktober 22, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Aus­zei­ten sind enorm wich­tig. In ihnen rege­ne­rie­ren wir unse­re men­ta­len Kräf­te und es erwacht neue Krea­ti­vi­tät. Den­noch wer­den Aus­zei­ten von vie­len nicht geplant oder wahr­ge­nom­men, oft gepaart mit einem schlech­ten Gewis­sen, wenn man sich dann doch mal Zeit aus­ser­halb des beruf­li­chen All­tags nimmt. In die­ser neu­en Fol­ge von Coach&Coach gehe­nich und [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) den Fra­gen nach, was eine sinn­vol­le Aus­zeit defi­niert und wie man sie gestal­ten kann. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Wir freu­en uns, euch heu­te zu begrü­ßen und als ers­tes freue ich mich, dich zu begrü­ßen. Wir ana­ly­sie­ren. Björn Hal­lo Jan. Jan Wir haben ja heu­te den zwei­ten Anlauf zu einem The­ma, und zwar zu einem The­ma mit dem Titel Aus­zei­ten. Wir haben das schon mal ver­sucht auf­zu­neh­men, und zwar im Rah­men einer Aus­zeit. Björn Ja, das ist geschei­tert wegen schlech­tem Inter­net. Genau. Jetzt ver­ra­ten wir ja was. Näm­lich, dass wir hier gar nicht phy­sisch zusam­men­sit­zen. Jan Rich­tig, genau. Gera­de sit­zen wir nicht phy­sisch zusam­men, aber wir sehen uns trotz­dem über Kame­ra. Aber neh­men wir das Inter­net auf. Und das glei­che hat­ten wir auch ver­sucht. Wäh­rend einer Aus­zeit, die ich hat­te, näm­lich in mei­nem Urlaub. Und da ist es dann tat­säch­lich an der Inter­net­ver­bin­dung geschei­tert. Aber umso schö­ner kön­nen wir es jetzt nach­ho­len. In der Retro­spek­ti­ve. Björn Ja, so ist es. Viel­leicht magst du damit star­ten, dass du uns ein­mal schil­derst, war­um dir in einer Aus­zeit der Gedan­ke kam, dass wir zu dem The­ma Aus­zeit und ich glau­be, noch öfter kön­nen wir das Wort nicht inner­halb von zwei Minu­ten benut­zen dazu einen Pod­cast machen sol­len. Jan Ja, also ich war wie gesagt im Urlaub und habe da mal wie­der fest­ge­stellt, wie wich­tig und frucht­bar das eigent­lich ist. Mal aus dem alten All­tags­trott raus­zu­kom­men und noch mal alles für sich neu zu sor­tie­ren, gedank­lich die Din­ge noch mal neu zu betrach­ten. Und habe mir dann ein­fach tat­säch­lich Gedan­ken dar­über gemacht. War­um sind denn über­haupt Aus­zei­ten so wich­tig? Braucht man die über­haupt? Oder kann man eigent­lich auch immer ein­fach durch? Und fand, dass das eigent­lich ein ganz span­nen­des The­ma ist für unse­re Rei­he hier. Jan Und des­halb sind wir jetzt hier zusam­men und du und fri­sche Luft, um eine Fra­ge zu stel­len. Björn So ist es. Ich fra­ge mich, war­um dir der Gedan­ke gekom­men ist. Fällt dir das so schwer, Aus­zei­ten zu neh­men? Jan Nein, gar nicht. Ich bin nur für gewöhn­lich ziem­lich durch­ge­tak­tet und muss mir sozu­sa­gen im All­tag schon auch das ein­pla­nen, mir qua­si eine Aus­zeit zu neh­men. Das ist schon so und je nach­dem, was man für eine Aus­zeit hat, da gibt es ja auch sicher­lich unter­schied­li­che For­men. Hat man da auch einen ande­ren Hori­zont, sag ich jetzt mal. Oder eine ande­re Mög­lich­keit, die Gedan­ken schwei­fen zu las­sen. Und jetzt war es mal ein biss­chen län­ger und da habe ich das dann qua­si auch mal theo­re­tisch betrach­tet und nicht nur die Aus­zeit genutzt, um mich zu erho­len oder oder Sport zu machen oder wie auch immer, son­dern tat­säch­lich auch ein­fach mal grund­le­gend Gedan­ken dar­über zu machen. Björn Ja, jetzt hast du ja schon gesagt, dass sol­che Zei­ten eigent­lich ein­pflanzt. Nor­ma­ler­wei­se so im All­tag. Das ist ja jetzt was. Da wer­den wir dann glau­be ich, spä­ter auch noch mal dar­auf zurück­kom­men. Also die ver­schie­de­nen For­men, die Aus­zei­ten haben kön­nen und wie man sich die in den All­tag bau­en kann. Was hat dir dei­ne Aus­zeit denn gebracht? Was war denn für dich so das Wich­tigs­te jetzt in der Zeit, in der du nicht im All­tag warst? Jan Also tat­säch­lich, für mich war es zum einen Erho­lung im Sin­ne von tat­säch­lich Urlaub machen, mal abschal­ten, run­ter­kom­men, aber auch ein­fach noch mal einen Blick auf mei­ne all­ge­mei­ne Situa­ti­on zu wer­fen, zu schau­en Bin ich gera­de auf dem rich­ti­gen Weg? Möch­te ich irgend­was ver­än­dern oder bin ich zufrie­den mit dem, was ich tue? Und ja, das hat sozu­sa­gen in ver­schie­de­nen Aspek­ten da auf die­se Zie­le ein­ge­zahlt. Die­se Aus­zeit, wie ist das gekom­men? Was die Gedan­ken, dass die Gedan­ken so ins Rol­len kam? Jan Ja, ich den­ke, das hat­te damit zu tun, dass ich tat­säch­lich ein­fach mal einen Tape­ten­wech­sel hat­te Nr. 1, also eine ande­re Umge­bung. Ande­rer­seits aber eben auch nicht in Ter­min durch­ge­tak­tet war, son­dern tat­säch­lich mal Zeit und Raum hat­te. Ein­fach mal zur Ruhe zu kom­men und mal nicht nur ziel­ge­rich­tet auf irgend­wel­che Auf­ga­ben hin zu arbei­ten und Auf­ga­ben zu bear­bei­ten, son­dern tat­säch­lich da ein­fach mal die Ruhe zu genie­ßen. Und da, das ist ja ganz inter­es­sant, da kommt ja auch unheim­lich viel in Gang. Jan Es ist ja nicht so, dass Ruhe heißt oder Ruhe haben heißt das jetzt bei ein­mal im Kopf Sen­de­pau­se ist, son­dern ich fin­de, man macht da auch so unter­schied­li­che Sta­di­en durch, wenn man in den Urlaub geht oder wenn man eine län­ge­re Ruhe­pha­se hat und irgend­wann so ist. Zumin­dest bei mir kommt dann halt auch so ein Sta­di­um von unheim­li­cher Krea­ti­vi­tät und Gedan­ken­gän­gen, die die sehr ja zum Teil unge­rich­tet, aber wie gesagt posi­tiv krea­tiv sind, wür­de ich sagen. Björn Das ken­ne ich auch, dass vor allem so zum Ende des Urlaubs hin. Also wenn man einen län­ge­ren Urlaub macht, vor allem in der ers­ten Woche, bin ich dann meis­tens damit beschäf­tigt zu schla­fen bzw. nicht nichts zu tun oder Din­ge zu tun, die ich sonst nicht mache. Viel­leicht das, viel­leicht bes­ser, bes­ser for­mu­liert und so im letz­ten Drit­tel läuft mein Hirn dann aber auf Hoch­tou­ren. Und dann habe ich so vie­le Ideen und Moti­va­ti­on für neue Din­ge, manch­mal auch eine neu gefun­de­ne Moti­va­ti­on für alte Din­ge, dass ich manch­mal gar nicht erwar­ten kann, bis es dann wie­der los­geht und das ja eigent­lich toll war, dann hat der Urlaub ja genau das erreicht, was er errei­chen soll­te. Björn Die Fra­ge ist, wie funk­tio­niert das? Das fin­de ich ein ganz span­nen­des The­ma, was da in einem pas­siert. Das dazu führt, dass man. Ich emp­fin­de das Wie­ner wie eine Frei­schal­tung, dann immer, dass man im Kopf wie­der so frei wird und wir haben uns ja schon dazu aus­ge­tauscht. Da hast du das ver­gli­chen mit Leis­tungs­sport­lern. Das fand ich ganz, ganz span­nend mit den Ruhe­pha­sen im Leis­tungs­sport und ich glau­be, da ist sehr viel Wah­res dran, dass das unser Kopf, unser Hirn ein­fach auch das braucht, um wie­der neue Kapa­zi­tä­ten frei­zu­schau­feln und auch um bestimm­te Din­ge neu zu ver­knüp­fen. Björn Also im Rah­men der wie heißt es neu­ro plas­ti­schen der Neu­ro­plas­ti­zi­tät, so heißt es. Ja, ja, ja, genau. Der Gedan­ke dabei war oder das Bild, was ich da mal stra­pa­ziert habe, ist im Grun­de genom­men eben auch aus dem Sport. Wenn ich jetzt zum Bei­spiel Mus­keln trai­nie­re, dann ist ja der tat­säch­li­che Mus­kel­wachs­tum, der fin­det statt in der Ruhe­pha­se, also nicht im eigent­li­chen Trai­ning. Das heißt, der Trai­nings Reiz wird gesetzt im Rah­men des Trai­nings und das Wachs­tum erfolgt dann im Grun­de genom­men in der Erho­lungs­pha­se, in der Ruhe­pha­se. Björn Beim Trai­ning ist es ja so, dass sogar der Mus­kel tat­säch­lich ein Stück weit ver­letzt wird und das dann im Prin­zip in der Ruhe­pha­se alles so auf­ge­baut wird, dass es beim nächs­ten Mal noch sta­bi­ler ist als vor­her, wodurch dann ja im Grun­de genom­men auch der tat­säch­lich bei lang­jäh­ri­gen Trai­ning oder län­ge­rem Trai­ning dann auch sicht­ba­re Mus­kel­wachs­tum das Mus­kel­wachs­tum damit dabei ist. Und ich den­ke, ganz ähn­lich kann man das auch sehen, wenn es um men­ta­le Kapa­zi­tä­ten geht, wenn es um men­ta­le Leis­tungs­fä­hig­keit geht. Björn Und ich sage mal ein ganz gutes Bei­spiel dafür, wie wich­tig eigent­lich auch Ruhe­pha­sen sind, ist das The­ma Schlaf. Wenn ich nicht schla­fe, wenn ich wirk­lich gar nicht schla­fe, dann bin ich, bin ich rela­tiv schnell an der Gren­ze des­sen, was ich tat­säch­lich machen kann. Dann lau­fe ich rela­tiv schnell wirk­lich auf Reser­ve und mein Gehirn funk­tio­niert gar nicht mehr. Und das ist eigent­lich schon mal das ein­fachs­te Bei­spiel, um klar­zu­ma­chen, wie wich­tig Ruhe­pau­sen über­haupt sind, Pau­sen oder Ruhe­pha­sen sind, um sich zu erho­len. Björn Und genau­so geht das natür­lich auch im Wei­te­ren, wenn es nicht nur um den täg­li­chen Schlaf geht, der ganz wich­tig ist, dass man davon genug bekommt, son­dern wenn es auch lang­fris­tig dar­um geht, tat­säch­lich mal einen Urlaub zu machen, mal abzu­schal­ten, mal aus den aus dem all­täg­li­chen Stress her­aus­zu­kom­men. Björn A Vie­le kön­nen das nicht. Also vie­le sind, ähm, sind nicht in der Lage zu sagen Jetzt schal­te ich mal zwei Wochen mein Han­dy ab oder ich. Ich gön­ne mir mal einen rich­ti­gen Urlaub. Ich fahr nicht mal nur kurz irgend­wo­hin, son­dern mal wirk­lich über ein paar Wochen. Man­che kön­nen das nicht mal über ein Wochen­en­de. Ich ken­ne Men­schen, die im Prin­zip sie­ben Tage die Woche arbei­ten, weil sie es nicht kön­nen. Und ich glau­be, das ist ein ganz wich­ti­ger Punkt, da ein­fach auch mal zu hin­ter­fra­gen. Björn Und das begeg­net uns ja auch im Coa­ching immer wie­der, was Men­schen eigent­lich dazu bringt, sich das nicht zu gön­nen, weil wenn sie es dann mal tun, manch­mal machen sie es dann ja gezwun­ge­ner­ma­ßen, weil der Part­ner dar­auf besteht, dann sind sie hin­ter­her immer ganz froh und ganz beseelt, dass sie es getan haben. Aber was ist dei­ner Mei­nung nach der Punkt, war­um das vie­len gar nicht gelingt? Jan Ja, also es gibt da ganz sicher­lich unter­schied­li­che Antrei­ber, die dazu füh­ren kön­nen. Ein Bei­spiel, was mir jetzt mal sofort ein­fal­len wür­de, ist ja die Angst, etwas zu ver­pas­sen in dem Zusam­men­hang. Also dass man wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen ver­passt, dass man an der rich­ti­gen Stel­le nicht rich­tig ent­schei­den kann, weil es gera­de not­wen­dig ist, zum Bei­spiel im Beruf. Oder dass eine Anfra­ge kommt, die man eigent­lich beant­wor­ten müss­te. Und das ist ja auch ein Phä­no­men unse­rer heu­ti­gen Zeit, auch im Zuge der Digi­ta­li­sie­rung, dass wir eigent­lich von über­all arbei­ten kön­nen, wenn wir wol­len und zu jeder Tages und Nacht­zeit. Jan Das war ja zum Bei­spiel vor 20, 30 Jah­ren noch mal ein biss­chen anders. Das hat­te ich auch schon mal in einem Gespräch mit einem Neu­ro­lo­gen, der davon berich­tet hat, wie sich eigent­lich die der Stress­fak­tor dahin­ge­hend ver­än­dert hat, dass man eben über­all erreich­bar ist und stän­dig etwas tun kann. Wenn ich jetzt zum Bei­spiel vor 20, 30 Jah­ren am Frei­tag Nach­mit­tag ins Wochen­en­de gegan­gen bin, dann hat­te ich kei­nen Zugriff zu Post, zu mei­nem Tele­fon, auf dass ange­ru­fen wird oder zum Fax­ge­rät oder wie auch immer. Jan Das war halt ein­fach nicht da. Even­tu­ell habe ich mir viel­leicht Arbeit mit nach Hau­se genom­men, einen Ver­trag oder so was, den ich über­ar­bei­ten kann. Aber nicht zu sagen, die­ses stän­dig und über­all Zugriff auf sämt­li­che Daten zu haben. Und ich glau­be, das macht schon mal einen Unter­schied aus, wes­halb es auch so ein­fach ist, kei­ne Pau­se zu machen, son­dern dran zu blei­ben. Björn Ja, es ist ganz viel Wah­res dran. Also ich bin ja ein Ver­fech­ter der Benach­rich­ti­gun­gen aus Funk­ti­on in Smart­phones und ähn­li­chen Gerä­ten, weil. Ich das auch mal gemerkt habe, dass die­ses stän­di­ge Bling-Bling mich in so einen Zustand ver­setzt der stän­di­gen abruf­bar keit und das hält einen eigent­lich vom Den­ken ab, weil wenn man immer abruf­bar ist, kann man ja sei­ne eige­nen Gedan­ken nie in Ruhe wirk­lich zu Ende den­ken. Das ist ist eine ganz gro­ße Sache und ich glau­be auch, dass das ein gro­ßer Fak­tor ist. Björn Ich glau­be, eine ande­re Geschich­te ist das Gefühl von Kon­troll­ver­lust. Das habe ich bei vie­len Selbst­stän­di­gen schon beob­ach­tet, die dann, wenn sie in den Urlaub gehen, Sor­ge haben bzw. das Gefühl, es ist oft ein Gefühl, gar kein ratio­na­ler Gedan­ke, dass alles aus dem Ruder läuft, wenn sie nicht sel­ber stän­dig len­ken und schal­ten kön­nen. Ganz gro­ßer Coa­ching Ansatz, wie ich fin­de, weil das natür­lich in den meis­ten Fäl­len nicht der Rea­li­tät ent­spricht. Aber das ist etwas, was vie­le mit sich her­um­tra­gen. Björn Die­ses Gefühl, ich muss es machen und wenn ich es nicht mache, macht es kein ande­rer. Jan Genau rich­tig. Das ist natür­lich total vie­le unter­schied­li­che Punk­te, wie es dazu kom­men kann. Ich glau­be auch, dass da jeder Mensch unter­schied­lich ist. Es gibt Men­schen, die haben da viel­leicht auch ein höhe­res Bedürf­nis, ein­fach nach Ruhe­pha­sen, nach Erho­lung. Dann gibt es Men­schen, die haben das viel­leicht weni­ger. Aber ich glau­be, wich­tig ist in dem Zusam­men­hang, dass man eben indi­vi­du­ell schaut, dass man es halt ein­fach nicht über­treibt. Also dass man dann nicht nur auf Mate­ri­al­kos­ten in Anfüh­rungs­stri­chen, also auf Kos­ten des eige­nen Kör­pers, auf Kos­ten des eige­nen Geis­tes, da mit der Zeit über­treibt, weil das dann natür­lich typi­sche Trei­ber, die auch eben in klas­si­sche Burn out Situa­tio­nen füh­ren, wenn es gar kei­ne Erho­lung haben und mir die über­haupt nicht gön­ne. Björn Ja, wie kann man das dann außer­halb von so einem schö­nen lan­gen wöchi­gen Urlaub, den du jetzt hat­test, auch noch gestal­ten? Weil das. Also ich erin­ne­re mich an mei­ne Zeit am Thea­ter. Wir hat­ten es ja bei einer der letz­ten Fol­gen davon, dass ich mal Büh­nen Schaf­fen­der war und da hat­te ich genau einen Urlaub und der war mit­ten im Jahr, sechs Wochen am Stück und da ich konn­te ja nicht zwi­schen­durch mal unter und unter­halb des Jah­res in Urlaub fah­ren. Also was? Björn Wie kann man Aus­zei­ten gestal­ten? Was für For­men gibt es da? Hast du da? Hast du dei­ne Mei­nung zu. Jan Habe ich auf jeden Fall eine Mei­nung zu erst­mal ist viel­leicht auch noch mal mit wich­tig zu sagen, dass die abso­lu­te Län­ge der Aus­zeit gar nicht unbe­dingt aus­schlag­ge­bend ist. Also ist es natür­lich so, dass wenn ich jetzt einen Urlaub machen möch­te, der soge­nann­te Jah­res­ur­laub, also ein biss­chen län­ger, der ist sicher­lich nicht ver­kehrt, um ein­fach mal kom­plett raus­zu­kom­men, wie du gera­de beschrie­ben hast. Eine Woche viel­leicht, um sich mal kom­plett zu erho­len, aus­zu­schla­fen und über­haupt mal run­ter zu fah­ren und dann viel­leicht noch eine zwei­te oder drit­te Woche, in der man dann tat­säch­lich Akti­vi­tä­ten macht, sich sich krea­tiv betä­tigt und auch ich bezeich­ne das ger­ne als Anlauf neh­men und dann wie­der Anlauf nimmt, qua­si für die für die akti­ve Pha­se, dann auch danach wie­der im Berufs­le­ben. Jan Tat­säch­lich hat man aber her­aus­ge­fun­den Da gibt es auch eine ganz inter­es­san­te Pas­sa­ge in dem Buch von Dani­el Kah­ne­man Schnel­les Den­ken, lang­sa­mes Den­ken, auch eine Lese­emp­feh­lung auf jeden Fall an jeden zu dem The­ma, wie über­haupt noch Urlau­be in Erin­ne­rung blei­ben oder wie qua­si ange­neh­me, unan­ge­neh­me Situa­tio­nen in Erin­ne­rung blei­ben. Und tat­säch­lich ist nicht die abso­lu­te Län­ge das aus­schlag­ge­ben­de Kri­te­ri­um, son­dern im Wesent­li­chen sind es am Ende des Tages beson­de­re High­lights, also beson­ders posi­tiv oder beson­ders nega­ti­ve Erleb­nis­se. Und außer­dem das Ende. Jan Also qua­si wie es, wie es geen­det hat, weil das qua­si die prä­gnan­tes­ten Punk­te sind, die uns im Kopf blei­ben. Und dar­auf bezo­gen. Kann man also auch sagen Es ist zwar schön, wenn ich eine lan­ge Zeit habe, um mich zu erho­len, das ist auch sicher­lich phy­sio­lo­gisch sehr gut. Aber um all­ge­mein erst mal einen posi­ti­ven, posi­ti­ve Erin­ne­run­gen posi­ti­ven Push mit in den All­tag zu bekom­men, kön­nen das auch durch­aus kür­ze­re Aus­zei­ten sein, indem man ein­fach mal was Schö­nes gönnt, sich was Schö­nes gönnt, Schö­nes macht. Jan Ich glau­be, wir bei­de, du und ich, wir sind ja auch gro­ße Fans von zum Bei­spiel Wochen­end Aus­flü­gen. Also mal was ande­res tun, in einer Umge­bung kom­men und da tat­säch­lich mal etwas Neu­es ent­de­cken, was Neu­es erle­ben und die Zeit genie­ßen. Björn Ja, ja, genau, hat­te ich gera­de ges­tern habe ich ja kurz bevor wir ange­fan­gen haben heu­te auf­zu­neh­men, das noch erzählt. Ich war gera­de ges­tern wie­der in Den Haag am Meer. Nur einen Tag nicht mal über­nach­tet. Ganz viel Auto­fahrt, eigent­lich für rela­tiv wenig Zeit vor Ort. Aber das hat auch bei mir wie­der den Reset-Knopf tat­säch­lich gedrückt und es war eine sehr bewusst gestal­te­te Zeit. Also das war schon im Vor­feld. So nach High­lights geplant und man kommt dann zu Hau­se an und ich habe auch wenn die Fahrt jetzt län­ger war, ein biss­chen müde von der Fahrt, war trotz­dem so wie­der die­sen Push gespürt. Björn Das hat den Kopf befreit und hat Ener­gie zurück­ge­ge­ben. Ich kann sol­che Aus­zei­ten aller­dings auch im Klei­nen so über den Tag ver­teilt immer mal wie­der machen. Das sind dann kei­ne Aus­zei­ten, die unglaub­lich auf­wen­dig sind, aber die gestal­te ich mir mit was Beson­de­rem. Also dass ich zum Bei­spiel was beson­ders Schö­nes lese oder einen beson­ders schö­nen Spa­zier­gang mit dem Hund mache. Ich habe einen Hund. Das hilft natür­lich, eine Aus­zeit im All­tag zu gestal­ten. Da sind, das haben wir bei­de ja auch gemein­sam. Björn Und ich glau­be, da ist der Schlüs­sel, die Bewusst­heit in dem Moment, die Acht­sam­keit in dem Moment, dass man die­se Momen­te wirk­lich spürt und wirk­lich, ähm, ja auf­saugt, um dar­aus neue Kraft zu schöp­fen. Und das ist ein ganz inter­es­san­ter Fak­tor, weil die­ses Spü­ren und die­se Acht­sam­keit in die­sen Momen­ten innen dann auch hilft, wenn man die­se Momen­te nicht hat, die­ses Gefühl zu reak­ti­vie­ren. Ich habe das auch erlebt, dass Men­schen mehr erzäh­len. Ja, ich brau­che drin­gend Urlaub. Björn Ich war aber eigent­lich gera­de erst. Dann fra­ge ich nach. Und dann höre ich ja im Urlaub. Das war alles ganz toll und ich war super ent­spannt. Das war wun­der­schön und eine Woche spä­ter ist davon nichts mehr da. Und dann fra­ge ich Kannst du das Gefühl reak­ti­vie­ren? Kannst du dich da wie­der den­ken? Und das gelingt oft nicht. Das hat was mit Acht­sam­keit zu tun und auch damit, wie das ver­knüpft ist in einem selbst. Und da gibt es ja tol­le Übung im Coa­ching. Björn Ich den­ke da an das Ankern, wo man sich sol­che, wo man sich sol­che posi­ti­ven Gefüh­le auch wie­der zurück­ru­fen kann in dem Moment, wo man sie viel­leicht nötig braucht, weil man gestresst ist oder oder gera­de ein­fach kei­ne Zeit hat, mal wirk­lich zu sagen Jetzt bin ich mal für eine Stun­de raus oder so. Ich habe da tat­säch­lich so einen Anker bei mir, den habe ich jeden Tag vor Augen. Und zwar ist das so Als wir gehei­ra­tet haben, waren wir danach drei Wochen in Kana­da und dann Road­trip gemacht. Björn Und unter ande­rem waren wir dann auch in Kana­da und waren einen Tag dann im Kajak unter­wegs. Und das war so ein See, nur noch von der Sand­bank getrennt zum zum Oze­an. Und von jetzt auf gleich schwang das Wet­ter um und es wur­de ein biss­chen brenz­lig. Also unan­ge­nehm auf jeden Fall. Und ich hat­te jetzt Sor­ge, dass wir irgend­wie zurück zum Camp kom­men und lan­ge Rede, kur­zer Sinn. Wir haben es dann halt irgend­wie geschafft. Voll­kom­men durch­nässt mit mehr­fach Kajak, dann halt aus­lee­ren, zwi­schen­durch auch irgend­wie drin und so und haben es dann aber geschafft. Björn Und abends, da habe ich mich dann noch auf so eine Bank gesetzt, direkt an dem direkt an den See. Wir hat­ten da so eine klei­ne Block­hüt­te und ich war völ­lig aus­ge­powert. Es war eisig kalt, es war aber ein wun­der­schö­ner Son­nen­un­ter­gang und total tol­les Pan­ora­ma. Und in dem Moment, da habe ich ein Foto gemacht und die­ses Foto ist jetzt mein Desk­top Hin­ter­grund. Und wann immer ich auf mei­nen Rech­ner schaue, habe ich qua­si die­ses Bild da und das ist für mich so ein Hap­py Bless. Björn Und so ein Gefühl ist damit ver­knüpft, dass das qua­si immer wie­der, wenn ich das auf mei­nem Rech­ner sehe und total schö­ne Sache und mit sol­chen klei­nen Sym­bo­len auch Ankern und so wei­ter kann man so natür­lich auch so ein Gefühl wie­der auf­le­ben las­sen. Björn Das kann man trai­nie­ren, das ist das Tol­le. Also wenn jetzt einer von unse­ren Zuhö­rern denkt, weiß gar nicht, wie ich das machen soll, das kann man trai­nie­ren. Also die­se die­ses Ankern kann man trai­nie­ren. Wir wer­den uns ja auch in einer zukünf­ti­gen Fol­ge ich weiß nicht genau wann, aber wir wer­den uns mit dem Anfang an sicher auch noch mal beschäf­ti­gen. Und das Schö­ne ist, dass man das ler­nen kann und dann tat­säch­lich jeder­zeit abruf­bar machen kann. Genau. Björn Ja, ja. Also was ist? Was ist unser Fazit? Jan Ich bin noch gar nicht beim Fazit Björn, du bist noch nicht mein Fazit. Ent­schul­di­gung, ich bin gera­de noch dabei beim The­ma Aus­zei­ten und wie gestal­ten und so wei­ter. Und da hast du noch ein ganz rele­van­tes The­ma gesagt, näm­lich auch das The­ma acht­sam mit mit der Zeit umge­hen. Und das ist ja auch ein The­ma, wenn es um das Abschal­ten geht, im All­ge­mei­nen oder eben auch in so All­tags­si­tua­tio­nen, nicht nur im Urlaub, um sich das dann danach wie­der zu holen, son­dern auch im All­tag. Jan Es glau­be ich ganz wich­tig, dass man tat­säch­lich damit acht­sam umgeht. Und dann sind wir qua­si hat­ten ja schon mal auch dar­über gespro­chen und ein The­ma, was mir da auch echt am Her­zen liegt, ist das The­ma. Das Fei­er­abend und am Fei­er­abend ist es so. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten Ich kann mich ent­we­der ein­fach nur berie­seln mit drei Bild­schir­men gleich­zei­tig und damit even­tu­ell sogar mein Gehirn noch. Mehr kir­re machen als als viel­leicht ohne­hin schon nach einem stres­si­gen Tag oder ich kann auch da ganz bewusst zur Ruhe kom­men. Jan Also es ist kein Plä­doy­er gegen Fern­seh, Fern­se­hen, Smart­phone und wie auch immer. Aber ein Plä­doy­er dafür, die Zeit nicht jeden Abend so zu ver­brin­gen, son­dern da auch ganz bewusst sich Momen­te der Ruhe und der Acht­sam­keit zu schaf­fen, an denen man tat­säch­lich run­ter­kom­men kann und tat­säch­lich dann auch wirk­lich die die Strö­me im Hirn run­ter­fah­ren kann. Und du hast gera­de zu Anfang ein ganz inter­es­san­tes The­ma gesagt, irgend­ei­nen ganz inter­es­san­ten Satz gesagt, näm­lich wie man im Kopf wie­der frei­er wer­den kann. Jan In dem Zusam­men­hang. Und ich habe ein inter­es­san­tes Buch gele­sen. Out­let-Cen­ter meint heißt das. Und da geht es unter ande­rem um. Um auch psy­che­de­li­sche For­schung und so wei­ter. Aber das Inter­es­san­te dabei ist eigent­lich, dass man her­aus­ge­fun­den hat in ver­schie­de­nen Stu­di­en, dass also unter­schied­li­che Aspek­te, zum Bei­spiel eben auch Sport oder Medi­ta­ti­on dazu füh­ren, dass im Grun­de genom­men unser Default Mode Net­work im Hirn so nennt sich das also das, womit wir eigent­lich nor­ma­ler­wei­se mehr oder min­der im Auto­pi­lot fah­ren, doch eigent­lich immer die glei­chen Denk­mus­ter fah­ren, dass das dadurch her­un­ter geschal­tet wird, also aus­ge­schal­tet wird und auf ein­mal der Geist nicht mehr sehr eng denkt, son­dern frei­er denkt und eher so eine Art krea­ti­ves Den­ken kommt, kind­li­ches Den­ken also ande­re Sachen mit­ein­an­der ver­knüpft. Jan Und so kommt dann, das es ein ganz wich­ti­ger Aspekt auch an die­sen Aus­zei­ten, dass eigent­lich in die­sen Ruhe­pha­sen dann Din­ge neu ver­knüpft wer­den, neu mit­ein­an­der gebracht wer­den, man nicht mehr in den übli­chen Denk­mus­tern denkt und so eigent­lich wirk­lich neue Ideen auch kom­men kön­nen. Ich weiß nicht, wie ich. Mir pas­siert das regel­mä­ßig. Ich ste­he mor­gens unter der Dusche und mir fällt auf ein­mal die Lösung für ein Pro­blem ein. Oder im Schlaf oder was weiß ich, dass ich auf­wa­che. Jan Und auf ein­mal ist der Gedan­ke da Ich habe das nicht weg zurück­zu­füh­ren. Björn Ja, ich habe die­se. Sol­che Momen­te habe ich sel­ten im All­tag. Also ich habe das nicht so, dass ich mor­gens in der Dusche ste­he, son­dern bei mir pas­siert das tat­säch­lich fast immer auf Spa­zier­gän­gen mit mei­nem Hund genau so. Also das ist so, dass da wirk­lich, weil da bin ich da mit ande­ren Din­gen eigent­lich beschäf­tigt. Ich vor allem, wenn ich neue Wege gehe. Ich mag das eigent­lich immer neue Stre­cken zu erfor­schen gilt es auch neue Wege gehen? Ja, genau, ich. Björn Es gibt ja wun­der­ba­re Apps, wo man dann nie­mals die glei­che Wan­de­rung zwei­mal macht. Das wun­der­bar. Und auf sol­chen Rou­ten habe ich eigent­lich die meis­ten neu­en Ideen oder die Lösun­gen für bestimm­te Situa­tio­nen. Das ist tat­säch­lich so. Also das merkt man dann wirk­lich in die­sem. Es ist span­nend. Da gibt es eine Ana­lo­gie Man läuft einen neu­en Weg und es bil­det sich auch ein neu­er Gedan­ken weg in dem Moment. Ja, ja, genau. Ich möch­te aber noch mal ganz kurz, wenn ich darf. Björn Du hast eben gesagt, das Berie­seln abends. Ich möch­te da eine klei­ne Lan­ze für die Gene­ra­ti­on Net­flix und Co. schla­gen, zu der ich mich eigent­lich auch zäh­le, weil ich bin ein ganz gro­ßer Seri­en Jun­kie. Ich glau­be, das Ent­schei­den­de ist, wenn ich das noch nach­schie­ben darf. Man kann so was machen, aber man muss es bewusst machen. Ja, das ist glau­be ich ent­schei­dend, dass man sich bewusst hin­setzt und sagt Jetzt schaue ich eine Serie und das genie­ße ich jetzt rich­tig. Björn Und nicht nur aufs Sofa klat­schen, anschal­ten, neben­bei noch auf dem Smart­phone rum dad­deln und die Zeit ist nach, ist wie im Flug weg und man ist trotz­dem nicht erholt im Kopf. Jan Ja, ja, abso­lut kei­ne Fra­ge. Ja, stim­me ich, stim­me ich abso­lut nicht über­ein. Björn Aber jetzt habe ich dir, glau­be ich, den den Gedan­ken Faden geris­sen. Kann das sein? Jan Nein, du warst nur noch bei dem, was er bei dem Spa­zier­gang oder bei dem Kind mit dem Hund, neue Wege, neue Gedan­ken­gän­ge und auch eine neue Umge­bung mit dabei. Und das ist aber es ist sozu­sa­gen der glei­che Effekt auch in der Wis­sen­schaft. Beschrie­ben wird auch mit Medi­ta­ti­on, Sport oder eben Spa­zie­ren­ge­hen halt ein­fach auch ein ande­res Umfeld kom­men. Und das ist auch ein Grund dafür, war­um zum Bei­spiel krea­tiv Work­shops auch ger­ne in ande­ren Umge­bun­gen gemacht wer­den als in den übli­chen Räu­men. Jan Das ist ein Grund dafür, wes­halb auch z.B. ein Coa­ching unter Umstän­den sinn­vol­ler woan­ders pas­sie­ren könn­te als in den glei­chen Räum­lich­kei­ten, wo sich die­se Situa­tio­nen, The­men usw. täg­lich ereig­nen, weil das halt ein­fach ande­re Impul­se setzt, auch im Kopf. Und da ja zu ganz neu­en Ver­knüp­fun­gen führt. Des­halb bin ich auch ein gro­ßer Fan von Coa­ching drau­ßen in der Natur. Tat­säch­lich beim Gehen, beim Wan­dern, im Wald oder wie auch immer, weil man da unheim­lich viel dar­aus zie­hen kann und sich unheim­lich viel im Kopf tut. Björn Die die größ­ten Resorts im Kopf habe ich tat­säch­lich, auch wenn ich in kom­plett frem­de Umge­bung bin. Viel­leicht klei­ne Anek­do­te Ich erin­ne­re mich dar­an, dass ich nach einer Tren­nung mal gedacht habe So, ich muss jetzt was ganz ande­res machen. Ich muss jetzt unbe­dingt tau­chen ler­nen. Und dann bin ich damals nach Thai­land geflo­gen und war auf Kotau und habe einen Tauch Kurs gemacht. Und ich kann mich noch erin­nern, dass ich da unter Was­ser so in 20 Metern Tie­fe. Was mir jetzt erstaun­li­cher­wei­se kei­nen Schau­er über den Rücken jagt. Björn Aber im Vor­feld habe ich ja um Got­tes Wil­len 20 Meter Was­ser­säu­le über mir. Das geht gar nicht. Das ist schon mal was. Ja, ja, aber dass ich da unten nach die­ser gan­zen Auf­re­gung und die­sem gan­zen ange­spannt sein von einer Tren­nung und im Job war es stres­sig und alles gleich­zei­tig. Und dann war ich da unten unter Was­ser, hab den Fischen zuge­guckt und da bin ich das ers­te Mal, dass es so ein Das ist so ein Anker Moment für mich viel­leicht so wie das, was du mit dei­nem Desk­top Hin­ter­grund beschrie­ben hast. Björn Lei­der habe ich kein Foto von dem Moment, wo ich das ers­te Mal wie­der zur Ruhe kam. Weil das eine völ­lig neue und frem­de Umge­bung war und man manch­mal hört man ja rich­tig die Gedan­ken zäh­len, dann kli­cken in sol­chen Situa­tio­nen, wo man wo man ein­fach merkt, da eröff­nen sich neue Türen und die Gedan­ken funk­tio­nie­ren ein­fach auf ande­ren Wegen und meis­tens noch bes­ser. Jan Rich­tig. Ja, auf jeden Fall sehr cool, ganz neu­es Mind­set in 20 Meter unter der Was­ser­ober­flä­che. Björn Ja, sind wir jetzt bereit für ein Fazit? Oder hast du noch viel, viel mehr? Jan Ich hät­te noch viel, viel mehr, aber ich den­ke, wir kön­nen auf jeden Fall zu einem Fazit kom­men. Björn Ach ja. Also mein Fazit ist eigent­lich genau­so, wie ich es, wie wir es jetzt schon ein paar­mal ange­deu­tet haben, bei­de ja eigent­lich auch einer Mei­nung sind. Ich glau­be, Aus­zei­ten sind etwas ganz, ganz Wich­ti­ges, sind nie­mals unpro­duk­tiv. Das ist ja das, was vie­le den­ken. Wenn sie eine Aus­zeit machen, dann sind sie ja nicht pro­duk­tiv. Selbst­stän­di­ge den­ken dann oft Dann ver­die­ne ich kein Geld, dann kann ich kei­ne Rech­nun­gen schrei­ben und so was. Aber das ist alles nicht die Rea­li­tät. Björn Ich glau­be, aus­stei­gen sind Aus­zei­ten, sind ein ganz gro­ßer Pro­duk­ti­vi­täts Motor, sind ein Motor für Krea­ti­vi­tät und dafür, dass wir frisch im Kopf blei­ben. Und um das Bild noch mal auf­zu­grei­fen neue Wege gehen kön­nen. Jan Ja, das hast du schön zu sein. Björn So was hin­zu­zu­fü­gen? Jan Nein, ich fin­de, das ist wirk­lich schön zusam­men­ge­fasst und trifft es auf den Punkt — freue ich mich. Dann war es das für heu­te, wür­de ich sagen wir freu­en uns, dass ihr zuge­hört habt. Ihr könn­tet uns unter unse­ren Web Adres­sen fin­den. bjoernbobach.de oder jangustavfranke.de oder uns E‑Mails schrei­ben an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de. Das fin­det ihr auch noch mal in der Beschrei­bung die­ser Fol­ge bzw. des Pod­casts an sich und wir freu­en uns aufs nächs­te Mal mit einem hof­fent­lich für Euch wie­der span­nen­den The­ma. Jan Bis bald — auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Auszeiten, Coaching, Podcast --- ### [Die Macht der Gewohnheiten](https://bobach-coaching.de/podcast-die-macht-der-gewohnheiten/) **Published:** Oktober 29, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gewohn­hei­ten gibt es vie­le, meis­tens gute, die wir uns wün­schen, und manch­mal schlech­te, die wir los­wer­den wol­len. War­um sind man­che Gewohn­hei­ten in uns stär­ker ver­wur­zelt als ande­re? Wie kann man gute Gewohn­hei­ten stär­ken und schlech­te abbau­en? In die­ser neu­en Fol­ge von Coach&Coach beschäf­ti­gen ich und [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) uns auch mit unse­ren per­sön­li­chen Erfah­run­gen und wie Coa­ching dabei unter­stüt­zen kann, gewünsch­te Gewohn­hei­ten auf­zu­bau­en. Das im Pod­cast genann­ten Buch “Die 1% Metho­de” von [James Clear](https://jamesclear.com) fin­det ihr hier; [Die 1% Metho­de](https://amzn.to/3oUOqsX) oder auf Eng­lisch: [Ato­mic Habits](https://amzn.to/3oYIYFP) *(Affi­lia­te Links, ich bekom­men eine klei­ne Pro­vi­si­on wenn ihr auf den Link klickt und das Buch kauft.)* Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan, Hal­lo Björn, heu­te ein The­ma, mit dem ich mich jetzt durch ein Buch, über das wir bestimmt gleich auch noch spre­chen wer­den, inten­si­ver befasst habe. Und das sind Gewohn­hei­ten, die all­mäch­ti­gen Gewohn­hei­ten. Ein ganz span­nen­des The­ma, das sehr nah an unse­rer Iden­ti­tät sitzt. Und da fra­ge ich mal gleich den Jan nicht gleich pro­vo­kant. Jan, was ist denn eine Gewohn­heit, die du ger­ne los­wer­den wür­dest? Jan Eine Gewohn­heit, die ich gern los­wer­den wür­de. Ich sage mal, eine Gewohn­heit, die ich ger­ne los­wer­den wür­de, wäre zum Bei­spiel ein etwas krea­ti­ves Cha­os, was ich manch­mal irgend­wo hin­ter­las­se, auch an Schreib­ti­schen. Und da habe ich heu­te sogar was dafür getan, dass es anders wird. Ich habe mir heu­te den Schreib­tisch auf­ge­räumt. Björn Sen­sa­tio­nell. Genau das war jetzt die nega­ti­ve Form von Gewohn­hei­ten. Gewohn­hei­ten los­wer­den, schlech­te Gewohn­hei­ten. Aber die posi­ti­ven Gewohn­hei­ten sind, glau­be ich, das, was wir heu­te auch ein biss­chen in den Vor­der­grund stel­len wür­den und wol­len uns ein biss­chen damit aus­ein­an­der­set­zen, wie man posi­ti­ve Gewohn­hei­ten auf­bau­en kann. Bestimmt auch, wie man schlech­te Gewohn­hei­ten abstel­len kann und war­um es so wich­tig ist, sich über sei­ne Gewohn­hei­ten Gedan­ken zu machen. Was sind Gewohn­hei­ten? Jan. Jan Was sind Gewohn­hei­ten, Eigen­hei­ten sind erst mal Din­ge, Hand­lungs­wei­sen, die wir regel­mä­ßig tun, bewusst oder unbe­wusst. All das kön­nen aus mei­ner Sicht Gewohn­hei­ten sein. Björn Ja, ich glau­be, ein ganz wich­ti­ges Kri­te­ri­um für Gewohn­hei­ten ist, dass sie auto­ma­tisch ablau­fen, also dass das nicht Din­ge sind, über die ich vor­her mir ganz groß Gedan­ken mache. Also jetzt zum Bei­spiel Du hast jetzt einen Schreib­tisch auf­ge­räumt. Das ist ein schö­nes Bei­spiel. Das wirst du geplant haben. Du hast dir sehr wahr­schein­lich in dem Moment, auch wenn es auch nur kurz ist, hast du dir, über­legst du? Jetzt räu­me ich aber mal gründ­lich mei­nen Schreib­tisch auf. Jan Ich habe tat­säch­lich ein­fach iden­ti­fi­ziert, dass es mal not­wen­dig ist, ange­tan Zusam­men­hang gleich­zei­tig mit dem mit der Idee, dass man das regel­mä­ßig tun könn­te. Aber klar, also Gewohn­hei­ten kön­nen auto­ma­tisch sein, abso­lut. Aber es kann ja auch durch­aus sei­ne Gewohn­hei­ten geben, die man regel­mä­ßig macht, also die man auch ger­ne macht, die viel­leicht nicht kom­plett auto­ma­tisch ablau­fen, aber die man dann halt ein­fach regel­mä­ßig pflegt, fin­de ich. Björn Ja, ich habe ein Buch gele­sen zu dem The­ma, des­we­gen haben wir das ja heu­te auf unse­rem Zet­tel hier ste­hen. Das Buch heißt auf Deutsch das ist etwas unglück­lich über­setzt die ein­Pro­zent Metho­de. Auf Eng­lisch heißt es Ato­mic Habits und der Autor heißt James Clear. Am. Ich fin­de das. Also das kann man jedem unse­rer Zuhö­rer ans Herz lesen, die­ses Buch ein­mal in die Hand zu neh­men und zu lesen, weil man da eine ganz tol­le und anschau­li­che Beschrei­bung erst mal kriegt, was Gewohn­hei­ten sind und wie man Gewohn­hei­ten auf­baut und abbau­en kann. Björn Und eine Theo­rie, die der hat, die ich auch sehr schlüs­sig fin­de, ist, dass Gewohn­hei­ten bestim­men, was für eine Iden­ti­tät wir haben bzw. anders­her­um unse­re Iden­ti­tät bestimmt, wel­che Gewohn­hei­ten wir uns aneig­nen. Also ganz pla­ka­ti­ves Bei­spiel ist Ein Leis­tungs­sport­ler wird die Gewohn­hei­ten haben, sich gesund zu ernäh­ren und sich regel­mä­ßig zu bewe­gen. Und wenn ich jetzt zum Bei­spiel, ich bezeich­ne mich jetzt mal nicht als Leis­tungs­sport­ler anfan­gen möch­te. Der Sport zu machen, muss ich mehr neue Gewohn­hei­ten zule­gen und James Klirr schreibt Das wird nicht funk­tio­nie­ren, solan­ge ich als in der Enti­tät habe. Björn Ich bin nicht sport­lich. Und er beschreibt in dem Buch, wie man sich über mini­ma­le Gewohn­hei­ten des­we­gen. Daher kommt der Titel Ein Pro­zent oder Ato­mic Hal­be Zeit Ani­ma­te über mini­ma­le Gewohn­hei­ten sich sei­ne Iden­ti­tät so bas­teln kann, dass man am Ende mit den rich­ti­gen Gewohn­hei­ten, die zur Iden­ti­tät pas­sen, dabei raus­kommt und erfolg­rei­cher, glück­li­cher und gesün­der wird. Es klingt das so, als wür­de ich das Buch ver­kau­fen, stel­le ich gera­de fest. Jan Da ist die Fra­ge, ob Link Lin­ke irgend­wo drin haben. Björn Kann ich ger­ne machen, aber na ja, was sind dei­ne Gedan­ken dazu? Zu den klei­nen Gewohn­hei­ten Ich hal­te da ganz viel von und ich glau­be auch, dass man damit enorm viel tun kann. Ich habe ja selbst auch zum Bei­spiel im Aus­dau­er­sport, der sage ich mal, mein abso­lu­tes Ste­cken­pferd war aber da im Prin­zip auch über klei­ne Gewohn­hei­ten im Prin­zip dann doch eine gro­ße Kon­ti­nui­tät auf­ge­baut und da auch wirk­lich Lei­den­schaft drin ent­wi­ckelt. Und ich bin davon über­zeugt, dass die­ser Punkt der Iden­ti­tät auf jeden Fall eine enor­me Aus­wir­kun­gen auf unse­re Gewohn­hei­ten oder auf unser Ver­hal­ten haben kann. Björn In dem Zusam­men­hang und du hat­test ja jetzt gera­de gesagt, dass. Regel­mä­ßi­ge Gewohn­hei­ten, die man irgend­wo sich baut, dazu füh­ren, dass man dann gesün­der, erfolg­rei­cher, sport­li­cher oder was war das ein zufrie­de­ner glück­li­cher wird. Aber genau­so kann es auch in die ande­re Rich­tung gehen, wenn man im Prin­zip Gewohn­hei­ten oder eine Iden­ti­tät hat, sich auf­baut oder kul­ti­viert, die sol­che Aspek­te eben nicht berück­sich­tigt oder viel­leicht sogar destruk­tiv oder so was ist. Aber es zeigt im Grun­de genom­men das, was wir auch von uns den­ken dass das einen enor­men Ein­fluss auf das hat, was wir sind, was wir wer­den und was wir tun und was wir tun. Björn Das eine kommt ja aus dem ande­ren. Björn Genau jetzt neh­men wir mal das Bei­spiel, das du gera­de hat. Das fin­de ich ganz span­nend mit dem krea­ti­ven Cha­os, wie du dei­ne Unord­nung auf dem Schreib­tisch char­mant bezeich­net hast. Wie bit­te? Aber wie könn­te man so was jetzt auf­drö­seln? Also wenn man jetzt sagen wür­de, du hast viel­leicht öfter mal krea­ti­ves Cha­os auf dei­nem Schreib­tisch und das magst du eigent­lich nicht. Wie könn­te man jetzt sagen, was muss man für eine Iden­ti­tät haben und mit was für mini­ma­len Gewohn­hei­ten wür­de man da hin­kom­men? Jan Ja, also ich kann da jetzt drauf ver­su­chen zu ant­wor­ten. Die Mei­nung aus dem Buch wie­der. Wir dis­ku­tie­ren dar­über, aber grund­sätz­lich ist natür­lich bei den gan­zen Din­gen so. Nur das, was dazu führt, ist ja qua­si immer die Sum­me der klei­nen Tätig­kei­ten und auch der Tätig­kei­ten, die man nicht tut in dem Zusam­men­hang. Das heißt auch, neh­men wir jetzt mal das Bild von einem Schreib­tisch. Wir haben einen sau­be­ren, gepfleg­ten Schreib­tisch und der Müll sicher nicht von allei­ne zu. Jan Hmm, der Müll sich auch nicht von heu­te auf mor­gen in der Regel zu, son­dern der, der wird dadurch so krea­tiv chao­tisch, dass man, wenn man arbei­tet und es am Ende des Tages nicht weg­räumt, sich dann über die Zeit immer mehr ansam­melt. Und das ist so eine Gewohn­heit wäre dann im Grun­de genom­men ja, das nicht weg­zu­räu­men. Björn Das wäre die nega­ti­ve Gewohn­heit, wäre erst mal die Gewohn­heit, ob jetzt posi­tiv oder nega­tiv, aber die dazu führt, dass es halt so kommt, wie es kommt. So, und die Fra­ge ist halt lebt man damit, dass man sagt Ich, ich bin halt eher so ein krea­ti­ver Typ oder wie auch immer und des­halb ist das so? Oder baut man sich das um und sagt Nein, ich lege Wert dar­auf, dass ich einen gepfleg­ten Arbeits­platz habe. Ich bin bin, bin ein Fan von von Line Desk oder wie auch immer und mache es jeden Tag. Björn Wenn ich den Lap­top zuklappt, dann räum ich noch den Schreib­tisch auf und dann gehe ich wei­ter. Dann kommt es viel­leicht gar nicht erst zu die­ser Situa­ti­on vom krea­ti­ven Cha­os. Björn Ja, James Cle­ver jetzt ganz, ganz, ganz weit gehen und sagen Die Gewohn­heit ist nicht, dass du es am Ende des Tages nicht auf­räu­men, son­dern dass du es wäh­rend­des­sen nicht auf­räu­men. Also das ist schon qua­si eine zu gro­ße Gewohn­heit, um sie sich anzu­eig­nen, wenn man sagen wür­de Jetzt, mei­ne Gewohn­heit, die ich mir wün­sche, ist, dass ich abends am Ende des Tages den Schreib­tisch auf­räu­men. Das ist schon zu auf­wen­dig. Das heißt, er wür­de im viel Klei­ne­ren anset­zen und gucken Wie ver­hin­dert man über­haupt, dass etwas auf dem Schreib­tisch lan­det? Björn Was müss­te man sich für Gewohn­hei­ten aneig­nen, damit sich das gar nicht ansam­melt? Und als ich das Buch gele­sen habe, habe ich eine eine span­nen­de Ana­lo­gie zu mei­nen Koch Gewohn­hei­ten im Ver­gleich zu ande­ren Men­schen gefun­den. Wenn ja, also wenn ich koche. Ich weiß nicht war­um, aber wenn ich koche, habe ich die Ten­denz und da wer­de ich manch­mal belä­chelt. Die Küche per­ma­nent wäh­rend­des­sen zu put­zen, also ich koche und ich mache das, was ich gera­de benutzt habe, sofort sau­ber. Björn Und wenn ich dann fer­tig bin, ist alles schon weg­ge­räumt und ich muss nicht ein Cha­os besei­ti­gen. Wenn man dann schön zusam­men geges­sen hat, ist die Küche noch in Schutt und Asche. Das gibt es bei mir nicht. Das ist eine, war­um auch immer ich mir das Ange­wohn­heit ange­wöhnt habe, das kann ich gar nicht mehr sagen. Aber das ist genau das Ich. Ich habe so die Ten­denz bei­spiels­wei­se Ich schnei­de eine Zwie­bel klein und das Mes­ser, das ich dafür benutzt habe. Björn Es lan­det sofort wie­der im Mes­ser Block und das Brett wird sofort in die Spül­ma­schi­ne gestellt. Und so sam­melt es sich gar nicht erst an. Und das macht mich ja jetzt nicht zu einem bes­se­ren Men­schen oder ordent­li­chen Men­schen. Es ist ein­fach eine ande­re Gewohn­heit. In ande­ren Berei­chen habe ich das dann, nach­dem ich das Buch gele­sen habe, über­tra­gen, weil ich nei­ge zum Bei­spiel auch dazu, so ein Zet­tel oder Doku­men­ten Berg auf mei­nem Schreib­tisch anzu­häu­fen. Ich bekom­me Post, ich scan­ne die auch immer sofort ein. Björn Aller­dings kann der ris­kan­te Brief trotz­dem hier auf so einem Sta­pel und den bear­bei­te ich dann rela­tiv unre­gel­mä­ßig und ent­schei­de dann Wird das geschred­dert oder wird das irgend­wo hin gehef­tet, weil ich das Ori­gi­nal viel­leicht noch brau­che? Habe ich mir jetzt abge­wöhnt. Also ich hab mir jetzt abge­wöhnt, das so zu tun, son­dern die klei­ne Gewohn­heit ist sofort nach dem Scan­nen die­ser Ent­schei­dung so zu fäl­len und so den Zet­tel Berg schon mal deut­lich zu redu­zie­ren. Weil da sind jetzt nur noch die Sachen, die wirk­lich irgend­wann in einen Ord­ner kom­men. Björn Nächs­te Schritt wäre, an klei­nen Gewohn­hei­ten sofort abzu­hel­fen. Aber das ist noch zu früh, das ist noch zu früh. Björn Die eine Gewohn­heit muss erst mal so rich­tig eta­bliert sein. An eine posi­ti­ve Gewohn­heit. Kom­men wir zum nächs­ten Ding, das in dem Buch behan­delt wird. An eine posi­ti­ve Gewohn­heit muss eine posi­ti­ve Beloh­nung gekop­pelt sein. Jetzt guckst du mich an, schau dich an. Jetzt fra­ge ich mich, wie du dich belohnt. Nach­dem du jetzt ent­schie­den hast, was tue ich damit? Björn Also die Beloh­nung, wenn ich den Blei­ben wir bei dem Bei­spiel, wenn ich bei dem den gescann­ten Zet­tel in der Hand habe und der sofort in den Schred­der wan­dert, freue ich mich dar­über, dass mein Zet­tel Berg nicht wächst. Das ist mei­ne Beloh­nung für Beloh­nung. Jan Ich woll­te sagen, das fin­de ich eigent­lich auch schon hin­rei­chend. Björn Ja, also das klingt alles so banal, aber ich fin­de, das sind sehr mäch­ti­ge Din­ge, weil man so zum Bei­spiel, wenn man als Iden­ti­tät über sich sagt Ich bin unor­dent­lich, obwohl man es eigent­lich nicht ist, weil man einen Bereich in sei­nem Leben hat, wo es sich so anhäuft. Über eine klei­ne Gewohn­heit dazu kommt, sich zu einem ordent­li­chen Men­schen zu machen. Das heißt, die Gewohn­heit formt mei­ne Iden­ti­tät. Und dadurch, dass ich mir sagen kann, ich bin ein ordent­li­cher Mensch, habe ich es ein­fa­cher, die­se Gewohn­hei­ten auf­zu­bau­en. Björn Hm. Frag mich nicht. Du guckst mich so wis­send an, ich fra­ge mich, was du denkst. Jan Es ist auf jeden Fall schlüs­sig, kei­ne Fra­ge. Aber ich den­ke, dass irgend­wo ich bin ein gro­ßer Freund von Pare­to Prin­zip und das heißt auch immer zu schau­en wo ist es jetzt, wie effi­zi­ent? Und ich bin sofort bei dir, dass gera­de die­ses The­ma Küche und so natür­lich jetzt in dem Moment, wo man es sofort macht, dann ist es erle­digt und dann steht es spä­ter auch nicht mehr rum und begrüßt qua­si wie­der als gro­ßes Mons­ter, dass das wei­ter­hilft. Und teil­wei­se gibt es sicher­lich auch Aspek­te im Leben, wo man schau­en muss, an wel­cher Stel­le ist es jetzt gera­de alles wie mög­lich, oder es kann ja auch durch­aus sinn­voll sein, so wie du jetzt das hast, was du jetzt ent­schei­dest. Jan Ja, nein. Aber dass man viel­leicht noch nicht immer sofort weg hef­tet, denn es könn­te unter Umstän­den effi­zi­en­ter sein, wenn man drei Fächer hat auf dem Schreib­tisch, wo man sagt Weg­wer­fen von A, B, C, dass man dann erst mal die da rein tut und dann ein­mal qua­si die Mie­ter in den West­flü­gel läuft, um den Ord­ner zu holen und dann die Din­ger dann abzu­wer­fen, statt dass man dann zehn Mal in West­flü­gel läuft. Und das sind natür­lich so Punk­te, wo man drü­ber schau­en muss, ob bei den Gewohn­hei­ten, dass man da auch sich nicht über büro­kra­ti­siert in Anfüh­rungs­stri­chen oder sich nur noch qua­si in den Sequen­zen befin­det. Jan Sozu­sa­gen. Björn Ja, genau. Ja, genau das. Dar­auf soll es ja auch nicht hin­aus­lau­fen. Es soll ja auch nicht dar­auf hin­aus­lau­fen, dass man hin­ter­her per­ma­nent durch die Gegend läuft. Und so, jetzt mache ich das. Und jetzt habe ich ja die Gewohn­heit, das zu tun, also mache ich jetzt das. Des­we­gen ist glau­be ich, der auto­ma­ti­sche Ablauf dann am Ende sehr, sehr wich­tig und man ist dann ja auch nicht trotz­dem nicht ein unfrei­er Mensch, nur weil man bestimm­te Gewohn­hei­ten sich ein­fach antrai­niert hat, die einem das Leben im End­ef­fekt ja erleich­tern und einem Zeit und vor allem auch Ner­ven spa­ren. Björn Also Bei­spiel Küche wie­der man kocht schön, man sitzt hin­ter­her viel­leicht auch noch mit Besuch zusam­men und am Ende ist der Tag oder der Abend ver­saut, weil man noch andert­halb Stun­den die Küche put­zen muss. Das heißt, da habe ich ja über mei­nen klei­nen Auto­ma­tis­mus dann auch was geschafft, der mir am Ende den Tag bes­ser gestal­tet. Was mir jetzt bei der Gele­gen­heit ein­fällt, ist das Prin­zip des Cra­ckers. Es gibt ja, da gibt es ja auch Apps für. Man kann das auch schrift­lich machen. Björn Da hal­te ich nicht so viel von. Also die­ses Abha­ken, das habe ich jetzt erle­digt. Also beloh­ne ich mich mit einem Haken. Wie siehst du das? Jan Ja, also ich bin ein gro­ßer Freund von Check­lis­ten aus, aber auch da ist die Sum­me machts. Also ich habe, wenn wir nicht qua­si den gan­zen Tag nur noch damit beschäf­tigt bin, irgend­wel­che Habits abzu­ha­ken in einer App, dann bin ich natür­lich auch irgend­wo Skla­ve die­ser App. So, und die Fra­ge ist halt, an wel­cher Stel­le ist es sinn­voll? Ich bin ein gro­ßer Freund davon, Instru­men­te Tools da ein­zu­set­zen, wo sie den größ­ten Effekt haben. Wenn ich jetzt einen gro­ßen Spaß dar­an habe, wirk­lich sicht­bar abzu­ha­ken, dass ich jetzt eine Sport absol­viert habe oder so was, dann soll man das ger­ne tun. Jan Oder zum Bei­spiel Ich mag auch ger­ne eine To do Lis­te an der Wand haben, wo ich dann was durch­strei­chen kann, wenn es geschafft ist. Das fin­de ich nett, aber ich glau­be jetzt in jeder ein­zel­nen Geschich­te ist halt auch die Fra­ge Ist das not­wen­dig? Die Fra­ge ist ja auch In wel­chen Pha­sen ist das viel­leicht not­wen­dig? Denn in dem Moment, wo man viel­leicht etwas eta­bliert und sich das über­haupt immer wie­der vor Augen hal­ten oder vor Augen füh­ren muss, dass man das ger­ne machen möch­te, kann das ein durch­aus sinn­vol­les Tool sein. Jan Aber wahr­schein­lich wird jetzt kei­ner hin­ge­hen und sagen, dass er mor­gens abhakt, dass er aus dem Bett auf­ge­stan­den ist oder dass ich ken­ne das ja gut, das ist jetzt die Fra­ge. Ein­zel­fäl­le ja, aber ich sage jetzt mal Auf­ste­hen im All­ge­mei­nen oder Zäh­ne­put­zen. Wenn die Sachen, die ich jetzt im Ein­zel­fall immer das kann pas­sie­ren, aber sonst wür­de ich sagen, das jetzt so abso­lu­te Gewohn­hei­ten, die ich sowie­so kom­plett drin habe, die muss ich ich per­sön­lich zumin­dest nicht tra­gen. Björn Nein, war­um? Ich habe Tra­cker kri­tisch sehe, hat damit zu tun, dass ich glau­be, wenn man sich eine neue Gewohn­heit aneig­nen will und sich über die­se. The­ma­tik, über die wir gera­de gespro­chen haben, sich Gedan­ken gemacht hat War­um will ich das eigent­lich? Wel­che Iden­ti­tät passt da eigent­lich zu? Was will ich denn eigent­lich damit bewir­ken, was mei­ne Iden­ti­tät angeht, son­dern nur sagt Ich möch­te jetzt Gewohn­heit XY an mir aneig­nen? Schrei­be ich in den Hea­vy Tra­cker und hake das ab? Björn Wenn ich mir den gan­zen, die gan­zen Gedan­ken vor­her nicht gemacht habe, mache ich das am Ende nur, um die­sen Haken zu set­zen. Und das habe ich auch schon erlebt. Nicht bei mir, son­dern das habe ich beob­ach­tet, dass Men­schen anfan­gen, dann Din­ge nur zu tun, um sich die­sen Haken im Hewitt Tra­cker zu machen. Dann habe ich aber nicht sehr viel Nach­hal­tig­keit dar­in, weil irgend­wann gibt es viel­leicht die App nicht mehr oder ich habe dann auch kei­ne Lust mehr, die­sen Haken zu machen, dann ist mir das. Björn Viel­leicht sehe ich den Sinn in die­sem Haken nicht mehr. Das wür­de mich auch nicht über­ra­schen. Es ist eigent­lich sinn­frei, die­sen Haken zu set­zen und dann habe ich die die­se Gewohn­heit ja auch nicht rich­tig ver­an­kert in mei­ner Per­sön­lich­keit. Jan Ja, ist natür­lich sehr indi­vi­du­ell, jeder Mensch kann da auch oder kommt mit unter­schied­li­chen Tools sinn­voll zurecht oder kann die für sich instru­men­ta­li­sie­ren. Ich glau­be, das ist halt auch ganz wich­tig her­aus­zu­fin­den, was für einen selbst gut funk­tio­niert in die­sem Zusam­men­hang. Björn Es gibt gibt ja so so Habit Tra­cker, die auch mit Auf­ga­ben mit der Task Mana­gern gepaart sind, wo man dann Punk­te kriegt. Und ich ken­ne wirk­lich Men­schen, die dann da wirk­lich alles drin­ste­hen haben. Wirk­lich was du eben so als Witz eigent­lich gemeint, dass auf­ste­hen. Da stand dann wirk­lich drin auf­ste­hen, Zäh­ne put­zen, Schu­he zuma­chen, nur um mög­lichst vie­le Punk­te zu krie­gen. Dann waren sie hin­ter­her stolz, dass sie da das Punk­te­kon­to voll hat­ten. Aber ob das wirk­lich zu mehr Zufrie­den­heit führt über posi­ti­ve Gewohn­hei­ten? Björn Also ich bin da skep­tisch. Jan Das ist ja ein ganz inter­es­san­tes Feld. Das grenz­te an das gan­ze The­ma Gami­fi­ca­ti­on, wo es ja mitt­ler­wei­le auch die Stu­di­en­gän­ge drü­ber gibt. Und wie man im Grun­de genom­men auch Men­schen dazu brin­gen kann, über ver­spiel­te Ein­hei­ten oder ver­spiel­te Funk­tio­na­li­tä­ten sich zu beloh­nen oder sich. Und. Ich sehe das ja auch ein biss­chen zwie­ge­spal­ten, ist viel­leicht das fal­sche Wort einen Zusam­men­hang. Aber ich kann mir das als posi­tiv vor­stel­len. Aber auch wie gesagt, wenn es dann nur noch dar­um geht, ist es viel­leicht ein ande­res The­ma. Jan Ein Bei­spiel dafür sind zum Bei­spiel auch Medi­ta­ti­ons Apps. Ani­ma­te Space für zum Bei­spiel arbei­tet ja auch damit, dass du am Ende des Tages immer ange­zeigt bekommst nach einer Medi­ta­ti­on. Wie vie­le Minu­ten hast du denn schon medi­tiert? Toll, du hast noch mal 10 Minu­ten dazu medi­tiert und außer­dem hast du so und so vie­le Tage in Fol­ge medi­tiert, sodass du eigent­lich, wenn du am Ball blei­ben wird, qua­si wenn die Kos­ten auf­zu­hö­ren immer grö­ßer, weil du hast dann ja jetzt schon 100 Tage am Stück medi­tiert. Jan Und das jetzt auf­zu­ge­ben wäre ja auch scha­de. Und das ist natür­lich ein Aspekt, von dem ich, den ich halt inso­fern schwie­rig fin­de, als dass er. Zu. Abhän­gig­keit Gefühl ist eigent­lich das rich­ti­ge Wort, aber man macht dann etwas, um etwas zu tun, um etwas auf­recht­zu­er­hal­ten, um die­sen Score auf­recht­zu­er­hal­ten. Die­se Punk­te für die zu bekom­men oder halt irgend­wie nicht mor­gen in der App ste­hen zu haben, dass ich jetzt nur noch einen Tag in Fol­ge medi­tiert habe. Jan Und dann wird es ver­kehrt sich ins Nega­ti­ve, wenn dar­aus ein Zwang wird. Letz­ten Endes, und das soll­te ja schon eine intrin­si­sche Moti­va­ti­on sein, die viel­leicht von außen irgend­wo posi­tiv belohnt wird, die ich für mich ja auch posi­tiv auf­bau­en kann. Aber wo ich nicht das Gefühl haben soll­te, dass es jetzt nur ein Zwang von außen. Aber da funk­tio­niert auch, glau­be ich, jeder Mensch unter­schied­lich. Aber ich ken­ne das zum Bei­spiel nur, um das noch mal zu sagen. Jan Ich ken­ne zum Bei­spiel vom Lau­fen. Ich stre­cke mei­ne Stre­cken und die, die ich lau­fe. Und dann hast du natür­lich auch am Monats­en­de Aus­wer­tun­gen, wie vie­le Kilo­me­ter du jetzt gelau­fen bist usw. Und dann hast du irgend­wo auch dann Inter­es­se, sich da viel­leicht auch immer wei­ter zu stei­gern und so wei­ter und so fort. Und auch da muss man irgend­wann mal für sich sagen So mache ich das jetzt über­haupt des­halb, weil ich gera­de doch Spaß dar­an habe. Oder geht es jetzt hier irgend­wie dar­um, um mir mei­nen eige­nen High­score zu über­tref­fen? Jan Und das ist eigent­lich ein ganz rele­van­ter Punkt, fin­de ich, wenn das wenn das Tool, mit dem du dei­nen Fort­schritt siehst, aber wenn dir dann irgend­wann mal bewusst wird, okay, even­tu­ell jetzt in die­sem Bei­spiel im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes, ver­rennt ich mich in etwas. Viel­leicht über­trei­be ich es da jetzt gera­de. Und ich glau­be, da muss man auf­pas­sen. Björn Ein Gedan­ke, der mir dabei gera­de kam, ist Viel­leicht ist es gut, sol­che Tools dann ein­zu­set­zen, wenn etwas ganz neu ist. Also wenn ich, wenn ich zum Bei­spiel etwas Neu­es mir ange­wöh­nen will, was eigent­lich so noch gar nicht in mei­nem All­tag Platz hat­te. Neh­men wir mal das Bei­spiel Medi­tie­ren, dass ich da einen klei­nen Remin­der krie­ge. Aber es ist ja nur ein Remin­der. Dazu braucht man nicht mal eine spe­zi­el­le App. Da reicht ja schon eine Erin­ne­rungs Funk­ti­on oder ein Wecker, der auf dem Smart­phone ein­ge­stellt ist, der einen dar­an erin­nert. Björn Denk dran, du woll­test das noch nicht auto­ma­tisch in den Gedan­ken ver­an­kert ist. Und das da kann es sinn­voll sein. Nur so als klei­ner will wie ein Kno­ten im Taschen­tuch frü­her, um sich dar­an zu erin­nern, da war was. Das woll­te ich tun. Aber was du beschreibst ist natür­lich ist natür­lich sehr wahr. Wenn ich gera­de im Bereich von Medi­ta­ti­on, was ja eine sehr posi­ti­ve Gewohn­heit ist, dann am Ende die die Beloh­nung dar­in sehe, dass mir die App sag jetzt hast du schon 10 Minu­ten mehr medi­tiert als der Durch­schnitts­mensch oder irgend­wie ähn­li­che Sta­tis­ti­ken, dann hat das ja nichts mehr damit zu tun, war­um ich eigent­lich medi­tie­re. Björn Das ist dann ja eine eine völ­li­ge Per­ver­si­on des Medi­tie­ren usw. Da geht es ja um das Gegen­teil. Es geht ja da nicht um Leis­tung, son­dern ein­fach dar­um, dass man es tut und nicht wie oft und wie lang genau. Jan Ich habe das selbst auch schon getan, weil mich nervt das so was auch an, dass ich mir da im Prin­zip ein­fach ein­fach ein Remin­der gestellt habe, selbst im Han­dy. Denn auf­poppt nach dem Mot­to Medi­ta­ti­on oder was ich auch mal gemacht habe, ist ein Rück­blick auf den Tag zu machen. Das heißt also zu schau­en, wie es der Tag gelau­fen. Bin ich zufrie­den? Bin ich unzu­frie­den? Wor­an lags? Und da habe ich tat­säch­lich ein Remin­der. Da klin­gel­te jeden Tag auf dem Han­dy, es klin­gelt, poppt auf und ich sehe das dann. Jan Und dann stel­le ich mir die Fra­ge Okay, wie war dein Tag? Bist du zufrie­den? Bist du unzu­frie­den? Was kannst du ver­bes­sern? Und das ist für mich eigent­lich immer ein schö­nes Inne­hal­ten, um hier qua­si ein­mal am Tag die­se die­se Rou­ti­ne zu haben. Mal kurz den Stand­ort Check zu machen, bin ich zufrie­den, bin nicht zufrie­den. Was könn­te ich ver­bes­sern und habe das qua­si als als klei­nen klei­nen Remin­der da und dar­aus dann im Prin­zip eine Gewohn­heit ent­wi­ckelt. Björn Hm, was ist denn? Was ist denn für dich eine Gewohn­heit, die du dir ange­wöh­nen willst? Jan Die ich mir ange­wöh­nen möch­te Ich möch­te eigent­lich noch wei­ter kul­ti­vie­ren. Noch bewuss­ter zu sein und da arbei­te ich auch dran, da bin ich auch ganz zufrie­den mit mei­nem Fort­schritt und das qua­si die­se, also dass die­ser die­se Acht­sam­keit Effekt, dass das qua­si nicht etwas ist, was man sich an unter­schied­li­chen Din­gen immer wie­der ein­streut, son­dern dass das eigent­lich eher eine Art Sta­tus in Anfüh­rungs­stri­chen wird bzw. ein Zustand, in dem man halt eher unter­wegs ist. Und das kul­ti­vie­re ich schon rela­tiv kon­ti­nu­ier­lich und ver­su­che das auch wei­ter zu pfle­gen. Jan Das ist auch etwas aus mei­ner Sicht, wo man dran­blei­ben muss, weil es vie­le, weil es vie­le exter­ne Fak­to­ren gibt, die einen auch davon abhal­ten kön­nen. Wie ist es bei dir? Björn Bei mir ist es ein biss­chen ähn­lich eigent­lich. Also für mich ist gera­de ein gro­ßes The­ma, immer wie­der inne­zu­hal­ten und nicht so sehr, um nicht so sehr auf Glei­sen zu fah­ren. So wür­de ich das for­mu­lie­ren. Also auch wenn ich, wenn ich jetzt ich wür­de mich jetzt als sehr ziel­ori­en­tiert bezeich­nen, aber halt. Ähm, ich glau­be, es ist für mich wich­tig und das ist eine Gewohn­heit, in der ich arbei­te. Immer wie­der. Ich habe tat­säch­lich auch Sachen Remin­der, der mich da im Lau­fe des Tages immer wie­der dar­an erin­nert, tat­säch­lich nur fünf Minu­ten ein­fach mal zu atmen und zu den­ken und nicht ein­fach wei­ter­zu­ma­chen und zu machen und zu machen, son­dern ein­fach ganz kurz inne­zu­hal­ten und zu sagen Ist das gera­de noch rich­tig, was du tust? Björn Ist das Pacing rich­tig? Ist gera­de was ande­res wich­ti­ger, weil ich sonst manch­mal dazu ten­die­re, mich viel­leicht in etwas zu ver­ren­nen. Aber das ist eine Gewohn­heit, an der ich arbei­te, ja. Jan Ja, ja, so gibt es auf jeden Fall vie­le ver­schie­de­ne Gewohn­hei­ten, an denen man tag­täg­lich arbei­ten kann oder die man ent­wi­ckeln kann. Iden­ti­tä­ten, an denen man arbei­ten kann. Björn Hast du noch wei­te­re Gedan­ken? Jan Ich habe gera­de tat­säch­lich schon reich­lich Input von dir bekom­men, schon ganz ganz gespannt auf das Buch, das werd ich mir auch noch mal zu Gemü­te füh­ren und freue mich dann, wenn wir da noch mal in Ruhe drü­ber dis­ku­tie­ren kön­nen. Björn Ja ger­ne. Dann war es das glau­be ich zu dem The­ma Gewohn­hei­ten. Jan Ich möch­te noch einen klei­nen klei­nen Zusam­men­fas­sung geben am Ende, was dir wich­tig war für das heu­ti­ge The­ma oder ist. Björn Ich fin­de die Ver­knüp­fung, wie am Anfang schon gesagt von Gewohn­hei­ten mit Iden­ti­tät. Wer bin ich, was ich, wer ich bin, bestimmt das, was ich tue. Sehr sehr wich­tig. Und dass man sich Gewohn­hei­ten sehr bewusst aneig­net, also dass man die mit sei­ner Per­son und sei­ner Per­sön­lich­keit ver­knüpft und nicht nur stu­pi­de im Habit Tra­cker apart, weil dann ist es eigent­lich in den meis­ten Fäl­len schon zum Schei­tern ver­ur­teilt. Okay, etwas Schö­nes habe ich das gut zusam­men­ge­fasst? Jan Ja, doch, auf jeden Fall. Also Gewohn­hei­ten, posi­ti­ve Gewohn­hei­ten, aktiv und mit eige­ner Moti­va­ti­on kul­ti­vie­ren und leben. Höre ich da so auch mit raus? Sehr schön. Okay, dann freue ich mich, dass wir heu­te dar­über spre­chen konn­ten. Und falls ihr Lust habt, auch noch mal mit uns über das The­ma Gewohn­hei­ten oder über ande­re The­men zu spre­chen, dann fin­det ihr uns unter bjoernbobach.de und jangustavfranke.de und fin­det unse­re E‑Mail-Adres­sen auch noch im Pod­cast selbst in der Beschrei­bung oder auf den Home­pages. Jan Und wir freu­en uns auf jeden Fall nächs­te Woche dann euch wie­der ein neu­es The­ma prä­sen­tie­ren zu kön­nen. Und bleibt uns bis dahin gewo­gen. Alles Gute und Björn möch­te sich ver­ab­schie­den. Björn Ja, ich sage es heu­te. Auf Wie­der­hö­ren. Ciao. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Auszeiten, Coaching, Podcast --- ### [Resilienz verstehen und lernen](https://bobach-coaching.de/podcast-resilienz/) **Published:** November 5, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Resi­li­enz beschreibt die Wider­stands­kraft eines Men­schen gegen nega­ti­ve Ein­flüs­se. Das tol­le: [Resi­li­enz](https://bobach-coaching.de/resilienz-durch-business-coaching-in-unsicheren-zeiten-staerken/ "Resilienz durch Business Coaching in unsicheren Zeiten stärken") kann man ler­nen! In die­ser neu­en Fol­ge beschäf­ti­gen ich und [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) uns mit den **7 Säu­len der Resi­li­enz** und ihrer Bedeu­tung. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach, einer Rei­se durch die Welt des Coa­chings mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan, hal­lo Björn! Jan, bist du dir dar­über im Kla­ren, dass wir das jetzt schon fast 3 Mona­te machen? Jan Dar­über bin ich mir im Kla­ren. Ich bin mir dar­über im Kla­ren, als dass jetzt letz­ten Frei­tag die zehn­te Fol­ge kam. Björn Ja genau. Super. Jan Das ging jetzt auch rucki­zucki. Björn Ja, und wir haben unser Ziel erreicht. Jede Woche eine Fol­ge und so soll es auch blei­ben. Und des­we­gen haben wir uns heu­te ein sehr span­nen­des, manch­mal auch sehr tot gere­det, das The­ma mit­ge­bracht. Und zwar Resi­li­enz. Das ist so ein Wort, das hört man sehr oft. Man hört dann immer mehr Resi­li­enz haben, wenn es mal ein biss­chen anstren­gen­der wird. Da wird um sich geschmis­sen. Aber wir wol­len uns halt damit beschäf­ti­gen, was der Begriff tat­säch­lich bedeu­tet und wie man Resi­li­enz auch erler­nen kann, weil sie ist erlern­bar und war­um es schon wich­tig ist, dass man sich damit mal aus­ein­an­der­setzt. Björn Jan Von wel­chem Wort stammt Resi­li­enz? Jan Ja, Resi­li­enz stammt vom latei­ni­schen Resi­gnie­re, und zwar über­setzt Zurück­sprin­gen, abpral­len. Und das kann man sich im Gro­ßen und Gan­zen vor­stel­len, wie bei einem Flum­mi, der auch bei Ver­for­mung zurück springt in sei­ne ursprüng­li­che Form. Also wenn ich den jetzt gegen die Wand klat­sche, dann ver­formt er sich im Moment des Auf­pralls und danach springt er wie­der zurück in die eigent­li­che Form, wodurch dann ja auch die Ener­gie ent­steht, dass er hoch springt und woan­ders hin springt. Das er von der ganz plum­pen Begriffs­de­fi­ni­ti­on. Björn Okay, das heißt, wir müs­sen alle wer­den wie Flow is. Jan Ob wir wie Flows wer­den müs­sen, weiß ich nicht. Aber zumin­dest ist es ganz gut, wenn wir, auch wenn wir Hin­der­nis­se sto­ßen oder auch mal ja, also jetzt viel­leicht nicht kör­per­lich ver­formt wer­den, aber tat­säch­lich mal auf Pro­ble­me sto­ßen, danach nach die­sen Wider­stän­den wie­der in die ursprüng­li­che Form kom­men. Das heißt, wir darf kei­nen Scha­den von neh­men, auch men­tal, psy­chisch. Björn Was ich an dem Bild ganz span­nend fin­de, das du benutzt hast mit dem Flum­mi ist das der Flum­mi sicher ver­formt, wenn etwas auf ihn prallt. Das heißt, der wird schon bewegt von dem, was da auf ihn ein­strömt. Vie­le ver­ste­hen Resi­li­enz aber so, dass es von ihnen abprallt. Also so Tef­lon beschich­tet und alles, was auf sie ein­strömt, prallt eigent­lich von ihnen ab oder perlt von ihnen ab. Ich fin­de das Bild mit dem Flum­mi des­we­gen gut, weil ich hal­te das für rea­lis­ti­scher, weil ich glau­be, wenn man sagen wür­de, nichts was von außen kommt, hat irgend­ei­nen Ein­fluss auf mich, dann wür­de ich mir ja auch jede Mög­lich­keit neh­men, Erfah­run­gen zu machen und mich wei­ter zu ent­wi­ckeln. Jan Rich­tig, ganz genau so ist es. Das ist natür­lich auch ein Stück weit die Fle­xi­bi­li­tät oder Form­bar­keit, dass ich mich qua­si auch an unter­schied­li­che Situa­tio­nen anpas­sen kann, die es über­haupt ermög­licht, dass ich nicht an jeder Stel­le anecken. Björn Ja, genau. Also ist es wirk­lich ein schö­nes Bild. Mit dem Flum­mi fin­de ich auch das mit dem danach höher sprin­gen. Wenn er fes­ter auf dem Boden gewor­fen wird, dann springt er beson­ders hoch. Also auch Kraft dar­aus schöp­fen, was da pas­siert. Jan Ja, rich­tig, genau. Du hat­test ja gera­de auch gesagt, der Begriff Resi­li­enz ist ein biss­chen tot gere­det oder wird sehr oft wie­der­holt. Tat­säch­lich ist es ja in den letz­ten Jah­ren der Fall, dass das immer mehr The­ma wur­de. Und die­ser Begriff Resi­li­enz ist natür­lich aber schon deut­lich deut­lich älter, eben auch in dem psy­cho­lo­gi­schen Umfeld. Und ich glau­be, der größ­te Durch­bruch kam tat­säch­lich durch eine Stu­die. Das war in den 70er Jah­ren von der Myra­n­or. Die hat ja eine Stu­die gemacht auf einer der Hawaii Inseln Hawaii. Jan Wenn ich das rich­tig aus­spre­che und hat sich da im Grun­de genom­men ange­schaut. Was sind denn die Fak­to­ren, die dazu füh­ren, dass selbst wenn ich in schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen groß gewor­den bin oder dass Kin­der dort eben in schwie­ri­gen Ver­hält­nis­sen groß gewor­den sind, dass sie trotz­dem im Leben bestehen kön­nen, sich gut sozia­li­sie­ren, klar­kom­men im Leben? Und die­se Stu­die ist dann publik gewor­den und hat sich dann im Prin­zip immer wei­ter durch. Dif­fun­diert sind die­se Erkennt­nis­se auch in ande­re Berei­che, mitt­ler­wei­le auch bis ins Coa­ching oder eben auch in den all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch. Jan Aber was genau dahin­ter steckt, glau­be ich, wis­sen die wenigs­ten bzw. kön­nen auch nicht unbe­dingt sagen, was jetzt die ein­zel­nen Fak­to­ren dahin­ter sind, die jetzt Resi­li­enz begrün­den. Björn Ja, was ist denn Resi­li­enz? Wie wird es denn ver­stan­den? Was ist dir da begeg­net? Jan Also grund­sätz­lich ist gibt es Resi­li­enz in unter­schied­li­chen Berei­chen. Man spricht teil­wei­se von Resi­li­enz in Unter­neh­men, die also auch mit Wider­stän­den und schwie­ri­gen Situa­tio­nen, Risi­ken und so wei­ter klar­kom­men. Aber wenn wir jetzt im Coa­ching von Resi­li­enz spre­chen, dann spre­chen wir in der Regel von der psy­chi­schen Wider­stands­fä­hig­keit. Also ich glau­be, das ist auch das, wor­über wir heu­te spre­chen. Ja, und das heißt ja in ers­ter Linie Wie gehe ich denn mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen um? Viel­leicht auch mit Rück­schlä­gen? Jan Und wie kann ich damit klar­kom­men? Oft spricht man ja auch von der soge­nann­ten Steh­auf­männ­chen Fähig­keit. Björn Das Fata­le an Resi­li­enz ist, dass man erst merkt, ob man sie hat, wenn man in einer Und das The­ma hat­ten wir ja auch in einer frü­he­ren Fol­ge schon. Wenn man mal in einer Kri­se war, also erst dann fällt das einem auf. Das kann man vor­her auch gar nicht abschät­zen, inwie­weit man da gewapp­net ist. Man stellt sich das vor. Ich bin stark, ich weiß, was ich tue und dann kann eine Kri­se kom­men. Und erst dann ist es wirk­lich so, dass man die Resi­li­enz, also die Resi­li­enz Fähig­keit, die man hat, wirk­lich bewer­ten kann. Björn Aber es gibt ja. Es gibt ja ver­schie­de­ne Fak­to­ren, die die Resi­li­enz posi­tiv beein­flus­sen, womit wir uns heu­te auch offen las­sen, aus­ein­an­der­set­zen wol­len. Und ich fin­de, wir soll­ten damit anfan­gen, dass wir sie viel­leicht ein­mal auf­zäh­len, die sie­ben Säu­len der Resi­li­enz und dann uns ein­zeln mit den Begrif­fen aus­ein­an­der­set­zen. Jan Ja, sehr ger­ne. Möch­test du star­ten? Soll ich star­ten, weil wir uns abwech­seln? Björn Ich kann ja erst mal die sie­ben Säu­len nen­nen und dann fan­gen wir. Gehen wir Punkt für Punkt vor. Also die sie­ben Säu­len der Resi­li­enz sind Opti­mis­mus, Akzep­tanz. Lösungs­ori­en­tie­rung, Selbst­re­gu­la­ti­on, Selbst­ver­ant­wor­tung, Netz­werk, Ori­en­tie­rung und Zukunfts­ori­en­tie­rung So, wer sich das bis jetzt nicht gemerkt hat, set­zen sechs. Nein, das heißt, ich hab’s jetzt auch able­sen müs­sen, weil wenn es aus dem Kopf sage, fällt mir in der Regel auch irgend­was wie­der nicht ein. Aber ich fin­de, das sind alles sie­ben sehr span­nen­de Punk­te und wir fan­gen an mit Opti­mis­mus an. Björn Das geht ja so ein biss­chen Rich­tung posi­ti­ves Den­ken, was wir ja auch schon mal in einer Fol­ge behan­delt haben. Jan Ja, rich­tig, genau. Opti­mis­mus zeich­net sich dadurch aus, dass ich erst mal vom Guten aus­ge­he, dass ich dar­an glau­be, dass es schon zu einer guten Lösung kommt. Also es hat auch was mit Hoff­nung zu tun und auch zu wis­sen, dass sich alles zum Guten keh­ren kann, egal wie schwie­rig es gera­de ist. Leben geht wei­ter und meis­tens endet es dann am Ende dann doch ganz gut. Posi­ti­ves Den­ken, rich­tig ver­stan­den, wenn man so will. Also nicht sich alles schön­re­den, son­dern zu wis­sen, dass nach einem nach einem Tal auch wie­der ein schö­ner Gip­fel kommt, von dem man einen schö­nen Aus­blick hat. Jan Rich­tig, genau. Und natür­lich auch das The­ma Hoff­nung. Also in die­sem Zusam­men­hang steht ja auch teil­wei­se natür­lich nicht für jeden Men­schen, aber auch das The­ma Glau­be. Also es wird ja auch aus­ge­gan­gen, dass gläu­bi­ge Men­schen grund­sätz­lich oft­mals auch etwas opti­mis­ti­scher in Anfüh­rungs­stri­chen sind oder die­se Ten­denz auch mit­brin­gen. Ten­den­zi­ell, weil sie eben dar­an glau­ben, dass da eine über­ge­ord­ne­te Kraft nen­ne ich jetzt mal, was auch immer man für sich defi­niert ist, die schon dafür sorgt, dass es einen Sinn hat und zu einem posi­ti­ven Ergeb­nis führt über die Zeit. Jan Das ist jetzt der Vor­teil, wenn man gläu­big ist. Aber das heißt nicht, dass man nicht opti­mis­tisch oder nicht hoff­nungs­voll sein kann, wenn man nicht gläu­big ist, son­dern das ist ja etwas, was man sich auch aneig­nen und auch antrai­nie­ren kann. Und da sind wir, wie gesagt, tat­säch­lich bei der Fol­ge posi­ti­ves Den­ken, die wir auch schon auf­ge­nom­men haben. Björn Ich glau­be auch, dass Reli­gio­si­tät, also Glau­be im Sin­ne einer Kon­fes­si­on, da gar nicht so gemeint ist, son­dern eher ein etwas Über­ge­ord­ne­tes. Und egal, wie man das jetzt nennt, ob das jetzt Gott ist oder für man­che ist es die Natur. Für man­che ist es ein­fach Schick­sal. Aber dass man, dass man ein­fach dar­an glaubt, dass es etwas gibt, was die Din­ge lenkt. Wie auch immer man es bezeich­net. Der nächs­te Punkt wäre Akzep­tanz. Das fin­de ich jetzt wie­der ganz span­nend. Björn Weil das beob­ach­te, beob­ach­te ich sehr oft, dass Men­schen, die ihn mit Schwie­ri­gen kon­fron­tiert wer­den, das ein­fach nicht hin­neh­men wol­len im Sin­ne von Das darf nicht sein oder Das ist ein Pro­blem, mit dem set­ze ich mich nicht aus­ein­an­der und es nicht anneh­men. Das ist eine schwie­ri­ge Situa­ti­on gera­ten. Ja, genau das kann nicht wahr sein, das darf nicht wahr sein, oder was ich auch ger­ne höre, so im zwi­schen­mensch­li­chen Bereich. Also wenn es jetzt um. Wenn du, wenn du Coa­chings gibst für ihr Per­so­nal Stamm und da gibt es unter­ein­an­der Pro­ble­me, nee, das ist mir zu blöd, mit dem will ich mich gar nicht aus­ein­an­der­set­zen. Björn Das ist genau das Gegen­teil von Akzep­tanz. Akzep­tanz bedeu­tet dann ja eigent­lich, ich neh­me alles so hin wie es ist und halt auch das, was her­aus­for­dernd ist. Jan Genau. Ich muss erst mal die Fak­ten akzep­tie­ren. Ich muss erst mal anneh­men, damit ich damit umge­hen kann. Es ist wie es ist. Björn Das ist inter­es­sant, auch weil die die­ser Begriff Akzep­tanz ja in ganz vie­len ande­ren Berei­chen, die auch irgend­wie resi­li­ent ver­wandt sind, aller­dings auch immer wie­der eine Rol­le spielt, eine Trau­er­be­wäl­ti­gung, Tren­nungs, Bewäl­ti­gung. Jan Aber sol­che Geschich­ten? Björn Ja, genau. Aber es ist immer ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor, dass man erst mal wirk­lich akzep­tiert und es für die Wahr­heit auch hin­nimmt, dass das jetzt so ist und in dem Moment, wo ich es ver­leug­ne und es nicht wahr­ha­ben möch­te. Schaf­fe ich eine Distanz zu der, zu der Ist-Situa­ti­on, zu der rea­len Situa­ti­on, ich will es nicht akzep­tie­ren, dann kann ich es auch nicht posi­tiv gestal­ten, dann ver­wei­ge­re ich ein­fach, dass es so ist und bin dann aber auch irgend­wo in einer Star­re. Björn Ich habe dann kei­ne Hand­lungs­mög­lich­keit. Ja, wenn ich, wenn ich da hin­kom­me, dass ich sage, ich akzep­tie­re es jetzt. Es ist jetzt nun mal so. Dann kann ich mir auch über­le­gen Was mache ich denn jetzt damit? Björn Das ist auch unser. Das mensch­li­che Hirn ist ja in der Lage, auch unter­be­wusst so vie­le Din­ge zu ver­ar­bei­ten und zu bear­bei­ten. Und mit so einer Sperr Hal­tung nimmt man sich ja jeg­li­che Mög­lich­kei­ten, dass das abläuft. Also anstatt sich qua­si da die Ener­gie da rein­zu­ste­cken, eine Lösung zu fin­den, beschäf­tigt man sich men­tal die gan­ze Zeit damit. Wie mache ich es nicht wahr? Und das ist ja in der Regel unmög­lich. Rich­tig, rich­tig. Der nächs­te Punkt ist Lösungs­ori­en­tie­rung. Björn Da muss ich jetzt lachen oder lachen. Ja, das ist natür­lich ein wich­ti­ger Punkt, aber Lösungs­ori­en­tie­rung ist etwas, was im Per­so­nal­we­sen ja auch ganz oft wich­tig ist, dass man sagt, wir brau­chen nur lösungs­ori­en­tier­te Mit­ar­bei­ter. Ich füh­re ja auch vie­le Bewer­bungs­ge­sprä­che und das ist. Da muss ich lachen, weil Lösungs­ori­en­tie­rung auch etwas ist. Natür­lich will man das bei sei­nem Per­so­nal ger­ne sehen, aber Lösungs­ori­en­tie­rung bedeu­tet halt auch nicht. Ich den­ke nur an die Lösung. Jan Ach nee. Aber es ist natür­lich schon so Lösungs­ori­en­tie­rung. Erwar­tet man im beruf­li­chen Kon­text aber wün­sche ich mir auch in jedem Kon­text so. Es gibt Men­schen, die sind halt sehr, sehr pro­blem­ori­en­tiert. Und das ist ja auch ein ganz häu­fi­ges Coa­ching The­ma, dass man halt ein­fach in sei­ner Pro­blem­druck ist, ja das Stich­wort drin­steckt und gar nicht raus­kommt. Also so Sät­ze wie Das geht nicht. Dafür gibt es kei­ne Lösung. Das das ist jetzt ein­fach ein Pro­blem. Und das haben wir schon pro­biert. Jan Das geht nicht. Es geht immer wie­der auf die­ses Das geht nicht zurück. Und da raus­zu­kom­men und hin­zu­kom­men zu die­sen W‑Fragen Wie kann es denn gehen? Oder die Fra­ge ist wie? Wie kann ich etwas? Oder Wie kann ich die Umstän­de schaf­fen, damit ich da zum Ziel kom­me? Oder wie könn­te es sein, damit es bes­ser ist, um da halt ein­fach in die­se Lösungs­ori­en­tie­rung rein­zu­kom­men? Und ich glau­be, das ist ein ganz, ganz wesent­li­cher Punkt, wenn man ande­re, wenn man das War­um weg­schal­ten und war­um ist es jetzt so gekom­men? Jan Son­dern hin­geht zum Wie kann ich es bes­ser machen oder Wie kann ich das Bes­te Bes­te dar­aus machen? Dann kom­me ich tat­säch­lich dahin, dass ich nach vor­ne schaue und auch aus einer schwie­ri­gen Situa­ti­on wie­der her­aus­kom­men kann. Björn Sehr cha­rak­te­ris­tisch für nicht lösungs­ori­en­tier­te Den­ken ist auch, selbst die Lösung in ein Pro­blem zu ver­wan­deln. Also ich habe, sagen wir mal, ich will irgend­et­was errei­chen und ich habe eine Lösung prä­sen­tiert bekom­men von außen. Und der nicht lösungs­ori­en­tier­te Mensch wird dann sofort Grün­de fin­den, war­um das jetzt auch wie­der ein Pro­blem ist. Jan Rich­tig, da sind wir aber gleich bei dem bei dem ande­ren The­ma näm­lich eine Lösung von außen prä­sen­tiert bekom­men. Da ist man fast schon wie­der beim Rat­schlag Das ist ja nicht von Raten und Schla­gen. Und das ist ja auch die­ser Coa­ching Ansatz, dass die­se Lösung dann nicht von außen kommt, son­dern eben von innen erar­bei­tet wird. Also im Grun­de genom­men muss die Per­son, die in der Situa­ti­on ist, selbst dar­auf kom­men. Was ist denn der Weg, um es eben auch selbst her­aus zu ent­wi­ckeln und zu akzep­tie­ren? Björn Ich mei­ne das noch in einem ande­ren Zusam­men­hang, also zum Bei­spiel wenn man sel­ber. Also wenn ich selbst eine schwie­ri­ge Situa­ti­on habe und ich habe für mich eine Lösung gefun­den und ich erzäh­le das nicht lösungs­ori­en­tier­ten Men­schen, wenn die mir sofort erklä­ren, was jetzt alles das Pro­blem ist, so meinst du, ja, das gibt es auch. Ja, das gibt es auch. Das ist dann auch da. Ist es dann wie­der da, muss man auch Resi­li­enz ein Argu­ment sein. Björn Das kann natür­lich ganz ande­re Fak­to­ren auch mit rein, dass man die Fra­ge Was ist das für ein kul­tu­rel­les The­ma? Ich habe letz­tens einen total inter­es­san­ten Pod­cast gehört mit Ralf Möl­ler, der ja qua­si nach Ame­ri­ka gegan­gen ist und sagt Da sind halt alle so Leu­te. Das sind alles so Macher und und Aner­ken­nung für Din­ge, die irgend­wie aus­pro­biert und getan wer­den. Und du hast es wenigs­tens aus­pro­biert. Denn in Deutsch­land ist es eher so ja, wie soll das denn klap­pen? Björn Und das wird ja sowie­so nichts. Und das ist natür­lich auch ein kul­tu­rel­les The­ma unter Umstän­den. Aber eine Kul­tur ist ja auch qua­si die Sum­me der Indi­vi­du­en. Und so macht es natür­lich immer damit zu tun. Also der kann auch dann auf einen selbst ein­wir­ken und auch die eige­ne Resi­li­enz auf die Pro­be stel­len. Aber jetzt schwei­fen wir schon was. Björn Ja, genau, aber das ist viel­leicht ein The­men­kom­plex, also kul­tu­rel­le Ein­flüs­se auf Lösungs­we­ge. Und so könn­ten wir tat­säch­lich auch mal in einer Fol­ge machen, soll­te man es auf­schrei­ben. Der nächs­te Punkt ist Selbst­re­gu­la­ti­on. Und da sind wir ja schon haar­scharf an der Psy­cho­the­ra­pie, weil ja eigent­lich, das haben wir ja bei­de so gelernt, auch die man­geln­de Selbst­re­gu­la­ti­on eigent­lich ein kla­res Signal dafür ist, dass jemand nicht zu einem Coach gehen soll­te, son­dern eher zu einem Psy­cho­the­ra­peu­ten. Was ist Selbst­re­gu­la­ti­on? Jan Selbst­re­gu­la­ti­on ist die Mög­lich­keit, mei­ne eige­nen Gefüh­le und die Wahr­neh­mung zu beein­flus­sen, zu regu­lie­ren. Das heißt, wenn ich. In mei­nen Gedan­ken, mei­nen Wahr­neh­mun­gen. So gesteu­ert bin und so emp­fin­de, dass ich da hilf­los aus­ge­lie­fert bin und eine abso­lu­te Abwärts­spi­ra­le kom­me Abwärts­spi­ra­le aus Angst, aus Sor­ge, aus Trau­er und über­haupt gar kei­ne Mög­lich­keit mehr habe, mich am eige­nen Schopf raus­zu­zie­hen, dann kom­me ich in den Bereich, da funk­tio­niert mei­ne Selbst­re­gu­lie­rung nicht mehr. Und das ist dann sicher­lich der Bereich, wo wir nicht mehr im Coa­ching sind, wo man auch die Gren­ze zie­hen muss. Jan Aber da ist natür­lich auch ein flie­ßen­der Über­gang. Jeder hat mal auch ein Down oder jeder hat viel­leicht auch mal einen Tag, wo man sagt Heu­te bin ich für nichts zu gebrau­chen und ich blei­be mal lie­ber im Bett lie­gen, weil ich bin viel­leicht trau­rig oder wütend oder faul oder kei­ne Ahnung was, aber über­all da, wo es dann auch das all­täg­li­che Leben irgend­wann mas­siv ein­schränkt, ist dann natür­lich auch eine Gren­ze über­schrit­ten oder die Gren­ze über­schrit­ten. Björn Selbst­re­gu­la­ti­on bedeu­tet ja auch, dass ich weiß, was ich in bestimm­ten Momen­ten brau­che, also was mei­ne Psy­che in bestimm­ten Momen­ten braucht. Also wenn ich zum Bei­spiel mer­ke, ich war trau­rig und ich dann mei­ne Skills und mei­ne Mit­tel habe, mit denen ich weiß, dass ich mich wie­der ein biss­chen bes­ser stim­men kann. Es gibt ja genug Grün­de, viel­leicht auch, dass man mal trau­rig ist. Also das ist ja jetzt an sich erst mal nichts, was ver­werf­lich ist. Die Selbst­re­gu­la­ti­on greift halt in dem Moment, wo man sich mit die­sen Emo­tio­nen aus­ein­an­der­setzt. Björn Und wenn man das nicht mehr gut kann, ist die Resi­li­enz im Prin­zip auch am Boden. Und dann ist auch ein Coa­ching eigent­lich ja nicht mehr Ziel för­dernd. Aber muss man da anders ran, als wenn man jetzt eine Angst­stö­rung, wie du schon gesagt hast, zum Bei­spiel hat, wird man mit einem Coach auch nicht glück­lich wer­den. Jan Genau. Wobei ich glau­be, es gibt da auch vie­le Berei­che, die die auch im Coa­ching trotz­dem wei­ter­hel­fen kön­nen. Also klar, dann wenn es extrem wird, ist man woan­ders. Aber ansons­ten gibt es natür­lich auch viel, was bis­her viel­leicht unbe­wusst erfolgt. Jeder hat eine natür­li­che Selbst­re­gu­la­ti­on, das heißt irgend­wie viel­leicht habe ich ein Gefühl. Mir geht es nicht gut oder so und ich brau­che ein­fach mal einen Spa­zier­gang. Ich mache das dann, aber ich mache es nicht bewusst. Jan Und das Inter­es­san­te ist ja, dass ich auch ler­nen kann, was was bedeu­tet über­haupt Selbst­re­gu­la­ti­on? Was ist viel­leicht auch för­der­lich für gewis­se Punk­te, was weni­ger för­der­lich? Und dass ich das dann auch bewusst ein­set­zen kann, um eben mich selbst gege­be­nen­falls etwas bes­ser zu regu­lie­ren. Und das ist etwas, was man im Coa­ching sehr gut erler­nen kann und was einen dann auch dabei unter­stüt­zen kann, die­se Fähig­keit wei­ter aus­zu­bau­en. Oder eben auch unter Umstän­den auch extre­me Situa­tio­nen oder sag ich mal so extre­me Aus­schlä­ge in die­ser Ampli­tu­de wie fühl ich mich nur posi­tiv oder nega­tiv dann auch prä­ven­tiv zu behan­deln, in Anfüh­rungs­stri­chen. Jan Also wenn ich auch jetzt schon weiß, was viel­leicht nicht so gut ist für mich per­sön­lich, was mir nicht so gut tut, dann kann ich natür­lich das auch jetzt schon ein­set­zen, damit so eine Situa­ti­on unter Umstän­den gar nicht ein­tritt. Björn Genau der nächs­te Punkt ist Selbst­ver­ant­wor­tung und ich weiß nicht, ob die mir da zustim­men wirst. Aber das ist glau­be ich mit einem ganz gro­ßer Knack­punkt, weil man hört ja eigent­lich meis­tens, es ist nicht der­je­ni­ge sel­ber schuld, son­dern alle ande­ren. Und also der der blö­de Kol­le­ge oder so, der, der mir immer so blöd übel mit­spielt. Und das liegt aber nie an mir sel­ber. Und da ist die Schuld­fra­ge dann auch immer ganz schnell auf dem Tisch, dass ja auch ein The­ma, das ich ger­ne in einer der nächs­ten Fol­gen mal mit dir bespre­chen möch­te, Schuld an sich und in dem Moment, wo man sagt Hier, das liegt nicht an mir und ich trag über­haupt kei­ne Ver­ant­wor­tung für das, was da mit mir pas­siert, hat man sich ja eigent­lich schon jeg­li­cher Mög­lich­keit beraubt, da auch sel­ber han­delnd so ein­zu­grei­fen, dass sich die Situa­ti­on ändert. Jan Ich sehe da auch sehr auch die­sen Punkt. Also wenn man jetzt sagt, es geht um die Bereit­schaft, Ver­ant­wor­tung für das eige­ne Tun und so wei­ter zu über­neh­men, dann geht es natür­lich dar­um, dass man nicht nur sagt es sind die bösen ande­ren. Es gibt da die­ses, es gibt auch ein ganz bekann­tes Hör­buch. Du musst von allen gemocht wer­den, ist das ers­te. Man muss nicht von allen gemocht wer­den. Rich­tig. Und das zwei­te ist Du bist genug, mei­ne ich. Jan Und da gibt es eine ganz schö­ne Situa­ti­on. Und zwar gibt es. Es geht immer um ein Gespräch zwi­schen einem Schü­ler in Anfüh­rungs­stri­chen bzw. einem, der eben nach Ant­wor­ten sucht und einem Phi­lo­so­phen. Und er holt dann so eine drei­ecki­ge Säu­le raus. Und je nach­dem, wie ich auf die­se Säu­le schaue, schaue ich auf eine Sei­te. Und auf der einen Sei­te steht Ich glau­be, ich Armer und auf der nächs­ten du die bösen ande­ren. Auf der drit­ten Sei­te steht Was kann ich von jetzt an tun? Jan Und je nach­dem, wie ich auf die­se Säu­le schaue, schaue ich eben auf eine Sei­te. Und das ist eigent­lich die­ser Punkt. Erst wenn ich sage, ich habe auch Ver­ant­wor­tung an einer Situa­ti­on, also ich bin nicht aus­ge­lie­fert, dann kann ich tat­säch­lich auch gestal­ten und das tun. Ich fin­de, das ist die­ser Punkt der Selbst­ver­ant­wor­tung, wenn man sagt, es geht dar­um, Selbst­ver­ant­wor­tung zu über­neh­men. Und dann gibt es natür­lich auch noch einen Punkt oder Aspekt der Selbst­ver­ant­wor­tung, der heißt, der geht eher in den Bereich Selbst­für­sor­ge. Jan Dass ich also auch ver­ant­wort­lich dafür bin, auf mich selbst auf­zu­pas­sen. Ein Stück weit, genau. Björn Ich glau­be auch bei vie­len. Ich hat­te gera­de so, als du davon berich­tet hast, so eine Erin­ne­rung, dass glau­be ich bei vie­len Bezie­hungs­pro­blem auch die Selbst­ver­ant­wor­tung eine ent­schei­den­de Rol­le spielt. Ich habe mal den schö­nen Satz gehört Bei einer für eine gute Bezie­hung ent­schei­det man sich jeden Mor­gen aufs Neue. Also es ist kein gege­ben. Es ist nicht gege­ben, dass man auf ewig zusam­men­lebt, son­dern man ent­schei­det sich jeden Mor­gen aufs Neue dafür. Soll hei­ßen, wenn ich in einer Bezie­hung 60 Sekun­den ja, jeden Moment genau. Björn Soll hei­ßen, dass das begeg­net einem ja auch häu­fig, dass das Men­schen in einer Bezie­hung unglaub­lich unglück­lich sind und nicht in der Lage sind, sich zu tren­nen, weil man ist ja schon x Jah­re zusam­men oder es gibt die Kin­der oder irgend­et­was ande­res, aber man ent­schei­det sich jeden Tag dafür. Man sagt jeden Tag aufs Neue Das ist mein Part­ner. Und wenn man die Selbst­ver­ant­wor­tung über­nimmt in sol­chen Fäl­len und sagt ich ent­schei­de das sel­ber, ob ich in die­ser Situa­ti­on bin. Björn Jeden Mor­gen aufs Neue fällt man­che viel­leicht schwie­ri­ge Ent­schei­dung auch deut­lich leich­ter. Jan Ja, das ist rich­tig. Das hat aber natür­lich auch etwas damit zu tun. Das hat auch was damit zu tun, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und auch sich die­ser Frei­heit bewusst zu sein. Also in dem Moment eigent­lich habe ich ja jeden Tag die Frei­heit, jetzt abge­se­hen immer von Extrem­si­tua­tio­nen, aber das ist ja STANDARD. Aber ansons­ten habe ich ja jeden Tag die Frei­heit, etwas zu ändern. Wenn ich mit die­ser Bezie­hung nicht klar­kom­me, dann kann ich mich tren­nen. Wenn ich mit mei­nem Job nicht klar­kom­me, dann kann ich etwas ande­res tun. Jan So, das hat eben auch alles Kon­se­quen­zen in dem Moment, wo ich halt sage Ich kann da ja nichts für ich armer Mensch bin in die­ser Situa­ti­on und ich bin da aus­ge­lie­fert und alles ande­re ist fürch­ter­lich. Dann ist die Umwelt schuld. Ich bin ein­fach aus­ge­lie­fert und das natür­lich auch eine ein­fa­che in Anfüh­rungs­stri­chen Situa­ti­on hin­sicht­lich des­sen, was von mir selbst erwar­tet wird oder was ich von mir selbst erwar­ten kann. Das klingt total doof, fin­de ich immer, wenn man das tut, wenn man da jetzt so drü­ber spricht. Jan Weil du bist natür­lich nicht in der Situa­ti­on selbst und jeder kennt das ja auch. Es gibt Situa­tio­nen, die sind ein­fach, die füh­len sich nicht gut an. Und das Gefühl, die gan­ze Welt ist viel­leicht gera­de mal gegen mich. Na ja, die gibt es und kennt wahr­schein­lich auch jeder. Und es ist natür­lich total doof, sich ein­ge­ste­hen zu müs­sen. Ich bin aber auch wahr­schein­lich die ein­zi­ge Per­son auf der Welt, die das ändern kann und die dafür ver­ant­wort­lich ist, dass es mir gut ist. Jan Das sind nicht die ande­ren, das bin ich ein Stück weit selbst. Und das hat auch damit zu tun, wie ich mit mei­ner Welt agie­re und auch, was ich tue und wie ich mich selbst ent­schei­de. Jeden Tag im Moment. Björn Hmmm ja, jetzt könn­ten wir total aus­schwei­fen, weil ich habe jetzt sofort im Kopf wer. In wel­chem Modus bist du da? Wenn du sagst alle sind gegen mich oder ist man da? Nö, da könn­te man jetzt einen Exkurs Rich­tung inne­res Kind machen, oder oder Sche­ma Coa­ching oder was weiß ich, was dann alles in den Kopf kommt. Aber wir wol­len ja gar Resi­li­enz blei­ben. Aber das ist natür­lich total span­nend und ich glau­be, sol­che Pha­sen oder sol­che Momen­te, wo man sagt jetzt haben sich gera­de wirk­lich alle gegen mich ver­schwo­ren. Björn Also es gibt ja so Tage, wo man was schon damit anfängt, dass mor­gens der Kaf­fee­au­to­mat nicht will, wenn man einen Kaf­fee trinkt. Ja, Frech­heit, genau. Und das geht dann so wei­ter, dann will das Auto nicht und dann ist der blö­de Kol­le­ge krank und all sol­che Sachen. Und das häuft sich an, häuft sich und dann ver­kriecht man sich am liebs­ten abends nur noch auf dem Sofa. Und ja, das gibt es natür­lich, das ist nor­mal. Björn Aber die, die Selbst­ver­ant­wor­tung ist tat­säch­lich dar­in. Auch, dass man in sol­chen Momen­ten auch ent­schei­det. Okay, heu­te ist viel schief­ge­lau­fen. Was tra­ge ich jetzt dazu bei, dass der Tag bes­ser wird? Was kann ich davon über­haupt beein­flus­sen, so wie das gemäß dem Gelas­sen­heit aus­ge­wählt? Was kann ich beein­flus­sen und was nicht? Und wofür über­neh­me ich die Ver­ant­wor­tung in dem Moment? Aber das kann ich. Wir kön­nen total abschwei­fen. Gera­de das ist ein span­nen­der Bereich. Jan Abso­lut ja. Kom­men wir zum nächs­ten Punkt die Netz­werk Ori­en­tie­rung. Björn Ja, ja, das habe ich ler­nen müs­sen. Jan Was heißt das? Wie? Was ler­nen müs­sen? Björn Netz­werk. Ori­en­tie­rung ist. Also es ist mir per­sön­lich sehr lan­ge schwer­ge­fal­len, Netz­wer­ke auf­zu­bau­en, weil ich immer das Gefühl hat­te für mich sel­ber und das hat wie­der was mit Selbst­für­sor­ge auch zu tun, natür­lich. Ich will mich nie­man­dem anbie­dern beruf­lich. Ich möch­te aber auch schon beruf­lich, hat es gera­de gesagt, oder? Björn Ja, ja, ja, ja, im Freun­des­kreis ist es anders. Aber Netz­wer­ke, Ori­en­tie­rung beschreibt ja auch ein beruf­li­ches Netz­werk. Nicht nur nicht nur die Freun­de oder die Bezie­hun­gen und alles, was dran­hängt. Aber ich habe mich da. Jan Was ist denn über­haupt Netz­werk? Björn Also ja, Netz­werk ist es. Was ist Netz­werk dei­ner Mei­nung nach? Jan Ich hab dich jetzt erst mal unter­bro­chen und du woll­test das erst haben. Dann haben wir den Gedan­ken erst mal zu Ende. Björn Ja, dass ich das ler­nen muss­te. Es ist mir sehr lan­ge sehr schwer gefal­len, da mehr Ener­gie rein­zu­ste­cken. Ja. Jan Wenn. Wenn wir jetzt auf die­se Fra­ge kom­men, was ist ein Netz­werk oder was das Netz­werk Ori­en­tie­rung in die­sem Zusam­men­hang, dann ver­ste­he ich das jetzt nicht als in ers­ter Linie beruf­li­ches Netz­werk, son­dern es geht ja dar­um, dass man nach mei­nem Ver­ständ­nis, dass man eben Men­schen um sich her­um hat, sozia­le Kon­tak­te, die einen auf­fan­gen, auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen. Und gera­de die­ses Bei­spiel mit beruf­lich und pri­vat, das ver­deut­licht das auch noch mal, wie wich­tig es ist, in unter­schied­li­chen Berei­chen auch Netz­wer­ke und sozia­le Kon­tak­te zu haben, aus denen man auch Bestä­ti­gung erfährt. Jan Es ist super­gut, wenn ich Selbst­be­wusst­sein habe, eine Selbst­über­zeu­gung, eine Selbst­wirk­sam­keit, Erfah­rung, dass ich selbst etwas schaf­fen kann. Manch­mal gibt es aber auch schwie­ri­ge Situa­tio­nen, dann ist das auch schön, wenn ich von irgend­wo anders etwas bekom­me. Und der Mensch ist die Viel­zahl sei­ner Facet­ten und dar­aus ent­wi­ckelt sich unse­re gesam­te Iden­ti­tät in Sum­me. Und wenn ich jetzt zum Bei­spiel beruf­lich so rich­tig in die Hose geht, dann ist es unter Umstän­den schwie­rig, wenn nicht gar kein pri­va­tes Netz­werk, kei­ne pri­va­ten Kon­tak­te haben habe, die mich da auf­fan­gen. Jan Also wenn ich gar kei­ne Fami­lie, gar kei­ne Freun­de habe. Und anders­her­um for­mu­liert Es hilft mir sehr viel wei­ter, wenn ich weiß, der Beruf ist nicht alles. Also auch wenn der Fun­da­men­ta­len die Hose geht, dann habe ich aber Freun­de, die mich schät­zen als Mensch. Dann gibt es eine Fami­lie, die schätzt mich als Mensch. Und anders­her­um. Auch wenn mei­ne Bezie­hung in die Brü­che geht, dann kann es auch gut sein zu wis­sen. An ande­rer Stel­le, aber viel­leicht auch in einem beruf­li­chen Kon­text, sodass ich mich auch für mei­ne Exper­ti­se und die­se Die­ses Netz­werk Netz­werk spinnt ja zusam­men. Jan Auch ein Netz und ein Netz kann man auch auf­fan­gen. Das hilft eben auch, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen auf­ge­fan­gen zu wer­den, im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes und nicht auf den Boden zu fal­len, son­dern da Unter­stüt­zung zu fin­den. Björn Ja, ich glau­be, das Ent­schei­den­de bei der Netz­werk Ori­en­tie­rung ist, dass man auch begreift, dass es ein mög­lichst hete­ro­gen gemisch­tes Netz­werk sein soll­te. Also nicht nur pri­vat, nicht nur beruf­lich und in jeweils dem beruf­li­chen und den pri­va­ten Netz­wer­ken. Den man ist halt auch nicht nur in eine Rich­tung ori­en­tiert. Wenn ich jetzt vom pri­va­ten Netz­werk spre­che und Freun­des­kreis spre­che halt bei Paa­ren nicht nur gemein­sa­me Freun­de, son­dern jeder auch sei­ne eige­nen sol­che Geschich­ten, damit man halt auch los­ge­löst von ein­an­der sich sicher füh­len kann und nicht, weil man jetzt eine Tren­nung plant, son­dern weil es sehr wahr­schein­lich so für die Psy­cho­hy­gie­ne sowie­so bes­ser ist, wenn man auch noch bei sich sel­ber bleibt und eige­ne Freun­de behält und im Netz­werk beruf­li­cher Art genau das glei­che. Björn Also nicht nur das Netz­werk in der eige­nen Fir­ma, son­dern auch in der Bran­che oder viel­leicht sogar bran­chen­über­grei­fend, damit die Optio­nen blei­ben und die Mög­lich­kei­ten blei­ben und das Netz mög­lichst fein gewebt ist, dass es, um bei dei­nem Bild zu blei­ben und es wie­der auf­zu­neh­men, einen wirk­lich gut auf­fan­gen kann, wenn mal Not am Mann ist. Ja und was ich eben mein­te zu Beginn ist, dass ich die­sen beruf­li­chen Teil hand­werk­lich ein biss­chen ler­nen muss­te. Jan Okay, das ist auch mal fin­de ich auch noch mal ein tol­les The­ma für eine Fol­ge. Netz­wer­ken ja, war­um, wie­so, wes­halb und war­um es manch­mal schwer ist. Ja. Letz­ter Punkt der sie­ben Säu­len ist, das fin­de ich ganz wich­tig, auch an ganz span­nend Zukunfts­ori­en­tie­rung. Hmmm. Bedeu­tet alles was ges­tern war, ist egal. Jan Egal ist es gar nicht. Es kann auch alles egal sein. Das ent­schei­det ja jeder für sich selbst. Aber ich wür­de jetzt nicht alles was was ges­tern war, weg­schie­ben und kom­plett ver­ges­sen wol­len. Aber was ges­tern war, kann ich auf jeden Fall nicht ändern. Ich kann es nur noch im Nach­hin­ein anders bewer­ten, aber was pas­siert ist, ist erst mal pas­siert. Aber die Zukunft kann ich gestal­ten und. Ich kann mei­ne zukünf­ti­gen Zie­le errei­chen, wenn ich mein heu­ti­ges Tun dar­auf aus­rich­te. Björn Ja genau. Ja, es ist ja in der die Ver­gan­gen­heit hat geschafft oder er hat geformt, was ich jetzt bin und in ihm jetzt bestimmt mein Han­deln das, was in Zukunft pas­siert. Jan Genau. Björn Also es hat nichts damit zu tun wie ich will den Namen nicht nen­nen, aber wie ein gro­ßer US-Poli­ti­ker, der von der Regie­rungs­ver­ant­wor­tung ent­bun­den wur­de, so nach dem Mot­to Was inter­es­siert mich mein Geschwätz von ges­tern, das das hat damit über­haupt nichts zu tun, son­dern es geht ein­fach dar­um, dass man sich dar­über bewusst ist, dass das Leben in der Zukunft sich abspielt und die Ver­gan­gen­heit so ist, wie sie ist. Man kann aber was draus ler­nen und das mit in die Zukunft neh­men, wenn es denn sinn­voll ist bzw. Björn das Leben spielt sich ja eigent­lich im Moment ab. Aber aber zum und formt sich das ja? Oder sagen wir so, ich for­me jetzt etwas mit auf ein Bild, was ich ger­ne in Zukunft auch errei­chen möch­te. Also auch wenn die Situa­ti­on jetzt echt doof ist, mise­ra­bel ist, dann kann ich mich ja qua­si auf die Zukunft ori­en­tie­ren und mir über­le­gen was muss ich jetzt denn jetzt tun, damit ich dann einem Ziel oder einer gewünsch­ten Zukunft näher kom­me? Und wie sieht die gege­be­nen­falls aus? Björn Ich habe schon wie­der eine Idee für eine neue Fol­ge. Das Leben spielt sich im Moment ab. Das ist unheim­lich phi­lo­so­phisch. Ja, ist das so? Weiß ich nicht. Die der Moment ist ja jetzt schon wie­der vor­bei. Also man kann den Moment ja gar nicht. Ja, nicht, kann ich wirk­lich packen, aber das schweift schon wie­der auf. Jan Machen wir noch mal auf jeden Fall eine Fol­ge dar­aus. Wir sind jetzt im Grun­de genom­men ja hier durch die­se sie­ben Säu­len der Resi­li­enz durch ist. Wenn man über Resi­li­enz spricht, dann ist das erst mal ein Begriff, der auch irgend­wie gefor­dert wird, geför­dert wird oder wie auch immer. Aber es sind unheim­lich vie­le unter­schied­li­che Aspek­te, die da rein­spie­len und es ist total kom­plex. Also auch Resi­li­enz. Das ist mir ja auch noch mal wich­tig. Es ist auch nicht ein Mensch resi­li­ent ja oder nein, son­dern man kann auch unter­schied­li­che resi­li­ent in unter­schied­li­chen Umge­bun­gen oder Situa­tio­nen sein. Jan Ich bin viel­leicht beruf­lich resi­li­ent als pri­vat oder anders­her­um. Ich bin aber auch viel­leicht heu­te resi­li­ent als mor­gen oder mor­gen, resi­li­ent als heu­te, je nach­dem, wie die Form ist und was da auch für außen Fak­to­ren mit dazu mit rein­spie­len. Das ist kein sta­ti­sches, kein sta­ti­scher Punkt. Björn Ja, und die­se sie­ben Säu­len, über die wir jetzt gespro­chen haben, kön­nen und wer­den bei kei­nem Men­schen auf die­sem Pla­ne­ten jemals immer zu 100 pro­zent gefüllt sein. Das ist, glau­be ich, ja auch eine Uto­pie, von der wir gar nicht aus­ge­hen müs­sen. Und je nach­dem, wie die sich gera­de ver­hal­ten. Die­se Säu­len, in wel­chem Kon­text sie sich wie ver­hal­ten du rich­tig sagst, ist es pri­vat dann wie­der anders als beruf­lich. Das kann auch schon mit dem Gegen­über zusam­men­hän­gen. Björn Es gibt ja sol­che Phä­no­me­ne auch, dass jemand, der sehr Ver­hand­lungs­po­ker ist, dann auf den einen Kun­den stößt, wo es auf ein­mal gar nicht mehr funk­tio­niert. Und nicht, weil es jetzt fach­lich nicht funk­tio­niert, son­dern weil da irgend­et­was trig­gert, das ihm davon abbringt, da die Resi­li­enz zu haben, die er braucht. Und das Schö­ne ist An die­sen Säu­len kann man arbei­ten. Also die­se Man kann die­se sie­ben Säu­len füt­tern, jede für sich. Und in einem Coa­ching kann man her­aus­fin­den, wel­che Säu­le da viel­leicht ein biss­chen unter­ernährt ist, wel­che etwas mehr Fun­da­ment braucht. Björn Und da gibt es jede Men­ge Mög­lich­kei­ten, das zu Wei­te wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Jan Da wür­de ich auch ger­ne noch ein­mal kurz den Bogen span­nen, zumin­dest für mich. Zu den Ergeb­nis­sen aus die­ser Stu­die, die das sagen Jeder kommt mit unter­schied­li­chen gene­ti­schen Vor­aus­set­zun­gen für Resi­li­enz auf die Welt, also auch nach­voll­zieh­bar, qua­si im Gehirn. Wie ist das aus­ge­prägt? Und so wei­ter. Also das eine ist im Prin­zip was habe ich bio­lo­gisch mit­ge­ge­ben bekom­men. Der nächs­te Punkt ist aber in dem Zusam­men­hang auch Was macht die Sozia­li­sa­ti­on? Also auch da gibt es för­dern för­der­li­che oder weni­ger för­der­li­che Umwelt­be­din­gun­gen dafür. Jan Und der letz­te, aber ganz wich­ti­ge Punkt ist also Sozia­li­sa­ti­on, Umwelt. Und der letz­te Punkt ist aber Ich kann es auch selbst gestal­ten. Und es ist mög­lich, über ent­spre­chen­des Trai­ning, über Metho­den nach­weis­lich auch die­se Resi­li­enz zu för­dern. Und das ist mess­bar. Also es ist Mes­sen. Und da sind wir wie­der beim The­ma Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns, dass ich damit wie­der­um ver­schie­de­ne Hirn­area­le mehr akti­vie­ren kann und so wei­ter. Das heißt, ich kann das posi­tiv gestal­ten und das ist eine gro­ße Chan­ce. Jan Wir sind nicht aus­ge­lie­fert unse­rer Situa­ti­on. Und nur weil heu­te etwas über­for­dernd ist, heißt das nicht, dass das mor­gen oder in naher Zukunft immer noch so sein muss. Und dar­an kön­nen wir arbei­ten. Und das ist auch etwas, was ich ger­ne noch mal mit­ge­ben wür­de. Wir alle haben die Chan­ce, da auch was zu ver­än­dern und soll­ten auch da eine der Säu­len den Opti­mis­mus haben und die Zukunfts­ori­en­tie­rung, dass wir das auch schaf­fen kön­nen, wenn wir wol­len. Björn Manch­mal reicht ja auch schon das blo­ße Bewusst­sein die­ser sie­ben Säu­len, um etwas zum Posi­ti­ven zu ver­än­dern. Also wenn man sich bewusst ist, wie das Haus gebaut ist, kann man viel­leicht sel­ber schon die Löcher fin­den, die man dann auch sel­ber schon, viel­leicht sogar mit­hil­fe von so einem Pod­cast ein biss­chen füt­tert. Aber es ist abso­lut gestalt­bar und man ist nicht der Situa­ti­on aus­ge­lie­fert, so wie sie ist. Und wenn man in bestimm­ten Situa­tio­nen immer wie­der eine dün­ne Haut hat, das sehr an einem nagt, ist das in der Regel alles erlern­bar und kann bes­ser wer­den. Björn Rich­tig und wun­der­bar. Jan Wenn ihr Lust habt, euch noch mehr zu die­sem The­ma aus­zu­tau­schen, dann freu­en wir uns auf eure Kon­takt­auf­nah­me. Wenn ihr Lust habt, an dem The­ma zu arbei­ten oder auch mal einen Work­shop zu dem The­ma zu machen, dann ste­hen wir euch dafür natür­lich auch ger­ne zur Ver­fü­gung. Ihr fin­det unse­re Kon­takt­da­ten auf bjoernbobach.de und jangustavfranke.de und ansons­ten hof­fen wir, ihr habt Spaß gehabt an die­ser Fol­ge. Ich Wenn ich mir anschaue, dann haben wir bei­de auf jeden Fall Rie­sen­spaß gehabt und wir freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge. Jan Und ich sage schon mal Auf Wie­der­hö­ren. Björn Ich sag bis zum nächs­ten Mal . Ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Resilienz --- ### [GROW - Die Phasen eines Coaching](https://bobach-coaching.de/podcast-grow-modell-coaching/) **Published:** November 12, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich spre­chen in unse­rem Pod­cast natür­lich viel von Coa­ching – aber wie ist eine Coa­ching-Sit­zung auf­ge­baut? Wir beschrei­ben in die­ser Fol­ge das **GROW Modell** von Whit­mo­re und gehen ein­zeln auf die unter­schied­li­chen Coa­ching-Pha­sen und deren Bedeu­tung ein. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Wir freu­en uns, dass ihr wie­der dabei seid und haben heu­te ein beson­de­res The­ma aus­ge­sucht, näm­lich das GROW Modell dar­über wol­len wir heu­te spre­chen. Hal­lo Björn! Björn Hal­lo Jan. Jan Ja, und zwar das GROW Modell Was ist denn das eigent­lich? Wir spre­chen hier viel über Coa­ching in die­sem Coa­ching Pod­cast und auch ganz viel dar­über, was man alles mit Coa­ching machen kann. Aber eine Fra­ge, die wir bis­her noch nicht beant­wor­tet haben in die­sem Zusam­men­hang ist, wie es denn über­haupt so ein Coa­ching auf­ge­baut. Was gibt es da für unter­schied­li­che Pha­sen inner­halb eines Coa­ching Pro­zes­ses oder Coa­ching Gesprächs? Und dafür gibt es unter­schied­li­che Model­le, wie man das dar­stel­len kann. Und eines davon ist eben das GROW Modell. Jan Und das wür­den wir heu­te ger­ne mal mit euch bespre­chen. Björn Ja, ich glau­be, vor­weg ist es wich­tig, dass man ver­steht, dass auch wenn das jetzt ein Modell ist, ist es sehr popu­lär und das wird viel ange­wen­det. Aber dass kein Coa­ching sich jetzt ganz streng danach rich­tet. Also das hat es ja auch immer situa­tions basiert und der dem jewei­li­gen The­ma ange­passt. Aber die­ses Modell hat sich halt sehr eta­bliert und des­we­gen wol­len wir es heu­te ein­fach mal erklä­ren, weil es ganz schön beschreibt, auf was man sich eigent­lich ein­lässt, wenn man mit einem Coach in Kon­takt tritt und GROW im Prin­zip eine Abkür­zung für Ober­be­grif­fe für vier Pha­sen und das G steht für Goal Set­ting, das R für Rea­li­ty Che­cking, das O für Opti­ons und das W steht gleich für vier Begrif­fe, näm­lich What When Who und Will. Björn Und ich wür­de sagen Ja, wir han­geln uns da jetzt ein­mal durch die vier Punk­te durch und erklä­ren so ein biss­chen, was in den ver­schie­de­nen Momen­ten oder Pha­sen pas­siert und war­um die viel­leicht auch wich­tig sind. Jan Okay. Ja, abso­lut okay. Mal vor­weg defi­niert wur­de das Gan­ze von Whit­mo­re. Und inter­es­sant ist natür­lich, wir bezie­hen das jetzt heu­te auf Coa­ching, aber das Modell wird auch durch­aus in ande­ren Berei­chen ver­wen­det. Das kann auch ganz nor­mal in der Bera­tung ver­wen­det wer­den. Oder wenn man sich all­ge­mein auch mal mit The­men oder Pro­blem­stel­lun­gen aus­ein­an­der­setzt, aber heu­te eben beleuch­tet, ins­be­son­de­re im Coa­ching Kon­text gut. Also star­ten wir mit dem ers­ten Punkt. Björn Goal, Set­ting, Ziel­de­fi­ni­ti­on Das heißt, zu Beginn eines Coa­chings steht ja erst mal die Fra­ge War­um machen wir denn den gan­zen Spaß? Björn Das ist das Ziel. War­um? Also das ist nicht nur das The­ma. Das The­ma kann ja alles mög­li­che sein. Kon­flik­te in der Arbeits­welt oder ich kann, ich muss eine Tätig­keit ler­nen und weiß nicht wie oder per­sön­li­che Kon­flik­te, Wün­sche, die man errei­chen möch­te. Das ist jetzt erst mal das The­ma. Aber in so einem The­ma kann man ja auch ein Ziel defi­nie­ren. Also wenn ich zum Bei­spiel, wenn ich zum Bei­spiel sage, ich habe gera­de eine schwie­ri­ge beruf­li­che Situa­ti­on, ist das viel­leicht das Ober­the­ma. Björn Ein Ziel ist dann schon sehr viel kon­kre­ter und beschreibt zum Bei­spiel Wie schaf­fe ich es, eine die die den nächs­ten Schritt auf der Kar­rie­re­lei­ter zu gehen. Das kann ein Ziel sein. Jan Also genau das Ziel unter­schei­det sich vom The­ma oder vom Pro­blem eigent­lich dahin­ge­hend, dass es schon das ist schon in die Lösung gedacht wird. Also es wird eine Fra­ge auf­ge­wor­fen oder es wird ein Ziel defi­niert. Wie kann man etwas errei­chen? Also aus der Situa­ti­on, die man hat? Das The­ma möch­te man woan­ders hin. Also ist ein Unter­schied zwi­schen ist und Soll. Heu­te ist es so und zukünf­tig soll es anders sein. Und das ist mein Ziel. Das heißt, eigent­lich bege­be ich mich da schon mal einen ers­ten Schritt auf der Rei­se zum Ziel. Björn Ich glau­be, wich­tig ist, dass die Zie­le immer der, der dem Wir­kungs­kreis des Kli­en­ten unter­lie­gen müs­sen, also dass das etwas ist, was der Kli­ent auch wirk­lich errei­chen kann und nicht etwas, was extern ist. Also als Bei­spiel kann ich nicht als Ziel set­zen. Mein Chef muss net­ter wer­den, son­dern das Ziel müss­te dann sein. Ich möch­te in dem Umgang mit mei­nem viel­leicht für mich schwie­ri­gen Chef gelas­se­ner sein. Jan Genau. Also man kann natür­lich so ein Ziel defi­nie­ren, aber man kommt dann viel­leicht nicht unbe­dingt zu einem Ergeb­nis und dann kann es frus­trie­rend wer­den. Das heißt, hier ist es eigent­lich auch schon so, dass wenn ich jetzt als Kli­ent irgend­wo hin­kom­me, dann erwar­te ich ja von einem Coach eigent­lich, dass er mich durch die­sen gan­zen Pro­zess führt. Und hier ist es eigent­lich schon in der Ver­ant­wor­tung des Coa­ches, etwas zu defi­nie­ren, was tat­säch­lich ein Ziel ist, was sinn­voll ist für die­sen gan­zen Pro­zess. Jan Da gibt es ja auch unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, wie man Zie­le defi­nie­ren kann. Ich den­ke da zum Bei­spiel an die soge­nann­ten smar­ten Zie­le, also smart im Sin­ne von Ziel soll spe­zi­fisch sein, mess­bar, attrak­tiv, rea­lis­tisch und ter­mi­niert, also zeit­lich fest­ge­legt. Dazu kön­nen wir auch noch mal eine ande­re Fol­ge machen. Es geht im Grun­de damit los, dass ich erst mal ein gutes Ziel für die­sen Pro­zess oder für die­ses Coa­ching defi­nie­re. Björn Ja genau. Und auch ein erreich­ba­res na also da fin­de ich das mit dem rea­lis­tisch sehr, sehr wich­tig auch noch mal, dass die, dass man da nicht von Zie­len spricht, also jetzt, was völ­lig uto­pisch ist. Ich möch­te auf der Kar­rie­re­lei­ter wei­ter nach oben kom­men und mor­gen will ich Vor­stands­vor­sit­zen­der von einem Welt­kon­zern sein. Wenn ich jetzt gera­de Sach­be­ar­bei­ter bin, ist natür­lich unrea­lis­tisch. Ich über­trei­be jetzt natür­lich wie­der, aber das muss man halt auch mit dem Kli­en­ten zusam­men sehr inten­siv beleuch­ten, ob es wirk­lich rea­lis­tisch ist. Jan Genau das habe ich eigent­lich ja die­sen Zukunfts Zustand defi­niert. Also ein Ziel. Das ist im Prin­zip das, was ich ger­ne in Zukunft errei­chen möch­te. Wohin die­ser gan­ze Pro­zess zielt. Ja, aber damit ich irgend­wo hin navi­gie­ren kann, muss ich ja erst mal was ande­res machen. Björn Genau. Ich muss erst mal wis­sen, wie die Rea­li­tät eigent­lich ist. Jan Das heißt also, was unter­schei­det eigent­lich den Ziel­zu­stand von mei­nem heu­ti­gen Zustand? Damit ich da hin­kom­me, muss ich erst mal wis­sen Was ist denn über­haupt der heu­ti­ge Zustand? Und das ist im Prin­zip der nächs­te Schritt an die­ser Stel­le, näm­lich der Rea­li­ty Check. Björn Genau den bezeich­net man auf Deutsch auch oft als Rekon­struk­ti­on. Also das ist ein sehr tech­ni­sches Wort, fin­de ich. Ist er fin­de ich eine ganz span­nen­de Pha­se, fast mei­ne Lieb­lings Pha­se in einem Coa­ching Gespräch, weil man hier die Ist-Situa­ti­on und die Gegen­wart sehr inten­siv beleuch­tet und dabei auch schaut war­um ist es so, wie es jetzt ist? Was hat dazu geführt, dass es so ist, wie es jetzt ist? Was sind die Fak­to­ren? Was sind die? Wer ist noch betei­ligt? Björn Da kom­men auch schon oft Tools zum Ein­satz, wie zum Bei­spiel Kar­ten, dass man so eine Kar­ten Auf­stel­lung macht. Man kann auch Auf­stel­lun­gen mit ande­ren Din­gen tun, aber das ist im Prin­zip der Moment, wo der Coach durch sehr genau­es Zuhö­ren und dann ent­spre­chen­des Fra­gen mit dem Kli­ent zusam­men erör­tert, wie die tat­säch­li­che Situa­ti­on ist. Da kom­men schon manch­mal sehr span­nen­de Sachen raus. Also ich habe das schon oft erlebt, dass dann in den Momen­ten, wo man die­se die­se Rekon­struk­ti­on mit dem mit dem Kli­en­ten macht, schon die ers­ten Lösungs­ideen pur­zeln. Björn Da fällt schon nicht nur ein Gro­schen sehr, sehr häu­fig. Jan Genau das sind nicht nur die Lösungs­ideen Wur­zeln, son­dern das auch oft­mals fest­ge­stellt wird. Mein Pro­blem, was ich habe oder glau­be zu haben, ist viel­leicht gar nicht mein eigent­li­ches The­ma, son­dern eigent­lich ist es ein ganz ande­res The­ma, wenn ich da jetzt schon mal so drü­ber spre­che, dass man in dem Moment, wo ich rekon­stru­ie­ren oder mei­ne Rea­li­tät che­cke, in unter­schied­li­chen Ebe­nen dann wirk­lich aus­ein­an­der neh­me. Die ein­zel­nen Aspek­te gucke ich mir das schon mal ganz genau an und ich kom­me da hin, dass ich ja viel­leicht schon da Erkennt­nis­se habe, dass das, was ich als ich dach­te, was mein The­ma ist, gar nicht mein The­ma, son­dern eigent­lich ist es was ganz ande­res. Jan Also es kann trotz­dem sein, dass das im Grun­de genom­men der Kern ist, den ich brau­che, um zu mei­nem Ziel zu kom­men. Aber das ich erst mal fest­stel­le okay, viel­leicht war es sogar was kom­plett ande­res und des­halb geht man da mal ins Detail. Björn Ist ganz span­nend, was man da manch­mal so was da manch­mal pas­siert. Jan Ja total. Und es ist fin­de ich auch wich­tig für den Coach, um auch zu ver­ste­hen, in wel­chem. In wel­cher Lebens­wirk­lich­keit befin­det sich auch der Kli­ent? Also wie kommt er zur Ein­schät­zung sei­ner aktu­el­len Situa­ti­on? Was sind dar­un­ter­lie­gen­de Glau­bens­sät­ze? Was gibt es für Mus­ter? Was gibt es für eine Umge­bung, wo der Kli­ent unter­wegs ist und da? Das gibt unheim­lich viel Fut­ter, um im Prin­zip die Gesamt­si­tua­ti­on ein­schät­zen zu kön­nen. An die­ser Stel­le manch­mal sel­ten, aber manch­mal ändert sich ja auch das Ziel wäh­rend der Rekon­struk­ti­on. Jan Da kann man dann auch noch mal nach­fra­gen, ganz behut­sam, ob wir noch das ursprüng­li­che Ziel ver­fol­gen oder nicht, weil auch manch­mal der Rekon­struk­ti­on den den Kli­en­ten klar wird. Eigent­lich ist das gar nicht mein Ziel. Es ist nicht das Grund­the­ma. Es ist nicht nur anders, son­dern auch das Ziel ist eigent­lich ein ganz ande­res, weil es viel­leicht nicht mein eige­nes Ziel war. Das gibt es ja auch, dass jemand dann so merkt Mensch, eigent­lich ist, will ich das gar nicht, was ich da als Ziel defi­niert habe. Jan Das ist etwas, was mir vom Part­ner oder vom Vor­ge­setz­ten so vor­ge­ge­ben wur­de. Und ich will das eigent­lich nicht. Auch das kommt in der Rekon­struk­ti­on. Dan­kens­wer­ter­wei­se muss man dann sagen manch­mal zum Vor­schein, weil dann weiß der Kli­ent ja schon mal sehr gut, wie er sei­ne Ener­gien anders ein­set­zen soll­te. Jan Ja, und um das mal plas­tisch zu machen, wäre ein Bei­spiel dafür Ein Kli­ent kommt ins Coa­ching und sagt Ich möch­te mein Zeit­ma­nage­ment ver­bes­sern. Ich möch­te mich mei­nen Tag bes­ser durch struk­tu­rie­ren und so wei­ter. Weil Din­ge lie­gen blei­ben oder so was. Und am Ende stellt sich im Rah­men der Rekon­struk­ti­on her­aus, was der Kli­ent eigent­lich möch­te. Er möch­te viel­leicht mehr Frei­zeit haben oder mehr Zeit für sich. Oder er möch­te anders arbei­ten. Oder das im Grun­de, um das eigent­li­che The­ma näm­lich etwas struk­tu­rier­ter zu machen, rela­tiv tech­nisch gar nicht der Punkt ist, son­dern es gibt etwas ande­res. Jan Dahin­ter kön­nen auch per­sön­li­che Din­ge sein, die, die da drin ste­cken oder viel tie­fer drin ste­cken. Und ja, das ist auf jeden Fall immer sehr inter­es­sant und kann noch mal der gan­zen Geschich­te eine gro­ße Wen­dung geben. Björn Das Bei­spiel, das du gera­de genannt hast, ist ja extrem häu­fig auch tat­säch­lich das, dass Leu­te kom­men und sagen Ich möch­te gern ein bes­se­res Zeit­ma­nage­ment. Und in dem Rah­men der Rekon­struk­ti­on stellt sich dann raus Sie haben eigent­lich schon alles pro­biert. Und dass sich das tat­säch­li­che The­ma liegt eigent­lich ganz woan­ders auch sehr erleich­ternd. Dann ja die nächs­te. Der nächs­te Punkt im Rol­len­mo­dell ist dann Opti­ons und das ist hier ja. Jan Und zwar hin­sicht­lich die­ses Rea­li­ty Check. Es gibt ja auch noch eine Beson­der­heit des Coa­chings oder eine beson­de­re Form, was qua­si das fokus­sier­te, kurz ein fokus­sier­te kur­zer The­ra­pie ist, die teil­wei­se rela­tiv ver­kürzt oder auch in man­cher Form von man­chen Coa­ches gar nicht auf die­se Pro­ble­me, Erör­te­rung, Rea­li­täts­check und so wei­ter im Detail ein­geht, als wenn man gar nicht viel Zeit dar­auf ver­wen­det, jetzt das alles zu beleuch­ten, son­dern sozu­sa­gen direkt die Lösung, die Lösung schaut, zu dem nächs­ten Punkt kommt, zu dem wir jetzt kom­men, näm­lich Opti­ons. Jan Auch das hat alles sei­ne Vor und Nach­tei­le ist auch eine Fra­ge Was möch­te man per­sön­lich tun? Ich glau­be, da gibt es kein rich­tig und falsch, son­dern da muss auch jeder gut schau­en, wie er am bes­ten arbei­tet, am liebs­ten arbei­tet, sich auch sicher und gut fühlt. Und dann müs­sen auch die Kli­en­ten schau­en. Was suchen Sie dann inner­halb die­ses Coa­chings, dass viel­leicht nur noch ein­mal, falls sie auch mal mit Coa­ches in Berüh­rung kommt oder selbst coa­chen möch­tet und sagt Was gibt es denn da noch? Jan Oder gibt es ande­re Ansät­ze oder was pas­siert da gera­de? Björn Ja, wobei man sagen muss, das fokus­sier­te kurz halt Coa­ching. Ich fin­de es super, aber das kann man nicht mit jedem machen. Das ist, das ist der, der. Das hängt im Prin­zip vom Kli­en­ten ab, der so unter­wegs ist, ob das ziel­füh­rend ist oder nicht. Ich habe das schon erfolg­reich ange­wen­det, aber wür­de ich jetzt nicht bei jedem The­ma auch machen. Also wenn man Kli­en­ten vor sich sit­zen hat, wo sol­che Sät­ze sind. Ich weiß auch nicht genau und ich ver­ste­he gar nicht so sel­ber, war­um ich eigent­lich so einen Stress mit der Situa­ti­on habe. Björn Und dann ist das Lösungs fokus­sier­ter, kurz Coa­ching meis­tens nicht das, was zum Ziel führt, weil da auch die Erkennt­nis über das, was eigent­lich die Situa­ti­on so ver­ur­sacht hat, wie sie jetzt ist, schon ganz, ganz wesent­lich ist. Aber du hast recht, das ist eine ande­re Opti­on, wo die­se die­ser Rea­li­täts­check sehr, sehr kurz ist. Okay, jetzt zum nächs­ten Punkt Opti­ons. Und das ist dann die Pha­se, wo meis­tens wirk­lich die Tools zum Ein­satz kom­men, die wir als Coa­ches haben, wo man mit dem Kli­en­ten erar­bei­tet. Björn Was sind jetzt die Mög­lich­kei­ten, die Situa­ti­on? Zu beein­flus­sen, um die Zukunft zu ver­än­dern. Jan Genau. Also die klas­si­sche Arbeits­pha­se, wo jetzt im Grun­de genom­men wird hier ein­ge­läu­tet, wo eben unter­schied­li­che Optio­nen beleuch­tet wer­den. Das kann, wie du sagst, mit unter­schied­li­chen Tools pas­sie­ren. Zum Bei­spiel gibt es die Mög­lich­keit, wenn man eine Ent­we­der oder Ent­schei­dung hat, da eben tat­säch­lich mit die­sen Optio­nen zu bear­bei­ten, die ent­we­der sach­lich sach­lich zu beleuch­ten, mit Argu­men­ten für und wider oder auch eine Ziel Auf­stel­lung zu machen. Dass man also guckt Wo ste­he ich heu­te? Was ist das Ziel? Jan Was steht even­tu­ell dazwi­schen? Da kann man mit unter­schied­li­chen bei­spiels­wei­se Boden ankern und so wei­ter arbei­ten. Da kom­men wir ja qua­si im Rah­men unse­rer gan­zen Tools noch mal dazu, dass wir auch die mal beleuch­ten. Dann gibt es in dem Zusam­men­hang auch das Lem­ma, auch ein super inter­es­san­tes Tool und dar­über hin­aus zum Bei­spiel auch das alter­na­tiv Fra­gen, die Sie hier genannt haben, wie Sie oder wenn ich jetzt zwei Optio­nen habe oder immer da weiß ich schon mal so ein, zwei Din­ge, die ich qua­si da mir gegen­über oder die ich gegen­über stel­le an Optio­nen. Jan Wenn ich aber auch noch gar nicht so die Ideen habe, was sind dann über­haupt alle mög­li­chen Optio­nen? Dann gibt es zum Bei­spiel auch das alter­na­ti­ve Rat, wo ich anfan­ge, erst mal wirk­lich vie­le Alter­na­ti­ven auch ger­ne krea­tiv mal auf­zu­zäh­len und dann schaue Okay, was davon ist denn über­haupt? Was möch­te ich denn wei­ter­ver­fol­gen oder auch wei­ter­ent­wi­ckeln in dem Zusam­men­hang? Das heißt, es geht immer dar­um, hier Optio­nen zu ent­wi­ckeln, auf­zu­spü­ren und dann aber auch im nächs­ten Schritt natür­lich kon­kre­ter zu wer­den und zu prio­ri­sie­ren. Jan Was ist denn jetzt das, was ich auch ger­ne ver­fol­gen möch­te, um mein Ziel zu errei­chen? Björn Das ist auch wie­der sehr abhän­gig vom Kli­en­ten, weil wenn man zum Bei­spiel einen Kli­en­ten hat, der zu sei­nen Emo­tio­nen eigent­lich einen rela­tiv guten Zugang hat, wird man mit dem viel­leicht eher eine stra­te­gi­sche Ziel Auf­stel­lung machen. Wenn jemand sich emo­tio­nal da sehr unsi­cher ist, wird man viel­leicht eher zu so etwas wie dem Tetra Lem­ma grei­fen. Wo es mehr um die die emo­tio­na­le Beant­wor­tung von Fra­gen geht, ist auf jeden Fall sehr span­nend. Das ist die Pha­se, in der eigent­lich jetzt ich habe das Bild eben schon benutzt, aber wo eigent­lich der Gro­schen fal­len soll­te, was glau­be ich für unse­re Zuhö­rer ganz ent­schei­dend ist, ist, dass von uns Coa­ches da kei­ne Lösung kommt. Björn Da sind vie­le, auch wenn ich, wenn ich so erzäh­le, im Freun­des­kreis, was Coa­ching eigent­lich ist, sind vie­le immer über­rascht, dass ich mich nicht da hin­stel­le und sage, das wäre doch gut, oder? War­um machen Sie denn nicht sowas? Ich glau­be, in man­chen Fäl­len regt man schon an, zum Bei­spiel Du hast das Alter­na­tiv­rou­te erwähnt, da wenn der Kli­ent da ins Sto­cken kommt, gibt man ja schon auch mal Anre­gun­gen. Aber eigent­lich kom­men die Lösun­gen hier über die Tools, die wir als Coa­ches ein­set­zen, von den Kli­en­ten selbst. Björn Und das ist ganz schön zu beob­ach­ten, weil man da sieht, dass jemand aus sei­ner Pro­blem Trance raus­kommt, dass jemand anfängt in Lösun­gen zu den­ken. Und das ist, fin­de ich was für einen Coach sehr befrie­di­gen­des. Jan Ja, abso­lut genau. Wenn man die Lösun­gen, die kom­men aus dem Kli­en­ten selbst oder die Optio­nen, die die Mög­lich­kei­ten, die sich dafür geben. Even­tu­ell wird auch mal eine Lösungs­mög­lich­keit ange­bo­ten. Zusätz­lich Der Kli­ent hat natür­lich immer die Mög­lich­keit zu sagen Ja, das ist etwas, das möch­te ich ger­ne wei­ter­ver­fol­gen oder nicht. Das ist eben nicht die, die exter­ne Exper­ten Rol­le ein­ge­nom­men wird nach dem Mot­to Wäre es nicht bes­ser für Sie, sie wür­den fol­gen­des machen? Son­dern Nein, das kommt aus mir selbst. Jan Und ja, aber es kommt. Man kommt bes­ten­falls natür­lich in ein Etwas. Ent­we­der sage ich mal aus einer einer, wie du sagst, pro­blem­ori­en­tiert her­aus in eine ratio­na­le Ebe­ne oder viel­leicht auch sogar in etwas krea­ti­ve Ebe­ne, wo ich frei den­ke und erst mal gucke Was gibt es denn auch out­side the box? Was hät­te ich denn viel­leicht heu­te noch gar nicht? Oder bist bis jetzt noch gar nicht auf dem Radar? Was gibt es viel­leicht noch für ande­re Din­ge? Und auch das ist wich­tig für den Coach nach­zu­fra­gen, nach­zu­ha­ken, eben die unter­schied­li­chen Aspek­te mit aus­zu­leuch­ten und auch zu ver­su­chen, Impul­se zu geben, die dem Kli­en­ten ermög­li­chen, ganz neue Per­spek­ti­ven oder Ein­sich­ten zu neh­men. Jan Da ein Stück die, die die Wahr­neh­mung zu erwei­tern von den The­men, mit denen er sich bis­her ja oft­mals schon ver­kopft auch aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Oder auf der ratio­na­len. Björn Und auch schon sehr lang. Oft­mals auch sehr sozi­al. Das ist ja meis­tens so, wenn jemand zu uns kommt, ist das ja nicht eine Situa­ti­on, die ges­tern ent­stan­den ist, son­dern die sich über die Zeit so auf­ge­baut hat, dass jetzt kein ande­rer Aus­weg mehr gese­hen wird, als sich da extern jemand zu holen, der viel­leicht ein biss­chen ande­ren Input lie­fert. Zu den Optio­nen, die man da als Coach anspricht, gibt es natür­lich auch noch den Punkt, dass man manch­mal viel­leicht auch Optio­nen auf­zeigt, die der Kli­ent nicht aus­zu­spre­chen wagt. Björn Gera­de beim Alter­na­tiv­rou­te erle­be ich das manch­mal, dass man dann als Alter­na­ti­ve zum Bei­spiel auch eine rela­tiv har­te Geschich­te vor­schlägt. Ich sage jetzt zum Bei­spiel, wenn es irgend­wie in der Bezie­hung hie­ße, dass man dann zum Bei­spiel auch sagt, eine Tren­nung wäre auch eine Alter­na­ti­ve, das wol­len vie­le ja dann gar nicht aus­spre­chen. Ein­fach um wirk­lich den gan­zen, die gan­ze Band­brei­te an Mög­lich­kei­ten auch mit dem Kli­en­ten zusam­men abzu­klop­fen. Jan Genau. Und was auch ganz wich­tig ist bei die­sen Punk­ten ist, dass selbst Optio­nen, die bis­her nicht auf dem Radar sind oder die auch abwe­gig sind oder auch extrem sind, dass sich das, wenn man sich damit aus­ein­an­der­setzt, man dar­über natür­lich auch her­aus­ar­bei­tet, war­um denn das weg­fällt. War­um ich das nicht möch­te. Also auch wenn zum Bei­spiel eine Situa­ti­on oder eine Bezie­hung schwie­rig ist oder so was und es kri­selt oder so, um die­ses Bei­spiel zu neh­men. Und da gibt es eine Alter­na­ti­ve, die heißt Tren­nung oder Affä­re oder wie auch immer, also jetzt viel­leicht nicht unbe­dingt emp­feh­len wür­de oder wie auch immer. Jan Und der Kli­ent sagt Nein, aber das sind das möch­te ich nicht. Ich schät­ze mein Part­ner, ich lie­be ihn. Fol­gen­de Punk­te Das ist mir wich­tig und auch dar­über kann einem natür­lich noch mal klar wer­den Was schät­ze ich denn über­haupt an einer Situa­ti­on? War­um bin ich da noch da? Ich habe so die Mög­lich­keit, eigent­lich ja kom­plett die Din­ge noch mal anders zu betrach­ten. Wich­tig ist, glau­be ich, dass man jetzt hier nicht emp­fiehlt, doo­fe Sachen zu tun, son­dern eigent­lich auch bewusst aus­zu­schlie­ßen, was man nicht möch­te und sich dann dar­über kla­ren wird. Björn Ja, ich glau­be, weil du jetzt auch gera­de gesagt hast emp­feh­len nicht dum­me Sachen zu tun. Das Ent­schei­den­de ist ja das Wer­te­sys­tem des Kli­en­ten. Also selbst wenn der jetzt für sich ent­schei­det, ich such mir jetzt eine Affä­re mit, bei unse­rem Bei­spiel zu blei­ben und das für mich natür­lich nicht in Fra­ge kom­men wür­de, wenn das mit sei­nem Wer­te­sys­tem ver­knüpft war. Es muss ich als Coach dann ja sagen. Okay, weil ich darf ja nicht, ich darf ja nicht wer­tend ein­grei­fen. Björn Es geht ja um das Wohl­wol­len des Coa­ches, des Kli­en­ten. Ver­zei­hung ist ich, aber ich kann. Ich habe tat­säch­lich ja. Aber ich. Ich muss aber dazu auch sagen, da ich noch nie jeman­den erlebt habe, der im Rah­men so eine Arbeit zu einer Lösung gekom­men wäre, wo ich sagen wür­de, die ist jetzt also sowas von abwe­gig und mora­lisch ver­werf­lich, dass ich da ein Pro­blem gehabt hät­te, das gab es eigent­lich noch nie. Jan Genau. Also das ist natür­lich auch noch ein Aspekt, dass natür­lich auch der Coach immer schau­en muss. Bewe­ge ich mich da in einem Rah­men, wo ich auch genau das leis­ten kann, näm­lich dass ich offen bin, dass ich da neu­tral bin und das sozu­sa­gen im Sin­ne des Kli­en­ten auch wei­ter beglei­te. Aber ja, es geht um das Wer­te­sys­tem des Kli­en­ten in dem Zusam­men­hang. Aber ein Punkt, der eben auch mit dazu­ge­hört, ist natür­lich eben auch ab zu prü­fen. Wenn ich zu einer Lösung käme oder zu einer Lösung Opti­on, was wür­den die denn bedeu­ten? Jan Also dass ich da auch den Umweg mache und schaue? Was hat das gege­be­nen­falls auch für Kon­se­quen­zen? Also eine Sache, die sich im ers­ten Moment total sexy anhört, kann natür­lich im zwei­ten Moment ganz gro­ße Pro­ble­me her­vor­ru­fen. Und auch da ist es wich­tig, das noch mal zu hin­ter­fra­gen, wenn ich jetzt die­sen oder jenen Schritt mache. Was bedeu­tet das auch für mei­ne Umge­bung, für mein gan­zes Sys­tem, in dem ich mich bewe­ge? Björn Dann kom­men wir zum vier­ten Punkt. Das ist das Ver­or­tun­gen Hotel. Das klingt komisch. Erklä­re mal, was das bedeu­tet. Jan Jetzt kom­men wir sozu­sa­gen ins Tun, haben uns uns Optio­nen ange­schaut, haben gege­be­nen­falls auch oder bes­ten­falls eine oder meh­re­re Optio­nen aus­ge­wählt, die wir wei­ter­ver­fol­gen wol­len. Und jetzt muss das natür­lich auch in die Rea­li­tät umge­setzt wer­den, wenn sich etwas ver­än­dern soll. Das heißt, ich kann immer sagen, das wäre jetzt etwas, was mir wei­ter­hel­fen wür­de. Wenn ich dann nichts tue, dann wird sich auch nichts ändern. Das heißt also, ich muss für mich ein Stück weit, kann für mich ein Stück weit ver­bind­lich dann fest­le­gen, was möch­te ich tun? Jan Also tat­säch­lich, was soll, muss getan wer­den? Wer tut das? Wann wird es getan? Wie genau wird es getan? Das sind alles die­se Din­ge, die da fest­ge­legt wer­den soll­ten. Idea­ler­wei­se, um es dann auch ver­bind­lich zu machen. Und auch da ist man immer den Zie­len. Wie kann es gege­be­nen­falls auch mess­bar sein, dass es auch getan wur­de? Wor­an stel­le ich fest, dass ich etwas getan habe? Wor­an stel­le ich fest, dass sich etwas geän­dert hat? Jan Über all die­se Din­ge spricht man dann in die­sem Zusam­men­hang, um dann im Prin­zip auch in den Fort­schritt zu kom­men. Björn Span­nend in dem Zusam­men­hang sind auch die Fra­gen, das man also muss. Viel­leicht erklä­ren wir das. Kur­ze Fra­ge ist zum Bei­spiel, dass man einem Kli­en­ten sagt Auf einer Ska­la von 1 bis 10 wo schät­zen Sie die momen­ta­ne Situa­ti­on ein? Sagt der Kli­ent zum Bei­spiel 5 Und dann müss­ten man, wür­de man den Kli­en­ten fra­gen Was müss­ten sie tun, damit aus der 5 eine 6 wird? Also das sind auch ganz belieb­te Tech­ni­ken, wo man oder wo anders her­um kann man auch fra­gen Wor­an wür­den Sie mer­ken, dass es eine 6 ist und nicht mehr nur 5, dann was sich dar­aus erge­ben? Björn Genau. Und dar­aus erge­ben sich dann auch ganz klar für den Kli­en­ten meis­tens schon Schrit­te, die er unter­neh­men müss­te. Da sind Fra­gen, Ska­lie­rung, Ska­lie­rung. Jan Ich weiß im Pri­va­ten und auch all­ge­mein wenn jemand fragt Wie geht es auf einer Ska­la von 1 bis 10? Björn Ja, ich weiß, ich habe es ja schon ein paar­mal bei dir beob­ach­tet. Also ja. Aber es sind auch wirk­lich sind sehr, sehr, sehr ziel­füh­rend, weil wenn man, wenn man so eine Fra­ge stellt und dann zum Bei­spiel jemand, der sagt Alles doof, gera­de Stress, alles schwie­rig, ich füh­le mich nicht wohl. Wie schät­zen Sie sich denn ein? Und wenn, dann kommt ja auf einer Ska­la von eins bis zehn kom­ma fünf. Dann ist erst mal schon ganz toll, dass man eben nicht vier drei zwei eins ist. Björn Das muss man sich ja auch klar machen. Und wenn man dann fragt, was wür­de denn eine 6 bedeu­ten, dass die Schrit­te manch­mal das kon­kre­te Tun viel, viel weni­ger sind, als man sich in sei­nem Ras­ter vor­her so zusam­men amü­siert hat? Das ist dann oft viel, viel weni­ger nötig, um ein Schritt­chen wei­ter auf die­ser Ska­la zu kom­men, als man sich viel­leicht vor­her aus­ge­malt hat. Jan Genau. Und auch da ist natür­lich der Punkt. Die­se die­se Ska­len oder Ska­lie­rung fra­gen, die kann man natür­lich über die­sen gan­zen Pro­zess ein­set­zen, ins­be­son­de­re auch, wenn man jetzt sagt jetzt in die­sem Ziel oder in die­sem letz­ten Schritt. Wenn wir jetzt die Ist-Situa­ti­on neh­men, wie ist es da? Wie wäre es in der Situa­ti­on mit 10 wer­den? Oder reicht auch eine 8? Wie wür­de wor­an wür­den Sie das mer­ken? Was müss­ten Sie dafür tun? So kommt man da ganz kon­kret rein. Jan In die­sem Zusam­men­hang auch gut mit Arbei­ten. Björn So ist aus G,R,O und W dann ein GROW gewor­den. Ich fin­de es ganz schön, dass das dann auch noch wach­sen heißt, wenn man es zusam­men­setzt. Weil dar­um geht es ja. Aber dar­um geht es ja eigent­lich beim Coa­ching. Wir wol­len ja wach­sen dar­an. Unse­re Kli­en­ten sol­len dar­an wach­sen. Wir wach­sen sel­ber. Als Coa­ches auch. Aber ich habe ja sel­ber auch schon vie­le Coa­chings bekom­men und das ist immer mit Wachs­tum ver­bun­den und das ist was Schö­nes, weil dann geht es vor­wärts und der nächs­te Tag wird schö­ner als der aktu­el­le. Jan Es ist eine lau­fen­de Ent­wick­lung. Björn Hin­zu­fü­gen habe ich da ein schö­nes Schluss­wort gefun­den. Ja, dann sind wir für heu­te mit unse­rem The­ma die Pha­sen eines Coa­chings oder Coa­ching Model­le durch. Wir hof­fen, es hat euch gefal­len und wir freu­en uns, wenn ihr viel­leicht auch noch Fra­gen oder Anmer­kun­gen habt und ihr könnt uns kon­tak­tie­ren. Über bjoern@bjoernbobach.de oder kontakt@jangustavfranke.de Wir haben auch jeder eine Home­page bjoernbobach.de und jangustavfranke.de. Wenn ihr euch das jetzt alles nicht mer­ken konn­tet, fin­det ihr das auch noch mal in der Beschrei­bung des Pod­casts. Björn Und wir freu­en uns, wenn wir von euch hören und wir sagen jetzt ein­fach schon mal bis nächs­te Woche der Jan darf gleich sein, der STANDARD Ver­ab­schie­dung machen. Ich sage aber schon mal Ciao. Jan Ja, fröh­li­ches Wach­sen und auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, GROW, Podcast --- ### [Sinnvoller Umgang mit Intuition](https://bobach-coaching.de/podcast-intuition/) **Published:** November 26, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Kann uns Intui­ti­on hel­fen und was ist das über­haupt? [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich dis­ku­tie­ren in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast"), in wel­chen Situa­tio­nen uns Intui­ti­on lei­ten kann und wann nicht. Außer­dem gehen wir der Fra­ge nach, ob sich Intui­ti­on trai­nie­ren und erler­nen lässt. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach heu­te zum The­ma Intui­ti­on und ich freue mich schon auf ein span­nen­des Gespräch und wahr­schein­lich eine viel­leicht auch etwas kon­tro­ver­se Dis­kus­si­on dazu. Björn Hal­lo Jan! Jan Ja, wer weiß, was das heu­te alles bie­tet. Wir spre­chen heu­te über das The­ma Intui­ti­on und ja, viel­leicht maxi­mal beschrei­ben, was du unse­rer Intui­ti­on ver­stehst. Björn Also Intui­ti­on ist für mich ganz sim­pel gesagt aus dem Gefühl her­aus han­deln, aus dem Bauch­ge­fühl her­aus han­deln. Wenn man das jetzt bei­spiel­haft beschrei­ben wür­de, wäre es so, dass ich vor eine Ent­schei­dung gestellt wer­de und ich gebe qua­si dem ers­ten emo­tio­na­len Impuls nicht an. Dazu habe, was das Rich­ti­ge ist, nach. Jan Ist das dann schon. Für mich wäre es Intui­ti­on, sogar noch der Schritt davor, näm­lich. Die­ser Impuls, den ich habe oder das Bauch­ge­fühl. Und wenn ich dann der Intui­ti­on fol­ge, dann wäre das im Prin­zip die­ses Han­deln, was du beschreibst. Björn Die ja, also die Intui­ti­on ist qua­si die­sem Bauch­ge­fühl nach­ge­ben okay. Ja, siehst du es anders? Jan Ja, tat­säch­lich ist für mich eine Intui­ti­on erst mal das Bauch­ge­fühl. Das wür­de ich ziem­lich iden­tisch sehen in dem Zusam­men­hang. Das ist qua­si das, was ich da emp­fin­de als die rich­ti­ge Ent­schei­dung. Und ob ich dann intui­tiv han­delt oder nicht, ist dann noch mal ein Unter­schied. Ich kann da durch­aus eine Intui­ti­on haben und mich dage­gen ent­schei­den. Björn Ja, natür­lich. Ja, also von denen sind wir schon, da sind wir schon einer Mei­nung. Da kann ich dich beru­hi­gen. Wenn die Ideen kon­tro­vers. Nein, aber ich glau­be, dass die Intui­ti­on oder Intui­ti­on Han­deln oft in einen Topf gewor­fen wird. Was ich jetzt auch gera­de getan habe. Ja okay, ich fin­de es, aber ich fin­de es ja genau. Ich fin­de es ganz span­nend, dass du sagst, dass es kon­tro­vers wer­den kann. Wie kommst du dar­auf? Jan Also weil ich glau­be, weil wir haben, wir struk­tu­rie­ren immer so die Fol­ge vor, wenn wir dar­über spre­chen, wor­über wol­len wir dann spre­chen? Und da haben wir gera­de schon fest­ge­stellt, es gibt da auch unter­schied­li­che Ansich­ten dazu. Es gibt ja ganz unter­schied­li­che Sich­ten, die ich auf Intui­tio­nen wer­fen kann. Die Fra­ge Ist Intui­ti­on ein guter Rat­ge­ber? Soll­te ich mei­ner Intui­ti­on fol­gen, soll­te ich alles nur ratio­nal sehen. Was ist über­haupt der Unter­schied dazwi­schen? Und das ist so ein viel­schich­ti­ges The­ma und auch etwas, was glau­be ich uns im All­tag und auch im Berufs­le­ben immer wie­der berührt. Jan Und jeder hat eine unter­schied­li­che Mei­nung dazu und ist auch viel­leicht ein­fach etwas unter­schied­lich gepolt. Und inso­fern bie­tet das auf jeden Fall das Poten­zi­al, dar­über auch kon­tro­vers zu dis­ku­tie­ren. Man kann das ja auch ganz, ganz ein­heit­lich dar­über dis­ku­tie­ren. Es kommt immer auf die indi­vi­du­el­le Sicht. Björn Dann ja viel­leicht soll­te man, soll­te man sich zuvor Gedan­ken machen, war­um man­chen Men­schen es leicht fällt oder ange­nehm ist oder ange­neh­mer ist, ihrer Intui­ti­on zu fol­gen und man­che sich da eher schwer tun. Das wäre viel­leicht ein ganz guter Ansatz­punkt. Jan Ja, eine gute Fra­ge, wie siehst du das? Björn Ich glau­be, dass Men­schen, die das ist glau­be ich, ein Erfah­rungs­wert. Wenn ich die Erfah­rung gemacht habe, dass mei­ne Intui­ti­on mich eigent­lich gut durchs Leben geführt hat. Also mein Bauch­ge­fühl mich gut durchs Leben gebracht hat, wer­de ich sehr wahr­schein­lich auch bei zukünf­ti­gen Ent­schei­dun­gen eher dazu nei­gen, dem wie­der zu fol­gen. Das ist der eine Aspekt. Der ande­re Aspekt ist viel­leicht auch, wie geprägt ich bin, was für einen Stel­len­wert mei­ne emo­tio­na­le Reak­ti­on auf etwas hat. Also wenn ich zum Bei­spiel sehr ratio­nal geprägt bin durch Erzie­hung, Erfah­rung, Beruf, was auch immer, wird es mir sehr wahr­schein­lich schwe­rer fal­len, einen Zugang dazu zu krie­gen, dass die­ses Intui­ti­ve, die­ses Bauch­ge­fühl, die­ser ers­te Impuls rich­tig lie­gen könn­te. Jan Ja, ich glau­be, ich könn­te mir sogar vor­stel­len, dass Men­schen viel öfter intui­tiv han­deln, als sie zuge­ben und teil­wei­se ihre Ent­schei­dun­gen dann im Nach­hin­ein dar­über legi­ti­mie­ren, dass sie sich ratio­na­le Grün­de dafür zurecht­le­gen, war­um sie jetzt so ent­schie­den haben. Aber das geht dann viel­leicht mal ein biss­chen ein biss­chen tie­fer, viel­leicht noch mal zu Beginn zum The­ma Intui­ti­on. Auch wenn man sich jetzt über­legt, wo kommt das her? Die­ses Bauch­ge­fühl sind ja Impul­se, die auch ganz eng, wenn ich das rich­tig in Erin­ne­rung habe, eigent­lich mit unse­rem Rep­ti­li­en Hirn in Anfüh­rungs­stri­chen ursprüng­li­chen Anteil ent­spre­chend ver­knüpft sind. Jan Und das heißt, es kommt ja eigent­lich auch mal aus Zei­ten, in denen es wirk­lich noch wich­tig war, auch instink­tiv und intui­tiv zu han­deln. Genau das ist auch eng mit dem The­ma Instinkt, manch­mal in Berüh­rung. Das heißt auch die Fra­ge Erken­ne ich irgend­wo Gefahr? Muss ich weg­ren­nen? Also der berühm­te zitier­te Säbel­zahn­ti­ger, vor dem man lie­ber weg­ren­nen als fres­sen zu las­sen. Genau­so aber immer auch das Gefühl oder die Intui­ti­on. Wie ver­hal­te ich mich zur Grup­pe? Weil es natür­lich frü­her auch über­le­bens­wich­tig war, zur Grup­pe dazu­zu­ge­hö­ren, nicht aus­ge­sto­ßen zu wer­den, weil auch da natür­lich drau­ßen dann Gefah­ren droh­ten und man ver­hun­gern kann oder irgend­wie sonst zu Scha­den kom­men kann. Jan Das heißt also, unse­re Intui­ti­on ver­sucht natür­lich einer­seits Freu­de zu meh­ren, also ein posi­ti­ves Gefühl zu schaf­fen und ande­rer­seits eben Schmerz oder Gefahr zu ver­mei­den. Und das sind ja, sage ich mal so Antrei­ber auch in die­ser Intui­ti­on mit dabei. Und die Fra­ge ist ja Wie oder wel­chen Bestand hat auch die­ses Gefühl im Heu­te? Und eine Fra­ge, die ich auch ger­ne dis­ku­tie­ren wür­de, ist Ist die Intui­ti­on so wie sie ist und ver­än­dert sich nicht übers Leben oder ver­än­dert sich auch die Intui­ti­on? Jan Kann die auch mit dazu ler­nen? Oder sind das nur ursprüng­li­che Din­ge, die in uns drin sind, die sich nicht wei­ter wei­ter­ent­wi­ckeln? Björn Hmmm, ich wür­de ger­ne noch was dazu tun. Für mich wäre noch ein ent­schei­den­der Punkt auch. War­um? War­um vie­le oder sagen wir es anders her­um? Wie­so Intui­ti­on bei man­chen klappt und bei man­chen nicht. Das fän­de ich jetzt noch einen wich­ti­gen Punkt, weil. Das ist glau­be ich ein ganz span­nen­des The­ma, was so Zugang zur eige­nen Gefühls­welt und so bedeu­tet. Aber das ist, glau­be ich, das kön­nen wir dann auch noch dran­hän­gen. Ja, okay. Was also ganz grund­sätz­lich zu den Punk­ten, die wir jetzt gesagt hast, glau­be ich. Björn Intui­ti­on ver­än­dert sich im Lau­fe eines Lebens natur­ge­mäß dadurch, dass wir immer mehr Erfah­rungs­ho­ri­zont bekom­men und dass wir einen immer grö­ße­ren Schatz an Erfah­run­gen sam­meln, die unse­re Intui­ti­on ja füt­tert. Das heißt, ich reagie­re natür­lich in der Intui­ti­on, also syn­ap­ti­sche gese­hen, schon auf­grund der der Erfah­run­gen, die ich gemacht habe. Und das muss sich ja ver­än­dern, dann hät­te ich, sonst wür­de sich mein Hirn ja über­haupt nicht wei­ter­ent­wi­ckeln und ich wäre nicht lern­fä­hig und wür­de gar nichts ler­nen. Und die Intui­ti­on lernt da natür­lich mit. Björn Im Lau­fe der Jah­re. Also wenn ich immer das Kind mit der mit der hei­ßen Herd­plat­te. Ein Kind, das nicht weiß, was was heißt, es wird erst mal da drauf­pa­cken und in Zukunft wird es dann alles, was auch warm ist, sehr wahr­schein­lich nicht anfas­sen, weil es dann schon aus der Intui­ti­on her­aus weiß. Heiß bedeu­tet Schmerz. Hm, ja, also wir ler­nen garan­tiert unser Leben lang und dadurch wird die Intui­ti­on auch ler­nen und sehr wahr­schein­lich mit dem Lau­fe der Zeit auch immer bes­ser wer­den. Jan Ja, oder zumin­dest sich wei­ter­ent­wi­ckeln und in einer bestimm­ten Aus­prä­gung, das heißt dann aber fol­ge­rich­tig, auch wenn ich das rich­tig sehe, wenn ich jetzt ein über mein Leben immer sage, ich mei­ne Erfah­run­gen mache, die dann immer wei­ter dar­auf ein­zah­len. Ich habe jetzt mit einem bestimm­ten Ver­hal­ten, war­um auch immer schlech­te Erfah­run­gen gemacht. Dann wird wahr­schein­lich mei­ne Intui­ti­on sich auch in die­se Rich­tung ent­wi­ckeln und unter Umstän­den dafür sor­gen, dass ich die­ses Ver­hal­ten irgend­wann mal blei­ben las­se. Aus dem Kon­text her­aus. Jan Das heißt also im Umkehr­schluss auch, dass die­ses intui­ti­ve Ver­hal­ten auch ein stück­weit an mein Umfeld, mein Umfeld gekop­pelt ist und viel­leicht ein intui­ti­ves Ver­hal­ten, in dem einen auch sozia­len Umfeld gut funk­tio­nie­ren könn­te und in einem ande­ren unter Umstän­den auch pro­ble­ma­tisch ist. Björn Aber die Intui­ti­on ist ja auch von dei­nem Umfeld abhän­gig. Du wirst ja, du wirst ja in einem ande­ren Umfeld anders reagie­ren. Sehr wahr­schein­lich, oder? Jan Sicher­lich, ich sage nur in die­sem Zusam­men­hang, dass das es durch­aus sein kann, dass sie eben auf­grund einer Erfah­rung und einer Intui­ti­on, die du hast, Ent­schei­dung triffst. Aber die­se Intui­ti­on und die­se intui­ti­ve Ent­schei­dung, die muss halt nicht in jedem Umfeld rich­tig sein. Und auch wenn ich sie woan­ders, wenn ich irgend­wo anders unter­wegs bin und auch anders reagie­re, viel­leicht habe ich da einen gerin­ge­ren Erfah­rungs­schatz, wel­chen ich dann auch etwas unsi­che­rer habe. Viel­leicht gar nicht die­se aus­ge­präg­te Intui­ti­on in die­sem Zusam­men­hang. Björn Hmmm. Nun ist es ja so, dass uns Intui­ti­on eigent­lich im Rah­men von Coa­ching immer nur dann begeg­net, wenn sie nicht funk­tio­niert. Also das ist es ja sel­ten so, dass jemand zu einem kom­men sagt Ach, ich bin so intui­tiv und das funk­tio­niert alles super, son­dern wir haben eigent­lich ja eher genau das Gegen­teil, son­dern wir haben, was wir erle­ben. Ist das Men­schen? Neh­men wir mal das The­ma Ent­schei­dung sich nicht ent­schei­den kön­nen, weil sie nicht wirk­lich emo­tio­nal ver­ste­hen, was für sie die bes­se­re Ent­schei­dung wäre. Björn Ratio­nal haben sie das alles schon hun­dert­mal durch­ge­kaut und Für und Wider, Pro und Con­tra, Lis­ten und Tabel­len und alle mög­li­chen Sachen schon aus­pro­biert, um zu einer Ent­schei­dung zu kom­men. Und im End­ef­fekt läuft dann dar­auf hin­aus, dass sie aus der Intui­ti­on her­aus nicht ent­schei­den kön­nen, dass alles Ratio­na­le erle­digt ist. Aber die­ser letz­te Kick, der eigent­lich dann etwas, was ratio­nal gleich­wer­tig ist, die­ser letz­te intui­ti­ve Kick, nicht mehr funk­tio­niert. Jan Oder? Ein­fach genau gar nicht auf dem Radar ist, dass man es noch nicht aus­pro­biert hat oder dann viel­leicht ja auch kei­nen Zugang zu hat oder wie auch immer. Björn Ja, war­um ist das so? War­um haben man­che Men­schen kei­nen Zugang zur Intui­ti­on? Jan Also mal ein ganz bana­les Bei­spiel. Du bist im Immo­bi­li­en­in­ves­to­ren und sollst ein Invest­ment täti­gen und gehst zu dei­nem Chef und der Chef fragt dich War­um wol­len sie das tun? Und du sagst Mei­ne Intui­ti­on sagt mir, das ist ein guter Deal. Der war schon nicht sagen. Wenn das dei­ne Ent­schei­dungs­grund­la­ge ist, dann ist die Fra­ge, ob du rich­tig im Job bist, damit sagen möch­te ist. Ich glau­be, uns wird ein Feh­ler in vie­ler­lei Hin­sicht abtrai­niert. Auch zu sagen Ich ent­schei­de auf­grund von Intui­ti­on und das viel­leicht auch in Tei­len. Jan Nicht immer ohne Grund. Ich glau­be, dass Intui­ti­on auf jeden Fall ein guter Kom­pass sein kann. Also qua­si eine Rich­tung vor­gibt. Aber die Fra­ge ist halt, ob der direk­te Weg in die­se Rich­tung immer der rich­ti­ge ist. In die­sem Zusam­men­hang ein Bei­spiel nen­nen. Und zwar ist es so, ich habe das auch schon mal an ande­rer Stel­le zitiert von einem Dani­el Kah­ne­man in dem Buch Schnel­les Den­ken, lang­sa­mes Den­ken. Da wer­den auch ver­schie­de­ne Din­ge mit dar­ge­stellt anhand von Expe­ri­men­ten. Jan Da gab es zum Bei­spiel ein Expe­ri­ment, da wur­de ein eine Ver­suchs­per­son einen Raum gestellt und die­se Ver­suchs­per­son war der Mei­nung, dass alle ande­ren in dem Raum auch Ver­suchs­per­so­nen waren. Waren sie aber nicht, son­dern sie waren Sta­tis­ten, die haben also mit­ge­hol­fen dabei. Und dann wur­den Fra­gen gestellt, die es zu beant­wor­ten galt. Und die ers­ten Fra­gen. Ich weiß es nicht, ob ich hun­dert­pro­zen­tig rich­tig vom vom Ablauf wie­der­ge­be, aber die Quint­essenz ist die kor­rek­te. Nach mei­nem Ver­ständ­nis, das heißt, die ers­ten Fra­gen waren so, dass im Grun­de genom­men die­se gan­zen Sta­tis­ten auch die eigent­lich rich­ti­ge Ant­wort gege­ben haben. Jan Das waren ein­fa­che Fra­gen und dem­entspre­chend konn­te der konn­te der jeni­ge, der da eben als Ver­suchs­per­son mit drin war, war mit sich im Rei­nen, weil hat mit der Grup­pe zusam­men ent­schie­den. Und dann kam es, wie es kom­men muss­te oder wie es im Rah­men die­ses Ablaufs vor­ge­se­hen war, dass dann irgend­wann Fra­gen kamen. Die waren eigent­lich auch rela­tiv ein­deu­tig, aber die Mehr­heit der ande­ren Sta­tis­ten hat ein­fach die fal­sche Ant­wort gewählt, weil sie eben vor­her so abge­spro­chen war, um zu tes­ten, wie reagiert denn die­se Ver­suchs­per­son? Jan Und obwohl sie ja weiß, dass was die rich­ti­ge Ant­wort ist ratio­nal kommt auf ein­mal die­se Intui­ti­on. Oh, ich han­de­le hier gera­de gegen die Grup­pe, die sagen alle neun ande­re sagen das ist anders. Das heißt, viel­leicht lie­ge ich eher falsch und ich möch­te eher mit der Grup­pe gehen und auch was mit Intui­ti­on zu tun, mit dem Bauch­ge­fühl. Und das ist zum Bei­spiel ein Aspekt, in dem wir dann auch eine Ent­schei­dung fäl­len, eine intui­ti­ve Ent­schei­dung tref­fen. Oh, ich möch­te lie­ber mit der Grup­pe sein, statt jetzt zu ris­kie­ren, dass ich jetzt etwas falsch mache. Jan Und dann han­deln wir mit der Intui­ti­on aber eigent­lich falsch. Und auch das ist auf jeden Fall eine Mög­lich­keit, die da sein kann in die­sem Zusam­men­hang. Björn Ich glau­be, grund­sätz­lich kann man ja sagen, dass das alles was mit dum­men Sachen wie wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen Du hast gera­de eben das Bei­spiel genannt, mit dem Immo­bi­li­en­in­ves­to­ren, sagen wir jetzt Bör­sen, Wer­te, alles was was mit mit Zah­len zu tun hat, natür­lich intui­tiv sehr, sehr schwer zu beur­tei­len ist. Also jetzt zu sagen, ich inves­tie­re intui­tiv in einen bestimm­ten Akti­en­wert, ist glau­be ich gefähr­lich, weil was was hat Intui­ti­on da ver­lo­ren, wo wirk­lich kla­re Zah­len oder Fak­ten spre­chen? Björn Ich glau­be, Intui­ti­on kommt dann ins Spiel, wenn es dar­um geht. Und da ist es dann sehr wert­voll, wenn es dar­um geht, was macht mich glück­lich, was macht mich per­sön­lich glück­lich, was will ich von mei­nem Leben? Und wenn man da jetzt nach Zah­len und Fak­ten geht oder aus­schließ­lich nach Zah­len und Fak­ten geht. Natür­lich gibt es da auch Berei­che, wo das schon wich­tig ist. Aber neh­men wir mal Part­ner­schaft, Zwi­schen­mensch­li­ches. Also wenn ich mir mei­nen Part­ner nach Zah­len und Fak­ten aus­su­che, weiß ich nicht, ob mich das jetzt unbe­dingt glück­lich machen wird. Björn Den Rest mei­nes Lebens. Und ich glau­be, da ist Intui­ti­on dann schon ein biss­chen wich­ti­ger. Also so kann man, glau­be ich, da schon eine Tren­nung auch auch schaf­fen, dass man sich über­legt, wo, an wel­chem Stel­len ist es denn wich­tig, dass man auf sein Bauch­ge­fühl hört und der Intui­ti­on folgt? Und an wel­chen Stel­len muss man es viel­leicht eher ja abschal­ten? Also das. Ich glau­be, es gibt bei­de Gefah­ren. Es gibt zum einen die Gefahr, dass man in Situa­tio­nen, wo die Intui­ti­on eigent­lich stär­ker sein soll­te, der den eige­nen Gefüh­len nicht traut und die sich dann ratio­nal weg­dis­ku­tiert. Björn Und dann gibt es natür­lich auf der ande­ren Sei­te genau­so die Gefahr, dass man in Momen­ten viel­leicht, wo es dann um Fak­ten und Zah­len und tat­säch­li­che real mess­ba­re Din­ge geht, einem Bauch­ge­fühl glaubt, auch wenn die Zah­len genau das Gegen­teil schrei­en. Also zum Bei­spiel, wenn ich jetzt in irgend­ei­ne bestimm­te Auto­mar­ke inves­tie­re, nur weil ich die Autos cool fin­de, völ­lig los­ge­löst davon, ob das Unter­neh­men wirt­schaft­lich erfolg­reich ist oder nicht. Da hat Intui­ti­on dann nichts zu tun, nichts zu suchen anschaut, dann sieht man ja, dass es durch­aus auch ande­re Grün­de als die rei­nen Zah­len gibt, die einem da trotz­dem Recht geben kön­nen und wo dann unter Umstän­den nur Mas­sen Intui­ti­on auch dazu führt, dass eine ent­spre­chen­de Ent­wick­lung da ist. Björn Aber das ist noch mal was ande­res. Ja, aber ich habe einen Punkt mit erwäh­nen, glau­be ich auch aus die­sem Buch in dem Zusam­men­hang. Da wur­de ein ande­res Bei­spiel genannt, näm­lich ein Feu­er­wehr­ein­satz. Und in die­sem Feu­er­wehr­ein­satz geht also eine Trup­pe von von der Feu­er­wehr in ein Gebäu­de. Die löschen da und irgend­wann kommt die­sem Lei­ter der Trup­pe. Er weiß nicht war­um, aber er hat ein ganz, ganz schlech­tes Gefühl. Also intui­tiv merkt er irgend­et­was stimmt hier nicht und gibt das Kom­man­do, dass bit­te alle das Gebäu­de ver­las­sen und die gehen raus. Björn Und wenig spä­ter stürzt die­ses Gebäu­de zusam­men. Und da wur­de dann auch geguckt. Womit hat­te das denn jetzt zu tun? Und letz­ten Endes war es so, dass ein­fach die Mate­ria­li­en, die da gebrannt haben, oder die­se Art des Feu­ers war im Prin­zip hei­ßer als üblich, also mess­bar. Ja, aber jetzt auch für die­sen Lei­ter eigent­lich nicht ratio­nal erkenn­bar. Aber die Sum­me aus sei­nen Erfah­run­gen und davon, wie er im Grun­de genom­men da unter­wegs ist, hat dazu geführt, dass er gemerkt hat, irgend­et­was in die­sem Gesamt­kon­strukt stimmt hier nicht. Björn Und das hat er so ent­schie­den. Also hat er intui­tiv auch die­se Ent­schei­dung gege­ben. Und die war letz­ten Endes rich­tig. Und eine Quint­essenz aus die­sem Buch ist in die­sem Zusam­men­hang auch über­all da, wo ich Exper­te bin, also wo ich wirk­lich, sage ich mal, ein ähn­li­ches Set­ting fin­de und ähn­li­che Rah­men­be­din­gun­gen und das schon oft durch­lebt habe. Da lernt im Prin­zip auch mei­ne Intui­ti­on mit und ich kom­me dann auch intui­tiv unter Umstän­den zu rich­ti­gen Grün­den, auch wenn ich die ratio­nal gar nicht unbe­dingt begrün­den kann in die­sem Zusam­men­hang. Björn Das glei­che funk­tio­niert aber sozu­sa­gen nicht mit einem Exper­ten im einen Bereich, den ich da ganz woan­ders hin schi­cke. Da ist es dann nicht so, dass ist in jedem Moment rich­tig ist. Aber und da kom­men wir auf einen Punkt zurück, wenn es um per­sön­li­che Din­ge gibt geht, dann spie­len da ja wie gesagt nicht nur Zah­len rein, son­dern dann steckt da ja im Grun­de genom­men auch unse­re gan­ze Erfah­rung mit drin. Da steckt unse­re gan­ze Per­sön­lich­keit mit drin. Und da gibt es natür­lich vie­le Din­ge, die kann ich viel­leicht gar nicht arti­ku­lie­ren, die kann ich nur füh­len. Björn Und ich bin aber natür­lich immer. Exper­te für mich selbst. Björn Denn soll­te, soll­te man zumin­dest sein. Ja, ja, ja wahr­schein­lich kei­nen der, der mehr Exper­te ist über mein Leben. Denn das kann ja nur ich unmit­tel­bar erfüh­len. Und das heißt letz­ten Endes für alles, was per­sön­lich ist, ist es natür­lich gut, wenn man da auch einen guten Kon­takt zu sich selbst hat und zu sei­nem Innen­le­ben und spürt fühlt sich das gut an? Ja oder nein? Und das geht übri­gens nicht nur für für sol­che per­sön­li­chen Sachen. Ich hat­te mal ein total inter­es­san­tes Gespräch mit dem Rechts­an­walt mit einem Rechts­an­walt. Björn Da ging es um soge­nann­te Com­pli­ance The­men, also Vor­teils­nah­me und so wei­ter und so fort. Zum Bei­spiel ist es ja auch im Geschäfts­le­ben die Fra­ge Kann ich jetzt jeman­den zum Essen ein­la­den? Ab wie viel ist das eigent­lich? Zu viel und es geht qua­si. Dar­über gibt es ja auch irgend­wie Geschich­ten von Vor­stän­den, die Geschen­ke ange­nom­men haben und einen Kugel­schrei­ber. Viel­leicht in Ord­nung, aber eine Gold­ket­te nicht. Und da habe ich gefragt Ja, wo ist denn die Welt? Kennt, son­dern weil Unter­neh­men defi­nie­ren, auch ergän­zen und so wei­ter. Björn Und dann sag­te er mir Ein guter guter Impuls­ge­ber da wäre eine gute Richt­li­nie, ist das Bauch­ge­fühl. Glaubst du das ange­mes­sen und ist nicht ange­mes­sen? Und dar­über kann man schon viel her­aus­fin­den. Und das ist glau­be ich ganz, ganz oft im Leben so dass uns da unser Bauch­ge­fühl schon sagt Ist das gera­de gut für mich? Ist das ange­mes­sen? Passt das? Passt das nicht? Und das ist auf jeden Fall glau­be ich eine ganz wich­ti­ge Stim­me, der man dem­entspre­chend auch. Björn Den Raum geben soll­te, die man zumin­dest wahr­neh­men soll­te in dem Zusam­men­hang. Björn Ich fin­de das Bild mit dem Exper­ten für sich sel­ber gera­de ganz schön, das kann man ja im Prin­zip auf­grei­fen, dann halt auch auf die ande­ren Berei­che über­tra­gen. Also wenn ich neu in einem Beruf bin und etwas ganz Neu­es ler­ne, soll­te ich sehr wahr­schein­lich nicht mei­ner Intui­ti­on ver­trau­en. Also wenn ich jetzt, wenn ich jetzt zum Bei­spiel wür­de nicht voll­stän­dig, ja, sagen wir mal, ich bin der Zahn­arzt und ich sehe das ers­te Mal einen kran­ken Zahn, soll­te ich viel­leicht nicht aus dem Gefühl her­aus ent­schei­den, was mit dem Zahn jetzt pas­siert, ob ich den zie­hen muss oder nicht? Björn Aber ich glau­be, ein Zahn­arzt zum Bei­spiel, der das 20 Jah­re macht, wird schon bevor er das Rönt­gen­bild macht, einen eine intui­ti­ve Idee davon haben, was mit dem Zahn nicht in Ord­nung ist, weil er ein­fach die Far­be des Zahn­fleisch, Far­be des Zahns, was pas­siert drum­her­um? Was war vor­her, mit dem sich schon in sei­nem Kopf ein Bild zusam­men­baut, intui­tiv, was da nicht in Ord­nung sein könn­te. Und man kann also im Prin­zip sagen, dass je mehr man Erfah­rung mit etwas hat, das man dann auch mehr auf sei­ne Intui­ti­on hören kann. Björn Was du eben gesagt, dass der Exper­te für sich sel­ber, dass jetzt der Punkt, auf den ich ja ger­ne auch noch dann ein­ge­hen woll­te, ist war­um sind so vie­le nicht Exper­ten für sich sel­ber? Das ist ja ganz span­nend. Du hast man erlebt, ja, dass das das ist. Immer wie­der bei die­sen The­men. Soll ich jetzt den Job anneh­men oder den soll ich umzie­hen oder nicht? In wel­chem Stadt­teil soll ich zie­hen? Es gibt ja tau­send tau­send Sachen, wo Leu­te sich ein­fach nicht ent­schei­den kön­nen, weil sie eben nicht Exper­ten für sich sel­ber sind. Björn Also was sie nicht beur­tei­len kön­nen, was sie wol­len, was sie brau­chen, was ihnen gut tut. Und dann funk­tio­niert Intui­ti­on halt auch nicht mehr. Da ist natür­lich die Abgren­zung sehr wich­tig. Wo kann da Coa­ching hel­fen und wo ist es dann schon wie­der eher in Psy­cho­the­ra­pie Fall. Aber ich glau­be, dass den meis­ten Men­schen schon gehol­fen ist, wenn man ihnen mit Tools oder eben Gesprä­chen auch ermög­licht, ein­mal in Kon­takt mit ihren Emo­tio­nen zu tre­ten, weil sie ihnen viel­leicht gar nicht bewusst ist, dass sie das völ­lig aus­klam­mern. Björn Das kann ja auch damit zu tun haben, dass sie durchs Berufs­le­ben. Das ist ja alles eng mit­ein­an­der ver­bun­den auch total abtrai­niert bekom­men haben, auf ihre Emo­tio­nen so zu hören. Ich kenn Leu­te, die sind so lei­ten­de Men­schen, die wirk­lich bei gro­ßen Kon­zer­nen per­so­nel­le Ent­schei­dun­gen nur noch nach Zah­len ent­schei­den müs­sen. Also da geht es um Gewinn oder nicht Gewinn oder wie hoch? Was kos­tet uns wer und wel­cher Mit­ar­bei­ter wirft dem Unter­neh­men mehr ab im End­ef­fekt und dann wird das ent­schie­den. Björn Da wird es der Mensch völ­lig unwich­tig und da muss man sei­ne Emo­tio­nen natür­lich schön raus­hal­ten, weil wenn ich in dem Moment empa­thisch und mit­füh­lend bin, kann ich sol­che har­ten per­so­nel­len Din­ge nicht mehr umset­zen. Wenn man sich das dann so antrai­niert irgend­wann, dass das auch für einen selbst gilt, dann kann es glau­be ich schwie­rig wer­den. Jan Hm, also ich mei­ne gera­de ja, wenn ich da jetzt eigent­lich ein schwie­ri­ges Bei­spiel, weil immer da, wo man mit Men­schen arbei­tet, soll­ten dann nicht nur rei­ne Zah­len ste­hen dafür. Und ich glau­be, da gibt es einen Rand natür­lich nicht in der Regel als das, was da steht. Inso­fern ist es dann, wenn in die­sem Unter­neh­men so gelei­tet wird, dann glau­be ich noch mal beson­ders her­aus­for­dernd. Aber klar, wenn ich jetzt zum Bei­spiel im Con­trol­ling tätig bin oder so was. Jan Oder halt eben rein rein nach Zah­len, steue­re in bestimm­ten Berei­chen, dann ist das natür­lich ein The­ma, wo dann Intui­ti­on viel­leicht abtrai­niert wird oder wo man es sich dann gege­be­nen­falls auch selbst abtrai­niert. In die­sem Zusam­men­hang den­ke ich schon. Und dann Fra­ge war auch wie kann man da in Kon­takt kom­men? Und. Und ich glau­be, bei vie­len Per­so­nen ist es ja auch so, dass allein schon die Fra­ge Was den­ken Sie denn intui­tiv? Was wür­de sie intui­tiv sagen, dass das schon mal wie so eine, wie ein Vor­hang, der, der der auf­geht, sein kann. Jan Denn oft­mals ist das auch ein­fach ein Raum in unse­rem Inne­ren, den wir rela­tiv bei­sei­te gescho­ben haben. Das, was du gesagt hast, es gibt eine The­ma­tik, eine Ent­schei­dung oder wie auch immer und alles wur­de schon ratio­nal banal. Ich habe schon unter Umstän­den Pro und con­tra Lis­ten geschrie­ben oder etwas ande­res getan. Dass das für mich bewer­tet. Und am Ende sage ich Ja, ist ja schön, dass es da jetzt steht. Aber irgend­wie für mich passt das immer noch nicht. Jan Und da gibt es ja unter­schied­li­che, unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, wie ich dann auch im Coa­ching damit arbei­ten kann und mich der Sache annä­hern kann. Ein Bei­spiel ist ja zum Bei­spiel das Tool des The­mas. Ich lie­be es also im Prin­zip auch unter­schied­li­che Vari­an­ten der Ent­schei­dung dann im Prin­zip der Dar­stel­ler auf­le­ge und mich dann da auch kon­kret rein füh­le und sage und ver­su­che wahr­zu­neh­men. Was ist denn qua­si der inne­re Impuls, der in mir hoch­kommt, wenn ich mich jetzt für die­se oder jene oder eine ande­re Vari­an­te dem­entspre­chend ent­schei­de? Björn Was wür­de das bedeu­ten für mich, wie reagiert mein Kör­per emo­tio­nal oder wie reagie­re ich emo­tio­nal? Ja, ja, du sagst rich­tig, allein das Fra­gen nach was wür­de denn ihre Intui­ti­on sagen? Oder was wür­den sie intui­tiv machen? Da geht bei vie­len der Vor­hang auf oder die Scheu­klap­pen weg. Wie auch immer man das bezeich­nen möch­te, erlebt man ja sehr oft, dass dann schon der Blick ein völ­lig ande­rer wird, also auch phy­sisch, der Blick ein völ­lig ande­rer wird. Björn Und dann geht es eigent­lich im nächs­ten Schritt des Coa­chings ja schon eher dar­an, zu ergrün­den, war­um die Scheu­klap­pen über­haupt da waren und was denn dage­gen spricht, dem zu fol­gen. Aber das ist, das führt jetzt zu weit. Dann sind wir bei dem The­ma, das wir uns heu­te über­legt haben. Wobei ich glau­be, wir sind rela­tiv schon rela­tiv weit gekom­men sei, denn du hast noch irgend­wel­che Schluss Gedan­ken. Jan Ich den­ke, wir haben in dem Zusam­men­hang auf jeden Fall noch mal fest­ge­stellt, dass Intui­ti­on in unter­schied­li­chen Berei­chen sicher­lich gut funk­tio­niert. Das ist ein guter, dass Intui­ti­on ein guter Rat­ge­ber sein kann, ein guter Rich­tung sein kann, dass Intui­ti­on oft­mals gar nicht so mehr im Vor­der­grund steht. Aus diver­sen Grün­den, weil wir uns das viel­leicht auch selbst abge­wöhnt haben. Und dass es sich aber auch durch­aus lohnt, der Intui­ti­on etwas mehr Raum zu geben, zuzu­hö­ren und auch die Intui­ti­on mit in die Ent­schei­dungs­fin­dung ein­zu­be­zie­hen. Jan Und da gibt es eben, wie gesagt, unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, sich der Sache auch anzu­nä­hern. Und wir haben sicher­lich das eine oder ande­re Tool, zu dem wir auch noch Fol­gen machen wer­den, was da auch drauf ein­zahlt, da etwas näher mit der Intui­ti­on in Kon­takt zu kom­men. Björn Hmmm. Also schön zusam­men­ge­fasst war es jetzt so kon­tro­vers, wie du gedacht hast? Jan Nein, ich den­ke. Was ich ja schät­ze an sol­chen Gesprä­chen ist, dass man eben unter­schied­li­che Aspek­te sieht, mit dabei die gan­ze Sache auch noch mal neu beleuch­tet und inso­fern eigent­lich auch immer neue Sicht­wei­sen dar­auf ent­ste­hen auf ein sol­ches The­ma. Und auch das ist ja im Coa­ching so, dass wir dadurch, dass man das, dass man mit einem Coach arbei­tet, eben auch auf Din­ge, über die man sich schon Gedan­ken gemacht hat, eben neue Sicht­wei­sen ent­wi­ckelt und dadurch auch neue Erkennt­nis­se gewinnt. Jan Und das ist auf jeden Fall heu­te für mich in die­sem Gespräch auch pas­siert. Inso­fern dan­ke ich dir. Björn Ich dan­ke dir auch. Dann freu­en wir uns, dass sie uns wie­der zuge­hört habt. Ihr fin­det unse­re Kon­takt­da­ten im Inter­net unter bjoernbobach.de und jangustavfranke.de. Das fin­det ihr auch noch mal in der Beschrei­bung die­ser Pod­cast­fol­ge. Und wir freu­en uns, wenn ihr uns gewo­gen bleibt und wir euch nächs­te Woche wie­der begrü­ßen dür­fen. Bis bald. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Intuition, Podcast --- ### [Richtig miese Tage positiv nutzen](https://bobach-coaching.de/podcast-richtig-miese-tage/) **Published:** Dezember 3, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wenn sich schon die Kaf­fee­ma­schi­ne mor­gens mit dem Rest der Welt gegen uns ver­schwo­ren hat: rich­tig mie­se Tag gibt es! [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich ergrün­den in die­ser Fol­ge, wie schlech­te Tage ent­ste­hen kön­nen und vor allem, wie man sie in rich­tig gute oder zumin­dest berei­chern­de ver­wan­deln kann. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und dem Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo! Jan Hal­lo Björn! Björn Wir haben heu­te ein ganz eigent­lich lus­ti­ges The­ma. Wir haben noch dar­über gespro­chen, wie wir es nen­nen soll­ten. Es war. Es war die Opti­on mit drei Ster­nen Tage oder rich­tig mie­se Tage. Und ich frag­te ihn Jan mal direkt Wie sind wir denn auf die­ses The­ma gekom­men? Jan? Jan Wie sind wir auf das The­ma gekom­men? Ich habe heu­te einen rich­tig mie­sen Tag Anlass genom­men, über rich­tig, rich­tig mie­se Tage zu spre­chen. Björn Ja, genau das erlebt ja jeder. Also mie­se Tage hat wohl jeder. Ich hat­te heu­te auch nicht so einen Burn out Tag, aber ich kann mich auch erin­nern, dass vor gar nicht lan­ger Zeit ich auch so einen Tag hab, wo ich gedacht habe, die Welt hat sich gegen mich ver­schwo­ren. Alles ist pas­siert, was nicht pas­sie­ren soll­te. So ganz lapi­da­re Din­ge, wie das die Kaf­fee­ma­schi­ne mor­gens erst mal alles woll­te. Also inten­siv Rei­ni­gung, Was­ser, neue Kaf­fee­boh­nen. Björn Also so im Halb­schlaf erst mal die Kaf­fee­ma­schi­ne rei­ni­gen. Sol­che Geschich­ten und dann Kun­den, die abge­sagt haben. Alles mög­li­che ist auf ein­mal pas­siert. Irgend­wie gibt es ja so Tage, da häuft es sich. Und oder meinst du mit Mie­se Tage was ande­res? Jan Nee, das kann man dar­un­ter ver­ste­hen. Doch dann geht das, kann man schon sagen. Es gibt ja unter­schied­li­che Grün­de. Viel­leicht gibt es Tage, die sind kom­plett mies. Von vor­ne bis hin­ten, von Anfang bis Ende. Schon mit dem fal­schen Fuß auf­ge­stan­den und dann geht es einem so durch, wie gera­de von dir beschrie­ben. Und dann gibt es noch Tage, die haben so einen ja fast wit­zi­gen Plot ist pas­siert und ab da wird es doof. Oder es ist nur ein Ereig­nis, was nicht so toll ist. Björn Ja, ja, kann ich mich auch erin­nern. Ja genau. Ich kann mich auch erin­nern an so Tage in ihm im Job, wo dann eigent­lich alles toll war und dann kriegt man einen blö­den Anruf und ab da ver­ket­tet es sich dann zu einer Ansamm­lung von Mit­ar­bei­ter. Beschwer­den, die immer absur­der wer­den, Strei­tig­kei­ten mit Kun­den, die immer absur­der wer­den. Sowas kennt man auch. Da gibt es da manch­mal wirk­lich so einen rich­ti­gen Tur­ning Point. Da ist dann die inter­es­san­te Fra­ge, fin­de ich. Björn Wenn man das so gefühlt ansieht, liegt es an einem selbst dann, dass die Tage mies sind? Man hat ja manch­mal das Gefühl, man hat eine Stirn, einen Zet­tel auf der Stirn kle­ben, wo drauf­steht Heu­te alle auf mich drauf­schla­gen. Also das oder das gro­ße 11 Loser auf der Stirn. So nach dem Mot­to Ihr könnt alle zu mir kom­men und Mist abla­den. Zieht man das sel­ber an, ist das mög­lich? Jan Tja, gute Fra­ge. Ich glau­be, das ist zum Teil mög­lich. Ich möch­te aber gern noch mal eins mit vor­weg­schi­cken und das Gute ist ja, dass wir auf­neh­men an ande­ren Tagen, an denen wir. Und dann hof­fe ich, dass sich jetzt kei­ner von den Men­schen, die mich ken­nen, ange­spro­chen fühlt oder so was ist dafür ver­ant­wort­lich, dass man bei einem mie­sen Tag hat. Denn auch das ist mei­ne Mei­nung. Ich glau­be nicht, dass die ande­ren dafür ver­ant­wort­lich sind. Jan In ers­ter Linie, dass man die­sen Tag hat und ein­zel­ne Sachen oder Extrem­si­tua­tio­nen, wo was rich­tig viel pas­siert, klar. Aber es gibt natür­lich auch ganz vie­le Din­ge, wo man viel­leicht auch selbst nicht ganz unschul­dig dar­an ist, dass man den Tag als jetzt ganz mies emp­fin­det. Also viel­leicht erst mal gar nicht mies, son­dern es ist die eige­ne Emp­fin­dung. Björn Ja genau. Es ist die Wahr­neh­mung. Eigent­lich das, das es kann. Genau. Es ist dann ja oft so, dass ich das Bei­spiel mit der Kaf­fee­ma­schi­ne von mir eben. Das pas­siert jeden Tag, dass die Kaf­fee­ma­schi­ne zum Kaf­fee­voll­au­to­ma­ten irgend­et­was von einem will. Aber an dem Tag trifft mich das auf eine Art und Wei­se, die mich dann beson­ders aus der Fas­sung bringt. Und das hat ja sehr wahr­schein­lich. Du lachst, bestellst wenn einen die eige­ne Kaf­fee­ma­schi­ne aus. Björn Aber das heißt ja, es klingt auch wirk­lich lus­tig, wenn man es so sepa­rat nimmt. Aber wenn. Aber es ist tat­säch­lich so, und wenn man dann so einen Tag hat, dann erzählt es Freun­den, sagt man Das fing schon früh mit der Kaf­fee­ma­schi­ne an. Ja, genau das hat aber ich schwö­re euch, ich mache kei­ne Ant­wort auf dei­ne Fra­ge. Ant­wor­ten. Du hast gefragt Bit­te, kann man das anzie­hen? Also kann man so sagen wie so ein Magnet­feld schlech­te Situa­ti­on sein. Björn Und ich glau­be, da gibt es zwei ganz wesent­li­che Aspek­te in dem Zusam­men­hang. Das eine ist grund­sätz­lich, wie mei­ne Ein­stel­lung ist. Also die­ses ganz typi­sche Bei­spiel Ist das Glas halb voll oder halb leer? Das hat schon viel damit zu tun, wie ich Din­ge betrach­te. Das heißt, ich kann viel­leicht auch von mei­ner Grund­ten­denz schon jemand sein, der eher auf die nega­ti­ven oder eher auf die posi­ti­ven Din­ge ach­tet. Das kann Ein­fluss haben. Und dann gibt es natür­lich auch mehr oder min­der die self-ful­fil­ling pro­phe­cy bei­spiels­wei­se Du stehst mor­gens auf und du die Kaf­fee­ma­schi­ne streikt. Björn Und jetzt kommst du zu dem Schluss Die­ser Tag ist rich­tig, rich­tig mies. Hmm. So, dann wirst du unter Umstän­den alles, was dir wider­fährt und was nicht ganz so läuft, wie du es dir vor­ge­stellt hast, mit­un­ter das oder jenes Kon­to buchen. Das ist jetzt aber mies und alles Zeit dar­auf einen. Du hast den Fokus dar­auf gerich­tet. Du bist qua­si in einer. Genau in einer Pro­blem­druck, wie man sagen könn­te. Das ist der eine Punkt, dass du dich dar­auf kon­zen­trierst. Björn Und der ande­re Punkt ist Irgend­et­was Blö­des wider­fährt dir. Das ist jetzt übri­gens nicht Drit­ten, irgend­et­was wider­fährt dir. Und das hat so einen Impact auf dei­ne Lau­ne. Du hast so schlech­te Lau­ne und dei­ne Grund­ein­stel­lung wird echt nega­ti­ver und des­halb strahlt das auch aus. Und wenn also man sagt ja auch, wie man in den Wald hin­ein­ruft, so schallt es auch wie­der raus. Und klar, wenn ich dann irgend­wie mit im Gesicht wie sie­ben Tage Regen­wet­ter durch den Tag lau­fe und irgend­wie schon alle anbli­cke, war­um die über­haupt da ste­hen, dann muss ich mich auch nicht wun­dern, wenn die unter­schied­li­chen Grup­pen spre­chen. Björn Und ich glau­be, das sind ganz vie­le Ein­zel­aspek­te, die dann so ein Tag oder so einem Tag eine rich­ti­ge Dyna­mik geben, möch­te ich fast sagen. Björn Ja, eh, alles, alles sehr vali­der. Ich glau­be tat­säch­lich, wenn man kon­struk­tiv ist, es also, was wir ja bei­de sind radi­ka­le Kon­struk­ti­vis­ten. Also dass wir, um das kurz zu erklä­ren, wie der radi­ka­le Kon­struk­ti­vis­mus sagt ja, dass es kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät gibt, son­dern dass wir die Rea­li­tät immer durch so vie­le per­sön­li­che Fil­ter wahr­neh­men, also wie wir hören, wie wir sehen, was wir rie­chen, was wir für. Glau­bens­sät­ze im Kopf haben, was wir für Wer­te haben. Björn Dass jeder die Rea­li­tät wahr anders wahr­nimmt und das wür­de ja auch dazu pas­sen, dass ich eine dadurch, dass ich von mei­nen Fil­tern her im Kopf, von mei­nen, die den Din­gen, die ver­stärkt wer­den oder die Din­ge, die abge­schwächt wer­den, dann an so einem Tag der­ma­ßen gepolt bin, dass ich alles als nega­tiv oder Kata­stro­phe, wenn man es dra­ma­ti­scher sagen möch­te, emp­fin­de. Und das ist dann im Prin­zip ja ein Kreis­lauf, weil ich neh­me das so wahr, mei­ne Lau­ne wird mie­ser, ich strah­le das aus. Björn Das heißt, die Leu­te wer­den auf mich auch nicht mehr so posi­tiv zuge­hen. Und sehr wahr­schein­lich ist dar­an, dass man sich eigent­lich so fühlt, dass man sich nur noch abschot­ten soll­te, weil sowie­so alles eine Kata­stro­phe ist, was von außen kommt. Es hat also ganz viel mit der Per­spek­ti­ve zu tun, wür­de ich sagen. Jan Ja, das wür­de ich daheim unter­schrei­ben. Björn Jetzt wür­de ich aber auch behaup­ten, dass mie­se Tage und das unter­stützt das, was wir gera­de gesagt haben, eigent­lich gar kei­ne mie­sen Tage sind, weil selbst wenn nega­ti­ve Din­ge pas­sie­ren, macht das den Tag ja nicht ver­lo­ren oder schlecht, weil wir ja im Prin­zip auch durch schlech­te Erfah­run­gen immer etwas dazu­ler­nen. Jan Der Plus. Es ist ja auch so, dass die­se allein die­se Ein­tei­lung. Das ist ein mie­ser Tag ist eigent­lich schon rela­tiv will­kür­lich, denn letz­ten Endes ist ja so, dass wir jetzt qua­si von einem Tag spre­chen, 24 Stun­den und so wei­ter. Und dass jetzt aus­ge­rech­net der mies sein soll, das ist ja nicht der Fall. Sind ja eigent­lich ein­zel­ne Ereig­nis­se, die wir bün­deln und sozu­sa­gen in unse­rem Kopf zu einem Kapi­tel abschlie­ßen, näm­lich die­sen Tag und die­sen Tag. Und jetzt beur­tei­len wir die­sen Tag als mies. Jan Aber für sich haben wir erst mal nur Situa­tio­nen. Und die­se Situa­tio­nen tre­ten ein und manch­mal gibt es eine Ver­ket­tung unglück­li­cher Umstän­de oder wir haben uns viel­leicht mal nicht so ganz opti­mal ange­stellt oder wie auch immer, gibt ja vie­le ver­schie­de­ne Grün­de dafür, wes­halb meh­re­re Situa­tio­nen ein­tre­ten, die wir als ungüns­tig wer­den oder als unan­ge­nehm oder wie auch immer, so dass wir die­ses im Prin­zip zu dem Schluss kom­men, es wäre schlecht. So und wie du sagst, wir kön­nen aber eigent­lich natür­lich auch schon mal die Wahr­neh­mung oder unse­re Sicht auf jede ein­zel­ne die­ser Situa­tio­nen auch ver­än­dern und eine ande­re Situa­ti­on und eine ande­re Sicht dar­auf ein­neh­men und über­le­gen Was kann ich denn viel­leicht aus die­ser Situa­ti­on ler­nen und was sagt mir das jetzt über? Jan War­um reagie­re ich da über­haupt so drauf? Björn Dazu muss man natür­lich wahn­sin­nig reflek­tiert sein, trotz sei­ner schlech­ten Lau­ne. Jan Ja, auch das ist der Fall, dass das muss man. Oder viel­leicht hat man auch die Mög­lich­keit, sich zum Reflek­tie­ren oder anders Reflek­tie­ren zu erin­nern, dass man da viel­leicht auch so Mer­kel hat oder so was in der Art. Aber klar, man muss sich in die Situa­ti­on kommt, dass ich eigent­lich aus mei­ner, ja, aus mei­nem Tun­nel, aus mei­nem das ist jetzt aber alles im Tun­nel raus­kom­me und die Din­ge anders betrach­ten kann. Björn Ich fin­de, man lernt auch viel dar­über, wie die eige­ne Aus­strah­lung aufs Gegen­über wirkt oder was es bewirkt. Man lernt auch sein Gegen­über viel bes­ser ken­nen, wenn man sol­che Tage hat, weil man kann ja nicht von jedem Men­schen ver­lan­gen, immer eitel Son­nen­schein zu sein. Und ich bin immer posi­tiv und immer super und alles ist toll. Wie reagiert eigent­lich jemand, der mir gegen­über­sitzt? Steht dar­auf, wenn ich mal nicht so bin, wenn ich eben mal nicht moti­vie­rend wir­ke oder oder offen wir­ke, was pas­siert dann in mei­nem Gegen­über? Björn Ich fin­de das sehr span­nend. Dann lernt man auch eine gan­ze Men­ge. Jan Also du ja, du lernst natür­lich etwas dar­über, wie du auf ande­re wirkst oder wie ande­re dei­nen dein dich emp­fin­den, ob die über­haupt, ob die dich qua­si als Gesamt Per­son wahr­neh­men oder qua­si nur eben die­sen Teil­aspekt. Aber du hast natür­lich auch unheim­lich viel über dich selbst in die­sem Zusam­men­hang oder man lernt viel über sich selbst. Hm, da. Ja, ja, und es hat auch glau­be ich, viel damit zu tun, was man für eine Hal­tung zu Feh­lern hat, die man begeht, weil vie­le mie­se Tage haben ja auch damit zu tun, dass man irgend­et­was falsch macht. Jan Also fak­tisch falsch, nicht nur gefühlt falsch, son­dern fak­tisch falsch. Und die, die die eige­ne Hal­tung dazu. Oder dass man sich sel­ber zuge­steht, Feh­ler zu machen, ist auch etwas, was man an mie­sen Tagen unglaub­lich gut trai­nie­ren kann, fin­de ich. Jan Ja klar. Wenn ich jetzt an Feh­ler gebun­den sind, ist das natür­lich noch mal ein wei­te­rer Aspekt mit dabei. Also ich glau­be, ein Feh­ler ist auch schon wie­der ein Son­der­fall, eine eige­ne Fol­ge wert. Björn Ja rich­tig. Jan Ja genau. Ja, aber wie gesagt, man kann unheim­lich viel über sich selbst ler­nen. Und auch dar­über zu ver­ste­hen, was. War­um wirkt die­se Situa­ti­on jetzt auf mich so? War­um ist das? War­um macht das was mit mir? Und muss das über­haupt so sein? Oder kann ich gege­be­nen­falls auch mal dar­über nach­den­ken, wie ich das anders emp­fin­den, anders sehen könn­te? Da sind wir schon eigent­lich mit dabei bei den The­men, wie man sich da auch aus sol­chen Tagen her­aus holen kann oder wie man da auch mit arbei­ten kann. Jan Ich glau­be gene­rell ist es. Eine Mög­lich­keit auch zu sagen, wenn es irgend­wann mal so rich­tig doof läuft und man rea­li­siert, dass das rich­tig doof läuft, dass man erst mal inne­hält und über­legt Sag mal, was ist denn jetzt über­haupt eigent­lich gera­de los? Was ist denn eigent­lich das The­ma, das Pro­blem? Also war­um fin­de ich das so, dass man mal wirk­lich einen klei­nen Stopp macht? Björn Genau. Und das Wort Stopp fin­de ich da in dem Zusam­men­hang ganz wich­tig. Das mache ich zum Bei­spiel so, wenn ich so an eine anein­an­der­ge­ket­tet habe, dass ich mir ganz bewusst wie bei einem Stopp Anker, den wir ja im Coa­ching ein­set­zen, auch wirk­lich sel­ber sage So Stopp mal ja, brem­se, ste­hen­blei­ben, nach­den­ken, rein hor­chen. Und was ist eigent­lich pas­siert? Ja, was kann ich jetzt tun, damit ich das nicht mehr so emp­fin­de? Das braucht manch­mal ganz schön Gedan­ken schmeiss, weil wie ich eben schon gesagt habe, da muss man natür­lich trotz schlech­ter Lau­ne und blö­den Ereig­nis­sen sehr in die Selbst­re­fle­xi­on gehen. Björn Das ist manch­mal anstren­gend. An sol­chen Tagen fin­de ich auf jeden Fall eine gute Fra­ge, die man sich dann natür­lich immer stel­len kann ist Was kann ich denn aus die­ser Situa­ti­on gera­de ler­nen, oder? Ja, aber was wir mit die­ser Situa­ti­on sagen, ist zu über­trie­ben. Aber war­um reagie­re ich da so drauf? Was kann ich dar­aus ler­nen und was kann ich dann tun, um da anders drauf zu reagie­ren? Oder ist es über­haupt gar nicht so als schlimm zu emp­fin­den? Björn Will mal, ich will mal ein Bei­spiel nen­nen. Das sind jetzt auch schon wie­der ganz schön abs­trakt unter­wegs. Aber ich habe mich zum Bei­spiel. Manch­mal bin ich so ein biss­chen toll­pat­schig. Da ist mir schon mal ein Tel­ler irgend­wo gegen irgend­was zu Bruch und. Das war bei mir auch echt ein Pro­zess, da hin­zu­kom­men von abso­lu­ter Ärger dar­über und dann einen klei­nen Aus­ras­ter bekom­men, dass da irgend­was kaputt gegan­gen ist zu heu­te, irgend­was geht kaputt und ich den­ke wenn ich da was jetzt aber nicht son­der­lich auf­merk­sam da, da müs­sen wir drauf ach­ten. Björn Und das klingt jetzt total tri­vi­al, aber der Unter­schied im Emp­fin­den, der ist enorm. Also ob du dich auf so aus­ras­tet und mir nur so blöd sein, unse­ren Ärger und den und der oder ob du tat­säch­lich ein­fach auch ein biss­chen wie soll ich sagen ja, will zu dir selbst sein, kann es also auch anse­hen. Ganz okay, das ist jetzt irgend­wie doof gelau­fen war. War­um war das so? Ich habe ein­fach nicht auf­ge­passt, weil ich in Gedan­ken schon wie­der drei Schrit­te wei­ter war. Björn Ach­te doch mal ein biss­chen mehr acht­sam durchs Leben zu gehen, dann pas­siert so was nicht. Björn Ja, eine ande­re Geschich­te fin­de ich span­nend und erin­nert mich dar­an, dass ich im Stu­di­um damals, als ich noch dar­stel­len­de Kunst stu­diert habe, einen Schau­spiel­leh­rer hat­te, der uns mal sag­te, wir sol­len mal auf unse­re Atmung ach­ten. So im All­tag ein­fach nur dar­auf ach­ten, wann wir wie atmen. Und ich hat­te immer schon die Ten­denz, wenn es so ein biss­chen anstren­gen­der wird, hek­tisch zu wer­den. Ich ver­fal­le dann so in so einer Hek­tik. Jetzt nicht Aktio­nis­mus, aber so, dass ich dann alles schnell machen will, sol­che Sachen. Björn Und ich habe dann gemerkt, dass das ist span­nend, weil das ist eigent­lich eine kör­per­li­che Geschich­te, dass ich, wenn ich hek­tisch wer­de, zum Bei­spiel. Das war jetzt ganz exem­pla­risch im Super­markt an der Kas­se. Ich ste­he im Super­markt an der Kas­se und war­te dar­auf, dass ich bezah­len kann. Und dann wer­de ich irgend­wie hek­tisch, weil Leu­te ste­hen hin­ter mir und vor mir. Und dann höre ich auf zu atmen. Also ich hal­te tat­säch­lich die Luft an. In dem Moment, das ist, das ist mir durch die­sen Schau­spiel­leh­rer sehr vie­len Dank noch mal bewusst gewor­den. Björn Und jetzt ist es tat­säch­lich so, dass ich in stres­si­gen Situa­tio­nen schon immer den, den den Reflex habe Atmen, atmen. Ach, der sich dar­auf sehr ach­te, dass ich eben ruhig blei­be und mich run­ter wol­le. Und das ent­schärft auch sol­che Tage oft sehr. Es gibt ja auch die­se Acht­sam­keit Geschich­ten, dass man sich jeden Tag immer mal wie­der so drei Minu­ten auf sei­ne Atmung kon­zen­trie­ren soll. Das gleicht sich sehr viel aus, fin­de ich. Das kann einen auch aus so einem mie­sen Tag raus­ho­len. Björn Außer­dem ist für mich, weil ich glau­be, dass mie­se Tage aus einem selbst kom­men, also aus der Hal­tung, die wir eben bespro­chen haben, die man sel­ber hat in dem Moment und einer dar­aus erhöh­ten Anfäl­lig­keit für Befind­lich­kei­ten. Sagen wir, so sind für mich sol­che Tage immer ein Signal, dass ich mich mehr um mich küm­mern muss. Wenn so ein Tag pas­siert, dann habe ich sehr wahr­schein­lich die Zeit vor­her. Also das ist dann meis­tens ja ein län­ge­rer Zeit­raum. Björn Viel­leicht nicht so gut auf mich acht gege­ben, mir nicht genug Zeit für mich genom­men, mir nicht genug Gutes getan. Selbst­für­sor­ge, sol­che Sachen. Und das kann man auch ganz schnell aus­glei­chen, wenn man sich dann an so einem Tag sehr bewusst was Gutes tut. Wir haben kurz im Vor­ge­spräch eine Tas­se Tee trin­ken ange­bracht. Das kann aber alles mög­li­che sein. Ein Spa­zier­gang, was auch immer einem gut tut. Für man­che ist es viel­leicht ein­fach mal das Fens­ter auf­ma­chen oder irgend­wie sowas. Björn Das hilft dann auch schon enorm. Jan Das klingt total tri­vi­al, aber es ist erst, wenn du dann erst ein­mal inne­hält. Also die­ses Inne­hal­ten, einen Stopp machen, noch mal reflek­tie­ren, was ist denn da über­haupt pas­siert? Fest­stel­len. Okay, das ist nicht die Welt hat sich nicht gegen mich ver­schwo­ren, son­dern ein­fach mal eine Ver­ket­tung unglück­li­cher Umstän­de. Und mor­gen sieht die Welt schon wie­der anders aus. Und jetzt las­sen wir es viel­leicht für heu­te auch ein­fach mal gut sein und ich küm­mer mich jetzt mal um mich. Jan Das ist genau ein wesent­li­cher Punkt mit dabei. Und auch die bun­te Nacht, die man ein­fach mal drü­ber schläft. Ein­fach mal so! Mor­gen sieht die Welt schon wie­der anders aus. Ist ein Spruch in die­sem Zusam­men­hang. So blöd das klingt, es gibt so vie­le Din­ge, die ja nicht umsonst im Volks­mund sind, weil etwas sehr, sehr viel Wah­res dran ist. Auch das ist ja qua­si ein­fach mal so ein Reboot hin­le­gen. Also ich glau­be gut ist da nicht irgend­wie voll­kom­men voll­kom­men zu ska­lie­ren und zu sagen. Jan Heu­te Abend schla­ge ich immer mal so rich­tig über die Strän­ge und so wei­ter. Son­dern ein Punkt ist tat­säch­lich den Raum für sich neh­men, sich die Ruhe gön­nen, mal ver­nünf­tig lan­ge schla­fen, auf ande­re Gedan­ken kom­men, wie du sag­test, einen Spa­zier­gang machen und dann sieht die Welt schon wie­der anders aus. Und ich glau­be, ein gro­ßer Punkt ist auch was auch immer, wenn man dar­über spricht. Was sind Opti­mis­ten, was sind Pes­si­mis­ten und so wei­ter? Was ist posi­ti­ves Den­ken? Jan In der Fol­ge hat­ten wir es auch schon mal jemand, der denkt, es ist ja nicht so, dass der nie rich­tig mie­se Situa­tio­nen hat oder auch mal mie­se Tage oder so was. Aber das wis­sen, ich kann was dafür tun oder ich kann es auch anders sehen. Oder es wer­den auch wie­der ande­re Zei­ten kom­men. Das ist halt ein ganz gro­ßer Punkt, der einem auch dabei hilft, sol­che Din­ge zu über­ste­hen. Und das kann man trai­nie­ren. Björn Ja, und das fällt ja vie­len sehr, sehr schwer, an sol­chen Tagen oder in sol­chen Situa­tio­nen inne­zu­hal­ten, auf sich selbst zu schau­en, weil wir Men­schen ja häu­fig dazu ten­die­ren, erst mal nach außen zu gucken und sagen Die ande­ren sind alle doof. Du hast das, glau­be ich. Das haben wir eben auch im Vor­ge­spräch kurz gehabt. Da gibt es so willst du das erklä­ren mit dem Drei­eck und wie man wie man auf Situa­tio­nen schaut. Jan Ja, genau, da gibt es es. Gibt es die­ses Buch Japa­ni­sches Buch Japa­ni­scher Autor. Ich glau­be, das heißt, du bist genug. Und da geht es im Prin­zip um die­ses Gespräch von dem Phi­lo­so­phen mit einem Schü­ler. Und der stellt dann so eine 3 sei­ti­ge Säu­le auf den Tisch. Und auf der einen Sei­te steht die so, dass qua­si zwei Sei­ten zu die­sem Schü­ler das ist ein erwach­se­ner Men­schen, aber Schü­ler von die­sem Rufen ste­hen und sieht qua­si zwei Sei­ten. Jan Da steht drauf Ich Armer und die bösen ande­ren. Und dann for­dert er ihnen dann auf, die­se Säu­le mal zu dre­hen. Und auf der Rück­sei­te steht Was kann ich von nun an tun? Oder Was soll­te ich von nun an tun? Und die­ser Per­spek­tiv­wech­sel, raus­zu­kom­men aus die­ser Opfer­rol­le und Opfer und Täter­rol­le in Anfüh­rungs­stri­chen die ande­ren sind schuld dar­an, dass es mir so schlecht geht. So ist es. Und was kann ich von jetzt an machen? Das ist eigent­lich der wesent­li­che Schritt, den wir auch im Coa­ching immer wie­der haben. Björn Also ja, genau. Jan Es ist, wie es ist. Und was kann ich von nun an tun? Dazu gehört aber auch, dass man, dem es ist wie es ist, ein Stück weit auch Raum gibt, dass auch mal fühlt und auch akzep­tiert und auch mal fest­stellt Das ist ja nicht ein­fach mal dumm, das ist völ­lig in Ord­nung. Und dass man dann sagt Okay, aber das ist jetzt so und wie kann ich es jetzt bes­ser machen? Björn Genau, ja. Also ein­fach einen. Ich fin­de das Bild mit dem Umdre­hen der Säu­le eigent­lich ganz schön ein­fach. Ein auf sich selbst schau­en­den Wohl­wol­len, das auf sich selbst schau­en, nicht so, nicht hin­schau­en auf sich selbst. Wie konn­te ich nur so was falsch machen? Oder ich Depp oder war­um bin ich so zu blöd, son­dern ein­fach zu die­ses Akti­on, in die­sen Aktio­nis­mus zu kom­men. Also nicht nega­ti­ven Aktio­nis­mus, aber in die­ser Händ­ler, wenn die Täter Hal­tung zu kom­men, nicht Opfer oder Täter Täter Hal­tung ist nicht rich­tig. Björn Nein, eine akti­ve, eine eine akti­ve, genau in eine akti­ve Rol­le. Da habe ich mich geirrt. In den Wor­ten von Franz, der in eine akti­ve Rol­le zukommt, sagen Was kann ich jetzt tun? Ich und tun, fin­de ich, da sind ja die Schlüs­sel­wor­te und dann sieht es meis­tens schon sehr viel bes­ser aus. Jan Genau. Björn Wie ist denn dein Tag jetzt so? Nach­dem wir es bespro­chen haben, ist schon deut­lich bes­ser, auch so ein­fach bewusst zu machen, dass man es als mie­sen Tag emp­fin­det. Das schafft ja schon eine gewis­se Distanz dazu. Und dann kann man ja auch meis­tens schon dar­über lachen. Und ich kann da jetzt ganz gut lachen als Dort­mun­der. Na gut, wenn ihr auch mal einen mie­sen Tag habt und über­legt hat, dar­über zu spre­chen oder all­ge­mein Fra­gen zu dem The­ma habt, dann ste­hen wir euch natür­lich ger­ne zur Ver­fü­gung. Björn Ihr erreicht uns auf unse­ren Home­pages bjoernbobach.de und jangustavfranke.de oder auch per E‑Mail unter bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de und wir freu­en uns schon bald die nächs­te Fol­ge für euch zu tei­len und uns da wie­der zu hören und sagen Bis dahin! Björn Auf Wie­der­hö­ren. Ciao! Tschüss! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Der Zusammenhang von Arbeit und Glück](https://bobach-coaching.de/podcast-arbeit-und-glueck/) **Published:** Dezember 10, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Braucht man einen erfül­len­den Job, um glück­lich zu sein? Darf man auch glück­lich sein, wenn mein Beruf ledig­lich den Zweck erfüllt, Geld zu ver­die­nen? Die­sen Fra­gen und (mög­li­chen) Ant­wor­ten gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich in die­ser neu­es­ten Fol­ge von Coach&Coach sehr per­sön­lich nach. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich spre­che heu­te wie jedes Mal mit Björn Bob­ach. Ich bin Jan Fran­ke. Wir haben uns heu­te ein The­ma aus­ge­sucht, was viel­leicht der einen oder ande­ren Per­son schon mal begeg­net ist, näm­lich dem The­ma oder The­men­kom­plex Arbeit und Glück. Was fällt dir dazu ein? Wir. Björn Oh, jede Men­ge. Spon­tan den­ke ich dabei tat­säch­lich an die ers­ten zehn Jah­re mei­nes Berufs­le­bens, wo ich ja mei­nen Traum­be­ruf aus­ge­übt habe und dann fest­stel­len muss­te, dass auch Traum­be­ruf nicht unbe­dingt glück­lich machen. Jan Okay, ja, das ist natür­lich eine unter Umstän­den gar nicht so ein­fa­che Erkennt­nis. Also nicht im Sin­ne von Es ist schwer, zu die­ser Erkennt­nis zu kom­men, son­dern fühlt sich viel­leicht nicht unbe­dingt gut an! Björn Na ja, das war damals auch erst mal so, dass ich dann schon gedacht habe, es kann doch nicht sein, dass so Traum­be­ruf. Da wür­den so vie­le sich freu­en, wenn sie das machen wür­den, was ich hier gera­de tue. Und aber dass sich Tau­sen­de die Fin­ger auch den Satz habe ich gehört, den habe ich nicht. Das ist ein Klas­si­ker, wie Sie Tau­sen­de die Fin­ger lecken. Björn Ja, das ist ein Klas­si­ker. Aber du hast schon recht. Das war die, das zu rea­li­sie­ren und anzu­neh­men, dass man das fest­stellt, dass das, was man so sich so unglaub­lich erwünscht hat, wo man so wahn­sin­nig viel Ener­gie und Zeit rein­ge­steckt hat, dass das am Ende nicht das ist, was einen glück­lich macht. Das ist schon ein Pro­zess gewe­sen. Jan Ja, das kann ich mir vor­stel­len. Und das ist ja die, dass qua­si die eine Sei­te, wie man zu die­sem Kom­plex kom­men kann und die ande­re Sei­te oder eine ande­re Sei­te ist. Das ist ja auch sicher­lich ganz, ganz vie­le Men­schen gibt. Die gehen zwar im Job nach, weil die einem Job nach­ge­hen müs­sen, um Geld zu ver­die­nen, aber der Job macht sie dann ein­fach unter Umstän­den gar kei­nen Spaß. Und die haben sich das gar nicht aus­ge­sucht, weil sie es unbe­dingt ger­ne machen möch­ten. Björn Hmmm, son­dern hast du denn hast du ein Bei­spiel? Jan Ein Bei­spiel tu ich. Ich ken­ne wirk­lich die eine oder ande­re Per­son, die sagt, sie macht den Job in ers­ter Linie ein­fach nur, um Geld zu ver­die­nen. Da kann das Motiv sein zu sagen ich möch­te ger­ne einen Job haben, in dem ich viel Geld ver­die­ne. Oder es gibt den das Motiv. Ich möch­te einen siche­ren Job haben. Das sind ja ganz vie­le unter­schied­li­che Moti­ve, die dazu füh­ren kön­nen, einen Job auch zu wäh­len, an dem man viel­leicht gar kei­nen Spaß hat. Jan Und wenn irgend­je­mand ger­ne eigent­lich was weiß ich Thea­ter, also Künst­ler, Schau­spie­ler, Ani­ma­te und nicht aus­ge­bil­det und könn­te das auch irgend­wo auf einer klei­nen Büh­ne machen für klei­nes Geld. Aber das reicht halt eben lei­der nicht, um eine drei­köp­fi­ge fünf­köp­fi­ge Fami­lie durch­zu­brin­gen. Und des­halb macht man irgend­was ande­res. Das kön­nen ja sol­che Grün­de sein. Was mich antreibt. Ich habe mir so ein biss­chen auch die­ses The­ma heu­te aus­ge­sucht, da drau­ßen, wenn ja, aber 1000 Leu­te rum, viel­leicht auch noch mehr, die einem sagen Arbeit muss glück­lich machen. Jan Ja, und das möch­te ich doch mal zumin­dest mal mit ihm bespre­chen. Also muss Arbeit, Arbeit und Glück zwin­gen. Mit­ein­an­der zusam­men? Ja oder nein? Und wer nimmt sich über­haupt her­aus, zu sagen, dass Arbeit glück­lich machen muss? Das heißt ja nicht, das möch­te ich auch ganz expli­zit sagen, dass Arbeit nicht glück­lich machen kann oder dass das nicht schön sein kann, wenn sich das trifft. Und ich selbst wird auch von mir sagen, dass ich Spaß habe an dem, was ich tue. Jan Und das ist natür­lich eine gro­ße Freu­de. Aber das heißt ja nicht zwin­gend, dass das so sein muss und dass uns der Anspruch von jedem sein muss. Und da wür­de ich ger­ne mal drü­ber spre­chen. Also eigent­lich mal die Fra­ge Ja. Björn Ja, das ist eine gute Fra­ge, wo kommt das her, war­um ist es? Das ist ja tat­säch­lich so, dass das sehr, sehr prä­sent ist, dass man, dass man sagt, dass man immer wie­der hört Arbeit muss glück­lich machen, du musst etwas tun, was dich glück­lich macht. Ich glau­be, das ist ein Pro­dukt der aktu­el­len Zeit oder der letz­ten Jahr­zehn­te. Ich kann mir schon vor­stel­len, dass das so in den 50er, 60er Jah­ren noch ganz anders aus­sah. Björn Es ist halt so das Stre­ben nach Selbst­er­fül­lung, also dass man, dass man, dass man irgend­wie, dass die Gene­ra­ti­on, die jetzt so ins Berufs­le­ben star­tet, auch das Gefühl hat, sie müs­sen etwas machen, was sie je zu jedem Zeit­punkt 100 pro­zent erfüllt und glück­lich macht. Gepaart damit, dass vie­le das dann gar nicht wis­sen. Wie auch, wenn man Anfang 20 ist oder knapp 20 ist, weiß man ja sehr wahr­schein­lich über sich noch bei wei­tem nicht so viel, wie wenn man dann irgend­wann mal 20 30 Jah­re mehr Lebens­er­fah­rung gesam­melt hat. Björn Wie soll man in dem Alter schon ent­schei­den kön­nen? Was macht mich mein gan­zes Leben froh und oder so. Also da kann sich das nicht auch ver­än­dern übers Leben und das kann ja genau sein. Björn Ja, genau das ist jetzt zum Bei­spiel zurück­zu­kom­men. Auf mei­ne Geschich­te, die ich da eben erzählt habe, ist das ja so, das hat mir ja auch eine lan­ge Zeit Freu­de berei­tet. Aber es gab halt einen Punkt, wo es nicht mehr gepasst hat. Ich glau­be, das ist Pro­dukt der Neu­zeit ist, das man in Arbeit sei­ne Erfül­lung sucht. Wie das jetzt ent­stan­den ist, kann natür­lich sehr vie­le ver­schie­de­ne Grün­de haben. Es gesell­schaft­li­che Din­ge, es geht uns sehr sehr gut. Björn Also es geht uns wirt­schaft­lich sehr gut in Deutsch­land. Wir wir haben alle mehr als wir brau­chen. Im Prin­zip. Und viel­leicht sucht man dann so über die Arbeit die­ses Gefühl der Erfül­lung, dass einem sonst nicht so schnell über den Weg läuft, weil wir und weil es uns so gut geht, dass wir auch Glück weni­ger emp­fin­den kön­nen. Ist jetzt sehr phi­lo­so­phisch, das weiß ich nicht, ob wir Glück weni­ger emp­fin­den kön­nen, aber wenn wir uns jetzt mal wenn wir jetzt mal über die­se klas­si­sche mut­lo­se Bedürf­nis­py­ra­mi­de kommt, dann ist das ja im Prin­zip genau das. Björn Und das passt eigent­lich auch zu dei­ner The­se, die du gera­de genannt hast, ist näm­lich, dass es viel­leicht in den 50er, 60er, 70er und 70er Jah­ren ganz ande­re The­men waren. Da ging es näm­lich dar­um, erst mal so viel zu ver­die­nen, dass man sich ver­nünf­tig ernäh­ren kann, wenn man sich auf die Sto­ry so von den Groß­el­tern und so wei­ter an. Dann ging es dar­um, dass man genug Brot hat zum Essen oder so was. Und dann hat man dafür halt erst mal geschafft. Björn Und ich mei­ne, heu­te sind wir, es gibt. Das ist natür­lich auch kannst du nie­mals pau­schal sagen, weil man kann man nie­mals pau­schal sagen, weil es natür­lich da auch ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Situa­tio­nen in unse­rer Gesell­schaft gibt und dass ja auch jeder unter­schied­lich unter­wegs ist. Aber ich glau­be, dass die­ser Punkt arbei­ten muss, irgend­wie erfül­lend sein und so wei­ter. Ins­be­son­de­re halt über­all da ist, wo viel­leicht auch eine gewis­se Absi­che­rung ist oder da kann es auch sein. Björn Aber das hat natür­lich auch raus, weil wir einen unheim­li­chen, ja über­haupt schon so einen Life­style Kul­tur haben. Auch über Social Media. Also über­all wird aus­ge­strahlt, alles ist toll. Es gibt ja nichts, was nicht, son­dern alles muss toll sein. Die Bezie­hung muss per­fekt sein und da muss man dann auf­ge­hen. Das war viel­leicht in den 50er Jah­ren auch noch Absi­che­rung, teil­wei­se oder Jahr­hun­der­ten. Eine poli­ti­sche Sache. Dass über­haupt Lie­be in einer Bezie­hung das ers­te The­ma ist, das ist ja, das ist ja ein ist ein Phä­no­men der Neu­zeit. Björn Das ist ja ganz jung eigent­lich gar nicht so lan­ge eta­bliert, aber da kom­men wir auf ein ande­res The­ma. Aber klar, es ist im Grun­de genom­men die Situa­ti­on. Uns geht es größ­ten­teils ganz gut. Und der nächs­te Punkt ist Es muss halt eben auch alles einen Sinn haben. Es ist die Sinn­su­che, Fül­lung sozu­sa­gen. Aber die Fra­ge ist halt. Ist die­ser sinn in sämt­li­chen Lebens aspek­ten zu suchen? Muss man den über­all fin­den? Oder kann man nicht eine Sache auch ein­fach mal des Zwe­ckes wegen machen? Björn Also muss man die Arbeit glück­lich machen. Muss mich ein Teil­aspekt glück­lich machen. Muss mich irgend­wie. Muss nicht mei­ne bezie­hung glück­lich machen. In dem Sin­ne? Oder hat das auch was mit mir selbst zu tun? All das sind ja Fra­gen, die man sich dann stel­len kann. Und ich glau­be bei der Arbeit ist es natür­lich auch ein The­ma, was glau­be ich einen gro­ßen Unter­schied macht oder wor­un­ter man ja auch unter­schied­lich ist, in Anfüh­rungs­stri­chen, Arbeit oder Beruf bzw. Beru­fung. Björn Das heißt, eini­ge sagen ja auch Sie haben wir eine Beru­fung zu einem bestimm­ten The­ma. Es gibt Men­schen, die wis­sen schon von Kin­des­bei­nen an. Sie wol­len Arzt wer­den. Das ist dein größ­ter Wunsch und dann total drauf oder emp­fin­den viel­leicht auch eine Ent­täu­schung, wenn das nicht klappt. Björn Oder stel­len dann fest Sie sie oder sie stel­len dann fest, sie sind dann Arzt gewor­den. Und es ist halt trotz­dem wie alle Fel­der im Leben, egal ob es jetzt beruf­li­che Bezie­hun­gen oder Freund­schaf­ten sind. Natür­lich auch davon ab und zu mal Schat­ten­sei­ten geprägt. Also alles hat ja zwei, zwei Sei­ten und ein Arzt­be­ruf hat natür­lich auch Schat­ten­sei­ten. So wie in Thea­ter Job auch Schat­ten­sei­ten hat, so wie eine Bezie­hung auch mal durch Täler muss. Also ich fin­de da ist die, die die rich­ti­ge Mischung und der Umgang damit halt wich­tig. Björn Ich wür­de von mir jetzt sagen, dass ich Din­ge mache beruf­lich, die mir alle Spaß machen. Also ich bin ja selbst­stän­dig, ich kann ja selbst ent­schei­den, was ich tue. Nichts­des­to­trotz gibt es da Tätig­kei­ten, die fin­de ich jetzt eher läs­tig. Oder es gibt Ter­mi­ne, wo ich den­ke muss das sein? Aber das mache ich dann halt ein­fach und das ist dann auch okay. Also ich neh­me dann auch an, dass man­che Din­ge ein­fach pas­sie­ren müs­sen, um Geld zu ver­die­nen und das fällt vie­len schwer. Björn Mitt­ler­wei­le also die­ses die­ses ver­meint­lich sinn­lo­se Geld ver­die­nen und das mei­ne ich jetzt nicht im Sin­ne von viel Geld ver­die­nen, son­dern es fängt ja schon im Klei­nen an.. Da, da, da merkt man so regel­recht bei vie­len ein, einen Kon­flikt sogar schon fast eine Recht­fer­ti­gungs­zwang manch­mal, dass sie erklä­ren müs­sen, war­um sie einen bestimm­ten Job haben. Jan Das ist natür­lich. Das fin­de ich inso­fern nicht in Ord­nung. Ich mei­ne, wenn das alles kommt es aus mir selbst, dass ich das Gefühl habe, das ers­te Mal, was ich eben zum Bei­spiel nicht in Ord­nung fin­de, ist, wenn halt ein­fach über bestimm­te Beru­fe. Also wenn die qua­si als nicht irgend­wie schön oder nicht gut wahr­ge­nom­men wer­den, dann alles erst mal sein, sei­ne Berech­ti­gung, Not­wen­dig­keit. Des­halb gibt es ja die­se Jobs, weil sie genau etwas leis­ten. Jan Und das ist halt ganz, ganz wich­tig. Und ich fin­de, das ist halt auch nichts über eine mensch­li­che Kom­po­nen­te oder Wer­tig­keit aus, was man für einen Job aus­übt. Björn Ja, aber das wird oft in einen Topf gewor­fen. Also dass das die, dass wenn jemand einen, sagen wir mal jemand Arbeit ist. Noch so, ich such mal gera­de nach Bei­spie­len. Ich möch­te auch über­haupt nie­man­dem auf die Füße tre­ten, der uns zuhört, aber immer noch mal nach. Björn Ja, ich tue mich schwer, weil man wür­de ja sofort jeman­den dif­fa­mie­ren. Also sagen wir mal, wir neh­men ein Nein, nein, nein. Ich sag, ich sage auch, ich sage auch nichts Kon­kre­tes, son­dern neh­men wir ein­fach ganz all­ge­mein. Neh­men wir einen Job, der viel­leicht im Volks­mund nicht beson­ders beliebt ist. So also neh­men wir irgend­ei­nen ganz abs­trakt. Genau. Neh­men wir einen Job, der ein­fach kein gutes Anse­hen hat. Der füllt ja trotz­dem sei­ne Funk­ti­on und der ernährt ja jeman­den. Björn Und es gibt ja einen Sinn, war­um es die­sen Job gibt, wenn jemand so etwas macht und da viel­leicht auch gar nicht so viel Emo­ti­on rein­steckt und damit sein sein Leben finan­ziert, sei­ne Kin­der ernährt, ist das ja über­haupt nichts Ver­werf­li­ches. Aber es wird lei­der oft etwas ver­ur­teilt und das fin­de ich dann scha­de. Jan Ist rich­tig und da gibt es natür­lich auch noch den Aspekt, den darf man glau­be ich auch nicht ver­ges­sen oder nicht außer Acht las­sen. Es gibt auch Jobs, die so einen Ruf haben und dann gibt es aber auch Leu­te, die füh­ren den total ger­ne aus. Also genau und sagen, sie haben da Spaß dran und auch das ist ja völ­lig gut und super. Ich mei­ne, was Schö­ne­res kann man ja gar nicht haben als einen Job. Dann ver­bringt man in der Regel 8 Stun­den des Tages, also ein Drit­tel sei­ner Zeit bzw. Jan nur die Hälf­te der der wachen Zeit, wenn du 8 Stun­den auf schläfst. Und dann ist ja gut was zu tun, wor­an man, wor­an man Freu­de hat unter Umstän­den und soll­te sich da glau­be ich auch nicht von vorn beein­träch­ti­gen las­sen, was ande­re davon den­ken. Björn Aber was ist denn, wenn jemand einen Job hat, wo er sagt da ist er emo­ti­ons­los, es ist ihm egal. Er geht da hin, macht sei­nen Job, geht nach Hau­se. Ist ihm wirk­lich egal. Er könn­te auch was ande­res machen. Ver­dient sein Geld. Damit ist das schlimm. Jan Ich fin­de über­haupt nicht, ich fin­de, man soll­te sich gar nicht erst den Druck machen las­sen von irgend­je­man­dem. Und ich fin­de es auch völ­lig, völ­lig anma­ßend, jeman­dem sagen zu wol­len Du musst glück­lich sein mit dei­nem Job. Ich mei­ne es nicht. Wer unglück­lich ist, dem wür­de ich emp­feh­len, dar­über nach­zu­den­ken, ob er was tun kann, dafür, dass er glück­li­cher wird. So, aber wenn jetzt jemand da ist und der sagt Ich, mein Anspruch ist, ich möch­te einen Job haben, der in Ord­nung ist, der ist also ein Min­dest­maß sozu­sa­gen nicht unan­ge­nehm, son­dern das Aus­hal­ten. Jan Man jetzt auch nicht für was und die Koh­le stimmt, dann ist das aus mei­ner Sicht völ­lig legi­tim. Und der Punkt ist ja auch Das Leben spielt sich ja nicht nur allein auf der Arbeit ab. Das ist ja was, wenn ich mich nur über die Arbeit defi­nie­re, weil ich jetzt irgend­wie der tolls­te Hecht bin und aber alles qua­si über die über die Arbeit zie­he, dann ent­steht natür­lich auch da qua­si eine auch nur emo­tio­na­le Abhän­gig­keit davon. Also ich mei­ne, wie vie­le Per­so­nen gibt es, die in Ruhe­stand gehen und vor­her qua­si immer nur oder viel, viel mit­ge­tra­gen haben? Jan Ich bin, ich tue und so wei­ter. Und ganz viel hing sozu­sa­gen an die­ser Rol­le. Und auf ein­mal ist die­se Rol­le weg und dann bleibt da wenig übrig. Inso­fern gibt es auch ganz, ganz vie­le ande­re Aspek­te und zum Bei­spiel den Weg zu gehen, einen Job zu haben, der halt ein­fach in Ord­nung ist und eine Lei­den­schaft neben­her, ein Sport, irgend­was künst­le­ri­sches, sozia­les Enga­ge­ment. Also wie vie­le Men­schen gibt es? Die, die ein­fach total im sozia­len Enga­ge­ment auf­ge­hen und super viel für die Gesell­schaft leis­ten, sogar noch neben ihrem Job. Jan Also dop­pelt eigent­lich sich da ein­brin­gen. Und das sind alles Lebens­be­rei­che, die so wert sind zu leben und und wahr­ge­nom­men zu wer­den. Björn Das ist mir auch tat­säch­lich in einem Coa­ching schon mal begeg­net, dass jemand eigent­lich in einem ganz in einem guten Job war, gut bezahlt war und so mit der Fra­ge­stel­lung kam. Aber ich bin da so unglück­lich. Und dann habe ich ver­sucht her­aus­zu­fin­den, war­um eigent­lich. Und dann stell­te sich über viel Arbeit her­aus, dass es eben nicht, gar nicht der Job war, der unglück­lich mach­te, son­dern genau das, die­ses Gefühl, das von außen kam. Du musst doch etwas machen, was dich glück­lich macht. Björn Und dann der Fokus so auf das Arbeits­le­ben gelegt wur­de. Und was soll ich nur ande­res tun? Die Lösung war dann im Prin­zip in dem Fall für den Kli­en­ten oder die Kli­en­tin, ganz ein­fach, weil der Fokus sich ver­schob. Also es wird dann eben nicht so viel Wert dar­auf gelegt. Was mache ich eigent­lich in mei­nem Job? Son­dern wie viel Zeit ver­brin­ge ich mit mei­nen Freun­den? Was mache ich mit mei­nen Freun­den? Wie füh­re ich mei­ne Bezie­hung? Sol­che Geschich­ten haben einen höhe­ren Stel­len­wert bekom­men und dann war alles in Ord­nung. Björn Und dann war auch der Job auf ein­mal wie­der gefühlt viel wert­vol­ler, weil es gab eigent­lich defac­to nichts schlech­tes an dem, an dem Job oder dem Umfeld, dann im beruf­li­chen Umfeld. Und das ist natür­lich etwas, was von außen gekom­men ist, wie wir ja am Anfang schon gesagt haben, dass das so ein Druck ist, der manch­mal von Freun­den ja auch gemacht wird, muss doch was Sinn­stif­ten­des tun. Jan Ja und da ist auch die Fra­ge wo fängt Sinn an Vor­sprung, Geschich­te und kann man nicht auch eigent­lich in jeder Tätig­keit, die man erbringt, auch einen gewis­sen Sinn sehen? Björn Hm. Ist ja auch wie­der so groß gewor­den. Jan Die Tätig­keit len­ken, ganz acht­sam mit die­ser Tätig­keit sein, dass man gar nicht die Sinn­haf­tig­keit der Tätig­keit unbe­dingt in den Vor­der­grund stellt, son­dern qua­si die Tätig­keit an sich und den Umgang mit die­ser Tätig­keit. Björn Und wenn man von Sin­nen. Ja, und wenn man von Sin­nen spricht, sind wir ja wie­der in so einem sub­jek­ti­ven Fil­ter. Das das ist ja wie­der für jeden was ande­res. Also für man­che ist sind so viel Reich­tum anzu­häu­fen wie mög­lich, für ande­re ist Sinn für die Umwelt was zu tun oder für Men­schen, also phil­an­thro­pi­sche, unter­wegs zu sein. Das ist, das ist so sub­jek­tiv gefil­tert. Des­we­gen ist der Druck, der von außen kommt du brauchst, musst sinn­stif­tend sein. Björn Ist schon gefähr­lich eigent­lich. Mir fällt aber auch gera­de ein, dass. Das ist tat­säch­lich etwas, was ich da nicht so glück­lich fin­de, es gibt ja sehr vie­le Selbst­fin­dung. Gurus nen­nen. Na also, da gibt es ja ganz gro­ße Namen auch, die das ganz stark pro­pa­gie­ren. Du musst den Sinn in dei­nem Tun fin­den und so. Und ich hel­fe dir, um den zu fin­den. Das setzt ja einen noch mehr unter Druck. Und das wird ja über die sozia­len Medi­en immer wei­ter, immer wei­ter gepusht. Björn Ja, oder? Die Leu­te eifern dann auch sol­chen Leu­ten nach. Jan Ja klar, da ist ja die Fra­ge was fin­de ich auch nur bedingt bis gar nicht seri­ös. Also Heils­ver­spre­chen fin­de ich gar nicht seri­ös. Letz­ten Endes. Das ist halt ein­fach. Ich fin­de es fin­de es klas­se. Ich glau­be, es gibt ja auch vie­le erfolg­rei­che Wege, die man gehen kann. Also die, die auch schon für vie­le Men­schen funk­tio­niert haben, um auch glück­lich zu wer­den oder auch glück­lich mit der Arbeit zu wer­den. Was eigent­lich unser unser The­ma hier ist in die­sem Zusam­men­hang. Jan Aber auch das ist natür­lich indi­vi­du­ell und da gibt es kei­ne kei­ne Blau­pau­se. Aber ganz wich­tig in dem Zusam­men­hang ist sicher­lich eben auch ein­fach selbst rein­zu­schau­en in sich. Fest­zu­stel­len Was ist denn das über­haupt, dass wir viel­leicht über­haupt den Anlass gibt, dar­über nach­zu­den­ken, ob ich glück­lich bin mit mei­ner Arbeit? Also unter Umstän­den gibt es ja zig Men­schen, die die­sen Pod­cast nicht hören, ein­fach weil die sagen, das The­ma ist gar nicht rele­vant für mich, inter­es­siert mich nicht und ich bin genervt und ich will da gar nicht mehr drü­ber hören. Jan Inter­es­siert mich nicht, oder? Das hat das eine mit dem ande­ren zu tun. Das heißt, in dem Moment, wo man sich damit aus­ein­an­der­setzt, jen­seits von man man mit bei die­sem Bei­spiel zu zu neh­men, kon­su­miert das ein­fach, weil man da irgend­wie jede Fol­ge hört oder so was. Es ist ja so ein Anlass gibt, war­um man über so ein The­ma auch nach­denkt. Und dann ist halt die Fra­ge auch wie kann man das bear­bei­ten? Und eine Mög­lich­keit ist in dem Zusam­men­hang auch natür­lich da mal ein Coa­ching Pro­zess rein­zu­ge­hen und ein­fach fest­zu­stel­len zu iden­ti­fi­zie­ren. Jan Woher kommt das, dass ich den­ke, das ist ein The­ma für mich, dass ich nicht glück­lich bin mit der Arbeit oder dass ich glück­lich wer­den möch­te mit der Arbeit oder noch glück­li­cher wer­den möch­te mit der Arbeit. Und was kann ich dafür tun, um für mich ent­we­der die­sen Zustand her­zu­stel­len oder dass ich glück­lich bin damit oder für mich even­tu­ell auch neu defi­nie­ren, was das über­haupt für mich bedeu­ten soll und dann glück­lich mit der Arbeit sein oder mit Lebens Aspek­ten sein. Kann ja auch sein, im Rei­nen damit zu sein, zufrie­den zu sein. Björn Was mir schon sehr häu­fig begeg­net ist, ist, dass an der eige­nen Tätig­keit rum geme­ckert wur­de, weil ganz woan­ders etwas nicht stimm­te. Das kommt dann ja auch noch dazu, dass man das man das ist im Prin­zip eine Ver­mei­dung. Also hat eigent­lich das Pro­blem ganz woan­ders im Pri­va­ten, in der Bezie­hung oder im Freun­des­kreis oder gesund­heit­lich sogar und sucht dann sein Heil im Job oder im beruf­li­chen Umfeld und ver­grault es sich dann aber eigent­lich auch das Glück im Job, weil man da Maß­stä­be ansetzt, die gar nicht zu erfül­len sind. Björn Es kann ja nicht jeder. Jeder, jeder Beruf kann nicht die Welt ret­ten. Er kann ein Zahn­räd­chen in dem Pro­zess sein, der uns unse­re Welt am Lau­fen hält. Aber es gibt ja nicht den einen Job, der ulti­ma­tiv glück­lich macht. Jan Ja, ja, die­ser Pro­zess der Über­tra­gung, der funk­tio­niert natür­lich auch in ande­re Rich­tung. Also genau­so, wenn es irgend­wie im Job nicht läuft oder so was. Kann es sein, dass Men­schen auch da The­men qua­si mit in die Bezie­hung neh­men? Ja, die Bezie­hung muss mich ja jetzt voll erfül­len. Ja, genau. Ich muss mich glück­lich machen. Björn Ich bin doch eigent­lich glück­lich machen muss, muss auch die Bezie­hung eigent­lich glück­lich machen. Björn Wie schreck­lich, wenn man sich das vor­stellt, wenn man sich das vor­stellt. Mein Mann kommt gefrus­tet nach Hau­se und bür­det dem Part­ner dann qua­si die unglaub­li­che Auf­ga­be auf. Und du musst jetzt mei­nen gan­zen Frust, den ich im Kopf habe, aus­bü­geln und mich hier bit­te sofort aus mei­nem noch raus­ho­len. Also wir kom­men ja ganz oft immer wie­der an die­sen Punkt, wo wir fest­stel­len, dass es die Balan­ce ist. Also nicht nur heu­te Sachen an, son­dern bei ganz vie­len The­men. Björn Das ist die Aus­ge­gli­chen­heit zwi­schen allen Berei­chen, ist also. Des­we­gen ist die­ses Arbeit und Glück fin­de ich auch so ein span­nen­des und ich glau­be auch in der heu­ti­gen Zeit ein ganz wich­ti­ges The­ma, weil es auch ein biss­chen bewusst macht, dass es eben nicht so ist, dass wir nur in einem Bereich unse­res Lebens unser Glück suchen soll­ten. Ja, abso­lut ja, ich fin­de das waren war eine sehr span­nen­de Run­de heu­te mit dir. Das war ein sehr schö­nes The­ma. Freue ich mich über das Ja, freue ich mich dar­über, dass du dir das gewünscht hast. Björn Wenn ihr noch Fra­gen dazu habt oder Anre­gun­gen, freu­en wir uns natür­lich wie immer über eure Kon­takt­auf­nah­me. Ihr fin­det uns auf unse­ren Home­pages jangustavfranke.de und bjoernbobach.de und über die E‑Mail-Adres­sen kontakt@jangustavfranke.de und bjoern@bjoernbobach.de. Und wir freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge und wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen. Ich sage bis bald und der Jan sagt Auf Wie­der­hö­ren. Wie immer. Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Glück, Podcast --- ### [Wie uns Rituale nützlich sind](https://bobach-coaching.de/podcast-rituale/) **Published:** Dezember 17, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ritua­le ken­nen wir alle aus unse­rem Leben: gro­ße Lebens­er­eig­nis­se wer­den oft mit einem Ritu­al ver­bun­den – Hoch­zei­ten, Beer­di­gun­gen und Ein­schu­lun­gen sind nur ein paar Bei­spie­le. In die­ser Fol­ge von Coach&Coach gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich der Macht von Ritua­len auf den Grund, und wie wir uns die­se Macht zu Nut­zen machen kön­nen. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich freue mich heu­te mit Björn über ein The­ma zu spre­chen, was ich super inter­es­sant fin­de und zwar Ritua­le. Björn Hal­lo Jan, grüß dich! Jan Genau, wir wol­len heu­te über Ritua­le spre­chen. Für mich per­sön­lich die­ser Begriff Ritua­le hat immer auch etwas etwas Geheim­nis umwo­ben oder was Auf­ge­la­de­nes. Inso­fern fin­de ich das ein ganz inter­es­san­tes The­ma. Und wir wol­len heu­te dar­über spre­chen, was auch Ritua­le über­haupt sind und wie wir sie auch nut­zen kön­nen. Ja, was fällt dir ein, wenn du asso­zi­ier­tes zum The­ma Ritua­le? Björn Ich glau­be, vie­le ver­wech­seln Ritua­le mit Gewohn­hei­ten. Das ist so mein ers­ter Gedan­ke. Also so als Bei­spiel Ich kom­me nach Hau­se und wer­fe als ers­tes mei­nen Schlüs­sel ein. Immer den glei­chen Platz. Ist das dann ein Ritu­al oder eine Gewohn­heit? Ich wür­de eher sagen, dass es eine Gewohn­heit ist, aber da höre ich den Begriff Ritu­al auch sehr häu­fig. Für mich ist ein Ritu­al eine bewuss­te Tätig­keit um oder eine bewuss­te Hand­lung. Sagen wir mal so um etwas. Bestimm­tes. Björn Zu bege­hen ist jetzt so, also ganz klas­si­sches Ritu­al haben wir ja zum Bei­spiel auch in unse­rem Leben, das ist die Ein­schu­lung. Also ein Kind wird ein­ge­schult, das ist auch ein Ritu­al. Das läuft ja auch fast über­all ähn­lich ab, mit einem Kir­chen­be­such meis­tens vor­her und dann der Schul­tü­te und der fei­er­li­chen Auf­nah­me in den Kreis der Schü­ler sozu­sa­gen. Das ist ein Ritu­al. Und wir haben aber auch die Mög­lich­keit, uns Ritua­le selbst zu schaf­fen. Aber da kom­men wir sehr wahr­schein­lich auch spä­ter noch drauf. Jan Genau. Also ich glau­be, das, was das Ritu­al für gewöhn­lich von der Gewohn­heit unter­schei­det, ist der Sym­bol­ge­halt. Es ist ja nicht allein etwas, was wir regel­mä­ßig tun oder wie­der­ho­len tun, son­dern es hat auch irgend­wie eine Bedeu­tung. Und das macht den gro­ßen Unter­schied aus. Und wenn ich sehe, was es für Ritua­le gibt, dann gibt es, wie du sagst, zum Bei­spiel welt­li­che Ritua­le, was ein Ritu­al sein kann wie die Ein­schu­lung. Es kann auch eine gesetz­li­che Ehe­schlie­ßung sein. Jan Auch das ist sozu­sa­gen ein Ritu­al, das eben auch förm­lich gefragt wird, ob man eben die­sen Bund der Ehe ein­ge­hen möch­te. Das kann aber dann qua­si auch eine reli­giö­se Kom­po­nen­te anneh­men und natür­lich reli­giö­se Ebe­ne. Wenn es zum Bei­spiel auch um die Hoch­zeit vor Gott geht oder um eine Tau­fe oder Kom­mu­ni­on, Fir­mung, Kon­fir­ma­ti­on, was es da alles gibt oder auch diver­se ande­re Ritua­le, Auf­nah­me, Ritua­le. Was es da so so gibt in der bun­ten Welt. Und so unter­schei­det sich das vor allen Din­gen auch fin­de ich ein Ritu­al vom All­tag. Björn Ja, ich möch­te aber noch mal den Begriff der Bedeu­tung auf­neh­men, den du da eben genannt hast. Ich glau­be, das ist das Haupt­merk­mal eines Ritu­als. Ein Ritu­al hat eine gro­ße Bedeu­tung. Das sym­bo­li­siert etwas Gro­ßes, etwas Ein­schnei­den­des, etwas Gewich­ti­ges, hof­fent­lich posi­ti­ve Din­ge. Aber wenn wir jetzt zum Bei­spiel auch an Beer­di­gung denkt, das ist ja auch ein Ritu­al, das wir haben und das aber auch eine ganz gro­ße Bedeu­tung für uns hat. Es gibt ja vie­le Men­schen, um jetzt bei dem The­ma Beer­di­gung zu blei­ben, die sehr lan­ge sehr lei­den, weil die zum Bei­spiel einen Men­schen ver­lo­ren haben auf eine Art und Wei­se, wo sie nicht beer­di­gen kön­nen. Björn Tat­säch­lich oder bei Ver­miss­ten ist das häu­fig so. Denen fehlt die­ses Ritu­al und da kom­men dann gro­ße Pro­ble­me dar­aus her­vor, weil die­ser Abschieds Moment ein­fach nicht exis­tiert. Und da sind wir schon fast dabei. War­um Ritua­le so wich­tig sind und was sie uns brin­gen kön­nen. Jan Ja genau. Ich möch­te mal auf einen Punkt ein­ge­hen, weil du gera­de gesagt hast ein­schnei­dend und gleich­zei­tig auch gewich­tig bei die­sem gewich­tig. Da füh­le ich mich auch wohl. Bei Ein­stein habe ich ein biss­chen gezuckt, weil es so ein biss­chen klingt, als müss­te das jetzt qua­si was. Also für mich klang so ein Stück weit nega­tiv bela­den, aber das muss es ja nicht sein. Und es kann ja qua­si in jeg­li­che Art und Wei­se irgend­wo eine emo­tio­na­le Kom­po­nen­te mit dabei haben, zum Bei­spiel. Jan Oder zumin­dest eine sym­bo­li­sche Kom­po­nen­te, wenn auch nicht emo­tio­nal. Björn War auch nicht nega­tiv gemeint. Also dass ich mit ein­schnei­dend mei­ne ich nur etwas, was nicht all­täg­lich ist. Jan Ok. Ja genau. Ja. Was kön­nen sie uns brin­gen? Ritua­le letz­ten Endes. Aus mei­ner Sicht brin­gen sie Ord­nung. Struk­tur halt. Oder eben auch. Bedeu­tung. Ich kann damit kann mit einem Ritu­al, auch einer Situa­ti­on oder einer Hand­lung Bedeu­tung ver­lei­hen. Björn Für mich sind Ritua­le tat­säch­lich die Mani­fes­tie­rung eines eines einer Situa­tions Ände­rung in der Rea­li­tät. Also wenn wenn Sie erklä­ren ja, den Satz habe ich mir gera­de tat­säch­lich aus­ge­dacht. Ich hof­fe, dass ich hof­fe, dass ich das erklärt krie­ge, was ich mei­ne. Also das bedeu­tet das. Neh­men wir mal eine Situa­ti­on. Neh­men wir den Ruhe­stand. Ich gehe in den Ruhe­stand. Gut, ich bin noch weit davon ent­fernt. Jemand geht in den Ruhe­stand. Und da gibt es Ritua­le, also die Ver­ab­schie­dung in der Fir­ma. Björn Also was zum Bei­spiel? Und ich glau­be fel­sen­fest, dass durch die­se Ritua­le wir erst wirk­lich spü­ren, dass da eine Ver­än­de­rung ein­ge­tre­ten ist. Da bin ich auch wie­der mal bei mei­nem Bei­spiel mit der Beer­di­gung von von vor­hin. Ich habe die Aigen, die Beer­di­gun­gen, die ich erlebt habe, das waren tat­säch­lich so Punk­te, wo mir noch mal spür­bar emo­tio­nal und kör­per­lich spür­bar wur­de, was da eigent­lich pas­siert ist, was da ein Mensch ist. Oder dass ich, wenn wir jetzt wie­der auf die, die den Ruhe­stand zurück­kom­men, dass da wirk­lich eine Ver­än­de­rung in mei­nem Leben, in mei­nem Dasein statt­ge­fun­den hat. Björn Und ich glau­be, dass Ritua­le uns es ein­fa­cher machen, das wirk­lich in unser Selbst zu inte­grie­ren. Jan Ja, das glau­be ich auch. Ich habe letz­tens ein ganz inter­es­san­tes Gespräch geführt mit einem befreun­de­ten Bestat­ter. Der hat mich dar­über auf­ge­klärt, was mir auch gar nicht so bewusst war, dass ich inner­halb der letz­ten 20, 30, 40 Jah­re auch zum Bei­spiel die Struk­tur der Bestat­tung geän­dert hat, in dem Sin­ne, als das bis­her oder frü­her ganz vie­le Erd­be­stat­tung es gab. Und mitt­ler­wei­le sind es größ­ten­teils Feu­er­be­stat­tung. Und was ich dann ganz offen­sicht­lich ver­än­dert, ist die Form des­sen, was bestat­tet wird. Jan Näm­lich Einer­seits habe ich bei der Bestat­tung, dem ent­spre­chen­den Sarg, wo der Leich­nam mit drin ist, viel­leicht sogar vor­her noch auf­ge­bahrt, dass ich den sehen kann, um den Leich­nam noch sehen kann. Bei der Feu­er­be­stat­tung habe ich eine Urne, die dann im Grun­de genom­men zu Gra­be gelas­sen wird und das er sag­te, er macht ja qua­si nicht nur die Bestat­tung tech­nisch, son­dern ja auch ein Stück weit die Trau­er­be­glei­tung mit dabei bzw. beglei­tet die die Ange­hö­ri­gen. Und er sagt es macht aus sei­ner Erfah­rung einen ganz gro­ßen Unter­schied, ob ich jetzt abs­trakt eine Beer­di­gung habe, eine Bei­set­zung, dass ich also jetzt eben eine Feu­er­be­stat­tung habe und viel­leicht sogar in einem halb anony­men oder anony­men Feld, wo ich gar nicht mehr weiß, wo liegt denn der Ange­hö­ri­ge, der jetzt da bestat­tet wur­de, oder ob ich tat­säch­lich die­sen gan­zen Pro­zess durch­lau­fe, dass ich die­sen Sarg sehe, dass der dann ins Grab gelas­sen wird, dass ich sehe, wo es wäre, dass ich einen Ort habe, wo ich hin­ge­hen kann, wo ich, wo ich auch Abschied neh­men kann, trau­ern kann. Jan Und dass das wohl enor­men Ein­fluss auch auf die jewei­li­ge Per­son hat. Und das, glau­be ich, passt auch zu dem, was du gesagt hast. Auch zum Bei­spiel im Zusam­men­hang mit der, die die Nähe the­ma­tisch sozu­sa­gen zwi­schen den Ruhe­stand Type­kit. Alle ande­ren Ritua­le oder eben auch sol­che Hand­lun­gen, die schaf­fen auch, also die, die berüh­ren uns in uns, die schaf­fen aber auch Iden­ti­tät. Also auch in dem Moment, wo ich zum Bei­spiel bei einer Beer­di­gung die Mög­lich­keit habe, mit der gan­zen Fami­lie jeman­den zu ent­las­sen aus dem Fami­li­en­kreis in Anfüh­rungs­stri­chen, also beer­di­gen. Jan Da tre­te ich aber trotz­dem als gesam­te Fami­lie auf. Und ich tue es ja nicht nur für den­je­ni­gen, der ver­stor­ben ist, son­dern das ist ja auch eine sym­bo­li­sche Hand­lung gegen­über den gan­zen Fami­li­en­mit­glie­dern, die mit dabei sind. Denn auch alle sehen, dass alle kom­men, um Abschied zu neh­men. Man ist nicht ver­ges­sen, nur weil man stirbt. Und ähn­lich ist es ja, fin­de ich auch in ande­ren Din­gen. Ob das jetzt eine Ein­schu­lung ist, ob das eine, ob das eine Beför­de­rung ist, die gefei­ert wird, ob das ein gro­ßer Geburts­tag ist oder ob das auch eine Ehe­schlie­ßung ist oder eben auch der Ein­tritt in die Ren­te. Jan Die­se Wahr­neh­mung auch mit dabei. Das ist ers­tens ein Stück weit ritu­ell. Begon­nen wird also, dass man das gemein­sam macht und dass eben auch ande­re dar­an par­ti­zi­pie­ren. Die schafft uns auch selbst ein Ver­ständ­nis dafür, wer wir sind oder wie wir qua­si in unse­rer Umge­bung auf­ge­nom­men wer­den. Und das glau­be ich für vie­le Men­schen sehr, sehr wich­tig. Also wer kom­plett vom Ego befreit ist, der tut sich viel­leicht sogar rela­tiv leicht. Aber ich glau­be, das sind die wenigs­ten. Jan Aber es hat natür­lich unheim­lich viel auch mit Ver­bin­dun­gen zu unse­rer Umwelt zu tun. Björn Ich hat­te gera­de noch einen ande­ren Gedan­ken, weil die Ritua­le, die wir jetzt auf­ge­zählt haben, sind ja rela­tiv gro­ße Ritua­le, das mit Grup­pen ver­bun­den, also Hoch­zeit, Abschieds­fei­er in der Fir­ma, Beer­di­gun­gen. Aber jetzt ist mir der Gedan­ke gekom­men, das geht mir ganz weit weg von der Beer­di­gung, näm­lich zur Geburt. Da gibt es ja ein sehr inti­mes Ritu­al, und das ist das Durch­schnei­den der Nabel­schnur. Ich weiß nicht, ob ich ich den­ke, ich darf das sagen. Björn Du hast ja eine klei­ne Toch­ter. Hast du das gemacht? Hast du die Nabel­schnur durch­trennt? Jan Ja, habe ich getan. Björn Ja, das ist ja auch ein ein ganz gro­ßes Ereig­nis, das aber in dem Moment eigent­lich nur zwei Men­schen oder drei, wenn man das Kind jetzt natür­lich mit­zählt, betrifft. Aber das ist ja der Ein­tritt des Vaters in die Ver­ant­wor­tung. Also vor­her war das Kind bei der Mut­ter. Die Mut­ter muss­te dafür sor­gen, dass das Kind in ihrem Bauch gesund bleibt, gut ernährt ist und in dem Moment, wo dann der Vater die Nabel­schnur durch­schnei­det, wird einem. Ich fra­ge dich jetzt, weil ich habe kei­ne Kin­der, aber ich fra­ge dich wird einem in dem Moment nicht auch beson­ders bewusst? Björn Jetzt kom­me ich ins Spiel. Jan Ja, sicher­lich. Also ich kann das auf unter­schied­li­chen Ebe­nen wahr­ge­nom­men. Also mir war klar, dass das eine Art Ritu­al ist. Es ist ja eigent­lich über­haupt erst mal in die­ser Situa­ti­on. Du hast ja im Prin­zip eine Geburt, die dau­ert ja viel­leicht auch ein biss­chen in unse­rem Fall, was auch durch­aus ein biss­chen län­ger. Und dann hast du das halt irgend­wann auch gemein­sam durch­ge­stan­den, wobei mei­ne Rol­le da ja eher unter­stüt­zend war. Die super star­ke Leis­tung von mei­ner Frau. Und dann ist es ja eigent­lich nur der tech­ni­sche Aspekt in Anfüh­rungs­stri­chen. Jan Jetzt kom­me ich wie­der als Inge­nieur. Man schnei­det die­se Nabel­schnur durch. Und eigent­lich ist ja die Fra­ge War­um wird das über­haupt? War­um wird dem Vater über­haupt die Mög­lich­keit gege­ben? Vie­len Jah­ren war das viel­leicht noch gar nicht so unbe­dingt üblich, aber mitt­ler­wei­le wird auch mehr Wert drauf gelegt, auch übri­gens für wei­te­re ritua­li­sier­ter Nach­kom­men oder eben auch da hel­fen sol­len, die­sen Men­schen will­kom­men zu hei­ßen, die­sen klei­nen Men­schen. Aber die­ses Durch­tren­nen ist natür­lich erst mal tech­nisch, aber gleich­zei­tig wird einem dann natür­lich auch was mit bewusst. Jan Also ich habe das auch so emp­fun­den, dass das im Grun­de genom­men durch­trennt, die­se Nabel­schnur. Und einer­seits. Kommst ja schon fast komisch dabei vor, das zu tun, weil du was zusam­men­ge­hört, aber was jetzt eben auch sich von­ein­an­der tren­nen muss, in Anfüh­rungs­stri­chen. Und natür­lich wird einem dann auch viel bewusst, aber auch viel auch erst im Nach­hin­ein in die­sem Fall. Ich habe mich damit vor­her jetzt ehr­li­cher­wei­se nicht viel aus­ein­an­der­ge­setzt, außer dass die­se Situa­ti­on auf mich zukom­men kann und dass ich das dann machen wür­de. Jan Aber dass das tat­säch­li­che Rea­li­sie­ren, das pas­siert erst deut­lich spä­ter. Ande­rer­seits natür­lich auch schön, über­haupt mit inte­griert zu wer­den. Björn Ja, aber das, das ist ja jetzt eigent­lich die span­nen­de Über­lei­tung dazu, war­um Ritua­le im Coa­ching so eine gro­ße Bedeu­tung haben. Weil du sagst, das ist dir eigent­lich spä­ter erst bewusst gewor­den. Also hat es ja was aus­ge­löst. Es hat etwas mit dir gemacht. Und das ist ja genau das, war­um wir als Coa­ches auch oft Ritua­le ein­set­zen oder emp­feh­len. Weil es gibt alle mög­li­chen Anläs­se für Ritua­le, die man im Coa­ching zum Bei­spiel anset­zen kann. Also wir haben das ja eben schon mal kurz in unse­rer Abstim­mung, bevor wir hier auf­ge­nom­men haben, abge­klap­pert. Björn Da gibt es Din­ge wie Abschied­neh­men, Ver­zei­hen, Dan­ken, einen neu­en Lebens­ab­schnitt begin­nen sol­che Geschich­ten. Und es gibt Men­schen, denen gelingt die­ser Über­gang nicht. Die haben aus irgend­wel­chen Grün­den, die sehr per­sön­lich sind und sehr indi­vi­du­ell. Des­we­gen kann man da eigent­lich gar kei­ne All­ge­mein­heit for­mu­lie­ren. Aber die haben da einen eine Her­aus­for­de­rung. Da gibt es ein The­ma, wo sie nicht mit klar­kom­men. Und da kön­nen Ritua­le unglaub­li­che Pro­zes­se in Gang set­zen. Ich erin­ne­re mich an eine Kli­en­tin, die jetzt durch die Coru­na Situa­ti­on sich so unheim­lich ein­ge­engt fühl­te und wirk­lich mit Ritua­len die­se Fak­to­ren, die sie ein ent ver­nich­tet hat. Björn Mehr möch­te ich nicht ins Detail gehen. Das wäre viel­leicht zu per­sön­lich dann oder wenn ich zu viel über die Kli­en­tin spre­chen, also mit Ritua­len es geschafft hat, sich von die­sen Fes­seln zu befrei­en. Und das ist jetzt so ein Bei­spiel, war­um das im Coa­ching so einen gro­ßen Stel­len­wert hat. Jan Ja, ich den­ke, man kann da viel­leicht sogar ein biss­chen kon­kre­ter wer­den, auch ein­fach anhand von Bei­spie­len, also wo man das im Grun­de genom­men ein­set­zen. Man kann es zum Bei­spiel auch da ein­set­zen, wo man. Spürt, dass etwas fehlt. Das ist im Prin­zip eine eine bestimm­te Hand­lung gefehlt hat und irgend­wie fehlt etwas in einem. Es ist schwer zu beschrei­ben. Das gibt sich qua­si auch inner­halb die­ses Coa­ching Pro­zes­ses. Also wenn man fest­stell­te, bei­spiels­wei­se, dass eine Unzu­frie­den­heit da oder eine Trau­rig­keit nur wegen irgend­ei­nes The­mas oder eine Frus­tra­ti­on oder so was ist, dann kann das dar­an lie­gen, dass zum Bei­spiel sol­che Din­ge pas­siert sind. Jan Das kann sein. Um jetzt noch­mal auf die­sen, um auf die­sen Busi­ness Part zu kom­men, den du gera­de genannt hast. Man ist zum Bei­spiel aus einem Unter­neh­men aus­ge­schie­den, ent­we­der wegen des Alters oder weil man den Job gewech­selt hat oder aus ande­ren Grün­den. Und es hat kei­ne for­mel­le Ver­ab­schie­dung statt­ge­fun­den. Viel­leicht einem selbst gegen­über. Man wur­de nicht so ver­ab­schie­det, wie man es viel­leicht erwar­tet hät­te. Oder man könn­te auch selbst aus wel­chen Grün­den auch immer, nicht die Gele­gen­heit, sich so zu ver­ab­schie­den, wie man es ger­ne gewollt hät­te. Jan Und der Zug abge­fah­ren. Man hat die, die nicht mehr die Mög­lich­keit, das zu tun, auch mal merkt. Irgend­wie ist das unab­ge­schlos­sen. Manch­mal kann man ja Din­ge im Nach­hin­ein hei­len, dass man ein­fach noch mal Kon­takt auf­nimmt und dass man so was nach­zie­hen kann. Manch­mal ist das aber auch nicht mög­lich. Und das kann jetzt in sol­chen Berei­chen sein. Aber genau­so wie wenn ich einen Men­schen ver­lie­re, mit einem Men­schen im Streit aus­ein­an­der gegan­gen bin, dass ich nicht mehr die Gele­gen­heit mit ihm zu spre­chen habe, mit ihm zu spre­chen. Jan Tren­nun­gen, alles mög­li­che, was da im Grun­de genom­men kom­men kann. Und dann habe ich die Mög­lich­keit, eigent­lich durch so eine ritu­el­le Hand­lung oder auch ein ritu­el­les Spre­chen das nach zu emp­fin­den, in dem ich mich tat­säch­lich in die­se Situa­ti­on hin­ein bege­be und das nach for­mu­lie­re und auch tat­säch­lich aus­spre­che. Und das will ich mit der Bedeu­tung auf­la­den gefühlt, wie es eigent­lich zu die­sem Zeit­punkt gewe­sen wäre oder rich­tig gewe­sen wäre. Das kann sein, dass ich mich ver­ab­schie­de. Das kann sein, dass ich jeman­dem ver­zei­he. Jan Das kann sein, dass ich jeman­dem mei­nen Dank aus­spre­che, der aus wel­chen Grün­den auch jetzt nicht mehr, nicht mehr erfah­ren kann. Und das kön­nen alles Punk­te sein, die einen unheim­lich ent­las­ten kön­nen. Björn Per­sön­lich den­ke ich mir fällt das Bei­spiel ein, dass wir in der Aus­bil­dung gehört haben. Wir bei­de von dem Kli­en­ten, der aus dem Berufs­le­ben aus­ge­schie­den ist und über­haupt nicht mit sei­nem neu­en Leben klar kam. Und er hat sei­ne Kra­wat­te beer­digt. Das fand ich ein so ein­drück­li­ches Bei­spiel. Er hat also sei­ne Kra­wat­te qua­si zu Gra­be getra­gen und damit sein Berufs­le­ben been­det und hat dadurch sehr viel, sehr viel gewon­nen, weil er ihm das da genau wie wir eben schon bespro­chen haben, erst mal emo­tio­nal klar wur­de, weil er es noch mal gespürt hat, weil es auch tat­säch­lich ein Schluss­strich war, der vor­her ein­fach nicht exis­tier­te. Björn Ich ken­ne so was auch von mir sel­ber nach Tren­nun­gen, zum Bei­spiel, wenn ich ein biss­chen län­ger nach­ge­trau­ert habe. Also wenn man da noch so ein biss­chen drin hängt, auch da kann ein Ritu­al hel­fen. Es gibt Men­schen, die das habe ich jetzt nicht gemacht. Es gibt Men­schen, die ver­bren­nen dann irgend­ei­nen per­sön­li­chen Gegen­stand, der noch irgend­wie gekop­pelt ist an den Ex-Part­ner. Sol­che Sachen. Das sind alles. Das sind alles Din­ge, die unglaub­lich hel­fen kön­nen. Und ich glau­be, wenn man so ein biss­chen nach­denkt und sein Leben reflek­tiert, dann fal­len einem viel­leicht ganz vie­le Momen­te ein, wo man das schon unbe­wusst gemacht hat. Björn Man hat da viel­leicht nicht sich vor­her groß über­legt Ich mache jetzt ein Ritu­al und dann geht es mir bes­ser. Aber vie­le machen das auch aus dem Instinkt her­aus, also aus der Intui­ti­on her­aus, dass sie etwas tun, um etwas abzu­schlie­ßen oder etwas Neu­es zu begin­nen oder mit einem bestimm­ten The­ma ein­fach fer­tig zu wer­den oder dass das zu ver­ar­bei­ten. Jan Dazu fällt mir eine Sache ein, und zwar das The­ma Gebe­te For­men von einer Form von Ritu­al, die ent­we­der ganz offi­zi­ell ritu­ell in Form von Got­tes­diens­ten oder so was pas­sie­ren kann. Aber was ja auch durch­aus vie­le Leu­te prak­ti­zie­ren. Am Schla­fen gehen oder mor­gens beim Auf­wa­chen beten. Und auch dar­über spre­chen, was sie beschäf­tigt, belas­tet, was sie viel­leicht auch ger­ne von sich geben möch­ten und auch das ist ja eine Form von ritu­el­len Han­deln, also mit dem man im Prin­zip auch da noch mal eine ande­re Ebe­ne in sich anspricht, anspre­chen kann, was ja auch ritu­el­les spre­chen im Prin­zip genau rich­tig. Jan Also noch ein biss­chen anders, als wir das viel­leicht nut­zen, dann qua­si ganz gezielt. Und manch­mal kann ja auch ein Lied auch etwas unge­rich­tet sein, das man halt ein­fach da mal los­lässt, was einen so beschäf­tigt. Genau ist auch eine Form von von ritu­el­len Spre­chen oder ritu­el­len Den­ken. Dann in die­sem Zusam­men­hang, was ja auch Sym­bol gela­den ist, auf jeden Fall. Ich woll­te aber auch noch auf ein ande­res The­ma kom­men, aber wir haben jetzt gera­de viel über Abschied und so wei­ter gespro­chen. Jan Aber genau­so kann es natür­lich auch sein, wenn man einen Neu­an­fang begrün­den möch­te, dass man auch mit Dual arbei­tet. Also zum Bei­spiel gibt es die Mög­lich­keit, da ganz offi­zi­ell einen neu­en Lebens­ab­schnitt zu begin­nen, zu begrü­ßen, dann viel­leicht sich Gedan­ken dar­über zu machen, wie möch­te ich den ein­lei­ten und star­ten? Das kann ich mit einem Ritu­al tun, das ich irgend­was tue, was ich kann das auch sym­bo­lisch ver­bin­den. Übri­gens auch da sind wir wie­der beim The­ma Kind. Es gibt das Ritu­al einen Baum zu pflan­zen. Björn Genau das habe ich auch gera­de, ist mir gera­de ein­ge­fal­len. Jan Ja, neu anfan­gen, aber das geht natür­lich auch anders und es kann in der Selbst­stän­dig­keit sein. Auch da gibt es viel­leicht bestimm­te Ritua­le, die man per­sön­lich damit ver­bin­det, was es für einen bedeu­tet, auch selbst­stän­dig zu sein, etwas zu tun oder ande­re Din­ge, die es da eben gibt. Das heißt, ich habe die Mög­lich­keit, damit etwas ganz offi­zi­ell auch zu machen, mit Bedeu­tung auf­zu­la­den und damit auch mein Inne­res mit anzu­spre­chen. Und das ist eigent­lich eine schö­ne Mög­lich­keit, wie man Din­ge gestal­ten kann und für sich auch mit noch mehr Bedeu­tung belegt und auch mehr inter­na­li­siert, möch­te ich fast sagen, also mehr in sei­ne Per­sön­lich­keit hin­ein holt. Björn Ich glau­be tat­säch­lich, dass allein, dass wir da heu­te mal drü­ber spre­chen, dass den Leu­ten, die uns das hier, die uns hier zuhö­ren, viel­leicht schon hel­fen kann, wenn die gera­de so ein The­ma haben. Wenn sie sagen Ich muss Abschied neh­men oder ich kom­me mit irgend­ei­ner neu­en Situa­ti­on nicht klar oder es hat was Neu­es ange­fan­gen, aber ich füh­le mich noch nicht ange­kom­men. Ich glau­be, dass man sich das allein bewusst macht. Dass da viel­leicht ein Ritu­al fehlt, kann schon unglaub­lich hel­fen. Björn Machen wir uns da. Da sind wir viel­leicht nicht mehr als Coa­ches nötig, son­dern ein­fach, dass man sich sel­ber über­legt Was wür­de mir hier gut tun in dem Moment rich­tig? Ja, wirk­lich. Du hast gesagt, du fin­de das The­ma span­nend. Ich auch. Und dies­mal ist die Ver­ab­schie­dung beson­ders leicht, fin­de ich. Wir dan­ken uns. Wir bedan­ken uns bei euch fürs Zuhö­ren. Wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen. Wenn ihr mit uns Kon­takt auf­neh­men wollt, gibt es zwei Web­sei­ten bjoernbobach.de und jangustavfranke.de. Björn Und ihr könnt uns E‑Mails schrei­ben. An bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de Und jetzt kommt unser Ritu­al, weil ich sage Tschüss! Und der Jan sagt: Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Rituale --- ### [Dankbarkeit üben und zufriedener leben](https://bobach-coaching.de/podcast-dankbarkeit/) **Published:** Dezember 24, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Pünkt­lich zum Fest beschäf­ti­gen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns mit Dank­bar­keit, die nicht nur zu Weih­nach­ten eine essen­zi­el­le Rol­le in einem zufrie­de­nen und glück­li­chen Leben spielt. Wofür kann man dank­bar sein, wie kann man Dank­bar­keit ent­wi­ckeln? Wel­che posi­ti­ven Effek­te hat eine aus­ge­präg­te Dank­bar­keit für die klei­nen und gro­ßen Din­ge und Ereig­nis­se in unse­rem Leben? Wir wün­schen euch fro­he Weih­nach­ten und wun­der­vol­le, von Dank­bar­keit erfüll­te Tage! Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Weih­nacht­li­che Klän­ge bei Coach&Coach! Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en beson­de­ren Fol­ge von Coach. Heu­te, am 24. Dezem­ber 2021. Wir haben lan­ge über­legt, ob wir heu­te über­haupt eine Fol­ge ver­öf­fent­li­chen sol­len und haben uns dann ent­schie­den, dass wir kei­ne Pau­se machen. Heu­te an Hei­lig­abend und auch nicht nächs­te Woche an Sil­ves­ter, son­dern dass wir uns jeweils ein The­ma aus­su­chen, das zum Anlass passt. Und wie immer da mit dabei ist der Jan Hal­lo! Hal­lo Björn Jan Hal­lo! Björn Wir müs­sen jetzt direkt vor­weg sagen Wir sind noch gar nicht in weih­nacht­li­cher Stim­mung, gera­de weil wir neh­men ja immer etwas frü­her auf und das war ich noch nicht so wirk­lich. Björn Aber das kommt dann noch in den nächs­ten Wochen. Aber heu­te ist unser The­ma etwas, was wir bei­de fin­den, was zu Weih­nach­ten gut passt. Und das ist Dank­bar­keit. Jan Ganz genau. Ja. Björn Dank­bar­keit nur an Hei­lig­abend zu Weih­nach­ten. Ist das so, wie wenn man Weih­nach­ten in die Kir­che geht und sonst nie. Jan Tja, gute Fra­ge. Gute Fra­ge sind die bei­den Din­ge zusam­men­pas­sen? Grund­sätz­lich ja, Weih­nach­ten ist ja auch auch das Fest der Lie­be und auch das Fest der Dank­bar­keit. Und von daher passt es auf jeden Fall the­ma­tisch zu die­sem Tag. Aber grund­sätz­lich aus mei­ner Sicht ist Dank­bar­keit etwas, was wir jeden Tag. Füh­len dür­fen und kön­nen. Viel­leicht sogar soll­ten. Muss jeder selbst wis­sen, aber ich es aber nicht nur zu Weih­nach­ten, das wäre. Das wäre scha­de. Ja, was ist denn Dank­bar­keit für dich? Jan Der Dank­bar­keit ist für mich. Din­ge, die ich erfah­re. Anzu­neh­men. Und wert­zu­schät­zen und nicht als selbst­ver­ständ­lich zu betrach­ten. Björn Ich möch­te noch was ergän­zen sagst Din­ge, die du erfährst wert­zu­schät­zen. Ich glau­be, ganz wich­tig ist das also für mich, dass das nicht nur posi­ti­ve Din­ge sind. Also auch dank­bar zu sein für all das, was mir viel­leicht wider­fährt, was erst mal nicht so schön war. Also das kön­nen alle mög­li­chen Din­ge sein. Krank­hei­ten, Kri­sen, das hat­ten wir ja auch schon, das The­ma in die­sem Jahr. Und selbst dafür kann man eine Dank­bar­keit ent­wi­ckeln, weil alles eine, die aus Zürich, weil alles ja ein Geschenk ist, ein Geschenk des Lebens ist, das einem etwas bei­bringt und das einen ein Stück wei­ter­bringt auf sei­nem Wer­de­gang. Jan Also ich den­ke, aus­zu­schlie­ßen in Anfüh­rungs­stri­chen sind natür­lich schon extre­me Din­ge, die einem viel­leicht auch wider­fah­ren kön­nen. Aus denen kann man etwas Posi­ti­ves ler­nen. Aber ich glau­be, es gibt schon Din­ge, die sehr, sehr hart sind und wo es viel­leicht auch schwer ist, da eine Dank­bar­keit zu emp­fin­den. Aber grund­sätz­lich glau­be, das ist mein Ver­ständ­nis der Geschich­te von dem, was du sagst, ist das natür­lich die posi­ti­ven Din­ge, für die kann man viel­leicht sogar rela­tiv ein­fach Dan­ke emp­fin­den. Jan Aber es gibt viel­leicht auch vie­le Her­aus­for­de­run­gen, Pro­ble­me, die bewäl­tigt wer­den wol­len. Bei denen man erst im Nach­hin­ein fest­stellt, wofür die viel­leicht auch gut waren, was man dar­aus gelernt hat und war­um man eigent­lich dank­bar sein kann, dass man dar­an viel­leicht auch gewach­sen ist, so wird man for­mu­lie­ren. Aber grund­sätz­lich ist es ja so, ich mei­ne, das habe ich gera­de gesagt, da fällt es aber jetzt mit der Tür ins Haus. Das ist, glau­be ich schon und das ist schon End­stu­fe Dank­bar­keit. Jan Also wenn man das auch beherrscht, aber grund­sätz­lich auch schon der Punkt, über­haupt mal fest­zu­stel­len Wofür kann ich über­haupt dank­bar sein? Und das fällt glau­be ich, vie­len Men­schen schwer. Das ist das, was ich wahr­neh­me. Ich glau­be jetzt gera­de, wenn wir mal uns hier und unse­ren Kreis im deutsch­spra­chi­gen Raum vor­aus­sicht­lich neh­men, da muss man dann schon mal fest­stel­len, wenn man über Dank­bar­keit spricht, dass man allein durch das Glück der Geburt. In unse­rem Kul­tur­kreis oder hier in Mit­tel­eu­ro­pa gebo­ren zu sein, wahr­schein­lich schon eine deut­lich pri­vi­le­gier­te Situa­ti­on hat als vie­le ande­re Men­schen auf der Welt, was auch poli­ti­sche Sicher­heit angeht und damit auch per­sön­li­che Sicher­heit im All­ge­mei­nen, die die sozia­le und auch auch mate­ri­el­le Absi­che­rung angeht. Jan Und selbst also in unter­schied­li­chen Berei­chen auch unse­rer Gesell­schaft, ist das im Ver­hält­nis zur rest­li­chen Welt schon mal eigent­lich eine extrem pri­vi­le­gier­te Situa­ti­on. Das ist viel­leicht oft­mals gar nicht so bewusst und wir lau­fen jeden Tag in oder durch natür­lich per­sön­li­che Pro­ble­me, Her­aus­for­de­run­gen, beruf­li­che The­men, Bezie­hungs The­men, die uns auch mal nie­der­schla­gen kön­nen und die uns viel­leicht auch mal ent­mu­ti­gen kön­nen zwi­schen­durch oder so, aber die Dank­bar­keit ist natür­lich eine Mög­lich­keit, wenn ich mir über­haupt mal grund­sätz­lich über mei­ne Situa­ti­on bewusst wer­de und mir das klar mache, dass ich eigent­lich ganz, ganz viel habe, was ich schon mal wert­schät­zen kann in mei­nem Leben. Jan Und das kann einem unheim­lich wei­ter­hel­fen. Björn Ja, ja, da ist viel, sehr viel Wah­res dran, die ich beob­ach­te auch, dass es vie­len schwer fällt, dank­bar zu sein. Und ich glau­be, eine der Ursa­chen ist der tota­le Über­fluss von allem. Also wir haben alles in Hül­le und Fül­le. Wir haben Lebens­mit­tel in Mas­sen, dass es anschei­nend kein Pro­blem ist, wenn man davon auch jede Men­ge weg­wirft. Ich weiß gar nicht mehr. Ich habe das gele­sen, wie viel Ton­nen an Lebens­mit­teln, die eigent­lich noch ver­wert­bar wären, weg­ge­schmis­sen wer­den. Björn Das ist enorm, das ist erschre­ckend und enorm. Aber auch alles ande­re ist in Hül­le und Fül­le da. Also wenn ich, wenn mir lang­wei­lig ist, mach ich Net­flix an, wenn und sehe sofort irgend­was, was genau auf mich zuge­schnit­ten ist. Wenn das Wet­ter drau­ßen kalt ist, kann ich die Hei­zung abdre­hen. Jeder­zeit. Also was? Wir haben alles in Hül­le und Fül­le und ich glau­be, dass das dazu führt. Und das ist jetzt auch so ein biss­chen das, was ich jetzt in den letz­ten zwei Jah­ren beob­ach­tet habe, dass das dazu führt, dass wir ver­ges­sen, dass das ein gro­ßes Geschenk ist, dass wir in so einer Situa­ti­on leben und dass wir uns des­we­gen lei­der auch oft über die klei­nen Din­ge in Anfüh­rungs­stri­chen, die klei­nen Din­ge nicht mehr wirk­lich freu­en kön­nen und dass wir des­we­gen dann auch nicht mehr dank­bar dafür sind. Björn Und. Das hat auch ein biss­chen. Jetzt kommt wie­der eines mei­ner Lieb­lings­the­men. Das hat sehr viel mit Acht­sam­keit zu tun. Dadurch, dass wir. So unter enor­mem Zustrom von äuße­ren Rei­zen und Ein­flüs­sen sind und alles immer da ist, immer ver­lie­ren wir oft die Dank­bar­keit für den Moment, für. Die eige­ne Rea­li­tät kann man ja auch schon dank­bar sein, wenn man gesund und mun­ter in der war­men Woh­nung sitzt und nicht hun­gern muss. So ist das ja auch schon was, wo man eigent­lich eine ganz tie­fe Dank­bar­keit emp­fin­den kann, wenn man kei­ne Not hat. Björn Und das geht lei­der ein biss­chen ver­lo­ren und das spürt man. Das spürt man dann dar­an, dass sich im Gegen­teil statt dank­bar zu sein über die Klei­nig­kei­ten, die wirk­lich nicht wich­tig sind, unglaub­lich auf­ge­regt wird. Unter die­sen Fäs­ser auf­ge­macht wer­den, wo sie eigent­lich gar nicht hin­ge­hö­ren. Jan Ja, der Glau­be, War­ren Buf­fet ist das, der spricht, also der Inves­tor. Der spricht glau­be ich, auch vom Ute­rus Lot­to, in dem man gewon­nen hat, wenn man im west­li­chen Bereich irgend­wo gebo­ren ist. Björn Und das ist ein har­ter, har­ter Begriff, fin­de ich. Jan Er hat der Begriff aber zeigt eigent­lich, dass das, was du hast, eigent­lich die Wahr­schein­lich­keit, allein schon mal hier irgend­wo in der Regi­on oder so gebo­ren zu wer­den. Bezo­gen auf die Gesamt­men­ge der Men­schen auf der Welt ist halt nun­mal rela­tiv gering, also ein mäßig. Das heißt, und das was damit ver­bun­den ist, ist ja eben wie gesagt auch eine gewis­se Sta­bi­li­tät oder Sicher­heit. Ob das jetzt für jeden so ist, dass alles in Hül­le und Fül­le abso­lut da ist, ist immer die Fra­ge. Jan Aber zumin­dest eben eine gewis­se Sta­bi­li­tät und Sicher­heit ist größ­ten­teils gege­ben und das ist etwas, wor­über man schon sehr, sehr dank­bar sein kann. Die Fra­ge ist aber in dem Zusam­men­hang auch Was sind so Grün­de, war­um man nicht dank­bar sein kann? Also eins kann natür­lich sein, dass man, dass man so viel hat, dass an die klei­nen Din­ge ärgern und dass man halt irgend­wie die Din­ge, die man hat, gar nicht mehr wert­schät­zen kann. Ich möch­te dafür mal ein Bei­spiel nen­nen. Jan Und das fin­de ich eigent­lich immer ganz exem­pla­risch dafür, wie man den Sinn für Schön­heit und so wei­ter ver­lie­ren kann. Und zwar ich bin auf­ge­wach­sen an der Nord­see im wun­der­schö­nen Wil­helms­ha­ven Naray­en, wun­der­schö­nes Wil­helms­ha­ven. Dann müs­sen die Leu­te meis­tens lachen, weil sie es nicht so schön fin­den. Und mir ging es eigent­lich auch so. Als ich da auf­ge­wach­sen bin, dass ich vie­le Din­ge gar nicht so wahr­ge­nom­men habe. Und zwar bin ich eigent­lich fast jedes Wochen­en­de, wür­de ich jetzt mal in der Rück­schau sagen. Jan Das ist wahr­schein­lich ganz anders, aber ich bin ganz oft auch mit der Fami­lie und so wei­ter am Meer spa­zie­ren gegan­gen. So, es war für mich als Kind. Todes lang­wei­lig war lang und sag­te sich ja schon wie­der da ist eigent­lich nichts, läuft da lang das Was­ser und so. Mitt­ler­wei­le woh­ne ich ja ganz woan­ders, näm­lich am wun­der­schö­nen Nie­der­rhein, wo es auch ganz, ganz vie­le schö­ne Ecken gibt. Und jetzt fah­re ich. Aber wenn ich nach Hau­se fah­re, dann gehört es für mich eigent­lich schon fast dazu. Jan Es ist eine Tra­di­ti­on, dass ich auf jeden Fall auch ans Was­ser fah­re und dann spa­zie­ren gehe, weil das so schön ist. Und wenn ich da ste­he und aufs Meer hin­aus schaue, das ist so was Tol­les und. Die­se Dank­bar­keit für Din­ge, die direkt vor unse­ren Augen sind, die ver­lie­ren wir halt manch­mal, erken­nen gar nicht, wie schön es ist, weil es ein­fach da ist. Und des­halb wer­den Din­ge manch­mal erst beson­ders wenn sie rar sind oder rar wer­den. Jan Und da ist eben auch die Fra­ge Wie kann man sich die­se Dank­bar­keit wie­der ergat­tern? Da sind wir wie­der beim The­ma Acht­sam­keit. Es gibt ja super vie­le, auch Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on, Dank­bar­keit, Medi­ta­ti­on, mit denen man sich ein­fach mal bewusst macht. Wofür kann man denn über­haupt dank­bar sein? Das ist eine Par­ty, wenn man das ein­fach aus den Augen ver­lo­ren hat. Aber da gibt es glau­be ich auch noch einen ande­ren Part und der ist, wenn man. Ein­fach nicht dank­bar sein kann, weil man das Gefühl hat, man hat es viel­leicht nicht ver­dient oder man das gar nicht bekom­men. Björn Ja, das ist natür­lich ein ganz ande­res The­ma. Da sind wir ganz schnell auch beim inne­ren Kind und bei bei Per­sön­lich­keits­an­tei­le und inne­re Kri­ti­ker. Und so war es. Das ist natür­lich eine Situa­ti­on, da muss man ganz anders ran­ge­hen. Da wür­de ich jetzt auch nicht mei­nem Kli­en­ten in so einem Moment sagen Ja, dann machen Sie mal acht Acht­sam­keits­trai­ning. Das kann viel­leicht ein biss­chen hel­fen, so ein biss­chen. Aber dann muss man das Gan­ze viel­leicht eher an der Wur­zel packen. Björn Ich hat­te noch einen ande­ren Gedan­ken. Das ist jetzt viel­leicht ein biss­chen sehr fach­lich oder sehr tech­nisch, aber im Prin­zip hat das mit der Dank­bar­keit auch mit dem radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus zu tun, über den wir ja auch schon öfter gespro­chen haben. Der besagt ja, dass wir, dass es kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät gibt, son­dern nur sub­jek­ti­ve Wahr­neh­mung der Rea­li­tät. Also jeder hat sei­ne eige­ne. Und das ist damit begrün­det, dass alles, was in der rea­len Welt pas­siert, durch tau­send ver­schie­de­ne Fil­ter läuft, die bei jedem so indi­vi­du­ell sind, dass sich dar­aus eine ganz eige­ne Rea­li­tät Kon­struk­ti­on zusam­men­braut. Björn Und dann kann es ja sein, dass durch die per­sön­li­chen Umstän­de, also zum Bei­spiel zu viel Über­fluss oder durch so einen extrem lau­ten inne­ren Kri­ti­ker, durch irgend­ei­nen einen Glau­bens­satz, der in einem Men­schen herrscht Na, du hast es nicht ver­dient und sol­che Sachen! Die­se Dank­bar­keit gar nicht ent­ste­hen kann, weil der Reiz, Dank­bar­keit zu emp­fin­den, gar nicht bis in das ent­spre­chen­de Zen­trum vor­dringt. Das und das kann man ja bear­bei­ten, weil die­se Glau­bens­sät­ze und die­se Fil­ter, die wir haben, die kön­nen wir ver­än­dern. Björn Und das ist, glau­be ich, vie­len gar nicht bewusst. Ich Da kann ich aus eige­ner Erfah­rung spre­chen, dass ich wir hat­ten ja in dem in der Fol­ge zu Lebens­kri­sen habe ich ja auch schon mal erwähnt, dass ich vor ein paar Jah­ren wirk­lich tie­fe Lebens­kri­se hat­te, wo mir auch nichts mehr schön schien. Also das war schon so ein biss­chen am Ran­de der Depres­si­on und da habe ich. Tat­säch­lich ein Buch emp­foh­len bekom­men, das heißt, dass sechs Minu­ten Tage­buch. Björn Ich glau­be, da habe ich dir auch schon mal davon erzählt. Das hat einen ein­lei­ten­den Text, der erklärt, war­um das funk­tio­niert, was die­ses Buch mit einem macht und was nicht. So ein­fach und das ist, das war für mich super, weil ich ja ein Mensch bin, der alles immer ver­ste­hen muss, war­um etwas Gräß­li­ches ist. Und das baut im Prin­zip auf der Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Hirns auf. Also dass wir neue Ver­bin­dun­gen schaf­fen kön­nen und was in die­sem Buch pas­siert. Björn Ich kann es wirk­lich jedem nur ans Herz legen. Ich habe es auch, glau­be ich, schon 20 mal ver­schenkt, seit­dem man beant­wor­tet jeden Mor­gen und jeden Abend drei Fra­gen, immer die glei­chen Fra­gen schrift­lich. Man schreibt das auf. Das dau­ert jeden Tag zwei­mal drei Minu­ten. Und dadurch, dass man das immer wie­der tut, jeden Tag, jeden Mor­gen, jeden Abend. Und das sind halt Fra­gen, die genau dar­auf abzie­len. Aber was ist heut Schö­nes pas­siert? Björn Wor­auf freue ich mich heu­te? Sol­che Sachen bau­en sich ganz ande­re Fil­ter zusam­men. Ich habe dann tat­säch­lich nach eini­ger Zeit gemerkt, dass das funk­tio­niert, weil mir ganz ande­re Din­ge auf ein­mal auf­ge­fal­len sind, die mir vor­her sehr wahr­schein­lich völ­lig durchs Ras­ter gefal­len wären. Also mei­ne mei­ne Kon­struk­ti­on der Rea­li­tät hat sich tat­säch­lich ver­än­dert. Ja, und das war ein. Das war wirk­lich ein unglaub­li­ches Geschenk und eine ganz tol­le Erfah­rung. Kann ich jedem nur emp­feh­len. Jan Ja, also genau die Fil­ter ver­än­dern sich oder auch der Fokus ver­än­dert sich. Also die Auf­merk­sam­keit. Wor­auf ich ach­te, kann sich da in dem Zusam­men­hang ver­än­dern. Jetzt kann man sich ja die Fra­ge stel­len War­um ist das denn über­haupt gut oder wich­tig, dank­bar zu sein oder Dank­bar­keit zu ent­wi­ckeln? Also man kann ja auch glück­lich unter Umstän­den durchs Leben gehen, ohne dank­bar zu sein, wenn man ein­fach sagt Okay, alles läuft super, aber ich, ich neh­me das ein­fach mal so als gege­ben an oder ich habe es mir auch ver­dient und des­halb ist es auch nur gerecht, dass ich das bekom­me. Jan Aber inter­es­sant ist ja in dem Zusam­men­hang auch, dass mitt­ler­wei­le ganz vie­le Stu­di­en auch davon aus­ge­hen, dass die. Fähig­keit, Dank­bar­keit zu emp­fin­den und das auch tat­säch­lich zu tun. Auch enor­me Aus­wir­kun­gen haben auf das per­sön­li­che Wohl­be­fin­den, auf die psy­chi­sche Gesund­heit. Das stärkt, dass uns das sta­bi­li­siert und dass es uns damit bes­ser geht, wenn wir fähig sind, dank­bar zu sein und auch die Din­ge wahr­neh­men, für die wir dank­bar sind. Dass es viel­leicht auch mit Begrün­dung das Erfolgs­re­zept dei­nes Buchs, was du gera­de zitiert hast, dass man das dadurch eigent­lich kul­ti­viert, auch dank­bar zu sein. Björn Ich glau­be auch, dass wenn man nicht dank­bar ist und so durchs Leben rennt und alles läuft und wenn was tol­les, wenn ich was tol­les erle­be, freue ich mich, aber dank­bar bin ich dafür nicht. Na das ist ja was ande­res. Sich freu­en und dank­bar sein ist ja wie­der ein Unter­schied. Dann glau­be ich tat­säch­lich, dass wenn mal was nicht so tol­les pas­siert, das umso mehr rein­haut. Weil ich also wenn. Wenn ich kei­ne Dank­bar­keit emp­fin­den kann und das nicht trai­niert habe oder ein­fach von Natur aus Fleisch mit­brin­ge, dank­bar für vie­les zu sein, für fast alles zu sein. Björn Ich glau­be dann, damit krie­ge ich dann den Kreis zu mei­nem Gedan­ken vom Anfang wie­der. Dann ist es auch so, dass eine nega­ti­ve Erfah­rung viel schwe­rer wie­gen wird, weil weil ich ja am Anfang schon gesagt habe, also auch etwas Nega­ti­ves, was mir erfah­ren ist. Auch da kann ich mit einem gewis­sen gewis­sen zeit­li­chen Abstand dazu auch Dank­bar­keit emp­fin­den. Aber wenn das ein Prin­zip ist, das ich gar nicht prak­ti­zie­re, wird das sich auch nicht ein­stel­len. Und des­we­gen glau­be ich, dass nega­ti­ve Din­ge und nega­ti­ve Erleb­nis­se dann schwe­rer wie­gen. Jan Ja, ja. Ja. Ich den­ke gera­de noch dar­über nach. Über das The­ma Dank­bar­keit. Das eine ist ja qua­si etwas, das mit einem selbst macht und das ande­re ist aber auch, fin­de ich wie­der­um, wie Dank­bar­keit auf ande­re Men­schen wirkt. Soll hei­ßen Ich kann nur Dank­bar­keit emp­fin­den, dass ich dank­bar für etwas bin, aber ich kann ja auch Dank­bar­keit aus­spre­chen, mit­tei­len. Und das ist glau­be ich auch noch mal ein ganz wesent­li­cher Punkt, dass es einen enor­men Effekt hat. Jan Auch auf mei­ne Außen­welt, auf mei­ne Umge­bung, auf mei­ne Mit­men­schen, wenn ich auch mei­ne Dank­bar­keit zei­ge. Man kann für so vie­le Din­ge dank­bar sein. Man kann dank­bar sein natür­lich für das Umfeld, was hof­fent­lich ange­nehm und lie­be­voll oder posi­tiv mit einem umgeht. Ich kann dank­bar sein für Kol­le­gen, die sich kon­struk­tiv oder auch kri­tisch mit mir aus­ein­an­der­set­zen. Also auch wenn ich eine Kri­tik bekom­me, dann zeigt das ja auch, dass sich jemand damit aus­ein­an­der­setzt und etwas äußert. Und auch dafür kann ich dank­bar sein und auch dank­bar. Jan Über­haupt, dass die Per­son sich die Zeit nimmt, sich mit mir aus­ein­an­der­zu­set­zen und mir das mit­zu­tei­len. Man könn­te auch ein­fach das igno­rie­ren, weg­den­ken und sagen Okay, dann bit­te ich gar nicht dar­über spre­chen. Aber nie­mand, wo sich jemand äußert und sich mir mit­teilt, habe ich immer die Mög­lich­keit, auch dar­an zu wach­sen oder mich zu ent­wi­ckeln. Auch dafür kann man dank­bar sein. Und was Stu­di­en ja auch her­aus­ge­fun­den haben ist, dass auch Dank­bar­keit, die gezeigt wird, wie­der­um eine posi­ti­ve Ver­stär­kung in die Welt bringt. Jan Soll hei­ßen Jemand, der Dank­bar­keit erfährt für das, was er tut, der ist geneigt, auch wie­der so zu han­deln. Und der ist auch geneigt, koope­ra­ti­ver zu han­deln. Das heißt also, wir tun uns, wenn wir Dank­bar­keit aus Emp­fin­den und aus­spre­chen, nicht nur selbst einen Gefal­len, son­dern auch unse­re Umge­bung. Wir tun unse­rem Gegen­über einen Gefal­len und letz­ten Endes beein­flusst das viel­leicht sogar unser Gegen­über dar­in, wei­ter­hin posi­tiv zu agie­ren und in die Welt zu wir­ken. Dass das eigent­lich nur posi­ti­ve Effek­te hat. Jan Mit Dank­bar­keit in die Welt zu strah­len, ist ja auch das klas­si­sche Arbeit­ge­ber Arbeit­neh­mer Phä­no­men. Also wenn man da alles für selbst­ver­ständ­lich nimmt von bei­den Sei­ten wird sich das, wird das eher in Anstren­gung aus­ar­ten. Aber wenn sowohl der Arbeit­ge­ber dank­bar für die Leis­tung der Arbeit­neh­mer ist und das auch zeigt, los­ge­löst von dem Gehalt, was gezahlt wird und anders­her­um der Arbeit­neh­mer, aber auch dem Arbeit­ge­ber dank­bar für Din­ge ist, die ihm zuteil wer­den, dann kann das ja eine wun­der­ba­re Arbeits­be­zie­hung sein. Jan Und wenn nicht, dann rap­pelt es dann öfter mal. Und dann kannst du eigent­lich auf alle Bezie­hun­gen über­tra­gen. Ob das jetzt, ob das jetzt Arbeit­ge­ber, Arbeit­neh­mer ist oder Kun­de, Dienst­leis­ter oder auch inner­halb einer Bezie­hung ist es ja auch so und da könn­ten wir jetzt mal einen schö­nen Bogen Rich­tung Weih­nach­ten schla­gen. Genau und dank­bar dafür zu sein, was die Men­schen in unse­rer Umge­bung täg­lich für uns tun, wie wir gemein­sam mit­ein­an­der leben und dafür auch mal Wert­schät­zung auf­zu­brin­gen. Das geht im All­tag oft unter. Jan Also jeder ist auch irgend­wo in sei­nen Punk­ten drin und auch in Bezie­hun­gen jeg­li­cher Art, ob jetzt beruf­lich oder pri­vat, kann es auch mal sein, dass man dann irgend­wann auch viel­leicht die Punk­te sieht, die nicht so gut lau­fen und dann viel­leicht den Fokus dar­auf hat, irgend­was nervt. Oder weil es doch Din­ge gibt, die man schon mal ange­spro­chen hat. Aber es gibt auch oft­mals ganz, ganz vie­le Din­ge, die rich­tig gut lau­fen und auch die soll­te man sich bewusst machen und darf auch durch­aus mal Dan­ke sagen. Björn Und das ist zumin­dest mein mein Grund­satz. Nichts ist selbst­ver­ständ­lich. Genau­so auch auch in Bezie­hun­gen, nicht in Fami­li­en, nicht wenn jemand für mich kocht. Auch wenn das jeden Tag tut. Ich den­ke dann an Müt­ter oder so oder Väter. Wenn sie zu Hau­se sind, dann ist das nicht selbst­ver­ständ­lich, dass für mich jeden Tag gekocht wird. Auch da ist es, glau­be ich, ganz wich­tig. Und da krie­gen wir den Bogen jetzt wirk­lich zu Weih­nach­ten zurück, dass man da dank­bar ist. Björn Also wenn heu­te bei unse­ren Zuhö­rern zum Bei­spiel die Väter ganz auf dem Tisch steht und da jemand ganz viel Zeit inves­tiert hat, ist das natür­lich auch nicht selbst­ver­ständ­lich, auch wenn es jedes Jahr pas­siert. Jan Ja und ich kann mich jetzt schon mal rein ima­gi­nie­ren in mei­nen Weih­nach­ten was was ein­mal da ist, dann wer­de ich wahr­schein­lich um die­se Uhr­zeit, in der wir auf­neh­men, schon sind wir mit dem Essen durch und wer­de ich dank­bar dafür sein, dass wir Gäs­te aus der Fami­lie hat­ten, für die ich kochen durf­te und die, denen es viel­leicht sogar geschmeckt hat. Und die haben mir das viel­leicht sogar gesagt. Und dann freue ich mich schon auf einen schö­nen und ange­neh­men Abend. Jan Dann noch, ja dann auch an die­sem Abend noch mal ein biss­chen über Dank­bar­keit im All­ge­mei­nen und Beson­de­ren Nach­den­ken. Björn Ja, bei mir ist es meis­tens so zu Weih­nach­ten, dass ich dann schon, dass das Jahr so ein biss­chen Resü­mee pas­sie­ren las­se, weil wir steu­ern ja auch Sil­ves­ter zu. Das ist ein klei­ner Vor­griff, unser nächs­tes The­ma an Sil­ves­ter. Aber ich bin dann in der Regel dank­bar dafür, dass das wie­der ein Jahr vol­ler Erleb­nis­se war, die einen wei­ter­ge­bracht haben. Und viel­leicht jetzt ein klei­nes Weih­nachts­ge­schenk. Und ich bin auch sehr dank­bar, dass wir die­sen Pod­cast gestar­tet haben und dass wir unse­re Aus­bil­dung zusam­men been­det haben. Björn Also von daher vie­len Dank. Jan Dafür bin ich auch sehr dank­bar. Das kann ich nur zurück­ge­ben an der Stel­le. Tja, da bleibt die Fra­ge Lie­be Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer, wofür seid ihr denn so dank­bar? Viel­leicht ist das ein Anlass, dar­über nach­zu­den­ken. Viel­leicht habt ihr schon im Rah­men die­ser Epi­so­de dar­über nach­ge­dacht. Uns bleibt jetzt nicht viel mehr, als euch eine fro­he Weih­nacht zu wün­schen. Eine schö­ne Zeit mit euren Lie­ben. Und wir freu­en uns, dass ihr mit dabei wart beim Pod­cast und freu­en uns dar­auf, euch bald wie­der zu hören und ver­ab­schie­den euch jetzt in einen schö­nen Abend oder auch in einen schö­nen Tag, wenn ihr es an einem ande­ren Tag hört. Björn Fro­he Weih­nach­ten Jan Fro­he Weih­nach­ten und auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Dankbarkeit, Podcast, Positives Denken --- ### [Rückblicke positiv gestalten](https://bobach-coaching.de/podcast-rueckblicke/) **Published:** Dezember 31, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ein Jahr geht zu Ende – auch für uns eine gute Gele­gen­heit zurück­zu­schau­en und uns mit dem Ver­gan­ge­nen aus­ein­an­der­zu­set­zen. War­um nei­gen Men­schen dazu, zurück­zu­bli­cken? War­um gelingt es man­chen aus der Ver­gan­gen­heit Kraft zu schöp­fen, wäh­rend ande­re in der Ver­gan­gen­heit gefan­gen zu sein schei­nen? Wie kann man Rück­bli­cke gewinn­brin­gend gestal­ten? Die­sen Fra­gen gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich pünkt­lich zum Sil­ves­ter­tag nach und schau­en auch selbst auf das ver­gan­ge­ne Jahr zurück. Wir bedan­ken uns bei unse­ren Zuhö­rern und Abon­nen­ten für die Treue in den ers­ten 4 Mona­ten unse­res Pod­casts und freu­en uns auf vie­le wei­te­re Fol­gen! Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Es ist nicht ein­fach irgend­ei­ne Fol­ge, es ist auch die letz­te Fol­ge. In die­sem Jahr. Björn Hal­lo. Hal­lo Jan, ich lach mich tot. Jan Ja, eine zu gro­ße Vor­la­ge, das konn­te ich nicht unge­nutzt. Alles klar. Wir schrei­ben den 31. Dezem­ber 2021, mit­hin Sil­ves­ter. Und der oder die ein oder ande­re hat viel­leicht trotz­dem Lust, den Pod­cast zu hören oder den spä­ter mal zu hören. Ich glau­be, das The­ma, was wir heu­te bespre­chen, muss man oder kann man nicht nur an Sil­ves­ter bespre­chen. Wir spre­chen heu­te über Rück­bli­cke. So ist es genau. Ja, Sil­ves­ter. Da drängt sich das ja schon fast auf mit Rück­bli­cken. Jan War­um? Weil eigent­lich auch schon vor­her alles voll ist mit Rück­bli­cken, Jah­res­rück­bli­cke. Ob das jetzt kom­men? Die Jah­res­rück­bli­cke sind poli­ti­sche Jah­res­rück­bli­cke, Pan­de­mie, Rück­bli­cke, tech­ni­sche Rück­bli­cke. Es gibt alles im Fern­se­hen, in den Zei­tun­gen, in Pod­casts, alles Mög­li­che. Und auch hier. Wir spre­chen heu­te, jetzt über Rück­bli­cke, aber wir wol­len uns der gan­zen Sache eigent­lich ein biss­chen anders annä­hern. Es geht. Jetzt kann ich dar­um, dass das Jahr Revue pas­sie­ren zu las­sen, son­dern eigent­lich mal grund­sätz­lich dar­über zu spre­chen, war­um man Rück­bli­cke macht und was sie also geben kön­nen. Björn Ja, wir Men­schen haben ja eine Ten­denz dazu, immer mal wie­der nach hin­ten zu gucken. Also als die­ser schö­ne Satz Frü­her war alles bes­ser den ganz bestimm­ten Alter ja öfter mal hört und ich habe ihn tat­säch­lich auch schon mal gesagt, etwas abge­wan­delt. Aber was bestimm­te Situa­tio­nen angeht, hat­te ich tat­säch­lich mal den Ein­druck, dass das mal ein­fa­cher war. Aber wir Men­schen haben die Ten­denz, die Gegen­wart immer sehr gern mit der Ver­gan­gen­heit zu ver­glei­chen und dadurch so ein biss­chen nach hin­ten zu schau­en. Björn Und war­um ist das eigent­lich so? Jan Es ist jetzt eine Fra­ge an mich oder ist es eine rhe­to­ri­sche Fra­ge, mit der du was ein­lei­tet? Björn Nein, es war tat­säch­lich eine Fra­ge an dich. Jan Ja, ja, also grund­sätz­lich ste­hen wir als Men­schen immer am Schei­de­weg zwi­schen Ver­gan­gen­heit und Zukunft. Das heißt, dass es ja auch mit einer der schwie­rigs­ten Auf­ga­ben im Moment zu leben, acht­sam zu sein und. Es gibt da ja ver­schie­de­ne Punk­te, auch wenn man sich jetzt so Acht­sam­keits­trai­ning anguckt, dann ist ja das Ziel dabei, eigent­lich im Moment zu leben, sich auf den Moment zu kon­zen­trie­ren, da wo man auch han­deln kann. Aber nichts­des­to­trotz beschäf­tigt sich unser Geist ganz oft mit der Ver­gan­gen­heit und auch mit der Zukunft und mit der Ver­gan­gen­heit. Jan Beschäf­ti­gen uns natür­lich ins­be­son­de­re des­halb, weil wir ver­su­chen, Ver­gan­ge­nes zu ver­ar­bei­ten, zu ver­ste­hen. War­um sind Din­ge pas­siert, wie sie pas­siert sind? Und dar­aus ver­su­chen wir auch teil­wei­se was für die Zukunft abzu­lei­ten und eine Zukunft ist unge­wiss. Wir wis­sen gar nicht, was pas­siert und wir kön­nen eigent­lich auch nur Erfah­run­gen basiert, eine Vor­stel­lung davon gewin­nen, was in der Zukunft viel­leicht pas­sie­ren könn­te. Da unser Gehirn ja ein Rie­sen­pro­blem Appa­rat ist und immer ver­sucht Lösun­gen zu fin­den, ist das eben etwas, womit wir uns sehr beschäf­ti­gen. Jan Und eine Dimen­si­on dabei ist eben die Ver­gan­gen­heit. Björn Jetzt hast du es schon so for­mu­liert Du hast gesagt, was ist in der Ver­gan­gen­heit pas­siert und war­um ist das pas­siert? Das ist ja schon eine sehr posi­ti­ve Art nach hin­ten zu schau­en und über Ver­gan­ge­nes nach­zu­den­ken. Jan Ich glau­be, ist das pas­siert. Kann auch nega­tiv sein. Also das ist ja immer die Fra­ge, wie man wie man auf die­se Fra­ge schaut. Björn Ja, das stimmt schon. Aber wenn man die­se Fra­ge stellt, um etwas dar­aus zu ler­nen, um dann in der Zukunft etwas anders zu machen, ist das ja eine posi­ti­ve Absicht dahin­ter. Ich glau­be auch, es hat schlicht und ergrei­fend damit zu tun, dass wir über die Ver­gan­gen­heit ja nur rät­seln, äh, Ver­zei­hung, über die Zukunft ja nur rät­seln kön­nen. Wir kön­nen ja nicht in die Zukunft bli­cken, das ist ja kei­nem gege­ben. Und die alles was wir an Gedan­ken Ener­gie in die Zukunft ste­cken, geht ja in Rich­tung mut­ma­ßen Sor­gen ganz oft. Björn Wir machen uns dann Sor­gen über die Zukunft oder wir hypo­the­tisch oder wün­schen uns etwas rich­tig oder wir hypo­the­tisch an was wäre wenn? Das ist aber alles auf sehr wacke­li­gen Bei­nen, weil wir es ein­fach nicht wis­sen, weil er zu vie­le Fak­to­ren auch sind, die wir nicht beein­flus­sen kön­nen. Und die Ver­gan­gen­heit, die ist nun mal wie sie ist. Und da ist es natür­lich nahe­lie­gend, dass man dar­über nach­denkt, weil das etwas ist, was fak­tisch sich schon auf­drängt und auch wich­tig und gesund ist. Björn Es gibt ja, das hat­ten wir, glau­be ich, in der Fol­ge posi­ti­ves Den­ken. Es gibt ja nun auch die Ten­denz, dass Men­schen in der Ver­gan­gen­heit hän­gen blei­ben, also immer sagen Ach, es doch wie­der wie frü­her. Ach, wäre ich doch wie­der wie frü­her, oder wenn es noch mal genau­so wäre frü­her, dann wäre es ganz toll. Gibt es die­ses Phä­no­men, dass vie­le Men­schen den iden­ti­schen Urlaub pla­nen? Jedes Jahr also wirk­lich iden­tisch. Die flie­gen zur glei­chen Zeit am glei­chen Tag ins glei­che Land, ins glei­che Hotel und essen da das glei­che, weil sie das mit einer sehr posi­ti­ven Erfah­rung kop­peln. Björn Und das wol­len sie immer wie­der her­stel­len. Jan Inter­es­sant ist noch in die­sem Zusam­men­hang, wenn man sich jetzt das The­ma der Ver­gan­gen­heit anschaut, was da gera­de gesagt die Ver­gan­gen­heit ist, wie sie ist. Das ist glau­be ich nur bedingt so, weil wir ja auch schon im Lau­fe der Zeit uns unse­re Ver­gan­gen­heit und die Erin­ne­rung so zurecht ruckeln, wie das auch in unse­rer gesam­ten Nar­ra­tiv passt. Es gibt ja auch bei die­sen die­se gro­ße Weis­heit, jetzt zum Bei­spiel in der Geschich­te, dass die Geschichts­bü­cher immer von den Sie­gern der Geschich­te geschrie­ben wer­den. Jan Und das ist natür­lich schon so. Der­je­ni­ge, der eine Geschich­te erzählt, der einen Rück­blick macht und wie­der­gibt, vor allen Din­gen, der hat natür­lich auch immer die Mög­lich­keit, dabei zu gestal­ten. Und dabei haben wir unter­be­wusst natür­lich auch eine eige­ne Vor­stel­lung von unse­rer Iden­ti­tät und davon, wie Din­ge ablau­fen. Das heißt zu 100 pro­zent fak­ten­ba­siert sind unse­re Erin­ne­run­gen und eige­ne Rück­bli­cke wahr­schein­lich auch nicht immer unbe­dingt, son­dern zum Teil müs­sen wir uns das bestimmt auch schon ein Stück weit zurecht. Und es ist auch wis­sen­schaft­lich nach­ge­wie­sen, dass je wei­ter Din­ge auch zurück­lie­gen, des­to unschär­fer wird tat­säch­lich die fak­ti­sche Erin­ne­rung und des­to eher neigt man auch dazu, ande­re Din­ge da zu kon­stru­ie­ren, die viel­leicht gar nicht so erfolgt sind. Jan Aber nichts­des­to­trotz ist das natür­lich das Nar­ra­tiv, das setzt. Unser Ver­ständ­nis unse­rer Ver­gan­gen­heit ist also das ist, dass wir eben unse­re Ver­gan­gen­heit heu­te erle­ben und ver­ste­hen. Und das macht natür­lich die Sum­me der Erin­ne­run­gen und Rück­bli­cke letz­ten Endes unse­re Lebens­ge­schich­te aus. Björn Und da sind wir auch wie­der beim radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus, weil auch wenn wir bei­de ja zum Bei­spiel die­ses Jahr etwas zusam­men auch erlebt haben, sogar viel zusam­men erlebt haben. Die Wahr­neh­mung davon ist natür­lich wie­der geprägt durch unse­re per­sön­li­chen Fil­ter, Wer­te und so wei­ter. Und das heißt, das stimmt, die für die Ver­gan­gen­heit. Die­se Fak­ten in der Ver­gan­gen­heit sind erst mal sehr, sehr sub­jek­tiv. Also das ist bei jedem wie­der anders wahr­ge­nom­men und sind natür­lich auch in der Erin­ne­rung ver­än­der­bar. Björn Da gebe ich dir recht. Aber was ich mei­ne ist, was gesche­hen ist, ist gesche­hen. Das mei­ne ich mit Fak­ten. Also das, das ist ein­fach egal, wie ich es wer­te und deu­te oder wie ich es wahr­ge­nom­men habe oder wie ich es erin­ne­re. Das ist nun mal ein Teil der Ver­gan­gen­heit. Rich­tig jetzt. Ich nei­ge dazu. Nein, ich nei­ge nicht dazu. Ich bin ein­fach so, dass ich tat­säch­lich am Ende eines Jah­res immer in den Zei­ten zwi­schen den Fei­er­ta­gen und Sil­ves­ter tat­säch­lich für mich so ein per­sön­li­ches Resü­mee zie­he. Björn Ich mache das aller­dings nicht auf Papier und mit Stift oder so, son­dern das pas­siert in mei­nen Gedan­ken. Das, was ich mir zur Hil­fe neh­me, ist mein Kalen­der. Also ich gucke immer mei­nen Kalen­der durch, schaue mir noch mal an, was da so alles drin stand, was ich für Ter­mi­ne hat­te. Ja, das mache ich jedes Jahr. Ach ja, und ich schreib mir dann nichts auf, aber ich gehe das alles noch mal durch und erin­ne­re mich dann tat­säch­lich auch noch mal an die gro­ßen Ereig­nis­se. Björn Weil wenn irgend­et­was Wich­ti­ges pas­siert ist, wird das an irgend­ei­nem Ter­min der Fami­lie im Kalen­der steht, natür­lich sich mani­fes­tie­ren und. Ich nut­ze das sehr kon­struk­tiv. Es ist so, dass ich dann schon drü­ber nach­den­ke und dann auch noch mal mir klar mache Wenn das jetzt ein gro­ßes Ereig­nis war, was hat dazu geführt? Wie bin ich damit umge­gan­gen? Wür­de ich das anders machen? Hat das jetzt noch Fol­gen für mich? Muss ich da irgend­was jetzt noch nach­jus­tie­ren? Muss ich irgend­was ändern? Björn Habe ich viel­leicht sogar was ver­ges­sen? Das gibt es ja auch, dass man manch­mal Din­ge erlebt, wo man denkt Ja, da habe ich eine Kon­se­quenz draus. Und dann gerät es einem aus dem Kopf und ich nut­ze die Zeit zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr eigent­lich immer dafür, über das letz­te Jahr noch­mal nach­zu­den­ken. Hmmm, also ich hal­te das für eine. Ich hal­te es für eine posi­ti­ve Art des Rück­blicks. Also sor­tiert man ja noch mal. Es macht mir auch noch mal bewusst, was so pas­siert ist. Björn Was mir begeg­net ist auch, was ich viel­leicht anders machen möch­te, was ich dar­aus fürs nächs­te Jahr zie­hen kann. Das ist so mei­ne Art der Her­an­ge­hens­wei­se. Da machst du so was ähn­li­ches. Jan Also ich mache das nicht so. Das ist schon fast ritua­li­siert. Da wären wir ja bei unse­ren letz­ten Fol­gen, bei den Ritua­len. So mache ich das glau­be ich nicht. Aber ich habe schon. Also ich ver­bin­de sehr viel mit zum Jah­res­wech­sel, das kann ich schon sagen. Für mich ist es inter­es­san­ter­wei­se schon immer Weih­nach­ten. Eine total tol­le Zeit und Sil­ves­ter eine total tol­le Zeit. Ich genie­ße das total und las­se mich da auch voll voll drin drin ver­sin­ken, dar­in auf­ge­hen, dass ich die Spaß dran habe, da auch so mei­ne Weih­nach­ten und Sil­ves­ter Ritua­le und mit dazu­ge­hört. Jan Aber auch eigent­lich immer so, dass ich ab Anfang Mit­te Dezem­ber schon öfter mal dar­über nach­den­ke, was ist denn so das gan­ze Jahr pas­siert? Ich bin auch so ein Typ. Ich ich mache dann auch eine Bewer­tung, weil das jetzt irgend­wie ein gutes ist. Ja, und inso­fern gehört das für mich auch dazu. Aber ich set­ze mich jetzt nicht mit dem mit dem Kalen­der hin, son­dern ich gehe da sozu­sa­gen im Kopf immer mal wie­der durch, spricht da auch drü­ber. Jan Mei­ne Frau und ich, wir sit­zen uns dann schon mal zusam­men und spre­chen dar­über, was denn so das Jahr pas­siert. Was sind unse­re Erwar­tun­gen und Wün­sche für das nächs­te Jahr? Und das ist halt irgend­wie auch was Schö­nes, weil es halt auch. Also ich emp­fin­de es als schön, weil es halt irgend­wie auch so eine Soll­bruch­stel­le ist und noch immer die Mög­lich­keit. So emp­fin­de ich das als Auf­bruch. Auf­bruch in ein neu­es Kapi­tel. Hmm, ja eben wie, wie wie ein Buch mit ver­schie­de­nen Kapi­teln und jedes Jahr ist ein Kapi­tel. Jan Also so emp­fin­de ich das manch­mal, was natür­lich auch sowie­so gro­ße Abschnit­te oder Mei­len­stei­nen, ob das jetzt irgend­wie Schu­le, Stu­di­um, Hoch­zeit, Geburt, Kin­der, irgend­wann Pen­sio­nie­rung oder wie auch immer ist, aber halt irgend­wie dazwi­schen, sind doch sowie­so die­se Abschnit­te. Björn Es hat ja auch noch mal eine beson­de­re Qua­li­tät, wenn man das mit sei­ner Part­ne­rin oder sei­nem Part­ner zusam­men macht, fin­de ich. Weil da kom­men dann auch noch mal zwei Sich­ten zuein­an­der, die ja auch sehr unter­schied­lich Lachs schon, die ja auch sehr unter­schied­lich sein kön­nen. Und das ist ja auch gut so ist, weil das ja auch die eige­ne Erin­ne­rung. Wir hat­ten es ja gera­de davon, wie wan­del­bar das ist, viel­leicht auch noch mal ein ande­res Licht rückt. Und das, wenn man das so macht, dass man sich dann auch noch mal bewusst hin­setzt und über Din­ge noch mal zusam­men nach­denkt, die so pas­siert sind, sich auch wie­der annä­hern kann als Paar auch das er, ob das jetzt genau das Paar ist oder die Grup­pe auch als Freund, als ande­re Orga­ni­sa­tio­nen auch im beruf­li­chen Kon­text kann das auch sinn­voll sein, also auch bei einer Fir­ma oder so was mit dem Team. Björn Sich noch mal hin­zu­set­zen und zu sagen wie war dann letz­tes Jahr, wie haben wir das emp­fun­den? Was neh­men wir da mit? Also da haben wir gera­de im Vor­ge­spräch auch kurz dar­über gespro­chen. Was hat das noch zu tun mit einer Retro­spek­ti­ve? Das ist ja auch durch­aus ein Tool, was man nut­zen kann, auch im beruf­li­chen Umfeld. Auch dafür kann man so was natür­lich nut­zen für so ein Jah­res­rück­blick. Und wie du sagst, es ist auch eine Mög­lich­keit, gemein­sam noch mal einen Blick auf einen bestimm­ten zeit­li­chen Abschnitt zu wer­fen und auch noch mal zu eva­lu­ie­ren Wie hat jeder ein­zel­ne wahr­ge­nom­men, erlebt? Björn Was nimmt man so an Erkennt­nis­sen dar­aus mit und wie möch­te man es auch in der Zukunft gestal­ten und kann da auch immer wie­der wei­ter zusam­men­rü­cken oder auch mal fest­stel­len wo gibt es viel­leicht auch Dif­fe­ren­zen? Unter­schied­li­che Wahr­neh­mun­gen, die man viel­leicht im All­tag gar nicht so rich­tig wahr­ge­nom­men hat. Björn Und auch das kann im Vor­ge­spräch kurz das Jahr rast ja, die Zeit rast. Ja, da ist ja immer wie­der über­rascht, dass schon Dezem­ber ist. Und wenn der Dezem­ber dann ange­fan­gen hat, ist auch auf ein­mal schon Weih­nach­ten. Das ist ja die­ses Phä­no­men, dass wir immer am Ende eines Jah­res den­ken. Das ging aber jetzt doch schnell vor­bei. Und wenn man so zurück­schaut auf ein Jahr gebün­delt, dann wird einem bewusst, dass in die­sem so schnell ver­gan­ge­nen Jahr aber natür­lich trotz­dem. Björn Eine sol­che Viel­zahl an Din­gen, natür­lich um uns her­um pas­siert, ist, dass man die Zeit auch sehr viel mehr zu schät­zen weiß. Ein biss­chen geht in die Rich­tung Acht­sam­keit, die du ja auch schon ange­spro­chen hast. Also Acht­sam­keit im Moment ja, aber viel­leicht auch Acht­sam­keit für ein gan­zes Jahr mal üben. Das ist, fin­de ich. Des­we­gen mache ich das mit mei­nem Kalen­der so, weil mir dann auch noch mal wirk­lich bewusst wird, wie gefüllt eigent­lich alles war. Björn Ja, na ja, da sind wir wie­der bei der Dank­bar­keit, die wir ja auch hat­ten. Letz­te Woche, also da wer­den auch noch dar­über nach­ge­dacht, was ist, was ist gut und was ist schlecht an Rück­bli­cken? Oder wie kön­nen Rück­bli­cke gut oder schlecht sein? Da ich also da ich oder wir bei­de ja ger­ne auch uns von von Pro­ble­men zu Lösun­gen ori­en­tie­ren. Ganz schön, wenn man dann noch mal star­ten wür­den mit mit was kann schlecht sein an Rück­bli­cken unter Umstän­den. Björn Und du hast es ja gera­de schon anfangs erwähnt. Das fand ich ganz inter­es­sant, weil ich habe gesagt, der Rück­blick kann sein. Wie ist die Ver­gan­gen­heit gewe­sen? Und war­um ist es so gekom­men? Und dann gesagt Was wünscht man sich für viel Zukunft oder. Was erwar­tet man von der Zukunft? Hast du von dir gesagt Ja, das ist ja ein posi­ti­ver Umgang. Das ent­larvt sich schon mal als posi­tiv mit die Men­schen. Ich ken­ne ganz vie­le Men­schen, die auch in die Ver­gan­gen­heit bli­cken, aber eher mit einer, ja mit einem sor­gen­vol­len Ansatz oder mit einem besorg­ten Ansatz. Björn War­um das jetzt so gekom­men ist, war­um Din­ge so so waren, wie sie waren und wo sich auch, wo auch Vor­wür­fe eine Rol­le spie­len gegen­über ande­ren oder sich selbst. Dass man sich ver­hal­ten hat, war­um ande­re sich so ver­hal­ten haben, so fies gegen­über über­schau­ba­ren oder wie auch immer, war­um einem dies oder jenes pas­siert ist. War­um trifft das aus­ge­rech­net mich? Oder war­um hat es mich getrof­fen? Und das ist natür­lich ein Punkt die­ses es gibt ja auch. Ja, das ist ja nicht mal ein Ewig­gest­ri­ger, ist ja jemand, der sozu­sa­gen eher die Ver­gan­gen­heit heroi­siert, will ich jetzt mal sagen. Björn Aber jemand, der qua­si in der Ver­gan­gen­heit lebt oder sich da ein ganz gro­ßer Fokus ist und dar­über Gedan­ken macht, war­um Din­ge so gekom­men sind und dass das, dass das ganz schlimm ist, damit prägt man sich und sein Gehirn, sein Den­ken natür­lich auch. Und wenn man da sozu­sa­gen droht, in so eine Abwärts­spi­ra­le zu gera­ten, in dem man immer wie­der in die Ver­gan­gen­heit schaut, aber halt eher mit einer, wie soll ich sagen, nega­ti­ven Bril­le dar­auf, dass Din­ge so pas­siert sind und mit dem nicht wahr­ha­ben wol­len und nicht akzep­tie­ren, dass es nun mal ein­fach so ist, dann kann das ganz schön viel Kraft kos­ten. Björn Und das sind dann durch­aus Rück­bli­cke, die viel­leicht nicht so ange­nehm sind und einem nicht gut tun kön­nen. Björn Ich glau­be, die die größ­te Mani­fes­tie­rung von so einer Hal­tung ist tat­säch­lich. Den Gedan­ken hat­te ich ja auch schon mal gesagt, oder den Satz Die Aus­sa­ge habe ich schon gemacht ist wäre ich wie­der wie frü­her. Das begeg­net einem ja oft bei Men­schen, denen irgend­ein Schick­sals­schlag wider­fah­ren ist. Ein Ver­lust zum Bei­spiel bei so einer Krank­heit. Und die schau­en dann zurück. Mit so einem Blick von damals habe ich mir bes­ser gefal­len. Und wär ich doch wie­der so wie frü­her. Und das ist natür­lich fatal, weil das kann ja nicht pas­sie­ren, weil wie­der wie frü­her sein wür­de, bedeu­ten die Erfah­run­gen, die man gemacht hat, also die fak­ti­sche Ver­gan­gen­heit, wür­de man umdre­hen und also erst mal nicht mög­lich und führt ja im End­ef­fekt auch nur zu Frust und zu einer Trau­er gegen­über dem frü­he­ren Selbst. Björn Also das ist eine Art von Rück­blick, die natür­lich für einen per­sön­lich nicht beson­ders för­der­lich ist. Das begeg­net einem auch im Coa­ching mit Men­schen, die nicht los­las­sen kön­nen zum Bei­spiel, oder die irgend­ei­nen ein Ereig­nis in ihrem Leben nicht rich­tig in ihre Iden­ti­tät inte­griert bekom­men haben. Zum Bei­spiel den Ver­lust wie­der oder eine Krank­heit. Und die hadern damit. Und da fehlt es dann an der Mög­lich­keit, nach vor­ne zu schau­en, wenn man sich immer so an das Ver­gan­ge­ne krallt, also in das Ver­gan­ge­ne vor einem nega­ti­ven Ereig­nis krallt. Björn Also da fehlt im Prin­zip in dem Moment die Fähig­keit, aus die­sem nega­ti­ven Ereig­nis, egal wie ein­schnei­dend es war zu sagen Okay, das ist pas­siert. Die Ergeb­nis­se davon sind jetzt Teil mei­ner Iden­ti­tät. Und jetzt geht es wei­ter. Jan Das ist ein Aspekt. Und dann sehe ich noch einen ande­ren Aspekt. Das ist der die­ses nicht, wäre ich mal wie­der wie damals, son­dern wenn ich jetzt noch Stu­dent wäre zum Bei­spiel und noch mal neu ent­schei­den wür­de. Oder noch mal, wenn ich mich mal zurück bea­men könn­te und ich hät­te wie­der eine neue Part­ner­wahl tref­fen oder eine ande­re Berufs­wahl Ani­ma­te. Auch das ist ja so ein belieb­tes Mus­ter. Ist lei­der auch über­haupt nicht hilf­reich, weil man das nun mal nicht ändern kann. Jan Man steht jetzt nun mal da, wo man steht und und es ist so, wie es jetzt ist. Aber. Es gibt noch einen wei­te­ren Aspekt. Nicht nur, dass es nicht hilf­reich ist, son­dern was man auch aner­ken­nen muss, ist nur dadurch, dass man die Erfah­rung gemacht hat, die man sie gemacht hat, steht man über­haupt an dem Punkt und kann so reflek­tie­ren und rich­tig die Vor­stel­lun­gen oder die Erwar­tungs­hal­tung, dass jetzt eine ande­re Ent­schei­dung zu einem frü­he­ren Zeit­punkt zu einem deut­lich ande­ren oder bes­se­ren Ergeb­nis geführt hat hät­te. Jan Das ist ja eine rei­ne Spe­ku­la­ti­on und in Sum­me viel­leicht sogar unwahr­schein­lich, denn zu einem gro­ßen Anteil sind wir natür­lich auch. Aus­ge­nom­men har­te Schick­sals­schlä­ge, selbst mit dafür ver­ant­wort­lich, wie wir unser Leben emp­fin­den und was wir dar­aus machen und wie wir damit umge­hen. Wir haben ja auch trotz­dem jeder­zeit die Mög­lich­keit, auch anders zu ent­schei­den, neu zu ent­schei­den. Und das sind aber wie gesagt die Mus­ter, die durch­aus nicht sel­ten sind, die man aber auch wenn man möch­te, durch­bre­chen kann und erset­zen kann durch viel­leicht eine etwas ande­re Sicht auch auf die Ver­gan­gen­heit ja umwan­deln kann in eine wert­schät­zen­de Sicht dar­auf, um eher zu schau­en Was habe ich denn über­haupt alles gemeis­tert? Jan Was hat mich dahin gebracht zu dem Punkt, wo ich heu­te ste­he? Und was hat mir auch dabei gehol­fen, zu den Men­schen zu wer­den, der ich jetzt heu­te bin? Björn Ich wür­de sogar nicht nur wert­schät­zend sagen, also eher lie­be­voll, also lie­be­voll auf sich selbst zurück­schau­en mit der Zunei­gung, die man auch ver­dient hat. Weil das frü­he­re selbst hat ja nicht irgend­et­was getan, um dem zukünf­ti­gen selbst zu scha­den. Das wäre äußerst besorg­nis­er­re­gend, wenn das so wäre. Und die­ser lie­be­vol­le Blick zurück, die Gedan­ken ken­nen wir ja das. Du wirst sowas was auch schon mal erlebt haben, dass du irgend­wie manch­mal in Situa­tio­nen ach, hät­te ich doch damals. Björn Ja, bestimmt. Ich glau­be, ich habe im Rah­men von irgend­ei­ner Fol­ge, die wir auf­ge­nom­men haben, auch mal gesagt Hät­te ich frü­her Coa­ching gehabt, also als Sän­ger noch, wür­de ich sehr wahr­schein­lich noch in dem Beruf sein. Das ist defi­ni­tiv so. Aber ich schaue dar­auf halt nicht zurück. Mit einem Blick von Ver­dammt, ver­dammt, ver­dammt Shan­ta­nu ich halt jetzt an einem Punkt, wo mir das klar ist. Aber wie hät­te ich es frü­her wis­sen sol­len? Also wie soll ich das mit 25 wis­sen sol­len? Björn Und das ist glau­be ich, ein ganz ent­schei­den­der Punkt, dass man bei Rück­bli­cken halt nicht über sich selbst und auch nicht über ande­re eigent­lich urteilt und nicht ver­ur­teilt, son­dern immer in die­ser posi­ti­ven Annah­me, dass man das damals ja mit bes­tem, mit bes­tem Gewis­sen und mit bes­ter Inten­ti­on so ent­schie­den hat. Ja, ja. Jan Und ich habe natür­lich auch oder man hat natür­lich auch im Rück­blick immer die Mög­lich­keit, auch tat­säch­lich viel Kraft dar­aus zu zie­hen, also auch zu schau­en. Im Coa­ching spre­chen wir oft davon, was gibt es für Res­sour­cen, aus denen man was zie­hen kann. Also wenn ich jetzt unter­schied­li­che Her­aus­for­de­run­gen auch im Leben hat­te, wie habe ich die denn gemeis­tert? Mit wel­chen Fähig­kei­ten habe ich das getan? Und so zum Bei­spiel über eine sol­che oder mit einer sol­chen Bril­le? Einen Rück­blick zu zu haben oder zu machen, hilft dann natür­lich wei­ter, da eben auch Kraft raus­zu­zie­hen und zu ver­ste­hen. Jan Was sind denn die Punk­te, die mich dahin gebracht haben, wo ich heu­te ste­he? Björn Oder wenn man jetzt was was Schlim­me­res erlebt hat, mit wel­chen Res­sour­cen, die ich habe, habe ich das durch­stan­den. Also was hat es? Was hat mir in der Zeit gehol­fen? Wie habe ich das geschafft, das zu durch­ste­hen? Das, das man ja immer noch da ist, das ist nicht kom­plett auf den Boden geschmis­sen hat. Und dar­aus weiß man dann ja auch Für die Zukunft habe ich die Res­sour­cen auch. Und dann sind viel­leicht kom­men­de Din­ge, die nicht so schön sind, viel leich­ter zu meis­tern, weil man sich des­sen auch bewusst ist. Jan Das ist zum Bei­spiel auch bei zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen ganz kon­kret, wenn man sieht, es gibt neue Auf­ga­ben oder etwas ähn­li­ches, dass man auch da ein­fach den Blick zurück mal wagt und schaut Wie habe ich es denn bis­her gemacht im Leben? Björn Wir haben das genug ange­stellt und das ist, dann kann man da sehr wei­ter­hel­fen. Ein­fach Kraft her­aus­zu­zie­hen, Mut und einen gestärk­ten Blick auf die Zukunft. Björn Ja so Jan, wie war denn dein 2021? Jan 2021 war tat­säch­lich her­aus­ra­gend, muss ich sagen, das war für mich ein ganz beson­de­res Jahr, weil ein­fach super vie­le Din­ge pas­siert sind und das für mich mit Abstand größ­te Ereig­nis ist natür­lich die Geburt unse­rer Toch­ter. Das ist ein sol­ches Glück, was ich mir vor­her gar nicht aus­ma­len kön­nen. Das ist echt ein wahn­sin­ni­ges Erleb­nis. Wun­der­schön. Und das genie­ße ich auch jeden Tag. Auch wenn es manch­mal anstren­gend ist, sagen da auch, neue Anfor­de­rung an sich zu haben und auch selbst dar­an zu wach­sen. Jan Aber das geht das Kind. Das Glück da zu sehen, ist halt ein­fach wun­der­bar. Aber auch unab­hän­gig davon vie­le ande­re tol­le Din­ge. Das ers­te Mal in mei­nem Leben einen Mara­thon Distanz gelau­fen, aber super für mich auch ein rie­sen rie­sen Erleb­nis und ich habe vor andert­halb Jah­ren kon­kre­ter mit dem Lau­fen ange­fan­gen. Also neben mir so alle paar Wochen mal ein biss­chen jog­gen, dass ich gesagt habe, ich möch­te eigent­lich einen Halb­ma­ra­thon machen und die­ses Jahr sind sogar der Mara­thon Distanz geklappt. Jan Wor­auf ich sehr stolz bin, dass das, dass ich das hin­be­kom­men habe. Ich mei­ne, mitt­ler­wei­le ist das ja nichts Beson­de­res mehr, weil es zuvor vie­le Men­schen tun. Aber trotz­dem per­sön­lich, da man sei­nen inne­ren Schwei­ne­hund zu über­win­den und auch men­tal da zu kämp­fen, das hat schon unheim­lich Spaß gemacht oder macht auch Spaß. Und dar­über hin­aus eben auch noch ganz, ganz vie­le ande­re Din­ge. Also allein beruf­lich super vie­le inter­es­san­te Pro­jek­te, tol­le und inter­es­san­te Kon­tak­te und Bekannt­schaf­ten, unheim­lich tie­fe Gesprä­che, auch pri­vat wie beruf­lich geführt. Jan Und auch dafür bin ich total dank­bar, ein­fach so die­sen Reich­tum an Men­schen und und Pro­jek­ten ken­nen­zu­ler­nen. Ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Din­ge, Sach­ver­hal­te, Her­aus­for­de­run­gen. Und es macht halt ein­fach unheim­lich viel Spaß, das zu bear­bei­ten. Und dar­über hin­aus natür­lich noch ande­re Punk­te, wie auch zum Bei­spiel unse­re Aus­bil­dung oder auch unser Pod­cast, den wir hier ja auf­ge­ho­ben haben. Ja. Er. Wie war es bei dir? Björn Also es war ein sehr beweg­tes Jahr, muss ich sagen, es ist sel­ten, dass ich sage, ein Jahr ist schlecht oder gut, dass das zu bewer­ten. Auch wenn uns das nahe liegt. In Sum­me, glau­be ich, war es ein sehr gutes Jahr. Ich muss­te gera­de als du von dei­nem Mara­thon erzählt hast, dar­an den­ken, dass ich die­ses Jahr tat­säch­lich mei­ne Lie­be zum Wan­dern neu ent­deckt habe oder wie­der­ent­deckt habe, muss ich sagen. Ich habe die­ses Jahr laut einer App, die ich 35 Wan­de­run­gen gemacht. Björn Das fin­de ich für ein Jahr, das nur 12 Mona­te hat, äußerst beacht­lich. Das war so ein biss­chen aus der Not her­aus gebo­ren, weil wir durf­ten ja alle nicht so viel rei­sen. Sie eigent­lich mei­ne gro­ße Lei­den­schaft, aber ich habe mei­ne Lie­be zum Wan­dern ent­deckt, bin aber wirk­lich auch an Stel­len gekom­men, die so wun­der­schön waren. Und das alles hier im Umkreis von maxi­mal 150 Kilo­me­tern um mei­nen Wohn­ort Düs­sel­dorf her­um. Das hät­te ich gar nicht ver­mu­tet. Es war ein Jahr vol­ler neu­er Begeg­nun­gen, muss ich sagen. Björn Ich glau­be, so vie­le neue Men­schen wie die­ses Jahr habe ich lan­ge nicht getrof­fen. Und das hat unmit­tel­bar auch was mit unse­rer Aus­bil­dung zu tun. Natür­lich. Und die war für mich das größ­te Geschenk. Tat­säch­lich, dass das jetzt auch erfolg­reich abge­schlos­sen ist, dass ich das mit sehr inter­es­san­ten und wert­vol­len Men­schen. Also es geht auch in dei­ne Rich­tung gemacht hat natür­lich noch mal gehol­fen. Ja, der Pod­cast ist ein Traum von mir gewe­sen, den wir zusam­men erfüllt haben. Björn Das ist also für mich jetzt auch ganz schön, dass wir jetzt zum Jah­res­en­de das auch damit beschlie­ßen, dass wir die­sen Pod­cast heu­te auch noch mal auf­neh­men. Auch wenn heu­te nicht Sil­ves­ter ist, wir pro­du­zie­ren ja immer vor. Und natür­lich ist das auch ein Jahr, das von von schwie­ri­gen Situa­tio­nen ein biss­chen geprägt ist, weil die­se Coru­na Situa­ti­on mich natür­lich auch wirt­schaft­lich getrof­fen hat. Das ist ein­fach so wie der Groß­teil der Men­schen. Aber auch da sind neue Din­ge draus ent­stan­den. Björn Also auch das ist, wenn ich dann so zurück­bli­cke, eigent­lich ein Punkt, wo ich krea­tiv gewor­den bin, um neue Wege zu fin­den und ande­re Wege zu fin­den. Und das ist eigent­lich ins­ge­samt was sehr Gutes. Also es ist ganz sel­ten, dass ich auf ein Jahr zurück­bli­cke und sage Das war alles eine Kata­stro­phe und bloß weg damit. Also das gibt es bei mir eigent­lich nicht. Jan Na schön, ja, dann kön­nen wir eigent­lich nur unse­ren Zuhö­rern wün­schen, dass sie auch so lie­be­voll und sich selbst gegen­über wert­schät­zend auf ihr ver­gan­ge­nes Jahr schau­en. Wir freu­en uns, dass ihr uns ent­deckt habt, dass ihr uns die­ses Jahr treu geblie­ben seid und wir hof­fen, dass ihr das viel­leicht ins neue Jahr mit­nimmt. Wir wer­den das so wei­ter­ma­chen. Ich glau­be, das kann ich schon so sagen. Also das macht uns bei­den so viel Freu­de und so viel Spaß. Wir krie­gen so viel posi­ti­ve Rück­mel­dun­gen von unse­ren Zuhö­rern, dass wir das auf jeden Fall wei­ter bei­be­hal­ten wol­len. Jan Wir wün­schen euch einen guten Rutsch. Jan Du sehr wahr­schein­lich auch, denn einen guten Rutsch, alles erdenk­lich Gute fürs neue Jahr, einen lie­be­vol­len und wert­schät­zen­de Blick auf das Alte und freu­en uns dann, euch ab 2022 auch wie­der zu begrü­ßen. Ich sage Tschüss! Und der Jan sagt sein ritua­li­sier­tes: Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Ciao. Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Dankbarkeit, Podcast, Rückblicke --- ### [Gute Vorsätze und SMART Ziele](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/) **Published:** Januar 7, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Alle Jah­re wie­der: am Sil­ves­ter­abend machen wir uns die bes­ten Vor­sät­ze für das neue Jahr: - Ich wer­de abneh­men - Ich rau­che nicht mehr - Ich ver­die­ne mehr Geld - und vie­le wei­te­re… Oft sind die­se guten Vor­sät­ze nach weni­gen Wochen ver­flo­gen. In die­ser Fol­ge beschäf­ti­gen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns damit, war­um es den Brauch der guten Vor­sät­ze über­haupt gibt, und wie man sol­che Vor­sät­ze – nicht nur an Sil­ves­ter – gestal­ten und for­mu­lie­ren kann, dass sie auch erreicht und ein­ge­hal­ten wer­den. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men bei der ers­ten Fol­ge von Coach und Coach im Jahr 2022 Wir wün­schen euch ein fro­hes neu­es Jahr rück­wir­kend und hof­fen, ihr seid gut rüber­ge­kom­men und ich bin hier wie immer mit dem Jan. Hal­lo Jan, reno­vie­ren und das The­ma heu­te ist pas­send zum Jah­res Über­gang. Gute Vor­sät­ze, das ken­nen wir ja alle. Ich im neu­en Jahr auf zu rau­chen. Ich neh­me ab, ich baue ein Haus. Ja, ich habe mich von mei­nen guten Vor­sät­zen gespro­chen. Ich bin nur ein paar zitiert, die es da so gibt. Björn Oder ich die­ses Jahr fin­de ich den per­fek­ten Part­ner oder was auch immer da kommt. Die guten Vor­sät­ze sind so zahl­reich wie heu­te, so zahl­reich wie sie ver­schie­den sind. Aber es gibt sie jedes Jahr und ich glau­be, das ken­nen wir auch alle schon mal gemacht, dass wir in einem Sil­ves­ter­abend oder an einem Neu­jahrs­tag uns vor­ge­nom­men haben. So ab die­sem Jahr mache ich das und das anders. Wie sieht es bei dir? Jan Ja, auch ich habe das schon getan. Ich hat­te auch schon diver­se Vor­sit­ze in unter­schied­li­chen Jah­ren, ich wür­de auch sagen, eini­ges davon habe ich bestimmt auch schon mal durch­ge­hal­ten. Aber das Gute ist, ich erin­ne­re mich nicht dran, was das war. Inso­fern kann ich jetzt kei­ne mit­spie­len. Aber ich hat­te bestimmt auch schon mal so was wie abneh­men. Ich hat­te bestimmt schon mal so was wie den Lebens­wan­del anpas­sen an bestimm­te Din­ge. Und ja, grund­sätz­lich ist es ja jetzt auch nichts Frem­des. Jan Es wird ja fast schon nahe­ge­legt, je nach­dem, wie man so Sil­ves­ter fei­ert, kom­men da ja auch schon teil­wei­se sol­che Gesprä­che auf. Und da stellt ja jemand noch die Fra­ge Und was sind eure Vor­sät­ze fürs was gezwun­gen irgend­was zu sagen? Ich fin­de es schon ein biss­chen lang­wei­lig manch­mal. Björn Ich fin­de es ganz span­nend. Ich fin­de es ganz span­nend, dass du eben gesagt hast, du kannst, du hast das auch schon mal gemacht, aber du kannst dich nicht mehr dar­an erin­nern, was es war. Da sieht man ja, das scheint ja nicht beson­ders nach­hal­tig zu sein, denn das stimmt nicht. Also ich glau­be, ich wür­de mich eher dran erin­nern, wenn ich irgend­was mir vor­ge­nom­men hät­te und das wäre gran­di­os geschei­tert. Okay, also eigent­lich ist doch immer inter­es­sant, wenn man sich Din­ge vor­nimmt, die man inter­na­li­siert, die so macht, sie zum eige­nen The­ma zurück­füh­ren kann. Björn Okay, das kann natür­lich auch sein, dass das, dass es so gela­gert ist, aber ich glau­be auch tat­säch­lich ganz häu­fig. Aber da kom­men wir dann ja auch noch mal drauf, inwie­weit es sinn­voll ist, sich sol­che Vor­sät­ze zu machen oder wann es sinn­voll ist und für was für The­men es sinn­voll ist und wie man das auch viel­leicht ganz geschickt machen kann. Und wann es viel­leicht so dazu führt, dass man ent­we­der ver­gisst, dass man sich das vor­ge­nom­men hat oder viel­leicht am Ende einen ein ein Erfolg gar nicht mehr dar­auf zurück­führt, dass man es sich mal als Vor­satz zum Jah­res­wech­sel vor­ge­nom­men hat. Björn Du hast eben ein biss­chen recher­chiert, wo es her­kommt. Und ich habe ich habe irgend­was mit den alten Römern mir gemerkt. Aber war auf jeden Fall ein. Eine Wur­zel, die mir so nicht klar war. Kannst du das noch mal ganz kurz anrei­ßen? Jan Also könn­te ich jetzt tun. Angeb­lich geht es. Geht es tat­säch­lich irgend­wie auch die alten Römer zurück und brau­chen qua­si römi­sche Beam­te am 1. Janu­ar oder wie auch immer einen Eid auf dem Kai­ser geschwo­ren haben. Die, die ihre Loya­li­tät und so. Aber ob das jetzt daher­kommt oder nicht, ich das ist ers­tens sehr alt ist. Allein die­se die­se Beschrei­bung hier deu­tet dar­auf hin. Und unab­hän­gig davon den­ke ich, dass das halt ein­fach ein. Ein guter Zeit­punkt ist, um sich Zie­le zu set­zen oder Vor­sät­ze zu machen. Jan Wenn man ein neu­es Kapi­tel, in wel­cher Art auf Art und Wei­se auch immer auf­schlägt, und das kann sein, ein neu­er Tag. Ab mor­gen ist alles anders, ab mor­gen mache ich das ganz anders. Das kann aber auch ein neu­es Jahr sein. Das kann ein Job sein, das kann ein Umzug sein, das kann im Urlaub sein. Grund­sätz­lich glau­be ich, bei so Soll­bruch­stel­len ja irgend­was in unse­rer Tages­struk­tur, die halt irgend­wie immer so ver­lau­fen ist. Ich glau­be, da nei­gen wir schon eher dazu zu sagen und dafür neh­me ich mir jetzt etwas vor. Björn Ja, wir hat­ten ja auch erst in der letz­ten Fol­ge, die wir für Sil­ves­ter gemacht haben, haben wir ja auch über Rück­bli­cke gespro­chen. Ich glau­be, auch dar­auf kommt das mit den guten Vor­sät­zen eigent­lich, weil wenn wir am Ende eines Jah­res zurück­schau­en, neh­men wir uns sehr wahr­schein­lich selbst wenn wir es nicht aus­spre­chen, irgend­et­was auch für das kom­men­de Jahr vor. Und des­we­gen eig­net sich die­ser Tag halt so her­vor­ra­gend, um danach sein zu aus­zu­fra­gen, was man sich denn so vor­ge­nom­men hat. Björn Ich sehe das ein biss­chen pro­ble­ma­tisch, muss ich wirk­lich sagen. Ich grund­sätz­lich fin­de ich Zie­le set­zen und sich Ver­än­de­run­gen vor­neh­men. Gut, aber dass an die­sen einen Tag zu kop­peln und dann qua­si ein Haken dran zu machen. Also nur weil ein neu­es Jahr ist, wird mir jetzt XY gelin­gen. Hal­te ich für nicht nach­hal­tig. Und ich glau­be auch nicht, dass das häu­fig von Erfolg geprägt ist. Das beob­ach­te ich zumin­dest auch in mei­nem Umfeld, so dass die, die sich sol­che Vor­sät­ze machen die­ses Jahr neh­me ich 10 Kilo ab, die hal­ten das in der Regel nicht lan­ge durch. Björn Da habe ich Theo­rien, war­um es so ist. Ich glau­be, wir hat­ten ja auch eine Fol­ge mal zu Gewohn­hei­ten. Ich glau­be, wenn man nur das neue Jahr als Anlass nimmt oder als als Moti­va­tor nimmt, um ein Ver­hal­ten zu ändern, wird man damit nicht sehr lan­ge. Aber nicht sehr weit kom­men, weil wir ja auch in der Fol­ge schon ange­ris­sen haben, ist ja eine Gewohn­heit Sen­dung hat ja immer was mit der eige­nen Iden­ti­tät zu tun. Nur weil ein neu­es Jahr ist, ist man ja nicht auf ein­mal ein ande­rer Mensch, der zu dem, was man im alten Jahr nicht geschafft, das auf ein­mal imstan­de wäre. Björn Also da. Das ist so ein biss­chen, das ist schon fast ein biss­chen aber­gläu­bisch, dass man sagt, nur weil jetzt ein neu­es Jahr ange­bro­chen hat, wird mir auf ein­mal ich ändern. Nichts, aber alles wird mir gelin­gen, was mir im alten Jahr nicht gelun­gen ist. Ich glau­be, dass der Glau­be, aber auch Ber­ge. Björn Ich ist hier, aber wir beschäf­ti­gen uns ja mit Coa­ching und Coa­ching hat, glau­be ich, nicht so etwas mit der Art von Glau­be zu tun. Etwas mit an sich selbst glau­ben, aber nicht an den Glau­ben in irgend­wel­che kos­mi­schen Ver­än­de­run­gen, weil ein neu­es Jahr ange­fan­gen hat. Jan Das war damit auch nicht gemeint. Man ist da ja auch ganz schnell beim The­ma Ref­raming. Björn Das stimmt ja, ja, wenn man jetzt sagt man. Da gibt es so eine Ver­än­de­rung und jetzt qua­si mit die­sem Ereig­nis, was ein­tritt, da traut man sich das zu und macht das zu einem Sym­bol oder wie auch immer. Dafür kann ich mir schon vor­stel­len, dass das das eher begüns­tigt, als das jetzt ein­fach aus einer Lau­ne her­aus zu sagen Ich hab oder so, weil man das noch ein biss­chen mehr mehr mit Bedeu­tung schwän­gert, sozu­sa­gen. Aber nichts­des­to­trotz ist glau­be ich eine ganz wesent­li­che Fra­ge Was neh­me ich mir denn da vor? Björn Und ist das über­haupt erreich­bar? Björn Hmm, ja und wie set­ze ich es um? Halt nicht nur dar­auf ver­trau­en, dass das Kalen­der­blatt ändert sich, son­dern dann soll­te man sich viel­leicht auch in dem Moment kon­kret einen Plan machen, wie man das umsetzt. Also im Coa­ching von der klas­si­schen Staats­ziel Auf­stel­lung spre­chen. Also das wäre dann viel­leicht zu raten. Das heißt also nicht falsch ver­ste­hen. Ja, ich wür­de jetzt nicht sagen, dass gute Vor­sät­ze grund­sätz­lich was Schlech­tes sind. Natür­lich nicht. Zie­le set­zen ist wich­tig und super und sehr posi­tiv. Björn Ich fin­de es nur kri­tisch, wenn man das halt nur an das neue Jahr kop­pelt. Jan Ja, abso­lut klar, ja, oder wenn es halt eben auch Zie­le sind. Also grund­sätz­lich hat das ja auch etwas Moti­vie­ren­des. Es soll ein Ja moti­vie­ren und es soll einem ja Freu­de berei­ten. Und ich glau­be, die­se typi­schen, die­se typi­schen Zie­le oder Vor­sät­ze. Ab jetzt gehe ich im neu­en Jahr fünf­mal die Woche ins Fit­ness­stu­dio, ich ein­mal da zur Anmel­dung bis­her. Das sind halt so Punk­te. Die Wahr­schein­lich­keit, dass das in die Hose geht, die ist jetzt nicht son­der­lich gering und dann könn­te ich das sogar noch här­ter demo­ti­vie­ren. Jan Das ist natür­lich scha­de. Inso­fern kann man Augen auf auch bei der Pla­nung von Zie­len und Vor­sät­zen. Björn Ja, aber das ist ein schö­nes Bei­spiel mit dem Fit­ness­stu­dio. Da fällt mir näm­lich ein, dass das ich vor Coru­na Zei­ten bin ich ger­ne im Fit­ness­stu­dio aufs Lauf­band gegan­gen und das war so das ein­zi­ge, was ich da gemacht habe. Ich habe eigent­lich immer nur auf dem Lauf­band gestan­den und man hat das wirk­lich beob­ach­tet, dass zum Jah­res­wech­sel war es auf ein­mal unglaub­lich voll. Also die ers­ten paar Wochen waren unglaub­lich voll. Da muss­te man dann immer Schlan­ge ste­hen, um auf eins die­ser Car­dio Gerä­te zu kom­men. Björn Und da waren ganz vie­le Men­schen, die man noch nie gese­hen hat, aber die waren alle top aus­ge­stat­tet. Also da pass­te. Da pass­te die die Hose zum T‑Shirt, zu den Schu­hen, zu den Socken. Die hat­ten alle tech­ni­schen Gad­gets, die man sich nur vor­stel­len kann. Also eine smar­te Uhr, ein Puls Band, trotz­dem noch zusätz­lich und wer weiß was noch. Also mega aus­ge­stat­tet. Die hat man da ein zwei Wochen gese­hen und dann waren sie alle wie­der weg, trotz Tops Top Aus­stat­tung. Björn Also man wür­de ja mei­nen, die haben sich ja unglaub­lich gut vor­be­rei­tet dar­auf und sie haben es trotz­dem nicht durch­ge­hal­ten. Und war­um ist das so und wie kann man das viel­leicht anders gestal­ten? Das wol­len wir ja nun auch ein biss­chen erfor­schen und erklä­ren. Jan Ja, auf jeden Fall. Wie kann man es tun? Also grund­sätz­lich ist ja die Fra­ge dabei, wenn ein guter Vor­satz ist letz­ten Endes ja auch eine Ziel­de­fi­ni­ti­on, a ich jetzt mal sagen. Und ja, wenn man klas­sisch über die Ziel­de­fi­ni­ti­on spricht, dann gibt es ja unter ande­rem die berühm­ten smar­ten Zie­le. Und das ist zum Bei­spiel eine Mög­lich­keit, wie man sich eigent­lich ganz gut der Sache annä­hern könn­te, wie man Zie­le defi­nie­ren kann, die man dann viel­leicht auch errei­chen kann und eben auch, wie man sie errei­chen kann. Björn Magst du erklä­ren, auf­zäh­len, erzäh­len? In die­sem Zusam­men­hang eine. Abkür­zung und das steht für spe­zi­fisch, also das S am Anfang mess­bar. Attrak­tiv, rea­lis­tisch und ter­mi­niert. Und das sind im Prin­zip die Punk­te oder die Aspek­te, die auf ein Ziel zutref­fen soll­ten bei der Ziel­de­fi­ni­ti­on. Damit das auch tat­säch­lich ein Ziel ist, was ja eine hohe Wahr­schein­lich­keit hat, was auch das, dass die­ses Ziel erreicht wer­den kann. Da kann man schon ein­mal so ent­spre­chend durch han­geln, was das eigent­lich bedeu­tet. Björn Wir kön­nen ja das auch ganz hand­fest an einem Bei­spiel machen. Also neh­men wir mal die­ses die­ses, die­ses Bei­spiel, das ich gera­de hat­te mit dem Fit­ness­stu­dio oder was du eigent­lich ins Spiel gebracht hast. Ich wer­de die­ses Jahr fünf­mal die Woche immer ins Fit­ness­stu­dio gehen. Gehen wir mal auf spe­zi­fisch. Ist das spe­zi­fisch genug? Jan Das ist schon spe­zi­fisch. Ja, das ist spe­zi­fisch. Aber lass uns. Wir könn­ten das, wenn du Lust hast, kön­nen mir es auch noch auf eine ande­re Art und Wei­se machen. Und zwar wenn wir viel­leicht auch auf das gehen, weil da kommt das auch mit rein. Aber war­um geht man ins Fit­ness­stu­dio, geht ins Fit­ness­stu­dio, um ins Fit­ness­stu­dio zu gehen, son­dern zum Bei­spiel wenn man sagt Ich möch­te 10 Kilo abneh­men oder ich möch­te sport­li­cher wer­den oder wie auch immer. Jan Und viel­leicht kön­nen wir es dar­auf machen, weil da kann man das fin­de ich ganz gut, dann dann abgren­zen. Wir müs­sen zum Bei­spiel mit den zehn Kilo Abneh­men machen wür­den. Das wür­de mir viel­leicht leich­ter fal­len in der Beschrei­bung. Björn Okay, machen wir es damit ja. Jan Also wenn wir sagen, ich möch­te ger­ne 10 Kilo abneh­men im nächs­ten Jahr, dann ist das ist das ein Ziel, was erst mal spe­zi­fisch ist. Also ich weiß eigent­lich ziem­lich genau, dass ich 10 Kilo abneh­men möch­te, was jetzt weni­ger spe­zi­fisch wäre, wäre ich möch­te nächs­tes Jahr abneh­men, also abneh­men kann dann sein 100 Gramm kann ich, 25 Kilo und alles dazwi­schen wäre eigent­lich schon viel erreicht, aber eigent­lich weiß ich gar nicht, wo woll­te ich denn hin. Und es ist dann schon schwie­ri­ger, auch tat­säch­lich zu sagen Was, was ist es denn ganz kon­kret? Jan Also das heißt es dann spe­zi­fisch, wenn ich sage, ich möch­te zehn Kilo abneh­men. Ich weiß also ganz klar, was es soll und ich kom­me auch gleich zum nächs­ten Punkt. Das ist näm­lich auch mess­bar ist. Björn Also 10 Kilo ist ja sehr mess­bar. Genau das kann man gut über­prü­fen. Da hast du auch wie­der, da haben wir auch wie­der das Bei­spiel, das Nega­tiv­bei­spiel ein­fach die­ses Jahr neh­me ich ab. Ist zwar mess­bar, aber nicht wirk­lich mess­bar, weil die, die man hat, ja das Ziel nie erreicht. Im Prin­zip, weil man sich ja nicht spe­zi­fisch vor­her defi­niert hat. Also wür­de ich sagen, auch da wür­de das dann nicht mess­bar sein. Jan Genau, oder man hat es halt sofort erreicht. Aber damit ist es dann eigent­lich kein wirk­li­ches Ziel, denn es muss ja irgend­wo. Ziel ist ja ins­be­son­de­re auch dann inter­es­sant, wenn es einer­seits erreich­bar ist, es ist kom­plett out of ran­ge sein, das ich auf gar kei­nen Fall errei­chen kann. Dann kom­men wir gleich noch­mal drauf und rea­lis­tisch. Aber eben auch nicht so, dass ich, dass es mir zufällt. Auch dann ist es eigent­lich wenig, wenig attrak­tiv. Dann hät­te ich viel­leicht weil ich mal eine Mahl­zeit aus­ge­las­sen habe, im Janu­ar dann tat­säch­lich abge­nom­men und das war es dann schon. Jan Kann ich dann auch wie­der 10 Kilo zuneh­men, weil Ziel ist erreicht gewe­sen. Björn Attrak­ti­vi­tät fin­de ich einen span­nen­den Begriff, weil wer ent­schei­det, ob das attrak­tiv ist. Jan Ja, also das hat jetzt nichts damit zu tun, ob man jetzt zehn Kilo weni­ger attrak­tiv fin­det oder nicht. Björn Genau. Genau. Jan Es muss mit irgend­et­was ver­bun­den sein. Also die Fra­ge ist, zu wel­chem Zweck denn eigent­lich? Also wenn ich beim Bei­spiel Abneh­men blei­ben, wäre es jetzt zum Bei­spiel so, wenn ich sage, ich bin aktu­ell über­ge­wich­tig und ich mer­ke, das tut mir nicht gut. Dann möch­te ich viel­leicht zehn Kilo abneh­men, um ein­fach mich fit­ter zu füh­len, um ent­spannt mal eine Run­de jog­gen gehen zu kön­nen oder mal irgend­wo wan­dern gehen zu kön­nen, ohne kom­plett aus der Pus­te zu sein. Jan Und das ich muss es irgend­wie ver­bin­den, emo­tio­na­li­sie­ren. Oder viel­leicht habe ich eine Lieb­lings Klei­dung Lieb­lings Klei­dungs­stück, was ich immer super ger­ne getra­gen habe. Aber es geht jetzt halt ein­fach nicht mehr, weil ein­fach ein paar zu vie­le Kalo­rien dabei waren die letz­ten Mona­te und des­halb passt das jetzt halt ein­fach nicht mehr. Auch das wäre etwas, was dann etwas attrak­tiv macht, dass ich halt irgend­wo emo­tio­nal auf­la­den und ich errei­chen möch­te, auch aus mir selbst. Björn Und da ist so ein Tipp. Das hat­ten wir auch in der Fol­ge zu Gewohn­hei­ten schon, dass man dann das an etwas Posi­ti­ves kop­pelt. Also die­se 10 Kilo abneh­men. Die­ses Bei­spiel, das ist ja schön, wenn es dann auf der Waa­ge ist. Aber das kann man ja auch mit etwas ande­rem Posi­ti­ven kop­peln. Das Klei­dungs­stück, das dann wie­der passt oder ein neu­es Klei­dungs­stück. Oder man kann sich dann auch tat­säch­lich eine Beloh­nung über­le­gen. Wenn ich das geschafft habe, dann also wenn ich die zehn Kilo abge­nom­men habe, gön­ne ich mir einen schö­nen Urlaub. Björn So was zum Bei­spiel. Oder ich kau­fe mir ein neu­es Fahr­rad, irgend­wie so was als als Beloh­nung ein­zu­set­zen. Das macht so ein Ziel auch deut­lich attrak­ti­ver. Und dann bleibt man auch eher dabei. Jan Der nächs­te Punkt ist rea­lis­tisch Sich ein Ja Zeit­rah­men natür­lich. Zehn Kilo abneh­men in einer Woche ist sehr wahr­schein­lich unrea­lis­tisch und auch unge­sund. Und wenn man sich als Ziel setzt im nächs­ten Jahr wer­de ich oder in die­sem Jahr wer­de ich, hal­te ich das auch nicht für rea­lis­tisch genug. Also ich den­ke schon, dass man den Zeit­rah­men da ein biss­chen genau­er defi­nie­ren soll­te und ein Jahr ist lang, auch wenn es dann hin­ter­her schnell vor­bei­geht. Aber da wären glau­be ich so Zwi­schen­zie­le, die man sich auch über­legt, einen zeit­li­chen Rah­men, dass man sagt, irgend­wie x pro Monat oder x pro Woche wür­de man abneh­men wol­len, ist das ist. Jan Das ist so eine Sache, aber das ist zuneh­men, wenn man zuneh­men möch­te. Björn Ja, genau, das ist dann leich­ter zu ver­fol­gen, um über mein The­ma, das ich eben vor­ge­schla­gen habe, mit dem Ich gehe fünf­mal die Woche ins Fit­ness­stu­dio, um das noch mal kurz rein zu wer­fen. Das wäre nicht rea­lis­tisch, weil das wird mir nicht gelin­gen. Es wird defi­ni­tiv so sein, dass selbst wenn ich es mir vor­neh­me, irgend­et­was mal dazwi­schen kom­men wird. Also ein Ter­min extern? Nein, irgend­was. Oder ich bin immer krank und kann nicht fünf­mal die Woche gehen. Björn Und das erzeugt Frust und bringt mich dann sehr wahr­schein­lich davon ab, mein Ziel wei­ter­zu­ver­fol­gen, weil ich habe es ja eh schon ver­geigt. Des­we­gen die­ses rea­lis­tisch ist ganz wich­tig, dass man sich da einen Kon­text über­legt oder einen Zeit­rah­men oder einen Maß­stab, den man auch wirk­lich durch­hal­ten kann. Jan Ja, ich mei­ne, es gibt natür­lich Leu­te, gehen fünf Tage die Woche ins Fit­ness­stu­dio und haben das für sich zur Rou­ti­ne gemacht, aber wenn. Also wenn wir jetzt kom­men, von null mal die Woche im Stu­dio zu nur fünf­mal, dann ist die Wahr­schein­lich­keit tat­säch­lich gering, dass das ein rea­lis­ti­sches Ziel ist in die­sem Zusam­men­hang. Das heißt also, irgend­wo bei die­sen rea­lis­ti­schen Zie­len einer­seits zeit­lich irgend­wo muss es rea­lis­tisch sein, ande­rer­seits eben auch in der Grö­ßen­ord­nung. Also wenn ich jetzt sage, ich möch­te im nächs­ten Jahr 100 Kilo abneh­men oder zuneh­men, ist das bei­des viel­leicht nicht unbe­dingt rea­lis­tisch oder auch nicht unbe­dingt gesund. Jan Und das heißt, es soll­te sich in einem ver­nünf­ti­gen Rah­men bewe­gen, sodass es mich moti­viert, mich zu leicht, nicht zu schwer. Björn Ter­mi­ne war ter­mi­niert. Heißt tat­säch­lich das es, dass ich einen Ziel­punkt habe? Also ein Zeit­punkt, zu dem die­ses Ziel dann auch erreicht sein soll und das gut in Anfüh­rungs­stri­chen bei Vor­sät­zen fürs neue Jahr ist, dass ich die­se Regel auf das Jahr bezie­he. Das heißt, eigent­lich ist es die Dead­line spä­tes­tens Ende des Jah­res. Damit wäre das dann so. Aber unab­hän­gig davon, ob wir jetzt bei Vor­sät­zen sind oder auch an uns vor­bei zie­len, macht es halt ein­fach Sinn zu sagen Ganz kon­kret Wann soll es denn fer­tig sein? Björn Damit ich dann auch wirk­lich weiß, wann ich durchs Ziel gelau­fen sein muss bzw. wann ich mein Ziel erreicht haben muss. Björn Ich fin­de den Rah­men von einem Jahr auch sehr, sehr weit gegrif­fen. Da besteht dann die Gefahr, dass man es auf­schiebt, dass man denkt Ach, ich habe ja noch 12 Mona­te, elf, zehn, neun, acht, dann war es doch schon Dezem­ber. Also da viel­leicht auch sich dar­über im Kla­ren sein, dass wenn man jetzt sagt, es in 12 Mona­ten ist. Der Anreiz ist natür­lich deut­lich gerin­ger, als wenn man sich das Gan­ze ein biss­chen enger steckt und auch mit Zie­len kom­bi­niert. Jan Genau das fin­de ich eigent­lich auch immer sehr gut, die­se Zwi­schen­ziel. Dass man da also auch zwi­schen­durch schon mal immer abgleicht, bin ich jetzt hier gera­de noch. Und wenn ich hier gera­de auf dem rich­ti­gen Pfad oder ist es jetzt schon so, dass ich irgend­wie zu lang­sam bin, zu schnell bin oder wie auch immer? Auch da muss man auf­pas­sen, wenn man sich Zie­le setzt. Unter Umstän­den, dass man auch nicht über­treibt. Gleich zu Beginn, also auch wenn man es zu sehr der Selbst­kas­tei­ung oder so was dann steigt, viel­leicht dann auch noch mal die Gefahr eines Rück­schlags oder so oder eines Rück­falls, in wel­cher Art und Wei­se auch immer. Jan Eine ande­re Gewohn­heit, die da eigent­lich nicht zuträg­lich ist für das. Björn Ich kann mich erin­nern, dass ich irgend­wann mal das ist schon län­ger her nach län­ge­rer Zeit mal wie­der lau­fen war. Das war jetzt nicht im ver­gan­ge­nen Jahr, son­dern paar Jah­re davor. Und ich war so moti­viert und so gut drauf. Und dann gibt es hier in Düs­sel­dorf ja die­se gro­ße Run­de über die Brü­cken, wo knapp 10 Kilo­me­ter, das bin ich immer ganz locker gelau­fen, habe ich gemacht, direkt beim ers­ten Mal und dann konn­te ich wirk­lich vier Tage nicht mehr gehen. Björn Also ich hat­te Mus­kel­ka­ter bis in die Zehen. Also das war so schmerz­haft und hat mich so demo­ti­viert, dass das nächs­te Mal dann tat­säch­lich auch wie­der wochen­lang in der Zukunft. Also so was soll­te man mög­lichst nicht tun. Ja, ich habe noch eine Idee oder einen klei­nen Tipp, wie man sol­che Zie­le gut ein­lei­ten kann. Viel­leicht hast du schon eine Idee, was mir da vor­schwebt. Jan Ich mei­ne eine Idee. Ich bin ganz gespannt. Björn Ja, ich mei­ne ein Ritu­al. Ja, also das gute Vor­sät­ze machen hast du ja eben schon gesagt, ist ja auch ein Ritu­al für sich. Aber die hat­ten das ja auch in einer der letz­ten Fol­gen im letz­ten Jahr. Ich glau­be, wenn man so eine eine Ver­än­de­rung mit einem Ritu­al ein­läu­tet, sind die Chan­cen, dass es, dass man dabei bleibt und das ist, dass es erfolg­reich ist, deut­lich höher. Ich über­le­ge gera­de, was das Ritu­al für 10 Kilo Abneh­men sein könn­te, das du hast. Björn Bin ich da jetzt so krea­tiv oder fällt dir schnel­ler was ein? Jan Ach du. Grund­sätz­lich gibt es ja ganz, ganz vie­le Din­ge, die da irgend­wie sym­bo­lisch sein kön­nen. Ob man zum Bei­spiel irgend­wie für sich ritua­li­sier­ter, irgend­wie ein beson­de­res Geschirr aus dem aus dem Schrank, dass man sagt Ich möch­te jetzt bewuss­ter essen und viel­leicht auch mehr auf mich ach­ten. Und man hat sich nun mal das Klei­dungs­stück erwor­ben, was man, was das Ziel ist, was man ger­ne wie­der tra­gen möch­te. Und das ver­bin­det und sagt Das ist mein Ziel, dass ich da wie­der hin­kom­me. Jan Da gibt es ja ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Din­ge. Oder ob man noch mal ritua­li­siert und sym­bo­lisch im neu­en Jahr tat­säch­lich die gan­zen Süßig­kei­ten und seit Ewig­kei­ten raus­wirft und sagt Die ver­schen­ke ich jetzt inner­halb der Fami­lie. Da haben ande­re Freu­de dran. Aber für mich gibt es das jetzt erst mal nicht mehr. Ich habe jetzt ande­re Zie­le. Auch das könn­te sein. Björn So. Oder ein Klei­dungs­stück. Es gibt ja auch die, die Geschich­ten, dass Leu­te anfan­gen zu mer­ken, sie soll­ten viel­leicht ein biss­chen abneh­men, weil irgend­ein Klei­dungs­stück sie haben, wo man halt wirk­lich merkt, weil es ein­fach viel grö­ßer ist, als man es eigent­lich will, son­dern so eine Hose in einer Grö­ße, wo man frü­her gedacht hat, die Grö­ße wer­de ich nie brau­chen, so was kann man beer­di­gen. Also so kann man zu Gra­be tra­gen, wenn man. Björn Wenn man dann aber auf­pas­sen, dass man dann noch was ande­res hat, was man gera­de anzie­hen kann. Björn Ich glau­be, ich habe wirk­lich viel erreicht. Also wir kön­nen also zusam­men­fas­sen Vor­sät­ze soll­te man smart gestal­ten, nach­dem wie wir es eben beschrie­ben haben und viel­leicht mit einem Ritu­al ein­läu­ten und mit einer klei­nen posi­ti­ven Beloh­nung ver­bin­den. Rich­tig? Ja, so hast du dei­nen Vor­satz für 2022. Jan Ja, habe ich. Darf man davon? Darf man das? Wir neh­men jetzt qua­si noch im Vor­jahr gera­de auf. Darf man da jetzt schon drü­ber spre­chen? Oder bringt das dann auch wie­der Unglück oder Tod? Björn Ich bin ja sowas von nicht aber­gläu­bisch. Ich bin ja gar nicht aber­gläu­bisch. Jan Ich habe mir vor­ge­nom­men, im nächs­ten Jahr wei­ter auf mich zu ach­ten, wei­ter acht­sam durchs Leben zu gehen, das eher noch wei­ter zu stär­ken und aus­zu­bau­en und ein­fach die­sen Weg so fort­zu­füh­ren. Und da bin ich ganz guter Din­ge. Das ist jetzt tat­säch­lich. Etwas, was ich dann auch als smar­tes Ziel sehen kann, weil ich näm­lich für mich eine per­sön­li­che Vor­stel­lung davon habe, auch wie ich die Zei­ten tei­le. In gewis­ser Art und Wei­se muss ich weni­ger dar­auf ein­ge­hen. Aber da habe ich eine gewis­se Vor­stel­lung, wie ich das ger­ne machen möch­te. Jan Und das Gute ist jetzt bei die­sem Ziel, das ich nicht bei Null star­te, kom­plett neu ist, son­dern es ist für mich etwas, was ich, wo ich den Ein­druck habe, da bin ich jetzt auch schon ein biss­chen weg gegan­gen und das möch­te ich ger­ne fort­füh­ren. Dann möch­te ich ger­ne drauf auf­bau­en. Das heißt mit Gewohn­hei­ten zu tun, die schon da sind und die ich wei­ter kul­ti­vie­ren möch­te. Und inso­fern bin da ganz guter Din­ge, dass mir das auch ent­spre­chend gelingt. Jan Was sind dei­ne Vor­sät­ze? Björn Ich habe also so einen Vor­satz, was Ver­hal­ten angeht, habe ich gar nicht, weil ich bin mir eigent­lich ganz zufrie­den, was mein Vater auch? Natür­lich nein, aber ich sind sehr wahr­schein­lich eher Plä­ne dann. Also ich habe mir vor­ge­nom­men zum Ende des Jah­res. Damit ist es auch mess­bar und ter­mi­niert, eine wei­te­re Fort­bil­dung für ein wei­te­res Coa­ching Feld zu machen. Und was ich mir grund­sätz­lich vor­ge­nom­men habe, das ist eine per­sön­li­che und beruf­li­che Geschich­te ist das. Ich möch­te, dass ich mei­ne Zeit bis zum Ende des Jah­res zu 30 pro­zent mit Coa­ching ver­brin­ge. Björn Ja. Das ist, das ist so mein Ziel. Und auch da bin ich smart vor­ge­gan­gen. Ich erwar­te jetzt nicht, dass ich das im Janu­ar schon tue, son­dern ich möch­te, dass bis Ende des Jah­res schaf­fen. Also um das soll sich dann stei­gern. Das sind mei­ne Vor­sät­ze. Jan Sehr schön. Damit haben wir einen klei­nen Rund­um­blick gege­ben. Auf gute Vor­sät­ze, wie man sie smart gestal­ten kann, smar­te Zie­le defi­nie­ren kann und einen klei­nen Ein­blick geben, was unse­re Wor­te sind für das neue Jahr. Wir wün­schen euch eben­falls smar­te Vor­sät­ze für den Fall, dass eure Vor­sät­ze anders sind und jetzt fest­stellt Ups, das neue Jahr ist gera­de gestar­tet, aber viel­leicht muss ich da noch mal nach­jus­tie­ren, dann könn­te man das ja viel­leicht auch noch tun. Ich glau­be, das gilt jetzt auch noch als Vor­satz fürs neue Jahr, dass man das noch mal kon­kre­ti­sie­ren kann. Jan Opti­mie­rung ist ja immer mög­lich. Das heißt, fühlt euch frei, das auch anzu­wen­den. Wir freu­en uns zu hören, was eure smar­ten Zie­le sind. Wenn ihr Lust habt, lasst es uns ger­ne zukom­men und ansons­ten freu­en wir uns dar­auf, euch bald wie­der zu hören in der nächs­ten Woche und wün­schen euch bis dahin alles Gute. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Gute Vorsätze, Podcast, SMART Ziele --- ### [Waldbaden - Erklärung un Nutzen](https://bobach-coaching.de/podcast-waldbaden/) **Published:** Januar 21, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wald­ba­den ist einer die­ser Mode­be­grif­fe, der uns auf jeder bes­se­ren Well­ness-Web­site ent­ge­gen­ge­wor­fen wird. Oft als nor­ma­ler Spa­zier­gang miss­ver­stan­den, gehört zum „rich­ti­gen“ Wald­ba­den aber eine beson­de­re Form der Acht­sam­keit, um die (nach­ge­wie­se­nen) bio­lo­gi­schen Wir­kun­gen des Wal­des auf unse­re Ver­fas­sung wirk­lich zu nut­zen. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de "Jan Gustav Franke") und ich spre­chen in die­ser Fol­ge von Coach&Coach über den Ursprung und die Wir­kung von Wald­ba­den und gehen der Fra­ge nach, war­um es in den letz­ten Jah­ren einen regel­rech­ten Boom zu dem The­ma gab. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke Hal­lo Jan, hal­lo hier und heu­te ein sehr schö­nes The­ma, wie ich fin­de. Und zwar eigent­lich ein Buz­zword, das soge­nann­te Wald­ba­den. Und ich frag­te Jan jetzt direkt ganz pro­vo­ka­tiv, so wie ich bin. Jan War­um sagt man denn nicht ein­fach spa­zie­ren gehen? Jan Ja, da kom­men wir gleich noch mal dazu. Ich erin­ne­re mich, als wir dar­über dis­ku­tiert haben, was wir über­haupt für The­men in unse­rem Pod­cast haben wol­len, hat­te ich gesagt, ich wür­de ger­ne über Wald­ba­den spre­chen, ja dazu gesagt “Ach, hör auf”. Björn Ach ja, nicht weil ich es blöd fin­de, son­dern weil das halt so eine Mode­er­schei­nung ist. Ich habe das Gefühl, Wald­ba­den wird einem jetzt an jeder Ecke ange­bo­ten. Ich war gera­de noch im Urlaub, da gab es auch Wald­ba­den, Wald­ba­den hier, Wald­ba­den da. Aber die Leu­te ver­ste­hen glau­be ich nicht wirk­lich, was es ist und was es bringt. Jan Ja genau. Und des­halb spre­chen wir heu­te dar­über, genau das ein biss­chen zu erläu­tern, was er ist und was das soll. Und ich per­sön­lich muss auch ganz ehr­lich sagen ich bin mit dem Begriff Wald­ba­den gar nicht so glück­lich, weil ich fin­de, das klingt halt so ein biss­chen so ein biss­chen Wischi­wa­schi. Ja, ja, und viel­leicht auch ein biss­chen eso­te­risch, ich weiß es nicht. Wobei ja, gegen Eso­te­rik ist da auch nichts zu sagen. Jeder muss das machen, wo er Spaß dran hat. Was mir aber immer wie­der begeg­net in dem Zusam­men­hang, ist das. Wenn ich gera­de mit Leu­ten spre­che, die auch im Forst arbei­ten und zu tun haben, dass die auch so ein biss­chen all­er­gisch auf die­sen Begriff reagie­ren, dann geht es dann im Grun­de genom­men hier um irgend­wel­che Leu­te und wol­len den Wald eigent­lich dann ja. Anders nut­zen als viel­leicht gedacht. Wobei man sagen muss, wenn man sich das anschaut in Deutsch­land. Dann ist es ja so, dass der Wald unter­schied­li­che Funk­tio­nen hat, also klar Wirt­schafts­sank­tio­nen für die für die Her­stel­lung von Holz. Jan Er hat ein Natur­schutz Funk­ti­on, aber er hat auch und das ist auch ganz wich­tig eine Erho­lungs Funk­ti­on. Das ist so fest­ge­schrie­ben und dafür ist er auch da. Und dann kom­men wir im Grun­de genom­men auch ein Stück weit hier zu die­sem The­ma Wald­ba­den. Und wo kommt das her? Und inter­es­san­ter­wei­se ist die­ser Begriff tat­säch­lich aus der Forst­ver­wal­tung. Näm­lich wur­de der Anfang der 80er Jah­re in Japan von dem Lei­ter der Forst­ver­wal­tung geprägt, der das also so ähn­lich for­mu­liert hat. Eigent­lich wie Son­nen­ba­den, also sich in die Atmo­sphä­re bege­ben, die die­ser Begriff Wald­ba­den. Das hat also nichts damit zu tun, dass man sich da jetzt im Boden wäl­zen muss und oder ähn­li­ches, son­dern es geht eigent­lich dar­um, zu begrü­ßen. Björn Ich stel­le mir das gera­de vor, wie man sich, wie man sich im Wald ganz, ganz ent­spannt auf dem Boden wälzt und mit Laub ein­greift, auch nicht. Jan Aber das kann man tun, wenn man möch­te. Die Fra­ge ist, was man möch­te. Björn Aber wenn wir, wenn wir mal von dem Begriff aus­ge­hen, Baden, Wald­ba­den, da asso­zi­ie­re ich jetzt erst mal mit Ein­tau­chen. Baden ist ja ein Ein­tau­chen in etwas. Ja, und dann wür­de ich jetzt, der sich jetzt mit dem deut­schen Begriff nicht so aus­ein­an­der­ge­setzt hat, sagen. Das bedeu­tet für mich dann eigent­lich Ein­tau­chen in den Wald. Und das heißt ein­tau­chen. Heißt ja das, dass es mich wirk­lich voll­um­fäng­lich umschließt? Jan Genau. Ja, und das ist im Grun­de genom­men auch das, was damit gemeint ist, dass ich mich also in die Atmo­sphä­re des Wal­des bege­be und das zu einem. Ja. Bestimm­ten Zweck in Anfüh­rungs­stri­chen, also wenn man jetzt sagt, wo er her­kommt es ist wahr, dass er ursprüng­lich mal die Über­le­gung, über­haupt mehr Men­schen wie­der in die Wäl­der zu bekom­men. Daher kam man im Grun­de genom­men die­ser Begriff. Und mitt­ler­wei­le hat es sich aber etwas anders eta­bliert, denn auch da muss man Rich­tung Japan schau­en. Der Begriff Wald­ba­den es geht nicht nur um den Selbst­zweck, geht es mal in den Wald zu gehen, son­dern was halt ganz viel damit getan wird. Yuko heißt es im Japa­ni­schen bestimmt falsch, betont von mir aber, dass allein das Wie­der­ge­ben wie­der­ge­ge­ben. Zumin­dest mal die­sen Begriff geht es dar­um, dass man auch die die gesund­heits­för­dern­de Wir­kung des­sen nutzt. Soll hei­ßen Wir sind ja in unse­rer tag­täg­li­chen Umge­bung ganz, ganz vie­len Rei­zen aus­ge­setzt. Wir haben wir mitt­ler­wei­le eigent­lich größ­ten­teils vor Com­pu­tern, oder ganz vie­le Men­schen tun das, um zu arbei­ten. Jan Den gan­zen Tag. In der Frei­zeit schau­en wir auch wie­der auf Dis­plays, Moni­to­re. Wir haben eine ganz, ganz kras­se Ver­än­de­rung bezo­gen auf die Welt­be­völ­ke­rung, was den Anteil der Men­schen angeht, die in Städ­ten leben. Auch das war vor 100 Jah­ren zum Bei­spiel noch ganz deut­lich anders. Und so sind wir eigent­lich immer wei­ter von unse­rer ursprüng­lich natür­li­chen Umge­bung ent­fernt. Und die Theo­rie hin­ter die­ser gan­zen Geschich­te mit dem Wald­ba­den ist jetzt, dass gesagt wird Ja, wir sind in der Lage als Men­schen uns anzu­pas­sen vom Ver­hal­ten. Also wir kom­men klar in der Stadt und kön­nen uns qua­si kön­nen damit ler­nen, damit umzu­ge­hen, immer mehr Rei­ze zu bekom­men und so wei­ter und so fort. Unser Gehirn ist auch sehr wan­del­bar, aber was nicht so schnell funk­tio­niert, ist die Evo­lu­ti­on. Und das ist im Prin­zip die Anpas­sung unse­res Kör­pers dar­an also nicht die Lern­fä­hig­keit des Gehirns, son­dern die Fra­ge Wie geht denn der Kör­per damit um? Und unab­hän­gig davon, was wir jetzt ler­nen kön­nen im Umgang haben wir aber natür­lich auch vege­ta­ti­ve. Ja, Pro­zes­se in unse­rem, in unse­rem Kör­per. Jan Und ja, ein The­ma ist dabei bei­spiels­wei­se auch die Stress Regu­lie­rung. Und so ist es so, dass wir durch die erhöh­ten Rei­ze, die wir haben und auch per­ma­nent bei Smart­phones oder ähn­li­ches eine Viel­zahl an Rei­zen bekom­men bzw. denen aus­ge­setzt sind. Und das führt dazu, dass unser Gehirn ganz oft in per­ma­nen­ten Span­nungs­zu­stand ist. Das heißt also, unser unser ursprüng­li­ches Gehirn oder unse­re etwas ja noch ursprüng­li­che Anteil im Gehirn, der sich damit aus­ein­an­der­setzt, ist jetzt eine Gefahr. Ja oder nein? Also die­ser Fight Flight Modus. Muss ich jetzt kämp­fen oder muss ich flie­hen? Der wird viel öfter akti­viert, als das viel­leicht ganz frü­her der Fall war, weil wir per­ma­nent Rei­zen und Stress aus­ge­setzt sind. Und dem­entspre­chend haben wir also einen unheim­lich hohen Adre­na­lin­spie­gel. Mit der Zeit stei­gen­den Cor­ti­sol spie­geln also Hor­mo­ne, die der Kör­per tat­säch­lich aus­schüt­tet. Das pas­siert phy­sio­lo­gisch. Und das hat natür­lich auch eine Aus­wir­kung auf unse­re Kör­per. Und das lässt sich auch dadurch zei­gen, dass im Prin­zip der Anteil der tat­säch­li­chen Stress beding­ten Krank­hei­ten steigt. Das kann kön­nen Schlaf­stö­run­gen sein, das kön­nen Magen­pro­ble­me sein, das kön­nen Depres­sio­nen sein, Burn out Syn­dro­me, was ja auch eine Erschöp­fung Depres­si­on ist, aber eben anders benannt wird. Jan Unter­schied­lichs­te Punk­te, die sich da erge­ben. Und jetzt wie­der auf den Punkt zurück­zu­kom­men. Die Theo­rie ist, dass wenn wir uns in unse­re natür­li­che Umge­bung zurück bege­ben oder zumin­dest ein­mal ein­tau­chen beim Baden, dass das also einen posi­ti­ven Effekt auf unse­ren Stress Haus­halt hat. Und das wur­de und wird erforscht und es ist zu wirk­lich erstaun­li­chen Ergeb­nis­sen in dem Zusam­men­hang gekom­men. Björn Eine Sache, die mir jetzt gera­de in den Kopf kommt ist, dass ich gele­sen habe, dass die, dass fest­ge­stellt wur­de, dass Bäu­me im spe­zi­el­len jetzt so. Aber wie heißt das für die Boten­stof­fe? Also irgend­wel­che Boten­stof­fe ver­strö­men eine soge­nann­te Bit­te Mas­ter­plä­ne? Björn Ja, genau, die wir Men­schen wahr­neh­men, also auf­neh­men und die bei uns tat­säch­lich genau das Gegen­teil von dem aus­lö­sen, was du gera­de geschil­dert hast, näm­lich zur Ent­span­nung füh­ren. Also das ist etwas, das kennt man ja auch, wenn man durch den Wald läuft und man da mal tief Luft holt. Das emp­fin­det man ja sogar in der in dem Moment schon als unglaub­lich wohl­tu­end. Span­nend ist aller­dings, fin­de ich, wenn du sagst, das per­ma­nen­te Außen rei­ze Bim­meln des Smart­phones. Ja, aber wenn ich in einen Wald gehe und ich da ganz still bin und ganz inten­siv lau­sche, ist es da ja alles ande­re als ruhig. Jan Das ist rich­tig. Genau das ist rich­tig. Es ist natür­lich auch leben­dig, aber es spricht qua­si etwas ande­res in uns an und es hat eine ande­re Atmo­sphä­re. Es gibt ja nichts, was jetzt kom­plett. Klar, es gibt ruhi­ge Räu­me oder so etwas in der Art und Wei­se ist aber auch nicht natür­lich, son­dern die­ses will ich mit allen Sin­nen wahr­neh­men. Dar­um geht es ja auch ein Stück weit auch die Welt, die Kon­zen­tra­ti­on auf etwas ande­res zu bekom­men oder auch natür­lich eine Geräusch­ku­lis­se zu haben, all das ent­spannt ja unse­ren Kör­per. Und was wird gera­de gesagt? Das genau. Es gibt im Grun­de zwei Effek­te. Das eine ist das, was jetzt stoff­lich pas­siert. Da kom­men dann eben sol­che Boten­stof­fe, unter ande­rem eben jene, denen auch nach­ge­sagt wird, dass sie bei­spiels­wei­se die, die die Pro­duk­ti­on von Tequi­la, Zel­len und so wei­ter stei­gern und unser Immun­sys­tem stär­ken. Das sind im Prin­zip stoff­li­che Din­ge. Und das ande­re sind die Din­ge, die auf unser Gehirn wir­ken, wie bei­spiels­wei­se all­ge­mein die unter­schied­li­chen Grün­tö­ne, die da sind, aber eben auch die unter­schied­li­chen Geräu­sche, die wir haben, die durch oder Licht, das durch das Grün der Blät­ter kommt und so wei­ter und so fort. Jan Und so gibt es im Grun­de auch eine erfah­rungs basier­te oder Wahr­neh­mungs basier­te Wahr­neh­mungs basier­ten Ein­fluss auf uns. Und das Inter­es­san­te ist jetzt in die­sem Zusam­men­hang, dass also eben auch in Japan da geforscht wur­de und wird und auch nach­ge­wie­sen wur­de, dass also allein ein Spa­zier­gang im Wald oder ein hal­ber Tag im Wald wirk­lich nach­weis­bar zu Stress Reduc­tion füh­ren kann, dass zwei Tage, die man sich dort auf­hält, dann schon dazu füh­ren kann, dass das wirk­lich auch zwei bis vier Wochen nach­weis­bar anhält. Eben die­se Reduk­ti­on. Und wenn wir eine gerin­ge­re, ja ein gerin­ge­res Stra­ßen­ni­veau haben im Kör­per, hat das natür­lich auch posi­ti­ve Effek­te auf uns. Björn Viel­leicht muss man auch ja, ent­schul­di­ge. Jan Also um das zu Ende zu brin­gen. Und des­halb ist nun auch der Ansatz dahin­ter zu sagen Es ist gut, das regel­mä­ßig zu prak­ti­zie­ren, in den Wald zu gehen, das wahr­zu­neh­men, um im Prin­zip da auch die­sen Effekt auf den Stress­le­vel zu haben. Und in Japan ist es mitt­ler­wei­le so weit insti­tu­tio­na­li­siert, dass es also ver­schie­dens­te Stand­or­te gibt, wo es also auch so Wald­ba­den Pfa­de gibt, wo es geführ­te Kur­se gibt dafür. Und teil­wei­se wer­den sol­che Anwen­dun­gen oder Semi­na­re The­ra­pien auch von der Kran­ken­kas­se getra­gen, weil das natür­lich letz­ten Endes auch dazu führt, dass die Gesund­heits­sys­te­me ent­las­tet wer­den, wenn weni­ger Stress Krank­hei­ten auf­tre­ten. Was ich rela­tiv fort­schritt­lich fin­de, sehr fort­schritt­lich ist, wäre viel­leicht sogar sinn­vol­ler als das, was man­che deut­sche Kran­ken­kas­sen ja für sinn­voll erach­ten, was sie bezah­len. Aber es wäre jetzt ein ande­res The­ma. Ich glau­be das, was wich­tig ist, dass man es auch noch mal unter­schei­det von dem, was wir ja auch bei­de sehr schät­zen und auch anbie­ten, sind die­se Coa­ching Works, also Coa­ching in der Natur, also bei einem Spa­zier­gang, weil ich glau­be, da geht es um ande­res. Jan Die das Wald­ba­den an sich spricht ja von der direk­ten phy­sio­lo­gi­schen Wir­kung auf uns, die es auf uns hat. Die­se Sin­nes­rei­ze und die Stof­fe, die wir da durch die Atmung auf­neh­men oder auch über die Haut, neh­men wir ja auch schon sehr viel auf. Bei einem Coa­ching Walk geht es ja eigent­lich um ande­re Din­ge, da geht es um bild­li­che Din­ge. Natür­lich hat man ja auch die posi­ti­ven bio­lo­gi­schen Effek­te, aber beim Wald­ba­den geht es jetzt nicht dar­um, dass man zum Bei­spiel Ana­lo­gien eigent­lich sicht­bar vor Augen hat. Nur Kreis­läu­fe, Jah­res­zei­ten, sym­bio­ti­sche Wege. Und so war es. Dar­um geht es beim Wald­ba­den ja nicht genau. Jan Also ich glau­be, da sind noch mal drei Din­ge, die man unter­schei­den muss. Also der eine Punkt ist, was du gera­de gesagt hast. Wenn wir jetzt mal zum Coa­ching kom­men, wird ein Coa­ching Walk, der kann ja erst­mal über­all statt­fin­den und er kann jeden Tag statt­fin­den, der kann im Statt­fin­den der gan­zen Stadt statt­fin­den. Das, was das jetzt erst mal aus­macht, ist, dass man sich bewegt und dabei qua­si ein Coa­ching hat. Dann gibt es qua­si mit mehr Natur Bezug das the­ma Natur Natur Coa­ching. Wo man also akti­ve natur ele­men­te mit. Bringt genau das, was du gera­de geschil­dert hast was sind viel­leicht Kreis­läu­fe? Was? Was pas­sier­te auch mit Natur­ma­te­ria­li­en, arbei­ten und so wei­ter. Das ist ein ande­rer Punkt. Und Wald­ba­den selbst ist eigent­lich rela­tiv unge­rich­tet. Es geht dar­um, in den Wald zu gehen und den Wald wahr­zu­neh­men, wie er ist. Das heißt also nicht. Also es ist nicht Wald­ba­den im eigent­li­chen Sin­ne. Jetzt mit dem Moun­tain­bike maxi­mal Kara­cho durch den Wald zu bal­lern. Und es ist auch nicht zwin­gend, Wald waren durch den Wald zu jog­gen oder jetzt kon­zen­triert zu wan­dern, auch wenn das sicher­lich auch alles die­se Effek­te hat, son­dern tat­säch­lich ruhig und gemäch­lich sich in den Wald zu bege­ben. Jan Alles wahr­zu­neh­men, sich viel­leicht mal hin­zu­set­zen, das viel­leicht auch mit einer Medi­ta­ti­on zu ver­bin­den oder Atem­übun­gen oder ein­fach mal dem Ver­wei­len und Aus­blick, dem was man dort hat, tat­säch­lich ein­fach nur hin­zu­ge­hen und sich das Ja auf sich wir­ken zu las­sen. Das ist im Grun­de genom­men, weil Baden im eigent­li­chen Sin­ne ja, ist ja so ein biss­chen ange­lehnt auch an das, was es auch ja heu­te noch gibt. Das sind die Luft­kur­ort. Also es gibt ja beson­de­re Fle­cken, auch in Deutsch­land, ein paar, vor allem auch an der Küs­te, die als Luft­kur­ort dekla­riert wer­den, weil da eine beson­de­re Luft ist, weil da ein beson­de­res Kli­ma ist, was bei bestimm­ten Erkran­kun­gen beson­ders för­der­lich ist. Und so kann man es ja im Prin­zip dann auch sehen, dass man sagt Wäl­der sind da. Wobei ich da noch eine Fra­ge habe, weil du ja nun auch viel mit Forst­wirt­schaft. Wäl­der sind per se vom vom Kli­ma her, von der natür­li­chen Umge­bung her für uns gesund­heits­för­dernd ist, ist es wich­tig, was es für ein Wald ist. Also muss man, muss man dann vor­her schau­en, ist der Wald gesund oder ist der Wald? Jan Hat er bestimm­te? Ist das Natur Wald? Ist es im Wald? Ist das wich­tig? Jan Also da geht’s schon los. Im Grun­de genom­men. Also um es vor­weg zu neh­men wich­tig ist, dass man sich wohl­fühlt dort aus mei­ner Sicht. Das ist das Wich­tigs­te. Unab­hän­gig davon ist es so, dass in Deutsch­land also eigent­lich kei­ne, also mit weni­gen Aus­nah­men es kei­ne Urwäl­der oder sowas gibt, son­dern es sind alles letz­ten Endes nur Wäl­der, die unter­schied­lich bewirt­schaf­tet wer­den. Es gibt dann wel­che, die sind halt eher eher dar­auf aus, wirk­lich maxi­mal Wirt­schaft Nut­zen zu brin­gen. Dann gibt es wel­che, die sind etwas natur­nah und auch natur­nah Wald Baum. Aber letz­ten Endes haben wir kei­ne Urwäl­der mehr in Deutsch­land. Also auch das ist das, was man sich immer ver­ge­gen­wär­ti­gen muss, auch wenn man den Wald geht. Man geht jetzt nicht in die in unbe­rühr­te Natur oder so etwas, son­dern das sind alles bewirt­schaf­te­te Wäl­der. Und der Herr hat über­all der Mensch die Fin­ger mit im Spiel. Das heißt aber nicht, dass es schlecht sein muss, son­dern man muss sich halt ein­fach dar­über im Kla­ren sein, dass das eben der Fall ist. Und wich­tig ist dabei letz­ten Endes wie gesagt, dass man sich wohl­fühlt. Jan Es gibt da schon auch eben inner­halb unter­schied­li­cher Baum­ar­ten unter­schied­li­che Kon­zen­tra­tio­nen von von bestimm­ten Stof­fen, die da aus­ge­drückt wer­den. Aber letz­ten Endes ist eigent­lich das Wich­ti­ge beim Wald­ba­den. Aus mei­ner Sicht, dass man sich wohl fühlt, da es gibt ja Men­schen, die füh­len sich von von Nadel­wäl­der ange­spro­chen, ande­re fin­den das unheim­lich. Wenn es noch ein biss­chen düs­te­rer ist, dann gibt es wel­che, die die mögen total ger­ne unter­schied­li­che Laub­baum, Wäl­der und ich per­sön­lich mag das mag ger­ne die Abwechs­lung bei­spiels­wei­se. Es gibt auch wun­der­schö­ne Wäl­der, die sowohl das eine als auch das ande­re bie­ten und wo man im Prin­zip auch zwi­schen den unter­schied­li­chen Orten mal hin und her gehen kann und die Atmo­sphä­re auf sich wir­ken las­sen kann. Und das ist eigent­lich das Wesent­li­che. Und ansons­ten kann es aber eigent­lich rund um das Jahr über­all prak­ti­ziert wer­den. Björn Ja, rund um das Jahr ist ja sogar noch das Aller­schöns­te dar­an, weil man ja, wenn man durch den­sel­ben Wald so im 3 Monats Takt geht. Also wenn man ein und die­sel­be Stre­cke inner­halb von drei Mona­ten immer wie­der läuft, wird man den wird man die Stre­cke fast nicht wie­der­erken­nen, weil sich ja so unheim­lich viel ver­än­dert. Also für mich ist es in mein Bild rein zu waschen. Ich habe natür­lich über­haupt kein Pro­blem mit Wald waren. Ich tue mich nur schwer, wenn Din­ge so geübt wer­den oder so Buz­zwords sind. Jaja, ich war Wald­ba­den. Ich fin­de grund­sätz­lich ich ich habe ja auch einen Hund und gehe mit dem sehr ger­ne in den Wald und gehe mit dem auch ger­ne aus­gie­big durch Wäl­der wan­dern. Ich fin­de gera­de das so eine so tol­le Kom­bi­na­ti­on von den von den bio­lo­gi­schen Fak­to­ren, die da auf mich ein­strö­men. Die Luft, die Gerü­che, das Licht, die Far­ben, die intel­lek­tu­el­le Geschich­te. Da pas­siert, dass man den Wan­del der Jah­res­zei­ten sieht. Also wenn man dann im Früh­jahr, so wenn es eigent­lich noch kalt ist, sieht, dass die Natur schon in den Start­lö­chern steht und alles qua­si nur dar­auf war­tet, dass es die ers­ten war­men Tage gibt. Björn So was kann man ja auch beob­ach­ten. Das ist etwas, was der dem, dem der See­le und dem dem eige­nen Stress­le­vel unheim­lich gut tun. Jetzt ist die Fra­ge Braucht es dafür ein Rezept? Also Du hast ja das ja eben gesagt. In Japan zah­len das teil­wei­se schon die Kran­ken­kas­sen. Ich fin­de es eigent­lich. Ich fin­de es eigent­lich eher Teil eines gesun­den Lebens­wan­dels, dass man sich auch in die Natur begibt, dass man halt auch die Wäl­der, die um einen her­um sind. Wenn wir bei­de wur­den jetzt in einer, in einer Regi­on, wo es wirk­lich sehr viel Wald drum her­um gibt. Also das ist ja egal in wel­che Rich­tung ich fah­re. Ich bin inner­halb von 20 Minu­ten wie­der in irgend­ei­nem Wald des Ber­gi­schen Lan­des um die Ecke, was ja auch von einem Wald qua­si bedeckt ist. Gro­ßen­teils braucht man dafür ein Rezept. Soll­te das nicht eigent­lich so sein, dass man sich des­sen nur bewusst wird und sich das immer wie­der gut als Gutes tut? Jan Prin­zi­pi­ell ja, aber das ist halt wie bei so vie­len Din­gen. Also braucht man ein Rezept dafür, um abzu­neh­men? Oder reicht es, sich anders zu ernäh­ren? Manch­mal braucht man Anlei­tung dafür, weil man es nicht gelernt hat oder nicht kennt oder wie auch immer oder ver­lernt. Viel­leicht ja, viel­leicht ver­lernt, viel­leicht aber auch nie erlernt. Also wenn ich mir sozu­sa­gen im rei­nen städ­ti­schen Umfeld groß gewach­se­ne groß gewor­den bin, dann weiß ich viel­leicht auch gar nicht unbe­dingt, wo ich, wo ich hin müss­te oder so was oder wo es schön ist letz­ten Endes. Und gera­de im länd­li­chen Bereich ist natür­lich auch ein ganz ande­rer Kon­takt über­haupt zur Natur und zur Natur. Akti­vi­tä­ten ist auch immer die Fra­ge Ist das so not­wen­dig und muss das insti­tu­tio­na­li­siert wer­den? Ja oder nein? Grund­sätz­lich fin­de ich, ist es gut, wenn man auch irgend­wo mit ange­lei­tet wird. Ich möch­te mal ein Bei­spiel nen­nen Ich bin ja viel in der Eifel unter­wegs, weil ich da ja auch sage, wie du weißt. Und da ist es zum Bei­spiel so jetzt auch in Coru­na Zei­ten. Jan Wenn da also bei­spiels­wei­se ist, fällt Schnee, dann fährt qua­si das gesam­te Rhein­land und Ruhr­ge­biet und und und. Auf den ers­ten Hügel, um da zu rodeln und weiß aber nicht, dass eigent­lich einen Hügel wei­ter ist es viel schö­ner und viel weni­ger los. Und genau­so, wenn jetzt in Coro­na Zei­ten konn­test du nichts machen, Lock­down und so wei­ter und so fort. Die Leu­te sind wan­dern gegan­gen und stel­len sich auf den erst­bes­ten Park­platz und ren­nen dann da so eine Stra­ße hoch und run­ter, die aber auch nicht unbe­dingt schön ist. Es gibt schö­ne Ecken, aber man muss es wis­sen, wo die­se sind. Und das ist das, wo ich auch sage, macht es unter Umstän­den Sinn, auch so etwas ange­lei­tet zu tun. Und was ich halt wich­tig fin­de, ist und das ist halt eben bei vie­len Men­schen nicht der Fall. Und das ist nicht böse gemeint. Aber wenn du nicht weißt, wie du dich in einer Umge­bung ver­hältst oder ver­hal­ten soll­te, dann kannst du da halt auch viel ver­kehrt machen. Das eine ist Wie wirkt es auf dich? Jan Aber das ande­re ist auch wie wirkst du auf die Umge­bung? Und von daher fin­de ich die­sen Ansatz zu sagen. Es gibt auch Semi­na­re zum The­ma Wald­ba­den oder Ent­span­nung im Wald oder im Wald. Nut­zung zum Zwe­cke der Erho­lung, wenn man da qua­si eine Anlei­tung fin­det. Dazu auch was. Wie tun kann? Wo kann man sich wie bewe­gen? Was soll­te ich viel­leicht tun­lichst ver­mei­den? Wie kann ich mich im Grun­de genom­men auch mit bestimm­ten, viel­leicht auch Ent­span­nungs­übun­gen oder so etwas dann noch wei­ter in die­se Atmo­sphä­re hin­ein­be­ge­ben, dann sind das natür­lich Din­ge, die viel­leicht dann eher so eine Art Semi­nar Cha­rak­ter haben. Und dann fin­de ich das auch nicht ver­kehrt, wenn das im Grun­de genom­men von bei­spiels­wei­se Kran­ken­kas­sen oder sowas getra­gen wür­de. Ich glau­be schon, dass es sinn­voll sein kann, auch dazu was zu ler­nen und was mir auf­ge­fal­len ist bei der gan­zen Recher­che zu Lite­ra­tur und so wei­ter zu die­sem The­ma ist und das fin­de ich eben ein biss­chen schwie­rig. Ganz ehr­lich, es ist eine Geschmacks­sa­che am Ende des Tages. Aber das ist, wie du schon sagst, es ist so ein Hype. Jan Es ist ein Buz­zword und es gibt ganz vie­le Men­schen, die füh­len sich beru­fen jetzt da ein Wochen­end Kurs zu machen zum The­ma Wald­ba­den, The­ra­peut und dann dazu ver­öf­fent­li­chen und so wei­ter. Und letz­ten Endes gibt es ganz vie­le sehr, sehr eso­te­ri­sche Ansät­ze. Die befas­sen sich auf zwei Sei­ten, damit das gesagt wird. Ich will gar nicht sagen eso­te­risch, aber zumin­dest sagen wir etwas. Umge­wan­del­te ande­re Ansät­ze, das heißt, sie befas­sen sich Buch zwei Sei­ten mit ihm, weil das ist schön und das ist auch gesund. Und dann kom­men 50 Sei­ten unter­schied­li­che Yoga Übun­gen, dann letz­ten Endes ein Yoga Buch für den Wald, aber viel­leicht nicht so viel damit zu tun und die­sen Ansatz auch zu sagen, etwas zu ver­mit­teln zum The­ma Wald wis­sen und wie kann ich mich da? Wie kann ich mich da bewe­gen? Was kann ich tun? Als ob ich sein las­sen? Wie kann ich da einen guten Tag ver­brin­gen und eine gute Zeit ver­brin­gen? Wie wirkt das auf mich? Da bin ich. Gibt es eine gewis­se Lücke, die man wei­ter wei­ter fül­len kann? Björn Im Ende hat es ja was mit Acht­sam­keit zu tun. Also dass man in den Wald auch rein­geht und sehr acht­sam auch ist, dass man die­se Ein­drü­cke alle wahr­nimmt, die Geräu­sche wahr­nimmt, die die Gerü­che wahr­nimmt. Und wenn man dann auch noch weiß, dass das Gan­ze bio­lo­gisch, also tat­säch­lich fak­tisch bio­lo­gisch eine posi­ti­ve Wir­kung auf mei­nen Orga­nis­mus hat, auf mein Stress­le­vel hat, ist es ja noch mal schön, was es nicht ist im klas­si­schen Sin­ne ist. Und ich will jetzt auch wirk­lich nie­man­dem zu nahe tre­ten. Aber die­ses sehr stark eso­te­risch Wald­ba­den bedeu­tet nicht, dass man sich mit Bäu­men unter­hält und mit den Geis­tern, die im Wald unter­wegs sind, irgend­wel­chen, wel­che Bünd­nis­se ein­geht. Das ist alles nicht gemeint. Wo du jetzt gera­de eben sag­test, dass vie­le Leu­te wan­dern gegan­gen sind in Coro­na Zei­ten. Ja, ich auch. Ich habe das aber auch sehr bewusst gemacht um run­ter zu kom­men am Wochen­en­de, also um die­se um eben die­sen bewuss­ten Gegen­pol zu set­zen. Also im Prin­zip ein unbe­wuss­tes Wald­ba­den, wenn du so willst, weil ich halt auch nicht ger­ne bewe­ge. Björn Und zum The­ma immer den glei­chen Weg rauf und run­ter. Ich kann nur jedem Zuhö­rer sehr ans Herz legen. Es gibt Apps dafür. Ich habe damals kom­mod genutzt, die, wo man sehr gezielt aus­wäh­len kann, wo eine Wan­de­rung statt­fin­den soll, wie lan­ge sie dau­ern soll, wie schwer sie sein soll. Damit bin ich unheim­lich gut gefah­ren und habe ich fast die Zeit jetzt nicht mehr. Ich habe es noch nicht, gab ich schon mal erwähnt, damit so unglaub­lich vie­le Wan­de­run­gen gemacht und war nie auf der glei­chen Stre­cke. Zwei­mal und hat­te. Das hat mir wirk­lich sehr, sehr gut getan. Also, um einen Ein­druck von die­ser Fort­wir­ken rein zu waschen, dass ich, dass ich was dage­gen habe, zu Waden oder über­haupt im Wald zu sein. Ganz im Gegen­teil, es ist ja auch super. Ich mache das ja auch jedem ans Herz legen, geht raus in den Wald, lasst ein­fach die Atmo­sphä­re da auf euch wir­ken und ent­spannt da. Das tut so gut und es gibt so viel Kraft auch für den All­tag und ist nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen sogar sehr gesund. Björn Inso­fern ist das total pri­ma. Und natür­lich ist es auch da wie über­all anders im Leben. Man soll­te halt irgend­wo auch da sorg­fäl­tig und acht­sam damit umge­hen und es nicht so hin­ter­las­sen, wie man es eigent­lich vor­fin­den möch­te. Und da gehört halt eben auch ein stück­weit Auf­merk­sam­keit und Acht­sam­keit mit dazu. Und dann ist es aber eine tol­le Sache und ich kann das nur jedem Men­schen ans Herz legen, dass ein­fach mehr auch für sich zu nut­zen und die­se posi­ti­ven Effek­te für sich zu nut­zen. Björn Ich habe immer sehr viel Respekt, wenn ich im Wald bin. Also Respekt vor der Natur. Also wenn da Bäu­me ste­hen, die so alt sind, dass sie viel­leicht schon zwei Welt­krie­ge über­stan­den oder erlebt haben, so rie­si­ge rie­si­ge Bäu­me. Ich weiß, ich bin ein­mal durch die Eifel gelau­fen, in einem gigan­ti­schen Nadel­wald wo und da sind wir wie­der beim intel­lek­tu­el­len Teil, den so war es dann halt, wo man sich sei­ner eige­nen Pro­ble­ma­tik so noch mal ein biss­chen bewusst wird. Auch im Zusam­men­hang mit sol­chen Zei­ten wie jetzt gera­de die­ser Zeit der Pan­de­mie, wo man sich dann noch mal klar macht, dass so ein Baum da viel­leicht schon hun­dert Jah­re steht und er steht immer noch und sie hat nichts umge­ris­sen oder weg gebrannt, ist das auch, was sehr wohl­tu­end ist? Jan Na, auf jeden Fall. Björn Ich freue mich jetzt schon wie­der aufs Wochen­en­de und auf den Wald. Jan Gut, dass wir heu­te Wochen­en­de haben und das dann in den Wald zusam­men­hang. Björn Ja genau. Jan Pri­ma, dann ja. Hof­fen wir euch hat die­se Fol­ge das The­ma Wald­ba­den etwas näher gebracht. Wenn ihr Fra­gen habt, auch mal Fra­gen dazu, wo man das denn tun kann, in wel­cher Umge­bung? Dann mel­det euch ger­ne an, da haben wir sicher­lich eini­ge Tipps für euch und ansons­ten bleibt qua­si der Appell Geht raus in den Wald, lasst es euch gut gehen, genießt es und wir freu­en uns schon dar­auf, beim nächs­ten Mal wie­der mit euch zu spre­chen. Also alles Gute und jetzt auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Waldbaden --- ### [Schuld - warum ist uns das so wichtig?](https://bobach-coaching.de/podcast-schuld/) **Published:** Januar 28, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wer hat Schuld? Die­se Fra­ge begeg­net uns im All­tag stän­dig: in beruf­li­chen und pri­va­ten Kon­flik­ten, wenn Feh­ler pas­sie­ren, etc. Häu­fig geben wir uns auch sel­ber die Schuld oder füh­len uns schul­dig ohne eine ratio­na­le Erklä­rung dafür zu haben. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de "Jan Gustav Franke") und ich gehen in die­ser Fol­ge von Coach&Coach den Ursprün­gen auf den Grund, und ver­su­chen einen Weg aus der „Schuld-Fra­ge“ zu fin­den. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid und ich kann nur sagen, dass wir heu­te die­se Fol­ge machen. Dar­an ist Björn schuld. Björn Schö­ne Ein­lei­tung. Hal­lo Jan, bin ich schuld? Ich habe mir das The­ma gewünscht und das The­ma ist das The­ma Schuld. Ja, cle­ver sind wir ja. Ich fin­de das ein sehr span­nen­des The­ma, weil ich glau­be, das beglei­tet uns alle in unse­rem all­täg­li­chen Sein und begeg­net uns auch oft im Coa­ching. Die­ses, die­se, die­ses Phä­no­men, dass Men­schen sich schul­dig füh­len für etwas, wofür sie viel­leicht nicht mal ansatz­wei­se Ver­ant­wor­tung tra­gen bzw. das wir auch erle­ben in sys­te­mi­schen Geschich­ten, dass jemand qua­si immer für schul­dig erklärt wird. Also der berühm­te Sün­den­bock, auf den immer gezeigt wird, der hat die Schuld für alles Schlech­te, was bei uns pas­siert. Ich glau­be, da kennt jeder vie­le Bei­spie­le aus diver­sen Kon­stel­la­tio­nen im Job oder manch­mal auch in Fami­li­en und so ein Schuld. So eine Schuld und so ein Schuld­ge­fühl kann eine Men­ge Nega­ti­ves in Gang set­zen, wenn man damit nicht rich­tig umgeht oder wenn das Umfeld das viel­leicht sogar aus­nutzt. Und des­we­gen fin­de ich das ein span­nen­des The­ma und ein wich­ti­ges The­ma, um dar­über zu spre­chen. Jan Ja, wir haben ja gera­de im Vor­ge­spräch schon mal kurz uns Gedan­ken gemacht, wie man da jetzt den Ein­stieg fin­det. Und einen für einen sol­chen Begriff dann durch­aus geeig­ne­te Ein­stieg ist ja, dass man sich erst mal eine Defi­ni­ti­on dazu anschaut. Ich hat­te mal eine Such­ma­schi­ne, die mit G anfängt und auf­hört bemüht und habe als ers­ten Ein­trag von Oxford Läng­li­ches eine Defi­ni­ti­on bekom­men, die dir sagt Schuld ist die Ursa­che von etwas Unan­ge­neh­men, Bösem oder eines Unglücks, das ver­ant­wort­lich sein bzw. die Ver­ant­wor­tung dafür oder auch ein bestimm­tes Ver­hal­ten, eine bestimm­te Tat, womit jemand gegen Wer­te, Nor­men ver­stößt. Began­ge­nes Unrecht, sitt­li­ches Ver­sa­gen. Straf­ba­re Ver­feh­lung? Björn Ja. Wie ist das denn so grund­sätz­lich? Nach dei­ner Erfah­rung Wie oft wird bei uns gesell­schaft­lich mit Schuld gear­bei­tet? Jan Ja, das ist glau­be ich von Bereich zu Bereich unter­schied­lich in unter­schied­li­chen Lebens­be­rei­chen. Es gibt ja Kon­struk­te, die zumin­dest in Tei­len auch für dich Schuld als ele­men­ta­res Ele­ment haben, bei­spiels­wei­se. Das ist jetzt gar nicht wer­tend gemeint. Da ist mir mei­ne Beob­ach­tung. Wenn wir das The­ma Reli­gi­on jetzt bei­spiels­wei­se auch im Chris­ten­tum, wo es ja im Grun­de auch um die Sün­de geht, dass wir Sün­der sind, und da spielt es einen gro­ßen gro­ßen Raum in reli­giö­sen Berei­chen, zum Teil aber auch in unse­rem all­täg­li­chen Leben. Ich habe auch das Gefühl, dass ein biss­chen im gesell­schaft­li­chen Wan­del, aber sowie­so, also sowohl im pri­va­ten als auch teil­wei­se im Beruf­li­chen begeg­net uns das rela­tiv oft, also auch ins­be­son­de­re oder häu­fig in Ver­bin­dung mit Feh­lern. Ich hat schon auf das The­ma Feh­ler­kul­tur, also wenn etwas pas­siert, muss dafür ein Schul­di­ger gefun­den wer­den oder wird damit anders umge­gan­gen? Björn Ist das viel­leicht eine sehr star­ke Fokus­sie­rung auf den Feh­ler und nicht auf die Lösung? Jan Das kann man so sagen. Ja, das kann man so sagen. Also ich den­ke immer dann. Wenn ein. Unge­wünsch­te zustand ein­tritt und die. Ein­stel­lung dazu nicht die ist okay. Irgend­was ist anders gelau­fen als erwar­tet und was kann ich denn dar­aus ler­nen? Also wenn das qua­si nicht die Ein­stel­lung ist, son­dern die Ein­stel­lung ist, da ist etwas pas­siert. Das hät­te so nicht sein sol­len. Wer hat es ver­bockt? Dann ist man qua­si immer in die­sem Schuld The­ma drin. Das heißt, das hat auch was mit der Fokus­sie­rung oder auch den Begrif­fen Pro­blem zu tun hat. Björn Sicher auch mit Füh­rung, weil wenn man einen Vor­ge­setz­ten hat oder sel­ber Chef ist und es eigent­lich immer nur sich dar­um dreht, wer hat dafür Ver­ant­wor­tung und wer muss die Kon­se­quenz tra­gen? Ich sage jetzt oder Ver­ant­wor­tung ist das fal­sche Wort. Wer hat dafür die Schuld? Und er muss die Kon­se­quen­zen jetzt tra­gen und die Stra­fe qua­si bekom­men. Stel­le ich mal in Fra­ge, ob das eine gute Füh­rungs­kraft ist, weil wenn man, wenn es nur dar­um geht, dass ein Feh­ler pas­siert ist und dass man die Schuld dafür auf­ge­bür­det bekommt, geht es ja eigent­lich nicht ums Ler­nen. Es geht ja nur ums schlecht füh­len. Jan Tja, schwer zu sagen. Du kannst natür­lich auch ein Exem­pel sta­tu­ie­ren, damit wie­der­um Drit­te das nicht genau­so machen, son­dern als abschre­cken­des Bei­spiel sehen, aber es bringt nicht dazu, dass man auch geneigt ist, neue Din­ge aus­zu­pro­bie­ren und auch mal einen Feh­ler zu machen. Björn Es hat dann ja schon was von. Ja, das hat ja schon was von Dik­ta­tur. Jan Schwer zu sagen, aber auf jeden Fall ist es natür­lich so, dass unab­hän­gig von Füh­rung im Beruf­li­chen. Die Fra­ge ist Ist das unbe­dingt der idea­le Umgang mit­ein­an­der unter Men­schen? Ja, und das spielt sich ja qua­si nicht nur im da spielt sich ja nicht mit betrieb­li­chen ab, son­dern es kann sich auch durch­aus im Pri­va­ten abspie­len. Es gibt sicher­lich sehr vie­le Bezie­hun­gen, die auch mit Schuld arbei­ten. Ob das jetzt Lie­bes­be­zie­hun­gen sind, Eltern-Kind-Bezie­hung jetzt mit tat­säch­lich klei­nen Kin­dern, aber auch erwach­se­nen Kin­dern. Auch da gibt es das Vor­wür­fe und so wei­ter und so fort. Und die Fra­ge, die sich mir da auch auf­drängt, ist die Fra­ge. Wenn eine Schuld da ist und eine Schuld ent­steht, sagen wir mal so. Dann gibt es ja zwei Mög­lich­kei­ten, wie die ent­ste­hen kann, also von außen. Das ist eine Schuld zuge­wie­sen wird oder von innen, dass man sich schul­dig fühlt. Und auf den ers­ten Punkt zu kom­men, von dem wir jetzt gera­de gespro­chen haben, ist ja die Fra­ge War­um wei­sen Men­schen über­haupt Schuld zu? Björn Tja, das ist eine gute Fra­ge. Also das kann ja nicht sein, aber das hat sehr wahr­schein­lich meh­re­re ver­schie­de­ne Moti­va­tions Grün­de. Ein sehr häu­fi­ger, der uns in Grup­pen Kon­stel­la­tio­nen begeg­net ist erst mal um sich selbst aus der Ver­ant­wor­tung zu neh­men. Ich zei­ge, es gibt die­sen schö­nen Spruch wenn ich mit einem Fin­ger auf ihn anders zei­ge, dann zei­gen ihr auf mich zurück. Eigent­lich. Aber die Inten­ti­on dahin­ter ist ja im Prin­zip genau das Gegen­teil. Wenn ich sage ich war es nicht, der war es. Zie­he ich mich sel­ber aus der Schuss­li­nie? Für eine Ver­ant­wor­tung even­tu­ell. Ich glau­be, dass uns das des­we­gen so oft schon fast reflex­ar­tig begeg­net, hat damit zu tun, dass wir nega­ti­ve Kon­se­quen­zen fürch­ten. Es ist also eigent­lich ein Schutz­me­cha­nis­mus zu sein, etwas Schüt­zen­des in uns. Das sagt ich, war es nicht. Der ande­re war es selbst. Viel­leicht, wenn man es bes­ser weiß und sagt Eigent­lich tra­ge ich hier die Ver­ant­wor­tung. Aber es war trotz­dem der Anlass. Damit ich ja kei­ne kei­ne nega­ti­ven Fol­gen davon tra­ge. Und das heißt auch da wie­der posi­ti­ve, eigent­lich posi­ti­ve Moti­va­ti­on und sich selbst zu schüt­zen. Björn Aber natür­lich mit nega­ti­ven Effek­ten für wen anders? Ich glau­be, das ist das eine. Ich glau­be, das ande­re ist, um sich Din­ge erklär­bar zu machen, die die das haben wir zum Bei­spiel auch jetzt im Rah­men der Coro­na Kri­se immer wie­der beob­ach­ten. Oder beob­ach­ten wir immer noch, dass wir irgend­wie die Zah­len hoch­ge­hen, wird immer sofort gesucht. Wor­an liegt’s? Wer trägt die Ver­ant­wor­tung? Ist es irgend­ein Minis­ter? Ist es eine Grup­pe von Men­schen? Ist es ein Impf­stoff oder irgend­was? Es muss immer sofort ein Schul­di­ger her, um uns das begreif­lich zu machen, was da pas­siert. Ich glau­be, wenn man, wenn man damit anders umge­hen wür­de und sagen wür­de, wir wis­sen es nicht genau, wür­de man sich sel­ber auch als qua­si als nicht kom­pe­tent dar­stel­len. Jan Das muss Fra­ge, also das ja wis­sen, weil es sind ja die, die das, was mein Ein­druck ist, ist, dass man ja natür­lich über die­se rei­ne Zuord­nung der Schuld auch ganz oft Kom­ple­xi­tät redu­ziert und sagt, es ist so ein­fach zu bestim­men. Aber damit will man ja nicht zwin­gend die Rea­li­tät abbil­den. Also das was mir in den Sinn kam, ist das The­ma Ursa­che und Wir­kung Prin­zip und da auch der zir­ku­lä­re Ansatz ist ja qua­si immer Grün­de dafür gibt. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel die Situa­ti­on habe, dass etwas nicht gelun­gen ist, jemand hat einen Feh­ler gemacht, dann ist ja die Fra­ge Wie konn­te ich über­haupt die­sen Feh­ler machen? Ist viel­leicht die Orga­ni­sa­ti­on so gewe­sen, dass über­haupt die den Feh­ler ermög­licht hat? Dann hät­te man das nicht anders machen kön­nen. Und so kannst du qua­si die­sen Bogen immer wei­ter zurück span­nen und kommst irgend­wann bei Adam und Eva mit der ers­ten Schuld wo ganz anders raus. Und das ist halt das The­ma. Die Fra­ge ist halt ist Schuld über­haupt etwas, was tat­säch­lich per se da ist oder ist es auch etwas Kon­stru­ier­tes? Jan Und wenn ich so fra­ge, dann bin ich der Mei­nung, das hat in ganz vie­len Fäl­len. Ich den­ke, es gibt recht­li­che Zusam­men­hän­ge, da müs­sen wir nicht dis­ku­tie­ren. Also wenn es ein Gesetz gibt und jemand tut einem ande­ren einen wirk­li­chen Scha­den an, dann ist da eine recht­li­che Schuld da. Okay. Dar­auf kön­nen wir ver­stän­di­gen. Aber bei vie­len ande­ren Din­gen ist dann die Fra­ge Muss man es über­haupt als Schuld titu­lie­ren oder kann man da auch anders mit umge­hen? Und da sehe ich schon durch­aus einen ande­ren Ansatz. Björn Eher gebe ich dir total recht. Ich glau­be auch, dass das, wie du jetzt in der Ein­lei­tung eben auch gesagt hast, dass das The­ma Schuld durch die Reli­gi­on zum Bei­spiel bei uns auch extrem groß ist. Weil in der katho­li­schen Kir­che geht man zur Beich­te, da muss man sei­ne Sün­den beich­ten. Damit wird einem die Schuld qua­si erlas­sen. Das heißt, das kriegt man da ja schon von Kin­des­bei­nen an qua­si mit, dass es Din­ge gibt, für die man sich schul­dig füh­len muss. Und das sind ja alles Din­ge, die men­schen­ge­macht sind. Das ist ja so. Die­se, die­se Regeln, die auf­ge­stellt wer­den, auch übri­gens im beruf­li­chen Kon­text und von der Reli­gi­on wie­der weg­zu­ge­hen. Das oder die Feh­ler, die pas­sie­ren, das sind ja Ver­stö­ße gegen men­schen­ge­mach­te Regeln. Und die­ses Schuld­ge­fühl ist, glau­be ich, tat­säch­lich an den Men­schen. Sehr, sehr glau­be ich, auf den Men­schen redu­ziert. Sagen wir es so Wenn ich mei­nen Hund neh­me und mein Hund hat sei­ne fünf Minu­ten und zer­rupft das Sofa­kis­sen, hat er mega Spaß, fühlt sich aber in der Regel nicht schul­dig. Jan Und das weiß ich nicht da. Da wür­de ich tat­säch­lich sogar wider­spre­chen. Ich erklä­re auch gleich, war­um ich will. Aber genau der Punkt zurück, und zwar das, was du gera­de gesagt hast, ist Schuld ist men­schen­ge­macht. Und das ist jetzt natür­lich in Anfüh­rungs­stri­chen eine, je nach­dem, wel­chem Welt­bild du lebst, eine schwie­ri­ge Aus­sa­ge. Denn wenn ich ein reli­giö­ser Mensch bin und sozu­sa­gen auch an das Prin­zip von Sün­de usw. glau­be und sage, dass das im Prin­zip eben dass die Reli­gi­on auch von Gott kommt, dann ist es eben unter Umstän­den nicht men­schen­ge­macht. Dann kommt es von einer über­ge­ord­ne­ten Instanz und ist unter Umstän­den auch nicht in Fra­ge zu stel­len. Und das heißt aber da hat auch qua­si eine Reli­gi­on einen mög­li­chen Ein­fluss dar­auf und gibt. Viel­leicht auch Dog­men vor, in denen ich lebe. Ich will das auch gar nicht wei­ter bewer­ten. Nur das ist halt immer eine Fra­ge der Defi­ni­ti­on und der Welt­sicht, ganz sicher. Aber um auf den Hund zurück­zu­kom­men ich ken­ne das näm­lich genau so. Ich habe auch einen Hund und der macht auch manch­mal Din­ge. Jan Und ich habe aber schon das Gefühl, dass der weiß, wenn das irgend­wie doof gelau­fen ist. Und jetzt kom­men wir. Eigent­lich ist das ein schö­ner Bogen zu dem, was wir gera­de hat­ten, näm­lich zu einem Schuld­ge­fühl und so wei­ter. Und du sag­test War­um? War­um wei­se ich auch jeman­dem mei­ne Schuld zu? Weil ich selbst nicht, weil ich selbst die Kon­se­quen­zen fürch­te. Hmm, also. Und ich glau­be, das ist hat etwas mit Erfah­rung zu tun. Und die Erfah­rung ist wenn ich also wenn ich erfah­ren habe, dass wenn ich etwas falsch mache, anders als erwar­tet. Und ich wer­de dafür bestraft. Dann. Wer­de ich nach einem einer Tat oder einer Sache, die pas­siert ist, die, von der ich eigent­lich weiß, dass es so nicht rich­tig war, unter Umstän­den ein Schuld­ge­fühl haben und den­ken? Oder habe ich jetzt etwas falsch gemacht? Und so ist es ja auch. Ich habe mal einen Hund, der viel­leicht mal irgend­wo eine Schub­la­de gegan­gen ist, eine Schub­la­de. Es wird schwie­rig, aber wo wohl Lecker­lis drin sein wol­len, die ande­ren aus­ge­schimpft wur­de mir mal in sei­nen dol­len 5 Minu­ten sich das da raus­ho­len und danach alles zer­fetzt hat. Jan Dann guckt er dich viel­leicht auch etwas an, nach dem Mot­to Eigent­lich weiß ich, ich soll­te das nicht, aber irgend­wie ist es pas­siert. Und genau­so ist es ja bei uns Men­schen auch, dass uns auch da mal etwas pas­siert. Und danach kommt ein Schuld­ge­fühl. Das kann ja von außen mit ande­ren zu tun haben. Das kann aber auch sein, dass ich viel­leicht abends auf der Couch lie­ge und irgend­wie kommt dann doch eine Fress­at­ta­cken. Ich hole mir eine Tüte Chips und bin 5 Minu­ten eine Tüte Chips weg. Und danach habe ich ein Schuld­ge­fühl, weil ich eigent­lich weiß, ich hab mir doch was ande­res vor­ge­nom­men. Das heißt also immer dann, wenn ich weiß, ich habe mich nicht kon­form ver­hal­ten, dann kommt die­ses Schuld­ge­fühl. Da kom­men wir schon zu einem ande­ren Punkt. Und das heißt, die­ses Schuld­ge­fühl, das kommt ja von innen. Also es ist muss in mir erzeugt wer­den, und ich kann es da jemand eine Schuld zuwei­sen. Aber die Fra­ge ist auch da Neh­me ich das an, ja oder nein? Wenn ich dir jetzt sage, du bist schuld dar­an, dass das Wet­ter heu­te schlecht ist, dann wür­de ich das wahr­schein­lich nicht son­der­lich tan­gie­ren, weil ich den­ke dann die Über­zeu­gung wird sein, dass das wahr­schein­lich nicht der Fall ist. Björn Ja, natür­lich. Ja, ja, ja. Aber die, die ich möch­te noch mal ganz kurz nur einen Satz zu dem Hund sagen, da könn­te ich jetzt den­ken, da könn­te man, da könn­te man tat­säch­lich jetzt dann dar­über dis­ku­tie­ren, ob der Hund sich schul­dig fühlt oder ob er Angst hat vor der Kon­se­quenz. Das ist ja wie­der was. Ich glau­be, der Unter­schied ist, dass man mit einem Schuld­ge­fühl her­um­lau­fen kann. Und wir Men­schen kön­nen mit einem Schuld­ge­fühl rum­lau­fen, ewig lang und uns in unse­rem Kopf immer wie­der sagen Oh je. Das liegt an mir. Ich füh­le mich schlecht. Ein Hund ist ja, das ist ja immer nur im Moment. Und ein Hund weiß, was er darf und was er nicht darf. Und er weiß halt, was für Kon­se­quen­zen kom­men, wenn er bestimm­te Din­ge tut. Und ich kann nicht von mei­nem Hund reden, also was er nicht darf. Björn Den Hund leh­ne ich natür­lich nicht, aber wenn er etwas tut, was er nicht darf, dann mer­ke ich ihm das auch an. Aber ich glau­be nicht, dass es schuld ist, son­dern ich glau­be eher, dass es Furcht ist. Aber wir wür­den mensch­li­che Psy­cho­lo­gie ein­stei­gen. Jan Das ist doch genau der Punkt. Und von daher stei­gen wir nicht zwin­gend in die Psy­cho­lo­gie ein, son­dern auch in ande­re. War­um füh­len wir uns dann schlecht? Also aus mei­ner Sicht hat es trotz­dem etwas mit Fürch­ten zu tun. Also ich habe etwas falsch gemacht und ich fürch­te was eine Kon­se­quenz von außen, dass ich aus­ge­schlos­sen wer­de. Sozia­le Abgren­zung oder eine Geld­stra­fe oder was weiß ich was? Und ich glau­be, das ist schon mit Furcht zu tun hat. Also war­um, war­um? War­um füh­le ich mich schul­dig oder schlecht? Weil bei Sün­den, weil ich das Gefühl habe, ich habe eine Erwar­tung an mich ent­täuscht. Ich kom­me unter Umstän­den nicht in den Him­mel oder ande­re Din­ge. Björn Scham viel­leicht auch. Jan Auch das genau. Aber ich habe mich nicht kon­form ver­hal­ten. Das heißt, es hat immer etwas mit mit Ver­mei­dung zu tun, mit Angst zu tun und mit mit einer. Viel­leicht auch eine Art von Aus­gren­zung in irgend­ei­ner Art und Wei­se. Und inso­fern fin­de ich das sogar ganz, ganz ähn­lich. Björn Da ist was dran. Reicht ja. Was ich span­nend fin­de ist Es gibt Grün­de, war­um man sich schul­dig füh­len kann. Die haben ihre Ursa­chen meis­tens ja rela­tiv früh im Leben, dass man durch eine Prä­gung halt weiß. Wenn ich das mache, dann droht mir etwas, dann füh­le ich mich schul­dig. Aber es gibt auch Situa­tio­nen, wo Men­schen ein Schuld­ge­fühl ent­wi­ckeln oder Schulz sich füh­len, sich schul­dig füh­len, ohne dass sie auch nur im Ansatz eine Ver­ant­wor­tung für das, was da pas­siert ist, tra­gen, die qua­si sofort mit einem Schuld­ge­fühl reagie­ren. Wo kommt das her? War eine Fra­ge, ob das eine rhe­to­ri­sche Fra­ge war, aus der etwas kam. Wo kommt das her? Also das kann aus mei­ner Sicht unter­schied­li­che Grün­de haben. Einer­seits kann das natür­lich der Grund sein, dass ich eine Situa­ti­on ein­schät­zen falsch ein­schät­ze oder eine Situa­ti­on so ein­schät­ze, dass ich für etwas schul­dig sein könn­te, wofür ich aber unter, unter, unter ande­ren Gesichts­punk­ten oder viel­leicht unter den unter der Beob­ach­tung von ande­ren Per­so­nen auf gar kei­nen Fall Schuld schuld sein kann. Dass ich mir das ein­fach her­an­zie­he, dass ich dafür schuld bin. Björn Das ande­re kann natür­lich auch sein, dass ich grund­sätz­lich viel­leicht auch noch tie­fer lie­gen­de The­men habe, die dazu füh­ren. Also bei­spiels­wei­se kön­nen das ja auch. Also es kann auch das The­ma sein, das sich inne­re Glau­bens­sät­ze habe, die viel­leicht schon aus der Kind­heit kom­men. Viel­leicht habe ich mal erlebt, dass ich grund­sätz­lich für alles schul­dig gemacht wur­de und des­halb glau­be ich bin an allem schuld. Oder ich muss es ganz beson­ders gut machen. Viel­leicht glau­be ich, dass ich nicht genü­ge und nur eine Berech­ti­gung habe, wenn ich alles rich­tig mache und kei­ne Feh­ler machen darf. Und das kön­nen unter­schied­li­che Antrei­ber sein. Ich glau­be, da ist die Palet­te auch rela­tiv breit und indi­vi­du­ell, wor­auf das zurück­zu­füh­ren sein kann? Björn Ein gro­ßes Bei­spiel ist Ori­en­tie­rung von Kin­dern. Also wenn Kin­der zu früh zu viel Ver­ant­wor­tung über­neh­men, füh­len sie sich dann zum Bei­spiel als Erwach­se­ner auch schul­dig, wenn einem nahe­ste­hen­den Men­schen etwas Schlech­tes wider­fährt, weil sie dann qua­si das inne­re Mus­ter. Ich hät­te ihn ja beschüt­zen müs­sen, auch wenn es gar nicht Ihre Auf­ga­be ist. Da sind wir aber jetzt schon ganz nah an der Psy­cho­the­ra­pie. Eigent­lich war das ja so tie­fe Sät­ze sind und so tie­fe Din­ge sind, die wir im Coa­ching eigent­lich nicht nicht bear­bei­ten soll­ten. Also das ist dann. Da geht es dann schon sehr ans Ein­ge­mach­te. Aber ich glau­be auch, dass selbst wenn man dar­über nicht psy­chisch krank wird, vie­le Din­ge in der Kind­heit so in Mus­tern. Wie wird mit Ver­ant­wor­tung umge­gan­gen, wie wird mit Feh­lern umge­gan­gen? Dazu füh­ren kann, dass man sich sel­ber viel­leicht mit Schuld­ge­füh­len mehr zer­mar­tert, als es nötig ist, ohne dass man jetzt psy­cho­lo­gisch dar­un­ter so lei­det, dass man das zur The­ra­pie muss. Aber das begeg­net, glau­be ich, vie­len im All­tag rela­tiv häu­fig. Ich kann von mir sel­ber sagen, dass ich so auch im Berufs­le­ben hat­te, dass ich, wenn irgend­was Grö­ße­res pas­siert ist und ich war auch nur ansatz­wei­se betei­ligt, dann immer sofort einen hoch­ro­ten Kopf bekam, dach­te Oh, hey, was hast du dar­an so dazu bei­getra­gen? Björn Also das hat bei mir dann sich damit auf­ge­löst, dass ich einen ande­ren Umgang mit Feh­lern hat­te. Also die Feh­ler­kul­tur um mich her­um hat sich geän­dert und dann hat sich das irgend­wann qua­si ein biss­chen ver­dün­ni­siert. Die­se Reak­ti­on also bei mir war ein ganz gro­ßes The­ma. Wie wird mit Feh­lern umge­gan­gen? Also wie gehe ich mit sel­ber mit Feh­lern um, die ich mache? Und damit sind wir ja auch schon direkt bei einem inter­es­san­ten Punkt Wie geht man damit um, wenn man sich schul­dig fühlt oder wenn man sich für sein eige­nes Emp­fin­den zu schul­dig fühlt? Was kann man da tun? Wie kann man sich da hel­fen, wenn man dar­un­ter lei­det? Jan Also grund­sätz­lich ist ja da auch schon wie­der der ers­te Schritt, sich über­haupt bewusst machen, dass es so ist. Ja, also es muss mir erst mal bewusst wer­den, dass ich mich unter Umstän­den zu schul­dig füh­le. Und wie kann das pas­sie­ren? Das kann pas­sie­ren, indem ich selbst mal mir selbst auf­fällt, dass ich den­ke, war­um füh­le ich mich eigent­lich immer so schul­dig? Das kann der eine Grund sein. Das kann aber auch sein, dass es sich in ande­ren Situa­tio­nen ergibt, dass zum Bei­spiel im Gespräch mit einem Freund, einer Freun­din, mit Bekann­ten sich das ergibt, dass man über The­men spricht und jemand ein­mal dar­auf hin­weist nach dem Mot­to Ja, war­um? War­um fühlst du dich schul­dig, dass du nicht dein The­ma und dass man dann dar­über mal auf­wacht? Das kann aber natür­lich auch sein, dass es zum Bei­spiel im Rah­men einer Coa­ching Sit­zung pas­siert, dass ihr das The­ma grund­sätz­lich ein ande­res zunächst ist. Ich füh­le mich all­ge­mein nicht so gut oder bin nie­der­ge­schla­gen, unglück­lich mit einer gewis­sen Situa­ti­on oder so und dass sich so was dann da her­aus­kris­tal­li­siert, so dass Punkt 1 erst mal. Jan Das bewusst machen, dass da even­tu­ell eine Schuld­zu­wei­sung oder Schuld Annah­me in einem etwas über­höh­ten Maße oder in einem über­höh­ten Maß dann dem­entspre­chend statt­fin­det, das ist der ers­te Schritt aus mei­ner Sicht und der zwei­te ist dann fest­zu­stel­len oder her­aus­zu­ar­bei­ten. Was sind denn die Punk­te, für die ich mich schul­dig füh­le, obwohl das eigent­lich gar nicht der Fall ist? Also eine Distanz dazu zu gewin­nen und dass man von außen zu betrach­ten. Das kann zum Bei­spiel auch in Form von Per­spek­tiv­wech­sel pas­sie­ren. Also das ich im Grun­de genom­men erst mal sage Okay, ich bin ja erst mal oft­mals in einer sehr emo­tio­na­li­sier­ten Situa­ti­on, ich fühl mich schul­dig. Und wenn es mir nicht gelingt, das ein­fach so reflek­tiert mich zu abs­tra­hie­ren, dass ich da raus­kom­men. Dann kann ich natür­lich auch als Coach die Fra­ge stel­len oder ich mir selbst auch die Fra­ge stel­len Was wür­de denn zum Bei­spiel mein Part­ner dazu sagen? Wür­de der sagen, dass ich dar­an schuld bin? Was wür­de die Per­son, die viel­leicht damit invol­viert ist, sagen wür­de Die sagen, dass ich dar­an schuld bin, dass es ihr nicht gut geht? Jan Oder was wür­de ein exter­ner Drit­ter sagen? Was wür­de ich mei­nem bes­ten Freund sagen, wenn er in mei­ner Situa­ti­on wäre? Björn Rich­tig? Jan Und kann man das schon mal neu­tra­li­sie­ren? Björn Genau. Ich glau­be, der nächs­te Schritt ist dann zu erken­nen, wer in mir sagt denn, dass ich schul­dig bin, wenn es ein Schuld­ge­fühl ist, was von außen kommt? Jetzt nicht. Wenn man viel von sys­te­mi­schen Din­gen aus­ge­hen, wo man sagt Ja, die Grup­pe sagt Ich bin schuld. Oder es gibt immer wie­der in der glei­chen Grup­pe. Jemand sagt Du trägst die Schuld für etwas. Aber wenn es eine Schuld­ge­fühl ist, das aus mir sel­ber her­aus wächst, ist dann ja eigent­lich die span­nen­de Fra­ge Wer ist das? Was ist das für eine Stim­me in mir, die sagt Du trägst die Schuld für etwas? Ist das, wenn ich das sel­ber? Ist das viel­leicht ein Teil von mir? Wir haben ja die­se ver­schie­de­nen Per­sön­lich­keits­an­tei­le. Das inne­re Kind, das wir ja auch irgend­wann noch mal aus­führ­li­cher spre­chen wol­len, ist ja auch eine die­ser Antei­le. Der kann zum Bei­spiel das sagen. Es kann ganz lau­ten Kri­ti­ker geben in uns, der immer wie­der das ein­for­dert, dass man sel­ber die die Schuld trägt. Also bin ich das sel­ber? Björn Oder ist das eine Stim­me, die in mir drin nach­hallt aus mei­ner Ver­gan­gen­heit, die mir eine Schuld zuweist? Ist das irgend­je­mand, der mich viel­leicht in der Ver­gan­gen­heit es kann? Es muss nicht immer Fami­lie sein, es kann auch ein alter Chef sein. Der ers­te Chef, der viel­leicht beson­ders auf die­se Art und Wei­se geführt hat, der, der immer noch Naray­en Leh­rer gibt es bei vie­len, der da ganz laut noch im Kopf ist. Und wenn man das dann erkannt hat, kann man sich dem The­ma anders nähern. Dann kann man mit die­sem inne­ren Anteil, egal ob man sel­ber ist oder wer anders ja auch noch mal in einen Dia­log tre­ten. Da gibt es ver­schie­de­ne Coa­ching Tools. Das klingt so eso­te­risch nicht selbst. Ja, wenn ich es jetzt so aus­spre­che, dann klingt das so, weil wir reden alle mit uns sel­ber. Nein, nein. Aber es gibt tat­säch­lich ja Mög­lich­kei­ten mit die­sen inne­ren Stim­men, mit die­sen inne­ren Antei­len oder auch ande­ren, die wir noch in unse­rem Kopf haben. Ich den­ke jetzt, wenn das nicht aus mir sel­ber her­aus kommt, son­dern viel­leicht wäre anders in mir ver­an­kert, ist ver­an­kert, hat an den lee­ren Stuhl sol­che Sachen, wo man mit sol­chen Stim­men in einen Dia­log tre­ten kann und sol­che The­men tat­säch­lich auch befrie­den kann und dann so abschlie­ßen kann, dass sie einen nicht mehr so beein­flus­sen. Jan Genau dazu haben wir auch schon schon Fol­gen gemacht, auch schon zum lee­ren Stuhl oder auch zum inne­ren Team, was du jetzt auch gera­de mit den ver­schie­de­nen Antei­len ange­spro­chen hat. Was also, wenn ihr Lust habt, könnt ihr da auch ger­ne mal rein­hö­ren? Aber ja, tat­säch­lich ist es so, dass an der Stel­le es dar­um geht, da auch sei­nen Frie­den mit sich selbst zu schlie­ßen und auch erst mal für sich zu ver­ste­hen. Woher kommt das? Und auch für sich zu ent­schei­den. Nein, für die­se Din­ge möch­te ich mich nicht schul­dig füh­len. Oder um fest­zu­le­gen ich bin dar­an nicht schuld. So, das sind jetzt qua­si die Din­ge, die, von denen ich eigent­lich oder bei denen ich eigent­lich, wenn ich drü­ber nach­den­ke, neu­tral oder sach­lich oder wie auch immer, dann tat­säch­lich sage Ich bin da nicht schuld. Und dann gibt es aber viel­leicht auch ein paar Din­ge, wo ich dann selbst bei Betrach­tung fest­stel­le Ja, eigent­lich ist das doch doof gelau­fen und ich füh­le mich schul­dig und auch nicht zu Unrecht, weil es in mei­nem Wer­te­sys­tem so ist, dass ich das schon. Jan Also ich fin­de, man kann sich immer dar­über unter­hal­ten. Viel­leicht soll­ten wir dazu auch noch mal aus­führ­lich spre­chen. The­ma Feh­ler­kul­tur und was sind Feh­ler über­haupt usw.. Aber jetzt gehen wir mal davon aus, in unse­rem Wer­te­sys­tem und so wei­ter ist das ein in irgend­ei­ner Art und Wei­se gear­te­ter Feh­ler. Das ist ein­fach nicht gut gelau­fen. Dann gibt es aber zumin­dest auch da die Mög­lich­keit, unter­schied­lich mit umzu­ge­hen. Also ich kann dann sagen, ich will mich da in Schuld und Schuld­ge­füh­len und es geht mir schlecht damit. Oder ich akzep­tie­re auch da, dass das jetzt ver­gan­gen ist, dass das nicht opti­mal war, dass das viel­leicht auch ein Feh­ler war, dass ich mich da auch schul­dig füh­le. Aber ich akzep­tie­re das. Schät­ze das inso­fern auch wert, dass ich über­haupt fest­stel­le, dass das falsch gelau­fen ist. Auch das ist ja schon ein Erkennt­nis­pro­zess und kann auch für die Zukunft sagen Okay, beim nächs­ten Mal wür­de ich es anders machen. Und auch wenn es mir bewusst wird, bei­spiels­wei­se habe ich auch die Mög­lich­keit, damit umzu­ge­hen. Also wenn das jetzt nicht nur, also wenn es auch ande­re Men­schen betrifft. Jan Bei­spiels­wei­se habe ich die Mög­lich­keit, auch auf die­se zuzu­ge­hen und die Sache viel­leicht wie­der gera­de zu rücken. Björn Das ist ein ganz ent­schei­den­der Punkt, weil die der Umgang damit ist. Ja. Also ent­we­der wie du gesagt hast, ich wälz­te mich in mei­ner Schuld in der Pro­blem Trance und gehe auch auf die ande­ren Men­schen immer nur zu und sagt Ja, es tut mir leid, es tut mir leid, es tut mir leid, ich ent­schul­di­ge mich. Aber das hat ja das berei­nigt, das ja, ich glau­be, da gibt es das Prin­zip der Wie­der­gut­ma­chung in der Gegen­wart. Da habe ich mal drü­ber gele­sen, was ein im Prin­zip her­aus­reißt aus die­sem Ver­gan­gen­heits ori­en­tier­ten, sich auf die Schuld­fra­ge kon­zen­trie­ren, son­dern zu über­le­gen was kann ich jetzt machen, um das zu berei­ni­gen? Also im Hier und Jetzt und im nächs­ten Schritt dann halt in der Zukunft. Gera­de wenn es um Feh­ler geht. Natür­lich sehr wich­tig, dass man was draus lernt. Und da das zum Bei­spiel den Leu­ten, die dar­un­ter gelit­ten haben, auch zeigt, dass man etwas dar­aus gelernt hat. Und dann soll­te das Schuld­ge­fühl eigent­lich rela­tiv schnell abneh­men, weil man ja die Ver­ant­wor­tung in der Gegen­wart und für die Zukunft über­nimmt. Jan Ja, und das ist ja schon schon auch zwei Aspek­te, die wir jetzt genannt haben Einer­seits Umgang mit Schuld ohne Grund, in Anfüh­rungs­stri­chen und ande­rer­seits auch Umgang mit Schuld, Mit­ge­fühl, dem Grund, wie man sich da auch selbst Erleich­te­rung ver­schaf­fen kann und auch für sich die Sache etwas ent­spann­ter viel­leicht auch sehen kann und dann einen Weg fin­den kann, damit umzu­ge­hen. Das sind natür­lich auch Mög­lich­kei­ten, wie man das immer wie­der auch im Coa­ching machen kann und was einem da auch oft begeg­net, wo es auch ver­schie­de­ne Tools gibt, wie man damit arbei­ten kann. Björn Ja, also ich neh­me für die­se Epi­so­de die Schuld voll auf mich an, dass das so ein­setzt. Björn Ja, genau. Also ich über­neh­me die Ver­ant­wor­tung. Ich habe das vor­ge­schla­gen, aber ich fand es ein wich­ti­ges The­ma, weil ich fand es auch wie­der wie immer sehr schön, mich damit mit dir dar­über aus­zu­tau­schen. Und wir hof­fen natür­lich, dass es unse­ren Zuhö­rern genau­so gefal­len hat und dass ihr viel­leicht was draus zie­hen könnt. Viel­leicht noch mal an der Stel­le ein klei­ner Hin­weis, weil wir jetzt vor kur­zem ja noch ein The­ma behan­delt haben, das uns von einem Hörer ange­tra­gen wur­de. Wir wür­den uns freu­en, wenn ihr uns Vor­schlä­ge macht, über was wir spre­chen sol­len. Unse­re Kon­takt­da­ten ste­hen immer in der Pod­cast Beschrei­bung oder auf unse­ren Home­pages. Die sind auch unten in der Pod­cast Beschrei­bung ver­linkt und wir bedan­ken uns, dass er uns wie­der treu geblie­ben seid und freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge. Und ich sage Tschüss! Und der Jan sagt: Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Schuld --- ### [Perspektivwechel - Dinge mit anderen Augen sehen](https://bobach-coaching.de/podcast-perspektivwechsel-coaching/) **Published:** Februar 4, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Per­spek­tiv­wech­sel ist ein im Coa­ching immer wie­der genutz­tes Tool: Es ver­setzt den Coa­chee in die Lage, aus sich selbst her­aus­zu­tre­ten, und eine Situa­ti­on völ­lig neu und anders zu bewer­ten. Dabei kom­men ver­schie­dens­te Tech­ni­ken zum Ein­satz. Das Tol­le ist, dass man vie­les davon im All­tag auch ohne Coach immer wie­der nut­zen kann. Dadurch ent­schärft sich man­che Situa­ti­on und vie­le The­men lösen sich nahe­zu von allei­ne. Jan Gus­tav Fran­ke und ich erklä­ren in die­ser Fol­ge, wie Coa­ches ihre Kli­en­ten bei einem Per­spek­tiv­wech­sel unter­stüt­zen, und wel­che enorm posi­ti­ve Wir­kung eine Sicht aus ande­ren Augen haben kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke, der natür­lich am ande­ren Mikro­fon sitzt. Hal­lo Jan, Hal­lo Björn, wir haben heu­te ein ganz span­nen­des The­ma wie­der mit­ge­bracht, das auf den ers­ten Blick eigent­lich total sim­pel klingt, aber dann doch so sei­ne Tücken hat. Und zwar ist das der Per­spek­tiv­wech­sel und das Mei­nen, wenn ich optisch mei­nen wir von der inne­ren Betrach­tungs­wei­se einer Situa­ti­on. Jan, wann hast du denn das letz­te Mal bewusst die Per­spek­ti­ve gewech­selt? Heu­te Ach guck mal, wor­an liegt das? Jan Wir haben einen Work­shop bespro­chen und dann ging es jetzt um einen beruf­li­chen Umfeld. Wir haben einen Work­shop geplant und hat­ten über­legt, wie wir die­sen Work­shop auf­bau­en. Und dabei haben wir unter ande­rem über die Wort­wahl gespro­chen für bestimm­te The­men. Also ging es um Über­schrif­ten, sage ich jetzt mal, und da habe ich dann ima­gi­när mal die Per­spek­ti­ve von jeman­dem ande­ren mit raus­ge­holt und her­vor­ge­zau­bert. Ich glau­be, wenn wir über das eine, über ein Wort spre­chen, dann könn­ten unter­schied­li­che Per­so­nen etwas ande­res dar­un­ter ver­ste­hen. Und je nach­dem, wie man das ver­steht, kann man unter Umstän­den dann auch ganz anders dar­über dis­ku­tie­ren. Und da haben wir also heu­te gera­de mal ein Stünd­chen her einen Per­spek­tiv­wech­sel vor­ge­nom­men. Björn Ich mache das im beruf­li­chen Kon­text eigent­lich auch stän­dig als Coach. Machen wir das ja eigent­lich auch, weil wir uns ja auch in das Wer­te­sys­tem und in die Denk­wei­se unse­res Kli­en­ten ein­füh­len müs­sen. Das hat zwar auch mit Empa­thie zu tun, aber das ist auch eine Form, eigent­lich eine Art des Per­spek­tiv­wech­sel. Aber zum Bei­spiel, wenn ich mit Kun­den inter­agie­re oder etwas für einen Kun­den mache, muss ich mich ja auch immer wie­der fra­gen Wie wirkt das auf den Kun­den? Ist das das, was der Kun­de möch­te? Oder ist es das, was ich möch­te? Und das ist ja auch eine Art des Per­spek­tiv­wech­sel. Ist das eigent­lich ein eine, eine ganz gän­gi­ge und uns all­täg­li­che Her­an­ge­hens­wei­se an die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit ande­ren Men­schen oder den Umgang mit­ein­an­der, der aber in ande­ren Situa­tio­nen unglaub­lich schwer­fällt? Und das hat sie ja ganz oft in Kon­flik­ten, sowohl zwi­schen zwei Men­schen auch inner­halb einer Grup­pe. Da fällt es Men­schen auf ein­mal sehr schwer, die­sen Per­spek­tiv­wech­sel vor­zu­neh­men, so aus dem Instinkt her­aus vor­zu­neh­men oder so ein­fach aus einem Auto­ma­tis­mus her­aus vor­zu­neh­men, was uns ja im Kun­den­kon­takt fast schon geläu­fig ist dass wir für den Kun­den etwas machen, damit es für den Kun­den aus der Per­spek­ti­ve des Kun­den das ist, was er auch von uns erwar­tet. Björn War­um ist das so? War­um fällt es uns in Kon­flik­ten so schwer, da die Per­spek­ti­ven zu wech­seln? Jan Tja, also ich glau­be, dass der Per­spek­tiv­wech­sel. Für sich schon, dass man vor­aus­setzt, dass ich mir bewusst mache, dass ich jetzt die Per­spek­ti­ve wech­seln möch­te. Soll hei­ßen, wenn ich jetzt ein­fach ganz nor­mal in der Kom­mu­ni­ka­ti­on bin und mir da gar nicht, sage ich mal, auf einer über­ge­ord­ne­ten Ebe­ne Gedan­ken dar­über mache, habe ich mei­ne Welt­sicht Du hast dei­ne Welt­sicht und wir spre­chen mit­ein­an­der. So, also aktu­ell rede ich so, wie ich die Welt sehe und du redest so, wie du die Welt siehst. Und wenn wir uns so unter­hal­ten, dann funk­tio­niert das auch, weil ich möch­te natür­lich von dir erfah­ren, wie du die Welt siehst oder wie wir jetzt über die­ses The­ma spre­chen. Aber ich mache mir jetzt zum Bei­spiel gera­de wirk­lich in die­sem Moment nicht wirk­lich Gedan­ken dar­über, wie du jetzt dar­über oder dar­auf blickst, was für mich da jetzt eigent­lich kei­nen Anlass gibt es also ich bin jetzt gera­de mehr oder min­der in mei­nem Tun, mei­nem Fokus, in mei­ner Welt. Du bist in dei­ner Welt so soweit, so gut. Und die Fra­ge ist halt immer Was ist der Anlass dafür, dass man einen Per­spek­tiv­wech­sel über­haupt Macht benö­tigt, eine Not­wen­dig­keit dafür sieht? Jan Und das kann zum Bei­spiel sein ein Kon­flikt oder das kann sein, dass ich ver­ste­hen möch­te, war­um jemand so han­delt, wie er oder sie han­delt. Und das heißt erst mal muss halt irgend­wo oft­mals ein oder ist ein mög­li­cher Ansatz dafür oder ein Anlass, zum Bei­spiel ein Gefühl oder irgend­et­was, was nicht so rund läuft, wo man sich denkt Okay, so und so ist es vor­bei. Und jetzt kommt das aber. Es ist ja trotz­dem nicht so, dass jede jeder Kon­flikt zu einem Per­spek­tiv­wech­sel führt, son­dern auch da gehört ja qua­si eine gewis­se Refle­xi­on dazu. Es gibt ja auch genug Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten, Kon­flik­te und so wei­ter, die genau des­halb ent­ste­hen oder des­halb eska­lie­ren, weil eben kein Per­spek­tiv­wech­sel vor­ge­nom­men wird, weil eben die Sicht­wei­se des ande­ren nicht ver­stan­den wird. Und das ist, glau­be ich, eine Grund­ur­sa­che oder zumin­dest in Tei­len schon mal schon mal Aus­lö­ser für Kon­flik­te. Dass man halt ein­fach eine unter­schied­li­che Welt­sicht hat, aber eben nur sei­ne Welt­sicht hat und die des ande­ren erst mal nicht ver­steht. Björn Das war ja mei­ne Fra­ge War­um ist das so? Weil das ist ja tat­säch­lich in Kon­flik­ten fast immer der Fall, also zumin­dest denen, die mir begeg­nen, dass es eben nicht so ist, dass man sich da auf die Per­spek­ti­ve des ande­ren ein­mal ein­lässt. Ich glau­be, es hat was mit Selbst­be­haup­tung zu tun. Ist ja eines unse­rer, einer unse­rer Grund Antrei­ber, dass wir uns selbst behaup­ten wol­len, dass wir unse­re eige­ne Sicht­wei­se auch ver­tei­di­gen wol­len, was ja auch total in Ord­nung ist und unse­ren eige­nen Wil­len auch aus­le­ben wol­len, was ja auch total in Ord­nung ist. Und in Kon­flik­ten fällt es dann anschei­nend rela­tiv schwer, davon abzu­las­sen. Moment mal, wie sieht der ande­re das eigent­lich? Aber ich glau­be, was ganz span­nend wäre, wäre ja auch ein­mal zu erklä­ren, war­um so ein bewuss­ter Per­spek­tiv­wech­sel über­haupt nötig ist. Und da sind wir ja bei einem Lieb­lings­the­ma von uns bei­den, näm­lich dem radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus, der besagt, dass es kei­ne tat­säch­li­che Rea­li­tät, also kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät gibt. Oder dass es kei­ne objek­tiv erleb­te Rea­li­tät in dem Sin­ne, dass jeder jetzt irgend­wie, dass zwei Per­so­nen die glei­che Rea­li­tät erle­ben wür­den. Björn Genau. Also das ist das Prin­zip, führt ja dazu, dass man eine Situa­ti­on auch wir bei­de jetzt, auch wenn wir jetzt gera­de kei­nen Kon­flikt mit­ein­an­der haben, dass wir eine Situa­ti­on ja grund­sätz­lich hoch sub­jek­tiv bewer­ten. Ein jedes Gespräch wer­den wir so unter­schied­lich, das erle­ben wir auch im beruf­li­chen All­tag, dass die Erin­ne­rung an Gesprä­che und Gesprächs­ver­lauf oder die Ergeb­nis­se aus Gesprä­chen, wenn sie jetzt nicht gera­de in Text­form for­mu­liert sind. Wobei da kann man sich auch schon wie­der drü­ber strei­ten, ja immer dazu füh­ren, dass ein Gespräch eigent­lich zwei Gesprä­che sind, weil es zwei ver­schie­de­ne Per­spek­ti­ven sind und jeder es unter­schied­lich wahr­ge­nom­men hat. Und des­we­gen ist der Per­spek­tiv­wech­sel so wich­tig, weil wenn man sich, wenn man das annimmt, also wenn man das für sich akzep­tiert, dass mein Gegen­über Din­ge anders wahr­nimmt als ich, kann ich mein Gegen­über auch erst dann ver­ste­hen, wenn ich ver­su­che, sei­ne Per­spek­ti­ve in dem Moment ein­zu­neh­men, ja so zu sagen. Björn Ja, ich woll­te noch sagen, das erklärt dann auch auf die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien mei­nes Gegen­übers. War­um sagt er etwas so, wie er es sagt? War­um sagt er bestimm­te Din­ge über­haupt, die ich viel­leicht gar nicht sagen wür­de? Das hat immer damit zu tun, dass er aus sei­ner Welt­sicht her­aus spricht und sei­ner Wahr­neh­mung her­aus spricht. Das woll­te ich noch sagen. Jan Ja, das ist auch ein Punkt, der einen in vie­len Din­gen auch total. Beru­hi­gen kann nach mei­ner Erfah­rung und dem, was wir auch im beruf­li­chen Umfeld, auch im klir­ren­den Umfeld begeg­nen, dass die Erkennt­nis, dass jemand anders aus sei­ner Welt­sicht han­delt und nicht um mir zu scha­den, son­dern weil er das für sich eigent­lich irgend­wie was Posi­ti­ves dar­aus zieht, einen Grund hat, war­um er das so tut. Er oder sie. Das ist natür­lich schon mal beru­higt. Inso­fern, weil man ja oft­mals auch bei Kon­flik­ten denkt, jemand tut jetzt etwas, um mich per­sön­lich zu ärgern. Das ist ja total ich bezo­ge­ne Welt­sicht. So ist aber eine ganz natür­li­che Sicht, augen­schein­lich zumin­dest eine weit ver­brei­te­te. Und man fällt auch. Und ich hal­te auch selbst ganz leicht zurück, wenn ich nicht mehr bewusst mache, dass es eben ande­re Grün­de dafür gibt. Also in der Regel han­deln ande­re Men­schen nicht so, wie sie han­deln, um mich zu ärgern, son­dern weil sie eben gute Grün­de dafür haben. Und wenn ich die­se Grün­de ver­ste­he, dann ver­ste­he ich auch, war­um sie das so tun. Jan Dann kann ich da auch anders damit umge­hen. Björn Und die Grün­de müs­sen ja nicht mal was mit einem selbst zu tun haben. Jan Genau, meis­tens. In aller­meis­ten Fäl­len haben sie das auch nicht. So, so, so wich­tig. Auch wenn wir uns offen­bar so füh­len, sind wir nicht. Björn Vor allem für nicht für jeden um uns her­um. Wir sind nicht das Zen­trum der Gala­xie für alle Men­schen um uns her­um. Jan Das ist es aber auch. Zum Bei­spiel fin­de ich das ganz gut, auch wenn man jetzt mal so Kom­mu­ni­ka­ti­on, nicht Kom­mu­ni­ka­ti­on sieht. Ich ein Bei­spiel möch­te ich mal nen­nen. Kli­ent kommt und sagt Ich mel­de mich bei mei­ner Freun­din, Bekann­ten wie auch immer. Und aber der scheint gar nicht so wich­tig zu sein, weil ich ant­wor­te immer sofort und die ant­wor­tet nie sofort. So, dann ist qua­si da ist ein Ver­hal­ten, da erst mal es pas­siert, was ich schrei­be und die Reak­ti­on erfolgt ver­zö­gert, nicht unver­züg­lich, son­dern nicht sofort, sagen wir mal so. Und und jetzt fängt der Kli­ent an, da hin­ein zu inter­pre­tie­ren, dass das etwas mit ihm zu tun hat, also dass das qua­si etwas ist, weil. Die­ser Kli­ent, der ande­ren Per­son nicht so wich­tig ist oder aus ande­ren Grün­den nicht gemocht wird und so wei­ter und so fort. Und ein Per­spek­tiv­wech­sel könn­te aber auch schon brin­gen. Viel­leicht hat die ande­re Per­son ein­fach nur super viel Stress oder möch­te sich grund­le­gend Gedan­ken dar­über machen, wie sie ant­wor­tet, weil sie selbst auf­ge­regt ist, weil die Per­son so wich­tig ist. Jan Und das heißt, es gibt ganz, ganz vie­le ande­re Grün­de dafür, war­um Men­schen so han­deln, wie sie han­deln. Also uns viel­leicht initi­al und spon­tan ein­fällt. Und das kann natür­lich auch uns unheim­lich ent­las­ten, wenn wir uns Sor­gen dar­über machen, war­um ande­re Men­schen so sind, wie sie sind. Björn Das begeg­net einem auch auf den lan­gen, lan­gen, lan­gen Freund­schaf­ten, Freund­schaf­ten, Ver­zei­hung, wo Lebens­um­stän­de sich ändern. Also so die Stu­di­en, Freun­de, die eigent­lich stän­dig mit­ein­an­der abge­han­gen haben, wie es heißt und wo die Kom­mu­ni­ka­ti­on auch immer so eine just in time Kom­mu­ni­ka­ti­on war, wo man qua­si zack bumms immer mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert hat und auch ant­wor­ten konn­te. Und dann pas­sie­ren ver­schie­de­ne Din­ge in den unter­schied­li­chen Lebens­we­gen. Der eine hei­ra­tet, dann kriegt man Kin­der und so und dann ist der. Wenn man dann nicht in der Lage ist, einen Per­spek­tiv­wech­sel zu machen, kann das ganz schnell zu Rei­be­rei­en oder Ent­täu­schun­gen füh­ren, wenn man zum Bei­spiel gar nicht ver­steht. Aus der Per­spek­ti­ve des ande­ren, dass sich da im Leben ja auch etwas geän­dert hat und dass gar nicht die Zeit dafür da ist, also dass man viel­leicht gar nicht dazu kommt. Und wenn man dann nicht in die Per­spek­ti­ve des ande­ren hin­ein geht, ist die Ent­täu­schung und genau das, was du jetzt gra­de zum Bei­spiel auch beschrie­ben hast. So eine Situa­ti­on, wo der Kli­ent sagt, er wird nicht mehr so schnell geant­wor­tet, wird nicht so schnell geant­wor­tet und das auf sich bezieht, ist dann der Frust ja schon vor­pro­gram­miert. Björn Ja, jetzt haben wir ja schon fest­ge­stellt, dass das in Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Häu­fig der Fall ist, dass ein Per­spek­tiv­wech­sel, der eigent­lich fehlt und was er auch im Vor­ge­spräch schon fest­ge­stellt haben, ist, dass es außer­halb eines Coa­chings Men­schen grund­sätz­lich schwer­fällt, die Per­spek­ti­ve zu wech­seln. Erstaun­li­cher­wei­se inner­halb eines Coa­chings, das aber immer funk­tio­niert. Jan Ich wür­de das gern ein biss­chen rela­ti­vie­ren. Ich glau­be nicht, dass es Men­schen grund­sätz­lich schwer­fällt, son­dern dass es eben oft­mals nicht so bewusst geschieht oder schon öfter pas­siert. Aber dass die Coa­ching Ses­si­ons einen durch­aus frucht­ba­ren Boden dafür bie­ten, dass man das macht, weil man Zeit und Raum hat, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und natür­lich auch ein biss­chen anders ange­lei­tet wird. Björn Also ist durch nichts auf der Welt noch was kommt. Also dann neh­me ich mei­nen Faden wie­der auf. Also inner­halb eines Coa­chings funk­tio­niert das eigent­lich immer sehr gut. Also ich kann mich eigent­lich gar nicht erin­nern, dass ich das mal gemacht habe oder ange­lei­tet habe und da so gar nichts zurück­kam, also das nicht funk­tio­niert hät­te. Wor­an liegt das? Ich glau­be, das hat zum einen damit zu tun, dass wir ja nicht ein­fach als Coa­ches nicht ganz plump sagen So, jetzt wech­seln Sie mal die Per­spek­ti­ve Punkt. Son­dern wir machen das ja eher auf eine spie­le­ri­sche Art und Wei­se mit ver­schie­de­nen Tools, mit ver­schie­de­nen Fra­ge­tech­ni­ken, die eigent­lich sehr sanft dahin füh­ren, dass die­ser Per­spek­tiv­wech­sel geschieht und viel­leicht auch ein biss­chen all­um­fas­sen­der geschieht. Ich den­ke da zum Bei­spiel an sol­che Tools wie den lee­ren Stuhl, über den wir ja auch schon mal gespro­chen haben, wo man ja wirk­lich ein­taucht in jemand ande­ren und aus des­sen Posi­ti­on her­aus spricht. Und das funk­tio­niert erstaun­li­cher­wei­se immer sehr gut. Jan Oft­mals. Es gibt auch da sicher­lich Berüh­rungs­ängs­te, weil Berüh­rungs­ängs­te, aber viel­leicht auch Schwie­rig­kei­ten Hin­der­nis­se bei man­chen Per­so­nen gibt, auch wel­che, die kön­nen sich dar­auf und unter­schied­li­che gut ein­las­sen. Aber auf jeden Fall ist das, was man schon sieht, auch an Effek­ten, gera­de bei den Men­schen, die das kön­nen. Die, die sich dar­auf ein­las­sen kön­nen, ist enorm. Also auch der Effekt. Also da hast du qua­si sogar eine Kör­per­emp­fin­dun­gen mit dabei und so wei­ter. Das ist schon schon viel, aber auch ande­re The­men wie das inne­re Team oder auch all­ge­mein ein­fach mal der Ansatz von zir­ku­lä­ren Fra­gen Was ist das? Erklär das bit­te erklä­re das viel­leicht ein­mal sehr ger­ne. Jan Ich hat­te auch gera­de als ich das zir­ku­lä­re Fra­gen gesagt habe, noch mal noch mal dar­an gedacht. Also wenn wir jetzt eine eine Fra­ge­stel­lung haben, neh­men wir mal das Bei­spiel von eben die Bekann­te reagiert ver­zö­gert auf die Nach­richt, dann ist ja qua­si der ers­te Ansatz des Kli­en­ten und das macht sie, weil ich ihr nicht wich­tig bin. Bei­spiels­wei­se jetzt könn­te ich als Coach fra­gen wenn. Ich jetzt ihre Bekann­te fra­gen wür­de was wür­de die denn ant­wor­ten, war­um sie so ver­zö­gert ant­wor­tet? Oder wenn sie jetzt einen Freund von sich fra­gen Was wür­de der denn ant­wor­ten? Was wür­de ihre Mut­ter ant­wor­ten? Also sie kann es aus­pro­bie­ren. Der Krea­ti­vi­tät sind eigent­lich kei­ne kei­ne Gren­zen gesetzt, wie man qua­si aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven von ande­ren Betei­lig­ten bei­spiels­wei­se rein theo­re­tisch sogar voll­kom­men außer der Box, aus der Per­spek­ti­ve von Gegen­stän­den oder was weiß ich, was wirk­lich Fra­gen stel­len kann und dann mal sozu­sa­gen sich da hin­ein­ver­set­zen und ant­wor­ten. Und das Ergeb­nis ist natür­lich, dass man außer­halb der eige­nen Denk­mus­ter oder ein­ge­fah­re­nen Denk­mus­tern man ist ja immer nach Ant­wor­ten immer noch aus dem eige­nen Kopf her­aus, aber zumin­dest außer­halb der ein­ge­fah­re­nen Denk­mus­ter, die man hat, Ant­wor­ten for­mu­liert und fin­det, die natür­lich Optio­nen sind und erst mal Alter­na­ti­ven sind, die auch Rea­li­tät sein kön­nen. Jan Die Fra­ge ist ja immer was glau­be ich denn, war­um es so ist wie es ist? Björn Hmm, eine ande­re schö­ne Her­an­ge­hens­wei­se sind ist ja das Ref­raming. Also ich habe jetzt um wie­der auf das Bei­spiel zu kom­men, was mir dann sofort in den Kopf. Dann könn­te man sagen, wenn das so ist, dass sie, dass sie der dem Gegen­über nicht wich­tig sind, wor­an wür­den Sie das noch mer­ken? Also das ist ja schon fast eine absur­de Ref­raming, weil man dann ja qua­si sagt Okay, jetzt neh­men wir mal an, das ist so was für Ver­hal­ten wür­den Sie denn sonst sehen? Und dann wird man sehr wahr­schein­lich sehr, sehr, sehr wenig fin­den, wenn es nicht der Rea­li­tät ent­spricht. Jan Oder man kann es auch anders sehen, wenn man sieht, wie Framing geht. Wenn das pas­siert, wozu könn­te das gut sein? Björn Also auch eine absur­de Fra­ge stel­le ich nicht. Ja, genau. Also nicht absurd. Jan Also es kann auch sein. Oder auch die Fra­ge selbst wenn die Erkennt­nis so wäre, dass die Per­son, dass ich da nicht so wich­tig bin. Aber was könn­te ich denn da Posi­ti­ves raus­zie­hen? Viel­leicht stel­le ich fest, dass ich der Per­son gar nicht so wich­tig bin und dann kann ich doch mei­ne Ener­gie für etwas ande­res ver­wen­den, oder? War­um ist mir immer wich­tig, dass ich der Per­son wich­tig bin? Erwar­te ich über­haupt, dass sie inner­halb von zwei Minu­ten ant­wor­tet? Alles Fra­gen, die man sich vor­stel­len kann. Björn Was ist das? Das Bei­spiel hat es dir ange­tan. Ich mer­ke es schon damit ange­fan­gen. Bei Ich ist alles gut. Also es gibt uns wirk­lich unzäh­lig vie­le Mög­lich­kei­ten die Per­spek­ti­ve zu wech­seln und auf ver­schie­dens­te Arten und Wei­sen und wel­ches man dann. Wel­ches Tool man dann als am Ende in einem Coa­ching nutzt, macht man dann ja sehr situa­ti­ons­ab­hän­gig und auch Kli­en­ten abhän­gig, wie es der Kli­ent eigent­lich gestrickt. Auf was lässt er sich eher ein? Ist viel­leicht so ein kör­per­li­ches über den lee­ren Stuhl not­wen­dig? Oder viel­leicht rei­chen auch blo­ße Fra­ge­tech­ni­ken wie zir­ku­lä­re Fra­gen oder ein Ref­raming schon? Und wobei wir Ref­raming jetzt eigent­lich auch erklä­ren müss­ten, fällt mir gera­de ein. Zir­ku­lä­re Fra­gen, erklärt Ref­raming, müs­sen wir auch noch erklä­ren. Wie beschreibt eigent­lich nur, dass man eine eine Situa­ti­on in einem ande­ren Rah­men sieht. Daher kommt das Ref­raming ist, man setzt einen ande­ren Rah­men um eine Situa­ti­on her­um und schaut dann qua­si durch die­sen Rah­men durch, den sagt Was ver­än­dert sich dadurch, dass wir die­sen Rah­men geän­dert haben? Nur dass wir hier nicht mit irgend­wel­chen Tool Begrif­fen um uns her­um schmei­ßen und unse­re zu erdenken. Björn Wovon reden die da die gan­ze Zeit? Es gibt also sehr vie­le ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten. Was haben wir denn davon, wenn wir die Per­spek­ti­ve wech­seln? Ja, was ist denn der Effekt und was bringt uns das? Jan Tja, also der Effekt ist erst­mal, dass wir die Mög­lich­keit gewin­nen, Erkennt­nis und Ver­ständ­nis für die Hand­lun­gen von ande­ren zu ent­wi­ckeln. Und wenn wir das ver­ste­hen, was es noch für Mög­lich­kei­ten gibt, war­um sie so han­deln, außer der Mög­lich­keit, die wir viel­leicht initi­al ange­dacht haben, dann haben wir natür­lich auch die Mög­lich­keit uns. Anzu­pas­sen, unser Han­deln anzu­pas­sen, unse­re Kom­mu­ni­ka­ti­on anzu­pas­sen, um letz­ten Endes die eige­ne Wirk­wei­se auch zu ver­än­dern. Also wenn ein Bei­spiel neh­men wir mal ein ande­res Bei­spiel Ich habe eine Ver­hal­tens­wei­se. Oder wir haben eine Situa­ti­on und ein Gespräch und die Situa­ti­on eska­liert und bei­spiels­wei­se weil sich mein Gegen­über an irgend­ei­nem Wort auf­hängt, weil sie sich da irgend­wie getrig­gert fühlt, auf­regt oder so was. Dann kann ich jetzt natür­lich sagen Jetzt stell dich nicht so an, aber was machst du denn jetzt hier? So ein Alarm oder kann. Man kann ein­fach nicht nach­voll­zie­hen, war­um die ande­re Per­son sich auf­regt. Man kann aber auch über einen Per­spek­tiv­wech­sel viel­leicht ver­ste­hen, war­um das mein Gegen­über so auf die Pal­me bringt, wenn ich das ver­ste­he und ver­ste­he, dass ich dar­an nichts ändern kann und dass ich viel­leicht sogar mein Gegen­über, ich sag jetzt mal ver­letzt habe, ist ja jetzt kein fik­ti­ves Bei­spiel und des­halb wahr­schein­lich auch bei die­ser Ver­hal­tens­wei­se immer die glei­che Reak­ti­on kom­men wird. Jan Da kann ich auch mei­ne Ver­hal­tens­wei­se anpas­sen und zu einem ande­ren Ergeb­nis zu kom­men. Und wenn ich das kann, dann kann ich natür­lich auch Kom­mu­ni­ka­ti­on zu einem erfolg­rei­chen Ergeb­nis füh­ren. Björn Und und und. Ich kann neue Hand­lungs­wei­sen mir qua­si sel­ber aneig­nen, die sol­che Situa­tio­nen in Zukunft viel­leicht ver­än­dern wer­den. Ich möch­te nun, ich möch­te noch ergän­zen das Ver­ständ­nis für das Ver­hal­ten von ande­ren. Ich glau­be, wich­tig ist dabei noch mal zu beto­nen Ver­ständ­nis für das Ver­hal­ten von ande­ren aus deren Sicht, also tat­säch­lich aus deren Per­spek­ti­ve. Nicht ver­ste­hen im Sin­ne von ja, ich ver­ste­he das, son­dern wirk­lich ver­ste­hen. Der ver­hält sich so und das ist, weil. Also das ist, glau­be ich der ganz ent­schei­den­de Punkt, weil alles ande­re wäre viel­leicht eher ein tol­le­rie­ren. Ich tole­rie­re ein Ver­hal­ten nicht nur, son­dern ich ver­ste­he es wirk­lich. Und das ist mit einem Per­spek­tiv­wech­sel wun­der­bar mög­lich. Und dadurch las­sen sich vie­le Kon­flik­te aus der Welt schaf­fen. Es las­sen sich vie­le, auch wenn man von Kon­flikt mal weg­geht, eige­ne Trig­ger damit aus der Welt schaf­fen. Wenn man zum Bei­spiel einen Chef hat, der viel­leicht sich auf eine Art und Wei­se aus­drückt, die einen immer wie­der trig­gert, wo man dann immer so merkt Da kom­me ich jetzt hoch. Und war­um ist das eigent­lich so? Björn Das hat dann auch damit zu tun, dass ich viel­leicht die­sen, die­se Art und Wei­se der Kom­mu­ni­ka­ti­on von mei­nem Gegen­über völ­lig falsch inter­pre­tie­ren. Und wenn ich mich dann da rein ver­set­zen und ver­ste­he, war­um er das so macht. Bezie­he ich nicht mehr auf mich. Mein Trig­ger wird damit auch ein biss­chen abge­fan­gen und in Zukunft ver­lau­fen die Gesprä­che viel har­mo­ni­scher. Ja. Span­nen­des The­ma, abso­lut. Tja, also Per­spek­tiv­wech­sel sind unheim­lich wert­voll, um. Die eige­ne Wirk­wei­se zu ver­ste­hen, zu ver­ste­hen, wie ande­re den­ken ticken, ein­fach mal tie­fer ein­zu­tau­chen und auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on etwas tie­fer zu betrach­ten. Und wenn ihr Lust habt, mal Per­spek­ti­ven zu wech­seln, auch viel­leicht euch über Tools aus­zu­tau­schen, dann freu­en wir uns natür­lich auf eure Kon­takt­auf­nah­me. Wir freu­en uns auch aus­drück­lich über eure kurio­sen Per­spek­tiv­wech­sel zukom­men las­sen. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr in der Pod­cast Beschrei­bung und ansons­ten bedan­ken wir uns bei euch fürs Zuhö­ren und freu­en uns schon auf die nächs­te Fol­ge. Und ja, ich sage wie üblich auf Wie­der­hö­ren. Björn Und ich sage Tschüss, bis bald. Jan Mach’s gut. Bis dahin! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Perspektivwechsel, Podcast --- ### [Präventives Coaching](https://bobach-coaching.de/podcast-praeventives-coaching/) **Published:** Februar 11, 2022 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Wann ist der richtige Moment für ein Coaching? ist es notwendig zu warten, bis das Kindnin den Brunnen gefallen ist, oder kann man Coaching auch präventiv einsetzen? Dieser Frage und unseren eigenen Erfahrungen gehen Jan Gustav Franke und ich in dieser Folge nach. **Content:** Wann ist der rich­ti­ge Moment für ein [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")? Ist es not­wen­dig zu war­ten, bis das Kind in den Brun­nen gefal­len ist, oder kann man Coa­ching auch prä­ven­tiv ein­set­zen? Die­ser Fra­ge und unse­ren eige­nen Erfah­run­gen gehen[ Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de " Jan Gustav Franke") und ich in die­ser Fol­ge nach. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach Ich begrü­ße herz­lich Björn, Hal­lo Björn Björn Hal­lo Jan! Jan so, wir wol­len uns heu­te beschäf­ti­gen mit einem The­ma, das viel­leicht, was Coa­ching angeht, gar nicht so gewöhn­lich ist, denn wir wol­len heu­te spre­chen über Coa­ching als Prä­ven­ti­on oder Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men. Das soll hei­ßen, wir wol­len uns damit beschäf­ti­gen. Was kann man dar­un­ter über­haupt ver­ste­hen? War­um soll­te man oder kann man das tun? Muss man das tun? Kann man das auch sein las­sen? Was gibt es da für Mög­lich­kei­ten und war­um unter­schei­det man da über­haupt zu gewöhn­li­chen Coa­ching Anläs­sen? Das war heu­te die Idee für unse­re Fol­ge. Björn Ja, so ist es. Viel­leicht soll­ten wir zur Ein­lei­tung sagen, was eigent­lich nor­ma­le Coa­ching Anläs­se sind. Also was sind die Grün­de, war­um Kli­en­ten uns besu­chen oder was, was Men­schen dazu brin­gen, zu einem Coach zu gehen? Die klas­si­schen Anläs­se sind ja in der Regel Kon­flik­te, Wün­sche, Ziel­er­rei­chung, Fra­gen wie Errei­che ich ein bestimm­tes Ziel, sol­che Din­ge? Und das fällt beim Coa­ching zur Prä­ven­ti­on erst mal weg. Das heißt, ich gehe nicht zu einem Coach, will erklä­ren Kommt nicht zu mir und sagt Ich habe fol­gen­des kon­kre­tes The­ma könn­te man jetzt auch sagen, ist eine net­te Gesprächs­run­de dann. Oder was meinst du? Jan Das ist immer die Fra­ge, was man dar­un­ter ver­steht oder wie man das sieht, wenn man das jetzt so flap­sig sagen woll­te. Ja. Aller­dings gibt es natür­lich auch trotz­dem am Ende des Tages einen Auf­trag für den Kli­en­ten, einen Coach oder an die Coach. Und so genau ist es halt nicht nur ein rei­nes Zusam­men­kom­men und Spre­chen letz­ten Endes. Aber es ist schon auf jeden Fall ein Unter­schied zu den übli­chen Anläs­sen, die wir haben. Also Coa­ching als Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men in Anfüh­rungs­stri­chen ist Anlass-unbe­zo­gen. Und das ist auch inso­fern ganz inter­es­sant, als dass ja oft­mals auch die Coa­ching Bezie­hung auch als eine Bezie­hung auf Zeit ange­se­hen defi­niert wird. Das heißt, Ziel einer Coach gehen­den Bezie­hung ist dafür für gewöhn­lich nicht das. Also ins­be­son­de­re nicht, dass da irgend­ei­ne Art von Abhän­gig­keits­ver­hält­nis ent­steht oder so was. Son­dern in der Regel bear­bei­tet man ein The­ma zu einem Ergeb­nis und nach Mög­lich­keit wenn. Wenn das über­haupt so geht, defi­niert man auch am Anfang schon, wie vie­le Sit­zun­gen das unge­fähr in Anspruch neh­men wird und ver­sucht da eigent­lich schnellst­mög­lich zum Ziel zu kom­men. Es gibt ja durch­aus auch Coa­ches, die zu Recht sagen Mein Ziel ist, dass sie mich nicht mehr brau­chen. Björn Wer sagt denn sowas? Ja, ja, ich glau­be, den Satz habe ich schon mal benutzt, oder ist jetzt gera­de so nett gelacht. Des­we­gen habe ich gedacht, du woll­test mich zitie­ren. Aber das ist ein Satz, den von einem Guten, dem man von einem guten Coach eigent­lich regel­mä­ßig hören soll­te, dass der Kli­ent den Coach nicht mehr brau­chen soll­te und auch bei Ent­schei­dungs­fin­dun­gen in kei­ne Abhän­gig­keit von dem Coach besteht. Also nicht im Sin­ne von Jetzt habe ich hier eine neue Fra­ge­stel­lung. Da muss ich mal ganz drin­gend erst mit mei­nem Coach drü­ber spre­chen, bevor ich irgend­was ent­schei­den kann, son­dern genau das Gegen­teil ist ja eigent­lich das Ziel. Also muss man sich die Fra­ge stel­len Was soll Coa­ching als Prä­ven­ti­on dann eigent­lich brin­gen und wann ist es seri­ös? Wann ist das nicht eine Abhän­gig­keit? Ich sel­ber gebe es jetzt ein­fach mal zu, ich mache das. Ich habe selbst innen eine Coa­ching, die ich alle wie oft 3 4 Mona­te, so wie es in den Kalen­der gut passt, besu­che zur Prä­ven­ti­on ein­fach und mit der über alles mög­li­che spre­che, was so in der Zwi­schen­zeit gesche­hen ist. Björn Also was ich als per­sön­lich, als gra­vie­rend emp­fun­den habe, wo ich dann drü­ber spre­che. Und das ist völ­lig anders. Also ich kom­me nicht dahin. Ich habe so ein gro­ßes Pro­blem gera­de oder ich. Hier brau­che ich Unter­stüt­zung, da weiß ich nicht wei­ter, son­dern ich benut­ze das als Spie­gel in dem Moment als Kli­ent und anders­rum mache ich das dann genau­so. Ich benut­ze das als Spie­gel. Und damit kom­men wir eigent­lich schon zu einer Vor­aus­set­zung dafür. Das ist natür­lich nur mög­lich mit jeman­dem, mit dem man schon eine wirk­lich gute Coach Bezie­hung auf­ge­baut hat. Also wenn wir jetzt einen neu­en Kli­en­ten krie­gen und der sagt, ich möch­te prä­ven­tiv mal zum Coa­ching, wird es eher schwie­rig, weil bei aller Empa­thie, die wir besit­zen und bei allen Fähig­kei­ten, die wir sit­zen und Tools, die wir ken­nen, kann man natür­lich nicht so viel aus einem Gespräch her­aus­le­sen, wenn man den Kli­en­ten nicht so gut kennt. Jan Wobei die Viren sehr ger­ne mache. Also ich glau­be auch, dass das eine ande­re Bezie­hung ist, wenn man sich gut kennt. Wobei ich den­ke, dass es auch durch­aus inter­es­sant sein kann, auch als Kli­ent oder als Per­son, da ver­schie­de­ne Coa­ches aus­zu­pro­bie­ren und zu gucken, an wel­cher Stel­le funk­tio­niert das gut für mich. Und auch das kann ja sozu­sa­gen neue Impul­se geben. Es gibt ja auch durch­aus Bera­tungs Bezie­hun­gen, in denen viel­leicht auch mal irgend­was ein­ge­fah­ren ist und wo dann mal eine ganz neue Idee und eine ganz neue Art auch einen vor­an brin­gen kann. Aber auf jeden Fall ist es auch eine Mög­lich­keit, da qua­si in einem ver­trau­ens­vol­len Ver­hält­nis dazu zu arbei­ten und da qua­si anzu­schlie­ßen. Even­tu­ell auch schon an ein Coa­ching Erfol­ge, die man gemein­sam hat­te zu ande­ren The­men. Ja, ich du hat­test gera­de gesagt auch wie kann man dafür sor­gen, dass man nicht abhän­gig wird? Und ich glau­be, ein ganz wesent­li­cher Unter­schied ist, dass The­men zu Ende bear­bei­tet wer­den. Soll hei­ßen Wenn ein Kli­ent mit einem Anlie­gen kommt, dann soll­te die­ses Anlie­gen kon­se­quent durch­ge­ar­bei­tet wer­den und auch zu einem zufrie­den­stel­len­des Ergeb­nis kom­men. Jan Aber es soll­te sich nicht die Situa­ti­on ein­stel­len, dass die­ses The­ma zum Dau­er­bren­ner wird. Rich­tig. Wenn, wenn, wenn qua­si die Prä­ven­ti­on sozu­sa­gen nur ist, dass die­ses The­ma nicht zu Ende bear­bei­tet ist und das immer wie­der wie­der auf­taucht und es eigent­lich eine Sym­ptom­be­hand­lung ist über einen lan­gen Zeit­raum, dann wäre das jetzt. Nach mei­nem Ver­ständ­nis mag und mögen die Mei­nun­gen auch aus­ein­an­der­ge­hen, aber viel­leicht nicht unbe­dingt die rich­ti­ge Art und Wei­se. Dann soll­te man viel­leicht lie­ber noch mal schau­en, ob man sich der Sache anders wid­men kann, um dann mal zu einem Ergeb­nis zu kom­men. Und hier geht es ja wirk­lich tat­säch­lich dar­um, nicht The­men ewig vor­zu­füh­ren, son­dern eigent­lich zu sagen Hier gibt es viel­leicht gar kein kon­kre­tes The­ma, son­dern man spricht mal über die Din­ge, die einen aktu­ell beschäf­ti­gen, um da auch ein­fach mal neue Impul­se zu bekom­men. Björn Genau rich­tig. Ich glau­be die Prä­ven­ti­on, dass da kei­ne Abhän­gig­keit ent­steht, das ist vor allem Ver­ant­wor­tung des Coa­ches. Natür­lich kann man da auch als Kli­ent wach­sam sein, aber der Coach hat dann natür­lich die Haupt­ver­ant­wor­tung, wie du sagst, das The­ma rich­tig zu Ende behan­delt wer­den bzw. auch und das sind ja die Grund­sätz­lich kei­ten im Coa­ching, dass man eben die Ent­schei­dungs­fin­dung dem dem Kli­en­ten über­lässt und nicht Din­ge sagt wie sie müs­sen. Sie soll­ten, damit der Kli­ent die Ent­schei­dung wirk­lich für sich sel­ber trifft und nicht das Gefühl hat, ich brau­che jetzt eine exter­ne Quel­le, die das mir abnimmt. Die­se Ver­ant­wor­tung für mich sel­ber, dar­um geht es bei Coa­ching als Prä­ven­ti­on also über­haupt nicht. Ich glau­be, wir soll­ten auch dar­auf ein­ge­hen, was es für Vor­aus­set­zun­gen gibt, dass das funk­tio­niert, los­ge­löst davon, ob es eine gute Coach quä­len­den Bezie­hung gibt. Du hast schon recht, natür­lich. Auch wenn jemand jetzt frisch zum Coa­ching kommt, kann das ja trotz­dem berei­chernd sein, auch wenn man sich noch nicht gut kennt. Aber ich glau­be es gibt auch Kli­en­ten Sei­te ein paar Vor­aus­set­zun­gen, die sind schon wich­tig. Jan Wel­che Wit­ze denn dann? Björn Wenn ich mei­ne gelieb­te Acht­sam­keit steht, dann natür­lich ganz weit oben. Acht­sam­keit ist die­ser die­ser Mode­be­griff, der, wo ich ja immer den­ke, dass er uns an jeder Ecke um die Ecke, um den um die Ohren geschla­gen wird, ohne dass näher erklärt wird, was es eigent­lich ist und wie man wirk­lich acht­sam lebt. Aber Acht­sam­keit bedeu­tet in dem Fall ja, dass man so bewusst durchs Leben geht, dass man dann auch schon im Vor­feld so reflek­tiert ist, dass der Coach ein­stei­gen kann. Also wenn ich, wenn ich vom Coach sit­ze und dann nur sage Ja, und dann hat er und dann hat das und dann ist das pas­siert. Dann habe ich den Brief bekom­men oder sowas und dann noch über­haupt nicht in irgend­ei­nem Maße drü­ber reflek­tie­ren konn­te, weil mir die Acht­sam­keit fehlt, das gar nicht für mich per­sön­lich bewer­ten konn­te, habe ich natür­lich eine äußerst schwie­ri­ge Gesprächs­grund­la­ge. Jan Ich stel­le mir die Fra­ge, wie es aus Coa­ching Sicht ist, wenn der Coach ja prin­zi­pi­ell auch viel­leicht ja mit den rich­ti­gen Fra­gen dazu anre­gen kann, dann auch genau die­se Refle­xi­on zu kom­men. Björn Ja, ist was wah­res dran. Ich fin­de es effi­zi­en­ter, wenn die Acht­sam­keit auf Kli­en­ten Sei­te dann schon ein biss­chen erhöht ist. Jan Ja klar. Ich mei­ne es fällt einem dann leich­ter aus dem was was man an The­men hat, sozu­sa­gen für sich auch schon vor­weg her­aus­zu­kris­tal­li­sie­ren, was man auch, wor­über man auch spre­chen möch­te. Also ich mei­ne es ist trotz­dem so, auch wenn man das jetzt als Prä­ven­ti­on macht, dann sitzt man ja jetzt nicht drei Tage zusam­men und redet über alles, was über die letz­ten 3 Mona­te pas­siert ist. Und wahr­schein­lich hat man ja trotz­dem ein begrenz­tes Zeit­fens­ter von einer Stun­de, zwei Stun­den oder so was. Ja jetzt qua­si ein­fach nur von dem zu spre­chen, was einem zuletzt für eine Laus über die Leber gelau­fen ist. Oder viel­leicht nicht unbe­dingt direkt ziel­füh­rend. Aber nichts­des­to­trotz könn­te sogar dar­aus das was kom­men. Aber ja, es wird so, da will ich dir zustim­men. Es wird eigent­lich um so effi­zi­en­ter, wahr­schein­lich und ziel­ge­rich­te­ter, reflek­tier­ter und acht­sa­mer man auch für sich selbst ist. Und ja, je mehr man sich dar­über im Kla­ren ist, was die The­men sind, die einen beschäf­ti­gen oder wo auch viel­leicht noch ein biss­chen was mehr mit drin sein könn­te, dann gibt es viel­leicht Punk­te oder Begeg­nun­gen, die einen beson­ders getrig­gert haben. Björn So war es zum Bei­spiel, dass beschäf­tigt haben. Jan Oder ist da irgend­was, was einen nicht los­lässt oder ande­res oder was sich wie­der­holt? Also ein schö­nes Mit­tel, um das her­aus­zu­fin­den, ist Tage­buch­schrei­ben. Ich weiß nicht. Machst du das? Jan Ich schrei­be kein Tage­buch. Björn Ja, ich schon. Also ich set­ze mich schon jeden Abend hin, manch­mal auch im Lau­fe des Tages, und schrei­be mir Din­ge auf, die mir bemer­kens­wert erschei­nen. Ist ja auch eine gute Acht­sam­keits­übun­gen wie­der. Und was ich dann im Vor­feld von so einem ich nen­ne es ja TÜV, du weißt das schon von sei­nem TÜV Ter­min mache, ist, dass ich mir ein­fach die letz­ten Mona­te noch mal durch­schaue. Und ich habe mir dann in der Regel schon mar­kiert, wenn irgend­et­was mir beson­ders sich beson­ders ein­ge­brannt hat oder mir irgend­et­was auf­fällt. Das mar­kie­re ich dann. Und dann habe ich eigent­lich schon die The­men, über die spre­chen möch­te. Also du, kei­ne drei­tä­gi­ge Sit­zung, in der ich die letz­ten drei Mona­te wie­der­ge­be, son­dern ich habe dann schon das, wor­über ich spre­chen möch­te. Und dann ergibt sich eigent­lich der Rest der Coa­ching Sit­zung ganz von allei­ne. Jan Was natür­lich ein tol­les Tool und eine tol­le Vor­be­rei­tung für sol­che Sit­zun­gen ist. Ja, wenn man da auf einen sol­chen Fun­dus zurück­grei­fen kann, auch an Erfah­run­gen und Din­gen, die man noch als Wert emp­fun­den hat, nie­der­zu­schrei­ben und Tage­buch­schrei­ben es wirk­lich. Ich kann es dir nur ans Herz legen. Eigent­lich jedem ist eine wirk­lich tol­le Sache. Auch wenn man es viel­leicht nur befris­tet für einen Monat macht oder für eine Woche, reicht es schon, weil es fällt einem sehr viel auf in dem Moment, wo man es zu Papier bringt. Wie du sagst, bekommt es ein ganz ande­res Gewicht. Und wenn man zum Bei­spiel die glei­chen The­men oder das glei­che, auch wenn es immer ein paar Tage ver­setzt ist, immer wie­der auf­schreibt, fällt es einem viel mehr auf, wenn man es auf­schreibt und dadurch wird einem sehr viel bewusst. Was dann auch? Selbst wenn es jetzt Coa­ching ohne Prä­ven­ti­on wäre. Also wenn es jetzt bezo­gen ist Coa­ching. Dar­aus erge­ben sich manch­mal schon tat­säch­lich auch Coa­ching The­men, die man gezielt bespre­chen kann. Jan Ja, und dar­über hin­aus ist natür­lich das Tage­buch schrei­ben, wenn man es tut und wenn man dann so etwas sieht, sich dann auch anschaut, auch schon allein eine Mög­lich­keit, dass einem Din­ge offen­bar wer­den, an denen man schon selbst arbei­ten kann. Björn Auch wenn das auch noch mal eine eige­ne Fol­ge wert, den­ke ich. Björn Tage­buch­schrei­ben ja, ob man jetzt qua­si ein all­ge­mei­nes Tage­buch schreibt? Es gibt Men­schen, die schrei­ben Erfolgs, Tage­bü­cher, Gefühls, Tage­bü­cher, alles Mög­li­che. Inso­fern ist das schon. Ist das ja auch ein The­ma, was inter­es­san­ter­wei­se doch immer wie­der auf­taucht. Es ist nicht so sel­ten, dass das auch getan wird. Und eigent­lich eine, wie ich fin­de, schö­ne, schö­ne. Gewohn­heit? Björn Ja, eine sehr schö­ne Gewohn­heit. Es gibt da ja tat­säch­lich mitt­ler­wei­le auch ver­schie­dens­te Tech­ni­ken. Ja, das alles wird ja auch das in irgend­ei­ner Form kom­mer­zia­li­siert. Das ist ja so, da gibt es ja zig Apps auf den diver­sen App Stores, die einem das erleich­tern wol­len. Da bin ich kein Freund von. Ich glau­be dar­an, dass dann in dem Fall hand­schrift­lich wirk­lich bes­ser ist, obwohl ich ja in vie­len Berei­chen so ein Digi­tal Ver­fech­ter bin. Dann gibt es im hand­schrift­li­chen Bereich das Bul­let Jour­nal, das bestimmt schon mal gehört, was für eine spe­zi­el­le Tech­nik ist. Ach, dann habe ich jetzt noch nicht das Sims Jour­nal mal gese­hen. Das heißt ich Sims Tech­nik. Also da gibt es alles mög­li­che. Ich benutzt davon gar nichts. Ich schreib ein­fach das, was mir im Kopf ist und ich gehe. Und das schrei­be ich auf. Ich habe Bul­let Jour­nal tat­säch­lich mal ver­sucht. Das ist ganz, ganz span­nend, weil es ja auch To-Do-Lis­ten mit ein­be­zieht, die man sich dann dar­stellt. Aber für mich ist ein Tage­buch eher eine Refle­xi­on, eine Mög­lich­keit und nicht irgend­was, wo ich irgend­wel­che Tasks auf­schrei­be, die ich unbe­dingt erle­di­gen muss. Björn Das mache ich mit ande­ren Din­gen. Jan Also das tra­di­tio­nel­le Tage­buch mit einem klei­nen klit­ze­klei­nen Schlöss­chen dran geschrie­ben. Björn Ich habe kein Schloss. Nein. Jan Ja, da stellt sich ja trotz­dem noch die Fra­ge War­um soll­te man jetzt über­haupt Coa­ching als Prä­ven­ti­on betrei­ben? Also wir haben jetzt gesagt, es ist anders, unge­zo­gen. Das heißt, man tut es und kommt dann auch auf The­men, die einen viel­leicht gera­de beschäf­ti­gen. Aber was ist jetzt Sinn der Sache? Was kann ein da oder war­um kann einen das wei­ter­brin­gen? Dar­über haben wir jetzt noch nicht gespro­chen und wir hat­ten ja gera­de kurz in dem in dem Vor­ge­spräch schon uns aus­ge­tauscht. Und da ist mir die­ses Bild in den Kopf gekom­men von einem Feld, was irgend­wie gewäs­sert wird und frucht­bar gehal­ten wird und so gar nicht erst aus­trock­nen anfängt zu bren­nen. Also im Grun­de genom­men schon vor­her auf­zu­pas­sen und und das woll­te ich jetzt hier zumin­dest mal stra­pa­zie­ren, zumin­dest bei mir. Björn Ist aber ein schö­nes Bild, weil man gießt. Ja, das fällt tat­säch­lich im Vor­feld, bevor es so dürr ist, dass es kein Was­ser mehr auf­neh­men kann. Also wenn die Kri­se eigent­lich schon ein­ge­tre­ten ist, wenn wir bei dem Bild blei­ben und eine schö­ne Meta­pher ist das und dann fließt das Was­ser halt nur ab oder man braucht erheb­lich mehr Zeit, damit das Was­ser auch wirk­lich zu den Wur­zeln drängt. Und so ist es beim Kochen zur Prä­ven­ti­on halt, auch wenn wenn man ähm, ich will es so sagen wenn. Wenn wir unse­ren All­tag neh­men. Und wir. Wir haben in unse­rem All­tag, egal was wir für einen Job haben, wir wer­den befeu­ert. Jeden Tag mit tau­send The­men. Das ein­drü­cken Ver­än­de­run­gen. Kol­le­gen kom­men, Kol­le­gen gehen. Neue Auf­ga­ben­be­rei­che, neue digi­ta­le Tools zum Bei­spiel, mit denen wir arbei­ten müs­sen. Irgend­wie so was. Und wir haben eigent­lich gar nicht die Zeit, uns im All­tag. So inten­siv mit sol­chen The­men, die da an uns vor­bei­rau­schen, aus­zu­tau­schen. Und ich glau­be, dass Coa­ching da hel­fen kann, Pro­ble­me zu ver­hin­dern, wo sie sonst viel­leicht über einen län­ge­ren Zeit­raum ent­ste­hen könn­ten. Björn Dass das eine das ande­re ist. Ich bin ja ein gro­ßer Freund von Sche­ma Coa­ching, auch wenn ich die Aus­bil­dung noch nicht fer­tig gemacht habe. Aber Sche­ma Coa­ching ist ja ein ganz span­nen­des The­ma für mich. Was ja besagt, dass wir allen alle nach Mus­tern han­deln und die­se Mus­ter sehr, sehr früh in uns ein­ge­brannt wer­den und dass man die­se Mus­ter ja ver­än­dern kann. Und ich glau­be tat­säch­lich, dass es auch wenn man ein The­ma aus­führ­lichst behan­delt hat und für sich da Lösun­gen gefun­den hat, dass es sein kann, dass sol­che Mus­ter wie­der auf­fla­ckern. Dass das aus der tie­fen, hin­ters­ten Win­keln unse­res Hirns sich irgend­wann mal wie­der mel­det. Und dann ist Coa­ching zur Prä­ven­ti­on ein­fach auch ein schö­nes Tool, um das früh­zei­tig zu erwi­schen. Also dass man wie­der viel­leicht in Fahr­was­ser gerät, was man eigent­lich durch ein Coa­ching mal been­det hat. Ich hat­te das noch mit einer Kli­en­tin vor gar nicht lan­ger Zeit, dass ich den Satz gehört habe Ach, dann kam ein ste­ti­ges und flüch­ti­ges Wort. Hat mich das wie­der ein­ge­holt? Und weil das eigent­lich ein The­ma war, das schon vor zwei, drei Jah­ren mit einem ande­ren Coach mal bespro­chen wur­de. Björn Und da habe ich noch gedacht Siehs­te, da wäre es viel­leicht schön gewe­sen, wenn man da zwi­schen­durch ein­fach ein biss­chen durch so ein Gespräch mit einem Coach ein­fach dran geblie­ben wäre, damit es einen nicht mehr ein­holt. Das ist auch ein schö­ner Anlass für ein Coa­ching. Jan Und Prä­ven­ti­on ist ja auch in ande­ren Berei­chen des Lebens eigent­lich gar nicht unüb­lich. Also wenn du schon sagst, du bezeich­nest es auch als etwas regel­mä­ßi­ges Coa­ching, auch ohne Anlass, dann ist es ja so, dass es bei Tech­nik sowie­so so gemacht wird, dass regel­mä­ßig gewar­tet wird. Also eine War­tung statt­fin­den wird. Und auch in ande­ren Berei­chen unse­res Lebens ist es ja so, dass wir auch durch­aus prä­ven­tiv unter­wegs sind. Also wir gehen ein­mal im Jahr zum Doc, zum Check up, las­sen regel­mä­ßig die Zäh­ne kon­trol­lie­ren. Wir tun auch sport­li­che Din­ge, um uns fit zu hal­ten. Auch das ist natür­lich was. Wenn ich mei­nen Kör­per stär­ken kann, dann klappt das auch nicht bei der kleins­ten Belas­tung zusam­men. Björn Und das ist ein schö­nes Bild. Jan Ent­schul­di­ge, wenn ich dir ins Wort fal­len, aber das ist ein schö­nes Bild mit dem Sport, wenn. Wenn man erst dann Sport macht, wenn man den Herz­in­farkt schon hat­te, dann ist es ja eine Reha­bi­li­ta­ti­on, dann ist es kei­ne Prä­ven­ti­on. Und das ist viel, viel müh­sa­mer. Jan Und das ist, genau das ist der Punkt auch mit dabei. Und ich fin­de also oft­mals begeg­net mir das, ich weiß nicht, wie das geht, aber das eben auch Din­ge getrennt betrach­tet wer­den und wir sind halt ein­fach kei­ne getrenn­ten Wesen. Also es gibt sowohl wie wir bestehen aus unse­rem Kör­per, aus unse­rem Geist und alles kommt zusam­men und. Es ist natür­lich so, dass wenn ich mich. Sport­li­che Ertüch­ti­gung hal­te nur bewusst ernäh­re, auf mein Gesamt­erschei­nung ach­te, dann füh­le ich mich men­tal schon bes­ser und das hilft mir. Und genau­so ist es so Wenn ich mich men­tal gut füh­le, dann bin ich auch eher in der Lage, mich fit zu hal­ten, ande­re Din­ge zu machen und so wei­ter und so fort. Das heißt, das eine greift auch in das ande­re über, beein­flusst sich auch und sowohl das, was wir in Akti­vi­tä­ten tun, auch sport­lich oder beruf­lich usw. Das hat alles einen Ein­fluss auf unse­re Psy­che, auf unser Emp­fin­den, auf unser Wohl­be­fin­den. Und wie gesagt, genau­so die die Psy­che, auch auf die ande­ren Berei­che. Und des­halb fin­de ich das auch ehr­li­cher­wei­se zu kurz gegrif­fen. Jan Gera­de wenn man eben auch in for­dern­den Situa­tio­nen ist, das bei­sei­te zu las­sen. Zumin­dest gibt es das Risi­ko, dass es sich dann eben in eine Rich­tung ent­wi­ckelt, die viel­leicht nicht so super ist. Und da gibt es natür­lich ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Wege, die man damit gibt, die man da gehen kann. Es gibt ganz vie­le Din­ge, die kann man selbst tun. Man kann ja auch durch­aus ein sehr bewuss­tes Leben füh­ren und ein gutes Leben und ein psycho gesun­des Leben, ohne dass man ein Coa­ching hat. Also auch ein Coa­ching ist ja nur ein Ange­bot und nur ein Tool. Es gibt auch Men­schen, die machen regel­mä­ßig Sport, die ande­ren kom­men bes­ser zurecht, wenn sie einen pas­sen­den Trai­ner teil­wei­se an der Sei­te haben, der auch mal guckt Wie ist denn die Hal­tung mit dabei? Und so wei­ter. Und ähn­lich sehe ich das im Grun­de genom­men im Coa­ching. Auch das hilft uns auf der men­ta­len Sei­te. Und es ist kein Qua­li­täts­merk­mal, ob man es tut oder ob man es nicht tut. Man kann sich auch anders auch men­tal gut hal­ten. Jan Manch­mal braucht es viel­leicht auch mal ein biss­chen pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung irgend­wo. Aber ich glau­be, wich­tig ist halt ein­fach, dass man auf sich ach­tet und eben nicht die Sache so wei­ter­lau­fen lässt, dass es halt eben erst zur Kri­se kommt, erst zur Kata­stro­phe und man dann anfängt zu arbei­ten, weil dann ist der Weg natür­lich viel län­ger und müh­sa­mer. Björn Genau­so ist glau­be ich auch ganz schö­nes Tool um. Also wir hat­ten ja neu­lich hat­ten, als wir mit Naray­en mit­ein­an­der spra­chen, jetzt nicht im Rah­men des Pod­cast, son­dern wir reden ja auch sonst mit­ein­an­der und da haben wir ja auch das Know how hat­ten wir, haben wir ja auch dar­über gespro­chen, dass wie­der so eine Dis­kus­si­on ent­brannt ist über Busi­ness Coa­ching und per­sön­li­ches Coa­ching, also inwie­weit sich das tren­nen lässt oder auch nicht tren­nen lässt. Und da hilft Coa­ching zur Prä­ven­ti­on halt auch wenn ich in einem, wenn ich in mei­nem per­sön­li­chen Umfeld zum Bei­spiel irgend­ein Dra­ma habe, eine Tren­nung oder auch was ande­res, was Posi­ti­ves ein Kind wird gebo­ren, sol­che Geschich­ten, dann wird das. Ohne Zwei­fel Ein­fluss auf mein beruf­li­ches Tun und Sein haben, das kann man nicht tren­nen. Es gibt nicht die­sen Men­schen, der die eige­ne Per­sön­lich­keit zu Hau­se lässt, in den Job fährt und dann da auf ein­mal ein völ­lig ande­rer Mensch ist, den das alles nicht tan­giert und umge­kehrt ja genau­so. Also habe ich im Job eine gra­vie­ren­de Ver­än­de­run­gen, einen neu­en Chef, ande­re Kol­le­gen, viel­leicht ein ganz neu­er Arbeit­ge­ber. Björn Wird das auch Aus­wir­kun­gen auf mein per­sön­li­ches Umfeld haben? Und da ist so ein Coa­ching Gespräch eine wun­der­ba­re Mög­lich­keit, wenn man das denn möch­te. Die­se Ver­än­de­rung so zu reflek­tie­ren, dass sich das auch mit­ein­an­der inte­griert, weil das ist ja ganz häu­fig so, dass die Berei­che so künst­lich getrennt wer­den zum Schutz des jewei­li­gen ande­ren Bereichs, dass man da in einen inne­ren Kon­flikt gerät, weil man das ein­fach nicht mehr über­ein­an­der bringt. Ein Bei­spiel Ich habe einen ande­ren Job, der kos­tet deut­lich mehr Zeit. Dar­über ist der Part­ner dann sau­er. Das krie­ge ich nicht. Fair argu­men­tiert. Dann mache ich mir Sor­gen. Ich schla­fe schlecht, weil ich nicht mehr so viel Leis­tung muss, noch mehr arbei­ten. Also so ein Schnee­ball­sys­tem. Und da kann Coa­ching rela­tiv früh eigent­lich zur Prä­ven­ti­on hel­fen, um so bes­ser zu inte­grie­ren. Hmm, ja. Jan Ja, ja, genau. Ich war ja mit dem oder oder Teu­fels­krei­se oder wir. Ja, ich glau­be auf jeden Fall, das eine bedingt das ande­re und hat dar­auf. Björn Ja, ja, ja, ich glau­be bei­des wäre rich­tig, weil auch noch auf das The­ma Work-Life-Balan­ce. Hm, das wäre ja auch noch mal ein schö­nes The­ma für eine ande­re Fol­ge. Und eben die Fra­ge wie du schon sagst, kann man sie über­haupt getrennt betrach­ten oder kann man das nicht in die­sem Zusam­men­hang? Und was hat das eine für einen Ein­fluss auf das ande­re? Björn Ja, so ist es ja. Jan Also wir haben über eini­ges gespro­chen. Hast du Lust ein klei­nes Fazit zu zie­hen? Björn Ja, ich fand eigent­lich das. Du hast so ein schö­nes Schluss­wort schon gespro­chen. Du hast gesagt Coa­ching ist Prä­ven­ti­on ist auch nur ein Ange­bot. Es gibt sehr wahr­schein­lich genug von unse­ren Hörern, die, die so bewusst durchs Leben gehen, allein durch Hören die­ses Pod­casts viel­leicht schon, dass sie schon so hoch reflek­tiert sind, dass sie das viel­leicht gar nicht für sich in Anspruch neh­men müs­sen. Aber selbst für die kann so ein völ­lig offe­nes Coa­ching hel­fen, um früh­zei­tig und ein Bild wie­der auf­zu­grei­fen, den Acker zu bewäs­sern, um ihn nicht aus­trock­nen zu las­sen und zu ver­hin­dern, dass Kri­sen oder wirk­lich Kon­flik­te oder brenz­li­ge Situa­tio­nen über­haupt ent­ste­hen. Es tut sehr gut, sich aus Erfah­rung her­aus räumt den Kopf dann auch noch mal auf, selbst wenn man schon reflek­tier­ter Mensch ist. Aber wie gesagt, wer möch­te, der kann. Wer nicht möch­te, der muss nicht. Jan Ja, alles kann, nichts muss. Björn Genau. Ja, wir hof­fen, es hat euch gefal­len. Heu­te so ein biss­chen mehr im Plau­der­ton, weil das The­ma ja auch dadurch, dass es so ein Anlass-unbe­zo­ge­nes Coa­ching ist, so ein biss­chen mehr Frei­raum bie­tet. Wir wür­den uns freu­en, wenn ihr uns treu bleibt. Wenn ihr Wün­sche für The­men habt, könnt ihr uns die ger­ne schi­cken. Unse­re Kon­takt­da­ten sind wir immer unten in den Pod­cast Notes ver­merkt und wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen und freu­en uns auf die nächs­te Woche mit euch. Bis bald. Jan Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Gelungene Jobwechsel](https://bobach-coaching.de/podcast-gelungene-jobwechsel/) **Published:** Februar 18, 2022 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Der Wechsel in einen neuen Job oder zu einem neuen Arbeitgeber ist oft mit Tücken verbunden. Sowohl der neue Mitarbeiter als auch das alte Team stehen hier vor der Herausforderung, einen neuen Menschen in alte, oft lang gewachsene Strukturen zu integrieren. Jan Gustav Franke und ich beleuchten was in solchen Momenten wichtig ist, was beide Seiten tun können, und wie ein Jobwechsel richtig gut gelingen kann. **Content:** Der Wech­sel in einen neu­en Job oder zu einem neu­en Arbeit­ge­ber ist oft mit Tücken ver­bun­den. Sowohl der neue Mit­ar­bei­ter als auch das alte Team ste­hen hier vor der Her­aus­for­de­rung, einen neu­en Men­schen in alte, oft lang gewach­se­ne Struk­tu­ren zu inte­grie­ren. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de "Jan Gustav Franke") und ich beleuch­ten, was in sol­chen Momen­ten wich­tig ist, was bei­de Sei­ten tun kön­nen, und wie ein Job­wech­sel rich­tig gut gelin­gen kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Wie immer mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan, hal­lo Björn, wir spre­chen heu­te über eine Situa­ti­on, die jeder sehr wahr­schein­lich schon diver­se Male erlebt hat. Und zwar Job­wech­sel. Der Ein­tritt in einen neu­en Job, nicht nur einen Beruf, son­dern einen neu­en Job. Jan, wann war das das letz­te Mal bei dir? Jan Das war bei mir 2018 das letz­te Mal der Fall, als ich in die Unter­neh­mens­be­ra­tung gewech­selt bin. Björn Ja, aber sehr wahr­schein­lich nicht der ers­te Job­wech­sel, oder? Jan Nein, ich war nicht der ers­te Job­wech­sel, war aber auch erst der zwei­te Job­wech­sel. So wirk­lich, wirk­lich im Berufs­le­ben. Ich mei­ne vor­her auch schon so Stu­den­ten­jobs und so wei­ter gehabt. Aber genau der zwei­te, zwei­te Job­wech­sel in der Voll Erwerbs­tä­tig­keit. Björn Wobei ja auch Job­wech­sel im stu­den­ti­schen Leben schon ein­schnei­dend sein kön­nen. Und war­um spre­chen wir dar­über? War­um macht das? Was macht die Situa­ti­on so beson­ders? Ich habe selbst den Job, ja, ich kann es gar nicht zäh­len. Ich habe wirk­lich nicht, weil ich so ein schlech­ter Arbeit­neh­mer war, son­dern ich habe auch die Bran­chen oft gewech­selt. Rela­tiv oft, weil ich ja von einem künst­le­ri­schen in einen kauf­män­ni­schen, einen lei­ten­den Beruf immer gewech­selt habe. Und aber auch jetzt, wenn ich zum Bei­spiel jetzt mal an mei­ne Zeit den­ke, auch da ja an ver­schie­de­nen Thea­tern war. Und jeder Job­wech­sel war eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung, sowohl für mich als ich wie ich anneh­men wür­de, auch für die Leu­te, die schon län­ger in dem Betrieb gear­bei­tet haben, wo ich hin­kom­me. Und das ist, glau­be ich, ein ein Moment, wo vie­le unsi­cher sind, wo vie­le, sowohl auf Sei­ten derer, die den Job wech­seln, als auch auf den Sei­ten der Sei­te des Teams, wo ein neu­er Kol­le­ge, ein neu­er Mit­ar­bei­ter kommt, nicht so recht wis­sen, wie sie damit umge­hen sol­len. Björn Hast du eine ande­re Beob­ach­tung gemacht? Jan Es ist auf jeden Fall eine tief­grei­fen­de Erfah­rung, oft­mals, wenn man das jetzt nicht so ganz, ganz auf die leich­te Schul­ter nimmt, weil sich natür­lich sehr viel ver­än­dert. Also wenn man jetzt mal von einem typi­schen typi­schen STANDARD Arbeits­tag aus­geht, sagen wir mal Nine to five. Dann bin ich da halt irgend­wo acht Stun­den, viel­leicht eigent­lich auch ein biss­chen mehr mit Pau­se und so wei­ter. Da bei einer gewöhn­li­chen Voll­zeit­stel­le, das heißt ja eigent­lich ein Drit­tel mei­nes Tages an fünf Tagen die Woche. In der Regel ver­brin­ge ich dort mit die­sem Job und auch mit die­sen Per­so­nen. Und da ent­schei­de ich mich ja oft­mals zusätz­lich auf Basis von ein, zwei Tref­fen oder sowas oder Gesprä­chen, die man hat­te. Man hat eine gro­be Vor­stel­lung und Erwar­tungs­hal­tung davon, was da auf uns zukommt. Aber man weiß es natür­lich nicht und man weiß ja auch oft­mals gar nicht, auch wenn ich, wenn sich die Tätig­keit inhalt­lich vor­stel­len kann. Aber was erwar­ten einen denn da über­haupt für Men­schen? Inso­fern ist es schon auf jeden Fall ein für gewöhn­lich auch beson­de­res Erleb­nis. Und auch du hast mal gesagt, dass wahr­schein­lich vie­le schon schon öfter erlebt. Jan Aber ich glau­be, es ist natür­lich auch ein Wan­del der Zeit. Ursprüng­lich oder ganz frü­her war es ja so, die Ide­al­vor­stel­lung war, man fängt den Beruf an und dann Job an und man bleibt da bis zur Ren­te. Heu­te ist das schon deut­lich anders. Aber nichts­des­to­trotz ist es wahr­schein­lich über­schau­bar, wie oft das im Leben pas­siert, ist jetzt auch nicht so, dass es monat­lich in der Regel pas­siert. Und das heißt, es wird ein paar Sta­tio­nen im Leben geben. Aber es ist auch nicht so, dass es unzäh­li­ge Male sind, wo man das irgend­wann dann gar nicht mehr rekon­stru­ie­ren kann. In der Regel, so hofft ich hof­fent­lich nicht. Ich glau­be, das wäre wür­de auch wirk­lich im kli­ni­schen Stress aus­ar­ten, wenn man das jeden Monat hät­te. Viel­leicht kön­nen wir es so auf­drö­seln, dass wir ein­mal dar­über spre­chen, was bei dem pas­siert, der den Job wech­selt und bei denen, wo er dann qua­si neu hin­zu stößt. Also fan­gen wir mal mit dem an, der in den neu­en Job geht, also der das in eine neue Fir­ma wech­selt. Jan Ich glau­be, da wird ganz oft über­se­hen, dass damit ja ganz grund­le­gen­de pri­va­te Din­ge sich auch ver­än­dern. Oft ein Umzug, ein ande­rer Arbeits­weg. Da ent­steht auf der Sei­te von dem, der in den neu­en Job wech­selt, viel­leicht ein Gro­ßer, ein gro­ßer ist. Viel­leicht ein gro­ßer Wunsch, dass sich vie­les bes­sert, sowohl im Pri­va­ten auch also oder was die Kar­rie­re angeht. Dann kommt er natür­lich zu. Eine gro­ße Unsi­cher­heit. Da sind vie­le neue Men­schen. Wie pas­se ich da rein? Wie emp­fan­gen die mich? Einen Anspruch an sich selbst? Wer­de ich dem gerecht wer­den, wenn ich die Pro­be­zeit über­ste­hen? Das darf man ja auch nie ver­ges­sen, dass ein Job­wech­sel oft auch eine ist. Mei­ne Unsi­cher­heit ist Egal wie hoch die Erwar­tun­gen sind, die an einen gestellt wer­den, ist es immer eine Unsi­cher­heit, weil er die Pro­be­zeit erst mal wie ein Damo­kles­schwert über dem­je­ni­gen hängt? Wird das über­ste­hen oder nicht? Also so ein Druck, sich bewei­sen zu müs­sen, viel­leicht ein Infra­ge­stel­len der eige­nen Fähig­kei­ten? Hof­fent­lich rei­che ich. Sol­che Geschich­ten sind da auf der Sei­te. Jan Das wäre erst mal das von so grob zusam­men­ge­fasst auf der Sei­te von denen, die den Job wech­seln. Und dann gibt es natür­lich das Team auf der ande­ren Sei­te. Oh, natür­lich. Ich fin­de sogar, das ist qua­si nach­dem der Wech­sel dann oder wenn der Wech­sel statt­fin­det, aber eigent­lich sein Job Job­wech­sel. Die Zusa­ge ist eigent­lich sozu­sa­gen erst die Blü­te des­sen, was da pas­siert ist. Das heißt, davor steckt ja sozu­sa­gen noch ein rie­sen ande­rer Pro­zess, weil also ent­we­der kom­me ich sozu­sa­gen von der grü­nen Wie­se in Anfüh­rungs­stri­chen oder ich kom­me aus der Aus­bil­dung im Stu­di­um oder wie auch immer und ori­en­tie­re mich jetzt. Oder ich habe ein­fach ein neu­es Inter­es­se und mache das jetzt. Aber oft­mals steckt ja auch davor noch die Geschich­te, dass jemand in einem Job war und dann irgend­wann für sich fest­ge­stellt hat Das ist nicht mehr der Beruf, der Job, in dem ich blei­ben möch­te aus diver­sen Grün­den. Und das kön­nen ja auch ver­schie­dens­te Din­ge sein. Das kann sein, dass man sagt, man ist mit der Bezah­lung unzu­frie­den, man möch­te ein­fach mehr Geld ver­die­nen. Jan Das kann sein, dass man eine Her­aus­for­de­rung sucht, weil die Auf­ga­be nicht so neu ist, nicht so packend ist oder nicht for­dernd in dem Sin­ne. Das kann sein, dass man auch da in dem Sys­tem ein­fach unzu­frie­den war, viel­leicht auch mit den Kol­le­gen, dass da viel­leicht auch Mob­bing statt­ge­fun­den hat oder oder ande­re Geschich­ten. Das heißt, da ist ja ein diver­ser lan­ger Pro­zess in der Regel schon statt­ge­fun­den, der dann über­haupt erst mal in Gang gesetzt hat, dass man dar­über nach­denkt, den Job zu wech­seln, bis es dann tat­säch­lich zu einem Wech­sel kommt, also zu Kün­di­gun­gen. Viel­leicht vor­her schon eine neue Stel­le, einen neu­en Ver­trag, den man unter­schrie­ben hat, viel­leicht auch noch gar nicht, dann ist es dann auch noch eine unsi­che­re Pha­se dazwi­schen. Bis es dann irgend­wann mal dahin kommt. Das heißt, das fin­de ich irgend­wie auch echt wich­tig, dass am Tag 1, wenn ein neu­er Kol­le­ge, eine neue Kol­le­gin irgend­wo hin­kommt, dann ist das eigent­lich fak­tisch der das Ende eines lan­gen Pro­zes­ses, sozu­sa­gen der Beginn eines neu­en Pro­zes­ses, wenn man das jetzt ein­mal zer­schnei­den woll­te. Jan Aber es ist nicht so, dass man jetzt ein­fach aus dem Nichts kommt und ohne Gepäck geis­tig auch ankommt. Björn Nein, natür­lich nicht. Es gibt aber übri­gens noch ist mir gera­de in den Kopf gekom­men. Das dür­fen wir auch nicht ver­ges­sen. Es gibt ja auch noch Job­wech­sel, die sind nicht frei­wil­lig. Viel­leicht ist man dann, viel­leicht ist man in einer Situa­ti­on, viel­leicht, weil man ja eigent­lich glück­lich bei sei­nem alten Arbeit­ge­ber ist, aber gekün­digt wor­den, betriebs­be­dingt oder aus ande­ren Grün­den. Oder man muss den Job zwangs­wei­se wech­seln, weil viel­leicht der Part­ner in eine ande­re Stadt zie­hen muss­te. Und man ist nun gezwun­gen, sich woan­ders einen Job zu suchen, obwohl man ihn suchen auch will, man dem Alten eigent­lich sehr, sehr glück­lich war. Es sind auch wie­der so Aus­gangs­si­tua­tio­nen, die man da nicht außer Acht las­sen darf. Na ja, darf ich jetzt auf die ande­re Sei­te wech­seln? Ich hät­te gern. Auf der ande­ren Sei­te ist dann das Team, das wär die Fir­ma, wo der Neue, der jetzt den Job wech­selt, anfängt. Und da gibt es natür­lich auch eine Erwar­tungs­hal­tung. Jetzt kommt ein neu­er Kol­le­ge. Wird er das wup­pen? Wird er das schaf­fen? Björn Ret­tet der das jetzt? Was viel­leicht der Kol­le­ge, der vor­her da war, nicht gepackt hat? Ent­las­tet der mich? Passt er zu uns? Viel­leicht war vor­her ein Kol­le­ge da, der nicht so nett mit ande­ren waren. Ist er net­ter? Viel­leicht hat man ganz schlech­te Erfah­run­gen bis jetzt mit neu­en Kol­le­gen gemacht und ist dann schon miss­trau­isch, wenn jemand ande­res kommt. Beäugt man den dann eher gibt, wird der will­kom­men gehei­ßen oder nicht? Viel­leicht ist stör­te er sogar. Viel­leicht ist das eine Posi­ti­on, die die ande­ren ande­ren so eine Art kon­trol­lie­ren­de Funk­ti­on gegen­über den ande­ren hat. Wie begeg­net man dem dann? Viel­leicht ist es ein neu­er Vor­ge­setz­ter. Wie wird der mich bewer­ten im Ver­gleich zu mei­nem alten Vor­ge­setz­ten? Also auf der ande­ren Sei­te sind auch natür­lich ganz vie­le Fra­ge­zei­chen und ich glau­be, das ist genau das The­ma, das auf bei­den Sei­ten so vie­le Fra­ge­zei­chen sind Erwar­tungs­hal­tun­gen, Wün­sche, Hoff­nun­gen, Beweg­grün­de, war­um es über­haupt dazu gekom­men ist oder war­um es auf der ande­ren Sei­te nötig war, dass ein neu­er Kol­le­ge in die Fir­ma muss. Und die­se gan­zen Fra­ge­zei­chen pral­len dann auf­ein­an­der. Björn Und was pas­siert, wenn Fra­ge­zei­chen auf­ein­an­der­pral­len? Jan Gibt es da eine vor­ge­fer­tig­te Mei­nung zu oder Ani­ma­te Erwar­tung? Weil wir dann ist? Björn Nein, es gibt kei­ne vor­ge­fer­tig­te Ant­wort. Jan Okay, auf jeden Fall. Was? Ja, was da auf­ein­an­der trifft, sind unter­schied­li­che Wün­sche, Vor­stel­lun­gen, Erwar­tun­gen und Lebens­rea­li­tä­ten und Anschau­un­gen und und natür­lich auch unter­schied­li­che sozia­le Sys­te­me. Also wenn man sys­te­misch denkt, dann kommt da ja im Grun­de genom­men an ein neu­es Sys­tem dazu, im Sin­ne von einem Kol­le­gen, einer neu­en Kol­le­gin. Wir haben sozu­sa­gen die Ein­zel Sys­te­me als die als die neu­en Kol­le­gen, die, die die bestehen­den Kol­le­gen, die qua­si schon dort sind, in die­ser Fir­ma wohin gewech­selt wird, die auch zusam­men wie­der­um ein funk­tio­nie­ren­des Sys­tem des Kol­le­gi­ums bil­den. Und dann geschieht qua­si eine Inter­ak­ti­on, sowohl auf Ein­zel­per­so­nen Ebe­ne als eben auch auf Grup­pen Ebe­ne. Und das ist natür­lich tat­säch­lich rela­tiv kom­plex. Es ist nicht so, dass man sich nur allei­ne begeg­net und trifft, son­dern man begeg­net sich allei­ne, aber eben auch gegen­über der Grup­pe, die. Mit­glie­der der bestehen­den Grup­pe in der Fir­ma sind viel­leicht auch nicht ganz frei in ihrer Ent­schei­dung dar­über, wie sie jetzt die neue Per­son fin­den, weil sie viel­leicht auch sich beein­flusst füh­len davon, wie die gesam­te Grup­pe das fin­det. Jan Und dann gibt es qua­si neben der per­sön­li­chen auch noch die fach­li­che Ebe­ne. Es ist hoch­gra­dig kom­plex und was wir bei­de gelernt haben, ist im sys­te­mi­schen Coa­ching ist Wenn ein neu­es Ele­ment in ein Sys­tem inte­griert wird oder dazu stößt, gerät das Sys­tem in Wal­lung. Es gerät ist das Gerät in in Bewe­gung und das nicht zu knapp. Da wer­den Hier­ar­chien durch­ein­an­der­ge­wir­belt, unter Umstän­den. Da wer­den per­sön­li­che Bezie­hun­gen durch­ein­an­der­ge­wir­belt. Es gerät unglaub­lich viel Ener­gie dar­ein und da kann eine Men­ge schief­lau­fen. Ich glau­be, das hat jeder auch schon mal erlebt, dass nicht mal nicht unbe­dingt am eige­nen Leib, aber auch beob­ach­tend, dass ein Kol­le­ge viel­leicht in ein Team kam. Und da war Tohu­wa­bo­hu. Dann kam der eine nicht mit dem neu­en Kol­le­gen klar, der hat dann aber sei­ne fes­te Cli­que und aus Soli­da­ri­tät kamen die dann auch nicht mit dem klar. Der neue Kol­le­ge hat­te über­haupt kei­ne Chan­ce sich fach­lich zu bewei­sen, weil das Gan­ze auf. Ich muss ja schon fast lachen, weil wenn man so drü­ber spricht, klingt das ein biss­chen wie Schul­hof. Aber das ist jetzt etwas, was man ja immer wie­der beob­ach­tet, dass das die­se Inte­gra­ti­on von neu­en Tei­len eines Sys­tems unglaub­lich schwer fal­len. Jan Das hat ja ver­schie­de­ne Grün­de, war­um das so ist. Ein ganz gro­ßer Grund ist ja, dass die das bestehen­de Sys­te­me funk­tio­nie­ren­de Sys­te­me vor allem einen ein Prin­zip der Selbst­er­hal­tung bedie­nen. Das heißt, ein Sys­tem wird alles dar­an set­zen, sich selbst zu erhal­ten. Und da kann ein neu­es Mole­kül in die­sem Sys­tem natür­lich wie eine Bedro­hung wir­ken. Und das ist etwas, was, wenn da kei­ne gute Füh­rung herrscht und kei­ne gute, kein gutes Kon­zept, wie so ein neu­er Mit­ar­bei­ter inte­griert wer­den soll, kann das wirk­lich zu Pro­ble­men füh­ren? Jan Ja, also bei die­sen Sys­te­men, die im Gleich­ge­wicht sind, spricht man ja auch von der Homöo­sta­se, dass also ein Sys­tem in Gleich­ge­wicht ist, ein funk­tio­nie­ren­des Sys­tem. Und jetzt kommt eine Ver­än­de­rung rein, also ein Impuls von außen, zum Bei­spiel eben durch den benann­ten Kol­le­gen, die neue Kol­le­gin. Das kön­nen aber auch ande­re Din­ge sein, wie zum Bei­spiel die Beför­de­rung von einer ein­zel­nen Per­son. Es kann sein, dass irgend­je­mand in Eltern­zeit geht. Es kann sein, dass irgend­je­mand sich von jetzt auf gleich ver­än­dert. Nur und Part­ner hat den ver­än­der­ten neu­es Hob­by, hat also ganz, ganz vie­le Din­ge. Und du sag­test ja gera­de schon, das Sys­tem kommt in Wal­lung oder in Bewe­gung und wird sich jetzt so lan­ge bewe­gen und zu Recht ruckeln, bis jedes Ele­ment da wie­der sei­nen Platz gefun­den hat. Und war­um kommt das über­haupt in Bewe­gung? Natür­lich weil. Natür­lich. Natür­lich ist nichts, aber es wird ver­sucht, so zu erklä­ren, dass es des­halb eben so in Bewe­gung kommt, weil natür­lich jede Ein­zel­per­son auch inner­halb die­ses Sys­tems selbst in Fra­ge gestellt führt oder in Fra­ge gestellt wer­den könn­te. Jan Das heißt, da kommt eine Per­son, ist die viel­leicht bes­ser oder sie nicht nicht nicht so gut. Und wie du schon sagst, es ent­las­tet mich oder nicht und so wei­ter und so fort. Das heißt also, ganz, ganz viel muss sich neu ord­nen. Und nicht nur muss die neue Per­son ihre ihre Posi­ti­on fin­den, son­dern auch alle bestehen­den müs­sen gucken. Bleibt mei­ne Posi­ti­on so bestehen, wie sie bis­her ist und und das heißt also fak­tisch jeder Wech­sel, wenn irgend­wo jemand rein­kommt, betrifft eigent­lich alle, viel­leicht von Per­son zu Per­son unter­schied­lich stark, aber es betrifft das gesam­te Sys­tem, alle Betei­lig­ten. Björn Ich kann was man beto­nen muss ist, dass Posi­ti­on jetzt nicht in dem Sin­ne Posi­ti­on in der Fir­ma bedeu­tet, son­dern Posi­ti­on inner­halb des Sys­tems, also wie die Men­schen zuein­an­der ste­hen. Das ist glau­be ich ganz ent­schei­dend. Nicht, dass dann ein Miss­ver­ständ­nis da ent­steht. Es geht ja nicht dar­um, dass jemand es infra­ge stellt wird. Bin ich hier Abtei­lungs­lei­ter oder nicht? Son­dern es geht um die Bezie­hung der Mensch. Jan Wer bin ich eigent­lich, wenn ich ste­he? Björn Son­dern es geht um die Posi­ti­on der ein­zel­nen Ele­men­te zuein­an­der. Loya­li­tä­ten, Fron­ten, sol­che Geschich­ten, die kön­nen und wer­den durch sol­che hin­zu­kom­men­den Fak­to­ren im Sys­tem auf­ge­weicht. Und das muss sich neu sor­tie­ren und muss sich neu fes­ti­gen. Und da kann man, wie ich schon gesagt habe, viel falsch machen, wenn man das nicht gut führt oder nicht gut anlei­tet oder wenn das Sys­tem viel­leicht auch so eta­bliert ist, über Jah­re schon so stark ist, dass man gar kei­ne Chan­ce hat, da rein­zu­kom­men. Das gibt es ja auch, das so ein­ge­schwo­re­ne Teams des neu­en neu­en Kol­le­gen unglaub­lich schwer machen, da über­haupt rein zu drän­gen. Wie kann man also dazu bei­tra­gen, dass so etwas gut funk­tio­niert? Also von bei­den Sei­ten oder um mal so eine typi­sche Coa­ching Fra­ge zu stel­len Was kann man denn dafür tun, damit es auf jeden Fall in die Hose geht? Björn Hier eine para­do­xe Fra­ge genau was müss­te pas­sie­ren, damit es auf jeden Fall schei­tert? Aber lass uns, lass uns das viel­leicht jetzt nicht para­dox for­mu­lie­ren. Jan Wie kann es? Wie kann es gelin­gen? Björn Ich glau­be, ganz wich­tig ist der Fak­tor Zeit. Das ist, glau­be ich ein Ding, was oft unter­schätzt wird, gera­de von von Inha­bern oder Füh­rungs­kräf­ten. Dass die Neu­ord­nung eines Sys­tems Zeit braucht. Also es funk­tio­niert in der Regel nicht so, dass ein Kol­le­ge kommt und dann berap­peln sich alle mal ganz ordent­lich anein­an­der. Und dann nach einem Tag ist alles super. Das funk­tio­niert in der Regel nicht. Es braucht Zeit und eher län­ger als kür­zer. Das ist mei­ne Beob­ach­tung. Wür­dest du die tei­len? Jan Die wür­de ich tei­len, ja, die tei­le ich. Ins­be­son­de­re inso­fern, als dass das die Kom­ple­xi­tät auch sozu­sa­gen der der Sys­te­me, erst sich dann offen­bart, wenn man da hin­kommt. Das heißt du. Also wenn man, wenn man rein­kommt und ein­taucht, wenn sich bei­de auf­ein­an­der ein­las­sen. Soll hei­ßen, aus Sicht einer bestehen­den Fir­ma oder Abtei­lung oder eines Teams ist ja eigent­lich klar, was du was zu tun ist, weil das hat ja viel­leicht der Vor­gän­ger, die Vor­gän­ge­rin schon getan und das muss ja jetzt qua­si durch die neue Per­son ein­fach nur erfüllt wer­den. Ein­fach nur ist aber das Stich­wort bei ein­fach nur da kann man immer auf­mer­ken, weil meis­tens steckt doch ein biss­chen mehr dahin­ter. Und anders­her­um stellt sich das viel­leicht die neue Per­son eben auch deut­lich ein­fa­cher vor. Und die der Teu­fel steckt im Detail, wie das Sprich­wort schon so schön sagt. Das heißt also, es kommt dann erst mal die gan­ze Kom­ple­xi­tät her­aus. Und dann ist ja, wie schon gesagt, das eine nur das Fach­li­che, das ande­re ist das Mensch­li­che. Und das wird in der Regel unter­schätzt. Jan Das wird übri­gens ganz häu­fig unter­schätzt. Ob das jetzt Job­wech­sel sind oder was auch ein ganz pro­mi­nen­tes Bei­spiel ist und in Fir­men immer wie­der unter­schätzt wird. In Unter­neh­men sind Chan­ge Pro­zes­se im All­ge­mei­nen und das ist ja auf gewis­se Art und Wei­se ein Chan­ge-Pro­zess, wenn er auch qua­si nicht die gan­ze Orga­ni­sa­ti­on betrifft, in dem jedes Indi­vi­du­um sich ver­än­dert. Aber es ver­än­dert sich etwas und oft­mals wird sich nicht genug Raum genom­men und ist viel­leicht nicht so die. Ich weiß gar nicht, ob nach sich das rich­ti­ge Wort ist, um sich dabei mit allen Betei­lig­ten so voll umfäng­lich umzu­ge­hen, dass sie den Raum haben, sich dar­auf ein­zu­las­sen. Und das führt dann in Tei­len zu Kon­flik­ten oder kann zu Kon­flik­ten füh­ren. Björn Ja, was das auch bedeu­tet, ist, dass man dann viel­leicht, wenn man dann nicht dar­auf ach­tet, kei­ne wohl­ge­son­ne­ne offe­ne Will­kom­mens­kul­tur för­dert, also dass man eigent­lich erwar­tet, wenn jemand Neu­es kommt, der hat 100 pro­zent nicht so in unse­re Förm­chen zu pas­sen, anstatt zu schau­en wer ist das über­haupt? Wie tickt der über­haupt? Und die Zeit zu geben, anzu­kom­men, sich ein­zu­ge­wöh­nen und wohl­wol­lend und das ist das ent­schei­den­de Wort zu unter­stüt­zen. Sich zurecht­zu­fin­den. Also das ist man muss sich das vor­stel­len, wenn jemand in eine neue Fir­ma kommt. Wie als wür­de man in einer Stadt abge­wor­fen wer­den, wo man noch nie war, wo viel­leicht auch eine ande­re Spra­che gespro­chen wird. Es gibt da immer Stra­ßen und Häu­ser. Also ich spre­che die Spra­che, der Altar, der Rest des Lay­outs qua­si. Aber was da wo ist und was ich mir da wo holen kann, weiß ich nicht. Und da hel­fen natür­lich dann die ande­ren, die viel­leicht da auf den Stra­ßen auch schon rum­lau­fen, wenn sie wohl­wol­lend den rich­ti­gen Weg wei­sen. Jan Und ja, und das ist, glau­be ich, wirk­lich das Stich­wort Wohl­wol­len und Offen­heit der ande­ren Per­son und den ande­ren Per­so­nen gegen­über, und zwar wech­sel­sei­tig. Und das grund­sätz­li­che Ver­trau­en dar­ein, dass eine Per­son im Grun­de genom­men etwas Posi­ti­ves bewir­ken möch­te, auch durch das ist jemand, der der hat sich aktiv dafür ent­schie­den, die­sen Schritt zu gehen. Das heißt, sie möch­te da posi­tiv wir­ken und nie­man­dem scha­den. Und und so kann eigent­lich auch wech­sel­sei­tig davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass alle eigent­lich etwas Posi­ti­ves wol­len in die­sem Zusam­men­hang. Björn Ich glau­be, das muss man von lan­ger Hand vor­be­rei­ten. Also wenn, wenn und wenn man viel­leicht jetzt eine Füh­rungs­kraft zuhört, die viel­leicht ein Team lei­tet, wo das immer wie­der schwie­rig ist, neue Per­so­nen zu inte­grie­ren. Das kann man nicht von jetzt auf gleich abstel­len. Ich glau­be, das muss man wohl als Kul­tur der des Wohl­wol­lens will­kom­men hei­ßen, über lan­ge, lan­ge Zeit kul­ti­vie­ren. Und auch das ist wie­der so ein sys­te­mi­scher Wech­sel, der über über lan­ge Zeit geht. Und das kann man nicht übers Knie bre­chen, wenn man, wenn man von jetzt auf gleich sagt So, und ab mor­gen seid ihr mal net­ter zu allen Neu­en. Das hilft nicht. Du lachst, aber alles schon erlebt, dass es das wird. Das wird nicht funk­tio­nie­ren. Ja, es ist aber halt. Des­halb lache ich. Es ist halt eben so ist es nicht sel­ten. Also ja, dann musst du dich halt mal am Rie­men rei­ßen oder wie auch immer. Das ist ja qua­si die, das ist wie­der Sym­ptom. Bear­bei­tung im Grun­de genom­men. Und die eigent­li­che Fra­ge ist ja Was führt ihn dazu, dass Per­so­nen sich so ver­hal­ten, wie sie sich ver­hal­ten? Björn Also war­um bin ich jeman­dem ande­ren gegen­über nicht ein­la­dend? Ja, viel­leicht weil ich Sor­ge habe um mei­ne eige­ne Situa­ti­on, Stel­lung und und und. Weil ich nicht genau weiß, ob ich sicher bin in dem, was ich tue und und in mei­ner Posi­ti­on, mei­ner Stel­lung, sozu­sa­gen in die­sem Sys­tem. Und da ist ja die Fra­ge, wie kann man da eigent­lich hin­kom­men? Und da muss man tat­säch­lich in einen Dia­log tre­ten. Also zum Bei­spiel natür­lich jetzt auch für Coa­ches oder Trai­ner so was natür­lich auch ein ein Bei­spiel dafür, wie man im Grun­de auch an Team Dyna­mik, an Team Kon­stel­la­tio­nen arbei­ten kann, mit­ein­an­der auch da auch ver­su­chen kann, die Wert­schät­zung für­ein­an­der zu stär­ken. Björn Also es ist ein unheim­lich span­nen­des, span­nen­des und sehr tie­fes Feld. Da könn­ten wir jetzt ja wahr­schein­lich noch zwei Stun­den am Stück wei­ter drü­ber spre­chen und uns aus­tau­schen. Aber ich glau­be, das Ent­schei­den­de ist, dass man die­se Kul­tur för­dert, Men­schen will­kom­men zu hei­ßen, die­ses Wohl­wol­len. Die Ame­ri­ka­ner nen­nen das posi­tiv Intent. Also davon aus­zu­ge­hen, dass jemand grund­sätz­lich erst mal eine gute Absicht ver­folgt, wo auf bei­den Sei­ten sowohl der, der neu kommt, als auch die, die schon da sind. Und wenn man dann auf­ein­an­der zugeht und das ent­spre­chend kul­ti­viert, dann soll­te das klap­pen. Jan Da ist schon fast ein. Ein schö­nes Schluss­wort. Und da fällt mir noch zu ein ein ein schö­nes Zitat, was auch zu einem Job­wech­sel passt. Der oder die ein oder ande­re hat es auch schon gehört. Auf jeden Fall von Her­mann Hes­se. Und jedem Anfang wohnt ein Zau­ber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben. Und die­sen Zau­ber eines Anfangs, den soll­te man auch da immer sehen. Und jeder, jeder Anfang ist auch eine neue Mög­lich­keit der Zusam­men­ar­beit, der gemein­sa­men Ent­wick­lung hin zu den gemein­sa­men Zie­len. Und mit die­ser Idee wol­len wir euch dann auch schon hier von der heu­ti­gen Fol­ge ver­ab­schie­den. Wenn ihr einen Job­wech­sel vor­habt, hin­ter euch habt, aber euch Fra­gen stellt, euch ein­fach dar­über spre­chen möch­te, dann freu­en wir uns über eure Kon­takt­auf­nah­me. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr in der Beschrei­bung und ansons­ten freu­en wir uns, euch bei der nächs­ten Fol­ge wie­der zu hören und ver­ab­schie­den uns heu­te. Ich mit mei­nem typi­schen Auf Wie­der­hö­ren und ich mit mei­nem typi­schen Schau wie gut. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Work-Life-Balance - geht das?](https://bobach-coaching.de/podcast-work-life-balance/) **Published:** Februar 25, 2022 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Geht das überhaupt? Kann man berufliches und privates Leben wirklich trennen? Work-Life-Balance fordert jeder, aber was bedeutet das überhaupt? **Content:** Geht das über­haupt? Kann man beruf­li­ches und pri­va­tes Leben wirk­lich tren­nen? Work-Life-Balan­ce for­dert jeder, aber was bedeu­tet das über­haupt? [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de "Jan Gustav Franke") und ich gehen in die­ser neu­en Pod­cast-Fol­ge die­sen Fra­gen nach. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach Ich begrü­ße ganz herz­lich Björn Hal­lo! Björn Hal­lo! Hi hi. Jan Ja, wir haben heu­te ein The­ma, das oft­mals in aller Mun­de ist, näm­lich das The­ma Work life Balan­ce. Work-Life-Balan­ce ist ja etwas, was man nahe­zu jeden betrifft und nahe­zu jeder arbei­tet. Nahe­zu jeder hat das schon ein­mal gehört und wir wol­len uns heu­te mal damit aus­ein­an­der­set­zen. Was bedeu­tet das über­haupt? Ja, was macht der Begriff mit uns? Und wie kann man dann mit der Work-Life-Balan­ce so umge­hen? Und ist Work-Life-Balan­ce eigent­lich der rich­ti­ge Begriff? Björn zum The­ma Work-Life-Balan­ce Also mir stel­len sich eigent­lich die Haa­re auf, wenn ich die­sen Begriff höre Work-Life-Balan­ce ich habe das oft erlebt, dass das was ist, was so in den Raum gewor­fen wird. Ihr müsst eure die Work-Life-Balan­ce hier im Betrieb ver­bes­sern oder als als Vor­ge­setz­ter. Als Vor­ge­setz­ter wird dir gesagt, du musst auf die Work-Life-Balan­ce dei­ner Mit­ar­bei­ter ach­ten. Ich. Ich tue mich sehr schwer damit. Ich fin­de es sehr, sehr schwie­rig, wirk­lich Work, also Arbeits und Pri­vat­le­ben, strikt von­ein­an­der zu tren­nen. Nicht, weil ich der Mei­nung bin, [man muss sein Pri­vat­le­ben mit zur Arbeit neh­men und](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/) anders­her­um. Jan Aber ich glau­be, so eine strik­te Tren­nung ist ein­fach nicht sinn­voll und eigent­lich gar nicht mög­lich. Weil wir sind ganz­heit­li­che Wesen. Und auch wenn ich bei der Arbeit sit­ze, bin ich ja immer noch die Per­son, die ich auch im Pri­vat­le­ben bin. Soll­te ich zumin­dest sein. Mei­ner Mei­nung nach. Und des­we­gen tue ich mich mit dem Begriff sehr schwer. Jan Hmmm ja, also ich glau­be der ursprüng­li­che Gedan­ke dabei ist ja eigent­lich zu sagen, dass man auf­pas­sen soll, dass man eine Balan­ce hat zwi­schen sei­nem Leben und sei­ner Arbeit. Das sind ja sozu­sa­gen die­se bei­den tren­nen­den Momen­te da in die­sem Begriff. Aber tat­säch­lich ist die Fra­ge Kann man das eigent­lich über­haupt von ande­ren tren­nen? Also tat­säch­lich bin ich auch der Mei­nung, die Arbeit ist halt eben ein Teil des Lebens, aber gehört halt genau­so zum Leben dazu, wie halt ganz, ganz vie­le ande­re Tei­le. Und inso­fern ist halt wirk­lich die Fra­ge Kann man so strikt dazwi­schen unter­schei­den und soll­te man das über­haupt tun? Oder beschwört man damit über­haupt erst Pro­ble­me oder The­men her­auf? Björn Ja, ich glau­be, das kommt aus einer Zeit, wo die wo wo man ver­sucht hat, dem Über­stun­den Wahn­sinn Herr zu wer­den. Also dass Men­schen teil­wei­se weit­aus mehr als die übli­chen 40 Stun­den, teil­wei­se 60, 70, 80 Stun­den ja in man­chen Bran­chen im Büro ver­bracht haben und man dann gedacht hat, dem müs­sen wir was Gutes tun. Und Work-Life-Balan­ce bedeu­tet dann im Prin­zip ein­fach weni­ger Work. Also weni­ger Stun­den im Büro, weni­ger arbei­ten und dafür mehr Zeit im Pri­va­ten. Ist ja auch wenn man es jetzt ganz, ganz mathe­ma­tisch sieht, sehr wahr­schein­lich auch eine gute Idee. Aber ich glau­be nicht, dass das der Schlüs­sel zum wirk­li­chen Glück ist, son­dern zur wirk­li­chen Zufrie­den­heit ist. Jan Hmm, ja, also ich mei­ne, grund­sätz­lich ist es ja so Das Leben besteht aus unter­schied­lichs­ten Facet­ten und das ist zum Bei­spiel eben die Arbeit. Das ist aber eben auch die Fami­lie, die Part­ner­schaft, Hob­bys. Per­sön­li­che Zeit, ein­fach nichts tun, ein­fach nichts tun oder auch Schlaf auch nicht zu ver­ges­sen, macht auch ein Drit­tel unse­res Tages idea­ler­wei­se aus. Und inso­fern gehört es qua­si ein­fach mit dazu oder muss sich irgend­wo mit inte­grie­ren. Und die Fra­ge ist oder der Punkt ist glau­be ich, das eine ganz­heit­li­che Betrach­tung der gan­zen Sache unter Umstän­den sogar gesund gesün­der sein könn­te. Das heißt nicht, dass man in dem Zusam­men­hang jetzt gar nicht mehr dar­auf ach­ten soll und rund um die Uhr arbei­ten soll oder rund um die Uhr nicht arbei­ten soll, son­dern das heißt eigent­lich nur, dass man es ein­fach als Gesamt­kon­strukt betrach­ten soll. Also die Arbeit muss ein Stück weit in das Leben ein­fin­den und anders­her­um halt eben auch. Alles ist ein Geben und Neh­men in dem Zusam­men­hang und es muss sich gemein­sam irgend­wo auch gut anfüh­len. Björn Man könn­te ja ein­fach mal das Gedan­ken­ex­pe­ri­ment machen, dass man jeman­den, der viel­leicht gewohnt ist, 60 Stun­den die Woche zu arbei­ten, dras­tisch von jetzt auf gleich sagt So 35 Stun­den darfst du jetzt nur noch im Büro sein und arbei­ten und dar­über hin­aus nichts mehr. Das heißt, er hat mal eben 25 Stun­den für sein Pri­vat­le­ben gewon­nen. Ich hal­te es für eher unwahr­schein­lich, dass die­ser Mensch mit die­sen 25 Stun­den sofort weiß, was er damit anfan­gen soll. Jan Schwer zu sagen, weiß ich nicht. Kann sein, dass das so kom­men kann auch sein, dass er vie­le Hob­bys hat, die er schon immer mal machen woll­te. Aber die Fra­ge ist ja immer aus mei­ner Sicht Was ist der Grund dafür, dass er eben auch in einem sol­chen Umfang bei­spiels­wei­se gear­bei­tet wird? Sind das die Erfor­der­nis­se aus dem Beruf? Das es gar nicht anders geht, in Anfüh­rungs­stri­chen? Oder dass man das Gefühl hat, es geht gar nicht anders, man müss­te es anders orga­ni­sie­ren oder sug­ge­riert, dass es nicht anders geht? Jan Oder ist es ein­fach so, dass man so viel Freu­de dar­an hat, dass man das tut? Und dass man so viel arbei­tet? Oder was sind die tat­säch­li­chen Grün­de? Das kann auch mate­ri­el­le Grün­de geben. Wenn ich irgend­wo selbst­stän­dig bin und bei­spiels­wei­se ein­fach viel­leicht ein­fach die Zeit in Anfüh­rungs­stri­chen brau­che, um ent­spre­chend so viel Geld zu ver­die­nen, dass ich, dass ich mei­nen Lebens­stan­dard damit finan­zie­ren kann oder eben das errei­chen kann, was ich möch­te. Aber am Ende ist es halt immer eine Fra­ge des Gesamt­kon­strukt, weil um das noch wei­ter zu den­ken. Ich glau­be, wenn man, wenn man gewohnt ist, 60 Stun­den zu arbei­ten oder so sug­ge­riert zu krie­gen, dass das sein muss. Und wenn man dann von jetzt auf gleich sagt Nee, aber jetzt nur noch 35 oder 40 Stun­den und dann ab nach Hau­se. Ich kann mir gut vor­stel­len, dass die meis­ten Men­schen in so einer Situa­ti­on dann zu Hau­se sit­zen wür­den und sich im Kopf wahn­sin­ni­ge Din­ge abspie­len, was jetzt alles in der Arbeit pas­siert, was wegen bleibt, was auf sie zukommt, wenn sie wie­der mor­gen ins Büro fah­ren oder den Com­pu­ter wie­der ein­schal­ten. Jan Das gilt ja fürs Home­of­fice ganz genau­so. Und das ist eigent­lich der ent­schei­den­de Ansatz­punkt. Work-Life-Balan­ce ist halt nicht die rei­ne Net­to Rech­nung. Wie viel Stun­den bin ich im Büro und wie viel bin ich es nicht? Oder wie vie­le Stun­den arbei­te ich und wie viel arbei­te ich nicht? Son­dern es hat auch damit zu tun, ob ich einem Mit­ar­bei­ter, wenn ich jetzt der Vor­ge­setz­te bin, einem Mit­ar­bei­ter halt auch sug­ge­rie­re, dass das Pri­vat­le­ben wich­tig ist und dass es auch wich­tig ist, im Pri­vat­le­ben eben nicht für die Arbeit erreich­bar zu sein. Und dass man sich auch kei­ne Sor­gen machen muss, wenn man nicht arbei­tet, dass man die Arbeit eben nicht mit. Also die die belas­ten­den Tei­le der Arbeit eben nicht mit nach Hau­se nimmt. Und das ist, glau­be ich, wenn man in so einem High Power Umfeld ist, wo halt auch teil­wei­se die Erwar­tungs­hal­tung ist, dass sol­che Arbeits­zei­ten geleis­tet wer­den. Sehr schwie­rig, wenn man jetzt nur von der Net­to Arbeits­zeit aus­geht und sagt das stellt man jetzt um und jetzt seid ihr alle bit­te glück­lich, das wird und ich glau­be, das wird nicht funk­tio­nie­ren. Jan Ja, ich will es sogar noch anders sehen. Ich mei­ne, das eine ist, was ein Unter­neh­men vor­gibt oder vor­lebt, aber das ande­re ist ja im Prin­zip auch, was ich selbst machen. Also am Ende des Tages bin ich ja immer noch ein Mensch, der frei sei­ne Ent­schei­dun­gen trifft. In der Regel und inso­fern ist das eigent­lich aus mei­ner Sicht der Ansatz­punkt. Ich muss mir ja unab­hän­gig davon, was irgend­wo anders für Vor­ga­ben sind, selbst die Fra­ge stel­len Was möch­te ich und was ist mir wich­tig und was möch­te ich auch mit umset­zen? Und der ande­re Punkt, den du gera­de genannt hast, den fin­de ich ganz wich­tig, dass es eigent­lich aus mei­ner Sicht auch nicht um ein rei­nes Zeit­kon­to geht. Dabei dann letz­ten Endes habe ich unter­schied­li­che Lebens Aspek­te und die­se Lebens Aspek­te, die müs­sen erfül­lend sein. Idea­ler­wei­se oder zumin­dest soll­ten sie mich zufrie­den­stel­len oder dem ent­spre­chen, was ich mir eigent­lich auch davon wün­sche. Und ich glau­be, das kann man nicht quan­ti­ta­tiv ein­fach fest­ma­chen, son­dern das hat eben auch ganz damit zu tun, wie die jewei­li­ge Qua­li­tät ist. Jan Also bei­spiels­wei­se kann ein ein­zel­nes Gespräch mit einem guten Freund oder auch mit einem Kol­le­gen oder wie auch immer auf ver­trau­ens­vol­ler Basis und wenn es nur eine Vier­tel­stun­de ist, einem sehr, sehr viel geben und schen­ken und auch zum Wohl­be­fin­den bei­tra­gen. Und das heißt jetzt nicht, dass man sozu­sa­gen sämt­li­che Lebens Aspek­te jetzt gleich­för­mig in der Zeit da für sich dar­stel­len muss, son­dern es gibt ein­fach die Mög­lich­keit da eben auch zu gucken was tut einem gut und wie viel von wel­chem lebens aspekt tut einem auch gut. Björn Und ich glau­be die da, in der der Gedan­ke dahin­ter ist, wie ja eben schon mal gesagt ist. Man könn­te das strikt tren­nen und das bezwei­fel ich halt. Des­we­gen tue ich mich halt auch mit dem Begriff so schwer, weil so genau­so wie, dass ich, wenn ich einen stres­si­gen Tag auf der Arbeit habe oder im Büro habe oder im Home­of­fice habe. In dem Moment, wo ich den Com­pu­ter zuklap­pen und mich mei­nem mei­nem Part­ner oder mei­nem Pri­vat­le­ben zuwen­de, das ja nicht von jetzt auf gleich anknip­sen kann, auch nicht soll­te. Sehr wahr­schein­lich. Also man­che Din­ge wol­len ein­fach nach und haben dann natür­lich auch einen Ein­fluss auf mein Pri­vat­le­ben. Und anders­her­um ist es ja genau­so und soll­te ja auch mög­lich sein. Also wenn zum Bei­spiel jemand frisch Vater gewor­den ist oder Mut­ter, dann sowie­so. Aber wenn jemand gra­vie­ren­de per­sön­li­che Umstän­de hat, die sich geän­dert haben und wie­der zur Arbeit geht, wird das ja nicht der glei­che Mensch sein wie der, der am Tag vor­her da war. Da schwin­gen ja ganz ande­re Din­ge mit. Und des­we­gen ist es glau­be ich, ein Irr­glau­be zu den­ken, man kann das strikt tren­nen. Jan Hmmm, ja, wobei da natür­lich auch schon ein Punkt mit dabei ist. Es gibt natür­lich auch Berei­che inner­halb des. Berufs und auch inner­halb des Pri­va­ten, wo man even­tu­ell trotz­dem schau­en soll­te, dass das, was da über­lappt oder mit­schwingt, eben nicht so hoch ist. Also jetzt mal ganz dras­ti­sches Bei­spiel Herz­chir­urg Wenn er ope­riert, dann ist er hof­fent­lich in dem Moment nicht son­der­lich beein­flusst davon, ob es gera­de zu Hau­se Stress gibt oder nicht. Und idea­ler­wei­se ist das auch so. Auch wenn das wahr­schein­lich auch schwie­rig ist, dass viel­leicht ein gefor­der­ter Unter­neh­mer oder eine Füh­rungs­kraft, auch wenn sie eine stres­si­ge Zeit in der Fir­ma hat, zu Hau­se trotz­dem in der Lage ist, abzu­schal­ten und lie­be­voll mit der Fami­lie umzu­ge­hen, auch wenn es gera­de unter Umstän­den im beruf­li­chen Umfeld anders ist. Und ich den­ke, ein ganz wich­ti­ger Punkt dabei ist auch trotz­dem in den Berei­chen, in denen man unter­wegs ist, mit dem jewei­li­gen Fokus unter­wegs zu sein und da zu sein, also prä­sent zu sein in dem, was man tut. Ich glau­be, das ken­nen wahr­schein­lich vie­le Per­so­nen und ich selbst will mich da auch gar nicht aus­schlie­ßen. Jan Das pas­siert mir auch durch­aus, dass man eben auch noch mal das­sel­be, noch mal Din­ge nach­hän­gen und dass man viel­leicht gera­de in dem Moment gar nicht so rich­tig prä­sent ist. Und ich glau­be, wich­tig ist, dass man sich da ja auch selbst ver­sucht, mega zu set­zen. Und die­se klei­ne Erin­ne­run­gen, dass man dar­auf ach­tet, dann sozu­sa­gen wie­der in den Moment zu kom­men und tat­säch­lich mit dem Gegen­über prä­sent zu sein und sich dar­auf zu kon­zen­trie­ren, wenn man auch nur so tat­säch­lich wirk­lich den ein­zel­nen Lebens­be­rei­chen dann gerecht wer­den kann. Also es bringt einem nicht viel, wenn man qua­si auf der Arbeit den pri­va­ten Din­gen nach­hängt. Oder wenn man zu Hau­se dann wie­der­um die Arbeits­zei­ten die gan­ze Zeit eigent­lich nur im Kopf hat. Es fällt schwer zu tren­nen, aber auch da kann man natür­lich trai­nie­ren, in den Fokus zu kom­men, auch mit Acht­sam­keits­übun­gen, mit ent­spre­chen­den Ritua­len, viel­leicht auch, um zwi­schen dem einen oder dem ande­ren dann viel­leicht mal zu unter­schei­den. Und das heißt nicht, dass man alles jetzt strikt von­ein­an­der tren­nen muss. Aber schon. Ich hal­te es für sinn­voll, halt irgend­wo fokus­siert im Moment zu sein und zu ver­su­chen, das irgend­wo zu errei­chen. Björn Die Men­schen, mit denen ich spre­che, die mir eigent­lich immer wie­der was ihnen beson­ders gut tut, sind Puf­fer Zei­ten zwi­schen den bei­den Berei­chen. Also das ist ja oft auch durch den Arbeits­weg schon oder die Fahrt ins Büro gege­ben. Aber die­se Zei­ten halt sehr bewusst zu nut­zen. Wir Coa­ches geben ja sehr sel­ten Tipps, sind ja sel­ten so, dass wir sagen Machen Sie mal so oder Sie soll­ten so. Aber das ist tat­säch­lich eine Erfah­rung, die ich auch selbst mal gemacht habe, dass wenn man den die Zeit zwi­schen dem einen Bereich und dem ande­ren Bereich, also zwi­schen Büro und Zuhau­se oder auch zwi­schen Arbeits­zeit und an der pri­va­ten Fami­li­en­zeit viel­leicht, wenn man es von zu Hau­se aus arbei­tet. Wenn man da einen bewuss­ten Block zwi­schen setzt, indem man auch ganz bewusst allei­ne ist und die­se Tren­nung für sich schafft, wie du gera­de gesagt, dass auch viel­leicht durch ein Ritu­al gelingt das in der Regel sehr, sehr gut. Und dann ist man auch wirk­lich sehr fokus­siert in dem Moment und in dem Bereich, in dem man sich gera­de befin­det. Jan Na ja, das ist ja eigent­lich ganz inter­es­sant. Auch inner­halb der Coro­na Pan­de­mie arbei­ten ja vie­le Per­so­nen auch im Home­of­fice und gera­de da fal­len ja die­se Din­ge. Also das, was teil­wei­se ja auch als stres­sig emp­fun­den wird, näm­lich das Pen­deln zur Arbeit oder der Weg zur Arbeit und zurück führt jetzt teil­wei­se auch beschrie­ben, trotz­dem eigent­lich als Mög­lich­keit abzu­schal­ten oder zwi­schen dem einen und dem ande­ren zu tren­nen und her­un­ter­zu­fah­ren. Und das ent­fällt natür­lich teil­wei­se im Home Office, wenn man ent­we­der in einem ande­ren Raum ist und nur ein­mal kurz rüber geht oder viel­leicht sogar im glei­chen Raum sitzt wie die Fami­lie. Und da ist natür­lich auch die Fra­ge Wie kann man das da schaf­fen? Auch da gibt es die Mög­lich­keit, tat­säch­lich zu sagen Nach der Arbeit geht noch ein­mal um den Block oder ein­mal kurz in den Park. Wenn einer in der Nähe ist, ver­trägt sich kurz die Bei­ne, atmet tief durch. Da gibt es auch Atem­übun­gen, die man da machen kann. Oder Kon­zen­tra­ti­on, Übung, Fokus, Übun­gen, Acht­sam­keits­übun­gen, um sich da ein­fach auch drauf ein­zu­stel­len. Und dann ja auch zwi­schen den ein­zel­nen Berei­chen ein Stück weit. Jan Galant wech­seln zu kön­nen. Björn Was wür­dest du denn sagen, sind Signa­le dafür, dass es eine gestör­te Work-Life-Balan­ce gibt? Jan Ich glau­be, wir haben einen ganz guten Indi­ka­tor in uns und das ist unser Bauch­ge­fühl. Und wenn sich, wenn sich das Bauch­ge­fühl ver­än­dert und man fest­stellt, dass man eigent­lich zufrie­den ist mit der Situa­ti­on, dann ist das ein ganz guter, ganz guter Indi­ka­tor. Björn Aber was unzu­frie­den mit was? Also das kann ja ver­schie­de­ne Grün­de haben, habe ich im Coa­ching auch schon erlebt, dass sie jemand unglück­lich mit sei­ner Arbeit zu sein scheint und sich dann aber her­aus­stellt, dass er das eigent­lich ganz ger­ne tut, was er da macht, aber halt der ande­re Teil nicht. Dazu passt gera­de das so eine klas­si­sche Situa­ti­on. Ich glau­be, das habe ich schon mal gesagt, dass ein jun­ger Vater eigent­lich einen Job gemacht hat, der ihm sehr gut gefällt, aber mit sehr viel Stress und kommt nach Hau­se. Kei­ne Zeit hat sofort das Kind auf dem Arm und muss da sofort hun­dert­pro­zen­tig funk­tio­nie­ren. Das hat sei­ne Frau dann so erwar­tet und da stell­te sich dann her­aus, dass es gar nicht der Job war, über den er unglück­lich war, son­dern genau dar­über, dass ihm eben die­se die­ser Über­gang nicht nicht gelang. Und er hat es aber erst auf den Job gescho­ben, weil er ist ja sehr gern Vater. Also das ist sehr, sehr viel­schich­tig, da ist man schon genau hin­gu­cken. Ich fin­de Bauch­ge­fühl auch gut, aber viel­leicht sagt das Bauch­ge­fühl einem erst mal Okay, irgend­was stimmt nicht. Björn Aber in wel­chem Bereich es da nicht stimmt und war­um das so ist und wie man es mit­ein­an­der ver­knüp­fen kann, braucht dann ein biss­chen mehr Refle­xi­on. Jan Ja klar, natür­lich. Aber erst mal genau ist die Fra­ge Wor­an merkt man es? Und dann ist der nächs­te Schritt zu sagen Wie genau kann man es iden­ti­fi­zie­ren zu. Und dann, da bin ich bei dir. Abso­lut. Und ja, das. Bedingt aber natür­lich auch, dass man sich dafür mal in den Raum nimmt und auch in sich hin­ein horcht und und der Sache tat­säch­lich mal nach­geht und auch wirk­lich für sich mal zu Recht arbei­tet oder auch gemein­sam mit dem ande­ren, was da die wesent­li­chen Aspek­te sind. Also zum Bei­spiel, wenn man sich dann tat­säch­lich mal wie auf einem Rad die ein­zel­nen Lebens Aspek­te dann auch auf­zeich­net und tat­säch­lich mal sagt wie emp­fin­de ich das denn da gera­de? Was sind denn da die Punk­te? Da kann man auch schon mal struk­tu­rier­ter vor­ge­hen, als man das viel­leicht für gewöhn­lich ein­fach nur so in den eige­nen Gedan­ken tut. Björn Da kann ja auch ein Coach gut hel­fen. Abso­lut ja. Jan Also grund­sätz­lich, wie gesagt, ich. Sie haben ja schon über den Begriff gespro­chen und tue mich tat­säch­lich leich­ter mit dem Begriff Life Balan­ce im All­ge­mei­nen und sozu­sa­gen mit dem mit dem Bild, da die unter­schied­li­chen Din­ge in Balan­ce zu brin­gen und nicht das eine getrennt vom ande­ren zu betrach­ten. Denn ich fin­de, wir leben pri­vat wie auch in der Arbeit und bei­des soll­te mit uns ver­ein­bar sein und auch gut sein an der Stel­le. Und ich glau­be, das ist auch etwas, was man was man errei­chen kann und was auch viel mit der per­sön­li­chen Ein­stel­lung da in die­sem Zusam­men­hang zu tun hat. Björn Ja, wir leben ja auch in einem Kul­tur­kreis, wo die Arbeit zum Leben dazu­ge­hört, wir kön­nen ja gar nicht anders in unse­rer Gesell­schaft, als zur Arbeit zu gehen. Also ist es ein ist es ein Teil unse­res Lebens. Und ihn dann künst­lich abzu­kop­peln von unse­rem Glück ist da nicht sehr ziel­füh­rend. Dazu haben wir ja auch schon mal eine Fol­ge gemacht, dass das Arbeit nicht glück­lich machen muss. Aber Arbeit gehört ein­fach zum Leben dazu. Sie muss halt gut inte­griert wer­den. Jetzt stellt sich ja die Fra­ge. Das hat­ten wir ja auch im Vor­ge­spräch schon kurz anklin­gen las­sen, ob. Das bedeu­tet, wenn man von Balan­ce spricht, von einer Balan­ce, dass das von den Antei­len her gleich­wer­tig sein muss. Das Pri­va­te und das Beruf­li­che. Jan Ja, ich glau­be nicht, dass das so sein muss. Ich glau­be, es ist höchst indi­vi­du­ell tat­säch­lich und hat ganz viel damit zu tun, was man auch per­sön­lich für Wün­sche hat vom Leben und auch was man sich so, was man sich so vor­stellt, ob viel­leicht, was man für eine Tätig­keit hat. Es gibt Men­schen, die sind ja lei­den­schaft­lich in dem, was sie beruf­lich tun und und wür­den da ger­ne so viel Zeit wie mög­lich mit ver­brin­gen oder tun es auch. Es gibt Men­schen, die gehen ihrem Beruf nach oder ihrer Tätig­keit nach, um Geld zu ver­die­nen und möch­ten aber eigent­lich ihre Zeit anders ver­brin­gen, viel­leicht mit Hob­bys oder wie auch immer oder ande­ren Lei­den­schaf­ten. Und inso­fern ist das glau­be ich ganz indi­vi­du­ell. Man kann es gar nicht so so all­ge­mein fest sagen. Björn Das ist wirk­lich super indi­vi­du­ell. Ich muss da gera­de an einen an die­sem die­sen Unter­schied den­ken, den ich mal fest­ge­stellt habe. Wenn man sich mit Paa­ren unter­hält, dann erzäh­len. So erzählt dann das eine Paar, dass sie eigent­lich nur eine Stun­de Zeit abends gemein­sam haben, weil sie unter­schied­lich auf­ste­hen müs­sen, unter­schied­li­che Jobs, dann bei­de eine gro­ße Rei­se zu ihren Jobs antre­ten müs­sen, dann haben sie Kin­der, kom­men unter­schied­lich nach Hau­se und wenn dann die Kin­der irgend­wann im Bett sind, dann haben sie mal eine Stun­de Zeit für­ein­an­der und sie sind total zufrie­den. Und dann sitzt ein ande­res Paar mit dabei, hört das und schlägt die Hän­de überm Kopf zusam­men und sagen mit einer Stim­me Das wür­den wir nicht aus­hal­ten. Und da sieht man eigent­lich ein schö­nes Bei­spiel, wie unter­schied­lich das in der Emp­fin­dung ist und hat ja auch viel mit den eige­nen Wer­ten zu tun und dem Fokus, den man jeweils hat. Was macht mich glück­lich? Und des­we­gen auch das ist tat­säch­lich so indi­vi­du­ell. Ich ken­ne unglaub­lich glück­li­che Men­schen, die wirk­lich so 60 70 Stun­den­wo­che haben, trotz­dem ganz aus­ge­gli­chen auch in ihrer Frei­zeit sind und die auch nicht als uner­füllt sehen die Frei­zeit. Björn Und ich ken­ne auch genau das ande­re. Ich ken­ne Men­schen, die den Luxus haben und sehr wenig arbei­ten müs­sen und sehr viel Frei­zeit haben. Die sind genau­so zu füh­len. Also da gibt es wirk­lich kei­ne gol­de­ne Mit­te und kei­nen gol­de­nen Schnitt oder gol­de­ne Regel oder irgend­et­was. Jan Na ja, am Ende des Tages muss jeder sei­ne eige­ne Balan­ce im Leben fin­den. Björn Ja, dazu muss man sich halt ein biss­chen manch­mal fra­gen Was möch­te ich über­haupt und was fühlt sich für mich gut an? Rich­tig? Ja, ich fand, das war ein schö­ner Abschluss. Sehe ich auch. Oder hast oder hast du noch Gedan­ken? Nein. Und da war dann hof­fen wir mal, dass ihr ganz aus­ba­lan­ciert aus die­ser Fol­ge von kurz und kurz raus­geht. Wir freu­en uns, dass sie wie­der dabei wart, wenn ihr Anre­gun­gen für The­men habt oder Wün­sche. Freu­en wir uns über eure Kon­takt­auf­nah­me, die wir immer in der Pod­cast Beschrei­bung steht und ihr erreicht uns auch über unse­re da ver­link­ten Home­pages und E‑Mail-Adres­sen. Ich sag bis zum nächs­ten Mal Ich freue mich, wenn ihr wie­der­kommt und der Jan sagt Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Ciao. Jan Bis bald. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Was Achtsamkeit ist und was sie bringt](https://bobach-coaching.de/podcast-achtsamkeit/) **Published:** März 4, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Fast in jeder Fol­ge haben wir bis­lang den Begriff [Acht­sam­keit](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/ "Achtsamkeit: Definition und wie man sie trainieren kann") erwähnt – da wird es Zeit, sich nun end­lich auch damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich spre­chen über die Wir­kung (auch auf uns per­sön­lich) und wie man Acht­sam­keit nach­hal­tig erler­nen und trai­nie­ren kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo! Jan Hal­lo Björn, wir spre­chen heu­te über einen Begriff oder eine The­ma­tik, die wir in fast jeder Fol­ge schon erwähnt haben. Also der Begriff fällt fast stän­dig, wenn wir bei­de uns unter­hal­ten und es ist die Acht­sam­keit und wir haben uns dann gedacht, dann wol­len wir in einer spe­zi­el­len Fol­ge uns mal nur die­sem The­ma wid­men. Das ist ja auch ein Begriff, der einem an jeder Ecke ent­ge­gen­schlägt. Acht­sam­keit ist vor. Ich weiß gar nicht, wie lang es jetzt her ist, aber vor eini­gen Jah­ren auf ein­mal sehr popu­lär gewor­den. Und alle fing an, Acht­sam­keit zu trai­nie­ren. Janu­ar Kannst du dich erin­nern, wann Luna das ers­te Mal dich aktiv mit beschäf­tigt hast? Jan Ich glau­be, das ers­te Mal aktiv habe ich mich damit beschäf­tigt, als ich im Stu­di­um ein Buch gele­sen habe, was da hieß Medi­ta­ti­on für Dum­mies. Und genau da bin ich das ers­te Mal zum The­ma Acht­sam­keit Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on gekom­men oder habe mich damit aus­ein­an­der­ge­setzt und habe erst mal was Medi­ta­ti­on angeht, über­haupt gar nicht ver­stan­den, war­um man per­ma­nent auf sei­nen Atem ach­ten soll, auf sei­ne Atmung. Das hat sich mir zunächst nicht erschlos­sen. Irgend­wann kam das dann. Aber das war viel­leicht mein ers­ter Berüh­rungs­punkt mit dem The­ma Acht­sam­keit. Also bewusst, sagen wir mal so auch mit dem Begriff ver­bun­den. Jan Ja, genau. Kon­kret ja. Björn Ja. Und bei dir wur­de also ich glau­be das ers­te Mal damit kon­fron­tiert. War ich tat­säch­lich auch im Stu­di­um und das ist bei mir ja ein paar Jähr­chen län­ger her als bei dir. Da hat ein Schau­spiel­leh­rer sich noch dar­stel­len­de Kunst stu­diert. Habe mal zu uns gesagt, wir sol­len uns mal einen Tag lang beob­ach­ten. So hat er damals gesagt, da gab es die­sen Begriff glau­be ich auch noch gar nicht. Was unse­re Atmung angeht, da ging es auch um die Atmung. Da habe ich einen ganz span­nen­den, ganz span­nen­des Erleb­nis gehabt, weil ich dann gemerkt habe, dass wenn ich im Super­markt an der Kas­se ste­he und auf mein Wech­sel­geld war­te, dass ich dann die Luft anhal­te. Jan Das erzähl­te er ja. Und rück­bli­ckend wür­de ich sagen Das war, glau­be ich, das ers­te Mal, dass ich tat­säch­lich mit Acht­sam­keit kon­fron­tiert wur­de, ohne dass es so genannt wur­de. Das als den Begriff, glau­be ich damals ein­fach so popu­lär noch gar nicht gab. Und dann ist er mir das ers­te Mal so rich­tig begeg­net. Tat­säch­lich auch wäh­rend einer Kri­se. Die hat­te ich ja auch schon mal erwähnt, dass ich vor eini­gen Jah­ren wirk­lich durch so ein rich­ti­ges Loch gegan­gen bin. Und da war ich dann qua­si gezwun­gen, mich mit Acht­sam­keit aus­ein­an­der zu set­zen. Und seit­dem tue ich das aber auch sehr inten­siv. Jan Sehr inten­siv. Wie wür­dest du das beschrei­ben? Björn Sehr inten­siv bedeu­tet, dass ich eigent­lich jeden Tag mache. Das ist schon eigent­lich ein Auto­ma­tis­mus bei mir gewor­den, immer wie­der inne­zu­hal­ten bei beson­de­ren Ereig­nis­sen, die auch wirk­lich zu spü­ren durch­zu­las­sen. Es klingt so eso­te­risch, aber das ist tat­säch­lich so, dass ich fest­ge­stellt habe, damals, als es mir nicht gut ging, dass auch die Din­ge, die mir eigent­lich Freu­de mach­ten, nor­ma­ler­wei­se nicht mehr so rich­tig durch­kam. Und das hat­te ein­fach damit zu tun, dass ich, glau­be ich, eine Wei­le rela­tiv unacht­sam durchs Leben gegan­gen bin. Hm, ja, und das ist bei mir eine gute Gewohn­heit gewor­den. Jan Schön. Björn Viel­leicht soll­ten wir als ers­tes mal erklä­ren, was der Begriff über­haupt bedeu­tet. Jan Ja, Acht­sam­keit ist, wie du schon sag­test, ein Mode­be­griff. Einer­seits, aber ande­rer­seits hat sie eigent­lich eine sehr, sehr lan­ge Tra­di­ti­on, je nach­dem, wo man unter­wegs ist, und es fin­det sich wahr­schein­lich sogar irgend­wie in jeder Zivi­li­sa­ti­on in einer gewis­sen Art und Wei­se wie­der. Ich glau­be, rich­tig popu­lär gewor­den ist es tat­säch­lich jetzt im 20. Jahr­hun­dert, im Wes­ten in Anfüh­rungs­stri­chen aus dem Trans­fer, aus dem Bud­dhis­mus als qua­si, da die­se Leh­ren etwas popu­lä­rer wur­den, auch im Wes­ten, wo ja die Acht­sam­keit eine rela­tiv lan­ge Tra­di­ti­on. Hat, bevor man rein­geht, dann macht es Sinn, noch mal dar­über zu spre­chen Was ist denn Acht­sam­keit eigent­lich? Acht­sam­keit ist ja grund­sätz­lich erst mal eine Form von Geis­tes­ge­gen­wart. Tat­säch­lich den Moment wahr­neh­men und tat­säch­lich alles wahr­neh­men, was da ist. Also das sind alle Din­ge im Außen. Das ist, was wir sehen, was wir rie­chen, was wir hören, was wir füh­len, was wir schme­cken. Man kann auch sehr acht­sam essen, was wir füh­len, sowohl kör­per­lich, aber auch was wir an Gefüh­len füh­len, aber auch, was wir den­ken. Jan Das heißt also auch, unse­re Gedan­ken wahr­zu­neh­men und in einem wei­te­ren Schritt viel­leicht noch, um das noch zu sagen, in einem wei­te­ren Schritt auch ein Stück weit die. Wahr­neh­mung des­sen, was da ist, also auch inklu­si­ve Gedan­ken, ohne das Jetzt im ers­ten Schritt zu bewer­ten und auch in den nächs­ten Schritt, ohne sich damit per­sön­lich zu iden­ti­fi­zie­ren. Das heißt. Ich bin nicht das, was ich wahr­neh­me. Ich bin aber auch nicht das, was ich den­ke. Und das ist etwas, das klingt erst mal ein Stück weit tri­vi­al. Ist aber glau­be ich für vie­le Men­schen. Doch eine Her­aus­for­de­rung, das so distan­ziert wahr­zu­neh­men. Tat­säch­lich und vor allem durch­gän­gig. Und das ist, glau­be ich, auch die hohe Kunst bei die­sem gan­zen The­ma. Also tat­säch­lich etwas zu kul­ti­vie­ren, das man rela­tiv leicht in die­sen Zustand acht­sa­men Zustand kommt. Björn Hmmm, also da kön­nen wir ja als ers­tes fest­hal­ten, dass Acht­sam­keit eben nicht bedeu­tet, dass man jeden Tag eine Stun­de auf sei­ner Mat­te zu Hau­se sitzt und in eine tie­fe Medi­ta­ti­on ver­fällt. Das ist Acht­sam­keit nicht, das ist viel­leicht ein Teil davon. Das kann auch Acht­sam­keit sein, aber es ist erst­mal per se nicht not­wen­dig. Man kann Acht­sam­keit üben und leben, ohne zu medi­tie­ren. Wür­de ich jetzt so fest­hal­ten. Jan Gute Fra­ge. Und die Fra­ge fällt auf, wie man Medi­ta­ti­on defi­niert oder ist. Also das fin­de ich tat­säch­lich. Fin­de ich da jetzt so drü­ber nach­den­ke, weiß ich gar nicht, ob ich das so sagen könn­te. Also man muss es viel­leicht nicht zwin­gend in der Art und Wei­se instru­men­ta­li­sie­ren oder qua­si nur auf die­sen Bereich beschränkt sehen. Also wenn man jetzt zum Bei­spiel mal hin­geht im Bud­dhis­mus, da wo ja qua­si auch eine gro­ße Medi­ta­ti­on ist, tat­säch­lich Pra­xis mit dazu­ge­hört, auch und dar­aus abge­lei­tet, der kommt ja aus Indi­en. Und dar­aus abge­lei­tet oder ent­wi­ckelt hat sich dann irgend­wann auch mal der Zen-Bud­dhis­mus, dann in Chi­na. Und die haben ja zum Bei­spiel neben die­ser Medi­ta­ti­on auch den den prak­ti­schen Teil dahin­ter, der dann qua­si auch Acht­sam­keit im All­tag oder in den Tätig­kei­ten bedeu­tet. Das heißt also nicht nur sich zurück­zie­hen und ver­su­chen, im stil­len Käm­mer­lein acht­sam zu sein, son­dern tat­säch­lich Acht­sam­keit in jedem. In jeder Hand­lung wal­ten zu las­sen. Alles nicht ganz bewusst zu machen, mit vol­ler Auf­merk­sam­keit auf das, was da gera­de geschieht, und das kann dann auch, kann ja auch eine Form von Medi­ta­ti­on sein, wenn man es so nennt. Jan Aber man muss es nicht so benen­nen. Also viel­leicht auch eine Defi­ni­ti­ons­sa­che, wie man sieht. Aber es hat nicht zwin­gend etwas damit zu tun, dass man sich jetzt viel­leicht zurück­zieht oder irgend­wo in eine tie­fe Trance ver­fal­len muss. Björn Genau das mein­te ich, abge­kap­selt von der von der Außen­welt. Björn Genau das mein­te ich damit auch, weil Acht­sam­keit eigent­lich dann im Opti­mal­fall etwas ist. Ja, was tat­säch­lich? Jedes, jede Reak­ti­on und alles, was ich tue, in irgend­ei­ner Form beein­flusst. Oder sagen wir so nicht beein­flusst, son­dern in jeder Situa­ti­on prä­sent, ist es eine Grund­hal­tung, wie wir ja auch als Coach eine Grund­hal­tung haben? Ist Acht­sam­keit dann, wenn man sie gut übt und lebt, eigent­lich eine Grund­hal­tung in jeder Situa­ti­on? Idea­ler­wei­se ja, idea­ler­wei­se ja, natür­lich, ja, also per­fekt bin ich da bestimmt nicht. Ich glau­be, ich kann nie­man­den. Ich ken­ne kei­nen, der immer acht­sam ist. Zumin­dest nicht im Moment, in der Rück­schau. Man kann ja auch rück­bli­ckend Acht­sam­keit üben, aber nicht in jedem Moment. Das ist wohl wahr. War­um ist das The­ma so popu­lär gewor­den dei­ner Mei­nung nach? Ich habe da eine Theo­rie. Ich glau­be tat­säch­lich, dass es dar­an gekop­pelt ist, dass dadurch, dass wir so schnell lenk­bar sind mitt­ler­wei­le, dass wir durch die tech­ni­sche Ent­wick­lung, also Smart­phones eigent­lich per­ma­nent erreich­bar sind, per­ma­nent uns Ablen­kung ver­schaf­fen kön­nen. Björn Also mir ist lang­wei­lig. Dann spie­le ich ein Spiel auf dem Smart­phone oder ich gucke irgend­ei­ne Serie und ich muss auch nicht mehr eine Woche auf die nächs­te Fol­ge mei­ner Lieb­lings­se­rie waren, son­dern ich kann die gan­ze ers­te Staf­fel in zwei Tagen durch­schau­en, wenn ich möch­te. Also durch die­se Über­sicht über durch die­sen, durch die­se Über­rei­zung ist es glau­be ich so, dass irgend­wann eini­gen Men­schen, die es dann sehr popu­lär gemacht haben, bewusst gewor­den ist, dass uns etwas ver­lo­ren geht durch die­se Reiz­über­flu­tung, und zwar Din­ge wirk­lich zu emp­fin­den und zu wert­schät­zen und wirk­lich wahr­zu­neh­men. Jan Das ist ganz sicher ein Aspekt und. Ich glau­be aber auch wei­ter, dass die auch die For­schung in dem Zusam­men­hang dann auch noch viel dazu bei­getra­gen hat, dass es so popu­lär gewor­den ist, denn das eine ist ja sozu­sa­gen die, die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem The­ma das ist und dass wir fest­stel­len, dass uns viel­leicht etwas fehlt. Das ande­re sind aber qua­si auch die Aus­wir­kun­gen in dem Zusam­men­hang und die zei­gen ja, dass im Grun­de genom­men also Acht­sam­keit ein­üben und so wei­ter. In dem Zusam­men­hang auch tat­säch­lich dazu füh­ren kann, dass ich gesün­der lebe, dass ich mich bes­ser füh­le, dass es hat einen posi­ti­ven Ein­fluss auch für Men­schen, die zum Bei­spiel kämp­fen, mit Depres­sio­nen, mit Angst­zu­stän­den, mit Stress im All­ge­mei­nen. Und es ist im Prin­zip nach­ge­wie­sen, was für einen posi­ti­ven Ein­fluss das einer­seits auf den Gesund­heits­zu­stand hat, sogar tat­säch­lich in kon­kre­ten Krank­heits Situa­tio­nen, aber auch all­ge­mein prä­ven­tiv dazu bei­tra­gen kann, dass man even­tu­ell gar nicht anfäl­lig wird für bestimm­te Erkran­kun­gen. Und die sind sozu­sa­gen nicht nur und das ist das Inter­es­san­te dabei geis­ti­ger Natur, also dass das irgend­wie psy­chi­sche The­men sind, son­dern das kann sich durch­aus auch bezie­hen auf kör­per­li­che Din­ge, in dem man natür­lich eine per­ma­nen­te Stress­si­tua­ti­on oder Stress­be­las­tung, die man hat, auch einen unheim­li­chen Ein­fluss auf sämt­li­che phy­sio­lo­gi­schen Pro­zes­se hat. Jan Das heißt also, wenn ich per­ma­nent mit Stress­hor­mo­ne befeu­ert wer­de und jemand zu Zuge kom­me, dann kom­men da eben auch ande­re Din­ge in dem Zusam­men­hang zum Tra­gen. Und das kann kön­nen auch Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen sein und alles mög­li­che, die dann mit einer höhe­ren Wahr­schein­lich­keit zuschla­gen kön­nen, als wenn man tat­säch­lich ent­spann­ter durchs Leben geht. Und da kann Acht­sam­keit dabei hel­fen. Tat­säch­lich. Acht­sa­mer einer­seits, aber eben auch ent­spann­ter, stress­frei­er, sich durchs Leben zu bewe­gen. Björn Da sind wir ja an dem Punkt, war­um Acht­sam­keit eigent­lich so wich­tig ist. Und ich glau­be, das kann man am bes­ten damit auch erklä­ren, indem man, wie du auch gera­de schon ange­fan­gen hast, dar­über spricht, was eigent­lich pas­siert oder pas­sie­ren kann. Es muss ja nicht, aber was pas­sie­ren kann und die Wahr­schein­lich­keit grö­ßer ist, dass es pas­siert. Wenn Acht­sam­keit fehlt. Ich glau­be, im extrems­ten Fall ist es so, dass man tat­säch­lich in eine Depres­si­on, eine kli­ni­sche Depres­si­on dann ver­fal­len kann, in der man auch nicht mehr in der Lage ist, Posi­ti­ves wirk­lich wahr­zu­neh­men, indem man nicht in der Lage ist, sich auch über klei­ne Din­ge zu freu­en, indem man nicht mehr in der Lage ist, Kraft aus den klei­nen, schö­nen Din­gen des All­tags zu zie­hen. Das zeigt sich vor allem dann, wenn wirk­lich mal eine Kri­sen­si­tua­ti­on ein­tritt. Irgend­ein Schick­sals­schlag oder län­ger anhal­ten­der beruf­li­cher Stress, viel­leicht ein grö­ße­rer Druck in irgend­ei­nem Lebens­be­reich kann pri­vat oder beruf­lich sein. Und wenn man. Nicht so acht­sam ist, ist die Wahr­schein­lich­keit viel, viel grö­ßer, dass man in sol­chen Situa­tio­nen wirk­lich das Gleis ver­lässt und irgend­wann an einen Punkt kommt, wo man nicht mehr so ein­fach aufs Gleis zurück­fin­det. Björn Hab ich das dei­ner Mei­nung nach rich­tig gesagt? Jan Er ist halt ein sehr sehr kom­ple­xes The­ma in Zusam­men­hang. Ich glau­be, man kann sich ja qua­si der Sache von zwei Sei­ten wid­men. Ich glau­be, wenn man, wenn man acht­sam ist, auch acht­sam mit sich selbst, dann wird man halt früh­zei­tig auch fest­stel­len, wann Din­ge viel­leicht nicht so lau­fen, wie sie einem gut tun kann. Früh­zei­tig, da schon schon steu­ernd ein­grei­fen ist auch etwas auf­merk­sa­mer zu sagen, sodass das sicher­lich auch prä­ven­tiv ganz anders zu Din­gen füh­ren kann. Also es macht den Unter­schied, ob ich wie ich durchs Leben gehe. Es gibt ja auch für Depres­sio­nen sicher­lich kör­per­li­che oder gene­ti­sche Vor­prä­gung, die da qua­si mit rein gehen. Aber es gibt halt eben auch ganz, ganz vie­le Fak­to­ren, die da mit rein­spie­len. Und das sind dann eben auch The­men wie Schlaf­man­gel. Da sind Din­ge wie auch tat­säch­lich per­ma­nen­te Stress­be­las­tung. Es sind The­men, kör­per­li­che Belas­tung, die da rein­ge­hen kön­nen. Es sind aber auch viel­leicht ist da auch der Lebens­wan­del, es ist die Ernäh­rung, es sind Dro­gen und also qua­si in dem Zusam­men­hang alles eigent­lich, was auch irgend­wo auf den Geist ein­wirkt. Jan Ob das tat­säch­lich Dro­gen, wie wir sie ver­ste­hen, sind oder auch Niko­tin, Alko­hol, Kof­fe­in, alles das sind ja im Grun­de genom­men auch Din­ge, die da mit ein­wir­ken. Und die Kom­bi­na­ti­on aus per­sön­li­cher Vor­aus­set­zun­gen und den Fak­to­ren, die wir, denen wir uns da aus­set­zen, führt dann eben auch zu die­ser. Zu die­sen mög­li­chen Wegen, in denen man sich bewegt. Die Fra­ge ist halt, die man ja anders­rum stel­len kann, bei­spiels­wei­se auch, wenn man jetzt über The­men spricht, wie die Sucht in dem Zusam­men­hang, auch wenn das natür­lich ein spe­zi­el­les The­ma ist, ins­be­son­de­re wenn es um um tat­säch­lich Sucht­er­kran­kun­gen geht oder sowas. Aber inwie­fern qua­si auch Acht­sam­keit da oder geüb­te Acht­sam­keits­pra­xis über­haupt dazu füh­ren kann, dass man sich halt irgend­wo in einem Extre­men ver­liert, oder ob das qua­si schon per se auch dazu füh­ren kann, dass man da auch mehr Mög­lich­keit zur Selbst­re­gu­lie­rung ent­wi­ckelt in dem Zusam­men­hang oder früh­zei­tig ent­schul­di­ge oder früh­zei­tig merkt, dass man viel­leicht über die Strän­ge schlägt, dass da viel­leicht irgend­ein Bereich so über­hand nimmt, dass wenn ich nicht acht­sam bin, wer­de ich das wahr­schein­lich nicht so schnell mer­ken. Jan Ja genau. Und das ist, glau­be ich, mit ganz vie­len Din­gen so! Selbst­re­gu­lie­rung, viel­leicht auch selbst Selbst­re­fle­xi­on im Grun­de genom­men. Ich möch­te mal ein Bei­spiel neh­men, viel­leicht auch von jeman­dem, der sich der sich schnell auf­regt oder schnell auf die auf die Pal­me gebracht wer­den kann oder nicht nur auf die Pal­me brin­gen lässt oder viel­leicht sogar sich schnell auf die Pal­me bringt. Selbst denn das ist ja auch alles mög­lich. Und das sind dann sozu­sa­gen die Grün­de Lie­gen die im Außen oder lie­gen die im Innen? Wahr­schein­lich ist ein Mensch der. Zu 100 pro­zent acht­sam ist. Zu 100 pro­zent reflek­tiert ist und qua­si sieht. Was Din­ge in ihm in Bewe­gung brin­gen. Also mei­ne Mei­nung ist, dass die­ser Mensch weni­ger dazu geneigt sein wird, aus­zu­ras­ten und Aus­brü­che zu erle­ben, immer zu emo­tio­na­ler Art! Als Men­schen, die wenig acht­sam sind oder wenig selbst regu­liert sind das heißt, ich glau­be schon, dass das auch einen Unter­schied machen kann. Wie mich dann Din­ge im Außen tat­säch­lich rei­zen, trig­gern und und dann tat­säch­lich auch mein Mann emo­tio­nal pen­deln, Anfüh­rungs­stri­chen aus­schla­gen las­sen. Björn Da spie­len natür­lich vie­le Fak­to­ren rein. Also zum Bei­spiel auch wenn wir jetzt so cho­le­risch ver­an­lag­te Men­schen ansprichst. Das ist natür­lich, hat natür­lich auch ande­re Wur­zeln. Ich glau­be nicht, dass man das nur mit Acht­sam­keit behe­ben kann, aber Acht­sam­keit ist immer ein Teil des Puz­zles. Also ich den­ke schon, dass Acht­sam­keit eigent­lich immer ein Teil von auf dem Weg zu einem mög­lichst aus­ge­gli­che­nen Ver­hal­ten ist. Haben wir so viel dar­über gespro­chen, war­um es so wich­tig ist? Und man hört es ja auch stän­dig im acht­sam sein oder acht­sa­mes Leben macht gesün­der und was man da alles. Und es gibt Apps ohne Ende. Zum The­ma Acht­sam­keit Wie kann man Acht­sam­keit tat­säch­lich ler­nen oder trai­nie­ren oder ver­bes­sern? Ich mei­ne, per­sön­li­che Erfah­rung ist tat­säch­lich, dass es nicht von heu­te auf mor­gen geht. Das hat damit zu tun, dass Acht­sam­keit auch was mit der mit Hirn Ver­bin­dung hat mit syn­ap­ti­schen Ver­bin­dun­gen in unse­rem Kopf zu tun hat. Und da kom­men wir wie­der auf die Neu­ro­plas­ti­zi­tät, die wir ja so oft auf Shan­ta­nu erwähnt haben, zu spre­chen. Mei­ner Erfah­rung nach war es so, dass als ich ange­fan­gen habe, mich bewusst damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, ich wirk­lich Mona­te brauch­te, bis ich gespürt habe, dass sich etwas ein­stellt, dass sich etwas ver­än­dert. Björn Aber in dem Moment, wo es sich ver­än­dert hat, war es wie. Wie ein Para­dig­men­wech­sel. Also es war wirk­lich tat­säch­lich, ich kann mich noch sehr gut dar­an erin­nern, dass ich auf eine Situa­ti­on, die mich viel­leicht frü­her. Du hast es eben gesagt auf die Pal­me bringt, die mich frü­her oder davor immer rela­tiv schnell hat dünn­häu­tig wer­den las­sen, auf ein­mal eine völ­lig eine völ­lig ande­re Gewich­tung hat­te. Und das ist, wie gesagt, nicht über Nacht gekom­men. Es ist da daher gekom­men, dass ich mich über einen lan­gen Zeit­raum mit sehr wenig Auf­wand, tat­säch­lich aber jeden Tag damit beschäf­tigt habe. Und in mei­nem Fall war es dann so, dass ich ich habe ein Buch emp­foh­len bekom­men. Das habe ich auch schon mal erwähnt, als wir über posi­ti­ves Den­ken gespro­chen haben, dass es die­ses 6 Minu­ten Tage­buch, wo man mor­gens drei Minu­ten und abends drei Minu­ten sich mit Acht­sam­keits­übun­gen beschäf­tigt, sind wirk­lich nur drei Minu­ten. Wenn man drei Fra­gen immer wie­der mor­gens und abends beant­wor­ten muss, schrift­lich, immer die glei­chen Fra­gen, tat­säch­lich auch ein kur­zes Buch, dann Es ist ein Tage­buch. Björn Es ist. Es hat ein ein­lei­ten­den Kapi­tel. Ich kann es sehr emp­feh­len. Es hat ein ein­lei­ten­de Kapi­tel und wo man genau erklärt bekommt auch, war­um das funk­tio­niert im End­ef­fekt. Und dann der Rest ist qua­si immer nur für jeden Tag eine Sei­te. Aber gele­sen ist es sehr schnell. Die Ein­lei­tung ist sehr schnell gele­sen, aber ich habe tat­säch­lich dann irgend­wann sehr plötz­lich gemerkt Huch, da ist was pas­siert und das hat mich so der­ma­ßen beschwingt dar­in, das wei­ter zu üben und mich damit zu beschäf­ti­gen, dass es halt einen gro­ßen Stel­len­wert bekom­men hat. Was ist dei­ne Erfah­rung? Hast du? Wie übst du das? Oder wie trai­nierst du das? Jan Also ich übe das tat­säch­lich durch Medi­ta­ti­ons­übun­gen. Soll hei­ßen ich. Macht das unter­schied­lich. Also ent­we­der mache ich das frei, dass ich tat­säch­lich mich ein­fach so hin­set­ze und medi­tie­ren tat­säch­lich das mache, was ich am Anfang nicht ver­ste­hen konn­te. Auf den eige­nen Atem ach­ten, also auf die Atmung kon­zen­trie­ren, dar­auf qua­si das Bewusst­sein len­ken und ansons­ten alles wahr­neh­men, was da ist. Aber halt eben nicht zu ver­su­chen, das das zu bewer­ten, son­dern tat­säch­lich ein­fach nur wahr­zu­neh­men, wenn irgend­wie ein Gedan­ke kommt. Das ist ein Gedan­ke und das ist eine Emo­ti­on oder wie auch immer. Aber da gar nicht wei­ter hin­ter­her zu gehen. Manch­mal mache ich das auch mit geführ­ten Medi­ta­tio­nen. Mit der App gibt es da unter­schied­li­che Apps, dafür die gän­gi­gen, wenn man da sucht in den App Stores, da fin­det man qua­si auch das, was wirk­lich eta­bliert ist und wo man sicher­lich das auch ein­fach mal aus­tes­ten kann, ob einem das liegt in dem Zusam­men­hang und ja, aber tat­säch­lich. Mei­ne größ­te Lei­den­schaft dabei ist tat­säch­lich, das dann im Leben zu üben. Soll hei­ßen ich. Jan Ich gehe mor­gens früh­mor­gens, wenn ich auf­ge­stan­den bin, als ers­tes eine Run­de mit dem Hund. Schon dabei ver­su­che ich da sozu­sa­gen im Moment zu sein und es auch wahr­zu­neh­men, wenn ich es nicht bin. Also ich neh­me wahr, wenn ich mei­ne Acht­sam­keit dann von dan­nen zieht und ver­su­che dann qua­si mit ruhi­gem Geist, dann wenn Acht­sam­keit wie­der auf­zu­bau­en bzw. wie­der acht­sam zu wer­den für den Moment. Es kann bei sol­chen Din­gen sein, das kann sein. Beim Lau­fen, beim Sport habe ich unheim­lich acht­sa­me Momen­te und tat­säch­lich auch beim Wir haben beim Wan­dern oder beim Jagen, also beim Jagen fin­de ich eigent­lich ganz inter­es­sant. Wie gesagt, ein ganz, ganz gerin­ger Anteil damit hat beim Jagen tat­säch­lich damit zu tun, dass man da irgend­et­was tut oder irgend­wie schießt oder wie auch immer, son­dern ein Groß­teil ist ja tat­säch­lich ein­fach, das man, dass man im Wald ist oder am Feld, in der Natur und tat­säch­lich den Außen­raum wahr­nimmt und und alles das wahr­nimmt, was da ist. Und das sind für mich sehr sehr acht­sam Umwelt Momen­te und auch Stun­den, die ich sehr genie­ße ein­fach mal zu sit­zen und alles wahr­zu­neh­men. Jan Und genau so ist es. Qua­si ist ein Teil sicher­lich die die Pra­xis die ich auch übe, fast täg­lich. Das sind dann tat­säch­lich, wenn ich das jetzt kon­zen­triert mache, um es zu tun, meis­tens tat­säch­lich nicht so lan­ge Zei­ten. Das sind dann jetzt sage ich mal im All­tag 10 Minu­ten pro Tag, 20 Minu­ten pro Tag oder zwei­mal 10 Minu­ten so was und dann halt eher so Akti­vi­tä­ten auch dann am Wochen­en­de. Aber genau­so. Ist halt eben auch so, dass ich zum Bei­spiel auch mitt­ler­wei­le dazu nei­ge. Auch All­tags­si­tua­ti­on hal­te ich mög­lichst acht­sam zu machen, das dabei zu üben. Also bei­spiels­wei­se nicht beim Essen noch das Smart­phone in der Hand zu haben und zu gucken, was gibt es da, ohne dabei Fern­seh zu schau­en oder sowas, son­dern mal ganz kon­zen­triert zu sagen Ich berei­te mein Essen mit vol­ler Auf­merk­sam­keit zu. Ich Ich esse das mit vol­ler Auf­merk­sam­keit und bin ganz da. Und ich ver­su­che auch in den Gesprä­chen mit mei­nem Gegen­über prä­sent zu sein und da zu sein. Da mer­ke ich schon manch­mal in stres­si­gen Situa­tio­nen, auch im Berufs­all­tag. Jan Wenn das eine das ande­re drängt, dann kann man schon mal dazu geneigt sein, auch nicht im Moment zu sein, wenn man das schon irgend­wie gefühlt im nächs­ten Mee­ting oder so was. Dass einem das dann qua­si auch bewusst wird und man sich dann da zurück­holt und dann wie­der auf den Moment kon­zen­triert. Ich glau­be, das ist ein ganz wich­ti­ger Punkt. Und dabei hilft auch wie­der­um die­se Pra­xis, die man sozu­sa­gen täg­lich hat, sich dann der Sache bewusst zu wer­den und dann wie­der ein Stück weit selbst zu dis­zi­pli­nie­ren in einer posi­ti­ven Art und Wei­se. Björn Die­ses Üben im All­tag oder im Prin­zip in allen mög­li­chen Situa­tio­nen setzt natür­lich vor­aus, dass man das Gan­ze auch schon ein biss­chen beherrscht. Aber ich kann das nach­emp­fin­den, weil ich mitt­ler­wei­le auch durch Acht­sam­keits­trai­ning die Beschäf­ti­gung und die Aus­ein­an­der­set­zung damit eigent­lich in der Lage bin, auch in schwie­ri­gen Situa­tio­nen immer inne­zu­hal­ten, kurz inne­zu­hal­ten und mir klar zu machen, was pas­siert hier gera­de? Was emp­fin­de ich eigent­lich gera­de? Was ist mit mei­nen? Was pas­siert um mich her­um? Was pas­siert mit mei­nem Gegen­über, wenn sie zum Bei­spiel auch eine Kon­flikt­si­tua­ti­on mit jeman­dem ist? Und das ein­fach nur wahr­zu­neh­men, ohne sofort zu reagie­ren, weil das ist ja das, was, wenn man nicht acht­sam ist, im Prin­zip uns steu­ert, ist ja eine Reak­ti­on. Wie reagie­ren wir eigent­lich den gan­zen Tag auf irgend­wel­che äuße­ren Rei­ze oder E‑Mails, die wir bekom­men? Ist ja auch noch bes­ser als das. Und wenn man. Die­se Acht­sam­keit so beherrscht, dass man eben nicht sofort reagiert, son­dern erst mal wahr­nimmt, ist alles deut­lich leich­ter und ent­spann­ter. Es ist mei­ne Erfah­rung. Und tat­säch­lich das kann man, kann man jeden Tag üben. Björn Und ich habe das neu­lich noch gedacht, weil wie wich­tig und wie schön das eigent­lich ist, weil das hat ja jetzt über­haupt nichts mit dem Berufs­le­ben zu tun, son­dern war was Pri­va­tes. Ich bin an die See gefah­ren, an die Nord­see in Hol­land, und das war ein reg­ne­ri­scher Tag. Und dann riss der Him­mel auf, als ich da am Strand war. Und ich glau­be, ich habe noch nie, lan­ge nicht so sol­che Momen­te so inten­siv auch posi­tiv emp­fun­den wie mitt­ler­wei­le. Also ich hat­te schon ganz tol­le Rei­sen und Urlau­be und wun­der­ba­re Strand­ur­laub und das alles. Aber die­ser, die­ser sol­che Momen­te so inten­siv wahr­zu­neh­men und das Posi­ti­ve auch so inten­siv zu spü­ren, das ist nach mei­ner Ein­schät­zung ein Resul­tat davon, dass ich die Acht­sam­keit eigent­lich jeden Tag ver­su­che hoch­zu­hal­ten. Jan Ja. Sehr schön. Dann haben wir, glau­be ich, heu­te eini­ges bespro­chen zum The­ma Acht­sam­keit. Acht­sam­keit fin­det in ganz, ganz vie­len Din­gen sich auch wie­der auch Tech­ni­ken wie­der, auch im Coa­ching. Ob das sozu­sa­gen da auch ein­fa­cher Acht­sam­keits­übun­gen sind oder einen kon­kre­te­ren Coa­ching Vari­an­ten wie zum Bei­spiel auch im Intro­ver­si­on Coa­ching, dann da noch mal kon­kre­ter mit Acht­sam­keit gear­bei­tet wird. Genau­so geht uns das aber auch im All­tag. Wir hof­fen, ihr habt eini­ges mit­ge­nom­men zu dem The­ma. Wenn ihr euch dazu wei­ter aus­tau­schen möch­tet, freu­en wir uns natür­lich auf eure Kon­takt Anfra­ge. Ihr fin­det unse­re Kon­takt­da­ten auch in der Beschrei­bung von unse­rem Pod­cast. Und dann wün­schen wir euch auf jeden Fall wei­ter­hin einen acht­sa­men Tag. Seid acht­sam auf euch selbst und auf euer Leben und wir freu­en uns, wenn wir uns das nächs­te Mal dann wie­der gemein­sam hier hören. Bis dahin auf wie­der­hö­ren!. Björn Ich sage Tschüss. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Vertrauen aufbauen lernen](https://bobach-coaching.de/podcast-vertrauen/) **Published:** März 13, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ver­trau­en ist die Basis für jede funk­tio­nie­ren­de mensch­li­che Bezie­hung, egal ob pri­vat oder beruf­lich. Dabei gibt es Ver­trau­en nicht nur im zwi­schen­mensch­li­chen, son­dern auch in bestimm­te Din­ge oder Insti­tu­tio­nen.[ Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich beschäf­ti­gen uns in die­ser Fol­ge damit, wie Ver­trau­en ent­steht, wie schnell es zer­stört wer­den kann, und wie man Ver­trau­en wie­der auf­baut. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach Ich begrü­ße ganz herz­lich Björn Hal­lo Björn, hal­lo Jan! Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, das tat­säch­lich durch einen Hörer Wunsch zu uns gekom­men ist, und zwar durch kei­nen gerin­ge­ren als mei­nen Groß­va­ter, der letz­tens eine ande­re Fol­ge von uns gehört hat und ich mich dann genau auf die­ses The­ma ansprach, das er sag­te. Das wäre eigent­lich auch mal ein gutes The­ma für eine Fol­ge. Und zwar geht es um das The­ma Ver­trau­en. Und die Grund­the­se mei­nes Groß­va­ters ist in die­sem Zusam­men­hang, dass, wenn man sich mensch­li­che Bezie­hun­gen anschaut, von der von der engs­ten mensch­li­chen Bezie­hun­gen oder der kleins­ten sozu­sa­gen zwi­schen zwei Per­so­nen, viel­leicht sogar zu sich selbst bis hin zu Fami­li­en, Grup­pen, Fir­men, Staa­ten oder inter­na­tio­na­ler Zusam­men­ar­beit, dass dafür eigent­lich immer Ver­trau­en die Basis ist. Und das haben wir zum Anlass genom­men, heu­te mal über das The­ma Ver­trau­en zu spre­chen. Björn Jetzt hast du mir den Ball zuge­wor­fen. Jan Ja, ich habe erst­mal erst mal eine Pau­se gemacht und es als Auf­for­de­rung ver­stan­den. Björn Ja, ich glau­be, da ist sehr viel Wah­res dran, was dein Groß­va­ter da als The­se auf­ge­stellt hat. Ich möch­te es noch aus­wei­ten. Ich glau­be, es geht nicht nur um Ver­trau­en in ein­zel­ne Men­schen, son­dern es geht auch um Ver­trau­en in wir hat­ten wir auch im Vor­ge­spräch schon drü­ber gespro­chen, um Ver­trau­en in Insti­tu­tio­nen, auch in Din­ge. Du hat­test da zum Bei­spiel eben gesagt in eine Wäh­rung Ver­trau­en. Ich kann auch in Gegen­stän­de das Ver­trau­en haben. Ich ver­traue mei­nem Auto zum Bei­spiel, dass es mich jeden Tag dahin bringt, wo ich hin muss. Und genau­so gibt es auch. Zum Bei­spiel haben wir beim Auto ich habe auch mal eins gefah­ren, dem habe ich hin­ter­her nicht mehr ver­traut, weil ein­fach zu viel pas­siert ist und ich das Ver­trau­en ver­lo­ren habe. Also Ver­trau­en ist eigent­lich etwas, was uns per­ma­nent beglei­tet und beein­flusst. Ja. Jan Und wenn man sich Ver­trau­en anschaut, dann stellt sich auch mal die Fra­ge Was ist denn das über­haupt? Und das ist ja erst mal die per­sön­li­che Über­zeu­gung davon, dass etwas ja war, es rich­tig ist, ver­trau­ens­vol­les Glau­be glaub­haft ist, dass wir also auch einer Sache ein­fach trau­en und einer Sache trau­en, heißt das schon, dass man es nicht weiß. Das hat nichts mit Wis­sen zu tun, son­dern ich glau­be dar­an, dass das so ist. Björn Ich möch­te es noch ein biss­chen all­ge­mei­ner for­mu­lie­ren. Ich glau­be, es ist nicht nur, ob es der Wahr­heits­ge­halt ist, son­dern ich glau­be grund­sätz­lich, dass Ver­trau­en bedeu­tet, dass ich davon aus­ge­he, dass sich etwas oder jemand nicht zu mei­nem Scha­den ver­hält. Jan Ich kann könn­te auch dar­auf ver­trau­en, dass jemand auf jeden Fall Böses im Schil­de führt. Björn Das ist, glau­be ich, glau­be ich, kein Ver­trau­en in der Defi­ni­ti­on, wie wir es jetzt gera­de erfah­ren. Und das ist dann Miss­trau­en. Jan Ja, genau. Aber auf jeden Fall geht es um um um die Glaub­haf­tig­keit auch in die­sem Zusam­men­hang zu sagen. Und jetzt ist es ja auch ganz inter­es­sant, wenn man sich jetzt Ver­trau­en anschaut, wenn man gera­de kurz gesagt na ja, also Ver­trau­en sozu­sa­gen auch in ande­re Per­so­nen als kleins­te Ein­heit des Ver­trau­ens. Aber im Umkehr­schluss gibt es das ja auch in die ande­re Rich­tung, in die ande­re Rich­tung. Es gibt ja auch das Selbst­ver­trau­en, also das Ver­trau­en auf sich selbst. Und das ist ja qua­si noch mal eine ande­re Kom­po­nen­te, die uns sicher­lich auch regel­mä­ßig begeg­net ist. Aber viel­leicht noch mal ein spe­zi­el­les The­ma. Björn Ich glau­be, das wird eine eige­ne Fol­ge. Ich glau­be, auch da kann man noch viel mehr machen. So, denn war­um ver­traut man denn jeman­dem? Björn Das ist, das ist eine tol­le Fra­ge, die es gibt ja da so ein Film so Phä­no­me­ne, dass es Men­schen gibt, denen man begeg­net, denen man sofort ver­traut, oder? Ich glau­be, man spürt es deut­li­cher, dass es Men­schen gibt, wo man sagt Dem traue ich nicht. Also müss­te man jetzt mal über­le­gen, wel­che Signa­le emp­fängt man denn da, die einem sagen Ja, Ver­trau­en kannst du hier ein­schal­ten oder halt auch nicht. Ich glau­be, da läuft sehr viel Unbe­wuss­tes ab. Es hat sehr wahr­schein­lich ganz viel mit Erfah­rung zu tun. Wie ver­hält sich jemand? Wie spricht jemand, wie, wie? Wo guckt er hin, wenn er mit mir spricht? Das ist ein ganz gro­ßer Schlüs­sel­rei­ze, den wir da emp­fan­gen. Also jemand, der einem nicht in die Augen guckt und er nicht. Man wür­de dann ja eher sagen nicht in die Augen gucken kann, signa­li­siert uns ja eigent­lich eher Da ist was hin­term Busch, der hat was zu ver­ber­gen. Sol­che Sachen ist jetzt was ganz Offen­sicht­li­ches, aber das spielt auch so was rein wie ein Ton­fall Kör­per­spra­che hält er sich selbst auf Distanz, ist der, ist er offen von sei­ner Aus­strah­lung her. Björn Das sind unheim­lich vie­le Fak­to­ren, die das bestim­men, bevor es zu einem wirk­li­chen Erfah­rungs­wert kommt mit einer Per­son. Hmm, also das ist jetzt sind wir wie­der beim Selbst­ver­trau­en ist beim Selbst­ver­trau­en genau das glei­che. Auch da wie­der die Erfah­rung. Ein ganz gro­ßer wich­ti­ger Fak­tor. Wenn ich. Kei­ne posi­ti­ven Erfah­run­gen gemacht habe mit mir sel­ber in einem bestimm­ten Kon­text wer­de ich mir sehr wahr­schein­lich, dass er nicht, da er nicht ver­trau­en sel­ber ver­trau­en, dass ich das beim nächs­ten Mal bes­ser mache oder genau­so gut mache oder über­haupt gut mache. Jan Ich bin noch hän­gen­ge­blie­ben, gera­de bei dem ande­ren The­ma, näm­lich wie das bei ande­ren Per­so­nen ist. In dem Zusam­men­hang. Und bevor wir dann in Euro­pa zum Selbst­ver­trau­en. Viel­leicht fällt es mir schwe­rer, wobei da ja auch ein The­ma auch sein kann die Auto­sug­ges­ti­on, dass man sich ja so, dass man selbst sich gut zuge­re­det, auch etwas zu schaf­fen. Oder auch man man links und rechts schaut, was es für Res­sour­cen gibt aus ande­ren Berei­chen, wo man viel­leicht schon mal etwas geschafft hat, was man viel­leicht auch über­tra­gen kann oder so was. Aber ja, natür­lich ist es immer Erfah­rungs­be­reich basiert oder irgend­wo bringt man es in ein Ver­hält­nis zu ande­ren The­men. Ande­rer­seits fin­de ich, wenn man kei­ne Erfah­rung hat, dann kann es natür­lich auch ganz schön sein. Also es gibt ja auch die­sen Spruch, habe ich glau­be ich schon an ande­rer Stel­le gesagt. Alle sagen, es ging nicht. Und dann kam einer, der wuss­te es nicht und hat es ein­fach gemacht. Und das fin­de ich eben auch so schön. Ich kann auch qua­si. Ich kann auch Selbst­be­wusst­sein oder mit einer Nai­vi­tät oder so was oder sagen. Jan Mei­ne Offen­heit, unab­hän­gig davon, was was die Erfah­rung ist oder einem Grund­ver­trau­en in das Schick­sal oder so was, kann ich auch durchs Leben gehen und unglück­lich sein und Din­ge errei­chen. Es ist wahr­schein­lich auch in die­sem Zusam­men­hang sehr indi­vi­du­ell, aber was mir gera­de noch auf­ge­fal­len ist zu dem, was du gesagt hast, ist wenn mir jemand zum Bei­spiel nicht in die Augen schau­en kann oder jemand, ob jemand offen ist oder so was, habe ich noch gedacht. Aber beim Gegen­teil ist es ja auch genau­so. Wenn mich jemand über­mä­ßig anstarrt oder mir zu nahe kommt oder zu offen ist, zu auf­dring­lich ist oder so was, dann kann ich das auch als irgend­wie nicht ver­trau­ens­voll emp­fin­den. Unter Umstän­den. Das heißt, wenn ich so drü­ber nach­den­ke, dann sind es natür­lich ganz oft Din­ge, die so weit auch von dem abwei­chen, was ich als ange­mes­sen erach­te. Dass das für mich auf­fäl­lig ist und dass das ent­we­der nicht authen­tisch ist oder nicht in mei­nem Emp­fin­den nor­mal, was auch immer das bedeu­tet. Aber wo ich das Gefühl habe, da ist irgend­was nicht rich­tig, so in der Art und Wei­se. Jan Und da kommt es, glau­be ich, auch so ein biss­chen an auf die, auf die Kon­gru­enz, also wie eine Per­son ist. Also wenn du jeman­den hast, der es gibt ja Men­schen, die strah­len, was weiß ich, ist es viel­leicht eher eine Unsi­cher­heit aus, sind aber über­trie­ben offen oder oder sind eigent­lich über­trie­ben offen, ver­su­chen aber irgend­wie eine über­trie­ben offen, sind sehr sehr offen, aber aber ver­su­chen irgend­wie extre­me Serio­si­tät, gelas­se­ne Gelas­sen­heit, irgend­wie fokus­sier­ter oder so was irgend­wie dar­zu­stel­len. Also über­all da, wo Din­ge nicht zusam­men­pas­sen. Es ist ja so, dass wir es auch oft­mals wahr­neh­men, dass wir das Gefühl haben, da ist irgend­et­was irgend­et­was im Busch in dem Zusam­men­hang. Björn Ja, ich glau­be, dass das ein ganz wich­ti­ger Fak­tor. Die­ses, dass etwas nicht zusam­men­passt. Also wenn es Kör­per­spra­che nicht zu dem passt, was gesagt wird, wenn der Ton­fall nicht zum Inhalt oder zur Situa­ti­on passt, dann. Das eine Gesag­te, nicht zum ande­ren Gesag­ten passt. Wenn ein Mensch sich wider­spricht inner­halb kür­zes­ter Zeit. Das sind alles Fak­to­ren, die bei uns Miss­trau­en aus­lö­sen. D.h. Das ist jetzt die ande­re Fra­ge ist, wie wir spre­chen. Wir bei­de. Ich wür­de uns bei­de jetzt mal nicht als grund­sätz­lich miss­trau­isch bezeich­nen. Ich glau­be, wir sind bei­de rela­tiv offe­ne Men­schen. So emp­fin­de ich mich. Zumin­dest beob­ach­te ich dich. Aber es gibt Men­schen, die sind grund­sätz­lich miss­trau­isch. Es gibt ja wirk­lich von der Grund­hal­tung her miss­traui­sche Men­schen, die lau­fen eigent­lich durchs Leben und ver­mu­ten eigent­lich hin­ter jeder, jeder Nach­richt, jeder Nach­richt in den Nach­rich­ten, also jedem Ereig­nis. In den Nach­rich­ten. Hin­ter jedem poten­zi­el­len neu­en mensch­li­chen Kon­takt. Ob es jetzt pri­vat oder beruf­lich ist. Erst mal! Ein ein, dass da irgend­et­was nicht stimmt, also die miss­trau­en grund­sätz­lich erst mal allem. Björn Ich wür­de behaup­ten, auch das muss etwas mit Erfah­rung zu tun haben, weil wenn man jetzt mal sich Kin­der anschaut. Kin­der sind ja per se erst mal eher offen. Ich ken­ne kein Kind, das in ganz klei­nem Alter schon grund­sätz­lich miss­trau­isch ist. Hast du oder es dir schon mal begeg­net? Jan Ich muss ehr­li­cher­wei­se sagen, dass die Anzahl von klei­nen Kin­dern, die ich, die mir begeg­net sind, tat­säch­lich in Sum­me eher gering sind. Aber in der Tat, das was ich sehe, ist, dass für gewöhn­lich nicht ganz jun­ge Kin­der erst mal offen sind und natür­lich auch erst mal die Welt ent­de­cken wol­len und ihre Erfah­run­gen machen wol­len. Das ist ja genau das wie das blö­des­te Bei­spiel, was mir gera­de ein­fällt. Aber es ist nun mal irgend­wie in Tref­fen. Das ist ja das mit der hei­ßen Herd­plat­te und du kannst dem Kind noch so oft sagen Das ist eine hei­ße Herd­plat­te, das wird weh­tun. Es wird wahr­schein­lich irgend­wann mal drauf pas­sen und ich muss mich selbst lei­der mit dazu zäh­len. Ich habe dar­auf gefasst, dass ich es tat weh und ich habe mei­ne Erfah­run­gen dar­aus gemacht. Und jetzt bin ich nicht miss­trau­isch gegen­über Herd­plat­ten gewor­den. Grund­sätz­lich ich kann ein­schät­zen. Und ja, ich glau­be auch, dass das auf jeden Fall was mit Erfah­rung zu tun haben kann. Erfah­run­gen in dem Kon­text. Also ich glau­be, jeder von uns hat schon mal die Erfah­rung gemacht, dass mal irgend­was anders gelau­fen ist. Jan Also das ist auch die Fra­ge, wo ist der Unter­schied zwi­schen Miss­trau­en und Vor­sicht? In dem Zusam­men­hang also grund­sätz­lich viel­leicht ist es der einen oder ande­ren Per­son schon mal irgend­wo was ent­wen­det wor­den? Ein Porte­mon­naie oder eine Tasche oder kei­ne Ahnung was. Irgend­wo in einer Stadt führt das dazu, dass ich prin­zi­pi­ell den­ke, alle Men­schen sind schlecht, oder? Oder wer­de ich dann in sol­chen Situa­tio­nen vor­sich­tig? Tref­fe Vor­keh­run­gen? Ich glau­be. Das die Fra­ge ist, ob ich, wenn ich gene­rell miss­trau­isch wer­de. Dann hat das natür­lich auch irgend­was mit der all­ge­mei­ne­ren Ver­all­ge­mei­ne­rung unter Umstän­den zu tun. Genau­so wenn ich, wenn ich grund­sätz­li­ches Ver­trau­en in alles habe, dann ist das auch sicher­lich eine Ver­all­ge­mei­ne­rung. Die Fra­ge ist unter Umstän­den, womit man sich bes­ser fühlt, wo man ange­neh­mer lebt. Und fin­de ich mich per­sön­lich. Die Fra­ge stel­le dann. Bin ich durch­aus ein Mensch, der auch vor­sich­tig ist. Das heißt, ich bin ich, bin ich selbst nicht leicht­sin­nig in dem Sin­ne, aber ich ver­su­che schon, eine ver­trau­ens­vol­le Grund­hal­tung irgend­wo in die Umge­bung zu ent­sen­den, das so wahr­zu­neh­men. Jan Denn grund­sätz­lich ist mei­ne Über­zeu­gung, dass erst mal Men­schen. Nicht pri­mär des­halb etwas tun, um ande­re Men­schen zu ärgern. Das heißt hin­ter jeder, hin­ter jeder Hand­lung steckt auch irgend­wo eine, in wel­cher Art und Wei­se. Sinn­voll als sinn­voll emp­fun­de­ne oder als sinn­voll emp­fun­de­ne Grund dahin­ter jetzt mal ein posi­ti­ver posi­ti­ver Grund­im­puls. Jan Also jetzt mal grund­sätz­lich von allen Din­gen, die wirk­lich. Voll­kom­men aus der Mensch sind kri­mi­nel­le Din­ge usw. aus­ge­schlos­sen. Björn Der miss­traui­sche Teil ist ja auch, den wir alle auch in uns tra­gen, ist ja auch ein Teil unse­res inne­ren Teams. Also das ist ja ein Per­sön­lich­keits­an­tei­le, den wir alle haben. Das ist ja auch und das ist ja auch in Ord­nung. Ich glau­be nur, dass bei zu viel nega­ti­ver Erfah­run­gen in bestimm­ten Berei­chen oder gehäuft Erfah­rung viel­leicht in einem bestimm­ten Zeit­raum wird. Die­ser inne­re, wird die­ser inne­re Anteil viel­leicht manch­mal dann ein­fach zu laut. Also der wird zu domi­nant und wird nicht mehr als Schutz Fak­tor oder als Schutz Teil des inne­ren Teams, weil der will uns ja nur beschüt­zen. Der miss­traui­sche emp­fun­den, son­dern als Rich­tungs geben­der, also der ist dann der über über­deckt. Dann viel­leicht ande­re inne­re Per­sön­lich­keits­an­tei­le, die wir haben, die uns eigent­lich ermög­li­chen, sozi­al mit­ein­an­der umzu­ge­hen und ver­träg­lich mit ande­ren zu sein. Weil jemand, der grund­sätz­lich nur miss­trau­isch ist, wird es natür­lich gesell­schaft­lich sehr, sehr schwer haben. Weil wenn uns jemand gegen­über­tritt, der uns erst mal nicht traut, wer­den wir ja auch kein Ver­trau­en zurück­ge­ben kön­nen. Jan Dass das viel­leicht genau der Punkt in dem Zusam­men­hang, dass also das feh­len­de Ver­trau­en oder Miss­trau­en kann natür­lich auch zur selbst erfül­len­den Pro­phe­zei­ung wer­den. Ich neh­me mal das Bei­spiel einer Bezie­hung, wenn man in einer Bezie­hung ist. Dann ist eines viel­leicht mei­ner Mei­nung nach ein sehr guter Grund­stein, wenn man Ver­trau­en zuein­an­der hat. Soll­te das The­ma jetzt kom­men wir auf das The­ma Miss­trau­en einer Bezie­hung. Eifer­sucht ist viel­leicht gar nicht das rich­ti­ge Wort. Aber sagen wir mal so eine Part­ner­schaft. Und der eine Part­ner miss­traut dem ande­ren oder oder oder oder unter­stellt dem­je­ni­gen Du fühlst sowie­so irgend­was im Schil­de, du flir­test mit ande­ren, du machst das hin­ter mei­nem Rücken und so wei­ter und so fort. Dann heißt das ja auch erst mal, wenn ich dann miss­trau­isch bin, kein Ver­trau­en habe, unter­stel­le ich mei­nem Gegen­über ja etwas, dann unter­stel­le ich mei­nem Gegen­über erst mal, auch wenn das unbe­grün­det sein kann, dass da jemand so etwas tun wür­de, mir etwas antun wür­de oder sagen wir mal etwas tun wür­de, was mich ver­letzt oder so etwas. Und das heißt, letz­ten Endes grei­fe ich damit ja auch ein Stück weit mein Gegen­über an der Inte­gri­tät. Jan Und irgend­wann kann es natür­lich auch dazu füh­ren, wenn ich jeman­dem mein Miss­trau­en gegen­über brin­ge, dass der­je­ni­ge sich dann auch denkt, wenn du sowie­so nicht an mich glaubst. War­um? Björn War­um soll denn dann ist es auch egal. Genau des­halb ist es viel­leicht egal, oder? Dann fühlt man sich viel­leicht auch nicht wert­ge­schätzt, dann fühlt man sich viel­leicht auch nicht wahr­ge­nom­men als gan­ze Per­son. Und ich glau­be, dann ent­ste­hen eher Situa­tio­nen, in denen so etwas pas­sie­ren kann, bei­spiels­wei­se. Inso­fern glau­be ich, dass zum Bei­spiel Miss­trau­en von einer Sei­te auch aktiv dazu füh­ren kann, dass dann tat­säch­lich auch eine nega­ti­ve Ent­wick­lung in einer Bezie­hung, in wel­cher Art auch Wei­se, in wel­cher Art und Wei­se auch immer, pas­sie­ren kann. Also ob das jetzt per­sön­lich ist in einer Bezie­hung, ob das ist in einer Fir­ma, ob das ist irgend­wo anders. Denn in dem Moment, wo ich das Gefühl habe, mein Gegen­über zwei­felt die gan­ze Zeit an mir, habe ich ja viel­leicht auch Sor­ge. Viel­leicht auch nicht unbe­rech­tigt, dass die­se Per­son die gan­ze Zeit an der Art der Bezie­hung, an der Inter­ak­ti­on zwei­felt, even­tu­ell selbst auch nicht loy­al ist. Björn Hm. Du hast jetzt gera­de schon ange­spro­chen, auch in einer Fir­ma. Das ist ja auch eine klas­si­sche Situa­ti­on in Füh­rungs Situa­ti­on, dass es Vor­ge­setz­te gibt, die ihren Mit­ar­bei­tern eigent­lich nicht ver­trau­en, die Arbeit, die sie auf­ge­tra­gen bekom­men, anstän­dig zu erle­di­gen. Und wenn man so was erlebt, dass einem, dass das einem da nichts zuge­traut wird, dass einem nicht ver­traut wird, dass man etwas bewäl­tigt, ist das natür­lich kein Moti­va­ti­ons­fak­tor. Das ist natür­lich etwas, was auch das Ver­hält­nis unter­ein­an­der zwi­schen Vor­ge­setz­ten und Ange­stell­ten oder auch unter­ein­an­der im Team. Das muss ja nicht mal einen vor­ge­setz­ten Ver­hält­nis sein. Sehr demo­ti­vie­rend und desta­bi­li­sie­rend auf für ein gan­zes Team wird. Und da gibt es ja auch genau des­we­gen in allen mög­li­chen Team Work­shops auch immer die­se ver­trau­ens­bil­den­den Spie­le oder Übun­gen. Nen­nen wir es Übun­gen, die dafür sor­gen sol­len, dass die Men­schen ler­nen, sich ein­an­der zu ver­trau­en. Also ich weiß, sie sehen schon, das ist ein unglaub­lich brei­tes Feld und ein Opa hat recht. Es ist tat­säch­lich etwas, was in fast jeder Situa­ti­on unse­res Lebens uns beglei­tet. Björn Also ob es jetzt die Bezie­hung ist, die die Lie­bes­be­zie­hun­gen in der Part­ner­schaft oder die das Ver­trau­en, das ich in die Kas­sie­re­rin im Super­markt habe, dass die in dem Moment mir den rich­ti­gen Betrag abrech­net. Jan Oder dass wir dar­an glau­ben, dass die­ses Stück Papier, was wir in der Hand haben, tat­säch­lich so viel wert ist. Björn Schafft man von die­ser Wäh­rung. Ja, ja, genau. Jan Oder bleibt genau auch das? Björn Ja, genau. Eine ande­re wich­ti­ge Fra­ge, fin­de ich, ist also wir haben jetzt dar­über gespro­chen, was Ver­trau­en ist, was es, war­um es wich­tig ist, was Miss­trau­en ist, wie das ent­steht. Eine Sache, die wir im Vor­ge­spräch auch uns uns notiert hat­ten, war, wie Ver­trau­en über­haupt ent­ste­hen kann und was ich auch span­nend fin­de, ist, wie Ver­trau­en wie­der ent­ste­hen kann. Also es gibt ja Situa­tio­nen im Leben. Das muss nicht nur Part­ner­schaft sein, das kann auch im Beruf­li­chen sein. Das kann auch so eine Situa­ti­on sein wie Frie­den, dass wir in einem sta­bi­len Frie­den leben. Das kann zer­stört wor­den sein durch Erfah­rung oder durch den Betrug, durch eine Lüge, durch ein Kriegs erle­ben. Um bei dem Bei­spiel von gera­de zu blei­ben. Wie kann Ver­trau­en wie­der ent­ste­hen? Jan Hmm. Also. Ich glau­be. Wie­der ent­ste­hen ist schwie­ri­ger als über­haupt erst mal ent­ste­hen. Viel­leicht über­haupt erst mal ent­ste­hen kom­men, dann kommt Ver­trau­en ja glau­be ich daher. Das eine ist das, das ich irgend­wie Inte­gri­tät habe, dass oder mein Gegen­über, dass ich das Gefühl habe, dass es wahr, was mir da ent­ge­gen­ge­bracht wird. Glaub­haft. Und dem möch­te ich trau­en, dem kann ich auch trau­en. Und genau­so gut natür­lich fin­de ich Selbst­ver­trau­en auf­bau­en möch­te, dann muss ich da halt auch auf­rich­tig sein und die Din­ge auch so mei­nen, wie ich sie sage. Und im Zwei­fel auch. Und da kom­men wir wie­der auf das The­ma Erfah­rung unter Beweis stel­len, dass man mir ver­trau­en kann und das zeigt sich ins­be­son­de­re auch mal in schwie­ri­ge­ren Situa­tio­nen, indem man zu sei­nem Wort steht, indem man jeman­den unter­stützt, indem man jeman­dem zeigt, dass. Die­se Per­son einem Selbst­ver­trau­en kann sich mei­ner Mei­nung nach geht man bei Ver­trau­en auch immer war es immer, aber ich per­sön­lich fin­de, das ist eine sehr ver­trau­ens­bil­den­de Maß­nah­me, wenn man auch in Vor­kas­se geht, wenn man selbst nicht mehr inves­tiert in eine Bezie­hung, ohne zu erwar­ten, dass irgend­was zurück­kommt. Jan Ich bin auch bereit, etwas zu tun, von dem ich weiß. Ich ich weiß nicht, ob das zurück­kommt in der Art und Wei­se, ob das so wahr­ge­nom­men wird. Aber ich bin bereit, das zu tun, denn ich möch­te auch zei­gen, dass man mir ver­trau­en kann in dem Zusam­men­hang. Das ist ja jetzt qua­si die Ver­trau­ens­bil­dung an sich. Wenn ich das Ver­trau­en ver­lo­ren habe, dann war ja mein Ver­trau­en da. Aus irgend­ei­nem Grund. Viel­leicht, weil ich mich getäuscht habe oder weil es tat­säch­lich so ist oder wie auch immer. Aber es gab dann unter Umstän­den einen Anlass. Neh­men wir mal ein ganz plas­ti­sches Bei­spiel. Viel­leicht neh­men wir mal die Bezie­hung und den berühm­ten Sei­ten­sprung, der der genannt wird, also eine Bezie­hung. Es kommt zu einem Sei­ten­sprung. Das war bis dahin eigent­lich eine gefühlt glück­li­che Bezie­hung mit, sagen wir mal wirk­lich das war, was er sich ein dum­mer Aus­rut­scher, also er eine schlecht ganz, ganz schlech­te Ent­schul­di­gung dafür. Aber jetzt mal das typi­sche Bei­spiel. Wie auch immer, da ist jemand. Es ist jemand schwach gewor­den, dass jemand wol­len wir Rei­se ein fröh­li­cher Abend. Jan Geträn­ke nicht nach­ge­dacht, sich der Sache hin­ge­ge­ben. Und jetzt kommt es dann her­aus oder es wird auch genannt oder wie auch immer. Dann ist ja die Fra­ge. Ist jetzt damit alles abge­ris­sen? Also ist jetzt damit für immer ver­brann­te Erde oder kann man wie­der Ver­trau­en auf­bau­en? Wird das Ver­trau­en dadurch über­haupt in Mit­lei­den­schaft gezo­gen? Ich glau­be ganz, ganz viel davon, ob man ein­an­der ver­trau­en kann und ob auch Pro­ble­me oder sagen wir mal so Aus­rei­ßer in der in dem Ver­hält­nis, das man mit­ein­an­der hat, ob die tat­säch­lich zu Pro­ble­men füh­ren oder dazu, dass das Ver­trau­en abge­bro­chen wird, hängt auch damit zusam­men, wie stark die­ses Ver­trau­en in so ist und wie glaub mir das auch ist, dass das was pas­siert ist, kei­ne böse Absicht war. Björn Ich glau­be, das ist so viel­schich­tig ich glau­be auch ganz ent­schei­dend ist. Ich habe das gera­de mir über­legt in dem Bei­spiel mit dem Sei­ten­sprung, aber das gilt auch für alles mög­li­che. Ande­re ist, in wel­cher Form das Ver­trau­en miss­braucht, der Ver­trau­ens­bruch offen­bar wird. Das ist ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor. Wenn wir bei dem Bei­spiel Sei­ten­sprung blei­ben, ist es so, wenn wir uns das vor­stel­len, dass dann der eine Part­ner zum ande­ren Part­ner geht und sagt Schatz, mir ist da was pas­siert. Es tut mir fürch­ter­lich leid. Ich weiß, dass dich das ver­letzt. Also offen das direkt kom­mu­ni­ziert, hal­te ich es für sehr wahr­schein­lich, dass die die Chan­ce, das Ver­trau­en. Wie­der­her­zu­stel­len und das Hal­ten nicht viel abreißt und nicht viel zusam­men­bricht für sehr, sehr groß. Wenn die­ser Sei­ten­sprung dazu führt, dass eine Ket­ten­re­ak­ti­on in Gang gesetzt wird. Also es wird gelo­gen, es wird ver­heim­licht, es wird ver­tuscht und es kommt zufäl­lig raus. Ist der Scha­den natür­lich viel, viel grö­ßer. Und das ist jetzt am Bei­spiel Sei­ten­sprung. Aber das geht natür­lich genau­so in allen mög­li­chen ande­ren Bei­spie­len. Björn Neh­men wir das Bei­spiel in der Fir­ma, also in einer Fir­ma. Ein Mit­ar­bei­ter macht einen Rie­sen­feh­ler und es kos­tet die Fir­ma viel, viel Geld. Der Mit­ar­bei­ter, der dann zu sei­nem Chef geht und sagt Hör mal, ich habe Mist gebaut und das und das ist pas­siert, das wird uns das etwas kos­ten. Tut mir leid, ich habe das und das falsch gemacht. Also das ein­fach erklärt. Dem wird der Chef sehr wahr­schein­lich viel schnel­ler wie­der ver­trau­en, als wenn der Mit­ar­bei­ter ver­sucht, es ewig zu ver­tu­schen und geheim zu hal­ten. Also wenn man ver­trau­en muss, wenn man einen Ver­trau­ens­bruch begeht und dann aber offen­siv in die Klä­rung geht, ist eine Ver­trau­ens Wie­der­her­stel­lung sehr viel wahr­schein­li­cher. Nach mei­ner Theo­rie. Jan Hm hm. Ja also mag sein. Ich glau­be halt ins­be­son­de­re, dass da auch die sind. Ich mei­ne, man kann das nicht von einem Fall für alle sagen. Wir haben uns natür­lich auch pla­ka­ti­ve Bei­spie­le in dem Zusam­men­hang. Ich habe auch schon von Men­schen gehört, die sagen, wenn mein Part­ner den Aus­rut­scher hät­te, dann wür­de ich mir wün­schen, er sagt mir da gar nichts davon, wenn ich weiß, dass es nicht das ist nicht extra war so, son­dern son­dern dann glau­be ich auch dar­an, dass er wei­ter treu ist oder wie auch immer. Nichts­des­to­trotz ist die Fra­ge ist eigent­lich auch dabei wie­der­um die Auf­rich­tig­keit. Also geht es qua­si dar­um, dass man, dass man offen und ehr­lich mit einer Sache umgeht und dass man das sozu­sa­gen im bes­ten Sin­ne macht. Nach dem Ver­ständ­nis ins­ge­samt und über­all da, wo es wo es dar­um geht, sich zu sich Vor­tei­le zu ver­schaf­fen oder zu über­vor­tei­len, da wird es dann glau­be ich auch tat­säch­lich schwie­rig in dem Zusam­men­hang. Also aber immer da den­ke ich, wie du schon sag­test, wo. Wo ist nicht ein Aus­rut­scher ist, son­dern wo es dann qua­si sys­te­ma­tisch wird? Jan Da wird es halt pro­ble­ma­tisch oder immer pro­ble­ma­ti­scher, dann letz­ten Endes auch, dass das Ver­trau­en auf­recht zu erhal­ten wahr­schein­lich wahr­schein­lich auch nicht für jeden Men­schen. Das ist auch wie­der indi­vi­du­ell. Aber jetzt wahr­schein­lich wer­den für einen Groß­teil der Men­schen in dem Zusam­men­hang und wie­der­um anders in die Rich­tung. Wenn Ver­trau­en weg ist in die­sem Zusam­men­hang und es soll wie­der auf­ge­baut wer­den, dann gehört aber auch da unter Umstän­den wie­der dazu, auch wie­der in Vor­kas­se zu gehen. So sage ich jetzt mal zu inves­tie­ren und auch zu bewei­sen, dass man ver­trau­ens­wür­dig ist. Es muss jetzt nicht auf eine pla­ka­ti­ve Art und Wei­se sein, aber eben auch auf­rich­tig glaub­haft zu machen, dass einem an der Bezie­hung, in wel­cher Art und Wei­se auch immer liegt, sozu­sa­gen. Björn Und dass man sich auch bewusst ist, dass es ein Ver­trau­ens­bruch war. Ich glau­be, das ist auch ent­schei­dend für das Gegen­über. Also wenn ja wenn man, wenn das Ver­trau­en, das eige­ne Ver­trau­en miss­braucht wur­de, qua­si und ein ein Ver­trau­ens­bruch statt­fand, wer­den wir ja nicht einem Men­schen, der so sagt, auch das ich weiß gar nicht, was du dich so hast, ist doch alles gar nicht so schlimm. Jetzt wird es sehr wahr­schein­lich uns schwe­rer fal­len, dem wie­der zu ver­trau­en, aber es ist alles unglaub­lich eng, auch mit dem eige­nen Wer­te­sys­tem gekop­pelt. Das wird mir jetzt, auch wenn wir drü­ber spre­chen, wie­der so deut­lich, weil du hast jetzt das Bei­spiel gesagt, mit dem ich will es gar nicht wis­sen. Das ist es für mich. Der hat sich bei mir sofort. Mei­ne weni­gen Haa­re haben sich mir sofort auf­ge­stellt, weil ich gedacht habe, es wäre für mich schreck­lich, weil für mich Ehr­lich­keit und Wahr­heit sei. Ein unglaub­lich hohen Stel­len­wert haben aber ist bei ande­ren natür­lich wie­der nicht so. Ich mei­ne, das heißt ja, dass da nicht ist, es nicht dar­um geht, dass der­je­ni­ge nicht Ehr­lich­keit schätzt, son­dern es kann ja sein, dass wenn er weiß, dass der Part­ner das nicht böse gemeint hat und dass dann gesagt wird Was bringt mir die­se zusätz­li­che Infor­ma­ti­on außer Schmerz? Björn Ja, ja, das kann ich nicht nach­emp­fin­den. Genau ist es. Das ist halt das Inter­es­san­te mit dabei. Man kann es sicher­lich nicht ver­all­ge­mei­nern. Jetzt kommt aber noch ein Aspekt, und zwar durch den Kopf Wer ist jetzt echt schwer? Hat dein Ver­trau­en wie­der­zu­ge­win­nen? Ist dein Auto. Ich muss nicht mehr ver­trau­en, weil das Auto kann ich sagen Ja, es tut mir leid, dass der kein Wis­sen ist, aber da kom­me ich qua­si zum ande­ren Aspekt. Und das ist der die Zeit heilt vie­le Wun­den. Ja, in dem Zusam­men­hang auch. Das heißt, ich glau­be, das kann man auch ein stück­weit wie­der über­tra­gen auf mensch­li­che Bezie­hun­gen. Das ist sozu­sa­gen die­ses The­ma, wenn der Kon­takt nicht kom­plett abge­ris­sen ist, son­dern man dann wie­der mit­ein­an­der umge­hen kann und man sagt Okay, wir ver­su­chen es zusam­men, dass dann unab­hän­gig von jetzt per­sön­li­cher Inves­ti­ti­on, dass man jetzt ganz beson­ders bewei­sen muss, dass man ver­trau­ens­voll ist, das dann aber sozu­sa­gen die Ver­läss­lich­keit über die Zeit dann auch wie­der­um dazu füh­ren kann, dass man wie­der Ver­trau­en auf­bau­en, um jetzt zu dem Auto zu kom­men, nur weil man jetzt ein­mal eine Pan­ne hat, dann denkt man beim nächs­ten Mal Hof­fent­lich kommt es nicht die nächs­te. Björn Aber wenn du halt irgend­wie die nächs­ten 40000 km gefah­ren bist, ohne dass was pas­siert ist, dann wirst du irgend­wann auch wie­der ruhi­ger. Unter Umstän­den, ob das gerecht­fer­tigt ist oder nicht. Wobei, wobei, wenn weni­ger Ver­trau­en auf. Björn Wobei. Wenn ich so drü­ber nach­den­ke, ist es nicht mal so, dass ich dem Auto nicht getraut habe, son­dern dass es dazu geführt hat, dass ich das Ver­trau­en in eine Mar­ke kom­plett ver­lo­ren habe. Es ist tat­säch­lich so, dass ich von die­ser Mar­ke und ich wer­de sie jetzt nicht nen­nen, aber von die­ser Mar­ke mir nie wie­der ein Auto kau­fen wür­de. Und das hat­te nichts mit dem Auto so per se an sich zu tun, son­dern tat­säch­lich auch wie­der damit, wie mit der mit der Situa­ti­on umge­gan­gen wur­de sei­tens der Werk­statt. Also da wur­de, da wur­de auch gelo­gen. Also da ich könn­te die Geschich­te erzäh­len, die ist sogar ein biss­chen lus­tig. Aber egal, dass ich jetzt die aber da wur­de halt auch gelo­gen und immer behaup­tet und es war ein­fach nach­weis­bar, ein­fach nicht wahr. Und das hat dann dazu geführt, dass ich der gesam­ten Mar­ke nicht mehr getraut habe. Und das ist natür­lich total in dem Kon­text, in dem Bei­spiel jetzt auch ganz, ganz schwer war. In dem Moment, wo ich sage da von die­ser, von die­ser Fir­ma kau­fe ich nie wie­der etwas, kann ich auch kei­ne posi­ti­ven Erfah­run­gen sam­meln. Björn Und da kom­men wir wie­der zu dem Invest, auch von dem, der das Ver­trau­en nicht mehr hat. Ist tat­säch­lich auch so, es könn­te ja sein, dass wenn ich mir jetzt dann doch wie­der ein Auto von denen kau­fe, das jetzt völ­lig anders läuft und man sich die­ses Ver­trau­en wie­der ein­stellt. Aber dazu kommt es ja gar nicht. Weil ich halt für mich beschlos­sen habe, das geht nicht mehr, müss­te ich viel­leicht auch wie­der offe­ner sein. Jan Weiß ich nicht, ob du das muss. Aber es ist eigent­lich ganz inter­es­sant. Ich woll­te, weil auch. Es ist inso­fern fin­de ich ganz inter­es­sant, weil es eigent­lich noch mal wie­der etwas zeigt, wie enorm eigent­lich die. Die Strahl­kraft von Ver­trau­en ist dann letz­ten Endes hat­te ich ja nicht. Das Auto hat­te ich nicht betro­gen, auch die Mar­ke hat­te ich da jetzt nicht über den Tisch gezo­gen. Per­sön­lich. Und wenn wahr­schein­lich, dass wenn der CEO wüss­te, was da pas­siert ist er von der Mar­ke, dann wird er wahr­schein­lich der Werk­statt da auf die Füße tre­ten unter Umstän­den, son­dern letz­ten Endes war es qua­si eine Ein­zel Inter­ak­ti­on zwi­schen Men­schen, die dazu führt, dass du das Ver­trau­en da ver­lo­ren hast und das sogar über­trägst. Letz­ten Endes ja auf die­se auf auf die gesam­te Mar­ke in dem Zusam­men­hang. Und da sieht man auch wes­halb Ver­trau­en so ein. Weil das Ver­trau­en selbst eine wich­ti­ge Wäh­rung ist und wes­halb auch Inte­gri­tät und und und auch ver­trau­ens­vol­les Auf­tre­ten auch in Bezie­hun­gen, aber auch in Unter­neh­men so hoch­ge­hal­ten wird. Denn man sagt auch immer so schön Ver­trau­en braucht unheim­lich lan­ge, bis es auf­ge­baut ist, aber es kann unheim­lich schnell zer­stört wer­den. Jan Und das ist ja auch durch­aus oft­mals oder kann auch in Kun­den­be­zie­hun­gen der Fall sein. Also eine ganz, ganz schlech­te Erfah­rung führt dazu unter Umstän­den, dass man jetzt wie in dei­nem Bei­spiel sich ent­schließt, nie wie­der sozu­sa­gen mit dem gan­zen Unter­neh­men etwas zu tun zu haben. Wohin­ge­gen wenn du jetzt bei­spiels­wei­se ein kom­plet­ter Mar­ken Fan gewe­sen wärst von die­ser Mar­ke, hät­test du unter Umstän­den für dich nur beschlos­sen. Die­se Werk­statt ist aber doof. Ich gehe das nächs­te Mal zu einer ande­ren. Björn Rich­tig so ist und und da sieht man tat­säch­lich, was für ein weit­rei­chen­des The­ma das ist. Und was für eine Strahl­kraft das hat. Inso­fern kann man gar nicht sagen, wie wich­tig ver­trau­ens­vol­ler Umgang mit­ein­an­der ist und wie wich­tig das auch ist. In unter­schied­li­chen Bezie­hun­gen. Dass man von sich aus Ver­trau­en gibt. Aber auch ja. Ver­sucht ver­trau­ens­voll zu han­deln. Björn So ist das. Also ich muss dei­nem Groß­va­ter dan­ken. Ich fand, das war eine tol­le Anre­gung, war ein tol­les The­ma. Über das The­ma Selbst­ver­trau­en machen wir defi­ni­tiv auch noch mal eine Fol­ge, weil das natür­lich noch mal eine ande­re Dimen­si­on hat. Was wie es dazu kom­men kann, dass man sich selbst nicht mehr etwas zutraut oder das Ver­trau­en in sich selbst viel­leicht Macken hat oder wackelt. Und da gibt es ja auch Mög­lich­kei­ten, dar­an zu arbei­ten. Wir dan­ken euch für euer Ver­trau­en, dass ihr euch uns heu­te wie­der ange­hört hat. Wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen und ihr müsst nicht mit uns ver­wandt sein, um uns The­men vor­zu­schla­gen. Das kann ich auch machen. Bin ja nicht der Groß­va­ter vom Jen­seit oder irgend­wie mit mir ver­wandt seid. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr in der Pod­cast Beschrei­bung genau­so wie die Links zu unse­ren Home­pages. Und wir freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge für euch und ich sage Tschüss! Und Jan sagt: Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Vertrauen --- ### [Selbstvertrauen verstehen und aufbauen](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstvertrauen/) **Published:** März 18, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Auf­bau­en auf der letz­ten Fol­ge zum The­ma Ver­trau­en, gehen wir nun auf Selbst­ver­trau­en ein, eine beson­de­re Form und wohl die wich­tigs­te. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich gehen auf Fak­to­ren ein, die Selbst­ver­trau­en auf­bau­en und zer­stö­ren kön­nen, was man im All­tag tun kann, um mehr Selbst­ver­trau­en zu gewin­nen, und so zufrie­de­ner zu leben. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und am ande­ren Mikro­fon Jan Gus­tav Fran­ke Hal­lo Jan, hal­lo Björn, wir knüp­fen heu­te an das The­ma aus der letz­ten Woche an. Da haben wir uns mit Ver­trau­en beschäf­tigt. Das The­ma hat uns ja der Opa von Jan kre­denzt. Und als wir da im Gespräch waren, ist uns auch direkt auf­ge­fal­len, dass wir zu dem beson­de­ren Unter­the­ma dort Selbst­ver­trau­en eine eige­ne Fol­ge machen soll­ten. Und das ist uns so heiß unter den Nägeln gebrannt, dass wir das direkt in die­ser Woche nach­schie­ben. Also heu­te geht es um Selbst­ver­trau­en sich selbst trau­en oder Ver­trau­en in sich selbst haben. Jan Was ist da? In wel­cher Wei­se ver­stehst du den Begriff? Jan Ich fin­de, man kann da ganz gut auch den Ver­gleich zie­hen zum Gegen­teil. Also ich fin­de Selbst­ver­trau­en auch in einem Ver­hält­nis zu Selbst­si­cher­heit, das Syn­onym ver­ste­hen und dem gegen­über auch eine gewis­se Unsi­cher­heit. Wenn man kein Selbst­ver­trau­en hat, dann wird es auch oft­mals als Unsi­cher­heit beschrie­ben oder emp­fun­den. Und inso­fern ist für mich Selbst­ver­trau­en eben die. Gewiss­heit oder das Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten dar­in, Din­ge meis­tern zu kön­nen und sich auch etwas zuzu­trau­en und viel­leicht auch neue Din­ge zuzu­trau­en, die man even­tu­ell in der Ver­gan­gen­heit noch gar nicht so bewäl­tigt hat, aber denen man sich dann durch­aus gewapp­net fühlt, weil man eben auch weiß, was man in der Ver­gan­gen­heit schon so alles geschafft hat. Björn Hmmm, span­nend an der an dem The­ma fin­de ich, dass das ja eigent­lich immer erst dann aufs Tablett kommt, wenn es am Selbst­ver­trau­en man­gelt. Also wenn man dar­un­ter lei­det, dass man eben kein Selbst­ver­trau­en hat, also eher nega­tiv behaf­tet das Bild von den eige­nen Fähig­kei­ten hat, erst dann set­zen wir uns damit ja aktiv aus­ein­an­der. Es ist ja nicht so, oder? Es ist sehr sel­ten so, dass man zum The­ma hat, wenn man mit jeman­dem spricht. Ich habe so ein gutes Selbst­ver­trau­en. Lass uns mal dar­über reden, ob man schon mal begeg­net ist, glau­be ich. Wenn man es in der Fremd­wahr­neh­mung bei jeman­dem fest­stellt, dass man das Gefühl hat, da hat jemand einen, viel­leicht etwas über­stei­ger­tes Selbst­ver­trau­en oder viel­leicht ist dann auch die Form davon, dann der Über­mut in dem Zusam­men­hang. Björn Das ist ja ein ganz, da kön­nen wir ja direkt ein­stei­gen, weil das ist so das The­ma, weil der The­men­be­reich Eigen­wahr­neh­mung und Fremd­wahr­neh­mung. Also ich wage jetzt mal zu sagen, nur weil man den Ein­druck hat, jemand hat ganz viel Selbst­ver­trau­en, muss das nicht unbe­dingt die Rea­li­tät sein. Ich habe es dir im Vor­ge­spräch schon erzählt. Ich habe das selbst erlebt, dass mir nach­ge­sagt wird und mehr noch eigent­lich wur­de, ich wäre so ein Fels in der Bran­dung und mich könn­te ja nichts umhau­en. Auch in der Zeit, an der ich da ich am Thea­ter war, wur­de mir das immer nach­ge­sagt. Und ich war dann immer sehr über­rascht, weil die Rea­li­tät eigent­lich eine ganz ande­re war, damals mehr als heu­te, dass ich mich über­haupt nicht sicher fühl­te und dass ich eigent­lich immer die Sor­ge hat­te. Reicht das denn? Und mache ich das rich­tig? Und wer­de ich den Erwar­tun­gen gerecht? Und das schien sich aber nicht nach außen zu über­tra­gen. Und für mich beson­ders inter­es­sant ist, dass ich das jetzt nicht bewusst über­spielt hät­te es jetzt also nicht so, dass ich durch durchs Leben gegan­gen bin und gedacht habe, ich darf kei­ne Men­schen zei­gen, dass ich gera­de an mir sel­ber zwei­fel oder dass ich mir nicht sicher bin. Björn Trotz­dem war die Außen­wir­kung eine völ­lig ande­re als das, was in mir drin­nen statt­ge­fun­den hat. Also wür­de ich jetzt behaup­ten, dass man tat­säch­lich das Selbst­ver­trau­en einem Men­schen nicht unbe­dingt able­sen kann an sei­nem Ver­hal­ten. Jan Wer also bestimmt nicht immer? Es gibt natür­lich Men­schen, die bei denen das viel­leicht das Gegen­teil oder viel­leicht ersicht­lich ist, wenn jemand nicht so ein gro­ßes Selbst­ver­trau­en hat, dass man das viel­leicht schon eher lesen kann. In Tei­len aber auch nicht immer. Und ich glau­be, es ist bei so vie­len Din­gen so, dass wir natür­lich in der Kom­mu­ni­ka­ti­on nach außen nur einen Teil des­sen auch über­haupt nach außen geben, der wir sind. Wir haben hier ganz, ganz vie­le Facet­ten. Und genau­so ist natür­lich unser Gegen­über auch wie­der­um dann ein wei­te­rer Aspekt in die­sem gan­zen The­ma. Denn die Fra­ge ist ja auch Das eine ist, was ich aus­strah­le, das ande­re ist, wie es auf­ge­nom­men, wahr­ge­nom­men wird. Und das ist ja auch etwas, was es in ganz, ganz vie­len Berei­chen gibt. Also ein rela­tiv pro­mi­nen­tes Bei­spiel dafür sind ja auch Komi­ker, denen er auch nach­ge­sagt wird. Ein Komi­ker, der ist halt immer wit­zig, der ist immer gut drauf und so wei­ter. Und der wirkt auch so auf der Büh­ne. Und ihm ist das auch in die­sem Zusam­men­hang in sei­ner Facet­te, die er da gera­de spielt, wahr­schein­lich nicht die Facet­te, die er spielt, son­dern die­se Facet­te, die er dann gera­de ist oder die er zeigt. Jan Sagen wir mal so und trotz­dem gibt es ja auch auch bei Komi­kern gro­ße per­sön­li­che Bau­stel­len, per­sön­li­che Kri­sen, auch teil­wei­se Depres­sio­nen und so wei­ter. Und das heißt, wir Men­schen sind ja viel­fäl­ti­ge Wesen und man kann nicht alles nur dar­an able­sen, was sich an der Ober­flä­che zeigt oder was man zei­gen möch­te. Ob bewusst oder unbe­wusst. Und wie gesagt, jeder nimmt unter­schied­lich wahr. Ganz sicher. Björn Ja, das hat auch damit zu tun, was man selbst für ein Bild von sich hat, was die Wahr­neh­mung angeht von ande­ren Men­schen um sich rum, was man als selbst­si­cher deu­tet. Also zum Bei­spiel gibt es bestimmt Men­schen, die ein beson­ders lau­tes Auf­tre­ten als selbst­si­cher deu­ten. Oder jemand, der viel spricht, wird als selbst­si­cher wahr­ge­nom­men. Viel­leicht, weil das Din­ge sind, wo man sel­ber mit sich hadert, dass man viel­leicht nicht so gut vor ande­ren spre­chen kann. Und wenn jemand anders das dann qua­si im Gegen­teil auch noch über­trie­ben viel­leicht macht, ist das etwas, was einem Selbst­ver­trau­en sug­ge­riert in dem Moment. Ich fin­de den ich fin­de den Begriff ja bit­te. Jan Was mir in dem Zusam­men­hang noch ein­fällt, ist natür­lich auch genau der Punkt. Das ist ja auch teil­wei­se Tak­ti­ken sind oder Tech­ni­ken sind, wie so etwas kom­pen­siert wer­den kann. Also jemand, der unter Umstän­den um sich unsi­cher ist, neigt viel­leicht auch dazu, lau­ter zu wer­den, um das zu über­spie­len. Und des­halb kommt es bei ande­ren viel­leicht auch anders anders an.. Und oft­mals ist es ja eben nicht so, dass die­je­ni­gen, die am lau­tes­ten sind, die­je­ni­gen sind, die auch das größ­te Selbst­ver­trau­en haben, son­dern dass da eben auch gewis­se Bau­stel­len sind. Also jemand, der der in sich ruht und er weiß, was er kann, der muss nicht auf die Pau­ke hau­en, um sich durch­zu­set­zen, son­dern der, der kann das unter Umstän­den auch anders tun. Man kann das nicht pau­scha­li­sie­ren, aber ganz sicher ist es so, dass ja eben die nur die rei­ne Wahr­neh­mung von außen ganz sicher­lich nicht ein ein immer tref­fen­des Bild vom Inne­ren abgibt in dem Zusam­men­hang. Björn Span­nend ist ja, weil ich glau­be, es gibt nie­man­den, der sagt, ich hät­te gern weni­ger Selbst­ver­trau­en. Das hal­te ich für unwahr­schein­lich. Ich glau­be, sehr, sehr inter­es­sant ist die Fra­ge, was Selbst­ver­trau­en stärkt und för­dert. Es gibt natür­lich auch die ande­re Sei­te, was das Selbst­ver­trau­en zer­stö­ren kann. Aber was stärkt Selbst­ver­trau­en? Für mich eine gro­ße Erkennt­nis, die ich mal hat­te. In mei­nem Leben ist das Selbst­ver­trau­en nicht nur unbe­dingt Din­ge sind, die man tut, son­dern auch Din­ge sind, die man lässt. Etwas nicht tun, nein sagen, Din­ge las­sen kön­nen. Das ist etwas, was für mich per­sön­lich den größ­ten Effekt auf mein eige­nes Ver­trau­en in mich selbst hat­te. In mei­nem Leben, das ich wirk­lich ganz bewusst von dem ich los­sa­gen konn­te. Jan Hm, ja, und bei­den Sei­ten zugrun­de liegt, glau­be ich, da eben das The­ma auch Selbst­wirk­sam­keit, Erfah­rung. Das heißt also erst­mal fest­zu­stel­len, dass das, was man tut, wie man sich ent­schei­det, ob man so etwas tut oder etwas lässt, ob man einer Sache zustimmt und das dann durch­zieht oder ob man auch sagt Ich möch­te etwas nicht, aber dass das eben wirk­sam wird. Also das, dass man das halt eben tun kann, das kann sein. Selbst­wirk­sam­keit ist Erfah­rung, wenn ich halt irgend­wie etwas in der Ver­gan­gen­heit gemeis­tert habe. Ob das eine Prü­fung ist, ob das sport­li­che Erfol­ge sind, ob das beruf­li­che Erfol­ge sind oder schwie­ri­ge Situa­tio­nen sind, mit denen man umge­gan­gen ist. All das sind Erfah­run­gen, die einem zei­gen, dass man wirk­sam ist, auch nach außen. Denn das hat ja auch ganz oft eben zu tun. Also Selbst­ver­trau­en mit Din­gen, die nicht nur im Inne­ren lie­gen. Klar, ich set­ze mich selbst aus­ein­an­der, aber ganz vie­le Punk­te, die mit Selbst­ver­trau­en zusam­men­hän­gen, sind ja auch zu sehen in einem Zusam­men­hang mit äuße­ren, äuße­ren Objek­ten. Jan Per­so­nen, mit denen inter­agiert wird letz­ten Endes. Also ich habe zum Bei­spiel es gibt die Mög­lich­keit, dass man eben sagt, ich traue mir etwas nicht zu, etwas Beruf­li­ches, weil die Her­aus­for­de­rung zu groß ist. Ich weiß nicht, wie ich die­ses Team füh­ren soll. Ich weiß nicht, wie ich die­se Auf­ga­be bewäl­ti­gen soll oder so etwas. Das heißt, es ist immer die eige­ne Per­son im Ver­hält­nis auch zu etwas ande­rem. In die­sem Zusam­men­hang. Björn Ich fin­de. Ich fin­de. Ent­schul­di­ge. Bit­te. Bit­te. Ich fin­de den Begriff Selbst­wirk­sam­keit auch ganz span­nend, weil das ja auch ein Phä­no­men, das man beob­ach­tet, wenn jemand so gera­de noch ein Bei­spiel, wenn sie zum Bei­spiel jemand beför­dert wird nur auf­grund von Bezie­hun­gen, die er hat, auf­grund von Vit­amin B an. Der kommt also durch rei­nes Vit­amin B in eine Füh­rungs­po­si­ti­on. Das sind in der Regel ja nicht die bes­ten Füh­rungs­kräf­te. Das sind ja Men­schen, die dann ver­su­chen, sich in die­ser Füh­rungs­po­si­ti­on im Nach­hin­ein noch zu behaup­ten. Weil es, glau­be ich, nicht durch Selbst­wirk­sam­keit erreicht wur­de. Das wur­de ja durch die Wirk­sam­keit von jemand ande­rem geschaf­fen, die­se Situa­ti­on. Und das hat eigent­lich dann nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf das Selbst­ver­trau­en. Jan Jein. Also kann sein. Es ist natür­lich auch so, dass die Wirk­sam­keit ja, aber zumin­dest jemand war so weit, dass jemand, dem zuge­traut hat, das zu tun und des­halb in die­se, die­se ihn oder sie in die­se Posi­ti­on hebt. In Anfüh­rungs­stri­chen. Wenn sie jetzt über Vit­amin B läuft, das wür­de man ja jetzt auch nicht zwin­gend machen mit jeman­dem, dem man das gar nicht zutraut. In dem Zusam­men­hang aber das gibt es ja natür­lich, gibt es ja sicher­lich, aber auch da hängt ja sozu­sa­gen die die Posi­ti­on des des­je­ni­gen der­je­ni­gen mit dar­an, die ihr das auch tut. Unter Umstän­den. Es gibt da ja auch Ein­flüs­se gegen­sei­tig. Also ich wür­de nie­man­den in eine Posi­ti­on brin­gen, von der ich jetzt aus­ge­he, dass das die­se Per­son in die­ser Posi­ti­on nicht gerecht wer­den kann. Ins­be­son­de­re wenn ich selbst dafür auch ver­ant­wort­lich bin. Aber wor­auf das eigent­lich abzielt und in wel­che Rich­tung es geht, ist es natür­lich so, wenn ich. Etwas für etwas eine Aner­ken­nung bekom­me, weil ich etwas geleis­tet habe. Dann fällt es mir leich­ter, das anzu­neh­men und mir das zuzu­trau­en. Jan Viel­leicht auch so, dass das, was dar­aus resul­tiert, bei­spiels­wei­se eine Beför­de­rung. Ich habe mei­nen Job gut gemacht und des­halb wer­de ich beför­dert. Man traut mir das zu. Dann traue ich mir das viel­leicht auch eher selbst zu, als wenn ich selbst den Ein­druck habe, ich habe das nur aus Grün­den bekom­men, die ich gar nicht selbst ver­ant­wor­tet. Son­dern es ist mir so zuge­flo­gen und ich bin mir gar nicht sicher, ob ich das kann. Und dann muss ich es viel­leicht auch unter Umstän­den in irgend­ei­ner Art und Wei­se über­kom­pen­sie­ren. Oder ich muss die Erfah­run­gen erst danach machen, wie ich dann ein­fach so ich den­ke auch das geht. Es geht ja im Leben auch viel mit. Mit Mut zur Lücke. Und man kann sich auch in grö­ße­re Din­ge rein ent­wi­ckeln. Es gibt ja auch genug Situa­tio­nen, wo jemand viel­leicht ganz unver­hofft irgend­wo­hin kom­men. Also bei­spiels­wei­se. Eine, aus wel­chem Grund auch immer eine Füh­rungs­kraft oder wie auch immer geht ohne oder in der Fami­lie pas­siert etwas ein. Ein Fami­li­en­mit­glied ver­stirbt oder geht weg oder wie auch immer. Und auf ein­mal kommt man in eine Posi­ti­on, die man gar nicht so erwar­tet hat und muss da auf ein­mal Ver­ant­wor­tung über­neh­men. Jan Und das ist ja her­aus­for­dernd. Und trotz­dem ist es ja mög­lich und gelingt es ja auch vie­len Men­schen. Zum Glück sind wir auch als Men­schen sehr anpas­sungs­fä­hig gewe­sen, dass wir uns da hin­ein ent­wi­ckeln und dass wir dann auch Selbst­ver­trau­en mit der Zeit ent­wi­ckeln kön­nen in die­ser neu­en Posi­ti­on oder Rol­le. Aber es ist sicher­lich immer ein Unter­schied, ob das jetzt unver­hofft kommt oder ob das in klei­nen Schrit­ten in Anfüh­rungs­stri­chen sich in die­se Rich­tung ent­wi­ckelt und ich des­halb sagen kann Das ist für mich, das ist für mich in Ord­nung. Ande­rer­seits muss man ja sagen, es gibt ja qua­si auch die die ande­re Sei­te der der Argu­men­ta­ti­on, die, die sagt Du musst eigent­lich dei­ne Kom­fort­zo­ne ver­las­sen, damit der Schritt groß genug ist. Also es gibt ja auch Men­schen, die sagen Wenn du kei­ne kein Respekt vor die­sem Schritt hast, dann ist der Schritt eigent­lich nicht groß genug. Und da kann man natür­lich vor­treff­lich drü­ber strei­ten. Also ist da der Mut zur Lücke. Der Königs­weg zu sagen Nein, der muss groß sein. Und viel­leicht muss ich mir gar nicht sicher sein zu Beginn, damit ich mög­lichst schnel­les Wachs­tum habe. Jan Per­sön­lich eine stei­le Lern­kur­ve. Oder ist es der rich­ti­ge Ansatz zu sagen Nein, das soll­te alles Stepp by Stepp lau­fen, damit ich mir in jedem Moment sicher bin. Dabei kann man drü­ber dis­ku­tie­ren. Björn Ja, also wenn du sagst, dass du wür­dest jetzt nie­man­den in eine Posi­ti­on beför­dern, von wo du glaubst, dass der die nicht packen könn­te, ist das natür­lich eine sehr lobens­wert und hoch unpo­li­ti­sche Hal­tung. Was die­se The­ma­tik angeht, aber das ist jetzt natür­lich wie­der ein völ­lig ande­res Feld. Immer wie­der Naray­en Erfol­ge machen könn­ten. Aber die die Rea­li­tät zeigt ja auch oft genug das und viel­leicht las­sen wir das dann auch, was den The­men­be­reich angeht, damit aber die Rea­li­tät zeigt ja, oft kommt das auch aus poli­ti­schen Grün­den Posi­tio­nen besetzt wer­den, wo es gar nicht so sehr um die Leis­tung geht, son­dern um sich selbst den Rücken zu stär­ken. Und das ist in grö­ße­ren Kon­zern­struk­tu­ren ja lei­der muss man sagen immer noch sehr ver­brei­tet. Ich glau­be, es ist jetzt, weil wir ja über Selbst­ver­trau­en spre­chen, viel­leicht ganz wich­tig, weil ja die meis­ten Men­schen sich eher mehr Selbst­ver­trau­en wün­schen und eher gar kei­ner sagt, ich hät­te gern weni­ger Selbst­ver­trau­en, dass wir viel­leicht uns dar­über unter­hal­ten, wie man Selbst­ver­trau­en auf­bau­en kann. Also wie? Was kann man tun, um um sein Selbst­ver­trau­en zu stär­ken? Björn Und was mir dann ein­fällt, eigent­lich als ers­tes ist, wie wir auch im Vor­ge­spräch schon kurz fest­ge­legt hat­ten, ist Res­sour­cen, Arbeit und zu schau­en. Also ich mache das eigent­lich immer ganz gern in Form einer an Lebens­li­nie zu schau­en, was im was man in sei­nem Leben eigent­lich schon erreicht hat, weil das ver­ges­sen ja vie­le ger­ne. Also das ist der Blick zurück, kann in sol­chen Momen­ten ja sehr heil­sam sein, um sich ein­fach dar­über im Kla­ren zu wer­den, was man mit wel­chen Res­sour­cen eigent­lich schon geschafft hat. Und dadurch akti­viert man die­se Res­sour­cen ja auto­ma­tisch auch schon wie­der. Und das hat meis­tens ja schon eine ganz wun­der­ba­re Wir­kung, wenn wir über Res­sour­cen spre­chen. Viel­leicht kommt jetzt auch noch ein­mal erläu­tern für den Fall, dass es nicht jeder hören, jedem Hörer geläu­fig ist, dann spre­chen wir eigent­lich auch in dem Zusam­men­hang von Fähig­kei­ten, mit denen man also Din­ge bewäl­ti­gen, meis­tern kann und Fähig­kei­ten, Eigen­schaf­ten, die man zu sich zählt. Das kann bei­spiels­wei­se sein Kom­mu­ni­ka­ti­ons, Talent oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken, die man beherr­schen kann. Kann er Empa­thie sein? Björn Das kann aber auch eine Leis­tungs­be­reit­schaft sein. Björn Durch­hal­te­ver­mö­gen, Wür­de und Durch­hal­te­ver­mö­gen. Jan Ganz vie­le unter­schied­li­che Punk­te. Damit ist jetzt nicht gemeint, nur allein Zeit und Geld, was viel­leicht da ist oder nicht da, son­dern es geht auf äuße­re und per­sön­li­che Res­sour­cen, Eigen­schaf­ten, Fähig­kei­ten, mit denen man in der Ver­gan­gen­heit eben schon Din­ge auch geschafft hat. Und da sind wir auch genau bei dem Punkt. Wir hat­ten gera­de schon das The­ma Selbst­wirk­sam­keit Erfah­rung ange­spro­chen und das geht ja Hand in Hand mit die­ser Res­sour­cen Arbeit. Dass man also schaut, in wel­chen Momen­ten war ich denn schon wirk­sam in mei­nem Leben und mit wel­chen Res­sour­cen habe ich das denn geschafft? Also was hat mich dahin geführt? Oder was hat mich dazu befä­higt, auch Din­ge zu meis­tern? Was gab es viel­leicht auch schon für Her­aus­for­de­run­gen, die ich da bewäl­tigt habe und die ich dann auch dann posi­tiv gestal­tet habe in dem Zusam­men­hang? Und was ist gera­de schon gesagt? Das ist natür­lich so, dass dann eben in sol­chen Momen­ten, wo so was even­tu­ell auch akut wer­den kann, teil­wei­se der Fokus gera­de gar nicht so auf den Din­gen liegt, die man schon erreicht hat. Auch da ist es ja so! Jan Wir sind auch als Men­schen fokus­siert auf unter­schied­li­che Berei­che unse­res Lebens, wir haben ja eigent­lich ganz sel­ten wirk­lich die gesam­te Palet­te und alle Aspek­te vom Auge, son­dern wir sind viel­leicht auch in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen unter­schied­lich fokus­siert. Man spricht ja auch von der Pro­blem Trans oder Lösungs­an­sät­ze. Und oft­mals, wenn so ein The­ma gut führt, bei­spiels­wei­se, dass man sagt Ich habe irgend­wie kein Selbst­ver­trau­en, ich traue mir das nicht zu. Dann ist man eher auf der Pro­blem Sei­te ver­haf­tet, gera­de irgend­wo und kon­zen­triert sich dar­auf, was viel­leicht nicht so gut gelau­fen ist, was Sor­gen sind in dem Zusam­men­hang, wes­halb etwas nicht so lau­fen könn­te. Und dann ist es eben ganz ganz wich­tig, eher auf die­se Lösung Sei­te zu kom­men, lösungs fokus­siert da wie­der unter­wegs zu sein. Und da kann das natür­lich unheim­lich hilf­reich sein. Die­ses Tool, was du genannt hast mit der Lebens­li­nie, fin­de ich da ganz ganz super. Also man kann sich das vor­stel­len wie so einen Gra­phen, also Kur­ven denkt aus der Schu­le nur mit weni­ger rech­nen da ist man also tat­säch­lich mal auf­zeich­net. Wie hat man also eine Linie auf­zeich­net? Jan Was waren so Höhen, Tie­fen? Wie hat man die bewäl­tigt? Wo steht man heu­te? Und dann eben auch die­sen Ver­lauf der Kur­ve, beschreibt also auch durch­aus sei­nen ein­zel­nen Punk­ten oder mar­kan­ten Punk­ten auf der Linie, da irgend­wo also, die benennt mit Ereig­nis­sen bei­spiels­wei­se und auch dazu­schrei­ben kann, wie man das geschafft hat, dann da mit ver­schie­de­nen Din­gen umzu­ge­hen, was man auch beden­ken muss, ist das natür­lich alles immer eine zeit­li­che Kom­po­nen­te auch hat. Also du hast jetzt gera­de beschrie­ben, jemand ist viel­leicht an einem Punkt, wo er sich etwas nicht zutraut, sagt er schafft das nicht. Dann ist es auch mal ganz span­nend zu betrach­ten, was pas­siert eigent­lich sonst gera­de drum her­um. Also wenn jemand jetzt zum Bei­spiel von einer beruf­li­chen Her­aus­for­de­rung steht und irgend­wie damit sich hadert und. Glaubt, dass er über­for­dert ist mit dem, was er da tut. Ist es auch ganz inter­es­sant, den Blick zu wei­ten und wir hat­ten es ja auch schon öfter, dass eine Tren­nung von Beruf und Pri­vat sehr, sehr schwie­rig ist. Also den Blick zu wei­ten und zu gucken, was pas­siert drum­her­um, wie es gera­de die Bezie­hung, das pas­siert im Freun­des­kreis. Jan Was ist. Was ist viel­leicht die Wochen zuvor gesche­hen ist. Da gab es da irgend­wel­che irgend­wel­che Ereig­nis­se, die jetzt viel­leicht dazu bei­tra­gen, dass man in dem kon­kre­ten Moment viel­leicht so mit sich selbst hadert, mit sich selbst nicht mehr ver­traut, weil all auch das setzt das Gan­ze ja wie­der in einen ande­ren Kon­text. Und dann kann man mit zusam­men mit so einer Res­sour­cen arbei­ten, von der Lebens­li­nie auch ganz ande­re Ener­gien wie­der mobi­li­sie­ren und den Blick wie­der nach vor­ne len­ken. Und aus die­ser, wie du es gera­de auch rich­tig gesagt, dass wir aus die­ser Pro­blem trans raus kom­men und dann mit mehr Res­sour­cen im Ruck­sack eher posi­tiv nach vor­ne schau­en. Jan Ja rich­tig. Ja, ich fin­de auch den Gedan­ken das schö­ne die­ser Res­sour­cen Schatz ist ein­fach da, auch mal die­se Res­sour­cen dann auf ver­schie­de­ne Arten zu schrei­ben und sich das damit zu ver­ge­gen­wär­ti­gen und dann eben auch von Zeit zu Zeit mal wie­der her­vor­zu­zau­bern und sich das anzu­schau­en. Eine ande­re Mög­lich­keit ist natür­lich auch, dass von Du ja auch ein gro­ßer Fan bist. Das Jour­nal schrei­ben Tage­buch, wo man auch dann im Prin­zip mit auf­schrei­ben kann was ist gut gelau­fen, was sind Erfol­ge, wo man auch mal in schwie­ri­ge­ren Zei­ten dann mal hin­ein­schau­en kann. Björn Eine Res­sour­ce Ent­schul­di­gung, eine Res­sour­ce, die immer zu kurz kommt, mei­ner Mei­nung nach. Und das hat auch ein biss­chen mit dem Begriff Selbst­ver­trau­en zu tun. Ist das per­sön­li­che Umfeld, die auch Freun­de und Part­ner sind, Res­sour­cen. Auch wenn wir sagen, wir wol­len an unse­rem Selbst­ver­trau­en arbei­ten, an der Selbst­wirk­sam­keit, aber auch Bezie­hun­gen, die wir pfle­gen zu ande­ren Men­schen sind. Res­sour­cen darf man nie ver­ges­sen. Also das ist zum Bei­spiel jemand, der gera­de in einer gro­ßen Kri­se steckt und ver­gisst, dass er Freun­de hat, die ihn auf­fan­gen kön­nen, wird es nicht bes­ser machen. Und die­se Freun­de sind eine Res­sour­ce, die auch die Selbst­wirk­sam­keit stei­gern kann. Jan Es ist ja auch ein ganz wesent­li­cher Aspekt, auch in der gan­zen Resi­li­enz For­schung, dass man auch da sagt also per­sön­li­che sozia­le Bezie­hun­gen, die hel­fen einem da auch, Kri­sen zu über­win­den oder eben auch nicht nur Kri­sen zu über­win­den, son­dern über­haupt Auf­ga­ben zu meis­tern und Din­ge zu tun, sich auch wohl­zu­füh­len in der eige­nen, in der eige­nen Haut. Und Men­schen sind nun mal sozia­le Wesen und und es geht Men­schen gut, wenn sie eben auch in Inter­ak­ti­on tre­ten mit ande­ren Per­so­nen. Und wenn man dann auch da mal die Mög­lich­keit hat, sich zu sich mal spie­geln zu las­sen oder ein­fach mal eine ande­re Sicht auf die Din­ge zu zu bekom­men. Denn auch wenn man sich mit ver­schie­de­nen Din­gen aus­ein­an­der­setzt, mit dem, mit dem Selbst­ver­trau­en, mit Auf­ga­ben, die einem bevor­ste­hen und so wei­ter und so fort, dann kann es da auch nicht scha­den, mal von ande­ren Sei­ten etwas dazu zu hören. Also ich mei­ne, das ist ja durch­aus etwas, was man auch, was man auch selbst kennt aus Gesprä­chen auch mit Freun­den, so dass das auch Freun­de sagen oder man das auch Freun­den sagen. Jan Auch toll, dass du die­se Mög­lich­keit hast, das bist du bestimmt super machen, oder schau mal, was du über­haupt schon schon geschafft hast in dei­nem Leben. Da wirst du die­se oder jene Auf­ga­be auch super meis­tern. Und das sind natür­lich sol­che sol­che Punk­te. Björn Und ja. Und ganz wich­tig gute Freun­de. Sind ja auch immer noch gute Freun­de, selbst wenn man schei­tert. Das ist ja auch ein ganz wesent­li­cher Punkt. Selbst­ver­trau­en heißt ja nicht immer alles schaf­fen. Selbst­ver­trau­en heißt ja auch, mit den eige­nen Ver­feh­lun­gen oder mit dem eige­nen Schei­tern trotz­dem posi­tiv umzu­ge­hen. Und des­we­gen sind die­se, die­se zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen als Res­sour­ce so unglaub­lich wich­tig, wenn es gesun­de Bezie­hun­gen sind. Weil ich glau­be, jemand, der von jeman­dem erwar­tet, du musst immer erfolg­reich sein, so sind wir nicht befreun­det. Das ist sehr wahr­schein­lich kein Freud, wür­de ich sonst, wie der Rhein­län­der es sagen wür­de. Aber das ist eine ganz wesent­li­che Kom­po­nen­te, weil Selbst­ver­trau­en. Wir reden die gan­ze Zeit dar­über. An sich selbst glau­ben, etwas schaf­fen kön­nen. Ja. Aber Selbst­ver­trau­en bedeu­tet halt auch, ohne mit sich selbst in den Krieg zu zie­hen. Sagen zu kön­nen Das kann ich nicht oder Das habe ich nicht geschafft. Das ist ja auch ein etwas Nor­ma­les. Und das sagen zu kön­nen, hat auch etwas mit Selbst­ver­trau­en zu tun. Jan Ja, abso­lut. Und wir waren jetzt gera­de viel bei Bau­auf­ga­ben unter­wegs, aber eben auch im Bereich spielt es natür­lich auch eine Rol­le. Also auch da zu sagen, das sind mei­ne, mei­ne Gren­zen, sich nicht selbst auf­zu­ge­ben, son­dern auch fest­zu­stel­len, was ist man bereit zu geben, was ist man bereit dazu zu leis­ten, ist das fal­sche Wort, was man bereit zu geben für eine Bezie­hung? In dem Zusam­men­hang für eine Freund­schaft, wo sind da unter Umstän­den Gren­zen? Und wo traut man sich auch mal nein zu sagen? Das hat es ja ganz zu Beginn schon gesagt, zu gewis­sen Punk­ten, oder wo traut man sich auch mal? Ja. Brü­cken zu bau­en, aktiv zu wer­den, nicht nur zu reagie­ren, son­dern zu agie­ren, ob in bestehen­den Bezie­hun­gen ist oder auch in neu­en Bezie­hun­gen, wie traut man sich auch in dem Zusam­men­hang offen offen auf neue Men­schen zuzu­ge­hen, die anzu­spre­chen in dem Zusam­men­hang und das hat eben auch ganz viel damit zu tun, wie man da mit sich selbst auch in Balan­ce ist. Björn Hmmm, das ist auch ganz span­nend, weil es Men­schen. Wenn man nicht mit gutem Selbst­ver­trau­en aus­ge­stat­tet ist, wird man ja, wenn man Men­schen begeg­net oder neu­en Men­schen begeg­net, immer ver­su­chen, den Erwar­tun­gen zu ent­spre­chen. Man wird dann ja immer ver­su­chen rein zu pas­sen und sich unter Umstän­den auch ver­bie­gen, um die­sen selbst wahr­ge­nom­me­nen Erwar­tun­gen zu ent­spre­chen. Und das ist ein Teu­fels­kreis. Weil nur wenn man sich wirk­lich sel­ber zeigt, kann man ja auch wirk­lich Aner­ken­nung dafür erfah­ren, wer man wirk­lich ist. Und das ist auch ein ganz wesent­li­cher Schritt. Des­we­gen ist auch das Nein sagen kön­nen so wich­tig, muss abgren­zen kön­nen zu wich­tig und zu sagen Nein, das möch­te ich nicht. Ich mag eher das, weil wenn man auf­hört, Men­schen gegen­über auf­rich­tig zu sein, wird man sich nie ange­nom­men füh­len, für den man wirk­lich ist. Das ist somit ein ers­ter Schritt, glau­be ich im Zwi­schen­mensch­li­chen, um sein eige­nes Selbst­ver­trau­en auch ein biss­chen zu pfle­gen, dass man immer auf­rich­tig bleibt. Jan Ja, das stimmt. Na, da haben wir auf jeden Fall vie­le ver­schie­de­ne Aspek­te des Selbst­ver­trau­ens ange­spro­chen. Wir hof­fen, ihr habt euch hier auch an der einen oder ande­ren Stel­le ja mal einen Gedan­ken neh­men kön­nen, der euch wei­ter­führt, der euch viel­leicht auch dazu führt, noch wei­ter dar­an zu den­ken. Wir hof­fen auf jeden Fall, dass ihr alle euch gut fühlt mit euch selbst, mit eurem Selbst­ver­trau­en, dass ihr viel­leicht auch die ein oder ande­re Idee habt, wie ihr viel­leicht dar­an arbei­ten könnt, wenn ihr Arbei­ten dar­an möch­tet. In dem Zusam­men­hang und auch da ist ja, wenn man schon mal eine Fra­ge gemacht zum The­ma auch Mind­set und per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung. Wir sind ja kei­ne in Stein gemei­ßel­ten Per­so­nen. Und nur weil wir uns viel­leicht heu­te nicht so selbst­si­cher füh­len, heißt das nicht, dass das mor­gen immer noch so sein muss. Wir kön­nen noch etwas dar­an tun. Und da wün­schen wir euch auf jeden Fall auch ganz viel Spaß. Dann bleib neu­gie­rig an euch selbst, bleibt authen­tisch. Haben wir gera­de auch noch mal mit fest­ge­hal­ten und wir freu­en uns, wenn wir uns das nächs­te Mal wie­der hören und ver­ab­schie­den uns für den heu­ti­gen Tag. Jan Dan­ke dir Björn, für das schö­ne Gespräch. Björn Dan­ke dir auch. Jan Tschüss, auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Selbstvertrauen --- ### [Apokalyptische Reiter der Kommunikation](https://bobach-coaching.de/podcast-apokalyptische-reiter-der-kommunikation/) **Published:** März 25, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Stän­dig Streit in der Bezie­hung? Ihr bewegt euch in sich immer wie­der­ho­len­den Teu­fels­krei­sen? Viel­leicht kön­nen wir hel­fen: in die­ser Fol­ge gehen Jan Gus­tav Fran­ke und ich auf die vier von John Gott­man defi­nier­ten apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter ein, die töd­lich für jede Bezie­hung sind. Aber kei­ne Sor­ge: man kann sie auf­hal­ten. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach heu­te mit einem The­ma, das es in sich hat und zwar geht es um die apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter. Wir spre­chen heu­te über die apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter und was sie mit unse­rem The­ma Coa­ching zu tun haben, darf man nicht im bibli­schen Sinn, oder? Björn Hal­lo Jan Jan hal­lo, wir hören ja nicht so rich­tig im bibli­schen Sinn, wobei das von der Geschich­te her tat­säch­lich ange­lehnt ist genau an die­ses The­ma. Und zwar kommt das Gan­ze von einem US ame­ri­ka­ni­schen Psy­cho­lo­gen John Good­man und der hat sich damit aus­ein­an­der­ge­setzt, was denn so Fak­to­ren sind, die dazu füh­ren kön­nen, dass Bezie­hun­gen schei­tern. Und hat das gan­ze The­ma dann vier Fak­to­ren oder vier Kom­mu­ni­ka­ti­ons wei­sen da iden­ti­fi­ziert, die mit hoher Wahr­schein­lich­keit dazu füh­ren, dass eine Bezie­hung zu ihrem Ende kommt. Und so wie die apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter das Ende der Welt anzei­gen, zei­gen die apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter der Kom­mu­ni­ka­ti­on dann im Grun­de genom­men ja ein dro­hen­des Ende einer Bezie­hung an. Sehr, sehr, sehr pla­ka­ti­ve Beschrei­bung, fin­de ich. Aber ich mag das. Ich fin­de das eine schö­ne Umschrei­bung. Jan Ja, ich fin­de, sie zeigt auch etwas. Oder sie sagt auch etwas aus über die Dring­lich­keit, die dahin­ter steckt hin­ter die­sen Punk­ten. Und inso­fern ist es, glau­be ich zumin­dest etwas, was irgend­wie bild­lich sehr schön dar­stellt, bevor wir viel­leicht rein­ge­hen. Was jetzt? Die­se apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter sind viel­leicht noch ein biss­chen fun facts in dem Zusam­men­hang. Und zwar hat der Gott ver­schie­de­ne Stu­di­en in dem Zusam­men­hang gemacht und hat also mit sei­ner Metho­de, die er da ent­wi­ckelt hat, zumin­dest behaup­tet, dass er mit 90 pro­zen­ti­ger Wahr­schein­lich­keit vor­aus­sa­gen kann, ob neu ver­hei­ra­te­te Paa­re zusam­men­blei­ben oder inner­halb der ers­ten paar Jah­re fünf Jah­re geschie­den wer­den. Und ja, hat­te da also die Mei­nung ver­tre­ten, dass er damit sehr gut unter­wegs war. Ob das jetzt tat­säch­lich, ob das jetzt tat­säch­lich alle Stu­di­en wirk­lich belast­bar ist am Ende des Tages, das ver­mag ich gar nicht zu sagen. Aber am Ende des Tages ist es so, dass zumin­dest die­se unter­schied­li­chen Aspek­te, die er nennt, sehr erwäh­nens­wert sind. Und da kann man mal drü­ber nach­den­ken, was dahin­ter steckt in die­sem Zusam­men­hang. Jan Und so haben wir im Grun­de genom­men hier die­se ver­schie­de­nen apo­ka­lyp­ti­schen Rei­ter. Und es geht also wie gesagt um Kom­mu­ni­ka­ti­on und es geht um ver­schie­de­ne Punk­te, näm­lich es geht um Kri­tik ist der ers­te. Ver­ach­tung das zwei­te, dann Recht­fer­ti­gung das drit­te und Mau­ern ist der vier­te und letz­te Punkt. Und ja, John Good­man hat also in die­sem Zusam­men­hang defi­niert oder her­aus­ge­fun­den pos­tu­liert, dass dies also Punk­te sind, die einer Bezie­hung sehr scha­den kön­nen. Star­ten wir ein­fach mal Stepp by step dazu. Wir könn­ten wir ja gleich mal durch die ein­zel­nen Punk­te gehen, sonst grund­sätz­lich dazu. Was fällt dir dazu ein? Björn Was denkst du, wenn du über sol­che. In Stein gemei­ßelt möch­te ich viel­leicht nicht, aber sol­che pla­ka­tiv genann­ten Aspek­te. Wenn du das hörst, was fällt dir dazu ein? Was denkst du dazu? Björn Du meinst jetzt zu den kon­kre­ten vier Aspek­ten oder ganz grund­sätz­lich? Also wir haben uns jetzt schon ein biss­chen damit aus­ein­an­der­ge­setzt. Ich fin­de, das ist sehr vali­de, was er da auf­stellt. Es ist auch tat­säch­lich so, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber wenn ich das so lese, dann ertap­pe ich mich doch an der ein oder ande­ren Stel­le dann schon, dass ich mer­ke, dass es Momen­te gibt, wo mir dann auch was auf eine Art und Wei­se raus­rutscht wird, die viel­leicht nicht för­der­lich ist. Und ich glau­be, da kann sich nie­mand von frei­spre­chen. Ich fin­de es schon, wenn wir uns jetzt gleich mit aus­ein­an­der­set­zen. Unheim­lich befrei­end ist das fal­sche Wort. Aber ich fin­de es berei­chernd, ein­fach sich auch noch mal dar­über klar zu wer­den, wie etwas, was für eine Wir­kung etwas hat und wie wich­tig es ist, wie man etwas for­mu­liert. Weil es geht ja gar nicht um rich­tig oder falsch, son­dern es geht ja auch vor allem ganz häu­fig um das Wie, nicht das Was, son­dern das Wie. Und ich fin­de, wir stei­gen am bes­ten direkt mit dem ers­ten Punkt mal ein, mit Kri­tik, weil Kri­tik ist ja jetzt etwas, wenn man es, wenn man es mal so ganz nüch­tern betrach­tet, ist ja nichts Ver­bo­te­nes. Björn Also man darf sich ja, man kann ja kri­tisch sein, man darf ja kri­tisch sein. In einer Paar­be­zie­hung zu sein bedeu­tet ja nicht, dass man den Part­ner kri­tik­los immer toll fin­det. Aber der Good­man sagt Es ist wich­tig, dass man es nicht als Kri­tik for­mu­liert, son­dern als Beschwer­de. Und das fin­de ich eine sehr inter­es­san­te Abgren­zung. Viel­leicht machen wir es direkt mit einem, mit einem Bei­spiel also oder mit einer Gegen­über­stel­lung. Also er sagt zum Bei­spiel, dass eine Kri­tik ver­all­ge­mei­nert. Also man sagt. Sol­che Wor­te nutzt Wor­te wie immer und nie, nie machst du, schon immer muss ich die Spül­ma­schi­ne aus­räu­men. Sol­che Sachen. Und er sagt Hat er eine Beschwer­de, wäre ein Kun­de sich auf einen kon­kre­ten Vor­fall zu bezie­hen? Ja, wür­de ich auch so sagen. Aber im Eifer des Gefechts kann es einem schon pas­sie­ren, dass man, wenn man dann beson­ders ange­fres­sen ist, viel­leicht dann doch mal das Wort immer und nie benutzt. Oder siehst du das anders? Jan Also ich, ich ver­suchs tat­säch­lich aktiv zu ver­mei­den. Ich fin­de auch, dass die­se Gegen­über­stel­lung Beschwer­de, Kri­tik, dass das auch noch ein biss­chen unscharf ist und ich fin­de, Kri­tik könn­te man even­tu­ell sogar erset­zen durch Vor­wurf. Dass man sich beschwert, dass man jeman­dem etwas vor­wirft. Und ja, natür­lich die­se Ver­all­ge­mei­ne­rung. Ich glau­be, dass das kennt man irgend­wie. Du hörst mir nie zu oder immer machst du die­ses oder jenes. Und das sind natür­lich schon Din­ge, die halt ein­fach der Sache nicht wahr­schein­lich nicht gerecht wer­den. Und sie sind ja sie, sie tun halt so, oder sie ver­mit­teln den Ein­druck, dass es all­ge­mein­gül­tig wäre und eben es kei­ne Aus­nah­men gibt in dem Zusam­men­hang. Und das ist natür­lich schon rela­tiv hart, auch ein­fach in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Björn Es gibt ja auch ein ganz hand­fes­tes Bei­spiel von ihm. Also die Kri­tik wäre Dei­ne Arbeit ist dir wich­ti­ger als ich, nie machst du mir eine Freu­de. War­um hast du über­haupt gesagt, dass du kochen wür­dest? Das ist ja schon da ist ja schon sehr viel drin, wo man sagen will, wie gefähr­lich sei­ne sein Vor­schlag für eine Beschwer­de For­mu­lie­rung wäre. Du woll­test doch heu­te Abend für uns kochen. Es ärgert mich, dass du es ver­ges­sen hast und ich glau­be, dass was ganz wesent­lich ist, näm­lich dass man über die Wir­kung spricht, die es auf einen sel­ber hat, dass man nicht sagt Du, du, du. Und so ist es nun mal ist es des­we­gen und immer machst du’s, son­dern dass man. Auch dar­über spricht, dass man dar­über viel­leicht ent­täuscht ist. Ent­täuscht ist es, einen trau­rig macht, dass es einen ärgert und kon­kret auf den einen Vor­fall bezo­gen ist. Jan Ich glau­be, dass der Unter­schied der wesent­li­che Unter­schied ist, dass wir oder dass Men­schen bes­ser damit fah­ren, wenn sie eine Bot­schaft sen­den, also dass es nicht in einem ande­ren zu sagen, dass er oder sie etwas falsch gemacht hat, son­dern wie man sich selbst eigent­lich fühlt dabei. Dann ist es ja. Es ist ja eigent­lich schon ver­mes­sen, hin­zu­ge­hen und jetzt jeman­dem zu sagen, er oder sie tut etwas, um einen selbst zu ärgern oder halt irgend­wo zu scha­den oder sowas, son­dern man kann im Grun­de genom­men eigent­lich nur sagen, was man, wie man es selbst emp­fin­det. Zum Bei­spiel kann man sagen Ich hat­te mich so dar­auf gefreut, dass wir heu­te Abend etwas zusam­men unter­neh­men oder zusam­men kochen oder essen oder wie auch immer. Jetzt bist du heu­te Abend spä­ter da, als wir ver­ab­re­det haben. Das ver­letzt mich, weil ich mir selbst dann auch den Frei­raum geschaf­fen habe. Und ich emp­fin­de das irgend­wo auch als respekt­los. So, das ist was ande­res als zu sagen Du dir das oder jenes wich­ti­ger, du bist respekt­los usw. Das geht halt sozu­sa­gen gleich an die, ja an die Per­son. Jan Und das ist halt eben auch schwie­rig, jeman­dem dann irgend­wo Eigen­schaf­ten zuzu­schrei­ben, die dann ja nega­tiv sind oder die ihn auch per­sön­lich tref­fen. Björn Hmm, tref­fen und dann auch teil­wei­se ja, und das ist ja das Schlim­me eigent­lich in die­sen Situa­tio­nen, dass sie also eben auch tref­fen sol­len. Ja, und dann könn­te das schwie­rig. Also wenn es tref­fen soll, weil man jeman­den ver­let­zen möch­te, ja, es zwingt ja auch das Gegen­über sofort. Und das ist ja der drit­te Punkt, über den wir spre­chen in eine Recht­fer­ti­gung zu gehen, weil wenn jemand in sei­nem in sei­nen Grund­sätz­lich­keit ange­gan­gen wür­de. Ich gehe noch mal auf das Bei­spiel zurück. Dei­ne Arbeit ist dir wich­ti­ger als ich. Ist ja die Reak­ti­on vom Gegen­über erst mal Nein, ich recht­fer­ti­ge mich jetzt, dass es nicht so ist. Und der drit­te Punkt war, wor­über wir dann ja noch aus­führ­li­cher spre­chen. Das ist dann ja ein Teu­fels­kreis. Also wir befin­den uns ja in so einer ganz unglück­li­chen Schlau­fe. Das heißt, ich kri­ti­sie­re, es kommt eine Recht­fer­ti­gung, die Kri­tik und und und. Also das ist der Ein­stieg in kei­nen guten Gesprächs­ver­lauf. Jan Ja. Genau das heißt also, du hast es ja schon genannt. Auch das The­ma Recht­fer­ti­gung, also wenn man eben etwas vor die Füße gewor­fen bekommt, dann kann das eben auch dazu füh­ren, dass man sich dann halt dem­entspre­chend recht­fer­tigt in dem Zusam­men­hang. Das eine ist also die Kri­tik. Wenn eine Kri­tik kommt auf jeman­den per­sön­lich, dann ist das schwie­rig, ver­gif­tet ein Stück weit die Bezie­hung und greift halt jeman­den per­sön­lich an. Es wird gewalt­lo­ser, wenn man eben for­mu­liert, was einen da jetzt selbst gera­de stört oder wie man es eben selbst emp­fin­det. Das sind ja eben die­se berühm­ten Ich-Bot­schaf­ten und die dann eben auch mög­lichst kon­kret sind an einem kon­kre­ten Fall und halt eben nicht ver­all­ge­mei­nern. Das kann man sich, glau­be ich so mer­ken in die­sem Zusam­men­hang. Der nächs­te Punkt Ja, du holst Luft. Björn Ja, ich woll­te. Ich woll­te direkt auch zum nächs­ten Punkt gehen, weil der brennt mir total. Der brennt für mich total. Fin­de ich ganz, ganz krass. Weil Ver­ach­tung. Wenn man das hört, wür­de man ja im Leben nicht glau­ben, dass das ein The­ma wer­den kann, wenn man eigent­lich in einer Bezie­hung ist. Ver­ach­tung, weil jemand, den ich ver­ach­te, mit dem ich ja nicht in einer Bezie­hung soll­te, ich zumin­dest nicht sein. Wobei, jetzt kön­nen wir auch grund­sätz­lich dar­über dis­ku­tie­ren, ob Ver­ach­tung sowie­so eine för­der­li­che Hal­tung ist, aber ich glau­be, da muss ich sowie­so nie. Björn Nee, nee. Aber was er mit Ver­ach­tung meint, das hat ja auch wie­der sehr viel damit zu tun, wie man etwas sagt und. Also der, dass das Bei­spiel das ers­te Bei­spiel, das ich gele­sen habe, wo ich direkt gedacht habe ja, da machen sich vie­le sehr wahr­schein­lich nicht die Gedan­ken. Ist so ein Satz wie Das hast du ja wie­der gut hin­ge­kriegt. Da steckt ja so viel drin und es ist eine Ver­ach­tung, tat­säch­lich eine, oder? Schön ist auch, seit wann hast du denn gelernt ein­zu­pa­cken? Ein ande­res Bei­spiel, das ich noch aus unse­rer Aus­bil­dung im Kopf habe, ist die­ser schö­ne Satz Wo hast du denn wie­der den Löf­fel ver­steckt? Das sind ist eine Art und Wei­se, eine eine Situa­ti­on zu beschrei­ben oder etwas zu kri­ti­sie­ren, das ja kei­ne Kri­tik in dem Sin­ne, son­dern es ist ja ein all­ge­mei­nes Urteil. Es ist eine Ver­ur­tei­lung und das ist wirk­lich gefähr­lich. Jan Das ist so und das schleicht sich dann glau­be ich, in man­chen Bezie­hun­gen so ein, ins­be­son­de­re wenn sich eben bestimm­te Din­ge, die einen stö­ren, eben ver­här­ten, über die Zeit immer fes­ter wer­den und viel­leicht auch schon mal Din­ge ange­spro­chen hat und die dann halt ein­fach sich nicht geän­dert haben. Dann wird viel­leicht schwingt eine Kri­tik oder ein Vor­wurf dann halt irgend­wann über in Ver­ach­tung. Und das kön­nen auch so Din­ge sein wie er Das schaffst du doch sowie­so nicht, oder? Das ist doch schon so oft gesagt. Und dass man dann ein­fach auch an den ande­ren nicht mehr glaubt und ihm das auch spü­ren lässt. Und es kön­nen ja ganz unter­schied­li­che Din­ge sein. Das kön­nen sein, das kön­nen Aus­sa­gen sein, das kön­nen aber auch Bli­cke sein, dann Bli­cke sein, das kann eine Art der Kom­mu­ni­ka­ti­on sein. Das kann jeman­den ja auch noch auf­lau­fen las­sen, igno­rie­ren, sehr sar­kas­tisch oder zynisch damit umge­hen und so wei­ter. Und. Was man damit tut, ist letz­ten Endes man. Sitzt jemand her­un­ter in der Hier­ar­chie, man stellt sich selbst dar­über und das ist aus mei­ner Sicht höchst pro­ble­ma­ti­sches Ver­hal­ten und höchst letz­ten Endes auch aggres­si­ves Ver­hal­ten. Jan Also irgend­wo so pas­siv aggres­siv. Björn Ja genau, das ist ja eine ganz gefähr­li­che Form der Aggres­si­on, die­ses pas­siv Aggres­si­ve. Das ist also die­ser Satz mit dem Löf­fel. Der hat mich damals, als wir das in der Aus­bil­dung gehört haben, da wir schon. Ja, das ist eigent­lich die schlimms­te Form der Ver­ach­tung, weil es so eine, so eine Bei­läu­fig­keit bekommt. Man wird mal so eben eben neben­bei wird man run­ter geputzt auf ein schö­ner. Schö­nes Bei­spiel ist Du brauchst doch nicht gleich wie­der so xy zu sein. Also emp­find­lich, hys­te­risch, ein­ge­schnappt, was auch immer man dafür für Wor­te benut­zen kann, die­ses nicht gleich wie­der so das ist, hat man echt den Dolch schon im Anschlag. Gehört für mich nicht auf jeden Fall sind, dass die­se Din­ge es ich mei­ne, man kann das auch schwer ver­all­ge­mei­nern, glau­be ich, weil es immer auch wie­der die ein­zel­ne Situa­ti­on sind, dann in Sum­me ja und wie ist dann auch gesagt wird. Man kann sich natür­lich auch auf eine lie­be­vol­le Art und Wei­se den­ken und es wird ja Kom­mu­ni­ka­ti­on wird ja immer dann zum Pro­blem, wenn sie. Björn Ent­we­der. Tat­säch­lich so tref­fen soll, dass es bewusst ist, wenn man jeman­den ver­let­zen möch­te und das hat dann auch sei­ne Wir­kung, oder? Und das ist der ande­re Punkt, weil es so wahr­ge­nom­men wird. Selbst wenn es nicht so gemeint ist. Das heißt, es kann ja auch durch­aus sein, dass man etwas sagt und es kommt beim Gegen­über sehr ver­let­zend an. Und auch dann erzielt es qua­si die glei­che Wir­kung, ob ich das möch­te oder ob ich das nicht möch­te. Des­halb ist es auch so wich­tig, dass man reflek­tiert, kom­mu­ni­ziert und auch selbst­kri­tisch unter­wegs ist und auch Ver­ständ­nis dafür hat, wenn eine sol­che Wir­kung beim Gegen­über so erzielt wird. Denn es kann ja auch durch­aus sein, dass etwas als ver­ach­tend wahr­ge­nom­men wird, obwohl es gar nicht so gemeint ist. Jetzt wäre qua­si der nächs­te Punkt, dass man, dass man das dann rela­ti­viert oder wie auch immer. Jetzt stell dich nicht so an! War doch gar nicht so gemeint und so wei­ter. Björn Die nächs­te Ver­ach­tung. Ja, ja, stell dich nicht so an und das sind aber sind dann eben genau sol­che Punk­te, wie sich dann so was hoch­schau­keln kann und was glau­be ich auch gar nicht so sel­ten ist, dass so etwas pas­siert. Und die Sache ist ja, bei die­sen Punk­ten ist es nicht. Es ist ins­be­son­de­re nicht die Ein­ma­lig­keit dabei, das halt irgend­wie ein­mal so eine Sache pas­siert, son­dern wenn das zur Regel wird und dann immer mehr Form annimmt oder immer regel­mä­ßi­ger geschieht. Auch in einer Bezie­hung, ob das jetzt eine Freund­schaft ist oder auch eine part­ner­schaft­li­che Bezie­hung, dann wird es halt irgend­wann zum Pro­blem und gefähr­det auch tat­säch­lich die die Bezie­hung als sol­che und aber natür­lich ins­be­son­de­re auch die Inter­ak­ti­on zwi­schen ein­an­der. Björn Ja, der nächs­te Punkt Recht­fer­ti­gung. Da sind wir eben schon beim ers­ten dar­auf ein­ge­gan­gen, Recht­fer­ti­gun­gen ent­ste­hen natür­lich. Man kommt ja eine Recht­fer­ti­gung Hal­tung ganz leicht, indem man halt gezielt kri­ti­siert wird. Wie eben schon gesagt, wenn. Wenn man ihn grund­sätz­lich in Fra­ge gestellt wird. Wenn die, die die eige­nen Wer­te in Fra­ge gestellt wer­den, auf eine nicht sagen wir mal nicht wert­schät­zen­de Art, ver­fal­len wir natür­lich sehr, sehr schnell eine Recht­fer­ti­gung Hal­tung. Und dem geht natür­lich was vor­aus. Also wenn man eine Kri­tik bekommt, dass man dann in eine Recht­fer­ti­gung Hal­tung geht. Es ist natür­lich auch eine Kunst, in dem Moment nicht in die Recht­fer­ti­gung Hal­tung zu fal­len, son­dern immer noch kon­struk­tiv wei­ter über das über das tat­säch­li­che The­ma zu spre­chen. Das fin­de ich sehr schwie­rig. Jan Was, wenn es so schwie­rig, eben nicht in die­se Recht­fer­ti­gung zu fal­len? Weil wir sind. Ja, war­um? Ich glau­be nicht, dass ich der ein­zi­ge Mensch bin, der das für schwie­rig emp­fin­det, behaup­tet ich. Ich hal­te das für schwie­rig, weil. Wenn wir im Kern in Fra­ge gestellt wer­den, dann setzt unser Selbst­be­haup­tung Betrieb ein. Selbst­be­haup­tung ist ja einer unse­rer unser Grund Antrie­be. Die­se fängt ja schon als Klein­kind an, wenn ich die Müt­ze als Klein­kind nicht tra­gen will, dann schrei ich halt. Und das gibt es natür­lich ein Erwach­se­ner im Lau­fe des Lebens immer wei­ter. Und ich glau­be, wenn. Wenn das akti­viert ist, die­ses selbst behaup­ten und klar­stel­len zu wol­len. Nein, so bin ich aber nicht. Es ist sehr schwie­rig, in dem Moment auf die Brem­se zu tre­ten. Im Moment tre­te ich mein Schritt zurück, ein­mal durch und jetzt spre­chen wir wie­der kon­struk­tiv mit­ein­an­der war, das ja schon fast ein Reflex sein kann. Jan Genau das kann ein Reflex sein, aber es kann natür­lich auch etwas sein, wo man tat­säch­lich aktiv dar­an arbei­ten kann. Ich glau­be ehr­li­cher­wei­se, dass es die ein­zi­ge Mög­lich­keit ist, wie man aus die­ser Spi­ra­le raus­kommt, denn ansons­ten geht es ja auto­ma­tisch da rein, sobald jemand den Trig­ger betä­tigt. Dann wird es los­ge­hen und das funk­tio­niert ja eigent­lich nur. Oder man kann ja eigent­lich aus die­sem Teu­fels­kreis nur aus­bre­chen, indem man genau das. Ver­hin­dert und das stoppt und es kann sein, indem man bei­spiels­wei­se sagt Du sagst mir zum Bei­spiel Jan, du kommst immer zu spät zu unse­ren Auf­nah­men. Björn Es stimmt ja gar nicht. Jan Also könn­te ich jetzt sagen, dass das stimmt ja gar nicht, oder? Ich kann sagen Aha, wor­an machst du das denn fest? Wann? Wie oft war denn das? Oder wann es jetzt auf­ge­fal­len? Und so wei­ter und so fort. Und dann kannst du mir sagen, es war dann und dann so und so und ich ver­ra­te jetzt ein Geheim­nis. Ich kom­me auch schon mal zu spät zu der Auf­nah­me. Aber das ist ja genau der Punkt, dass man nicht ein­fach nur sagt. Das stimmt doch gar nicht. Son­dern dass man auch durch­aus viel­leicht den wah­ren Kern, der mit dabei ist, annimmt und das fin­de ich, ist eigent­lich das Wich­ti­ge an der Arbeit, auch in der Bezie­hung, dass man auch an sol­chen Vor­wür­fen oder wenn es auch mal emo­tio­nal wird, dann kann auch mal so was, kann auch mal irgend­was raus­kom­men. Aber wenn man dann schafft, nicht in die­ses emo­tio­na­le Karus­sell mit ein­zu­stei­gen, son­dern das irgend­wo auf offe­ner. Auf eine ratio­na­le Ebe­ne zu brin­gen und auf eine sach­li­che Ebe­ne und den Kern her­aus­ar­bei­tet, was denn jetzt eigent­lich gera­de der Kri­tik­punkt ist oder das was, was mein Gegen­über stört und dann sagt Okay, das kann ich ver­ste­hen, das ist viel­leicht auch ein wah­rer Fun­ke mit dran und da kön­nen wir dran arbei­ten, dann ist das natür­lich auch eine Mög­lich­keit, wie man damit umge­hen kann. Jan Aber wenn man nur recht­fer­tigt, dann nimmt man natür­lich auch nichts an. Und wenn man das nicht annimmt, was das Gegen­über stört, dann kann man auch nicht dran gear­bei­tet wer­den. Und das ist halt, glau­be ich schon ein wich­ti­ger Punkt in dem Zusam­men­hang. Björn Das ist ja auch tat­säch­lich nicht nur in Paar­be­zie­hun­gen so. Das ist ja auch im Berufs­le­ben so, dass wenn wenn man einem Mit­ar­bei­ter oder Kol­le­gen, wenn man da was Kri­ti­sches äußert und das sofort eine Recht­fer­ti­gung gibt. Das war aber nur so, weil der ande­re hat und das war nur so, weil ich kei­ne Zeit hat­te oder was auch immer, dann kommt es auch nicht för­der­lich in dem Moment, sich das anzu­hö­ren und auch ein Stück wie du sagst, anzu­neh­men und auch zu akzep­tie­ren, dass das viel­leicht auf der ande­ren Sei­te viel grö­ßer emp­fun­den wur­de, als man es selbst emp­fun­den hät­te oder sie selbst emp­fin­det. Grund­sätz­lich ist es ein wich­ti­ger Schritt, ja. Der vier­te Punkt ist eine tota­le Sack­gas­se, wie ich fin­de, dass es Mau­ern hin­ter Mau­ern im Sin­ne von jemand stellt die Kom­mu­ni­ka­ti­on ein. Also auf ver­schie­de­ne Arten ent­we­der gar nicht mehr spre­chen oder raus­ge­hen, auf­le­gen, sich weg­dre­hen oder ein­fach was ande­res tun. Ganz bewusst aufs Han­dy gucken und so. Sol­che Sachen. Das ist sehr schwie­rig, weil das kann eigent­lich dann ja auch nur der, der mau­ert, wie­der abstel­len. Björn Das kann ja nicht der machen, der nicht mau­ert. Also man kann ja nie­man­den zwin­gen zuzu­hö­ren. Wir haben ja nur uns selbst unter Kon­trol­le. Das ist wirk­lich schwie­rig. Wie geht man mit sowas um? Wenn man jeman­den gegen­über hat, der anfängt zu mau­ern. Jan Ja, wenn man jeman­den gegen­über hat, dann kann man eigent­lich nur Ange­bo­te machen. Und dann ist man dar­auf ange­wie­sen, dass die­ses Ange­bot auch irgend­wo ange­nom­men wird. In dem Zusam­men­hang. Also grund­sätz­lich, wenn man jetzt mal so emo­tio­na­le Situa­tio­nen hat oder irgend­was, wo es gera­de hoch­kocht, dann fin­de ich es per­sön­lich jetzt auch nicht schlimm zu sagen, man ver­lässt jetzt die Situa­ti­on, indem man sagt Ich, das The­ma ist für mich erle­digt. Wir spre­chen am Mor­gen drü­ber oder oder man geht raus, weil man die­se Situa­ti­on jetzt gera­de nicht mehr aus­ste­hen kann, aber irgend­wie kom­plett eska­liert, dann fin­de ich das in Ord­nung. Dann ist das aber eher sowas wie eine Not­brem­se. Ich glau­be das Mau­ern ver­ste­he ich schon so, dass. Ja, das ist dann halt. Das ist dann halt auch dau­er­haf­ter wird oder halt irgend­wo noch ernst­haf­ter, also nicht. Wie gesagt, ein­mal zu dees­ka­lie­ren oder sich selbst run­ter zu fah­ren, weil man, wenn man dazu gera­de­zu zu impul­siv wird oder so was, son­dern wenn man wirk­lich ein­fach da, hier die Kom­mu­ni­ka­ti­on abbricht. Jan Und das ist wie du sagst schwie­rig. Man kann nur Ange­bo­te machen und am Ende des Tages muss aber jeder selbst ein­len­ken und sagen Okay, jetzt möch­te ich mich da wie­der der Sache öff­nen und das mau­ern, das kann pas­sie­ren in aku­ten Situa­ti­on. Das kann sich aber auch über eine lan­ge Zeit ein­schlei­chen. Ein­schlei­chen, wenn Paa­re nicht mehr mit­ein­an­der spre­chen, wenn Freun­de nicht mehr mit­ein­an­der spre­chen, auch über die Din­ge, die nicht gut lau­fen, dann ist das auch eine Art von Mau­ern. Oder wenn man sich anfängt, im Büro zu igno­rie­ren, dann ist das auch ein Man­gel in dem Zusam­men­hang und das, was halt eben so doof dabei ist, ist. Und des­halb ist die­ser Begriff Mau­ern auch eigent­lich ganz schön. Je län­ger man mau­ert, des­to dicker wird eigent­lich die­se Mau­er oder höher und des­to schwie­ri­ger ist es, ent­we­der die Mau­er zu durch­bre­chen oder wie­der zu über­win­den. Björn Und ich glau­be, ich glau­be, ent­schei­dend ist, dass man als nicht mau­ern Teil die Kom­mu­ni­ka­ti­on inso­fern nicht ein­stellt, als dass man ihn ver­sucht. Viel­leicht auch den. Das Mau­ern oder das anfäng­li­che Mau­ern inso­weit zu respek­tie­ren, als dass man anbie­tet. Zeit ver­strei­chen zu las­sen, kurz aus der Situa­ti­on raus zu gehen, wie du jetzt gesagt hast, zu sagen. Für heu­te macht es kei­nen Sinn mehr. Lass uns viel­leicht mor­gen dar­über spre­chen. Also dass man da jetzt nicht auch wie­der mit Ver­ach­tung reagiert. Ja, und jetzt sagst du wie­der nix. Dann hat man, ist man im nächs­ten Teu­fels­kreis, son­dern dass man auch das viel­leicht. Ver­bal akzep­tiert. In der Hoff­nung, dass das Mau­ern viel­leicht auch nur eine kurz­zei­ti­ge Schutz­re­ak­ti­on ist das kann ja auch sein, dass jemand ver­letzt ist und dann nicht mehr dar­über spre­chen will oder kann. Muss man auch akzep­tie­ren. Und dann ist es sehr wahr­schein­lich auch bes­ser, wenn man dann nicht unend­lich nach bohrt und die Mau­er immer dicker wird, wie du eben schön gesagt hast, son­dern dass man halt auch den Raum gewährt. Björn Okay, dann las­sen wir uns jetzt mal und wir ver­su­chen es mor­gen wie­der oder in paar Stun­den. Ich mehr reicht ja auch schon eine Stun­de, dann ist die Bob­ach schon wie­der unten. Aber in dem Moment glau­be ich zu insis­tie­ren und qua­si immer ener­gi­scher zu wer­den, wird eher dazu füh­ren, dass die Mau­er höher und brei­ter wird. Jan Hm. Hm. Tja, und viel­leicht noch ein Fun­fact zu die­sen unter­schied­li­chen apo­ka­lyp­ti­schen Rei­tern Der John Good­man hat sogar eine Kon­stan­te ent­wi­ckelt, wie die­se Inter­ak­ti­on in zufrie­de­nen Bezie­hun­gen im Ver­hält­nis ste­hen, und zwar nega­ti­ve zu posi­ti­ven Bezie­hun­gen sagt, das eigent­lich fünf posi­ti­ve Inter­ak­tio­nen not­wen­dig sind, um eine nega­ti­ve wie­der auf­zu­he­ben. Und das ist natür­lich ein Brett. Denn wenn also nega­ti­ve Inter­ak­tio­nen gibt, weil man damit sieht, wie viel Durch­schlags­kraft das eigent­lich hat und wie viel posi­ti­ve. Inter­ak­ti­on not­wen­dig ist, um das wie­der zu neu­tra­li­sie­ren. Björn Ich glau­be, man darf sich davon. Man darf sich davon auch kei­ne Angst machen las­sen. Es ist jetzt ja nicht so. Nur weil man viel­leicht mal denkt oje. Ich habe auch mal was gesagt, was eher ver­ach­tend emp­fun­den wer­den könn­te. Das ist jetzt ja nicht direkt ein Bein­bruch. Ich glau­be, der das ist ja auch der Sinn, war­um wir heu­te über die­ses The­ma spre­chen? Weil es ein­fach wahn­sin­nig wich­tig und span­nend ist, auch mal dar­über zu reflek­tie­ren Wie kom­mu­ni­zie­re ich eigent­lich in mei­ner Part­ner­schaft? Und war­um viel­leicht? War­um? Strei­ten ist ja auch wich­tig und gut. Man muss sich ja auch strei­ten kön­nen und dar­um geht es ja im Prin­zip. Ein gesun­der Streit kann ja sogar ver­bin­dend wir­ken und ein Mehr anein­an­der schwei­ßen. Aber dazu gehört halt auch ein reflek­tier­ter Umgang damit. Jan Genau, und ein Umgang, der so nicht. Gegen mein Gegen­über geht, son­dern der im Grun­de genom­men zeigt, was es mir gera­de mit der Situa­ti­on nicht gut geht oder was mir gera­de nicht passt. Ohne da jetzt tat­säch­lich eben in genau die­se Punk­te zu ver­fal­len, näm­lich Vor­wür­fe oder Ver­ach­tung, sodass man dann ver­nünf­tig mit­ein­an­der umge­hen kann. Björn Ich glau­be, abschlie­ßend kann man sagen, dass wenn man sich liebt und schätzt, ein Streit ja eigent­lich oder eine Ent­täu­schung eigent­lich ja auch nur ein Zei­chen von höchs­ter Zunei­gung ist, weil man sich ja, weil man sich etwas viel­leicht ganz anders wünscht und ersehnt. Und ich glau­be, das kann über jedem guten Bezie­hungs Streit eigent­lich ste­hen, dass dar­über ja eigent­lich der Wunsch nach Har­mo­nie steht und der Wunsch nach gegen­sei­tig erfüll­ten Bedürf­nis­sen. Ja, ganz span­nen­des The­ma, ganz was ande­res, weil wir haben glau­be ich noch nie so inten­siv über über Part­ner Situa­tio­nen gespro­chen, die hof­fen, ich habe da was raus­zie­hen kön­nen. Ich fand es unglaub­lich span­nend, mich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, weil selbst wenn man reflek­tier­ter Mensch ist, rutscht einem ja doch manch­mal eine For­mu­lie­rung raus, wo man dann im Nach­gang doch denkt Das hät­te ich anders sagen kön­nen. Und mit jedem Streit wird man ein biss­chen schlau­er und wird den nächs­ten geschick­ter gestal­ten. Wir hof­fen, euch hat es auch gefal­len. Uns hat es Spaß gemacht und wir freu­en uns, wenn ihr uns gewo­gen bleibt. Kon­takt­da­ten für The­men­vor­schlä­ge und Ähn­li­ches sind wie immer und in der Pod­cast Beschrei­bung ich sag bis zur nächs­ten Woche und ich gebe dem Jan das gro­ße Fina­le für sei­ne übli­che Ver­ab­schie­dung. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Kommunikation, Podcast --- ### [Selbstfürsorge verstehen und lernen](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstfuersorge/) **Published:** April 1, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Eigent­lich soll­te Selbst­für­sor­ge doch selbst­ver­ständ­lich sein – war­um soll­ten wir uns nicht dar­um küm­mern, dass es uns selbst gut geht? Vie­les kann einer gesun­den Selbst­für­sor­ge im Weg ste­hen und schon klei­ne Taten kön­nen unser Wohl­be­fin­den deut­lich stei­gern. In die­ser Fol­ge von Coach&Coach ergrün­den [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich, war­um Selbst­für­sor­ge immens wich­tig ist, wie man sie för­dern kann und Hin­der­nis­se aus dem Weg räumt. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach. Wie immer mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo, Jan. Jan Hal­lo, Björn! Björn Wir küm­mern uns heu­te dar­um, wie man sich um sich selbst küm­mert. Und zwar im Bereich Selbst­für­sor­ge. Und ich fra­ge dich mal, Jan, war­um ist es dir wich­tig, dass du dich sel­ber um dich sorgst? Jan Ja. Wenn ich es nicht tue, dann tut es kein ande­rer. Björn Das wage ich zu bezwei­feln. Jan Nein, aber es ist ein­fach wich­tig. Ja, gut mit sich umzu­ge­hen, damit man auch wei­ter gut in die Welt wir­ken kann. So zumin­dest die Hypo­the­se, die ich jetzt mal ganz steil hier in den Raum stel­le. Und wenn man sich so umschaut, auch im Bereich Social Media. Und so wei­ter. Was einem bei Face­book, Insta­gram und so dann auch über den Weg läuft, dann fin­det man ganz, ganz viel, wie man noch pro­duk­ti­ver, noch effi­zi­en­ter, noch schnel­ler, noch bes­ser, noch stär­ker wer­den kann. Alles Mög­li­che. Wie man ein noch grö­ße­res Geschäft auf­bau­en kann oder alle mög­li­chen Din­ge tun kann. Ich befürch­te, dass ich irgend­wo auch so gelis­tet bin, dass ich vie­le sol­cher Anzei­gen bekom­me. Auf jeden Fall gibt es Din­ge, die einem da so begeg­nen. Aber die Fra­ge ist halt kann man immer nur powern? Soll­te man das tun? Bzw. Wo ist es even­tu­ell auch wich­tig auf sich selbst zu ach­ten? Und war­um ist das der Fall und wie kann man es tun? Björn Jetzt könn­te man ja auch mei­nen. Ist doch eigent­lich absurd, dass man sich über­haupt dar­auf kon­zen­trie­ren muss. Weil eigent­lich soll­te es doch in der Natur des Men­schen lie­gen, sich sowie­so um sich zu küm­mern. Also Über­le­bens­trieb, Über­le­bens­wil­le. Natür­lich soll­te man doch eigent­lich wol­len, dass es einem sel­ber gut geht. Könn­te man so argu­men­tie­ren? Also was? Was soll das eigent­lich? War­um reden wir da über­haupt drü­ber? Es ist ja häu­fig dann doch so, dass die­se Selbst­für­sor­ge etwas zu kurz kommt. Du hast jetzt ja gera­de mein Thread­the­ma Die sozia­len Medi­en schon ange­spro­chen. Das ist ja genau das Gegen­teil von Selbst­für­sor­ge eigent­lich, wenn man sich da zu viel auf­hält, weil es ja genau das Gegen­teil mit einem macht. Zumin­dest zum gro­ßen Teil. Es ist einem ja immer nur eine Rea­li­tät. Eine per­fek­te Rea­li­tät vor­gau­kelt, die man nicht errei­chen kann. Und das ist ja eher das Gegen­teil von Selbst­für­sor­ge. Es ist ja eher etwas, was einen nicht so posi­tiv stimmt. Was pas­siert denn, wenn man sich nicht um sich sel­ber küm­mert? Was ist denn? Björn Was sind denn die Aus­wir­kun­gen davon? Jan Tja, aus mei­ner Sicht ist dann die Aus­wir­kung, dass man irgend­wann unter Umstän­den erschöpft ist. Bzw im schlimms­ten Fal­le sich selbst ver­liert. Bzw halt ein­fach sich selbst aus den Augen ver­liert und irgend­wann viel­leicht eben nicht mehr das tun kann, was man eigent­lich möch­te, weil man halt eben nicht so auf sich ach­tet. Das ist etwas, was es gibt und was auch nicht so sel­ten ist. Denn wenn ein Trend­the­ma ein nega­ti­ver Trend ist ja auch das The­ma Burn­out, auch wenn das jetzt schon seit Jah­ren irgend­wo durch die Dör­fer getrie­ben wird. Aber es wird ja immer mehr. Man spricht immer mehr über Angst­stö­run­gen, über Depres­sio­nen, über Burn out, was ja auch eine Erschöp­fung, Depres­si­on ist letz­ten Endes. Und das wür­de es ja in der Häu­fig­keit nicht geben. Unter Umstän­den stel­le ich jetzt auch mal so in den Raum, wenn mehr Selbst­für­sor­ge herr­schen wür­de. Wenn ich eine Erschöp­fung, Depres­si­on habe, einen Burn­out erlei­de, dann habe ich mich ja irgend­wo über einen Zeit­raum über­nom­men und ich über­neh­me mich dann, wenn ich mehr tue, als ich nach­hal­tig leis­ten kann. Jan Und da sind wir bei einem mei­ner Lieb­lings­the­men, näm­lich Nach­hal­tig­keit kommt ja aus der Forst­wirt­schaft, wie wahr­schein­lich ande­re weiß und wur­de damals tat­säch­lich ja dort eigent­lich so defi­niert, dass man also nicht mehr nut­zen soll­te, als nach­träg­lich oder nach­hal­tig auch nach­wächst. Und so kann man natür­lich mit natür­li­chen Res­sour­cen umge­hen, dass man da ver­sucht, die­se nach­hal­tig zu nut­zen. Aber so kann man natür­lich auch mit den eige­nen Res­sour­cen, mit den eige­nen Kräf­ten umge­hen. Das kommt von dem Hans Karl von Car­lo Witz. Falls es jemand nach­schla­gen möch­te. Björn Ich fin­de das ganz inter­es­sant, dass du sagst, das wird ja immer mehr mit dem Burn­out. Depres­sio­nen, Angst­stö­run­gen. Ja, habe ich auch so gele­sen und ich neh­me das auch so wahr, dass man das immer häu­fi­ger hört, auch im per­sön­li­chen Umfeld, dass jemand da betrof­fen ist. Gleich­zei­tig. Das habe ich auch aus einem Arti­kel und ich kann jetzt die Quel­le mal wie­der nicht benen­nen oder so was ver­ges­se ich dann ganz schnell. Aber ich habe gleich­zei­tig gele­sen Das Ver­rück­te ist, es gibt immer mehr Burn­out, immer mehr die­se Depres­si­on Erschei­nung. Aber die Men­schen arbei­ten eher weni­ger. Also es ist eigent­lich so, dass die Arbeits­zeit und die Arbeits­leis­tung eher run­ter­geht und die­se Stö­run­gen aber zuneh­men. Das heißt, es gibt ande­re Fak­to­ren, die dafür sor­gen. Also es muss ande­re Fak­to­ren geben, die dafür sor­gen, dass die­se Selbst­für­sor­ge halt nach­lässt. Es kann nicht an zu viel Arbeit lie­gen und das endet dann tat­säch­lich ganz häu­fig in die­sen, in die­sen Din­gen wie Burn­out, Depres­sio­nen, Bezie­hungs Stö­run­gen sind da oft auch eine Fol­ge von alles Mög­li­che, was wir uns eigent­lich nicht wün­schen. Björn Und wenn man selbst für­sorg­lich, also mit sich selbst für­sorg­lich umgeht, kann man da viel ver­hin­dern, glau­be ich. Jan Also ich sage jetzt gera­de, das kann nicht all­zu viel Arbeit lie­gen. Das ist natür­lich nicht nur bei der einen Per­son so, bei der ande­ren so, es gibt wel­che, die sind ein­fach von Arbeit über­schüt­tet. Es gibt auch ande­re, die füh­len sich tat­säch­lich durch alles, was auf sie ein­strömt, ein­fach über­las­tet oder auch das, was sie den­ken, leis­ten zu müs­sen, auch jen­seits von Arbeit. Es kann ja auch sein, du hast gar das The­ma Social Media ange­spro­chen, wor­aus sich dann ja auch in Tei­len ein Grup­pen­zwang oder Gel­tungs­drang oder so was ent­wi­ckeln kann, dass man also meint, man muss da etwas dar­stel­len, man muss ein tol­les Leben füh­ren, man muss toll essen gehen, ein­kau­fen, Kon­sum­gü­ter zur Schau stel­len oder eine tol­le Bezie­hung zur Schau stel­len. All das kön­nen ja auch Stress­fak­to­ren sein. Und im Wesent­li­chen geht es viel­leicht auch dazu dar­um, mal wie ein sehr bekann­ter Fern­seh Dar­stel­ler aus Löwen­zahn der Peter Lus­tig sagt mal abzu­schal­ten und das viel­leicht auf auf allen Kanä­len nach außen und sich ein­fach mal um sich um sich selbst zu küm­mern. Jan In dem Zusam­men­hang ja ja. Björn Das fällt vie­len schwer, weil weil da gibt es ja diver­se Grün­de. Das kann ja schon Sucht Cha­rak­ter haben, aber halt auch eben eine man­geln­de Fähig­keit zur Selbst­für­sor­ge. Und das wäre jetzt der nächs­te inter­es­san­te Punkt. Was steht den denn im Weg, wenn jemand sich nicht für­sorg­lich mit sich selbst beschäf­ti­gen kann? Wenn jemand kei­ne Selbst­für­sor­ge betrei­ben kann? Was sind da die größ­ten hem­men­den Fak­to­ren? Ich per­sön­lich glau­be, dass einer der größ­ten Fak­to­ren ein man­geln­der Selbst­wert auch ist. Also wenn mein Selbst­wert gestört ist, wenn ich vom Selbst­wert nicht gut aus­ge­rüs­tet bin, wer­de ich auch weni­ger wahr­schein­lich mich für­sorg­lich um mich sel­ber küm­mern. Jan Das kann ein Fak­tor sein. Der Fak­tor kann auch sein, dass man es ein­fach, dass man sich selbst über­schätzt. Und das will man jetzt natür­lich nicht hören, wenn man Leis­tungs­trä­ger ist und und da auch von sich selbst über­zeugt ist. Aber auch das kann es natür­lich sein, weil man denkt, man braucht ein­fach kei­ne Erho­lung. Man braucht das nicht, dass man sich um sich selbst küm­mern kann, immer 120 % geben. Aber wenn man immer über der eigent­li­chen Kapa­zi­tät läuft oder über den eige­nen Res­sour­cen, dann geht man halt irgend­wann auf die­ses Mate­ri­al und das funk­tio­niert nicht. Wir hat­ten ja mal die Fol­ge zum The­ma Aus­zei­ten, wo wir auch dar­über gespro­chen haben. Wie ist es im Sport, wenn ich ein Trai­nings­la­ger aus­set­ze, eine Belas­tung habe, dass Wachs­tum auch Mus­kel­wachs­tum oder Erho­lung oder wie auch immer. Das funk­tio­niert ja nicht wäh­rend der Belas­tung, son­dern eigent­lich in den Pau­sen. Und so ist es halt eben auch da in der Rege­ne­ra­ti­on. Und das ist auch ganz wich­tig an der Stel­le, sich da eben die­sen Raum zu gön­nen. Und die­se Zei­ten, als ob das alles ande­re Din­ge sind, so Stress, Reduk­ti­on wie bei­spiels­wei­se Sport oder so was oder auch ein­fach aus­rei­chend Schlaf. Jan Was ganz wich­tig dafür ist, dass man sich tat­säch­lich wie­der rege­ne­rie­ren kann, dass man leis­tungs­fä­hig bleibt. Und so wei­ter und so fort. Und dazu neigt man ja. Oder könn­te man ja nei­gen, wenn man eben ein­ge­spannt ist? Auch gefragt ist viel­leicht als Exper­ten, Exper­te oder auch ein­fach im Freun­des­kreis, weil es da vie­le Ver­pflich­tun­gen gibt. Und so wei­ter. Dann neigt man viel­leicht dazu, immer zu tun und zu geben und zu machen. Und viel­leicht gibt man nicht nur für ande­re, son­dern viel­leicht tut man auch etwas, wofür man lei­den­schaft­lich brennt, wo man auch Spaß dran hat. Aber man muss auch immer schau­en, dass man die Akkus wie­der auf­lädt, damit man das wirk­lich auch dau­er­haft machen kann. Es gibt vie­le Men­schen, die sind mit Freu­de einen Herz­in­farkt rein­ge­lau­fen. Nicht weil sie mehr bewegt haben woll­ten, son­dern weil sie Freu­de an der Tätig­keit hat­ten. Oder haben. Die sie, die sie tun, aber die trotz­dem ein­fach nicht auf sich geach­tet haben, ist sicher­lich nicht der ein­zi­ge Fak­tor. Aber Stress ist da ja schon ein ganz wesent­li­cher Punkt. Jan Da kann ein wesent­li­cher Punkt sein. Björn Ja, das ist sehr viel­schich­tig. Das kann dann man­geln­de Acht­sam­keit sein. Das kön­nen auch ganz star­ke Glau­bens­sät­ze sein, die dahin­ter ste­hen. Nicht nein sagen kön­nen sol­che Sachen. Das ist super indi­vi­du­ell und müss­te dann im müss­te auch indi­vi­du­ell geklärt wer­den. Ich glau­be, ganz grund­sätz­lich ist es so, dass der Selbst­wert, die Acht­sam­keit und viel­leicht auch man­geln­de Abgren­zung, wenn ich das so sagen darf, dazu füh­ren kön­nen, dass es kei­ne Selbst­für­sor­ge gibt. Ich den­ke dann immer wie­der an die­ses Bei­spiel mit dem mit dem jun­gen Vater, der jeden Tag zwölf Stun­den im Büro ist, nach Hau­se kommt und dann den, ohne einen eine Sekun­de für sich selbst zu haben, sofort das Kind auf den Arm gedrückt bekommt und der gar kei­ne Chan­ce hat, sich um sich selbst zu küm­mern. Also dass sol­che Geschich­ten, also eine Abgren­zung auch nach außen, um sich einen eige­nen Raum zu schaf­fen, sol­che Sachen ste­hen da im Weg. Jan Ja, ich fin­de, wir hat­ten im Vor­ge­spräch auch schon schon drü­ber gespro­chen, die­ses Bild auch da ganz hilf­reich, was es ergibt aus dem Flug­ver­kehr. Wenn es also zu einem uner­war­te­ten Druck­ab­fall in der Kabi­ne kommt, dann kom­men ja die­se super Sau­er­stoff­mas­ken dann her­un­ter. Und da wird ja auch der Sicher­heits­hin­wei­se immer gesagt Set­zen Sie sich erst selbst die Mas­ke auf und dann hel­fen Sie ande­ren. Und das ist natür­lich auch was. Ich kann nur ande­ren hel­fen. Ich kann nur gut in die Welt wir­ken, auch wenn ich selbst in der Lage bin, auf mich zu ach­ten und wenn ich selbst ver­sorgt bin. Und das heißt, hier geht es nicht dar­um, sich selbst über ande­re zu stel­len oder ande­re zu zu ver­ges­sen, son­dern es geht dar­um, dass man dafür sorgt, dass man selbst die Luft hat zum Atmen und dass man selbst in der Lage ist, etwas zu tun, sodass man dann auch eben in die Welt hin­ein­wir­ken kann. Und das funk­tio­niert auf Dau­er nur, wenn man sich auch tat­säch­lich um sich selbst küm­mert. Björn Ja, total das Recht. Auch das in Maßen. Wie du schon gesagt hast, das darf dann nicht in Ego­is­mus mün­den. Ist ja auch ger­ne so ein The­ma, dass dann über­zo­gen wird, dass dann die­ser Satz Wenn es mir gut geht, geht es auch allen ande­ren um mich her­um gut, dass der dann irgend­wann als Ent­schul­di­gung für tota­le Ego­trips her­hal­ten muss. Also das ist natür­lich nicht damit gemeint. Aber nur wer sich gut um sich sel­ber küm­mert, kann sich auch wirk­lich um ande­re küm­mern. Das beschreibt die­se Situa­ti­on viel bes­ser. Ich muss aber immer wie­der lachen, wenn ich die­ses Bei­spiel aus dem Flug­zeug höre. Wenn ich mir vor­stel­le, wie jemand ganz beson­nen ist, wenn die­se die­se Mas­ken da von oben run­ter fal­len, dass jemand in dem Moment noch ah, jetzt küm­me­re ich mich erst mal um mich selbst und dann um ande­re hal­te ich immer für rela­tiv unwahr­schein­lich, weil ich glau­be, dann set­zen ande­re Instink­te ein. Aber das ist jetzt ein Exkurs in ein völ­lig ande­res Gebiet. Jan Ich glau­be, wenn es nicht getan wür­de, dann wür­de es viel­leicht genau so lau­fen. Aber das ist auch wie­der der Punkt. Wenn man es nicht weiß, dann macht man es unter Umstän­den anders und. Björn Die Wahr­schein­lich­keit ist grö­ßer, dass es rich­tig läuft. Wenn man es, wenn man es, wenn man es the­ma­ti­siert. Hast du recht? Ja, wie sorgst du denn für dich selbst? Jan Wie sor­ge ich für mich selbst? Ich sor­ge für mich selbst, indem ich mir die Zeit für mei­nen Sport gön­ne, die ich ger­ne brau­che. Das ist auch für mich ein guter, gutes Mit­tel, um Stress abzu­bau­en, um über­haupt mal den Kopf frei zu bekom­men. Tat­säch­lich wür­de ich den Kopf frei zu bekom­men. Mir hilft das auch im Den­ken ganz auf ande­re Gedan­ken zu kom­men. Aber es sind eben auch ande­re The­men, wie viel­leicht mal ein gutes Buch, ein schö­ner Spa­zier­gang, Medi­ta­ti­on. Das sind so Punk­te, die mir da hel­fen. Zeit mit der Fami­lie ist natür­lich was was ganz Beson­de­res in dem Zusam­men­hang. Und ja. Und sich viel­leicht auch ein­fach mal irgend­et­was gön­nen. Das kann, das kann mal was Lecke­res zu essen sein. Das kann viel­leicht auch mal was sein, was man sich schon lan­ge gewünscht hat, was man sich dann viel­leicht mal selbst erfüllt. Das kann eine schö­ne Akti­vi­tät sein, aber halt irgend­wo auch mal zu sagen, ich gön­ne mir mal etwas Zeit für mich und nut­ze die auch dem­entspre­chend. Hmm. Wie ist es bei dir? Björn Also bei mir ist tat­säch­lich die Zeit für mich allei­ne. Also nicht allei­ne sein. Das mei­ne ich nicht. Aber die Zeit für mich allei­ne. Sehr wert­voll im Sin­ne von das zu tun, wor­auf ich wirk­lich Lust habe. Also nichts zu müs­sen, son­dern etwas zu tun, was ich will. Das ist ein ganz zen­tra­ler Punkt. Ich fin­de grund­sätz­lich dem, dem Lust­prin­zip zu fol­gen, in die­ser Selbst­für­sor­ge eine ganz wun­der­ba­re Geschich­te. Und alles, was du gera­de beschrie­ben hast, ist Ja, ist ja Teil davon, etwas Gutes zu essen. Sich gön­nen, ein gutes Buch mit viel Freu­de und viel Lust dar­an lesen, eine Rei­se machen, eine Wan­de­rung also Din­ge, auf die man wirk­lich Lust hat, wo man sich nicht über­win­den muss. Das ist für mich ein ganz gro­ßer Fak­tor der Selbst­für­sor­ge. Sport zählt da natür­lich auch rein. Da muss man sich manch­mal über­win­den. Aber aber da steht, da steht immer das posi­ti­ve Gefühl am Ende im Vor­der­grund für mich. Wenn ich dann weiß, ja, ich über­win­de mich jetzt, aber dafür geht es mir in der Stun­de deut­lich bes­ser und füh­le mich für mich vita­ler, denn dann tut das ja auch sehr gut. Björn Ich habe eine, eine alte, eine alte Gewohn­heit von mir. Jetzt gera­de wie­der vor ein paar Wochen wie­der gestar­tet. Das ist das sie­ben Minu­ten Trai­ning. Hast schon mal davon gehört? Jan Nein. Björn Nein, das ist eine wun­der­ba­re Art der Selbst­für­sor­ge. Das mache ich jeden Mor­gen. Kann man mit diver­sen Apps machen. Gibt es, gibt es zuhauf, müs­sen wir jetzt kei­ne Wer­bung für irgend­ei­ne machen? Aber das ist qua­si so ein Mini Zir­kel­trai­ning, da brauchst du kei­ne, brauchst du kei­ne Gerät­schaf­ten für in der Regel ein Stuhl und eine Wand und das dau­ert nur sie­ben Minu­ten. 30 Sekun­den Belas­tung, zehn Sekun­den aus­ru­hen. Und das geht so schnell. Das kannst du so im Vor­bei­lau­fen machen. Aber es ist so ein Kon­zen­trie­ren auf den auf einen ener­ge­ti­schen, posi­ti­ven Start in den Tag. Es ist für mich gera­de das größ­te Maß an Selbst­für­sor­ge über­haupt. Es ist schön ener­ge­tisch, ener­ge­ti­siert mich jeden Mor­gen wie­der aufs Neue und ich suche mir eigent­lich immer Din­ge, die mir aktu­ell gut tun, wo ich im Moment den Ein­druck habe, das brau­che ich jetzt. Jan Ja, ich den­ke, das ist auch auch mit Sinn der Sache, dass man da auch ein­fach mal in sich hin­ein hört und schaut, was man da gut tun könn­te und dass man sich viel­leicht auch ein­fach ein biss­chen Zeit dafür blockt bzw ein­plant. In dem Tage, wo man dann sagt, dass es dann tat­säch­lich auch Zeit ist für genau so etwas nut­ze. Björn Was ist mit ande­ren um uns her­um, die nicht in der Lage sind, sich selbst für­sorg­lich zu ver­hal­ten? Kön­nen wir denen über­haupt hel­fen? Jan Ich fin­de es erst mal schwie­rig, das über­haupt von außen zu beur­tei­len oder ein­zu­schät­zen, weil man das gar nicht zwin­gend weiß. Also am ein­fachs­ten ist es natür­lich, wenn das jemand äußert, dass ihm irgend­et­was fehlt oder der Per­son irgend­et­was fehlt. Und dann hat man zumin­dest schon mal einen Blick dar­auf. Dann könn­te man auch dar­an arbei­ten oder viel­leicht auch da Hil­fe­stel­lung geben. Aber die Fra­ge ist ja Wie ist es, wenn es, wenn es auch nicht geäu­ßert wird? Oder wenn jemand ein­fach nur macht und tut und man sieht es, das tut der Per­son even­tu­ell nicht gut. Es gibt ja durch­aus Men­schen, die, die machen das so intui­tiv, die müs­sen auch nichts pla­nen, son­dern die sind da in sich und und krie­gen das irgend­wo ein­fach für sich in ihren Ablauf. Aber dann gibt es auch die­je­ni­gen, die viel­leicht mehr zur Selbst­aus­beu­tung nei­gen. Und ja, da könn­te man natür­lich erst mal das das Bewusst­sein dafür erwe­cken, dass es sinn­voll sein könn­te, sich da auch etwas um sich zu sor­gen. Grund­sätz­lich etwas vor­schrei­ben schwie­rig ist nicht mög­lich. Björn Nein, bei selbst wenn das ist ja auch wie­der die­ses die­ses Prin­zip, was mir gut tut, muss nicht ande­ren gut tun. Jan Also jetzt sagen Sie nur mal ent­spannt. Björn Ja, ja, genau die. Es kann ja viel­schich­ti­ge Grün­de haben, war­um das jemand gera­de nicht kann, sich um sich selbst zu küm­mern. Ich glau­be, man kann halt nur das Bewusst­sein erzeu­gen. Hör mal, also in einem guten Gespräch viel­leicht sagen Hast du dir eigent­lich mal Zeit für dich selbst genom­men oder was tust du denn gera­de eigent­lich für dich sel­ber? Das kann viel­leicht etwas bewir­ken im Sin­ne von, dass dem Gegen­über dann bewusst wird Ach Moment, da war was, da muss ich viel­leicht mal wie­der ein biss­chen rein. Wenn es aber so sein soll­te, dass dazu gar kei­ne Fähig­keit besteht, dann ist man als Coach sowie­so und ich glau­be auch als enger Freund eigent­lich außen raus aus der The­ma­tik, weil gut eine gute Selbst­für­sor­ge da eigent­lich immer aus einem guten Selbst­bild auch kommt. Und wenn, wenn jemand dazu gar nicht in der Lage ist, dann müss­te man sich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe holen. Aber bei den meis­ten reicht es glau­be ich schon, wenn man den Leu­ten kurz bewusst macht Was ist eigent­lich mit dir? Jan Ja, bzw. Auch, dass man da ein Stück weit dafür sen­si­bi­li­siert. Dar­über spricht auch, dass man ein­fach mal her­vor­hebt, wofür das über­haupt not­wen­dig ist. Denn viel­leicht wird es auch in Tei­len gar nicht ver­stan­den. Es gibt ja auch Men­schen, die die ein­fach machen und tun und das gar nicht im Blick haben und sich dann viel­leicht wun­dern, war­um sie so aus­ge­laugt sind in dem Zusam­men­hang. Und das heißt, da kann man natür­lich auch das Gespräch suchen und mit unter­stüt­zen. Da gibt es natür­lich auch im Coa­ching jede Men­ge Tools, mit denen man da arbei­ten kann. Wir hat­ten im Vor­ge­spräch auch mal über das Auf­trags Karus­sell gespro­chen. Wäre sicher­lich auch etwas, was man in dem Zusam­men­hang womit man da arbei­ten könn­te oder belas­tungs übun­gen usw um ein­fach ein gefühl zu für zu schaf­fen. Viel­leicht auch ein kör­per­li­ches Gefühl, wo es viel­leicht ein stück­weit fehlt, um so etwas an der Stel­le zu tun zu ent­wi­ckeln. Björn Ja, gera­de bei die­sem Tool Auf­trags Karus­sell, ohne dass wir da jetzt zu tief ein­stei­gen in die­ses Tool. Aber da ist es ja ganz span­nend, weil man da ja ganz schnell raus­fin­det, auch von wem die Auf­trä­ge, die man da abar­bei­tet, jeden Tag oder im Lau­fe einer Woche oder was auch immer für einen Zeit­raum eigent­lich kom­men. Ob das Sachen sind, die mir von außen zuge­tra­gen sind, oder ob das Din­ge sind, von denen ich nur glau­be oder sel­ber ein­fach nur mei­ne. Ich muss die machen. Das sind die Sachen, die man, wenn sie einen belas­ten, auch in der Regel sehr schnell abstel­len kann, wenn das nur von einem sel­ber kommt. Aber das ist, das ist ein span­nen­des Tool dafür. Man kann auch viel über Medi­ta­ti­on machen, auch sogar eine Start-Ziel auf­stel­lung kann dazu füh­ren, dass man sich über über Schrit­te, die einem gut­tun, bewusst wird. Da gibt es, da gibt es jede Men­ge Mög­lich­kei­ten. Jan Der. Dann, den­ke ich, haben wir eini­ges zum The­ma Selbst­für­sor­ge heu­te bespro­chen. Wir hof­fen natür­lich, dass ihr ohne­hin sehr für euch sorgt oder dass viel­leicht auch der Pod­cast dazu bei­trägt, dass das The­ma noch­mal etwas in den Fokus rückt. Und wenn ihr Lust habt, euch dazu aus­zu­tau­schen, dann ste­hen wir euch natür­lich ger­ne zur Ver­fü­gung. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr in der Pod­cast Beschrei­bung oder auf unse­ren Home­pages. Und dann freu­en wir uns schon das nächs­te Mal mit euch zu spre­chen. Nächs­te Woche und ver­ab­schie­den uns. Bis dahin auf Wie­der­hö­ren. Björn Ciao. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Selbstfürsorge, Wellbeing --- ### [Priming - wenn wir selber das Ergebnis bestimmen](https://bobach-coaching.de/podcast-priming/) **Published:** April 8, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Vor­kon­di­tio­nie­rung auf ein Ereig­nis durch uns selbst (und auch durch ande­re!) beein­flusst den Erfolg und Aus­gang oft ent­schei­dend. Die­sen als *Pri­ming* bezeich­ne­ten Effekt unter­su­chen[ Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich in die­ser neu­en Fol­ge von Coach&Coach. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Eine Fol­ge, die sehr dyna­misch ver­spricht zu wer­den. Und sehr lehr­reich. Denn es geht um Pri­ming. Hal­lo, Björn. Hal­lo. Björn Hi. Sehr lehr­reich. Soso. Jan Ja, sehr lehr­reich. Und sehr dyna­misch. Sehr unter­halt­sam. Ja, das wird die­se Fol­ge. Und mit­ten­drin im Rie­mann ja, dann jedes Mal ein Pri­ma­ner. Was ist das über­haupt? Damit kön­nen wir eigent­lich mal anfan­gen. Ja. Björn Ja, sehr ger­ne. Ich könn­te ja den Rhein­län­der auch raus. Ist das über­haupt. Jan Das? Björn Dann erklär uns viel­leicht mal, wie du. Wie du auf die­sen Begriff gesto­ßen ist. Ich habe ihn tat­säch­lich über dich. Jan Ja, ja. Also tat­säch­lich mei­ne ich mal über ein Buch, über neu­ro lin­gu­is­ti­sche Pro­gram­mie­rung, wo es auch diver­se in diver­sen Werk­zeug­kas­ten aus aller­lei psy­cho­lo­gi­schen Din­gen gibt. Und dar­über bin ich mal aus Prime gekom­men oder auf das Pri­ming. Und dann ist mir das an der einen oder ande­ren Stel­le schon wie­der über den Weg gelau­fen, in ent­spre­chen­der Lite­ra­tur. Und so wei­ter und so fort. Ja, und woher kommt der gan­ze Spaß? Also erst mal lei­tet sich das von latei­nisch pri­mus der ers­te ab und kommt im Prin­zip also über­setzt also so viel wie Vor­be­rei­tung, Zün­dung und so wei­ter und so fort und deu­tet dar­auf hin, dass etwas vor­be­rei­tet wird oder beein­flusst wird zu Beginn, bevor etwas los­geht. Und zwar bezieht sich das auf tat­säch­lich das Den­ken, Füh­len, Han­deln, auf unter­schied­li­che Din­ge und kommt im Begriff aus den 50er Jah­ren, wo es im Grun­de genom­men im Bereich der Spra­che ent­stan­den ist, wie im Grun­de genom­men ja die Spra­che beein­flusst wird durch das, was wir vor­her auf­ge­nom­men oder wahr­ge­nom­men haben in die­sem Zusam­men­hang. Und ja, das ist sozu­sa­gen der Hin­ter­grund, wo es her­kommt, hat dann immer mehr auch Ein­zug in die Psy­cho­lo­gie gehal­ten und man spricht im Grun­de genom­men davon, wenn wir durch bestimm­te Rei­ze eben beein­flusst wer­den in unse­rem Den­ken. Jan Was noch mal auf den Punkt zu brin­gen? Das kann in ganz vie­len unter­schied­li­chen Din­gen pas­sie­ren, über die wir jetzt mal spre­chen wer­den. Björn Da gibt es ja Bei­spie­le zuhauf. Das ist ich, ich auch. In der Wirt­schafts­psy­cho­lo­gie gibt es da ja unglaub­lich brei­te An Ein­satz Fel­dern. Ich den­ke, so ein Pro­dukt, Ankün­di­gun­gen, [die schon mit so einem Satz star­ten wie](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) Wir haben heu­te etwas Revo­lu­tio­nä­res für Sie. Da ist dann ist dann die Zuhö­rer­schaft sofort auf Sen­sa­ti­on getrimmt. Ich muss aber auch an schlech­te Situa­tio­nen, die ich erlebt habe, den­ken, die, wo irgend­wel­che Bespre­chun­gen in Teams, also nicht in dem Pro­dukt Team, son­dern in einem Team mit mit Sät­zen ein­ge­lei­tet wur­den, die sehr wahr­schein­lich in die fal­sche Rich­tung gin­gen, wo die eigent­lich eine posi­ti­ve Atmo­sphä­re erzeugt wer­den woll­ten, wo aber durch ein fal­sches Pri­ming direkt Destruk­ti­on ein­ge­läu­tet wur­de. Und ich? Also es gibt unglaub­lich vie­le Bei­spie­le. Und wenn man. Wenn man. Wenn man will. Ich glau­be, man muss da nur einen Tag lang mal mit die­sem Fil­ter, mit die­sem Pri­ming Fil­ter durch den All­tag gehen. Dann fällt einem auch im Pri­va­ten ganz oft auf, dass ganz vie­le Din­ge. Dass man sich schon sel­ber im Vor­feld mit erzeugt durch die Art, wie man sich sel­ber Prime. Jan Oder Prime wird. Man ist ja immer im Aus­tausch mit der mit der Außen­welt. Aber viel­leicht kom­men wir tat­säch­lich mal auf ein paar Bei­spie­le in dem Zusam­men­hang. Also im Grun­de genom­men geht es dar­um, dass bestimm­te Rei­ze, die wir bekom­men, unser Leben beein­flus­sen. Soll hei­ßen, wenn wir es. Es gab ver­schie­de­ne Expe­ri­men­te, auch in die­sem Zusam­men­hang. Und ohne jetzt mal die­sen kon­kre­ten, ohne ein kon­kre­tes Expe­ri­ment nen­nen zu wol­len, aber mal so run­ter­ge­bro­chen ist es also so, dass wenn man einer Test­grup­pe bei­spiels­wei­se Bil­der zeigt von jun­gen Sport­lern. Und so wei­ter und so fort, dyna­mi­schen Bewe­gungs­ab­läu­fen, Sport, Fahr­zeu­gen oder wie auch immer, dann bewe­gen sie sich danach eher schnell, eher dyna­misch. Und so wei­ter und so fort. Genau das Glei­che pas­siert bei­spiels­wei­se auch, wenn man jetzt tat­säch­lich behä­bi­ge Din­ge zeigt. Viel­leicht einen Ele­fan­ten? Ganz schwe­re Gewich­te. Din­ge, die halt irgend­wie belas­tend sind. Die lang­sam sind. Schne­cken oder so was, wenn man so was zeigt. Oder wenn man auch man kann das auch mit, mit Geräu­schen, mit, mit Musik machen. Jan Dann führt das dazu, dass man bei­spiels­wei­se auch eher behä­big ist, lang­sa­mer. Das bezieht sich jetzt auf die Moto­rik, aber das kann eben auch im Gespräch pas­sie­ren und das wirkt eben auch in einem Gespräch und das wirkt auch in einer Stim­mung. Ein Bei­spiel, was ganz, ganz greif­bar ist, ist, wenn man abends, sonn­tags, abends auf der Couch sitzt und den Tat­ort schaut und man geht danach ins Bett oder in einen Hor­ror­film und irgend­wo knackt etwas im Haus, dann wird man wahr­schein­lich weni­ger den­ken, dass ist ein­fach das Hau­ses, son­dern ist viel­leicht geneigt zu den­ken Oh Gott, viel­leicht ist da jemand. Und das kommt über die­se Asso­zia­ti­on von dem, was man vor­her gese­hen hat, auf­ge­nom­men hat. Und das ist der Pri­ming effekt. Björn Man kann das ja auch posi­tiv nut­zen. Du sagst ja selbst, man macht das auch mit Geräu­schen oder man kann es auch mit Musik machen. Also schon seit Ewig­kei­ten mache ich das sehr, ohne dass ich wuss­te, was Pri­ming ist, so dass wenn ich Tage habe, an denen ich nicht so hoch ener­ge­tisch bin, wie ich ger­ne wäre, kann ich mich mit Musik kicken. Und das machen ja sehr vie­le, zum Bei­spiel auch beim Sport. Also es gibt ja genug. Es gibt ja auch den Begriff des Power Songs, dass wenn man so rich­tig dann noch mal auf den Schluss­spurt gehen möch­te, dann kommt irgend­was, was einen beson­ders moti­viert und was einen zu Höchst­leis­tun­gen antreibt. Und das ist ja im Prin­zip auch ein Pri­ming. Genau. Ein. Ein. Ein. Ein. Erzeu­gen. Einer. Bestimm­ten. Ener­gie. Jan Wich­tig. Man kann es jetzt auch tat­säch­lich noch kon­kre­ter nut­zen. Bei­spiels­wei­se ist es so, wenn man jetzt im pri­va­ten oder auch im beruf­li­chen Umfeld unter­wegs ist und da eben auch in Gesprä­chen ist, dann ist auch da kann der Pri­ming Effekt wir­ken. Stel­len wir uns mal vor, man kommt zu einem Bewer­bungs­ge­spräch und. Und stellt sich jetzt mal die Situa­ti­on vor, wenn viel­leicht zwei Kan­di­da­tin­nen Kan­di­da­tin­nen immer völ­lig egal Per­so­nen, die jetzt eben rein­kom­men. Und es macht einen Unter­schied, ob jemand rein­kommt und um die Ecke schlurft. Ganz, ganz und dyna­misch und und dann hin­ter­her trot­tet bis zu dem Bespre­chungs­raum und dann berich­tet, was alles bis­her schief gelau­fen ist am gan­zen Tag. Oder ob eine Per­son rein­kommt, dyna­misch um die Ecke und und davon berich­tet, dass er heu­te bereits beim Sport war oder die­ses oder jenes getan hat, gera­de noch etwas gele­sen hat. Es ist eine ganz ande­re Dyna­mik mit dabei. Und das heißt, je nach­dem, wie man sich gibt, auch, was man für The­men anschnei­det, ob man pro­ble­ma­ti­sche The­men anschnei­det, ob man, ob man posi­ti­ve The­men anschnei­det, ob man dyna­mi­sche Din­ge anschnei­det. Jan Kann man einen Ton vor­ge­ben für ein Gespräch und eine Stim­mung erzeu­gen? Und die trägt sich auch in die­ses Gespräch mit hin­ein. Björn Das gilt auch anders­her­um übri­gens. Jan Sor­ry, dann Ende zu brin­gen, das ist das Bei­spiel. Das heißt also, wenn wir uns jetzt die­se Bewer­bungs situa­ti­on anschau­en, zwei per­so­nen, die fach­lich genau gleich geeig­net sind, die viel­leicht auch ein­fach nur mal ein guten oder schlech­ten Tag haben. Aber je nach­dem wie sie sich ver­hal­ten, vor­ab bezie­hen sie im Grun­de genom­men oder tra­gen sie die­se, die­se Stim­mung, die­sen, die­ses Pri­ming mit in das Gespräch hin­ein. Und das wirkt auch nach­hal­tig mit auf die Gesprächs­part­ner. Björn Übri­gens, ich habe ich habe schon sehr, sehr vie­le Bewer­bungs­ge­sprä­che geführt, also von der ande­ren Sei­te her, von dem, bei dem sich bewor­ben wur­de in ver­schie­dens­ten Bran­chen. Und das Pri­ming kann man auch da tat­säch­lich nut­zen, also als als Gesprächs­füh­rung nut­zen, um halt eine bestimm­te Atmo­sphä­re zu erzeu­gen. Es gibt ja, ich weiß, das klingt jetzt so, als wür­de ich da Angst und Schre­cken ver­brei­ten wol­len, eben nicht genau das Gegen­teil. Weil es gibt ja so Bewer­bungs Stra­te­gien oder Bewer­ber Stra­te­gien in man­chen Fir­men, wo bewusst ein Stress erzeugt wird. Also las­sen den Bewer­ber war­ten. Sol­che Geschich­ten ist ja alles schön und gut, um Stress Belas­tungs­test zu machen. Aber wenn man einen Men­schen wirk­lich ken­nen will, muss man eine Atmo­sphä­re des Ver­trau­ens schaf­fen. Und das kannst du auch, indem du über ein Pri­ming eine bestimm­te Situa­ti­on erzeugst. Also jetzt nicht. Also zum Bei­spiel beim Pri­ming dafür sor­gen, dass der, dass das auf die Wün­sche des Bewer­bers in dem Moment auch schon ein­ge­gan­gen wird, damit er mög­lichst ver­trau­ens­voll und ent­spannt in das Gespräch geht. Björn Je nach­dem, was man für eine Stra­te­gie hat, kann man das über Pri­ming halt auch ent­spre­chend kon­di­tio­nie­ren. Im Vor­feld schon. Was sind denn die, die Pri­ming fal­len? Wo geht es denn in die fal­sche Rich­tung? Hast du das mal erlebt? Jan Die Fra­ge ist halt die Fra­ge ist genau Was ist eine Fal­le in die­sem Zusam­men­hang? Ich glau­be, ganz wich­tig ist dabei das Bewusst­sein dafür, dass es die­sen Effekt gibt, genau­so wie es auch ande­re Effek­te gibt. Aber es ist eben auch so, es gibt die­sen Pri­ming Effekt. Und je nach­dem in was für Situa­tio­nen man läuft, im Lau­fe eines Tages oder im Lau­fe des Lebens, ist es viel­leicht gut, sich der Sache bewusst zu sein, um sie dann auch ent­spre­chend nut­zen zu kön­nen. Nicht unbe­dingt in dem Sin­ne, dass man jetzt auch ande­re zwin­gend so beein­flus­sen möch­te, son­dern auch, dass man sich viel­leicht selbst erst mal auch wie­der in eine neu­tra­le Situa­ti­on bringt. Also zum Bei­spiel wir hat­ten das mal anders. Das The­ma Der Tag fängt schon schlecht an, die Kaf­fee­ma­schi­ne ist kaputt. Björn Ich hat­te die glei­che Asso­zia­ti­on, weil posi­ti­ves Den­ken war das ja. Jan Und das heißt also im Grun­de genom­men ist der Tag ja sowie­so schon gelau­fen. Wenn ich jetzt damit ein­fach wei­ter­ge­he und mit der Ein­stel­lung Heu­te läuft sowie­so nichts und ich gehe das nächs­te Gespräch rein, dann wer­de ich das wahr­schein­lich eben schon aus­strah­len. Und wenn ich mir dar­über im Kla­ren bin, dass ich das mit aus­strah­le, dann ist genau da die Mög­lich­keit, auch einen Catch zu machen. Wenn ich, wenn ich mir bewusst bin, wenn ich irgend­wo acht­sam bin, auch auf mich und mei­ne Stim­mung tief durch­zu­at­men, mich neu­tral wie­der aus­zu­rich­ten und dann im Prin­zip berei­nigt wie­der, dann in den nächs­ten, in die nächs­te Situa­ti­on bege­be, um das Licht mit auf­zu­neh­men, also sich selbst ein Stück weit auch ich nen­ne es jetzt mal men­tal wie­der zu neu­tra­li­sie­ren. Und das ist, glau­be ich, wich­tig, denn ansons­ten läuft man näm­lich genau in die­se Fal­le hin­ein. Das kann eine Fal­le sein, dass man ent­we­der zu nega­tiv in eine Situa­ti­on hin­ein­geht oder ein ande­res Bei­spiel auch zu posi­tiv. Das ist auch mög­lich, aber es kann auch sein, man hat viel­leicht gera­de im Geschäfts­le­ben den größ­ten Erfolg sei­nes Lebens da geschafft und kommt aus die­ser Erfolgs Situa­ti­on her­aus und kommt zu einer wich­ti­gen Ent­schei­dung. Jan Und dann ent­schei­det man kom­plett über­schwäng­lich. Viel zu posi­tiv betrach­tet man die Geschich­te, ein­fach weil man so dar­auf getrimmt ist, dass alles gera­de läuft und dass man sowie­so unauf­halt­sam ist. Björn Ja, gibt es ja auch in dem Kon­text, dass wenn Men­schen sehr viel zufliegt, so von sel­ber. Die, die dann so depri­miert sind, dass sie der Mei­nung sind, ach, das geht ein­fach unend­lich so wei­ter. Und dann kommt irgend­wie das ers­te Mal so der ers­te Wider­stand, dann bre­chen die völ­lig zusam­men, weil sie, weil, weil, weil sie mit der Situa­ti­on gar nicht gerech­net haben, weil sie da gar nicht mit umge­hen kön­nen, weil sie vom Set­up eigent­lich auf easy Sel­ling getrimmt waren. Ich glau­be, Framing kann man auch super im geschäft­li­chen Umfeld nut­zen, in der Art und Wei­se, dass man sich bei Team Mee­tings immer sehr klar schon im Vor­feld dar­über Gedan­ken macht. Was will ich mit die­sem Mee­ting eigent­lich errei­chen? Und die ers­ten Sät­ze sehr bewusst dar­auf­hin aus­rich­tet. Bei­spiel Wäre ein Sales Team zum Bei­spiel per­formt nicht rich­tig sind ande­re Per­for­mer die, die müs­sen ein biss­chen gekickt wer­den, also will ich die moti­vie­ren. Dann wäre es natür­lich fatal, wenn ich damit anfan­ge. Also ihr per­formt ja alle nicht rich­tig. Dann ist ja schon wie wie soll da Moti­va­ti­on ent­ste­hen? Björn Das heißt, da müss­te man sich über­le­gen, wie fan­ge ich das Gan­ze an und moti­vie­re und set­ze ein und erzeu­ge eine moti­vie­ren­de Atmo­sphä­re? Wenn man sich immer des­sen bewusst ist, dass die, das, die, die Aus­gangs­la­ge und die ers­ten Paar. Ich wür­de schon fast sagen Sekun­den bei sol­chen Geschich­ten eigent­lich dafür sor­gen, was inner­halb der nächs­ten Stun­de pas­siert, wie in was für einem Mind­set die Leu­te sind. Gilt übri­gens auch in Ver­kaufs­ge­sprä­chen. So wie erzeu­ge ich Ver­trau­en als Ver­käu­fer mache ich das so wie wie ich frü­her immer böse gesagt habe die Auto­ver­käu­fer, die schon so schlei­mig hin­ter dem Auto auf einen lau­fen und. Jan Ganz vie­le sehr seriö­se Autos. Björn Ja, natür­lich gibt es auch ganz, ganz viel. Ich habe gesagt, frü­her war das ja so ein tota­les Kli­schee. Natür­lich gibt es da wun­der­ba­re, ganz vie­le. Ich habe auch schon tol­le getrof­fen, aber du weißt, was ich mei­ne. Also macht man das über so eine sehr Pushing Tak­tik. Ist das wirk­lich sinn­voll oder wie kann man einen Kun­den auch pri­mär so, dass er Ver­trau­en fasst? Jan Ja. Das heißt, das funk­tio­niert bei sich selbst, das funk­tio­niert auch bei ande­ren und und jetzt kommt es natür­lich auch von ande­ren auf mich. Das heißt, auch, da soll­te man sich dar­über im Kla­ren sein, was pas­siert da eigent­lich gera­de mit mir. Und das geht, wie gesagt in der tat­säch­li­chen Inter­ak­ti­on. Das funk­tio­niert natür­lich, aber auch bei ande­ren Din­gen. Ein Pri­ming Effekt kann auch schon ent­ste­hen durch einen Web­auf­tritt. Ein Pri­ming kann ent­ste­hen durch eine Fir­ma auf­tritt er, eine Zen­tra­le oder ein Fir­men­ge­bäu­de. Wie das auf­ge­baut ist, strahlt das aus, dass es das, das muf­fig alt ist, gestal­tet ist, dass das dyna­misch jung ist, strahlt das Ver­än­de­rung aus­strahlt, das Moder­ni­tät aus? Oder ist es aus, dass es sehr soli­de ist? Im Grun­de genom­men ist alles, was wir tun, hat auch eine Aus­strah­lung. Und dar­über muss man sich im Kla­ren sein. Muss man nicht. Dar­über kann man sich im Kla­ren sein. Björn Aber das Tol­le ist, wenn man sich dar­über im Kla­ren ist, hat man vie­le Situa­tio­nen bes­ser im Griff. Ich erin­ne­re mich an Ich habe ja auch mal eine Zeit lang im Ein­zel­han­del füh­rend lei­tend gear­bei­tet und hat­te also ger­ne Beschwer­den von Kun­den auch, die vor mir stan­den. Und wenn man sich dar­über bewusst ist, dass. Ich hier, dass man in dem Moment auch auf eine bestimm­te Hal­tung gepolt wer­den kann von außen was auf mich ein schlägt ein Hal­tung kann etwas bei mir aus­lö­sen. Kann man da auch bewusst gegen­steu­ern? Das heißt, kann es eine Dees­ka­la­ti­on Tak­tik, dass man halt genau das Gegen­teil, dass man also ver­sucht, ganz bewusst dage­gen anzu­ge­hen, was ja gegen unse­ren Instinkt ist. Wenn jemand eher forsch auf mich zukommt, wür­de ich mich viel­leicht eher ver­tei­di­gend ver­hal­ten, aber auch da kann man dann bewusst gegen­steu­ern. Jan Na? Und so ist es das tat­säch­lich. Wie auch der berühm­te Spruch Man kann nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren ist auch ein Stück weit so ist, dass man auch eigent­lich nicht nicht prim kann oder blei­ben wird, denn irgend­wo hin­ter­lässt alles ein Stück weit sei­ne Spu­ren und wird halt auf­ge­nom­men und auch ver­ar­bei­tet, ob bewusst oder unter, bewusst oder unbe­wusst. Und wenn man sich der Sache wie­der­um bewusst ist, dann kann man aber eben auch ent­spre­chend damit umge­hen und es nut­zen. Björn Schö­nes Schluss­wort, fin­de ich. Wir hof­fen, euch hat es so gut gefal­len wie wir euch Prime in die­ser Fol­ge. Wir hof­fen, das The­ma hat­te viel, viel Span­nen­des für euch. Wir freu­en uns, wenn ihr uns gewo­gen bleibt, wenn ihr Vor­schlä­ge habt oder Anmer­kun­gen habt. Unse­re Kon­takt­da­ten sind wie immer unten in der Pod­cast Beschrei­bung oder über die Home­pages zu fin­den. Wir freu­en uns, wenn ihr uns nächs­te Woche wie­der zuhört und ich sage Bleibt gesund und bis bald! Und der Jan sagt wie immer. Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Ja, hät­te es jetzt auch ein einer über­ra­schen­den Abschluss machen kön­nen gegen das Pri­ming? Ciao, tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Priming --- ### [Tagebuch, dein täglicher Freund](https://bobach-coaching.de/podcast-tagebuch/) **Published:** April 15, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Tage­buch schrei­ben hat es in sich! Dabei gibt es nicht nur das klas­si­sche Tage­buch abends auf dem Nacht­tisch. Es gibt vie­le ver­schie­de­ne For­men, wie Bul­let-Jour­nal, Mor­gen­sei­ten oder das popu­lä­re 6 Minu­ten Tage­buch. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach) betrach­ten [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich den grund­le­gen­den Sinn von Tage­bü­chern und unse­re eige­nen, per­sön­li­chen Erfah­run­gen mit die­sem all­täg­li­chen Beglei­ter. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich Will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach, dem Coa­ching Pod­cast mit Jan Gus­tav Fran­ke, hal­lo Jan! Jan Hal­lo Björn Björn …Und mir Björn Bob­ach Ja, ich habe kein klei­nes rosa gebun­de­nes Buch mit Schloss auf dem Nacht­tisch lie­gen und trotz­dem schrei­be ich regel­mä­ßig Tage­buch. Mein Tage­buch sieht so aus Das ist eine ganz ordi­nä­re Klad­de, die ich mal irgend­wo in irgend­ei­nem Laden gekauft habe, weil es die gera­de güns­tig gab. Und ich weiß noch, dass ich damals mit gro­ßen Augen ange­schaut wur­de von jeman­dem Was, das ist dein Tage­buch, das ist doch etwas Hei­li­ges. Kannst du denn da so ein, so ein bil­li­ges In Anfüh­rungs­stri­chen Heft­chen neh­men? Habe ich gleich gekon­tert. Es kommt ja auf die Tätig­keit an, es kommt ja dar­auf an, dass ich es tue, dass ich ins Tage­buch schrei­be und nicht, dass es ein beson­ders edles, teu­res Buch ist. Siehst du das anders? Jan Na, erst mal kann man mal sagen, was unser The­ma heu­te ist und schwer zu hören war. Und ja, grund­sätz­lich ist ja immer die Fra­ge Was ist das rich­ti­ge Instru­ment für den jemand oder die­je­ni­ge, die es benut­zen? Und wenn du gut mit dei­ner Klad­de zurecht kommst, dann ist das wohl genau das Rich­ti­ge für dich. Wäre mei­ne Ver­mu­tung. In die­sem Zusam­men­hang. Björn Schreibst du Tage­buch. Jan Wir waren ja bis­her hier zwei Lager, kein Tage­buch und Lager Tage­buch. Und ich habe jetzt tat­säch­lich mal damit ange­fan­gen. Und zwar mit die­sem vor­ge­fer­tig­ten sechs Minu­ten Tage­buch. Björn Oh, ich applau­die­re aus­zu­pro­bie­ren. Jan Und ich muss sagen, ich per­sön­lich bin ganz begeis­tert. Macht gro­ßen Spaß und ist eine ganz schö­ne Rou­ti­ne. Das jetzt ein­fach mal aktu­ell aus und schau mal, was ich per­sön­lich so an Wir­kun­gen davon selbst fest­stel­le und wie man ja wie ich so damit klar kom­me, was ich so dar­aus zie­he. Das ist ja so auf­ge­baut, dass man mor­gens und abends dann dem­entspre­chend da rein­schreibt. Und ja, so gibt es ja auch ganz vie­le unter­schied­li­che Tage­buch Rou­ti­nen, wie man damit arbei­ten kann. Wie bist du denn an Tage­buch­schrei­ben gekom­men? Björn Tat­säch­lich durch Coa­ching, das ich sel­ber bekom­men habe. Da wur­de mir emp­foh­len, ein­fach mei­ne Gedan­ken mal auf­zu­schrei­ben. Und das habe ich dann getan und das ist bei mir sehr unstruk­tu­riert. Tat­säch­lich. Also ich mache das ad hoc, ich mache das in Momen­ten, wo ich das Bedürf­nis habe, oh, das muss ich. Das ist gera­de ein sehr wich­ti­ger Gedan­ke oder ein uner­war­te­tes Gefühl oder ein Gefühl, das mich sehr ermäch­tigt oder das mich sehr besitzt. Gera­de. Vie­le kön­nen einen ja beset­zen. Auch. Und die habe ich dann auf­ge­schrie­ben. Dass du das sechs Minu­ten Tage­buch jetzt regel­mä­ßig regel­mä­ßig machst, fin­de ich des­we­gen span­nend, weil ich ja dir auch ein paar­mal schon emp­foh­len habe, weil ich das ein ganz wun­der­ba­res Tool fin­de, das ja eine sehr spe­zi­el­le Form des Tage­buch­schrei­ben ist. Da geht es ja um das Erzeu­gen einer bestimm­ten phy­sio­lo­gi­schen Reak­ti­on in unse­rem Hirn. Ich habe das Tage­buch damals eigent­lich dazu genutzt, mei­ne Gedan­ken ein biss­chen zu sor­tie­ren, mei­ne Gefüh­le anders ein­zu­ord­nen. Ich habe schon meh­re­re, aller­dings auch davor Vari­an­ten aus­pro­biert von Tage­buch­schrei­ben, weil ich es grund­sätz­lich immer als sehr wohl­tu­end emp­fun­den habe, Din­ge, die sich in mei­nem Kopf abspie­len, zu Papier zu brin­gen. Björn Eine ande­re tol­le Vari­an­te sind die mor­gen Sei­ten. Hast du da schon mal von gehört? Jan Habe ich noch nicht von gehört? Nein. Björn Das ist aus dem Buch Der Weg des Künst­lers. Das ist damals, als ich noch gesun­gen habe, war das so der letz­te Schrei bei uns am Thea­ter, da hat­te das irgend­wie jeder und ich dann auch irgend­wann. Und eine Kol­le­gin, die uns, glau­be ich, auch regel­mä­ßig zuhört ich grü­ße Sie mal in anony­mer Wei­se, hat­te mir das damals emp­foh­len und ich habe das aus­pro­biert. Und das sieht so aus, dass man sich mor­gens früh direkt nach dem Auf­ste­hen, also nach dem Auf­wa­chen, eigent­lich hin­setzt und ohne den ers­ten Kaf­fee getrun­ken zu haben, ohne wirk­lich wach zu sein, drei Sei­ten run­ter schreibt. Und zwar wirk­lich run­ter­schrei­ben, was da gera­de aus einem aus dem Kopf raus pur­zelt. Ohne Pau­se. Also nicht hin­set­zen. Jan Und Schrift­grö­ße fünf oder was für drei Sei­ten? Björn Drei DinA4 Sei­ten. Ja, das ist so die gro­be, der gro­be Maß­stab. Und das ist anfangs ganz unge­wohnt, weil man, weil wir sind ja dar­auf trai­niert, uns dar­über Gedan­ken zu machen, was wir da zu Papier brin­gen. Also die­ser intel­lek­tu­el­le Angang, ich set­ze mich hin und ich for­mu­lie­re etwas. Und das ist bei den Mor­gen Sei­ten zum Bei­spiel ganz anders, weil da geht es wirk­lich dar­um, ein­fach nur run­ter zu schrei­ben. Was ich gera­de im Kopf habe, wer­te ich nicht, son­dern ich schrei­be es ein­fach auf und das war unglaub­lich beein­dru­ckend, was das mit einem macht. Da war man tat­säch­lich mor­gens früh sehr viel Nega­ti­ves schon, was einem so im Kopf rum schwirr­te, erst mal los war. Es war wie so ein Dampf rein Dampf. Die Kol­le­gin damals hat immer gesagt, dass wir ein­mal die Toi­let­te vor­zie­hen und man bekam auch auf ein­mal ganz ande­re Gedan­ken. Impul­se also es war tat­säch­lich, es war tat­säch­lich eine Übung. Das habe ich da nicht durch­ge­hal­ten. Ewig­kei­ten, das mache ich jetzt nicht mehr. Ich mache das punk­tu­ell, manch­mal noch für ein, zwei Wochen, wenn ich den Ein­druck habe, es könn­te mir gut tun, weil ich weiß, wie sich da was für eine, was für eine Reak­ti­on das bei mir aus­löst. Björn Aber das ist so eine ande­re Vari­an­te. Also das war wahr­schein­lich die frü­hes­te, die ich mit Tage­buch­schrei­ben hat­te. Jan Okay. Ja, also man sieht, es gibt ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che For­men von Tage­buch und Tage­buch schrei­ben. Und grund­sätz­lich ist es so, dass Tage­buch­schrei­ben immer popu­lä­rer wird. Auch von ganz, ganz vie­len Sei­ten emp­foh­len wird, sowohl von von Busi­ness Coa­ches, Erfolgs Gurus, allen mög­li­chen, die sagen, man soll run­ter­schrei­ben, was die eige­nen Zie­le sind. Und so wei­ter und so fort. Das sind die Sachen, die da manch­mal so ein biss­chen rei­ße­risch klin­gen, aber auch aus ganz seriö­sen Quel­len oder ganz seriö­sen Anbie­tern. Auch The­ra­peu­ten der Kli­ni­ken, nicht nur bei gesun­den Men­schen, son­dern auch durch­aus, wenn man even­tu­ell an Depres­sio­nen lei­det oder so was, kann es also durch­aus auch hel­fen, da im Tage­buch zu schrei­ben und die Gedan­ken eben ein­fach aus dem Kopf mal los­zu­wer­den. Und es gibt ja unter­schied­li­che For­ma­te. In dem Zusam­men­hang hat es jetzt gera­de schon die die mor­gen Sei­ten beschrie­ben, die ich noch nicht kann­te, dass man also eher intui­tiv asso­zia­tiv das, was einem im Kopf umher schwirrt, mal run­ter­schrei­ben los­wird. Man kann es aber auch nut­zen, dass man tat­säch­lich kon­kre­te Sor­gen unter­schreibt und die dann mal los wird. Jan Man kann aber auch ande­rer­seits hin­ge­hen und sagen, man möch­te viel­leicht etwas Posi­ti­ves schrei­ben und sich posi­ti­ve Bekräf­ti­gung suchen, Zie­le auf­schrei­ben oder auch per­sön­li­che Erfol­ge, die man den Tag über erlebt hat. So gibt es ganz, ganz unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten. Was ich jetzt immer öfter wahr­ge­nom­men habe und wo ich auch ein gro­ßer Fan von bin, ist der Hin­weis, dass man nach Mög­lich­keit nicht tip­pen soll­te, son­dern schrei­ben soll­te. Also tat­säch­lich mit dem Stift und Papier. Wie stehst du dazu? Björn Sehe ich ähn­lich. Ich glau­be auch da gibt es jetzt kei­ne abso­lu­te Wahr­heit. Also ich wür­de jetzt jeman­dem, der sagt, er schreibt Tage­buch digi­tal und kommt damit zurecht, wür­de ich jetzt nicht sagen. Es ist Koko­lo­res, alles zu las­sen. Ich habe aber eine ähn­li­che Erfah­rung gemacht, weil ich glau­be, es gibt ja ganz vie­le Apps, da gibt es wie hei­ßen Sie denn ohne Dia­ry? Grid Dia­ry ist so ein ande­res und das habe ich nie so posi­tiv emp­fun­den. Es gibt eine offen­sicht­lich eine psy­cho­lo­gi­sche Rück­kopp­lung dazu, wenn wir etwas in unse­re Hand­schrift auf Papier nie­der­schrei­ben. Das emp­fin­de ich per­sön­lich auch als befrie­di­gen­der. Es ist ja nicht so, dass ich das hin­ter­her irgend­wo ver­öf­fent­li­chen will, was ich da schrei­be. Aber trotz alle­dem. Nein, um Got­tes Wil­len, es will auch kei­ner lesen. Aber es ist ein ande­res. Es ist eine ande­re, eine ande­re Wahr­neh­mung, wäh­rend man das tut. Ich emp­fin­de mich nicht ent­schul­di­ge. Ich emp­fin­de mich als reflek­tier­ter und reflek­tie­ren­der, wenn ich es hand­schrift­lich mache. Jan Also wenn, was ja auch ich als hand­schrift­lich durch­ge­hen las­sen wür­de, wäre tat­säch­lich mit einem digi­ta­len Stift auf dem Tablet run­ter­schrei­ben. Da wür­de ich sagen, das kann doch noch mit­hal­ten mit dem Papier. Ich glau­be, es muss wahr­schein­lich nicht am Papier lie­gen, aber ich glau­be, der ganz wesent­li­che Punkt ist tat­säch­lich die­ses In Hand­schrift schrei­ben. Und da gibt es, glau­be ich, auch mitt­ler­wei­le ver­schie­de­ne Stu­di­en, so dass das tat­säch­lich einen ande­ren Ein­fluss hat, als wenn ich es run­ter tip­pe, weil es noch mal anders durch den Kopf geht. Auch weil ich natür­lich je nach­dem. Wenn ich jetzt ein­fach nur run­ter tip­pe und jetzt nicht nur asso­zia­tiv oder intui­tiv schrei­be, dann den­ke ich ja unter Umstän­den auch noch mal dar­über nach, was ich jetzt da schrei­be. Und beim Tip­pen bin ich viel schnel­ler. Ich tip­pe wie­der löschen. Und so wei­ter und so fort. In dem Moment, wo ich dann und da ist dann tat­säch­lich wie­der­um das Papier, viel­leicht tat­säch­lich die, die die nach­hal­ti­ge­re oder die, sagen wir die ande­re Vari­an­te. Ich krieg’s dann nicht ein­fach wie­der weg­ge­wischt, son­dern ah, und das heißt, ich mach mir viel­leicht auch noch mal etwas anders Gedan­ken dar­über, was ich da auf schrei­be. Jan Das muss. Björn Unter­schied­li­che. Jan Sti­le, aber ich mer­ke das selbst auch, dass ich mir auch durch­aus Gedan­ken dar­über mache, was möch­te ich denn da gera­de auf­schrei­ben? Und auch wenn man jetzt, sage ich mal, für sich selbst oder auf sich selbst hört, in sich selbst hin­ein horcht, dann hört man da viel­leicht auch wir den­ken mal an unse­re Fra­ge vom inne­ren Team, auch unter­schied­li­che Stim­men dazu, wie man über einen bestimm­ten Sach­ver­halt denkt und beleuch­tet das viel­leicht auch noch mal anders. Björn Hm, ich glau­be, das mit dem das ist dann auf Papier auch für alle Ewig­kei­ten auf die­sem Papier steht, ist tat­säch­lich eine eine wich­ti­ge Kom­po­nen­te. Das ande­re, war­um ich auch zum Bei­spiel das mit dem mit dem digi­ta­len Stift auf einem Tablet nicht so genau­so wie tip­pen, nicht so pro­duk­tiv oder nicht so gut für mich per­sön­lich emp­fin­de, ist das. Das sind mei­ne Arbeits­ge­rä­te. Also wenn ich was tip­pe auf mei­nem Lap­top oder auf mei­nem Tablet, mit dem mit dem Stift arbei­te, mit den Gerä­ten arbei­te ich also das ist mei­ne sind mei­ne Geld­ver­die­nen Maschi­nen, das ist das, wo ich geschäft­li­che Din­ge drü­ber mache und ich tren­ne das ger­ne. Ich habe ger­ne dafür, auch wenn es ein bil­li­ges Heft­chen ist. Ich habe ger­ne dafür ein, ein eige­nes, ein eige­nes Objekt, das auch die­sem Zweck vor­be­hal­ten ist, weil das ist für mich dann tat­säch­lich schon so, in dem Moment, wo ich es auf­schla­ge, wo ich es in die Hand neh­me, bin ich schon in einem ganz ande­ren Modus. Dann bin ich schon in einem refle­xi­ons modus, dann bin ich schon in einem öff­nungs modus, wenn ich so bin. Björn Wenn man so sagen will. Und ich fin­de an einem Lap­top oder einem Tablet ist man in der Regel eher ana­ly­tisch unter­wegs und um Ana­ly­se geht es ja eigent­lich gar nicht. Jan Tja, je nach­dem, was man so vor­hat oder wie man da unter­wegs. Es gibt aber viel­leicht auch Men­schen, die schrei­ben den gan­zen Tag per Hand und defi­nierst das dann am Lap­top, was ande­re nur auf das Hand­schrift­li­che an was kon­di­tio­niert sind. Aber klar, das ist viel­leicht auch eine indi­vi­du­el­le Sache. Björn Hm, darf ich fra­gen, wenn du jetzt gera­de mit dem Sechs Minu­ten Tage­buch wie lan­ge machst du das schon? Jan Ich bin jetzt, glau­be ich, eine gute Woche dabei. Björn Das ist ja, das fokus­siert sich ja sehr auf Acht­sam­keit, Stei­ge­rung und eine grö­ße­re Wer­tung und eine ande­re Ver­drah­tung im Kopf, sage ich mal so, was die posi­ti­ven Ein­flüs­se angeht, da kon­zen­triert sich das ja sehr drauf. Das ist sehr wahr­schein­lich, nach einer Woche zu früh zu fra­gen, ob du schon eine Wir­kung spürst. Jan Eine Wir­kung? Das weiß ich jetzt nicht. Aber es gibt ja unter­schied­li­che Punk­te. Das eine ist ja, es gibt ja wie gesagt eine Mor­gen­rou­ti­ne Abend Rou­ti­ne, wo man dann mor­gens auch auf­schreibt, was man an die­sem Tag, wie man die­sen Tag schön machen möch­te oder wun­der­voll machen möch­te, wofür man dank­bar ist, wie man sich posi­tiv selbst bekräf­tigt usw. Das, fin­de ich ist schon irgend­wie eine ganz gute Sache. Also auch die­ses Wie möch­te ich den heu­ti­gen Tag wun­der­voll machen? Weil man sich auch viel­leicht schon mal selbst dar­über Gedan­ken macht. Womit könn­te ich denn auch den Tag noch mal gar­nie­ren, was mir Freu­de berei­tet? Und auch am Abend die Rou­ti­ne. Das sind ja im Wesent­li­chen auch drei Fra­gen. Das ist ja die Fra­ge Was habe ich heu­te für einen ande­ren Men­schen getan? Was kann ich mor­gen bes­ser machen? Und die letz­te Fra­ge ist mir jetzt tat­säch­lich, obwohl es nur drei Fra­gen sind schon wie­der ent­fal­len. Aber im Wesent­li­chen ist es ja die. Was habe ich heu­te? Tol­les Erleb­nis. Eine gute Fra­ge. Und das heißt auch da sowohl mor­gens als auch abends fängt man auch an, Din­ge zu sam­meln. Jan Also einer­seits sam­melt man Din­ge, wie man einen Tag wun­der­voll gestal­ten kann, ande­rer­seits hat man abends eben auch etwas, was man Schö­nes erlebt hat. Und das heißt, du bist ja damit kon­fron­tiert, dass du es auch mal in dich gehst und reflek­tiert, ja, was hat mir gut gefal­len, um da auch noch den Fokus dar­auf zu len­ken. Das ist ja auch wie­der was, wenn wir spre­chen im Coa­ching über Pro­blem Stra­ße, dass ich also die Din­ge auf die posi­ti­ven Din­ge fokus­sie­re und rich­te. Und das ist natür­lich eine schö­ne Sache, denn ich den­ke, das geht ja auch vie­len Kli­en­ten so, auch ande­re Men­schen, mit denen man ganz unab­hän­gig vom Coa­ching Kon­text zu tun hat, dass viel­leicht auch im All­tag oft­mals nicht die Zeit dafür da ist, wert­zu­schät­zen, was dann eigent­lich auch alles Schö­nes da ist. Und das ist natür­lich eine schö­ne Rou­ti­ne und so bekommt man über die­ses Tage­buch ich bin ja schon gespannt, wie sich das dann über die nächs­ten bes­ten­falls ent­wi­ckelt, wenn ich die­se Rou­ti­ne so bei­be­hal­ten. Ent­wi­ckelt sich natür­lich auch ganz schön viel Spei­cher an Din­gen, die man dann eben erlebt hat und auf die man zurück­blickt, was natür­lich auch eine tol­le Res­sour­ce ist. Jan Also auch wenn man viel­leicht mal schlech­te­re Tage hat oder so etwas stres­si­ge Tage, dann hat man immer im Grun­de genom­men da phy­sisch ein Buch voll mit schö­nen Erleb­nis­sen, die man hat, auf die man auch zurück­bli­cken kann. Das ist ja eine tol­le Sache, denn oft­mals ist es ja auch so, dass Men­schen in stres­si­gen Situa­tio­nen auf ein­mal ein­fach ver­ges­sen, was denn auch schön ist im Leben, was schön war, was tol­le Momen­te waren. Und so wei­ter. Und so hat man auch die Mög­lich­keit, da viel­leicht ein­fach mal drin zu blät­tern, noch mal zu schau­en und sich dar­an zu erin­nern, was es so für einer­seits schö­ne Erin­ne­run­gen gibt und ande­rer­seits auch Mög­lich­kei­ten, um sich etwas Gutes zu tun. Björn Also ich habe nicht, dass ich das jetzt schon vor­weg­neh­men will, es kann ja auch bei dir wie­der anders sein. Ich habe damals dann so nach Na, wie lan­ge hat es gedau­ert? Fünf, sechs Wochen viel­leicht eine deut­li­che Inten­si­vie­rung posi­ti­ver Erleb­nis­se emp­fun­den. Also die posi­ti­ven Din­ge waren sofort. Spür­ba­rer und nach­hal­ti­ger. Und das waren wirk­lich Klei­nig­kei­ten. Ein schö­nes Bei­spiel ist eigent­lich, an dem ich es auch gemerkt hat Da hat mir mal jemand die Tür auf­ge­hal­ten. Da habe ich mich unglaub­lich dar­über gefreut. Nicht jetzt, nicht im Sin­ne von Juhu, son­dern im Sin­ne von Ich habe das als sehr posi­tiv emp­fun­den. Und das zog sich dann so wei­ter. Auch über ande­re Din­ge, klei­ne Auf­merk­sam­kei­ten, die man viel­leicht sonst so ja Dan­ke­schön, also so, so akzep­tiert. Hat­ten eine ganz ande­re Wer­tung und eine Wert­schät­zung auch dem ande­ren gegen­über für Din­ge, die viel­leicht ein biss­chen grö­ßer waren. Die ist dadurch enorm gestie­gen. Ich glau­be, dass dar­auf fokus­siert sich ja das sechs Minu­ten Tage­buch auch. Auch, dass es, dass es uns kon­di­tio­niert dar­auf, die posi­ti­ven Din­ge stär­ker zu emp­fin­den. Björn Und ich glau­be, das klas­si­sche Tage­buch­schrei­ben, also die­ses Nie­der­schrei­ben Was ist pas­siert, wie reflek­tie­re ich dar­auf oder was beschäf­tigt mich gera­de? Ist vor allem eine Klä­rung. Da geht es ja nicht so sehr um eine Ver­stär­kung von einem bestimm­ten emo­tio­na­len Anteil von uns, son­dern dar­um, erst mal auch Ord­nung und Struk­tur und Rich­tung in unse­re Gedan­ken und Gefüh­le zu brin­gen. Dazu haben wir nicht immer Zeit. Es strömt ja viel auf uns ein. Und das Tage­buch­schrei­ben an sich ist eine wun­der­ba­re Mög­lich­keit für mich, die die­se gan­zen Din­ge, die sich auch in mir sel­ber abspie­len im Lau­fe des Tages. Ich mache das nicht wirk­lich nicht abends regel­mä­ßig, son­dern ich mache das im Lau­fe des Tages. Ich mache es auch mal nicht, wenn jetzt sich da nichts ange­bo­ten hat. Aber in dem Moment nie­der­zu­schrei­ben und dann spä­ter noch mal rein zu gucken und zu den­ken Ja gut, das ord­net sich so und so ein. Jetzt den­ke ich da anders drü­ber, es ver­stärkt sich oder es erscheint mir gar nicht mehr so groß, wie es in dem Moment war, sol­che Sachen. Björn Also das hat für mich da eher eine klä­ren­de Funk­ti­on. Jan Ja, das sind Klä­rung oder? Also das Klä­ren und Ord­nen. Und wenn man jetzt noch mal auf die­se, auf das sor­gen The­ma zurück­kommt, dann ist es natür­lich auch eine Mög­lich­keit, ein­fach mal etwas los­zu­wer­den. Also Sor­gen los­zu­wer­den, Gedan­ken los­zu­wer­den, Gedan­ken über Pro­ble­me mal run­ter zu schrei­ben und dann viel­leicht auch ein­fach mal zusam­men­zu­pa­cken und in den Schrank zu stel­len. Also raus aus mei­nem Kopf und weg damit. Was auch gut tun kann und was er auch von Depres­sio­nen Pati­en­ten bei­spiels­wei­se auch als posi­tiv beschrie­ben wird in dem Zusam­men­hang. Das heißt also, wir sehen, das ist ganz, ganz viel­sei­tig ein­setz­bar an der Stel­le. Tja, also das war heu­te mal ein klei­ner Exkurs zum The­ma Tage­buch schrei­ben. Wir hof­fen, es hat euch neu­gie­rig auf mehr gemacht. Wir sind gespannt dar­auf, von euch zu hören, ob ihr viel­leicht auch Tage­buch schreibt, wie ihr es nutzt, ob ihr viel­leicht sogar noch ande­re Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten habt. Wenn ihr wei­te­re Fra­gen dazu habt oder euch dazu aus­tau­schen möch­tet, dann kon­tak­tiert uns ger­ne über unse­re Home­pages oder auch über uns Kon­takt­da­ten, die in der Beschrei­bung des Pod­casts fin­det. Jan Und ansons­ten freu­en wir uns schon auf das nächs­te Mal mit euch, dan­ken euch fürs Zuhö­ren und ich ver­ab­schie­de mich mit einem Auf Wie­der­hö­ren. Björn Ciao. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Tagebuch, Wellbeing --- ### [Die Coachinglandkarte - Ein Bild deines Lebens](https://bobach-coaching.de/podcast-coachinglandkarte/) **Published:** April 22, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach "Coach&Coach") beschäf­ti­gen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns mit dem Werk­zeug der Coa­chingland­kar­te. Hier stellt ein Coa­ching Kli­ent sei­ne aktu­el­le Situa­ti­on krea­tiv in bild­li­cher Form um. Wir erklä­ren den Ablauf des Tools und den Nut­zen für den Kli­en­ten – und auch für den Coach selbst. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach heu­te mit einem ganz beson­de­ren Schman­kerl aus der Werk­zeug­kis­te des Coa­chings. Und ich freue mich, heu­te dar­über zu spre­chen. Und zwar mit dir. Björn Björn Hal­lo, ja. Jan Ja, wir spre­chen heu­te über die Coa­ching Land­kar­te, die inne­re Land­kar­te, was ein schö­nes Tool ist, was uns begeg­net ist, unter ande­rem in der Coa­ching Aus­bil­dung und das wür­den wir euch heu­te ganz ger­ne mal vor­stel­len. Auch ein biss­chen dar­über dis­ku­tie­ren, wie man es nut­zen kann und was es viel­leicht auch für Varia­tio­nen im Zusam­men­hang gibt. Ja, hast du Lust, das mal zu erläu­tern, was es damit auf sich hat mit die­ser Land­kar­te? Björn Ja, ger­ne. Am bes­ten mache ich das mit mei­ner eige­nen Erfah­rung damit, wie das war, als ich das machen muss­te. Damals, als wir die Aus­bil­dung gemacht haben. Die Auf­ga­ben­stel­lung war, wir beka­men ein Blatt Papier. Ich glau­be, es war zwei oder so ein gro­ßes Blatt Papier weiß und jede Men­ge bun­te Stif­te. Und dann sag­te unse­re Aus­bil­de­rin Jetzt haben wir 20 Minu­ten Zeit, unse­re aktu­el­le Situa­ti­on, also unse­re Situa­ti­on, bild­lich dar­zu­stel­len. Macht mal! Und das klingt jetzt so lapi­dar. Aber in dem Moment, als ich vor die­sem wei­ßen Blatt sah, wuss­te ich über­haupt nicht, was ich machen soll. Also ich bin über­haupt kein Maler, ich bin da auch. Ich habe da auch kein Talent für. Ich kann Sachen nicht gut. Ich bin kein guter Zeich­ner, ich kann also wirk­lich nicht. Bei mir ist ein Kreis nie ein Kreis. Und ich saß also da, vor die­sem wei­ßen Blatt Papier und wuss­te gar nichts mit dem mit der Übung anzu­fan­gen. Wir haben das, glau­be ich, auch rela­tiv am Anfang der Aus­bil­dung gemacht. Björn Das war eine der ers­ten Geschich­ten, die wir gemacht haben. Und dann saß ich da. So, und dann sag­te dann die Aus­bil­de­rin noch ein paar Minu­ten spä­ter Also wenn da jetzt nichts kommt, weil ich glau­be, es ging nicht nur mir so, macht man ein­fach die Augen zu. Und das ers­te Bild, das ihr im Kopf habt, damit fangt ihr an und das war dann für mich so der der Eis­bre­cher. Also in dem Moment hat­te ich ein ganz kla­res Bild vom Kopf, ein Motiv und dann habe ich los­ge­legt und dann war es auch kein Pro­blem. Also man soll sei­ne aktu­el­le Situa­ti­on in Bil­dern in einem Bild dar­stel­len und mög­lichst ohne Schrift­zei­chen, also ohne Text. Und dann geht es danach in das Gespräch mit dem Coach. Und das Gespräch ist ganz span­nend, weil der Coach wie so oft nichts hin­ein­in­ter­pre­tiert, son­dern das Gespräch so führt, dass der Coa­chee sel­ber über die­ses Bild reflek­tiert. Also in der Regel erst­mal beschrei­ben Was sieht man da, was ist da dar­ge­stellt, was für eine Bedeu­tung hat das für den, für den Kli­en­ten? Björn Und dann fragt der Coach hof­fent­lich sehr gekonnt nach und ermög­licht eine ganz tie­fe Form der Refle­xi­on. Da habe ich das gut zusam­men­ge­fasst. Jan Ja, auf jeden Fall. Und das kann sich dann also so dar­stel­len, dass sich dann auch dar­aus tat­säch­lich so etwas wie eine Land­kar­te ergibt. Das kön­nen aber auch ganz ande­re Din­ge sein. Ich erin­ne­re mich an unter­schied­li­che Punk­te eigent­lich also an tat­säch­li­che Land­schaf­ten mit Ber­gen, Flüs­sen, Hin­der­nis­sen, Tälern und sowei­ter, die da beschrie­ben wur­den, wenn man es in der Grup­pe gemacht und auch die Gele­gen­heit gehabt, dann auch die ande­ren Wer­ke dann da zu bewun­dern und uns auch erläu­tern zu las­sen. Ich habe Din­ge in Erin­ne­rung wie die, wie wir so eine Hau­be, wie so eine Schnee­ku­gel, unter der dann ein­zel­ne Per­so­nen gese­hen haben, viel­leicht auch Part­ner oder Fami­lie. Es gibt viel­leicht Bil­der, die mit Was­ser zu tun haben, wenn man das Was­ser bis zum Hal­se steht, wenn man irgend­wo mit dem Boot unter­wegs ist oder so was, sind Rich­tung einer Insel ganz vie­le unter­schied­li­che Din­ge. Und ja, so ist im Grun­de genom­men auch die­se Situa­ti­on, die­se inne­re Land­kar­te, die man da auch beschreibt, höchst indi­vi­du­ell, was natür­lich ein tota­les Über­ra­schungs­mo­ment ist, sowohl für den Coa­chee, für den Kli­en­ten als auch für den Coach selbst, weil man weiß ja auch nicht, was einem da erwar­tet. Jan Das heißt also, es ist sehr, sehr krea­tiv, es geht auch ein Stück weit auf die Gefühls­ebe­ne. Man holt also auch asso­zia­tiv Gedan­ken her­aus und kann das dann ein­fach mal so auf sich wir­ken las­sen, was da dabei her­aus­kommt. Und das kann dann ganz erhel­lend sein in unter­schied­li­che Rich­tun­gen. Björn Die, die Fra­gen, die Fra­gen, die man da als Coach stellt, gehen ja auch in ganz, ganz ver­schie­de­ne Rich­tun­gen. Kön­nen Far­ben eine Rol­le spie­len, die gewählt wur­den, Rela­tio­nen von Din­gen zuein­an­der, die Grö­ßen­ver­hält­nis­se, die Grö­ße des Wer­kes an sich auch. Ich erin­ne­re mich, dass auch in unse­rer Run­de, da Din­ge sehr aus­la­dend waren von einer. Zur ande­ren, ein ande­res, ganz klein, nur in der Mit­te. Man­che Sachen. Man­che haben aus­ge­malt, man­che nicht. All sol­che Din­ge wer­den dann so ein biss­chen befragt, ob das eine Bedeu­tung haben könn­te oder ob das viel­leicht eine unbe­wuss­te Geschich­te war, die aber viel­leicht dann tat­säch­lich einen rea­len Bezug hat. Ist eine ganz span­nen­de Ver­an­stal­tung, weil die, die wie du schon sagst, die, die das Ergeb­nis total uner­war­tet sein kann. So auf bei­den Sei­ten. Und weil es doch einen sehr tie­fen Ein­blick gewährt. Jan Genau. Und das ist es im Grun­de genom­men auch. Es ist ein tol­les Tool, auch zum Ein­stieg in eine in eine gemein­sa­me Coa­ching Bezie­hung. Wenn es also auch dar­um geht, ein­fach mal ein Ver­ständ­nis dafür zu bekom­men. Also als Coach vom Coa­chee. Wie ist denn da über­haupt so die­se inne­re Welt auf­ge­baut? Also mit was für Sym­bo­len viel­leicht auch arbei­tet der Kli­ent, die Kli­en­tin? Was? Wie sieht sich die Per­son selbst im Ver­hält­nis zu ande­ren? Wie beschreibt es beschreibt die Per­son die Welt? Und so hat man eine tol­le Dis­kus­si­ons­grund­la­ge. Es gibt auch Men­schen, die auch wenn es jetzt mal um die Beschrei­bung der Situa­ti­on geht oder so, die haben da viel­leicht auch Schwie­rig­kei­ten. Ist jetzt gar nicht wer­tend gemeint, sich da zu öff­nen oder das irgend­wie zu for­mu­lie­ren und eigent­lich auch aus sich selbst her­aus­zu­be­kom­men, was eigent­lich der Punkt ist, der sie tat­säch­lich ins Coa­ching gebracht hat. Und hier hat man natür­lich eine ganz ande­re Ebe­ne, die eben asso­zia­tiv ist, die, die bild­lich ist und mit der man dann auch tie­fer ins Gespräch kom­men kann und über unter­schied­li­che Din­ge spre­chen kann. Jan Das kann Wer­te sein, es kön­nen Glau­bens­sät­ze sein, es kön­nen Emo­tio­nen sein. All das sind sol­che Din­ge oder eben auch Auf­stel­lun­gen, The­men und Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen, die da eben auf­kom­men kön­nen. Und ich hat­te gera­de dar­über nach­ge­dacht, das ist ja prin­zi­pi­ell auch ein tol­les Tool sein könn­te, ein­fach in der in der Bear­bei­tung, also in der Eigen­ar­beit. Und dann habe ich auch noch so gedacht, ja, aber eigent­lich ist es tat­säch­lich. Also es schöpft nicht das vol­le Poten­zi­al aus, denn genau die­se Fra­gen, die du gera­de genannt hast, sind aus mei­ner Sicht die, die auch noch im Wei­te­ren also noch eine ganz ande­re Wir­kung ent­fal­ten. Also man hat, glau­be ich, die Mög­lich­keit, mit die­ser die­ser inne­ren Land­kar­te selbst schon mal für sich ein Bild zu ent­wer­fen. Und das kann auch schon etwas brin­gen. Aber ich glau­be, gera­de der Dia­log ist es, der da noch mal beson­ders wir­kungs­voll ist. Björn Ja, ja, genau. Und die Refle­xi­on des Coa­ches sel­ber. Also das ist das. Wir als Coach gehen dann ja auch so vor, dass wir die Wir­kung des Bil­des auf uns sel­ber und das ist ja eine völ­lig ande­re Wir­kung, weil wir ja auch in unse­rer eige­nen Rea­li­täts Kon­struk­ti­on leben als eige­ne eige­ne Emp­fin­dun­gen, Wer­te und so was haben die­se die­se eige­ne Refle­xi­on dann natür­lich auch zu einer span­nen­den Dis­kus­si­on füh­ren kann und zu einer span­nen­den wei­te­ren Reflek­ti­on auf der auf der Kli­en­ten Sei­te. Du sag­test gera­de, das ist für den Ein­stieg ein super Tool. Ich fin­de, das ist vor allem dann gut, wenn ein Kli­ent zu einem kommt und so etwas sagt wie Irgend­was stimmt nicht, aber ich weiß auch nicht genau was. Ich bin ein­fach unzu­frie­den gera­de. Ich kann aber auch nicht genau sagen, war­um und in wel­chem Bereich eigent­lich. Und da kann über so eine Coa­ching Land­kar­te sehr viel Klar­heit schon ent­ste­hen. Manch­mal ist das sogar schon ein Tool, das die Lösung in sich hat. Also unbe­wusst kann einen kann ein Kli­ent da eigent­lich die Lösung auch schon gleich mit auf­zeich­nen? Björn Habe ich auch schon mal erlebt. Tat­säch­lich, dass die Lösung schon ein Teil der Coa­ching Land­kar­te war, müss­te man nur dar­auf hin­wei­sen. Jan Inter­es­sant ist auch in dem Zusam­men­hang, dass eben durch die­se Fra­gen auch unter Umstän­den unbe­wuss­te Din­ge zur Spra­che kom­men kön­nen. Das heißt, das kann auch durch­aus der Fall sein, dass etwas auf­ge­zeich­net wird, wo sich jetzt der­je­ni­ge, der jetzt das Bild zeich­net, gar nichts dabei gedacht hat oder das nicht bewusst gemacht hat. Und durch die Fra­gen ergibt sich dann etwas oder eine neue Erkennt­nis, dass sich dann etwas mit drauf gemo­gelt hat oder dass sich halt ein­fach neue Din­ge ver­knüp­fen. Dann wer­den Bezie­hun­gen oder Gedan­ken­gän­ge zusam­men­ge­führt wer­den, die dann wie­der zu neu­en Erkennt­nis­sen füh­ren. Björn Hm, ja, sol­che Sachen wie zum Bei­spiel ja so, so was wie wie eigent­lich eine schö­ne Situa­ti­on. Aber da ist dann ein klei­nes Ele­ment drin, was viel­leicht gar nicht so bewusst als als Her­aus­for­de­rung wahr­ge­nom­men wird, zum Bei­spiel Län­ge eines Weges oder so was. Ein Berg, wie du gera­de gesagt hast, oder ein Hügel, der, der viel­leicht inzwi­schen unbe­wusst zwi­schen zwei Punk­ten gesetzt wur­de, die aber eigent­lich, was es zu über­win­den gilt, was gar nicht. Bewusst war, dass das viel­leicht als Her­aus­for­de­rung wahr­ge­nom­men wird. Da ist sehr, sehr viel Infor­ma­ti­on drin. Jan Und dann gibt es natür­lich auch in die­sem Zusam­men­hang noch die Mög­lich­keit, auch die­se Land­kar­te zu vari­ie­ren, das heißt oder auch, sagen wir, im wei­te­ren Ver­lauf zu nut­zen. Das heißt, wenn es um die ist Situa­tio­nen gibt, dann kann man die natür­lich zu Beginn oder zu einem x belie­bi­gen Zeit­punkt mal anfer­ti­gen. Man kann aber natür­lich auch zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ent­we­der dann noch ein­mal dar­über dis­ku­tie­ren und auch mit dem Coa­chee dar­über spre­chen. Ist das noch so gül­tig? Ist das noch die aktu­el­le Situa­ti­on? Wenn man also noch mal da eine Ebe­ne ana­ly­sie­ren möch­te, was sich viel­leicht auch ver­än­dert hat, kon­kret am bis­he­ri­gen Bei­spiel oder was auch inter­es­sant sein kann, ist, wenn man zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ein­fach noch mal die­se Übung macht und dann noch mal ver­gleicht oder die­se Bil­der dann auch neben­ein­an­der legt nach einer Bespre­chung, um dann dar­über die­se Ver­knüp­fung her­zu­stel­len. Björn Bezie­hungs­wei­se noch eine ande­re, ganz ande­re Vari­an­te wäre dann ja die Zukunfts Col­la­ge. Das ist dann der Blick nicht nur in das Jetzt, son­dern der Blick in die Zukunft. Das ist eigent­lich ver­wandt mit­ein­an­der, so wie wir es ken­nen­ge­lernt haben. Auch in der Aus­bil­dung ist es ja dann nicht mit Malen und Zeich­nen, mit Stif­ten, son­dern dass man sich tat­säch­lich Moti­ve aus Zeit­schrif­ten oder Pro­spek­ten zusam­men­sucht, die eine Wir­kung auf uns haben, die wie wir uns in fünf oder in zehn Jah­ren, was wir da haben möch­ten. Es geht ja um die emo­tio­na­le Reak­ti­on auf ein bild­li­ches Motiv wie­der ohne Text. Und das ist ja eigent­lich auch eine abge­wan­del­te Art von von Coa­ching Land­kar­te. Jan Oder? Ich kann es ent­we­der auch als Land­kar­te selbst zeich­nen und ich kann es als Col­la­ge machen. Das ist auch sicher­lich Geschmack­sa­che oder mal eine Abwand­lung. Aber grund­sätz­lich kann man natür­lich auch mit die­ser Coa­ching Land­kar­te und damit der Situa­ti­on auch unter­schied­li­che Punk­te ver­knüp­fen. Und man kann auch die Situa­ti­on ver­knüp­fen auf einem Bild mit dem Zukunfts­bild, dass man sagt Die Welt Wenn Sie das jetzt bild­lich dar­stel­len wür­den, wie wür­de das denn aus­se­hen, wie wür­de das eine zum ande­ren füh­ren kön­nen? Oder wo sehen Sie oder wie sehen Sie da die­se Zukunft Situa­ti­on? Das heißt also, es gibt hier ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten, wie man das hier auch nut­zen kann. Und es ist viel­leicht auch etwas, was mal was ganz ande­res ist, als man für gewöhn­lich tut. Denn wir sind ja gewohnt, ich zumin­dest auch im beruf­li­chen All­tag oft­mals rela­tiv ana­ly­tisch zu spre­chen, sehr fak­ten­ba­siert unter­wegs zu sein, abzu­wä­gen und so wei­ter und so fort. Und dann halt eben Ein­schät­zun­gen zu tref­fen, mei­ne Zie­le zu for­mu­lie­ren und hier auch ein­fach mal über eine bild­li­che, krea­ti­ve Ebe­ne zu kom­men, kann auch noch mal einen ganz, ganz fri­schen Wind mit­ge­ben und auch noch mal ein­fach Spaß machen. Jan Also auch das ist ein wesent­li­cher Aspekt dabei auch viel­leicht noch mal den Kopf frei beim letz­ten Mal gespro­chen über das The­ma Tage­buch­schrei­ben. Da waren wir über die Schrift­form unter­wegs, hier jetzt eher gra­phisch. Auch da kann es natür­lich ganz inter­es­sant sein, hier mal Gedan­ken, Situa­ti­on, Situa­ti­on ein­fach mal bild­lich dar­zu­stel­len, die­se Bil­der mal run­ter zu zeich­nen mit den Mög­lich­kei­ten, die man so hat als Picas­so. Björn Und das ist ja und das ist so ein ganz ent­schei­den­der Punkt, glau­be ich. Also wenn wir jetzt einen von unse­ren Zuhö­rern moti­viert haben, das ein­fach aus­zu­pro­bie­ren, wäre es ja schön. Aber ich glau­be, ein ent­schei­den­der Punkt ist, dass man hier nicht wer­tend unter­wegs ist. Es geht ja nicht dar­um, dass man da jetzt ein Meis­ter­werk hin zau­bert. Ich habe es ja schon gesagt. Mich hat das tat­säch­lich auch gehemmt anfangs, weil ich dach­te, ich kann über­haupt nicht malen. Da kann natür­lich ein inne­rer Kri­ti­ker sein, der ganz laut schreit Das kannst du nicht. Das sie durch­aus, aber dar­um geht es nicht. Und selbst wenn es dann so ist, dass man sich des­we­gen schwer tut und da irgend­wie nichts zu Papier bringt, weil da etwas in uns ist, was immer sagt nee, nee, nee, ist das ja auch schon wie­der eine Art von Ist Zustands Refle­xi­on, weil dann scheint es da ein The­ma mit dem inne­ren Kri­ti­ker zu geben, das sehr, sehr stark ist zur­zeit. Und auch das kann schon wie­der der Ein­stieg in eine in eine Ver­bes­se­rung sein. Björn Also das Tool beherrscht so viel, umfasst so viel, was mög­lich ist. Und wenn jetzt das jemand sel­ber aus­pro­bie­ren möch­te. Also es geht nicht dar­um, beson­ders hübsch, beson­ders per­fekt, son­dern ein­fach nur sei­nen sein, sei­ne Bil­der, die in einem wach­sen zu Papier zu brin­gen. Jan Ja, rich­tig. Björn Ja, also, es wäre schön, wenn wir euch moti­viert hät­ten, das mal aus­zu­pro­bie­ren. Wie schon gesagt, hat also die wirk­li­che Wir­kung die vol­le Wir­kung ent­fal­tet, dass tat­säch­lich glau­be ich, eher in der Refle­xi­on, dann mit einem Coach. Aber es kann einem auch sel­ber schon eine Men­ge über die aktu­el­le Situa­ti­on ver­ra­ten, wenn man für so was offen ist. Wir hof­fen, die Fol­ge hat euch. Wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen. Kon­takt­da­ten gibt es wie immer in der Pod­cast Beschrei­bung oder auf unse­ren Home­pages. Wir freu­en uns über Anre­gun­gen zu The­men oder Kom­men­ta­re und Nach­fra­gen zu schon abge­dreh­ten Fol­gen. Und ich sage ganz lapi­dar wie immer Bis bald und schau! Und der Jan form­voll­endet wie immer. Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Tschüss. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Coaching Tools, Coachinglandkarte, Podcast --- ### [Jeder sitzt in seinem eigenen Kino - Radikaler Konstruktivismus](https://bobach-coaching.de/podcast-radikaler-konstruktivismus/) **Published:** April 29, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die­ses Phä­no­men kennt jeder: Man redet völ­lig anein­an­der vor­bei oder hat kom­plett gegen­sätz­li­che Erin­ne­run­gen an ein Ereig­nis – der radi­ka­le Kon­struk­ti­vis­mus ist eine Erklä­rung hier­für. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach "Coach&Coach") erklä­ren [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) die­se Sicht­wei­se auf eine anschei­nend nie objek­ti­ve Rea­li­tät und erläu­tern, wie einem das blo­ße Bewusst­sein zu die­ser Theo­rie in vie­len Situa­tio­nen hel­fen kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Und ich freue mich heu­te mit Björn über ein sehr inter­es­san­tes The­ma zu spre­chen, näm­lich über den radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus. Hal­lo Björn! Björn Hal­lo Jan, end­lich.! Jan Genau. In der ein oder ande­ren Fol­ge ist der Begriff schon mal gefal­len. Radi­ka­ler Kon­struk­ti­vis­mus. Und ja, wir wol­len uns jetzt heu­te mal die Zeit neh­men, etwas inten­si­ver dar­über zu spre­chen. Denn es ist tat­säch­lich eine Grund­an­nah­me über einem Welt­bild und Welt­ver­ständ­nis von Rea­li­tät Ver­ständ­nis, was sehr prä­gend ist, sowohl im Coa­ching als auch all­ge­mein im Leben. Und als klei­ne, als klei­ne Prä­am­bel mal vor­weg oder noch mal als Erklä­rung dazu geht es also in der Grund­an­nah­me des radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus also dazu, dass es kei­ne objek­tiv repro­du­zier­ba­re Rea­li­tät gibt, die wahr­ge­nom­men oder wie­der­ge­ge­ben wird von Men­schen. Das heißt also, dass sich jeder Mensch sei­ne eige­ne Rea­li­tät erst schafft aus dem, was er wahr­nimmt. Und dar­über wol­len wir heu­te mal dis­ku­tie­ren. Björn, was fällt dir so spon­tan ein, wenn du an die­ses The­ma denkst? Björn Spon­tan fällt mir ein, dass das für mich ein wirk­li­cher Augen­öff­ner war, als ich da das ers­te Mal drü­ber gehört habe. Das hat mir also das war nicht sofort so, son­dern das war dann so ein lang­sam Brü­ter, dass je mehr ich dar­über nach­dach­te, so man­che Situa­tio­nen in mei­nem Leben sich anders, völ­lig für mich völ­lig anders dar­stell­ten. Das ist eine eine Grund­an­nah­me, die ich als äußerst berei­chernd emp­fin­de und die einen auch sehr ent­spannt durchs Leben gehen lässt. Wenn man das, wenn man dran, wenn man das so sieht, wenn man dran glaubt, dass man muss. Man muss tat­säch­lich da eine Über­zeu­gung haben, dass es so ist, glau­be ich, dann wird man da Wert draus zie­hen kann. Aber ich fin­de es unglaub­lich wert­voll. Jan Ja, das fin­de ich gleich noch mal einen span­nen­den Punkt, über den man auch dis­ku­tie­ren kann, ob man irgend­wann dar­an glau­ben muss oder ob das fak­tisch so ist oder nicht. Aber viel­leicht erklä­ren wir noch mal grund­sätz­lich, was denn die­ses Prin­zip oder die­se Idee eigent­lich eigent­lich beschreibt. Der radi­ka­le Kon­struk­ti­vis­mus kommt ja daher, dass er sagt oder defi­niert Es exis­tiert eine Welt, also sagen wir jetzt mal die rea­le, objek­ti­ve Welt, wie sie ist. Björn Es gibt ja kei­ne objek­ti­ve Welt. Jan Die objek­ti­ve Welt gibt es viel­leicht nur. Kei­ner von uns kann sie wie­der­ge­ben oder oder wahr­neh­men, so die Idee dahin­ter. Aber es exis­tiert etwas und das ist bei­spiels­wei­se unse­re Umwelt. Und die wird wahr­ge­nom­men von Men­schen. Und zwar als aller­ers­tes mit den Sin­nes­or­ga­nen, die wir haben, mit den Augen, was wir sehen, was wir rie­chen, was wir schme­cken, was wir füh­len, was wir hören. Das ist eigent­lich die die ers­te, unser ers­ter Kon­takt über­haupt zur Außen­welt. Nur über die­se Din­ge kön­nen wir über­haupt unse­re Außen­welt erfah­ren. Und dann haben wir aber noch ganz vie­le ande­re Din­ge mit dazu, die dann im Grun­de genom­men noch noch wei­ter­ge­hen. Aber schon da geht es los, dass jeder Mensch die Din­ge unter­schied­lich wahr­nimmt. Björn Rich­tig. Das ist ja schon der ers­te Punkt, dass auch in die­ser rei­nen Sin­nes­wahr­neh­mung, ohne dass irgend­ei­ne Wer­tung ins Spiel kommt, es aber schon eine Gewich­tung gibt. Also ich per­sön­lich bin zum Bei­spiel ein aus­ge­spro­che­ner Mensch. Also Gerü­che sind für mich sehr, sehr ent­schei­dend. Ande­re gehen viel mehr nach Optik. Da fällt mir spon­tan immer das das Essen ein, wie man Nah­rung wahr­nimmt. Und da ist man­chen wich­tig, dass es unheim­lich hübsch aus­sieht. Das ist mir total egal. Ist zum Bei­spiel nur ganz ent­schei­dend, dass es gut duf­tet, dass es gut riecht oder auch Hotels. Auch ein schö­nes Bei­spiel Da mögen man­che ganz viel Wert auf beson­ders impo­san­te Optik oder gro­ße Räu­me sowas legen. Das ers­te, was ich wahr­neh­me, das was bei mir auch wirk­lich sich immer ein­brennt, ist wie hat es da gero­chen? Und da sieht man schon das und dass da eine Gewich­tung statt­fin­det, die dann auch im Nach­hin­ein stark beein­flusst, wie man etwas bewer­tet und wie es sich in der Rea­li­tät, in der eige­nen Rea­li­tät, in dem eige­nen Rea­li­täts Kon­strukt dann hin­ter­her wie­der zusam­men­baut. Jan Ja, das heißt also da sieht man schon, Men­schen kön­nen unter­schied­li­che Din­ge wahr­neh­men oder was, so sage ich mal, das als ers­tes ins Bewusst­sein dann vor­dringt von den Din­gen, die man wahr­nimmt. Also wir neh­men über unse­re Sin­nes­rei­ze aus, über unse­re Sin­ne, Rei­ze auf so her­um, und dann geht es ja im Grun­de genom­men wei­ter, dann haben wir die­se Din­ge auf­ge­nom­men, und die sind unter Umstän­den unter­schied­lich gefil­tert wor­den, die­se Rei­ze. Und dann fan­gen wir an, mit die­sen Rei­zen auch umzu­ge­hen und die­se zu bewer­ten, und zwar auf Basis unse­rer per­sön­li­chen Fil­ter, die wir auch im Kopf haben, die auch aus Erfah­rung, Erzie­hung, unter­schied­li­chen Din­gen, die wir gelernt haben in unse­rem Leben, dann sich zusam­men­stel­len und das kön­nen ganz unter­schied­li­che Din­ge sein. Es kann unse­re Wer­te sein. Glau­bens­sät­ze, Fähig­kei­ten, ganz unter­schied­li­che Din­ge. Björn Und das ist unheim­lich mäch­tig. Wenn man über­legt, wie, wie was für einen enor­men Ein­fluss Glau­bens­sät­ze auf unser all­täg­li­ches Ver­hal­ten auch haben, was wir für rich­tig und falsch erach­ten, fil­tert das natür­lich die Wahr­neh­mung, also das, was unse­re Sin­nes­or­ga­ne uns qua­si ins Hirn schi­cken, unge­mein. Also dann wird das ein schö­nes Bei­spiel ist hier die Sym­pa­thie oder Anti­pa­thie Men­schen gegen­über. Das erlebt man ja ganz häu­fig, dass man, wenn man, wenn man mit, mit Men­schen zusam­men einen Vor­trag zum Bei­spiel hört oder einem Red­ner lauscht, dass es da völ­lig unter­schied­li­che Mei­nun­gen gibt, wie die­ser Mensch wirkt. Und wenn man­che von den offen man­che sagen konn­te ich nicht lei­den. Völ­lig los­ge­löst vom Inhalt auch schon gibt es da völ­lig unter­schied­li­che Wahr­neh­mung. Man­che sagen, der ist arro­gant, ande­re sagen, der ist selbst­si­cher, ande­re bewun­dern, ande­re ver­ach­ten. Bei ein und der­sel­ben Per­son. Und das macht sehr deut­lich, dass es da kei­ne objek­ti­ve Wahr­neh­mung geben kann. Jan Na also. Es gibt viel­leicht in dem Zusam­men­hang natür­lich auch Nor­men oder etwas, was sage ich mal, von einem Groß­teil der Per­so­nen als kom­pe­tent oder wie auch immer wahr­ge­nom­men wird, wenn man sie zu sagen hat, es gibt ja schon Nor­men oder sagen wir mal Wahr­schein­lich­keits­ver­tei­lung dar­über, wie Din­ge emp­fun­den wer­den, aber es gibt nichts Objek­ti­ves, wo man sagen kann, jeder Mensch wird das genau so emp­fin­den, in dem Zusam­men­hang genau genau­so, genau­so sehen. Und das ist eigent­lich das Inter­es­san­te, dass eben tat­säch­lich die die Wahr­neh­mung von dem, was wir sehen, ganz unter­schied­lich ist. Das ist ein tol­les Bei­spiel dafür, dass auch Kunst wie Kunst wahr­ge­nom­men wird. Es gibt Kunst ist super. Wenn man jetzt mit einer Grup­pe von Men­schen in eine Aus­stel­lung geht, dann ist wahr­schein­lich die die Wahr­neh­mung der ein­zel­nen Kunst­wer­ke, Objek­te, die da, die da gese­hen oder wahr­ge­nom­men wer­den. Es gibt ja auch nicht nur nicht nur bild­li­che Dar­stel­lung, son­dern auch ande­re, kom­plett unter­schied­li­che. Und was dann auch bei einem ankommt und was anfan­gen kann, das ist total indi­vi­du­ell, auch was man als ästhe­tisch emp­fin­det in dem Zusam­men­hang. Jan Und das ist ja nur ein Bei­spiel dafür, dass es sich in Kunst auch nicht mani­fes­tiert. Sym­pto­ma­tisch aber, dass sich das natür­lich auch durch unser gesam­tes Leben zieht. Es kön­nen Per­sön­lich­kei­ten sein, Per­so­nen, mit denen wir gut klar­kom­men, weni­ger gut klar­kom­men, die wir auf eine gewis­se Art und Wei­se wahr­neh­men. Es gibt ja auch durch­aus Men­schen zu, die fin­den wir auf Anhieb sehr sym­pa­thisch oder sehr unsym­pa­thisch und man kann sich das viel­leicht auch teil­wei­se gar nicht so rich­tig her­lei­ten. Hat wahr­schein­lich auch was mit der jeweils indi­vi­du­el­len Erfah­rung zu tun, aber so ist es halt ganz, ganz unter­schied­lich, wie jeder Mensch die Din­ge wahr­nimmt. Jetzt ist die Fra­ge in dem Zusam­men­hang War­um ist das wich­tig oder war­um spre­chen wir dar­über? Björn Ein schö­nes Bei­spiel dazu ist mir gera­de noch ein­ge­fal­len, bevor wenn es dar­um geht, war­um wir drü­ber spre­chen, war­um wir das für wich­tig hal­ten. Es gibt eine Serie, die gibt es lei­der momen­tan, das heißt lei­der, die gibt es nur auf Apple TV plus, die kann ich jedem ans Herz legen. Das ist eine wirk­li­che Stu­die dar­über, wie Men­schen in ihrer eige­nen Rea­li­tät in einem einen Rea­li­täts Kon­strukt leben, dass es weg­rutscht, dass es über die, denen, den oder die Macher die WE work gegrün­det haben und dann ja unglaub­lich abge­stürzt sind. Das kurz zusam­men­ge­fasst unglaub­lich hoch gehan­delt. Das Unter­neh­men habe ich mit 47 Mil­li­ar­den $ bewer­tet, kurz vor dem Bör­sen­gang, und ist dann total zusam­men­ge­bro­chen, weil sich der Auf­sichts­rat mit dem CEO über­wor­fen hat. Und wenn man sich die­se Serie anschaut, dann wird einem sehr bewusst in was für einem. Also wenn man das sieht, dann denkt man wirk­lich per­ma­nent Mein Gott, die leben in ihrer eige­nen Rea­li­tät. Also die­ser Grün­der und sei­ne Frau leben gefühlt. Das Unver­ständ­nis der Men­schen drum her­um. Da habe ich viel drü­ber nach­ge­dacht, als ich das gese­hen habe, zeigt eigent­lich, dass die­ses Prin­zip von radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus gar nicht so in den Köp­fen prä­sent ist, weil die­ses Unver­ständ­nis ein­fach zeigt, dass die das das Umfeld immer gedacht hat Ja, ihr seht es ein­fach nicht rich­tig. Björn Also da wur­de dann qua­si immer gesagt Ist jetzt falsch und bewun­derns­wert auf der ande­ren Sei­te, auch wenn die dann abge­stürzt sind. Wie beharr­lich die in ihrer Rea­li­tät, in die­sem Kon­strukt, ihrer eige­nen Kon­struk­ti­on geblie­ben sind. Und das ist mit ein Grund, war­um es wich­tig ist. Weil, wenn wir uns des­sen bewusst sind, dass wir alle in unse­rer eige­nen Rea­li­tät, in unse­rem eige­nen Rea­li­täts Kon­strukt leben, wer­den vie­le Situa­tio­nen deut­lich leich­ter. Zum Bei­spiel so was wie Kon­flik­te wird deut­lich ein­fa­cher, wenn man sich in sol­chen Momen­ten auch mal ganz kurz zurück­neh­men kann und sich klar­ma­chen kann Mein Gegen­über nimmt die tat­säch­li­che Rea­li­tät, sei­ne Rea­li­tät völ­lig anders war als ich. Da pral­len dann im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes Wel­ten auf­ein­an­der. Und da ist es immer sehr hilf­reich, wenn man sich, wenn man ver­sucht in das Rea­li­täts kon­strukt des ande­ren sich ein­mal hin­ein­zu­den­ken. Das geht natür­lich nicht bis zum letz­ten. Aber sol­che Situa­tio­nen wer­den dadurch natür­lich ent­schärft. Jan Genau. Wir haben ja auch schon mal über das The­ma Per­spek­tiv­wech­sel gespro­chen, in dem Zusam­men­hang ja auch wei­ter­hel­fen kön­nen und die ja auch genau dar­auf auf­bau­en, dass man eigent­lich ver­sucht, sich in die ande­re Per­son hin­ein­zu­ver­set­zen, um nach­zu­voll­zie­hen, was denn da im Kopf abgeht. Also wir haben ja jetzt gera­de noch mal in der Defi­ni­ti­on von den Sin­nes­rei­ze, von den per­sön­li­chen Fil­tern und dann letz­ten Endes zur Rea­li­täts kon­struk­ti­on, also zu dem, was sich jeder selbst dann zusam­men­baut dar­aus. Ich fin­de auch schön in dem Zusam­men­hang, wenn man es also für sich selbst auch noch mal nutzt. Also die­se Erkennt­nis, dass man sich also sei­ne Rea­li­tät auch ein Stück weit aus den eige­nen Wahr­neh­mun­gen und Erfah­run­gen und Fil­tern dann eben auch kon­stru­iert. Die kann natür­lich auch dazu füh­ren, dass wir Din­ge ein­fach neu bewer­ten kön­nen, dass wir auch Sach­ver­hal­te, wie wir sie wahr­neh­men, als nicht objek­tiv. War es als ein­zi­ge Wahr­heit betrach­ten müs­sen, son­dern dass wir auch sagen kön­nen, dass es das ist jetzt unse­re Per­spek­ti­ve auf die Din­ge. Ich bin nun letz­tens, wir waren im Schwarz­wald unter­wegs und da war man in Frei­burg und irgend­ei­nen Street Artist, so nen­ne ich es jetzt mal, also Graf­fi­ti oder wie auch immer, hat­te auf so einen Strom­kas­ten geschrie­ben. Jan Wenn es aus die­ser Per­spek­ti­ve nicht gut aus­sieht, ist es doch nicht so schlimm. Es gibt doch noch vie­le ande­re Per­spek­ti­ven, irgend­wie ganz wit­zi­gen und nied­li­chen Spruch, was natür­lich genau auch damit damit zu tun hat. Also viel­leicht kann der glei­che Sach­ver­halt aus einem ande­ren Blick­win­kel betrach­tet ganz anders aus­se­hen. Und viel­leicht kann man eben auch die Din­ge dann anders wert­schät­zen, ande­re anders bewer­ten, für sich und so viel­leicht noch aus einer schwie­ri­gen Situa­ti­on etwas Posi­ti­ves her­aus­zie­hen, ein­fach um um bewer­ten für sich oder auch aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven betrach­ten und schau­en, was kann man da ansons­ten noch raus­zie­hen oder wie könn­te man es gege­be­nen­falls noch wahr­neh­men? Björn Ja, der gan­zen Sache, also radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus wohnt ja auch eine Gefahr, weil dadurch, dass das so ist, kön­nen ja auch gefähr­li­che Situa­tio­nen ent­ste­hen. Also zum Bei­spiel, das haben wir gera­de in unse­rer aktu­el­len welt­li­chen Situa­ti­on ja sehr deut­lich vor Augen, wenn sich einer vom ande­ren bedroht fühlt. Das hat ganz oft damit zu tun. Wird der wirk­lich bedroht? Ist das deren Rea­li­täts kon­struk­ti­on? Und wenn ja, ist es ganz leicht natür­lich zu sagen das tun wir mal so ab. Also das ist Quatsch, das stimmt ja alles gar nicht. Aber da muss man sich auch ernst­haft hin­ter­fra­gen, wie kommt das? War­um ent­steht so ein Rea­li­täts Kon­strukt? Was ist da viel­leicht an fil­tern oder an Vor­gän­gen abge­lau­fen, dass so etwas ent­ste­hen lässt? Also es ist es ist für mich unglaub­lich wert­voll, sich des­sen immer bewusst zu sein, dass das gan­ze halt, das ist halt immer eine Fra­ge der per­sön­li­chen Situa­ti­on und Kon­struk­ti­on ist. Ich fin­de, es gibt kei­nen Ersatz für die­ses Wort Kon­struk­ti­on, weil seit ich dar­über ler­ne oder mich mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­ze, ertap­pe ich mich halt sel­ber dabei, dass ich mich mir sol­che Fra­gen stel­le. Björn Okay, was habe ich mir hier gera­de kon­stru­iert? Was ist gera­de mei­ne mei­ne Wahr­neh­mung der Rea­li­tät und wie ist viel­leicht die Wahr­neh­mung auf der ande­ren Sei­te? Gera­de dann, wenn es mal wenn wenn es Rei­bungs­punk­te gibt, ist das sehr, sehr wert­voll. Jan Ja, das stimmt. Da gibt es ja auch die­sen, die­sen Satz oder die­se Fra­ge Was wäre, wenn mein Gegen­über recht hät­te? So, das fin­de ich auch mal ein Gedan­ke. Oft­mals denkt man ja, das ist doch Quatsch. Es ist so wie Ich sehe es rich­tig. Mein Gegen­über viel­leicht nicht. Aber sich da ein­fach mal hin­ein­zu­ver­set­zen und zu über­le­gen Wie kommt denn die Per­son gegen­über zu der Bewer­tung der Situa­ti­on? Und das ist auch über­haupt etwas, was ich ganz wert­voll fin­de in dem Zusam­men­hang. Wenn wir jetzt auch mit Men­schen umge­hen, dann. Dann neigt man manch­mal dazu, eine gewis­se Ver­hal­tens­wei­se oder so etwas zu bewer­ten und irgend­wo auch zu kate­go­ri­sie­ren. Das ist jetzt so oder das ist so, die­se Per­son han­delt falsch oder rich­tig oder wie auch immer. Und grund­sätz­lich ist es ja so, dass aus der eige­nen Per­spek­ti­ve jeder Mensch eigent­lich bestrebt ist, ja nicht falsch zu han­deln, son­dern rich­tig zu han­deln. Man macht ja nicht extra etwas falsch, son­dern man möch­te es eigent­lich rich­tig machen. Manch­mal stellt man spä­ter fest. Rück­bli­ckend betrach­tet, hät­te es viel­leicht auch anders tun kön­nen. Jan Ich habe da viel­leicht im Affekt gehan­delt oder wie auch immer. Aber zumin­dest in der Situa­ti­on gibt es etwas. Und. Und das ist eben auch ein Punkt, wo man sich tat­säch­lich auch da hin­ein­ver­set­zen kann und viel­leicht eben in die­se Ebe­ne gehen kann und sagen kann Okay, war­um han­delt mein Gegen­über jetzt so? Wie man gegen behan­delt. War­um? Was steckt dahin­ter? Es ist jetzt gera­de genau das The­ma. Da geht es ja eigent­lich um eine ganz ande­re Sache. Das ist ja in Kon­flik­ten bei­spiels­wei­se so, aber auch so manch­mal in Bezie­hun­gen mit Ängs­ten zu tun hat oder so was. Das sind Din­ge. Oft­mals steckt da noch eine Meta­ebe­ne dahin­ter und es geht eigent­lich gar nicht um den Sach­ver­halt, den man gera­de vor sich hat. Und das ist eine Betrach­tungs­wei­se. Björn Er ist natür­lich auch im gan­zen Per­so­nal­we­sen ganz span­nend, weil immer dann, wenn es um dar­um geht, Men­schen zu ent­wi­ckeln oder auch manch­mal zu bewer­ten und Situa­tio­nen zu ent­schär­fen. Wenn man jetzt zum Bei­spiel ver­ant­wort­lich für eine grö­ße­re Men­ge an Per­so­nen ist, ist es da unheim­lich wert­voll, wenn man sich das immer wie­der vor Augen führt. Also zum Bei­spiel gera­de im Ent­wick­lungs­be­reich ist es so Das Jetzt macht doch ein­fach immer. Der fal­sche Satz ist, weil es in der Rea­li­tät des ande­ren einen Grund gibt, war­um nicht ein­fach gemacht wird in Anfüh­rungs­stri­chen oder war­um etwas schwie­rig ist. Die Men­schen nei­gen dazu, immer von uns gleich auf den ande­ren zu schlie­ßen. Also wir pro­ji­zie­ren qua­si unse­re eige­ne Rea­li­tät Kon­struk­ti­on auf den ande­ren und hal­ten die für all­ge­mein­gül­tig. Und wenn man sich ein­mal mit radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus aus­ein­an­der­ge­setzt hat, baut sich das immer mehr ab. Also ich habe erlebt bei mir, dass ich tat­säch­lich bei bestimm­ten Situa­tio­nen, also wenn mein Gegen­über irgend­et­was macht, was für mich uner­klär­lich ist, was mich viel­leicht vor fünf Jah­ren noch auf die Pal­me gebracht hät­te, oder mich, wo ich viel­leicht direkt Kon­tra gege­ben hät­te, dass ich in so einem Moment mich erst mal fra­ge Moment, was? Björn In was für einer Situa­ti­on steckt der ande­re da? Was ist da die Rea­li­tät? Wie wird da etwas wahr­ge­nom­men? Dann kann man da auch ganz anders mit umge­hen. Ich fin­de das für Füh­rungs­kräf­te und Per­so­nal­ent­wick­lung unglaub­lich wich­tig. Jan Total. Und man kann natür­lich auch die ande­re Fra­ge stel­len War­um macht das so etwas mit mir, dass ich da so drauf reagie­re? Björn Ja, es ist gut. Jan Ab und zu die Fra­ge wie, wie kann jetzt das Ver­hal­ten des ande­ren dazu füh­ren, dass mich das ja irgend­wie aus der Balan­ce bringt? Denn rein theo­re­tisch ja rich­tig, die Per­son macht ihr Ding, ich mache mein Ding. Also, was ist mir zu tun? Björn Ja, genau. Also, was für ein Teil von mir spricht das eigent­lich gera­de an? Da sind wir wie­der beim The­ma Inne­res Team und so, aber das ist, das ist halt alles so unglaub­lich nicht ver­all­ge­mei­ner­bar, dass man also die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­än­dert sich tat­säch­lich, das kann ich. Ich weiß nicht, wie es dir gegan­gen ist, seit du dich damit aus­ein­an­der­setzt, aber ich stel­le fest, dass ich bei man­chen Situa­tio­nen in man­chen Situa­tio­nen eher mal die Klap­pe hal­te und den­ke Ja, ist deren Wahr­neh­mung. Ich muss es ja nicht gut fin­den, aber ich muss nicht gleich dage­gen ange­hen. Jan Ja, auch das ist aus mei­ner Sicht ein Trai­ning. Also ich sage mal, das ist schon eine sehr, sehr. Sehr, sehr distan­zier­te Sicht auf die Din­ge. Also wenn man sich auch mal so etwas dis­so­zi­iert, etwas Abstand schafft zu dem eige­nen, viel­leicht impul­si­ven oder initia­len Emp­fin­den, son­dern dass man sagt, man schaut erst mal, was da so pas­siert, nimmt es mal nur wahr, hat auch wie­der etwas mit Acht­sam­keit zu tun, wor­über wir schon gespro­chen haben, rela­tiv aus­führ­lich. Und genau das heißt, das fällt natür­lich immer dann leich­ter, wenn man auch ent­we­der den Fokus drauf hat, sich damit aus­ein­an­der­setzt, per­sön­lich oder ein­fach prä­sent hat oder wenn auch die Umstän­de das machen. Ich glau­be, man kann auch sagen, dass zum Bei­spiel in stres­si­gen Situa­tio­nen oder wenn man auch selbst emo­tio­nal irgend­wo mit invol­viert ist, das dann ich mal so eine, so eine abs­trak­te sich dann auch mal schwie­ri­ger fal­len könn­te, man schwe­rer fal­len könn­te. Aber klar, um sozu­sa­gen die erst mal die Übung sicher­lich oder das viel­leicht sogar der zwei­te Schritt. Jan Und das ers­te ist eigent­lich erst mal die Erkennt­nis, dass es so etwas gibt. Und das ist eigent­lich schon ein ganz, ganz wesent­li­cher Unter­schied und der kann schon wirk­lich auch die eige­ne Welt ver­än­dern. Und das fin­de ich total wich­tig. Björn Ja, das ist ein schö­ner Schluss­satz. Ja, wir hof­fen Euch hat das in eurer Rea­li­täts Kon­struk­ti­on heu­te gefal­len und wir freu­en uns, wenn ihr uns treu bleibt. Wir freu­en uns auch über The­men­vor­schlä­ge oder Wün­sche oder Kom­men­ta­re. Kon­takt­da­ten gibt es wie immer in der Pod­cast Beschrei­bung. Und bleibt uns gewo­gen und ich sag Bis bald. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Coaching Tools, Coachinglandkarte, Podcast --- ### [Wie man findet statt ewig sucht](https://bobach-coaching.de/podcast-finden-statt-suchen/) **Published:** Mai 6, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wenn man den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sieht: ange­regt durch die indi­sche Dich­tung *Sid­dha­rtha* von Her­mann Hes­se, befas­sen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns mit dem ewi­gen Suchen. War­um ver­stri­cken wir uns in eine Suche, die nicht zu enden scheint? War­um gelingt es oft­mals nicht, das Ziel zu ent­de­cken? Und wich­tig: Wie kön­nen wir unser Ziel schließ­lich fin­den? Eine recht phi­lo­so­phi­sche neue Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach)! [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan. Jan Hal­lo Björn! Björn Wir beschäf­ti­gen uns heu­te damit zu fin­den, um gibt es Men­schen, die ewig auf der Suche sind, nicht fin­den, nicht fin­den wol­len oder nicht fin­den kön­nen? Und inspi­riert hat uns das eine Urlaubs­lek­tü­re, die der Jan jetzt in sei­ner Eltern­zeit gele­sen hat. Und viel­leicht erzählst du mal Jan, was dich da bewegt hat? Jan Ja, sehr ger­ne. Und zwar habe ich mir ein klei­nes Träum­chen erfüllt. Ich habe schon seit ewi­gen Zei­ten von Her­mann Hes­se Sid­dha­rtha lesen wol­len und habe es ein paar Mal vor­ge­nom­men. Aber immer digi­tal. Und ich bin so ein Typ. Ich lese doch tat­säch­lich am liebs­ten Papier, Bücher und nach ein, zwei Anläu­fen, die ich so über die Jah­re mal gemacht habe und dann immer wie­der digi­tal weg­ge­legt habe, habe ich mir das jetzt zum Geburts­tag gewünscht und dann von mei­ner lie­ben Groß­mutter auch geschenkt bekom­men und hat­te jetzt die­ses klei­ne Büch­lein dabei. Und nach einem klei­nen Hei­mat­be­such an der Nord­see­küs­te bin ich mit der Fami­lie noch wei­ter­ge­fah­ren nach Wan­ger­oo­ge und habe eben auch die­ses Büch­lein im Gepäck gehabt und hat­te dann dort Gele­gen­heit, ja doch die eine oder ande­re Sei­te da mit Blick aufs Meer vom Bal­kon aus zu lesen, was total schön war. Natür­lich ein tol­les, tol­les Ambi­en­te. Und ja, ich bin auch auf die ein oder ande­re wirk­lich super tol­le und inter­es­san­te Pas­sa­ge gesto­ßen und eine davon hat uns jetzt, also heu­te, hier zu die­sem The­ma inspi­riert. Jan Und ich gebe viel­leicht mal einen ganz, ganz klei­nen Abriss dar­über, wie es zu die­ser Situa­ti­on kommt und wel­che Pas­sa­ge ich mei­ne. In dem Zusam­men­hang. Björn Aber bit­te, das ist ewig her, dass ich das Buch gele­sen habe. Jan Ja, also ich habe jetzt auch schon mit meh­re­ren dar­über gespro­chen und alle haben gesagt, sie haben es so tat­säch­lich seit vor eini­ger Zeit gele­sen. Öfter mal habe ich gehört vor 20 Jah­ren. Und genau inso­fern viel­leicht ist es ja auch der eine oder ande­re Zuhö­rer dabei, das schon mal gele­sen hat. Und noch mal ein klei­ner, also Sid­dha­rtha von Her­mann Hes­se geschrie­ben. Tat­säch­lich nach einer Asi­en­rei­se von Her­mann Hes­se, der das Anfang des 20. Jahr­hun­derts gemacht hat, was er damals wirk­lich eine rie­sen Rei­se war. Unfass­ba­ren Auf­wand. Björn Ewig unter­wegs gewe­sen sein. Jan Ja, genau. Und der hat sich da also auch inspi­rie­ren las­sen. Das heißt also auch Sid­dha­rtha, eine indi­sche Dich­tung, ist auch in Asi­en total popu­lär, weil es also auch sehr viel vom Rhyth­mus und Vers­maß und so wei­ter in die­se Rich­tung geht, ist es also ähn­lich Geschrie­be­nes wie auch eben ande­re spi­ri­tu­el­le Tex­te oder sagen wir mal Tex­te, die in die­se Rich­tung gehen aus Asi­en und auch die Leh­re, die scheint also inter­es­sant zu sein, auch für Men­schen aus Asi­en. Und wobei das natür­lich jetzt ein sehr glo­ba­ler Begriff ist. Asi­en wovon han­delt die­se Geschich­te? Sie han­delt davon, dass Sid­dha­rtha, Sohn eines eines Brah­ma­nen aus Indi­en los­zieht, zusam­men mit einem Freund, sich also aus dem väter­li­chen Hau­se ver­ab­schie­det, eigent­lich gegen den Wil­len des Vaters. Aber letz­ten Endes, dann sagt er doch zu, weil er so, so beharr­lich ist, um eben Erkennt­nis zu fin­den. Er möch­te also Erleuch­tung fin­den, Erwa­chen fin­den und zieht dazu dann in die Wäl­der, um dort das Leben eines Aske­ten zu leben. Und das mit einem Freund, der hier­ar­chisch ein biss­chen unter ihm steht, aber so für sich geschwo­ren hat, er möch­te sie eigent­lich immer beglei­ten. Jan Und die bei­den haben dann unter­schied­li­che Sta­tio­nen, die sie dann da auch ansteu­ern. Und da kom­men dann nach eini­ger Zeit dann auch zu einem Erleuch­te­ten, zu einem Bud­dha, der Ham­mer heißt. Hier ist auch inter­es­sant, es gibt ja den his­to­ri­schen Bud­dha, Sid­dha­rtha Gau­t­ama oder Gau­t­ama und hier nimmt Her­mann Hes­se also die­se bei­den Per­so­nen eigent­lich aus­ein­an­der, also das Unter­schied­li­che sind, zumin­dest lan­den die also bei die­sem Erleuch­te­ten. Und der Freund von dem Sid­dha­rtha bleibt da, der sagt, er schließt sich die­sem, die­sem Erleuch­te­ten an und möch­te also des­sen Leh­re leben. Und Sid­dha­r­ta zieht selbst wei­ter und sagt Er glaubt nicht dar­an, dass er von einem Leh­rer die Erkennt­nis bekom­men kann, son­dern er muss das selbst erfah­ren. Björn Das ist ja schon ein The­ma, da könn­te man ja auch schon eine Fol­ge drü­ber machen. Jan Genau da kann man auch schon tief ein­stei­gen. Machen wir das noch mal anders. Die bei­den ver­lie­ren sich dann aus den Augen und sehen sich dann irgend­wann mal spä­ter wie­der, ver­lie­ren sich dann wie­der aus den Augen. Und jetzt begibt es sich also, dass die­ser Erleuch­te­te, die­ser Bud­dha ver­stor­ben ist. Das ist Freund Govin­da, so heißt er, ist da jetzt also ohne spi­ri­tu­el­le Füh­rung in Anfüh­rungs­stri­chen ist auf der Er ist auf der Durch­rei­se und hört jetzt, dass es irgend­wo einen wei­sen Fähr­mann geben soll. Die­ser Wei­se Fähr­mann, das weiß der Govin­da nicht, ist eben sein alter Freund Sid­dha­rtha. Und so kommt er dahin. Er kennt ihn auch nicht auf Anhieb und fragt ihn dann, ob die­ser Fähr­mann ihm etwas zu sagen hät­te, und zwar über das Suchen, weil er sich selbst als ewig Suchen­den nach der Erkennt­nis emp­fin­det, der Govin­da. Und dar­auf­hin sagt dann Sid­dha­rtha und das ist jetzt auch das Zitat, über das wir jetzt heu­te spre­chen wol­len oder was der Aus­gangs­punkt ist. Wenn jemand sucht, dann geschieht es leicht, dass sein Auge nur noch das Ding sieht, das er sucht, dass er nichts zu fin­den, nichts in sich ein­zu­las­sen ver­mag, weil er nur immer an das Gesuch­te denkt, weil er ein Ziel hat, weil er vom Ziel beses­sen ist. Jan Suchen heißt ein Ziel haben. Fin­den. Aber heißt frei sein, offen ste­hen, kein Ziel haben. Du, Ehr­wür­di­ger, bist viel­leicht in der Tat ein Sucher. Denn dei­nem Ziel nach­stre­ben, siehst du man­ches nicht, was nahe vor dei­nen Augen steht. Hmmm. Zitat Ende. Und kur­ze Zeit spä­ter ergibt sich dar­aus auch das Wie­der­erken­nen die­ser bei­den Freun­de. Aber das ist natür­lich ein ganz, ganz wesent­li­cher Punkt, über den wir jetzt heu­te mal hier spre­chen wol­len. Kann es sein, dass man vor lau­ter Suchen das Fin­den ver­gisst? Björn Fragst du mich gera­de? Ich glau­be, ja. Jan In den Raum. In den Raum geschmis­sen? Björn Ja, ich glau­be, ja. Es gibt ja auch ande­re volks­tüm­li­che Sprü­che, die in die glei­che Rich­tung gehen. Also den Wald vor lau­ter Bäu­men nicht sehen. Geht in die­sel­be Rich­tung. Ja. Und war­um in die Fer­ne schwei­fen, wenn das Gute liegt so nah. Das ande­re, was mir in den Kopf kommt. Ich glau­be tat­säch­lich, dass wir. In das Wir, das wir tat­säch­lich manch­mal ver­ges­sen oder nicht ver­ges­sen. Sagen wir es anders. Ich glau­be, es ist uns manch­mal nicht mög­lich, etwas zu fin­den, weil wir zu sehr mit Suchen beschäf­tigt sind. Also glau­be ich, ganz pla­ka­tiv wäre das Bei­spiel die Suche nach Glück. Also. Men­schen, die auf der Suche danach sind, glück­lich zu sein. Was macht glück­lich? Und dann set­zen die alles dar­an, ihren Zie­len hin­ter­her­zu­ja­gen. Wir hat­ten ja auch schon mal eine Fol­ge zum The­ma Zie­le set­zen gemacht und ob es schlimm und ob es schlimm ist, kei­ne Zie­le zu haben, ob man über­haupt Zie­le haben muss. Und dann ist es glau­be ich so, dass man tat­säch­lich vor lau­ter Zie­len und dem Hin­ter­her­ja­gen nach dem Glück manch­mal gar nicht die Din­ge wahr­nimmt, die schon da sind, die einem. Björn Du hast es im Vor­ge­spräch so schön gesagt die schon vor den Füßen lie­gen, die die­ses Glück eigent­lich aus­ma­chen wür­den, weil man zu sehr damit beschäf­tigt ist, etwas zu suchen. Und ich glau­be sehr wohl, dass das vie­len so geht. Und immer mal wie­der so geht. Bei allen mög­li­chen The­men. Jan Na, das ist ja auch das Skur­ri­le, dass wenn man sich anschaut, was ist per­sön­li­ches Glück, dann hat das nicht zwin­gend was damit zu tun, was man jetzt auch mate­ri­ell besitzt, son­dern es gibt ja durch­aus auch sehr glück­li­che Men­schen, die sehr wenig Mate­ri­el­les besit­zen. Es gibt sehr unglück­li­che Men­schen, die sehr viel besit­zen. Das hat nichts damit zu tun, auch wenn natür­lich ein Maß an Absi­che­rung schon dazu führt, dass man sich siche­rer, bes­ser fühlt. Björn Oder oder ent­spann­ter. Jan Ent­spann­ter sein könn­te. Aber letz­ten Endes ist es halt eben total indi­vi­du­ell. Und ich glau­be, dass tat­säch­lich auch das genau der Punkt ist, dass man sich oft gar nicht so rich­tig dar­über im Kla­ren ist, was man eigent­lich alles schon hat im Leben und was alles gut ist, wofür man dank­bar sein kann. Da gibt es ja auch. Es gibt ja auch einen Grund, war­um auch vie­le so Rou­ti­nen auch mor­gen Rou­ti­nen, Rou­ti­nen oder wie auch immer mit ein­schlie­ßen. Auch, dass man, dass man dar­über spricht oder sich Gedan­ken dar­über macht oder auf­schreibt, wofür man dann dank­bar ist im Leben, damit man sich das ein­fach noch mal ver­ge­gen­wär­tigt. Und tat­säch­lich ist die­ses viel­leicht die Über­zeu­gung, dass man das einem irgend­et­was fehlt im Leben, damit man glück­lich sein kann. Viel­leicht der Grund dafür, war­um man in die­sen Modus rein­kommt. Aber das ist natür­lich auch in dem Moment, wo man immer das eige­ne Glück im Außen sucht. Auch eine Aus­re­de dafür hat, nicht mit dem zufrie­den zu sein und glück­lich zu sein, was man hat. Das heißt, in dem Moment, wo man das, wo man das Außen oder einen feh­len­den Fak­tor, den man noch nicht besitzt, dafür ver­ant­wort­lich macht, dass man selbst nicht glück­lich ist, kommt man natür­lich aus der Situa­ti­on her­aus, dass man eigent­lich mit dem glück­lich sein könn­te oder müss­te, was man hat. Jan Ich mei­ne. Björn Ich ver­ste­he. Ja, ich ver­ste­he, was du meinst. Ja, ich glau­be, ja. Jan Ertappt man sich natür­lich dann selbst bei Ja. Björn Ich glau­be, das mit dem ewi­gen Suchen hat auch noch eine ande­re Kom­po­nen­te, weil wenn ich nach etwas suche, kon­stru­ie­re ich mir, was ich fin­den will. Also das ist ja nicht da in mei­ner Wahr­neh­mung. Also ich. Ich suche etwas und bege­be mich auf die Rei­se, etwas zu ent­de­cken, was ich noch nicht habe. Und ich glau­be, dass das nicht immer unbe­dingt der Rea­li­tät ent­spre­chen muss. Also zum Bei­spiel den per­fek­ten Part­ner zu fin­den. Der baut sich dann so ein Bild, der muss so und so aus­se­hen. Und die und die Eigen­schaf­ten, Cha­rak­ter­ei­gen­schaf­ten, das Ein­kom­men, man­che Leu­ten so ein Auto fah­ren und was auch immer. Also da wird also ein Rea­li­täts­check, bit­te was? Jan Na, das Bild, was wir jetzt haben. Björn Ja, aber es sind ja nicht alle so! Um Got­tes wil­len, nein, nein, aber das ist ja ganz indi­vi­du­ell. Und die, die dadurch, dass man sich da so ein Etwas zusam­men­ge­schus­tert, sag ich jetzt mal ganz salopp, was man meint fin­den zu müs­sen, sieht man Din­ge nicht, die neben einem vor einem lie­gen, die viel­leicht viel, viel wert­vol­ler sind. Und man kann sich dann tat­säch­lich so da rein rein galop­pie­ren, dass man blind wird für Din­ge, die einem oder auch Men­schen, die einem eh schon im Leben nahe­ste­hen oder die einem begeg­nen, weil ein­fach der Fokus so auf die­sem fik­ti­ven erwünsch­ten Zustand, Gegen­stand oder was auch immer liegt, dass man die Wahr­neh­mung dafür gar nicht hat. Wir haben ja gera­de eine Fol­ge zu einem radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus auf­ge­nom­men, ist also die Fol­ge von der letz­ten Woche jetzt, und das spielt ja im Prin­zip mit rein. Ich kon­stru­ie­re mir da etwas zusam­men, nach dem ich hin­ter­her hecheln und sehe das Glück vor mei­nen Augen nicht. Jan Ja. Ja, das ist. Das ist genau das The­ma. Mit dabei. Und jetzt kom­men natür­lich ande­re Sachen mit dazu. Wenn man ein Bild davon hat, dass etwas so oder so per­fekt ist, oder das ist der glück­li­che Zustand, das ist ein Ide­al­zu­stand. Dann wird man unter Umstän­den irgend­wann mal kon­fron­tiert mit der Rea­li­tät. Und die Rea­li­tät ist halt in der Regel nicht per­fekt oder ide­al. Und. Dann ist halt eben auch die Fra­ge Wie geht man damit um? Kann man das? Kann man das anneh­men, dass es das die Rea­li­tät viel­leicht nicht hat, man nicht ide­al ist, nicht per­fekt ist? Oder kommt man da auch in einen Gewis­sens­kon­flikt? Das heißt auch die eige­ne, die eige­ne Anspruchs­hal­tung hat natür­lich auch damit zu tun, ob man jetzt mit einer Situa­ti­on, mit einer ja, mit einer mit den Rah­men­be­din­gun­gen glück­lich sein kann oder nicht. Björn Das ist auch ein Bild von einem selbst, das man hat. Also so ein Bild von einem selbst, so will man sein. Und dann begibt man sich auf die Suche dahin, was, was einen da hin­bringt. Und das ist viel­leicht gar nicht erreich­bar. Also dadurch gerät man in so eine ewi­ge Schlei­fe, hat das Gefühl, nie anzu­kom­men. Was natür­lich den Selbst­wert auch nicht beson­ders för­der­lich ist. Und ich glau­be, das feu­ert sich dann immer wei­ter an, man es ist qua­si dann auch so einem ewi­gen in so einem ewi­gen Hams­ter­rad. Suchen, suchen, suchen, suchen, suchen. Und man fin­det nicht. Das heißt also, was wür­de denn dazu füh­ren, dass man mehr fin­det als suchen? Das ist ja der Titel der Fol­ge Leu­te fin­den statt suchen. Wann kom­men wir denn einen fin­den Modus dei­ner Mei­nung nach? Jan Ich glau­be, wir kom­men in ein Modus. Wenn wir tat­säch­lich auch den Fokus dar­auf rich­ten, das objek­tiv betrach­tet, dann sind wir wie­der bei Objek­tiv, weil das man jetzt all­ge­mein betrach­tet, wahr­schein­lich ein Groß­teil der Umstän­de eigent­lich schon sehr gut ist. Also wir wachen mor­gens auf. Die Son­ne scheint noch zu funk­tio­nie­ren. Die Erde ist nicht aus­ge­kühlt, die Erde dreht sich wei­ter, der Tag beginnt. Alles funk­tio­niert in die­sem rie­si­gen Kos­mos eigent­lich per­fekt. Und wir haben da bes­ten Umstän­den haben wir eine Blei­be. Wir haben eine Woh­nung, in der wir leben kön­nen, wir haben etwas zu essen. Wir haben viel­leicht sogar lie­be Men­schen um uns her­um. Oder selbst wenn nicht, dann sind wir trotz­dem viel­leicht in einer siche­ren Umge­bung, was ja sehr, sehr viel da, was tat­säch­lich schon toll ist und wofür man dank­bar sein kann, dass man also ein­fach so exis­tie­ren kann, wie man exis­tiert und sich das zu ver­ge­gen­wär­ti­gen. Wahr­zu­neh­men. Das führt dazu, dass man sagen kann, ein gro­ßer Teil ist tat­säch­lich schon da und ganz vie­les aus mei­ner Sicht dann eben auch ein­fach. Jan Ich sage immer ger­ne so ein Tüp­fel­chen. Also es gibt Sachen, die sind auch schön oben­drauf, aber ein Groß­teil ist auch schon da. Und eine Dank­bar­keit zu emp­fin­den und auch eine Beschei­den­heit ist so ein schwie­ri­ges Wort. Aber was heißt ein schwie­ri­ges Wort? Ist unter­schied­lich, bewer­tet auch. Aber ich fin­de halt eine Beschei­den­heit und Demut dazu, dass das eben vie­le Din­ge schon wirk­lich sehr gut sind. Die kann einem da wei­ter­hel­fen. Also ein Stück weit ist auch ein­fach akzep­tie­ren und anneh­men und auch wert­schät­zen, was man hat. Björn Hmmm, da spielt natür­lich das Buz­zword Acht­sam­keit auch wie­der rein. Also das, dass man Din­ge wirk­lich auch wahr­nimmt und wirk­lich spürt. Ich glau­be, ein gro­ßer Fak­tor ist auch, dass im Jetzt leben, also nicht so einer gol­de­nen Zukunft hin­ter­her­zu­ja­gen, son­dern im Jetzt zu sein und im Jetzt glück­lich zu sein. Und dass das, was man jetzt hat, wirk­lich, wie du sagst, beschei­den auch anzu­neh­men und dar­über ein Glück zu emp­fin­den. Wir haben im Vor­ge­spräch auch dar­über gespro­chen, dass das viel mit hin ein­neh­men zu tun hat, also dass man Din­ge hin­neh­men muss, die auch ein­fach nicht änder­bar sind. Dar­über woll­ten wir ja auch noch mal eine eige­ne Fol­ge machen. Es kommt aus dem Acht­sam­keit, aus dem acht­sa­men Quatsch und aus dem Gelas­sen­heit Gebet. Also die­ses. Die­ses Ein Stück Fokus­sie­ren auf das Jetzt, auf das, was ist Jetzt da das wirk­lich Emp­fin­den kann einen aus die­ser ewi­gen Suche raus­rei­ßen. Span­nend ist natür­lich, das Suchen an sich erst mal ja nichts Schlech­tes ist, weil das erle­ben wir als Coa­ches ja auch, weil die Kli­en­ten, die zu uns kom­men, sind ja auch auf der Suche, die wol­len eine Lösung, die wol­len aus einer Situa­ti­on sich befrei­en. Björn Die, die möch­ten eine Ent­schei­dung für sich tref­fen kön­nen, möch­ten sich ent­wi­ckeln. Und das ist ja per se erst mal nichts Schlech­tes, weil etwas suchen bedeu­tet ja auch, sich wei­ter­ent­wi­ckeln zu wol­len. Ich glau­be, es wird nur. Es wird nur dann etwas kri­tisch, wenn man auf der Suche ist, um der Suche wegen. Jan Und wenn man nicht nicht Bereit­schaft ent­wi­ckelt auch zu fin­den. Wenn man qua­si den. Wenn man den ein Per­fek­ti­on Anspruch sozu­sa­gen hin­ter allen Din­gen hat, die einem begeg­nen kön­nen im Leben, dann wird es auf jeden Fall schwie­rig, weil sehr sehr gro­ßen Wahr­schein­lich­keit wird man eben die­se Per­fek­ti­on nicht fin­den. Das ist ja auch das, was ich gera­de schon schon gesagt, auch wenn man sich so ein Ide­al­bild von irgend­et­was macht. Bei­spiels­wei­se eine bestimm­te Per­son oder ein bestimm­ter Job oder kei­ne Ahnung was. Dann malt man es sich aus. Das ist qua­si die Ide­al­vor­stel­lung. Aber am Ende des Tages stellt man fest Jede Per­son ist halt auch nur ein Mensch, hat posi­ti­ve, weni­ger posi­ti­ve Eigen­schaf­ten, Momen­te, schwa­che Momen­te. Björn Und das ist ja schön. Jan Ja, auch das. Genau. In jedem Job gibt es auch Din­ge, die machen mehr Spaß. Es gibt viel­leicht Din­ge, die machen einem weni­ger Spaß. Viel­leicht hat man noch das Glück, irgend­was zu tun, wo man sagt Nee, da bin ich tat­säch­lich kom­plett ent­kom­men, gehe ich kom­plett drauf. Aber oft­mals stellt man doch fest Wo viel Licht ist, ist auch Schat­ten. Und das gibt es eben auch ein­fach. Und das eben mit anzu­neh­men. Das gehört dann halt eben auch mit dazu. Und das ist eben auch der Punkt, den­ke ich. In ihm suchen tat­säch­lich auch den Fokus auf das Fin­den mit zu behal­ten. Das heißt also, ich fin­de es total gut, wenn man sucht, aber wenn man nicht aus einem man kann auch her­aus­su­chen, wenn man dann einem, wenn man wirk­lich in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on ist und man sucht da irgend­wie ein Aus­weg, eine Ver­än­de­rung, ist das eine gute, gute Sache, dann kann man das tun. Aber wenn wir jetzt tat­säch­lich hier über die­ses Sym­pto­ma­ti­sche oder Lang­fris­ti­ge immer wei­ter suchen, weil egal was man fin­det, das ist nicht gut genug. Jan Wenn wir dar­über spre­chen, dann ist es natür­lich schon so, dass man sich ein­fach dar­über Gedan­ken machen muss Was kann ich denn dafür tun, damit ich dann tat­säch­lich auch etwas fin­de? Und da gehört halt tat­säch­lich auch zu, die Din­ge, die einem begeg­nen, auch die Wert­schät­zung zukom­men zu las­sen und sich genau zu genau zu betrach­ten. Was sind die posi­ti­ven Din­ge von. Den denn von den Din­gen, die über die posi­ti­ven Sei­ten, von den Din­gen, die mir da begeg­nen, das ist sehr wich­tig, dass man das auch ver­sucht zu betrach­ten und nicht nur schwarz viel­leicht. Björn Nein, ganz genau. Mir fällt da ein Satz ein, dass viel­leicht auch ein schö­ner, schö­ner Abschluss dazu per­fekt ist. Der Feind von gut. Schon mal gehört? Weil wenn ich etwas immer per­fekt machen will, kann das ver­hin­dern, dass etwas gut wird. Und per­fekt ist fast nicht zu errei­chen. Das liegt, das ist so ein Leit­satz von mir. Zum Bei­spiel, wenn ich, weil ich mal sehr zum Per­fek­tio­nis­mus geneigt habe, frü­her und dann hat mir das mal ein sehr, sehr schlau­er Mensch gesagt Hör mal, per­fekt ist der Feind von gut. Und dar­über habe ich dann viel nach­ge­dacht und das ist sehr, sehr wahr. Aber wenn ich immer nur damit beschäf­tigt bin, Per­fek­ti­on anzu­stre­ben, höre ich dann viel­leicht einen Punk­ten auf, wo es gut ist und ver­krampft dann und ver­hin­dert eigent­lich, dass das Gute Bestand hat. Und das, fin­de ich, ist eigent­lich auch, was das The­ma Fin­den und Suchen angeht, ein ganz guter Leit­ge­dan­ke. Weil Per­fek­ti­on fin­den ist nahe­zu unmög­lich. Nach mei­ner Mei­nung nach zumin­dest. Und anzu­neh­men und zufrie­den zu sein. Björn Wenn etwas gut ist, dann ist auch schon viel gefun­den und gehol­fen. Jan Das stimmt. Das stimmt ja. Also wir hof­fen auf jeden Fall, dass in eurem Suchen und in euren Suchen ihr auch die Gele­gen­heit habt und nutzt, auch Din­ge zu fin­den. Also das zu betrach­ten, was euch begeg­net, zu schau­en, was kann ich da Posi­ti­ves draus zie­hen für mich? Was kann ich dar­aus machen? Und bin ich viel­leicht doch eigent­lich schon am Ziel? Habe alles um mich, was ich eigent­lich brau­che und alles ande­re ist viel­leicht nur noch ein Tüp­fel­chen oder das Sah­ne­häub­chen. Dar­über könnt ihr auch mal nach­den­ken oder ein­fach mal um euch schau­en, wenn ihr so im All­tag unter­wegs seid. Und wir freu­en uns wie immer über eure Rück­mel­dun­gen, über Hin­wei­se, wel­che The­men euch wei­ter inter­es­sie­ren wür­den und freu­en uns ansons­ten auch auf die nächs­te Fol­ge mit euch. Und bis dahin sagen wir Auf Wie­der­hö­ren und. Björn Ich sage ein­fach Schau, ich schau. Bis bald. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Wellbeing --- ### [Gesunder Egoismus - Nach uns die Sintflut?](https://bobach-coaching.de/podcast-gesunder-egoismus/) **Published:** Mai 20, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** *Wenn es mir gut geht, geht es auch allen um mich gut.* Die­ser sehr wah­re Satz wird in den letz­ten Jah­ren des Öfte­ren miss­braucht, um einen star­ken Ego­is­mus zu recht­fer­ti­gen. Aber das ist hier kei­nes­wegs beab­sich­tigt – gesun­der Ego­is­mus ist gut und wich­tig. Vie­le Men­schen fin­den hier nicht den rech­ten Zugang oder eine gute Balan­ce. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") ver­su­chen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich dem auf die Spur zu gehen und erläu­tern, wie man gesun­den Ego­is­mus üben kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich Will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit mir, Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke Hal­lo Jan. Jan Hal­lo Björn. Björn Wir set­zen uns heu­te mit gesun­dem Ego­is­mus aus­ein­an­der. Und wie sind wir dar­auf gekom­men? Unse­re geschätz­te Dozen­tin, bei der wir bei­de die Zer­ti­fi­zie­rung zum Per­so­nal Coach IHK gemacht haben. Hat da vor eini­gen Mona­ten etwas auf Lin­ke­dIn gepos­tet, was ich vehe­ment beja­hen muss­te. Und zwar war es eine Aus­ein­an­der­set­zung zu den zu dem The­ma bzw zu der Tat­sa­che, dass es zur­zeit 111 Ten­denz gibt, das vie­le, das sich auf sich selbst kon­zen­trie­ren, ein biss­chen über­trei­ben. Das Schö­ne wenn es mir gut geht, geht es auch allen ande­ren gut, wird da ein wenig ins Extre­me ver­zo­gen und endet in tota­ler Ego­zen­trik und über­trie­be­nem Ego­is­mus. Und das hat uns dazu geführt, uns mal Gedan­ken dar­über zu machen Was ist eigent­lich gesun­der Ego­is­mus und wie kann der ent­ste­hen? Und wo sind da die Gren­zen, die, die man so nicht über­schrei­ten soll­te? Damit wol­len wir uns heu­te aus­ein­an­der­set­zen. Habe ich das gut zusam­men­ge­fasst? Ja. Jan Das hast du. Björn Also, was ist gesun­der Ego­is­mus? Jan Ich habe mir gedacht, dass das jetzt so läuft. So ein­fach ist das nicht. Aber erst mal ist fest­zu­stel­len, dass das kei­ne Sache ist, die rucki­zucki ganz ein­fach zu beant­wor­ten ist. Björn Nein. Jan Weil es dafür auch. Ein ganz gro­ßes Stück an Selbst­re­fle­xi­on, Bedarf und auch Ver­ständ­nis von mei­nem Gegen­über, mei­nen Gegen­übern. Und es ist auch ein sehr. Es kann eine sehr fra­gi­le Geschich­te sein, weil es gibt da glau­be ich, rela­tiv schnell auch Punk­te, wo es kip­pen kann. Wir bewe­gen uns ja eigent­lich. Wir haben vor­her ja schon ein­mal dar­über gespro­chen in die­sem Span­nungs­feld zwi­schen den Polen, Selbst­lo­sig­keit bis Selbst­lo­sig­keit oder sogar Selbst­auf­ga­be. Also wenn man alles für ande­re tut oder sich selbst kom­plett auf­gibt und es ist doch egal, was mit mir ist, bis hin zu abso­lu­tem Ego­is­mus oder Ego­zen­trik, wenn es eigent­lich nur um die eige­ne Per­son geht und nur um das eige­ne Wohl­be­fin­den oder dar­um, dass die eige­nen Wün­sche hier erfüllt wer­den. Und die hohe Kunst, wie immer im Leben ist es jetzt also, hier einen gesun­den Punkt zu tref­fen. Und der liegt wahr­schein­lich irgend­wo in der gol­de­nen Mit­te. Aber wie fin­det man das jetzt her­aus? Das ist ja die gro­ße Fra­ge. Björn Ja, viel­leicht fin­den wir die Mit­te, wenn wir die bei­den Pole ein­mal beleuch­ten, also ein­mal das über­trie­ben ego­zen­tri­sche, ego­is­ti­sche und ein­mal das über­trie­ben altru­is­ti­sche, selbst­lo­se, also über­trie­ben selbst­lo­se Selbst auf­ge­ben. Und dann kön­nen wir uns viel­leicht der Mit­te annä­hern. Jan Ja, gut. Björn Also die­ser Trend, von dem ich da eben sprach, resul­tiert ja aus dem Satz Wenn es mir gut geht, dann geht es auch an den ande­ren um mich her­um gut. Und das ist bestimmt wahr, weil man ja nur, wenn es einem selbst gut geht, auch Din­ge für ande­re tun kann, ohne und zwar mit vol­ler Ener­gie tun kann und aus vol­len Reser­ven schöp­fen kann. Aber das ver­lei­tet dazu, dass man sagt Hopp­la, hier komm ich und alles ande­re ist mir egal. Und man ver­hält sich dann extrem rück­sichts­los. Das kann in Empa­thie­lo­sig­keit sich äußern. Das kann in. Herz­lo­sig­keit wür­de ich jetzt fast sagen, sich äußern, also dass man sehr kalt reagiert, viel­leicht auf das, was um einen her­um pas­siert, unzu­gäng­lich wird. Hilf mir ein biss­chen. Was noch? Jan Ich glau­be du, du du hast schon die rich­ti­gen Wor­te gewählt in dem Zusam­men­hang. Es pas­siert halt ein­fach, dass man ande­re Men­schen aus dem Blick ver­liert. Und genau das ist der Punkt bei Ego­zen­trik, dass man das eben tut. Und hier ist auch wich­tig, dass man dar­über spricht, dass es unter­schied­li­che Ebe­nen gibt. Denn es gibt auch durch­aus Men­schen, die sagen Jetzt mal in der klas­si­schen ist so ein klas­si­sches Bezie­hungs the­ma, viel­leicht in der klas­si­schen Geschlech­ter oder in einem klas­si­schen Rol­len­ver­ständ­nis. Eine Per­son ist Ernäh­rer oder Ernäh­rer in die ande­re küm­mert sich viel­leicht um Haus und Hof. Und jetzt bringt die Per­son, die jetzt für das mate­ri­el­le Wohl zustän­dig ist, er bringt ja so viel nach Hau­se, da muss es der ande­ren Per­son noch gut gehen. Die hat doch alles. Björn Ja. Jan Mir geht es gut. Ich habe einen erfül­len­den Job und es läuft. Und ich bin ja auch dadurch das Ich, dass es mir gut geht, hier wei­ter leis­tungs­fä­hig. Also habt ihr doch alles, was ihr braucht. Dann seid doch froh. Und ich glau­be, ganz wich­tig ist bei die­ser Geschich­te, dass man eben auch sein Umfeld nicht aus den Augen ver­liert und ein­fach dar­auf ach­tet, dass es eben nicht nur die eige­nen Bedürf­nis­se gibt, son­dern es gibt auch die Bedürf­nis­se von ande­ren Men­schen. Und es geht ja sogar noch wei­ter. Wenn ich die­sen kras­sen Ego­is­mus fah­re oder die­se kras­se Ego­zen­trik, dann gibt es die Mög­lich­keit, dass mein Umfeld ent­we­der dar­auf reagiert, indem es das hin­nimmt, aus wel­chen Grün­den auch immer und viel­leicht unglück­lich ist oder wird. Es gibt aber auch die Mög­lich­keit, dass sich mein Umfeld von mir ab kehrt und das ist eigent­lich genau ins Gegen­teil umschlägt. Eigent­lich genau zu dem, was ich nicht errei­chen woll­te. Björn So und da spielt natür­lich auch wie­der der radi­ka­le Kon­struk­ti­vis­mus rein und der Per­spek­tiv­wech­sel, weil genau, was du sagst. Man ver­liert den Blick für die ande­ren und man kreist sich nur noch um sich selbst. Und ich muss da gera­de eine per­sön­li­che Geschich­te los­wer­den, weil mei­ne Eltern sind nun bei­de gestor­ben. Des­we­gen kann ich das erzäh­len, ohne dass ich hier irgend­wie irgend­wem auf die Füße tre­te. Ich kann mich erin­nern, dass mei­ne Mut­ter ger­ne erzähl­te, dass mein Vater mal zu ihr sag­te Dein Leben hät­te ich gern, du musst dich ja nur um die Kin­der küm­mern. Jan Ja. Björn Weil das genau. Jan Laut lachen. Björn Ja, weil das. Genau. Weil das genau die­se Situa­ti­on qua­si war. Der Ernäh­rer. Und dann die Mut­ter, die zu Hau­se bei den Kin­dern ist und genau da auch für vie­le Rei­bungs­punk­te gesorgt hat. Jan Und ich mein­te, ich glau­be nah dran an dem. Das biss­chen Haus­halt ist doch kein Pro­blem. Björn Sagt mein Mann genau. Ja, aber das ist ja genau der ist ja genau der Punkt. Man ver­liert den Blick für die ande­ren, man kreist nur um sich selbst und man über­trägt dann ja in dem Moment auch qua­si das eige­ne Ver­ständ­nis von Glück völ­lig auf den ande­ren. Aber wir schwei­fen gera­de ein biss­chen ab, aber das ist tat­säch­lich, das ist tat­säch­lich der Aus­gangs­punkt. Also wenn man so eine Hal­tung hat und dann sagt, na ja, ich ver­die­ne ja viel Geld, das ist für mich das Wich­tigs­te. Also sind alle ande­ren um mich her­um auch ganz glück­lich. Es ist schon schwie­rig. Jan Genau. Es muss nicht nur Geld sein, son­dern es kann auch genau das Gegen­teil sein. Es kann auch sein, zum Bei­spiel ein­fach eine exzes­si­ve Selbst­be­zo­gen­heit. Es kann auch ein Hob­by sein, das ich viel­leicht auch bei­spiels­wei­se Din­ge wie Ich muss auch für ande­re sor­gen dar­in ver­nach­läs­si­ge, dass ich bei­spiels­wei­se mei­ne gan­ze Zeit nur für irgend­ein extre­mes Hob­by, das viel Zeit in Anspruch nimmt, dann drauf­ge­hen las­se. Ver­eins Tätig­kei­ten, also alles, was außer­halb sozu­sa­gen mei­nes sons­ti­gen Lebens liegt. Und das ist natür­lich auch das The­ma. Über­all da, wo man sich auch woan­ders dann bewegt, ent­ste­hen natür­lich auch da Erwar­tungs­hal­tun­gen. Und das ist eben die­ses, die­ses bezie­hungs tech­nisch oder sys­tem­theo­re­ti­sche Span­nungs­feld, in dem wir sind. Es gibt immer auch ver­schie­de­ne Sys­te­me, in denen wir agie­ren. Alle haben gewis­se Erwar­tungs­hal­tung oder von uns emp­fun­de­ne Erwar­tungs­hal­tun­gen, die es zu befrie­di­gen gilt. Und dar­aus kann es eben nicht, die eine Sache zu betrei­ben, dass ich eben an einer ande­ren Stel­le ver­nach­läs­si­ge. Und ich wür­de gern noch mal auf einen Punkt kom­men, den du gera­de ange­spro­chen hast. Jan Und das ist die Empa­thie, dass wir näm­lich hier eigent­lich ein Schlüs­sel­ele­ment, das ist ein Schlüs­sel­punkt, dass es wich­tig ist, dass man empa­thisch bleibt und ver­steht. Was ist denn das Bedürf­nis auch von mei­nem Umfeld jeweils? Nur dann kann ich auch tat­säch­lich abwä­gen Bin ich hier noch auf dem rich­ti­gen Kurs und trifft das sozu­sa­gen auch da noch? Die Erwar­tun­gen oder die Bedürf­nis­se mei­nes Umfel­des in dem Zusam­men­hang. Björn Und das ist ja auch so, dass ein Aus­fül­len des Hob­by über­haupt nichts Schlech­tes ist. Also sol­len sie auch kei­ner falsch ver­ste­hen. Es ist ja auch total wich­tig, dass man die­sen ja genau, dass man die­sen gesun­den Ego­is­mus hat und Din­ge hat, die man für sich sel­ber auch tut. Aber es wird halt gefähr­lich. In dem Moment, wo sich mein Umfeld viel­leicht beklagt und sagt Wir haben nichts mehr von dir oder ich kom­me hier ein biss­chen zu kurz. Und man dann damit argu­men­tiert Ja, aber es muss ja erst mal mir gut gehen. Das ist ja genau der Punkt, dass wenn es da ange­kom­men ist, dann wird es schwie­rig. Jan Genau. Wir haben ja jetzt die­sen einen Pol, die­se Ego­zen­trik oder den star­ken Ego­is­mus nun schon mal beleuch­tet. Das ande­re war ja die Selbst­lo­sig­keit oder Selbst­auf­ga­be in dem Zusam­men­hang, dass man also gar nicht auf sich selbst ach­tet oder immer nur für ande­re funk­tio­niert oder etwas tut. Jetzt wür­de, könn­te man ja sagen Ja, wie­so? Das ist doch nicht wei­ter wild. War­um? War­um ist es dann doch pro­ble­ma­tisch? Björn Ja, also wir kön­nen jetzt bei dem Bei­spiel von eben blei­ben. Also wenn ich zum Bei­spiel gar kein Hob­by hät­te. Also wenn ich jetzt nichts hät­te, was ich wirk­lich nur für mich tue und mein gan­zer Tages­ab­lauf qua­si fremd­be­stimmt wäre, da haben wir auch wie­der die­ses The­ma, mit der Selbst­be­stim­mung und Fremd­be­stim­mung nur fremd­be­stimmt wäre von den Bedürf­nis­sen der ande­ren. Dann wür­de ja ein Grund­be­dürf­nis von mir nicht erfüllt wer­den, weil eines unse­rer Grund­be­dürf­nis­se ist ja die Selbst­be­haup­tung und die Selbst­be­stim­mung. Dann kom­me ich irgend­wann in eine Situa­ti­on, wo sehr wahr­schein­lich mut­ma­ße ich jetzt eine Klei­nig­keit dafür sor­gen kann, dass ich völ­lig aus der Fas­sung gera­te, weil ein­fach nicht so zuge­las­sen mit den Bedürf­nis­sen der ande­ren bin und mit der Erfül­lung der Bedürf­nis­se der ande­ren bin, dass gar kei­ne Kapa­zi­tät mehr dafür ist, die­se Bedürf­nis­se so zu erfül­len, weil ich über­haupt kei­ne Zeit habe, mich auf mich selbst auch mal zu kon­zen­trie­ren und dar­auf zu ach­ten, was mir selbst gut tut. Jan Das heißt also auch, wenn man jetzt, sage ich mal, voll in der Tätig­keit auf­geht oder auch in einer. Rol­le, Bezie­hung oder wie auch immer, dann heißt das nicht zwin­gend, dass es was mit Selbst­auf­ga­be zu tun haben muss. Also wenn man sagt, es ist trotz­dem etwas, was einen erfüllt, aber wenn man es tut nur für ande­re und dabei sich selbst und die eige­nen Bedürf­nis­se ver­nach­läs­sigt, dann wird es natür­lich schwie­rig. Das heißt, wir brau­chen natür­lich auch unse­re Ven­ti­le für Din­ge, die sich auf­stau­en, auf­la­den. Das kann Stress sein aus dem Beruf, das kann Stress sein, auch aus der Bezie­hung. Und dafür braucht man Ven­ti­le. Das kann Sport sein, das kann Medi­ta­ti­on sein. Das kann aber auch mal das Gespräch mit einem Freund sein, mit einer Freun­din, sich ein­fach mal den Frust oder Kum­mer von der See­le reden. Aber wenn man sich selbst immer nur noch auf­op­fert für ande­re Men­schen, dann führt das dazu, dass sich das ein­fach anschaut, dann über die Zeit und dass man dann auch tat­säch­lich in eben die­se Berei­che rein­rut­schen kann. Jan Sprich­wor­te Stich­wort Burn­out, in denen es dann irgend­wann dazu führt, dass man eben nicht mehr funk­tio­niert, nicht mehr ein­fach nur für ande­re, son­dern dass es ein­fach nicht mehr klappt. Und dann wird es natür­lich tat­säch­lich pro­ble­ma­tisch für die eige­ne Gesund­heit. Unab­hän­gig davon. Das ist natür­lich auch viel erfül­len­der. Das Leben ist, wenn man auch ein­fach Spaß hat an den Din­gen und Spaß am Leben. Und dafür ist es dann eben teil­wei­se doch not­wen­dig, dass man etwas auf sich ach­tet. Und das ist die­ser zitier­te gesun­de Ego­is­mus, dass man also nicht immer nur sagt Ja, kann ich machen. Und ja, das ist in Ord­nung, ich über­neh­me das schon für dich. Und so wei­ter, son­dern dass man auch mal für sich sagt Jetzt bin auch ich mal dran. Und das ist aus mei­ner Sicht auch abso­lut in Ord­nung. Björn Ja, ist es, abso­lut. Aber wir hat­ten ja auch im Vor­ge­spräch schon fest­ge­stellt, dass das jetzt etwas ist, was vie­len nicht leicht fällt. Also es ist sehr wahr­schein­lich häu­fi­ger, dass vie­le, dass Men­schen eher dazu nei­gen, nicht gesun­den Ego­is­mus aus­zu­le­ben, anstatt es über­trie­ben zu machen. War­um ist das so? Da hat­ten wir uns ja im Vor­feld auch schon Gedan­ken zu gemacht. Ich glau­be es fängt schon mit dem Begriff Ego­is­mus an, weil Ego­is­mus ist ja sehr nega­tiv bela­den und das auch zu Recht, weil Ego­is­mus in der puren Form, wie wir jetzt vor­her schon geklärt haben, ja wirk­lich etwas sozi­al äußerst Unzu­gäng­li­ches ist. Also es wird schon vie­len schwer fal­len, über sich sel­ber zu sagen Ich bin gesund, ego­is­tisch. Jan Ja, das ist natür­lich eine Fra­ge, [wie man mit Freun­den umgeht oder wie man](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/) die emp­fin­det. Man könn­te auch sagen Ich bin selbst­be­wusst oder ich ach­te auf mich. Das wäre viel­leicht, wenn viel­leicht Wor­te, mit denen man sich da, den man da bes­ser umgeht und ach­te eben auch auf mei­ne eige­nen Bedürf­nis­se. Also ich fin­de auch, dass der gesun­de Ego­is­mus jetzt so als Sprich­wort nicht unbe­dingt die ele­gan­tes­te Wahl ist in die­sem Zusam­men­hang. Aber trotz­dem ist er erst mal bekannt als sol­cher und als so wie er gemeint ist, der gesun­de Ego­is­mus auch nicht. Aus mei­ner Sicht nicht schäd­lich, aber es kommt immer drauf an, aus wel­cher Per­spek­ti­ve man da gera­de drauf­schaut. Das ist halt auch das Inter­es­san­te bei die­sen Din­gen. Björn Ja, und der, der das Wort Ego­is­mus oder ego­is­tisch trig­gert, natür­lich auch jede Men­ge Glau­bens­sät­ze, die wir alle in uns tra­gen und für die dies uns viel­leicht noch nicht so lan­ge zuhö­ren. Noch mal viel­leicht kurz ein klei­ner Bogen dahin. Glau­bens­sät­ze im Sin­ne von Din­gen, die wir schon in frü­hes­ter Kind­heit oder Jugend antrai­niert bekom­men haben, die uns viel­leicht auch dar­an hin­dern, da einen gesun­den Ego­is­mus an den Tag zu legen. Also zum Bei­spiel so ein Satz wie Sei nicht so ego­is­tisch! Jan Ja, oder du musst. Du musst etwas tun, damit du was wert bist. Mach dich nütz­lich. Björn Denk nicht nur an dich selbst oder auch so was wie ein Gefühl, immer zu kurz zu kom­men. Also, dass man das Gefühl hat, man kommt immer zu kurz. Kann einen dar­an hin­dern, eine gesun­de Balan­ce zu fin­den. Da steckt ganz viel drin. Also das, was uns dar­an hin­dert, viel­leicht wirk­lich in bestimm­ten Momen­ten mal zu sagen Moment, jetzt bin ich mal dran. Kann ganz vie­le Aus­lö­ser haben. Jan Genau. Es kann die­ses sein. Moment, jetzt bin ich mal dran, das. Dass man da gehemmt ist. Oder es kann auch tat­säch­lich sein, dass man ja über­kom­pen­siert und aus sol­chen Grün­den auch sagt Ja, jetzt bin ich aber erst mal dran. Also ich habe. Wenn ich nicht auf mich ach­te, dann tut es kei­ner. Nach dem Mot­to. Und das ist eben auch ein The­ma, das wir halt. Und das ist das Inter­es­san­te, dass wir natür­lich auf Basis die­ser Glau­bens­sät­ze, die in uns schlum­mern und auf wir­ken, oft ja auch unter­be­wusst, aber dass sie doch teil­wei­se uns trig­gern, dass sie Impul­se in uns set­zen, wie wir han­deln und dass uns manch­mal gar nicht so rich­tig klar ist Woher kommt das eigent­lich gera­de? Das kann schon ganz span­nend sein, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und da mal auf den Zahn zu füh­len. Björn Ich glau­be, ein ganz gro­ßer, gro­ßes Anzei­chen, dass man das viel­leicht üben soll­te, ist, wenn man das Phä­no­men hat, dass man sehr schwer Nein sagen kann. Nein­sa­gen ist ja eigent­lich ein etwas gesun­des, dass man sich abgrenzt und dass man sagt Nein, das schaf­fe ich jetzt nicht, das geht auf mei­ne Kos­ten jetzt, wenn ich das auch noch auf mich wei­se. Wenn einem, wenn man damit grund­sätz­lich ein Pro­blem hat, dann soll­te man viel­leicht dar­an arbei­ten oder üben, ein wenig gesün­der ego­is­tisch zu sein. Kann man das üben? Jan Das kann man auf jeden Fall üben. Also das kann man auf unter­schied­lichs­te Art und Wei­se üben. Das kann man üben, indem man sich erst mal bewusst macht, in wel­chen Situa­tio­nen man dazu über­haupt neigt zu reagie­ren. Das muss ja auch nicht in jeder Situa­ti­on so sein, son­dern es kann auch in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen, die aber viel­leicht ähn­lich gela­gert sind, der Fall sein. Das kann an bestimm­ten Per­so­nen hän­gen. Die wir even­tu­ell als sol­che, die halt ein­fach von ihrer Art so sind, dass sie das bei uns bewir­ken oder die uns viel­leicht auch unter­be­wusst unbe­wusst an eine ande­re Per­son erin­nern oder die wir sozu­sa­gen einem ähn­li­chen Ver­hält­nis sehen. Ähn­li­chen Licht zu einer Per­son, mit der wir schon ähn­li­che Erfah­run­gen gemacht haben. Das heißt also erst mal ver­ste­hen, in wel­chen Situa­tio­nen kommt das über­haupt zustan­de? Und dann kann man es. Üben, indem man ein­mal ana­ly­siert Woher kommt das? Was trig­gert mich da? Und man kann es auch prak­tisch üben, indem man einer­seits das zum Bei­spiel auch in Rol­len­spie­len, auch in klas­si­schen Coa­ching Set­tings mal macht, dass man es also mal aus­pro­biert Wie fühlt es sich denn an, Nein zu sagen? Jan Wie kann ich da Nein sagen? Man muss ja nicht immer sagen Nein, auf gar kei­nen Fall, das kommt gar nicht in die Tüte, son­dern es gibt ja noch ande­re Mög­lich­kei­ten. Man kann ande­re Optio­nen, Kom­pro­mis­se, man kann Kom­pro­mis­se machen. Auch ein wun­der­schö­nes Wort hier und da sind Mög­lich­kei­ten. Und man kann es dann auch in tat­säch­li­chen Feld­ver­su­chen aus­pro­bie­ren. Also wirk­lich raus­ge­hen und dann mal? Den gesun­den Ego­is­mus an den Tag legen und mal aus­pro­bie­ren, was pas­siert. Viel­leicht erst mal in Situa­tio­nen, bei denen wir nicht so eine ganz gro­ße Sor­ge haben, dass uns das auf die Füße fal­len könn­te. Björn Und viel­leicht mal ein ganz prak­ti­ka­bler Tipp von mir. Gut, wir sind ja als Coa­ches gehen wir eigent­lich kei­ne Rat­schlä­ge, aber viel­leicht so aus mei­ner per­sön­li­chen Erfah­rung. Also ich war mal ein über­trie­ben altru­is­tisch unter­wegs und ich war mein über­trie­be­ner Altru­ist. Ich war schon sehr selbst auf­ge­ben in einer Pha­se mei­nes Lebens und ich war auch der Ver­ste­her vor dem Herrn. Ich habe alle immer ver­stan­den. Ich konn­te auch immer alles recht­fer­ti­gen, was irgend­je­mand um mich her­um getan hat. Also es war war. Ich muss da jetzt mitt­ler­wei­le drü­ber lachen, weil im Nach­gang den­ke ich, so wie ver­rückt eigent­lich. Was mir unglaub­lich gut getan hat, war mir Zeit für mich selbst zu reser­vie­ren. Und ich glau­be, das ist etwas, was vie­le gar nicht so auf dem Schirm haben. Wir haben den Ter­min­ka­len­der voll und dann 1000 Ver­pflich­tun­gen und so, aber wo ist denn wirk­lich Zeit nur für einen selbst? Und das ist etwas, was ich als unglaub­lich hilf­reich emp­fun­den habe, mir ein­fach in mei­nem Kalen­der auch Zei­ten mal zu blog­gen, die wirk­lich nur Björn Time sind. Björn Das heißt, das habe ich auch tat­säch­lich dann so genannt Björn Time, wo ich dann wirk­lich Din­ge getan habe, wo nur ich drauf Lust hat­te, was ich für mich machen woll­te, was ich mit einem super Gefühl nur für mich gemacht habe. Und das ist mir anfangs schwer­ge­fal­len und ich glau­be, dass es vie­len schwer fällt, wenn man das nicht prak­ti­ziert. Aber das hat enor­me Aus­wir­kun­gen gehabt. Und die­se Zei­ten gibt es auch jetzt immer noch. Also es gibt immer Zei­ten, die sind für mich hei­lig und das ist für mich. Und so lebe ich mei­nen gesun­den Ego­is­mus, dass ich mich halt aus­klin­ken, dann mal eine Wei­le und das ist jetzt nicht mona­te­lang oder wochen­lang, nicht mal Tage lang. Aber es gibt halt Zeit­fens­ter, wo ich den­ke, nein, jetzt küm­me­re ich mich um mich. Und das ist kann ich nur jedem ans Herz legen, wenn es Leu­te gibt da drau­ßen, die da viel­leicht auch ein biss­chen kämp­fen. Jan Ja, das ist dann noch mal ganz prak­ti­scher Rat­schlag am Ende der Fol­ge. Wir hof­fen auf jeden Fall, ihr hat­tet Spaß dar­an, an die­sem klei­nen Aus­flug in die unter­schied­li­chen Pole der Selbst­lo­sig­keit und des Ego­is­mus und das Span­nungs­feld dazwi­schen und letz­ten Endes dann beim Her­aus­fin­den des gesun­den Ego­is­mus. Wir wün­schen euch auf jeden Fall, dass ihr acht­sam auf euch selbst seid und bewusst auch für die eige­nen Bedürf­nis­se, für die eige­nen Bedürf­nis­se und an der einen oder ande­ren Stel­le auch ein­fach mal dar­auf ach­ten, was euch gut tut. Und wir hof­fen, die­ser Pod­cast tut euch eben­falls gut und wir hören euch beim nächs­ten Mal wie­der und ver­ab­schie­den uns bis dahin. Macht’s gut. Tschüss. Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Gesunder Egoismus, Podcast, Wellbeing --- ### [Transparenz - alles nur durchschaubar?](https://bobach-coaching.de/podcast-transparentes-handeln/) **Published:** Mai 27, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** *Trans­pa­renz* ist eines der Buz­zwords, die einem häu­fig aus der Füh­rungs­eta­ge ent­ge­gen­we­hen – aber was bedeu­tet trans­pa­ren­tes Ver­hal­ten über­haupt? Was ist der Nut­zen? Und gibt es Trans­pa­renz auch außer­halb des beruf­li­chen Umfelds in pri­va­ten Bezie­hun­gen? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich Trans­pa­renz auf den Grund. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach. Und ich begrü­ße als ers­tes den Björn. Hal­lo, Björn. Björn Hal­lo, Jan. Jan Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, das wahr­schein­lich vie­len von euch schon begeg­net ist, sowohl beruf­lich als auch pri­vat. Und zwar geht es heu­te um das The­ma Trans­pa­renz. Ja ein The­ma, das immer prä­sen­ter wird und das man aber ganz unter­schied­lich ver­ste­hen kann, wie wir gera­de in unse­rem Vor­ge­spräch hier auch fest­ge­stellt haben. Und das wol­len wir heu­te mal von unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven aus betrach­ten oder durch­leuch­ten. Was ja auch zum The­ma Trans­pa­renz passt, zu dem The­ma. Björn Mir fällt als ers­tes ein der Rah­men, in dem mir die­ser Begriff beson­ders häu­fig begeg­net. Ich gebe ja neben mei­ner Coa­ching Tätig­keit auch Work­shops für Teams, für zu diver­sen The­men, aber unter ande­rem auch zu digi­ta­len Tools. Und das, was mir da immer begeg­net, begeg­net, wenn es um Trans­pa­renz geht, ist die Reak­ti­on oder bin ich ja Über­wa­cher oder dann wer­de ich über­wacht. Da kom­men bei bestimm­ten Men­schen sofort Reser­vie­run­gen, wenn sie den Begriff hören. Jan Ja, ich habe. Das ist ja jetzt also so, wie ich das jetzt wahr­neh­me, wie du das berich­tet. Wenn man jetzt von Teams spricht, jetzt im beruf­li­chen Umfeld, dann kommt das The­ma Trans­pa­renz, dann ist das viel­leicht so ein biss­chen der Blick von oben nach unten oder von unten nach oben, dass man denkt, okay, jetzt bin ich Rich­tung Füh­rungs­eta­ge oder so was. Ja, sicht­ba­rer oder durch­sich­ti­ger bzw trans­pa­ren­ter. Da ist ja auch die­ser Begriff der glä­ser­ne Mensch. Das begeg­net mir tat­säch­lich auch rela­tiv häu­fig in der Unter­neh­mens­be­ra­tung, auch im The­ma Per­so­nal Bedarfs­pla­nung unter­wegs. Und da haben wir das auch, weil es da auch dar­um geht, Tätig­kei­ten auf­zu­neh­men, zu über­le­gen, was wird in dei­ner Zukunft gemacht? Und auch da gibt es die­se Berüh­rungs­ängs­te, dass man denkt, jetzt wird man hier durch­sich­tig. Oder die Fra­ge ist, woher kommt das über­haupt, dass das ein The­ma sein könn­te? Es gibt das aber, glau­be ich, auch noch von der ande­ren Sei­te aus, und das ist der Blick von der Füh­rungs­kraft aus. Und da auch das The­ma Trans­pa­renz, näm­lich wie trans­pa­rent mache ich die Beweg­grün­de für mei­ne Ent­schei­dun­gen, für mei­ne Sicher­hei­ten, Unsi­cher­hei­ten? Jan So, das ist ja ein The­ma, was sowohl Mit­ar­bei­ten­de als auch Füh­rungs­kräf­te beschäf­tigt, aber nicht nur im beruf­li­chen Umfeld, son­dern es betrifft uns auch ganz pri­vat. Denn es kann ja auch im pri­va­ten The­ma oder im pri­va­ten Umfeld das The­ma Trans­pa­renz geben, bei­spiels­wei­se auch in Bezie­hung. Björn Ich glau­be, ganz wich­tig ist, dass wir zunächst dar­über spre­chen, war­um über­haupt Trans­pa­renz immer mehr im Kom­men ist. Sagen wir mal so und was der Nut­zen ist, weil ich glau­be, dass sol­che Reak­tio­nen, wie ich es jetzt gera­de beschrie­ben habe, meis­tens daher rüh­ren, dass dann viel­leicht von den Chef­eta­gen nur gesagt wird Jetzt sind wir ganz trans­pa­rent, ab jetzt machen wir alles ganz trans­pa­rent. Oder Wir sind jetzt viel trans­pa­ren­ter und es wird gar nicht ver­stan­den, war­um. Was der Nut­zen ist, weil es hat ja die letz­ten Jah­re auch anders funk­tio­niert. Da hat ja jeder für sich mit sei­nen Akten­ord­nern in sei­nem Büro geses­sen. Und wenn jemand in die die Arbeit des­je­ni­gen rein­gu­cken woll­te, muss­te der Klop­fen um Erlaub­nis fra­gen. Und auf ein­mal sol­len die das alles sehen kön­nen. Und des­we­gen wäre es viel­leicht wich­tig, dass wir zunächst ein­mal dar­über spre­chen, was der Gewinn von Trans­pa­renz ist und war­um das auch ein Prin­zip ist, was, wie du sagst, nicht nur im beruf­li­chen Umfeld, son­dern auch im Pri­va­ten und Bezie­hun­gen, sogar in freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen, natür­lich im Freun­des­kreis, bei sämt­li­chen mensch­li­chen Begeg­nun­gen eigent­lich eine gro­ße Rol­le spielt. Jan Ja, da kom­men wir viel­leicht noch mal von dem Begriff tat­säch­lich Trans­pa­renz. Also tat­säch­lich ja, über­setzt durch­schei­nend. Bezie­hungs­wei­se gibt es ja dann im Wort Trans­pa­renz als Ja. Begriff an sich um die Durch­sich­tig­keit und damit er auch im Gegen­satz zur Undurch­sich­tig­keit. Und da ist man bei einem wesent­li­chen Punkt näm­lich lässt man jeman­den rein schau­en, dass man durch­bli­cken, was Sache ist, oder tut man das nicht? Und. Was wir fest­stel­len in unse­rer Gesell­schaft ist ja, dass gene­rell ein­fach Hier­ar­chien fal­len. Wir kom­men immer wei­ter weg, eigent­lich von der rei­nen Füh­rung, von oben nach unten, immer mehr zu einem koope­ra­ti­ven Ansatz, der zumin­dest sagen wir mal, in unse­rem Kul­tur­kreis. Und das heißt, es wird weni­ger über Hier­ar­chie geführt, es wird weni­ger über rei­ne Rol­len geführt oder mit­ein­an­der inter­agiert, son­dern es geht halt mehr um Funk­tio­nen, um Kom­pe­ten­zen und um Koope­ra­ti­on. Und Koope­ra­ti­on funk­tio­niert natür­lich am bes­ten, wenn man wenig Gren­zen hat bzw auch einen Zugang zu Infor­ma­tio­nen. Das ist jetzt rela­tiv abs­trakt, aber im Zwei­fel heißt das dann eben auch, dass man kei­ne Silos hat, also dass man kei­ne Abgren­zung hat inner­halb von Unter­neh­men bei­spiels­wei­se oder immer weni­ger, und dass man nicht sagt, das ist aber Zustän­dig­keits­be­reich A und das ist Zustän­dig­keits­be­reich Bereich B und des­halb weiß ja nicht, was B macht und umge­kehrt, son­dern es geht dar­um, dass man da im Grun­de genom­men einen Ein­blick bekom­men, dass man in Kom­mu­ni­ka­ti­on mit­ein­an­der tritt und dass man ver­steht auch Wo sind Syn­er­gien, also wo kann man sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen und wie kann man da wei­ter­kom­men? Jan Und das ist ja der wesent­li­che Ansatz mit dabei. Björn Ich glau­be, ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor ist aber auch ein sozia­ler Fak­tor. Die. Trans­pa­renz in Unter­neh­men schafft, also vor allem im Unter­neh­men, nicht so sehr im Pri­va­ten. Da auch, aber vor allem im beruf­li­chen Umfeld. Schafft ja auch ein höhe­res Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl. Es geht ja auch um das Gefühl, das das aus­löst. Und wenn man jetzt nicht direkt sich über­wacht fühlt, also jetzt nicht denkt, die wird ein­ge­führt, damit ich über­wacht wer­de, wo das her­kommt, kön­nen wir ja auch gleich noch mal bespre­chen. Ist es natür­lich so, dass wenn die Trans­pa­renz in bei­de Rich­tun­gen geht, also wenn es nicht nur so ist, dass der der Chef sehen kann, was die Mit­ar­bei­ter machen, son­dern dass die Mit­ar­bei­ter auch sehen kön­nen, was der Chef macht, wächst man auch auf der emo­tio­na­len Ebe­ne natür­lich stär­ker zusam­men und auch eine emo­tio­na­le Bin­dung an das gan­ze Unter­neh­men und das dazu­ge­hö­ri­ge Team stellt sich ein. Also es hat eigent­lich, wenn man es rich­tig erklärt und rich­tig ein­führt, hat es eigent­lich doch nur posi­ti­ve Fol­gen, oder wür­de es mir da wider­spre­chen? Jan Ja, aber setzt halt eben die Vor­aus­set­zun­gen, dass es tat­säch­lich auf­rich­tig ist und eben beid­sei­tig. Es ist kei­ne Ein­bahn­stra­ße, wie eben auch Respekt oder ande­re Din­ge, son­dern es hat damit zu tun, dass man es dann auch wirk­lich auf­rich­tig macht und beid­sei­tig macht. Und daher ist es auch wich­tig an der Stel­le, dass es dann auch vor­ge­lebt wird, auch von der Füh­rung und dass man da eben auch etwas trans­pa­ren­ter wird in den Ent­schei­dungs wegen. Und so wei­ter ist es ganz inter­es­sant. Es gibt immer mehr Bestre­bun­gen auch in Unter­neh­men, bei wesent­li­chen Ent­schei­dun­gen, Mee­tings usw auch durch­aus die Mög­lich­keit zu schaf­fen, Mit­ar­bei­ten­de teil­neh­men zu las­sen, bei­spiels­wei­se über Teams, dass sie sich online dazu schal­ten kön­nen, zuse­hen kön­nen und ein­fach ver­ste­hen, was da pas­siert. Dass man auch immer mehr die Mit­ar­bei­ten­den dar­über infor­miert, was jetzt gera­de vor sich geht. Und das ist inter­es­sant, weil es zeigt im Grun­de genom­men, dass es nicht nur dar­um geht, von oben nach unten zu sagen Wir wol­len jetzt aber wis­sen, was ihr macht, son­dern dass man sagt Okay, schaut doch auch ger­ne rein, was unse­re Ent­schei­dungs­we­ge sind. Jan Und so hat man, dann gibt man auch zurück. Und ich glau­be, das ist eben auch gera­de in Sys­te­men wie Fir­men das The­ma, dass man auch die­sen, die­ses Ver­trau­en erst mal auf­bau­en muss. Man muss viel­leicht auch mal einen Schritt vor­an­ge­hen und zei­gen Okay, wir leben euch das vor, wir machen das ger­ne vor. Und dann wächst auch das Ver­trau­en inner­halb der Beleg­schaft zu sagen. Das hal­ten wir für authen­tisch und da gehen wir auch mit. Björn Und ich glau­be, ganz wich­tig ist, dass man erklärt, war­um man das macht. Also ein­fach aus. Wenn man jetzt von jetzt auf gleich sagt, wir sind jetzt alle ultra trans­pa­rent, führt dann viel­leicht auch noch irgend­ein Tool ein, wo jeder Ein­sicht in die Arbeit des ande­ren kriegt und das nicht erklärt? Trig­gert man natür­lich bei vie­len Kol­le­gen sehr wahr­schein­lich auch irgend­wel­che Ängs­te, die da auf­grund von schlech­ten Erfah­run­gen viel­leicht ent­ste­hen, weil man viel­leicht mal über­legt, über­legt, über­legt wür­de ich schon sagen, aber tat­säch­lich passt auch das, weil man viel­leicht mal erlebt hat, dass das jemand Ein­blick gefor­dert oder sich ver­schafft hat, der das dann hin­ter­her nicht posi­tiv genutzt hat, weil viel­leicht kei­ne gute Feh­ler­kul­tur herrscht in dem Unter­neh­men sol­che Sachen. Und des­we­gen ist glau­be ich, dass das erklä­ren, war­um man das macht und das Beid­sei­ti­ge eine ganz gro­ße Vor­aus­set­zung. Und jetzt hast du im Vor­ge­spräch einen Begriff genannt, den, fin­de ich, fin­de ich wun­der­bar, weil das eigent­lich das War­um so schön erklärt. Und das ist die Nach­voll­zieh­bar­keit. Und die erklärt ja eigent­lich auch, war­um Trans­pa­renz nicht nur im geschäft­li­chen Umfeld, son­dern auch im zwi­schen­mensch­li­chen Umfeld sehr, sehr. Björn För­der­lich ist, weil. Also es gibt ja, es gibt ja neh­men wir mal Bezie­hun­gen. Es gibt ja so Bezie­hungs Kon­stel­la­tio­nen, da gibt es einen Ernäh­rer und jemand der sich um die Kin­der küm­mert und dann kommt der Ernäh­rer nach Hau­se, der oder die Ernäh­rer nach Hau­se. Hat viel­leicht einen schlech­ten Tag in der Arbeit gehabt, ist grum­me­lig, sagt kein Wort und ver­schwin­det auf dem Sofa so und redet da nicht drü­ber. Das ist wohl nicht sehr trans­pa­rent. Und was pas­siert ist, dass auf der ande­ren Sei­te viel­leicht auch da genau­so wie wenn ich jetzt sowas im geschäft­li­chen Umfeld erle­be, jemand denkt, ich liegt’s an mir, habe ich was falsch gemacht? Ist der nicht glück­lich mit mir? Kommt er nicht ger­ne nach Hau­se? Was auch immer dafür Gedan­ken ent­ste­hen kön­nen. Und das ist eine Fol­ge von man­geln­der Trans­pa­renz, auch in einer pri­va­ten Bezie­hung. Jan Genau. Und da kommt auch die alte Coa­ching Weis­heit wie­der zum Tra­gen. Man kann nicht nicht kom­mu­ni­zie­ren. Und das heißt also auch wenn man sei­ne Ent­schei­dung oder sein Ver­hal­ten ein­fach lebt und nichts dazu sagt, dann wird sich auf der ande­ren Sei­te der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ka­nal ein Bild gemacht. Man hat dann aber kei­nen Ein­fluss mehr dar­auf, weil das Gegen­über nimmt nur wahr, wie ich mich ver­hal­te, bekommt aber kei­ne Erklä­rung dazu, war­um das so ist. Und das ist genau der Fall. Neh­men wir das glei­che Sze­na­rio Per­son kommt nach Hau­se, ist total fer­tig von dem Tag und sagt Pass mal auf, ich freue mich total, zu Hau­se zu sein und ich freue mich, euch zu sehen. Aber ich bin ein­fach durch von dem Tag. Es war super stres­sig und anstren­gend. Und so wei­ter. Und ich bin jetzt auch gera­de im Kopf gar nicht in der Lage dazu, ein ent­spann­tes Gespräch zu füh­ren oder ob das Small­talk ist oder tat­säch­li­che Din­ge, die wir gera­de klä­ren müs­sen. Ich brau­che gera­de ein­fach Raum für mich. Und des­halb ist es mir nicht übel. Jan Ich set­ze mich da mal hin und brauch ein­fach mal ein biss­chen mei­ne Ruhe. Und viel­leicht kön­nen wir eine hal­be Stun­de oder Stun­de spre­chen, wenn ich ein biss­chen run­ter­ge­fah­ren bin. Das ist dann eine ganz ande­re Bot­schaft. Björn Und ich wür­de sogar noch wei­ter­ge­hen. Viel­leicht reicht es sogar. Viel­leicht reicht es manch­mal sogar nicht zu sagen Ich hat­te einen anstren­gen­den Tag im Büro. Son­dern Trans­pa­renz zu sein bedeu­tet dann viel­leicht auch, war­um man einen anstren­gen­den, anstren­gen­den Tag im Büro hat­te. Man muss ja nicht die abso­lu­ten Details gehen. Darf man ja viel­leicht manch­mal auch gar nicht. Je nach­dem, was man für einen Job hat. Aber ich glau­be, es ist in so einem Fall auch wich­tig, wirk­lich ganz, ganz offen zu sagen, was denn schwie­rig war, weil nur dann wird es und da neh­me ich dann den Begriff wie­der auf, nur dann wird es wirk­lich nach­voll­zieh­bar. Anders rum könn­te dann ja auch ent­ste­hen. Das ist ein Vor­wand. Das ist kei­ne rich­ti­ge Erklä­rung. Das ist kei­ne Idee. Der will nicht mit mir spre­chen oder irgend­wie so was. Und das kön­nen wir jetzt auch wie­der ganz genau­so auf auf das geschäft­li­che Umfeld über­tra­gen. Wenn ich eine Maß­nah­me ver­kün­de und eine Begrün­dung lie­fer, dann muss die ja auch Sub­stan­tiv sub­stan­tia sein. Jetzt fällt mir das Wort nicht ein, will so sub­stan­zi­ell sein, und die muss begrün­det sein. Björn Dan­ke schön. Das heißt, die muss muss so erklärt sein, dass es auch wirk­lich für jeden nach­voll­zieh­bar ist. Wie ist es zu die­ser Ent­schei­dung gekom­men ist. Nur dann bin ich wirk­lich trans­pa­rent, wenn ich das so wischi­wa­schi mache und sage Ja, wir ent­schei­den uns jetzt für die Maß­nah­me, weil die Ein­nah­men nicht dem ent­spre­chen, was uns, was wir uns erwar­tet haben. So als Bei­spiel. Dann wird das nicht rei­chen, weil dann wer­den sich ganz vie­le fra­gen War­um sind die Ein­nah­men schlecht? Heißt das, wir sind im Ver­trieb nicht gut genug? Heißt das, die Kun­den mögen uns nicht mehr? Oder heißt das, wir ste­hen kurz vor der Plei­te oder irgend­wie was auch immer für Gedan­ken da ent­ste­hen kön­nen? Ich glau­be, dass es extrem wich­tig ist in dem Moment, wo man trans­pa­rent ist, es dann auch wirk­lich sehr kon­se­quent, durch­gän­gig zu sein. Jan Und ich mei­ne, das ist ja noch der in Anfüh­rungs­stri­chen posi­ti­ve Fall, den du jetzt beschrie­ben hast. Es gibt ja auch durch­aus Ent­schei­dun­gen, die wer­den dann ein­fach ver­kün­det und die sind so, wie sie sind. Und da wird es dann halt ganz schwie­rig, weil dann hat auch die Beleg­schaft gar kei­ne Mög­lich­keit, über­haupt nach­zu­voll­zie­hen, wie jetzt die­se Ent­schei­dung zustan­de kommt. Und da sind wir auch bei einem wesent­li­chen Punkt, der halt im Manage­ment immer wie­der auf­kommt. Es gibt ja kein abso­lut rich­tig oder abso­lut falsch so, son­dern Manage­ment ist immer Ent­schei­dung unter Unsi­cher­heit. Das heißt, es gibt immer eine Unsi­cher­heit und ist eine Abwä­gung auf Basis der Infor­ma­tio­nen, die vor­lie­gen. Und dann wird eine Ent­schei­dung getrof­fen und. Das aber auch geeig­net zu kom­mu­ni­zie­ren, dass man nicht ein abso­lu­tes All­wis­sen hat, son­dern dass man im Prin­zip auf Basis unter­schied­li­cher Grün­de han­delt und das auch nach­voll­zieh­bar macht. Das ist eine hohe Kunst, denn auch als Füh­rungs­kraft macht man damit natür­lich deut­lich, dass man eben nicht all­wis­send ist, dass es eben nicht das abso­lut rich­tig oder falsch gibt. Jan Und da gehört natür­lich auch eine per­sön­li­che Stär­ke dazu, das ent­spre­chend zu kom­mu­ni­zie­ren. Das heißt? Mit grö­ße­rer Unsi­cher­heit neigt man gege­be­nen­falls dazu, eher nicht so trans­pa­rent zu wer­den, son­dern zu sagen So und so ist es und bas­ta. Die gro­ße Poli­tik. Und wenn ich aber auch, ja wirk­lich in mir in der Mit­te bin, tat­säch­lich weiß, war­um ich es tue und gut gut abwä­gen kann, was jetzt die Unter­schie­de Ent­schei­dungs Grün­de sind, dann kann ich das auch gut ver­tre­ten und gege­be­nen­falls auch gut kom­mu­ni­zie­ren. Und ich den­ke, das ist aber auch etwas, was man ler­nen muss und was auch in die­se Unter­neh­mens­kul­tur pas­sen muss. Und unter Umstän­den habe ich auch eine Füh­rungs­kul­tur in einem Unter­neh­men, die das bis­her gar nicht vor­sieht, dass über­haupt dar­über gespro­chen wird. Und es kann auch durch­aus sein, dass man auch als Füh­rungs­kraft, wenn man bei­spiels­wei­se die­sen Weg beschrei­ten möch­te, da auch auf Wider­stän­de stößt, auch bei ande­ren Füh­rungs­kräf­ten, die dann viel­leicht schon seit Jah­ren, Jahr­zehn­ten genau­so han­deln. Ich kann nicht ver­ste­hen, war­um jetzt die­ser Kul­tur­wan­del kom­men soll. Jan Nur ist es halt so, dass und das ist ja ein Rie­sen­the­ma in jeg­li­cher Bran­che, es gibt einen rie­sen Fach­kräf­te­man­gel, über­all wird wirk­lich Krieg geführt um die Talen­te. Also man möch­te Talen­te an sich bin­den und sie für sich gewin­nen. Und was man halt fest­stellt ist, dass Men­schen immer mehr auch neben dem The­ma Ein­kom­men auch wich­tig ist, dass sie sich ein­ge­bun­den füh­len, dass sie ver­ste­hen, was auch der Sinn, der Zweck, der Pur­po­se ist. Ja so ein rie­sen Begriff auch die­ses Unter­neh­mens ist, war­um auch von den ent­spre­chen­den Füh­rungs­kräf­ten wie gehan­delt wird und das heißt das ist eine For­de­rung, die halt irgend­wo auch immer mehr sich im Markt bzw das ist ja nicht nur der Markt, son­dern ist auch unse­re Gesell­schaft, die halt ein­fach grö­ßer wird die­se For­de­rung und immer mehr in den Vor­der­grund rückt. Und von daher ist das glau­be ich ein Weg, den man zumin­dest nicht aus dem Auge ver­lie­ren darf und ein The­ma, mit dem man sich da aus­ein­an­der­set­zen muss oder damit leben muss, was pas­siert, wenn man es nicht tut. Björn Ich glau­be sogar, dass trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on und trans­pa­ren­ter Füh­rungs­stil in einem Unter­neh­men dazu führt, dass die Ent­schei­dun­gen bes­ser wer­den. Weil wenn ich eine Ent­schei­dung fäl­le und ich schon im Bewusst­sein die Fäl­le, das muss ich auch mei­nen, mei­nen Mit­ar­bei­tern offen­le­gen, wie ich dahin gekom­men bin, ich muss den Weg und das War­um und die Nach­voll­zieh­bar­keit gewähr­leis­ten, wer­de ich sehr wahr­schein­lich bes­se­re Ent­schei­dun­gen tref­fen, weil mein Gedan­ken eige­ner Gedan­ken weg ja auch ein ganz ande­rer ist, weil ich ja nichts aus der Men­ge raus mache und mal kurz einen Schnell­schuss wage, son­dern das muss ja sehr, sehr gut über­legt sein. Ich muss mehr. Ich muss ja im Prin­zip mir im Vor­feld schon die Argu­men­ta­ti­ons­ket­te mit über­le­gen, wie ich zu die­ser Ent­schei­dung gekom­men bin. Das heißt, ich kann kei­ne Schnell­schüs­se machen, wenn ich die­se, die­se Trans­pa­renz Kul­tur auch wirk­lich sel­ber glau­be und sel­ber lebe. Also eigent­lich hat das gan­ze nur Gewin­ner. Ich über­le­ge die gan­ze Zeit, ob es auch Nach­tei­le gibt. Mir fal­len nur kei­ne ein. Jan Also ein The­ma, was ja immer wie­der auch genannt wird. Ist das The­ma Trans­pa­renz auch gegen­über jetzt nicht nur nach innen, son­dern auch nach außen, was zum Bei­spiel den Wett­be­werb angeht. Also man kann jetzt auch drau­ßen an Infor­ma­tio­nen. Ist das gut oder ist das nicht gut? Und da fin­de ich ja bei­spiels­wei­se die­sen Ansatz auch von von Ihnen ganz inter­es­sant, was jetzt auch ver­schie­de­ne Paten­te usw angeht. Im tech­ni­schen Bereich bei Tes­la, der gesagt hat, wenn wir die­se Din­ge frei­ge­ben und die Kon­kur­renz eigent­lich auch mit unse­rem Wis­sen da arbei­tet, dann wird das dazu füh­ren, dass mehr Wett­be­werb da ist, der bekannt­lich das Geschäft belebt und dass qua­si Markt hoch­lau­fen da kommt. Und das heißt, die gro­ße Fra­ge, und das ist ja auch eine phi­lo­so­phisch phi­lo­so­phi­sche Fra­ge ist. För­dert man ein Herr­schafts­wis­sen in Anfüh­rungs­stri­chen, also irgend­wo etwas, was qua­si ein­ge­kap­selt wird und was man sagt Nee, das sind nur wir. Oder geht man auch da in die Trans­pa­renz und sorgt gege­be­nen­falls dafür, dass sich die Din­ge auch ent­spre­chend wei­ter­ent­wi­ckeln kön­nen? Wie­der von ande­ren wei­ter gedacht. Jan Und so wei­ter und so fort. Da ist man dann auch nicht nur bei Col­la­bo­ra­ti­on Koope­ra­tio­nen inner­halb des Unter­neh­mens, son­dern auch außer­halb. Und das ist, den­ke ich, ein The­ma, was ganz, ganz viel­fäl­tig dis­ku­tiert wird, auch gera­de in der Wirt­schaft. Man muss wahr­schein­lich auch zum aktu­el­len Zeit­punkt noch nicht so den den Stein der Wei­sen gibt. Wobei ich halt immer den­ke, es ist gut, wenn man mit­ein­an­der spricht, wenn man von­ein­an­der lernt und wenn man die Din­ge wei­ter­ent­wi­ckelt und ver­sucht ein­fach gemein­sam das Bes­te dar­aus zu machen. Ob man jetzt kom­plett die Hose run­ter­las­sen muss, ist viel­leicht noch mal eine ande­re Fra­ge und ist nicht so all­ge­mein zu. Sagen. Björn Ich glau­be auch da liegt der ist der gol­de­ne Mit­tel­weg, wie­der der ent­schei­den­de. Und inter­es­sant ist das zum Bei­spiel auch das, was du jetzt gera­de beschrie­ben hast, was Fir­men angeht und die Öff­nung nach außen natür­lich auch wie­der so eine Balan­ce Geschich­te ist. Weil Tes­la jetzt zum Bei­spiel so eine Elon Musk Fir­ma wird natür­lich nicht auf die Idee kom­men, alles nach außen zu legen, dass sie ein­fach kopier­bar wären. Aber wenn es um Das hat viel mit der Visi­on zu tun, die ein Unter­neh­men hat und was die vor­an­trei­ben wol­len, wenn es dazu führt, dass der, der ist, der Impact, den eine Fir­ma hat, grö­ßer wird und das dazu führt, dass die Akzep­tanz ins­ge­samt für das, was die tun, grö­ßer wird und dadurch mehr Kun­den gene­riert wer­den, ist das natür­lich eine sehr cle­ve­re Trans­pa­renz. Und das lässt sich übri­gens auch wie­der auf Bezie­hun­gen über­tra­gen, also auf das pri­va­te Umfeld. Weil natür­lich ist es auch schön, wenn man zum Bei­spiel als Paar nach außen kom­mu­ni­ziert, wenn man mal eine Kri­se hat. Aber ich glau­be auch, da muss man sehr, sehr gut balan­cie­ren, dass man Sachen auch für sich behält und nicht nach außen trägt, weil auch das natür­lich wie­der und das ken­nen wir ja auch alle ein biss­chen ver­stö­rend aufs Umfeld wir­ken kann. Björn Aber ich glau­be, es ist wie immer Du sagst es immer, es ist die gol­de­ne Mit­te, die man da suchen muss. Jan Grund­sätz­lich auch die Fra­ge Was sagt mir das wie­der­um für mein Umfeld, wenn es das Umfeld dann durch­ein­an­der wirft? Ja, ja, ja, wenn man so etwas nach außen trägt, aber grund­sätz­lich inner­halb von Bezie­hun­gen, um dann noch mal drauf zu kom­men, ist die­ses The­ma. Wir haben ja zwi­schen­durch auch schon gehabt Nach­voll­zieh­bar­keit, wirk­lich ver­ste­hen, war­um tut denn mein Gegen­über das oder war­um mache ich das? Führt natür­lich eben auch dazu, dass man ein stück­weit ver­letz­ba­rer wird. Also das heißt, man lässt da ja auch ein biss­chen die Deckung fal­len und macht sich ver­letz­bar. Aber wie gesagt, das schafft eine Nach­voll­zieh­bar­keit und damit auch die gro­ße Mög­lich­keit, dass man ein­an­der wirk­lich ver­steht. Und das ist ja auch eigent­lich das, wor­auf es in Bezie­hun­gen ankommt. Und da bin ich auch der Mei­nung, das ist nicht nur pri­vat, son­dern auch beruf­lich so, dass wenn man ver­steht, was im ande­ren vor­geht, dann kann man viel mehr nach­voll­zie­hen, dann kann man dafür auch Ver­ständ­nis auf­brin­gen und dann kann man auch gemein­sam schau­en, was ver­nünf­ti­ge Lösun­gen sind. Björn Das war ein schö­nes Schluss­wort. Wir hof­fen, euch hat es auch inter­es­siert und gefal­len. Die­sen Begriff von Trans­pa­renz ist auch so ein Buz­zword, dass einem so ger­ne ent­ge­gen­ge­wor­fen wird. Nein, wir sind jetzt trans­pa­rent. Aber dass euch die­se Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Begriff auch Spaß gemacht hat, wenn ihr Fra­gen oder Wün­sche habt, was The­men ange­hen, könn­te ich immer wie­der an uns wen­den. Über die Kon­takt­da­ten in der Pod­cast Beschrei­bung bleibt uns gewo­gen und ich sag bis nächs­te Woche auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Führung, Führungsstil, Podcast, Transparenz --- ### [Pflicht oder Kür - was müssen wir wirklich?](https://bobach-coaching.de/podcast-was-mussen-wir-wirklich/) **Published:** Juni 3, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Jeder kennt sie, jeder hasst sie: Pflich­ten, die man zwar gewis­sen­haft erfüllt, die einem aber über­haupt kei­nen Spaß machen. Was davon ist viel­leicht selbst­auf­er­legt? Wie kann man sich von unlieb­sa­men Pflich­ten befrei­en und denen, die nicht zu besei­ti­gen sind, mehr Spaß abge­win­nen? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich den Pflich­ten an den Kra­gen! [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo, Jan! Jan Hal­lo Björn. Björn Ja, ja. Heu­te spre­chen wir über etwas, wo ich mich gera­de fra­ge, ob ich eine Ver­pflich­tung für dich bin. Jan Also wir beschäf­ti­gen uns heu­te mit Ver­pflich­tun­gen und du fragst Ist es eine Ver­pflich­tung für mich? Wie meinst du das denn? Björn Na ja, wie ist denn bei dir das Wort Ver­pflich­tung so ver­an­kert? Ist das was Posi­ti­ves? Was Nega­ti­ves? Jan Also ich per­sön­lich fin­de eine Pflicht ist erst mal neu­tral. Und die Fra­ge ist, was man dar­aus macht. Björn Na gut, dann spin­nen wir das Gan­ze ein biss­chen wei­ter. Was ist denn eine Pflicht? Wer ver­pflich­tet uns denn zu irgend­et­was? Wer ent­schei­det das denn? Eine Pflicht ist ja eigent­lich etwas, was wir machen müs­sen. Jan Genau. Also, wenn man tat­säch­lich mal nach­schaut, dann ist die Pflicht eine Sache, die wir tun sol­len müs­sen und der wir uns nicht ent­zie­hen kön­nen oder soll­ten oder dür­fen. Das ist das, was eine Pflicht ist. Und das kann aus ver­schie­de­nen Kon­tex­ten kom­men. Das kann aus dem per­sön­li­chen Umfeld kom­men, das kön­nen Erwar­tun­gen sein aus der Fami­lie, das kön­nen gesetz­li­che Ver­pflich­tun­gen sein, das kön­nen beruf­li­che Ver­pflich­tun­gen sein, das kön­nen reli­giö­se Ver­pflich­tun­gen sein. Also die Palet­te ist so bunt wie das Leben eigent­lich kann aus allen Din­gen Ver­pflich­tun­gen erwach­sen. Björn Jetzt hast du alles Din­ge beschrie­ben, die von außen kom­men. Also ent­we­der ein ande­rer Mensch, eine Grup­pe von Men­schen, eine Orga­ni­sa­ti­on, ein Staat, das Gesetz. Na, was ist denn mit mir sel­ber? Kann es nicht auch pas­sie­ren, dass wir uns Pflich­ten ans Bein ket­ten? Sage ich jetzt mal ganz sug­ges­tiv als in Ket­ten, die wir uns sel­ber aus­su­chen, wo wir uns sel­ber ver­pflich­tet füh­len. Jan Ich wür­de sogar noch einen Schritt wei­ter­ge­hen und sagen, dass alle Din­ge, die von außen kom­men, ja erst dann abschlie­ßend zur Pflicht wer­den, wenn ich sie selbst auch als das aner­ken­ne, zu dem sie gemacht wer­den. Das heißt erst wenn ich sage, es gibt bei­spiels­wei­se eine reli­giö­se Pflicht. Erst wenn ich sage Ja, und ich erken­ne das für mich an, dass es für mich eine Pflicht ist. Dann wird es tat­säch­lich erst zu einer Pflicht für mich ganz per­sön­lich und unab­hän­gig davon, dass es qua­si Trig­ger gibt. Von außen gibt es aber auch Trig­ger von innen. Das kann sein, dass ich viel­leicht per­sön­li­che Wer­te habe, dass ich per­sön­li­che Glau­bens­sät­ze habe wie Man muss doch etwas leis­ten, leis­ten, man muss flei­ßig sein und dass man dann denkt aus sich selbst her­aus, dass es da auch Ver­pflich­tun­gen gibt. Aber letz­ten Endes ist ja auch dabei die Fra­ge das jetzt wie­der so eine Per­sön­lich­keits geschich­te. Da stei­gen wir ja gleich ganz tief ein. Ist doch gut. Zum inne­ren Team usw wei­ter. Ist ja auch da die Fra­ge. Oder zur Per­sön­lich­keit. Jan Was ist das da? Was mir da eine Pflicht auf­ok­troy­iert. Wenn ich das selbst bin? Also wel­cher Anteil von mir ist denn das eigent­lich? Also irgend­wie gibt es dann ja einen Anteil von mir. In mir, der mir sagt, ich möch­te oder muss oder ver­pflich­te mich aber dazu, die­ses oder jenes zu tun. Aber auch das ist ja letz­ten Endes dann eine freie Ent­schei­dung. Björn Also wer ent­schei­det nun, was eine Pflicht ist oder nicht? Jan Ja, am Ende des Tages haben wir es immer selbst in der Hand. Außer bei Din­gen, denen wir uns qua­si kör­per­lich nicht ent­zie­hen kön­nen. Björn Ich glau­be, das ist genau das. Was? Wor­auf ich hin­aus? Die eine Pflicht. Ich glau­be, eine Pflicht exis­tiert erst­mal nicht. Also wenn man jetzt mal sich im. Wenn man sich jetzt mal natür­lich künst­lich eine Situa­ti­on vor­stellt, in der wir eben nicht in einem sozia­len Sys­tem mit bestimm­ten Nor­men und Wer­ten, Reli­gio­nen, Rechts­staat­lich­keit und so wei­ter leben, sind wir zu nichts ver­pflich­tet. Also wir kom­men ja nicht auf die Welt und haben schon ganz vie­le Pflich­ten, mit denen wir belas­tet sind oder mit die, die wir mit uns her­um­tra­gen. Dann haben wir nur Grund­be­dürf­nis­se. Das heißt, ich ver­bin­de das Wort Pflicht mit etwas, was ich tun soll­te, ent­we­der weil ich mir das sel­ber über­legt habe. Für mich sel­ber, das gibt es ja auch die­se, die­se Selbst­ver­pflich­tung, also dass ich zum Bei­spiel sage, ich möch­te gesund leben. Des­we­gen ist es mei­ne Pflicht, mich gesund zu ernäh­ren, regel­mä­ßig Sport zu machen, sol­che Sachen. Also das ist eine Sache, die ich mir selbst auf­er­le­ge und ich fin­de dei­nen Gedan­ken ganz gut, dass dann kom­men die Pflich­ten von außen, vom von der Gesell­schaft, vom Part­ner, von Reli­gi­on, wie du es gera­de gesagt hast. Björn Aber am Ende ist es immer noch mei­ne Ent­schei­dung zu sagen Die­se Pflicht neh­me ich an und ich neh­me sie in Kauf oder wie auch immer ich das begrün­de für mich, aber die muss ich anneh­men. Also ist doch eigent­lich alles, was mit einer Pflicht zu tun hat, Teil mei­ner Selbst­be­stim­mung. Jan Ja, also zu wahr­schein­lich sehr, sehr gro­ßen Tei­len. Wobei wir jetzt natür­lich eine ganz schön abs­trak­te Sicht dar­auf haben. Das ist halt so ein biss­chen die­ses Du bist dein eige­ner oder Jeder ist sei­nes eige­nen Glü­ckes Schmied. Das ist natür­lich, wenn man so unter­bricht, so, es kann natür­lich aber auch schwer fal­len, sich einem gesell­schaft­li­chen Kon­sens irgend­wie zu wider­set­zen oder da halt ein­fach Ver­pflich­tun­gen aus­zu­schla­gen. Zu sagen, das ist mein The­ma, habe ich mir ja nicht aus­ge­dacht. Man wird aber immer. Damit leben müs­sen, dass es unter Umstän­den von außen im Kon­sens gese­he­ne Ver­pflich­tun­gen gibt, die also bei­spiels­wei­se aus der Gesell­schaft oder vom Gesetz oder wie auch immer, dass dies so gibt und dass ich mit den Kon­se­quen­zen auch leben muss. Wenn ich das nicht tue. Björn Und dar­auf woll­te ich hin­aus. Das fin­de ich jetzt. Das ganz Span­nen­de dar­an, wenn man sagt Eigent­lich ist eine Pflicht etwas, was man erst mal anneh­men muss, also dass das immer ein Teil der Selbst­be­stim­mung ist. War­um gibt es dann rela­tiv häu­fig, wie ich fin­de? Die Situa­ti­on, dass Men­schen sich über ihre Pflicht beschwe­ren, also dass sie sagen Ich habe so vie­le Ver­pflich­tun­gen und ich muss das ja alles machen, und das muss ich auch noch machen. Wenn man eigent­lich die Ant­wort ist Nein, musst du nicht, das hast du ja sel­ber in der Hand, du kannst das ja sel­ber ent­schei­den. Wie kommt das, dass eigent­lich das ja eine freie Ent­schei­dung ist? Es sei denn, es ist jetzt wirk­lich etwas, was das Leben bedroht, wenn man es nicht tut. Aber war­um kommt es dann, dass so vie­le über ihre Pflich­ten, ich sage es mal ganz direkt jam­mern? Jan Da kommt aus mei­ner Sicht zwei ver­schie­de­ne Din­ge zusam­men. Das eine ist die gefühl­te Ver­pflich­tung. Erst mal für sich zu sor­gen, ein gewis­ses Ein­kom­men, eine Sicher­heit zu haben oder so etwas. Was den meis­ten Men­schen so geht, dass sie irgend­wie arbei­ten gehen, um dem­entspre­chend ihre Bedürf­nis­se befrie­di­gen zu kön­nen, sei das Essen Sicher­heit, ein schö­nes Zuhau­se oder wie auch immer. Wofür man auch. Ent­schul­di­gung. Björn Ich muss dich unter­bre­chen. Ist das Pflicht oder Not­wen­dig­keit? Jan Ja. Was heißt hier Not­wen­dig­keit? Es ist kei­ne Not­wen­dig­keit. Ich kann auch unter dem frei­en Him­mel leben. Geht auch tun. Auch Men­schen. Und es gibt auch Men­schen, die das tun, ohne Not, son­dern weil sie sagen Das ist ihr Weg. Aber in der Tat kom­men wir näm­lich genau zu die­sem Punkt. Es ist dann eine gefühl­te Ver­pflich­tung, das zu tun. Ich muss ja zur Arbeit gehen. Aber letz­ten Endes ist es natür­lich auch eine Ent­schei­dung, die­sen Weg so zu gehen. Das heißt, ich bin ja kein Freund von dem Spruch Wer A sagt, muss auch B sagen, muss nicht woan­ders hin. Aber der Punkt ist natür­lich schon. Es fällt natür­lich schwer zu sagen, ich habe fol­gen­de Ansprü­che, aber ich möch­te, dass die­se Ansprü­che befrie­digt wer­den, ohne dass ich etwas dafür tue. Und das heißt, in dem Moment, wo ich viel­leicht die­sen Anspruch habe, habe ich viel­leicht dann auch die Not­wen­dig­keit, in Anfüh­rungs­stri­chen dafür zu sor­gen, dass ich die­sen Anspruch auch befrie­di­gen kann. Das kann bei­spiels­wei­se eine Form von schö­ner Woh­nung sein, von einem Hob­by, was ich pfle­ge. Jan Das kön­nen ver­schie­de­ne Din­ge sein, aber letz­ten Endes ist es auch da immer die freie Ent­schei­dung. Größ­ten­teils. Ich mei­ne, sind mal weg von Ver­pflich­tun­gen. Wenn ich jetzt wirk­lich ver­ant­wort­lich bin, bei­spiels­wei­se für ein Kind oder so was. Dass, das sage ich mal im Guten, im Sin­ne von siche­ren, gesun­den Umfeld irgend­wo groß wird. Auch das ist letz­ten Endes, wenn man es her­un­ter­bricht, ein Stück weit eine Ver­pflich­tung, die man sich selbst auf­er­legt. Aber aus mora­li­schen Grün­den wür­de man sagen Das ist auch not­wen­dig. Aber da kom­men wir sofort in das Wer­ten hin­ein. Björn Ja, ja und vor allem ist ja ganz span­nend. Und wenn du jetzt von mora­li­schen Grün­den sprichst. Also wir Men­schen waren mal Rudel Wesen. Es war nicht so, dass ein Kind nur von zwei Eltern groß­ge­zo­gen wur­de. Sehr wahr­schein­lich. Jan Son­dern ganz schön weit in der Ver­gan­gen­heit. Björn Ja, ja, aber nichts­des­to­trotz die Pflicht, das allei­ne mit sei­nem sei­nem Part­ner zu machen, ist durch ein Kon­strukt ent­stan­den, das wir Fami­lie nen­nen. Also ich bin jetzt, ich bin jetzt. Da kön­nen wir uns jetzt unglaub­lich rein ver­ren­nen in die Rich­tung natür­lich, aber es ist, es ist am Ende des Tages ist es, glau­be ich das, die span­nen­de Fra­ge Was neh­me ich als Pflicht an und was nicht? Weil ich fin­de auch die­sen Gedan­ken von dir gera­de sehr gut zu sagen. Wer A sagt, muss auch B sagen. Ich mache die­sen Satz ja auch nicht, weiß aber der. Wenn ich, wenn ich, wie du gera­de geschil­dert hast, einen bestimm­ten, ein bestimm­tes Leben füh­ren will und ich aber die Pflicht nicht anneh­me, aber trotz­dem so tue, als könn­te ich die­ses Leben leben, dann habe ich ein unglaub­li­ches Kon­flikt­po­ten­ti­al in mei­nem eige­nen Leben. Nicht nur mit ande­ren, son­dern auch mit mir selbst. Ich glau­be, das grenzt dann auch schon an Din­gen, die wir als Coach gar nicht mehr behan­deln kön­nen, wenn es so einen Kon­flikt gibt. Björn Ich glau­be, dass das dann tat­säch­lich eine Situa­ti­on ist, die auch schon eher Rich­tung Per­sön­lich­keits­stö­rung geht. Aber ande­res The­ma. Ich fin­de nur ganz span­nend, wenn wenn immer die Fra­ge Was neh­men wir an und was neh­men wir nicht an und war­um füh­len wir uns ver­pflich­tet? Jan Genau, es soll. Björn Es gibt das vor allem ja auch im fami­liä­ren Kon­text. Wie oft erlebt man das? Ich kann mich auch noch ans Stu­di­um erin­nern, dass Leu­te sag­ten auch ich muss zu mei­nen Eltern nach Hau­se, da hat Judy Geburts­tag mit tota­ler Unlust. Es aber trotz­dem gemacht haben. Das ist so ein Para­de­bei­spiel einer Pflicht Nach­kom­men Pflicht­be­wusst­sein. Aber gegen kom­plett gegen den eige­nen Wil­len. Jan Lau­fen wir gera­de Gefahr, dass dem jetzt schon the­ma­tisch weit­ver­brei­tet. Björn Ist und. Jan Unter­gang. Ich war noch hän­gen­ge­blie­ben bei dem The­ma, dass man da eben auch in per­sön­li­che Kon­flik­te kom­men kann. Und das ist kein Coa­ching The­ma mehr. Das kommt natür­lich drauf an, wie tief das ist. Aber ansons­ten ist das ja eigent­lich ein klas­si­sches Ziel­kon­flikt. The­ma und das ist ja, es ist ja total Kern auch von Coa­ching, wenn ich zum Bei­spiel sage, ich habe ein enor­mes Frei­heits bedürf­nis, Unab­hän­gig­keits oder Frei­heits Bedürf­nis im Sin­ne von Ich kann jeden Tag ent­schei­den, was ich mache, aber gleich­zei­tig möch­te ich ger­ne irgend­wie ein fet­tes Haus, ein fet­tes Auto und alles auf Pump. Am bes­ten heu­te schon gekauft. Dann kom­me ich natür­lich genau dahin, dass ich sage Okay, das eine hat mit Ver­pflich­tun­gen zu tun, lang­fris­tig und dann unter Umstän­den auch mit der Situa­ti­on, dass ich nicht mehr so frei ent­schei­den kann. Das ande­re ist der Unab­hän­gig­keits drang, der Frei­heits­drang. Und da kann man das im Coa­ching auch super dran arbei­ten. Björn Ja, natür­lich. Was ich jetzt mein­te, sind natür­lich extre­me Fäl­le. Also wo so eine, so ein Wunsch. Ich möch­te so und so leben, aber ich ver­hal­te mich mit nichts, was ich tue in die Rich­tung. Da mei­ne ich natür­lich einen Extrem­fall mit, also ich mich dann fast schon selbst­zer­stö­re­risch ver­hal­te. Das mein­te ich jetzt natür­lich. Du hast schon recht, das ist eine Ziel­set­zung des Coa­ching. Und so kannst du damit natür­lich wun­der­bar machen, vor allem, wenn die Fra­ge ist Ich weiß nicht wie. Wenn ich aber wüss­te, wie es aber ein­fach nicht kann, also aus irgend­wel­chen Per­sön­lich­keits Grün­den, dann wird es ein biss­chen schwie­ri­ger. Jan Wir waren gera­de bei dem The­ma dann ange­kom­men, dass du sag­test, es gibt die­ses Bei­spiel aus der Fami­lie, dass die Groß­tan­te Ursu­la Geburts­tag hat und des­halb muss ich jetzt nach rechts fah­ren und beim Kaf­fee­kränz­chen teil­zu­neh­men. Aber ich möch­te eigent­lich gar nicht. Da sind wir auch bei einem The­ma, was man zum Bei­spiel ganz gut auch bear­bei­ten kann mit dem Auf­trags Karus­sell. Also auch das kann man ja sozu­sa­gen ver­wen­den für Ver­pflich­tun­gen. Also, dass ich mir eigent­lich anschaue, wenn ich sage, ich habe so vie­le Ver­pflich­tun­gen, tat­säch­lich mal auf­schrei­be, was sind denn die gan­zen Ver­pflich­tun­gen, die ich habe? Und die ich sehe. Und wer ist denn gefühlt der Auf­trag­ge­ber dafür? Von wem kommt denn die­se Ver­pflich­tung? Und dann kann ich mich fra­gen Was pas­siert denn, wenn ich die­se Ver­pflich­tung nicht nach­kom­me? Und dann kann ich anfan­gen, auch zu prio­ri­sie­ren und zu sagen Okay, was davon ist mir denn per­sön­lich eigent­lich wich­tig? Und her­aus­ar­bei­ten, was viel­leicht eigent­lich mei­ne Kern­the­men sind, die ich sehe, als Ver­pflich­tung oder als Din­ge, die ich machen möch­te. Und da kom­men wir eigent­lich zu dem gan­zen Kern­punkt, den du ja auch gera­de schon ange­spro­chen hast, näm­lich die Fra­ge Fremd oder Selbst­be­stim­mung. Jan Emp­fin­de ich es als Ver­pflich­tung oder emp­fin­de ich etwas, was ich? Emp­fin­de ich es als etwas, was ich tun möch­te? Also. Du kannst nie­man­den zwin­gen, sozu­sa­gen, wenn er selbst möch­te. Oder sie. Wenn du halt, wenn du kannst die, die du kannst schon ab. Du musst den Rasen mähen. Wenn du es aber liebst, Rasen zu mähen, dann ist das kei­ne. Ist das kei­ne Bestra­fung? Und genau­so ist es auch mit Pflich­ten. Wenn ich es nicht als etwas sehe, dem ich mich nicht ent­zie­hen kann, son­dern als etwas, was ich möch­te. Dann ist das natür­lich eine ganz ande­re Sicht. Es gibt ja auch die­sen Spruch Dann sind wir auch gleich durch mit mit dem Phra­sen dre­schen Ich kann, weil ich will was, was ich muss. So ein Spruch, der von man­chen auch als ganz schwie­rig oder unan­ge­nehm emp­fun­den wird. Aber da ist natür­lich auch viel Wah­res dran. Wenn ich. Wenn ich das für mich akzep­tie­re, was ich muss, aus wel­chen Grün­den auch immer, und das qua­si aus mir her­aus mache, dann habe ich auch den Antrieb, die Moti­va­ti­on. Jan Und dann kann ich auch sagen Das kann ich, das möch­te ich. Björn Ich fin­de ja mit Selbst und Fremd­be­stim­mung. Das ist ein wich­ti­ger Punkt. Eine ande­re Geschich­te, die mir jetzt gera­de so ein­ge­fal­len ist. Wir haben ja gera­de vor kur­zem noch eine Sen­dung letz­te Woche zum The­ma Trans­pa­renz auf­ge­nom­men, wo es ganz viel um das War­um ging. Also dass man erklä­ren muss, war­um bestimm­te Sachen so ent­schie­den wer­den, wie man sie ent­schie­den hat. Und ich glau­be tat­säch­lich es. Das geht mir auch oft so, dass es gewis­se Pflich­ten gibt, die ich habe, die mir kei­nen Spaß machen. Aber ich glau­be und ich glau­be, dass das vie­len so geht, dass die Din­ge machen, die ihnen kei­nen Spaß machen, weil sie es als Pflicht emp­fin­den und weil es auch viel­leicht eine wich­ti­ge Tätig­keit ist, die, die wesent­lich ist. Und ich. Mir hilft es zum Bei­spiel dann auch immer, in sol­chen Situa­tio­nen noch mal dar­auf hin­zu­wei­sen, mich sel­ber oder ande­re. War­um man die­se Pflicht über­haupt tut. Also qua­si einen Schritt zurück­ge­hen und den Blick aufs gro­ße Ziel set­zen. Also ganz typi­sches Ding ist ja Spar­sam­keit zum Bei­spiel. Björn Also ich spa­re Geld, um mir irgend­wann etwas Schö­ne­res zu leis­ten. Oder ich spa­re Geld, um mir irgend­wann kei­ne Sor­gen zu machen oder einen schö­nen Ruhe­stand zu haben oder irgend­wie so was. Oder ich put­ze mei­ne Woh­nung, weil ich ger­ne in einer sau­be­ren Woh­nung lebe, in einer schö­nen Woh­nung. Wenn ich das nicht mache, habe ich kei­ne schö­ne Woh­nung. Sol­che Geschich­ten. Und anstatt sich dann, das beob­ach­te ich sehr häu­fig, dass das ist, dass Men­schen sich sehr auf die Tätig­keit kon­zen­trie­ren, blöd, blöd put­zen, blöd lan­ge im Zug sit­zen und Groß­tan­te Ursu­la besu­chen. Wie auch immer. Aber. Aus den Augen ver­lie­ren, war­um sie das eigent­lich machen. Neh­men wir das Bei­spiel der Groß­tan­te Ursu­la Zusam­men­ge­hö­rig­keits­ge­fühl, Rück­halt in der Fami­lie. Also sol­che Geschich­ten, auch wenn das viel­leicht läs­tig ist, lan­ge im Zug zu set­zen. Mei­ne Beloh­nung wer­de ich ja krie­gen, wenn ich die Woh­nung put­ze, setzt sich hin­ter einer schö­nen, sau­be­ren Woh­nung. Wenn ich jetzt Geld spa­re, kann ich viel­leicht mir den tol­len gro­ßen Urlaub leis­ten. Wie auch immer, ich glau­be, dass es ganz wich­tig ist, bei Pflich­ten, die man wirk­lich machen muss, weil man sich selbst dazu ver­pflich­tet hat. Björn Wenn man ein bestimm­tes Ziel hat, sieht das nie aus den Augen zu ver­lie­ren, da immer einen Schritt zurück­zu­ge­hen. Jan Ja, also da ist man ja bei die­sem The­ma. Beloh­nungs Auf­schub oder Gra­ti­fi­ka­ti­on Auf­schub, wo es ja auch die­se Expe­ri­men­te gibt mit Kin­dern, die dann in einem Raum sit­zen. Dann heißt es also Hier liegt ein Keks, wenn zehn Minu­ten war­test und die nicht ist, dann kriegst du noch einen zwei­ten. Und die einen, die einen, die ande­ren eher weni­ger. Und was sich dar­aus dann ablei­ten lässt. Das ist natür­lich ein Effekt, dass ich mir also sagen kann Wofür ist es denn gut, dass ich die­se Ver­pflich­tung mache? Es gibt aber auch Ver­pflich­tun­gen, da gibt es viel­leicht gar kei­nen Grund für, weil es ist ein­fach so, wie es ist und ich kann mich der Sache nicht ent­zie­hen. Oder ich muss es jetzt tun, weil viel­leicht auch äuße­re Zwän­ge da sind. Und da habe ich viel­leicht auch, oder es gibt viel­leicht auch Din­ge, die muss ich tun, obwohl sie mir nicht gefal­len. Auch das ist etwas, was es geben kann. Und dann sind wir aber wie­der bei dem The­ma Akzep­tanz. Bzw. Wir hat­ten vor eini­ger Zeit das The­ma Gelas­sen­heit Gebet. Jan Also auch die Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann. Wenn es eine Sache ist, die ich nicht ändern kann, und ich weiß, dass es eine Sache ist, sie nicht ändern kann, dann muss ich auch eigent­lich kei­ne Ener­gie dar­auf ver­schwen­den, mich jetzt inner­lich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, war­um das jetzt so ist oder dass ich es eigent­lich nicht möch­te, son­dern kann ich ein­fach mich dar­auf kon­zen­trie­ren, die Sache zu tun und hin­ter mich zu brin­gen. Ist viel­leicht nur ein klei­ner Trost, aber es ist dann qua­si die ein­zi­ge Mög­lich­keit, damit umzu­ge­hen. Zu ver­su­chen, es anzu­neh­men. Als eine Not­wen­dig­keit. Und viel­leicht zu ver­su­chen, in der Sache trotz­dem noch das Gute zu sehen. Viel­leicht gibt es trotz­dem noch etwas, was ich dabei dar­aus ler­nen kann. Und viel­leicht kann ich mit einer gewis­sen Acht­sam­keit, mit der ich das tue, noch das Bes­te dar­aus machen. Das sind Mög­lich­kei­ten, wie man damit umge­hen kann. Aber letz­ten Endes ist das genau die­ser Punkt. Ent­we­der sage ich, ich habe da einen Beloh­nungs Auf­schub. Die­se Ver­pflich­tung ist für spä­ter gut. Jan Oder ich muss halt ein­fach akzep­tie­ren, dass es jetzt die­se Ver­pflich­tung gibt. Oder drit­te Vari­an­te, die wir am Anfang hat­ten. Viel­leicht ist es gar kei­ne Ver­pflich­tung, son­dern es ist eine wahr­ge­nom­me­ne Ver­pflich­tung. Und es gibt durch­aus die Mög­lich­keit, dass ich sage Nein, ich mache es nicht. Björn Was für vie­le Men­schen ein rie­si­ger, muti­ger Schritt ist, sehr häu­fig. Und das ist ja auch etwas, wo Coa­ching tat­säch­lich sehr gut hel­fen kann. Das du hast das Auf­trags Karus­sell schon ange­spro­chen zum Bei­spiel über­haupt her­aus­zu­ar­bei­ten. Ist das eine Ver­pflich­tung, die wirk­lich da ist oder habe ich mir das selbst auf­er­legt? Weil das sind dann Sachen, die man ja rela­tiv leicht los­wer­den kann. Also wenn das eine Ver­pflich­tung ist, die nur aus einem selbst raus kommt, aus einem Gefühl, das sich viel­leicht völ­lig weg­ra­tio­na­li­sie­ren lässt, wo man sich sehr schnell dar­über im Kla­ren wird, das ist eigent­lich tota­ler Quatsch, was ich hier mache. Ich glau­be, davon ver­ab­schie­den wir uns recht ein­fach. Und für alles ande­re, was von außen kommt, wie du schon sagst, kann man sich sehr schön auch in einem Coa­ching über­le­gen Was wäre das Schlimms­te, was pas­sie­ren könn­te? Das ist ja zum Bei­spiel eine Fra­ge, wenn man die stellt, die ganz oft schon die Lösung bringt, in dem Moment schon klar wird Es kann ja gar nicht so wahn­sin­nig Schlim­mes pas­sie­ren, die Welt wird nicht unter­ge­hen. Björn Also das sind, das sind so Her­an­ge­hens­wei­sen dar­an. Aber grund­sätz­lich ist das ist so eine klä­rung, so eine auf­trags klä­rung bei ver­pflich­tung sehr, sehr heil­sam. Span­nen­des The­ma. Jan Abso­lut. Tja, so sind wir dabei bei dem The­ma. Ver­pflich­tun­gen haben das Beleuch­ten von unter­schied­li­chen aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven viel­leicht. Zusam­men­ge­fasst gibt es da auch noch mal die­sen Punkt, den man ja auch im Coa­ching anwen­den kann die einen oder ande­ren. Viel­leicht auch schon mal die­ses Rad gese­hen mit die­sen drei Punk­ten? Love it, chan­ge it or lea­ve it. Also ent­we­der freun­den wir uns mit den Din­gen an, die wir als Ver­pflich­tung sehen, oder wir ändern sie oder wir tun sie halt ein­fach nicht. Das sind die Mög­lich­kei­ten, wie man damit umge­hen kann. Und wir hof­fen, ihr habt Spaß gehabt dabei, euch heu­te mit Ver­pflich­tun­gen aus­ein­an­der zu set­zen. Wir freu­en uns dar­auf, von euch zu hören, was eure Ver­pflich­tun­gen sind oder ob ihr viel­leicht noch ande­re Rezep­te habt, wie man mit Ver­pflich­tun­gen umgeht. Wenn ihr über eure Ver­pflich­tung spre­chen möch­tet, fin­det ihr unse­re Kon­takt­da­ten natür­lich unter dem Pod­cast und wir freu­en uns auf eure Nach­rich­ten und wün­schen euch ansons­ten bis zur nächs­ten Fol­ge alles Gute und Ver­blei­ben. Mit bes­ten Grü­ßen und Björn, ver­ab­schie­de dich ger­ne. Björn Bis bald. Bis nächs­te Woche. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Selbstbestimmung --- ### [Mental Load - Unsere Psychische Belastung](https://bobach-coaching.de/podcast-mental-load/) **Published:** Juni 24, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Unter Men­tal Load ver­steht man die psy­chi­sche Belas­tung eines Indi­vi­du­ums. Eine Zusam­men­fas­sung aller Din­ge, die wir in unse­rem Kopf sor­tie­ren, orga­ni­sie­ren und erin­nern müs­sen, um sie zu erle­di­gen. Ein wach­sa­mer Umgang mit dem eige­nen Men­tal Load kann Burn­out und Über­las­tung ver­hin­dern und Platz für schö­ne Din­ge schaf­fen. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") tau­schen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns dar­über aus, wie man den eige­nen Men­tal Load redu­zie­ren kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach heu­te hoch­mo­ti­viert zum The­ma Men­tal Load und ich freue mich, da heu­te zu spre­chen und zwar mit Björn. Hal­lo Björn Björn Hal­lo Jan Jan Ist immer eine Über­ra­schung, wenn ich anmo­de­rie­re, wenn ich mit der Ein­lei­tung dran bin und sage mit wem ich spre­che und du bist es . Jan The­ma Men­tal Load. Das The­ma ist inter­es­san­ter­wei­se unter­schied­lich stark bekannt in der Bevöl­ke­rung oder Gesell­schaft, wür­de ich mal sagen. Mein per­sön­li­cher sub­jek­ti­ver Ein­druck ist ist, dass das bei Frau­en bekann­ter ist als bei Män­nern. Das The­ma und woher das kom­men kann, da wer­den wir auch gleich mal drü­ber spre­chen. Und genau wir wol­len heu­te dar­über spre­chen Was ist das über­haupt und wozu kann das füh­ren? Wie kann man damit umge­hen? Und ja, da freue ich mich schon auf die­se Dis­kus­si­on. Ja, Björn. Und wenn du ein­ver­stan­den bist, dann blei­be ich hier gera­de im Rede­fluss und fan­ge mit einer klei­nen Ein­lei­tung dazu an. Björn Erklä­re wir viel­leicht erst mal grund­sätz­lich, was Men­tal Load über­haupt ist. Jan Okay, also Men­tal Load ist ein Begriff für das The­ma psy­chi­sche Belas­tung und wird jetzt gera­de im deutsch­spra­chi­gen Raum auch oft­mals als psy­chi­sche Über­las­tung ver­stan­den. Und wenn man sich anguckt, woher das kommt, dann kommt das ursprüng­lich aus den 70er Jah­ren, wo es ver­schie­de­ne Expe­ri­men­te gab oder Unter­su­chun­gen zum The­ma Belas­tungs Erschei­nun­gen, Stress Erschei­nun­gen in Berufs­grup­pen im Beruf, wo auch unter­sucht wur­de, unter unter­schied­li­cher Belas­tung. Wie wirkt sich das aus auf bestimm­te Para­me­ter, also Herz­schlag? Und so wei­ter und so fort. Und dafür wur­de also sozu­sa­gen die­ser Begriff des Men­tal Load geschaf­fen, also der psy­chi­schen Belas­tung, die es da gibt in die­sem Zusam­men­hang. Und das The­ma wur­de dann spä­ter auch an unter­schied­li­chen Stel­len auf­ge­grif­fen, bei­spiels­wei­se auch in einem femi­nis­ti­schen Comic, wo es also auch dar­um ging, wie es die Rol­len­ver­tei­lung zwi­schen Mann und Frau in hete­ro­se­xu­el­len Bezie­hun­gen wird da gege­be­nen­falls mehr ganz natür­lich in Anfüh­rungs­stri­chen über­nom­men von der Frau. Und ist das viel­leicht unge­recht­fer­tigt? Und so wei­ter und so fort. Und damit hat sich das auch eigent­lich viel mehr in die­se Rich­tung ent­wi­ckelt, wie man es heu­te teil­wei­se ver­steht oder wie es ver­stan­den wird, näm­lich, ich sage es mal etwas pau­schal, so dass bei­spiels­wei­se in Bezie­hun­gen die Frau öfter eigent­lich an All­tags auf­ga­ben denkt, wie bei­spiels­wei­se was muss noch alles im Haus­halt getan wer­den, was muss mit den Kin­dern getan wer­den? Jan Wie muss man viel­leicht auch die gan­ze Fami­lie ein­bin­den? Wann sehen wir wel­che Freun­de? Und Kli­schee mäßig macht sich der Mann dar­über weni­ger Gedan­ken und die­se gan­ze Last, weil der Mann sich ein­fach nicht drum küm­mert, bleibt dann an der Frau hän­gen. Und das ist qua­si auch noch wie­der ein wei­te­res The­ma, wo es also unbe­zahl­te Auf­ga­ben gibt, die qua­si hier hin­zu­kom­men. Björn Und das Span­nen­de ist ja, dass das sogar dann so ist, wenn es jetzt kei­ne, ich sage mal klas­sisch kli­schee­haf­te Rol­len­ver­tei­lung gibt, wo die Frau zu Hau­se bleibt und der Mann arbei­ten geht. Also auch in Bezie­hun­gen, wo zum Bei­spiel bei­de Voll­zeit arbei­ten, mit Kin­dern, wo die Kin­der in einer Ganz­ta­ges­be­treu­ung sind oder so ist es sehr häu­fig so, dass sich Frau­en mehr um die die gesam­ten Erzie­hungs­auf­ga­ben küm­mern. Also was müs­sen wir kau­fen? Mit wem tref­fen wir uns? Wann sind wel­che Schwie­ger­el­tern dran? Als Män­ner das tun, das fin­de ich ganz fas­zi­nie­rend. Das ist also nichts, damit zu tun hat, wer hat ver­bringt mehr Zeit zu Hau­se, son­dern es ist ein­fach von der Grund­hal­tung her anschei­nend auch schon so, ist genau rich­tig. Jan Und das hat natür­lich unter Umstän­den auch was mit Sozia­li­sa­ti­on zu tun wie wie ist man sozia­li­siert, wie ver­steht man auch sei­ne eige­ne Auf­ga­be? Oder auch Was ist sozu­sa­gen die Prio­ri­tät, was ist einem auch wich­ti­ger oder weni­ger wich­tig? Und da kön­nen ja unter­schied­li­che Part­ner oder kein Mensch ist ja oder meh­re­re Men­schen sind ja nicht iden­tisch. Da sind also Men­schen unter­schied­lich und unter­schied­lich aus­ge­prägt. Man ver­mu­tet, dass das eben teil­wei­se auch zwi­schen Män­nern und Frau­en noch wie­der unter­schied­lich ist. Aber auch selbst in gleich­ge­schlecht­li­chen Bezie­hun­gen gibt es da sicher­lich auch Unter­schie­de. Kann ich mir vor­stel­len, sodass es also zwangs­läu­fig dazu führt. Der einen Per­son ist viel­leicht eine Sache noch wich­ti­ger und sie denkt, sie muss sich dar­um küm­mern, wäh­rend die ande­re Per­son sagt Naja, ich bin da eigent­lich rela­tiv ent­spannt. Und bevor wir da jetzt gleich noch hin­kom­men, müss­te man also fai­rer­wei­se eigent­lich sagen Wenn wir hier von Män­nern spre­chen, da wo die­ser Begriff her­kommt, spre­chen wir heu­te eigent­lich mehr über das The­ma men­tal over­load. Also wo wird es qua­si zu einer Über­las­tung, wo fühlt es sich dann zu stark an oder wo kann es auch dazu füh­ren, dass es einen lähmt im All­tag, in den The­men, die einen beschäf­ti­gen? Jan Und das ist genau das, wor­über wir heu­te spre­chen. Aber weil das halt eben der mitt­ler­wei­le übli­che Begriff ist, fas­sen wir das jetzt ein­fach mal unter Men­tal Load zusam­men. Björn Span­nend wäre ja auch mal, wenn wir uns damit ein ande­res Mal nicht heu­te damit beschäf­ti­gen wür­den, was eigent­lich pas­siert, wenn es einem men­tal unter­läuft. Gibt also eine Unter­for­de­rung. Over­load ken­nen wir ja alles. Da wird ja auch viel drü­ber geschrie­ben, auch die Fol­gen davon. Dann wer­den wir ja auch gleich drauf ein­ge­hen. Aber span­nend wäre natür­lich auch mal, sich dar­über Gedan­ken zu machen. Was pas­siert eigent­lich, wenn jemand men­tal under load, also Unter­for­de­rung erlebt? Wie kann sich das äußern und was kann man dage­gen tun? Jan Ja, sicher­lich auch eine Fra­ge von Defi­ni­ti­on, wie man jetzt da defi­niert oder ver­steht, aber auch sicher­lich noch mal ein coo­les The­ma. Gut, also spre­chen wir jetzt vom Over­load, dann haben wir ja gera­de schon gesagt, es kann also dazu kom­men, dass man hier mit Auf­ga­ben betraut ist oder die­se Auf­ga­ben. An sich her­an zieht oder sie in sei­ner eige­nen Ver­ant­wor­tung sieht, die eben anfal­len. Und die­ser Mensch, Lot, der kann sich bezie­hen auf natür­lich auch Arbeits­auf­ga­ben. Auch im beruf­li­chen Umfeld geht es manch­mal dar­um, dass inner­halb eines Unter­neh­mens gege­be­nen­falls auch man­che Per­so­nen wie­der­um meh­re­re The­men sehen, die getan wer­den müs­sen. Und so wei­ter und so fort. Aber hier bezieht sich es jetzt heu­te mal fokus­siert auf den pri­va­ten Bereich und eigent­lich auf alle Din­ge, die qua­si unbe­zahlt, teil­wei­se auch unsicht­bar ablau­fen, wenn sie, wenn sie funk­tio­nie­ren und die des­halb auch eigent­lich eine gerin­ge Wert­schät­zung erfah­ren. Oft­mals. Denn es fällt erst auf, wenn das Haus nicht auf­ge­räumt ist oder nicht sau­ber ist oder wenn die Wäsche sich sta­pelt. Aber wenn alles läuft, dann ist eigent­lich alles gut und das wird teil­wei­se als selbst­ver­ständ­lich ange­se­hen. Jan Stich­wort Das biss­chen Haus­halt ist doch kein Pro­blem. Und genau das sind eben die­se The­men, wo es also dazu kom­men kann. Wie kannst du dir vor­stel­len, woher das kommt? Björn Das ist ein­fach die­ses unter­schied­li­che Ver­ständ­nis auch davon gibt, wie Auf­ga­ben behan­delt wer­den, ob Auf­ga­ben behan­delt wer­den. Björn Das ist eine ganz inter­es­san­te Geschich­te, weil es gibt da eine Par­al­le­le, gibt ja vie­le Fir­men Work­shops, auch zum The­ma Pro­duk­ti­vi­tät, Pla­nung und Kom­mu­ni­ka­ti­on inner­halb des Unter­neh­mens. Und da gibt es sehr häu­fig Situa­tio­nen, wo Mit­ar­bei­ter sich zum Bei­spiel auch nicht gese­hen füh­len, wo sie sich nicht wahr­ge­nom­men füh­len und wo sie den Ein­druck haben, man sieht gar nicht, was ich, was sie alles tun, weil das halt als Selbst­ver­ständ­lich­keit ange­se­hen wird. Dazu kommt zum Bei­spiel auch, dass ja nie­mand in der Regel zumin­dest nicht in den Post­ein­gang, also den E Mail Post­ein­gang eines ande­ren schaut. Also man sieht gar nicht, was da neben­bei eigent­lich so mit rauscht. Und ich glau­be, ein ganz gro­ßer Fak­tor ist da Trans­pa­renz und Kom­mu­ni­ka­ti­on. Des­we­gen set­zen sich ja zum Bei­spiel auch in Fami­li­en im Moment so digi­ta­le Din­ge so sehr stark durch. Es gibt ja mitt­ler­wei­le auch von gro­ßen sozia­len Netz­wer­ken und ich will jetzt hier kei­ne, kei­ne, kei­ne ein­zel­nen Namen nen­nen, aber wel­che Tools auch Hard­ware Tools teil­wei­se an die Wand hän­gen kann, wo man dann ein Fami­li­en­bett hat, wo drauf steht, was eigent­lich wer den gan­zen Tag so macht und was er so zu erle­di­gen hat oder erle­digt hat. Björn Und ich glau­be, das ist ein ganz wich­ti­ger Fak­tor, weil wenn man nicht drü­ber spricht, dann ist es dem ande­ren auch gar nicht so bewusst. Jetzt als Bei­spiel Man ist in einer Part­ner­schaft und der eine Part­ner ist halt viel­leicht eher so der, der der Ein­zel­gän­ger sind, so dass sozia­le Din­ge eigent­lich gar nicht so wich­tig und er nimmt die auch als gege­ben hin. Und der ande­re in der Part­ner­schaft küm­mert sich ein­fach stän­dig dar­um, dass man sich am Wochen­en­de mit Freun­den trifft, dass man regel­mä­ßig sich kul­tu­rell irgend­wie betä­tigt. Das infor­miert sich über was gibt es für Aus­stel­lun­gen oder wo kann man, in wel­chen Film kann man gehen und und und. Läuft die gan­ze Zeit neben­bei, hält Kon­tak­te, sol­che Geschich­ten und das ist natür­lich auch ein biss­chen ein Stress­fak­tor. Wenn man aber nicht drü­ber spricht und der Part­ner das gar nicht mit­be­kommt, dann ist da viel­leicht gar kein Bewusst­sein dafür. Und das ist das, was ich halt auch im geschäft­li­chen oder beruf­li­chen All­tag immer wie­der beob­ach­te, dass in dem Moment, wo man dann anfängt, dar­über zu spre­chen, sich die Last schon ver­rin­gert, weil dann viel­leicht der ande­re auch auf die Idee kommt Hey, das könn­te ich viel­leicht über­neh­men oder lass mich das doch heu­te mal machen. Björn Oder lass mich mal ganz prak­ti­ka­bel gespro­chen Lass mich doch mal dei­ne oder mei­ne Eltern anru­fen, um da ein biss­chen zu upda­ten, dann musst du das nicht machen. Aber wenn man nicht drü­ber spricht, son­dern es als zuge­ge­be­ner­ma­ßen annimmt, dass man das sel­ber machen soll, ist natür­lich kei­ne Chan­ce auf Ent­las­tung da. Jan Ja, also das The­ma der wie sie ist, ist ja ein ganz klas­si­sches. Das ist glau­be ich sowohl in Unter­neh­men so als auch pri­vat. Und auch da gibt es ja teil­wei­se so die­ses unter­schied­li­che Ver­ständ­nis oder der Ein­druck, den man auch hat oder der teil­wei­se glau­be ich auch wirk­lich, wie soll ich sagen, in einer Stu­die bewie­sen ist, dass Män­ner sich da teil­wei­se etwas for­scher prä­sen­tie­ren oder das halt eher nach vor­ne stel­len als Frau­en. Und im Pri­va­ten fällt mir da sozu­sa­gen die­ses Bei­spiel ein, dass also Kli­schee mäßig Frau­en küm­mern sich um den Haus­halt, um die Kin­der. Und so wei­ter und so fort. Gibt sicher­lich ganz, ganz vie­le Väter, die das auch tun. Aber viel­leicht ist das in Sum­me aktu­ell noch so auf­ge­teilt, dass es bei Frau­en ein biss­chen mehr liegt und dann bringt der Mann den Müll raus. Und dann heißt es übri­gens Ich habe den Müll raus­ge­bracht und man möch­te eigent­lich noch ein Lob dafür haben, dass sie das so weit von mir, dass ich mich so ver­hal­te. Aber wahr­schein­lich ver­hal­te ich mich genau­so und. Björn Zumin­dest ab und zu und punk­tu­ell mal her. Jan Ja, genau die­ser Punkt, dass man eigent­lich hin­geht. Und dann tat­säch­lich auch wie­der­um sagt, was man alles getan hat. Das scheint wohl auch ten­den­zi­ell so zu sein, dass Män­ner eher dazu nei­gen, das noch wie­der nach vor­ne zu stel­len. Und Frau­en erle­di­gen das halt ein­fach tap­fer. Also ich tu mich ganz, ganz schwer ehr­li­cher­wei­se mit sol­chen Män­nern Frau­en­ge­schich­ten, weil ich fin­de, man kann es halt nicht pau­scha­li­sie­ren. Das ist auch eine Typfra­ge und ich fin­de es auch eigent­lich wie­der­um fast dann teil­wei­se anma­ßend zu sagen, die einen machen es so oder die ande­ren machen so weit. Ich kann es gar nicht beur­tei­len. Jeder Mensch ist ja unter­schied­lich. Björn Es ist ja auch, um jetzt auch aus die­ser kli­schee rol­le mal raus­zu­kom­men, män­ner, frau­en. Aber das ist ja eine mei­ner lieb­lings­ge­schich­ten bzw lieb­lings­the­men, dass in der Zeit, wo noch ein Eltern­teil voll bei den Kin­dern ist. Das ist ja sehr unter­schied­lich. Es gibt ja Leu­te, die machen das ein Jahr. Es gibt Leu­te, die blei­ben fünf Jah­re bei den Kin­dern, also sechs Jah­re, bis sie irgend­wann in der Schu­le sind oder man­che auch ein Leben lang. Aber die­ses ganz klas­si­sche So lan­ge noch einer Voll­zeit bei den Kin­dern ist und der ande­re geht Voll­zeit arbei­ten, sobald der Arbei­ten­de nach Hau­se kommt, kriegt er das Kind auf den Arm gedrückt und wird voll getex­tet. Wie anstren­gend der Tag mit dem Kind war, hat also kei­ner­lei Mög­lich­keit zu kom­pen­sie­ren und sel­ber auch mal kurz run­ter­zu­kom­men, weil dann der Part­ner mit dem Kind, egal ob es jetzt der Mann, die Frau oder zwei Män­ner auf zwei Frau­en, wie es auch völ­lig egal. Aber weil man in dem Fall nicht die­sen Per­spek­tiv­wech­sel hin­kriegt Was ist eigent­lich bei dem ande­ren gera­de pas­siert und wie hoch war deren? Björn Um jetzt im The­ma zu blei­ben, wie hoch ist deren Men­tal Load? Gera­de weil ein­fach die, wie du sagst wie sie fehlt und auch die Kom­mu­ni­ka­ti­on was das angeht fehlt. Ja, das ist da glau­be ich ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor und ich glau­be, das hat gar nichts mit Män­nern und Frau­en zu tun, son­dern ein­fach damit, dass jeder da zum Bei­spiel in dem kon­kre­ten Ding den gan­zen Tag in sei­nem eige­nen Hori­zont ist, in sei­ner eige­nen Welt ist, sei­ne eige­ne, in sei­ner eige­nen Rea­li­tät ist. Und wenn die dann zusam­men­tref­fen, die Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht rich­tig ist in dem Moment? Jan Ja, genau. Wobei sich die­ses Phä­no­men ja auch schon beob­ach­ten lässt oder auch beob­ach­tet wird in Bezie­hun­gen, wo jetzt bei­de Part­ner im Job sind. Und auch selbst wenn jetzt irgend­wie Kin­der oder nicht mit dabei sind, dass es da auch durch­aus eine unter­schied­li­che Auf­tei­lung gibt, ein­fach vom per­sön­li­chen Ver­ständ­nis was muss denn über­haupt alles getan wer­den? Das geht ja schon damit los, dass man viel­leicht zu Hau­se ein unter­schied­li­ches Ver­ständ­nis davon hat. Wann ist es über­haupt unor­dent­lich? Also wo setzt mein Trig­ger an, wo ich sage Jetzt muss ich jetzt nicht jetzt oder jetzt muss ich hier put­zen oder wie auch immer. Das kann schon unter­schied­lich sein. Und wenn das je wei­ter aus­ein­an­der geht, des­to höher ist natür­lich da auch das Span­nungs poten­zi­al. Björn Die berühm­te, nicht zu geschraub­te Zahn­pas­ta­tu­be zum Bei­spiel. Jan Und um jetzt aber noch mal auf das kon­kre­te The­ma Over­load zu kom­men Was pas­siert jetzt? Also die eine Per­son ist viel­leicht etwas ent­spann­ter, die ande­re sieht qua­si die­se gan­zen The­men, die zu erle­di­gen sind, bei sich. Und dann pas­siert fol­gen­des Im Kopf gibt es ein Feu­er­werk der Auf­ga­ben, also es gibt qua­si eine unge­schrie­be­ne Lis­te, gege­be­nen­falls oder ganz, ganz vie­le Din­ge, die einen immer wie­der beschäf­ti­gen, die immer wie­der auf­pop­pen, ins­be­son­de­re wenn sie irgend­wo bei­spiels­wei­se nie­der­ge­schrie­ben, ter­mi­niert sind oder kei­ne Ahnung, was. Und das heißt, ich habe eigent­lich so ein Grund­rau­schen zusätz­lich im Kopf mit The­men, um die ich mich küm­mern muss oder von denen ich das Gefühl habe, dass ich mich dar­um küm­mern muss. Und je mehr die­ser The­men kom­men, die auch nicht abge­schlos­sen wer­den, weil sie wie­der­keh­rend sind oder weil sie, weil sie ein­fach noch nicht ent­schie­den sind. Viel­leicht auch, weil mein Part­ner mei­ne Part­ne­rin sagt, da will ich jetzt aber noch nicht drü­ber spre­chen oder so was. Des­to mehr Raum nimmt das eigent­lich im Kopf ein. Und das führt zu einer Stress­be­las­tung. Jan Und des­to weni­ger Kapa­zi­tät habe ich dann natür­lich auch, mich mit ande­ren Din­gen unter Umstän­den kon­zen­triert aus­ein­an­der zu set­zen. Und das kann dann tat­säch­lich dazu füh­ren, dass wie so eine Läh­mungs­er­schei­nun­gen dann irgend­wann ent­steht, dass ich halt ein­fach ein so hohes Grund­rau­schen im Kopf habe mit 1000 Din­gen, um die ich mich eigent­lich küm­mern muss, dass es mir schwer­fällt, irgend­wie noch einen kla­ren Gedan­ken zu fas­sen. Und dann sind wir genau bei die­sem The­ma men­tal over­load. Und wenn man das dann tat­säch­lich über einen län­ge­ren Zeit­raum hat, dann kann das natür­lich auch zu schwer­wie­gen­de­ren Kon­se­quen­zen füh­ren. Björn Und wenn da wie­so, wie du es gera­de geschil­dert hast, wenn es da kei­ne oder wie wir eben bespro­chen haben, eigent­lich, wenn es da kei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on gibt und das so Din­ge sind, die Grund­rau­schen eigent­lich dar­stel­len, wor­über sich aber viel­leicht nie­mand anders bewusst ist, steht man dann als Umfeld manch­mal wie der Ochs vom Berg und ver­steht gar nicht, was pas­siert ist, weil das halt alles so inter­ne Din­ge sind, gar nicht sicht­ba­re Din­ge sind, die dann im schlimms­ten Fall zu einem Burn­out füh­ren kön­nen. Also es gibt, auch wenn man das jetzt das kon­kre­te Bei­spiel jetzt auch noch mal auf­greift, tat­säch­lich auch pri­vat aus­ge­lös­te Burn­out. Es ist nicht immer nur der Beruf. Es ist nicht immer nur der for­dern­de Chef oder die, die der anstren­gen­de Job oder die, die der der Kon­zern im Nacken, der einem zu viel abver­lan­gen. Es kann auch tat­säch­lich und ich glau­be, das ist gar nicht so sel­ten aus dem pri­va­ten Umfeld kom­men, dass ein Burn­out. Jan Letz­ten Endes eine Belas­tung für Depres­sio­nen und die Fra­ge ist, wann die Über­las­tung über län­ge­ren Zeit­raum kommt, wenn ich es nicht kom­pen­sie­ren kann. Und woher die­se Belas­tung kommt, ist ja völ­lig indi­vi­du­ell. Das kann ja alle mög­li­chen The­men sein in die­sem Zusam­men­hang. Jetzt sehen wir also, wo das hin­füh­ren kann, wenn das qua­si dau­er­haft so läuft. Aber jetzt ist ja auch die Fra­ge, wenn man das hat, wenn man sich so fühlt, was kann man denn tun, um aus die­sem Men­tal Load Over­load her­aus­zu­kom­men? Björn Also das das. Das ers­te, was mir da immer ein­fällt, ist, sich erst ein­mal dar­über im Kla­ren zu sein, was eigent­lich alles in mei­nem Kopf da so Grund­rau­schen, also was erst mal das ist, was da so mit­läuft. Und das Ein­fachs­te ist eigent­lich, sich anzu­ge­wöh­nen grund­sätz­lich so mei­ne Erfah­rung, Din­ge auf­zu­schrei­ben. Es ist eben nicht alles im Kopf zu behal­ten, son­dern eigent­lich gemäß dem Get­ting Things Prin­zip zu sagen Ich schrei­be alles, was ich zu erle­di­gen habe, erst mal auf. Weil in dem Moment, wo ich es mir nicht mehr mer­ken muss, habe ich ja schon ganz viel Men­tal Load ver­mie­den, weil ich muss mir nichts mehr mer­ken. Ich muss nicht mehr sel­ber an etwas den­ken, son­dern ich habe es schon irgend­wo auf­ge­schrie­ben, wo ich es nach­le­sen kann. Und durch den Pro­zess des Auf­schrei­ben allei­ne durch das nie­der brin­gen und das ist jetzt nicht mal ent­schei­dend, dass das von Hand geschieht oder in irgend­ei­nem digi­ta­len Tool. Allein dadurch, dass ich es auf­schrei­be, hängt ja schon eine Aus­ein­an­der­set­zung damit an Ist das wirk­lich wich­tig? Björn Wie wich­tig ist das? Muss ich mir das über­haupt auf­schrei­ben? Ist das wirk­lich jetzt etwas, was ganz drin­gend erle­digt wer­den muss? Und dann kann man natür­lich mit diver­sen Coa­ching Tools da ran­ge­hen und so was auch sor­tie­ren. Da haben wir ja auch schon öfter drü­ber gespro­chen. Mit dem Auf­ga­ben Rat kann man arbei­ten um zu ent­schei­den von wem kommt die Auf­ga­be über­haupt? Muss ich die erle­di­gen? Wie wich­tig ist die? Wenn es jetzt um Selbst­ma­nage­ment oder Pro­duk­ti­vi­tät geht, kann man auch da dann drü­ber nach­den­ken, ob man das dele­gie­ren kann? Das kann man ja auch mit pri­va­ten Din­gen machen, mit dem Bei­spiel, dass man sagt Ich muss jetzt nicht dei­ne Eltern anru­fen, das kannst du sel­ber machen. Und wich­tig fin­de ich halt dann auch, über das, was da zu Papier gebracht wird, zu spre­chen und denen, die um einen her­um sind. Jan Genau. Also ich bin ja ein Rie­sen­fan in die­sem Zusam­men­hang auch von der Eisen­hower Matrix, wo man also unter­schei­det zwi­schen wich­ti­gen Din­gen und dring­li­chen Din­gen. Das heißt also, es gibt Din­ge, die sind sehr, sehr wich­tig und es gibt Din­ge, die sind oder und es gibt die­se zwei Kate­go­rien und dann hast du letz­ten Endes vier Fel­der. Ent­we­der sind es Din­ge, die sind. Wich­tig und dring­lich, wich­tig und drin­gend. Das sind dann Din­ge, die soll­ten nach Mög­lich­keit sofort erle­digt wer­den. Die sind in der Prio ganz oben. Dann gibt es viel­leicht auch Din­ge, die sind nicht drin­gend, aber wich­tig. Dafür soll­te man dann einen Ter­min machen und sie dann selbst erle­di­gen. Dann gibt es aber viel­leicht auch Din­ge, die sind zwar drin­gend, aber nicht wich­tig. Die kannst du dann qua­si an jeman­den wei­ter­ge­ben. Nach dem Mot­to Küm­mer dich mal drum. Zum Bei­spiel, wenn du sagst, dass es für mich per­sön­lich und aus mei­ner Sicht zwar drin­gend, aber für mich per­sön­lich nicht wich­tig. Kannst du das auch an einen ande­ren Part­ner oder so wei­ter dele­gie­ren? Jan Wenn die­ser sozu­sa­gen das eher als wich­tig erach­tet? Oder zumin­dest gibt es da die­se Mög­lich­keit und dann und das ist eigent­lich eine der wich­tigs­ten Kate­go­rien. Auch fest­zu­le­gen, was ist weder dring­lich noch wich­tig. Und das sind muss. Björn Man das dann machen? Jan Die kann man ent­we­der irgend­wo hin­schie­ben, dass man sagt, da küm­me­re ich mich irgend­wann mal drum, wenn ich Lust habe. Und da kann man, gibt es auch unter­schied­li­che Tak­ti­ken, auch sol­che Din­ge zu bear­bei­ten, wenn man sie bear­bei­ten möch­te, oder? Und das ist natür­lich auch eine sinn­vol­le Vari­an­te. Was sind auch Din­ge, die müs­sen ein­fach nicht getan wer­den. Also die lan­den ein­fach im Papier­korb, kom­men weg, fer­tig, aus. Muss ich mich nicht damit beschäf­ti­gen? Und wenn man da mal mit arbei­tet, dann hat man natür­lich schon die Mög­lich­keit, viel mehr Struk­tur hin­zu­be­kom­men und sich da auch zu ent­las­ten und wirk­lich auch für sich eine Rei­hen­fol­ge rein­zu­be­kom­men. Was sind denn jetzt über­haupt die Din­ge, um die ich mich oder mit denen ich mich befas­sen muss? Und gera­de die­ses etwas struk­tu­rier­te Vor­ge­hen kann einem da wirk­lich hel­fen, sich zu ent­las­ten. Björn Also ich glau­be, das Aller­wich­tigs­te ist sich erst mal, also da fängt es für mich immer an Auf­schrei­ben eben nicht im Kopf, ich auch. Das ist ganz, ganz inter­es­sant, weil ich habe, es gebe ja auch vie­le Tools, vie­le Tools, vie­le Work­shops zum The­ma Meis­ter­Task und viel­leicht ist ein klei­ner Exkurs mal da rein. Da gibt es einen klei­nen Punkt, der heißt Mei­ne Check­lis­te. Das ist so eine ganz simp­le Check­lis­te. Die lebt da so auf dem Dash­board, also auf dem Start­bild­schirm, syn­chro­ni­siert sich auch mit allen Gerä­ten und so, die sieht man aber nur sel­ber und man kann in die­ser Check­lis­te kei­ne Fäl­lig­keits­da­tum, kei­ne über­ge­ord­ne­ten Pro­jek­te ver­ge­ben. Man kann das nur auf­schrei­ben und wie­der abha­ken und wenn man möch­te, eine Auf­ga­be in einem ande­ren Pro­jekt draus machen. Die wird fast von kei­nem Men­schen benutzt, die­se Funk­ti­on, weil sie sich, weil sie nie­man­dem erklärt wird. Und das ist zum Bei­spiel so ein Tool, wenn man sel­ber schon viel­leicht mit irgend­was Digi­ta­lem arbei­tet, was was ähn­li­ches macht. Das ist super dafür geeig­net, Sachen erst mal run­ter zu schrei­ben, los­zu­wer­den, aus dem Kopf raus­zu­krie­gen und sich dann in einem spä­te­ren Zeit­punkt Gedan­ken dazu zu machen. Björn Und das ist mein ganz Gro­ßer, wie ich mei­ne. Als Coach geben wir sel­ten Tipps und Rat­schlä­ge, aber das ist ein ganz gro­ßer Tipp, wenn man denn das Gefühl hat, es wird mir zu viel im Kopf auf­schrei­ben, raus aus dem Kopf, weil dann fängt der Pro­zess, dass das Sor­tie­ren ja an in dem Moment und alles ande­re. Eisen­hau­er Matrix fin­de ich auch super prio­ri­sie­ren. Was ist wich­tig, sol­che Geschich­ten. Und dann kommt da eigent­lich Ord­nung rein. Und wenn gar wenn man es allein nicht hin­kriegt, zu einem Coach gehen oder sich sich irgend­wie mit einem Part­ner unter­hal­ten und fra­gen Wie kön­nen wir das lösen? Das wird mir zu viel. Aber ich glau­be, das Aller­wich­tigs­te ist erst mal sich ein Bild davon machen. Was ist das über­haupt, was da alles in mei­nem Kopf sich anschaut? Jan Genau. Also im Gro­ßen und Gan­zen die berühm­te Ana­ly­se. Björn Genau. Jan Sachen sagen, die dann kommt. Und das ist ganz weg. Wir haben gesagt Lis­te auf­schrei­ben, dann irgend­wie struk­tu­rie­ren, prio­ri­sie­ren kann unheim­lich wei­ter­hel­fen. Und dann, das hat­test du gera­de schon zu Beginn gesagt, es ist der nächs­te Schritt, auch kom­mu­ni­zie­ren. Also wenn man nicht nur allei­ne unter­wegs ist, son­dern das qua­si auch in der Bezie­hung hat und da auch das Gefühl hat, da ist ein Stand und die­se Bezie­hung muss jetzt nicht pri­vat sein, die kann auch beruf­lich sein. Dann dar­über spre­chen? Okay, wel­che The­men lie­gen­den an und wie wol­len wir die ange­hen und wer geht sie an? Bis wann? Und so wei­ter, dass man ein­fach dar­über spricht, damit sicht­bar wird, was alles zu tun ist. Und damit auch klar ist, wie­der eine Zuord­nung sein kann. Und damit auch klar ist im Ver­ständ­nis und in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. War­um ist mir das denn jetzt wich­tig? War­um ist es der ande­ren Per­son denn jetzt viel­leicht gera­de nicht so wich­tig? Oder war­um denkt sie, das muss jetzt nicht pas­sie­ren? Oder war­um denkt sie, ich muss das tun? Jan Also erst wenn man dar­über spricht, dann kann man auch ein Ver­ständ­nis dafür gewin­nen, war­um viel­leicht die Per­spek­ti­ve der ande­ren Per­son eine ganz anders ist. Viel­leicht sieht die ande­re Per­son die­se The­men auch gar nicht so oder hat sie bis­her gar nicht auf dem Radar gehabt. Und alte Weis­heit Was man nicht weiß, kann man nicht wis­sen. Wenn die­se Per­son das nicht auf dem Radar hat, dann selbst­ver­ständ­lich wird sie sich nicht drum küm­mern und wird da nichts tun. Das heißt nur wenn ich kom­mu­ni­zie­re, dann kann es sicht­bar wer­den. Und dann kann ich ers­tens von ande­ren ent­las­tet wer­den oder natür­lich auch ein Feed­back dazu bekom­men, wie man es gege­be­nen­falls tun kann. Bzw es wird auch für die ande­re Per­son sicht­bar, was ich alles mache. Björn Nun also The­ma Trans­pa­renz in Bezie­hun­gen, was wir ja auch neu­lich in einer Fol­ge mal hat­ten. Jan Genau rich­tig. Und dann fin­de ich, kommt noch ein ganz wich­ti­ger Punkt dazu. Und da ist jetzt eigent­lich auch das Gegen­über gefragt und das kann man viel­leicht auch aktiv als Wunsch kom­mu­ni­zie­ren, dass also nach Mög­lich­keit auch eine Wert­schät­zung dafür da ist, für das, was getan wird. Also dass man sowohl wert­schät­zend damit umgeht, wenn man gegen­über etwas tut, dass man Dan­ke sagt, als auch Wert­schät­zung erfährt, wenn man selbst etwas tut. Und das kann eben auch wirk­lich für All­tags­din­ge der Fall sein. Und das kann sein im Büro, dass du sagst Dan­ke, dass du den Ter­min heu­te so toll mode­riert hast. Dan­ke, dass du die­se Ter­mi­ne hier koor­di­niert hast oder wie auch immer. Das kann im Pri­va­ten sein. Dan­ke, dass du heu­te die Zeit genom­men hast, was Lecke­res zu kochen, oder dan­ke, dass du dich stän­dig um die Wäsche küm­merst oder so was, dass man halt ein­fach mal tat­säch­lich sol­che Din­ge sagt. Und das geht ja in bei­de Rich­tun­gen. Viel­leicht ist auch eine Per­son dabei, die macht eher die Wäsche und die ande­re macht den Gar­ten. Jan Aber dafür mal Dan­ke zu sagen, zeigt der Per­son auch, dass es wahr­ge­nom­men wird. Und das kann einem oder das kann sehr, sehr viel hel­fen. Ich fin­de, wir kön­nen gar nicht oft genug Dan­ke sagen für das, was ande­re Men­schen tun und was teil­wei­se auch als selbst­ver­ständ­lich erach­tet wird. Björn Ja, ich glau­be, selbst­ver­ständ­lich ist ja eigent­lich gar nichts. Also das ist, selbst wenn man dann ja selbst, das rutscht einem ja sel­ber auch oft raus, selbst wenn man sich, wenn man dann Dan­ke bekommt, sagt man ja klar es doch ist doch logo ist das selbst­ver­ständ­lich. Aber das ja, genau, aber das ist, das muss man sich halt auch dar­über im Kla­ren sein, dass im Prin­zip nicht selbst­ver­ständ­lich ist, weil wir ja alle völ­lig aut­ar­ke Lebe­we­sen sind und uns nie­mand wirk­lich dazu ver­pflich­tet, irgend­et­was für wen anders zu machen. Jan Ja, aber. Björn Das ist viel­leicht. Jan Habe ich. Björn Ja, aber das ist wie­der eine ande­re Fol­ge. Wir kön­nen mei­ne Erfol­ge zu Wert­schät­zung machen. Wer­de ich ganz span­nend. Jan Ja, okay, das habe ich noch in dem Zusam­men­hang. Und zwar ist es natür­lich so Wir haben jetzt dar­über gespro­chen, wie geht man jetzt mit die­sem Over­load um? Eine ande­re Fra­ge ist da natür­lich auch noch Wie kann man prä­ven­tiv so etwas auch ver­mei­den? Und da ist glau­be ich auch wich­tig, dass man auch hier wie­der auf sich ach­tet und tat­säch­lich auch ein­fach für sich einen gesun­den Lebens­wan­del pflegt. Also es kann auch ein­fach mal hel­fen, raus­zu­ge­hen, sich Zeit für sich zu neh­men, Sport zu machen, auf ande­re Gedan­ken zu kom­men. Nicht qua­si nur in die­sem Gedan­ken­ka­rus­sell hän­gen, son­dern auch mal tat­säch­lich dem Gehirn ande­re Auf­ga­ben geben. Das kann also auch schon mal zu, sage ich mal, Pau­sen und Ent­las­tung Aus­zei­ten für für den eige­nen Kopf füh­ren und ist da natür­lich auch auf jeden Fall mit mit anzu­brin­gen. Das heißt also eigent­lich wie immer, es ist bes­ser, prä­ven­tiv unter­wegs zu sein, also vor­zu­beu­gen, als dann spä­ter die Sym­pto­me zu behan­deln. Björn Ja, zusätz­lich natür­lich auch das, was wir jetzt eben gesagt haben, wie man das ver­rin­gern kann. Wenn es schon ein­ge­tre­ten ist, wirkt das ja auch alles prä­ven­tiv. Also Kom­mu­ni­ka­ti­on wirkt schon im Vor­feld auch prä­ven­tiv, weil dann viel­leicht auch jemand anders schon sagen kann Moment, das könn­te auch ein biss­chen viel wer­den. Die Refle­xi­on von jeman­dem, jemand ande­rem von außen kann ja auch schon viel bewir­ken. Also sehr span­nen­des The­ma fin­de ich und sehr, sehr viel­schich­ti­ges The­ma. Wir hof­fen, ihr habt was mit­ge­nom­men heu­te, weil ich glau­be oder wir glau­ben eigent­lich, dass das ein The­ma ist, das jeden schon mal umge­trie­ben hat, das jeder schon mal erlebt hat, dass es ein biss­chen zu viel wur­de und man da auch auf Unver­ständ­nis gesto­ßen ist um sich her­um. Des­we­gen hof­fen wir, dass wir euch ein biss­chen was mit­ge­ben konn­ten, wir das in Zukunft viel­leicht für euch selbst opti­mie­ren könnt oder auch bei ande­ren unter­stüt­zen. Wir­ken könnt. Wir bedan­ken uns fürs Zuhö­ren. Wir freu­en uns, wenn ihr uns treu bleibt und wir sagen Bis nächs­te Woche. Björn Ich sage Tschüss. Und der Jan sagt Auf Wie­der­hö­ren. Jan Bis zum nächs­ten Mal. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Mental Load, Podcast, Wellbeing --- ### [Konflikte - Phasen und Eskalationen](https://bobach-coaching.de/podcast-konflikte/) **Published:** Juli 1, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Kon­flikt­pha­sen nach Fried­rich Glasl beschrei­ben sehr ein­drück­lich die ver­schie­de­nen Stu­fen, die ein Kon­flikt durch­lau­fen wird, wenn es nicht zu einer Dees­ka­la­ti­on kommt. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich gehen in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") die ein­zel­nen Pha­sen und Stu­fen die­ses Modells detail­liert durch und über­le­gen, was dies für Dees­ka­la­ti­ons­stra­te­gien bedeu­tet. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan Jan Hal­lo Björn Björn Und mir Björn Bob­ach Wir freu­en uns, dass ihr wie­der ein­ge­schal­tet habt bzw die­se Woche die Fol­ge wie­der her­un­ter­ge­la­den habt und beglü­cken euch heu­te mit dem wun­der­bar und har­mo­ni­schen The­ma Kon­flik­te, Pha­sen und Eska­la­tio­nen. Und da gehen wir auf ein bestimm­tes Modell ein und von Glasl. Und ich glau­be, dazu brennt es dem Jan unter den Fin­ger­nä­geln, euch einen klei­nen Über­blick zu geben, was es damit auf sich hat. Jan Ja, abso­lut. Denn es ist ein super inter­es­san­tes The­ma, was einem an unter­schied­li­chen Stel­len begeg­net beruf­lich wie pri­vat. Und ja, die­ses Modell wur­de ent­wi­ckelt von Fried­rich Glasl, öster­rei­chi­scher Öko­nom und Orga­ni­sa­ti­ons Bera­ter, der in ganz unter­schied­li­chen Posi­tio­nen in sei­nem Leben tätig war und unter ande­rem eben die­ses Modell ent­wi­ckelt hat. Und es geht jetzt hier dar­um, ein­fach zu beschrei­ben, wie Kon­flik­te eska­lie­ren, in wel­chen Pha­sen und Stu­fen und was mit dazu gehört. Das heißt also, die­ses Modell selbst beschreibt jetzt erst mal nicht, was man denn da tun kann, son­dern eigent­lich erst mal, was pas­siert und wie das so kate­go­ri­siert wird. Es ist ganz inter­es­sant, da viel­leicht auch ein biss­chen his­to­ri­schen Kon­text zu ken­nen, denn der Glau­be selbst hat also auch ganz viel getan im Bereich der Kom­mu­ni­ka­ti­on zur­zeit des Eiser­nen Vor­hangs zwi­schen bei­den Par­tei­en. Dass da sich da eben auch Men­schen begeg­net sind. Und auch da hat­ten wir poli­tisch ganz kras­se For­men der Eska­la­ti­on. Und ein stück­weit atmet die­ses Modell auch die­sen Geist mit. Und bevor wir jetzt gleich ins Detail gehen viel­leicht ein­mal ganz, ganz grob Wie ist die­ses Modell auf­ge­baut? Jan Das Modell unter­schei­det grund­sätz­lich in drei Pha­sen. Die ers­te Pha­se ist eine Win win. Björn Auf drei Ebe­nen. Ich muss dich kor­ri­gie­ren. Jan Drei Ebe­nen oder Pha­sen. Das ist. Björn Eigent­lich. Da kommt man ein biss­chen durch­ein­an­der. Aber das ist. Genau blei­ben. Ja. Jan Also tat­säch­lich ist es so Je nach­dem, wo du schaust, wird es so oder so benannt. In der Natur ja. Ist aber an die­ser Stel­le wich­tig die Unter­schei­dung zwi­schen Pha­sen, Ebe­nen, Pha­sen, Ebe­nen und Stu­fen. Also das wol­len wir Schritt für Schritt berg­ab geht. Das heißt, es geht los mit Win Win. Das ist also eine Pha­se oder Ebe­ne, in der noch alles mög­lich ist. Das heißt also, bei­de Par­tei­en kön­nen hier auch sozu­sa­gen gesichts­wah­rend her­aus kom­men, viel­leicht auch aus eige­ner Kraft. Dann geht es wei­ter in den Bereich Win Loo­se, also Ebe­ne Pha­se Win los, wo es also die Mög­lich­keit gibt, dass qua­si die eine Per­son hier sieg­reich her­vor­geht, die ande­re ver­liert dann eher bis hin zum The­ma lust­los, wo es also im schlimms­ten Fall dazu füh­ren kann, dass wirk­lich bei­de Par­tei­en hier ja zu Ver­lie­rern wer­den die­ses Kon­flikts und dafür auch alles in Kauf neh­men. Björn Jetzt hast du gesagt Ent­schul­di­gung, wenn ich, wenn ich dich fra­ge, du hast jetzt gesagt, es kann dazu. Aber ist es nicht so, dass, wenn das in der drit­ten Ebe­ne die­ser Ebe­ne sich auf­hält, auch von der Stu­fe her, von den, von den Stu­fen her, was wir dann gleich noch im Detail bespre­chen, dass es dann garan­tiert ist, dass bei­de Sei­ten ver­lie­ren wer­den. Jan Garan­tiert ist aus mei­ner Sicht im Leben nichts. Und die Wahr­schein­lich­keit steigt aber dras­tisch. Also die Wahr­schein­lich­keit, dass qua­si aus eige­nen Mit­teln wie­der schaf­fen zu kön­nen. Und wir gehen da gleich mal die Stu­fen durch und das Modell selbst ist etwas depri­mie­rend, weil es hier so eine abwärts Trep­pe ist, die aber schlim­mer wird. Aber wir spre­chen dann ja auch noch mal dar­über, was kann man denn tun oder was gibt es für Mög­lich­kei­ten damit umzu­ge­hen? Also drei Pha­sen bzw Ebe­nen. Und jede davon hat wie­der­um drei Stu­fen. Und die­se Stu­fen gehen wir jetzt mal durch und wir star­ten mit der Pha­se Ebe­ne win win. Und ja, die geht los mit dem The­ma Ver­här­tung. Björn Wie wür­dest du das beschrei­ben? Björn Ver­här­tung ist ja eigent­lich das, was wir stän­dig erle­ben, näm­lich die Grund­la­ge jedes Kon­flikts. Das heißt, es gibt zwei Mei­nun­gen und jede Par­tei beharrt dar­auf, das ist der rich­ti­ge Stand­punkt und die tref­fen auf­ein­an­der und wei­chen nicht von ihren eige­nen Ansich­ten ab. Und das ist eigent­lich doch die Keim­zel­le von jedem Kon­flikt, oder? Jan Wür­de ich ähn­lich sehen. Wenn man jetzt neu­tral dar­über spricht, dann wäre es erst mal eine Mei­nungs­ver­schie­den­heit. Das heißt, man hat unter­schied­li­che Ansich­ten. Die kön­nen ja jetzt in dem freund­schaft­li­chen Ver­hält­nis auch ein­fach so akzep­tiert wer­den, dass man sagt okay, agree to dis­agree. Wir sind dann ein­fach unter­schied­li­cher Mei­nung und. Du darfst so blei­ben. Und so wei­ter und so fort. Aber in dem Moment, wo es dann eben nicht mehr dar­um geht zu sagen okay, das ist in Ord­nung, wie du das fin­dest oder ich akzep­tie­re das es halt ein­fach dei­ne Mei­nung ist. Son­dern wo man dann dahin kommt, dass es sagt das eine ist rich­tig, das ande­re das falsch. Kom­men wir halt genau in die­ses The­ma rein, in die­se Ver­här­tung der Situa­ti­on. Und dar­auf folgt dann eigent­lich auch schon der nächs­te Schritt, näm­lich dann die Debat­te, pole­mi­sche Debat­te, die dann dem­entspre­chend auch fol­gen kann. Und hier ist es dann so, dass man also ver­sucht, auch das Gegen­über davon zu über­zeu­gen, dass der eige­ne Stand­punkt ein­fach der rich­ti­ge ist. Björn Genau das man, dass man ver­sucht mit Gewalt das eige­ne Bild, das eige­ne, die eige­ne Rea­li­täts­wahr­neh­mung in den ande­ren hin­ein zu pres­sen. Sage ich jetzt mal, aller­dings nur argu­men­ta­tiv. Jan Kei­ne phy­si­sche Gewalt. Björn Einer ist wich­tig, weil das ist ja wich­tig, wenn wir jetzt die nächs­te Stu­fe neh­men. Aber die, die. Es geht wirk­lich dar­um, mit so viel tat­säch­lich auch argu­men­ta­ti­ver Kraft wie mög­lich zu ver­su­chen, den ande­ren auf die davon zu über­zeu­gen, dass er im Unrecht ist. Jan Genau rich­tig. Das heißt also, es gibt eher schwarz weiß und eben rich­tig und falsch. Und des­halb ver­sucht man jetzt jedem ent­spre­chend zu über­zeu­gen. Tja, und wenn das dann argu­men­ta­tiv auch nicht mehr gelingt, dann kommt im Prin­zip der nächs­te Schritt die­ser Ebe­ne Win win und das heißt dann Taten statt Wor­te. Das heißt, hier kommt es dann auch kon­kret zu kom­mu­ni­ka­ti­ven Maß­nah­men, die dann her­bei­ge­führt wer­den, um ent­spre­chend hier Druck zu machen, die­se Mei­nung zu akzep­tie­ren. Björn Also ganz Klas­si­ker ist zum Bei­spiel der Abbruch eines eines eines Kon­flikts, also der Abbruch eines Gesprächs. Kennt man ja auch viel­leicht aus der Poli­tik, muss ich jetzt sagen. Na ja, also dass statt wei­ter zu spre­chen, dann ein­fach gegan­gen wird, die Tür wird geschlos­sen, manch­mal laut, also dann Wor­ten. Jetzt spre­che ich da nicht mehr drü­ber. Oder es wird qua­si jeg­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­wei­gert. Man wird eine Woche geschmollt und es gibt kei­ne, kei­ne wei­te­re Kom­mu­ni­ka­ti­on mehr. Das ist das klas­si­sche dann, was in der Stu­fe drei pas­siert. Jan Genau das ist ja auch so ein Stück weit so eine Bas­ta Men­ta­li­tät, dass man sagt, so ist es jetzt. Und an der Stel­le dis­ku­tie­re ich da auch nicht wei­ter drü­ber. Und jetzt erwar­tet man eigent­lich, dass das Gegen­über die Sache dann akzep­tiert. Und wenn sie akzep­tie­ren wür­de, dann wäre ja qua­si auf die­ser Kon­flikt gelöst, denn man wür­de sich da ja befrie­den an der Stel­le, dass man sagt, okay, dann ist es jetzt halt eben so, hat sich die eine Mei­nung bei­spiels­wei­se durch­ge­setzt. Björn Span­nend ist ja, dass selbst das noch immer als Win win enden kann. Also dass selbst so was, wo es ja schon rela­tiv dras­tisch wer­den kann, wenn ich jetzt, wie das Bei­spiel, was ich jetzt eben hat­te, da geht jemand raus, knallt die Tür zu oder sowas, dass man selbst da noch mit einem Win Win raus­ge­hen kann, das fin­de ich rela­tiv span­nend, weil das sind ja schon Kon­flik­te, wo man schon sagen wür­de, das ist eigent­lich ein kras­ser Kon­flikt. Also das ist ja, wenn, wenn, wenn sol­che Maß­nah­men ergrif­fen wer­den, ist es ja nicht mal eben so ein all­täg­li­ches Ding, son­dern schon etwas, was ein biss­chen ein biss­chen vehe­men­ter ist. Und selbst da wäre es noch mög­lich, dass man sagen kann, da gehen bei­de als Gewin­ner raus und ein­ver­nehm­lich sehr wahr­schein­lich sogar. Und das fin­de ich, fin­de ich schon sehr bemer­kens­wert. Jan Ja, und es ist auch, übli­cher­wei­se wür­de ich sagen, die Stu­fe, die uns am meis­ten noch im All­tag begeg­net, jetzt im pri­va­ten Bereich, dann sozu­sa­gen die Bezie­hung, die lang­fris­tig führst, die führst du eigent­lich aus, so dass man immer noch mit einer Win Win Situa­ti­on raus­kommt, der berühm­te Kom­pro­miss bei­spiels­wei­se. Oder eben das Akzep­tie­ren, dass man sagt, okay, dann, dann machen wir es jetzt so, wie du sagst und dann ist gut so, aber man man kann sich dann auch tat­säch­lich damit anfreun­den. Björn Dass man genau aus vol­ler Über­zeu­gung. Jan Genau so und das ist hier des­halb auch ein ganz, ganz wesent­li­cher Punkt in die­sem gan­zen Kon­flikt Modell. Denn ab hier, wenn das nicht gelingt, wird es dann schon deut­lich schwie­ri­ger. Bezie­hungs­wei­se kommt es jetzt auch zu Schä­den. Denn der nächs­te Schritt, wenn wir jetzt auf die­se Ebe­ne Win lose kom­men, geht dann schon dahin­ge­hend, dass man eben ver­sucht, auch ja sich Sym­pa­thi­san­ten zu suchen. Ver­bün­de­te, mit denen man jetzt gemein­sam die­sen Kon­flikt führt. Nach dem Mot­to Denkst du nicht auch, dass Per­son B da eigent­lich völ­lig falsch ist und und man jetzt hier eben auch in die­se Rich­tung ver­sucht Stim­mung zu machen? Tat­säch­lich? Björn Inter­es­sant ist ja, dass die­se die­se Stu­fe vier, also die­se Geschich­te mit Image und Koali­ti­ons­bil­dung, dass man, dass man sofort ver­sucht, eine Front zu schaf­fen oder sich Rücken­de­ckung zu holen, dass im geschäft­li­chen All­tag die Stu­fen 1 bis 3, also die­se Win Win Situa­ti­on, ganz oft, ganz, ganz schnell gehen, dass da, ich glau­be, nicht so sehr im fami­liä­ren oder pri­va­ten Umfeld, aber tat­säch­lich in die­sem geschäft­li­chen Umfeld die­se ers­ten drei Stu­fen ganz schnell durch­ge­reicht wer­den und man sofort ver­sucht, sich Ver­bün­de­te zu holen, weil sehr wahr­schein­lich dadurch, dass man sich in so einem geschäft­li­chen Umfeld auch eher der Gefahr in der Gefahr fühlt, dass das auf der Gegen­sei­te pas­siert. Hat viel­leicht viel mit erwar­tungs erwar­tun­gen zu tun und den din­gen, die man einem schon wider­fah­ren sind. Aber das beob­ach­te ich sehr häu­fig, wenn ich mit Geschäfts­kun­den spre­che, dass die sagen, dass das ganz schnell geht, dass die­se ers­ten drei Stu­fen ganz schnell vor­bei sind, es sofort dar­um geht, Fron­ten zu bil­den. Jan Und hier ist man jetzt auch schon dabei. Das ist qua­si gar nicht mehr allein um die Sache geht, son­dern es geht dar­um, jetzt die­sen Kon­flikt zu gewin­nen. Also eine Aus­sa­ge, die mir da in den Kopf kommt, ist Da geht es mir jetzt ums Prin­zip. Björn Ja, genau. Jan Ich will das jetzt auf jeden Fall umset­zen. Um das jetzt hier auch mal klar zu machen, dass ich hier das Sagen habe bei­spiels­wei­se. Und das heißt also, hier kom­men wir auch tat­säch­lich von dem eigent­li­chen The­ma weg und es geht noch ein­mal um ande­re Din­ge. Es geht um Hier­ar­chien, es geht um Macht. Es geht nicht mehr um die Sache. Björn Auto­ri­tät also tat­säch­lich auch wer hat mehr Auto­ri­tät hat. Das gibt es ja im Geschäft­li­chen ganz häu­fig, wenn neue Leu­te in so ein Team kom­men, dass dann Leu­te, die schon zehn Jah­re zum Bei­spiel da sind, sagen Ich habe aber viel mehr Auto­ri­tät, wie kann. Und dann geht es eigent­lich mehr dar­um und gar nicht mehr um den das eigent­li­che ursprüng­li­che The­ma. Und die nächs­te Stu­fe Gesichts­ver­lust schließt sich dann ja im Prin­zip direkt naht­los an, weil in dem Moment, wo wo man Fron­ten bil­det und das eigent­li­che The­ma außer Acht lässt oder außer Acht gelas­sen wird, geht es ja tat­säch­lich nur noch dar­um, sein Gesicht wah­ren zu wol­len, als der strah­len­de Sie­ger her­vor­zu­ge­hen, aus dem aus dem Kon­flikt und den ande­ren auch in sei­ne gefühlt für einen selbst rich­ti­gen Schran­ken zu ver­wei­sen. Jan Bzw auch einen Gesichts­ver­lust für das Gegen­über her­bei­zu­füh­ren. Und nach dem Mot­to Du bist da falsch, so wie du es machst, ist es nicht rich­tig. Und das muss jetzt qua­si hier auch öffent­lich bewie­sen wer­den, was natür­lich dazu führt, dass man hier eben auch einen enor­men Ver­trau­ens­ver­lust hat. Man kann da ganz schwie­rig, wenn man jetzt hier schon hin­kommt, tat­säch­lich auch wie­der gemein­sam auf den grü­nen Zweig kom­men. Das setzt vor­aus, dass die ande­re Per­son da auch viel ver­zeiht. Hier geht es auch um per­sön­li­che Ver­let­zun­gen, letz­ten Endes also immer noch auf nicht kör­per­li­cher Ebe­ne. Aber das ist natür­lich schon rela­tiv dras­tisch. Und die­ses, die­ser Gesichts­ver­lust und die­ses Druck machen, dann führt dann auch unwei­ger­lich zum nächs­ten Schritt, näm­lich dazu, dass dann tat­säch­lich auch drei Stra­te­gien, drei Sze­na­ri­en kom­men. Das heißt, es geht jetzt nicht mehr dar­um, nur die­se Sache zu kon­trol­lie­ren, son­dern es wird jetzt ver­sucht, über ande­re Dro­hun­gen das zu erwir­ken, was man eigent­lich möch­te. Das heißt also, es kommt so eine Wenn du nicht die­ses oder jenes tust, dann pas­siert fol­gen­des Situa­ti­on. Björn Genau. Also das wird ja schon. Ist ja schon rela­tiv bru­tal. Das kann man ja schon fast unter Erpres­sung ein­ord­nen, dass man sagt Wenn du jetzt nicht das, wenn du jetzt nicht mei­ne. Wenn du jetzt nicht akzep­tierst, dass ich mehr Macht­ha­ber als du oder wie auch immer. Dann hat das Kon­se­quen­zen. Dann wirst du XY erle­ben. Also das erlebt man ja auch ganz oft wie­der, wie jetzt schon, dass, wie ich eben schon mal erwähnt habe, auch im pri­va­ten Umfeld die­sen drit­ten Teil, das erlebt man ja auch, dass dann, wenn du dich jetzt nicht benimmst, dann gibt es heu­te Abend kein Fern­se­hen. Jan Sachen sozu­sa­gen. Und da kommt man dann auch genau zu dem Punkt, näm­lich die Fra­ge ist auch immer, wie glaub­wür­dig ist die­se Dro­hung? Und das spielt dann eben auch da rein, wie viel Macht oder Wir­kung die­se Dro­hung hat. Also wenn man jetzt im Bei­spiel nimmt, wobei das natür­lich jetzt schon weit weg ist, zumin­dest von dem inne­ren Bild, was ich jetzt gera­de hat­te im Kopf von Dro­hun­gen. Und man sagt, wenn du dich jetzt nicht benimmst, dann war­test du im Auto oder wie auch immer. Wenn man dann eben zwei­mal gemerkt hat, das pas­siert ja doch nicht, dann hat natür­lich auch die­se Dro­hung kei­ne kei­ne Wir­kung mehr. Aber wor­um es eigent­lich geht, ist natür­lich, dass es hier auch zu, ja unter Umstän­den dras­ti­schen Din­gen kom­men kann. Also im beruf­li­chen Umfeld kann das sein, wenn die­ses oder jenes nicht pas­siert, dann kün­di­ge ich oder dann wird gekün­digt. Oder eben auch, dass man sagt, dann been­den wir die­se Zusam­men­ar­beit oder so was. Das heißt, das ist schon so, dass man hier auch sagt, man ver­sucht jetzt mit allen Mit­teln, die ande­re Par­tei dazu zu bewe­gen ein­zu­len­ken, damit man selbst als Sie­ger her­vor­geht. Jan Und die ande­re Par­tei geht dann dem­entspre­chend als Ver­lie­rer her­vor. Björn Ja, ja und danach kommt Ebe­ne drei und die ist wirk­lich bit­ter. Das ist die lose lose Ebe­ne. Also bei­de wer­den ver­lie­ren und das fängt an mit der Stu­fe sie­ben, den soge­nann­ten begrenz­ten Ver­nich­tungs schlä­gen. Und das fin­de ich schon ganz krass, weil in dem Moment jeder eigent­lich akzep­tiert, dass er sel­ber Ver­lus­te in Anfüh­rungs­stri­chen hin­neh­men wird. Nur dann also unter der Vor­aus­set­zung, dass die Ver­lus­te des ande­ren grö­ßer sein wer­den. Und das ist natür­lich ganz krass, dass man, wenn man schon an so einem Punkt ist, wo man sagt Ja, das wird mir jetzt weh­tun, Haupt­sa­che, es tut dem ande­ren Mehr­wert mehr weh. Ja, dann ist man schon kein guter Mensch mehr. Das ist die, die die Mit­mensch­lich­keit schon sehr beein­träch­tigt. Jan Ja, also ich tu mich jetzt per­sön­lich schwer, dar­über zu urtei­len, wann jetzt wer ein guter Mensch ist, weil ja, was weiß ich. Ja. Björn Ja, ja, schon. Aber tat­säch­lich. Du weißt, was ich mei­ne. Du weißt, was ich mei­ne. Ja, ja, klar. Jan Auf jeden Fall. Man ver­lässt jetzt hier aber die Ebe­ne des Säbel­ras­seln, son­dern hier kommt dann tat­säch­lich auch schon der Säbel zum Ein­satz. Also wenn wir jetzt hier tat­säch­lich bei auch ande­ren Kon­flik­ten, die jetzt nicht im ein­fa­chen Bezie­hungs all­tag sind, dann wäre das hier tat­säch­lich auch ein Bei­spiel für eine krie­ge­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung, wo es nicht mehr dar­um geht, wenn mei­ne poli­ti­schen For­de­run­gen nicht erfüllt wer­den, dann pas­siert die­ses oder jenes, son­dern dass dann sol­che Din­ge auch unter Umstän­den in die Tat umge­setzt wer­den, wohl­wis­send, dass man auch Ver­lus­te auf eige­ner Sei­te hat. Das kann auch eine kör­per­li­che Aus­ein­an­der­set­zung sein in Bezie­hun­gen, also wo man sagt, dann hau ich dir mal eben eins auf die Müt­ze, wohl­wis­send, dass ich dafür viel­leicht eben bei­spiels­wei­se eine Anzei­ge kas­sie­re oder sons­ti­ge Din­ge. Oder dass das eben auch kein Ver­ständ­nis inner­halb wie­der­um eines ande­ren Kon­tex­tes fin­det, dass mir des­halb da Sank­tio­nen dro­hen. Also hier ist man auch bereit, selbst dafür zu zah­len, im Grun­de genom­men, dass man hier die­ses Ding noch irgend­wie durch­setzt. Björn Ja, klas­si­sches Bei­spiel ist ja zum Bei­spiel auch, dass das in part­ner­schaft­li­chen oder Tren­nungs Kon­flik­ten, dass dann dem, dem dem Expart­ner mal eben das Auto demo­liert wird. Sol­che Sachen ist natür­lich ein sehr extre­mes Geschich­te, aber das ist auch dann im Prin­zip schon die­se Stu­fe. Jan Ja, und dann geht es qua­si noch eine Stu­fe wei­ter, die Stu­fe der Zer­split­te­rung. Und in der soll auch sozu­sa­gen das Unter­stüt­zungs­sys­tem des Geg­ners. Geschwächt, zer­stört oder wie auch immer wer­den. Das heißt also, jetzt geht es hier nicht nur gegen mei­nen Geg­ner, son­dern auch gegen die Ver­bün­de­ten in die­sem Zusam­men­hang. Das kann also sein in einer, in einer Fir­ma, dass bei­spiels­wei­se. Also nicht nur dem Geg­ner gescha­det wird, son­dern auch den Mit­ar­bei­ten­den in irgend­ei­ner Wei­se der. Björn Abtei­lung. Jan Der Abtei­lung. Das kann im Pri­va­ten sein, dass eben wir auch ande­ren Men­schen scha­den. Zuge­fügt wird das natür­lich schon extrem. Es geht in einem Bezie­hungs Kon­flikt. Kann das dann sein, dass dann eben der Fami­lie drum her­um, even­tu­ell dann auch gegen­über anders gehan­delt wird, dass sie also mit rein­ge­zo­gen wer­den und das dem gescha­det kön­nen? Genau das kann sein, dass bes­te. Björn Freun­de oder so was wer­den, wenn wer­den, den wird gezielt gescha­det um Schmerz bei dem ursprüng­li­chen Ziel aus­zu­lö­sen. Das ist das ist schon sehr sehr nie­der­träch­tig dann in die­ser Pha­se. Jan Also es wird schon immer per­sön­li­cher und dras­ti­scher und. Björn Dann kommt Stu­fen und dann kommt Stu­fe neun und die letz­te Stu­fe. Und das ist. Also das möch­te ich nie erle­ben, aber das möch­te ich nie erle­ben, weil das bedeu­tet, dass die­ses gemein­sam in den Abgrund. Dann ist jede Par­tei im Prin­zip bereit, sich sel­ber zu ver­nich­ten, solan­ge es nur den Geg­ner mit ver­nich­tet. Also bei­spiels­wei­se, wenn ich jetzt, wenn ich jetzt ver­su­chen wir in einem geschäft­li­chen Kon­text zu blei­ben, wenn ich, wenn ich jetzt plei­te gehe, geht der ande­re auch plei­te, also gehe ich plei­te. Also ich reiß den ein­fach kom­plett aus, rei­ße mich selbst mit in den Abgrund. Haupt­sa­che das Gegen­über geht auch zugrun­de. Jan Rich­tig. Und das ist die natür­lich die extrems­te Form, die wirk­lich dann auch schon. Wie auch die Schni­der vor­ab natür­lich wirk­lich schlimm ist. Und wenn man sich da befin­det, dann ist es natür­lich schon extrem. Björn Also das ist zum Bei­spiel auch, dass das das abso­lu­te Sze­na­rio eines ato­ma­ren Kon­flikts. Also wenn man jetzt mal das Gan­ze geo­po­li­tisch nimmt, wäre ein Atom­krieg ja genau, das ist die höchs­te Form der Eska­la­ti­on, weil man ja genau weiß, das wür­de die eige­ne Ver­nich­tung mit aus­lö­sen, ob es einem dann egal wäre. Und so weit soll­te es natür­lich nicht kom­men. Auf gar kei­nen. Jan Fall. Rich­tig. Jetzt ist ein Punkt, den man auch noch mal her­aus­stel­len kann in die­sem Zusam­men­hang. Aus mei­ner Sicht kön­nen die­se Kon­flikt ebe­nen. Wenn man jetzt zwei Par­tei­en hat, unter­schied­lich durch­lau­fen wer­den. Das heißt also, es kann natür­lich so sein, dass Per­son A. Noch völ­lig in der Ebe­ne Wien Wien unter­wegs ist, zu sagen wir, wir spre­chen hier mit­ein­an­der und wir wol­len einen Dia­log auf­recht­erhal­ten. Und Per­son B ist aber schon irgend­wo im Bereich Wine­house unter­wegs oder schon lust­los und ist eigent­lich schon bereit, alles zu tun, nur um den um den Geg­ner zu zer­stö­ren. Das heißt, hier kann es auch Asym­me­trien geben inner­halb die­ser Kon­flikt Eska­la­tio­nen, wes­halb es unheim­lich wich­tig ist, ein Gespür dafür zu ent­wi­ckeln. Wie weit ist denn die­ser Kon­flikt eska­liert? Aus mei­ner Per­spek­ti­ve und auch aus der Per­spek­ti­ve des Geg­ners der geg­ne­ri­schen Par­tei. Denn es kann ja auch durch­aus sein, dass ein Ver­hal­ten von mir, was ich eigent­lich noch als in Ord­nung oder so etwas erach­te, beim Geg­ner einen Gesichts­ver­lust zur Fol­ge hat­te oder zumin­dest dort so emp­fun­den wird und was dann qua­si auch wie­der­um zu wei­te­ren Eska­la­tio­nen führt. Jan Das sieht man eben auch im poli­ti­schen Kon­text, bei­spiels­wei­se, dass dort eben auch Din­ge unter­schied­lich wahr­ge­nom­men wer­den. Und das hat man poli­tisch wie auch pri­vat oder beruf­lich. Björn Ja, und es ist ja auch wich­tig für die eige­ne Res­sour­cen Pla­nung. Weil wenn ich ver­su­che, einen einen wirk­lich guten und auf­rich­ti­gen Erklä­rungs­ver­such her­vor­zu­ru­fen, bei zu füh­ren, sel­ber mit jeman­dem, der eigent­lich nur noch dar­auf aus ist, dass ich mein Gesicht ver­lie­re, der da gar nicht mehr dar­an Inter­es­se zeigt. In dem Moment soll ich die Ener­gie woan­ders rein­ste­cken. Weil in dem Moment hel­fen dann ja eigent­lich nur noch drit­te. Das schaf­fen die bei­den Par­tei­en dann ja gar nicht mehr, weil in dem Moment mei­nen sie, wenn es so eine Asym­me­trie gibt, ist mein gan­zer guter Wil­le gar nicht mehr rich­tig ankommt. Und das bringt uns ja eigent­lich zu dem Punkt, was eigent­lich die Schluss­fol­ge­run­gen sind aus die­sen Ebe­nen und Stu­fen Sys­tem, also was man jetzt eigent­lich dar­aus für den All­tag mit­neh­men soll­te, weil es muss ja nicht gleich immer die Stu­fe neun sein, dass man, dass man in einem Kon­flikt steht, wo man mit in den Abgrund geht, nur damit irgend­wo anders auch im Abgrund lan­det. Das soll­te ja nicht die Regel sein. Aber was kön­nen wir dann? Björn Die, die als, als, als biss­chen, als Leit­plan­ken dafür für den All­tag neh­men? Was die? Was die­ses Modell angeht, was wären da gute, gute Vor­ge­hens­wei­sen, die uns hel­fen, Kon­flik­te im All­tag zu lösen? Jan Ja, also aus mei­ner Sicht ist Schritt eins erst­mal und das muss die obers­te Maxi­me sein, Kon­flik­te so früh wie mög­lich ver­su­chen zu lösen. Also bes­ten­falls wird es gar nicht erst zu einem Kon­flikt, son­dern eine Mei­nungs­ver­schie­den­heit kann auch schon aus dem Weg geräumt wer­den, bevor dar­aus über­haupt eine Ver­här­tung ent­steht. Das heißt also, man kann sagen, je wei­ter die­ser Kon­flikt eska­liert, des­to schwie­ri­ger wird es da irgend­wie noch auf einen grü­nen Zweig zu kom­men oder so raus­zu­ge­hen, dass das bei­de Sei­ten damit leben kann. Björn Es ist mei­ner. Einer mei­ner Lieb­lings­sät­ze ist ja Ver­mei­dung ist die Wur­zel allen Übels. Und das ist trifft genau­so dar­auf auch zu. Je län­ger man es ver­mei­det, des­to höher ist die Gefahr, dass man in einer Ebe­ne lan­det, wo es eben kei­nen Win win mehr gibt, wo es eben kein gemein­sa­mes Wir kom­men da bei­de gut raus mehr gibt. Je län­ger man es ver­mei­det, so einen Kon­flikt anzu­ge­hen, des­to höher ist die Gefahr. Jan Genau. Und grund­sätz­lich kann man auch sagen, dass je wei­ter man sich in die­ser Eska­la­ti­on befin­det, das heißt je wei­ter man da die­se Stu­fen run­ter schrei­tet, des­to. Eher wird es auch erfor­der­lich, dass eine neu­tra­le Par­tei dazu kommt, um zu ver­mit­teln. Also die­se klas­si­sche Media­ti­on da zwi­schen Kon­flikt­par­tei­en zu ver­mit­teln und hier irgend­wie auch noch Lösungs Ange­bo­te zu machen, die dann akzep­tiert wer­den, weil qua­si auch die Kom­mu­ni­ka­ti­ons bereit­schaft zwi­schen den bei­den par­tei­en natür­lich mit fort­schrei­ten­der eska­la­ti­on des kon­flikts immer wei­ter abnimmt. Das heißt irgend­wann brau­che ich jeman­den, der hier ver­mit­teln kann oder das kann zumin­dest hel­fen. Björn Und das ist natür­lich jetzt ganz span­nend für das Umfeld von sol­chen Kon­flik­ten oder zum Bei­spiel für Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten oder Vor­ge­setz­te, die sol­che Kon­flik­te viel­leicht beob­ach­ten, dass das auch Momen­te sind, wo man ein­schrei­ten muss, weil es ja hier Ebe­nen und Stu­fen gibt, wo die ein­zel­nen Par­tei­en gar nicht mehr allei­ne da raus kön­nen. Also sie kön­nen sich allein da nicht mehr her­aus­hel­fen. Und da ist es für das Umfeld extrem wich­tig. Ich glau­be, das ist für gera­de für für Men­schen in Füh­rungs­ver­ant­wor­tung ganz ent­schei­dend. Halt auch zu erken­nen, in wel­chem. Ab wel­chem Moment muss ich mich ein­mi­schen, ab wel­chem Moment muss ich ver­su­chen, hier eine Media­ti­on her­bei­zu­füh­ren? Und das ist nicht immer ein­fach, wenn man so wirk­lich Men­schen hat, die so in die­sen Ebe­nen zwei und drei sich befin­den, wo es gar nicht mehr um die Sache geht, son­dern nur noch um Gesichts­ver­lust oder oder als sel­ber nur als Sie­ger her­vor­ge­hen und wo es auch völ­lig egal ist am Ende, Haupt­sa­che der ande­re, dem ande­ren tut’s weh. Das noch auch als Drit­ter auf so zu lösen, dass es eben nicht zu einer Kata­stro­phe kommt, ist gar nicht so ein­fach. Björn Und ich glau­be es ganz wich­tig, dass man das erkennt und dass man des­we­gen auch weiß Ist das jetzt was, wo ich mich ein­schal­ten soll­te? Weil da ist es not­wen­dig, dass von außen Hil­fe kommt. Jan Und je nach­dem, wie das erfolgt, kann das eben bei­spiels­wei­se durch Media­ti­on erfol­gen. Es ist aber zum Bei­spiel auch ein nicht unüb­li­cher, also im beruf­li­chen Kon­text nicht unüb­li­cher Ansatz, dass hier auch bei­spiels­wei­se ein­fach ohne Media­ti­on im eigent­li­chen Sin­ne eine drit­te Mei­nung rein­ge­holt wird, zum Bei­spiel das jetzt auch als Unter­neh­mens­be­ra­ter, durch­aus von Zeit zu Zeit, dass es Pro­jek­te gibt, in denen ein­fach eine neu­tra­le Mei­nung mit rein­ge­holt wird. Da wird dann auch durch­aus mit den ein­zel­nen Par­tei­en dar­über gespro­chen Was ist eigent­lich eure Ziel­vor­stel­lung? Dann gibt es aber qua­si eine neu­tra­le Par­tei, die eben gar nicht in die­sen gan­zen Kon­flikt mit drin ist, der man sei­ne Ansicht sozu­sa­gen äußert. Und die ver­sucht dann im Grun­de genom­men, dar­aus ein Gesamt­kon­zept oder so etwas zu erstel­len, womit dann nach Mög­lich­keit ein Kon­sens erzielt wer­den kann. Und manch­mal ist es ja schon so, dass wenn eine ande­re Per­son als die Kon­flikt­par­tei die gegen­über­lie­gen­de eine Idee äußert, dass das schon dazu füh­ren kann, dass es eher Akzep­tanz fin­det, als wenn es halt eben von die­ser einen Per­son oder Par­tei kommt. Das heißt also hier, wie gera­de schon gesagt, je wei­ter die­ser Kon­flikt fort­schrei­tet, des­to wich­ti­ger wird es, dass im Grun­de genom­men neu­tra­le Par­tei­en in irgend­ei­ner Art und Wei­se damit rein­ge­hen, um hier zu ver­mit­teln. Björn Und das glau­be ich auch ganz, ganz wich­tig, hier die­sen schö­nen Begriff der Kon­flikt­fä­hig­keit auch noch mal kurz zu erwäh­nen. Das ist ja etwas, was auch zum Bei­spiel in Per­so­nal­füh­rung ganz oft wich­tig ist Wie kon­flikt­fä­hig ist jemand? Und da spre­chen wir ja wirk­lich immer im Prin­zip nur von Stu­fe 1 bis 3, weil ab Stu­fe vier, also sobald man sich in die­ser zwei­ten Ebe­ne befin­det, wo es win lose ist, eine Kon­flikt­fä­hig­keit gar nicht mehr viel bringt, weil man ja eigent­lich ab dem Moment schon sagen kann, da kön­nen die Par­tei­en sich allei­ne fast nicht mehr allei­ne her­aus­hel­fen und. Es wäre eine eine rie­si­ge Leis­tung von Selbst­re­fle­xi­on, wenn jemand, der sich schon in Ebe­ne zwei befin­det, also Win­dows, dann noch zu sagen Moment, jetzt hole ich mir mal hier Hil­fe, weil ich will die­sen Kon­flikt gelöst haben, das ist sehr, sehr unwahr­schein­lich. Und da sind die Leu­te, die von außen kom­men, sehr, sehr viel wich­ti­ger. Jan Und da bin ich jetzt aber bei einem mei­ner Lieb­lings­the­men, und das ist näm­lich genau das The­ma Selbst­re­fle­xi­on. Sich da tat­säch­lich regel­mä­ßig zu hin­ter­fra­gen. Weil nur weil die­ses Modell so auf­ge­baut ist, heißt es ja nicht, dass es immer so kom­men muss. Und viel­leicht ist der einen oder ande­ren Per­son auch schon mal bewusst gewor­den, dass man sich viel­leicht auch mal in einen Kon­flikt ver­rennt und eher zu weit geht. Und das ist eigent­lich auch mein mei­ne Über­zeu­gung oder mein Appell qua­si an jede Per­son. Sich auch tat­säch­lich da regel­mä­ßig zu hin­ter­fra­gen, wenn man fest­stellt, man ist hier auf einer sol­chen abwärts Trep­pe unter­wegs und es geht hier qua­si Stu­fe um Stu­fe run­ter. Sich dann noch mal zu hin­ter­fra­gen Ist das ein Kon­flikt, der aus­ge­tra­gen wer­den muss? Muss es hier ums Prin­zip gehen? Kann ich gege­be­nen­falls nicht viel­leicht doch mit der ande­ren Mei­nung leben? Oder gibt es viel­leicht eine Mög­lich­keit, hier doch auf einen Kon­sens zu kom­men? Und so habe ich aus mei­ner Sicht auch jeder­zeit die Mög­lich­keit, hier aus die­ser Spi­ra­le aus­zu­stei­gen oder die­se Trep­pe nicht wei­ter hin­un­ter zu gehen und zu sagen Nein, ich möch­te jetzt hier wie­der woan­ders hin und zumin­dest das Ange­bot zu machen. Jan Aber das kann qua­si nur jede Par­tei, jede Per­son für sich selbst ent­schei­den. Des­halb ist das so wich­tig, dass man da selbst­re­flek­tiert ist und da auch drü­ber nach­denkt. Björn Und es ist dann natür­lich ganz gut, wenn man sich über die­ses Pha­sen Modell bewusst ist und auch über die­se Mög­lich­keit der Syn­chro­ni­zi­tät bewusst ist. Weil selbst wenn ich in dem Moment ent­schei­de, okay, im Moment geht es ein biss­chen zu weit, ich gehe jetzt mal eine Stu­fe zurück, ich ver­su­che das zu dees­ka­lie­ren. Das ist ja auch eine Stra­te­gie, aber das Gegen­über kriegt das gar nicht mehr hin. Also dass man dann nicht anfängt, wie­der mit auf die glei­che Stu­fe zu sprin­gen, son­dern sich dann wirk­lich exter­ne Hil­fe holt. Jan Na? Ja, das war ein Par­force­ritt durch das Eska­la­ti­ons­spi­ra­le Modell jetzt hier von Fried­rich Gla­se und wir hof­fen, es war für euch infor­ma­tiv und inter­es­sant. Ich fin­de es immer wie­der ganz erstaun­lich, wenn man ein­fach ver­sucht, mit ein­fa­chen Mit­teln kom­ple­xe Sach­ver­hal­te dar­zu­stel­len, wie eben das hel­fen kann, hier ein Gesamt­bild zu bekom­men. Und wir freu­en uns natür­lich auf Eure Rück­mel­dung dazu, wie ihr Kon­flik­te wahr­nehmt, was euch viel­leicht auch für Kon­flik­te bereits begeg­net sind, wie ihr damit umge­gan­gen seid. Und wir freu­en uns auf Euer Feed­back und freu­en uns natür­lich noch mehr, nächs­te Woche wie­der mit euch zu spre­chen bzw euch einen neu­en Pod­cast zu lie­fern. Und ja, ver­ab­schie­den uns bis dahin. Und ich sage Auf Wie­der­hö­ren. Björn Und ich sag ein­fach Bis bald. Jan Bis zum nächs­ten Mal. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Konflikte, Podcast --- ### [Warum sind negative Gefühle etwas Positives?](https://bobach-coaching.de/podcast-negative-gefuehle/) **Published:** Juli 8, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Nega­ti­ve Gefüh­le sind etwas Posi­ti­ves? Wie ist das mög­lich? Ste­hen wir hier unter zwang­haf­tem, posi­ti­ven Den­ken? Mit­nich­ten – es geht hier um einen gesun­den Umgang mit nor­ma­len, *nicht posi­ti­ven* Gedan­ken. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich über­le­gen in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast"), wie man einen guten Umgang mit sol­chen Emo­tio­nen erler­nen und trai­nie­ren kann und dies im All­tag gewinn­brin­gend ein­setzt. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Björn Bob­ach und mir Jan Fran­ke. Björn Hal­lo Jan. Jan Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, was man viel­leicht auf den ers­ten Blick als Para­do­xon bezeich­nen könn­te. Wir spre­chen näm­lich über die posi­ti­ven Aspek­te von nega­ti­ven Gefüh­len. Also war­um sind nega­ti­ve Gefüh­le eigent­lich etwas Posi­ti­ves? Das klingt jetzt erst­mal viel­leicht etwas irre­füh­rend. Björn. Björn Ja, oder es klingt nach zwangs­haft posi­ti­vem Den­ken. Ich dre­he mir alles so, dass es was Posi­ti­ves ist. Das könn­te man da auch rein­in­ter­pre­tie­ren. Wir haben ja auch schon ein biss­chen uns dar­über aus­ge­tauscht, wie wir die­se Fol­ge eigent­lich nen­nen wer­den. Zu die­ser Zeit vom Auf­neh­men haben wir uns dafür auch noch nicht fest­ge­legt. Aber eine Geschich­te war ja zum Bei­spiel. Nega­ti­ve Gefüh­le lie­ben ler­nen. Und ich glau­be, wir soll­ten damit anfan­gen, die Vor­aus­set­zun­gen dafür viel­leicht zu erklä­ren. Ich glau­be, was dahin­ter steht, ist ja erst mal, dass man Gefüh­le, egal ob posi­tiv oder nega­tiv, halt auch anneh­men muss. Also dass man die erst mal anneh­men muss und zu sei­nen eige­nen Gefüh­len auch erklärt und sich nicht davon distan­ziert. Also nicht Glau­bens­sät­ze ins Spiel brin­gen, die sagen So was darf ich nicht emp­fin­den, so was darf ich nicht füh­len, ich darf nicht unglück­lich sein und ich darf auch nicht, viel­leicht sogar nicht fröh­lich sein. So was gibt es ja alles. Und gera­de bei nega­ti­ven Emo­tio­nen ten­die­ren wir Men­schen ja ger­ne dazu, die los­wer­den zu wol­len. Björn Also ganz schnell weg damit! Oh Gott, ich wer­de ich krie­gen. Komi­sches Gefühl, das muss ganz schnell weg. Und damit sind wir ja schon fast am Kern, war­um sie was Posi­ti­ves sind, oder? Jan Ja, also die Fra­ge ist tat­säch­lich Was wol­len uns unse­re Gefüh­le denn mit­tei­len? Und grund­sätz­lich gibt es ja einen Grund, war­um wir so emp­fin­den, wie wir emp­fin­den. Das heißt, wenn wir posi­ti­ve Gefüh­le haben, wenn wir nega­ti­ve Gefüh­le haben, dann hat das etwas damit zu tun, was wir viel­leicht erwar­tet haben ob unse­re Erwar­tun­gen erfüllt wor­den sind, ob wir even­tu­ell Sor­gen haben, ob wir Wün­sche haben, Hoff­nung. Und so wei­ter und so fort. Es gibt also ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Arten von Gefüh­len, und die kom­men uns in uns her­vor, weil wir eine bestimm­te Vor­stel­lung haben von bei­spiels­wei­se der Zukunft, von dem, was wir uns wün­schen für den jet­zi­gen Moment. Und so resul­tie­ren sie ja aus einer, aus einer Vor­stel­lung, die wir haben, oder auch aus einem gesam­ten Kon­strukt im End­ef­fekt. Und das heißt, die­se Gefüh­le, die spie­gel uns auch etwas wie­der oder haben auch eine Bot­schaft letz­ten Endes und sagen uns etwas über uns und unse­re aktu­el­le Situa­ti­on. Und das ist das Wert­vol­le an Gefüh­len, egal ob posi­tiv oder nega­tiv. Jan Man kann ja, mei­ne ich, zwei Din­ge unter­schei­den über die Men­schen sich, die sich steu­ern und über über die das Gehirn ver­sucht, uns zu steu­ern. Das ist einer­seits, dass wir ger­ne Freu­de emp­fin­den wol­len und wir wol­len ger­ne Schmerz ver­mei­den. Das sind so die bei­den Pole, wie unser Gehirn funk­tio­niert. Und dar­aus resul­tie­ren dann letz­ten Endes auch unter­schied­li­che Gefüh­le, die dann eben auf uns zukom­men und die wir natür­lich auch unter­schied­lich in uns wir­ken. Björn Ich glau­be, es ist ganz wich­tig, dass wir direkt auch vor­ab noch mal sagen, dass das sich natür­lich auf den gesun­den Geist, auf die gesun­de Psy­che bezieht. Wenn man jetzt eine eine Angst­stö­rung hat oder irgend­et­was der­glei­chen und viel­leicht bes­ser zu einem Psy­cho­the­ra­peu­ten gehen muss, dann muss man mit sei­nen Gefüh­len natür­lich anders umge­hen. Das soll­te man viel­leicht vor­aus­schi­cken. Aber ja, genau. Gefüh­le haben eine Nach­richt. Gefüh­le haben 111 Funk­ti­on, egal ob sie posi­tiv oder nega­tiv sind. Und ich habe neu­lich noch den schö­nen Spruch gele­sen, dass man für jedes Gefühl, das man emp­fin­den kann, dank­bar sein soll­te, wenn es etwas ganz Beson­de­res ist, ein Gefühl zu emp­fin­den. Und das, was du sagst, wir wol­len Freu­de emp­fin­den und Schmerz ver­mei­den, bringt uns auch schon dazu, war­um mit nega­ti­ven Gefüh­len oft­mals nicht so pro­duk­tiv umge­gan­gen wird. Weil die wol­len wir schnell los­wer­den, wie ich schon gesagt habe. Und dann hören wir da viel­leicht nicht mehr rich­tig hin, son­dern star­ten Ablen­kung. Aktio­nen kom­pen­sie­ren das mit was ande­rem. Da gibt es ja alle mög­li­chen Aus­wüch­se. Björn Ich habe nega­ti­ves Gefühl, dann kau­fe ich mir schnell was oder viel­leicht wer­de ich süch­tig. Ich grei­fe zur Dro­ge, um das los­zu­wer­den. Sol­che Geschich­ten, anstatt die­se nega­ti­ven Gefüh­le anzu­neh­men und als ein Werk­zeug zu sehen, dass das unser Geist, unser unse­re, unser Bewusst­sein nutzt, um uns etwas mit­zu­tei­len. Und jetzt kann man sich natür­lich fra­gen Nega­ti­ve Gefüh­le? Was wol­len die uns denn mit­tei­len, außer dass sie unan­ge­nehm sind? Jan Ja, und ich kom­me jetzt noch ein­mal von der Gegen­sei­te, von den posi­ti­ven Gefüh­len. Wenn wir die emp­fin­den, dann ist es in der Regel so, dass wir den Ein­druck haben, wir sind eigent­lich auf dem rich­ti­gen Weg und das, was wir tun, tut uns irgend­wie gut. Und genau­so ist es letz­ten Endes auch anders betrach­tet bei nega­ti­ven Gefüh­len. Wenn wir nega­ti­ve Emp­fin­dun­gen haben, dann stel­len wir erst mal fest, dass wir in der Situa­ti­on, wie wir gera­de sind, in den Rah­men­be­din­gun­gen usw, dass uns das nicht gut tut und dass wir das eigent­lich nicht so haben wol­len. Des­halb wol­len wir auch im End­ef­fekt die­se Gefüh­le los wer­den bzw nicht dau­er­haft erhal­ten oder kul­ti­vie­ren. Und genau das ist der Punkt. Denn in dem Moment, wo wir nega­ti­ve Gefüh­le haben, kön­nen wir erst mal fest­stel­len Hier gibt es eigent­lich eine Situa­ti­on, die mir nicht gut tut und die ich so nicht haben möch­te. Das heißt, eigent­lich ist es ein Mer­ke und ein und wie ein Alarm oder Wecker ein Hin­weis dafür, dass sich etwas ändern muss oder soll­te, wenn ich mich wie­der etwas posi­ti­ver füh­len möch­te. Björn Und das muss man ja nicht mehr so tota­li­tär sehen im Sin­ne von auf dem rich­ti­gen Weg. Weil du eben gesagt hast, wenn ich ein posi­ti­ves Gefühl habe, bestärkt mich das, dass ich mich auf dem rich­ti­gen Weg befin­de. Heißt ja ein nega­ti­ves Gefühl nicht gleich auto­ma­tisch. Das ist jetzt der völ­lig fal­sche Weg. Aber es gibt einen Aspekt in die­ser momen­ta­nen Situa­ti­on, der offen­sicht­lich nicht zu mir passt oder zu mei­nen Bedürf­nis­sen passt. Und das ist wun­der­bar, wenn man so was wahr­neh­men kann und damit kon­struk­tiv umgeht, weil das sehr, sehr vie­le Pro­ble­me eigent­lich ver­mei­den kann. Neh­men wir mal Bezie­hung. Wenn ich eine in einer bestimm­ten Situa­ti­on ein nega­ti­ves Gefühl bekom­me, habe ich ja zwei Mög­lich­kei­ten. Das eine ist, ich spre­che das an, weil ich mer­ke, irgend­was stimmt nicht. Und ich sage zu mei­nem Part­ner Hör mal, das fühlt sich für mich jetzt nicht so gut an, gera­de was wir hier vor­ha­ben oder wie wir mit der Situa­ti­on umge­hen oder was auch immer, dass die eine kon­struk­ti­ve Lösung die ande­re ist. Ich drü­cke das nega­ti­ve Gefühl weg, weil ich will es ja nicht haben, ich möch­te es ja schnell wie­der los­wer­den und ich über­ge­he das. Björn Das wird der Weg in ein Bezie­hungs­pro­blem sein, wür­de ich ver­mu­ten. Und das kann man eigent­lich auf alle mög­li­chen ande­ren Situa­tio­nen über­tra­gen, wenn man mit einem einem nega­ti­ven Gefüh­le, also einem Warn­si­gnal, das uns unse­re Psy­che schickt, nicht rich­tig umgeht, son­dern es mög­lichst schnell los­wer­den will, passt auch wie­der einer mei­ner Lieb­lings­sät­ze, den ich ja in letz­ter Zeit rela­tiv häu­fig zitie­re. Jan Ich glau­be, ich ahne schon. Björn Ver­drän­gung ist die Wur­zel allen Übels. Jan Der Ver­mei­dung. Björn Oder Ver­mei­dung. Ja, kann es bei­des machen? Ver­mei­dung ist die Wur­zel allen Übels. Fast genau­so. Das heißt also, ich muss mich mit dem nega­ti­ven Gefühl vor allem zu aller­erst aus­ein­an­der­set­zen? Jan Genau. Und das Inter­es­san­te ist ja, dass die­se Gefüh­le oder die­se Signa­le, die kön­nen auf ganz, ganz unter­schied­li­che Art und Wei­se kom­men. Das kön­nen Gefüh­le sein, wie du jetzt gera­de sag­test, dass man das Gefühl hat, also viel­leicht auch stö­ren, also Gedan­ken, die einen da beschäf­ti­gen, kann das kei­ne Trau­rig­keit sein, Nie­der­ge­schla­gen­heit, eine Ent­täu­schung, sol­che Din­ge. Das kön­nen aber auch Kör­per Signa­le sein, das kön­nen sein, das kann der berühm­te Kloß im Hals, der der Magen, der sich zusam­men­zieht, sein. Das kann Rücken­schmer­zen sein, Kopf­schmer­zen, die man emp­fin­det, weil einen eine Situa­ti­on so beschäf­tigt. Das heißt also auch Stress oder eben nega­ti­ve Emp­fin­dun­gen, Gedan­ken usw. Die kön­nen sich also auch durch­aus kör­per­lich äußern und da kann es auch sinn­voll sein, mal in die eine oder ande­re Rich­tung da hin­ein­zu­hö­ren und zu über­le­gen Sind mir mein Kör­per da gera­de irgend­ei­ne Bot­schaft? Das ist nicht eso­te­risch gemeint, das ist ja auch aus der Stress Washing­ton For­schung tat­säch­lich nach­ge­wie­sen. Wir hat­ten vor kur­zer Zeit das The­ma Men­tal Load, wo es ja auch dar­um ging, die psy­chi­sche Belas­tung durch­aus auch über vita­le Para­me­ter wie dem­entspre­chend Herz­schlag und nach­ge­wie­sen wer­den kann. Jan Und so ist es halt eben nicht nur mit Herz­schlag, son­dern eben auch mit tat­säch­lich kör­per­li­chen Emp­fin­dun­gen. Wie gera­de schon gesagt, auch Schmer­zen. Und so wei­ter und so fort. Björn Und die­ses Ver­mei­den von sol­chen Geschich­ten ist dann eigent­lich eine Her­aus­for­de­rung, wenn man es nicht anders gelernt hat. Dass es die­ses Anneh­men von auch nega­ti­ven Gefüh­len, Miss­stim­mun­gen, auch das, dass man das auch zulässt, dass man miss­ge­stimmt ist wegen etwas, fällt vie­len nicht leicht, weil wir ja oft auch die­se Glau­bens­sät­ze mit uns her­um­tra­gen. Nur stell dich nicht so an! Sei nicht so schnell belei­digt. Sei. Sei kri­tik­fä­hig oder was auch immer. Man muss kom­pro­miss­be­reit sein, egal was. Also was auch immer für Glau­bens­sät­ze da in einem wer­keln. Und ich spre­che da auch aus Erfah­rung. Tat­säch­lich, weil ich das auch von mir sel­ber ken­ne, dass ich oder kan­te, muss ich dazu sagen, dass ich bei so nega­ti­ven Gefüh­len ganz schnell gedacht habe Nun komm, das machen wir mal! Das kommt mal, schie­be ich mal bei­sei­te. Das ist nicht so wich­tig und das will ich gar nicht. Und das hat mir am Ende dann viel mehr Pro­ble­me berei­tet, als als wenn ich mich direkt damit kon­fron­tiert hät­te. Und das bezieht sich jetzt ja nicht nur auf Bezie­hun­gen. Björn Es geht ja zum Bei­spiel auch um Situa­tio­nen im Beruf, mit Vor­ge­setz­ten, mit Geschäfts­part­nern, wo einen so was viel­leicht über­rascht, dass auch da Gefüh­le auf ein­mal ins Spiel kom­men. Und das fühlt sich irgend­wie nicht rich­tig an, dann ein­fach so zu sagen durch ich power da jetzt durch und ich igno­rie­re das kann enor­me Pro­ble­me ver­ur­sa­chen. Und da kann man eigent­lich nur sagen, lie­ber damit aus­ein­an­der­set­zen und das früh­zei­tig the­ma­ti­sie­ren, bevor es hin­ter­her ein Rie­sen­berg wird. Jan Auch dazu. Wir hat­ten ja neu­lich das The­ma Intui­ti­on und da haben wir eben auch dar­über gespro­chen, wie eben auch das Bauch­ge­fühl da hat einem die Rich­tung wei­sen kann. In die­sem Zusam­men­hang ein ande­rer Aspekt, den du jetzt auch gera­de genannt hat, es war, dass man eben die­se nega­ti­ven Gefüh­le auch zulässt. Und das heißt jetzt aber auch für mein Ver­ständ­nis jetzt nicht zwin­gend, dass man sich dar­in suh­len muss. Also man muss sich jetzt auch nicht dar­in dar­in kom­plett gehen las­sen und sagen, auch mir geht es so schlecht oder so etwas. Es geht ja auch nicht dar­um, dass man es jetzt aus­kos­ten muss oder lan­ge aus­hal­ten muss oder so etwas, son­dern die Fra­ge ist ja in die­sem Zusam­men­hang zumin­dest so fin­de ich das, dass es eben nicht dar­um geht zu sagen, da kommt irgend­was Nega­ti­ves, damit set­ze ich mich nicht aus­ein­an­der, son­dern ich set­ze mich damit aus­ein­an­der und fra­ge mich auch Woher kommt das, dass ich mich so füh­le? Was ist denn die Bot­schaft dahin­ter und wie möch­te ich damit umge­hen? Und selbst­ver­ständ­lich ist es, fin­de ich, völ­lig in Ord­nung, dass wenn man sich damit aus­ein­an­der­ge­setzt hat, dass man dann auch ver­sucht, sich wie­der ins Posi­ti­ve zu bewe­gen. Jan Also habe ich zumin­dest gro­ße Freu­de dar­an, weil ich das lie­ber Mag. Aber genau das ist halt eben die Sache. Aber auch da ist es so Alles braucht viel­leicht auch sei­ne Zeit, denn es gibt natür­lich eben auch Gefüh­le wie Trau­er, viel­leicht auch mal Ent­täu­schung oder so was, die man viel­leicht auch ein­fach mal zulas­sen muss darf soll­te, um ja auch sich tat­säch­lich ganz­heit­lich mit den Din­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen und nicht nur ratio­nal abzu­ha­ken. Das The­ma ist jetzt erle­digt und jetzt geht das Pro­gramm wei­ter. Son­dern dass man sich mal etwas Zeit dafür nimmt, ja auch da, sich mal hin­ein­zu­füh­len und zu über­le­gen Was sagt mir das, was gibt mir das und wie möch­te ich auch damit umge­hen? Björn Ja, natür­lich ist das über­trie­be­ne Suh­len, wie du es jetzt genannt hast, in nega­ti­ven Gefüh­len über­haupt nicht das, wovon wir spre­chen. Das gilt ja genau­so für die posi­ti­ven Gefüh­le. Wenn ich egal wel­ches Extrem, also wenn ich jemand bin, der immer hyper posi­ti­ven alles ist super, alles rosa­rot ist, ist das natür­lich genau­so wenig för­der­lich wie jemand, der sich in ein nega­ti­ves Gefühl stürzt und in die Welt hin­aus­po­saunt. Mir geht es so schlecht. Da ste­hen ja ganz ande­re Din­ge hin­ter. Und da ist dann auch die Fra­ge, ob das im Coa­ching so rich­tig ist. Dann, ob man über­haupt als Coa­ches hier wir­ken soll. Aber natür­lich, die Extre­me sind da. Wie immer ist die gol­de­ne Mit­te das, was wir eigent­lich anstre­ben. Was sind denn die Vor­aus­set­zun­gen dafür, aus nega­ti­ven Gefüh­len Kapi­tal zu schla­gen, dei­ner Mei­nung nach? Ich wür­de als aller­ers­tes tat­säch­lich sagen, man muss pas­sen­de Glau­bens­sät­ze mit sich tra­gen, die zulas­sen, dass man nega­ti­ve Gefüh­le über­haupt erst mal annimmt. Jan Ja, das kann ein Punkt sein. Oder man braucht die Acht­sam­keit, sich nicht zu sehr damit zu iden­ti­fi­zie­ren. Also ein gro­ßer Punkt auch inner­halb der Acht­sam­keits­me­di­ta­ti­on ist ja bei­spiels­wei­se der Punkt, dass man ver­sucht, eine Distanz zu schaf­fen, zu Gefüh­len und zu Gedan­ken. Also, dass man nicht sagt. Mir geht es schlecht. Son­dern dass sie die Wahr­neh­mung ist. Wenn ich mich dar­auf kon­zen­trie­re. Wenn ich acht­sam bin. Ich habe hier gera­de nega­ti­ve Gefüh­le. Das ist ein Unter­schied, ob ich sage, mir geht es schlecht oder ich habe da nega­ti­ve Gefüh­le, denn ich habe dann auch eine ande­re Art und Wei­se, damit damit umzu­ge­hen. Das heißt, eine gewis­se, eine gewis­se Distan­zie­rung. Die Mög­lich­keit, dass man sich im Prin­zip von die­sen Gefüh­len auch distan­zie­ren kann, ist aus mei­ner Sicht eine Vor­aus­set­zung, um damit umge­hen zu kön­nen. Weil wenn ich ein­fach nur sage, mir geht es fürch­ter­lich und ich kann gar nicht klar den­ken, dann kann ich damit eigent­lich auch nicht kon­struk­tiv umge­hen. Björn Ja, das wäre ja wie­der ein extrem Zei­chen eigent­lich, dass da viel­leicht was ande­res hin­ter steht, wenn man sich die­sen nega­ti­ven Gefüh­len total aus­ge­lie­fert fühlt. Also eine gewis­se Distanz, füh­rungs­fä­hig­keit, eine Abs­trak­ti­on, Unfä­hig­keit. Fin­de ich auch gut. Und ich glau­be, was auch wich­tig ist, ist, dass man. Ja, dass man sich das ein­ge­steht, dass man sich das erlaubt. Das ist, glau­be ich, ganz wesent­lich, weil das hat­ten wir auch in der Fol­ge zu posi­ti­vem Den­ken, dass das die­ses extre­me Nein, ich muss immer alles posi­tiv sehen, das ist es eben nicht, son­dern man muss sich das auch wirk­lich erlau­ben, dass man ein Mensch mit allen Facet­ten ist und dass die­se nega­ti­ven Gefüh­le dazu zu einem selbst gehö­ren und eine Funk­ti­on erfül­len, näm­lich eine war­nen­de Funk­ti­on, in der Regel eine war­nen­de Funk­ti­on, eine steu­ern­de Funk­ti­on haben. Und ich glau­be, wenn man sich des­sen bewusst ist und sich denen nicht aus­ge­lie­fert fühlt, kann man mit sol­chen Momen­ten ungleich nicht krea­ti­ver, aber kon­struk­ti­ver umge­hen, als wenn man sich des­sen nicht bewusst ist. Jan Ja. Ein wei­te­rer Weg, wie das natür­lich mög­lich wird, ist, wenn man jetzt Es gibt auch durch­aus schwie­ri­ge Situa­tio­nen im Leben, wo man viel­leicht auch emo­tio­nal auf­ge­wühl­ter ist oder so, und dass man sich dann auch ein­fach noch mal eine exter­ne Per­spek­ti­ve mit dar­auf holen. Also ent­we­der durch das Gespräch mit einer Freun­din, mit einem Freund, durch das Gespräch mit einem Coach, durch das Gespräch mit einem ande­ren Men­schen, der einem geeig­net scheint, um über die­ses The­ma gemein­sam zu reflek­tie­ren. Und der dann viel­leicht auch mal wie­der einen Blick dar­auf zeigt, dass es viel­leicht gar nicht so schlimm ist oder das eben auch ande­re Mög­lich­kei­ten sind, die­se Sache zu betrach­ten. Björn Ja. Ja. Wir hof­fen, dass ihr mit euren nega­ti­ven Gefüh­len und ich wür­de es jetzt schon fast in Anfüh­rungs­stri­che set­zen auch ein wenig kon­struk­ti­ver und posi­ti­ver umgeht nach die­ser Fol­ge. Wir bedan­ken uns fürs Zuhö­ren. Wir freu­en uns, wenn ihr Kom­men­ta­re oder auch Wün­sche für zukünf­ti­ge The­men habt. Die Kon­takt­da­ten sind wie immer in der Beschrei­bung die­ser Pod­cast­fol­ge. Ich sag bis zur nächs­ten Woche und der Jan darf sich ver­ab­schie­den, wie er immer möch­te. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Wellbeing --- ### [Der Weg ist das Ziel - wirklich!](https://bobach-coaching.de/podcast-der-weg-ist-das-ziel/) **Published:** Juli 15, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Weg ist das Ziel… Die­se Weis­heit ist wohl einer der meist­ge­nutz­ten Phra­sen, die wir hören, wenn wir ein­mal ein Ziel nicht errei­chen. Vie­le kön­nen es sehr wahr­schein­lich nicht mehr hören. Der Satz beinhal­tet aber mehr als man glaubt und in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") set­zen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns inten­siv damit aus­ein­an­der. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich Will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Jan Gus­tav Fran­ke und mir Björn Bob­ach. Hal­lo Jan… Jan Hal­lo Björn! Björn Jan, heu­te ist das The­ma Der Weg ist das Ziel. Also ein total wenig aus­ge­lutscht Spruch. Ja, also ein so ein Satz, der qua­si auf jedem Fami­li­en­fest von der wei­sen Tan­te ent­ge­gen­ge­wor­fen wird. Oder dem wei­sen Onkel. Der Weg ist das Ziel. War­um set­zen wir uns heu­te damit aus­ein­an­der? Jan Weil, auch wenn eine Wahr­heit oft aus­ge­spro­chen wur­de, heißt es ja nicht, dass sie nicht wahr ist und dass sie einem nicht viel geben kann. Und ich fin­de, das ist natür­lich eine Phra­se. Der Weg ist das Ziel. Aber es steckt total viel drin. Und ich habe total Freu­de dar­an, dass wir uns heu­te mal dar­über aus­tau­schen mit dem The­ma. Und dazu kommt natür­lich, da knüp­fe ich noch mal direkt mit an, als Aus­dau­er­sport­ler freue ich mich ja sowie­so immer unter­wegs zu sein und auf dem Weg zu sein. Inso­fern hat das für mich noch mal eine ganz per­sön­li­che Bedeu­tung. Björn Also der Weg ist. Das Ziel kommt ja tat­säch­lich sehr häu­fig. Es muss jetzt nicht immer der Onkel oder die Tan­te oder die Fami­lie über­haupt sein. Aber das hört man ganz oft in dem Moment, wo man ein Ziel nicht erreicht. Man schafft irgend­et­was nicht. Ich habe das sel­ber als Sän­ger damals noch, als ich noch Opern gesun­gen habe, erlebt, wenn Vor­sin­gen nicht geklappt hat. Und dann habe ich dann immer ganz wie aus der Pis­to­le geschos­sen zu hören gekriegt Der Weg ist das Ziel. In. Ist damals so ein biss­chen an mir abge­prallt, weil ich habe ja trotz­dem mich geär­gert, weil ich hat­te ja nicht das geschafft, was ich eigent­lich woll­te. Jetzt sehe ich das ein biss­chen anders und der Inhalt dahin­ter ist ja eigent­lich ein ganz wun­der­ba­rer, näm­lich dass es gar nicht dar­auf ankommt, ein Ziel zu errei­chen, dass das über­haupt nicht wich­tig ist, ein Ziel zu errei­chen. Wür­dest du das auch so radi­kal for­mu­lie­ren? Jan Nein, wür­de ich tat­säch­lich nicht. Also ich hal­te durch­aus auch Ziel­er­rei­chung für wich­tig, aber nicht für abso­lut wich­tig. Und es ist nicht qua­si das Bestre­ben, dass qua­si davor liegt, näm­lich die­ser Weg. Der ist nicht ver­lo­ren, wenn ein Ziel nicht erreicht ist. Und ich glau­be, das ist der ganz wesent­li­che Punkt. Ich wür­de ger­ne noch ein­mal den Bogen schla­gen. Wir haben im Vor­ge­spräch schon ein­mal kurz dar­über gespro­chen, über das The­ma die­ser die­ser Situa­ti­on bei Ali­ce im Wun­der­land. Da gibt es die­se Situa­ti­on, wo Ali­ce der Grin­se­kat­ze begeg­net und Ali­ce, die fährt also durch die­sen Gar­ten der Köni­gin und trifft dann die­se Grin­se­kat­ze und sagt Willst du mir bit­te sagen, wel­chen Weg ich ein­schla­gen muss? Ja, das hängt ganz davon ab, wo du hin­ge­hen möch­test. Und dar­auf­hin sagt dann Ali­c­ja Das ist mir eigent­lich egal. Und die Kat­ze ant­wor­tet dann Ist eigent­lich auch egal, wel­chen Weg du gehst. Und. Es geht dann sogar noch ein Stück­chen wei­ter. Ali­ce Ges­tern sagt er Haupt­sa­che, ich kom­me irgend­wo hin. Und ich hat­te sagt, du wirst ganz sicher irgend­wo hin­kom­men, wenn du nur lan­ge genug gehst. Jan Und jetzt könn­te man natür­lich sagen Ich fin­de die­ses Zitat erst mal super. Jetzt könn­te man natür­lich sagen Okay, dann sind auch die Zie­le völ­lig egal. Und das glau­be ich aber nicht, son­dern es ist, glau­be ich, schon ganz erheb­lich wich­tig, dass wir uns Zie­le set­zen und, sage ich mal, Rich­tun­gen set­zen, in die wir uns ent­wi­ckeln wol­len. Und ich fin­de es auch total toll und auch befrie­di­gend, wenn man Zie­le erreicht. Aber ich glau­be, das was wirk­lich pas­siert in uns, in unse­rer Ent­wick­lung, das kommt eben über die­ses Momen­tum, was dann im Grun­de genom­men auch auf­ge­baut wird, wenn man anfängt, Zie­le, Wege zu beschrei­ten mit dem Ziel, eben auch ein Ziel zu errei­chen. Björn Ja, sehe ich so ähn­lich. Ich glau­be auch, dass es wich­tig ist, ab und zu Zie­le zu errei­chen. Auch das für den Selbst­wert auch sehr, sehr ent­schei­dend. Aber mei­ne Defi­ni­ti­on von Zie­len ist ja eigent­lich, dass die sich stets mit wei­ter­ent­wi­ckeln. Weil wenn ich ein Ziel irgend­wann erreicht habe, wer­de ich ja, wenn ich ein ent­spre­chend reflek­tier­ter Mensch bin, eigent­lich das nächs­te Ziel schon vor Augen haben. Also ein Ziel wird eigent­lich nicht sta­tisch in der Gegend rum ste­hen, son­dern wird sich mit dem Weg den ich gehe auch ver­än­dern und erwei­tern und ver­grö­ßern oder ver­klei­nern. Und das hat natür­lich ganz viel mit dem Weg zu tun, den ich da lau­fe. Man kann da sehr bild­lich blei­ben. Also wenn ich zum Bei­spiel sage, ich möch­te den Punkt x y in einer Gebirgs­ket­te errei­chen und ich mer­ke auf dem Weg, den ich gehe, dass der Weg ganz schön schwie­rig ist, dann wer­de ich das Ziel viel­leicht modi­fi­zie­ren, sagen Na ja, der Weg ist hier so anspruchs­voll, das schaff ich gar nicht, habe nicht genug Hil­fe dabei. Björn Dann suche ich mir ein ande­res Ziel, das ich aber defi­ni­tiv errei­chen kann mit mei­ner aktu­el­len Aus­stat­tung. Und das heißt, die­se Zie­le sind immer fle­xi­bel. Aber das Ent­schei­den­de für die Wei­ter­ent­wick­lung geschieht halt nicht oben auf dem Gip­fel, um in dem Bild zu blei­ben, son­dern auf dem Weg dahin, um bei dem Bild mit den Ber­gen zu blei­ben. Auf dem Weg dahin ler­ne ich, wie viel Stre­cke ich an einem Tag schaf­fe, wie weit ich mit mei­ner aktu­el­len Aus­rüs­tung kom­me, ob ich viel­leicht noch Tech­ni­ken ler­nen muss, wel­che Stei­gun­gen ich tat­säch­lich mir zumu­ten kann, wel­che nicht. Sol­che Sachen, das ler­ne ich alles auf dem Weg. Das ler­ne ich nicht dadurch, dass ich da an die­sem Punkt ankom­me, son­dern dadurch, dass ich die­sen Weg vor­her beschrei­te. Und schwie­rig natür­lich, so eine Hal­tung zu haben, wenn man in einer sehr leis­tungs­ori­en­tier­ten Gesell­schaft lebt, wenn man in einem Umfeld lebt, wo es so mein Haus, mein Pferd, mein Pool nach der Nacht, der nach die­sem Mot­to immer dar­um geht, zu zei­gen, wie was man Tol­les erreicht hat und das, wie man es erreicht hat. Björn Und der Weg so völ­lig aus den Augen, aus, aus dem Blick­feld ver­schwin­det oft. Das ist natür­lich schwie­rig, aber ich glau­be trotz­dem, dass das Wert­vol­le auf die­sem Weg pas­siert. Jan Es gibt natür­lich auch noch einen ande­ren Aspekt, wie sich Zie­le ver­än­dern kön­nen. Also unab­hän­gig davon, auch wenn das. Wenn das also ich. Jetzt kom­me ich mal ein Bild aus dem Sport, bei­spiels­wei­se ich trai­nie­re auf einen Mara­thon hin. So, dann ist natür­lich das Ziel, einen Mara­thon zu bewäl­ti­gen, viel­leicht über­haupt die Stre­cke, 42 Kilo­me­ter mal zu lau­fen oder die Stre­cke in einer bestimm­ten Zeit. Das ist im Grun­de genom­men das Ziel, was dann erreicht wird. Aber tat­säch­lich ist die­se ist natür­lich das Trai­ning dahin, das, was mich ertüch­tigt, was mein Kör­per fit­ter macht und was mir auch men­tal gut tut und so, und das ist auch letz­ten Endes alles das, was not­wen­dig ist, um die­ses Ziel über­haupt zu errei­chen. So jetzt bei­spiels­wei­se Ich habe mich für einen Lauf ange­mel­det, für einen Mara­thon­lauf und dann kommt der Tag der Tage und gege­be­nen­falls habe ich mir viel­leicht gera­de eine Magen Darm Grip­pe ein­ge­fan­gen oder was weiß ich was. Und jetzt kann ich da nicht mit­lau­fen. Aber des­halb ist ja trotz­dem die­se gan­ze Arbeit vor­her nicht ver­lo­ren, son­dern ich habe es tat­säch­lich geschafft, mich über­haupt bis auf die­ses Level zu brin­gen. Jan Und ich wäre jetzt in der Lage, ganz viel­leicht auch noch mal irgend­wann spä­ter machen. Das heißt also, eigent­lich wür­de ich 95 % des­sen, was ich errei­chen woll­te, habe ich trotz­dem erreicht. Es gibt natür­lich auch teil­wei­se wirk­lich so fixe Zie­le. Also wenn wir jetzt mal von beruf­li­chen Din­gen spre­chen, spre­chen wir von dem Ver­trieb­ler. Die­ser Ver­trieb­ler möch­te irgend­wie ein ganz beson­de­res Pro­jekt akqui­rie­ren oder Pro­dukt ver­kau­fen oder wie auch immer. Hat er ein Ziel Kun­den und arbei­tet da jetzt ewig drauf hin oder geht da irgend­was schief? Ein Wett­be­wer­ber kommt und macht noch einen bes­se­ren Preis oder dem Käu­fer passt viel­leicht die Nase nicht oder was weiß ich was. Dann habe ich hier natür­lich eine her­be Ent­täu­schung und da muss man halt auch sagen, ist es dann schon auch. Es ist auch in Ord­nung, ent­täuscht zu sein, dass die­ses Ziel nicht erreicht wur­de und dass man sich damit viel­leicht nicht gut fühlt. Aber trotz­dem hat man dann viel­leicht auf dem Weg eben auch wei­ter an sei­nen Qua­li­fi­ka­tio­nen gear­bei­tet. Oder man hat eben einen Weg her­aus­ge­fun­den, wie es nicht funk­tio­niert, was auch eine Mög­lich­keit sein kann in die­sem Zusam­men­hang. Björn Und die Vor­aus­set­zung dafür ist ja dann, dass man die­ses nega­ti­ve Gefühl wir hat­ten es ja gera­de noch in der letz­ten Fol­ge von nega­ti­ven Gefüh­len der posi­ti­ven Wir­kung, dass man die­ses nega­ti­ve Gefühl annimmt und dazu nutzt zu sagen Okay, jetzt schaue ich mal, war­um bin ich denn hier gelan­det und was hat mich dahin geführt? Was ler­ne ich dar­aus? Und das ist dann eigent­lich schon wie­der ein rie­sen Geschenk. Jan Genau. Ich wür­de ger­ne auch noch mal auf dein Bild zurück­kom­men. Mit den Ber­gen. Da sag­test du jetzt, man könn­te unter­wegs sein. Dann stellt man fest, dass mit der Aus­rüs­tung, die ich habe, schaf­fe ich das gar nicht. Das ist ja qua­si eine Mög­lich­keit, dass ich eben die­sen Gip­fel dann viel­leicht nicht mehr nicht mehr erklim­men kann, weil ich fest­stel­le, das ist rea­lis­tisch gar nicht mög­lich. Es gibt aber einen ande­ren Aspekt und den fin­de ich auch sehr schön mit dabei, dass ich näm­lich viel­leicht eben die­sen Weg gehe Rich­tung Gip­fel und dann fest­stel­le Hm, von der Nähe betrach­tet ist die­ser Gip­fel eigent­lich gar nicht mehr so inter­es­sant. Mir gefällt es viel­leicht viel, viel, viel bes­ser an dem See, der da vor­ne ist. Und da möch­te ich jetzt hin oder in dem Wald da drü­ben, oder das noch ein Gip­fel dane­ben, der sieht viel male­ri­scher aus. Und da möch­te ich jetzt hin. Und das heißt, es kann ja auch durch­aus eine Modi­fi­ka­ti­on statt­fin­den. Aber die­se Beur­tei­lung dar­über, was mir gefällt, was ich tun möch­te, ob die­ses Ziel über­haupt noch erstre­bens­wert für mich ist, das kommt dann im Grun­de genom­men erst über die Zeit und dadurch, dass ich mich eben auch der Sache annä­hert, also über den Weg. Björn Und auch dar­über, dass ich mir das Ziel sel­ber aus­su­chen und dass kein Ziel ist, was mir von außen dik­tiert wur­de. Also so was im Sin­ne von irgend­je­mand hat mir gesagt, du musst jetzt auf die­sen Gip­fel oder um den bei dem Bei­spiel zu blei­ben, du musst jetzt auf die­sen Gip­fel rauf. Dann wird mir auch völ­lig egal sein, was rechts und links des Weges noch so auf­taucht und was mich viel­leicht per­sön­lich anspricht, weil ich muss. Ja, es hat mir jemand ande­res gesagt. Wenn es aber ein Ziel ist, das ich mir selbst gesetzt habe, was ich sel­ber ent­schei­den und auch modi­fi­zie­ren kann, kann ich natür­lich auf dem Weg auch sehr, sehr viel eher Din­ge mit­neh­men und in mei­nen Erfah­rungs­schatz auf­neh­men und ler­nen, die mich die­ses Ziel viel­leicht umge­stal­ten las­sen. Jan Und der wesent­li­che Aspekt ist ja mit dabei, dass wenn ich mich jetzt erst mal auf die­sen Weg bege­be und Rich­tung Ziel ent­wick­le, dass ich eben auch dadurch wie­der­um Fähig­kei­ten bekom­me, über­haupt viel­leicht auch ande­re Din­ge zu errei­chen. Also nur weil ich eben die­ses eine Ziel dann viel­leicht zu die­sem Zeit­punkt nicht mehr anstre­be oder nicht errei­chen kann oder wie auch immer, heißt das ja nicht, dass das alles obso­let ist, son­dern ich habe viel­leicht sogar wei­te­re Fähig­kei­ten erlangt, kann jetzt mich in eine ande­re Rich­tung ent­wi­ckeln, das heißt, die gro­be Rich­tung soll­te stim­men. Und aus die­ser Rich­tung kann ich dann im Grun­de genom­men auch immer mal wie­der anpas­sen, steu­ern und sagen, viel­leicht möch­te ich mei­nen Weg auch noch mal anders gehen. Björn Ich möch­te noch mal auf die Grin­se­kat­ze zurück. Jan Ja ger­ne. Björn Weil die Grin­se­kat­ze sagt ja, wer? Nach­dem Ali­ce sagt ich weiß gar nicht, wo ich hin will. Und dann sagt die Grin­se­kat­ze Ja, wenn du nur lang genug läufst, wirst du auch irgend­wo ankom­men. Das heißt, du wirst auch irgend­wo ein Ziel errei­chen, wenn du nur lang genug läufst. Ich fin­de, da ist auch eine ganz gro­ße Wahr­heit drin, weil es gibt ja Situa­tio­nen im Leben, ich habe sie erlebt. Ich weiß nicht, ob du mit dei­nen jugend­li­chen Jah­ren schon erlebt hast. Es gibt ja Situa­tio­nen im Leben oder Pha­sen im Leben, wo man viel­leicht gar kein Ziel hat, wo man viel­leicht sagt Ist es eigent­lich grad schön? Ich stre­be gera­de gar nicht nach irgend­et­was. Und dann ist es, glau­be ich, ganz ent­schei­dend, so wie in die­sem Bild aus Ali­ce im Wun­der­land, dass man aber trotz­dem in Bewe­gung bleibt und dass man einen Weg geht, selbst wenn er gefühlt nir­gend­wo hin­führt. Weil der Weg allei­ne wird mir schon zei­gen, wenn ich ent­spre­chend wach bin auf dem Weg, wo mein nächs­tes Ziel liegt. Björn Das ist ja auch ein ganz gro­ßes Mit­tel. Das habe ich ja schon öfter mal zu jeman­dem gesagt, wenn man nicht so rich­tig weiß, wo man hin möch­te. Eine Wei­le beson­ders acht­sam und wach zu lau­fen und zu gehen durchs Leben, weil das Leben wird einem schon prä­sen­tie­ren, was man eigent­lich möch­te. Dazu zählt natür­lich ganz wich­tig, dass man ent­spre­chend acht­sam und reflek­tiert ist, dass man nicht blind und fremd­ge­steu­ert durchs Leben läuft. Aber die­ses ohne Ziel, sich wei­ter zu bewe­gen ist ers­tens nicht schlimm, weil man kommt schon irgend­wo an, zwei­tens wird einem die­ses Wei­ter­ge­hen den Weg dann schon irgend­wann, das Ziel viel­mehr irgend­wann schon auf­zei­gen. Jan Ja. Man könn­te es sogar noch anders sehen. Es gibt ja auch die­sen, die­sen wun­der­ba­ren Satz Auch kei­ne Ent­schei­dung ist eine Ent­schei­dung. Und wir sind ja sowie­so per­ma­nent in Bewe­gung. Also ob wir aktiv tun oder nicht. Das heißt also, wir sind ja im Leben, lau­fen wir qua­si mit jedem Herz­schlag wei­ter Rich­tung Alter. Und wir haben qua­si eine gewis­se abge­steck­te Zeit auf die­ser Erde. Und das heißt, ganz unab­hän­gig davon, ob ich mich jetzt auch aktiv bewe­ge oder qua­si nur mein Dasein fris­ten oder auch die Zeit gera­de genie­ße. Ich ent­schei­de mich ja dafür, etwas zu tun. Und die­ses Tun oder nicht tun unter­las­sen wie auch immer oder akti­ve Ent­wick­lung in eine bestimm­te Rich­tung hat halt immer Kon­se­quen­zen. So, und die Fra­ge ist halt, was möch­te man vom Leben? Ich fin­de es völ­lig in Ord­nung zu sagen, man hat kei­ne Zie­le im Sin­ne von kei­ne Ver­än­de­rung erzie­len. Man hat viel­leicht das Ziel. Es kann auch ein Ziel sein, dass alles so bleibt, wie es ist, oder dass alles eini­ger­ma­ßen so bleibt, wie es ist und dass man in Ord­nung damit ist. Jan Wenn die Rah­men­be­din­gun­gen unge­fähr so so blei­ben, wie es bis jetzt gera­de besteht, dass man nicht den Drang hat, sich jetzt in irgend­ei­ne Rich­tung zu ent­wi­ckeln. Das fin­de ich total schön, wenn das so ist. Und wenn man dann mit sich im Rei­nen ist. Und es gibt auch über­haupt gar kei­nen Anspruch aus mei­ner Sicht, das hat irgend­je­mand sich ambi­tio­nier­te Zie­le ste­cken muss hier oder da hin­zu­kom­men. Aber wie du schon sag­test, es hilft aus mei­ner Sicht dann trotz­dem irgend­wo, wenn man sich ent­wi­ckeln möch­te, dann auch tat­säch­lich zu sagen, das ist die ganz gro­be Rich­tung, in die ich gehen möch­te, denn ich set­ze mir viel­leicht ein Ziel. Dann habe ich zumin­dest mal einen Fix­punkt, in den ich mich, an den ich mich ori­en­tie­ren kann. Björn Ja, natür­lich. Ja, ja. Ich woll­te nur dar­auf hin­wei­sen, dass die­ses wie­der Leis­tungs­ge­sell­schaft. Man muss Zie­le haben. Man muss sich Zie­le set­zen und gar nicht so das Ent­schei­den­de ist, weil das bewuss­te Gehen und das sich fort und Wei­ter­ent­wi­ckeln und der Wil­le zur Fort­be­we­gung schon von sich von allei­ne dafür sor­gen, dass man Zie­le ent­wi­ckelt und dass man auch irgend­wo ankommt, wo es dann auch zu einem passt. Jan Ja, wich­tig ist wahr­schein­lich auch da ein­fach, dass man offen bleibt für die Din­ge, die einem begeg­nen und vor allen Din­gen sich auch selbst hin­ter­fragt. Die Zie­le, die man hat, hin­ter­fragt und regel­mä­ßig auch nach­steu­ern, um dann tat­säch­lich lang­fris­tig dahin zu kom­men, wo es einem gut gefällt und wo man auch ger­ne ankom­men möch­te. Wir hof­fen, ihr habt Spaß gehabt zuzu­hö­ren. Heu­te bei die­ser Fol­ge. Wir hof­fen, ihr seid auf dem rich­ti­gen Weg für euch. Völ­lig egal, wel­cher Weg das ist und wel­ches Ziel ihr aktu­ell im Visier habt. Und wir freu­en uns natür­lich dar­auf zu hören, was eure aktu­el­len Zie­le sind, was eure Wege sind. Wir freu­en uns auf Eure Fra­gen und wir freu­en uns ins­be­son­de­re dar­auf, nächs­te Woche eine wei­te­re Fol­ge für Euch hier zur Ver­fü­gung zu stel­len. Bis dahin macht es gut. Björn Ich sag nur Tschüss. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Wellbeing --- ### [Lösungsorientierung - raus aus der Problemtrance](https://bobach-coaching.de/podcast-loesungsorientierung/) **Published:** Juli 22, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** War­um fällt es Men­schen oft schwer sich auf die Lösung einer schwie­ri­gen Situa­ti­on zu kon­zen­trie­ren und statt­des­sen hän­gen sie in einer wahr­haf­ti­gen Pro­blem­trance? Der Begriff *Lösungs­ori­en­tie­rung* ist mitt­ler­wei­le lei­der fast zu einer inhalts­lo­sen Flos­kel ver­kom­men – was scha­de ist, denn es ist eine wich­ti­ge Grund­hal­tung, die man durch­aus trai­nie­ren kann. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich zei­gen Euch in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast"), wie es geht. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Gut mit Björn Bob­ach und Jan Fran­ke. Hal­lo Björn! Björn Hal­lo, Jan. Jan Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, das teil­wei­se als Flos­kel abge­tan wird, aber unse­rer Mei­nung nach ein ganz wich­ti­ges The­ma ist, wenn es um die per­sön­li­che, pri­va­te wie auch beruf­li­che Lebens­ge­stal­tung geht, und zwar über das The­ma Lösungs­ori­en­tie­rung. Und um mal einen klei­nen Auf­hän­ger auch dafür zu brin­gen Ich hat­te letz­tens ein Gespräch, da ging es auch um eine geschäft­li­che Aus­rich­tung und dar­über, inwie­fern das Wort Lösungs­ori­en­tie­rung da jetzt einen Platz fin­det oder nicht. Und mein Gegen­über sag­te Ja, das ist doch nur eine Flos­kel, das sagt doch nichts aus. Und das habe ich auch noch mal als Anlass genom­men, da ein biss­chen drü­ber nach­zu­den­ken. Wir haben gera­de auch schon mal etwas dar­über dis­ku­tiert und wir kamen dann doch zu dem Schluss, dass es aus unse­rer Sicht ganz, ganz anders ist. Björn Wir spre­chen über das The­ma Lösungs­ori­en­tie­rung. Was fällt dir da asso­zia­tiv zu ein? Bzw in wel­chem Kon­text siehst du das? Björn Ich sehe es als etwas sehr, sehr Wich­ti­ges an, für auch für ein posi­ti­ves Mind­set, dass man. Sich eher auf die Lösung als auf das Pro­blem kon­zen­triert. Also nicht in so einer Pro­blem­zo­ne hän­gen, son­dern aber ich habe, genau­so wie du es geschil­dert hast, sofort Erin­ne­run­gen an Momen­te, wo es als Flos­kel auch genutzt wur­de. Ich kann mich an vie­le Mee­tings erin­nern, wo ich jeman­den, der es gar nicht war, sag­te Jetzt lass uns aber mal ganz lösungs fokus­siert sein oder lösungs­ori­en­tiert sein, dann aber trotz­dem eigent­lich eine Stun­de nur dar­über refe­rier­te, was das tat­säch­li­che Pro­blem ist, ohne das Pro­blem aber wirk­lich in dem Moment zu lösen. Und des­we­gen kann ich auch ver­ste­hen, dass Men­schen sagen Ach, das ist so eine Flos­kel, weil das ganz oft auch miss­braucht wird als Flos­keln. Also ich bin so unglaub­lich fort­schritt­lich, weil ich bin so lösungs­ori­en­tiert, aber es wird dann gar nicht rich­tig gelebt oder ver­stan­den. Und des­we­gen fin­de ich es auch sehr wich­tig, dass wir dar­über spre­chen. Weil was wirk­li­che Lösungs­ori­en­tie­rung bedeu­tet und wie man dahin kom­men kann und wie man sich da selbst zu kon­di­tio­nie­ren kann, das glau­be ich auch für den per­sön­li­chen Erfolg und das Per­sön­li­che ein sehr ent­schei­den­der Fak­tor. Jan Ja, das wür­de ich so nicht unter­schrei­ben. Tat­säch­lich ken­nen wir das ja auch aus dem aus dem Umfeld, oder? Wahr­schein­lich kennt das auch jede Per­son, dass es im Umfeld unter­schied­li­che Arten von Men­schen oder von mensch­li­chen Ver­hal­ten gibt und dass es da eben auch Men­schen gibt, die sind viel­leicht eher pro­blem­ori­en­tiert und ande­re, die sind lösungs­ori­en­tiert. Und das kann also ent­we­der natür­lich natür­lich sein, dass man halt eine Ver­an­la­gung hat oder irgend­wie so sozia­li­siert ist, dass sich das halt ein­fach schon bereits in der Per­sön­lich­keit aus­ge­prägt hat. Aber es kann natür­lich auch eine per­sön­li­che Ent­wick­lung dahin­ter ste­hen. Und wenn man sich das jetzt so anschaut, viel­leicht kön­nen wir auch noch mal kom­men von der Pro­blem Ori­en­tie­rung. Dann gibt es da ja wirk­lich vie­le Men­schen, die tat­säch­lich eher in Pro­ble­men den­ken. Also es pas­sie­ren Ver­än­de­run­gen. Unser Leben ist ja geprägt von Ver­än­de­run­gen und jede Ver­än­de­rung ist erst mal eher was Schlech­tes. Es bedeu­tet zusätz­li­chen Auf­wand oder es bedeu­tet Umstel­lung und das wird dann halt eher als nega­tiv emp­fun­den. Und so was ist natür­lich kraft­rau­bend, denn im Grun­de genom­men ist es dann so, dass alles, was pas­siert im Leben eigent­lich eher einen nega­ti­ven Aspekt hat, eher zu Pro­ble­men führt und dazu führt das man, dass man sich nicht so wohl­fühlt in sei­ner Haut oder in dem was man tut. Jan Und das kann natür­lich auch dann auf die Umwelt abstrah­len bzw hat dann auch einen Ein­fluss dar­auf, was über­haupt mög­li­che Hand­lungs­wei­sen sind in dem Umfeld. Kennst du sol­che Men­schen? Björn Ja, natür­lich. Ich glau­be, die ken­nen wir alle. Also, es ist, und ich mei­ne das gar nicht abwer­tend, son­dern es hat ja ganz viel damit zu tun, wie jemand groß gewor­den ist, was er für Glau­bens­sät­ze mit sich her­um­trägt, was er für Erfah­run­gen gesam­melt hat und aber natür­lich so, so Men­schen, die, die sich eher auf das Pro­blem kon­zen­trie­ren oder bzw sich manch­mal auch an Pro­ble­men fest­hal­ten. Also die tat­säch­lich als Stüt­ze nut­zen für ihr, für ihre Exis­tenz. Die ken­ne ich, da ken­ne ich sogar sehr vie­le. Es hat auch damit zu tun, wenn ich jetzt, wie ich eben schon jetzt wie­der an sol­che Mee­tings den­ke, wo es so eine Pro­blem Ori­en­tie­rung gab, dass es ganz viel mit Schuld zu tun hat. Es gibt ein Pro­blem Wer trägt die Schuld? Also das. Das hat einen ganz gro­ßen Stel­len­wert. Sich dar­über Gedan­ken zu machen, wer ist eigent­lich schuld und wer ist dafür, zur Ver­ant­wor­tung zu zie­hen? Es hat auch dann in dem Moment ganz viel mit Ablen­kung von sich selbst zu tun. Björn Also ich war es nicht. Wer war es also? Da hilft natür­lich eine Pro­blem Ori­en­tie­rung, auch weil man dann sich selbst ganz schnell aus dem Faden­kreuz ver­meint­lich neh­men kann. Aber ken­nen tue ich, tue ich sol­che Leu­te natür­lich. Und das ist auch nach­voll­zieh­bar. Und ich ver­ur­tei­le wie gesagt das nicht, weil es immer einen Grund dafür gibt, der auch sehr vali­de ist in der Regel. Ich erken­ne mich also ich sel­ber habe das ja auch schon mal, dass ich manch­mal mich selbst dabei ertap­pe, dass ich den­ke Jetzt komm, jetzt komm aus dei­nem Pro­blem raus und wie du das Gan­ze lösen kannst und reg dich nicht nur dar­über auf, wie schwer es ist, son­dern was kann ich da jetzt raus­ho­len, das erlebt. Das ken­ne ich auch von mir sel­ber. Das wirst du auch von dir ken­nen. Ja. Jan Das ist näm­lich auch noch ein Aspekt, der mir gera­de durch den Kopf ging in die­sem Zusam­men­hang, dass Men­schen natür­lich auch kei­ne sta­ti­schen Sys­te­me sind oder Per­sön­lich­kei­ten. Und das heißt, wir sind ja nicht alle nur schwarz oder weiß, die also nicht nur posi­tiv oder nur nega­tiv, nicht nur pro­blem­ori­en­tiert oder nur lösungs­ori­en­tiert, son­dern es hat ja auch ganz viel damit zu tun, wie gera­de der Rah­men ist. Also erle­be ich gera­de viel­leicht eine Durch­le­be ich eine stres­si­ge Lebens­pha­se? Habe ich viel­leicht Stress im Beruf oder pri­vat oder geht es mir eigent­lich rund­um gut? All das kann auch einen Ein­fluss dar­auf haben, wie ich Din­ge sehe. Und jetzt kommt ein­mal die Theo­rie dahin­ter. Ich glau­be, es hat auch ganz viel damit zu tun, wie man einer­seits eben vor­ge­prägt ist, was man schon schon mit­bringt, aber ande­rer­seits auch, wie man sich kon­di­tio­niert, wie man es übt, wohin man eher ten­diert. Soll hei­ßen Auch jemand, der viel­leicht eher nega­tiv ist, kann dahin kom­men, dass er unge­rich­tet, also ohne dass man das jetzt selbst steu­ert, in einem abso­lu­ten, posi­ti­ven Lebens­um­feld, wenn gera­de alles passt, sagt Ach, das ist ein schö­ner Tag, das sind tol­le Sachen und eher Rich­tung Rich­tung Lösun­gen auch denkt viel­leicht auch bei klei­nen Her­aus­for­de­run­gen. Jan Er sagt okay, das krie­gen wir schon alles irgend­wie hin und. Die Fra­ge ist aber immer dann, wenn ich in so einem wech­seln­den in einer wech­seln­den Umge­bung bin, wo auch durch­aus Her­aus­for­de­run­gen da sind, ten­die­re ich dann eher dazu, pro­blem­ori­en­tiert zu sein oder lösungs­ori­en­tiert zu sein. Und heu­te wol­len wir dar­über spre­chen, wie man sich qua­si in Rich­tung Lösungs­ori­en­tie­rung bege­ben kann, bewe­gen kann, ent­wi­ckeln kann. Und da jetzt qua­si genau die ande­re Rich­tung. Das ken­ne ich auch. Ich habe gera­de dir die Fra­ge gestellt Kennst du, kennst du Per­so­nen, die eher pro­blem­ori­en­tiert sind? Und du wirst genau­so wie ich auch Men­schen, die eher abso­lut posi­tiv sind, also Opti­mis­ten, die in allem das das Bes­te sehen und auch in Form oder Vor­fall vor Her­aus­for­de­run­gen gestellt sich eher fra­gen okay, wie kön­nen wir jetzt das Bes­te dar­aus machen und bei denen das irgend­wie so ganz aus dem Inne­ren her­aus zu spru­deln scheint? Die Fra­ge ist natür­lich kei­ne Ent­schul­di­gung. Björn Ich ken­ne aber vor allem auch Men­schen, bei denen es sich gewan­delt hat. Also ich ken­ne Men­schen, die von eher pro­blem­ori­en­tiert in eine tota­le Lösungs­ori­en­tie­rung sich gewan­delt hat, weil sie das ein­mal tat­säch­lich erlebt und erfah­ren, am eige­nen Leib erfah­ren haben, was eigent­lich pas­sie­ren kann, wenn man in einer Pro­blem­zo­ne hän­gen­bleibt und wenn man eben nicht in die­se Lösungs­ori­en­tie­rung kommt. Da ken­ne ich eigent­lich am meis­ten, muss ich sagen. Die meis­ten, die ich ken­ne, die jetzt sehr lösungs­ori­en­tiert sind, waren mal Pro­blem fokus­siert und pro­blem­ori­en­tiert. Also von daher, das ist ja eigent­lich auch sehr ermu­ti­gend, weil man dann, wenn man dar­an ja schon able­sen kann, dass sich sowas sehr wohl wan­deln lässt. Jan Ja, also ich glau­be, wich­tig ist in dem Zusam­men­hang auch noch mal das The­ma anzu­spre­chen, dass man nicht in der Ver­drän­gung kommt. Es geht ja nicht dar­um zu sagen, alles das, was jetzt eigent­lich nega­tiv ist, ist jetzt ein­fach nicht mehr nega­tiv, son­dern wir sagen, es gibt. Björn Auch nicht. Jan Alles toll, das gibt es viel­leicht gar nicht, es gibt ja kei­ne Pro­ble­me, son­dern alles ist eigent­lich toll. Dar­um geht es nicht, son­dern es geht tat­säch­lich eher dar­um, sich in die Lösung zu ori­en­tie­ren. Björn Und viel­leicht auch da noch mal Das hat­ten wir ja auch beim The­ma posi­ti­ves Den­ken. Es ist es ist ja völ­lig absurd, ein Pro­blem zu lösen, ohne sich des­sen bewusst zu sein. Man kann ja nichts lösen, was man nicht, was man ver­drängt. Also wenn man behaup­ten wür­de, es gibt etwas nicht, kann man es ja auch gar nicht lösen. Und ein gesun­der Umgang damit ist ja das, was wir hier eigent­lich mei­nen. Jan Rich­tig? Genau. Und wenn wir jetzt dar­über spre­chen, über das The­ma, dann ist ja jetzt eben die Fra­ge, wie kann ich mich dahin ent­wi­ckeln? Und erst mal ist, glau­be ich, auch da wie­der der Schritt fest­zu­stel­len, wann ich über­haupt ja viel­leicht in einer Schlei­fe hän­ge. Also wenn ich anfan­ge zu dra­ma­ti­sie­ren, wenn ich anfan­ge, mir dar­über Gedan­ken zu machen, was alles Schlim­mes pas­sie­ren kann und wei­ter, dann bin ich eigent­lich in einer Pro­blem­ori­en­tier­te drin. Wenn ich also schlim­men oder schlim­me­ren Fäl­len ist es auch die­ses Kata­stro­phe pas­sie­ren, dass ich also sage, das ist alles eine Kata­stro­phe, was hier jetzt pas­siert, ganz, ganz schlimm. Und so wei­ter und ich muss erst mal fest­stel­len, dass das der Fall ist. Also manch­mal kommt man ja auch so in ein Gedan­ken­ka­rus­sell hin­ein und ist sich dar­über gar nicht so rich­tig im Kla­ren. Das geht ein­fach von­stat­ten. Aber wich­tig ist hier­bei eben auch wie­der die­ses The­ma Selbst­re­fle­xi­on sich des­sen bewusst wer­den. Und das kann auf unter­schied­li­che Art und Wei­sen erfol­gen, bei­spiels­wei­se auch durch das The­ma Medi­ta­ti­on. Dar­über haben wir schon gespro­chen. Jan Es kann aber auch erfol­gen. Über das The­ma Tage­buch­schrei­ben haben wir auch bereits eine Fol­ge gemacht, dass man also erst mal fest­stellt Womit setzt sich der Geist eigent­lich gera­de aus­ein­an­der und dass man sich mal hin­ter­fragt Sehe ich jetzt hier eigent­lich gera­de Pro­ble­me oder sehe ich jetzt hier Lösun­gen? Oder wie beschrei­be ich eigent­lich mei­ne aktu­el­le Situa­ti­on und wie neh­me ich das wahr? Das ist eigent­lich der ers­te Schritt aus mei­ner Sicht erst mal fest­zu­stel­len, was geht über­haupt gera­de in mei­nem Kopf vor? Björn Und einen beson­de­ren Fall möch­te ich auch noch ger­ne her­aus­stel­len. Und das ist, dass man sich viel­leicht auch mal fra­gen soll­te Bringt es mir gera­de irgend­was, dass ich mich auf das Pro­blem kon­zen­trie­re? Was habe ich gera­de davon, dass wenn ich mich auf ein Pro­blem kon­zen­trie­re und nicht auf die Lösung? Da sind wir auch an dem Punkt, mit dem ich weiß gar nicht, ob, weil ich das schon mal erwähnt habe, bestimmt den sekun­dä­ren Krank­heits­ge­winn, wie man das so nennt. Ich habe, ich habe, bin, ich habe so vie­le Pro­ble­me, ich lei­de, so, bemit­lei­det mich alle mal krie­ge ich dafür viel­leicht irgend­et­was, was ich mei­ne, auf kei­nem ande­ren Weg zu krie­gen? Da sind wir natür­lich dann auch haar­scharf an der Gren­ze zur Psy­cho­the­ra­pie, wo wir gar nicht hin­ge­hö­ren. Wir zwei aber auch da soll­te man sich mal fra­gen, wenn zum Bei­spiel ein Umfeld sagt Mensch, war­um bist eigent­lich immer so nega­tiv? Sich mal die Fra­ge zu stel­len Was bringt es mir, dass ich so nega­tiv bin? Ist das so, dass ich da irgend­ei­nen Nut­zen dar­aus zie­hen, dass ich es viel­leicht sogar nut­ze, um irgend­et­was zu bekom­men, was ich auf ande­rem Wege viel gesün­der und viel orga­ni­scher und natür­li­cher bekom­men wür­de? Björn Das ist dann noch mal ein spe­zi­el­ler Fall. Jan Und wenn wir jetzt da sind, dass wir erst mal fest­stel­len, wir sehen die Din­ge nicht objek­tiv neu­tral, son­dern wir sehen sie ein Stück weit eher nega­tiv bewer­tet. Dann kön­nen wir eigent­lich auch im nächs­ten Schritt hin­ge­hen und unser Den­ken trans­for­mie­ren oder ver­än­dern. Dass wir also weni­ger dar­über nach­den­ken und im inne­ren Gespräch sind, was alles Schlim­mes pas­sie­ren kann, son­dern dass ich mich fra­ge. Was ist denn der posi­ti­ve Kern davon? Bzw wie kann ich es zum posi­ti­ven wen­den? Was kann ich heu­te tun mor­gen tun, um die­se Situa­ti­on mög­lichst zu einem posi­ti­ven Ergeb­nis zu brin­gen? Und das ist eigent­lich schon der ers­te Schritt dahin gehend, den Blick dahin zu rich­ten, wie wir kon­struk­tiv mit Ver­än­de­run­gen umge­hen kön­nen. Björn Ich wür­de es noch viel ein­fa­cher machen. Ich glau­be, für mich ist der ers­te Schritt, sich erst mal dar­über klar zu wer­den. Wie wäre es denn, wenn es das Pro­blem nicht mehr gäbe? Was wäre denn die Lösung? Wie wäre es denn in der Lösung? Wie wür­de es sich anfüh­len, wenn ich mich in der Lösung befin­den wür­de, also in der end­gül­ti­gen Lösung befin­den wür­de? Wie wür­de ich das mer­ken? Also was? Was wäre? Was wäre weg, wenn ich mich. Wenn das Pro­blem gelöst wäre? Was wäre da, wenn das Pro­blem gelöst wäre? Wie wir? Was wir? Wie wäre ich anders? Wie wäre mein Umfeld anders ver­än­dert? Wenn ich in der Lösung wäre. Ich fin­de das noch viel, viel grund­le­gen­der und ein­fa­cher, als schon in kon­kre­ten Schrit­ten zu den­ken Was müss­te ich jetzt tun? Son­dern erst mal sich dar­über klar zu wer­den Wie wäre es denn dann? Weil ganz viel sich ja zumin­dest aus mei­ner Erfah­rung dann schon von sel­ber ergibt. Also in dem Moment, wo ich mir dar­über klar wer­de, wenn das alles jetzt gelöst wäre, wäre es so und so, dann habe ich eigent­lich intui­tiv schon fast ganz vie­le Schrit­te, die ich gehen kann, die sich aus die­sem die­ser Situa­ti­on in der Lösung erge­ben. Björn Habe ich das klar genug aus­ge­drückt oder war das zu kom­pli­ziert? Jan Also es ist nicht kom­pli­ziert. Es ist natür­lich ein etwas ande­rer Ansatz. Ich glau­be, das ist auch nicht immer ganz inter­es­sant, wenn wir bei­de über The­men spre­chen, weil wir immer schnell in Maß­nah­men, sozu­sa­gen sehr ope­ra­tiv und. Und ich glau­be, du hast ja auch in Tei­len einen, einen auch etwas emo­ti­ons basier­ten Ansatz, in dem, wie du denkst und han­delst und arbei­test, so dass das im Prin­zip auch für dich noch mal ein ande­rer Ein­stieg ist oder so was. Ich glau­be, das ist halt auch wirk­lich ein biss­chen Typ abhän­gig. Einer­seits ist das Typ abhän­gig. Wie man her­an­ge­hen kann. Oder es gibt ver­schie­de­ne Metho­den, wie man sich der Sache annä­hern kann man. Aber die Fra­ge ist natür­lich auch, was hilft man dem Gegen­über, wenn wir es mal hier raus­neh­men aus unse­rem Gespräch, son­dern mal auf eine Coa­ching Situa­ti­on kom­men, dann wird es Men­schen geben, die kom­men bes­ser mit einem emo­ti­ons basier­ten Ansatz klar. Es gibt Men­schen, die sind eher in einem struk­tu­rier­ten Maß­nah­men bezo­ge­nen Ansatz. Füh­len Sie sich wohl? Und da muss man natür­lich auch als Coach ein­fach gucken, was ist für mein Gegen­über jetzt eigent­lich genau der rich­ti­ge Weg? Jan Und da gibt es natür­lich unter­schied­li­che Pha­sen inner­halb eines Coa­chings, wie man im Grun­de genom­men sich dann der Sache annä­hern kann. Aber genau das ist der Punkt. Einer­seits gibt es die Mög­lich­keit, sich da hin­ein­zu­füh­len. Wie wäre es, wenn es gelöst wäre? Wor­an mer­ke ich das? Und so wei­ter und so fort. Der ande­re Punkt ist, dass ich qua­si von die­sem Ziel­zu­stand, also noch­mal vom Ziel­zu­stand, den du gera­de beschrie­ben hast, rück­schlie­ßen. Wir sind die Schrit­te dahin, oder ich kann natür­lich auch kom­men und sagen Was sind die Schrit­te dahin, dass ich zu einem Ziel Zustand kom­me und wie müss­te der sein? Also das sind im Grun­de genom­men die­se bei­den Bewe­gungs­rich­tung, in dem man sich da im Coa­ching fort­be­we­gen kann. Und das Inter­es­san­te dabei ist ja aber eigent­lich das, was pas­siert, näm­lich dass sich unser Den­ken ver­än­dert und dass man, je mehr man das übt, je mehr man da rein­geht, sich auch dar­auf kon­di­tio­niert, sich die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len, die lösungs­ori­en­tier­ten Fra­gen zu stel­len und damit auch ten­den­zi­ell zukünf­tig eher in Lösun­gen zu den­ken. Jan Das funk­tio­niert aber tat­säch­lich nur, wenn man es regel­mä­ßig übt. Also da sind wir wie­der bei dem The­ma Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns. Wie kön­nen wir unser Gehirn dahin­ge­hend ver­än­dern, dass es eher so arbei­tet, wie wir das möch­ten, näm­lich posi­tiv ori­en­tiert. Denn wenn wir qua­si immer so wei­ter­ma­chen wie bis­her in den Gedan­ken­ka­rus­sell uns ver­lie­ren oder gehen las­sen, dann wird es wahr­schein­lich auch zukünf­tig wei­ter so lau­fen. Wir müs­sen die ers­ten Male tat­säch­lich. Wie bei einer Übung, wie bei einer Sport Übung und zwei erst mal hin­brin­gen, dass wir das dis­zi­pli­niert durch­ar­bei­ten und mal in die­se Rich­tung den­ken. Björn Genau. Das ist ein trä­ger Pro­zess. Das ist ja auch etwas, was nicht von jetzt auf gleich pas­siert ist. Man macht das nicht ein­mal und auch nicht nur zwei­mal oder drei­mal, son­dern das muss man über eine län­ge­re Zeit immer wie­der machen, in klei­nen Dosen. Und dann? Wer hat das? Hat­ten wir ja neu­lich, als wir uns auch noch mal pri­vat über das Sechs Minu­ten Tage­buch unter­hal­ten haben. Und dann ist es so, dass es eigent­lich einen Moment gibt. Das wird mir zumin­dest von den meis­ten, mit denen ich mich dar­über unter­hal­te, so geschil­dert, dass es irgend­wie einen Moment gibt, wo man ganz plötz­lich sehr über­rascht über sich sel­ber ist. Jetzt habe ich ja ganz anders reagiert, als ich es eigent­lich tue und das gefällt mir rich­tig gut. Also jetzt den­ke ich tat­säch­lich eher in einer Lösung, als dass ich das Pro­blem erst mal über mich hin­weg schwap­pen las­se. Oder im posi­ti­ven Den­ken Ich sehe sofort etwas Posi­ti­ves, auch wenn es gera­de etwas Nega­ti­ves ist, was pas­siert ist. Aber das ist ein trä­ger Pro­zess. Björn Ich glau­be, das muss. Da muss man sich dar­über bewusst sein, dass das nicht so ist, dass man das ein, zwei­mal macht. Und auf ein­mal ist man ein ande­rer Mensch. Das pas­siert nicht so, da muss man mit sich selbst sehr gedul­dig sein, aber es lohnt sich halt, weil die Der Moment der Über­ra­schung ist unheim­lich schön. Da kann ich aus Erfah­rung spre­chen. Ich weiß nicht, ob du so was auch schon mal erlebt hast, dass man so einen Moment hat, wo man auf ein­mal denkt Mensch, so ist es noch ange­neh­mer. Jan Auf jeden Fall. Und wich­tig hier­bei ist aber auch, dass man irgend­was hat, wor­an man das mes­sen kann. Also ent­we­der kommt die­ser Moment so aus dem Nichts. Was einem die Sache aber ver­ein­fa­chen kann, ist auch da tat­säch­lich, dass man das ein Stück weit struk­tu­riert beglei­tet, bei­spiels­wei­se durch ein Tage­buch, wo man auch mal auf­schreibt Wie füh­le ich mich bei­spiels­wei­se oder habe ich heu­te so oder so gedacht? Oder dass man sich tat­säch­lich auch abends hin­setzt und drei Din­ge auf­schreibt, in denen man lösungs­ori­en­tiert gedacht hat. Und das führt ein dazu, dass man abends, wenn man fest­stellt Oh, habe ich nicht getan, am nächs­ten Tag viel­leicht den Wecker hat, dass man über­legt, was eine mög­li­che Situa­ti­on, wo ich eher lösungs­ori­en­tier­ter den­ken kann. Und ande­rer­seits, wenn man das jetzt über eine gan­ze Zeit lang durch­zieht, hat man natür­lich hier auch ein tol­les Reper­toire oder eine Samm­lung an Refe­renz Erleb­nis­sen, wo einem das gelun­gen ist. Und so kann man dann auch tat­säch­lich über einen gewis­sen Zeit­raum dann mal sagen okay, jetzt habe ich schon einen Monat das gemacht und in die­sem Monat habe ich von 30 Tagen 25 wirk­lich was eher lösungs­ori­en­tiert. Jan Ich habe fol­gen­de Punk­te da auch tat­säch­lich lösungs­ori­en­tiert gemeis­tert und so blickt man dann natür­lich auch anders dar­auf zurück und kann es auch eher grei­fen, denn es wird auch trotz­dem Tage geben, die sind mies. Wir hat­ten ja schon mal eine Fol­ge zu mie­sen Tagen, wo man das Gefühl hat, alles ist irgend­wie doof. Das kann natür­lich pas­sie­ren. Aber wenn man weiß und auch für sich so ein biss­chen mal ein Ver­hält­nis dafür bekommt, wie oft ist man eigent­lich eher posi­tiv ori­en­tiert, lösungs­ori­en­tiert? Wie oft kommt das noch vor, dass man eher pro­blem­ori­en­tiert ist? Dann sieht man natür­lich auch eine Ent­wick­lung über die Zeit und kriegt auch da wie­der um die Selbst­be­stä­ti­gung, die Refe­renz, Erleb­nis­se, auf dem man auf­bau­en kann und auch sieht, dass man sich ent­spre­chend ent­wi­ckelt. Björn Ich fin­de, das hast du schön zusam­men­ge­fasst. Jan Dan­ke schön. Björn Ich hof­fe, oder wir hof­fen euch hat das heu­te auch etwas gebracht, was eure per­sön­li­che Lösungs­ori­en­tie­rung angeht? Und mein per­sön­li­cher Wunsch wäre, dass er gedul­dig mit euch sagt, wenn ihr euch da anders aus­rich­ten wollt, das wie gesagt nicht von jetzt auf gleich geht, dass es kei­nen Schal­ter ist, son­dern dass es ein Pro­zess ist und dass ihr euch auch nicht zu sehr dafür schel­te, soll­tet ihr noch ein wenig in der Pro­blem­ori­en­tiert ver­haf­tet sein. Wir hof­fen, ihr bleibt uns treu. Unse­re Kon­takt­da­ten ste­hen wie immer und in der Pod­cast Beschrei­bung. Wir freu­en uns natür­lich über Kom­men­ta­re und Anre­gun­gen für zukünf­ti­ge The­men. Und für heu­te sage ich bis nächs­te Woche und der Jan ver­ab­schie­det sich mit sei­nem gewohn­ten: Jan Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Lösungsorientierung, Podcast, Wellbeing --- ### [Coaching Walks - bezahlte Spaziergänge?](https://bobach-coaching.de/podcast-coaching-walks/) **Published:** Juli 29, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Jubi­lä­ums­fol­ge (schon Fol­ge Nr. 50 😉 ) beschäf­ti­gen wir uns mit Coa­ching Walks. Die­se beson­de­re Form von *Coa­ching in Bewe­gung* hat vie­le Vor­tei­le. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") erklä­ren [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich die posi­ti­ven Wir­kun­gen, wie man die­se auch allei­ne nut­zen kann und was auch der Coach selbst davon hat. Wir bedan­ken uns für fast ein Jahr Eurer Treue und freu­en uns auf vie­le neue Fol­gen! [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich Will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach, der Coa­ching Pod­cast mit Jan Gus­tav Fran­ke und mir Björn Bob­ach Hal­lo Jan Jan Hal­lo Björn Björn Jan, alles Gute zum 50.. Jan Ja, dan­ke, dan­ke. Dito. Björn Wir haben heu­te wie­der ein Jubi­lä­um, näm­lich Wir haben heu­te die Freu­de, die 50. Fol­ge die­ses Pod­casts auf­zu­zeich­nen. Und ja, ja, jetzt ist es schon ja rum. Und wir haben uns ein The­ma aus­ge­sucht, das uns bei­den viel Spaß macht für die­se Jubi­lä­ums Fol­ge. Was gibt es da bei 50? Was für eine? Ist das dann die gol­de­ne Fol­ge oder dia­man­te­ne? Ich weiß es gar nicht, aber es ist schon ganz schön krass, wie schnell. Jan Gol­de­ne Fol­ge machen wir nach 50 Jah­ren, oder dann. Björn Ich sag ja, es ist schon krass, wie schnell die Zeit umging. Also das auf jeden Fall. Time plays when you hea­ring fun. Aber jetzt lass uns zum The­ma kom­men. Wir spre­chen heu­te über Coa­ching Walks. Also sage ich gleich ganz pro­vo­kant Ja, das bedeu­tet also Coa­ching Walks, das sind Spa­zier­gän­ge, wo der Coach auch noch Geld für bekommt. Ist das so? Jan Ja, auch, aber nicht nur. Björn Ja, also was sind Coa­ching Walks tat­säch­lich genau? Jan Also im Grun­de genom­men geht es dar­um, das Coa­ching For­mat eigent­lich in einen ande­ren Rah­men zu brin­gen. Soll hei­ßen Coa­ching gibt es sehr klas­sisch in einem Coa­ching Raum Coa­ching Arbeits­raum. Das kann Semi­nar­raum sein, das kann ein­fach so ein Raum sein, wo man sich etwas drin­nen bewe­gen kann. Und der Coa­ching Walk bringt jetzt die­ses For­mat auf die Stra­ße bzw. Idea­ler­wei­se auf einen Weg, auf einen schö­nen Weg, viel­leicht irgend­wo in der Natur, in dem man dann gemein­sam an einem The­ma arbei­tet. Man bewegt sich und das gan­ze The­ma ist ja auch ehr­li­cher­wei­se gar nichts Neu­es, auch wenn es jetzt gera­de etwas mehr en vogue ist. Aber letz­ten Endes war es ja schon so, dass Aris­to­te­les mit sei­nen Stu­den­ten spa­zie­ren ging und dabei sei­ne Vor­le­sun­gen hielt und auch ansons­ten in vie­len, eher ja auch teil­wei­se spi­ri­tu­el­len Prak­ti­ken. Und so ist es durch­aus auch ein fes­ter Bestand­teil, dass man sich also bei geis­ti­ger Arbeit bewegt, sach­te bewegt, nicht zwin­gend rennt, son­dern eher bewegt geht. Und genau hier sind wir auch beim The­ma. Björn Es gibt sol­che Bei­spie­le, auch ganz modern aus der Neu­zeit. Ste­ve Jobs, der ehe­ma­li­ger und schon ver­stor­be­ner Grün­der von Apple, ist dafür bekannt gewe­sen, dass er bei schwie­ri­gen The­men oder fest­ge­fah­re­nen The­men sei­ne Füh­rungs­rie­ge ein­zeln immer zu Spa­zier­gän­gen aus­führ­te. Und in sei­ner Bio­gra­fie ist da auch zu lesen drü­ber, dass dann anfangs da sehr viel mit Ver­wun­de­rung reagiert wur­de. Aber das war für ihn ein sehr adäqua­tes Mit­tel und auch anschei­nend ein sehr pro­duk­ti­ves Mit­tel, sich mit bestimm­ten Situa­tio­nen aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und da drängt sich ja jetzt gleich die Fra­ge auf War­um ist das so? Also war­um greift auch ein Coach? Oder war­um grei­fen wir als Coa­ches auch die Mög­lich­keit auf, das zu tun? Wann ist es ange­mes­sen oder wann ist es adäquat zu sagen, die­ses Coa­ching füh­ren wir in Form eines Coa­ching Walks in Bewe­gung drau­ßen in der Natur aus was? Was bie­tet sich da an? Was sind da gute Beweg­grün­de für? Jan Also aus mei­ner Sicht ist es so, dass man ver­schie­de­ne For­ma­te da machen kann. Es gibt da kein rei­nes Rich­tig oder Falsch. Aber um mal ein paar Bei­spie­le zu nen­nen, wenn man jetzt in einer Coa­ching. In einem Coa­ching Ver­hält­nis ist, dass man also einen Coa­chee hat, einen Coach und man arbei­tet zusam­men. Dann kann es ja bei­spiels­wei­se so sein, dass man sich erst mal ken­nen­lernt. Auch das kann natür­lich schon rein theo­re­tisch drau­ßen pas­sie­ren oder wie auch immer. Aber jetzt mal klas­sisch gese­hen Wir sind viel­leicht im nor­ma­len Coa­ching For­mat, haben dann am Anfang schon mal fest­ge­stellt, was sind so das Gesamt­sys­tem rund um den Coa­chee, was bewegt ihn? Was ist das The­ma, in dem er arbei­tet oder an dem er ger­ne arbei­ten möch­te? Und wir kom­men jetzt viel­leicht eher in eine fest­ge­fah­re­ne Situa­ti­on, etwas, in dem wir nicht wei­ter­kom­men. Dann wäre ein Coa­ching bei­spiels­wei­se ein tol­les Tool, also ein tol­les For­mat, dem man wie­der­um auch ver­schie­de­ne Tools nut­zen kann, um mal den gan­zen Rah­men zu ver­än­dern. Even­tu­ell fühlt sich der Coa­chee nicht frei genug, auch im Geis­te in einem sol­chen Semi­nar­raum oder wie auch immer in der Pra­xis zu arbei­ten. Jan Son­dern man braucht mal etwas weit­läu­fi­ger das, mal ande­re Ein­drü­cke, man muss mal raus. Und das sind so Anläs­se, wes­halb man zum Bei­spiel zu so einem Coa­ching Walk über­ge­hen könn­te. Und hier ist man auch schon bei dem The­ma, dass es also hier ver­schie­de­ne Aspek­te gibt, die hier posi­tiv wir­ken. Das ist näm­lich einer­seits die Bewe­gung an und für sich, dass man also in Bewe­gung kommt, der Bewe­gungs­ap­pa­rat läuft und man ist qua­si nicht mehr nur ver­kopft in einem The­ma, in einem Pro­blem, in der Lösungs­fin­dung oder wie auch immer, son­dern man ist qua­si schon mal mit dem Kör­per auch wie­der­um auf ande­re Sachen oder mit ande­ren Din­gen befasst. Und das heißt, man kann den Geist etwas etwas anders umge­hen las­sen mit gedank­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen. Das ist ein gro­ßer Vor­teil in dem Zusam­men­hang. Björn Ich glau­be, was auch noch. Viel­leicht für unse­re Zuhö­rer, auch wenn das Coa­ching Inter­es­sier­te sind. Ganz span­nend ist es, wenn man ger­ne zu einem Coach möch­te, aber Unbe­ha­gen ver­spürt bei dem Gedan­ken der Kon­fron­ta­ti­on mit die­sem Kurs. Dass man da jeman­dem gegen­über­sitzt, der einen anschaut, wo man sich viel­leicht beob­ach­tet fühlt, wo man sich viel­leicht durch­leuch­tet fühlt wie leuch­tet, fühlt im Spot­light, fühlt sich im Mit­tel­punkt, fühlt, was einem unan­ge­nehm ist. Also wenn man ein The­ma hat, das man unbe­dingt bear­bei­ten möch­te. Aber die­se Situa­ti­on, die­se Vor­stel­lung davon, sich da mit jeman­dem in der Form aus­ein­an­der­zu­set­zen, Unbe­ha­gen ver­ur­sacht, man aber trotz­dem unbe­dingt möch­te, ist die Fra­ge, ob man das in einem Coa­ching work statt­fin­den las­sen kann. Eine sehr gute Idee, weil in dem Moment die­se Kon­fron­ta­ti­on ja nicht statt­fin­det. Weil wir die­ses Gegen­über Fra­ge Ant­wort gar nicht erst haben, son­dern weil man ja gemein­sam durch die­se Bewe­gung das Neben­ein­an­der lau­fen in einer viel freie­ren Situa­ti­on ist. Und des­we­gen, so als Tipp für die, die uns zuhö­ren, die ger­ne ein Coa­ching machen möch­ten, die aber so ein biss­chen Scheu davor haben, sich eben so zu kon­fron­tie­ren. Björn Ist das auch als Ein­stieg eine ganz wun­der­ba­re Metho­de, sich etwas unge­zwun­ge­ner dem Coa­ching zu nähern? Jan Und du hast es gera­de schon gesagt Genau die­ses Kon­fron­ta­ti­ve rückt in den Hin­ter­grund bzw ist viel­leicht in der Art und Wei­se auch gar nicht vor­han­den, son­dern man geht neben­ein­an­der durch bei­spiels­wei­se einen Park, durch die Natur, durch den Wald, wie auch immer. Und man schaut natür­lich auch in die glei­che Rich­tung, das heißt, man man ori­en­tiert sich gleich in eine glei­che Rich­tung und man hat natür­lich auch in dem Zusam­men­hang mehr Raum für Schwei­gen. Also es kann auch mal zwi­schen­durch Mög­lich­kei­ten geben, dass man nicht das Gefühl hat, man muss jetzt reden, son­dern man lässt ein­fach mal auch das auf sich wir­ken, was da gera­de pas­siert. Auch es ist ja nach­ge­wie­sen, dass auch eben ins­be­son­de­re Natur auch sehr beru­hi­gend wirkt auf den Geist, wodurch dann im Prin­zip auch wie­der­um der Stress­le­vel schon mal sinkt und dann eben auch die Krea­ti­vi­tät etwas beflü­gelt wird. Es kom­men ganz neue Gedan­ken zuein­an­der, es kom­men ganz neue Ver­knüp­fun­gen im Kopf zuein­an­der und so kann man dann auch auf völ­lig neue, neue Ideen in die­sen Zusam­men­hang kom­men. Und wenn man dann tat­säch­lich in die­sem For­mat unter­wegs ist, dann ist auch letz­ten Endes der Fan­ta­sie eigent­lich kei­ne Gren­ze gesetzt, wie man dann da arbei­ten kann, auch drau­ßen in der Natur. Jan Das heißt, man kann natür­lich auch ja intui­tiv unter­wegs sein und sich Fra­ge­stel­lun­gen, Ent­schei­dun­gen bei­spiels­wei­se auch an einer Weg­ga­be­lung stel­len und Weg­ga­be­lun­gen dann für unter­schied­li­che Ent­schei­dun­gen dann stell­ver­tre­tend nut­zen. Unter­schied­li­che Wege, die man vor sich hat und sagen Wofür steht denn das eine, wofür steht das ande­re? Was asso­zi­ie­re ich damit? Und so kön­nen da wirk­lich ganz inter­es­san­te Ergeb­nis­se dabei her­aus­kom­men, die man even­tu­ell in einem geschlos­se­nen Raum so nicht erar­bei­tet hät­te. Björn Ja, das hat für den Coach natür­lich auch enor­me Vor­tei­le, weil man kann ja rela­tiv unvor­be­rei­tet in Coa­ching gehen, sonst haben Coa­ches ja ganz häu­fig auch so ein Köf­fer­chen an Werk­zeu­gen dabei. Das kann alles Mög­li­che sein von Post­kar­ten über klei­ne Figu­ren, Bau­klöt­ze, Kar­ten, auf die man was schreibt, Sei­le und was es da alles gibt. Und in der Natur und wenn man drau­ßen ist, bie­tet sich da so vie­les an, du hast jetzt gera­de schon von Weg­ga­be­lun­gen gespro­chen. Ich fin­de zum Bei­spiel auch, dass Stei­ne, die da am Weges­rand lie­gen, die Form der Bäu­me oder der Wol­ken, auch die Art der Wol­ken, die da über einem sind, wie die sich bewe­gen, ganz viel Anlass zu Asso­zia­tio­nen gibt zu zu dazu, dass die die The­ma­tik auf eine ganz ande­re Ebe­ne zu über­tra­gen, bild­haf­ter zu spre­chen. Also da kann der Coach eigent­lich aus dem Vol­len schöp­fen, weil wenn man mit offe­nen Augen durch so eine Natur­ge­walt, Wie­sen, Fel­der, wo auch immer lang läuft, selbst durch die Stadt läuft, ist es den Mög­lich­kei­ten kei­ne Gren­zen gesetzt. Jan Ja, wobei das natür­lich auch wie­der was damit zu tun hat, dass der Coach, die Coa­ches sich dann natür­lich auch wohl­füh­len muss. Soll hei­ßen, es ergibt sich unter Umstän­den ein rei­ches Reper­toire. Ja, aber ich muss natür­lich dann auch in der Lage sein, rela­tiv fle­xi­bel mit den Din­gen umzu­ge­hen, die sich mir da prä­sen­tie­ren oder nicht prä­sen­tie­ren. Ich muss auch erst mal ein Blick dafür bekom­men, was kann ich viel­leicht irgend­wie und irgend­wo nut­zen? Auch da gibt es natür­lich rei­che Tools, auch was so im Coa­ching, in der Natur usw angeht, gibt es Bücher drü­ber, an die man sich da kau­fen kann um damit umzu­ge­hen. Even­tu­ell hat man auch Tools, die man qua­si aus der Pra­xis kennt, mit denen man auch ger­ne drau­ßen arbei­ten möch­te. Da muss man sich dann viel­leicht ein biss­chen was über­le­gen, wie man das auch wet­ter­fest oder? Oder wie auch immer hin­be­kom­men kann. Man kann ja auch durch­aus etwas mit hin­aus neh­men, wenn man das möch­te. Aber es gibt auf jeden Fall die­ses gro­ße Poten­zi­al, dass man deut­lich mehr machen kann oder ande­re Din­ge machen kann als viel­leicht in der Pra­xis. Jan Man muss sich jetzt aber natür­lich auch trau­en. Das kann man natür­lich auch üben. Das kann man auch üben, indem man bei­spiels­wei­se ja das viel­leicht auch ein­fach mal, bevor man damit raus­geht, dass man mit einem ande­ren Coach, mit dem man befreun­det ist, zusam­men mal tut, dass man viel­leicht ein­fach mal so eine Ses­si­on auch mal durch­pro­biert. Wir bei­de hat­ten ja auch schon mal Gele­gen­heit, so was zu tun, was ein sehr schö­nes Erleb­nis war, wie ich fand. Und so kann man natür­lich auch schon mal vor­ab etwas Übung bekom­men damit, wie man dann mit sol­chen Situa­tio­nen umge­hen kann. Björn Ganz span­nen­der Ein­stieg dazu ist die Fra­ge an den Kli­en­ten, wo er sich denn hier in der Umge­bung gera­de sel­ber wie­der­fin­det. Also da kann man, da muss man als Coach ja gar nicht so wahn­sin­nig viel Vor­ar­beit leis­ten. Man kriegt den Ein­stieg ja qua­si prä­sen­tiert, muss dann mit die­ser Meta­pher qua­si wei­ter arbei­ten. Also wenn der Kli­ent jetzt zum Bei­spiel sagt, ich sehe mich in die­sem Baum hier, in die­sem klei­nen Baum neben den gan­zen gro­ßen oder in die­sem Baum, abseits von den ande­ren oder der umzin­gelt ist oder was es da alles für Asso­zia­tio­nen gibt. Damit kann man dann wun­der­bar wei­ter­ar­bei­ten. Das hat dann eher was mit Meta­pher Arbeit zu tun als mit der tat­säch­li­chen Natur. Jan Ja, das ist ja aber auch die die gro­ße Kunst in Anfüh­rungs­stri­chen im Coa­ching tat­säch­lich damit zu arbei­ten, was einem da prä­sen­tiert wird oder was auch der, was aus den Kli­en­ten die Kli­en­ten bewegt und womit sie da im Grun­de genom­men sich auch iden­ti­fi­zie­ren kann, ob das jetzt in der Pra­xis ist oder drau­ßen. Das ist dann im Prin­zip die ja, die das not­wen­di­ge Werk­zeug oder die Kom­pe­tenz, dann damit im Prin­zip fle­xi­bel umzu­ge­hen. Björn Und du hast eine Sache gesagt, da wür­de ich ganz ger­ne noch mal kurz drauf zurück, weil die mir so am Her­zen lag. Ja, das war die Geschich­te mit der Stil­le, das Schwei­gen aus­zu­hal­ten, weil die, die. Das ist ja etwas, was man als Coach sel­ber kennt, dass eigent­lich Schwei­gen ja auch ganz wert­voll ist. Auch, dass man auch sel­ber manch­mal aus­hal­ten muss als Coach, dass da jemand sitzt, der gera­de nichts sagt, und dass man denen dann die Zeit geben muss. Aber das ist auch etwas, was vie­le Kli­en­ten haben, dass sie mei­nen, sie müs­sen jetzt etwas sagen. Und die­ses zum Bei­spiel in einem Wald auch mal die­ses Schwei­gen mal zuzu­las­sen und zu sagen, jetzt lau­schen wir ein­fach mal, wir sind ja gar nicht still in dem Moment. Unse­re Gedan­ken lau­fen ja wei­ter, sie drin­gen nun nicht nach außen. Ist wirk­lich in so einem Coa­ching Coa­ching drau­ßen in der Natur viel, viel leich­ter und viel effi­zi­en­ter zu nut­zen? Jan Na ja, und jetzt sind wir hier qua­si in dem Coa­ching Walk For­mat. Davon jetzt mal abge­lei­tet kann aber auch schon der ein­fa­che Spa­zier­gang allei­ne enorm hel­fen, wenn man gera­de sich mit The­men, Fra­ge­stel­lun­gen oder so was aus­ein­an­der­setzt, bei dem man gera­de nicht wei­ter­kommt. Auch da kann es total hilf­reich sein, ein­fach mal zu sagen, ob ich jetzt mit Coach unter­wegs bin oder ohne. Ich habe gera­de irgend­ein The­ma, das geht mir durch den Kopf. Ich kom­me irgend­wie nicht zu einer Lösung. Ich schnapp mir jetzt mal die Jacke oder im Som­mer bei dem Wet­ter, was wir jetzt gera­de haben, auch ohne Jacke. Ich gehe ein­fach mal raus und ich gehe ein­fach mal gerich­tet, unge­rich­tet. Wie auch immer, ich gehe viel­leicht einen Spa­zier­gang, den ich schon öfter mal gehe. Oder ich gehe mal ganz neue Wege und bewe­ge mich mal und dann kom­me ich viel­leicht schon auf ganz ande­re Gedan­ken bzw kom­me oft­mals auf ganz ande­re Gedan­ken, denn die­se Umge­bung ist Wech­sel. Der Kon­takt mit der Natur, der hilft einem da unheim­lich wei­ter. Jetzt ist es so Ich schät­ze mal, dass wir bei unse­ren Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern wahr­schein­lich auch vie­le haben. Jan Die sind sowie­so schon viel unter­wegs. Für uns bei­de, so als Hun­de Men­schen ist das ja sowie­so nichts Unbe­kann­tes. Hun­de und Sport, Men­schen, dass man halt irgend­wie drau­ßen unter­wegs ist. Es gibt aber auch durch­aus Men­schen, die ken­ne ich auch, die haben da nicht so per­sön­li­chen Bezug zu, für die ist das eher was, eher eine Akti­vi­tät, die ist das etwas Neu­es. Nicht weil man es nie macht, son­dern weil man es viel­leicht eher nicht, nicht unge­bun­den macht. Dass man eher sagt Wenn ich mich mit jeman­dem tref­fe, dann tue ich das, mal gehe ich mal spa­zie­ren oder so was oder ich mache das mal am Wochen­en­de. Aber das tat­säch­lich auch mal für sich als eige­nes Tool zu nut­zen, auch um selbst Coa­ching zu sagen, jetzt nut­ze ich jetzt ein­fach mal die Zeit, ich gehe mal raus, gehe mal ein paar Meter und ver­su­che mal auf ande­re Gedan­ken zu kom­men. Das kann schon unheim­lich viel hel­fen. Björn Und man ent­deckt ganz span­nen­de Din­ge. Also es ist ich kann mich erin­nern, dass ich mal das eine Wei­le selbst auch gemacht hat, als ich gemerkt hat­te, obwohl ich einen Hund habe, mit dem ich sowie­so regel­mä­ßig raus­ge­he, dass ich eine Wei­le, als ich mal eine etwas schwie­ri­ge­re Lebens­si­tua­ti­on hat­te, immer wie­der die glei­che Run­de gelau­fen bin. Da bin ich immer. Run­de im Wald gelau­fen und das war sehr wahr­schein­lich intui­tiv. Genau das, was ich brauch­te, weil ich dadurch Ich fühl­te mich so fest­ge­fah­ren damals und durch die­ses immer wie­der die glei­che Run­de lau­fen konn­te ich aber die Ver­än­de­rung auf die­ser Run­de. Ich bin da jeden Mor­gen qua­si durch die­sen Wald gelau­fen kann ich die Ver­än­de­rung in der Natur so unheim­lich inten­siv mit­ver­fol­gen und mit­füh­len? Habe halt gemerkt, dass es gibt über­haupt kei­ne fest­ge­fah­ren. Wir sind halt alle immer in Bewe­gung. Und das jetzt so ein Bei­spiel dafür, was einem brin­gen kann, wenn man sich jetzt im Selbst Coa­ching mehr in die Natur wagt. Genau­so anders­her­um zu sagen Ich gehe immer die glei­che Run­de, das Gegen­teil dazu, ich gehe ein­fach neue Wege, ich lass mal gucken, wohin es mich treibt. Björn Eröff­net ja auch wie­der ganz ande­re Per­spek­ti­ven. Viel­leicht muti­ger wird, auch in ande­ren Berei­chen mal Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die nicht der gewohn­te Pfad sind. Das ist so viel­fäl­tig und sehr indi­vi­du­ell, aber es ist unheim­lich viel, was sich da in der Natur zeigt und was einem ange­bo­ten wird. Jan Wir hof­fen auf jeden Fall, dass ihr aus die­ser Fol­ge den einen oder ande­ren Impuls mit­nehmt. Viel­leicht für einen Coa­ching Walk für euch allei­ne oder gege­be­nen­falls auch mit einer Coa­ching mit einem Coach, sodass ihr mal auf ganz, ganz ande­re Gedan­ken kommt. Es ist ein tol­les For­mat, aus dem man sehr, sehr viel mit­neh­men kann, aus dem auch sehr viel Kraft wie­der­um für den All­tag mit­neh­men kann. Und wir wün­schen euch beim Aus­pro­bie­ren ganz, ganz viel Spaß. Wir freu­en uns auf Euer Feed­back, auf gege­be­nen­falls Fra­gen, die ihr habt. Die fin­det die Kon­takt­da­ten in der Beschrei­bung unse­res Pod­casts und wir freu­en uns schon auf das nächs­te Mal mit euch und dann bleibt es uns jetzt nur noch, uns zu ver­ab­schie­den. Björn Ja und viel­leicht auch noch mal Dan­ke für die Treue. Bei den letz­ten 50 Fol­gen oder den ers­ten 50 Fol­gen die­ses Pod­casts aus­zu­spre­chen. Vie­len Dank dafür und wir freu­en uns, dass er uns treu bleibt. Bis bald! Ja. Jan Dem kann ich mich natür­lich nur anschlie­ßen. Ganz, ganz herz­li­chen Dank und auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Coaching Walk, Podcast, Wellbeing --- ### [Umgang mit STRESS beherrschen](https://bobach-coaching.de/podcast-stress/) **Published:** August 5, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Der Begriff *Stress* wird immer häu­fi­ger benutzt, immer mehr ver­setzt uns in die­sen Zustand: der Job, die Part­ner­schaft, Auto­fah­ren und so wei­ter. Auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hören wir den Begriff Stress immer häu­fi­ger. Aber woher kommt der Begriff über­haupt und muss Stress unbe­dingt etwas Nega­ti­ves sein? Ist es nicht sogar eine wich­ti­ge Funk­ti­on unse­res Kör­pers, die uns zu Höchst­leis­tun­gen brin­gen kann? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich den Ursa­chen, aber auch dem Nut­zen von Stress auf die Spur. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Björn Bob­ach und Jan Fran­ke. Und ich sage Hal­lo Björn. Björn Hal­lo Jan. Jan Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, was in aller Mun­de ist. Und zwar ist es das The­ma Stress und Stress ist. Tja, geliebt, gehasst. Man kann es gar nicht so rich­tig sagen. Eini­ge lie­ben es, davon zu spre­chen, wie gestresst sie sind. Ande­re has­sen es, dass sie so unter Stress lei­den. Und wir wol­len es heu­te mal näher damit aus­ein­an­der­set­zen, was es damit über­haupt auf sich hat. Was springt dir denn sofort in die Gedan­ken, wenn du an Stress denkst, Björn? Björn Der ers­te Gedan­ke, den ich habe, ist, dass das ein Begriff ist, der eigent­lich erst mal etwas Neu­tra­les dar­stellt, näm­lich die Anre­gung eines Sys­tems. Also ein Sys­tem wird in Stress ver­setzt. Bedeu­tet Das Sys­tem ist ange­regt und reagiert schnel­ler und inten­si­ver. Aber so wie der Begriff jetzt benutzt wird, ist es eigent­lich eine. Es wird ja immer, also meist nega­tiv for­mu­liert, dass das, wenn man man fragt Na und, wie geht’s so? Hach, ich bin so gestresst und ich habe ja so einen Stress und es wird qua­si immer dar­über lamen­tiert, dass man ja so gestresst ist. Aber das ist ja eigent­lich nicht die ursprüng­li­che Bedeu­tung. Die ursprüng­li­che Bedeu­tung ist ja eigent­lich Ich bin, dass Stress etwas ist, was ein ein Sys­tem, ein einen Orga­nis­mus, einen Men­schen, ein Tier, was auch immer. Erst mal in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt, in einen ande­ren Zustand ver­setzt. Jan Ja, genau. Wir stel­len uns immer ganz plas­tisch vor Wir lau­fen mit unse­rer, mit unse­ren Freun­den durch die his­to­ri­sche, sehr his­to­ri­sche Land­schaft und ein Säbel­zahn­ti­ger erscheint. Dann wür­de qua­si unser Sys­tem ansprin­gen. Der Stress geht los, Adre­na­lin wird aus­ge­schüt­tet, das Herz schlägt schnel­ler, die Magen Darm Akti­vi­tät ver­rin­gert sich und wir sind bereit, ent­we­der zu kämp­fen oder zu flüch­ten. Das sind qua­si die bei­den Mög­lich­kei­ten. Und eins von bei­den tut man dann auch. Und sagen wir mal, man über­lebt die­se Begeg­nung mit dem Säbel­zahn­ti­ger Tiger. Dann wür­de sich danach dann auch durch die­se Reak­ti­on, also den Kampf oder die Flucht, auch alles das im Kör­per wie­der abbau­en an Hor­mo­nen. Und so wei­ter und so fort an phy­sio­lo­gi­scher Reak­ti­on, dass man danach auch wie­der in einem aus­ge­gli­che­nen Zustand wäre. Und dann wäre eigent­lich alles wie­der gut. Das wäre qua­si ein Mini­mal oder ein aku­ter Effekt. Und jetzt, wenn wir heu­te dar­über spre­chen, dass wir gestresst sind, dann geht es halt ins­be­son­de­re auch um so eine Dau­er­be­las­tung und so ein Dau­er­stress, der auch gar nicht die Mög­lich­keit erfährt, abge­baut zu wer­den. Jan So, da kom­men wir gleich noch mal im Detail drauf. Aber das ist viel­leicht das, wes­halb man heu­te, jetzt in der Art und Wei­se über Stress spricht oder wie man dar­über spricht. Aber grund­sätz­lich ist es ja so Stress kann nega­tiv sein, Stress kann aber auch posi­tiv sein. Björn Und eigent­lich so, wie du es selbst gera­de beschrie­ben hast. Ist ja das Bei­spiel mit dem Säbel­zahn­ti­ger. Zeigt ja, dass es eigent­lich was posi­ti­ves ist. Also egal ob ich jetzt flüch­te oder kämp­fe. Es ist ja bei­des eine posi­ti­ve Ent­schei­dung für mein eige­nes Über­le­ben. Also ich leg mich nicht auf den Rücken und bin ent­spannt und las­se mich von dem Säbel­zahn­ti­ger ein­fach mal so auf­fres­sen, son­dern ich kämp­fe um mein Über­le­ben. Das ist also eigent­lich etwas Posi­ti­ves. Und wie du gesagt hast, die­ses heu­te ist es halt eher. Ich möch­te fast sagen, man könn­te gestresst meis­tens so wie es jetzt benutzt wird durch genervt erset­zen. Also wenn jemand zu mir sagt Hach, ich bin so gestresst, das und das und das könn­te er auch sagen, ach, ich bin so genervt, das und das. Und das ist fast immer aus­tausch­bar. Jan Mag sein. Mag sein. Kom­men wir aber jetzt ein­mal zu die­sem, zu die­sem Stress zurück und wir sagen also es gibt, wenn man sagt, es gibt trotz­dem posi­ti­ven und nega­ti­ven. Wie er wirkt oder wir, wie er scheint. Dann haben wir gesagt Ursprüng­lich kommt es daher, dass man in Alarm­be­reit­schaft ver­setzt wird oder in einem ange­reg­ten Zustand. Sagen wir mal so, und wenn man jetzt heu­te spricht von Stress, dann gibt es da den soge­nann­ten Stress. Das ist posi­ti­ver Stress. Das könn­te bei­spiels­wei­se ein Stress sein, der Vor­freu­de ist, oder ein Hob­by, das wir haben und das uns dann qua­si auch anregt. Also Lam­pen­fie­ber in einem posi­ti­ven Sin­ne könn­te auch eine Form von posi­ti­vem Stress sein in die­sem Zusam­men­hang und oder eine. Björn Dead­line. Jan Zum Bei­spiel. Das ist jetzt die Fra­ge. In der Tat eine Dead­line. Wenn du dir die selbst gesetzt hast und das als Moti­va­ti­on emp­fin­dest und toll fin­dest, dann wür­de ich sagen, es wirkt posi­tiv, wenn du die von einer ande­ren Per­son vor­ge­setzt bekom­men hast und dann gesagt wird, das hat bis dahin fer­tig zu sein. Dann könn­te es auch eher tat­säch­lich in Rich­tung nega­ti­ven Stress gehen. Die Fra­ge ist immer letz­ten Endes Wie fühlt es sich an? Fühlt es sich eher posi­tiv oder nega­tiv an und wie wirkt es dann auf den Kör­per? Genau. Björn Genau. Aber du sagst ja rich­tig. Könn­te es von außen kommt. Aber es ist. Es ist tat­säch­lich eine höchst sub­jek­ti­ve Geschich­te. Das fällt. Der per­sön­li­che Blick und das eige­ne Emp­fin­den ist ja etwas ganz Ent­schei­den­des. Aber ich habe dich unter­bro­chen. Du warst jetzt eigent­lich beim Stress und jetzt kommt sehr wahr­schein­lich das Gegen­teil. Jan Genau das sind wir beim Distress. Und der führt eben dazu, dass es sich eher nicht so posi­tiv auf den Kör­per aus­wirkt. Ins­be­son­de­re wenn es dann eben über die Dau­er kommt. Also tat­säch­lich eine per­ma­nen­te Stress­be­las­tung da ist. Wobei ich auch sagen wür­de, auch der posi­ti­ve Stress kann irgend­wann über kip­pen. Also auch aus einer prin­zi­pi­ell posi­ti­ven Sache kann dann auf Dau­er mal was Nega­ti­ves wer­den, wenn es sich halt geht oder wenn es halt kei­ne kei­ne Ruhe davon gibt. Oder wenn es sich halt irgend­wo auch nie die Mög­lich­keit ergibt, dass man es auch abbau­en kann. Das ist ein ganz wesent­li­cher Punkt bei dem gan­zen The­ma Stress. Das ist also einer­seits die­sen Stress aus­lö­sen­de Moment gibt oder eben die­sen Fak­tor, der uns stresst, der halt irgend­et­was in uns aus­löst. Es soll­te dann aber idea­ler­wei­se eben auch die Mög­lich­keit geben, das abzu­bau­en und dann im Prin­zip danach wie­der ins Gleich­ge­wicht zu kom­men. Und immer dann wird es pro­ble­ma­tisch, wenn das eben nicht ein­tritt und man im Grun­de immer nur noch mehr Stress auf­baut. Bei­spiel aus dem beruf­li­chen All­tag Man hat eine stres­si­ge Pha­se und man hat sehr, sehr viel zu tun. Jan Und eine tol­le Sache, wie man bei­spiels­wei­se Stress los­wer­den kann, ist durch Sport oder durch Bewe­gung im All­ge­mei­nen, durch Ablen­kung, durch Hob­bies. Das sind alles Din­ge, die auch den Geist wie­der frei machen, wo man auch tat­säch­lich wirk­lich sich abre­agie­ren kann, wie man ja auch sagt und wo man dann tat­säch­lich auch Stress­hor­mo­ne wie­der los­wird. Also Adre­na­lin. Und so wei­ter dann abge­baut wird, wenn das nicht erfolgt. Und ganz oft sind das ja die Ven­ti­le, wozu man neigt dann die als ers­tes ein­zu­stel­len, dass man sagt Ja gut, dann geh ich heu­te halt nicht zum Sport oder ich gehe nicht zur Mas­sa­ge oder ich gehe nicht zu mei­nen Hob­bys, son­dern ich arbei­te ein­fach durch. Dann ist das zwar viel­leicht mal eine kurz­fris­ti­ge Lösung, um mehr Arbeit zu erle­di­gen, aber auf Dau­er führt das tat­säch­lich dazu, dass man eigent­lich die­se Stress­re­ak­ti­on nicht los wird, dass man das nicht abbaut und dass dann eben im Kör­per auch wei­te­re Stof­fe aus­ge­schüt­tet wer­den, dass der Cor­ti­sol Spie­gel ansteigt und dass das dann auch mit Dau­er dann tat­säch­lich einen effekt auf die gesund­heit hat. Jan Und das nach­weis­bar, wes­halb es eben so wich­tig ist, dass man auch die Mög­lich­keit hat, genau das abzu­re­agie­ren. Und um jetzt noch mal mit die­sem Gleich­nis aus der alten Zeit zu kom­men, dass man halt irgend­wie mit die­sem Säbel­zahn­ti­ger umgeht, also ent­we­der kämpft oder weg­rennt, aber irgend­wie eben auch dem Kör­per die Mög­lich­keit gibt, das alles wie­der los­zu­wer­den, was sich da eigent­lich ange­staut hat. Björn Also Aus­gleich für Aus­gleich sorgt? Genau. Jan Genau das mal so als gro­be Ein­ord­nung. Und das hat­test du aber gera­de schon gesagt. Das ist ja auch eine unheim­lich per­sön­li­che Sache, ob ich jetzt Stress emp­fin­de oder ob ich die nicht emp­fin­de. Björn Und da wür­de ich. Jan Eigent­lich mit der per­sön­li­chen Wahr­neh­mung zu tun. Björn Ja, und da wür­de ich ganz ger­ne direkt auf dein Bei­spiel mal hin­aus. Ich habe ja hier in dem Pod­cast auch schon mal erwähnt, dass ich mal gesun­gen habe, also Opern gesun­gen habe und. Dass das der Stress vor einer Pre­mie­re ist. Eigent­lich ein Para­de­bei­spiel dafür, wie unter­schied­lich es ist, mit solch einer Situa­ti­on umzu­ge­hen war das Ergeb­nis so unmit­tel­bar mess­bar ist. Es gab da eigent­lich immer zwei Grup­pen. Die eine Grup­pe war die, die die­sen Stress vor so einer Pre­mie­re, die­ses Hin­ar­bei­ten auf die­ses Datum, auf die­sen einen Ter­min, dann das ers­te Mal vor rich­ti­gem Publi­kum, vor einem vol­len Haus. Posi­tiv genutzt hat, das Gan­ze so als Kick emp­fun­den hat und dann eigent­lich zu Höchst­leis­tung auf­ge­lau­fen ist an die­sem einen Abend. Und dann gab es das ande­re Lager, die hat das fer­tig gemacht, die hat das run­ter­ge­drückt, die sind nicht ange­trie­ben und die sind ner­vös gewor­den und unsi­cher gewor­den und haben dann eher abge­baut zu dem Ter­min. Und das Span­nen­de ist, dass Kön­nen hat­te damit über­haupt nichts zu tun. Also es war jetzt völ­lig egal, wie gut jemand sin­gen konn­te oder schau­spie­lern konn­te, der auf der Büh­ne ste­hen konn­te. Björn Es war völ­lig egal. Das war allei­ne die Sicht dar­auf, was an die­sem Ter­min wich­tig ist oder wie was an die­sem Ter­min pas­sie­ren wird. Die unter­schied­li­che Aus­wir­kun­gen des Stress ver­ur­sacht hat. Und das war für mich so ein Para­de­bei­spiel oder ist für mich so ein Moment, wo mir ganz klar gewor­den ist okay, mei­ne eige­ne Sicht formt halt auch, wie ich mit so was umge­he, wenn ich Angst davor bekom­me. Und wenn ich das zulas­se, dass der Stress mich ver­ängs­tigt. Das Glei­che gilt ja auch für das Bei­spiel mit dem Säbel­zahn­ti­ger. Wenn ich in Schock­star­re ver­fal­le, wird mich das ja eher wird mir das ja eher scha­den. Aber wenn ich es als Ener­gie Geber sehe, als Antrei­ber sehe, ist es was unheim­lich Posi­ti­ves. Ich habe damit sehr, sehr posi­ti­ve Erfah­run­gen gemacht, weil tat­säch­lich ich erlebt habe, dass ich dann durch die­sen Stress an so einer Pre­mie­re mehr Ener­gie hat­te als in allen ande­ren Vor­stel­lun­gen. Jan Ja, das ist so und jetzt ist ja die Fra­ge Ist das natur­ge­ge­ben? Ist das nicht natur­ge­ge­ben, wie man jetzt dar­auf reagiert auf sol­che Situa­tio­nen? Muss man ein­fach damit leben, wenn es einem damit nicht gut geht? Wenn man leicht in Stress ver­fällt? Und die gute Bot­schaft ist Nein, muss man nicht dar­an arbei­ten. Es fällt sicher­lich auch ein­zel­nen Per­so­nen leich­ter oder schwe­rer. Und es kommt halt auch immer ganz dar­auf an, woher kommt man und was ist man gewohnt. Das heißt, auch da gibt es so etwas wie eine Desen­si­bi­li­sie­rung, sage ich jetzt mal ohne Gewöh­nungs­ef­fekt. Das heißt, wir pas­sen uns auch an unter­schied­li­che Stress­le­vel an, bei­spiels­wei­se ich habe gera­de schon im Vor­ge­spräch das Bei­spiel gebracht, ich kom­me ja aus dem wun­der­schö­nen Ost­fries­land, einer sehr beschau­li­chen Gegend mit Auto­bah­nen, die zwei­spu­rig sind, wenn über­haupt wel­che exis­tie­ren und wo in der Regel wenig Men­schen fah­ren. Es sei denn, es sind Feri­en in Nord­rhein West­fa­len. Und das heißt im Umkehr­schluss auch, dass man da jetzt nicht son­der­lich viel Ver­kehr Stress gewohnt ist. Bei­spiel Als ich ins Rhein­land gezo­gen bin, also bevor ich ins Rhein­land gezo­gen bin, bin ich jede Auto­bahn umfah­ren, auf der ein Stau war. Jan Also weil ich es mir gar nicht vor­stel­len könn­te, dass es für mich eine Opti­on wäre, irgend­wo im Stau zu ste­hen. Seit­dem ich im Rhein­land woh­ne und mor­gens damit lebe, dass im Radio nur die Staus ab 20 Kilo­me­ter Län­ge genannt wer­den, hat sich das deut­lich ver­än­dert. Das heißt, die ers­te Zeit war ich hier unheim­lich gestresst. Wenn du auf ein­mal hier auf 80 spu­ri­ge Auto­bahn fährst, in denen ein­fach sehr, sehr viel los ist und irgend­wann musst du trotz­dem auf­pas­sen, dass du das so nicht ein­schläfst. Selbst auf hei­kels­ten Ver­kehrs­si­tua­tio­nen, weil es halt ein­fach gewöhnt bist. Das heißt der Kör­per passt sich an, aber die ers­ten Male bist du halt ein­fach sehr, sehr alar­miert usw, das heißt das nutzt sich ab. Und so kann es halt eben auch in ande­ren Situa­tio­nen sein. So kann es sein, dass sich beim Bei­spiel wie bei dir jetzt gera­de auch über das Sin­gen über die Zeit eine gewis­se, ein gewis­ses Selbst­ver­trau­en mit mit ein­stellt, eine gewis­se, auch erfah­rung von refe­renz erleb­nis­sen, weil man da schon vie­le posi­ti­ve erfah­run­gen damit mög­li­cher­wei­se gemacht hat. Jan Die meis­ten Künst­ler wer­den sagen, das Lam­pen­fie­ber geht nie ganz weg, das ist auch ganz gut, aber man kann es viel­leicht auch unter­schied­lich deu­ten. Es ist dann nicht mehr so alar­mie­rend oder so beängs­ti­gend, was da pas­siert, son­dern man merkt schon, der Kör­per geht viel­leicht eher in eine akti­vier­te Reform hin­ein, in der man dann auch sei­ne Leis­tung abru­fen kann. Und man kann das viel­leicht auch so posi­tiv emp­fin­den. Und das ist eben genau die­ser Punkt. Wir gewöh­nen uns an Situa­tio­nen und wir kön­nen uns auch an die­se Situa­tio­nen, Stress­si­tua­tio­nen gewöh­nen, indem wir uns men­tal dar­auf vor­be­rei­ten, indem wir uns schon men­tal vor­her in die Lage ver­set­zen. Was wird denn dort pas­sie­ren, dass wir uns da hin­ein emp­fin­den, dass wir über­le­gen, wie wer­den wir damit umge­hen, wie kön­nen wir uns dabei füh­len? Und da kann man unheim­lich viel dran arbei­ten. Das ist qua­si die die men­ta­le Vor­ar­beit. Und das ande­re ist auch, dass man sich erst mal über­haupt die­sen Situa­tio­nen stellt und das mit­macht. Und das ist ja schon ein Punkt, da kann es auch schon hei­kel wer­den, wenn man da wirk­lich gro­ße Sor­ge vor hat, vor bestimm­ten Situa­tio­nen. Jan Denn es gibt ja auch Men­schen, die nei­gen eher dazu, sich dann der Situa­ti­on zu ent­zie­hen bei­spiels­wei­se. Björn Und dass das, was du jetzt gera­de gesagt hast, ist ja genau das Ent­schei­den­de, also die, wenn mein eige­ner Erfah­rungs­ho­ri­zont etwas ist, dass ich in sol­chen Situa­tio­nen eher schlecht abschnei­de. Viel­leicht bin ich mal schlecht bewer­tet wor­den. Also zum Bei­spiel als Sän­ger habe ich mal eine schlech­te Kri­tik bekom­men. Oder in ande­ren Fäl­len habe ich viel­leicht Feh­ler gemacht, als ich gestresst war und war ich ein biss­chen flüch­tig, habe Feh­ler gemacht in einer ande­ren Art von Arbeit und habe schlech­tes Feed­back bekom­men und da Kon­se­quen­zen dar­aus gehabt. Wenn sich sowas dann ver­selbst­stän­digt, dann kann da natür­lich was ganz ande­res draus wer­den, was am Ende viel, viel grö­ßer ist. Und wie du eben auch schon gesagt hast, dar­an kann man ja wun­der­bar arbei­ten, da kann man mit Ima­gi­na­ti­on Übung arbei­ten, mit Kon­di­tio­nie­rung arbei­ten. Mit dem tat­säch­li­chen Stel­len ref­raming genau das gan­ze für die nicht coa­ches zu hören in einen ande­ren Rah­men, in einen ande­ren Kon­text set­zen, aus einem ande­ren Blick­win­kel betrach­ten hilft da sehr sehr viel und auch erst mal ver­ste­hen, war­um man über­haupt so reagiert. Dann ist ja bei den meis­ten schon ganz, ganz viel gewon­nen, wenn man sich ein­fach dar­über im Kla­ren sind, war­um man zum Bei­spiel in dem Moment, wo die­ser Stress kommt, der einem auch hel­fen könn­te, Wut, den der Kör­per ja auch aus­löst, um uns zu hel­fen, um uns mehr Ener­gie zu geben. Björn War­um uns das viel­leicht dann eher eine Situa­ti­on bringt, wo wir uns nicht wohl­füh­len, die uns eher scha­den könn­te. Und das kann man rela­tiv leicht, wür­de ich sogar sagen, aus­fin­dig machen. In einem Gespräch mit dem Coach oder auch über Selbst­re­fle­xi­on. Inter­es­sant ist auch, um noch mal bei dem Bei­spiel, mit dem mit dem Lam­pen­fie­ber und dem der Pre­mie­re zu blei­ben ist, weil wir eben auch den den Rat, der das The­ma hat­ten, dass man dem Kör­per auch Zeit geben muss, um sich davon zu erho­len, was ihn da, was ihn da heim­ge­sucht hat. Die zwei­te Auf­füh­rung ist gefürch­tet am Thea­ter. Da hat jeder auf der Büh­ne Angst vor, weil die zwei­te Auf­füh­rung tat­säch­lich die ist, wo nichts so rich­tig klap­pen will, wo ganz viel schief­geht. Und das ist, dass das. Das lässt sich fast gar nicht ver­hin­dern. Das war in mei­ner Kar­rie­re fast immer so, dass die zwei­ten Auf­füh­run­gen tat­säch­lich die waren, die von tota­ler unter Span­nung geprägt waren und wo man wirk­lich merk­te, es sind alle jetzt im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes alle. Björn Die Ener­gie ist weg, die Ener­gie ist ver­pul­vert und des­we­gen macht ein guter gute Dis­po­si­ti­on im Thea­ter. Die zwei­te Vor­stel­lung, auch mög­lichst weit nach der Pre­mie­re, ist meis­tens, lei­der immer am nächs­ten Tag, das meis­tens so, aber wenn man da ein biss­chen Zeit zwi­schen hat, ist das ein biss­chen wenig auf­fäl­lig. Aber es ist tat­säch­lich ganz span­nend, weil da hast du genau den Effekt, dass der Stress Ener­gie ver­brät, die man eigent­lich erst wie­der auf­fül­len müss­te. Jan Ja, das ist. Führt uns dazu, auch noch ein­mal dar­über zu spre­chen. Was sind denn über­haupt Reak­tio­nen? Stress­re­ak­ti­on Wor­an merkt man denn über­haupt, dass man gestresst ist? Und da soll­te man sicher­lich auch noch mal etwas dar­auf ach­ten, denn das kann ganz, ganz unter­schied­lich sein und es kann sich auf einer gefühlt Gefühls­ebe­ne abspie­len, dass man also ein­fach merkt, man fühlt sich gestresst, man fühlt sich irgend­wie gehetzt, man fühlt sich viel­leicht auch ein­fach unwohl in sei­ner, in sei­ner Haut. Tat­säch­lich ist gereizt, kann aber auch dahin gehen, dass wenn es zu viel wird, dass man sich ein­fach tat­säch­lich zurück­zieht oder dass man antriebs­los wird. Auch das ist eine Mög­lich­keit, wie man qua­si auf Stress reagie­ren kann oder was da im Prin­zip ein Sym­ptom sein kann. Und genau­so gibt es kör­per­li­che Reak­tio­nen auf Stress in dem Zusam­men­hang. Also es gibt die Reak­ti­on, dass man einen erhöh­ten Puls hat, dass man erhöh­te Schwit­zen hat, Übel­keit, Bauch­schmer­zen, schlech­ter Sen­si­bi­li­tät. Genau. Schlech­ter Schlaf ist dann auch schon wie­der ein wei­te­rer. Ein wei­te­rer Punkt in dem Zusam­men­hang. Jan Aber auch Din­ge, die man viel­leicht gar nicht damit in Ver­bin­dung bringt. Das kann eben auch Kopf­schmer­zen sein, auf­grund auch von unter Umstän­den Ver­span­nun­gen. Das kön­nen Rücken­schmer­zen sein, das kann hin­ge­hen bis zu tat­säch­lich wirk­lich wirk­li­chen, auch erns­ten Geschich­ten, die sich dann kör­per­lich aus­wir­ken über eine Fehl­stel­lung, die man ver­krampf­ter Wei­se hat, bis hin zu zu auch Band­schei­ben­vor­fäl­le oder so etwas. Das kann gehen bis Haar­aus­fall, schlech­tes Haut, Bild, Impo­tenz alles ist mög­lich. Tat­säch­lich, das ist so weit. Kann man, kann man gar nicht schau­en, wie, wie wei­ter im Grun­de dann die­se Aus­wir­kung ist. Und es wird tat­säch­lich unter­schätzt, womit das alles zu tun haben kann. Und des­halb ist es auch wich­tig, dass man ein biss­chen auf sich ach­tet und schaut Okay, was geht eigent­lich gera­de bei mir ab, wie ist mei­ne Gesamt­si­tua­ti­on und muss ich da viel­leicht etwas mehr drauf ach­ten? Die Sache wird qua­si mit der Zeit schlim­mer. Das heißt also ist es eher so, dass sich die die Anzei­chen und die Sym­pto­me dann auch ver­stär­ken kön­nen über die Zeit, wenn man nichts tut. Jan Bei einer ent­spre­chen­den Stress­be­las­tung, die kon­ti­nu­ier­lich ist und um das erst gar nicht so weit kom­men zu las­sen, kann man aber natür­lich auch rela­tiv früh­zei­tig gegen­steu­ern oder eben auch prä­ven­tiv die gan­ze Zeit etwas tun. Und wir wären nicht unser Pod­cast, wenn wir nicht auch genau dar­über noch­mal spre­chen wür­den. Was kann man denn tun, um gar nicht erst in die­se Stress Fal­le zu gelan­gen? Ja und ich mache mir jetzt mal ein­fach Björn, was kann man denn tun? Björn Jede Men­ge. Also das ers­te ist natür­lich unse­re gelieb­te Acht­sam­keit. Also das ist das, wor­über wir stän­dig spre­chen. Was eigent­lich in jedem, bei jedem The­ma irgend­wie hilft, ist acht­sam sein und acht­sam auch mit sich selbst umge­hen und dar­auf zu ach­ten, auf die Signa­le zu hören, die einem der Kör­per sen­det und auch der eige­ne Geist einem sen­det. Der nächs­te Punkt ist kör­per­li­cher und geis­ti­ger Aus­gleich. Also Sport ist natür­lich immer sehr, sehr gut, um Stress­hor­mo­ne auch abzu­bau­en. Also gera­de Aus­dau­er­sport ist da beson­ders geeig­net, aber halt auch geis­ti­ger Aus­gleich bedeu­tet, wenn ich hoch kon­zen­triert sein muss über sehr, sehr lan­ge Zeit, Stun­den am Tag, ist es für den Geist auch ganz gut, wenn er mal nicht kon­zen­triert sein muss, son­dern nur wahr­neh­men und genie­ßen kann bedeu­tet. Und das ist zum Bei­spiel etwas, was vie­len sehr schwer fällt, dann aus die­sem Denk­ap­pa­rat raus­zu­kom­men, die­ses Abschal­ten. Und ich sag ja auch immer, ich steh da auch zu. Ich brau­che dann nach Tagen, die von mei­nem Kopf, mei­ner Kopf­ar­beit sehr inten­siv waren, auch ein­fach mal eine Wei­le, wo ich mir nun eine Serie auf Net­flix anschaue oder ähn­li­ches tue, wo ich ein­fach den Kopf mal run­ter­fah­ren las­sen kann und eben nicht die­ses, die­ses akti­ve Den­ken die gan­ze Zeit haben. Björn Dar­an ist auch über­haupt nichts ver­werf­lich. Also Acht­sam­keit haben wir. Wir haben Aus­gleich, Sor­gen auf kör­per­li­cher und auf men­ta­ler Ebe­ne. Was fällt dir noch ein? Jan Ich wür­de ger­ne die Bei­spie­le viel­leicht noch mal mit ergän­zen, zusam­men mit vie­len Bei­spie­len im Zusam­men­hang mit ergän­zen kör­per­lich Sport bei­spiels­wei­se. Es kann auch sein, ein­fach eine Mas­sa­ge, sich mal was Gutes tun, irgend­wo leich­te Bewe­gung, ein­fach mal an die fri­sche Luft gehen. Wir haben schon mal dar­über gespro­chen im Wald Baden Pod­cast, wie gut Natur auf uns wir­ken kann, wie uns das ent­span­nen kann. Es ist aber auch Inter­ak­ti­on mit ande­ren. Ein­fach mal mit Freun­den etwas unter­neh­men. Also sozia­le Inter­ak­ti­on. Es ist auch Inter­ak­ti­on mit Men­schen, die uns lieb sind, viel­leicht auch mit Part­nern. Es kann sein, dass es eben auch tat­säch­lich kör­per­li­che Din­ge sind, wie auch Sex. Es ist auch Zärt­lich­keit im Sin­ne von gestrei­chelt wer­den usw, was dem Men­schen wirk­lich gut­tut und wo man sich dem­entspre­chend auch ein­fach ja über die ent­spre­chen­den Hor­mo­ne, Aus­schüt­tung usw wirk­lich bes­ser füh­len kann. Das ist viel, was man tun kann. Es ist aber eben wich­tig, dass man es tut. Und hier ist eben die­ser Impuls der wich­ti­ge, den man sich auch selbst dabei geben muss. Jan Denn in gestress­ten Situa­tio­nen nei­gen wir dazu, eigent­lich in der Regel genau das wei­ter zu tun, was wir aktu­ell tun. Bei­spiels­wei­se arbei­ten bei­spiels­wei­se uns eben auch pri­vat ein The­ma viel­leicht noch kon­kre­ter beschäf­ti­gen, weil wir irgend­wie zu einer Lösung kom­men wol­len. Aber wir müs­sen eigent­lich mal raus, wir müs­sen uns abre­agie­ren, wir müs­sen auf ande­re Gedan­ken kom­men, damit wir dann tat­säch­lich auch uns im Kopf ent­span­nen und dann viel­leicht auch wie­der krea­tiv auf ande­re Lösun­gen kom­men kön­nen. Und ein Punkt, der aus mei­ner Sicht auch noch oder zwei Punk­te, die da auch noch mal ganz wich­tig sind, sind auch all­ge­mei­ner Lebens­wan­del. Und das ist eben wie­der­um das The­ma Ernäh­rung. Das heißt, eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist unheim­lich wich­tig. Auch dazu neigt man lei­der, dass man inner­halb von Stress­si­tua­tio­nen eher die Hälf­te Frust Scho­ko­la­de oder Stress Scho­ko­la­de ist oder Fast­food oder so was. Aber auch da ist eine gesun­de Ernäh­rung sehr, sehr gut und ganz wich­tig und total unter­schätzt. Und wahr­schein­lich einer der kras­ses­ten Fak­to­ren, der bei uns in der Gesell­schaft ein­fach viel gema­nagt wird, ist das The­ma Schla­fen. Jan Denn wenn wir nicht aus­ge­ruht sind, wenn das Gehirn nicht aus­ge­ruht ist, dann ist es viel Stress anfäl­li­ger. Dann kann es viel weni­ger die­se Impul­se und Rei­ze auch kom­pen­sie­ren und damit umge­hen. Und des­halb ist es unheim­lich wich­tig, dass man wirk­lich gut schläft, regel­mä­ßig schläft und Din­ge sein lässt, die den Schlaf beein­träch­ti­gen kön­nen. Und dass das ins­be­son­de­re abends noch Kof­fe­in Kon­sum ist es Alko­hol oder Dro­gen­kon­sum vor dem Schla­fen. Und es ist halt eben auch die zu kur­ze Schlaf Dau­er. Die WHO emp­fiehlt tat­säch­lich acht Stun­den pro Tag zu schla­fen und das wird für die meis­ten viel sein. Es gibt genug Men­schen, die sagen Ich kom­me auch mit deut­lich weni­ger aus. Ich bin auch mit fünf oder sechs Stun­den am Tag fit. Aber auch da gibt es genug Stu­di­en dar­über, die nach­wei­sen, dass das wirk­lich ein ver­schwin­dend gerin­ger Anteil der Bevöl­ke­rung ist, die damit tat­säch­lich klar kom­men. Und die Fol­gen, die sind teil­wei­se kurz, aber auch lang­fris­tig und das wird oft­mals wirk­lich unter­schätzt. Also die­sen Punkt schla­fen ist glau­be ich so lang­wei­lig es klingt, aber es ist, glau­be ich, ein ganz, ganz wich­ti­ger Fak­tor in die­sem Zusam­men­hang. Björn Jetzt ist für mich eine Fra­ge, die wir hier noch ste­hen haben und ich weiß nicht, ob wir das noch schaf­fen, in die­ser Fol­ge das end­gül­tig zu klä­ren. Muss man sich vor Stress schüt­zen? Ich per­sön­lich bin ja der Mei­nung, das habe ich jetzt ja auch schon ein paar Mal gesagt, dass Stress eigent­lich nichts Nega­ti­ves ist. Also ich glau­be nicht, dass man sagen muss, man muss Stress von sich fern­hal­ten. Ein stress­frei­es Leben zu suchen ist glau­be ich nicht rea­lis­tisch und auch gar nicht im Sin­ne der Natur, weil der Stress uns ja eigent­lich, wenn das ja eine phy­si­ka­li­sche Reak­ti­on ist, die uns zu etwas befä­higt. Aber ich glau­be tat­säch­lich, dass es sehr wich­tig ist, wie du gesagt hast, den Aus­gleich zu fin­den, sehr bewusst auch den Aus­gleich zu suchen und im Übri­gen auch ganz oft den Aus­gleich im genau Gegen­tei­li­gen zu suchen. Da kam mir eben bei dei­ner Schil­de­rung auch noch das Bei­spiel, wenn ich einen Job habe, der mich zum Bei­spiel mit sehr vie­len Inter­ak­tio­nen den gan­zen Tag mit ande­ren Men­schen sein lässt, wo ich die gan­ze Zeit eigent­lich im Aus­tausch bin mit Kun­den, Gesprä­chen oder oder, oder ist sehr wahr­schein­lich der Aus­gleich eher der Rück­zug, die Stil­le, die Ruhe, das auf sich selbst kon­zen­trie­ren. Björn So als Bei­spiel noch was, was da aus­glei­chen könn­te. Also ich glau­be tat­säch­lich, dass das Anneh­men von Stres­sen sagen okay, das stresst nicht, das ist eine stres­si­ge Situa­ti­on, wie gehe ich damit um, wie hilft mir das und wie sor­ge ich anschlie­ßend für Aus­gleich? Ein gesun­der Umgang damit ist eine Ver­mei­dung von Stress. Eine Ver­drän­gung von Stress kann glau­be ich wie­der eine ganz ande­re Form von Stress aus­lö­sen, also eine sehr nega­ti­ve Form, weil irgend­wann wird es sich rächen. Wenn ich immer dem, dem, dem, dem Hand­lungs­druck aus­wei­che, wird der ja immer stär­ker. Und ich glau­be tat­säch­lich, eine Ver­mei­dung von Stress ist des­we­gen im End­ef­fekt gar nicht mög­lich und auch nicht gesund. Ich wür­de das. Jan Unter­schrei­ben. Björn Ich sehe, dass du weißt, dass ich das sehen unse­rer Zuhö­rer nur. Lei­der nicht. Ja, wun­der­bar. Wir hof­fen, ihr habt heu­te was mit­neh­men kön­nen zu die­sem, wie ich fin­de, sehr wich­ti­gen The­ma, weil es auch wie­der in der Anmo­de­ra­ti­on ja schon gesagt hat, eigent­lich in aller Mun­de ist und wird die­ses Wort Stress ich bin gestresst eigent­lich jeden Tag in irgend­ei­ner Form hören, wahr­neh­men oder vor allem auch sel­ber for­mu­lie­ren. Wir hof­fen, es hat euch gefal­len. Wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen. Wenn ihr Bemer­kun­gen, Anre­gun­gen oder Wün­sche für zukünf­ti­ge The­men hat, fin­det ihr die Kon­tak­te Kon­takt­da­ten, bes­ser gesagt unten in der Pod­cast Beschrei­bung. Und ich sage ganz ein­fach wie immer Jau und der Jan darf sich ver­ab­schie­den, wie wir es gewohnt sind. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Stress, Wellbeing --- ### [Besser kommunizieren - Transaktionsanalyse](https://bobach-coaching.de/transaktionsanalyse/) **Published:** August 11, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Bes­se­re Kom­mu­ni­ka­ti­on ist äußerst erstre­bens­wert. Wir alle wün­sche uns har­mo­ni­schen Aus­tausch sowohl im Beruf als auch im Pri­va­ten. Doch manch­mal kommt es zu Rei­bun­gen, die wir nicht ver­ste­hen. In die­sem Bei­trag erklä­re ich die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se nach Eric Ber­ne und gebe ein paar grund­sätz­li­che Tipps, wie man mit ihrer Hil­fe (und ein paar ande­ren grund­le­gen­den Regeln) Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­schär­fen und ver­bes­sern kann. Folgt mir auch [auf mei­nem You­Tube Kanal.](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) Ich freue mich über Fra­gen und Anmer­kun­gen an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Video heu­te zum The­ma Bes­ser kom­mu­ni­zie­ren bzw Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me lösen. Und wor­über ich heu­te spre­chen möch­te ist zum einen die Grün­de für schlech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me benen­nen, einen Hin­ter­grund zu lie­fern, indem ich über ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell spre­che. Das ist die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se nach Eric Burn und ein paar Tipps zur Ver­bes­se­rung geben. Und natür­lich kann ich hier in so einem Video nicht alle Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me lösen, nicht jede Art von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men beschrei­ben. Das wäre völ­lig unse­ri­ös von mir. Wenn ich jetzt sagen wür­de Macht das, was ich hier heu­te erzäh­le, und ihr habt nie wie­der ein Pro­blem mit Kom­mu­ni­ka­ti­on. Das wird nicht funk­tio­nie­ren. Das wäre nicht rich­tig. Aber ich möch­te zumin­dest ein biss­chen Anreiz geben zur Selbst­re­fle­xi­on und zum Beob­ach­ten, was man viel­leicht im All­tag bes­ser machen kann, um bes­ser zu kom­mu­ni­zie­ren. Und damit stei­gen wir auch gleich ein. Was sind die wesent­li­chen Ursa­chen für eine schlech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on? Grund­sätz­lich. Und ganz oben ste­hen die Miss­ver­ständ­nis­se die­ser Sen­der, die Sen­der Emp­fän­ger Prin­zip. Und das hören wir ganz häu­fig die­sen Satz Das habe ich nicht so gemeint. Also in irgend­wel­chen Medi­ta­ti­ons Gesprä­chen oder wenn wir ver­su­chen einen Streit zu schlich­ten oder ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons Miss­ver­ständ­nis zu behe­ben, hören wir ganz oft den Satz das habe ich nicht so gemeint, aber wie kommt das über­haupt? Wie­so ist es so, dass wir das Gefühl haben, wir kom­mu­ni­zie­ren anein­an­der vor­bei? Wir neh­men viel­leicht Din­ge war, die der ande­re gar nicht wirk­lich mit Inten­ti­on aus­ge­strahlt hat. War­um wer­den wir manch­mal getrig­gert von etwas? Dar­auf gehe ich gleich ein, wenn ich über die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se spre­che. Die nächs­ten bei­den Punk­te kann man eigent­lich zu einem ver­bin­den und das ist fal­scher Zeit­punkt und fal­scher Kon­text. Trotz alle­dem wich­tig, weil fal­scher Zeit­punkt bedeu­tet für wen? Falsch? Für den Emp­fän­ger. Falsch, weil wenn ich sel­ber etwas anfan­ge zu kom­mu­ni­zie­ren, habe ich mir sehr wahr­schein­lich schon die Zeit dafür rich­tig aus­ge­sucht. Für mich sel­ber zumin­dest. Aber ist das wirk­lich bei mei­nem Gegen­über so? Und das erle­ben wir ganz häu­fig bei sol­chen Rekon­struk­tio­nen von Situa­tio­nen, wo es Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me gab, dass der Zeit­punkt ein­fach schlecht gewählt war und auch der Kon­text falsch war. Kon­text bedeu­tet das Umfeld zum Bei­spiel Ist es wirk­lich sinn­voll, ein erns­tes, wich­ti­ges Gespräch über das Mobil­te­le­fon zu füh­ren oder rausch­te es jetzt viel­leicht im Zug oder im Auto? Die Sprach­qua­li­tät ist blöd, es kommt zu Abbrü­chen. Muss ich stän­dig hin und her wie­der zurück­ru­fen? Ist das der rich­ti­ge Zeit­punkt oder ist es der rich­ti­ge Zeit­punkt im Fahr­stuhl oder auf der Trep­pe im Büro? Auch dafür soll­te man sich Gedan­ken machen und sich über­le­gen Ist das jetzt der rich­ti­ge Rah­men, um ein Gespräch zu füh­ren oder um das The­ma zu bespre­chen, das ich hier gera­de auf dem Her­zen habe? Also das sind die drei grund­sätz­lich größ­ten Pro­ble­me, von denen ich meis­tens höre. Es gibt natür­lich, wie gesagt, noch ganz vie­le ande­re Situa­tio­nen, aber das sind so die drei wesent­li­chen. Und jetzt kom­men wir zur Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se und das ist ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell von vie­len. Es gibt ja noch ande­re, wie zum Bei­spiel die vier Sei­ten einer Nach­richt, aber die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se ist eines, das ich sehr, sehr schät­ze, weil es einem viel Mög­lich­keit zur Selbst­re­fle­xi­on gibt und sich dar­über Gedan­ken zu machen, war­um man­che Situa­tio­nen so ent­stan­den sind, wie sie dann ent­stan­den sind. In der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se geht man grund­sätz­lich davon aus, dass wir in drei ver­schie­de­nen Modi kom­mu­ni­zie­ren im Eltern ich, im erwach­se­nen Ich und dem Kind Ich und das Eltern ich. Kann man dann wie­der unter­schei­den in für­sorg­li­ches Eltern Ich und ein Bevor­mun­den das Eltern Ich. Das ken­nen wir ja auch aus dem All­tag. Eltern kön­nen für­sorg­lich sein, die küm­mern sich und die kön­nen bevor­mun­den sein und Befeh­le geben und sehr auto­ri­tär sein. Das Erwach­se­ne nicht ist das, was wir eigent­lich alle anstre­ben, näm­lich Aus­ge­gli­chen­heit reflek­tiert, Über­blick bewah­rend. Und das Kind unter­schei­det man dann wie­der in drei ver­schie­de­ne Zustän­de, näm­lich das freie Kind, das freie, ver­spiel­te, fröh­li­che Kind, das ange­pass­te Kind, das so sich ein biss­chen biss­chen in die Situa­tio­nen hin­ein duckt und das rebel­li­sche Kind, das trot­zig ist und auf sei­nem eige­nen Selbst­be­haup­tung trip besteht. Und die­se ich zustän­de, in denen wir jeweils kom­mu­ni­zie­ren, äußern sich durch ver­schie­de­ne Aus­sa­gen bzw Aus­strah­lun­gen. Also ein Eltern. Ich sage zum Bei­spiel Din­ge wie Du kannst, du darfst kei­ne Angst aber auch sei lieb oder sei brav, sei ange­passt. Lass das also sehr auto­ri­tär sein. Ein Erwach­se­ner strahlt eher aus, dass es den Über­blick hat, dass es reflek­tiert ist, dass es struk­tu­riert ist, dass es da ist, dass es anwe­send ist in der Situa­ti­on. Und die drei Kind Ich sagen Din­ge wie ich will oder ich will nicht oder ich habe kei­ne Lust oder Ich brauch Hil­fe oder ich muss mich weh­ren. Also also Din­ge, die man sich auch wirk­lich bild­lich bei Kin­dern vor­stel­len kann. Was bedeu­tet das in der Pra­xis? Also wie wür­de unter­schied­li­che Zustän­de in einer bestimm­ten Situa­ti­on kom­mu­ni­zie­ren? Neh­men wir ein Bei­spiel. Neh­men wir das Bei­spiel Wir fah­ren über eine Stra­ße und wir fin­den den Weg nicht. Dann sit­zen zwei Per­so­nen im Auto und wenn die­se die­ses Suchen eines Ziels und wir fin­den das nicht und das frus­triert uns. Bei einem erwach­se­nen Ich ankommt, also bei einem reflek­tier­ten Erwach­se­nen, ich wür­de viel­leicht, wür­den viel­leicht bei­de so reagie­ren wie ich lass, fahr mal an die Sei­te und schau noch mal auf die Kar­te. Viel­leicht wür­de jemand sagen Lass uns jeman­den nach dem Weg fah­ren. Also sehr ruhig und kon­struk­tiv und lösungs­ori­en­tiert. Wenn da zwei Eltern sit­zen, die viel­leicht in bevor­mun­den Eltern sind, die wür­den da viel­leicht sit­zen und sagen Ja, das ist ja auch ganz schlecht aus­ge­schil­dert hier und man fin­det hier den Weg ja sowie­so nicht so, wie die Stra­ßen hier ange­legt sind. Also die wür­den sich gegen­sei­tig befeu­ern. Und Kind, ich wer­den viel­leicht unge­dul­dig sagen, ich möch­te jetzt end­lich ankom­men und ein ande­res Kind, ich wür­de viel­leicht sagen und ich muss jetzt auch an, ich muss auf Toi­let­te oder sol­che Din­ge, die man auch von Kin­dern in Autos kennt. Also das sind so Bei­spie­le, wie jemand in sol­chen Modi kom­mu­ni­zie­ren wür­de. Und jetzt wird es span­nend, weil es gibt da kom­ple­men­tä­re und nicht kom­ple­men­tä­re Trans­ak­tio­nen in der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se. Also wenn ein Eltern sich mit einem gleich­ge­sinn­ten Eltern nicht kom­mu­ni­ziert und nicht nur mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert, son­dern auch über eine Situa­ti­on kom­mu­ni­ziert, dann ist das in der Regel kom­ple­men­tär. Also Eltern mit Eltern, ich Erwach­se­nen, ich mit Erwach­se­nen, ich Kind, ich mit ent­spre­chen­dem Kind ich. Das passt zusam­men, wie eben in dem Bei­spiel mit der Stra­ße. Die befeu­ern sich gegen­sei­tig, wie schlecht die Aus­schil­de­rung ist. Oder die suchen gemein­sam kon­struk­tiv nach einer Lösung. Oder die sind gemein­sam das rebel­li­sche Kind oder gemein­sam das ein­zi­ge Kind. Kom­men wir über­haupt jemals an sol­che Geschich­ten? Das ist kom­ple­men­tär und das funk­tio­niert. Es gibt auch die ande­re Mög­lich­keit, näm­lich dass ein Eltern nicht mit einem Kind kom­mu­ni­ziert, auch in einer kom­ple­men­tä­ren Form. Also zum Bei­spiel ein auto­ri­tä­res Eltern­haus, ein bevor­mun­det Eltern nicht, sagt Ja, du musst auch bes­ser nach dem Weg gucken. Und dann kommt aus dem Kind nicht zurück. Ja, das habe ich auch wirk­lich schlecht gemacht dies­mal. Auch das passt zusam­men. Da wird es nicht zu einem tat­säch­li­chen Kon­flikt kom­men. Aber es gibt halt auch nicht kom­ple­men­tä­re Trans­ak­tio­nen. Ein ganz schö­nes Bei­spiel ist. Blei­ben wir bei dem Bei­spiel, mit dem wir suchen nach dem Weg, dass Eltern nicht spricht mit dem Kind. Ich also, wie gera­de schon als Bei­spiel gesagt, dass bevor­mun­den­de Eltern sagt Ja, du musst ja auch bes­ser vor­her nach dem Weg gucken. Und erwar­tet eine Ant­wort vom Kind ist von dem unter­wer­fen den ange­pass­ten Kind ist und bekommt aber zurück. Ich fah­re jetzt mal ran und schaue auf die Kar­te. Das kann Rei­bung geben und das kann explo­siv sein. Und da kann es, gibt es 1000 Bei­spie­le. Also wenn, wenn schö­nes Bei­spiel ist auch jemand sucht einen Löf­fel und sagt nicht wo ist der Löf­fel, wie dass das erwach­se­ne Ich machen wür­de, son­dern sagt so ganz pas­siv aggres­siv Wo hast du denn den Löf­fel ver­steckt? Auch das ist eine nicht kom­ple­men­tä­re Trans­ak­ti­on, weil dann wird nie­mals das rich­ti­ge Ich zurück ant­wor­ten. Und der Leit­satz der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se und ich lie­be den ist Ich bin okay. Du bist okay. Und jetzt rege ich jeden, der die­ses Video bis hier­hin schon durch­ge­schaut hat, an, sich mal im Lau­fe eines Tages zu fra­gen. Wie sehr befol­ge ich die­sen Satz? Ich bin okay. Du bist okay. Weil die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se geht davon aus, dass jeder Mensch mit einem posi­ti­ven Impuls eigent­lich nur han­delt. Dann macht das aus einem posi­ti­ven Drang. Er macht jetzt nicht irgend­et­was, um bewusst irgend­wen zu ärgern, etwas falsch zu machen. Son­dern aus einer posi­ti­ven Moti­va­ti­on für sich her­aus. Und die Hal­tung zu sich selbst und zum Gegen­über soll­te eigent­lich immer sein Ich bin okay. Du bist okay. Und wenn sich jeder jetzt mal fragt Wie sehr ver­fol­ge ich denn die­sen Leit­satz im Lau­fe eines Tages? Das kann schon sehr auf­schluss­reich sein. Und die Her­an­ge­hens­wei­se ist eigent­lich, die Situa­ti­on vor Augen zu füh­ren, wo man sich viel­leicht nicht wohl­ge­fühlt hat, wo es viel­leicht auch zu Span­nun­gen kam, sich zu fra­gen War ich da mit mir wirk­lich okay oder hat­te ich da viel­leicht ein The­ma mit mir? Habe ich mich da viel­leicht min­der­wer­tig gefühlt, unter­le­gen gefühlt in der Situa­ti­on? Und anders­her­um? War mein Gegen­über in mei­ner Wahr­neh­mung und dann auch in mei­ner Aus­strah­lung letz­ten Endes denn okay? Oder hat­te ich schon eine Sicht? Wie schafft er es nicht? Ich bete umsonst. Dann ist mein Gegen­über nicht okay und das wer­de ich auch aus­strah­len. Also die­ses Ich bin okay, du bist okay ist die Grund­hal­tung in der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se, die dazu führt, dass es kom­ple­men­tä­re Trans­ak­tio­nen gibt und damit weni­ger Rei­bungs­punk­te in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Also Anre­gun­gen von mir immer mal schau­en. Jeden Tag. Ich bin okay. Du bist okay. Passt das gera­de wirk­lich? Ja, und da kom­men wir auch schon zu den Tipps zur Ver­bes­se­rung. Wie gesagt, ich bin okay. Du bist okay. Ein­fach mal hin­ter­fra­gen. Jeden Tag ist das das, was ich wirk­lich lebe? Und dann zum Zeit­punkt stimmt der Zeit­punkt. Da gibt es einen ganz ein­fa­chen Trick, näm­lich Fra­gen. Fragt nach Gesprächs­be­reit­schaft, fragt Ist es okay, wenn wir da jetzt drü­ber spre­chen? Hast du eine uhr? Und jetzt kommt etwas ganz Wich­ti­ges Die Ant­wort Abwar­ten. Weil das haben wir, glau­be ich, auch alles schon mal erlebt, dass jemand kommt, sagt Hast du mal eine Minu­te und man holt gera­de Luft, um zu ant­wor­ten und dann wird direkt wei­ter gespro­chen. Das ist auch eine nicht kom­ple­men­tä­re Trans­ak­ti­on, weil das ja mir über­haupt kei­nen Moment gibt, als Erwach­se­ner zu ant­wor­ten. Und ich wer­de da wahr­schein­lich sofort ins Kind umschwen­ken und bockig sein und sagen War­um lässt du mir kei­ne Zeit zu ant­wor­ten? Also füh­le ich mich in mei­ner Frei­heit dann sofort ein­ge­schränkt. Des­we­gen fra­gen, ob Gesprächs­be­reit­schaft besteht. Ant­wort Abwar­ten und dann auch akzep­tie­ren. Stimmt der Ort? Passt das The­ma zur Umge­bung? Soll­te man etwas viel­leicht nicht bes­ser unter vier Augen bespre­chen, wenn es ein per­so­nel­les The­ma ist? Zum Bei­spiel ein Gespräch, das das Per­so­nal gesprä­ches gehört, das auf den Flur, auf die trep­pe, in den Fahr­stuhl gehört das ans Tele­fon? Muss man das nicht machen, wenn man sich gegen­über­sitzt und in die Augen schau­en kann? Ist gera­de bei kri­ti­schen The­men sehr, sehr wich­tig. Ist das der rich­ti­ge Raum? Wo soll­te man Kri­sen­ge­spräch füh­ren? Wo soll­te man das machen? Im Büro des Mit­ar­bei­ters oder im eige­nen Büro? Oder? Das wäre mein Tipp. Ein neu­tra­ler Raum, ein Bespre­chungs­zim­mer, das weder das eine noch das ande­re in irgend­ei­ner Wei­se auf­lädt. Und zu guter Letzt, und das ist schwie­rig, oft bei uner­war­te­ten Reak­tio­nen. Also im Prin­zip nicht kom­ple­men­tä­ren Trans­ak­tio­nen, wo etwas zurück­kommt, was man nicht erwar­tet hat. Nicht aus dem Impuls reagie­ren und direkt ant­wor­ten, son­dern Luft­ho­len, atmen, war­ten und neu star­ten. Und war­ten bedeu­tet nicht zehn Sekun­den, son­dern war­ten kann in dem Kon­text auch hei­ßen viel­leicht einen gan­zen Tag. Und dann kann man Sachen sagen wie So, das las­se ich jetzt mal sacken gera­de, ich kom­me wie­der auf dich zu und dann bespre­chen wir das noch mal im Erwach­se­nen. Ich ganz sach­lich ant­wor­ten soll­te eigent­lich immer funk­tio­nie­ren. Bes­ser als aus dem Impuls raus­ge­hen, son­dern lie­ber ein­mal kurz ana­ly­sie­ren Was habe ich da gera­de emp­fan­gen? War­um reagie­re ich eigent­lich gera­de so? Ist der Zeit­punkt okay, der Kon­text okay? Und dann fan­gen wir das Gan­ze noch mal neu an, ist gera­de bei wich­ti­gen The­men sehr ent­schei­dend. Ja. Ich hof­fe, das hat euch was gebracht. Ich hof­fe, das The­ma fin­det ihr genau­so fas­zi­nie­rend wie ich. Kom­mu­ni­ka­ti­on bestimmt ja unse­ren gan­zen Tag. Und es gibt ja auch die­sen schö­nen Satz Es gibt kei­ne nicht Kom­mu­ni­ka­ti­on. Wenn ich nichts sage, kom­mu­ni­zie­re ich trotz­dem mit mei­nem Gegen­über. Also eigent­lich macht Kom­mu­ni­ka­ti­on unse­ren gan­zen Tag mit ande­ren Men­schen aus. Mich wür­de inter­es­sie­ren, ob ihr das aus­pro­biert, wie das funk­tio­niert hat. Schreibt mir ger­ne Kom­men­ta­re oder Emails über mei­ne Web­site. Ich freue mich von euch zu hören. Wün­sche für ande­re Vide­os könnt ihr los­wer­den. Ich bedan­ke mich für eure Treue und sage das bald. Ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching, Team **Schlagwörter:** Coaching, Wellbeing --- ### [Führungskraft oder nur vor-gesetzt?](https://bobach-coaching.de/podcast-fuhrungskraft/) **Published:** August 12, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Was macht heut­zu­ta­ge eine gute Füh­rungs­kraft aus? Vor­bei sind die Zei­ten, in denen man durch die blo­ße Beför­de­rung den nöti­gen Respekt bekam und auch die Füh­rungs­struk­tu­ren haben sich in den letz­ten Jahr­zehn­ten deut­lich ver­än­dert. In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") betrach­ten [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich, wel­che Füh­rungs­qua­li­tä­ten wirk­lich wich­tig sind und wie man sie (auch durch [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")) aus­bau­en kann, um wirk­lich zu füh­ren und nicht nur vor-gesetzt zu sein. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach. Wie immer mit Jan Gus­tav Fran­ke, hal­lo Jan, Jan Hal­lo Björn Björn …und mir Björn Bob­ach Wir freu­en uns, dass ihr wie­der dabei seid. Und für heu­te haben wir uns ein schö­nes The­ma raus­ge­sucht, näm­lich Füh­rungs­kraft oder nur vor­ge­setzt. Und viel­leicht spie­le ich gleich den Ball rüber, erklärt der Jan mal, war­um wir uns das so aus­ge­dacht haben. Jan Ja, das Mas­se ist natür­lich sehr leicht rüber zu spie­len, aber grund­sätz­lich geht es genau um den Punkt Was macht eine Füh­rungs­kraft eigent­lich aus? War­um reicht es nicht aus, ein­fach eine vor­ge­setz­te Per­son zu sein? Vor­ge­setz­ter, ein Vor­ge­setz­ter oder eine Vor­ge­setz­te? Bzw. Wie kann man tat­säch­lich dazwi­schen unter­schei­den oder ist das gleich­zu­set­zen? Die Fra­ge könn­te man ja auch stel­len. In dem Zusam­men­hang und der gan­zen Sache wol­len wir uns heu­te mal wid­men. Hmmm. Björn Der Fun­ke war ja eigent­lich, dass wir bei einem Gespräch fest­ge­stellt haben, was für einen enor­men Wan­del es in der Füh­rungs­kul­tur eigent­lich in den letz­ten Jahr­zehn­ten gege­ben hat. Also frü­her wur­de jemand in eine Füh­rungs­po­si­ti­on ver­setzt und der hat­te dann schon allei­ne dadurch einen enor­men Respekt bei den ande­ren hof­fent­lich. Also zumin­dest war es meis­tens so allein durch den Titel, also Abtei­lungs­lei­ter oder was auch immer es dann war. Und das hat sich ein biss­chen gewan­delt. Das hat was mit den Gene­ra­tio­nen, die danach groß gewor­den sind, zu tun. Die akzep­tie­ren das halt nicht ein­fach so, dass jemand ihnen was zu sagen hat, nur weil er einen Titel hat. Und man hat dann natür­lich auch fest­ge­stellt, rein psy­cho­lo­gisch, dass das auch gar nicht die opti­ma­le Form des Füh­rens ist, also dass das nicht das ist, was ein Team wirk­lich zu gro­ßer oder sogar Höchst­leis­tung bringt. Das war im Prin­zip der Aus­gangs­punkt, war­um wir uns dem gan­zen The­ma ein­mal annä­hern woll­ten. Also frü­her ein­fach nur vor­ge­setzt. Also ich wer­de beför­dert in eine Posi­ti­on, weil ich viel­leicht schon zehn Jah­re dabei bin oder weil ich län­ger dabei bin als alle ande­ren. Björn Und dann haben auto­ma­tisch alle den nöti­gen Respekt vor mir und ich natür­lich allei­ne dadurch, dass ich es gewor­den bin. Schon die nöti­gen Fähig­kei­ten und die Erfah­rung um ein Team zu füh­ren, das ist ja mit­nich­ten so! Jan Tja, also ich glau­be, im Gro­ßen und Gan­zen muss man tat­säch­lich auch die­ses gan­ze The­ma immer im sozia­len Kon­text sehen. Wenn man sich das anschaut, dann ist es natür­lich einer­seits so, dass jetzt unab­hän­gig von Erfah­run­gen usw auch das The­ma Qua­li­fi­ka­ti­on da eine Rol­le spie­len kann, zumal jetzt so ganz alt­her­ge­bracht. Von frü­her war das dann ja auch durch­aus mal die Unter­schei­dung zwi­schen stu­diert und nicht stu­diert. Wer jetzt Füh­rungs­kraft wird oder nicht wird auch das kann man ja heu­te nicht mehr eins zu eins so sagen über­all. Und ins­be­son­de­re hat es natür­lich auch was damit zu tun, wie der Arbeits­markt aus­sieht. Und das heißt also in einer Situa­ti­on, wo sich jeder die Fin­ger danach legt, über­haupt einen Job zu haben und irgend­wie sich über Was­ser hal­ten zu kön­nen. Ist man viel­leicht auch als Arbeit­neh­mer oder als Arbeits­kraft, wenn man das jetzt mal so ein­fach als Res­sour­ce defi­nie­ren wür­de, viel­leicht eher geneigt, auch zu akzep­tie­ren, dass jemand einem sagt, wo’s lang geht in einem Markt, wo man eher einen Fach­kräf­te­man­gel hat, so wie das heu­te ist. Es ist natür­lich auch so, dass sich Arbeit­neh­mer durch­aus ihres Werts bewusst sind und ganz anders damit umge­hen, weil sie eben auch die Wahl haben. Jan Und sie kön­nen auch durch­aus jeder­zeit woan­ders hin­ge­hen. Und inter­es­san­ter­wei­se und so ist es ja auch in unter­schied­li­chen Sys­te­men, gibt es dann auch dem­entspre­chend Wech­sel­wir­kun­gen in eben genau die­sem Ver­hält­nis zwi­schen Arbeit­neh­mer, Arbeit­ge­ber oder Arbeit­neh­mer und Vor­ge­setz­ten bzw Füh­rungs­kräf­ten. Und so ist das also im ste­ten Wan­del. Und es gibt wahr­schein­lich ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Ein­fluss­fak­to­ren, die dazu füh­ren, dass es sich eben aktu­ell so ent­wi­ckelt, wie es sich ent­wi­ckelt. Björn Also bedeu­tet, frü­her waren die Leu­te allein dadurch, dass sie einen Job hat­ten, so dank­bar und so froh dar­über, dass sie eher akzep­tiert haben. Ich deu­te da jetzt was rein in das, was du gera­de gesagt hast, dass sie eher akzep­tiert haben, dass da viel­leicht auch jemand in der Füh­rungs­kraft war, der es gar nicht konn­te. Jan Tja, gar nicht konn­te. Wäre qua­si eine Mög­lich­keit. Bzw. Ich glau­be der Hin­ter­grund ist natür­lich auch ein Stück weit der, wie man sozia­li­siert war, also die Fra­ge nach Auto­ri­tä­ten in dem Zusam­men­hang. Also wenn man jetzt mal 50 60 Jah­re zurück­denkt, gab es ja erst mal eine deut­lich män­ner­do­mi­nier­te Arbeits­welt in Sum­me. Dann hast du eigent­lich auch eine Arbeits­welt, die oft­mals auch wie­der­um domi­niert Fah­rer geprägt war von Men­schen, auch mit mili­tä­ri­scher Ver­gan­gen­heit in Tei­len und all­ge­mein auch einem viel auto­ri­tä­ren Erzie­hungs­stil. Auch das hat sich ja gewan­delt, sodass also tat­säch­lich die­ser Punkt, wenn man jetzt es gibt ja auch unter­schied­li­che Füh­rungs­sti­le, die, die defi­niert sind und sage ich mal, die­ser stark Kon­ser­va­ti­ve oder ein stark Kon­ser­va­ti­ver ist eben die­ser auto­ri­tä­re Füh­rungs­stil oder patri­ar­cha­li­scher Füh­rungs­stil, der also eigent­lich sagt Ich habe recht und du hast das zu tun, was ich dir sage. Und wenn man so groß gewor­den ist, dass die Welt auch so aus­sieht, dass es Men­schen gibt, die wis­sen, wo es lang­geht, dann ist man viel­leicht auch erst mal bereit, das zu akzep­tie­ren. Jan Und teil­wei­se hat das auch wie­der mit Stand zu tun. Und so wei­ter und so fort. Aber ich glau­be ein­fach die­ses, die­ses Akzep­tie­ren einer gewis­sen Posi­ti­on aus der Rol­le her­aus oder aus der aus dem Stand her­aus, das hat sich über die letz­ten Jah­re ver­än­dert, dass das eben heu­te nicht mehr so der Fall ist, wie das even­tu­ell frü­her ein­mal war. Björn Und das hat natür­lich auch damit zu tun, dass jetzt die jun­gen Gene­ra­tio­nen der jün­ge­ren Gene­ra­ti­on eher hin­ter­fra­gen, ob jemand wirk­lich eine Auto­ri­täts­per­son ist und ob jemand wirk­lich ihnen was zu sagen hat und das auch bei­gebracht krie­gen, dass ihnen nicht jeder etwas zu sagen haben muss. Das ist jetzt natür­lich so ein Punkt, da könn­te man jetzt drü­ber strei­ten, ob das gut ist oder nicht, dass man weni­ger Respekt vor Erfah­rung und Alter zu haben scheint. Aber das ist ein völ­lig ande­res The­ma. Was ich aber span­nend an dem an der gan­zen Sache fin­de, ist, dass es ja eigent­lich wirk­lich den Fokus dar­auf legt Was sind denn wirk­lich Füh­rungs­qua­li­tä­ten und was macht denn eine wirk­li­che Füh­rungs­kraft über­haupt aus, los­ge­löst vom Titel? Wann ist jemand dazu beru­fen, ein Team zu lei­ten? Wann ist jemand dazu beru­fen, auch auto­ri­tär zu sein ande­ren Men­schen gegen­über, mit denen er sonst nicht irgend­wie in einem Eltern Kind Ver­hält­nis steht? Was ist da wirk­lich die Essenz? Und für mich ist so ein Schlüs­sel eigent­lich die­ses Ich kann mich erin­nern, als ich in mei­nem, einem mei­ner Jobs ich habe ja mal für einen gro­ßen Elek­tronik­kon­zern gear­bei­tet, der nur ent­fernt etwas mit einem Laden zu tun hat. Björn Und ich weiß, dass ich da mit jemand für mich mal aus­ge­tauscht habe und der halt immer sag­te Die­ses Lea­ding from the Front war so unglaub­lich wich­tig. Und das ist tat­säch­lich auch so ein Leit­satz von mir gewor­den, dass ich, dass ich gemerkt habe, man hat von mir mehr Respekt und man hat von mir, man lässt sich von mir eigent­lich eher was sagen, wenn ich auch das mache, was mein Team macht. Wenn die also auch sehen, dass ich schon weiß, wovon ich spre­che, wenn die halt auch wis­sen, der hat das auch schon mal gemacht. Der, der, der weiß, wie sich das anfühlt in die­ser und die­ser Situa­ti­on, in die­ser Posi­ti­on, der weiß, wie viel Arbeit das ist. Das ist unglaub­lich wich­tig gewor­den, dass jemand nicht nur die­sen Titel hat und sagt Du, das machst du jetzt, machst du, jetzt machst du wirk­lich. Respekt ent­steht in der heu­ti­gen Zeit eher dar­aus aus beob­ach­ten. Das macht er auch. Der hat die Erfah­rung wirk­lich gemacht. Also aus eige­nem Beob­ach­ten, nicht nur vom Hören­sa­gen und. Björn Daher kommt dann auch, so mein Ansatz, zum Bei­spiel eher lea­ding from the front, also sich nicht zu scha­de zu sein, auch die Arbeit zu machen, die das eige­ne Team machen muss. Auch wenn man viel­leicht zusätz­lich noch ganz, ganz ande­re Ver­ant­wor­tun­gen hat. Jan Ja, also klar, das ist etwas, was sich da so ent­wi­ckelt hat und was ich auch mit unter­schrei­ben wür­de. Auch wenn man sich jetzt noch mal die­sen Begriff allei­ne anschaut, also eine Füh­rungs­kraft oder eine Füh­rungs­per­sön­lich­keit oder Lea­der­ship im Eng­li­schen, dann ist es ja auch im Deut­schen so Wenn ich füh­re, dann gehe ich auch vor. Also in der Regel, das heißt, ich bin vor­ne mit dabei. Und das macht also einen ganz, ganz wesent­li­chen Unter­schied. Und du hast das jetzt gesagt in der Im Respekt, was mir da auch ein­fällt im Zusam­men­hang ist Wert­schät­zung, also auch in einer Wert­schät­zung dafür, was die­se Füh­rungs­kraft kann oder tut oder macht. So und wie gesagt, die­ses rei­ne Prin­zip von Befehl und Gehor­sam ist da aus mei­ner Sicht ein Stück weit über­holt. Das hat natür­lich auch damit zu tun, dass es über­holt ist in unse­rem sozia­len Kon­text aktu­ell. Also wenn man jetzt mal sich die­se Maslow Bedürf­nis­py­ra­mi­de anschaut, dann kommt das ja qua­si von phy­sio­lo­gi­schen Bedürf­nis­sen, Sicher­heits­be­dürf­nis­sen und so wei­ter und so fort bis hin zur Selbst­ver­wirk­li­chung. Das heißt also, immer wenn die­se wei­ter unter­lie­gen­den Bedürf­nis­se erfüllt sind, dann kommt man zu einem, zu einer höhe­ren Schicht die­ser Pyra­mi­de. Jan Und ganz oben ist die Selbst­ver­wirk­li­chung. Und die kann man sich eigent­lich nur leis­ten, wenn es einem auch in Sum­me als Gesell­schaft so gut geht oder als Per­son man sich von ande­ren Din­gen so frei­macht, dass man, dass man sagt Dar­um geht es mir jetzt im Leben. Und ich glau­be, da sind wir in einem wei­ten Teil unse­rer Gesell­schaft. Dass es also eben auch dar­um geht zu sagen, ich möch­te da einen Selbst­zweck haben die­ser Sache und nicht nur allei­ne etwas tun, um eben Geld zu ver­die­nen oder hier eine Funk­ti­on aus­zu­fül­len. So, und damit man hier tat­säch­lich die­sen, ja die­sen Beweis hat, muss man tat­säch­lich vor­ge­hen. Oder sagen wir mal, ist es ein Weg vor­zu­ge­hen. Es gibt ja auch durch­aus Men­schen, die strah­len das ein­fach aus. Es gibt ja auch cha­ris­ma­ti­sche Füh­rungs­kräf­te, die eben über ihre Art und Wei­se füh­ren und die Mög­lich­keit dar­über haben zu begeis­tern. Die müs­sen viel­leicht nicht alles auch selbst schon durch­ex­er­ziert haben, jetzt vor jeder Per­son, son­dern die kön­nen das anders aus­strah­len. Aber wich­tig ist halt irgend­wo, dass man einen Ansatz fin­det, der eben die die jewei­li­ge Per­son auf der ande­ren Sei­te, also die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter irgend­wo berührt, packt und auch ver­mit­telt, dass man hier authen­tisch in der Lage ist oder dass es auch wert ist, gemein­sam zu arbei­ten. Jan Da hat auch das The­ma Ver­trau­en einen unheim­li­chen Stel­len­wert. Björn Der ent­schei­den­de Punkt ist ja eigent­lich, über den wir ja auch heu­te spre­chen wol­len, dass das bedeu­tet, wenn ich Füh­rungs­kraft wer­den möch­te, wer­den möch­te, wenn ich Füh­ren ler­nen möch­te oder viel­leicht Füh­rungs­kraft eine Füh­rungs­po­si­ti­on habe und das aus­bau­en will oder bes­ser wer­den möch­te, muss ich mei­ne mein Fokus auf ganz ande­re Din­ge legen, als es auch frü­her war. Und dass es viel­leicht auch von außen zu sein scheint. Ich kann da wie­der aus eige­ner Erfah­rung sagen, dass ich das erlebt habe, dass Men­schen, die so um mich her­um waren, als ich in Ver­ant­wor­tung kam, kamen Oh, das ist ja toll, alles ist ja ein tol­les Leben und so, die sich gar nicht dar­über bewusst waren, was das eigent­lich bedeu­tet in dem Moment und die dann sehr über­rascht waren über man­che Situa­tio­nen, wenn die viel­leicht sel­ber mal ein biss­chen mehr Ver­ant­wor­tung beka­men. Und ich glau­be, dass es ganz wich­tig ist, dass man sich im Vor­feld dar­über Gedan­ken macht Was kann ich da schon, an was muss ich arbei­ten? Und dar­über kön­nen wir ja jetzt eigent­lich auch mal spre­chen. Björn Was sind denn die ent­schei­den­den Din­ge, die man kön­nen und ler­nen soll­te, wenn man füh­ren will? Jan Also in ers­ter Linie und das haben wir gera­de schon mal auch her­aus­ge­ar­bei­tet. Mei­ner Mei­nung nach ist es so, dass ich einen Weg fin­den muss, einen Zugang zu bekom­men zu mei­nem Gegen­über und zwar nach Mög­lich­keit authen­tisch. Also ich per­sön­lich bin ein gro­ßer Freund davon, tat­säch­lich authen­tisch zu arbei­ten, also authen­tisch zu sein, sowohl pri­vat als auch beruf­lich. Natür­lich hat man auch über­all eine unter­schied­li­che Rol­le und die ergibt sich eben auch in Tei­len aus unter­schied­li­chen sozia­len Kon­tex­ten. Es gibt Men­schen, die sind in dem einen Freun­des­kreis etwas anders als in dem ande­ren. Und das wür­de ich bei mir selbst auch so sehen, dass ich da über­all unter­schied­li­che Facet­ten haben, auch wenn das alles mei­ne Per­sön­lich­keit ist. Aber letz­ten Endes muss ich halt irgend­wie einen Zugang zu mei­nem Gegen­über fin­den. Und das ist genau der Punkt. Es kann sein, dass die eine Per­son. Nur dadurch zu beein­dru­cken oder zu füh­ren ist oder zu begeis­tern, es zu zu errei­chen ist. Wenn ich eben ganz vor­ne mit­mi­schen, wenn ich auch selbst zei­ge, dass ich das kann. Und so wei­ter und so fort. Jan Es kann sein, dass es ande­re gibt, die eher auf eine Art von cha­ris­ma­ti­scher Füh­rung anspre­chen. Und dann gibt es viel­leicht auch Leu­te, die brau­chen viel­leicht auch eher etwas Auto­ri­tä­res in Anfüh­rungs­stri­chen, weil sie sagen, sie brau­chen eine kla­re Ansa­ge oder sie wol­len Kann ich so mit par­ti­zi­pie­ren? Und das ist die unheim­li­che Kom­ple­xi­tät und Her­aus­for­de­rung. Das ist also nicht aus mei­ner Sicht die ganz ein­fa­che Rezep­tur geht gibt, so macht man es, son­dern die Anfor­de­run­gen an eine Füh­rungs­per­sön­lich­keit erge­ben sich aus unter­schied­li­chen Kon­tex­ten, näm­lich aus dem Gesell­schaft­li­chen, aus dem Kon­text im Unter­neh­men, wie da die Kul­tur ist und dann letz­ten Endes auch aus dem team kon­text bzw aus dem indi­vi­du­el­len kon­text. So, und jetzt machen wir was draus. Björn Das ist eine ganz schö­ne Auf­ga­be, weil du das, was du unter­schreibt, dass alles. Ich glau­be auch, dass Authen­ti­zi­tät sehr, sehr wich­tig ist, dass man authen­tisch bei sich blei­ben muss. Eine Rol­le spie­len bringt über­haupt nichts. Ich bin auch der Mei­nung, dass man natür­lich auf sein Gegen­über jeweils unter­schied­lich ein­ge­hen muss, weil man die Men­schen unter­schied­lich packt. Das setzt ja schon fast vor­aus, dass man als Füh­rungs­kraft ein wenig schi­zo­phren wird, also oder sagen wir es anders ein biss­chen eine gespal­te­ne Per­sön­lich­keit ent­wi­ckelt, weil ich dann ja ein Mensch sein muss, der mit ver­schie­de­nen Zun­gen spricht, wenn ich wirk­lich alle errei­chen will oder ist das viel­leicht das fal­sche Ziel? Ist alle errei­chen über­haupt mög­lich? Jan Tja, also. Auch da bewegt man sich in einem, fin­de ich, ganz inter­es­san­ten Umfeld der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung. Ich glau­be. Bestimm­ten Per­so­nen ist es fast mög­lich, alle zu errei­chen. Die Fra­ge ist aber, ob man das gesam­te Spek­trum des­sen, was man an Instru­men­ten nut­zen kann, um Men­schen zu errei­chen, ob das dann noch authen­tisch ist in dem Sin­ne oder ob man das machen möch­te. Da ist jetzt auch tat­säch­lich der der Über­gang zur Mani­pu­la­ti­on flie­ßend. Also wenn ich qua­si. Björn Zum Oppor­tu­nis­mus mehr. Jan Oppor­tu­nis­mus viel­leicht auch ja, aber zumin­dest zu weit weg von dem eigent­li­chen Kern, viel­leicht der eige­nen Per­sön­lich­keit, so dass es da sicher­lich auch Gren­zen geben kann in die­sem Zusam­men­hang. Du hast gera­de gesagt, viel­leicht muss man da ein biss­chen schi­zo­phren wer­den oder eine gespal­te­ne Per­sön­lich­keit. Das Wort, was mir ein­fällt ist wan­del­bar bzw anpas­sungs­fä­hig, also in der Kom­mu­ni­ka­ti­on anpas­sungs­fä­hig. Und das kann ja durch­aus ganz wich­tig sein. Wenn man sich jetzt tat­säch­lich auch gro­ße Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten anschaut, auch Kon­zern­chefs usw. Dann ist ja aus mei­ner Sicht eine ganz gro­ße Leis­tung, auch wenn man auch mal dann tat­säch­lich sol­che Anspra­chen an die gan­zen Beleg­schaft usw hört, dass es da Füh­rungs­kräf­te gibt, die in der Lage sind, sowohl den die Mana­ger als auch die Fach­ar­bei­ter, Sach­be­ar­bei­ter wie auch immer anzu­spre­chen und ver­ständ­lich zu machen, was sie sagen wol­len und die auch tat­säch­lich zu errei­chen und irgend­wo per­sön­lich greif­bar zu wir­ken, authen­tisch zu sein. Und das zeigt, dass in dem posi­ti­ven Sin­ne möch­te ich das mal for­mu­lie­ren, dass man eben in der Lage ist, auch unter­schied­li­che Kanä­le anzu­steu­ern, sodass sich jede Per­son ange­spro­chen füh­len kann. Jan Oder sagen wir mal die meis­ten. Björn Bin ich total bei dir das. Natür­lich war das ein biss­chen über­spitzt for­mu­liert mit der gespal­te­nen Per­sön­lich­keit. Die Wan­del­bar­keit und die Anpas­sungs­fä­hig­keit, glau­be ich auch. Das sind ganz ent­schei­den­de Punk­te und die kann man ja wun­der­bar trai­nie­ren. Empa­thie ist, glau­be ich, da auch ein ganz gro­ßer Schlüs­sel. Auch Empa­thie kann man ja trai­nie­ren, das kann man. Es gibt Fäl­le, wo es über­haupt kei­ne Empa­thie gibt, da wird es schwie­rig. Aber Empa­thie an sich kann man ja auch üben. Und eine ande­re Geschich­te, die mir jetzt gera­de so ein­ge­fal­len ist, die­se Wan­del­bar­keit. Und als ich dann kurz das Wort Oppor­tu­nis­mus in den Raum gewor­fen habe, ist mir das eigent­lich dann auch gleich wie­der ein­ge­fal­len. Das Ent­schei­den­de ist, dass die Inte­ger, dass man sehr inte­ger trotz der Wan­del­bar­keit bleibt, also dass man jetzt nicht dem einen das eine, dem ande­ren das ande­re erzählt und hin­ter­her von nichts mehr etwas wis­sen will oder es immer nur so macht, dass es gera­de zum eige­nen Vor­teil reicht. Also man muss sehr ein hohes Maß an Inte­gri­tät besit­zen und das kann man ja auch trai­nie­ren, tat­säch­lich sich treu zu blei­ben und den eige­nen Grund­sät­zen, den eige­nen Wer­ten treu zu blei­ben und auch denen der Fir­ma oder der, der des Kon­zerns viel­leicht. Björn Und trotz­dem mit die­sen Wer­ten qua­si auf jeden aber indi­vi­du­ell wie­der so zu gehen, wie er es viel­leicht gera­de braucht. Jan Was mir jetzt gera­de noch so in den Sinn kommt, ist Wir spre­chen davon, dass das jetzt in Anfüh­rungs­stri­chen heu­te so ist, als wäre das ein Fakt. Aber natür­lich gibt es auch heu­te noch genug Unter­neh­men, die ganz anders ticken. Und das heißt auch, dass die ande­ren Wege als auch nicht, dass die ande­ren Wege nicht funk­tio­nie­ren. Also es gibt auch, glau­be ich, immer noch Unter­neh­men, die extrem auto­ri­tär oder patri­ar­cha­lisch geführt wer­den, wo viel­leicht auch teil­wei­se noch in Anfüh­rungs­stri­chen mit Zucker­brot und Peit­sche, also auch mit Angst geführt wird und mit Druck auch das gibt es. Aber man stellt ja zumin­dest fest, dass die­se Ten­denz sich wan­delt aktu­ell und das eigent­lich auch jetzt im Bereich von von hoch­qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­ten­den schon eher ande­re Din­ge gefragt sind. Das ist natür­lich jetzt auch teil­wei­se so die, die die Spit­ze der Ent­wick­lung im Sin­ne von die die Vor­rei­ter, weil es natür­lich hier auch oft­mals hoch­qua­li­fi­zier­te Per­so­nen sind, um die sich auch dann der Markt­preis und das das dif­fun­diert dann erst lang­sam auch durch die Gesell­schaft durch. Also das heißt, das kann auch sein, dass es da deut­lich unter­schied­li­che Stän­de in Sum­me gibt. Jan Also wahr­schein­lich wird es auch vie­le Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer geben, die sagen Ist ja schön, was ihr da erzählt, aber bei uns ist es ganz anders. Fakt ist Alles exis­tiert und alles ist mög­lich in dem Zusam­men­hang. Aber zumin­dest ist ein Wan­del wahr­nehm­bar in die­sem Zusam­men­hang. Und die Fra­ge ist ja auch, um die­sen Gedan­ken zu Ende zu füh­ren, wenn man jetzt mal davon spricht, was für eine Füh­rungs­kraft wünscht man sich denn in dem Zusam­men­hang, dann glau­be ich, wür­de man aber da eine ziem­lich gro­ße Mehr­heit dafür bekom­men. The­se, dass sich die meis­ten Men­schen eher jeman­den wün­schen, der authen­tisch ist oder die authen­tisch ist und die hier auch qua­si vor­ne­weg mit sehe ich schon even­tu­ell. Björn Ich sehe es nicht anders. Ich sehe es. Ich den­ke auch, dass ein Groß­teil sich genau so was wünscht. Aber ich habe es halt auch schon anders­her­um erlebt. Nicht bei mir selbst, aber in mei­nem Kun­den­kreis. Das ist ein in. Ein sehr boden­stän­di­ges. Exis­tie­ren­des Unter­neh­men ein neu­er Chef kam, der sehr modern führ­te und die Mit­ar­bei­ter, die so eine Angst und Schre­cken Regent­schaft gewohnt waren, völ­lig aus dem Kon­zept kam. Klar, weil du jetzt gera­de gesagt hast, was man sich so wünscht. Und das ist ganz span­nend, weil selbst wenn man dann sagt, jetzt hat man jeman­den, der hat wirk­lich so einen cha­ris­ma­ti­schen Füh­rungs­stil, macht das von vor­ne. Ganz fla­che Hier­ar­chie und so, wo man so als moder­ner Per­so­nal Mensch sagen wür­de Super, also ganz toll opti­mal. Wenn der dann aber zu Men­schen kommt, die was ganz ande­res gewohnt waren, dann gerät das Sys­tem so was von außer Rand und Band, dass so wenig Ori­en­tie­rung da ist. Da kann ich mich noch gut dar­an erin­nern, an die Geschich­te. Das war, war, hat, hat gedau­ert, bis sich das eta­bliert hat. Björn Fest steht auf jeden Fall, glau­be ich, das ist, glau­be ich, heu­te so ein biss­chen unser Fazit, auch, dass da etwas im Wan­del ist. Natür­lich, wenn es auch die­se Regent­schaft noch gibt. Und die Chefs, die in ihren glä­ser­nen Tür­men auf das auf die Ankunft der Ange­stell­ten mor­gens war­ten, das gibt es auch noch alles. Aber es voll­zieht sich ein Wan­del in der brei­te­ren Mas­se. Ich glau­be, so kön­nen das, kön­nen wir es fest­hal­ten. Und da sind defi­ni­tiv ande­re Qua­li­tä­ten gefragt. Jan Ja, defi­ni­tiv. Ich fin­de auch ein gutes Bei­spiel in dem Zusam­men­hang ist eben auch das The­ma Wie funk­tio­niert eigent­lich Füh­rung ohne dis­zi­pli­na­ri­sche Ver­ant­wor­tung? Das gibt es ja auch heu­te viel in Pro­jekt Struk­tu­ren. Und so wei­ter, wo man viel­leicht gar nicht die Situa­ti­on hat, dass man ein Team führt über eine Rol­le als vor­ge­setz­te Per­son, son­dern wo man dar­über füh­ren muss, dass man eben einen per­sön­li­chen Zugang bekommt. Also nur weil jemand Pro­jekt­lei­ter ist, heißt das noch lan­ge nicht, dass Pro­jekt­lei­ter oder Pro­jekt­lei­te­rin jetzt hier auch dis­zi­pli­na­risch etwas zu sagen hat. Es kann auch durch­aus sein, dass jemand fach­lich qua­si dar­auf gesetzt wur­de, aber dass im Team eben auch Men­schen sind aus Hier­ar­chie­stu­fen dar­über und so wei­ter oder auch eben in gar kei­nem direk­ten Arbeits­ver­hält­nis, wird aus ganz ande­ren Berei­chen des Unter­neh­mens. Und hier kann man dann tat­säch­lich eigent­lich nur über die Per­sön­lich­keit füh­ren. Und das ist eigent­lich, fin­de ich, eine ganz tol­le Schu­le, wenn man da durch­geht, weil man tat­säch­lich lernt, erst mal Wie kann ich füh­ren, begeis­tern, für ein The­ma, moti­vie­ren, ohne dass es über­haupt hier die­sen dis­zi­pli­na­ri­schen Effekt gibt. Jan Und das kann auch eine gute Vor­be­rei­tung sein, bei­spiels­wei­se auf spä­te­re Füh­rungs­po­si­tio­nen. Tja, so haben wir jetzt heu­te einen rela­tiv bun­ten Strauß erhal­ten von The­men oder The­men­kom­ple­xen im Bereich der Füh­rung. Wir hof­fen, für euch hat sich dadurch auch die eine oder ande­re neue Per­spek­ti­ve erge­ben auf das The­ma Füh­rungs­kraft oder nur vor­ge­setzt? Wir hof­fen, dass ihr in eurer jewei­li­gen Posi­ti­on Rol­le, in der ihr unter­wegs seid, ent­we­der selbst Lust habt, auch zu füh­ren, zu gestal­ten oder dass ihr auch viel­leicht die Her­aus­for­de­run­gen seht, die auch eine Füh­rungs­kraft oder eine vor­ge­setz­te Per­son haben kann. In die­sem Zusam­men­hang auch da hilft sicher­lich Ver­ständ­nis im Umgang mit­ein­an­der. Und in Sum­me bleibt es auf jeden Fall ein total inter­es­san­tes The­ma und der Wan­del ist auch hier im vol­len Gan­ge, sodass sich da auch die nächs­ten Jah­re sicher­lich noch wei­ter sehr viel erge­ben wird. Wir freu­en uns auf jeden Fall, dass ihr heu­te zuge­hört habt und freu­en uns auf Euer Feed­back. Viel­leicht habt ihr auch die eine oder ande­re Sto­ry noch zu Füh­rungs­kräf­ten oder Vor­ge­setz­ten und wir hof­fen, ihr bleibt uns gewo­gen und wir hören uns dann dem­entspre­chend in der nächs­ten Woche wie­der. Jan Ja, wenn du möch­test, dann kannst du dich ver­ab­schie­den. Björn Bis nächs­te Woche. Ciao. Jan Bis dahin. Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Stress, Wellbeing --- ### [Das innere Kind kennenlernen](https://bobach-coaching.de/podcast-das-innere-kind/) **Published:** August 19, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Das inne­re Kind – wer hat davon noch nicht gehört? Es gibt zu die­sem The­ma so vie­le Miss­ver­ständ­nis­se, dass die meis­ten Men­schen als ers­te Reak­ti­on dar­auf wohl eher zurück­schre­cken. Dabei gibt es hier ganz hand­fes­te Theo­rien, die einem den All­tag durch­aus erleich­tern kön­nen – und das ganz ohne Bas­hing der Eltern. In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") dis­ku­tie­ren [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich die ver­schie­de­nen Theo­rien zum inne­ren Kind und erläu­tern Metho­den, wie einem dies (auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")) hel­fen kann. Links zu den im Pod­cast genann­ten Büchern: [Das inne­re Kind muss Hei­mat fin­den](https://amzn.to/3c4hj20) [Wer A sagt muss noch lan­ge nicht B sagen](https://amzn.to/3QzhIIR) [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich sage Hal­lo, Björn! Björn Hal­lo, Jan. Jan Hal­lo. Wir spre­chen heu­te über ein The­ma, was sehr popu­lär gewor­den ist, teil­wei­se auch sehr kon­tro­vers dis­ku­tiert, mit dem auch eini­ge ihre Berüh­rungs­ängs­te haben. Und zwar geht es heu­te um das inne­re Kind. Ja, und das inne­re Kind ist ein Modell, mit dem man arbei­ten kann, im Coa­ching, in der The­ra­pie. Und ja, man kann vor­treff­lich dar­über dis­ku­tie­ren. Björn, was fällt dir denn als ers­tes dazu ein? Björn Die gan­zen Vor­ur­tei­le, die es dar­über gibt, fal­len mir als ers­tes ein. Also du hast ja gesagt, Berüh­rungs­ängs­te haben vie­le das tat­säch­lich etwas, was ja auch ganz häu­fig schon begeg­net ist. Also ich habe sehr viel Kon­takt zu mei­nem inne­ren Kind gehabt, vor eini­ger Zeit auch noch ein biss­chen inten­si­ver, weil ich ein paar The­men auf­ar­bei­ten woll­te und auch muss­te und habe da dar­über auch ger­ne gespro­chen. Und da habe ich dann schon gemerkt, das da kann man auch nicht mit jedem drü­ber spre­chen, weil das ganz oft so ein so ein Dün­kel hat, von wo du und ja, die Eltern sind an allem schuld und so, also da gibt es sagen­um­wo­be­ne Din­ge, die, die damit ver­bun­den wären, die aber ein­fach fak­tisch ja gar nicht stim­men. Jan Ja, okay, müs­sen wir noch mal damit anfan­gen, was das inne­re Kind über­haupt ist? Bevor jetzt hier schon die Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rer den­ken, es geht hier heu­te um Vodoo oder in Tei­len. Das The­ma ist ja tat­säch­lich auch rela­tiv bekannt gewor­den durch das Buch von Ste­fa­nie Stahl Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den, wo es also auch um das inne­re Kind geht. Und grund­sätz­lich ist es ja ein Modell, das dar­stellt, dass es in uns ein Kind Anteil gibt in unse­rer Per­sön­lich­keit. Und die­ser Anteil kommt letz­ten Endes daher, dass wir ja über unser gan­zes Leben lang Erfah­run­gen machen, aber halt eben auch ganz wesent­li­che und prä­gen­de Erfah­rung in der Kind­heit. Und dass die­se Erfah­rung unter Umstän­den auch auf das gan­ze Leben aus­strah­len kann. So kann es sein, dass wir eben ganz beson­ders freu­di­ge Erleb­nis­se haben, die mit aus­strah­len auf das gesam­te Leben. Es kann sein, dass es tra­gi­sche oder trau­ma­ti­sie­ren­de Erleb­nis­se gibt, die auch auf das Leben aus­strah­len und die dann auch im Men­schen selbst wir­ken wie bestimm­te Glau­bens­sät­ze Du darfst nicht, du musst oder irgend­ein Ver­hal­ten ist ganz beson­ders gut oder ganz beson­ders schlecht. Jan Und das Inter­es­san­te dar­an ist, dass selbst. Nicht so? Ja. Für einen erwach­se­nen Men­schen emp­fun­de­ne Erfah­rung auf ein Kind hat eben ganz anders wir­ken kön­nen, weil eben die Wahr­neh­mung und der Kon­text des Ver­ständ­nis­ses noch viel gerin­ger ist. Und des­halb eben auch die Inter­pre­ta­ti­on einer bestimm­ten Situa­ti­on deut­lich dra­ma­ti­scher, ob jetzt im posi­ti­ven oder nega­ti­ven posi­ti­ve oder nega­ti­ve Rich­tung aus­fal­len kann. Und das hat viel­leicht auch eine grö­ße­re Aus­wir­kung hat. Und eben die­ses Modell geht davon aus, dass wir also die­se Antei­le haben von der Erfah­rung unse­res inne­ren Kin­des und dass die halt eben bis ins Erwach­se­nen­le­ben aus­strah­len. Ja, und das ist, wozu kann das füh­ren? Björn Ich möch­te das noch ein biss­chen ergän­zen, wenn ich glau­be, bevor wir über die Kon­se­quen­zen spre­chen, das ist der eine Teil, also dass man Erfah­run­gen macht in der Kind­heit, die aus­strah­len auf das Erwach­se­nen­al­ter. Aber ich glau­be, der Begriff des Modus oder des, das jedoch des Modus ist hier sehr wich­tig. Der kommt ja ursprüng­lich auch aus der Sche­ma The­ra­pie oder dem Sche­ma Coa­ching. Bezie­hungs­wei­se fin­det er sich ja inter­es­san­ter­wei­se auch in der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se, wo ja auch davon aus­ge­gan­gen wird, dass wir in ver­schie­de­nen Modi kom­mu­ni­zie­ren bzw ver­schie­de­ne Mus­ter in uns ablau­fen, je nach­dem was für einen Modus wir uns befin­den. Und es gibt halt die­se Kind Modi, da gibt es das ver­letz­te Kind, das fröh­li­che Kind, das in der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se ist auch ger­ne vom rebel­li­schen Kind die Rede, das mit dem Fuß auf­stamp­fen und ich glau­be, dass das ein eine Art und Wei­se ist, dar­auf zu schau­en, die die beson­ders ein­leuch­tend ist. Weil das kennt glau­be ich jeder, dass man in man­chen Situa­tio­nen auf eine Art und Wei­se reagiert, die man, wenn man sie jetzt ganz distan­ziert und etwas abge­klär­ter betrach­tet, viel­leicht mit einem rebel­li­schen Kind, mit einem trot­zi­gen, mit dem Fuß auf­stamp­fen rebel­li­schen Kind ver­glei­chen könn­te. Björn Ich fin­de, ein ganz schö­nes Bild ist in der Ach­ter­bahn fah­ren, wenn man sich vor­stellt, man sitzt in einer Ach­ter­bahn und fährt mit der Bahn. Da wird sofort in der Regel ein Eins und zwei Kind Modi akti­viert, näm­lich das fröh­li­che Kind, das freie Kind, das unglaub­lich Spaß hat, das lacht, das schreit, dass die­se die­se, die­se außer­or­dent­li­che Situa­ti­on sehr genießt. Oder das ängst­li­che Kind, das panisch wird, das Angst hat, dass was Schlim­mes pas­siert. Und das sind ja Hal­tun­gen, die wir als Erwach­se­ne eigent­lich nicht haben. Also wir sind ja als Erwach­se­ne, zumin­dest als gesun­de Erwach­se­ne, lau­fen wir nicht stän­dig eupho­risch oder stän­dig panisch durch die Gegend. Und die­se Geschich­te mit den ver­schie­de­nen Modi macht das Gan­ze inso­fern greif­ba­rer, als dass es nicht bedeu­tet Da ist irgend­et­was in mir, was nicht zu mir gehört, son­dern es ist ein­fach ein Teil von mir. Es ist ein ein wie ein Unter­pro­gramm von mir, das in bestimm­ten Situa­tio­nen akti­viert wird. Und was die Fol­gen davon sind, ist natür­lich, dass wenn wir, wie du es eben so schön gesagt hast, als Kind eine bestimm­te Erfah­rung gemacht haben, die dann auch in so einem Kind Modus wie­der akti­viert wird und eine bestimm­te Reak­ti­on zur Fol­ge hat, in unse­rer Erwach­se­nen­welt viel­leicht Kon­flik­te aus­löst und uns oder uns an Din­gen behin­dert, die wir errei­chen wol­len und und und. Björn Weil das nicht mit­ein­an­der zusam­men­geht, weil die, die die­ser kind modus in kei­ner, in kei­nem abge­klär­ten ver­hält­nis zu unse­rem erwach­se­nen modus steht. Sagen wir mal so die grei­fen, die geben sich nicht die Hand, son­dern da ist sie, da ist eher ein Kampf und das hat man sehr, sehr häu­fig. Jan Tja, und damit hast du aus mei­ner Sicht auch schon super gut umris­sen, war­um es auch so vie­le unter­schied­li­che Berüh­rungs­ängs­te gibt mit die­sem The­ma. Mein Ein­druck ist, dass das teil­wei­se bei männ­li­chen Ver­tre­tern mehr der Fall ist als bei weib­li­chen, aber wo es halt doch eine gro­ße Berüh­rungs­angst gibt, dahin­ge­hend zu sagen Ich habe doch etwas Kind­li­ches in mir, ich bin doch ein erwach­se­ner Mensch und erwach­se­nen ver­nünf­tig. Und das kann auch sein, dass da irgend­wel­che Kind­heits Antei­le in mir sind, in denen ich mich angeb­lich ver­hal­ten soll. Und ich kann auch ehr­li­cher­wei­se sehr gut nach­voll­zie­hen, dass man so sei­ne Berüh­rungs­ängs­te damit haben kann. Ich glau­be, man muss das auch nicht abschlie­ßend so ver­ste­hen, dass man jetzt hier irgend­wie in unter­schied­li­chen Per­sön­lich­kei­ten wech­selt zwi­schen Jetzt bin ich erwach­sen und jetzt bin ich eigent­lich ein Kind und das eine ist gut und das ande­re ist schlecht. Wenn wir jetzt zu Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se kom­men, dann gibt es auch qua­si noch den Eltern Modus. Und so wei­ter. Son­dern es geht ja auch mehr dar­um, dass man ver­sinn­bild­licht, wie man sich fühlt oder war­um man sich auch wie ver­hält, in wel­chen Momen­ten. Jan Und da gibt es das durch­aus. Und die­ses Mus­ter oder die­ser Modus, auch der kann unheim­lich hel­fen, auch in tat­säch­li­chen Situa­tio­nen zu ver­ste­hen, war­um ande­re Men­schen sich unter Umstän­den gera­de ver­hal­ten, wie sie sich ver­hal­ten. Aber. Das kann auch unheim­lich hel­fen, sich selbst zu ver­ste­hen und Din­ge nach­zu­voll­zie­hen. Und des­halb ist es eigent­lich etwas, wenn man mal die­se Berüh­rungs­angst über­win­det. Etwas Schö­nes, mit dem man arbei­ten kann und das einem auch wirk­lich wei­ter­hel­fen kann. Mei­ner Mei­nung. Björn Nach ja. Also dass das vor allem ger­ne männ­li­che Ver­tre­ter, also Män­ner, tat­säch­lich haben. Das mit den Berüh­rungs­ängs­ten habe ich auch beob­ach­tet, hat natür­lich damit zu tun, glau­be ich, dass in der das wie wir Jungs in der Erzie­hung sehr häu­fig, ja eigent­lich eher so die­sen die­ses star­ke und drum muss stark sein und erwach­sen sein und Jungs wei­nen nicht. Zumin­dest war das in mei­ner Zeit noch alles so ver­mit­telt bekom­men. Und dann ist es auf ein­mal ganz komisch, wenn man dann auf ein­mal von die­sem Ich bin doch der, der der mache ich schafft doch als ich habe alles unter Kon­trol­le weg soll und sich mit die­sem Kind ein­mal in Ver­bin­dung brin­gen soll, das wir da mit uns her­um­tra­gen. Ich glau­be also im Buch das Du hast eben schon ein Buch erwähnt, ich möch­te ger­ne noch ein ande­res erwäh­nen, das habe ich, glau­be ich, in per­sön­li­chen Gesprä­chen mit dir auch schon oft erwähnt. Das heißt, wer A sagt, muss nicht unbe­dingt B sagen und da wird das sehr ein­drück­lich geschil­dert, auch noch mal was die wie die Das Buch dreht sich ganz grund­sätz­lich erst mal haupt­säch­lich um Sche­ma Coa­ching oder Sche­ma The­ra­pie. Björn Aber da wer­den die­se ver­schie­de­nen Medi­en, auch die Kind Mut­ti noch mal sehr ein­drück­lich beleuch­tet und auch erklärt, wie die geformt wer­den und wie die Ein­fluss auf uns neh­men. Und ein ganz tol­les Bei­spiel auch, dass sehr wahr­schein­lich jeder Hörer auch nach­voll­zie­hen kann, ist, dass man im Auto sitzt und sich fürch­ter­lich auf­regt über irgend­ei­nen ande­ren Auto­fah­rer. Also dass man da wirk­lich total über­re­agiert. Und es gibt Men­schen, die haben dann Pro­ble­me mit sich selbst, dass sie da so über­re­agie­ren. Und das sind Situa­tio­nen, die ken­ne ich zum Bei­spiel auch von mir, dass ich manch­mal den­ke Mein Gott, was regst du dich denn da jetzt so drü­ber auf, könn­te dir doch auch egal sein. Und das sind dann die­se trot­zi­gen Kin­der, das sind dann die­se wüten­den, trot­zi­gen Hat dann in dem Moment zum Vor­schein kom­men. Und jetzt kommt was ganz Span­nen­des Das inne­re Kind will nicht weg­ge­drückt wer­den. Die­se Antei­le wol­len eben nicht run­ter­ge­drückt wer­den und nicht eli­mi­niert wer­den, son­dern die möch­ten ja eigent­lich, dass der erwach­se­ne Anteil sich mit die­sem inne­ren Kind aus­dehnt. Das klingt total eso­te­risch, ist es aber gar nicht. Björn Und weil aus mei­ner Pra­xis raus gespro­chen, ist es tat­säch­lich so Das neh­men wir das Bei­spiel mit dem Auto­fah­ren, mit dem Auf­re­gen, ich mich immer geär­gert habe über mich sel­ber, dann, dass ich mich so auf­re­ge. Jetzt habe ich schon wie­der über so jeman­den so auf­ge­regt. War­um? Und das muss auf­hö­ren. Und? Es hat erst auf­ge­hört oder ist weni­ger gewor­den in dem Moment, wo ich ver­stan­den habe, war­um sich die­ser Anteil von mir da eigent­lich so auf­regt. Und es ist auch in Ord­nung, dass er sich auf­regt. Und jetzt regt er sich immer noch ein biss­chen auf. Aber es ist nicht mehr so explo­siv. Es ist nicht mehr so, so laut, es ist ein­fach Teil. Es ist mehr in mei­nen erwach­se­nen Ich inte­griert. Und ich glau­be, dass ein Groß­teil unse­rer Hörer jetzt denkt, die haben sie eigent­lich alle nur von Erwach­se­nen, ich und Kin­der, ich und so was. Es ist leich­ter, das zu nach­zu­voll­zie­hen, wenn man da mal mit­ge­ar­bei­tet hast du da mal mit­ge­ar­bei­tet? Jan Ich wür­de mich erst mal davon dif­fe­ren­zie­ren, dass die dir wohl nicht mehr alle Tas­sen im Schrank quatsch. Also ich habe. Es ist eben genau die­ser Punkt. Die Fra­ge ist immer, wie man auch damit arbei­tet, wie man damit umgeht. Ich per­sön­lich tu mich auch unheim­lich schwer damit, mit die­sem die­ses Kind. Das möch­te jetzt irgend­wie Ver­söh­nung haben oder damit muss man sich jetzt irgend­wie ver­söh­nen. Mir fällt zum Bei­spiel viel leich­ter, ein­fach anzu­neh­men oder wahr­zu­neh­men, dass es die­se Antei­le gibt und dass es qua­si sol­che Ver­hal­tens­mus­ter gibt. Aber ich emp­fin­de oder sehe das auch selbst jetzt nicht tat­säch­lich als. Als wie eine Per­son in mir drin. Da arbei­tet aber auch jeder Mensch unter­schied­lich mit. Das ist auch in Ord­nung und da muss auch jede Per­son irgend­wie den Weg fin­den, die der da irgend­wie gut funk­tio­niert. Ich kann mir nach­voll­zie­hen oder anneh­men, das ist mei­ne Mög­lich­keit, damit zu arbei­ten, zu sagen, es gibt Antei­le in mir, die kom­men eher aus der aus einer Kind­heit. Und des­halb füh­le ich mich jetzt in einer Situa­ti­on, wo ich mich auf­re­ge oder wo ich mich, was weiß ich. Jan Viel­leicht wird man sich mal aus­ge­grenzt oder da hat man das Gefühl, über­gan­gen zu wer­den oder so was. Und dann kann ich wahr­neh­men, dass das viel­leicht so eine Reak­ti­on ist, die hat eben aus der Kin­der inne­ren Kind Erfah­rung kom­men kann und das kann ich dann auch ent­spre­chend wür­di­gen. Das ist ja auch immer der gro­ße Punkt, dass man eben auch die­se Reak­tio­nen nicht ein­fach weg schmet­tert oder das hin­ter­fragt, war­um das denn jetzt so ist, son­dern dass man ein­fach erst mal wür­digt, dass es so ist und woher es kommt. Viel­leicht hat man so was erfah­ren, dass man even­tu­ell mal irgend­wo aus­ge­grenzt wur­de, über­gan­gen wur­de oder Angst vor etwas hat­te oder wie auch immer. Und man kann das wür­di­gen, dass das zu dem Zeit­punkt eben auch in dem Emp­fin­den als Kind oder wie auch immer eine berech­tig­te Reak­ti­on war, aber das ist heu­te nicht mehr not­wen­dig ist. Und dar­über kann man sich ja auch im Prin­zip regu­lie­ren, ist ja eine Form der Mög­lich­keit, auch damit zu arbei­ten. Das fällt mir zum Bei­spiel viel leich­ter zu sagen, das ist jetzt eben eine Reak­ti­on, die daher viel­leicht stam­men kann oder wie auch immer. Jan Aber dass ich das nicht so abs­trakt tat­säch­lich als als wie eine eige­ne Per­sön­lich­keit sozu­sa­gen betrach­te, wobei man das natür­lich wun­der­schön ver­bild­li­chen kann, auch bei­spiels­wei­se in dem Tun des inne­ren Teams, kann man das ja auch mit auf­neh­men, wenn man möch­te und so gibt es unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten. Es gibt ja auch durch­aus Per­so­nen, die halt eben mit einem Sym­bol dafür arbei­ten, mit einem Kuschel­tier oder so was, was sie dann als als inne­res Kind dann qua­si auch mal in den Arm neh­men und trös­ten, wenn es, wenn es nicht gut geht oder so was. Und letz­ten Endes ist ja der Punkt dabei Es ist erlaubt, was hilft und kei­nem ande­ren Men­schen scha­det. Das ist, das ist erlaubt. Und wenn das, dann muss halt jede Per­son auch ein­fach den Weg fin­den, dass der da rich­tig ist. Also inter­es­sant fin­de ich in dem Zusam­men­hang, dass es ja auch hier unter­schied­li­che Punk­te gibt. Es gibt ja sogar The­ra­peu­ten, die soweit gehen, dass wenn man eine Ableh­nung ableh­nen­de Hal­tung hat gegen die­ses inne­re Kind, dass das auch wie­der ein Indi­ka­tor dafür ist, dass man ein Pro­blem hat oder wie. Björn Wenn man das Pro­blem mei­det. Also wenn man in dem Moment, wo die mer­ken, das ist, dass das etwas ist, was man immer ger­ne umschifft, dann scheint es da etwas zu geben, wo man viel­leicht dann doch noch mal den Fin­ger drauf­le­gen soll­te. Ja. Jan Rich­tig. Und wahr­schein­lich füh­ren Füh­len­de auch unter­schied­li­che Wege Wege nach Rom. Björn Und ich fin­de auch, dass es eine ganz, ganz, total indi­vi­du­el­le Geschich­te ist, wie man das emp­fin­det, ob man das jetzt als eigen­stän­di­ge Per­son emp­fin­det oder als ein Modus, der auto­ma­ti­siert abläuft oder eher ratio­nal betrach­tet. Das ist etwas, da reagie­re ich auf­grund eines Ein­flus­ses in mei­ner Kind­heit, ist total indi­vi­du­ell. Ich glau­be, was wir auch noch kurz bespre­chen soll­ten, ist die Rol­le der Eltern ist ganz in die­sem gan­zen Kon­strukt, weil es gab ja frü­her immer so ganz hämisch so den Satz Wenn du zur The­ra­pie gehst, sind sowie­so die Eltern schuld. Und ich glau­be, das müs­sen wir auch noch mal ganz klar sagen. Es geht hier ja nicht um Schuld. Und ich glau­be, wir bei­de tei­len uns ja auch in unse­rem Welt­bild eigent­lich die die Sicht, dass jeder Mensch etwas aus einem Posi­tiv mit einer posi­ti­ven Absicht tut. Grund­sätz­lich also selbst wenn es etwas ist, was viel­leicht auf den ers­ten Blick gar nicht posi­tiv erscheint, ist dahin­ter immer eine posi­ti­ve Absicht. Viel­leicht für sich selbst, für die eige­nen Kin­der. Aber die Absicht ist immer posi­tiv. Björn Und des­we­gen Es geht ja auch gar nicht dar­um, die Eltern zu bashen und zu sagen, wir haben alle ver­letz­te Kin­der in uns, weil unse­re Eltern Kata­stro­phen gebaut haben. Dar­um geht es gar nicht. Aber du hast es so schön am Anfang gesagt Kin­der neh­men Din­ge anders wahr. Die neh­men Din­ge ein­fach für gege­ben wahr, die wir als Erwach­se­ne viel eher hin­ter­fra­gen wür­den. Und das macht natür­lich etwas mit uns. Du hast eben die­sen schö­nen, die­ses, die­sen schö­nen Satz gesagt oder die­ses Bei­spiel gebracht mit Da fühlt man sich über­gan­gen. Das ist eigent­lich ein Para­de­bei­spiel, dass man sich als Kind über­gan­gen fühlt, was man als Erwach­se­ner nie getan hät­te, weil man da abs­tra­hie­ren kann, dass man viel­leicht gar nicht dran war oder dass er anders Vor­rang hat­te in dem Moment, dass das unfair gewe­sen wäre, wenn man da. Gekom­men wäre oder wenn man da mehr bekom­men hät­te oder wie auch immer. Aber als Kind emp­fin­de ich das nicht so, weil ich es nicht erwach­sen betrach­ten kann. Und das sind halt Erfah­run­gen, die sich dann fest­set­zen kön­nen und die dann in bestimm­ten Situa­tio­nen eine Reak­ti­on als Erwach­se­ner aus­lö­sen kön­nen, mit der wir gar nicht klar­kom­men, die wir auch nicht nach­voll­zie­hen kön­nen. Björn Und da geht es in nor­ma­len Situa­tio­nen ja gar nicht um Schuld. Es geht ja nicht dar­um zu sagen, so wie alle ein Kind, das lei­den will in uns drin. Und das liegt dar­an, dass unse­re Eltern XYZ falsch gemacht haben. Dar­um geht es nicht. Jan Das ist rich­tig, genau und ändert natür­lich nichts dar­an, dass es teil­wei­se trotz­dem das Ver­hal­ten von Eltern oder ande­ren Per­so­nen auch in der Umge­bung sein kann, was dazu führt, dass sich auch sol­che Din­ge mani­fes­tie­ren und auch eben­sol­che sol­che Grund­sät­ze bzw Glau­bens­sät­ze dann auch ver­fes­ti­gen. Also inter­es­sant, oder? Ich bin ja ganz dank­bar, dass ich jetzt qua­si als jun­ger Vater in Anfüh­rungs­stri­chen mich mit dem The­ma schon ein biss­chen mehr aus­ein­an­der­set­zen durf­te und da jetzt etwas sen­si­bi­li­siert für bin. Denn einer­seits kommt man natür­lich auch als Eltern regel­mä­ßig an sei­ne per­sön­li­chen Gren­zen, ein­fach weil kei­ne Ahnung. Man hat eine stres­si­ge Situa­ti­on. Gleich­zei­tig macht das Kind irgend­wie gera­de genau das Gegen­teil von dem, was es eigent­lich tun soll­te. Björn Zur Über­ra­schung. Jan Genau dazu. Viel­leicht weil die Hut­schnur. Und dann sagst du viel­leicht auch was, was viel­leicht in dem Moment gar nicht so, so ja tat­säch­lich gründ­lich durch­dacht ist. Ist es viel­leicht eher eine impul­si­ve Hand­lung in dem Zusam­men­hang? Aber ich bin schon total dank­bar dafür, dass mir das über­haupt so bewusst ist und dass ich dann auch regel­mä­ßig mich dann auch selbst noch mal ein biss­chen zurück­fah­ren kann. Oder dass wir das auch im Dia­log mit mei­ner Frau, dass wir das so machen kön­nen, dass wir uns dann selbst auch noch mal ein biss­chen kor­ri­gie­ren im Zusam­men­hang, weil das ist auch ganz inter­es­sant. Tat­säch­lich, wenn man mal mit offe­nen Augen durch die Welt geht und auch sieht, wie Eltern mit Kin­dern umge­hen, was da teil­wei­se so alles erzielt wird. Und wenn du halt irgend­wo. Es klingt jetzt. Es klingt als Erwach­se­ner sich dann immer total albern, aber es ist halt trotz­dem viel dran, wenn du halt irgend­wie ein eige­nes Kind im Auto hast und dem Kind halt irgend­wie mit zwei Jah­ren erzählst. Wenn du so wei­ter­machst, dann wer­de ich dich hier auf der Rast­stät­te aus­set­zen. Jan Da musst du jetzt nicht allein in den Urlaub. Das kann tief sit­zen. So, es klingt jetzt total lächer­lich, aber für das Kind ist das halt in die­sem Zusam­men­hang nicht. Björn Rich­tig und. Jan Es kann halt eben auch nicht abs­tra­hie­ren. Und das zieht sich durch und mani­fes­tiert sich auch über vie­le Jah­re. Björn Dan­ke für die Geschich­te, weil das etwas, was ich zum Bei­spiel ers­tens selbst erlebt habe, sol­che Sät­ze und auch in mei­nem Freun­des­kreis immer wie­der erzählt bekom­men habe, dass sie das, was auch da als Erzie­hungs­maß­nah­me qua­si benutzt wur­de, eine sol­che andro­hen. Und das ist etwas, da sagst du was ganz ande­res. Ich glau­be dir das Bewusst­sein dar­über, dass sich ein Kind, dass das bei einem Kind natür­lich anders ankommt, weil es Din­ge nicht hin­ter­fragt, son­dern das ist für das Kind dann die abso­lu­te Wahr­heit. In dem Moment, gera­de wenn es von den Eltern kommt und das kann, selbst wenn es sonst geliebt wird und natür­lich nicht aus­ge­setzt wur­den, alles in man­chen Situa­tio­nen viel­leicht aus­lö­sen, dass es Angst hat. Als Bei­spiel, dass jemand Angst hat, sei­nen Stand­punkt zu ver­tre­ten, ist jetzt ein Bei­spiel von ganz vie­len. Aber das sind Sachen, wo das eine ein­fach sein muss. Jetzt wol­len wir ja nicht allen jun­gen Eltern Angst machen, dass ihre Kin­der ver­der­ben. Aber du sagst schon ganz rich­tig, das Bewusst­sein dar­über schon ganz, ganz viel bringt. Björn Ich habe ja kei­ne Kin­der, aber mir bringt zum Bei­spiel die­ses Bewusst­sein über die­sen Ein­fluss und die­ses die­ses, was die­ser inne­re Kind Anteil mit mir eigent­lich tut, in man­chen Situa­tio­nen einen ganz gro­ßen Frie­den mit mir selbst, weil ich, weil ich mich bes­ser ver­ste­hen kann, weil ich Reak­tio­nen von mir bes­ser ein­ord­nen kann, ver­ste­hen kann und ich tat­säch­lich. Ich sehe das tat­säch­lich eher so, in die­sem bild­li­chen Sinn, dass das, dass man mit die­sem Wesen da in Kon­takt tre­ten kann, dem die Hand rei­chen kann und das Kind in die Hand neh­men kann oder auch mal trös­ten kann, in Arm neh­men kann, in die Luft wer­fen kann sol­che Sachen. Aber das ist wie gesagt indi­vi­du­ell sehr, sehr unter­schied­lich. Jan Und da kom­men wir jetzt eigent­lich zu dem ganz wesent­li­chen Punkt, denn bis hier­hin hät­te jetzt, da die­se Epi­so­de sehr, sehr viel prä­miert wer­den kön­nen, näm­lich nach dem Mot­to Has­te schlech­te Erfah­run­gen gehabt, das Salz gehabt. Und genau­so ist es eben jetzt hier auch in die­sem the­ra­peu­ti­schen Ansatz oder auch in die­sem Coa­ching Modell Ansatz eben nicht, son­dern es gibt da ja die­sen ja wohl zitier­ten Satz Es ist nie­mals zu spät für eine glück­li­che Kind­heit wird ver­schie­de­nen zuge­spro­chen, die das Wohl als Urhe­ber und den das zuzu­spre­chen ist. Aber was soll das sagen über die­se Arbeit mit dem inne­ren Kind oder die­sen inne­ren Kind Antei­len? Gibt es also auch die Mög­lich­keit damit spä­ter noch umzu­ge­hen, arbei­ten zu ler­nen und dann eben auch wie­der­um posi­ti­ve Erleb­nis­se zu schaf­fen. Und die­se Sachen in Anfüh­rungs­stri­chen zu hei­len, wenn man so sagen möch­te, also wie­der in eine posi­ti­ve Bahn zu len­ken. Und das sind eben genau die­se Punk­te, die du auch gera­de schon die du schon genannt hast, wo ich auch schon was zu gesagt hat­te, näm­lich, dass man einer­seits damit umge­hen kann, dass man das erst mal wahr­nimmt, was da für Antei­le sind, dass man die­se ent­spre­chend wür­digt und dass man sich viel­leicht auch die Zeit nimmt dafür, das ja damit umzu­ge­hen. Jan Man­che The­ra­peu­ten spre­chen ja auch davon, sich dann selbst zu be eltern in Anfüh­rungs­stri­chen. Ich wür­de mal wie­der auf das Buch wür­di­gen und wert­schät­zend zurück­kom­men die­ser Punk­te. Aber das ist den­ke ich sehr indi­vi­du­ell. Und das kann man eben in unter­schied­li­chen For­men machen. Und das kann man also qua­si in direk­ter ein Gespräch auch machen, dass man tat­säch­lich ver­sucht, das nach­zu­emp­fin­den bzw tat­säch­lich im inne­ren Dia­log so zu zu bespre­chen. Man kann es im inne­ren Team machen, wor­über wir schon gespro­chen haben. Man kann es sicher­lich auch noch in ganz, ganz vie­len diver­sen ande­ren Wegen machen und man kann es auch tat­säch­lich tun, indem man die­sen Antei­len oder die­sen die­sen tei­len, die man hat. Ob das jetzt irgend­wie tat­säch­lich eine trot­zi­ge Reak­ti­on ist oder eine fürch­ter­lich alber­ne Reak­ti­on oder wie auch immer, dass man dem auch etwas Raum mal gibt und ein­fach mal sich da auch etwas selbst aus­tes­tet, wenn man dann möch­te. Björn Ja, also es ist ein unheim­lich tief, tief, schlicht viel­schich­ti­ges und tie­fes The­ma. Und ich glau­be, wir bei­de hof­fen, dass wir den Zuhö­rern heu­te so ein biss­chen die Berüh­rungs­ängs­te damit genom­men haben. Weil es ist nicht unbe­dingt immer fürch­ter­lich, was da mit dem inne­ren Kind pas­siert. Das kann auch unheim­lich lus­tig und herz­er­fri­schend sein. Und man kann mit dem inne­ren Kind auch herz­haft lachen und viel Freu­de haben, vor allem dann, wenn man sich damit aus­kennt. Wir hof­fen, die Epi­so­de hat euch was gebracht und ihr bleibt uns treu und hört uns auch nächs­te Woche wie­der zu. Wenn ihr Wün­sche oder Anre­gun­gen für ande­re The­men habt, könnt ihr uns die natür­lich über unse­re Kon­takt­da­ten, über unse­re Home­pages zukom­men las­sen. Kon­takt­da­ten wir immer unter die­ser Pod­cast Epi­so­de. Ich sag bis nächs­te Woche und der Jan sagt. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Wellbeing --- ### [Enttäuschung verstehen lernen](https://bobach-coaching.de/enttaeuschung/) **Published:** August 26, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Von vie­lem kön­nen wir ent­täuscht wer­den: Mit­men­schen, Urlaubs­zie­len, Geschen­ken – die Lis­te lässt sich lan­ge fort­set­zen. Grund­sätz­li­che ent­ste­hen Ent­täu­schun­gen also, wenn die Rea­li­tät unse­rer Erwar­tung nicht ent­spricht. Aber ist die­ses Ent-täu­schen wirk­lich immer etwas Nega­ti­ves, kann man nicht auch die­sem Ent­fer­nen einer Täu­schung etwas Posi­ti­ves abge­win­nen? In die­ser Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich genau die­ser Fra­ge nach und erfor­schen auch, was dies für [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") bedeu­tet. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach mit Jan Gus­tav Fran­ke, hal­lo Jan… Jan Hal­lo Björn! Björn …und mir Björn Bob­ach Heu­te geht es um Ent­täu­schung und ein span­nen­des The­ma. Ich weiß, dass sagen wir oft, dass ein The­ma span­nend ist, aber das ist beson­ders des­we­gen inter­es­sant fin­de ich war, dass so viel mit mit Ursa­che Wir­kung zu tun hat, mit wie Ent­täu­schun­gen über­haupt ent­ste­hen und viel­leicht auch begriff­lich, was das Wort Ent­täu­schung eigent­lich bedeu­tet. Jan Wenn ich jetzt zu dir sage, was ist das ers­te, was du im Kopf hast, wenn du das Wort Ent­täu­schung hörst? Was kommt dann? Jan Das ist aber ne schwie­ri­ge Fra­ge. Björn Nicht wahr? Jan Ja. Also. Tat­säch­lich wäre mei­ne ers­te Asso­zia­ti­on, dass man auf­hört, getäuscht zu sein, auch wenn das, glau­be ich nicht die all­ge­mei­nen, das all­ge­mei­ne Ver­ständ­nis eine Ent­täu­schung ist. Ich glau­be, das all­ge­mei­ne Ver­ständ­nis einer Ent­täu­schung wäre, dass man. Ja. Hin­ter­gan­gen ist nicht das rich­ti­ge Wort. Aber dass man. Dass man. Dass eine Situa­ti­on ein­tritt, die man nicht erwar­tet hat und dass einem das schlecht geht und dass die Schuld dafür irgend­wo anders zu suchen ist. Das wäre jetzt wäre jetzt so, dass, wenn ich das mal so frei her­aus irgend­wie in Sät­zen defi­nie­ren soll­te. Björn Span­nend. Ich habe als ers­tes im Kopf, dass mei­ne eige­ne Erwar­tungs­hal­tung nicht erfüllt wur­de. Und ich set­ze mich mit dem Begriff schon etwas län­ger inten­siv aus­ein­an­der. Für mich ist in die­sem Begriff Ent­täu­schung aber sehr, sehr viel Wah­res drin, weil mei­ne eige­ne Erwar­tungs­hal­tung wird nicht erfüllt. Und die Ursa­che, du hast gera­de gesagt, liegt woan­ders. Ich sehe es genau. Die Ursa­che liegt bei mir. Weil ich habe mich getäuscht. Und ich wur­de ent­täuscht. Das heißt, die Täu­schung hört auf und mei­ne Täu­schung war eine fal­sche Erwar­tungs­hal­tung. Jan Ja. Björn Falsch. Jetzt nicht im Sin­ne von gut falsch nicht im Sin­ne von gut und rich­tig, falsch und rich­tig so was. Also nicht wer­tend, son­dern ein­fach eine Erwar­tungs­hal­tung, die nicht der Rea­li­tät ent­sprach. Jan Na ja, ich gra­tu­lie­re dir zu die­sem sehr auf­ge­klär­ten Reflek­tie­ren und das ist glau­be ich auch das, was sich jede Per­son wünscht, das so sehen zu kön­nen. Oder viel­leicht ist es auch mal ein ganz inter­es­san­ter Per­spek­tiv­wech­sel. Ich habe so ein biss­chen den Ein­druck und ich sehe das ja ganz ähn­lich. Aber da sind wir halt irgend­wie auch so ein Stück weit in die­ser Coa­ching Bubble unter­wegs, wo man sich halt eben schon extrem damit aus­ein­an­der­set­zen wür­de. Wenn das so wäre, dann wür­de es die­sen geflü­gel­ten Satz Du hast mich ent­täuscht in einem vor­wurfs­vol­len Ton. Den wird es nicht geben oder Du bist eine Ent­täu­schung. Das ist zum Bei­spiel, das ist ja zum Bei­spiel etwas, was ja auch gesagt wird, also auch bei­spiels­wei­se in Eltern Kind Bezie­hung, in Paar­be­zie­hun­gen oder wie auch immer. Übri­gens ganz oft, eben dort, wo es eigent­lich doch auch rela­tiv viel emo­tio­na­le oder per­sön­li­che Ban­de gibt, ist das ein sehr hef­ti­ger Aus­spruch. Du bist eine Ent­täu­schung. Und das meint ja in die­sem Zusam­men­hang nicht nach. Herz­li­chen Dank, dass du jetzt mich mal auf­klä­re, dass mei­ne Erwar­tungs­hal­tung eigent­lich ein ganz ande­re war. Jan Die Welt sieht ganz anders aus wie das, was dabei mit­schwingt oder aus­ge­drückt wer­den soll, ist ja Ich habe etwas ande­res von dir erwar­tet. Du hast das nicht erfüllt und des­halb bist du eine Ent­täu­schung. Du hast ver­sagt. Björn Gemobbt. Genau. Genau. Und das da ist dann. Ja, genau. Das ist. Das Span­nen­de. Ist. Ja. Von wel­cher. Aus wel­cher Per­spek­ti­ve man das jetzt betrach­tet. Und ich mei­ne, du bist eine Ent­täu­schung, ist natür­lich ein unglaub­lich har­ter Satz, denn den man ja nie­man­dem wünscht, dass er ihn zu hören bekom­men hat oder zu hören bekommt, weil das schon. Da schwingt ja sehr, sehr viel mit. Aber die Fra­ge ist, die man sich stel­len muss. Und da hast du recht, da sind wir bei­de sehr wahr­schein­lich in unse­rer Coa­ching Welt anders reflek­tiert unter­wegs. Die Fra­ge, die man sich stel­len muss ist, wenn ich auch von jeman­dem ent­täuscht bin, hat der Erwar­tun­gen geschürt, die viel­leicht er nicht am Ende erfüllt hat? Oder hat­te ich eine Erwar­tungs­hal­tung, die unrea­lis­tisch war? Da muss man schon ein biss­chen dif­fe­ren­zier­ter drauf­schau­en. Ist mei­ne Mei­nung, weil es kann ja durch­aus sein, dass mich jemand ent­täuscht, weil er eine Erwar­tungs­hal­tung auf­ge­baut hat, die nicht zu errei­chen war. Das ist aber auch wie­der schon ein ganz gro­ßer Akt an Selbst­re­fle­xi­on. Björn Wenn man sich dann fra­gen kann Wie­so habe ich jeman­den ent­täuscht? Habe ich da viel­leicht im Vor­feld zu viel Erwar­tungs­hal­tung geschürt? Also das The­ma ist nicht so ein­fach mal eben mit einem Bei­spiel und zwei Sät­zen abge­früh­stückt. Da gibt es tat­säch­lich unglaub­lich vie­le Schich­ten und und ganz vie­le Ebe­nen. Span­nend ist aber das, was du gesagt hast, dass die, dass es ganz eigent­lich fast immer in irgend­ei­ner Bezie­hung ist, wo die emo­tio­na­le Bin­dung beson­ders hoch ist. Natür­lich gibt es das auch in der Busi­ness­welt. Man ist von den Quar­tals­zah­len ent­täuscht, oder oder aber da ist es nicht so emo­tio­nal auf­ge­la­den. Da wird es dann ana­ly­siert. Also wenn Kon­zern XY die Quar­tals­zah­len vor­legt, man hät­te sich mehr Umsatz, mehr Gewinn erwar­tet. Und so ist das eine Ent­täu­schung für die, für die Anle­ger. Aber das hat eine ande­re, ist halt eine ande­re Kom­po­nen­te als eine per­sön­li­che Ent­täu­schung zwi­schen­mensch­li­chen. Jan Na gut, kommt drauf an, wie stark man inves­tiert ist und wie stark man davon abhän­gig ist. Wie groß sind die Ent­täu­schun­gen sein kann. Aber klar, es gibt, glau­be ich, unter­schied­li­che Aspek­te. Es gibt Aspek­te, die jetzt im per­sön­li­chen Zusam­men­hang sind, wo ich das Gefühl habe, von jeman­dem ent­täuscht zu wer­den. Oder ich will jetzt gar nicht so viel auf die­sem Wort her­um­rei­ten. Aber das, was du gera­de genannt hat, wenn jemand Erwar­tun­gen eine Erwar­tungs­hal­tung schürt, die nicht erfüllt wer­den kann von ihm selbst oder von ihr selbst, die Fra­ge Ist es dann eine Ent­täu­schung oder ist es eigent­lich vor­her eben auch eine vor­sätz­li­che Täu­schung gewe­sen? Also dass man vor­gibt, da etwas tun zu kön­nen. So, aber es gibt die­sen Punkt der Ent­täu­schung im gegen­sei­ti­gen Mit­ein­an­der, dass ich also ich habe etwas ande­res von dir erwar­tet und du ver­hältst dich jetzt anders. Und jetzt bin ich ent­täuscht, weil weil ich dach­te, es wür­de jetzt ganz anders lau­fen. Es kann aber natür­lich auch sein in einem ganz per­sön­li­chen Sze­na­rio, also dass man ein­fach ent­täuscht ist von Din­gen, die sich anders ent­wi­ckelt haben, als man dach­te. Jan Bei­spiels­wei­se, man schreibt irgend­wo eine Bewer­bung hin und hat sich auf den Job bewor­ben und jetzt kriegt man eine Absa­ge und ist ent­täuscht. Es ist ja nicht so, dass da jetzt jemand einen getäuscht hat oder wie auch immer, son­dern man hat die Erwar­tung gehabt, das könn­te viel­leicht klap­pen. Und jetzt ist man qua­si ent­täuscht. Das heißt, die­se Täu­schung, dass man das auf jeden Fall schaf­fen kann und dass die Chan­cen sehr gut ste­hen, die sind dann viel­leicht weg. Oder auch eben die Hoff­nung schwin­det dahin. In die­sem Zusam­men­hang, das heißt, ich glau­be, im tat­säch­li­chen Ver­ständ­nis die­ses Begrif­fes, sind wir in unse­rem Sprach­ge­brauch etwas brei­ter, als es das eigent­li­che Wort her­gibt. Das heißt, es wird unter­schied­lich benutzt, was ja auch in Ord­nung ist. Aber ich fin­de es mal ganz inter­es­sant, sich eigent­lich genau mit die­sem Aspekt aus­ein­an­der­zu­set­zen, eben die­ser Ent­täu­schung. Was heißt das also letz­ten Endes? Stel­le ich erst mal fest Eine Situa­ti­on tritt ein und ich füh­le mich viel­leicht im ers­ten Moment nicht ganz wohl damit, wie sie jetzt ein­ge­tre­ten ist, weil ich habe etwas ande­res erwar­tet oder was ande­res erhofft. Jan Und das kann jetzt natür­lich unter­schied­lich gese­hen wer­den oder inter­pre­tiert wer­den in die­sem Zusam­men­hang. Wir haben ja auch schon mal dar­über gespro­chen, was sind denn eigent­lich die posi­ti­ven Aspek­te von nega­ti­ven Gefüh­len oder wie kann man all­ge­mein auch posi­tiv den­ken bei­spiels­wei­se. Und so ist natür­lich auch jede Ent­täu­schung letz­ten Endes wie­der ein Poten­zi­al neu­er Mög­lich­kei­ten. Denn was sich bei einer Ent­täu­schung auch zeigt, ist, dass sich eine Annah­me, die ich hat­te, eben nicht bewahr­hei­tet hat. So, das heißt, ich muss jetzt aber auch eigent­lich in die­sem Zusam­men­hang kei­ne gro­ße Ener­gie mehr dar­auf ver­schwen­den oder ver­wen­den, jetzt noch wei­ter an die­ser Erwar­tung oder an die­ser Hoff­nung fest­zu­hal­ten, son­dern wenn ich das schaf­fe, auch emo­tio­nal, men­tal. Und so wei­ter, kann ich die­sen Punkt auch ein­fach abha­ken und nach vor­ne schau­en, was ja eigent­lich auch ein total schö­ner Aspekt sein kann. Björn Rich­tig, das geht natür­lich noch nicht so schnell. Also das ist ja auch viel­leicht von Kon­text oder viel­leicht von der genau von der genann­ten Situa­ti­on. Viel­leicht, also dass das ist natür­lich so, wir in der Theo­rie alles ganz leicht gesagt, aber im Kern ist es natür­lich rich­tig. Also wenn ich, wenn ich eine Ent­täu­schung erle­be, ich glau­be, ganz wich­tig ist, dass man sich in dem Moment nicht unter Druck setzt. So, jetzt muss ich das sofort so ana­ly­sie­ren, dass ich da einen Gewinn dar­aus zie­he, dass das viel­leicht erst mal rein­haut und dass man da nie­der­ge­schla­gen ist. Das ist auch in Ord­nung, das ist ja auch okay. Ich glau­be, wich­tig ist aber eben nicht, den Blick auf den ande­ren zu rich­ten und zu sagen Der hat mich ent­täuscht und da liegt die Ursa­che. Und da liegt die, ich sage es jetzt mal ganz salopp Schuld von Schuld. Also über das The­ma Schuld müss­ten wir ja eigent­lich uns auch mal Gedan­ken machen. Das ist, ob Schuld der rich­ti­ge Begriff ist. Aber wenn man in der Lage ist, viel­leicht nach dem ers­ten Auf­wal­len der Ent­täu­schung eben nicht zu sagen, dass da ist jemand anders für ver­ant­wort­lich, son­dern sich fragt Wie konn­te es dazu kom­men? Björn Wie­so habe ich etwas ande­res erwar­tet in dem Moment? Wie­so bin ich davon aus­ge­gan­gen, dass es anders ein­tre­ten kann? Was kann ich bes­ser machen? Für mich selbst bes­ser machen? Was kann ich an mei­ner eige­nen Hal­tung ändern, damit es dazu nicht mehr kommt? Oder dass die­se Ent­täu­schung im End­ef­fekt gar kei­ne Ent­täu­schung ist, son­dern eigent­lich genau wie du sagst, das Tritt­brett auf eine neue Ebe­ne oder der, der der klei­ne Schub, den ich brau­che, um viel­leicht auf eine in eine ganz ande­re Rich­tung und dann die rich­ti­ge­re Rich­tung wei­ter zu mar­schie­ren. Dann hat man schon unheim­lich viel gewon­nen. Das geht aber nicht von jetzt auf gleich und nicht in einer Sekun­de und nicht in dem Moment. Bei den meis­ten zumin­dest nicht. Das ist schon ein Pro­zess. Also da braucht es auch manch­mal Tage, bis so was so auf­ge­drö­selt ist, weil das halt auch immer sehr emo­tio­nal behaf­tet ist. Jan Ja, ich glau­be, das ist von ver­schie­de­nen. Unab­hän­gig, dass es einer­seits natür­lich von der tat­säch­li­chen kon­kre­ten Situa­ti­on abhän­gig, das heißt, wie gra­vie­rend ist jetzt auch die­se Ent­täu­schung, wenn man das so nen­nen möch­te? Das ist der eine Punkt. Der ande­re Punkt ist sicher­lich auch die per­sön­li­che Vor­aus­set­zun­gen, Fähig­keit zur Refle­xi­on. Das ist auch unter­schied­lich. Es gibt auch Men­schen, die sind eher, die sind eher frei. Also rein ratio­nal ist nie­mand. Es gibt kein Schwarz und Weiß, aber sie sind eher ratio­nal ori­en­tiert. Es gibt Men­schen, die sind da viel­leicht eher emo­tio­nal ori­en­tiert. Auch das kann ein Unter­schied sein. Und dann gibt es wahr­schein­lich auch ganz vie­le unter­schied­li­che Aspek­te. Also es gibt Men­schen, für die spielt das Beruf­li­che kaum eine Rol­le. Es gibt Men­schen, für die spielt das Per­sön­li­che kaum eine Rol­le. Es gibt Men­schen, die sind da sehr aus­ge­wo­gen und so ist es halt unheim­lich indi­vi­du­ell, was das auch für einen Ein­fluss hat, wie hart das ein­schlägt, sagen wir mal so. Björn Es gibt ja noch eine ande­re Art der Ent­täu­schung, näm­lich eine Ent­täu­schung über sich sel­ber. Jan Ja. Björn Ist das B nichts Aku­tes? Nein, aber es ist eine. Das ist eine ande­re Art der Ent­täu­schung. Da kom­men wir näm­lich an den Punkt. Wem gebe ich denn dann die Schuld? Wer ist denn dann ver­ant­wort­lich? Dann gerät man ja even­tu­ell, wenn man da nicht reflek­tiert mit umgeht, in eine End­los­schlei­fe der Selbst­zer­flei­schung rein. Dann ist man von sich selbst ent­täuscht, dann macht man sich selbst Vor­wür­fe. Wenn man so gepolt ist, also wenn das Mus­ter so ist, dass man ent­täuscht wer ist Ver­ur­sa­cher, wer hat die Schuld, dann ist man das sel­ber und dann dreht sich das im Kreis. Dann kommt man da eben nicht raus und kann es nicht nut­zen, um was draus zu ler­nen, was draus zu zie­hen, was man viel­leicht tun wür­de, wenn man sagen könn­te Okay, da habe ich mei­ne eige­nen Erwar­tun­gen nicht erfüllt. War­um sind die Erwar­tun­gen so? Sind das die rich­ti­gen Erwar­tun­gen? Sind es die rich­ti­gen Glau­bens­sät­ze? War­um will ich das über­haupt so? Dann? Dann mache ich mich am Ende sel­ber und für irgend­et­was, weil ich es nicht hin­ter­fra­ge. Björn Die­se Ent­täu­schung von sich selbst, wenn ich es noch mal eine ganz ande­re Num­mer. Jan Klar. Aber auch da ist es natür­lich so, dass auch Men­schen kei­ne sta­ti­schen Gebil­de sind oder Per­sön­lich­kei­ten. Also ich glau­be, es war also. Ich will mal einen Men­schen sehen, der sich noch nie selbst wie gesagt hat. Das war jetzt aber schei­ße von mir. Also so salopp sage. Aber das heißt ja, ich glau­be, es gibt schon auch mal die. Viel­leicht auch die Selbst­re­fle­xi­on, dass man sagt, da bin ich jetzt irgend­wie übers Ziel hin­aus­ge­schos­sen oder da bin ich ent­täuscht von mir selbst. Das hät­te ich nicht gedacht, dass ich da irgend­wie anders han­de­le in die­ser Situa­ti­on oder so was. So was gibt es glau­be ich schon und das hängt natür­lich auch immer von der Gesamt­si­tua­ti­on ab. Nur bin ich gera­de eigent­lich kom­plett aus­ge­wo­gen. Dann wer­de ich wahr­schein­lich eher auch ent­spre­chend mei­ner Erwar­tun­gen han­deln, wenn ich bei­spiels­wei­se sehr gestresst bin. Wir hat­ten letz­tens auch das The­ma Stress. In einer Fol­ge bin ich wahr­schein­lich nicht so im Gleich­ge­wicht und dann kann es auch sein, dass ich viel­leicht ent­ge­gen mei­ner eige­nen Prin­zi­pi­en eher han­de­le, als wenn ich ganz, ganz aus­ge­wo­gen aus­ge­gli­chen bin zu dem Zeit­punkt. Jan Und auch die Fähig­keit der Selbst­re­gu­lie­rung, mit sol­chen Din­gen umzu­ge­hen, ist ja auch ganz mas­siv davon abhän­gig, wie zum aktu­el­len Zeit­punkt mei­ne Situa­ti­on ist. Wie gestresst bin ich, wie aus­ge­gli­chen bin ich? Habe ich mei­ne, habe ich mei­ne? Habe ich mei­nen Sport noch? Neben mei­nem Beruf? Habe ich in der Fami­lie alles gut oder so was? Und so kann das ja auch ganz, ganz unter­schied­lich sein. Das heißt, ent­we­der hat man das Glück, dass man regel­mä­ßig sich auch wie­der selbst aus­ta­rie­ren kann, also dass man das auch selbst gut hin­be­kommt, oder? Ansons­ten ist es natür­lich auch immer ein Weg, auch da Unter­stüt­zung zu bekom­men. Das kann eben in einem, das kann also sagen, in stär­ke­ren Fäl­len oder wenn es eben auch dau­er­haf­ter ist in der The­ra­pie sein. Es kann auch im aku­ten Punkt oder in einem auch einem Busi­ness Umfeld, der hat jetzt nicht das im Fokus ein­fach um eine ande­re Per­spek­ti­ve geht. Es kann Coa­ching sein, es kann aber auch ein Gespräch sein. Mal mit einem Freund, einer Freun­din oder mit der Fami­lie, mit der Part­ne­rin, mit dem Part­ner, wo man da auch mal eine ande­re Per­spek­ti­ve zu bekommt und die da wei­ter­hel­fen kann, auch anders zu reflek­tie­ren. Björn Und ich glau­be auch tat­säch­lich, wenn man sich über die grund­sätz­li­che Begriff­lich­keit noch mal Gedan­ken macht, man da grund­sätz­lich sage ich mal so ein Ein The­ma hat mit die­sem Begriff Ent­täu­schung, wenn man das viel­leicht öfter emp­fin­det, als einem lieb ist. Wenn man sich dann noch mal klar macht, dass eine Ent­täu­schung eigent­lich von der puren Begriff­lich­keit her etwas nicht Nega­ti­ves ist, weil das ist das Auf­he­ben einer Täu­schung, eine Täu­schung, was ja eigent­lich eher was Schlech­tes ist, nega­ti­ves getäuscht wer­den oder sich selbst täu­schen oder aus einem täu­schung zustand raus­zu­kom­men ist ja erst mal, auch wenn es viel­leicht bru­tal auf den ers­ten Moment ist, etwas sehr sehr posi­ti­ves. Ich glau­be, dass allein so ein Abs­tra­hie­ren einem schon hel­fen kann, mit sol­chen Situa­tio­nen anders umzu­ge­hen. Mit etwas Distanz, wie eben schon gesagt, also nicht in der Situa­ti­on sel­ber dann auch noch den Druck zu haben. Jetzt muss ich aber sofort total reflek­tiert sein. Wird den meis­ten nicht gelin­gen, inklu­si­ve mir. Aber mit ein biss­chen Distanz und sich dar­über klar wer­den wel­che Täu­schung ist ja eigent­lich gera­de been­det wor­den und wie hilft mir das in Zukunft wei­ter? Björn Kann man aus jeder Ent­täu­schung eigent­lich ohne zwang­haft posi­tiv zu sein, aber trotz­dem eine klei­ne posi­ti­ve Wen­dung für die Zukunft raus dre­hen? Jan Das hast du sehr schön gesagt. Ja. Also wir hof­fen, ihr habt in ers­ter Linie mög­lichst weni­ge Ent­täu­schun­gen. Denn je weni­ger Ent­täu­schun­gen ihr habt, des­to weni­ger müsst ihr euch über­haupt damit aus­ein­an­der­set­zen, wie man mit Ent­täu­schun­gen umge­hen kann oder soll­te. Für den Fall, dass euch Ent­täu­schun­gen begeg­nen, wün­schen wir euch auf jeden Fall viel, ja viel und gutes Gelin­gen, damit posi­tiv umzu­ge­hen zum geeig­ne­ten Zeit­punkt. Das muss nicht immer sofort sein. Das ist auch immer in Ord­nung, sich ja erst­mal auch ja so zu füh­len, wie sich halt eben die­se Ent­täu­schung auch anfüh­len kann. Und wir freu­en uns auf euer Feed­back, auf eure Anre­gun­gen zu die­ser Fol­ge oder auch zu ande­ren Fol­gen. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr unter dem Pod­cast und dann freu­en wir uns auf die nächs­te Fol­ge mit euch und ver­ab­schie­den uns auch schon. Björn Ja, und ich wer­de nicht ent­täu­schen. Ich sage nur Schau. Und ich über­las­se dir dein obli­ga­to­ri­sches. Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Tschüss. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast --- ### [Midlife-Crisis bewältigen](https://bobach-coaching.de/podcast-midlife-crisis/) **Published:** September 2, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Das Kli­schee ist bekannt: ab einem gewis­sen Alter kau­fen sich Män­ner schnel­le, lau­te Autos und suchen sich neue, halb so alte Part­ne­rin­nen. Man rollt die Augen und denkt: typisch Mid­life-Cri­sis. Aber was ist dran an dem Mythos die­ser Kri­se in der Mit­te des Lebens? Exis­tiert sie über­haupt? Wenn ja, wie kann man ihr begeg­nen? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") dis­ku­tie­ren [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich aus zwei sehr unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven über eine Art von Kri­se, die nahe­zu jeden tref­fen kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich freue mich, heu­te über ein ganz beson­de­res The­ma zu spre­chen, mit dem ich abso­lut gar nichts zu tun habe bis­her. Und ja, ich habe einen kom­pe­ten­ten Gesprächs­part­ner. Wir spre­chen über Mid­life Cri­sis. Hal­lo, Björn. Björn Hal­lo, Jan. Das ist ja eine Ein­lei­tung gewe­sen. Jan Ja. Wobei tat­säch­lich die Fra­ge ist, ob ich da tat­säch­lich so unbe­tei­ligt dran bin. Das wer­den wir viel­leicht auch noch noch her­aus­fin­den im Rah­men die­ser Fol­ge. Wir wol­len heu­te spre­chen über Mid­life Cri­sis. Natür­lich die Fra­ge Was ist dar­un­ter zu ver­ste­hen? Aber auch Wie kann man damit umge­hen? Was kann das bedeu­ten, dass wir in so unter­schied­li­che Aspek­te, die mich zumin­dest inter­es­sie­ren wür­den? Und ja, ich weiß nicht, ob dir auch spon­tan was ein­fällt, wor­über du in die­sem Zusam­men­hang spre­chen möch­test. Björn Ja, das klingt schon wie eine Dro­hung. Ist auch so, ja. Du hast ja so schön ange­kün­digt, dass ich kom­pe­ten­ter und kom­pe­tent bin, was das angeht. Viel­leicht müs­sen wir erst mal kurz klar­stel­len, wie alt wir sind. Also ich bin knapp 49 und du bist obwohl wenn die­se Fol­ge ver­öf­fent­licht wird, bin ich 49 und du bist. Jan Ich bin 33. Björn So. Also, zwi­schen uns lie­gen 16 Jah­re. Und jetzt hast du bei dei­ner Anmo­de­ra­ti­on mich dazu getrig­gert, dass ich dich fra­gen möch­te Was stellst du dir denn dar­un­ter vor? Du sagst ja, du hast da kei­ne Berüh­rungs­punk­te mit. Aber das heißt ja auch, dass du eine Vor­stel­lung davon haben musst, dass das irgend­et­was ist, was aber dich in kei­ner Wei­se tan­giert. Was stellst du dir denn vor? Als jun­ger Hüp­fer? Jan Ja, rich­tig guter Punkt, fin­de ich. Das ist eine schö­ne Sache, was man sich gemein­hin dar­un­ter vor­stellt. Oder wenn ich jetzt sagen wür­de Nur aus dem. Aus dem, was ich so im Kopf habe, was man dazu sagt. Dann ist das qua­si die gro­ße Kri­se in der Mit­te des Lebens. Wenn eigent­lich, sage ich mal, die größ­ten Din­ge eigent­lich schon, viel­leicht noch gere­gelt sind, auf dem Weg sind und dann viel­leicht so eine inhalt­li­che Lee­re kommt und man denkt, das kann’s doch jetzt eigent­lich noch nicht gewe­sen sein. Irgend­wie müss­te doch viel­leicht noch was ande­res kom­men. Klas­si­scher­wei­se hat man dazu das Bild im Kopf von Män­nern, die sich dann ent­schlie­ßen, jün­ge­re Frau­en oder Part­ner zu suchen, gege­be­nen­falls auch ein Motor­rad zuzu­le­gen oder sons­ti­ge Din­ge zu tun, die man viel­leicht von außen als total irre emp­fin­den könn­te. Das ist aber natür­lich nicht nur auf auf Män­ner bezo­gen, son­dern ganz sicher­lich auch auf auf Frau­en. Das wäre jetzt das, was ich sozu­sa­gen kli­schee mäßig da sehen wür­de. Björn Kli­schee mäßig wür­dest du also du wür­dest es beschrei­ben, also kannst du es zusam­men­fas­sen? Jan Ja, noch mal als qua­si eine inhalt­li­che Lee­re, die emp­fun­den wird, die dazu als oder die als Anlass genom­men wird, um umzu­steu­ern im Leben. Das war rela­tiv extrem und viel­leicht nicht unbe­dingt wohl­über­legt. Björn Okay. Ja, fin­de ich. Fin­de ich eine ganz gute Zusam­men­fas­sung. Ganz guter Blick von außen. Ich kann ja mal ein biss­chen aus­ho­len. Es ist jetzt nicht so, dass ich damit gerech­net habe, dass ich eine Mid­life­cri­sis bekom­me. Ich glau­be, das tut kei­ner. Ich glau­be, das ist so ein biss­chen die Arro­ganz, sage ich mal der Jugend, dass man so denkt. Ja, die ande­ren. Ich mich wür­de das nicht tref­fen. Wie man ja auch irgend­wann, wenn man noch kei­ne 20 ist, denkt, man wird nie älter wer­den. Mir wer­den nie die Haa­re aus­fal­len oder was auch immer. Ich wer­de nie ein Bauch krie­gen. Also all sol­che Sachen, die man so als unbe­sieg­ba­rer knapp 20 Anfang 20-jäh­ri­ger denkt, denkt man viel­leicht auch rela­tiv lang. So eine Mid­life Cri­sis, das wird mich doch nicht betref­fen. Und man denkt das viel­leicht erst dann sogar wirk­lich, weil man sowie­so ein reflek­tier­ter Mensch ist. Also ich wür­de jetzt sagen, ich war schon immer ein rela­tiv reflek­tier­ter Mensch, hab viel dar­über nach­ge­dacht, was ich tue, auch was ich beruf­lich mache, habe ja auch diver­se Kar­rie­re Wech­sel schon gemacht, auch vor­her in mei­nem Leben und habe auch gedacht, das wird mich nicht tref­fen. Björn Ja und dann ist es doch pas­siert und ja und ich habe frü­her immer die Nase gerümpft über Leu­te, genau wie du sie beschrie­ben hast. Die­ses Kli­schee von von die­sen Män­nern, die dann auf ein­mal im Por­sche mit einer jun­gen Frau oder einem jun­gen Part­ner wie auch immer durch die Gegend brau­sen und so tun, als wären sie 20. Da habe ich immer die Nase drü­ber gerümpft. Und weil ich dach­te Wie albern, wie kann man nur. Und das tue ich jetzt nicht mehr. Und zwar nicht des­we­gen, weil ich jetzt den­ke, das ist the way to go. Son­dern ich habe ich, weil ich ver­ste­he, wo es her­kommt, weil ich ver­ste­he das es. Ich wür­de es nicht als inhalt­li­che Leh­re bezeich­nen, aber dass es aus der Rea­li­sa­ti­on kommt. Oh, die zwei­te Hälf­te des Lebens hat begon­nen. Will ich das über­haupt? Was hat. Was habe ich in der ers­ten Hälf­te denn über­haupt getan? Also man stellt unglaub­lich viel in Fra­ge und ich muss sagen, ich ken­ne fast nie­man­den in mei­nem Alter, der das noch nicht in irgend­ei­ner Form erlebt hat. Björn Also das. Jan Hat was. Du bist ja noch so weit ent­fernt von der Mit­te dei­nes Lebens. Björn Vie­len Dank. Also die, die die Aus­schlä­ge, wie man es erlebt hat, die sind natür­lich unter­schied­lich. Also es gibt Men­schen, die, die erle­ben es glau­be ich sehr extrem. Dann gibt es wel­che, die haben viel­leicht mal so eine Pha­se, von wo sie mehr nach dem nach dem Sinn fra­gen. Dann gibt es die, die sich flüch­ten für mich. Da kön­nen wir auch gleich ger­ne noch mal drü­ber spre­chen. Für mich ist das eine gro­ße Flucht, sich in sol­che Sta­tus­sym­bo­le wie Autos, jün­ge­re Part­ner, wie auch immer zu flüch­ten, das ist für mich ein Ver­drän­gungs­me­cha­nis­mus, den ich aber nach­voll­zie­hen kann, ich nicht ver­ur­tei­le. Ich kann nicht nach­voll­zie­hen. Und bei mir war es, um es per­sön­lich per­sön­li­cher zu machen, tat­säch­lich eine gro­ße Sinn­kri­se im Sin­ne von Was will ich mit der zwei­ten Hälf­te mei­nes Lebens eigent­lich tun? Und das Ver­rück­te ist Das kam genau in einem Moment, wo ich eigent­lich einen gro­ßen Wech­sel ein­ge­lei­tet hat­te. Also ich hat­te qua­si, ich habe qua­si bin aus einem beschäf­tig­ten Ver­hält­nis in selbst­stän­di­gen Ver­hält­nis gegan­gen. Das lief auch gut, aber in dem Moment habe ich mich gefragt War das jetzt wirk­lich rich­tig, weil es sich so end­gül­tig anfühl­te und weil ich halt nicht mehr noch mal 20, 30 Jah­re aus­pro­bie­ren konn­te, son­dern weil ich halt in Alter bin, wo ich sagen muss, jetzt muss ich ja irgend­wie auch mal so die Gra­de errei­chen, zumin­dest beruf­lich. Björn Unter­stellt man auf ein­mal fest, dass man da ganz viel in Fra­ge stellt, wo man für geht. Da steht auch pro­bie­re ich mal aus. Jan Das fin­de ich total inter­es­sant, weil du jetzt hier qua­si auch ein aus­lö­sen­des Moment genannt hast. Also ob das jetzt nur zufäl­lig zusam­men­fiel oder nicht. Aber das ist auch so mein Ein­druck, dass es so Mar­ker gibt, die da mit rein­ge­hen, die das aus­lö­sen. Also ent­we­der das Gefühl, jetzt pas­siert nichts mehr, irgend­wie, jetzt sind irgend­wie des Hau­ses gekauft, die Kin­der gehen aufs Gym­na­si­um oder sind fer­tig mit der Schu­le oder wie auch immer oder es sind auf einem guten Weg oder es pas­siert da jetzt. Okay, das geht jetzt die nächs­ten 30 40 Jah­re so oder halt eben der Punkt, dass man sagt, okay, man hat sich ent­schie­den und hat das Gefühl, da jetzt irgend­wo auch fest­zu­ste­cken, ist viel­leicht das fal­sche Wort, aber sich fest­ge­legt zu haben auf eine lan­ge Zeit, wes­halb man dann noch mal kon­kre­ter hin­ter­fragt ist das jetzt der rich­ti­ge Schritt in dem Zusam­men­hang? Björn Ja, das das trifft es ganz gut. Also in mei­nem Fall, und das ken­ne ich auch von ande­ren, war es tat­säch­lich die­ser Ein­druck. Ich bin jetzt nicht mehr. Also wenn ich jetzt mich ent­schei­de, ich kann mich noch gut an den Moment erin­nern, wo mir das auch klar wur­de, dass hat sich frisch selbst­stän­dig bei mir zu Hau­se allei­ne in der Küche am Küchen­tisch und hat gear­bei­tet. Und habe. Ich habe mein Leben lang eigent­lich immer mit Men­schen gear­bei­tet, also immer in Teams gear­bei­tet, in gro­ßen Grup­pen, sowohl ganz frü­her, in mei­ner musi­ka­li­schen Zeit natür­lich, als auch dann zum Schluss, bevor ich mich selbst­stän­dig gemacht habe. Und da saß ich dann also allei­ne und habe für mich gekämpft und saß nein, in der Küche. Und dann über­kam mich so das Gefühl, ich wer­de jetzt immer allei­ne in mei­ner Woh­nung sit­zen und arbei­ten. Und das kam mir so end­gül­tig vor. Und rück­bli­ckend muss ich sagen Total absurd eigent­lich. Aber es ist tat­säch­lich in mei­nem Fall dar­an gekop­pelt gewe­sen, dass ich gedacht habe, ich bin jetzt in einem Alter, wo ich kei­ne Fle­xi­bi­li­tät mehr habe und das ist ja tota­ler Quatsch. Björn Also sage ich jetzt mal so rück­bli­ckend Ja, weil natür­lich kann mich kein Mensch und kein Alter zwin­gen, jetzt mich nicht noch mal zu ver­än­dern. Und das habe ich dann tat­säch­lich auch immer noch wei­ter­hin getan und dadurch hat sich das bei mir dann auch ein biss­chen auf­ge­löst. Jan Okay, wenn man jetzt tat­säch­lich mal rein­schaut, auch in die Defi­ni­ti­on Ab wann geht über­haupt eine Mid­life Cri­sis los oder so was? Dann fin­de ich das Erstaun­li­che, dass es sich gar nicht nur bezieht auf Alter 40 50, son­dern dass das durch­aus auch datiert wird mit kann auch schon mit 30 pas­sie­ren. Ich glau­be, das ist ja sowie­so indi­vi­du­ell davon auch abhän­gig, was man für einen Weg gegan­gen ist oder für einen Weg geht. Das heißt, es kann auch schon frü­her kom­men. Und die Fra­ge, die ich mir auch stel­le in dem Zusam­men­hang ist Ist es über­haupt etwas, was so ein Sohn ein­mal Ding ist? Also ist es qua­si ein ein Erleb­nis oder eine Erfah­rung, die man ein­ma­lig hat? Also jetzt kommt die gro­ße Mid­life Cri­sis und dann ist man durch mit dem The­ma. Oder kann das auch etwas sein, was immer mal wie­der kom­men und gehen kann? Und das ist näm­lich eher mei­ne Theo­rie, dass es ganz unter­schied­li­che Pha­sen im Leben gibt des Zwei­felns, auch an dem, was man tut, und an der Sinn­haf­tig­keit, an der man dann gege­be­nen­falls auch zwei­felt. Jan Und dass man sich da aus­ta­riert, dass nur unter Umstän­den zu einem gewis­sen Zeit­punkt die Aus­schlä­ge etwas stär­ker wer­den, also dass es extre­mer wird, eben vor allen Din­gen auch vor die­sem Hin­ter­grund, den du auch genannt hast. Was möch­te ich mit mei­ner Zeit, die ich habe, noch tun? Wie möch­te ich mein Leben ver­brin­gen? Und das wird ja auch qua­si in der Lite­ra­tur beschrie­ben, dass es durch­aus auch noch mal was hat mit dem, was zu tun hat, mit dem tat­säch­li­chen Erfah­ren oder Bewusst­wer­den der eige­nen Sterb­lich­keit. So hart das klingt oder so hoch­ge­grif­fen, aber die­ses Mei­ne Zeit ist begrenzt und was möch­te ich damit tun? Wie möch­te ich das tun und wie lan­ge kann ich das über­haupt noch so tun? Es ist ja mani­fes­tiert sich dann ja viel­leicht auch teil­wei­se in die­sem kli­schee­haf­ten Part­ner­wech­sel oder wie auch immer die­ses jetzt bin ich gera­de noch gut genug, um auch noch was fri­sches Markt zu bekom­men und des­halb muss es jetzt sein und dann greift man halt irgend­wo hin, wo es viel­leicht mög­lich ist, was ja auch wie gesagt gar nicht zu ver­ur­tei­len ist. Jan Kann ja auch für viel es kann ja auch für Men­schen der rich­ti­ge Weg sein zu sagen, ich ori­en­tie­re mich noch mal um. Und ich fän­de es auch fahr­läs­sig zu sagen, jede kras­se Umori­en­tie­rung in einem Alter von wann auch immer, eigent­lich völ­lig egal im Leben, wäre jetzt falsch. Denn am Ende des Tages muss jede Per­son zu jedem Zeit­punkt im Leben selbst beur­tei­len Was ist jetzt für mich der rich­ti­ge Schritt? Was hel­fen kann dabei aus mei­ner Sicht ist aber trotz­dem auch noch mal so die­se Öko­sys­tem Ana­ly­se des des Ziels oder des des Ortes den man da wagt. Also kom­me ich über­haupt damit zum rich­ti­gen Ergeb­nis? Oder ist das jetzt gar nur eine kurz­fris­ti­ge ver­meint­li­che Ver­bes­se­rung, weil ich jetzt hier gera­de irgend­ei­nen Bedarf ver­spü­re? Aber lang­fris­tig ver­bes­sert es die Sache gar nicht. Das ist auch noch mal zu hin­ter­fra­gen und ich glau­be, sich da irgend­wie ein­zu­brem­sen oder sich die Zeit zu neh­men oder dass nicht mit einem die Pfer­de durch­ge­hen. Das ist, glau­be ich, die gro­ße Her­aus­for­de­rung bei die­sem The­ma. Björn Ja, das hat natür­lich auch ganz viel damit zu tun, was man für Wer­te hat, was man für Glau­bens­sät­ze hat. Und wenn es so ist ich habe ja eben gesagt, ich habe Ver­ständ­nis für die­se Aktio­nen, Ver­ständ­nis im Sin­ne von nicht, dass ich sie gut­hei­ße oder und auch nicht, dass ich sie ver­ur­tei­le. Ich kann sie nur nach­voll­zie­hen, wie das ent­steht, dass man sich dann halt das dicke Auto kauft oder einen Part­ner, der halb so alt ist, auf ein­mal hat. Das kann ich nach­voll­zie­hen. Die Fra­ge ist die Moti­va­ti­on Tue ich das, um mich sel­ber mir sel­ber vor­zu­gau­keln? Ich bin gar nicht Mit­te 40, son­dern gau­kelt ich mir was vor, gau­kelt ich mir vor. Ich bin aber Anfang. Ich ich tu so, als wäre ich Anfang 20. Das ist ja eher von Miss­erfolg gekrönt am Ende, weil es wür­de. Uns ein­ho­len. Das Alter. Das ist es. Das ist so sicher wie das Amen in der Kir­che. Dass wir kom­men kön­nen dem Alter nicht ent­flie­hen. Und wenn das ein­fach mal eine Ver­mei­dungs­stra­te­gie ist, hal­te ich das für kei­nen guten Weg. Björn Wenn ich aber Glau­bens­sät­ze habe, die ich mit vol­ler Über­zeu­gung habe, und wenn es Din­ge gibt, die ich wirk­lich mit Lei­den­schaft tue, schnell lau­ter Autos fah­ren zum Bei­spiel etwas, was mir total wider­strebt. Aber wenn das etwas ist, wo ich Lei­den­schaft habe machen, dann ist es ja. Dann ist es ja in Ord­nung. Nur als Ver­mei­dung und oder als Über­de­ckung von etwas fin­de ich es gefähr­lich. Und ganz span­nend ist die Es ist so eine Ambi­va­lenz, weil ich kann mich auch dar­an erin­nern, dass ich in der Zeit tat­säch­lich habe mir ein neu­es Auto geholt, so kurz nach­dem ich das über­wun­den hat­te und. Ich will jetzt gar nicht zu sehr da rein tau­chen. Was für ein Auto. Aber es war nett. Es ist auch kein lau­tes Sport Auto und nix der­glei­chen. Aber ich habe sehr mit mir geha­dert. Ich habe lan­ge über­legt Soll ich das machen? Soll ich mir das leis­ten? Ich bin ja noch nicht so lan­ge selbst­stän­dig und mich 1000 Mal gefragt Soll ich? Soll ich? Soll ich? Soll ich? Soll ich? Björn Soll ich? Und jetzt kommt was Inter­es­san­tes, weil die das Alter, was einem in so einer Kri­se so wie so ein Damo­kles­schwert erscheint. Oh Gott, ich bin jetzt so alt. Ich muss mich jetzt fest­le­gen. Wie gesagt, ist Quatsch, aber es kommt einem so vor. Ist dann für mich auf ein­mal Moti­va­tor gewor­den, weil dann sag­te eine sehr schlaue Coa­ching zu mir, die frag­te mich dann Was ist Ihre Lieb­lings Jah­res­zeit? Ich war völ­lig ver­wun­dert, sag­te Som­mer Okay. Was glau­ben Sie, wie vie­le Som­mer Sie noch haben? Wo sie das genie­ßen kön­nen, so ein Auto zu fah­ren. Und dann habe ich das so über­schla­gen. Und dann dach­te ich Ver­dammt, das ist gar nicht so viel. Was hältst du dich mit sol­chen blö­den Gedan­ken auf? Also, da ist qua­si die­ses. Die­se ver­meint­lich gerin­ge Zahl von Jah­ren, die einem noch bleibt. In hof­fent­lich guter Gesund­heit wird sie dann auf ein­mal wie­der zum Moti­va­tor. Auch Din­ge zu tun, wo man, wo man lan­ge, lan­ge drü­ber sin­niert, ob man sie über­haupt tun soll, ob man sie sich leis­ten soll. Björn Es ist ganz ver­rückt. Das ist das schlägt dann von einem wie­der ins ande­re um. Und das ist auch so was, was ich ken­ne von von auch von Leu­ten, die älter sind als ich. Dass die dann auf ein­mal ihr Leben auch wirk­lich in vol­len Zügen genie­ßen kön­nen und rich­tig genie­ßen das und auch acht­sa­mer genie­ßen, bewuss­ter genie­ßen. Also die­se Kri­se zu durch­ste­hen lohnt sich schon sehr. Jan Tja, also ich glau­be, das ist ja auch ein ganz wich­ti­ger. Aspekt. Jetzt. Jetzt wird der Bogen ein biss­chen weit. Aber ich neh­me ihn trotz­dem mal! Und zwar gibt es ja auch die­sen Sinn­spruch des Memen­to mori sich sei­ner eige­nen Sterb­lich­keit bewusst sein, was ja auch nicht dazu dient, tat­säch­lich in Depres­si­on zu ver­fal­len, son­dern eigent­lich zu sagen Mei­ne Zeit ist end­lich und des­halb möch­te ich sie auch ent­spre­chend nut­zen. Und des­halb kann ja eben auch aus einer sol­chen Erkennt­nis eine unheim­li­che Kraft resul­tie­ren und ein unheim­li­cher Antrieb. Und jetzt ist aber halt genau die Fra­ge Wie hoch ist jetzt die­se Akti­vie­rung der Ener­gie? Ist sie so hoch, dass sie übers Ziel hin­aus­schießt? Ist sie so, dass ich qua­si das als posi­ti­ven Impuls neh­me und dann viel­leicht mal die die Wei­chen neu neu stel­le in dem Zusam­men­hang? Was ich auch noch inter­es­sant fin­de, ist die Fra­ge. Wir spre­chen noch immer dar­über hier oder ganz oft in den Fol­gen, dass es auch durch­aus mal sein kann, mit Freun­den dar­über zu spre­chen, dass das auch schon hel­fen kann, um einen Per­spek­tiv­wech­sel zu erlan­gen. Jan Und so wei­ter. Und jetzt ist es aber so, dass natür­lich gera­de bei die­sem The­ma es oft­mals so ist oder unter Umstän­den öfter mal so ist, dass man auch in einer ähn­li­chen Peri­ode gera­de unter­wegs ist. Also soll hei­ßen, even­tu­ell bin ich zu dem Zeit­punkt, wo ich genau die­ses The­ma habe, auch in einem Freun­des­kreis, in dem halt eben ganz ähn­li­che The­men sind und in dem dann auch viel­leicht der Rat, der vom Freund kommt oder von der Freun­din, nicht unbe­dingt der Bes­te sein könn­te. Aber man möch­te zumin­dest mal als stei­le The­se in den Raum stel­len, dass es sinn­voll sein könn­te, auch hier mal links und rechts der eige­nen Bla­se, in der man unter­wegs ist, zu schau­en. Denn da stellt man ja schon fest, dass sol­che Din­ge auch durch­aus mal in sozia­len Krei­sen die Run­de machen. Also das ist qua­si nicht nur ein Ein­zel­fall, dass mehr­fach Punk­te sind, dass ich dann auch genau sol­che Per­sön­lich­kei­ten, die jetzt gera­de eine kras­se Ände­rung voll­zo­gen haben, dann auch wie­der­um irgend­wie zusam­men­tun. Ist ja auch klar, denn irgend­wie rutscht man ja auch qua­si aus dem übli­chen Bild her­aus, gera­de wenn es irgend­wie auch mit Ver­än­de­run­gen der Part­ner­schaft oder so was zu tun hat. Jan Dann ist man viel­leicht die letz­ten 101520 Jah­re im Freun­des­kreis unter­wegs gewe­sen, wo nur Pär­chen waren und auf ein­mal lebt man jetzt in Jung­ge­sel­len Leben und hat natür­lich viel­leicht auch den einen oder ande­ren Fokus in die­sem Zusam­men­hang. Aber da könn­te es eben auch sinn­voll sein, tat­säch­lich sich da viel­leicht auch noch ande­re Spar­rings­part­ner als nur aus der eige­nen Grup­pe aus­zu­wäh­len, um da tat­säch­lich einen objek­ti­ven Per­spek­tiv­wech­sel und auch ein objek­ti­ves Spar­ring zu bekom­men. Wo wir auch beim The­ma Coa­ching sind. Also auch das, fin­de ich, ist immer eine gute Sache, um tat­säch­lich, wenn man irgend­wie auch vor gro­ßen Ent­schei­dun­gen steht, viel­leicht noch mal eine unei­gen­nüt­zi­ge Mei­nung dazu zu bekom­men, die eini­ger­ma­ßen Pro­fis sind, also nicht Mei­nung, son­dern Hin­ter­fra­gen zu bekom­men. Also ein Gesprächs­part­ner dann bei allen Per­so­nen, die natür­lich auch sonst es gut mei­nen, aber ist natür­lich auch immer eine gewis­se. Man nimmt sich auch immer selbst mit ins Gespräch. Das heißt auch der Part­ner nimmt sich die Gesprächs­part­ner, nimmt sich selbst mit ins Gespräch, sein eige­nen Bal­last, sei­ne eige­nen Wert­vor­stel­lun­gen. Und gera­de das wird ja beim Coa­ching ver­sucht zu neu­tra­li­sie­ren, dass man eben nicht mit der eige­nen Vor­stel­lung als Coach den Coa­ching hier berät, son­dern dass man eigent­lich hin­ter­fragt und ver­sucht, eben zur bes­ten Lösung für die Per­son zu kom­men. Björn Ja Ori­en­tie­rung auch gibt. Also das oder bzw die dafür sorgt, dass der Coa­chee sel­ber Ori­en­tie­rung wie­der fin­det. Und das mit dem mit der Peer­group fin­de ich ganz eine ganz wich­ti­ge Aus­sa­ge von dir, weil ich glau­be auch tat­säch­lich, dass das dazu füh­ren kann, wenn man zu sehr in der eige­nen Sup­pe kocht, dass sich dann so Ten­den­zen, die dann in so einem Moment, in so einer Kri­se viel­leicht da sind, gegen­sei­tig so ver­stär­ken kön­nen, dass sie wirk­lich irgend­wie nicht mehr ganz sozi­al­ver­träg­lich wer­den oder man am Ende in einer, viel­leicht in einer Situa­ti­on hängt, die einem wirk­lich über­haupt nicht mehr gut tut. Jan Na ja, ich glau­be, ein wich­ti­ger Aspekt kann in die­sem Zusam­men­hang auch sein, das Gan­ze noch mal in Rela­ti­on zu set­zen. Also wir haben schon her­aus­ge­ar­bei­tet, es ist qua­si das The­ma Mid­life Cri­sis ist nicht nur in schlech­te Stim­mung ver­fal­len, son­dern es kann eben auch eine star­ke Akti­vie­rung Ener­gie frei­set­zen, mit der man dann viel machen kann. Und wich­tig ist aber im Grun­de genom­men, dass man auch noch ein­mal die Zie­le ana­ly­siert dahin­ge­hend oder passt das, was ich jetzt tue, eigent­lich zu mei­nen lang­fris­ti­gen Zie­len auch, also dass ich tat­säch­lich zum rich­ti­gen Ergeb­nis kom­me. Und da kann es eben gera­de bei sol­chen gro­ßen Schrit­ten total sinn­voll sein, auch noch mal hin zu gehen. Was bedeu­tet das für mich jetzt inner­halb des nächs­ten Monats Jah­res, der nächs­ten fünf Jah­re oder zehn Jah­re? Um noch ein­mal fest­zu­stel­len passt es dann immer noch für mich, weil es kann total super sein, sich jetzt für ein sehr hohes Geld einen tol­len Wagen zu kau­fen. Aber ist das tat­säch­lich die lang­fris­tig rich­ti­ge Ent­schei­dung? Und wenn man sagt Ist viel­leicht eine doo­fe Idee, aber ich gehe es ein, ist es ja auch eine eine Mög­lich­keit und man soll­te es viel­leicht reflek­tiert tun in die­sem Zusam­men­hang. Björn Ja, also für mich war die Fra­ge des Glücks eigent­lich das alles Ent­schei­den­de. Also ich habe tat­säch­lich mich sehr inten­siv mit dem The­ma beschäf­tigt, was macht mich wirk­lich glück­lich? Also in wel­chen Momen­ten füh­le ich mich glück­lich und was ist das? Was genau? Das kras­se Gegen­teil von dem, was ich in der Situa­ti­on emp­fun­den habe. Und es ging da gar nicht so sehr um Zie­le, son­dern womit ich mei­ne Zeit ver­brin­ge, außer­halb des Jobs, also außer­halb von dem, was ich beruf­lich tue, womit ver­brin­ge ich mei­ne Zeit? Und nach­dem mir das klar war und ich mir da auch sel­ber ganz kla­re Ant­wor­ten geben konn­te und die konn­te ich mir aus der Erin­ne­rung geben, weil das war ja immer schon da, war dann auch die­ser die­se Wol­ke ganz schnell wie­der ver­schwun­den, die da über mir hing. Ich sage jetzt ganz schnell Das hat schon ein paar Mona­te gedau­ert, aber das. Nichts­des­to­trotz war die­se Fra­ge des Glücks und des Glücks Emp­fin­dens sehr zen­tral. Und damit mei­ne ich jetzt nicht so ein kli­schee­haf­tes Glück wie immer hap­py und alles rosa­rot, son­dern so eine acht­sa­mes Glück, wo man sich fragt Wel­che Situa­tio­nen geben mir Ener­gie, in wel­chen Situa­tio­nen füh­le ich mich, füh­le ich mich gebor­gen, unter­stützt sol­che Geschich­ten und dann die­se. Björn Wenn man sich die­se Fra­gen beant­wor­ten kann, hat man das auch ganz schnell über­stan­den und dann ist man auch in der Regel mei­len­weit davon ent­fernt. Das mit, ich sage jetzt mal welt­lich oder mate­ri­el­len Din­gen wie wie und noch ein teu­res Auto und noch ein grö­ße­res Haus und noch ein Pferd oder was auch immer. Wobei Pfer­de Tie­re sind jetzt wie­der ein ande­res The­ma. Hängt davon ab, ob es ein Sta­tus­sym­bol ist oder ob man es für Stier macht. Aber man ist dann sehr weit davon ent­fernt, das mit sol­chen mate­ri­el­len Din­gen zu über­tün­chen und zu über­de­cken. Ja, jetzt haben wir da viel drü­ber gespro­chen. Glaubst du immer noch, dass dich nicht betrifft? Jan Ach du, ich habe ja schon gesagt. Ich glau­be, das ist eher so ein Pha­sen Ding. Ich wür­de sagen, wahr­schein­lich. Das hat­te ich auch schon mal den einen oder ande­ren Gedan­ken­gang einer sol­chen Mid­life Cri­sis und hab viel­leicht auch schon mal das eine oder ande­re hin­ter­fragt. Aber ich bin auf jeden Fall gespannt, was da noch kommt. Und wenn der Pod­cast wei­ter­läuft viel­leicht kön­nen wir akut Sen­dung machen, inklu­si­ve Live Coa­ching. Das hät­te doch auch was für sich. Björn Er hät­te auch was für sich. Und du hast recht, die­se Pha­sen gibt es, gab es auch vor­her schon, aber die Aus­schlä­ge waren halt gerin­ger. Es ist tat­säch­lich, dass man vor­her immer schon mal in so eine sinn sinn­haft kri­sen­haf­te Kri­se ver­fällt und denkt Was mache ich da eigent­lich? Macht mich das glück­lich? Aber dadurch, dass die Jah­re schwin­den, die qua­si auf der ande­ren Sei­te die­ser Kri­se blei­ben wird, wird der Aus­schlag grö­ßer und man hat auch das Gefühl von einer grö­ße­ren Trag­wei­te. Also grund­sätz­lich hof­fe ich, dass ich dir jetzt nicht Angst gemacht habe, son­dern dich eher. Das klingt so, dass du jetzt eher dich auf wei­te­re Jah­re freust und ich hof­fe und ich glau­be, wir hof­fen auch, dass es den Zuhö­rern so geht, dass man davor nicht Angst hat. Ich kann rück­bli­ckend sogar ein biss­chen drü­ber lachen, weil da waren schon absur­de Momen­te dabei, als ich das durch durch­schrit­ten habe. Ver­rück­te Momen­te und alle ande­ren, die es noch betrifft, kann ich dann sagen es wird kom­men, aber es ist halb so schlimm und eigent­lich ist es sogar ein rich­ti­ger Moti­va­tor und ein tol­ler Kick, den man dann für die Jah­re danach kriegt. Björn Wir hof­fen, euch hat die­se sehr per­sön­lich, für mich zumin­dest sehr per­sön­li­che Fol­ge gefal­len. Wir hof­fen, ihr bleibt uns treu und hört uns auch beim nächs­ten Mal wie­der. Und ich ver­ab­schie­de mich mit einem ganz simp­len Bis bald! Und der Jan mit. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Midlife-Crisis, Podcast --- ### [Transaktionsanalyse - Besser kommunizieren](https://bobach-coaching.de/podcast-transaktionsanalyse/) **Published:** September 9, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se – was klingt wie ein mathe­ma­ti­scher Grund­satz, ist tat­säch­lich ein von Eric Ber­ne defi­nier­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell, mit dem sich fast jede Art von Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fal­le erklä­ren lässt: war­um trig­gert mich ein bestimm­ter Mensch immer wie­der, war­um reagiert jemand ande­res immer anders als ich es mir wün­sche? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") erklä­ren [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich das Modell aus­führ­lich und erläu­tern den prak­ti­schen Nut­zen im All­tag und im Coa­ching. Ein Video (von mir) zu dem The­ma gibt es hier (You­Tube): [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Jan Gus­tav Fran­ke, hal­lo Jan… Jan Hal­lo Björn! Björn …Und mir Björn Bob­ach. Wir grü­ßen euch und spre­chen heu­te mit euch über die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se. Und das ist nichts Finan­zi­el­les, son­dern das ist etwas. Es ist ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell, also etwas, was einem hel­fen soll, bes­ser zu kom­mu­ni­zie­ren. Und das geht zurück auf Eric Burn und ist in Coa­ching Krei­sen zumin­dest rela­tiv bekannt. Ande­re bekann­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons-Model­le sind ja vier Sei­ten einer Nach­richt von Schulz von Thun. Aber wir damit beschäf­ti­gen uns heu­te nicht. Viel­leicht ein ande­res Mal. Heu­te geht es um die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se und die besagt Wenn ich mal vor­grei­fen darf, dann, dass wir in unter­schied­li­chen Ich Zustän­den kom­mu­ni­zie­ren. Also soll hei­ßen Wer bin ich und wenn ja, wie vie­le? Jan Mal wie­der. Björn In. Jan Mei­ne Rich­tung oder war das qua­si nur? Woll­test du das jetzt rhe­to­risch nut­zen? Björn Fra­ge in dei­ne Rich­tung, aber du hast schon super geant­wor­tet, neh­me ich mal wie­der. Also wir hat­ten noch vor kur­zem die Fol­ge zum inne­ren Kind, wo wir uns auch wie­der damit beschäf­tigt haben, dass wir ver­schie­de­ne inne­re Antei­le haben. Und Eric Burn geht in sei­ner Theo­rie davon aus, dass wir in ver­schie­de­nen Zustän­den, also in ver­schie­de­nen Antei­len kom­mu­ni­zie­ren und oder bzw Din­ge äußern. Und das sind, wie könn­te es anders sein, Kind, Modi, Eltern, Modi und erwach­se­nen Modi. Jan Jetzt ist ja die Fra­ge Was unter­schei­det den Erwach­se­nen von Eltern? Björn Ja, dazu soll­ten wir viel­leicht eher viel­leicht soll­ten wir die Eigen­schaf­ten der ver­schie­de­nen Modi ein­mal beleuch­ten. Und viel­leicht fan­gen wir mit dem erwach­se­nen Ich an, das erwach­se­nen Ich. Damit ver­bin­det man ja etwas, wenn wir von einem erwach­se­nen Men­schen spre­chen. Und das ist vor allem geprägt von Sach­lich­keit. Was fal­len die da sonst? Für was fal­len dir Fer­ne da für Aus­sa­gen ein, wenn es um ein sach­li­ches erwach­se­nen Ich geht? Jan Also im Grun­de sagt Sach­lich­keit ja schon viel aus. Es geht weni­ger um Emo­tio­nen, es geht weni­ger um Befür­wor­ten, Beein­flus­sen oder wie auch immer. Es geht eigent­lich dar­um, den Sach­ver­halt nüch­tern zu betrach­ten und qua­si dar­auf­hin auch zu kom­mu­ni­zie­ren. Ohne Hin­ter­ge­dan­ken. Björn Genau. Also von der Aus­strah­lung her sind das Aus­sa­gen, die dann zu so was pas­sen wie Ich habe den Über­blick über etwas oder Ich habe auch die Kon­trol­le. Und ich ken­ne mich selbst und ich bin struk­tu­riert in Erwach­se­nen. Ich ist das Opti­ma­le eigent­lich, was Über­blick Rei­fe angeht und ist immer Herr der Lage. Jan Aber nicht in einer über­heb­li­chen Form. Björn Genau. Nicht über­heb­lich, son­dern ange­mes­sen sach­lich. Das erwach­se­nen Ich steht des­we­gen auch im kla­ren Gegen­satz zum Eltern Ich. Und das ist jetzt nicht wer­tend, das sagen wir viel­leicht auch mal direkt dazu. Es geht ja nicht dar­um zu sagen, das eine der eine Ich zustand ist bes­ser oder schlech­ter als der ande­re. Es sind ein­fach ver­schie­de­ne Zustän­de, in denen wir sind. Und beim Eltern unter­schei­det man dann zwi­schen für­sorg­lich und bevor­mun­dend. Und das leuch­tet sehr wahr­schein­lich ganz schnell ein, weil das ken­nen wir ja auch alle von eige­nen Eltern, dass die die­se bei­den Rol­len in unse­rem Leben spie­len. Also ent­we­der sind die für­sorg­lich, das heißt, die küm­mern sich um uns oder die sind bevor­mun­den, geben uns Vor­schrif­ten. Was fal­len dir dafür Aus­strah­lun­gen oder Bezie­hungs­wei­se Aus­sa­gen ein? Jan Man hat damit ja oft­mals auch die­sen die­sen Ver­gleich. Wenn man jetzt mit die­sem Es gibt ja das Modell mit dem okay sein ich bin okay, du bist oder wie auch immer und dabei ist es eben oft­mals ich bin okay, du bist nicht okay. Also die Eltern wis­sen ganz genau, wie es rich­tig ist, das Kind eher nicht. Und das kann eben auf einer posi­ti­ven Art und Wei­se sein oder eher auf einer nega­ti­ven. Also ent­we­der für­sorg­lich oder bevor­mun­dend. Letz­ten Endes also ein Eltern, die sagt Lass mich mal machen, ich weiß schon, wie das geht oder Wie kann ich dich dann unter­stüt­zen, damit es hin­be­kommst? Oder ich neh­me dir das ab, weil du kannst es da halt lei­der nicht. Das wäre wür­de ich auch sagen. Björn Genau und macht Vor­schrif­ten. So im Sin­ne von Jetzt benimm dich mal oder Jetzt halt den Mund oder jetzt red nicht so laut oder sol­che Geschich­ten. Das kommt dann aus Eltern Zustän­den und du hast jetzt schon was vor­weg­ge­nom­men damit die­ses ich bin okay, du bist nicht okay oder ich bin okay, du bist okay. Dar­auf läuft es am Ende hin­aus. Aber ich glau­be, wir soll­ten vor­her noch den Bogen schlie­ßen und den die drit­ten ich zustän­de, also die drit­te Grup­pe ein­mal beleuch­ten sind die Kind Ich Zustän­de und der unter­schei­det man dann wie­der zwi­schen frei­em Kind, einem rebel­li­schen Kind und einem ange­pass­ten Kind. Und das freie Kind ist zum Bei­spiel davon geprägt, dass es sagt Ich habe Spaß, ich mach, was ich will. Das rebel­li­sche Kind ist eher trot­zig, sagt Ich will nicht, ich habe kei­ne Lust. Und das ange­passt, sagt Sei nicht böse zu mir, ich kann das nicht. Ich brau­che dei­ne Hil­fe. Das sind so die STANDARD Aus­sa­gen, die aus dem Kind Ich komm. Jan Jetzt guckst du mich mit gro­ßen Augen an. Björn Ich dach­te, du glaubst dar­auf. Jan Aber um jetzt genau da mal wie­der zu sein, ist es eben oft­mals so, dass man dann halt eben in dem kind­li­chen ja eher einen einen natür­li­chen Ansatz auch in der Kom­mu­ni­ka­ti­on hat, der wenig reflek­tiert ist und sehr. Björn Impul­siv ist. Jan Auch her­aus impul­siv ist. Genau. Und der kann dann halt eben dem­entspre­chend auch so sein, dass eher ein Ver­trau­ens­vor­schuss gewährt wird in alle Din­ge. Das wäre wie­der­um, um in dem Modus von gera­de­zu zu blei­ben, in dem ich bin, okay, du bist okay, alles ist toll bis hin zu Du bist okay, ich bin nicht okay. Was auch eine Mög­lich­keit ist, dass also aner­kannt wird, dass das qua­si das Gegen­über, das schon rich­tig weiß, wie alles ist und man selbst aber halt eben ein­fach nicht in der Lage ist, die Din­ge klar zu for­mu­lie­ren oder klar zu begrei­fen. Das heißt also, da sind wir auch ganz schnell wie­der bei so Punk­ten, die dann tat­säch­lich auch eine Ver­bin­dung zu dem haben, wie man viel­leicht. Früh­kind­li­che geprägt ist. Also auch wenn es qua­si in erwach­se­nen Situa­tio­nen dann aus die­sen Din­gen her­aus kom­mu­ni­ziert wird. Das heißt, wir kom­men ja auch gleich noch dazu, wie man dann mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert oder wie das dann qua­si auch im ech­ten Leben lau­fen kann. Es ist ja nicht so, dass wir jetzt hier­hin sprin­gen und Erwach­se­nen spie­len oder Kind spie­len und das nicht nur die­se Nuan­cen in der Kom­mu­ni­ka­ti­on dann halt wie­der­fin­den. Jan Und da wird qua­si eine Per­son, die halt eben auch zu die­sem ja eher ver­ängs­tig­ten oder unsi­che­ren kind­li­chen Ich neigt, halt eher schnell in die­se Situa­ti­on her­ein sprin­gen und in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam irgend­was tun. Bei Miss­ver­ständ­nis­sen den Feh­ler auf der eige­nen Sei­te suchen und so wei­ter und so fort. Das sind so Aus­prä­gun­gen. Björn Und da sind die Glau­bens­sät­ze unglaub­lich wich­tig. Genau wie du sagst. Also die­se, die­se, dass die­se kind­li­che Prä­gung, was man als Kind erlebt hat, ob man eher sich selbst in die in die Schuld schul­di­gen Rol­le drängt, sich sel­ber da viel­leicht eher rein begibt und direkt schon unter­wür­fig in so eine Situa­ti­on hin­ein­geht. Und was du gera­de auch gesagt, das fin­de ich total wich­tig. Es geht jetzt nicht dar­um, dass man, dass wir sagen oder dass die­se Theo­rie sagt, dass Eric Burn gesagt hat, wir spie­len irgend­wel­che Rol­len. Es geht um die­se Nuan­cen, es geht um die Schwin­gung, es geht um die Grund­hal­tung, mit der wir uns äußern. Und wir sagen Ja, das ist ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mo­dell, aber das bedeu­tet ja nicht, dass man gleich mit­ein­an­der spricht, son­dern das bedeu­tet ja auch ein­fach, wie man sich in bestimm­ten Situa­tio­nen ver­hält, wie man sich äußert, in wel­cher Art und Wei­se man denkt auch über man­che Situa­tio­nen. Jan Und es gibt dazu ja auch ver­schie­dens­te Abbil­dun­gen. Und wenn man sich nur mal die­se Abbil­dung vor Augen ruft Mir hilft das immer, ich bin so ein biss­chen visu­el­ler Mensch, dann gibt es das oft auch in drei Krei­sen über­ein­an­der dar­ge­stellt. Das ist ganz oben, das Erwach­se­ne nicht ist, weil das halt eben auch oft­mals von oben nach unten kom­mu­ni­ziert in der Mit­te ist. Im Prin­zip, das habe ich gera­de Erwach­se­nen nicht gesagt, ganz oben ist, dass Eltern Ent­schul­di­gung, weil sie. Björn Rich­tig, ja rich­tig, genau. Jan Erwach­se­nen ich was qua­si so auf der Waa­ge sprich, also aus­ge­wo­gen und ganz unten, auch mit Blick nach oben. In Anfüh­rungs­stri­chen ist dann eher das Kind Ich ange­sie­delt. Und so kann man dann im Grun­de genom­men wie so zwei Krei­se, also zwei mal drei Krei­se über­ein­an­der, sich gegen­über­stel­len, dass man im Prin­zip Männ­chen hat. Und da gibt es ver­schie­de­ne Model­le, wie man das dar­stel­len kann, wie dann auch die­se Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se, die­se tat­säch­li­chen Kom­mu­ni­ka­tio­nen mit­ein­an­der ver­lau­fen, ob eher auf glei­cher Ebe­ne oder von oben nach unten. Das hilft auch ganz gut, um das zu visua­li­sie­ren und zu ver­ste­hen. Björn Und zwi­schen die­sen Krei­sen, wie du es jetzt beschrie­ben hast, gibt es also zwi­schen die­sen Zustän­den gibt es dann ja mög­li­che Ver­läu­fe. Und in der Theo­rie unter­schei­det man dann ja zwi­schen kom­ple­men­tä­ren und nicht kom­ple­men­tä­ren oder dys­funk­tio­na­len Ansät­zen. Und was man grund­sätz­lich sagen kann, ist, dass wenn ein Ein Ich Zustand mit dem ent­spre­chen­den Zustand auf der ande­ren Sei­te kom­mu­ni­ziert, funk­tio­niert das her­vor­ra­gend und ich fin­de, wir soll­ten uns ein Bei­spiel suchen. Ich hat­te jetzt gera­de im Bei­spiel die Situa­ti­on im Vor­ge­spräch, die Situa­ti­on, na ja, man ist im Auto und fin­det den Weg nicht, aber hast du viel­leicht eine ande­re, die dir lie­ber ist? Damit wird noch eine neue hier aus­ein­an­der dros­seln. Jan Wir kön­nen auch. Also es gibt da auch diver­se Büro Situa­tio­nen, war­um sie auf­ga­ben nicht auf mei­nem Schreib­tisch. Björn Neh­men wir die. Neh­men wir die. Okay, okay. Eine ein Chef und ein. Ein Ange­stell­ter. Also sehr wahr­schein­lich. Der Vor­ge­setz­te und ein Ange­stell­ter haben die Situa­ti­on, dass eine Auf­ga­be noch nicht erle­digt ist. Ja, es ist jetzt völ­lig egal, ob da eine Dead­line nicht ein­ge­hal­ten wur­de oder nicht. Aber wir kön­nen ja das Durch­spie­len anhand die­ser Situa­ti­on und schil­dern, wie die ver­schie­de­nen Zustän­de in so einer Situa­ti­on sich ver­hal­ten wür­den. Also eine Auf­ga­be ist nicht erle­digt. Was wür­de? Blei­ben wir mal beim Chef. Der erwach­se­ne Chef tun nicht der älter oder fan­gen wir oben an Was wür­de ein Eltern Chef tun? Jan Also Eltern­schaft wür­de unter Umstän­den rein gepol­tert kom­men und sagen Mül­ler, wo Sie Auf­ga­be, die habe ich immer noch nicht auf dem Schreib­tisch. Ja, ja, von oben nach unten. Oder war­um ist die Auf­ga­be das erle­digt? Also voll. Björn Da, genau for­dernd. Das wäre dann auch vom Ton­fall, weil man kann ja auch auch ganz sach­lich sagen, war­um ist denn die Auf­ga­be noch nicht fer­tig? Das wäre dann ja eher das erwach­se­nen Ich. Aber wenn es jetzt vom Ton­fall her so pol­ternd und von oben ist, wür­de man dann ja eher von einem for­dern­den Eltern spre­chen. Was wür­de denn ein ein für­sorg­li­ches Eltern ich in dem Moment sagen? Jan Das könn­te zum Bei­spiel sagen Hal­lo Tho­mas oder Hal­lo Eggert. Ich hat­te dich ja gebe­ten, mir eine Auf­ga­be zu erle­di­gen und ich habe jetzt zumin­dest auch nicht bei mir im Post Post­ein­gang gese­hen. Kann ich dich noch irgend­wie unter­stüt­zen dabei oder brauchst du noch Unter­stüt­zung um das hin­zu­be­kom­men? Björn Schul­di­gung, ich wider­spre­che dir gera­de. Das klingt für mich fast schon wie­der nach einem Erwach­se­nen. Ich. Ich glau­be, dass für­sorg­li­che Eltern. Ich wür­de eher sagen Schaffst du das wie­der nicht allei­ne, ich neh­me die. Ich mach das mal für dich. Jan Kommt dar­auf an, wie man sieht. Also auch da gibt es sicher­lich Nuan­cen. Was ich damit mei­ne, wes­halb ich es so aus­ge­drückt habe, ist letz­ten Endes der zumin­dest der die. Die Fra­ge dahin­ter, ob da qua­si eine Unter­stüt­zung benö­tigt, ist, weil man es der Per­son sozu­sa­gen selbst nicht zutraut. Also klar, ja, mei­ne Prä­mis­se wäre jetzt, dass es grund­sätz­lich klar ist, dass das allei­ne erle­digt war, ist aber ansons­ten poin­tier­ter. Ist es so, wie du es gera­de dar­ge­stellt hast? Björn In der Mit­te das Erwach­se­nen? Ich hat mir jetzt schon gesagt, ich wür­de sach­lich fra­gen Wann ist die Auf­ga­be denn fer­tig? Oder War­um ist die Auf­ga­be nicht fer­tig? Brau­chen Sie Unter­stüt­zung? Ganz sach­lich. Danach fra­gen die drei Kin­der. Das fin­de ich ja immer am span­nends­ten, wie die sich äußern wür­den. Was wür­de ein rebel­li­sches Kind viel­leicht sagen? Jan Das wür­de jetzt viel­leicht tat­säch­lich so was sagen wie Mensch, ich habe dir doch gesagt, ich möch­te jetzt die Auf­ga­be haben und die ist immer noch nicht da. War­um ist das nicht der Fall? Björn Ja, genau. Genau, oder? Will sagen, ich habe mich so dar­auf gefreut, dass die Auf­ga­be, fer­tig zu wer­den. Jan Wenn mög­lich. Björn Geschei­tert wäre. Wir über­trei­ben ja bewusst so genau, oder? Oder es wür­de viel­leicht sagen Ach, das ist ja so trau­rig, dass die Auf­ga­be noch nicht fer­tig ist. Wie auch immer, wir über­trei­ben natür­lich. Also es ist die Grund­hal­tung, um die es geht. So, das wäre jetzt der Chef in den drei ver­schie­de­nen Zustän­den. Jetzt neh­men wir mal den ande­ren, den Ange­stell­ten, fan­gen wir da auch wie­der oben an! Was wür­de denn ein wie wür­de sich denn ein der Ange­stell­te in einem für­sorg­li­chen oder bevor­mun­den­den Eltern ver­hal­ten? Jan A Muss ich jetzt eine Reak­ti­on machen und kom­men­tie­ren? Björn Nein. Na ja, wenn ich mich nicht irre. Jan In den unter­schied­li­chen Trans­ak­tio­nen. Björn Und ja. Jan Jetzt wäre es ja so, wenn man jetzt in den kom­ple­men­tä­ren anfan­gen wür­de, also dass man. Björn So genau. Jan Wie man ange­spro­chen wird, am ein­fachs­ten am. Hier wer­den wir jetzt gleich den stärks­ten Fäl­len nen­nen. Der Chef wür­de even­tu­ell rein­kom­men und uns tat­säch­lich Eltern kom­mu­ni­zie­ren sagen War­um ist das noch nicht fer­tig? Hat er gesagt, er soll fer­tig sein? Und wenn jetzt der Ange­stell­te genau­so reagiert, also in der glei­chen Rol­le, dann wäre die Ant­wort Ich muss gar nicht glau­ben, dass sie mir irgend­wel­che Ansprü­che stel­len kann. Ich mache gesagt, dann wer­de ich, wenn ich das für rich­tig hal­te, so dass es. Björn Könn­te. Mei­ne Kon­flikt­si­tua­ti­on weiß ich nicht mal, ob das ein Kon­flikt wäre oder ob das tat­säch­lich das Eltern ich wäre was ant­wor­tet, weil das Eltern ich könn­te ja auch sagen ja das auch schlimm, dass das immer so lan­ge dau­ert. Ich war­te ja auch auf die Zuar­beit von den ande­ren. Also könn­te man jetzt auch sagen, ob nicht das rebel­li­sche Kind eher so zurück pol­tern wür­de. Ach, sagen wir, das ist halt, wenn wir nicht ver­wei­sen. Wenn man so hypo­the­tisch sieht, ist ja alles mög­lich. Aber du hast jetzt was Wich­ti­ges ange­spro­chen, näm­lich dass also wenn zwei auf der glei­chen Ebe­ne mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, gibt es sel­ten, gibt es sel­ten Schwie­rig­kei­ten, zwei erwach­se­nen ichs mit­ein­an­der ja sowie­so nicht. Aber auch zwei rebel­li­sche Kin­der, zwei ange­pass­te Kin­der, zwei freie Kin­der kön­nen wun­der­bar mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren, ohne dass es Rei­be­rei­en gibt. Schwie­rig wird es, wenn jemand rein­kommt. Da spricht man dann von nicht kom­ple­men­tä­ren Trans­ak­tio­nen und nimmt mit dem Bevor­mun­den Eltern raus, pol­tert und eigent­lich erwar­tet, dass ein unter­wür­fi­ges Kind ant­wor­tet. Das sagt Ja, es tut mir auch leid, ich bin jetzt spät oder irgend­wie so was. Björn Und dann ant­wor­tet ein Erwach­se­ner nicht. Dann wird’s schwie­rig. Es wird. Dann kreu­zen sich die Lini­en. Ja, das hängt davon ab. Also, dass wenn der dann die­ser bereit ist, sei­ne Ebe­ne zu wech­seln, wenn er dann bereit ist, aus die­sem, aus die­ser Hal­tung raus­zu­ge­hen, dann kann das sich wun­der­bar auf­lö­sen. Aber das ist ja lei­der oft nicht so, da hat man dann so eine. Wird die Erwar­tungs­hal­tung nicht befrie­digt, der will ja viel­leicht gera­de eine Ent­schul­di­gung hören, kriegt die nicht, der kriegt viel­leicht eine sach­li­che Ant­wort, war­um die Auf­ga­be nicht erfüllt wur­de und kann damit gar nicht umge­hen und pol­tert dann noch mal hin­ter­her. Das gibt es auch. Es ist unheim­lich schwie­rig, so was an sol­chen aus­ge­dach­ten Situa­tio­nen dar­zu­stel­len, aber ich glau­be, unse­ren Zuhö­rern wird es jetzt kla­rer. Also es ist tat­säch­lich so, dass die­se Zustän­de, wenn sie nicht zuein­an­der pas­sen, 111 Risi­ko für Zünd­stoff bie­ten. Und was man damit jetzt. Ja. Jan Ich wür­de aber ger­ne noch mal dar­auf zu spre­chen kom­men, weil wir haben es gera­de eben die­ses Bei­spiel genannt, dass qua­si aus dem Erwach­se­nen nicht geant­wor­tet wird. Und aus mei­ner Sicht ist es eigent­lich, also ist es schon so, dass wenn jetzt Din­ge nicht so ver­lau­fen wie jetzt gedacht, also bei­spiels­wei­se Erwach­se­nen, ich gehe ein Kind, ich und es kommt ein Erwach­se­ner nicht zurück. Also das Gegen­über lässt sich nicht dar­auf ein, son­dern stellt sich dann wie­der­um eigent­lich noch über den­je­ni­gen, der ange­fan­gen hat. Dann ist es auf jeden Fall eine kla­re Kon­flikt­si­tua­ti­on. Ich per­sön­lich fin­de, dass eben die­se Ant­wort aus dem erwach­se­nen Ich eigent­lich die Situa­tio­nen zwar auch eska­lie­ren las­sen kann, wenn jetzt, wenn die ers­te Per­son da nicht sich bestä­tigt fühlt in die­ser Trans­ak­ti­on, aber das ist eigent­lich auch die ein­zi­ge rich­ti­ge Weg ist, die Sache wirk­lich auf ein sach­li­ches Niveau zu brin­gen und dahin zu brin­gen, dass man sich wie­der sach­lich mit­ein­an­der unter­hal­ten kann, son­dern jetzt. Björn Abso­lut. Jan Auto­ma­tisch zum Bruch die­ses Sche­mas und führt dazu, dass die­ses Spiel nicht wei­ter­ge­spielt wer­den kann, wenn man es denn durch­hält. Aber tat­säch­lich neigt man dazu, eigent­lich ganz schnell in die­se Rol­len hin­ein zu sprin­gen. Man braucht da schon auch eine gewis­se. Ein gewis­ses Selbst­be­wusst­sein ersetzt, nicht in Form von von die­sem Wort Selbst­be­wusst­sein, son­dern in Form von Man muss sich eigent­lich der eige­nen Reak­ti­on auch bewusst sein, wie man viel­leicht auch intui­tiv reagiert, um ent­spre­chend auch kon­tern zu kön­nen und dann wirk­lich stand­haft zu blei­ben in der Situa­ti­on und nicht sofort in Deckung zu sprin­gen oder ein­fach dage­gen zu pol­tern. Björn Genau. Und des­we­gen ist die Kennt­nis von die­ser von von des­we­gen bin ich ja so ein Fan von von der Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se und des­we­gen ist es so wert­voll, sich dar­über klar zu wer­den. So hilf­reich, weil es einem hilft, sol­che Situa­tio­nen eben genau so auf­zu­lö­sen, egal auf wel­cher Sei­te man ist. Also des­we­gen, wenn man es weiß, dass es so, dass es sol­che Zustän­de gibt und sich da sel­ber auch ein biss­chen hin­ter­fragt, in wel­chem Zustand kom­mu­ni­zie­re ich denn häu­fig? Oder ganz klas­sisch sind. Ja ist es ja so, dass es immer in beson­de­ren Kon­stel­la­tio­nen nicht funk­tio­niert in der Kom­mu­ni­ka­ti­on. Das kennt jeder, das einen Kol­le­gen hat, er einen auf die Pal­me bringt oder man immer denkt Egal was, ich mache das. Ich habe immer das Gefühl, wir wir kom­mu­ni­zie­ren nicht rich­tig. Wenn man sich sol­che Situa­tio­nen auf bei­den Sei­ten aller­dings mal genau­er anschaut und sich hin­ter­fragt, in wel­chem Maße die kom­mu­ni­zie­ren wir ja eigent­lich kann man es ganz schnell auf­lö­sen, wenn bei­de bereit sind, die­se, die­se, die­se Modi zu ver­las­sen, auf die Erwach­se­nen Ich Ebe­ne zu wech­seln. Björn Auch in dem Moment, wo man viel­leicht pol­tern­de Bevor­mun­dung des Eltern ich ent­ge­gen­ge­schleu­dert bekommt, eben nicht zurück zu hau­en, son­dern erwach­sen zu blei­ben. Dann muss der ande­re natür­lich auch bereit sein, auf die erwach­se­nen Ebe­ne run­ter­zu­ge­hen. Und die­ser schö­ne Satz Ich bin okay, du bist okay soll­te eigent­lich das Cre­do für jede Kom­mu­ni­ka­ti­on sein. Das sage ich zumin­dest immer mir sel­ber so und habe ich auch schon so gesagt, wenn man so kom­mu­ni­ziert, wenn man immer davon aus­geht, ich bin okay, es ist okay, was ich sage, es ist für mich okay und es ist auch für alle ande­ren okay. Und was ich jetzt zurück­be­kom­me, wird auch okay sein. Dann hat man schon mal einen ganz gro­ßen Teil des Kon­flikt­po­ten­zi­al aus der Kom­mu­ni­ka­ti­on raus­ge­nom­men. Das ist sehr schwer. Das ist sehr schwer, weil wir in. Weil wir oft so viel so unbe­wusst kom­mu­ni­zie­ren und von uns geben, braucht eine gan­ze Men­ge an Selbst­be­herr­schung Selbst­re­fle­xi­on. Gera­de wenn das so Men­schen sind, die uns trig­gern, die immer wie­der so ein rebel­li­sches Kind aus­lö­sen oder irgend­was mit uns ver­an­stal­ten. Björn Aber es kann unheim­lich hilf­reich sein, sich dar­über mal bewusst zu wer­den. Jan Da hast du übri­gens auch noch einen Aspekt jetzt mit auf­ge­bracht, den wir noch gar nicht ange­spro­chen haben. Und das sind die ver­deck­ten Trans­ak­tio­nen, näm­lich die Din­ge, die wir auch sagen, ohne sie zu sagen. Und das sind die, die augen­schein­lich auf einer Ebe­ne statt­fin­den, bei­spiels­wei­se auf der erwach­se­nen Ebe­ne sach­lich for­mu­liert, die aber eine ande­re Bot­schaft mit­schwin­gen las­sen, also bei­spiels­wei­se irgend­wie Part­ner kommt spät nach Hau­se oder so was. Und die Fra­ge dann Wo bist du denn gewe­sen? Also die Fra­ge, die kann ein­fach nur das mein wo bist du denn gewe­sen? Es kann aber je nach Ton­la­ge oder auch. Bewusst­heit oder Gefühl, das gegen­über eine ande­re Fra­ge mit­schwingt, näm­lich War­um kommst du denn jetzt erst nach Hau­se? War­um hast du mir nicht gesagt, wo du bist? Das sind im Grun­de genom­men Din­ge, die viel­leicht auch auf einer ande­ren Ebe­ne mit­schwin­gen kön­nen und die eben auch über ande­re ich zustän­de kom­men kön­nen in die­sem zusam­men­hang. Björn Da muss man ja, da muss man schon auf­pas­sen und sich auch genau fra­gen Habe ich das jetzt? In wel­chem Modus habe ich das jetzt gesagt? Habe ich das wirk­lich als Erwach­se­nen im erwach­se­nen Ich for­mu­liert oder schwingt da nicht was ande­res mit? Unser schö­nes Bei­spiel hat­ten wir im Vor­ge­spräch. Das haben wir in der Aus­bil­dung, als wir das gelernt haben, so gehört. Und das fin­de ich immer noch ein wun­der­ba­res Bei­spiel für ver­deck­te Trans­ak­tio­nen ist die schö­ne Fra­ge an den Part­ner Wo hast du denn wie­der den Dosen­öff­ner ver­steckt? Ganz sach­li­che Fra­ge eigent­lich. Aber was eine pas­si­ve Aggres­si­vi­tät da drin steckt und was da eigent­lich für einen Erwach­se­nen lau­ert in dem Moment und da muss man sich schon sehr genau hin­ter­fra­gen. Dan­ke noch mal für den Ein­wurf. Jan Was kann Erwach­se­nen bit­te? Was darf ein Eltern? Björn Ja, Ent­schul­di­gung, mein­te ich. Eltern lau­ert. Ja, manch­mal ver­tut man sich da ja gern. Was da für ein Eltern lau­ert? Genau. Also, da muss man auf­pas­sen. Jan Tja, jetzt haben wir euch wahr­schein­lich hier kom­plett kon­fus gemacht mit allen Zustän­den Eltern, Erwach­se­nen, Kind, die es hier gibt auf die­ser Erde. Viel­leicht gibt es sogar noch mehr, mit denen man arbei­ten könn­te, wenn man möch­te. Wir hof­fen trotz­dem, dass die­ser Über­blick für euch inter­es­sant war und viel­leicht könnt ihr auch mal an der einen oder ande­ren Stel­le auf­mer­ken in Gesprä­chen. Und euch mal vor Augen füh­ren, was das jetzt hier für eine Trans­ak­ti­on sein könn­te, auf wel­chen Ebe­nen gera­de kom­mu­ni­ziert wird. Und ich glau­be, wir kön­nen nur aus unse­rer Erfah­rung sagen, dass es unheim­lich viel Spaß macht, die Kom­mu­ni­ka­ti­on auch mal durch die­se Bril­le zu sehen. Ganz viel wird einem auf ein­mal klar, war­um es viel­leicht auch an der einen oder ande­ren Stel­le mal gehakt hat oder hakt. Und wir wün­schen euch ganz viel Spaß dabei, das ent­spre­chend auch aus­zu­pro­bie­ren. Wir freu­en uns auf Euer Feed­back und eure Rück­mel­dung dazu. Ansons­ten freu­en wir uns wei­ter­hin dar­auf, euch nächs­te Woche wie­der zu hören. Und bis dahin ver­ab­schie­den wir uns von euch. Björn, du hast das vor­letz­te Wort. Björn Das bleibt. Vie­len Dank fürs Zuhö­ren. Jan Das war mehr als ein Wort. Auf Wie­der­hö­ren. Ciao. Björn Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Kommunikation, Podcast, Transaktionsanalyse --- ### [Aufschieberitis - wie man Prokrastination beheben kann](https://bobach-coaching.de/podcast-aufschieberitis-prokrastination/) **Published:** September 16, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Auf­schie­be­ri­tis – auch als Pro­kras­ti­na­ti­on bekannt – gibt es in unter­schied­lichs­ten Aus­prä­gun­gen. Bekannt sind klei­ne Aus­wüch­se, wie das immer wie­der vor sich her­schie­ben den Müll her­aus­zu­brin­gen. Auf­schie­be­ri­tis kann aber zu mas­si­ven Pro­ble­men füh­ren, wenn wirk­lich wich­ti­ge Din­ge immer wie­der ver­scho­ben wer­den. Die Ursa­chen sind hier jedoch viel tie­fer ver­an­kert als man meint, ein simp­les „mach doch mal“ – hilft auch nicht. Auch die oft ange­führ­te *Faul­heit* ist hier meis­tens nicht der Aus­lö­ser. In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich dem chro­ni­schen Auf­schie­ben auf den Grund, und geben auch ein paar Tipps zur Selbst­hil­fe – auch wenn[ Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hier oft eine gute Idee ist. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Björn Bob­ach. Hal­lo Björn… Björn Hal­lo Jan! Jan …und mir Jan Fran­ke! Ich freue mich, heu­te zu spre­chen über ein The­ma, das man auch umrei­ßen könn­te mit einem Mot­to oder einem Sinn­spruch. Was du heu­te kannst besor­gen, das ver­schie­be nicht auf mor­gen. Oder etwa doch? Wir spre­chen näm­lich heu­te über Pro­kras­ti­na­ti­on, auch bekannt als Auf­schie­be­ri­tis. Etwas, das wahr­schein­lich den meis­ten Per­so­nen da drau­ßen sehr geläu­fig sein dürf­te. Björn Auf­schie­be­ri­tis. Kennst du das bestimmt nicht, oder? Björn Nein, nein, ich schie­be nie etwas. Quatsch. Natür­lich ken­ne ich das. Das ken­ne ich sowohl von mir sel­ber als auch von ganz vie­len Leu­ten um mich her­um. Im Gro­ßen und im Klei­nen. Von Kli­en­ten ken­ne ich das. Das ist, glau­be ich, wenn man es jetzt als Krank­heit begreift. Wir haben ja im Vor­ge­spräch eben schon eine ganz span­nen­de Ent­de­ckung gemacht, die wir, glau­be ich, gleich mal tei­len müs­sen, die ich wirk­lich fas­zi­nie­rend fin­de. Aber wenn man das jetzt irgend­wie als etwas Krank­haf­tes begrei­fen wür­de, dann ist es eine Volks­krank­heit, wür­de ich sagen. Jan Ja, also ich glau­be, es hat sich ver­än­dert. Also wenn man tat­säch­lich Pro­kras­ti­na­ti­on auch defi­niert als tat­säch­lich patho­lo­gi­sche Stö­rung des extre­men Auf­schie­ben, dann ist das natür­lich schon ziem­lich star­ke Form. Aber es hat halt eben über die letz­ten Jah­re auch ein­fach den Weg gehen Volks­mund gefun­den. Und so sagt man jetzt eigent­lich immer, wenn man gera­de kei­ne Lust hat, irgend­was zu tun. Nicht pro­kras­ti­nie­ren. Ob das tat­säch­lich Pro­kras­ti­na­ti­on ist? Im eigent­li­chen Sin­ne, ursprüng­lich beim kli­ni­schen Sin­ne, ist viel­leicht noch mal auf einem ande­ren Blatt Papier. Aber grund­sätz­lich geht es ja dar­um, dass man Din­ge auf­schiebt und das eigent­lich eher regel­mä­ßig als eine Aus­nah­me. Björn Und mit komi­schen Begrün­dun­gen. Das ist, glau­be ich, auch Begrün­dung. Ich glau­be, das ist, das ist auch eine ganz ent­schei­den­de Geschich­te, dass man Din­ge auf­schiebt, wo es eigent­lich über­haupt kei­nen tat­säch­li­chen ratio­na­len Grund gibt und man sich aber Grün­de sucht, war­um man es immer wie­der vor sich her­schiebt. Aber was ich ger­ne ein­mal tei­len möch­te, ist die Defi­ni­ti­on, die du eben raus oder gefun­den hast und wo wir bei­de auch über­rascht waren. Tat­säch­lich ist, dass es eine eine Pro­kras­ti­na­ti­on Ambu­lanz in Müns­ter gibt. Jan Zumin­dest habe ich das beim Goog­len gefun­den. Björn Also das heißt, das eine, ich neh­me an irgend­ei­ner psy­cho­lo­gi­schen Insti­tu­ti­on. Da gibt es also eine Ambu­lanz, wo Men­schen hin­ge­hen kön­nen, die ein patho­lo­gi­sches Auf­schie­bung ver­hal­ten haben. Aber viel­leicht fan­gen wir ein­mal damit an, was eigent­lich Auf­schie­ben Ess­ver­hal­ten grund­sätz­lich ist. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel sage, ich muss eigent­lich ein­kau­fen gehen, also mein Kühl­schrank ist leer, ich schaff das heut aber nicht, mach ich mor­gen. Ist das schon Pro­kras­ti­na­ti­on? Jan Tja, also ich glau­be nicht, dass es grund­sätz­lich so ist, dass jedes Auf­schie­ben oder ein Prio­ri­sie­ren, so könn­te man das ja auch nen­nen tat­säch­lich auf eine Auf­schie­be­ri­tis in der Pro­kras­ti­na­ti­on ist. Also es gibt ja genug Grün­de, war­um man etwas prio­ri­siert. Also wir haben einen Plan, aber die Rah­men­be­din­gun­gen ändern sich aus wel­chen Grün­den auch immer. Und dann ist es ja eigent­lich sogar eine posi­ti­ve Eigen­schaft, wenn man um prio­ri­siert und den Plan umwirft und nicht da ganz starr dar­an fest­hält. Egal was pas­siert, wenn man sagt Das muss jetzt so sein. Das wäre ja irgend­wo ein Stück weit auf­fäl­lig, unter Umstän­den. Und inso­fern wür­de ich sagen Nein, nur weil man etwas auf­schiebt und nur mal so ist. Das glau­be ich kei­ne Pro­kras­ti­na­ti­on in die­sem Sin­ne. Björn Aber wie kön­nen denn unse­re Zuhö­rer dann erken­nen, ob sie ein, ob sie pro­kras­ti­nie­ren oder nicht? Jan Da gibt es sicher­lich Indi­ka­to­ren, die dar­auf hin­wei­sen. Und das ist, wenn es grund­sätz­lich schwer­fällt, über­haupt etwas zu Ende zu brin­gen. Also das eine ist qua­si das vor sich Her­schie­ben, das man nicht anfängt. Das ist qua­si die, die. Der eine Punkt, aber der ande­re Punkt, der auch auf­fäl­lig sein kann in dem Zusam­men­hang ist, wenn man auch ja Pro­ble­me damit hat, etwas abzu­schlie­ßen, tat­säch­lich zum Ende zu brin­gen. Das sind, das kann sich in unter­schied­li­chen Din­gen zei­gen. Das kann sich auch in einer Form von Prü­fungs­angst zum Bei­spiel zei­gen, dass man sich gar nicht erst traut, zur Prü­fung zu gehen, obwohl man sich unter Umstän­den vor­be­rei­tet hat. Das kann sein, dass man Sor­ge hat, eine Haus­ar­beit abzu­ge­ben fürs Stu­di­um oder für die für die Schu­le, weil man denkt, es ist ein­fach noch nicht per­fekt, es ist nicht rich­tig. Und das kann auch in ande­ren Din­gen so sein, dass man halt eben ein­fach denkt, man fin­det nicht das rich­ti­ge Geschenk, man kann sich nicht ent­schei­den. Man weiß nicht, was jetzt hier wirk­lich das Opti­ma­le ist. Jan Und da habe ich gera­de schon einen Begriff genannt und das ist, das ist nicht per­fekt. Björn Du hast mich lachen sehen, auch als du das Opti­ma­le gesagt hast. Wir sehen uns ja, wäh­rend wir das auf­zeich­nen. Ja, ja, genau. Das ist, glau­be ich, ein ganz ent­schei­den­der, ent­schei­den­der Punkt. Also das, was ich eben gesagt habe als Bei­spiel Ich gehe heu­te nicht ein­kau­fen, ich schaf­fe das nicht. Mache ich mor­gen. Ist ja ein ganz nor­ma­ler all­täg­li­che Situa­ti­on, die tat­säch­lich auch gesund ist, so auch zu ent­schei­den. Also wenn ich jetzt noch in den vol­len Super­markt gehe, abends um sechs, das tut mir über­haupt nicht gut, das mache ich lie­ber ent­spannt. Mor­gen ist eine gesun­de Ent­schei­dung. Und ich glau­be, da wird, wür­de man nicht von Pro­kras­ti­na­ti­on spre­chen. Ich glau­be tat­säch­lich, genau wie du es beschrie­ben hast, dass eine ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor ist, dass die­se Auf­schie­bung über einen län­ge­ren Zeit­raum immer wie­der statt­fin­det und genau durch die­se bei­den Cha­rak­te­ris­ti­ka gekenn­zeich­net ist. Näm­lich Din­ge nicht anfan­gen oder Din­ge nicht been­den. Prü­fungs­angst hast du schon auf­ge­führt. Und Din­ge nicht anfan­gen, aus denen den ver­rück­tes­ten Grün­den, sage ich mal, die man da sucht. Björn Also habe ich auch schon mal erlebt, dass ich was star­ten woll­te und dann gemerkt habe Das ist absurd. Ich suche ja gera­de nur nach Grün­den, war­um ich es nicht star­te, anstatt es ein­fach zu machen. War­um eigent­lich? Und die­se Fra­ge War­um eigent­lich? Da, die ist ganz ent­schei­dend. Weil eigent­lich ist ja eine Pro­kras­ti­na­ti­on ein Ver­mei­dungs­ver­hal­ten. Also ich ver­mei­de ja, etwas zu begin­nen. Oder ich ver­mei­de mich einer Prü­fung zu stel­len, etwas abzu­schlie­ßen. Und war­um tue ich das? Und ich glau­be, da ist die­se Geschich­te mit dem Per­fek­tio­nis­mus, mit dem Opti­ma­len ein ganz guter Indi­ka­tor, weil sehr häu­fig begeg­net uns das ja, wenn es da eine. Einen Anspruch an sich selbst gibt oder ein ich sag mal ein Vor­bild gibt, so ganz vor­sich­tig for­mu­liert, das viel­leicht uner­reich­bar ist, dass das, wenn man es mit mit nor­ma­len Mit­teln errei­chen wür­de, eigent­lich fast schon unmög­lich ist. Also eine idea­li­sier­te, ein idea­li­sier­ter Zustand, den man gar nicht errei­chen kann. Und das hält einen natür­lich ab, weil man schei­tert ja sowie­so. Das denkt man in dem Moment nur lei­der nicht, weil man ver­mei­det, man sucht nach ande­ren Grün­den, war­um man es nicht star­tet. Jan Ja. Und das ist auch der Punkt, dass. Es hat, dann genau zum The­ma wird, wenn man dann die Sor­ge, wenn die Sor­ge so groß ist, dass man die­sem Anspruch nicht genügt. Das kann ja ein eige­ner Anspruch an sich selbst sein. Das kann irgend­ein Vor­bild genannt aus der Fami­lie oder Freun­des­kreis oder wie auch immer man sagt, das muss eigent­lich min­des­tens so sein, das kann auch im Kol­le­gen­kreis sein, unter Umstän­den. Das kann aber auch natür­lich eine Erwar­tungs­hal­tung sein, die viel­leicht sogar for­mu­liert wird oder die man denkt, dass ande­re die von einem haben, also eine sol­che Erwar­tungs­hal­tung, der man unbe­dingt gerecht wer­den möch­te, dass man ein per­fek­tes Bild oder so etwas abgibt. Und das führt dann natür­lich auch zu men­ta­lem Stress, der sich auch kör­per­lich aus­wirkt, denn man hat dann Sor­ge, das abzu­ge­ben. Oder man hat Sor­ge, etwas zu Ende zu brin­gen oder auch anzu­fan­gen und schiebt das dann immer wei­ter vor sich her. Und oh Wun­der, was pas­siert da? Letz­ten Endes ist es dann so, dass natür­lich die Zeit zur Bear­bei­tung immer weni­ger wird. Jan Und letz­ten Endes dann natür­lich der gro­ße Stress los geht, um es dann halt doch noch irgend­wie hin­zu­be­kom­men. Weil teil­wei­se kann man sich ja den Din­gen auch nicht ent­zie­hen und dann hat man unter Umstän­den sich ganz geschickt auch selbst eine Aus­re­de geschaf­fen, wenn es nicht so toll wird, denn in der Kür­ze der Zeit war es ja gar nicht mög­lich. Und so bringt man sich dann da qua­si selbst in die­ses Spiel hin­ein. Es gibt ganz vie­le Men­schen, die auch sagen Ich brau­che den Druck. Ja, damit sie etwas hin bekom­men. Und das kann auch etwas am Ran­de damit zu tun haben, dass man sagt Also erst dann sehe ich sozu­sa­gen, dann irgend­wann habe ich die­se akti­ve Ener­gie, dass ich es halt doch noch irgend­wie machen muss, auch wenn man es vor­her schon unter Umstän­den ent­spann­ter hät­te tun kön­nen. Also es sind eigent­lich zwei Aspek­te in dem Zusam­men­hang oder ver­schie­de­ne Aspek­te. Das eine ist die Ver­mei­dung von unan­ge­neh­men Situa­tio­nen, von Tätig­kei­ten, dass man damit auch auf­schiebt. Und das kann natür­lich dann eben in die­sem Zusam­men­hang eine sol­che Pro­kras­ti­na­ti­on und auch so eine Angst vor der Abga­be dann noch ver­stär­ken. Jan Und das kann auch ein zusätz­li­cher Effekt sein in die­sem Zusam­men­hang. Ganz inter­es­sant ist, dass ja gera­de schon gesagt, man kann dann auch mit Zeit­ma­nage­ment oder so etwas arbei­ten. Die Fra­ge ist halt nur in dem Zusam­men­hang, ob das tat­säch­lich die Lösung ist in die­sem Kom­plex. Björn Ja, da habe ich eine kla­re Mei­nung zu, die du kennst. Was man ganz häu­fig online fin­det, wenn man danach sucht. Da sind dann die­se Selbst­ma­nage­ment Gurus. Sagen wir es mal so wie es ist. Also es gibt ja genug, die dann sagen, wenn du immer wie­der auf­schiebt, dann mach es so wie ich, dir fehlt nur das Ziel. Du musst das mit mei­nem Wochen­plan machen oder mit mei­nem täg­li­chen, mit mei­nem täg­li­chen Ablauf. Also die qua­si ver­su­chen dann den eige­nen Dai­ly Work­flow qua­si auf einen ande­ren zu über­tra­gen. Und das ist gefähr­lich, weil das natür­lich für jeman­den, der unter Auf­schie­be­ri­tis lei­det, in Anfüh­rungs­stri­chen, also jemand, der eigent­lich etwas immer wie­der vor sich her schiebt, aus dem Grund, dass er etwas nicht gerecht wird. Also aus die­ser Angst zu schei­tern oder es nicht so per­fekt hin­zu­krie­gen, wie er glaubt, ist natür­lich unglaub­lich emp­fäng­lich für so einen, so einen Selbst­dar­stel­ler, der sagt Ich schaff das alles und du musst es nur machen wie ich. Da klam­mert man sich dann ja dran. Und das Fata­le ist, dass es nur ein biss­chen Puder­zu­cker ist, ein biss­chen Sym­ptom­be­kämp­fung ist, aber nicht an die Ursa­che geht. Björn Da traut sich natür­lich kei­ner von die­sen Gurus ran, weil das ist ja kom­pli­ziert und das kann man nicht auf die Mas­se ver­tei­len. Das ist ein sehr indi­vi­du­el­les The­ma, wo war­um es so ist, dass man unbe­dingt Per­fek­ti­on errei­chen muss, war­um es so ist, dass man Angst hat zu schei­tern. Also die­ses die­se Selbst­ma­nage­ment Geschich­ten und die­ses, ja, ich nen­ne das auch manch­mal Coli­tis, also Coli­tis, Auf­schie­be­ri­tis, das ist ist wirk­lich gefähr­lich. Das ist, das ist dann das Nächs­te, dass jemand Angst hat, etwas nicht hin­zu­krie­gen oder viel­leicht mal nicht hin­ge­kriegt hat. Und dann ver­sucht ein Selbst­ma­nage­ment Tool nach dem ande­ren auch ein digi­ta­les Tool. Ich mei­ne jetzt Task Lis­ten Mana­ger, irgend­wel­che Pro­zess­op­ti­mie­rung, ob es Kan­ban ist oder Scrum oder was auch ich, was weiß ich für Prin­zi­pi­en. Alles für sich aus­pro­bie­ren, weil sie mei­nen, das ist jetzt das Heil, das ist jetzt das, was mich da hin­bringt, nicht mehr auf­zu­schie­ben. Und dann, nach einer Woche, sind Sie ganz frus­triert, weil Sie sind genau da, wo sie ange­fan­gen haben. Jan Wobei man natür­lich sagen muss, grund­sätz­lich erst mal zu ver­su­chen, etwas Struk­tur rein­zu­be­kom­men in den All­tag, kann ja auch durch­aus hel­fen. Also natür­lich als eine sol­che Maß­nah­me, wenn man fest­stellt, man neigt dazu oder man bekommt sei­ne Tätig­keit nicht hin, wür­de ich immer als ers­tes sagen Da hast du, dann hast du eine Struk­tur, mit der du arbei­test, rich­tig Mög­lich­kei­ten für dich oder hast du die Fähig­keit zu prio­ri­sie­ren? Gibt es da Tech­ni­ken, die du dir aneig­nen kannst? Da gibt es ja ganz, ganz vie­le tol­le Werk­zeu­ge, mit denen man da arbei­ten kann und die auch unheim­lich viel emp­fun­de­nen Stress dann wie­der­um weg­neh­men kön­nen. Also wenn man wirk­lich noch mal prio­ri­sie­ren hat, was ist denn jetzt über­haupt für den Moment wich­tig, was kann even­tu­ell auch noch bis mor­gen war­ten? Und man dar­über dann im Prin­zip ein biss­chen mehr sich Frei­raum ver­schafft und eben die­se Mög­lich­kei­ten nutzt. Aber wenn man an den Punkt kommt, dass alles eigent­lich per­fekt orga­ni­siert ist und ist dann halt immer noch so schwer fällt und das auch im Lei­dens­druck zu tun hat irgend­wo, dass man die Din­ge nicht abge­ben kann oder nicht anpa­cken kann. Jan Dann ist wirk­lich die Stun­de, an der man dann wahr­schein­lich rea­li­sie­ren kann, soll­te oder muss, dass es viel­leicht nicht nur am Zeit­ma­nage­ment liegt, son­dern dass eben auch ande­re Din­ge dahin­ter ste­cken kön­nen. Björn Ja, natür­lich hilft eine Struk­tur und natür­lich hel­fen Tools. Ich bin ja auch ein ganz gro­ßer Ver­fech­ter von ein­fach zu nut­zen­den digi­ta­len Tools, die einem wirk­lich viel, viel Stress auch neh­men kön­nen. Da bin ich ganz bei dir. Nur ist es halt nicht das Heil­mit­tel, wenn es um eine chro­ni­sche Auf­schie­be­ri­tis geht. Also wenn es dar­um geht, dass man wirk­lich immer wie­der merkt, dass man Din­ge nicht anfängt oder nicht zu Ende bringt. Dann hilft kein Tool. Dann muss man sich wirk­lich die Fra­ge stel­len War­um ist das? War­um traue ich mich das nicht? Was hält mich wirk­lich davon ab? Und das ver­langt sehr viel Selbst­re­fle­xi­on. Ich möch­te ger­ne aber auf eine Sache ein­ge­hen, die mir ganz wich­tig ist. Und das ist der inne­re Schwei­ne­hund, den wir bei­de ja schon mal ken­nen­ge­lernt haben per­sön­lich unse­re inne­ren Schwei­ne­hun­de in unse­rer Aus­bil­dung. Weil ich fin­de es ganz wich­tig, da zu unter­schei­den zwi­schen wirk­lich einer Pro­kras­ti­na­ti­on Pro­kras­ti­na­ti­on The­ma oder einem viel­leicht nicht ganz har­mo­ni­schen Ver­hält­nis zu dem inne­ren Schwei­ne­hund. Weil inne­ren Schwei­ne­hund hasst du doch auch, oder? Jan Ich? Nein. Björn Neeeeein! Jan Tages­form abhän­gig. Björn So. Und ich glau­be tat­säch­lich, das ist etwas, was sich vie­le gar nicht zuge­ste­hen. Also zumin­dest höre ich das manch­mal so, wenn ich Unter­hal­tun­gen lau­sche oder auch mit Kli­en­ten. Nein, ich habe kei­nen inne­ren Schwei­ne­hund. Ich bin immer pro­duk­tiv. Und da wer­de ich stut­zig, weil das kann ich mir fast nicht vor­stel­len. Kennst du jeman­den, der wirk­lich kei­nen inne­ren Schwei­ne­hund hat, der mal sagt Komm heu­te mal die Füße hoch? Jan Also ich ken­ne durch­aus Men­schen, die, die sehr, sehr aktiv sind und. Da viel­leicht unter­schied­li­che Polen, aber ich glau­be, das ist halt auch indi­vi­du­ell, was einen antreibt, was ein, was einen fas­zi­niert, wor­an man Spaß hat, was man ger­ne machen möch­te, was man viel­leicht eher nicht machen möch­te. Und ich glau­be, das ist ja nicht indi­vi­du­ell. Es ist ja nicht all­ge­mein zu sagen, was The­men sind, die man auf­schiebt und The­men sind, die man ger­ne macht. Es gibt Men­schen, die lie­ben Steu­er­erklä­run­gen, die kön­nen das gar nicht abwar­ten, los­zu­le­gen und sich das Geld wie­der zu holen vom Staat. Björn Oder noch mehr. Jan Und dann gibt es Men­schen, die schie­ben das qua­si bis zur letz­ten Sekun­de. Und das heißt, man kann es gar nicht ver­ein­heit­li­chen. Ich glau­be das schon, dass das sehr, sehr, sehr unter­schied­lich ist. Die Aus­prä­gun­gen sind, glau­be ich, sehr indi­vi­du­ell. Björn Wor­auf ich hin­aus­woll­te, ist ja, dass man ein har­mo­ni­sches Ver­hält­nis zu sei­nem inne­ren Schwei­ne­hund braucht, weil der ist ja auch okay, der ist ja Teil von und da sind wir dre­hen uns ja qua­si immer so ein biss­chen in den glei­chen Krei­sen. Der ist ja auch ein Teil von unse­rem inne­ren Team. Der ver­langt uns dann halt auch mal ab, dass wir mal faul sind, dass wir auch mal bewusst nichts tun, um uns zu rege­ne­rie­ren. Wie nach einem guten Sport Trai­ning, um neue men­ta­le Kraft auch zu schöp­fen. Und das ist total in Ord­nung und das muss man unter­schei­den kön­nen von einem patho­lo­gi­schen oder auf­fäl­li­gen Auf­schie­ben Ver­hal­ten. Auch da wie­der ganz viel Selbst­re­fle­xi­on gefragt und sich das auch zuge­ste­hen. Und wenn man sich das nicht zuge­ste­hen kann mit dem inne­ren Schwei­ne­hund und gleich­zei­tig pro­kras­ti­nie­ren, dann hat man den ech­ten klei­nen inne­ren Krieg, wür­de ich sagen. Jan Wir hat­ten. Wir hat­ten zu Beginn und im Vor­ge­spräch auch dar­über gespro­chen. Kann man Pro­kras­ti­na­ti­on über­haupt allei­ne ange­hen? Also wenn ich schon etwas tie­fer sit­zen, als wenn es nicht nur um Prio­ri­sie­rung geht, also kann man das allei­ne oder braucht man Unter­stüt­zung in dem Zusam­men­hang wie Sie das? Björn Ist eine Typfra­ge. Natür­lich. Ich glau­be, es ist schon schwie­ri­ger, das allein in den Griff zu krie­gen, weil auch das. Also im Prin­zip ist ja Pro­kras­ti­nie­ren und sich immer wie­der neue Aus­re­den zu suchen, war­um man es nicht, war­um man irgend­et­was nicht anfängt oder zu Ende bringt, ist ja ein Ver­mei­dungs­ver­hal­ten. Es gibt ja die­sen schö­nen Satz Ver­mei­dung ist die Wur­zel allen Übels. Und da wirk­lich kom­plett allei­ne raus­zu­fin­den, da die 180 Grad Kur­ve zu schaf­fen und zu sagen So, stopp! Jetzt fra­ge ich mich mal wirk­lich, war­um fan­ge ich ein­fach, fan­ge ich eigent­lich nicht an? Ist ja schon wie­der gefähr­det, dann auch unter Pro­kras­ti­na­ti­on zu lei­den. Also dass man dann das auch wie­der vor sich her­schiebt, weil es ist eigent­lich eine Kon­fron­ta­ti­on ja mit sich selbst. Ich hal­te das für sehr schwie­rig, so ein The­ma wirk­lich ganz allei­ne anzu­ge­hen. Ich glau­be, da kann, da kön­nen gute Gesprä­che hel­fen, bestimmt auch mit Men­to­ren, die viel­leicht mal in einer ähn­li­chen Situa­ti­on ste­cken. Natür­lich kann ein Coa­ching und ein Coach hel­fen. Das ist ja auch ein sehr häu­fi­ges The­ma im Coa­ching. Björn Tat­säch­lich die­ses Ich errei­che mei­ne Zie­le ein­fach nie. Und wenn man dann genau hin­hört, kommt ja dann oft vom Kli­en­ten auch so was, das man eigent­lich noch gar nicht ange­fan­gen hat. Oder dass man eigent­lich auf dem glei­chen Punkt vor sich hin tritt und sich nicht traut, den nächs­ten Schritt zu gehen. Das sind ja ganz häu­fi­ge The­men und ich glau­be auch, das wäre nicht so häu­fig im Coa­ching ver­tre­ten, wenn es allei­ne ein­fach zu lösen wäre. Jan Ja, also ich fin­de auch, da kann man ja ite­ra­tiv vor­ge­hen. Also wenn man das fest­stellt, dass man die Sys­te­me hat oder dass man damit ein The­ma hat, dann kann man erst mal schau­en, wor­an liegt es denn? Wir haben dar­über gespro­chen. Man kann schau­en, ob man sich selbst orga­ni­sie­ren kann, ob es Tech­ni­ken gibt zum Prio­ri­sie­ren, zum Teil fürs Zeit­ma­nage­ment. Wenn man fest­stellt, das ist eigent­lich nicht gewe­sen, dann kann man auch tat­säch­lich dar­über nach­den­ken, was steckt dahin­ter? Ist es tat­säch­lich ein erhöh­ter Selbst­an­spruch? Ist das Per­fek­tio­nis­mus? Es ist Angst davor, zu schei­tern und des­halb nicht abzu­ge­ben. Und dann kann man auch da in den Selbst­test gehen. Also. Viel­leicht auch mal gucken in Situa­tio­nen, in denen es nicht drauf ankommt. Also wo jetzt nicht gera­de der Topf dran­hängt oder wie auch immer, mal zu sagen, viel­leicht ver­su­che ich es mal mit einer Lösung, die weni­ger ist als 100 oder 120 Pro­zen­tig. Viel­leicht pro­bier es mal mit 80 % und schau mal was pas­siert das man auch da Refe­renz Erleb­nis­se schafft und viel­leicht lernt es pas­siert nichts schlim­mes oder selbst wenn ich glau­be es ist qua­si nicht der Anspruch, den den den ich eigent­lich habe oder der, der von mir erwar­tet wird. Jan So ist es ja, dass ich es mal aus­pro­bie­re. Das heißt nicht, dass man irgend­wo jetzt Schrott ablie­fern muss oder jetzt irgend­wie bös­wil­lig etwas tut. Aber dass man viel­leicht mal etwas ver­sucht durch­zu­at­men, immer etwas ent­spann­ter zu sein und mal zu gucken, wie es dann ankommt. Denn auch das ist ja der Punkt, wenn ich mich jetzt, auch wenn man sich Lösun­gen anguckt, jeder kennt auch das Pare­to Prin­zip. Nur mit 20 % des Auf­wands bekom­me ich 80 % des Ergeb­nis­ses und die rest­li­chen 20 % des Ergeb­nis­ses. Dafür brau­che ich nicht noch­mal 80 % des zeit­li­chen Auf­wand ist also da wird es rich­tig schwie­rig. Und wenn ich dann immer 100 % anstre­be oder noch mehr, dann kann ich mir aus­rech­nen, wie viel Zeit ich dafür benö­ti­ge, das alles hin­zu­be­kom­men. Und dann ist es auch kein Wun­der, dass ich ver­schie­de­ne Din­ge nicht hin­be­kom­men kann. Das heißt das es auch noch mal eine Mög­lich­keit wie man es selbst aus­pro­bie­ren kann. Man kann dazu natür­lich lesen, man kann das gera­de schon auch mal mit Freun­den spre­chen und manch­mal hilft es aber auch dann tat­säch­lich mal einen ande­ren Spie­gel in die­sem Zusam­men­hang zu bekom­men. Jan Und das kann je nach, je nach Trag­wei­te und so kann das im Freun­des Gespräch, das kann was brin­gen. Es kann auch etwas pro­fes­sio­nel­ler in einem Coa­ching Rah­men erfol­gen. Oder wenn es ganz ganz tief sitzt, dann kann es auch durch­aus sein, dass auch der Coach dann nicht mehr das Mit­tel der Wahl ist, son­dern dass da viel­leicht auch psy­cho­lo­gi­sche Hil­fe oder so was sinn­voll sein kann. Und das ist ja auch wie­der­um eigent­lich das Schö­ne mit dabei. Ich fin­de, das soll­te man auch nicht stig­ma­ti­sie­ren, son­dern in dem Moment, wo man da Unter­stüt­zung erfährt und sich dadurch etwas ver­än­dert und sich dann die Lebens­qua­li­tät bes­sert, dann kann man ja hier tat­säch­lich ein Stück weit auch hei­len, ein Stück weit mehr sich bes­ser füh­len und damit wirk­lich was in das Leben mit hin­aus neh­men. Wie­der also aus die­ser Maß­nah­me und aus die­sen die­se Arbeit dar­an. Björn Ja, das hast du schön gesagt. Ich glau­be, wir kön­nen es zusam­men­fas­sen mit, dass [man es sehr wohl in den Griff krie­gen kann](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/). Das kann sich sehr wohl ändern. Und ich glau­be, das wäre so mein letz­ter Gedan­ke, dass das, was über­haupt nicht hilft und das weiß eigent­lich jeder, der schon mal was vor sich her­ge­scho­ben hat, ist, wenn ande­re Leu­te sagen Macht doch ein­fach mal! Also das sind, das sitzt halt tie­fer. Weil wenn man ein­fach mal machen könn­te, wür­de man es garan­tiert tun, dass das ist. Ja, das ist das, was jedem eigent­lich sofort ein­leuch­tet, dass 111 ein­fach mal machen, auch wenn es dann viel­leicht im End­ef­fekt ein­fach wäre eben nicht mög­lich ist. Und das kann man aber besei­ti­gen und dann auch sehr ent­spannt sehr pro­duk­tiv sein, ohne immer 100 % errei­chen zu müs­sen. Ja. Ja. Wir hof­fen, das hat euch heu­te gefal­len. Ist ja ein weit­ver­brei­te­tes The­ma. Aber es wür­de natür­lich inter­es­sie­ren, ob ihr auch schon mal pro­kras­ti­nie­ren hat oder ob ihr es in den Griff bekom­men habt. Björn Wir freu­en uns über Kom­men­ta­re oder auch The­men­vor­schlä­ge an unse­re Kon­takt­da­ten, die wie immer in die­ser Pod­cast Beschrei­bung ein­ge­bun­den sind wer­fen. Ihr bleibt uns gewo­gen und ich sag auf Wie­der­se­hen und der Jan sagt. Jan Auf Wie­der­hö­ren. Björn Tschüss. Jan Ciao. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Aufschieberitis, Coaching, Kommunikation, Podcast, Prokrastination --- ### [Dringend oder wichtig?](https://bobach-coaching.de/podcast-dringend-oder-wichtig/) **Published:** September 30, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ist etwas drin­gend oder wich­tig? Oder geht nur bei­des? Gibt es über­haupt einen Unter­schied? Im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") stel­len sich Kli­en­ten die­se Fra­ge recht häu­fig. In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich dem Unter­schied von Drin­gen und Wich­tig auf die Spur. Wir erklä­ren auch, was es mit der [Eisen­hower-Matrix](https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenhower-Prinzip) auf sich hat und wie sie hel­fen kann, Ord­nung in die eige­ne Prio­ri­sie­rung von Auf­ga­ben zu brin­gen. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Gesprächs­run­de unter dem Deck­man­tel Coach und Coach, einer neu­en Fol­ge die­ses Pod­casts mit Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan. Jan Hal­lo Björn. Björn Genau und mir Björn Bob­ach. Heu­te wid­men wir uns dem alten Krieg von drin­gend gegen wich­tig Was ist drin­gend? Was ist wich­tig und was soll­te man wie und wann bear­bei­ten und was jetzt erst­mal nach einem Pro­duk­ti­vi­täts the­ma sich anhört oder anhört oder Selbst­ma­nage­ment The­ma hat aber viel viel Stoff, auch was Coa­ching The­men angeht. Und Jan, du hast das The­ma heu­te vor­ge­schla­gen, das darf ich glau­be ich den Hörern ver­ra­ten. Was bringt dich dazu? War­um ist das ein The­ma, das dich beschäf­tigt? Jan Es ist ein The­ma, was einem eigent­lich immer wie­der begeg­net. Ich bin ja in der Unter­neh­mens­be­ra­tung unter­wegs, und das heißt, da ken­nen wir auch die Situa­ti­on, dass es sehr, sehr vie­le unter­schied­li­che Auf­ga­ben gibt, sowohl jetzt bei uns im Umfeld, auf Bera­ter Sei­te als auch auf Kun­den­sei­te. Und da ist eine Mög­lich­keit zu prio­ri­sie­ren und für sich her­aus­zu­fin­den, was im Prin­zip als nächs­tes wann zu tun ist immer eine gute Sache, weil es ganz ganz viel Ruhe rein­brin­gen kann bzw Struk­tur. Und das ist also nicht nur auf den beruf­li­chen All­tag anzu­wen­den, son­dern auch durch­aus pri­vat. Und daher kam ich jetzt auf die­ses The­ma, weil mir näm­lich in dem Zusam­men­hang ins­be­son­de­re auch ein Tool sehr geläu­fig ist. Und das fin­de ich eigent­lich ja sowohl beruf­lich als auch pri­vat eine total gute Sache. Björn Da gehen wir bestimmt spä­ter noch drauf ein. Ja, ich muss tat­säch­lich sagen, mir begeg­net das in ande­rer Form häu­fig, und zwar in der, das ich sehr oft Men­schen begeg­ne, die tat­säch­lich sich das ist ja auch eines mei­ner Lieb­lings­the­men blin­der Aktio­nis­mus. Also nicht, weil ich dem ver­fal­len bin, son­dern weil ich das ganz span­nend fin­de, wie man dem Herr wer­den kann, wie man das aus­mer­zen kann. Und mir begeg­net es halt immer wie­der, dass Men­schen eben über­haupt kei­nen Plan dar­über haben, was ihnen eigent­lich wich­tig ist und was drin­gend ist und was sie in wel­cher Rei­hen­fol­ge abar­bei­ten soll­ten. Also die wirk­lich immer nur so aus dem Moment her­aus reagie­ren und dann Sachen, die wich­tig sind, lie­gen blei­ben, weil immer wie­der was ande­res, was ver­meint­lich drin­gen­der jetzt dazwi­schen kommt, wo es über­haupt kei­ne Sor­tie­rung gibt. Und das ist die Art, wie mir das The­ma häu­fig begeg­net. Also eine unre­flek­tier­te Art, mit den Auf­ga­ben umzu­ge­hen, die so auf einen her­ein pras­seln oder aus einem sel­ber auch her­aus­kom­men. Das muss ja nicht immer von außen sein, Das sind ja auch Din­ge, die man sich selbst auf­er­le­gen kann. Jan Ja, ja, es gibt natür­lich auch da die Situa­ti­on, dass jeder kennt, die, die die Situa­ti­on, dass eben zusätz­li­che Auf­ga­ben rein­kom­men, dass es Din­ge gibt, die auch grund­sätz­lich zu erle­di­gen sind. Und mit der Zeit kann sich da auch wie so ein Berg auf­bau­en. Und es gibt vie­le Per­so­nen, die haben dann auch schon mal so was wie eine Prio Lis­te, in der sie es qua­si in einer Lis­te dann ver­su­chen zu prio­ri­sie­ren. Dann gibt es auch dann die eins Lis­te, die Prio zwei Lis­te, die Prio drei Lis­te, die Lis­te Und so wei­ter und so fort. Aber nichts­des­to­trotz bringt einen das dann teil­wei­se auch immer noch nicht wei­ter dahin­ge­hend, was jetzt kon­kret an zu tun ist. Und wenn man sich dann viel­leicht noch mal in unter­schied­li­chen Dimen­sio­nen der Sache annä­hern kann, dann muss man viel­leicht ohne dass man von vorn­her­ein und da kann man, ohne dass man von vorn­her­ein sagen muss, was ist denn jetzt hier gera­de am erst zu tun, dar­über sich Gedan­ken machen, sich struk­tu­rie­ren und dann lei­tet sich das schon fast von allei­ne ab. Jan Und das ist ja im Grun­de genom­men auch die Idee hin­ter die­ser Ein­tei­lung in die­se unter­schied­li­chen Kate­go­rien, näm­lich dring­lich und wich­tig. Und da ist ja die Fra­ge, wie kann man das unter­schei­den? Oft­mals höre ich auch im ers­ten Moment Das ist doch ein Unter­schied. Und da ist mei­ner Mei­nung nach schon gege­ben Wie siehst du das? Björn Da gibt es defi­ni­tiv einen Unter­schied, Zumal ich häu­fig erle­be, dass bei The­men, die wich­tig sind, mein Gegen­über mir nicht sagen kann, was wie wich­tig ist. Also auch da gibt es ja wie­der Unter­schei­dun­gen. Es ist ja nicht alles gleich wich­tig und es ist auch nicht alles gleich drin­gend. Und ich erle­be sehr oft, dass man bei drin­gend sehr wohl leicht eine Hier­ar­chie fin­den kann durch Fris­ten und Ter­mi­ne oder das muss halt bis zu einer bestimm­ten Dead­line erle­digt sein. Aber bei wich­tig gera­de bei per­sön­li­chen The­men auch, ist sehr häu­fig die, die die Fähig­keit nicht da zu sagen Was ist mir eigent­lich, wie wich­tig ist alles gleich wich­tig? Das ist ja sehr unwahr­schein­lich. Aber da gibt es dann also, um es jetzt ganz prak­tisch zu machen, kann mir jemand nicht beant­wor­ten. Ist es jetzt wich­ti­ger, mit den Kin­dern ins Schwimm­bad zu fah­ren oder zum Grab von den Groß­el­tern auf dem Fried­hof? Da gibt es kei­ne, da gibt es kei­ne Ent­schei­dungs­mög­lich­keit. Und das hat dann zur Fol­ge, wenn alles gleich wich­tig ist, dass man in so eine chao­ti­sche Abde­ckung gerät, dass man dann macht, was man irgend­wie gera­de tun kann und hin­ter­her völ­lig aus den Augen ver­lie­ren kann, was wirk­lich wich­tig ist und dann dar­über auch lei­der ver­gisst, was drin­gend sein könn­te. Jan Und wenn wir uns die bei­den Begrif­fe anschau­en und jetzt viel­leicht erst mal mit der Dring­lich­keit anfan­gen, dann hast du schon gesagt, die Dring­lich­keit kann bei­spiels­wei­se mit Fris­ten zusam­men­hän­gen. Es hat eine zwei­te Kom­po­nen­te, Es muss etwas bis dann und dann erle­digt wer­den. Oder es muss etwas zeit­nah erle­digt wer­den. Wenn ich Din­ge habe, die nicht dring­lich sind, dann blei­ben die ger­ne mal lie­gen. Dann blei­ben die viel­leicht auch mal län­ger lie­gen. Zuhau­se könn­te so etwas sein, was viel­leicht nicht dring­lich ist Abla­ge machen. Björn Aber das kann auch drin­gend sein. Jan Die Fra­ge ist wenn man es fin­det, was es braucht, dann viel­leicht nicht. Es ist sicher­lich wich­tig, aber die Fra­ge ist halt, wie drin­gend es ist. Und das wäre zum Bei­spiel so etwas, was in die­sem Zusam­men­hang sein könn­te. Oder viel­leicht auch ande­re Din­ge, die halt ein­fach auch mal ein paar Tage war­ten kön­nen. Dahin­ge­hend sind Din­ge, die wirk­lich schnell erle­digt wer­den müs­sen oder zeit­nah erle­digt wer­den müs­sen oder zu einem bestimm­ten Zeit­punkt. Die sind dann durch­aus dring­lich. So kann man zumin­dest schon mal hier unter­schei­den. Björn Es wird ja auch oft gesagt, ist man beim jähr­li­chen Check up beim Arzt und dann kommt man vom Arzt, sagt, dann sagt man, man muss drin­gend Sport machen, da ist schon da. Das ist schon so ein inter­es­san­ter Punkt. Ist das dann wirk­lich drin­gend oder ist das eigent­lich wich­tig? Weil ist es jetzt wirk­lich ent­schei­dend, dass man das inner­halb der nächs­ten 24 Stun­den tut? Oder ist es viel­leicht so eher wich­tig? Und eigent­lich bedeu­tet dann wich­tig, dass man es regel­mä­ßig tut. Also dass das nicht unbe­dingt mor­gen sein muss, aber. Jan Oft ja doch, das wür­de ich so mit­ge­hen. Das ist ja auch durch­aus, hat ja auch was damit zu tun, wie man es emp­fin­det, also was jetzt wann getan wer­den muss. Das ist so wie ich muss drin­gend zum Fri­sör oder so was. Es pas­siert in der Regel nichts, wenn man nicht hin­geht. Aber es ist viel­leicht per­sön­lich wich­tig in dem Zusam­men­hang. Das ist tat­säch­lich ein Unter­schied. Und da kom­men wir auch schon genau zu dem Punkt, näm­lich die Wich­tig­keit. Und die ist halt in der Tat unter Umstän­den, was ist ja gera­de schon gesagt, etwas schwe­rer zu bewer­ten, ob etwas wich­tig ist und wie wich­tig es ist. Björn Das hat ganz oft mit der Kopp­lung an das an die Emo­tio­nen, an das Gefühl zu tun, ist mein Ein­druck, dass Men­schen nicht in der Lage sind, wirk­lich aus dem aus dem Gefühl her­aus zu ent­schei­den. Und das, dar­auf kommt es ja dann im End­ef­fekt auch wirk­lich an, wie wich­tig Ihnen etwas ist im per­sön­li­chen Bereich. Natür­lich kann man jetzt, wenn man, wenn es um Pro­zes­se geht und du kommst aus der Unter­neh­mens­be­ra­tung, da kann man natür­lich ganz klar auch ratio­nal sagen, für die­ses Pro­jekt ist das wich­tig, da ist das wich­tig. Dann ist das wich­tig, weil das eine das ande­re bedingt. Und das eine ver­hin­dert viel­leicht das ande­re, wenn es nicht erle­digt ist. Also dar­aus lässt sich, glau­be ich, im pro­zes­sua­len Kon­text eine Hier­ar­chie abbil­den. Aber wenn es um das All­täg­li­che geht oder die Ver­mi­schung auch von Work life. Die­ses Was Wie wich­tig ist mir das, was ich beruf­lich mache? Wie wich­tig ist mir das, was ich pri­vat mache? Wie wich­tig sind mei­ne Hob­bies, Freun­de, ande­re Men­schen, sol­che Sachen? Björn Ich glau­be, da schei­tert es oft dar­an, dass man das nicht wirk­lich spürt, dass man es nicht spü­ren kann. Und da gibt es ja auch Tools, mit denen man das rela­tiv anschau­lich und erleb­bar machen kann. Ohne Hexen­werk und ohne Eso­te­rik. Für den für den Coa­chee in dem Fall sehr leicht nach­zu­emp­fin­den. Also eigent­lich eine Leich­tig­keit. Jan Ja, die Wich­tig­keit, die hängt natür­lich auch ganz mas­siv vom per­sön­li­chen Wer­te­sys­tem ab oder von den per­sön­li­chen Wer­ten. Von daher also du hast gera­de gesagt, das hat auch mit der Emo­ti­on zu tun. Also man kann sicher­lich auch einen emo­tio­na­len Zugang zu Wich­tig­keit emp­fin­den. Aber was ich in dem Zusam­men­hang sowohl bei der Bewer­tung von Dring­lich­keit als auch von Wich­tig­keit, aber bei Wich­tig­keit, ins­be­son­de­re weil es eben die­se zeit­li­che Kom­po­nen­te so nicht defi­niert gibt sich da als sehr wich­tig oder als hilf­reich erach­te, ist tat­säch­lich auch ein Stück weit Abstand zu brin­gen oder Distanz sich auf Distanz zu brin­gen zu den Sachen selbst. Soll hei­ßen, wenn ich emo­tio­nal total invol­viert bin, dann kann es auch sein, dass ich etwas bei­spiels­wei­se über Prio­ri­sie­rung oder über­be­wer­tet in dem Zusam­men­hang. Also ich glau­be, das ist genau der rich­ti­ge Punkt. Du kannst. Du hast gera­de letzt­hin die emo­tio­na­le Kom­po­nen­te ange­spro­chen. Ich glau­be, es ist wich­tig, auch da qua­si den Wider­hall zu fin­den in sich. Spricht mich das irgend­wie an, ist das mir per­sön­lich wich­tig. Also steht das zu mei­nen Wer­ten, zu den Din­gen, die mir, mir per­sön­lich wich­tig sind? Jan Hat das damit zu tun, Ja oder nein? Aber ande­rer­seits soll­te es auch nicht in einem über akti­vier­ten oder über emo­tio­na­len Sta­tus oder in einem Zustand statt­fin­den. Also wenn ich jetzt bei­spiels­wei­se unter­schied­lich wäre, jetzt kom­men wir natür­lich so ein bis ins Detail, aber geprüft bin auf unter­schied­li­che Sachen, gera­de weil ich gera­de die­se oder jene Erfah­rung gemacht habe, dann ist mir viel­leicht etwas wich­ti­ger als als zu einem ande­ren Stand­punkt, wenn ich. Es gibt ja so Situa­tio­nen auch inner­halb von Freun­den. Dann kauft sich eine Per­son Freun­des­kreis, irgend­ein Gim­mick oder was weiß ich was. Und auf ein­mal muss das jeder haben. Und den Per­so­nen ist es dann auf ein­mal wich­tig, das zu haben. Also du hältst dich also. Björn Genau­so war es zum Bei­spiel. Jan So was, bei­spiels­wei­se das neue. Björn XY Tele­fon. Jan Genau. Und auf ein­mal wird das eine, hat das eine Wich­tig­keit, die aber ratio­nal betrach­tet oder mit etwas Abstand betrach­tet viel­leicht gar nicht da ist. Und von daher kann es eben auch sinn­voll sein. Wir hat­ten ja schon mal das The­ma Blin­der Aktio­nis­mus. Wie du schon sag­test, da fin­det man ein biss­chen Abstand rein­kom­men zu las­sen und man muss dann viel­leicht auch nicht alle Din­ge, die dann den auch viel dran hängt, sofort ent­schei­den oder sofort sagen, ob das jetzt ganz, ganz wich­tig ist, manch­mal wich­tig sind. Manch­mal hilft es dann viel­leicht auch, das noch mal etwas sacken zu las­sen. Björn Aber auch da ist ja eine Auf­stel­lungs­ar­beit, also so oder so eine Schat­ten­ar­beit nach dem Prin­zip, also Boden Anker, wo wir viel­leicht noch mal dar­auf zu spre­chen kom­men. Ganz wich­tig, weil dann in einem Jahr viel­leicht auch noch mal beson­ders klar wird, war­um ist es mir wich­tig und wor­an es das gekop­pelt ist? Und ist das eine Wich­tig­keit, die über­haupt die jetzt wirk­lich Bestand hat? Oder will ich jetzt gera­de als Bei­spiel will ich jetzt gera­de die Wand von mei­nem Haus schwarz strei­chen, weil mei­ne Freun­de das alles schwarz strei­chen? Ich mache schwarz viel­leicht gar nicht. Also das sind plat­tes Bei­spiel, aber dar­um geht es ja. Das heißt also, ich mei­ne tat­säch­lich auch mit die­ser emo­tio­na­len Kopp­lung, nicht nur wofür emp­fin­de ich eigent­lich etwas oder viel­leicht wofür emp­fin­de ich eigent­lich nichts? Was mache ich viel­leicht nur, weil ich von außen Druck emp­fin­de, es zu tun? Aber eigent­lich bedeu­tet mir das gar nichts. Da muss man halt auch dann Klar­heit rein­krie­gen. Jan Na und? Wenn wir jetzt über Boden Anker in den Zusam­men­hang sprichst, dann wäre es zum Bei­spiel die Mög­lich­keit, so was auch tat­säch­lich mal auf Kar­ten zu schrei­ben, auf den Boden zu legen, Fel­der zu sor­tie­ren, wenn es meh­re­re Din­ge sind, neben­ein­an­der. Und das ent­we­der so schon mal im Raum wir­ken zu las­sen. Wie wich­tig ist einem das? Oder im nächs­ten Schritt, was man ja auch durch­aus machen kann, ist sich dann tat­säch­lich mal auf die Kar­te drauf­stel­len und mal gucken. Björn Was pas­siert. Jan Wenn man sich jetzt hin­ein­ver­setzt in hin­ein­ver­setzt in die­ses The­ma, in die­se Sache, über die man sich gera­de Gedan­ken macht. Pas­siert da irgend­was in einem? Gibt es da irgend­wie eine emo­tio­na­le Reak­ti­on oder gibt es nicht? Björn Wobei das natür­lich etwas ist, was geführt leich­ter ist, wenn man das sel­ber macht. Kann man auch. Aber das ist gefühlt im Rah­men eines Coa­chings natür­lich leich­ter. Jan Ich glau­be auch tat­säch­lich, dass bei sol­chen Sachen, wenn man das jetzt allei­ne machen woll­te, man meis­tens auch gar nicht unbe­dingt dar­auf kommt, dass man sagt So jetzt, jetzt habe ich das ein­fach mal aus. Machen wahr­schein­lich auch nicht so viel, glau­be ich. Aber wenn ihr das jetzt gera­de macht, die hier zuhört, dann freu­en wir uns natür­lich auf eure Reak­tio­nen und auf euer Feed­back in dem Zusam­men­hang. Björn Nun hast du aber ein Tool ange­spro­chen, da müs­sen wir noch mal zurück zum Titel die­ser Fol­ge gehen. Also drin­gend gegen wich­tig oder drin­gend ver­sus wich­tig. Du hast ein Tool schon ange­spro­chen, mit dem man das Gan­ze ein biss­chen sor­tie­ren kann. Also wenn man jetzt ein­ge­ord­net hat, wie wich­tig einem etwas ist, ich glau­be, das ist schwie­ri­ger, hat­ten wir ja schon bespro­chen, als drin­gend ein­zu­sor­tie­ren. Dann hat man also die­sen Eimer vol­ler drin­gen­der und wich­ti­ger Din­ge. Aber wie weiß man denn jetzt, wann man was bear­bei­ten soll­te? Und da gibt es ein schö­nes Tool. Jan Ja genau. Und das ist die soge­nann­te Eisen­hower Matrix, die auch tat­säch­lich zurück­geht auf den ehe­ma­li­gen US Prä­si­den­ten. Und der soll sei­ner­zeit mal gesagt haben, ich habe zwei Arten von Pro­ble­men, die drin­gen­den und die wich­ti­gen und hat damit im Grun­de genom­men unter­schie­den. Es geht angeb­lich auch noch wei­ter damit, dass er sag­te die drin­nen sind nicht wich­tig und die wich­ti­gen sind nie drin­gend. Da bin ich mir nicht sicher, ob das immer so sein kann. Da wür­de ich mal ein gro­ßes Fra­ge­zei­chen dahin­ter machen. Aber letz­ten Endes geht es dar­um, das hier im Prin­zip von­ein­an­der zu tren­nen oder auch mit­ein­an­der zu kom­bi­nie­ren. Soll hei­ßen, jetzt muss man sich das ein biss­chen gra­fisch vor­stel­len. Wenn man jetzt so ein Koor­di­na­ten­sys­tem hat, hat eine Ach­se das Ziel, stellt die Wich­tig­keit dar und die ande­re die Dring­lich­keit. Und mit stei­gen­der Ach­se wird es qua­si immer wich­ti­ger oder dring­li­cher. Da gibt es viel­leicht Din­ge, die sind sowohl wich­tig als auch drin­gend. Das heißt, es ist wich­tig, dass sie getan wer­den und sie müs­sen nach Mög­lich­keit auch zeit­nah getan wer­den. Jan Das sind im Grun­de genom­men die am meis­ten zu prio­ri­sie­ren Punk­te und die wer­den am bes­ten auch sofort und nach Mög­lich­keit selbst erle­digt. Dass man sich sicher sein kann, das wird gut gemacht oder sie wer­den halt von jeman­dem dann durch­ge­führt, wo man ver­trau­en kann. Björn Also wenn ich noch mal nach­fra­gen darf oder um es noch mal plas­ti­scher zu erklä­ren das bedeu­tet wie, Du hast ja von die­sem Koor­di­na­ten­sys­tem gespro­chen. Das wäre dann dem Koor­di­na­ten­sys­tem ganz oben rechts in der Ecke. Jan Genau rich­tig. Also sehr wich­tig und sehr dring­lich. Das wären die­se Punk­te, die wür­de man sofort selbst erle­di­gen, erle­di­gen. Dann gibt es Din­ge, das wäre jetzt qua­si in dem Koor­di­na­ten­sys­tem links dane­ben also wich­tig, aber nicht drin­gend. Die müs­sen getan wer­den. Aber es ist jetzt viel­leicht nicht wich­tig, ob das in fünf Minu­ten pas­siert oder in fünf Tagen. Und des­halb ist da die Emp­feh­lung, dass man sagt, dass man die­se Auf­ga­be dann auch ter­mi­niert, also sich dann einen Zeit­punkt für setzt, wenn das getan wird, dass man auch sicher ist, okay, das mache ich dann. Also es ist dann irgend­wo ein­ge­plant, aber es wird dann in der Regel auch selbst erle­digt. So, das ist qua­si der zwei­te Qua­drant. Dann gibt es den­je­ni­gen, der ist. Drin­gend, aber nicht wich­tig. Rechts unten. Das kön­nen Din­ge sein, die nach Mög­lich­keit auf jeden Fall pas­sie­ren soll­ten. Aber es fällt jetzt auch nie­mand tot um, wenn es nicht pas­siert. Das sind dann bei­spiels­wei­se Din­ge, die man auch gut dele­gie­ren kann, die also viel­leicht jemand anders für einen über­neh­men kann oder die man viel­leicht auch ander­wei­tig bei­spiels­wei­se auto­ma­ti­sie­ren kann oder ande­re Din­ge damit tun kann. Jan Also die halt irgend­wie erle­digt wer­den müs­sen. Aber viel­leicht nicht unbe­dingt von einem selbst. Und dann eigent­lich die dank­bar ers­te Kate­go­rie, wenn man sie tat­säch­lich für sich so fin­den kann. Unten links Din­ge, die nicht wich­tig und nicht drin­gend sind. Und die. Ver­gisst man schnell oder schreibt sie irgend­wo hin, wo man sich dann noch mal dar­um küm­mern kann, wenn man mal irgend­wann sehr viel Lan­ge­wei­le haben soll­te. Aber das sind im Prin­zip die Din­ge, die man dann für sich eigent­lich schon auch wis­sen. Björn Könn­te, man die nicht aber auch nach der drei Minu­ten Regel dann bear­bei­ten. Jan Theo­re­tisch ja. Also alles, was ich inner­halb von drei Minu­ten schaf­fen kann, das mache ich dann schon mal! Die Fra­ge ist halt, wie lang die­se Lis­te ist. Wenn die jetzt Sei­ten lang ist, dann bist du ein­fach den gan­zen Tag da und. Björn Hängt viel­leicht auch davon ab, wie stark gefüllt der obe­re rech­te Qua­drant so drin­gend und wich­tig gefüllt ist. Ob man das tut? Aber das ist eine Fra­ge der der Zeit­ein­tei­lung. Da sind wir dann wie­der beim The­ma Selbst­ma­nage­ment und da gibt es ja so vie­le Mög­lich­kei­ten und auch vie­le Theo­rien und kei­ne all­ge­mein­gül­ti­ge Wahr­heit. Das sei an die­ser Stel­le viel­leicht auch noch­mal gesagt. Die Eisen­hower Matrix bzw die­ses die­ses Ein­sor­tie­ren nach Regeln. Und wich­tig ist aller­dings wirk­lich etwas sehr erprob­tes, weil die, die es ermög­li­chen, einem Struk­tur in sei­ne eige­nen Auf­ga­ben zu geben. Und mit eige­nen Auf­ga­ben mei­nen wir ja nicht nur der Chef sagt Du sollst das und das machen, son­dern damit mei­nen wir auch alles, was pri­vat ist. Alles, was eine per­sön­li­che Ver­pflich­tung ist, was viel­leicht eine neue Idee ist an Ver­pflich­tung, die man ger­ne macht. So eine Idee, die man nur umsetzt, wie wich­tig und wie drin­gend ist, dass man das tut, sol­che Sachen, dass man das alles unter einen Hut kriegt. Das ist eine tol­le Sor­tie­rung, eine Mög­lich­keit. Und wie man das und wann man dann was abar­bei­tet, das wäre ein völ­lig ande­res The­ma. Björn Ja. Jan Rich­tig, genau. Also ich kann nur berich­ten. Auch davon aus eige­ner Erfah­rung, aber auch aus Erfah­rung im Umfeld, auch im beruf­li­chen Kon­text. Dass also mit die­ser Metho­dik Metho­de es aber durch­aus mög­lich ist, auch rela­tiv schnell wie­der mehr Ruhe rein­zu­be­kom­men. Das heißt wie­der etwas mehr Struk­tur, wenn man das Gefühl hat, irgend­wie alles ist über­la­den. Es ist viel zu viel zu tun, dass man damit tat­säch­lich sagen kann okay, was sind denn tat­säch­lich die Din­ge, die ich jetzt wirk­lich, wirk­lich, wirk­lich machen muss? Das sind Din­ge, die viel­leicht auch noch mal anders pas­sie­ren kön­nen. Was sind Din­ge, die man anders machen kann, wenn man sich dafür auch mal die Zeit nimmt? Manch­mal ist es ja auch wich­tig, nicht sofort los­zu­le­gen, son­dern erst mal die Säge zu schär­fen. Auch ein schö­nes Bild, fin­de ich immer, weil es dann im Anschluss bes­ser geht mit dem Segen. Dann kann man da unheim­lich viel Ruhe rein­be­kom­men, sich struk­tu­rie­ren und dann viel­leicht auch etwas gelas­se­ner. Ja, ich. Björn Glau­be auch, dass das, dass das The­ma Klar­heit ganz wich­tig ist. Also das macht bringt ja auch eine Sor­tie­rung rein in viel­leicht einen bun­ten Hau­fen von Din­gen und auch die­ses sich dar­über klar wer­den, das ist eine Erfah­rung, die ich gemacht habe, dass sobald sich jemand dar­über klar wird, was ihm wirk­lich wich­tig ist, sich die Sachen eigent­lich von sel­ber schon sor­tie­ren. Also dann wird die­ser Schritt mit der Eisen­hau­er Matrix manch­mal schon fast über­flüs­sig, weil sich von sel­ber schon sor­tiert hat. Ach, dann kann ich das eigent­lich nach hin­ten schie­ben und dann fal­len die Puz­zle­tei­le von ganz allei­ne. Weil wir Men­schen sind ja zu unglaub­li­chen Leis­tun­gen in unse­rem Hirn fähig. Wir brau­chen ja nicht immer irgend­ein Hilfs­mit­tel, um da Ord­nung rein­zu­brin­gen. Manch­mal reicht es ja schon, wenn man ein, zwei Bau­stei­ne neu umstellt. Und unser Hirn macht eigent­lich dann den Rest schon fast von allei­ne. Jan Was für ein schö­nes Schluss­wort. So viel zum heu­ti­gen The­ma über Dring­lich­keit und Wich­tig­keit. Wir hof­fen, dass ihr viel­leicht den einen oder ande­ren Impuls mit­ge­nom­men habe, der es euch ermög­licht, viel­leicht da noch kla­rer zu wer­den. Viel­leicht sind es viel­leicht aber auch nur Über­le­gun­gen für euch, die nicht anzu­hö­ren sind. Aber wie man gera­de gesagt hat, funk­tio­niert das auch schon so, ohne dass man da jetzt metho­disch ran muss. Nichts­des­to­trotz ist es, den­ke ich, etwas für es, wenn es mal hek­tisch wird, wo man sich ein­fach noch mal struk­tu­rie­ren kann. Und wir wün­schen euch ganz viel Spaß beim Aus­pro­bie­ren und freu­en uns auf eure Rück­mel­dung dazu. Ja, und ansons­ten fin­det ihr die wei­te­ren Infor­ma­tio­nen und Kon­takt­da­ten auf unse­ren Home­pages. Alles unter der Pod­cast Beschrei­bung und wir freu­en uns dann schon auf das nächs­te Mal. Bis bald! Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Eisenhower Matrix, Podcast --- ### [Mit Ziellosigkeit zum Glück?](https://bobach-coaching.de/podcast-mit-ziellosigkeit-zum-glueck/) **Published:** Oktober 14, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Über­all wird behaup­tet: Du musst Zie­le haben! Ohne Zie­le schaffst du nichts und ohne Zie­le wirst du auch nicht glück­lich. Auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") geht es sehr häu­fig um Ziel­er­rei­chung. Aber ist Ziel­lo­sig­keit wirk­lich so kon­tro­vers? In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") gehen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich dem Phä­no­men der Ziel­lo­sig­keit und wie man damit durch­aus auch glück­lich sein kann nach. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich begrü­ße ganz herz­lich Björn Bob­ach. Hal­lo Björn! Björn Hal­lo Jan Jan Und mein Name ist Jan Fran­ke und heu­te spre­chen wir über das The­ma Ziel­lo­sig­keit. Pau­se. Und zwar völ­lig ohne Ziel. Nein, wir wol­len schon umrei­ßen und kon­kre­ter ange­hen. Trotz­dem eine ganz. Ein ganz inter­es­san­ter Punkt, denn eine abso­lu­te Ziel­lo­sig­keit. Die begeg­net uns im Leben ja gefühlt rela­tiv sel­ten. Ver­folgt nicht jede Per­son immer ein Ziel? Björn. Björn Ja, das ist eine gute Fra­ge. Geht das über­haupt? Kann man wirk­lich völ­lig ziel­los sein? Also ich glau­be, wor­über wir uns einig sind, ist, dass der gesun­de Mensch immer das Ziel hat zu über­le­ben. Ja, also, da sind wir uns einig. Dar­um soll es ja auch gar nicht gehen. Es soll nicht dar­um gehen, dass man auch kei­ne Grund­be­dürf­nis­se hat, denen man nach­geht. Also man wird auch immer essen. Genau­so wird man immer über­le­ben wol­len. Aber die, die. Die Fra­ge ist, gibt es wirk­lich einen Zustand, den man. Nur im Moment leben kann, ohne auf irgend­ein Ziel aus­ge­rich­tet zu sein. Das ist eine gute Fra­ge. Ich muss spon­tan sagen, dass ich den­ke, dass ich den Zustand, glau­be ich, so ein biss­chen schon erlebt habe. Und das sind die­se Urlaubs Momen­te, wenn man ja auch wie­der eine indi­vi­du­el­le Fra­ge, wie man Urlaub gestal­tet. Aber wenn man Urlaub wirk­lich völ­lig in den Tag hin­ein erlebt. Also man steht auf und macht sich über­haupt kei­ne Gedan­ken dar­über, was man an dem Tag tut, son­dern geht so völ­lig. Björn Und das ist das Reiz­vol­le, geht völ­lig nach dem eige­nen Wunsch, also nach dem eige­nen Bedürf­nis­se. In dem Moment will ich lie­ber in der Son­ne lie­gen, möch­te ich wan­dern. Aber man setzt sich kein Ziel. Man plant das nicht. Kommt das dem nahe? Ich weiß es nicht. Jan Tja, ist das Ziel dann irgend­wie Bedürf­nis­be­frie­di­gung durch Befrie­di­gung? Björn Ja, es ist eine gute Fra­ge. Jan Ja, also tat­säch­lich ist es auch, als wir jetzt gera­de ange­fan­gen haben, genau das mein Gedan­ke gewe­sen, dass eine abso­lu­te Ziel­lo­sig­keit wahr­schein­lich gar nicht mög­lich ist. Also allein schon dadurch bedingt, dass wir irgend­wie das Ziel haben zu über­le­ben. Bezie­hungs­wei­se auch zwei Din­ge haben, die uns irgend­wie ein Stück weit prä­gen. Näm­lich einer­seits, dass wir ger­ne Glück oder Befrie­di­gung irgend­wie erfah­ren wol­len und ande­rer­seits Schmerz ver­mei­den wol­len, was ja auch ein Antrei­ber sind oder Moti­va­to­ren oder wie man es auch nen­nen möch­te in dem Zusam­men­hang. Aber nichts­des­to­trotz ist das viel­leicht auch schon ein Schritt zu hart in dem Zusam­men­hang, denn ich kann ja auch durch­aus sagen, Du hast jetzt gera­de schon ein Bedürf­nis ange­spro­chen. Wenn ich jetzt noch­mal an die­se Bedürf­nis­py­ra­mi­de den­ke, wo es um ganz grund­sätz­li­che Bedürf­nis­se geht, wie Sicher­heit, ver­nünf­ti­ge Ernäh­rung, dann sozia­les Umfeld und irgend­wann dann auch sozu­sa­gen die­se Sinn­erfül­lung oder mate­ri­el­le Din­ge, die da sind, dann sind ja qua­si die­se stei­gen­den Zie­le, die­se höhe­ren Zie­le in die­ser Bedürf­nis­py­ra­mi­de eigent­lich immer weni­ger exis­ten­zi­ell. Und ich glau­be, wenn wir über Ziel­lo­sig­keit spre­chen, in wel­cher Art und Wei­se auch immer, dann gibt es zumin­dest ja. Jan Erst­mal wür­de ich jetzt mal als stei­le The­se in den Raum stel­len in dem Zusam­men­hang erst mal kei­ne Zie­le oder Bedürf­nis­se, die unbe­dingt befrie­digt wer­den müss­ten, weil man ansons­ten ganz gro­ßen Schmerz emp­fin­det, son­dern im Grun­de genom­men müss­te erst mal die Situa­ti­on her­ge­stellt sein, dass es einem erst mal abge­si­chert ganz gut geht. Dann kann man dar­über spre­chen, ob man grund­sätz­lich, was alles wei­te­re angeht, ziel­los ist oder sein kann. Als gesun­der Mensch. Also dass man erst mal grund­sätz­lich abge­si­chert ist, weil ansons­ten wäre es ja die Fra­ge auch wie­der­um, wenn wir spre­chen von einem gesun­den Men­schen, wie man das jetzt für gewöhn­lich defi­niert. Ist man dann ein gesun­der Mensch, wenn man. Wil­lent­lich oder wis­sent­lich in Kauf nimmt, dass man sich hier gera­de gefähr­det und und dass man so ziel­los ist, dass wür­de ich viel­leicht ein biss­chen anders for­mu­lie­ren. Aber wenn wir jetzt mal davon spre­chen es geht dar­um, was haben wir für Zie­le bei­spiels­wei­se im Leben? Grund­sätz­lich also über die per­sön­li­che, abso­lu­te Absi­che­rung hin­aus? Dann kann man sich ja schon die Fra­ge stel­len Ist es jetzt schon ein Ziel zu sagen Ich möch­te ger­ne ein gro­ßes Haus statt einer Miet­woh­nung oder ein dickes Auto statt irgend­wie ein Fahr­rad oder ein Bahn­ti­cket? Jan Oder was sind die Punk­te, die irgend­wie mei­ne Zie­le sind in dem Zusam­men­hang? Oder ist es irgend­was ande­res, was ich ger­ne machen möch­te? Ein Zustand im Bewusst­sein oder irgend­wel­che Din­ge, die ich erler­nen möch­te, die mei­ne Zie­le sind? Und wie ist es da? Kann man über­haupt ziel­los sein und war­um soll­te man das über­haupt sein wol­len? Björn Also ich muss sagen, ich glau­be, es hat ganz viel mit der Per­spek­ti­ve zu tun, aus der man auf eine Situa­ti­on schaut. Ich dach­te gera­de so an jeman­den, der viel­leicht einen ganz durch­schnitt­li­chen, soli­den Job hat, den jeden Tag macht. Und damit auch hap­py ist. Und da auch kei­ne Ambi­tio­nen zeigt, aus die­sem Job her­aus­zu­wach­sen, beför­dert zu wer­den. Irgend­was, der macht sei­nen Job und will den ein­fach machen. Wir haben schon mal eine Fol­ge zu einem ande­ren The­ma gemacht, wo es um sowas ging. Jan Also so sind Glück­lich machen wir das, glau­be ich. Björn Genau. Genau. Muss Arbeit glück­lich machen. Wir haben da jeman­den, der macht das. Der wür­de sich sel­ber sehr wahr­schein­lich nicht als ziel­los beschrei­ben. Aber für den ist das Ziel, ein mög­lichst unauf­ge­reg­tes, soli­des, abge­si­cher­tes Leben zu füh­ren und viel­leicht sei­ner Fami­lie ein Bestän­dig­keit zu bie­ten. Wenn jetzt jemand da drauf­schaut von einer Posi­ti­on, sagen wir mal ein Kar­rie­rist, jemand mit unheim­lich viel Ehr­geiz, der sagt, Ich möch­te eigent­lich der nächs­te CEO von Tes­la oder Apple wer­den und der schaut auf die­sen Men­schen, wird er sagen, der hat ja über­haupt kei­ne Zie­le. Jan Könn­te pas­sie­ren. Björn Und genau so wür­de viel­leicht jemand, der viel­leicht gera­de Schwie­rig­kei­ten im Job hat, der oft völ­lig ori­en­tie­rungs­los ist, viel­leicht jemand, der kei­nen Job fin­det. Also so was, der nicht weiß, was er mit sei­nem Leben machen soll. Auf die­sen glei­chen Men­schen zwar schau­en, sagen, das wär mein Ziel. Also es ist. Es ist wirk­lich. Es hat ganz viel mit der Per­spek­ti­ve zu tun. Ich glau­be, was wir, was Ziel­lo­sig­keit, so wie wir es jetzt bespre­chen woll­ten, gemeint ist als das Ziel, als Antrei­ber, dass man sagt, man wird ange­trie­ben immer davon, ein nächs­tes Ziel zu errei­chen, die nächs­te Beför­de­rung, die nächs­te Gehalts­stu­fe, die nächs­te Bezie­hung, das nächs­te Kind, das nächs­te Haus, das nächs­te Auto, wie auch immer. Aber das nicht zu haben. Gibt es die­sen Zustand da glau­be ich ja, den gibt es immer. Jan Das ist ja auch da. Also kom­men wir noch mal zu dem The­ma. Auch Lebens­zie­le. Und so wei­ter. Da haben wir auch schon mal drü­ber gespro­chen. Und da eben auch die Fra­ge habe ich mate­ri­el­le oder Sta­tus Zie­le, die irgend­wie kom­men oder sind es sind es auch Zustand, Zie­le und das, was du gera­de beschrie­ben hast mit jeman­dem, der jetzt in sich ruht und der sagt eigent­lich ist alles in Ord­nung, der hat das qua­si als Ziel, sich so bei­zu­be­hal­ten, dass alles aus­ge­wo­gen ist. Dann ist das ja auch durch­aus ein Ziel, aber eben nicht die­ses Ziel im Sin­ne von ich muss das nächs­te errei­chen, um die­ses oder jenes zu errei­chen. Es gibt ja die Theo­rie oder sage ich mal nicht nur die Theo­rie oder den Ansatz auch metho­disch von so Kar­rie­re Coa­ches, die sagen Du musst dir ehr­gei­zi­ge Zie­le set­zen. Also ent­we­der musst du Zie­le set­zen, die sehr ehr­gei­zig sind und du musst sie kom­mu­ni­zie­ren, damit du dich selbst unter Druck setzt, die­se zu errei­chen. Oder du kannst Zie­le set­zen, die so hoch sind, dass du ver­suchst, so weit zu kom­men, und dann erreichst du sie viel­leicht nicht, aber trotz­dem schon etwas sehr, sehr Hohes, was uns viel­leicht nie­mals erreicht hät­te. Björn Da gibt es die­sen schö­nen Satz, den habe ich im Stu­di­um öfter gehört. Du musst nach den Ster­nen grei­fen, wenn du auf einen Berg willst zum Bei­spiel. Jan Und das sind, das sind sol­che sol­che Punk­te in dem Zusam­men­hang. Und die kön­nen ja auch durch­aus moti­vie­ren. In dem Zusam­men­hang Es ist ja auch durch­aus legi­tim zu sagen, man nutzt das um, um sich ent­spre­chend zu moti­vie­ren und um vor­an zu stre­ben. Nichts­des­to­trotz ist auch die Fra­ge Ist es not­wen­dig, das unbe­dingt zu haben oder kann es auch? Kann es auch ande­re Wege geben? Denn immer Zie­le zu haben, kann natür­lich auch sehr, sehr ermü­dend sein, wenn man qua­si ein Ziel erreicht. Man hakt es nur ab und dann sagt man gleich das ist jetzt qua­si das neue Nor­mal. Und das ist qua­si ein noch ehr­gei­zi­ger. Björn Ja. Stellt sich die Fra­ge auch War­um glau­ben wir denn also nicht wir bei­de? Aber war­um glau­ben so vie­le Men­schen, dass wir per­ma­nent Zie­le haben müs­sen? Ich glau­be, das liegt zum einen dar­an, dass es die­se Kar­rie­re Coa­ches oder die­se Gurus gibt dar­aus drau­ßen Hey, du musst dir immer ein Ziel set­zen und da mög­lichst schritt­wei­se abar­bei­ten. Das Ziel muss ganz groß sein. Macht der letz­te gro­ße Zie­le, damit er vor­an kommst. Da. Mag was dran sein, aber was mir so grad durch durch den Kopf gegan­gen ist, ist es gibt Men­schen, da waren die Zie­le win­zig klein und sie sind rie­sen­groß gewor­den. Da gibt es zum Bei­spiel einen, den kennt jeder Ste­ve Jobs, Der woll­te eigent­lich nur per­fek­te Pro­duk­te machen. Jan Das ist ein ganz klei­nes Ziel. Björn Per­fek­tio­nist ja, aber er woll­te nicht die eine so erfolg­rei­che Fir­ma unbe­dingt grün­den. Und das ist eine ganz. Es ist aber, fin­de ich, ein schö­ner, schö­nes Bei­spiel dafür, dass es eben nicht das Ziel sein muss. Ich will der größ­te Elek­tro­nik Anbie­ter auf dem Pla­ne­ten wer­den, son­dern das Ziel viel­leicht ist ich möch­te die­ses eine Ding so wun­der­schön machen, dass ich da hin­ter­her voll hin­ter ste­hen kann. Ich kom­me da jetzt gera­de drauf, weil ich ein Inter­view mit sei­ner Wit­we gese­hen habe gera­de und die so ein biss­chen über sei­nen sei­ne Denk­wei­se spricht, was sehr inspi­rie­rend war. Aber die Fra­ge ist tat­säch­lich, die sich mir hier bei der TE bei dem The­ma grund­sätz­lich stellt. War­um Sät­zen wie mei­nen wir, wir müs­sen Zie­le haben und dann fol­gern Dar­aus kann man nicht auch Ori­en­tie­rung haben ohne ein Ziel? Geben uns unse­re Wer­te und unse­re Glau­bens­sät­ze nicht schon Ori­en­tie­rung? Muss es ein Ziel sein am Ende des Tun­nels? Jan Ich glau­be, die­ser Punkt, dass immer neue Zie­le kom­men. Du hast gera­de gesagt, das liegt an Kar­rie­re Coa­ches auch nicht nur ja, ich glau­be, die sind qua­si ein Sym­ptom dafür. Sie sind etwas, was da ist, weil es ein Bedürf­nis gibt und das Bedürf­nis erwächst aus dem Men­schen. Also ich den­ke, dass wenn. Die Abhän­gig­keit von äuße­ren Zie­len. Oder wenn es. Wenn es die Not­wen­dig­keit gibt, immer neue, neue äuße­re Zie­le zu defi­nie­ren, dann spricht das letz­ten Endes dafür, dass im Inne­ren even­tu­ell etwas noch nicht ganz auf­be­rei­tet es ist. Spielt ja nichts dage­gen, qua­si frei zu sagen Ach, ich fin­de aber irgend­et­was beson­ders schön und erstre­bens­wert. Und irgend­wann möch­te ich mir das viel­leicht mal leis­ten kön­nen oder das errei­chen oder wie auch immer. Oder ich möch­te mal ein tol­les Rei­se­ziel berei­sen. Das sind ja alles legi­ti­me Sachen, aber wenn qua­si das per­sön­li­che Glück davon abhän­gig ist, dann ist es halt unter Umstän­den schwie­rig oder kann schwie­rig wer­den. Und dann sind natür­lich auch unter Umstän­den die­se Stroh­hal­me da, die Kar­rie­re Coa­ches oder kei­ne Ahnung mehr sein könn­ten. Jan Oder sagen wir mal Kar­rie­re Gurus ist viel­leicht das bes­se­re Wort, die dir sagen, wie viel Gutes zu tun hast, damit es gut wird. Aber damit bist du halt immer nur auf der Sym­ptom Ebe­ne unter­wegs und nie­mals an der Ursa­che. Denn letz­ten Endes ist ja der Punkt dahin­ter, dass halt irgend­wie eine Unzu­frie­den­heit aus einem selbst her­aus kommt, die dazu führt, dass man so han­delt oder dass man die­ses oder jenes meint tun zu müs­sen. Und das heißt, es ist aus mei­ner Sicht ja ein ganz ande­rer Punkt. Denn wenn ich sage, ich stre­be nach äuße­ren Zie­len, ist das die eine Sache und das ande­re kann ja sein, ich stre­be nach dem Ziel der inne­ren Aus­ge­gli­chen­heit, oder ich bin inner­lich aus­ge­gli­chen und ich ent­wick­le mich dahin. Das wird wahr­schein­lich in vie­len Fäl­len auch nicht ganz ohne Arbeit mög­lich sein, aber dann ist es ja viel­leicht auch irgend­wo irgend­wo ein Ziel, nur dass man es qua­si nicht von äuße­ren Din­gen dann abhän­gig macht in der Art und Wei­se. Björn Ja, also ein Kar­rie­re Guru arbei­tet ja auch inso­fern nur mit der Sehn­sucht der Men­schen, weil was der tut, ist ja, dass er sagt schaut mich an, wie toll und glück­lich ich bin und das möch­te du ja garan­tiert auch und des­we­gen musst du es genau­so machen wie ich. Und damit spricht er eine Sehn­sucht aller Men­schen an und eine Sehn­sucht ist ja nicht unbe­dingt ein Ziel, also die Sehn­sucht nach Glück. Wir möch­ten ja alle glück­lich sein. Wir möch­ten ja, ich ken­ne nie­man­den, der sagt, Ich möch­te aber unbe­dingt unglück­lich sein. Also wür­de ich auch nicht als gesund bezeich­nen. Also jemand Wir wol­len ja alle glück­lich sein, und dar­über müs­sen wir viel­leicht auch mal eine Fol­ge auf­neh­men, was Glück­lich­sein eigent­lich ist und wie oft man das eigent­lich emp­fin­det. Und dann wird die­ses Gefühl von Glück, von Glück­lich­sein an dar­an gekop­pelt, dass man das tun muss und das errei­chen muss, was die­ser Guru erreicht hat, der ja so sich als so unglaub­lich glück­lich ver­kauft. Das Gegen­teil davon ist für mich eigent­lich das Leben im Moment, das kom­plet­te Besin­nen auf den Moment und mit dem Moment zufrie­den sein. Björn Los­ge­löst davon kann man ja trotz­dem Wün­sche haben. Und Wün­sche sind ja wie­der was ande­res als ein Ziel. Also ich kann ja als Wunsch haben, ich möch­te nächs­tes Jahr Urlaub in XY machen, das kann ja ein Wunsch sein. Ich kann aber trotz­dem mit dem Moment total im Frie­den sein und auch mit mir im Frie­den sein und brau­che eben nicht die­ses nächs­te Ziel, hin­ter dem ich hin­ter­her hech­te, um dann das Gefühl von Jetzt bin ich eine dicke Wurst, jetzt habe ich was Tol­les geschafft zu haben und ich glau­be sogar, dass das der, der drü­ber nach­den­ke und mich mit dir aus­tau­sche, glau­be ich, dass das der nach­hal­ti­ge­re Weg zur Zufrie­den­heit ist, weil die­ses Das hat­ten wir auch in der Fol­ge, wo es um Zie­le, Errei­chen und Lebens­zie­le ging. Schon die­ses Hin­ter­her­he­cheln von immer wie­der neu auf­ge­setz­ten Zie­len lässt einen nie zur Ruhe kom­men. Man kommt ja nie an, man hat ja immer wie­der die­ses Gefühl, ich muss das nächs­te Ziel und das nächs­te Ziel und das nächs­te Ziel und dann muss ich das Haus wie­der schwarz strei­chen, weil es haben es alle ande­ren schwarz gestri­chen. Björn Das ist wird ja nie auf­hö­ren. Und ich glau­be tat­säch­lich, dass die­se Ziel­lo­sig­keit, also die­ses die­se Zufrie­den­heit mit dem Moment und dem Sta­tus quo, los­ge­löst davon, dass man nicht trotz­dem auch ler­nen und sich wei­ter­ent­wi­ckeln kann, aber trotz­dem zufrie­den ist. Ich glau­be, das ist ein Schlüs­sel zu einer nach­hal­ti­gen, zu einem nach­hal­ti­gen Glück ist. Jan Ich habe jetzt gera­de über Gurus gespro­chen. Ich habe letz­tens einen Bei­trag gese­hen von einem indi­schen Guru, der sag­te. Das Leben funk­tio­niert in der Rei­hen­fol­ge Zuerst sein. Dann tun und dann haben. Und wenn es in der Rei­hen­fol­ge läuft, dann ist es qua­si eine gute Vor­aus­set­zung dafür, dass man rela­tiv zufrie­den ist. Und das ist ein gro­ßes Dilem­ma der Men­schen ist, das vie­le erst haben wol­len. Und des­halb tun sie etwas und des­halb wer­den sie das, was sie sind. Björn Aber das ist schön. Das ist eine schö­ne Betrach­tung. Jan Und das und das ist eigent­lich eine schö­ne Idee. Eine schö­ne Betrach­tung ist für mich als pro­zes­su­al den­ken­den Men­schen auch immer irgend­wie ganz schön. Aber die­se Grund­vor­aus­set­zung erst mal bin ich und dann schaue ich was aus mir her­aus. Macht mich zufrie­den. Glück­lich? Wor­an? Wor­an möch­te ich ger­ne auch tätig sein? Und das tue ich. Und dar­aus ergibt sich dann letz­ten Endes und dar­aus habe ich dann auch die Mög­lich­keit, etwas bei­spiels­wei­se zu haben, mate­ri­ell, was ich dann natür­lich sehr, sehr gesund erst mal wirkt. Also auch wenn es viel­leicht in der Rea­li­tät nicht so ein­fach immer umzu­set­zen ist, weil wir natür­lich auch ganz bewusst mit Sehn­süch­ten kon­fron­tiert wer­den. Also wir müs­sen ja nur ein­mal raus­ge­hen auf die Stra­ße, dann ist dort Wer­bung. Im Inter­net ist Wer­bung, auf unse­rem Smart­phone ist per­ma­nent Wer­bung. Wir leben in einer völ­lig unna­tür­li­chen Welt, in der uns Insta­gram oder was weiß ich was für Medi­en zei­gen, wie das Leben sein könn­te oder wie man per­fekt. Björn Zu sein hat. Jan Oder auch zu sein hat. Genau. Wes­halb ja auch vie­le hin­ge­hen und sagen, sie machen mal die­sen Digi­tal Detox, legen das Han­dy bei­sei­te und ver­su­chen sich da gar nicht von ihnen beein­flus­sen zu las­sen. Und das ist natür­lich auch etwas, was da sicher­lich mit zu tun hat. Also wel­chen Rei­zen set­zen wir uns auch aus und wel­chen Wün­schen, Zie­len oder wel­chen Medi­en geben wir über­haupt die Gele­gen­heit, auch in uns Zie­le, Wün­sche, Sehn­süch­te letz­ten Endes zu? In uns zu plat­zie­ren. Björn Ich muss gera­de ver­rück­ter­wei­se ans Tau­chen den­ken, weil die­se die­se die­se Situa­ti­on so völ­lig abge­kop­pelt von von. Also wirk­lich nur so in dem Moment zu sein, abge­kop­pelt von dem, was von außen kommt. Das habe ich tat­säch­lich beim Tau­chen beson­ders inten­siv erlebt. Und mir schießt halt auch durch den Kopf, dass es da auch wie­der Unter­schie­de gab. Also ich war sehr glück­se­lig, wenn ich ein­fach unter Was­ser war und ich konn­te mir eine Stun­de so einen Tauch­gang dau­ert ja meis­tens so um die um eine Stun­de her­um. Ich konn­te eine Stun­de ein­fach Koral­len und Fischen zugu­cken, sanft dahin schwe­ben, mich über­ra­schen las­sen und ich hat­te eigent­lich kein Ziel. Ich bin die gan­ze Zeit nur im Kreis getaucht oder hin­ter­her getaucht. Ich hat­te über­haupt kein Ziel und habe das nur genos­sen. Und auch da gab es Men­schen, die halt völ­lig frus­triert waren, weil die sich als Ziel gesetzt haben. Ich will aber einen Wal heil sehen die­ses Mal. Und es hat nicht funk­tio­niert, weil die Natur funk­tio­niert halt nicht so und die dann völ­lig frus­triert waren und dann geschimpft haben. Björn Das war mir so ein das konn­te ich so nicht nach­emp­fin­den, aber das hat etwas damit zu tun. Da woll­ten näm­lich jemand unbe­dingt ein Video von so einem Hai dre­hen und das irgend­wo pos­ten und dann ging das nicht. Und das war also, wie man sich den Moment so zer­stö­ren kann, schießt mir so durch den Kopf. Jan Und schon war. Björn Ja tat­säch­lich. Jan Die­ser ver­damm­te Wal. Björn Da. Aber das ist so ein schö­nes Bild, fin­de ich, weil das tat­säch­lich das so ein Dahin­trei­ben ist. Und was dein Unter­was­ser da erwar­tet, das kann man ja nicht pla­nen. Selbst wenn man weiß, da sind bestimm­te Tie­re mit grö­ße­rer Wahr­schein­lich­keit anzu­tref­fen, dann weiß man nicht wie ist die Sicht? Sind die Tie­re wirk­lich da? Wie sind die drauf? Habt ihr Lust aus ihren Löchern zu kom­men? Und wer ist noch da? Und all sol­che Sachen? Und das ist tat­säch­lich ein tota­les Sein im Moment. Und des­we­gen gefällt mir Tau­chen auch so gut, wenn man so völ­lig abge­kop­pelt ist von allem, was über Was­ser ist. Jan Ja, das ist eine schö­ne, schö­ne Geschich­te, die du erzählst, die näm­lich ganz viel auch damit zu tun hat, wie man das Leben nimmt, wie man das Gelas­sen­heit gebet, dass man die Din­ge eben. Ja, dass man den Mut haben möch­te, die Din­ge zu ändern, die man ändern kann. Die Gelas­sen­heit, das zu ertra­gen, was man nicht ändern kann oder zu akzep­tie­ren und die Weis­heit, das eine von dem ande­ren zu unter­schei­den. Und ich bin ja auch ein Rie­sen­fan der Stoi­ker. Und auch da wird der gesagt Was pas­siert, kann man nicht ver­än­dern. Aber wir haben in der Hand, wie unse­re Betrach­tungs­wei­se der Din­ge ist. Und ob der Hai da ist oder nicht, ist ja die eine Situa­ti­on. Aber ob wir trotz­dem den Kopf dafür frei haben, die Situa­ti­on zu genie­ßen oder ob wir uns ärgern, das liegt letz­ten Endes in unse­rer Hand. Björn Was für ein schö­ner Schluss­satz. Ein sehr schö­ner phi­lo­so­phi­scher Aus­tausch mit dir heu­te. Ja, ein ganz, ganz wun­der­ba­res The­ma, über das man viel nach­den­ken kann. Über das man sich auch viel noch mal über sei­ne eige­nen eige­ne Sor­tie­rung im Leben klar wer­den kann. Und wir hof­fen, dass euch das auch ein biss­chen ange­regt hat da drau­ßen, euch dar­über Gedan­ken zu machen, ob euch viel­leicht nicht ein biss­chen Ziel­lo­sig­keit gut­tun wür­de. Das sind im Moment Sein und ein biss­chen Sein, vor dem Haben kom­men müss­te. Bleibt uns gewo­gen. Ihr fin­det unse­re Kon­takt­da­ten wie immer unter der Pod­cast Beschrei­bung. Ich sag bis zum nächs­ten Mal. Jan Und auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Lebensziele, Podcast, Ziele --- ### [Nein sagen lernen sollte jeder](https://bobach-coaching.de/podcast-nein-sagen-lernen/) **Published:** Oktober 28, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Nein sagen ist für vie­le Men­schen eine ech­te Her­aus­for­de­rung und begeg­net mir auch in [Coa­ching-Sit­zun­gen](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") immer wie­der – *Nein sagen ler­nen* ist ein häu­fi­ger Wunsch mei­ner Kli­en­ten. Unab­hän­gig ob pri­va­te oder beruf­li­che Situa­tio­nen, gibt es immer wie­der ähn­li­che Ursa­chen, war­um NEIN sagen so schwer­fällt: - Angst vor Ableh­nung - Sor­ge, die Zuge­hö­rig­keit zur Grup­pe zu ver­lie­ren - Ver­lust­ängs­te - Angst vor nega­ti­ven Kon­se­quen­zen Dabei sind die tat­säch­li­chen Fol­gen von kon­se­quen­tem und sach­li­chem Ableh­nen von Auf­trä­gen oft sehr posi­tiv: ☀️ Res­sour­cen für wirk­lich wich­ti­ges spa­ren ☀️ Kla­re per­sön­li­che Gren­zen auf­zei­gen ☀️ Selbst­schutz / Selbst­für­sor­ge durch Ver­mei­dung einer Über­las­tung In die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coach&Coach Podcast") gehen wir den Ursa­chen genau­er auf den Grund und geben auch ein paar Tipps, wie man sel­ber üben kann öfter NEIN zu sagen um beherz­ter JA sagen zu kön­nen. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge Coach und Coach. Wie immer mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan! Jan Hal­lo Björn. Björn Wir spre­chen heu­te über ein wun­der­ba­res The­ma, das da heißt Nein sagen kön­nen. Ich möch­te die Epi­so­de mit einem klei­nen Zitat star­ten, das ich gera­de noch in einem Buch gele­sen habe, dass ich gera­de schmö­ker. Und das lau­tet Die Leu­te den­ken, dass sich zu fokus­sie­ren bedeu­tet, zu den Din­gen Ja zu sagen, die man im Auge hat. Doch es bedeu­tet, dass man zu den ande­ren 100 guten Ideen Nein sagen kann. Hast du eine Ahnung, von wem das Zitat ist? Jan Ich habe die gro­ße Hoff­nung, dass du es mir jetzt gleich sagen wirst. Björn Es ist von Ste­ve Jobs. Jan Ja. Björn Und des­we­gen kommt, kom­men wir auch gleich zum Punkt. Also, mei­ne Idee zum The­ma Nein­sa­gen ist eigent­lich das Nein­sa­gen. Kön­nen bedeu­tet auch gleich­zei­tig Ja sagen zu kön­nen. Also wenn man nicht Nein sagen kann, kann man auch nicht wirk­lich Ja sagen. Jan Okay, stei­le The­se. Auf jeden Fall. Das ist unge­fähr so wie jede Ent­schei­dung ist ein Mas­sen­mord an Mög­lich­kei­ten. Wenn qua­si eine ähn­li­che Phra­se in dem Zusam­men­hang aber klar las­sen eine Wahr­heit mit dran. In dem Moment, wo ich nicht nein sagen kann, räu­me ich natür­lich ein, even­tu­ell auch Din­ge zu tun, die ich viel­leicht gar nicht tun möch­te und wes­halb ich dann den Din­gen nicht nach­ge­hen kann, die mir am Her­zen lie­gen. Björn Und anders­her­um, wenn ich nicht Nein sagen kann, ist kein Ja, das ich je aus­spre­che, ein hun­dert­Pro­zen­ti­ges Ja, weil ich ja immer die­se gan­zen ande­ren Din­ge, zu denen ich nicht Nein gesagt habe, auch noch mit mir her­um­tra­ge. Jan Rich­tig. Björn Aber viel­leicht gehen wir mal einen Schritt zurück, bevor wir schon so phi­lo­so­phisch wer­den. War­um bespre­chen wir das The­ma über­haupt? Jan Weil wir es immer wie­der hören und auch mer­ken. Bei ande­ren Per­so­nen, manch­mal auch bei uns selbst. Viel­leicht, dass es schwer fällt, Nein zu sagen oder schwer fal­len kann, Nein zu sagen. Und das ist ja im all­täg­li­chen Leben jeder­zeit oder ganz oft Situa­tio­nen begeg­nen, in denen wir uns ent­schei­den müs­sen und Ja oder Nein sagen müs­sen und zumin­dest den­ken, dass wir es tun müs­sen. Ja und in dem Zusam­men­hang, wie gesagt, die Beob­ach­tung, dass es oft­mals schwer fal­len kann, Nein zu sagen. Und da stellt sich natür­lich erst mal die augen­schein­li­che Fra­ge War­um ist denn das so? War­um nei­gen Men­schen dazu, eher Ja zu sagen statt nein? Auf eine Ant­wort auf eine Ich glau­be. Björn Ich glau­be, es geht ja um eine ganz bestimm­te Form des Nein sagens und es geht immer dar­um, Nein gegen­über einem ande­ren Men­schen zu sagen. Also nicht nein zu irgend­et­was ande­rem. Wie kannst du drei Wochen durch­ar­bei­ten? Ich glau­be, da fällt es kei­nem schwer, Nein zu sagen. Aber wenn ein ande­rer Mensch uns gegen­über­tritt mit einer Bit­te. Da gibt es, glau­be ich, häu­fi­ger Situa­tio­nen. Das glau­be ich nicht nur das ist ein­fach so, da gibt es häu­fi­ger Situa­tio­nen, wo ein Nein sehr, sehr viel schwe­rer fällt. Das hat natür­lich damit zu tun, was wir möch­ten, was der ande­re, der unser, unser Gegen­über für ein Bild von uns hat. Und gera­de bei Men­schen, die irgend­ei­ne Rele­vanz haben, also wenn es jetzt zum Bei­spiel der Chef ist oder aber auch im pri­va­ten Part­ner, Part­ne­rin oder enge Freun­de, möch­ten wir ja auf eine bestimm­te Art und Wei­se wahr­ge­nom­men wer­den. Und ein Nein bedeu­tet ja auch immer so etwas wie eine Bot­schaft. Die­ser Wunsch von dir ist mir nicht so wich­tig. Und dann fürch­tet man, glau­be ich, Ableh­nung. Jan Ja, ja. Also den letz­ten Punkt, dass man eine Ableh­nung fürch­tet, da wäre ich auf jeden Fall dabei. Ob dabei mit­schwingt, dass einem das nicht so wich­tig ist, da bin ich mir nicht so sicher. Aber tat­säch­lich die­ser Punkt der Ableh­nung. Ich glau­be, der sitzt tief, der sitzt auch evo­lu­ti­ons­bio­lo­gisch tief und so weit, dass man im Grun­de genom­men halt ein­fach nicht sich abtren­nen möch­te von der Grup­pe oder von wich­ti­gen Per­so­nen und die ableh­nen möch­te in die­sem Zusam­men­hang. Bezie­hungs­wei­se Sor­ge hat, dass durch das Nein die Ant­wort Nein im Grun­de genom­men hier eine Ableh­nung von der Grup­pe statt­fin­den kann. Und die kann ja auch reprä­sen­tiert wer­den durch bei­spiels­wei­se die Fami­lie, Freun­de, Vor­ge­setz­te, Kol­le­gen oder wie auch immer. Und das ist wahr­schein­lich der ganz wesent­li­che Punkt, wes­halb das so tief in uns drin sitzt, dass es schwer fal­len kann in die­sem Zusam­men­hang. Aber es hat natür­lich auch was damit zu tun im ande­ren Kon­text, wie auch sozu­sa­gen das Selbst­be­wusst­sein im Sin­ne von tat­säch­lich sich über sich Selbst­be­wusst­sein aus­ge­prägt ist und auch der Stel­len­wert, den man sich selbst ein­räumt im Leben. Jan Also wel­che Prio­ri­tät gibt man sich selbst und sei­nen eige­nen Wün­schen? Wenn man es qua­si nur tut oder wenn man nur ja sagt, um ande­ren Men­schen zu gefal­len oder eben nicht abge­lehnt zu wer­den? In die­sem Zusam­men­hang. Björn Hmmm. Ich glau­be es nicht. Es hat noch eine ande­re Kom­po­nen­te und das ist das, was man als Füh­rungs­kraft ja auch mit beein­flus­sen kann. Es muss ja auch Raum für Nein geben. Also was ist denn? Was glaubt man denn, was pas­siert, wenn wenn man ein Nein aus­spricht? Was hat man da für ein Erfah­rungs­ho­ri­zont? Was hat man da für Glau­bens­sät­ze? Was ist zum Bei­spiel im Eltern­haus? Also da sind wir wie­der beim inne­ren Kind. Was ist denn pas­siert, wenn man mal nicht so woll­te, wie die Eltern das ger­ne gehabt hät­ten? Auf einem gewis­sen Punkt das The­ma Selbst­be­haup­tung und so und spielt da mit rein. Und als Vor­ge­setz­ter zum Bei­spiel fin­de ich es auch total wich­tig, dass man einen Raum für Nein lässt, dass man auch ganz deut­lich betont, zum Bei­spiel wenn man zu einem Mit­ar­bei­ter geht und fragt, ob das für den Mit­ar­bei­ter mög­lich wäre, irgend­ei­ne Arbeit, die außer der Rei­he ist, zu machen. Dass man auch mal ganz deut­lich betont, dass ein Nein kei­ne nega­ti­ven Kon­se­quen­zen hat, weil ganz vie­le lau­fen ja damit rum und den­ken, sobald sie Nein sagen, wer­den sie ver­flucht. Björn Also Mit­ar­bei­ter von allen ande­ren Kol­le­gen, wie du eben so schön gesagt hast, die gehö­ren dann sofort nicht mehr dazu. Es wird mit dem Fin­ger sofort mit dem Fin­ger auf sie gezeigt und man muss halt auch Raum für Nein zulas­sen. Und ich glau­be, das ist auch in unse­rer sehr leis­tungs­ori­en­tier­ten Gesell­schaft, gera­de im beruf­li­chen Umfeld sehr weit­ver­brei­tet, dass es kei­nen Raum für Nein gibt. Aber es gibt es auch in Bezie­hun­gen, also in sehr ein­sei­ti­gen Bezie­hun­gen, wo es eine sehr, sehr domi­nan­ten Part­ner gibt und einen sehr unter­wür­fi­gen Teil gibt, wird der Domi­nan­te ein Nein sehr wahr­schein­lich so schnell auch nicht akzep­tie­ren. Jan Da ist man wie­der bei dem Punkt, was man auch akzep­tie­ren lässt. Als der­je­ni­ge, der Nein sagt, gehört ja auch immer jemand dazu, der bereit ist, dass das Gegen­über das Nein nicht akzep­tiert. Aber ich möch­te noch mal zu dem Punkt zurück­kom­men, den du gera­de ange­spro­chen hast. Und das ist das beruf­li­che Umfeld jetzt auch im Sin­ne von Vor­ge­setz­ten bei­spiels­wei­se. Und du sagst, es müss­te ein Raum für ein Nein sein. Und mir ist auch noch mal wich­tig klar­zu­stel­len, dass es ja nicht nur dar­um geht, ein Nein zu gön­nen im Sin­ne von Ich gebe dir die Frei­heit, dass du Nein sagen kannst, son­dern auch aus vor­ge­setz­ten Sicht oder auch in der Kun­den­be­zie­hung. Und wei­ter ist nein eigent­lich total wich­tig. Denn es geht ja nicht nur dar­um möch­te man etwas, son­dern es geht ja auch dar­um kann man etwas tun. Wer immer nur Ja sagt, der lädt sich qua­si auch immer mehr The­men auf. Und der kommt dann irgend­wann an dem Punkt, dass er im Grun­de genom­men all den­je­ni­gen, den er gesagt hat Ja, kann ich noch machen. Jan Dann unter Umstän­den auch nicht mehr gerecht wer­den kann, weil es dann ein­fach zu vie­le The­men sind. Und das ist dann auch der Punkt, wo man abgren­zen muss, wo das Nein ja eigent­lich wich­tig ist und qua­si die Qua­li­tät dann für die ein­zel­nen Din­ge, für die man sich ent­schei­det, zu denen man ja sagt, dann wie­der­um erhöht. Das heißt, das spielt wie­der an der Zeit wie­der ein auf den Punkt, den du eigent­lich ganz zu Beginn gesagt hast, dass ein Nein auch wie­der­um ein Ja für eine ande­re Ent­schei­dung, für einen ande­ren Fokus ist. Björn Ich glau­be auch, dass es kei­ne das ist, dass es da kei­ne Sta­tik gibt, also dass es auch schwankt in den Pha­sen, die ein Mensch so durch­läuft. Also bei­spiels­wei­se, wenn jemand in einem neu­en Job ist, in der Pro­be­zeit oder so, wird es sehr, sehr viel schwie­ri­ger aus­fal­len, sehr viel schwe­rer fal­len. Nein zu sagen zu einer Fra­ge, einer Anfra­ge, die da an ihn her­an­ge­tra­gen wird, weil er ein­fach auch Sor­ge hat, abge­lehnt zu wer­den oder in der Pro­be­zeit viel­leicht nega­tiv auf­zu­fal­len. Also ich glau­be auch, dass wir Men­schen da nicht sta­tisch sind, son­dern dass es immer mit dem Umfeld zu tun hat, wie sicher wir uns gera­de füh­len. Und was du ganz am Anfang gesagt, das auch. Wie wert bin ich mir in dem Moment sel­ber? Wie hoch ist mein der Anspruch gera­de, dass ich mir sel­ber gut tue und dass ich vor allem auch auf mich sel­ber ach­te in dem jewei­li­gen Moment, Weil auch das ist ja nicht sta­tisch, das schwankt ja auch je nach Lebens Umstand. Jan Ja, und dass man eigent­lich genau bei dem Punkt es geht auch um Selbst­für­sor­ge, es geht um Eigen­ver­ant­wor­tung in dem Zusam­men­hang. Und das sind die­se Punk­te, die da eben auch wich­tig sind, wes­halb einem ein Nein auch selbst gut tun kann. Also es ist nicht nur das man es geht ja nicht dar­um, dass man ande­re vor den Kopf sto­ßen möch­te, son­dern es geht eigent­lich dar­um, dass man sich bewusst ist dar­über, was möch­te ich eigent­lich, was ist mir wich­tig? Was sind die Din­ge, denen ich mich wid­men möch­te? Und wes­halb sage ich dann auch ganz bewusst ja oder nein und habe nicht wie so ein Schluck auch sofort, wenn eine Fra­ge kommt, das ein Ja, das krie­ge ich schon, das kann ich schon machen im Zusam­men­hang. Björn Jetzt ist das jetzt ist das sehr viel­leicht gesagt, dass man ein­fach öfter nein sagen soll­te, aber ich glau­be, das kennt jeder aus Erfah­rung. Also ich ken­ne es, weil ich auch schon in Situa­tio­nen war, wo mir ein Nein rela­tiv schwer gefal­len ist. Das wenn man dann ein­fach nein sagt, ist das halt eben nicht so ein­fach. Dann hat man in der Regel ent­we­der sofort eine rote Bir­ne oder rudert sofort zurück oder kriegt das Nein gar nicht über die Lip­pen. Das geht ja auch vie­len so und da ist dann die Fra­ge Wie kann man das eigent­lich ler­nen? Wie kann man das trai­nie­ren, ohne dass man hoch­ro­ten Kopf hat und sich am Nein ver­schluckt, anstatt es ganz neu­tral zu for­mu­lie­ren, wo man könn­te? Wie kann man das üben? Oder wor­an liegt es über­haupt, dass es einen so schwer fällt, auch das auch nur zu üben? Jan Erst mal ist es ja gar kein Pro­blem, wenn man roten Kopf bekommt. Also auch das ist ja in Ord­nung. Es darf ja auch erst mal viel­leicht etwas unge­wohnt sein, da so zu reagie­ren und dass man sich da viel­leicht erst mal durch durch­rin­gen muss. Aber in der Tat ist es, glau­be ich so, dass man sich ange­wöh­nen kann oder begin­nen kann damit. Tat­säch­lich. Nicht sofort zu reagie­ren. Ich mei­ne, es gibt Situa­tio­nen, da muss man sich ent­schei­den. Das sind aber wahr­schein­lich die wenigs­ten Situa­tio­nen, wo es tat­säch­lich ja oder nein jetzt in die­ser Situa­ti­on ist. Aber ansons­ten kann man natür­lich unter­schied­li­che Tech­ni­ken anwen­den. Ent­we­der schafft man es, dass man in der Situa­ti­on sich erst mal kon­zen­triert und mal durch­at­men, bevor man ant­wor­tet, dass man also erst mal sagt Ich arbei­te jetzt drei­mal tief durch und dann wer­de ich, wer­de ich ent­schei­den. Und dann wer­de ich ant­wor­ten. Das ist eine Mög­lich­keit. Eine ande­re Mög­lich­keit ist natür­lich auch, eine Ent­schei­dung mal zu ver­ta­gen und zu sagen Da möch­te ich gern noch ein­mal in Ruhe drü­ber nach­den­ken, bevor man sei­ne Ant­wort dar­auf gibt. Jan Auch eine Mög­lich­keit. Oder wenn wir jetzt tat­säch­lich auch zu Coa­chings Tech­ni­ken kom­men, gibt es ja auch die Mög­lich­keit, dass man tat­säch­lich mit bei­spiels­wei­se Ankern arbei­tet, also sich tat­säch­lich auch irgend­wo einen kör­per­li­chen Anker setzt, der einen dar­an erin­nert, dass man nicht bei einer Fra­ge sofort auf­springt, son­dern dass man erst mal inne­hält und qua­si nicht sofort reagiert in die­sem Zusam­men­hang. Björn Du hast ganz am Anfang jetzt was gesagt. Das fand ich ganz wich­tig. Du hast gehört, dass es anfangs unge­wohnt und das Gegen­teil von unge­wohnt ist. Ja, gewohnt, also eine Gewohn­heit. Und ich glau­be, das hilft schon enorm, wenn man sich los­ge­löst von den Tech­ni­ken wie Stopp kann set­zen und so, wenn man sich viel­leicht auch gera­de zu Beginn, wenn man rea­li­siert, ich habe ein Pro­blem damit, Nein zu sagen, es fällt mir schwer, Nein zu sagen, sich auch ganz bewusst macht, dass das unge­wohnt ist und dass es eine Zeit braucht, die­se Gewohn­heit, das auch sagen zu kön­nen, nicht nur, aber auch sagen zu kön­nen. Vor allem eins brau­chen, Das ist Zeit. Weil Gewohn­hei­ten brau­chen ja Zeit, bis sie sich ein­ge­schli­chen haben und bis sie, bis sie uns locker über die Lip­pen gehen. Oder grund­sätz­lich, bis wir sie locker gestal­ten kön­nen. Das ist so, wie wenn jemand sagt Ich möch­te eine neue Gewohn­heit, eine sport­li­che Gewohn­heit auf­bau­en. Ich fin­de, das ist wie ein Mus­kel, den man trai­niert. Björn Und dass, wenn man sich des­sen bewusst ist, ist viel­leicht auch das der rote Knopf. Nicht so uner­war­tet, weil du sagst, das ist okay. Aber wenn man damit nicht rech­net, kann das ja zur Fol­ge haben, dass man vor lau­ter rotem Kopf in eine Art Panik ver­fällt oder ganz schnell wie­der ja sagt. Habe ich auch schon beob­ach­tet. Also jemand, dem wir ganz rigo­ros ein Nein ent­ge­gen­brach­te und ich dann wirk­lich regel­recht zugu­cken konn­te, wie die Durch­blu­tung stieg. Panik in den Augen. Aber ich kann es eigent­lich doch. Dann kam das rela­ti­vier­te ja hin­ter­her. Also nicht über­rascht reagie­ren und sich dar­über im Kla­ren sein, dass das viel­leicht im ers­ten Moment ein wenig Stress aus­löst. Jan Na ja, eine ande­re Mög­lich­keit ist auch noch, das tat­säch­lich auch zu visua­li­sie­ren, vor­her durch­zu­ge­hen im Kopf, dass man also sich das auch antrai­niert, even­tu­ell kennt. Die eine oder ande­re Per­son ist auch, dass es bestimm­te Situa­tio­nen gibt, in denen es beson­ders schwer fällt, Nein zu sagen, viel­leicht auch gegen­über bestimm­ten Per­so­nen. Auch das kann man tat­säch­lich vor­her ja eben schon mal im Kopf durch­ge­hen, die­se Situa­ti­on üben, ohne dass man es tat­säch­lich in der Rea­li­tät getan hat. Oder natür­lich auch die Mög­lich­keit, dass man es ein­fach mal an ande­ren Stel­len macht. Also viel­leicht nicht direkt an der wich­tigs­ten, wo man den hoch­ro­ten Kopf bekommt, son­dern viel­leicht erlebt man die­ses Mus­ter auch in ande­ren Situa­tio­nen und kann es dann dort auch erst mal vor pro­bie­ren, bevor man es dann sozu­sa­gen auf der gro­ßen Büh­ne dar­stellt. Björn Ja und wie gesagt, wenn man dann anfangs viel­leicht ein biss­chen übers Ziel hin­aus­schießt, ist das auch kein Bein­bruch. Dann sagt man viel­leicht ein­mal zu oft nein, dann hat man ein ande­res Jahr deut­lich kräf­ti­ger. Jan Genau. Björn Ja. Jan Wir hof­fen, für euch gab es auch eini­ge Aspek­te, die zum Nach­den­ken anre­gen. Viel­leicht auch dar­über, in wel­chen Situa­tio­nen ihr Ja oder Nein sagt. Wir wün­schen euch, dass ihr in den Situa­tio­nen, in denen ihr ein Nein meint, das auch aus­spre­chen könnt und wollt und das dann auch in Zukunft tut. Und freu­en uns auf jeden Fall schon auf die nächs­te Fol­ge mit euch und bleibt uns bis dahin gewo­gen. Wir ver­ab­schie­den uns und Björn, du hast das Wort. Björn Ciao bis bald! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Nein sagen, Podcast --- ### [Eine App ist nie die Lösung - Toolitis](https://bobach-coaching.de/eine-app-ist-nie-die-loesung-toolitis/) **Published:** November 5, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Too­li­tis – was soll denn das sein? Viel­leicht kennt ihr das auch: Man selbst – oder ein Kol­le­ge – star­tet alle paar Woche mit einer neu­en App, die die Ret­tung brin­gen soll. End­lich pro­duk­ti­ver, end­lich nichts mehr ver­ges­sen, alles wegen einer neu­en App. Dies wie­der­holt sich immer wie­der, bringt nicht das gewünsch­te Ergeb­nis und der Frust steigt und steigt. In die­ser Pod­cast-Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich mit *Too­li­tis*: - war­um eine App nie die Lösung ist - wo häu­fig die tat­säch­li­chen Ursa­chen für Too­li­tis lie­gen (Pro­kras­ti­na­ti­on, Per­fek­tio­nis­mus) - wie man sich hel­fen kann, wenn es an Prio­ri­sie­rung hapert - wie die Eisen­hower Matrix hel­fen kann Links Buch [Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den](https://amzn.to/3Nuimqp) (Affi­lia­te-Link) [Die Eisen­hower Matrix](https://t2informatik.de/wissen-kompakt/eisenhower-matrix/) Mei­ne Aus­bil­de­rin: [Doro­the Fritz­sche](https://dorothe-fritzsche.de/) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht dem Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid. Und heu­te geht es um das schö­ne The­ma. Eine App ist nie die Lösung. Ja, was mei­ne ich damit? Und war­um beschäf­ti­ge ich mich heu­te damit? Mir begeg­net die­se Situa­ti­on sehr häu­fig in Busi­ness Coa­chings und die Leu­te, die mir schon etwas län­ger fol­gen, wis­sen, dass ich grund­sätz­lich der Mei­nung bin, dass man Busi­ness und Per­so­nal Coa­ching gar nicht strikt tren­nen kann. Und das ist tat­säch­lich auch ein gutes Bei­spiel dafür, weil die Ursa­chen davon lie­gen gar nicht so sehr im geschäft­li­chen Bereich meis­tens, son­dern eher schon im per­sön­li­chen. Also was mei­ne ich mit Coli­tis? Also grund­sätz­lich ist das die­ses Phä­no­men, dass es Men­schen gibt, die im Beruf­li­chen. Ein Tool, eine App nach der ande­ren benut­zen, meist ohne Abspra­che mit ihrem Umfeld und dar­über glau­ben ihre Pro­duk­ti­vi­täts The­men unter Kon­trol­le zu krie­gen. Also zum Bei­spiel jeden Monat eine neue To Do Lis­ten App, jeden Monat ein neu­es Kom­mu­ni­ka­ti­ons Tool, jeden Monat ein neu­es Pro­jekt­pla­nung Tool. Und das geschieht oft rela­tiv abrupt. Also es ist auf ein­mal der neue Heils­brin­ger da, der dann groß ver­kün­det wird. Die Kol­le­gen füh­len sich oft über­gan­gen. Und je öfter das pas­siert, schwin­det natür­lich auch die Akzep­tanz immer mehr. Es ist beson­ders dann pro­ble­ma­tisch, wenn das von den Vor­ge­setz­ten aus­ge­lebt wird, wo man dann sich so aus­ge­lie­fert fühlt und wenn man das dann immer wie­der mit­ma­chen muss. Irgend­wann wer­den die­se Vor­ge­setz­ten dann eine wirk­li­che Blo­cka­de­hal­tung bei ihren Mit­ar­bei­tern erle­ben und dann kom­men sie meis­tens auch zu mir als Coach und sagen Also irgend­wie habe ich da anschei­nend ein The­ma. Mei­ne Kol­le­gen machen da ein­fach alle nicht mehr mit. Mei­ne Mit­ar­bei­ter sagen, das geht so nicht mehr und ich weiß aber nicht, was ich anders machen soll, weil ich habe doch immer nur die bes­te App wie­der­ge­fun­den oder die nächs­te bes­te App gefun­den. Ein wei­te­res Merk­mal von Poli­tik ist auch, dass es dann kei­ne Kon­se­quen­zen der Nut­zung der neu­en Wun­der­waf­fe gibt. Das wird dann eins zwei Tage durch­ge­zo­gen und dann wird von dem, der es selbst initi­iert hat, das eigent­lich ganz schnell wie­der ver­nach­läs­sigt und man fällt wie­der in alte Mus­ter zurück. Und weil es dann kei­ne Ver­bes­se­rung gibt, schiebt man dann die Ver­ant­wor­tung dafür auf. Das Tool guckt gar nicht erst in sich selbst rein, son­dern das Tool ist schuld. Das Tool sorgt dann eigent­lich für das Pro­blem. Und wegen des schlech­ten Tools hat man sich auch nicht ver­bes­sert oder hat immer noch die alten Pro­ble­me. Also muss ein neu­es Tool her, das dann die ver­meint­li­che Ret­tung dar­stellt. Ich glau­be, fast jeder von euch, der mir hier zuhört, kennt jeman­den, der das so hat. Oder viel­leicht betrifft es euch ja auch sel­ber und viel­leicht lei­det ihr da auch schon drun­ter, weil es eigent­lich immer wie­der so ist, dass ihr euch die Hoff­nung macht. Jetzt habe ich was gefun­den, das wird mich rich­tig nach vor­ne brin­gen und dann ist die nächs­te Ent­täu­schung schon wie­der da. Und mei­ne Nach­richt heu­te für euch ist Das Tool ist nicht die Lösung. Die App ist nicht die Lösung. Die Ursa­che liegt ganz woan­ders. Und es gibt da eigent­lich in mei­nen Coa­chings zwei gro­ße The­men­fel­der. Das eine ist erst mal etwas ganz Prag­ma­ti­sches und das ist die Prio­ri­sie­rung, die schlech­te Prio­ri­sie­rung von Auf­ga­ben. Und das kann man auch ganz schnell, ganz hand­werk­lich gut in den Griff krie­gen, indem man mit den jewei­li­gen Coa­chees ein­fach mal über die Eisen­hower Matrix spricht. Und das habt ihr viel­leicht auch schon mal gehört und Eisen­hower hat das sel­ber tat­säch­lich. Also der ehe­ma­li­ge US Prä­si­dent hat das sel­ber tat­säch­lich auch so gelebt. Der hat die Auf­ga­ben, die er zu tun hat­te, auf einer Ska­la jeweils nach Dring­lich­keit und nach Wich­tig­keit sor­tiert. Und je nach­dem wo er auf die­ser Ska­la die Auf­ga­ben dann ange­sie­delt waren, ent­schied sich dann auch die Rei­hen­fol­ge in der sie abge­ar­bei­tet wur­den. Wenn ihr jetzt beim Zuhö­ren hier schon sagt ich ver­ste­he den Unter­schied zwi­schen drin­gend und wich­tig nicht oder ich habe das noch nie gemacht, kann ich euch nur sehr ans Herz legen. Goog­le das mal Eisen­hower Matrix setzt euch damit aus­ein­an­der und das kann schon wahn­sin­nig viel bewir­ken, wenn man sich wirk­lich dar­über im Kla­ren ist, was ist wirk­lich drin­gend und was ist eigent­lich aber wich­tig? Und dann gibt es natür­lich auch bei den Wich­ti­gen wie­der Din­ge, die auch noch gleich­zei­tig drin­nen sind. Und das sind dann die Sachen, die ihr zuerst anpackt und dann geht es eigent­lich in der Rei­hen­fol­ge wich­tig. Und dann gibt es da so eine Kas­ka­de nach unten, das ergibt sich dann fast schon von sel­ber. Also das ist das eine. Prio­ri­sie­rung und das ande­re, viel, viel grö­ße­re The­ma ist Pro­kras­ti­na­ti­on bzw Auf­schie­be­ri­tis, wie es auch manch­mal im Inter­net so genannt wird. Also die Ver­mei­dung von tat­säch­li­chem Han­deln, das Auf­schie­ben von Han­deln, von einem Han­deln, von einem akti­ven Umgang mit einer The­ma­tik. Und das ist sehr schmerz­haft, wenn man davon betrof­fen ist, weil man eigent­lich immer wie­der gute Ideen hat, weil man immer wie­der meint so und so, das möch­te ich machen oder so möch­te ich es machen und man kommt nicht in die Pöt­te, wie wir im Ruhr­ge­biet hier sagen. Man kommt nicht vom Start­block weg. Und was sind die Ursa­chen? Ich habe in mei­nen Coa­chings dafür eigent­lich zwei ganz gro­ße The­men. Das eine sind Per­fek­tio­nis­mus. Das eine ist Per­fek­tio­nis­mus, also ein sehr hoher. Und ich will es gleich sagen zu hoher Anspruch an sich selbst. Also die­ses Ver­lan­gen, es wirk­lich per­fekt zu machen, kei­ne Feh­ler zu machen, sich selbst kei­ne Feh­ler ein­zu­ge­ste­hen. Und das ande­re sind nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze, also Din­ge wie inne­re Stim­men, die einem sagen Du wirst es eh nicht schaf­fen, du machst es nicht gut genug, du machst dich lächer­lich, du bist dafür nicht gemacht. Sol­che Sachen, die hal­ten uns davon ab, Din­ge wirk­lich zu tun. Und je nach­dem, wie reflek­tiert ihr seid oder man sel­ber ist, wird man so was immer mal wie­der erle­ben. Weil wir haben alle auch nega­ti­ve Glau­bens­sät­ze. Das ist jetzt also gar kein Makel, der der Men­schen irgend­wie aus­ge­son­dert, son­dern das ist tat­säch­lich etwas, was fast jeder hat. Nur man­che haben es halt sehr, sehr stark. Und wenn das der Fall ist, also wenn man unter Pro­kras­ti­na­ti­on lei­det und die­se nega­ti­ven Glau­bens­sät­ze in einem davon einen davon abhal­ten, ins Tun zu kom­men, dann hilft kein Tool der Welt. Dann hilft auch die Eisen­hower Matrix nicht. Dann hilft auch kein Prin­zip, dann hilft auch nicht ein tol­les Vor­bild aus dem Inter­net. Irgend­ein Guru, der einem sagt Hier mach es mir nach und dann wirst du auch erfolg­reich. Dann hilft es nur, an die­se Glau­bens­sät­ze wirk­lich ran­zu­ge­hen. Und das ist eine inten­si­ve­re Arbeit. Da kann ich euch nur ans Herz legen, dass ein Coach da wirk­lich gut hel­fen kann. Weil die­se Sät­ze haben ihre Wur­zeln in der Regel in der Ver­gan­gen­heit und in einer Ver­gan­gen­heit, in die wir manch­mal nicht so ger­ne hin­schau­en. Das ist in der Regel die frü­he­re Kind­heit. Und jetzt bit­te kei­nen Schreck krie­gen. Das wür­de jetzt nicht hei­ßen, dass die Eltern schuld sind. Also Eltern Bas­hing mache ich über­haupt nicht, dar­um wird es hier über­haupt nicht gehen. Aber das sind schon Din­ge, die wir als Kind irgend­wie mit­be­kom­men haben. Also das kann alle mög­li­chen Grün­de haben in Schlüs­sel­mo­men­te, wo man viel­leicht abge­lehnt wur­de oder wo man viel­leicht nicht gelernt hat, Feh­ler zu akzep­tie­ren, wo man viel­leicht ein Vor­bild hat­te, auch das ein fast nahe­zu uner­reich­bar scheint und dann auch als Erwach­se­ner immer noch ist. Es kann auch das The­ma sein, dass man zum Bei­spiel ein Geschwis­ter Teil hat­te, das in den höchs­ten Tönen gelobt wur­de, was man sowie­so nie errei­chen konn­te als jün­ge­res oder älte­res Geschwis­ter­kind. Also sol­che Sachen begeg­nen mir im Coa­ching immer wie­der. Und wenn man sich dar­über ein­mal bewusst wird und das auch ratio­na­li­siert, also die­sen Glau­bens­satz ratio­na­li­siert und ihn in Fra­ge stellt, kann man aus die­ser Pro­kras­ti­na­ti­on wirk­lich aus­bre­chen. Das habe ich jetzt schon sehr häu­fig beob­ach­tet, dass das pure Bewusst­sein, wo es her­kommt und was die Ursa­chen dafür sind, schon aus­reicht, aus dem Pro­kras­ti­nie­ren aus­zu­bre­chen. Und auf ein­mal, das ist das Tol­le, wird die App völ­lig unwich­tig. Auf ein­mal ist das Tool völ­lig egal. Und durch den durch die­se Besei­ti­gung von dem Glau­bens­satz wird eine unge­heu­re Ener­gie frei­ge­setzt. Ein Buch, das ich euch dazu emp­feh­len kann, was Glau­bens­sät­ze angeht, ist eines mei­ner Lieb­lings­bü­cher. Tat­säch­lich, das ist das Kind in dir muss Hei­mat fin­den von Ste­fa­nie Stahl. Da geht es um die­ses gro­ße The­ma das inne­re Kind. Da wer­de ich bestimmt auch noch mal eine eige­ne Pod­cast­fol­ge zu machen. Und ich möch­te euch nur die Angst neh­men. Das ist also kein psycho Wischi­wa­schi. Das ist unheim­lich anschau­lich geschrie­ben. Ich ver­lin­ke das auch noch mal unten in der Pod­cast Beschrei­bung und da kann ich nur sagen, das macht total Spaß, auch so ein biss­chen zu ver­ste­hen, war­um habe ich die­se The­men eigent­lich und war­um gera­de ich viel­leicht in man­chen Situa­tio­nen immer wie­der aus dem Häus­chen und Und zum The­ma zurück­zu­kom­men War­um kom­me ich nicht ins Tun? Mich wür­de natür­lich total inter­es­sie­ren, ob ihr damit auch schon Erfah­run­gen gemacht habt bzw wie ihr das geschafft habt aus die­ser Juli­et­tes aus­zu­bre­chen. Wenn ihr meint das war der bes­te Platz dafür sind die Kom­men­ta­re unter die­sem Pod­cast und ich wür­de mich auch total über Nach­rich­ten per Email freu­en. Die Kon­takt­da­ten wie immer auch unter die­sem Pod­cast in der Beschrei­bung der Pod­cast Klar­sicht Lieb von euch! Ich freue mich über The­men, Anre­gun­gen und Wün­sche, was The­men angeht. Ich sage bis zum nächs­ten Mal, bleibt mir gewo­gen und bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Ich bin halt so – oder auch nicht?](https://bobach-coaching.de/podcast-ich-bin-halt-so/) **Published:** November 11, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** *Ich bin halt so* – wie oft hört man die­se Aus­sa­ge in Kon­flikt­si­tua­tio­nen. Die­se schein­bar so harm­lo­se Aus­sa­ge birgt enor­mes Poten­zi­al, die Situa­ti­on sogar noch zu ver­schlim­mern: ⚡️ Ver­wei­ge­rungs­hal­tung per­sön­li­cher Ent­wick­lung ⚡️ Ableh­nung sämt­li­cher Ver­ant­wor­tung ⚡️ Abschie­bung der Lösung auf das Gegen­über Kein Wun­der also, dass die­ser Satz vie­le trig­gert und eher zu einer Ver­schär­fung führt. Des­we­gen beschäf­ti­gen wir uns in die­ser [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coach&Coach Podcast") Fol­ge damit, wie man: - mit einem sol­chen Gegen­über umge­hen kann - sel­ber aus so einem Ver­hal­ten aus­stei­gen kann - wie [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hel­fen kann [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach. Ich begrü­ße ganz herz­lich wie immer Björn Bob­ach. Hal­lo Björn. Björn Hal­lo Jan. Jan Und ich bin Youngs­ter Fran­ke. Wir spre­chen heu­te über einen Satz, den viel­leicht die eine oder ande­re Per­son schon mal gehört hat. Ent­we­der, weil sie sie selbst aus­ge­spro­chen hat oder weil er es viel­leicht von jemand anders gehört hat. Und zwar den Satz Ich bin halt so! Ich bin halt so Was möch­te uns unser Gegen­über damit sagen oder was wol­len wir damit selbst aus­drü­cken? Björn Björn Jetzt woll­test Sie mich ärgern oder ich gera­te auf die Pal­me bei dem Satz Das ist ja der Satz Ich bin halt so ist für mich per­sön­lich ein tota­ler Trig­ger. Also nicht im Coa­ching. Also wenn ein Coa­ching, das in mei­nen Coa­ching Sit­zun­gen sagt ich bin halt so, ist das für mich kein Trig­ger, weil dann kann ich damit arbei­ten. Aber wenn das zu mir per­sön­lich jemand sagt oder wenn sich jemand vor mich hin­stellt und in einer in einem Aus­tausch, einer Dis­kus­si­on sagt Ich bin halt so, muss ich mich sehr zusam­men­rei­ßen, weil ich fin­de, dass die­ser Satz für ganz viel steht, was nicht in Ord­nung ist. Jan Okay. Für was? Björn Also zum einen ein Unwil­len, selbst zu einer Lösung bei­zu­tra­gen, Wenn das, wenn es zum Bei­spiel um eine Situa­ti­on geht, wo sich jemand viel­leicht falsch ver­hal­ten hat oder Din­ge auf eine Art und Wei­se gesagt hat, die viel­leicht ver­let­zend waren oder Din­ge auch getan hat, die ver­let­zend waren und man dann das anspricht. Das hat mich ver­letzt und dann bekommt man als Ant­wort mit so einem Schul­ter­zu­cken zu hören Ich bin halt so, ich war immer schon so und ich bin halt so spricht das ja. Eigent­lich ist ja die Kern­aus­sa­ge dahin­ter Friss oder stirb. Ich war schon immer so, ich den­ke auch gar nicht dar­an, mich zu ändern. Und wenn dir das nicht passt, hast du ein Pro­blem und nicht ich. Jan Ja, ja. Setzt vor­aus, dass das so wil­lent­lich pas­siert in dem Zusam­men­hang. Ich fra­ge mich manch­mal, ob Men­schen da so reflek­tiert sind, wenn sie das so sagen. Ich mei­ne, es wäre ja ande­rer­seits auch wie­der­um fast eine Aus­zeich­nung, wenn jemand so von sich selbst über­zeugt ist oder so mit sich im Rei­nen ist zu sagen Ich bin halt so und dann musst du damit klar­kom­men. Wie auch immer, ist das ja auch eine Aus­sa­ge. Kann ja auch eine Qua­li­tät sein, dass man so selbst­be­wusst oder so selbst über­zeugt ist in die­sem Zusam­men­hang. Bei vie­len ist es aber viel­leicht auch ein­fach eine Über­zeu­gung oder Welt­sicht, dass man halt ein­fach so ist, wie man ist. Also es gehört ja qua­si mit dazu, auch und das nicht so zu den­ken, dass man ein Ver­ständ­nis davon hat oder eine Über­zeu­gung auch hat, dass man sich ändern kann, wenn man möch­te. Und da bin ich mir gar nicht so sicher, wie durch­drun­gen das tat­säch­lich in unse­rer Gesell­schaft ist, dass jedem bewusst ist, dass man sich ändern kann, wenn man möch­te. Björn Ja, also. Vie­le Gedan­ken zu der Der ers­te Gedan­ken, die ich habe, ist, dass natür­lich ein gesun­des Selbst­be­wusst­sein was total tol­les ist. Dass man, wenn man sich annimmt, so wie man ist, das ist ja erst mal über­haupt nicht ver­werf­lich, das ist ja total in Ord­nung. Und auch wenn man sei­ne Feh­ler annimmt, ist das ja was sehr Posi­ti­ves. Also wenn man auch sagt ja, ich weiß, ich nei­ge dazu, manch­mal so und so zu sein, aber zu sagen, ich weiß, ich nei­ge dazu, manch­mal so und so zu sein, aber ich arbei­te dran, ist etwas ande­res, als zu sagen Ich bin halt so! Friss oder stirb. Ich bin halt so, und wem das nicht passt, der hat ein Pro­blem. Ich bin super so wie ich bin. Alle ande­ren haben ein Pro­blem. Und das ist ja, da wür­de ich sagen, das ist schon fast Selbst­schutz, weil viel­leicht ist das eine. Also ich erle­be das oft bei Men­schen, die die, die auf eine bestimm­te Art und Wei­se immer wie­der anecken und immer wie­der die glei­chen The­men haben, mit unter­schied­lichs­ten Men­schen, die dann immer mit die­sem Schul­ter­zu­cken ich bin halt so, das so weg­strei­chen wol­len, anstatt mal hin­zu­gu­cken, sich zu fra­gen Wie kann ich es denn ändern. Jan Wenn sie es nicht ändern wol­len? Das ist sie. Björn Aber wenn sie. Jan Ist ein inter­es­san­ter Fall. Die Fra­ge ist, hat man ein Pro­blem damit, dass man so ist, wie man ist? Also, wo ich sage, ich bin halt so! Friss oder stirb, neh­me ich ja qua­si bil­li­gend in Kauf, dass ande­re Per­so­nen damit nicht klar­kom­men und dass sie dann irgend­wie das Wei­te suchen oder mich mei­den. Björn Ist das gesun­des sozia­les Ver­hal­ten? Jan Die Fra­ge ist ja, ob das die Per­son qua­si in Kauf nimmt und sagt das ist für sie in Ord­nung. Also lass uns das mal viel­leicht ein biss­chen in Kon­text brin­gen. Das fin­de ich viel­leicht ganz inter­es­sant. Also ich habe das auch schon öfter gehört, die­sen Satz. Und es gibt ja unter­schied­li­che Situa­tio­nen, in denen einem das begeg­net. Ent­we­der eine Situa­ti­on, wo man sich denkt, ja dann sei halt so oder ist mir egal, weil mir die Per­son nicht wich­tig ist oder an der Per­son liegt mir was und ich set­ze mich damit aus­ein­an­der in irgend­ei­ner Art und Wei­se und also liegt mir was es kann ja aus unter­schied­li­chen Grün­den sein, das kann ja pri­vat per­sön­lich sein, das kann aber auch im beruf­li­chen Kon­text sein oder wie auch immer. Und dann fin­de ich, kann man es ja auch hin­ter­fra­gen in dem Zusam­men­hang, dass man tat­säch­lich auch die Fra­ge stellt. Also wenn jetzt gesagt wird, ich bin halt so und es ist zwar kei­ne Fra­ge von Aus­sa­gen, kann ja auch die Ant­wort dar­auf sein Ja, du ent­schei­dest dich so zu sein, du könn­test ja auch anders sein, wenn du anders woll­test. Jan So, um da irgend­wie in den Dia­log zu tre­ten, dann wird es ja eigent­lich span­nend, weil dann kommt man ja so ein biss­chen zu dem Kern der eigent­li­chen Sache ist es qua­si ein­fach nur die Situa­ti­on, dass man sich nicht mit sich oder sei­nem Ver­hal­ten aus­ein­an­der­set­zen möch­te oder der Wir­kung auf ande­re. Oder ist es ein­fach so, dass man tat­säch­lich sagt Ich bin so mit mir im Rei­nen, das ist halt auch in Ord­nung. Also wenn man. Die Fra­ge ist ja auch, wenn man so kom­plett schwan­kend chan­gie­rend ist in der Per­sön­lich­keit, also sich an alles anpasst. Dann wür­de man ja sagen ich bin halt so, wie du mich haben möch­test. Könn­te ja auch pro­ble­ma­tisch sein, weil man ja natür­lich den eige­nen Kern oder kann, kei­ne eige­ne Posi­ti­on. Björn Aber das wäre ja, das wäre ja sehr extrem. Jan Also genau rich­tig. Aber das gibt es ja auch. Es gibt ja qua­si die, die sehr ange­pass­ten Per­sön­lich­kei­ten oder Per­so­nen, die qua­si alles das tun, um dem Gegen­über zu gefal­len. Also da sind wir auch so ein biss­chen beim The­ma ange­pass­tes Kind zum Bei­spiel. Also was hat man auch gelernt in der Kind­heit, wie ist, wie dar­auf reagiert wird, wenn man nein sagt, ist eine ande­re Fol­ge, die wir nicht haben. Und in dem Zusam­men­hang ist das natür­lich auch schon etwas, wo man natür­lich auch eine Gren­ze setzt bzw sich halt irgend­wo auch ent­we­der anpasst oder oder abgrenzt in einem von die­sen bei­den Extre­men gespro­chen. Und die Wahr­heit liegt natür­lich irgend­wo in der Regel dazwi­schen. Es gibt jeweils die Extrem­fäl­le und dann gibt es ganz vie­le Men­schen, die natür­lich auch ein­fach irgend­wo dazwi­schen sich sich bewe­gen. Björn Ich fra­ge mich manch­mal. Ja, natür­lich. Es sind immer die Fra­gen der Extre­me, also die, die ihn völ­lig ange­passt. Der Mensch, der sich immer dem Gegen­über anpasst, der ist ja da stimmt ja auch irgend­et­was nicht. Also da ist das ist ja auch kein kein sozi­al ver­träg­li­ches Ver­hal­ten, weil der wür­de ja sehr wahr­schein­lich jeden auch genau­so auf die Pal­me brin­gen, weil man ja nie das Gefühl von einem wirk­li­chen Gegen­über dann hat. Aber es geht ja gar nicht dar­um. Es geht ja nicht dar­um, dass jemand, also jemand, der sagt Ich bin halt so, und ich wer­de mich auch nicht ändern, der tut ja etwas ande­res, der zwingt einen ja dazu. Anders­rum. Der sug­ge­riert einem Ja, du hast das Pro­blem und nicht ich. Wir haben ja auch schon mal über die Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se gespro­chen, ist eines mei­ner Lieb­lings­the­men, wenn es um Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­me gibt. Die­ses wich­ti­ge Du bist okay, ich bin okay. Oder anders­her­um Ich bin okay. Du bist okay. Ist dann ja nicht mehr gege­ben. In dem Moment, wo ich sage, ich bin halt so! Björn Sage ich Ja, ich bin okay und du nicht. Jan Ist das so? Das weiß ich nicht. Das kann auch erst mal sein, dass man sagt, ich bin halt so! Und sei, wie du möch­test. Björn Das kann ich auch offen hin­neh­men. Und das mei­ne ich aber nicht. Ich mei­ne ja die­ses Ich. Ich bin halt so in dem Kon­text, wo man sagt, ich habe ein Pro­blem damit, was du gera­de getan hast und dann zurück­kommt. Ich bin halt so! Friss oder stirb. Dann ist ja nicht mehr. Ich bin okay. Du bist okay. Dann ist ja ich bin okay und du nicht. Du hast ein Pro­blem, weil du hast mich zu akzep­tie­ren, so wie ich bin, auch wenn ich mich viel­leicht dane­ben beneh­me oder ver­let­zend bin. Oder, oder oder. Und das ist ja nicht das. Das. Das kann man ja nicht akzep­tie­ren. Nichts auf­ge­la­den natür­lich. Ziem­lich auf­ge­la­den. Ja, weil. Weil ich ein paar Men­schen in mei­nem Leben schon hat­te, die mir so begeg­net sind. Die, die auch wirk­lich eine Her­aus­for­de­rung dar­stel­len. Also, es ist. Jan Ja, das glau­be ich. Also ich glau­be aber halt auch dar­an, dass das ja die Fra­ge immer ist, wenn mir so ein Mensch gegen­über­tritt. Also es gibt ja auch da wie­der unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, damit umzu­ge­hen. Also ent­we­der habe ich, habe ich so eine Per­son mir gegen­über und und es ist mir. Es ist mir wich­tig, was mit die­ser Per­son ist. Dann wür­de ich in den Dia­log gehen, wür­de ich sagen. Pas­sen auf, fin­de ich aber nicht in Ord­nung. Denn ich fin­de, dass das eigent­lich nicht die rich­ti­ge Ver­hal­tens­wei­se ist. Und könn­te man da auch so oder so drü­ber den­ken? Da könn­te ich in den Dia­log tre­ten. In dem Moment, wo es eine Per­son ist, von der ich wo ich sage, das ist mir nicht so wich­tig oder wie soll ich sagen, das geht mir nicht, habe ich auch jeder­zeit die Frei­heit zu sagen Wenn du meinst, du bist so und das ist eine Mög­lich­keit wie du. Das ist eine Art und Wei­se, die durchs Leben gehst. Dann mache ich das ger­ne, aber ohne mich. Jan Das ist ja auch mei­ne per­sön­li­che Frei­heit und mei­ne Ent­schei­dung und und das ist ja auch ein Punkt. Das eine ist ja, dass jemand sich so ver­hält und das ande­re ist ja, wie ich dar­auf reagie­re. Und ich habe ja unter Umstän­den, ich habe die Mög­lich­keit zu ver­su­chen, in den Dia­log zu tre­ten und zu schau­en, ob die Per­son offen ist dafür, auch aus mei­ner Sicht selbst ein­sich­tig zu sein und sich viel­leicht in die eine oder ande­re Rich­tung offen zu zei­gen und zu ent­wi­ckeln. So oder ich habe halt ein­fach die Mög­lich­keit zu sagen Gut, ich schüt­ze mich selbst oder das ist mir die Sache nicht wert und ich, ich lass es sein. Das sind ja qua­si die, die das ist die Frei­heit, die ich jeweils auch selbst habe. Björn Ja, aber die Wahl hat man ja manch­mal nicht. Das sind ja manch­mal auch Men­schen, da kommt man Chef oder Part­ner. Eltern, was weiß ich sind sind. Es gibt ja Men­schen, die sich so ver­hal­ten, wo wir gar kei­ne Wahl haben, wo wir halt nicht sagen kön­nen, ich lass es sein oder ein eine Ent­schei­dung zu ich lass es sein. Eine rie­si­ge Kon­se­quenz wäre, die wir viel­leicht gar nicht bereit sind zu tra­gen oder nicht tra­gen kön­nen, weil da viel­leicht viel zu viel dran­hängt. Aber jetzt sind wir an dem schö­nen Punkt, näm­lich Stra­te­gien, wie man damit umge­hen kann. Also jetzt hat­te ich ja schon gesagt, mich regt das immer sehr schnell auf. Ich habe aber sehr wohl auch mei­ne Stra­te­gien ent­wi­ckelt, damit bes­ser umzu­ge­hen. Und ich glau­be, was du jetzt auch schon ange­spro­chen hast das ers­te, der ers­te ganz gro­ße Punkt ist der Per­spek­tiv­wech­sel und auch das Bewusst­sein, dass unser von uns bei­den so geschätz­ten radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus, näm­lich sich dar­über im Kla­ren zu sein, dass hier jeder sei­ne eige­ne Rea­li­täts­wahr­neh­mung hat. Und ja, es gibt Men­schen, die sagen Ich bin halt so auch nicht nur aus einer ableh­nen­den Hal­tung her­aus, son­dern auch da aus der Situa­ti­on her­aus, dass sie wirk­lich in ihrer Wahr­neh­mung, in ihrer Rea­li­tät und aus ihrer Per­spek­ti­ve sich kor­rekt ver­hal­ten, Weil sie es viel­leicht nicht anders ken­nen, weil es in einem Kon­text viel­leicht genau pas­send war, mit ande­ren Men­schen viel­leicht pas­send ist und viel­leicht man sel­ber gera­de jemand ist, der auf wo sie das ers­te Mal auf Gegen­wind sto­ßen, was das Ver­hal­ten angeht. Björn Und wenn man sich das bewusst macht, dann hat man im ers­ten Schritt ja schon viel mehr Gelas­sen­heit sol­chen Men­schen gegen­über. Wenn man sich dar­über im Kla­ren ist, was kann man ja gar nicht ändern. Ich kenn nicht die Rea­li­tät und die kom­plet­te Wahr­neh­mung Per­spek­ti­ve mei­nes Gegen­übers ver­än­dern. Ich kann nur sagen Hör mal, das Ver­hal­ten ist für mich nicht in Ord­nung. Und wenn da kei­ne Ein­sicht ist, dann kann man viel­leicht leich­ter akzep­tie­ren, dass die­ser Mensch das nicht aus Bos­heit so macht, son­dern weil er ein­fach in sei­ner Rea­li­tät das als nicht pro­ble­ma­tisch emp­fin­det. Tie­fe Gedan­ken. Jan Ach ja? Björn Ja. Jan Das ist dann so, weil im Per­spek­tiv­wech­sel dann ver­stan­den oder nach­voll­zieh­bar. Björn War das jetzt eine Fra­ge? Ob das dann durch den Per­spek­tiv­wech­sel nach­voll­zieh­ba­rer ist? Das Ver­hal­ten vom Gegen­über ist nach­voll­zieh­bar. Ja, aber viel­leicht nicht bes­ser, aber nach­voll­zieh­ba­rer. Ja. Jan Okay, also das wäre qua­si eine Stra­te­gie oder eine Tak­tik Metho­de damit umzu­ge­hen, dass man den gedrückt bekommt. Björn Bes­ser damit umzu­ge­hen, also zumin­dest bes­ser damit umzu­ge­hen. Es ist ja immer die Fra­ge Du hast ja gesagt, in den Dia­log gehen. Was ist, wenn der Dia­log gar nicht statt­fin­det? Was ist, wenn der Dia­log halt direkt abge­blockt wird? Oder es gibt ja auch so Fäl­le, wo dann ein Dia­log Ver­such dar­in endet, dass es dann Kon­takt­ab­bruch erst mal gibt. So nach dem Mot­to wenn du das nicht so akzep­tierst, dann will ich mit dir gar nicht mehr spre­chen. Da spre­chen wir jetzt aber schon von ganz kras­sen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­ble­men, wür­de ich sagen. Ich glau­be, da wol­len wir jetzt heu­te auch gar nicht rein tau­chen. Dar­um geht es ja gar nicht. Aber mir per­sön­lich fällt es leich­ter, in sol­chen Situa­tio­nen kurz den Schal­ter umzu­le­gen. Okay, aus wel­cher Per­spek­ti­ve sagt die Per­son das? Was ist da die Wahr­neh­mung? Was viel­leicht hat er? War der der Erfah­rungs­ho­ri­zont? Und dann kann ich damit schon anders umge­hen. Dann neh­me ich es auch nicht per­sön­lich. Jan Das ist, glau­be ich, schon mal der wich­tigs­te Punkt, dass wenn jemand sagt, ich bin halt so, dann ist es ja eine Aus­sa­ge über die­se Per­son selbst und nicht über die ande­re oder mir gegen­über, bei­spiels­wei­se mir das Gegen­über gesagt wird. Das ist sicher­lich ganz, ganz wich­ti­ger Punkt in dem Zusam­men­hang. Und das ist ja qua­si das, das damit umge­hen ist das Hast du noch wei­te­re Aspek­te, über die du spre­chen möch­test, was du qua­si damit umge­hen oder wahr­neh­men angeht? Ja, als den Per­spek­tiv­wech­sel. Björn Machst du erst mal dei­nen Gedan­ken wei­ter. Jan Wäre ich näm­lich tat­säch­lich noch mal bei die­sem The­ma, dann auch Dia­log. Also qua­si aus die­sem Per­spek­tiv­wech­sel her­aus kann ich ja trotz­dem auch je nach­dem, was es für eine Situa­ti­on ist. Also ich wür­de jetzt viel­leicht nicht, wenn ich irgend­wo jeman­den habe, der drei Hier­ar­chie­ebe­nen über mir steht oder so was. Da ins Gespräch gehen und sagen Was soll denn das aber über­all anders? Ob das jetzt in der Bezie­hung ist, ob das auch bei einem direk­ten Vor­ge­setz­ten ist oder wie auch immer, gibt es ja auch oft­mals trotz­dem Mög­lich­kei­ten. Räu­me, in dem man in den Dia­log tre­ten kann, selbst mit Leh­rern, wo man sagen kann Ent­schul­di­gung, ich habe das jetzt so und so wahr­ge­nom­men und da wür­de ich ger­ne mal drü­ber spre­chen. Und dass man ein­fach mal spie­gelt, was bei einem selbst ange­kom­men ist, also was die­ses Ver­hal­ten bei einem aus­ge­löst hat oder wie man es auch wahr­ge­nom­men hat. Wie qua­si die Eigen­dar­stel­lung ist und ein­fach mal hin­ter­fragt, ob man das rich­tig ver­stan­den hat in die­sem Zusam­men­hang oder ob das auch das ist, was die Per­son aus­drü­cken woll­te. Jan Ich glau­be, ganz oft ist es tat­säch­lich, wie du schon sagst, weni­ger eine Aus­sa­ge über jemand anders oder weni­ger etwas Ver­let­zen­des, was mit ande­ren Per­so­nen zu tun hat, als viel­mehr ja eine ich bezo­ge­ne Aus­sa­ge, wie der Satz schon sagt, aber die halt eher dar­auf schlie­ßen lässt, dass man da gar nicht so ja. So tief­ge­hend reflek­tie­rend unter­wegs ist. Björn Ja, aber sol­che, die nicht so tief­ge­hend reflek­tie­ren, unter­wegs sind. Die fal­len ja manch­mal aus allen Wol­ken, wenn man sie dar­auf anspricht. Weil sie ja so in ihrer. Des­we­gen kom­me ich wie­der auf den Per­spek­tiv­wech­sel zurück. Und auf die. Auf die. Auf die, auf die den radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus mit der eige­nen Rea­li­tät. Weil wenn jemand da gar nicht drü­ber reflek­tiert, dann tut er das ja des­we­gen, weil er in sei­ner Rea­li­tät, in sei­ner per­sön­li­chen Wahr­neh­mung da über­haupt kei­nen Anlass zu sieht, sein eige­nes Ver­hal­ten zu reflek­tie­ren. Jan Viel­leicht wird er dar­auf ange­spro­chen. Björn Ja, rich­tig. Es ist es. Es ist auf jeden Fall. Es ist, glau­be ich, ein The­ma, wo man sehr mit sehr mit Bedacht und mit sehr viel Kom­mu­ni­ka­ti­ons geschick ran muss. Es ist natür­lich so, wenn man jeman­den, der so sagt ich bin halt so und ich bin super so, wenn man den dann in Fra­ge stellt. In dem Moment kann er natür­lich genau das Gegen­teil auch aus­ge­löst wer­den. Jetzt lasst uns aber den für den Abschluss von der Fol­ge heu­te noch den ganz kurz ein­mal den Spieß umdre­hen. Was ist denn, wenn man das sel­ber häu­fi­ger sagt und sel­ber sich viel­leicht dabei ertappt, dass es eigent­lich nichts ande­res als eine als eine Ver­tei­di­gungs­stra­te­gie ist? Gibt es ja auch. Gibt es ja auch. Es gibt ja auch genau das Gegen­teil von dem, was wir gera­de hat­ten, näm­lich dass du sagst, was du gesagt hast. Leu­te, die nicht reflek­tiert sind dar­über, was sie tun. Und dann gibt es viel­leicht auch noch genau die ande­ren, die sagen, die sagen, dass aus so einem Affekt her­aus oder kri­ti­siert mich jemand, ich bin halt so jetzt. Björn Das ist das Tot­schlag­ar­gu­ment, Da muss ich mich auch nicht wei­ter recht­fer­ti­gen. Was ist denn, wenn man dazu neigt, wenn man das bei sich selbst beob­ach­tet? Jan In dem Moment, wo man das bei sich selbst beob­ach­tet und das fest­stellt, was du gera­de gesagt hast, ist eine Abwehr­hal­tung ist, dann ist man eigent­lich schon ein Stück weit reflek­tiert. Ers­tens und dann hat man den ers­ten Schritt schon gemacht, näm­lich dass man sich dar­über Gedan­ken macht. Und dann ist letz­ten Endes die Fra­ge Was möch­te man tun? Bezie­hungs­wei­se ist es so, dass viel­leicht auch tat­säch­lich die Wahr­neh­mung ein­fach so ist, dass man so, son­dern es ist ja so, wie wenn ich sage Ich bin ein glück­li­cher Mensch und ich bin ein trau­ri­ger Mensch oder ich bin die­ses oder jenes. Alle Eti­ket­ten, die ich mir klat­schen kann, sind ja irgend­wo auch selbst Über­zeu­gun­gen, Glau­bens­sät­ze, die man hat. Und in dem Moment, wo man die­se hat, ist ja die ers­te Fra­ge Ist man sich über­haupt dar­über im Kla­ren, dass man da auch was dran tun kann? Und das hat ja die For­schung erwie­sen. Wir sind wie­der bei der Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns, dass wir auch etwas dar­an tun kön­nen, dass wir an unse­rem Den­ken arbei­ten kön­nen und dass wir es auch ver­än­dern kön­nen und. Jan Erst mal muss ich wis­sen, dass das so ist. Das erfah­re ich zum Bei­spiel durch eine Pod­cast­fol­ge wie die­se, dass ich dar­an etwas ändern kann. Das Gefühl, das erfah­re ich viel­leicht aber auch über Lite­ra­tur. Und dann kann ich auch an mir arbei­ten. Wenn ich das möch­te, dann kann ich das auch ver­än­dern. Ich kann einer­seits ver­än­dern, viel­leicht die­se Reak­ti­ons­mus­ter, die ich habe, also das viel­leicht, was habe ich sage, ich bin halt so, also wenn jemand sagt, du gehst aber schnell eine Decke oder so was und ich bin halt so, dann kann ich erst mal dar­an arbei­ten, dass ich viel­leicht nicht mehr so schnell an die Decke gehe. Ich kann aber auch dar­an arbei­ten, dass ich es viel­leicht nicht mehr als Aus­flucht nut­ze, um mich zu recht­fer­ti­gen. Die­sen Aus­spruch Ich bin halt so und das ist aber, wie ich gera­de gesagt habe, man kann dar­an arbei­ten, dass es mit Arbeit ver­bun­den ist, nichts, was von heu­te auf mor­gen sich ver­än­dert, son­dern es ist etwas, was man auf gewis­se Art und Wei­se ein­üben, ein­stel­len muss und wo man ja tat­säch­lich neue Pfa­de auch im eige­nen Hirn beschrei­ten muss, neue Ver­knüp­fun­gen schaf­fen muss und tat­säch­lich regel­mä­ßig dar­an arbei­tet. Jan Aber dann kann man sich auch in eine ande­re Rich­tung ent­wi­ckeln, so man denn möch­te. Und das ist ja eine ganz wich­ti­ge und tol­le Bot­schaft. Björn Na ja, also grund­sätz­lich ist das natür­lich so eine Reak­ti­on wie Ich bin halt so ist ja eigent­lich eine Ver­drän­gung Reak­ti­on, dass man sich ja gar nicht mit der mit der The­ma­tik erst mal im ers­ten Moment aus­ein­an­der­set­zen kann. Ich glau­be, das Ent­schei­den­de ist, dass man sich dann im ers­ten Schritt auch viel­leicht nicht in dem Moment, weil das macht kei­nen Sinn in die­ser Situa­ti­on sel­ber, son­dern viel­leicht mal in einer ruhi­gen, einem ruhi­gen Moment spä­ter sich dar­über Gedan­ken macht War­um will ich mich da eigent­lich nicht mit aus­ein­an­der­set­zen? War­um ist das für mich schwie­rig? Das gro­ße Wie ist glau­be ich da ganz ent­schei­dend und auch Geduld mit sich zu haben, weil das, was du gera­de gesagt hast, Neu­ro­plas­ti­zi­tät. Wir kön­nen uns wei­ter­ent­wi­ckeln, wir kön­nen uns ver­än­dern und nie­mand ist ein­fach so für immer in Stein gemei­ßelt. Ist ein­fach auch ein Zeit­fak­tor mit drin, der sehr, sehr wich­tig ist. Und Geduld ist da sehr wich­tig, vor­aus­ge­setzt, man hat den Wil­len, das zu ändern. Ich den­ke aber, wenn man und das spre­che aus Erfah­rung, ich glau­be, das hat aber jeder auch schon mal erlebt, dass man irgend­wel­che Ange­wohn­hei­ten hat, mit denen man immer wie­der ger­ne mal aneckt. Björn Ich glau­be, und wenn man da einen Ent­wick­lungs wil­len hat, lohnt sich das ja unge­mein und dann ist die­ses dann kommt viel­leicht spä­ter die­ses Ich bin halt so auch schon fast ein biss­chen albern vor, weil es ist ja nicht so, dass wir ein­fach alle so sind. Wir kom­men ja auch nicht so auf die Welt und blei­ben bis zum letz­ten Atem­zug so, son­dern ver­än­dern uns per­ma­nent. Und das Schö­ne ist wir haben in der Hand, wie wir uns ver­än­dern. Und ich bin halt so ist eigent­lich nichts ande­res als ein eine für mich, eine eine Ver­mei­dungs­ver­hal­ten und eine Ver­drän­gung. Viel­leicht von einem The­ma, wo ich gera­de noch nicht bereit bin, mich damit über­haupt aus­ein­an­der­zu­set­zen. So habe ich das gut zusam­men­ge­fasst. Jan Sehr schö­ne Wor­te, sehr schö­ne. Björn Und ich glau­be, damit sind wir auch schon am Ende für heu­te. Ja, wir sind so, wie wir gera­de sind. Und wir hof­fen, das hat euch gefal­len. Wir wür­den uns freu­en, wenn es euch auf­ge­fal­len hat und wenn ihr Anmer­kun­gen habt. Kon­takt­da­ten unter der Pod­cast Beschrei­bung Ich bedan­ke mich beim Jan für die­ses span­nen­de Gespräch. Ich hat­te hat­ten im Vor­feld schon uns über­legt, dass das span­nend wer­den könn­te und es war sehr span­nend, fand ich. Bleibt uns gewo­gen. Ich sag es zum nächs­ten Mal. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Selbstverbesserung --- ### [Perfektionismus überwinden](https://bobach-coaching.de/perfektionismus-ueberwinden/) **Published:** November 12, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Per­fek­tio­nis­mus](https://de.wikipedia.org/wiki/Perfektionismus_(Psychologie)) ist ein zwei­schnei­di­ges Schwert – auf der einen Sei­te, ist es bestimmt etwas sehr Posi­ti­ves, ein beson­ders gutes Ergeb­nis abge­ben zu wol­len. Wenn dies jedoch zu zwang­haf­tem Ver­hal­ten und Kon­troll­tick führt, steigt sowohl bei den Betrof­fe­nen als auch bei der Umge­bung oft der Lei­dens­druck. Daher ist Per­fek­tio­nis­mus auch im Coa­ching oft ein The­ma. In die­ser Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich mit - den Anzei­chen und Aus­wir­kun­gen von Per­fek­tio­nis­mus - den Ursa­chen von Per­fek­tio­nis­mus - wie man Per­fek­tio­nis­mus über­win­den oder mil­dern kann - wie [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hel­fen kann (Arbeit an Glau­bens­sät­zen) Wenn Per­fek­tio­nis­mus zu wirk­lich nicht mehr kon­trol­lier­ba­rem und zwang­haf­tem Ver­hal­ten führt, gehört es nicht mehr in die Hän­de eines Coa­ches, son­dern eines erfah­re­nen Psy­cho­the­ra­peu­ten! Links Buch: [Das Kind in dir muss Hei­mat fin­den](https://amzn.to/3Nuimqp) (Affi­lia­te-Link) Buch: [Wer A sagt muss noch lan­ge nicht B sagen](https://amzn.to/3fKgLQV) (Affi­lia­te-Link) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Pod­cast rund um Coa­ching von und mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid. Und heu­te geht es um das wich­ti­ge The­ma Per­fek­tio­nis­mus über­win­den. Und ich gehe davon aus, dass ihr als mei­ne Zuhö­rer jetzt 1/2 Reak­tio­nen habe, näm­lich Ja, inter­es­siert mich unbe­dingt. Ich habe das. Ich wür­de ger­ne mei­nen Per­fek­tio­nis­mus über­win­den. Oder ich ken­ne jeman­den, der per­fek­tio­nis­tisch ver­an­lagt ist und das stört mich unge­mein. Oder ihr sagt War­um eigent­lich? Per­fek­tio­nis­mus ist doch eigent­lich nichts Schlim­mes, oder? Und es ist tat­säch­lich eine zwei­schnei­di­ge Sache. Und ich spre­che da auch ein biss­chen aus eige­ner Erfah­rung, denn auch ich war mal so ein biss­chen per­fek­tio­nis­tisch unter­wegs und das hat mir auch ein paar Pro­ble­me berei­tet. Und da kom­me ich dann auch spä­ter noch mal drauf zu spre­chen. Also zwei­schnei­di­ge Sache, denn grund­sätz­lich ist es ja über­haupt kei­ne nega­ti­ve Eigen­schaft, wenn man eine Sache beson­ders gut machen möch­te, also eine Arbeit beson­ders gut machen möch­te, egal ob jetzt pri­vat oder beruf­lich. Also ein Pro­jekt zum Bei­spiel beson­ders gut abschlie­ßen möch­te, beson­ders erfolg­reich. Oder ob man viel­leicht eine Woh­nung beson­ders schön ein­rich­ten möch­te. Per­fek­tio­nis­mus kann einem über­all begeg­nen und es ist grund­sätz­lich ja nichts Ver­werf­li­ches, etwas beson­ders gut machen zu wol­len. Aber Per­fek­tio­nis­mus ist ja eigent­lich der Zustand, dass man nur ein per­fek­tes Ergeb­nis akzep­tiert. Also dass man nicht auf­hört, bevor es nicht den eige­nen Maß­stä­ben ent­spre­chend zumin­dest per­fekt ist. Oder auch den Blick von außen, von ande­ren gegen­über sich als per­fekt dar­stellt. Ob das über­haupt mög­lich ist? Da kom­me ich dann gleich zu. Ganz häu­fig ist auch Per­fek­tio­nis­mus gepaart mit einem tota­len Kon­trol­le. Also jemand möch­te dann, wenn er eine Arbeit nicht sel­ber macht, auch sicher­stel­len, dass die sei­nen per­fek­ten Ansprü­chen ent­spre­chend erle­digt ist. Also wenn er eine Auf­ga­be dele­giert, endet das dann dar­in, dass er die trotz­dem immer wie­der kon­trol­liert und mit dem Ergeb­nis eigent­lich auch nie zufrie­den ist, bis er nicht sel­ber dann auch noch Hand ange­legt hat. Das kommt euch bestimmt bekannt vor, denn Per­fek­tio­nis­ten gibt es vie­le. Und was sind die Kon­se­quen­zen dar­aus? Wie zuletzt ange­spro­chen Der Con­trol­ler führt natür­lich dazu, dass Dele­gie­ren oft auch unmög­lich wird, also dass man gar nichts mehr abge­ben kann, weil man denkt, wenn ich es nicht sel­ber mache, wird es ja sowie­so nicht so, wie ich es für rich­tig hal­te oder wie es sein muss. Und dann gibt es ja noch die­ses schö­ne Pare­to Prin­zip, also dass man 80 % eines Ergeb­nis­ses in 20 % der Zeit schafft und dann umge­dreht für die rest­li­chen 20 % 80 % der Zeit benö­tigt. Das bedeu­tet also, wenn man etwas per­fekt machen will, braucht man für die letz­ten 20 % 80 % der Zeit 20 40 60 80, also vier mal mehr als man für die ers­ten 80 % gebraucht hat. Und das ist natür­lich äußerst zeit­rau­bend. Und das führt dann in Kom­bi­na­ti­on damit, dass man nichts dele­gie­ren kann, vor allem zu einer mise­ra­blen Work Life Balan­ce. Wenn das jetzt aufs Beruf­li­che bezo­gen ist, weil man es alles sel­ber macht, weil man unend­lich lan­ge arbei­tet und im Prin­zip für die schö­nen Din­ge des Lebens, also für die pri­va­te Sei­te des Lebens, dann über­haupt kei­ne Zeit mehr bleibt. Alles muss sel­ber gemacht wer­den und alles ist auch nie fer­tig und man kommt dann in einen regel­rech­ten Sog von Unzu­frie­den­heit und arbei­tet und arbei­tet dann. Arbei­te­ten kommt eigent­lich fast nie an, weil die­se 100 % fast nie erreicht wer­den kön­nen. Das allei­ne führt schon zu schwie­ri­gen sozia­len Bedin­gun­gen. Die sind oft ein­sei­tig. Also, dass es so ist, dass die die ande­re Sei­te, die nicht per­fek­tio­nis­ti­sche Sei­te, sehr dar­un­ter lei­det. Weil natür­lich jemand, der einen so hohen Anspruch an sich selbst und auch an das Umfeld hat, nicht häu­fig eher unum­gäng­lich ist. Das wird schon eher so sein, dass das schwie­ri­ge Men­schen sind, wenn man selbst der Per­fek­tio­nist ist. Es setzt einen das unglaub­lich unter Stress, weil man muss alles orga­ni­sie­ren, ob man jetzt gemein­sa­me Rei­sen plant oder Aben­de, weil man immer das Gefühl hat, man muss es sel­ber orga­ni­sie­ren. Man die­ser Kon­trol­le, die­ser Kon­troll­zwang geht so weit, dass man alles an sich reißt, nur damit es am Ende per­fekt ist. Und das ist eigent­lich für Außen­ste­hen­de nur dann zu ertra­gen, wenn man so ein Typ ist, der Sohn Selbst­wert The­ma hat. Also so ein The­ma damit, dass der Selbst­wert nicht beson­ders gut aus­ge­prägt ist, dass man froh ist, wenn einem alles abge­nom­men wird. Aber das sind ja Gott sei Dank nicht so vie­le nur für die­ses Erträg­li­che im End­ef­fekt. Also es birgt ein ganz gro­ßes Kon­flikt­po­ten­zi­al. Jetzt habe ich sehr viel dar­über gespro­chen, was Per­fek­tio­nis­mus eigent­lich ist und was er bei einem selbst und in der Umge­bung aus­löst. Es wäre es an der Zeit, dass wir mal da hin­schau­en, was die Ursa­chen von Per­fek­tio­nis­mus ist und wie man dann ins Tun kom­men kann, um Per­fek­tio­nis­mus zu mil­dern oder sogar viel­leicht kom­plett aus­zu­mer­zen. Die Ursa­chen von Per­fek­tio­nis­mus sind fast immer in star­ken Glau­bens­sät­zen aus der Kind­heit ver­or­tet, also Din­ge, die wir als Kind als abso­lu­te Wahr­heit ein­ge­trich­tert bekom­men haben, die uns dann im Erwach­se­nen­le­ben noch steu­ern. Und das sind dann so Sachen wie Du musst per­fekt sein. Natür­lich, bei Per­fek­tio­nis­mus bie­tet sich die­ser Glau­bens­satz ja auch an und ihr kennt das viel­leicht auch noch aus eurer Jugend, dass ihr in der Schu­le jeman­den hat­tet, in der Klas­se, der in Trä­nen aus­ge­bro­chen ist, wenn er kei­ne glat­te Eins hat­te, son­dern eine Eins minus, was einem dann viel­leicht sel­ber völ­lig unver­ständ­lich war. Aber das ist genau­so eine Situa­ti­on, wo ein Glau­bens­satz da schon am Werk ist und los­ge­löst von Du musst per­fekt sein. Gibt es auch Glau­bens­sät­ze wie Du darfst kei­ne Feh­ler machen oder Du musst bes­ser sein als alle ande­ren. Und das löst dann aus, dass man Angst hat vor einem nicht per­fek­ten Fremd­bild oder auch Angst vor den Kon­se­quen­zen, wenn man Feh­ler macht, dass da die Welt zusam­men­bricht. Völ­lig irra­tio­na­le Geschich­ten, aber die sind so stark, weil sie halt in der Kind­heit ent­stan­den sind, dass die uns dann als Erwach­se­ne dann auch noch ent­spre­chend steu­ern. Vie­le mögen das nicht, wenn man über die­se The­men spricht. Inne­res Kind Mus­ter aus der Kind­heit, weil sie dann den­ken, man gibt gleich den Eltern die Schuld. Dar­um geht es aber eigent­lich über­haupt nicht. Und wenn man sich dem The­ma nähern will, emp­feh­le ich immer wie­der ger­ne habe ich auch an die­ser Stel­le ja schon getan. Das Buch Das Kind in ihr muss Hei­mat fin­den von Ste­fa­nie Stahl. Bezie­hungs­wei­se auch ein gutes Buch ist. Wer A sagt, muss nicht unbe­dingt B sagen. Da geht es dann mehr um Sche­ma Coa­ching, aber das hilft einem, ein wenig näher an die­se The­ma­tik zu kom­men. Und was kann man dann tun? Was kann man sel­ber machen, um sei­nen Per­fek­tio­nis­mus unter Kon­trol­le zu krie­gen bzw abzu­mil­dern? Das ist, wenn es noch kein zwang­haf­tes Ver­hal­ten ist, defi­ni­tiv ein The­ma für Coa­ching. Also da kann ein Coach hel­fen und was man dann tut in einem Coa­ching, ist tat­säch­lich an die­sen Glau­bens­sät­zen zu arbei­ten. Das muss man auch, weil wenn man das gan­ze The­ma nur ober­fläch­lich behan­delt, dann ist es qua­si garan­tiert, dass das The­ma mit vol­ler Wucht wie­der zurück­kommt, weil die­se Glau­bens­sät­ze so stark in uns ver­an­kert sind, weil sie so früh ent­stan­den sind und so ein­ge­brannt sind, dass sie uns ein­ho­len, wenn wir uns nicht mit den Ursa­chen da aus­ein­an­der­set­zen. Das ist aber ganz ver­rückt, weil wenn man das dann mal getan hat, ist es wirk­lich fast von jetzt auf gleich deut­lich redu­zier­ter. Wenn man schon sel­ber ein biss­chen arbei­ten möch­te, hilft auch eine kla­re Ratio­na­li­sie­rung der The­ma­tik, näm­lich sich, dass man sich wirk­lich mal fragt was gewin­ne ich eigent­lich, wenn ich nicht mehr kon­trol­lie­re, wie viel Zeit gewin­ne ich, wenn ich es nicht per­fekt machen möch­te? Sich auch mal fra­gen Habe ich es über­haupt jemals geschafft, per­fekt zu sein? Und ist danach die Welt unter­ge­gan­gen? Ist danach irgend­et­was Schlim­mes pas­siert? Und ist es wirk­lich so schlimm, was pas­sie­ren wür­de, wenn es nicht per­fekt ist? Die­se Ratio­na­li­sie­rung ist eine ganz gro­ße Hil­fe um sich die­ses Gefühl, dass man per­fekt sein muss, schon mal ein wenig unter Kon­trol­le zu krie­gen. Also dass man das ein biss­chen abmil­dert, die­ses Gefühl. Und ein Gedan­ke, den ich ganz hilf­reich fin­de, ist immer der Satz Per­fekt ist der Feind von gut. Denn wenn man ver­sucht, etwas per­fekt zu machen, blo­ckiert man unter Umstän­den ein gutes Ergeb­nis, wenn man so dar­auf fokus­siert ist, kei­ne Feh­ler zu machen, ein Ziel zu errei­chen, das gar nicht erreich­bar ist, dass man völ­lig ver­passt, wann etwas gut ist und zum Bei­spiel wenn bei einer Dead­line zu spät ist und nicht abgibt, weil man so auf die­ses per­fek­te Ergeb­nis aus­ge­rich­tet ist, dass man völ­lig ver­gisst, dass man ein wirk­lich gutes Ergeb­nis ablie­fern soll. Und dar­aus ent­ste­hen dann noch viel schlim­me­re Kon­se­quen­zen. Ich hof­fe, die Fol­ge hat euch etwas gebracht und ihr konn­tet viel­leicht etwas über euch selbst ler­nen oder auch über die Moti­ve eines ande­ren, war­um er viel­leicht immer per­fek­tio­nis­tisch sein will. Ich freue mich über Kom­men­ta­re und natür­lich auch Fra­gen ger­ne in der Kom­men­tar­funk­ti­on oder ihr könnt mich direkt über mei­ne Web­site kon­tak­tie­ren. Ich sage Bis zum nächs­ten Mal bleibt mir treu und bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Perfektionismus, Podcast --- ### [Wie erreicht man Ziele?](https://bobach-coaching.de/wie-erreicht-man-ziele/) **Published:** November 19, 2022 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Wie erreicht man Ziele und warum manchmal nicht? Häufig kommt diese Frage im Coaching – in dieser Podcast-Folge gebe ich ein paar Tipps zur Selbsthilfe ????. **Content:** Wie erreicht man Zie­le? Die­se Fra­ge hört man als Coach im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") beson­ders häu­fig. Kli­en­ten sind oft frus­triert, weil Sie ein Ziel auch nach zig Ver­su­chen immer noch nicht erreicht haben. Ein ande­res Phä­no­men ist, dass man­che ihre Zie­le sehr häu­fig wech­seln. Manch­mal gibt es fast wöchent­li­che Wech­sel, oft aus dem Gefühl her­aus, dass das zuletzt gewähl­te Ziel eh nicht erreich­bar ist. - In die­ser Fol­ge von Klar­sicht: - War­um errei­chen wir Zie­le nicht? - Wer­te­ba­sier­te Zie­le ver­ste­hen - Wie klei­ne Gewohn­hei­ten hel­fen, gro­ße Zie­le zu errei­chen - Struk­tu­rie­ren von Zie­len - Wie [SMART Zie­le](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Coach&Coach: Gute Vorsätze und SMART Ziele") hel­fen, Träu­me zu ver­wirk­li­chen +++ Links Buch: [Die 1 % Metho­de](https://amzn.to/3V5jZ0f) (Affi­lia­te-Link) Buch: [Das 6 Minu­ten Erfolgs­jour­nal](https://amzn.to/3TOmHpZ) (Affi­lia­te-Link) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid. Und heu­te geht es um ein sehr belieb­tes The­ma im Coa­ching, näm­lich Zie­le bzw. wie man Zie­le erreicht oder war­um man sie auch nicht erreicht. Denn das ist wirk­lich eines der häu­figs­ten The­men, die einem begeg­nen als Coach. Zumin­dest mir. Dass Leu­te zu mir kom­men und sagen ich habe da so ein Ziel und ich errei­che es ein­fach nicht. Ich kom­me da nicht an. Ich weiß nicht, wie ich anfan­gen soll oder ich ver­su­che es immer wie­der und ich errei­che es nicht. Und dabei möch­ten die Unter­stüt­zung haben. Es ist auch sehr häu­fig, dass jemand zu mir kommt, sagt, ich habe irgend­wie stän­dig ande­re Zie­le und errei­che eigent­lich keins davon, kann mich auf keins wirk­lich kon­zen­trie­ren. Das schwankt teil­wei­se wöchent­lich, dass immer ein neu­es Ziel gesetzt wird und man kann es wirk­lich errei­chen. Das frus­triert natür­lich auf Dau­er, weil wenn man sich ein Ziel setzt und nicht erreicht, wird das per­sön­lich ja oft als Nie­der­la­ge emp­fun­den. Natür­lich kann man sich jetzt grund­sätz­lich fra­gen Ist es über­haupt not­wen­dig, dass man per­ma­nent Zie­le hat und die auch erreicht? Dar­über habe ich mich mit mei­nem Coach­kol­le­gen Jan Gus­tav Fran­ke im Coach&Coach Pod­cast auch schon mal aus­ge­tauscht. Das hat natür­lich viel mit unse­rer Gesell­schaft zu tun, dass wir eine leis­tungs­ori­en­tier­te Gesell­schaft sind, dass uns das Anse­hen bringt, wenn wir Zie­le haben und die auch errei­chen, auch wenn es gro­ße Zie­le sind, vor allem. Aber das ist ein ande­res The­ma. Das gehört jetzt nicht hier­her. Aber grund­sätz­lich sind Zie­le natür­lich etwas sehr Posi­ti­ves. Die trei­ben uns an, die geben uns eine Rich­tung vor. Also war­um errei­chen wir Zie­le häu­fig nicht? Ich habe da für mich zwei grund­sätz­li­che Ursa­chen erst mal her­aus­ge­fun­den, kann es natür­lich noch viel mehr geben, aber das sind für mich die zwei am häu­figs­ten vor­kom­men­den. Und das ist zum einen zum Ers­ten, dass Zie­le dann oft nicht erreicht sind, wenn sie nicht wer­te­ba­siert sind. Und was mei­ne ich mit Wer­ten? Damit mei­ne ich die per­sön­li­chen, eige­nen Grund­wer­te, das, was uns wirk­lich wich­tig ist. Ein klei­nes Bei­spiel Wenn ich als Ziel mir set­ze, ich will mehr Geld ver­die­nen, ist das viel­leicht ein Ziel, das man haben kann. Aber wel­cher Wert wird denn damit über­haupt reprä­sen­tiert? Mehr Geld kann ja ver­schie­de­ne Wer­te haben. Das kann zum Bei­spiel Anse­hen haben. Es kann aber auch Unab­hän­gig­keit als Grund­wert haben. Ein ande­res Bei­spiel ist weni­ger arbei­ten. Ist hier das der Grund­wert dahin­ter? Ich habe ein gro­ßes Frei­heits­be­dürf­nis. Ich möch­te mehr Frei­heit haben. Oder ist es ein Selbst­be­stim­mungs­sbe­dürf­nis, dass ich sel­ber ent­schei­den möch­te, wie ich mit mei­ner Zeit umge­he? Das ist schon recht wich­tig, denn wenn ich nicht weiß, war­um ich die­ses Ziel mir eigent­lich set­ze, dann ist die Wahr­schein­lich­keit, dass ich es nicht ver­fol­ge, sehr, sehr viel höher. Und ganz anders ist es, wenn ich mir ein wer­te­ba­sier­tes Ziel set­ze. Sagen wir als Bei­spiel Ich habe als Ziel Ich möch­te unab­hän­gig sein. Das ist mein Grund­wert, den ich ver­fol­gen möch­te. Dann kann ich mir für mei­ne Zie­le klei­ne Gewohn­hei­ten ange­wöh­nen, die mich die­sem Grund­wert Unab­hän­gig­keit immer näher brin­gen. Und das Ziel zum Bei­spiel mehr Geld. Das stellt sich schon fast von sel­ber ein. Weil wenn ich genug Geld auf dem Kon­to habe, bin ich auch unab­hän­gi­ger von ande­ren wirt­schaft­lich. Und ganz wich­tig ist, dass klei­ne Gewohn­hei­ten, dass ich eben erwähnt habe, wenn ich ein wer­te­ba­sier­tes Ziel anstre­be und ich möch­te das jetzt mit unglaub­lich gro­ßen Ver­än­de­run­gen machen, ist die Chan­ce zu schei­tern wie­der sehr, sehr groß. Denn wir Men­schen sind Gewohn­heits­tie­re und eine neue Gewohn­heit, sich anzu­ge­wöh­nen ist das wird, wer­det ihr wis­sen, wenn ihr es mal ver­sucht habt. Gar nicht so ein­fach. Also so ein schö­nes Bei­spiel ist, man möch­te sport­li­cher sein und wir ken­nen das alle, das gera­de so zum neu­en Jahr sich Vor­sät­ze gemacht wer­den und dann gehen die Anmel­de­zah­len in den Fit­ness­stu­di­os in die Höhe. Also die explo­die­ren gera­de­zu. Und wenn man in so einem Fit­ness­stu­dio ange­mel­det ist und dann mal so in den ers­ten zwei Wochen des Jah­res da sich auf­führt, dann fal­len einem ganz vie­le Leu­te auf, die man noch nie vor­her gese­hen hat, die alle top aus­ge­stat­tet sind und dann auch stän­dig da sind und auf ein­mal gar nicht mehr. Und das hat damit zu tun, dass die Gewohn­heit, die da angeht, trai­niert wer­den soll, also die­se Ver­än­de­rung viel zu groß ist. Also wenn ich mit dem Sport anfan­gen will und mir direkt dann als Ziel set­ze, jetzt gehe ich jeden Tag und min­des­tens zwei Stun­den jeden Tag. Ja, ist eigent­lich schon fast zum Schei­tern ver­ur­teilt, weil das hält fast kei­ner durch. Die klei­ne Gewohn­heit hin­ge­gen, die in mei­nen All­tag bequem passt, die kann sich aus­bau­en, die kann zu einer grö­ße­ren wer­den. Und des­we­gen zum Bei­spiel wenn ich sage, ich möch­te etwas sport­li­cher wer­den, kann man zum Bei­spiel sagen, Ich neh­me grund­sätz­lich kei­nen Fahr­stuhl mehr und grund­sätz­lich kei­ne Roll­trep­pe. Das ist eine ganz klei­ne Gewohn­heit, die man sich täg­lich ange­wöh­nen kann. Oder wenn man es noch genau­er defi­nie­ren will, kann man zum Bei­spiel in sei­nem täg­li­chen All­tag sich über­le­gen, bei so einem Vor­satz wie Ich möch­te sport­li­cher wer­den, Wo gibt es denn Stel­len, wo ich eher zu Fuß gehen könn­te, als dass ich den Bus neh­men oder gar das Auto? Also klei­ne Gewohn­hei­ten brin­gen uns unse­ren wer­te­ba­sier­ten Zie­len deut­lich zuver­läs­si­ger näher als gro­ße Ver­än­de­run­gen, die wir am Ende nicht durch­hal­ten, weil sie uns aus unse­rem zu sehr aus unse­rer Wohl­fühl­zo­ne raus­zie­hen. Das wird wun­der­bar erklärt in dem Buch Die 1 % Metho­de oder auf Eng­lisch Ato­mic Habits von James Clear. Und grund­sätz­lich zu wer­te­ba­sier­ten Zie­len kann ich euch das 6 Minu­ten Erfolgs­jour­nal von Domi­nik Spenst emp­feh­len, der dar­in auch eine eine klei­ne Arbeit macht, einen klei­nen Mini­work­shop mit sich selbst, den man mit sich selbst abhal­ten kann, durch­führt, wie man sei­nen Grund­wer­ten auf die Spur kom­men kann, wie man her­aus­fin­den kann, wel­che Grund­wer­te einen eigent­lich antrei­ben. Ich bie­te dazu eigent­lich auch Work­shops an, aber das ist eigent­lich ein ganz schö­ner Ansatz, wie man sich sei­nen eige­nen Grund­wer­ten klar wer­den kann und dann auch sei­ne Zie­le ent­spre­chend ver­steht und anders ein­ord­net. Und aus per­sön­li­cher Erfah­rung, auch aus der Erfah­rung mei­ner Kli­en­ten kann ich sagen Das sind Zie­le, die dann wirk­lich nach­hal­tig mit klei­nen Gewohn­hei­ten ver­folgt wer­den und der in der Regel auch zum Erfolg füh­ren. Das ist der eine Grund. Also, dass Zie­le oft nicht wer­te­ba­siert sind. Der ande­re Grund ist Die Zie­le sind zu groß. Und das muss ich sofort wie­der rela­ti­vie­ren. Die­ser Satz Die Zie­le sind zu groß, denn gro­ße Zie­le sind was Tol­les. Es ist wun­der­bar, ein gro­ßes Ziel zu haben. Es gibt ja auch die­sen schö­nen Satz Wer auf einen Gip­fel will, muss nach den Ster­nen grei­fen und da ist ganz viel Wah­res dran. Also soll jetzt nicht hei­ßen Setzt euch kei­ne gro­ßen Zie­le, aber gro­ße Zie­le haben die Eigen­schaft, dass sie uns oft uner­reich­bar schei­nen. Also wenn ich zum Bei­spiel ein Ziel habe ich möch­te ein Haus bau­en und ich bin gera­de erst mit dem Job ein­ge­stie­gen, in den Job ein­ge­stie­gen und ver­die­ne noch klei­nes Geld. Dann ist ein Haus bau­en ein Ziel. Das ist so unfass­bar weit ent­fernt. Das fühlt sich so weit ent­fernt an, dass es mich frus­trie­ren könn­te und sehr wahr­schein­lich wird und ich das Ziel dann irgend­wann auf­ge­be oder nicht so nach­hal­tig ver­fol­ge, wie ich es ver­fol­gen könn­te, wenn ich es cle­ver gestal­te. Und das cle­ver gestal­ten ist eigent­lich ganz sim­pel, näm­lich Zwi­schen­zie­le. Die meis­ten set­zen sich ein rie­si­ges Ziel und ver­ges­sen die Etap­pen dazwi­schen. Also Zwi­schen­zie­le defi­nie­ren. Wenn ich ein gro­ßes Ziel habe, wird es ganz vie­le meis­tens geben, die ich auf dem Weg dahin errei­che. Und wenn ich mir die­se klei­nen Zwi­schen­etap­pen, die­se Zwi­schen­sie­ger in Anfüh­rungs­stri­chen ein­mal klar mache, kann ich mir auch für die­se Zwi­schen­zie­le ganz genau über­le­gen Was hilft mir dabei, die­ses Zwi­schen­ziel zu errei­chen? Was hin­dert mich viel­leicht dar­an, Wen oder was brau­che ich dazu? Habe ich da viel­leicht eine inne­re Blo­cka­de, die ich mit einem Coach bespre­chen möch­te? Brau­che ich da eine bestimm­te Res­sour­ce, die ich nicht sel­ber lie­fern kann? Brau­che ich jeman­den ande­ren? Und das ist für Zwi­schen­zie­le wie­der viel, viel ein­fa­cher, als wenn ich das für ein rie­si­ges Ziel, das ganz weit weg ist, mache. Da brau­che ich näm­lich sehr wahr­schein­lich so viel Hil­fe und so vie­le Res­sour­cen, dass ich die gar nicht alle auf ein­mal orga­ni­sie­ren kann und auch nicht muss. Die sind für die Zwi­schen­zie­le wich­tig. Also gro­ße Zie­le her­un­ter­bre­chen in klei­ne Etap­pen und dann ganz wich­tig für die­se Etap­pen jeweils sich über­le­gen, was hilft mir, was hin­dert mich und wen oder was brau­che ich dazu? Und für die­se Zwi­schen­zie­le kann man dann auch wun­der­bar das Smart Prin­zip nut­zen. Davon habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr euch mit Zie­len grund­sätz­lich aus­ein­an­der­ge­setzt hat. Wenn nicht, erklä­re ich euch das noch ein­mal schnell. Smart ist eine Abkür­zung für ins­ge­samt fünf Eigen­schaf­ten, die ein gutes Ziel haben soll­te. Das bedeu­tet, ein Smart Ziel ist wie das ers­te. Der ers­te Buch­sta­be sagt spe­zi­fisch, also ein S Für spe­zi­fisch bedeu­tet das Ziel so genau wie mög­lich defi­nie­ren. Das M steht für mess­bar. Es muss ein Ziel sein, das ich auch wirk­lich mes­sen kann, dass ich es erreicht habe. Es muss attrak­tiv sein, das ist ganz wich­tig. Es muss attrak­tiv im Sin­ne mei­ner eige­nen Wer­te sein. Damit kom­men wir wie­der zum Ers­ten Punkt. Wenn die­ses Ziel nicht mit mei­nen Grund­wer­ten über­ein­stimmt, wer­de ich es sehr schwer haben, es wirk­lich durch­zu­zie­hen und zu errei­chen. Es muss rea­lis­tisch sein. Das heißt, Traum­schlös­ser brin­gen mir hier über­haupt nichts. Gera­de bei den Etap­pen­zie­le bringt mir das gar nichts. Da kommt wie­der das Run­ter­bre­chen die klei­nen Zwi­schen­zie­le ins Spiel, wenn ich ein rie­si­ges Ziel habe. Sagen wir, ich bin Berufs­ein­stei­ger und sage, ich möch­te mir ein Haus bau­en, wird das sehr wahr­schein­lich erst mal unrea­lis­tisch sein. Wenn ich mir aber klei­ne Etap­pen­zie­le set­ze, die kön­nen sehr viel rea­lis­ti­scher gestal­tet wer­den. Bau­spar­ver­trag abschlie­ßen zum Bei­spiel, so als klei­nes Zwi­schen­ziel. Also ganz wich­tig Das muss ein Ziel sein, das ich auch rea­lis­tisch in einer gewis­sen Zeit mess­bar errei­chen kann. Und gewis­se Zeit. Damit kom­men wir näm­lich schon zu dem letz­ten Buch­sta­ben T ter­mi­niert. Also ich muss die­ses Ziel zu einem bestimm­ten Zeit­punkt, den ich mir auch sel­ber set­ze, errei­chen kön­nen. Und wenn ich die Etap­pen nach die­sen Smart Prin­zi­pi­en auf­set­ze, kom­me ich mei­nem gro­ßen Ziel, das viel­leicht eigent­lich unrea­lis­tisch und unglaub­lich weit weg erscheint, Schritt für Schritt näher. Ich habe immer sicher­ge­stellt, durch den Fak­tor von attrak­tiv, dass es mit mei­nen Wer­ten über­ein­stimmt und auch dann wer­de ich die­ses Ziel mit ganz gro­ßer Wahr­schein­lich­keit errei­chen. Im Coa­ching erle­be ich das ganz häu­fig, dass ich so eine Ziel­ar­beit mache und das in dem Moment, wo man dann ein gro­ßes Ziel in die­se Etap­pen­zie­le unter­teilt ist, eigent­lich schon fast von selbst aus mei­nen Coa­ching­kli­en­ten her­aus spru­delt. Und ab der ers­ten Etap­pe, wenn man die­se ein­zel­nen Zie­le nach dem Smart Prin­zip ein­mal auf­rollt, alles ande­re schon fast von sel­ber pas­siert und ich dann schon gar nicht mehr gebraucht wer­de. Dass ich als Coach tat­säch­lich immer der schöns­te Moment, wenn ich mer­ke, okay, eige­ne Res­sour­cen sind im Gang und das Ziel rückt tat­säch­lich in greif­ba­re Nähe. Ich hof­fe, da war etwas für euch dabei. Ich fin­de das ganz das The­ma ganz wich­tig. Zie­le sind wich­tig und ein span­nen­des The­ma. Ich wür­de natür­lich inter­es­sie­ren, wie das bei euch so ist, ob ihr das auch schon erlebt hat oder ob euch einer die­ser Tipps was gebracht hat. Ger­ne in den Kom­men­ta­ren unter dem Pod­cast oder auch direkt an mich über mei­ne Kon­takt­da­ten in der Pod­cast­be­schrei­bung oder über mei­ne Web­site. Ich freue mich, dass ihr mir treu bleibt und sage Bis zum nächs­ten Mal. Ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, SMART Ziele, Ziele erreichen --- ### [Toxische Positivität](https://bobach-coaching.de/toxische-positivitaet/) **Published:** Dezember 3, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Was ist toxi­sche Posi­ti­vi­tät? Frü­her nann­te ich das Phä­no­men schlicht „zwang­haf­tes posi­ti­ves Den­ken“. Der neue, bes­se­re Begriff ist mir durch *Domi­nik Spenst* – dem Autor der bekann­ten 6 Minu­ten Bücher – und sei­nem neu­en Pod­cast das ers­te Mal begeg­net und hat mich direkt über­zeugt. Toxi­sche Posi­ti­vi­tät beschreibt näm­lich auch, dass zwang­haf­tes posi­ti­ves Den­ken auch wirk­lich gif­ti­ge Fol­gen hat – was einem auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") immer mal wie­der begeg­net. In die­ser Fol­ge beschrei­be ich - wor­an man toxi­sche Posi­ti­vi­tät erkennt - wie sie sich von einer gesun­den, posi­ti­ven Grund­hal­tung unter­schei­det - was man tun kann, wenn man toxi­sche Posi­ti­vi­tät bei sich oder sei­nem gegen­über beob­ach­tet +++ Links [Das 6 Minu­ten Tage­buch](https://amzn.to/3uka1wE) (Affi­lia­te-Link) [Das 6 Minu­ten Erfolgs­jour­nal](https://amzn.to/3ipDLFv) (Affi­lia­te-Link) [Domi­nik Spenst – Der 6 Minu­ten Pod­cast auf iTu­nes](https://podcasts.apple.com/de/podcast/der-6-minuten-podcast-pers%C3%B6nlichkeitsentwicklung-to-go/id1645888823) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr heu­te wie­der dabei seid. Und wir stei­gen direkt ein in das The­ma toxi­sche Posi­ti­vi­tät. Ja, was ist das? Für mich ist der Begriff rela­tiv neu, obwohl ich mich mit dem The­ma schon lan­ge aus­ein­an­der­set­ze. Frü­her habe ich das ein­fach zwang­haf­tes, posi­ti­ves Den­ken genannt. Und woher habe ich die­sen Begriff Toxi­sche Posi­ti­vi­tät? Das habe ich Domi­nik Spen zu ver­dan­ken. Für die, die den Namen noch nicht gehört haben. Das ist der Autor der sehr bekann­ten und sehr erfolg­rei­chen Sechs Minu­ten Bücher und allen vor­an das Sechs Minu­ten Tage­buch. Das ist ein ganz tol­les Werk­zeug, um sei­ne Acht­sam­keit rela­tiv spie­le­risch durch zwei Ritua­le mor­gens und abends zu stei­gern und dem Nach­fol­ger das Sechs Minu­ten Erfolgs­jour­nal. Und die sind bei­de wirk­lich toll. Und der hat auch sei­nen eige­nen Pod­cast gestar­tet. Der nennt sich der sechs Minu­ten Pod­cast. Das ist sehr zu emp­feh­len. Und da hat er den Begriff der toxi­schen Posi­ti­vi­tät auch behan­delt. Und das fand ich erst mal von der Begriff­lich­keit ganz toll. Und das The­ma liegt mir sehr am Her­zen. Für die, die es inter­es­siert, ver­lin­ke ich auch die­sen Pod­cast noch mal. Unten in der Beschrei­bung die­ser Fol­ge und auch die bei­den Bücher das sechs Minu­ten Tage­buch und das Erfolgs­jour­nal. Für die, die es inter­es­siert Ich kann es euch emp­feh­len. Ich habe bei­des benut­zen. Fin­de bei­des wirk­lich toll. Ja, also frü­her habe ich zu toxi­scher Posi­ti­vi­tät zwang­haf­tes posi­ti­ves Den­ken gesagt, aber die­ser neue Begriff gefällt mir des­we­gen auch unglaub­lich gut, weil der halt direkt auch die fata­le Wir­kung von die­ser Hal­tung mit aus­drückt, näm­lich toxisch. Zum Start möch­te ich aber erst mal einen grund­sätz­li­chen posi­ti­ve Den­ken eine Lan­ze bre­chen. Das ist ja etwas über­haupt nichts Schlech­tes. Eine posi­ti­ve Grund­hal­tung zu haben, ist ja etwas, was einem in Kri­sen auch wirk­lich viel Kraft gibt. Und es kann eine höhe­re Resi­li­enz bedeu­ten. Es ist eine gro­ße Res­sour­ce, wenn es mal wirk­lich schwie­rig wird, dass man dann den Blick auf die posi­ti­ven Aspek­te nicht ver­liert. Das hilft auch, nach Nie­der­la­gen sehr schnell wie­der auf­zu­ste­hen, wenn man mal auf der Nase gele­gen hat. Und damit hat toxi­sche Posi­ti­vi­tät wirk­lich nichts zu tun. Nicht, dass ihr mich falsch ver­steht, Ich bin ein ganz gro­ßer Befür­wor­ter davon, den posi­ti­ven Kern selbst in schlim­men nega­ti­ven Ereig­nis­sen zu sehen und dar­aus Kraft zu schöp­fen. Was toxi­sche Posi­ti­vi­tät aber meint, ist etwas ande­res. Das ist näm­lich, nega­ti­ve Din­ge nicht anzu­neh­men und weg­zu­drü­cken oder zu über­ge­hen. Wenn ihr jetzt mal in euch geht, kennt ihr sol­che Leu­te bestimmt oder habt das viel­leicht auch selbst schon mal gemacht? Das sind dann so Sät­ze wie Kopf hoch oder Siehst doch posi­tiv und halb so wild. Oder In der Kind­heit haben Leu­te in mei­ner Gene­ra­ti­on bestimmt auch noch oft den Satz gehört Jungs wei­nen nicht, der ist ja unsäg­lich. Schon auf­grund von ver­schie­de­nen ande­ren Din­gen. Aber Jungs wei­nen nicht. Es wur­de einem als Kind schon direkt erklärt. Nein, Trä­nen sind nicht erlaubt. Du musst posi­tiv sein, du musst fröh­lich sein. Also Nega­ti­ves wird nicht ange­nom­men und über­gan­gen. Das kann natür­lich vie­le, vie­le Grün­de haben. Ein ganz gro­ßer Grund ist bestimmt, dass wir gesell­schaft­lich so ein biss­chen auf Leis­tung trai­niert sind. Und jetzt auch im Insta­gram Zeit­al­ter ist das ja noch ver­stärkt, weil wir total dar­auf getrimmt wer­den, dass alles immer schön ist, alle erfolg­reich sind und alle glück­lich sind, man auch immer glück­lich sein muss. Wirk­lich Trau­ri­ges sehen wir in die­sen Medi­en ja nie, aber das hat sei­ne Wur­zeln eigent­lich schon gesell­schaft­lich in viel wei­ter zurück­lie­gen­de Ver­gan­gen­heit, weil die­se Sät­ze wie Jungs wei­nen nicht, was ich eben gesagt habe oder Kopf hoch, süß, posi­tiv, halb so wild, die gab es schon immer. Also wir Men­schen haben eine Ten­denz, uns dem nicht stel­len zu wol­len. Das hat natür­lich ganz viel mit Unsi­cher­heit zu tun, dass wir nicht wis­sen, wie wir damit umge­hen sol­len, wenn wenn das Gegen­über viel­leicht dann anfängt zu wei­nen oder wirk­lich, wirk­lich trau­rig ist. Und dabei ist das so ein­fach. Also nega­ti­ve Emo­tio­nen anzu­neh­men bedeu­tet ja eigent­lich auch nur, dass man erst mal für jeman­den da ist. Da kom­me ich dann aber gleich noch dar­auf zu spre­chen, was man näm­lich tun kann, statt toxisch posi­tiv zu sein. Die Fol­gen von toxi­scher Posi­ti­vi­tät sind ziem­lich gewal­tig. Also dadurch, dass nega­ti­ven Emo­tio­nen kein Raum gege­ben wird, bedeu­tet das eigent­lich, dass sich ein Glau­bens­satz ein­stellt, der am Ende sagt Ich darf das nicht füh­len oder ich soll­te das nicht füh­len. Es ist falsch, wenn ich das füh­le. Das setzt natür­lich eine Abwärts­spi­ra­le in Gang, weil wenn man so etwas wirk­lich als Glau­bens­satz emp­fin­det, wirkt das sehr nega­tiv auf den Selbst­wert. Und dann hat man dann irgend­wann auch schon Scham­ge­füh­le, wenn man sich schlecht fühlt, wenn man trau­rig wird und man ver­drängt das also in Zukunft. Und das Aller­schlimms­te, was dann pas­sie­ren kann. Eigent­lich, abge­se­hen von dem psy­cho­lo­gi­schen Fol­gen ist auch noch, wenn sich das dann kör­per­lich mani­fes­tiert und das sind dann so Din­ge wie Schlaf­stö­run­gen. Man­che Men­schen ent­wi­ckeln eine Sucht und ganz groß jetzt auch sind die psy­cho­so­ma­ti­schen Beschwer­den, also die psy­cho­so­ma­ti­schen Beschwer­den, Ver­zei­hung, und da gibt es ja mitt­ler­wei­le regel­rech­te Kli­ni­ken, die sich dar­auf kom­plett spe­zia­li­siert haben. Ich war mal als Trai­ner in so einer Kli­nik und habe das also beob­ach­tet und die war rap­pel­voll und da war ich schon ziem­lich geschockt. Also die­ses, die­ses Ver­drän­gen von Nega­ti­ven, wenn sich das so in den Kör­per rein­frisst und psy­cho­so­ma­ti­sche Beschwer­den dar­aus ent­ste­hen, das darf man ein­fach nicht unter­schät­zen. Also was tun? Wie kann man dage­gen vor­ge­hen? Bei sich selbst? Oder viel­leicht auch, wenn es um einen her­um pas­siert? Ganz wich­tig ist die Reak­ti­on dar­auf, wenn mir jemand gegen­über­tritt und sagt ich habe was Schlim­mes erlebt oder Ich bin trau­rig. Oder anfängt zu wei­nen. Also statt Das wird schon oder halb so wild. Augen zu und durch. Und die­se gan­zen ande­ren eigent­lich unsäg­li­chen Sät­ze reicht es ein­fach Sachen zu sagen wie Ich bin da! Oder auch gar nichts zu sagen. Viel­leicht jeman­den ein­fach nur in den Arm neh­men? Eine Hand neben Ein­fach für ihn da sein. Soli­da­ri­tät zei­gen. Mit­ge­fühl zei­gen. In ganz extre­men Situa­tio­nen fan­gen wir sehr mit Mit­emp­fin­den der Men­schen an. Dann mit zu wei­nen. Und das gibt dem­je­ni­gen, der das nega­ti­ve Gefühl hat, auch eine ganz gro­ße Erleich­te­rung, weil er dann auch merkt Ich bin nicht allein. Es ist in Ord­nung, wenn ich so emp­fin­de. Und wenn man sel­ber viel­leicht durch Prä­gung in der Kind­heit oder des Umfelds oder ande­rer Grün­de dazu neigt, Din­ge, schon nega­ti­ve Din­ge schon zu ver­drän­gen und nicht zuzu­las­sen, sich selbst auch ganz bewusst immer mal wie­der zu sagen Ich darf jetzt trau­rig sein, ich darf jetzt nie­der­ge­schla­gen sein, ich darf auch for­mu­lie­ren, dass es gera­de schwie­rig ist. Dazu muss man sich dar­über im Kla­ren sein, dass auch nega­ti­ve nega­ti­ve Gefüh­le Freun­de sind. Also auch nega­ti­ve Gefüh­le sind unse­re Freun­de. Die wol­len uns ja auch etwas sagen und die sind ganz essen­zi­ell, weil die kom­men natür­lich in der Ver­gan­gen­heit auch als Warn­si­gnal auf uns zu. Und die­se nega­ti­ven Gefüh­le soll­te man zulas­sen und nicht weg­drän­gen, son­dern als Freun­de emp­fin­den. Denn auch nega­ti­ve Gefüh­le las­sen uns ja wis­sen, dass wir leben und dass wir am Leben teil­neh­men. Wenn wir uns alle vor­stel­len wür­den. Oder wenn ihr euch jetzt mal vor­stellt, ihr hät­tet kei­ne Gefüh­le, ihr hät­tet kei­ne nega­ti­ven Gefüh­le und dann im Umkehr­schluss viel­leicht auch kei­ne posi­ti­ven, das wäre ja kein Leben, das wäre ja ein blo­ßes blo­ßes Dahin­ve­ge­tie­ren und ein Viel­leicht nach dem Instinkt oder nach der Ratio han­deln. Aber Freu­de wäre da nicht da. Und da, wo es Freu­de gibt, gibt es nun mal auch Kum­mer ab und zu. Und den muss man zulas­sen und den soll­te man auch bei sei­nem Gegen­über unbe­dingt zulas­sen und vor­sich­tig sein mit For­mu­lie­run­gen, die am Ende dazu füh­ren, dass jemand sich dabei noch schlecht fühlt, auch wenn man es viel­leicht gut gemeint hat. Das kommt natür­lich auch oft aus der Gewohn­heit. Also hin­ter­fragt euch da mal so ein biss­chen. Für mich war das sehr span­nend, als ich ange­fan­gen habe, mich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen, weil mir dann tat­säch­lich oft auf­fiel, dass ich auch so Sät­ze sage, wo ich den­ke, wo kom­men die denn her? Das ist ja eigent­lich gar nicht das, was ich will. Und da muss man dann mal so ein biss­chen Selbst­er­for­schung betrei­ben und kommt dann ganz schnell sich selbst auf die Schli­che und stellt das dann auch irgend­wann ab. Und dann ist das Gan­ze eigent­lich auch sogar noch viel schö­ner, wenn man dann wirk­lich das Gefühl hat, dass man für jeman­den da ist und man erlebt es dann auch anders, wenn man sel­ber mal kei­ne so schö­ne Zeit hat. Wie schön es ist, wenn man Men­schen um sich her­um hat, die einem dann anneh­men, die nicht ver­su­chen, das jetzt schnellst­mög­lich irgend­wie wie­der zur Sei­te zu drän­gen, son­dern ein­fach da sind und einen Teil des schwe­ren Wegs viel­leicht auch mit einem gehen. Mich wür­de inter­es­sie­ren, ob ihr da Erfah­run­gen habt, ob ihr das bei euch selbst beob­ach­tet habt oder was das bei euch macht, wenn ihr auf so etwas stoßt. Also mich hat das eine Wei­le rich­tig getrig­gert. Jetzt weiß ich auch, war­um das so war. Habe ich dann irgend­wann mal erforscht und seit­dem habe ich mit dem The­ma ein biss­chen mei­nen Frie­den gemacht. Aber ich fin­de es sehr wich­tig und ich fin­de es auch wich­tig, das immer wie­der aufs Tablett zu brin­gen, weil das ist eine grund­sätz­li­che Sache, die man bes­ser machen kann im mensch­li­chen Mit­ein­an­der. Also wenn ich dazu was zu sagen habe, ich freue mich über Kom­men­ta­re unter dem Pod­cast oder auch ger­ne per Email. Mei­ne Kon­takt­adres­se, auch ein Kon­takt­for­mu­lar gibt es auf mei­ner Web­site und ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und bleibt mir treu. Und bis bald. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, Toxische Positivität --- ### [Tipps für Bewerbungsgespräche](https://bobach-coaching.de/tipps-fuer-bewerbungsgespraeche/) **Published:** Dezember 10, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Bewer­bungs­ge­sprä­che mag nie­mand wirk­lich ger­ne. Auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") ist das oft The­ma: Bewer­ber haben hier oft regel­rech­tes Lam­pen­fie­ber und Blo­cka­den durch zu viel Druck. Arbeit­ge­ber sind oft rat­los, weil sie immer wie­der an die fal­schen Kan­di­da­ten gera­ten – ein ewi­ges Per­so­nal­ka­rus­sell ist die Fol­ge. Daher frag­te mich ein auch ein Zuhö­rer nach Tipps für Bewer­bungs­ge­sprä­che. In die­ser Fol­ge spre­che ich dar­über, was Bewer­bungs­ge­sprä­che bes­ser macht: - die größ­ten Feh­ler von Bewer­bern und denen, die Bewer­bungs­ge­sprä­che füh­ren - 3 Tipps für Bewer­ber und Arbeit­ge­ber, [wie man Bewer­bungs­ge­sprä­che bes­ser machen kann](https://bobach-coaching.de/achtsamkeit-definition-und-wie-man-sie-trainieren-kann/) - die Grund­hal­tun­gen, die Bewer­bungs­ge­sprä­che ange­neh­mer wer­den las­sen +++ Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Hal­lo und herz­lich will­kom­men bei Klar­sicht, dem Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Heu­te geht es um Bewer­bungs­ge­sprä­che und was man da bes­ser machen kann. Und zwar von bei­den Sei­ten aus. Ein­mal von dem, der sich bewirbt und ein­mal von dem, der das Bewer­bungs­ge­spräch führt. War­um spre­che ich dar­über? Ich inter­viewe sehr vie­le Bewer­ber in mei­nem All­tag und habe das auch schon ein paar Jah­re gemacht. Und da fal­len mir eigent­lich immer wie­der die glei­chen Din­ge auf, die einer Ein­stel­lung im Weg ste­hen oder die das gan­ze Bewer­bungs­ge­spräch für bei­de Sei­ten unter Umstän­den unend­lich anstren­gend machen und nicht zum Erfolg füh­ren. Und das könn­te man oft ver­hin­dern. Weil ich fin­de das oft sehr scha­de, dass es dann so Abwä­gun­gen in Rich­tung geschei­tert gibt. Und da möch­te ich ein paar Tipps geben, was man ver­hin­dern soll­te und viel­leicht auch, wie man sich von bei­den Sei­ten aus auf ein Bewer­bungs­ge­spräch gut vor­be­rei­ten kann. Also die häu­figs­ten Feh­ler auf bei­den Sei­ten erst ein­mal auf­sei­ten des Bewer­bers steht bei mir an aller­ers­ter Stel­le. Über Din­ge zu spre­chen, die nicht stim­men. Und damit mei­ne ich jetzt noch nicht ein­mal tat­säch­li­che Lügen zu erzäh­len, son­dern Ant­wor­ten um des Frie­dens wil­len. Also klas­si­sche Situa­ti­on Der Kan­di­dat bekommt eine Fra­ge gestellt und ihm fällt da nicht gleich eine pas­sen­de Ant­wort zu ein. Aber anstatt dann nach­zu­den­ken, wird sofort los gere­det und dann wird gere­det und gere­det und die Kan­di­da­ten ver­ste­cken sich in irgend­wel­chen Sei­ten­äs­ten und Neben­sät­zen und reden eigent­lich gar nicht mehr über das The­ma am Ende, über das sie eigent­lich gefragt wur­den und kom­men damit in Teu­fels Küche. Weil es gibt dann eigent­lich nichts Unan­ge­neh­me­res für den Kan­di­da­ten. Wenn dann der Inter­view­er sagt Ja, das habe ich nur lei­der nicht gefragt oder Das woll­te ich eigent­lich nicht wis­sen, aber kön­nen Sie mir jetzt mal die Fra­ge beant­wor­ten? Da geht sofort die Stim­mung auf den Boden und dann ist eigent­lich ganz häu­fig das Bewer­bungs­ge­spräch eigent­lich schon nicht mehr erfolg­reich. Also wie reagiert man am bes­ten, wenn man etwas gefragt wird und einem die Ant­wort nicht ein­fällt? Tja. Ein. Kann ich nicht beant­wor­ten. Ist viel mehr wert als ein­fach zu reden. Ohne Inhalt, weil das merkt ein Inter­view­er sofort, das inhalts­los ist. Und was auch okay ist, was vie­len Bewer­bern gar nicht klar ist, dass man auch mal kurz nach­den­ken darf. Und wenn man den Ein­druck hat, das dau­ert etwas zu lang, das Nach­den­ken kann man auch sagen, Ich muss dar­über kurz ein­mal nach­den­ken, um da rich­tig drauf ant­wor­ten zu kön­nen. Also man erwar­tet eigent­lich von einem Bewer­ber nicht sofor­ti­ge, hun­dert­Pro­zen­ti­ge Ant­wor­ten, ohne auch nur ansatz­wei­se dar­über nach­zu­den­ken. Spä­ter im Job soll­te man ja auch nach­den­ken kön­nen und sich da auch Zeit für neh­men. Von daher ist das in dem Moment sogar eine ganz gute Eigen­schaft, die man da zeigt. Eine ande­re The­ma­tik ist bei Bewer­bern oft, dass sie Lücken im Lebens­lauf nicht erklä­ren kön­nen. Also Lebens­läu­fe kön­nen Lücken haben. Da gibt es ja ganz vie­le ver­schie­de­ne Grün­de, ob das jetzt krank­heits­be­dingt ist oder ob es pri­va­te Grün­de dafür gibt. Das ist in Ord­nung. Die soll­te man, wenn mög­lich, viel­leicht schon im Vor­feld im Lebens­lauf in Text­form fül­len. Aber vie­le kön­nen dann gar nicht dar­über spre­chen, wenn man sie dar­auf anspricht. Aber wenn man zum Bei­spiel sagt Was war denn letz­tes Jahr im Zeit­raum von Monat A bis Monat los? Da wis­sen die dann oft gar kei­ne Ant­wort drauf. Und dann sind sie auch noch zusätz­lich dar­über über­rascht, manch­mal, dass bestimm­te Sachen in ihren Lebens­läu­fen ste­hen. Also wenn man sich dann auf einen bestimm­ten Punkt im Lebens­lauf anspricht, zum Bei­spiel eine Frei­zeit­be­schäf­ti­gung, die das Inter­es­se geweckt hat, wo man ger­ne ein biss­chen mehr über die Beweg­grün­de hören möch­te. Sind Sie ganz über­rascht und kön­nen dar­über gar nicht spre­chen? Und dann ist das natür­lich jetzt nicht etwas, was einen beson­ders ehr­li­chen Ein­druck hin­ter­lässt. Also man soll­te sich im Lebens­lauf natür­lich beson­ders ehr­lich ver­hal­ten und auch dar­über spre­chen kön­nen und wol­len, was man da zu Papier gebracht hat. Ein ganz gro­ßes No go auf Sei­ten der Bewer­ber ist. Die Mani­pu­la­ti­on über Klei­dung oder Flir­ten, also beson­ders kör­per­be­ton­ter anzu­zie­hen, ist kei­ne gute Idee mehr. Das mögen Per­so­na­ler in der Regel über­haupt nicht und Flir­ten ist sowie­so völ­lig unan­ge­bracht. Ich glau­be, da muss ich gar nichts wei­ter aus­füh­ren. Und schlech­te Vor­be­rei­tung, wenn man kei­ne Ahnung über den Job hat, auf den man sich da gera­de bewirbt, macht das kei­nen guten Ein­druck. Das gilt gera­de für Azu­bis recht häu­fig. Wenn ich Azu­bis vor mir sit­zen habe und ich dann fest­stel­le, die haben sich über das Berufs­bild noch über­haupt nicht infor­miert, die wis­sen gar nicht, was da auf sie zukommt. Ist der Erfolg bei dem Bewer­bungs­ge­spräch eher gering? Ja, und dann zu guter Letzt der Ver­such, sich anders dar­zu­stel­len, als man tat­säch­lich ist. Das fällt sofort auf, wenn man eini­ger­ma­ßen Erfah­rung in Bewer­bungs­ge­sprä­chen hat. Und ich kann nur jedem Bewer­ber vehe­ment davon abra­ten, das zu tun. Ich wer­de jetzt nicht ver­ra­ten, wor­an es einem auf­fällt. Aber bes­ser nicht machen und ein­fach so sein, wie man ist. Jetzt habe ich ganz viel über die Feh­ler von Bewer­bern gespro­chen, aber auf der Sei­te der Inter­view­er gibt es auch jede Men­ge Feh­ler. Und damit mei­ne ich jetzt nicht mal unbe­dingt Feh­ler von Fra­gen, die man recht­lich gar nicht stel­len darf, son­dern ein­fach die, die Grund­hal­tung vor allem betref­fen. Also da ist zum einen die man­geln­de Empa­thie für die Situa­ti­on, da gibt es so was wie eine pro­fes­sio­nel­le Abstump­fung bei vie­len Per­so­na­lern oder Leu­ten, die oft Bewer­bungs­ge­sprä­che füh­ren. Die sind sich dann nicht mehr dar­über im Kla­ren, dass da jemand auf der ande­ren Sei­te sitzt, der unter Umstän­den sehr ner­vös ist oder wo sehr viel von die­sem Bewer­bungs­ge­spräch abhängt. Also soll­te man sich dar­über erst mal grund­sätz­lich im Kla­ren sind und dafür auch ein gan­zes gro­ßes Stück Ver­ständ­nis mit­brin­gen und auch zu und ver­su­chen, auch die­se, die­se Anspan­nung, die­se Auf­re­gung etwas zu neh­men. Die fal­sche Grund­hal­tung steht da oft auch im Weg, weil es wird oft nach Feh­lern gesucht, anstatt nach den rich­ti­gen Din­gen zu suchen. Man sucht oft eher danach. Was zeich­net den Kan­di­da­ten nicht aus oder was stört mich an dem Kan­di­da­ten ab, als danach zu suchen? Was kann denn der Kan­di­da­ten? Was ist denn das, was ich brau­che? Und was könn­te uns denn hier berei­chern? Das soll­te eigent­lich der Fokus sein und kei­ne Feh­ler­su­che, weil das über­trägt sich von der Grund­hal­tung her auch wie­der auf das Gegen­über. Und dann kommt der Bewer­ber ganz oft in eine Defen­siv­hal­tung. Fal­sche Fra­gen pro­vo­zie­ren fal­sche Ant­wor­ten. Klingt so banal, aber wenn man nach einem Bewer­bungs­ge­spräch das Gefühl hat, ich habe eigent­lich nicht viel über die Per­son erfah­ren, kann das auch ganz viel dar­an lie­gen, dass man fal­sche Fra­gen stellt. Also dass man eben so so Fra­gen­ka­ta­lo­ge abklopft, die, die man irgend­wo gele­sen hat, die aber eigent­lich vom Inhalt her immer gleich beant­wor­tet wer­den. Ein gutes Bei­spiel dafür ist Beschrei­ben Sie drei Stär­ken und Schwä­chen. Das sagt im Prin­zip nichts über die Per­son gegen­über aus, weil jeder kennt die­se Fra­ge und jeder lernt da auch irgend­was im Vor­feld aus­wen­dig. Ja, vie­le hören nicht rich­tig zu. Und da soll­te man sich drauf trai­nie­ren, dass man zwi­schen den Zei­len hören lernt, dass man auch ein biss­chen die Schwin­gun­gen mit nimmt, die in der Stim­me sind. Um raus­zu­fin­den, was ist dem Bewer­ber viel­leicht ange­nehm, was ist ihm unan­ge­nehm? Und da dann auch noch mal viel­leicht genau­er nach­fra­gen. Das ist ganz wich­tig. Und die­ses rich­ti­ge Zuhö­ren bedeu­tet oft nicht nur die Wor­te wahr­neh­men. Ja, und ganz grund­sätz­lich wis­sen vie­le Fir­men gar nicht, was sie eigent­lich suchen. Aber sie ken­nen eine Job­be­schrei­bung, die wis­sen, jemand soll Job A oder B machen, aber die wis­sen nicht, was sie für Typen suchen, was sie für Men­schen suchen. Und dahin­ter steht ganz klar, dass man Fähig­kei­ten eigent­lich immer ler­nen kann. Ich kann ler­nen, eine Schrau­be in die Wand zu dre­hen, aber ich kann vie­le Din­ge, die man heut­zu­ta­ge Soft Skills nennt, also zum Bei­spiel Team­fä­hig­keit oder Lern­fä­hig­keit, kann ich fast unmög­lich ler­nen. Und Wer­te lernt man fast über­haupt nicht. Einen Grund­wert lernt man fast gar nicht und dar­auf­hin soll­te man sei­ne Kan­di­da­ten halt auch inter­view­en, was man raus­fin­det. Stim­men die Soft Skills, die wir hier brau­chen und pas­sen die Wer­te von dem Kan­di­da­ten zu mei­nem eige­nen Unter­neh­men? Und ganz oft habe ich auch die Situa­ti­on, dass die Fir­men­in­ha­ber oder die Per­so­na­ler, die das Inter­view füh­ren, unheim­lich beein­druckt von einem Lebens­lauf sind und dann das Inter­view so lala ist und sich dann hin­ter­her her­aus­stellt, das war dann doch der fal­sche Kan­di­dat. Und man soll­te sich ganz, ganz, ganz klar machen Gro­ße Namen in Lebens­läu­fen müs­sen nichts bedeu­ten. Also wenn jemand einen unglaub­lich beein­dru­cken­den Arbeit­ge­ber hat­te, heißt das nicht, dass das ein unglaub­lich kom­pe­ten­ter Mensch ist. Und zu guter Letzt Offen kom­mu­ni­zier­te Brü­che in Lebens­läu­fen sind nichts Nega­ti­ves. Im Gegen­teil, Die sind sogar Zei­chen für eine viel­leicht span­nen­de Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung. Und ein Mensch, der sei­ne Lei­den­schaft wirk­lich ver­folgt, soll­te natür­lich ein biss­chen hell­hö­rig wer­den, wenn die­se die­se Wech­sel von Arbeits­stel­len und Brü­che im Lebens­lauf so alle drei vier Mona­te sind. Das möch­te man natür­lich nicht. Aber wenn jemand nach eini­gen Jah­ren viel­leicht eine Rich­tungs­än­de­rung gemacht hat, dar­über soll­te man spre­chen und auch die Beweg­grün­de erfah­ren. Und das ist oft ganz span­nend, weil man dann den Men­schen, der da einem gegen­über­sitzt, ein biss­chen näher rückt und auch ver­steht. Passt das zu uns oder passt es nicht zu uns? Was kann man tun, um Bewer­bungs­ge­sprä­che bes­ser zu machen? Da habe ich jetzt drei Tipps für jede Sei­te. Erst­mal der Bewer­ber. Tipp eins Nichts aus­wen­dig ler­nen und auf­sa­gen. Das merkt ein Per­so­na­ler sofort. Ich habe das sogar schon mal so erlebt, dass ich mei­ne Ein­lei­tungs fra­ge gestellt habe, die eine völ­lig ande­re Rich­tung eigent­lich läuft und ich dann als Ant­wort bekom­men habe Ja, mei­ne drei Stär­ken und Schwä­chen sind und das habe ich über­haupt nicht gefragt, Das hat mich auch über­haupt nicht inter­es­siert. Und das kam in dem Moment dann dar­aus, dass jemand sich da so drauf ver­steift hat, dass er sei­nen aus­wen­dig gelern­ten Text auf­sa­gen woll­te, dass er mir gar nicht zuge­hört, was ich eigent­lich gefragt habe. Also bloß nichts aus­wen­dig ler­nen und auf­sa­gen. Und wirk­lich ant­wor­ten und ehr­lich und auf­rich­tig ant­wor­ten, auch wenn es eine Schwä­che offen­bart. Denn Schwä­chen sind mensch­lich und kei­ne Fir­ma der Welt sucht einen Robo­ter. Dann wür­de man sich einen Robo­ter bau­en. Wir suchen Men­schen. Und Men­schen dür­fen auch Schwä­chen haben. Und wenn ihr an einen Unter­neh­men gera­tet, das kei­ne Schwä­chen akzep­tiert, soll­te man sich fra­gen, ob es der rich­ti­ge Arbeit­ge­ber ist. Und zu guter Letzt Tipp drei Ner­vös sein ist kei­ne Schan­de bzw. soll­te es kei­ne sein. Wenn ihr ner­vös seid, ihr könnt das ruhig sagen, dass ihr ner­vös seid. Ihr könnt auch sagen Oh, ich muss da kurz über­nach­ten, ich bin nur noch ner­vös. Einen anstän­di­gen Inter­view­er wird das nicht über­ra­schen und er wird dar­auf eher empa­thisch reagie­ren. Und wenn dann jemand gegen­über­sitzt, der über­haupt kein Ver­ständ­nis hat, wie­der die Fra­ge Ist das der rich­ti­ge Arbeit­ge­ber? Und drei Tipps für Inter­view­er. Man soll­te ein kla­res Kon­zept im Vor­feld haben, wel­che Kom­pe­ten­zen jemand mit­brin­gen soll. Mit Kom­pe­ten­zen mei­ne ich jetzt also nicht Schrau­be in die Wand dre­hen kön­nen, son­dern ich mei­ne die so was wie Team­fä­hig­keit, Lern­fä­hig­keit, Umgang mit schwie­ri­gen Situa­tio­nen, Dees­ka­la­ti­ons­fä­hig­kei­ten. Sol­che Sachen soll­te man sich im Vor­feld ganz klar machen für die jewei­li­ge Posi­ti­on und auch für die gan­ze Fir­ma. Und dann wird das gan­ze Bewer­bungs­ge­spräch schon deut­lich ziel­ori­en­tier­ter lau­fen, wenn man sich des­sen vor­her ganz klar bewusst ist. Tipp zwei Nicht nach Feh­lern suchen. Wie ein­gangs schon erwähnt, wenn man nach Feh­lern sucht, bekommt das Inter­view oft einen Cha­rak­ter von Aus­hor­chen. Das Gegen­über geht sofort in die Defen­si­ve und es fin­det kein ehr­li­cher Aus­tausch mehr statt. Und zu guter Letzt Tipp drei Seid soli­da­risch mit den Bewer­bern. Behan­delt sie wie gute Freun­de. Ihr sucht ja neue Mit­ar­bei­ter. Ihr wollt ja, dass der Bewer­ber gegen­über passt. Also stellt euch auf sei­ne Sei­te und ver­sucht auch ein Ver­trau­ens­ver­hält­nis zu schaf­fen, damit sich der Bewer­ber wirk­lich öff­nen kann. So fin­det ihr viel schnel­ler her­aus, ob der Bewer­ber zu euch, eurem Unter­neh­men und euren Wer­ten passt. Und zu guter Letzt noch ein Tipp für bei­de Sei­ten Authen­tisch sein, von bei­den Sei­ten aus sich nicht ver­stel­len, sowohl als Arbeit­ge­ber sich nicht ver­stel­len, sich nicht dar­stel­len, als dass der Well­ness­tem­pel für den Arbeit­neh­mer, wenn da eigent­lich die gan­ze Zeit eine Hoch­stress­um­ge­bung herrscht, das soll­te man ein­fach sagen, weil es gibt auf der ande­ren Sei­te ja auch Arbeit­neh­mer, die das wol­len und auf der ande­ren Sei­te soll­te der Arbeit­neh­mer, der der Bewer­ber halt auch nicht so tun, als sei er etwas, was er nicht ist, was spä­tes­tens in den ers­ten paar Wochen der Anstel­lung wird das auf­flie­gen und dann hat das Gan­ze kein schö­nes Ende. Der Satz, der über jedem Bewer­bungs­ge­spräch ste­hen soll­te, ist, dass es eigent­lich dar­um geht, her­aus­zu­fin­den, ob man wirk­lich zusam­men­passt. Wie in einer guten Part­ner­schaft soll­te man hier raus­fin­den: pas­sen wir als Arbeit­ge­ber und Arbeit­neh­mer über­haupt zusam­men, so wie wir sind, so wie wir wirk­lich sind? Denn wenn das nicht so ist, dann macht eine Anstel­lung über­haupt kei­nen Sinn. Da macht auch eine Pro­be­zeit gar kei­nen Sinn, weil man sich nur im Ungu­ten tren­nen wird. Ja, ich hof­fe, das hat euch heu­te was gebracht. Ist mal ein biss­chen ein ande­res The­ma gewe­sen, aber das war tat­säch­lich ein Wunsch eines Hörers, der mich per Email erreich­te. Wenn ihr auch Wün­sche oder Vor­schlä­ge habt, könnt ihr die ger­ne in die Kom­men­ta­re schrei­ben oder mir auch eine Email über mei­ne Web­site schi­cken. Ich freue mich da sehr drü­ber. Auch wenn ihr die­sem Pod­cast viel­leicht einen Kom­men­tar hin­ter­lasst oder ihn hof­fent­lich gut bewer­tet, freue ich mich. Ich sage bis zum nächs­ten Mal, bleibt gesund und bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Bewerbungsgespräche, Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Toleranz verstehen und anwenden](https://bobach-coaching.de/toleranz/) **Published:** Januar 13, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Tole­ranz ist ein enorm wich­ti­ger Wert im mensch­li­chen Mit­ein­an­der und für gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt. In die­ser [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coach&Coach Podcast") Fol­ge gehen wir dar­auf ein - was Tole­ranz bedeu­tet - wie Tole­ranz und Akzep­tanz sich unter­schei­den - wie man mehr Tole­ranz auch tat­säch­lich ler­nen kann [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach mit Björn Bob­ach und mir Jan Fran­ke. Und ich sage als aller­ers­tes Hal­lo, Björn. Björn Hi! Grüß dich! Jan Und ein fro­hes neu­es Jahr. Denn es ist qua­si die ers­te Fol­ge jetzt im neu­en Jahr 2023. Da wün­schen wir natür­lich allen Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern alles Gute für das neue Jahr. Und die wür­de ich dann natür­lich auch. Björn auf dass alle dei­ne Wün­sche in Erfül­lung gehen, die du hast. Für die­ses Jahr. Björn Gebe ich zurück. Dan­ke schön. Björn Und ja, wir star­ten in das neue Jahr mit einer Fol­ge zu einem The­ma Tole­ranz. Tole­ranz ist ja ein Begriff, der einem auch immer wie­der über den Weg läuft, in unter­schied­lichs­ten Kon­stel­la­tio­nen. Und wir wol­len das heu­te mal etwas kon­kre­ter beleuch­ten, was Tole­ranz über­haupt bedeu­tet, was es für einen selbst bedeu­tet für die Gesell­schaft und war­um es auch wich­tig ist, für uns selbst Tole­ranz zu üben. Das wäre das Ziel heu­te in dem Pod­cast, dass wir dar­über spre­chen. Ja, und der Wunsch kam, kam von mir. Wenn ich jetzt mal so fra­ge in dei­ne Rich­tung. Björn Tole­ranz, was asso­zi­ierst du damit so als ers­tes? Björn Ich erin­ne­re mich als aller­ers­tes an eine Leh­re­rin, die ich in der Schul­zeit hat­te, die mal zu einem Mit­schü­ler sag­te Weißt du, ich muss dich ja tole­rie­ren. Das heißt aber nicht, dass ich dich magis­ter. Jan Oh, das ist aber eine har­te Aus­sa­ge. Björn Das war hart, aber eine ande­re Zeit. Ich bin ja nicht mehr ganz so jung. Aber das gab dann auch ganz viel Geläch­ter in der Klas­se. Aber wenn man drü­ber nach­denkt, ist da ja ein rela­tiv wah­rer Kern dran. Ich bin jetzt gespannt, ob unter den Zuhö­rern ein ehe­ma­li­ger Mit­schü­ler von mir ist, der sich an die Num­mer raus­be­kom­men. Ja, genau. Ja, da ist auf jeden Fall viel Wah­res dran, dass es einen Unter­schied gibt zwi­schen tole­rie­ren und akzep­tie­ren und mögen grund­sätz­lich. Also das ist so der ers­te, die ers­te Asso­zia­ti­on nicht gemeint habe. Jan Ja, also wenn man sich jetzt das Wort noch mal anschaut, dann kommt es ja von Tole­ranz. Also erdul­den, ertra­gen. Das passt ja ziem­lich zu dem, was gera­de das Zitat war von dei­ner Leh­re­rin, dass man jeman­den gege­be­nen­falls erdul­den oder ertra­gen muss. Aber es ist natür­lich schon irgend­wie etwas nega­tiv kon­no­tiert, wenn man es qua­si so rein über­setzt. Also heu­te ver­steht man ja auch viel mehr dar­un­ter, wenn man tole­rant ist, dass man auch offen ist gegen­über ande­ren Din­gen, ande­ren Men­schen, ande­ren Welt­an­schau­un­gen und die nicht nur erträgt, son­dern ihnen viel­leicht sogar offen gegen­über ist. So ver­ste­he ich das oder emp­fin­de das qua­si im all­ge­mei­nen Sprach­ge­brauch. Björn Hm, ja, die Fra­ge ist mal, wo ist die Gren­ze von Tole­ranz? Bis wann tole­riert man etwas oder bis wann kann man etwas tole­rie­ren? Und das ist ja hoch­in­di­vi­du­ell. Sowohl bei uns als ein­zel­ne Per­sön­lich­kei­ten als auch glau­be ich, bei einer Gesell­schaft zum Bei­spiel. Und wir sind eigent­lich gera­de als glo­ba­le Gesell­schaft, als glo­ba­le Bevöl­ke­rung die­ses Pla­ne­ten ja durch eine ganz har­te Tole­ranz­prü­fung gegan­gen. Im Zuge der Pan­de­mie, die wir jetzt hof­fent­lich fast hin­ter uns haben, wo sehr extre­me Sicht­wei­sen auf­ein­an­der­tra­fen, Mei­nun­gen auf­ein­an­der tra­fen und man tat­säch­lich auch oft an die Gren­zen sei­ner Tole­ranz geführt wur­de. Also ich zumin­dest, dass ich wirk­lich oft dach­te okay, muss ich, muss ich akzep­tie­ren? Muss ich das so ste­hen las­sen? Muss ich da jetzt den Mund hal­ten? Ist das etwas, was ich tole­rie­ren kann oder tole­rie­ren soll­te? Schon war eine har­te Prü­fung und das ist ja mit­un­ter ein ganz zen­tra­les Ding auch gewe­sen, dass wir uns auch gesell­schaft­lich fra­gen muss­ten, woher Tole­ranz auf und wo wird es schä­di­gend, eine ande­re Mei­nung ein­fach ste­hen zu las­sen und nicht zu wider­spre­chen? Björn Und das ist schon sehr viel­schich­ti­ges The­ma. Jan Ja, abso­lut. Also ich fin­de es auch. Wir hat­ten ja auch so ein biss­chen, oder Die Fra­ge ist jetzt noch­mal um den Kern zu kom­men war­um ist das über­haupt wich­tig? Ja oder nein? Und wenn man sich das jetzt noch mal gesell­schaft­lich anschaut, dann ist natür­lich so, wenn man gar kei­ne ande­re Mei­nung zulässt, also kom­plett into­le­rant ist, was jetzt irgend­wie ande­re Anschau­un­gen gibt. Da wird es natür­lich eng, weil dann gilt ja qua­si nur mei­ne per­sön­li­che Mei­nung und jede ande­re ist falsch. Und das führt natür­lich auch dazu, dass ich dann selbst ein Welt­bild ent­wi­ckelt, was auch ein Stück weit von oben her­ab ist gegen­über ande­ren. Und was es mir natür­lich auch schwer macht, in Kon­takt zu kom­men und Ver­bin­dun­gen auf­zu­bau­en zu ande­ren Men­schen. Das heißt also schon die Tole­ranz und die die Offen­heit für ande­re Din­ge, Dass man ande­re Din­ge dul­det, führt natür­lich auch schon dazu, dass irgend­wo ein Raum ent­steht und dann Poten­ti­al für Raum und und Ver­bin­dun­gen. Des­halb ist es ja schon mal grund­sätz­lich wich­tig. Ande­rer­seits hat man im Grun­de genom­men den Gegen­pol, wenn ich, wenn ich alles ande­re zulas­se, auch ande­re Mei­nun­gen, Welt­an­schau­un­gen, die dann viel­leicht auch wie­der­um ande­re Men­schen oder mich selbst ableh­nen, also die selbst into­le­rant sind, ande­re Men­schen aus­schlie­ßen, dann wird es natür­lich auch pro­ble­ma­tisch. Jan Also inso­fern fin­de ich im Grun­de genom­men ja die­se, die­se auch die­se, die­se Frei­heit, die­ses Frei­heits­emp­fin­den gemäß Kant, dass mei­ne Frei­heit dort auf­hört, wo die des ande­ren beginnt, auch im Tole­ranz den­ken eigent­lich ganz, ganz sinn­voll. Also dass man im Prin­zip ein Stück weit dar­an ori­en­tiert, denn da kann man natür­lich dann in den Dis­kurs gehen, ist es trotz­dem wich­tig, dass ich auch das Ich, dass ich es zulas­se, dass auch into­le­ran­te Mei­nun­gen bei­spiels­wei­se geäu­ßert wer­den ja oder nein. Aber so weit möch­te ich ehr­li­cher­wei­se gar nicht gehen. Und es geht dann auch schon hart ins Phi­lo­so­phi­sche rein. Ich bin ja ein biss­chen in der in der Pra­xis blei­ben. Also wir haben schon gesagt, also bit­te. Björn Ich fin­de, schö­ne schö­ner Ver­gleich ist auch wenn du in die Mecha­nik kuckst, also mecha­ni­sche Din­ge, da gibt es den Begriff der Tole­ranz ja auch, dass zwei Werk­stü­cke zum Bei­spiel eine Tole­ranz zuein­an­der haben. Neh­men wir mal eine Schrau­be und eine Mut­ter. Und wenn es die kei­ne, wenn es da kei­ne gewis­se Tole­ranz gibt und das zu sehr auf­ein­an­der passt, also zu genau ist, dann kann ich die Mut­ter nicht mehr auf die Schrau­be dre­hen. Das funk­tio­niert dann mecha­nisch gar nicht. Die­se Tole­ranz ist also auch da zum Bei­spiel ganz, ganz wich­tig. Ich glau­be, das ist auch gesell­schaft­lich so, weil wenn wir zu tole­rant sind, dann gibt es. Eine. Dann drif­ten wir aus­ein­an­der. Gesell­schaft­lich. Und wenn es gar kei­ne Tole­ranz gibt, dann wer­den wir uns stän­dig nur bekämp­fen. Und die­ses, die­ses Maß ist eine ganz ent­schei­den­de Geschich­te. Jan Genau des­halb Ja, im Grun­de genom­men. Ich fin­de das schön, die­ses Bei­spiel aus dem mecha­ni­schen Bereich oder bau­li­chen Bereich, was so Abwei­chung angeht, dass ich halt ein biss­chen Spiel brau­che, damit sich die Din­ge auch zusam­men­fin­den kön­nen und zusam­men ruckeln kön­nen. Und das ist im Grun­de genom­men auch der Kern­punkt, dass es sowohl mit ande­ren so, also wenn ich qua­si ande­ren auch zuge­ste­he, dass sie anders sind, dann akzep­tie­re ich erst mal, dass es eben ande­re Mei­nun­gen gibt. Und dann kann ich mich auch noch mal selbst hin­ter­fra­gen in mei­ner eige­nen Mei­nung. Ist es über­haupt tat­säch­lich so allei­nig rich­tig oder wie auch immer, wie ich mir das vor­stel­le? Oder gibt es viel­leicht da auch eine Mög­lich­keit, dass ich mein Den­ken mit anpas­se? Das hilft ja schon mit dabei. Habe auch die Tole­ranz mir selbst gegen­über. Dass ich auch tole­rant bin. Dazu, dass ich viel­leicht selbst nicht per­fekt bin oder nicht immer den abso­lu­ten Ansprü­chen, die ich viel­leicht im Ide­al­bild von mir habe, genü­ge, son­dern dass man auch da im Prin­zip mal abwei­chen kann. Und so ist natür­lich Tole­ranz auch etwas, was eine gewis­se Frei­heit auch schafft. Björn Ja, begeg­net mir im Coa­ching auch rela­tiv häu­fig. Das ist in so Kon­stel­la­tio­nen, wo jemand. Sich per­ma­nent Sor­gen macht, dass ande­re schlecht über ihn reden. Sagen wir es mal so ganz will das Mob­bing Wor­te eigent­lich noch nicht benut­zen, aber da, wo jemand sich Sor­gen macht, dass die Sicht der ande­ren auf ihn nega­tiv ist, umge­kehrt oft eine sehr nega­ti­ve Sicht auf die ande­ren hat. Und das ist genau die­ses das­sel­be Prin­zip. Wenn ich sel­ber tole­rant auf ande­re zuge­he, gehe ich viel eher davon aus, dass die auch mir tole­rant begeg­nen. Und das ist. Das ist ein Wech­sel­spiel, das sich unheim­lich gegen­sei­tig beein­flusst. Mei­ne Sicht auf mich selbst und die Sicht der ande­ren auf mich und mei­ne Sicht auf die ande­ren. Und des­we­gen ist Tole­ranz ein ganz essen­ti­el­les The­ma, um glück­lich mit sich selbst auch und mit allen um uns her­um zu sein. Jan Ja, ja, und dem gegen­über haben wir im Grun­de genom­men auch noch ein­mal wie­der­um die­sen, die­sen toxi­schen Punkt der Into­le­ranz, der das dann wie­der­um ein­schränkt. Ich fin­de also, um da auch noch mal ein Bei­spiel zu nen­nen. Ich bin manch­mal dank­bar auch dafür, wenn ich Men­schen begeg­ne, die irgend­wie so ganz anders sind als mei­ne ursprüng­li­che Erwar­tung oder Anschau­ung, weil die mich näm­lich dann auch for­dern, da qua­si tole­rant zu sein oder tole­ran­ter zu wer­den. Also ich mei­ne, glau­be ich, jeder oder vie­le Men­schen ken­nen es, dass sie im Prin­zip auch auf ande­re Per­so­nen sto­ßen und sich fra­gen war­um han­delt die­se Per­son so und war­um wird das so oder so geäu­ßert? Und dann ist es ja idea­ler­wei­se so, wenn man selbst regu­liert ist, dass man nicht sofort auf­springt und und das ist ja so gar nicht geht, son­dern dass man nach­zu­den­ken und dann pas­siert ja auch etwas in einem und ich fin­de, das ist immer ein tol­ler Anstoß oder ein tol­ler Impuls, sich auch noch mal selbst zu hin­ter­fra­gen. Und das beob­ach­te ich zuneh­mend an mir. Also das, dass ich auch mit der Zeit qua­si ler­ne, die­se. Jan Die­se Tole­ranz, Hin­ter­fra­gung oder die­sen Impuls posi­tiv auf­zu­neh­men und dann auch für mich kon­struk­tiv zu nut­zen. Es ist eigent­lich eine schö­ne Berei­che­rung, auch für die für die eige­ne Welt­sicht. Björn Tole­ranz ermög­licht einem ja auch über­haupt Din­ge dazu­zu­ler­nen. Aber wenn ich nicht tole­rant wäre, wür­de ich ja den­ken, mein Welt­bild ist so fix und fer­tig. Da muss ich gar nicht auf anders­den­ken­de Men­schen oder auf Din­ge, die ein­fach anders sind, offen zuge­hen, die ich viel­leicht dann in mei­nen Erfah­rungs­schatz auf­neh­me, son­dern den­ke dann eigent­lich die gan­ze Zeit brau­che ich alles nicht und dann ver­spre­che ich mir jeg­li­che Lern­mög­lich­keit. Auch da muss man stän­dig auf­pas­sen, dass man es nicht über­treibt, weil dann ver­wäs­sert ja das Selbst­bild auch völ­lig. Da gibt es doch die­sen schö­nen Satz Wer allem gegen­über offen ist, ist meis­tens nicht ganz dicht und dann kannst du gar nicht. Ja, fin­de ich. Aber beschreibt es auch ganz schön. Wenn ich näm­lich so offen bin, dass ich über­haupt kei­ne Abgren­zung mei­ner eige­nen Per­sön­lich­keit zu ande­ren und ande­ren Din­gen habe, dann kann man mich ja gar nicht fas­sen. Dann kann ich mich ja auch sel­ber gar nicht fas­sen. Dann kann ich mich ja sel­ber gar nicht begrei­fen und ver­ste­hen und auch nicht ein­schät­zen, wie ich viel­leicht in einer bestimm­ten Situa­ti­on reagie­re oder was ich mir zumu­ten kann. Björn Da ist zu viel Tole­ranz, glau­be ich auch gefähr­lich. Und das kann man auch wie­der auf die Gesell­schaft über­tra­gen. Wenn wir in einer Gesell­schaft nicht auch Gren­zen der Tole­ranz haben und sagen, ich tole­riert zum Bei­spiel nicht, dass jemand auf der Stra­ße öffent­lich ein­fach ver­prü­gelt wird als Gesell­schaft, son­dern dass wir dann halt auch Rech­te und Ord­nung haben, die dann da ein­schrei­ten und das unter­bin­den, dass das pas­siert oder bzw. bestra­fen. Wenn wir das nicht hät­ten, dann wür­den wir ja in Teu­fels Küche kom­men. Jan Ja, ja, ja, das ist sicher­lich ein Punkt, wo es auch ganz wich­tig ist, da irgend­wo abzu­gren­zen an der Stel­le. Björn Und dann halt auch Into­le­ranz auf ein­mal ganz wich­tig wird. Also dass das, wenn ich so was nicht falsch machen, wenn ich, wenn ich so etwas tole­rie­ren wür­de, hät­te die gan­ze Tole­ranz völ­lig an Bedeu­tung ver­lo­ren, weil sie wäre ja total nega­tiv behaf­tet. Es wäre dann eigent­lich schon fast Igno­ranz. Jan Ja, also ich weiß nicht, ob ich die jetzt rich­tig ver­stan­den habe. Du sag­test, dass Into­le­ranz gegen­über Into­le­ranz wich­tig wird, oder? Wie ist das for­mu­liert? Björn Nein, ich mei­ne, wenn ich zu tole­rant bin, ist es ja schon fast Igno­ranz dem den Bedürf­nis­sen des Ein­zel­nen gegen­über. Jan Ja, ja. Jan Ja, ich glau­be, das ist auch wich­tig. Das ist unab­hän­gig von Tole­ranz und Dul­dung, man aber natür­lich trotz­dem ein Bewusst­sein dafür hat, wo es auch wich­tig ist, für ande­re Men­schen ein­zu­ste­hen und qua­si auch in Form von Zivil­cou­ra­ge da ein­zu­schrei­ten, wo das, wo das not­wen­dig ist. Und das geht natür­lich auch jetzt schon wie­der in einen Bereich, qua­si ein Extrem­be­reich der Tole­ranz, der glau­be ich auch über die­ses, die­ses. Die­se Maß­ab­wei­chung, wenn man noch mal auf die­ses mecha­ni­sche Ein­ge­hen hin­aus­geht. Also wenn man so viel spielt, dann ist das über­haupt gar kei­nen Halt mehr da ist, dann macht es halt auch kei­nen Sinn. Dann ist es halt eben wie­der die­ser, die­ser etwas destruk­ti­ve Cha­rak­ter, so eine in Sum­me, so, dass man also hier eigent­lich auch wie­der zu der Essenz kommt, denn der gol­de­nen Mit­tel­weg ist doch sicher­lich ganz gut, dass man das also auch hier mit Maß ein­setzt, die­ses The­ma und halt irgend­wo auch hin­ter­fragt, wie weit ist es sinn­voll und wie­weit ist nicht sinn­voll. Aber ich den­ke, es ist auf jeden Fall ein sehr posi­ti­ver Aspekt, mit dem man sich ande­ren gegen­über, sich selbst gegen­über, aber halt eben auch etwas mehr Frei­heit auch ein­ge­steht und auch etwas Locker­heit rein­be­kom­men kann. Jan Also in dem Moment, wo es nicht nur rich­tig und falsch gibt, nicht nur das eine oder das ande­re schwarz oder weiß, son­dern auch ganz viel dazwi­schen, gibt es eben auch die Mög­lich­keit, dass man sich auch selbst hin­ter­fra­gen kann, neu erfin­den kann und auch ein­fach die Din­ge neu erle­ben kann. Und das fin­de ich eigent­lich sehr schön, dass Gedan­ken. Björn Ja wir so viel­leicht zum Abschluss auch for­dern. Ja auch von unse­ren Hörern und von uns, den Leu­ten, die uns ja ohne­hin haben, ein biss­chen Tole­ranz ab, weil denen, die uns fol­gen, den wird es auf­ge­fal­len sein, dass wir jetzt eine län­ge­re Pau­se hat­ten, also dass wir ein­fach lan­ge nichts ver­öf­fent­licht haben. Und das hat ja auch ein­fach damit zu tun, dass wir auch gegen­sei­tig tole­rie­ren müs­sen, dass wir jeweils eige­ne Plä­ne haben und eige­ne Zeit­ras­ter haben, was wir ja tun. Des­we­gen ist das ja viel­leicht auch eine ganz gute Gele­gen­heit, mal kurz dar­auf ein­zu­ge­hen, war­um das jetzt so ist. Wir haben ein­fach auch unter­schied­li­che unter­schied­li­che Prio­ri­tä­ten, die wir natür­lich für uns ver­fol­gen müs­sen, die wir auch tole­rie­ren. Und da lässt sich ein­fach eine wöchent­li­che Auf­nah­me gar nicht mehr so rich­tig rea­li­sie­ren. Das ist dann schon teil­wei­se sehr auf­wen­dig, wenn wir hier uns zusam­men­fin­den und jede Woche eine neue Fol­ge pro­du­zie­ren müs­sen. Wir haben das ein Jahr durch­ge­hal­ten, was ich schon ganz beacht­lich fin­de, wenn man bedenkt, wie voll unse­re Ter­min­ka­len­der sind. Das heißt jetzt nicht, dass wir jetzt nur noch alle drei Mona­te hier erschei­nen, aber halt nicht mehr so regel­mä­ßig. Björn Wir machen das jetzt so, wie es passt, damit es kein Zwang ist und damit man noch frisch und kna­ckig bleibt. So wie wir bei­de. Jan Ganz genau. Björn Ja, in dem Sin­ne, glau­be ich, kön­nen wir das Gan­ze auch schaf­fen, oder? Ich bedan­ke mich für das gan­ze Gesprächs­füh­rung. Wie immer. Ja, wenn ihr tole­riert, dass wir nicht mehr jede Woche, aber häu­fig auf euren Gehör­gang tref­fen wer­den, wenn ihr Fra­gen oder Wün­sche habt, auch zu The­men ger­ne unten in die Kom­men­ta­re schrei­ben oder auch per Kon­takt über unse­re Home­pages. Wir freu­en uns aufs nächs­te Mal und sagen Bis bald. Jan Auf Wie­der­hö­ren **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Podcast, Toleranz --- ### [Was tun, wenn Entscheidungen schwerfallen?](https://bobach-coaching.de/was-tun-wenn-entscheidungen-schwerfallen/) **Published:** Januar 14, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ich ken­ne tat­säch­lich nie­man­den, der sich nicht schon mal schwer mit einer Ent­schei­dung getan hat. Und tat­säch­lich ist dies im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") ein häu­fi­ges The­ma: wie soll ich mich ent­schei­den? Oder auch: war­um fal­len mir Ent­schei­dun­gen oft so schwer? In die­ser Pod­cast-Fol­ge daher: - War­um fal­len Ent­schei­dun­gen man­chen leicht und man­chen nicht? - Was kann man tun, wenn Ent­schei­dun­gen schwer­fal­len? - Wie kann Coa­ching hel­fen, leich­ter Ent­schei­dun­gen zu tref­fen? - Wie man sich mit dem Tetra­lem­ma sel­ber hel­fen kann. +++ Links & Kon­takt: [Tetra­lem­ma im Coa­ching Maga­zin](https://www.coaching-magazin.de/coaching-tools/tools/das-tetralemma) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid und ich wün­sche euch auch noch ein fro­hes neu­es Jahr. Ich glau­be, so Mit­te Janu­ar kann man das gera­de eben noch tun. Und als The­ma habe ich mir heu­te für euch aus­ge­sucht. Was tun, wenn Ent­schei­dun­gen schwer fal­len? Ich den­ke, das kennt jeder von euch, dass man sich manch­mal mit einer Ent­schei­dung so rich­tig schwer tut und nicht so rich­tig weiß, war­um. Und wie bin ich zu die­sem The­ma gekom­men? Ich habe selbst vor einer rela­tiv schwe­ren Ent­schei­dung gestan­den, vor kur­zem und das war, in wel­che neue Woh­nung ich zie­hen soll. Ich habe neue Woh­nun­gen geschaut und habe ein paar ganz vali­de Optio­nen gefun­den und konn­te mich nicht so recht ent­schei­den, wo es hin­ge­hen soll­te. Und da habe ich mich wirk­lich ein biss­chen gequält und da ist mir so der Gedan­ke gekom­men, dass das eigent­lich auch ein schö­nes The­ma für einen Pod­cast wäre, weil ich habe mich am Ende für eine Opti­on ent­schie­den, mit einer ganz bestimm­ten Tech­nik auch. Und die wer­de ich euch gegen Ende die­ser Fol­ge auch kurz noch erläu­tern, also dann auch erklä­ren, was mir da gehol­fen hat. Und das ist tat­säch­lich etwas, was man auch sel­ber allei­ne mit sich tun kann, wozu man nicht mal einen Coach braucht. Also man­chen flie­gen Ent­schei­dun­gen ja regel­recht zu und man­che tun sich häu­fig schwe­rer damit. Und mir fal­len im Coa­ching und auch im zwi­schen­mensch­li­chen Bereich, also auch in mei­nem per­sön­li­chen Umfeld, so ein paar Grund­sätz­lich­kei­ten auf. Denn denen es leicht fällt, sich zu ent­schei­den und eigent­lich grund­sätz­lich leicht fällt, sich zu ent­schei­den. Das sind oft Men­schen, die sehr in sich ruhen, die einen sehr gro­ßen Selbst­wert haben und eine sehr gute Ver­bin­dung zu ihrem Bauch­ge­fühl haben und auch ihrem Bauch­ge­fühl trau­en. Und ana­log dazu ist es dann bei denen, denen es oft schwer­fällt, so, dass die ihrem Bauch­ge­fühl eben nicht so häu­fig trau­en und Angst davor haben, eine fal­sche Ent­schei­dung zu tref­fen. Also Angst vor den Kon­se­quen­zen einer ver­meint­lich fal­schen Ent­schei­dung zu tref­fen, ohne sich viel­leicht dar­über im Kla­ren zu sein, dass jede Ent­schei­dung auch immer nega­ti­ve Kon­se­quen­zen haben kann, selbst wenn es in dem Moment die rich­ti­ge ist. Also wenn ich heu­te eine Ent­schei­dung tref­fe und das in dem Moment auch ganz logisch und ein­leuch­tend ist, kann es ja sein, dass in fünf Jah­ren zum Bei­spiel die­se Ent­schei­dung dann doch noch viel­leicht eine nega­ti­ve Fol­ge haben wird, mit der ich noch gar nicht rech­nen kann. Und das ist dann ja auch okay so, und da kann kei­ner was. Aber genau sol­che Gedan­ken läh­men vie­le Men­schen und dann fällt es ihnen sehr schwer, sich zu ent­schei­den. Und des­we­gen möch­te ich in die­ser Fol­ge dar­auf ein­ge­hen, was zum einen hel­fen kann, sich bes­ser zu ent­schei­den, dann auch eine ganz span­nen­de Tech­nik zu erläu­tern, die man anwen­den kann, wenn wirk­lich alles durch­dacht sind, alle mög­li­chen Tipps schon abge­ar­bei­tet sind, die einem eine Ent­schei­dung manch­mal sehr, sehr klar machen. Also mein ers­ter Tipp Wenn es dar­um geht, sich bes­ser zu ent­schei­den, ist Pau­se ein­le­gen, bewusst Abstand zu der The­ma­tik bekom­men, viel­leicht durch eine ande­re Umge­bung, eine Kurz­rei­se oder viel­leicht den Besuch von Freun­den in einer benach­bar­ten Stadt. Ande­re Men­schen um sich her­um scha­ren, die unbe­dingt nichts mit der The­ma­tik zu tun haben soll­ten und den Kopf wirk­lich frei von die­ser Fra­ge­stel­lung krie­gen. Wenn einem das gelingt, ist es meis­tens so, wenn man dann zurück in die Fra­ge drängt, ist eine Ent­schei­dung fast schon oft greif­bar. Also mir fällt die dann von sel­ber sehr häu­fig in den Kopf. In dem Moment, wo ich die Distanz gesucht habe und mich dem dann wie­der annä­hert, dann habe ich ganz oft ein ganz kla­res Bild davon, was ich eigent­lich möch­te. Eine wei­te­re Metho­de, sich die Ziel­set­zung sehr, sehr klar zu machen Was will ich über­haupt errei­chen und was bringt mich dem denn näher? Vie­le eiern so ein biss­chen rum zwi­schen ver­schie­de­nen Ent­schei­dungs­mög­lich­kei­ten, weil sie sich viel­leicht gar nicht genau im Kla­ren dar­über sind, was sie eigent­lich errei­chen wol­len und in wel­cher Zeit sie das errei­chen wol­len. Und da ist es sehr hilf­reich, wenn man sich nicht über die Ent­schei­dung den Kopf zer­bricht, son­dern sich über die Ziel­set­zung noch mal sehr, sehr viel kla­rer macht. Dazu gibt es im Übri­gen auch schon eine Pod­cast­fol­ge von mir hier und auch mit mei­nem Kol­le­gen Jan in mei­nem Couch und Coach Pod­cast. Sich die Kon­se­quen­zen klar machen. Das ist vor allem dann wich­tig, wenn es sich um eine Mei­nung sent­schei­dung han­delt, also wel­che Posi­ti­on bei Mei­nun­gen man ver­tre­ten möch­te. Mit wel­chen Fol­gen kann ich per­sön­lich leben und wel­che mit wel­chen Fol­gen kann ich per­sön­lich nicht leben? Auch dar­über machen sich vie­le kei­ne Gedan­ken. Sie sagen nur Ist das eine gute Mei­nung oder eine schlech­te Mei­nung? Sie gehen sofort ins Wer­den, ohne sich dar­über klar zu wer­den, mit wel­chen Fol­gen das Gan­ze ein­her­geht und ob man die dann über­haupt tra­gen kann und möch­te. Und ein wich­ti­ger wei­te­rer Gedan­ke ist Muss die Ent­schei­dung wirk­lich so schwarz weiß sein? Muss es wirk­lich das eine oder ande­re sein? Was wäre mit einem Kom­pro­miss? Gibt es einen Kom­pro­miss? Das ver­ges­sen wir häu­fig. Das ist auch so ein sehr bei uns im Land ver­an­ker­tes The­ma mit dem Schwarz Weiß Den­ken. Es gibt auch eine Grau­zo­ne und oft liegt da dann der rich­ti­ge Weg. Viel­leicht muss man auch über eine drit­te Opti­on nach­den­ken, gera­de wenn man zwi­schen zwei ver­schie­de­nen Punk­ten hin und her schwankt und sich zwi­schen die­sen bei­den Punk­ten nicht ent­schei­den kann. Was ist mit einer drit­ten Opti­on? Eine ganz ande­re Opti­on. Viel­leicht ist da die per­sön­li­che Wahr­heit ver­steckt. Und ganz vie­le ver­ges­sen auch. Man kann ja auch zwei Din­ge kom­bi­nie­ren. Ist es wirk­lich so, dass man A oder B sagen muss? Oder kann man A B sagen? Ist die Kom­bi­na­ti­on von zwei Mög­lich­kei­ten nicht viel­leicht eine wun­der­ba­re neue, drit­te Mög­lich­keit? Wenn man die­sen Gedan­ken ein­mal ver­folgt, tun sich ganz span­nen­de neue Optio­nen auf. Und so gibt es immer mehr Tipps und man kann das natür­lich auch goo­geln und man kommt immer wie­der auf ande­re Rat­schlä­ge. Und dann gibt es Ent­schei­dungs­ma­trix, auf die man zurück­grei­fen kann, wo man sich Sachen auf­ma­len kann. Natür­lich auch ganz klas­sisch die Plus Minus Lis­ten, wo man sich auf­lö­sen kann. Was gefällt mir in der einen Opti­on, was gefällt mir in der einen Opti­on nicht und das Gegen­ein­an­der stellt, gibt es ganz vie­le Mög­lich­kei­ten. Aber wenn das alles nicht hilft, dann kommt das ins Spiel. Was ich jetzt am Anfang eben erwähnt habe, Das, was ich mir bei der Ent­schei­dung wo will ich hin­zie­hen gehol­fen hat. Und das ist das Tetra Lem­ma. Das Tetra Lem­ma ist eine Coa­ching­tech­nik, ein Coa­ching­tool eigent­lich das sie Ursprün­ge in Indi­en hat. Das wur­de mir von mei­ner wun­der­ba­ren Aus­bil­de­rin Doro­thee Fritz­sche nahe­ge­bracht. In Indi­en ist es Bestand­teil einer alten Logik­struk­tur gewe­sen. Es wur­de in der Recht­spre­chung dort sogar ange­wen­det und es ist eigent­lich eine geführ­te Ent­schei­dungs­fin­dung über Boden­an­ker und dann ein sehr inten­si­ves geführ­tes in sich hin­ein­hor­chen, einen dar­auf ach­ten, wie bei einer bestimm­ten Ent­schei­dung aber eine Opti­on der Kör­per spür­bar reagiert, wie sich die Atmung ver­hält, was für Gefüh­le in einem hoch­kom­men, man sich wohl­fühlt mit einer Ent­schei­dung auf einer bestimm­ten Posi­ti­on oder nicht. Und das möch­te ich jetzt hier gar nicht in aller Aus­führ­lich­keit erklä­ren, weil das wür­de auch gar nichts brin­gen. Das ist etwas, das man wirk­lich erle­ben muss. Ich ver­lin­ke das aber in der Beschrei­bung die­ser Pod­cast­fol­ge. Da gibt es einen ganz tol­len Arti­kel, auch von mei­ner Aus­bil­dung im Coa­ching Maga­zin, wo das sehr ein­drück­lich auch beschrie­ben wur­de. Und das Tol­le ist, das ist zwar mit einem Coach am bes­ten, weil man da sich nicht so sehr über die Tech­nik Qua­li­tä­ten Gedan­ken machen muss. Das kann man aber auch tat­säch­lich allei­ne mit sich sel­ber machen. Also so eine Art Selbst­coa­ching. Und das habe ich dann zum Bei­spiel bei mir gemacht, wo es dar­um geht, wo will ich hin­zie­hen. In mei­nem Fall war die Fra­ge, wie weit länd­lich will ich eigent­lich woh­nen? Da hat­te ich zwei Mög­lich­kei­ten, Also möch­te ich so ganz raus ins Grü­ne oder nicht? Und da gab es so viel Für und Wider in bei­den Punk­ten, dass ich mich nicht ent­schei­den konn­te. Und da hat mir das Dra­ma wun­der­bar gehol­fen, denn es bringt einem tat­säch­lich sehr inten­siv in Kon­takt mit den eige­nen Bedürf­nis­sen und mit der eige­nen Gefühls­welt, wo man manch­mal vor lau­ter Logik und tat­säch­lich rea­lis­ti­schen Punk­ten gar nicht mehr den Kon­takt zu hat. Und das zen­tra­le The­ma hilft einem da wun­der­bar. Und wie gesagt, den Link zu einer Beschrei­bung, den fin­det ihr in der Beschrei­bung die­ses Pod­cast und viel­leicht ist das ja sogar was für euch. Ich wür­de mich total freu­en, wenn ihr mir dar­über berich­tet, über Kom­men­ta­re unter dem Pod­cast oder über mei­ne Kon­takt­mög­lich­kei­ten auf mei­ner Home­page. Björn Bob­ach de Ich freue mich da sehr drü­ber. Ja, ich hof­fe, die Ent­schei­dung zur nächs­ten Fol­ge von Klar­sicht fällt euch leicht und ihr bleibt mir treu. Ich freue mich natür­lich über Bewer­tun­gen zu die­sem Pod­cast und über Kom­men­ta­re und über The­men Wün­sche. Da habe ich schon ein paar span­nen­de bekom­men, die ich in der nächs­ten Zeit bestimmt auf­grei­fen wer­de. Bleibt mir gewo­gen, ich blei­be es euch. Bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, Tetralemma --- ### [Gewohnheiten ändern - Schritt für Schritt](https://bobach-coaching.de/gewohnheiten-aendern/) **Published:** Januar 21, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gewohn­hei­ten ändern will fast jeder von uns — des­we­gen ist dies auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") ein häu­fi­ges The­ma. Vor allem kom­men Kli­en­ten aber zu mir, weil sie dar­an schei­tern, eine Gewohn­heit abzu­le­gen, zu ändern oder sich neu anzu­eig­nen. War­um ist es schein­bar so schwie­rig, eige­nen Gewohn­hei­ten zu ändern? In die­ser Klar­Sicht-Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich mit: - Schwie­rig­kei­ten beim Ändern von Gewohn­hei­ten - Tips, wie man sich den eige­nen Gewohn­hei­ten anneh­men kann - Prak­ti­sche Bei­spie­le, wie eine Gewohn­heit ver­än­dert wer­den kann und wie es zeit­lich abläuft +++ Links & Kon­takt: Buch­tipp:[ Die 1% Metho­de von James Clear](https://amzn.to/3ZR8yfY) *(Ama­zon Affi­lia­te Link)* Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr wie­der dabei seid. Und heu­te geht es um Gewohn­hei­ten und wie man sie ändern kann bzw. vor allem auch, war­um uns das eigent­lich häu­fig nicht gelingt. Denn der Schlüs­sel zum Erfolg ist auch hier mei­ner Mei­nung nach wie­der zu ver­ste­hen, war­um man da schei­tert und dann die­se Stol­per­stei­ne aus dem Weg zu räu­men. Beim nächs­ten Ver­such. Im Coa­ching ist das ein sehr häu­fi­ges The­ma. Also ent­we­der kom­men Kli­en­ten zu mir und wün­schen sich direkt, dass sie eine Gewohn­heit los­wer­den, dass sie eine schlech­te Gewohn­heit ändern oder sie möch­ten viel­leicht ein beson­de­res Ziel errei­chen. Dazu ist eine neue Gewohn­heit not­wen­dig und sie sind geschei­tert und wis­sen nicht so recht war­um, also war­um Sie die schlech­te Gewohn­heit nicht los­wer­den oder war­um Sie eine gute sich nicht aneig­nen kön­nen. Die Grün­de, um sich über­haupt mit Gewohn­hei­ten zu beschäf­ti­gen, sind im Coa­ching eigent­lich vor allem immer das The­ma Zie­le errei­chen oder unge­sun­des Ver­hal­ten abstel­len, also zum Bei­spiel rau­chen auf­hö­ren wol­len. Da muss man natür­lich auch ganz klar sagen, das hat dann ja auch wie­der eine Such­the­ma­tik. Dazu sage ich aber spä­ter noch ein biss­chen was. Dann gibt es oft selbst schäd­li­ches Ver­hal­ten, das sich in Gewohn­hei­ten auch mani­fes­tiert. Also zum Bei­spiel jeden Abend die Tüte Chips essen ist eine sehr schlech­te Gewohn­heit, natür­lich auch wenn sie viel­leicht wun­der­bar ist. Und dann gibt es natür­lich auch bezie­hungs und fremd­schäd­li­ches Ver­hal­ten, also zum Bei­spiel sehr auf­brau­send zu sein oder schlecht zu kom­mu­ni­zie­ren oder nicht aus­rei­chend zu kom­mu­ni­zie­ren oder gar nicht zu kom­mu­ni­zie­ren, was dann das Ver­hält­nis zu Freun­den viel­leicht oder auch Kol­le­gen vor allem schä­digt. Also es gibt vie­le Grün­de, die im Coa­ching da immer wie­der auf mich zukom­men. Und war­um ist es eigent­lich so schwie­rig, Gewohn­hei­ten zu ändern? Also zum einen dau­ert es rela­tiv lang, um eine Gewohn­heit zu ändern oder sich neu anzu­ge­wöh­nen. Da gibt es eine ganz span­nen­de Stu­die aus dem Euro­pean Jour­nal of sycho­lo­gie von 2009 und da wur­de fest­ge­stellt, dass es zwi­schen 18 und 254 Tagen dau­ern kann, um eine Gewohn­heit zu ändern oder sie neu sich anzu­eig­nen. 18 klingt jetzt erst­mal ja gar nicht lang, aber 254 Tage ist natür­lich Wahn­sinn. Das sind also es ist ja fast 2/3 Jahr und der Mit­tel­wert zwi­schen allen Fäl­len war 66 Tage und 66 Tage. Das sind knapp über zwei Mona­te, auch eine sehr lan­ge Zeit. Und allein die­se schie­re Dau­er sorgt schon dafür, dass es vie­len nicht gelingt. Weil die Geduld ist ein­fach nicht da und viel­leicht auch gar nicht das Bewusst­sein, dass es so lan­ge dau­ern kann und sehr wahr­schein­lich auch wird, bis sich da etwas wirk­lich eta­bliert hat. Und Stich­wort eta­bliert, davon hängt es natür­lich auch ab. Wenn ich eine Gewohn­heit ändern will und die schon sehr tief in mir drin ver­wur­zelt ist, wird es mir sehr, sehr schwer­fal­len oder schwe­rer fal­len, die zu ändern oder abzu­stel­len. Und dar­über soll­te man sich auch vor­her Gedan­ken machen Wie lan­ge mache ich das denn schon so und war­um mache ich es viel­leicht auch schon so. Und dann kann man sich auch da schon sehr gut her­lei­ten, dass das viel­leicht ein biss­chen län­ger dau­ern kann, die abzu­stel­len. Und man muss sich auch dar­über im Kla­ren sein, dass die Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns etwas län­ger braucht. Was bedeu­tet Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns? Das bedeu­tet, dass unser Gehirn in der Lage ist, neue neu­ro­na­le Ver­knüp­fun­gen zu bil­den, also dass wir, bis wir ster­ben, eigent­lich in der Lage sind zu ler­nen, dass unser Hirn in der Lage ist, sich umzu­bau­en. Aber das braucht Zeit. Das geht also nicht mit ein Mal wie­der­ho­len oder zwei­mal oder gar drei­mal. Wie gesagt, das Mit­tel ist 66 Tage, in denen die­se Gewohn­heit immer wie­der prak­ti­ziert wur­de, bis sie wirk­lich eine Gewohn­heit wur­de. Also hier auch schon ein ers­ter Tipp Wenn ihr eine Gewohn­heit ändern oder euch ange­wöh­nen wollt, macht es am bes­ten direkt mit einem lan­gen Atem. Also seid direkt mit der Ein­stel­lung dabei. Das wird ein biss­chen dau­ern. Es wird Höhen und Tie­fen geben und es wird vor allem dau­ern. Und wenn man das von vorn­her­ein weiß, erwar­tet man jetzt auch nicht, dass man es nach einer Woche schon auto­ma­tisch macht. Und der Frust Fak­tor ist schon etwas nied­ri­ger. Ja, dann schei­tert das oft auch des­we­gen, weil wir Gewohn­heits­tie­re sind. Und Ände­run­gen sind für uns natür­lich äußerst unbe­quem. Das könnt ihr jetzt ein­fach mal sel­ber aus­pro­bie­ren, je nach­dem, wo ihr euch gera­de hal­tet. Wenn ihr euch heut Abend bei euch zu Hau­se auf die Couch setzt, setzt euch doch ein­fach mal auf die ande­re Sei­te der Couch, als ihr es gewöhn­lich tut. Setzt euch da mal hin und spürt in euch hin­ein, wie sich das anfühlt. Und da kann ich euch jetzt schon sagen, das wird sich nicht gut anfüh­len, oder? Das könnt ihr jetzt sogar zwi­schen­durch machen. Fal­tet ein­fach mal eure Hän­de so ganz spon­tan und dann nehmt ihr eure Hän­de und rutscht einen Fin­ger wei­ter. Also ihr fal­tet sie ein­fach einen Fin­ger wei­ter und fühlt mal da so rein, wie sich das anfühlt. Und auch das ist nicht so dra­ma­tisch wie das ande­re Sit­zen auf der Couch. Aber auch das ist sehr unan­ge­nehm und da merkt man sehr deut­lich wir sind sol­che Gewohn­heits­tie­re, dass so eine win­zi­ge Ver­än­de­rung wie eine ande­re Hal­tung beim Hän­de fal­ten oder eine ande­re Sitz­po­si­ti­on an einem eigent­lich gewohn­ten Ort uns schon ein unbe­hag­li­ches Gefühl geben. Und wenn wir eine neue Gewohn­heit uns ange­wöh­nen wol­len, ist das auch erst mal unge­wohnt und unbe­hag­lich. Und dann wei­chen wir zurück. Wir ver­mei­den, das ist ja auch so eine ganz beson­de­re Stra­te­gie von Men­schen, die auch ganz wich­tig ist. Ich will gar nicht Ver­mei­dung jetzt immer ver­teu­feln, aber sie kann auch die Wur­zel allen Übels sein und dar­über muss man sich bewusst sein, also direkt, wenn man sowas anfängt, sich dar­über im Kla­ren sein, das wird sich eine Wei­le selt­sam anfüh­len. Ein ande­rer Grund, war­um es bei mei­nen Kli­en­ten zumin­dest häu­fig schei­tert, sind, dass Zie­le und Moti­va­ti­on über­haupt nicht bewusst sind. Also gera­de jetzt zum Jah­res­an­fang zum Bei­spiel ist ganz häu­fig der Wunsch Ich möch­te mehr Sport machen. Ich möch­te jetzt die Gewohn­heit haben, jede Woche vier­mal Sport zu machen. Ja, aber war­um? Wenn man da nach­fragt, dann wird schon so ein biss­chen rum­ge­sto­chert. Ja, viel­leicht möch­te man ein biss­chen abneh­men. Oder der Arzt hat mal gesagt, man soll­te ein biss­chen Sport machen, damit der Blut­druck sich was ein­pen­delt. Aber viel­leicht macht man das auch gar nicht für sich sel­ber. Viel­leicht ist das schon aus einem äuße­ren Druck. Viel­leicht hat der Part­ner mal gesagt, er wür­de sich das wün­schen. Oder man steht irgend­ei­nem Schön­heits­ide­al hin­ter­her, das man viel­leicht am Ende gar nicht errei­chen kann. Also sich ganz deut­lich fra­gen War­um möch­te ich mir das über­haupt ange­wöh­nen? Was ist denn eigent­lich mei­ne Moti­va­ti­on dahin­ter? Und wenn man dann ganz weit in die Tie­fe geht, was ist der Wert, der dahin­ter steht, der mich dazu treibt, mir etwas ande­res ange­wöh­nen zu wol­len? Dann ein ande­rer Grund, war­um vie­le damit nicht erfolg­reich sind. Sich eine neue Gewohn­heit anzu­eig­nen ist, dass sie viel zu viel auf ein­mal ver­su­chen. Die wol­len nicht nur eine sich aneig­nen, son­dern ganz viel auf ein­mal. Da ist zum Bei­spiel der Wunsch Ich will gesün­der leben. Und dann fängt das an, dass man sofort die Ernäh­rung umstellt, dass man sofort die Gewohn­heit haben möch­te, jede Woche drei bis vier­mal Sport zu machen, dass man einen völ­lig ande­ren Tages­ab­lauf haben möch­te, also dass man mor­gens nicht lang­sam in den Tag kommt, son­dern direkt einen schwar­zen Kaf­fee und zehn Kilo­me­ter lau­fen geht. Das wird schei­tern, mit nahe­zu hun­dert­Pro­zen­ti­ger Sicher­heit, weil es zu viel auf ein­mal ist. Der gerät dann so viel an Struk­tur und uns Gewohn­heits­tier Mensch auch an wich­ti­gen täg­li­chen Ritua­len abhan­den, dass wir da uns sehr wahr­schein­lich so unwohl füh­len wer­den, dass wir das ganz schnell wie­der blei­ben las­sen. Ja, und ana­log zu dazu also zu dem zu viel auf ein­mal sind die Ver­än­de­run­gen viel­leicht ein­fach zu groß. Das heißt, ich möch­te zum Bei­spiel sagen, ich möch­te mich mehr bewe­gen und dann fan­ge ich direkt an, jeden Tag zehn Kilo­me­ter lau­fen zu wol­len und fan­ge dann 123 Tage an und dann, am vier­ten Tag, tun die Knie weh. Nach­voll­zieh­bar. Und am fünf­ten Tag habe ich kei­ne Lust mehr. Also rie­si­ge Ver­än­de­run­gen statt eine klei­ne. Und des­we­gen mein Tipp hier Wenn ihr Gewohn­hei­ten ändern wollt oder euch eine neue neue ange­wöh­nen wollt, ihr macht das in mini Schrit­ten. Also wirk­lich Mini Mini Schrit­ten. Und da gibt es ein ganz tol­les Buch, das ich euch emp­feh­len möch­te. Das heißt die 1 % Metho­de oder Ato­mic Habit. Das ver­lin­ke ich auch hier in der Pod­cast­be­schrei­bung oder auf mei­ner Web­site dann noch mal. Da wird sehr ein­drück­lich beschrie­ben, wie man mit mini­ma­len Ver­än­de­run­gen und mini­ma­len Gewohn­hei­ten, die man sich aneig­net, auf lan­ge Sicht in der Sum­me ganz gro­ße Ver­än­de­run­gen hin­be­kommt. Und das sind halt die klei­nen Schrit­te, mit denen es anfängt und die hin­ter­her auf­ein­an­der auf­bau­en. Also sehr zu emp­feh­len die 1 % Metho­de. Oder auf Eng­lisch Ato­mic Habits. Dann ein wei­te­rer Grund, war­um Gewohn­hei­ten ändern? Manch­mal nicht so ein­fach ist es, dass einem die ver­schie­de­nen Pha­sen nicht bewusst sind. Und wer das schon mal geschafft hat, so eine Gewohn­heit zu ändern, ist sich dar­über auch sehr wahr­schein­lich noch ganz gut im Kla­ren, dass man am Anfang hoch­mo­ti­viert ist und dann eine Pla­teau­pha­se ein­tritt, wo die Erfol­ge und das mei­ne ich in Anfüh­rungs­stri­chen aus­blei­ben. Die gro­ße Ver­än­de­rung bleibt aus. Man macht zwar die­se Gewohn­heit immer wie­der, aber es gibt noch kei­ne gro­ßen sicht­ba­ren Ände­run­gen. Und das führt dann zu Frust und Auf­ga­be. Und des­we­gen soll­te man sich im Vor­feld dar­über im Kla­ren sein, dass es sol­che Pla­teau­pha­sen geben wird und dass auch Hin­der­nis­se kom­men wer­den. Blei­ben wir bei dem Bei­spiel von eben mit dem Sport machen. Ich möch­te drei­mal die Woche Sport machen. Das gelingt mir viel­leicht auch gut, aber irgend­wie stei­ge ich nach einer Woche auf die Waa­ge und immer noch nicht deut­lich weni­ger. Und das wird mich dann viel­leicht frus­trie­ren und dann lass ich es blei­ben, weil ich den­ke, hat ja eh kei­nen Zweck. Und ist natür­lich Quatsch, wenn man auf lan­ge Sicht das Gan­ze sieht und des­we­gen im Vor­feld sich dar­über klar sein. Es wird Pla­teau Pha­sen geben, es wird län­ger dau­ern und es wird auch Hin­der­nis­se geben. Und dann ein Tipp von mir aus mei­ner per­sön­li­chen Erfah­rung Schlech­te Gewohn­hei­ten müs­sen durch bes­se­re ersetzt wer­den. Und dann gibt es zum Bei­spiel die Geschich­te mit dem Rau­chen auf­hö­ren. Also wenn man auf­hört zu rau­chen, ist die kör­per­li­che Sucht sehr, sehr schnell erle­digt. Ich glau­be, das sind so drei Tage, dann ist das Niko­tin aus dem Kör­per auch wirk­lich ver­schwun­den und dann ist auch eigent­lich die kör­per­li­che Abhän­gig­keit vom Niko­tin erle­digt. Ich glau­be 3 bis 7 Tage dau­ert das. Die psy­chi­sche Abhän­gig­keit dau­ert, dau­ert aber natür­lich deut­lich län­ger und da kön­nen einem vor allem Gewohn­hei­ten ein Bein stel­len. Denn beim Rau­chen ist es so, dass natür­lich ganz oft die Ziga­ret­te nach dem Essen ist oder mor­gens früh die Ziga­ret­te zum Wach­wer­den. Und die­se Ritua­le feh­len dann plötz­lich. Also wenn ich mir eine Gewohn­heit abge­wöh­nen möch­te, habe ich auf ein­mal statt die­ser Gewohn­heit ein Gefühl von Lee­re. Etwas fehlt. Ich lang­wei­le mich viel­leicht auch oder ich weiß gar nicht, was ich mit mir anfan­gen soll. Und jeder ganz star­ke Tipp. Und es muss ja jetzt nicht das Rau­chen sein, son­dern irgend­ei­ne schlech­te Gewohn­heit, die man los­wer­den möch­te. Sucht euch ein neu­es Ritu­al. Also zum Bei­spiel statt mor­gens früh die ers­te Ziga­ret­te zu rau­chen, liest mor­gens früh so als Bei­spiel. Das muss jeder für sich sel­ber raus­fin­den, was da in dem Moment für ihn passt. Aber ein eine schlech­te Gewohn­heit durch eine neue zu erset­zen, hat mir und mei­nen Kli­en­ten immer sehr gut gehol­fen. Und da ist auch eine Abwand­lung der soge­nann­ten Wun­der­fra­ge, die im Coa­ching sehr wich­tig ist, ganz hilf­reich. Denn wenn man sich ein­mal da hin­ein­ver­setzt. Blei­ben wir beim Bei­spiel Rau­chen. Man stellt sich vor, man wäre Nicht­rau­cher. Man ist schon Nicht­rau­cher. Und was wür­de man denn zum Bei­spiel nach dem Essen in sei­ner idea­len Wun­der Wunsch­vor­stel­lung tun, wenn man sich da rein denkt? Man ist Nicht­rau­cher und stellt sich vor Ich habe geges­sen. Was macht denn der Nicht­rau­cher? Das Nicht­rau­chen selbst dann nach dem Essen. Und da kom­men einem vie­le Ideen, die neue Ritua­le, neue Gewohn­hei­ten erschei­nen las­sen, die man dann auch rela­tiv leicht ein­bau­en kann. Ja, das war’s dann für heu­te. Ich hof­fe, ihr konn­tet da ein biss­chen was raus­zie­hen und konn­te sehen, dass es gar nicht so schwer ist, Gewohn­hei­ten zu ändern, wenn man sich über ein paar Din­ge bewusst ist. Mich wür­de natür­lich sehr inter­es­sie­ren, ob ihr auch schon mal Gewohn­hei­ten erfolg­reich geän­dert hat. Und wie ihr das gemacht habt. Könnt ihr mir ger­ne per­sön­lich schrei­ben oder in die Kom­men­ta­re unter die­sem Pod­cast. Ich freue mich auch über The­men­vor­schlä­ge und natür­lich über posi­ti­ve Bewer­tun­gen, wenn es euch gefal­len hat. Bleibt mir gewo­gen. Ich sage: Bis zum nächs­ten Mal. Bis bald. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Gewohnheiten, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [So bekommst Du mehr Gelassenheit](https://bobach-coaching.de/so-bekommst-du-mehr-gelassenheit/) **Published:** Februar 4, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Mehr Gelas­sen­heit wün­schen sich die meis­ten Men­schen (nicht nur im[ Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")!) — in schwie­ri­gen Situa­tio­nen, im Aus­tausch mit Ämtern und Behör­den, mit ande­ren Men­schen oder auch ganz ein­fach im Stra­ßen­ver­kehr. Doch was ist Gelas­sen­heit und wie kann man sie ler­nen oder ver­bes­sern? In die­ser Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich mit - der [Defi­ni­ti­on von Gelas­sen­heit](https://de.wikipedia.org/wiki/Gelassenheit) - dem [Gelas­sen­heits­ge­bet](https://bobach-coaching.de/podcast-gelassenheitsgebet/ "Coach&Coach: Gelassenheit, Mut und Weisheit! – Das Gelassenheitsgebet") mit und ohne Gott - Tipps zum Errei­chen einer höhe­ren Gelas­sen­heit im All­tag +++ Links & Kon­takt: [Pod­cast Fol­ge Gelas­sen­heit Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/podcast-gelassenheitsgebet/) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­Sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach, ich freue mich das ihr dabei seid wie immer. Und heu­te geht es um Gelas­sen­heit. Und Gelas­sen­heit ist etwas, was wir uns alle häu­fi­ger wün­schen und ger­ne mehr hät­ten. Und des­we­gen beschäf­ti­ge ich mich heu­te damit. Im Coa­ching begeg­net mir das auch sehr häu­fig und da wer­de ich manch­mal auch gefragt Was ist denn Gelas­sen­heit eigent­lich, wenn man das jetzt defi­niert? Und das ist eigent­lich eine inne­re Hal­tung, also eine Hal­tung, die ich mit mir her­um­tra­ge, die ich in mir sel­ber habe zu den Din­gen, die um mich her­um gesche­hen. Und wenn man eine Defi­ni­ti­on nach­schlägt, fin­det man dann zum Bei­spiel so etwas wie die Fähig­keit, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen Fas­sung zu bewah­ren und unvor­ein­ge­nom­men zu sein. Ich fin­de, Gelas­sen­heit ist nicht nur in schwie­ri­gen Situa­tio­nen nötig, die es viel­leicht auch mit man­chen Men­schen nötig, mit dem Ver­hal­ten ande­rer Men­schen. Das sind dann zwar auch wie­der Situa­tio­nen, aber Gelas­sen­heit grund­sätz­lich lässt einen viel ent­spann­ter in den Tag gehen. Und bekannt ist das vor allem nach dem Zwei­ten Welt­krieg bei uns vor allem durch das Gelas­sen­heits­ge­bet gewor­den. Und das Gelas­sen­heits­ge­bet lau­tet für die von euch, die es noch nicht ken­nen. Also man kann es mit Gott oder ohne spre­chen, wenn man Gott dazu sagen möch­te, steht das am Anfang, also Gott und dann kommt. Gebe mir die Gelas­sen­heit, Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann. Den Mut, Din­ge zu ändern, die ich ändern kann und die Weis­heit, das eine vom ande­ren zu unter­schei­den. Und span­nen­der­wei­se geht das ori­gi­na­le Gelas­sen­heits­ge­bet noch viel, viel län­ger. Denn der Ursprung des Gelas­sen­heits­ge­bets ist bei Rein­hold Nie­buhr. Das ist ein Theo­lo­ge und hat ein rela­tiv lan­ges Gedicht, dar­aus ein lan­ges Gebet dar­aus geschrie­ben. Aber die­se kur­ze Fas­sung hat sich vor allem in den Selbst­hil­fe­grup­pen wie den AA, also den Anony­men Alko­ho­li­kern oder den Non­nen, den Ange­hö­ri­gen, Grup­pen und ver­wand­ten Grup­pen eta­bliert. Und es geht also im Kern da um den Unter­schied zwi­schen der Gelas­sen­heit, wo sie ange­bracht ist, und dem Mut zu Taten in Berei­chen, wo es auch wirk­lich sinn­voll ist, Taten wal­ten zu las­sen. Und das sind bei­des sehr, sehr inter­es­san­te Fel­der, fin­de ich. Also abge­se­hen davon, dass man sich fragt, wie kann ich gelas­se­ner wer­den, kann man sich eigent­lich dann auch fra­gen, war­um man an den rich­ti­gen Stel­len eigent­lich nicht anpackt und statt­des­sen lie­ber pro­kras­ti­niert oder in eine Lethar­gie ver­fällt? Aber dar­um soll es heu­te ja nicht gehen. Es soll ja heu­te dar­um gehen, wie man also gelas­se­ner reagie­ren kann oder eine gelas­se­ne­re Hal­tung oder Gelas­sen­heit an sich bekommt. Und bevor ich jetzt in prak­ti­sche Tipps über­ge­he viel­leicht noch ein Satz von Meis­ter Eck­hart auch ein Theo­lo­ge. Und kei­ne Sor­ge, man muss jetzt nicht got­tes­fürch­tig und got­tes­gläu­big sein, um auch aus die­sem Zitat etwas zu zie­hen. Und das lau­tet Man muss erst las­sen kön­nen, um gelas­sen zu sein. Also los­las­sen kön­nen. Los­las­sen von einer Vor­stel­lung, wie etwas oder jemand zu sein hat. Also Akzep­tanz üben und ein­fach los­las­sen kön­nen von einer fixen Idee, die man viel­leicht in sei­nem Kopf hat. Was eine bestimm­te Situa­ti­on oder das Ver­hal­ten ande­rer Men­schen angeht oder die Hal­tung ande­rer Men­schen angeht. Und dann kann man auch Gelas­sen­heit ent­wi­ckeln. Ich fin­de das eine ganz wun­der­ba­re Grund­sätz­lich­keit, wenn man jeden Tag sehr schön arbei­ten kann. Denn Gelas­sen­heit fehlt uns oft an vie­len Din­gen. Mir fällt da spon­tan auch auf mich selbst bezo­gen erst mal der Stra­ßen­ver­kehr ein, wenn ich im Auto sit­ze. Die, die mit mir Auto fah­ren, ken­nen das rege ich mich sehr ger­ne über mei­ne Umge­bung auf. Nicht, weil sie mir zu lang­sam fah­ren oder weil ich nicht schnell genug vor­an kom­me, son­dern ganz im Gegen­teil. Ich rege mich dann per­sön­lich dar­über auf, wenn ich mich bedrängt füh­le. Und ich muss mich eigent­lich nicht mal bedrängt füh­len, aber da wün­sche ich mir manch­mal auch etwas mehr Gelas­sen­heit. Also wie kann man Gelas­sen­heit üben? Wie kann man gelas­se­ner reagie­ren? Und da gibt es ein paar prak­ti­sche Tipps, die mir und auch mei­nen Kli­en­ten im Coa­ching öfter schon gehol­fen haben. Und die möch­te ich heu­te mit euch tei­len. Der ers­te Tipp ist eigent­lich ganz banal und der lau­tet atmen und genau­er gesagt atmen und Inne­hal­ten. Also nicht die­sem ers­ten Impuls nach­ge­ben. Nicht das tun, was die­ser Impuls von mir will, son­dern ihn ein­fach erst mal nur wahr­neh­men, nicht weg­drü­cken, son­dern ihn ganz bewusst wahr­neh­men und dann viel­leicht so ein biss­chen aus sich selbst her­aus­tre­ten betrach­ten. Was ist das für ein Impuls? Und will ich das über­haupt? Will ich so reagie­ren, wie der Impuls mir das gera­de dik­tiert? Das klingt jetzt so ein­fach, aber das kann rela­tiv schwie­rig sein, wenn das ein Impuls ist, der viel­leicht auf­grund eines uralten Mus­ters in uns aus­ge­löst wird. Das ist ja wie­der die­ses alte The­ma mit dem inne­ren Kind und dem Sche­ma, das da in uns abläuft. Aber oft gelingt es, wenn man es bewusst macht, dass man ein­mal durch­at­met, inne­hält und dann wirk­lich in der gedank­li­chen Vor­stel­lung ein­mal aus der Situa­ti­on her­aus­tritt, von außen drauf­schaut und das beob­ach­tet und wahr­nimmt und sich fragt Will ich das? Passt das über­haupt zu mir und mei­nen Wer­ten? Will ich das? Ver­sucht das mal! Wenn es euch gelingt, ist das eine sehr span­nen­de Beob­ach­tung. Da habe ich auch schon sehr viel über mich selbst schmun­zeln müs­sen, weil manch­mal so ein Impuls in so einer Situa­ti­on, wo mir die Gelas­sen­heit nicht immer gelingt, eigent­lich genau gegen­sätz­lich zu dem ist, was ich als Wer­ten eigent­lich habe. Und das geht sehr, sehr vie­len so. Der nächs­te Tipp rela­ti­vie­ren. Ist es die­se Situa­ti­on wirk­lich wert, dass ich da jetzt so viel Ener­gie rein ste­cke? Ist es wirk­lich wert, dass ich den Start in den Tag mir von den rück­sichts­lo­sen Auto­fah­rern ver­mie­sen las­se? Ist es das wirk­lich wert? Die­se eine Sekun­de? Ist es das wert, dass ich mit schlech­ter Lau­ne zur Arbeit fah­re? Sehr wahr­schein­lich ist die Ant­wort in fast allen Fäl­len Nein, ist es nicht. Und das Ergeb­nis, das ich dann davon habe Es ändert ja auch nichts an der Situa­ti­on. Also das Rela­ti­vie­ren, Sich Fra­gen, ob es eine Situa­ti­on wirk­lich wert ist, hilft sehr viel. Das ist natür­lich eine Grund­vor­aus­set­zung, dass man auch da inne­hält und die­sem Impuls nicht sofort nach­gibt. Pas­send dazu auch aus der Situa­ti­on her­aus zoo­men. Vie­le sagen auch Heli­ko­pter­blick dazu. Ich fin­de her­aus, so ein biss­chen, ein biss­chen schö­ner, weil es eine dyna­mi­sche Bewe­gung ist aus der Situa­ti­on her­aus und die­ses Gesamt­bild betrach­ten. Und mit Gesamt­bild mei­ne ich jetzt wie jetzt in dem Bei­spiel eben den gan­zen Tag. Zum Bei­spiel ist es die­se eine Situa­ti­on auf den gan­zen Tag betrach­tet wirk­lich wert, dass ich da so hoch fah­re. Ist es das wirk­lich wert, dass ich jetzt hier Ener­gie inves­tie­re? Wie bewer­te ich das gera­de gesche­hen, wenn ich aus der aus der Vogel­per­spek­ti­ve dar­auf schaue, mit einem grö­ße­ren Rah­men drum­her­um? Ist es das dann wirk­lich wert? Also die­ses bewuss­te Her­aus, ein­mal statt der einen Sekun­de an den gan­zen Tag zu den­ken. Der nächs­te Punkt ist einer, der oft falsch ver­stan­den wird. Und dazu habe ich auch schon mal eine Pod­cast­fol­ge auf­ge­nom­men und er lau­tet. Posi­tiv den­ken. Und jetzt ganz wich­tig nicht zwang­haft posi­tiv den­ken, also nicht im Sin­ne von toxi­scher Posi­ti­vi­tät. Wie gesagt, da gibt es eine Fol­ge, die ver­lin­ke ich auch noch mal in der Pod­cast Beschrei­bung. Also nicht jetzt zwang­haft das Ver­hal­ten von jeman­dem oder eine Situa­ti­on ins Posi­ti­ve umdre­hen, son­dern sich eher auch wie­der aus der Vogel­per­spek­ti­ve und mit etwas Abstand durch­ge­at­met fra­gen Wo ist hier der posi­ti­ve Kern? Was habe ich viel­leicht gera­de in der Situa­ti­on sogar rich­tig gemacht? War­um muss ich mich gar nicht auf­re­gen? Und ein ganz mäch­ti­ges wei­te­res Tool ist. Ich habe es eben schon ganz kurz ange­deu­tet, etwas, was wir Coa­ches wie Framing nen­nen. Framing bedeu­tet, dass man Din­ge in einem ande­ren Rah­men sieht, dass man eine Situa­ti­on in einen ande­ren Rah­men ver­setzt. Und da tun sich dann ganz neue Per­spek­ti­ven auf. Schö­nes Bei­spiel hier für mich ist die Couch am Abend oder wenn man etwas in den Nach­rich­ten sehen wür­de, ganz prak­tisch. Also ich sit­ze im Auto und ich reg mich fürch­ter­lich auf, weil jemand mich beim Links­ab­bie­gen mit Voll­gas links an einer gefähr­li­chen Kreu­zung über­holt und mich schnei­det und ich einen fürch­ter­li­chen Schreck krie­ge. Und ich reg mich fürch­ter­lich auf. So, wenn ich jetzt ein Reh Framing mache und ich stel­le mir vor, ich sit­ze am Abend auf der Couch und den­ke an die­se Situa­ti­on. Oder ich wür­de es in den Nach­rich­ten sehen, dass ich da mal ganz kurz um mein Recht, als ers­ter abzu­bie­gen, gebracht wur­de. Wür­de ich mich dann wirk­lich so auf­re­gen, wenn das über jemand ande­ren berich­tet wer­den wür­de? Wür­de ich dann den­ken Ja ist blöd, aber wür­de ich mich so auf­re­gen? Sehr wahr­schein­lich nicht. Framing ist ein mäch­ti­ges Tool, das wir Coa­ches auch in ande­ren Kon­stel­la­tio­nen von Situa­tio­nen und The­men und Fra­ge­stel­lun­gen nut­zen. Aber es bringt einem auch eine wun­der­ba­res Tool zum zum selbst coa­chen, wenn man in bestimm­ten Situa­tio­nen ein­fach ger­ne mal etwas mehr Ruhe und Gelas­sen­heit haben möch­te und schließ­lich die Situa­ti­on ein­fach akzep­tie­ren, wenn sie nur zu akzep­tie­ren ist. Dazu ist es sehr wich­tig, dass wie ich ganz am Anfang gesagt habe, man etwas Abstand zu der Situa­ti­on bekommt und den Heli­ko­pter­blick oder her­aus und das Gesamt­bild sich anschaut. Mein Lieb­lings­bei­spiel hier ist eigent­lich der Stau, in dem ich ste­he. Es gibt ja Men­schen, die ste­hen im Stau und regen sich fürch­ter­lich auf dar­über, dass sie im Stau ste­hen. Die hören sogar im Stau nicht auf zu drän­geln und wol­len immer noch gucken, ob sie nicht doch irgend­wie bes­ser die Spur wech­seln oder all sol­che Din­ge, die eigent­lich gar nichts brin­gen. Und das ist ein Para­de­bei­spiel dafür, dass man die Situa­ti­on akzep­tie­ren ler­nen muss. Denn wenn man sich dar­über ratio­nal Gedan­ken macht, kann man die­sen Stau über­haupt nicht beein­flus­sen und kann man auch die­sem Stau über­haupt nicht ent­flie­hen. Den muss man ein­fach akzep­tie­ren ler­nen. Und da muss man, um Meis­ter Eck­hart noch mal ins Spiel zu brin­gen, da muss man es las­sen kön­nen, zu ver­su­chen, etwas zu kon­trol­lie­ren, was man nicht kon­trol­lie­ren kann. Ihr merkt, das The­ma ist sehr, sehr viel­schich­tig und kann natür­lich jetzt nicht im Rah­men von so einer elf zwölf Minu­ten lan­gen Pod­cast­fol­ge bear­bei­tet und auch gelöst wer­den. Aber es ist sehr wich­tig, sich die­se Situa­tio­nen ein­mal wirk­lich genau vor­zu­neh­men. Und anstatt sich immer wie­der dar­über zu ärgern, dass man nicht gelas­sen ist, sich fra­gen, war­um man nicht gelas­sen ist und wie man es mit wel­cher Stra­te­gie und aus wel­cher Per­spek­ti­ve lösen kann. Ob Framing, ob es ein­fach reicht, wenn man ein biss­chen inne­hält. Das ist der Situa­ti­on und auch natür­lich eurer Per­sön­lich­keit geschul­det. Wenn ihr da nicht wei­ter­kommt, hilft natür­lich ein Coach. Aber so was kann man auch wun­der­bar allei­ne trai­nie­ren. Ich hof­fe, die Fol­ge hat euch etwas gebracht, wenn ihr auf der Suche nach mehr Gelas­sen­heit seid. Ich wür­de mich freu­en über Kom­men­ta­re oder Erfah­rungs­be­rich­te. Auch ger­ne per Mail, nicht nur als Kom­men­tar unter die­sem Pod­cast. Ich bin auch per Mail über mei­ne Web­site erreich­bar. Wenn euch der Pod­cast gefällt, freue ich mich natür­lich über posi­ti­ve Bewer­tun­gen. Aber auch kri­ti­sche Wor­te per Email sind gern gese­hen. Ich sage bis zur nächs­ten Woche und bleibt mir treu. Bis dann. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Gelassenheit, Gelassenheitsgebet, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Veränderungen bewältigen](https://bobach-coaching.de/veraenderungen-bewaeltigen/) **Published:** März 11, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Ver­än­de­run­gen ver­ur­sa­chen in uns Unbe­ha­gen und ein Gefühl von Unsi­cher­heit. Allei­ne des­we­gen gibt es bei grö­ße­ren geschäft­li­chen Ver­än­de­run­gen den Begriff des Chan­ge Manage­ments, im Per­sön­li­chen kann uns aber auch eine grö­ße­re Ver­än­de­rung — wie zum Bei­spiel ein Umzug — ins Wan­ken brin­gen. In die­ser Poda­cast fol­ge geht es dar­um - wie­so Ver­än­de­run­gen uns oft schwer fal­len - wie man die kör­per­li­chen Aus­wir­kun­gen von Ver­än­de­run­gen erleb­bar machen kann - wie man Ver­än­de­run­gen mit ein­fach Mit­teln ein­fa­cher gestal­ten und erle­ben kann Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Nach einer län­ge­ren Umzugs­pau­se. Ich bin näm­lich umge­zo­gen inner­halb von Düs­sel­dorf und das hat mich auch dazu bewo­gen, nach die­ser Pau­se mit dem The­ma zu star­ten. Wie­der Ver­än­de­run­gen bewäl­ti­gen. Denn das ist etwas, was ich in den letz­ten Wochen wirk­lich haut­nah erlebt habe. Was für unglaub­li­che Gewohn­heits­tie­re wir Men­schen eigent­lich sind und ich jetzt viel­leicht auch im Spe­zi­el­len und Ver­än­de­run­gen gar nicht so ein­fach sind. Zu akzep­tie­ren, auch wenn man viel­leicht reflek­tier­ter ist. Und wie ich jetzt regel­mä­ßi­ges Acht­sam­keits­trai­ning betreibt, sind Ver­än­de­run­gen eine rie­si­ge Her­aus­for­de­rung. Und wor­an liegt das eigent­lich? Also zunächst ein­mal bedeu­ten Ver­än­de­run­gen ja Unsi­cher­heit und Unge­wiss­heit. Das äußert sich bei so einem Umzug wie den, den ich jetzt gemacht habe, zum Bei­spiel dar­in, dass das mus­ku­lä­re Gedächt­nis noch über­haupt nicht trai­niert sind und in der neu­en Küche der Griff immer zur fal­schen Schub­la­de oder zum fal­schen Schrank führt, man noch nicht rich­tig weiß, wo die Licht­schal­ter sind oder wel­cher Licht­schal­ter eigent­lich was gera­de bedient und man dadurch jeden Tag so ein paar­mal Frus­tra­ti­on erlebt und Unsi­cher­heit erlebt und das einen rich­tig ner­ven kann. Und das geht auch ein biss­chen an die Sub­stanz. Da spürt man schon sehr deut­lich, wie wich­tig uns Gewohn­hei­ten sind. Hin­zu kommt, dass wir sehr sel­ten im Jetzt leben. Das ist oft ein The­ma des Hin­neh­mens von Ver­än­de­run­gen. Wir machen uns unheim­lich vie­le Gedan­ken über die Zukunft und wie es wer­den wird. Anstatt ein­fach zu akzep­tie­ren, dass es jetzt so ist, wie es ist und halt auch ver­än­dert so ist. Wir krei­sen dann oft um die schlimms­ten mög­li­chen Out­camps. Also was kann alles pas­sie­ren? Anstatt ein­fach die Din­ge auf uns zukom­men zu las­sen. Das ist übri­gens auch kör­per­lich erleb­bar, wie wich­tig uns Gewohn­hei­ten sind und wie schwer wir uns mit ande­ren Erfah­run­gen und Emp­fin­dun­gen tun. Und da möch­te ich ein klei­nes Expe­ri­ment mit euch, mei­nen Zuhö­rern mal machen Wenn ihr, ihr könnt es euch aus­su­chen, die Arme ver­schränkt oder die Hän­de fal­tet. Wenn ihr das jetzt spon­tan macht, dann macht ihr das ja auf eine bestimm­te Art und Wei­se. Und jetzt wür­de ich euch, wenn ihr die Hän­de fal­tet, ein­fach mal sagen Nehmt eure Hän­de aus­ein­an­der und rutscht einen Fin­ger wei­ter nach hin­ten. Oder wenn ihr eure Arme jetzt gera­de ver­schränkt habt, macht das mal in die ande­re Rich­tung und dann spürt man in euch rein, wie unan­ge­nehm das ist, wie selt­sam sich das anfühlt. Es ist eigent­lich nur eine ganz klei­ne Ver­än­de­rung und es ändert sich nichts an der grund­sätz­li­chen Tat, näm­lich Hän­de fal­ten oder Arme ver­schrän­ken. Aber es ist ein biss­chen anders. Und das lässt uns gleich so ein Gefühl geben von Oh, das ken­ne ich nicht, das ist mir unan­ge­nehm, das will ich kor­ri­gie­ren. Also wenn sich etwas um uns ver­än­dert, dann haben wir eigent­lich so grund­sätz­lich den Drang, das wie­der rück­gän­gig zu machen. Und wenn ihr euch dar­über jetzt Gedan­ken macht, dann ist euch viel­leicht auch klar, war­um sehr häu­fig Chan­ge Manage­ment in Unter­neh­men ein ganz gro­ßes The­ma ist und rich­tig schwer ist, weil es natür­lich da Kräf­te gibt, die da immer gegen arbei­ten. Nein, es war frü­her bes­ser und das ist uns unge­wohnt. Ich möch­te lie­ber anders. Ich sel­ber gebe ja zum Bei­spiel auch oft Work­shops für Soft­ware Tools, die neu ein­ge­führt wer­den. Und da ist es manch­mal erstaun­lich, was für Kraft auf­ge­wen­det wird, um ja nicht die alten Arbeits­wei­sen zu ver­än­dern, aus purer Angst vor der Ver­än­de­rung. Wie kann man also damit anders umge­hen? Zunächst ein­mal, wenn mög­lich klei­ne Schrit­te und kur­ze Inter­val­le. Als klei­nes Bei­spiel sei hier Acht­sam­keits­trai­ning genannt. Wenn ich zu jeman­dem sage, Du soll­test Acht­sam­keit mehr trai­nie­ren in dei­nem Leben, ist es nicht beson­ders hilf­reich, wenn ich zu dem sage Medi­tie­re von jetzt an und sofort, jeden Tag eine Stun­de, zunächst ein­mal eine Stun­de vom Tag, schon sehr, sehr viel und noch nie medi­tiert und über­haupt kein Zugang zu Acht­sam­keit wird unglaub­li­ches Unbe­ha­gen und Unver­ständ­nis aus­lö­sen. Und da ist die Wahr­schein­lich­keit, dass das wirk­lich erfolg­reich umge­setzt wird, sehr, sehr gering. Da ist es dann viel cle­ve­rer zu sagen Mach viel­leicht klei­ne Din­ge, ein paar Minu­ten jeden Tag. Muss ja nicht gleich Medi­ta­ti­on sein. Schreib dir jeden Mor­gen ein­fach drei­mal jeden Mor­gen drei Din­ge, für die du dank­bar bist und macht das ein­fach jeden Mor­gen. Das dau­ert nur eine Minu­te und hat viel­leicht einen viel grö­ße­ren Effekt und wird dann auch umge­setzt, weil es nur eine klei­ne Ver­än­de­rung ist. Und wenn das nicht steu­er­bar ist, wie groß die Schrit­te sind oder in was für für Inter­val­len das Gan­ze statt­fin­det, ist eine Ratio­na­li­sie­rung des The­mas für den Ein­zel­nen ganz wich­tig. Also soll­te sich jeder Ein­zel­ne fra­gen. War­um wird mir eigent­lich unbe­hag­lich? Neh­men wir das Bei­spiel der Ein­füh­rung eines Soft­ware Tools. Viel­leicht wird mir unbe­hag­lich, weil ich Angst habe, dass ich das Tool nicht ver­ste­he oder weil ich Angst habe, ersetzt zu wer­den? Oder weil ich glau­be, dass ich den Anschluss ver­pas­se? Oder weil ich glau­be, das neue Tool kann das alles gar nicht. Also das sind ratio­na­le Gedan­ken, die sich viel­leicht ganz schnell klä­ren las­sen, wenn man sie anspricht. Dann ratio­nal sich fra­gen Was könn­te tat­säch­lich pas­sie­ren? Schlech­tes, aber auch Gutes? Was gibt es für posi­ti­ve Ver­än­de­run­gen? Dadurch, dass ich jetzt etwas anders machen soll. Dann ist eine Fra­ge nach den Res­sour­cen, die man aus der Ver­gan­gen­heit mit­bringt, immer ganz span­nend, näm­lich was in mei­ner Ver­gan­gen­heit habe ich viel­leicht schon mal ähn­lich erlebt und wie habe ich die­se Ver­än­de­rung bewäl­tigt? Was kann ich davon wie­der nut­zen? Das gibt einem sehr viel Zuver­sicht, dass man die aktu­el­le Ver­än­de­rung auch meis­tern wird. Da kann ich jetzt wie­der von mir sel­ber spre­chen, dass ich schon ein paar­mal umge­zo­gen bin in mei­nem Leben und wuss­te, dass mir das bevor­steht, wenn ich in der neu­en Woh­nung bin, dass alles komisch sein wird und ich es dann schon ein biss­chen mit Humor tra­gen konn­te. Dass ich im Prin­zip immer nach dem fal­schen Licht­schal­ter gegrif­fen habe. Dann kann man sich auch fra­gen jemand Außen­ste­hen­den wie wür­de der die­se Situa­ti­on gera­de bewer­ten? Wenn jemand außen ste­hen­des dar­auf schaut und die­se Ver­än­de­rung sieht, was wür­de der sagen? Wie sich die Situa­ti­on ver­än­dert hat und ob das eine gro­ße Ver­än­de­rung war oder eine schwe­re Ver­än­de­rung war Oder ob das viel­leicht für einen Außen­ste­hen­den wie ein Klacks wirkt. Und ein alter Trick, aber immer wie­der effek­tiv. Wie wer­de ich selbst in fünf Jah­ren über die­se Situa­ti­on gera­de den­ken, wenn ich in fünf Jah­ren zurück­bli­cke auf die­sen Umzug, zum Bei­spiel, wenn ich den­ke, ich ach, das war ja ein Klacks, das ist ja auch ganz schnell vor­bei gegan­gen. Und wenn ich mir das klar mache in der Situa­ti­on, wo ich gestresst bin und genervt bin und das Gefühl habe, das wird nicht zu Ende gehen, dann wird mir die Situa­ti­on schon viel, viel leich­ter fal­len, weil ich ein­fach weiß, in der Zukunft rela­ti­viert sich das alles wie­der und ich habe es in der Ver­gan­gen­heit halt auch schon geschafft. Mich inter­es­siert, wie ihr mit Ver­än­de­run­gen umgeht und wann euch das viel­leicht mal schwer­ge­fal­len ist und was euch da gehol­fen hat. Ihr könnt mich kon­tak­tie­ren über mei­ne Web­site. Das steht alles unten in der Beschrei­bung des Pod­casts und die­ser Fol­ge. Ich freue mich, wenn euch die Fol­ge gefal­len hat und ja, auch ein paar Stern­chen hin­ter­lasst bei iTu­nes und ähn­li­chen Por­ta­len. Und ich freue mich natür­lich auch über grund­sätz­li­che Anmer­kun­gen oder The­men­vor­schlä­ge. Ich bedan­ke mich für die Treue und sage bis zum nächs­ten Mal. Ciao! **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, Veränderungen --- ### [Fehler akzeptieren lernen](https://bobach-coaching.de/fehler-akzeptieren-lernen/) **Published:** März 18, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** “Ich möch­te mei­ne Feh­ler akzep­tie­ren ler­nen” — die­sen Satz höre ich von mei­nen Kli­en­ten sehr häu­fig. Und ich kann es nach­voll­zie­hen — in mei­ner Ver­gan­gen­heit als Musi­ker war eine offe­ne Feh­ler­kul­tur nicht exis­tent und auch in Fir­men ver­schie­de­ner Grö­ßen habe ich das nicht erfah­ren dür­fen. Erstaun­lich, denn eine offe­ne Feh­ler­kul­tur hat enorm vie­le Vor­tei­le. In die­ser Pod­cast-Fol­ge geht es um - die Grün­de für einen schlech­ten Umgang mit Feh­lern - die Fol­gen, sich nicht posi­tiv mit den eige­nen Feh­lern aus­ein­an­der­zu­set­zen - Metho­den, um einen posi­ti­ven Umgang mit (eige­nen) Feh­lern zu för­dern Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr da seid. Und heu­te geht es um Feh­ler. Eigent­lich geht es aber dar­um, Feh­ler akzep­tie­ren zu ler­nen bzw. bes­ser mit Feh­lern umzu­ge­hen. Vor allem mit den eige­nen Feh­lern. Das ist für mich ein ziem­lich gro­ßes The­ma, weil es mir zum einen selbst im Berufs­le­ben sehr häu­fig begeg­net ist. Und dazu hole ich ein biss­chen aus. Ich habe das schon mal erwähnt, Ich war mal Opern­sän­ger. Ich habe also mal auf der Büh­ne gestan­den. Das ist jetzt mitt­ler­wei­le sehr, sehr lan­ge her. Aber auf der Büh­ne sind Feh­ler natür­lich und natur­ge­mäß extrem expo­niert und nicht zu ver­ste­cken. Und im Thea­ter­all­tag sind die­se Feh­ler dann natür­lich auch oft die Ursa­che für Häme und Getu­schel und Gere­de. Also wenn einem da was auf der Büh­ne pas­siert ist, was nicht wirk­lich gut war, war das noch tage­lang The­ma. Und das ist natür­lich kei­ne kein posi­ti­ver Umgang mit Feh­lern. Das hilft jetzt nicht gera­de, mit eige­nen Miss­ge­schi­cken posi­ti­ver umzu­ge­hen. Das habe ich im Thea­ter­all­tag also schon auch als sehr stö­rend emp­fun­den und habe das nicht beson­ders genos­sen, wenn so was pas­siert ist. Und nach mei­ner Thea­ter­lauf­bahn selbst habe ich das dann aber auch in Fir­men klein und groß immer wie­der beob­ach­tet, dass es kei­ne offe­ne Feh­ler­kul­tur gab. Im Gegen­teil, sogar wenn das behaup­tet wur­de, dass man das lebt und da Regeln auf­ge­stellt hat, gab es immer wie­der Mit­ar­bei­ter und Kol­le­gen, deren, die das so genutzt haben, dass die Feh­ler der ande­ren wun­der­bar Gesprächs­stoff war. So in der Kan­ti­ne oder mal so zwi­schen­durch. Und das ist ja auch wun­der­bar, weil es lenkt ja von den eige­nen Feh­lern ab, wenn man über die Feh­ler der ande­ren spricht. Und sorgt natür­lich auch bei einem selbst dann eher für Unbe­ha­gen, gera­de wenn es auch Vor­ge­setz­te sind, die so was machen. Weil man da natür­lich sich gar nicht traut, offen mit den eige­nen Feh­lern umzu­ge­hen oder sei­nem Team zu ver­mit­teln, dass es okay ist, wenn Feh­ler pas­sie­ren. Und im pri­va­ten Bereich begeg­net es mir im Coa­ching sehr, sehr häu­fig. Dass in vie­len Fami­li­en Per­fek­ti­on erwar­tet wird. Also das per­fek­te Kind zu sein, ist ein sehr häu­fi­ge­res The­ma im Coa­ching. Da ste­cken dann ganz star­ke Glau­bens­sät­ze in den Men­schen. Und in Extrem­fäl­len ist es dann sogar so, dass ein fal­sches Wort rie­si­ge Kon­se­quen­zen hat. Ein ein­zel­nes fal­sches Wort kann dann schon mal zum Kon­takt­ab­bruch füh­ren. Nur weil der Anspruch da an den jeni­gen ganz anders war, näm­lich dass er sich nie im Ton ver­greift oder nie fal­sche Voka­beln benutzt, die einen viel­leicht ver­let­zen könn­ten, auch wenn es nicht absicht­lich war. Also in Fami­li­en ist das The­ma Per­fek­ti­on und kei­ne Feh­ler dul­den auch sehr weit­ver­brei­tet. Und dann ist es natür­lich auch so, dass Feh­ler sehr oft an unse­rem Selbst­wert rüt­teln. Und vor allem dann, wenn wir unse­ren Selbst­wert vor allem über die Mei­nung von ande­ren defi­nie­ren. Also wenn die exter­ne Bestä­ti­gung enorm wich­tig ist, um unse­ren Selbst­wert stark und hoch zu hal­ten, kann ein Feh­ler, der auch von ande­ren wahr­ge­nom­men wird, den Selbst­wert unge­heu­er ins Wan­ken brin­gen. Dahin­ter steckt dann natür­lich der Glau­bens­satz, dass nur feh­ler­freie Men­schen wirk­lich ange­nom­men wer­den. Auch das wird natür­lich irgend­wie aus einem Glau­bens­satz, der aus der Kind­heit stammt. Aber auch das ist sehr weit­ver­brei­tet und viel­leicht im Klei­nen auch bei euch. Das kennt eigent­lich fast jeder so ein biss­chen, dass Feh­ler einen so ein Unbe­ha­gen spü­ren las­sen, weil es viel­leicht eine Situa­ti­on mal irgend­wann gab, wo ein Feh­ler eine schlim­me Kon­se­quenz hat und einem eben nicht ver­mit­telt wur­de, dass das okay ist. Wie kann man also offe­ner mit Feh­lern umge­hen oder posi­ti­ver mit Feh­lern umge­hen? In einem Team ist es da zunächst ein­mal sehr wich­tig, dass man auf einen gemein­sa­men Nen­ner kommt, also dass man sich abstimmt dar­über, was Feh­ler eigent­lich bedeu­ten. Und da soll­ten die Para­me­ter sein, dass Feh­ler etwas Mensch­li­ches sind und Per­fek­ti­on ein uner­reich­ba­res Ziel ist. Es gibt kei­ne Per­fek­ti­on, wenn Men­schen invol­viert sind. Wir machen ein­fach Feh­ler und man soll­te sich dar­auf ver­stän­di­gen, dass Feh­ler grund­sätz­lich auch etwas Posi­ti­ves sind. Denn Feh­ler zei­gen ja Gren­zen auf. Die zei­gen mir per­sön­lich auf, wo ich noch nicht an dem Punkt bin, an dem ich viel­leicht sein soll­te. Die zei­gen mir also, wo ich noch Lern­be­darf habe. Ein Kol­le­ge von mir hat das ein­mal so nett bezeich­net als Lern­ge­schenk. Jeder Feh­ler ist ein Geschenk. Und zu wis­sen, was man noch zu ler­nen hat und einem viel­leicht auch gleich das Ent­spre­chen­de bei­zu­brin­gen. Und wenn man offen mit sei­nen Feh­lern umgeht, signa­li­siert das auch den Team­kol­le­gen, dass man über ein hohes Maß an Selbst­re­fle­xi­on ver­fügt. Und es ist ja sogar etwas Posi­ti­ves für mei­ne Kol­le­gen, wenn die aus mei­nen Feh­lern mit ler­nen kön­nen. Es ist eigent­lich ein Zei­chen von einem tol­len Team­play­er, wenn er offen mit sei­nen Feh­lern umgeht. Und außer­dem zei­gen Feh­ler natür­lich auch, dass man tat­säch­lich in sich ruht. Die eige­nen Feh­ler wer­den akzep­tiert. Das bedeu­tet also für den Ein­zel­nen, dass man die eige­ne Sicht auf Feh­ler grund­sätz­lich über­den­ken soll­te. Und da soll­te man sich Fra­gen stel­len Was brin­gen mir die Feh­ler der ande­ren? Bringt mir das eine Selbst­wert­erhö­hung, wenn jemand ande­res etwas falsch macht? Ist es das wirk­lich wert? Dadurch das Team Gefü­ge eigent­lich nach­hal­tig zu beschä­di­gen? Oder bringt es mir nicht viel mehr zu sehen, wenn jemand mit einem Feh­ler offen umgeht und ich dar­aus etwas ler­nen kann? Und was brin­gen mir per­sön­li­che Feh­ler eigent­lich, wenn ich sie wirk­lich akzep­tie­re? Ein wich­ti­ges Prin­zip hier ist die Selbst­an­nah­me, also sich mit sei­nen Macken und Feh­lern lie­ben ler­nen. Das ver­schafft uns einen aus­ge­gli­che­nen und lie­be­vol­le­ren Blick auf uns selbst und ist am Ende rich­tig gut für den Selbst­wert. Und abschlie­ßend ist es natür­lich so, dass es sein kann, dass hier ganz star­ke Glau­bens­sät­ze am Werk sind, die wie ein­gangs erwähnt, aus der Kind­heit stam­men und es uns sehr schwer machen, unse­re Sicht auf eige­ne Feh­ler vor allem zu kor­ri­gie­ren und in einem ande­ren Licht zu sehen. Da kann Coa­ching hel­fen oder auch eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sen Glau­bens­sät­zen. Aber es ist alles mach­bar und mode­rier­bar. Mich inter­es­siert natür­lich, wie ihr mit euren Feh­lern umgeht und ob ihr da viel­leicht eure Sicht­wei­se auch mal in eurem Leben ändern muss­tet oder geän­dert habt. Erfolg­reich. Ich freue mich über Kom­men­ta­re unter die­ser Pod­cast-Fol­ge und über Kon­takt­auf­nah­me über mei­ne Web­site. Das steht alles in der Beschrei­bung die­ses Pod­casts. Ich freue mich natür­lich über posi­ti­ve Bewer­tun­gen, wenn euch der Pod­cast gefällt und eure Treue sage bis zum nächs­ten Mal. Bye Bye. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Akzeptanz, Coaching, Fehler, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Gut führen können - 8 wichtige Eigenschaften eines Chefs](https://bobach-coaching.de/gut-fuehren-koennen-8-wichtige-eigenschaften-eines-chefs/) **Published:** April 1, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gut füh­ren kön­nen – das wol­len vie­le! Es gibt Natur­ta­len­te unter den Füh­rungs­kräf­ten, die das rich­ti­ge Ver­hal­ten in die Wie­ge gelegt bekom­men haben. [Aber wie kann man gutes Füh­rungs­ver­hal­ten ler­nen?](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") Was sind die wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten eines guten Vor­ge­setz­ten? Wie kann [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") hel­fen? In die­ser Fol­ge von Klar­Sicht, gehe ich auf die acht wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten eines Vor­ge­setz­ten ein: - Team­fä­hig­keit - Wer­te beton­tes Han­deln - Ver­trau­en - Fair­ness und Respekt - Inter­es­se an neu­en Ideen - Ein­deu­ti­ges und kon­sis­ten­tes Han­deln - Feh­ler­kul­tur - Authen­ti­zi­tät Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu Klar Sicht, dem Coa­ching-Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich sehr, dass ihr wie­der dabei seid. Und heu­te geht es um das The­ma gut füh­ren kön­nen acht wich­ti­ge Eigen­schaf­ten eines Chefs oder eines Vor­ge­setz­ten. Davon träu­men vie­le, die gera­de kei­ne Füh­rungs­rol­le haben. Sie hät­ten ger­ne mehr Ver­ant­wor­tung. Sie hät­ten ger­ne Men­schen, die sie füh­ren kön­nen und sie wür­den ger­ne lei­tend in einem Unter­neh­men tätig sein. Auch im Coa­ching ist das ganz oft ein The­ma. dass Men­schen sich wün­schen, dass sie in eine Füh­rungs­rol­le beför­dert wer­den. Und oft geht das schief, also das gibt dann eine Beför­de­rung und dann stellt sich auf ein­mal raus, gibt unglaub­lich vie­le Kon­flik­te und der­je­ni­ge, der die­se die­se Füh­rungs­rol­le dann neu inne­hat, scheint über­for­dert zu sein und weiß nicht so recht, wie er sich ver­hal­ten soll. Und da stellt sich die Fra­ge, was tun? Zunächst muss man fest­stel­len, dass es hier Natur­ta­len­te gibt, die von Natur aus gut füh­ren kön­nen. Also gebo­re­ne Füh­rungs­kräf­te, denen die ent­schei­den­den Eigen­schaf­ten allen, die Wie­ge gelegt sind. Die­se Füh­rungs­kräf­te wis­sen aber gar nicht genau, was sie eigent­lich war­um und wie genau rich­tig machen. Das heißt, das sind wirk­lich schlech­te Leh­rer und Men­to­ren. Sie kön­nen es also auch nicht ver­mit­teln, was man machen soll­te. Und was macht eine schlech­te Füh­rungs­kraft im End­ef­fekt aus? die funk­tio­nie­ren über unge­sun­de Mecha­nis­men wie Mani­pu­la­ti­on der Kol­le­gen und Mit­ar­bei­ter, Aus­nut­zung von Macht und die Beto­nung poli­ti­scher Vor­gän­ger. Das sind natür­lich auch kei­ne guten Leh­rer. Der Unter­schied ist aber, dass sie glau­ben, dass sie gute Leh­rer sind. Sie den­ken aber in aller Regel nur an sich selbst und haben dann nar­zis­ti­sche Ten­den­zen. Die gute Nach­richt ist, füh­ren kann man ler­nen, wenn man will. Und in die­ser Pod­cast-Fol­ge möch­te ich auf die acht wich­tigs­ten Eigen­schaf­ten ein­ge­hen, die ein Chef haben soll­te und die man als Füh­rungs­kraft auch tat­säch­lich trai­nie­ren und ler­nen kann. Also zum Bei­spiel auch im Rah­men von Coa­chings, wenn man bei dem ein oder ande­ren Punkt viel­leicht nicht wei­ter kommt. Der ers­te Punkt wäre Team­fä­hig­keit. aber was macht Team­fä­hig­keit aus und wie kann man die viel­leicht aus­bau­en? In dei­nem Bewusst­sein auch als vor­ge­setz­ter muss das Wohl des Teams immer im Vor­der­grund ste­hen. Es darf nicht das Schein­wer­fer­licht auf dir sein, was dir am wich­tigs­ten ist, also dich nicht in die ers­te Rei­he drän­geln und alle Lor­bee­ren kas­sie­ren, son­dern auch den ande­ren ihren Fokus las­sen. Von vor­ne füh­ren ist ganz wich­tig und nicht von hin­ten, also mit­zie­hen und nicht antrei­ben, vor­ma­chen und nicht vor­ge­ben, ein ganz wich­ti­ge Kom­po­nen­te von team­fä­hi­gen Vor­ge­setz­ten und was die Außen­wir­kung angeht und die Sicht der Ande­ren auf dich, ist es ganz wich­tig, dass dein Team sich auch dich auch immer noch als Teil des Teams begreift. Nicht als jeman­den exter­nen, der von außen bewer­tet und lei­tet, son­dern als jeman­den von ihnen, der mit ihnen zusam­men eine bestimm­te Auf­ga­be erfüllt. eine Schwie­rig­keit hat, zum Bei­spiel durch die Sicht auf bestimm­te Mit­ar­bei­ter, hilft es hier ganz oft im Coa­ching zum Bei­spiel einen Per­spek­tiv­wech­sel vor­zu­neh­men, sich zu fra­gen, wie sieht der ande­re eigent­lich das, was ich hier gera­de tue. Die zwei­te wich­ti­ge Eigen­schaft von einer guten Füh­rungs­kraft ist die Beto­nung der für ein gutes Teams rich­ti­gen Wer­te, also eine gute Wert­ori­en­tie­rung. Und die rich­ti­gen Wer­te für ein gutes Team sind Ver­trau­en, Ehr­lich­keit, Trans­pa­renz und Offen­heit. Und wenn einer von die­sen Grund­wer­ten jetzt nicht zu den wich­tigs­ten Wer­ten von dir zählt, also wenn da viel­leicht sogar mit einem der Wer­te ein Kon­flikt ist. bei­spiels­wei­se mit der Offen­hei­ten der Trans­pa­renz. Da haben ganz vie­le Sor­ge, dass ihnen das viel­leicht zum Nach­teil gera­ten könn­te, wenn sie zu trans­pa­rent und offen sind. Dann kann Coa­ching hier wirk­lich ganz oft hel­fen, denn die­se Wer­te, das hat ganz oft etwas mit Glau­bens­sät­zen zu tun, die wir mit uns rum­tra­gen und die uns hier manch­mal auch ein Bein­chen stel­len kön­nen. Die nächs­te sehr wich­ti­ge Eigen­schaft für eine Füh­rungs­kraft ist den Mit­ar­bei­tern zu ver­trau­en. Und das ist jetzt auch wie­der etwas, wo vie­le viel­leicht sagen, ja, das ist ja irgend­wie klar, dass man den Mit­ar­bei­tern ver­trau­en soll­te, aber was bedeu­tet das in der Pra­xis? Das bedeu­tet, dass man nicht zu viel kon­trol­lie­ren soll­te. Und das zu viel beto­ne ich hier noch mal. Natür­lich ist Kon­trol­le wich­tig. Das ist auch auf die Auf­ga­be eines Vor­ge­setz­ten. schaut wird, bevor die an einen Kun­den raus­ge­hen oder ähn­li­che Vor­gän­ge, aber halt nicht zu viel. Nicht kon­troll­a­tiv wer­den, wie ich ger­ne sage, und nicht ins Mikro­ma­nage­ment ver­fal­len und alles und jeden Schritt und vor allem auch jede Ent­schei­dung, die ein Mit­ar­bei­ter trifft, vor­her noch ein­mal abni­cken. Das erzeugt bei den Mit­ar­bei­tern eigent­lich nur das Gefühl, dass man ihn nichts zutraut und über­haupt kein Ver­trau­en schenkt und sich selbst für den ande­ren größ­ten hält. för­der­lich für den Respekt, den die Mit­ar­bei­ter vor allem haben soll­ten. Wei­te­re Punkt, der für das Ver­trau­ens­feld­nis der Mit­ar­bei­ter wich­tig ist, ist in Vor­leis­tung zu gehen. Also auch Ver­trau­ens­vor­schuss zu leis­ten. Kor­ri­gie­ren kann man spä­ter und das auch nach­voll­zieh­bar. Wenn ich aber schon vol­ler Zwei­fel an einen Mit­ar­bei­ter ran­ge­he und über­haupt kein Ver­trau­en­schen­ke, bevor er sich bewie­sen hat, Ver­hält­nis zu den Kol­le­gen füh­ren dort. Der vier­te Punkt für einen guten Chef ist Fair­ness und Respekt beto­nen. Und das bezieht sich vor allem auch auf die Vor­gän­ge inner­halb des Teams. Also kei­ne Respekt­lo­sig­keit dul­den, sel­ber auch nie­man­den bloß­stel­len und das natür­lich auch nicht zulas­sen, dass das pas­siert. Und ganz wich­tig, unan­ge­neh­me Situa­ti­on und Feed­back­ge­sprä­che immer nur ein­zeln füh­ren. Nicht als Macht­de­mons­tra­ti­on nut­zen. Das soll­te man sich immer bewusst machen und viel­leicht kennt ihr auch den ein oder ande­ren Vor­ge­setz­ten aus eurer Ver­gan­gen­heit, der das gemacht hat, der also dann vor Publi­kum jeman­den der­ma­ßen zusam­men­ge­fal­tet hat, damit alle auch erzit­ter­ten und alle auch schön spür­ten, er ist der Vor­ge­setz­te und das ist wirk­lich ganz gefähr­lich, wenn man ein guter Chef sein möch­te. Fünf­ter Eigen­schaft. Inter­es­se an neu­en Ideen kul­ti­vie­ren und da ist für mich ganz ent­schei­dend, dein eige­ner Weg muss nicht der rich­ti­ge und vor allem auch nicht der bes­te sein. Weil er für dich selbst funk­tio­niert und weil er für dich selbst immer gut geklappt hat, bedeu­tet das nicht, dass das für das Team oder für den ein­zel­nen ande­ren im Team so sein muss. Jeder Mit­ar­bei­ter ist Exper­te in einem bestimm­ten Gebiet. Das muss genutzt und kul­ti­viert wer­den. Des­we­gen stellt man ja Mit­ar­bei­ter ein, weil sie halt Exper­ten sind auf einem bestimm­ten Bereich. Und das gilt auch übri­gens für’s Zwi­schen­mensch­li­che. Es gibt Mit­ar­bei­ter, die haben viel­leicht mehr Empa­thie als man sel­ber, die haben viel­leicht ein bes­se­res sozia­les Gespür als man sel­ber und wis­sen viel­leicht auch Din­ge, die man sel­ber gar nicht weiß und kön­nen man­che Situa­tio­nen des­we­gen ganz anders ein­schät­zen. Und das muss unbe­dingt kul­ti­viert wer­den. Der nächs­te Punkt ein­deu­tig und kon­sis­tent han­deln. Dar­un­ter ver­steht man, dass man klar for­mu­liert, was man erwar­tet und Miss­ver­ständ­nis auf die­sem Weg ver­mei­det. Also nicht eine unkla­re Arbeits­an­wei­sung geben und sagen, ja, mach das fer­tig, son­dern direkt sagen bis wann und sagen, war­um es wich­tig ist, dass es bis zu einem bestimm­ten Zeit­punkt fer­tig ist. Viel­leicht auch noch­mal dazu erklä­ren, wenn es nicht ganz ein­deu­tig ist, war­um das eine wich­ti­ge Auf­ga­be ist und war­um die zu erle­di­gen ist. Wenn es zu Rich­tungs­än­de­run­gen kommt, die viel­leicht die Kon­sis­tenz der eige­nen Hand­lung infra­ge stellt, erklä­re ihm, war­um man jetzt gera­de die Rich­tung ändert und nicht ein­fach machen. Also das War­um in sol­chen Momen­ten ist immer ganz ent­schei­dend. Und gibt den Mit­ar­bei­tern auch eine Moti­va­ti­on, wenn sie ver­ste­hen, war­um sie in eine bestimm­te Rich­tung galop­pie­ren sol­len. Der nächs­te Punkt, in der liegt mir immer sehr am Her­zen, ist es, offe­ne Feh­ler­kul­tur zu för­dern. Das habe ich oft auch anders erlebt. Ich bin da in einer letz­ten Fol­ge ein­mal drü­ber gegan­gen. Ich bin am Thea­ter groß gewor­den. Da war jeder Feh­ler immer Front & Cen­ter und war Ursa­che für Häm­me und getusch­tel hin­term Rücken. Und ich habe das als unglaub­lich nega­tiv emp­fun­den. Es ist mir per­sön­lich auch sehr schwer gefal­len, eine ent­spann­te Hal­tung zu mei­nen eige­nen Feh­lern zu krie­gen. Feh­ler sind ein Teil unse­res Lern­pro­zes­ses und wie ein Kol­le­ge von mir vor­her mal gesagt hat, sind ein Lern­ge­schenk. Und des­we­gen soll­te man kul­ti­vie­ren, dass Feh­ler und das schließt ganz aus­drück­lich auch die eige­nen ein, offen kom­mu­ni­ziert wer­den müs­sen. Offen dar­über spre­chen, was ist schief gelau­fen, war­um ist es schief gelau­fen und was kön­nen wir gemein­sam dar­aus ler­nen. Das soll­te man för­dern zum Bei­spiel in Wöchen­di­chen oder monat­li­chen oder zwei Wöchend­chen, wie auch immer Mee­tings, uns in der letz­ten Zeit nicht gut gelo­gen. War­um ist das so und was kön­nen wir gemein­sam draus wer­den? Nicht sagen, wer hat es falsch gemacht und wer kriegt Stra­fe dafür. Das ist auch gera­de ver­fü­gungs­kräf­te ganz gefähr­lich. und zu guter Letzt authen­tisch blei­ben. Das ist gera­de für Beför­der­te wich­tig, das habe ich am Anfang ja auch schon gesagt. Wenn man neu in eine Füh­rungs­rol­le kommt und man ver­än­dert auf ein­mal sein Ver­hal­ten gegen­über den Team­kol­le­gen kom­plett, ist das eher suspekt. Also nicht so tun, als wäre man auf ein­mal beson­ders per­fekt­wei­se oder habe man nie schlech­te Tage, nur weil man eine Füh­rungs­kraft ist oder gewor­den ist. Das macht immer unnah­bar. vor­her sich anders ver­hal­ten hat, vor allem auch unglaub­wür­dig. Da wird man kei­nen Respekt dar­über bekom­men. Also auch als neue Füh­rungs­kraft oder neu hin­zu­ge­kom­me­ne Füh­rungs­kraft immer Teil des Teams blei­ben und damit schließt sich der Kreis zu dem ganz zu dem aller­ers­ten Punkt zur Team­fä­hig­keit, näm­lich dein Team, muss dich immer als Teil des eige­nen Teams betrach­ten. wich­ti­gen Eigen­schaf­ten als beson­ders wich­tig emp­fun­den. Was ist euch beson­ders wich­tig, wenn ihr Füh­rungs­kraft seid oder viel­leicht wenn ihr auf eure eige­nen Chefs schaut? Was wünscht ihr euch da mehr? Ich freue mich über eure Kom­men­ta­re unter dem Pod­cast oder über eure Mei­nun­gen auch ger­ne per Mail, die Kon­takt­da­ten ste­hen in der Beschrei­bung und ihr erreicht mich am bes­ten über mei­ne Web­site www.bjoernbobach.de. Ich freue mich, dass ihr dabei seid und sage bis zur nächs­ten Woche. Ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Coaching, Führung, Führungsstil, KlarSicht Podcast, Podcast, Vorgesetzte --- ### [Kann ChatGPT mich coachen? - Coaching und AI](https://bobach-coaching.de/kann-chatgpt-mich-coachen-coaching-und-ai/) **Published:** April 7, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** ChatGPT und Goog­le Bard haben als künst­li­che Intel­li­gen­zen in den letz­ten Wochen und Mona­ten für sehr viel Auf­se­hen gesorgt. Die Tools erwe­cken im Aus­tausch mit ihnen den Ein­druck einer tat­säch­li­chen Intel­li­genz und geben sich nahe­zu mensch­lich. Was könn­te das jetzt oder in Zukunft für Coa­ching bedeu­ten? Wir haben das Expe­ri­ment gewagt, und ver­sucht uns von ChatGPT coa­chen zu las­sen – Span­nen­des ist dabei her­aus­ge­kom­men. In die­ser neu­en Fol­ge von Coach&Coach erfor­schen wir: - Was sind die Gren­zen von künst­li­cher Intel­li­genz im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")? - Wo muss bei ChatGPT und Goog­le Bard drin­gend nach­ge­bes­sert wer­den? - Kön­nen künst­li­che Intel­li­gen­zen Men­schen im Coa­ching wirk­lich erset­zen? [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach. Ich freue mich sehr heu­te dich zu begrü­ßen Björn. Schön dich wie­der­zu­se­hen. Björn: Ja, hal­li, hal­lo. Wir sehen uns ja tat­säch­lich. Jan: Genau, das ist das Schö­ne. Wir neh­men ja nicht vor Ort zusam­men auf, son­dern online, aber wir sehen uns auch. Das ist, fin­de ich, immer sehr ange­nehm, wenn man qua­si auch die reak­ti­on sieht, wenn einer Unsinn erzählt. Björn: Ha! Jan: Was der Vor­teil ist, wenn man mit Men­schen agiert und das ist auch eigent­lich schon eine gute Über­lei­tung, denn wir spre­chen heu­te über künst­li­che Intel­li­genz und was künst­li­che Intel­li­genz im Coa­ching bewir­ken kann, viel­leicht auch nicht bewir­ken kann. Nut­zung sind oder viel­leicht gibt es auch gar kei­ne Gren­zen. All das wol­len wir heu­te mal eroie­ren und das ist ein total inter­es­san­tes The­ma, weil sich gera­de auch so viel tut. Hast du aktu­ell Kon­takt mit künst­li­cher Intel­li­genz? Björn: Also im Rah­men des­sen, was man so auch in den ein­schlä­gi­gen IT News und auch den Main­stream-Nach­rich­ten mit­kriegt, habe ich Kon­takt zu ChatGPT, bezie­hungs­wei­se dem Bing-Able­ger davon, weil das habe ich mal ein biss­chen aus­pro­biert. Die­se Goog­le-Sei­te, die­ses BART, habe ich nicht aus­pro­bie­ren kön­nen, aber man kommt ja gar nicht dran vor­bei im Moment. Also wenn man selbst, wenn man die­sen Edge-Brau­ser öff­net, wird er mir sofort das neue Bing und AI und alles ent­ge­gen gewor­fen. Da habe ich Kon­takt mit. Jan: Ja, und das ist halt auch gera­de der Punkt. Also es gibt eigent­lich, also zumin­dest mir geht es so, ich weiß nicht ob es allen da drau­ßen so geht, die zuhö­ren, aber mir begeg­net das The­ma auch sehr, sehr häu­fig. Ich bin ja an der Unter­neh­mens­be­ra­tung tätig und da haben also vie­le unse­rer Kun­den auch Fra­gen, wie kön­nen wir jetzt Tools wie ChatGPT ein­set­zen, wie kön­nen wir das im Kun­den­kon­takt ein­set­zen? Und so ein biss­chen ist Gold­grä­ber­stim­mung da, dass man das eigent­lich für alles nut­zen kann. man kann sich ein­spa­ren, Fach­ex­per­ten fra­gen, sozu­sa­gen die man nicht mehr braucht, weil die Maschi­ne kann das beant­wor­ten und so wei­ter und so fort. Das sind alles die The­sen, die da sind. Aber tat­säch­lich muss man manch­mal mal etwas mehr auf den Zahn füh­len, was dahin­ter steckt. Und das ist ja auch die Idee unse­res heu­ti­gen The­mas hier. Wir wol­len dar­über spre­chen, wie kann man gege­be­nen­falls auch KI im Coa­ching nut­zen? Hat das eine Aus­wir­kung auf Coa­ching und auf die Bear­bei­tung von per­sön­li­chen Fra­ge­stel­lun­gen? Ob die jetzt sind beruf­lich sind oder pri­vat und was pas­siert da auch heu­te und als klein Ein­stieg neh­men wir doch ein­fach mal hier ohne als ein Pro­dukt hypen zu wol­len aber das The­ma Chat GPT und da habe ich tat­säch­lich ein­fach mal zu Beginn oder in Vor­be­rei­tung hier die Fra­ge gestellt. Es ist ja so ein Chat­fens­ter das man öff­net und dann hat man die Mög­lich­keit jetzt hier in Kon­takt mit die­sem Tex­tro­bo­ter zu kom­men und ich habe die Fra­ge gestellt, kannst du mich coa­chen und die ist. Natür­lich kann ich dich coa­chen. Als KI-Assis­tent kann ich dir hel­fen dei­ne Zie­le zu errei­chen und dich auf dei­nem Weg zu unter­stüt­zen. Und dann sagt das Pro­gramm aber, um dich effek­tiv coa­chen zu kön­nen, muss ich aber mehr über dich erfah­ren, was sind dei­ne Zie­le, kurz­fris­ti­ge, lang­fris­ti­ge und so wei­ter und so fort. So, das heißt also, das Tool ant­wor­tet jetzt erst­mal mit einer Fra­ge zurück und sagt aber erst­mal von sich auch, ja, ich kann dich coa­chen. Ich fin­de schon mal eine star­ke Aus­sa­ge für eine Maschi­ne, dass sie sagt, das kann ich. Björn: Da wür­de ich direkt ger­ne ein­stei­gen, weil das ist ja das alte Lei­di­gi­the­ma, was ist Coa­ching? Fin­de ich, also als du mir das erzählt hast, dass du die­se Ant­wort bekom­men hast, ja, ich kann nicht Coa­ching, weil ich maß­los ent­täuscht von dem Tool, dass ich bis zu dem Zeit­punkt eigent­lich als sehr mäch­tig und ziem­lich fort­ge­schrit­ten emp­fun­den habe, weil mei­nem Ver­ständ­nis von ist eine EI ist, die nur mit mir chat­tet und die mich nichts sieht. Mir fehlt da sofort die Mög­lich­keit auf Regun­gen des Coa­ches zu reagie­ren. Jan: Mm-hmm. Björn: Also ich könn­te ja jetzt bei einer Fra­ge der Gegen­stel­le von der künst­li­chen Intel­li­genz völ­lig aus dem Häus­chen sein, anfan­gen zu wei­den oder irgend­was und dann fas­se ich mich wie­der und ant­wor­te dann getippt. Das wird dann ja völ­lig igno­riert, oder sehe ich das falsch. Jan: Das wür­de dann in der Tat igno­riert, aber die Fra­ge ist natür­lich auch da schon an der Stel­le, in der Tat, wer ist jetzt hier in der Ver­ant­wor­tung? Also dafür, dass ein sol­cher Pro­zess gelin­gen kann, ist jetzt hier in der Ver­ant­wor­tung die Björn: Mm-hmm. Jan: Per­son, die jetzt eine Maschi­ne fragt, ob sie sie coa­chen kann oder ist die Maschi­ne in der Ver­ant­wor­tung zu sagen, pass mal auf, kann nicht machen, gibt aber eini­ge Gren­zen in dem Zusam­men­hang. Und mei­ne Erfah­rung jetzt bei­spiels­wei­se mit ChatGPT ist in der Regel, dass eine Ant­wort bin ich mir nicht so sicher oder weiß ich nicht, gar nicht funk­tio­ne ich mei­ne sogar, dass qua­si ich weiß es nicht, ist gar nicht zuge­las­sen, son­dern du bekommst immer eine Ant­wort, was aber dazu führt, dass unter Umstän­den die Ant­wort­gü­te nicht per­fekt ist, oder manch­mal man­gel­haft ist, sagen wir mal so. Und das ist ja tat­säch­lich der Punkt, wenn wir jetzt noch­mal zurück­kom­men. Grund­sätz­lich wür­de ich sagen, wenn man mit einer Maschi­ne umgeht, ist erst­mal der Regel der Mensch in der Ver­ant­wor­tung, Ver­ant­wor­tung. Punkt und das ist glau­be ich auch ganz wich­tig, wenn man sich mit so etwas aus­ein­an­der­setzt. Natür­lich kann ich, bin ich frei in mei­ner Ent­schei­dung jetzt hier ein sol­ches Tool zu nut­zen, um Fra­ge­stel­lun­gen zu bear­bei­ten, aber ich bin auch ehr­li­cher­wei­se selbst in der Ver­ant­wor­tung zu über­prü­fen, ob das was da pas­siert eigent­lich gera­de rich­tig ist. Und da stellt sich natür­lich die Fra­ge, wenn ich eigent­lich eine Fra­ge habe, eine Fra­ge­stel­lung, die ich bear­bei­ten möch­te, in der ich viel­leicht auch selbst nicht wei­ter weiß, wes­halb ich mir irgend­wo Hil­fe, Unter­stüt­zung, Bin ich dann gera­de in der Lage eigent­lich zu dif­fe­ren­zie­ren, ob die Impul­se die da kom­men, die rich­ti­gen sind oder nicht? Wobei ich das natür­lich auch im Coa­ching-Pro­zess mit einem Coach immer wie­der hin­ter­fah­re, ist das was der Coach mir da gera­de anbie­tet. Gera­de das Rich­ti­ge oder nicht. Und das heißt, es ist total kom­plex zu beant­wor­ten. Aus mei­ner Sicht. Es gibt lei­der nicht so ein­fach Schwarz und Weiß, wie ich mir das wün­schen wür­de. Björn: Also in der idea­len Coach-Bezie­hung, Coach-Kli­ent-Bezie­hung hat der Kli­ent natür­lich das gro­ße Ver­trau­en zum Coach. Und geht schon davon aus, dass das, was der Coach damit ver­an­schal­tet, gera­de das Rich­ti­ge ist. Jan: Mm-hmm. Björn: Also des­we­gen wählt man ja auch etwas inva­si­ve­re Tools zum Bei­spiel, zu einem Zeit­punkt, wo die­se Bezie­hung schon gefes­tigt ist. Also jetzt viel­leicht nicht direkt in den ers­ten zehn Minu­ten. Jan: Mh. Mh. Das sei nicht mal, ich möch­te erst mal den Flock ein­schla­gen. Björn: Genau, man möch­te einen Vlog ein­schla­gen und eine hohe Abhän­gig­keit erzeu­gen. Nein, nein, aber die, die ich habe gera­de so gedacht, weil ich habe das Expe­ri­ment ja auch gemacht, dann habe ich dann ja so als Test­fra­ge mal ein­ge­ge­ben, ich kann mei­nen Ziel nicht errei­chen. Und da bekam ich dann ja sofort so all­ge­mein Plät­ze zurück, also was man alles für Metho­den haben kann, um ein Ziel zu errei­chen. Was jetzt per se ja auch nicht falsch war. Also da wur­den dann, wur­de von .. und die Rea­lis­ti­schen Mess­barn, also Smart Goals,… .. wur­den da im Prin­zip auf­ge­führt. Alles sehr vali­de. Aber, mei­ne Fra­ge, war­um kann ich mein Ziel nicht errei­chen,… .. wur­de ja im Prin­zip igno­riert. Ich habe nur ande­re Mög­lich­kei­ten, die ich ja auch hät­te zusam­men… .. suchen kön­nen im Inter­net über bekann­te Such­ma­schi­nen. Hät­te ich mir das ja auch zusam­men tra­gen kön­nen. Oder wenn ich jetzt eine der gän­gi­gen Such­ma­schi­nen ein­fach befra­ge,… .. wie kann ich mein Ziel errei­chen, wer­de ich auch Smart Goals… krie­gen. Aber für mich fehlt dann halt die mensch­li­che Kom­po­nen­te, näm­lich dass eine AI in Jan: Mm-hmm. Björn: der Lage ist, raus­zu­fin­den, war­um es bei mir nicht funk­tio­niert. War­um funk­tio­niert viel­leicht Smart Jan: Thank you. Thank you. Björn: Ghost bei mir nicht? War­um schei­te­re ich viel­leicht immer wie­der am glei­chen Punkt? War­um habe ich Jan: Hmm. Björn: viel­leicht grund­sätz­lich, die Test­fra­ge war ja, da ging es ja um mehr Geld, also da ging es ja, wie kann ich mein Ziel von mehr Gehalt errei­chen? Wo ist da die Blo­cka­de? Viel­leicht habe ich eine Blo­cka­de im Gespräch mit einem vor­ge­setzt. War­um ist das so? Also all die­se Jan: Mm. Björn: gan­zen per­sön­li­chen Din­ge, die wir ja durch unse­re Rea­li­täts­kon­struk­ti­on wahr­neh­men oder in einer per­sön­li­chen Rea­li­täts­kon­struk­ti­on wahr­neh­men, kann eine AI ja über­haupt nicht Jan: Hmm Björn: berück­sich­ti­gen in dem Kon­text. Zumin­dest noch nicht. Jan: Das Inter­es­san­te ist jetzt hier auch, fin­de ich, gera­de bei die­sen Tools. Wenn man kommt, viel­leicht schnell auf einer Ebe­ne, wo man denkt, da geht man jetzt nicht in die rich­ti­ge Rich­tung und die Fra­ge ist jetzt, wie nutzt man die­ses Tool wei­ter? Also inter­es­sant wäre jetzt auch, im nächs­ten Moment zu ant­wor­ten, dan­ke für die Defi­ni­ti­on von Zie­len. Aber mich inter­es­siert viel­mehr, war­um ich per­sön­lich das nicht schaf­fe. Und dar­aus könn­te sich auch noch was ent­wi­ckeln in dem Zusam­men­hang. Das heißt, also tat­säch­lich sieht man aber, es ist eine gewis­se Kom­pe­tenz da. oder eine Kom­pe­tenz not­wen­dig, dann auch zu wis­sen, was man eigent­lich möch­te. Und was wir hier sehen ist, wenn wir jetzt mal den rei­nen Coa­ching-Pro­zess uns anschau­en, wird hier abge­kürzt. Denn du stellst eine Fra­ge und du bekommst hier direkt eine Ant­wort, das sind die Punk­te, Björn: Mm-hmm. Jan: wie du es machen könn­test. Das sind eigent­lich Emp­feh­lun­gen. Das ist eine Bera­tung im Sin­ne von Bera­tung mit Rat­schlä­gen, aber nicht eigent­lich das Coa­ching im Sin­ne von wei­te­re Fra­gen stel­len, um da jemand hin­zu­brin­gen. Was inter­es­san­ter­wei­se bei dei­ner Fra­ge ja eigent­lich ursprüng­lich ein ande­res The­ma war, weil. der hast du erst gefragt, kannst du mich coa­chen? Und dann hast du ja die Ant­wort bekom­men, ist Coa­ching bewegt dahin, dass der Kli­ent oder der Coach eige­ne Lösun­gen fin­det. Und Björn: Mm-hmm. Jan: du hast in der nächs­ten Fra­ge näm­lich, wie funk­tio­niert das mit dem Gehalt eigent­lich genau eine Ant­wort bekom­men, statt dass du selbst einen Weg gefun­den hast oder dahin geführt wur­dest. Und das ist, glau­be ich, der Punkt. Das hat dann viel­leicht auch jetzt aktu­ell mit die­ser Aus­prä­gung von ChatGPD oder so was zu tun. Das könn­te ja trotz­dem sein, auch eine AI dahin pro­gram­miert, dass sie anders Fra­gen stellt. Das ist ein ChatGPT Coach gibt oder sowas, der qua­si anders trai­niert ist. Aber wir haben jetzt hier ehr­li­cher­wei­se mit die­sem spe­zi­el­len Tool nicht eine eier legen­de Woll­milch­sau, die alles per­fekt beherrscht, son­dern sie kann Din­ge wie­der­ge­ben, sie kann Fra­gen stel­len, aber sie ist nicht zwin­gend metho­disch kor­rekt oder kom­po­nent über die gan­ze zeit ich neh­me das auch noch­mal auf die­sen punkt ich habe auch die Björn: Hmm. Jan: fahr­ge­stell kann sie mich coa­chen ja kann ich bla bla bla was sind dei­ne zie­le und ich habe jetzt mal rein­ge­schrie­ben und soll­te mein chef zuhö­ren nein wir haben kein pro­blem mit­ein­an­der ich habe mal Björn: Ha ha ha! Jan: rein­ge­schrie­ben ich strei­te mich immer mit mei­nem chef wie kann ich das lösen und dann kommt eine ant­wort es tut mir leid zu hören dass du durch stän­dig mit einem chef streit ist hier sind eini­ge tips die dir hel­fen kön­nen die­se kon­flik­te zu lösen kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern ver­su­che die mit dei­nem Chef zu ver­bes­sern bla bla bla bla, nächs­te Punk­te. Also ihr kommt jetzt Björn: Hmm. Jan: in der auch wie­der fünf kon­kre­te Hin­wei­se, wie ich das machen kann, mit dem End­kom­men­tar. Ich hof­fe das hilft dir. Und das heißt also das was wir eigent­lich Björn: Mm-hmm. Jan: im Coa­ching haben, was ja oft­mals die Sache ist, füh­ren durch Fra­gen, durch so einen sol­chen Pro­zess. Das führt hier deut­lich abge­kürzt. Zwar kamen zunächst Fra­gen, was sind dei­ne Zie­le, was möch­test du denn errei­chen und so wei­ter und so fort, dann stel­le ich aber die Fra­ge und krie­ge eine Ant­wort. nicht dem, was wir nor­ma­ler­wei­se so als Coa­ching defi­nie­ren, näm­lich Fra­gen stel­len und über das Fra­gen stel­len anzu­re­gen, dass man eben zu eige­nen Lösun­gen kommt in die­sem Zusam­men­hang. Björn: Was glaubst du, wie vie­le Men­schen das mer­ken? Jan: Das ist der Punkt wie­der­um. Was ist dein Bedürf­nis? Also jetzt mal gera­de dei­ne Fra­ge. Irgend­wie, ich krie­ge, also du hat­test rein­ge­schrie­ben. Ich krie­ge irgend­wie mein Ziel gehal­ten, ich was kann ich machen? So und dann ist die Ant­wort setzt ihr irgend­wie smar­te­re Zie­le. Die Fra­ge ist, bist du damit zufrie­den oder stellst du dann wei­te­re Fra­gen? Björn: Mm-hmm. Jan: Das heißt also, die Fra­ge ist erst mal indi­vi­du­ell, wie ist der Umgang mit einem sol­chen Tool? Krie­ge ich irgend­was, wo ich sage, ach ja, da kann ich was mit anfan­gen. Da habe ich noch nie dar­an gedacht. Und dann mache ich das. Oder fra­ge ich auch selbst. nach. Aber was hier jetzt zum Bei­spiel fehlt, in die­sem Kurz­dia­log, den wir jetzt hier bei­de jeweils Björn: Thank you. Bye. Jan: hat­ten, ist auch irgend­wie eine Absi­che­rung der Ziel­er­rei­chung. Also im Sin­ne von, ich stel­le Björn: Hmm. Jan: eine Fra­ge, ich krie­ge eine Ant­wort und dann steht unten drun­ter, ich hof­fe, das hat dir gehol­fen. So, aber der Coach wür­de ja sagen, jetzt mal gemäß dem Fall, man käme hier in zwei Fra­gen hin und her dazu, dass man kon­kre­te Emp­feh­lun­gen geben könn­te, was nor­ma­ler­wei­se nicht der Fall ist, Björn: Ha ha ha. Jan: jetzt mal gemäß dem Fall, du wen­dest die­se Din­ge an, wür­dest du den­ken, dass dich das dein Ziel näher bringt? Oder sind wir heu­te hier dein Ziel näher gekom­men? Was sind die Din­ge, die dir jetzt hier dabei hel­fen? Was sind die nächs­ten Schrit­te, die du tun wür­dest auf Basis des­sen, was wir hier heu­te erar­bei­tet haben? Und das sind alles Din­ge, die halt eben Björn: Mm. Jan: die­sen Pro­zess auch absi­chern, die hier über­haupt gar nicht erfol­gen. Und die auch letz­ten Endes Björn: Hmm. Jan: hier mit min­des­tens qua­si eine Wirk­sam­keit in der Durch­füh­rung min­dern, wenn nicht auch tat­säch­lich eigent­lich die Aus­sa­ge ein biss­chen absur­dum füh­ren, dass man hier wirk­lich gekocht wird von einer sol­chen Maschi­ne, obwohl sie es behaup­tet zu begin­nen. Björn: Ja. Ich habe mich erin­nert, dass gera­de ein Phan­tal an das… Du kennst mich ja schon län­ger, du weißt, was ich für ein Pro­blem mit Gurus habe. Jan: Mm-hmm Björn: Also mich erin­nert das Phan­tal eigent­lich an die­sen… Jetzt gera­de so ein biss­chen ab… Wie sagt man ab? Aben­den, aben­den, dan­ke. Jan: Ebündün. Björn: Die­sen aba­ben­den Trend die­ser Gurus, die einem so ent­ge­gen­schla­gen und wo man immer wie­der gesagt kriegt. Ich sag dir jetzt genau, wie du dei­ne Zie­ge bist. erreicht sind. Ich sage dir jetzt genau wie du erfolg­reich wirst und dann kom­men dann immer so Jan: Mm. Hmm. Björn: eigent­lich immer die glei­chen 5, 6, 7, 8, 9, 10 Punk­te, die man ein­fach nur abar­bei­ten soll und Jan: Mm. Björn: dann wird man erfolg­reich oder attrak­ti­ver oder was weiß ich. Das erin­nert mich wahn­sin­nig dar­an, Jan: Mm. Mm-hmm. Björn: weil es scheint sich ja so zu ver­hal­ten, dass die­ses Tool, das wir jetzt da zumin­dest test­wei­se genom­men haben, nichts ande­res tut, als sich im Inter­net irgend­wie ein Wis­sen zusam­men zu suchen Jan: Thank you. Björn: die­ses Wis­sen als den glor­rei­chen Weg vor­zu­schla­gen. Jan: Mm-hmm. Björn: Und es könn­te ja nicht wei­ter davon ent­fernt sein, was wir bei­de per­sön­lich zumin­dest unter Coa­ching ver­ste­hen, als seriö­se Coa­ches. Wir haben ja nun, da sind wir uns ja sehr einig, die die­se, auch was das Selbst­ver­ständ­nis angeht, nicht die Mei­nung, wir wis­sen das, wir wis­sen, wie unse­re Kli­en­ten glück­lich wer­den, Jan: Mm-hmm. Björn: son­dern der Kli­ent weiß es sel­ber, er muss nur dahin geführt wer­den, er muss nur da sel­ber auf die Idee kom­men, was sei­nen Weg zum Glück ist und das macht die­se AI ja über­haupt nicht. Jan: Hmm. Björn: jetzt aber auch behaup­ten, dass wird sie so schnell nicht kön­nen. Egal wie viel sie ler­nen wird, egal wie schlau eine AI noch wird, da bedarf es ja eigent­lich etwas wirk­lich mensch­li­chem, näm­lich Empa­thie, wirk­li­ches Ein­füh­lungs­ver­mö­gen, wirk­li­ches Mit­schwin­gen kön­nen in sol­chen Gesprä­chen, Jan: Mm-hmm. Björn: Aus­ein­an­der­set­zun­gen, Nor­sen wahr­neh­men auf einer emo­tio­na­len und gefühls­ba­sis, glau­be ich so schnell nicht so schnell nicht errei­chen wird, weil wir reden ja bei AI von künst­li­cher Intel­li­genz und nicht von künst­li­cher Emo­ti­on. Jan: Hmm. Björn: Also ich wage zu bezwei­feln, dass da wirk­lich in abseh­ba­rer Zukunft man sich coaching.de auf­ruft und dann irgend­ei­ne künst­li­che Intel­li­genz mit ein­ge­schal­te­ter Kame­ra in der Lage ist, mich wirk­lich durch einen Pro­zess zu füh­ren. Das kann ich mir nicht vor­stel­len. Jan: Wenn ich ChatGPD fra­ge, ob ChatGPD empa­thisch ist, dann sagt man, wenn das Pro­gramm als Björn: Mm-hmm. Mm-hmm. Jan: KI hat es kein Bewusst­sein oder kei­ne Emo­ti­on. Man kann also doch nicht im eigent­li­chen Sin­ne empa­thisch sein, ist aber dar­auf pro­gram­miert, Men­schen ähn­lich zu ant­wor­ten, Sprach­mus­ter zu erken­nen und kann auch bei Bedarf dabei Björn: Thank you. Thank you. Jan: hel­fen, die eige­nen Emo­tio­nen bes­ser zu ver­ste­hen und Wege zu fin­den mit ihnen umzu­ge­hen. Björn: Hmm. Jan: Das sagt mir das Pro­gramm. Und wir kom­men hier tat­säch­lich genau in die­se Ethik­fra­ge aus mei­ner Sicht. Björn: Mm-hmm. Hmm. Jan: Denn ich bin bei dir, dass es zum aktu­el­len Stand noch weit davon ent­fernt ist, eine kom­plett mensch­li­che Qua­li­tät zu haben, also umfas­send. Aber gleich­zei­tig, wenn ich mit die­ser Maschi­ne umge­he, sagt sie mir, es sei so. Björn: Ja, ver­rückt. Jan: eine har­te Fähig­keit oder eine star­ke Fähig­keit jetzt von dem Nut­zer davor, das tat­säch­lich, also damit wirk­lich umzu­ge­hen kon­kret und das auch bewusst ein­zu­set­zen. Und wenn ich jetzt sage, Björn: Hmm. Hmm. Jan: eine gro­ße Kom­pe­tenz, dann jetzt spre­che ich mal ein ande­res The­ma an, dann wür­de ich zum Bei­spiel sagen, die­ses, also ChatGPT ist ja zum Bei­spiel ein Tool, das wird von super vie­len auch Schü­lern ein­ge­setzt, von Kin­dern, von Jugend­li­chen. Und hier wer­den Fra­gen unter Umstän­den gestellt eine Kom­pe­tenz hier ant­wor­ten zu kön­nen. Aber es ist von kei­ner Instanz in irgend­ei­ner Art und Wei­se geprüft, ob das auch nur annä­hernd in weder Qua­li­täts­ge­si­chert ist oder ob das ver­ant­wor­tungs­voll ist. Das heißt, genau­so vie­le Chan­cen wie das bie­tet, bie­tet es auch aus mei­ner Sicht eine gro­ße Gefahr, Björn: Mm. Jan: dass näm­lich ein­fach hier Din­ge pas­sie­ren, die einen Ein­fluss dann wie­der­um auf mensch­li­che Wesen haben. Björn: Yeah. Jan: Also wir alle wis­sen, unser Gehirn, gera­de von Kin­dern und Jugend­li­chen, das ist präg­sam, Das kann geprägt wer­den. Also immer die­ses Bild von der Wachs­plat­te, wo man irgend­wo Ein­drü­cke tat­säch­lich dann Björn: Hmm. Jan: hat und auch im Anschluss sieht. Und auch hier kann es sein, dass es Din­ge gibt, die einen gera­de als jun­gen Men­schen irgend­wie bewe­gen, umtrei­ben und stellt man hier eine Fra­ge, kriegt eine Ant­wort und sagt, das wird wohl die Wahr­heit sein. Weil mir die Maschi­ne sug­ge­riert ist. Björn: Mm. Jan: Das kann natür­lich auch star­ke nega­ti­ve Effek­te haben. Posi­ti­ve, weni­ger nega­ti­ve Effek­te. Und das führt mir eigent­lich zum nächs­ten Punkt, dass die­se For­men von Tech­no­lo­gie augen­schein­lich Björn: Hmm. Jan: dass wir uns ganz anders bil­den müs­sen. Wir müs­sen eine ganz ande­re Kom­pe­tenz auf­bau­en, als Men­schen mit künst­li­cher Intel­lenz umzu­ge­hen. Also die Chan­cen, wie Gefah­ren zu begrei­fen Björn: Mm. Jan: und damit bewusst umzu­ge­hen. Eigent­lich müs­sen wir das in der Schu­le schon ler­nen. Aktu­ell gibt es ja wohl auch schon ers­te Semi­na­re auch für Leh­rer, wie die damit umge­hen kön­nen, wie die das den Schü­lern zei­gen kön­nen usw. Aber um damit tat­säch­lich bewusst umzu­ge­hen. Björn: Ja, ich glau­be, es muss regu­liert wer­den auch in einer bestimm­ten Form, dass so ein Tool dekla­rie­ren muss, was es kann und was es nicht kann und wo mensch­li­cher Auf­sicht noch unbe­dingt not­wen­dig ist. Jan: Hmm. Björn: Also als Bei­spiel, wenn man jetzt Auto­no­mie nimmt, Auto­pi­lot im Flug­zeug zum Bei­spiel, da gibt es ja, ich weiß jetzt die genau­en Bezeich­nung nicht, aber ich weiß, dass es ver­schie­de­ne Auto­no­mie Level gibt. Jan: Mm-hmm. Björn: Und ich fah­re ein Auto, was vom Poten­zi­al her alles mit­bringt. fah­ren kann, aber nie­mals unüber­wacht, zumin­dest zum jet­zi­gen Zeit­punkt nicht. Das ist irgend­wann Jan: Mm-hmm. Björn: in der Fer­ne, dass das mal irgend­wann so ein Auto unüber­wacht allei­ne fah­ren kön­nen Jan: Mm-hmm. Björn: soll. Aber im Moment ist das Ziel eigent­lich, der Ent­wick­lung ja noch das auto­no­me Fah­ren mit Über­wa­chung. Das wird aber von Geset­zes­we­gen auch genau­so dekla­riert. Da steht dann auch Jan: Hmm. Mm-hmm. Björn: immer ein Dis­krä­mer. Sie sind ver­ant­wort­lich, Sie müs­sen auf­pas­sen. das Tol­le und gleich­zei­tig schlim­mer im Inter­net ist, da gibt es sol­che Schil­der nicht, noch nicht. Und ich glau­be tat­säch­lich, dass sowas wie Chat GPT, wenn es Jan: Mm. Björn: nicht rich­tig ver­stan­den wird, genau wie Dr. Goog­le, wenn man krank ist und man fängt es an zu goo­geln, ist man sowie­so mit einem Bein im Sarg, Jan: Mm-hmm. Björn: dann ist das gefähr­lich. Ich glau­be, hier muss auch ein ganz gro­ßes Jan: Mm-hmm. Björn: Umden­ken in der Gesell­schaft eigent­lich oder nicht kein Umden­ken, aber eine eine Aus­ein­an­der­set­zung in der Gesell­schaft mit statt­fin­den. Für was nut­zen wir denn die­se Intel­li­genz nun in Zukunft? Für was wol­len wir sie nut­zen? Ich fin­de es super, wenn ich mir da Jan: Mm-hmm. Mm-hmm. Björn: über so ein Tool eine Web­sei­te zusam­men­fas­sen las­sen kann. Wenn ein ehe­ma­li­ger Text ist und ich habe kei­ne Zeit, nicht dann so eine Tool­fra­ge, kannst du mir das kurz zusam­men­fas­sen? Und ich krie­ge eine Zusam­men­fas­sung inner­halb von Sekun­den mit den wich­tigs­ten Punk­ten. Das ist mega, Jan: Hmm. Björn: das ist wirk­lich toll. Aber alles, wo es dar­um geht, auch Erfah­rung Jan: Mm-hmm. Björn: eines Men­schen, mensch­li­che Emo­tio­nen, die das Ein­füh­lungs­ver­mö­gen eines Men­schen Trost, Ver­ständ­nis zu zei­gen, ist mei­ner Mei­nung nach künst­li­cher Intel­li­genz Jan: Hmm. Björn: völ­lig fehl am Platz und wird es auch noch län­ger blei­ben, weil wie gesagt, wir spre­chen von künst­li­cher Intel­li­genz und nicht von künst­li­cher emo­tio­na­ler Intel­li­genz. Jan: Ja, das wür­de ich somit unter­schrei­ben und ich glau­be, das geführ­ten es auch eigent­lich ziem­lich zu dem Punkt in Sum­me, dass wir hier, also dass jedes Werk­zeug eigent­lich ein Zweck hat. Björn: Thank you. Bye. Jan: So und viel­leicht hat die­ses Werk­zeug den Zweck Tex­te zu gene­rie­ren und sag ich mal in bestimm­ten Din­gen genutzt zu wer­den. Aber die­ser Zweck, der ist viel­leicht noch nicht klar defi­niert. Und so lan­ge das nicht der Fall ist, ist es glau­be ich wich­tig, im Umgang mit sol­chen Din­gen für sich selbst auch fest­zu­stel­len und Erfah­run­gen zu sam­meln. Was sind die Gren­zen inner­halb, der ich ein Werk­zeug nut­zen möch­te? Ins­be­son­de­re wenn es ein so ver­meint­lich mäch­ti­ges Werk­zeug ist, wie ein Sprach­ge­nera­tor mit künst­li­cher Intel­li­genz. Und wir kom­men glau­be ich dahin, es kann ein Men­schen nicht erset­zen und wir soll­ten da auch vor­sich­tig sein in die­sem Zusam­men­hang. Nichts­des­to­trotz kann man natür­lich freu­dig, expe­ri­men­tie­rend, spie­le­risch damit umge­hen und sei­ne Erfah­rung machen, den­ke ich. Aber soll­te sich immer bewusst sein, dass da auf der ande­ren Sei­te zumin­dest zum aktu­el­len Zeit­punkt noch nichts sich befin­det, was eine tat­säch­li­che mensch­li­che und emo­tio­na­le Intel­li­genz hat. Björn: sei Dank. Ein schö­nes Schluss­wort, wie ich fin­de. Ich dan­ke dir für die­sen span­nen­den Aus­tausch. Wir hof­fen natür­lich, es hat unse­ren Hör­nern und euch damit auch Freu­de gemacht. Wir inter­es­sie­ren uns natür­lich für eure Erfah­run­gen, eure Gedan­ken dazu. Das ist ein sehr span­nen­des und teil­wei­se auch kon­tro­ver­ses The­ma. Wenn ihr uns dazu was mit­tei­len wollt, könnt ihr das in die Kom­men­tar Funk­ti­on machen oder uns auch direkt anschrei­ben über die in der Beschrei­bung ver­link­ten Web­sites. Wir bedan­ken uns fürs Zuhö­ren. Wir sagen bis zum nächs­ten Mal. Macht’s gut, bis dann. Jan: und auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** ChatGPT, Coaching, Google Bard, Podcast --- ### [Urlaub ohne schlechtes Gewissen – auch als Selbständiger](https://bobach-coaching.de/urlaub-ohne-schlechtes-gewissen-auch-als-selbstaendiger/) **Published:** April 15, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Urlaub ohne schlech­tes Gewis­sen machen kön­nen – davon träu­men viel mehr Men­schen als man glaubt. Ich habe selbst erlebt, wie der Schritt in die Selb­stän­dig­keit mit dem Erwa­chen alter Glau­bens­sät­ze ein­her­ging, die es mir schwer mach­ten, im Urlaub rich­tig ent­span­nen zu kön­nen. Bei [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") Kli­en­ten begeg­ne ich die­sem The­ma sehr häu­fig – also Zeit für eine Pod­cast-Fol­ge zu die­sem The­ma! In die­ser Fol­ge betrach­te ich - wie ein schlech­tes Gewis­sen wegen frei­er Tage ent­ste­hen kann - wie ich per­sön­lich mei­ne [Glau­bens­sät­ze](https://bobach-coaching.de/fehler-akzeptieren-lernen/ "Fehler akzeptieren lernen") zu die­sem The­ma über­ar­bei­tet habe - wie man es schaf­fen kann durch [Selbst­für­sor­ge](https://bobach-coaching.de/podcast-selbstfuersorge/ "Coach&Coach: Selbstfürsorge") ent­spannt in den Urlaub zu fah­ren ????️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu Klar­sicht, dem Pod­cast rund um per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung und Coa­ching. Mein Name ist Björn. Ich freue mich sehr, dass ihr dabei seid, egal ob zum ers­ten Mal oder Wie­der­ho­lungs­tä­ter. Schön, dass ihr hier seid. Direkt ein klei­ner Hin­weis in eige­ner Sache. Wenn euch die­se Fol­ge oder eine ande­re Fol­ge mei­nes Pod­casts gefällt, freue ich mich natür­lich über Bewer­tun­gen und Kom­men­ta­re. Das tut dem Pod­cast auch ins­ge­samt gut. Also wenn ihr regel­mä­ßig dabei seid, gebt euch einen Ruck und gebt mir viel­leicht ein paar Stern­chen. mich drü­ber. So, und jetzt geht’s los heu­te. Mich treibt näm­lich etwas um. Ich fah­re in den Urlaub und was mich umtreibt, ist eine Erin­ne­rung, die ich habe, dass mir das mal nicht so leicht gefal­len ist, vor ein paar Jah­ren in Urlaub zu fah­ren. Und des­we­gen ist das The­ma Urlaub ohne schlech­tes Gewis­sen und in Klam­mern auch für Selbst­stän­di­ge. War­um treibt mich die­ses The­ma schlech­tes Gewis­sen machen kön­nen. Ich habe das ja schon erzählt, ich habe mal pro­fes­sio­nell Musik gemacht, ich habe an der Oper gesun­gen und da gab es eigent­lich nur ein Fens­ter für Urlaub, näm­lich im Som­mer sechs Wochen am Stück in der Spiel­zeit­pau­se. Und ich bin da unglaub­lich gern in den Urlaub gefah­ren, das hat­te man dann nach so einer lan­gen Zeit auf der Büh­ne auch wirk­lich nötig. Ich war men­tal und phy­sisch dann immer total am Limit und muss­te ganz drin­gend abschal­ten war ich zwei, min­des­tens zwei, manch­mal auch drei Wochen am Stück weg, weit weg. Und das hat mir unglaub­lich gut getan. Ich hat­te also kein schlech­tes Gewis­sen, dabei Urlaub zu machen, obwohl es in mei­ner Fami­lie damals schon Stim­men gab, vor allem von mei­nem Groß­va­ter und mei­nem Vater, die mitt­ler­wei­le bei­de ver­stor­ben sind, wie schon wie­der Urlaub machen, war­um muss denn das sein, war­um musst du denn schon wie­der ins Aus­land, man kann doch auch in Deutsch­land toll Urlaub machen, Muss das wirk­lich sein? Und das habe ich ein­fach igno­rie­ren kön­nen, weil ich den Urlaub so unglaub­lich nötig hat­te. Und das mei­ne ein­zi­ge Chan­ce war, wirk­lich abschal­ten zu kön­nen und Abstand auch vom Thea­ter­all­tag zu haben, weit weg zu sein und nichts tun zu müs­sen und mein eige­ner Herr zu sein. Ja, das war frü­her. Und dann gab es einen ganz gro­ßen Bruch mit Ein­tritt mei­ner Selbst­stän­dig­keit. Also ich habe nach dem Thea­ter­all­tag ja auch in ver­schie­de­nen Fir­men gear­bei­tet. Zuletzt ja auch mal bei einem gro­ßen ame­ri­ka­ni­schen Elek­tronik­her­stel­ler. Und auch da habe ich sol­che Sprü­che dann aus der Fami­lie meis­tens gekriegt. Aber das war mir egal. Da hat­te ich mich eigent­lich dran gewöhnt. Und dann kam mei­ne Selbst­stän­dig­keit. Und da hat­te ich dann plötz­lich Panik vor mei­nem ers­ten Urlaub. bezie­hungs­wei­se von mei­ner ers­ten Rei­se, bei der ich dann auch nicht mehr im Land war. Also mei­ne Panik war dann vor allem dar­auf bezo­gen, dass ich dann ja kein Ein­kom­men hat­te in der Zeit. Ja, über sowas macht man sich viel­leicht im Vor­feld gar nicht so viel Gedan­ken, wenn man sich so auf die Selbst­stän­dig­keit freut und dar­auf freut, sein eige­ner Chef zu sein. Ja, wenn ich nicht allei­ne arbei­te, wenn ich ein Solo-Selbst­stän­di­ger bin und da nicht arbei­te, kann ich auch kei­ne Rech­nung schrei­ben. Das war mir dann völ­lig ent­fal­len damals, da muss ich jetzt schon weil das eigent­lich völ­lig unty­pisch für mich ist. Und das Gan­ze ja auch eher ein pla­ne­ri­sches The­ma ist. Man muss es schlicht­weg ein­kal­ku­lie­ren und sich dar­über im Kla­ren sein. Und dann ist die­se Panik nicht mehr da. Aber ich hat­te auch ein schlech­tes Gewis­sen ganz plötz­lich. Und da hat sich ein Schat­ten aus mei­ner Kind­heit unglaub­lich breit gemacht. Näm­lich genau das, was mei­nen Groß­va­ter oder mei­nen Vater mir dann so an Sprü­chen gedrückt haben, als ich jung war und in Urlaub woh­ne, und muss das wirk­lich sein? Und da waren Glau­bens­sät­ze in mir auf ein­mal ganz aktiv, näm­lich Urlaub ist was für Fau­le, nur fau­le Men­schen machen häu­fig Urlaub. Wer Urlaub macht, ist nicht erfolg­reich. Sol­che absur­den, für mich zumin­dest absur­den Glau­bens­sät­ze spuk­ten auf ein­mal in mei­nem Kopf rum und natür­lich Urlaub habe ich nicht ver­dient. Und das war bei oft ver­mit­telt wur­de, dass ich ja kei­nen rich­ti­gen Job habe. Also da neh­me ich jetzt mal zum Bei­spiel mei­nen Vater, das war ein Geschäfts­mann, der hat eine Fir­ma gehabt, war da Geschäfts­füh­rer und das war für ihn auch die ein­zig rich­ti­ge Arbeit, da rum­zu­trick­sen und zu machen und Ver­trieb und so was. Und das, was ich da gemacht habe, war, glau­be ich, da immer so ein Hob­by in des­sen Augen. Und ich nicht ver­dient, hat sich da irgend­wie ein­ge­brannt. Und das hat mich dann sehr viel Arbeit gekos­tet, mich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen und mir das auch zu gön­nen, wirk­lich in Urlaub zu fah­ren. Das hat also etwas mit Selbst­für­sor­ge zu tun, mit Selbst­lie­be zu tun, dass man sich das gönnt und natür­lich auch, dass man sich dar­über ganz ratio­nal zunächst mal klar­macht, dass natür­lich faul sind, Urlaub machen dür­fen. Nun hat es mich so ver­folgt, dass mich das in mei­ner Coa­ching-Tätig­keit natür­lich, dass mir das natür­lich in mei­ner Coa­ching-Tätig­keit auch wie­der begeg­net. Also in mei­ner Umge­bung und auch bei Kli­en­ten begeg­ne ich dem recht häu­fig, dass ich Men­schen vor mir sit­zen habe, die sagen, wenn ich in den Urlaub fah­re, habe ich eigent­lich per­ma­nent ein schlech­tes Gewis­sen. Das sind natür­lich zum einen The­men der Glau­bens­sät­ze, also genau­so wie es bei mir sel­ber war, wo man dann genau­er hin­schau­en muss, was sind denn das eigent­lich für Glau­bens­sät­ze und wo kom­men die her, wo haben die ihren Ursprung und kann man die ent­kräf­ten und kann man viel­leicht neue Glau­bens­sät­ze auf­bau­en. Das ist durch­aus mög­lich, braucht ein biss­chen Zeit und ein biss­chen Mut manch­mal auch, aber da kann man wirk­lich toll dran arbei­ten. Aber es gibt da noch den ande­ren Aspekt und das ist Kon­trol­le. Gera­de Selbst­stän­di­ge mit ein paar Mit­ar­bei­tern sit­zen mir oft gegen­über und sagen dann ja, aber wenn ich das nicht mache, macht es kei­ner anstän­dig. Dann wird es nicht rich­tig erle­digt. Und wenn man dann genau­er nach­fragt, stellt man auch fest, das ist nicht nur dann so, wenn die­se Leu­te in den Urlaub fah­ren wol­len, son­dern auch im All­tag. Also da wird dann jeder Hand­griff von irgend­ei­nem Mit­ar­bei­ter noch­mal kon­trol­liert und so rich­tig und denkt, wenn ich es nicht sel­ber mache, wird es nicht rich­tig gemacht. Und wenn ich es nicht kon­trol­lie­re, dann wird es falsch gemacht. Das wird oft als Arro­ganz miss­ver­stan­den vom direk­ten Umfeld, weil das natür­lich so die­se Schwin­gung hat. Ich kann es am bes­ten, aber das ist gar nicht, was dahin­ter steckt. Es ist eigent­lich ein Zei­chen von einer gro­ßen Unsi­cher­heit und vor allem ein Zei­chen, dass man mit Feh­lern nicht gut umge­hen kann. Also wenn ihr so seid, wenn ihr jetzt euch da jetzt selbst wie­der­erkennt, dass es euch schwer­fällt, los­zu­las­sen und auch ande­re arbei­ten zu las­sen, fragt euch viel­leicht als aller­ers­tes, was ist mit Feh­lern? Wie gehe ich mit Feh­lern um? Was habe ich für ein Ver­hält­nis dazu? Habe ich ein gesun­des Ver­hält­nis zu Feh­lern bei mir? In der Regel ist das nicht so. Oder auch Feh­lern bei ande­ren. Und das kann man wun­der­bar bear­bei­ten. Also Feh­ler akzep­tie­ren eine Pod­cast-Fol­ge zu gemacht. Ihr könnt ja in die Ver­gan­gen­heit hier rein­schau­en, in den Pod­cast­stream, da soll­tet ihr das fin­den. Dann ist es ein The­ma des Ver­trau­en­kö­nens. War­um kann man viel­leicht nicht ver­trau­en? Was hat man da für einen Glau­bens­satz auch gelernt, was die Leis­tung oder die Ver­trau­ens­wür­dig­keit ande­rer angeht? Und grund­sätz­lich kann man natür­lich auch da wie­der genau­so wie bei mir beim The­ma nicht dele­gie­ren kön­nen, fra­gen, sind das Ver­glau­bens­sät­ze im Hin­ter­grund und wo haben die ihren Ursprung? Das Schö­ne ist, wenn man hier ein biss­chen Zeit inves­tiert und ein biss­chen Geduld mit sich sel­ber hat, ein biss­chen Selbst­lie­be prak­ti­ziert, kann man dann nach eini­ger Zeit wirk­lich anders in den Urlaub fah­ren. Dar­an erin­ne­re ich mich noch sehr, sehr gut, weil ich dann irgend­wann gemerkt habe, dass ich im Urlaub noch ent­spann­ter war als tat­säch­lich noch als Ange­stell­ter. Weil ich ja nun wuss­te, was ich zu leis­ten habe, wenn ich zurück­kom­me, weil da kei­ne lau­ern konn­ten und ich konn­te dann auch ganz gut ein gewis­ses Gewis­sens den Auto­re­spon­der anschal­ten und mei­ne E‑Mails igno­rie­ren zwei drei Wochen lang und der Urlaub hat sich dann gleich dop­pelt und drei­fach gelohnt, weil ich viel viel mehr abschal­ten konn­te und mit einem ganz guten Gefühl zurück kam, weil da konn­te ja auch nie­mand ande­res mir irgend­was auf den Tisch gelegt haben, von dem ich nichts wuss­te. Das gilt natür­lich nur dann, wenn man solo selbst­stän­dig ist, kön­nen. Aber ihr wer­det mer­ken, wenn ihr das ein biss­chen übt, wer­det ihr viel ent­spann­ter in den Urlaub kön­nen, egal ob als Selbst­stän­di­ger oder als Ange­stell­ter. Ja, mich wür­de natür­lich inter­es­sie­ren, was ihr dafür Erfah­run­gen habt, wie das bei euch so ist, was ihr im Urlaub für Gedan­ken habt oder vor allem auch vor dem Urlaub für Gedan­ken habt. Nutzt dafür ger­ne die Kom­men­tar­funk­tio­nen unter dem Pod­cast oder schreibt mir direkt. Der ein­fachs­te Weg ist über das Ich freue mich über euer Feed­back und wie gesagt, wenn ihr mir ein paar Stern­chen schen­ken wollt, freue ich mich umso mehr. Ich sage bis nach mei­nem Urlaub ganz ohne schlech­tes Gewis­sen, lasst euch gut gehen und bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast, Selbständige, Urlaub --- ### [Außenseiter im Team verhindern](https://bobach-coaching.de/aussenseiter-im-team/) **Published:** Mai 5, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wie ent­ste­hen Außen­sei­ter im [Team](https://bobach-coaching.de/kommunikation-im-team-verbessern/ "Kommunikation im Team verbessern")? Eigent­lich muss man sich die­se Fra­ge anders stel­len: Wer ent­schei­det über­haupt, ob es Außen­sei­ter gibt und wie wird das defi­niert? Wie kann man durch Coa­ching im Team ver­hin­dern, dass es zu Außen­sei­tern kommt? Jeder, der schon ein­mal mit ver­schie­de­nen Teams zu tun hat­te, wird immer wie­der auf einen ver­meint­li­chen Außen­sei­ter getrof­fen sein, der ent­we­der nicht ins Team gelas­sen wird – oder der viel­leicht sel­ber gar nicht Teil des Teams sein möch­te. In die­ser [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/ "Coach&Coach Podcast") Fol­ge beschäf­ti­gen wir uns damit - wie man Aus­sen­sei­ter im team defi­nie­ren und iden­ti­fi­zie­ren kann - wel­che sys­te­mi­schen Zusam­men­hän­ge zu Aus­sen­sei­tern füh­ren - wie man [mit dem Team arbei­ten kann](https://bobach-coaching.de/team-workshops/ "Team Workshops"), um Außen­sei­ter­rol­len zu ver­mei­den Wir freu­en uns über posi­ti­ve Bewer­tun­gen und Kom­men­ta­re zu unse­rem Pod­cast. Auch The­men­wün­sche könnt ihr ger­ne in den Kom­men­ta­ren los­wer­den. Kon­tak­tiert uns ger­ne auch direkt für Anmer­kun­gen oder Fra­gen! [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach dem Coa­ching-Cut-Pod­cast mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke, den ich sehe, ihr aber nicht. Hal­lo Jan! Jan: Hal­lo Björn! Björn: Hal­lo, heu­te beschäf­ti­gen wir uns nach mei­nem Wunsch mit dem The­ma Außen­sei­te in einem Team. Wie coacht man den und wie coacht man die drum her­um, also das übri­ge Team? Ich bin jetzt bald 50 Jah­re alt. Davon habe ich, poch, seit ich 16 bin, habe ich gear­bei­tet, also sagen wir mal 34 Jah­re lang, immer mal wie­der gear­bei­tet. Ich bin zur Schu­le gegan­gen. Ich war Teil von meh­re­ren Teams. Freun­des­krei­se und ich kann nach die­ser gan­zen Zeit glau­be ich fel­sen­fest sagen in jedem Team, in dem ich war, in jeder Grup­pe von Men­schen, die ich war, gab es immer irgend­wie einen, der eher die Außen­sei­ter­rol­le hat­te. Ist dir das auch so gegan­gen, Jan? Oder bin ich da ein Ein­zel­fall? Jan: Da hat­te ich ja, was sage ich mir, die Fra­ge noch nie gestellt. Also ich sage mal, es gibt Kon­stel­la­tio­nen, wo ver­meint­li­che Außen­sei­ter mit dabei sind. Aus­bringt uns ja gleich zur nächs­ten Fra­ge. Wer defi­niert denn eigent­lich, wer ein Außen­sei­ter, eine Außen­sei­te­rin ist oder nicht? Björn: Super­fra­ge, Jan. Das ist wirk­lich eine Super­fra­ge. Also was defi­nier­ten Außen­sei­ter? Hast du da schon Jan: Ja, also das war jetzt erst­mal eine Fra­ge, die ich in den Raum gesteilt habe und ich freue mich, wenn wir dar­über spre­chen. Björn: eine Ant­wort drauf oder hast du mich gefragt? Jan: Und tat­säch­lich wäre jetzt mei­ne Ein­schät­zung. Erst­mal ist es nicht tri­vi­al zu beant­wor­ten. Es gibt eigent­lich unter­schied­li­che Sicht­wei­sen. Also ich habe jetzt ein Sys­tem von Men­schen. Sag mal, das sind fünf Men­schen. Björn: Thank you. Thank you. Jan: Und ver­meint­lich ist da eine Außen­sei­ter­per­son mit dabei. Da gibt es ja die Mög­lich­keit, dass ent­we­der die vier ande­ren die­se eine Per­son als Außen­sei­ter emp­fin­den, dass irgend­wie auch kom­mu­ni­zie­ren, aus­strah­len wie auch immer und dass dann auch die­se Außen­sei­ter­per­son dann zu spü­ren bekommt. oder auch nicht, das geflis­sent­lich nicht wahr­nimmt. Oder die ande­re Mög­lich­keit ist, dass viel­leicht eine Per­son sich nicht zuge­hö­rig fühlt zu einer Grup­pe. Und die Grup­pe, das aber ent­we­der nicht merkt oder merkt auf­grund der jewei­li­gen Reak­ti­on. Das heißt, es hat ja immer etwas mit indi­vi­du­el­lem Emp­fin­den zu tun von Ein­zel­per­so­nen. Und irgend­wie muss es Merk­ma­le geben, die die eine Grup­pe ver­eint und sozu­sa­gen eine ein­zel­ne Per­son, ande­re Per­son, Hopp­la. Dann im Grun­de genom­men von aber zumin­dest eigent­lich der Mehr­heit abgren­zen oder abgren­zen. Björn: Hmm. Ja, stimmt. Es sei denn, es ist halt so rum, dass der ver­meint­li­che Außen­sei­ter das wirk­lich in sei­ner Rea­li­tät nur so wahr­nimmt und die anüb­ri­gen in die­sem mensch­li­chen Sys­tem, in die­ser Grup­pe, wenn man sie fragt, sagen wir so. Nee, ist doch alles gut. Jan: Die Fra­ge ist dann ja trotz­dem, was gilt? Es gilt ja immer die jewei­li­ge indi­vi­du­el­le Feld­wahr­neh­mung. Das heißt, wenn wir das mal auf den Coa­ching-Kon­text bezie­hen, dann kann ja sein, dass die Grup­pe sagt, ist doch alles gut, aber wenn jetzt irgend­wie eine Ein­zel­per­son da ist, die sagt, ich füh­le mich hier aber als Außen­sei­ter, dann wäre das ja eigent­lich der Coa­ching-Ansatz. Also sagen wir, wir neh­men jetzt mal an, die Ant­wort der Grup­pe ist auf­rich­tig. Björn: Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Jan: natür­lich sind wir nicht zu der Per­son, aber eigent­lich sind sie es gar nicht, son­dern neh­men wir an, das ist objek­tiv, Björn: Hmm. Hmm. Jan: nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen ist das auf­rich­tig, aber die eine Per­son fühlt sich so, dann wäre doch tat­säch­lich genau das der Ansatz zu sagen, wie kommt es, dass du dich so fühlst, dass du Außen­sei­ter bist. Was zeigt dir das oder wie was nimmst du wahr, dass du für dich fest­stellst, also zu dem Urteil kommst du bist oder zu der Wahr­neh­mung kommst du bist Außen­sei­ter in die­ser Grup­pe. Björn: Ja, hier sind wir ja schon qua­si einen Schritt wei­ter. Das war jetzt schon ein ganz kon­kre­ten Coa­ching-Ansatz für eine sehr spe­zi­fi­sche Situa­ti­on haben, Jan: Yeah. Hmm. Björn: wo die Außen­sei­ter­rol­le eigent­lich gar nicht erfüllt wird. Also wo es so ist, dass die­ses Gefühl oder die­ser Außen­sei­ter, die­se Außen­sei­ter­po­si­ti­on vor allem in der Wahr­neh­mung und in der Emp­fin­dung des Ein­zel­nen besteht. Jan: Mm-hmm. Björn: Ich fin­de, wir soll­ten noch­mal ganz kurz einen Schritt zurück­ge­hen und uns mal ganz kurz anschau­en, über­haupt für Sze­na­ri­en, wo so etwas pas­sie­ren kann. Also wo kann jemand zum Außen­sei­ter wer­den? Jan: Mm-hmm. Björn: Und da fin­de ich, muss man zwei ver­schie­de­ne… also erst mal das eine ist, es ist eine Wahr­neh­mens­sa­che, da ist die Rea­li­tät. Das muss man jetzt erst mal unter­schei­den. Wenn es eine Jan: Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Björn: Wahr­neh­mens­sa­che des Ein­zel­nen ist, wäre das, was du jetzt beschrie­ben hast, ja schon eigent­lich der rich­ti­ge Ansatz. Da muss man sich auch mit der Grup­pe erst mal nicht beschäf­ti­gen, wenn sie Jan: Mm-hmm. Björn: auf­rich­tig geant­wor­tet haben, wie du gesagt hast. Wenn es aber wirk­lich so ist, dass da jemand außen Jan: Hmm. Björn: vor­steht. Man könn­te jetzt sagen, man kann das unter­schei­den in Situa­tio­nen, die er selbst ver­schul­det oder die er fremd ver­schul­det hat. Ganz grob. Siehst du das so? Jan: Mhm. Kannst du das noch­mal wie­der­ho­len? Da habe ich jetzt nicht ganz vol­len kön­nen. Björn: Also wenn die Außen­sei­ter­rol­le von dem­je­ni­gen tat­säch­lich Rea­li­tät ist, also wenn es jetzt Jan: Also wenn es von allen in der Grup­pe so wahr­ge­nom­men wird, dann wird man so, ja. Björn: kei­ne per­sön­li­che Wahr­neh­mungs­sa­che ist, ja, genau, wenn es von allen in der Grup­pe so wahr­ge­nom­men und auch bestä­tigt wird, könn­te man sagen, ein Ansatz wäre jetzt erst­mal zu eru­ie­ren, wie ist es dazu gekom­men? Ist das etwas, was der­je­ni­ge selbst ver­ur­sacht hat? Ist es eine Jan: Mm-hmm. Mm-hmm. Björn: ver­schul­de­te Außen­sei­ter­rol­le oder ist es eine Fremd­ver­schul­de­te? Also ist das eher von der Grup­pe aus­ge­gan­gen, dass jemand da außen vor­ge­las­sen wur­de? Das fin­de ich grund­sätz­lich erst mal eine wich­ti­ge Jan: Hmm. Björn: Klas­si­fi­zie­rung um zu ver­ste­hen, wie kann man da über­haupt Coa­ching vom Coa­ching her anset­zen? Jan: Also tat­säch­lich ist es eine Mög­lich­keit der Betrach­tung. Wenn wir zu die­sem zir­ku­lä­ren Ansatz wäh­len und sagen, jede Reak­ti­on führt zu einer Gegen­re­ak­ti­on oder für zu einer wei­te­ren Reak­ti­on dar­aus, ergibt sich dann alles, dann fällt es natür­lich unter Umstän­den schwer zu sagen, wer hat es jetzt ver­ur­sacht. Also viel­leicht kön­nen wir das mal an einem Bei­spiel ver­deut­li­chen. passt, dann kriegst ger­ne dazwi­schen. Aber neh­men wir jetzt mal, es gibt ein Arbeits­team und da kommt jetzt jemand Neu­es mit dazu. Man braucht der Chef, die Che­fin hat beschlos­sen, Björn: Mm-hmm. Jan: wir brau­chen eigent­lich mehr Kapa­zi­tät, wir brau­chen einen zusätz­li­chen Mit­ar­bei­te­rin­nen, zusätz­li­chen Mit­ar­bei­ter und die­se Per­son kommt jetzt mit dazu. Und da gibt es qua­si bis­her ein ein­ge­spül­tes Team. Das heißt, per See hast du ja schon mal eine ande­re Geschich­te. Du hast näm­lich nicht irgend­wie die­se gemein­sa­men Jah­re, die du schon zusam­men­ar­bei­test viel­leicht in die­sem Team und in die­ser Fir­ma, son­dern du kommst jetzt neu dazu. Bist jetzt des­halb Außen­sei­ter oder nicht oder wie ent­wi­ckelt sich dann die­se gan­ze Situa­ti­on und das zeigt sich eigent­lich schon Man kann das also wenn wir auch von Sys­te­men spre­chen Man hat qua­si Din­ge wo neu­es Ele­ment oder neu­es Objekt in ein Sys­tem mit dazu kommt Jetzt hier die­ses Team Sys­tem wo jetzt ein neu­er Mit­ar­bei­ter mit dazu kommt aber eigent­lich ist es ja qua­si immer Gibt es immer eine Geschich­te davor es gibt ja nichts was qua­si aus dem nichts in der Regel ent­steht und das heißt Björn: Hmm. Jan: Hier hast du eigent­lich von Anfang an ein tren­nen­des Ele­ment, näm­lich einen tren­nen­den Fak­tor, das ist näm­lich die gemein­sa­me Geschich­te, wer es ist, da kommt jetzt jemand neu, der gehört bis­her noch nicht mehr zur Grup­pe und jetzt die Fra­ge wird, wird die­se Per­son in die Grup­pe inte­griert? Oder kann sie sich in die Grup­pe inte­grie­ren? Oder bleibt sie qua­si außer­halb? Und wenn sie ein­mal in der Grup­pe drin ist, was führt dann gege­be­nen­falls dazu, dass sich jemand wie­der sepa­riert von der Grup­pe? Und das ist aus mei­ner Sicht viel schich­tig. Denn eigent­lich gibt es dann, wenn man das jetzt mal so betrach­tet, gibt es unter Obstän­den gar nicht die Fra­ge, ist das eigen oder fremd ver­ur­sacht? Außer es gibt jetzt ganz kla­re Fäl­le von Grenz­über­schrei­tun­gen. Also neh­men wir mal ein Bei­spiel, da gibt es irgend­wie eine Mei­nungs­ver­schie­den­heit und einer steht auf und gibt dem ande­ren Back­pfei­fe. Björn: Mm. Jan: Wenn wir sagen, wenn man dar­über zum Außen­sei­ter wird, dann kann man davor sehen, dass die­se Reak­ti­on so ist, ne? In ers­ter Linie. Björn: Hmm. Jan: viel sub­ti­ler ab. Und gera­de wenn es so sub­til ist und es nicht die­se kla­re Zuwei­sung geht, dann ist es ein dyna­mi­scher Pro­zess, der sich irgend­wie ent­wi­ckelt über lan­ge Zeit. Und dann stellt sich tat­säch­lich die Fra­ge, kann man das eine ohne das ande­re betrach­ten? Björn: Wenn man sys­te­misch betrach­tet, ist es ja auch tat­säch­lich so, dass jeder, der neu in einem Grup­pe kommt, erst mal außen sei­ter ist, sowie­so, weil er ja kei­ner­lei Bezie­hun­gen zu irgend­wem in die­ser… Also es sei denn, es ist weiß jemand dabei, den man schon vor­her kann­te oder so, aber wenn man es jetzt mal ganz kli­nisch sich anschaut, ist das ja sowie­so Jan: Mm-hmm. Björn: so, dass das der Start­punkt ist und dass das irgend­wann sich aber ändert. Ich fin­de hier in dem Zusam­men­hang übri­gens das Bild des Mobi­lees ganz schön, dass wenn Jan: Mm-hmm. Björn: bes­ser vor­stell­bar, wenn man sich ein Sys­tem von Men­schen wie ein Mobi­lee vor­stellt, das fein aus­ta­riert ist, also lan­ge expe­ri­men­tiert, alles ein biss­chen so ver­scho­ben, dass alles im Gleich­ge­wicht ist, in der in der rich­ti­gen Höhen­an­ord­nung, Abstän­de zuein­an­der und das schwebt so ganz wun­der­bar har­mo­nisch vor sich hin und dann kommt jemand und hängt einen neu­en Haken da rein und alles gerät in Auf­uhr. Das ist ja im Prin­zip das, wovon wir spre­chen und das Jan: Mm-hmm. Björn: um sich wie­der aus­zu­ba­lan­cie­ren und viel­leicht auch manch­mal ein biss­chen nach Jus­tie­rung. Und dann die­se Außen­sei­ter­rol­le am Anfang nor­mal, soll­te sich dann irgend­wann erle­digt haben und jetzt gibt es Fak­to­ren, die dafür sor­gen kön­nen, dass das nicht pas­siert, also dass die­se Unru­he im Sys­tem ent­we­der nicht ver­schwin­det oder dass jemand so weit vom Schuss ist, dass er kei­nen Kon­takt mehr zu den ande­ren hat. Und da hast du Recht, da kann man sagen, es muss nicht selbst ver­schul­det Jan: Mm-hmm. Björn: ein­fach eine nor­ma­le sys­te­mi­sche Reak­ti­on sein. Es kann ein­fach auch sein, dass es da die­se Sys­te­me funk­tio­nie­ren nach bestimm­ten Geset­zen, dass es da eine Kom­bi­na­ti­on gibt, die ein­fach nicht funk­tio­nie­ren kann, könn­te auch mög­lich sein. Aber wie geht man da von Coa­ching her an? Eine Jan: Mm. Björn: Fra­ge, die ich ganz wesent­lich fin­de, ist, wenn jemand zu uns kommt als Coa­ches und sagt, wo auch immer. Oder jemand anders kommt und sagt, ich habe da einen Außen­sei­ter in mei­ner Grup­pe, zum Bei­spiel eine Füh­rungs­kraft, sagt ich habe da einen Außen­sei­ter im Team und ich krie­ge den nicht inte­griert. Macht es Sinn, eine ein­zel­ne Per­son zu coa­ching? Macht es Sinn, den Außen­sei­ter für sich zu neh­men? Müss­te man nicht mit allen ande­ren auch spre­chen? Oder macht es Sinn, jemand von den ande­ren zu coa­ching, wenn da aber jemand anders eigent­lich außen vor ist? Ich habe dann eine Mei­nung zu, mich wür­de dei­ne inter­es­sie­ren. Jan: Das ist natür­lich char­mant, zu sagen man hat eine Mei­nung und for­dert erst mal die ande­re Björn: Ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha Jan: her­aus, aber ich sage mei­ne Mei­nung dazu auch ger­ne. Grund­sätz­lich gibt es ja die­se alte Weis­heit, nur spre­chen den Men­schen kann gehol­fen wer­den. Björn: Hmm. Jan: Und prin­zi­pi­ell bin ich der Mei­nung, wenn man die Mög­lich­keit hat, mit meh­re­ren Sei­ten zu spre­chen und auch meh­re­re Sei­ten zu einem Coa­ching-Pro­zess zu beglei­ten, dann wäre das sinn­voll. ande­re. Denn es schafft qua­si auch als Coach und Bera­ter. Ein Bera­ter ist ja auch eine Form von Bera­ter, wenn auch ohne Rat­schlag, aber zumin­dest die Mög­lich­keit erst­mal ein grö­ße­res Gesamt des, an meh­re­re Per­spek­ti­ven zu erfah­ren. Weil das ver­su­chen wir ja auch im Ein­zel­coa­ching eigent­lich über Per­spek­tiv­wech­sel, Fra­ge­stel­lun­gen auch zu erfah­ren, was glaubt denn jetzt unser von ande­ren Per­so­nen, die mit betei­ligt sind, sein kön­nen. Das heißt, das hilft grund­sätz­lich aus mei­ner Sicht. Das wäre jetzt die, die wünscht dir was Sei­te, aber jetzt kom­men wir qua­si zur, so ist es Sei­te, näm­lich das, was uns im Leben tat­säch­lich begeg­net. Und dann gibt es ja eigent­lich die Kon­stel­la­ti­on NW da, haben wir einen Co-Tee, der stellt selbst fest, ich bin Außen­sei­ter, ich möch­te dar­an etwas ändern und der kommt dann direkt auf uns zu oder geht zu sei­nem ger­ne ein Coa­ching und dann kom­men die auf uns zu, dann fas­sen wir uns wahr­schein­lich erst mal mit der Ein­zel­per­son oder die Situa­ti­on kommt auf, dass ein Team sagt, das funk­tio­niert hier nicht, wir müs­sen dar­an arbei­ten und die Per­son ist Außen­sei­ter, will nicht mit uns zusam­men­ar­bei­ten oder alle stel­len zusam­men fest, wir wol­len das ger­ne tun, dann wäre das der Arbeits­auf­trag oder Chef oder wie auch immer oder Fami­li­en­op­er­hoft sagt, hier ist was zu klä­ren, küm­mert euch mal ent­we­der um Grup­pe oder Ein­zel­per­son oder alle zusam­men. Das ist ja wie­der­um der Punkt. Björn: Mm. Jan: unab­hän­gig von dem, was jetzt irgend­wie metho­disch am bes­ten wäre, müs­sen wir immer mit dem arbei­ten, was gera­de in der indi­vi­du­el­len Situa­ti­on uns da ange­bo­ten wird. Und ich glau­be, für jede Kon­stel­la­ti­on gibt es trotz­dem Mit­tel und Wege, um wirk­sam zu wer­den. Die set­zen Björn: Hmm. Jan: aller­dings immer wie­der letz­ten Endes beim Indi­vi­du­um an. Und dann kön­nen wir nicht die ande­ren ver­än­dern. Auch unser Co-Tee, unse­re Kli­en­tin, unse­re Kli­en­tin kann nicht die ande­ren ver­än­dern, son­dern kann immer qua­si das eige­ne Ver­hal­ten ver­än­dern und damit Björn: Hmm. Jan: gegen­über her­vor­ru­fen. Björn: Deckt sich sehr mit mei­nem Bild davon. Also die… Jan: Da hab ich noch Glück gehabt. Björn: Genau, weil ich ja sonst so unglaub­lich urtei­lend hier unter­wegs bin, wenn du nicht mei­ne Mei­nung hast. Nein, nein, nein. Nee, aber deckt sich sehr mit mei­nem Bild. Auch da bedie­ne ich immer ger­ne das Bild des Mobi­lis. Also ich erle­be das oft, dass Leu­te im Coa­ching zu mir sagen, ich habe ein Pro­blem mit Fami­lie, Kol­le­gen, wie auch immer. Was soll es denn brin­gen, wenn Sie mit denen nicht reden kön­nen? Also wenn ich jetzt nur mit Ihnen rede, was bringt es denn, wenn die jetzt nicht hier sit­zen? Und dann kom­me ich auch ger­ne mit dem Bild des Mobi­lees und mache dann deut­lich, wenn Sie ein Jan: Mm-hmm. Björn: Teil in die­sem Mobi­lee sind und wenn Sie Ihre Posi­ti­on in dem Mobi­lee ver­än­dern, Ihr Gewicht ver­än­dern oder sich an eine ande­re Stel­le viel­leicht sogar hän­gen, pas­siert ja mit dem Mobi­lee trotz­dem etwas, auch wenn wir die ande­ren Din­ge gar nicht ange­fasst haben. Das Gerät in Auf­ruhr, Jan: Hmm. Björn: sich hin und her und alles sucht im Prin­zip nach einem neu­en ruhi­gen Punkt, wo es zur Ruhe kom­men kann. Jan: Mm-hmm. Björn: Und das ist halt der ent­schei­den­de Punkt. Wenn man sys­te­misch denkt, dann wis­sen wir ja auch, wenn ich das eine Indi­vi­du­um ver­än­der, also wenn der eine etwas ver­än­dert an sei­ner Reak­ti­on, wie du es eben schön auch geschil­dert hast und an sei­nem Ver­hal­ten, an sei­nem Anders­denkt mit nahe­zu unend­lich, dann pas­siert auf der Gegen­sei­te und im gesam­ten Sys­tem ja auch etwas. Des­we­gen ist es ja auch, wenn man zum Bei­spiel Füh­rungs­ver­ant­wor­tung hat oder Per­so­na­ler ist und man stellt jeman­den Neu­en ein und der­je­ni­ge fängt an, ist es ja schon, es ist ja gar nicht zu ver­hin­dern, dass etwas pas­siert. Man kann ja gar nicht ver­hin­dern, dass es einen Auf­ruhr gibt, Jan: Mm-hmm. Björn: sys­te­mi­schen Auf­ruhr, ich sage nicht Auf­stand, aber das etwas in Bewe­gung gerät. Jan: Hmm. Björn: dass etwas aus dem Fugen gerät, auch wenn es nur ein biss­chen ist, dass etwas aus sei­ner Ord­nung gerät, weil da ein neu­er Fak­tor, weil sich etwas ver­än­dert, genau. Und mit die­sem Bewusst­sein Jan: sich ver­än­dert. Björn: allei­ne nimmt man ja neue Team­kol­le­gen schon ganz anders auf, aber auch für den Ein­zel­nen, Jan: Mm-hmm. Björn: ob es jetzt der Außen­sei­ter ist oder der das beob­ach­tet, dem das nicht gefällt, ist es ja auch beru­hi­gend zu wis­sen, hier wenn ich an mir arbei­te, bewegt sich um mich her­um auch etwas. Von ganz Jan: Mm-hmm. Björn: muss gar nichts tun. Ich muss gar nicht ver­su­chen, die ande­ren zu mis­sio­nie­ren und zu über­zeu­gen oder zu kon­trol­lie­ren gar, zu befor­men. Allein dadurch, dass ich mich ver­än­der und ich etwas an mei­ner Jan: Hmm? Hmm. Björn: Den­ke ver­än­der und mei­ner Sicht viel­leicht etwas anders wird, wird sich her­um auto­ma­tisch etwas bewe­gen. Des­we­gen ist mei­ne Ant­wort dar­auf, ja, das macht sehr wohl Sinn, nur eine Sei­te, wenn man es coa­chen, weil sich das Gesamt­sys­tem immer mit bewegt. Jan: Ja, jetzt kommt mir aber auch so noch ein ande­rer Gedan­ke in dem Zusam­men­hang. Und das ist die Fra­ge, in wie­fern… ver­steht man sich denn über­haupt als Außen­sei­ter? Also die Sache ist ja, hier ist jetzt die Fra­ge, was bringt das denn über­haupt, wenn wir jetzt hier spre­chen? Hat das einen Ein­fluss auf das gesam­te Sys­tem? Ich möch­te da was ändern oder wie auch immer. Aber der nächs­te Punkt ist ja, was macht eigent­lich für unse­ren Kli­en­ten die Situa­ti­on aus? Oder das Urteil fest, dass man Außen­sei­ter ist? Wie kommt man zu die­ser Beur­tei­lung? Und könnt ihr nicht schon eine Ver­än­de­rung der Wahr­neh­mung dazu füh­ren, dass man eigent­lich kein Außen­sei­ter ist, in Rol­le, Posi­ti­on in einem Team hat die viel­leicht ein ande­res als von ande­ren. Also in den letz­ten Endes ist ja nie­mand gleich und jeder ist ja indi­vi­du­ell und hat sei­ne ganz ganz eige­ne Rol­le, Posi­ti­on in einem Team, in einer Fami­lie, in einem Sys­tem. Das heißt also, ein Punkt ist ja auch über­haupt erst mal die Fest­stel­lung, dass so wie ich bin, dass da irgend­wie was unter Umstän­den nicht rich­tig ist, also mit mir oder mit die­ser Grup­pe. was mei­ne Wunsch­vor­stel­lung ist, wie etwas eigent­lich sein müss­te, damit es rich­tig oder gut ist. Ich könn­te auch sagen, ich habe hier mei­ne Ruhe. Also, hier gibt es nie­man­den Bei­spiel, es gibt auch Team­kon­stel­la­tio­nen, da gibt es Leu­te, die sind über­haupt nicht inte­griert in dem Sin­ne, die machen ein­fach so ihr Ding. Björn: Thank you. Jan: Und die sind damit kom­plett zufrie­den. Björn: Thank you. Jan: Von Außen­be­tracht, wür­de ich jemand sagen, das ist ein Außen­sei­ter. Außen­sei­ter­po­si­ti­on. Das ist alles super. Wir ver­ste­hen uns alle. Die­se Per­son ist ganz Björn: Hmm. Jan: ganz anders als sie meis­ten hier, aber trägt ihren Teil bei oder hat halt ein­fach ihre natür­li­che Berech­ti­gung und so wei­ter und das ist in Ord­nung. Das heißt also eigent­lich immer erst Björn: Mm. Jan: dann, wenn aus der Wahr­neh­mung der eige­nen Posi­ti­on oder der Wahr­neh­mung einer Posi­ti­on einer ande­ren Per­son das Gefühl hat, so soll­te das nicht sein, son­dern das müss­te anders sein, dann ent­steht eigent­lich erst die­ser Kon­flikt, der aber ent­we­der beho­ben wer­den kann, indem wir Inter­ak­tio­nen, Posi­tio­nie­run­gen, das Ver­hält­nis ver­än­dern zwi­schen den betei­lig­ten Per­so­nen oder indem wir an unse­rer Wahr­neh­mung arbei­ten. Björn: Das ist natür­lich, was du da sagst, sehr, sehr wich­tig, weil das ist natür­lich das, was dem Per­for­mant über­haupt in irgend­ei­ner Wei­se darf, anfängt Din­ge zu hin­ter­fra­gen, dass man den Coa­ches in irgend­ei­ne Rich­tung bringt, wo er anfängt, Din­ge zu ver­än­dern. Muss man natür­lich in der Rekon­struk­ti­ons­pha­se einer Coa­ching­sit­zung, also in die­ser Pha­se, wo wir als Coa­ches ver­ste­hen, wie die Situa­ti­on über­haupt ist, ist es natür­lich ganz wich­tig zu ergrün­den, ist das etwas, was der Kochi Ver­zei­hung so wahr­nimmt auf­grund sei­ner Glau­bens­sät­ze, auf­grund sei­ner Erwar­tungs­hal­tung, Jan: Mm. Björn: viel­leicht auf­grund von Erfah­rungs­wer­ten, die er hat. Oder ist das viel­leicht etwas, was in dem Moment, wo man da schon mit den rich­ti­gen Fra­gen das Gan­ze viel­leicht mal aus dem ande­ren Licht beleuch­tet, sich für den Kochi sofort auf­löst. Es kann in der Rekon­struk­ti­ons­pha­se mit einer Jan: Hmm. Björn: Fra­ge, das habe ich sogar schon mal erlebt, ich muss da gera­de, weil du es erzählst, ger­ne den­ken, sein, dass man dann dem Moment beim Coa­chie schon rich­tig sieht, dass er sich völ­lig nas­se­te in dem Moment. Das ist ja eigent­lich total in Ord­nung, was da gera­de ist, weil es Jan: Hmm. Björn: beschwert sich ja gar kei­ner. Ich habe nur eine ande­re Erwar­tungs­hal­tung gehabt, weil ich es bis jetzt immer anders erlebt habe. Also von daher ist das eine ganz wich­ti­ge Geschich­te dabei. Jan: Hmm Björn: Erge­be ich dir total recht. Jan: Mm-hmm. Tja, da sehen wir, dass tat­säch­lich die Situa­ti­on, wie so häu­fig, nicht abso­lut ein­deu­tig ist, son­dern ganz indi­vi­du­ell ist, aber was wir vor allen Din­gen fest­ge­stellt haben, ist unab­hän­gig davon, ob eine Grup­pe jeman­den als Außen­sei­ter, Außen­sei­te­rin emp­fin­det oder eine Per­son sich selbst als Außen­sei­ter oder Außen­sei­te­rin emp­fin­det. Und unab­hän­gig davon, ob mit allen hier gear­bei­tet wird oder nur mit einer Ein­zel­per­son Es immer Ansatz­punk­te gibt, hier wirk­sam zu wer­den und zu arbei­ten, ent­we­der an der Gesamt­si­tua­ti­on, an der Bezie­hung oder auch an der eige­nen Wahr­neh­mung. Und ich glau­be, das kön­nen wir auch mal so zusam­men­fas­send und ermu­ti­gend ermun­ternd mit­ge­ben, wenn es sol­che Situa­tio­nen gibt. Dann gibt es immer Mög­lich­kei­ten hier etwas zu tun, auch etwas zu ver­bes­sern, am per­sön­li­chen Emp­fin­den der Gesamt­si­tua­ti­on. Ob ihr das jetzt macht, indem ihr Coa­ching in Anspruch nehmt, aus­tauscht mit Freun­den, mit ande­ren Ver­trau­ens­per­so­nen, das über­legt oder obliegt euch, aber es gibt qua­si immer die­se Mög­lich­keit hier tätig zu wer­den, auch wirk­sam zu wer­den und dafür wol­len wir euch ermu­ti­gen, da auch euer Glück in die Hand zu neh­men, das zu machen. Und wir freu­en uns auf jeden Fall auch über eure Erfah­run­gen, wenn ihr uns die mit uns tei­len möch­tet, uns zukom­men lasst und freu­en uns auch auf eure Fra­gen und freu­en uns ins­be­son­de­re bis zum nächs­ten Mal wie­der zu hören. Bis dahin ver­ab­schie­den wir uns. Ich sage auf Wie­der­hö­ren. Björn: Bis bald, ciao. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Außenseiter, Coaching, Podcast, Systemisches Coaching, Team --- ### [Berufswahl Coaching für Jugendliche - Interview mit Annette Testrut](https://bobach-coaching.de/berufswahl-coaching-fuer-jugendliche-interview-mit-annette-testrut/) **Published:** Mai 13, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Jugend­li­che (aber nicht nur!) haben immer häu­fi­ger Schwie­rig­kei­ten, sich für einen Beruf zu ent­schei­den. Oft aus Angst vor fal­schen Ent­schei­dun­gen, oft aus Angst vor Miss­erfol­gen, die durch eine schein­bar per­fek­te Social-Media-Welt noch ver­stärkt wird. In die­ser Fol­ge ist es mir eine Ehre, [Annet­te Test­rut](https://www.annette-testrut.de) zu inter­view­en. Annet­te ist Exper­tin für Berufs­wahl Coa­ching und hat sich dar­auf spe­zia­li­siert, Men­schen auf der Suche nach einer beruf­li­chen Ori­en­tie­rung zu beglei­ten. In die­sem Gespräch beschäf­ti­gen wir uns damit, - war­um es gera­de Jugend­li­chen immer schwe­rer fällt, eine beruf­li­che Lauf­bahn ein­zu­schla­gen - wie es zu häu­fi­gen Abbrü­chen und Neu­starts in den ers­ten Berufs­jah­ren kommt - war­um Annet­te Test­rut sich für die­ses sehr spe­zi­el­le [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/was-coaching-fuer-sie-tun-kann/ "Was Coaching für Sie tun kann") Feld ent­schie­den hat - wie Annet­te genau vor­geht und auf was es beim Berufs­wahl Coa­ching ankommt Wir hat­ten bei der Auf­nah­me ein paar Ton­pro­ble­me und bit­ten die Qua­li­täts­schwan­kun­gen in die­ser Fol­ge zu ent­schul­di­gen. Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Kon­tak­da­ten Annet­te Test­rut: Web­site: https://www.annette-testrut.de Mail: coach@annette-testrut.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit Björn Bob­ach in einem neu­en For­mat heu­te. Denn ich habe die gro­ße Ehre, einen Gast zu haben, dem ich ein paar span­nen­de Fra­gen stel­len kann. Und zwar geht es um das The­ma Berufs­wahl und Berufs­we­ge. Und mir gegen­über vir­tu­ell zumin­dest sitzt die Annet­te Test­rut, die sich Berufs­wahl, Coach und Berufs­we­ge Coach nen­nen kann. Und ich sage erst mal Hal­lo Annet­te, schön, dass du da bist. Annet­te Ja. Björn Woher ken­nen wir uns, Annet­te? Magst du ganz kurz erzäh­len, wie sich unse­re Wege gekreuzt haben? Annet­te Ja, unse­re Wege haben sich über Coa­ching Aus­bil­dung gekreuzt, The Spi­rit, mehr­stu­fi­ge Pro­gram­me. Und ja, über ein inten­si­ves Jahr haben wir in der Coa­chingaus­bil­dung zusam­men ver­bracht. Mit vie­len Übun­gen und auch viel Fee­ling bewur­zel­ten uns. Wir hat­ten sie schät­zen gelernt. Annet­te Und. Annet­te Ja, so sind wir geblie­ben. Auch beim Aus­tausch über unse­ren nächs­ten beruf­li­chen. Annet­te Ja. Björn Und das ist eine sehr inten­si­ve Zeit gewe­sen, auch wenn da manch­mal Mona­te dazwi­schen lagen oder Wochen zwi­schen unse­ren Übungs­grup­pen. Man kommt sich ja dann schon rela­tiv nah, wenn man sehr viel über sich erfährt. Weil wir uns ja auch gegen­sei­tig gecoacht haben. Und des­we­gen freue ich mich total, dass du heu­te mit mir die­ses die­se Fol­ge auf­nimmst. Und ich fin­de das The­ma, dass du dir auch so sehr bzw. die Nische, die du dir aus­ge­sucht hast, auch unheim­lich wich­tig und unheim­lich span­nend. Berufs­wah­lund Berufs­we­ge. Erklär mir doch mal bit­te, wie du dar­auf gekom­men bist und was der Unter­schied ist. Annet­te Ja, ähm, ja. Annet­te Wir haben die rela­tiv rea­lis­ti­sche Coa­chingaus­bil­dung gemacht mit allen Facet­ten, die dazu gehö­ren. Und ich habe vor­her auch schon zehn Jah­re Job­coa­ching im Bereich gear­bei­tet und auch da Füh­rungs­kräf­te beglei­tet, immer aus­ge­bil­det, auch mit jun­gen Leu­ten zu tun gehabt. Und ich glau­be, das Coa­ching hat an vie­len, vie­len Men­schen gut tut und spe­zi­ell auch jugend­lich. Das wäre das The­ma Berufs­wahl Coa­ching. Also das ist ein ganz gro­ßer Part von All­tag, bis ich mich an Schü­ler und Absol­ven­ten zie­he. Abitu­ri­en­ten, die ihm vor die­ser gro­ßen Ent­schei­dung ste­hen. Was soll denn nach der Schul­zeit kom­men? Und in die­sem wich­ti­gen Pro­zess plei­te ist? Und das Berufs­coa­ching? Na ja, das kommt immer dann zum Tra­gen, wenn irgend­wo in der beruf­li­chen Lauf­bahn, das haben wir bei­de auch schon erlebt, dass Umbrü­che sind, war­um auch immer. Was kön­nen gesund­heit­li­che Grün­de sein? Das kön­nen Kun­den im Fami­li­en­le­ben sein, das kön­nen Wer­te­ver­än­de­run­gen sein. Alle mög­li­chen Din­ge, die ein­fach zu dem Punkt füh­ren zu sagen okay, es gibt hier einen Job, aber irgend­was passt nicht mehr so rich­tig. Und was kann ich jetzt den was sind ja Kom­pe­ten­zen mit­brin­ge und Per­sön­lich­kei­ten dar­aus stel­len. Annet­te Aber das ist auch ein Bereich, den ich beglei­te. Björn Wenn wir uns dar­über unter­hal­ten haben, in der Ver­gan­gen­heit auch schon, habe ich immer gemerkt, dass da ein rich­ti­ges Feu­er in dir brennt. Das scheint ja etwas zu sein, was dir sehr wich­tig ist und was dir sehr auch nah am Herz ist. Also geht an eine gro­ße Beru­fung, was ja dann auch wie­der passt. Kannst du uns erzäh­len, war­um das so ist? Was moti­viert dich da so? Annet­te Da haben. Annet­te Ja, wenn ich jetzt spe­zi­ell auf die jun­gen Men­schen erst mal und viel­leicht auch auf die Absol­ven­ten. Aber dazu muss ich sagen, ich habe selbst zwei Kin­der. Das eine ist gera­de im Abitur, das ande­re vor zwei Jah­ren Abitur gemacht. Aber die Schul­zeit ist sehr, sehr eng getak­tet. Die Schü­ler, ich sage mal sehr gefühlt durch und haben auch für die AfD zumin­dest wenig Zeit gehabt, links und rechts zu gucken. Wenig Mög­lich­kei­ten erfah­ren, zusam­men fri­sche Erfah­rung. Und ich habe gese­hen, dass bei vie­len da eine gro­ße, gro­ße Ver­un­si­che­rung da ist, das erst­mal ein Punkt zu sein. Ja, für sich eine Ent­schei­dung tref­fen zu müs­sen. Und da auch ganz vie­le Ängs­te ent­ste­hen und Druck, ent­steht Ver­un­si­che­rung. Und ich fin­de, das ist ein­fach eine ganz tol­le, ein Punkt an die­ser Stel­le anzu­set­zen, um wirk­lich auf die jun­gen Men­schen zu stär­ken. Also erst mal zu gucken, was sind die über­haupt für Res­sour­cen, für Kom­pe­tenz da? Das weiß ich über­haupt gar nicht. Die sind also schon Noten­sys­tem ver­an­kert. Mathe ist das nicht. Annet­te Aber mit Blick auf sich selbst als Per­son haben die wenigs­ten bis­her getan. Das fin­de ich vor dem Ein­stieg ist ein­fach ein so wich­ti­ger Schritt. Weil die­se Ent­schei­dung soll­te nicht nur von Noten oder Emp­feh­lung oder Fami­li­en­ge­schich­ten geprägt sein, son­dern die soll­te ein­fach die­ser Per­son ent­spre­chen. Und ich glau­be, das ist ein­fach urban. Ein­fach ganz toll, wenn man erst mal weiß, wer bin ich und dann auch die nächs­ten Schrit­te geht. Das gibt die Chan­ce, wirk­lich auch ich sage mal, sei­nen Traum­be­ruf zu fin­den. Oder sein Beruf ist super. Annet­te Hm. Björn Eigent­lich nur ent­spannt. Eine span­nen­de, ent­spann­te, span­nen­de Ent­wick­lung. Weil wenn man sich das so anschaut, ist es ja eigent­lich so, dass die Ent­wick­lung in der Erzie­hung zumin­dest ich habe kei­ne Kin­der, aber ich habe es beob­ach­tet. Im Freun­des­kreis kann es natür­lich auch ein biss­chen damit ver­glei­chen, wie ich groß gewor­den bin, eigent­lich in die Rich­tung gegan­gen ist. Ent­de­cke dich sel­ber. Also frü­her, als ich jung war, hat man Abitur gemacht. Wenn man auf dem Gym­na­si­um war, dann Zivil­dienst und dann hat man stu­diert und dann hat man sei­nen Job gehabt. Und mei­ne Gene­ra­ti­on ist auch noch die, die eigent­lich dann 30 Jah­re, 40 Jah­re im glei­chen Job geblie­ben ist oder bleibt und den dann halt auch bis zur Ren­te machen soll­te. Also das war so das, wie ich es kann­te. Ich habe in der Zeit gera­ten, wo Leu­te ja die Kin­der, ja die Jugend­li­chen ja eigent­lich alle frei oder viel mehr Frei­hei­ten haben, sich zu ent­de­cken. Also der Zivil­dienst bei den Män­nern ist dem sozia­len Jahr gewi­chen, dass auch Frau­en machen kön­nen. Björn Ich ken­ne unheim­lich vie­le, die ihre Kin­der auf eine Ent­de­ckungs­rei­se schi­cken. Die fah­ren dann irgend­wie ein Jahr nach Thai­land mit dem Ruck­sack oder sol­che Sachen. Gleich­zei­tig aber beob­ach­te ich auch, dass das, was du gera­de schil­derst, näm­lich die­ser Blick nach innen auf sich selbst, ganz oft eigent­lich nicht statt­ge­fun­den hat. Wor­an liegt das? Was ist der Grund, war­um Jugend­li­che so viel weni­ger Ori­en­tie­rung haben? Annet­te Also da sind zwei Punk­te ange­spro­chen. Der eine Punkt, dass Aspek­te im zivi­len Gewis­sen die­se Din­ge. Also erst mal gibt es viel viel viel mehr Mög­lich­kei­ten. Also bedingt über 20.000 ver­schie­de­ne Stu­di­en der 19.000 Aus­bil­dungs aner­kann­ter Aus­bil­der. Plus Work and Tra­vel, How­dy, FSJ, Work and Tra­vel und was weiß ich. Also das heißt was hät­te der Mög­lich­kei­ten ist und war ich groß und immer zu behal­ten ist auch sehr sehr schwer. Das ist ein­fach auch Über­for­de­rung anhand der Viel­zahl der Mög­lich­kei­ten, die vor­han­den sind. Annet­te Er. Annet­te Jeder fügt hin­zu Öko­no­misch gibt es vie­le Mög­lich­kei­ten, sich aus­zu­pro­bie­ren. Aber es sind natür­lich oft auch geführ­te, gelei­te­te Din­ge im Ver­ein, in der Schu­le, in der Cojek­ten. Wie gesagt, die Schu­le, ich den­ke, kann es auch nicht leis­ten, schaut natür­lich. Annet­te Auf. Annet­te Ande­re Din­ge. Annet­te Sind. Annet­te Viel­leicht uns und die Eltern mögen man­ches Mal rufen, viel­leicht auch hab oder da auch hin­ter Pup­pen kön­nen aber das ist auch nicht über dem wir Part­ner in dem Moment. Weil sie natür­lich gefühlt auch immer die Erwar­tungs­hal­tung der Eltern. Und das kann ich auch aus eige­ner Erfah­rung bestä­ti­gen. Das ist, man kann sie gar nicht kom­plett zurück­neh­men als Eltern­teil, also auch wenn man ver­sucht, sich aus­zu­neh­men. Dazu kennt man die Kin­der auch. Das ist, dass sie auch schon ein biss­chen was in der Fami­lie auch gewünscht ist. Das heißt, da ist auch irgend­wo ein gewis­ser Druck. Und wie gesagt, die­ses Bezah­lun­gen fäl­len ist was das Kin­der sich. Rela­tiv wenig. Da ist noch viel, viel gesteu­ert und. Ja abge­stimmt. Das ist gleich. Mit den Medi­en usw. zusam­men. Aber die­ses Etwas aber ken­nen sie eigent­lich so nicht. Jetzt sol­len sie die ers­te Ent­schei­dung tref­fen, die so wich­tig er ist und im Kopf ist ja auch gel­ten. Um Got­tes Wil­len, das ist ent­schei­dend für mei­ne Aus­sa­ge, dass es eine ers­te Ent­schei­dung auf dem Weg ins Berufs. Annet­te Das ist ja eine von vie­len und das auch zu ver­mit­teln. Das nimmt schon mal auch vie­le Ängs­te, weil vie­le den­ken, Gott ist, wenn ich jetzt etwas falsch mache, da sage ich, dann gibt es immer wie­der ganz vie­le Mög­lich­kei­ten, auch im Weg noch mal neu zu fin­den oder anders zu gehen. Oder auch ein Stu­di­um, was viel­leicht im ers­ten Moment nicht pas­send erschei­nen kann, mit einer Kom­bi­na­ti­on aus einem ande­ren Aus­bil­dung oder Stu­di­um wie­der ein ganz neu­es Bild ergibt. Also das heißt, die Wege sind offen und die sind auch nicht im Feld und. Das muss man ein­fach auch noch mal ver­mit­teln, dass man sagt, das Leben wird gera­de für die Gene­ra­ti­on jetzt noch so ging ja. Erbrin­gen, die wir jetzt auch noch nicht abse­hen kön­nen. Ich glau­be, die wich­tigs­te Eigen­schaft, damit eine der wich­tigs­ten ist auch die­se Fle­xi­bi­li­tät und die­ses, sich auf die­se geän­der­ten Situa­tio­nen ein­stel­len zu kön­nen. Und manch­mal ist es eher so eine Art Schock­star­re, die da ist. Das Mot­to Bevor ich ich fal­sche Zei­len schrei­be ich gar nicht. Das hilft natür­lich auch nicht wei­ter. Annet­te Sobald aber hier Muti­ge auch immer erst mal los­zu­ge­hen, auch in dem Pro­zess, ent­steht, da ganz viel Aus­pro­bie­ren, Prak­ti­ka machen, mit Leu­ten umge­hen. Die Erfah­rung also, nicht in die­ser Stadt zu fah­ren. Björn Jetzt hast du eben die Medi­en erwähnt. Eines mei­ner Hast The­men sind ja immer Social Media. Ja, ich kann mir auch gut vor­stel­len, dass für so jun­ge Men­schen, die mit Insta­gram und Co. groß wer­den oder Ticktack ist ja jetzt gera­de so total auf dem Vor­marsch, auch bei uns. Die wer­den da ja mit einer schein­ba­ren Per­fek­ti­on und einem schein­bar immer erfolg­reich kon­fron­tiert, was natür­lich kei­ne gute Ori­en­tie­rung bil­det. Also wenn man dann nicht viel­leicht vom Eltern­haus mit­be­kom­men hat, dass es okay ist, meh­re­re Anläu­fe zu brau­chen, dass es okay ist, auch Brü­che im Lebens­lauf zu haben, also im Sin­ne von Rich­tungs­än­de­rung und dass man halt auch nicht immer per­fekt sein muss, Also dass, wenn die­ser gro­ße Glau­bens­satz da drü­ber steht, ich muss immer super erfolg­reich sein ist natür­lich die Wahl unglaub­lich schwer. Nicht da rein­ver­set­zen. Dann stel­len sich mir die Nacken­haa­re auf, weil man ja völ­lig mut­los wird, wenn man sieht, was der Maß­stab eigent­lich ist, wo man hin ver­meint­lich hin muss. Ich beob­ach­te halt auch eine ande­re Geschich­te häu­fig. Ich habe ja ich arbei­te ja auch in einem Aus­bil­dungs­be­trieb zwei­mal die Woche und suche da auch immer mal wie­der Aus­zu­bil­den­de. Björn Und das wird immer weni­ger. Wir glau­ben es gar nicht. Es gibt Fach­kräf­te­man­gel in Deutsch­land und angeb­lich haben wir nicht genug Aus­bil­dungs­plät­ze. In der Bran­che, in der ich da unter­wegs bin, gibt es kei­ne Aus­zu­bil­den­den, obwohl das eine gut bezahl­ter, tol­ler Job ist, was ein­fach auch dar­an liegt, dass das kein Gla­mour­ding ist. Also das ist halt nicht. Ist halt nicht mit dem Ruhm, der da in den sozia­len Medi­en gezeigt wird, ver­gleich­bar. Ist das eine Kom­po­nen­te, dass du das, dass es kei­ne kei­ne wirk­li­chen Optio­nen gibt, wenn es nicht irgend­wie Insta­gram kom­pa­ti­bel ist? Annet­te Ja, das wür­de ich viel­leicht ein biss­chen wei­ter fas­sen. Er fin­det dar­über schon viel heu­te wie­der. Aber es gibt auch tat­säch­lich. Oft wird Vor­stel­lun­gen zu viel, zum Bei­spiel aus. Aus Seri­en aus der Serie. Wenn die Berufs­fel­der das wirk­lich so sagen, da dass das fin­de ich so cool, da hat der Staats­an­walt das ist toll und hat dann auch ein biss­chen erklärt. Der bekann­tes­te ist, dass es gera­de die ist. Natür­lich steht da eben nur die­se Welt gezeigt und auch Insta­gram. Des­we­gen dann auch sol­chen Din­gen hin­ter­her­zu­ren­nen. Annet­te Ähm. Annet­te Da muss man wirk­lich erst mal hin­schau­en Wer bin ich über­haupt? Was kann ich über­haupt? Was macht mich glück­lich? Ist es das? Auf der einen Sei­te erscheint mir die­ses sehr kurz­fris­tig, dass ich mir mein bei­de vor­stel­le und ich behaup­te mal, sind wir ver­schie­den. Wo zum Bei­spiel? Wel­chen Stel­len­wert hat für dich, was ist für dich da ist? Und da ist es doch auch erstaun­lich, dass ihr sagt Ja, also ich möch­te natür­lich ver­nünf­tig leben, aber ich muss nicht, ich wer­de, ich brau­che. Also das kommt schon oft vor, wenn man mal auf den zwei­ten zwei ein biss­chen in die Tie­fe sagt Was muss denn der Beruf für dich? Wel­chen Wert hat das, Was muss das für dich erfül­len? Und da bin ich doch ver­wun­dert, dass das The­ma Sicher­heit da doch auch bei vie­len Jun­gen ganz oben steht, magis­ter auch mit den Erfah­run­gen der letz­ten Jah­re zusam­men. Aber ich glau­be, das Stre­ben nach mehr Sicher­heit ist schon auch da und. Er habe, wie gesagt, viel­leicht auch vor mir wel­chen Chan­cen. Aber ich bin Aus­bil­dungs. Annet­te Was kann ich viel­leicht auch dar­aus machen? Ist viel­leicht auch die Sor­ge, damit kann ich nicht Geld ver­die­nen. Damit kann ich wirk­lich nicht bei den Kopf. Und da ist ein­fach auch viel Glück, Wis­sen­heit und da muss man auch etwas geben oder zumin­dest tei­len, wo die Infor­ma­ti­on bekommt, wo man etwas ver­si­chert und auch Wahl­mög­lich­kei­ten auf­zeigt. Björn Du hast jetzt einen schö­nen Bogen geschla­gen dazu, wie du arbei­test. Jetzt haben wir uns lan­ge dar­über aus­ge­tauscht, war­um du das machst und das ist, glau­be ich auch wirk­lich einen hand­fes­ten Bedarf gibt, weil die­ses, die­ses ori­en­tie­rungs­lo­se, das schil­dern mir zum Bei­spiel auch Kli­en­ten, die Kin­der haben in dem Alter, dass die das Ver­zwei­feln ver­zwei­feln lässt, dass die Kin­der nicht auf die Füße fal­len, dass es den Kin­dern so schwer­fällt, die­se ers­ten Schrit­te zu gehen. Und jetzt ist natür­lich total span­nend, wie du arbei­test. Also was machst du mit den Jugend­li­chen? Gibt es Beson­der­hei­ten, die mich jetzt zum Bei­spiel auch über­ra­schen wür­den, wenn wir. Wir haben ja die glei­che Aus­bil­dung genos­sen. Aber gibt es da irgend­wel­che Beson­der­hei­ten, die du mit Jugend­li­chen anwen­dest? Annet­te Ja, auf jeden Fall. Wenn natür­lich viel über unser gemein­sa­mes Lokal immer da, auch wenn es um das The­ma. Füh­len geht auch ohne. Ich habe noch eine Aus­bil­dung gemacht zu der Schwei­zer Lauf­bahn­be­ra­tung. Das nennt sich Berufs­wahl, Coach Abschluss. Und da habe ich tat­säch­lich auch Zugang zu ver­schie­de­nen Übun­gen. Und da arbei­ten. Annet­te Wir heu­te. Annet­te In ganz ver­schie­de­nen Din­gen. Das setzt sich im Puz­zle­teil zusam­men. Es ist ganz span­nend, die jun­gen Leu­te zu mir kom­men und sagen Ich habe auch wirk­lich eine Idee. Dann sage ich Okay, ich muss dir den 1. 02. Tipp noch leis­ten. Also schau­en wir erst mal Wer bist du? Und da gibt es eben auf der Komm. Die dar­auf abzie­len, erst mal. Annet­te So ein paar. Annet­te Eigen­schaf­ten her­aus­zu­ar­bei­ten, stär­ken, her­aus­zu­ar­bei­ten, wo die Inter­es­sen. Das sind jeweils ver­schie­de­ne Übun­gen, die oft dahin­ter ste­cken. Und also erst­mal dreht es sich nur um die den Men­schen sel­ber. Da hat der Beruf erst mal noch gar nicht viel zu suchen. Ja, auf vie­le Tech­ni­ken dann auch wirk­lich viel ken­nen­ge­lernt als Framing und Per­spek­tiv­wech­sel. Bei vie­len arbei­te ich Bil­der. Manch­mal fällt es sehr schwer, wenn es Zukunfts­vi­sio­nen ent­wi­ckeln sol­len. Das geht noch gar nicht. Wor­te fas­sen, Dann gebe ich auch manch­mal her­aus und sagt Kämen Sie heu­te? Eher, fällt das zu for­mu­lie­ren. Bis zum nächs­ten Mal, wenn wir mit oder am PC erstellt, gebas­telt, geklebt, gemalt. Wie auch immer, kom­men wir ein­fach auf eine ande­re Ebe­ne. Und dann eine erstaun­lich gute Idee. Eben­so, weil das eben auf einer ganz ande­ren Ebe­ne vor­stel­len an sie mit Wor­te pas­sen. Wie soll mein Leben in zehn Jah­ren aus­sieht? Oder hat das auch Zeit? Ja, das sind so die ers­ten Ter­mi­ne und dann geht es anhand der Inter­es­sen auch in ein­zel­ne Berufs­fel­der oder Stu­di­en­be­rei­che ein. Annet­te Und an jeder Stel­le fin­det dann Beklag­ter was. Immer wie­der also. Was ist so rele­vant für dich? Und die ers­te Idee und das wird dann immer ent­ge­gen Check wie­der geprüft bei der Abla­ge in Gang. Was muss ich davon weg­brin­gen? Schaue. Ich war für mich als Per­son. Was haben wir da aus­ge­ar­bei­tet? Wie passt das zusam­men? Und da habe ich schon sehr span­nen­de Erleb­nis­se gehabt. Also ich habe mal einen, der hat­te sich schon bei der Poli­zei bewor­ben und war da schon ziem­lich weit. Ich muss auch sagen, ich arbei­te so, dass ich sel­ber Ideen ent­wi­ckelt, die nicht mein Aus­se­hen kön­nen und sagt Das ist nichts für dich. Das war also kein Coa­ching? Es ist schwer, ja, aber es ist wich­tig, da bei dem Ansatz Wir arbei­ten das und dann hat er. Ich habe das alles visua­li­siert, immer guckt er das an und wie üppig fast die Far­be aus dem Gesicht sagt. Das passt ja ganz. Schwarz ist. Bin ich ja gar nicht, habe ich gesagt. Frau hat­te da kei­ne übrig mehr, sag­te ich zu mir, auf dass es für 123 Jah­re funk­tio­niert. Annet­te Aber die Kom­pe­ten­zen und Res­sour­cen, die den Mann und sei­ne Wer­te Inter­es­sen was du umset­zen möch­test. Die Couch. Annet­te Buf­fet Es. Annet­te Funk­tio­niert. Björn Ich nicht. Das ist ganz gut. Das ist ganz inter­es­sant. Anet­te Weil das ist ja auch so die­ses ande­re Ding, was häu­fig pas­siert, dass Leu­te, Jugend­li­che, jun­ge Men­schen, auch älte­re, manch­mal eine Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um anfan­gen und dann völ­lig ent­setzt heim nach 6 bis 12 Mona­ten das Hand­tuch wer­fen, weil sie vor­stel­len, irgend­was stimmt da gar nicht, das passt ein­fach. Das habe ich sel­ber auch bei Aus­zu­bil­den­den schon paar Mal erlebt. Immer wie­der die­ses Das mache ich jetzt dann vol­ler Elan star­ten und dann auf­ge­ben und gar nicht so rich­tig wis­sen war­um. Denn da kommst du dann ja auch wie­der ins Spiel. Dar­um her­aus­zu­fin­den, war­um hat das viel­leicht nicht gepasst und dann eigent­lich im Nor­mal­fall blind wie­der in die nächs­te Optio­nen sich stür­zen. Und da fin­de ich das, was du da mit den Jugend­li­chen machst, unheim­lich wert­voll. Gibt es denn irgend­was, was sich immer wie­der­holt? Das ist so eine Sache, wo ich, wo ich mich fra­ge, hat das was ein biss­chen mit mit den Ten­den­zen, die es momen­tan so gibt in der Erzie­hung und so oder gesell­schaft­lich zu tun, dass das es grund­sätz­li­che Din­ge gibt, wo du sagst, das wie­der­holt sich immer wie­der und das kannst du eigent­lich auch Eltern mit­ge­ben, wor­auf sie ach­ten sol­len, um es in ihren Kin­dern leich­ter zu machen. Annet­te Also so direkt, dass sich das The­ma, obwohl es schon sehr, sehr indi­vi­du­ell und das, was dahin­ter steckt, war­um die Ent­schei­dung schwer­fällt, hebt. Also das. Annet­te Kann. Annet­te Es gar nicht so. Annet­te Auf alle. Annet­te Was man da sagen kann, was auf jeden Fall hilf­reich ist. Hilf­reich ist auf jeden Fall. Wenn wir jetzt über die Schul­ab­schlüs­se spre­chen. Der Schul­ab­schluss ist in etwa ein Jahr vor­her hebend mit dem The­ma zu befas­sen. Annet­te Weil der. Annet­te Das auch auf sei­ne Zeit. Wie auch immer es funk­tio­niert, es pas­siert ist. Es soll­te ein­fach der Test. Ich den­ke dar­über nach. Ich beschäf­ti­ge mich damit unge­fähr ein Jahr vor dem Abschluss ist. Das heißt, es ist die Mög­lich­keit, ob in die­ser Zeit Din­ge aus, dass vie­les auf es viel prak­ti­sche Erfah­rung ist, die ja sowie­so auf­grund von Prak­ti­ka nicht statt­ge­fun­den. Wie gesagt, die Schul­zeit ist ziem­lich getak­tet. Es bleibt wenig Erfah­rung. Mög­lich­keit, Erfah­run­gen zu sam­meln und dort ein­fach auch zu sagen ich mache mal ein für einen Job, ich mach doch mal einen Ver­such noch­mal Prak­ti­kums­tag, Ich gehe ins Schwimm­bad. Man kann bei fast allen Uni­ver­si­tä­ten in die Stu­di­en­gän­ge rein gehen als Gast­hö­rer das vie­le Uni­ver­si­tä­ten habe extra für Schü­ler Mög­lich­keit da mit einem Men­tor zu gehen. Wie auch immer sol­che Mög­lich­kei­ten zu nut­zen erfah­ren. Die Erfah­rung, mit denen man eben das abglei­chen kann, die feh­len viel. Wenn ich die ich mache, aber kom­me ich auch kei­nen Schritt wei­ter, bleibt immer das nur in mei­nem Käm­mer­lein sit­zen und sagen Oh Gott, oh Gott, was mach ich denn? Annet­te Dies oder das? Ich weiß nicht. Das hilft den jun­gen Leu­ten nicht wei­ter. Müs­sen eben auch Erfah­run­gen machen, ob mit Men­schen ganz weit weg ers­te Ideen sind Wen kennst, wer hat das stu­die­ren? Wie kannst du dich da mal aus­tau­schen? Es ist auch so, dass es inzwi­schen Aus­wahl­ver­fah­ren Uni­ver­si­tä­ten gibt, die vor dem Ein­schrei­bung ster­ben. Manch­mal sind Prak­ti­ka ver­langt, vor­her geleis­tet wer­den müs­sen. Also ich emp­feh­le, recht­zei­tig damit zu begin­nen als Geduld Dis­zi­plin, ohne zu viel Druck aus­zu­üben. Als Bei­spiel fin­de. Das ist aber auch okay. Björn Wie vie­le Coa­ching Sit­zun­gen brauchst du so durch­schnitt­lich mit so einem ssu­chen­den? Annet­te Ja, also ich habe die Idee. Als ich begon­nen habe, hat­te ich gedacht, ich mache so Pake­te. Davon bin ich schnell wie­der abge­kom­men. Meist sehr, sehr. Man­che sind sehr gut in der Schu­le zu haben hin. Man­che brau­chen wirk­lich gut. Ich sage mal die beruf­li­chen Ideen. Meis­tens. Nach vier, fünf Ter­mi­nen haben wir dann schon eine gute Aus­sicht. Annet­te Okay, gut. Annet­te Da gibt es aber auch, das mache ich auch dar­über hin­aus. Ich bin natür­lich infor­miert, aber. Das Tübin­ger OB kann zumin­dest die Zahl die. Natür­lich kann man sich da alles aus dem Eff­eff sagen, aber es kann zumin­dest heu­te obses­si­ve Schär­fe geben. Es sind auch oft Auf­ga­ben. Und wenn es zum Bei­spiel. Annet­te Auf. Annet­te Aus­bil­dungs­platz­ing oder ein Stu­di­um hin­aus wird, dann beglei­te ich durch­aus, auch wenn gewünscht, auch da. Das ist eine neue Erfah­rung oder auch eine Vor­be­rei­tung auf Assess­ment Cen­ter oder Vor­stel­lungs­ge­sprä­che. Dann dau­ert es natür­lich ein paar län­ger. Das kommt auch, ohne dass die viel­leicht sagen ja, haben wir eine Idee, kön­nen Sie das beglei­ten, bis qua­si der Ver­trag unter­schrie­ben ist. Und was bit­te ich auch an einer Stel­le? Björn Was ich wirk­lich wie­der toll fin­de, ist, wenn ich hier die Zuhö­rer sehen es nicht, aber ich kann sehen, wie das Strah­len in den Augen ist, wenn wir über das The­ma spricht. Man merkt wirk­lich, dass dir das unheim­lich am Her­zen und ich glau­be, die Kids Jugend­li­chen wie auch immer, sind da echt in unheim­lich guten und für­sorg­li­chen Hän­den. Jetzt ist es so, viel­leicht erzählst du noch mal ganz kurz, wie man mit dir in Kon­takt tre­ten kann. Das schrei­be ich auch noch mal in die Pod­cast­be­schrei­bung natür­lich rein, also die­ser die­ser Fol­ge. Viel­leicht gibt es das noch ganz kurz unse­ren Zuhö­rern mit. Annet­te Ja bes­tens bei mei­ner Home­page, da sind die Kon­takt­da­ten klickt auch gern mal! Nein, das ist gut. Annet­te Pings Test und hast. Da fin­det man alle Mög­lich­kei­ten, mich zu kon­tak­tie­ren. Björn Super! Vie­len Dank für das tol­le Gespräch. Ich fin­de es noch mal das ein tol­les The­ma. Ich fin­de toll, wie du dafür brennst und ich glau­be, da war eine Men­ge dabei, wo die Zuhö­rer auch was von mit­neh­men konn­ten. Ich hof­fe euch hat das Inter­view auch gefal­len. Also euch Zuhö­rern. Ich wür­de mich freu­en, wenn ihr mir treu bleibt, wenn ihr die­se Pod­cast­fol­ge oder den Pod­cast gene­rell bewer­tet, je nach­dem, über wel­ches Por­tal ihr das hört. Bleibt mir treu und ich sage Bis zum nächs­ten Mal. Ciao. Annet­te Dan­ke. Tschüss. Björn Tschüss, Annet­te. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Berufswahl Coaching, Berufwahl, Coaching, Interview, Jugendliche, Karriere, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Kontrollzwang loswerden](https://bobach-coaching.de/kontrollzwang-loswerden/) **Published:** Mai 20, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Kon­troll­zwang muss kei­ne hand­fes­te psy­chi­sche Stö­rung sein, auch im klei­nen kann ein leicht über­trie­be­nes Kon­trol­lie­ren sei­ner Umge­bung die­se regel­recht in den Wahn­sinn trei­ben. Kon­troll­zwang los­wer­den ist also ein oft for­mu­lier­ter Wunsch im Coa­ching, denn die Fol­gen sind oft unan­ge­nehm. Dies lässt sich in zahl­rei­chen zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen beob­ach­ten: ⚡️ in per­sön­li­chen Bezie­hun­gen ⚡️ im Berufs­le­ben (egal ob Vor­ge­setz­te oder direk­te Kol­le­gen) ⚡️ gegen­über Insti­tu­tio­nen (bis hin zu gesam­ten Län­dern oder Bünd­nis­sen) Die Ursa­chen für ein über­mä­ßi­ges Bedürf­nis zu kon­trol­lie­ren sind sehr man­nig­fal­tig, eben­so die mög­li­chen Her­an­ge­hens­wei­sen, wenn man Kon­troll­zwang los­wer­den möch­te. In die­ser Epi­so­de von Klar­Sicht beschäf­ti­ge ich mich daher - mit mög­li­chen Ursa­chen von über­mä­ßi­ger Kon­trol­le (zum Bei­spiel [Per­fek­tio­nis­mus](https://bobach-coaching.de/perfektionismus-ueberwinden/ "Perfektionismus überwinden")) - mit Fol­gen, wenn dies zu einer kli­ni­schen [psy­cho­lo­gi­schen Stö­rung](https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrollzwang) wird (und dann auch nicht mehr in die Hän­de eines Coa­ches gehört!) - mit Gedan­ken­an­rei­zen los­zu­las­sen, statt zu kon­trol­lie­ren - Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­Sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Schön, dass ihr dabei seid und rein­hört. Und heu­te beschäf­ti­ge ich mich mit etwas, was uns im All­tag, im Gro­ßen und Klei­nen sehr häu­fig begeg­net, wie ich fin­de. Und das ist Kon­troll­zwang und wie man Kon­troll­zwang los­wer­den kann. Direkt zu Beginn eine klei­ne Dis­clai­mer. Es geht hier nicht um eine Zwangs­stö­rung. Also es geht nicht dar­um, was man im psy­cho­the­ra­peu­ti­schen… psy­cho­pa­tho­lo­gi­schen Sinn als Zwangs­stö­rung bezeich­net, weil das gehört natür­lich nicht in Coach­hän­de. Wie man das erken­nen und unter­schei­den kann, da gehe ich gleich auch noch kurz drauf ein. Hier geht es um den Kon­troll­zwang, den wir im All­tag in unse­rem Umfeld viel­leicht immer mal wie­der beob­ach­ten. Und was mei­ne ich damit? Das ist zum Bei­spiel der Chef, der immer die Arbeit der Mit­ar­bei­ter kon­trol­liert, der zwar Auf­ga­ben dele­giert, aber dann der Aus­füh­rung der Auf­ga­ben nicht wirk­lich traut. Das ist viel­leicht der Part­ner, der uns stän­dig hin­ter­her­te­le­fo­niert und zu wis­sen, wo man gera­de ist, was man gera­de tut, mit wem man gera­de spricht. Im schlimms­ten Fall der sogar viel­leicht das Han­dy des Part­ners durch­sucht heim­lich. Das sind viel­leicht die Nach­barn, die den frem­den Müll über­prü­fen, um zu gucken, ob der rich­tig sor­tiert ist. Das sind eigent­lich Men­schen, die grund­sätz­lich alles von außen kom­men­de in Fra­ge stel­len und kri­tisch betrach­ten, also die nichts trau­en, was von außen kommt. Das kann also bis… dahin füh­ren, dass sie eigent­lich auch nichts trau­en, was, nee, gar nichts trau­en, was vom Start aus­geht. Das ist viel­leicht auch Haus­auf­ga­ben­kon­trol­le des Kin­des, die soge­nann­ten Heli­ko­pter­el­tern, die alles, was das Kind macht und tut, über­wa­chen, auch in einem Alter, wo das Kind viel­leicht eige­ne Erfah­run­gen sam­meln soll­te und so wei­ter. Also es sind sol­che Bei­spie­le und es ist kein… kei­ne Zwangs­stö­rung im psy­cho­the­ra­peu­ti­schen, psy­cho­pa­tho­lo­gi­schen Sin­ne. Was wäre das? Was wäre also eine wirk­lich patho­lo­gi­sche Stö­rung, die in die Hän­de eines Psy­cho­the­ra­peu­ten gehört? Der Zwang per Defi­ni­ti­on ist, wenn sich wie­der­ho­len­de Hand­lun­gen ein­stel­len, die nicht von dem jewei­li­gen Men­schen gewollt sind. Also wenn ich immer wie­der etwas tue, was ich eigent­lich gar nicht will, wenn ich das auch nicht ver­drän­gen oder effek­tiv bekämp­fen kann und wenn ich es nicht aus­füh­re, wür­de das zu gro­ßer, also extrem gro­ßer Unru­he und auch Angst füh­ren, die mich dann wirk­lich dazu zwingt, des­we­gen auch Zwang, die mich dazu zwingt, die­se Hand­lung wie­der zu voll­füh­ren. Das sind dann oft auch ganz sinn­freie Din­ge, also zum Bei­spiel das Licht­zäh­len mal an und aus machen sol­che Geschich­ten. Wenn man so etwas beob­ach­tet, bei sich selbst oder bei jemand ande­rem, dann gehört das nicht in Coach Hän­de, dann gehört das defi­ni­tiv und das auch viel­leicht mög­lichst schnell zu einem Psy­cho­the­ra­peu­ten, der euch da bestimmt. wei­ter­hel­fen kann. Wir beschäf­ti­gen uns also heu­te damit, was so die klei­nen Kon­trol­let­ti-Zwän­ge im All­tag sind, die uns viel­leicht sel­ber ner­ven bei ande­ren, die wir aber viel­leicht auch bei uns selbst beob­ach­ten und nicht so rich­tig ange­nehm fin­den, wo uns das viel­leicht sel­ber ärgert, dass wir die haben, weil wir viel­leicht auch schon mal dar­auf ange­spro­chen wor­den sind und uns fra­gen, wo kommt denn das eigent­lich her und wie kann ich das eigent­lich los­wer­den? Denn wenn ich es nicht los­wer­de, hat sowas schon mas­si­ve Fol­gen. Also das ist für den Kon­trol­lie­ren­den natür­lich ein enor­mer Stress, der da ent­steht. Man muss ja unglaub­lich viel Arbeit erle­di­gen, wenn man das alles kon­trol­liert, was ande­re so tun. Es ist auch ein wach­sen­des Miss­trau­en der Umge­bung gegen­über. Denn wenn man dann mal als Bei­spiel, als Chef einen Feh­ler fin­det bei einem Mit­ar­bei­ter, dann fühlt man sich ja in sei­nem Kon­troll… ver­hal­ten noch gestärkt. Also dann denkt man ja Gott sei Dank, habe ich es kon­trol­liert, weil sonst wäre mir das ja nicht auf­ge­fal­len. Also dann wird das Miss­trau­en eigent­lich immer grö­ßer und das wird auch immer mehr, dass ich moti­viert bin, da die­ses Kon­troll­ver­hal­ten aus­zu­üben. Man über­nimmt als Kon­trol­lie­ren­de dann auch irgend­wann kom­plett Ver­ant­wor­tung, die man gar nicht tra­gen muss, die man auch nicht tra­gen soll­te. Das gibt es auch im zwi­schen­männ­li­chen Bereich. Also wenn man zum Bei­spiel das Finanz­ver­hal­ten von einem Part­ner kon­trol­liert und dem nicht traut. Irgend­wann über­nimmt man dann die finan­zi­el­le Ver­ant­wor­tung für den, was auch nicht gesund und för­der­lich ist, für einen selbst auch vor allem nicht, weil es auch wie­der enor­men Stress und Druck aus­übt. Und man hat kei­ne per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung mehr als Kon­trol­lie­ren­der, weil man sich ja nur noch um die Feh­ler, mit den Feh­lern der ande­ren beschäf­tigt, um die Sicher­heit, dass alle alles rich­tig machen, beschäf­tigt und eigent­lich gar kei­nen Raum mehr dafür hat, sich sel­ber wei­ter­zu­neh­men. Für die Kon­trol­lier­ten hat ein sol­ches Kon­troll­ver­hal­ten natür­lich auch gro­ße Kon­se­quen­zen. Denn die geben irgend­wann ihre Eigen­ver­ant­wor­tung ab. Denn dann wird sich irgend­wann der Gedan­ke ein­stel­len, ich wer­de ja eh kon­trol­liert, bezie­hungs­wei­se es macht ja eh jemand anders für mich. Also war­um soll ich mich da sel­ber küm­mern und war­um soll ich über­haupt selbst Ver­ant­wor­tung dafür über­neh­men? Es ist ein Ver­trau­ens­ver­lust auch dem Kon­trol­lie­ren­den gegen­über, denn das ist ja ganz oft eine Grenz­über­schrei­tung und auch eine Über­grif­fig­keit im extre­men Fäl­len. Also wie ein­gangs erwähnt das Bei­spiel, das Durch­su­chen des Han­dy des Part­ners ist ja eine ein­deu­ti­ge Über­grif­fig­keit und dann ver­liert man natür­lich das Ver­trau­en. Es stellt sich bei den Kon­trol­lier­ten auch eine Angst vor den eige­nen Feh­lern ein, statt aus Feh­lern zu ler­nen und wei­ter nach vor­ne zu gucken. bekommt man dann irgend­wann Angst vor Feh­lern und traut sich viel­leicht gar nicht mehr rich­tig, Din­ge fer­tig zu machen oder abzu­ge­ben, weil man denkt, es wird dann kon­trol­liert und dann wer­den wie­der Feh­ler gefun­den, dann krie­ge ich Ärger. Das ist eine der mög­li­chen Fol­gen. Und es fin­det natür­lich dann auch dort kei­ne per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung mehr statt, weil man nur noch damit beschäf­tigt ist, mög­lichst kei­ne Feh­ler zu pro­du­zie­ren, mög­lichst in den Augen eines ande­ren zu genü­gen und sich nicht mehr nach innen zu rich­ten und zu schau­en, was möch­te ich eigent­lich, wie möch­te ich mich wei­ter­ent­wi­ckeln und mit wel­chen Res­sour­cen kann. Also ihr seht, das ist wirk­lich ein Ver­hal­ten, das weit­rei­chen­de Fol­gen haben kann, selbst wenn es noch nicht patho­lo­gisch ist. Und das begeg­net mir in Coa­chings oft in so Situa­tio­nen, wo in Teams irgend­wel­che Miss­stän­de herr­schen. Also wo es Rei­be­rei­en gibt, wo es Hack­ord­nungs­pro­ble­me gibt, wo man dem Chef nicht mehr traut, wo der Chef sei­nen Mit­ar­bei­tern nicht traut. Da erle­be ich es oft, dass es ein Kon­troll­ver­hal­ten gibt, das nicht mehr ange­mes­sen ist. Also das erlebt man auch nicht nur vom Chef, den Mit­ar­bei­tern gegen­über, das geht auch auf Augen­hö­he. Also dass die Kol­le­gen sich unter­ein­an­der kon­trol­lie­ren. Das ist auch mög­lich. Es ist nicht immer unbe­dingt eine hier­ar­chi­sche Geschich­te. Was hat das für Ursa­chen? Nun grund­sätz­lich, der Kon­trol­lie­ren­de hat Angst vor Feh­lern. Das ist ganz… Ganz klar so, der hat Angst vor Feh­lern und vor allem von den Kon­se­quen­zen von Feh­lern und hat das dann oft schon gar nicht mehr so rich­tig rea­lis­tisch im Blick, was die tat­säch­li­chen Kon­se­quen­zen sein kön­nen. Und hat eine enor­me Angst, dass ein klei­ner Feh­ler eine Rie­sen­kon­se­quenz hat, die nicht rea­lis­tisch ist eigent­lich. Es ist oft eine über­zo­ge­ne Erwar­tungs­hal­tung an die Umge­bung. Also man erwar­tet von sei­ner Umge­bung einen Per­fek­tio­nis­mus. Oft auch, weil man die­sen Anspruch an sich sel­ber hat. Dazu habe ich ja auch schon mal eine Fol­ge. gemacht, wie man das eigent­lich über­win­den kann. Über­mä­ßi­ges Kon­troll­ver­hal­ten kann auch auf einer schlech­ten Erfah­rung begrün­det sein. Zum Bei­spiel hat man mal eine schlech­te Erfah­rung mit einem Part­ner gemacht. Frü­her, mit einer ande­ren Part­ner­schaft, da ist man betro­gen wor­den, dann ist man viel­leicht direkt mis­trau­isch in die nächs­te rein gestar­tet. Kann auch eine schlech­te Erfah­rung mit einem neu­en Kol­le­gen gewe­sen sein, den man mal hat­te. Und dann wird jeder neue Kol­le­ge, der dann kommt, direkt sehr mis­trau­isch beach­tet und in extre­mem Maße kon­trol­liert. Und es sind natür­lich… ganz oft da auch mei­ne gelieb­ten Glau­bens­sät­ze mit im Spiel. Also ganz groß natür­lich der Glau­bens­satz, du kannst eh kei­nem trau­en, kei­ner macht es rich­tig, kei­ner gibt sich so viel Mühe, wie er müss­te. Das sind Glau­bens­sät­ze, die da ganz oft for­mu­liert wer­den. Also wie löst man so etwas oder wie ent­wi­ckelt man eine Hal­tung dazu oder ein Ver­hal­ten, das so etwas auf­lö­send? Als der, der kon­trol­liert wird, der aller­ers­te Tipp ist da ganz klar direkt anspre­chen. Also nicht ein­fach hin­neh­men, son­dern das muss ange­spro­chen wer­den, weil wenn man es nicht anspricht, wird das Pro­blem in der Regel immer grö­ßer. Es hilft dann sehr oft, wenn man dem Kon­trol­lie­ren­den gegen­über auch erklärt, was das eigent­lich in einem aus­löst. Also zum Bei­spiel, dass man unmo­ti­viert wird, wenn man immer wie­der kon­trol­liert wird. Das ist… lang­wei­lig wird, weil man gar kein Ver­ant­wor­tungs­ge­fühl mehr emp­fin­det. Also man emp­fin­det gar nicht, dass die eige­ne Arbeit etwas wert ist, weil es eh immer über­prüft ist und man fühlt sich in sei­nem per­sön­li­chen Wert auch gemin­dert. Also wirk­lich nicht ein­fach hin­neh­men, son­dern anspre­chen, denn oft sind die Pro­ble­me, die dann dar­aus ent­ste­hen, so groß, dass sie in einer Sack­gas­se enden, wo dann wirk­lich nur noch mit der Brech­stan­ge her­an­ge­gan­gen wer­den kann, um das zu lösen. Das ist oft sehr, sehr scha­de, weil oft auch total unnö­tig. Wich­tig ist natür­lich, wie man das als selbst kon­trol­lie­ren­der behe­ben kann, wenn einem das auf­fällt oder wenn man dar­auf hin­ge­wie­sen wird. Zunächst ein­mal soll­te man die Hin­wei­se aus der Umge­bung, die man dazu kriegt. Also wenn jemand zu mir sagt, du kon­trol­lierst mich ein­fach zu viel, du hast irgend­wie da ein Kon­troll­pro­blem, nicht abtun, son­dern ernst neh­men. wirk­lich ernst neh­men, die Wahr­neh­mung der Umge­bung ernst neh­men. Vor allem, wenn es wie­der­holt auf­tritt, wenn das jetzt nicht so ist, dass das mal so war, son­dern wenn man das immer wie­der hört, dann soll­te man das sehr wohl sehr ernst neh­men und sich da sel­ber mal sehr kri­tisch beleuch­ten. Dann ganz klar natür­lich Selbst­be­ob­ach­tung. Was kon­trol­lie­re ich wann? Bei wem? Und die alles ent­schei­den­de Fra­ge War­um? Und die­ses War­um muss man dann genau hin­ter­fra­gen. Hat das War­um über­haupt einen rea­len Bezug? Ich habe ja eben schon mal kurz erwähnt, dass man dann oft Angst vor Kon­se­quen­zen von Feh­lern hat, aber ist das wirk­lich ein rea­ler Bezug? wenn man da einen Feh­ler über­sieht oder wenn da viel­leicht jemand einem nicht alles erzählt hat, ist das wirk­lich so, dass die gesam­te Welt zusam­men­bricht, wenn man, wenn das so wäre? Oft lau­tet die Ant­wort nein, das hat kei­ne so gro­ßen Kon­se­quen­zen. Also ist das schon mal eine ganz gro­ße Mög­lich­keit, so eine Moti­va­ti­on zu ent­kräf­ten. Wenn man auf rund einer schlech­ten Erfah­rung kon­trol­liert, also wenn man zum Bei­spiel mal einen Feh­ler etwas dar­aus ent­stan­den ist, was nicht so schön war. Soll­te man sich die Fra­ge stel­len, hat man damals eigent­lich nichts dar­aus gelernt und dann ent­spre­chend ange­passt? Ist es nicht so, dass die alte Erfah­rung eh schon Kon­se­quen­zen hat­te, was das eige­ne Ver­hal­ten angeht? Muss dann Kon­trol­le wirk­lich noch sein? Dann sich die eige­nen Glau­bens­sät­ze klar­ma­chen. Wel­cher Glau­bens­satz ist bei mir per­sön­lich im Spiel? Kann ich ihn auf­lö­sen oder brau­che ich da durch einen Coach und ver­schlei­ert sich hier nicht ein ande­res, ganz grund­sätz­li­ches Pro­blem. Denn wenn ich immer wie­der als Bei­spiel einen Ange­stell­ten kon­trol­lie­re, ist es dann wirk­lich so, dass das der rich­ti­ge Ange­stell­te ist? Ist das der rich­ti­ge Mit­ar­bei­ter? Wenn der immer wie­der Feh­ler pro­du­ziert und nicht dazu­lernt, ver­mei­de ich dann nicht viel­leicht eine ande­re Kon­se­quenz, die mir unan­ge­nehm wäre? Ist es dann wirk­lich der rich­ti­ge Mit­ar­bei­ter, wenn die­ser Mit­ar­bei­ter mich immer wie­der dazu bringt, dass ich ihn kon­trol­lie­ren will? Das ist eine grund­sätz­li­che Fra­ge, den man sich stel­len kann, weil oft über­mä­ßi­ges Kon­troll­ver­hal­ten eigent­lich auch eine Ver­mei­dungs­tak­tik ist vor einer sehr unan­ge­neh­men Ent­schei­dung, die wir Men­schen nicht ger­ne tref­fen. Grund­sätz­lich lässt sich aber natür­lich ein Kon­troll­ver­hal­ten auch abstel­len, weil wenn man da ein­mal den ers­ten Schritt gemacht hat und über­wun­den hat und mehr Ver­trau­en schenkt, wird einem in der Regel auch mehr Ver­trau­en… ent­ge­gen­ge­bracht. Also je mehr Ver­trau­en ich gebe, des­to mehr Ver­trau­en bekom­me ich ja auch zurück. Und das Mit­ein­an­der wird viel, viel ent­spann­ter, egal ob es jetzt eine per­sön­li­che Bezie­hung ist oder eine pro­fes­sio­nel­le. Mich inter­es­siert, ob ihr das bei euch selbst schon mal erlebt habt, dass ihr viel­leicht über­mä­ßig kon­trol­liert habt oder jeman­den im Umfeld habt oder hat­tet, der das so aus­ge­lebt hat und der das viel­leicht gelöst hat, sein gelas­sen hat, redu­ziert hat. oder wie sich die Situa­ti­on sonst auf­ge­löst hat. Ihr könnt mir ger­ne schrei­ben. Mei­ne Kon­takt­da­ten fin­det ihr in der Pod­cast Beschrei­bung und über mei­ne Home­page natür­lich björnbobach.de bin ich für euch auch zu errei­chen. Ich bedan­ke mich für eure Treue. Wenn euch der Pod­cast und die­se Fol­ge auch gefal­len hat, freue ich mich natür­lich über posi­ti­ve Kom­men­ta­re und Bewer­tun­gen. Ich bedan­ke mich für eure Treue und sage Bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Delegieren, KlarSicht Podcast, Kontrolle, Kontrollzwang, Podcast --- ### [Meetings besser gestalten](https://bobach-coaching.de/meetings-besser-gestalten/) **Published:** Mai 27, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wie­so soll­te man Mee­tings bes­ser gestal­ten? Bespre­chun­gen wer­den bei vie­len zur unlieb­sa­men Pflicht. Wenn ich mit Teams arbei­te, aber auch häu­fig in [Ein­zel­coa­chings](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") höre ich Din­ge wie: ⚡️ unse­re Mee­tings sind immer ohne Ergeb­nis­se ⚡️ bei 90% der Bespre­chun­gen müss­te ich gar nicht anwe­send sein ⚡️ was wir in Mee­tings bespre­chen wird selten/nie umge­setzt ⚡️ mei­ne per­sön­li­che Wirk­sam­keit in Mee­tings ist ein­ge­schränkt Sehr scha­de, denn eigent­lich ist es doch etwas Tol­les, wenn Men­schen sich zusam­men­set­zen, um das Errei­chen eines gemein­sa­men Ziels zu bespre­chen. Aber es gibt sich immer wie­der­ho­len­de Feh­ler, die erfolg­rei­che Mee­tings ver­hin­dern. In die­ser Pod­cast-Fol­ge erklä­re ich. - wie man mit einer bes­se­ren Vor­be­rei­tung Mee­tings effi­zi­ent pla­nen kann - mit wel­chen Ver­hal­tens­re­geln wäh­rend des Mee­tings, die­se nicht lang­wei­lig, son­dern span­nend wer­den - wie man dafür sor­gen kann, dass Mee­tings nach­hal­tig sind und einen Impact haben - wie [digi­ta­le Tools](https://bobach-coaching.de/nachhaltige-besprechungen-mit-meisternote-und-meistertask/ "Nachhaltige Besprechungen mit MeisterNote und MeisterTask") (wie z.B. [Meis­ter­Task](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask")) hel­fen kön­nen +++ Links &Kontakt: [Mehr Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821) Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid. Und heu­te habe ich das The­ma Mee­tings bes­ser gestal­ten für euch. Wie kom­me ich dar­auf? Ich beschäf­ti­ge mich in mei­nem beruf­li­chen Dasein oft auch mit Teams in Fir­men ver­schie­dens­ter Grö­ßen. Ich gebe da Work­shops für Soft­ware Tools oder auch für Kom­mu­ni­ka­ti­on und… Etwas, was immer wie­der beklagt wird, ist, unse­re Mee­tings sind nicht gut. Also da gibt es rich­tig Ableh­nun­gen, Leu­te gehen da nicht ger­ne hin zu ihren wöchent­li­chen Mee­tings oder Joe Fix, wie sie ja auch mitt­ler­wei­le oft genannt wer­den. Aber über­ra­schen­der­wei­se begeg­net mir das auch im Ein­zel­coa­ching recht häu­fig, dass jemand vor mir sitzt, der sagt, es frus­triert ihn an sei­nem Job, dass er an so vie­len, und ich zitie­re, dass jetzt mal sinn­frei­en Mee­tings teil­nimmt. Und das ist doch eigent­lich sehr scha­de, weil Mee­tings doch eigent­lich eine ein­rich­tung sind man kann sich aus­tau­schen es geht dar­um die gesam­te leis­tung des teams nach vor­ne zu brin­gen alle auf einen stand zu brin­gen also eigent­lich vom prin­zip her eine sehr gute sache also wie­so ist es häu­fig so dass es in teams beklagt wird oder auch von ein­zel­nen beklagt wird dass die mee­tings nicht gut sind und ich habe hier eigent­lich immer wie­der drei kern pro­ble­ma­ti­ken aus­ge­macht und das sind zum einen die mee­ting vor­be­rei­tung dann die durch­füh­rung des und die Nach­hal­tig­keit, die Wirk­sam­keit der Mee­tings, die häu­fig von den Teil­neh­men­den beklagt wird. Und die­sen drei Ober­the­men möch­te ich mich heu­te mal wid­men. Also fan­gen wir an mit der Mee­ting-Vor­be­rei­tung. Das fängt schon damit an zu ent­schei­den, wer an einem Mee­ting über­haupt teil­neh­men soll. Und was ich oft sehe, wenn ich mich dann mit einer… Fir­ma zum Bei­spiel mit die­sem The­ma beschäf­ti­ge, ist, dass Mee­tings eigent­lich immer an die glei­chen Ver­tei­ler­lis­ten, also die Ein­la­dung zu den Mee­tings, an die glei­chen Ver­tei­ler­lis­ten geschickt wer­den. Also monat­lich ein Mee­ting für alle, wöchent­lich ein Mee­ting für eine ande­re Grup­pe und so wei­ter und so fort. Und da ist es so, wenn man da mal den Sinn hin­ter­fragt und … muss denn da wirk­lich immer jeder dabei sein? Eigent­lich nach kur­zem Nach­den­ken immer ein ein­deu­ti­ges Nein kommt. Des­we­gen soll­te man sich fra­gen bei jeder Ein­la­dung, wer muss hier wirk­lich teil­neh­men und für wen ist das jetzt wirk­lich rele­vant? Müs­sen immer alle Pro­jekt­lei­ter teil­neh­men, wenn wir gar nicht über alle Pro­jek­te spre­chen? Ist es wirk­lich so wich­tig? Ist es so, dass wirk­lich es nötig ist, dass sich ein­mal in der Woche und manch­mal sogar zwei­mal in der Woche das gesam­te Team trifft, ist das not­wen­dig? Das soll­te man viel­leicht auch die ein­zel­nen Teil­neh­mer befra­gen, das Team fra­gen und hier wirk­lich nach ehr­li­chem Feed­back mal suchen. Viel­leicht auch mit einer Umfra­ge in grö­ße­ren Fir­men, die anonym ist, inwie­weit es eigent­lich rele­vant für die ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter ist, wirk­lich in der Fre­quenz sich zu tref­fen. Weil ich glau­be, grund­sätz­lich ist es so, dass natür­lich der Aus­tausch und die Bespre­chung an sich eine wich­ti­ge Kom­po­nen­te ist, aber die Fre­quenz macht es ja ein­fach und auch wer in wel­cher Fre­quenz teil­neh­men muss. Vie­le sagen, wenn das zu häu­fig ist, graubt ihnen, dass die Zeit für wirk­lich wesent­lich ist und dann baut sich Frust auf und dann ist natür­lich die Stim­mung wäh­rend des Mee­tings auch nicht mehr wirk­lich die bes­te. Der nächs­te Teil in der Mee­ting-Vor­be­rei­tung ist, über was soll und muss denn eigent­lich gespro­chen wer­den? Was wer­den die The­men sein? Und da beob­ach­te ich, dass es in den regel­mä­ßi­gen Mee­tings, zum Bei­spiel in den Pro­jekt­be­spre­chun­gen, immer wie­der die glei­chen The­men gibt. Also es wird immer über das Glei­che gespro­chen, über die glei­chen Pro­jek­te, die in einer stump­fen Lis­te abge­ar­bei­tet wer­den. Und das wird auch oft von oben dik­tiert. Also dass zum Bei­spiel ein Vor­ge­setz­ter, ein Abtei­lungs- oder Bereichs­lei­ter sagt, es muss über jedes Pro­jekt gespro­chen wer­den. Wenn man die ein­zel­nen Mit­ar­bei­ter dann aber fragt, sind die Prio­ri­tä­ten hier ganz oft ganz unter­schied­lich. Zum Bei­spiel wol­len die nicht über ein Pro­jekt glo­bal spre­chen, son­dern die wol­len über ein­zel­ne Teil­be­rei­che eines Pro­jek­tes viel­leicht inten­si­ver spre­chen, nicht über das gan­ze Pro­jekt. Man­che sagen auch, im dem Pro­jekt gibt es die­se Woche gar nichts zu bespre­chen. Es ist nichts pas­siert, was rele­vant wäre, was man unbe­dingt mit allen ande­ren bespre­chen muss. Und trotz­dem wird die­se Lis­te dann abge­ar­bei­tet. Und auch das führt natür­lich zu Frust und sein unglaub­li­cher Zeit­kil­ler in sol­chen Mee­tings, wo ja auch oft die Zeit rela­tiv begrenzt ist. Also was wäre ein bes­se­res Vor­ge­hen? Die The­men von den Teil­neh­men­den selbst bestim­men las­sen. Und wie kann man das ein­fach anstel­len? Das geht beson­ders gut, wenn man mit digi­ta­len Tools arbei­tet. Ich pro­pa­gie­re ja immer wie­der mal Meis­ter­task und Meis­ter­no­te. Dafür kann er aber auch ande­re Tools natür­lich nut­zen. Nur ich habe die Erfah­rung gemacht, dass die­se Tools beson­ders gut ange­nom­men wer­den. Also dadurch die The­men von allen bestim­men las­sen. Demo­kra­tisch schau­en, wor­über muss und will jemand spre­chen. Und dann wird er auch ganz anders in sei­nen Mee­ting hin­ein­ge­hen, wenn er weiß, sei­ne The­men wer­den auf jeden Fall bespro­chen wer­den. Und die The­men, die er viel­leicht zu ver­ant­wor­ten hat, wo es aber nichts zu bespre­chen gibt, die nicht. Das ist eine ganz ande­re Art von Moti­va­ti­on, die dann ent­steht. Und die Agen­da für die­ses Mee­ting wird dann in dem Zug auch gleich von allen mög­lichst früh­zei­tig erstellt. Also man bekommt nicht so eine hal­be Stun­de, bevor das Mee­ting anfängt, eine Ein­la­dung mit einer Agen­da, die man in dem Moment das ers­te Mal sieht und viel­leicht aus allen Wol­ken fällt. Nein, die ent­steht im Vor­lauf des Mee­tings dann ganz orga­nisch über eine Woche oder zwei Wochen, wie viel Zeit auch immer dann zwi­schen den Mee­tings liegt. Und man kann sich in Ruhe dar­auf vor­be­rei­ten und ein­stel­len. Der zwei­te gro­ße The­men­kom­plex, war­um Mee­tings oft­mals nicht so erfolg­reich sind, ist die Durch­füh­rung des Mee­tings. Und das fängt mit der Ziel­set­zung an. Denn wel­ches Ziel soll ein Mee­ting über­haupt haben? Was ist das gemein­sa­me Ziel? Geht es nur um einen rei­nen Infor­ma­ti­ons­aus­tausch? Viel­leicht sogar nur von oben nach unten? Ist es so, dass die Geschäfts­lei­tung eigent­lich nur Din­ge ver­kün­den will? Oder sol­len Aktio­nen beschlos­sen wer­den? Da ist es ganz hilf­reich, sich die Erwar­tungs­hal­tung der Ein­la­den­den ein­mal ganz klar zu machen. Also, dass die, die das Mee­ting ein­be­ru­fen, viel­leicht im Vor­feld kom­mu­ni­zie­ren, was sie sich von die­sem Mee­ting ver­spre­chen. Und dann kann man natür­lich auch die Teil­neh­men­den wie­der befra­gen, was wün­schen sie sich denn als gemein­sa­mes Ziel von einem Mee­ting. Dann ist in der Durch­füh­rung der häu­figs­te Feh­ler eigent­lich, dass um den Tisch her­um­ge­spro­chen wird. Und damit mei­ne ich, man sitzt zum Bei­spiel im Kreis. Und man geht ein­mal rei um. Jeder darf was sagen und das geht qua­si ein­mal im Uhr­zei­ger­sinn von einem zum ande­ren. Und das ist unglaub­lich unpro­duk­tiv. Und das liegt dar­an, dass zum einen natür­lich der, der dran war, danach total abschal­tet. Also wenn jemand gespro­chen hat, wenn er weiß, jetzt bin ich dran, dann redet er viel­leicht zehn Minu­ten und dann ist der nächs­te dran. Und sagen wir mal ehr­lich, wenn das so ist, man weiß, man wird jetzt eigent­lich rei um nicht mehr dran­kom­men, dann schal­tet man schon mal ein paar Gän­ge run­ter. Das ist der eine Nach­teil dar­an. Der ande­re Nach­teil dar­an ist, dass das gar nichts mit den Prio­ri­tä­ten zu tun hat. Denn wir gehen ja hier nicht die Prio­ri­tä­ten vom Mit­ar­bei­ter zu Mit­ar­bei­ter, son­dern die Prio­ri­tä­ten soll­ten ja eigent­lich die Pro­jek­te vor­ge­ben oder die The­men vor­ge­ben. Und des­we­gen soll­te man nach The­men­ge­ord­net spre­chen. Und mein Tipp ist hier sogar ganz häu­fig nicht in einem Pro­jekt die The­men abar­bei­ten, son­dern viel­leicht von einem Pro­jekt zum ande­ren hüp­fen, auch wie­der hin und her. weil dann die Atmo­sphä­re wacher bleibt. Wenn wir nur ein Pro­jekt behan­deln und da alle The­men abge­hen, wer­den nach die­sem Pro­jekt alle wie­der abschal­ten, die in dem Pro­jekt betei­ligt waren. Weil sie den­ken, mein Pro­jekt war jetzt, jetzt kann ich wie­der den Kopf aus­schal­ten. Und ich bin hier mal ganz ehr­lich, das geht ja nicht nur ande­ren so, son­dern mir auch. Also ich ken­ne das, wenn mei­ne Din­ge durch­be­spro­chen sind in sol­chen Bespre­chun­gen. habe ich natür­lich auch den Kopf abge­schal­tet danach und ein biss­chen auf Durch­zug und habe gar nicht mehr viel mit­be­kom­men. Also das kann man, da kann man gegen­ar­bei­ten, indem man immer wie­der auch zu Pro­jek­ten zurück­kehrt und die The­men behan­delt. Zu einem ande­ren Pro­jekt geht ein The­ma behan­delt, wie­der zu dem ande­ren Pro­jekt, da ein The­ma rau­s­pickt. Auch das kann von einem Tool sehr schön vor­ge­ge­ben wer­den, wie ich eben schon erwähnt habe, was die Agen­da angeht, die man gemein­sam erklärt. Auch das kann in einem Tool defi­niert wer­den, in wel­cher Rei­hen­fol­ge man sol­che… besprecht, auch wenn man dadurch von einem Pro­jekt zum ande­ren und hin und her springt. Man soll­te außer­dem bei den The­men Unwich­ti­ges und nicht Rele­van­tes aus­blen­den. Und damit mei­ne ich alles, was nicht auf der Agen­da steht. Neh­men wir mal als Bei­spiel eine Pro­jekt­be­spre­chung über alle Pro­jek­te hin­weg. Und dann haben wir ja ganz oft die Pro­jekt­lis­te vor der Nase und jedes Pro­jekt wird bespro­chen. Das ist schon mal ein Zeit­kil­ler, weil nicht jedes Pro­jekt in der Regel bespro­chen wer­den muss. Wenn man sich jetzt im Vor­feld dar­auf einigt, wel­che Pro­jek­te bespro­chen wer­den, aber man trotz­dem die kom­plet­te Pro­jekt­lis­te wie­der… hin­legt und abar­bei­tet, wird man gezwun­ge­ner­ma­ßen irgend­wann dazu kom­men, dann doch über Din­ge zu spre­chen, über die man gar nicht spre­chen woll­te. Selbst wenn man sich dar­auf vor­her geei­nigt hat, das nicht zu tun. Wir funk­tio­nie­ren ein­fach so. Wir sehen dann irgend­was und dann kommt eine Rück­fra­ge, ach, was war denn da eigent­lich, selbst wenn es gar nicht wich­tig war. Und schon hat man den Faden ver­lo­ren. Also die Gefahr der Ablöbung ist viel zu groß. Man bleibt dann doch bei Irrele­van­tem hän­gen und des­we­gen Kon­zi. sein und nicht die kom­plet­te Pro­jekt­lis­te neh­men. Wie soll­te dann Bespro­che­nes eigent­lich fest­ge­hal­ten wer­den? Wie notiert man das? Wie doku­men­tiert man das? Ich glau­be, jeder von euch kennt das. Das sind so Pro­jekt­be­spre­chun­gen, Pro­to­kol­le, die dann nach so einem Mee­ting in einem CC-Ver­tei­ler an alle ein­mal rum­ge­schickt wer­den. Und Hand aufs Herz, wer von euch liest das wirk­lich und merkt sich das alles? Die meis­ten, mit denen ich spre­che in Coa­ching, sagen, sie lesen es gar nicht mehr, weil es ihnen dann auch wie­der viel zu viel Zeit raubt und sie waren ja auch anwe­send. Also müs­sen sie es gar nicht lesen. Das heißt, das lan­det direkt im E‑Mail Archiv und ist ver­ges­sen. Das heißt, die­ses Pro­to­koll wird eigent­lich sinn­frei erstellt und in einem Pro­to­koll wird auch kei­ne Nach­hal­tig­keit erzeugt, weil die Zustän­dig­keit dar­in nicht. fest­ge­hal­ten ist. Man kann es zwar drauf schrei­ben, aber es lan­det dann ja nicht auf indi­vi­du­el­len To-do-Lis­ten in irgend­ei­nem Tool, son­dern es steht nur in die­sem Pro­to­koll. Also mein Tipp hier, Bespro­che­nes sofort wäh­rend der Bespre­chung noch in einem geeig­ne­ten Tool, wie zum Bei­spiel Meis­ter­task oder ähn­li­chen Tools, direkt mit der Zustän­dig­keit fest­hal­ten. Also ein Tool wäh­len, wo man so eine, ein etwas was bespro­chen ist, eine Akti­on, die durch­ge­führt wer­den muss, direkt mit einem Nut­zer ver­bin­den kann. damit die­ser das dann auch direkt in sei­ner To-Do-Lis­te hat. Dadurch wird nichts ver­ges­sen. Es ist auch für alle sofort nach­voll­zieh­bar, wer zustän­dig ist, selbst wenn sie an die­ser Bespre­chung nicht teil­ge­nom­men haben, weil sie nicht konn­ten oder nicht soll­ten. Sie kön­nen es trotz­dem nach­voll­zie­hen, wenn sie sich in die­ses Tool bege­ben und sich ein­fach anschau­en, was ist da bespro­chen. Dazu gibt es übri­gens auch Vide­os von mir in mei­nem You­Tube-Kanal. Die wer­de ich auch noch ver­lin­ken in der Beschrei­bung die­ser Fol­ge. Der drit­te Kom­plex, war­um Mee­tings als nicht erfolg­reich bewer­tet wer­den, ist die Wirk­sam­keit des Mee­tings und die Nach­hal­tig­keit. Also vie­le bekla­gen, Mee­tings ver­än­dern nichts. Es wird nur gere­det und nie­mand hält sich an das, was bespro­chen wird. Und also hat es eigent­lich nichts bewirkt. Wie zuvor erwähnt, soll­te man also gleich fest­hal­ten, wer dann für die Din­ge zustän­dig ist in einem geeig­ne­ten Tool. Und man soll­te sich nicht mit For­mu­lie­run­gen wie Irgend­wer soll es erle­di­gen oder wir wer­den das erle­di­gen oder noch schlim­mer, ihr wer­det das erle­di­gen abge­ben. Also direkt eine Zustän­dig­keit fest­hal­ten, die an eine Per­son geknüpft ist am bes­ten. Auch nicht an ein Team, son­dern wirk­lich an eine Per­son, wenn in einem Team, weil es dann hin­ter­her auch wie­der nicht mehr wer dafür zustän­dig ist, da direkt jeman­den ver­ant­wort­lich erklä­ren, der dann dafür zustän­dig ist. Die The­men, die man bespro­chen hat, soll­ten in einem geeig­ne­ten Abstand wie­der auf der Agen­da lan­den. Das ist auch ganz wich­tig. Also nicht etwas bespre­chen, ja, das machen wir mal und dann haben wir es trotz­dem alle ver­ges­sen, son­dern nein, man soll­te sofort mit­be­spre­chen, wann man das wie­der auf die Agen­da setzt. Und hier der Tipp, mit allen einen rea­lis­ti­schen, mit Aus­ru­fungs­zei­chen dahin­ter, Zeit­rah­men bespre­chen, wann es sinn­voll ist. Also nicht jetzt aus Prin­zip schon eine Woche spä­ter wie­der drü­ber spre­chen. Weil dann kann es sein, dass man dann sagt, gibt’s nicht zu berich­ten, und dann sagt man viel­leicht noch mal eine Woche spä­ter, es gibt nicht zu berich­ten, und dann lang­weilt es alle, und dann streicht man das gan­ze The­ma wie­der, oder es gerät in Ver­ges­sen­heit. Des­we­gen direkt, wenn man etwas bespricht, eine Akti­on bespricht, auch fest­hal­ten, wann sol­len wir da rea­lis­ti­scher­wei­se wie­der drü­ber spre­chen, und dann einen Zeit­rah­men aus­wäh­len, wo es dann auch wirk­lich etwas zu berich­ten gibt und viel­leicht auch schon einen Impact von die­ser Akti­on mess­bar ist. Und jetzt zum Abschluss ein ganz gro­ßer Tipp. Jedes Mee­ting soll­te mit einer Feed­back­run­de enden. Und zwar soll­ten dann alle Teil­neh­men­den, sofern das mög­lich ist, wenn die Teil­neh­mer­zahl nicht zu groß ist, ein­mal gefragt wer­den, wie effek­tiv die­ses Mee­ting für sie war. Man soll­te sie fra­gen, ist über das gespro­chen, was ihnen wich­tig gewe­sen ist oder ist irgend­was offen geblie­ben? Gibt es irgend­wel­che Fra­gen noch, die noch nicht geklärt sind? Oder gibt es Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­ge für die nächs­ten Bespre­chun­gen? Also wirk­lich die letz­ten Minu­ten, die letz­ten fünf Minu­ten eines jeden Mee­tings dafür nut­zen rei um. Und da kann man dann wirk­lich rei umge­hen zu fra­gen, wie gut war das heu­te? Gibt es noch offe­ne Fra­gen? Und was kön­nen wir beim nächs­ten Mee­ting bes­ser machen? Wenn man das durch­hält und wirk­lich jedes Mee­ting so been­det, wer­det ihr erle­ben, dass eure Mee­tings mit der Zeit immer bes­ser wer­den und wirk­lich sich von Mal zu Mal ent­wi­ckeln. die das prak­ti­zie­ren, machen das auch nach ein paar Jah­ren immer noch. Und dann kommt viel­leicht nicht mehr so viel Ver­bes­se­rungs­vor­schlag, aber wenn dann doch etwas pas­siert ist oder irgend­et­was auf­tritt, was viel­leicht so ein biss­chen den guten Ablauf gestört hat, fällt das sofort auf und kann auch dann bear­bei­tet und gemein­sam eli­mi­niert wer­den. Also wirk­lich jedes Mee­ting mit einer Feed­back­run­de been­den. Wie gut war es? Wie effek­tiv war es? Was kön­nen wir beim nächs­ten Mal bes­ser machen? Wie lau­fen eure Mee­tings ab? Ich wür­de mich freu­en über Kom­men­ta­re oder auch Nach­rich­ten per Mail, mei­ne Kon­takt­da­ten wie immer über mei­ne Web­site oder unter die­ser Pod­cast­fol­ge in der Beschrei­bung. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und freue mich aufs nächs­te Mal. Bis bald, ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast **Schlagwörter:** Besprechungen, Coaching, KlarSicht Podcast, Meetings, MeisterTask, Podcast, Team, Teamwork --- ### [Erfolgreiche Problemlösung durch Ursachenbekämpfung](https://bobach-coaching.de/erfolgreiche-problemloesung/) **Published:** Juni 2, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wie ver­lo­ckend ist es bei [Pro­blem­lö­sung](https://bobach-coaching.de/podcast-loesungsorientierung/ "Coach&Coach: Lösungsorientierung – raus aus der Problemtrance") in ers­ter Linie, die Sym­pto­me zu bekämp­fen: Der „schwie­ri­ge“ Kol­le­ge wird gemie­den, das schein­bar Unlös­ba­re ver­drängt. Oft wer­den die The­men dadurch eher grö­ßer als dass sie ver­schwin­den. Im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") gehen wir jedoch ganz anders vor und suchen gezielt die Ursa­chen. In die­ser Fol­ge von Coach&Coach dis­ku­tie­ren wir: - war­um es so wich­tig ist, nicht nur Sym­pto­me zu bekämp­fen - wie man im Coa­ching (und auch selbst) durch genau­es Fra­gen den Ursa­chen auf die Spur kommt - was ein Kis­sen damit zu tun hat [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Jan: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach mit Björn Bob­ach, hal­lo Björn und mir Jan Fran­ke. Björn: Hal­lo Jan! Jan: Ja, wir haben uns heu­te etwas Gro­ßes vor­ge­nom­men. Wir wol­len näm­lich heu­te über das gro­ße Bild spre­chen, das gro­ße Gan­ze. Und ja, was es damit auf sich hat, das wol­len wir jetzt gleich ein­mal auch genau­er erläu­tern. Im Wesent­li­chen geht es dar­um, dass wir viel­leicht auch mal unter die Ober­flä­che schau­en möch­ten. Björn, hast du Lust schon ein, zwei Sachen dazu zu sagen oder soll ich noch wei­ter aus­füh­ren? Björn: Ja, also grund­sätz­lich ist es ja so, dass wir das im Coa­ching… .. ja eigent­lich regel­mä­ßig tun soll­ten. Aber ich glau­be, das ist für unse­re Kli­en­ten manch­mal… .. über­ra­schend, dass sie mit einem The­ma zu uns kom­men… .. und dann hin­ter­her das Coa­ching an sich, sich mit… .. einem etwas schein­bar völ­lig ande­ren beschäf­tigt. Also ich habe da so ein schö­nes Bei­spiel von jeman­dem,… .. der zu mir kam und das The­ma hat­te… .. ich orga­ni­sie­re mich nicht gut. Ich möch­te mich bes­ser orga­ni­sie­ren,… .. ich brau­che auch Tipps… .. und ich mache ja auch so Soft­ware-Trai­ning… .. und mache so Work­shops mit Fir­men… Jan: Ja, ja. Björn: .. und des­we­gen kam der auch auf mich. Und dann stell­te sich aber raus,… .. das mit der Soft­ware… .. war qua­si nur das Sym­ptom… .. und die Ursa­che lag ganz woan­ders… .. und wir haben dann über ganz ande­re Din­ge gespro­chen. Und das ist für Kli­en­ten oft sehr über­ra­schend. Jan: Und letz­ten Endes sind ja oft­mals Auf­hän­ger, mit denen man jetzt auch ins Coa­ching kommt. Ent­we­der beruf­li­che Fra­gen oder pri­va­te Fra­gen, Bezie­hungs­fra­gen jetzt nicht im Sin­ne von part­ner­schaft­li­che Bezie­hun­gen, son­dern auch Freund­schafts­be­zie­hun­gen oder Bezie­hun­gen zu ande­ren Geschäfts­part­nern und so wei­ter und so fort. Und oft­mals geht es um die­se Fra­ge­stel­lung und auch um das Ver­hal­ten ande­rer, die eige­ne Sicht dar­auf, auch das eige­ne Gefühl, wie es damit zusam­men­hängt. Aber letz­ten Endes ist es natür­lich so, dass wir als Men­schen aus viel mehr bestehen als eben nur die­sen bei­den Aspek­ten, näm­lich dem beruf­li­chen Kon­text oder auch dem Bezie­hungs­kon­text. Es hängt eben ganz viel noch mit dran und das sind eben auch wei­te­re Dimen­sio­nen, die jetzt auch noch­mal um die kon­kret zu benen­nen, neben rein Beruf oder pri­vat als Ober­be­griff eben auch bedeu­ten kön­nen. Fami­lie, Freun­de, Schlaf, was einen dann wie­der­um selbst noch betrifft, Ernäh­rung, was einen auch wie­der­um selbst betrifft, Sport oder viel­leicht auch noch ande­re Din­ge. Und das sind alles wei­te­re Dimen­sio­nen, die einen ganz mas­si­ven Ein­fluss auch dar­auf haben. wie unse­re Situa­ti­on über­haupt im All­ge­mei­nen ist, wie unse­re Aus­las­sung im All­ge­mei­nen ist und wie wir auch den eige­nen Blick, die eige­ne Per­spek­ti­ve auf die Din­ge haben. Ich neh­me mal ein Bei­spiel. Du kannst die Situa­ti­on haben, dass du eine Kon­flikt­si­tua­ti­on hast, ob das jetzt im pri­va­ten oder im beruf­li­chen Umfeld ist. Und man fragt sich, war­um gehe ich so schnell durch die Decke? Oder war­um geht mein Gegen­über so schnell durch die Decke in dem Zusam­men­hang? Und jetzt kann man qua­si alle mög­li­chen Din­ge ange­hen. Man kann sich über­le­gen, was sind per­sön­li­che Antrei­ber? Was sind viel­leicht auch Din­ge, die einen trig­gern und so wei­ter und so fort? Im Grun­de genom­men kann es aber auch sein, dass ein­fach die Gesamt­si­tua­ti­on unaus­ge­las­tet ist. Es kann zum Bei­spiel sein, dass ich ein Pro­blem habe, dass ich nicht rich­tig schla­fe aktu­ell. Es kann sein, dass ich ein Pro­blem habe, dass ich mich nicht rich­tig ernäh­re, dass ich viel­leicht auch sport­lich gar nicht den Aus­gleich habe, mein Stress los­wer­de und des­halb nur kur­ze Zünd­schnur habe. Und das sind all die­se Punk­te, die man irgend­wo auch betrach­ten muss und die man auch ent­de­cken muss im Rah­men einer sol­chen Coa­chin­grei­se oder im Rah­men einer Coa­chings­es­si­on. Um über­haupt zu ver­ste­hen, rede ich jetzt hier gera­de über die Sym­pto­me oder rede ich tat­säch­lich über die Ursa­che? Kom­me ich der Sache tat­säch­lich auf den Grund? Björn: Es ist ja im Prin­zip das alte Lied, dass man Pri­va­tes und Beruf­li­ches eigent­lich nicht tren­nen kann. Weil das, was ich pri­vat mache, mich natür­lich in mei­nem beruf­li­chen All­tag beein­flusst und umge­kehrt auch. Wenn ich beruf­lich unter Strom ste­he, wer­de ich auch nicht unglaub­lich ent­spannt zu Hau­se sein, wenn ich nicht zum Bei­spiel einen Puf­fer ein­baue, der aus­rei­chend ist. Und es gibt ja durch­aus zum Bei­spiel auch Arbeit­ge­ber oder Vor­ge­setz­te, die sich des­sen sehr bewusst sind. Ich erle­be das. .. immer häu­fi­ger, dass tat­säch­lich,… .. wenn eine Fir­ma um die Ecke kommt… .. und sagt, hier mei­ne Mit­ar­bei­ter… .. brau­chen Unter­stüt­zung,… .. dass die dann auch direkt sagen,… .. das hat aber sehr wahr­schein­lich nichts… .. mit dem Fir­men­um­feld zu tun. Das ist irgend­was ande­res,… .. das ist irgend­ein ande­res The­ma. Das fin­de ich immer sehr schön,… .. weil ich dann weiß,… .. da muss ich gar nicht viel erklä­ren. Nichts­des­to­trotz ist es für den Kli­en­ten… .. dann auch wie­der eine Über­ra­schung,… .. wenn jemand im Rah­men eines… .. Busi­ness Coa­chings zu ihm… kommt, wenn die zu mir kom­men und man dann sagt, ja, jetzt erklä­ren sie mir aber viel­leicht mal ein biss­chen ihre pri­va­ten Umstän­de und man ein­fach noch mal genau­er nach­fragt. Jan: und das ist ein sehr guter Punkt. Ich glau­be, dass wir uns jetzt auch ein biss­chen Björn: Und ich glau­be, das ist ja das eigent­li­che The­ma. Jan: mit der Zeit in der Hand hal­ten. Björn: Wir müs­sen ja dann ganz ande­re Fra­gen stel­len. Jan: Und ich glau­be, dass wir uns jetzt ein biss­chen mit der Zeit in der Hand hal­ten. Björn: Also neh­men wir das Bei­spiel, jemand kommt und sagt, ich krie­ge irgend­ein Pro­jekt nicht Jan: Und ich glau­be, dass wir uns jetzt ein biss­chen mit der Zeit in der Hand hal­ten. Und ich glau­be, dass wir uns jetzt Björn: fer­tig. Also ich krie­ge das Pro­jekt nicht fer­tig, das schie­be ich seit sechs Mona­ten vor mir Jan: ein biss­chen mit der Zeit in der Hand hal­ten. Und ich glau­be, dass wir uns jetzt Björn: her, mein Chef tanzt mir auf dem Dach rum und wie krie­ge ich die­ses Ziel erreicht? Jan: ein biss­chen mit der Zeit in der Hand hal­ten. Und ich glau­be, dass wir uns jetzt Björn: Dann kön­nen wir ja jetzt ganz ober­fläch­lich uns die­ses Pro­jekt erklä­ren las­sen. Jan: ein biss­chen mit der Zeit in der Hand hal­ten. Und ich glau­be, dass wir uns jetzt Ja, genau, also man muss halt irgend­wie auch ein Gespür dafür bekom­men, was ist die tat­säch­li­che Björn: Aber es ist ja viel wich­ti­ger, raus­zu­fin­den, wo da die Blo­cka­de ist und war­um es seit sechs Mona­ten nicht vor­an­geht, weil das ist ja sehr unwahr­schein­lich, dass jemand irgend­et­was da nicht abge­schlos­sen kriegt, wenn er das viel­leicht frü­her auch geschafft hat. Und die rich­ti­gen Fra­gen, das ist, fin­de ich, und die rich­ti­ge Fra­ge Tech­nik, das fin­de ich unheim­lich wich­tig. Jan: Fra­ge­stel­lung dahin­ter. Jemand kommt und sagt, ich schla­fe nicht mehr rich­tig durch oder ich kann nicht mehr rich­tig schla­fen. Und man eru­iert dann, woher das jetzt an die­ser Stel­le kom­men kann. Das kann sein, dass ich einen Stress auf der Arbeit habe. Das kann sein, dass ich Stress im Pri­va­ten habe, der sich dann wider­schlägt in Gedan­ken und so wei­ter und so fort. Es kann aber auch sein, dass ich ein­fach einen Stress, den ich an einer bestimm­ten Stel­le habe, gar nicht abge­baut bekom­me. Bei­spiels­wei­se durch auch sport­li­chen Aus­gleich oder Hob­bys, irgend­was, was auch der See­le gut tut. was dann dazu führt, dass ich halt in Sum­me ein­fach so gepusht bin und so gestresst bin, dass ich gar nicht mehr rich­tig schla­fen kann. Und genau­so auch anders­rum kann die Situa­ti­on sein, dass in dem Moment, wo ich die­se Aus­gleich nicht habe, wo ich auch nicht rich­tig schla­fe oder wie auch immer, auch die Din­ge auf der Arbeit nicht rich­tig lau­fen, dass ich halt irgend­wie, dass man emo­tio­na­ler wird, dass man in Sum­me Eigen­schaf­ten an sich ent­deckt, die man viel­leicht auch gar nicht so haben möch­te. Und ich fin­de immer ein ganz gutes Bei­spiel ist in dem Zusam­men­hang auch die Fra­ge, hat man … das Gefühl, gera­de man selbst zu sein. Oder hat man das Gefühl, gera­de eigent­lich aus Björn: Hm. Jan: der eige­nen Balan­ce zu sein. Und dafür ist natür­lich auch genau. Selbst­be­stim­mung hängt Björn: Oder selbst­be­stimmt zu sein, das ist auch eine wich­ti­ge Fra­ge. Jan: dann ja auch oft wie­der­um auch mit dem per­sön­li­chen Glücks­emp­fin­den zusam­men. Also bin ich der Sache aus­ge­lie­fert oder bin ich selbst in der Lage hier auch sou­ve­rän zu ent­schei­den, Din­ge zu gestal­ten. Auch das spielt ganz viel damit rein. Und das ist halt eben alles zu eru­ie­ren. Und ich glau­be, man kann sich gar nicht genug bewusst sein, wie wich­tig es ist, hier auch tat­säch­lich einen Über­blick zu haben über sämt­li­che Lebens­fel­der und auch das Ver­ständ­nis dafür, wie unter­schied­lich hier auch die Ein­flüs­se sind. Also man kann das eine nicht ohne das ande­re haben. Und wich­tig, um da halt irgend­wie der Sache näher zu kom­men, ist auch sicher­lich eine gewis­se Distanz oder eine Mög­lich­keit, das über­haupt zu betrach­ten. Und da gibt es jetzt unter­schied­li­che For­ma­te, wie man das machen kann. Ent­we­der man hat sowie­so jetzt, sag ich mal, eine gute Grund­ba­lan­ce und das läuft so durch, dann wird man gar nicht das Bedürf­nis ver­spü­ren, hier etwas anzu­pas­sen. Man hat viel­leicht gar kein The­ma. Man hat viel­leicht auch gar kei­ne Sym­pto­me. Björn: Hm. Jan: Wenn man merkt, es kommt irgend­wie durch­ein­an­der, dann ist halt eben auch die Fra­ge, ist es so, dass man das gut selbst regu­lie­ren kann, dass man even­tu­ell auch Selbst­me­cha­nis­men ent­wi­ckelt hat, mit denen man das fest­stellt? Wir haben schon mal zum Bei­spiel in einer Fol­ge dar­über gespro­chen, wie gut es sein kann, ein Tage­buch zu füh­ren, in dem man auch mal mit auf­schreibt, was sind denn so die Rou­ti­nen, die man hat, oder was fällt einem auf, was sich viel­leicht über einen län­ge­ren Zeit­raum ver­än­dert. Ich bin ja per­sön­lich auch ein gro­ßer Freund von die­sem Stim­mungs­ba­ro­me­ter, das mal auf­zu­schrei­ben. Wie füh­le ich mich mor­gens, mit­tags, abends und das tat­säch­lich jeden Tag mit­zu­che­cken und zu sehen, was hat dann even­tu­ell auch wie für einen Ein­fluss. Björn: Mhm. Jan: Oder viel­leicht habe ich auch ande­re Mög­lich­kei­ten, dass ich tat­säch­lich etwas ein­ge­führt habe für mich, wie regel­mä­ßi­ge Medi­ta­ti­on oder regel­mä­ßi­ges Spa­zie­ren­ge­hen, bei dem ich auch mal dar­über nach­den­ke, wie ist die Situa­ti­on in Sum­me oder habe ich den Effekt oder ein For­mat, in dem ich bei­spiels­wei­se mit einer Freun­din, mit einem Freund oder einem Coach auch tat­säch­lich noch­mal eine exter­ne Sicht dar­auf bekom­me, wie mei­ne Situa­ti­on ist oder wie sie auch wahr­ge­nom­men wird, wo ich mich selbst erklä­ren kann, wo ich mich viel­leicht auch mal selbst ein biss­chen zur Klar­heit reden kann. Björn: Ich fin­de auch eine ganz span­nen­de Geschich­te ist, was hat sich ver­än­dert? Was hat sich in den letz­ten Mona­ten ver­än­dert? Was ist für eine Lebens­li­nie steht da gera­de hin­ter einem? Also die­ses, das nen­nen wir ja glau­be ich Leis­tungs­pan­ora­ma, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, dass man über sein gan­zes Leben zum Bei­spiel auch so Lini­en schreibt, wie so eine EKG-Linie, Höhen und Tie­fen und das pri­va­te und beruf­li­che neben­ein­an­der stellt und so wei­ter. Oft auch so, dass wenn jemand kommt und sagt, ich möch­te XY ändern und man nicht so rich­tig viel­leicht auch gar nicht ver­steht, wo die Moti­va­ti­on ist und der Kli­ent das sel­ber Jan: Sie sind nicht in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Sie sind in der Hand. Björn: auch nicht ver­steht, dann ein­fach mal auch die letz­ten Mona­te zurück­schau­en. Wann war es das letz­te Mal anders? Wann ist das auf­ge­kom­men? Da fällt ja auch schon ganz oft der Gro­schen. Eine ande­re Sache, die mir auch gera­de durch den Kopf gegan­gen ist, ist, .. dass ich es auch schon erlebt habe,… .. dass ein Kli­ent kommt mit so einem ganz bestimm­ten Wunsch,… .. der jetzt auch schon coa­ching­be­zo­gen ist. Ich möch­te an XY arbei­ten. Zum Bei­spiel ich möch­te an einem Glau­bens­satz arbei­ten… .. oder ich möch­te mit mei­nem inne­ren Kind in Kon­takt kom­men. Das ist ja auch ganz modern. Also und da spre­chen wir bei­de ja zum Bei­spiel auch oft drü­ber… .. oder ich per­sön­lich auch die­ses berühm­te Buch,… .. das Kind, die dir muss Hei­mat fin­den, die­se Sachen. Und dann kom­men die zu einem und sagen,… .. sie möch­ten das und das machen. Ganz span­nend ist dann die Fra­ge, war­um möch­ten Sie das denn? Und da kom­men manch­mal fast gar kei­ne Ant­wor­ten, da kommt dann manch­mal schon so ein ganz lee­rer Blick, so weiß ich eigent­lich gar nicht. Und dann die tat­säch­li­che Moti­va­ti­on raus­zu­fin­den und dann, wo das wie­der her­kommt. Also da blüh ich als Coach ein biss­chen auf, das ist so, das weckt bei mir dann auch immer so einen Ärger, dass ich dann den­ke, okay, ich muss jetzt hier erst­mal ver­ste­hen, was ist denn das tat­säch­li­che Ziel, was ist der tat­säch­li­che Wunsch? Das ist ja das Glei­che. Wir hat­ten im Vor­ge­spräch die­se Geschich­te, wo wir dar­über gespro­chen haben, da habe ich dir erzählt, dass ich gera­de ein ganz lang­jäh­ri­ges Lei­den von mir los­ge­wor­den bin. Ich kann gar nicht sagen, wie lang. Ich habe eigent­lich immer seit, ich den­ke kann, die letz­ten Jah­re schon immer wie­der Kopf­schmer­zen, die so span­nungs­be­zo­gen sind. Also ein aus­strah­len­der Kopf­schmerz. von der lin­ken Schul­ter aus. Jetzt fra­gen sich die Zuhö­rer gera­de, was git­tet der über sei­ne Kopf­schmer­zen? Ich kom­me jetzt zum Punkt. Jan: Ich bin sehr glück­lich, dass ihr mit uns zusam­men­ge­kom­men seid. Björn: Also ich hat­te immer wie­der die­se Kopf­schmer­zen. Die kamen irgend­wie immer wie­der. Nicht regel­mä­ßig, aber sie kamen immer wie­der. Und dann habe ich das getan, was wahr­schein­lich die meis­ten tun, näm­lich ich habe Ibus ein­ge­wor­fen oder irgend­wel­che Kopf­schmerz­ta­blet­ten. Dann wur­de es bes­ser. Und nach ein, zwei Tagen ist es dann auch die­se Span­nung in mei­ner Schul­ter ver­schwun­den. Und dann war es wie­der gut. Und das kam aber immer wie­der. Und jetzt war ich neu­lich im Urlaub und hat­te da das Glück, in einem ganz tol­len Spa auch thai­län­di­sche Mas­sa­gen bekom­men zu kön­nen. Und dann sag­te die­se sehr wei­se Frau, der ich dann schil­der­te von mei­nem Span­nungs­kopf­schmerz, sag­te dann, ach, viel­leicht haben sie ja nur das fal­sche Kis­sen. Und die­ser Gedan­ke hat mich nicht los­ge­las­sen, bis ich wie­der zu Hau­se war und dach­te, das ist ein fal­scher Kis­sen. Da dach­te ich, wie kannst du denn? da nicht mal drü­ber nach­ge­dacht haben, dass viel­leicht ein­fach das fal­sche Kis­sen ist. Und sie­he da, gutes ortho­pä­di­sches Kis­sen gekauft und mei­ne Schul­ter ist nicht mehr ver­spannt und das jetzt seit Wochen. Und als wir über die­ses The­ma gespro­chen haben, uns über­legt haben, dass wir da mal ran müs­sen, habe ich gedacht, das ist genau das Glei­che im Coa­ching. Wir kön­nen immer ganz viel Hu-Hu-Ha-Ha machen, Feenst­raub und dann machen wir eine Übung. .. dass der Kli­ent sich woh­ler fühlt… .. oder wir machen irgend­ei­nen Anker,… .. wir set­zen einen Stopp­an­ker oder irgend­wie etwas,… .. was so ein biss­chen Din­de­rung ver­schafft. Aber wie unglaub­lich wich­tig ist es doch,… .. die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len,… .. im rich­ti­gen Moment… .. rich­tig hin­zu­hö­ren, um zu ver­ste­hen… .. und dann vor allem auch den Mut zu haben als Coach,… .. dann da auch rein­zu­ge­hen und zu ver­ste­hen,… .. was ist denn eigent­lich die Ursa­che… .. und wie kön­nen wir die besei­ti­gen? Ich fin­de, da muss man auch sehr sen­si­bel sein, weil das natür­lich auch Berei­che tan­gie­ren kann,… .. die ein Coa­ching-Kli­ent in dem Moment viel­leicht gar nicht erwar­tet. Und ich fra­ge dann auch immer sehr viel nach Erlaub­nis. Ist das in Ord­nung, wenn wir uns dem jetzt nähern? Darf ich da noch­mal nach­fra­gen? Und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm. Aber das ist unheim­lich wich­tig und ich fin­de, das ist so ein schö­nes Bild. Weil manch­mal ist es so eine Klei­nig­keit wie ein neu­es Kis­sen,… .. dass so ein lang­jäh­ri­ges, immer wie­der­keh­ren­des Lei­den ver­schwin­den lässt. Und viel­leicht ist es manch­mal auch… ein The­ma, das man gar nicht so auf dem Schirm hat, das aber damit zusam­men­hängt. Na, was weiß ich, eine alte Tren­nung, ein alter Chef, den man mal hat­te, der irgend­et­was in uns aus­löst, was wir noch nicht mit der Gegen­wart in Ver­bin­dung gebracht haben. Und wenn man da noch mal rein­geht, Jan: Ja, abso­lut. Und in Sum­me kann man auch an der Stel­le dann eigent­lich nur ermu­ti­gen, Björn: wird viel­leicht vie­les im Jetzt auch viel bes­ser. Jan: wenn man jetzt irgend­wie auch so eine Situa­ti­on hat, dass man ent­we­der ein Sym­ptom hat oder irgend­wie aus der Balan­ce kommt, das Gefühl hat, irgend­was stimmt hier gera­de nicht, tat­säch­lich mal einen Moment zurück­zu­tre­ten und sich für sich dann ein­fach mal die unter­schied­li­chen Berei­che, die das Leben so zu bie­ten hat, anzu­schau­en. Ob ihr das jetzt allei­ne macht, ob ihr das macht mit einem Coach, einem Freund, aber dass ihr die­ses The­ma tat­säch­lich mal angeht. Viel­leicht mal aus der Situa­ti­on kon­kret her­aus­ge­hen, sich dafür einen gewis­sen Frei­raum neh­men, ganz bewusst und sich mal über­le­gen, was hat sich tat­säch­lich geän­dert in der letz­ten Zeit beruf­lich, pri­vat, wie ist es in mei­nen ande­ren Lebens­be­rei­chen, ernäh­re ich mich gut, habe ich mei­nen sport­li­chen Aus­gleich, schla­fe ich gut, geht es mir in mich in Form von Hob­bys oder ande­ren Din­gen. Und tat­säch­lich ein­mal zu schau­en, auch unab­hän­gig von der rei­nen Sach­la­ge und dem rei­nen Sach­pro­blem, was ich even­tu­ell habe, gibt es auch dahin­ter lie­gen noch Mög­lich­kei­ten, wie ich hier Stell­schrau­ben bewe­gen kann, um wie­der in Balan­ce zu kom­men. Und das wäre auch, den­ke ich, so unser Fazit in Sum­me für heu­te, dass sich hier auf jeden Fall Björn: Ja. Jan: die­ser Blick auf das gro­ße Bild lohnt und wir wün­schen euch ganz, ganz viel Freu­de. dabei hier auch die­ses Bild zu ent­de­cken. Freu­en uns über euer Feed­back, über eure Rück­mel­dun­gen, was ihr viel­leicht auch dabei so ent­deckt und freu­en uns auf jeden Fall schon auf das nächs­te Mal. Und auf Wie­der­hö­ren. Björn: So ist es. Ich sag Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Lösungen, Podcast, Probleme --- ### [Berufswege Coaching - Interview mit Annette Testrut](https://bobach-coaching.de/berufswege-coaching-interview-mit-annette-testrut/) **Published:** Juni 10, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Berufs­we­ge Coa­ching – das Gegen­stück zum Berufs­wahl Coa­ching. In mei­nem letz­ten Inter­view mit Annet­te Test­rut haben wir spe­zi­ell über die Her­aus­for­de­run­gen gespro­chen, die Jugend­li­che bei der Berufs­wahl haben. Aber nicht nur bei jun­gen Leu­ten ste­hen gro­ße Ent­schei­dun­gen an, auch gestan­de­ne Erwach­se­ne haben immer häu­fi­ger Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die die Zukunft ihres beruf­li­chen Weges maß­geb­lich beein­flus­sen. In der heu­ti­gen Pod­cast-Fol­ge bespre­che ich mit Annet­te - war­um auch Erwach­se­ne immer häu­fi­ger vor Rich­tungs­än­de­run­gen im per­sön­li­chen Berufs­weg ste­hen - wie Annet­te in ihrem spe­zi­el­len Berufs­we­ge Coa­ching vor­geht, um Ent­schei­dun­gen leich­ter zu gestal­ten Kon­tak­da­ten Annet­te Test­rut: Web­site: https://www.annette-testrut.de Mail: coach@annette-testrut.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­Sicht, dem Coa­ching-Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich habe die gro­ße Ehre, heu­te mei­ne alte Kol­le­gin wie­der begrü­ßen zu dür­fen, die Annet­te Test­rut. Hal­lo, Annet­te. Annet­te Test­rut: Hal­lo, Björn. Hi. Björn: Schön, dass du wie­der dabei bist. Wir hat­ten ja schon ein­mal die Freu­de, mit­ein­an­der zu spre­chen. Ich durf­te dich inter­view­en zu dei­nem einen Coa­ching­feld, näm­lich Berufs­wahl­coa­ching. In der Fol­ge haben wir auch dar­über gespro­chen, woher wir uns ken­nen. Kurz ange­ris­sen, wir haben die Aus­bil­dung zusam­men gemacht, die Coa­chingaus­bil­dung zusam­men gemacht und in der Fol­ge hat­ten wir auch ein paar Ton­schwie­rig­kei­ten. Die haben wir hof­fent­lich gelöst. Die Annet­te hat ein brand­neu­es Mikro­fon. Und… Annet­te Test­rut: Genau. Björn: Und wir hof­fen, dass es dies­mal einen wenig bes­se­ren Ton gibt. Und wir haben ein ande­res The­ma, näm­lich dein zwei­tes Coa­ching­feld. Und magst du uns ein­mal erzäh­len, wor­um es sich da dreht? Annet­te Test­rut: Ja, ger­ne Björn. Es geht um das The­ma Berufs­we­ge­coa­ching. Ich hat­te ja letz­tes Mal schon erzählt, dass das so mei­ne bei­den Nischen sind. Ein­mal das Berufs­wahl­coa­ching steht so zu Beginn eben der Lauf­bahn rich­tet sich vor allem eben an Schü­ler und Absol­ven­ten. Und das Berufs­we­ge­coa­ching kommt immer dann zum Tra­gen, wenn eine beruf­li­che Ver­än­de­rung gewünscht ist. War­um auch immer, dafür gibt es eine gan­ze Men­ge Grün­de. Also das heißt, irgend­wo ent­steht ein Punkt, wo man sagt, okay, so geht es nicht wei­ter. Das kön­nen ganz ver­schie­de­ne Din­ge sein. Also ich habe schon eini­ge Stu­di­en­ab­bre­cher zum Bei­spiel bei mir im Coa­ching. Das muss man viel­leicht auch mal gehört haben, dass an Uni­ver­si­tä­ten im Bache­lor­stu­di­um es cir­ca 35 Pro­zent Stu­di­en­ab­bre­cher gibt. Björn: Wahn­sinn! Annet­te Test­rut: Wahn­sinn, ne? Und an den Hoch­schu­len sind es auch immer­hin noch 20 Pro­zent. Also das ist schon mal ein beträcht­li­cher Anteil der­je­ni­gen, die sagen wir mal den ers­ten Weg irgend­wie gewählt haben, aus wel­chen Grün­den auch immer. Und dann natür­lich auch ein biss­chen frus­triert oder ernüch­tert sind, weil sie nicht direkt den Tref­fer gelan­det haben. Dann natür­lich an den Punkt ste­hen, ja, wie kann es denn jetzt wei­ter­ge­hen? Es sind aber auch vie­le Men­schen, die… Björn: Hm. Hm. Annet­te Test­rut: viel­leicht psy­chi­sche Pro­ble­me haben, Über­las­tun­gen. Wir ken­nen das alle, Ver­dich­tun­gen in der Arbeits­welt, die sagen, so in dem Tem­po oder mit den Anfor­de­run­gen kom­me ich nicht zurecht. Das ist auch ein häu­fi­ger Grund. Ver­än­der­te Lebens­um­stän­de kön­nen auch natür­lich eine wich­ti­ge Rol­le spie­len. Ich sage mal, Kin­der oder Pfle­ge­zei­ten oder… alle ande­ren Umstän­de, die sich ja auch im Leben immer mal wie­der ver­än­dern. Und damit ein­her­ge­hend auch oft Wer­te, die sich dann wie­der­um ver­schie­ben. Man sucht gibt es ver­schie­de­ne Pha­sen im Leben, Björn: Hm. Annet­te Test­rut: wo man dann auch noch mal anders viel­leicht auf sein Leben zurück­blickt. Und was ist mir wich­tig? Das kann sich schon mal ver­schie­ben. Und damit nimmt der Beruf ja auch noch mal eine ande­re Rol­le ein. Björn: Hm. Annet­te Test­rut: Und natür­lich ändern sich auch die Beru­fe und die Bedar­fe auf dem Arbeits­markt lau­fend. Also es gibt vie­le, vie­le Grün­de, war­um man eben an dem Punkt ist und sagt, Moment, da muss ich jetzt mal ein biss­chen genau­er hin­schau­en. Björn: Ja, und das rich­tet sich ja ein­deu­tig nicht nur an rela­tiv jun­ge Men­schen, weil das ist ja eine ganz, ja, es ist ja, wir hat­ten ja letz­tes Mal über die­se Berufs­wahl gespro­chen. Das ist natür­lich eher etwas, was sehr jun­ge Men­schen betrifft. Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: Du hast jetzt gera­de zur Ein­lei­tung auch gesagt, wenn eine beruf­li­che Ver­än­de­rung gewünscht ist. Ich glau­be, dass es auch oft dann Fäl­le gibt. Das erle­be ich zumin­dest im Coa­ching-All­tag immer wie­der, wo eine beruf­li­che Ver­än­de­rung… auf­ge­zwun­gen ist von außen. Du hast jetzt die Grün­de schon genannt. Das kann eine Kün­di­gung Annet­te Test­rut: Auch das natür­lich. Björn: sein. Das kann, das könn­ten Ver­än­de­run­gen in den Lebens­um­stän­den sein, zum Bei­spiel, dass ein Kind da ist und man auf ein­mal wirk­lich mehr Geld ver­die­nen muss. Das heißt, da ist ja der Coa­chingauf­trag auch ganz span­nend, weil wir bei­de wis­sen ja auch aus unse­rer Aus­bil­dung, dass eigent­lich der Coa­chingauf­trag immer vom Kli­en­ten kommt, also dass der Kli­ent den Wunsch hat, gecoacht zu wer­den. Das ver­wäs­sert natür­lich auch im Busi­ness-Coa­ching-Umfeld ganz oft, weil dann Men­schen zu mir geschickt wer­den von Vor­ge­setz­ten, hier coach den mal, der hat ein Pro­blem da und damit. Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: Das kann man ja ganz gut auf­fan­gen. Wie ist denn das, wenn jemand aus sei­nem Beruf raus­ge­zwun­gen wird aus irgend­wel­chen Grün­den und sich jetzt was Neu­es suchen muss? Ist der Auf­trag dann ein­deu­tig beim Kli­en­ten oder ist das dann auch so, dass du da in dem Vor­ar­beit leis­ten musst, um die Moti­va­ti­on auch sicher­zu­stel­len. Annet­te Test­rut: Ja, der Auf­trag ist schon erst­mal vor­der­grün­dig ein­deu­tig. Es ist eine beruf­li­che Ver­än­de­rung steht im Raum. Wenn es tat­säch­lich dazu kommt, dass man sich trennt oder es zu einer Kün­di­gung kommt, dann gibt es meis­tens schon auch eine Vor­ge­schich­te. Also die meis­ten, die sagen dann schon auch war viel­leicht auch gut so oder da lief auch nicht mehr alles rund oder eigent­lich habe ich mich auch nicht mehr wohl­ge­fühlt. Aber natür­lich ist dann erst mal sehr unschö­nes Gefühl oft­mals vor­han­den und ich sag mal in der Situa­ti­on hin­ter­fragt man sich viel­leicht auch sel­ber noch­mal. Es kom­men viel­leicht auch noch­mal Unsi­cher­hei­ten oder Ängs­te hoch. Das ist auch natür­lich ein gro­ßes The­ma. The­ma Glau­bens­sät­ze, das ist ja auch ein Ste­cken­pferd von dir. Ja zuv- Björn: Ja. Annet­te Test­rut: Viel­leicht auch so die­ser Gedan­ke eben, ja, ich bin nicht gut genug oder ich kann das nicht leis­ten. Da sind natür­lich ganz, ganz vie­le Aspek­te. Auch da ist es ähn­lich wie im Berufs­wahl-Coa­ching. Ich kann nie nur auf das Beruf­li­che schau­en. Also auch da ist wie­der ganz, ganz wich­tig, erst­mal zu star­ten, auf die Per­son zu schau­en. Was macht mich aus? Wer bin ich? Was ist mir wich­tig? Was sind mei­ne Inter­es­sen? Sind mei­ne Wer­te? Das sind mei­ne Zie­le. Das wird von vie­len schon auch ger­ne ange­nom­men. Ich sag mal, auch wenn es viel­leicht eine erzwun­ge­ne Ver­än­de­rung ist, die­sen Zeit­punkt zu nut­zen, zu sagen, okay, jetzt schaue ich doch mal genau­er hin, was möch­te ich denn eigent­lich wirk­lich? Das ist auch manch­mal was, was im zwei­ten Schritt Björn: Mmh. Annet­te Test­rut: wie so eine Art Erleich­te­rung auf­kommt. Ich habe jetzt mal die Gele­gen­heit, durch­zu­at­men, mein Leben zu betrach­ten, viel­leicht auch noch mal neu zu sor­tie­ren. und wirk­lich auch noch­mal den Fokus auf mich so ein biss­chen zu len­ken. Björn: Das heißt, dann kann man ja schon sagen, dass bei eini­gen Fäl­len, die du dann auch betreust, die­ses Ref­raming, wie wir Coa­ches das nen­nen, also die­se Ver­än­de­rung durch einen ande­ren Rah­men zu betrach­ten, schon ganz viel bewirbt. Also nicht die­ses, wenn es von außen auf­ge­zwun­gen ist, nicht die­ses auf den Rücken wer­fen, Annet­te Test­rut: Hm. Björn: oh Gott, oh Gott, ich wer­de gezwun­gen das, son­dern das als Chan­ce zu begrei­fen, also Annet­te Test­rut: Auf jeden Fall. Björn: im posi­ti­ven Coa­ching. Annet­te Test­rut: Rich­tig. Björn: Genau. Also das… Das heißt, da kann sich schon viel bewe­gen. Annet­te Test­rut: Mh. Björn: Jetzt habe ich mich gera­de gefragt, weil du ja bei den Jugend­li­chen, wenn es um die Berufs­wahl Annet­te Test­rut: Mh. Björn: geht, sehr sys­te­ma­tisch vor­gehst. Also das jen­elt sich dann ja schon ein biss­chen mehr, dass die ein­zel­nen Fäl­le, wer bin ich über­haupt, was will ich über­haupt und was ist ein Beruf eigent­lich für mich, was soll Annet­te Test­rut: Hm. Björn: der mir geben, was steht da im Vor­der­grund, sol­che Sachen. Ist es dann bei dem Berufs­we­ge­coa­ching indi­vi­du­el­ler, ist es unter­schied­li­cher? Annet­te Test­rut: Ja, wür­de ich schon sagen. Also Tei­le aus dem Berufs­wahl-Coa­ching kann man natür­lich auch dort sehr, sehr gut anwen­den. Vie­le Übun­gen, wenn es eben auch um Ziel­bil­der zum Bei­spiel geht oder auch um Wer­te. Wenn man bestimm­te Wege schon gegan­gen ist, kennt man sich viel­leicht schon ein biss­chen bes­ser. Ich betrach­te sehr häu­fig dann die Tätig­kei­ten, also wirk­lich den Wer­de­gang bis heu­te und mach dann eben erstel­le dann mit Coa­ching eine Kom­pe­tenz­bi­lanz. Also wirk­lich auch mal schau­en, was sind denn über­haupt alle schon für Kom­pe­ten­zen vor­han­den. Das heißt, das ist schon auch so ein kom­pe­tenz­ori­en­tier­tes Coa­ching. An dem Punkt, an dem die Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten zu mir kom­men, ist der Blick dar­auf manch­mal ein biss­chen dicht gemacht oder ver­schwom­men und der Blick auf die Res­sour­cen. Was gibt es denn Dann ist schon auch so eine Bestands­auf­nah­me und auch erst mal der Blick auf sich sel­ber sehr wich­tig. Und dann eben die Über­tra­gung auch noch­mal wie­der zurück auf die Beru­fe oder die Wei­ter­bil­dung oder was auch immer kom­men mag. Es kann auch sein, dass eine Unter­stüt­zung gewünscht ist. Wie gehe ich mit der jet­zi­gen Situa­ti­on um? Es kom­men auch Leu­te, die sagen, ich weiß nicht, ob ich mich ver­än­dern soll. Dann fragt man natür­lich auch in dem Fal­le, was sind die Grün­de, war­um eine Ver­än­de­rung über­haupt ange­dacht wird? Wo sind die? Was stört? Also auch da kann man anset­zen. Also es gibt eine gewis­se Grund­sys­te­ma­tik, aber hier ist es doch deut­lich dif­fe­ren­zier­ter, weil natür­lich auch die Grün­de viel, viel unter­schied­li­cher sind. Björn: Ja, ich kann, da kann ich nur eine Geschich­te ein­mal ganz kurz bei­steu­ern, die­se Geschich­te, war­um ist eine Ände­rung gewünscht? Da hat­te ich tat­säch­lich schon mal einen Kli­en­ten, der, wo sich dann raus­stell­te, in die­ser ers­ten Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: Pha­se, die wir im Coa­ching haben, wo man das Gan­ze noch mal rekon­stru­iert, wie es über­haupt Annet­te Test­rut: Hm. Björn: dazu gekom­men ist, dass das über­haupt nicht die eige­ne Moti­va­ti­on war. Annet­te Test­rut: Genau. Björn: Also das… The­ma und das Ziel des Coa­chings hat sich dann in dem Moment total gewan­delt. Und ich glau­be, das wirst du sehr wahr­schein­lich im Berufs­we­ge­coa­ching auch öfter… Annet­te Test­rut: Auf jeden Fall. Wir ken­nen ja das besag­te The­ma hin­ter dem The­ma, das dann oft eben sich noch zeigt. Björn: Ja. Annet­te Test­rut: Genau, der ers­te Grund. Manch­mal ist es eben, dass man Unsi­cher­heit, dass es wirk­lich sehr, sehr indi­vi­du­ell noch­mal auf die Per­son zurück­geht. Also ein­fach noch­mal schau­en, was ist da in mir, was mich viel­leicht auch hemmt, was mich bremst, was mich ver­un­si­chert. Es kön­nen auch Din­ge eben auf­plop­pen, dass man sagt, ich glau­be, ich muss da raus. Und man schaut sich die Situa­ti­on an und sagt, okay, da gibt es viel­leicht einen Kon­flikt mit einer Per­son. Ist es das wert, einen Beruf auf­zu­ge­ben, der allen ande­ren Facet­ten gut gefällt? Dann kann man viel­leicht auch mal schau­en, wie kann man in die­sem Kon­flikt unter­stüt­zen oder coa­chen, dass Kli­en­tin­nen oder Kli­en­ten eben damit umge­hen kann. Da muss man wirk­lich noch­mal ganz, ganz genau hin­schau­en. Das kann sich natür­lich auch noch­mal ver­än­dern, indem man erst­mal in die Tie­fe geht. Björn: Hm. Das ist ganz span­nend, weil in dem Kon­text ist es natür­lich total gut, dass man so eine all­um­fas­sen­de Aus­bil­dung hat, so wie du das ja auch genos­sen hast. Dass man in so einem Moment da steht und nicht weiß, wie man jetzt damit umge­hen soll, wenn das eigent­li­che The­ma zum Bei­spiel ein Kon­flikt­the­ma Annet­te Test­rut: Rich­tig. Björn: eigent­lich inner­halb des beruf­li­chen Sys­tems ist, wenn man jetzt vom sys­te­mi­schen Ansatz aus­geht. Annet­te Test­rut: Mmh. Björn: Wie ist das denn von dei­ner Wahr­neh­mung her? Du hast eben gesagt, Stu­di­en­ab­bre­cher gibt es vie­le. Spielt da… auch so eine gewis­se, wie ist die Alters­struk­tur? Das wür­de mich inter­es­sie­ren. Ist es so, dass die­se, die­ses in mei­nem Kopf und in mei­ner Wahr­neh­mung so ver­an­ker­te einen Beruf bis zum bis zur Ren­te machen, so in mei­ner Gene­ra­ti­on? Ich bin 73 gebo­ren. Ist das mit ein Grund, war­um Kli­en­ten dann zu dir gehen, weil sie sich nicht rich­tig trau­en, auch sich noch­mal auf eine ande­re Kar­rie­re zu bege­ben? Oder wie ist da dei­ne Beob­ach­tung? Annet­te Test­rut: Also die Alters­struk­tur, fang ich mal da an, betrifft wirk­lich die gan­ze Band­brei­te. Ich habe ein Semes­ter gemacht und gese­hen, das ist doch gar nichts für mich. Dann schaut man natür­lich, wie ist der ers­te Gedan­ke über­haupt in die­sem Beruf ent­stan­den, manch­mal auch nur, weil das der Papa vor­ge­schla­gen hat­te oder die Freun­din das auch macht oder man eben nicht bes­ser wuss­te. Also dann… gehen wir im Prin­zip wie­der zurück, ich sag mal ein biss­chen wie­der ins Berufs­wahl, genau, Björn: .. zur Berufs­wahl. Annet­te Test­rut: jetzt machen wir es noch­mal rich­tig und stei­gen da noch­mal ein mit den gan­zen Metho­den, die ich ja auch beim letz­ten Mal schon erläu­tert habe. Ich habe aber auch durch­aus 40-jäh­ri­ge, 50-jäh­ri­ge. Es ist wirk­lich auch so, dass ja wir alle auch län­ger arbei­ten sol­len dür­fen müs­sen und auch einen Berufs­wech­sel durch­aus auch noch. Mit­te 50, 60 durch­aus anzu­den­ken ist oder auch eine Per­spek­ti­ve, was kann ich viel­leicht sogar machen, wenn ich eigent­lich schon in Ren­te bin, zum Bei­spiel noch eine Selbst­stän­dig­keit auf­bau­en. Es gibt auch Leu­te, die sich sehr stark über Beruf iden­ti­fi­zie­ren und sagen, ich möch­te eigent­lich noch wei­ter arbei­ten, aber nicht mehr in dem Umfeld. Also das ist sehr, sehr viel fle­xi­bler doch auch gewor­den. Und Es ist schon so, dass auch jetzt bei unse­rer Gene­ra­ti­on der Gedan­ke lang­sam ankommt zu sagen, das, was ich mal gelernt und gemacht habe, das muss nicht in Stein gemei­ßelt sein bis zu mei­ner Ren­te. Also ich glau­be, das ist auch dem Arbeits­markt geschul­det. Björn: Hm. Annet­te Test­rut: Wir sehen ja, wie viel Fle­xi­bi­li­tät dort auch gefor­dert ist. Ande­rer­seits ist es auch wirk­lich so, dass es sehr viel durch­läs­si­ger ist und sehr viel… vie­le mehr Mög­lich­kei­ten gibt. Und oft­mals kann ich auch ablei­ten, zu sagen, in dem Beruf, Björn: Mmh. Annet­te Test­rut: in dem ich aus­su­che, gefällt mir das und das, aber die­ser Bereich nicht. Viel­leicht gibt es manch­mal durch eine zusätz­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on, Wei­ter­bil­dung oder wie auch immer über wie­der eine ganz neue Per­spek­ti­ve, wo ich mit einer Ver­knüp­fung, mit einer neu­en Qua­li­fi­ka­ti­on in ein neu­es Berufs­feld rein­ge­he. Ich sag ein­fach mal… Stich­wort Quer­ein­stieg Lehr­amt zum Bei­spiel. Björn: Mhm. Annet­te Test­rut: Und die Mög­lich­kei­ten sich auch zu qua­li­fi­zie­ren, ich sag mal das The­ma lebens­lan­ges Ler­nen, das ist schon auch bei vie­len in den Köp­fen. Björn: Es kann ja auch sein, dass die­ses einen Job bis zur Ren­te auch vom Umfeld qua­si aus­ge­übt wird. Ich kann mich erin­nern, ich hab zwei­mal mei­ne Kar­rie­re gewech­selt in mei­nem Berufs­le­ben und jedes Mal haben mei­ne Eltern Annet­te Test­rut: Ja, natür­lich. Björn: qua­si die Hän­de über dem Kopf zusam­men­ge­schla­gen. Ich fand das gar nicht so wild, aber mei­ne Eltern haben immer, wenn ich es erzählt hab, um Got­tes Wil­len, der Jun­ge wird auf der Stra­ße lan­den. Annet­te Test­rut: Hmm. Björn: Ist nicht pas­siert, aber es ist in vie­len Köp­fen so drin, dass das ein enor­mes Risi­ko ist. Und das kann natür­lich dann auch… was mit dem Mensch machen. Also, wenn ich war dann damals, na ja, ich wür­de sagen, stur. Oder sehr moti­viert oder sehr posi­tiv gestürmt Annet­te Test­rut: Also… Björn: und habe es dann ein­fach gemacht. Und wenn man eine ande­re Per­sön­lich­keits­struk­tur ist Annet­te Test­rut: Mmh. Björn: oder eine ande­re Glau­bens­satz­an­samm­lung hat, wie ich das in dem Moment hat­te, dann kann es ja sein, dass das einen tat­säch­lich ermitt. Mich wür­de jetzt inter­es­sie­ren, so ein biss­chen zu sei­ner Sys­te­ma­tik. Also wir haben ja jetzt schon geklärt, dass es erst­mal ganz wich­tig ist für dich, die Moti­va­ti­on über­haupt zu ergrün­den und genau zu wis­sen, war­um sitzt der Mensch vor mir und ist das tat­säch­lich ein Ori­en­tie­rungs­pro­blem? Also dass er nicht rich­tig weiß, wohin oder steht da was ande­res hin­ter? Wenn es dann so ist, dass klar ist, der dahin klä­ren möch­te, das sel­ber. Und es ist wirk­lich ein Ori­en­tie­rungs­pro­blem, so die­ses ich weiß gar nicht, was ich als nächs­tes machen soll. Wie gehst du dann vor? Annet­te Test­rut: Ja, zum Bei­spiel, indem ich die­se Kom­pe­tenz­bi­lan­zie­rung mache und erst­mal schaue, was sind denn für Kom­pe­ten­zen vor­han­den und welch möch­te der Kli­ent oder die Kli­en­tin auch wei­ter­hin nut­zen oder was macht ihm auch Freu­de, also auch noch­mal zu unter­schei­den, was kann ich und was mache ich ger­ne. Kann auch noch­mal einen gro­ßen Unter­schied machen. Ich clus­te­re immer, also auch die Inter­es­sen, Wer­te, Tätig­kei­ten, Kom­pe­ten­zen und stim­me die immer wie­der auf ein neu­es Berufs­feld ab. Dadurch erge­ben sich im Prin­zip auch Ideen. Ich habe natür­lich, das hat­te ich ja auch schon berich­tet, vie­le Jah­re schon im Job­coa­ching ver­bracht. Das heißt, ich ken­ne doch eine gan­ze Men­ge an Beru­fen und auch Stu­di­en­gän­ge oder weiß zumin­dest, wo man es nach­schaut und kann dann auch mit Ideen Ideen geben. Das ist aber nur ein Impuls von mir. Die Abstim­mung muss dann auch immer durch den Coa­ching erfol­gen. Passt das zu dem, was ich möch­te? Björn: Mhm. Annet­te Test­rut: Und dort gibt es im Prin­zip immer wie­der so einen Abgleich. Und das ist natür­lich ein­fach ein Weg. Und manch­mal ist der Coa­ching natür­lich auch zu Beginn noch so ein biss­chen… blo­ckiert oder ihm fehlt auch der Mut. Natür­lich geht es auch viel um Ermu­ti­gung und wie gesagt Res­sour­cen­ar­beit. Der Blick ist oft da ganz ver­sperrt drauf und viel­leicht auch mal Björn: Hm. Annet­te Test­rut: füh­len zu kom­men. Viel­leicht mal, du kennst das auch viel, Arbeit mit Boden­an­ker, sol­che Din­ge zu Björn: Mmh. Annet­te Test­rut: sagen, da gibt es meh­re­re Ent­schei­dun­gen und vie­le sind vom Kopf her schon so blo­ckiert, dass sie sagen, oh Gott, ich weiß gar nicht in wel­che Rich­tung. da mal in so einen Fluss zu kom­men. Über­haupt auch, da kommt meis­tens ganz viel in Gang und zwi­schen den Ter­mi­nen pas­siert dann oft auch eine Men­ge. Es kom­men Impul­se und wenn wir uns das nächs­te Mal tref­fen, Björn: Hm. Annet­te Test­rut: knüp­fe ich natür­lich wie­der an und dann kann es schon gut sein, dass so man­che Gedan­ken wei­ter­flie­ßen und sagen, da habe ich mir ja Gedan­ken gemacht, das kann ich mir eigent­lich gut vor­stel­len, das passt eigent­lich, ande­re kip­pen wie­der so ein biss­chen run­ter. Kli­en­ten und der Kli­en­tin auch zu arbei­ten. Björn: Die­ses in die Emo­ti­on rein­kom­men und mit Boden­an­kern arbei­ten, das ist eine Erfah­rung, Annet­te Test­rut: Hm. Björn: die habe ich auch gemacht, dass das gera­de in sol­chen The­men unheim­lich wert­voll ist, Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: weil und das ist viel­leicht für die Hörer hier auch ganz span­nend, wir natür­lich, wenn Annet­te Test­rut: Hm. Björn: es um Beru­fe geht, das ist so mei­ne Wahr­neh­mung, sind wir sehr von wirt­schaft­li­chen Fak­to­ren Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: und Sta­tus­fak­to­ren tat­säch­lich auch gesteu­ert. Annet­te Test­rut: Ja. Björn: Wie will ich wir­ken nach außen? Wie viel Geld will ich ver­die­nen? Will ich ein Haus haben? Will ich ein grö­ße­res Haus haben? Ein grö­ße­res Auto? Und die­ses The­ma, was will ich eigent­lich und was macht mich glück­lich, tritt ganz oft nach hin­ten. Und ich habe auch die Erfah­rung gemacht, dass wenn man dann mit Boden ankern, also das habe ich schon mal in einer ande­ren Pod­cast-Fol­ge, glau­be ich, auch erklärt, arbei­te. Das bedeu­tet, dass man bestimm­te Stich­wor­te auf einen Zet­tel schreibt, der Kli­ent stellt sich drauf und man spürt dann da mal hin­ein. Also … .. macht die Augen zu und spürt rich­tig, was macht das mit mir,… .. wenn ich mich in die­se Posi­ti­on bege­be. Das bewirkt unglaub­lich viel. Das kann ich sehr bestä­ti­gen, was du da erzählst,… .. dass in dem Moment so ein Impuls kommt… .. und es muss dann gar nicht schon die end­gül­ti­ge Ent­schei­dung sein,… Annet­te Test­rut: Nein. Björn: .. aber das bringt den Kli­en­ten ja ganz oft ins Füh­len. Und beim nächs­ten Ter­min steht dann jemand vor einem und sagt,… Annet­te Test­rut: Vie­len Dank für’s Zuschau­en. Björn: .. also ich habe da mal ganz viel in mich rein­ge­spült… .. und dann kommt auf ein­mal eine völ­lig ande­re Geschich­te… .. und das ist ganz, ganz toll und ganz span­nend. Annet­te Test­rut: Ja genau, das ist ja oft­mals sehr über­ra­schend. Wie gesagt, wir geben eher vie­le Impul­se. Ich arbei­te auch viel mit Bil­dern zum Bei­spiel. Das ist auch noch­mal auch ein guter Punkt, ins Fühl zu kom­men. Björn: Hm? Annet­te Test­rut: Oder wenn gewis­se Blo­cka­den sind, for­de­re ich auch auf, mal ruhig Bil­der, Ziel­vi­sio­nen zu malen, Ziel­bil­der oder Col­la­gen zu erstel­len. Weil wenn man wirk­lich fragt, wie stel­len Sie sich das und das vor, das oft gar nicht so beant­wor­tet wer­den kann. Björn: Mmh. Annet­te Test­rut: Aber über Bil­der ist es manch­mal ein­fa­cher. Und es ist auch über­ra­schend, wenn wir ein paar Din­ge ansto­ßen. Ich weiß wirk­lich in der nächs­ten Sit­zung auch wirk­lich gar nicht, mit wel­chen Gedan­ken kommt der Coa­ching nun heu­te zu mir. Und ich frag dann natür­lich immer, was ist pas­siert, was hat sich in den Gedan­ken viel­leicht auch ver­än­dert, was hat sich geklärt im Blick. Und das ist natür­lich auch für mich immer ganz span­nend zu sehen, Björn: Hm. Annet­te Test­rut: dass natür­lich wirk­lich die­ser Pro­zess in Gang kommt, der… wirk­lich erst­mal auch offen ist, was als Ergeb­nis dahin­ter her­steht. Björn: Ich fin­de das ein ganz wich­ti­ges und span­nen­des The­ma, weil die, das ist, also ich mache ja sehr viel Lebens­we­ge­coa­ching, also ich unter­hal­te mich mit Men­schen, die eine Ver­än­de­rung Annet­te Test­rut: Ja. Björn: wol­len in ihrem Leben, oft gar nicht wis­sen so rich­tig, in wel­chem Bereich. Annet­te Test­rut: Mhm. Björn: Ganz oft auch tat­säch­lich aus einem Busi­ness-Kon­text raus, wo sich dann eigent­lich in 99 Pro­zent der Fäl­le zeigt, dass das eigent­lich aber ein Anker im Pri­va­ten hat. Die­se Fra­ge, was mache ich, was will ich machen, die Groß­teil des Tages, weil unser Job ja nun tat­säch­lich den Groß­teil unse­rer wachen Zeit in Anspruch nimmt, ist unheim­lich wich­tig. Und ich fin­de das toll, wie du dich dar­auf ein­schließt und spe­zia­li­sierst. Und ich fin­de, dass du halt auch eine gro­ße Kom­pe­tenz damit bringst, weil du die­se Job-Coa­ching-Erfah­rung ja schon mit­bringst. Und dich auch so viel mit Jugend­li­chen da aus­ein­an­der­setzt und weißt auch, wie das beruf­li­che Leben eigent­lich auf­ge­stellt ist und was es da für unglaub­li­che Facet­ten gibt. Hast du eine ganz, so zum Abschluss viel­leicht, eine ganz span­nen­de Geschich­te noch für uns, wo sich jemand so rich­tig gewan­delt hat, wo du rich­tig über­rascht warst? Annet­te Test­rut: Also eine Geschich­te dazu habe ich jetzt eini­ge im Kopf. Ich wür­de aber sagen, dass es oft­mals so ist, dass in der Alters­span­ne zwi­schen Mit­te 40 und Mit­te 50 tat­säch­lich oft mal noch mal eine gro­ße Ver­än­de­rung kommt. Also dass durch­aus, ich sag mal, aus dem Manage­ment her­aus gesagt wird, okay, jetzt habe ich hier 30 Björn: Ja. Annet­te Test­rut: Jah­re gepowert und wo ist eigent­lich die Zeit geblie­ben und das ist ja auch so, dass im Umfeld manch­mal auch Din­ge pas­sie­ren und einem vor Augen geführt wird. Es geht nicht immer alles so wei­ter. Also ich wür­de sagen, dass… dass in die­sem Lebens­ab­schnitt häu­fig sehr gro­ße Ver­än­de­run­gen noch mal pas­sie­ren. Also wirk­lich noch mal zu sagen, so ich habe jetzt viel­leicht noch mal 15 Berufs­jah­re, möch­te ich die so wei­ter­ma­chen oder möch­te ich jetzt viel­leicht auch ein biss­chen mehr gucken, was macht mir denn Spaß, was ist im Ein­klang mit mir und mei­nen Inter­es­sen, mein Pri­vat­le­ben, was macht mich zufrie­de­ner? Das wür­de ich sagen, ist die­se Alters­klas­se noch mal so ganz inter­es­sant und span­nend. Björn: Ja, das ist die berüch­tig­te Mid­life-Cri­sis. Annet­te Test­rut: Ja. Björn: Die ist dann ja anschei­nend wirk­lich in irgend­ei­ner Form zu geben, scheint. Viel­leicht von mir so zum Abschluss dann noch die Geschich­te. Ich war gera­de im Urlaub, wie du weißt. Annet­te Test­rut: Ja. Björn: Ich bin jetzt schon wie­der ein paar Wochen hier, und ich war tau­chen in Thai­land. Annet­te Test­rut: Mm. Björn: Und da gab es eine Tauch­leh­re­rin, und das war wirk­lich so ein Para­de­bei­spiel, wo ich dann auch gedacht habe, ja, es ist ein­fach so. Es pas­siert ein­fach sehr, sehr häu­fig. Die war auch so mein Alter und hat dann wirk­lich einen dicken Job. Mar­ke­ting, glau­be ich, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, gehabt und hat dann ganz plötz­lich Annet­te Test­rut: Ja. Björn: fest­ge­stellt, das geht gar nicht mehr und hat was völ­lig ande­res gemacht, ist aus­ge­wan­dert Annet­te Test­rut: Ja. Björn: und ist Tauch­leh­rer gewor­den. Jetzt will ich nicht sagen, dass Tauch­leh­rer, der sag­te sie sel­ber auch, das ist ein har­ter Annet­te Test­rut: Ja. Björn: Job und man wird damit auch nicht stin­ker­reich, aber es war für sie das Rich­ti­ge und das Annet­te Test­rut: Mh. Björn: ist ja eine tol­le Erkennt­nis und das kommt immer häu­fi­ger, dass Men­schen dann eben nicht in die Kri­se fal­len und sich das dicke Auto vor die Hau… uns aus­stel­len, um irgend­was zu kom­pen­sie­ren, dann doch nicht glück­lich zu wer­den, son­dern dass sie sich dann wirk­lich fra­gen, was möch­te ich eigent­lich machen mit mei­nem Leben? Und dann lan­den sie viel­leicht auch bei dir und sind da, glau­be ich, auch in sehr guten Hän­den. Annet­te Test­rut: Dan­ke. Björn: Ich bedan­ke mich für das Gespräch, Annet­te war wie­der sehr, sehr span­nend. Wer weiß, viel­leicht fin­den wir ja noch eine drit­te Mög­lich­keit. Gucken wir, wie unse­re Coa­ching­we­ge so lau­fen. Annet­te Test­rut: bestimmt. Genau. Björn: Ich bedan­ke mich dafür, dass du wie­der dabei warst. Ich hof­fe, euch, mei­nen Zuhö­rern, hat es gefal­len. Wenn euch die­ser Pod­cast oder die­se Fol­ge gefällt, freue ich mich über eine posi­ti­ve Bewer­tung und natür­lich auch über einen Kom­men­tar. Kon­takt­mög­lich­kei­ten in den Noti­zen zu die­ser Sen­dung und natür­lich auch von Annet­te. Annet­te Test­rut: Genau. Tschüss, Björn. Björn: Ja, ich bedan­ke mich. Tschüss, Annet­te. Annet­te Test­rut: Dan­ke dir. Auf. Björn: Ciao. Annet­te Test­rut: Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Berufswege, Berufswege Coaching, Coaching, Interview, Karriere, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Richtige Entscheidungen treffen](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/) **Published:** Juni 17, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** War­um kann ich mich nicht ent­schei­den? Egal ob in beruf­li­chem oder pri­va­tem Kon­text, ist es häu­fig ein Wunsch mei­ner [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") Kli­en­ten, rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen zu kön­nen. Dabei gibt es vor allem zwei gro­ße The­me­kom­ple­xe, die eine Ent­schei­dung schwer machen: - Ratio­na­le Unsi­cher­heit bei man­geln­der Aus­ein­an­der­set­zung mit den Fak­ten - Emo­tio­na­le Unsi­cher­heit bei man­geln­der Ver­bin­dung zum Bauch­ge­fühl und der eige­nen Intui­ti­on. In die­ser Pod­cast-Fol­ge gehe ich den Ursa­chen von bei­den Kom­ple­xen auf den Grund, und zei­ge Wege auf, sich selbst – [auch außer­halb eines Coa­chings](https://bobach-coaching.de/tag/tetralemma/ "Tetralemma") – zu hel­fen. Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Vie­len Dank fürs Rein­hö­ren. Und auf Zuhö­rer­wunsch gibt es heu­te das The­ma rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen tref­fen, bezie­hungs­wei­se die Fra­ge­stel­lung War­um kann ich mich nicht ent­schei­den? Das ist eine Fra­ge, die ich in Coa­ching-Sit­zun­gen rela­tiv häu­fig behan­delt. Die­ses Ich kann mich nicht ent­schei­den. Ich weiß nicht war­um. Ich weiß aber nicht, was das Rich­ti­ge ist. Ich habe Angst, etwas falsch zu machen. eine fal­sche Ent­schei­dung zu tref­fen. Und da könn­te man jetzt natür­lich in das The­ma Feh­ler machen, sich Feh­ler ein­ge­ste­hen, Mut zu Feh­lern haben auch ein­stei­gen. Aber ich möch­te mich in die­ser Fol­ge tat­säch­lich damit beschäf­ti­gen, was uns eigent­lich davon abhält, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Und da gibt es nach mei­ner Beob­ach­tung zwei ver­schie­de­ne Kom­ple­xe. Und das eine ist die ratio­na­le Unsi­cher­heit, also dass ich mir über die Fak­ten­la­ge nicht klar bin. Das hin­dert mich, eine fun­dier­te, für mich fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen. und das ande­re ist eine emo­tio­na­le Unsi­cher­heit. Und ich fan­ge mit der ratio­na­len Unsi­cher­heit an, denn da gibt es tat­säch­lich ein paar hand­werk­li­che Tipps, die tat­säch­lich hel­fen kön­nen. Also wenn die ratio­na­le Unsi­cher­heit mich abhält, dann habe ich manch­mal tat­säch­lich ein ganz gutes Bauch­ge­fühl schon im Vor­feld und weiß so vom Bauch her eigent­lich, ich möch­te mich eigent­lich so ent­schei­den, aber die Fak­ten­la­ge ist mir unklar und ver­un­si­chert mich. Und der ers­te prag­ma­ti­sche Tipp, da ist ganz klar. Pro-Kon­tra-Lis­te füh­ren. Eine Pro-Kon­tra-Lis­te auf­stel­len und das klingt für euch jetzt viel­leicht banal, klingt es für vie­le von mei­nen Kli­en­ten auch, aber sie machen es nicht und das liegt ganz oft dar­an, dass sie glau­ben, es bringt nichts oder es ist nicht nötig, weil sie haben das ja alles im Kopf. Des­we­gen mein ganz kla­rer Tipp, schreibt es auf. Es bringt unglaub­lich viel, sich das ein­mal wirk­lich schwarz auf weiß vor die Nase zu hal­ten. Und wenn ihr könnt, schreibt es viel­leicht sogar Form eines Flip­charts oder auf einem Stück Papier, das ja in eine Wand klebt, wo ihr euch vor­stel­len könnt, damit ihr es wirk­lich so aus der Atem­per­spek­ti­ve mit ein biss­chen Abstand seht. Denn zum einen fül­len sich manch­mal die Pro- oder die Kon­tra­spal­te unglaub­lich schnell und die ande­re Spal­te bleibt rela­tiv lan­ge unge­füllt oder mit weni­ger Argu­men­ten. Das ist immer schon ein ganz deut­li­ches Indiz. Und allein das hand­schrift­li­che Auf­schrei­ben bewirkt schon eine Men­ge. Da gibt es eine ande­re Rück­kopp­lung in unser Hirn. Und allein durch das Auf­schrei­ben wird uns schon ganz oft viel klar. Wenn die Pro- und Kon­tra­lis­te euch auch nicht wei­ter­bringt, könnt ihr auch ver­su­chen, über die­se Fra­ge­stel­lung ein Mind­map­ping zu füh­ren. Also eine Mind­map auf­zu­stel­len. Das ist so eine Art Gedan­ken­baum, der recht asso­zia­tiv auf­ge­stellt wird, wo man also notiert, wel­che Ver­knüp­fun­gen man hat, wel­che Ideen man von wel­cher Fra­ge­stel­lung aus ent­wi­ckelt. Da gibt es ganz vie­le Anlei­tun­gen im Inter­net zu, da möch­te ich jetzt nicht ein­stei­gen. Das ist eine eige­ne Fol­ge, eigent­lich wert, was Mind­map­ping ist und was es bewir­ken kann. Aber Pro Con­tra-Lis­ten brin­gen nichts, dann ver­sucht mal eine Mind­map. Nächs­ter prag­ma­ti­sche Tipp, wenn die ratio­na­le Unsi­cher­heit groß ist, fragt einen Exper­ten. Fragt jeman­den, der es bes­ser wis­sen soll­te als ihr oder defi­ni­tiv bes­ser weiß als ihr von den Fak­ten her. Fragt einen Exper­ten. Und fragt euch viel­leicht auch… Wie wür­den ande­re auf die eine oder ande­re Ent­schei­dung reagie­ren? Nicht, wie wür­de jemand anders ent­schei­den. Das ist nicht gut, weil ihr sollt ja die Ent­schei­dung tref­fen und ihr sollt aus eurer Per­sön­lich­keit her­aus eine Ent­schei­dung tref­fen. Aber die Fra­ge, wie wür­den die ande­ren um mich her­um reagie­ren, wenn ich so oder so ent­schei­de, ist oft ein guter Hin­weis, was die rich­ti­ge Ent­schei­dung für einen per­sön­lich ist. Denn wenn jemand … Zum Bei­spiel aus eurem Umfeld, wenn euch da ganz klar vor Augen ist, die wür­den alle sagen, das fin­den sie über­ra­schend, das ist kei­ne gute Ent­schei­dung für mich, kann es gut sein, dass das von den Fak­ten her viel­leicht die fal­sche Ent­schei­dung ist. Fragt euch viel­leicht auch, was ist der Kern der Ent­schei­dung? Nicht das The­ma ein­mal ganz kurz abfrüh­stü­cken, die Fra­ge­stel­lun­gen lesen und dann eine Ent­schei­dung tref­fen, son­dern geht da ein biss­chen in die Tie­fe. Fragt euch, was steht da eigent­lich für eine Ent­schei­dung hin­ter? Es kann ja zum Bei­spiel sein, dass hin­ter einer Ent­schei­dung eine ganz grund­sätz­li­che ethi­sche Hal­tung steht. Das bei gro­ßen Fir­men oft so. Gehen wir in die eine oder ande­re Rich­tung. Für was für eine ethi­sche Ent­schei­dung ent­schei­det sich eine Fir­ma? Da geht es manch­mal gar nicht so sehr um was Kon­kre­tes. Also fragt euch, was ist der Kern die­ser Ent­schei­dung? Oft wird die Sach­la­ge dann schon viel deut­li­cher. Nächs­ter prag­ma­ti­sche Tipp, ver­ab­schie­det euch von Schwarz-Weiß-Den­ken. Gibt es viel­leicht einen rea­len Mit­tel­weg? Gibt es Grau, das viel­leicht genau das Rich­ti­ge wäre? Weil wenn wir ratio­nal etwas ent­schei­den, dann haben wir die­se Pro-Kon­tra-Lis­ten, die kön­nen uns oft hel­fen, die kön­nen uns aber auch im Weg ste­hen, weil viel­leicht der rich­ti­ge Weg eine Mischung aus bei­den ist. Und Schwarz-Weiß-Den­ken ist uns Men­schen immer sehr ange­nehm, weil wir dann den­ken, wir sind hun­dert­pro­zen­tig auf der rich­ti­gen Sei­te. Aber viel­leicht ist der graue Weg genau der rich­ti­ge. gibt den Weg zur Lösung frei. Und der letz­te prag­ma­ti­sche Tipp ist, schaut euch mal die Situa­ti­on, an der ihr die­se Ent­schei­dung tref­fen sollt und gibt es viel­leicht da jeman­den, der rein­re­det oder eine Grup­pe, die rein­re­det, die ver­sucht, die Sach­la­ge in eine bestimm­te Rich­tung schon zu gewich­ten. Wenn das so ist und wenn das etwas ist, was euch immer wie­der davon abhält, ratio­nal eine rich­ti­ge Ent­schei­dung zu tref­fen, schal­tet die­se Stör­fak­to­ren aus. Und damit mache ich jetzt nicht besei­tigt die, son­dern blen­det die aus und geht einen Schritt zurück und ver­sucht die Ent­schei­dung wirk­lich völ­lig frei und für euch allei­ne ratio­nal zu tref­fen. Das sind jetzt mei­ne prag­ma­ti­schen Tipps zu ratio­na­len Unsi­cher­hei­ten, wenn es um Ent­schei­dun­gen geht. Es gibt natür­lich noch viel, viel mehr. Dr. Goog­le hilft da häu­fig, aber ich habe in mei­nen Coa­chings ganz gute Erfah­run­gen damit gemacht, wenn ich die­se die­se prag­ma­ti­schen Tipps als Anre­gung gege­ben. Der zwei­te Bereich, war­um es oft schwer­fällt, rich­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, ist sehr, sehr viel span­nen­der, wie ich fin­de. Da kann man aber auch nicht so vie­le glo­ba­le Tipps und all­ge­mei­ne Tipps ver­ge­ben. Das ist die emo­tio­na­le Unsi­cher­heit. Und das ist sogar viel, viel häu­fi­ger. Denn vie­le von uns sind alle Pro- und Con­tra-Argu­men­te zig­mal durch­ge­gan­gen, haben alles abge­wich­tet und es kommt kei­ne Ent­schei­dung zustan­de. Und ich glau­be, das hat jeder schon mal erlebt. In allen mög­li­chen Umstän­den. Geschich­ten. Also alles abge­wegt und man schafft es ein­fach nicht, eine Ent­schei­dung zu tref­fen. Und das hat ganz häu­fig den Hin­ter­grund, dass man sich über sei­ne Intui­ti­on nicht klar ist bzw. dass man sei­ne Intui­ti­on da nicht traut oder gar kei­nen Kon­takt zu sei­nem Bauch­ge­fühl hat in dem Moment. Dass man das so ratio­na­li­siert, dass man gar nicht weiß, was ist für mich denn jetzt das Rich­ti­ge. Ich weiß zwar alle ratio­na­len Argu­men­te, aber… Was ist für mich per­sön­lich gera­de das Rich­ti­ge? Und da gibt es im Coa­ching ganz tol­le Tools. Und die Ursa­che ist dafür erst­mal egal. Also im Coa­ching fragt man dann nicht unbe­dingt sofort, ja, wor­an liegt das jetzt, dass man da kei­nen Kon­takt zu sei­nem Bauch­ge­fühl hat? Man kann das bear­bei­ten, wenn man möch­te, muss man aber gar nicht, weil es gibt Tools, die das völ­lig außen vor las­sen. Und hier ist mein Tool der Wahl eigent­lich immer wie­der, das Tetra­Lem­ma. Das lie­be ich sehr. Das beruht auf einer alten indi­schen Recht­spre­chung. Das ist ganz span­nend und dazu habe ich mit mei­nem Coach­kol­le­ge Jan Gus­tav Fran­ke schon im Rah­men vom Coach&Coach Pod­cast mei­ne Fol­ge auf­ge­nom­men, die ich auch noch­mal ver­lin­ke unten. Da geht es noch­mal aus­führ­lich dar­um. Und das Tol­le dar­an ist, dass die­ses Tool mit rela­tiv weni­gen Mit­teln ein ganz ein­deu­ti­ges, emo­tio­na­les Feed­back gibt. Also ich spü­re in die­sem Tool ganz ein­deu­tig, in wel­che Rich­tung es gehen soll. Und was auch wahn­sin­nig toll ist, ist, dass es den Blick wei­tert. Also man ist viel­leicht zwi­schen zwei Polen hin und her­ge­ris­sen, aber die­ses Tool ver­mag es, wenn der Coach es gut umsetzt, den Blick der­ma­ßen zu wei­ten, dass mir völ­lig neue Alter­na­ti­ven, also wie­der die Grau­zo­ne, die ich eben schon ange­spro­chen habe, in den Blick kommt und ich da auch direkt eine emo­tio­na­le Kopp­lung habe, ob das der rich­ti­ge Weg ist. Ob viel­leicht nicht A und B rich­tig sind, son­dern C der rich­ti­ge Weg ist, den ich bis zu dem Punkt gar nicht. dem Schirm hat­te. Der dann aber ganz natür­lich ent­steht, wenn ich die­ses Tool gut anwen­de. Das ist jetzt ein Tool, es gibt derer sehr, sehr vie­le. Und das muss man mit dem Kli­en­ten tat­säch­lich immer sehr, sehr indi­vi­du­ell… .. abstim­men, was da gera­de das Rich­ti­ge ist. Aber das ist tat­säch­lich mir viel, viel häu­fi­ger begeg­net,… .. als dass die Fak­ten­la­ge nicht klar ist. Die Fak­ten­la­ge kön­nen die meis­ten mei­ner Kli­en­ten mir dann… .. wirk­lich aus­wen­dig rauf und run­ter beten. Die haben sie auch näch­te­lang schon durch­ge­kaut. Und… Die­ses Hin­füh­len zu einer emo­tio­na­len Sicher­heit, zu einem ganz kla­ren,… .. okay, mein Bauch sagt das und das ist für mich als Per­son die rich­ti­ge Ent­schei­dung,… .. ist dann oft sehr, sehr hilf­reich. Ich hof­fe, ich habe euch mit die­ser Fol­ge ein biss­chen gehol­fen,… .. viel­leicht eine Ent­schei­dung zu tref­fen. Das Tetra Lema könnt ihr mal goo­geln, das kann man tat­säch­lich auch allei­ne machen. Da braucht es nicht mal einen Coach für, kann hel­fen. Natür­lich der Blick von außen, aber Tetra Lema kann man sich auch selbst mit coa­chen. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren. Ich hof­fe, ihr bleibt mir treu. Ich freue mich natür­lich über posi­ti­ve Bewer­tun­gen unter die­sem Pod­cast und Kom­men­ta­re und wie immer über eure Nach­rich­ten per Mail. Bis zur nächs­ten Woche. Bis bald. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Entscheidungen, KlarSicht Podcast, Podcast, Tetralemma --- ### [Mit Grübeln aufhören](https://bobach-coaching.de/mit-gruebeln-aufhoren/) **Published:** Juni 24, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Habt ihr auch schon mal in so einer Denk­schlei­fe gesteckt und euch gefragt: wie kann ich mit Grü­beln auf­hö­ren? Vie­le ken­nen das: man wälzt sich nachts im Bett oder kann tags­über nicht von die­sen Gedan­ken ablas­sen. Ursa­chen dafür gibt es vie­le, aber auch genau­so vie­le Metho­den, um aus die­ser spe­zi­el­len Art von Pro­blem­trance zu ent­kom­men. In die­ser [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") Pod­cast Fol­ge geht es um: - Defi­ni­ti­on was Grü­beln eigent­lich ist - Ursa­chen für zu viel Grü­beln erken­nen und ver­ste­hen - Metho­den um zur Ruhe zu kom­men Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klaa­sicht, dem Coa­ching-Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Dan­ke fürs Ein­schal­ten. In der heu­ti­gen Fol­ge beschäf­ti­ge ich mich mit Grü­beln bzw. damit, wie man mit Grü­beln auf­hö­ren kann. Da erst mal die Defi­ni­ti­on, was ist Grü­beln über­haupt? Und wenn man das nach­schlägt, dann bekommt man zum Bei­spiel fol­gen­de Defi­ni­ti­on. Das Grü­beln ist eine Form des Nach­den­kens, bei dem die Gedan­ken um meh­re­re The­men oder ein spe­zi­el­les Pro­blem krei­sen, ohne dabei zu einer Lösung zu gelan­gen. Es geht oft um vage The­men, all­ge­mei­ne Din­ge oder Zustän­de, aus denen es kei­nen Aus­weg zu geben scheint oder wo es auch kei­ne Ent­schei­dung zu geben scheint. Also man dreht sich im Kreis. Und das kennt ihr, glau­be ich, alle. Das haben wir auch alle schon mal erlebt, ich auch. Da liegt man dann nachts wach, die Gedan­ken krei­sen immer wie­der um das glei­che The­ma. Man kann schwer los­las­sen. Man kann kei­ne Ent­schei­dung tref­fen, dazu habe ich auch schon eine Pod­cast-Fol­ge vor kur­zem hier gera­de auf­ge­nom­men. Und man fin­det da ein­fach kei­ne Ruhe. Jetzt kön­nen das natür­lich auch Hin­wei­se auf eine tief­grün­di­ge­re Stö­rung sein, also dass man zum Bei­spiel eine Angst­ge­schich­te hat. Muss es aber nicht. Es kann ein­fach sein, dass man da in einen Grü­bel­mo­dus gekom­men ist. Oft nen­ne ich das auch Pro­blem­trans, also dass man um ein Pro­blem zu krei­sen scheint und nicht zu einer Lösung fin­det. Also was kann man da tun? Ich glau­be, die ers­te Fra­ge, die man sich stel­len soll­te, ist, erst mal klä­ren, um was sich die Gedan­ken eigent­lich dre­hen. Ist es viel­leicht wirk­lich nur eine über­fäl­li­ge Ent­schei­dung, die man seit Ewig­kei­ten vor sich her schiebt, weil man sie nicht fäl­len will oder kann? Wie gesagt, da gibt es eine Pod­cast-Fol­ge, die ich zuletzt hier ver­öf­fent­licht habe. Die könn­te man sich dann anhö­ren. Und es gibt vie­le Mög­lich­kei­ten, zu einer Ent­schei­dung zu kom­men, wenn es ein­fach nur um eine über­fäl­li­ge Ent­schei­dung ist und da nicht ande­res Grund­sätz­li­ches im Weg steht. soll­te man die­se Ent­schei­dung ein­fach fäl­len, dann ist der der Grü­bel, die Grü­bel­ur­sa­che eigent­lich besei­tigt. Vie­le grü­beln auch über unge­lös­te Kon­flik­te. Also da gibt es zum Bei­spiel Kon­flik­te in der Fami­lie, mit Freun­den, in der Part­ner­schaft, alles Mög­li­che kann da rein­spie­len und die­ser Kon­flikt ist viel­leicht aus irgend­wel­chen Grün­den nicht gelöst und da ist natür­lich das Werk­zeug, dass man hier Klä­rung sucht. Und wenn es so ist, dass einem das unmög­lich erscheint, weil viel­leicht der Kon­flikt so tief ist, dass man da gar kei­ne Kon­fron­ta­ti­on möch­te. Viel­leicht ist es auch gar nicht mög­lich aus räum­li­chen Grün­den. Viel­leicht ist es sogar ein Kon­flikt mit jeman­dem, der ver­stor­ben ist. Da kann Coa­ching hel­fen. Da kann ein Coach einen auch mit bestimm­ten Tools her­an­füh­ren. Die­se Kon­flik­te ohne. dass die Per­son anwe­send ist, für einen selbst etwas gelös­ter ist und auch das kei­nen einem aus dem Krü­beln her­aus­holt. Ist es viel­leicht eine bedroh­li­che Situa­ti­on, die uns zum Grü­beln bringt? Also ist es viel­leicht was exis­ten­zi­el­les? Ein dro­hen­der Job­ver­lust, sol­che Geschich­ten. Da soll­te man sich fra­gen, was kann man kon­kret tun? Weil wir befin­den uns dann häu­fig in so einer Art Opfer­hal­tung. Also wir haben das Gefühl, da ist irgend­et­was, das bedroht uns und wir kön­nen eigent­lich nichts ande­res tun, als abwar­ten, bis die Wel­le über uns her­ein­bricht. Aber das ist gar nicht so, weil wir sind eigent­lich alle immer … Herr unse­res Schick­sals. Also wir sind eigent­lich die, die uns selbst bestim­men. Und da muss man aus die­sem Pro­blem­den­ken raus­kom­men, die­sem Opfer­de­n­ken raus­kom­men, hier kommt irgend­was auf mich zu, Gott, son­dern den Gedan­ken umdre­hen in was kann ich jetzt kon­kret tun an die­ser Situa­ti­on? Wie kann ich hier Klar­heit fin­den? Wie kann ich eine Ent­schei­dung fäl­len, die mich aus die­sem bedroh­li­chen Sze­na­rio her­aus­holt? Also ins Machen kom­men. Und klei­ner Hin­weis hier auch. Da muss man sich Zeit neh­men. Also sol­che Situa­tio­nen sind meis­tens nicht von jetzt auf gleich zu lösen. Und wenn man sich den rea­lis­ti­schen Zeit­rah­men nimmt und weiß, okay, ich kom­me dar­aus, aber es wird viel­leicht zwei, drei Mona­te dau­ern, kommt man schon viel, viel mehr zur Ruhe und die­ses Grü­beln hört auf, weil man ein­fach weiß, ich muss auch Geduld haben, ich muss auch ein­fach zulas­sen, dass es ein biss­chen Zeit braucht jetzt. Und das hilft ganz häu­fig. Was auch häu­fig in bedroh­li­chen Situa­tio­nen hilft und was vie­le dann… sich nicht trau­en ist, nach Hil­fe fra­gen. Muss ich die­se Situa­ti­on wirk­lich allei­ne meis­tern? Vie­le neh­men dann nicht mal den Part­ner mit ins Boot, also ver­schwei­gen die Situa­ti­on auch vor dem Part­ner kom­plett. Und es wür­de schon unglaub­lich ent­las­ten und hel­fen, wenn man den mit rein­ho­len wür­de, bezie­hungs­wei­se viel­leicht auch wirk­lich um eine Hil­fe fra­gen, die einem aku­ter raus­rei­ßen kann, wenn man das aus eige­ner Kraft nicht kann. Zum Bei­spiel bei wirt­schaft­li­chen Din­gen, wenn es irgend­was Exis­tenz­be­droh­li­ches gibt. Gibt es viel­leicht jeman­den, der einem da hel­fen kann? Wir trau­en uns da oft nicht, uns ein­zu­ge­ste­hen, dass wir das allei­ne nicht kön­nen, aber es ist eigent­lich ein gro­ßes Zei­chen von Stär­ke, in so einer Situa­ti­on zu sagen, ich brau­che Hil­fe. Ist es viel­leicht eine Grund­si­tua­ti­on, die uns ins Grü­beln bringt? Und das kann die Part­ner­schaft sein, das kann der Job sein, die viel­leicht, wo viel­leicht irgend­et­was nicht stimmt, was wir viel­leicht gar nicht rich­tig benen­nen kön­nen, wo wir uns aber sehr, sehr unwohl füh­len. Und das löst ein Grü­beln aus, ein Zwei­feln aus. Will ich das wirk­lich noch machen? Und wie kann ich es nicht machen? Und wie kann ich ver­hin­dern, das zu machen? Und wie kann ich mich dem ent­zie­hen? Wie kann ich aus­wei­chen? Und und und. Also sol­che Gedan­ken gibt es auch, die in denen wir dann krei­sen, die uns um die Ruhe brin­gen. Und da ist mein ers­ter Tipp ganz klar Aus­zeit neben. Und das muss nicht lang sein, also jetzt nicht mona­te­lang sich zurück­zie­hen, son­dern eine kur­ze Aus­zeit, ein klei­nes Wochen­en­de, ein klei­ner Trip irgend­wo­hin für sich allei­ne oder einen Mini-Urlaub vom Job kann da schon hel­fen. Und wenn man die­se Aus­zeit nimmt, ist es ganz wich­tig, einen Heli­ko­pter­blick zu bekom­men, also wirk­lich auf Abstand zu der Situa­ti­on zu gehen, zu die­ser Grund­si­tua­ti­on, die einen in das Goog­le bringt und sich zu fra­gen. Okay, wie sieht die Situa­ti­on tat­säch­lich aus? Was gibt es da für Fak­to­ren? Was tut mir gut an der Situa­ti­on viel­leicht? Was tut mir nicht so gut? Sich auch mal ganz sel­ber pro­vo­ka­tiv fra­gen, bringt es mir viel­leicht gera­de irgend­was, dass ich das pro­ble­ma­tisch sehe? Das ist eine Fra­ge, die stel­le ich ganz häu­fig im Coa­chings. Das nennt man pro­vo­ka­ti­ves Coa­ching. Was haben Sie von dem Pro­blem? Was habe ich davon, dass es gera­de pro­ble­ma­tisch ist? Also das ist auch eine Fra­ge, die man sich dann mal stel­len. Und dann ein ganz belieb­tes Tool auch im Coa­ching, das Ref­raming. Also wie wür­de das jemand anders sehen? Wie wür­de es sehen, wenn, wie wür­de die­se Situa­ti­on aus­se­hen, wenn ich in einer ande­ren Situa­ti­on wäre? Wie wür­de zum Bei­spiel, wenn ich von einer Part­ner­schaft spre­che und da ist eine schwie­ri­ge Situa­ti­on, wie wür­de die­se, die­se Part­ner­schaft aus­se­hen, wenn ich viel­leicht einen ande­ren Job hät­te? Viel­leicht ist es ja auch ein, ein ande­rer Wohn­ort. Also ein­fach mal die Situa­ti­on in einen ande­ren Rah­men packen und gucken. Was bleibt dann noch von die­ser pro­ble­ma­ti­schen Situa­ti­on übrig? Und natür­lich auch ganz häu­fig Per­spek­tiv­wech­sel. Was wür­de man viel­leicht einem engen Freund raten, der in einer ähn­li­chen Situa­ti­on ist? Oder was wür­de einem ein bestimm­ter Freund sagen, wenn man ihn ein­wei­hen wür­de in die Situa­ti­on? Ein ande­res The­ma, wenn es um Scr­übeln geht, ist nicht los­las­sen kön­nen. Und das ist auch recht häu­fig. Also dass zum Bei­spiel Men­schen bei einem gro­ßen Lebens­ab­schnitts­wech­sel nicht zur Ruhe kom­men und immer wie­der in Scr­übeln gera­ten und so ein biss­chen sich fra­gen, was mache ich denn jetzt den gan­zen Tag und sie krei­sen und krei­sen. Ganz klas­si­sches Bei­spiel ist hier zum Bei­spiel der Ein­tritt ins Ren­ten­al­ter. Also dass man mit dem Auf­hö­ren des Berufs­le­bens… über­haupt nicht klar­kommt. Und was hier häu­fig hilft, sind Ritua­le. Also im Sin­ne von das Ver­gan­ge­ne, viel­leicht ein­mal Ritu­al, wirk­lich zu ver­ab­schie­den. Ich habe schon mal, glau­be ich, im Coach&Coach Pod­cast davon berich­tet, es gibt die­ses Bei­spiel von dem Mann, der sei­ne Kra­wat­te beer­dig­te, also nach dem Aus­schei­den aus dem Berufs­le­ben. Es gibt Men­schen, die Din­ge in ein Böt­chen set­zen, auf einen Fluss stel­len und es davon schwimmt. Sol­che Sachen oder viel­leicht ins Was­ser wer­fen, irgend­was. Es gibt ja die­ses ganz klas­si­sche nach einer Part­ner­schaft die Lie­bes­brie­fe ver­bren­nen, so was. Aber das sind Ritua­le, die uns hel­fen, los­zu­las­sen und dann auch die Gedan­ken frei wer­den zu las­sen. Grund­sätz­lich natür­lich hilft es, sich nach vor­ne zu ori­en­tie­ren und auch Neu­es anzu­fan­gen. Ich zum Bei­spiel habe mal nach einer nach einer Tren­nung ganz spon­tan ange­fan­gen, tau­chen zu ler­nen. Ich habe dann in mich hin­ein­ge­hor­chen. Das wür­de ich euch halt auch. sehr emp­feh­len, da ein­fach mal in euch rein­zu­hö­ren, was brau­che ich jetzt, um mich von die­ser Situa­ti­on zu lösen, wenn ihr in so einer Grü­bel­schlei­fe hängt? Was brau­che ich? Was holt mich da raus? Und das kann sein, dass man etwas völ­lig Neu­es anfängt. Zum Bei­spiel in mei­nem Bei­spiel war es jetzt gera­de so, ich habe dann tau­chen gelernt, ich habe dann einen Tauch­schein gemacht und das hat mir so die Per­spek­ti­ve ver­än­dert, dass auch die Tren­nung ganz schnell über­wun­den wird. Ja, und was kann man dann kon­kret tun, um die­se Unru­he zu bewäl­ti­gen, die einen über­mannt, wenn man im Grü­beln ist und viel­leicht die Lösung noch gar nicht hat? Und da gibt es natür­lich die ganz klas­si­schen Tipps. Also auto­ge­nes Trai­ning kann hel­fen, pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung kann hel­fen. Und wenn man dar­in schon geübt ist, kann natür­lich auch Medi­ta­ti­on hel­fen, wobei mit Medi­ta­ti­on ein­zu­stei­gen, wenn man in so einer Grü­bels­tau­fe hängt, ist ziem­lich schwer. Also dann wür­de ich eher so eine sehr tech­ni­sche Geschich­te wie auto­ge­nes Trai­ning oder pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung mal aus­pro­bie­ren. Da gibt es zum Bei­spiel auch Anlei­tun­gen auf diver­sen Platt­for­men wie You­Tube. Ein­fach goo­geln, pro­gres­si­ve Mus­kel­ent­span­nung. Das spricht einem jemand vor und man fin­det damit tat­säch­lich auch kör­per­lich zur Ruhe. Und das kann die Gedan­ken auch lösen und aus die­sem Grü­bel­zu­stand raus­ho­len. Und ganz kla­re Emp­feh­lung, wenn man den Ein­druck hat, so rich­tig gelingt es einem nicht allei­ne, Hil­fe suchen. Das kann ein Coach sein. Und wenn es ein gut aus­ge­bil­de­ter Coach ist. Dann sagen wir halt auch, wenn wir den Ein­druck haben, da sind wir als Coach über­for­dert, weil manch­mal steht da schon ein biss­chen mehr hin­ter, was über das Coa­ching hin­aus­geht. Ist nicht häu­fig, aber es kann so sein. Und dann wür­den wir auch eher eine Psy­cho­the­ra­pie emp­feh­len zum Bei­spiel. Aber grund­sätz­lich, wenn man den Ein­druck hat, ich habe jetzt alles aus­pro­biert und ich kom­me da irgend­wie jetzt schon rela­tiv lan­ge nicht aus die­sem Rübeln raus, Hil­fe suchen, weil von extern kann man da meis­tens etwas bewe­gen. Ich hof­fe, ich habe euch jetzt nicht ins Grü­beln gebracht, son­dern viel­leicht ein biss­chen da raus­ge­holt. Ich bedan­ke mich für eure Treue und euer Zuhö­ren und ich sage bis zur nächs­ten Woche. Ciao. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Grübeln, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Richtig Priorisieren lernen](https://bobach-coaching.de/richtig-priorisieren/) **Published:** Juli 7, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** Von Prio­ri­tät (das Vor­ders­te) kann es eigent­lich kei­nen Plu­ral geben. Rich­tig Prio­ri­sie­ren fällt auch genau des­we­gen vie­len so schwer. [Anstatt sich für das Wich­tigs­te im jewei­li­gen Augen­blick](https://bobach-coaching.de/podcast-dringend-oder-wichtig/ "Coach&Coach: Dringend oder wichtig?") zu ent­schei­den, wer­den zum Bei­spiel Lis­ten mit schein­bar gleich wich­ti­gen Din­gen gefüllt – die Pro­duk­ti­vi­tät wird dadurch jedoch sel­ten gestei­gert. Im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") ein häu­fi­ges The­ma! In die­ser Fol­ge von Coach&Coach erklä­ren wir - wie man mit ver­schie­de­nen Mit­teln rich­tig prio­ri­siert - was zu tun ist, wenn man schein­bar Vie­les hat, was gleich wich­tig ist - was das Buch “Acht­sam Mor­den” damit zu tun hat ???? [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­casts: Björn: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach, dem Coa­ching-Pod­cast mit Jan Jan: Hal­lo Björn! Björn: Gus­taf Fran­ke. Hal­lo Jan! mir, Björn Bob­ach. Wir freu­en uns, dass ihr dabei seid und dass ihr uns heu­te die Prio­ri­tät gege­ben habt, dass ihr uns zuhört. Denn wenn ihr den Titel gese­hen habt, wisst ihr schon, es geht um Prio­ri­tä­ten oder Prio­ri­sie­rung und ich fal­le mal gleich mit der Tür ins Haus. Prio­ri­tä­ten gibt es eigent­lich nicht. Also im Wort­sin­ne Prio­ri­tät, das Wich­tigs­te, kann es ja eigent­lich kei­nen Plu­ral Jan: Ja, Prio­ri­tät von Latei­nisch Pri­or der Vor­de­re. Also im Grun­de genom­men das, was als ers­te Björn: Es kann ja nicht meh­re­re Din­ge geben, die das Wich­tigs­te sind. Dann ist ja nichts mehr wich­tig, wenn alles wich­tig ist. Jan, sag was dazu. Jan: steht. bestä­tigt qua­si das was du sagst aber wenn ich jetzt mal irgend­wie um mich schaue auch in die orga­niza­ti­on von men­schen dann sehe ich oft­mals so kon­struk­te wie prio­lis­ten und die­se prio­lis­ten tei­len sich dann auf in prio eins lis­ten prio zwei lis­ten prio drei lis­ten prio vier lis­ten und am ende fragt man sich ok was ist denn jetzt in sum­me was hat denn jetzt prio­ri­tät und war­um und ich glau­be Björn: Du hast es schon gesagt, was hat Prio­ri­tät? Die Prio­ri­tät fin­de ich super. Mit Prio­ri­tä­ten kom­me ich immer wie­der ins Gefecht. Das ist auch im Coa­ching so. Wenn ich einen Auf­trag krie­ge, die Prio­ri­tä­ten von XY sind falsch oder mei­ne Prio­ri­tä­ten sind falsch, dann muss man als Ers­tes, fin­de ich, erst­mal hin­ter­fra­gen, okay, Prio­ri­tä­ten, jetzt erklä­ren Sie mir mal, wie Sie da unter­schei­den. Und jetzt hast du es so schön gesagt, es gibt immer Pri­or 1 oder 2, 3, 4. Ande­re machen es nach A, B, C, D. Aber das sind dann auch schon wie­der Lis­ten. Jan: Ja, also ich mei­ne, da gibt es natür­lich ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten. Björn: Dann hat man also, neh­men wir mal Prio 1 oder Prio A für das Wich­tigs­te und dann ste­hen da zehn Din­ge drauf. Was? Wie orga­ni­siert man sich denn dann, wenn man zehn Din­ge hat, die alle gleich­wer­tig das Wich­tigs­te sein sol­len? Jan: Grund­sätz­lich gibt es natür­lich auch die Mög­lich­keit zu sagen, ich habe eine Prio­ri­sie­rung in mei­nem Leben von The­men­be­rei­chen. An aller­ers­ter Stel­le kommt die Fami­lie. Das ist mei­ne Prio­ri­tät Num­mer eins. Dann kommt der Job, dann kommt mein Hob­by. Gibt es Men­schen, die das so für sich prio­ri­sie­ren? Ich fin­de, wenn man das für sich so klar macht und sagt, ich spre­che davon Prio­ri­tä­ten, ist das grund­sätz­lich auch in Ord­nung. Man muss ja auch nicht alles auf die Gold­waa­ge legen. Grund­sätz­lich stellt sich aber die Fra­ge, wenn ich infla­tio­när mit der Prio­ri­tät umge­he, was hat das dann noch für eine Bedeu­tung? Also wenn ich bei­spiels­wei­se sage, ich möch­te mich in mei­nem Arbeits­all­tag struk­tu­rie­ren und ich habe für einen Arbeits­tag neh­me ich mir jetzt mei­ne Lis­te an Tätig­kei­ten, die ich zu tun habe. Und da sage ich halt irgend­wie bei 50 Tätig­kei­ten, die haben hier Prio 1. Dann ist schon die Fra­ge, OK, was mache ich jetzt? Mache ich jetzt alles par­al­lel? Mache ich eins nach dem ande­ren? Oder wie gehe ich davor? So und. Björn: Du glaubst gar nicht, wie oft mir sowas begeg­net, wenn ich mit Fir­men arbei­te. Ich arbei­te ja mit so einem Soft­ware-Tool, das ich unter­rich­te, wo ich Leu­te trai­nie­re. Und da kann man so Tags set­zen, so Fähn­chen. Jan: Mhm. Björn: Meis­ter­task heißt die Soft­ware. Und ich emp­feh­le dann auch immer den Wich­tig-Tag, also dass man Din­ge mar­kiert, die wirk­lich wich­tig sind. Und in den Nach­ge­sprä­chen haben dann… 30 Auf­ga­ben, die sind wich­tig, den­ke ich, lache da jetzt ein biss­chen drü­ber, Jan: Mhm. Björn: weil das tat­säch­lich fast schon die Regel ist oder gewor­den ist. Und des­we­gen erklä­re ich dann in dem Zuge dann auch immer gleich noch­mal, dass man damit nicht so infla­tio­när umge­hen muss. Da muss­te ich gera­de dann den­ken, weil du das Wort infla­tio­när gebraucht hast. Jan: Mhm. Björn: Weil dann bringt das alles gar nichts mehr. Jan: Jetzt haben wir natür­lich auch im All­tag die Situa­ti­on, dass ich unter Umstän­den noch Björn: Und die sämt­li­che Prävi­sie­rung bringt es halt, bringt halt gar nichts, wenn man es total über­treibt. Jan: unter­schied­li­che Auf­trag­ge­ber habe. Soll hei­ßen, ich ver­set­ze mich jetzt mal in die eige­ne Situa­ti­on. Ich habe einen Auf­trag­ge­ber, das ist viel­leicht die Fir­ma, für die ich arbei­te. Dann habe ich einen Auf­trag­ge­ber, das ist der Kun­de, für den ich arbei­te. im Rah­men mei­ner Rol­le als Bera­ter der Fir­ma, für die ich arbei­te. Dann habe ich aber auch noch einen Auf­trag­ge­ber, das ist zum Bei­spiel mei­ne lie­be Frau. Auch die hat Din­ge. Und jetzt kom­men im Grun­de genom­men unter­schied­li­che The­men rein. Die haben alle pri­or 1 jeweils von den unter­schied­li­chen Auf­trag­ge­bern. Das heißt aber am Ende des Tages ist das natür­lich jeweils die Prio­ri­tät 1 aus Sicht des jewei­li­gen Auf­trag­ge­bers. Und… Ich muss am Ende aber trotz­dem ent­schei­den, wie prio­ri­sie­re ich wie­der­um die­se Prio 1 Auf­ga­ben, die hier rein­flat­ten. Am Ende des Tages sind wir immer selbst dafür ver­ant­wort­lich zu sagen, was mache ich jetzt als ers­tes und was ist auch die Begrün­dung dafür. Das wird aber wahr­schein­lich nicht ohne wei­te­res mög­lich sein, alles zur glei­chen Zeit in einer her­vor­ra­gen­den Qua­li­tät abzu­lie­fern, son­dern wahr­schein­lich muss ich auch da sagen, ich habe eine Rei­hen­fol­ge. Jetzt stellt sich die Fra­ge, war­um funk­tio­niert das nicht? Björn: Hm. Jan: War­um kann ich denn nicht ein­fach die Sachen par­al­lel machen? Mul­ti­tas­king. Björn: Das geht nicht. Unser Hirn kann das nicht. Das ist, wir sind nicht mul­ti­tas­king­fä­hig. Es gibt ja auch immer wie­der die­se Behaup­tung, dass Män­ner das nicht kön­nen oder, nee, wie war es? Frau­en kön­nen es nicht, aber Män­ner kön­nen es. Oh Gott, oh Gott, jetzt brin­ge ich mich hier anders rum. Also, ich brin­ge Jan: Nein, anders­rum. Björn: mich in Teu­fels­kü­che. Jetzt natür­lich bei­de Geschlech­ter wer­den mich jetzt klop­pen. Nein, nein, wir kön­nen das grund­sätz­lich nicht. Unser Hirn kann das gar nicht. Wir kön­nen nicht par­al­lel uns auf ver­schie­de­ne Din­ge kon­zen­trie­ren. Das kann man ja ganz ein­fach aus­pro­bie­ren. Ich kann dir jetzt hier eine ganz kom­pli­zier­te Rechen­auf­ga­be geben und dich gleich­zei­tig bit­ten, irgend­ein Lied zu sin­gen. Das wirst du nicht hin­krie­gen. Das wird nicht funk­tio­nie­ren. Und das sind, das kann jeder, der hier uns zuhält, auch mal aus­pro­bie­ren. Geht ein­fach nicht. Und selbst wenn wir etwas aus­wen­dig kön­nen, kön­nen wir das nicht. Das ist uns bio­lo­gisch nicht gege­ben. Des­we­gen… Ist es, glau­be ich, wich­tig? Und jetzt kom­men wir mal zu der, wir schimp­fen die gan­ze Zeit dar­über, dass Prio­ri­sie­rung und meh­re­re Prio­ri­tä­ten gleich­zei­tig haben nicht funk­tio­niert. Also wie geht man damit jetzt um? Also wir haben ja durch­aus Din­ge, wie du auch gera­de geschil­dert hast, die wich­tig sind, die wir in irgend­ei­ne Hier­ar­chie brin­gen müs­sen. Mein Her­an­ge­hen ist dann immer zu fra­gen, wie orga­ni­sie­ren Sie denn ihren Tag? Und dann fängt es eigent­lich an, sehr inter­es­sant zu wer­den. weil da ist ganz oft dann über­haupt kein Kon­zept hin­ter. Also da ist dann, ich arbei­te so, wie es gera­de kommt. Vie­le Men­schen sind dann z.B. auch von ihrem Post­ein­gang dik­tiert, also E‑Mail-Post­ein­gang. Da bestimmt dann der E‑Mail-Ein­gang die Rei­hen­fol­ge der Din­ge, die sie abar­bei­ten. Sie hecheln den ande­ren Din­gen, die sie eigent­lich auch noch erle­di­gen müs­sen, so hin­ter­her, weil die E‑Mails immer dazwi­schen­kom­men. Und da gibt es natür­lich vie­le ganz hand­werk­li­che Din­ge, die man dann ver­su­chen kann, wie man das Dilem­ma der vie­len wich­ti­gen Din­ge… gelöst bekommt. Also zum Bei­spiel, was mir jetzt so spon­tan ein­fällt, ist Time Blo­cking, dass man sich für bestimm­te Din­ge tat­säch­lich im Kalen­der bestimm­te Zei­ten reser­viert, so wie wir zum Bei­spiel jetzt auch gera­de die­sen Slot für uns reser­viert haben, um die­se Auf­nah­me zu machen, kann man sich genau­so auch sel­ber in sei­nem Kalen­der, ich mache das auch zum Bei­spiel, Zeit­räu­me ein­la­den, in denen man etwas bestimm­tes erle­digt. Und je nach­dem, wie wich­tig das ist, Kann ich die­sen Zeit­raum ver­län­gern, ver­kür­zen vor ande­ren Pla­den? Kann dann sogar die­se Ter­mi­ne, die ich ja nur mit mir sel­ber habe in dem Moment, auch von der Rei­hen­fol­ge noch­mal ver­än­dern, wenn ich dann sage, das eine ist dann doch wich­ti­ger als das ande­re? Und das ist so eine der Her­an­ge­hens­wei­sen. Jan: Ja, rich­tig. Björn: Wir haben ja auch schon mal über die Eisen­hower-Matrix gespro­chen, dass das auch wich­tig ist, dass man als ers­tes mal fil­tert, was über­haupt wich­tig ist und was drin­gend ist. Jan: Also ich bin ja ein Rie­sen­fan von der Eisen­hower Matrix, wie ich ja glau­be ich auch zu dem Björn: Also das… ent­schei­de natür­lich auch, wann es in mei­nem Kalen­der erscheint. Das ist eine Her­an­ge­hens­wei­se, mit der man damit umge­hen kann, dass man eben nicht meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig schafft. Jan: Zuhö­re­rin­nen und Zuhö­rern noch mal die Eisen­hower Matrix Fol­ge von uns ans Herz legen. Björn: Die ver­lin­ken wir natür­lich auch. Jan: Die ver­lin­ken wir auch ger­ne noch mal, genau. Und ja, tat­säch­lich also die Unter­schei­dung noch mal dar­an, was ist weder dring­lich noch wich­tig, was ist wich­tig, was ist dring­lich und was ist dring­lich unwich­tig? Dring­lich und wich­tig ist eigent­lich genau die­ses The­ma. Da haben wir Prio­ri­tät, rein theo­re­tisch, oder zumin­dest haben wir da erst mal eine hohe Dring­lich­keit und Wich­tig­keit, das getan wer­den muss. Und des­halb sagt man ja auch, das sind eigent­lich die Din­ge, die man sofort erle­di­gen soll­te. So und sofort erle­di­gen heißt dann unter Umstän­den auch, dass man sich dafür dann einen gewis­sen Zeit­raum pro Tag reser­viert, wo man genau die­se Din­ge dann auch abar­bei­ten kann. Da kann man ja immer noch für sich eine Rei­hen­fol­ge auch fest­le­gen, wie man das tun kann. Tat­säch­lich gibt es noch diver­se Fall­stri­cke auch bei Zeit­pla­nung, dass man in der Regel dazu neigt, zu wenig Zeit ein­zu­pla­nen, kei­ne Puf­fer­zei­ten ein­zu­pla­nen und so wei­ter und so fort, die einen dann auch noch mal immer wie­der ins Strau­cheln brin­gen kön­nen. Da kann man auch struk­tu­rell ran­ge­hen. Und es bringt natür­lich auch schon mal unheim­lich viel Ruhe auch in einen Geist hin­ein, sich mal bild­haft vor Augen zu füh­ren. Wie pla­ne ich denn über­haupt die Woche durch? Wel­ches The­ma wer­de ich wann behan­deln? Was habe ich gege­be­nen­falls auch für Puf­fer­zei­ten? Um auch wirk­lich mal abschät­zen zu kön­nen, was kann ich denn über­haupt leis­ten? Wir haben in der ande­ren Fol­ge auch schon mal über das The­ma Men­tal Load gespro­chen. wo wir also sagen, die­ses gan­ze Grund­rau­schen von Din­gen, die ich eigent­lich erle­di­gen muss, die halt irgend­wie alle wich­tig sind und so wei­ter und so fort, die ich aber gar nicht fas­sen kann, die kann ich natür­lich auch dar­über schon mal etwas struk­tu­rie­ren und auch die­se last­los wer­den, wenn ich mir tat­säch­lich einen Plan mache, wie ich die Din­ge umset­zen kann, wann ich das möch­te. Und auch in der Fest­stel­lung zu sagen, mehr wer­de ich nicht schaf­fen. Und dann ist auch mal gut, Björn: Mhm. Jan: da müs­sen halt ande­re Din­ge lie­gen blei­ben und dann ist das auch in Ord­nung, aber da hat man auch nicht im Kopf, oh mann. Das müss­te ich jetzt aber eigent­lich auch noch sein. Man kann sich schon vor­her dar­auf ein­stel­len, das wird vor­aus­sicht­lich das Pen­sum sein, was ich schaf­fen kann. Und dann, weiß ich auch schon früh­zei­tig und nicht erst bis zur letz­ten Sekun­de eine Abga­be oder wie auch immer, dann pass mal auf, die­sen Punkt, der hat jetzt eine nach­ge­la­ger­te Prio­ri­tät, bezie­hungs­wei­se hat in die­sem Zusam­men­hang kei­ne Prio­ri­tät. Das kann ich zu einem spä­te­ren Zeit­punkt erst machen. Dann müs­sen wir noch­mal die Frist ver­schie­ben oder wie auch immer. Aber dann kann ich auch früh­zei­tig kom­mu­ni­zie­ren. Das bringt mich dann auch weni­ger in die Bre­douil­le im Umgang mit ande­ren Men­schen, die even­tu­ell auch auf die­se Ergeb­nis­se war­ten. Björn: Und das kann ich aus eige­ner Erfah­rung sagen, was viel­leicht auch eine ganz gute Prio­ri­tät ist, ist, dass man sich wohl­füh­len muss. Das habe ich zum Bei­spiel auch ler­nen müs­sen. Also, dass es unter­streicht, ja, das mit den eige­nen Gren­zen, mit den Prof­fert­sei­ten ein­pla­nen und so wei­ter, dass man immer, also, dass ich muss­te ler­nen, dass ich immer die­sen Fil­ter an habe auf Emp­fang stel­le, geht es mir gera­de gut mit die­ser Situa­ti­on. Jan: Wie unan­ge­nehm, da sparst du doch gesteu­ern, das ist doch dann ange­nehm. Björn: Und damit mei­ne ich jetzt nicht, dass ich unan­ge­nehm Din­gen aus­wei­che. Natür­lich habe ich auch unan­ge­neh­me Din­ge, Ter­mi­ne beim Steu­er­be­ra­ter oder sol­che Sachen, die viel­leicht… Als Selbst­stän­di­ger zahlt man in der Regel mehr nach, aber das ist ein ande­res The­ma. Also, dass ich mich nicht vor unan­ge­neh­men Din­gen drü­cke, son­dern dass ich halt schaue, habe ich gera­de auch genug Res­sour­cen, um mich mit Din­gen, die viel­leicht nicht ange­nehm sind, aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und wenn ich die nicht habe, wo hole ich mir die her? Und das ist für mich die obers­te Prio­ri­tät. Jetzt habe ich es gera­de selbst gemacht. Das ist für mich eigent­lich die ein­zi­ge Prio­ri­tät. Es muss mir gut gehen. mit dem, was ich tue und alles ande­re ord­net sich dem unter. Und das klingt jetzt so unglaub­lich nach nach nach Well­ness und Wischi­wa­schi und so nach dem Mot­to Flucht vor Arbeit oder was weiß ich. Aber das ist es nicht. Das ist eigent­lich eine Mög­lich­keit. Ganz viel Ener­gie zu haben für die wirk­lich wich­ti­gen und drin­gen­den Din­ge und über Time Blo­cking und so wei­ter. Das dann in der. .. eine gute Struk­tur zu krie­gen. Das ist jetzt ein Weg, der für mich funk­tio­niert hat,… .. aber das muss man bei einem Coa­ching,… .. bei einem Kli­en­ten natür­lich auch immer indi­vi­du­ell schau­en. Es gibt ja auch Men­schen, die sich unglaub­lich wohl damit füh­len,… .. stän­dig unter Strom zu ste­hen… .. und denen das auch über­haupt nichts aus­macht,… .. habe ich auch schon erlebt,… .. dass mir jemand sei­nen Tages­ab­lauf schil­der­te… .. und ich dann hin­ter­her dach­te,… .. boah, ich… .. wird das nicht mal drei Tage durch­hal­ten,… .. aber für den war das in Ord­nung und er brauch­te das. Und das ist ja auch fein. Dafür sind wir Coa­ches ja auch… .. da und dafür ver­set­zen wir uns ja auch nicht… .. in die Rol­le des Rat­schlag­ge­bers. .. der auf die Fin­ger klopft, son­dern… .. wir neh­men den Kli­en­ten ja damit, wo er gera­de ist. Aller­dings ist es tat­säch­lich eine… .. Gesetz­mä­ßig­keit, die ich beob­ach­tet habe,… .. dass es, wenn man mit die­sem Begriff… Jan: Also wich­tig ist den­ke ich auch in dem Zusam­men­hang ein­fach, dass die Sache, dar­über hast du ja Björn: .. Prio­ri­tät, Prio­ri­tä­ten… .. nicht rich­tig umgeht, nicht… .. in gesun­dem Maße umgeht, das eher zu nega­ti­ven Din­gen führt. Jan: gera­de auch schon gespro­chen im Sin­ne von Mul­ti­tas­king ist nicht mög­lich, dass die Sache, zu der ich mich jetzt ent­schlie­ße sie zu tun, dass sie dann auch in die­sem Moment Prio­ri­tät hat und auch mei­nen vol­len Fokus. Und dazu wür­de ich ganz ger­ne noch mal etwas zitie­ren. Ich habe es gera­de schon kurz ange­kün­digt. Und zwar begeg­net einem das auch immer mal wie­der, wenn man sich mit dem The­ma Zen aus­ein­an­der­setzt, aber gege­be­nen­falls auch bei ande­ren Strö­mun­gen und so wei­ter, die sich auch mit dem The­ma Acht­sam­keit und so wei­ter aus­ein­an­der­set­zen. Und zwar gibt es so die­ses viel zitier­te Zitat, das ein Schü­ler fragt oder meh­re­re Schü­ler ihren Meis­ter fra­gen, war­um er denn so zufrie­den und glück­lich ist. Und dann ant­wor­tet der Meis­ter, wenn ich ste­he, dann ste­he ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich. Wenn ich sit­ze, dann sit­ze ich. Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich lie­be, dann lie­be ich. Wenn ich bete, dann bete ich und so wei­ter und so fort. Dann ant­wor­ten die, ja, aber das tun wir doch auch. Was machst du dar­über hin­aus? Und dann erwi­dert er das ein­fach noch ein­mal genau so. Wenn ich ste­he, dann ste­he ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich und so wei­ter und so fort. Und sie wie­der­ho­len dann wie­der, ja, das tun wir doch genau­so. Und dann sagt er, nein, wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon. Und wenn ihr steht, dann lauft ihr schon. Und wenn ihr lauft, dann seid ihr eigent­lich schon am Ziel. Und das ist ja eben auch so ein Punkt. In dem Moment, wo ich eigent­lich immer nicht bei der Sache bin, son­dern immer schon einen Schritt vor­aus, habe ich eigent­lich kei­ne Acht­sam­keit, kei­nen Fokus auf die Sache, auf die Prio­ri­tät, die ich mir eigent­lich gesetzt habe für den Moment. Und das heißt, ich wer­de eigent­lich auch nie das hun­dert­pro­zen­ti­ge Ergeb­nis brin­gen, einer­seits. Oder sagen wir ein gutes Ergeb­nis, müss­te ja nicht hun­dert­pro­zen­tig sein, aber ein gutes Ergeb­nis brin­gen. Und ich wer­de auch irgend­wo mich immer zer­ris­sen füh­len zwi­schen unter­schied­li­chen Punk­ten. Oder zumin­dest besteht die Mög­lich­keit, dass das der Fall ist. Das fin­de ich eigent­lich auch noch­mal eine schö­ne Sache, eigent­lich tat­säch­lich bei der Prio­ri­tä­ten­set­zung, ja, oder bei der Prio­ri­täts­set­zung, dann tat­säch­lich die Din­ge, die Sache, die Prio­ri­tät hat, dann auch zu fokus­sie­ren. Und das ist auch eine Sache, die man trai­nie­ren kann und muss, weil wir sind zum aktu­el­len Zeit­punkt sehr, sehr geneigt und krie­gen auch immer wie­der Ange­bo­te, eigent­lich genau das nicht zu tun. Also, vie­le ken­nen es. Man sitzt… beim Essen und ist geneigt irgend­wie das Tele­fon klin­gelt, man nimmt das Tele­fon aus der Tasche und guckt was da eben gera­de kommt. Dann kriegt man eine Nach­richt, eine Nach­richt und dann poppt irgend­was auf dem Bild­schirm auf, auf dem Han­dy, dass außer­dem noch in einem ande­ren Netz­werk auch noch was gepos­tet wird und dann kommt man daher, dann kommt man vom Hölz­chen auf Stöck­chen und immer wei­ter. Und ehe man sich ver­sieht, ist der Tel­ler, der vor einem steht, kalt. Ja, man hat immer noch nichts geges­sen. Björn: Der Part­ner sau­er? Jan: Der Pader sau­er. Man ist immer noch nicht schlau­er. und ist eigent­lich im Geist kom­plett rast­los. So und ich glau­be, dass es etwas, was uns gut tut, auch in der aktu­el­len Zeit durch­aus mal wie­der ein­fach den Fokus auf die Din­ge zu legen. Björn: Ich habe im Urlaub ein Buch gele­sen, das scheint es ja schon län­ger zu geben, das heißt, ich bin gespannt, ob du es kennst, das heißt, acht­sam mor­den. Jan: Viel drü­ber gele­sen, noch nicht gele­sen. Björn: Ja, es ist mitt­ler­wei­le eine Serie. Es gibt vier Bän­de. Ich habe den ers­ten gele­sen, den zwei­ten jetzt zur Hälf­te und es ist eine ganz abge­fah­re­ne Geschich­te. Ich kann es wirk­lich nur emp­feh­len, vor allem alle, die sich ein biss­chen mit Acht­sam­keit aus­ein­an­der­ge­setzt haben, die viel­leicht auch den­ken, das ist so tot­ge­nu­delt, die­ses The­ma, und ich kann es eigent­lich nicht mehr hören, das nimmt die­ses The­ma so ein biss­chen auf die Schip­pe, aber es ist unheim­lich viel ein Rechts­an­walt von sei­ner Frau gezwun­gen wird, einen Acht­sam­keits­kurs bei einem Coach zu machen. Und dann pas­sie­ren all mög­li­chen Din­ge, die ich jetzt nicht vor­weg­neh­men will. Aber was ich erzäh­len möch­te, wäre dann eine schö­ne Geschich­te zum Schluss. Bei dem ers­ten Ter­min, den er mit die­sem Coach hat, kommt er zu spät, weil er natür­lich ein unheim­li­cher Erfolgs­an­walt ist und er kommt zu spät. Und der Coach lässt ihn vor der Tür ste­hen. Ich glau­be, er steht da zehn Minu­ten. bis der Coach dann irgend­wann mal reagiert und ihn rein­lässt. Und die­sen Moment nimmt der Coach dann spä­ter auf, um ihm zu erklä­ren, was Acht­sam­keit ist. Und dann sagt er, als sie eben vor der Tür stan­den, auf mich gewar­tet haben, haben sie sich da geär­gert. Und dann sagt der Anwalt, ja. Und dann sagt er, sehen Sie, Sie hät­ten jetzt ein­fach vor der Tür ste­hen kön­nen und war­ten kön­nen. Aber wenn Sie vor der Tür ste­hen und war­ten und sich gleich­zei­tig dar­über ärgern, ist das nur doof. Das ist also nicht acht­sam. Jan: Ja. Björn: Acht­sam wäre es gewe­sen, ein­fach nur zu war­ten. Und da muss­te ich das ers­te Mal sehr lachen, als ich das gele­sen habe. Es ist natür­lich total rich­tig, aber in einem völ­lig aus dem nor­ma­len, gewohn­ten Kon­text gezo­ge­nen Geschich­te. Und das ist aber im Prin­zip genau das. Und da sieht man, wie schön das alles mit­ein­an­der zusam­men­hängt, dass die rich­ti­ge Prio­ri­tät im rich­ti­gen Moment wie­der ganz viel mit Acht­sam­keit zu tun hat. Und des­we­gen krie­gen wir ja auch zu ger­ne davon. Und des­we­gen ist es auch so wich­tig, sich damit aus­ein­an­der­zu­set­zen. Und so greift dann irgend­wie auch alles inein­an­der. Jan: es ist ein traum also schön zusam­men­ge­fasst wun­der­bar dann darf ich jetzt tat­säch­lich hier die ehre haben nach­dem ich beim letz­ten mal glau­be die rein­fol­ge durch­ein­an­der gebracht habe mit dem schluss­wort aber dan­ke dir wir hof­fen euch hat spaß gemacht hier auch mit Björn: Ach Gott. Jan: zu den­ken mit zu prio­ri­sie­ren über das the­ma prio­ri­tät zu spre­chen oder prio­ri­tät zu spre­chen fin­det für euch die rich­ti­ge Prio­ri­tät, auch den rich­ti­gen Fokus, die rich­ti­ge Acht­sam­keit, die Din­ge umzu­set­zen, die ihr umset­zen möch­tet und freu­en uns wie immer über euer Feed­back, auch über even­tu­el­le Fra­gen, auch über The­men­wün­sche, falls ihr die mal haben wollt und freu­en uns schon auf das nächs­te Mal. Und inso­fern, Björn, wenn du magst, kannst du dich ver­ab­schie­den. Auf Wie­der­hö­ren. Björn: Vie­len Dank fürs Zuhö­ren und bis bald. Ciao. Jan: Tschüss. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Dringend, Eisenhower Matrix, Podcast, Priorisierung, Wichtig --- ### [Was ist Wertschätzung?](https://bobach-coaching.de/wertschaetzung/) **Published:** August 4, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** In Umfra­gen zur Arbeit­neh­mer­zu­frie­den­heit taucht immer wie­der ein Punkt ganz oben auf: „Ich möch­te mehr Wert­schät­zung von mei­nem [Arbeit­ge­ber](https://bobach-coaching.de/gut-fuehren-koennen-8-wichtige-eigenschaften-eines-chefs/ "Gut führen können – 8 wichtige Eigenschaften eines Chefs") spü­ren!“ Woher kommt das? Und was ist denn *wirk­lich* wert­schät­zend? War­um gelingt es mir nicht? Oder war­um kann ich Wert­schät­zung nicht anneh­men? In die­ser Fol­ge von Coach&Coach beschäf­ti­gen wir uns also damit - was Wert­schät­zung bedeu­tet - war­um “nur mehr Geld” kei­ne Wert­schät­zung ist - wes­halb manch­mal Wert­schät­zung auch nicht ange­nom­men wer­den kann - wie man wirk­lich Wert­schät­zend sein kann — im Berufs­le­ben und pri­vat [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionBjörn: Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach, dem Coa­ching Pod­cast mit mir Bjar­ne Bob­ach und am ande­ren Mikro­fon, der Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan! Ja, guten Mor­gen heu­te zu frü­he­rer Stun­de, sonst neh­men wir eher abends auf, aber heu­te Jan: Guten Mor­gen, Björn! Björn: sind wir mal früh am Start und ich bedan­ke mich bei dir dafür, dass das mög­lich ist. Und damit kom­me ich auch gleich zum The­ma heu­te, denn wir möch­ten uns über Wert­schät­zung unter­hal­ten und wie man mehr wert­schät­zen kann. Ich möch­te auch gleich erklä­ren, wie wir zu die­sem The­ma kom­men. Ich beob­ach­te das immer häu­fi­ger in Gesprä­chen mit Ange­stell­ten und Mit­ar­bei­tern, aber auch bei Coa­ching-Kli­en­ten, dass es einen Wunsch nach mehr Wert­schät­zung am Arbeits­platz gibt. Und eine Beob­ach­tung von mir jetzt, per­sön­lich aber viel­leicht kannst du mir das bestä­ti­gen, Jan, ist, dass das meis­tens gekop­pelt ist an gib mir mehr Geld, dann füh­le ich mich mehr wert­ge­schätzt. Was sind dei­ne Gedan­ken dazu? Jan: Ich habe den Ein­druck, das kommt ganz drauf an, wo man wie unter­wegs ist. Das heißt, über­all, wo man beruf­lich natür­lich tätig ist, gehört Bezah­lung auch mit zum Gesamt­pa­ket dazu. Aber je nach Per­sön­lich­keits­aus­prä­gung und viel­leicht auch nach Gehalts­klas­se, in der man unter­wegs ist, hat das The­ma Gehalt nur unter­schied­li­chen Schwer­punkt, ist mei­ne mei­ne Wahr­neh­mung. Also wenn ich jetzt mal her­kom­me von die­ser Maslo­wi­schen Bedürf­nis­py­ra­mi­de, dann habe ich natür­lich erst mal das Bedürf­nis, mei­ne Grund­be­dürf­nis­se zu stil­len, Sicher­heits­be­dürf­nis­se und so wei­ter und so fort, dass also erst mal alles abge­si­chert ist. Aber irgend­wann ist es dann so, dass eigent­lich mir ein Euro plus gerin­ge­ren Grenz­nut­zen bringt. Also irgend­wann sind qua­si eigent­lich alle Din­ge erst mal so weit abge­si­chert, dass ich damit ganz gut über die Run­den kom­men kann und dann spielt qua­si der ein­zel­ne Euro nicht mehr so viel Rol­le unter Umstän­den, aber dann kom­men natür­lich auch ande­re Punk­te mit dazu, die sich dann tat­säch­lich über oder die dann auch teil­wei­se mit Wert­schät­zung ver­knüpft wer­den, wie irgend­wel­che beson­de­ren Leis­tun­gen, Boni oder kei­ne Ahnung was, aber da sind wir jetzt natür­lich schon im spe­zi­el­len Bereich. unter­wegs. Aber grund­sätz­lich glau­be ich, kommt es immer dar­auf an, in wel­cher Grö­ßen­ord­nung von Gehalts­klas­se ist man unter­wegs und auch mit was für einer Per­son hat man zu tun. Björn: .. gebe ich dir voll­kom­men recht. Ich fin­de es halt gefähr­lich, die Wert­schät­zung… .. in einem Unter­neh­men oder von einem Arbeit­ge­ber an… .. die Ent­loh­nung zu kop­peln. Gibt es bei mir zwei Grün­de. Zum einen ist es für mich die Beob­ach­tung… .. und das bestä­ti­gen mir auch alle, mit denen ich spre­che,… .. die ähn­li­che Gesprä­che füh­ren,… .. dass eine Gehalts­er­hö­hung sich ganz schnell abnutzt. Also… Jan: Mhm. Björn: Das ist anfangs ganz toll, dann hat man mehr Net­to auf dem Kon­to. Und dann hat man sich aber nach rela­tiv kur­zer Zeit eigent­lich wie­der dar­an gewöhnt, weil der Lebens­wan­del sich natür­lich anpasst. Also ich habe mehr Geld, ich gebe in der Regel dann auch mehr Geld aus. Also die meis­ten, die eine Gehalts­er­hö­hung krie­gen, wer­den das ja nicht sofort aufs Spar-Kon­to packen. Und dann ist die­ser Gewinn eigent­lich ganz schnell wie­der flö­ten gegan­gen, weil dann habe ich mich dar­an gewöhnt und füh­le ich mich dann auf ein­mal wie­der weni­ger wert­ge­schätzt, nicht so weit reicht, wie ich es mir viel­leicht erwünscht habe. Und die Situa­ti­on, die grund­sätz­li­che Situa­ti­on am Arbeits­platz ist ja gleich geblie­ben. Ich habe nur mehr Geld. Das Mit­ein­an­der ist gleich. Die Arbeits­ab­läu­fe sind gleich. Das ändert sich alles nicht. Nur ich habe per­sön­lich mehr Geld und ich erle­be es eigent­lich immer wie­der, dass ich dann das glei­che Gespräch nach spä­tes­tens zwölf Mona­ten noch­mal füh­re und es dann wie­der um Wert­schät­zung geht. Und das fin­de ich gefähr­lich. Weil für mich per­sön­lich, aber das ist natür­lich auch eine Fra­ge mei­ner per­sön­li­chen Wer­te, hat Wert­schät­zung jetzt erst­mal bei einem Arbeit­ge­ber nur sekun­där mit der Ent­loh­nung zu tun. Ich gebe dir Recht, natür­lich ist es wich­tig für gute Arbeit auch gutes Geld zu bekom­men, aber das muss man halt auch immer in der Rela­ti­on sehen. Was ver­die­nen ande­re? Wie viel Erfah­rung habe ich? Und, und, und. Und gera­de die jun­gen Leu­te kom­men oft dann auch mit dem Argu­ment, ich füh­le mich nicht wert­ge­schätzt. Und des­we­gen den­ke ich, dass die… dass tat­säch­lich der Hebel, den man anset­zen muss, wenn jemand kommt und sagt, ich füh­le mich nicht wert­ge­schätzt, ein ande­rer sein muss. Im Umkehr­schluss ist es aber auch, glau­be Jan: Mhm. Björn: ich, so, dass das manch­mal instru­men­ta­li­siert wird, dass man sagt, ich hät­te ger­ne mehr Geld, dann kom­me ich mal mit dem Argu­ment, ich füh­le mich nicht wert­ge­schätzt, dann wer­de ich schon mehr krie­gen. Denn wenn man dann mit ande­ren Vor­schlä­gen kommt, wie man die Wert­schät­zung erhö­hen könn­te oder mit einem ande­ren Ver­hal­ten an den Taglie­dern, ändert sich dar­an nichts. Jan: Mm. Björn: Ich bin immer ein Freund von, das machen wir auch noch eine Fol­ge zu, von direk­ter Kom­mu­ni­ka­ti­on. Des­we­gen wür­de ich eigent­lich jedem Arbeit­neh­mer, der ger­ne mehr Geld ver­die­nen wür­de, raten, zu sagen, ich brau­che oder ich muss oder ich möch­te mehr Geld ver­die­nen. Weil die Wert­schät­zung ist etwas, was man anders erreicht. Man bringt auch den Arbeit­ge­ber so ein biss­chen in Bedräng­nis, weil natür­lich, wenn ich auf der ande­ren Sei­te sit­ze und höre, man fühlt sich bei mir nicht wert­ge­schätzt, wer­de ich viel­leicht ein biss­chen unru­hig und fan­ge an, mir ganz selt­sa­me Ver­hal­tens­wei­sen anzu­eig­nen. weil ich mehr Wert­schät­zung errei­chen möch­te, die dann am Ende gar nicht mehr authen­tisch sind. Und da kom­men wir ja auch gleich noch zu, Jan: Mhm. Björn: was man tat­säch­lich machen kann oder was Feh­ler sind, wenn man mehr Wert­schät­zung aus­drü­cken möch­te. Aber das ist dann ein Teu­fels­kreis. Also Arbeit­ge­ber kommt, will eigent­lich mehr Geld, erzählt von Wert­schät­zung. Das kann der Arbeit­neh­mer, Jan: Aber Nie­mals. Björn: der Arbeit­ge­ber kann das viel­leicht gar nicht, dreht an der Wert­schät­zungs­schrau­be auf die fal­sche Art und Wei­se und das Betriebs­kli­ma lei­det viel­leicht sogar noch dann run­ter. Jan: Also ich wür­de ger­ne noch mal auf einen Aspekt zu spre­chen kom­men, weil wir zu oft von Wert­schät­zung Björn: Dann habe ich über­haupt nichts. Jan: gespro­chen haben und auch in dem Zusam­men­hang mit Geld. Also ich bin ja auch so ein Freund davon, Wor­te aus­ein­an­der­zu­neh­men. Und wenn ich mir jetzt Wert­schät­zung anschaue, dann steckt da ja genau das drin. Also es wird ein Wert geschätzt. Und jetzt mal bezo­gen auf das Gehalt oder die Ent­loh­nung. ist das dann ja auch unter Umstän­den in Tei­len so. Also es gibt natür­lich je nach­dem wo man jetzt tätig ist auch Rah­men­be­din­gun­gen, an die man sich halt irgend­wie mit anpas­sen muss oder an denen man sich ori­en­tie­ren muss. Ich nen­ne jetzt zum Bei­spiel mal Tarif­ver­trä­ge, an denen für bestimm­te Qua­li­fi­ka­ti­on oder Ver­ant­wor­tung eigent­lich auch eine bestimm­te Tarif­grup­pe defi­niert ist. Dann gibt es noch so Stu­fen, je nach­dem wie viel Erfah­rung man hat. Dann gibt es dazwi­schen Spiel­räu­me, in denen dann im Prin­zip auch ein Arbeit­ge­ber viel­leicht ent­schei­den kann, wie da so eine Ein­ta­ri­fie­rung dann statt­fin­det oder eine Sor­tie­rung in die­ses Gefü­ge. Aber letz­ten Endes wird ja tat­säch­lich auch von einem Unter­neh­men der Wert geschätzt. Also ich habe Mit­ar­bei­ten­de und denen bie­te ich ein ent­spre­chen­des Gehalt an und idea­ler­wei­se ist es so, dass die Mit­ar­bei­ten­den sagen, okay zu die­sem Gehalt möch­te ich auch ger­ne arbei­ten, das fin­de ich fair an der Stel­le. Wenn jetzt die­se Situa­ti­on auf­kommt, wie du sie gera­de beschrie­ben hast, dann gibt es ja zumin­dest mal eine Dis­sens dar­über, wie viel man in Anfüh­rungs­stri­chen wert ist für das Unter­neh­men. Also bei­spiels­wei­se hat man viel­leicht den Ein­druck, dass man deut­lich mehr zum Unter­neh­mens­er­folg bei­trägt als ande­re in der ver­gleich­ba­ren Posi­ti­on oder man möch­te ger­ne das glei­che bekom­men wie ande­re in der glei­chen Posi­ti­on, weil man viel­leicht jün­ger ist und nicht das glei­che, das glei­che Gehalt bekommt oder sowas. Das heißt, es geht auch um die Fra­ge, wie ste­he ich in dem Gesamt­ge­fü­ge, wie ste­he ich viel­leicht auch gegen­über dem Markt und wie ste­he ich auch viel­leicht gegen­über mei­nem per­sön­li­chen Bedürf­nis, was ich mei­ne zu ver­die­nen. Also im Sin­ne, was ich bekom­men soll­te. Und Inso­fern kann ich ver­ste­hen, dass man hier auch mit die­sem Punkt Wert­schät­zung kommt, weil man einen Wert schätzt eben von Unter­neh­mens­sei­te und weil man als Arbeit­neh­mer viel­leicht dann auch sei­nen eige­nen Wert anders ein­schätzt. Aber es hat natür­lich nichts mit per­sön­li­cher Wert­schät­zung zu tun, also dass man nicht immer mei­nen per­sön­li­chen Wert gibt in die­sem Zusam­men­hang. Und das hast du ganz kor­rekt for­mu­liert aus mei­ner Sicht. Dass halt die Fra­ge ist, was steckt dahin­ter? Steckt dahin­ter im Prin­zip ein­fach das Bedürf­nis mehr Geld zu ver­die­nen, zu bekom­men? oder nicht. Und da ist ja auch die Fra­ge, was sind die Argu­men­te? Also ich muss mehr Geld haben im Sin­ne von ich möch­te halt ein­fach mehr Geld haben oder mei­ne Kos­ten sind woan­ders gestie­gen, ist natür­lich unter Umstän­den gegen­über einem Arbeit­ge­ber auch ein rela­tiv schwa­ches Argu­ment. Denn da ist ja die Fra­ge, Björn: Hm. Jan: kann ich viel­leicht auch in mei­ner Kos­ten­struk­tur etwas tun oder muss ich irgend­wie den Lebens­ziel füh­ren, wie ich ihn füh­ren möch­te? Das heißt, man kommt ganz ganz schnell eben in sol­che Dis­kus­sio­nen her­ein und wenn es qua­si rein um das Gehalt geht, dann ist auch immer die Fra­ge, was ist der Wert­bei­trag für das Unter­neh­men und was sind auch die Rah­men­be­din­gun­gen, die das Unter­neh­men, mein Arbeit­ge­ber oder mei­ne Arbeit­ge­ber haben, wie sie mir über­haupt ent­ge­gen­kom­men kön­nen. Das ist im Prin­zip auch etwas, was man mit berück­sich­ti­gen muss in einer sol­chen Situa­ti­on. So, aber grund­sätz­lich bin ich bei dir. Björn: Hm. Jan: Das eine The­ma ist das The­ma Bezah­lung. Also was bekom­me ich für mei­ne Zeit, die ich ein­set­ze und für mein Enga­ge­ment in Sum­me? Und das ande­re ist die Fra­ge, was ist per­sön­li­che Wert­schät­zung? Per­sön­li­che Wert­schät­zung spielt sich für mich auf einer ande­ren Ebe­ne ab. Das heißt für mich, dass man jeman­den erkennt, wahr­nimmt, was die­se Per­son tut, dass man reagiert, dass man Feed­back gibt, dass man mit­ein­an­der kom­mu­ni­ziert. Das hat was für mich mit Wert­schät­zung zu tun, also dass man tat­säch­lich auch aner­kennt, was geleis­tet wird in Sum­me, also auf einer per­sön­li­chen Art und Wei­se ist. Aber für mich was ande­res als jetzt qua­si der rein tech­ni­sche Vor­gang der Bezah­lung. Björn: Und des­we­gen ist eigent­lich der ers­te Tipp, den wir unse­ren Zuhö­rern geben kön­nen, wenn sie mehr Geld wol­len, viel­leicht nicht mit der Wert­schät­zungs­ka­no­ne zu kom­men, son­dern das ein­fach direkt anzu­spre­chen und zu sagen, ich wür­de ger­ne mehr Geld ver­die­nen. Ist das mög­lich? Wie kön­nen wir das mög­lich machen? Kann ich irgend­et­was tun, um mehr Geld zu bekom­men? Oder was ist viel­leicht im Rah­men des Unter­neh­mens eh schon mög­lich? Also da viel­leicht mit offe­nen Kar­ten zu spie­len. Wenn die per­sön­li­che Wert­schät­zung aber tat­säch­lich beein­träch­tigt ist, und dar­um geht es ja jetzt, muss man sich zunächst fra­gen, fin­de ich, wor­an liegt das? Liegt es dar­an, dass ich viel­leicht tat­säch­lich der Mei­nung bin, die Qua­li­tät mei­ner Arbeit wird nicht hono­riert auf einer per­sön­li­chen Ebe­ne? Also es ist so, dass ich mich abra­cke und das wird ein­fach so hin­ge­nom­men, ohne dass ich mich per­sön­lich in irgend­ei­ner Wei­se bestä­tigt füh­le. Ist es viel­leicht ein The­ma Füh­rungs­stil? Also viel­leicht habe ich einen Chef, der mich nicht per­sön­lich moti­viert. Moti­va­ti­on ist ja auch ein ganz ent­schei­den­der Fak­tor dabei. Ist es viel­leicht so, dass es mein direk­tes Umfeld ist, also ich viel­leicht in einem Team hän­ge, in dem der Team­geist nicht so rich­tig eta­bliert ist. Das sind dann The­men, die wirk­lich etwas mit Wert­schät­zung los­ge­löst von der Ent­loh­nung zu tun haben. Und da geht es dann halt rum. kann man da eigent­lich etwas ver­än­dern? Was kann der ver­än­dern, der dar­auf ange­spro­chen wird, der sagt mir fehlt hier die Wert­schät­zung und was kann man viel­leicht auch sel­ber ver­än­dern? Denn ich fin­de auch immer ganz wich­tig die Fra­ge ist das über­haupt so? Ist es über­haupt die tat­säch­li­che Wahr­neh­mung der ande­ren? Ist es die Rea­li­tät der ande­ren, dass ich hier nicht gewert­schätzt wer­de oder ist das ein The­ma, das ich eigent­lich nur mit mir sel­ber habe? Da hilft natür­lich der Aus­tausch mit Kol­le­gen sehr viel. Also geht es nur mir so oder geht es auch den ande­ren .. wenn es da mehr gibt, die viel­leicht das glei­che… .. emp­fin­den und das glei­che den­ken,… .. kann es grund­sätz­lich ja ein Pro­blem sein,… .. das da besteht,… .. aber viel­leicht ist es ja auch etwas,… .. was nur bei mir liegt,… .. viel­leicht ist es ja ein Bedürf­nis von mir,… .. dass da nicht gestillt wird,… .. das viel­leicht auch gar kei­ne Berech­ti­gung hat… .. in dem Moment. Jan: Hm. Björn: Ich will mal ein Bei­spiel sagen,… .. weil… .. die… .. was vie­le ja tun,… .. habe ich auch einen Coa­ching-Cli­enten schon gehabt,… .. der damit kon­fron­tiert wur­de,… .. er wür­de nicht wert­schät­zen… .. und dann hat er… mir gesagt, ja, und jetzt bedan­ke ich mich immer für alles und es reicht auch nicht. Die­ses immer wie­der bedan­ken ist natür­lich so eine Sache, wenn man sagt, ja, dann will ich jetzt mal wert­schät­zend sein und ich bedan­ke mich für alles, was mei­ne Mit­ar­bei­ter tun. Das nutzt sich natür­lich ab, weil wenn es nicht wirk­lich emp­fun­den ist in dem Moment und wenn es auch gar nicht das war, was eigent­lich dahin­ter stand, wird das so eine mecha­ni­sche Geschich­te. Dann hören die Mit­ar­bei­ter dan­ke und den­ken, ja, ja, ist nur so daher­ge­sagt, das bedeu­tet eh nichts. Also da fin­de ich, muss man dann auch dif­fe­ren­zie­ren. Ist es ein Pro­blem, das ich habe? Ist es ein The­ma, das ich habe? Kein Pro­blem, aber ein The­ma. Oder ist es wirk­lich eine sys­te­mi­sche Geschich­te, dass… Jan: Mmh. Björn: .. irgend­et­was in dem Gefü­ge da in dem Unter­neh­men… .. viel­leicht geän­dert wer­den muss, damit eine… .. höhe­re Wert­schät­zung von oben nach unten vor allem ja auch… .. immer ent­steht oder emp­fun­den wer­den? Jan: Ja, ich gehe noch mal einen Schritt wei­ter. In dem Moment, wo man das Gefühl hat. dass man sich nicht wert­ge­schätzt will. Es sind jetzt Situa­tio­nen, die jetzt einen gegen­über haben, die denen das ein Stück weit krank­haft agiert, oder wirk­lich abseits der Norm. Hat das aus mei­ner Sicht eigent­lich immer was auch mit der eige­nen Wahr­neh­mung zu tun. Denn die Fra­ge ist doch, war­um mache ich denn über­haupt mich abhän­gig von der Wert­schät­zung von ande­ren Per­so­nen? Also eigent­lich reicht das doch völ­lig aus, wenn ich bei mir selbst bin und weiß, was ich kann, dass es gut ist und so wei­ter und so fort und dass ich mein bes­tes tue und dass ich qua­si die Din­ge beein­flus­sen kann, die ich selbst beein­flüs­se, also die ich die selbst eben in der Hand habe, aber eben die Reak­ti­on unter Umstän­den nicht. Jetzt kann ich irgend­wie mein Ver­hal­ten anpas­sen, um eine ande­re Reak­ti­on beim Gegen­über zu pro­vo­zie­ren in Anfüh­rungs­stri­chen oder halt irgend­wie zu ver­su­chen her­aus­zu­kit­zeln. Aber letz­ten Endes ist ja die Fra­ge, war­um brau­che ich das? Also, Dem kann eigent­lich auch die Mei­nung der ande­ren teil­wei­se egal sein. Björn: Oh, das ist ja Blue Sky Sze­na­rio. Also wenn das so wäre, das wäre natür­lich toll, wenn wir alle so mit uns im Rai­den wären, dass wir nie exter­ne Bestä­ti­gung brau­chen wür­den. Aber so funk­tio­nie­ren wir ja nicht. Wir brau­chen ja bei­des. Wir müs­sen ja mit uns im Rai­den sein. Auf der einen Sei­te, auf der ande­ren Sei­te müs­sen wir uns ja auch zuge­hö­rig füh­len und das geschieht halt dar­über, dass wir auch Aner­ken­nung für das krie­gen, was wir Jan: Mhm. Björn: für die Gemein­schaft tun. Gehen wir mal zurück zu den Höh­len­men­schen. Wenn da ein Jäger ist, der den gan­zen Tag damit beschäf­tigt ist, zu jagen und hin­ter Jan: Mhm. Björn: das Tier zurück in die Höh­le trägt, der möch­te ja auch Wert­schät­zung dafür bekom­men, dass er das getan hat für die Gemein­schaft, wo dann hin­ter­her alle von essen, selbst wenn er weiß, dass er ein guter Jäger ist. Also ich glau­be schon, dass es etwas von bei­dem braucht. Also natür­lich gebe dir total recht in einem total… in sich ruhen­den, völ­lig unab­hän­gi­gen Men­schen, der also von äuße­ren Ein­flüs­sen völ­lig unab­hän­gig ist, wäre das eigent­lich gar kein The­ma. Aber so ist es ja in der Regel nicht. Wir sind ja auch nicht so geprägt. Jan: Ja, aber das Argu­ment las­se ich aber nur bedingt gel­ten, denn da ist ja die Fra­ge, wie sind wir geprägt und was machen wir selbst dar­aus? Also wir müs­sen ja qua­si mit dem Set, was wir auch Björn: Hm. Jan: mit­ge­nom­men haben an Fähig­kei­ten, das müs­sen wir auch nicht abschlie­ßend so hin­neh­men, dass das qua­si für immer so bleibt. Ich kom­me noch mit einem ande­ren Bei­spiel. Wir haben jetzt qua­si Björn: Hm. Jan: das über das eine The­ma gespro­chen, Wert­schät­zung über Geld. Dann gibt es qua­si auch noch das The­ma Wert­schät­zung über Titel. Björn: Hm. Jan: Auch das ist etwas, was zum Bei­spiel im Berufs­le­ben eine Rol­le spielt. Dass man ger­ne irgend­wie einen ande­ren Job­ti­tel haben möch­te, dass man in einer Hier­ar­chie auf­stei­gen möch­te und so wei­ter und so fort. Und wo man dann wie­der­um auch sein per­sön­li­ches Glück in Anfüh­rungs­stri­chen davon abhän­gig macht, dass man eben die­se Schul­ter­klap­pen bekommt oder einen bestimm­ten Titel bekommt Björn: Hm. Jan: und sich damit dann viel­leicht auch wie­der her­vor­tun kann gegen­über ande­ren. Und auch da ist die Fra­ge, was ist der Ansatz? Ist der Ansatz, dass man leis­tet? mit dem Anspruch zu über­zeu­gen und dass das qua­si von der ande­ren Sei­te gese­hen wird und dann kommt das auto­ma­tisch. Also erst tun, dann bekom­men. Oder ist mein Anspruch zu sagen, ich möch­te das aber jetzt haben und dann tue ich auch mehr. Oder ich möch­te das jetzt auch haben, weil das steht mir sowie­so zu, aber von der ande­ren Sei­te wird es gar nicht so gese­hen. Und das ist qua­si immer eine Fra­ge von Kom­mu­ni­ka­ti­on und man bewegt sich auch nicht nur qua­si inner­halb die­ses Sys­tems Björn: Hm. Jan: des einen. Unter­neh­mens für das man arbei­tet, son­dern aktu­ell bewe­gen wir uns ja auch in einem Sys­tem, was eigent­lich für Arbeit­neh­mer in Sum­me rela­tiv kom­for­ta­ble Rah­men­be­din­gun­gen hat. Das heißt, also aktu­ell gibt es einen sich ver­schär­fen­den Fach­kräf­te­man­gel, dass wenn jemand Fähig­kei­ten hat, dann gibt es qua­si auch ande­re Unter­neh­men am Markt, die sich freu­en da ent­spre­chend jeman­den gewin­nen zu kön­nen. Und ich glau­be, das wird auch vie­len Unter­neh­men teil­wei­se immer bewuss­ter. oder das wird eigent­lich den meis­ten Unter­neh­men deut­lich bewuss­ter, so wie ich das aktu­ell wahr­neh­me. Das heißt, auch da fin­det ein Umden­ken statt, sodass qua­si auch jen­seits von Bezah­lung und Dan­ke sagen qua­si das The­ma Wert­schät­zung mehr in den Vor­der­grund rückt. Trotz­dem blei­be ich dabei. Und das hast du ganz ganz gut gera­de eigent­lich her­aus­ge­ar­bei­tet, dass der Punkt schon Bestand hat, dass ich gucken muss, ist das etwas, was ich per­sön­lich wahr­neh­me oder ist das etwas, was im Sys­tem liegt? Also erfah­re ich das nur per­sön­lich. Björn: Hm. Jan: in der Grup­pe oder geht es den ande­ren auch so? Und in dem Moment, wo es den ande­ren auch so geht, bin ich dann wie­der­um bei dir, wäre das qua­si auch der Ansatz, wo man auch mal im Sys­tem viel­leicht mal kon­kre­ter schau­en soll­te, liegt es dar­an, dass viel­leicht die vor­ge­setz­te Per­son nicht in der Lage ist, Wert­schät­zung zu geben, irgend­wie kon­struk­ti­ves Feed­back zu geben, die Din­ge wahr­zu­neh­men, liegt es dar­an, dass viel­leicht… die Orga­ni­sa­ti­on so auf­ge­baut ist, dass eigent­lich gar kein Raum dafür da ist. Und was kann man tun, um das gemein­sam zu ent­wi­ckeln? Da kann man ja auch gemein­sam anpa­cken. Nichts­des­to­trotz wür­de ich Björn: Hm. Jan: immer ver­su­chen, dafür zu wer­ben, sich im Rah­men des Mög­li­chen trotz­dem rela­tiv unab­hän­gig davon zu machen, was qua­si da von außen kommt. Denn das ist halt auch mal wie­der der Punkt. Mei­ne Björn: Gäbe ich dir total recht. Jan: grund­sätz­li­che Auf­fas­sung ist, dass Per­so­nen nichts tun, per se, um ande­ren zu scha­den. Im Regel­fall. Das soll hei­ßen, eine Arbeit­neh­me­rin, ein Arbeit­neh­mer wird die Inten­ti­on haben, den Job mög­lichst gut zu machen und damit auch die Wert­schät­zung zu erfah­ren. Und eine Arbeit­ge­ber­fi­gur wird auch aus ihrer Sicht, eine Füh­rungs­per­son wird auch ver­su­chen. einer­seits das Geschäft zu füh­ren, ande­rer­seits aber auch die Mit­ar­bei­ten­den im Rah­men ihrer Mög­lich­kei­ten ent­spre­chend gut zu füh­ren. Teil­wei­se hast du einen nicht opti­ma­len Fit aus den Fähig­kei­ten, also dass qua­si auch eine Füh­rungs­per­son viel­leicht gar nicht gelernt hat zu füh­ren oder eigent­lich fach­lich sehr gut war und da rein­ge­rutscht ist und jetzt halt eben in der Rol­le ist auf ein­mal Mit­ar­bei­ten­de füh­ren zu müs­sen, in Anfüh­rungs­stri­chen, obwohl sie eigent­lich am liebs­ten fach­lich arbei­ten da auch an ihre Gren­zen kommt. Aber ich glau­be nicht, dass es per se so ist. dass jemand ganz bewusst sagt, jetzt möch­te ich die aber mal ärgern. Gibt es auch, kei­ne Fra­ge. Und irgend­wann kom­men auch per­sön­li­che Din­ge mit rein. Aber das ist ein Son­der­fall. Und in die­ser gan­zen gro­ßen Mas­se dazwi­schen, da gibt es halt eben unheim­lich viel zu tun, da kann man gemein­sam anpa­cken und arbei­ten. Und dafür muss man aber, wie du schon sagst, erst­mal ana­ly­sie­ren, wie ist die Situa­ti­on und dann auch über­le­gen, gehe ich da allei­ne ran oder kann ich da auch in der Grup­pe ran­ge­hen und das ganz kon­kret kom­mu­ni­zie­ren, anspre­chen, dar­an arbei­ten? Björn: Viel­leicht kön­nen wir jetzt mal ganz kurz den, oder ganz kurz, viel­leicht kön­nen wir jetzt mal den Fokus dar­auf schen­ken, was man denn kon­kret eigent­lich tun kann, wenn es wirk­lich eine Grund­sätz­lich­keit ist, dass Wert­schät­zung fehlt. Viel­leicht als ers­tes eine Beob­ach­tung von mir ist, dass da, wo es gehäuft dazu kommt, dass Leu­te sagen, ich füh­le mich nicht gewert­schätzt. hat es meis­tens damit zu tun, dass sie sich ihrer Rol­le im Gro­ßen und Gan­zen nicht bewusst sind. Also, die machen ihre täg­li­che Arbeit, aber sie sind sich über­haupt nicht über ihre Trag­wei­te und die Kon­se­quen­zen bewusst, was pas­sie­ren wür­de, wenn sie es nicht tun. Und ich glau­be, das ist ein Feh­ler, den vie­le Vor­ge­setz­te tat­säch­lich häu­fig machen, dass sie las­sen ihre Mit­ar­bei­ter arbei­ten, sie sagen viel­leicht auch mal dan­ke, aber sie erklä­ren ihnen gar nicht, war­um das wich­tig ist, was sie tun. Jan: Mhm. Björn: und war­um sie sel­ber unheim­lich dank­bar sind, dass es für sie getan wird. Also das ist eine Arbeits­ein­wei­sung, das steht viel­leicht im Arbeits­ver­trag, Auf­ga­ben sind so und so und so. Aber dem Mit­ar­bei­ter ist eigent­lich gar nicht rich­tig bewusst, was wür­de denn pas­sie­ren, wenn ich nicht mehr da wäre? Was wür­de denn pas­sie­ren, wenn ich es nicht machen wür­de? Also wenn es jemand anders machen wür­de, der viel­leicht mei­ne Exper­ti­se nicht hät­te. Und ich fin­de, das ist eine Schrau­be, da kann man rela­tiv leicht dran… .. deh­nen, weil das gro­ße und gan­ze zu erklä­ren und das gro­ße War­um, das… .. why, war­um machen Sie über­haupt das, was Sie tun oder war­um müs­sen Sie das… .. tun, was Sie, was wir von uns von Ihnen wün­schen. Das bewirkt meis­tens sehr, sehr viel, weil dann die eige­ne Trag­wei­te, die… .. eige­ne Gra­vi­tas qua­si in dem Unter­neh­men sehr viel deut­li­cher wird… .. und man sich auch sehr viel ver­ant­wort­li­cher fühlt. Also… Das glei­che The­ma, wenn ich weiß, für wie viel Ver­ant­wor­tung ich per­sön­lich eigent­lich tra­ge für das Unter­neh­men, dann wer­de ich auch mei­ne Arbeit per­sön­lich für wich­ti­ger ach­ten und das gibt mir natür­lich Wert zurück, weil ich weiß, dass ich etwas ganz Ent­schei­den­des Jan: Hm. Björn: leis­te. Jan: Ja, das wäre jetzt, du hast gesagt, was kann man ganz kon­kret tun? Jetzt ist da ja jemand, der fühlt sich nicht wert­ge­schätzt. Und jetzt war ja qua­si die Ant­wort dar­auf, das Unter­neh­men müss­te eigent­lich der Per­son mit­tei­len, wie wich­tig sie für das Unter­neh­men ist. Aber wenn ich jetzt selbst betrof­fen bin, kann ich damit natür­lich noch rela­tiv wenig anfan­gen, weil dann müss­te ich ja mei­nem Gegen­über das qua­si abver­lan­gen. Oder ich müss­te selbst in der Lage sein, qua­si so dif­fe­ren­ziert dar­auf zu schau­en. mir selbst bewusst zu machen, war­um bin ich eigent­lich wich­tig und was ist eigent­lich mei­ne Rol­le. Auch das kann natür­lich hel­fen, sich da ein­fach mal bewusst zu wer­den. Der nächs­te Schritt wäre aus mei­ner Sicht aber auch ganz aktiv Feed­back ein­zu­for­dern, auf eine kon­struk­ti­ve Art und Wei­se. Mal zu sagen, pass mal auf, ich mache ja täg­lich mei­nen Job, aber ich habe gar nicht so den rich­ti­gen Ein­druck, ist das gut, ist das schlecht, wie wird das gese­hen und ich wür­de ger­ne mal erfah­ren, wie seht ihr das denn? War­um bin ich aus dei­ner Sicht wich­tig für das Unter­neh­men? Oder was ist mein Bei­trag hier aus dei­ner Sicht? Wie schätzt du mich in Sum­me ein, ein­fach um das mal zu bekom­men? Das kann natür­lich auch dazu füh­ren, dass man etwas ande­res hört, als man viel­leicht erwar­tet. Das muss man sich auch klar machen in dem Zusam­men­hang. Aber es kann auch sein, dass man da unheim­lich Posi­ti­ves erfährt und auch mal eine sehr inter­es­san­te Außen­sicht in die­sem Zusam­men­hang bekommt. Björn: Wo du gera­de Außen­sicht saß, das gilt ja auch anders­rum. Also Feed­back ein­for­dern auch von Sei­ten des Arbeit­ge­bers, also von dem Wert­schät­zung gewünscht wird. Der müss­te eigent­lich auch öfter fra­gen, machen wir unse­ren Job gera­de eigent­lich gut? Weißt du, wie wich­tig du für unser Unter­neh­men bist? Und wenn nein, kann ich dir da irgend­wie hel­fen? Ich wür­de sogar noch wei­ter­ge­hen. Die­se Fra­ge… Ich habe eigent­lich immer, ich sage eigent­lich zu Kan­di­da­ten, die ich irgend­wie ein­stel­le, immer an so Pro­be­ta­gen gab es heu­te etwas, was sie gese­hen haben, was sie total auf die Pal­me bringt. Also, dass ich auch selbst in dem Moment, wo jemand noch gar nicht Teil des Sys­tems Jan: Mhm. Björn: ist, also ist er ja im Prin­zip schon so ein biss­chen, wenn man jetzt sys­te­misch denkt, aber In dem Moment, wo jemand von außen drauf­guckt, auch da schon ganz viel, ganz gro­ßen Fokus dar­auf zu legen, wie wirkt das nach außen? Wie wirkt das von jeman­dem, der von ganz woan­ders kommt? Und da ist die Mei­nung wich­tig. Und genau­so ist die Mei­nung jedes ein­zel­nen Mit­ar­bei­ters ja auch wich­tig, soll­te zumin­dest wich­tig sein. Machen wir unse­ren Job gera­de gut, was kön­nen wir bes­ser machen? Nächs­ter Punkt wäre für mich, das mache ich auch immer ger­ne, ist Ver­ant­wor­tung abge­ben. Jan: Mhm. Björn: Also wenn es zum Bei­spiel … ein neu­es The­men­ge­biet gibt, fra­ge ich mich immer sehr gründ­lich, soll­te ich das jetzt machen oder wäre es viel­leicht gut für einen mei­ner Mit­ar­bei­ter, wenn er das machen wür­de, wenn das sei­ne Ver­ant­wor­tung wäre. Und wenn das so ist und das ist fast immer so, dann gebe ich das wei­ter und erklä­re auch war­um. Ich sage dann, das wirst du viel bes­ser machen kön­nen als ich, weil. Und das ist natür­lich eine… .. eine Mög­lich­keit, Ver­ant­wor­tung wei­ter­zu­ge­ben… .. und noch ganz klar zu sagen,… .. hier, das ist nicht mei­ne Exper­ti­se, son­dern dei­ne. Und das soll­te eigent­lich auch sehr wert­schät­zend sein. Ist mei­ne Mei­nung, viel­leicht wider­sprichst du mir jetzt. Weil man damit auch ganz klar signa­li­siert,… .. hier, du hast dei­ne Kom­pe­ten­zen,… .. da bist du viel bes­ser als ich auch sel­ber… .. oder viel bes­ser als die ande­ren. Und da möch­te ich auch, dass du da auf­blühst. Jan: Hm, ja. Ja und grund­sätz­lich auch die Mei­nung mit ein­zu­ho­len ein­fach und nicht nur zu sagen, wie wich­tig jemand für das Unter­neh­men ist, son­dern auch tat­säch­lich zu fra­gen, was sind die Ver­bes­se­rungs­punk­te hier im Unter­neh­men auch aus dei­ner Sicht. Björn: Hm. Jan: Das qua­si mit auf­zu­neh­men, mit ein­zu­beben und genau die­sen Punkt eigent­lich und das ist ja so ein biss­chen auch die Quint­essenz, hier ins gegen­sei­ti­ge Feed­back zu gehen, fin­de ich eigent­lich ganz wich­tig. die Wert­schät­zung ein­di­men­sio­nal zu bezie­hen auf bei­spiels­wei­se das The­ma Gehalt auf das The­ma Titel oder sons­ti­ge Din­ge, die man sich da vor­stel­len kann, die eher, sag ich mal, mate­ri­el­le oder sym­bo­li­sche Art sind, son­dern ganz kon­kret eben auch in die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu gehen, mit den Betei­lig­ten zu fra­gen, was ist aus eurer Sicht gut, was könn­te bes­ser lau­fen, und das beid­sei­tig im Grun­de zu eta­blie­ren in der Kul­tur des Unter­neh­mens. Das ist im Prin­zip der wich­ti­ge Punkt. Und wenn das sich vom Unter­neh­men selbst aktiv gesteu­ert und ange­bracht wird, dann ist es viel­leicht auch eine Idee, an der Stel­le das selbst auch anzu­mo­de­rie­ren und in Gang zu brin­gen. Denn irgend­je­mand muss es ja tun, wenn es sonst kein ande­rer tut. Und das sind dann oft­mals auch wir selbst. Björn: Das ist ein unheim­lich schö­nes Schluss­wort für heu­te. Jan: Das freut mich, dass du das so siehst und in dem Zusam­men­hang bedan­ken wir uns bei euch fürs Zuhö­ren und freu­en uns auf die nächs­te Fol­ge und ver­ab­schie­den uns bis dahin. Auf Wie­der­hö­ren. Björn: Macht’s gut, ciao. **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Podcast, Priorisierung, Wertschätzung --- ### [Optimismus als Lebensphilosophie](https://bobach-coaching.de/die-kraft-des-optimismus/) **Published:** Dezember 1, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge dis­ku­tie­ren wir über Win­s­ton Chur­chills Zitat „Ich bin ein Opti­mist. Es scheint kei­nen gro­ßen Sinn zu haben, etwas ande­res zu sein.” Wir befas­sen uns mit den Unter­schie­den zwi­schen opti­mis­ti­schen und pes­si­mis­ti­schen Ein­stel­lun­gen und dis­ku­tie­ren die Idee, dass Opti­mis­mus eine Ent­schei­dung und nicht nur ange­bo­ren ist. Wir geben auch Rat­schlä­ge, wie man opti­mis­ti­scher wer­den kann, indem man Dank­bar­keit übt, sich auf den gegen­wär­ti­gen Moment kon­zen­triert und lernt, die posi­ti­ven Aspek­te in schwie­ri­gen Situa­tio­nen zu sehen. Dar­über hin­aus gehen wir auf die Rol­le der Neu­ro­plas­ti­zi­tät bei der Bil­dung neu­er, posi­ti­ver Denk­mus­ter ein (auch im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching")) und auf die Bedeu­tung, nega­ti­ve Gedan­ken und Gefüh­le ohne Urteil anzu­er­ken­nen und zu akzep­tie­ren. Abschnit­te: 00:00 Ein­füh­rung und Ange­bots­dis­kus­si­on 03:32 Opti­mis­mus und Pes­si­mis­mus ver­ste­hen 07:57 Die Rol­le der Akzep­tanz im Opti­mis­mus 10:00 Prak­ti­sche Schrit­te, um opti­mis­ti­scher zu wer­den 11:24 Die Bedeu­tung von Geduld und Beharr­lich­keit 12:59 Die Kraft des gegen­wär­ti­gen Augen­blicks und der Akzep­tanz 22:52 Fazit und Abschied [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionJan (00:01.354) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach mit Björn Bob­ach. Hal­lo Björn! Björn (00:09.518) Hal­lo Jan. Jan (00:10.986) und mit mir Jan Fran­ke. Ich freue mich, dass wir heu­te wie­der zusam­men sind und star­te mal mit einem klei­nen Zitat, das da lau­tet, ich bin ein Opti­mist, es scheint nicht viel Sinn zu erge­ben, irgend­et­was ande­res zu sein. Zitat Ende. Win­s­ton Chur­chill. Die­ses Zitat habe ich gefun­den in einem Jour­nal, was ich nut­ze. Haben wir auch an ande­rer Stel­le schon mal dar­über gespro­chen. Das 6‑Mi­nu­ten-Tage­buch. Und das lag hier heu­te Mor­gen auf mei­nem Tisch. Und ich habe dann auch noch­mal dar­über nach­ge­dacht und habe gedacht, was es eigent­lich für ein span­nen­des Zitat ist. Ich bin ein Opti­mist. Es scheint nicht viel Sinn zu geben, etwas ande­res zu sein. Was geht dir dadurch den Kopf­füh­ren? Björn (01:10.414) Ich muss direkt sagen, ich wür­de mich als Opti­mist bezeich­nen, aber der ers­te Gedan­ke ist, dass das die… Dass die Situa­ti­on, in der wir momen­tan so leben, es natür­lich auch schwer macht, Opti­mist zu blei­ben. Ich den­ke da an die Nach­rich­ten­la­ge, an die Art der Bericht­erstat­tung, dass wir ja eigent­lich bom­bar­diert wer­den mit nega­ti­ven Ein­flüs­sen, nega­ti­ven Nach­rich­ten. Also man muss nur eine der gän­gi­gen Nach­rich­ten-Apps auf dem Tele­fon auf­ma­chen, dann kriegt man ja eigent­lich sofort schlech­te Lau­ne. Und das ist tat­säch­lich auch eine, manch­mal eine Kraft­an­stren­gung, ist opti­mis­tisch zu blei­ben. Und ich glau­be, des­we­gen wol­len wir ja auch dar­über spre­chen, weil eine opti­mis­ti­sche Hal­tung, eine opti­mis­ti­sche Lebens­ein­stel­lung einem vie­les ja sehr, sehr viel ein­fa­cher macht. Das ist so der ers­te Gedan­ke. den ich habe. Und der zwei­te Gedan­ke ist, dass ich glau­be, dass es selbst für einen super opti­mis­ti­schen Men­schen Momen­te und Pha­sen im Leben geben kann, wo einem das abhan­den kommt. Wo man auf­grund ver­schie­de­ner Schick­sals­schlä­ge, auf­grund von beruf­li­chen Umstän­den, gesund­heit­li­chen Umstän­den, was auch immer, man in so ein Nega­tiv so gera­ten kann und dann das Gegen­teil ist. Pes­si­mist und das zu ver­ste­hen, was ist eigent­lich das eine, was das ande­re, wie unter­schei­det sich das und wie kann man aus dem Pes­si­mis­mus raus­fin­den, fin­de ich ist ein ganz wich­ti­ges The­ma auch im Coa­ching. Jan (02:48.49) Ja, das was mir da durch den Kopf geht bei die­sem Zitat oder was ich halt eben so inter­es­sant fin­de ist die­se Aus­sa­ge, ich bin ein Opti­mist, es macht nicht viel Sinn etwas ande­res zu sein, weil das impli­ziert eine Ent­schei­dung. Das impli­ziert die Ent­schei­dung, dass man Opti­mist sein möch­te und das dann auch ist oder wird oder wie auch immer. Und das ist näm­lich ein Punkt, der mir oder zumin­dest in mei­ner Wahr­neh­mung schon oft Björn (03:02.222) Hm. Jan (03:18.218) ent­ge­gen­ge­kom­men ist, dass es eigent­lich eine Aus­sa­ge oft­mals ist, ja ich bin halt ein Opti­mist oder ich bin halt ein Pes­si­mist, so als wäre das natur­ge­ge­ben. Und das ist ja ein Punkt, wor­über man dis­ku­tie­ren kann, wozu es auch For­schung gibt in Sum­me und womit man unter Umstän­den auch arbei­ten kann, kom­men wir jetzt viel­leicht auch gleich noch­mal dazu. Aber in der Tat, wenn ich jetzt irgend­wie sage, was ist denn ein Opti­mist, dann ist ja auch die Fra­ge, was ist ein Pes­si­mist als Gegen­pol dazu. Und da gibt es unter ande­rem einen For­scher aus den USA, Mar­tin Selig­man, der hat dazu geforscht und hat eben unter­schie­den, dass Opti­mis­ten sozu­sa­gen die Ursa­che für ange­neh­me Ergeb­nis­se oder Ereig­nis­se, Erfol­ge in sich selbst sehen und eben Din­ge, die nega­ti­ver sind als vor­über­ge­hend situa­ti­ons­be­dingt in der Umge­bung sehen. Und bei Pes­si­mis­ten wäre es genau anders her­um. Das heißt also Pes­si­mis­ten haben den Ein­druck, dass eben die nega­ti­ven Ergeb­nis­se oder die Ereig­nis­se gege­ben sind, viel­leicht auch lang­fris­tig sind in Tei­len und dass sie aber auch selbst nicht viel dar­an tun kön­nen, um es zu ändern. So und das ist natür­lich schon mal eine Grund­ein­stel­lung oder eine Per­spek­ti­ve, wie man auf das Leben schau­en kann. Bin ich selbst in der Lage etwas zu tun und zu ändern? Sind Erfol­ge, sind posi­ti­ve Din­ge von mir selbst beein­fluss­bar oder bin ich gewis­ser­ma­ßen aus­ge­lie­fert? Björn (04:17.101) Hm? Björn (04:30.19) Mmh. Björn (04:46.862) Ja, und das unter­streicht ja auch den Gedan­ken, den ich eben hat­te, noch­mal, dass natür­lich, wenn man Din­ge erlebt in einer Rei­hung, wo man viel­leicht durch äuße­re Umstän­de oder wo eine nega­ti­ve Sache das ande­re jagt, es sehr schwer ist, dar­an zu glau­ben, dass man sel­ber die Macht hat, posi­ti­ve Din­ge zu bewir­ken oder dass man in eine Art Gelähmt­heit ver­fällt. und meint, man kann es eh nicht ändern, weil von außen kommt ja alles nega­ti­ve. Oder alles, was man gemacht hat, jede Ent­schei­dung, die man getrof­fen hat, mün­det den etwas nega­ti­ven. Und des­we­gen mei­ne ich auch, da kann sich, glau­be ich, kei­ner von kom­plett frei­spre­chen, dass einem so was pas­sie­ren kann, je nach­dem, was es für eine Rei­hung von Din­gen gibt. Und span­nend ist natür­lich die­se Grund­hal­tung. Die­se unter­schied­li­che Grund­hal­tung, ent­we­der das Posi­ti­ve kommt von mir und das Nega­ti­ve kommt von außen und das akzep­tie­re ich ein­fach, das neh­me ich ein­fach hin. Oder zu sagen, ich bewir­ke nur Nega­ti­ves und ich muss dar­auf war­ten, dass etwas Posi­ti­ves mal von außen kommt. Und dann wird alles wie­der gut. Also man ist im Prin­zip ent­we­der steht man auf sei­nen Füßen oder man liegt auf sei­nem Rücken. Also ent­we­der man läuft sel­ber oder man war­tet dar­auf, dass etwas von außen kommt und einen Jan (05:46.314) Mhm. Jan (06:04.682) Hmm. Jan (06:09.45) Ja, bezie­hungs­wei­se bei den Pes­si­mis­ten ist ja sogar so, dass sie dann nicht mal hof­fen unter Umstän­den, dass von außen was kommt und was sie ret­tet, son­dern dass sie eher davon aus­ge­hen, dass halt eben Din­ge, die jetzt schlecht sind, im Außen auch dau­er­haft so blei­ben. Björn (06:09.71) um Björn (06:21.934) Ja. Dass man es nicht beein­flus­sen kann, dass es außer­halb des eige­nen Wir­kungs­krei­ses ist. Jan (06:24.426) Genau, und dass auch die Din­ge, die bei­spiels­wei­se in einem Lebens­be­reich pas­sie­ren und ange­nehm sind, dass die sich auch auf ande­re Din­ge über­tra­gen. Also, sagen wir mal, beruf­lich läuft irgend­was schief und man bekommt ein nega­ti­ves Feed­back im Job und des­halb fühlt man sich viel­leicht auch als Fami­li­en­mensch. Björn (06:34.222) Ja. Jan (06:47.69) nega­tiv bewer­tet oder, na also, man über­trägt das, dass man viel­leicht woan­ders eine nega­ti­ve­re Wer­tig­keit hät­te oder wie auch immer, nimmt das im Prin­zip mit, dass man viel­leicht nicht genügt auch in ande­ren Lebens­be­rei­chen, was ja völ­lig unter­schied­lich sein kann. Björn (06:49.934) Hm. Björn (07:00.366) Es gibt ja auch die­ses Phä­no­men, dass man manch­mal den Ein­druck hat, dass alles Nega­ti­ve sich so bün­delt an einer Stel­le. Also pas­siert eine nega­ti­ve Geschich­te und dann kommt noch was und noch was und noch was und man denkt, war­um ver­sam­melt sich das immer? Und das hat ja auch ganz viel mit uns selbst zu tun. Also wenn ich mit einer nega­ti­ven Ein­stel­lung, weil mir irgend­wie pri­vat was wider­fah­ren ist, zum Job gehe und das dann auch ent­spre­chend da aus­strah­le… Jan (07:07.85) Mhm. Jan (07:24.586) Mmh. Jan (07:29.034) Mhm. Björn (07:29.422) ist es viel­leicht auch gar nicht ver­wun­der­lich, wenn ich dann da auch mit nega­ti­ven Gesprä­chen kon­fron­tiert bin. Oder sich der Freun­des­kreis abwen­det. Ja, genau, die­se Pri­ming­ge­schich­te auch wie­der, über die wir ja auch schon mal gespro­chen haben. Weil man in dem Moment viel­leicht nicht sich klar dar­über ist, dass man sehr wohl in der gestal­te­ri­schen Rol­le ist. Auch wenn jetzt gera­de viel­leicht von außen etwas Nega­ti­ves gekom­men ist oder sich irgend­et­was Nega­ti­ves ereig­net hat. Jan (07:35.722) Mhm. Es ist gepri­med. Jan (07:57.098) Mmh. Björn (07:58.35) Das bedingt das natür­lich dann auch. Ja, die Fra­ge ist für mich ganz wich­tig. Und ich glau­be, dar­um soll­te es ja auch heu­te gehen. Vor allem wie schafft man es, opti­mis­tisch zu wer­den oder opti­mis­tisch her zu wer­den? Man muss ja nicht gera­de der Vor­zei­ge opti­mist sein. Auch jedem Men­schen zuge­stan­den, auch mal nega­ti­ve Gedan­ken zu haben und die auch for­mu­lie­ren zu dür­fen. Also das ist ja ganz klar. Wir bei­de haben ja auch schon mal dar­über gespro­chen, dass die­ses zwang­haft posi­ti­ve nun auch über­haupt nicht gesund ist. Aber wie schafft man es? Jan (08:00.362) Ja. Jan (08:25.258) Mhm. Björn (08:28.206) opti­mis­ti­scher zu wer­den. Also wie kann man die­se Ent­schei­dung tref­fen, die Chur­chill getrof­fen hat? Ich bin ein Opti­mist, weil es alles ande­re macht eigent­lich kei­nen Sinn. Wie kann man das schaf­fen? Jan (08:37.033) Ja, also erst­mal könn­te man noch­mal die grund­sätz­li­che Fra­ge stel­len, ist es über­haupt mög­lich, das zu tun oder nicht, weil das ist jetzt ein Zitat von Chur­chill und die For­schung zumin­dest, das was mir jetzt so geläu­fig ist, ist, dass, oder die For­schung sagt dazu, dass jetzt die Ten­denz zu Opti­mis­mus, ja oder nein, nur zu 25 Pro­zent im Grun­de genom­men Das heißt, der Groß­teil ist tat­säch­lich anpass­bar über Sozia­li­sie­rung, dann eben eige­ne Ent­wick­lung und so wei­ter und so fort. Und auch der Mar­tin Selig­man hat­te die Ein­stel­lung aus sei­ner For­schung, die er gemacht hat, dass eine opti­mis­ti­sche Lebens­ein­stel­lung erlern­bar ist. Das ist ja erst­mal eine gute Bot­schaft. Also man ist der Sache nicht aus­ge­lie­fert, son­dern man kann das tun. Und dann ist tat­säch­lich die Fra­ge, wie übt man das auch da? Wir haben ja schon mal über das The­ma Neu­ro­plas­ti­zi­tät des Gehirns gespro­chen. Björn (09:18.862) Hm. Hm? Jan (09:31.754) Wenn ich die letz­ten Jah­re oder wenn ich einen Groß­teil mei­nes Lebens mit Gedan­ken beschäf­tigt war, die viel­leicht eher pes­si­mis­ti­scher Natur sind oder womit es auch schwer­fiel, dann wird es wahr­schein­lich nicht so sein, dass ich von heu­te auf mor­gen sage, jetzt bin ich Opti­mist und wer­de nie wie­der an die­ses Mus­ter zurück­fal­len, son­dern ich muss es aktiv auch trai­nie­ren. Und das heißt, ich muss in mei­nem Gehirn immer mehr Ver­bin­dun­gen schaf­fen, die halt eben opti­mis­ti­sches Den­ken. Björn (09:53.262) Hm. Jan (10:02.058) för­dern bzw. ermög­li­chen. Und das heißt, was hel­fen kann, ist, dass man tat­säch­lich beginnt auch täg­lich ein­zu­stu­die­ren, was ist das Gute in den Din­gen, also das zu sehen. Das heißt, wenn mei­ne natür­li­che Reak­ti­on ist, es ist ja klar, dass mir das jetzt wie­der pas­siert, dass ich die Bahn ver­passt habe, ist die Fra­ge, was könn­te auch das Gute in dem Zusam­men­hang sein? Oder muss ich an die­ser Stel­le über­haupt sagen, ist es gut oder schlecht, oder kann ich es ein­fach als akzep­tie­ren? Mensch, da ist die Bahn jetzt weg­ge­fah­ren von mei­ner Nase. Naja, aber zumin­dest ist mir jetzt klar, dass ich viel­leicht mor­gen mal fünf Minu­ten frü­her los­ge­he. Dann habe ich nicht die­sen Stress und dann wird es auch klap­pen. So, genau­so in vie­len ande­ren Din­gen. Was ist das Posi­ti­ve? Was ist auch das, wofür ich dank­bar sein kann? Und was ist viel­leicht auch ein posi­ti­ves Sze­na­rio, wie sich die Din­ge ent­wi­ckeln kön­nen? Weil oft­mals ist man ja oder gibt es die­se Situa­ti­on, dass Björn (10:39.022) Hm. Jan (10:56.97) dann im Prin­zip auch so ein Nega­tiv­schlei­fen dann pas­sie­ren, dass Men­schen dar­über nach­den­ken, was könn­te alles am schlimms­ten pas­sie­ren? Und genau­so kann man aber natür­lich sich auch aus­ma­len, was wären denn die posi­ti­ven Aspek­te, wie sich eine Situa­ti­on ent­wi­ckeln könn­te? Und hier ganz aktiv eben erst­mal für sich fest­stel­len, wo rut­sche ich jetzt qua­si in pes­si­mis­ti­sches Den­ken ab? Wo kann ich mei­nen Stopp machen? Und wie kann ich das gege­be­nen­falls auch anders inter­pre­tie­ren und das tat­säch­lich täg­lich zu machen? Ich wür­de sogar dazu raten, Din­ge da… Björn (11:09.966) Hm. Björn (11:22.766) Hm. Jan (11:26.41) auf­zu­schrei­ben. Björn (11:27.406) Also ich möch­te direkt dar­auf zurück­kom­men, was du ganz am Anfang jetzt gesagt hast, dass bezüg­lich der Neu­ro­plas­ti­zi­tät, dass es unglaub­lich wich­tig ist, glau­be ich, mit Geduld an sowas ran­zu­ge­hen. Das ist, glau­be ich, ganz, ganz wich­tig. Das sind lang­wie­ri­ge Pro­zes­se, also jetzt nicht jah­re­lan­ge, aber eher wochen­lan­ge Pro­zes­se, bis unser Hirn lernt, neue Ver­knüp­fun­gen zu erstel­len. Das kann ein­fach dau­ern. Jan (11:39.498) Mhm. Björn (11:54.062) Es ist natür­lich ein biss­chen fatal, wenn ich jetzt ein pes­si­mis­ti­scher Mensch bin und ich neh­me mir vor, ich möch­te jetzt opti­mis­ti­scher sein und dann pas­siert mir direkt zwei Tage spä­ter wie­der etwas, was mich total nach unten zieht. Das ist zu erwar­ten. Ich glau­be, das muss man direkt vor­aus­schi­cken, dass die­se Ver­än­de­run­gen, wie du es gesagt hast, ein­fach Zeit brau­chen. Ich fin­de das mit dem Auf­schrei­ben ganz wich­tig und ganz wun­der­bar als als guten Rat, wie man sowas über­haupt anfan­gen kann. Und du hast ja das Sechs-Minu­ten-Tage­buch zum Bei­spiel schon erwähnt. Da gibt es ja auch mitt­ler­wei­le jede Men­ge ande­re For­ma­te, auch so in Buch­form, die einem hel­fen kön­nen, das zu trai­nie­ren. Das ist, glau­be ich, ein ganz wich­ti­ger Schritt. Aber die Grund­hal­tung, da wür­de ich ger­ne noch­mal drauf zurück­kom­men. Die Grund­hal­tung ist ja, erst­mal das zu akzep­tie­ren, dass es so ist. Also die Akzep­tanz. auch dass ich gera­de ein Pes­si­mist bin, dass ich pes­si­mis­tisch bin. Und dass das halt so ist und dass das auch okay ist. Also dass es für den Moment auch nicht zu ändern ist, dass ich erst mal ein pes­si­mis­ti­scher Mensch bin. Ich glau­be, das ist eine ganz wich­ti­ge Vor­aus­set­zung, um über­haupt etwas zu ändern. Jan (12:54.378) Mmh. Jan (13:03.69) Ja, also da ist halt so ein Stück der Punkt, da wür­de ich ger­ne ein­mal ein­ha­ken und zwar ist ja die Fra­ge, muss ich mich über­haupt iden­ti­fi­zie­ren als Opti­mist oder Pes­si­mist in der Art und Wei­se? Oder kann ich erst­mal akzep­tie­ren, dass ich manch­mal nega­ti­ve Gedan­ken habe? Björn (13:21.39) Ja, oder da die Akzep­tanz, genau. Also, dass das, ja, ich woll­te eigent­lich dar­auf hin­aus, dass es okay ist, dass man ein Pes­si­mist ist, dass man nega­ti­ve Gedan­ken hat und sich nicht des­we­gen noch wei­ter run­ter­zieht. Also, das ist, dar­um geht es mir vor allem. Das ist okay, dass ich viel­leicht in einer Situa­ti­on bin, in der ich vor­ran­gig nega­ti­ve Gedan­ken habe und auch ein biss­chen hoff­nungs­los viel­leicht erst­mal bin. Aber… Jan (13:34.09) Mhm. Ja, okay. Björn (13:50.414) Mit die­ser Akzep­tanz soll­te natür­lich auch ein­her­ge­hen der fes­te Glau­be dar­an, dass sich das ändern kann. Ich glau­be nur, wenn ich etwas nicht akzep­tie­re, dass etwas auf eine bestimm­te Art gera­de ist, kann ich es auch nicht ändern, weil dann ver­leug­ne ich ja die Situa­ti­on, wie sie gera­de ist und dann wird es mir nicht gelin­gen, sie zu ändern. Das ist, wie soll ich etwas ändern, was ich ver­leug­ne? Dar­um ging es mir. Was sind wei­te­re Mög­lich­kei­ten auf dem Weg? Jan (14:08.938) Hm. Jan (14:13.13) Hm, okay. Björn (14:17.838) Opti­mist zu wer­den oder opti­mis­ti­scher zu sein. Opti­mis­ten sind ja oft nach vor­ne gewandt. Also die sind sehr zukunfts­ori­en­tiert. Man, ich beob­ach­te bei pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tun­gen, auch wenn ich das mal hat­te, eigent­lich immer sehr den Blick nach hin­ten. Also dass man eher in die Ver­gan­gen­heit schaut und ein biss­chen dar­in rum­rührt, was ist alles schlecht gelau­fen? Also wäre der Blick in die Zukunft ein guter Tipp? Ist leicht gesagt. Jan (14:21.13) Fer­tig. Jan (14:24.81) Mhm. Jan (14:45.866) Ja, also tat­säch­lich bin ich mitt­ler­wei­le eher ein Ver­fech­ter der Gegen­wart und ein gro­ßer Fan der Gegen­wart in dem Zusam­men­hang. Aber was beim Pes­si­mis­mus natür­lich in Tei­len der Fall ist, ist die Schluss­fol­ge­rung, dass weil in der Ver­gan­gen­heit Din­ge nega­tiv gelau­fen sind, dass auch in der Zukunft so sein wird. Aber auch selbst wenn man das nicht in der Ver­gan­gen­heits­be­trach­tung machen wür­de, wäre ja qua­si der Stand erst­mal, dass was kommt wird wahr­schein­lich schwie­rig oder schlecht oder wie auch immer. Björn (14:52.078) Ja. Björn (15:06.318) Mmh. Jan (15:16.074) beim Opti­mis­ten eher posi­tiv. Aber grund­sätz­lich ist die Fra­ge für mich, braucht es die­se Bewer­tung, dass ich jetzt sage, das ist jetzt beson­ders gut oder beson­ders schlecht? Mir per­sön­lich wür­de eigent­lich unab­hän­gig vom Opti­mis­mus, da klingt ja auch oft­mals so was eupho­ri­sches mit. Es soll ja jetzt auch nicht dahin­ge­hen, dass man sagt, man lebt in einer Traum­welt. Björn (15:25.518) Hm? Jan (15:42.666) total tut­ti sein wird und nie irgend­wie schwie­ri­ge Situa­tio­nen mit dabei sein wer­den. Aber die Grund­an­stel­lung könn­te ja auch schon erst­mal sein, Situa­tio­nen wie sie exis­tie­ren oder auch gesche­hen wer­den, sind dann in der Situa­ti­on erst­mal so. Da sind wir wie­der bei der Akzep­tanz. Sie sind weder gut oder schlecht, son­dern sie sind erst­mal ein­fach da. Und die­se Bewer­tung, die machen wir am Ende des Tages selbst. So, aber die… Björn (16:07.598) Grüß dich. Jan (16:09.738) Mög­lich­keit oder die die Fähig­keit etwas dar­aus zu tun die liegt jeweils im aktu­el­len Moment immer in uns also wir kön­nen Selbst sagen okay wie gehe ich jetzt mit die­ser situa­ti­on um Ich kann wenn ich den bus ver­pas­se ste­hen blei­ben mich ärgern und wie­der nach hau­se gehen oder ich kann gucken okay The­ma ist pas­siert wie geht es jetzt wei­ter Björn (16:18.83) Hm? Jan (16:35.946) Und wie kann ich trotz­dem noch das Bes­te dar­aus machen? Und was kann ich, wie gesagt, als Gutes aus die­sen Situa­tio­nen sehen? Und von daher wäre die­se, ist das Ein­üben einer Ein­stel­lung, in der man sagt, okay, die Din­ge, die pas­sie­ren, die pas­sie­ren erst mal. Aber ich habe grund­sätz­lich die Erwar­tung, dass alles schon einen guten Weg neh­men wird. Eine Art Grund­ver­trau­en. Da sind wir auch wie­der bei dem The­ma, war­um es ja in Tei­len auch gläu­bi­gen Men­schen leich­ter fällt. oder opti­mis­tisch zu sein. Zumin­dest gehen da Stu­di­en wie­der, dass das eben in Tei­len so ist, weil sie halt eben eine geord­ne­te Macht sehen, über­ge­ord­net, die halt eben die Din­ge steu­ert. Nach dem Mot­to, Gott wird sich schon was dabei gedacht haben, dass die Din­ge so pas­sie­ren. Und genau­so könn­te es ja jetzt hier für jeman­den, der auch nicht gläu­big ist, die Erkennt­nis für sich selbst sein oder die Fest­stel­lung, dass man sagt, okay, Björn (17:23.694) Hm. Jan (17:34.41) die Din­ge wer­den sich schon in einem guten Ver­lauf ent­wi­ckeln. Also ich glau­be nicht dar­an, dass etwas beson­ders nega­tiv pas­siert, son­dern es pas­siert etwas und was ich dar­aus mache, ist dann im Prin­zip auch mei­ne eige­ne Hoheit oder da bin ich auch mei­nes eige­nen Glü­ckes Schmied. Björn (17:49.966) Ja, ich habe jetzt gera­de so gedacht, auch als du gesagt hast, muss man das über­haupt bewer­ten? Ist das etwas gut oder ist das etwas schlecht oder ist das jetzt ein­fach so, wie es ist erst mal? Und ich neh­me die Bewer­tung raus, natür­lich hilf­reich. Ich glau­be, die­ses The­ma Akzep­tanz, Ver­gan­gen­heit los­las­sen, Gelas­sen­heit üben, da dreht sich ja im Prin­zip auch wie­der alles um die Acht­sam­keit. Und in dem Moment und jetzt auch gera­de, was du als Bei­spiel hat­test mit der Bus­hal­te­stel­le, immer wie­der die­se Fra­ge, ist das eigent­lich gera­de wirk­lich rele­vant, mich dar­über zu ärgern? Neh­men wir das Bei­spiel mit dem Bus, ver­pas­se nicht jeden Tag Mil­lio­nen von Men­schen mal den Bus und das Leben geht trotz­dem wei­ter und es ist trotz­dem kein Signal, das jetzt alles auf den Abgrund zusteu­ert. Das ist schon sehr schwer, wenn man da jetzt gera­de in so einer Nega­tiv­spi­ra­le ist und des­we­gen glau­be ich tat­säch­lich, dass die­ses Schritt­chen für Schritt­chen und mit Geduld und… Jan (18:25.29) Mhm. Jan (18:30.986) Mm. Björn (18:45.39) Immer wie­der in sol­chen Situa­tio­nen sich bewusst zu machen. Habe ich das jetzt gera­de über­haupt in der Hand? Was ist das jetzt gera­de über­haupt? Ein wirk­li­ches Dra­ma? Acht­sam­keit üben? Auch das Schö­ne im Moment zu sehen? Und sich viel­leicht auch immer mal wie­der bewusst zu machen, dass ja auch das Nega­ti­ve zum Leben dazu­ge­hört. Das ist ja dem Leben abso­lut inne. Also neh­men wir den Tod. Der ist ja… ins Leben rein­ge­baut. Es gibt kein Leben ohne dass es den Tod gibt. Und der Tod ist, ich glau­be, da müs­sen wir uns nicht dar­über strei­ten. Das ist ja kein schö­nes Lebens­er­eig­nis für die Umge­bung zumin­dest auf jeden Fall nicht. Und die die das gehört trotz­dem zum Leben dazu. Und wenn man sich des­sen bewusst ist, dass ein Leben nie gera­de­aus nach oben läuft. Auch bei Win­s­ton Chur­chill ist es nicht gera­de­aus nach oben gelau­fen, auch wenn der wenn der sich als Opti­mist erklärt. Jan (19:28.714) Hm. Björn (19:43.054) Hat der sehr wahr­schein­lich aber gelernt, zu ver­ste­hen, dass Rück­schlä­ge etwas ganz Nor­ma­les sind, was aber nicht bedeu­tet, dass nicht alles immer auf dem Weg ist, zu etwas posi­ti­ve­ren sich zu ent­wi­ckeln. Du hat­test mir ja auch mal die­ses Zitat, ich weiß jetzt nicht mehr, wo es her war. Viel­leicht kannst du es noch­mal wie­der­ge­ben, dass das Uni­ver­sum sich auf eine Art und Wei­se ent­wi­ckelt, immer den bes­ten Weg zu fin­den. Woher war das noch­mal? Jan (20:07.786) Das war jetzt kein direk­tes Zitat, son­dern das kommt im Prin­zip aus dem Stoi­zis­mus, also auch phi­lo­so­phi­sche Strö­mung. Da woll­ten wir even­tu­ell auch an ande­rer Stel­le noch­mal drü­ber spre­chen. Und da geht man davon aus, dass das Uni­ver­sum oder der Kos­mos eben deter­mi­nis­tisch ist, dass es also einen fes­ten Ver­lauf hat. Und die Ansicht aber in die­ser Phi­lo­so­phie ist, dass qua­si der Kos­mos nach dem best­mög­li­chen Ver­lauf gerich­tet sich ent­wi­ckelt, eben auch gesteu­ert durch… Björn (20:13.262) Okay. Jan (20:35.69) Göt­ter, wie auch immer, ist ja schon etwas älter. Aber dass es in die­sem Zusam­men­hang auch als Mensch nicht sinn­voll ist, sich dage­gen zu sper­ren oder das nicht zu akzep­tie­ren, wenn das qua­si der best­mög­li­che Ver­lauf des Uni­ver­sums ist oder des Kos­mos in Sum­me. Und dass eher die Fra­ge ist, wie gehe ich qua­si mit den Din­gen um, die nicht in mei­ner Macht lie­gen, eben Din­ge, die im Außen gesche­hen, und ich mich dar­auf kon­zen­trie­re, wie kann ich… in der jewei­li­gen Situa­ti­on mei­nen bes­ten Bei­trag leis­ten oder das Bes­te tun. Und wie gehe ich auch men­tal damit um? Also es ist ja total die­se Akzep­tanz. Wir hat­ten an ande­rer Stel­le mal das Gelas­sen­heits­ge­bet. Es ist im Prin­zip nichts ande­res. Und das ist ja auch was, was vie­le Kul­tu­ren eint. Weil es eben Fra­gen sind, die sich die Men­schen schon stel­len seit tau­sen­den Jah­ren. Björn (21:12.494) Hm. Björn (21:16.206) Hm. Björn (21:25.358) Ja, und das Gelas­sen­heits­ge­bet ist mir auch gera­de in den Kopf geschos­sen, als du das vor­hin vor­ge­tra­gen hast, weil das Grund­sätz­li­che akzep­tie­ren von Din­gen, die wir nicht beein­flus­sen kön­nen, und sich dar­über klar wer­den, wel­che Din­ge wir wirk­lich beein­flus­sen kön­nen, lässt uns auch wie­der in eine mäch­ti­ge­re Posi­ti­on kom­men bei allem Nega­ti­ven, was wir erle­ben kön­nen, und auch ver­ste­hen, wie wir unse­re jewei­li­ge Situa­ti­on sel­ber auch posi­tiv ver­än­dern und gestal­ten kön­nen. Und des­we­gen lie­be ich das Gelas­sen­heits­ge­bet auch so, weil es das so schön bün­delt. Die­ses Din­ge hin­zu­neh­men, die man nicht ändern kann und sich auf das zu kon­zen­trie­ren, was man ändern kann. Und hin­neh­men bedeu­tet in dem Fall ja nicht ver­leug­nen, son­dern akzep­tie­ren. Und auch aner­ken­nen, dass etwas so ist, wie es ist, auch wenn es schmerzt und auch durch den Schmerz durch­zu­ge­hen. Aber zu erken­nen, da ist der Punkt, da kann ich anset­zen. Und da kann ich mein Leben posi­ti­ver gestal­ten. Jan (22:28.01) sehr schö­ne Wor­te. Björn (22:30.318) pas­send zur Weih­nachts­zeit. Genau. Ja Jan, wir hät­ten jetzt glau­be ich über das The­ma auch noch wei­ter eine hal­be Stun­de spre­chen kön­nen, weil da gibt es so vie­le Aspek­te. Wir hät­ten noch so viel auf das Los­las­sen ein­ge­hen kön­nen. Übers Gelas­sen­heits­ge­bet könn­ten wir eigent­lich noch zehn Fol­gen machen und wie man den Blick nach vor­ne wen­det und wie man Din­ge akzep­tie­ren kann. Also es ist ein unheim­lich viel­schich­ti­ges The­ma. Jan (22:32.522) abso­lut. Jan (22:40.138) Defi­ni­tiv. Björn (22:58.446) Wir haben es eigent­lich nur ange­ris­sen, aber wir hof­fen trotz­dem natür­lich, dass das euch drau­ßen, die ihr das hört, was gebracht hat und ihr viel­leicht, wenn ihr viel­leicht gera­de ein biss­chen pes­si­mis­ti­scher seid auf­grund von äuße­ren Ein­flüs­sen oder der Lage an sich, eine Mög­lich­keit fin­det, etwas posi­ti­ver in die Zukunft zu gehen und euer eige­nes Leben opti­mis­tisch selbst zu gestal­ten. Dan­ke fürs Zuhö­ren. Wir wün­schen euch schö­ne Fei­er­ta­ge am Ende des Monats. einen guten Über­gang ins neue Jahr und freu­en uns, wenn ihr uns auch 2024 treu bleibt. Ich sage Tschüss und wün­sche euch eine schö­ne Zeit. Jan (23:36.65) Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Optimismus, Podcast --- ### [Ein bewusstes Jahr - Ausblick auf 2024](https://bobach-coaching.de/ein-bewusstes-jahr-podcast/) **Published:** Dezember 27, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge gebe ich euch einen Über­blick dar­über, was uns im kom­men­den Jahr erwar­tet. Jeder Monat kon­zen­triert sich auf ein ande­res The­ma, um euch dabei zu hel­fen, Selbst­be­wusst­sein zu ent­wi­ckeln, eure Zie­le zu errei­chen und Glück zu fin­den. Ich stel­le Res­sour­cen wie Pod­cast-Epi­so­den, You­Tube-Vide­os, Arbeits­blät­ter und Blog­bei­trä­ge zur Ver­fü­gung, um jedes The­ma zu unter­stüt­zen. Zu den The­men gehö­ren: Etwas Neu­es begin­nen, mit Her­aus­for­de­run­gen umge­hen, Selbst­be­herr­schung üben, Inspi­ra­ti­on in der Natur fin­den, Glück kul­ti­vie­ren, Vor­freu­de anneh­men, Bezie­hun­gen stär­ken, sich selbst fei­ern, aus der Ver­gan­gen­heit ler­nen, los­las­sen, Akzep­tanz üben und inne­ren Frie­den fin­den. Ich wün­sche euch einen guten Über­gang und freue mich auf ein bewuss­tes Jahr 2024 mit euch. Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ TranskriptionBjörn (00:01.742) Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­Sicht, dem Coa­ching-Pod­cast. Ich bin euer Coach und Gast­ge­ber Björn Bob­ach und ich freue mich, dass ihr heu­te wie­der dabei seid. Die­se Fol­ge wird etwas ande­res, denn ich möch­te etwas Spe­zi­el­les machen. Ich möch­te näm­lich das ers­te Mal einen Aus­blick geben, was euch im nächs­ten Jahr hier und mit mir erwar­tet. Jetzt zum Jah­res­wech­sel hagelt es wie­der Coa­ching-Ange­bo­te wie dein super Jahr, dein bes­tes Jahr, dein über­ra­gen­des Jahr und so wei­ter und so wei­ter. Und das hal­te ich für nicht so gut, denn wir kön­nen alle nicht in die Glas­ku­gel schau­en und vor­her­se­hen, ob es nicht Hin­der­nis­se geben wird, ob wir nicht durch ande­re Fak­to­ren, die wir ein­fach hin­neh­men müs­sen, die wir nicht beein­flus­sen kön­nen, von einem Plan abwei­chen müs­sen und so wei­ter. Und Super­la­ti­ve müs­sen es ja nun auch nicht immer sein. Man muss ja nicht immer das Bes­te, Größ­te, Wei­tes­te und so wei­ter errei­chen. Des­we­gen mein Ansatz ein bewuss­tes Jahr. Ein Jahr, in dem du dich jeden Monat etwas bes­ser ken­nen­ler­nen kannst und auch ruhig mal ein The­ma aus­las­sen kannst und auch sollst, wenn es dich so gar nicht inter­es­siert. Wir wer­den uns also jeden Monat mit einem ande­ren Ober­the­ma beschäf­ti­gen, das euch dabei hel­fen soll, euer Bewusst­sein zu schär­fen, eure Zie­le zu errei­chen und auch euer Glück zu fin­den. Dabei unter­stüt­zen, aber nicht garan­tie­ren. Es gibt dazu dann jeweils Pod­cast­fol­gen, You­Tube-Vide­os, manch­mal auch Work­s­heets und auch Bei­trä­ge in mei­nem Blog. Und das wird alles zusam­men­ge­fasst, so gegen Monats­en­de, in einem News­let­ter­bei­trag, den ihr bekommt, wo ihr dann auch noch­mal Ver­lin­kun­gen habt zu den ein­zel­nen Bau­stei­nen. Und für den News­let­ter könnt ihr euch natür­lich auf mei­ner Web­site jeder­zeit kos­ten­los anmel­den. Was erwar­tet euch also 2024 genau? Hier ist ein klei­ner Ein­blick mei­ne Pla­nun­gen. Wenn euch etwas fehlt, nur her mit Anre­gun­gen. Es ist nicht immer alles in Stein gemei­ßelt, auch wenn das jetzt rela­tiv fest­steht. Aber ich freue mich über eure Vor­schlä­ge. Also nur her damit, ger­ne über Kom­men­ta­re und auch E‑Mails direkt an mich. Kon­takt­da­ten wie immer in der Pod­cast Fol­gen­be­schrei­bung oder über mei­ne Web­site björnbubach.de. Also. Björn (02:23.47) Im Janu­ar star­ten wir damit, dass wir uns damit beschäf­ti­gen wol­len, wie man etwas Neu­es begin­nen kann. Egal, ob es sich um ein neu­es Hob­by, einen neu­en Job oder eine neue Bezie­hung sogar han­delt, der Anfang ist ja oft der schwie­rigs­te Schritt. Da muss man manch­mal Hin­der­nis­se über­win­den und ich ver­su­che euch Tipps zu geben, wie ihr hier eure Moti­va­ti­on stei­gern könnt, viel­leicht auch Ängs­te über­win­den könnt und so auch eure Erfor­rungs­chan­cen stei­gert. Und… etwas Beson­de­res, wenn man so gar nicht weiß, was man eigent­lich anfan­gen soll, aber eigent­lich ger­ne etwas Neu­es anfan­gen möch­te, wird es hier ein Work­s­heet geben, in dem ihr eure wich­tigs­ten Wer­te erfah­ren könnt und so viel­leicht ganz von allein schon ein Ziel fin­det, das euch beson­ders am Her­zen liegt. Im Febru­ar, dem tris­tes­ten Monat in den Jah­res­zei­ten mei­ner Mei­nung nach, wer­den wir uns den Tie­fen wid­men, die jeder von uns mal durch­macht. Ob es sich um eine per­sön­li­che Kri­se, eine beruf­li­che Her­aus­for­de­rung oder eine gesund­heit­li­che Belas­tung han­delt, wir alle ken­nen die­ses Gefühl, wirk­lich mal am Boden zu sein. Und ich wer­de euch zei­gen, wie man da anders drauf bli­cken kann, wie ihr aus euren Tie­fen ler­nen könnt, wie ihr eure Resi­li­enz stär­ken könnt und auch euren Opti­mis­mus dadurch bewahrt. Im März wer­den wir uns pas­send zur Fas­ten­zeit dem The­ma Ver­zicht wid­men. Denn Ver­zicht bedeu­tet eigent­lich ja nicht nur Ein­schrän­kung oder Ver­lust, son­dern auch Befrei­ung und Gewinn. Ich wer­de euch also erklä­ren, wie ihr durch Ver­zicht tat­säch­lich mehr Ener­gie gewin­nen könnt, euren Fokus schärft und eure Wer­te noch­mal für euch sel­ber klä­ren könnt. Im April, kurz vorm Früh­ling oder nach Kli­ma­wan­del ja jetzt eigent­lich, mit­ten im Früh­ling wer­den wir uns dann der Kraft aus der Natur zuwen­den. Die Natur ist für vie­le, auch für mich, eine uner­schöpf­li­che Quel­le von Inspi­ra­ti­on, Erho­lung und Hei­lung. Jeder Art von Natur, egal ob See, Ber­ge, fri­sche Luft, Wald, was auch immer ist. Ich wer­de euch zei­gen, wie ihr mehr Zeit in der Natur ver­brin­gen könnt, wie ihr das in euren Alter kriegt. Björn (04:39.342) und wie ihr die­se Zeit auch wert­voll nut­zen könnt, um euch mit der Natur zu ver­bin­den und auch von ihr zu ler­nen. Mai, dem Won­ne­mo­nat, beschäf­ti­ge ich mich mit dem The­ma glück­lich sein. Glück ist kein Zufall oder ein Geschenk gar. Es ist eine Fähig­keit und eine Ent­schei­dung. Das ist eine Erkennt­nis, zu der bin ich sel­ber ein­mal gekom­men. Des­we­gen ist es mir eine Herz euch dazu hel­fen, euer Glücks­po­ten­zi­al zu ent­de­cken, Glücks­ge­wohn­hei­ten zu ent­wi­ckeln und die­se Momen­te, ganz bewusst zu genie­ßen. Der Juni ist geprägt von Freu­en. Denn Vor­freu­de ist ja die schöns­te Freu­de, sagt man. Und sie hat so vie­le posi­ti­ve Effek­te auf unse­re Psy­che und unser Wohl­be­fin­den. Des­we­gen ist es mir ein Anlie­gen, euch zu inspi­rie­ren, euch mehr Zie­le zu set­zen, euch mehr Beloh­nun­gen zu gön­nen und euch mehr Über­ra­schun­gen zu erlau­ben. Dar­auf könnt ihr gespannt sein. Im Juli beschäf­ti­gen wir uns mit dem The­ma Bin­dun­gen stär­ken. Wir sind alle nicht allein. Wir haben alle Men­schen in unse­rem Leben, die uns lie­ben, unter­stüt­zen und beglei­ten. Und die sind unglaub­lich wich­tig und eine ganz gro­ße Kraft­quel­le bei all unse­ren Vor­ha­ben. Und das wird manch­mal so ein biss­chen in den Hin­ter­grund gerückt. Manch­mal ver­ges­sen wir das auch ein­fach. Und des­we­gen. Björn (06:09.39) geht es in dem Monat dar­um, wie man Bezie­hun­gen wirk­lich pfle­gen kann, wie man sei­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on vor allem auch ver­bes­sern kann, um Kon­flik­te zu lösen und Bin­dun­gen wirk­lich zu stär­ken. Es geht nicht nur um per­sön­li­che Bezie­hun­gen natür­lich, son­dern hier auch um Arbeits­be­zie­hun­gen, um kol­le­gia­le Bezie­hun­gen unter­ein­an­der und Team­kon­struk­tio­nen all­ge­mein. Im August habe ich selbst Geburts­tag und des­we­gen habe ich mir hier das pas­sen­de The­ma über­legt, sich sel­ber… fei­ern kön­nen. Denn das ist ja oft ver­pönt, dass man sich sel­ber fei­ert. Das wird dann als Eitel­keit oder Selbst­herr­lich­keit bewer­tet. Aber zufrie­den mit sich selbst zu sein, ist ja nun eine wirk­lich wich­ti­ge Vor­aus­set­zung für ein bewuss­tes Leben. Und des­we­gen geht es in dem Monat dar­um, Selbst­wert­ge­fühl zu stei­gern, Stär­ken zu erken­nen und sei­ne eige­nen Erfol­ge auch ange­mes­sen und ent­spre­chend zu wür­di­gen. Björn (07:09.71) Im Sep­tem­ber, der Ein­lei­tung des Herbs­tes, wid­me ich mich dem The­ma Kraft aus der Ver­gan­gen­heit. Es wird ja oft gesagt, man soll nicht so viel in der Ver­gan­gen­heit rum­rüh­ren und nicht immer nur nach hin­ten schau­en. Das wür­de ich zu einem gro­ßen Teil auch befür­wor­ten. Aller­dings ist die Ver­gan­gen­heit nicht nur eine Last oder eine Fal­le, son­dern sie ist auch eine Res­sour­ce und eine Chan­ce. Ich wer­de dir also dabei hel­fen, die Ver­gan­gen­heit anzu­neh­men, dei­ne Lek­tio­nen zu zie­hen und dar­aus eine Weis­heit zu gewin­nen, die dir in der Zukunft hilf­reich sein kann, ohne in der Ver­gan­gen­heit… fest­zu­hän­gen. Im Okto­ber, dann wird es meis­tens kalt, wid­me ich mich dem The­ma Los­las­sen als Start­im­puls. Los­las­sen ist nicht nur Abschied oder Auf­ga­be von etwas, son­dern es ist immer auch ein Neu­an­fang und ich emp­fin­de es oft dann auch als Befrei­ung, egal um wel­chen The­men­be­reich von Los­las­sen es eigent­lich geht. Es ist immer eine Art von Ener­gie­frei­set­zung. Und Des­we­gen geht es dar­um, in dem Monat, dass ich mit euch The­men bespre­che, die euch zei­gen, wie man sich gut von etwas tren­nen kann, was einen belas­tet, blo­ckiert oder bremst. Und zwar, das ist mir wich­tig, nicht zer­stö­re­risch, also nicht ein­fach weg damit, son­dern los­las­sen in Lie­be. Denn Novem­ber ist geprägt von Akzep­tanz bei mir. Da wer­den wir uns also dem The­ma wid­men, akzep­tie­ren ler­nen. Akzep­tie­ren bedeu­tet nicht nur Resi­di­ga­ti­on oder Pas­si­vi­tät und auf den Rücken wer­fen und sagen, jetzt ist halt alles so, son­dern es ist vor allem eine Form von Gelas­sen­heit. Und des­we­gen geht es dar­um zu zu ergrün­den, wie man die­se Gelas­sen­heit fin­den kann und Din­ge wirk­lich akzep­tie­ren kann. Also vor allem damit. Björn (09:03.086) mit den Din­gen, die man nicht ändern kann. Und sich dann eher auf die Din­ge zu kon­zen­trie­ren, die man ändern kann. Da schwingt schon das Gelas­sen­heits­ge­bet mit. Das ist ja ein sehr belieb­tes von mir immer wie­der zitier­tes Gebet oder Zitat, je nach­dem, wie man will. Und das ist im Novem­ber auf der Tages­ord­nung. Ja und zum Jah­res­aus­klang im Dezem­ber geht es dann schließ­lich dar­um, Ruhe zu fin­den. Und zwar nicht in der Form von Abschot­tung, Ein­sper­ren, son­dern es geht dar­um, Wege zu fin­den, die uns auch in unse­rer hek­ti­schen Welt zur Ruhe kom­men las­sen, Inseln zu schaf­fen, die uns Ruhe fin­den las­sen und somit Kraft der nächs­ten Her­aus­for­de­run­gen oder einem neu­en Jahr gegen­über­zu­tre­ten. Das war mein Aus­blick auf 2024. Das Gan­ze ist mir eine Ries und ich wür­de mich total freu­en, wenn ihr da mit­macht. Wie gesagt, ihr müsst nicht und ihr sollt auch nicht jeden Monat, son­dern nur dann, wenn es euch anspricht oder für euch gera­de wich­tig erscheint. Wenn ihr immer dabei seid, ist das natür­lich fein. Ich freue mich wie immer über eure Kom­men­ta­re und Anre­gun­gen über E‑Mail, nur her damit. Und ich wün­sche euch jetzt einen guten Über­gang ins Jahr 2024, lasst es uns bewusst gestal­ten. Macht’s gut, bis bald! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Das macht man nicht - die Macht der Glaubenssätze](https://bobach-coaching.de/das-macht-man-nicht-die-macht-der-glaubenssaetze/) **Published:** Januar 5, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge dis­ku­tie­ren wir über den Satz „Das macht man nicht“ und sei­ne Aus­wir­kun­gen auf Ein­zel­per­so­nen. Wir erfor­schen die Ursprün­ge und Kon­se­quen­zen die­ses Glau­bens (bzw. der [Glau­bens­sät­ze](https://bobach-coaching.de/perfektionismus-ueberwinden/ "Perfektionismus überwinden")), ins­be­son­de­re in Bezug auf sozia­le Grup­pen und per­sön­li­che Frei­heit. Wir fokus­sie­ren uns dar­auf, wie wich­tig es ist, die Gül­tig­keit sol­cher Über­zeu­gun­gen zu hin­ter­fra­gen und die tat­säch­li­chen Kon­se­quen­zen des eige­nen Han­delns zu berück­sich­ti­gen. Wir beto­nen auch die Rol­le per­sön­li­cher Ent­schei­dun­gen und indi­vi­du­el­len Ver­hal­tens bei der Infra­ge­stel­lung gesell­schaft­li­cher Nor­men. Wir hof­fen, das Gespräch ermu­tigt euch, über eure eige­nen Über­zeu­gun­gen nach­zu­den­ken und bewuss­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die mit euren Wer­ten auch wirk­lich über­ein­stim­men. Kapi­tel: 00:00 Ein­füh­rung und Hin­ter­grund 05:50 Glau­bens­sät­ze und ihre Aus­wir­kun­gen 13:00 Angst vor dem Aus­schluss aus sozia­len Grup­pen 16:47 Hin­ter­fra­gen der Kon­se­quen­zen und per­sön­li­cher Frei­heit 19:09 Per­sön­li­che Ent­schei­dun­gen und Ver­hal­ten 20:10 Abschluss [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionBjörn (00:01.198) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach, dem Coa­ching-Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Und den sehe ich auch schon, wie immer, im Moni­tor. Hal­lo Jan! Ich freue mich, dass wir uns wie­der mal zusam­men­ge­fun­den haben, um heu­te über ein The­ma zu spre­chen, das im Coa­ching all­ge­gen­wär­tig ist, eigent­lich, das uns auch immer wie­der begeg­net. Und das ist der schö­ne Satz, das macht man nicht. Jan (00:13.264) Hal­lo Björn! Björn (00:31.502) Wir beschäf­ti­gen uns damit tat­säch­lich, weil ich habe es vor­ge­schla­gen, weil ich das zuletzt öfter gehört habe, dass mei­ne Kli­en­ten sich gehemmt füh­len, weil sie die­sen Satz ent­we­der akut häu­fig hören oder frü­her mal sehr häu­fig gehört haben. Und da habe ich mich gefragt, war­um ist das so, vor allem in einer bestimm­ten Alters­grup­pe, näm­lich mei­ner? Ich bin die­ses Jahr 50 gewor­den, also das ist tat­säch­lich etwas, was ich bei jün­ge­ren Kli­en­ten sel­te­ner beob­ach­te. Und… Was sind eigent­lich die Ursa­chen und was sind die Kon­se­quen­zen? Dar­über wol­len wir uns heu­te unter­hal­ten. Hast du den Satz denn auch schon mal ver­nom­men, ver­zei­hung Jan, auch wenn du deut­lich jün­ger bist als ich? Jan (01:12.048) Ja, tat­säch­lich. Ich ken­ne ihn auf jeden Fall in der Gene­ra­ti­on noch vor mei­nen Eltern. Da habe ich das auch schon öfter gehört. Jetzt nicht spe­zi­fisch von mei­nen Groß­el­tern, aber in der Dis­kus­si­on, wo man dann über bestimm­te Din­ge oder Hand­lungs­wei­sen von Per­so­nen doch mal die­sen Kom­men­tar hört, das macht man nicht. Björn (01:21.358) Mhm. Björn (01:38.19) Hast du ein Bei­spiel gera­de so spon­tan? Jan (01:42.288) Das sind The­men wie, mir fal­len da immer so Markt­si­tua­tio­nen ein, irgend­wie auf dem Wochen­markt. So was wie, da geht irgend­wo jemand vor­bei und schaut sich dann da irgend­wie Obst jen­seits der Schlan­ge an und es könn­te halt irgend­wie sein, dass er sich da gera­de vor­drän­gelt und dann ist es halt eben so, das macht man nicht. Oder, wo ich das auch schon gehört habe, ist in bei­spiels­wei­se Kon­stel­la­tio­nen, Bezie­hungs­kon­stel­la­tio­nen. Björn (01:47.982) Mhm. Björn (02:01.006) Hm. Jan (02:09.008) wo sich bei­spiels­wei­se ein Paar ent­schie­den hat­ten, einen unkon­ven­tio­nel­len Weg zu gehen. Also die hat­ten viel­leicht einen Kon­flikt und haben sich aber nicht klar getrennt, son­dern haben gesagt, wir haben jetzt hier irgend­wie erst­mal braucht man eine Aus­zeit oder wie auch immer. Oder jemand hat mal gesagt, ich brau­che mal Zeit für mich, wo man auch sowas von außen gehört hat, wie das macht man nicht. Und es ist ja immer etwas Wer­ten­des mit dabei, also über eine Hand­lung, ein Ver­hal­ten von ande­ren. Was da eben mit­schwingt, es ist eben so nicht in Ord­nung, wie ande­re Men­schen sich ver­hal­ten. Da gibt es eigent­lich vie­le unter­schied­li­che Bei­spie­le. Björn (02:46.414) Ja, also was mir so ganz klas­sisch als ers­tes ein­fällt, ist auch aus mei­nem Eltern­haus, man wäscht das Auto nicht an einem Sonn­tag. Ich weiß gar nicht, ich bin jetzt nicht so bewan­dert im bür­ger­li­chen Gesetz­buch, ob das tat­säch­lich irgend­wo ver­bo­ten ist, aber man macht das ein­fach nicht. Also so wie dass man den Rasen auch nicht zu bestimm­ten Uhr­zei­ten zu meh­nen hat, da gibt es ja tat­säch­lich auch eine Regel für. Aber… Jan (02:56.08) Mhm. Björn (03:13.87) Selbst wenn man sich an die­se Regel hält, zu bestimm­ten Zei­ten mach­te man das bei uns in der Nach­bar­schaft ein­fach nicht. Und wenn das pas­sier­te, dann war gro­ßes Getot­ter auch unter den Nach­barn. Das haben Sie wie­der mit­be­kom­men, da wur­de wie­der, das macht man nicht und sol­che Sachen. Im Coa­ching ist das natür­lich jetzt nicht so das The­ma. Also ich habe noch nie einen Kli­en­ten gehabt, der gesagt hat, ich wür­de so ger­ne mei­nen Rasen zu einer bestimm­ten Zeit mel­den, aber das macht man ja ein­fach nicht, dar­um geht es nicht. Da geht es dann eher so um tat­säch­lich so ein Bei­spiel, wie das, was du jetzt hat­test. Jan (03:35.664) Hm. Björn (03:43.502) die­se Bezie­hungs­kon­stel­la­ti­on ganz häu­fig auch Umgang mit Kin­dern habe ich erlebt. Dass also zum Bei­spiel jemand mal sich gefragt hat, wann eigent­lich der rich­ti­ge Zeit­punkt dafür ist, das Kind in die Kita zu schi­cken und das dann irgend­wie immer wei­ter auf­ge­scho­ben hat, weil man macht das ja nicht, ein Kind so früh in die Kita schi­cken oder so früh in den Hort schi­cken, je nach­dem, wo man gera­de lebt, wie es dann da heißt. Jan (03:50.704) Mhm. Björn (04:13.326) Und das ist unglaub­lich ein­schrän­kend. Also es gibt ja kein Gesetz, das dage­gen spricht, ein Kind zum Bei­spiel mit einem Jahr schon in die Kita zu schi­cken. Aber es schränkt dann unheim­lich ein, zum Bei­spiel wenn die Mut­ter zu Hau­se geblie­ben ist und die möch­te dann eigent­lich ger­ne wie­der arbei­ten und macht das dann nicht, weil man sagt, das macht man so nicht. Das Kind hat jetzt die ers­ten drei Jah­re rund um die Uhr bei­de zu blei­ben. Also in sol­chen Situa­tio­nen erle­be ich das im Coa­ching dann eher. Jan (04:15.664) Mmh. Jan (04:38.928) Ja, genau. Oder es gibt es ja auch spe­zi­fisch sozu­sa­gen auch auf bestimm­te, sag ich mal, Grup­pie­run­gen, in Anfüh­rungs­stri­chen, von Men­schen. Also, dass man zum Bei­spiel aus­drückt, wie das macht eine jun­ge Frau nicht, ja, so was. Oder das macht man als jun­ger Mann nicht oder wie auch immer. Das kann ja alles Mög­li­che sein, was da mit rein­schwingt. Aber es hat ja die Anmu­tung, als gäbe es irgend­ei­ne Auto­ri­tät dahin­ter, die sagt, das ist rich­tig oder das ist falsch. Björn (04:50.318) Oh ja. Jan (05:06.992) Fra­ge ist, wenn ich ger­ne mal ken­nen­ler­nen wür­de, wäre die­sen Mann, die­ses Mann, was sagt, dass es halt eben nicht zu tun ist. Das heißt also, wer steckt denn eigent­lich dahin­ter? Björn (05:20.462) Genau. Und dar­über wol­len wir uns ja heu­te unter­hal­ten, wo das eigent­lich her­kommt und war­um es so eine Macht hat über vie­le Men­schen und viel­leicht auch, wie man sich des­sen ein biss­chen ent­le­di­gen kann oder ent­las­ten kann davon. Und dar­über wol­len wir uns heu­te unter­hal­ten. Da müs­sen wir natür­lich anfan­gen mit einem unse­rer Lieb­lings­the­men, die, glau­be ich, fast in jeder Fol­ge zur Spra­che kom­men. Das sind die wohl­be­kann­ten Glau­bens­sät­ze, die da rein spie­len. die uns also in frü­hes­ter Kind­heit schon ein­ge­trich­tert haben, was man zu tun hat und was nicht, und was man zu gut zu fin­den hat und was nicht. Da geht es natür­lich dann vor allem um so ein Ver­hal­ten wie, du darfst jetzt nicht zu laut spie­len, das macht man nicht, das stört die Nach­barn. So als Bei­spiel. Du darfst nicht laut sein, das macht man nicht. Jan (06:08.208) Mm. Jan (06:11.728) Ja genau, also das sind genau die­se The­men, in denen das mit­schwingt und die man schon früh erfährt, sage ich jetzt mal. Und oft­mals ist es ja auch eine Ver­kür­zung. Also neh­men wir jetzt mal genau die­ses Bei­spiel. Das macht man nicht, wenn man das jetzt einem Kind sagt. Und dann ist das ja erst mal auch kei­ne Erklä­rung, was jetzt hier die­ser Sach­ver­halt ist. Also eine Bot­schaft wäre ja auch zu sagen. Björn (06:35.534) Hm. Jan (06:38.928) Ich wür­de mir wün­schen, dass du die­ses oder jenes anders machst, weil, wenn man jetzt sagt, man schubst nie­man­den, das macht man nicht. Aber auch hier qua­si zu erklä­ren, was ist denn die Kon­se­quenz der Hand­lung und was sind viel­leicht die Hin­ter­grün­de, dass man auch dif­fe­ren­zie­ren kann, was die Punk­te sind, weil jeweils wo man mit Pau­scha­len arbei­tet und auch kom­mu­ni­ziert, spei­chert man die natür­lich auch im Bewusst­sein, unter Bewusst­sein rela­tiv pau­schal ab und dann wer­den die viel­leicht auch an… Björn (06:47.79) Ja. Jan (07:06.352) in Situa­tio­nen her­aus­ge­zo­gen, die­se Sät­ze, wo sie viel­leicht gar nicht pas­sen. Björn (07:11.278) Ich mei­ne, wenn du jetzt das Bei­spiel nimmst mit das, man schubst nie­man­den, das macht man nicht, da ist ja die Inten­ti­on sogar eine gute. Man soll­te nie­mand ande­ren zu Scha­den kom­men las­sen. Aber wenn es jetzt um das eige­ne Ver­hal­ten geht, was ich mich gera­de gefragt habe, zum Bei­spiel bei die­sem Satz, das sei nicht so laut, das macht man nicht, ist die Fra­ge, macht man das nicht oder will nur der, der den Satz for­mu­liert das gera­de nicht? Jan (07:29.328) Mhm. Jan (07:36.24) Mhm. Björn (07:36.654) Das muss man sich ja auch ganz bewusst machen. Ist das gera­de viel­leicht so, dass da jemand nur sel­ber von etwas gestört ist und haut dann die­ses Pau­scha­le, das macht man nicht, dafür wirst du gesell­schaft­lich geäch­tet, wenn du dich so ver­hältst, schieb das nur vor, weil es ihn sel­ber gera­de stört. Jan (07:48.688) Mmh. Jan (07:53.328) Naja, das ist viel­leicht auch noch mal eine wich­ti­ge Dif­fe­ren­zie­rung, dass es hier letz­ten Endes nicht um den Punkt geht, dass jemand eine Ich-Bot­schaft for­mu­liert und sagt, das stört mich jetzt per­sön­lich, son­dern dass es ja eigent­lich eine Ebe­ne höher auf­ge­hängt wird und dass es im Prin­zip wie eine all­ge­mein gül­ti­ge Regel for­mu­liert wird in dem Zusam­men­hang. Björn (08:08.942) Ja, rich­tig, genau. Und in dem Zusam­men­hang ist es, glau­be ich, auch wich­tig, noch­mal dar­auf hin­zu­wei­sen, dass natür­lich das nicht nur in der Kind­heit pas­siert, sol­che Glau­bens­sät­ze, dass sol­che Glau­bens­sät­ze ent­ste­hen. Das kann auch durch Erfah­rung sein. Ich erin­ne­re mich dar­an, dass ich zum Bei­spiel, als ich noch Sän­ger war, also da war ich Gesangs­stu­dent, und ich habe zu Hau­se geübt. was ich auch darf, also was auch mein Anrecht ist als Bür­ger die­ses Lan­des, in bestimm­ten Zei­ten darf ich zu Hau­se Musik machen und durf­te auch mei­nen Gesang da trai­nie­ren. Ich habe das immer in Maßen gemacht, weil ich natür­lich auch weiß, dass so was für Nach­barn anstren­gend sein kann, wenn man da stun­den­lang immer die glei­chen Phra­sen, die glei­chen Übun­gen hört. Aber da war ein Nach­bar, der hat tat­säch­lich sich unglaub­lich da rein­ge­stei­gert. Jan (08:38.319) Hmhm Jan (09:02.576) Mhm. Björn (09:03.502) stand auch diver­se Male damals bei mir vor der Tür und hat mich also aufs tiefs­te beschimpft und auch immer wie­der die­sen Satz gesagt, das macht man nicht, das fällt ihnen ein. Und das hat mich natür­lich geprägt, weil ich weiß noch, dass ich dann natür­lich nach die­sem Ereig­nis nicht mehr mich so frei fühl­te in mei­nem musi­ka­li­schen Schaf­fen. Ich habe mich dann über­hin weg­ge­setzt, aber das hat mich natür­lich gehemmt und das ist mir dann jedes Mal, wenn ich wie­der umge­zo­gen bin, Jan (09:13.36) Mhm. Jan (09:23.824) Hmm. Björn (09:33.582) in eine ande­re Stadt, weil ich den Stu­di­en­platz gewech­selt habe oder irgend­wie sowas, ist mir das jedes Mal wie­der so gegan­gen, dass ich dann vor dem ers­ten Mal oder den ers­ten Mal üben gedacht habe, um Got­tes wil­len, gleich kommt wie­der jemand, weil das macht man ja nicht. Also die­sen Gedan­ken hat­te ich schon im Kopf. Also das ist etwas, was sich natür­lich erst im Erwach­se­nen­al­ter dann bei mir so ein­ge­prägt hat. Und jetzt, wenn wir das jetzt mal wei­ter­spin­nen, hät­te ich mich davon … Jan (09:46.352) Hmm. Björn (09:59.374) extrem beein­flus­sen las­sen. Also hät­te ich jetzt mich nicht drü­ber hin­weg gesetzt und gesagt, na ja, ich las­se den jetzt mal schimp­fen, hät­te das ja enor­me Kon­se­quen­zen für mich gehabt. Ich hät­te mir die Zeit nicht neh­men kön­nen, um zu üben. Und das ist ja genau die Gefahr, die die­sem Satz inne wohnt. Weil wenn da ein Ver­hal­ten kri­ti­siert wird, was nur jemand indi­vi­du­ell stört, was aber nie­man­dem wirk­lich scha­det, dann kann das ja dazu füh­ren, dass jemand sei­ne per­sön­li­chen Frei­hei­ten kom­plett ein­schränkt. Und das fin­de ich sehr gefähr­lich. Jan (10:07.664) Hm. Jan (10:25.136) Hm. Björn (10:26.158) Das fin­de ich sehr gefähr­lich, je nach­dem, was man für eine Per­sön­lich­keits­struk­tur hat, kann das ja dazu füh­ren, dass man wirk­lich ein­ge­schränkt lebt. Und das habe ich im Coa­ching auch schon mal beob­ach­tet. Also das hat­te ich schon, dass jemand mir gegen­über saß, wo ich gedacht habe, aiai­ai. Da hat die­ser Satz aber ganz schön zu einer, ja das war schon fast eine gefäng­nis­ar­ti­ge Situa­ti­on, wo sich jemand drin fühl­te, weil er dach­te, er kann über­haupt nicht das aus­le­ben, was er ger­ne möch­te. Jan (10:53.104) Ja, das ist ja auch ganz inter­es­sant. Der Gedan­ke, der mir jetzt gera­de kam, die Asso­zia­ti­on, als du jetzt die­se Situa­ti­on mit den Nach­barn beschrie­ben hast, ist die gelie­he­ne Auto­ri­tät. Also im Grun­de genom­men ist es, wie du gesagt hast, ist es eine indi­vi­du­el­le Aus­sa­ge. Also eigent­lich stört es dei­nen Nach­barn, wenn du singst. Weil das aber viel­leicht nicht aus­reicht als Argu­ment, dass es ihn das per­sön­lich stört, sagt man dann, das macht man nicht. Das heißt, das ist im Prin­zip so, als wäre das all­ge­mein gül­tig. Björn (11:03.502) .. Jan (11:22.736) Und das ist ja auch inter­es­sant, wenn man dann umzieht und woan­ders ist und dann Hem­mun­gen hat zu sin­gen, dann könn­te ja die Schluss­füh­rung erst­mal für einen sein, na gut, der Nach­bar, der wohnt ja immer noch in der ande­ren Stadt, also wird es jetzt hier in Ord­nung sein. Aber nein, man hat es abge­spei­chert auch als ent­we­der indi­vi­du­el­le Erfah­rung, dass es ein Nach­bar stellt oder tat­säch­lich so, dass man sagt, man macht das nicht, es ist all­ge­mein­gül­tig. Und das ist einen zumin­dest erst­mal beschäf­tigt und viel­leicht auch hemmt in der Art und Wei­se. Und das ist natür­lich schon ein star­ker Impact. Björn (11:47.374) Hm. Jan (11:52.88) Und genau­so gut könn­te es ja auch sein, dass sich ganz vie­le von dei­nen Nach­barn dar­über gefreut haben, dich sin­gen zu hören. Das wäre ja auch eine Mög­lich­keit, aber viel­leicht haben sie sich nie dazu geäu­ßert. Und das fin­de ich eigent­lich auch ganz gut in die­ser… Also wenn man das jetzt mal bear­bei­ten möch­te, wenn man für sich erst mal fest­stellt, ich habe da eine Hem­mung, weil irgend­et­was da ist, ich tue etwas nicht und ich fra­ge mich, war­um tue ich das nicht? Und dann stel­le ich fest, weil man das nicht macht. Und wenn man dann mal in sich selbst hin­ein­hört und mal ver­sucht zu ver­ste­hen… Björn (11:57.678) Ja genau. Björn (12:17.358) Hm. Jan (12:23.632) Wer, wenn ich das jetzt mal tat­säch­lich ver­su­che, akus­tisch in mei­nem Kopf nach­zu­voll­zie­hen, wer sagt denn das? Ist das mei­ne Stim­me, das macht man nicht? Ist das die Stim­me von Eltern? Ist das die Stim­me von Groß­el­tern? Ist das die Stim­me von mei­nem Nach­barn? Gibt es jeman­den, der dahin­ter­steckt, der das eigent­lich mal initi­iert hat oder gesagt hat? Also ist das etwas All­ge­mein­gül­ti­ges, was ich emp­fin­de? Oder ist es tat­säch­lich hier irgend­ei­ne Auto­ri­täts­per­son, Bezugs­per­son auch aus mei­nem Leben, die ich jetzt hier aktu­ell damit ver­bin­de und deren Mei­nung, dass das… Björn (12:48.75) Hm. Jan (12:53.424) dann viel­leicht in die­sem Detail ist, aber es muss kei­ne all­ge­mei­ne Gül­tig­keit haben. Das kann schon mal ein ers­ter Schritt sein, da etwas tie­fer rein­zu­ge­hen. Björn (13:00.43) Das per­fi­de an die­sem Satz, das macht man nicht, ist ja vor allem, dass er uns damit droht, etwas zu ver­lie­ren, was wir als Grund­be­dürf­nis eigent­lich brau­chen. Und das ist die Zuge­hö­rig­keit zu unse­ren sozia­len Grup­pen, zu unse­rer Nach­bar­schaft, wie jetzt bei mir da in dem Fall zu einer Grup­pe von Stu­den­ten zur Fami­lie ja auch ganz häu­fig. Und die­ser Satz, das macht man nicht, droht ja damit Jan (13:12.72) Mhm. Björn (13:26.862) Wenn du das machst, bist du ein Außen­sei­ter und gehörst nicht mehr dazu. Und des­we­gen ist, haut die­ser Satz auch so rein. Des­we­gen ist das auch etwas, wo sich, glau­be ich, fast kei­ner von frei­spre­chen kann, wenn er das zu hören kriegt, dass es nicht kurz zumin­dest zuckt. Also ich glau­be tat­säch­lich, dass es nie­man­den gibt, der da nicht ganz kurz denkt, oh je, wenn ich, auch wenn es nur eine Sekun­de ist, kurz über­legt, oh, wenn ich das mache, dann dro­hen mir ernst­haf­te Kon­se­quen­zen, weil ich gehö­re nicht mehr dazu. Jan (13:30.576) Mhm. Jan (13:34.352) Hm. Jan (13:41.712) Mhm. Jan (13:55.408) Mmh. Björn (13:56.43) Fällt mir ein ande­res Bei­spiel auch ein, ich habe den Beruf ja mal sehr abrupt gewech­selt, also als ich dann mit dem Sin­gen auf­ge­hört habe und das damals mei­nen Groß­el­tern ver­kün­det habe, habe ich auch die­sen Satz gehört, das macht man nicht und das konn­te ich über­haupt nicht ver­ste­hen. Aber da wur­de mir ja tat­säch­lich gedroht, wenn du das machst, dann hast du hin­ter­her mit Kon­se­quen­zen zu rech­nen, weil das ist nicht anstän­dig. Und das wur­de mir auch, solan­ge sie noch leb­ten. Jan (14:12.208) Mhm. Björn (14:25.198) immer mal wie­der so kre­denzt, dass ich ja ein Kar­rie­re­ab­bre­cher bin. Also so in so Neben­sät­zen, so unter­schwel­lig. Das war für mich in dem Moment nicht so ent­schei­dend, weil ich gedacht habe, ja komm, es ist eine ande­re Gene­ra­ti­on. Aber das kann natür­lich dazu füh­ren, dass man sich auch selbst in der eige­nen Fami­lie, in sei­nem eige­nen engs­ten Kreis, wie man auch immer Fami­lie dann defi­niert, nicht mehr zuge­hö­rig fühlt. Und das kann natür­lich zu wirk­li­chen per­sön­li­chen Schwie­rig­kei­ten füh­ren. Jan (14:27.76) Mhm. Mhm. Jan (14:39.6) Hm. Jan (14:49.68) Hmm. Jan (14:55.312) Ja, aber das ist ja viel­leicht auch genau der rich­ti­ge Ansatz­punkt in dem Zusam­men­hang, wenn man das erfährt im Sin­ne von jemand sagt so etwas oder man erfährt das in dem Sin­ne, dass einem das ist von innen kommt. Man han­delt etwas oder man hat eine Inten­ti­on etwas zu tun, aber man fühlt sich dann gehemmt, weil man im Kopf eben die­sen Satz hat, das macht man nicht. Also ein­mal für sich zu hin­ter­fra­gen, woher kommt das? Ist das jetzt kommt das aus mir selbst oder kommt das irgend­wie aus dem Kol­lek­tiv, was ich so wahr­ge­nom­men habe in Sum­me? bestimm­te Per­so­nen auch bezo­gen, der ich die­se Äuße­rung oder Bewer­tung in dem Zusam­men­hang zuschrei­be. Und was heißt das für mich? Muss ich das anneh­men? Oder ist das eine Mei­nung, die ich viel­leicht tole­rie­re von jemand ande­rem, aber das hat für mich jetzt erst­mal kei­ne wei­te­re Bestim­mung? Und was sind die tat­säch­li­chen Kon­se­quen­zen? Denn eine Aus­sa­ge, das macht man nicht und des­halb ist es dann kein rich­ti­ges Ver­hal­ten, das wird geäch­tet oder wie auch immer nicht Jan (15:54.864) Aber die Fra­ge ist ja, was ist aus mei­ner Sicht die tat­säch­li­che Kon­se­quenz davon? Und die Frei­heit, die per­sön­li­che, ist natür­lich umso grö­ßer, je mehr ich dar­auf pfei­fe oder mich unab­hän­gig davon mache, was ande­re Men­schen von mir erwar­ten. Denn letz­ten Endes gibt es ja kei­ne ande­re Instanz, die am Ende des Tages auch mit mei­nem Leben zurecht­kom­men muss als ich selbst. Björn (16:00.558) Hm. Jan (16:22.992) Aber wir sind natür­lich nicht frei von unse­rer Umge­bung oft­mals. Die wenigs­ten wer­den da so unab­hän­gig sein, dass sie sagen, das ist mir alles völ­lig egal. Aber das mal so kri­tisch zu hin­ter­fra­gen, ist das jetzt hier viel­leicht eben ein spe­zi­el­les Pro­blem von einer Per­son. Und des­halb muss mich das nicht wei­ter hem­men. Was sind die kon­kre­ten Kon­se­quen­zen, was ich tue? Das ist natür­lich ein guter Schritt, die hier auch ein­fach dif­fe­ren­ziert damit umzu­ge­hen, auch wenn sol­che Din­ge auf­pop­pen. Björn (16:47.15) Ja, ich glau­be auch, dass das Ent­schei­den­de ist halt, dass man sich fragt, ist das jetzt etwas, was jeman­dem ande­ren scha­det, wenn ich es tue? Also ist das die­se schö­ne Defi­ni­ti­on von per­sön­li­cher Frei­heit, die nur so weit geht, bis sie die Frei­heit eines ande­ren Men­schen ein­schränkt? Also das ist, fin­de ich, ganz ent­schei­dend. Ich glau­be auch tat­säch­lich, dass man sonst, dass man die­ses The­ma nur dann ange­hen muss, wenn das nicht gege­ben ist. Also wenn man mit einem Ver­hal­ten eigent­lich nie­man­den beein­flusst, nie­man­dem scha­det, wirk­lich scha­det. Jan (16:53.712) Mhm. Jan (17:01.584) Hm? Jan (17:16.591) Mhm. Björn (17:16.973) ist die Fra­ge nach dem ob man das macht, wer auch immer die­ser Mann ist, wie du es eben gesagt hast, eigent­lich egal. Und dann soll­te man sich dann fra­gen, war­um hat das so eine Macht über mich, wo kommt das her, wie ist die­ser Glau­bens­satz ent­stan­den, war das eine Auto­ri­täts­ver­si­on, eine frü­he­re Erfah­rung und das kann man ja wun­der­bar bear­bei­ten, das kann man ja wun­der­bar auf­drö­seln und dann eigent­lich auch ganz schnell ent­kräf­ten. Weil ich glau­be die­se Fra­ge … Jan (17:23.472) Mm. Björn (17:43.982) nach den Kon­se­quen­zen von so einem Ver­hal­ten, das ist ganz ent­schei­dend. Auch wenn man zum Bei­spiel Angst hat, man gehört dann nicht mehr dazu. Wenn man ein bestimm­tes Ver­hal­ten dann trotz­dem noch, noch also dann nicht ablegt, auch wenn man das nicht macht. Was ist die tat­säch­li­che Kon­se­quenz? Was ist wirk­lich das Schlimms­te, was pas­sie­ren könn­te? Und wenn einem dann viel­leicht zum Bei­spiel klar wird, dass neh­men wir mal den Freun­des­kreis. Also man macht das nicht, hat man viel­leicht Angst, dass Jan (17:50.064) Hm. Björn (18:11.79) das Ver­hal­ten dazu führt, dass man Freun­de ver­liert, kann man sich die Fra­ge stel­len, sind das dann über­haupt mei­ne Freun­de, wenn die das nicht akzep­tie­ren, dass ich eine bestimm­te Ent­schei­dung getrof­fen habe oder etwas auf eine ande­re Art und Wei­se mache, aber mir das gut tut, aber es nie­man­dem ande­ren scha­det. Also sonst soll­te man das, glau­be ich, dann muss man sich an die­ses The­ma ran­wa­gen oder soll­te man dar­an arbei­ten, wenn man da merkt, man ist gehemmt, auch wenn über­haupt nie­mand anders zu Scha­den kommt. Und ansons­ten… Jan (18:26.undefined) Mmh. Björn (18:38.798) ist natür­lich so, dass wenn man jetzt um das Schub­sen geht, um noch­mal den Bogen zum Anfang zu krie­gen, das ist natür­lich etwas, das macht man natür­lich nicht. Und das soll­te man im Kind ja auch ver­mit­teln, dass man sich hier nicht durch die Gegend schubst. Und man scha­det auch nie­man­dem kör­per­lich und man raubt auch kei­ne Bank aus. Natür­lich, da sind wir uns ja einig, zumin­dest in unse­rer Rea­li­täts­kon­struk­ti­on, die wir hier jetzt bei­de haben, dass das kein Ver­hal­ten ist, das irgend­wie för­der­lich ist. Aber solan­ge man sowas nicht macht, muss man sich, glau­be ich, über so einen Satz nicht vie­le Gedan­ken. Jan (18:43.088) Mmh. Jan (19:01.232) Mmh. Jan (19:09.296) Ja, und ein Gedan­ke dabei ist ja auch bei die­sen Din­gen, wenn wir jetzt sagen, okay, das macht man tat­säch­lich oder natür­lich nicht. Das ist ja auch wie­der natür­lich oder ist eine Ver­all­ge­mei­ne­rung ein Stück weit, aber sich ein­fach mal die Fra­ge zu stel­len, wie sehe ich das denn per­sön­lich? Mir kam gera­de die­ses Bei­spiel, gehe ich bei Rot über eine Ampel oder nicht? Da sagt man auch, das macht man nicht. So, und man kann, das kann aber auch den Schritt wei­ter­ge­hen. Björn (19:32.174) Ja. Jan (19:38.512) und die Sache für sich per­so­na­li­sie­ren und sagen, das ist ein Glau­bens­satz, der schwirrt irgend­wo rum, aber mei­ne akti­ve Ent­schei­dung ist, ich gehe nicht über eine rote Ampel, weil ich nicht möch­te, dass bei­spiels­wei­se ein Kind, selbst wenn es nur hin­ter dem Fens­ter steht, das sieht und dann even­tu­ell das Ver­hal­ten nach­macht und dann gefähr­det wird. Und so kann man eigent­lich die­se Din­ge auch für sich selbst noch­mal hin­ter­fra­gen und aktiv ent­schei­den, neh­me ich die für mich an oder bin ich so frei, dass ich anders ent­schei­de und mich anders ver­hal­te. Björn (19:50.798) Mmh. Björn (20:07.406) Das ist ein schö­ner Schluss­satz. Jan (20:10.736) Ja, ich freue mich sehr, dass wir die­ses The­ma heu­te hier bespre­chen konn­ten. Wir hof­fen euch hat es auch gefal­len und freu­en uns schon auf die nächs­te Fol­ge. Bis dahin erreicht ihr uns über die übli­chen Kon­takt­da­ten, die ihr hier auch dem­entspre­chend in den Show Notes fin­det. Und ja, wir freu­en uns, das nächs­te Mal euch zu hören und ver­ab­schie­den uns bis dahin. Auf Wie­der­hö­ren. Björn (20:35.214) Bis bald, ciao. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Glaubenssätze, Podcast --- ### [So überwindest du Blockaden wenn du etwas Neues beginnst](https://bobach-coaching.de/so-uberwindest-du-blockaden-wenn-du-etwas-neues-beginnst/) **Published:** Januar 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Herz­lich will­kom­men zur ers­ten Klar­Sicht Fol­ge im Jahr 2024! Dies ist der ers­te Bei­trag in mei­ner Jah­res-Serie “Ein bewuss­tes Jahr”. Im Janu­ar star­ten wir mit “Etwas Neu­es begin­nen”, und in die­ser Fol­ge spe­zi­ell mit den Blo­cka­den, die uns bei der Umset­zung stö­ren und zurück­hal­ten kön­nen. Das kennt jeder: vol­ler Elan gestar­tet, und dann stel­len sich Zwei­fel ein. Oder den ers­ten Schritt nicht schaf­fen, weil uns etwas blo­ckiert. Wor­an liegt das? In die­ser Fol­ge gehe ich auf die 5 Grün­de ein, die mir im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Coaching") All­tag beson­ders häu­fig begeg­nen: ⚡️ [Angst vor dem Schei­tern](https://bobach-coaching.de/fehler-akzeptieren-lernen/ "Fehler akzeptieren lernen") ⚡️ Per­sön­li­che Unsi­cher­hei­ten ⚡️ Man­geln­de Moti­va­ti­on ⚡️ [Unklar for­mu­lier­te Zie­le](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Coach&Coach: Gute Vorsätze und SMART Ziele") ⚡️ Über­for­de­rung Ich erläu­te­re, wo die­se Blo­cka­den häu­fig ihre Ursa­chen haben und gebe ich euch ein paar Hin­wei­se, wie man auch ohne Coach schon dar­an arbei­ten kann. Ich freue mich über Anmer­kun­gen und The­men­wün­sche in den Kom­men­tar­funk­tio­nen. Natür­lich sind auch – hof­fent­lich posi­ti­ve – Bewer­tun­gen toll ☺️ Das im Video ange­spro­che­ne You­Tube Video fin­det Ihr ab dem 19.01.2024 auf mei­nem [You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). TranskriptionHerz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid und nach­träg­lich noch ein fro­hes neu­es Jahr, denn das ist die ers­te Fol­ge im Jahr 2024. Und das habe ich ja im Dezem­ber zum bewuss­ten Jahr aus­ge­ru­fen, mit mei­ner The­mense­rie Ein Bewuss­tes Jahr. Und wir star­ten im Janu­ar jetzt damit, dass wir uns damit beschäf­ti­gen, wie man etwas Neu­es beginnt, bezie­hungs­wei­se wie man es schafft, etwas Neu­es zu begin­nen. Die­se Pod­cast Fol­ge beschäf­tigt sich damit, was uns blo­ckiert auf dem Weg zu einem neu­en Ziel. Und es geht hier tat­säch­lich dar­um, dass man ein Ziel nicht erreicht, dass uns das einem selbst super attrak­tiv ist. Also es geht nicht dar­um, ob das Ziel viel­leicht falsch ist. Da set­ze ich mich in einem You­Tube Video mor­gen mit aus­ein­an­der. Also am Tag nach die­sem Pod­cast erscheint das auf mei­nem You­Tube Kanal. Den Link dazu fin­det ihr auf mei­ner Web­site. Heu­te geht es tat­säch­lich dar­um. Wir haben ein ganz tol­les Ziel gefun­den, aber etwas blo­ckiert uns. Und ich möch­te auf die fünf Grün­de ein­ge­hen, die mir häu­figst begeg­nen, war­um das pas­siert. Denn wir ken­nen das ja alle. Wir haben ein Ziel vor Augen, super attrak­tiv, es mit unse­ren Wer­ten geklärt. Wir möch­ten das unbe­dingt errei­chen. Aber es gibt immer wie­der so Punk­te, da trau­en wir uns nicht ran oder wir trau­en uns nicht wei­ter. Und wor­an liegt das? Der ers­te Punkt ist sehr, sehr häu­fig. Und das, glau­be ich, kennt fast jeder von euch. Das ist näm­lich die Angst vor dem Schei­tern. Das gibt es in ver­schie­de­nen Aus­prä­gun­gen, von stark bis mal schwach. Und das hängt dann auch immer viel­leicht vor dem jewei­li­gen Zwi­schen­schritt ab, an was man da schei­tern könn­te. Aber das ist tat­säch­lich sehr, sehr häu­fig, dass mir das Kli­en­ten auch im Coa­ching berich­ten, dass sie Angst davor haben, zu schei­tern. Was kann da hel­fen? Zunächst ein­mal ganz klar sich bewusst machen, dass Schei­tern ein nor­ma­ler Teil des Lebens ist und auch posi­ti­ve Aspek­te hat. Wir sind nicht in die­se Welt gebo­ren, um per­fekt zu sein. Es kann auch nie­mand per­fekt sein. Das wäre sehr unmensch­lich und mir ist das auch noch nie begeg­net. Ich habe noch nie einen Men­schen erlebt, der wirk­lich nie Feh­ler gemacht hat. Und wenn er behaup­tet, dass er es tut, hat er meis­tens ganz ande­re The­men. Also das ist ganz nor­mal. War­um fällt es dann vie­len schwer, das zu akzep­tie­ren? Da sind ganz star­ke Glau­bens­sät­ze am Werk, meis­tens zumin­dest. Die lau­ten dann Du darfst nicht schei­tern. Björn (02:28.142) immer gewin­nen. Und was ich auch jetzt immer häu­fi­ger höre, gera­de von jün­ge­ren Kli­en­ten, ist, du musst etwas Beson­de­res sein. Du musst etwas Beson­de­res sein. Du darfst kein Durch­schnitt sein. Auch sehr häu­fig ist, du darfst dich oder auch uns nicht bla­mie­ren. Du darfst nicht unser Image ent­zwang umbrin­gen. Und Feh­ler sind eine Schan­de, ist dann auch sehr häu­fig dabei. Auf noch tie­fer ein, denn da beschäf­ti­gen wir uns damit, wie man aus Kri­sen Kraft zie­hen kann, was man mit Kri­sen machen kann, wie Kri­sen tat­säch­lich auch Impuls sein kön­nen für posi­ti­ve Ener­gien. Des­we­gen gehe ich jetzt hier nicht so wei­ter dar­auf ein. Aber was zu dem Schei­tern an sich noch gesagt sein soll, was hel­fen kann, ist, wenn man sich auf klei­ne Schrit­te kon­zen­triert. Gro­ße Zie­le sind was ganz Wun­der­ba­res. Da bin ich ein gro­ßer Fan. Es gibt ja auch die­ses Buch Think Big, das ist wirk­lich fan­tas­tisch und hilft einem wirk­lich, sei­ne eige­ne Visi­on zu ent­wi­ckeln. Aber so ein gro­ßes, oft fer­ne­res Ziel kann Angst machen, weil man sieht auf dem Weg zu dem Ziel unglaub­lich vie­le Hin­der­nis­se, die da im Weg ste­hen kön­nen. Da hilft es sich, Zwi­schen­zie­le zu defi­nie­ren, klein­schrit­ti­ger zu den­ken und den Fokus dann jeweils dar­auf zu rich­ten, ohne das gro­ße Ziel natür­lich aus den Augen zu ver­lie­ren. Für jeden könn­te man sich dann über­le­gen, was kann mir bei die­sem Zwi­schen­schritt hel­fen, wer kann mich da unter­stüt­zen und was könn­te mich blo­ckie­ren und wie kann ich dem ent­ge­gen­wir­ken? Also Zwi­schen­schrit­te, klei­ne Schrit­te auf dem Weg zum gro­ßen Ziel, dann ver­liert man oft die Furcht davor, ein gro­ßes Ziel nicht zu errei­chen, weil man immer wie­der Fort­schritt spürt. Wenn euch das inter­es­siert, gibt es übri­gens auf mei­ner Web­site ein Video dazu, das heißt Zie­le errei­chen Schritt für Schritt. Das kriegt ihr bei mir kos­ten­los, wenn ihr mein News­let­ter abon­niert auf der Sei­te björnwobach.de. Dann kriegt ihr einen Link geschickt und dann könnt ihr euch das Video anschau­en. Das ist mit einem digi­ta­len Tool sogar noch ver­knüpft, also sehr, sehr ein­fach umzu­set­zen und kann ich euch nur emp­feh­len. Björn (04:48.206) Der nächs­te der fünf gro­ßen Punk­te, also Punkt 2, sind per­sön­li­che Unsi­cher­heit. Es ist ganz wich­tig, sich über sei­ne Stär­ken und Schwä­chen bewusst zu sein. Weil dann kön­nen wir uns auch im Vor­feld über­le­gen, wer kann mich bei mei­nen Schwä­chen unter­stüt­zen? Wer kann da eine Res­sour­ce für mich sein? Wenn ich weiß, wohin ich stark bin, weiß ich schon, was mir leicht fal­len wird. Aber wenn ich weiß, auch was mir schwer fal­len wird und mich davon nicht behin­dern las­se, son­dern mir direkt über­le­ge, was kann mich dabei unter­stüt­zen? Was kann mir da Rücken­wind geben? dann ist mir sehr gehol­fen. Trotz­dem soll­te man auch da wie­der einen Blick auf die Glau­bens­sät­ze wer­fen. Denn per­sön­li­che Unsi­cher­hei­ten haben oft ihre Wur­zeln in Glau­bens­sät­zen wie das kannst du nicht oder du bist nicht gut genug und manch­mal auch du musst beschei­den sein oder anders­rum du darfst nicht über­mü­tig sein. Das kann natür­lich dazu füh­ren, dass ich mir sehr viel weni­ger zutraue, als ich tat­säch­lich kann und Oft reicht es schon, wenn man sich die­ser Glau­bens­sät­ze bewusst wird und sich ein­mal fragt, sind die wirk­lich rea­lis­tisch? Kann ich wirk­lich nichts oder kann ich das wirk­lich nicht oder habe ich das nicht sogar schon mal geschafft? Dann kann man einen sol­chen Glau­bens­satz sehr schnell ent­grei­fen. Und wenn das nicht hilft, kann ein Coach hel­fen. Und mit ein paar Coa­ching-Sit­zun­gen ist das meis­tens gut über­wun­den. Der drit­te Punkt der gro­ßen fünf ist man­geln­de Moti­va­ti­on. Und da habe ich ja in der Ein­lei­tung schon kurz drü­ber gespro­chen. Das hat dann damit zu tun, dass ein Ziel für uns gar nicht attrak­tiv ist. Also dass das ein Ziel ist, das nicht unser eige­nes ist, das von jemand ande­rem vor­ge­ge­ben wird. Oft ist das was Gesell­schaft­li­ches. Das heißt, wir haben ein Ziel, sagen wir mal, ich muss ein gro­ßes Haus haben und besit­zen. Also ich muss haus­ei­gen­tü­mer sein. Und dann ver­fol­gen wir die­ses Ziel und irgend­wie kom­men wir da nicht wirk­lich wei­ter, weil es viel­leicht tief… Björn (06:49.23) in uns drin gar nicht unser Ziel ist, son­dern weil das etwas ist, weil der gan­ze Freun­des­kreis auf ein­mal ange­fan­gen hat, Häu­ser zu bau­en. Das glei­che gilt natür­lich für ande­re welt­li­che Din­ge wie Autos oder Wohl­stand oder unglaub­li­che Rei­sen. Und wenn das nicht unser eige­ner Wert ist, also wenn da nicht eine Attrak­ti­vi­tät für uns sel­ber drin ist, dann wird die Moti­va­ti­on schwin­den und dann soll­te man das Ziel grund­sätz­lich hin­ter­fra­gen. Zu die­sem The­ma gibt es, wie ein­lei­tend schon gesagt, am Tag nach die­sem Pod­cast, das ist dann Frei­tag. You­Tube-Video auf mei­nem You­Tube-Kanal. Da wird es auch ein Work­s­heet geben, mit dem man sei­ne Wer­te her­aus­fin­den kann und den Link fin­det ihr auf mei­ner Web­site. Jetzt habe ich eben schon ganz viel von attrak­tiv für einen sel­ber gespro­chen. Das bringt mich dann auch zum vier­ten Punkt der gro­ßen fünf Grün­de und das ist, dass die Zie­le nicht gut for­mu­liert sind. Denn attrak­tiv ist ein Teil der Smart Goals. Und davon habt ihr bestimmt schon mal gehört, wenn ihr mir und mei­nem You­Tube Kanal oder mei­ner Web­site schon län­ger folgt. Denn Smart Zie­le war mal The­ma in dem Coach-on-Coach Pod­cast mit mei­nem Kol­le­gen Jan. Und Smart steht für Zie­le, die sind spe­zi­fisch, mess­bar, attrak­tiv, rea­lis­tisch und ter­mi­niert. Da gehe ich auch in die­sem eben ange­spro­che­nen You­Tube Video noch­mal genau­er drauf ein. Aber es ist total wich­tig, dass man Zie­le sich so defi­niert. Ich will ein Bei­spiel geben. Wenn ich mir als Ziel set­ze, ich will mehr Geld ver­die­nen, ist das ein äußerst unklug for­mu­lier­tes Ziel. Denn 10 Euro brut­to mehr wäre ja auch schon mehr. Aber ist das wirk­lich das Ziel, das ich habe? Und wenn ich das nach dem Smart-Prin­zip umfor­mu­lie­ren wür­de, also machen wir es mal Schritt für Schritt. Smart bedeu­tet also es spe­zi­fisch. Was wäre spe­zi­fi­scher als mehr Geld? Das wäre dann zum Bei­spiel, ich will im Jahr 1500 brut­to mehr haben. Sagen wir, das wäre das. Das Ziel muss mess­bar sein. Wenn ich sage 1500 Euro mehr, ist es offen­sicht­lich mess­bar, weil es bezieht sich mehr als auf das, was ich momen­tan ver­die­ne. Attrak­tiv, es muss also mit mei­nen eige­nen Wer­ten über­ein­stim­men. Es muss eine Beloh­nung für mich beinhal­ten. Das kann man wie gesagt über die eige­nen Wer­te raus­fin­den. Björn (09:12.942) Rea­lis­tisch sagen wir das Ziel, ich will mehr Geld haben. Ist das rea­lis­tisch? Das könn­te man auch rea­lis­tisch nen­nen. Ein schlecht for­mu­lier­tes Ziel wäre dann, ich will eine Mil­li­on mehr im Jahr ver­die­nen. Wenn ich jetzt gera­de viel­leicht im Jahr nur 100.000 ver­die­ne, ist eine Mil­li­on mehr sehr wahr­schein­lich nicht rea­lis­tisch. Also da müss­te schon sehr viel zusam­men­kom­men, damit das rea­lis­tisch wäre. Und schließ­lich ter­mi­niert. Ich will mehr Geld ver­die­nen, ist sehr, sehr vage. wenn man sich ein Ziel zum Bei­spiel for­mu­liert, ich will bis zum Ende des Jah­res, also bis zum 31.12. mehr Geld ver­die­nen, ist das eine gute Ter­mi­nie­rung, die einen dann auch ein kla­res Ziel vor Augen gibt. Also wenn ich das Ziel vom Ein­gang neh­me hier, ich möch­te mehr Geld ver­die­nen, das nach Smart-Kri­te­ri­en umfor­mu­lie­re, wäre ein gutes Ziel. Ich möch­te bis Ende des Jah­res 1500 Euro brut­to mehr ver­die­nen. Das ist natür­lich dann auch nur ein Smart­goal, wenn das Ziel mehr Geld haben, zu bei­den Wer­ten passt. Aber wie gesagt, dazu in dem Video mor­gen mehr. Ange­merkt sei noch, dass man smart auch unglaub­lich gut rück­wärts machen kann. Also wenn man so ein Ziel umfor­mu­liert, das mache ich mit Coa­ching-Cli­enten sehr häu­fig, weil es ein­fa­cher ist, kann man das auch als Trams neh­men, als Trams-Übung. Dann fängt man ein­fach damit an, das Ziel erst mal zu ter­mi­nie­ren. erst den Ter­min zu set­zen, dann die rea­lis­ti­sche Umset­zung, das immer wie­der wei­ter umzu­for­mu­lie­ren, bis es dann ein Ziel ist, hin­ter dem man voll und ganz steht und das auch tat­säch­lich umsetz­bar scheint. Und zu guter Letzt, der fünf­te Punkt mei­ner gro­ßen fünf Grün­de, war­um uns etwas blo­ckie­ren kann, ist Über­for­de­rung und das hat meis­tens mit dem Zeit­punkt zu tun. Also der zeit­li­che Rah­men, in dem man ein Ziel errei­chen möch­te oder der Moment, in dem man das tun möch­te, ist enorm wich­tig. Bezieht sich ja auch wie­der auf das rea­lis­ti­sche Ziel aus den Smart­goals. Wenn ich nicht genug Zeit habe, weil mich irgend­et­was ande­res sehr for­dert und das kann Björn (11:20.59) oder beruf­li­ches sein, kann ich mir natür­lich kei­ne Res­sour­cen frei­ma­chen, in denen ich das Ziel über­haupt errei­chen kann. Das soll jetzt nicht hei­ßen, dass man das Ziel dann völ­lig über den Hau­fen wirft. Das wäre ja Quatsch. Also man könn­te sich in so einem Moment fra­gen, wie kann ich das neue Ziel so auf­tei­len, dass ich es jetzt schon begin­nen kann? Das ist wie­der das The­ma Björn (11:49.582) dass mich die­sen Ziel näher bringt. Oder wann kann ich mit der Begin­nung die­ses Ziels, wann kann ich mit der Errei­chung die­ses Ziels über­haupt anfan­gen und wie kann ich es dann mit gutem Gewis­sen zurück­stel­len, weil ich mir ein­fach bewusst bin, dass ich momen­tan die Res­sour­cen dafür nicht habe. Und wenn man dann so ein biss­chen in den Coa­ching-All­tag bei mir schaut, dann hilft da ganz oft auch so eine bestimm­te Tech­nik, wo man … alles was man gera­de so tut, auf­schreibt und pro­zen­tu­al auf­schreibt und sich dann ein­mal über­legt, was davon muss ich eigent­lich machen? Gibt es da nicht auch etwas, was ich ein­fach nicht machen müss­te? Oder was mir viel­leicht jemand anders abneh­men kann? Das ist vie­len gar nicht bewusst. Also die hei­sen sich sel­ber unglaub­lich viel Arbeit auf, obwohl sie ein Umfeld haben, dass ihnen das auch lie­bend ger­ne abneh­men wür­de. was sie aber gar nicht zulas­sen, weil sie sich ent­we­der nicht die Gedan­ken drü­ber gemacht haben oder weil da viel­leicht auch ein ande­res The­ma hin­ter steht. Kon­troll­zwang zum Bei­spiel, alles kon­trol­lie­ren müs­sen, ist bei Micro­ma­na­gern ja auch sehr, sehr beliebt. Und des­we­gen ein­fach in einer tota­len Über­for­de­rung gera­de sind und ein Ziel, das sie eigent­lich unbe­dingt errei­chen möch­ten und das ihnen ganz wich­tig ist, des­we­gen gar nicht rich­tig ange­hen kön­nen. Also die Fra­ge sich stel­len, was von den gan­zen Din­gen, die ich gera­de auf mei­nem eige­nen Zet­tel habe, muss ich machen? Und was davon könn­te jemand anders mir abneh­men? Ja, das waren mei­ne fünf gro­ßen Punk­te. Mich inter­es­siert natür­lich, deckt sich das mit euren Erfah­run­gen? Ist das etwas, was ihr auch so bei euch beob­ach­tet habt? Wenn ihr mal ein Ziel nicht ver­folgt habt, gab es jetzt hier irgend­ei­nen Punkt, gera­de zum Bei­spiel bei den Glau­bens­sät­zen, der bei euch beson­ders reso­niert hat, wo ihr gesagt hat, ja, das habe ich bei mir auch schon mal erlebt. Ich freue mich natür­lich dann, wenn ihr mir schreibt. direkt über mei­ne Web­site ger­ne oder über die Kom­men­ta­re zu die­sem Pod­cast. Ich bedan­ke mich jetzt fürs Zuhö­ren. Ich freue mich, wenn ihr dabei seid bei mei­nem bewuss­ten Jahr und wenn ihr dann das nächs­te Mal wie­der dabei seid. Und ein klei­ner Remin­der noch ganz am Schluss. Mor­gen, wie gesagt, das You­Tube-Video, wo es dar­um geht, sol­che Zie­le zu defi­nie­ren, die für euch sel­ber auch wirk­lich attrak­tiv sind. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und bis bald. Ciao. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Blockaden, Coaching, Ein bewusstes Jahr, KlarSicht Podcast, Podcast --- ### [Video: Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen](https://bobach-coaching.de/video-finde-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/) **Published:** Januar 19, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Ein bewusstes Jahr, Lebensziele, Videos, Werte, Ziele, Ziele erreichen --- ### [Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/) **Published:** Januar 19, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Dies ist das ers­te Video zu mei­ner 2024 Rei­he “Ein bewuss­tes Jahr” — Herz­lich will­kom­men! Wir ken­nen das alle: Wir set­zen uns Zie­le und ver­lie­ren nach kur­zer Zeit wie­der die Moti­va­ti­on und ver­fol­gen unse­re Plä­ne nicht wei­ter. Dies hat oft nichts mit man­geln­dem Fleiß oder zu wenig Dis­zi­plin zu tun. Es fehlt uns viel mehr die Moti­va­ti­on, weil das Ziel ein­fach nicht zu unse­ren Wer­ten passt. In die­sem Video erklä­re ich euch nicht nur, wie man Zie­le mit der S.M.A.R.T Goal Tech­nik genau­er for­mu­liert, son­dern vor allem auch, wie ihr Zie­le fin­det, die für euch auch wirk­lich attrak­tiv sind, weil sie zu euren per­sön­li­chen Wer­ten pas­sen. Das im Video erwähn­te Work­s­heet fin­dest du hier: [Work­s­heet Wer­te fin­den](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/01/Bjoern-Bobach-Worksheet-Werte.pdf)[Her­un­ter­la­den](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/01/Bjoern-Bobach-Worksheet-Werte.pdf) Folgt mir auch [auf mei­nem You­Tube Kanal.](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) Ich freue mich über Fra­gen und Anmer­kun­gen an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: TranskriptionHal­lo, mein Name ist Björn Bob­ach. Ich bin Coach und Trai­ner und in die­sem Video geht es dar­um, wie fin­de ich Zie­le, die zu mir pas­sen? Das Gan­ze steht unter dem bewuss­ten Jahr. Das ist mein Jah­res­the­ma und im Janu­ar dem Unter­the­ma etwas Neu­es begin­nen. Und da passt es doch eigent­lich sehr gut, dass man sich dar­über Gedan­ken macht, wie man denn etwas Neu­es, also ein neu­es Ziel ver­folgt, das dann auch wirk­lich am Ende zu einem passt. Denn das ist eine Fra­ge, die krie­ge ich ganz oft gestellt “Wie fin­de ich denn Zie­le, die zu mir pas­sen?” Ich habe schon so viel ange­fan­gen und dann wie­der abge­bro­chen. Irgend­wie hat es nicht gestimmt und irgend­wie habe ich da die Moti­va­ti­on ver­lo­ren. Dar­um soll es heu­te gehen. Also grund­sätz­lich soll­te man sich die Fra­ge stel­len “War das wirk­lich mein eige­nes Ziel oder war das das Ziel von jemand ande­rem?” Was mei­ne ich damit? Damit mei­ne ich, dass es Zie­le gibt. Die wer­den uns von außen auf dik­tiert und damit wird uns auch die Moti­va­ti­on von außen dik­tiert. Bei­spiels­wei­se: Wir ken­nen alle die­se Wer­bung mein Haus, mein Pferd, mein Pool. Und da wird uns sug­ge­riert, das ist was, was moder­ne, erfolg­rei­che Men­schen brau­chen und nach außen auch zei­gen müs­sen. Ja, aber wenn man das gar nicht will, wenn man gar kein Haus­be­sit­zer sein möch­te, wenn man Pfer­de gar nicht als beson­ders erstre­bens­wert ansieht und auch einen Pool nicht beson­ders span­nend fin­det, wird man, wenn man sich die­ses Ziel setzt, auch nie da ankom­men. Denn es fehlt tat­säch­lich die per­sön­li­che Moti­va­ti­on. Wenn nur der Vor­ge­setz­te sagt Hör mal, du soll­test dich doch bemü­hen in XY Posi­ti­on zu kom­men, aber man hat da über­haupt kei­nen Anspruch und man möch­te viel­leicht gar nicht. Man ist ganz zufrie­den. Da wo man ist, wird es sehr schwie­rig, da Moti­va­ti­on auf­zu­bau­en. Also ist das eine eine grund­sätz­li­che Fra­ge, wie man Zie­le for­mu­liert und wie man sie fin­det, damit sie auch wirk­lich zu einem pas­sen. Und zum The­ma For­mu­la­ti­on kom­me ich gleich noch. Wie man also ein Ziel so for­mu­lie­ren kann, dass es dann auch gut for­mu­liert ist und einen moti­viert. Gut for­mu­lier­te Zie­le fol­gen dem Smart Sys­tem und das habe ich hier noch mal auf die Folie gemacht für die, die es noch nicht gehört haben. Smart, das ist eine Abkür­zung für fünf ver­schie­de­ne Ober­be­grif­fe. Und die sagen, dass ein gutes Ziel, das auch mit ziem­lich hoher Wahr­schein­lich­keit erreicht wird, dem­entspre­chend for­mu­liert ist. Das heißt, es muss spe­zi­fisch sein. Was bedeu­tet das? Spe­zi­fisch bedeu­tet nicht nur zum Bei­spiel sagen Ich will abneh­men. Das ist über­haupt nicht spe­zi­fisch, son­dern ganz kon­kret for­mu­lie­ren Wie viel will ich abneh­men? Zwei­ter Punkt mess­bar. Auch da wie­der das Bei­spiel mit dem Abneh­men Wenn ich sage, ich will abneh­men. Sechs Kilo. Ist das mess­bar, wenn ich sage, ich möch­te abneh­men, damit ich attrak­tiv bin, bis ich attrak­tiv bin? Was ist attrak­tiv? Wie kann man das über­haupt mes­sen, also ein mög­lichst mess­ba­res Ziel for­mu­lie­ren? Der nächs­te Punkt attrak­tiv. Das Ziel muss für mich attrak­tiv sein. Und da gehe ich gleich näher dar­auf ein, was ein attrak­ti­ves Ziel eigent­lich aus­macht. Rea­lis­tisch Ein Ziel soll­te so for­mu­liert wer­den, dass es auch rea­lis­tisch zu errei­chen ist. Also, wenn ich mir vor­neh­me, blei­ben wir beim Bei­spiel Abneh­men. Ich möch­te in den nächs­ten vier Wochen 20 Kilo abneh­men, ist das nicht nur unge­sund, son­dern auch äußerst unrea­lis­tisch? Das schafft kein Mensch, zumin­dest nicht auf gesun­dem Weg. Also ein rea­lis­ti­sches Ziel for­mu­lie­ren und ter­mi­niert. Das heißt, ich soll­te mir zu mei­nem spe­zi­fisch mess­ba­ren, attrak­ti­ven und rea­lis­ti­schen Ziel auch wirk­lich einen genau­en Zeit­rah­men und nicht nur so lari­fa­ri genau, son­dern wirk­lich genau einen genau­en Zeit­punkt über­le­gen, zu dem ich das rea­lis­tisch errei­chen kann. Also Bei­spiel Abneh­men Ich möch­te in einem Monat zwei Kilo abge­nom­men haben. 0,5 Kilo pro Wochen. Das ist rea­lis­tisch, dass es mess­bar und das ist ter­mi­niert. Aber gehen wir auf den Punkt attrak­tiv ein. Was ist ein attrak­ti­ves Ziel? Da kom­men unse­re eige­nen Wer­te ins Spiel. Sie müs­sen grund­sätz­lich zur Situa­ti­on pas­sen, das heißt, sie müs­sen in einem Moment statt­fin­den, wo das Gan­ze auch durch­führ­bar ist. Neh­men wir das Ziel Abneh­men. Da ist es eine blö­de Situa­ti­on, wenn man das aus­ge­rech­net in der Vor­weih­nachts­zeit star­tet. Denn da wer­den wir mit Lecke­rei­en zuge­schüt­tet. Wir haben meis­tens Weih­nachts­es­sen, da wird es uns sehr wahr­schein­lich sehr schwer fal­len zu ver­zich­ten. Das ist ja auch mensch­lich und in Ord­nung. Aber die Situa­ti­on soll­te gut über­legt sein. Dann Ein Ziel soll­te eine Beloh­nung beinhal­ten. Ein attrak­ti­ves Ziel belohnt mich. Und ganz wich­tig, wie ein­gangs gesagt ein attrak­ti­ves Ziel passt zu mei­nen spe­zi­fi­schen per­sön­li­chen Wer­ten. Was sind Wer­te? Wer­te sind Din­ge wie Treue oder Din­ge. Wie erfolg­reich ist auch ein Wert? Din­ge wie mutig. Das ist auch ein Wert. Aber wie fin­det man das raus? Ich glau­be, wenn man jetzt auf die Stra­ße gehen wür­de und die Men­schen fra­gen wür­de Was sind denn eigent­lich ihre drei wich­tigs­ten Wer­te? Da wird es vie­len schwer fal­len, das aus dem Steg­reif genau zu for­mu­lie­ren. Aber das ist etwas, was uns unglaub­lich hilft, wenn es dar­um geht, Zie­le zu defi­nie­ren, die wir dann auch nach­hal­tig errei­chen kön­nen. Ja, und ihr könnt das ganz ein­fach eigent­lich, weil dazu habe ich für euch ein Work­s­heet bereit­ge­stellt. Den Link dazu fin­det ihr auch in der Beschrei­bung unten. Der. Das Doku­ment könnt ihr auf mei­ner Home­page bjoernbobach.de run­ter­la­den. Und wie funk­tio­niert das? Grund­sätz­lich ist es ein sehr ein­fa­cher Pro­zess, sei­ne Wer­te zu fin­den, aber der ist für vie­le unge­wohnt. Und mit die­sem Work­s­heet könnt ihr das in unge­fähr 20 Minu­ten schaf­fen. Also ganz ruhig 20 Minu­ten bear­bei­ten. Und ganz wich­tig Hört auf euer Bauch­ge­fühl. Denkt über die ein­zel­nen Schrit­te nicht zu viel nach. Das steht da auch noch mal drauf. Das heißt, geht nach eurem ers­ten intui­ti­ven Gefühl, wenn ihr die Fra­gen beant­wor­tet, die da ste­hen bzw die Ein­gren­zung macht, die auf dem Work­s­heet gefor­dert ist. Und viel­leicht auch da noch der Hin­weis Wer­te ändern sich, wenn ihr das öfter macht. Viel­leicht nicht jeden Tag, nicht jede Woche, aber viel­leicht ein­mal im Halb­jahr, wer­det ihr fest­stel­len, dass eure Wer­te sich immer ein wenig ver­schie­ben. Und das ist ganz wich­tig, weil dann könnt ihr auch eure Zie­le ent­spre­chend defi­nie­ren und anpas­sen. Was macht ihr dann? Wenn ihr eure Top Wer­te, euren Leit­wert raus­ge­fun­den habt, dann soll­tet ihr die mit euren Zie­len über ein­brin­gen. Da soll­tet ihr euch die Fra­gen stel­len. Ist denn ein Wert viel­leicht mit einem der Zie­le, die ich zur­zeit ver­fol­ge, völ­lig unver­ein­bar? Sagen wir mir, ist Team­ge­fü­ge wich­tig. Mir ist Team­geist viel­leicht ein sehr, sehr wich­ti­ger Wert. Und das Ziel lau­tet Ich will das Team wech­seln oder die Fir­ma. Ist das wirk­lich mög­lich? Weil, wenn das so wich­tig ist und ich befin­de mich in einem guten Team, kann es sein, dass der Wech­sel mich in eine gro­ße Unsi­cher­heit stürzt, weil neu­es Team oder viel­leicht sogar das Ziel ich mache mich selbst­stän­dig? Dann wür­de das ja bedeu­ten, ich arbei­te erst­mal allein von zu Hau­se aus. Da habe ich gar kein Team. Das kann sehr schwie­rig sein, übri­gens auch beim Ziel. Ich möch­te errei­chen, dass ich im Home­of­fice arbei­ten kann. Wenn mir das Team Gefü­ge und das sozia­le Gefü­ge am Arbeits­platz unglaub­lich wich­tig ist, ist es natür­lich über­haupt kein gutes Ziel zu sagen Ich möch­te aber zu Hau­se sit­zen und arbei­ten, dann fällt das Team weg. Als Bei­spiel nur. Dann fra­gen, wenn denn ein Ziel nicht zu einem aktu­el­len Wert von mir passt, zu dem Leit­wert viel­leicht sogar nicht. Kann ich die­ses Ziel irgend­wie umfor­mu­lie­ren? Kann ich es so gestal­ten, dass es dann doch zu mir passt? Und auch ganz span­nend. Und das wer­det ihr mer­ken, wenn ihr die­ses Work­s­heet bear­bei­tet. Zie­le erge­ben sich von ganz allein in dem Moment, über die man sich über sei­ne Wer­te bewusst wird, vor allem über den Leit­wert, wird euch ganz schnell klar wer­den Mensch, das ist etwas, Das ist mir unglaub­lich wich­tig und das kann ich eigent­lich errei­chen, indem ich XYZ tue. Also das pas­siert ganz von allei­ne, allein durch das Bewusst­wer­den der eige­nen Wer­te. Ja, ich hof­fe, dass ihr das alle mit­macht. Und ich hof­fe, dass ihr da Spaß dran habt. Und ich freue mich natür­lich total über Feed­back. In den Kom­men­ta­ren unter die­sem Video teilt das ger­ne, was ihr da so ent­deckt haben wir euch das. Ergan­gen ist, müsst ihr natür­lich nicht. Ihr müsst auch nicht zu sehr ins Detail gehen, aber so ein biss­chen eine Erfolgs­mel­dung wür­de mich freu­en, oder? Ihr könnt mir natür­lich über mei­ne Home­page Feed­back geben oder mich da auch direkt kon­tak­tie­ren. Da freue ich mich. Ich bedan­ke mich fürs Zuschau­en. Über ein Like freue ich mich natür­lich auch, wenn ihr euch die­ses Video gefällt. Und natür­lich sowie­so übers Abon­nie­ren. Ihr fin­det zu die­sem The­ma übri­gens auch noch eine Pod­cast­fol­ge. Da geht es eher dar­um, was uns blo­ckiert, wenn wir Zie­le errei­chen, also wie man Ziel­blo­cka­den über­win­den kann auf einem Weg zu einem Ziel. Da wür­de ich mich natür­lich auch freu­en, wenn ihr rein hört und das wird ja seit neu­es­tem auch auf You­Tube ver­öf­fent­licht. Also die­se Pod­cast­fol­ge fin­det ihr hier auch in mei­nem Stream auf You­Tube. Ich sage bis zum nächs­ten Mal, bis zum nächs­ten Monat und bis bald. Ciao. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching, Team **Schlagwörter:** Coaching, Ein bewusstes Jahr, Lebensziele, Werte, Ziele, Ziele erreichen --- ### [Ich glaube wer ich bin - Identität und Glaubenssätze](https://bobach-coaching.de/ich-glaube-wer-ich-bin-identitaet-und-glaubenssaetze/) **Published:** Februar 2, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge von Coach & Coach spre­chen Jan und ich über Iden­ti­tät und Glau­bens­sät­ze. Wir dis­ku­tie­ren die Aus­wir­kun­gen von posi­ti­ven und nega­ti­ven Glau­bens­sät­zen auf die Iden­ti­tät und die Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit. Wir beto­nen die Bedeu­tung der eige­nen Wer­te bei der Gestal­tung der Iden­ti­tät und wie sich die­se im Lau­fe des Lebens ver­än­dern kön­nen. Was für einen Ein­fluß haben Glau­bens­sät­ze zum Bei­spiel [auf unser Selbst­bild als Füh­rungs­kraft?](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") Wir ermu­ti­gen euch, eure Glau­bens­sät­ze regel­mä­ßig zu hin­ter­fra­gen und euch bewusst mit eurer Iden­ti­tät aus­ein­an­der­zu­set­zen. **Takea­ways** - Glau­bens­sät­ze kön­nen posi­ti­ve oder nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Iden­ti­tät haben. - Die eige­nen Wer­te beein­flus­sen die Wir­kung von Glau­bens­sät­zen. - Die Iden­ti­tät kann sich im Lau­fe des Lebens ver­än­dern. - Es ist wich­tig, die per­sön­li­che Frei­heit zu haben, Glau­bens­sät­ze zu wäh­len und die eige­ne Iden­ti­tät aktiv zu gestal­ten. **Kapi­tel** 00:00 Ein­füh­rung und Hin­ter­grund 01:07 Der posi­ti­ve Glau­bens­satz 02:04 Die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen des Glau­bens­sat­zes 03:17 Iden­ti­tät und Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit 04:37 Iden­ti­tät und Sicher­heits­be­dürf­nis 05:05 Iden­ti­tät und fami­liä­re Ein­flüs­se 06:03 Ver­än­de­rung der Iden­ti­tät und der Wer­te­struk­tur 07:10 Die Frei­heit, Glau­bens­sät­ze zu wäh­len 08:06 Glau­bens­sät­ze als limi­tie­ren­de Fak­to­ren 09:21 Die Rol­le der Wer­te bei der Aus­wir­kung von Glau­bens­sät­zen 10:46 Ver­än­de­rung der Wer­te und Aus­wir­kun­gen auf die Iden­ti­tät 11:46 Die Ver­än­de­rung von Glau­bens­sät­zen im Lau­fe des Lebens 12:46 Die Bedeu­tung der Bewer­tung von Aus­sa­gen 13:33 Die Defi­ni­ti­on von Iden­ti­tät 15:28 Die Gestal­tung der eige­nen Iden­ti­tät 16:19 Die Abhän­gig­keit der Iden­ti­tät von äuße­ren Ein­flüs­sen 18:39 Die Ver­än­de­rung der Iden­ti­tät im Lau­fe des Lebens 19:29 Die Regu­lie­rung von Wider­sprü­chen in der Iden­ti­tät 20:58 Die Mög­lich­keit zur Ver­än­de­rung der Iden­ti­tät 22:07 Zusam­men­fas­sung und Schluss­wort [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionJan (00:01.076) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach mit Björn Bob­ach. Schö­nen guten Mor­gen, Björn. Und mir, Jan Fan­ke. Ja, wir spre­chen heu­te über ein ganz inter­es­san­tes The­ma, näm­lich über Iden­ti­tät und Glau­bens­sät­ze. Und das Gan­ze kommt auch tat­säch­lich aus einem prak­ti­schen Bei­spiel her­aus. Und zwar ist dir das begeg­net, Björn. Magst du ein biss­chen was dazu erzäh­len? Björn (00:07.534) Guten Mor­gen. Björn (00:28.526) Ja, ich muss natür­lich die Ver­trau­lich­keit bewah­ren, des­we­gen wer­de ich so all­ge­mein spre­chen wie mög­lich. Ein Kli­ent von mir, ein Coa­ching­kli­ent von mir war der Ansicht, dass es kei­ne nega­ti­ven Glau­bens­sät­ze in der Ver­gan­gen­heit gab. Und im Gegen­teil, er habe einen Glau­bens­satz nur gehört, du bist ein und hier müss­te man dann den Fami­li­en­na­men… ein­fü­gen. Nimm ein­mal Mei­den, du bist ein Bob­ach. Jan (01:03.156) Mhm. Ja. Björn (01:04.43) Aus­ru­fungs­zei­chen. Und das war ganz erstaun­lich, weil das natür­lich auf den ers­ten Blick unheim­lich posi­tiv klingt, unheim­lich bestärkt klingt und bestimmt auch eine Men­ge Selbst­wert­ge­fühl ver­mit­telt. Aber in dem Fall hat­te die­ser ver­meint­lich posi­ti­ve Glau­bens­satz, den könn­ten wir jetzt auch all­ge­mei­ner for­mu­lie­ren, der wür­de dann ja lau­ten, du bist etwas Beson­de­res. Du hebst dich von der Mas­se ab. Wenn man das wei­ter spinnt, führt das ja dazu, Jan (01:30.58) Mhm. Björn (01:37.422) Das ist auch bedeu­tet, du musst etwas Beson­de­res sein und du musst dich von der Mas­se abhe­ben. Und das ist genau das The­ma. Also war­um kann ich mich nicht mit dem guten Durch­schnitt zufrie­den­ge­ben? War­um habe ich den Ein­druck, immer wei­ter zu müs­sen, immer bes­ser sein zu müs­sen oder immer der Bes­te sein zu müs­sen, wenn eigent­lich das nor­ma­le Durch­schnitt dich ja total aus­rei­chen wür­de zur Zufrie­den­heit? Und Jan (01:43.412) Mhm. Björn (02:04.91) So sind wir dann dar­auf gekom­men, dass aus die­sem ver­meint­lich posi­ti­ven Glau­bens­satz natür­lich dann unre­flek­tiert eher ein nega­ti­ver wird. Und da konn­te man dann wun­der­bar dar­an arbei­ten. Also da wur­den dann auch vie­le Situa­tio­nen sehr klar, die sehr stres­sig emp­fun­den wur­den. Und war­um es viel­leicht Unru­he gibt in einem selbst oder in den Betref­fen­den sich nicht zufrie­den­ge­ben zu kön­nen. Und das hat mich dazu geführt, dass ich da mit dir ger­ne drü­ber spre­chen woll­te. Jan (02:11.636) Mhm. Björn (02:32.43) weil ich es ja sehr span­nend fin­de, dass so Din­ge, die natür­lich im bes­ten Wis­sen und Gewis­sen und auch erst­mal mit einem posi­ti­ven Ergeb­nis irgend­wann dazu füh­ren kön­nen, dass sich das umkehrt und dann doch eine nega­ti­ve Fol­ge dar­aus ent­steht. Jan (02:47.54) Ja, also das inter­es­san­te dar­an ist ja, man kann es ja mit die­sen iden­ti­täts­stif­ten­den Glau­ben set­zen, sowohl in die Posi­tiv­rich­tung sehen. Also du bist ein Bob­ach und die Bobachs sind gemein­hin dafür bekannt, dass sie beson­ders toll sind. Könn­te ja aber auch sein, dass es Cha­rak­ter­zü­ge gibt, die halt irgend­wie inner­halb einer Fami­lie oder einer Grup­pe sind, die viel­leicht gar nicht so toll sind. Und dass man sagt, naja, kannst du halt nichts für, du bist halt eben ein so und so. Björn (03:01.838) Nein. Björn (03:17.198) Mhm. Jan (03:17.396) Und das bezieht sich auch nicht nur auf Fami­li­en, son­dern das kann sich ja eigent­lich auf alle Grup­pen bezie­hen. Und das fin­de ich auch das Inter­es­san­te dabei. Du hast gera­de gesagt, war­um hebt man sich von dem guten Durch­schnitt ab oder möch­te sich davon abhe­ben? Aber im Grun­de genom­men ist es ja auch gar nicht immer die Fra­ge, ist es der Durch­schnitt, son­dern in ers­ter Linie ist es ja ein Los­lö­sen von einem Indi­vi­du­um und das Ein­grup­pie­ren in eine Grup­pe mit glei­chen Eigen­schaf­ten. Und da kann man irgend­ein Eti­kett drauf klat­schen. Das kann jetzt zum Bei­spiel ein Fami­li­en­na­me sein oder ein ande­res Bei­spiel. Du trinkst kei­nen Alko­hol, weil du bist ein Sport­ler. Oder du machst kei­nen drei­wö­chi­gen Urlaub, weil du bist ein Mana­ger. Und das heißt, die Fra­ge ist ja, was führt einen dazu, sich eine Jacke anzu­zie­hen oder ein Eti­kett auf­zu­kle­ben? Björn (03:45.39) Hm. Björn (03:53.518) Genau. Björn (04:00.462) Ja, genau auch das. Jan (04:11.572) was dazu führt, dass man auf ein­mal Regeln hat, zusätz­li­che Erwar­tungs­hal­tun­gen. Oder was ist der Deal, den man da ein­geht in Sum­me? Oder war­um befasst man sich über­haupt mit sei­ner Iden­ti­tät? Und das ist ja schon etwas, was Men­schen auch beschäf­tigt, was ja auch, glau­be ich, ganz tief in uns drin ist, weil wir das Bedürf­nis nach Sicher­heit haben. Und die­ses Bedürf­nis nach Sicher­heit, das befrie­di­gen wir eben teil­wei­se durch Grup Björn (04:37.774) Ja, das spielt bestimmt eine gro­ße Rol­le, also auch jetzt zum Bei­spiel im fami­liä­ren Kon­text, weil wir wol­len jetzt zur Fami­lie gehö­ren und wenn jetzt die Fami­lie pro­kla­miert, wir sind etwas Beson­de­res und wir sind nie durch­schnitt­lich, son­dern immer über dann will man natür­lich da auch zuge­hö­ren und bemüht sich dann ent­spre­chend. Das hat ja auch, ich muss­te gera­de dar­an den­ken, dass es… Jan (04:59.252) Hm? Björn (05:05.518) ja schon seit län­ge­rer Zeit so ein Trend ist, dass man, ich höre das zumin­dest von Men­schen in mei­ner Umge­bung, die so im schu­li­schen Bereich oder auch im zie­ri­schen Bereich, in Kitas tätig sind, dass ja Kin­der immer häu­fi­ger auch da schon gesagt bekom­men, du bist etwas Beson­de­res, du bist beson­ders begabt oder die Eltern pochen dann auch bei den Leh­rern da drauf, mein Kind ist aber hoch­be­gabt, da bin ich mir ganz sicher. Das wird dem Kind dann so ver­mit­telt. Und ich glau­be halt dar­an, dass… Wir haben es ja sowie­so sehr häu­fig von Glau­bens­sät­zen, wenn wir bei­de uns aus­tau­schen. Ich glau­be halt dar­an, dass die­se Glau­bens­sät­ze sich irgend­wann, wenn das nicht ein­tritt, also wenn das ein­fach ein ganz nor­ma­ler Mensch ist, dazu füh­ren, dass es eben genau das Gegen­teil bewirkt. Dass man dann eben kei­ne Zuge­hö­rig­keit mehr hat, weil die Umge­bung viel­leicht damit gar nicht umge­hen kann, wenn man immer davon aus­geht, man ist etwas Beson­de­res. Fami­lie wird, das wird sich umdre­hen, wenn man dann viel­leicht gar nichts beson­de­res wird. Und um jetzt bei dei­nem Bild zu blei­ben, mit Rol­len wie zum Bei­spiel Mana­gern, steigt die Zuge­hö­rig­keit sehr wahr­schein­lich nicht unbe­dingt dadurch, dass man sich, wie in dei­nem Bei­spiel, bestimm­te Urlaubs­li­mits auf­er­legt, son­dern die wür­de eher über die Leis­tung und das Kön­nen gestei­gert Björn (06:33.294) Also es ist eine Umkehr eines posi­ti­ven Sat­zes in etwas total Behin­dern­des. Jan (06:40.596) Die Fra­ge ist ja immer, wie wird es wahr­ge­nom­men? Also wenn ich aus einem Glau­bens­satz her­aus Kraft schöp­fe, Moti­va­ti­on schöp­fe, dann ist es ja unter Umstän­den etwas Posi­ti­ves. Und die Fra­ge ist, habe ich selbst die Frei­heit dar­über zu ent­schei­den, wel­che Glau­bens­sät­ze ich anneh­me und leben möch­te oder nicht? Und das ist ja glau­be ich der wesent­li­che Punkt. Neh­men wir mal das Bei­spiel von gera­de, wenn ich sage ich bin ein Sport­ler. So, dann führt das viel­leicht dazu, dass die­ser Glau­bens­satz ich bin Sport­ler und des­halb rau­che ich nicht. Dazu füh­ren kann, dass ich mir even­tu­ell das Rau­chen abge­wöh­ne, weil ich sage das passt eigent­lich nicht zu mei­nem Lebens­stil, zu mei­ner Iden­ti­tät, die ich da sehe. Wenn ich das mir selbst auf­er­le­ge in Anfüh­rungs­stri­chen oder mich selbst damit iden­ti­fi­zie­ren möch­te, dann ist es ja auch eine posi­ti­ve Sache. Die Fra­ge ist halt eben, was pas­siert, wenn qua­si der eige­ne Wunsch, das eige­ne Ver­hal­ten oder das eige­ne Erle­ben dann eine Dis­kre­panz auf­weist zu dem, was eigent­lich mit die­sem Glau­bens­satz ver­bun­den ist. Also du hast jetzt gera­de die­ses Bei­spiel mit der Fami­lie genannt und wenn es jetzt in der Fami­lie so ist, dass da halt eben alle ganz beson­ders erfolg­reich sind, dann könn­te das halt eben einen Druck auf eine Per­son aus­üben, jetzt auch etwas ganz Beson­de­res. sein zu müs­sen. Gleich­zei­tig kann es aber eben auch anders. Es kann auch ein limi­tie­ren­der Glau­bens­satz sein. Also bei­spiels­wei­se Du bist ein Fami­lie XY und wir haben noch nie stu­diert. War­um soll­test du jetzt stu­die­ren? Und das sind ja genau­so Punk­te, wo man auch iden­ti­täts­stif­ten­de Glau­bens­sät­ze hat, die einen dann im Prin­zip limi­tie­ren kön­nen. Und die Fra­ge ist glau­be ich immer Björn (08:19.502) Ja. Jaja, gibt’s ja auch. Jan (08:35.124) Oder zumin­dest ist es eine wie­der­hol­te Fra­ge, die uns glau­be ich auch schon begeg­net ist. Also sich viel­leicht erst­mal bewusst zu machen, was sind denn die Glau­bens­sät­ze, die ich habe? Gibt es etwas, was ich bin laut einem Glau­bens­satz? Gibt es etwas, was ich darf? Gibt es etwas, was ich muss? Gibt es etwas, was ich kann? Und was macht das eigent­lich mit mir? Björn (08:51.374) Ja, ich habe gera­de den Gedan­ken, dass eigent­lich alles auf die Wer­te zurück­zu­füh­ren ist, die ein Mensch hat. Die Glau­bens­sät­ze bestim­men unser Han­deln. Sind wir ja, glau­be ich, total d’ac­cord, dass sol­che Glau­bens­sät­ze unheim­lich die Iden­ti­tät auch beein­flus­sen und wie wir uns gegen­über ande­ren und auch uns selbst ver­hal­ten. Aber ich habe gera­de so den Gedan­ken gehabt, dass die Wer­te, die ein Mensch grund­sätz­lich hat, sehr wahr­schein­lich dann dafür ver­ant­wort­lich sind, wie so ein Glau­bens­satz sich aus­wirkt. Ich will ein Bei­spiel sagen noch­mal, also wenn ich den Glau­bens­satz noch­mal neh­me, du bist etwas Beson­de­res oder wir sind alle immer etwas Beson­de­res und du musst etwas Beson­de­res sein, ich als einen mei­ner Leit­wer­te aber nicht habe, dass ich etwas Beson­de­res sein muss, son­dern viel­leicht ist ein Leit­wert von mir Jan (09:27.316) Mhm. Björn (09:49.742) Müs­sen wir uns noch dar­über unter­hal­ten, wie sich Wer­te ver­än­dern kön­nen im Lau­fe eines Lebens. Aber viel­leicht ist ein Leit­wert von mir ja Beschei­den­heit. Oder viel­leicht ist ein Leit­wert von mir viel­leicht sozia­les Enga­ge­ment, sozia­les Ver­hal­ten. Oder viel­leicht ist die Grup­pen­zu­ge­hö­rig­keit viel, viel wich­ti­ger als das Her­aus­ra­gen aus etwas. Also viel­leicht ist nicht ein Leit­wert, über­ra­gend zu sein. Oder… Jan (09:57.652) Mhm. Jan (10:16.02) Mmh. Björn (10:16.91) extrem erfolg­reich zu sein oder ange­se­hen zu sein, dann wird das ein Pro­blem. Wenn das ein Wert ist, den ich sel­ber habe, dann habe ich natür­lich über­haupt kein Pro­blem damit, als Glau­bens­satz zu haben, dass ich etwas Beson­de­res sein muss. Und ich kam jetzt auf den Gedan­ken, weil natür­lich sich so etwas im Lau­fe eines Lebens ver­än­dert. Also wenn ich ein jun­ger Mensch bin und ich bin damit groß gewor­den, dass ich etwas Beson­de­res sein muss, wer­de ich das ja erst mal anneh­men. Glau­bens­sät­ze ent­ste­hen ja rela­tiv früh auch schon in unse­rem Leben. Und das wer­de ich sehr wahr­schein­lich bis zu einem gewis­sen Punkt auch so ein­fach unge­fragt und unkri­ti­siert über­neh­men. Und dann kommt die von der ursprüng­li­chen Grup­pe eige­ne Lebens­er­fah­rung dazu. Und ich glau­be, das kannst du genau­so bestä­ti­gen wie ich. Also mei­ne Wer­te haben sich, was man­che Din­ge angeht, ich bin ja jetzt fünf Jahr­zehn­te alt, tat­säch­lich auch ver­än­dert. Also mei­ne Wer­te haben ihre Gewich­tung ver­scho­ben. Man­che sind neu dazu­ge­kom­men. heu­te unglaub­lich wich­tig ist, habe ich frü­her über­haupt nicht über nach­ge­dacht. Und sol­che Sachen haben dann natür­lich eine Aus­wir­kung auf die, auf die­se, die­se Glau­bens­sät­ze, die uns tra­gen. Ich kann tat­säch­lich, wenn ich jetzt über nach­den­ke, auch sagen, dass es da bestimmt auch in mei­nem Leben Din­ge gab, die sich durch die­se Ver­än­de­rung der Wer­te, die durch die Ver­än­de­rung der Wer­te dazu geführt haben, dass Glau­bens­sät­ze, die mir mei­ne Wei­de sehr gut getan haben, irgend­wann über­haupt nicht hilf­reich waren. Also zum Bei­spiel die­se Geschich­te mit dem Erfolg­reich­sein. Auch das ist sowas, was ich so mit­be­kom­men habe. Du musst erfolg­reich sein. Und das hat mir eine Wei­le unglaub­lich gut getan. Aber dann hat sich mein Leben irgend­wie ver­än­dert. Und dann sind ande­re Wer­te wich­ti­ger gewor­den. Und dann hat mich das eigent­lich eher behin­dert. Nicht, dass ich immer noch nicht immer noch Björn (12:12.014) Eine ver­än­der­te Wer­te­struk­tur führ­te dann qua­si dazu, dass die­ser eine Glau­bens­satz mich dazu gebracht hat, viel zu wenig Acht auf mich selbst zu neh­men und viel zu wenig Selbst­für­sor­ge zu betrei­ben. Und ich glau­be, dass es das ganz häu­fig gibt. Ist zum Bei­spiel, glau­be ich, auch bei so Lebens­pha­sen, wenn es um Ruhe­stand geht oder die berüch­tig­te Mid­life-Cri­sis ganz oft so ein The­ma, weil die Wer­te sich auch in sol­chen Aber die alten Glau­bens­sät­ze noch unglaub­lich aktiv sind, die sich dann umkeh­ren in ihrer Jan (12:46.196) Also die Fra­ge ist ja auch immer, was ver­steht man unter einer Aus­sa­ge? Und jetzt sind wir hier gera­de so ein biss­chen auf dem The­ma Erfolg her­um­ge­rit­ten oder etwas Beson­de­res sein. Da ist ja auch immer die Fra­ge, wer bewer­tet das oder was ist denn das über­haupt? Und gera­de wenn man halt eben so The­men wie Erfolg hat, dann stellt sich auch die Fra­ge, was ist denn über­haupt Erfolg oder was bedeu­tet erfolg­reich sein? Wird das in Geld gemes­sen? Wird das in einem hohen Titel oder einem hohen Level irgend­wo in der Kar­rie­re gemes­sen? Wird das dar­an gemes­sen, dass ich ein­fach gro­ßes per­sön­li­ches Glück emp­fin­de oder eine Zufrie­den­heit? Das könn­te ja genau­so gut erfolg­reich sein. Das hat­ten wir auch glau­be ich schon mal in einer ande­ren Fol­ge bespro­chen. Und das heißt also auch hier ist die Fra­ge, wer ist norm­ge­bend oder wer gibt vor, was jetzt hier die­sem Anspruch ent­spricht oder die­sen Glau­bens­satz erfüllt. Und das ist viel­leicht auch mal ganz inter­es­sant, wenn man jetzt noch­mal die­ses Bei­spiel mit der Fami­lie nimmt. Du bist halt eben ein Müll Fran­ke Bob­ach. Wer taucht da im eige­nen Kopf auf? Und wer defi­niert denn das eigent­lich? Und was steckt denn dahin­ter? Was zeich­net denn einen sol­chen Men­schen aus? Und da wird man dann auch fest­stel­len, dass es even­tu­ell Erwar­tungs­hal­tun­gen gibt, die man da ent­deckt. Viel­leicht von Eltern, viel­leicht von Groß­el­tern, die einem viel­leicht sogar leb­haft mit den tat­säch­li­chen Stim­men die­ser Per­so­nen im Kopf dann auf ein­mal auf­tau­chen, wenn man dar­über nach­denkt, was ist denn so etwas? Und dann ist die Fra­ge… Ist das eige­ne Emp­fin­den oder die eige­ne Mei­nung dazu, dass man die­sen Ansprü­chen oder Erwar­tungs­hal­ten ent­spre­chen muss? Und was macht das mit einem? Wich­tig ist hier­bei immer, die per­sön­li­che Frei­heit zu ent­schei­den, das zu tun oder nicht zu tun. Ich fin­de es inter­es­sant, auch in dem Zusam­men­hang den Blick auf das The­ma oder das Wort Iden­ti­tät zu wer­fen. Wenn man da jetzt irgend­wie ins… Jan (14:55.348) Lexi­kon der Psy­cho­lo­gie von Dorsch schaut, dann wird da geschrie­ben, dass Iden­ti­tät die Art und Wei­se beschreibt, wie Men­schen sich selbst aus ihrer bio­gra­fi­schen Ent­wick­lung her­aus in der stän­di­gen Aus­ein­an­der­set­zung mit ihrer sozia­len Umwelt wahr­neh­men und ver­ste­hen. Und das inter­es­san­te dar­an ist ja, dass die Iden­ti­tät damit nichts fest­ge­schrie­be­nes ist, son­dern etwas ist, was wir selbst beschrei­ben und ver­ste­hen. Und dann sind wir wie­der bei dem Punkt, dass wir das auch selbst gestal­ten kön­nen. Björn (15:28.11) Ja, ich glau­be, die Beto­nung muss auf kön­nen lie­gen oder könn­ten lie­gen. Ich glau­be, das ist tat­säch­lich für vie­le ein The­ma, dass sie die­se ihre eige­ne Iden­ti­tät sehr stark von außen abhän­gig machen, sehr stark dar­über abhän­gig machen, was sie als Glau­bens­sät­ze halt mit sich tra­gen, wie sie zu sein haben, wie sie sein müs­sen, was sie machen dür­fen und was nicht davon hat­ten, was ja in einer der letz­ten Fol­gen, das macht man nicht und so. Und. Jan (15:34.676) Mhm. Björn (15:56.174) Ich glau­be, dass es vie­len Men­schen gar nicht bewusst ist, dass sie sel­ber in der Lage sind, zu ent­schei­den, wer sie sind, was sie reprä­sen­tie­ren, für was sie ste­hen, was für Wer­te sie haben. Ist ja auch eine Ent­schei­dung eigent­lich. Die krie­ge ich ja nicht vor­ge­ge­ben. Viel­leicht ganz jung, ja, aber dann irgend­wann ent­wi­ckeln sich die ja nur wei­ter. Und das ist eine. Kann ich auch aus mei­nem Leben, dass in dem Moment, wo ich mir mei­ner Wer­te bewusst wur­de und bewusst wur­de, dass ich selbst ent­schei­den kann, was erfolg­reich zum Bei­spiel ist, wann ich mich selbst erfolg­reich füh­le, ein unglaub­li­cher Befrei­ungs­schlag ist. Aber da muss man ja erst mal hin­kom­men. Und ich glau­be, das ist ein Rei­fungs­pro­zess, der kann tat­säch­lich sehr lan­ge dau­ern. Und mei­ne, mein Glau­be ist halt auch, dass die­se typi­schen Jan (16:29.236) Mhm. Björn (16:45.87) die Men­schen so in die­ser Zeit Mit­te 40 haben. Vie­le haben das dann, weil die Kin­der aus dem Haus sind oder es eine beruf­li­che Umstel­lung gibt oder der Kör­per nicht mehr so ganz leis­tungs­fä­hig zu sein. Das spürt man dann ja auch irgend­wann, dass es dann eher ein biss­chen abwärts geht mit der Leis­tungs­fä­hig­keit. Ich glau­be tat­säch­lich, dass die­se Kri­sen dar­aus resul­tie­ren, dass sich da etwas ver­än­dert an unse­rer Wer­tig­keit. Zum Bei­spiel das The­ma Gesund­heit. kann ich von mir sel­ber sagen, ist mir jetzt viel wich­ti­ger, als es noch vor zehn Jah­ren war, näm­lich gesund zu ernäh­ren, dar­auf zu ach­ten, schla­fe ich denn eigent­lich genug? Und wenn ich nicht schla­fe, mir dar­über Gedan­ken zu machen, war­um ich nicht viel schla­fe, da habe ich vor zehn Jah­ren sehr wahr­schein­lich über­haupt nicht drü­ber nach­ge­dacht, wenn ich jetzt ver­su­che, mich zu ernäh­ren. Und sol­che Sachen ver­schie­ben sich. Und dar­über ver­än­dert sich dann ja auch die Iden­ti­tät. Hät­te man mich mit 20… Jan (17:19.06) Mmh. Björn (17:41.358) gese­hen oder wür­de man mich jetzt mein 20-jäh­ri­ges Ich jetzt an die­ses Mikro­fon set­zen, wür­dest du mich sehr wahr­schein­lich nicht mal erken­nen, auch wenn die Kame­ra an wäre. Also, glau­be ich tat­säch­lich, da wür­de ich, da wür­de man von einer, weil man jetzt von Iden­ti­tät spricht, sehr wahr­schein­lich nicht, weil ich irgend­wie schi­zo­phren bin, son­dern ein­fach weil die­se Ver­än­de­rung so immens ist, vor allem, wenn man sie bewusst macht. Jan (17:50.292) Das könn­te sein. Björn (18:07.15) Man kann natür­lich auch völ­lig unre­flek­tiert so durchs Leben schrei­ten… .. und wird sich trotz­dem irgend­wie ver­än­dern. Ich glau­be, wenn man da immer wie­der bewusst ran­geht… .. und das sind wir als Coa­ches ja qua­si auch gezwun­gen… .. uns mit uns selbst so ause .. und mit unse­rer eige­nen Iden­ti­tät und Per­sön­lich­keit… .. dann kön­nen die Ver­än­de­run­gen schon manch­mal sehr dras­tisch sein,… .. weil man durch Erfah­run­gen, auch mit Kli­en­ten zum Bei­spiel… .. auf ein­mal eine völ­lig ande­re Sicht auf einen… .. einen bestimm­ten Wert oder ein The­ma hat. Und das macht natür­lich mit der Iden­ti­tät unglaub­lich viel. Jan (18:39.284) Es ist ja auch nicht sta­tisch. Also wir sind ja wir sind qua­si in der Ent­wick­lung und ich glau­be, das ist auch der Punkt, dass wir uns mehr oder min­der bewusst oder unbe­wusst halt mit den Din­gen aus­ein­an­der­set­zen. Also es ent­wi­ckeln sich Wer­te. Es ent­wi­ckeln sich unter Umstän­den auch Glau­bens­sät­ze wei­ter. Aber es kann halt eben immer die­sen Punkt geben, wo Wer­te, Prio­ri­tä­ten. und so wei­ter auf ein­mal gegen­glau­bens­sät­ze ste­hen und dann ist halt eben die fra­ge wie regu­liert man danach also führt es dazu dass ich in Eine unzu­frie­den­heit kom­me oder in einen inne­ren wider­spruch weil die din­ge nicht zusam­men­pas­sen führt es dazu dass ich das gefühl habe es muss sich etwas ver­än­dern oder regu­liert es sich von ganz allei­ne also das ist ja auch eine mög­lich­keit dass ich für mich fest­stel­le ja ich bin ein fami­lie xy aber Björn (19:21.55) Hm. Jan (19:29.556) Für mich hat das eine nach­ge­la­ger­te Bedeu­tung und wenn das qua­si die Defi­ni­ti­on ist, dann ver­än­de­re ich jetzt die Defi­ni­ti­on, was das bedeu­tet. Es gibt ja auch die Mög­lich­keit, dass man das even­tu­ell so lebt. Und das ist ja auch total indi­vi­du­ell. Ich glau­be, so sind wir halt immer wie­der in unter­schied­li­chen Situa­tio­nen, ein­fach als Men­schen, dass wir uns ver­än­dern, dass wir an neue Anfor­de­run­gen kom­men, an neue Her­aus­for­de­run­gen. Aber wie du beschrie­ben hast, ich glau­be, der wich­ti­ge Punkt ist… ent­we­der erst mal zu ver­ste­hen, dass man halt die Mög­lich­keit hat, dar­an etwas zu ändern, oder sich dar­an zu erin­nern. Denn wir sind ja alle nicht die phi­lo­so­phi­schen Wai­sen, die in abso­lu­ter Erleuch­tung leben und qua­si immer kom­plett reflek­tiert sind, son­dern wir sind ja auch durch unter­schied­li­che inne­re und äuße­re Fak­to­ren, stres­si­ge Situa­tio­nen und so wei­ter. rut­schen wir auch teil­wei­se wie­der in Mus­ter ab, die wir viel­leicht auch schon mal abge­legt hat­ten. Oder es ent­wi­ckeln sich neue Din­ge, viel­leicht auch neue pro­ble­ma­ti­sche Denk­wei­sen, oder Denk­wei­sen, die wir als pro­ble­ma­tisch emp­fin­den. Und dann in dem Zusam­men­hang wie­der zu erken­nen, sich viel­leicht auch zu erin­nern, dass man viel­leicht auch schon mal in der Lage war, sich anders zu regu­lie­ren, oder das viel­leicht das ers­te Mal zu begrei­fen, weil es viel­leicht bis­her gar kei­ne Wider­sprü­che gab. Das ist halt eben ein gro­ßer Schritt. Und wer weiß? Björn (20:39.214) Mmh. Jan (20:58.1) Viel­leicht stößt man ja auch teil­wei­se auf Impul­se in Pod­casts, Arti­keln oder ande­ren Din­gen, die einem dafür viel­leicht auch mal die Augen öff­nen und wo man das dann für sich viel­leicht auch das ers­te Mal auf­merkt oder sich halt wie­der in Erin­ne­rung ruft, dass sowas mög­lich ist. Björn (21:14.414) Ich glau­be, das ist eigent­lich ein schö­nes Schluss­wort, wenn wir jetzt ein­fach zusam­men­fas­sen, dass es ja auch gar kein Dra­ma ist, wenn man auf ein­mal merkt, dass so ein Satz, der unse­re Iden­ti­tät sehr lan­ge bestimmt hat, irgend­wann eigent­lich sei­ne Wir­kung so umge­kehrt hat und einem nicht mehr gut tut und sich dann von dem dann befreit. Und eigent­lich kön­nen wir ja unse­re Zuhö­rer, wenn sie denn möch­ten, nur ermu­ti­gen, das immer mal wie­der zu hin­ter­fra­gen und sich immer mal wie­der neu ken­nen­zu­ler­nen und mal abzu­klop­fen, ob… denn ist da noch eine Über­ein­stim­mung mit Wert und Glau­bens­satz und der Per­son, die sie sein möch­ten, nicht sein müs­sen, son­dern sein möch­ten, gibt oder ob es da viel­leicht etwas nach­jus­tiert wer­den muss. Jan, das war ein sehr schö­nes Gespräch, sehr per­sön­lich, wie immer. Wir hof­fen, euch hat es auch gefal­len. Wenn dem so ist, freu­en wir uns natür­lich über Bewer­tun­gen zu den Pod­casts. Björn (22:10.222) euch, die das noch nicht mit­be­kom­men haben. Das liegt dar­an, dass es Goog­le Pod­casts nicht mehr gibt. Ihr fin­det uns aber natür­lich nach wie vor bei Spo­ti­fy, Apple Pod­casts und den ande­ren Dienstan­wie­tern. Wenn ihr Fra­gen an uns habt oder Anre­gun­gen und Kom­men­ta­re, ger­ne über die Kom­men­tar­funk­ti­on unter die­sem Pod­cast oder direkt an Jan oder mich über unse­re jewei­li­gen Home­pages, die Links fin­det ihr wie immer in der Pod­cast Beschrei­bung. Wir hof­fen, ihr bleibt gesund. Ich sage bis zum nächs­ten Mal und Jan sagt. Jan (22:40.564) Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coach&Coach, Coaching, Glaubenssätze, Identität, Podcast --- ### [Krisen als Chance nutzen](https://bobach-coaching.de/krisen-als-chance/) **Published:** Februar 9, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge von Klar­Sicht geht es um das The­ma Kri­sen als Chan­ce. Ich erklä­re, wie man Kri­sen posi­ti­ver sehen und als Chan­ce begrei­fen kann, um gestärkt dar­aus her­vor­zu­ge­hen. Ich spre­che über wirt­schaft­li­che, gesund­heit­li­che und Bezie­hungs­kri­sen und gebe Denk­im­pul­se zu jedem Bereich. Anschlie­ßend bekommt ihr vier wich­ti­ge Punk­te, um Kri­sen bes­ser zu bewäl­ti­gen: Akzep­tanz, Ver­än­de­rung, Wachs­tum und Neu­ori­en­tie­rung. Zum Schluss gibt es noch kon­kre­te Tipps und Übun­gen, um Kri­sen zu über­win­den. **Takea­ways** Kri­sen soll­ten akzep­tiert und zuge­las­sen wer­den, um sie bes­ser bewäl­ti­gen zu kön­nen. Kri­sen bie­ten die Chan­ce zur Ver­än­de­rung, zum Wachs­tum und zur Neu­ori­en­tie­rung. Es ist wich­tig, sich bewusst zu wer­den, wel­che Res­sour­cen in der Ver­gan­gen­heit bereits gehol­fen haben. Ein Per­spek­tiv­wech­sel aus der Zukunft her­aus und die Betrach­tung ande­rer Vor­bil­der kön­nen bei der Bewäl­ti­gung von Kri­sen hel­fen. **Kapi­tel** 00:00 Ein­lei­tung 02:27 Denk­im­pul­se zu wirt­schaft­li­chen, gesund­heit­li­chen und Bezie­hungs­kri­sen 09:10 Wich­ti­ge Punk­te im Umgang mit Kri­sen 12:58 Tipps und Übun­gen zur Über­win­dung von Kri­sen 19:42 Fazit TranskriptionBjörn (00:02.254) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Kla­sich, dem Coa­ching ‑Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid. Und in die­ser Fol­ge geht es um das The­ma Kri­sen als Chan­ce. Und das ist Teil mei­ner Jah­res­se­rie Ein Bewuss­tes Jahr. Und im Janu­ar möch­te ich damit beschäf­ti­gen, wie man Kri­sen posi­ti­ver sehen kann und sie auch als Chan­ce begrei­fen kann, um am Ende gestärkt da raus­zu­ge­hen. Viel­leicht direkt zur Ein­lei­tung, war­um … ich auf die­ses The­ma. Nun, als Coach begeg­ne ich mir das natür­lich sehr häu­fig, dass Men­schen in einer Kri­se ste­cken und nicht so rich­tig wis­sen, wie sie da raus­kom­men und die Ver­zweif­lung ist dann rie­sen­groß. Und für vie­le sind Kri­sen dann ein tat­säch­li­cher Welt­un­ter­gang. Das müs­sen die aber nicht sein. Das hat sehr viel mit der eige­nen Per­spek­ti­ve dar­aus zu tun, mit dem Erfah­rungs­schatz und natür­lich auch mit der Prä­gung, die wir erfah­ren haben. Und genau dar­um soll es heu­te gehen. Also, Gedan­ken dazu, wie man Kri­sen bewäl­ti­gen kann, wenn sich eine Kri­se ankün­digt oder wenn sie schon begon­nen hat, um dar­aus etwas Posi­ti­ves zu zie­hen. Und viel­leicht auch ganz klar gesagt, es geht hier nicht um Beschö­ni­gend oder Posi­ti­vis­mus, das liegt mir sehr fern. Dazu gibt es ja auch schon eine Fol­ge, die ich mit mei­nem Coa­ching ‑Kol­le­gen Jan Fran­ke­mai im Rah­men von Coach um Coach gemacht habe. Also posi­ti­vis­tisch soll das hier nicht sein, son­dern es geht dar­um, wie man mit Kri­sen kon­struk­tiv umge­hen kann. Um was für Kri­sen geht es heu­te eigent­lich? Es geht vor allem um bestimm­te per­sön­li­che Kri­sen. Ich rede nicht von Kri­sen, die wir in den Nach­rich­ten sehen, die uns im Moment ja auch, wir sind im Jahr 2024, häu­fig befeu­ern Din­ge, die uns in den Nach­rich­ten es kri­seln las­sen, son­dern es geht um per­sön­li­che Kri­sen. Und da gibt es vor allem die Berei­che Bezie­hungs­kri­sen. Das muss nicht nur der Part­ner sein, das kann auch fami­li­är sein. gesund­heit­li­che Kri­sen, Krank­hei­ten oder ein­fach man­geln­de Fit­ness oder Burn­out geht schon fast in die Rich­tung, wobei das was kli­ni­sches ist, da bin ich als Coach nicht ganz in der Lage zu hel­fen. Und wirt­schaft­li­che Kri­sen, also finan­zi­el­le Kri­sen, Ver­lus­te machen, wirt­schaft­li­che Din­ge ver­lie­ren oder wenn die in Gefahr sind. Und ich möch­te jetzt zu die­sen Berei­chen ein­fach erst­mal Denk­im­pul­se gehen, bevor ich dann Björn (02:27.758) im zwei­ten Teil des Pod­casts um die vier wich­tigs­ten Punk­te geht, die nach mei­ner Mei­nung nach dazu füh­ren, dass man mit Kri­sen bes­ser umgeht. Aber erst mal viel­leicht zu die­sen drei Berei­chen, wirt­schaft­lich, gesund­heit­lich und Bezie­hung, ein paar Denk­im­pul­se und ein paar Gedan­ken von mir. Der wirt­schaft­li­che Bereich. Ich glau­be, es ist sehr wich­tig, wenn hier etwas ins Wan­ken gerät, wirk­lich ganz inten­siv nach den Ursa­chen zu for­schen und das so weit zu trei­ben, bis man wirk­lich die Wur­zel gefun­den hat. Also sagen wir mal, ein Monat ist schlecht gelau­fen und dann ist das Kon­to im Minus. Ist das dann die Ursa­che, dass der Monat schlecht gelau­fen ist? Sehr wahr­schein­lich nicht. Da müss­te man noch wei­ter zurück­schau­en. Dann hat sehr wahr­schein­lich kei­ne aus­rei­chen­de Rück­la­gen­stra­te­gie dazu geführt. Also ein wirk­li­ches Ver­ständ­nis der Ursa­chen. Das muss jetzt natür­lich nicht nur die Kon­to­füh­rung sein, das kann per­so­nel­le Grün­de haben. Das kann natür­lich auch in einem Selbst lie­gen. Habe ich hier stra­te­gisch fal­sche Ent­schei­dun­gen getrof­fen. Da soll­te man sehr scho­nungs­los sein, aber gleich­zei­tig auch sehr sach­lich und sehr unemo­tio­nal, denn die­se Ursa­chen haben meis­tens einen ganz sach­li­chen Hin­ter­grund, den man sehr prak­tisch ändern kann. Dann ein Gedan­ke, den ich bei wirt­schaft­li­chen Kri­sen immer habe, ist, dass man sich nicht wie der Käfer auf den Rücken wirft und mit den bei­den stram­pelt, son­dern dass man mög­lichst sofort einen Action­plan zur Über­win­dung der Kri­se sich über­legt. Dazu gehört wirk­lich ein Schritt für Schritt Plan. Also was ist jetzt als ers­tes am aller­wich­tigs­ten und gleich­zei­tig am eiligs­ten? Die Eisen­hower Matrix lässt da grü­ßen. Also was ist wirk­lich Pri­or 1 und in wel­chen Schrit­ten kann ich die­se hin­ter mir las­sen und aus ihr gestärkt viel­leicht sogar noch her­vor­tre­ten. Also wirk­lich einen Plan für die Über­win­dung einer wirt­schaft­li­chen Kri­se machen. Und auch wich­tig, egal wie so etwas aus­geht, wie so eine Situa­ti­on wirt­schaft­li­cher Art am Ende aus­geht, ist es wich­tig, sich einen Lern­ef­fekt zu über­le­gen. Also egal, ob man jetzt, ich sag mal, Björn (04:35.222) als Ver­lie­rer dar­aus geht, auch wenn ich glau­be, dass man da nicht Ver­lie­rer sein kann, weil man immer etwas lernt, soll­te man sich Gedan­ken machen, was bringt mir das für die Zukunft? Was habe ich dar­aus gelernt, um zukünf­ti­ge ähn­li­che Situa­tio­nen ent­we­der bes­ser zu bewäl­ti­gen oder viel­leicht sogar zu ver­hin­dern? Zum Bei­spiel noch­mal, was ich eben schon gesagt habe, wenn nach einem Monat die Liqui­di­tät auf Null ist, nach einem schlech­ten Monat die Liqui­di­tät auf Null ist, soll­te ich mir eine nach­hal­ti­ge Rück­hal­te­stra­te­gie über­le­gen, also eine Rück­la­ge ‑Stra­te­gie, um das in Zukunft zu ver­hin­dern, damit nicht einen Monat schon alles ins Wan­ken bringt. Es muss jetzt nicht nur ein schlech­ter Monat sein. Bei man­chen ist es sogar ein Kun­de, der nicht zahlt, der schon das gan­ze Gefü­ge aus­ein­an­der­bre­chen lässt. Da soll­te man sich dann über­le­gen, wie kann ich das in Zukunft anders auf­stel­len. Der zwei­te Bereich, gesund­heit­li­che Kri­sen. Ja und das ist so eine Sache, da ste­cken wir ja nicht immer sel­ber drin. Also manch­mal wird man ja ein­fach auch ernst­haft krank, ohne einen Bei­trag dazu geleis­tet zu haben. Ich habe dann immer das Bild von jeman­dem, den ich mal kann­te, der wirk­lich mit Anfang 40 kern­ge­sund, super­sport­lich, ein­fach tot umge­fal­len ist. Also jemand, der wirk­lich mit­ten aus dem Leben geris­sen wur­de. Und man­che trifft es dann halt auch, die krie­gen ernst­haf­te Krank­hei­ten und haben da eigent­lich nichts zu bei­getra­gen. Aber bei allen ande­ren Din­gen, die nicht so unvor­her­ge­se­hen kom­men, soll­te man sich fra­gen, wel­chen Bei­trag habe ich geleis­tet? Was habe ich getan, um jetzt in die­ser Situa­ti­on zu sein? Trifft bestimmt auf ganz vie­le stress­be­ding­te Sachen zu. Also wenn ich zum Bei­spiel unter Schlaf­stö­run­gen lei­de, kann es sehr häu­fig damit zusam­men­hän­gen, dass sehr wahr­schein­lich mei­ne Stress­be­wäl­ti­gung, mei­ne Resi­li­enz nicht gut aus­ge­prägt war. Wie kann ich das ver­bes­sern? hat mir die­ser Warn­schuss, die­ser gesund­heit­li­che Warn­schuss viel­leicht etwas sagen wol­len, dass ich an mei­nem Leben etwas ändern soll­te. Das ist ein wert­vol­ler Gedan­ke. Und wie kann ich dann mein Leben umge­stal­ten, um gesün­der zu wer­den oder nach­hal­tig gesün­der zu blei­ben? Björn (06:48.558) Im Bereich Bezie­hung sieht es ganz anders aus, weil hier sind wir sehr viel mehr selbst am Steu­er, als wir eigent­lich glau­ben. Ich erle­be das bei Kli­en­ten, dass die sagen, ja, mein Part­ner ist so schlimm. Also ich bin ganz toll und ich mache und tue, aber mein Part­ner ist so und so. Span­nend ist, wenn man dann die Fra­ge stellt, wie es in frü­he­ren Part­ner­schaf­ten war und es sich dann alles wie­der­holt. Also dass es immer wie­der die glei­chen Pro­ble­me in jeder Part­ner­schaft gab. Und dann soll­te man sich sel­ber fra­gen, wel­ches Mus­ter bei mir führt denn eigent­lich dazu, dass eine Bezie­hung immer so endet, dass ich mich immer wie­der dar­über auf­re­gen muss? Viel­leicht soll­te ich mei­ne Fil­ter anders gestal­ten, die ich für ande­re Men­schen habe, die ich in mein Leben las­se. Das gilt dann ja nicht nur für den wirk­li­chen Part­ner, son­dern viel­leicht auch für Freund­schaf­ten. Und habe ich viel­leicht selbst ein Ver­hal­tens­mus­ter, das für eine lang­fris­ti­ge Bezie­hung schäd­lich ist? Also kann es sein, dass ich ein Mus­ter habe, dass mein Part­ner dazu sich auf eine bestimm­te Art zu ver­hal­ten, kann es sein, dass ich viel­leicht der bin, der das Gan­ze dann auf die Spit­ze treibt durch mein Ver­hal­ten und der ande­re nur noch reagiert? Also natür­lich kann man da jetzt nicht pau­schal sagen, es liegt immer an einem selbst, aber was man glau­be ich pau­schal sagen kann, ist es liegt immer an bei­den. Und da den Blick auf sich selbst zu rich­ten und sich zu über­le­gen, was habe ich dazu bei­getra­gen? Was kann ich jetzt dazu bei­tra­gen, um das zu lösen? oder um es in Zukunft ein­fach nicht mehr erle­ben zu müs­sen, ist ein sehr wich­ti­ger Gedan­ke. Und dann ganz all­ge­mein, wie kann ich eine Bezie­hung viel­leicht anders gestal­ten? Und da geht es dann auch wie­der um Freund­schaf­ten und nicht nur um Lie­bes­be­zie­hun­gen. Wie kann ich eine zukünf­ti­ge Bezie­hung anders gestal­ten, damit sie nach­hal­tig, glück­lich ist und aus­ge­gli­chen? Und ganz grund­sätz­lich jetzt vier mei­ner Mei­nung nach wich­ti­ge Punk­te, die man beden­ken soll­te, um Kri­sen als Chan­ce zu ver­ste­hen. Und das Aller­ers­te ist die Akzep­tanz. Also Kri­sen muss man akzep­tie­ren. Kri­sen muss man zulas­sen. Wenn sie da ist, bringt es nichts, sie zu ver­leug­nen. Und das ist ein Phä­no­men, das hört man ja zum Bei­spiel bei Men­schen, die hoch­ver­schul­det sind, dass die irgend­wann ihre Post nicht mehr öff­nen. Das ist nichts ande­res als Björn (09:11.406) Nach­voll­zieh­bar zwar, aber nicht wirk­lich för­der­li­che Ver­mei­dungs­stra­te­gie. Wir ver­su­chen ja Schmerz zu ver­mei­den als Men­schen. Das ist so ein Urt­an­trieb von uns. Schmerz ist nicht gut, in dem ver­su­chen wir zu ver­mei­den. Und in dem Bei­spiel jetzt wäre die Post so ein schmerz­ge­ben­der Fak­tor, in dem ver­su­chen wir zu ver­mei­den. Wich­tig ist, die Kri­se also zu akzep­tie­ren. Das fällt vie­len sehr schwer, weil wir das nicht gelernt haben. Da sind Glau­bens­sät­ze am Werk, die sagen, du darfst nichts falsch machen. darfst kei­nen Feh­ler machen. Dar­auf bin ich ja schon in vie­len Fol­gen ein­ge­gan­gen. Die­se Art von Glau­bens­sät­zen ist erlösch­bar, also ersetz­bar woll­te ich sagen. Lösch­bar und ersetz­bar. Das braucht ein biss­chen Fleiß und manch­mal auch exter­ne Hil­fe. Aber das ist mög­lich. Und wenn man es geschafft hat oder grund­sätz­lich schafft, eine Kri­se sofort anzu­neh­men und ihr ins Auge zu schau­en, dann kann man sich auch sofort mit der Lösung beschäf­ti­gen. Das ist näm­lich häu­fig das Pro­blem, dadurch dass ich eine Kri­se nicht wahr­ha­ben will und ver­drän­ge und zur Sei­te schie­be, schie­be ich auch die Lösung immer wei­ter in die Zukunft. Das wird oft als Pro­kras­ti­na­ti­on miss­ver­stan­den, dann als Auf­schie­ber Rites, wie das so schön heißt auf Deutsch. Aber das ist es gar nicht. Es ist eigent­lich eine Ver­mei­dung. Und da sind meis­tens Glau­bens­sät­ze am Werk, die uns sagen, das darf dir nicht pas­sie­ren. Du darfst kei­nen. Feh­ler machen, kei­nen Feh­ler machen, du darfst kein Ver­lie­rer sein und dem auf den Grund zu gehen und dann einer Kri­se ins Auge zu schau­en, ist unglaub­lich befrei­end. Dazu wer­de ich sehr wahr­schein­lich auch noch­mal in einem You­Tube ‑Video etwas spä­ter die­sen Monat drauf ein­ge­hen und ein biss­chen per­sön­li­cher über mich erzäh­len, weil das ist auch ein Punkt, den ich ler­nen muss­te, zu sagen, das ist jetzt ein Punkt, wo ich sagen muss, Jetzt habe ich eine Kri­se und jetzt muss ich mir einen Weg dar­aus den­ken und nicht so tun, als wür­de das nicht exis­tie­ren. Wie gesagt, da gehe ich in einer You­Tube ‑Fol­ge spä­ter drauf ein. Also Akzep­tanz ist der aller­wich­tigs­te ers­te Schritt und auch der ers­te der vier Punk­te, die ich anspre­chen woll­te. Der zwei­te Punkt ist eine Kri­se als Chan­ce zur Ver­än­de­rung zu begrei­fen. Also es ist das glei­che Bei­spiel, wie ich das eigent­lich eben geführt habe. Also was hat zu der Kri­se geführt? Björn (11:37.358) Was kann ich dar­aus ler­nen? Was woll­te ich viel­leicht schon immer anders machen? Und auch hier aus eige­ner Erfah­rung kann ich sagen, wenn man begreift, dass das, was zu der Kri­se geführt hat, eigent­lich ein hem­men­der Fak­tor war und dass die Kri­se eigent­lich das Signal ist, hier, du musst etwas ver­än­dern und das ist die Chan­ce, etwas zu ver­än­dern. Eine Kri­se setzt qua­si alles auf Null und bie­tet eine wei­ße Lein­wand, auf der man dann malen kann, wie man möch­te und wie man… sei­ne Zukunft gestal­ten möch­te und will, ist das unheim­lich posi­tiv und ein unheim­lich schö­ner Antrieb und ein ganz schö­ner Gedan­ke auch, eine ganz wun­der­ba­re Per­spek­ti­ve dar­auf. Also das ist eine Sache, die auch natür­lich wie­der von dem Erfah­rungs­schatz abhängt. Und ich habe schon ein paar Kri­sen jetzt in mei­nem Leben gehabt und weiß ein­fach, dass jede Kri­se eigent­lich in etwas Bes­se­rem hin­ter­her ende­te. Also vor­her war immer bes­ser. nach­her war immer bes­ser als vor­her. Und wenn man das ein paar Mal erlebt hat, dann weiß man auch, also man ersehnt die Kri­se nicht, aber man weiß ein­fach so, wenn ich da jetzt ein biss­chen Ener­gie inves­tie­re, ver­än­dert sich etwas und es ist hin­ter­her bes­ser als es vor­her war. Der nächs­te Punkt ist die Kri­se als Chan­ce zum Wachs­tum zu sehen. Neh­men wir ein Bei­spiel, das ken­nen wir viel­leicht eini­ge von euch. Eine nicht bestan­de­ne Prü­fung oder eine Absa­ge für einen nicht bekom­me­nen Job. Da ist das Leid dann auch oft groß. Das hat man sich viel­leicht erse­hen, viel­leicht ein Arbeit­ge­ber, zu dem man unbe­dingt woll­te. Und auch da ver­za­gen hilft gar nichts, son­dern sich die Fra­ge stel­len, wie kann ich jetzt wach­sen? um beim nächs­ten Mal hier erfolg­reich zu sein. Den Fokus auf das Wachs­tum. Also Gedan­ken wie, was ist mir jetzt wirk­lich kon­kret schwer­ge­fal­len? Was, bei wel­chem Teil oder was ist etwas gewe­sen, was ich mir hat, wo ich mich unwohl bei­gefühlt habe? Und war­um habe ich mich unwohl gefühlt? Da dem auf den auf den Grund gehen, nicht nur, das war mir unan­ge­nehm, son­dern war­um war mir das unan­ge­nehm? Weil manch­mal ist das, was mir unan­ge­nehm ist, nicht mal das, was mir schwer­fällt, son­dern etwas grund­le­gend. Björn (13:54.314) Was konn­te ich viel­leicht ein­fach noch nicht und wie kann ich mir das aneig­nen oder trai­nie­ren? Will ich das über­haupt ler­nen? Na, das ist auch so ein Ding. Man­che stu­die­ren etwas und flie­gen durch eine Klau­sur, durch eine Prü­fung nach der ande­ren. Viel­leicht, weil sie das gar nicht machen wol­len. Viel­leicht wol­len sie die­sen Beruf gar nicht ler­nen. Viel­leicht wol­len sie die­ses Stu­di­um gar nicht wirk­lich. Das soll­te man sich fra­gen, mög­lichst früh­zei­tig natür­lich. Und Ein Gedan­ke ist auch hier, wer kann mir hel­fen? Also wer kann mich unter­stüt­zen, damit ich mir die­ses Wis­sen aneig­nen, damit ich wach­sen kann? Wer kann ein Men­tor sein? Und der Men­tor bringt mich auch dazu, zu auf den vier­ten Punkt zu kom­men, näm­lich die Kri­se als Chan­ce zur Neu­ori­en­tie­rung zu sehen. Neh­men wir das Bei­spiel einer Kün­di­gung. Und da ist es jetzt tat­säch­lich egal, ob ich der Kün­di­gen­de bin, also ob ich der Arbeit­ge­ber bin, der jeman­dem kün­digt oder ob oder auch der Arbeit­neh­mer bin, der jeman­dem kün­digt tat­säch­lich oder ob ich der dem gekün­digt wird, also als Arbeit­ge­ber oder auch als Arbeit­neh­mer. Wich­tigs­te Fra­ge ist, was hat mir per­sön­lich denn an der aktu­el­len Situa­ti­on nicht gefal­len? Also sowohl auf den Sei­ten des Kün­di­gen­den und der, der dem gekün­digt wur­de. Was hat mir denn nicht gefal­len? Hät­te ich jetzt viel­leicht ahnen kön­nen, dass da etwas im Argen ist? Und jetzt, wo ich alle Optio­nen habe, was ist es, was ich wirk­lich will und was zu mei­nen Wer­ten passt? Über die Wer­te habe ich ja letz­ten Monat schon gespro­chen. Also was will ich denn wirk­lich? Wenn ich selbst gekün­digt habe und mich da ein­fach unru­hig gefühlt habe, dann scheint es hier ja einen Kon­flikt mit mei­nen Wer­ten gege­ben zu haben. Und das gilt dann auch wie­der für Arbeit­ge­ber, die Kün­di­gun­gen erhal­ten. Wie fin­de ich denn Mit­ar­bei­ter, die wirk­lich zu mir und mei­nem Unter­neh­men und mei­ner Fir­men­phi­lo­so­phie pas­sen? Und wie kann ich den Bewer­ber­pro­zess so gestal­ten, dass ich Mit­ar­bei­ter fin­de, die lang­fris­tig blei­ben? Was für Fra­gen kann ich dar­stel­len? Kann ich mei­ne Ver­trä­ge ent­spre­chend anders gestal­ten? Björn (16:01.518) Und in sol­chen Situa­tio­nen, wenn man sich da auf Neu­ori­en­tie­rung kon­zen­triert und eine Kün­di­gung, auch wenn man sie sel­ber erhält, nicht als um Got­tes Wil­len, ich schmeiß mich auf den Rücken, mir wur­de gekün­digt, son­dern als den Impuls sieht, okay, hier war etwas nicht in Ord­nung, hier hat etwas nicht gepasst, ich muss mich neu ori­en­tie­ren und ich muss es so suchen, dass es beim nächs­ten Mal bes­ser funk­tio­niert. Das ist ein sehr befrei­en­der Gedan­ke. Ganz kon­kre­te Tipps und Übun­gen noch, um Kri­sen zu über­win­den, möch­te ich euch auch noch an die Hand geben. Und das sind ganz grund­le­gen­de Din­ge. Also gar nicht so sehr auf Bei­spie­le bezo­gen, son­dern Din­ge, die immer hel­fen, wenn man sich in einer schwie­ri­gen Situa­ti­on befin­det. Und das ist das, der aller­ers­te Punkt, alter Res­sour­cen bewusst wer­den. Sich über­le­gen, was hat­te ich in der Ver­gan­gen­heit schon für ähn­li­che Situa­tio­nen und was hat mir dabei gehol­fen und vor allem Wer hat mir dabei gehol­fen? Wir wer­den viel zu oft dazu erzo­gen, nicht nach Hil­fe zu fra­gen. Das muss man allei­ne schaf­fen. Also man darf sich auch kei­ne Blö­ße geben, indem man sagt, ich brau­che Hil­fe. Und aus mei­ner per­sön­li­chen Erfah­rung auch her­aus ist es unglaub­lich, wenn man das eine Wei­le so prak­ti­ziert hat, dass man nicht um Hil­fe gefragt hat, ist es unheim­lich wohl­tu­end zu sehen, wie vie­le Men­schen um einen her­um eigent­lich in schwie­ri­gen Situa­tio­nen sagen, kann dir hel­fen, möch­test du mei­ne Hil­fe? Und wenn man die anneh­men kann, ist einem ja schon sehr, sehr viel gehol­fen. Das heißt jetzt nicht, dass man sei­ne Last kom­plett auf ande­re abla­den soll, aber mit Hil­fe geht vie­les bes­ser und ist auch über­haupt nichts schänd­lich dar­an, Hil­fe anzu­neh­men. Eine wei­te­re Hil­fe in schwie­ri­gen Situa­tio­nen ist der Per­spek­tiv­wech­sel aus der Zukunft her­aus. Und damit mei­ne ich jetzt nicht, guck nach vor­ne. Das hören wir ja ganz häu­fig, wenn wir eine schwie­ri­ge Situa­ti­on haben. Guck nach vor­ne. In der Zukunft wird alles bes­ser. Was ich mei­ne ist, sich zu über­le­gen, wie wer­de ich in eini­ger Zeit, Zeit­raum hängt natür­lich von der Situa­ti­on ab, auf die­se Situa­ti­on jetzt zurück­bli­cken. Björn (18:18.35) Was wird die für einen Stel­len­wert haben? Was wer­de ich dann über die­se Situa­ti­on sagen? Was wer­de ich dann sehr wahr­schein­lich über die­se Situa­ti­on sagen? Was sie mir gebracht hat? Was ich dar­aus gelernt habe? Das ist eine unheim­lich befrei­en­de Sicht, um eine Kri­se als wirk­li­chen Wachs­tums­mo­tor zu sehen und auch zu rela­ti­vie­ren. Weil wenn man sich das über­legt, was wer­de ich in zehn Jah­ren zum Bei­spiel über die­se Situa­ti­on sagen, dann scheint sie einem schon gar nicht mehr so gut. weil in zehn Jah­ren wer­de ich sehr wahr­schein­lich dar­über den­ken, na ja, das war eine schwe­re Zeit, aber die war ja rela­tiv schnell vor­bei. Und als letz­tes der Per­spek­tiv­wech­sel. Was wür­den ande­re in die­ser Situa­ti­on tun oder zu die­ser Situa­ti­on sagen? Und da ist es natür­lich ent­schei­dend, dass es jetzt nicht ande­re sind, die viel­leicht über­haupt kei­ne Ahnung von der Situa­ti­on haben oder die das noch nie erlebt haben, son­dern Vor­bil­der. Also was wür­den ande­re Men­to­ren? in die­ser Situa­ti­on tun? Was wür­de jemand, den ich sehr bewun­de­re, der ein sehr sta­bi­les Leben geführt hat oder der viel­leicht wirt­schaft­lich beson­ders erfolg­reich war oder schon 40 Jah­re glück­lich ver­hei­ra­tet ist, was wür­de der denn in die­ser Situa­ti­on machen? Das kann sehr berei­chernd sein und einem super Impul­se geben, um eine Kri­se posi­tiv zu bewäl­ti­gen. Ja, damit bin ich am Ende ange­kom­men. Ich hof­fe, da war was für euch bei. Mir ist das so eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, dass man sich in schwie­ri­gen Situa­tio­nen halt nicht auf den Rücken wirft und nicht in tota­ler Melan­cho­lie ver­sinkt und sich selbst zum Opfer dekla­riert, son­dern dass man da posi­tiv und mit Aktio­nis­mus dran geht. Also nicht mit nega­ti­ven Aktio­nis­mus, nicht mit purem blin­dem Aktio­nis­mus, son­dern dass man sich da sel­ber raus­zieht. Und das kann man, um es noch­mal zusam­men­zu­fas­sen, mit der Sicht dar­auf, dass es eine wich­ti­ge Lern­erfah­rung ist, dass die auch dazu gehört. dass es ein natür­li­cher Bestand­teil des Lebens ist und dass es res­sour­cen­bil­dend ist für alle zukünf­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen. Damit, mit sol­chen Gedan­ken, kann man Kri­sen sehr gut bewäl­ti­gen. Ich bedan­ke mich, wenn ihr bis hier­hin zuge­hört habt und wür­de mich natür­lich freu­en, von euch zu hören. Kon­takt­da­ten wie immer auf mei­ner Home­page björn­bo­b­ach .de oder in den Noti­zen zu die­ser Pod­cast ‑Fol­ge. Ich freue mich, wie gesagt, von euch zu hören, wenn ihr den Pod­cast auch noch posi­tiv bewer­tet wer­det, dass das sei­ne Häuf­chen. Björn (20:40.492) und ich freue mich auf die nächs­te Fol­ge mit euch. Macht’s gut, ciao! **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Ein bewusstes Jahr, KlarSicht Podcast, Krisen, Lebenskrisen, Podcast --- ### [Meine größte Krise und was ich daraus gelernt habe](https://bobach-coaching.de/meine-groesste-krise/) **Published:** Februar 28, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser sehr per­sön­li­chen Fol­ge erzäh­le ich von mei­ner schwers­ten Kri­se und den Lek­tio­nen, die ich dar­aus gelernt habe. Ich beto­ne die Bedeu­tung per­sön­li­cher Erfah­run­gen für Coa­ches und wie sie die Empa­thie für ihre Kli­en­ten stei­gern kön­nen. Ich beschrei­be die ver­schie­de­nen Ereig­nis­se, die zu mei­ner Kri­se geführt haben, dar­un­ter eine schwie­ri­ge Tren­nung, beruf­li­che Pro­ble­me und eine toxi­sche Bezie­hung. Ich erläu­te­re, wie ich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe such­te und die drei wich­tigs­ten Lek­tio­nen, die ich dar­aus gelernt habe: - Du musst nicht alles allei­ne meis­tern - Sor­ge für dich selbst und - Mach aus der Kri­se eine Tugend Durch die­se Kri­se konn­te ich per­sön­lich wach­sen und mei­ne Beru­fung als Coach fin­den. **Takea­ways** Per­sön­li­che Erfah­run­gen kön­nen die Empa­thie eines Coa­ches für sei­ne Kli­en­ten stei­gern. Es ist wich­tig, sich in schwie­ri­gen Zei­ten Hil­fe zu suchen und nicht alles allei­ne meis­tern zu wol­len. Selbst­für­sor­ge ist ent­schei­dend, um aus einer Kri­se gestärkt her­vor­zu­ge­hen. Schwie­ri­ge Erfah­run­gen kön­nen zu per­sön­li­chem Wachs­tum und neu­en beruf­li­chen Mög­lich­kei­ten füh­ren. **Kapi­tel** 00:00 Ein­lei­tung 00:57 Per­sön­li­che Erfah­run­gen als Coach 04:37 Selbst­stän­dig­keit und Ent­täu­schung 06:04 Sozia­le Iso­la­ti­on und toxi­sche Bezie­hung 07:35 Suche nach pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe 08:05 Lek­ti­on 1: Du musst nicht alles allei­ne meis­tern 09:01 Lek­ti­on 2: Sor­ge für dich selbst 12:07 Lek­ti­on 3: Mach aus der Kri­se eine Tugend TranskriptionBjörn (00:00.878) Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en, sehr per­sön­li­chen Fol­ge von Klas­sicht, dem Coa­ching ‑Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid. Ja, und wie erwähnt, das ist eine sehr per­sön­li­che Fol­ge, denn es geht um mei­ne per­sön­lich schwers­te Kri­se und was ich dar­aus gelernt habe. War­um tei­le ich das mit euch? Denn das ist schon eine sehr pri­va­te Geschich­te, aber ich fin­de, das ist ein gutes Bei­spiel dafür, wie man aus einer Kri­se mit viel Kraft und viel neue Ener­gie her­vor­ge­hen kann. Wie ein Phoe­nix aus der Asche möch­te ich jetzt nicht sagen, das wäre zu viel. Aber es ist ein schö­nes Bei­spiel, wie man das Bes­te aus einer Situa­ti­on zie­hen kann und hin­ter­her eigent­lich stär­ker ist als vor­her. Ich fin­de es außer­dem auch ent­schei­dend, dabei noch­mal zu beto­nen, wie wich­tig per­sön­li­che Erfah­run­gen gera­de auch als Coach sind. Denn das stei­gert natür­lich auch noch­mal die Empa­thie für sein Gegen­über, für sei­nen Kli­en­ten. Gera­de wenn man viel­leicht in ähn­li­chen Situa­tio­nen schon mal gesteckt hat. Natür­lich ist dann nicht die eige­ne Lösung die Lösung des Kli­en­ten, aber es schärft die Sin­ne dafür. Ja, also mei­ne per­sön­lich schwers­te Kri­se direkt vor­weg. Es gab kein sin­gu­lä­res gro­ßes Ereig­nis, was die­se Kri­se aus­ge­löst hat. Es gab also nicht eine Sache, son­dern es war eine Akku­mu­la­ti­on von Din­gen, die sich dann auch noch gegen­sei­tig poten­zier­ten. die dazu geführt hat, haben, dass ich dann an einer Situa­ti­on war, die über­haupt nicht mehr schön war. Das Gan­ze fing sehr wahr­schein­lich an und das Gan­ze ist jetzt auch schon wie­der sehr, sehr lan­ge her, das muss ich dazu sagen, zehn Jah­re sind es bestimmt jetzt. Fing also damit an, dass ich eine sehr unschö­ne Tren­nung hat­te, wo dann im Zuge der Tren­nung auch noch sehr unschö­ne Din­ge so ans Tages­licht kamen. Also Din­ge, die mich fas­sungs­los zurück­lie­ßen. die ich über­haupt nicht nach­voll­zie­hen konn­te. Und das Gan­ze hat mich sehr geknickt. Also da war ich schon in so einer Grund­stim­mung von, wie kann das eigent­lich sein und was ist mir da nur wider­fah­ren? Ja, und dann hat­te ich eine ungüns­ti­ge beruf­li­che Ent­wick­lung mei­nes eins­ti­gen Traum­jobs. Also da sind Din­ge pas­siert, wo ich tat­säch­lich blind hin­ein­ge­tau­melt bin in schwie­ri­ge Situa­tio­nen. Björn (02:21.422) Die hat­ten viel damit zu tun. Rück­bli­ckend weiß ich das, dass da Nar­ziss­mus um mich rum zu gan­ge war und ich hat­te einen total man­geln­den Selbst­schutz. Jetzt über die Situa­ti­on damals reflek­tiert, war mir damals nicht so bewusst. Aber ich bin also in eine Situa­ti­on gera­ten, die für mich nur noch stres­sig und unan­ge­nehm wur­de und wo ich auch über­haupt kei­nen Aus­weg raus­fah­re. Ja, und der ver­meint­li­che Aus­weg war dann der Schritt in die Selbst­stän­dig­keit. Und das wur­de mir damals von außen her­an­ge­tra­gen. Das war auch rück­bli­ckend noch der rich­ti­ge Schritt, weil das ist jetzt für mich genau die rich­ti­ge Situa­ti­on. Aber ich habe mich damals auf Din­ge ver­las­sen, die ich nicht schrift­lich hat­te, weil ich halt unglaub­lich ver­traut habe. Es war auch jemand aus mei­nem nähe­ren Umfeld. Und das Gan­ze ende­te mit einer rie­si­gen Ent­täu­schung. Und das war dann noch dar­an gekop­pelt, dass ich sozi­al auf ein­mal total iso­liert war. Also ich habe vor­her in einem rie­sen­gro­ßen Team gear­bei­tet, dann von jetzt auf gleich, meis­tens im Home­of­fice, war also völ­lig allei­ne und hat­te offen­sicht­lich auch ein man­geln­des Ver­ständ­nis dafür, was Freun­de eigent­lich bedeu­ten kön­nen. Denn ich hat­te eigent­lich damals auch schon genug Freun­de, aber die haben mir in der Situa­ti­on irgend­wie auch nichts gebracht. Also ich fühl­te mich sozi­al iso­liert. Die beruf­li­che Situa­ti­on, die­se Selbst­stän­dig­keit wur­de auch immer schwie­ri­ger. Nicht unbe­dingt finan­zi­ell, das war nicht das The­ma, son­dern es wur­de ein­fach mein eige­nes Ziel über­haupt nicht mehr berück­sich­tigt. Also da habe ich aber auch nicht genug gegen­ge­steu­ert direkt. Habe ich zwar so ein biss­chen, aber nicht mit dem Nach­druck, den ich viel­leicht hät­te haben müs­sen, rück­bli­ckend betrach­tet. Also ich war da in einer tota­len Stress­si­tua­ti­on. Beruf­lich total getrie­ben, sozi­al iso­liert. Ich hab mich ein­sam gefühlt. Hat­te wirk­lich schlech­ten Fami­li­en­rück­halt. Da komm ich gleich auch noch mal drauf. Und dann hab ich mich völ­lig blin­den Auge in eine neue, noch toxi­sche­re, ich will’s in Anfüh­rungs­stri­chen Bezie­hung nen­nen, also in Anfüh­rungs­stri­chen Gesetz Bezie­hung gestürzt, die wie­der was mit Nar­ziss­mus zu tun hat­te. Björn (04:37.742) Und da wur­de mir auch mei­ne man­geln­de Selbst­ver­sor­ge eigent­lich schon mehr als deut­lich. Aber wie das dann so ist, Augen zu und wei­ter immer rein ins Ver­der­ben. Und das endet natür­lich auch über­haupt nicht gut in einem tota­len Desas­ter. Und dann war ich schon wirk­lich ziem­lich am Boden. Was dem natür­lich kom­plett immer über­ge­ord­net ist, ist die Tat­sa­che, dass ich die frü­hen Wahr­zei­chen immer igno­riert habe. Ich habe jetzt ein paar Mal den Begriff blin­den sehen­den Auges oder blind hin­ein­ge­tau­melt benutzt und das ist tat­säch­lich so, dass ich das eigent­lich schon wuss­te, dass das nicht gut ist. Aber ich bin ein­fach in mein Unheil immer wei­ter rein­ge­rit­ten und konn­te da auch gar nicht anders. Also ich mache in dem Moment auch kei­nen Vor­wurf an die ande­ren oder die Umge­bung, die dann mit dazu geführt hat, dass es mir nicht gut ging, denn ich hät­te mich ja schüt­zen kön­nen. Ich hät­te ja sel­ber ent­schei­den kön­nen. Das soll­te auf­hö­ren. Habe es aber nicht getan. So wur­de das gan­ze Dra­ma immer schlim­mer. Ja, und das gip­fel­te dann schließ­lich im Tod mei­ner Mut­ter. Das kam rela­tiv plötz­lich. Die ist an einem Krebs­lei­den sehr, sehr schnell ver­stor­ben. Aber das war eine schwie­ri­ge Bezie­hung, die ich zu ihr hat­te. Wie ich sowie­so ein sehr schwie­ri­ges Eltern­haus hat­te und kei­nen gro­ßen fami­liä­ren Rück­halt. Da will ich jetzt gar nicht näher drauf ein­ge­hen. Das wäre ein völ­lig ande­res The­ma. Aber die­ses Ereig­nis, der Tod der Mut­ter, hat dann dem Gan­zen noch mal die Kro­ne auf­ge­setzt und da habe ich mich also völ­lig allein gefühlt und da lei­te­te sich sehr viel draus ab und es war für mich Zeit, wirk­lich an die Wur­zeln zu gehen und zu erfor­schen, wor­an hat es denn nun gele­gen. Wie konn­te ich das zulas­sen und was hat dazu geführt, dass es mir suk­zes­si­ve mit jedem Ereig­nis immer schlech­ter und schlech­ter ging. Und schlecht jetzt nicht im Sin­ne von hoch­gra­dig depres­siv. Also ich hab jetzt nicht wie ein wirk­lich kli­nisch depres­si­ver Mensch mona­te­lang im Bett gele­gen und kam nicht raus. Das nicht. Ich hat­te immer Taten­drang. Ich war auch immer flei­ßig und hab immer gear­bei­tet. Aber ich war zutiefst ver­un­si­chert, sehr rast­los und auch teil­wei­se völ­lig anspruchs­los sozia­len Inter­ak­tio­nen gegen­über. Also Haupt­sa­che, ich hat­te Kon­takt zu ande­ren Men­schen in irgend­ei­ner Form. Und … Björn (07:04.622) Das hat mir natür­lich auch dann im End­ef­fekt nicht gut getan, weil das dann wie­der so ein biss­chen, ja, wahl­los möch­te ich nicht sagen, da wür­de ich den ande­ren Men­schen auch unrecht tun. Aber es hat­te zumin­dest nie die­sen über­ge­ord­ne­ten Fil­ter, tut mir das über­haupt gut. Das muss­te erst wie­der­kom­men und vor allem erlernt wer­den. Ja, also da war ich dann wirk­lich ziem­lich am Boden. Ich habe mir dann pro­fes­sio­nel­le Hil­fe gesucht. Also ich habe gedacht, das schaf­fe ich allei­ne nicht. und habe mir dann jeman­den gesucht und bin da auch unter­ge­kom­men bei einer Frau, die mir sehr, sehr gehol­fen hat. Und ich habe im Prin­zip drei Lek­tio­nen dar­aus gelernt. Und die möch­te ich jetzt mit euch tei­len, weil ich glau­be, das ist etwas uni­ver­sel­les. Aber für mich spe­zi­ell in der Situa­ti­on war das unglaub­lich wich­tig. Die ers­te Lek­ti­on lau­tet, du musst nicht alles allei­ne meis­tern. Das geht sehr, sehr vie­len Men­schen so. Also das erle­be ich jetzt auch mit mei­nen Kli­en­ten immer oder immer häu­fi­ger eigent­lich. Das hat natür­lich auch mit unse­rer gesell­schaft­li­chen Struk­tur zu tun und der zuneh­men­den Iso­la­ti­on durch sozia­le Medi­en, die Ober­fläch­lich­keit, die dadurch natür­lich in zwi­schen­mensch­li­chen Inter­ak­tio­nen Ein­zug gehal­ten hat. Aber ich hat­te eine sehr frü­he Prä­gung und war gewohnt, alles allei­ne meis­tern zu müs­sen. Und das kommt dazu, auch für ande­re alles allei­ne meis­tern zu müs­sen. Also ich habe im Prin­zip sehr früh schon Ver­ant­wor­tung über­neh­men müs­sen und habe das auf mei­ne eige­nen Kos­ten getan. Außer­dem, nach Hil­fe­fra­gen war für mich damals immer ein Zei­chen von Schwä­che. Also ich habe immer gedacht, wenn ich um Hil­fe fra­ge oder mir Hil­fe suche, ist das ein Zei­chen von Schwä­che. Und dann fiel mal ein ent­schei­den­der Satz in einem Gespräch und das der lau­te­te, also jetzt auf die Ich ‑Form über­setzt, wenn ich nie­man­dem sage, wie es mir wirk­lich geht, wer­de ich auch nie erfah­ren und vor allem spü­ren, wer wirk­lich an mei­ner Sei­te steht und für mich da ist. Tja, das war damals ein Ham­mer für mich. Das war ein tota­ler Eiob­ner. Und … Björn (09:26.542) Das hat mich dann zwar sehr viel Über­win­dung gekos­tet, wirk­lich den Hörer in die Hand zu neh­men, mei­ne Freun­de anzu­ru­fen, zu sagen, hör mal, das ist gera­de die Situa­ti­on, mir geht es auch über­haupt nicht gut. Da wur­de auch viel geweint. Also das war ein tota­les Ven­til. Aber es war dann eine sehr, sehr posi­ti­ve Erfah­rung. Denn ich habe erlebt, dass ich wirk­lich Freun­de hat­te und habe, die alles ste­hen lie­ßen und auch immer noch las­sen, um mich zu unter­stüt­zen, wenn es mir nicht gut geht. Und das auch bedin­gungs­los. Also bedin­gungs­lo­se Zunei­gung, auch wenn ich sel­ber Mist baue, und das tue ich ja auch, ich bin ja auch nur ein Mensch, sind die für mich da. Haben die ein Ohr und haben die tat­säch­lich auch immer so eine Art Steig­bü­gel, der mir hilft, aus einer Tie­fe wie­der raus­zu­kom­men. Es hat sich auch die Spreu vom Wei­zen getrennt. Und das mei­ne ich nicht abwer­tend den Men­schen gegen­über, die ich viel­leicht zurück­ge­las­sen habe. Aber es war für mich halt auch so eine Pha­se, wo ich gemerkt habe, was passt denn eigent­lich nicht zu mir. Also, wel­che Gesprä­che tun mir wirk­lich gut und wel­che tun mir nicht gut. Und das mei­ne ich nicht, wie gesagt, abwer­tend, son­dern ein­fach, dass ich hier eine Selbst­für­sor­ge gelernt habe, zu schau­en, was brau­che ich eigent­lich und wen brau­che ich eigent­lich. Ja, und die­ser Fil­ter ist auch sehr nach­hal­tig gewor­den, denn im Gegen­satz zu frü­her, ach­te ich jetzt auch … bei neu­en Begeg­nun­gen rela­tiv früh schon dar­auf, ob mir jemand wirk­lich lang­fris­tig gut tut. Und das mei­ne ich nicht nur an Bezie­hun­gen, also roman­ti­schen Bezie­hun­gen, son­dern auch Freund­schaf­ten, auch geschäft­li­che Bezie­hun­gen, habe ich jetzt sehr, sehr früh einen Fil­ter ein­ge­baut, wo ich mich fra­ge, ist das für mich wirk­lich eine gute, lang­fris­ti­ge Bezie­hung? Und das hat mir auch durch extrem schwie­ri­ge Situa­tio­nen danach bereits sehr gut gehol­fen. Die­ses Nach­hil­fe ‑Fra­gen. Ich hat­te dann, nach­dem ich die­se Kri­se eigent­lich lan­ge über­wun­den hat­te, eine ande­re, sehr unan­ge­neh­me wirt­schaft­li­che Situa­ti­on. Die waren nicht mal selbst ver­schul­det. Da muss ich jetzt auch nicht wei­ter drauf ein­ge­hen. Ich war auch jetzt nicht pleit oder so, aber ich hat­te unglaub­lich hohe Belas­tun­gen. Und das habe ich auch so erzählt, wie es war. Und auch da kamen Freun­de. Björn (11:39.148) zur Sei­te und haben mir gehol­fen, wofür ich natür­lich unend­lich dank­bar war. Aber das hät­te ich mich vor­her gar nicht gewagt. Also da hät­te ich mich nicht getraut. Stich­wort Zei­chen von Schwä­che und mir selbst Vor­wür­fe machen sowas. Das war dann schon kein The­ma mehr. Also das habe ich durch die­se Kri­se gelernt, dass ich es nicht allei­ne machen muss, wenn es auch gar nicht allei­ne zu bewäl­ti­gen ist. Und da ist natür­lich auch die Erkennt­nis für mich ganz wich­tig gewe­sen. dass ich so etwas ver­dient habe. Das habe ich mir vor­her gar nicht zuge­stan­den, dass mir per­sön­lich auch Hil­fe zusteht und dass ich die per­sön­lich auch ver­dient habe, dadurch dass ich auch ein guter Freund bin. Also die­se ers­te Lek­ti­on war, glau­be ich, eine ganz ent­schei­den­de und viel­leicht fast die ent­schei­dends­te, dass ich das nicht allei­ne machen muss, son­dern dass ich mich da sehr wohl auf Hil­fe beru­fen kann und dass es sehr vie­le Men­schen in mei­nem Umfeld gibt, die mir hel­fen wol­len. und das auch getan haben und dafür bin ich sehr, sehr dank­bar. Die zwei­te Lek­ti­on ist jetzt nach innen gerich­tet, weil die ers­te war ja, ich muss es nicht allei­ne machen, aber die zwei­te ist Sor­ge für dich selbst. Auch das hat natür­lich wie­der mit mei­nen alten Glau­bens­sät­zen zu tun und der Art, wie ich geprägt bin, denn in mei­ner Fami­lie damals war eigent­lich so das Man­tra Haupt­sa­che wirt­schaft­lich erfolg­reich, also Haupt­sa­che viel Geld ver­die­nen. Ja, und das habe ich per­sön­lich durch­bro­chen. Ich habe eige­ne Maß­stä­be ent­wi­ckelt, wirt­schaft­lich und per­sön­lich, was mich eigent­lich glück­lich macht und was mei­ne Defi­ni­ti­on von Glück ist. Und da habe ich mich dann indi­vi­du­ell ganz neu auf­ge­stellt und mich nicht mehr davon abhän­gig gemacht, was mir da irgend­wann mal ins Hirn gepflanzt wur­de. Da hat mir sehr viel auf dem Weg gehol­fen. Ganz vor­ne­weg die immer wie­der beschwo­re­ne Acht­sam­keit. Ich habe das mit dem, das habe ich auch schon oft erwähnt, auch in Pod­cast­fol­gen mit mei­nem Coa­ching ‑Kol­le­gen Jan. Björn (13:41.27) Mit dem Sechs ‑Minu­ten ‑Tage­buch habe ich das gemacht. Das war unheim­lich posi­tiv, was ich damit erlebt habe. Und auch Stich­wort Glau­bens­sät­ze noch­mal. Ich habe mich von alten Glau­bens­sät­zen befreit, die mir den Spaß an Din­gen ver­dor­ben haben, die mir unglaub­lich wich­tig waren. Es war bei mir zum Bei­spiel Rei­sen. Rei­sen ist etwas, was mich unglaub­lich mit Glück erfüllt. Und das muss nicht immer eine Welt­rei­se sein. Ich kom­me … Ich bin gera­de aus dem Urlaub zurück. Das ist natür­lich das Auf­re­gends­te und Tolls­te, wenn man dann weit weg­fährt. Aber es sind auch die Klei­den­rei­sen, die ich mir zuge­stan­den habe. Mal für ein Wochen­en­de an die Küs­te nach Hol­land fah­ren, so was. Das habe ich mir gar nicht zuge­stan­den, weil ich immer ein schlech­tes Gewis­sen gemacht bekom­men habe, wenn ich mir Aus­zei­ten genom­men habe. Also die Frei­heit konn­te ich mir dane­ben, als ich mit mei­nen eige­nen Glau­bens­sät­zen auf­ge­räumt habe. Das ist jetzt ein Bei­spiel mit dem Rei­sen, da gab es noch ein paar ande­re. Aber das war ganz ganz wich­tig in der Selbst­für­sor­ge. Und auch Selbst­für­sor­ge, ich habe Ver­mei­dung redu­ziert. Ich habe schon mal den Satz gesagt, Ver­mei­dung ist die Wur­zel allen Übels. Da ste­he ich auch immer noch hin­ter. Aber Ver­mei­dung ist auch gleich­zei­tig ein Grund­an­trieb von uns. Denn wir Men­schen, so wie jedes Lie­be Wesen, ist dar­auf getrimmt, Schmerz zu ver­mei­den. Nun sehe ich das Gan­ze aber ein biss­chen unter dem Stich­wort Selbst­ver­sor­ge lang­fris­ti­ger, weil ich mir schon über­le­ge, erspart mir das gera­de wirk­lich Leid, wenn ich das ver­mei­de oder zögert das nur etwas her­aus, was dann spä­ter viel­leicht noch viel, viel grö­ßer ist. Also was ich mir ange­wöhnt habe, ist, dass ich Din­ge ver­mei­de, die mir mit­tel — bis lang­fris­tig zum Pro­blem wer­den könn­ten. Also da sind wirt­schaft­li­che Din­ge, auch zwi­schen­mensch­li­che Din­ge, dass ich man­che Sachen sehr, sehr schnell anspre­che, weil ich ein­fach weiß, wenn ich das nicht tue, wird mir da irgend­wann ein Strick draus. Und das habe ich frü­her auch nicht gemacht, weil da war für mich ganz wich­tig, bloß kei­nen Schmerz­emp­fin­den, bloß immer glück­lich schei­nen, nicht unbe­dingt sein. Und das war natür­lich nicht gesund. Des­we­gen bin ich jetzt immer im Dia­log mit mei­nem Gegen­über. Björn (16:02.318) Ich mache sel­ten Allein­gän­ge bei irgend­wel­chen Pro­ble­ma­ti­ken und ver­su­che so etwas sehr früh­zei­tig aus dem Weg zu räu­men, damit es ein­fach sich nicht auf­häuft und dann irgend­wann ein Rie­sen­pro­blem draus gewor­den ist. Ja, und die drit­te Lek­ti­on aus der Krux eine Tugend machen. Und das liegt ja jetzt schon fast auf der Hand, wenn ihr mir folgt und wenn ihr mir öfter zuhört, ihr wisst ja, was ich beruf­lich mache. Nun bin ich Coach gewor­den und das ist tat­säch­lich aus der Erkennt­nis, dass ich ein unglaub­lich star­kes Bedürf­nis habe, ande­ren zu hel­fen und sie zu unter­stüt­zen. Und beim Erfor­schen mei­ner Wer­te, das The­ma hat­ten wir ja im letz­ten Monat, sind Soli­da­ri­tät und Loya­li­tät auch unglaub­lich star­ke Grund­wer­te von mir. Ja, das kann ein Pro­blem sein, Hel­fer ‑Syn­drom, ne? Aber anstatt mir das Gan­ze abzu­ge­wöh­nen, habe ich mir einen neu­en Kanal gesucht. wie ich das aus­le­ben kann, weil das ist etwas, was mich zutiefst glück­lich macht. Wenn ich jeman­den unter­stüt­zen kann und sehe, dass die Hil­fe auch fruch­tet, macht mich das unfass­bar zufrie­den. Also habe ich das Gan­ze auf ein gesun­des Maß redu­ziert, nicht mehr ohne Acht auf mich selbst und habe es dann in eine Pro­fes­si­on umge­wan­delt. Das heißt, ich woll­te dann seriö­ser und pro­fes­sio­nel­ler Coach wer­den mit einer rich­ti­gen Aus­bil­dung. Das war mir immer ganz wich­tig. Weil es gibt ja genug Coa­ches, die gar kei­ne sind. Das ist ja auch in den Medi­en gera­de ein gro­ßes The­ma. Es gibt auch inner­halb der Coa­ching­welt ganz gro­ße Strö­mun­gen, dass die­ser Begriff Coach end­lich in irgend­ei­ner Form abge­si­chert ist, damit jeder Kli­ent auch weiß, dass er an einen seriö­sen Coach gerät. Und was ich dar­an so schät­ze, ist die­se Hil­fe ohne Befor­mung, was ich über­haupt nicht mag. Also das mag ich auch sel­ber nicht, wenn mir jemand sagt, musst, du sollst, mach jetzt dies, mach jetzt das. Natür­lich, wenn man fragt, was wür­dest du tun, dann möch­te man so eine Ant­wort bekom­men, aber das ist ja etwas, was ein Coach sel­ten macht oder nur sehr, sehr, sehr, sehr extre­men Situa­tio­nen, wenn wirk­lich eine Inter­ven­ti­on not­wen­dig ist, da ein­zu­schrei­ben, sagen, das ist jetzt das, was man tun muss. Also, das pas­siert bei mir sehr, sehr sel­ten. Björn (18:21.934) dann ist es eine nach­hal­ti­ge Form von Unter­stüt­zung. Es ist nicht nur so schnell, ich hel­fe mal, weil dann füh­le ich mich wie ein guter Mensch. Das gibt es ja auch so öffent­lich. Ich hel­fe jetzt ganz öffent­lich und ganz deut­lich zur Schau gestellt, damit alle ein tol­les Bild von mir haben. Dar­um geht es gar nicht. Es geht ja dar­um, eine nach­hal­ti­ge Hil­fe zu geben, die auch die Selbst­hil­fe bei ande­ren akti­viert. Und das ist unglaub­lich zufrie­den­stel­lend und befrie­di­gend, wenn man das bei einem Kli­en­ten beob­ach­tet, der dann … vor einem qua­si den Gro­schen­fal­len hört und wo sich dann der Blick ver­än­dert und auf ein­mal so eine ganz gro­ße Klar­heit auf­kommt, was jetzt eigent­lich für einen selbst ange­sagt ist. Des­we­gen, klar sich, daher kommt auch der Name des Vod­casts. Und das gan­ze The­ma Coa­ching ist natür­lich auch etwas, was ich lang­fris­tig aus­le­ben und aus­bau­en kann, wo mein, ist noch so ein Grund­prin­zip bei mir, immer wei­ter ler­nen, nie auf der Stel­le ste­hen, ist auch ein Wert, dazu ler­nen. Das wird immer wie­der gefüt­tert. Das heißt, ich kann mich immer wei­ter­ent­wi­ckeln, ich kann das lang­fris­tig machen und auch die­ses Grund­be­dürf­nis und die­sen Grund­wert lang­fris­tig befrie­di­gen. Und zu guter Letzt hat das Gan­ze natür­lich die­se Tugend, die ich aus der Krug gemacht habe, enor­me Aus­wir­kun­gen auf alles, was ich mache. Also nicht nur für mich selbst, son­dern auch jeg­li­che sozia­le Inter­ak­ti­on, die ich habe. Denn bei mir ist immer der Grund­ge­dan­ke, was brau­che ich und was braucht der ande­re gera­de. Und das hät­te ich durch die­se Coa­ching ‑Aus­bil­dung nicht in der Form aus­ge­prickt. Ich war immer schon ein empa­thi­scher Mensch, aber das ist jetzt ein Ding, wo ich fast immer einen Unbe­wuss­ten schon fast Fil­ter habe. Was brau­che ich und was braucht der ande­re? Also nicht zu viel Selbst­lo­sig­keit und immer ein Augen­merk dar­auf, in wel­cher Situa­ti­on mein Gegen­über ist. Egal, ob es jetzt beruf­lich oder pri­vat ist und was mein Gegen­über gera­de über­haupt benö­tigt. und was ich dann halt auch zu leis­ten in der Lage bin, ohne mich selbst zu ver­nach­läs­si­gen. Björn (20:26.926) Das sind die drei Lek­tio­nen. Du musst nichts allei­ne meis­tern, sor­ge für dich selbst und mach aus der Krux eine Tugend. Und das ist mir recht gut gelun­gen. Ich bin jetzt sehr zufrie­den und glück­lich und kann nur sagen, die­se Kri­se damals hat mich enorm wei­ter­ge­bracht, weil ich sie bewusst ange­gan­gen bin und weil ich da stär­ker draus gezo­gen. Das war mal eine ganz ande­re Fol­ge des Pod­casts. Sehr per­sön­lich, wie gesagt. Ein biss­chen Self ‑Reve­la­ti­on, wie man das so in der Sze­ne nennt. Aber ich glau­be, das kann euch was brin­gen. Ich wür­de mich natür­lich über Feed­back freu­en. Ihr könnt mich wie immer über mei­ne Web­site kon­tak­tie­ren oder auch über Kom­men­ta­re hier unter die­sem Pod­cast fol­gen. Und da freue ich mich natür­lich drü­ber auch. Sonst natür­lich über The­men­vor­schlä­ge. Und wenn ihr mir treu bleibt und die­sem Pod­cast viel­leicht ein Like schenkt. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und ich sage bis zum nächs­ten Monat. Macht’s gut, ciao! **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Ein bewusstes Jahr, KlarSicht Podcast, Krisen, Lebenskrisen, Podcast --- ### [Rolle und Person unterscheiden lernen](https://bobach-coaching.de/rolle-und-person/) **Published:** März 1, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge des Coach&Coach Pod­casts geht es um das The­ma Rol­le und Per­son. Jan und ich dis­ku­tie­ren die Her­aus­for­de­run­gen, die mit dem Über­neh­men neu­er Rol­len ein­her­ge­hen, ins­be­son­de­re im beruf­li­chen Kon­text. Wir beto­nen die Bedeu­tung der Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren und wie die­se die Inter­ak­tio­nen beein­flusst. Des Wei­te­ren unter­su­chen wir die Aus­wir­kun­gen des Rol­len­wech­sels auf die per­sön­li­che Ebe­ne und die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und [per­sön­li­chem Wert](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "So findest Du Ziele, die zu Deinen Werten passen"). Wir dis­ku­tie­ren auch die Viel­zahl an Rol­len, die wir im All­tag ein­neh­men, und die Bedeu­tung von Authen­ti­zi­tät in der Rol­le. Abschlie­ßend beto­nen wir die Unter­schei­dung zwi­schen Kri­tik an der Rol­le und Kri­tik an der Per­son und die Mög­lich­keit zur Wei­ter­ent­wick­lung in einer Rol­le. **Takea­ways** Der Rol­len­wech­sel kann mit Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den sein, spe­zi­ell wenn Erwar­tun­gen an die neue Rol­le gestellt wer­den, für die man nicht aus­rei­chend vor­be­rei­tet wur­de. Die Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren kann einen gro­ßen Ein­fluss dar­auf haben, wie man sich in der Rol­le fühlt und wie man von ande­ren behan­delt wird. Es ist wich­tig, die Rol­le von der per­sön­li­chen Iden­ti­tät zu tren­nen und zu erken­nen, dass das Aus­fül­len einer Rol­le nicht mit dem per­sön­li­chen Wert oder der Wer­tig­keit als Mensch zusam­men­hängt. Im All­tag neh­men wir vie­le ver­schie­de­ne Rol­len ein, und es ist wich­tig, authen­tisch zu blei­ben und die eige­nen Wer­te in den ver­schie­de­nen Rol­len zu berück­sich­ti­gen. Kri­tik an einer Rol­le ist nicht zwangs­läu­fig eine Kri­tik an der Per­son, und es ist wich­tig, die­se Unter­schei­dung zu tref­fen und sich nicht per­sön­lich ange­grif­fen zu füh­len. **Kapi­tel** 00:00 Ein­füh­rung und Vor­stel­lung 00:25 Her­aus­for­de­run­gen bei der Über­nah­me einer neu­en Rol­le 02:14 Die Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren 05:35 Die Aus­wir­kun­gen des Rol­len­wech­sels auf die per­sön­li­che Ebe­ne 08:21 Die Unter­schei­dung zwi­schen Rol­le und Per­son 09:43 Die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und per­sön­li­chem Wert 11:17 Die Viel­zahl an Rol­len im All­tag 13:11 Die Bedeu­tung von Authen­ti­zi­tät in der Rol­le 15:59 Die Gewich­tung inne­rer Antei­le in ver­schie­de­nen Rol­len 19:04 Die Unter­schei­dung zwi­schen Kri­tik an Rol­le und Per­son 21:25 Die Erfah­run­gen im Kun­den­be­reich und die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und Per­son 24:11 Die Wei­ter­ent­wick­lung in einer Rol­le 25:32 Fazit und Abschluss [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionBjörn (00:01.136) Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach, dem Coa­ching-Pod­cast mit mei­nem Kol­le­gen Jan-Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan! Jan (00:09.966) Hal­lo Björn! Björn (00:11.664) Genau und mir, Björn Bob­ach. Wir freu­en uns, dass ihr wie­der dabei seid. Und für heu­te wol­len wir uns dem The­ma Rol­le und Per­son anneh­men. Jan, was hast du denn gera­de für eine Rol­le? Jan (00:25.966) Jetzt gera­de habe ich die Rol­le des Pod­cast-Teil­neh­mers mit dir. Björn (00:31.92) Teil­neh­mer, Gestal­ter, Host, wie auch immer. Ja, du hast die­ses The­ma vor­ge­schla­gen. Viel­leicht erläu­terst du mal, war­um dir das am Her­zen liegt und was du damit eigent­lich genau meinst. Jan (00:46.766) Ja, sehr ger­ne. Und zwar ist mir das The­ma noch­mal begeg­net im Rah­men eines Führ Und da ging es dar­um, dass die Per­son gro­ße Her­aus­for­de­run­gen hat­te im beruf­li­chen All­tag und da bestimm­te Ansprü­che an sie gestellt wur­den. Und die­se Ansprü­che, denen sah sich die Per­son teil­wei­se nicht gewach­sen bzw. wuss­te halt irgend­wie nicht, wie sie damit umge­hen soll und hat das dann sehr, sehr per­sön­lich genom­men. Björn (01:26.48) Mhm. Jan (01:27.566) Und jetzt muss man aber dazu sagen, das war in die­sem Zusam­men­hang eine Füh­rungs­kraft, die in die­se Füh­rungs­rol­le hin­ein­ge­wach­sen ist, aus der Orga­ni­sa­ti­on her­aus. Das heißt also, sie hat da eine tech­ni­sche Aus­bil­dung gemacht, hat sich dann da wei­ter­ent­wi­ckelt und ist dann halt irgend­wann eben in die­se Rol­le der Füh­rungs­per­son gekom­men, Füh­rungs­kraft gekom­men. und hat aber jetzt nicht son­der­lich viel zusätz­li­che Aus­bil­dung füh­rungs­mä­ßig bekom­men. Und jetzt waren da auf ein­mal Erwar­tun­gen da an die­se Rol­le der Füh­rungs­kraft. Aber die Per­son wur­de gar nicht befä­higt, vor­ab, sagen wir jetzt auf dem Aus­bil­dungs­weg klas­sisch die­se die­se Fähig­kei­ten auch zu ent­wi­ckeln. Und der Kon­flikt, der dann auf­trat, war eben der. Björn (02:10.352) Mhm. Jan (02:14.254) dass eben ein per­sön­li­ches Ver­sa­gen da gefühlt wur­de, weil man jetzt also die­se Erwar­tun­gen nicht erfüllt. Und da war dann eben die Fra­ge im Raum, ob gege­be­nen­falls auch die­se Posi­ti­on auf­ge­ge­ben wer­den soll­te vor die­sem Hin­ter­grund und ob man even­tu­ell auch selbst da ein­fach geschei­tert ist. Und Björn (02:28.08) Hm? Björn (02:33.2) Hm. Jan (02:35.726) Dazu haben wir dann gear­bei­tet. Kön­nen wir viel­leicht gleich noch­mal dar­auf ein­ge­hen, aber das ist im Prin­zip die­ser Sach­ver­halt, über den ich ger­ne mal spre­chen möch­te. Was bedeu­tet es, eine Rol­le ein­zu­neh­men? Und Rol­le neh­men wir in unter­schied­li­chen For­men ein? Und was hat das auch mit der eige­nen Per­sön­lich­keit zu tun oder mit der jewei­li­gen Per­son, die die­se Rol­le erfüllt, aus­füllt, annimmt? Das ist das The­ma. Björn (02:57.424) Sehr span­nen­des The­ma, fin­de ich. Und sehr viel­schich­tig, weil jetzt in dem Bei­spiel, das du genannt hast, was mir da so direkt auch durch den Kopf ging, war die Rol­le, die jemand in einem Unter­neh­men ein­nimmt, hat natür­lich auch etwas damit zu tun, wie sie von ande­ren wahr­ge­nom­men wird. Gera­de wenn es so um inter­ne Beför­de­rung geht, einem Unter­neh­men her­an­wächst sozu­sa­gen und dann auf ein­mal gera­de in eine Füh­rungs­rol­le rein­rutscht, kann man glau­be ich noch so vor­be­rei­tet sein. Aber was sich dann mensch­lich um uns her­um abspielt, ist natür­lich auch noch­mal ein ganz ande­res The­ma, weil die­se Rol­len­wahr­neh­mung da einen gro­ßen Ein­fluss hat. Also wie ver­hält sich mei­ne Umge­bung mir gegen­über anders, weil ich eine bestimm­te Rol­le habe. Und das ist natür­lich auch wie­der an die Per­son gekop­pelt, weil sagen wir mal, jemand kommt in eine Füh­rungs­rol­le und auf der per­sön­li­chen Ebe­ne gab es da immer viel Har­mo­nie frü­her und das war der Bud­dy. irgend­wie immer alles so schön auf Augen­hö­he und da muss­te man nichts befürch­ten und hat sich auch so super ver­stan­den, pri­vat auch viel­leicht ein biss­chen getrof­fen und also, wo die per­sön­li­che Ebe­ne sehr, sehr im Vor­der­grund stand. Und dann dreht sich das natür­lich total, wenn jemand von der Rol­le her eine Hier­ar­chie nach oben rutscht. Und das hat nicht mal was mit Kom­pe­tenz zu tun oder wie du jetzt gesagt hast, mit der zusätz­li­chen Aus­bil­dung, son­dern ein­fach die Wahr­neh­mung einer Per­son. in einer ande­ren Rol­le und auch die Wahr­neh­mung der eige­nen Per­son in die­ser ande­ren Rol­le. Wie wer­de ich dem gerecht? Was erwar­tet mei­ne Umge­bung jetzt von mir? Muss ich jetzt auf ein­mal beson­ders auto­ri­tär sein? Was pas­siert, wenn mei­ne Auto­ri­tät auf­grund der per­sön­li­chen vor­her­ge­hen­den Ebe­ne gar nicht ange­nom­men wird? Und was hat das jetzt wie­der für eine Aus­wir­kung auf mei­ne Rol­le? Wie ver­hal­te ich mich dann in die­ser Rol­le? Ist ein ganz viel­schich­ti­ges The­ma und ein ganz belieb­tes Coa­ching­the­ma auch, weil das ist, glau­be ich, etwas, was Björn (05:08.88) sehr vie­le, die uns jetzt zuhö­ren, die viel­leicht in so einer Situa­ti­on mal waren, nach­emp­fin­den kön­nen, dass so ein inter­ner Rol­len­wech­sel auf der per­sön­li­chen Ebe­ne sehr schwie­rig ist und die Rol­le tat­säch­lich auch gefähr­den kann. Weil genau wie du es beschrie­ben hast, es dann zu einem Kon­flikt zwi­schen der eige­nen Per­son und der neu­en Rol­le gibt. von der man nicht so rich­tig weiß, wenn das abge­lehnt wird von der Umge­bung, ob das jetzt eine per­sön­li­che Ableh­nung ist. Das lässt einen dann tief zwei­feln, ob das über­haupt eine Rol­le ist, die man aus­fül­len kann, auch wenn das über­haupt nichts mit der Qua­li­fi­ka­ti­on oder der Leis­tung in der neu­en Rol­le zu tun hat, weil es uns tief an die Per­son geht. Jan (05:55.47) Mhm. Ja, also das sind ja viel­leicht auch unter­schied­li­che Aspek­te, in denen einem das begeg­nen kann. Also das, was wir jetzt gera­de etwas mehr beleuch­tet haben, war das beruf­li­che The­ma. Näm­lich, ich stei­ge bei­spiels­wei­se in der Kar­rie­re­lei­ter auf, kom­me eben in eine Füh­rungs­auf­ga­be und muss dann erst­mal ler­nen, da zurecht­zu­kom­men. Das ist ja wie über­all anders auch. Was ich bis­her nicht gemacht habe, da kann ich auch kei­ne Erfah­rung drin haben. Das heißt, ich muss erst­mal ler­nen. Jan (06:26.96) dazu. Also wir alle wür­den heu­te nicht lau­fen, wenn wir nicht oft hin­ge­fal­len und wie­der auf­ge­stan­den wären als Kin­der. Und das zieht sich dann ja auch so im Berufs­le­ben wei­ter durch, dass halt auch da nicht alles immer zu 100 Pro­zent läuft mit hoher Wahr­schein­lich­keit, son­dern dass man da im Prin­zip auch rein wach­sen muss unter Umstän­den. Das heißt, da gibt es die Mög­lich­keit, dass also eine Rol­le unter Umstän­den auch zu einem gewis­sen Zeit­punkt erst­mal viel­leicht noch ein Stück­chen zu groß ist oder auch Anfor­de­run­gen stellt, Fähig­kei­ten benö­tigt. die ich even­tu­ell noch gar nicht habe, die die Per­son noch gar nicht hat, die sie erst ent­wi­ckeln muss, das kann eine Fest­stel­lung sein. Und dann gibt es natür­lich auch ande­re Rol­len, die uns begeg­nen, an die auch Erwar­tun­gen gestellt wer­den, am pri­va­ten Bereich. Das kann eine Rol­le sein als Part­ner, in einer Part­ner­schaft. Das kann die Rol­le sein einer Mut­ter, eines Vaters, wo dann auch von außen auf ein­mal gewis­se Erwar­tun­gen an eine Rol­le defi­niert wer­den. Das kön­nen ganz, ganz unter­schied­li­che Rol­len sein. Das kann auch, wir haben im Vor­ge­spräch schon dar­über gespro­chen, die Rol­le sein eines Coa­ches. Also auch wenn man als Coach arbei­tet, dann nimmt man auch eine Rol­le ein. Und das Inter­es­san­te ist ja in die­sem Zusam­men­hang, zumin­dest für mich jetzt mal für die­se Fra­ge­stel­lung, was hat das jeweils mit der Per­son zu tun? Und ich glau­be, ein ganz wich­ti­ger Punkt, den man unter­schei­den kann, ist, die Rol­le der Per­son. Also auch wenn wir uns jetzt mal ein Thea­ter anschau­en, dann ein Schau­spie­ler, unter­schied­li­che Rol­len ein unter Umstän­den und die­se Rol­len haben bestimm­te Eigen­schaf­ten und die­ser Schau­spie­ler muss des­halb aber, wenn er ein Fies­ling spielt, noch lan­ge nicht im ech­ten Leben ein wirk­li­cher Fies­ling sein. Wird es auch nicht sein, aber er kann sich viel­leicht da hin­ein emp­fin­den, kann es viel­leicht so dar­stel­len in die­sem Zusam­men­hang. Jetzt ist natür­lich das Schau­spiel noch­mal etwas ganz Beson­de­res. Jan (08:21.646) Und da ist viel­leicht auch die­se Distanz zwi­schen Per­son und Rol­le noch mal deut­lich wei­ter. Aber nichts­des­to­trotz ist es halt eben so, dass man fest­stel­len kann, eine Rol­le und auch Erwar­tun­gen an eine Rol­le haben nicht zwin­gend etwas mit der eige­nen Per­son zu tun. Und das kann unheim­lich ent­las­ten. Und das war auch etwas, was in die­sem Coa­ching total gehol­fen hat. Fest­zu­stel­len, hier gibt es Erwar­tun­gen an eine Rol­le. Björn (08:39.344) Hm. Björn (08:45.616) Hm? Jan (08:46.094) Aber wenn die­se Rol­le jetzt auch in die­sem Zeit­punkt oder zu einem gewis­sen Zeit­punkt nicht zu 100 Pro­zent erfüllt oder bespielt wird oder die­se Erwar­tun­gen erfüllt, dann heißt das noch lan­ge nicht, dass ich jetzt auch als Per­son des­halb in irgend­ei­ner Art und Wei­se den Erwar­tun­gen nicht ent­spre­che. Son­dern dann ist die Fra­ge, ich bin genau­so wer­tig als Mensch, auch wenn ich eine gewis­se Rol­le nicht erfül­len kann, viel­leicht auch zu einem gewis­sen Zeit­punkt. Und das kön­nen ja äuße­re inne­re Fak­to­ren, sind unter­schied­li­che Punk­te, aber es hat nichts mit dem Wert. Björn (09:01.84) Hm. Jan (09:14.51) einer Per­son zu tun. Und das fin­de ich schon mal eine ganz ganz wich­ti­ge Erkennt­nis, dass auch ein Schei­tern in bestimm­ten Rol­len, dass Erfah­rung in bestimm­ten Rol­len, dass aber viel­leicht auch Ehrun­gen, Vor­tei­le, die man in bestimm­ten Rol­len hat, nichts mit der Per­son zu tun haben. Auch das soll­te man sich bewusst machen. Es gibt ganz vie­le Men­schen, die bei­spiels­wei­se auch am Ende des Berufs­le­bens auf ein­mal zurück­fal­len, weil sie fest­stel­len, die­se gan­zen Kon­tak­te, die­se Bezie­hung, die ich hat­te, Björn (09:16.624) Hm. Hm. Jan (09:43.022) Die waren mit mei­ner Rol­le ver­knüpft, aber die hat­ten gar nichts mit mir per­sön­lich zu tun. Björn (09:46.64) Das ist ganz häu­fig, ne? So Ruhe stand und auf ein­mal sind alle Kon­tak­te weg, weil man ist nicht mehr… Weil die Rol­le ist weg und die Per­son war gar nicht im Vor­der­grund. Ja, genau. Jan (09:57.358) Und das ist vie­len Men­schen aber oft­mals gar nicht so bewusst, weil wir natür­lich auch einen enorm gro­ßen Zeit­an­teil erst­mal, auch einen emo­tio­na­len Anteil mit bestimm­ten Rol­len ver­knüp­fen. Also auch ein Beruf ist oft­mals iden­ti­täts­stif­tend und wir iden­ti­fi­zie­ren uns auch mit dem unter Umstän­den, was wir tun. Also es kann so sein, muss nicht so sein, hat­ten wir auch schon mal eine Fol­ge dazu. Aber genau­so sind es eben auch ande­re Punk­te. Wenn ich sage, ich iden­ti­fi­zie­re mich als Mut­ter, als Vater oder ich iden­ti­fi­zie­re mich als Coach, dann hat das auch wie­der bestimm­te Erwar­tun­gen, even­tu­ell von außen oder auch von innen, die ich sehe. Und wenn die­se Iden­ti­fi­ka­ti­on dann weg­ge­nom­men wird, dann kann das halt eben dazu füh­ren, dass ich viel­leicht auch selbst ein biss­chen aus dem Gleich­ge­wicht kom­me in dem Zusam­men­hang. Björn (10:46.672) Ich habe gera­de so gedacht, wie viel Rol­len erfül­len wir eigent­lich, weil du dann ja auch vom Pri­va­ten ins pri­va­te, in den pri­va­ten Bereich gegan­gen bist. Und eigent­lich erfül­len wir ja jeden Tag unglaub­lich vie­le Rol­len. Also mor­gens früh, wenn wir in einer Part­ner­schaft sind, sind wir Part­ner. Dann sind wir irgend­wann, wenn wir mit dem Auto fah­ren, Ver­kehrs­teil­neh­mer, ist auch eine Rol­le. Dann sind wir Kol­le­ge, dann sind wir Vor­ge­setz­ter. Jan (11:12.398) Mhm. Björn (11:17.2) Dann machen wir irgend­was Pri­va­tes, da sind wir Freund. Also das ist sehr, sehr… Das ist unheim­lich viel, was wir eigent­lich an Rol­len aus­fül­len. Und ich glau­be, bei einer Rol­len­ver­än­de­rung, wie du sie eben beschrie­ben hast, ich glau­be auch, dass Rol­le und Per­son sehr stark getrennt sind. Ich glau­be, es wird ein… Es gibt eine Schwie­rig­keit, wenn man eine Rol­le, wie du es eben in dem Bei­spiel mit dem Schau­spie­ler… Jan (11:27.438) Hm. Björn (11:45.552) beschrie­ben hast, wenn man sie spielt, wenn man sie nicht isst. Und da ist es dann schon wie­der gekop­pelt. Ich will ein Bei­spiel sagen. Jemand, der in eine Füh­rungs­kraft kommt und dann die Füh­rungs­kraftrol­le nicht aus­füllt, son­dern spielt. Also etwas tut, was er meint, was er tun muss, was aber sei­ner Per­son nicht ent­spricht, wo das in eine gro­ße Dis­kre­panz führt. Jan (12:06.606) Mhm. Björn (12:13.552) Also wenn jemand, der ganz lieb und nett ist als Per­son, ganz stil­ler, ruhi­ger Mensch, jetzt in einer Füh­rungs­rol­le auf ein­mal anfängt, ganz harsh, auto­gi­tär und streng und laut zu wer­den, wird den ja im Umfeld kei­ner ernst neh­men. Und wird eher dazu füh­ren, dass das nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Gera­de wenn er kei­ne Rücken­de­ckung hat, also wenn er kei­nen Men­tor oder Coach dabei hat, der ihm sagt, hör mal, füh­ren, wenn du es noch nicht gelernt hast, macht man… Jan (12:25.966) Mhm. Björn (12:41.776) bes­ser auf der ande­re Art und Wei­se als laut und auto­ri­tär. Dann ist das Gan­ze schon wie­der anein­an­der gekop­pelt. Nichts­des­to­trotz hat natür­lich, auch wenn es an unse­re Per­son gekop­pelt ist, wie wir eine Rol­le aus­fül­len, wenn wir sie nicht vor­spie­len sol­len, da kommt dann das Stich­wort Authen­ti­zi­tät, dass wir authen­tisch sein soll­ten in den Rol­len, die wir haben, immer noch unse­ren per­sön­li­chen Wer­ten ent­spre­chen. Also wenn ich jetzt als als Grund­wert Team­ge­fühl oder Zusam­men­ar­beit habe, mei­ne, wenn ich in einer Füh­rungs­rol­le bin, unglaub­lich einen auf Allein­gän­ge machen zu müs­sen, auch wenn es mei­nem Wert nicht ent­spricht, ist das natür­lich auch wie­der ein Kon­flikt. Also wenn ich eine Rol­le aus­füh­re, aus­füh­re in einer Wei­se, die mir nicht ent­spricht, ist es mit­ein­an­der gekop­pelt. Wenn die Leis­tung nicht stimmt, hat das aber nichts damit zu tun, dass die Per­son dahin­ter nicht in Ord­nung ist. Das ist ja glau­be ich das The­ma gewe­sen, was du eben für die­ses Coa­ching geschil­dert hast. Und das ist… tat­säch­lich, glau­be ich, eine gro­ße Schwie­rig­keit, weil wir so unglaub­lich viel Zeit im Berufs­le­ben ver­brin­gen. Und das ist gesell­schaft­lich ja auch nicht anders mög­lich, weil wir sind ein­fach so struk­tu­riert, das war fast den gan­zen Tag, min­des­tens in der Regel ja acht Stun­den uns mit Arbeit beschäf­ti­gen. Und natür­lich iden­ti­fi­zie­ren wir uns dann per­sön­lich auch sehr mit der Leis­tung, die wir auf der Arbeit brin­gen, bezie­hungs­wei­se das Feed­back und die Wür­di­gung, die wir da bekom­men. Und es gibt ja auch oft die Geschich­ten, dass die­ser Rol­len­wech­sel dann so schwie­rig funk­tio­niert, dass bei­spiels­wei­se der Mana­ger nach Hau­se kommt und immer noch Mana­ger ist. Der kommt nach Hau­se und ist immer noch Mana­ger. Oder was ich auch glau­be ich schon mal erzählt habe, so das schö­ne Bild von einem sehr beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mer oder Füh­rungs­kraft, ist eigent­lich auch egal in dem Fall, der nach Hau­se kommt und die­sen Rol­len­wech­sel… von jetzt auf gleich voll­zie­hen soll. Also der kommt qua­si von der Arbeit nach Hau­se gestol­pert und soll von jetzt auf gleich Vater wer­den oder Vater sein. Der hat gar kei­ne Mög­lich­keit, mit einer klei­nen Deko wie ich das so schön nen­ne, die­sen Rol­len­wech­sel über­haupt hin­zu­krie­gen. Das ist auch wie­der an die eige­ne Per­son gekop­pelt, weil ich glau­be, dass es dann kein Ver­ständ­nis gibt, wel­che… Björn (15:04.112) inne­ren Antei­le eigent­lich in wel­cher Rol­le beson­ders aktiv sind. Und ich glau­be, das ist mir eben schon so durch den Kopf gegan­gen, als du aus­ge­führt hast, dass doch die Rol­le eigent­lich also wir kön­nen ja jetzt nicht behaup­ten, dass die Rol­len, die wir aus­fül­len, völ­lig abge­kop­pelt von unse­rer Iden­ti­tät sind oder von unse­rer Per­son sind oder von unse­rer Per­sön­lich­keit. Ich glau­be, es gibt eine unter­schied­li­che Gewich­tung auf inne­re Antei­le. Also in wel­cher Rol­le bin ich viel­leicht? ener­gi­scher, auto­gi­tä­rer, in wel­cher Rol­le bin ich ver­söhn­li­cher, in wel­cher Rol­le bin ich lus­ti­ger, gibt’s ja auch, die Lus­ti­gen. Das ist, glau­be ich, das, was die Rol­le am Ende ent­schei­det, wie ich sie aus­fül­le. Dass eine Kri­tik an einer Rol­le als per­sön­li­che Kri­tik an der eige­nen Per­son, von der Begriff­lich­keit muss man hier wirk­lich auf­pas­sen, wie ich fest­stel­le, miss­ver­stan­den wird. Jan (15:59.214) Mhm. Björn (16:02.96) könn­te ja auch damit zu tun haben, das ist eine Fra­ge an dich, viel­leicht siehst du das auch völ­lig anders, könn­te ja auch damit zu tun haben, dass ich mei­nen Selbst­wert in viel­leicht für mich zu hohem Maße an eine beruf­li­che Leis­tung kop­pel und weni­ger auf Din­ge, die mich nach­hal­ti­ger in mei­nem Selbst­wert bestär­ken. Jan (16:27.566) Ja, abso­lut. Also das ist ja sowie­so die Fra­ge, was macht das mit einem? Also wenn jetzt irgend­wie jemand sagt, also wir spre­chen qua­si in einem beruf­li­chen Kon­text mit­ein­an­der, so, dann ist halt die Fra­ge, ist das, was da jetzt an dich oder an mich gerich­tet ist, ist es jetzt an den Men­schen gerich­tet dahin­ter oder ist es qua­si an die Rol­le gerich­tet? So und ich fin­de, man kann da ganz gut dif­fe­ren­zie­ren. Also es gibt Men­schen, mit denen kom­me ich qua­si per­sön­lich sehr gut klar, Und da habe ich aber beruf­lich eine ande­re Mei­nung. Und genau­so gibt es Men­schen, mit denen kom­me ich beruf­lich sehr gut klar, aber per­sön­lich habe ich da irgend­wie eine ganz ande­re Mei­nung zu. Und das ist ja auch in Ord­nung. Ich glau­be, wich­tig ist ja letz­ten Endes in dem Zusam­men­hang, du hast gesagt, ich über­le­ge gera­de, wie du es beschrie­ben hast, aber ich ver­su­che es noch­mal anders. Also aus mei­ner Sicht ist es so, dass wenn wir bestimm­te Rol­len ein­neh­men, damit es authen­tisch ist, dann ist es idea­ler­wei­se so. dass unse­re Per­sön­lich­keit, unse­re Wer­te in Sum­me das Spek­trum auch abde­cken kön­nen, was eben in die­sen Rol­len dar­ge­stellt wird. Und ich ver­glei­che das immer ganz ger­ne mit so unter­schied­li­chen Facet­ten. von einem Bril­lan­ten. Also wenn du da halt irgend­wie unter­schied­li­che Facet­ten hast, die da geschlif­fen sind, dann ist es also so, dass es halt eben ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Facet­ten gibt, die auch unter­schied­li­che Rol­len unse­res Lebens dar­stel­len kön­nen. Und trotz­dem ist es qua­si alles ein Stein in Sum­me. Aber es gibt unter Umstän­den nur ein Teil unter­schied­li­che Licht­re­fle­xe, je nach­dem wie jetzt eine Facet­te geschlif­fen ist oder dar­ge­stellt ist. Und das Björn (18:01.744) Mhm. Jan (18:12.24) in unter­schied­li­chen Rol­len, wie du sagst, die­se inne­ren Antei­le oder sagen wir mal Eigen­schaf­ten, unter­schied­lich aus­drü­cken und viel­leicht gibt es dann auch neue Rol­len, die ange­nom­men auf­ge­nom­men wer­den, wo ich even­tu­ell bestimm­te Eigen­schaf­ten erst noch wei­ter aus­prä­gen muss, wo ich even­tu­ell noch rein wach­sen muss, was ich dann über die Zeit ent­wi­ckeln kann. Und trotz­dem bleibt halt eben die­se Fra­ge, wenn jetzt irgend­wie es eine Kri­tik an einer Rol­le gibt. ist das dann zwin­gend eine Kri­tik auch an der Per­son oder muss ich das per­sön­lich neh­men? Weil es gibt ja auch Situa­tio­nen, bei­spiels­wei­se im beruf­li­chen Leben. Oder viel­leicht auch, also ist ja auch ein beruf­li­ches Leben, aber wenn man es mal als Poli­ti­ker nennt, dann gibt es unter Umstän­den die Not­wen­dig­keit aus Grün­den her­aus etwas zu kom­mu­ni­zie­ren, zu ver­tre­ten, was viel­leicht gar nicht mei­ne eige­ne abso­lu­te Mei­nung ist, oder was ich viel­leicht selbst abso­lut als rich­tig ach­te, aber was etwas ist, was ich jetzt reprä­sen­tie­ren muss. Björn (19:04.72) Mhm. Jan (19:05.518) Und dafür kann es unter Umstän­den ver­ba­le Ohr­fei­gen geben. Weil es halt eben vie­le Men­schen gibt, die ande­rer Mei­nung sind. Dann ist die Fra­ge, macht das jetzt etwas mit mir per­sön­lich? Oder gilt es im Prin­zip die­ser Rol­le, die da gera­de aus­ge­führt wird? Und das ist, glau­be ich, wich­tig, sich da irgend­wie ein Stück weit zu dif­fe­ren­zie­ren und auch zu schüt­zen und die­se Din­ge nicht zu per­sön­lich zu neh­men. Denn wir alle ver­su­chen ja in der Regel, die Din­ge so gut zu machen, wie wir es kön­nen. Björn (19:09.744) Mhm. Jan (19:33.774) Und es gibt sicher­lich immer Men­schen, die da viel­leicht mal eine ande­re Mei­nung zu haben. Es gibt Men­schen, die fin­den das viel­leicht nicht so gut. Teil­wei­se gibt es ja auch Situa­tio­nen, wo es Men­schen gibt, die fin­den etwas ganz beson­ders toll und man selbst ist damit viel­leicht gar nicht so zufrie­den. Auch das kann zu einem Kon­flikt füh­ren letz­ten Endes. Aber sich dar­auf zu besin­nen, dass eben die eige­ne oder die dar­ge­stell­te Rol­le, auch die geleb­te Rol­le, trotz­dem nichts… Björn (19:47.92) Hm. Jan (20:01.326) Wer­ten­des in Bezug auf den Wert der Per­sön­lich­keit der Per­son hat, fin­de ich, ist eben ein ganz, ganz wich­ti­ger Punkt. Das kann einen eben auch davor schüt­zen, einer­seits, ja, eben sich per­sön­lich ange­grif­fen zu füh­len, wenn immer etwas nicht so läuft. Das kann einem aber auch den Mut geben, zu sagen, ich wage mal etwas und ich pro­bie­re auch mal etwas aus, auch wenn ich mir nicht 100 Pro­zent sicher bin, dass ich das even­tu­ell schon aus­fül­len kann. Das ist ja auch etwas ganz Wich­ti­ges, weil wenn wir nie die­sen Schritt wagen wür­den, Also über die abso­lu­te Gewiss­heit her­aus. Dann wür­den wir nie wach­sen, dann wür­den wir uns nie wei­ter bewe­gen. Das heißt, wir müs­sen ja irgend­wie auch mal Gren­zen über­win­den, um Neu­es zu ent­de­cken. Und das fin­de ich eigent­lich das Schö­ne dar­an. Und da kann einem viel­leicht die­ses Ver­ständ­nis von Rol­le und Per­son dabei unter­stüt­zen, zu sagen, okay, das ist eben viel­leicht ein Teil­aspekt. Das ist eine Rol­le, die ich aus­fül­le, ver­su­che aus­zu­fül­len, die ich lebe. Aber sie ist eben auch ein Stück weit ent­kop­pelt von mir als Men­schen ganz per­sön­lich. Björn (20:57.296) Viel­leicht so zum Abschluss, das macht das viel­leicht auch noch­mal ganz deut­lich, viel­leicht noch eine Geschich­te, die ich gera­de so im Kopf hat­te, als du das erzählst, das mit der Rol­le, die man aus­füllt und wer da eigent­lich gera­de die Kri­tik kriegt, die Rol­le oder die Per­son. Ich habe ja sehr lan­ge mal im Kun­den­be­reich gear­bei­tet, also so Cus­to­mer Facing Sup­port und muss­te tat­säch­lich da auch ler­nen, dass… wenn ich ange­schrien wur­de oder wenn ich ange­schimpft wur­de, ich nie per­sön­lich gemeint war. Es ging nie um mich, son­dern es ging immer um die Fir­ma, für die ich da stand. Und das ist vie­len Kol­le­gen schwer­ge­fal­len. Also es ist gera­de so in den Anfangs­mo­na­ten, es ist vie­len Kol­le­gen schwer­ge­fal­len, weil es immer sehr emo­tio­nal wur­de dann und dass man nie per­sön­lich gemeint ist, kann man ja gar nicht. Und das kann man sich viel­leicht auch immer mal bewusst machen. Man kann ja gar nicht per­sön­lich gemeint sein, weil Jan (21:32.334) Mhm. Björn (21:55.28) Man kennt ja das Gegen­über über­haupt nicht. Das Gegen­über kann ja mei­ne Per­son gar nicht mei­nen, weil es kennt mich ja über­haupt nicht. Das hat mir dann sehr gehol­fen. Und dar­über habe ich dann ein ganz kla­res Rol­len­ver­ständ­nis bekom­men. Okay, mei­ne Rol­le ist gera­de und ich ste­he hier nicht als Björn, son­dern ich ste­he in die­ser Rol­le hier und alles, was da so an Atta­cken kam. Aber auch tat­säch­lich am Posi­ti­ven, wie du eben gesagt hast, hat nichts mit mir zu tun, son­dern mit mei­ner Rol­le in die­sem Unter­neh­men. Jan (22:02.222) Mhm. Björn (22:24.752) die­sen Moment. Und das ist schwie­rig natür­lich oder schwie­ri­ger, wenn man sich in einem Kon­strukt befin­det, wo es eine grö­ße­re per­sön­li­che Ebe­ne gibt, also Füh­rungs­kraft, Mit­ar­bei­ter, kennt sie schon seit zehn Jah­ren, auf ein­mal ist man Füh­rungs­kraft und so. Das ist natür­lich eine ganz ande­re Her­aus­for­de­rung. Aber auch da, ich füh­re ja auch Men­schen und ich habe auch da immer wie­der so die Beob­ach­tung, dass Jan (22:25.71) Hm. Björn (22:49.424) Ich mich dabei beob­ach­te, wie ich sel­ber sage, okay, ich wer­de hier gera­de nicht ange­mauzt, weil ich Björn bin, son­dern weil ich hier gera­de der Über­brin­ger einer bestimm­ten Nach­richt bin, die nicht ange­nehm ist. Und ich sit­ze hier gera­de nicht als Björn, son­dern ich sit­ze hier in der Rol­le der Füh­rungs­kraft. Und das hilft sehr, wenn man sich dar­über im Kla­ren ist, dass was zurück­kommt, egal ob es posi­tiv oder nega­tiv ist, nicht. Jan (23:00.046) Hm. Jan (23:05.038) Hm. Björn (23:14.16) im Kern, gera­de im geschäft­li­chen All­tag oder nur vor allem im geschäft­li­chen All­tag nicht an mich per­sön­lich gerech­net ist, son­dern an die Funk­tio­nen, die ich da gera­de aus­fül­le. Das hilft, glau­be ich, sehr, wenn man sich das in sol­chen Situa­tio­nen immer mal bewusst macht und viel­leicht immer mal fragt, in wel­cher Rol­le befin­de ich mich gera­de in sol­chen Situa­tio­nen. Ein­fach mal sich sel­ber reflek­tie­ren, in wel­cher Rol­le befin­de ich mich gera­de. Das müs­sen wir bei­de regel­mä­ßig tun, weil wenn wir im Coa­ching sind, sind wir auch nicht ganz pur. Jan (23:31.022) Mhm. Björn (23:43.984) .. Jan und Björn. Es gibt eine bestimm­te Coa­ching-Hal­tung… .. oder Coach-Hal­tung, die wir dann auch ein­neh­men müs­sen. Weil wir nie wer­ten, weil wir ja nie ver­ur­tei­len,… .. weil wir ja neu­tral sind… .. bzw. immer mit dem Kli­en­ten loy­al. Auch wenn das völ­lig unse­rem eige­nen Wer­te­sys­tem wider­spricht,… .. aber auch da ist ein schö­nes Bei­spiel dafür,… .. dass eine Rol­le nichts damit zu tun hat. wie man per­sön­lich ist und wer man per­sön­lich ist und dass auch nichts über die Wer­tig­keit aus­sah. Jan (24:16.494) Ja. sehr schön zusam­men­ge­fasst. Ich wür­de ger­ne noch ein­mal auf­lö­sen, wie es dann qua­si in die­sem kon­kre­ten Fall auch wei­ter­ging. Wir hat­ten dann im Prin­zip genau das auch noch mal dif­fe­ren­ziert, das The­ma Rol­le und Per­son her­aus­ge­ar­bei­tet, dass halt eben auch eine Kri­tik in die­sem Zusam­men­hang dann sich eigent­lich an die Erwar­tungs­hal­tung an die­se Rol­le rich­tet, dass aber im Prin­zip auch die per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten, um das aus­zu­fül­len, in Tei­len eben noch gar nicht so weit ent­wi­ckelt Björn (24:24.816) Span­nend. Jan (24:48.174) Aber die­se Fest­stel­lung hat schon mal zu einer sol­chen Ent­las­tung geführt, dass erst mal die­se Tätig­keit wei­ter­ge­führt wer­den konn­te und das dann aber auch for­mu­liert wer­den konn­te. was dann noch zu ent­wi­ckeln ist. Und das konn­te dann im Prin­zip nach­ge­holt wer­den. Und so konn­te dann auch in die­se Rol­le hin­ein­ge­wach­sen wer­den. Das fand ich eine sehr schö­ne Ent­wick­lung, weil qua­si aus der ursprüng­li­chen Arbeits­hy­po­the­se, das ist alles zu viel, ich schmei­ße das hin, ist dann gewor­den, okay, wie kann ich dar­an arbei­ten, damit es gut funk­tio­niert? Und letz­ten Endes hat dann eben auch eine Ent­wick­lung statt­ge­fun­den. die es dann ermög­licht hat, das dann eben auch mit einem guten Gefühl wei­ter zu tun. Und das fand ich einen tol­len Fall auf jeden Fall. Björn (25:32.528) Ja, klingt super, es hat sich der Kno­ten gelöst. Jan (25:35.342) Rich­tig, genau. Ja, und wenn ihr viel­leicht auch eige­ne Erfah­run­gen mit Rol­len habt, mit unter­schied­li­chen zwi­schen Rol­len und Per­so­nen, mit unter­schied­li­chen Rol­len­er­war­tun­gen, dann freu­en wir uns natür­lich auch auf eure Kom­men­ta­re. Wir freu­en uns auf eure Bewer­tun­gen für die­se Fol­ge und ste­hen euch für Fra­gen natür­lich ger­ne zur Ver­fü­gung. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr unter dem Pod­cast und wir freu­en uns schon auf das nächs­te Mal und ja, bis dahin ver­ab­schie­den wir uns zunächst. Björn (26:04.816) Macht’s gut, bis bald. Jan (26:05.966) Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Beruf, Business Coaching, Coach&Coach, Coaching, Podcast --- ### [Fasten für den Geist - Energie aus Verzicht](https://bobach-coaching.de/fasten-fuer-den-geist-energie-aus-verzicht/) **Published:** März 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Gön­ne dei­nem Geist eine Pau­se!** In der neu­en Fol­ge von Klar­Sicht ent­füh­re ich dich in die Welt des geis­ti­gen Fas­tens. ? **Was ist das?** Ganz ein­fach: bewuss­ter Ver­zicht auf men­ta­le Reiz­über­flu­tung und Ablen­kung. ? **War­um ist das wich­tig?** In unse­rer schnell­le­bi­gen Welt sind wir stän­dig sti­mu­liert, getrie­ben und abge­lenkt. ? **In die­ser Fol­ge erfährst du:** - **Wie du dich von nega­ti­ven Gedan­ken befreist und dei­nen Fokus [auf das Posi­ti­ve lenkst](https://bobach-coaching.de/podcast-positives-denken/ "Coach&Coach: Positives Denken").** - **Wie du dei­nen Kon­sum von sozia­len Medi­en bewusst redu­zierst und mehr Zeit für Off­line-Akti­vi­tä­ten gewinnst.** - **Wie du bewuss­ter kaufst und dich von der Reiz­über­flu­tung durch Wer­bung befreist.** - **War­um Mul­ti­tas­king dei­nem Geist scha­det und wie du es durch fokus­sier­tes Arbei­ten ersetzt.** **Ich tei­le mei­ne eige­nen Erfah­run­gen:** Erfah­re, wie geis­ti­ges Fas­ten mein Leben ver­än­dert hat und wel­che Vor­tei­le ich dar­aus zie­he. **Prak­ti­sche Tipps:** Ich gebe dir kon­kre­te Anlei­tun­gen, wie du geis­ti­ges Fas­ten in dei­nen All­tag inte­grie­ren kannst. **Klei­ne Schrit­te:** Der Schlüs­sel zum Erfolg liegt in der 1-%-Regel. Set­ze dir klei­ne, erreich­ba­re Zie­le und stei­ge­re dich schritt­wei­se. **Erwar­tungs­hal­tung:** Geis­ti­ges Fas­ten ist ein Pro­zess. Sei gedul­dig mit dir selbst und feie­re dei­ne Fort­schrit­te. **Refle­xi­on:** Nimm dir am Ende Zeit, um die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen des geis­ti­gen Fas­tens auf dein Leben zu reflek­tie­ren. **Star­te jetzt!** Geis­ti­ges Fas­ten ist eine kraft­vol­le Metho­de, um men­ta­le Klar­heit, inne­re Ruhe und mehr Zufrie­den­heit zu errei­chen. ?‍♀️ **Höre dir die neue Fol­ge von [Klar­Sicht ](https://bobach-coaching.de/hallo-klarsicht-podcast/ "Hallo KlarSicht Podcast!")an und erfah­re mehr!** **Tei­le dei­ne Erfah­run­gen mit mir!** Hast du schon Erfah­run­gen mit geis­ti­gem Fas­ten gemacht? Was sind dei­ne Tipps? Hin­ter­las­se mir eine [Nach­richt!](#kontakt) **Takea­ways** Fas­ten für den Geist bedeu­tet der bewuss­te Ver­zicht auf men­ta­le Reiz­über­flu­tung und Ablen­kung. Es ist wich­tig, nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter zu erken­nen und zu hin­ter­fra­gen. Das Fas­ten von sozia­len Medi­en und Kon­sum kann zu mehr Klar­heit und Gelas­sen­heit füh­ren. Mul­ti­tas­king ist inef­fek­tiv, statt­des­sen soll­te man sich auf eine Auf­ga­be kon­zen­trie­ren. Klei­ne Schrit­te, die 1-%-Regel und eine posi­ti­ve Erwar­tungs­hal­tung hel­fen bei der Umset­zung des geis­ti­gen Fas­tens. **Kapi­tel** 00:00 Ein­füh­rung und Erfah­run­gen mit Fas­ten für den Geist 01:56 Was ist Fas­ten für den Geist? 06:37 Prak­ti­sche Umset­zung von Fas­ten für den Geist 07:33 Fas­ten von nega­ti­ven Gedan­ken 08:03 Fas­ten von sozia­len Medi­en 08:32 Fas­ten von Kon­sum 09:13 Fas­ten von Mul­ti­tas­king 14:13 Hilf­rei­che Tools und Tech­ni­ken 16:40 Inte­gra­ti­on des Fas­tens für den Geist im All­tag 20:19 Lang­fris­ti­ge Umset­zung des Fas­tens für den Geist 21:43 Reflek­ti­on und Nach­hal­tig­keit TranskriptionHerz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach und einer neu­en Fol­ge in der Rei­he. Ein bewuss­tes Jahr. Heu­te geht es pünkt­lich zur Fas­ten­zeit um Fas­ten für den Geist. Ener­gie aus Ver­zicht. Wor­um wird es heu­te gehen? Grund­sätz­lich möch­te ich erklä­ren, was damit gemeint ist und war­um Fas­ten für den Geist eine gute Idee ist, wie das Gan­ze funk­tio­niert und ein paar Pra­xis­tipps für die Umset­zung im All­tag. Ich möch­te euch zuerst ein biss­chen erzäh­len, was ich für Erfah­run­gen mit Fas­ten für den Geist gemacht habe. Also für den Kör­per ken­nen das ja meh­re­re schon und auch ich sel­ber habe schon so Saft fas­ten gemacht und auch schon mal rich­tig Heil­fas­ten gemacht. Und das ist immer eine Her­aus­for­de­rung, auf fes­te Nah­rung oder kom­plett Nah­rung zu ver­zich­ten. Aber es ist unheim­lich wohl­tu­end, weil für den Kör­per beru­higt sich sehr viel und der Kör­per kann Din­ge tun, wofür er sonst kei­ne Ener­gie hat, weil er mit Ver­dau­ung beschäf­tigt ist. Und das soll­te man natür­lich nur mit ärzt­li­chem Segen machen. Aber ich habe das immer als etwas sehr Posi­ti­ves erlebt und das kann man nun auch für den Geist machen, nicht erst seit Neu­em, son­dern eigent­lich schon län­ger. Es wird immer popu­lä­rer und des­we­gen möch­te ich mich damit heu­te beschäf­ti­gen. Ich per­sön­lich habe Fas­ten für den Geist gera­de in Kri­sen als sehr, sehr nütz­lich erlebt. Denn ich muss nicht stän­dig Din­ge wahr­neh­men, die ich sowie­so nicht ändern kann. Ich kann mei­nen Geist damit frei machen. Ich kann mich auf die Lösung von viel­leicht tat­säch­lich wich­ti­gen Pro­ble­men kon­zen­trie­ren. Und das Gan­ze hat über­haupt nichts mit Ver­drän­gung zu tun. Denn es geht nicht dar­um, Din­ge gar nicht wahr­zu­neh­men, son­dern selek­tiv wahr­zu­neh­men zu Momen­ten, wo man sich auch bewusst damit aus­ein­an­der­set­zen möch­te. Ich per­sön­lich mache das dadurch, dass ich auf sehr wei­te Tei­le von Social Media ver­zich­te, vor allem auf Tei­le von Social Media, die mit Algo­rith­mus basier­ten Streams arbei­ten, also die­sen nicht enden wol­len­den Streams, durch die man dann so durch scrollt und die einen eigent­lich berie­seln die gan­ze Zeit und man sich nicht mal sel­ber aus­ge­sucht hat, was man da sieht. Weil das ist tat­säch­lich völ­lig sinn­lo­se Zeit, die einen auf Gedan­ken bringt oder die Auf­merk­sam­keit auf Din­ge rich­tet, auf die man sie gar nicht len­ken will. Unbe­dingt. Und ich ver­zich­te viel auf Ablen­ken­de, wenn ich eigent­lich etwas ganz ande­res tue. Und das gilt auch im Pri­va­ten. Und da so ein ganz bana­les Bei­spiel Wenn ich einen Film gucke oder eine Serie, dann ver­mei­de ich es neben­bei per­ma­nent in irgend­wel­chen Apps zu scrol­len und mein Tele­fon in der Hand zu haben. Dadurch bin ich viel kon­zen­trier­ter und kann das viel bewuss­ter wahr­neh­men. Natür­lich, was ich da gera­de tue. Das ist jetzt nur ein klei­nes Bei­spiel, aber da zie­hen sich vie­le durch den All­tag. Also, was ist Fas­ten für den Geist? Also wenn man es defi­nie­ren möch­te, ist es eigent­lich der bewuss­te Ver­zicht auf men­ta­le Reiz­über­flu­tung und Ablen­kung. Und das bezieht sich auf klei­ne und gro­ße Din­ge im All­tag. Also wie das Bei­spiel eben schon, wenn ich dar­auf ver­zich­te, neben der Serie oder neben dem Film noch mit mei­nem Han­dy mich zu beschäf­ti­gen, kann ich mich viel bes­ser auf den Film kon­zen­trie­ren. Das kann aber auch bedeu­ten, dass ich bewusst zu einer bestimm­ten Zeit gar nicht erreich­bar bin, dass es Fens­ter gibt, Zeit­fens­ter gibt, in denen ich mein Han­dy aus­schal­te oder auf stumm schal­te oder auf nicht stö­ren. Je nach Gerät und ganz bewusst auch nicht mehr drauf schaue, weil ich mich um mich sel­ber küm­mern möch­te. Das Ziel dahin­ter ist eine men­ta­le Klar­heit, Ent­span­nung und Wohl­be­fin­den. War­um macht man das? Nun denn. Also wenn man men­ta­le Klar­heit, Ent­span­nung und Wohl­be­fin­den för­dert, ist es natür­lich vor allem auch eine Stress­re­du­zie­rung und einer För­de­rung von Gelas­sen­heit. Gelas­sen­heit vor allem Din­gen gegen­über, die man nicht unter Kon­trol­le hat. Mit Fas­ten für den Geist kann man auch die Kon­zen­tra­ti­on natür­lich deut­lich stei­gern. Und das in der Pro­duk­ti­vi­tät. Pro­duk­ti­vi­täts­sze­ne oder Pro­duk­ti­vi­täts­op­ti­mie­rung? Sze­ne ger­ne immer wie­der pro­pa­gier­te Fokus­sie­ren för­dern. Also ich kann mich bes­ser auf Din­ge kon­zen­trie­ren, wenn ich ande­re Din­ge abschal­te. Die Schlaf­qua­li­tät wird sich deut­lich ver­bes­sern, wenn ihr das mal aus­pro­biert. Denn man stellt das Gedan­ken­ka­rus­sell ab, das man so ger­ne abends vorm Ein­schla­fen hat. Ihr kennt das viel­leicht auch. Man ist eigent­lich total müde, macht abends das Licht aus und dann geht es los, weil dann der Geist, unser Gehirn, alles ver­ar­bei­tet, was er noch nicht ver­ar­bei­ten konn­te. Und dann kommt man in so Gedan­ken­ka­rus­sell rein. Gedan­ken­spi­ra­len sagen da auf vie­le zu. Der Kopf kann qua­si nicht abschal­ten, weil er so gewohnt ist, mit Rei­zen zu über­flu­tet wer­den. Und wenn man das redu­ziert oder gar ganz abstellt, schläft man deut­lich bes­ser. Natür­lich dadurch, dass man Platz für ande­re Gedan­ken macht, weil man sich nicht mehr so ablen­ken lässt, stei­gert das Gan­ze auch die Krea­ti­vi­tät und die Ent­schei­dungs­freu­dig­keit. Also wenn man men­ta­le Kapa­zi­tä­ten sich dafür frei­hält, wird unser Kopf ganz, ganz von allei­ne schon ande­re Din­ge tun. Und zu guter Letzt war­um soll­te man das machen? Das habt ihr sehr wahr­schein­lich auch schon alle mit­be­kom­men. Social Media hat kei­nen guten Ein­fluss auf unser Selbst­be­wusst­sein. Das ist eine Schein­welt, die wir da prä­sen­tiert krie­gen, die sich da auf­baut vor unse­ren Augen und ganz unbe­wusst sogar. Ver­glei­chen wir uns dann mit Din­gen, die nicht mal real sind, die uns nur vor­ge­gau­kelt wer­den. Und das ist für unse­ren Selbst­wert natür­lich nicht beson­ders för­der­lich. Den kann man damit also wun­der­bar auch noch stär­ken. Wie funk­tio­niert das Gan­ze? Also zunächst ein­mal soll­te man sich über­le­gen, dass es bestimm­te Berei­che gibt, in denen man tat­säch­lich men­tal fas­ten kann. Das ers­te und sehr wahr­schein­lich wich­tigs­te ist eigent­lich Fas­ten von Stress, also sich stres­si­gen Din­gen ent­zie­hen. Wie schafft man das im Berufs­all­tag? Also ich mache das dar­über, dass ich mir bewuss­te Ent­span­nungs­pha­sen ein­baue. Ein kur­zer Mit­tags­pau­se zum Bei­spiel Medi­ta­ti­on, Acht­sam­keit ein­bau­en. Und da ist es jetzt ganz wich­tig. Das soll jetzt nicht bedeu­ten, ihr sollt jeden Tag drei Stun­den lang fas­ten, son­dern das bedeu­tet, ihr sollt euch klei­ne Inseln im Lau­fe eines Tages ein­bau­en, die leicht umsetz­bar sind, weil sie viel­leicht zunächst dann nicht davon abschre­cken, weil all­zu gro­ße Ver­än­de­run­gen der Gewohn­hei­ten wir­ken auf uns ja immer ein wenig schwie­ri­ger. Der nächs­te Punkt ist Fas­ten von nega­ti­ven Gedan­ken. Das ist schon ein biss­chen schwer, weil hier müs­sen wir Gedan­ken­mus­ter bei uns selbst erken­nen und hin­ter­fra­gen. Glau­bens­sät­ze müs­sen wir uns klar­ma­chen. Ihr wisst, das ist so ein ganz gro­ßes Lieb­lings­the­ma von mir. Also wel­che nega­ti­ven Glau­bens­sät­ze habe ich ein­fach was zieht mich run­ter? Und das nicht zur Sei­te drü­cken, son­dern tat­säch­lich hin­ter­fra­gen und bear­bei­ten und mit posi­ti­ven Affir­ma­tio­nen arbei­ten. Sich immer wie­der sel­ber bestär­ken dar­in, was man tut, dass man etwas schafft. Natür­lich in einem rea­lis­ti­schen Maß. Also wenn ich jetzt total untrai­niert, mich posi­tiv bestärkt, dass ich mor­gen einen Mara­thon schaf­fe, wer­de ich das nicht schaf­fen. Aber wenn ich mich dar­in bestär­ke, dass ich es schaf­fe, über­haupt lau­fen zu gehen als völ­lig Untrai­nier­te wird mir das sehr wahr­schein­lich hel­fen. Dann, wie eben erwähnt, ganz gro­ßes The­ma das Fas­ten von sozia­len Medi­en. Und das kann man natür­lich am ein­fachs­ten machen, wie man es weni­ger tut. Bild­schirm­zeit redu­zie­ren, das kann man auch schon fast digi­ta­le Detox Kur nen­nen. Das fällt vie­len schwer. Und wenn es einem zu schwer fällt, dann soll­te man sich fra­gen Bin ich da viel­leicht schon abhän­gig von. Ist das eine Sucht? Und dafür gibt es ja tat­säch­lich mitt­ler­wei­le auch schon rich­ti­ge Ent­wöh­nungs­pro­gram­me. Also das wird wie eine Krank­heit, wie eine ande­re Sucht behan­delt. Und wenn ihr davon betrof­fen seid, also wenn ihr merkt, wenn ihr das blei­ben lasst, dann kriegt ihr unglaub­li­che Ängs­te. Wer­det ihr euren Gefüh­len aus­ge­lie­fert, soll­tet ihr euch drin­gend, natür­lich pro­fes­sio­nel­le Hil­fe suchen. Ein wei­te­rer Bereich des Fas­tens ist von Kon­sum. Da kann man das Buz­zword Mini­ma­lis­mus rein­wer­fen. Aber ich wür­de es eher als bewuss­ten Kon­sum nen­nen. Denn wir leben in einer Welt, in der Kon­sum all­ge­gen­wär­tig ist und auch natür­lich wich­tig ist. Teil­wei­se, weil wir wol­len ja zum Bei­spiel auch essen und das ist ja auch eine Form von Kon­sum, Wir gehen ja ein­kau­fen, Lebens­mit­tel und sol­che Sachen. Aber macht man das wirk­lich bewusst? Kau­fe ich wirk­lich bewusst das das letz­te Schnäpp­chen? Fra­ge ich mich wirk­lich? Brau­che ich das? Und wenn ich das brau­che, was bringt es mir eigent­lich? Und wenn ihr das mit gutem Gewis­sen und vol­lem Her­zen gut beant­wor­ten kön­nen, dann ist das natür­lich auch in Ord­nung. Aber Kon­sum um des Kon­sums wil­len auch Da kann natür­lich eine Sucht lau­ern, bei der man pro­fes­sio­nel­le Hil­fe brau­chen könn­te. Aber grund­sätz­lich Kon­sum des Kon­sums Wil­len ist äußerst ablen­kend und nicht beson­ders för­der­lich. Und zu guter Letzt Einen Bereich, wo Fas­ten wirk­lich hel­fen kann, ist Mul­ti­tas­king. Das wird ja ger­ne ver­langt von uns, dass wir meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig auf dem Schirm haben und jon­glie­ren. Und da wer­de ich auch nicht müde, das immer wie­der zu sagen. Es gibt kei­nen Plu­ral von Prio­ri­tät. Also man kann nicht meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig zum Wich­tigs­ten erklä­ren. Und wir sind auch von unse­rem Gehirn gar nicht dafür struk­tu­riert, meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig mit der glei­chen Kon­zen­tra­ti­on zu bear­bei­ten. Als klei­nes Bei­spiel. Ihr könnt ja mal ver­su­chen, euch eine kom­pli­zier­te Mathe­auf­ga­be selbst im Kopf zu stel­len und die zu lösen und gleich­zei­tig aktiv jemand ande­rem zuzu­hö­ren und hin­ter­her Fra­gen zu dem Gespro­che­nen zu beant­wor­ten. Das wer­det ihr nicht schaf­fen, das schafft kein Mensch. Dazu sind wir gar nicht aus­ge­legt. Also das ist uns sehr, sehr fern. Und die die­ses Fas­ten von Mul­ti­tas­king kann sich dem bewusst ent­zie­hen. Dass ich meh­re­re Din­ge gleich­zei­tig erle­di­ge, ist sehr, sehr heil­sam, weil es uns dazu zwingt, uns tat­säch­lich auf ein Ding zu kon­zen­trie­ren, also den Fokus wirk­lich auf eine und die aktu­el­le Auf­ga­be zu legen. Und dadurch wird man viel pro­duk­ti­ver. Und ich gebe auch gleich noch ein paar Tipps, wie man das errei­chen kann. Aber ver­ab­schie­det euch mal von dem Gedan­ken, dass es über­haupt mög­lich ist und wenn ihr es per­ma­nent ver­sucht, fas­tet davon mal! Es ist äußerst span­nend, was ihr da für Erkennt­nis­se habt. Also in der Pra­xis Wie kann ich Fas­ten für den Geist umset­zen? Also der ers­te Schritt soll­te natür­lich sein, sich dar­auf vor­zu­be­rei­ten und einen Ein­stieg dar­ein zu fin­den. Ich mache das beson­ders ger­ne, indem ich mir klei­ne mach­ba­re Schrit­te über­le­ge, also Din­ge, die ich wirk­lich leicht und schnell umset­zen kann. Und man kann da ganz gut die­se Smart Goals nut­zen. Über die habe ich ja auch schon ein paar Mal gespro­chen in mei­nem Pod­cast. Also die­se Zie­le, die rea­lis­tisch und ter­mi­niert umsetz­bar sind, die für mich auch attrak­tiv sind, wenn ich mir da klei­ne, mach­ba­re Schrit­te zurecht lege, ist die Wahr­schein­lich­keit, dass ich es umset­ze, viel, viel grö­ßer. Und zur Vor­be­rei­tung gehört für mich auch das Umfeld. Man soll­te die Men­schen um sich her­um, wenn nötig infor­mie­ren über das, was man da vor­hat. Das ist gera­de auch im Arbeits­le­ben ganz hilf­reich. Dazu gibt es gleich auch noch ein paar Tipps. Aber auch im Pri­va­ten. Das hilft einem näm­lich, weil man da manch­mal Unter­stüt­zung bekommt in sei­nem Vor­ha­ben. Manch­mal machen ande­re mit. Das kann ja äußerst moti­vie­rend sein. Und es kann auch hel­fen, bei Rück­schlä­gen eine Unter­stüt­zung an der Sei­te zu haben. Und das ist tat­säch­lich der nächs­te wich­ti­ge Tipp für die Pra­xis. Rech­net damit, dass ihr Rück­schlä­ge und Moti­va­tions tiefs habt. Denn Rück­schlä­ge gehö­ren fast immer dazu. Es geht nie in allen Berei­chen immer nur steil berg­auf, son­dern manch­mal stol­pert man und rutscht ein biss­chen zurück. Und das ist total okay. Und dann setzt man wie­der wei­ter an und macht wei­ter. Und das gilt genau­so für das Fas­ten, für den Geist. Also soll­te ich mir vor­ge­nom­men haben, ich will weni­ger Zeit in Social Media App XY ver­brin­gen. Und dann hat es mich wie­der gequetscht und ich habe eine hal­be Stun­de da ver­bracht, dann ist das in Ord­nung, weil ich kann mir vor­neh­men, das wei­ter zu redu­zie­ren und das ist mir mensch­lich, da auch mal einen Rück­schlag zu haben. Ja, und die Moti­va­ti­ons­teams wer­den sich auch unwei­ger­lich ein­stel­len, denn das kennt auch jeder. Anfangs, wenn wir etwas Neu­es begin­nen, ist die Eupho­rie unglaub­lich hoch und dann sinkt sie, weil wir irgend­wie den­ken, das bringt nichts. Man sieht das Ergeb­nis noch nicht und dar­über muss man sich bewusst sein. Also die­se Anfangs­eu­pho­rie wird ver­flie­gen und dann wird es etwas mehr Kraft kos­ten. Und allein dadurch, dass man das weiß und schon damit rech­net, ist so einen ein Moti­va­ti­ons­tief deut­lich leich­ter zu über­win­den. Hilf­rei­che Tools und Tech­ni­ken, um so ein Fas­ten für den Geist durch­zu­ste­hen, sind Medi­ta­ti­on, Acht­sam­keit und Jour­na­ling, wie man das so schön neu­deutsch nennt. Also Tage­buch­schrei­ben, ganz alt­mo­disch. Und hier­bei bei die­sen Tools ist sind auch wie­der die klei­nen Schrit­te beson­ders wich­tig. Also wenn ihr euch vor­neh­men zu medi­tie­ren und das kann ich nur jedem raten, nicht gleich eine Stun­de jeden Tag. Kei­ne Inter­val­le, Kur­ze Medi­ta­tio­nen. Es gibt auf dem Smart­phone bzw der Smart­watch eines renom­mier­ten Elek­tronik­her­stel­lers, der ent­fernt was mit Obst zu tun hat. Eine App, mit der man jeden Tag erin­nert wird. Fünf Minu­ten ein­fach nur zu atmen und sich dar­auf zu kon­zen­trie­ren. Das ist eine wun­der­ba­re Medi­ta­ti­on und vor allem auch ein wun­der­ba­rer Ein­stieg dar­ein. Und das kann man tat­säch­lich im Prin­zip über­all machen. Trai­niert eure Acht­sam­keit mit einem Hilfs­mit­tel wie zum Bei­spiel dem sechs Minu­ten Tage­buch, das ich ja auch schon öfter erwähnt und immer wie­der für gut befun­den habe. Es kann sehr gut hel­fen, da rein­zu­fin­den in die­se gan­ze The­ma­tik Acht­sam­keit. Und da gibt es da noch einen schö­nen Satz­teil, der erklärt, war­um das über­haupt funk­tio­niert und das moti­viert dann noch mal zusätz­lich. Und wenn ihr euch ent­schei­det, Tage­buch zu schrei­ben, dann macht das nicht mit Leis­tungs­druck. Grund­sätz­lich kann ein Tage­buch ja jede Form haben. Es kön­nen nur Stich­punk­te sein. Ihr könnt Brie­fe an euch sel­ber schrei­ben oder an eine ima­gi­nä­re Per­son. Und die­ses For­mat muss ein­fach euch gefal­len. Also macht euch kei­nen Leis­tungs­druck, Ihr wollt kei­ne Memoi­ren schrei­ben, es geht nur dar­um, zu reflek­tie­ren. Also nicht mei­nen, Ihr müsst da roman­rei­fe Kapi­tel­ab­sät­ze Sät­ze schrei­ben. Nicht mit Leis­tungs­druck bele­gen, son­dern es ein­fach immer wie­der machen. Ja und wie kann man Fas­ten für den Geist im All­tag inte­grie­ren? Das fra­gen mich mei­ne Kli­en­ten sehr häu­fig, weil sie mei­nen ja, ich bin dabei. In so einem stres­si­gen Job oder zu Hau­se ist schwie­rig mit drei Kin­dern. Auch das ist mög­lich. Und da gibt es jetzt von mir noch ein paar ganz prak­ti­sche Tipps. Näm­lich das aller­ers­te Schal­tet eure Benach­rich­ti­gun­gen aus auch schon mal von mir erwähnt, aber ich kann es nur immer wie­der mit Nach­druck sagen Schal­tet sie aus, schal­tet das Gebim­mel eurer Smart­phones oder Smart­wat­ches aus, selek­tiert, was euch da benach­rich­tigt. Das Gegen­ar­gu­ment, das ich in dem Moment oft höre, ist aber dann ver­pas­se ich etwas, oder? Aber dann ent­geht mir etwas Wich­ti­ges. Dazu ein­mal der Hin­weis Wenn etwas wirk­lich wich­tig ist, wird man das nicht über eine Push Nach­richt auf sei­nem Smart­phone erfah­ren, son­dern man wird ange­ru­fen. Men­schen spre­chen dann mit einem, wenn es wirk­lich eilig und wich­tig ist. Also die­se Push Nach­rich­ten könnt ihr aus­ma­chen. Zwei­ter Tipp Rich­tet euch fes­te Zei­ten für Emails ein. Nicht. Vor allem die E Mail Benach­rich­ti­gun­gen soll­tet ihr als ers­tes aus­schal­ten, denn das zieht uns kom­plett aus dem, was wir eigent­lich gera­de machen wol­len, immer wie­der raus. Auch da wie­der. Wenn etwas wich­tig ist, wird jemand kei­ne Email schrei­ben, son­dern euch in der Regel anru­fen. Und die­se fes­ten Zei­ten, die ihr euch für Emails ein­rich­tet, berei­ten euch dar­auf vor, dass jetzt Ein­fluss von außen kommt. Und dann könnt ihr den auch ent­spre­chend ein­pla­nen und damit umge­hen. Wenn ihr das per­ma­nent immer wie­der neben­bei bekommt, wird es euch immer wie­der raus­rei­ßen und euren Fokus auf ganz ande­re Din­ge rich­ten. Also ihr kennt das alle. Ihr arbei­tet an bei­spiels­wei­se einem Doku­ment in irgend­ei­ner Text­ver­ar­bei­tung am Com­pu­ter und seid da auch total kon­zen­triert und dann fliegt so eine Benach­rich­ti­gung auf den Bild­schirm und ihr beschließt zwar das mache ich spä­ter, wir neh­men sie ja schon wahr und es wird in eurem Unter­be­wusst­sein rat­tern. Was könn­te das sein? Ist das viel­leicht die Ant­wort, auf die ich von jeman­dem war­te? Oder ihr seht viel­leicht aus mit einem Blick, wer der Absen­der ist. Und dann denkt ihr Oh je, was könn­te der von mir wol­len? Viel­leicht das jemand, wo es stres­sig ist. Also, ihr seid kom­plett aus eurem Fokus raus. Und wenn ihr euch für eine fes­te Zeit ein­rich­tet, zum Bei­spiel mor­gens, mit­tags und abends jeweils Vier­tel­stun­de 20 Minu­ten, um Emails zu bear­bei­ten, habt ihr in dem Moment auch den Kopf dafür und es kann euch nicht stö­ren und eure geis­ti­ge Klar­heit nicht durch­ein­an­der brin­gen? Und in der Frei­zeit. Ein Tipp Sucht Kopf Klar Momen­te. Das ist höchst indi­vi­du­ell. Was macht euch den Kopf frei? Wann habt ihr das Gefühl von Frei­heit in der Bir­ne? So schön sagt und da kann ich jetzt nicht gene­rel­le Tipps geben, was ihr da machen könn­te. Das müsst ihr ent­de­cken oder euch viel­leicht auch erin­nern. Wo habt ihr beson­ders den Moment von Frei­heit in eurem Kopf? Was beflü­gelt euch im Kopf? Bei man­chen sind das Wan­de­run­gen, bei man­chen ist es Ach­ter­bahn­fah­ren oder in Kom­bi­na­ti­on von bei­dem. Das ist alles mög­lich. Die Haupt­sa­che, ihr habt die­ses Gefühl im Kopf. Mei­ne Gedan­ken sind frei. Und wenn ihr die­ses Gefühl habt, sucht sol­che Momen­te. Merkt, was hat euch gut getan? Wer hat euch gut getan? In wes­sen Gesell­schaft habt ihr die­sen, die­sen Ein­druck oder die­ses Gefühl viel­leicht und sucht mehr davon? Ja und zu guter Letzt wie kann man das nach­hal­tig betrei­ben? Das Fas­ten für den Geist? Also wenn ich mir das jetzt zwei Wochen vor­neh­me und auch weiß, das ist in zwei Wochen wie­der vor­bei, wird mir das in der Regel leich­ter gelin­gen, als wenn ich den­ke, das mache ich jetzt mein Leben lang. Denn dann habe ich das Gefühl, ich ver­zich­te auf irgend­et­was grund­sätz­lich und dann fühlt es sich eher an wie ein Ver­lust. Des­we­gen der ers­te Tipp Macht euch bewusst, was es euch eigent­lich bringt. Seht es nicht als Ver­lust von etwas, son­dern Gewinn von etwas Neu­em. Und wenn es dar­um geht, etwas lang­fris­tig zu eta­blie­ren, ist die 1 % Regel eine ganz wun­der­ba­re Metho­de, um das zu schaf­fen. Da gibt es ein Buch zu, da habe ich auch schon mal davon gespro­chen die 1 % Metho­de. Und das besagt eigent­lich, dass klei­ne Ver­än­de­run­gen am Ende etwas ganz Gro­ßes bewir­ken. Und des­we­gen auch ein­gangs der Hin­weis, klei­ne­re Schrit­te zu unter­neh­men und nicht gleich radi­ka­le Umbau­ten in eurem Tages­ab­lauf zu machen. Denn so ein radi­ka­ler Umbau wird uns absto­ßen. Wenn ich aber klei­ne Din­ge ein­baue, wie zum Bei­spiel die­se fünf Minu­ten atmen mit mei­ner Smart­watch. Ist das sehr, sehr wenig Zeit Invest­ment. Aber die Ver­än­de­rung wird am Ende unglaub­lich groß sein, weil es wird sehr wahr­schein­lich Lust auf mehr machen. Also klei­ne Schrit­te 1 % Regel beach­ten hilft für lang­fris­ti­ge Umset­zung. Die Erwar­tungs­hal­tung ist unheim­lich wich­tig. Erwar­tet bit­te nicht, dass ich an ers­ten Tag, wo wir von allen mög­li­chen Din­gen geis­tig fas­tet, schon unglaub­lich viel ver­än­dert. Das pas­siert nicht, das dau­ert ein wenig. Manch­mal dau­ert es Wochen, bei man­chen nur Tage. Manch­mal sind es Wochen, bei man­chen viel­leicht sogar ein, zwei Mona­te. Und wenn ihr davon aus­geht, dass das ein biss­chen dau­ern kann, wird es euch auch nicht frus­trie­ren, wenn ihr nicht so schnell schon eine Ver­än­de­rung spürt. Aber ich kann euch ver­spre­chen, ihr wer­det sie spü­ren. Und plant euch eine per­sön­li­che Refle­xi­on ein. Das ist für die Nach­hal­tig­keit auch sehr, sehr wich­tig. Das kann natür­lich auch wie­der total indi­vi­du­ell sein. Wie oft soll­tet ihr dar­über reflek­tie­ren, was euch das geis­ti­ge Fas­ten eigent­lich bringt? Bei man­chen reicht es wöchent­lich, man­chen reicht es schon monat­lich. Aber macht euch da eine Gewohn­heit draus, auch dar­über immer noch mal zu reflek­tie­ren. Was hat mir das eigent­lich gebracht, dass ich mich dem ent­zie­he? Und da wür­det ihr viel Kraft raus­zie­hen, das wei­ter zu machen und auch Lust und das ist ja total wich­tig. Ja, damit bin ich am Ende die­ser Fol­ge ange­kom­men. Ich hof­fe, die­ses The­ma ist für euch genau­so span­nend wie für mich gewe­sen. Ich habe aus eige­ner Erfah­rung, wie ein­lei­tend gesagt, ja schon sehr, sehr posi­ti­ve Din­ge dar­aus mit­ge­nom­men, mich ein­fach von gewis­sen Din­gen frei zu machen, die mich nach­hal­tig eigent­lich nicht posi­tiv beein­flusst haben. Und fah­re damit unheim­lich gut Und es macht mich ins­ge­samt ruhi­ger und aus­ge­gli­che­ner. Nicht ver­ges­sen, klei­ne Schrit­te zu unter­neh­men, sich Inseln zu suchen, in denen ihr das prak­ti­zie­ren könnt und natür­lich euch auch Unter­stüt­zung in eurem Umfeld zu sichern. Und wenn ihr da was drü­ber tei­len wollt, wie es euch ergan­gen ist, freue ich mich natür­lich über Kon­takt­auf­nah­me. Ich krie­ge immer net­te Mails zu den Fol­gen. Könnt ihr mir ger­ne auch eine schrei­ben? Daten ste­hen unten in der Pod­cast­be­schrei­bung oder? Über mei­ne Home­page bach.de freue ich mich immer von euch zu hören. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren, freue mich auf den nächs­ten Monat im bewuss­ten Jahr und sage Bis bald! Ciao! **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Ein bewusstes Jahr, KlarSicht Podcast, Podcast, Wellbeing --- ### [Unser Umgang mit Stille](https://bobach-coaching.de/unser-umgang-mit-stille/) **Published:** April 16, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Jan und ich stel­len fest, dass Stil­le indi­vi­du­ell wahr­ge­nom­men wird und in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen unter­schied­lich emp­fun­den wer­den kann. Stil­le kann bewusst als Gesprächs­werk­zeug ein­ge­setzt wer­den, um das Gegen­über aus der Reser­ve zu locken. Stil­le kann auch sehr wert­voll sein, um zur Ruhe zu kom­men und in Kon­takt mit sich selbst zu tre­ten. Stil­le aus­hal­ten ist emp­feh­lens­wert und bei Bedarf soll­te offen ange­spro­chen wer­den, wenn sie als unan­ge­nehm emp­fun­den wird. Mit Schwei­ge­se­mi­na­ren und Medi­ta­ti­on kann man sei­ne Stil­le-Erfah­rung opti­mie­ren und aus­wei­ten. **Take-aways** - Stil­le wird indi­vi­du­ell wahr­ge­nom­men und kann in ver­schie­de­nen Situa­tio­nen unter­schied­lich emp­fun­den wer­den. - Stil­le kann bewusst als Gesprächs­werk­zeug ein­ge­setzt wer­den, um das Gegen­über aus der Reser­ve zu locken. - Stil­le kann wert­voll sein, um zur Ruhe zu kom­men und in Kon­takt mit sich selbst zu tre­ten. - Es ist wich­tig, Stil­le aus­zu­hal­ten und bei Bedarf offen anzu­spre­chen, wenn sie als unan­ge­nehm emp­fun­den wird. **Kapi­tel** 00:00 Ein­füh­rung: Stil­le und Umgang damit 01:10 Unter­schied­li­che Emp­fin­dun­gen von Stil­le 05:03 Bewuss­ter Ein­satz von Stil­le 06:07 Stil­le als Mög­lich­keit zur Selbst­re­fle­xi­on 07:23 Stil­le als rhe­to­ri­sches Mit­tel 09:20 Stil­le als Aus­druck von men­ta­ler Beschäf­ti­gung 10:23 Stil­le als inti­mer Moment 11:21 Stil­le als Raum für eige­ne Gedan­ken 12:51 Stil­le als Mög­lich­keit zur Klä­rung 14:34 Stil­le als Mög­lich­keit zur Klar­heit 18:33 Authen­ti­sches Anspre­chen von unan­ge­neh­mer Stil­le 19:29 Akti­ves Fra­gen, um Stil­le zu über­win­den 19:56 Aus­hal­ten von Stil­le 20:23 Hin­ter­fra­gen der Angst vor Stil­le 21:44 Schwie­rig­kei­ten mit Stil­le und Kon­trol­le 23:15 Abschluss: Stil­le genie­ßen [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionBjörn (00:03.155) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach &Coach, dem Coa­ching ‑Pod­cast mit Jan Gus­tav Fran­ke und mir Björn Bob­ach. Hal­lo Jan! Jan (00:11.95) Hal­lo Björn! Björn (00:13.619) Ja, und dass du jetzt geant­wor­tet hast, ist ja eigent­lich schon falsch, weil wir beschäf­ti­gen uns jetzt mit Stil­le und unse­ren Umgang damit. Und wir hat­ten gera­de eben, als wir uns im Vor­feld die­ser Auf­nah­me zu dem The­ma unter­hal­ten haben, so die wit­zi­ge Idee, dass wir eigent­lich euch begrü­ßen und dann mal nichts mehr sagen und euch mal mit der Stil­le allein las­sen. Denn Stil­le bedeu­tet ja in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten sehr, sehr unter­schied­li­che Din­ge und es fällt uns mal leicht, mal weni­ger leicht, damit umzu­ge­hen und manch­mal fin­den wir das auch wun­der­bar, wenn es still ist. Also ich zum Bei­spiel, wenn ich jetzt direkt zum Bei­spiel rein­wer­fe, genie­ße die Stil­le im Urlaub. Ich genie­ße es, Ruhe zu haben, wenn ich in den Ber­gen bin oder an der See und das Meer rau­schen höre, aber kein Men­schen reden höre. Und in ande­ren Zusam­men­hän­gen fin­de ich Stil­le dann auch ganz fürch­ter­lich. Also zum Bei­spiel, wenn man in einer Dis­kus­si­on oder in einem Streit­ge­spräch mit jeman­dem ist, der einem näher ist und dann kommt so gar nichts zurück. Das fin­de ich dann wie­der ganz fürch­ter­lich. Und dar­über wol­len wir heu­te spre­chen. Jan, was sind dei­ne Gedan­ken? Jan (01:25.55) Ja, was sind mei­ne Gedan­ken dazu? Also tat­säch­lich ist das, was mich ja immer beschäf­tigt, ist, wenn es eigent­lich streng genom­men kei­nen Unter­schied gibt in einer Situa­ti­on, mess­bar, aber es unter­schied­lich emp­fun­den wird. Und das ist ja bei Stil­le auch so. Wir haben da gera­de kurz auch im Vor­ge­spräch drü­ber gespro­chen. Es gibt ja einen mas­si­ven Unter­schied, ob ich jetzt bei­spiels­wei­se bei einem ers­ten Date eine Stra­ße lang schlen­der und Es ist die gan­ze Zeit nur Stil­le und kei­ner der Per­son hat etwas zu sagen oder sagt etwas. Oder ich gehe mit einem lang­jäh­ri­gen Freund, einer lang­jäh­ri­gen Freun­din spa­zie­ren und es ist ein­fach nur Stil­le da. Und man hat das Gefühl, man ver­steht sich. Das heißt, es gibt also etwas jen­seits der Stil­le, näm­lich eine Emp­fin­dung der Situa­ti­on im … im Umgang, wo ich oder in dem Kon­text in dem ich gera­de unter­wegs bin. Das macht für sich auch noch einen Unter­schied, ob ich allei­ne bin, ob ich mit jeman­dem zusam­men bin. Und ganz mas­siv ist halt eben eine Fra­ge der Per­spek­ti­ve, wie ich jetzt gera­de die­se Stel­le emp­fin­de. Und das fin­de ich erst mal eine inter­es­san­te Fest­stel­lung, dass das also erst mal neu­tral nichts Gutes oder nichts Schlech­tes ist, son­dern es hat halt wie immer ganz viel damit zu tun, wie wir selbst dazu den­ken und wie wir das emp­fin­den. Es ist ja, ja. Björn (02:44.275) Es hat damit zu tun, was wir für eine Erwar­tungs­hal­tung an die Situa­ti­on haben. Bezie­hungs­wei­se was wir inner­halb der Situa­ti­on auch vom Gegen­über erwar­ten. Also neh­men wir dei­ne Bei­spie­le, wenn ich mit einem lang­jäh­ri­gen Freund irgend­wo unter­wegs bin und es herrscht Stil­le, dann ist das so eine schwei­gen­de Einig­keit. Weil man sehr wahr­schein­lich auch weiß, wie der ande­re tickt, weil man davon … weil man das schon lan­ge kennt und weil man sich dem auch sehr ver­bun­den fühlt. Und wenn ich, nicht dass ich das noch wäre, aber wenn ich auf einem ers­ten Date mich befun­den habe, wür­de ich stil­le dann eher inter­pre­tie­ren mit, wir haben uns nichts zu sagen. Da ist die Erwar­tungs­hal­tung eine ganz ande­re. Das ist eher so die­ses, ich möch­te eine Ver­bun­den­heit bewie­sen krie­gen. Ich möch­te eine Zuge­wandt­heit bewie­sen krie­gen, was in dem ande­ren Kon­text mit dem lang­jäh­ri­gen Freund nicht mehr nötig ist. Und genau­so unter­schied­lich reagiert man dann ja. Des­we­gen ist es einem ein­mal unan­ge­nehm und ein­mal fin­det man es sogar wun­der­schön. Jan (03:51.15) Ja, genau. Also das hat tat­säch­lich ein­fach damit zu tun, was ist die Erwar­tungs­hal­tung auch. Skur­ri­le Situa­tio­nen sind bei­spiels­wei­se in einem Bewer­bungs­ge­spräch, wenn das Gegen­über nichts mehr sagt. dann fühlt sich das auch in der Regel komisch an, egal wel­che Sei­te von bei­den das jetzt gera­de ist, die nichts mehr sagt. Da ist ja eher das Ver­stre­ben, dass man in einem regen Aus­tausch mit­ein­an­der ist. In einem ers­ten Date wäre das jetzt klas­si­scher­wei­se auch so, dass man wahr­schein­lich erst mal irgend­wie ver­sucht, sich ken­nen­zu­ler­nen und gleich­zei­tig kann man sich auch ohne Wor­te ver­ste­hen und qua­si die Stil­le zusam­men genie­ßen. Und das ist auch mög­lich. Doch auch wenn man jetzt mal jen­seits von die­sen klas­si­schen Situa­tio­nen unter­wegs ist, dann sind das natür­lich auch Din­ge, die Björn (04:04.339) Ja. Jan (04:33.664) zum Teil auch bewusst ein­ge­setzt wer­den. Bei­spiels­wei­se auch in einem Coa­ching ‑Kon­text, in dem man viel­leicht auch über ein Schwei­gen eines Coa­ches gegen­über einer Kli­en­tin viel­leicht auch eine Pau­se erzeugt, die tat­säch­lich auch dazu ver­lei­tet, dass das Gegen­über dann von sich aus dann erst­mal etwas aus der Reser­ve kommt oder erst­mal etwas sagt oder auch etwas fragt, weil viel­leicht gar nicht klar ist, was gera­de über­haupt gefor­dert ist oder was die Erwar­tungs­hal­tung in der Situa­ti­on ist. Das heißt, man kann natür­lich auch ein Schwei­gen oder Stil­le ganz bewusst ein­set­zen. Das tun wir ja auch. Ritua­li­siert teil­wei­se auch in unse­rem Leben. Wenn man an sowas denkt wie eine Schwei­ge­mi­nu­te, dann hat das was damit zu tun, dass man gemein­sam Ehre erweist, Respekt zollt in einem Trau­er­fall oder so was oder halt immer in sich geht. Es kann aber auch eben etwas sein, womit man eine Akti­on dann ver­sucht her­vor­zu­ru­fen oder eine Reak­ti­on. Also es ist halt auch durch­aus ein in die­sem Fal­le rhe­to­ri­sches oder sti­lis­ti­sches Mit­tel oder ein mit­tel dem Instru­ment in der Gesprächs­füh­rung, was genutzt wer­den kann. Björn (05:37.971) Ich glau­be, Stil­le ist auch was sehr Inti­mes, weil man in dem Moment ja eigent­lich, wenn man jetzt unse­ren All­tag so betrach­tet, nur in Stil­le in Ver­bin­dung mit sich selbst kom­men kann. Also wenn es dau­ernd von außen ein­pras­selt oder man stän­dig in einem beruf­li­chen Kon­text unter äuße­ren Infor­ma­ti­ons­fluss ist, also Kol­le­gen mit einem spre­chen, anru­fen. man Men­schen begeg­net, ich den­ke an Men­schen, die im Ein­zel­han­del arbei­ten, die die gan­ze Zeit qua­si unter Dau­er­bom­bar­de­ment von außen sind, ist so ein stil­ler Moment der, wo ich mich tat­säch­lich nach innen keh­ren kann und mit mir in Kon­takt tre­ten kann. Und viel­leicht ist es des­we­gen ja auch so schön, wenn man das mit einem Freund gemein­sam erlebt. Wenn man mit einem Freund gemein­sam mit sich selbst jeweils in Kon­takt tre­ten kann und das auch akzep­tiert, weil … Stil­le ist ja etwas, was oft nicht akzep­tiert wird. Stil­le ist ja etwas, was ganz vie­le dann zu über­spie­len ver­su­chen. Du hat­test das Bei­spiel gera­de mit den Bewer­bungs­ge­sprä­chen, wie selt­sam das ist, wenn da Stil­le herrscht. Also ich füh­re ja rela­tiv häu­fig Bewer­bungs­ge­sprä­che. Es ist tat­säch­lich so, dass ich das dann immer erle­be, dass dann so eine Stil­le über­spielt wird mit ganz vie­len Geschich­ten, die da erzählt wer­den und Infor­ma­tio­nen, nach denen man gar nicht gefragt hat eigent­lich, nur um die­se Situa­ti­on auf­recht­zu­er­hal­ten im … Infor­ma­ti­ons­ge­be ‑Modus zu sein. Und es gefal­len mir noch ganz vie­le ande­re Situa­tio­nen ein, wo Stil­le viel­leicht ange­bracht wäre, wo wir die aber gar nicht aus­hal­ten, wo wir dann anfan­gen, irgend­et­was zu tun, nur damit kei­ne Stil­le herrscht. Jan (07:23.854) Ja, ja, es ist also wie du schon sagst, es ist halt einer­seits intim. Ande­rer­seits ist es halt eben auch so, je nach­dem, wie die wie der Kon­text ist, möch­te so eine Zeit, die man zusam­men hat, ja auch gege­be­nen­falls genutzt sein oder wer­den. Oder es gibt viel­leicht auch die Erwar­tungs­hal­tung, dass das, dass es dann so ist. Und es ist ja auch so, wenn du, wenn man jetzt mal an so Gesprä­che denkt oder auch an so an Situa­tio­nen, dann ist es ja gemein­ten auch durch­aus eine. Björn (07:38.769) Hm. Jan (07:54.188) eine aner­kann­te Eigen­schaft, wenn man in der Lage ist, auch jeman­den zu unter­hal­ten. Also wenn man auch in der Lage ist, äh… Björn (07:58.483) Mhm. Jan (08:02.35) sowas wie irgend­wie die oder die Per­son, die kann den gan­zen Abend einen Tisch unter­hal­ten. Oder wenn man mit der zusam­men ist, da fehlt man den gan­zen Abend ein Gespräch und man merkt gar nicht, wie die Zeit ver­fliegt. Das heißt, das wird ja auch durch­aus als posi­tiv ange­nom­men oder wahr­ge­nom­men, wenn man in der Lage ist, im Prin­zip auch ein Gespräch auf­recht zu erhal­ten. Aber nicht immer passt das ja auch gera­de. der eige­nen men­ta­len Situa­ti­on. Ich hat­te jetzt letz­tens erst eine Situa­ti­on, das fand ich eigent­lich ganz ganz schön, weil mir das auch so bewusst gewor­den ist. Da kam ich aus einem Work­shop zusam­men mit einer Kun­din und wir sind dann mit­tags zusam­men eine Klei­nig­keit essen gegan­gen und waren dann auf dem Weg zum Restau­rant und dann ist mir es auch auf­ge­fal­len, wie wir halt irgend­wie so neben­ein­an­der gin­gen und halt so gar nicht sag­ten. Björn (08:48.531) Hm. Jan (08:50.19) Wie ist es denn auf­ge­fal­len? Ich hab’s ja noch ange­spro­chen. Ich hab gesagt, das ist jetzt auch nicht unhöf­lich gemeint oder so was. Tat­säch­lich arbei­tet mein Gehirn gera­de auch nach die­sem Work­shop. Ich bin gera­de noch ein biss­chen men­tal beschäf­tigt. Und ihr ging’s im Prin­zip genau­so. Inso­fern war das kei­ne unan­ge­neh­me Situa­ti­on. Wir haben dann bei­de auch ein­fach die­sen Moment Ruhe genos­sen. Obwohl es jetzt gemein ist, dass es eine Situa­ti­on wäre, wo man sich so füh­len könn­te, dass man denkt, man muss da ein Gespräch am Lau­fen hal­ten. Das ist ja auch eine Art Umgang. mit einer sol­chen Situa­ti­on, dass man ein­fach mal auch anspricht, was man da gera­de emp­fin­det und guckt, wie das Gegen­über da gera­de reagiert dazu. Björn (09:28.723) Du hast auch eben gesagt, wir nut­zen Stil­le auch. Also du hast ja eben uns als Coa­ches als Bei­spiel genom­men. Wir geben dann ja im Prin­zip dem Kli­en­ten den Raum auch zu reflek­tie­ren, sich nach innen zu keh­ren und mal in sich rein zu hor­chen und das was groß ankün­di­gen, dass wir ein­fach Stil­le in dem Moment zulas­sen. Das hat aber auch eine Pro­vo­ka­ti­on in sich. Ich muss­te da gera­de dran den­ken. Jan (09:32.206) Mhm. Björn (09:55.955) Weil natür­lich pro­vo­ziert man, wenn man nicht sagt, dass der ande­re etwas tut, um die­se Stil­le zu unter­bre­chen. Weil eine Stil­le hat die Pro­vo­ka­ti­on in sich, dass man dage­gen etwas tun möch­te. Zumin­dest bei vie­len ist das so. Und je nach Kon­text, rich­tig, natür­lich. Also in so einer Zwei­er ‑Situa­ti­on, in der man im Gespräch sitzt, pro­vo­ziert Stil­le natür­lich mehr, das Gegen­über irgend­et­was preis­zu­ge­ben oder die Stil­le zu bre­chen. Jan (10:09.998) Und je nach Kon­text. Björn (10:23.155) Ich habe ja nun mal im Thea­ter gear­bei­tet. Ich kann mich erin­nern, dass ich in einer Pro­duk­ti­on war, wo wir auch Stil­le genutzt haben. Also da wur­de dann tat­säch­lich über einen län­ge­ren Zeit­raum nicht gespro­chen, auch nicht gesun­gen und es kam auch kei­ne Musik, son­dern man hat den Zuschau­ern mit die­ser Stil­le allein gelas­sen und das wird auch in Fil­men zum Bei­spiel genutzt. Ich weiß nicht, ob du den Film gese­hen hast, aber ich fin­de, er macht das ganz gran­di­os. Eigent­lich ein Gru­sel­film, A Quiet Place heißt der, kann ich jedem Zuhö­rer nur emp­feh­len. Da wird fast … nicht gespro­chen in die­sem Film und alles pas­siert in unse­ren Köp­fen. Das heißt, die­se Stil­le pro­vo­ziert, dass unser Ver­stand, unse­re Vor­stel­lungs­kraft sel­ber arbei­tet. Und das ist ja das, was wir im Coa­ching nut­zen. Das ist ja der krea­ti­ve Umgang mit Stil­le, wenn man so möch­te. Dass wir den Raum frei machen für eige­ne Gedan­ken und auch die Gedan­ken der ande­ren. Jan (11:21.87) Ja, rich­tig. Genau, das ist auf jeden Fall im Coa­ching ‑Kon­text. Und da geht es ja auch ein Stück weit dar­um, die­sen Raum zu öff­nen und dann auch das Poten­zi­al zu nut­zen, davon was dann halt eben pas­siert, wenn da etwas in Gang kommt und wenn dann im Prin­zip auch, ja, Gedan­ken geäu­ßert wer­den, auch dann noch­mal über­dacht wer­den, wenn sie geäu­ßert sind und so wei­ter und so fort. Und man hat es sowohl in die­sem Coa­ching ‑Kon­text, aber man kann sich das natür­lich auch allei­ne gön­nen. Also das ist ja etwas, was gefühlt in unse­rer Zeit aktu­ell auch immer weni­ger wird, näm­lich dass man tat­säch­lich mal Stil­le hat und Stil­le jetzt wür­de ich sogar noch mal ein biss­chen wei­ter­fas­sen als ein­fach nur das nicht spre­chen oder nicht nicht akus­ti­sche akus­ti­sche Rei­ze gera­de haben, son­dern ein Impuls, den fast jeder hat oder vie­le Per­so­nen haben, ist es ist im Moment Pau­se, man zückt das Smart­phone und scrollt durch irgend­ei­nen Feed in Social Media. Björn (11:52.689) Hm. Jan (12:22.67) Man kriegt eigent­lich die gan­ze Zeit Rei­ze, visu­ell, audi­tiv, alles Mög­li­che und ist qua­si die gan­ze Zeit mit Infor­ma­tio­nen über­flu­tet. Aber dann tat­säch­lich mal das Han­dy bei­sei­te zu legen, die Musik aus­zu­las­sen, das Radio aus­zu­las­sen und sich mal einen Moment Stil­le zu gön­nen, kann unheim­lich wert­voll sein. Auch einer­seits um mal zur Ruhe zu kom­men, aber ande­rer­seits eben auch um in Kon­takt mit sich selbst, mit den Gedan­ken, mit dem eige­nen Emp­fin­den zu kom­men. Ich hab mich jetzt auch jüngst erst mit jeman­dem unter­hal­ten, da ging es um Schwei­ge­se­mi­na­re und eben auch und auch län­ger­tä­gi­ge oder mehr­tä­gi­ge Schwei­ge­se­mi­na­re und wir bei­de hat­ten so etwas noch nicht getan oder noch nicht gemacht, aber ein Bekann­ter von mei­nem Gesprächs­part­ner in dem Zusam­men­hang hat das schon gemacht und der sag­te halt auch, dass nach so ein paar Tagen der Stil­le irgend­wann dann halt auch dein Geist stil­ler wird. Du hast dann im Prin­zip die gan­zen Din­ge, die auch in dir arbei­ten und so wei­ter, die sind hoch­ge­kom­men und die hast dann auch irgend­wie bear­bei­tet oder hast mit denen gear­bei­tet und irgend­wann kommst du dann qua­si auch in eine ganz ande­re Wahr­neh­mung der Situa­ti­on, dei­ner Umge­bung. Und das kann ich… Ich bil­de mir ein, ich könn­te das nach­emp­fin­den, auch wenn ich es noch selbst noch nicht getan habe in dem Zusam­men­hang. Also was ich auch fest­stel­le ist, dass… dass es mir auch unheim­lich hilft, nach unheim­lich vie­len Reiz­si­tua­tio­nen, also unheim­lich vie­len Situa­tio­nen, die ich vie­le Rei­ze bekom­men habe, dann auch tat­säch­lich mich ein Stück weit zu besin­nen, mal zu medi­tie­ren, zur Ruhe zu kom­men und dann erst­mal wie­der die­se Wogen zu glät­ten. Man beschreibt das ja in der Medi­ta­ti­on auch ein Stück weit so, wenn du irgend­wie ein Glas hast oder ein Teich und du schmeißt da vie­le Stei­ne rein, dann kannst du qua­si… ist die Ober­flä­che vol­ler Wel­len und so wei­ter. Alles spie­gelt sich, ist graus. Du kannst halt irgend­wie nicht bis auf den Boden schau­en. Aber wenn dann halt irgend­wann mal die Zeit ver­geht und man wirft da nichts hin­ter­her, an Rei­zen­im­pul­sen ist jetzt das Über­tra­ge­ne. Dann gletscht sich die­se Ober­flä­che und du kannst wie­der bis auf den Grund schau­en und hast dann eine gewis­se Klar­heit. Und das sehe ich halt auch da als Mög­lich­keit von Stil­le. Jan (14:34.944) sowohl in der Eigen­an­wen­dung, wenn man das jetzt für sich macht, als auch in einem Coa­ching ‑Kon­text, dass man da also auch durch­aus mal die Mög­lich­keit gibt. Das ist auch viel wert, fin­de ich, auch als Ein­stiegs… Ja, Ritu­al ist viel­leicht das fal­sche Wort, aber auch Metho­de, wenn man irgend­wo in Gesprä­che geht und man kommt von irgend­wo, wo es gera­de viel­leicht sehr stres­sig ist oder jemand war den gan­zen Tag unter­wegs, dass man nicht sofort star­tet, son­dern erst mal sich einen Moment Ruhe gönnt und erst mal ein­schwingt auf die Situa­ti­on. Und das viel­leicht eben auch mit einer gewis­sen Still — und Acht­sam­keit. Björn (15:01.555) Mh. Ja, ich glau­be auch, dass das eine Trai­nings­fra­ge ist, wie man mit Stil­le umgeht und was Stil­le für eine Aus­wir­kung hat. Wenn man das regel­mä­ßig macht, also wenn man zum Bei­spiel, wie du jetzt gesagt hast, regel­mä­ßig medi­tiert oder ein­fach mal für sich selbst auch den Mund hält und Stil­le zulässt und in sich hin­ein­horcht oder viel­leicht öfter mal in die Natur geht, wo es still ist. Und mit Stil­le mei­ne ich jetzt nicht, dass die Natur still ist, son­dern dass ein­fach die Ein­flüs­se, die von außen kom­men, nicht da sind. Ich glau­be, je öfter man das macht, das eine Beob­ach­tung, die ich selbst gemacht habe, des­to leich­ter fällt es einem dann in so einen Moment, wo man das bewusst ein­setzt. Also wo man sagt, jetzt will ich das ganz bewusst ein­mal nut­zen, um wie­der ruhig und klar zu wer­den, des­to leich­ter gelingt es einem. Das ist ja, wenn man es für sich sel­ber macht, wie­der so eine ganz ande­re Sache. Aber was mich inter­es­sie­ren wür­de, ist, wie gehst du denn mit unan­ge­neh­mer Stil­le um? Weil wir hat­ten ja die­ses Bei­spiel mit dem ers­ten Date, wo kei­ner was sagt. Und jetzt müs­sen wir ja nicht bei dem Bei­spiel blei­ben, weil wir sind nun bei­de nicht in der Situa­ti­on, wo wir gera­de auf ers­te Dates gehen. Aber es gibt ja trotz­dem im All­tag unan­ge­neh­me Stil­le. Wie geht man damit um? Was kann man Men­schen viel­leicht an die Hand geben, die sagen, mir ist es unan­ge­nehm, wenn es still ist? Was mir zuerst ein­fällt tat­säch­lich, ist die Fra­ge, ob man einen Glau­bens­satz mit sich rum­trickt, dass man immer der sein muss, der enter­taint. Also ob man der sein muss, der immer … dafür sorgt, dass das Gespräch am Lau­fen bleibt oder dass irgend­wie The­men in der Luft sind. Das kann ja sein. Also du musst, muss, es fällt mir der Glau­bens­satz in der For­mu­lie­rung gar nicht ein, du musst gefäl­lig sein. Also du musst immer der Unkom­pli­zier­te sein. Was stil­le kann ja unan­ge­nehm sein. Wie geht man damit um? Was sind dei­ne Gedan­ken? Jan (16:53.006) Ja, erst­mal hof­fe ich, dass ich hier gera­de auch im Hin­ter­grund ein biss­chen Stil­le habe, weil ich höre, dass jemand erboost ist. Mei­ne klei­ne Toch­ter. Ich glau­be, das Reiz­the­ma ist in die­sem Zusam­men­hang Scho­ko­la­de. Und ja, wie geht man damit um? Also. Björn (16:59.731) Ja. Jan (17:12.174) Grund­sätz­lich gehört er erst mal dazu, dass man das Gefühl hat, dass etwas unan­ge­nehm ist. Das heißt ja, du hast es gera­de schon gesagt, das hat irgend­wie damit zu tun, dass viel­leicht Erwar­tun­gen nicht erfüllt wer­den. Ich bin ja ein Freund davon, ein­fach die Din­ge dann auch rela­tiv offen und ehr­lich anzu­spre­chen. Also erst mal, fin­de ich, ist die Fest­stel­lung, dass irgend­wie gera­de Stil­le da ist und dass man das als unan­ge­nehm emp­fin­det, der ers­te Schritt. Also erst mal muss man sich ja bewusst machen. dass jetzt irgend­was gera­de in der Kom­mu­ni­ka­ti­on nicht so läuft, wie man das eigent­lich erwar­tet oder sich wünscht und dass das augen­schein­lich mit Stil­le zu tun hat. Und wenn man selbst gera­de kei­ne akti­ven Fra­gen oder sowas hat, die einem unter den Nägeln bren­nen, die man gera­de stel­len möch­te, weil so wür­de man ja in einem Gespräch viel­leicht sonst agie­ren, dass man ein­fach mal eine Fra­ge stellt, dann stellt man fest, also irgend­wie hakt jetzt hier gera­de die Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ent­we­der hät­te ich jetzt erwar­tet, das Gegen­über fragt mal irgend­wie nach oder Die Ant­wor­ten, die ich bekom­me auf mei­ne Fra­gen, sind total ein­sil­big. Oder es kom­men viel­leicht gar kei­ne Ant­wor­ten. Stich­wort Streit­si­tua­ti­on. Hast du gera­de ange­spro­chen. Und je nach­dem gibt es also unter­schied­li­che Mög­lich­kei­ten, damit umzu­ge­hen. Ich fin­de immer, wenn man die Mög­lich­keit hat, mög­lichst authen­tisch umzu­ge­hen mit einer sol­chen Situa­ti­on, dann wür­de ich das tat­säch­lich anspre­chen. Björn (18:14.843) Hm. Jan (18:33.964) Dann wür­de ich tat­säch­lich anspre­chen, sagen, also ich habe jetzt gera­de den Ein­druck, hier ist gera­de irgend­wie so eine unan­ge­neh­me Stil­le, als wür­de das Gespräch gera­de nicht lau­fen. Wor­an liegt es denn dei­ner Mei­nung nach? Also ist irgend­wie gera­de, haben wir uns gera­de nicht zu sagen oder habe ich irgend­was Fal­sches gesagt, dass du irgend­wie erboost bist oder brauchst du gera­de ein­fach einen Moment Ruhe oder inter­es­siert dich das nicht, wor­über wir jetzt hier gera­de spre­chen, dann kön­nen wir auch über­le­gen, ob wir sonst irgend­wie die Zeit anders nut­zen, jeder für sich oder wie auch immer. Aber ich wür­de mich auch freu­en, in Kon­takt zu tre­ten. So könn­te man so etwas ganz pro­ak­tiv anspre­chen. Aber man hat natür­lich nicht immer die­se Situa­ti­on, dass das so mög­lich ist. Und dann wäre qua­si die zwei­te Opti­on, dass man es eben ver­sucht, tat­säch­lich ein Stück weit, also wenn man das jetzt behe­ben möch­te, dass man ein Stück weit ver­sucht, jeman­den da aus der Reser­ve zu locken. Also doch noch­mal irgend­wie etwas akti­ver Fra­gen zu stel­len. In der Regel hat eben auch kei­ne Ja oder Nein. beant­wort­ba­ren Fra­gen, son­dern wel­che, in denen man auch mal ein biss­chen was erzäh­len müss­te. Also das wäre qua­si der nächs­te Satz. Und der drit­te Punkt wäre es tat­säch­lich aus­zu­hal­ten. Björn (19:38.179) Und was, wenn das nicht geht? Jan (19:43.414) Ja, also das Aus­hal­ten funk­tio­niert ja sozu­sa­gen dar­über, dass man in der Situa­ti­on bleibt und es aus­hält. Wenn man nicht spricht und es nicht aus­hält, dann bleibt ja qua­si nur noch die aller­letz­te Opti­on, die Situa­ti­on ver­las­sen. Björn (19:56.775) Ja, ich mein­te jetzt tat­säch­lich, aber was ist, wenn man wirk­lich den Ein­druck hat, dass man Stil­le nicht aus­hal­ten kann? Also wo dann in mei­ner Mei­nung nach die Glau­bens­sät­ze halt wie­der ganz krass ins Spiel kom­men, weil wenn man Stil­le nicht aus­hält, die­ses nach Innen­kern ein­tritt und dann in dem Moment ein Reflex kommt, das hal­te ich nicht aus, dann ist es doch ganz wich­tig, da genau­er in sich rein zu hor­chen. Jan (20:08.002) Mhm. Björn (20:23.635) was man denn befürch­tet. Also was ist die Angst, die einen dazu treibt, dass man glaubt, dass man das nicht aus­hält? Was könn­te pas­sie­ren? Das hat­te ich tat­säch­lich auch bei einem Kli­en­ten schon mal, die­ses The­ma. Die­se Sor­ge dann in sol­chen Situa­tio­nen, das hat­te ganz viel mit Kon­trol­le zu tun, dass das dann, was dann im Gegen­über, im Kopf vor sich geht, nicht mehr unter der eige­nen Kon­trol­le ist. Und das ist natür­lich… schon ziem­lich tief­grei­fend. Also wenn man den Ein­druck hat, wenn man sel­ber die Stil­len nicht füllt, ent­ste­hen beim Gegen­über Gedan­ken, die ich nicht steu­ern kann. Hui, also das war schon eher inten­siv dann. Aber das, das, ich glau­be, so eine Fra­ge soll­te man sich dann schon stel­len. Wenn man grund­sätz­lich ein Pro­blem damit hat, das muss ja jetzt nicht stil­le über drei Minu­ten sein. Es gibt ja auch Men­schen, die es nicht schaf­fen, in einem nor­ma­len Dia­log den ande­ren aus­spre­chen zu las­sen. Also die dann immer … sofort, sobald jemand fer­tig ist, zack, bummst die Ant­wort hin­ter­her­hau­en. Also wo gar nicht eine Refle­xi­on statt­fin­det. Die bekla­gen sich dann oft dar­über, dass sie den Ein­druck haben oder dass sie gesagt bekom­men, sie wür­den nicht rich­tig zuhö­ren. Ist natür­lich auch so, weil da ganz ande­re Din­ge im Spiel sind. Aber das hat auch damit zu tun, dass die glei­che Per­son dann meis­tens mit Stil­le nicht gut umge­hen kann. Es ist immer die­se Kon­trol­le der Situa­ti­on über­neh­men. Das ist wahr­schein­lich wie­der ein ganz ande­res The­ma oder ein sehr, sehr weit­rei­chen­des The­ma, wenn wir jetzt über Kon­trol­le in sol­chen Gesprä­chen spre­chen. Also im Sin­ne von War­um kön­nen wir nicht rich­tig mit­ein­an­der reden? Also das ist wie­der ein ande­res The­ma. Aber die die ich glau­be, es ist wich­tig für sich selbst nach nach­zu­hor­chen, wenn man regel­mä­ßig Jan (21:47.854) naja ja Björn (22:13.843) ein Pro­blem damit hat, wenn mal nichts gesagt wird und den Ein­druck hat, dass man das nicht aus­hält, sich zu fra­gen, was hal­te ich denn da wirk­lich genau nicht aus und was ist eigent­lich die Sor­ge, was könn­te pas­sie­ren? Beim ers­ten Date, um jetzt die Brü­cke zum Anfang zu schla­gen, ist sehr wahr­schein­lich die Sor­ge, ich kom­me nicht gut an. Also als Bei­spiel, ich kom­me nicht gut an. Ich weiß jetzt nicht, ob es dann unbe­dingt attrak­ti­ver ist, wenn man dann die gan­ze Zeit redet, aber das las­sen wir jetzt mal dahin­ge­stellt. Jan (22:17.356) Hm. Björn (22:44.019) Aber das kön­nen ja ganz viel­schich­tig sein. Also wie gesagt, ich hat­te auch eben das Bei­spiel mit, ich habe das nicht unter Kon­trol­le, was mein Gegen­über jetzt denkt von mir. Das könn­te natür­lich in Streit­si­tua­tio­nen ganz oft eine Rol­le spie­len. Gibt es vie­le Bei­spie­le. Aber ich glau­be, damit kann man, wenn man jetzt grund­sätz­lich ein Pro­blem damit hat, schon ganz gut arbei­ten, dass man sich wirk­lich genau fragt, mit was kann ich denn da jetzt eigent­lich nicht umge­hen, wovor habe ich Angst. Jan (23:09.358) Ja, abso­lut. Björn (23:13.043) Been­den wir das heu­te mit Stil­le? Jan (23:15.662) mir aus sehr ger­ne. Wir wer­den jetzt die nächs­ten fünf Minu­ten noch schwei­gen bevor wir die Zuhö­rer ver­ab­schie­den. Viel­leicht. Björn (23:20.347) Aber bevor, genau, bevor wir uns, wir wer­den uns noch ver­ab­schie­den und dann habt ihr die Mög­lich­keit, fünf Minu­ten zu schwei­gen und Stil­le zu genie­ßen. Jan (23:28.526) Oder so, genau, rich­tig. Auf jeden Fall fand ich die­sen Exkurs über die Stil­le sehr kurz­fei­lig, mit rela­tiv wenig Schwei­gen muss ich sagen in Sum­me. Viel­leicht zusam­men­ge­fasst kann man fest­hal­ten, dass Stil­le total indi­vi­du­ell wahr­ge­nom­men wird, eben im Kon­text der jewei­li­gen Situa­ti­on, dass man sie auch bewusst ein­set­zen kann als Gesprächs­werk­zeug, auch um viel­leicht das Gegen­über mal aus der Reser­ve zu locken. Und manch­mal stellt man auch bei sich selbst fest, Björn (23:34.163) Ja. Jan (23:58.062) dass einem Stil­le gar nicht so leicht fällt und dann kann es sinn­voll sein auch da mal etwas tie­fer zu schau­en was denn die Grün­de sind war­um einem Stil­le viel­leicht auch unan­ge­nehm erscheint und ja wir hof­fen ihr hat­tet eine kurz­wei­li­ge Zeit und freu­en uns schon auf das nächs­te mal und bis dahin ver­ab­schie­den wir uns bei euch und ja ich sage auf Wie­der­hö­ren und freue mich aufs nächs­te mal Björn (24:23.251) Ich sage tschüss und genie­ße die Stil­le. Jan (26:05.966) Auf Wie­der­hö­ren! **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Business Coaching, Coach&Coach, Coaching, Podcast, Stille --- ### [Kraft aus der Natur schöpfen](https://bobach-coaching.de/kraft-aus-der-natur/) **Published:** April 22, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Pod­cast-Fol­ge ? erkun­de ich die posi­ti­ve Wir­kung der Natur ? auf Kör­per, Geist und See­le ? und Beleuch­te die Funk­ti­on von Natur im [Coa­ching](https://bobach-coaching.de/coaching/ "Personal Coaching – Business Coaching") Pro­zess. **Glie­de­rung:** 1. **Die Natur als Kraft­quel­le:** ?️ - Ich habe wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis­se über die posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen der Natur auf Kör­per , Geist und See­le recher­chiert. - Ich gebe Tipps für den bewuss­ten Umgang mit der Natur: - Spa­zier­gän­ge im Wald ?, - Bar­fuß­lau­fen im Gras ??, - bewuss­tes Wahr­neh­men von Glücksor­ten ??. 2. **Inspi­ra­ti­on durch die Natur:** ?? - Ich zei­ge, wie die Natur eine Quel­le für Künst­ler und Krea­ti­ve sein kann. - Ich gebe Inspi­ra­ti­on für den Umgang mit per­sön­li­chen The­men und Pro­ble­men. - Ich erklä­re, wie die Kraft der Jah­res­zei­ten ❄️☀️?? und Natur­phä­no­me­ne als Meta­pher für das Leben genutzt wer­den kann. 3. **Ver­bin­dung zur Natur stär­ken:** ?❤️ - Ich stel­le Mög­lich­kei­ten vor, den All­tag natur­nah zu gestal­ten: - Pflan­zen im Haus - Akti­vi­tä­ten im Frei­en - Haus­tier - Ich gebe Tipps für Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten in der Natur: - Wan­dern - Rad­fah­ren - Aus­flü­ge - Ich ermu­ti­ge dazu, die Natur mit allen Sin­nen bewusst wahr­zu­neh­men **Zusam­men­fas­sung:** ?☀️? Ich bin über­zeugt, dass die Natur uns eine Viel­zahl von Mög­lich­kei­ten bie­tet, Kraft, Inspi­ra­ti­on und [Ruhe](https://bobach-coaching.de/podcast-gelassenheitsgebet/ "Coach&Coach: Gelassenheit, Mut und Weisheit! – Das Gelassenheitsgebet") zu fin­den. Indem wir uns bewusst mit der Natur ver­bin­den und sie mit allen Sin­nen wahr­neh­men, kön­nen wir unse­re kör­per­li­che und men­ta­le Gesund­heit stär­ken und neue Per­spek­ti­ven für unser Leben gewin­nen. Transkription Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­Sicht, dem Coa­ching ‑Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Ich freue mich, dass ihr dabei seid. In die­ser Fol­ge geht es um einen wei­te­ren Punkt mei­nes Jah­res­the­mas, ein bewuss­tes Jahr und zwar um den The­men­kom­plex Kraft aus der Natur. Pünkt­lich zum Früh­lings­an­fang möch­te man sagen, aber wenn ich jetzt gera­de das auf­neh­me und raus­gu­cke, ist es nicht so früh­lings­haft. Ich glau­be, es sind nicht mal 10 Grad. und es reg­net in Strö­men. Aber auch das ist eigent­lich etwas Schö­nes, wenn man es mit den rich­ti­gen Augen sieht. Und ich mei­ne das jetzt nicht zwangs­po­si­ti­vis­tisch. Die Men­schen, die mir hier län­ger fol­gen, wis­sen, dass ich da über­haupt kein Freund von bin, son­dern ich mei­ne es ein­fach so, dass man das Gan­ze durch eine bestimm­te Bril­le sieht, die einem viel­leicht den Kreis­lauf, in dem man sich da befin­det, klar­macht und dar­aus kann man viel Kraft zie­hen. Und genau dar­um geht es heu­te. Ich möch­te die Fol­ge ganz grob so in drei Tei­le glie­dern, und zwar erst mal dar­über spre­chen, wie die Natur uns als Kraft­quel­le die­nen kann, wie man aus der Natur Inspi­ra­ti­on, viel­leicht nicht nur künst­le­risch, son­dern auch für sein Leben grund­sätz­lich gewin­nen kann, und so ein paar Tipps geben, wie man die Ver­bin­dung zur Natur stärkt. Und das soll jetzt nicht dar­auf hin­aus­lau­fen, dass ihr alle in den Wald geht und Bäu­me umarmt. Es gibt Men­schen, die machen das, und denen tut es gut, das ist auch in Ord­nung, aber das ist nicht das Ziel. Es geht eigent­lich dar­um, euch zu zei­gen, wie die Natur euch Kraft geben kann und wie ihr das ganz all­täg­lich erle­ben könnt und bewusst ein­bau­en könnt. Also star­ten wir damit, wie die Natur uns als Kraft­quel­le dient. Ich bin kein Wis­sen­schaft­ler, aber es gibt Stu­di­en, die auf ganz krass wis­sen­schaft­li­cher Basis das bele­gen, dass uns die Natur auf drei ver­schie­de­nen Ebe­nen Kraft geben kann. Das ist kör­per­lich, men­tal und emo­tio­nal. Und kör­per­lich ist, glau­be ich, jedem bewusst, fri­sche Luft tut gut. Sich drau­ßen auf­hal­ten tut gut. Und es gibt zum Bei­spiel ja auch Stu­di­en, dass in Wäl­dern die Bäu­me bestimm­te Phy­to­stof­fe aus­sto­ßen, die nach­hal­tig sich posi­tiv auf uns kör­per­lich aus­wir­ken, die unser Immun­sys­tem stär­ken, die unse­ren Hor­mo­nen­haus­halt sta­bi­li­sie­ren. Also auf kör­per­li­cher Ebe­ne hat die Natur einen ganz direk­ten Ein­fluss auf uns. Da gibt es noch ganz vie­le ande­re Bei­spie­le, jetzt exem­pla­risch sagen wir genannt Pflan­zen­heil­stof­fe. Also es gibt Pflan­zen­heil­stof­fe, die manch­mal den von uns in der Medi­zin benut­zen, che­mi­schen Stof­fen auch über­le­gen sind oder min­des­tens gleich­wer­tig, die auch ein Teil der Natur sind und die uns Kraft geben. Und das wis­sen wir Men­schen auch schon seit Ewig­kei­ten und haben das natür­lich bevor unse­re For­schung soweit war, das alles syn­the­tisch her­zu­stel­len, auch genutzt. Aber Din­ge wie Wald­ba­den, also die­se bewuss­te, das bewuss­te Erle­ben und Wir­kung Zulas­sen der Din­ge, die in Wäl­dern um uns her­um auf ganz natür­li­che Wei­se uns umge­ben, ist ja schon eine ewi­ge Tra­di­ti­on. Also die­se kör­per­li­che Ebe­ne steht erst­mal wis­sen­schaft­lich völ­lig außer Fra­ge. Natur tut uns kör­per­lich gut. Auf der men­ta­len Ebe­ne, das kennt ihr auch alle, wenn ihr in den Urlaub fahrt, zieht es euch auch in die Natur. Die wenigs­ten machen einen aus­ge­dehn­ten Urlaub in einer Groß­stadt wie, sagen wir, Bang­kok. Wer da schon mal war, weiß, wie absurd die­ses Bei­spiel ist, weil Bang­kok hat fast kei­ne Natur. Da gibt es zwar auch so einen Park, aber, oder auch einen Fluss, aber Bang­kok ist jetzt zum Bei­spiel eine Stadt, die besteht fast nur aus Bebau­ung. Da ste­hen auch Bäu­me rum, aber das Natur­er­leb­nis hat man da nicht. Und da ist man dann so beein­dru­ckend. Die­se Stadt ist ganz froh, wenn man schnell wie­der raus ist. Wir sind in unse­ren Urlaubs­rei­sen beson­ders gern in der Natur, in den Ber­gen am Meer. Und die meis­ten zieht es dann immer zu einem von bei­dem. Die füh­len sich dann an einem Ort beson­ders wohl. Da gibt es auch Grün­de für garan­tiert. Könn­ten wir auch noch drauf ein­ge­hen. Aber die … Wir schaf­fen es men­tal abzu­schal­ten, wenn wir uns in der Natur auf­hal­ten. Also, das hilft uns, den Stress abzu­bau­en. Ängs­te wer­den oft redu­ziert. Und tat­säch­lich wird auch die Kon­zen­tra­ti­on natür­lich dadurch ver­bes­sert, weil unser Hirn sich so leer­schau­feln kann durch die­sen Ein­fluss, dass wir uns wie­der ganz anders auf bestimm­te Din­ge kon­zen­trie­ren kön­nen. Also ich ken­ne das von mir sel­ber, wür­de mich natür­lich auch total inter­es­sie­ren, ob ihr sol­che Erfah­run­gen auch teilt. Wenn ich beson­ders ange­spannt bin, beson­ders belas­tet bin von der Arbeit her, ist so ein Tag an der See, ich woh­ne in der Nähe von Hol­land, ich bin da rela­tiv schnell. unheim­lich hilf­reich, um wie­der total fokus­siert in die nächs­te Woche zu star­ten. Also wenn ich dann auch nur ein paar Stun­den da am Meer auf und ab lau­fe mit mei­nem Hund, habe ich wie­der viel mehr Kon­zen­tra­ti­ons­kraft und kann mich mei­nen Auf­ga­ben voll wid­men. Und wie ein­gangs gesagt, die emo­tio­na­le Ebe­ne ist natür­lich noch ein ent­schei­den­der Punkt. Natur macht uns ein­fach glück­lich. Also wenn wir sehen, wie die Son­ne ins Meer ver­sinkt oder wie sich die mor­gend­li­che Son­ne auf die Ber­ge legt, das löst in uns nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen Glücks­hor­mo­ne aus. Also wir schüt­ten Glücks­hor­mo­ne aus, wenn wir sol­che Din­ge wahr­neh­men und sehen. Und da zie­hen wir natür­lich Kraft raus. Also die Natur ist ganz, wenn man die har­ten Fak­ten anschaut und sich die wis­sen­schaft­li­chen Daten anschaut, schon ein Kraft­quel­le. Also was könnt ihr tun, um Kraft aus der Natur zu zie­hen? Mein ers­ter Tipp wäre, geht in den Wald. Geht in den Wald und macht das, was man jetzt neu­mo­disch so als Wald­bahn bezeich­net. Ich will das ein­fach spa­zie­ren gehen und macht das bewusst. Lauscht den Tönen, die ihr da hört. Nehmt das wahr, egal wel­che Jah­res­zeit. Der Wald muss nicht kna­ckig grün sein. Auch im Win­ter kann ein Wald wun­der­schön sein, wenn man ihn bewusst wahr­nimmt. Also das The­ma Acht­sam­keit ist natür­lich sehr wich­tig. Und… Seid euch des­sen bewusst, wäh­rend ihr da durch­lauft, dass all das, was ihr da wahr­nehmt, die Gerü­che, die Geräu­sche, schon einen direk­ten kör­per­li­chen und men­ta­len Ein­fluss auf euch haben wer­den. Ein sehr bewuss­ter Spa­zier­gang durch den Wald. Das wäre so mein ers­ter Tipp, was ihr machen könnt. Der zwei­te Tipp, das klingt jetzt so, als wäre ich so ein Ver­rück­ter, der die gan­ze Zeit bar­fuß durch die Gegend läuft, aber nein, das mei­ne ich nicht. Aber zieht mal eure Schu­he und Socken aus. Jetzt viel­leicht nicht in der Stadt, aber wenn ihr drau­ßen in der Natur seid. Das bar­fuß Lau­fen regt unse­re Fuß­re­flex­zo­nen an. Ihr habt ganz ande­re Impul­se in eurem Kör­per. Ihr nehmt euren Unter­grund ganz anders wahr. Und wenn man das mal bewusst macht, zum Bei­spiel an der See. Schu­he raus­zie­hen. Das machen ja vie­le ganz instink­tiv, ein­fach weil es schön ist, aber wenn man das bewusst macht und weiß, was man sich da eigent­lich gera­de Gutes tut und wie das auf einen wirkt und dass es einem tat­säch­lich Kraft gibt, auch die­se Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de zum Bei­spiel zwi­schen war­mem Sand und kal­tem Was­ser an der Nord­see zu spü­ren, dann nimmt man das Gan­ze noch­mal ganz anders wahr. Und so ein drit­ter Tipp wäre, sucht eure Glücksor­te auf. Ob das das Meer ist oder die Ber­ge oder der Wald oder die Fel­der, es ist völ­lig egal. Aber sucht die­se Glücksor­te auf und nehmt sie wirk­lich ganz bewusst wahr. Wenn ihr euch mit Acht­sam­keit aus­ein­an­der­setzt, wisst ihr, was ich mei­ne mit bewuss­ter Wahr­neh­mung? Wenn ihr das noch nicht so viel tut, ist das aber ein tol­ler Ort, um das anzu­fan­gen oder zu üben. Also ein­fach mal ein zu einem Lieb­lings­ort stel­len und ganz bewusst sich fra­gen, was höre ich gera­de? Und was rie­che ich gera­de? Und wie reagie­re ich dar­auf? Das ist wun­der­bar. Der zwei­te Teil jetzt beschäf­tigt sich damit, wie man durch die Natur Inspi­ra­ti­on bekom­men kann. Inspi­ra­ti­on ist jetzt natür­lich erst mal eine Quel­le für Künst­ler, Schrift­stel­ler oder ande­re krea­ti­ve Men­schen. Das kennt ihr. Es gibt Künst­ler, die ihre Gestal­tung oft von der Natur ablei­ten, weil natür­lich orga­ni­sche For­men oft eine ganz beson­de­re Schön­heit haben und auch eine ganz bewuss­te Zweck­mä­ßig­keit damals, also eine ganz beson­de­re Zweck­mä­ßig­keit. Da kann man natür­lich an Inspi­ra­ti­on … dar­aus zie­hen. Aber man kann sich auch inspi­rie­ren las­sen, wie man mit sich selbst und sei­nen eige­nen The­men, Pro­ble­men umgeht, weil es ein­fach sehr, sehr viel rela­ti­viert. Und das fängt natür­lich damit an, dass man erst mal wie­der mit der Acht­sam­keit dar­an geht. Also sich Zeit nimmt, die Natur wirk­lich mit allen Sinn wahr­zu­neh­men und die klei­nen Details sich auch ein­prägt oder die beson­ders inten­siv wahr­neh­men. Also Geräu­sche, Gerü­che, sol­che Geschich­ten. Aber auch Din­ge bewuss­ter wahr­neh­men und ver­su­chen, in die­sem Kon­text wahr­zu­neh­men, die einem viel­leicht eher unan­ge­nehm erschei­nen. Ich hat­te es ein­gangs schon gesagt, hier reg­net es gera­de in Strö­ben und ich bin wirk­lich kein Fan davon, durch den Regen zu lau­fen. Aber wenn man da mit einer ande­ren Bril­le drauf­schaut, also wenn man sich das anguckt und sich dar­über bewusst ist, dass die­ser Regen … essen­ti­ell dafür ist, dass hin­ter­her wie­der etwas wächst oder auch für uns essen­ti­ell ist, weil das ist unser Trink­was­ser. Das ist das, was wir auch lebens­not­wen­dig brau­chen. Und dann wäre die­ser Regen, wenn die­ser Regen nicht wäre, könn­ten wir gar nicht exis­tie­ren. Dann nimmt man ihn viel­leicht auch wie­der ganz anders wahr und es inspi­riert einen, dass man viel­leicht ver­steht, dass auch manch­mal Din­ge, die viel­leicht gar nicht auf den ers­ten Blick ange­nehm sind, im End­ef­fekt etwas ganz Wun­der­ba­res bewir­ken. Und das hilft einem. Man­che The­men, die man sel­ber viel­leicht gera­de mit sich rum­trägt, die nicht so ange­nehm sind, Situa­tio­nen, in denen man steckt, die nicht so ange­nehm sind, die Per­spek­ti­ve dar­auf len­ken las­sen, dass man ver­steht, war­um das wich­tig ist und was am Ende dann dabei raus­kommt. Das Gan­ze ist natür­lich auch so, wenn ich am Meer ent­lang­lau­fe oder mich in den Ber­gen befin­de. Also an Orten, wo uns die gewal­ti­ge Grö­ße der Natur beson­ders ein­drück­lich erscheint. Also wenn ich … Sagen wir mal, ich bin pro­blem­be­la­den und ich gehe zum Meer und sehe den Hori­zont, sehe die rie­si­gen Wel­len, sehe die klei­nen Men­schen, die viel­leicht mit mir da am Meer über den Strand lau­fen und ver­ste­he viel­leicht in dem Moment, dass ich eigent­lich nur … klei­ner Teil eines viel grö­ße­ren Gan­zen bin, dann wird bei mei­nem klei­nen Teil viel­leicht mein Pro­blem noch viel viel klei­ner und ich ver­ste­he, dass das viel­leicht gar nicht so der Welt­un­ter­gang ist, wie ich ihn gera­de emp­fin­de. Streis­läu­fe zum Bei­spiel wahr­neh­men, ist in der Natur unheim­lich inspi­rie­rend. Nach jedem Win­ter kommt ein Früh­ling, sagt man ja so schön. Und genau­so kann man das auf sein eige­nes Leben bezie­hen. Wenn ich viel­leicht gera­de in einem per­sön­li­chen Win­ter ste­cke, wenn ich in einer Kri­se bin. Ich bin in einer der letz­ten Fol­gen sehr aus­führ­lich auf eine sehr per­sön­li­che Situa­ti­on von mir ein­ge­gan­gen, wo mir die Natur unglaub­lich gehol­fen hat. Also ich war da in einem wirk­li­chen Tief, einem Tief­punkt in mei­nem per­sön­li­chen Leben. Und da hat mir das sehr gehol­fen, mir klar­zu­ma­chen, dass das ein­fach der natür­li­che Kreis­lauf der Din­ge ist. Es gibt halt nicht immer nur Son­ne. Denn wenn es immer nur Son­ne gäbe, gäbe es nie, wie eben gesagt, Regen, dann wür­de nichts wach­sen. Dann gäbe es auch nie Win­ter, was eine Ruhe­pha­se ist, wo die Natur Kraft sam­melt für den nächs­ten Früh­ling, für das nächs­te explo­si­ons­ar­ti­ge Aus­fal­ten von Ener­gie. Und wenn man sich das sehr bewusst macht und das vor allem auch sieht und wahr­nimmt und spürt, erschei­nen einem vie­le Situa­tio­nen im per­sön­li­chen All­tag, die viel­leicht für man­chen eine Rie­sen­ka­ta­stro­phe sind, ein­fach total im Kon­text als nor­ma­ler Teil des per­sön­li­chen Lebens oder des Lebens grund­sätz­lich. Weil man weiß, wenn auch wenn es zum Bei­spiel, neh­men wir mal ein beruf­li­ches Bei­spiel, es läuft viel­leicht ein biss­chen lang­sa­mer, viel­leicht … wenn man selbst­stän­dig ist, sind die Umsät­ze nicht so gut oder man hat nicht so Erfolg, meint wegen im Ver­trieb, die Ver­käu­fe blei­ben aus, dann ist das eigent­lich ein klei­ner Win­ter, der einem die Mög­lich­keit gibt, Kraft zu schöp­fen für Zei­ten, in denen es dann wie­der viel, viel bes­ser ist und wo man die­se gan­ze Ener­gie auch frei­set­zen kann und dann ent­spre­chend auch die Ern­te im Herbst ein­fährt. Also ihr seht, die­se Meta­pher mit der Natur funk­tio­niert da wun­der­bar. Und das in der bewuss­ten Wahr­neh­mung hilft einem oft, sich da wie­der ein biss­chen ein­zun­or­ten. Also wenn ihr mal in so einer Dau­er­schlei­fe von alles ist schwie­rig, alles ist doof steckt, schaut euch die Natur an, nehmt die Jah­res­zei­ten bewusst wahr und dann wer­det ihr sehen, dass das sehr viel rela­ti­viert. Wie kann man dann sei­ne Ver­bin­dung zur Natur stär­ken? Weil das ist natür­lich für uns hoch­zi­vi­li­sier­te Men­schen äußerst schwie­rig, weil wir leben in gut­be­heiz­ten Woh­nun­gen. Wir sind meis­tens vom Regen geschützt. Wir kön­nen glück­lich sein, dass das so ist, dass wir nicht bedroht sind von natür­li­chen Vor­komm­nis­sen. Also ich will jetzt hier nicht von Flut­ka­ta­stro­phen und Dür­re­ka­ta­stro­phen spre­chen. Natür­lich sind das auch bei uns mitt­ler­wei­le lei­der oft ein­schnei­den­de Erleb­nis­se, aber wir sind in der Regel ja … sehr gut beschützt. Wie kann man also die Ver­bin­dung zur Natur stär­ken? Da habe ich drei ganz simp­le Tipps für euch, die ihr, glau­be ich, rela­tiv leicht umset­zen könnt und die euch dann natür­lich in eurer bewuss­ten War­nung der Natur auch hel­fen. Und der ers­te Tipp ist, gestal­tet euren All­tag natur­nah. Was mei­ne ich damit? Ihr sollt nicht in den Gar­ten zie­hen, aber ihr sollt in euren All­tag, soll­tet oder könn­tet in euren All­tag viel­leicht etwas mehr Natur inte­grie­ren. Bei­spiels­wei­se Pflan­zen. Jetzt könn­tet ihr sagen, Pflan­zen ster­ben bei mir immer sofort. Aha, das wür­de für mich ein Zei­chen sein, dass ihr viel­leicht das mit den Pflan­zen mal beher­zi­gen sollt, weil so eine Pflan­ze, die eure Auf­merk­sam­keit braucht, kann Wun­der wir­ken. Wenn ihr eine Pflan­ze päp­pelt und seht, wie sie unter eurer Für­sor­ge gedeiht oder sich manch­mal sogar erholt. Ich habe auch schon mal Pflan­zen geret­tet, die dann mit etwas … wenig Auf­merk­sam­keit tat­säch­lich unglaub­lich gedient sind, ist das eine wun­der­ba­re Erfah­rung, die euch men­tal sehr, sehr gut tun wird. Fragt euch viel­leicht, ob ihr man­che Tätig­kei­ten eher in der Natur aus­üben könnt. Also viel­leicht müsst ihr nicht auf dem Sofa lesen, son­dern könnt das im Gar­ten tun. Viel­leicht könnt ihr im Gar­ten Musik hören. Viel­leicht könnt ihr auch im Gar­ten euch ein­fach aus­ru­hen. Das Mit­tags­schläf­chen im Gar­ten machen am Wochen­en­de sol­che Sachen. Oder auf irgend­ei­ner Wie­se. Oder … auf irgend­ei­ner ande­ren schö­nen grü­nen Flä­che, die euch gefällt. Also ver­sucht, mög­lichst viel nach drau­ßen zu ver­le­gen. Und natür­lich passt das jetzt nicht in jedes Leben rein. Haus­tie­re sind ein wun­der­ba­res Mit­tel, um natur­ver­bun­de­ner zu sein. Egal, ob’s jetzt eine Kat­ze ist oder ein Hund. Hun­de haben natür­lich den beson­de­ren Vor­teil, dass die einen dazu zwin­gen, raus­zu­ge­hen. Und ich per­sön­lich habe einen Hund, der mich auch schon sehr, sehr lan­ge beglei­tet durch mein Leben, der … mich wirk­lich auch dazu bringt, bei Wind und Wet­ter raus­zu­ge­hen, weil das muss. Aber was mir dann auch bei­gebracht hat, sol­che Wet­ter­ka­prio­len ein­fach hin­zu­neh­men und viel acht­sa­mer wahr­zu­neh­men. Also der Hund geht raus, egal was für ein Wet­ter ist und auch wenn es kalt ist und reg­net. Und dann set­ze ich mich damit halt ganz anders aus­ein­an­der. Dann schimp­fe ich nicht die gan­ze Zeit, son­dern dann spü­re ich halt, jetzt ist Win­ter, jetzt ist es kalt, die Natur ruht und ich gucke da auch mit die­sem Blick drauf. Das hat­te ich eben schon. will ich jetzt nicht wie­der­ho­len, aber gestal­tet euren All­tag natur­nah. Und abhän­gig, Lust gelöst vom All­tag, je nach per­sön­li­cher Situa­ti­on natür­lich abhän­gig davon, wie ihr eure Frei­zeit gestal­tet, auch das kann man mehr in die Natur ver­la­gern. Also ich sel­ber ver­brin­ge auch ger­ne Tage in mei­ner Woh­nung und habe Ruhe von allem, aber plant viel­leicht eure Frei­zeit mehr in die Natur, um sie auch bewuss­ter wahr­zu­neh­men. Wan­de­run­gen, Rad­tü­ren. Aus­flü­ge an den See oder wie ich eben erzählt habe, dass ich manch­mal auch nur einen Tag ans Meer fah­re, weil es halt so nah ist. Und erlebt das ganz bewusst. Nehmt die Natur so wahr, wie sie ist und zieht eure Schlüs­se drauf. Ver­sucht die Per­spek­ti­ve viel­leicht mit die­sem Erleb­nis, die ihr habt, auch man­che Din­ge dann auch zu ändern. Ja, und der letz­te Punkt, und das ist das, was ich jetzt eigent­lich schon ganz oft gesagt habe, öff­net eure Sin­ne für die Natur. Also, nehmt die Natur bewuss­ter wahr. Und da möch­te ich jetzt zum Abschluss eine Geschich­te erzäh­len, die mir eine Stu­di­en­kol­le­gin, die ich mit einer Stu­di­en­kol­le­gin erlebt habe und zwar jetzt nicht im Coa­ching ‑Kon­text Stu­di­en­kol­le­gin, son­dern in wei­ter Vor­zeit, als ich mal Musik stu­dier­te. Und da bin ich gera­de nach Ber­lin gezo­gen und wir hat­ten da etwas, das nann­te sich Bewe­gungs­trai­ning. Ich habe ja Opern­ge­sang stu­diert und da gehört halt auch Schau­spiel­un­ter­richt und Bewe­gungs­leh­re und so was zu, damit man auf der Büh­ne nicht steht wie ein Schluck Was­ser in der Kur­ve. Und die die­se Kol­le­gin habe ich mor­gens abge­holt, wenn wir Bewe­gungs­leh­re hat­ten, weil das war immer sehr früh, also für stu­den­ti­sche Ver­hält­nis­se sehr früh um acht. Und Ber­li­ner Win­ter, wer es nicht weiß, kön­nen sehr, sehr kalt sein. Und ich habe die also mor­gens früh, ich glau­be immer um 20 vor acht. Es war wirk­lich so ein rich­ti­ger Ber­li­ner Win­ter in mei­nem ers­ten Stu­di­en­jahr damals. Und ich weiß nicht, wie viel Grad es war, es war wirk­lich kalt. Und ich bin also aus dem Haus schon schlecht gelaunt, bib­bernd über die Stra­ße, gelau­fen Rich­tung Hoch­schu­le. Und auf dem Weg lag dann die Woh­nung von die­ser Stu­di­en­kol­le­gin. Dann habe ich da geklin­gelt, habe sie abge­holt, dann sind wir wei­ter­ge­lau­fen. Und ich bin also neben ihr her­ge­lau­fen, zetand und schimp­fend. Damals war ich halt noch nicht der acht­sa­me Mensch, der ich jetzt bin. Und dann sag­te die irgend­wann zu mir, lass die Käl­te doch ein­fach zu. Und da habe ich mich drü­ber lus­tig gemacht. Da habe ich gedacht, lass die Käl­te zu. Ja, ich habe mir klap­pern die Zäh­ne. Toll, lass die Käl­te zu. Aber es ist etwas ganz Wah­res dran, weiß ich jetzt. Also wenn sie das hier hören soll­te, so unwahr­schein­lich das ist, solan­ge das hier ist, wenn sie es hören soll­te, grü­ße ich sie, falls sie sich noch­mal die Situa­ti­on erin­nert. Aber der Satz ist sehr, sehr wahr gewe­sen. Und wenn ich da jetzt über nach­den­ke, ist das tat­säch­lich so. Wenn ich mich gegen etwas sper­re und auch gegen die Natur sper­re, egal ob es jetzt Käl­te, Regen, Schnee oder was weiß ich es oder Wind, wenn ich mich dage­gen stem­me, wird es sehr, sehr viel müh­sam und ich spü­re es eigent­lich gar nicht mehr, weil ich will mir ja ver­bie­ten, es zu spü­ren. Wenn ich mich aber dafür öff­ne und spü­re, es ist jetzt kalt und es ist gut, dass es kalt ist. Weil die Natur braucht das, weil man­che Pflan­zen blü­hen ja zum Bei­spiel gar nicht, wenn es nicht vor­her eine Käl­te­pe­ri­ode gibt. Oder es reg­net, ich bin patsch­nass. Und wenn ich nicht patsch­nass wäre, wür­de sich nicht irgend­wo Was­ser sam­meln, was ich spä­ter als Trink­was­ser hät­te. Also wenn ich mich dafür öff­ne, das zulas­se und das spü­re und auch mir bewusst über die Funk­ti­on des­sen bin und war­um das so wich­tig ist, was ich da gera­de spü­re, dann kann ich es auch bewusst wahr­neh­men und dann kann ich auch mei­ne eige­ne Per­spek­ti­ve auf Din­ge in mei­nem sons­ti­gen All­tag. ent­spre­chend umge­stal­ten. Ja, also Fazit. Die Natur ist ein wun­der­ba­rer Quell von Ruhe und Kraft und Inspi­ra­ti­on und jede Men­ge Fut­ter für Per­spek­tiv­wech­sel und Rela­ti­vie­rung von eige­nen zivi­li­sa­to­ri­schen The­men. Ganz indi­vi­du­ell ist das, wie man das emp­fin­det. Mich wird das natür­lich sehr inter­es­sie­ren, wie ihr es emp­fin­det. Mei­ne Kli­en­ten erzäh­len mir dann häu­fig, wenn ich sol­che Anre­gun­gen gebe, wie sie den nächs­ten Spa­zier­gang wahr­ge­nom­men haben. Und wenn ihr das auch ger­ne tei­len möch­tet, könn­tet ihr das natür­lich ger­ne, wie immer per direk­te Nach­richt an mich über mei­ne Home­page oder wenn ihr möch­tet, auch als Kom­men­tar. Und ich freue mich sehr, dass ihr dabei geblie­ben seid heu­te bei die­sem viel­leicht für man­chen zu eso­te­ri­schen The­ma. Ich bedan­ke mich fürs Zuhö­ren und ich sage bis zum nächs­ten Mal. Macht’s gut. Ciao, euer Björn. **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Ein bewusstes Jahr, KlarSicht Podcast, Natur, Podcast, Wellbeing --- ### [Fünf Schlüssel zum Glücklichsein](https://bobach-coaching.de/fuenf-schluessel-zum-gluecklichsein/) **Published:** Mai 29, 2024 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Entdecke die 5 Schlüssel zum Glücklichsein in deinem Leben und finde die Natur deiner tiefen Zufriedenheit. Lerne deine Werte kennen und orientiere dich daran. **Content:** In die­ser Fol­ge des Coa­ching Pod­casts Klar­Sicht geht es um das The­ma Glück­lich­sein und wie man glück­lich wird. Glück wird als sub­jek­ti­ves Gefühl des Wohl­be­fin­dens defi­niert, das aus posi­ti­ven Emo­tio­nen, Sinn­haf­tig­keit und erfül­len­den Bezie­hun­gen besteht. Es wird betont, dass Glück nicht mit Eupho­rie gleich­zu­set­zen ist, son­dern eher eine tie­fe Zufrie­den­heit und ein Grund­zu­stand dar­stellt. Fünf Schlüs­sel zum Glück­lich­sein wer­den vor­ge­stellt: - Gehe gut mit Hin­der­nis­sen und Her­aus­for­de­run­gen um, wäh­rend du dei­nen Wer­ten treu bleibst - Ent­de­cke und defi­nie­re dei­ne Wer­te - Set­ze dei­ne Wer­te in Hand­lun­gen um - Prak­ti­zie­re Dank­bar­keit für dei­ne Wer­te - Pfle­ge Bezie­hun­gen, die dei­ne Wer­te unter­stüt­zen Den im Pod­cast ange­spro­che­nen Bei­trag zum The­ma „Ent­de­cke Dei­ne Wer­te“ fin­dest du hier (Klick). Transkription Björn (00:01.232) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Klar­sicht, dem Coa­ching ‑Pod­cast mit mir, Björn Bob­ach. Schön, dass ihr dabei seid. Und heu­te geht es in mei­ner Rei­he ein bewuss­tes Jahr das The­ma, wie wer­de ich glück­lich? Und wenn ich nicht seri­ös wäre, könn­te ich euch jetzt ver­spre­chen, dass ich dafür das Uni­ver­s­a­re­zept habe, dass ihr mit mei­ner Hil­fe garan­tiert glück­lich wer­det. Aber ich bin seri­ös und des­we­gen ver­spre­che ich euch das natür­lich erst mal nicht. Ich möch­te mich viel mehr damit aus­ein­an­der­set­zen, was per­sön­li­che indi­vi­du­el­le Wege dazu sind, glück­lich zu wer­den. Was ich bei mei­nen Kli­en­ten beob­ach­tet habe, was häu­fig hilft, auch aus eige­ner Erfah­rung ken­ne. Und ich hof­fe, ihr könnt etwas mit­neh­men. Also stei­gen wir gleich ein. Was ist eigent­lich Glück? Wann füh­len wir uns glück­lich? Und wenn man jetzt das erst mal ganz nüch­tern defi­niert, das Wort Glück ist das ja ein sub­jek­ti­ves Gefühl des Wohl­be­fin­dens. dass sich aus ver­schie­de­nen Fak­to­ren zusam­men­setzt, also posi­ti­ven Emo­tio­nen, Sinn­haf­tig­keit und zum Bei­spiel auch erfül­len­den Bezie­hun­gen. Da gibt es oft ein Miss­ver­ständ­nis, denn wir emp­fin­den Glück oder wir neh­men Glück manch­mal als das war, was wir eigent­lich Eupho­rie nen­nen soll­ten, näm­lich das, was wir spü­ren, wenn wir gera­de ein sehr posi­ti­ves Erleb­nis hat­ten. Also bei­spiels­wei­se neu­er Job gefun­den, tota­le Eupho­rie, jetzt bin ich glück­lich. Aber ist das wirk­lich Glück? Glück­lich sein könn­te man also eher als eine tie­fe Zufrie­den­heit bezeich­nen, eine tie­fe Zufrie­den­heit mit der eige­nen Situa­ti­on. kei­ne Eupho­rie, son­dern einen Zustand, der einen nichts mis­sen lässt und der ihm Ruhe ver­mit­telt, Gebor­gen­heit und Sicher­heit. Die Eupho­rie im Moment des aku­ten Glücks ist im Prin­zip eine Reak­ti­on und glück­lich sein ist ein Grund­zu­stand. Björn (01:57.968) Schlüs­sel für die­sen Grund­zu­stand sind natür­lich, und das sind Begrif­fe, die hört ihr von mir, ande­ren Coa­ches und auch im Inter­net immer wie­der, Dank­bar­keit und Acht­sam­keit. Nach mei­ner Erfah­rung, auch mit mei­nen Kli­en­ten vor allem, ist es aber äußerst wich­tig, dass man das so gestal­tet, also dass man Zie­le und Din­ge und Per­so­nen, die einen umge­ben, so aus­wählt, dass sie den eige­nen Wer­ten ent­spre­chen. Und dar­auf gehen wir jetzt inten­si­ver ein. Denn unse­re Wer­te sind ja unser inne­rer Kom­pass. Der gibt uns Ori­en­tie­rung, hilft uns dabei, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Manch­mal auch ganz unbe­wusst tref­fen wir dann Ent­schei­dun­gen so aus dem Bauch raus, in Anfüh­rungs­stri­chen. Aber das ist eigent­lich gesteu­ert von unse­ren Grund­wer­ten. Und die­se Wer­te stim­men mit unse­rem authen­ti­schen Selbst über­ein. Und wenn wir in Über­ein­stim­mung mit die­sen Wer­ten leben, dann füh­len wir uns erfüllt und zufrie­den. Gro­ßes Man­ko an der der­zei­ti­gen Lebens­wei­se sind die sozia­len Medi­en natür­lich, weil die len­ken uns genau von die­sen Wer­ten ab, die spie­len mit Neid­ge­füh­len und so einer schein­ba­ren Per­fek­ti­on. Selbst Kri­sen wer­den daher meis­tens so als Hel­den­ta­ten dar­ge­stellt. Also die wer­den schein­bar spie­lend über­wun­den. Und man zeigt eigent­lich kei­ne Schwä­che. Selbst in einer Kri­se wird das immer dann so dar­ge­stellt, aber ich bin ja so unglaub­lich stark. Und das lässt einen an sich selbst zwei­feln, wenn man viel­leicht gera­de in einer schwe­ren Lebens­pha­se ist. Und dann fühlt man sich natür­lich erst recht unglück­lich. Also das lässt uns dann mit dem Gefühl zurück, dass das eige­ne, natür­lich nicht per­fek­te Leben noch nicht gut genug ist. Und man strebt sehr wahr­schein­lich Wer­te hin­ter­her und Zie­len hin­ter­her, die man dann von jemand ande­rem zu sei­nen eige­nen erklärt bekommt. Und das kann ja nicht glück­lich machen auf lan­ge Sicht. Ich glau­be, das leuch­tet jedem ein. Also so ein Bei­spiel wäre zum Bei­spiel hier, wenn ihr her­aus­fin­det, dass einer eurer wich­tigs­ten wer­te Fami­lie ist, dann wird man natür­lich glück­li­cher sein, wenn man viel Zeit mit sei­nen Lie­ben ver­bringt und sich die küm­mert und sich auch von denen umsor­gen lässt. Wenn man aber viel­leicht … Björn (04:14.224) durch den Chef oder wie gesagt sozia­le Medi­en ein­getri­chert bekommt, nein, Kar­rie­re ist das Aller­wich­tigs­te im Leben, dann wird man natür­lich damit eher sehr unglück­lich wer­den, weil dann fehlt ja etwas. Und dann hat etwas ande­res, was uns über­haupt nichts grund­sätz­lich bedeu­tet, eine viel zu hohe Gewich­tung. Also des­we­gen jetzt ein­mal fünf Schlüs­sel zum Glück­lich­sein. Sind es wirk­lich Schlüs­sel? Das müsst ihr für euch selbst her­aus­fin­den. Sind fünf Din­ge, mit denen man sein Gefühl von Glück und Zufrie­den­heit stär­ken kann. So wür­de ich es tat­säch­lich bes­ser for­mu­lie­ren. Also Punkt eins. Ent­de­cke dei­ne Wer­te und defi­nie­re dei­ne Wer­te. Und dafür musst du dir etwas Zeit neh­men. Ich habe dazu schon mal einen Bei­trag gemacht. Den wer­de ich auch ver­lin­ken unter die­sem Pod­cast. Da gibt es so einen klei­nen Fra­ge­bo­gen, der ist ziem­lich kurz. Da muss man sich aller­dings ein biss­chen Zeit neh­men, 20, 30 Minu­ten. Und ist im Prin­zip nichts ande­res, als dass man sich eine Lis­te sei­ner Wer­te erstellt oder aus­wählt aus einer Lis­te in dem Fall von dem Fra­ge­bo­gen, den ich ver­lin­ke. Und die muss man dann in ver­schie­de­nen Schrit­ten prio­ri­sie­ren. Das klingt jetzt erst­mal total ein­fach. Wenn ihr das macht, ist es total span­nend und auch ein biss­chen her­aus­for­dernd, weil ihr müsst euch tat­säch­lich dann ent­schei­den. Und ich kann das nur jedem ans Herz legen, die­sen Fra­ge­bo­gen immer mal wie­der aus­zu­fül­len, weil es ist sehr erleuch­tend, was da so raus­kommt. Und ich habe ja auch gera­de gesagt, immer mal wie­der, denn die­se Wer­te wan­deln sich. Die wan­deln sich manch­mal auch inner­halb von kür­ze­rer Zeit. Also das hat immer mit der eige­nen Lebens­si­tua­ti­on zu tun, mit dem, was einem gera­de wider­fah­ren ist. Bei­spiels­wei­se, wenn man im Freun­des — oder Bekann­ten­kreis jemand hat, der viel­leicht eine schlim­me Krank­heit gera­de durch­lebt hat, dann wird einem Gesund­heit sehr wahr­schein­lich sehr, sehr viel wich­ti­ger wer­den. Und das kann dann tat­säch­lich auf ein­mal zu einem Grund­wert wer­den. Oder wenn man die­se Krank­heit, was man natür­lich nie­man­dem wünscht, gera­de selbst erlebt hat, dann wird das natür­lich eine ande­re Prio­ri­tät krie­gen als vor die­ser Erfah­rung. Also eure Erfah­rungs­wer­te spie­len da mit rein. Des­we­gen wür­de ich emp­feh­len, sich da immer mal wie­der dar­über bewusst zu wer­den, was sind eigent­lich aktu­ell mei­ne Leit­wer­te? Also… Björn (06:30.928) Was ist es, was mich steu­ert? Und wor­auf soll­te ich Gewicht legen und wor­auf soll­te ich mich kon­zen­trie­ren? Der zwei­te Schritt ist dann, die­se Wer­te, die du raus­ge­fun­den hast, in Hand­lun­gen umzu­set­zen. Und was ich damit mei­ne, ist, dass du die in dei­nen All­tag inte­grierst und in dei­ne Ent­schei­dung. Und dazu musst du dir ein­fach kon­kre­te Schrit­te über­le­gen, wie du das machen kannst. Ein Bei­spiel, ganz pla­ka­tiv. Wenn Gesund­heit ein wich­ti­ger Wert ist, und das liegt jetzt auf der Hand, wäre ein Indi­tat umset­zen, dass man sich gesün­der ernährt, mehr Sport treibt, bes­ser schläft, mehr schläft auf … Work ‑Life ‑Balan­ce ach­tet, sol­che Din­ge. Wei­te­res Bei­spiel ist zum Bei­spiel, wenn ein Grund­wert Fair­ness ist, also Gerech­tig­keit, dann kann es hel­fen, ein Ehren­amt aus­zu­üben. Wenn ein Grund­wert finan­zi­el­le Sicher­heit ist, das ist ja auch tat­säch­lich bei vie­len ein gro­ßer Grund­wert, dass man in sei­nen Taten bewuss­ter mit Aus­ga­ben und mit Vor­sor­ge­leis­tun­gen umgeht. Also das sind alles ganz … Bei­spie­le. Bei man­chen Wer­ten kann es dann ein biss­chen kniff­li­ger wer­den, aber wenn man sich deren bewusst ist, dann fällt es einem meis­tens sehr leicht, da auch Hand­lungs­schrit­te zu fin­den. Manch­mal habe ich im Coa­ching Kli­en­ten, die tun sich an dem Schritt ein biss­chen schwer. Das kann man dann aber mit ent­spre­chend gutem, vom Coach gestell­ten Fra­gen eigent­lich in die rich­ti­gen Bah­nen len­ken. Der drit­te Punkt, und den fin­de ich unglaub­lich wich­tig, und das ist die Dank­bar­keit für sei­ne Wer­te. Und damit mei­ne ich jetzt, dass man die Din­ge in sei­nem Leben schätzt, die die Wer­te wider­spie­geln. Ganz bewusst auch auf die Wer­te bezo­gen. Das ist oft schwie­rig, weil unser Grund­rau­schen, das uns so in der Gesell­schaft umgibt, uns kom­plett davon ablenkt. Also sozia­le Medi­en, Nach­rich­ten­la­ge, ne? Also wir lesen in den Nach­rich­ten oder hören in den Nach­rich­ten von einer Kri­se nach der ande­ren, nichts stimmt, der Haus­halt wackelt. Also was ist da alles an… Björn (08:32.496) nega­ti­ven Ein­flüs­sen gibt und das lässt uns oft ver­ges­sen, dafür dank­bar zu sein, dass wir Din­ge uns her­um haben oder fin­den, die unse­re Wer­te stär­ken und die uns dar­in bestär­ken, die­se Wer­te wei­ter zu ver­fol­gen. Und da gibt es eine ganz ein­fa­che Übung. Da wer­den jetzt viel­leicht man­che den­ken, äh, wie sim­pel, aber schreibt es euch auf. Jeden Tag für eine gewis­se Zeit mal drei Din­ge auf­schrei­ben, für die man dank­bar ist. die im Zusam­men­hang mit den eige­nen Wer­ten ste­hen. Also das Bei­spiel mit der Fami­lie eben, dass man dafür dank­bar ist, dass man Part­ner hat, Kin­der hat, was auch immer. Wenn es finan­zi­el­le Sicher­heit ist, dank­bar dafür sein, dass man eine gute Vor­sor­ge hat, dass der Kon­to­stand gut ist, sol­che Din­ge. Und dann wird sich die Dank­bar­keit auch viel mehr in den All­tag inte­grie­ren. Das heißt, ihr wer­det von sol­chen Äuße­ren ein­flüs­sen. und Bom­bar­de­ments nicht so sehr ange­kratzt sein. Das wird euch nicht so auf­re­gen. Ich kann aus eige­ner Erfah­rung sagen, wenn ich so Pha­sen habe, wo mich die Nach­rich­ten auf­re­gen und ich den Ein­druck habe, irgend­wie, es pras­selt nur noch nega­tiv auf mich ein, so eine klei­ne Aus­zeit von die­sen gan­zen Din­gen, von Nach­rich­ten, sozia­len Medi­en sowie­so, also das habe ich sowie­so auf Mini­mum redu­ziert, das hilft unge­mein, sich die­sen … posi­ti­ven Din­gen, für die man dank­bar sein soll­te, wie­der bewusst zu wer­den. Und dann steigt auch die Zufrie­den­heit und das Gefühl des Glück­lich­seins. Der vier­te Punkt, und den fin­de ich auch äußerst wich­tig, ist, dass man sei­ne Bezie­hun­gen wer­te­ba­siert pflegt. Jetzt kei­nen Schreck krie­gen. Ich will damit nicht sagen, ihr müsst euren Freun­des­kreis kom­plett umkrem­peln und Men­schen ent­freun­den und euch sofort tren­nen oder irgend­wie was ande­res. Star­coa­ches dann so ger­ne emp­feh­len, also die dann tat­säch­lich auch Rat­schlä­ge geben, was ich ja als seriö­ser Coach nie tun wür­de. Also die … Björn (10:32.304) sagen, hier, muss dich tren­nen oder hast die fal­schen Freun­de oder so was, das ist damit nicht gemeint. Son­dern es ist eigent­lich gemeint, dass man sich mit den Men­schen umge­ben soll­te, die die Wer­te tei­len und unter­stüt­zen. Das heißt nicht, dass man alle ande­ren raus­schmei­ßen soll, aber die Gewich­tung ist halt wie­der wich­tig. Dass man dar­über reflek­tiert, wel­che Bezie­hun­gen tun uns eigent­lich gut und wel­che nicht. Und dann kann man sich mehr auf die kon­zen­trie­ren, die uns gut tun. Und mit gut tun mei­ne ich da auch wie­der… die eige­nen Wer­te stär­ken. Bei­spiels­wei­se, wenn man in einer Part­ner­schaft ist und Part­ner­schaft oder Bezie­hung oder Fami­lie, wie auch immer, ist ein Leit­wert, das ist einem unheim­lich wich­tig. Der Part­ner ist aber ein tota­ler Kar­rie­re­mensch und dem ist das total egal, dann wird’s schwie­rig. Also dann wird das natür­lich einen unglaub­li­chen Kon­flikt mit den eige­nen Wer­ten aus­lö­sen und da muss man sich fra­gen, Wie geht es da wei­ter? Das heißt ja nicht, dass gleich eine Tren­nung ansteht, aber da muss man viel­leicht drü­ber spre­chen. Viel­leicht ist ja auch der Part­ner, der so hin­ter der Kar­rie­re her ist, aus einem Grund hin­ter die­sem Kar­rie­re­ziel her, das gar nichts mit sei­nen Wer­ten zu tun hat. Viel­leicht denkt er, das ist eine Erwar­tungs­hal­tung. Also drü­ber spre­chen, aber man muss sei­ne Bezie­hun­gen wer­te­ba­siert pfle­gen. Und wenn es über­haupt nicht passt, dann ist es sehr wahr­schein­lich sowie­so für alle Sei­ten bes­ser, wenn man dann sagt, ja, dann wün­sche ich dir ein schö­nes Leben. mit dei­nen Wer­ten und viel­leicht sehen wir uns wie­der und dann passt es wie­der. Und der fünf­te Punkt für ein glück­li­ches und zufrie­de­nes Leben ist es, mit Hin­der­nis­sen und Her­aus­for­de­run­gen gut umzu­ge­hen. Denn es wird immer wie­der Situa­tio­nen geben, die uns auf die Pro­be stel­len. Also es, wie ich auch schon in ande­ren Pod­cast­fol­gen gesagt habe, gibt ja kein per­fek­tes Leben, Gott sei Dank nicht. Wir haben immer wie­der Her­aus­for­de­run­gen, wir haben Kri­sen, wir haben auch Schick­sals­schlä­ge, die ich damit gar nicht klein­re­den will, aber man muss sich Stra­te­gien… Björn (12:37.488) über­le­gen und die auch ent­wi­ckeln, mit die­sen Her­aus­for­de­run­gen umzu­ge­hen und dabei aber, und das ist wich­tig, den eige­nen Wer­ten treu zu blei­ben. Wie­der ein ganz ein­leuch­ten­des Bei­spiel. Wenn mein Chef mich auf­for­dern wür­de, etwas zu tun, was total gegen mei­ne Wer­te ver­stößt, mache ich das dann? Oder ver­su­che ich viel­leicht, einen Kom­pro­miss zu fin­den oder das Gespräch zu suchen? Oder las­se ich mich von … fal­schen Wer­ten für mich, zum Bei­spiel wenn ich als fal­schen Wert Sta­tus habe, also ich muss unbe­dingt Posi­ti­on XY beklei­den und des­we­gen schlu­cke ich die­se Arbeits­an­wei­sung, die so mit mei­nen Wer­ten total im Kon­flikt steht. Wenn ich in die­ser Situa­ti­on ver­har­re, wenn ich das zu lan­ge oder zu oft mit­ma­che, wird das an mei­ner Zufrie­den­heit krat­zen und dann wird das eine unglaub­lich schwie­ri­ge Situa­ti­on, die ich dann nicht gelöst habe. Also wenn ihr in irgend­ei­ner schwie­ri­gen Situa­ti­on ste­cken soll­tet, wäre es natür­lich das Opti­ma­le, wenn ihr die mit euren Wer­ten über­ein­stim­mend gelöst bekommt. Ist auch nicht so schwie­rig, wenn man sich der Wer­te bewusst ist. Und des­we­gen ist für mich, und damit kom­me ich dann zum Anfang zurück, die­ser Fra­ge­bo­gen und das Bewusst­wer­den der eige­nen Wer­te das Aller­wich­tigs­te. Den Link dazu fin­det ihr unter die­sem Pod­cast, bezie­hungs­wei­se wenn ihr die­sen Pod­cast auf mei­ner Web­site hört. auch in dem ent­spre­chen­den Blog­ar­ti­kel gleich ver­linkt. Und da freue ich mich natür­lich, wenn ihr den her­un­ter­la­det. Und das ist tat­säch­lich in der Ver­gan­gen­heit jetzt schon oft pas­siert nach der letz­ten Fol­ge. Und da habe ich span­nen­des Feed­back zu bekom­men. Und wie ihr mit euren Wer­ten umgeht und was das mit euch macht, wie euch das ver­än­dert. Also, Kern­aus­sa­ge für heu­te ist, glück­lich sein ist mit unse­ren per­sön­li­chen Wer­ten ganz, ganz eng ver­bun­den. Und wenn wir die ent­de­cken, wenn wir die Leben, die Wer­te und die Wert schät­zen, dann ist unser Leben auch grund­sätz­lich deut­lich erfüll­ter. Das kann jeder ler­nen. Es ist also nicht so, dass es nur eine Glücks­sa­che ist, ob jemand glück­lich ist, son­dern man kann glück­lich sein, tat­säch­lich ler­nen. Ich freue mich über Feed­back und ich freue mich, wenn ihr mir treu bleibt hier auf dem Kanal. Mei­ne Web­site ist björn­bo­b­ach .de, da fin­det ihr auch mei­ne Kon­takt­da­ten. Ich freue mich auf euch. Bis bald, ciao! **Kategorien:** Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching **Schlagwörter:** Achtsamkeit, Coaching, Glück, Glücklichsein --- ### [So wichtig ist eine positive Grundhaltung - der Rosenthal Effekt](https://bobach-coaching.de/so-wichtig-ist-eine-positive-grundhaltung/) **Published:** Juni 7, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­ser Fol­ge des Coach & Coach Pod­casts spre­chen Björn und Jan über den Rosen­thal-Effekt, der die Ver­zer­rung von Ergeb­nis­sen beschreibt. Sie dis­ku­tie­ren, wie die Erwar­tungs­hal­tung Ein­fluss auf die Ergeb­nis­se haben kann und wie man die­se Erwar­tungs­hal­tung posi­tiv nut­zen kann. Sie beto­nen die Bedeu­tung einer posi­ti­ven Grund­hal­tung und wie die­se sich auf das Ver­hal­ten und die Ergeb­nis­se aus­wir­ken kann. Sie geben Bei­spie­le aus ver­schie­de­nen Kon­tex­ten wie Bewer­bungs­ge­sprä­chen und Füh­rungs­si­tua­tio­nen und ermu­ti­gen die Zuhö­rer, ihre eige­ne Hal­tung zu reflek­tie­ren und zu beein­flus­sen. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionBjörn (00:25) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach, dem Dop­pel­coach Pod­cast mit Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan. Und mir, Björn Bob­ach. Schön, dass ihr dabei seid. Und wir spre­chen heu­te nicht über Dal­li Dal­li, son­dern über den Rosen­thal ‑Effekt. Ähn­li­cher Name wie der Mode­ra­tor. Aber es geht eigent­lich was ganz ande­res. Und das ist ein Wunsch­the­ma vom Jan. Des­we­gen kann er uns viel­leicht mal erklä­ren. Jan (00:32) Hal­lo Björn. Björn (00:53) in ein­fa­chen Wor­ten, was der Rosen­thal ‑Effekt ist und wie­so wir da über­haupt drü­ber spre­chen wol­len. Jan (01:00) Ja, sehr ger­ne. Aber bevor wir das machen, musst du mich erst­mal wahr­schein­lich mit in eine Rei­se einer ande­ren Zeit neh­men. Und zwar wie heißt denn der Mode­ra­tor von Dal­li Dal­li und was ist über­haupt Dal­li Dal­li? Wer von unse­ren Hörern weiß das noch? Also bei mir klin­gelt es ein biss­chen, ich habe was irgend­wie im Hin­ter­kopf mit Kopf­hö­rern, so ein Spiel. Kann das sein? Björn (01:08) Haha­ha! Ja, ja, ja, das war eine ganz gro­ße deut­sche Fern­seh­show. Und da gab’s einen Mode­ra­tor, der hat immer gesagt, sie sind der Mei­nung, das war Schwit­ze, und ist dann hoch­ge­sprun­gen und sol­che Sachen. Da sieht man halt, dass ich ein biss­chen älter bin als du. Mich hat das als Kind sehr beglei­tet, viel­leicht auch man­chen unse­rer Hörer. Aber lass uns zum The­ma kom­men. Jan (01:40) Okay, ich war auch nicht bei Dal­li Davies und bei Ruck­zuck, aber gut, las­sen wir das. Der Rosen­thal ‑Effekt ist mir begeg­net in einem beruf­li­chen Kon­text, als wir uns dar­über aus­ge­tauscht haben. An die­ser Stel­le lie­be Grü­ße an Flo­ri­an. Und tat­säch­lich geht es einen Effekt der Ver­zer­rung. Und zwar der Ver­zer­rung von Ergeb­nis­sen. Es gibt unter­schied­li­che For­men von Expe­ri­men­ten, wo das mal auf­ge­tre­ten ist. Björn (01:43) Ja. Jan (02:06) Ich möch­te mal einen benen­nen und zwar gibt es Expe­ri­men­te, wo Leh­rer an einem Ver­such teil­ge­nom­men haben und die­sen Leh­rern wur­den im Grun­de genom­men zwei Schü­ler­grup­pen gegen­über­ge­stellt. Die eine Grup­pe, dazu haben sie die Infor­ma­tio­nen bekom­men, die­se Schü­ler sind sehr, sehr schlecht. Die ande­re Schü­ler­grup­pe sind so high poten­ti­als, sehr, sehr intel­li­gent, sehr gut. Und dann haben sie qua­si auch den Leh­rern gewis­se Auf­ga­ben mit­ge­ge­ben, die die Schü­ler bewäl­ti­gen soll­ten und Es hat sich bestä­tigt, dass die High Poten­ti­als deut­lich bes­ser waren als die nicht so schlaue Schü­ler­grup­pe. Erst mal wenig über­ra­schend, aber die Auf­klä­rung war dann am Ende des Tages, es gab eigent­lich kei­nen Unter­schied bei die­sen Schü­ler­grup­pen von der Intel­li­genz und so wei­ter, son­dern am Ende des Tages war qua­si die Erwar­tungs­hal­tung der Leh­rer in die­sem Zusam­men­hang, hat einen Ein­fluss dar­auf, auch wie sie die Inhal­te ver­mit­telt haben und wie dann die Ergeb­nis­se kamen. Da gibt es auch noch ein­fa­che­rer Expe­ri­men­te mit Rat­ten und so wei­ter. die natür­lich weni­ger kom­plex sind und viel­leicht weni­ger Varia­ble mit drin haben. Aber die Kern­aus­sa­ge ist letz­ten Endes, es macht einen Unter­schied, wel­che Erwar­tungs­hal­tung wir haben für das Ergeb­nis, was am Ende her­aus­kommt. Wir ken­nen das auch unter ande­rem begrif­fen, kom­men viel­leicht gleich auch noch mal drauf. Und das ist total inter­es­sant, weil uns das natür­lich auch im täg­li­chen Leben, ob pri­vat oder auf der Arbeit, stän­dig wie­der begeg­net. Denn wir haben ja meis­tens Erwar­tun­gen, posi­ti­ve oder nega­ti­ve. Björn (03:29) Ja, begeg­net uns ja wirk­lich stän­dig. Also bei­spiels­wei­se, jemand fängt einen neu­en Job an, spricht vor­her oder fängt den an und da sind Kol­le­gen und die kün­di­gen einen ande­ren Kol­le­gen, an der gera­de im Urlaub ist. Also das ist ein Kol­le­ge, der ist total kom­pli­ziert oder so, der ist total schwie­rig. Und dann sind wir natür­lich schon in dem Moment, wo wir das ers­te Mal auf den Tref­fen dar­auf gepolt und ver­fäl­schen eigent­lich unse­ren ers­ten Ein­druck oder viel­leicht sogar die Wahr­neh­mung, die wir grund­sätz­lich von die­sen Men­schen hät­ten, weil wir schon die­sen ande­ren Input vor­her hat­ten. So ähn­lich wie Pri­ming. Haben wir ja im Vor­ge­spräch auch eben kurz schon ange­spro­chen. Das hat ja ein ähn­li­ches Wir­kungs­feld. Also man ist dann qua­si schon so gepolt, dass man ein Ergeb­nis erwar­tet und dann sehr wahr­schein­lich auch aus­fil­tert danach, was die­ses Ergeb­nis bestä­ti­gen wür­de. Des­we­gen wäre jetzt so mein ers­ter Gedan­ke, liegt das dann dar­an, dass man … wenn man als Lei­ter von so einem Ver­such wie in die­sem Rosen­thal ‑Effekt, wie du es jetzt gera­de beschrie­ben hast, oder wenn man grund­sätz­lich in eine Situa­ti­on kommt, einen ande­ren Fil­ter hat. Jan (04:40) Also ich könn­te mir vor­stel­len, dass es einen ande­ren Fil­ter hat, aber ich glau­be der eigent­lich inter­es­san­te Effekt oder das was die Aus­wir­kun­gen hat ist glau­be ich nicht der, viel­leicht nicht per se allein der Fil­ter, son­dern ins­be­son­de­re auch das was sich in uns und in unse­rem Han­deln tut. Neh­men wir mal das Bei­spiel was du gera­de genannt hast mit die­sem unheim­lich kom­pli­zier­ten Kol­le­gen, der aus dem Urlaub wie­der­kommt. Und wir haben jetzt schon zwei Wochen lang gehört wie kom­pli­ziert die­ser Mensch ist. Unter Umstän­den ist es da nicht nur so, dass wir gepri­med sind und jetzt irgend­wie dar­auf ach­ten, was sind denn die kom­pli­zier­ten Sachen, die der sagt oder tut. Björn (04:53) Hm? Hm? Jan (05:08) Son­dern unter Umstän­den ist es so, dass wir uns schon selbst die­ser Per­son nicht neu­tral gegen­über ver­hal­ten, son­dern eher schon eine Abwehr­hal­tung haben. Weil wir den­ken, die Per­son ist sowie­so schon kom­pli­ziert. Ja, und dass wir viel­leicht mit einer Abwehr­hal­tung auch nicht selbst unbe­dingt sym­pa­thisch wir­ken, direkt zu begin­nen, ist auch ganz logisch. Und, ja, und, Wun­der, dann erge­ben sich natür­lich kom­pli­zier­te Situa­tio­nen, weil viel­leicht die­se unvor­ein­ge­nom­me­ne Per­son, die aus dem Urlaub wie­der­kommt, denkt, Mensch, was ist das denn für ein Typ? War­um ist denn der so? Und dann geht das Spiel los. Björn (05:15) Rich­tig, ja. Rich­tig. Ja. Ja. Jan (05:37) Und das fin­de ich ist auch noch mal die kom­ple­xe­re Sache gegen­über dem The­ma Pri­ming, wo es ja in ers­ter Linie auch dar­um geht, wor­auf ach­te ich selbst, was neh­me ich wahr oder wie deu­te ich Sachen, ist qua­si, dass eigent­lich durch die Infor­ma­tio­nen, die ich habe, ich eben mein Ver­hal­ten ver­än­de­re. Und durch mein ver­än­der­tes Ver­hal­ten ver­än­dert sich auch das Ver­hal­ten mei­nes Gegen­übers unter Umstän­den. Also wenn ich jetzt… Björn (06:01) Mhm. Jaja. Jan (06:03) neh­men wir mal anders her­um, die sind noch­mal die­se Schü­ler­grup­pe oder Kol­le­gen oder Mit­ar­bei­ter oder Kun­den. Wenn ich höre, das sind ganz, ganz koope­ra­ti­ve Men­schen, mit denen kann man super arbei­ten, dann gehe ich viel­leicht auch viel locke­rer in so eine Situa­ti­on ran, gebe mir viel­leicht auch mehr Mühe, das zu tun und ver­hal­te mich ganz anders. Und auf ein­mal ent­wi­ckeln sich die­se Sachen, also ent­wi­ckelt sich qua­si auch das Ver­hal­ten mei­nes Gegen­übers anders, weil ich halt eben anders in die­se Situa­ti­on hin­ein­ge­he. Björn (06:31) auch genau­so gut anders­rum sein. Habe ich mich gera­de gefragt, ob das nicht auch so sein könn­te. Das stell dir vor, es wäre genau anders­rum. Es wird dir erzählt, ach, der ist total unkom­pli­ziert, der neue Kol­le­ge, ganz locke­rer Typ. Und dann kommt der das ers­te Mal ins Büro und hat viel­leicht einen schlech­ten Tag oder irgend­was. Und du gehst so ganz locker, flo­ckig auf den zu. Und dann kriegst du als ers­tes so eine Bäh ‑Aus­sa­ge. Irgend­was, was dich total irri­tiert. Das ist ja dann im Prin­zip auch … eine tota­le Ver­fäl­schung der Ergeb­nis­se, weil dann auch die neu­tra­le Grund­hal­tung völ­lig fehlt. Also eigent­lich müss­ten wir uns dann ja jetzt heu­te dar­über unter­hal­ten, wie man sich eine neu­tra­le Grund­hal­tung bewah­ren kann, eine Situa­ti­on nicht zu ver­fäl­schen. Jan (07:14) Das wäre auch eine Mög­lich­keit, aber die Fra­ge ist ja auch immer, was möch­te man denn erzie­len? Also wenn ich jetzt sage, ich möch­te immer die rein neu­tra­le, das rein neu­tra­le Erleb­nis haben, dann bin ich wie so ein lee­res Gefäß, dann gehe ich irgend­wo rein und bin kom­plett neu­tral aus­ge­gli­chen und las­se das erst­mal alles auf mich wir­ken, was ja auch schön ist, kann man machen. Die Fra­ge ist ja aber, ob man sich die­sen Rosen­thal ‑Effekt nicht auch posi­tiv zu Nut­zen machen kann. Also zum Bei­spiel… Björn (07:19) Rich­tig, ja. Jan (07:44) Ich erzähl mal qua­si eine Anek­do­te aus dem eige­nen Berufs­le­ben. Ich hat­te mal so eine Situa­ti­on, da gab es ein Pro­jekt und das Pro­jekt war, das wuss­ten die ande­ren, die die­ses Pro­jekt kann­ten, aber ich nicht, war sehr kom­pli­ziert und eigent­lich wohl zum Schei­tern ver­ur­teilt. Und das wuss­te ich aber nicht, hat mir auch kei­ner gesagt. Und ich… Ich bin da sozu­sa­gen in mei­ner Grund­po­si­ti­vi­tät mal drauf los­ge­gan­gen und hab halt irgend­wie ein­fach gemacht. Und es hat geklappt. Eigent­lich zur Über­ra­schung der ande­ren, weil die haben es eher so abge­sto­ßen, weil es eigent­lich kei­ner haben woll­te, bis er halt bei mir gelan­det. Und dazu kommt ja qua­si die­ser ande­re Punkt, näm­lich es gibt ja auch die­sen schlau­en Spruch, alle sag­ten, das geht nicht, dann kam einer, der wuss­te das nicht und hat es ein­fach gemacht. Auch so ein schö­ner Kalen­der­spruch, wie man da immer so ein biss­chen abfäl­lig sagt. Björn (08:12) Mhm. Jan (08:33) Aber das heißt, wenn man jetzt irgend­wie grund­sätz­lich erst­mal denkt, das geht schon, oder man hat viel­leicht auch eine nega­ti­ve Infor­ma­ti­on gar nicht, dann kann es halt auch sein, dass Din­ge gelin­gen, wo ande­re viel­leicht den­ken, das ist viel­leicht gar nicht so wahr­schein­lich. Und daher ist für mich die Fra­ge, ob die­ser Rosen­teil­ef­fekt posi­tiv gese­hen eben auch dazu füh­ren kann, dass Din­ge sich eben auch ein­fach posi­tiv ent­wi­ckeln, weil ich mit einer ganz ande­ren Grund­hal­tung rein­ge­he. Wir hat­ten ja auch schon den Begriff der selbst­er­fül­len­den Pro­phe­zei­ung. Das klingt immer etwas abge­ho­ben eso­te­risch. Björn (08:58) Mhm. Jan (09:03) Aber ich glau­be schon, es macht einen erheb­li­chen Unter­schied, ob ich mit einer kon­struk­ti­ven, posi­ti­ven Sicht in Din­ge, in Pro­blem­stel­lun­gen, Her­aus­for­de­run­gen hin­ein­ge­he oder ob ich eher den­ke, das wird sowie­so nix. Björn (09:16) Ja, das ist, glau­be ich, auch eine ganz gro­ße Her­aus­for­de­rung. Ich habe mich gera­de gefragt, wie man dann ver­mit­telt bekommt oder bezie­hungs­wei­se wie man dann es schafft, sei­nen eige­nen Erfah­rungs­schatz auch ein biss­chen hin­ten anzu­stel­len. Weil so ein Bei­spiel jetzt aus mei­ner Pra­xis ist das … Ich habe ja, glau­be ich, schon mal erwähnt, dass ich eine etwas grö­ße­re Zahn­arzt­pra­xis betreue. und auch viel mit Per­so­nal zu tun habe und Vor­stel­lungs­ge­sprä­che mache und so. Und wir hat­ten da eine Zeit lang wirk­lich Pech. Also da kam einer nach dem ande­ren, der wirk­lich schwie­rig und kom­pli­ziert wur­de. Und dann ist es natür­lich unglaub­lich schwer, wenn wie­der ein neu­er Kol­le­ge kommt, davon aus­zu­ge­hen, das wird jetzt alles klap­pen. Weil der Erfah­rungs­schatz halt sagt, das ist jetzt, das … alle sind schwie­rig, was natür­lich absurd ist. Es sind ja nicht alle Men­schen schwie­rig oder es wird mit jedem … irgend­was pas­sie­ren. Weil wenn ich dann den Mit­ar­bei­tern sage, jetzt geht aber mehr mit offe­nem Blick dahin und auf den neu­en Men­schen zu. Ja, aber es ist ja so viel pas­siert. Und natür­lich ertap­pe ich mich dann auch sel­ber dabei, dass ich dann in dem Moment sofort eigent­lich die­se Hab ‑8 ‑Stel­lung habe, dass ich den­ke, mal schau­en, was da jetzt wie­der lau­ert und sich davon frei­zu­ma­chen. Gera­de wenn es der eige­ne Erfah­rungs­schatz ist, ist, glau­be ich, eine gro­ße Her­aus­for­de­rung. Es ist was ande­res natür­lich, wenn ich von außen geimpft wer­de. Also die­ses Bei­spiel, das du ganz am Anfang gesagt hast, das genannt hast, dass ein Prü­fer schon geimpft wur­de, das ist eine ganz schlech­te Klas­se und die kön­nen nichts und die stren­gen sich nicht an. Das ist, glau­be ich, etwas, womit man leich­ter umge­hen kann, als damit sei­ne eige­nen Lern­erfol­ge und Erfah­rungs­schät­ze … bei­sei­te zu legen und immer wie­der mit einem fri­schen Blick in eine Situa­ti­on zu gehen. Es muss ja jetzt nicht nur was mit Inter­per­son­nel­les sein, also mit ande­ren Men­schen, son­dern es kann ja auch ein grund­sätz­li­ches Pro­blem sein in einem tech­ni­schen Ablauf, in der Pro­jekt­ab­wick­lung oder, oder, oder, oder auch pri­va­te ande­re Situa­tio­nen, die viel­leicht immer wie­der her­aus­for­dernd waren, die aber gar nicht immer her­aus­for­dernd sein müs­sen. Also das sehe ich da als grö­ße­re Her­aus­for­de­rung an, tat­säch­lich. Jan (11:25) Hm? Björn (11:31) eige­nen Erfah­run­gen nicht vor die Erfah­rung des Neu­en zu stel­len. Jan (11:36) Ja, also das ist natür­lich auch etwas, wozu man neigt. Also grund­sätz­lich ist es ja so, dass eine Nei­gung da ist, eben aus der Ver­gan­gen­heit die Zukunft zu schlie­ßen. Also dass man die Erfah­rung aus der Ver­gan­gen­heit nimmt und das dann eben auf die Zukunft pro­ji­ziert. Aber letz­ten Endes ist es natür­lich auch ehr­lich, also es ist, glau­be ich, ein ganz, ganz belieb­ter Bias, ganz, ganz belieb­ter Feh­ler. Aber es ist natür­lich auch eigent­lich total unfair der neu­en Per­son gegen­über, wenn wir jetzt mal bei die­sem Bei­spiel blei­ben. Weil letz­ten Endes ist qua­si aus Grün­den, war­um auch immer, weil die Per­so­nen vor­her chao­ten waren oder weil die sagen wir mal etwas neu­tra­ler, Kon­stel­la­ti­on ein­fach nicht gepasst hat, was ja wahr­schein­lich der eigent­li­che Grund ist. Nee, das ist ja aber genau das, also was pas­siert ist, ist ja so nar­ra­tiv inner­halb eines Sys­tems. Björn (12:17) Das ist bes­ser. Genau. Jaja, jaja. Jan (12:23) Und dann war es halt eben so, die­se gan­zen Men­schen waren halt irgend­wie kom­pli­ziert. Aber waren die Men­schen kom­pli­ziert? War das Sys­tem viel­leicht selbst kom­pli­ziert? Wer weiß es genau. Aber … Genau. Und die Fra­ge ist ja, ob man auch da, wie du schon sagst, sich eben auch über die­se bis­he­ri­ge Geschich­te eben nicht dann auch schon selbst ver­zerrt in dem Ver­hal­ten, wie man dann die­ser Per­son gegen­über tritt. Und da gibt es natür­lich auch Din­ge, die man pro­bie­ren kann. Also ich zum Bei­spiel … Björn (12:30) Eine Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem sehr wahr­schein­lich. Jan (12:53) Ich bin ja ein gro­ßer Fan auch von die­sem Gleich­nis oder Bild, auch öfter mit zu tun im betrieb­li­chen Kon­text. Pan­te­rie, alles fließt. Der glei­che Mensch kann nie­mals in den glei­chen Fluss stei­gen, weil der Fluss sich ver­än­dert und wir ver­än­dern uns. Und so ist es ja auch in sol­chen Situa­tio­nen. Also auch wenn jetzt irgend­wie eine … Auch wenn wir jetzt in der Ver­gan­gen­heit mit einer Per­son eine schwie­ri­ge Situa­ti­on haben, dann heißt das ja auch nicht, dass die­se Situa­ti­on sich immer so wie­der­ho­len muss. Das kann sich auch ver­än­dern. Und gera­de wenn man mit, in Anfüh­rungs­zei­chen, neu­en oder unbe­kann­ten Men­schen zu tun hat, fin­de ich es total wich­tig, sich das selbst zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass man sich da viel­leicht auch erst mal leer machen muss. Dass man erst mal die eige­nen Erwar­tun­gen irgend­wie aus­schüt­ten muss und sagen muss, okay, jetzt ver­su­che ich mal ganz un… beein­flusst auch von mei­nen bis­he­ri­gen Erfah­run­gen erst­mal in die­se Situa­ti­on zu gehen. Und das coo­le ist ja jetzt zum Bei­spiel auch in Situa­tio­nen wie du jetzt gera­de beschrie­ben hast, wenn einem das irgend­wie bewusst ist, man auch weiß, das Sys­tem hat viel­leicht schon die­se Erfah­rung gemacht, dann kann man ja viel­leicht sogar auch dar­auf hin­wir­ken, also auch im Umfeld und sagen, pass mal auf, wir haben Erfah­run­gen gemacht, jetzt kommt was ande­res und wir dür­fen eigent­lich nicht ver­ges­sen, das ist jetzt ein ganz ande­rer Mensch. Die Kon­stel­la­ti­on ist inso­fern kom­plett neu, selbst wenn wir so sind, wie wir sind und wer weiß, was kommt. Und jetzt gehen wir da mal offen, kann man auch neu­tral sagen, muss ja nicht posi­tiv sein, aber zumin­dest offen irgend­wie an so eine sol­che Situa­ti­on her­an. Aber sich das allein mal zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass es nicht immer so sein muss, ist ja schon total viel wert. Björn (14:26) Rich­tig. Braucht natür­lich viel Kraft, also men­ta­le Kraft. Also das ken­nen wir auch aus dem Coa­ching ‑All­tag, dass wenn wir ein paar Kli­en­ten hin­ter­ein­an­der haben und dann haben wir viel­leicht jeman­den, der, ich sag’s jetzt mal ganz vor­sich­tig, schwie­ri­ger zu kna­cken ist. Nicht, dass wir Men­schen kna­cken, Got­tes Wil­len. Aber es gibt ja Men­schen, wo die Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­fach ein biss­chen schwie­ri­ger ist oder die ver­schlos­se­ner sind, wo man … als Coach auch ein paar mehr Krei­se dre­hen muss, ist natür­lich gefähr­lich, wenn man dann dem Nächs­ten gegen­über sit­zen wür­de und denkt, das wird jetzt wie­der anstren­gend oder es wird jetzt wie­der eher eine aus­führ­li­che­re Geschich­te. Das ist kraft­zeh­rend und das ist natür­lich viel, viel schwie­ri­ger, als sich ein­fach auf sei­ne gewohn­ten Mus­ter zu ver­las­sen. Ja, und wir ken­nen das ja nicht. Das wird jetzt eh wie­der schwie­rig. Da muss ich gar nicht viel Ener­gie auf­hö­ren. Jetzt lass uns mal irgend­wie den Bogen krie­gen zu dem was du gesagt hast eben, das fin­de ich eigent­lich ganz wich­tig und ganz span­nend und ganz wert­voll. Wie kann man das für sich nut­zen? Also die Grund­hal­tung so zu ver­än­dern, dass es mir am Ende und mei­nem Umfeld dann ja sehr wahr­schein­lich auch eher etwas bringt. Das ers­te Wort, was mir da so ein­fällt außer Neu­tra­li­tät ist Zuver­sicht. Also dass man zuver­sicht­lich in eine Situa­ti­on geht. Weil neh­men wir das Bei­spiel mit dem Prü­fer vom Anfang wie­der. Jan (15:39) Mhm. Björn (15:47) Wenn der in so eine Situa­ti­on rein­geht mit dem Gedan­ken, die wer­den das alle schaf­fen und ich hel­fe denen auch, dass sie es schaf­fen, weil sie kön­nen es schaf­fen, wenn ich ihnen hel­fe, ist das ja was Alters, als wenn er sagt, ist eh Hop­fen und Malz ver­lo­ren, muss ich mich jetzt gar nicht groß anstren­gen, dass die da irgend­wie durch die­se Prü­fung kom­men. Also das ist jetzt ein ganz pla­ka­ti­ver Nut­zen. Aber wie kann man das noch für sich nut­zen? Jan (16:12) Ja, also ich glau­be, das ist schon ein ganz gutes Bei­spiel. Das kannst du auch in ande­ren Kon­tex­ten nut­zen. Das kannst du nut­zen, indem du in dem du ein posi­ti­ves Bild hast, bei­spiels­wei­se von Kol­le­gen, Mit­ar­bei­tern, Kun­den. Also es ist ja auch die Sache, das gibt es. Jeder kennt auch kniff­li­ge Kun­den­um­fel­der, der Kun­den­um­feld unter­wegs ist. Sonst noch dar­auf stän­dig. Aber auch da gibt es qua­si eher Selbst­läu­fer oder kniff­li­ge­re Situa­tio­nen. Da bringt es mich aber ehr­li­cher­wei­se auch nicht wei­ter, wenn ich sage, jetzt kommt gleich wie­der da das Ter­min, das wird hart. Also ich mei­ne, es ist natür­lich gut, sich rea­lis­tisch dar­auf vor­zu­be­rei­ten, was einen erwar­tet. Aber grund­sätz­lich erst mal zu sagen, also sich selbst auch noch mal zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, die Situa­ti­on, bei­spiels­wei­se im letz­ten Mee­ting war die Situa­ti­on im letz­ten Mee­ting. Das heißt aber nicht, dass es heu­te genau­so sein muss, son­dern ich glau­be sogar, Wir haben heu­te grund­sätz­lich eine kon­struk­ti­ve Hal­tung, auch von den Kol­le­gen oder von mei­nem Kun­den. Und ich wer­de ver­su­chen, das auch in die­ser Art und Wei­se zu nut­zen. Und schon gehen wir da ganz anders rein und strah­len das auch aus. Auch das ist ja etwas, dass das eine ist, was wir den­ken, das ande­re ist aber auch, was wir füh­len und was wir reprä­sen­tie­ren. Und dafür sind Men­schen emp­fäng­li­cher. als man manch­mal so glaubt. Wir sind ja in der Kom­mu­ni­ka­ti­on viel mehr als das, was wir sagen. Ins­be­son­de­re fühlt sich jemand wohl. Und da macht es auch unter­schied­lich Spaß. Jemand, der total unsi­cher ist. Das ist ja auch so ein Bias. Viel­leicht gibt es noch mal einen ande­ren Kon­text, in dem wir dar­über spre­chen kön­nen. Aber es gibt ja auch oft mal so Situa­tio­nen, wo Men­schen per se eher unsi­cher sind. Und dann auch komi­scher­wei­se oder eben nicht komi­scher­wei­se öfter auf Men­schen tref­fen. Björn (17:37) Mmh. Jan (18:01) die die­se Unsi­cher­heit aus­nut­zen oder wo man schnell in so eine Art Opfer­rol­le gerät oder so etwas. Und ich glau­be, das hat viel damit zu tun oder kann damit zu tun, aber hat einen Anteil, sodass im Grun­de genom­men die­ses her­ein­ge­hen in eine Situa­ti­on, das Posi­ti­ve erwar­ten und auch das Posi­ti­ve vom Gegen­über den­ken, hier schon einen enor­men Nut­zen brin­gen kann. Björn (18:09) Hm. Eine ande­re Situa­ti­on, die mir gera­de ein­fällt, wo es sehr hilf­reich sein kann, … sind Bewer­bungs­ge­sprä­che. Und zwar auf bei­den Sei­ten. Also das habe ich schon auf bei­den Sei­ten auch erlebt, … auch bei Kli­en­ten, … dass jemand fürch­ter­li­che Angst vor Bewer­bungs­ge­sprä­chen hat­te … … als Bewer­ber. Und da eigent­lich immer der Schlüs­sel war, … sich zu ver­ge­gen­wär­ti­gen, dass ja das Bewer­bungs­ge­spräch … nur des­we­gen statt­fin­det, weil das Gegen­über jeman­den sucht. Und das Gegen­über, also der Aus­schrei­ben­de … Jan (18:38) mhm Björn (18:53) Jemand fin­den will, der passt. Das heißt, die Grund­hal­tung in dem Moment da rein­zu­ge­hen, zu sagen, Gott, Gott, die suchen jetzt nach Grün­den, war­um ich nicht pas­se, macht natür­lich fürch­ter­lich ange­spannt, das über­trägt sich, auf den der die Fra­gen stellt. Aber umge­dreht ist es dann viel, viel ent­spann­ter, wenn man da rein­geht mit der Grund­hal­tung, die suchen mich, die wer­den mich fin­den, die suchen ja eigent­lich nach Grün­den, war­um ich der Rich­ti­ge bin. Das ist ja eine völ­lig ande­re Grund­hal­tung und führt dann auch zu einer ganz ande­ren. Aus­strah­lung. Und anders­rum ist es natür­lich auch für die, die das Bewer­bungs­ge­spräch füh­ren, also die jeman­den neu ent­su­chen. Wenn die in so ein Gespräch rein­ge­hen und sich als Grund­hal­tung machen, das kann der Rich­ti­ge sein, lass mich Grün­de fin­den, war­um es der Rich­ti­ge ist, ganz anders wir­ken, viel locke­rer wir­ken und auch das Gegen­über viel ent­spann­ter wer­den las­sen, wenn sie so sich ver­hal­ten, als wenn sie so, jetzt gucke ich mal, war­um der nicht passt. Also jetzt suche ich mal nach Män­geln oder so. Jan (19:47) Jaja, das gibt’s auch. Björn (19:51) Und das ist, ja, gibt es ja alles, ne? Ja, und des­we­gen, das fin­de ich ist so ein schö­nes Bei­spiel. Also wenn man tat­säch­lich das für sich nut­zen will, und es wäre ja ide­al, wenn bei­de Sei­ten dann auf­ein­an­der zuge­hen im Sin­ne von wir suchen nach dem bes­ten Out­co­me hier, dann kann es ja eigent­lich nur pas­sen. Gut, bei Bewer­bungs­ge­sprä­chen spielt noch viel, viel mehr da rein. Und ich habe jetzt gera­de eben bei dem Bei­spiel, das du genannt hast, zum Bei­spiel war­um Men­schen immer wie­der an oder … häu­fig an ande­re Leu­te gera­ten, die sie dann aus­nut­zen oder wo sie in so eine Opfer­rol­le gera­ten. Das hat natür­lich auch ande­re Grün­de. Opfer­rol­len haben ja viel mit Mus­tern zu tun und und und. Aber grund­sätz­lich glau­be ich, ist das ein ganz mäch­ti­ges Ding, dass man sich vor sol­chen Begeg­nun­gen oder vor sol­chen Situa­tio­nen tat­säch­lich bewusst ist, dass man den Aus­gang in einem gewis­sen Maße schon beein­flus­sen kann. Wir kön­nen ja nicht unser Gegen­über direkt beein­flus­sen, aber wir kön­nen unse­re Hal­tung so modi­fi­zie­ren. dass ein mög­lichst posi­ti­ver Aus­gang nicht sicher­ge­stellt ist, aber dass er nicht unmög­lich wird. Jan (20:53) Genau und ich glau­be, gera­de wenn man jetzt auch über Füh­rung spricht auch im Unter­neh­men, dass man eigent­lich gar nicht, man kann es fast gar nicht über­schät­zen, was eben so eine Grund­hal­tung, eine posi­ti­ve auch der Beleg­schaft gegen­über für einen Effekt haben kann. Also wenn ich als Füh­rungs­kraft bei­spiels­wei­se von einem Unter­neh­men die Grund­hal­tung aus­strah­le, hier bin sowie­so nur ich der Bes­te und alle ande­ren kön­nen eigent­lich nichts. Und natür­lich macht ihr Feh­ler den gan­zen Tag und eigent­lich seid ihr alle nicht an der rich­ti­gen Posi­ti­on. Dann wird es wahr­schein­lich auch dazu kom­men, dass die Men­schen unsi­che­rer wer­den, dass sie viel­leicht auch Feh­ler machen, dass ich ins­be­son­de­re dar­auf schaue und so wei­ter und so fort. Und das ver­stärkt sich dann selbst. Ande­rer­seits, wenn ich dann ein Grund­ver­trau­en auch aus­strah­le und sage, natür­lich könnt ihr das. So, und natür­lich seid ihr genau an der rich­ti­gen Posi­ti­on und wer­det das im Unter­neh­men gut machen. Dann glau­be ich auch, dass hier die… Fähig­keit, das dann auch umzu­set­zen, viel grö­ßer sein wird. War­um? Weil es natür­lich auch recht einen Unter­schied macht, ob ich das Gefühl habe, ich bin die gan­ze Zeit auf dem Kie­ker, ich bin sowie­so irgend­wie eine Kur­ve vom Rau­schen ist ent­fernt oder ob ich das Gefühl habe, mir steckt jemand den Rücken und ich kann auch frei agie­ren. Das hat ja auch was damit zu tun, wie frei füh­le ich mich, kann ich mich mal ein biss­chen aus­pro­bie­ren. Wir wer­den ja in der Regel eigent­lich auch ein Stück weit bes­ser, wenn wir selbst­be­wusst sind und nicht das Gefühl haben, uns eigent­lich irgend­wie die gan­ze Zeit schüt­zen oder ver­tei­di­gen zu müs­sen. Und das heißt, die­se Aus­strah­lung oder die­ser Effekt kann schon enorm sein. Und das habe ich auch selbst schon beob­ach­ten dür­fen, müs­sen in die eine, so wie in die ande­re Rich­tung. Björn (22:21) Ja. Ja, weil sol­che Tage ken­nen wir ja, wo wir den­ken, sowie­so alles schon schlecht gelau­fen. Das hat­ten wir ja auch schon mal als The­ma. So rich­tig mie­se Tage nann­ten wir das, glau­be ich, damals. Dass man, wenn man mit so einer Hal­tung durch einen Tag geht, natür­lich ganz viel noch pas­siert, was den Tag immer mie­ser wer­den lässt oder zumin­dest auf einem glei­chen Mie­sen ‑Niveau blei­ben lässt. Und das hat­ten wir, glau­be ich, damals auch schon fest­ge­stellt. Natür­lich damit zu tun, dass man ganz anders auf sei­ne Umge­bung reagiert und inter­agiert. Jan (22:33) Hm. Björn (22:55) mit den Men­schen einen rum. Und man hat das doch tat­säch­lich sehr, sehr in der Hand. Auch an so einem Tag, wenn man das merkt, das noch rum­zu­rei­ßen, wenn man sich das bewusst macht. Ich fin­de, die­se Geschich­te mit dem Rosen­thal ‑Effekt ist dann eine schö­ne, wirk­lich schö­ne Geschich­te eigent­lich, weil man weiß, ich kann das noch beein­flus­sen. Ich bin hier nicht aus­ge­lie­fert die­ser Stim­mung, son­dern ich kann es beein­flus­sen, und zwar schon im Vor­feld. Ver­langt natür­lich, dass man dann so reflek­tiert ist, sich vor sol­chen Situa­tio­nen auch noch­mal kurz … zu nul­len, so nen­ne ich das, zum Bei­spiel, wenn ich Kli­en­ten habe, und der Tag war auf­re­gend vor­her, oder es war ein ande­rer Kli­ent, wo es sehr auf­re­gend war, oder irgend­was, dass ich mich wirk­lich noch mal nul­le vor­her, also wirk­lich auf so eine Nor­mal­li­nie kom­me, damit ich dann wirk­lich offen und zuver­sicht­lich in Situa­tio­nen rein­ge­hen kann. Und die Zuver­sicht spielt da bestimmt ein gro­ßes The­ma. Jan (23:25) Mmh. Mhm. Ja, viel­leicht kann man die­sen berühm­ten Spruch von Hen­ry Ford an die­ser Stel­le hier auch erwei­tern. Der geht ja, ob sie glau­ben, sie wer­den, ob sie glau­ben, sie schaf­fen es oder sie schaf­fen es nicht. Sie wer­den recht behal­ten, dass man sagt, ob sie glau­ben, ihr Gegen­über schafft es oder schafft es nicht. Sie wer­den recht behal­ten. Björn (24:06) Das ist ein schö­nes Schluss­wort. Jan (24:08) Dann dan­ke ich dir ganz herz­lich für die­sen Aus­tausch zu die­sem sehr inter­es­san­ten The­ma und sehr kom­ple­xen The­ma vor allen Din­gen. Mich wür­de inter­es­sie­ren natür­lich oder uns wür­de inter­es­sie­ren, was ihr dazu denkt, wo euch even­tu­ell schon mal der Rosen­thal ‑Effekt begeg­net ist. Wir freu­en uns auf jeden Fall über Kom­men­ta­re, Mails oder auch ent­spre­chen­de Bewer­tun­gen und freu­en uns schon, euch beim nächs­ten Mal zu hören. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr in den Show Notes. und wir freu­en uns auf das nächs­te Mal. Bis dahin sage ich auf Wie­der­hö­ren. Björn (24:41) Und ich sag tschau. Tschüss. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Business Coaching, Coach&Coach, Coaching, Kommunikation, Podcast --- ### [Wie Werte unser Leben beeinflussen: Der Schlüssel zu Lebenszielen und Zufriedenheit durch Personal Coaching](https://bobach-coaching.de/wie-werte-unser-leben-beeinflussen-der-schluessel-zu-lebenszielen-und-zufriedenheit-durch-personal-coaching/) **Published:** Juli 1, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Einleitung In unse­rer moder­nen und oft hek­ti­schen Welt suchen vie­le Men­schen nach Wegen, ein erfüll­te­res und zufrie­de­ne­res Leben zu füh­ren. Wer­te spie­len dabei eine zen­tra­le Rol­le. Doch was sind Wer­te genau und wie beein­flus­sen sie unser Leben? In die­sem Arti­kel beleuch­ten wir, wie Wer­te unse­re Lebens­zie­le for­men und wie Per­so­nal Coa­ching hel­fen kann, die­se Wer­te zu iden­ti­fi­zie­ren und zu leben. ## Was sind Werte? Wer­te sind die grund­le­gen­den Über­zeu­gun­gen und Prin­zi­pi­en, die unser Den­ken, Han­deln und Füh­len lei­ten. Sie geben uns Ori­en­tie­rung und hel­fen uns, Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die mit unse­ren tiefs­ten Über­zeu­gun­gen im Ein­klang ste­hen. Jeder Mensch hat eine indi­vi­du­el­le Wer­te­struk­tur, die sich aus ver­schie­de­nen Quel­len speist, dar­un­ter Fami­lie, Kul­tur, per­sön­li­che Erfah­run­gen und sozia­le Ein­flüs­se. ## Die Bedeutung von Werten im täglichen Leben Unse­re Wer­te beein­flus­sen nahe­zu jeden Aspekt unse­res Lebens. Sie bestim­men, was wir als rich­tig oder falsch emp­fin­den, wie wir mit ande­ren inter­agie­ren und wel­che Zie­le wir ver­fol­gen. Hier eini­ge Bei­spie­le, wie Wer­te unser täg­li­ches Leben beein­flus­sen kön­nen: ### Entscheidungsfindung Wer­te die­nen als Kom­pass bei der Ent­schei­dungs­fin­dung. Wenn wir bei­spiels­wei­se den Wert der Ehr­lich­keit hoch­hal­ten, wer­den wir in Situa­tio­nen, in denen wir die Wahr­heit sagen oder lügen könn­ten, eher zur Ehr­lich­keit nei­gen. Ent­schei­dun­gen, die im Ein­klang mit unse­ren Wer­ten ste­hen, füh­len sich rich­tig an und stär­ken unser Selbst­be­wusst­sein. ### Beziehungen Unse­re Wer­te prä­gen auch unse­re Bezie­hun­gen zu ande­ren Men­schen. Sie beein­flus­sen, wel­che Art von Men­schen wir anzie­hen und wel­che wir mei­den. Men­schen, die ähn­li­che Wer­te tei­len, füh­len sich oft zuein­an­der hin­ge­zo­gen und bau­en tie­fe­re, ver­trau­ens­vol­le­re Bezie­hun­gen auf. ### Beruf und Karriere Wer­te spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le [bei der Wahl unse­res Berufs und der Zufrie­den­heit in unse­rem Job](https://bobach-coaching.de/geschaeftskunden/ "Geschäftskunden"). Wenn unse­re Arbeit im Ein­klang mit unse­ren Wer­ten steht, sind wir moti­vier­ter und zufrie­de­ner. Umge­kehrt kann eine Dis­kre­panz zwi­schen unse­ren Wer­ten und den Anfor­de­run­gen oder der Kul­tur am Arbeits­platz zu Unzu­frie­den­heit und Stress füh­ren. ## Die Rolle von Personal Coaching Hier kommt Per­so­nal Coa­ching ins Spiel. Ein erfah­re­ner Coach kann hel­fen, die eige­nen Wer­te klar zu erken­nen und zu ver­ste­hen, wie sie das Leben beein­flus­sen. Durch geziel­te Fra­gen und Tech­ni­ken unter­stützt ein Coach dabei, [die eige­nen Wer­te zu iden­ti­fi­zie­ren](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen") und Wege zu fin­den, sie aktiv zu leben. ### Werte identifizieren Ein Coach kann dabei hel­fen, die oft ver­bor­ge­nen Wer­te ans Licht zu brin­gen. Dies geschieht durch Refle­xi­on, Gesprä­che und [Übun­gen, die tie­fe­re Ein­bli­cke in die per­sön­li­che Wer­te­struk­tur ermög­li­chen](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen"). Sobald die Wer­te klar sind, kann man bewuss­ter Ent­schei­dun­gen tref­fen und Zie­le set­zen, die im Ein­klang mit die­sen Wer­ten ste­hen. ### Zielsetzung und Lebensziele Per­so­nal Coa­ching unter­stützt nicht nur bei der Iden­ti­fi­ka­ti­on von Wer­ten, son­dern auch bei der For­mu­lie­rung kon­kre­ter Lebens­zie­le. Ein Coach hilft, rea­lis­ti­sche und erfül­len­de Zie­le zu set­zen, die mit den per­sön­li­chen Wer­ten über­ein­stim­men. Dies führt zu einer höhe­ren Zufrie­den­heit und einem Gefühl der Erfül­lung. ### Umgang mit Konflikten Kon­flik­te ent­ste­hen oft, wenn unse­re Wer­te mit denen ande­rer Men­schen oder Situa­tio­nen kol­li­die­ren. Ein Coach kann hel­fen, sol­che [Kon­flik­te zu ana­ly­sie­ren und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln](https://bobach-coaching.de/podcast-konflikte/ "Konflikte – Phasen und Eskalationen"), um sie zu lösen, ohne die eige­nen Wer­te zu kom­pro­mit­tie­ren. Dies stärkt die emo­tio­na­le Intel­li­genz und die Fähig­keit, in schwie­ri­gen Situa­tio­nen ange­mes­sen zu reagie­ren. ## Praktische Tipps zur Werteorientierung ### Regelmäßige Reflexion Neh­men Sie sich regel­mä­ßig Zeit, um über Ihre Wer­te nach­zu­den­ken. Schrei­ben Sie auf, was Ihnen im Leben wirk­lich wich­tig ist, und über­prü­fen Sie, ob Ihre täg­li­chen Ent­schei­dun­gen und Hand­lun­gen im Ein­klang mit die­sen Wer­ten ste­hen. Eine Mög­lich­keit hier­für ist das Füh­ren eines Tage­buchs, in dem Sie Ihre Gedan­ken und Gefüh­le doku­men­tie­ren. Set­zen Sie sich wöchent­lich oder monat­lich hin und reflek­tie­ren Sie dar­über, wie gut Sie Ihre Wer­te gelebt haben. Iden­ti­fi­zie­ren Sie Berei­che, in denen Sie sich ver­bes­sern kön­nen, und ent­wi­ckeln Sie kon­kre­te Plä­ne, um Ihre Wer­te stär­ker in Ihr täg­li­ches Leben zu inte­grie­ren. ### Setzen Sie klare Prioritäten Legen Sie kla­re Prio­ri­tä­ten fest, die auf Ihren Wer­ten basie­ren. Dies hilft Ihnen, sich auf das Wesent­li­che zu kon­zen­trie­ren und unnö­ti­gen Stress zu ver­mei­den. Wenn Sie bei­spiels­wei­se den Wert der Fami­lie hoch­hal­ten, prio­ri­sie­ren Sie Zeit mit Ihren Liebs­ten über beruf­li­che Ver­pflich­tun­gen, die nicht drin­gend sind. Erstel­len Sie eine Prio­ri­tä­ten­lis­te, in der Sie Ihre täg­li­chen, wöchent­li­chen und monat­li­chen Auf­ga­ben nach ihrer Wich­tig­keit und Dring­lich­keit ord­nen. Nut­zen Sie die­se Lis­te, um sicher­zu­stel­len, dass Ihre Zeit und Ener­gie in Ein­klang mit Ihren Wer­ten inves­tiert wird. ### Werte im Beruf Suchen Sie nach beruf­li­chen Mög­lich­kei­ten, die Ihren Wer­ten ent­spre­chen. Wenn Sie zum Bei­spiel den Wert der Krea­ti­vi­tät hoch­hal­ten, suchen Sie nach Jobs, die Ihnen Raum für krea­ti­ve Ent­fal­tung bie­ten. Recher­chie­ren Sie Unter­neh­men und Bran­chen, die Ihre Wer­te tei­len, und infor­mie­ren Sie sich über deren Unter­neh­mens­kul­tur und Ethik. Bei der Job­su­che oder bei Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen soll­ten Sie gezielt nach­fra­gen, wie das Unter­neh­men Ihre Wer­te unter­stützt und för­dert. Über­le­gen Sie, ob Ihr aktu­el­ler Job mit Ihren Wer­ten über­ein­stimmt, und falls nicht, wel­che Ver­än­de­run­gen Sie vor­neh­men kön­nen, um Ihre beruf­li­che Zufrie­den­heit zu stei­gern. ### Achtsamkeit und Selbstfürsorge Acht­sam­keit hilft, bewuss­ter im Moment zu leben und sicher­zu­stel­len, dass Ihre Hand­lun­gen Ihren Wer­ten ent­spre­chen. Pfle­gen Sie Selbst­für­sor­ge, um Ihre Wer­te im All­tag zu stär­ken und Stress abzu­bau­en. Prak­ti­zie­ren Sie regel­mä­ßig Medi­ta­ti­on, Yoga oder ande­re Acht­sam­keits­tech­ni­ken, um Ihre inne­re Balan­ce zu fin­den und Ihre Wer­te kla­rer zu erken­nen. Selbst­für­sor­ge umfasst auch gesun­de Ernäh­rung, aus­rei­chend Schlaf und regel­mä­ßi­ge kör­per­li­che Bewe­gung. Indem Sie sich gut um sich selbst küm­mern, schaf­fen Sie eine sta­bi­le Grund­la­ge, um Ihre Wer­te im täg­li­chen Leben zu leben. ![Achtsamkeit durch Tagebuch schreiben lernen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/07/terrillo-walls-vq8vdVxFrtc-unsplash-scaled.jpg "Achtsamkeit durch Tagebuch schreiben lernen")Foto von [Ter­ril­lo Walls](https://unsplash.com/de/@terrillo?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/eine-person-die-mit-einem-stift-auf-ein-notizbuch-schreibt-vq8vdVxFrtc?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) ### Kommunikation und Beziehungen Kom­mu­ni­zie­ren Sie Ihre Wer­te klar in Ihren Bezie­hun­gen. Dies för­dert Ver­ständ­nis und Respekt und hilft, tie­fe­re und erfül­len­de­re Ver­bin­dun­gen zu ande­ren Men­schen auf­zu­bau­en. Sei­en Sie offen und ehr­lich über das, was Ihnen wich­tig ist, und ermu­ti­gen Sie Ihre Freun­de, Fami­lie und Kol­le­gen, das­sel­be zu tun. Nut­zen Sie Ich-Bot­schaf­ten, um Ihre Bedürf­nis­se und Wün­sche aus­zu­drü­cken, ohne dabei wer­tend oder beleh­rend zu wir­ken. Wenn Kon­flik­te ent­ste­hen, ver­su­chen Sie, die­se durch empa­thi­sche und wert­schät­zen­de Kom­mu­ni­ka­ti­on zu lösen, indem Sie die Per­spek­ti­ven und Wer­te aller Betei­lig­ten berück­sich­ti­gen. ## Fazit Wer­te sind die Leit­ster­ne unse­res Lebens. Sie beein­flus­sen, wie wir den­ken, füh­len und han­deln, und haben einen tief­grei­fen­den Ein­fluss auf unse­re Zufrie­den­heit und unser Wohl­be­fin­den. Per­so­nal Coa­ching kann ein wert­vol­les Werk­zeug sein, um die eige­nen Wer­te zu erken­nen, zu ver­ste­hen und zu leben. Indem wir bewusst nach unse­ren Wer­ten leben, kön­nen wir erfül­len­de­re und authen­ti­sche­re Lebens­we­ge ein­schla­gen. Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Unter­stüt­zung [kon­tak­tie­ren Sie mich ger­ne](#kontakt). Ent­de­cken Sie, [wie Per­so­nal Coa­ching Ihnen hel­fen kann](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching"), Ihre Wer­te zu erken­nen und ein zufrie­de­ne­res, erfüll­te­res Leben zu füh­ren. Titel­bild: Foto von [Aron Visu­als](https://unsplash.com/de/@aronvisuals?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/person-mit-schwarz-grunem-kompass-der-nach-westen-zeigt-3jBU9TbKW7o?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching --- ### [Hinterher ist man immer schlauer - Erkenntnisse und Reflexionen](https://bobach-coaching.de/hinterher-ist-man-immer-schlauer-erkenntnisse-und-reflexionen/) **Published:** Juli 5, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Will­kom­men zu einer wei­te­ren inspi­rie­ren­den Fol­ge von *Coach & Coach*! In die­ser Epi­so­de tau­chen wir tief in den alt­be­kann­ten Spruch “Hin­ter­her ist man immer schlau­er” ein und dis­ku­tie­ren, was es wirk­lich bedeu­tet, aus unse­ren Erfah­run­gen zu ler­nen. Gemein­sam mit Jan-Gus­tav Fran­ke tei­le ich, Björn Bob­ach, wert­vol­le Ein­sich­ten und Refle­xio­nen dar­über, wie man ver­gan­ge­ne Ent­schei­dun­gen ana­ly­siert und dar­aus posi­ti­ve Schlüs­se zieht. Wir beleuch­ten die Gefah­ren der Selbst­ver­ur­tei­lung und zei­gen auf, wie man die­se in posi­ti­ve Ener­gie umwan­deln kann. Außer­dem spre­chen wir über die Rol­le des Zufalls in unse­rem Leben und war­um es so wich­tig ist, Gelas­sen­heit zu bewah­ren. Für Coa­ches und die­je­ni­gen, die sich für per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung inter­es­sie­ren, bie­ten wir prak­ti­sche Ansät­ze und Metho­den, um den Selbst­wert zu stär­ken und aus Erfah­run­gen zu ler­nen. Höre dir jetzt die Fol­ge an und ent­de­cke, war­um es manch­mal bes­ser ist, Feh­ler ein­fach anzu­neh­men und wie du sie in wert­vol­le Lern­pro­zes­se ver­wan­deln kannst. Ver­giss nicht, uns dei­ne Gedan­ken und Kom­men­ta­re zu hin­ter­las­sen und abon­nie­re unse­ren Pod­cast, um kei­ne span­nen­de Fol­ge mehr zu ver­pas­sen! [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png)](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) TranskriptionJan (00:25) Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach & Coach mit Björn Bob­ach. Hal­lo Björn! Und mir, Jan ‑Gus­tav Fran­ke. Ja, wir spre­chen heu­te über einen alt­be­kann­ten Spruch, näm­lich hin­ter­her ist man immer schlau­er. Und ja, was es damit auf sich hat und wie man das betrach­ten kann, dar­über wol­len wir uns heu­te ein biss­chen aus­tau­schen. Björn, gibt es denn Situa­tio­nen, von denen du sagen wür­dest, naja gut. Björn (00:31) Hal­lo Jan. Jan (00:54) Da ist man hin­ter­her auf jeden Fall schlau­er. Björn (00:56) zuhauf, ne? Also zuhauf gibt’s die. Also das ist, ähm, wie, ich weiß gar nicht, wie oft ich das schon gedacht habe, gehört habe von ande­ren, dass man sagt, äh, ja, hin­ter­her, das, das hät­ten wir alles kom­men sehen kön­nen. Oder das hät­ten wir alles schon bes­ser wis­sen müs­sen, weil man ist dann ja schlau­er. Äh, und das ist genau, was du gera­de sagst mit die­ser Fol­ge, ne? Jetzt neh­men wir hier was auf. Und hin­ter­her … Sagen wir viel­leicht, ach, da hät­ten wir an der Stel­le doch die Wen­dung neh­men müs­sen, des­we­gen haben wir das und das nicht ange­spro­chen. Das ist ja auch total, liegt ja total auf der Hand, dass man hin­ter­her immer schlau­er ist. Ich fin­de, es ist gefähr­lich, wenn man sich dar­über ärgert. Jan (01:40) Ja, das wür­de ich auch so unter­schrei­ben. Das war jetzt gefähr­lich, aber die Fra­ge ist halt, bringt es einen wei­ter? Björn (01:46) Ja, aber das ist etwas, was ich im Coa­ching auch schon erlebt habe, dass bei mir Kli­en­ten sit­zen, die sich unglaub­li­che Vor­wür­fe dar­über machen, dass sie es nicht frü­her bes­ser gewusst haben. Jan (01:59) Ja, ja. Ja, tat­säch­lich ist ja die Fra­ge, hät­te man es frü­her bes­ser wis­sen kön­nen. Björn (02:01) Wie geht man denn damit Glau­be nicht. Jan (02:11) Viel­leicht gibt es Situa­tio­nen, da ist das der Fall. Viel­leicht ist es manch­mal die Situa­ti­on, dass man ein­fach mehr Zeit hät­te haben müs­sen, die Situa­ti­on irgend­wie kla­rer zu ana­ly­sie­ren. Und danach sieht man dann, dass viel­leicht die eine oder ande­re Ent­schei­dung dazu geführt hat, dass halt irgend­was in die Hose gegan­gen ist. Und des­halb ist man danach erst schlau­er, man hät­te es viel­leicht vor­her wis­sen kön­nen. Manch­mal ist es aber viel­leicht auch nicht der Fall, dass man viel­leicht die Kom­ple­xi­tät gar nicht erkennt oder gar nicht weiß, was noch links und rechts dar­um … pas­siert. Und viel­leicht ist es manch­mal auch so, dass man denkt, man ist danach schlau­er, aber eigent­lich ist man es gar nicht. Was mei­ne ich damit? Mir ist in einem Arti­kel das The­ma retro­s­pec­ti­ve Kohä­renz begeg­net, wo es also dar­um geht, dass man qua­si im Nach­hin­ein dann fest­stellt, wie Din­ge mit­ein­an­der zusam­men­hän­gen. Und da ist ja die Fra­ge, also Hin­ter­grund ist qua­si da die Idee, dass man also im Nach­hin­ein die Mög­lich­keit hat, kom­ple­xe Din­ge bes­ser zu erfas­sen in Sum­me und zu erklä­ren und des­halb auch sagen kann, wie das eine zum ande­ren führt. Die Fra­ge, die ich mir aber in die­sem Zusam­men­hang auch stel­le, ist, ist es nicht auch so, dass man manch­mal Din­ge hin­ein inter­pre­tiert, also dass man qua­si eine Kohä­renz her­stellt, denkt, das eine hat zum ande­ren geführt, auch wenn es genau­so gut anders hät­te aus­geht kön­nen. Und das ist ja etwas, zu dem wir Men­schen nei­gen. Wir wol­len näm­lich irgend­wo auch eine sinn­vol­le Geschich­te zusam­men bekom­men. Das heißt, wir wol­len rück­bli­ckend eigent­lich sagen kön­nen, wir ver­ste­hen, war­um es so oder so gekom­men ist. Und dabei wird, glau­be ich, in Tei­len auch der Zufall, unbe­kann­te Varia­ble und so wei­ter etwas unter­be­wer­tet. Das heißt, die Fra­ge ist auch da tat­säch­lich in die­sem Spruch. Hin­ter­her ist man immer schlau­er. Ist man es tat­säch­lich oder glaubt man es nur zu sein? Björn (03:56) Das ist schwie­rig zu beant­wor­ten oder sehr wahr­schein­lich kann man das gar nicht beant­wor­ten. Also ich glau­be, man ist hin­ter­her immer rei­cher an Erfah­rung. Aber ob man unbe­dingt schlau­er ist, das wage ich zu bezwei­feln. Ich glau­be, dass tat­säch­lich dar­über auch noch steht, dass wir ger­ne die, die, wir haben so ger­ne die­se, die­sen, gera­de bei uns in Deutsch­land, glau­be ich, die den Anspruch, alles per­fekt und rich­tig machen zu müs­sen und mög­lichst kei­ne Feh­ler zu machen. Und natür­lich, wenn ich jetzt zurück­bli­ckend, das kann man ja auch auf den gan­zen Lebens­weg bezie­hen, also irgend­wel­che Ent­schei­dun­gen, die man mal in der Kar­rie­re getrof­fen hat oder was Bezie­hun­gen angeht, kann man natür­lich immer sagen, ja, das hät­te ich alles bes­ser wis­sen kön­nen und in Zukunft weiß ich es jetzt auch bes­ser. Natür­lich weiß ich es bes­ser, weil ich die Erfah­rung gemacht habe. Und ist da nicht eigent­lich die Grund­hal­tung, dass man sich nie ange­kom­men fühlt, also dass man nie den Ein­druck hat oder dass man nie davon aus­geht, ich wer­de jetzt alles immer rich­tig machen, weil das steht ja da, das steht da ja eigent­lich drü­ber, die­ses immer alles rich­tig machen zu wol­len und kei­ne Feh­ler zuzu­las­sen. Und du hast schon recht, also die­ses Ein­re­den davon, ja, jetzt habe ich ganz viel gelernt, ist das nicht eigent­lich eine Ent­schul­di­gung dafür, die gar nicht nötig ist? dass auf einem Weg viel­leicht auch mal eine fal­sche Abbie­gung genom­men wur­de oder dass man viel­leicht irgend­was in dem Moment, in der Situa­ti­on, wo so viel auf einen ein­ge­pras­selt ist, nicht rich­tig mit­ein­an­der ver­bun­den hat, ist das nicht eigent­lich nor­mal? Also muss man sich dafür ent­schul­di­gen und sagen, ja, jetzt hät­te ich es bes­ser gewusst? Ist das nicht eigent­lich die nor­ma­le Situa­ti­on, wenn man aus­ge­gli­chen, zuver­sicht­lich und mit einem gesun­den Selbst­wert durchs Leben geht? Jan (05:49) Also ich fin­de ganz inter­es­sant, was du gera­de gesagt hast, näm­lich die Inter­pre­ta­ti­on nach dem Mot­to, natür­lich weiß ich es beim nächs­ten Mal bes­ser, weil ich habe es ja schon erlebt, weil das schließt eigent­lich total an die Fol­ge, die wir zuletzt auf­ge­nom­men haben zum The­ma Rosen­thal ‑Effekt und qua­si Erwar­tungs­hal­tung auch an Situa­tio­nen, näm­lich der Theo­rie oder Annah­me, dass Situa­tio­nen sich ein­fach so wie­der­ho­len las­sen. Und das ist ja in der Regel nicht der Fall im Leben. Also es ist viel­leicht in Ver­suchs­kon­stel­la­ti­on der Fall, wo ich irgend­wie alles ande­re aus­schlie­ßen kann. Aber im Leben hängt ja meis­tens noch deut­lich mehr dar­über. Okay, wenn ich jetzt irgend­wie sage, ich bin jetzt mit dem Auto mit 50 kmh irgend­wo gegen gefah­ren, das kann ich wahr­schein­lich rela­tiv ein­fach sagen, was dann der Effekt ist. Und da ler­ne ich viel­leicht dann auch unter Umstän­den dazu. Aber ich sage mal, mensch­li­che Begeg­nun­gen sind natür­lich so viel­schich­tig, dass es glau­be ich schwie­rig ist da, mal zu sagen, da weiß ich jetzt irgend­wie, wie es bes­ser geht. oder wie es kom­plett rich­tig ist. Ich bin auch bei dir, dass man da halt irgend­wie eher neu­tra­ler sein soll­te. Und ich per­sön­lich glau­be auch nicht, dass es ein rich­tig oder falsch gibt. Son­dern es gibt Erfah­rung und es gibt letz­ten Endes dann teil­wei­se ent­we­der Bewer­tung oder kei­ne Bewer­tung die­ser Erfah­rung. So und in der Regel nei­gen wir Men­schen dazu, das irgend­wie zu bewer­ten in unse­rem Wer­te­ge­rüst, in dem wir auch leben und dann halt irgend­wie unse­re Schlüs­sel raus­zu­zie­hen. Aber tat­säch­lich kam ich auch bei die­sem The­ma mehr über die­sen ande­ren Gedan­ken. Im Nach­hin­ein ist man immer schlau­er, näm­lich über die­sen Hang Din­ge erklä­ren zu wol­len und zu glau­ben, man könn­te rück­bli­ckend klar erken­nen, war­um es so gekom­men ist. Ein Bei­spiel sind Bio­gra­fien von sehr erfolg­rei­chen Men­schen, wo unter­schied­li­che Aspek­te genannt wer­den, die dann… Björn (07:32) Hm. Jan (07:35) genau dazu geführt haben, dass die­se Per­son dann halt eben so mega erfolg­reich ist. Und das aber qua­si dane­ben. Tau­sen­de oder Tau­sen­de ande­re Per­so­nen sind, die eigent­lich ganz Ähn­li­ches getan haben, aber halt eben damit nicht erfolg­reich waren. Und wo man qua­si mit den glei­chen The­men theo­re­tisch eine Bio­gra­fie fül­len wür­de und sagen wür­de, guck mal, das ist der Grund, wes­halb sie es irgend­wie nicht geschafft haben. Das bleibt halt irgend­wie außen vor. Und da gibt es ja auch so einen Bias zu, näm­lich … Björn (07:40) Hm. Jan (08:05) dass wir eigent­lich immer nur die Über­le­ben­den sehen. Also wir sehen qua­si nur die Geschich­te der­je­ni­gen, die tat­säch­lich erfolg­reich waren, aber wir schau­en uns nicht die 999 Geschich­ten der ande­ren an, die es eigent­lich genau­so gemacht haben und es nicht geschafft haben. Und das heißt, die­se Nei­gung dazu, rück­bli­ckend erklä­ren zu wol­len, war­um jetzt etwas geklappt hat oder nicht, die fin­de ich tat­säch­lich in Tei­len schwie­rig. Das ist viel­leicht auch so das, was… Björn (08:08) Mmh. Jan (08:33) was es auch schwie­rig macht, zu Retro­s­pec­ti­ven zu tun, zumin­dest wenn sie schwarz oder weiß sind. Also ich glau­be, man kann grund­sätz­lich Ten­den­zen erken­nen, Trends, das ist so eine Mög­lich­keit, die man auch im Rück­blick erken­nen kann. Man kann da auch Erfah­run­gen sehen, aber ich glau­be, man kann es nicht schwarz oder weiß sehen. Es ist nicht an und aus, dass es rich­tig ist, dass es falsch ist, son­dern es gibt qua­si unter­schied­li­che Kon­stel­la­tio­nen, unter­schied­li­che Grün­de und viel­leicht kann man erken­nen, wel­che Fak­to­ren eher Din­ge begüns­tigt haben oder schwie­ri­ger gemacht haben. Björn (09:00) Ja, weil die­ses, jetzt weiß ich alles bes­ser und das nächs­te Mal mache ich das alles rich­tig, lässt ja auch das Prin­zip des Zufalls völ­lig außen vor. Und das ist ja ein Prin­zip, das Men­schen erfah­rungs­ge­mäß in tota­le Panik ver­setzt. Also, dass man­che Din­ge auch ein­fach zufäl­lig sind. Also, neh­men wir das Bei­spiel mit den wahn­sin­nig erfolg­rei­chen Men­schen. Und es gibt noch 100 ande­re, die haben alles genau­so gemacht, aber die hat­ten halt nicht die­sen … Zufalls­mo­ment viel­leicht, der dafür gesorgt hat, dass das, was sie gemacht haben, auch ent­spre­chend poten­ziert wur­de und zu einem unglaub­li­chen Erfolg geführt hat. Des­we­gen bin ich ja auch zum Bei­spiel immer so ein War­ner­vor den Gurus. Also die sagen, mach alles so, wie ich es mache und dann wirst du auch mega erfolg­reich. Das funk­tio­niert halt nicht, weil dazu sind wir zu indi­vi­du­ell und es gibt die­ses Zufalls­prin­zip, das ein­fach auf uns ein­wirkt und … dazu führt, dass jede Erfah­rung und jeder Lebens­weg, jede Begeg­nung immer wie­der anders ist. Man hat ja ein­fach nichts Iden­ti­sches. Und sol­che Situa­tio­nen wirst du auch ken­nen, auch wenn du natür­lich deut­lich jün­ger bist als ich, dass… wirst du auch ken­nen, dass man irgend­et­was zum x ‑ten Mal macht oder eine Begeg­nung selbst mit dem glei­chen Men­schen zum x ‑ten Mal hat, dahin­ter her­aus­geht und denkt, was war das denn jetzt? Also… Jan (10:20) Hmm. Björn (10:21) weil man ein­fach sol­che Sachen nicht immer wie­der­ho­len kann. Also ich glau­be, das macht Men­schen Angst, und des­we­gen ver­su­chen sie tat­säch­lich, sich das immer so zu erklä­ren, ja, jetzt sehe ich die Zusam­men­hän­ge und jetzt ver­ste­he ich das alles und des­we­gen wird mir das in Zukunft nicht wie­der pas­sie­ren. Ich glau­be, der Schlüs­sel dazu ist tat­säch­lich die Gelas­sen­heit und das Hine­ben von Din­gen. Also dass man auch davon aus­geht, dass man­che Din­ge ein­fach unvor­her­ge­se­hen pas­sie­ren. Man muss nicht hin­ter­her schlau­er sein. Man muss man­che Sachen auch ein­fach so ste­hen las­sen, wie sie pas­siert sind. Und auch ruhig so benen­nen kann. Also, das ist schlecht gelau­fen. Und nicht, dass irgend­wie sich sel­ber zu recht­fer­ti­gen, war­um das so pas­siert ist, und dass man das jetzt gar nicht mehr so machen wür­de. Das ist ja auch völ­lig irrele­vant. Weil es ist ja Ver­gan­gen­heit. Also, war­um sich dar­über noch so einen Kopf zer­bre­chen und die­ser Recht­fer­ti­gungs­drang … hat, glau­be ich, ganz viel damit zu tun, dass wir mit dem Zufalls­prin­zip nicht ger­ne umge­hen und dass man halt auch mit den Feh­lern nicht so ger­ne umgeht, die man dann gemacht hat. Weil wir hat­ten auch schon mal eine Fol­ge dazu, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, die­ses Nach ‑Hin­ten ‑Schau­en ist ja auch nicht immer zuträg­lich. Also was bringt mir das, immer nach hin­ten zu gucken? Ich bin total erfreunt davon, aus sei­nen Feh­lern zu ler­nen, aus ver­gan­ge­nen Erfah­run­gen zu ler­nen, aber sich zu recht­fer­ti­gen für etwas, indem man dann sagt, jetzt ver­ste­he ich die Punk­te und ich kann alles mit­ein­an­der ver­bin­den. fin­de ich sehr, sehr schwie­rig. Und die­ses Bei­spiel, das du genannt hast, mit den erfolg­rei­chen Per­so­nen, ist eigent­lich ein Para­de­bei­spiel, wie sehr wir dazu nei­gen, auch sol­che Erfah­run­gen ver­mei­den zu wol­len. Also nega­ti­ve Erfah­run­gen. Denn wenn wir uns so an ein gro­ßes Vor­bild ori­en­tie­ren, was x, y getan hat und des­we­gen so erfolg­reich wur­de, dann ver­su­chen wir das zu imi­tie­ren, zeigt dir eigent­lich nur, dass wir Angst vor eige­nen nega­ti­ven Erfah­run­gen haben. Das ist ja auch total mensch­lich. Wir ver­mei­den ja aus einem Grund­prin­zip auch schon Schmerz und nega­ti­ve Emo­tio­nen. Aber ich glau­be, Gelas­sen­heit kann da sehr viel hel­fen. Jan (12:24) Es ist ja auch da, wenn man jetzt irgend­wie sagt, nega­ti­ve Erfah­run­gen, ist auch die Fra­ge, was ist jetzt in die­sem Zusam­men­hang eine nega­ti­ve Erfah­rung? Also auch, neh­men wir jetzt mal erfolg­rei­che Per­sön­lich­kei­ten, Unter­neh­mer­per­sön­lich­kei­ten, dann gehö­ren da in der Regel auch Rück­schlä­ge mit dazu. Nie­der­la­gen. Insol­ven­zen, wie auch immer, alles mög­li­che, was da gemacht wur­de, fast aber von die­sen Per­so­nen teil­wei­se, als die wert­volls­te Erfah­rung wahr­ge­nom­men wur­de, weil die gesagt haben, okay, auf ein­mal hab ich wirk­lich gewusst, was eigent­lich wich­tig ist oder was wich­tig sein könn­te in dem Zusam­men­hang. Und viel­leicht muss man sich davon auch ein biss­chen frei machen von die­sen Kate­go­rien, irgend­wie gut, schlecht, posi­tiv, nega­tiv, son­dern dass man da halt ein­fach sei­nen eige­nen Weg gehen kann. Was ich inter­es­sant fin­de, oder wel­cher Gedan­ke mir da gera­de noch kam, als du gesagt hast, ob man da irgend­wie in der Ver­gan­gen­heit hän­gen blei­ben soll­te, ja oder nein. Ich fin­de, jetzt grund­sätz­lich erst mal zu sagen, wenn man für sich halt irgend­wie eine logi­sche Her­lei­tung dafür fin­det, war­um man jetzt heu­te da steht, wo man steht. Man ist mit sich im Rei­nen. Fin­de ich das ja auch völ­lig in Ord­nung. Also war­um soll man nicht auch ein Nar­ra­tiv erzäh­len? Ob das jetzt irgend­wie … des Tages alles rich­tig oder falsch ist oder ob wir alle Varia­blen betrach­ten, wahr­schein­lich nicht. Aber why not? Dann hat man halt irgend­wie sei­ne für sich stim­mi­ge Geschich­te. Eine Fal­le, in die man natür­lich tip­pen kann, ist, dass wenn man eigent­lich dann so mit sich nicht im Rei­nen ist und dann in die­se Ver­gan­gen­heits­ge­schich­te geht und jetzt wir kom­men noch ein­mal von die­sem Spruch, im Nach­hin­ein ist man immer schlau­er, anfängt zu über­le­gen, ja hät­te ich damals mal die­ses oder jenes gemacht, dann wäre jetzt… pas­siert, dann wäre ich jetzt da und da. Dann kommt man natür­lich ganz, ganz schnell in einen Bereich der Spe­ku­la­ti­on, der so weit weg ist, von dem ers­tens was pas­siert ist und wo wir auch so weit weg sind von dem, wo wir tat­säch­lich belast­bar sagen könn­ten, ja genau, dann wäre auch das ein­ge­tre­ten, was ich mir jetzt hof­fen oder wün­schen wür­de, dass man dar­auf natür­lich rela­tiv viel Ener­gie ver­schwen­den kann. Plus, es gibt dann auch die­se, das kennst du bestimmt auch, Björn (14:03) Hm. Jan (14:24) Die Aus­sa­gen, ja, mit mei­nem heu­ti­gen Wis­sen wür­de ich es ganz anders machen. Wo ich mir den­ke, ja gut, aber zu unse­rem heu­ti­gen Wis­sen sind wir ja auch nur über die Erfah­run­gen gekom­men, die wir gemacht haben. Das heißt also, die­se Abbie­gung, die hät­te es unter Umstän­den gar nicht in der Art und Wei­se gege­ben, weil wir halt eben zu dem Zeit­punkt zu gut ent­schie­den haben, wie es halt eben ging. Und das hat die Fra­ge, bringt es einen wei­ter, da so viel Ener­gie drauf zu ver­wen­den? Björn (14:29) Natür­lich. Ja. Jan (14:50) über die­se Ver­gan­gen­heits­ar­beit in die­ser Art und Wei­se. Björn (14:54) Bestimmt nicht. Vor allem nicht, wenn es in Selbst­vor­wür­fen endet, so wie du es gera­de beschrie­ben hast, dass man sich dann sel­ber Vor­wür­fe macht. Hät­te ich doch damals nur und war­um hab ich denn nicht? Und der schö­ne Spruch hät­te, hät­te Fahr­rad­ket­te. Das bringt einem über­haupt nichts. Und das spricht ja auch nicht dafür, dass dann die Selbst­an­nah­me beson­ders stark aus­ge­prägt ist. Also dass man ein­fach auch annimmt, was pas­siert ist im eige­nen Leben. Und bei dem Nar­ra­tiv fürs eige­ne Leben, da bin ich total bei dir. Das hast du ja auch, das hab ich auch. Ich weiß, war­um ich zu dem Men­schen gewor­den bin, der ich gera­de bin. Aber … Ich kann für mich sagen, zumin­dest, ich bereue nichts. Ich hab auch Kri­sen erlebt, ich hab auch wirk­lich Rück­schlä­ge erlebt in allen mög­li­chen Berei­chen mei­nes Lebens. Aber ich bereue das nicht. Und ich … habe gelernt, tat­säch­lich auch nicht zu sagen … hät­te ich doch damals. Also, die­ses Bereu­en und zu sagen, jetzt weiß ich das alles bes­ser. Das ist ein total lee­rer Satz, weil in der Situa­ti­on, in dem Moment, in der Kon­stel­la­ti­on, in denen irgend­et­was pas­siert ist, habe ich ja trotz­dem, wir gehen ja, glau­be ich, bei­de davon aus, dass Men­schen immer erst mal eine posi­ti­ve Grund­hal­tung haben, dar­in bestrebt sind, etwas Posi­ti­ves zu errei­chen. Also in die­sen Situa­tio­nen damals habe ich mit die­ser Grund­hal­tung das Äußers­te getan von dem, was ich tun konn­te, damit es einen posi­ti­ven Out­co­me hat. Und wenn ich so … Jan (16:14) Hm. Björn (16:17) mit so einer Hal­tung auch an mei­ne eige­ne Vita gehe oder auch an die Vita mei­ner Umge­bung, dann gehört es ein­fach dazu, irgend­wann etwas noch nicht zu wis­sen. Und dann ist es auch egal, wenn man es spä­ter dann bes­ser gewusst hät­te. Weil, wie du sagst, es ist eine völ­lig, es ist eine selbst­er­klä­ren­de Geschich­te, dass man natür­lich rück­bli­ckend sagen kann, man hat das alles, hät­te das alles bes­ser wis­sen, wür­de das jetzt alles bes­ser wis­sen. Aber in der Situa­ti­on sel­ber, glau­be ich, ist das völ­lig irrele­vant. für mich sind sol­che Aus­sa­gen, hät­te ich doch und jetzt wüss­te ich das alles, Mensch, ich ärge­re mich oder so. Wür­de ich als ers­tes sagen, ja, muss man aber anneh­men und hin­neh­men, dass man halt nicht per­fekt ist und dass es dazu gehört, Feh­ler zu machen. Jan (17:01) Jetzt ist es ja so, wie du das auch beschreibst, dass das bei dir so ist, dass du das auch eben anneh­men kannst, auch für die Ver­gan­gen­heit und so wei­ter. Was wäre denn jetzt mal in einer Situa­ti­on, Kli­en­ten­si­tua­ti­on, da ist das halt eben nicht so, da sind die­se Gedan­ken da. Was wäre denn da aus dei­ner Sicht sonst eine Her­an­ge­hens­wei­se, damit auch zu arbei­ten oder das irgend­wie posi­tiv zu trans­for­mie­ren, auch die­ses Anneh­men? Björn (17:26) Das ist eine sehr schwie­ri­ge Fra­ge, wenn man die so all­ge­mein beant­wor­ten soll. Ich glau­be, es ist tat­säch­lich wich­tig, dann immer erst mal auf den Selbst­wert zu schau­en. Also die­se Ten­denz, sich für etwas zu ver­ur­tei­len, sich selbst etwas zu ver­ur­tei­len, was einem wider­fah­ren ist. Da wür­de ich hin­ter­fra­gen, war­um das so ist. Also war­um man sich sel­ber für etwas Vor­wür­fe macht, was viel­leicht auch gar nicht mal so selbst der eige­nen Kon­trol­le unter­le­gen hat. oder aus einem noch nicht aus­ge­bau­ten Erfah­rungs­schatz resul­tiert ist. Das wäre eine Mög­lich­keit. Und ich fin­de, Ref­raming ist da auch immer ein ganz tol­les Tool. Also Ref­raming bedeu­tet für unse­re Zuschau­er, dass man gewis­se Situa­tio­nen noch mal durch einen ande­ren Rah­men sieht, also aus einer ande­ren Per­spek­ti­ve raus sieht oder aus einer ande­ren per­sön­li­chen Sicht raus sieht. Also ich fin­de, eine span­nen­de Fra­ge in sol­chen Situa­tio­nen ist immer, wenn jemand sich dafür so etwas Vor­wür­fe macht, wenn man sich in eine engen Freund aus der Zeit rein­ver­setzt, der auf einen drauf­schaut, wie wür­de der das denn bewer­ten? Wie wür­de der dar­auf schau­en oder wie wür­de der jetzt dar­über spre­chen, wenn ich ihn fra­gen wür­de? Und da kommt dann sehr häu­fig schon so ein Gedan­ke von Mit­ge­fühl oder Ver­ständ­nis oder Nach­sicht, wenn das wirk­lich Feh­ler waren, die gemacht wur­den oder Fehl­trit­te waren oder schwer­wie­gen­de Fehl­ent­schei­dun­gen, sol­che Sachen. Aber ich glau­be, dar­über steht immer ein Selbst­wert­the­ma. Jan (18:50) Hm. Björn (18:50) Also das ist immer, nicht immer, aber sehr, sehr häu­fig, ich will das auch über­haupt nicht pau­scha­li­sie­ren, aber sehr häu­fig so ein Ding ist, davon sich das nicht zu ver­zei­hen, dass man halt kein per­fek­ter Mensch ist. Und da kann man nach­fra­gen, war­um ist das so? Da gibt es sehr, sehr vie­le ver­schie­de­ne Erklä­run­gen für, das kann irgend­ein Mus­ter sein aus der frü­he­ren Lebens­ab­schnitt, aus dem frü­he­ren Lebens­ab­schnitt, das kann eine schlech­te Erfah­rung sein. Viel­leicht zum Bei­spiel, wenn man in einem neu­en Job anfängt, Und da sich sehr unwohl fühlt, kann das sein, dass zum Bei­spiel der Job, den man davor mal ange­fan­gen hat, sehr unglück­lich gestar­tet ist, weil man ein schwie­ri­ges Ver­hält­nis zum Vor­ge­setz­ten hat, aber das gar nicht rich­tig benen­nen kann. So als Bei­spiel kann das natür­lich damit zusam­men­hän­gen, dass man mal einen sehr schwie­ri­gen Chef hat­te. Also sol­che Sachen, sol­che Erfah­rungs­wer­te mei­ne ich. Aber es ist indi­vi­du­ell. Also das so pau­schal zu beant­wor­ten, fin­de ich schwie­rig. Oder wie siehst du das? Jan (19:40) Klar, das ist auf jeden Fall kom­plex. Kei­ne Fra­ge und kann auch unter­schied­li­che Sachen zu füh­ren. Wes­halb das so ist. Ein Gedan­ke, den ich dazu habe, ist doch der Blick irgend­wie ein Stück weit in die Dank­bar­keit, also in die Betrach­tung sozu­sa­gen. Also trotz­dem bin ich ja heu­te da, wo ich bin und beur­tei­le die Situa­ti­on viel­leicht ein biss­chen anders. So und ein Stück weit aber auch noch­mal zu wert­schät­zen, dass … dass man ja qua­si einer­seits die­se Erfah­rung hat­te, dass auch die­se Gedan­ken, die man da hat­te, wich­tig sind, auch qua­si den Erkennt­nis­weg zu gehen, den man gera­de geht. Und viel­leicht auch zu schau­en, was ist das Gute dar­an, dass sie viel­leicht trotz­dem die Din­ge so ent­wi­ckelt haben, was habe ich dar­aus gelernt, für wo ste­he ich jetzt heu­te, sich das noch­mal zu ver­ge­gen­wär­ti­gen und dann viel­leicht auch noch­mal ein Stück weit zu trans­for­mie­ren, hin zu Gedan­ken oder Ansät­ze, Glau­ben set­zen. Björn (20:25) Hm. Jan (20:35) Was man für sich eigent­lich für die Zukunft wünscht, wie man Din­ge gestal­ten möch­te. Ich glau­be, das kann dabei hel­fen, auch ein Stück weit abzu­schlie­ßen, Frie­den zu schlie­ßen, auch mit Gedan­ken der Ver­gan­gen­heit und halt irgend­wo den Fokus aus der Ver­gan­gen­heit irgend­wie in die Zukunft zu rich­ten. Und das kann man, den­ke ich, kann man machen in unter­schied­li­chen For­men, tat­säch­lich ein­fach in der eige­nen Kopf­ar­beit. Man kann es ein biss­chen ritua­li­sier­ter machen, tat­säch­lich mit einem Stück Papier. Man kann es im Rah­men des Coa­chings machen. Und das ist etwas, wo man zum Bei­spiel auch an so einer Sache arbei­ten könn­te als Idee. Björn (21:10) Ich wür­de nicht nur sagen könn­te, son­dern defi­ni­tiv kann. Jan (21:12) Ja abso­lut. Björn (21:12) Ja, das war ein span­nen­des The­ma, Jan. Also, ich glau­be, wir kön­nen jetzt rück­bli­ckend sagen, ich weiß jetzt noch nichts bes­ser, aber ich bin zumin­dest Erhel­ter, was dei­ne Ansich­ten zu dem The­ma angeht. Und ihr zu Hau­se oder wo auch immer ihr die­sen Pod­cast hört, sehr wahr­schein­lich auch ein biss­chen wisst ihr jetzt mehr. Aber das ist ja nor­mal im Leben, dass man in jeder Sekun­de mehr weiß als in der Sekun­de davor. Wir bedan­ken uns fürs Zuschau­en, wir freu­en, äh, zu hören, Ver­zei­hung. Wir freu­en uns, dass ihr uns treu seid. Wenn ihr Kom­men­ta­re habt, könnt ihr die natür­lich unter die­se Pod­cast ‑Fol­ge schrei­ben, unse­re Kon­takt­da­ten auch wie immer in den Show Notes oder bezie­hungs­wei­se der Beschrei­bung unter die­ser Fol­ge. Wir freu­en uns, wenn ihr uns wei­ter­hin treu bleibt und sagen bis zum nächs­ten Mal. Ciao. Jan (22:00) auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Wie man mit Coaching berufliche Veränderungen erfolgreich meistert](https://bobach-coaching.de/wie-man-mit-coaching-berufliche-veraenderungen-erfolgreich-meistert/) **Published:** Juli 15, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen und Über­gän­ge sind unver­meid­li­che Tei­le unse­res Arbeits­le­bens. Ob es sich um einen Job­wech­sel, eine Beför­de­rung, den Über­gang in den Ruhe­stand oder gar eine beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung han­delt, jede die­ser Ver­än­de­run­gen bringt ihre eige­nen Her­aus­for­de­run­gen mit sich. Hier kann Coa­ching eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len, um die­se Über­gän­ge nicht nur zu bewäl­ti­gen, son­dern erfolg­reich zu meis­tern. In die­sem Bei­trag wer­den Stra­te­gien und Tipps vor­ge­stellt, wie Coa­ching Ihnen hel­fen kann, beruf­li­che Ver­än­de­run­gen und Über­gän­ge erfolg­reich zu bewäl­ti­gen. ## **Verstehen der beruflichen Veränderung** ### **Was bedeutet berufliche Veränderung?** Beruf­li­che Ver­än­de­rung umfasst eine Viel­zahl von Über­gän­gen und Ent­wick­lun­gen inner­halb der beruf­li­chen Lauf­bahn. Dies kann eine Ver­än­de­rung der Arbeits­stel­le, eine neue Posi­ti­on inner­halb des­sel­ben Unter­neh­mens, eine beruf­li­che Neu­ori­en­tie­rung oder sogar eine selbst­ge­wähl­te Aus­zeit zur beruf­li­chen Neu­ori­en­tie­rung beinhal­ten. Sol­che Ver­än­de­run­gen kön­nen sowohl posi­ti­ve als auch nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen haben und erfor­dern oft Anpas­sungs­fä­hig­keit, Resi­li­enz und die Fähig­keit, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen. ### **Warum sind berufliche Veränderungen herausfordernd?** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen kön­nen aus ver­schie­de­nen Grün­den her­aus­for­dernd sein. Sie erfor­dern oft, dass wir unse­re Kom­fort­zo­ne ver­las­sen, neue Rol­len und Ver­ant­wort­lich­kei­ten über­neh­men und uns an neue Arbeits­um­ge­bun­gen anpas­sen. Dies kann Unsi­cher­hei­ten und Ängs­te her­vor­ru­fen, ins­be­son­de­re wenn die Ver­än­de­run­gen uner­war­tet kom­men oder mit gro­ßen Umbrü­chen ver­bun­den sind. ### **Die Rolle des Coachings bei beruflichen Veränderungen** Coa­ching kann eine wert­vol­le Unter­stüt­zung bei der Bewäl­ti­gung beruf­li­cher Ver­än­de­run­gen bie­ten. Es hilft dabei, Klar­heit über die eige­nen Zie­le und Wün­sche zu gewin­nen, Stra­te­gien zur Bewäl­ti­gung von Her­aus­for­de­run­gen zu ent­wi­ckeln und die not­wen­di­ge Unter­stüt­zung und Moti­va­ti­on zu erhal­ten, um erfolg­reich durch den Über­gang zu gehen. ### **Wie funktioniert Coaching bei beruflichen Veränderungen?** Coa­ching bei beruf­li­chen Ver­än­de­run­gen kon­zen­triert sich dar­auf, den Coa­chee (die Per­son, die gecoacht wird) dabei zu unter­stüt­zen, ihre aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen zu erken­nen, ihre Zie­le zu defi­nie­ren und einen Plan zur Errei­chung die­ser Zie­le zu ent­wi­ckeln. Der Coach arbei­tet dabei als Part­ner und Unter­stüt­zer, der den Coa­chee durch Fra­gen, Feed­back und Per­spek­ti­ven­wech­sel beglei­tet. ## **Strategien und Tipps, um berufliche Veränderungen mit Coaching zu meistern** ### **1. Klarheit über Ziele und Visionen gewinnen** Eine der ers­ten Auf­ga­ben im Coa­ching-Pro­zess ist es, Klar­heit über die eige­nen Zie­le und Visio­nen zu gewin­nen. Oft­mals wis­sen Men­schen, dass sie eine Ver­än­de­rung wol­len, sind sich aber nicht sicher, was genau sie errei­chen möch­ten. Ein Coach kann dabei hel­fen, die­se Zie­le zu iden­ti­fi­zie­ren und zu kon­kre­ti­sie­ren. **Wie gewin­ne ich Klar­heit über mei­ne Zie­le?** Durch tief­ge­hen­de Selbst­re­fle­xi­on und geziel­te Fra­ge­stel­lun­gen wird ein Coach Ihnen hel­fen, Ihre inne­ren Wün­sche und lang­fris­ti­gen beruf­li­chen Zie­le her­aus­zu­ar­bei­ten. Visua­li­sie­rungs­übun­gen und das Erstel­len eines Visi­on Boards kön­nen eben­falls wert­vol­le Werk­zeu­ge sein, um Ihre Visi­on zu klä­ren und zu kon­kre­ti­sie­ren. ``` Tipp: Nutzen Sie Coaching-Sitzungen, um Ihre langfristigen und kurzfristigen beruflichen Ziele zu definieren. Dies schafft eine klare Richtung und Motivation für die bevorstehenden Veränderungen. ``` ### **2. Stärken und Ressourcen identifizieren** Jeder Mensch bringt ein­zig­ar­ti­ge Stär­ken und Res­sour­cen mit, die in Zei­ten des Wan­dels beson­ders wert­voll sein kön­nen. Ein Coach kann Ihnen hel­fen, Ihre eige­nen Stär­ken und Res­sour­cen zu erken­nen und zu nut­zen, um Her­aus­for­de­run­gen zu bewäl­ti­gen und neue Mög­lich­kei­ten zu erschlie­ßen. **Wie iden­ti­fi­zie­re ich mei­ne Stär­ken und Res­sour­cen?** Eine detail­lier­te Ana­ly­se Ihrer bis­he­ri­gen Erfol­ge, Fähig­kei­ten und Talen­te durch Selbst­be­wer­tun­gen und Feed­back von Kol­le­gen oder Vor­ge­setz­ten kann hier­bei hilf­reich sein. Per­sön­li­che Refle­xi­ons­übun­gen und geziel­te Fra­gen unter­stüt­zen Sie dabei, Ihre Stär­ken und Res­sour­cen zu erken­nen und effek­tiv ein­zu­set­zen. ``` Tipp: Erstellen Sie eine Liste Ihrer Stärken und Ressourcen und überlegen Sie, wie Sie diese gezielt einsetzen können, um Ihre beruflichen Ziele zu erreichen. ``` ### **3. Resilienz aufbauen** Resi­li­enz, die Fähig­keit, sich von Rück­schlä­gen zu erho­len und gestärkt aus ihnen her­vor­zu­ge­hen, ist ein wich­ti­ger Fak­tor bei der Bewäl­ti­gung beruf­li­cher Ver­än­de­run­gen. Coa­ching kann dabei hel­fen, die eige­ne Resi­li­enz zu stär­ken, indem es Tech­ni­ken und Stra­te­gien ver­mit­telt, um mit Stress und Unsi­cher­hei­ten umzu­ge­hen. **Wie baue ich Resi­li­enz auf?** Durch Tech­ni­ken wie Acht­sam­keits­übun­gen, Atem­tech­ni­ken und posi­ti­ve Selbst­ge­sprä­che kön­nen Sie Ihre Resi­li­enz stär­ken. Zudem unter­stüt­zen Übun­gen zur Stress­be­wäl­ti­gung und zum Auf­bau eines posi­ti­ven Mind­sets dabei, mit den Her­aus­for­de­run­gen von Ver­än­de­run­gen bes­ser umzu­ge­hen. ``` Tipp: Arbeiten Sie an der Entwicklung von Resilienzstrategien, wie z.B. Achtsamkeit, positive Selbstgespräche und der Fokus auf lösungsorientiertes Denken. ``` ### **4. Netzwerke und Unterstützungssysteme nutzen** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen kön­nen oft iso­lie­rend wir­ken. Es ist wich­tig, Unter­stüt­zungs­sys­te­me zu haben, auf die man sich ver­las­sen kann. Ein Coach kann dabei hel­fen, vor­han­de­ne Netz­wer­ke zu iden­ti­fi­zie­ren und Stra­te­gien zu ent­wi­ckeln, um die­se zu nut­zen und zu erwei­tern. **Wie nut­ze ich Netz­wer­ke effek­tiv?** Akti­ves Pfle­gen von Bezie­hun­gen und Knüp­fen neu­er Kon­tak­te sind ent­schei­dend. Nut­zen Sie Netz­werktref­fen, beruf­li­che Ver­an­stal­tun­gen und Online-Platt­for­men, um ein unter­stüt­zen­des Umfeld zu schaf­fen. Eine geziel­te Stra­te­gie zur Netz­werk­pfle­ge kann dabei hel­fen, wert­vol­le Unter­stüt­zer in Zei­ten des Wan­dels zu gewin­nen. ``` Tipp: Pflegen Sie Ihr berufliches Netzwerk und suchen Sie aktiv nach Mentoren und Unterstützern, die Ihnen in Zeiten des Wandels zur Seite stehen können. ``` ### **5. Einen realistischen Aktionsplan entwickeln** Ein kon­kre­ter und rea­lis­ti­scher Akti­ons­plan ist ent­schei­dend, um beruf­li­che Ver­än­de­run­gen erfolg­reich zu meis­tern. Ein Coach kann Ihnen hel­fen, einen detail­lier­ten Plan zu erstel­len, der kla­re Schrit­te und Mei­len­stei­ne beinhal­tet. **Wie erstel­le ich einen effek­ti­ven Akti­ons­plan?** Durch das Set­zen spe­zi­fi­scher, mess­ba­rer, erreich­ba­rer, rele­van­ter und zeit­ge­bun­de­ner (SMART) Zie­le kön­nen Sie einen kla­ren Weg zur Errei­chung Ihrer Zie­le defi­nie­ren. Ein detail­lier­ter Plan mit Zwi­schen­zie­len und regel­mä­ßi­gen Über­prü­fun­gen hilft dabei, den Fort­schritt zu ver­fol­gen und not­wen­di­ge Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. ``` Tipp: Setzen Sie sich spezifische, messbare, erreichbare, relevante und zeitgebundene (SMART) Ziele und überprüfen Sie regelmäßig Ihren Fortschritt. ``` ### **6. Neue Fähigkeiten und Kenntnisse erwerben** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen erfor­dern oft das Erler­nen neu­er Fähig­kei­ten und Kennt­nis­se. Coa­ching kann Sie dabei unter­stüt­zen, Lern- und Ent­wick­lungs­zie­le zu set­zen und Res­sour­cen zu iden­ti­fi­zie­ren, um die­se Zie­le zu errei­chen. **Wie ler­ne ich neue Fähig­kei­ten effek­tiv?** Iden­ti­fi­zie­ren Sie rele­van­te Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten und Schu­lun­gen, die Ihren beruf­li­chen Zie­len ent­spre­chen. Online-Kur­se, Work­shops oder berufs­be­glei­ten­de Stu­di­en­gän­ge kön­nen hier­bei nütz­lich sein. Ein kla­rer Lern­plan und kon­ti­nu­ier­li­che Arbeit an den neu­en Fähig­kei­ten sind ent­schei­dend für den Erfolg. ``` Tipp: Investieren Sie in Weiterbildungen und Schulungen, die Ihnen helfen, die Anforderungen Ihrer neuen beruflichen Rolle zu erfüllen. ``` ### **7. Positive Einstellung und Selbstvertrauen fördern** Eine posi­ti­ve Ein­stel­lung und Selbst­ver­trau­en sind ent­schei­dend, um Ver­än­de­run­gen erfolg­reich zu meis­tern. Coa­ching kann hel­fen, nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter zu erken­nen und zu ver­än­dern, sowie das Selbst­ver­trau­en zu stär­ken. **Wie ent­wick­le ich eine posi­ti­ve Ein­stel­lung?** Durch Tech­ni­ken zur kogni­ti­ven Umstruk­tu­rie­rung kön­nen nega­ti­ve Gedan­ken­mus­ter iden­ti­fi­ziert und ver­än­dert wer­den. Übun­gen zur Selbst­wahr­neh­mung und zum Auf­bau von Selbst­ver­trau­en, wie z.B. posi­ti­ve Affir­ma­tio­nen und Erfolgs­ta­ge­bü­cher, för­dern eine posi­ti­ve Ein­stel­lung und stär­ken Ihr Selbst­ver­trau­en. ``` Tipp: Arbeiten Sie an positiven Affirmationen und Selbstgesprächen, um Ihr Selbstvertrauen zu stärken und eine positive Einstellung zu fördern. ``` ### **8. Flexibilität und Anpassungsfähigkeit entwickeln** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen erfor­dern oft ein hohes Maß an Fle­xi­bi­li­tät und Anpas­sungs­fä­hig­keit. Coa­ching kann hel­fen, die­se Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln und Stra­te­gien zu erar­bei­ten, um fle­xi­bel auf Ver­än­de­run­gen reagie­ren zu kön­nen. **Wie wer­de ich fle­xi­bler und anpas­sungs­fä­hi­ger?** Durch das Durch­spie­len ver­schie­de­ner Sze­na­ri­en und das Ein­neh­men unter­schied­li­cher Per­spek­ti­ven kön­nen Sie ler­nen, fle­xi­bel auf unvor­her­ge­se­he­ne Her­aus­for­de­run­gen zu reagie­ren. Rol­len­spie­le und Pro­blem­lö­sungs­tech­ni­ken unter­stüt­zen dabei, alter­na­ti­ve Lösungs­we­ge zu erkun­den und fle­xi­bel zu agie­ren. ``` Tipp: Üben Sie sich in Flexibilität, indem Sie sich bewusst neuen Herausforderungen stellen und bereit sind, alternative Wege zu erkunden. ``` ### **9. Zeit für Selbstreflexion nehmen** Selbst­re­fle­xi­on ist ein wich­ti­ger Bestand­teil des Coa­ching-Pro­zes­ses. Sie ermög­licht es Ihnen, Ihre Erfah­run­gen und Fort­schrit­te zu reflek­tie­ren und not­wen­di­ge Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. **Wie inte­grie­re ich Selbst­re­fle­xi­on in mei­nen All­tag?** Regel­mä­ßi­ge Refle­xi­ons­zei­ten kön­nen durch Tage­buch­schrei­ben, Refle­xi­ons­fra­gen oder medi­ta­ti­ve Prak­ti­ken in den All­tag inte­griert wer­den. Die­se kon­ti­nu­ier­li­che Selbst­re­fle­xi­on hilft dabei, aus Erfah­run­gen zu ler­nen und sich ste­tig wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. ``` Tipp: Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Selbstreflexion, um Ihre Ziele, Fortschritte und Herausforderungen zu bewerten. ``` ### **10. Einen gesunden Lebensstil pflegen** Ein gesun­der Lebens­stil kann dazu bei­tra­gen, die Ener­gie und Moti­va­ti­on zu erhal­ten, die not­wen­dig sind, um beruf­li­che Ver­än­de­run­gen erfolg­reich zu meis­tern. Coa­ching kann Sie dabei unter­stüt­zen, gesun­de Gewohn­hei­ten zu ent­wi­ckeln und auf­recht­zu­er­hal­ten. **Wie pfle­ge ich einen gesun­den Lebens­stil?** Ein ganz­heit­li­cher Ansatz für Ihre Gesund­heit umfasst meh­re­re Aspek­te: • **Ernäh­rung:** Eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung ist essen­zi­ell, um kör­per­lich und geis­tig fit zu blei­ben. Ein Coach kann Ihnen dabei hel­fen, Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten zu ana­ly­sie­ren und gege­be­nen­falls anzu­pas­sen. Dies kann bedeu­ten, mehr fri­sches Obst und Gemü­se zu essen, aus­rei­chend Was­ser zu trin­ken und auf ver­ar­bei­te­te Lebens­mit­tel zu ver­zich­ten. • **Bewe­gung:** Regel­mä­ßi­ge kör­per­li­che Akti­vi­tät för­dert nicht nur die kör­per­li­che Gesund­heit, son­dern auch das geis­ti­ge Wohl­be­fin­den. Sie kön­nen zusam­men mit Ihrem Coach einen Bewe­gungs­plan ent­wi­ckeln, der zu Ihrem Lebens­stil passt und Ihre Fit­ness­zie­le unter­stützt. Ob es sich um regel­mä­ßi­ge Spa­zier­gän­ge, Fit­ness­kur­se oder Sport­ar­ten Ihrer Wahl han­delt, wich­tig ist die Kon­sis­tenz. • **Schlaf:** Aus­rei­chend und erhol­sa­mer Schlaf ist ent­schei­dend für Ihre Leis­tungs­fä­hig­keit und Stress­be­wäl­ti­gung. Ihr Coach kann Sie dabei unter­stüt­zen, eine gute Schlaf­hy­gie­ne zu ent­wi­ckeln, indem er Ihnen Tipps zur Ver­bes­se­rung Ihrer Schlaf­ge­wohn­hei­ten gibt, wie regel­mä­ßi­ge Schla­fens­zei­ten, ein ange­neh­mes Schlaf­um­feld und Ent­span­nungs­tech­ni­ken vor dem Schla­fen­ge­hen. • **Stress­be­wäl­ti­gung:** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen kön­nen stres­sig sein, daher ist es wich­tig, wirk­sa­me Stress­be­wäl­ti­gungs­tech­ni­ken zu erler­nen. Dazu kön­nen Atem­übun­gen, Medi­ta­ti­on, Yoga oder ande­re Ent­span­nungs­tech­ni­ken gehö­ren. Ihr Coach kann Ihnen hel­fen, die für Sie am bes­ten geeig­ne­ten Metho­den zu fin­den und in Ihren All­tag zu inte­grie­ren. • **Balan­ce zwi­schen Arbeit und Frei­zeit:** Eine aus­ge­wo­ge­ne Work-Life-Balan­ce trägt maß­geb­lich zu Ihrem Wohl­be­fin­den bei. Coa­ching kann Ihnen hel­fen, kla­re Gren­zen zwi­schen Arbeit und Frei­zeit zu set­zen und Zeit für Hob­bys, Fami­lie und Freun­de ein­zu­pla­nen. Dies för­dert nicht nur Ihre Zufrie­den­heit, son­dern auch Ihre Leis­tungs­fä­hig­keit im Beruf. ``` Tipp: Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf, um Ihre körperliche und geistige Gesundheit zu fördern. Planen Sie regelmäßige Pausen und Freizeitaktivitäten ein, um eine gesunde Work-Life-Balance zu gewährleisten. ``` ## **Fazit** Beruf­li­che Ver­än­de­run­gen und Über­gän­ge kön­nen eine her­aus­for­dern­de, aber auch berei­chern­de Pha­se im Arbeits­le­ben dar­stel­len. Mit der Unter­stüt­zung eines Coa­ches kön­nen Sie die­se Her­aus­for­de­run­gen erfolg­reich meis­tern und die Ver­än­de­run­gen als Chan­ce für per­sön­li­ches und beruf­li­ches Wachs­tum nut­zen. Durch Klar­heit über Ihre Zie­le, die Iden­ti­fi­zie­rung Ihrer Stär­ken, den Auf­bau von Resi­li­enz und Netz­wer­ken sowie die Ent­wick­lung rea­lis­ti­scher Akti­ons­plä­ne kön­nen Sie den Über­gang erfolg­reich gestal­ten und Ihre beruf­li­che Zukunft posi­tiv beein­flus­sen. Wenn Sie sich in einer Pha­se beruf­li­cher Ver­än­de­rung befin­den und Unter­stüt­zung benö­ti­gen, zögern Sie nicht, pro­fes­sio­nel­le Coa­ching-Diens­te in Anspruch zu neh­men. Ein erfah­re­ner Coach kann Ihnen wert­vol­le Per­spek­ti­ven und Stra­te­gien bie­ten, um Ihre beruf­li­chen Zie­le zu errei­chen und Ihre beruf­li­che Rei­se mit Zuver­sicht und Erfolg zu meis­tern. Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Unter­stüt­zung bei beruf­li­chen Ver­än­de­run­gen [kon­tak­tie­ren Sie mich ger­ne](#kontakt). Ich bie­te umfas­sen­de Coa­ching-Ange­bo­te, die spe­zi­ell auf Ihre indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se zuge­schnit­ten sind. Las­sen Sie uns gemein­sam Ihre beruf­li­chen Ver­än­de­run­gen erfolg­reich gestal­ten! Titel­fo­to: von [Javier Alle­gue Bar­ros](https://unsplash.com/de/@soymeraki?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/silhouette-der-strassenbeschilderung-wahrend-der-goldenen-stunde-C7B-ExXpOIE?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Wie Sie Ihre Bindungen zu anderen stärken und vertiefen: Ein umfassender Leitfaden](https://bobach-coaching.de/wie-sie-ihre-bindungen-zu-anderen-staerken-und-vertiefen-ein-umfassender-leitfaden/) **Published:** Juli 22, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## **Einleitung: Warum starke Bindungen unser Leben bereichern** In unse­rer hek­ti­schen und oft iso­lier­ten Welt sind star­ke Bin­dun­gen zu ande­ren Men­schen ein unver­zicht­ba­rer Bestand­teil eines erfüll­ten Lebens. Sie bie­ten uns nicht nur Unter­stüt­zung und Trost, son­dern sind auch ein wesent­li­cher Fak­tor für unser per­sön­li­ches Wachs­tum und unse­re Zufrie­den­heit. In die­sem Blog-Bei­trag möch­te ich Ihnen zei­gen, wie Sie Ihre zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen gezielt stär­ken kön­nen – sowohl im pri­va­ten als auch im beruf­li­chen Kon­text. ### Podcast zum Thema Bindung Zu die­sem Blog­bei­trag gibt es eine Pod­cast Fol­ge mei­nes Pod­casts Klar­Sicht ### **Die Grundlagen der Bindung** #### **Was bedeutet Bindung?** Bin­dung ist die emo­tio­na­le Ver­bin­dung zwi­schen Men­schen. Sie basiert auf Ver­trau­en, Respekt und gegen­sei­ti­gem Ver­ständ­nis. Eine star­ke Bin­dung ermög­licht es uns, Unter­stüt­zung zu geben und zu erhal­ten, was uns in vie­len Lebens­be­rei­chen stärkt und berei­chert. #### **Warum sind Bindungen wichtig?** Bin­dun­gen spie­len eine zen­tra­le Rol­le in unse­rem Leben, da sie eine Viel­zahl von posi­ti­ven Aus­wir­kun­gen haben. Las­sen Sie uns dies näher betrach­ten. ##### **Psychologisches Wohlbefinden** Bin­dun­gen sind essen­ti­ell für unser psy­chi­sches Wohl­be­fin­den. Wenn wir uns mit ande­ren Men­schen ver­bun­den füh­len, erle­ben wir ein Gefühl der Zuge­hö­rig­keit und Sicher­heit. Dies ver­min­dert das Gefühl der Ein­sam­keit und för­dert posi­ti­ve Emo­tio­nen. Emo­tio­na­ler Halt durch enge Bin­dun­gen hilft uns, Stress und Belas­tun­gen bes­ser zu bewäl­ti­gen. Wenn wir uns von ande­ren ver­stan­den und unter­stützt füh­len, erhöht dies unse­re Resi­li­enz und unser Selbst­wert­ge­fühl. Das Gefühl, geliebt und geschätzt zu wer­den, gibt uns eine sta­bi­le Basis, auf der wir unser Leben auf­bau­en kön­nen. ##### **Physische Gesundheit** Star­ke Bin­dun­gen haben nach­weis­lich posi­ti­ve Effek­te auf unse­re phy­si­sche Gesund­heit. Stu­di­en zei­gen, dass Men­schen mit engen sozia­len Ver­bin­dun­gen sel­te­ner an chro­ni­schen Krank­hei­ten lei­den und eine höhe­re Lebens­er­war­tung haben. Dies liegt unter ande­rem dar­an, dass sozia­le Unter­stüt­zung Stress redu­ziert, was wie­der­um das Immun­sys­tem stärkt. Dar­über hin­aus moti­vie­ren uns enge Bezie­hun­gen zu einem gesün­de­ren Lebens­stil. Freun­de und Fami­lie kön­nen uns bei­spiels­wei­se dazu ermu­ti­gen, regel­mä­ßig Sport zu trei­ben und auf eine aus­ge­wo­ge­ne Ernäh­rung zu ach­ten. ##### **Beruflicher Erfolg** Im beruf­li­chen Kon­text sind star­ke Bin­dun­gen eben­falls von gro­ßer Bedeu­tung. Ein gutes Netz­werk kann uns hel­fen, beruf­li­che Chan­cen zu erken­nen und zu nut­zen. Bezie­hun­gen zu Kol­le­gen und Vor­ge­setz­ten, die auf Ver­trau­en und Respekt basie­ren, ver­bes­sern die Zusam­men­ar­beit und die Arbeits­at­mo­sphä­re. Dies führt zu einer höhe­ren Zufrie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät. Teams, die gut ver­netzt sind und in denen eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on herrscht, sind oft erfolg­rei­cher, da sie effi­zi­en­ter arbei­ten und krea­ti­ver Lösun­gen fin­den kön­nen. ##### **Gemeinschaft und Zugehörigkeit** Bin­dun­gen stär­ken das Gefühl der Gemein­schaft und Zuge­hö­rig­keit. In einer Grup­pe ein­ge­bun­den zu sein, bie­tet ein Netz der Sicher­heit und Unter­stüt­zung. Bei Pro­ble­men oder in Not­la­gen kön­nen wir uns auf unse­re Gemein­schaft ver­las­sen. Gemein­sa­me Wer­te und Zie­le ver­bin­den uns und geben uns ein Gefühl der Iden­ti­tät und des Zusam­men­halts. Dies kann sowohl im pri­va­ten Umfeld als auch in beruf­li­chen und sozia­len Grup­pen der Fall sein. Eine star­ke Gemein­schaft gibt uns Kraft und Zuver­sicht, auch schwie­ri­ge Situa­tio­nen zu meis­tern. ## **Praktische Strategien zur Stärkung von Bindungen** Nun, da wir die Bedeu­tung von Bin­dun­gen ver­stan­den haben, las­sen Sie uns über prak­ti­sche Stra­te­gien spre­chen, um die­se zu stär­ken. ### **Kommunikation verbessern** Kom­mu­ni­ka­ti­on ist der Schlüs­sel zu jeder Bezie­hung. Es geht nicht nur dar­um, Infor­ma­tio­nen aus­zu­tau­schen, son­dern auch dar­um, eine tie­fe­re Ver­bin­dung her­zu­stel­len. Akti­ves Zuhö­ren ist eine Tech­nik, die uns hilft, wirk­lich zuzu­hö­ren und zu ver­ste­hen, was unser Gegen­über sagt. Dabei kon­zen­trie­ren wir uns voll­stän­dig auf die Wor­te und Gefüh­le der ande­ren Per­son, ohne sofort zu ant­wor­ten oder zu unter­bre­chen. Dies zeigt, dass wir die Per­son respek­tie­ren und schät­zen. Empa­thi­sches Reagie­ren bedeu­tet, dass wir auf die Emo­tio­nen des ande­ren ein­ge­hen und Ver­ständ­nis zei­gen. Ein­fa­che Aus­sa­gen wie „Ich ver­ste­he, dass du dich so fühlst“ kön­nen eine gro­ße Wir­kung haben. ### **Vertrauen aufbauen** Ver­trau­en ist das Fun­da­ment jeder Bezie­hung. Um Ver­trau­en auf­zu­bau­en, müs­sen wir ehr­lich und trans­pa­rent in unse­ren Aus­sa­gen und Hand­lun­gen sein. Ehr­lich­keit bedeu­tet, dass wir die Wahr­heit sagen, auch wenn sie unan­ge­nehm ist. Trans­pa­renz bedeu­tet, dass wir unse­re Gedan­ken und Gefüh­le offen tei­len und kei­ne wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen zurück­hal­ten. Kon­sis­tenz in unse­ren Hand­lun­gen zeigt, dass wir ver­läss­lich sind. Wenn wir unse­re Ver­spre­chen hal­ten und regel­mä­ßig kom­mu­ni­zie­ren, schaf­fen wir ein Gefühl der Sicher­heit und Bestän­dig­keit in der Bezie­hung. ### **Gemeinsame Ziele fördern** Gemein­sa­me Zie­le und Inter­es­sen ver­bin­den uns und stär­ken unse­re Bin­dun­gen. Zusam­men­ar­beit bei Pro­jek­ten oder gemein­sa­men Akti­vi­tä­ten för­dert das Wir-Gefühl und schafft posi­ti­ve Erleb­nis­se und Erin­ne­run­gen. Es ist wich­tig, Gele­gen­hei­ten zu schaf­fen, bei denen alle Betei­lig­ten ihre Fähig­kei­ten ein­brin­gen kön­nen. Gemein­sa­me Erfol­ge stär­ken das Ver­trau­en und den Respekt für­ein­an­der. Fin­den Sie gemein­sa­me Inter­es­sen und Hob­bys, die Sie zusam­men ver­fol­gen kön­nen. Regel­mä­ßi­ge Akti­vi­tä­ten, die Freu­de und Ver­bin­dung för­dern, ver­tie­fen die Bezie­hung und schaf­fen eine soli­de Basis für zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen. ## **Erfolgsbeispiele aus dem Coaching** In mei­ner Pra­xis erle­be ich immer wie­der, wie stark die­se Prin­zi­pi­en wir­ken. Kli­en­ten berich­ten oft, dass sie durch geziel­tes akti­ves Zuhö­ren und empa­thi­sches Reagie­ren tie­fe­re und erfül­len­de­re Bezie­hun­gen auf­ge­baut haben. Auch die bewuss­te Arbeit an Ehr­lich­keit und Kon­sis­tenz hat in vie­len Fäl­len zu einem sta­bi­le­ren und ver­trau­ens­vol­le­ren Umfeld geführt. Ein Kli­ent von mir, nen­nen wir ihn Mar­kus, war frus­triert über die ober­fläch­li­chen Bezie­hun­gen zu sei­nen Kol­le­gen. Durch geziel­tes Coa­ching lern­te er, akti­ves Zuhö­ren zu prak­ti­zie­ren und empa­thi­scher zu reagie­ren. In nur weni­gen Mona­ten bemerk­te er eine deut­li­che Ver­bes­se­rung sei­ner zwi­schen­mensch­li­chen Bezie­hun­gen. Sei­ne Kol­le­gen began­nen, ihm mehr Ver­trau­en ent­ge­gen­zu­brin­gen, und die Zusam­men­ar­beit im Team wur­de har­mo­ni­scher und pro­duk­ti­ver. Ein mit­tel­stän­di­sches Unter­neh­men stand vor der Her­aus­for­de­rung, die Team­dy­na­mik zu ver­bes­sern. Durch Work­shops und Coa­ching-Sit­zun­gen konn­ten wir die Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten der Mit­ar­bei­ter stär­ken. Beson­ders das akti­ve Zuhö­ren und empa­thi­sche Reagie­ren führ­ten zu einem offe­ne­ren und unter­stüt­zen­den Arbeits­kli­ma. Die Fol­ge war nicht nur eine bes­se­re Zusam­men­ar­beit, son­dern auch eine höhe­re Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit und Pro­duk­ti­vi­tät. ## **Fazit: Der Weg zu starken Bindungen** Star­ke Bin­dun­gen zu ande­ren Men­schen sind kein Zufall, son­dern das Ergeb­nis bewuss­ter und kon­ti­nu­ier­li­cher Arbeit. Durch ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, geziel­ten Ver­trau­ens­auf­bau und die För­de­rung gemein­sa­mer Zie­le kön­nen wir tie­fe­re und erfül­len­de­re Bezie­hun­gen auf­bau­en. Die­se Inves­ti­ti­on in unse­re zwi­schen­mensch­li­chen Ver­bin­dun­gen lohnt sich, denn sie berei­chert unser Leben auf viel­fäl­ti­ge Wei­se. Stel­len Sie sich vor, wie Ihr Leben aus­se­hen könn­te, wenn Sie tie­fe­re und stär­ke­re Bin­dun­gen zu den Men­schen um Sie her­um hät­ten. Wie wür­de sich Ihre Bezie­hung zu Ihrem Part­ner, Ihren Freun­den oder Ihren Kol­le­gen ver­än­dern? Neh­men Sie sich die Zeit, die hier vor­ge­stell­ten Stra­te­gien aus­zu­pro­bie­ren und zu beob­ach­ten, wie sie Ihre Bezie­hun­gen posi­tiv beein­flus­sen kön­nen. Indem wir uns aktiv um unse­re Bin­dun­gen küm­mern und die­se stär­ken, schaf­fen wir eine soli­de­re Basis für ein erfüll­tes und zufrie­de­nes Leben. Nut­zen Sie die hier vor­ge­stell­ten Tech­ni­ken und beob­ach­ten Sie, wie Ihre Bezie­hun­gen wach­sen und gedei­hen. Bei wei­te­ren Fra­gen oder [Unter­stüt­zung durch Coa­ching kon­tak­tie­ren Sie mich ger­ne](#kontakt). Titel: Foto von [Anna Samoy­l­o­va](https://unsplash.com/de/@hagalnaud?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/group-of-children-pulling-brown-rope-w55SpMmoPgE?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, KlarSicht Podcast, Personal Coaching --- ### [Der Weg zum Mitarbeitercoaching: Ein Leitfaden für nachhaltige Entwicklung](https://bobach-coaching.de/der-weg-zum-mitarbeitercoaching-ein-leitfaden-fuer-nachhaltige-entwicklung/) **Published:** Juli 29, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In der heu­ti­gen dyna­mi­schen Arbeits­welt ist die Ent­wick­lung und För­de­rung von Mit­ar­bei­tern zu einem zen­tra­len Bestand­teil des Unter­neh­mens­er­folgs gewor­den. [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching") hat sich als ein effek­ti­ves Instru­ment erwie­sen, um die Leis­tung, Moti­va­ti­on und Zufrie­den­heit der Beleg­schaft zu stei­gern. In die­sem Blog-Arti­kel beleuch­te ich den Weg zum erfolg­rei­chen Mit­ar­bei­ter­coa­ching und zei­ge auf, wie Unter­neh­men die­ses Werk­zeug opti­mal ein­set­zen kön­nen, um nach­hal­ti­ge Ergeb­nis­se zu erzie­len. ## **Die Bedeutung von Mitarbeitercoaching** Mit­ar­bei­ter­coa­ching geht über das her­kömm­li­che Trai­ning hin­aus. Es han­delt sich um einen indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­pro­zess, der dar­auf abzielt, die Stär­ken der Mit­ar­bei­ter zu för­dern, Schwä­chen zu iden­ti­fi­zie­ren und maß­ge­schnei­der­te Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Ein gut durch­ge­führ­tes Coa­ching kann fol­gen­de Vor­tei­le bie­ten: • **Ver­bes­ser­te Leis­tung:** Durch geziel­te För­de­rung kön­nen Mit­ar­bei­ter ihre Fähig­kei­ten aus­bau­en und ihre Arbeits­leis­tung stei­gern. Dies führt zu einer höhe­ren Pro­duk­ti­vi­tät und Effi­zi­enz im Unter­neh­men. • **Erhöh­te Moti­va­ti­on:** Indi­vi­du­el­le Unter­stüt­zung zeigt den Mit­ar­bei­tern, dass sie wert­ge­schätzt wer­den, was zu höhe­rer Moti­va­ti­on und Enga­ge­ment führt. Moti­vier­te Mit­ar­bei­ter sind bereit, sich stär­ker für die Unter­neh­mens­zie­le ein­zu­set­zen. • **Bes­se­re Mit­ar­bei­ter­bin­dung:** Zufrie­de­ne und geför­der­te Mit­ar­bei­ter sind eher geneigt, dem Unter­neh­men treu zu blei­ben, was die Fluk­tua­ti­on ver­rin­gert und die Kon­ti­nui­tät in den Teams sicher­stellt. • **Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung:** Coa­ching unter­stützt nicht nur die Mit­ar­bei­ter, son­dern auch Füh­rungs­kräf­te in ihrer Ent­wick­lung. Dies för­dert eine posi­ti­ve Unter­neh­mens­kul­tur und ver­bes­sert die Füh­rungs­qua­li­tät. ## **Die Grundlagen des Mitarbeitercoachings** Bevor ein Unter­neh­men ein Mit­ar­bei­ter­coa­ching-Pro­gramm ein­führt, soll­ten die Grund­la­gen geklärt wer­den. Die­se beinhal­ten: ### **Klare Ziele setzen** Die Defi­ni­ti­on kla­rer, [mess­ba­rer Zie­le](https://bobach-coaching.de/podcast-gute-vorsaetze-smart-ziele/ "Gute Vorsätze und SMART Ziele") ist der ers­te Schritt. Die­se Zie­le soll­ten sowohl die Unter­neh­mens­zie­le als auch die indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­zie­le der Mit­ar­bei­ter umfas­sen. Es ist wich­tig, kon­kre­te Erwar­tun­gen und Ergeb­nis­se zu defi­nie­ren, die durch das Coa­ching erreicht wer­den sol­len. Bei­spiels­wei­se könn­ten Zie­le die Ver­bes­se­rung bestimm­ter Fähig­kei­ten, die Erhö­hung der Arbeits­zu­frie­den­heit oder die Vor­be­rei­tung auf Füh­rungs­auf­ga­ben umfas­sen. ### **Die richtige Coaching-Philosophie** Es gibt ver­schie­de­ne Coa­ching-Ansät­ze, von lösungs­ori­en­tier­tem Coa­ching bis hin zu sys­te­mi­schem Coa­ching. Unter­neh­men soll­ten einen Ansatz wäh­len, der zur Unter­neh­mens­kul­tur passt. Der gewähl­te Ansatz soll­te fle­xi­bel genug sein, um auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter ein­zu­ge­hen, und gleich­zei­tig struk­tu­riert genug, um kon­sis­ten­te Ergeb­nis­se zu gewähr­leis­ten. ### **Auswahl der Coaches** Ob inter­ne oder exter­ne Coa­ches, die Aus­wahl soll­te sorg­fäl­tig getrof­fen wer­den. Wich­ti­ge Kri­te­ri­en sind Erfah­rung, Qua­li­fi­ka­tio­nen und die Fähig­keit, eine Ver­trau­ens­ba­sis mit den Mit­ar­bei­tern auf­zu­bau­en. Ein guter Coach soll­te nicht nur fach­lich kom­pe­tent sein, son­dern auch über aus­ge­präg­te zwi­schen­mensch­li­che Fähig­kei­ten ver­fü­gen, um effek­tiv kom­mu­ni­zie­ren und moti­vie­ren zu kön­nen. ## **Der Coaching-Prozess: Schritt für Schritt** Ein [struk­tu­rier­ter Coa­ching-Pro­zess](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching") stellt sicher, dass die Zie­le erreicht wer­den und die Mit­ar­bei­ter nach­hal­tig pro­fi­tie­ren. Der Pro­zess umfasst meh­re­re Schrit­te: ### **Bedarfsermittlung** Durch Feed­back­ge­sprä­che, Leis­tungs­be­ur­tei­lun­gen und per­sön­li­che Gesprä­che kön­nen die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter ermit­telt wer­den. Es ist wich­tig, eine umfas­sen­de Ana­ly­se durch­zu­füh­ren, um genau zu ver­ste­hen, wel­che Berei­che des Mit­ar­bei­ters wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den müs­sen. Dabei soll­ten sowohl die Stär­ken als auch die Schwä­chen des Mit­ar­bei­ters iden­ti­fi­ziert wer­den. ### **Coaching-Plan entwickeln** Auf Basis der Bedarfs­er­mitt­lung wird ein indi­vi­du­el­ler Coa­ching-Plan erstellt, der kon­kre­te Maß­nah­men und Zeit­plä­ne ent­hält. Der Plan soll­te spe­zi­fi­sche Zie­le, Mei­len­stei­ne und die gewünsch­ten Ergeb­nis­se fest­le­gen. Es ist hilf­reich, den Plan gemein­sam mit dem Mit­ar­bei­ter zu ent­wi­ckeln, um sicher­zu­stel­len, dass er sich mit den Zie­len iden­ti­fi­ziert und moti­viert ist, die­se zu errei­chen. ### **Durchführung des Coachings** Das eigent­li­che Coa­ching kann in ver­schie­de­nen For­ma­ten statt­fin­den: [Ein­zel­ge­sprä­che](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching"), [Work­shops](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation") oder Grup­pen-Coa­chings. Wich­tig ist die Regel­mä­ßig­keit und Kon­ti­nui­tät. Wäh­rend der Coa­ching-Sit­zun­gen soll­ten kon­kre­te Übun­gen und Auf­ga­ben gestellt wer­den, die den Mit­ar­bei­ter her­aus­for­dern und sei­ne Ent­wick­lung för­dern. Es ist auch wich­tig, eine offe­ne und ver­trau­ens­vol­le Atmo­sphä­re zu schaf­fen, in der der Mit­ar­bei­ter sich wohl fühlt und offen über sei­ne Her­aus­for­de­run­gen spre­chen kann. ### **Evaluation und Feedback** Regel­mä­ßi­ge Eva­lua­tio­nen und Feed­back­run­den sind ent­schei­dend, um den Fort­schritt zu mes­sen und gege­be­nen­falls Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. Dabei soll­ten sowohl der Coach als auch der Mit­ar­bei­ter die erziel­ten Fort­schrit­te bewer­ten und bespre­chen, wel­che Maß­nah­men wei­ter­hin not­wen­dig sind. Offe­nes und kon­struk­ti­ves Feed­back hilft dem Mit­ar­bei­ter, sei­ne Stär­ken wei­ter aus­zu­bau­en und an sei­nen Schwä­chen zu arbei­ten. ## **Erfolgsfaktoren für nachhaltiges Mitarbeitercoaching** Damit Mit­ar­bei­ter­coa­ching lang­fris­tig erfolg­reich ist, soll­ten bestimm­te Erfolgs­fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den: ### **Engagement der Führungsebene** [Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte") müs­sen das Coa­ching unter­stüt­zen und vor­le­ben. Ihre Bereit­schaft zur eige­nen Wei­ter­ent­wick­lung ist ein star­kes Signal an die Beleg­schaft. Wenn Füh­rungs­kräf­te aktiv am Coa­ching teil­neh­men und ihre Erfah­run­gen tei­len, för­dert dies eine Kul­tur des Ler­nens und der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung im gesam­ten Unter­neh­men. ### **Offene Kommunikationskultur** Eine Kul­tur, die Offen­heit und Ver­trau­en för­dert, ist die Basis für effek­ti­ves Coa­ching. Mit­ar­bei­ter soll­ten das Gefühl haben, dass sie sich ohne Angst vor nega­ti­ven Kon­se­quen­zen äußern kön­nen. Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ermög­licht es den Mit­ar­bei­tern, ihre Her­aus­for­de­run­gen und Beden­ken offen anzu­spre­chen, was wie­der­um den Coa­ching-Pro­zess effek­ti­ver macht. ### **Kontinuierliche Weiterbildung der Coaches** Auch Coa­ches müs­sen sich wei­ter­ent­wi­ckeln. Regel­mä­ßi­ge Fort­bil­dun­gen und Super­vi­sio­nen stel­len sicher, dass sie auf dem neu­es­ten Stand blei­ben. Ein gut aus­ge­bil­de­ter Coach kann auf aktu­el­le Ent­wick­lun­gen und Tech­ni­ken im Coa­ching reagie­ren und die­se in sei­ne Arbeit inte­grie­ren, um den größt­mög­li­chen Nut­zen für die Mit­ar­bei­ter zu erzie­len. ### **Langfristige Perspektive** Coa­ching ist kein kurz­fris­ti­ges Pro­jekt, son­dern ein lang­fris­ti­ger Pro­zess. Unter­neh­men soll­ten Geduld haben und kon­ti­nu­ier­lich inves­tie­ren. Es ist wich­tig, das Coa­ching als einen fort­lau­fen­den Ent­wick­lungs­pro­zess zu betrach­ten und nicht als ein­ma­li­ge Maß­nah­me. Lang­fris­ti­ges Enga­ge­ment und kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung sind ent­schei­dend für nach­hal­ti­ge Erfol­ge. ## **Praktische Tipps für die Implementierung** Die Imple­men­tie­rung eines erfolg­rei­chen Coa­ching-Pro­gramms kann her­aus­for­dernd sein. Hier eini­ge prak­ti­sche Tipps: ### **Pilotprojekte starten** Begin­nen Sie mit Pilot­pro­jek­ten in aus­ge­wähl­ten Abtei­lun­gen. Dies ermög­licht es, Erfah­run­gen zu sam­meln und das Pro­gramm bei Bedarf anzu­pas­sen. Durch den Test­lauf kön­nen mög­li­che Her­aus­for­de­run­gen iden­ti­fi­ziert und beho­ben wer­den, bevor das Pro­gramm im gesam­ten Unter­neh­men ein­ge­führt wird. ### **Mitarbeiter einbeziehen** Betei­li­gen Sie die Mit­ar­bei­ter von Anfang an. Ihre Rück­mel­dun­gen sind wert­voll für die Gestal­tung eines pra­xis­na­hen Pro­gramms. Indem die Mit­ar­bei­ter aktiv in den Ent­wick­lungs­pro­zess ein­be­zo­gen wer­den, füh­len sie sich ernst genom­men und sind eher bereit, sich auf das Coa­ching ein­zu­las­sen. ### **Erfolgsgeschichten teilen** Tei­len Sie posi­ti­ve Erfah­run­gen und Erfolgs­ge­schich­ten inner­halb des Unter­neh­mens. Dies kann ande­re Mit­ar­bei­ter moti­vie­ren, am Coa­ching teil­zu­neh­men. Erfolgs­ge­schich­ten die­nen als Inspi­ra­ti­on und zei­gen den Nut­zen des Coa­chings auf, was die Akzep­tanz und Teil­nah­me­be­reit­schaft erhöht. ### **Externe Unterstützung nutzen** Wenn inter­ne Res­sour­cen begrenzt sind, kann es sinn­voll sein, exter­ne Exper­ten hin­zu­zu­zie­hen. Sie brin­gen fri­sche Per­spek­ti­ven und spe­zia­li­sier­te Kennt­nis­se mit. Exter­ne Coa­ches kön­nen oft neue und inno­va­ti­ve Ansät­ze ein­brin­gen, die intern mög­li­cher­wei­se nicht vor­han­den sind, und dadurch den Coa­ching-Pro­zess berei­chern. ## **Fazit: Der Weg zum erfolgreichen Mitarbeitercoaching** [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching") ist ein wert­vol­les Instru­ment zur För­de­rung der indi­vi­du­el­len und orga­ni­sa­to­ri­schen Ent­wick­lung. Der Weg zum erfolg­rei­chen Coa­ching erfor­dert kla­re Ziel­set­zun­gen, eine fun­dier­te Pla­nung und die kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung aller Betei­lig­ten. Durch die Inves­ti­ti­on in die Ent­wick­lung ihrer Mit­ar­bei­ter kön­nen Unter­neh­men nicht nur ihre Leis­tung stei­gern, son­dern auch eine posi­ti­ve und moti­vie­ren­de Arbeits­um­ge­bung schaf­fen. Ich bin dar­auf spe­zia­li­siert, maß­ge­schnei­der­te Coa­ching-Lösun­gen zu ent­wi­ckeln, die den spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­sen Ihres Unter­neh­mens gerecht wer­den. Kon­tak­tie­ren Sie mich noch heu­te, um mehr dar­über zu erfah­ren, wie ich Sie auf dem Weg zum erfolg­rei­chen Mit­ar­bei­ter­coa­ching unter­stüt­zen kann. Die­ser Arti­kel soll Ihnen einen umfas­sen­den Über­blick über den Weg zum Mit­ar­bei­ter­coa­ching geben und prak­ti­sche Hin­wei­se zur erfolg­rei­chen Imple­men­tie­rung lie­fern. Für wei­ter­füh­ren­de Infor­ma­tio­nen und indi­vi­du­el­le Bera­tung [ste­he ich Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung](#kontakt). Titel­bild: Foto von [Chang Duong](https://unsplash.com/de/@iamchang?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/silhouettenfoto-von-sechs-personen-auf-dem-gipfel-des-berges-Sj0iMtq_Z4w?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Zeithoheit - Wie du deine Zeit souverän managst und ständige Erreichbarkeit vermeidest](https://bobach-coaching.de/zeithoheit-wie-du-deine-zeit-souveraen-managst-und-staendige-erreichbarkeit-vermeidest/) **Published:** August 2, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In der heu­ti­gen schnell­le­bi­gen Welt sind wir stän­dig erreich­bar und unse­re Zeit scheint immer knap­per zu wer­den. Die neu­es­te Fol­ge des Coach & Coach-Pod­casts mit Jan-Gus­tav Fran­ke und mir, Björn Bob­ach, wid­met sich genau die­sem The­ma: Zeit­ho­heit. Wie kann man sei­ne Zeit sou­ve­rän mana­gen und eine gesun­de [Work-Life-Balan­ce](https://bobach-coaching.de/work-life-balance-kann-mann-berufliches-und-privates-wirklich-trennen/ "Work-Life-Balance verstehen und üben") errei­chen? Im Fol­gen­den fas­se ich die wich­tigs­ten Erkennt­nis­se und Tipps aus der Pod­cast-Fol­ge zusam­men. ## **1. Ablenkungen minimieren** Ein zen­tra­ler Punkt der Dis­kus­si­on ist die Ablen­kung durch E‑Mail-Benach­rich­ti­gun­gen. Stu­di­en zei­gen, dass sol­che Unter­bre­chun­gen die Kon­zen­tra­ti­on stark beein­träch­ti­gen kön­nen. Ich emp­feh­le, die­se Benach­rich­ti­gun­gen aus­zu­schal­ten, um den Arbeits­fluss nicht zu stö­ren. Jan ergänzt, dass es hilf­reich ist, fes­te Zei­ten zum Prü­fen von E‑Mails ein­zu­rich­ten, etwa drei­mal am Tag. Dadurch kann man kon­zen­trier­ter arbei­ten und redu­ziert die Anzahl der Unter­bre­chun­gen erheb­lich. ## **2. Erreichbarkeit definieren** Wie oft fühlst du dich ver­pflich­tet, sofort auf Anru­fe oder E‑Mails zu reagie­ren? In der Pod­cast-Fol­ge beto­ne ich, dass wirk­lich drin­gen­de Ange­le­gen­hei­ten in der Regel tele­fo­nisch geklärt wer­den. Es ist daher sinn­voll, kla­re Erreich­bar­keits­zei­ten mit den Kol­le­gen zu kom­mu­ni­zie­ren. Wenn man im Urlaub ist oder einen frei­en Tag hat, soll­te man es sich erlau­ben, nicht erreich­bar zu sein. Jan berich­tet von posi­ti­ven Erfah­run­gen mit kla­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on: Wenn er im Urlaub ist, infor­miert er sein Team und bit­tet dar­um, nur in ech­ten Not­fäl­len kon­tak­tiert zu wer­den. ## **3. Selbstbestimmung und Prioritäten setzen** Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt ist die Selbst­be­stim­mung. Jeder muss für sich selbst ent­schei­den, wie er sei­ne Zeit nutzt. Es ist wich­tig, eige­ne Prio­ri­tä­ten zu set­zen und bewuss­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Jan weist dar­auf hin, dass vie­le von uns inter­na­li­sier­te Erwar­tungs­hal­tun­gen haben, die Stress ver­ur­sa­chen. Die­se Erwar­tungs­hal­tun­gen soll­ten hin­ter­fragt und gege­be­nen­falls ange­passt wer­den. ## **4. Achtsamkeit üben** Acht­sam­keit spielt eine zen­tra­le Rol­le im Umgang mit Zeit. Es geht dar­um, auf die eige­nen Bedürf­nis­se und die der Umge­bung zu ach­ten. Was tut mir gut? Was tut ande­ren gut? Acht­sam­keit ist kein ego­zen­tri­sches Kon­zept, son­dern eine bewuss­te Wahr­neh­mung des­sen, was für das eige­ne Wohl­be­fin­den und das der Mit­men­schen wich­tig ist. Regel­mä­ßi­ge Acht­sam­keits­übun­gen kön­nen hel­fen, Stress abzu­bau­en und die Work-Life-Balan­ce zu ver­bes­sern. ## **5. Work-Life-Balance verbessern** Wie gestal­tet man sei­ne Frei­zeit aktiv und sorgt für kla­re Abgren­zun­gen zwi­schen Arbeit und Pri­vat­le­ben? Wir emp­feh­len, Frei­zeit bewusst zu pla­nen und fes­te Zei­ten für Erho­lung ein­zu­pla­nen. Wich­tig ist auch, die Frei­zeit nicht mit Arbeits­the­men zu belas­ten. Ein Tipp ist, das Smart­phone ab einer bestimm­ten Uhr­zeit nicht mehr für Arbeits­zwe­cke zu nut­zen, um bes­ser abschal­ten zu kön­nen. ## **6. Kontrollzwang überwinden** Vie­le Men­schen haben das Bedürf­nis, stän­dig über alles infor­miert zu sein und die Kon­trol­le zu behal­ten. Dies kann jedoch zu einem unge­sun­den Kon­troll­zwang füh­ren. Jan und ich raten dazu, klar zu kom­mu­ni­zie­ren, wann man nicht erreich­bar ist, und die­se Zei­ten kon­se­quent ein­zu­hal­ten. Wenn man merkt, dass man Schwie­rig­kei­ten hat, los­zu­las­sen, soll­te man sich über­le­gen, ob man Hil­fe benö­tigt, um gesun­de Abgren­zun­gen zu schaf­fen. ## **7. Praktische Tipps und Buchvorstellung** In der Fol­ge wird auch das Buch “Zeit als Lebens­kunst” von Olaf Georg Klein vor­ge­stellt. Es the­ma­ti­siert, wie wir unse­re Zeit bewuss­ter und sou­ve­rä­ner nut­zen kön­nen. Das Buch bie­tet Ein­sich­ten in typi­sche Zeit­pro­ble­me und zeigt auf, dass jeder Mensch 24 Stun­den am Tag zur Ver­fü­gung hat, um sie sinn­voll zu nut­zen. Beson­ders inter­es­sant ist die Unter­schei­dung zwi­schen “Zeit an sich” und “Tem­po” sowie die Dis­kus­si­on über inter­na­li­sier­te Zeit­sche­ma­ta. ## **Fazit** Die Pod­cast-Fol­ge von Coach & Coach bie­tet wert­vol­le Ein­bli­cke und prak­ti­sche Tipps zum The­ma Zeit­ho­heit. Es geht dar­um, bewuss­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, Prio­ri­tä­ten zu set­zen und acht­sam mit der eige­nen Zeit umzu­ge­hen. Durch kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on und fes­te Regeln kann man die stän­di­ge Erreich­bar­keit ver­mei­den und eine bes­se­re Work-Life-Balan­ce errei­chen. ## **Weiterführende Links** • [Zeit als Lebens­kunst von Olaf Georg Klein](https://amzn.to/3SdMslp) (Ama­zon Affi­lia­te Link) • [Pod­cast-Fol­ge zur Work-Life-Balan­ce](https://bobach-coaching.de/work-life-balance-kann-mann-berufliches-und-privates-wirklich-trennen/ "Work-Life-Balance verstehen und üben") **Abon­nie­re unse­ren Pod­cast:** Ver­giss nicht, unse­ren Pod­cast zu abon­nie­ren, um kei­ne Fol­ge zu ver­pas­sen. Wir freu­en uns auf dein Feed­back und dei­ne Erfah­run­gen mit der Zeit­ho­heit! Titel: Foto von [Kevin Ku](https://unsplash.com/de/@ikukevk?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/braune-analoguhr-aiyBwbrWWlo?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Warum alle führen wollen, aber keiner die Fähigkeiten erlernt: Ein Leitfaden für angehende Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/warum-alle-fuehren-wollen-aber-keiner-die-faehigkeiten-erlernt-ein-leitfaden-fuer-angehende-fuehrungskraefte/) **Published:** August 5, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In der heu­ti­gen Geschäfts­welt scheint der Drang, Füh­rungs­po­si­tio­nen zu über­neh­men, all­ge­gen­wär­tig zu sein. Sei es in Start-ups, eta­blier­ten Unter­neh­men oder gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen – die Bereit­schaft, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men, ist hoch. Doch trotz die­ses Wun­sches, Füh­rungs­kraft zu sein, schei­tern vie­le dar­an, die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten und Kom­pe­ten­zen zu erler­nen. In die­sem Blog­ar­ti­kel möch­te ich auf die Bedeu­tung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen ein­ge­hen und erläu­tern, war­um Busi­ness Coa­ching uner­läss­lich ist, um effek­ti­ve Füh­rung zu gewähr­leis­ten. ## **Warum wollen alle führen?** Füh­rung ist attrak­tiv. Eine Füh­rungs­po­si­ti­on ver­spricht nicht nur höhe­re Gehäl­ter, son­dern auch Anse­hen, Ein­fluss und die Mög­lich­keit, stra­te­gi­sche Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Doch vie­le unter­schät­zen die Her­aus­for­de­run­gen, die mit die­ser Rol­le ver­bun­den sind. Der Wunsch zu füh­ren basiert oft auf einer idea­li­sier­ten Vor­stel­lung von Macht und Erfolg, die wenig mit der Rea­li­tät der Füh­rungs­ver­ant­wor­tung gemein hat. ## **Die Realität der Führung** Füh­ren bedeu­tet mehr als nur Anwei­sun­gen zu geben. Es erfor­dert eine Viel­zahl von Fähig­kei­ten, die weit über Fach­wis­sen hin­aus­ge­hen. Eine effek­ti­ve Füh­rungs­kraft muss in der Lage sein, Teams zu moti­vie­ren, Kon­flik­te zu mana­gen, stra­te­gisch zu den­ken und Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, die sowohl kurz­fris­tig als auch lang­fris­tig erfolg­reich sind. Dar­über hin­aus sind em+otionale Intel­li­genz und Empa­thie ent­schei­dend, um ein Arbeits­um­feld zu schaf­fen, in dem Mit­ar­bei­ter ihr vol­les Poten­zi­al ent­fal­ten kön­nen. ### **Beispiel aus der Praxis:** Stel­len Sie sich vor, ein Team steht vor der Her­aus­for­de­rung, ein wich­ti­ges Pro­jekt inner­halb eines sehr knap­pen Zeit­rah­mens abzu­schlie­ßen. Der Druck ist hoch, und die Team­mit­glie­der begin­nen, Feh­ler zu machen und Kon­flik­te unter­ein­an­der aus­zu­tra­gen. Eine unvor­be­rei­te­te Füh­rungs­kraft könn­te in Panik gera­ten oder mit strik­ten Anwei­sun­gen und Mikro-Manage­ment reagie­ren, was die Situa­ti­on nur ver­schlim­mert. Eine gut aus­ge­bil­de­te Füh­rungs­kraft hin­ge­gen wür­de Ruhe bewah­ren, kla­re Prio­ri­tä­ten set­zen und das Team moti­vie­ren, indem sie Unter­stüt­zung und Ver­ständ­nis zeigt. ## **Warum wird Führungskompetenz oft vernachlässigt?** Ein Haupt­grund, war­um Füh­rungs­kom­pe­ten­zen oft ver­nach­läs­sigt wer­den, ist die Annah­me, dass gute Füh­rung intui­tiv ist. Vie­le glau­ben, dass man ent­we­der als Füh­rungs­per­sön­lich­keit gebo­ren wird oder nicht. Die­se Ein­stel­lung führt dazu, dass die Not­wen­dig­keit for­ma­ler Aus­bil­dung und kon­ti­nu­ier­li­cher Wei­ter­bil­dung unter­schätzt wird. Zudem fehlt in vie­len Unter­neh­men eine Kul­tur, die die Bedeu­tung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen aner­kennt und för­dert. ### **Beispiel aus der Praxis** Foto von [Mar­kus Spi­ske](https://unsplash.com/de/@markusspiske?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/braune-spielsteine-auf-weissem-untergrund-QozzJpFZ2lg?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) Ein neu ernann­ter Team­lei­ter über­nimmt ein Pro­jekt ohne vor­he­ri­ge Füh­rungs­aus­bil­dung. Er ver­lässt sich auf sein tech­ni­sches Wis­sen und glaubt, dass sei­ne Fach­kom­pe­tenz aus­reicht, um das Team zu lei­ten. Schnell zeigt sich jedoch, dass er Schwie­rig­kei­ten hat, kla­re Anwei­sun­gen zu geben und Kon­flik­te zu lösen. Die Team­dy­na­mik lei­det, und das Pro­jekt gerät ins Sto­cken. Ein Coa­ching-Pro­gramm hät­te ihm hel­fen kön­nen, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern und die not­wen­di­gen Soft Skills zu ent­wi­ckeln. ### **Die Rolle von Business Coaching** Hier kommt Busi­ness Coa­ching ins Spiel. Ein pro­fes­sio­nel­les Coa­ching kann Füh­rungs­kräf­ten hel­fen, die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln und zu ver­fei­nern. Busi­ness Coa­ching bie­tet indi­vi­du­el­le Unter­stüt­zung und maß­ge­schnei­der­te Ent­wick­lungs­plä­ne, die auf die spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­se und Zie­le der Füh­rungs­kraft abge­stimmt sind. Durch regel­mä­ßi­ges Feed­back und pra­xis­na­he Übun­gen kön­nen Füh­rungs­kräf­te ihre Kom­pe­ten­zen kon­ti­nu­ier­lich ver­bes­sern. **Die Vor­tei­le von Busi­ness Coa­ching umfas­sen:** 1\. **Selbst­be­wusst­sein und Selbst­er­kennt­nis:** Coa­ching hilft Füh­rungs­kräf­ten, ihre Stär­ken und Schwä­chen zu erken­nen und dar­an zu arbei­ten. 2\. **Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten:** Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on ist das Herz­stück guter Füh­rung. Coa­ching kann hel­fen, die­se Fähig­kei­ten zu ver­bes­sern. 3\. **Kon­flikt­ma­nage­ment:** Kon­flik­te sind unver­meid­lich. Ein Coach kann Stra­te­gien ver­mit­teln, um die­se erfolg­reich zu bewäl­ti­gen. 4\. **Emo­tio­na­le Intel­li­genz:** Ein hohes Maß an emo­tio­na­ler Intel­li­genz ist ent­schei­dend, um ein moti­vie­ren­des und unter­stüt­zen­des Arbeits­um­feld zu schaf­fen. 5\. **Stra­te­gi­sches Den­ken:** Coa­ching unter­stützt dabei, die Fähig­keit zu ent­wi­ckeln, lang­fris­ti­ge und nach­hal­ti­ge Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. ## **Beispiele für schwierige Führungssituationen und die Bedeutung von Coaching** ### **Konfliktlösung im Team** Ein Soft­ware-Ent­wick­lungs­team gerät in Kon­flikt, weil zwei Team­mit­glie­der unter­schied­li­che Ansich­ten über die bes­te Vor­ge­hens­wei­se für eine kri­ti­sche Funk­tio­na­li­tät haben. Die Dis­kus­si­on eska­liert und beginnt, die Arbeits­mo­ral des gesam­ten Teams zu beein­träch­ti­gen. Eine unvor­be­rei­te­te Füh­rungs­kraft könn­te sich auf eine Sei­te schla­gen oder ver­su­chen, den Kon­flikt zu igno­rie­ren, in der Hoff­nung, dass er von allei­ne ver­schwin­det. Eine durch Coa­ching geschul­te Füh­rungs­kraft hin­ge­gen wür­de den Kon­flikt als Chan­ce zur Ver­bes­se­rung der Team­dy­na­mik sehen. Sie wür­de eine offe­ne Dis­kus­si­on för­dern, in der alle Betei­lig­ten ihre Per­spek­ti­ven dar­le­gen kön­nen, und gemein­sam eine Lösung erar­bei­ten, die die bes­ten Ideen inte­griert und den Team­geist stärkt. ### **Mitarbeitermotivation in Krisenzeiten** Ein Unter­neh­men durch­läuft eine schwie­ri­ge finan­zi­el­le Pha­se, und die Mit­ar­bei­ter sind ver­ständ­li­cher­wei­se besorgt um ihre Jobs und die Zukunft des Unter­neh­mens. In sol­chen Zei­ten ist die Rol­le der Füh­rungs­kraft ent­schei­dend. Eine Füh­rungs­kraft ohne die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten könn­te Schwie­rig­kei­ten haben, Trans­pa­renz zu wah­ren und gleich­zei­tig die Moral hoch­zu­hal­ten. Durch Busi­ness Coa­ching kann eine Füh­rungs­kraft ler­nen, wie wich­tig offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on ist. Sie kann Stra­te­gien ent­wi­ckeln, um das Ver­trau­en der Mit­ar­bei­ter zu gewin­nen, indem sie regel­mä­ßig über die Unter­neh­mens­si­tua­ti­on infor­miert und einen kla­ren Plan zur Bewäl­ti­gung der Kri­se prä­sen­tiert. Gleich­zei­tig kann sie Wege fin­den, um das Team zu moti­vie­ren und zu inspi­rie­ren, selbst in schwie­ri­gen Zei­ten ihr Bes­tes zu geben. ### **Entscheidungsfindung unter Unsicherheit** Ein Unter­neh­men steht vor der Ent­schei­dung, in ein neu­es, poten­zi­ell lukra­ti­ves, aber risi­ko­rei­ches Geschäfts­ge­biet zu expan­die­ren. Die Füh­rungs­kraft muss die­se Ent­schei­dung unter erheb­li­cher Unsi­cher­heit tref­fen. Ohne die rich­ti­gen Füh­rungs­kom­pe­ten­zen könn­te sie sich von Angst und Unsi­cher­heit lei­ten las­sen, was ent­we­der zu über­has­te­ten Ent­schei­dun­gen oder zu läh­men­dem Zögern füh­ren kann. Ein erfah­re­ner Busi­ness Coach kann dabei hel­fen, die Fähig­kei­ten zu ent­wi­ckeln, die für solch kom­ple­xe Ent­schei­dungs­pro­zes­se not­wen­dig sind. Durch sys­te­ma­ti­sches und stra­te­gi­sches Den­ken kann die Füh­rungs­kraft eine fun­dier­te Risi­ko­ana­ly­se durch­füh­ren, Exper­ten­mei­nun­gen ein­ho­len und letzt­end­lich eine Ent­schei­dung tref­fen, die sowohl mutig als auch gut durch­dacht ist. ## **Fazit** Füh­ren ist mehr als nur eine Posi­ti­on – es ist eine Ver­ant­wor­tung, die kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen und Wachs­tum erfor­dert. Der Wunsch, eine Füh­rungs­rol­le zu über­neh­men, ist nur der ers­te Schritt. Die eigent­li­che Her­aus­for­de­rung besteht dar­in, die not­wen­di­gen Kom­pe­ten­zen zu ent­wi­ckeln und zu ver­fei­nern. Busi­ness Coa­ching spielt dabei eine ent­schei­den­de Rol­le und bie­tet die Werk­zeu­ge und Unter­stüt­zung, die Füh­rungs­kräf­te benö­ti­gen, um erfolg­reich zu sein. Die Bei­spie­le zei­gen deut­lich, dass Füh­rungs­kom­pe­ten­zen nicht ange­bo­ren sind, son­dern erlernt und kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den müs­sen. Ohne die rich­ti­ge Aus­bil­dung und Unter­stüt­zung kön­nen Füh­rungs­kräf­te in schwie­ri­gen Situa­tio­nen schnell über­for­dert sein. Busi­ness Coa­ching bie­tet die not­wen­di­ge Platt­form, um die­se Kom­pe­ten­zen gezielt zu ent­wi­ckeln und zu stär­ken. Für mehr Infor­ma­tio­nen und um zu erfah­ren, wie ich Ihnen auf Ihrem Weg zur erfolg­rei­chen Füh­rungs­kraft hel­fen kann, [kon­tak­tie­ren Sie mich ger­ne.](#kontakt) Titel: Foto von [Jehy­un Sung](https://unsplash.com/de/@jaysung?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/silhouette-von-menschen-auf-dem-hugel-6U5AEmQIajg?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Generation Z im Arbeitsmarkt: Coaching für junge Talente](https://bobach-coaching.de/generation-z-im-arbeitsmarkt-coaching-fuer-junge-talente/) **Published:** August 12, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Arbeits­welt erlebt eine signi­fi­kan­te Trans­for­ma­ti­on. Gene­ra­ti­on Z, jene, die zwi­schen 1997 und 2012 gebo­ren wur­den, betritt zuneh­mend den Arbeits­markt und bringt neue Erwar­tun­gen, [Wer­te](https://bobach-coaching.de/wie-werte-unser-leben-beeinflussen-der-schluessel-zu-lebenszielen-und-zufriedenheit-durch-personal-coaching/ "Wie Werte unser Leben beeinflussen: Der Schlüssel zu Lebenszielen und Zufriedenheit durch Personal Coaching") und Bedürf­nis­se mit sich. Für Unter­neh­men bedeu­tet dies, dass sie ihre Stra­te­gien anpas­sen müs­sen, um die­se jun­gen Talen­te nicht nur anzu­zie­hen, son­dern auch lang­fris­tig zu bin­den und zu för­dern. Busi­ness Coa­ching kann hier eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len, um die Poten­zia­le die­ser Gene­ra­ti­on zu ent­fal­ten und sie auf ihrem beruf­li­chen Weg zu unter­stüt­zen. ## **Die Bedürfnisse und Erwartungen der Generation Z** Bevor wir uns den spe­zi­fi­schen [Ansät­zen im Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") wid­men, ist es wich­tig, die Cha­rak­te­ris­ti­ka und Erwar­tun­gen der Gene­ra­ti­on Z zu ver­ste­hen. Die­se Gene­ra­ti­on ist digi­tal auf­ge­wach­sen, hoch ver­netzt und geprägt von einer sich stän­dig ver­än­dern­den Welt. Zu ihren Haupt­merk­ma­len gehö­ren: ### 1. **Technologische Affinität:** Gene­ra­ti­on Z ist mit Smart­phones, sozia­len Medi­en und dem Inter­net groß gewor­den. Tech­no­lo­gie ist ein inte­gra­ler Bestand­teil ihres Lebens. Sie sind es gewohnt, Infor­ma­tio­nen schnell und effi­zi­ent zu beschaf­fen und erwar­ten dies auch in ihrer beruf­li­chen Umge­bung. Unter­neh­men müs­sen sicher­stel­len, dass sie über moder­ne tech­ni­sche Infra­struk­tu­ren ver­fü­gen, um den Erwar­tun­gen die­ser tech­nik­af­fi­nen Gene­ra­ti­on gerecht zu wer­den. Foto von [bruce mars](https://unsplash.com/de/@brucemars?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/frau-im-weissen-hemd-mit-smartphone-FWVMhUa_wbY?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) ### 2. **Wunsch nach Sinnhaftigkeit:** Die­se Gene­ra­ti­on sucht nach Sinn und Zweck in ihrer Arbeit. Sie möch­ten in Unter­neh­men arbei­ten, die Wer­te wie Nach­hal­tig­keit, Diver­si­tät und sozia­le Ver­ant­wor­tung ernst neh­men. Für sie ist es wich­tig, dass ihre Arbeit nicht nur finan­zi­ell belohnt wird, son­dern auch einen posi­ti­ven Bei­trag zur Gesell­schaft leis­tet. Unter­neh­men müs­sen daher[ kla­re Wer­te und Mis­sio­nen kom­mu­ni­zie­ren ](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/ "Workshop Team Kommunikation")und leben. ### 3. **Flexibilität und Work-Life-Balance:** Eine strik­te 9‑to-5-Men­ta­li­tät passt nicht zu ihren Vor­stel­lun­gen. Sie bevor­zu­gen fle­xi­ble Arbeits­mo­del­le und legen gro­ßen Wert auf eine aus­ge­wo­ge­ne Work-Life-Balan­ce. Dies bedeu­tet, dass Unter­neh­men fle­xi­ble Arbeits­zei­ten, Home-Office-Mög­lich­kei­ten und [eine Kul­tur der Ver­trau­ens­ar­beits­zeit](https://bobach-coaching.de/podcast-vertrauen/ "Vertrauen aufbauen lernen") anbie­ten soll­ten, um attrak­tiv für die­se Gene­ra­ti­on zu sein. ### 4. **Kontinuierliches Lernen und Entwicklung:** Stän­di­ge Wei­ter­ent­wick­lung und lebens­lan­ges Ler­nen sind für sie essen­zi­ell. Sie suchen nach Mög­lich­kei­ten, sich stän­dig wei­ter­zu­bil­den und neue Fähig­kei­ten zu erwer­ben. Unter­neh­men soll­ten daher Wei­ter­bil­dungs- und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten anbie­ten, um die­se Bedürf­nis­se zu erfül­len. ### 5. **Feedback und Anerkennung:** Regel­mä­ßi­ges Feed­back und Wert­schät­zung sind für ihr Enga­ge­ment und ihre Moti­va­ti­on uner­läss­lich. Sie möch­ten wis­sen, wie sie sich ver­bes­sern kön­nen und was sie bereits gut machen. Eine Kul­tur der offe­nen Kom­mu­ni­ka­ti­on und regel­mä­ßi­ge Feed­back-Schlei­fen sind daher essen­zi­ell. ## **Business Coaching für junge Talente der Generation Z** Um die beson­de­ren Bedürf­nis­se und Erwar­tun­gen der Gene­ra­ti­on Z zu erfül­len, soll­te Busi­ness Coa­ching auf meh­re­re zen­tra­le Aspek­te fokus­sie­ren: ### **1. Technologie und Digitalisierung integrieren** Coa­ching-Pro­gram­me soll­ten moder­ne Tech­no­lo­gien nut­zen, um den Bedürf­nis­sen der Gene­ra­ti­on Z gerecht zu wer­den. Dies kann durch Online-Coa­ching, mobi­le Apps oder vir­tu­el­le Rea­li­ty-Trai­nings gesche­hen. Die Inte­gra­ti­on digi­ta­ler Tools ermög­licht eine fle­xi­ble­re und zugäng­li­che­re Coa­ching-Erfah­rung. #### **Online-Coaching** Durch den Ein­satz von Video-Kon­fe­ren­zen, Chat-Platt­for­men und E‑Lear­ning-Tools kön­nen Coa­ching-Sit­zun­gen fle­xi­bel und orts­un­ab­hän­gig durch­ge­führt wer­den. Dies ist beson­ders attrak­tiv für eine Gene­ra­ti­on, die mit digi­ta­len Tech­no­lo­gien auf­ge­wach­sen ist und die­se als inte­gra­len Bestand­teil ihres Lebens betrach­tet. #### **Mobile Apps** Coa­ching-Apps bie­ten die Mög­lich­keit, Fort­schrit­te zu ver­fol­gen, Zie­le zu set­zen und Res­sour­cen jeder­zeit und über­all zugäng­lich zu machen. Sie bie­ten auch eine Platt­form für kon­ti­nu­ier­li­ches Feed­back und Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Coach und Coa­chee. #### **Virtuelle Reality-Trainings** VR kann immersi­ve Lern­um­ge­bun­gen schaf­fen, in denen jun­ge Talen­te ihre Fähig­kei­ten in rea­lis­ti­schen, aber kon­trol­lier­ten Sze­na­ri­en üben kön­nen. Dies för­dert nicht nur das Ler­nen, son­dern macht es auch span­nen­der und inter­ak­ti­ver. ### **2. Sinn und Zweck vermitteln** Ein wesent­li­cher Bestand­teil des Coa­chings soll­te dar­in bestehen, den jun­gen Talen­ten zu hel­fen, ihren eige­nen Sinn und Zweck in ihrer beruf­li­chen Rol­le zu fin­den. Coa­ches kön­nen dabei unter­stüt­zen, indi­vi­du­el­le Wer­te und Inter­es­sen mit den Zie­len des Unter­neh­mens in Ein­klang zu brin­gen. Dies stärkt nicht nur die Moti­va­ti­on, son­dern auch die Bin­dung an das Unter­neh­men. #### **Identifikation von Werten** Coa­ches kön­nen Work­shops oder Ein­zel­ge­sprä­che anbie­ten, in denen jun­ge Talen­te [ihre per­sön­li­chen Wer­te und Lei­den­schaf­ten iden­ti­fi­zie­ren](https://bobach-coaching.de/so-findest-du-ziele-die-zu-deinen-werten-passen/ "Finde Ziele, die zu Deinen Werten passen") und her­aus­ar­bei­ten, wie die­se mit den Unter­neh­mens­wer­ten und ‑zie­len über­ein­stim­men. #### **Projektbasiertes Arbeiten** Indem man jun­gen Talen­ten die Mög­lich­keit gibt, an Pro­jek­ten zu arbei­ten, die ihnen wich­tig sind und einen posi­ti­ven gesell­schaft­li­chen oder öko­lo­gi­schen Bei­trag leis­ten, kann ihre Moti­va­ti­on und ihr Enga­ge­ment gestei­gert wer­den. #### **Kommunikation der Unternehmensmission** Unter­neh­men soll­ten ihre Mis­si­on und Wer­te klar kom­mu­ni­zie­ren und leben. Coa­ches kön­nen dabei hel­fen, die­se Bot­schaf­ten zu ver­mit­teln und zu zei­gen, wie indi­vi­du­el­le Bei­trä­ge zum grö­ße­ren Gan­zen pas­sen. ### **3. Flexible und individuelle Coaching-Ansätze** Stan­dar­di­sier­te Coa­ching-Pro­gram­me wer­den den Bedürf­nis­sen der Gene­ra­ti­on Z oft nicht gerecht. Indi­vi­du­el­le Coa­ching-Plä­ne, die auf die spe­zi­fi­schen Stär­ken, Schwä­chen und Zie­le des Ein­zel­nen ein­ge­hen, sind wesent­lich effek­ti­ver. Dies kann durch maß­ge­schnei­der­te Ent­wick­lungs­plä­ne und fle­xi­ble Coa­ching-Sit­zun­gen erreicht wer­den. #### **Personalisiertes Coaching** Jedes Coa­ching-Pro­gramm soll­te auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Zie­le des Coa­chees abge­stimmt sein. Dies erfor­dert eine gründ­li­che Ein­schät­zung der Stär­ken, Schwä­chen und Kar­rie­re­zie­le des Ein­zel­nen. #### **Flexible Zeitpläne** Coa­ches soll­ten fle­xi­bel sein und Coa­ching-Sit­zun­gen anbie­ten, die sich an den Zeit­plä­nen und Prä­fe­ren­zen der jun­gen Talen­te ori­en­tie­ren. Dies kann bedeu­ten, dass Sit­zun­gen außer­halb der nor­ma­len Arbeits­zei­ten oder sogar am Wochen­en­de statt­fin­den. #### **Hybrid-Coaching** Eine Mischung aus per­sön­li­chem und vir­tu­el­lem Coa­ching kann es den jun­gen Talen­ten ermög­li­chen, die Vor­tei­le bei­der Ansät­ze zu nut­zen. Dies kann beson­ders nütz­lich sein, wenn Coa­chees in ver­schie­de­nen geo­gra­fi­schen Regio­nen tätig sind. ### **4. Fokus auf kontinuierliches Lernen und Entwicklung** Coa­ching soll­te sich nicht nur auf die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen und Zie­le kon­zen­trie­ren, son­dern auch auf die lang­fris­ti­ge beruf­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung. Dies beinhal­tet die För­de­rung von Soft Skills, Lea­der­ship-Qua­li­tä­ten und neu­en fach­li­chen Kom­pe­ten­zen. Men­to­ring-Pro­gram­me und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dungs­mög­lich­kei­ten sind hier ent­schei­dend. #### **Soft Skills Entwicklung** Neben fach­li­chen Kom­pe­ten­zen soll­ten Coa­ches auch Soft Skills wie Kom­mu­ni­ka­ti­on, Team­ar­beit, Pro­blem­lö­sung und emo­tio­na­le Intel­li­genz för­dern. Die­se Fähig­kei­ten sind ent­schei­dend für den lang­fris­ti­gen Erfolg in der moder­nen Arbeits­welt. #### **Leadership-Programme** Für jun­ge Talen­te, die Füh­rungs­po­ten­zi­al zei­gen, soll­ten spe­zi­el­le Lea­der­ship-Pro­gram­me ange­bo­ten wer­den. Die­se kön­nen durch Work­shops, Semi­na­re und prak­ti­sche Füh­rungs­er­fah­run­gen rea­li­siert wer­den. #### **Kontinuierliche Weiterbildung** Unter­neh­men soll­ten eine Kul­tur des lebens­lan­gen Ler­nens för­dern, indem sie Zugang zu Online-Kur­sen, Fach­li­te­ra­tur, Kon­fe­ren­zen und Schu­lun­gen bie­ten. Coa­ches kön­nen hel­fen, indi­vi­du­el­le Wei­ter­bil­dungs­plä­ne zu erstel­len und zu über­wa­chen. ### **5. Regelmäßiges Feedback und Anerkennung** Gene­ra­ti­on Z schätzt kon­ti­nu­ier­li­ches Feed­back und Aner­ken­nung. Coa­ches soll­ten eine Kul­tur des offe­nen und kon­struk­ti­ven Feed­backs för­dern. Dies kann durch regel­mä­ßi­ge Check-ins, 360-Grad-Feed­back oder durch die Eta­blie­rung eines for­mel­len Aner­ken­nungs­sys­tems erfol­gen. Foto von [Chris­ti­na @ wocintechchat.com](https://unsplash.com/de/@wocintechchat?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/two-women-sitting-beside-table-and-talking-LQ1t-8Ms5PY?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) #### **Regelmäßige Check-ins** Wöchent­li­che oder monat­li­che Check-ins zwi­schen Coach und Coa­chee ermög­li­chen es, Fort­schrit­te zu bespre­chen, Her­aus­for­de­run­gen zu iden­ti­fi­zie­ren und sofor­ti­ge Unter­stüt­zung zu bie­ten. #### **360-Grad-Feedback** Ein umfas­sen­des Feed­back-Sys­tem, das Input von Kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten und ande­ren rele­van­ten Stake­hol­dern ein­be­zieht, kann wert­vol­le Ein­bli­cke bie­ten und die Selbst­wahr­neh­mung der jun­gen Talen­te ver­bes­sern. #### **Anerkennungssysteme** For­mel­le Aner­ken­nungs­sys­te­me, wie Mit­ar­bei­ter des Monats, Aner­ken­nungs­ze­re­mo­nien oder Beloh­nungs­pro­gram­me, kön­nen das Enga­ge­ment und die Zufrie­den­heit der Mit­ar­bei­ter erhö­hen. Coa­ches kön­nen dabei hel­fen, die­se Sys­te­me zu ent­wi­ckeln und umzu­set­zen. ## **Erfolgsfaktoren für Business Coaching mit der Generation Z** Um das Coa­ching für jun­ge Talen­te erfolg­reich zu gestal­ten, soll­ten fol­gen­de Erfolgs­fak­to­ren berück­sich­tigt wer­den: ### 1. **Etablierung einer Coaching-Kultur:** Eine Unter­neh­mens­kul­tur, die Coa­ching und per­sön­li­che Ent­wick­lung unter­stützt, ist grund­le­gend. Füh­rungs­kräf­te soll­ten als Vor­bil­der agie­ren und selbst aktiv am Coa­ching teil­neh­men. #### **Führungskräfte als Vorbilder** Wenn Füh­rungs­kräf­te aktiv am Coa­ching teil­neh­men und ihre eige­nen Erfah­run­gen tei­len, schaf­fen sie ein Umfeld, das Ler­nen und Wachs­tum för­dert. #### **Förderung von Peer-Coaching** Peer-Coa­ching, bei dem Mit­ar­bei­ter sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen und bera­ten, kann eine star­ke Ergän­zung zu for­mel­lem Coa­ching sein und die Kul­tur des gegen­sei­ti­gen Ler­nens stär­ken. ### 2. **Langfristige Perspektive** Coa­ching soll­te als kon­ti­nu­ier­li­cher Pro­zess ver­stan­den wer­den, der über die kurz­fris­ti­ge Pro­blem­lö­sung hin­aus­geht und die lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung för­dert. #### **Langfristige Entwicklungspläne** Coa­ches soll­ten mit den jun­gen Talen­ten lang­fris­ti­ge Ent­wick­lungs­plä­ne erstel­len, die ihre Kar­rie­re­zie­le und per­sön­li­chen Ambi­tio­nen berück­sich­ti­gen. Die­se Plä­ne soll­ten regel­mä­ßig über­prüft und ange­passt wer­den. #### **Kontinuierliche Unterstützung** Kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung durch Coa­ching und Men­to­ring stellt sicher, dass jun­ge Talen­te auf ihrem beruf­li­chen Weg nicht allei­ne gelas­sen wer­den und stets die not­wen­di­ge Hil­fe erhal­ten. ### 3. **Inklusion und Diversität** Ein inklu­si­ver Ansatz, der die Viel­falt der Gene­ra­ti­on Z aner­kennt und för­dert, trägt wesent­lich zum Erfolg bei. Dies beinhal­tet auch das Ver­ständ­nis für kul­tu­rel­le und geschlechts­spe­zi­fi­sche Unter­schie­de. #### **Diversitätsbewusste Programme** Coa­ching-Pro­gram­me soll­ten Diver­si­tät und Inklu­si­on als zen­tra­le Ele­men­te inte­grie­ren. Dies bedeu­tet, dass Coa­ches sich der unter­schied­li­chen kul­tu­rel­len Hin­ter­grün­de, Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten und indi­vi­du­el­len Lebens­we­ge bewusst sind und die­se in ihre Coa­ching-Metho­den ein­be­zie­hen. #### **Sensibilisierung und Schulung** Regel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen zur Sen­si­bi­li­sie­rung für Diver­si­tät und Inklu­si­on hel­fen, ein offe­nes und respekt­vol­les Arbeits­um­feld zu schaf­fen. Coa­ches kön­nen die­se Schu­lun­gen lei­ten und sicher­stel­len, dass alle Mit­ar­bei­ter sich in einer unter­stüt­zen­den und inte­gra­ti­ven Umge­bung ent­wi­ckeln kön­nen. ### 4. **Messung und Evaluierung** Der Erfolg von Coa­ching-Pro­gram­men soll­te regel­mä­ßig gemes­sen und eva­lu­iert wer­den. Dies kann durch Umfra­gen, Leis­tungs­be­wer­tun­gen und die Ana­ly­se von Kar­rie­re­ent­wick­lun­gen erfol­gen. #### **Feedback-Schleifen** Regel­mä­ßi­ge Feed­back-Schlei­fen zwi­schen Coach, Coa­chee und ande­ren rele­van­ten Stake­hol­dern hel­fen, die Wirk­sam­keit des Coa­chings zu bewer­ten und Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. Dies stellt sicher, dass das Coa­ching stets den aktu­el­len Bedürf­nis­sen und Zie­len der jun­gen Talen­te ent­spricht. #### **Leistungsindikatoren** Die Defi­ni­ti­on kla­rer Leis­tungs­in­di­ka­to­ren und Mess­grö­ßen, wie zum Bei­spiel die Zufrie­den­heit der Coa­chees, ihre beruf­li­chen Fort­schrit­te und die Errei­chung indi­vi­du­el­ler Ent­wick­lungs­zie­le, ermög­licht eine objek­ti­ve Bewer­tung der Coa­ching-Ergeb­nis­se. #### **Erfolgsberichte** Regel­mä­ßi­ge Berich­te über die Erfol­ge und Fort­schrit­te der Coa­ching-Pro­gram­me hel­fen, den Mehr­wert des Coa­chings zu kom­mu­ni­zie­ren und die kon­ti­nu­ier­li­che Unter­stüt­zung und Finan­zie­rung sol­cher Pro­gram­me zu sichern. ## **Praktische Ansätze im Business Coaching** Um die genann­ten Prin­zi­pi­en in die Pra­xis umzu­set­zen, soll­ten Unter­neh­men ver­schie­de­ne Ansät­ze und Metho­den in ihre Coa­ching-Pro­gram­me inte­grie­ren: ### **1. Mentoring und Peer-Coaching** Men­to­ring-Pro­gram­me, bei denen erfah­re­ne Mit­ar­bei­ter als Men­to­ren für jün­ge­re Kol­le­gen fun­gie­ren, kön­nen eine wert­vol­le Ergän­zung zu for­mel­len Coa­ching-Sit­zun­gen sein. Peer-Coa­ching, bei dem gleich­ran­gi­ge Kol­le­gen sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen und Feed­back geben, för­dert zudem die Zusam­men­ar­beit und den Wis­sens­aus­tausch inner­halb des Teams. #### **Mentoring-Programme** Erfah­re­ne Mit­ar­bei­ter kön­nen als Men­to­ren fun­gie­ren und ihre Erfah­run­gen und Kennt­nis­se wei­ter­ge­ben. Dies bie­tet den jun­gen Talen­ten nicht nur wert­vol­le Ein­sich­ten, son­dern auch ein Netz­werk von Unter­stüt­zern inner­halb des Unter­neh­mens. #### **Peer-Coaching** Peer-Coa­ching för­dert den gegen­sei­ti­gen Aus­tausch und die Unter­stüt­zung unter Kol­le­gen. Durch regel­mä­ßi­ge Peer-Coa­ching-Sit­zun­gen kön­nen jun­ge Talen­te von­ein­an­der ler­nen und gemein­sam wach­sen. ### **2. Workshops und Seminare** Regel­mä­ßi­ge Work­shops und Semi­na­re zu The­men wie per­sön­li­che Ent­wick­lung, Füh­rungs­kom­pe­ten­zen und tech­no­lo­gi­sche Trends kön­nen dazu bei­tra­gen, das Wis­sen und die Fähig­kei­ten der jun­gen Talen­te kon­ti­nu­ier­lich zu erwei­tern. Die­se Ver­an­stal­tun­gen soll­ten inter­ak­tiv gestal­tet wer­den, um die akti­ve Teil­nah­me und das Enga­ge­ment der Teil­neh­mer zu för­dern. #### **Themenvielfalt** Work­shops und Semi­na­re soll­ten eine brei­te Palet­te von The­men abde­cken, die für die beruf­li­che und per­sön­li­che Ent­wick­lung der Gene­ra­ti­on Z rele­vant sind. Dies kann von tech­ni­schen Fähig­kei­ten über Soft Skills bis hin zu Füh­rungs­kom­pe­ten­zen rei­chen. #### **Interaktive Formate** Inter­ak­ti­ve For­ma­te, wie zum Bei­spiel Grup­pen­ar­bei­ten, Fall­stu­di­en und Rol­len­spie­le, för­dern das akti­ve Ler­nen und die Anwen­dung des Gelern­ten in rea­len Sze­na­ri­en. ### **3. Individuelle Entwicklungspläne** Jeder Mit­ar­bei­ter soll­te einen indi­vi­du­el­len Ent­wick­lungs­plan haben, der auf sei­ne per­sön­li­chen Zie­le und Kar­rie­re­wün­sche abge­stimmt ist. Die­se Plä­ne soll­ten regel­mä­ßig über­prüft und ange­passt wer­den, um sicher­zu­stel­len, dass sie den aktu­el­len Bedürf­nis­sen und Ambi­tio­nen des Mit­ar­bei­ters ent­spre­chen. #### **Personalisierte Ziele** Indi­vi­du­el­le Ent­wick­lungs­plä­ne soll­ten auf den per­sön­li­chen Zie­len und Stär­ken der jun­gen Talen­te basie­ren. Coa­ches kön­nen hel­fen, rea­lis­ti­sche und her­aus­for­dern­de Zie­le zu set­zen und Wege zu fin­den, die­se zu errei­chen. #### **Regelmäßige Überprüfungen** Regel­mä­ßi­ge Über­prü­fun­gen der Ent­wick­lungs­plä­ne ermög­li­chen es, Fort­schrit­te zu mes­sen und not­wen­di­ge Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. Dies stellt sicher, dass die Plä­ne stets rele­vant und moti­vie­rend blei­ben. ### **4. Feedback-Mechanismen etablieren** Effek­ti­ve Feed­back-Mecha­nis­men sind ent­schei­dend, um die Ent­wick­lung und das Enga­ge­ment der Mit­ar­bei­ter zu för­dern. Regel­mä­ßi­ge Mit­ar­bei­ter­ge­sprä­che, Feed­back-Ses­si­ons und die Nut­zung von Feed­back-Tools kön­nen dazu bei­tra­gen, eine offe­ne und kon­struk­ti­ve Feed­back-Kul­tur zu eta­blie­ren. #### **Regelmäßige Feedback-Sessions** Regel­mä­ßi­ge Feed­back-Ses­si­ons ermög­li­chen es, kon­ti­nu­ier­lich Rück­mel­dun­gen zu geben und zu erhal­ten. Die­se Sit­zun­gen soll­ten sowohl posi­ti­ves Feed­back als auch kon­struk­ti­ve Kri­tik umfas­sen. #### **360-Grad-Feedback** Ein umfas­sen­des 360-Grad-Feed­back-Sys­tem, das Input von Kol­le­gen, Vor­ge­setz­ten und ande­ren rele­van­ten Stake­hol­dern ein­be­zieht, kann wert­vol­le Ein­bli­cke bie­ten und die Selbst­wahr­neh­mung der jun­gen Talen­te ver­bes­sern. #### **Feedback-Tools** Moder­ne Feed­back-Tools, wie Online-Platt­for­men und Apps, erleich­tern den kon­ti­nu­ier­li­chen Aus­tausch von Feed­back und machen den Pro­zess effi­zi­en­ter und zugäng­li­cher. ## **Fazit** Die Gene­ra­ti­on Z bringt fri­schen Wind in die Arbeits­welt und stellt Unter­neh­men vor neue Her­aus­for­de­run­gen und Chan­cen. Busi­ness Coa­ching, das spe­zi­ell auf die Bedürf­nis­se und Erwar­tun­gen die­ser jun­gen Talen­te zuge­schnit­ten ist, kann dazu bei­tra­gen, ihr vol­les Poten­zi­al zu ent­fal­ten und sie lang­fris­tig zu moti­vie­ren und zu bin­den. Durch die Inte­gra­ti­on von Tech­no­lo­gie, fle­xi­ble und indi­vi­du­el­le Ansät­ze sowie einen Fokus auf Sinn­haf­tig­keit und kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung kön­nen Unter­neh­men die Talen­te der Gene­ra­ti­on Z opti­mal för­dern und gleich­zei­tig ihre eige­ne Inno­va­ti­ons­kraft und Wett­be­werbs­fä­hig­keit stär­ken. Das Ver­ständ­nis und die Anpas­sung an die spe­zi­fi­schen Anfor­de­run­gen der Gene­ra­ti­on Z sind nicht nur ein Wett­be­werbs­vor­teil, son­dern auch ein wesent­li­cher Schritt hin zu einer zukunfts­fä­hi­gen und dyna­mi­schen Arbeits­welt. Unter­neh­men, die bereit sind, in die Ent­wick­lung und das Coa­ching die­ser jun­gen Talen­te zu inves­tie­ren, wer­den nicht nur von ihrem Enga­ge­ment und ihrer Krea­ti­vi­tät pro­fi­tie­ren, son­dern auch eine star­ke, loya­le und zukunfts­ori­en­tier­te Beleg­schaft auf­bau­en. Durch geziel­te Maß­nah­men im Busi­ness Coa­ching kön­nen die beson­de­ren Fähig­kei­ten und Erwar­tun­gen der Gene­ra­ti­on Z opti­mal genutzt wer­den, um gemein­sam eine erfolg­rei­che und nach­hal­ti­ge Zukunft zu gestal­ten. ## **Kontaktieren Sie mich für maßgeschneidertes Coaching** Die Bedürf­nis­se und Erwar­tun­gen der Gene­ra­ti­on Z bie­ten eine ein­zig­ar­ti­ge Gele­gen­heit für Unter­neh­men, ihre Stra­te­gien zu erneu­ern und jun­ge Talen­te zu för­dern. Wenn Sie dar­an inter­es­siert sind, Busi­ness Coa­ching spe­zi­ell für die­se auf­stre­ben­de Gene­ra­ti­on zu imple­men­tie­ren und maß­ge­schnei­der­te Coa­ching-Pro­gram­me zu ent­wi­ckeln, ste­he ich Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung. Mit mei­ner umfas­sen­den Erfah­rung als pro­fes­sio­nel­ler Coach und Busi­ness Coach kann ich Ihnen hel­fen, die Poten­zia­le Ihrer jun­gen Talen­te zu maxi­mie­ren und eine zukunfts­ori­en­tier­te Unter­neh­mens­kul­tur zu eta­blie­ren. Zögern Sie nicht, mich zu kon­tak­tie­ren, um mehr über mei­ne Coa­ching-Dienst­leis­tun­gen zu erfah­ren und gemein­sam den Erfolg Ihrer Mit­ar­bei­ter und Ihres Unter­neh­mens zu sichern. **[Kon­tak­tie­ren Sie mich](#kontakt) noch heu­te und las­sen Sie uns gemein­sam die Talen­te der Gene­ra­ti­on Z ent­fal­ten!** Titel­bild: Foto von [Mar­kus Spi­ske](https://unsplash.com/de/@markusspiske?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/person-die-babys-an-der-hand-halt-MbG7kwWptII?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching, Personal Coaching --- ### [Förderung von Diversity und Inklusion durch Business Coaching](https://bobach-coaching.de/foerderung-von-diversity-und-inklusion-durch-business-coaching/) **Published:** August 26, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** In einer immer viel­fäl­ti­ge­ren und glo­ba­li­sier­ten Geschäfts­welt wird die Bedeu­tung von Diver­si­ty und Inklu­si­on (D&I) zuneh­mend aner­kannt. Unter­neh­men, die eine diver­se und inklu­si­ve Kul­tur för­dern, pro­fi­tie­ren nicht nur von einem brei­te­ren Spek­trum an Per­spek­ti­ven und Ideen, son­dern auch von einer [gestei­ger­ten Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit](https://bobach-coaching.de/der-weg-zum-mitarbeitercoaching-ein-leitfaden-fuer-nachhaltige-entwicklung/ "Der Weg zum Mitarbeitercoaching: Ein Leitfaden für nachhaltige Entwicklung") und ‑bin­dung. Doch wie kön­nen Unter­neh­men die­se Wer­te effek­tiv in ihre Unter­neh­mens­kul­tur inte­grie­ren? Hier kommt [Busi­ness Coa­ching](https://bobach-coaching.de/geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") ins Spiel. Busi­ness Coa­ching bie­tet geziel­te Unter­stüt­zung, um Diver­si­ty und Inklu­si­on zu för­dern und nach­hal­tig im Unter­neh­men zu ver­an­kern. ## **Was bedeutet Diversity und Inklusion?** **Diver­si­ty** bezieht sich auf die Viel­falt der Beleg­schaft in einem Unter­neh­men. Dies umfasst Unter­schie­de in Geschlecht, eth­ni­scher Zuge­hö­rig­keit, Alter, sexu­el­ler Ori­en­tie­rung, kör­per­li­chen Fähig­kei­ten, reli­giö­sen Über­zeu­gun­gen und vie­len ande­ren Dimen­sio­nen. **Inklu­si­on** hin­ge­gen bedeu­tet, dass alle Mit­ar­bei­ter, unab­hän­gig von ihren Unter­schie­den, das Gefühl haben, wert­ge­schätzt und ein­be­zo­gen zu wer­den. Es geht dar­um, ein Arbeits­um­feld zu schaf­fen, in dem jeder die glei­chen Chan­cen auf Erfolg und Ent­fal­tung hat. ## **Die Rolle von Business Coaching bei der Förderung von D&I** ### **1. Bewusstsein schaffen und Vorurteile abbauen** Busi­ness Coa­ching [kann Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­tern hel­fen](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"), ihre eige­nen Vor­ur­tei­le und unbe­wuss­ten Vor­ein­ge­nom­men­hei­ten zu erken­nen und zu über­win­den. Durch geziel­te Coa­ching-Sit­zun­gen kön­nen Coa­ches Werk­zeu­ge und Tech­ni­ken bereit­stel­len, um das Bewusst­sein für Diver­si­ty-The­men zu schär­fen und Vor­ur­tei­le abzu­bau­en. ### **2. Entwicklung einer inklusiven Führungskultur** Inklu­si­ves Lea­der­ship ist ein zen­tra­ler Aspekt der För­de­rung von D&I. Busi­ness Coa­ches arbei­ten mit Füh­rungs­kräf­ten dar­an, inklu­si­ve Ver­hal­tens­wei­sen zu ent­wi­ckeln und zu för­dern. Dazu gehört die Fähig­keit, zuzu­hö­ren, unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven wert­zu­schät­zen und ein Umfeld zu schaf­fen, in dem sich jeder Mit­ar­bei­ter gehört und respek­tiert fühlt. ### **3. Förderung der Kommunikation und Zusammenarbeit** Ein inklu­si­ves Arbeits­um­feld för­dert offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit. Busi­ness Coa­ching kann Teams dabei unter­stüt­zen, effek­ti­ver mit­ein­an­der zu kom­mu­ni­zie­ren und Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen. Durch Team-Coa­ching-Sit­zun­gen kön­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bar­rie­ren abge­baut und ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis für die Bedeu­tung von Diver­si­ty und Inklu­si­on ent­wi­ckelt wer­den. ### **4. Implementierung von D&I‑Strategien** Busi­ness Coa­ches kön­nen Unter­neh­men bei der Ent­wick­lung und Umset­zung von D&I‑Strategien unter­stüt­zen. Dies umfasst [die Erstel­lung von Akti­ons­plä­nen, die Durch­füh­rung von Trai­nings und Work­shops sowie die Mes­sung des Fort­schritts](https://bobach-coaching.de/der-weg-zum-mitarbeitercoaching-ein-leitfaden-fuer-nachhaltige-entwicklung/ "Der Weg zum Mitarbeitercoaching: Ein Leitfaden für nachhaltige Entwicklung"). Coa­ches kön­nen auch dabei hel­fen, D&I‑Initiativen in die Unter­neh­mens­stra­te­gie zu inte­grie­ren und sicher­zu­stel­len, dass sie nach­hal­tig und effek­tiv sind. ### **5. Unterstützung der persönlichen und beruflichen Entwicklung** Ein wei­te­rer wich­ti­ger Aspekt von D&I im Busi­ness Coa­ching ist die Unter­stüt­zung der [per­sön­li­chen und beruf­li­chen Ent­wick­lung aller Mit­ar­bei­ter](https://bobach-coaching.de/wie-man-mit-coaching-berufliche-veraenderungen-erfolgreich-meistert/ "Wie man mit Coaching berufliche Veränderungen erfolgreich meistert"). Coa­ches kön­nen indi­vi­du­el­le Stär­ken för­dern, Kar­rie­re­we­ge auf­zei­gen und Mit­ar­bei­tern hel­fen, ihre Zie­le zu errei­chen. Dies trägt dazu bei, eine viel­fäl­ti­ge Talent­pipe­line zu schaf­fen und die Chan­cen­gleich­heit zu ver­bes­sern. ## **Erfolgsfaktoren für D&I im Business Coaching** ### **1. Engagement der Führungsebene** Die Unter­stüt­zung und das Enga­ge­ment der Füh­rungs­kräf­te sind uner­läss­lich, um D&I‑Initiativen erfolg­reich umzu­set­zen. Füh­rungs­kräf­te müs­sen nicht nur die Bedeu­tung von Diver­si­ty und Inklu­si­on ver­ste­hen, son­dern auch aktiv dar­an arbei­ten, die­se Wer­te in die Unter­neh­mens­kul­tur zu inte­grie­ren. Dies erfor­dert eine kla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on der D&I‑Ziele, die Bereit­stel­lung von Res­sour­cen und die akti­ve Teil­nah­me an ent­spre­chen­den Pro­gram­men und Initia­ti­ven. ### **2. Kontinuierliche Weiterbildung** Foto von [Sus­an Q Yin](https://unsplash.com/de/@syinq?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/bucher-auf-braunem-holzregal-2JIvboGLeho?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) Regel­mä­ßi­ge Schu­lun­gen und Work­shops zu Diver­si­ty und Inklu­si­on sind wich­tig, um das Bewusst­sein und die Fähig­kei­ten der Mit­ar­bei­ter zu stär­ken. Die­se Wei­ter­bil­dun­gen soll­ten nicht nur theo­re­ti­sches Wis­sen ver­mit­teln, son­dern auch prak­ti­sche Übun­gen und Fall­stu­di­en beinhal­ten, um den Teil­neh­mern zu hel­fen, die Prin­zi­pi­en von D&I in ihrem täg­li­chen Arbeits­um­feld anzu­wen­den. Kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung stellt sicher, dass D&I‑Themen immer prä­sent und rele­vant blei­ben. ### **3. Messung und Evaluation** Die regel­mä­ßi­ge Über­prü­fung und Bewer­tung der Fort­schrit­te bei D&I‑Initiativen hilft, den Erfolg zu mes­sen und Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies umfasst die Erhe­bung von Daten zur Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit, Diver­si­tät in den Teams und die Ana­ly­se der Kar­rie­rent­wick­lung von Mit­ar­bei­tern aus ver­schie­de­nen demo­gra­fi­schen Grup­pen. Durch die Ver­wen­dung von Kenn­zah­len und Berich­ten kön­nen Unter­neh­men trans­pa­rent und daten­ge­stützt auf­zei­gen, wie sich ihre D&I‑Bemühungen ent­wi­ckeln und wo noch Hand­lungs­be­darf besteht. ### **4. Offene Kommunikation** Eine trans­pa­ren­te und offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on über D&I‑Themen för­dert das Ver­trau­en und die Zusam­men­ar­beit im Unter­neh­men. Mit­ar­bei­ter soll­ten ermu­tigt wer­den, ihre Gedan­ken und Erfah­run­gen zu tei­len, und es soll­te ein siche­rer Raum geschaf­fen wer­den, in dem offe­ne Dis­kus­sio­nen statt­fin­den kön­nen. Regel­mä­ßi­ge Updates zu D&I‑Initiativen und deren Fort­schritt hel­fen, das Bewusst­sein zu schär­fen und das Enga­ge­ment der gesam­ten Beleg­schaft zu erhö­hen. ## **Fazit** Diver­si­ty und Inklu­si­on sind wesent­li­che Bestand­tei­le einer erfolg­rei­chen und zukunfts­fä­hi­gen Unter­neh­mens­kul­tur. Busi­ness Coa­ching kann einen wert­vol­len Bei­trag dazu leis­ten, die­se Wer­te in Unter­neh­men zu ver­an­kern und die Viel­falt und Inklu­si­on zu för­dern. Durch Bewusst­seins­bil­dung, Ent­wick­lung inklu­si­ver Füh­rungs­qua­li­tä­ten, För­de­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zusam­men­ar­beit sowie die Imple­men­tie­rung von D&I‑Strategien kön­nen Busi­ness Coa­ches Unter­neh­men dabei unter­stüt­zen, ein inklu­si­ves und wert­schät­zen­des Arbeits­um­feld zu schaf­fen. Indem Unter­neh­men auf die Exper­ti­se von Busi­ness Coa­ches zurück­grei­fen, kön­nen sie sicher­stel­len, dass sie nicht nur die ethi­schen, son­dern auch die wirt­schaft­li­chen Vor­tei­le einer viel­fäl­ti­gen und inklu­si­ven Beleg­schaft nut­zen. Der Weg zu einer inklu­si­ve­ren Zukunft beginnt heu­te – [mit dem ers­ten Schritt im Busi­ness Coa­ching](#kontakt). **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Recht auf Fehler: Warum eine offene Fehlerkultur für persönliches und berufliches Wachstum unerlässlich ist](https://bobach-coaching.de/recht-auf-fehler/) **Published:** September 6, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Feh­ler sind ein natür­li­cher Teil unse­res Lebens. Den­noch erle­ben wir in der heu­ti­gen Gesell­schaft eine zuneh­men­de Ten­denz, Feh­ler zu ver­mei­den und sie zu stig­ma­ti­sie­ren. In vie­len Berei­chen unse­res Lebens – sei es im beruf­li­chen Umfeld oder im pri­va­ten Kon­text – scheint der Druck, feh­ler­frei zu agie­ren, immer grö­ßer zu wer­den. Doch war­um ist das so, und wel­che Aus­wir­kun­gen hat die­se Ent­wick­lung auf uns? In die­sem Blog­bei­trag wol­len wir uns inten­siv mit dem The­ma „Recht auf Feh­ler“ aus­ein­an­der­set­zen und unter­su­chen, wie wir eine offe­ne Feh­ler­kul­tur eta­blie­ren kön­nen, die per­sön­li­ches und beruf­li­ches Wachs­tum för­dert. Im Rah­men Des Pod­casts Coach&Coach gibt es auch eine Fol­ge zu die­sem The­ma: ## **Die zunehmende Komplexität unserer Welt** Unse­re Welt wird immer kom­ple­xer. Tech­no­lo­gi­sche Fort­schrit­te, die glo­ba­le Ver­net­zung und der stän­di­ge Fluss an Infor­ma­tio­nen haben das Leben in vie­len Berei­chen berei­chert, aber auch kom­pli­zier­ter gemacht. Mit die­ser stei­gen­den Kom­ple­xi­tät geht eine wach­sen­de Unsi­cher­heit ein­her. Infor­ma­tio­nen über Kata­stro­phen, Kri­sen und Gefah­ren sind dank Smart­phones und sozia­ler Medi­en stän­dig ver­füg­bar und beein­flus­sen unser Sicher­heits­be­dürf­nis. In einer sol­chen Welt möch­ten wir Kon­trol­le aus­üben und Feh­ler ver­mei­den – sowohl im pri­va­ten als auch im beruf­li­chen Kon­text. Die­se Unsi­cher­heit und der Wunsch nach Kon­trol­le füh­ren oft dazu, dass wir ver­su­chen, Risi­ken zu mini­mie­ren, indem wir Feh­ler im Vor­aus aus­schlie­ßen wol­len. Das gilt für Eltern, die ihre Kin­der vor jeder mög­li­chen Gefahr schüt­zen möch­ten, genau­so wie für Füh­rungs­kräf­te, die durch Micro­ma­nage­ment ver­hin­dern wol­len, dass ihre Mit­ar­bei­ten­den Fehl­ent­schei­dun­gen tref­fen. ## **Micromanagement und Helikoptereltern – Symptome einer überkontrollierten Gesellschaft** Micro­ma­nage­ment im Beruf und das Ver­hal­ten von Heli­ko­pter­el­tern im Pri­vat­le­ben sind zwei Sei­ten der­sel­ben Medail­le. Bei­de Phä­no­me­ne spie­geln die Angst wider, dass Feh­ler nega­ti­ve Kon­se­quen­zen haben könn­ten, die man ver­mei­den möch­te. Doch das Gegen­teil ist der Fall: Indem wir ande­ren – sei­en es Mit­ar­bei­ten­de oder Kin­der – die Frei­heit neh­men, eige­ne Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und dar­aus zu ler­nen, ver­hin­dern wir ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung. ### **Micromanagement im Unternehmen** Füh­rungs­kräf­te, die ihre Mit­ar­bei­ten­den stän­dig über­wa­chen und ihnen jede Hand­lung vor­schrei­ben, neh­men ihnen die Mög­lich­keit, eige­ne Erfah­run­gen zu sam­meln. Die­se Art des Manage­ments ist nicht nur demo­ti­vie­rend, son­dern führt auch zu einer Kul­tur der Abhän­gig­keit. Mit­ar­bei­ten­de wer­den pas­siv, trau­en sich weni­ger zu und sind letzt­end­lich weni­ger inno­va­tiv. Die Angst vor Feh­lern erstickt Krea­ti­vi­tät und unter­drückt das Poten­zi­al, das in jedem Ein­zel­nen steckt. ### **Helikoptereltern im Privatleben** Ähn­lich ver­hält es sich im fami­liä­ren Kon­text. Eltern, die ihre Kin­der vor jedem mög­li­chen Feh­ler bewah­ren wol­len, ver­hin­dern, dass die­se eigen­ver­ant­wort­lich han­deln und aus ihren Erfah­run­gen ler­nen. Kin­der, die kei­ne Mög­lich­keit haben, Feh­ler zu machen, ent­wi­ckeln kei­ne Resi­li­enz und sind spä­ter weni­ger in der Lage, Her­aus­for­de­run­gen eigen­stän­dig zu bewäl­ti­gen. Sie wer­den in einem Abhän­gig­keits­ver­hält­nis gehal­ten, das ihnen lang­fris­tig scha­det. ## **Die Folgen einer fehlerfeindlichen Kultur** Die Ableh­nung von Feh­lern und die damit ver­bun­de­ne Kon­trol­le füh­ren zu erheb­li­chen nega­ti­ven Fol­gen – sowohl auf indi­vi­du­el­ler als auch auf gesell­schaft­li­cher Ebe­ne. ### **Wachsender Leistungsdruck** In einer feh­ler­feind­li­chen Kul­tur wächst der Druck, per­fekt zu sein. Feh­ler wer­den als Schwä­che ange­se­hen, was zu einem stän­di­gen Stre­ben nach Unfehl­bar­keit führt. Die­ser Druck ist auf Dau­er nicht nur unge­sund, son­dern auch kon­tra­pro­duk­tiv. Men­schen, die Angst vor Feh­lern haben, ver­mei­den Risi­ken und blei­ben unter ihren Mög­lich­kei­ten. ### **Fehlende Innovation** Inno­va­ti­on ent­steht oft aus dem Ver­such und Irr­tum. Wenn Feh­ler jedoch stig­ma­ti­siert wer­den, trau­en sich Men­schen nicht, neue Ideen aus­zu­pro­bie­ren. Das Ergeb­nis ist eine Kul­tur der Sta­gna­ti­on, in der das Bewähr­te fest­ge­hal­ten wird, wäh­rend das Poten­zi­al für bahn­bre­chen­de Inno­va­tio­nen unge­nutzt bleibt. ### **Mangelnde Selbstwirksamkeit** Selbst­wirk­sam­keit – das Ver­trau­en in die eige­ne Fähig­keit, Her­aus­for­de­run­gen erfolg­reich zu bewäl­ti­gen – ent­wi­ckelt sich durch das Erle­ben eige­ner Erfol­ge und das Über­win­den von Feh­lern. In einer Kul­tur, die Feh­ler nicht zulässt, ver­lie­ren Men­schen das Ver­trau­en in ihre eige­nen Fähig­kei­ten und füh­len sich zuneh­mend unsi­cher. ## **Der Weg zu einer offenen Fehlerkultur** Wie kön­nen wir nun eine Kul­tur schaf­fen, in der Feh­ler als Teil des Lern­pro­zes­ses akzep­tiert wer­den? Hier sind eini­ge Ansät­ze, die sowohl im beruf­li­chen als auch im pri­va­ten Kon­text ange­wen­det wer­den kön­nen: ### **1. Vorbildfunktion einnehmen** Füh­rungs­kräf­te und Eltern haben eine zen­tra­le Rol­le bei der Eta­blie­rung einer offe­nen Feh­ler­kul­tur. Indem sie offen über ihre eige­nen Feh­ler spre­chen und erklä­ren, was sie dar­aus gelernt haben, set­zen sie ein posi­ti­ves Bei­spiel. Die­ser offe­ne Umgang mit Feh­lern signa­li­siert ande­ren, dass es in Ord­nung ist, Feh­ler zu machen, solan­ge man dar­aus lernt. ### **2. Den Fokus auf das Lernen legen** Statt nach Schul­di­gen zu suchen, soll­te der Fokus auf dem Ler­nen aus Feh­lern lie­gen. In Unter­neh­men bedeu­tet dies, nicht den oder die Ver­ant­wort­li­chen für einen Feh­ler an den Pran­ger zu stel­len, son­dern zu ana­ly­sie­ren, war­um der Feh­ler pas­siert ist und wie man in Zukunft ähn­li­che Situa­tio­nen ver­mei­den kann. Im pri­va­ten Bereich soll­ten Eltern ihren Kin­dern hel­fen zu ver­ste­hen, wel­che Leh­ren aus einem Feh­ler gezo­gen wer­den kön­nen, anstatt sie für das Fehl­ver­hal­ten zu bestra­fen. ### **3. Fehler als Chance begreifen** Feh­ler bie­ten die Mög­lich­keit, neue Wege zu ent­de­cken und inno­va­ti­ve Lösun­gen zu fin­den. Wenn wir Feh­ler als Chan­ce sehen, anstatt als Makel, öff­nen wir uns für krea­ti­ves Den­ken und för­dern eine Kul­tur der kon­ti­nu­ier­li­chen Ver­bes­se­rung. ### **4. Raum für Experimente schaffen** Sowohl in Unter­neh­men als auch im fami­liä­ren Umfeld soll­ten Räu­me geschaf­fen wer­den, in denen Expe­ri­men­te und das Aus­pro­bie­ren neu­er Ideen mög­lich sind – ohne Angst vor Kon­se­quen­zen. Die­se Räu­me ermög­li­chen es, Risi­ken ein­zu­ge­hen und aus Feh­lern zu ler­nen, was letzt­lich zu Wachs­tum und Ent­wick­lung führt. ### **5. Eine positive Fehlerkultur systematisch verankern** In Unter­neh­men kann eine posi­ti­ve Feh­ler­kul­tur sys­te­ma­tisch durch Pro­zes­se und Richt­li­ni­en ver­an­kert wer­den, die den Umgang mit Feh­lern regeln. Work­shops, in denen Feh­ler­kul­tur the­ma­ti­siert wird, oder regel­mä­ßi­ge Refle­xi­ons­run­den kön­nen hel­fen, das Bewusst­sein für die Bedeu­tung von Feh­lern zu schär­fen und die Offen­heit im Umgang mit ihnen zu för­dern. ## **Die Rolle der Medien und sozialen Netzwerke** Foto von [Nathan Dum­lao](https://unsplash.com/de/@nate_dumlao?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/weisses-samsung-android-smartphone-auf-braunem-holztisch-kLmt1mpGJVg?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) Ein wei­te­rer Aspekt, der nicht ver­nach­läs­sigt wer­den soll­te, ist die Rol­le der Medi­en und sozia­len Netz­wer­ke. Feh­ler von Füh­rungs­per­sön­lich­kei­ten oder öffent­li­chen Per­so­nen wer­den in den Medi­en oft gna­den­los aus­ge­schlach­tet. Die­ser Umgang mit Feh­lern trägt dazu bei, dass Men­schen in hohen Posi­tio­nen Angst haben, Feh­ler ein­zu­ge­ste­hen, was zu einer Kul­tur des Ver­tu­schens und der Aus­flüch­te führt. Sozia­le Netz­wer­ke ver­stär­ken die­sen Effekt, indem sie ein unrea­lis­ti­sches Bild von Per­fek­ti­on ver­mit­teln. Die per­ma­nen­te Kon­fron­ta­ti­on mit den ver­meint­lich per­fek­ten Leben ande­rer führt dazu, dass wir unse­re eige­nen Feh­ler als inak­zep­ta­bel emp­fin­den und uns noch mehr unter Druck set­zen. Um die­sem Trend ent­ge­gen­zu­wir­ken, soll­ten wir uns bewusst machen, dass die Bil­der und Geschich­ten, die wir in sozia­len Netz­wer­ken sehen, oft nur die „High­light-Reels“ sind – eine geschön­te Dar­stel­lung der Rea­li­tät. Ein bewuss­ter und kri­ti­scher Umgang mit die­sen Medi­en kann hel­fen, den Druck zu redu­zie­ren und uns dar­an zu erin­nern, dass Feh­ler ein natür­li­cher Teil des Lebens sind. ## **Fazit: Gelassenheit im Umgang mit Fehlern** Abschlie­ßend lässt sich sagen, dass eine offe­ne Feh­ler­kul­tur für das per­sön­li­che und beruf­li­che Wachs­tum uner­läss­lich ist. Feh­ler zu machen bedeu­tet nicht, dass wir ver­sagt haben – im Gegen­teil, es ist eine Gele­gen­heit, zu ler­nen und uns wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Indem wir uns und ande­ren das Recht auf Feh­ler zuge­ste­hen, schaf­fen wir eine Umge­bung, in der Krea­ti­vi­tät, Inno­va­ti­on und per­sön­li­ches Wachs­tum geför­dert wer­den. Es ist an der Zeit, den Druck, per­fekt sein zu müs­sen, hin­ter uns zu las­sen und statt­des­sen eine Kul­tur zu eta­blie­ren, in der Feh­ler als das ange­se­hen wer­den, was sie wirk­lich sind: wert­vol­le Lern­mo­men­te. Wir alle kön­nen dazu bei­tra­gen, indem wir offe­ner über unse­re eige­nen Feh­ler spre­chen, den Fokus auf das Ler­nen legen und ande­ren den Raum geben, ihre eige­nen Erfah­run­gen zu machen. In einer Welt, die immer kom­ple­xer wird, ist es ent­schei­dend, dass wir den Mut haben, Feh­ler zuzu­las­sen und aus ihnen zu ler­nen. Denn nur so kön­nen wir uns wei­ter­ent­wi­ckeln und das vol­le Poten­zi­al unse­rer Fähig­kei­ten ent­fal­ten. Titel: Foto von [San­der Sam­my](https://unsplash.com/de/@sammywilliams?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/frau-im-blauen-langarmshirt-mit-weisser-gesichtsmaske-g0qxXkW16TM?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Der ultimative Leitfaden für erfolgreiches Change Management: Meine Coaching-Strategien für Unternehmen](https://bobach-coaching.de/change-management-coaching/) **Published:** September 16, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** --- Chan­ge Manage­ment ist in der dyna­mi­schen Geschäfts­welt, in der wir uns bewe­gen, unver­zicht­bar. Wenn Unter­neh­men wach­sen und sich anpas­sen wol­len, müs­sen sie in der Lage sein, Ver­än­de­run­gen effek­tiv zu mana­gen. Ein wesent­li­cher Bestand­teil die­ses Pro­zes­ses ist für mich das Coa­ching. In die­sem umfas­sen­den Leit­fa­den tei­le ich mei­ne Erfah­run­gen und Ansich­ten über die Rol­le des Coa­chings im Chan­ge Manage­ment und wie es den Über­gang in Orga­ni­sa­tio­nen erleich­tert und nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen unter­stützt. ## Die Bedeutung von Change Management in Unternehmen Ver­än­de­run­gen in Unter­neh­men sind unaus­weich­lich. Egal, ob es sich um tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen, orga­ni­sa­to­ri­sche Umstruk­tu­rie­run­gen oder Markt­ver­än­de­run­gen han­delt – Chan­ge Manage­ment ist der Schlüs­sel, um sol­che Über­gän­ge erfolg­reich zu meis­tern. Für mich ist es ent­schei­dend, nicht nur die tech­ni­schen und struk­tu­rel­len Aspek­te von Ver­än­de­run­gen zu berück­sich­ti­gen, son­dern auch die mensch­li­che Kom­po­nen­te. Hier setzt mein Coa­ching an. ### Was ist Change Management? Chan­ge Manage­ment bezieht sich auf die sys­te­ma­ti­sche Pla­nung und Umset­zung von Ver­än­de­run­gen in einer Orga­ni­sa­ti­on. Dies umfasst eine Rei­he von Pro­zes­sen und Werk­zeu­gen, die sicher­stel­len, dass Ver­än­de­run­gen effek­tiv durch­ge­führt wer­den, um die gewünsch­ten Geschäfts­er­geb­nis­se zu erzie­len. Dabei geht es dar­um, Wider­stän­de zu über­win­den, die Akzep­tanz der Mit­ar­bei­ter zu för­dern und die Orga­ni­sa­ti­on auf einen neu­en Kurs aus­zu­rich­ten. ## Die Rolle des Coachings im Change Management [Coa­ching ist für mich eine kraft­vol­le Metho­de](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/ "Mitarbeitercoaching"), um den Wan­del in Unter­neh­men zu unter­stüt­zen. Wäh­rend Chan­ge Manage­ment oft als ein tech­ni­scher Pro­zess betrach­tet wird, der durch Plä­ne und Model­le struk­tu­riert ist, ergänzt Coa­ching die­sen Ansatz durch eine stär­ker auf den Men­schen fokus­sier­te Per­spek­ti­ve. ### Was verstehe ich unter Coaching im Kontext von Change Management? Coa­ching im Chan­ge Manage­ment bedeu­tet für mich, [Füh­rungs­kräf­te und Mit­ar­bei­ter durch den Pro­zess der Ver­än­de­rung zu beglei­ten](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/ "Coaching für Führungskräfte"). Es geht dar­um, sie zu befä­hi­gen, die Her­aus­for­de­run­gen des Wan­dels zu meis­tern und ihre Fähig­kei­ten wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Coa­ching unter­stützt die Ent­wick­lung einer Kul­tur, die Ver­än­de­run­gen nicht nur akzep­tiert, son­dern auch als Chan­ce begreift. ### Wie unterstützt Coaching den Veränderungsprozess? Coa­ching bie­tet den Men­schen in einer Orga­ni­sa­ti­on die Werk­zeu­ge und den Raum, um ihre eige­nen Ant­wor­ten auf die Her­aus­for­de­run­gen der Ver­än­de­rung zu fin­den. Es stärkt ihre Selbst­wirk­sam­keit und för­dert eine pro­ak­ti­ve Hal­tung. Hier sind eini­ge der zen­tra­len Wege, wie Coa­ching im Chan­ge Manage­ment wirkt: #### Förderung der Veränderungsbereitschaft Einer der größ­ten Hin­der­nis­se im Chan­ge Manage­ment ist mei­ner Erfah­rung nach der natür­li­che Wider­stand gegen Ver­än­de­run­gen. Men­schen nei­gen dazu, sich an das Gewohn­te zu klam­mern, selbst wenn das Neue objek­tiv bes­se­re Ergeb­nis­se ver­spricht. Coa­ching hilft, die­sen Wider­stand zu über­win­den, indem es den Ein­zel­nen dabei unter­stützt, ihre Ängs­te zu erken­nen und neue Per­spek­ti­ven zu ent­wi­ckeln. #### Entwicklung von Führungskompetenzen Füh­rungs­kräf­te spie­len eine ent­schei­den­de Rol­le im Chan­ge Manage­ment. Sie müs­sen nicht nur den Wan­del anfüh­ren, son­dern auch ihre Teams durch unsi­che­re Zei­ten lei­ten. Coa­ching för­dert die Ent­wick­lung von Füh­rungs­kom­pe­ten­zen, die es den Mana­gern ermög­li­chen, als Vor­bil­der zu agie­ren und ihre Teams effek­tiv zu moti­vie­ren. #### Verbesserung der Kommunikation Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on ist mei­ner Ansicht nach der Schlüs­sel zu einem erfolg­rei­chen Chan­ge Manage­ment. Miss­ver­ständ­nis­se und man­geln­de Infor­ma­tio­nen kön­nen den gesam­ten Pro­zess gefähr­den. Coa­ching hilft Füh­rungs­kräf­ten und Mit­ar­bei­tern, ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten zu ver­bes­sern, um kla­re und kon­sis­ten­te Bot­schaf­ten zu ver­mit­teln und Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den. #### Unterstützung bei der Umsetzung neuer Prozesse Die Ein­füh­rung neu­er Pro­zes­se und Sys­te­me ist oft mit erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Coa­ching hilft den Betei­lig­ten, die­se Her­aus­for­de­run­gen zu meis­tern, indem es ihnen ermög­licht, neue Fähig­kei­ten zu erler­nen und ihre Anpas­sungs­fä­hig­keit zu ver­bes­sern. #### Nachhaltigkeit von Veränderungen sicherstellen Ver­än­de­run­gen in einer Orga­ni­sa­ti­on müs­sen nach­hal­tig sein, um lang­fris­tig erfolg­reich zu sein. Coa­ching unter­stützt die Orga­ni­sa­ti­on dabei, neue Ver­hal­tens­wei­sen und Denk­wei­sen zu ver­an­kern, sodass die Ver­än­de­rung nicht nur ein ein­ma­li­ges Ereig­nis bleibt, son­dern Teil der Unter­neh­mens­kul­tur wird. ## Meine Coaching-Strategien für erfolgreiches Change Management Um das vol­le Poten­zi­al von Coa­ching im Chan­ge Manage­ment zu ent­fal­ten, ver­fol­ge ich eine struk­tu­rier­te Stra­te­gie. Nach­fol­gend stel­le ich eini­ge bewähr­te Coa­ching-Stra­te­gien vor, die sich in Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen als beson­ders effek­tiv erwie­sen haben. ### Individuelles Coaching für Führungskräfte Indi­vi­du­el­les Coa­ching bie­tet Füh­rungs­kräf­ten die Mög­lich­keit, sich gezielt auf ihre Rol­le im Chan­ge Manage­ment vor­zu­be­rei­ten. Dabei geht es dar­um, per­sön­li­che Stär­ken zu erken­nen, Schwä­chen zu adres­sie­ren und indi­vi­du­el­le Ent­wick­lungs­zie­le zu set­zen. Die­ses Coa­ching ist beson­ders wert­voll, da es auf die spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen und Bedürf­nis­se des Ein­zel­nen ein­geht. ### Team-Coaching zur Förderung der Zusammenarbeit Team-Coa­ching zielt dar­auf ab, die Zusam­men­ar­beit inner­halb eines Teams zu ver­bes­sern und die kol­lek­ti­ve Intel­li­genz zu nut­zen. In Ver­än­de­rungs­pro­zes­sen ist es ent­schei­dend, dass Teams effek­tiv zusam­men­ar­bei­ten und gemein­sa­me Zie­le ver­fol­gen. Team-Coa­ching kann hel­fen, Kon­flik­te zu lösen, die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­bes­sern und eine gemein­sa­me Visi­on zu ent­wi­ckeln. ### Coaching zur Unterstützung von Change Agents Chan­ge Agents sind die­je­ni­gen Per­so­nen in einer Orga­ni­sa­ti­on, die den Wan­del aktiv vor­an­trei­ben. Sie spie­len eine Schlüs­sel­rol­le bei der Umset­zung von Ver­än­de­run­gen. Coa­ching unter­stützt Chan­ge Agents, indem es ihnen hilft, ihre Rol­le klar zu defi­nie­ren, ihre Fähig­kei­ten zu schär­fen und Stra­te­gien zur Bewäl­ti­gung von Wider­stän­den zu ent­wi­ckeln. ### Implementierung einer Coaching-Kultur Eine der wirk­sams­ten Stra­te­gien für nach­hal­ti­gen Wan­del ist die Imple­men­tie­rung einer Coa­ching-Kul­tur im Unter­neh­men. Das bedeu­tet, dass Coa­ching nicht nur auf Füh­rungs­kräf­te und Chan­ge Agents beschränkt bleibt, son­dern ein inte­gra­ler Bestand­teil der gesam­ten Orga­ni­sa­ti­on wird. Eine Coa­ching-Kul­tur för­dert kon­ti­nu­ier­li­ches Ler­nen, Inno­va­ti­on und die Bereit­schaft, Ver­än­de­run­gen als posi­ti­ve Her­aus­for­de­rung zu sehen. ## Die Vorteile von Coaching im Change Management Coa­ching bie­tet eine Viel­zahl von Vor­tei­len, die den Chan­ge Manage­ment-Pro­zess erheb­lich unter­stüt­zen kön­nen. Im Fol­gen­den sind eini­ge der wich­tigs­ten Vor­tei­le auf­ge­führt: ### Erhöhte Akzeptanz von Veränderungen Durch Coa­ching kön­nen Unter­neh­men die Akzep­tanz von Ver­än­de­run­gen erheb­lich stei­gern. Mit­ar­bei­ter, die sich unter­stützt und befä­higt füh­len, sind eher bereit, neue Wege zu gehen und sich auf Ver­än­de­run­gen ein­zu­las­sen. ### Stärkung der Mitarbeiterbindung Ver­än­de­run­gen kön­nen oft zu Unsi­cher­heit und Unzu­frie­den­heit füh­ren, was die Mit­ar­bei­ter­bin­dung gefähr­det. Coa­ching hilft, die­se Unsi­cher­hei­ten zu mini­mie­ren, indem es den Mit­ar­bei­tern zeigt, dass sie wert­ge­schätzt und unter­stützt wer­den. ### Verbesserte Leistungsfähigkeit Coa­ching för­dert die Ent­wick­lung indi­vi­du­el­ler und kol­lek­ti­ver Fähig­kei­ten, was zu einer höhe­ren Leis­tungs­fä­hig­keit führt. Mit­ar­bei­ter, die sich sicher und kom­pe­tent füh­len, sind moti­vier­ter und pro­duk­ti­ver. ### Nachhaltige Veränderungen Durch die Unter­stüt­zung von Coa­ching wird sicher­ge­stellt, dass Ver­än­de­run­gen nicht nur ober­fläch­lich sind, son­dern tief in der Orga­ni­sa­ti­on ver­an­kert wer­den. Dies führt zu einer lang­fris­ti­gen und nach­hal­ti­gen Ver­bes­se­rung. ## Fazit: Coaching als Schlüssel zum erfolgreichen Change Management In einer sich stän­dig wan­deln­den Geschäfts­welt ist Chan­ge Manage­ment unver­zicht­bar. Doch um Ver­än­de­run­gen erfolg­reich zu mana­gen, reicht es nicht aus, sich nur auf tech­ni­sche und struk­tu­rel­le Aspek­te zu kon­zen­trie­ren. Der Mensch steht im Mit­tel­punkt jedes Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses. Coa­ching bie­tet hier die not­wen­di­ge Unter­stüt­zung, um den Wan­del nicht nur zu über­ste­hen, son­dern aktiv und erfolg­reich zu gestal­ten. Unter­neh­men, die Coa­ching als inte­gra­len Bestand­teil ihres Chan­ge Manage­ments nut­zen, sind bes­ser gerüs­tet, um die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft zu meis­tern. Sie schaf­fen nicht nur die Vor­aus­set­zun­gen für erfolg­rei­che Ver­än­de­run­gen, son­dern auch für eine Kul­tur, die Wan­del als Chan­ce und nicht als Bedro­hung begreift. Wenn Sie mehr dar­über erfah­ren möch­ten, wie Coa­ching Ihrem Unter­neh­men hel­fen kann, Ver­än­de­rungs­pro­zes­se erfolg­reich zu gestal­ten, [ste­he ich Ihnen ger­ne zur Ver­fü­gung](#kontakt). Mit maß­ge­schnei­der­ten Coa­ching-Pro­gram­men unter­stüt­ze ich Sie dabei, Ihre Zie­le zu errei­chen und nach­hal­ti­ge Ver­än­de­run­gen zu eta­blie­ren. Spre­chen Sie mich an – gemein­sam gestal­ten wir die Zukunft Ihres Unter­neh­mens. Titel: Foto von [Jamie Street](https://unsplash.com/de/@jamie452?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/person-die-den-kompass-in-richtung-gruner-kiefern-halt-_94HLr_QXo8?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) --- **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Warum Angst ein schlechter Berater ist](https://bobach-coaching.de/warum-angst-ein-schlechter-berater-ist/) **Published:** Oktober 4, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Angst ist eine mäch­ti­ge Emo­ti­on, die tief in unse­rem Über­le­bens­in­stinkt ver­an­kert ist. Sie kann uns vor Gefah­ren schüt­zen und uns davor bewah­ren, unüber­leg­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Doch was pas­siert, wenn die Angst anfängt, unser Leben zu domi­nie­ren und unse­re Ent­schei­dun­gen zu beein­flus­sen? In die­sem Blog­bei­trag wer­den wir unter­su­chen, war­um Angst ein schlech­ter Bera­ter ist, ins­be­son­de­re in all­täg­li­chen Situa­tio­nen, und wie man ler­nen kann, die­se Emo­ti­on zu erken­nen und kon­struk­tiv zu über­win­den. Zu die­sem The­ma gibt es eine span­nen­de Pod­cast Fol­ge mit mir und Jan Gus­tav Fran­ke in Coach&Coach: ## **Angst als Überlebensinstinkt und ihr zweischneidiges Schwert** Angst hat eine kla­re Funk­ti­on: Sie schützt uns vor Gefah­ren. Die Angst, von einem Dach zu sprin­gen oder einen rei­ßen­den Fluss zu über­que­ren, ist ratio­nal und ret­tet uns mög­li­cher­wei­se das Leben. Die­se Art der Angst ist tief in unse­rem Über­le­bens­in­stinkt ver­an­kert und hilft uns, kör­per­li­che Unver­sehrt­heit zu bewah­ren. Doch es gibt auch eine ande­re Sei­te der Angst – eine, die weni­ger ratio­nal und oft schwe­rer zu erken­nen ist. In vie­len Fäl­len tritt Angst in Situa­tio­nen auf, die kei­ne unmit­tel­ba­re Bedro­hung dar­stel­len, son­dern eher in Form von “Was-wäre-wenn”-Gedanken erschei­nen. Die­se Art der Angst kann uns in unse­rem All­tag stark ein­schrän­ken und uns dar­an hin­dern, muti­ge, aber not­wen­di­ge Schrit­te zu gehen, sei es im beruf­li­chen oder pri­va­ten Kon­text. ## **Angst als Hindernis für persönliche Entwicklung** Ein häu­fi­ges Phä­no­men ist die Angst vor dem Schei­tern. Men­schen blei­ben in unglück­li­chen Jobs oder Bezie­hun­gen, weil sie Angst haben, dass eine Ver­än­de­rung die Situa­ti­on ver­schlim­mern könn­te. Die­se Angst, die oft nicht ratio­nal begrün­det ist, hält uns in einem Zustand des Still­stands und hin­dert uns dar­an, unser vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. Ein Bei­spiel aus der Coa­ching-Pra­xis ver­deut­licht dies: Eine Per­son, die beruf­lich und fami­li­är stark ein­ge­spannt war, hat­te die Mög­lich­keit, eine Woche allein in den Urlaub zu fah­ren, lehn­te aber aus Angst ab. Die­se Angst beruh­te nicht auf ratio­na­len Grün­den, son­dern auf der Angst vor Ein­sam­keit und der Unge­wiss­heit, sich in einer unge­wohn­ten Umge­bung zu befin­den. Nach­dem die­se Ängs­te im Coa­ching erkannt und ange­spro­chen wur­den, ent­schied sich die Per­son doch für den Urlaub und erleb­te ihn als berei­chernd und befrei­end. ## **Die Gefahr des unbewussten Handelns aus Angst** Eine der größ­ten Her­aus­for­de­run­gen beim Umgang mit Angst ist, dass sie oft unbe­wusst unser Ver­hal­ten beein­flusst. Wir tref­fen Ent­schei­dun­gen, ohne uns dar­über im Kla­ren zu sein, dass sie aus Angst moti­viert sind. Es ist leicht, Aus­re­den zu fin­den, war­um man etwas nicht tut – sei es, weil man zu beschäf­tigt ist oder weil die Umstän­de gera­de ungüns­tig erschei­nen. Doch die­se Ratio­na­li­sie­run­gen ver­schlei­ern oft die zugrun­de lie­gen­de Angst. Um die­se unbe­wuss­ten Ängs­te zu erken­nen, ist es wich­tig, sich selbst Raum und Zeit zu geben, um inne­zu­hal­ten und nach­zu­den­ken. Oft hilft es, den All­tag für einen Moment zu ver­las­sen, sei es durch Medi­ta­ti­on, einen Spa­zier­gang oder ein inten­si­ves Gespräch mit einem Coach. Die­ser Abstand kann hel­fen, die wah­ren Grün­de für unser Ver­hal­ten zu erken­nen und alter­na­ti­ve Hand­lungs­wei­sen zu fin­den. ## **Angst erkennen und mutige Entscheidungen treffen** Mutig zu sein bedeu­tet nicht, kei­ne Angst zu haben. Viel­mehr geht es dar­um, die Angst zu erken­nen und sich den­noch zu ent­schei­den, sie zu über­win­den. Die Gren­ze zwi­schen gesun­der Vor­sicht und läh­men­der Angst ist oft flie­ßend, und es erfor­dert viel Selbst­re­fle­xi­on und Ehr­lich­keit, um zu erken­nen, wann die Angst uns zurück­hält. Ein wei­te­res Bei­spiel aus der Pra­xis zeigt, wie die Angst vor Ableh­nung Men­schen davon abhal­ten kann, neue beruf­li­che Her­aus­for­de­run­gen anzu­neh­men. Ein Kli­ent war in sei­nem Job unglück­lich, hat­te aber Angst, sich zu bewer­ben, aus Furcht vor einer mög­li­chen Ableh­nung oder dem Risi­ko, dass die neue Stel­le nicht bes­ser wäre. Durch das Erken­nen die­ser irra­tio­na­len Ängs­te und das Ent­wi­ckeln eines Plans zur Über­win­dung die­ser Furcht konn­te er schließ­lich den Mut auf­brin­gen, sich zu bewer­ben und eine deut­lich zufrie­den­stel­len­de­re Posi­ti­on zu fin­den. ## **Der Wert der Angst und wie man sie als Wachstumsinstrument nutzt** Es geht nicht dar­um, die Angst zu eli­mi­nie­ren. Angst hat ihren Platz in unse­rem Leben, und sie zu igno­rie­ren wäre genau­so unklug, wie ihr stän­dig nach­zu­ge­ben. Viel­mehr soll­te es dar­um gehen, die Angst zu einem Ver­bün­de­ten zu machen, der uns warnt, aber nicht kon­trol­liert. Indem wir uns unse­rer Ängs­te bewusst wer­den und sie hin­ter­fra­gen, kön­nen wir ler­nen, sie zu über­win­den und dar­aus gestärkt her­vor­zu­ge­hen. Dies erfor­dert Mut und oft auch die Bereit­schaft, sich außer­halb der eige­nen Kom­fort­zo­ne zu bewe­gen. Doch genau dort beginnt das per­sön­li­che Wachs­tum. ## **Fazit: Ein konstruktiver Umgang mit Angst** Angst ist ein natür­li­cher Bestand­teil unse­res Lebens, aber sie soll­te nicht unser Leben dik­tie­ren. Indem wir uns mit unse­ren Ängs­ten aus­ein­an­der­set­zen, sie erken­nen und hin­ter­fra­gen, kön­nen wir ler­nen, sie zu über­win­den und muti­ge, wohl­durch­dach­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Die­ser Pro­zess ist oft nicht ein­fach und erfor­dert Geduld und Selbst­re­fle­xi­on, doch die Beloh­nung ist ein erfüll­te­res und selbst­be­stimm­te­res Leben. Wir alle ste­hen immer wie­der vor Ent­schei­dun­gen, die uns Angst machen. Die Kunst besteht dar­in, die­se Angst zu erken­nen und ihr nicht die Ober­hand zu geben. Statt­des­sen soll­ten wir ler­nen, sie als einen Teil unse­rer inne­ren Land­schaft zu akzep­tie­ren, sie zu ana­ly­sie­ren und dann mutig unse­re eige­nen Wege zu gehen. Reflek­tie­ren Sie in den kom­men­den Tagen, wel­che Ent­schei­dun­gen Sie aus Angst getrof­fen haben oder noch tref­fen könn­ten. Fra­gen Sie sich, ob die­se Angst wirk­lich ratio­nal ist oder ob sie Sie mög­li­cher­wei­se dar­an hin­dert, Ihre Zie­le zu errei­chen. Nut­zen Sie die Gele­gen­heit, mutig zu sein, und machen Sie den ers­ten Schritt in Rich­tung eines selbst­be­stimm­te­ren Lebens. Und wenn Sie Unter­stüt­zung auf die­sem Weg benö­ti­gen, zögern Sie nicht, [einen erfah­re­nen Coach zu kon­sul­tie­ren](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/ "Life Coaching – Personal Coaching"), der Ihnen hel­fen kann, Ihre Ängs­te zu ver­ste­hen und zu über­win­den. Titel: Foto von [Mela­nie Was­ser](https://unsplash.com/de/@melwasser?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/frau-halt-ihr-gesicht-in-dunklem-raum-j8a-TEakg78?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching, Personal Coaching --- ### [Aktives Zuhören nach Carl Rogers: Ein unverzichtbares Werkzeug für erfolgreiche Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/aktives-zuhoeren-nach-carl-rogers-ein-unverzichtbares-werkzeug-fuer-erfolgreiche-fuehrungskraefte/) **Published:** Oktober 14, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on ist das Rück­grat jeder erfolg­rei­chen Orga­ni­sa­ti­on. Füh­rungs­kräf­te ste­hen täg­lich vor der Her­aus­for­de­rung, kom­ple­xe Infor­ma­tio­nen zu ver­mit­teln, [Ent­schei­dun­gen zu tref­fen](https://bobach-coaching.de/richtige-entscheidungen-treffen/ "Richtige Entscheidungen treffen") und gleich­zei­tig ein offe­nes Ohr für die Anlie­gen ihrer Mit­ar­bei­ter zu haben. Kom­mu­ni­ka­ti­ons­feh­ler kön­nen zu Miss­ver­ständ­nis­sen, sin­ken­der Pro­duk­ti­vi­tät und sogar zu Kon­flik­ten inner­halb des Teams füh­ren. Daher ist es essen­zi­ell, Metho­den zu ken­nen und anzu­wen­den, die die Kom­mu­ni­ka­ti­on ver­bes­sern und das Arbeits­kli­ma posi­tiv beein­flus­sen. Eine sol­che Metho­de ist das **akti­ve Zuhö­ren nach Carl Rogers**—ein Ansatz, der nicht nur die Füh­rungs­kom­pe­tenz stärkt, son­dern auch die Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit erhöht. ## **Die Bedeutung von Kommunikation in der Führung** Kom­mu­ni­ka­ti­on ist mehr als der Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen; sie ist ein Mit­tel, [Bezie­hun­gen auf­zu­bau­en](https://bobach-coaching.de/wie-sie-ihre-bindungen-zu-anderen-staerken-und-vertiefen-ein-umfassender-leitfaden/ "Wie Sie Ihre Bindungen zu anderen stärken und vertiefen: Ein umfassender Leitfaden") und zu pfle­gen. Für Füh­rungs­kräf­te bedeu­tet effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on, nicht nur klar und prä­zi­se Anwei­sun­gen zu geben, son­dern auch aktiv zuzu­hö­ren und auf die Bedürf­nis­se der Mit­ar­bei­ter ein­zu­ge­hen. Wenn die­ser Aspekt ver­nach­läs­sigt wird, kön­nen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­feh­ler ent­ste­hen, die sich nega­tiv auf die gesam­te Orga­ni­sa­ti­on aus­wir­ken. **Kom­mu­ni­ka­ti­ons­feh­ler** kön­nen unter ande­rem zu: • **Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren**: Wenn Infor­ma­tio­nen nicht klar ver­mit­telt oder falsch inter­pre­tiert wer­den, kön­nen Auf­ga­ben miss­ver­stan­den und Zie­le ver­fehlt wer­den. Dies kann Zeit und Res­sour­cen kos­ten und die Effi­zi­enz des Teams beein­träch­ti­gen. • **Ver­min­der­ter Moti­va­ti­on bei­tra­gen**: Mit­ar­bei­ter, die das Gefühl haben, dass ihre Mei­nun­gen und Ideen nicht gehört oder geschätzt wer­den, kön­nen an Moti­va­ti­on ver­lie­ren. Dies kann zu einer erhöh­ten Fluk­tua­ti­on und einem Ver­lust von Talen­ten füh­ren. • **Eska­lier­ten Kon­flik­ten füh­ren**: Unaus­ge­spro­che­ne Pro­ble­me oder Beden­ken kön­nen sich auf­stau­en und zu grö­ße­ren Kon­flik­ten füh­ren. Ohne effek­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on kön­nen klei­ne Miss­ver­ständ­nis­se schnell außer Kon­trol­le gera­ten. ## **Wer war Carl Rogers und was ist aktives Zuhören?** **Carl Rogers** (1902–1987) war ein ein­fluss­rei­cher ame­ri­ka­ni­scher Psy­cho­lo­ge und einer der Begrün­der der huma­nis­ti­schen Psy­cho­lo­gie. Er ent­wi­ckel­te die kli­en­ten­zen­trier­te The­ra­pie, die den Fokus auf die indi­vi­du­el­le Erfah­rung und das Poten­zi­al jedes Men­schen legt. Ein zen­tra­les Ele­ment sei­nes Ansat­zes ist das **akti­ve Zuhö­ren**, eine Metho­de, die es ermög­licht, den Gesprächs­part­ner wirk­lich zu ver­ste­hen und eine tie­fe­re Ver­bin­dung her­zu­stel­len. **Akti­ves Zuhö­ren nach Rogers** beinhal­tet: • **Empa­thie**: Die Fähig­keit, sich in die Gefüh­le und Per­spek­ti­ven des Gegen­übers hin­ein­zu­ver­set­zen. Dies bedeu­tet, die Emo­tio­nen des ande­ren zu erken­nen und zu ver­ste­hen, war­um er sich so fühlt. • **Bedin­gungs­lo­se posi­ti­ve Wert­schät­zung**: Den Gesprächs­part­ner ohne Vor­ur­tei­le oder Bewer­tun­gen zu akzep­tie­ren. Dies schafft ein siche­res Umfeld, in dem sich der ande­re wohl fühlt, offen zu kom­mu­ni­zie­ren. • **Kon­gru­enz (Echt­heit)**: Authen­tisch und ehr­lich in der Kom­mu­ni­ka­ti­on zu sein. Es geht dar­um, kei­ne fal­schen Mas­ken auf­zu­set­zen und trans­pa­rent in sei­nen Reak­tio­nen zu sein. • **Reflek­tie­ren­des Zuhö­ren**: Das Gesag­te zusam­men­zu­fas­sen und in eige­nen Wor­ten wie­der­zu­ge­ben, um Ver­ständ­nis zu demons­trie­ren. Dies zeigt dem Spre­cher, dass sei­ne Bot­schaft ange­kom­men ist und rich­tig inter­pre­tiert wur­de. ## **Warum ist aktives Zuhören für Führungskräfte wichtig?** **1. Auf­bau von Ver­trau­en und Respekt** Akti­ves Zuhö­ren zeigt Mit­ar­bei­tern, dass ihre Mei­nun­gen und Gefüh­le wich­tig sind. Dies för­dert ein Kli­ma des Ver­trau­ens und des Respekts, in dem Mit­ar­bei­ter eher bereit sind, offen zu kom­mu­ni­zie­ren und sich voll ein­zu­brin­gen. • **Vol­le Auf­merk­sam­keit schen­ken**: Indem Sie Ihrem Gesprächs­part­ner unge­teil­te Auf­merk­sam­keit schen­ken, signa­li­sie­ren Sie Wert­schät­zung und Inter­es­se. Das bedeu­tet, Blick­kon­takt zu hal­ten, zu nicken und non­ver­ba­le Signa­le zu sen­den, die zei­gen, dass Sie enga­giert sind. • **Ehr­li­ches Inter­es­se zei­gen**: Stel­len Sie Fra­gen und zei­gen Sie Neu­gier­de an den Aus­füh­run­gen des Mit­ar­bei­ters. Dies kann dazu bei­tra­gen, tie­fe­re Ein­bli­cke in sei­ne Gedan­ken und Gefüh­le zu erhal­ten. **2. Ver­bes­se­rung der Team­dy­na­mik** Ein Team, in dem aktiv zuge­hört wird, arbei­tet effek­ti­ver zusam­men. Miss­ver­ständ­nis­se wer­den redu­ziert, und die Mit­ar­bei­ter füh­len sich als Teil eines Gan­zen. • **För­de­rung offe­ner Kom­mu­ni­ka­ti­on**: Ermu­ti­gen Sie Ihr Team, Ideen und Feed­back zu tei­len. Schaf­fen Sie regel­mä­ßi­ge Gele­gen­hei­ten für den Aus­tausch, wie Mee­tings oder Brain­stor­ming-Sit­zun­gen. • **Gemein­sa­me Zie­le defi­nie­ren**: Durch akti­ves Zuhö­ren kön­nen Sie sicher­stel­len, dass alle auf das­sel­be Ziel hin­ar­bei­ten und ver­ste­hen, wie ihre indi­vi­du­el­len Bei­trä­ge zum Gesamt­bild pas­sen. **3. Effek­ti­ves Kon­flikt­ma­nage­ment** Kon­flik­te sind unver­meid­lich, aber wie sie gehand­habt wer­den, ist ent­schei­dend. Akti­ves Zuhö­ren ermög­licht es, die Wur­zel des Pro­blems zu ver­ste­hen und Lösun­gen zu fin­den, die für alle akzep­ta­bel sind. • **Erken­nen von Emo­tio­nen**: Ach­ten Sie auf non­ver­ba­le Signa­le und Emo­tio­nen, um tie­fer­lie­gen­de Pro­ble­me zu iden­ti­fi­zie­ren. Dies kann hel­fen, nicht nur die offen­sicht­li­chen, son­dern auch die zugrun­de lie­gen­den Anlie­gen zu adres­sie­ren. • **Neu­tra­li­tät bewah­ren**: Hören Sie bei­den Sei­ten zu, ohne vor­ei­li­ge Schlüs­se zu zie­hen oder Par­tei zu ergrei­fen. Dies för­dert ein Gefühl der Fair­ness und Objek­ti­vi­tät. **4. För­de­rung von Inno­va­ti­on und Krea­ti­vi­tät** Mit­ar­bei­ter, die sich gehört füh­len, sind eher bereit, krea­ti­ve Ideen und inno­va­ti­ve Lösun­gen bei­zu­tra­gen. • **Ideen wert­schät­zen**: Zei­gen Sie Aner­ken­nung für die Bei­trä­ge Ihrer Mit­ar­bei­ter, unab­hän­gig davon, ob sie sofort umsetz­bar sind. Dies ermu­tigt zu wei­te­rem Enga­ge­ment und Inno­va­ti­ons­be­reit­schaft. • **Siche­re Umge­bung schaf­fen**: Sor­gen Sie dafür, dass Mit­ar­bei­ter kei­ne Angst haben, Feh­ler zu machen oder kri­ti­sches Feed­back zu geben. Eine offe­ne Feh­ler­kul­tur för­dert das Ler­nen und Wachs­tum. ## **Aktives Zuhören in der Praxis: Tipps für Führungskräfte** **1. Voll­stän­di­ge Auf­merk­sam­keit schen­ken** Es ist wich­tig, dem Gesprächs­part­ner zu zei­gen, dass Sie prä­sent sind. • **Ablen­kun­gen eli­mi­nie­ren**: Schal­ten Sie Ihr Tele­fon aus, schlie­ßen Sie den Lap­top und ver­mei­den Sie es, wäh­rend des Gesprächs ande­re Auf­ga­ben zu erle­di­gen. Dies zeigt Respekt und Fokus. • **Offe­ne Kör­per­spra­che**: Nut­zen Sie Blick­kon­takt, nicken Sie zustim­mend und hal­ten Sie eine offe­ne Hal­tung, um Ihr Inter­es­se zu signa­li­sie­ren. Ver­mei­den Sie ver­schränk­te Arme oder abge­wand­te Kör­per­hal­tung. **2. Nicht unter­bre­chen** Unter­bre­chun­gen kön­nen den Gesprächs­fluss stö­ren und den Spre­cher ent­mu­ti­gen. • **Geduld üben**: Las­sen Sie den Mit­ar­bei­ter sei­ne Gedan­ken voll­stän­dig aus­drü­cken, bevor Sie ant­wor­ten. Selbst wenn Sie mei­nen, die Ant­wort bereits zu ken­nen, war­ten Sie ab. • **Akti­ves Zuhö­ren signa­li­sie­ren**: Ver­wen­den Sie klei­ne ver­ba­le Bestä­ti­gun­gen wie “Ich ver­ste­he” oder “Ja”, um zu zei­gen, dass Sie fol­gen, ohne den Spre­cher zu unter­bre­chen. **3. Offe­ne und ein­fühl­sa­me Fra­gen stel­len** Offe­ne Fra­gen för­dern den Dia­log und zei­gen, dass Sie an einem tie­fe­ren Ver­ständ­nis inter­es­siert sind. • **Bei­spiel für offe­ne Fra­gen**: “Was sind Ihre Gedan­ken zu die­sem Pro­jekt?” statt “Mögen Sie die­ses Pro­jekt?” Offe­ne Fra­gen ermög­li­chen aus­führ­li­che­re Ant­wor­ten und tie­fe­re Ein­bli­cke. • **Ver­tie­fen­de Fra­gen stel­len**: “Kön­nen Sie mir mehr dar­über erzäh­len?” oder “Wie haben Sie sich in die­ser Situa­ti­on gefühlt?” Dies zeigt ech­tes Inter­es­se und ermu­tigt den Mit­ar­bei­ter, mehr zu tei­len. **4. Gefüh­le und Bot­schaf­ten reflek­tie­ren** Das Para­phra­sie­ren des Gesag­ten hilft, Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den und zeigt, dass Sie wirk­lich zuhö­ren. • **Zusam­men­fas­sen**: “Wenn ich Sie rich­tig ver­ste­he, sind Sie der Mei­nung, dass…” Dies gibt dem Mit­ar­bei­ter die Mög­lich­keit, zu bestä­ti­gen oder zu kor­ri­gie­ren. • **Emo­tio­nen anspre­chen**: “Es klingt, als ob Sie sich wegen der Dead­line gestresst füh­len.” Dies zeigt Empa­thie und kann dazu bei­tra­gen, emo­tio­na­le Bar­rie­ren abzu­bau­en. **5. Urteils­frei blei­ben** Ein wert­frei­er Raum ermu­tigt Mit­ar­bei­ter, offen und ehr­lich zu sein. • **Kei­ne vor­ei­li­gen Schlüs­se zie­hen**: Hören Sie zu, ohne sofort zu bewer­ten oder zu kri­ti­sie­ren. Las­sen Sie den Mit­ar­bei­ter aus­re­den, bevor Sie Ihre Mei­nung äußern. • **Akzep­tanz zei­gen**: Respek­tie­ren Sie die Mei­nung des Gegen­übers, auch wenn Sie ande­rer Mei­nung sind. Dies för­dert eine Kul­tur des Respekts und der Viel­falt. ## **Die Rolle des aktiven Zuhörens im Coaching und Business Coaching** Im **Coa­ching** ist akti­ves Zuhö­ren ein zen­tra­les Ele­ment, das es Füh­rungs­kräf­ten ermög­licht, ihr vol­les Poten­zi­al aus­zu­schöp­fen. ### **Selbstreflexion fördern** • **Spie­geln von Gedan­ken und Gefüh­len**: Durch akti­ves Zuhö­ren hel­fe ich Füh­rungs­kräf­ten, ihre eige­nen Denk­wei­sen und Emo­tio­nen bes­ser zu ver­ste­hen. Dies kann zu per­sön­li­chen Ein­sich­ten und Wachs­tum füh­ren. • **Ent­de­ckung von blin­den Fle­cken**: Oft sind wir uns unse­rer eige­nen Ver­hal­tens­mus­ter nicht bewusst; akti­ves Zuhö­ren kann dabei hel­fen, die­se zu iden­ti­fi­zie­ren und zu adres­sie­ren. ### **Kommunikationsfähigkeiten verbessern** • **Feed­back ein­ho­len**: Durch akti­ves Zuhö­ren ver­ste­hen Füh­rungs­kräf­te bes­ser, wie ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on auf ande­re wirkt. Dies ermög­licht geziel­te Ver­bes­se­run­gen. • **Anpas­sung des Füh­rungs­stils**: Erkennt­nis­se aus dem Coa­ching kön­nen genutzt wer­den, um den eige­nen Füh­rungs­stil zu opti­mie­ren und effek­ti­ver zu gestal­ten. ### **Konfliktlösungskompetenzen entwickeln** • **Ver­ste­hen von Team­dy­na­mi­ken**: Akti­ves Zuhö­ren ermög­licht es, die Bezie­hun­gen inner­halb des Teams bes­ser zu ver­ste­hen und mög­li­che Span­nun­gen früh­zei­tig zu erken­nen. • **Stra­te­gien erar­bei­ten**: Gemein­sam mit dem Coach kön­nen Lösun­gen ent­wi­ckelt wer­den, die auf einem tie­fen Ver­ständ­nis der Situa­ti­on basie­ren und nach­hal­tig wir­ken. ## **Aktives Zuhören als Werkzeug zur Konfliktlösung** Kon­flik­te am Arbeits­platz kön­nen die Pro­duk­ti­vi­tät beein­träch­ti­gen und das Arbeits­kli­ma ver­schlech­tern. Akti­ves Zuhö­ren bie­tet einen effek­ti­ven Ansatz, um Kon­flik­te zu bewäl­ti­gen. **1. Ver­ständ­nis der Kon­flik­t­ur­sa­chen** • **Tie­fe­re Ebe­nen erkun­den**: Oft lie­gen die Ursa­chen von Kon­flik­ten unter der Ober­flä­che. Durch akti­ves Zuhö­ren kön­nen Sie die­se erken­nen, sei es per­sön­li­che Dif­fe­ren­zen, Miss­ver­ständ­nis­se oder unter­schied­li­che Erwar­tun­gen. • **Anlie­gen ernst neh­men**: Zei­gen Sie, dass Sie die Beden­ken aller Par­tei­en ver­ste­hen und respek­tie­ren. Dies schafft eine Grund­la­ge für eine kon­struk­ti­ve Lösung. **2. För­de­rung eines offe­nen Dia­logs** • **Siche­rer Raum**: Schaf­fen Sie eine Umge­bung, in der Mit­ar­bei­ter offen über Pro­ble­me spre­chen kön­nen, ohne Angst vor Repres­sa­li­en zu haben. Dies för­dert Ehr­lich­keit und Trans­pa­renz. • **Mode­ra­ti­on des Gesprächs**: Len­ken Sie das Gespräch, um kon­struk­tiv zu blei­ben und Lösun­gen zu fin­den, anstatt Schuld­zu­wei­sun­gen zu machen. **3. Ent­wick­lung gemein­sa­mer Lösun­gen** • **Kol­la­bo­ra­ti­ver Ansatz**: Arbei­ten Sie gemein­sam mit den Betei­lig­ten an einer Lösung, die für alle akzep­ta­bel ist. Dies erhöht die Bereit­schaft zur Umset­zung und för­dert das Enga­ge­ment. • **Ver­pflich­tung zur Umset­zung**: Stel­len Sie sicher, dass alle Par­tei­en sich zur ver­ein­bar­ten Lösung beken­nen und kon­kre­te Schrit­te zur Umset­zung pla­nen. ## **Die Auswirkungen von Kommunikationsfehlern und wie aktives Zuhören entgegenwirkt** Kom­mu­ni­ka­ti­ons­feh­ler kön­nen erheb­li­che nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf eine Orga­ni­sa­ti­on haben. ### **Missverständnisse reduzieren** • **Kla­re Bot­schaf­ten**: Durch akti­ves Zuhö­ren stel­len Sie sicher, dass Infor­ma­tio­nen kor­rekt ver­stan­den wer­den. Para­phra­sie­ren und Nach­fra­gen hel­fen, Unklar­hei­ten zu besei­ti­gen. • **Rück­fra­gen ermu­ti­gen**: For­dern Sie Mit­ar­bei­ter auf, Fra­gen zu stel­len, um Miss­ver­ständ­nis­se zu ver­mei­den. Dies för­dert eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur. ### **Engagement und Motivation steigern** • **Wert­schät­zung zei­gen**: Wenn Mit­ar­bei­ter sich gehört füh­len, steigt ihre Moti­va­ti­on und ihr Enga­ge­ment. Sie füh­len sich als wich­ti­ger Teil des Teams. • **Feed­back nut­zen**: Nut­zen Sie das erhal­te­ne Feed­back, um Arbeits­pro­zes­se zu ver­bes­sern und zei­gen Sie, dass die Mei­nun­gen der Mit­ar­bei­ter zu rea­len Ver­än­de­run­gen füh­ren. ### **Konflikte vorbeugen** • **Früh­zei­ti­ges Erken­nen**: Durch regel­mä­ßi­ges akti­ves Zuhö­ren kön­nen poten­zi­el­le Kon­flik­te früh­zei­tig erkannt wer­den, bevor sie eska­lie­ren. • **Pro­ak­ti­ve Maß­nah­men ergrei­fen**: Han­deln Sie, bevor klei­ne Pro­ble­me zu gro­ßen Kon­flik­ten wer­den, indem Sie offe­ne Gesprä­che för­dern und Lösun­gen ent­wi­ckeln. ## **Integration des aktiven Zuhörens in den Führungsalltag** **1. Regel­mä­ßi­ge Feed­back-Gesprä­che** • **Struk­tu­rier­te Kom­mu­ni­ka­ti­on**: Pla­nen Sie regel­mä­ßi­ge Ein­zel­ge­sprä­che mit Ihren Mit­ar­bei­tern ein, um ihre Fort­schrit­te und Anlie­gen zu bespre­chen. • **Offe­ne Fra­gen stel­len**: Nut­zen Sie die­se Zeit, um mehr über die Bedürf­nis­se und Anlie­gen Ihrer Mit­ar­bei­ter zu erfah­ren. Fra­gen wie “Wie kann ich Sie bes­ser unter­stüt­zen?” sind hilf­reich. **2. Offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kul­tur för­dern** • **Trans­pa­renz**: Tei­len Sie Infor­ma­tio­nen offen mit Ihrem Team, soweit es mög­lich ist. Dies schafft Ver­trau­en und ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis. • **Anlauf­stel­len bie­ten**: Schaf­fen Sie Mög­lich­kei­ten für infor­mel­le Gesprä­che, wie z.B. offe­ne Sprech­stun­den oder Team-Events, um den Aus­tausch zu för­dern. **3. Eige­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten wei­ter­ent­wi­ckeln** • **Wei­ter­bil­dung**: Neh­men Sie an Work­shops oder Semi­na­ren zum The­ma Kom­mu­ni­ka­ti­on und akti­ves Zuhö­ren teil, um Ihre Fähig­kei­ten zu erwei­tern. • **Selbst­re­fle­xi­on**: Reflek­tie­ren Sie regel­mä­ßig Ihr eige­nes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­ver­hal­ten und holen Sie Feed­back von Kol­le­gen und Mit­ar­bei­tern ein, um kon­ti­nu­ier­lich zu ler­nen und zu wach­sen. ## **Die Verbindung von aktiver Zuhörkompetenz und Führungskompetenz** Akti­ves Zuhö­ren ist nicht nur eine Tech­nik, son­dern eine wesent­li­che Füh­rungs­kom­pe­tenz. ### **Bessere Entscheidungen treffen** • **Umfas­sen­de Infor­ma­tio­nen**: Durch akti­ves Zuhö­ren erhal­ten Sie ein voll­stän­di­ge­res Bild der Situa­ti­on, was zu fun­dier­te­ren Ent­schei­dun­gen führt. • **Ein­be­zie­hung ver­schie­de­ner Per­spek­ti­ven**: Berück­sich­ti­gen Sie die Mei­nun­gen und Ideen Ihres Teams, um Lösun­gen zu fin­den, die von allen getra­gen wer­den. ### **Mitarbeiter effektiv führen** • **Indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se erken­nen**: Jeder Mit­ar­bei­ter ist ein­zig­ar­tig; durch akti­ves Zuhö­ren kön­nen Sie bes­ser auf indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se ein­ge­hen und unter­stüt­zen. • **Ver­trau­en auf­bau­en**: Eine offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on stärkt die Bezie­hung zwi­schen Füh­rungs­kraft und Mit­ar­bei­ter, was zu höhe­rer Zufrie­den­heit und Leis­tung führt. ### **Veränderungen erfolgreich managen** • **Akzep­tanz för­dern**: Mit­ar­bei­ter sind eher bereit, Ver­än­de­run­gen zu akzep­tie­ren, wenn sie sich ein­ge­bun­den und gehört füh­len. • **Feed­back ein­ho­len**: Nut­zen Sie akti­ves Zuhö­ren, um zu ver­ste­hen, wie Ver­än­de­run­gen wahr­ge­nom­men wer­den, und pas­sen Sie Ihre Stra­te­gie ent­spre­chend an. ## **Fazit: Aktives Zuhören als Schlüssel zum Führungserfolg** Das **akti­ve Zuhö­ren nach Carl Rogers** ist ein mäch­ti­ges Werk­zeug, das Füh­rungs­kräf­ten hilft, effek­ti­ver zu kom­mu­ni­zie­ren, Kon­flik­te zu lösen und ein posi­ti­ves Arbeits­um­feld zu schaf­fen. Indem Sie Ihren Mit­ar­bei­tern zuhö­ren, zei­gen Sie nicht nur Respekt und Wert­schät­zung, son­dern för­dern auch deren Enga­ge­ment und Moti­va­ti­on. Dies führt zu einer höhe­ren Pro­duk­ti­vi­tät und trägt maß­geb­lich zum Erfolg der Orga­ni­sa­ti­on bei. **Sind Sie bereit, Ihre Füh­rungs­kom­pe­ten­zen auf das nächs­te Level zu heben?** Ich bie­te [**Coa­ching und Busi­ness Coa­ching** spe­zi­ell für Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/geschaeftskunden/ "Geschäftskunden") an, die ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­kei­ten ver­bes­sern möch­ten. **[Kon­tak­tie­ren Sie mich](#kontakt)** noch heu­te, um mehr dar­über zu erfah­ren, wie akti­ves Zuhö­ren Ihr Füh­rungs­ver­hal­ten posi­tiv beein­flus­sen kann. **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Konflikte im Team: Wie Business Coaching bei der Konfliktlösung hilft](https://bobach-coaching.de/konflikte-im-team-wie-business-coaching-bei-der-konfliktloesung-hilft/) **Published:** November 4, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Kon­flik­te inner­halb eines Teams sind unver­meid­bar, beson­ders in einem dyna­mi­schen und leis­tungs­ori­en­tier­ten Arbeits­um­feld. Unter­schied­li­che Per­sön­lich­kei­ten, Zie­le und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sti­le tref­fen auf­ein­an­der und kön­nen schnell zu Span­nun­gen füh­ren, die nicht nur die Effi­zi­enz, son­dern auch die Zufrie­den­heit der Team­mit­glie­der beein­träch­ti­gen. Busi­ness Coa­ching bie­tet hier wert­vol­le Unter­stüt­zung, um Kon­flik­te nicht nur zu ent­schär­fen, son­dern auch lang­fris­tig zu einem har­mo­ni­schen und pro­duk­ti­ven Mit­ein­an­der bei­zu­tra­gen. ## **Warum Konflikte im Team unvermeidbar sind** In jedem Team, ob klein oder groß, pral­len ver­schie­de­ne Erwar­tun­gen, Per­sön­lich­kei­ten und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­sti­le auf­ein­an­der. Kon­flik­te ent­ste­hen häu­fig aus: • **Unter­schied­li­chen Arbeits­wei­sen**: Mit­ar­bei­ter haben indi­vi­du­el­le Her­an­ge­hens­wei­sen an Auf­ga­ben und Zeit­ma­nage­ment, was zu Unstim­mig­kei­ten füh­ren kann. • **Miss­ver­ständ­nis­sen**: Unkla­re Kom­mu­ni­ka­ti­on oder Annah­men füh­ren schnell zu fal­schen Inter­pre­ta­tio­nen und Rei­bun­gen. • **Rol­len­kon­flik­ten**: Wenn Zustän­dig­kei­ten unklar sind, kann es zu Über­schnei­dun­gen oder Kon­kur­renz­ver­hal­ten kom­men. • **Wer­te­kon­flik­ten**: Dif­fe­ren­zen in den Wert­vor­stel­lun­gen – etwa zwi­schen tra­di­tio­nell und inno­va­tiv ori­en­tier­ten Team­mit­glie­dern – sor­gen eben­falls für Span­nun­gen. Kon­flik­te sind nicht zwangs­läu­fig nega­tiv. Rich­tig adres­siert, kön­nen sie sogar zu einer Chan­ce für Wachs­tum und Team­ent­wick­lung wer­den. **Hier setzt Busi­ness Coa­ching an, um Kon­flik­te pro­duk­tiv zu lösen und die Team­dy­na­mik nach­hal­tig zu ver­bes­sern.** ## **Die Rolle des Business Coachings bei der Konfliktlösung** Busi­ness Coa­ching bie­tet einen struk­tu­rier­ten und pro­fes­sio­nel­len Rah­men zur Lösung von Kon­flik­ten und för­dert die Zusam­men­ar­beit im Team. Ein Coach ist nicht nur ein neu­tra­ler Ver­mitt­ler, son­dern bringt geziel­te Metho­den und Werk­zeu­ge mit, die auf die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und die Dyna­mik des Teams abge­stimmt sind. **1. För­de­rung der Kom­mu­ni­ka­ti­on** Oft­mals sind Kon­flik­te im Team das Resul­tat schlech­ter oder unkla­rer Kom­mu­ni­ka­ti­on. Ein Busi­ness Coach kann hel­fen, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­bar­rie­ren zu erken­nen und abzu­bau­en. Mit­hil­fe spe­zi­fi­scher Metho­den wie **Feed­back-Tech­ni­ken**, **akti­ve Zuhö­ren** und **gewalt­freie Kom­mu­ni­ka­ti­on** ler­nen die Team­mit­glie­der, ihre Gedan­ken und Anlie­gen klar und respekt­voll aus­zu­drü­cken. Durch ein geziel­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­coa­ching wird die Team­in­ter­ak­ti­on trans­pa­ren­ter und Miss­ver­ständ­nis­se kön­nen ver­mie­den wer­den. **2. Stär­kung der Kon­flikt­lö­sungs­fä­hig­kei­ten** Ein Coach unter­stützt das Team dabei, Lösun­gen für Kon­flik­te eigen­stän­dig zu ent­wi­ckeln und nach­hal­tig umzu­set­zen. Häu­fig wird in Coa­chings mit Metho­den wie der **Media­ti­on** gear­bei­tet, die Team­mit­glie­der befä­higt, Mei­nungs­ver­schie­den­hei­ten kon­struk­tiv aus­zu­tra­gen. Dabei legt der Coach den Fokus auf eine lösungs­ori­en­tier­te Her­an­ge­hens­wei­se, sodass Kon­flik­te in Zukunft selbst­stän­dig gelöst wer­den kön­nen. **3. Erken­nen und Nut­zen indi­vi­du­el­ler Stär­ken** Jeder im Team bringt indi­vi­du­el­le Stär­ken und Schwä­chen mit. Busi­ness Coa­ching för­dert die Selbst­re­fle­xi­on und hilft den Mit­glie­dern, sich ihrer eige­nen Stär­ken bewusst zu wer­den und die­se gezielt in das Team ein­zu­brin­gen. Ein bes­se­res Ver­ständ­nis für die eige­nen Fähig­kei­ten und die der ande­ren stärkt das **Wir-Gefühl** und redu­ziert das Kon­flikt­po­ten­zi­al. **4. Team­ent­wick­lung und gemein­sa­me Ziel­de­fi­ni­ti­on** Ein Coach unter­stützt das Team dabei, gemein­sa­me Zie­le zu defi­nie­ren und die Zusam­men­ar­beit zu stär­ken. Durch kla­re Ziel­set­zun­gen und das gemein­sa­me Ent­wi­ckeln einer Team­vi­si­on ent­steht ein gemein­sa­mes Ver­ständ­nis und ein ein­heit­li­cher Fokus. Dies ver­min­dert das Risi­ko, dass Ein­zel­per­so­nen eige­ne Zie­le über das Gesamt­ziel des Teams stel­len, und redu­ziert somit poten­zi­el­le Kon­flik­te. **5. Schaf­fung eines offe­nen und ver­trau­ens­vol­len Umfelds** Ein erfolg­rei­cher Coach schafft einen Raum, in dem jedes Team­mit­glied die Frei­heit hat, sich offen und ohne Angst vor nega­ti­ven Kon­se­quen­zen zu äußern. Durch den Auf­bau eines sol­chen Ver­trau­ens­ver­hält­nis­ses wird es ein­fa­cher, Kon­flik­te früh­zei­tig zu erken­nen und zu the­ma­ti­sie­ren, bevor sie eska­lie­ren. Ein sol­ches Umfeld för­dert die Ehr­lich­keit und hilft dem Team, in einem gesun­den Mit­ein­an­der zu wach­sen. **6. Team-Work­shops zur Kon­flikt­lö­sung und Team­ent­wick­lung** **Team-Work­shops** sind ein bewähr­tes Werk­zeug im Busi­ness Coa­ching, um Kon­flik­te gezielt anzu­ge­hen und die Team­ent­wick­lung vor­an­zu­trei­ben. Ein Coach kann durch spe­zi­ell auf das Team abge­stimm­te Work­shops die Grup­pen­pro­zes­se sicht­bar machen und gezielt an bestehen­den Span­nun­gen arbei­ten. Hier­bei gibt es ver­schie­de­ne Ansät­ze: • **The­men-Work­shops für offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on**: In die­sen Work­shops wer­den gezielt kom­mu­ni­ka­ti­ve Hür­den bespro­chen und abge­baut. Ziel ist es, eine gemein­sa­me Spra­che zu fin­den und den Team­mit­glie­dern Metho­den für die kon­struk­ti­ve Kom­mu­ni­ka­ti­on an die Hand zu geben. • **Work­shops zur Ver­trau­ens­bil­dung**: Ver­trau­en bil­det die Grund­la­ge für eine effek­ti­ve Zusam­men­ar­beit. In spe­zi­ell dar­auf aus­ge­rich­te­ten Work­shops kön­nen Team­mit­glie­der in Übun­gen und Dis­kus­sio­nen Ver­trau­en auf­bau­en und bestehen­de Span­nun­gen auf­lö­sen. • **Kon­flikt-Work­shops zur gemein­sa­men Lösungs­fin­dung**: In Kon­flikt-Work­shops arbei­ten die Team­mit­glie­der unter Anlei­tung eines Coa­ches an kon­kre­ten Kon­flik­ten. Die­se Work­shops ermög­li­chen es, dass alle Betei­lig­ten ihre Sicht­wei­se ein­brin­gen und die Ursa­chen des Kon­flikts ver­ste­hen. Durch eine lösungs­ori­en­tier­te Her­an­ge­hens­wei­se kön­nen nach­hal­ti­ge Kon­flikt­lö­sun­gen ent­wi­ckelt wer­den. • **Work­shops zur Rol­len­klä­rung und Ver­ant­wor­tung**: Miss­ver­ständ­nis­se und Kon­flik­te ent­ste­hen häu­fig, wenn Zustän­dig­kei­ten und Rol­len unklar sind. Hier unter­stützt der Coach das Team durch geziel­te Übun­gen, die Ver­ant­wort­lich­kei­ten zu klä­ren und das gegen­sei­ti­ge Ver­ständ­nis zu stär­ken. Durch regel­mä­ßi­ge Work­shops kann das Team nicht nur an aktu­el­len Kon­flik­ten arbei­ten, son­dern sich auch lang­fris­tig auf gemein­sa­me Zie­le und Wer­te aus­rich­ten. Die dabei erlern­ten Werk­zeu­ge und Fähig­kei­ten wer­den in den Arbeits­all­tag inte­griert, sodass das Team lang­fris­tig resi­li­en­ter gegen­über Kon­flik­ten wird. ## **Praktische Techniken des Business Coachings für Konfliktmanagement** Kon­flik­te erfor­dern oft spe­zi­fi­sche Metho­den, um nach­hal­tig gelöst zu wer­den. Hier sind eini­ge Tech­ni­ken, die häu­fig im Busi­ness Coa­ching zur Kon­flikt­lö­sung im Team ein­ge­setzt wer­den: **1. Kon­flikt­ge­spräch nach dem Har­vard-Kon­zept** • Das **Har­vard-Kon­zept** fokus­siert sich dar­auf, Inter­es­sen anstel­le von Posi­tio­nen in den Vor­der­grund zu stel­len. In einem Kon­flikt­ge­spräch nach die­sem Modell unter­stützt der Coach das Team dabei, indi­vi­du­el­le Inter­es­sen und Bedürf­nis­se offen­zu­le­gen und auf die­ser Basis eine gemein­sa­me Lösung zu ent­wi­ckeln. So las­sen sich star­re Fron­ten auf­bre­chen und kon­struk­ti­ve Lösungs­an­sät­ze fin­den. **2. Team­buil­ding-Übun­gen** • Durch geziel­te **Team­buil­ding-Übun­gen** wird der Zusam­men­halt gestärkt und das Ver­trau­en inner­halb des Teams geför­dert. Ein Coach setzt oft auf Rol­len­spie­le oder Simu­la­tio­nen, in denen Kon­flikt­si­tua­tio­nen nach­ge­stellt und kon­struk­ti­ve Lösun­gen aus­pro­biert wer­den kön­nen. **3. Per­sön­lich­keits­ana­ly­se** • Eine Per­sön­lich­keits­ana­ly­se, bei­spiels­wei­se durch Tools wie **MBTI** oder **DISG**, kann auf­zei­gen, wel­che Per­sön­lich­keits­sti­le im Team ver­tre­ten sind. Durch das Ver­ständ­nis der ver­schie­de­nen Per­sön­lich­keits­merk­ma­le ler­nen die Team­mit­glie­der, bes­ser auf die Eigen­hei­ten der ande­ren ein­zu­ge­hen, was die Kon­flikt­prä­ven­ti­on erheb­lich erleich­tert. **4. Refle­xi­ons- und Feed­back-Run­den** • Regel­mä­ßi­ge Refle­xi­ons- und Feed­back-Run­den sind ein bewähr­tes Mit­tel, um kon­ti­nu­ier­lich die Zusam­men­ar­beit und Kom­mu­ni­ka­ti­on im Team zu ver­bes­sern. Der Coach mode­riert die­se Run­den und ach­tet dar­auf, dass Feed­back kon­struk­tiv und wert­schät­zend gege­ben wird. Die­se regel­mä­ßi­gen Tref­fen schaf­fen Raum für offe­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on und die recht­zei­ti­ge Klä­rung von Miss­ver­ständ­nis­sen. ## **Die langfristigen Vorteile von Business Coaching bei der Konfliktlösung im Team** Busi­ness Coa­ching bie­tet dem Team nicht nur kurz­fris­ti­ge Unter­stüt­zung in aku­ten Kon­flikt­si­tua­tio­nen, son­dern bringt lang­fris­ti­ge Vor­tei­le, die weit über die eigent­li­che Kon­flikt­lö­sung hin­aus­ge­hen. Zu den zen­tra­len Vor­tei­len gehö­ren: • **Ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­on**: Die Team­mit­glie­der ler­nen, wie sie effi­zi­ent und respekt­voll mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren kön­nen. • **Erhöh­te Resi­li­enz**: Das Team wird befä­higt, Her­aus­for­de­run­gen und Kon­flik­te pro­ak­tiv zu bewäl­ti­gen und als Chan­cen zu nut­zen. • **Höhe­re Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit**: Ein har­mo­ni­sches Arbeits­um­feld erhöht das Wohl­be­fin­den und die Moti­va­ti­on der Team­mit­glie­der. • **Pro­duk­ti­ve­re Zusam­men­ar­beit**: Klar defi­nier­te Zie­le und ein Ver­ständ­nis für die Stär­ken jedes Team­mit­glieds füh­ren zu einer effi­zi­en­te­ren und pro­duk­ti­ve­ren Zusam­men­ar­beit. ## **Fazit: Konflikte als Chance für Wachstum** Kon­flik­te gehö­ren zum Arbeits­all­tag und soll­ten nicht als Stör­fak­tor, son­dern als Ent­wick­lungs­chan­ce betrach­tet wer­den. **Busi­ness Coa­ching** ist ein effek­ti­ves Instru­ment, um Teams dabei zu unter­stüt­zen, Kon­flik­te kon­struk­tiv zu lösen und eine posi­ti­ve Team­dy­na­mik zu ent­wi­ckeln. Ein pro­fes­sio­nel­ler Coach bringt nicht nur die not­wen­di­gen Tech­ni­ken mit, son­dern schafft auch den siche­ren Raum, in dem Ver­trau­en und Ehr­lich­keit gelebt wer­den kön­nen. So wird der Weg frei für ein har­mo­ni­sches und leis­tungs­star­kes Team, das in der Lage ist, gemein­sam jede Her­aus­for­de­rung zu meis­tern. Titel: Foto von [Olga Gurya­no­va](https://unsplash.com/de/@designer4u?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) auf [Uns­plash](https://unsplash.com/de/fotos/manner-spielen-fussball-ft7vJxwl2RY?utm_content=creditCopyText&utm_medium=referral&utm_source=unsplash) **Kategorien:** Business Coaching, Coaching --- ### [Video: MeisterTask Agenda Beispiele](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-agenda-beispiele/) **Published:** Juli 28, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, MeisterTask Agenda, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [MeisterTask Agenda Beispiele](https://bobach-coaching.de/meistertask-agenda-beispiele/) **Published:** Juli 28, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Meis­ter­Task Agen­da lässt den Anwen­dern vie­le Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten, sich ein zusätz­li­ches, per­sön­li­ches Kan­ban Board anzu­le­gen. In die­sem Video zei­ge ich zusätz­li­che Bei­spie­le, wie man die Agen­da gestal­ten kann: - nach Prio­ri­tät - nach Mit­ar­bei­tern - nach Wochen­ta­gen Ich hof­fe, bei den Anre­gun­gen ist auch für euch etwas dabei, ich freue mich auf euer Feed­back! Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem Dis­count Code / Pro­mo­code “bjoern” sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infos zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo Björn Bob­ach hier und wie in mei­nem letz­ten Video zu Meis­ter­Task ange­kün­digt, ein neu­es Video mit ein paar Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten für die Meis­ter­Task Agen­da. Als ers­tes noch ein­mal das, was ich im letz­ten Video schon* *gezeigt habe, eine Agen­da nach Prio­ri­tä­ten.* *Ich habe also drei Spal­ten Prio 1, Prio 2, Prio 3, in der ich die Auf­ga­ben nach Prio­ri­tät sor­tie­ren kann, sowohl mei­ne als auch Auf­ga­ben, die ande­ren oder nie­man­dem zuge­wie­sen sind. Das ist eine sehr häu­fi­ge Var**ian­te der Meis­ter­Task Agenda.Das benut­zen sehr vie­le, weil sie so ein­fach ihre Auf­ga­ben schön nach Prio­ri­tät sor­tiert auf einen Blick sehen kön­nen.* *Eine wei­te­re Mög­lich­keit der Agen­da ist nach Kol­le­gen bzw. Mit­ar­bei­tern wie in die­sem Bei­spiel. Ich habe h**ier drei fik­ti­ve Kol­le­gen, die Maria, die Ame­lie und den Jan­nes und die haben in mei­ner Agen­da eige­ne Spal­ten. Und so kann ich mir alle Auf­ga­ben, die Maria, Ame­lie oder Jan­nes ver­fol­gen müs­sen und die ich auch im Blick haben möch­te, in die Agen­da zie­hen u**nd sehe auf einen Blick, was ich bei wel­chem Mit­ar­bei­ter ver­fol­gen möch­te.* *Zusätz­lich gibt es hier noch eine eige­ne Spal­te für die Auf­ga­ben, die ich sel­ber in mei­ner Agen­da für mich lie­gen haben möch­te. Und das Schö­ne ist dadurch, dass die Agen­da so fle­xi**bel ist, kann man das z.B. auch mit den Prio­ri­tä­ten kom­bi­nie­ren. Ich könn­te jetzt hier z.B. eine neue Spal­te hin­zu­fü­gen. Ich nen­ne die Prio 1 wie im letz­ten Bei­spiel. Dann ver­schie­be ich die an den Anfang. Ich gebe ihr viel­leicht noch eine pas­sen­de­re Far­be* *und jetzt habe ich hier eine Prio 1 Spal­te, wo ich eige­ne Auf­ga­ben, die Prio­ri­tät 1 haben, hin­ein­zie­hen kann. Zum Bei­spiel die­se hier und die­se hier. Und auch das kann ich natür­lich ergän­zen mit Prio 2, Prio 3. Wenn ich so arbei­ten möch­te, soll ich das* *irgend­wann nicht mehr brau­chen, kann ich natür­lich hier auch die­se Spal­te ein­fach löschen. Kei­ne Sor­ge, genau wie in einem Pro­jekt Board von Meis­ter Task bedeu­tet das nicht, dass die­se Auf­ga­ben gelöscht wer­den. Wer­de ich auch noch­mal hin gewie­sen, dass der* *PIN ent­fernt wird.* *Die Auf­ga­ben wer­den nicht gelöscht. Jetzt ist die Spal­ter ein­fach weg. Die Auf­ga­ben sind natür­lich im Ori­gi­nal Pro­jekt­board noch vor­han­den und auch wenn sie mir zuge­wie­se­ne sind, sehe ich die hier wie­der. Kann* *man also fle­xi­bel so hand­ha­ben, wie man möch­te, wenn man jetzt auch eine kurz­zei­ti­ge Spal­te braucht, sagen wir mal für die Coro­na Kri­se, die wir ja jetzt alle durch­lebt haben oder lei­der immer noch durch­le­ben, könn­te man jetzt auch für bestimm­te Auf­ga­ben,* *die das betref­fen, eine eige­ne Spal­te machen, kann das auch mischen, so wie man möch­te.* *Schließ­lich gibt es noch eine drit­te Form der Agen­da, die ich euch zei­gen möch­te und das ist die Agen­da nach Wochen­ta­gen, die ihr jetzt gera­de seht. Ich per­sön­lich a**rbei­te mit die­ser Form der Agen­da und in die­ser Form gibt es für jeden Wochen­tag eine eige­ne Spal­te. Mon­tag bis Frei­tag und zusätz­lich noch ganz links bei mir eine “war­ten” Spal­te. Damit arbei­te ich wie folgt. Icch habe in den Spal­ten für jeden Tag die Auf**gaben lie­gen, die ich mir für die­sen Tag der Woche vor­ge­nom­men habe und damit arbei­te ich dann im Lau­fe des Tages ganz nor­mal. Also z.B. neh­me ich immer die­ser Auf­ga­be. Sagen wir, ich hät­te die jetzt bear­bei­tet, ich wür­de die abschlie­ßen und wenn ich sie a**bge­schlos­sen habe, kann ich sie auch aus mei­ner Agen­da ent­fer­nen, weil die brau­che ich dann nicht mehr. Wie gesagt, die bleibt dann ja im Ori­gi­nal Pro­jekt noch bestehen, ist aber abge­schlos­sen. Nur ich sehe sie halt hier in der Agen­da nicht mehr. Am Ende e**ines Tages oder im Lau­fe des Tages gibt es dann auch Auf­ga­ben, wo ich sehe, das wer­de ich heu­te nicht schaf­fen oder das wer­de ich heu­te nicht abge­schlos­sen haben. Und dann gibt es zwei mög­li­che Wege die­ser Auf­ga­be. Das eine ist, dass ich die für die lau­fen**de Woche wie­der ein­pla­ne ooder ich zie­he sie in die “war­ten” Spal­te, wenn ich sie in der lau­fen­den Woche sehr wahr­schein­lich nicht mehr bear­bei­ten kann oder muss. Am Ende des Tages soll­te die Spal­te aber leer sein. Am nächs­ten Tag geht das Spiel dann von v**orne los. Ich bear­bei­te Auf­ga­ben even­tu­ell schließ ich sie ab ent­fer­ne sie aus der Agen­da oder ich zie­he sie z.B. in einen ande­ren Tag. Sag das schaf­fe ich heu­te nicht, das schaf­fe ich mor­gen. Und jetzt kommt etwas Span­nen­des. Even­tu­ell schaf­fe ich das auc**h nächs­te Woche Mon­tag. Das heißt, ich wür­de jetzt auch anfan­gen, die Mon­tags Spal­te der kom­men­den Woche dann ja wie­der zu fül­len. Das sagen wir mal, schaf­fe ich jetzt heu­te wie­der nicht, aber da weiß ich noch nicht, ob ich es im Lau­fe der Woche schaf­fe se**hr wahr­schein­lich nicht das lan­det in der “war­ten” Spal­te. So geht das die gan­ze Woche.* *Und am Ende der Woche habe ich dann eigent­lich wie­der eine neue Pla­nung für das, was in der nächs­ten Woche kommt. Jetzt kann ich das dann opti­mie­ren. Da gucke ich meis**tens Frei­tag sowie­so noch­mal drü­ber und schaue dann, was es da jetzt wirk­lich noch sinn­voll, so wie ich mir das gedacht habe. Und ich habe auch immer die­se “war­ten” Spal­te im Blick und kann dann am Ende der Woche auch sagen sind das jetzt Auf­ga­ben, die ich* *in der kom­men­den Woche bear­bei­ten will?* *z.B. kann ich sagen die­se Auf­ga­be neh­me ich mir dann für den Mon­tag vor, das neh­me ich mir für den Diens­tag vor und das hier auch. Das ist mei­ne per­sön­li­che Arbeits­wei­se mit der Agen­da. Ich fah­re damit wirk­lich seh**r, sehr gut. Ihr könnt das ja mal aus­pro­bie­ren. Es muss ja nicht sein, dass das für euch auch so klappt. Aber viel­leicht ist das für euch eine gute Anre­gung, wie ihr euch eure Woche struk­tu­rie­ren könnt. Ich ver­lie­re dadurch nichts mehr aus* *den Augen, habe* *immer alles vor der Nase und im Blick und weiß, was in der Woche noch kommt bzw. sehe auch, wie ich Auf­ga­ben umpla­nen kann.* *Ich freue mich, wenn ihr das aus­pro­biert und wenn ihr mir schreibt, wenn ihr es aus­pro­biert habt und wie das für euch funk­tio­niert* *hat oder wenn ihr dann noch Fra­gen zu habt wiie immer eine E‑Mail an bjoern@bjoernbobach.de Ich freue mich auch wie immer über Likes und über eure Kom­men­ta­re unter die­sem Video. Ich ver­su­che die ja auch zu beant­wor­ten, wenn ich irgend­wie kann.* *Und ich sage* *bis zum nächs­ten Video und freue mich über eure Bei­trä­ge. Bis bald.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, MeisterTask Agenda, Produktivität, Tutorial --- ### [KANBAN: Allzweckwaffe der digitalen Projektplanungs-Tools](https://bobach-coaching.de/kanban-die-allzweckwaffe-der-digitalen-projektplanung-tools/) **Published:** August 13, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wer sich im Reich der digi­ta­len Pro­jekt­pla­ner wie [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821), Asa­na, Trel­lo oder Micro­soft Plan­ner umschaut, wird immer wie­der über den Begriff Kan­ban stol­pern. Nahe­zu jedes der popu­lä­ren Tools unter­stützt die­ses Prin­zip zumin­dest, man­che (Meis­ter­Task, Trel­lo) set­zen sogar kom­plett auf die­se visu­el­le Dar­stel­lung und logi­sche Ord­nung nach Spal­ten und Kar­ten. Aber war­um ist Kan­ban so popu­lär gewor­den und gera­de im digi­ta­len Zeit­al­ter nicht mehr weg­zu­den­ken? Die­ser Arti­kel erklärt die Geschich­te und unge­heu­re Kraft die Kan­ban so all­ge­gen­wär­tig macht. ## Der Begriff Kanban Kan­ban ent­stammt der japa­ni­schen Spra­che und bedeu­tet wört­lich *Kar­te*, *Tafel* oder *Beleg*. Der Begriff beschreibt also das Prin­zip der *Auf­ga­ben­kar­te* die wir in allen Kan­ban Tools fin­den. Ende der 1940er ent­wi­ckelt Toyo­ta das Toyo­ta Pro­duc­tion Sys­tem, das TPS als ers­tes Just-In-Time Pro­duc­tion Sys­tem. Spä­ter wur­de dar­aus das berühm­te und äus­serst erfolg­rei­che Lean Pro­duc­tion Sys­tem an dem sich vie­le Fir­men immer wie­der ori­en­tie­ren. Im Lean Pro­duc­tion Sys­tem erfolgt eine Redu­zie­rung der Arbeits­schrit­te auf die abso­lut wenigs­ten, essen­zi­el­len Schrit­te. So erfolgt eine Stei­ge­rung der Pro­duk­ti­vi­tät ohne Qua­li­täts­ver­lust – eine wirk­li­che Erfolgs­sto­ry. ## Kanban im Alltag Auch wenn Kan­ban aus der Idee eines Welt­kon­zerns gebo­ren wur­de, hat sich das Sys­tem auch auf viel klei­ne­ren Ebe­nen im All­tag ver­brei­tet, das fol­gen­de Bild hat sehr wahr­schein­lich fast jeder schon ein­mal gese­hen: ![Das ursprüngliche einfache Kanban Board](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/Kanban-1024x726.png "Kanban | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Das ursprüng­li­che Kan­ban Board Mann kennt sol­che Tabel­len aus Wohn­ge­mein­schaf­ten, aus Ver­ei­nen oder auch zur Orga­ni­sa­ti­on der all­täg­li­chen Auf­ga­ben in Fami­li­en. Dabei han­delt es sich im Grun­de um das ein­fachs­te aller Kan­ban Boards: Durch Kar­ten (Zet­tel) dar­ge­stell­te Auf­ga­ben und Spal­ten, die den Sta­tus der jewei­li­gen Auf­ga­ben dar­stel­len (Zu erle­di­gen (To Do), in Arbeit (Doing), erle­digt (Done)). In dem simp­len Bild steckt aber noch viel mehr. Fal­len ihnen die ver­schie­de­nen Far­ben der Zet­tel auf? Auch die­se kön­nen eine Bedeu­tung haben. Die Far­ben kön­nen etwa fol­gen­de Aspek­te einer Auf­ga­be reprä­sen­tie­ren: - Auf­ga­ben­in­ha­ber - Prio­ri­tät der Auf­ga­be - Ort der Auf­ga­be - Art der Auf­ga­be - Und vie­les mehr … Der enor­me Vor­teil sol­cher Kan­ban Boards ist, dass man in der Regel auf den ers­ten Blick erken­nen kann wie der aktu­el­le Stand ist: so reicht ein ein­zel­ner Blick auf das klei­ne Bei­spiel­bild zu sehen, das nur eine Auf­ga­be in Arbeit ist. Wenn wir anneh­men, dass die Far­ben Per­so­nen reprä­sen­tie­ren, sehen wir auch, dass nur eine Per­son eine Auf­ga­be erle­digt hat – und das ohne ein Wort zu lesen. ## Spalten und Karten Die *Spal­ten* eines Kan­ban Boards haben ursprüng­lich den Sta­tus einer Auf­ga­be reprä­sen­tiert, aber auch hier sind der Fan­ta­sie kei­ne Gren­zen gesetzt. Man kann die Struk­tur eines Kan­ban Boards belie­big anpas­sen, so ist es zum Bei­spiel auch mög­lich diver­se ande­re Optio­nen für die Spal­ten zu wäh­len: - Kun­den - Per­so­nen - Pro­duk­te - Zeit­räu­me - Berei­che - Teams - Und vie­les mehr … Die Struk­tur eines Kan­ban Boards kann also stets dem Zweck ange­passt wer­den. Hier­zu ist es not­wen­dig, die eige­nen Pro­zes­se und Arbeits­wei­sen bei der Erstel­lung genau zu durch­leuch­ten, um anschlie­ßend ein Kan­ban Board zu haben, das sei­nen Zweck auch wirk­lich erfüllt. Daher lege ich zum Bei­spiel in [mei­nen Work­shops](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask") einen gro­ßen Fokus auf die Ana­ly­se der aktu­el­len Zusam­men­ar­beit, Opti­mie­rungs­mög­lich­kei­ten und der anschlie­ßen­den gemein­sa­men Erstel­lung der opti­ma­len Kan­ban Pro­jek­te. ## Kanban in digitalen Tools Einen beacht­li­chen Popu­la­ri­täts­schub hat Kan­ban durch die digi­ta­le Revo­lu­ti­on der letz­ten Jahr­zehn­te bekom­men. Dies liegt vor allem dar­an, das es durch die digi­ta­le Dar­stel­lung erst mög­lich wur­de, Kan­ban auch hoch­fle­xi­bel umzu­set­zen. Wenn frü­her ein Kan­ban Board neu struk­tu­riert oder ergänzt wer­den soll­te, war dies äus­serst auf­wen­dig – man muss­te in der Regel Altes im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes weg­wi­schen und kom­plett neu anfan­gen. Am Bild­schirm ist das nun deut­lich ein­fa­cher und macht Kan­ban auch zu einem wirk­lich *agi­len* Werk­zeug. Wird eine Spal­te benö­tigt kann sie ein­fach hin­zu­ge­fügt wer­den – auch nur vor­über­ge­hend. So kann man schnell auf aktu­el­le Pro­zess­än­de­run­gen reagie­ren und sei­ne Kan­ban­pro­jek­te immer wei­ter opti­mie­ren. ## Kanban und seine Einsatzzwecke Kan­ban wäre nicht so popu­lär in Tools wie [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821), Trel­lo und Co gewor­den, wenn es nur um Pro­duk­ti­on oder rei­ne Auf­ga­ben­ver­tei­lung gin­ge. Allein durch die mäch­ti­gen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­funk­tio­nen zum Bei­spiel inner­halb von Meis­ter­Task erge­ben sich noch ganz ande­re Mög­lich­kei­ten: - Bespre­chungs­boards - Schwar­zes Brett - Kom­mu­ni­ka­ti­ons­platt­form - Wis­sens­spei­cher - Selbst­ma­nage­ment - Ein­bin­dung exter­ner Dienst­leis­ter - Ent­wick­lungs­boards - Und vie­les mehr … Ich habe bei mei­nen Kun­den auch schon sehr über­ra­schen­de Ein­satz­zwe­cke wie unter ande­rem *die Ver­wal­tung eines Cam­ping­plat­zes* gese­hen – der Fan­ta­sie sind also nahe­zu kei­ne Gren­zen gesetzt. ## Fazit Kan­ban ist dank digi­ta­ler Tools wie [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821) zur wah­ren All­zweck­waf­fe gewor­den. Durch hohe Fle­xi­bi­li­tät beim Board­de­sign und immer mehr Funk­ti­ons­er­wei­te­run­gen wird uns die­ses Prin­zip noch sehr lan­ge beglei­ten und immer neue Nut­zungs­be­rei­che erschlie­ßen. Wir dür­fen gespannt sein! **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität, Team **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, Produktivität, Team --- ### [Video: MeisterTask - mit externen Gästen arbeiten](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-mit-externen-gaesten-arbeiten/) **Published:** August 20, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, MeisterTask Agenda, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [MeisterTask: mit externen Gästen arbeiten](https://bobach-coaching.de/meistertask-mit-externen-gaesten-arbeiten/) **Published:** August 20, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­Task Busi­ness User kön­nen sich über eine neue Funk­ti­on freu­en. Exter­ne Pro­jekt­mit­glie­der kön­nen nun auch als „Gast“ hin­zu­ge­fügt wer­den und sehen dann nicht mehr das gesam­te Pro­jekt, son­dern nun noch die Ihnen zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben oder sol­che, bei denen sie Beob­ach­ter sind. In die­sem Video zei­ge ich euch, wie es funk­tio­niert. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem **Dis­count Code / Pro­mo­code “bjoern”** sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo Björn Bob­ach hier und herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Video zu Meis­ter­Task. Es gibt eine span­nen­de neue Funk­ti­on bei Meis­ter­Task und zwar die des Gast­be­nut­zers. Man konn­te ja schon immer exter­ne Nut­zer zu sei­nen Meis­ter­Task Pro­jek­ten hin­zu­fü­gen und konn­te ihnen in der Busi­ness-Vari­an­te, für die auch das hier not­wen­dig ist, ver­schie­de­ne Rol­len zuwei­sen, also z. B. Kom­men­ta­to­ren, die nur kom­men­tie­ren durf­ten oder Lese-Nut­zer, die ein Pro­jekt nur lesen konn­ten. Der Haken dar­an: Sie konn­ten immer das gesam­te Pro­jekt sehen und das ist auch daten­schutz­tech­nisch manch­mal gar nicht mög­lich gewe­sen, weil man viel­leicht sen­si­ble Daten auch in sei­nem Pro­jekt hat, wie jetzt z. B. hier in die­sem Bei­spiel Board für einen Fach­be­trieb, auch Auf­trags­wer­te.* *Die möch­te man viel­leicht exter­nen Nut­zern auch gar nicht alle zei­gen. Und mit der Gast­rol­le ist da nun etwas hin­zu­ge­kom­men, wo ein Nut­zer, den man extern ein­lädt, nur die Auf­ga­ben sieht, die man ihm zuweist oder für die er Beob­ach­ter gewor­den ist. Wie das funk­tio­niert, zei­ge ich euch in die­sem Video. Wie gesagt, es ist not­wen­dig, hier­für einen Busi­ness Account zu haben. Es gibt einen klei­nen Dis­count Code, der heißt “BJOERN”. Da kriegt ihr das Gan­ze für die ers­te Zah­lung ein biss­chen güns­ti­ger.* *Das blen­de ich unten auch noch­mal ein. Aber wie gesagt nur ab dem Busi­ness Level. Aber dafür echt eine super span­nen­de Funk­ti­on und sehr, sehr prak­tisch. Wie funk­tio­niert es nun? Also man muss erst einen Benut­zer hin­zu­fü­gen. Ihr seht, ich habe jetzt hier zwei Brow­ser­fens­ter. Ein­mal mein Bei­spiel Board mit mei­nem Bei­spiel Account hier. Und dann habe ich hier rechts ein Dash­board von einem fik­ti­ven Mit­ar­bei­ter in einem ande­ren Brow­ser, dass der Felix Fleis­sigst. Und ich hät­te den nun ger­ne als Gast in die­sem Pro­jekt.* *Also füge ich ihn erst­mals Benut­zer hin­zu. Geht auf ver­schie­de­ne Wege. Mein Lieb­lings Weg ist hier die­ses blaue Plus in der Fil­ter Leis­te und da lade ich ihn jetzt ein­fach über sei­ne nor­ma­le E‑Mail-Adres­se ein und wäh­le hier oben statt Mit­glied Gast aus. Fer­tig. Jetzt ist er dem Pro­jekt auch hin­zu­ge­fügt wor­den. Sieht man hier. Bei Felix sieht man aber gar nichts, ist da irgend­et­was schief­ge­lau­fen? Nein, ist es nicht. Weil er hat ja kei­nen Zugriff auf das Pro­jekt.* *Der Felix kriegt davon erst etwas mit in dem Moment, indem ich ihm ein eine Auf­ga­be zuwei­sen. Also z.B. die­se hier. Ich wäh­le ihn jetzt ein­fach mal aus und sag, das ist sei­ne Auf­ga­be. Und da seht ja nahe­zu in Echt­zeit erscheint hier eine Benach­rich­ti­gung, dass ihm eine Auf­ga­be zuge­wie­sen wur­de und die Auf­ga­be erscheint auch in sei­ner Auf­ga­ben­lis­te. Der Felix kann die­se Auf­ga­be jetzt ganz nor­mal bear­bei­ten. Das heißt, er kann die­se hier ankli­cken. Er sieht sie genau­so wie ich.* *Er kann Check­lis­ten-Punk­te abha­ken. Seht ihr, das ist ja immer fast sofort auch auf der Gegen­sei­te sicht­bar. Er kann Anhän­ge öff­nen und hin­zu­fü­gen. Er kann auch kom­men­tie­ren. Er kann Tags z.B. hin­zu­fü­gen. Das ist alles mög­lich. Es gibt ein paar Ein­schrän­kun­gen. Ihr seht, die­se Auf­ga­be hat kei­nen Beob­ach­ter. Wenn ich jetzt hier in dem Kom­men­tar z.B. eine Erwäh­nung machen möch­te, sage @, sieht man, dass der Felix mich nicht sieht, obwohl ich Teil die­ses Pro­jek­tes bin.* *Wenn er kein Gast wäre, wür­de ich jetzt hier unten in die­ser Lis­te auch auf­tau­chen. In dem Moment, wo ich sel­ber zum Beob­ach­ter in die­ser Auf­ga­be wer­de, hat der Felix auch die Mög­lich­keit, mich zu erwäh­nen? Das heißt, ein Gast sieht in einer Auf­ga­be auch immer nur die Teil­neh­mer eines Pro­jek­tes, die an der ihm zuge­wie­se­nen Auf­ga­be betei­ligt sind. Das heißt, er hat kei­nen Zugriff auf die gesam­te Team-Mit­glie­der Lis­te in so einem Pro­jekt, son­dern immer nur wirk­lich auf das, was in der Auf­ga­be, für die er zustän­dig ist, mög­lich ist.* *Man kann einen Gast auch zum Beob­ach­ter machen. Das zei­ge ich euch an einer ande­ren Auf­ga­be. Neh­men wir die­se hier. Und jetzt sage ich In die­ser Auf­ga­be ist der Felix Beob­ach­ter. Hier rechts pas­siert wie­der gar nichts, weil allei­ne Beob­ach­ter sein bedeu­tet ja noch nichts. Wenn ich jetzt aber z.B. hier einen Kom­men­tar schrei­be. Bit­te schnell erle­di­gen, zum Bei­spiel. Dau­ert es wie­der nur ein paar Momen­te und hier rechts kommt eine Benach­rich­ti­gung, dass ich einen in einen Kom­men­tar geschrie­ben habe in einer Auf­ga­be.* *Wenn ich das jetzt ankli­cke, dann kann ich das auch alles lesen. Wie­der genau. Ich sehe die Auf­ga­be ganz genau­so wie ein nor­ma­les Pro­jekt Mit­glied. Ich kann hier auch mit­ar­bei­ten, aber sie erscheint halt nicht in mei­ner Auf­ga­ben­lis­te. Der Felix könn­te sich jetzt natür­lich in sei­ne Agen­da legen und wenn er die Benach­rich­ti­gun­gen schon weg­ge­klickt hat, kann er ja die Benach­rich­ti­gung, die er schon gele­sen hat, hier über die­se Funk­ti­on wie­der anzei­gen las­sen. Da ist sie wie­der. Also auch hier könn­te er in die­ser Auf­ga­be wie­der rein­kom­men.* *Und sobald er als Beob­ach­ter ent­fernt wur­de, hat er auch kei­nen Zugriff mehr dar­auf. Hier steht jetzt, wenn er ent­fernt wird, ver­liert er den Zugriff auf die­se Auf­ga­be. Ich ent­fer­ne ihn ein­fach mal. Jetzt hier ist auch die­se Benach­rich­ti­gung weg, die er bekom­men hat dazu. Das heißt, er kann da jetzt nicht mehr drauf zugrei­fen. Was pas­siert nun, wenn man einen Gast aus einem Pro­jekt ent­fernt? Ich mache das jetzt mal über das I und die Pro­jekt Ein­stel­lung.* *Da seht ihr den Felix als Gast. Und wenn ich jetzt hier auf das X kli­cke, um ihn zu ent­fer­nen. Dann ist Meis­ter Tast sehr intel­li­gent. Es sagt näm­lich Wäh­len Sie eine der fol­gen­den Optio­nen die Zuwei­sung von Auf­ga­ben, die er, die ihm gehö­ren zu ent­fer­nen und die­se neu zuzu­wei­sen, dh. Ich kann jetzt sagen, ent­we­der die Auf­ga­ben, die ihm zuge­wie­sen sind bis zu die­sem Moment, sol­len nicht zuge­wie­sen sein, oder zum Bei­spiel mir, weil ich hier Mit­glied die­ses Pro­jek­tes bin.* *Da wür­den aber, wenn jetzt mehr hier drin wer­den, auch noch mehr ste­hen. Sage ent­fer­nen und neu zuwei­sen. Er ver­schwin­det hier. Die Auf­ga­be ist ver­schwun­den und das die Auf­ga­be, die er jetzt noch hat­te oder die Auf­ga­ben, wenn es mehr gewe­sen wären, wären mir zuge­wie­sen wor­den. Das ist eine ganz span­nen­de Geschich­te für exter­ne Nut­zer, weil in mei­nen Work­shops höre ich immer wie­der: aber dann sehen die alles und das konn­te man bis jetzt nicht ent­kräf­ten. Über die Gast Funk­ti­on in Busi­ness Accounts ist das mög­lich.* *Das kann man natür­lich auch noch ein biss­chen ele­gan­ter gestal­ten. Also z.B. könn­te ich hier oben eine eige­ne Spal­te machen für exter­ne Benut­zer. Also ich kann zum Bei­spiel Exter­ne, damit ich eine Über­sicht habe, wel­che Auf­ga­ben mit exter­nen Gäs­ten geteilt wer­den. Oder ich kann das Gan­ze noch ele­gan­ter machen, indem ich z.B. die­se Spal­te in Felix umbe­nen­nen. Und dann wür­de ich eine Auto­ma­ti­on hin­zu­fü­gen. Dazu muss ich ihn erst noch­mal kurz zum Gast machen. Es geht ja ganz fix. So machen wir noch­mal zum Gast.* *Wie gesagt hier pas­siert ja jetzt erst ein­mal wie­der gar nichts. Und jetzt füge ich hier ein­fach eine Auto­ma­ti­on hin­zu. Und sage Auto­ma­ti­on hin­zu­fü­gen zuwei­sen Alles, was in die­ser Spal­te lan­det, geht auto­ma­tisch an mei­nen Gast Felix Fleis­sigst. Und wenn ich jetzt z.B. die­se Auf­ga­be hier rüber zie­he, wird ihm die­se Auf­ga­be zuge­wie­sen und er hat sie hier auf der rech­ten Sei­te auch sofort in sei­ner eige­nen Auf­ga­ben­lis­te und hier oben ist auch eine Benach­rich­ti­gung dazu erschie­nen. Also ich den­ke, das ist gera­de für Fir­men, die viel mit Exter­nen arbei­ten, eine lang ersehn­te Funk­ti­on.* *Ich den­ke da z.B. an Wer­be­agen­tu­ren, die mit exter­nen Gra­fi­kern oder Tex­tern arbei­ten. Ich den­ke an Hand­werks­be­trie­be, die exter­ne Zuar­bei­ter haben. Ganz span­nend sind natür­lich auch Bau­fir­men, die vie­le Zuar­bei­ter haben, also vie­le exter­ne Dienst­leis­ter, Mau­rer, Maler, die sich sel­ber schon über Meis­ter Task orga­ni­sie­ren, denen es nicht recht ist, wenn das gan­ze Pro­jekt von allen ein­seh­bar ist. Wie gesagt, der Busi­ness Account ist not­wen­dig. Ihr kriegt einen klei­nen Dis­count, wenn ihr mei­nen Code benutzt.* *Der heißt “BJOERN”. Den blen­de ich unten auch noch­mal ein. Und wenn ihr Fra­gen dazu habt, könnt ihr mir jeder­zeit an bjoern@bjoernbobach.de schrei­ben. Ich freue mich auch über Kom­men­ta­re zu die­sem Video und ich sage bis zum nächs­ten Mal! Ciao!* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, MeisterTask Agenda, Produktivität, Tutorial --- ### [Video: MeisterTask und E-Mail - Outlook Add-In, Spark und alle anderen Clients!](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-und-e-mail-outlook-add-in-spark-und-alle-anderen-clients/) **Published:** Oktober 25, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** E-Mail, Inbox Zero, Kanban, MeisterTask, Outlook, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [MeisterTask und E-Mail: Outlook Add-In, Spark und alle anderen Clients!](https://bobach-coaching.de/meistertask-mit-outlook-und-email/) **Published:** Oktober 25, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video zei­ge ich die drei gän­gi­gen Metho­den, um sei­nen Post­ein­gang mit [Meis­ter­Task](https://bobach-coaching.de/meistertask/) zu ver­knüp­fen. Allen vor­an das rund­um erneu­er­te Out­look-Add-in mit dem es end­lich mög­lich ist, E‑Mails direkt als Kom­men­tar zu bestehen­den Auf­ga­ben hin­zu­zu­fü­gen. Außer­dem zei­ge ich die Spark Inte­gra­ti­on für macOS und iPhone/iPad und wie ihr E‑Mails aus jedem belie­bi­gen E‑Mail-Pro­gramm an Meis­ter­Task wei­ter­lei­ten könnt. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem **Dis­count Code / Pro­mo­code “BJOERN”** sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infos zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo Björn Bob­ach hier und herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Meis­ter­Task Video. Heu­te möch­te ich euch zei­gen, wie man Meis­ter Task mit sei­nem E‑Mail Ein­gang am bes­ten nutzt und ver­knüpft. Und da gibt es im Prin­zip drei Wege Einen Weg kann jeder gehen, egal wel­chen E‑Mail Cli­ent er benutzt. Dann gibt es einen spe­zi­el­len Weg für Nut­zer von Spark, dass es eine E‑Mail App auf dem Mac und auf dem iPho­ne und iPad. Und da ist auch eine Win­dows Ver­si­on in Arbeit.* *Das wer­de ich euch zei­gen. Und zu guter Letzt aber beson­ders wich­tig Out­look. Auch da gibt es ein Plug­in für Meis­ter­Task und das hat jetzt auch eine neue Funk­ti­on bekom­men, die auf die mit den ers­ten bei­den Wegen nicht mög­lich ist. Aber zuerst zei­ge ich euch das, was ihr alle machen könnt. Ich habe hier ein Bei­spiel Board und in dem Bei­spiel dort habe ich ein paar Spal­ten. Und das beson­de­re bei Meis­ter­Task ist, dass jede Spal­te in jedem Pro­jekt Board eine eige­ne E‑Mail-Adres­se bekommt.* *Das pas­siert ganz auto­ma­tisch. Und die­se E‑Mail-Adres­sen kann man sich anzei­gen las­sen, indem man in einer Spal­te auf die­sen klei­nen Pfeil nach unten klickt. Und dann auf Auto­ma­ti­on. Und hier steht Sie kön­nen Auf­ga­ben per E‑Mail in die­se Spal­te ein­fü­gen und da sieht man, dass es eine sehr lan­ge, sehr kom­pli­zier­te E‑Mail-Adres­se. Die muss man sich jetzt nicht immer mer­ken. Man kann sich einen Kon­takt damit anle­gen, wo man den Namen so wählt, dass man genau weiß, wel­che Spal­te in wel­chem Wort die­ser E‑Mail-Adres­se zuge­ord­net ist.* *In dem Fall wer­de ich die jetzt ein­fach ein­mal mit einem Rechts­klick kopie­ren. Und jetzt habe ich also die ein­deu­ti­ge E‑Mail-Adres­se die­ser Spal­te in mei­ner Zwi­schen­ab­la­ge. Das bedeu­tet, wenn ich jetzt in mein E‑Mail-Pro­gramm gehe ich gehe hier ein­mal ins Werk. Dann habe ich hier eine E‑Mail, die ich jetzt als Auf­ga­be in die­ses Board wei­ter­lei­ten kann und das funk­tio­niert wie eine nor­ma­le E‑Mail Wei­ter­lei­tung, das heißt, ich kli­cke hier auf Wei­ter­lei­ten und gebe als Emp­fän­ger ganz ein­fach. Die E‑Mail-Adres­se ein, die ich gera­de eben kopiert habe und jetzt sage ich sen­den.* *Die ist jetzt gesen­det und jetzt kann es ein paar Momen­te dau­ern, bis in Meis­ter­Task etwas pas­siert, weil erst mal muss das über die E‑Mail Ser­ver lau­fen und dann gibt es auf den meis­ten Ser­vern auch noch eine Sicher­heits­prü­fun­gen, Viren und sol­che Sachen. Und dann dau­ert es ein paar Momen­te und die­se Auf­ga­be erscheint hier in der Ein­gangs Spal­te. Ja, jetzt hat es ein paar Minu­ten gedau­ert, aber aus mei­ner E‑Mail ist eine Auf­ga­be gewor­den. Hier kön­nen wir sie sehen und da sieht man jetzt schon so ein biss­chen die Nach­tei­le die­ser Metho­dik, weil hier oben der Auf­ga­ben Titel.* *Das war der Betreff der E‑Mail und hier steht ein Vor­wort, weil ich die E‑Mail wei­ter­ge­lei­tet habe. Das könn­te ich aller­dings natür­lich edi­tie­ren, wäh­rend ich das tue. Wenn ich mir die Auf­ga­be genau­er anschaue, sieht man hier oben alles, was im E‑Mail Text stand, inklu­si­ve mei­ner Signa­tur ist in die Auf­ga­ben Noti­zen ver­frach­tet wor­den. Ja, das ist nicht ganz so ele­gant. Es ist nicht ganz opti­mal. Hier gibt es einen Anhang, das ist mein Logo. Das stammt auch aus der Signa­tur.* *Vor­teil davon ist natür­lich, wenn ich eine E‑Mail mit Anhän­gen bekom­me, auch von einem Kun­den oder so und die so wei­ter­lei­te habe ich die Anhän­ger auch gleich in der Auf­ga­be drin. Das kann ich jetzt alles auf Auf­ar­bei­ten auf­räu­men. Ich kann jetzt hier auch die Noti­zen natür­lich wie immer bear­bei­ten und alles was ich nicht brau­che, also zum Bei­spiel mei­ne Signa­tur ein­fach da raus löschen ist aber ein biss­chen müh­se­lig. Die­se Metho­de gibt es auch schon sehr lan­ge, ist aber nicht mehr ganz zeit­ge­mäß, weil mitt­ler­wei­le gibt es halt Plug­ins und davon zei­ge ich euch jetzt als ers­tes das für Spark.* *Dazu gehe ich ein­mal zurück in mein Mail Kli­ent. Und bei Spark ist es so, dass ich die Plug­ins in der Regel im Kon­text­me­nü ver­ste­cken oder hier oben auch über die drei Punk­te. Und wenn ich jetzt hier drauf­kli­cke, sieht hier, dass mir Meis­ter­Task vor­ge­schla­gen wird, weil ich den Dienst schon hin­zu­ge­fügt habe. Wenn ich das noch nicht ver­knüpft habe, kann ich das Über Plus Dienst hin­zu­fü­gen, aber auch noch eben erle­di­gen. Wenn ich jetzt auf Meis­ter­Task kli­cke.* *Erscheint ein Dia­log, wo mir vor­ge­schla­gen wird, eine neue Auf­ga­be zu erstel­len. Hier kann ich den Titel der Auf­ga­be ändern und hier den Text der Auf­ga­be. Und da sieht man schon, das ist viel ele­gan­ter, aber hier wird nicht mei­ne Signa­tur hin­zu­ge­fügt. Natür­lich nicht, weil ich schi­cke ja kei­ne E‑Mail. Hier steht nur der Text der E‑Mail sel­ber. Und hier unten kann ich jetzt aus­wäh­len, in wel­chem Pro­jekt und in wel­che Spal­te ich das Gan­ze als Auf­ga­be haben möch­te.* *Dann neh­me ich ein­mal wie­der das Bei­spiel Board, neh­men aber eine Spal­te dane­ben, damit wir das sehen. Also das jetzt die Arbeit spal­te und ich sage ein­fach spei­chern. Und jetzt kom­mu­ni­ziert das Plug­in direkt mit Meis­ter Task. Und wenn ich zu Meis­ter Task zurück wech­sel, ist die Auf­ga­be sofort da. Das ist also sozu­sa­gen Instant Ten­nis. Das ist ohne War­te­zeit und auch viel ele­gan­ter, weil hier sieht man sofort, dass der Auf­ga­ben Titel rich­tig ist und dass hier wirk­lich nur der Text ist, den ich per E‑Mail erhal­ten habe.* *Und zu guter Letzt schließ­lich die Meis­ter­Task­In­te­gra­ti­on mit Out­look. Ich bin hier in Out­look für den Mac. Das sieht ein biss­chen anders aus, als ihr es viel­leicht kennt. Das liegt dar­an, dass hier neu­es Out­look akti­viert ist, dass das neue Inter­face, das Micro­soft irgend­wann auch für alle ande­ren aus­rol­len wird. Und da muss man jetzt die­sen Schal­ter umle­gen, damit man das nutzt. Aber die Funk­tio­na­li­tät ist die glei­che. Und es gibt ein Meis­ter­Task Add-In für Out­look.* *Ihr seht hier schon, dass Meis­ter­Task in der Menü­leis­te und wenn ihr das noch nicht habt, könnt ihr hier über die drei Punk­te und dann auf Add-Ins erhal­ten kli­cken. Da könnt ihr ein­fach nach Meis­ter­Task suchen und das gleich akti­vie­ren. Das ist in der Win­dows Out­look Ver­si­on so ähn­lich. Da gibt es einen But­ton auf dem direkt Add-Ins erhal­ten steht. Unter Win­dows funk­tio­niert das dann ana­log dazu. Was kann die­ses Add-In? Das kann etwas, was das Plug­in in Spark noch nicht kann.* *Und das zei­ge ich euch jetzt, wenn ich hier jetzt auf Meis­ter­Task kli­cke. Dann steht hier zur Auf­ga­be hin­zu­fü­gen Das heißt, ich kann hier nicht nur aus einer E‑Mail eine neue Auf­ga­be erstel­len, so wie ich das in Spark eben gemacht habe, son­dern ich kann end­lich E‑Mails auch zu einer bestehen­den Auf­ga­be hin­zu­fü­gen. Und wenn ich mal zurück in Meis­ter­Task gehe, seht ihr hier ein wei­te­res Bei­spiel Board von mir. Und da gibt es eine Auf­ga­be, die heißt Landing­pa­ges und ich möch­te jetzt die­se E‑Mail zu die­ser Auf­ga­be hin­zu­fü­gen.* *Also sage ich hier zur Auf­ga­be hin­zu­fü­gen und dann muss ich als ers­tes die Auf­ga­be aus­wäh­len. Die kann ich durch alle mei­ne Auf­ga­ben hin­durch suchen. Also sage ich hier Landing­pa­ges. Und da wird es mir auch schon ange­zeigt. Ich wäh­le sie aus. Und jetzt steht hier Kom­men­tar hin­zu­fü­gen und dar­un­ter E‑Mail Text als Kom­men­tar hin­zu­fü­gen. Wenn ich hier drauf­kli­cke wird ein­fach mein E‑Mail Text, also das Lorem Ipsum Bei­spiel, das ich hier drin habe, in die­sem Kom­men­tar hin­zu­ge­fügt. Hier ist alles genau­so drin, ohne Signa­tur, ohne irgend­was, was ich nicht will.* *Und jetzt kann ich hier noch etwas dazu­schrei­ben. “Neue Mail vom Kun­den:”. Und hier wer­den auch noch Anhän­ge gezeigt, wenn Datei­en dabei gewe­sen wären, wür­den die hier auf­ge­führt wer­den und die E‑Mail wird auch als Email Datei kom­plett mit ange­hängt. Das kann ich über die­ses klei­ne X auch löschen. Auch ande­re Datei­an­hän­ge, könn­te ich hier ent­fer­nen. Das kann ich also so gestal­ten wie ich will. Ich las­se das jetzt aber ein­fach ein­mal so, wie es ist.* *Das bedeu­tet, dass ich durch einen Dop­pel­klick dar­auf direkt die Ori­gi­nal Email mit allen Hea­der Daten öff­nen kann. Aber das brau­chen eigent­lich nicht vie­le. Wenn ich jetzt auf zur Auf­ga­be hin­zu­fü­gen kli­cke, dau­ert ein Moment­chen. Der grü­ne Haken kommt und jetzt steht hier auch, dass die­ser E‑Mail schon zu die­ser Auf­ga­be hin­zu­ge­fügt wur­de. Ich kann dir auch noch zu einer wei­te­ren Auf­ga­be hin­zu­fü­gen, also nicht nur zu einer. Das ist sehr prak­tisch, weil man nicht mehr betrifft. Eine E‑Mail, ja auch meh­re­re Auf­ga­ben und dann möch­te man die auch alle ver­linkt haben.* *Wenn ich jetzt zurück in mein Meis­ter­Task gehe, sieht man schon, dass bei der Auf­ga­be Landing­pa­ges ein Kom­men­tar jetzt ist. Da kli­cken wir mal drauf. Und da sieht man zum einen die E‑Mail Datei, die ich eben qua­si mit der Auf­ga­be, mit die­ser, mit der E‑Mail, mit die­ser Auf­ga­be ver­linkt habe. Und hier unten steht ein Kom­men­tar vor ein paar Sekun­den mit genau­em Zeit­stem­pel, auch wenn man mit der Maus drü­ber bleibt. Neue Mail vom Kun­den und der Text, der in der E‑Mail stand.* *Da haben wir, glau­be ich, alle die Meis­ter­Task schon lan­ge nut­zen, sehr lang dar­auf gewar­tet, dass es die­se Mög­lich­keit gibt. Ich hof­fe sehr, dass das Spark Plug­in nach­zieht, das viel­leicht noch ande­re E‑Mail Cli­ents mit ein­be­zo­gen wer­den und dann ist das gan­ze eine run­de Sache. Ja, also drei Mög­lich­kei­ten, wie man E‑Mails mit Meis­ter­Task nut­zen kann. Die Out­look Inte­gra­ti­on ist momen­tan mit Stand die­ses Vide­os heu­te die mäch­tigs­te und die prak­tischs­te. Kann ich euch allen ans Herz legen.* *Das macht das Arbei­ten mit E‑Mail in Kom­bi­na­ti­on mit Meis­ter­Task deut­lich ein­fa­cher. Ich hof­fe es hat euch gefal­len und es wer­den bestimmt mehr Meis­ter­Task Vide­os kom­men. Wenn ihr Fra­gen habt, ger­ne als Kom­men­tar zu die­sem Video oder per E‑Mail an bjoern@bjoernbobach.de oder über mei­ne Web­site bjoernbobach.de. Da gibt es auch Kon­takt­mög­lich­kei­ten. Ich freue mich und sage bis zum nächs­ten Mal “Ciao””!* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** E-Mail, Inbox Zero, Kanban, MeisterTask, Outlook, Produktivität, Tutorial --- ### [Video: Hör nicht auf die Gurus! - Wie man seinen eigenen Weg findet](https://bobach-coaching.de/video-hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) **Published:** März 21, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Videos --- ### [Video: Auftragsabwicklung mit MeisterTask](https://bobach-coaching.de/video-auftragsabwicklung-mit-meistertask/) **Published:** März 28, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Auftragsabwicklung, MeisterLabs, MeisterTask, Produktivität, Projektplanung, Software, Tutorial, Videos --- ### [Video: MeisterTask - Erste Schritte und wichtige Einstellungen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-erste-schritte-und-wichtige-einstellungen/) **Published:** Juli 20, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [Video: Besser kommunizieren - Transaktionsanalyse](https://bobach-coaching.de/video-besser-kommunizieren-transaktionsanalyse/) **Published:** August 11, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** Coaching, Team **Schlagwörter:** Coaching, Videos, Wellbeing --- ### [MeisterTask Projekte verwalten, archivieren, löschen und wiederherstellen](https://bobach-coaching.de/meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) **Published:** September 23, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task ](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask")hat in den letz­ten Jah­ren eine deut­lich auf­ge­wer­te­te Pro­jekt­ver­wal­tung bekom­men. Zusätz­lich zu den Pro­jekt­grup­pen, kann man im Dash­board nun kom­for­ta­bel (und schnell!) nach Pro­jek­ten suchen, das Anzei­gen von archi­vier­ten und gelösch­ten Pro­jek­te ist nun sehr ein­fach (und auch das Wie­der­her­stel­len). Zeit also, sich die­se bes­se­re Meis­ter­Task Funk­tio­na­li­tät in einem neu­en Video anzu­schau­en. Folgt mir auch ger­ne [auf mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Mit mei­nem Meis­ter­Task **Pro­mo­code “BJOERN”** könnt ihr 20% Rabatt auf eure ers­te Zah­lung für Meis­ter­Task Pro oder Busi­ness bekom­men. [Jetzt gleich anmel­den 🙂](https://www.meistertask.com/?r=442821) Bei Fra­gen [kon­tak­tier](#kontakt)t mich ger­ne! Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Hal­lo und herz­lich will­kom­men bei Björn Bob­ach Coa­ching und Con­sul­ting zu einem neu­en Meis­ter­Task Video und in die­sem Video möch­te ich mich nach lan­ger Zeit noch mal damit beschäf­ti­gen, wie man Pro­jek­te auf dem Meis­ter­Task Dash­board ver­wal­tet, wie man sie anlegt, wie man sie ord­net, wie man sie löscht, archi­viert und auch wie man sie dann wie­der her­stellt, wenn man sie aus­ver­se­hen gelöscht oder archi­viert hat. Das hat sich deut­lich ver­än­dert. Das war frü­her ein biss­chen auf­wän­di­ger, da muss­te man tat­säch­lich, glau­be ich, wenn ich mich rich­tig erin­ne­re, auch mal Meis­ter­Task anschrei­ben, wenn man ein gelösch­te Pro­jekt wie­der­her­stel­len woll­te. Das ist jetzt ein biss­chen kom­for­ta­bler. Die Pro­jek­te in Meis­ter­Task leben ja hier links in die­ser Sei­ten­leis­te. Und ihr seht hier schon, dass die­ses die­se Sei­ten­leis­te hier in Pro­jekt­grup­pen sor­tiert ist. Das heißt, ich habe hier ver­schie­de­ne Grup­pen ange­legt Auf­trags­ab­wick­lung, Demo, Eng­lisch und Deutsch Coa­ching. Björn Beob­ach­te mei­ne Web­site. Und so wei­ter. Das sind alles Grup­pen, die ich sel­ber ange­legt habe. War­um kann ich das? Das kann ich, weil ich hier einen Busi­ness Account habe. Das wäre auch schon mit einem Meis­ter­Task Pro Account mög­lich. Mit Basic geht das nicht. Also dafür muss man ein bezahl­tes Meis­ter­Task Level haben. Wenn ihr das aus­pro­bie­ren wollt, kann ich euch auch mei­nen Rabatt Code hier ans Herz legen. Der lau­tet ganz ein­fach “BJOERN” mit OE statt Ö. Und da bekommt ihr auf die ers­te Zah­lung an Meis­ter­Task etwa 20 % Rabatt. Lohnt sich also vor allem, wenn ihr das direkt für ein Jahr macht für euch sehr gut. Zurück zum The­ma Also ich habe hier Pro­jekt­grup­pen und da drin habe ich jetzt hier mei­ne Pro­jek­te ein­sor­tiert. Also jetzt zum Bei­spiel Auf­trags­ab­wick­lung, Demo, Eng­lisch, Demo, Deutsch, die kann ich ein­fach auf­klap­pen, indem ich hier links auf die­sen Pfeil tip­pe. Ich kann die auch in der Rei­hen­fol­ge ver­schie­ben. Das ist eigent­lich ganz sim­pel war dazu muss ich nur drauf­kli­cken gedrückt hal­ten und kann sie dann durch die Gegend zie­hen. Das geht also mit jedem und kann sie so sor­tie­ren, wie ich möch­te. Und wenn ich schon sage Jetzt, wie ich möch­te, bedeu­tet das gleich für euch ganz wich­tig Die­se Sor­tie­rung seht auch nur hier. Die­se Grup­pen sind für nie­man­den ande­ren sicht­bar, außer für euch, dass also eure per­sön­li­che Sor­tie­rung. Wenn ich die auf­klappt, sehe ich dann die Pro­jek­te, die sich in die­sen Grup­pen befin­den? Alles, was ich nicht in eine Pro­jekt­grup­pe sel­ber sor­tie­re, lan­det hier unten in mei­ne Pro­jek­te. Das ist also qua­si dann eine eige­ne Pro­jekt­grup­pe. Und ihr seht das auch. Die könnt ihr näm­lich nicht umbe­nen­nen. Weil wenn ich hier mit der Maus drü­ber gehe, habe ich hier nicht die­se drei Punk­te wie hier bei den ande­ren, wo ich drauf­kli­cken kann und dann sagen kann, die möch­te ich umbe­nen­nen oder löschen. Ja, wie lege ich eine neue Pro­jekt­grup­pe an? Das ist ganz ein­fach. Ich kli­cke ein­fach hier oben auf die­ses Plus. Und sage neue Pro­jekt­grup­pe. Also kein neu­es Pro­jekt, son­dern eine neue Pro­jekt­grup­pe. Und dann möch­te Meis­ter­Task davon noch einen Namen haben, näm­lich neh­men wir mal hier Bei­spiel Grup­pe. Und dann seht ihr die­se neue Grup­pe lan­det ganz oben in mei­ner Pro­jekt­grup­pen Lis­te und die kann ich wie schon gezeigt jetzt auch ganz ein­fach ver­schie­ben, wenn ich möch­te. Wenn ich ein Pro­jekt in die­se neue Grup­pe legen möch­te, kann ich es auch ein­fach durch Kli­cken und Zie­hen da rein­le­gen. Neh­men wir zum Bei­spiel mal hier das Pro­jekt auch ein Demo hier Buch schrei­ben, ich kli­cke uns hier und dann seht ihr schon, wenn ich mit der Maus dar­über gehe, krie­gen die so einen schö­nen, deut­li­chen blau­en Rah­men. Und wenn ich beim Bei­spiel Grup­pe los­las­se, ist es nicht mehr hier unten drin, son­dern es lebt jetzt hier in mei­ner Spiel­grup­pe. Also sehr ein­fach, wenn ich die­se Grup­pe nicht mehr möch­te, kann ich ein­fach auf die drei Punk­te kli­cken, wie eben gezeigt und sagen Löschen und Meis­ter­Task ist so freund­lich und weist mich dar­auf hin, dass die Pro­jek­te in der Grup­pe nicht gelöscht wer­den, son­dern die wer­den an das Ende der Pro­ject Lis­te ver­scho­ben. Das heißt, die­ses Pro­jekt, das da drin war, näm­lich Buch schrei­ben, ist jetzt wie­der unter mei­ne Pro­jek­te abge­legt. Da ist es drin. Die Pro­jekt­grup­pen sind eine tol­le Sache, um sich die Pro­jek­te für sich selbst zu sor­tie­ren. Wie eben erwähnt, das sieht kein ande­rer. Wenn ihr also sehr vie­le Pro­jek­te habt, viel­leicht aus ver­schie­de­nen Abtei­lun­gen oder The­men­be­rei­chen bei euch im Unter­neh­men oder auch pri­vat und beruf­lich tren­nen wollt, könnt ihr das wun­der­bar über Pro­jekt­grup­pen machen. Das ist halt super pri­vat, weil das seht nur ihr und nie­mand sonst. Was kann ich mit die­sen Pro­jek­ten jetzt noch machen, außer dass ich sie öff­nen kann, natür­lich und bear­bei­ten kann? Wenn ich auf die drei Punk­te neben einem Pro­jekt kli­cke, kom­me ich in die Pro­jekt Ein­stel­lun­gen und da habe ich hier noch mal drei Punk­te und ich dar­auf kli­cke, kann ich jetzt ent­schei­den, dass ich das Pro­jekt archi­vie­ren möch­te oder dass ich es direkt löschen möch­te? Was ist der Unter­schied? Archi­vie­ren bedeu­tet, es wird nie gelöscht. Löschen bedeu­tet, es lan­det in einem Papier­korb. Und da wird es nach einer Wei­le gelöscht. Wir gucken uns jetzt bei­des an! Wenn ich es akti­vie­re. Hät­te ich noch mal gefragt, ob ich es wirk­lich archi­vie­ren möch­te. Und jetzt steht ja auch das Pro­jekt Buch schrei­ben wur­de archi­viert. Und wo ist das Archiv? Das ist ganz ein­fach, weil hier oben Neben­pro­jek­te sind ja auch die­se bei Meis­ter­Task immer wich­ti­gen drei Punk­te. Und wenn ich da drauf­kli­cke, seht ihr, dass ich hier zu archi­vier­te Pro­jek­te umschal­ten kann. Und hier sind nun all mei­ne archi­vier­ten Pro­jek­te. Und wenn ich da drauf­kli­cke. Sehe ich das archi­vier­te Pro­jekt hier auch direkt und krie­ge von Meis­ter­Task Ange­bo­ten hier oben das Pro­jekt wie­der her­zu­stel­len. Wenn ich das mache, also wenn ich hier auf die­ses Pro­jekt Wie­der­her­stel­lung kli­cke. Ändert sich sofort der Sta­tus. Und es ist auch nicht mehr in die­ser Lis­te der archi­vier­ten Pro­jek­te. Das muss ich erst wie­der in akti­ve Pro­jek­te umschal­ten. Und dann sieht man, das ist hier unten wie­der unter mei­ne Pro­jek­te das Pro­jekt Buch schrei­ben. Wenn ich also nun ein Pro­jekt löschen möch­te, ist es der glei­che Weg zunächst. Ich kli­cke also wie­der auf die drei Punk­te neben einem Pro­jekt, lan­de dann wie­der in den Pro­jekt Ein­stel­lun­gen, kli­cke wie­der hier oben auf die drei Punk­te und sage aber jetzt hier unten Pro­jekt löschen. Und Meis­ter­Task ist da sehr vor­sich­tig. Also man kann hier nicht aus Ver­se­hen mal eben ein Pro­jekt löschen. Das geht jetzt nicht mit einem Knick. Man muss immer sofort und aus­drück­lich löschen, hier­hin schrei­ben. Erst dann wird auch die­ser But­ton aktiv. Und hier wird auch noch mal erklärt, dass man es nicht unbe­dingt löschen muss, wenn man es ein­fach nicht mehr sehen will. Für eine Wei­le kann man es halt alter­na­tiv auch archi­vie­ren. Wir sagen jetzt mal, wir löschen das. Und jetzt steht hier auch direkt erklärt, dass es für die nächs­ten 30 Tage unter gelösch­te Pro­jek­te wie­der­her­ge­stellt wer­den kann und dann wird es end­gül­tig gelöscht. Das ist also wie eine Papier­korb Funk­ti­on, wie man sie auch zum Bei­spiel in vie­len Fotos Apps Pho­to Apps auf iPho­ne zum Bei­spiel kennt, wo gelösch­te Fotos nach einer Wei­le auto­ma­tisch ver­schwin­den. Jan Wie grei­fe ich dazu, wenn ihr eben gut hin­ge­schaut habt? Habt ihr gese­hen, dass hier unter Pro­jek­te ich nicht nur zwi­schen archi­vier­te Pro­jek­te und Akti­ve umschal­ten kann, son­dern auch gelösch­te Pro­jek­te. Und da sieht man Die­se Pro­jek­te wer­den nach 30 Tagen end­gül­tig gelöscht. Und hier steht dann auch Buch schrei­ben Löschung in einem Monat. Hier kann ich jetzt nicht drauf­kli­cken wie bei dem archi­vier­ten Pro­jekt und rein­schau­en. Hier muss ich erst sagen, ich will es wirk­lich wie­der­her­stel­len und ihr seht das ver­schwin­det sofort hier aus der Lis­te und ich kann jetzt zurück hier umschal­ten in akti­ve Pro­jek­te. Und da ist es wie­der genau­so, wie es vor­her war. Nur, dass kei­ner denkt, ich schrei­be ein Buch. Das ist ein Ein Bei­spiel Board, wie man mit Coa­ching Blo­cka­den bei gro­ßen Zie­len über­win­den kann. Und das ist das The­ma Buch schrei­ben. Und zu guter Letzt Wie fin­de ich Pro­jek­te eigent­lich beson­ders schnell? Und da gibt es eine rela­tiv jun­ge Funk­ti­on, hat Meis­ter­Task näm­lich hier ein Such­feld hin­zu­ge­fügt Pro­jek­te suchen. Und wenn ich dar­auf tip­pe, gibt es eine Echt­zeit Suche. Das bedeu­tet, es wird sofort ein Fil­ter über all mei­ne Pro­jek­te gelegt und es wird mir das ange­zeigt, was zum Ein­ge­ge­be­nen passt. Also wenn ich jetzt, wir haben ja das Pro­jekt Buch schrei­ben eben diver­se Male bemüht. Wenn ich jetzt also B tip­pe, sieht man schon alles, wo ich drin vor­kommt. Wenn ich jetzt Buch schrei­be, ist es nur noch das eine Pro­jekt an, das geht wirk­lich sehr, sehr schnell. Das wird hier im Titel gesucht, nicht im Inhalt des Pro­jek­tes, das ist wich­tig, aber das gibt einem ja schon so einen klei­nen Hin­weis. Also wenn man zum Bei­spiel Pro­jekt Num­mern in dem Pro­jekt Titel schreibt oder den Kun­den haben, kann man das hier über die Such­funk­ti­on wirk­lich äußerst schnell fin­den. Ja, das war’s. So weit, was es Neu­es gibt und wie jetzt Pro­jek­te sehr kom­for­ta­bel in Meis­ter­Task ver­wal­tet wer­den kön­nen. Ich hof­fe das Video hat euch was gebracht. Wenn ihr Fra­gen habt, freue ich mich natür­lich immer über Kom­men­ta­re oder Emails über mei­ne Web­site und sage bis zum nächs­ten Mal Ciao! **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial --- ### [Video: MeisterTask 2023 - Neue Funktionen und Wünsche](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) **Published:** Dezember 13, 2023 **Author:** Björn Bobach **Content:** **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial, Videos --- ### [MeisterTask: Erste Schritte und wichtige Einstellungen](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-ersten-schritte-und-wichtige-einstellungen/) **Published:** Juli 20, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task ](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask")ist äußerst intui­tiv in der Anwen­dung. Den­noch gibt es ein paar wich­ti­ge Grund­ein­stel­lun­gen nach denen ich immer wie­der gefragt wer­de. Erfah­ren Sie in die­sem Arti­kel, wel­che Ein­stel­lun­gen in Meis­ter­Task wirk­lich wich­tig und sinn­voll sind. ## Das MeisterTask Dashboard anpassen Ihnen gefällt der Stan­dard­hin­ter­grund des Dash­boards nicht, oder das ange­zeigt Zitat inspi­riert Sie nicht son­dern stört eher? Dies lässt sich leicht per­so­na­li­sie­ren. Öff­nen Sie hier­zu in ihrem Web­brow­ser Meis­ter­Task und kli­cken Sie auf den But­ton ”Anpas­sen…” oben links in Ihrem Dash­board: ![MeisterTask Dashboard Darstellungsmenü](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/IMG_0003-1024x685.jpeg "IMG_0003 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")In dem sich öff­nen­den Unter­me­nü kön­nen Sie nun ein­fach das Zitat und die Uhr über den Schal­ter ”Zitat & Will­kom­men” aus­schal­ten: ![MeisterTask Dashboard Einstellungen Zitat und Willkommen Schalter](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/DFE5BAFC-5270-466F-B8D3-3FD321E5BD02-1024x686.jpeg "DFE5BAFC-5270-466F-B8D3-3FD321E5BD02 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Einen neu­tra­le­ren (oder noch bun­te­ren) Hin­ter­grund für das Meis­ter­Task Dash­board kön­nen Sie wei­ter unten aus­wäh­len. Ab dem PRO Level kön­nen Sie hier auch eige­ne Bil­der hoch­la­den. Für ganz wage­mu­ti­ge: die ers­te Opti­on (mit dem Wür­fel) sorgt für einen zufäl­li­gen Hin­ter­grund bei jedem Auf­ruf, ähn­lich wie der Stan­dard Win­dows Anmel­de­bild­schirm. ![MeisterTask Option für zufälligen Hintergrund im Dashboard](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/34C223FF-FF8D-44FD-B445-49D4A3012E43-1024x686.jpeg "34C223FF-FF8D-44FD-B445-49D4A3012E43 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")**Mit mei­nem Dis­count­code “BJOERN” erhal­ten Sie übri­gens 20% Rabatt auf ihre ers­te Zah­lung für Pro oder Busi­ness Accounts — dies rech­net sich also beson­ders bei jähr­li­cher Abrech­nun­gen. [Mel­den Sie sich noch heu­te an.](https://www.meistertask.com/?r=442821) (Affi­lia­te Link)** ## Wichtige MeisterTask Einstellungen für mehr Produktivität Öff­nen Sie hier zunächst die Meis­ter­Task Ein­stel­lun­gen über einen Klick auf ihre Initia­len oder ihr Pro­fil­bild oben links: ![MeisterTask Einstellungsmenü](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/CBD4D614-618D-4D57-957E-C70CD45AC1B0-1024x685.jpeg "CBD4D614-618D-4D57-957E-C70CD45AC1B0 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Kli­cken Sie nun auf “Ein­stel­lun­gen” — und nicht auf “Kon­to” (hier kämen Sie zu den Ein­stel­lun­gen zu Abrech­nung etc.). ![MeisterTask Einstellungsmenü](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/4EE28696-8B10-4330-B059-5D99A4BCFD87-1024x685.jpeg "4EE28696-8B10-4330-B059-5D99A4BCFD87 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Im sich nun öff­nen­den Menü kön­nen Sie links die ein­zel­nen Teil­be­rei­che für die Ein­stel­lun­gen aus­wäh­len und rechts die Optio­nen selbst ver­än­den. ### Darstellung In die­sem sehr wich­ti­gen Bereich legen Sie **pro­jekt­über­grei­fend** fest, wie die Pro­jek­te und Auf­ga­ben­kar­ten in einem Web­brow­ser für Sie dar­ge­stellt wer­den. Die­se Ein­stel­lun­gen sind per­sön­lich, und beein­flus­sen nicht wie ande­re Team­mit­glie­der sich Pro­jek­te anzei­gen las­sen. Mei­ne emp­foh­le­nen Ein­stel­lun­gen sehen wie folgt aus: ![MeisterTask von Björn Bobach empfohlene Einstellungen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/6DBD224E-9511-44D0-AE06-BFE6CB68E512-1024x715.jpeg "6DBD224E-9511-44D0-AE06-BFE6CB68E512 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")**Gene­rell:** Kom­pak­tes UI — set­zen Sie die­sen Haken nur, wenn sie auf einem sehr klei­nen Bild­schirm arbei­ten (etwa 12 Zoll oder dar­un­ter), alles rückt hier näher zusam­men und kann auf gro­ßen Bild­schir­men unüber­sicht­lich wer­den Ani­ma­tio­nen ver­wen­den — die­sen Haken soll­te sie set­zen, Meis­ter­Task blen­det hier Auf­ga­ben­kar­ten zum Bei­spiel sanft ein oder klappt Menüs auch wirk­lich optisch aus. Soll­ten Sie dies als zu ver­spielt emfpin­den, kön­nen Sie den Haken auch raus­neh­men, es ändert nichts an der Funk­tio­na­li­tät. Alte und inak­ti­ve Auf­ga­ben ver­blas­sen las­sen — die­ser Haken soll­te gesetzt sein. Auf­ga­ben, die län­ger nicht bear­bei­tet wur­den wer­den hier aus­ge­graut und so erhal­ten Sie auch visu­ell einen Hin­weis das hier schon eine län­ge­re Zeit nichts pas­siert ist. Es hilft dabei Din­ge nicht aus dem Blick zu ver­lie­ren, oder Kar­tei­lei­chen zu fin­den und gege­be­nen­falls zu archi­vie­ren. Spal­ten­brei­te — hier emp­feh­le ich die Ein­stel­lung ”Mit­tel”. ”Klein” wie­der nur bei recht klei­nen Bild­schir­men, und ”Groß” nur wenn Sie auf einem gro­ßen Bild­schirm den Über­blick ver­lie­ren. **Auf­ga­ben:** Die Haken für “Tags”, ”Indi­ka­to­ren” und ”Inline-Thumb­nails” soll­ten gesetzt wer­den. Die Bedeu­tung: **Tags** — dies sind farb­lich kodier­te Schlag­wör­ter die ihnen zum Bei­spiel ermög­li­chen, auf einen Blick zu erken­nen wie wich­tig eine Auf­ga­be ist oder zu wel­chem Teil­be­reich sie gehört **Indi­ka­to­ren** — hier­über bekom­men Sie bereits in der Auf­ga­ben­kar­te gezeigt, wie­vie­le Check­lis­ten­punk­te in der Auf­ga­be noch offen sind, wie­vie­le Kom­men­ta­re es gibt und wie vie­le Datei­en ange­hängt wur­den. Sehr nütz­lich um einen ers­ten Ein­druck zu bekom­men, wie rele­vant die Auf­ga­be ist. **Inline Thumb­nails** — durch die­se Opti­on bekom­men sie den letz­ten Datei­an­hang (oder einen Favo­ri­ten) als Bild direkt in der Auf­ga­ben­kar­te ange­zeigt. Ich bin ein sehr visu­ell arbei­ten­der Mensch und lade hier zum Bei­spiel oft Logos mei­ner Kun­den hoch, um die Auf­ga­be auch visu­ell sofort zuord­nen zu kön­nen. **Auf­ga­ben­be­schrei­bung** - hier emp­feh­le ich ”Nur ers­te Zei­len” aus­zu­wäh­len. Es wird bestimmt, wie­viel der Auf­ga­ben Noti­zen direkt in der Kar­te ange­zeigt wer­den soll. Die Opti­on ”Vol­le Beschrei­bung” kann hier also zu rie­si­gen Auf­ga­ben­kar­ten füh­ren, die Opti­on ”Nicht anzei­gen” zu einem Man­gel an Infor­ma­tio­nen. ### Benachrichtigungen Wech­seln Sie nun ganz links in den Bereich ”Benach­rich­ti­gun­gen”: ![MeisterTask von Björn Bobach empfohlene Benachrichtigungseinstellungen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/38DCA729-583C-4EE2-86E5-62B2508090B2-1024x719.jpeg "38DCA729-583C-4EE2-86E5-62B2508090B2 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Im obe­ren Teil kön­nen Sie fest­le­gen, wann und über was Meis­ter­Task Sie per E‑Mail benach­rich­ti­gen soll. Mei­ne kla­re Emp­feh­lun­gen: schal­ten Sie hier alles aus. Meis­ter­Task soll ihnen ja gera­de ermög­li­chen E‑Mails zu redu­zie­ren. Daher: schal­ten Sie die­se E‑Mails aus und schau­en Sie bes­ser jeden Tag in Meis­ter­Task um sich auf den neu­es­ten Stand zu brin­gen. Im unte­ren Teil kön­nen Sie diver­se News­let­ter und Sup­port E‑Mails von Meis­ter­Task je nach Geschmack an- oder abwäh­len. Im Abschnitt ”In-App Benach­rich­ti­gun­gen” kön­nen Sie feste­le­gen, ob Meis­ter­Task Sie mit Tönen auf Benach­rich­ti­gun­gen hin­weist und ob der Brow­ser ihnen Benach­rich­ti­gun­gen schi­cken darf. Mei­ne kla­re Emp­feh­lung: schal­ten Sie bei­des aus. Arbei­ten Sie dann kon­zen­triert mit Meis­ter­Task wenn Sie Zeit haben sich mit den Auf­ga­ben zu beschäf­ti­gen. Ansons­ten las­sen Sie sich schnell ihren Fokus von Benach­rich­ti­gun­gen bestim­men — nicht emp­feh­lens­wert. ## Und jetzt: starten Sie ihre Projekte Das waren schon die wesent­li­chen Ein­stel­lun­gen, mit denen Sie Meis­ter­Task opti­mal ein­set­zen kön­nen. Für wei­te­re Funk­tio­na­li­tä­ten habe ich jede Men­ge wei­te­re Arti­kel und auch Vide­os für Sie pro­du­ziert. Bei Fra­gen [kon­tak­tie­ren](#kontakt) Sie mich ger­ne! **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** MeisterTask, Produktivität, Tutorial --- ### [Das innere Team verstehen und einsetzen](https://bobach-coaching.de/podcast-das-innere-team/) **Published:** November 19, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Wer bin ich und wenn ja, wie vie­le? Die­ser bekann­te Buch­ti­tel könn­te Pate für die neue Fol­ge unse­res Pod­casts gestan­den haben. Aller­dings beschäf­ti­gen [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich uns hier nicht mit dem Buch, son­dern mit dem Coa­ching Tool des inne­ren Teams basie­rend auf der Theo­rie von Schulz von Thun. Wir erfor­schen, wie man unter­schied­li­chen Per­sön­lich­keits­an­tei­len Gehör ver­schafft und sie so in Ein­klang brin­gen kann. Fra­gen und Anmer­kun­gen ger­ne an bjoern@bjoernbobach.de und kontakt@jangustavfranke.de [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit mir Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan. Björn Heu­te haben wir ein The­ma, das wir auch anders hät­ten nen­nen kön­nen, näm­lich Wer bin ich und wenn ja, wie vie­le? Ich glau­be, es gibt sogar ein Buch, das so heißt. Aber eigent­lich heißt unser The­ma anders, näm­lich das inne­re Team. Und das bedeu­tet jetzt, dass wir ganz vie­le in uns drin haben, die uns ver­rückt machen, oder? Jan Was ist das inne­re Team? Jan Ja, ich wür­de ger­ne mit einem Zitat star­ten, und zwar vom Schulz von Thun Insti­tut. Willst du ein guter Kom­mu­ni­ka­tor sein, dann schau auch in dich selbst hin­ein. Mit die­sen Wor­ten star­tet das Insti­tut an die­ser Stel­le die Defi­ni­ti­on und die Ein­lei­tung zum The­ma Das inne­re Team und was dahin­ter steckt, ist ein Modell, wel­ches von Frie­de­mann Schulz von Thun defi­niert wur­de, das davon aus­geht, dass wir ver­schie­de­ne Per­sön­lich­keits­an­tei­le in uns haben und die­se ver­schie­de­nen Per­sön­lich­keits­an­tei­le auch durch­aus mal unter­schied­li­cher Ansicht sein kön­nen. Jan Zu unse­ren Ent­schei­dun­gen im Leben oder zu den Din­gen, die uns umtrei­ben. Und dar­um geht es heu­te. Björn Ja, das ist ganz span­nend, fin­de ich, weil das ja tat­säch­lich etwas ist, dass man, wenn man rela­tiv acht­sam durchs Leben geht, sehr häu­fig am eige­nen Leib erfährt. Also kannst du jetzt grad eine Situa­ti­on aus dem Kopf zau­bern, aus den letz­ten Tagen, Stun­den, Minu­ten mei­net­we­gen, wo du gemerkt hast, dass da etwas im Gan­ge war. Jan Also tat­säch­lich exem­pla­risch. Eine Situa­ti­on habe ich nicht, aber ich den­ke, vie­le Per­so­nen ken­nen das. Ich kann natür­lich nicht für alle spre­chen, aber zumin­dest ist mir das von vie­len Per­so­nen bekannt und ich habe es auch regel­mä­ßig. Das zum Bei­spiel beim The­ma Ent­schei­dun­gen, auch wich­ti­ge Ent­schei­dun­gen oder so was, das schon mal dazu kommt, dass ich wie so eine Art inne­ren Dia­log habe, in dem unter­schied­li­che Aspek­te für und Wider genannt wer­den, fast wie von unter­schied­li­chen Stim­men. Und das geht so ein biss­chen in die­se Rich­tung, dass wenn ich so einen inne­ren Dia­log habe, dass ich mir das natür­lich auch vor­stel­len kann, ima­gi­nie­ren kann als ein inne­res Team wie unter­schied­li­che Per­sön­lich­keits­an­tei­le oder wie ein­zel­ne Per­sön­lich­kei­ten in mir drin, die im Prin­zip hier unter­schied­li­che Mei­nun­gen und Sicht­wei­sen aus­tau­schen, gibt es auch, fin­de ich ganz häu­fig in Part­ner­schaf­ten, wenn der Part­ner etwas zu einem sagt und man im Prin­zip mit zehn Ohren hört, also jeder Anteil, den man da in sich drin trägt, die­sen Satz anders auf­nimmt. Jan Also zum Bei­spiel, wenn ein Part­ner sagt Wol­len wir heu­te nicht das und das Unter­neh­men, dann gibt es zum Bei­spiel in mir dann den fau­len Björn, der sagt Och nö, ich möcht lie­ber auf der Couch lie­gen. Dann gibt es den Moti­vier­ten, den Unter­neh­mungs­lus­ti­gen, der sagt Ja, unbe­dingt, dann gibt es den Pflicht­be­wuss­ten, der sagt Ja, aber vor­her müs­sen wir unbe­dingt. Na also, das sind so Sachen, die man, die man eigent­lich im All­tag, wenn man die Acht­sam­keit da hoch schraubt, stän­dig erlebt, dass man durch, wie du sagst, Ent­schei­dun­gen oder Ein­flüs­se von außen, also Auf­for­de­run­gen oder Aus­sa­gen, eigent­lich stän­dig in die­sem inne­ren Dia­log gerät. Jan Und das ist vie­len, glau­be ich nicht bewusst. Das ist bei vie­len glau­be ich so, dass sie dann der stärks­ten Stim­me als ers­tes qua­si Gehör ver­lei­hen und das nach außen tra­gen. Auch sehr häu­fig. Und dar­aus kann sich dann so eini­ges Span­nen­de ent­wi­ckeln im Lau­fe der Jah­re oder Jahr­zehn­te, die man so auf die­sem Pla­ne­ten ver­wöhnt. Und das ist ja genau der nächs­te Punkt. Also was soll das eigent­lich? War­um reden wir heu­te über das inne­re Team? War­um ist das wich­tig? Jan War­um ist dir das wich­tig an? Jan Mir ist es wich­tig, weil es ers­tens ein Modell ist, was uns im Coa­ching öfter begeg­net, inso­fern ist es qua­si etwas, was natür­lich zu unse­rem Pod­cast passt. Ande­rer­seits emp­fin­de ich das aber auch ein­fach als ein wert­vol­les Tool, um sich eben auch selbst zu unter­stüt­zen oder metho­disch dabei zu beglei­ten und zu Ent­schei­dun­gen zu kom­men, mit sich selbst ins Rei­ne zu kom­men und so wei­ter und so fort. Und die Fra­ge ist ja auch in die­sem Zusam­men­hang Wann oder wo tritt das über­haupt auf? Jan Und das kann im Grun­de genom­men in ganz vie­len unter­schied­li­chen Situa­tio­nen auf­tre­ten, zum Bei­spiel in Ent­schei­dungs­si­tua­ti­on, fällt mir da ein. Aber genau­so auch in Situa­tio­nen, wo ich viel­leicht auch in einen inne­ren Kon­flikt kom­me. Da ist man eigent­lich schon direkt bei dem The­ma inne­re Dis­kus­si­on oder inne­rer Kon­flikt. Genau so kann man das eigent­lich erle­ben. Dass man also über eine Sache nach­denkt oder über eine Ent­schei­dung nach­denkt oder etwas ent­schei­den möch­te und auf ein­mal fest­stellt Irgend­wie bin ich da noch nicht so hun­dert­pro­zen­tig. Jan Habe ich noch nicht eine hun­dert­pro­zen­ti­ge Mei­nung dazu. Und das äußert sich zum Bei­spiel in Aus­sa­gen wie Einer­seits wür­de ich ja ger­ne so. Ande­rer­seits wür­de ich ja ger­ne so, dass ich im Prin­zip auch unter­schied­li­che Optio­nen abwä­gen. Und unter Umstän­den gibt es da halt eben auch unter­schied­li­che Per­sön­lich­keits­an­tei­le, die halt eben unter­schied­lich argu­men­tie­ren. Also ein Bei­spiel, was man da zum Bei­spiel raus zau­bern kann, ist die Ent­schei­dung Möch­te ich einen neu­en Job antre­ten? Und dann gibt es da viel­leicht unter­schied­li­che Antei­le. Jan Dann gibt es unter Umstän­den einen Anteil in einem, der sagt Ich möch­te mich ger­ne beruf­lich wei­ter­ent­wi­ckeln, ich möch­te etwas Neu­es erle­ben, ich möch­te etwas Neu­es ler­nen, ich möch­te viel­leicht ein ande­res Gehalt errei­chen oder so etwas in dem Zusam­men­hang. Das wäre dann viel­leicht ein inne­rer Anteil, der eher moti­viert ist oder ein Aben­teu­rer Anteil, der sagt Das ist jemand, der möch­te ger­ne vor­wärts und ist der Muti­ge viel­leicht auch. Und dann gibt es viel­leicht aber auch einen inne­ren Anteil, der sagt, er sei lie­ber vor­sich­tig. Jan Du bist doch jetzt gera­de in einem siche­ren Arbeits­ver­hält­nis. War­um möch­test du denn über­haupt dar­aus, dass doch alles so wie es ist? Das könn­te ein eher vor­sich­ti­ge­re Anteil sein. Und dann gibt es aber viel­leicht auch noch kri­ti­sche Antei­le, die zum Bei­spiel sagen Du schaffst das sowie­so nicht, in die­sen Job zu gehen, in die­sen neu­en. Wer weiß. Björn Der ist bei vie­len sehr laut der Kri­ti­ker. Das ist ja auch so etwas, was auch Deut­schen im All­ge­mei­nen irgend­wie nach­ge­sagt wird dass sie sehr, sehr kri­tisch mit sich selbst sind und lie­ber zu vor­sich­tig fin­den. Tau­send Grün­de dage­gen, bevor sie sagen Jetzt mache ich es. Und das hat auch was damit zu tun. Es gibt vie­le Leu­te, die träu­men und Träu­me in Anfüh­rungs­stri­chen und trau­en sich dann aber nichts zu tun. Und das kann natür­lich auch was damit zu tun haben, wie die­ses inne­re Team auf­ge­stellt ist. Björn Ich glau­be, grund­sätz­lich wür­de es dann pro­ble­ma­tisch, wenn das inne­re Team keins ist. Also wenn das nicht ein Team ist, das zusam­men­ar­bei­tet, son­dern wenn das Antei­le sind, die gegen­ein­an­der arbei­ten, also die nicht mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren. Das klingt alles völ­lig ver­rückt, wenn wir dar­über reden. Aber es pas­siert ja in unse­rem Kopf. Wir ken­nen das ja, dass wenn das wir alle in unse­rem Kopf Dia­lo­ge auch mit uns selbst füh­ren bzw. dass Antei­le von uns Dia­lo­ge mit ande­ren Antei­len füh­ren. Björn Und wenn die sich gegen­sei­tig bekämp­fen. Also das Team nicht mehr exis­tent ist, dann gibt es Kon­flik­te. Also ein Para­de­bei­spiel wäre, wenn jemand zum Bei­spiel die­sen inne­ren Kri­ti­ker, den du auch gera­de erwähnt hast, wenn der der­ma­ßen laut wäre, dass er alle ande­ren über­tönt. Also egal was einer der ande­ren Antei­le sagt, sagt der Kri­ti­ker sofort Alles Quatsch und oder kannst du nicht oder was bil­dest du dir ein? Oder irgend­wie sol­che Sachen. Und das kann rela­tiv. Ich sag mal schnell pas­sie­ren, wenn die­ser inne­re Kri­ti­ker zu viel Fut­ter bekom­men hat. Björn Das ist eine Fra­ge der Lebens­ge­schich­te. Das ist eine Fra­ge davon, wie man mit Miss­erfol­gen umge­gan­gen ist, was man für äuße­re Ein­flüs­se hat­te in der Kind­heit, in den ers­ten Berufs­jah­ren oder in den letz­ten Berufs­jah­ren. Und sobald dann einer die­ser Antei­le zu viel Kraft bekommt und die ande­ren nicht mehr gehört wer­den, dann gera­ten wir tat­säch­lich in einen inne­ren Kon­flikt. Und das kann dann soweit gehen, dass die­ser Kri­ti­ker wie jetzt in dem Bei­spiel so laut ist, dass die ande­ren Antei­le kein Gehör mehr fin­den. Björn Und dar­un­ter lei­det man dann also, wenn man zum Bei­spiel eigent­lich jemand ist, der total unter­neh­mungs­lus­tig ist und der Kri­ti­ker sagt ein­fach Quatsch, kos­tet zu viel. Irgend­wann geht man dann die­sem ande­ren, gibt man die­sem ande­ren Anteil nicht mehr nach und füt­tert den nicht mehr. Und das ist dann so ein Punkt, wo die Leu­te ja auch oft ins Coa­ching kom­men, die dann sagen Ach, irgend­wie stimmt was nicht, ich weiß nicht genau was. Und da kann man das inne­re Team schön beleuch­ten. Björn Das klingt viel­leicht für die Hörer auch noch mal gesagt Das klingt jetzt total nach Wir sind ver­rückt alle und nachts kann tau­send stim­men. Ich höre Stim­men. Also es ist davon weit ent­fernt. Es geht hier um die nor­ma­len inne­ren Dia­lo­ge, die wir mit­ein­an­der füh­ren. Wir haben kei­ne Köpf­chen im Kopf sit­zen, kei­ne Men­schen im Kopf sit­zen. Dar­um geht es nicht. Jan Trotz­dem noch mal wei­ter auf die Spit­ze trei­ben, denn machen dür­fen die die die inne­ren Antei­le, die wir sozu­sa­gen aus uns selbst her­aus haben. Dar­über hin­aus kann es aber auch inne­re Antei­le geben oder inne­re Dia­lo­ge, die viel­leicht gar nicht. Unse­rem eige­nen Den­ken ent­springt. Es ist auch durch­aus mög­lich, dass in die­sem Dia­log betei­ligt, viel­leicht sogar ima­gi­nier­te ande­re Per­so­nen mit dabei sind, also bei­spiels­wei­se Eltern, Part­ner, Chefs, Kol­le­gen. Die­ser Gedan­ke was sol­len denn die ande­ren sagen? Und das dar­über nach­den­ken, was viel­leicht jetzt der Part­ner zu der Ent­schei­dung sagen wür­de. Jan Oder auch wie gesagt, ande­re Betei­lig­te in dem Zusam­men­hang. Die kön­nen da qua­si auch mit rein­ge­hen in die die­sen Dia­log. Und das Inter­es­san­te ist ja dabei Das sind ja nicht tat­säch­lich die Mei­nun­gen von von die­sen Per­so­nen, son­dern es ist mei­ne Erwar­tungs­hal­tung davon, wie die­se Per­so­nen den­ken auf­grund mei­ner bis­he­ri­gen Erfah­rung. Und all das kommt dann qua­si auf einer inne­ren Gedan­ken Büh­ne zusam­men und dis­ku­tiert mit­ein­an­der über das, was uns gera­de beschäf­tigt. Björn Wenn das inne­re Team im Ein­klang ist, ist das ja eine gro­ße Stär­ke, wenn man sich die­ser Antei­le bewusst ist, weil die dann ja qua­si inein­an­der­grei­fen und auch sich gegen­sei­tig unter­stüt­zen. Um auch da wie­der ein Bei­spiel zu brin­gen Wenn man zum Bei­spiel sehr unter­neh­mungs­lus­tig oder ein risi­ko­freu­di­ger Mensch ist, also die­ser risi­ko­freu­di­ge Anteil von einem sehr stark ist, ist es ja hilf­reich, wenn man einen Anteil auch hat, der etwas vor­sich­ti­ger ist, der dann den die­sen Anteil so ein biss­chen aus­bremst. Björn Wenn es nur risi­ko­freu­dig wäre, dann könn­te das Gan­ze ja auch gefähr­lich wer­den. Also ein inne­res Team, das zusam­men­ar­bei­tet und über das man sich auch bewusst ist und das man zulässt, ist eine kla­re Stär­ke, wür­de ich jetzt sagen. Jan Ja, abso­lut. Denn letz­ten Endes ist es ja hat es ja damit zu tun, dass ich einen Sach­ver­halt aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven betrach­te und bewer­te, eben nicht nur aus einer abwä­ge. Was sind die unter­schied­li­chen Sicht­wei­sen dar­auf unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen oder aus bestimm­ten Blick­win­keln? Und dann letz­ten Endes bes­ten­falls zu einer Ent­schei­dung kom­me, die irgend­wo har­mo­nisch ist, mit allen inne­ren inne­ren Antei­len, die ich habe. Aber wenn ich da dann auch tat­säch­li­che kon­kre­te Ziel­kon­flik­te habe, die viel­leicht eben auch stär­ker sind, dann kann es halt eben pro­ble­ma­tisch wer­den. Björn Und wie nut­zen wir das jetzt? Also was macht man da mit dem Coa­ching zum Bei­spiel? Jan Ja, also das Ziel ist jetzt inner­halb des Coa­chings die­ses Team zu nut­zen, es ist ja letz­ten Endes ist es ja kein Team in uns drin, son­dern es ist ja ein Ver­bild­li­chen des­sen, was in unse­ren Gedan­ken­gän­gen vor sich geht. Und man nutzt jetzt die­ses Bild dafür, um tat­säch­lich gemein­sam zu einem Kon­sens zu kom­men. Das heißt, ich kann, wenn ich jetzt eine sol­che Situa­ti­on haben, wir bei­spiels­wei­se, wir haben einen Kli­en­ten, der hat ein The­ma, einen inne­ren Kon­flikt, möch­te ent­schei­den, eine Ent­schei­dung tref­fen. Jan Neh­men wir mal das Bei­spiel von dem Job­wech­sel, was wir gera­de haben, oder dem Auf­neh­men einer neu­en, eines neu­en Jobs inner­halb der Fir­ma, um sich da intern viel­leicht zu bewer­ben. Und er kommt da irgend­wie nicht vor­an, er oder sie. Wie jetzt, da die­se Ent­schei­dung sein soll, weil einer­seits wird sehr rei­zen, ande­rer­seits hat man aber auch viel­leicht Angst vor der Ver­än­de­rung und man ist ein­fach nicht fähig, sich zu ent­schei­den. Und jetzt kann man im Coa­ching hin­ge­hen und sagen Lie­be Kli­en­tin, lie­ber Kli­ent, ver­sucht doch mal zu beschrei­ben, was du für inne­re Antei­le in dir hast. Jan Wenn du jetzt den­ken wür­de, ich hät­te ver­schie­de­ne Stim­men wie wir, zu denen bezeich­nend ist, dass wie wir schon hat­ten, der Muti­ge ist das jemand, der sehr vor­sich­tig ist? Ist da viel­leicht noch jemand, der ist expe­ri­men­tier­freu­dig? Ist da jemand, der fühlt sich allein gelas­sen oder der fühlt sich wie ein Aben­teu­rer oder wie auch immer. Und dann ver­sucht man die­se unter­schied­li­chen Per­so­nen zu benen­nen. Und dann geht man tat­säch­lich in einen Dia­log zwi­schen die­sen inne­ren Antei­len. Das kann man machen, indem man das vir­tu­ell tut. Jan Zum Bei­spiel, indem man sich wie ein White­board nimmt und da dann die­se Antei­le drauf schreibt, viel­leicht auch mit einem Bild dabei, was da so reprä­sen­ta­tiv ist für die­sen Per­sön­lich­keits­an­tei­le. Man kann es aber auch tat­säch­lich phy­sisch machen, um das auch begreif­bar zu machen und dann tat­säch­lich in einer rea­len Situa­ti­on, bei­spiels­wei­se mit unter­schied­li­chen Sti­len arbei­ten. Björn, hast du Lust, das mal zu ändern? Björn Also die, die, was du jetzt gera­de erzählt, das mit den Stüh­len, das haben wir ja bei­de mal erlebt in unse­rer Aus­bil­dung rela­tiv am Anfang. Und das ist wirk­lich Wahn­sinn, was da pas­sie­ren kann. Ich Ich erin­ner, dass es wirk­lich ganz star­ken Ein­druck, den ich damals davon bekom­men habe, da waren also Stüh­le auf­ge­stellt, so im Halb­rund und dann wur­den die Stüh­le qua­si über Kar­ten mit die­sen ver­schie­de­nen Antei­len benannt. Das hat die Kli­en­tin dann damals gesagt. Da gibt es den Anteil und den Anteil und den Anteil und die wur­den dann qua­si auf die­se Stüh­le gesetzt. Björn Und dann hat sich die Kli­en­tin ein­zeln auf die­se Stüh­le gesetzt und soll­te dann im Namen die­ser Antei­le und nur die­ser Antei­le spre­chen. Das war schon total ver­rückt, weil da kamen ganz tol­le, unter­schied­li­che, aber immer vali­der Aus­sa­gen, die auch für sich ja abso­lut Bestand hat­ten. Und nach­dem man dann durch war, wur­de dann her­aus­ge­fun­den, wel­cher von die­sen oder wel­che von die­sen Antei­len sind denn beson­ders domi­nant? Wel­che sind denn da beson­ders mit ener­gie­ge­la­den? Und die blie­ben dann übrig. Björn Und irgend­wann läuft es dann auf zwei Antei­le hin­aus, die offen­sicht­lich in einem Kon­flikt mit­ein­an­der stan­den. Und dann haben sich die­se bei­den Antei­le aus­ge­spro­chen. Die haben sich mit­ein­an­der ver­tra­gen und das hat alles so ein biss­chen auch wie in dem lee­ren Stuhl, den wir ja auch schon mal hat­ten, statt­ge­fun­den. Das ist also immer wie­der Hin­ein­ver­set­zen in die­sen Anteil war und das hat dann am Ende dazu geführt, dass sich da wirk­lich die­se bei­den Per­sön­lich­keits­an­tei­le so mit­ein­an­der ver­tra­gen haben, dass da eine Stär­ke draus gewor­den ist und sich die Kli­en­tin dann in dem Fall deut­lich woh­ler mit der gan­zen The­ma­tik. Björn Ich weiß gar nicht mehr genau, was das The­ma war. Ist ja auch nicht wich­tig in dem Fall, aber sie hat dann sich deut­lich aus­ge­gli­che­ner, was das gan­ze The­ma anging, gefühlt und ging dann unglaub­lich gestärkt raus. Das hat mich tief beein­druckt. Die­ses die­ses Prin­zip. Und tat­säch­lich hat es bei mir per­sön­lich die Acht­sam­keit gestärkt, mal dar­auf zu ach­ten Was habe ich denn eigent­lich für Antei­le und wie spre­chen die denn mit­ein­an­der? Und ich glau­be, das ganz Ent­schei­den­de ist dann auch in die­ser Arbeit zu erken­nen, dass es da kei­nen Anteil gibt, der nicht dahin gehört. Björn Die sind alle in Ord­nung die­ser Antei­le. Also ein vor­sich­ti­ger Antei­len, streit­lus­ti­ge Anteil, was auch immer. Die­se Antei­le haben alle ihre ihre Berech­ti­gung. Aber man muss sie mit­ein­an­der in Ein­klang brin­gen. Und das fand ich in dem Teil total in die­ser Übung, die wir damals gese­hen haben, sehr, sehr plas­tisch und sehr, sehr posi­tiv. Jan Hm, ja. Das heißt also, das sind ja, ich woll­te gera­de noch nach­schie­ben, das ist viel­leicht auch etwas, was ganz wich­tig ist, was man eben noch nicht so deut­lich gesagt haben, dass näm­lich die Arbeit damit ja nicht dar­auf abzie­len soll, einen die­ser inne­ren Antei­le mund­tot zu machen und zum Schwei­gen zu brin­gen, son­dern dass man sie wirk­lich zu. Jan Da sprichst du natür­lich einen ganz wich­ti­gen Punkt an. Denn es kann auf jeden Fall nicht das Ziel sein, irgend­je­man­den mund­tot zu machen oder einen inne­ren Anteil kom­plett zu ver­leug­nen, alles hat sei­ne Berech­ti­gung, ansons­ten wäre es ja nicht da. Und inso­fern muss man da den­ke ich auch auf­pas­sen, wenn man ver­sucht, ein­zel­ne Antei­le von sich selbst kom­plett irgend­wie weg­zu­schie­ben oder Gedan­ken weg­zu­schie­ben. Dann besteht natür­lich auch irgend­wo die Gefahr, dass das gege­be­nen­falls mal wie ein Bume­rang zurück­kommt. Also zumin­dest soll­te man sich mal damit aus­ein­an­der­set­zen und über­le­gen Ist da viel­leicht auch ein wah­rer Kern drin? Jan Oder was ist viel­leicht auch die posi­ti­ve Bot­schaft von die­sem Gedan­ken, von die­sem inne­ren Anteil, der halt eben da ist? Björn Ja, was kann man jetzt prak­tisch jeder so für sich dar­aus zie­hen? Also los­ge­löst davon, dass man das im Coa­ching behan­deln kann, den­ke ich, dass die­ses The­ma ja für für jeden auch als natür­lich auch für unse­re Zuhö­rer jetzt ins­be­son­de­re auch im All­tag etwas bedeu­ten kann. Mein Gedan­ke ist jetzt zum Bei­spiel das The­ma Acht­sam­keit, was ich ja schon die zwei­te oder drit­te Mal schon erwäh­ne, dass man auf die­se Stim­men hört, dass man denen Raum ver­schafft und dass man die in einen Dia­log bringt. Björn Das kann man ja im All­tag üben, oder? Jan Genau das kann man üben. Also man kann da in einen inne­ren Dia­log gehen oder was er viel­leicht auch schon der ers­te Schritt ist und der dann, den sehe ich auch als sehr hilf­reich an. In dem Zusam­men­hang ist, sich das über­haupt erst ein­mal bewusst zu machen, also das erst­mal zu iden­ti­fi­zie­ren, dass es so ist, dass es da unter­schied­li­che Antei­le gibt und dass es da halt eben unter­schied­li­che Moti­va­tio­nen gibt. Also teil­wei­se ist es ja auch so, dass es viel­leicht wie so eine Art inne­ren Dia­log gibt. Jan Also es gibt ein­fach Gedan­ken, die sind im Kopf, aber die sind halt bis­her unstruk­tu­riert und in dem Moment, wo man das ver­bild­licht, an sich eben inne­re Antei­le vor­stellt, wie zum Bei­spiel den Muti­gen, den vor­sich­ti­gen oder den skep­ti­schen Antei­len Kri­ti­ker, dann kann man natür­lich auch die­se Gedan­ken, die man hat, viel­leicht auch die­sen ein­zel­nen Antei­len zuord­nen und bekommt dann etwas struk­tu­rier­ter das Bild davon und kann sich Gedan­ken dar­über machen, was das denn eigent­lich für die eige­ne Situa­ti­on bedeu­tet. Jan Das heißt, damit gewinnt man, den­ke ich, auf jeden Fall im ers­ten Schritt etwas mehr Struk­tur und gege­be­nen­falls auch Klar­heit. Björn Ja, ich glau­be man, man stei­gert das Ver­ständ­nis für sich selbst enorm, wenn man, wenn man viel­leicht ein­fach mal eine Wei­le so durchs Leben geht und über­legt Wer spricht da? Wel­cher Anteil von mir ist da gera­de beson­ders domi­nant? Und was sagen die eigent­lich die ande­ren dazu? Also nicht die ande­ren um mich rum, son­dern die ande­ren Antei­le, die ich in mir tra­ge. Und wie krie­ge ich das in Ein­klang? Jan Genau und in dem Zusam­men­hang sicher­lich auch die Fra­ge. Es gibt ja auch die­ses Gefühl. War­um bin ich immer so ängst­lich oder war­um muss ich das immer so kri­tisch sehen? Aber sich dann auch mal zu fra­gen in dem Zusam­men­hang Wel­cher Anteil ist das? Zum Bei­spiel der kri­ti­sche? Und was ist denn das Wert­vol­le dar­an? Also wenn jemand kri­tisch ist oder vor­sich­tig ist, dann hat das natür­lich auch etwas damit zu tun, dass man sich selbst vor einem Scha­den bewah­ren möch­te. Es ist ja durch­aus auch berech­tigt. Jan Also wie du schon zu Anfang gesagt hast wenn wir alle zum Bei­spiel kom­plett ohne Angst wären, dann wür­den wir uns das Ver­fah­ren, weil es viel­leicht ein lus­ti­ges Gefühl ist, von jedem Hoch­haus schmei­ßen, weil es eine wit­zi­ge Erfah­rung ist. Aber es ist eben auch nur so lan­ge wit­zig, bis der Auf­prall kommt. Und inso­fern ist ja auch Angst, Skep­sis usw. Da ist ja etwas Berech­tig­tes, weil es natür­lich auch uns regu­liert. Also wir müs­sen ja auch irgend­wo unse­re per­sön­li­chen Gren­zen ken­nen. Jan Die Fra­ge ist halt immer, an wel­cher Stel­le nimmt dann irgend­et­was auch ohne Grund viel­leicht einen zu gro­ßen Raum ein und schenkt uns dann gege­be­nen­falls auch in unse­re Hand­lungs­wei­se ein? Björn Und wenn es einen Grund gibt, war­um das ein­ge­schränkt ist, also war­um da ein. Das kann man den ja mit den ande­ren in Ein­klang brin­gen und das kann man wun­der­bar. Das kann man auch wun­der­bar in Form eines Coa­chings machen, wenn man das viel­leicht sel­ber nicht ganz ver­steht, war­um es eigent­lich so ist. Aber das geht halt auch über ein bewuss­tes Wer­den schon im All­tag, in ganz all­täg­li­chen Situa­tio­nen. War­um trig­gert mich etwas? War­um regt mich etwas so auf? Und wel­cher Teil von mir ärgert sich dann dar­über? Björn Und dann kann man sich über­le­gen, wel­cher ande­re Teil von mir kann da viel­leicht hel­fen? Ich fin­de, das ist eigent­lich ein schö­nes, schö­nes Fazit und hat das gan­ze The­ma. Ja, das stimmt. Jan Gut, dann den­ke ich, haben wir euch hof­fent­lich inter­es­siert gemacht für die­ses The­ma das inne­re Team. Wie gewohnt ste­hen wir euch natür­lich ger­ne für Fra­gen zur Ver­fü­gung. Wenn ihr Lust habt, auch mal im Rah­men eines Coa­chings mit eurem inne­ren Team zu arbei­ten, dann könnt da eben­falls auf uns zukom­men. Ihr erreicht uns im Inter­net unter bjoernbobach.de und jangustavfranke.de oder auch per Mail unter bjoern@bjoernbobach.de oder kontakt@jangustavfranke.de, ihr fin­det alles auch in unse­rer Beschrei­bung. Jan Und ansons­ten freu­en wir uns auf die nächs­te Fol­ge mit euch und ver­ab­schie­den uns mit einem Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Coaching Tool, Podcast --- ### [Loslassen können - die Kunst nach vorne zu schauen](https://bobach-coaching.de/podcast-loslassen-koennen/) **Published:** Juni 17, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Los­las­sen kön­nen ist eine Kunst, vie­les kann uns davon abhal­ten: Ver­lust­ängs­te, Angst vor dem Unbe­kann­ten, feh­len­der Mut oder sehr star­ke Glau­bens­sät­ze wie „das macht man nicht“. Dabei öff­net (ver­ant­wor­tungs­vol­les) Los­las­sen vie­le neue Mög­lich­kei­ten und Raum für wirk­lich Neu­es. [Jan Gus­tav Fran­ke](https://jangustavfranke.de) und ich betrach­ten in die­ser neu­en Fol­ge von [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coachundcoach/ "Coach&Coach Podcast") vie­le Situa­tio­nen, in denen Los­las­sen nötig ist, oft schwer­fällt, und wie man sich hier hel­fen kann. [![Listen on Apple Podcasts](https://tools.applemediaservices.com/api/badges/listen-on-apple-podcasts/badge/de-de?size=250x83&releaseDate=1629482400&h=6ad2185fb79d743b2653096358482798)](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach-der-coaching-podcast-mit-bj%C3%B6rn-bobach-und/id1582583862?itsct=podcast_box_badge&itscg=30200&ls=1) [ ![Bei Google Podcasts anhören](https://www.gstatic.com/podcasts_console/promote/German_DE/DE_Google_Podcasts_Badge.svg) ](https://podcasts.google.com/feed/aHR0cHM6Ly9mZWVkcy5idXp6c3Byb3V0LmNvbS8xODA3MDQxLnJzcw) [![Spotify Logo Coach & Coach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/08/spotify-podcast-badge-blk-grn-660x160-1.png "spotify-podcast-badge-blk-grn-660×160-1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW)Hier die Tran­skrip­ti­on des Pod­cast: Björn Hal­lo und herz­lich Will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach und Coach mit Jan Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan… Jan Hal­lo Björn Björn und mir Björn Bob­ach Wir beschäf­ti­gen uns heu­te mit der Fähig­keit, los­las­sen zu kön­nen. Und da fan­gen wir doch am bes­ten direkt mal damit an fest­zu­stel­len, was man alles los­las­sen kann. Was fällt dir als ers­tes ein, Jan? Jan Tja, was kann man los­las­sen? Man kann Sor­gen los­las­sen, Ängs­te los­las­sen. Man kann aber auch bei­spiels­wei­se Träu­me los­las­sen. Björn Erwar­tun­gen kann man auch los­las­sen, die von außen her­an­ge­tra­gen wer­den. Jan Zie­le. Björn Zie­le. Kann man los­las­sen?… Jan Wün­sche. Björn Wün­sche? Genau. Also. Unglaub­lich viel eigent­lich. Natür­lich kann man auch Men­schen los­las­sen, sie viel­leicht dazu jetzt auch noch sagen Men­schen kann man los­las­sen, Part­ner, Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge, was auch immer. Dass also Bezie­hun­gen los­las­sen und ganz all­ge­mein gespro­chen und. Ich glau­be, es ist sehr wich­tig, dass wir uns zunächst dar­über klar wer­den, war­um es sehr wich­tig ist, los­las­sen zu kön­nen. Es gibt vie­le Men­schen, die es nicht kön­nen oder die sich damit schwer tun. Ich glau­be tat­säch­lich, dass fast jeder sich schon mal damit schwer­ge­tan hat, etwas los­zu­las­sen. Also bei mir fal­len mir gleich fällt mir ein Hau­fen an Bei­spie­len ein, ich mich schwer getan habe, was auch im Nach­hin­ein immer sehr nach­voll­zieh­bar war, aber ich habe es dann am Ende doch geschafft. Und es gibt Men­schen, die schaf­fen das nicht. Jan Tja, die schaf­fen das nicht. Und jetzt hin­aus­füh­ren. Björn Die Fra­ge ist War­um schaf­fen sie es nicht? Was? War­um wäre es wich­tig, dass sie es kön­nen? Jan Ja. Grund­sätz­lich ist tat­säch­lich die Fra­ge War­um müs­sen wir über­haupt los­las­sen? Denn man kann ja auch ein­fach an dem fest­hal­ten, was ist. Könn­te man mei­nen. Aber manch­mal ist es viel­leicht not­wen­dig, genau das zu tun. Und war­um ist das wich­tig, wenn ich an etwas fest­hal­te? Was jetzt bei­spiels­wei­se in der Ver­gan­gen­heit lie­gen könn­te oder was in mir selbst lie­gen könn­te, dann heißt das auch, dass ich in dem Zusam­men­hang unter Umstän­den nicht offen für Neu­es. Und dass ich mich nicht woan­ders hin ent­wi­ckeln kann, son­dern ich hal­te mich fest an einem Sta­tus quo oder an einem, an einer Vor­stel­lung, an einem Glau­bens­satz, viel­leicht einem limi­tie­ren­den Glau­bens­satz, der mich ein­schränkt. Und hal­te dar­an fest, solan­ge ich fest­hal­te, wenn ich mit zwei Hän­den irgend­was fest­hal­te, dann habe ich kei­ne Hand, um nach etwas ande­rem zu grei­fen oder eben woan­ders hin zu stre­ben. Das ist genau der Punkt. Des­halb ist es wich­tig, auch los­las­sen zu kön­nen. Man muss fest­stel­len Wann ist es eigent­lich wich­tig, die Din­ge zie­hen zu las­sen und sich umzu­ori­en­tie­ren? Viel­leicht ist das, was in der Ver­gan­gen­heit gut war oder was erst mal so war, wie es war, nicht mehr rich­tig für die Zukunft. Jan Oder nicht das Rich­ti­ge für mich. Für die Zukunft. Björn Hmmm. Dazu kommt noch was ande­res, glau­be ich. Wir leben ja nicht in einer Welt, in der nur wir sind. Wir haben ja in, egal in wel­chem Rea­li­täts Kon­strukt wir uns befin­den, immer sehr vie­le ande­re Men­schen und Fak­to­ren um uns her­um. Und wenn ich nicht los­las­se, wür­de das ja bedeu­ten, dass sämt­li­che Ver­än­de­run­gen, die um mich her­um pas­sie­ren, von mir gar nicht akzep­tiert wer­den. Neh­men wir den Fall Los­las­sen eines Part­ners, wenn der Part­ner nicht mehr mein Part­ner sein möch­te. Aber ich hal­te dar­an immer noch krampf­haft fest. Das kann ja nur in einer Kata­stro­phe enden. Ent­we­der wer­de ich zum Stal­ker oder ich werd ver­rückt. Oder ich bin ein­fach trau­rig. Oder ich gehe mich im Lie­bes­wahn. Oder oder ich wer­de depres­siv. Also wirk­lich kli­nisch depres­siv und sehr, sehr trau­rig. Ja. Also. Das Los­las­sen hat auch damit zu tun, zu akzep­tie­ren, dass es auch Din­ge gibt, die von ande­ren ent­schie­den wer­den, die von ande­ren beein­flusst wer­den. Und wo ich gar kei­ne ande­re Wahl habe, als los­zu­las­sen. Wir hat­ten ja vor eini­ger Zeit, dass Gelas­sen­heit als Gebet hin zu neh­men, auch Din­ge, die ich nicht ändern kann und das auch zu akzep­tie­ren und anzu­neh­men, los­zu­las­sen. Björn Und wie du es so schön gesagt hast, nach Neu­em zu grei­fen. Jan Ja, genau an die­ses Gelas­sen­heit Gebet hat­te ich gera­de auch gedacht, wo es ja, wie du schon sag­test, auch dar­um geht, Din­ge hin­zu­neh­men, die ich nicht ändern kann. Und das hängt ja auch damit zusam­men. Wenn ich Din­ge nicht ändern kann und die hin neh­men muss, dann muss ich viel­leicht eben auch trotz­dem los­las­sen von etwas was war oder von einer Vor­stel­lung, wie ich sie eigent­lich hat­te. In die­sem Zusam­men­hang, und das kön­nen ja unter­schied­li­che Din­ge sein, haben gera­de schon dar­über gespro­chen, was man alles los­las­sen kann, war­um es wich­tig ist, los­las­sen zu kön­nen. Und jetzt ist ja die Fra­ge Manch­mal fällt es uns schwer, weil wir es viel­leicht ein­fach nicht wahr­ha­ben wol­len, weil wir es nicht akzep­tie­ren wol­len. Aber wenn wir mal zu dem Punkt kom­men, dass wir sagen okay, wir sind offen dafür, prin­zi­pi­ell oder wir wol­len eigent­lich etwas tun, wir wol­len auch los­las­sen. Dann ist ja die Fra­ge, was kann man auch dafür tun, wenn es einem schwer­fällt, los­zu­las­sen? Und ein Punkt in die­sem Zusam­men­hang ist sicher­lich erst mal fest­zu­stel­len, dass es einem schwer­fällt, da etwas los­zu­las­sen. Jan Wir sind eigent­lich hier wie­der bei einem Punkt, der fast klas­sisch ist hier das erst­mal zu iden­ti­fi­zie­ren und fest­zu­stel­len, dass man hier an etwas fest­hält, was man even­tu­ell ja los­las­sen soll­te, was einem gut tun könn­te. Es macht kei­nen Sinn, ein totes Pferd wei­ter zu rei­ten. Man muss das. Björn Abstellt. Jan Aber ja, ja. Björn Ja, ja, ja, ja. Oder liegt es dar­an, dass man. Dass man nicht los­las­sen kann? Weil es viel­leicht mit der Erwar­tungs­hal­tung mei­nes Umfelds zu tun hat. Ich den­ke da ganz kon­kret dar­an, dass zum Bei­spiel ein jun­ger Mensch, der irgend­wie sein eige­nes Leben anfängt, zu Hau­se aus­zie­hen. Die Eltern haben aber so einen ganz kon­kre­ten Plan, was aus dem Mal wird. Und die, die er fängt das auch auf­grund der Erwar­tungs­hal­tung der Eltern viel­leicht in ein Stu­di­um an und schafft es nicht. Ich kann mich, ich mei­ne, wir hat­ten so eine Geschich­te auch mal bei­spiel­haft in unse­rer Aus­bil­dung erzählt bekom­men. Schafft es nicht, die­ses Stu­di­um auf­zu­hö­ren, weil er nicht los­las­sen kann? Oder weil die Erwar­tungs­hal­tung, die da von außen kommt, ihn dar­in so fest­hält, dass er sich davon nicht ver­ab­schie­den kann. Er kann sich nicht von einem Bild ver­ab­schie­den, das gar nicht sein eige­nes ist. Also das ist auch eine Mög­lich­keit, war­um es schwer fal­len kann. Jan Sind total klas­si­scher Fak­to­ren. Also ein klas­si­sches The­ma, zumin­dest wür­de ich jetzt mal sagen für, für in der Ver­gan­gen­heit. Ob das heu­te jetzt immer noch zu 100 % zutrifft, wage ich gar nicht zu sagen, weil sich da viel in der Gesell­schaft tut. Ja, in Sum­me viel zu zu Selbst­be­stim­mung in dem Zusam­men­hang. Aber so die­ses klas­si­sche irgend­wie du stu­dierst nicht, weil du glaubst aber nicht was Bes­se­res ist ein Extrem. Oder du stu­dierst auf jeden Fall, weil wir stu­die­ren in unse­rer Fami­lie oder du wirst Arzt oder du wirst was. Björn Aber wir sind alles Ärz­te. Wir genau, weil wir alle immer Ärz­te sind und was auch immer da rein­spielt. Aber das Ent­schei­den­de ist ja Was kann man tun, wenn man es denn gemerkt hat? Weil so wie du eben so schön gesagt hast, die Erkennt­nis ist erst mal das Wich­ti­ge, dass man merkt, dass man da ein Pro­blem hat, dass man da viel­leicht The­men hat, wo man nicht gut los­las­sen kann. Wie kann man sich da ver­bes­sern? Was kann man wirk­lich sel­ber tun, um aktiv los­las­sen zu kön­nen? Jan Also aus mei­ner Sicht wäre die Mög­lich­keit, dass man zunächst mal für sich fest­stellt, was ist das, was einem schwer­fällt, los­zu­las­sen? Ist es eine, wie du gera­de sagt, das ist was? Ist es etwas, was von außen her­an­ge­tra­gen ist, also von von Drit­ten an mich? Oder ist es eine eige­ne Vor­stel­lung? Je wie­der das kei­ne Vor­stel­lung sein von einer Bezie­hung, von einem Men­schen, von Sor­gen, Ängs­ten. Und so wei­ter und so fort. Und in dem Moment, wo man fest­stellt, es sind eigent­lich The­men, die von außen kom­men, von Drit­ten, die an mich her­an­ge­tra­gen wer­den, kann ich mich davon dis­so­zi­ie­ren. Kann sagen, das sind eigent­lich nicht mei­ne Erwar­tungs­hal­tung, das sind eigent­lich auch nicht mei­ne Ängs­te, Wün­sche oder wie auch immer, son­dern das kommt von außen. Und wenn etwas von außen kommt, dann muss das für mich nicht wahr sein oder ich muss es für mich nicht akzep­tie­ren. Das muss ich aber erst mal fest­stel­len, dass es so ist. Das wäre qua­si der der eine Punkt, wenn es von außen kommt und wenn es von innen kommt, dann ist die inne­re Arbeit, die ich damit habe, eigent­lich fest­zu­stel­len War­um habe ich die­se oder wel­che, wel­che Vor­stel­lung habe ich da selbst? Jan Was ist das, wor­an ich fest­hal­te? War­um kommt das aus mir? Und möch­te ich das noch wei­ter fest­hal­ten, ja oder nein, dass ich dort eine Ent­schei­dung tref­fen kann? Und wenn ich mich dann ent­schei­de zu sagen Nein, das möch­te ich nicht, dann kann ich mich qua­si da hin­be­ge­ben, dass ich aktiv los­las­se. Und auch das kann mir sozu­sa­gen auf unter­schied­li­chen Wegen und Ebe­nen pas­sie­ren. Björn Ja, ich glau­be, eine ganz span­nen­de Fra­ge, die man sich auch stel­len kann, ist in so einer Situa­ti­on sich zu fra­gen Was ist denn das Schlimms­te, was pas­sie­ren könn­te, wenn ich los­las­se? Weil ganz oft spie­len da ja Ängs­te rein. Es ist ja ganz oft so, dass Leu­te nicht los­las­sen kön­nen, weil sie Angst haben davor, dass einer eine, dass irgend­et­was Schlim­mes pas­siert. Also zum Bei­spiel im Fall von Part­ner­schaft, dass sie iso­liert sind, dass Freun­des­kreis, der Freun­des­kreis kaputt geht, sol­che Geschich­ten. Aber dass man sich da ein­mal fragt, was ist denn das Schlimms­te, was pas­sie­ren könn­te? Und wenn man sich damit wirk­lich ganz ratio­nal aus­ein­an­der­setzt und das ist das Wich­ti­ge, dass man ver­sucht, in so einem Moment wirk­lich ratio­nal dar­an zu gehen, wird man da schon sehr, sehr vie­les ent­kräf­ten. Und ich glau­be, das zwei­te ist auch, dass Los­las­sen nicht begrif­fen wer­den soll­te als etwas Abrup­tes. Also das muss nicht hei­ßen, etwas los­zu­las­sen, muss nicht bedeu­ten, ich las­se etwas von jetzt auf gleich hun­dert­Pro­zen­tig so los, dass ich dann das Ich, dass ich das Nie wie­der, dass das nie wie­der Kon­takt mit mir hat, egal ob es jetzt ein Mensch ist oder eine Erwar­tungs­hal­tung oder ein Traum, den ich habe, son­dern das ist ein Pro­zess. Björn Das kann man auch sehr, sehr sanft machen, das kann man, man kann sich lang­sam davon weg­be­we­gen. Neh­men wir ein Bild, das man von sich sel­ber hat­te, was die Zukunft angeht. Irgend­wie so eine Fan­ta­sie, wie erfolg­reich man ist oder was auch immer. Und man kann sich sehr sanft auch von so einem alten Bild weg ent­wi­ckeln, wäh­rend man das neue auf­baut. Man muss nicht vom 10 Meter Turm ins eis­kal­te Was­ser sprin­gen, man darf auch einen Fall­schirm benut­zen. Also man darf sich tat­säch­lich eines Mit­tels. Man darf ein Mit­tel nut­zen, was das gan­ze auch leich­ter macht. Zwi­schen­zie­le, sich schö­ne Din­ge gön­nen. Das ist ja das was, was man dann ganz oft ver­gisst. Das auch. Neh­men wir mal das Bei­spiel einer Tren­nung. Das bedeu­tet ja nicht, dass man einen Men­schen, der viel­leicht trotz­dem immer noch wich­tig für einen ist, auch wenn es viel­leicht nicht mehr der Part­ner für den Rest des Lebens ist. Das bedeu­tet ja nicht, dass der völ­lig aus dem eige­nen Leben ver­schwin­den muss, wenn er das auch nicht will. Björn Das sind alles. Es gibt da eine Grau­zo­ne. Es ist nicht schwarz und weiß. Jan Und es gibt für alle Din­ge, die qua­si auch die Ver­gan­gen­heit betref­fen, das, was erlebt wur­de, wo man viel­leicht auch dar­an fest­hal­ten möch­te. Jetzt bei­spiels­wei­se die Bezie­hung. Und so wei­ter auf, weil sie Angst, dass das dann ja ver­ges­sen wird oder das mit Los­las­sen auch zu tun hat, dass man sagt, man ver­bin­det damit gar nichts mehr. Und auch das muss ja nicht der Fall sein. Auch die Wert­schät­zung dafür fest­zu­stel­len und auch noch­mal für sich aus­zu­drü­cken, für das, was war es glau­be ich auch wich­tig. Also auch in einer Bezie­hung, die zu Ende geht. Ob das jetzt eine part­ner­schaft­li­che Bezie­hung ist, ob das eine beruf­li­che Bezie­hung ist, ein Job oder so was. Gehört es ja auch dazu, zu sagen Ich schät­ze das wert, was war. Ich bin dank­bar für das, was ich da erlebt habe, was wir da gemein­sam erlebt haben, viel­leicht auch zum Teil zu posi­ti­ven wie auch zu nega­ti­ven Din­gen, die da pas­siert sind. Weil nur aus die­sen gan­zen Erfah­run­gen, die man gemacht hat, wird man ja auch zu dem Men­schen, der man heu­te ist. Björn Sodass das Gan­ze ein ganz wich­ti­ger Punkt fin­de ich, also die­ses die­ses Wert­schät­zen auch von Din­gen, die, die man los­lässt, die man hin­ter sich lässt. In dem Moment, wo ich mich da so von distan­zie­re, dass ich das gar nicht, dass das kein Teil mehr von mir ist, dann krie­ge ich ein Pro­blem mit mei­ner Per­sön­lich­keit. Das muss ich ja in mich selbst rein inte­griert bekom­men, was ich gemacht habe oder jetzt, wenn es beruf­lich ist oder mit wem ich in der Part­ner­schaft war, was auch immer. Und die­ses Wert­schät­zen­de dafür ist, glau­be ich, ganz wich­tig und das wird oft über­se­hen. Das macht es einem im End­ef­fekt sogar leich­ter, weil man, wenn man dann zurück­schaut, der Schmerz nicht mehr groß ist. Wenn das jetzt zum Bei­spiel eine Tren­nung war oder so, na ganz prak­tisch gese­hen, wenn jemand ger­ne los­las­sen möch­te, sich dar­über im Kla­ren ist, dass er es will, aber es trotz­dem prak­tisch schwer­fällt. Was wür­dest du so einem Men­schen an Tools mit oder an Werk­zeu­gen auch mit auf den Weg geben? Jan Also zunächst mal tat­säch­lich die­se Ent­schei­dung kon­kret zu tref­fen, zu sagen, ich ent­schei­de mich jetzt dafür, los­zu­las­sen. Und die­se Ent­schei­dung, die kann man natür­lich für sich ein­fach fest­hal­ten, dass man sagt Okay, ich weiß jetzt, dass ich mich ent­schie­den habe, ich brau­che das viel­leicht nicht for­ma­ler. Wenn man jetzt ein Mensch ist, der ger­ne auch Din­ge etwas, ja mehr umrahmt, dann kann man das auch etwas for­ma­ler, for­ma­ler gestal­ten, indem man viel­leicht auch eine Ent­schei­dung nie­der­schreibt. Wenn man schon mal das The­ma Tage­buch oder Jour­nal, wenn man so etwas schreibt, dann. Man darf auch eine sol­che Ent­schei­dung für sich fest­hal­ten, wür­de ich schwarz auf weiß auf Papier brin­gen. Man kann es aber auch etwas ritua­li­sier­ten, indem man es tat­säch­lich in ein For­mat bringt, viel­leicht tat­säch­lich mal etwas län­ger unter­schreibt, begrün­det, auch wert­schätzt, was war, was man hier los­las­sen möch­te und sagt, dass das jetzt aber der Schritt ist und dass man nun wei­ter geht, sich einer neu­en Sache zu wen­det oder eben anders ori­en­tiert. Und das kann man für sich selbst machen. Jan Das kann man aber auch mit ande­ren Men­schen tun. Das kann auch ande­ren Men­schen hel­fen, nach­zu­voll­zie­hen, was da gera­de pas­siert und auch viel­leicht selbst los­las­sen zu kön­nen. Wenn ich mal das Bei­spiel von der Bezie­hung oder auch das Bei­spiel aus dem Bereich beruf­li­che beruf­li­che Zusam­men­ar­beit. Auch da kann es hel­fen, wenn man tat­säch­lich sagt. Ich ent­schei­de mich, hier­für jetzt wei­ter­zu­ge­hen, aber ich schät­ze das Wert, was wir in der Ver­gan­gen­heit haben. Und so wei­ter und so fort. Und wenn ich mich jetzt den fol­gen­den Punk­ten zu, dass man es ein­fach auch mal trans­pa­rent macht und for­mu­liert und wirk­lich auf den Raum gibt, dar­auf auch reagie­ren zu kön­nen. Dem gegen­über. Das kann unheim­lich hilf­reich sein. Björn Die Ritua­le hat­ten wir ja schon mal in einer eige­nen Fol­ge. Also das haben wir ja schon mal aus­führ­lich auch bespro­chen. Die sind da glau­be ich sehr, sehr mäch­tig, was die Werk­zeu­ge angeht. Womit ich gute Erfah­run­gen gemacht habe, ist eine Start Ziel Auf­stel­lung tat­säch­lich. Also zu sagen okay, wir las­sen etwas Altes los, aber wo soll die Rei­se denn hin­ge­hen? Und was sind denn dann die Etap­pen? Was sind die Zwi­schen­zie­le? Und dadurch geschieht ja schon etwas im Kopf, dass man sich, wenn man sich mit der Zukunft dann wie­der Lösungs Fokus­sie­rung mit mit dem was kommt aus­ein­an­der­setzt und die­sen ers­ten Schritt geht. Das tun Men­schen dann ja in so einer Start Ziel Auf­stel­lung mit so Kar­ten auf dem Boden kön­nen wir jetzt hier nicht im Detail spre­chen. Wäre viel­leicht mei­ne eige­ne Fol­ge. Werd tun sie dann ja auch tat­säch­lich ganz phy­sisch. Da erlebt man ja das tat­säch­lich auch manch­mal, dass Men­schen in dem Moment unglaub­lich los­las­sen, schon unglaub­lich aus­at­men, seuf­zen, dass da eine regel­rech­te man sieht das tat­säch­lich dann in sol­chen Momen­ten auch. Das kann auch sehr hel­fen, ein­fach den ers­ten Schritt zu gehen auf die­sem Weg des Los­las­sens. Björn Wie gesagt, kein abrup­ter Cut, son­dern ein Weg. Und sich ein biss­chen zu ent­fer­nen von dem, was man da hin­ter sich las­sen möch­te. Jan Genau. Also im Wesent­li­chen neben der Ent­schei­dung, los­zu­las­sen. Eben auch, wenn man sagt, man möch­te sich zu etwas Neu­em ori­en­tie­ren. Zu visua­li­sie­ren Was ist denn das Neue, zu dem ich mich ori­en­tie­ren möch­te? Ers­te Schrit­te ent­we­der zu pla­nen oder auch zu gehen. Das kann im Rah­men einer sol­chen Start Ziel Auf­stel­lung pas­sie­ren. Das kann sein, indem man sich einen Plan macht oder indem man sagt Was ist denn qua­si der ers­te Stepp, den ich ein­fach mal tun kann? Viel­leicht schon heu­te oder mor­gen, um mich dahin zu ori­en­tie­ren, um das auch irgend­wie ein Stück­weit zu mani­fes­tie­ren. Also Tat­sa­chen auch zu schaf­fen. Und dann haben wir noch einen Punkt, den ich eigent­lich auch ganz schön fin­de in dem Zusam­men­hang, denn man muss ja nicht zwin­gend, wenn man los­lässt, sich gleich einer neu­en Sache dann zuwen­den oder dahin ori­en­tie­ren, son­dern man kann viel­leicht auch ein­fach mal anneh­men, dass da mal eine gewis­se Frei­heit ist, also dass da mal ein Nichts ist, also kein kei­ne Hin­wen­dung zu etwas, son­dern dass man sagt, man genießt ein­fach mal, dass man los­ge­las­sen hat und schaut mal, was einem begeg­net. Jan Auch das ist ja eine Mög­lich­keit. Björn Das ist eine tol­le Mög­lich­keit, die man dann natür­lich kön­nen muss. Das ist, das ist jetzt wie­der, das hat ja jetzt wie­der ganz viel. Und wenn man das nicht kann, muss man sich fra­gen War­um kann ich das eigent­lich nicht? War­um hal­te ich es nicht aus, kein Ziel zu haben? Oder war­um kann ich das nicht genie­ßen, dass nichts ist? Aber über die­ses Nichts wol­len wir ja sowie­so noch mal eine eige­ne Fol­ge machen. Jan Genau rich­tig. Genau. Ja, wir hof­fen, ihr habt Spaß gehabt, zuzu­hö­ren. Über das Los­las­sen. Viel­leicht habt ihr auch The­men. Din­ge, die ihr schon immer mal los­las­sen woll­tet oder die euch viel­leicht auch spon­tan ein­ge­fal­len sind im Rah­men die­ser Fol­ge, dass ihr da ger­ne mal los­las­sen wür­det. Auf jeden Fall hof­fen wir, ihr habt ja viel­leicht auch etwas Schwung bekom­men, Mut bekom­men, das los­zu­las­sen, was euch viel­leicht nicht gut tut Euch umzu­ori­en­tie­ren, viel­leicht zu neu­en Din­gen oder auch ein­fach mal offen zu sein für das, was da kommt. Und wir freu­en uns auf jeden Fall auf euer Feed­back, auf eure Fra­gen. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr unter unse­rem Pod­cast. Und ansons­ten ver­ab­schie­den wir uns bis zum nächs­ten Mal. Björn Ich sage Tschüss. Jan Auf Wie­der­hö­ren. **Kategorien:** Coach&Coach Podcast, Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Loslassen, Podcast, Wellbeing --- ### [MeisterTask: archivierte Projekte und Suche vs. Filtern](https://bobach-coaching.de/meistertask-archivierte-projekte-und-suche-vs-filtern/) **Published:** Juli 6, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video zu Meis­ter­Task gehe ich auf zwei Fra­gen von euch ein: was hat es mit dem Pro­jekt­ar­chiv auf sich (und wo fin­det man es) sowie die Bit­te, noch ein­mal genau­er auf den Unter­schied zwi­schen der Suche und den Fil­tern ein­zu­ge­hen. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo und herz­lich Will­kom­men, mein Name ist Björn Bob­ach, ich mache Tech­nik begreif­bar. Und auch heu­te geht es mal wie­der um Meis­ter­Task und zwar um zwei Fra­gen, die ich bekom­men habe. Und die ers­te Fra­ge ist, was hat es eigent­lich mit archi­vier­ten Pro­jek­ten auf sich. Da hat mich jemand gefragt, dass er die­se nie fin­det und nicht weiß, wo die sind. Das ist rela­tiv leicht zu erklä­ren, auch wenn es wirk­lich nicht offen­sicht­lich ist und hier ist wirk­lich ein biss­chen Nach­bes­se­rungs­be­darf. Im Meis­ter­Task Inter­face ver­ste­cken sich die archi­vier­ten Pro­jek­te ganz ein­fach hier unter Pro­jek­te. Da seht ihr, wenn man mit dem Maus­zei­ger rüber­geht, kommt so ein Pfeil und wenn ich da drauf­kli­cke, kann ich zwi­schen akti­ven Pro­jek­ten und archi­vier­ten Pro­jek­ten hin und her schal­ten. Also das ist ein biss­chen ver­steckt, also man sieht es nicht auf den ers­ten Blick, aber wenn man es weiß, dann ist es schnell erle­digt. Auf archi­vier­te Pro­jek­te kann ich umschal­ten und dann kann ich, und das ist wirk­lich wie­der ganz prak­tisch, das Pro­jekt mir noch­mal genau­so anschau­en, wie es zu dem Zeit­punkt war. Also wenn ich zum Bei­spiel jetzt hier auf so ein Bei­spiel­pro­jekt gehe von mir, mein Pro­jekt, das ist ein­fach etwas, wo ich biss­chen aus­pro­biert habe, sieht man, das war das Board in dem Moment, in dem ich das archi­viert habe. Ich kann jetzt hier oben auf wie­der­her­stel­len tip­pen, dann ist das Board wie­der aktiv und es liegt ganz nor­mal unter mei­nen Pro­jek­ten. Und ich kann es auch kom­plett löschen, dann ist es auch aus dem Archiv ver­schwun­den und, das ist jetzt sehr wich­tig, es taucht auch nicht mehr in den Such­ergeb­nis­sen auf. Wenn man Meis­ter­Task Pro nutzt, kann man ja auch das Archiv durch­su­chen, wenn man das nicht mehr möch­te und die Sachen wirk­lich nicht mehr braucht, hier löschen, dann ver­schwin­det es aus dem Archiv und dann sieht man es auch in den Such­ergeb­nis­sen nicht mehr. Das ist die per­fek­te Über­lei­tung zur nächs­ten Fra­ge: Suchen ver­sus fil­tern. Ich habe die Fra­ge bekom­men, wie kann man denn eigent­lich nach Tags suchen. In mei­nem letz­ten Video zum Meis­ter­Task ging es ja um Tags, also die Schlüs­sel­wor­te. Und es gibt ja eine Such­funk­ti­on hier oben. Und da kann man auch tat­säch­lich Tags aus­wäh­len, aber das ist kei­ne Such­op­ti­on, son­dern nur auch hier wie­der ein Fil­ter. Das heißt, nicht ver­wirrt sein: Alles, was hier rechts in der Suche ist, ist kei­ne Such­op­ti­on, son­dern etwas, um die Such­ergeb­nis­se zu fil­tern. Ich zei­ge ein­mal, was ich mei­ne. Wenn ich jetzt hier einen Tag aus­wäh­le, neh­men wir mal Tech­nik, seht ihr, hier erscheint jetzt zwar nichts mehr, aber auch nichts neu­es. Das kann ja irgend­wie nicht stim­men, weil ich hab ja irgend­wo Auf­ga­ben mit die­sen Tags, sonst wäre der Tag ja auch gar nicht da. Ich kann noch­mal was ande­res machen, neh­men wir mal Pro­dukt A. Da weiß ich, dass ich in einem ande­ren Board was habe und Tech­nik neh­me ich wie­der raus. Ihr seht, da taucht nichts auf. Wenn ich jetzt hier aber Kun­de ein­ge­be, dann kom­men die Kun­den aus mei­nem Bei­spiel­board, die wirk­lich Pro­dukt A haben und wenn ich das jetzt hier wie­der lösche, sehe ich alles, wo (?der) Kun­de in irgend­ei­ner Form vor­kommt. Also, nicht ver­wirrt sein, das ist nur eine Fil­te­rung hier rechts von den Such­ergeb­nis­sen hier links. Und man muss hier oben einen Such­be­griff ein­ge­ben. Das kann irgend­was sein, aber es muss nach etwas gesucht wer­den, sonst sieht man nichts. Also die­se Sachen bezie­hen sich immer nur auf die Such­ergeb­nis­se, die sich auf die­sen Such­be­griff wie­der­um bezie­hen. Nicht ganz ein­leuch­tend, ich fän­de es schön, wenn man hier auch direkt nach Tags suchen könn­te, vor allem auch Pro­jekt­board über­grei­fend. Viel­leicht kommt das ja in einer der nächs­ten Ver­sio­nen von Meis­ter­Task. Falls ihr mein Video seht, ich wür­de mich sehr freu­en, wenn ihr das ein­bau­en wür­det. So eine Text­su­che board­über­grei­fend wäre wirk­lich prak­tisch. Das war die Suche, dage­gen jetzt noch­mal die Fil­ter­funk­ti­on. Ich gehe noch­mal in mein Bei­spiel­board. Da sind wir. Und die Fil­ter­funk­ti­on ver­steckt sich hier rechts. Ent­we­der ich habe das in der Ansicht, wo ich hier oben sehe, wer bereits betei­ligt ist, oder hier unten über die­sen But­ton kann ich das Fil­ter­feld aus­fah­ren. Und der Unter­schied zur Suche ist, dass sich das jetzt nur auf das aktu­el­le Board bezieht und dass das live-Such­ergeb­nis­se sind. Das heißt, ich kann jetzt hier zum Bei­spiel, wie jetzt im letz­ten Bei­spiel schon, nach Tags fil­tern. Also ich gehe hier auf Pro­dukt A, dann sehe jetzt alles nur, was die­sen Tag Pro­dukt A hat. Und um euch das ein biss­chen mäch­ti­ger zu zei­gen, gehe ich mal nicht in das Bei­spiel­board, son­dern zei­ge euch ein­fach mal ein Kun­den­board, das ich in der Agen­tur mei­nes Bru­ders mit­be­treue. Und da kann ich jetzt zum Bei­spiel sagen, ich möch­te da nur die Sachen sehen, die mir zuge­wie­sen sind und ihr seht ja, das ist glück­li­cher­wei­se momen­tan nur eine Auf­ga­be, an der ich arbei­te. Und hier hat man ein­fach immer ein Live­bild von den Suchen, die man in die­sem Fil­ter­feld ein­gibt. Das wür­de ich mir, wie eben schon erwähnt, über alle Boards wün­schen, über die Such­funk­ti­on. Ist aber trotz­dem sehr sehr prak­tisch, wenn es um Tags geht, wenn man nur Sachen sehen möch­te, die einen sel­ber gera­de betref­fen. Dafür sind Fil­ter rich­tig gut. Das sind zwei Punk­te gewe­sen, die aus Fra­gen von euch kamen. Wenn ihr wei­te­re Fra­gen habt, was Meis­ter­Task angeht, schickt mir ger­ne eine E‑Mail an office@björnbobach.de und ich ver­su­che das in einem der nächs­ten Vide­os zu berück­sich­ti­gen. Es gibt bestimmt sehr sehr vie­le Fra­gen, die noch offen sind. Meis­ter­Task ist so fle­xi­bel und hat so vie­le ver­schie­de­ne Ein­satz­mög­lich­kei­ten, dass ich mir fast sicher bin, dass ihr Fra­gen habt und ich freue mich, wenn ich sie bekom­me. Ich sage, bis zum nächs­ten Mal. Ich freue mich über Likes und das Abon­nie­ren mei­nes klei­nen Kanals und bis dahin, ciao.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: mit Checklisten und Vorlagen arbeiten](https://bobach-coaching.de/meistertask-checklisten/) **Published:** Juli 13, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In Meis­ter­Task gibt es inner­halb der Auf­ga­ben­kar­ten eige­ne Check­lis­ten. Die­se kön­nen zwar (noch) nicht mit Fäl­lig­kei­ten ver­se­hen oder wie­der­keh­rend ein­ge­rich­tet wer­den, sind aber trotz­dem ein wert­vol­les Tool, um bei immer wie­der glei­chen Auf­ga­ben inner­halb eines Pro­jek­tes den Über­blick zu bewah­ren. In die­sem Video zei­ge ich euch, wie man Check­lis­ten anlegt und – extrem prak­tisch – Vor­la­gen erstellt und die­se lädt. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo und herz­lich will­kom­men. Mein Name ist Björn Bobach. Und heu­te geht es in Meis­ter­Task um Check­lis­ten. Wie man sie erstellt, wie man mit ihnen arbei­tet und, ganz span­nend, wie man Vor­la­gen von Check­lis­ten erstellt, damit man sie nicht immer aufs Neue neu ein­ge­ben muss. Check­lis­ten leben bei Meis­ter­Task inner­halb der Auf­trags­kar­ten. Ich gehe jetzt hier in mei­nem Bei­spiel­board ein­mal auf einen Kun­den. Und ganz oben in der Check‑, in dem Auf­tragskärt­chen hier versteckt sich Check­lis­ten­ein­trag hin­zu­fü­gen. Und das ist tat­säch­lich auch genau so ein­fach. Ich kli­cke da drauf. Und dann kann ich jetzt die ein­zel­nen Punk­te mei­ner Check­lis­te ein­ge­ben. Jetzt ist das ja ein Bei­spiel. Das heißt, jetzt sagen wir mal, das ist ein Pro­dukt. Das machen wir mal Kon­zept erstel­len, Grob­ent­wurf anfer­ti­gen, Design frei­ge­ben las­sen, Ände­rungs­wün­sche ein­pfle­gen. Was auch immer. Also das ist eine ganz nor­ma­le Check­lis­te, in der man alles Mög­li­che ein­ge­ben kann.Und das Span­nen­de ist: Ich‑, nach jedem Punkt drü­cke ich immer nur die Return­tas­te und lan­de dann direkt im nächs­ten Feld. Das heißt, ich kann hier direkt die Check­lis­te in einem Rutsch erstel­len. Wenn ich jetzt über die ein­zel­nen Punk­te der Check­lis­te gehe, habe ichhier rechts ein paar Optio­nen. Zum einen habe ich hier die­se drei Stri­che. Das ist ein soge­nann­tes Anfass­sym­bol. Und da kann ich drauf­kli­cken und kann hier die Rei­henfol­ge ändern. Und hier kann ich die‑, dieses‑, die­sen Check­lis­ten­punkt kom­plett löschen. Also wenn ich jetzt hier zum Bei­spiel sage: „Ände­rungs­wün­sche ein­pfle­gen möch­te ich dann doch gar nicht in der Check­lis­te haben.“ Ein­fach da drauf und weg ist er. Und wenn ich auf die­sen Pfeil gehe, kann ich das Gan­ze in eine Auf­ga­be umwan­deln. Also wenn ich hier zum Bei­spiel einen Check­lis­ten­punkt habe und mer­ke, das ist eigent­lich nicht mäch­tig genug dafür, ich brau­che dafür eine eige­ne Auf­ga­ben­kar­te, kann ich dar­auf kli­cken und da wird dann eine eige­ne Auf­ga­be draus. Viel wich­ti­ger ist das, was sich hier hin­ter die­sem klei­nen Drei­eck neben Check­lis­te bir‑, ver­steckt. Und wenn ich da drauf­kli­cke habe ich hier schon Check­lis­te laden, Check­lis­te spei­chern, Check­lis­te löschen. Letz­te­res ist, glau­be ich, selbst­er­klä­rend. Dann ver­schwin­det die gan­ze Check­lis­te wie­der. Und Check­lis­te spei­chern ist eine sehr mäch­ti­ge Geschich­te. Da kann ich näm­lich eine Vor­la­ge aus die­ser Check­lis­te machen. Und da sagen wir jetzt mal hier, weil das‑, ich habe da jetzt ein biss­chen Web­site­er­stel­lung qua­sirein­ge­bas­telt. Ich kann sagen: „Web­site­er­stel­lung.“ Fer­tig. Und jetzt kann ich, wenn ich in eine andere‑, in einen ande­ren Auf­trag gehe-. Das war der Fal­sche. Wenn ich jetzt hier in den gehe, kann ich hier bei Check­lis­te hin­zu­fü­gen rechts auf Laden tip­pen. Und da habe ich die gespei­cher­ten Check­lis­ten von mir. Pro­dukt ist eine ande­re. Und wenn ich jetzt aufWeb­site­er­stel­lung gehe, Schwupps, habe ich die Punk­te aus die­ser Check­lis­te da drin. Ich kann noch eine wei­te­re hin­zu­fü­gen. Ich kann jetzt zum Bei­spiel auch sagen: „Pro­duk­te.“ Die wer­den dann auch hin­zu­ge­fügt. Das ist hier unten das. Und ich kann sogar die­sel­be noch­mal hin­zu­fü­gen. Das heißt, jetzt habe ich hier unten noch­mal Web­site­er­stel­lung. Das jetzt sinn­voll ist, da fällt mir jetzt gera­de kein Nut­zen für ein. Aber das ist alles sehr, sehr ein­fach zu han­deln. Und dadurch kann man, zum Bei­spiel wenn man eine Auf­trags­er­tei­lung hat, man hat immer die glei­chen Punk­te, die man abha­ken möch­te. Dann kann man die ganz leicht zu einer Auf­ga­ben­kar­te hin­zu­fü­gen. Ich habe neu­lich eine Fra­ge dazu gekriegt, ob das auto­ma­ti­sier­bar ist. Lei­der nein. Also man kann das nicht über eine Sec­tion-Action auto­ma­ti­sie­ren. Auch nicht über Zapier oder ein exter­nes Auto­ma­ti­sie­rungs­tool. Das gehtnoch nicht. Und was auch noch nicht geht, ist, dass ich hier die­sen ein­zel­nen Auf­ga­ben Daten, also Fäl­lig­keits­da­ten, geben kann los­ge­löst hier von der Gesamt­auf­trags­fäl­lig­keit. Oder dass die wiederkeh­rend wären die­se ein­zel­nen Auf­ga­ben. Das wird aber kom­men. Also auf der Beta-Sei­te für Meis­ter­Task 2.0, was ja jetzt in der öffent­li­chen Beta ist, wird das schon ange­kün­digt, dass das kom­men wird. Und da freue ich mich sehr drauf. Das sind Fea­tures, die immer wie­der gefragt wer­den. Und das wird wohl dann dem­nächst soweit sein.Wenn man da der Web­site von Meis­terlabs ver­trau­en darf. Und das soll­te man ja. Das sind Check­lis­ten. Wenn Ihr dazu Fra­gen habt, freue ich mich, wie immer, über eine E‑Mail an office@bjoernbobach.de. Und ich freue mich auf das nächs­te Mal. Tschau.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [Meistertask 2.0 ist da! Alle Neuerungen im Überblick](https://bobach-coaching.de/meistertask-20-ist-da-alle-neuerungen-im-uberblick-video/) **Published:** Juli 18, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** Lan­ge habe ich mich auf die­sen Tag gefreut! [Meis­terlabs](https://meisterlabs.com) hat end­lich [Meis­ter­task 2.0](https://meistertask.com), mein liebs­tes Kan­ban Tool zur Pro­jekt­ver­wal­tung, ver­öf­fent­licht. Soll­test du die Neue­run­gen bis jetzt nicht sehen, wun­de­re dich nicht. Um ein mög­lichst rei­bungs­lo­ses Update zu ermög­li­chen, wer­den alle Nut­zer all­mäh­lich umge­stellt. Spä­tes­tens am 23. Juli 2018 soll­test du von einem brand­neu­en Dash­board begrüßt wer­den. Hier mein Video zu den neu­en Fea­tures: ## Des Kaisers neue Kleider ![Meistertask 2.0 Dashboard](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/07/Screen-Shot-2018-07-19-at-10.56.45-AM-1024x640.png "Screen Shot 2018-07-19 at 10.56.45 AM | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Meis­terlabs hat das Inter­face von Meis­ter­Task 2.0 einer gründ­li­chen Ver­jün­gungs­kur unter­zo­gen. Auch wenn man die Soft­ware sofort wie­der­erkennt, scheint es kei­nen ein­zi­gen Pixel zu geben, der nicht ange­fasst wur­de. Die Icons sind kla­re­re und moder­ner, das Lay­out der Auf­ga­ben­kar­ten wur­de opti­miert. Oft genutz­te Funk­tio­nen wie das Beob­ach­ten einer Auf­ga­be wur­den deut­lich schnel­ler erreich­bar posi­tio­niert. Ins­ge­samt eine optisch sehr anspre­chen­de Wand­lung. Die ohne­hin schon sehr zugäng­li­che und nut­zer­freund­li­che Gestal­tung (pri­mär im Ver­gleich zu Tools wie Asa­na…) wur­de aber­mals ver­bes­sert. ## Leistung, Leistung, Leistung Wie vie­le ande­re Meis­ter­task Nut­zer, habe auch ich beim Her­un­ter­la­den von Anhän­gen (zu) oft die klei­ne Lade­ani­ma­ti­on viel zu lan­ge bewun­dern müs­sen, oder habe die gefürch­te­te „Kei­ne Inter­net­ver­bin­dung“ Mel­dung bekom­men. Mit [Meis­ter­task](https://meistertask.com) 2.0 führt [Meis­terlabs](https://meisterlabs.com) zwei neue Tech­no­lo­gien ein, die auf deut­lich moder­ne­re Pro­to­kol­le set­zen. Schön wer­be­wirk­sam **React & Redux** genannt, bedeu­ten Sie für uns als Nut­zer aber vor allem zwei­er­lei: Geschwin­dig­keit und Ver­läss­lich­keit. Im Lau­fe des Beta Tests der letz­ten Wochen war ich teil­wei­se schon sehr über­rascht, wie per­for­mant die neu­en Schnitt­stel­len zu sein schei­nen. Jetzt bleibt es abzu­war­ten, was pas­siert, wenn in den nächs­ten Tagen sämt­li­che Nut­zer umge­stellt wer­den. Bis jetzt sieht aber alles sehr viel­ver­spre­chend aus. ## Neue Funktion: Meine Checkliste (naja, FAST neu) ![Meistertask 2.0 My Checklist](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/07/Bildschirmfoto-2018-07-18-um-10.40.44-300x173.png "Bildschirmfoto 2018-07-18 um 10.40.44 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Nut­zer der iOS und Android Apps wer­den die­se Funk­ti­on schon ken­nen: Mit „Mei­ne Check­lis­te“ ist es mög­lich eine eige­ne, per­sön­li­che To-Do-Lis­te zu füh­ren, die nicht auf ein spe­zi­el­les Pro­jekt bezo­gen ist. Mit Meis­ter­task 2.0 haben end­lich auch das Web­in­ter­face und alle ande­ren Platt­for­men die­se prak­ti­sche Funk­ti­on spen­diert bekom­men. In vie­len Fäl­len wird hier ein zusätz­li­cher Task-Mana­ger über­flüs­sig. ## Speziell für Business Nutzer: Benutzerdefinierte Felder ![MeisterTask 2.0 Business: benutzerdefinierte Felder](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2018/07/Custom-Fields-1-1024x640.png "Custom Fields 1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Screen­shot Meis­terlabs Ich selbst habe nach dem Start der neu­en Busi­ness-Accounts etwas die Nase gerümpft: außer einer auf­ge­bohr­ten Nut­zer­ver­wal­tung hat das Busi­ness Level nicht viel Neu­es gebracht. Für grö­ße­re Teams bestimmt sinn­voll, aber für klei­ne Teams nicht unbe­dingt not­wen­dig. Mit Meis­ter­Task 2.0 führt Meis­terlabs nun benut­zer­de­fi­nier­te Fel­der ein. Mit die­sen ist es mög­lich, für jedes Board vor­ge­ge­be­ne Fel­der zu defi­nie­ren, die für jede Auf­ga­be ange­zeigt wer­den soll­ten. Hier las­sen sich etwa Kun­den­num­mern hin­ter­le­gen, Zusatz­in­for­ma­tio­nen wie Ticket­num­mern, wenn man z. B. Sup­port­an­fra­gen über Meis­ter­task abwi­ckelt und vie­les mehr. Die­se Funk­ti­on hilft defi­ni­tiv, um wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen direkt im Blick zu haben und vor allem nicht zu *ver­ges­sen**, wenn* man Auf­ga­ben anlegt. So prak­tisch die benut­zer­de­fi­nier­ten Fel­der sind, hat Meis­ter­task 2.0 hier aber auch noch die größ­ten Ver­bes­se­rungs­mög­lich­kei­ten: es ist z. B. nicht mög­lich, Fel­der auf ein bestimm­tes For­mat zu beschrän­ken (z. B. URLs, Tele­fon­num­mern etc.), die Ein­trä­ge sind bis­her nicht inter­ak­tiv – ein Klick auf eine hin­ter­leg­te Web­adres­se öff­net die­se z. B. nicht, son­dern erlaubt nur das Edi­tie­ren. Auto­ma­tio­nen sind hier bis­her nicht vor­ge­se­hen. Hier kann man also noch deut­lich mehr raus­ho­len… ## Die Zukunft Meis­terlabs hat in einem [Blog­bei­trag](https://focus.meisterlabs.com/product-news/2018/06/20/meistertask-2-0-beta/) noch wei­te­re zukünf­ti­ge Funk­tio­nen ange­kün­digt, die bald fol­gen sol­len. Die bemer­kens­wer­tes­te und vor allem *drin­gends­te* ist hier sicher­lich die Mög­lich­keit wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben zu erstel­len. Dies ist oft ein K.-o.-Kriterium, der momen­ta­ne Weg über Zapier ist vie­len zu umständ­lich. Aus­ser­dem soll es zukünf­tig auch end­lich meh­re­re Check­lis­ten pro Auf­ga­be geben. ## Fazit und eine Wunschliste Meis­terlabs ver­folgt mit dem Update auf Meis­ter­test 2.0 die rich­ti­ge Stra­te­gie. Bevor die Anwen­dung mit Fea­tures ergänzt wird, stellt man auf deut­lich ska­lier­ba­rer und sta­bi­le­re Tech­nik um und wird nun ste­tig Funk­tio­nen nach­rei­chen. Die­se Funk­tio­nen wer­den jetzt ent­schei­dend sein, wie sehr sich Meis­ter­task wei­ter durch­set­zen kann. Mei­ne per­sön­li­che Wunsch­lis­te für zukünf­ti­ge Ver­bes­se­run­gen: - ter­mi­nier­te und sich wie­der­ho­len­de Check­lis­ten Ein­trä­ge inner­halb einer Auf­ga­be und auch für „My Check­list“ - bes­ser Kalen­der­an­sicht / Visua­li­sie­rung von Pro­jek­ten - Abhän­gig­kei­ten (Auf­ga­be B, wenn Auf­ga­be A erle­digt ist) - voll­stän­di­ge G Suite Inte­gra­ti­on für Anhän­ge, Mails etc. Wenn auch du Meis­ter­task nut­zen willst, kannst Du Dir auf [meistertask.com](https://meistertask.com) einen kos­ten­lo­sen Benut­zer­zu­gang erstel­len. Es gibt auch ver­schie­de­nen kos­ten­pflich­ti­ge Level, je nach­dem wel­chen Funk­ti­ons­um­fang du benö­tigst. Gra­tu­la­ti­on an Meis­terlabs für ein gelun­ge­nes Update! **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität --- ### [Meistertask 2.0: ein erster Blick und neue Funktionen](https://bobach-coaching.de/meistertask-2-0-ein-erster-blick-und-neue-funktionen/) **Published:** Juli 20, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In [mei­nem letz­ten Blog­ar­ti­kel](https://bobach-coaching.de/meistertask-20-ist-da-alle-neuerungen-im-uberblick-video/) habe ich bereits aus­führ­lich über Meis­ter­Task 2.0 berich­tet. In die­sem Video zei­ge ich euch das neue Dash­board und ein paar neue Funk­tio­nen. Vor allem die benut­zer­de­fi­nier­ten Fel­der der Busi­ness-Vari­an­te von Meis­ter­Task haben es mir ange­tan. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo, Björn Bob­ach hier. Ich mache Tech­nik begreif­bar. Und heu­te geht es um das begreif­bars­te Pro­jekt­pla­nungs­tool, das ich ken­ne. Das ist Meis­ter Task. Und in die­sem Fall Meis­ter Task 2.0. Ein sehr, sehr span­nen­des Update, auf das ich mich sehr, sehr gefreut habe. Ich habe da schon vor kur­zem in mei­nem Block auch dar­über geschrie­ben. Und mit Meis­ter Task 2.0 hat Meis­ter Labs, der Her­stel­ler von Meis­ter Task, eini­ge wirk­lich tol­le Sachen umge­setzt. Zu aller erst ein­mal Per­for­mance. Das kann ich Euch jetzt hier gar nicht unbe­dingt zei­gen. Weil Meis­ter Task 2.0 ist deut­lich per­for­man­ter und auch zuver­läs­si­ger als die alte Ver­si­on. Was Ihr jetzt hier seht, ist noch die Meis­ter Task Beta von 2.0. Des­we­gen ist noch nicht alles unbe­dingt rich­tig ein­ge­deutscht. Aber das wird kom­men. Im Moment läuft Meis­ter Task 2.0 aus für alle Benut­zer. Das soll bis zum 23. Juli umge­setzt sein. Das heißt, wenn Ihr es noch nicht seht, ein biss­chen Geduld. Es soll­te bald kom­men. Ich möch­te Euch jetzt in die­sem Video ein paar Funk­tio­nen zei­gen, die dazu gekom­men sind. Als aller ers­tes seht Ihr schon, das ist das neue Dash­board. Es ist viel, viel auf­ge­räum­ter. Ihr habt jetzt hier getrennt mei­ne Auf­ga­ben und die Benach­rich­ti­gun­gen. Ihr müsst hier oben nicht mehr umschal­ten. Frü­her war hier ein Umschal­ter. Jetzt seht Ihr das alles auf einen Blick. Hier sehe ich mei­ne Benach­rich­ti­gun­gen. Ich kann die auch gleich öff­nen. Und dann seht Ihr, sind sie da auch ver­schwun­den. Und dann sehr auf­fäl­lig jetzt in der Desk­top­va­ri­an­te hier auch mei­ne Auf­ga­ben, „My Check­list“. Also mei­ne Check­lis­te wird es auf Deutsch hei­ßen. Das kennt man schon von den IOS-Apps oder von den Android Apps. End­lich auch in der Web- und Desk­top­ver­si­on. Und Ihr seht schon, hier habe ich jetzt schon ein paar Auf­ga­ben ange­legt. Der Hin­ter­grund, hier kann man alles an Auf­ga­ben anle­gen, was für einen per­sön­lich ist. Und nicht auf­ga­ben­be­zo­gen, Also wenn ich jetzt hier zum Bei­spiel drauf­kli­cke, und jetzt hier noch sage „Büro auf­räu­men“. Das hat ja jetzt nicht mit einem Pro­jekt zu tun, son­dern betrifft mich per­sön­lich. Return. Jetzt kann ich gleich die nächs­te Auf­ga­be machen, wenn ich möch­te. Also sehr, sehr prak­tisch, dass man das jetzt auch auf dem Desk­top sieht. Und das syn­chro­ni­siert sich natür­lich auch mit den ent­spre­chen­den Apps. Sehr prak­tisch ist, jetzt habe ich hier zum Bei­spiel „Teil­neh­mer Lis­te aktua­li­sie­ren“. Das ist jetzt etwas, was mit der Selbst­ma­nage­ment­aka­de­mie zu tun hat, die ich mit mei­nem Bru­der betrei­be. Wenn ich hier auf das klei­ne Drei­eck tip­pe, auf den Pfeil nach unten, Kann ich das direkt in eine Auf­ga­be umwan­deln und auch direkt einem ent­spre­chen­den Board zutei­len. Also das ist echt eine schö­ne prak­ti­sche Funk­ti­on. Macht in vie­len Fäl­len einen ande­ren Task Mana­ger viel­leicht über­flüs­sig. Hat auch noch Nach­tei­le. Ich kann hier noch kei­ne Fäl­lig­keits­da­ten ein­rich­ten. Ich kann noch kei­ne wider­ho­len­den Auf­ga­ben hier ein­stel­len. Meis­ter Labs hat ange­kün­digt, dass sol­che Funk­tio­na­li­tä­ten in der Zukunft kom­men wer­den. Ich kann es kaum erwar­ten. Hier unten habe ich dann mei­ne fäl­li­gen oder über­fäl­li­gen Auf­ga­ben. Also sehr, sehr über­sicht­lich gestal­tet. Eine ande­re Funk­ti­on, habt Ihr jetzt gese­hen, wie schnell das jetzt ist. Eine ande­re Funk­ti­on betrifft die Busi­ness-Accounts. Da habe ich ja über den ers­ten Roll­out ein biss­chen die Nase gerümpft. Weil, das war vor allem eine Nut­zer­ver­wal­tung, die auf­ge­bohrt war. Jetzt ist eine Funk­ti­on dazu gekom­men, die fin­de ich sehr, sehr sin­nig, wenn man das geschäft­lich ein­setzt. Und das sind benut­zer­de­fi­nier­te Fel­der. Ihr seht hier schon, hier steht jetzt Kun­den­num­mer. Also ich könn­te jetzt hier eine Kun­den­num­mer hin­schrei­ben. Das ist sehr prak­tisch, weil ich die dann, die­se Infor­ma­tio­nen dann, per Stan­dard in allen Auf­ga­ben habe. So kann ich es dann auch nicht ver­ges­sen, wenn ich eine Auf­ga­be anle­ge. Wie rich­tet man so etwas ein? Das ist sehr, sehr ein­fach. Ich muss ein­fach hier oben in mei­nem Board auf das i gehen. Und da steht jetzt Pro­ject Pro­per­ties. Das wird dann sehr wahr­schein­lich Pro­jekt­ein­stel­lung oder so etwas auf Deutsch hei­ßen. Wenn ich da drauf tip­pe, seht Ihr jetzt hier benut­zer­de­fi­nier­te Punkt Punkt Punkt. Auch hier die Über­set­zung noch nicht ganz fer­tig. Und wenn ich da drauf drü­cke seht Ihr hier schon, da ist die Kun­den­num­mer. Und da kann ich jetzt als Plus­be­nut­zer­de­fi­nier­tes Feld hin­zu­fü­gen. Zum Bei­spiel noch sagen, „Adres­se“. Und dann kann ich noch eine Beschrei­bung „Bit­te hier Adres­se ein­ge­ben“. Ja? Dann habe ich das schon ange­legt. Gehe auf „Fer­tig“. Und wenn ich jetzt wie­der zurück in eine Auf­ga­ben­kar­te gehe, seht Ihr, dass ich jetzt hier auch „Adres­se“ habe. Kann ich jetzt hier also ein­ge­ben. Das Gan­ze hat noch ein biss­chen Nach­teil. Die­se Ein­ga­ben hier sind noch nicht inter­ak­tiv. Das heißt, wenn ich jetzt hier zum Bei­spiel Web­site, das wäre jetzt zum Bei­spiel auch sehr sin­nig, ein­ge­be, kann ich auf die­sen Link noch nicht kli­cken. Ich könn­te ihn dann raus­ko­pie­ren in den Brow­ser. Das ist im Moment vor allem rein infor­ma­tiv. Und damit man es ein­heit­lich für alle Auf­ga­ben hat. Inter­ak­ti­vi­tät gibt es da noch nicht. Wür­de ich mir wün­schen. Ich wür­de mir auch wün­schen, dass man hier noch Auto­ma­tio­nen ein­fügt. Dass hier zum Bei­spiel bestimm­te Sachen auto­ma­tisch ver­ge­ben wer­den. Mal schau­en, ob das noch kommt. Das wür­de ich mir wün­schen. Meis­ter Labs, wenn Ihr wie­der ein­mal zuschaut, das wäre bestimmt eine sin­ni­ge Funk­ti­on. Wo ich gera­de in der Auf­ga­ben­kar­te bin. Eine Sache, die ich total sinn­voll fin­de. Ihr seht hier oben die­ses klei­ne Auge. Damit kann ich sofort ein­schal­ten, ob ich die­se Auf­ga­be beob­ach­te oder nicht. Ihr seht hier unten ver­schwin­de ich oder ich wer­de ein­ge­blen­det. Dazu muss­te man vor­her in ein Unter­me­nü gehen. War immer ein biss­chen umständ­lich. Auch so etwas ist eine sehr sin­ni­ge Ergän­zung. Ihr seht sowie­so, dass sich die Eigen­spra­che hier sehr ver­än­dert hat und das Gan­ze noch kla­rer, noch ein­fa­cher ist. Auch das ist bestimmt sin­nig und macht das Gan­ze noch leich­ter zu benut­zen. Das war jetzt der ganz knap­pe kur­ze Über­blick über Meis­ter Task 2.0. Wie gesagt, die Per­for­mance steht an aller ers­ter Stel­le dabei. Meis­ter Labs hat vie­le neue Funk­tio­nen. Auch für die Zukunft ange­kün­digt. Ganz groß­ar­tig. Wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben. End­lich. Da war­te ich, wie gesagt, schon lan­ge drauf. Wie sehr wahr­schein­lich vie­le ande­re auch. Kei­ne Umwe­ge mehr über irgend­wie SEB hier oder ande­re Inte­gra­tio­nen. Ich kann es kaum erwar­ten, bis die­se gan­zen Funk­tio­nen kom­men. Meis­ter Task 2.0 ist auf jeden Fall, so wie es ist, ein ganz gro­ßer tech­ni­scher Wurf, weil vie­le Per­for­man­ce­pro­ble­me end­lich der Ver­gan­gen­heit ange­hö­ren. Also Meis­ter Labs sieht gut aus für die­ses Update. Lie­fert jetzt schnell die Funk­tio­nen nach. Und dann wird Meis­ter Task sich immer wei­ter durch­set­zen und ich freue mich auf die Zukunft. Das war es für heu­te. Ich freue mich über ein Like für die­ses Video und wenn Ihr mei­nen klei­nen Kanal abon­niert, Und ich sage bis zum nächs­ten Mal. Tschau.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität --- ### [Meistertask und die DSGVO: ADV Vertrag abschließen](https://bobach-coaching.de/meistertask-und-die-dsgvo-adv-vertrag-abschliessen/) **Published:** August 3, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video zei­ge ich euch, wie ihr einen ADV Ver­trag mit Meis­terlabs, dem Ent­wick­ler von Meis­ter­task, abschlie­ßen könnt. Dies müsst ihr unbe­dingt tun, wenn ihr mit Meis­ter­Task geschäft­lich arbei­tet und per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten in irgend­ei­ner Form ver­ar­bei­tet. Du nutzt Meis­ter­Task bis­lang nicht? [Hier kannst du los­le­gen.](https://www.mindmeister.com/?r=442821) Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo. Hier ist Björn Bob­ach. Ich mache Tech­nik begreif­bar. Und heu­te geht es wie­der mal um Meis­ter­task, aber dies­mal um etwas sehr Büro­kra­ti­sches. Näm­lich, Meis­ter­task und die DSGVO. Also die Daten­schutz­grund­ver­ord­nung der euro­päi­schen Uni­on. Da kom­men wahn­sin­nig vie­le Rück­fra­gen. Wie sieht es mit der DSGVO aus? Ist Meis­ter­task da kon­form? Wie kom­me ich an einen ADV-Ver­trag? Was ist das über­haupt? Also als Dis­clai­mer direkt vor­ab, ich kann kei­ne Rechts­be­ra­tung leis­ten. Ich kann euch nur sagen, wie ihr bei Meis­ter­task vor­ge­hen müsst, wenn ihr das geschäft­lich nutzt und mit per­so­nen­be­zo­ge­nen Daten arbei­tet, was ja im Prin­zip jeder tut, der es geschäft­lich nutzt. Grund­sätz­lich ist Meis­ter­task super kon­form. Die Daten lie­gen auf euro­päi­schen, bezie­hungs­wei­se deut­schen Ser­vern. Das ist ein deut­sches Unter­neh­men. Das heißt, was das angeht, die Daten­si­cher­heit angeht, muss man sich bei Meis­ter­task, oder Meis­terlabs als Mut­ter­fir­ma, grund­sätz­lich kei­ne Gedan­ken machen. Wich­tig ist die­ser ADV-Ver­trag. AVD steht dabei für Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung. Also Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tungs­ver­trag. Auf Eng­lisch wird das auch oft mit DPA, Data­pro­tec­tion­a­gree­ment, abge­kürzt. Und wie kommt man bei Meis­ter­task nun dar­an? Das ist ein biss­chen ver­steckt. Ich zei­ge euch den Weg. Wenn man es ein­mal weiß, ist es ganz ein­fach. Als ers­tes müsst ihr, wenn ihr in Meis­ter­task ein­ge­loggt seid, oben auf euer Pro­fil­bild kli­cken und dann auf mein Account. Dann öff­net sich ein Web­fens­ter, wo ihr ver­schie­de­ne Sachen ein­stel­len könnt. Also eure all­ge­mei­nen Ein­stel­lun­gen, Pass­wort- E‑Mail, sol­che Sachen. Und unter die­sem schö­nen Wort Richt­li­ni­en ver­steckt sich jetzt die Daten­schutz­er­klä­rung die AGB’s. Und jetzt wird es wich­tig. Lei­ten sie eine Fir­ma, wenn sie einen Auf­trags­ver­ar­bei­tungs­ver­trag mit uns abschlie­ßen müs­sen, fül­len sie bit­te die­ses For­mu­lar aus. Dahin­ter ver­steckt sich der ADV-Ver­trag. Wenn ich da drauf kli­cke sieht man schon Auf­trags­ver­ar­bei­tung Meis­terlabs. Und ich mache das jetzt ein­mal für euch. Der Fir­men­na­me ist jetzt in mei­nem Fall … #00:02:07#, Con­sul­ting und Medi­en. Die Stra­ße. Düs­sel­dorf am Rhein. Mei­ne Post­leit­zahl. Das Land. Name des Unter­zeich­ners soll­te der Fir­men­in­ha­ber sein oder eine zeich­nungs­be­rech­tig­te Per­son. Also ein Pro­ku­rist oder sowas. Da gebe ich jetzt mal mei­ne all­ge­mei­ne E‑Mail-Adres­se ein. Und Gül­tig­keits­da­tum. Da wür­de ich jetzt immer das aktu­el­le Datum neh­men. Also jetzt zum Bei­spiel der 1.8., wenn man es ein biss­chen in die Zukunft datie­ren wür­de. Wobei wenn die­ses Video erscheint ist der schon vor­bei, aber nehmt da am bes­ten das aktu­el­le Datum. Hier oben steht es schon, fül­len sie die­ses For­mu­lar aus, wir schi­cken ihnen dann ein PDF zu, das sie nur noch unter­schrei­ben müs­sen. Das heißt, ich sen­de das jetzt ein­mal ab und jetzt steht hier, sie bekom­men in Kür­ze eine E‑Mail. Und dann schau­en wir uns mal an, was die E‑Mail beinhal­tet. Da ist die E‑Mail ange­kom­men von Til Voll­mer, einen der Geschäfts­füh­rer von Meis­ter­task. Und der schreibt schon, anbei fin­den sie unse­ren AV-Ver­trag. Das ist ja wahr­schein­lich nicht von ihm eigen­hän­dig gemacht. Bit­te dru­cken sie den Ver­trag aus und unter­schrei­ben sie ihn. Ui. Also wenn man paper­less ist, wird es jetzt auf ein­mal so ein biss­chen 80er. Und danach schi­cken sie ihn bit­te gescannt an privacy@meisterlabs.com. Wenn man da dop­pelt klickt dann auf so eine E‑Mail, dann sieht man schon, das ist also jetzt ein ganz schön lan­ger, recht­li­cher Text. Den muss man jetzt hier am unte­ren Ende-. Na, wo ist es? Ein­mal unter­schrei­ben. Und dann wie gesagt zurück an Meis­terlabs schi­cken. Das mag so ein biss­chen Has­sel sein und ein biss­chen Auf­wand dar­stel­len, aber ihr müsst es machen. Also wenn ihr das geschäft­lich nutzt und wenn ihr da per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten drin habt, macht das am bes­ten sofort. Ist eine Ver­pflich­tung laut DSGVO. Ich weiß, läs­tig, aber macht es ein­fach. Dies­mal ein biss­chen tro­cke­ne­res The­ma, aber ich habe so vie­le Fra­gen dazu gekriegt, des­we­gen habe ich euch das ein­mal zei­gen wol­len. Nächs­tes Mal wird es wie­der ein biss­chen pra­xis- und work­flow-ori­en­tier­ter. Ich wün­sche euch eine schö­ne Zeit und bis dann. Tschau* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: Alles über Aufgabenrelationen](https://bobach-coaching.de/meistertask-alles-ueber-aufgabenrelationen/) **Published:** August 24, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video zu Meis­ter­Task dreht sich alles um Auf­ga­ben­re­la­tio­nen, eine prak­ti­sche Funk­ti­on zur Visua­li­sie­rung von Abhän­gig­kei­ten ein­zel­ner Auf­ga­ben von­ein­an­der. Momen­tan auch tat­säch­lich nur eine Visua­li­sie­rung, noch kei­ne kom­plet­te funk­tio­na­le Imple­men­tie­rung. Trotz­dem sehr prak­tisch und auch bei der kos­ten­lo­sen Meis­ter­Task Vari­an­te schon dabei. Du nutzt Meis­ter­Task bis­her nicht? [Hier kannst du los­le­gen.](https://www.mindmeister.com/?r=442821) Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: Wiederkehrende Aufgaben einrichten (ENDLICH!!)](https://bobach-coaching.de/meistertask-wiederkehrende-aufgaben-einrichten-endlich/) **Published:** Mai 21, 2019 **Author:** Björn Bobach **Content:** Was lan­ge währt, wird end­lich gut: Meis­ter­Task bie­tet ab der Pro-Vari­an­te end­lich wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben an. Damit wird Meis­ter­Task zu einem nahe­zu voll­stän­di­gen Task-Mana­ger. In die­sem Video zei­ge ich euch, wie Ihr die Funk­ti­on nutzt und selbst leicht wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben ein­rich­ten könnt. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo, Björn Bob­ach hier. Und was lan­ge währt, wird end­lich gut. Meis­terLabs hat end­lich wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben in Meis­ter­Task inte­griert und das Gan­ze auch noch sehr ein­fach und intui­tiv zu bedie­nen. Also wirk­lich für jeden sofort zu erler­nen. Mög­lich ist das erst ab dem Meis­ter­Task Pro Level. Das heißt in der kos­ten­lo­sen Basic Ver­si­on ist es noch nicht dabei. Und wie das dann funk­tio­niert, ist über die Auto­ma­tio­nen. Und das ist ganz schnell ein­ge­rich­tet. Ich zei­ge euch das an mei­nem Bei­spiel­board ein­mal an der Ein­gangs­spal­te. Zunächst ein­mal ja die Fra­ge wofür wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben. Das ist sehr prak­tisch für Din­ge wie zum Bei­spiel, wenn man jeden Monat zu bestimm­ten Zeit­punk­ten etwas erle­di­gen muss. Zum Bei­spiel die Umsatz­steu­er abrech­nen und über­wei­sen oder, und das mache ich jetzt hier an dem Bei­spiel, die Löh­ne über­wei­sen, wenn man Ange­stell­te hat. Wie rich­tet man das ein? In einem Meis­ter­Task Board in einem Brow­ser geht man hier auf die­sen klei­nen Pfeil nach unten. Und da kann man dann Auto­ma­tio­nen aus­wäh­len. Und dann ein­fach Auto­ma­ti­on hin­zu­fü­gen. Und da sieht man schon den neu­en Punkt: wie­der­keh­ren­de Auf­ga­be. Und wenn man jetzt da drauf klickt, öff­net sich ein neu­es klei­nes Fens­ter. Und da wer­de ich jetzt auf­ge­for­dert eine Vor­la­ge hin­zu­zu­fü­gen. Wenn ich da drauf kli­cke, öff­net sich etwas, was einem bekannt vor­kommt. Das sieht näm­lich aus wie eine nor­ma­le Auf­ga­ben­kar­te in Meis­ter­Task. Und hier kann ich jetzt alles genau so ein­rich­ten, wie ich das brau­che. Das heißt, also in mei­nem Bei­spiel jetzt-. Ich woll­te ja die Löh­ne über­wei­sen. Da kann ich dann sagen: Löh­ne über­wei­sen als Auf­ga­ben­ti­tel. Jetzt kann ich mir hier noch Noti­zen machen. Vor­her Stand in Unter­neh­men online abru­fen. Ich kann jetzt hier auch benut­zer­de­fi­nier­te Fel­der, die ich hier schon in einem frü­he­ren Video mal ein­ge­rich­tet habe, aus­fül­len. Die brau­che ich jetzt hier nicht. Das macht ja auch kei­nen Sinn in dem Bei­spiel. Ich kann aber auch Check­lis­ten hin­zu­fü­gen. Ich kann Anhän­ge hin­zu­fü­gen. Also das, was man von nor­ma­len Auf­ga­ben her kennt. Genau so kann ich hier Text hin­ter­le­gen. Ich kann Beob­ach­ter defi­nie­ren und ich kann die Auf­ga­be auch gleich jeman­dem zuwei­sen. In dem Fall natür­lich mir. Eine Beson­der­heit bei Vor­la­gen ist die Fäl­lig­keit, weil hier kann ich jetzt kein Datum defi­nie­ren. Das macht ja auch kei­nen Sinn bei einer wie­der­keh­ren­den Auf­ga­be. Die soll ja nicht immer am exakt glei­chen Datum fäl­lig sein. Ich kann aber sagen, wann die Auf­ga­be fäl­lig ist, näm­lich am sel­ben Tag oder in einer bestimm­ten Anzahl von Tagen nach­dem die Auf­ga­be ein­ge­stellt wur­de. Da kom­men wir gleich noch­mal drauf zurück. Ich mache jetzt als ers­tes: am sel­ben Tag fäl­lig. Das war es schon. Jetzt sage ich: Vor­la­ge spei­chern. Und jetzt hat sich die­ses Fens­ter etwas erwei­tert. Hier ist mei­ne Vor­la­ge. Ich kann die auch noch­mal bear­bei­ten, wenn ich hier drauf­kli­cke. Wenn ich da wie­der raus will, ein­fach in den grau­en Hin­ter­grund kli­cken. Und hier unten kann ich jetzt ein­stel­len, wo die­se Auf­ga­be regel­mä­ßig erschei­nen soll. Also erst mal den Abschnitt, in dem Fall Ein­gang. Ich kann hier aber auch drauf­kli­cken und jetzt alle ande­ren Spal­ten in mei­nem Meis­ter­Task Ort aus­wäh­len. Und hier kann ich dann end­lich ein­stel­len, wann sie und wie oft sie wie­der­holt wer­den soll. Wenn ich hier rauf­kli­cke, muss ich als ers­tes aus­wäh­len, ob ich das wöchent­lich möch­te, monat­lich oder jähr­lich. In dem Fall ist das ja eine monat­li­che Wie­der­ho­lung. Also kli­cken wir hier drauf. Und damit die Löh­ne schön pünkt­lich sind, möch­te ich das immer so um den, sagen wir mal, 25. rum auf mei­ner Lis­te sehen- in mei­ner Auf­ga­ben­lis­te sehen. Hier unten kann ich noch ein­stel­len, ob ich das jeden Monat oder viel­leicht alter­nie­rend alle zwei oder ein­mal alle drei Mona­te, also ein­mal im Quar­tal haben möch­te. In dem Fall las­sen wir alles so wie es ist. Und hier kann ich auch noch sagen, wie viel Uhr das fäl­lig ist. Das kann ich auch nicht deak­ti­vie­ren. Hier muss ich eine Uhr­zeit fest­le­gen. Weil es ja bei Meis­ter­Task immer nur Auf­ga­ben zu bestimm­ten Uhr­zei­ten gibt. Also eine gene­rel­le Fäl­lig­keit an einem Tag gibt es ja bei Meis­ter­task nicht. Hier unten stel­le ich noch ein, wann das das ers­te Mal sein soll. Also ab wann die­se Auto­ma­ti­on lau­fen soll. Und da steht stan­dard­mä­ßig das aktu­el­le Datum. Heu­te ist der 21. Mai. Das kann ich so las­sen. Weil wenn die Auto­ma­ti­on jetzt so läuft, wür­de das bedeu­ten, dass ich am 25. im aktu­el­len Monat, das das ers­te Mal in mei­ner Lis­te sehe. Und jetzt muss ich nur auf fer­tig kli­cken. Und das war es. Dass ich die­se Auto­ma­ti­on ein­ge­rich­tet habe, sehe ich jetzt hier, weil die Spal­te leer ist, an die­sem Sym­bol. Und hier steht auch: Auf­ga­be Löh­ne über­wei­sen erstel­len. Wie ände­re ich sowas? Ganz ein­fach wie­der hier auf die­ses Drei­eck, auf Auto­ma­tio­nen. Und hier sehe ich jetzt mei­ne wie­der­keh­ren­de Auf­ga­be als Auto­ma­ti­on. Und wenn ich jetzt hier auf den Fül­ler kli­cke, kann ich das Gan­ze bear­bei­ten inklu­si­ve der Vor­la­ge. Und wo wir gera­de dabei sind, möch­te ich da auch noch etwas ändern. Weil jetzt habe ich das zwar ein­ge­stellt: am 25. fäl­lig, ist es ja aber gar nicht wirk­lich. Das wird am 25. ein­ge­stellt. Es soll­te aber in drei Tagen danach fäl­lig wer­den. Das heißt, am 25. wird die­se Auf­ga­be immer in die Spal­te gestellt der Fäl­lig­keits-. Die Fäl­lig­keits­zu­wei­sung, also das Datum, ist aber immer drei Tage spä­ter. Das heißt, die Auf­ga­be erscheint am 25. mit einer Fäl­lig­keit drei Tage danach. Das macht Sinn, fin­de ich. Ich spei­che­re das noch­mal und kli­cke auf fer­tig. Jetzt habe ich das geän­dert. Und es gibt noch einen wei­te­ren Weg sich die­se Auto­ma­tio­nen anzei­gen zu las­sen und auch die­se dann zu bear­bei­ten über das i hier oben. Dann auf Pro­jekt­ein­stel­lun­gen kli­cken, auf Auto­ma­tio­nen und da habe ich jetzt alle Auto­ma­tio­nen in die­sem Meis­ter­Task Board. Und die Letz­te, die ich hin­zu­ge­fügt habe, ist ganz oben: wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben. Und über den Fül­ler kann ich das jetzt genau­so bear­bei­ten wie zuvor. Ja. Also wie schon am Anfang gesagt, was lan­ge währt wird end­lich gut. End­lich ist das mög­lich. Damit wird Meis­ter­Task wirk­lich zu einem rich­ti­gen All­roun­der in der täg­li­chen Task­be­wäl­ti­gung in der Ver­wal­tung von eige­nen Auf­ga­ben. Weil sei­en wir mal ehr­lich: Wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben haben wir alle. Und das sind eigent­lich die Auf­ga­ben die wir am schnells­ten ver­ges­sen, weil die halt nicht aus der Rei­he fal­len. Und die sind dann ganz schnell mal auch weg aus dem Kopf, wenn ganz viel ande­res auf einen ein­pras­selt. Also super umge­setzt von Meis­terLabs, fin­de ich. Sehr leicht und intui­tiv ein­zu­rich­ten. Und ich glau­be, das ermög­licht euch, und mir auch, noch ganz ande­re Mög­lich­kei­ten Meis­ter­Task in Zukunft pro­duk­tiv für einen ein­zu­set­zen. Ich hof­fe das klei­ne Video hat euch gefal­len. Ich freue mich über Likes und wenn ihr mei­nem Kanal folgt. Und das nächs­te Video kommt bald. Ver­spro­chen. Die­ses Mal wird es nicht mehr so lan­ge dau­ern. Tschüss.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität --- ### [MeisterTask: Die neue Timeline und Beispielboards](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-neue-timeline-und-beispielboards/) **Published:** März 31, 2020 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­Task hat eine oft nach­ge­frag­te Funk­ti­on ab dem Busi­ness Level ein­ge­baut: die Time­line oder Zeit­leis­te. Damit las­sen sich Pro­jekt­ab­läu­fe oder Team­zu­ord­nun­gen schön visua­li­sie­ren und sehr ein­fach anpas­sen. In die­sem Video zei­ge ich die Funk­ti­on und zwei Bei­spiel­boards wie ihr die Zeit­leis­te nut­zen könnt. Wer jetzt auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem Dis­count Code / Pro­mo­code “bjoern” sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo, Björn Bob­ach hier und nach län­ge­rer Zeit mal wie­der ein Video zum Meis­ter­Task. Meis­ter­Task hat ein paar Funk­tio­nen nach­ge­lie­fert bezie­hungs­wei­se neu raus­ge­bracht, die wirk­lich einen Blick wert sind. Und die ers­te Funk­ti­on, die ich Euch zei­gen möch­te, ist die Zeit­leis­te oder auf Eng­lisch die Time­line. Dazu habe ich zwei Bei­spiel­pro­jek­te für Euch gemacht, damit Ihr sehen könnt, was die Ein­satz­mög­lich­kei­ten sind. Wich­tig für Euch zu wis­sen, das geht nur ab dem Busi­ness­le­vel. Ich habe net­ter­wei­se von Meis­ter­Task einen Dis­count Code bekom­men. Der heißt so wie ich, näm­lich Björn. B, J, O, E, R, N, also Björn ohne Ö, mit O, E. Blen­de ich auch noch mal ein. Und da könnt Ihr, wenn Ihr upgra­tet, einen Dis­count von Meis­ter­Task krie­gen. Sowohl auf monat­li­che als auch auf jähr­li­che Mit­glied­schaf­ten. Wenn Ihr den ein­gebt, seht Ihr dann aber auch alles Wei­te­re. So, zurück zur Time­line. Die ver­steckt sich hier oben, hin­ter die­sem But­ton. Wenn Ihr den But­ton nicht seht, liegt das dar­an, dass Ihr das noch nicht akti­viert habt, wenn Ihr einen Busi­ness­le­vel-Account habt. Akti­vie­ren tut Ihr das über die Pro­jekt­ein­stel­lung, also hier die­ses „i“, und dann auf „Pro­jekt­ein­stel­lung“ und dann auf „Power-Ups“. Und da seht Ihr hier, steht „Zeit­leis­te“ und „Zeit­pla­nung“. Und da kann man die Funk­ti­on ein- und aus­schal­ten. Ihr seht, wenn ich sie jetzt aus­schal­te, ver­schwin­det der But­ton. Also wenn Ihr den But­ton nicht seht und Busi­nessu­ser seid, liegt es dar­an, dass Ihr das hier noch nicht akti­viert habt. Ein­fach ein­schal­ten und dann steht Euch die Funk­ti­on zur Ver­fü­gung. Wenn ich auf den But­ton kli­cke, blen­det sich die Zeit­leis­te gleich ein. Und da habe ich hier die Mög­lich­keit, als aller­ers­tes durch die Tage zu scrol­len. Ich kann hier, über die­se Minus- und Plus­but­tons, die Ansich­ten ver­än­dern. Also wenn ich minus mache, dann seht Ihr, dann zoo­me ich qua­si raus. Dann sehe ich jetzt hier ab dem Level zum Bei­spiel nur die Wochen. Und wenn ich rein­zoo­me, sehe ich die Tage. Und die wer­den dann jeweils brei­ter. Ganz gut ist hier die­se Ansicht, wo man einen Monat auch so fast im Gan­zen sehen kann. Je nach­dem, wo jetzt der Bild­schirm ist. Hier hat man eine gute Mög­lich­keit. Und wenn ich hier auf „Today“ kli­cke, das ist lei­der noch nicht ein­ge­deutscht, dann sprin­ge ich zum aktu­el­len Datum. Das ist der 31. März. Mit die­sem But­ton kann ich die Zeit­leis­ten­an­sicht maxi­mie­ren. Das heißt, hier unten mei­ne Pro­jek­te, mein Pro­jekt­board ver­schwin­det. Dann sehe ich nur die Zeit­leis­te. Und wenn ich hier wie­der drauf kli­cke, dann sehe ich wie­der ein Split­View. Also, ich sehe unten mei­nen Pro­jekt­board und oben mei­ne Zeit­leis­te. Wie funk­tio­niert das Gan­ze? Das ist sehr, sehr ein­fach. Ich kann näm­lich ein­fach mei­ne bestehen­den Auf­ga­ben aus mei­nem Pro­jekt­board hier rein­zie­hen. Und hier in die­sem ers­ten Bei­spiel­board habe ich jetzt ein Board für ein grö­ße­res Pro­jekt. Ihr seht, das ist hier zum Bei­spiel eine Online­prä­senz für ein Unter­neh­men. Wenn man jetzt eine Online­agen­tur wäre, könn­te man das dar­über machen. Das heißt, ich habe hier eine Inbox und dann ver­schie­de­ne Pha­sen von ver­schie­de­nen Auf­ga­ben, also Pla­nung zum Bei­spiel für die Web­site, die AdWords-Kam­pa­gne und Key­words ermit­teln. Design­pha­se, eine Pro­gram­mier­pha­se und eine Feed­back­pha­se. Kann man natür­lich erwei­tern. Das ist ein total sim­pli­fi­zier­tes Bei­spiel. Aber da könn­te man jetzt damit arbei­ten. Jetzt kann ich die­se ein­zel­nen Pha­sen zeit­lich ein­pla­nen. Das heißt, wenn ich jetzt hier eine Auf­ga­be neh­me und nach oben zie­he, seht Ihr, erscheint eine klei­ne Umran­dung in der Zeit­leis­te. Und das ist dann erst mal die geplan­te Zeit. Das sind erst mal nur zwei Tage. Aber jetzt sagen wir mal hier, mit die­sem Kun­den, da geht es dann nächs­te Woche los. Das wäre der 6. April. Und dann las­se ich ein­fach los. Und dann habe ich hier die Auf­ga­be drin. Jetzt seht Ihr hier schon, wenn ich mit der Maus dar­über gehe, kriegt das Gan­ze eine Umran­dung und hier so zwei klei­ne Krei­se. Und die wer­den dann zu Pfei­len, wenn ich mit der Maus drü­ber gehe. Und dar­über kann ich die Pla­nung jetzt auch anpas­sen. Das heißt, ich kann jetzt hier zum Bei­spiel kli­cken und zie­hen und sagen: Für die Kon­zep­ti­on der Web­sei­te brau­che ich zwei Wochen. Was bringt mir das? Das bringt mir das, dass ich zum Bei­spiel sagen kann: Wenn ich im‑, das‑, nach dem Kon­zept in die Design­pha­se gehe und ich brau­che da immer zwei Wochen dafür, kann also die Design­pha­se frü­hes­tens am 20. April statt­fin­den. Das heißt, ich neh­me jetzt hier die­ses und zie­he mir das hier rüber. Und mache da jetzt aus der Design­pha­se viel­leicht eine Woche. Viel­leicht brau­chen wir da nur eine Woche. Das Kon­zept dau­ert län­ger, weil man ja auch immer wie­der mit dem Kun­den spre­chen muss. Und wenn die Design­pha­se fer­tig ist, dann brau­chen wir viel­leicht erst mal ein Kun­den­feed­back. Das holen wir uns auch inner­halb von einer Woche ein, mit Verbesserungs‑, Anpas­sun­gen, sol­chen Geschich­ten. Und dann wird das Gan­ze schließ­lich umge­setzt. Und das heißt, das wird hier sein. Und dafür sagen wir dann mal, braucht ein guter Pro­gram­mie­rer auch wie­der eine Woche. Das heißt, ich habe jetzt hier eine zeit­li­che Abfol­ge mei­nes Pro­jekts. Und ich kann hier noch mehr machen. Ihr seht hier die­ses Fra­ge­zei­chen. Das bedeu­tet, die­se Auf­ga­be ist nie­man­dem zuge­wie­sen. Da kann ich jetzt drauf kli­cken, kann die direkt zuwei­sen. Das heißt, ich kann jetzt hier zum Bei­spiel sagen: Das mache ich, das macht zum Bei­spiel der Felix. Und das Design macht auch der Felix. Das-. Quatsch. Das Feed­back holt sich auch der Felix. Und die Umset­zung macht dann zum Bei­spiel wie­der ich. Also, ich kann hier ein Pro­jekt in eine visu­el­le Ansicht brin­gen. Das ist für eine gro­ße Sache ganz fein. Weil wenn ich jetzt zum Bei­spiel sage, das Web­site-Kon­zept, das steht natür­lich ganz am Anfang. Das Adwords-Kon­zept wird viel­leicht erst spä­ter sein. Ist aber von der Pla­nung her natür­lich auch eine Pla­nungs­pha­se. Und das wür­de man dann machen, wenn man in die Umset­zung der Web­site geht. Weil dann das Design der Web­site fest­steht, und da wür­de man viel­leicht die ent­spre­chen­de Landing Page ent­spre­chend auch anglei­chen. Also dann wür­de man das so unge­fähr machen. Da sieht man, man hat hier eine Pla­nungs­pha­se, man hat da eine Pla­nungs­pha­se. Das ist durch die Farb­ko­die­rung von Meis­ter­Task auch schön zu sehen. Man kann die­se Zeit­räu­me auch anders anpas­sen. Das heißt, wenn ich hier jetzt zum Bei­spiel in eine Auf­ga­be hin­ein­ge­he, kann ich hier rechts, ups, kann ich hier rechts unter „Geplant“, und hier steht jetzt 6. April bis 17. April, kli­cken und kann hier auch Start und Ende, ein Datum noch mal ver­än­dern. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel sage, ich möch­te damit doch schon frü­her anfan­gen, dann fan­gen wir damit zum Bei­spiel, sagen wir mal, am 2. April an, kann ich das machen. Zusätz­lich zu die­ser Pla­nungs­pha­se hat eine Auf­ga­be immer noch eine Fäl­lig­keit. War­um ist das so? An eine Fäl­lig­keit kann ich mich erin­nern las­sen. Die wird beim Meis­ter­Task auch visu­ell dar­ge­stellt. Das heißt, wenn ich jetzt zum Bei­spiel sage möch­te, die­ses, die­se Pla­nungs­pha­se, die muss spä­tes­tens am 15. April abge­schlos­sen sein, kann ich das ein­stel­len und habe das jetzt hier auch noch mal drin. Erscheint auch in den Auf­ga­ben­de­tails. Hier oben wird es noch nicht ange­zeigt. Also, das wür­de ich mir wün­schen, aber viel­leicht kommt das noch. Und ich wer­de jetzt auch von Meis­ter­Task dar­an erin­nert wer­den: Ach­tung, das ist bald fäl­lig. Macht ja in dem Zusam­men­hang sogar genau­so Sinn. Weil, am 15. April ist es fäl­lig, habe aber grob bis zum 17. April geplant. Das heißt, am 15. wür­de ich dar­an erin­nert wer­den: Das muss jetzt mal fer­tig wer­den. Habe aber hier noch zwei Tage Puf­fer. Ich kann die­se Auf­ga­ben auch im Gan­zen ver­schie­ben. Das heißt, wenn ich zum Bei­spiel sage, ich möch­te hier mit dem AdWords-Kon­zept zum Bei­spiel ein biss­chen spä­ter anfan­gen, kann ich hier auch die­se Auf­ga­be ankli­cken und ein­fach im Gan­zen ver­schie­ben. Ihr seht, das wird dann auch so über­la­gernd gezeigt. Das heißt, die zuerst anfan­gen, sind oben und dann setzt sich das nach unten so fort. Das ist eine schö­ne Mög­lich­keit, um ein Pro­jekt zu visua­li­sie­ren. Ganz span­nend ist aber zum Bei­spiel auch eine Umset­zung von meh­re­ren Pro­jek­ten in einen Board. Wenn ich zum Bei­spiel alle mei­ne Pro­jek­te, die ich habe mit Kun­den, in einem Board bear­bei­te. Und da habe ich Euch hier schon was vor­be­rei­tet. Ihr seht, auch hier habe ich jetzt ein ganz sim­pli­fi­zier­tes Board mit einer Ein­gangs­spal­te, die gibt es bei mir ja immer, Ange­bots­pha­se und dann gibt es hier ver­schie­de­ne Teams. Und hier oben habe ich in der Zeit­leis­te jetzt die­se ein­zel­nen Auf­ga­ben ange­legt. Das heißt, ich brau­che hier die­se vor­de­fi­nier­te Zeit für ein Pro­jekt und kann so die Aus­las­tung mei­nes Teams sehen. Sagen wir mal, ein Team kann nie mehr als zwei Pro­jek­te gleich­zei­tig behan­deln. Das heißt, ich wür­de jetzt‑, also wenn ich jetzt-. Neh­men wir mal den Kun­den Vier, den ich dem Team A zuge­wie­sen habe. Ich sehe auf einen Blick schon, also vor dem 13. April macht das kei­nen Sinn, das zu pla­nen. Weil, die sind mit zwei Pro­jek­ten aus­ge­las­tet. Dann kann ich also jetzt, sagen wir mal, den Kun­den Vier hier­auf zie­hen und sage dann hier-. Ups, so. Da hat es ein biss­chen nach unten gezo­gen. Den hät­te ich ger­ne da oben. Will er jetzt nicht. Machen wir ihn da unten hin. Also Kun­de Vier fängt qua­si da an, weil da habe ich wie­der Luft und kann ihn dann auch hier nach hin­ten wei­ter zie­hen. Das ist eine Mög­lich­keit, wo ich also meh­re­re Pro­jek­te in einem Board erle­di­ge, meh­re­re Kun­den in einem Board dar­stel­le und so die Team­aus­las­tung mir schön visu­ell dar­stel­len kann. Und so kann ich auch ver­hin­dern, dass ich mein Team über­las­te. Also wenn ich, wenn ich hier sehen kann, wann ich wie vie­le Pro­jek­te gleich­zei­tig bear­bei­te, kann ich das auch hin und her schie­ben, wenn sich zum Bei­spiel etwas ver­zö­gert. Ist eine schö­ne über­sicht­li­che Sache. Grund­sätz­lich fin­de ich die Funk­ti­on sehr gelun­gen. Wie gesagt, es gibt sie auf dem Busi­ness­le­vel von Meis­ter­Task. Das ist ein gro­ßes Plus für das Busi­ness­le­vel, das ich erst immer etwas, sagen wir mal, skep­tisch gese­hen habe bis­lang, weil die Funk­ti­ons­viel­falt da außer­halb der Nut­zer­rech­te nicht so unglaub­lich über­zeu­gend war. Aber das ist jetzt ein Fea­ture, das macht im Busi­ness­um­feld total Sinn, und ich hal­te das für sehr sinn­voll. Wie gesagt, mit dem Dis­count Code kriegt Ihr ein biss­chen Rabatt über mich. Der Dis­count Code heißt „Bjoern“, blen­de ich auch noch mal ein. Und ich hof­fe, das Video hat Euch gefal­len. Ich freue mich über Likes. Und wenn Ihr Fra­gen habt, gern in die Kom­men­ta­re oder an office\[at\]bjoernbobach.de und ich sage bis zum nächs­ten Mal!* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: Checklisten ordentlich verbessert - Personen-Erwähnungen und Dateiverlinkung](https://bobach-coaching.de/meistertask-checklisten-erwaehnungen/) **Published:** März 12, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Meis­ter­Task hat eine neue Funk­ti­on für alle Nut­zer nach­ge­reicht, auf die ich lan­ge gewar­tet habe: Check­lis­ten wer­den end­lich pro­duk­ti­ver. Ab sofort kann man in ein­zel­nen Check­lis­ten Punk­ten Pro­jekt­teil­neh­mer erwäh­nen und Datei­en ver­lin­ken! Auch wenn das noch kei­ne wirk­li­che Zuwei­sung ist, lässt sich so leicht eine Zustän­dig­keit für die ein­zel­nen Punk­te und ein Bezug zu einer bestimm­ten Datei her­stel­len. In die­sem Video zei­ge ich, wie das funk­tio­niert. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem Dis­count Code / Pro­mo­code “bjoern” sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo Björn Bob­ach hier mit einem neu­en Video zu Meis­ter­Task dazu habe ich län­ger kei­ne Vide­os gemacht aber in naher Zukunft könn­ten da ein biss­chen mehr neue Vide­os kom­men z.b. über die Agen­da Funk­ti­on aber heu­te geht’s um eine neue Funk­ti­on die Meis­ter­Task für alle Nut­zer frei gege­ben hat und das betrifft die Check­lis­ten und das möch­te ich euch ger­ne zei­gen wenn ihr mit Meis­ter­Task arbei­tet und ger­ne in die Pro oder das Busi­ness Level von Meis­ter­Task wech­seln möch­tet nicht ver­ges­sen mit mei­nem Rabatt­code „bjoern“ gibt es einen Rabatt auf die ers­te Zah­lung Meis­ter­Task Ich blen­de das auch noch mal unten ein aber jetzt zei­ge ich euch die Funk­ti­on um die es mir geht. Ich bin hier in einem Bei­spiel Pro­jekt von einem Hand­werks­be­trieb also ganz nor­ma­le Auf­trags­ab­wick­lung von Hand­wer­kern in den Bei­spiels und jetzt gehe ich in eine Auf­ga­be und die­se Auf­ga­be ist mir zuge­wie­sen und ich lege eine Check­lis­te­an. Check­lis­ten Ein­trä­ge kann man ja schon lan­ge hin­zu­fü­gen,* *und ab dem pro Level auch meh­re­re Check­lis­ten pro Auf­ga­be das alles fein und super prak­tisch ver­su­chen wir das jetzt ein­fach mal hier lie­gen mei­ne Check­lis­te an, also z.b. Kun­de qua­li­fi­zie­ren Ange­bot kal­ku­lie­ren ein­fach so als Bei­spiel, aber was mache ich jetzt, wenn ein sol­cher Check­lis­ten­ein­trag von jemand Beson­de­rem abge­ar­bei­tet wer­den soll, ich kann in meis­ter­task ein­zel­ne Check­lis­ten Punk­te nicht ande­ren Per­so­nen zuwei­sen, ich bin hier oben, der ein­zi­ge die in die­ser Auf­ga­be zuge­wie­sen ist, wenn ich das hier rein schrei­be, wen mei­ne ich und das hat Meis­ter­Task heu­te geän­dert, ich kann näm­lich ab sofort im Check­lis­ten auch Erwäh­nun­gen schrei­ben heißt ich kann ein­fach über ein @ genau wie in den Kom­men­ta­ren unten eine spe­zi­el­le Per­son erwäh­nen, damit Sie sofort dar­über benach­rich­tigt wird und auch sicht­bar ist, für wen ist die­se Auf­ga­be in der Check­lis­te dann gedacht, wenn ich jetzt z.b. sage* *das soll mein Mit­ar­bei­ter Felix machen, wenn ich hier drauf kli­cke und man sieht, das sieht genau­so aus wie in den Kom­men­ta­ren, wenn man jemand erwähnt und schrei­be bit­te Kun­de wegen Ange­bot zurück­ru­fen super und jetzt hat der Felix eine Benach­rich­ti­gung bekom­men, dass er in Check­lis­te hin­zu­ge­fügt wur­de mit indem er erwähnt es und für alle die mit der Auf­ga­be arbei­ten ist aus sicht­bar, das ist etwas was den Felix angeht. Ich kann natür­lich genau­so gut auch alle hier anspre­chen, also bin ich jetzt hier wie­der ein @ ein­ge­be kann ich auch sagen alle Pro­jekt­mit­glie­der oder alle Auf­ga­ben Beob­ach­ter ich für die Check­lis­ten. Jetzt nicht immer unbe­dingt das Pro­duk­tivs­te, weil wer soll es dann machen, also ich wür­de hier wirk­lich emp­feh­len, da ein­zel­ne Per­so­nen zu erwäh­nen. Und noch eine zwei­te ganz coo­le Sache ist das Meis­ter­Task jetzt auch erlaubt in den Check­lis­ten Datei­en zu ver­lin­ken, ich habe hier unten ja ein foto ver­linkt in die­ser Auf­ga­be.* *Und wenn ich jetzt z.b. sehr sehr vie­le Fotos von einem Scha­den hät­te bei die­sem Pseu­do­hand­wer­ker könn­te ich hier so etwas machen wie Schräg­strich, das ist der Befehl für eine Datei Ver­lin­kung, dann krie­ge ich hier die Anhän­ge der Auf­ga­be auf­ge­lis­tet, jetzt haben wir nur immer eine also wäh­le ich die aus und schrei­be gleich­zei­tig noch eine Erwäh­nung und da schrei­ben wir mal wie­der den Felix „kannst du dir die­sen Scha­den anschau­en“.* *Und jetzt sieht man hier habe ich eine Datei ver­linkt. Hier habe ich einen Kol­le­gen erwähmt und wenn der hier drauf klickt öff­net sich auch sofort der ent­spre­chen­de Anhang, ist ja ein klein auf­ge­lös­tes Bild, aber es ist ja nur ein Bei­spiel Pro­jekt und so ist also in der Check­lis­te zu auf einen Blick zu sehen, wer ist ange­spro­chen und um was genau geht es mit einer super Funk­ti­on habe ich lan­ge lan­ge drauf gewar­tet. Es ist noch nicht wirk­lich etwas wie eine Unter­auf­ga­be, ich kann jetzt hier immer noch kei­ne Fäl­lig­keit Daten ein­stel­len oder wirk­lich eine Zuwei­sung pro Punkt machen, aber ich fin­de das ist ein ers­ter und sehr cle­ve­rer und gut gemach­ter Schritt in die rich­ti­ge Rich­tung, gibt Meis­ter­Task eine gan­ze Men­ge mehr an Pro­duk­ti­vi­tät wie ich fin­de. Das ist die­se neue Funk­ti­on ich euch zei­gen woll­te, ich freue mich wie immer über Kom­men­ta­re und Likes unter die­sem Video nicht ver­ges­sen mit dem Rabatt­code „bjoern“ könnt ihr etwas* *Geld spa­ren, wenn ihr Meis­ter­Task Pro oder Busi­ness abon­niert und ich sage bis zum nächs­ten Video. Bis bald, ciao.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask Agenda Überblick](https://bobach-coaching.de/meistertask-agenda-ueberblick/) **Published:** Juli 22, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Die Meis­ter­Task Agen­da ist eine gro­ße Hil­fe, um den Über­blick über ver­schie­de­ne Pro­jek­te zu behal­ten. Es han­delt sich eigent­lich um ein eige­nes Pro­jekt­board, in dem ihr Auf­ga­ben nur für euch selbst sor­tie­ren und anord­nen könnt, so, wie ihr es braucht. In die­sem Video zei­ge ich euch, wie die Meis­ter­Task Agen­da funk­tio­niert. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te, kann dies mit dem Dis­count Code / Pro­mo­code “bjoern” sogar etwas güns­ti­ger bekom­men. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task gibt es [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einem neu­en Meis­ter­Task-Video. Ich bin Björn Bob­ach und ich möch­te euch heu­te ein biss­chen was über die Meis­ter­Task Agen­da erzäh­len. Sehr wahr­schein­lich geht es euch genau­so wie den meis­ten mei­ner Kun­den. Wenn ihr mit mehr als einem Meis­ter­Task Pro­jekt arbei­tet und alle mög­li­chen Auf­ga­ben im Blick behal­ten wollt, bedeu­tet das, dass ihr euch durch die ein­zel­nen Pro­jek­te durch­kli­cken müsst, um die ein­zel­nen Auf­ga­ben immer wie­der raus­zu­su­chen. Beson­ders gilt das natür­lich für Pro­jek­te, die euch nicht zuge­wie­sen sind. Weil die wür­den ja auf dem Dash­board erschei­nen. Da hat sich Meis­ter­Task etwas über­legt und das heißt Meis­ter­Task Agen­da. Das ist im Prin­zip ein eige­nes Kan­ban Board nur für euch, wo ihr euch Auf­ga­ben aus allen mög­li­chen Pro­jek­ten so sor­tie­ren könnt, wie ihr das per­sön­lich braucht. Und ich wer­de euch heu­te in die­sem Video zei­gen, wie das funk­tio­niert und wie man es per­so­na­li­siert vor allem. Meis­ter­Task Agen­da ist ab dem Pro Level ent­hal­ten. Das heißt in der kos­ten­pflich­ti­gen ers­ten Stu­fe von Meis­ter­Task. Und viel­leicht noch ein klei­ner Hin­weis, wenn ihr noch nicht Pro Abon­nent seid, könnt ihr über einen Dis­count Code, der heißt “BJOERN”, einen klei­nen Rabatt auf eure ers­te Zah­lung bekom­men. Also das ist beson­ders bei jähr­li­chen Abon­ne­ments dann natür­lich inter­es­sant. Ich blen­de das aber unten auch noch­mal ein. Dann geht es los. Dann zei­ge ich euch jetzt die Meis­ter­Task Agen­da, wie ihr sie ein­rich­tet, wie ihr sie per­so­na­li­siert. Und ein ers­tes Bei­spiel, was man damit anstel­len kann, näm­lich nach Prio­ri­tä­ten sor­tie­ren. Wei­te­re Bei­spie­le wer­den in einem nächs­ten Video fol­gen. Die Agen­da-Funk­ti­on von Meis­ter­Task ver­steckt sich auf dem Dash­board. Und zwar hier links, direkt als zwei­ter Punkt unter dem Dash­board-Rei­ter Agen­da. Wenn ich da drauf­kli­cke, sehe ich beim ers­ten Auf­ruf unge­fähr das. Wenn ihr noch nicht Pro Abon­nent seid, kriegt ihr hier einen Hin­weis, dass ihr das gan­ze upgraden müsst, um es voll­wer­tig zu nut­zen. Dann könn­tet ihr nur die Fokus-Spal­te benut­zen. Die Fokus-Funk­ti­on ist eine Funk­ti­on, die es schon län­ger gibt bei Meis­ter­Task. In der Agen­da ist die übrig geblie­ben. Ob man die Fokus-Spal­te jetzt benutzt oder nicht, ist einem selbst über­las­sen. Ich zei­ge euch jetzt, wie man die Agen­da nutzt und wie man sie anpasst. Ihr seht hier oben Fokus und Zu beant­wor­ten. Das sind die bei­den Spal­ten, die Meis­ter­Task stan­dard­mä­ßig anlegt. Und über das Plus hier kann ich jetzt neue Spal­ten hin­zu­fü­gen. Und als Bei­spiel zei­ge ich jetzt eine Agen­da, in der man Auf­ga­ben nach Prio­ri­tät zum Bei­spiel sor­tie­ren kann. Also eine neue Spal­te ein­fach über das Plus anle­gen. Und der Cur­sor blinkt schon. Das heißt, ich kann die­se Spal­te jetzt sofort benen­nen. Und in dem Bei­spiel nach Prio­ri­tät wäre jetzt hier zum Bei­spiel Prio 1. Mit Return been­det man das Gan­ze und kann über das Plus jetzt eine wei­te­re Spal­te anle­gen. Das nen­nen wir Prio 2. Und eine drit­te Spal­te lege ich nicht an, weil wir haben ja hier die­se Zu beant­wor­ten Spal­te. Die benen­ne ich ein­fach um und das ist sehr ein­fach, weil man muss ein­fach hier rein­kli­cken und der Cur­sor ist sofort hier drin. Und dann kann man den Titel der Spal­te ein­fach ändern. Prio 3 in dem Fall. Und jetzt seht ihr, das ist nicht die rich­ti­ge Rei­hen­fol­ge. Und das kann man ein­fach ändern, weil ihr seht, wenn ich mit der Maus über die Spal­ten gehe, wird da so eine klei­ne Hand draus. Und wenn ich das jetzt kli­cke und gedrückt hal­te, kann ich die­se Spal­ten ein­fach in der Rei­hen­fol­ge ver­än­dern. Also im Prin­zip genau so wie auch in einem nor­ma­len Meis­ter­Task Board. Die Fokus Spal­te, wie gesagt, die kann man nicht bear­bei­ten. Das ist ein Über­bleib­sel der alten Fokus-Funk­ti­on. Die kann man auch nicht umbe­nen­nen. Aber man kann sie umsor­tie­ren. Und wenn man mit der Fokus-Spal­te gar nicht arbei­ten möch­te, so wie ich das auch nicht tue, kann man sie zum Bei­spiel ganz nach rechts zie­hen. Wenn die Agen­da ein wenig brei­ter wäre und man jetzt nicht so einen gro­ßen Moni­tor hät­te wie ich hier, wür­de man sie dann in der Regel auch gar nicht sehen. Weil wenn die Agen­da brei­ter wird, ich zei­ge euch das mal, lege noch ein paar Spal­ten an. Dann seht ihr schon, das lappt jetzt hier über. Dann kann ich hier unten auch scrol­len inner­halb der Agen­da. Löschen kann man Spal­ten auch. Dazu klickt man ein­fach in das bei Meis­ter­Task ja immer sehr wich­ti­ge klei­ne Drei­eck nach unten, bezie­hungs­wei­se den Pfeil nach unten. Wenn man hier drauf klickt, kann man die Far­ben der Spal­te ändern oder sie auch kom­plett löschen. Um das Gan­ze jetzt hier nach den Prio­ri­tä­ten noch ein biss­chen visu­el­ler deut­lich zu machen, kriegt bei mir jetzt die Prio 1 Spal­te noch die Far­be Rot. Prio 2 kriegt Oran­ge und Prio 3 kriegt Grün. So hat man auch eine Art Heat­map für die ver­schie­de­nen Prio­ri­tä­ten. Wie bekom­me ich jetzt Auf­ga­ben in die­se Spal­ten? Links neben der Agen­da ist eine Lis­te von Auf­ga­ben-Kar­ten. Hier oben seht ihr, steht Neu­es­te. Das heißt, das sind die Auf­ga­ben, die zuletzt in einem Pro­jekt ange­legt wur­den oder mir zuge­wie­sen wur­den. Wenn ich hier­auf kli­cke, kann ich das auch ändern und kann zum Bei­spiel hier nur mir zuge­wie­se­ne Auf­ga­ben anzei­gen las­sen. Und die kann ich auch sor­tie­ren nach Fäl­lig­keit, Name oder Pro­jekt. Neh­men wir mal Name, in dem Fall. Und da seht ihr jetzt hier ganz oben zum Bei­spiel eine Auf­ga­be aus dem Pro­jekt-Board Pod­cast JB. Ich arbei­te an einem neu­en Pod­cast für mei­ne Coa­ching-Ange­bo­te mit einem Kol­le­gen zusam­men. Da habe ich die Auf­ga­be, das Cover­bild zu erstel­len. Und wenn ich die­se Auf­ga­be jetzt in mei­ne Agen­da zie­hen möch­te, kann ich die ein­fach ankli­cken, genau wie in einem Meis­ter­Task Board, und in eine Spal­te zie­hen. Das Logo ist recht wich­tig, also wer­fe ich das mal in Prio 1. Ich kann auch Auf­ga­ben in die Agen­da zie­hen, die mir nicht zuge­wie­sen sind. Dazu gehe ich ein­mal auf Neu­es­te zurück. Und da sehe ich jetzt hier unten zum Bei­spiel eine Auf­ga­be aus einem mei­ner Demo Boards von einem Fach­be­trieb-Pro­jekt. Und auch die­se Auf­ga­be, seht ihr, ist mir nicht zuge­wie­sen, die ist nie­man­dem zuge­wie­sen. Hier ist ein Fra­ge­zei­chen. Aber auch die kann ich durch kli­cken und zie­hen ein­fach in mei­ne Agen­da zie­hen. Und so kann ich mir die Agen­da jetzt lang­sam fül­len. Sagen wir zum Bei­spiel, Web­site-Umset­zung ist Prio 2. Dann haben wir hier unten noch ein paar ande­re Demo-Auf­ga­ben, hier über­fäl­lig. Das wird Prio 1, weil es über­fäl­lig ist in die­sem Bei­spiel. Das sagen wir mal ist Prio 2. So kann ich also die Auf­ga­ben, die zuletzt erstellt wur­den oder mir zuge­wie­sen wur­den oder sämt­li­che mir zuge­wie­se­nen Auf­ga­ben neh­men und in mei­ner Agen­da ver­tei­len. Es gibt noch einen ande­ren, direk­te­ren Weg aus einem Pro­jekt her­aus Auf­ga­ben in die Agen­da zu legen. Dazu gehe ich hier ein­mal zum Bei­spiel wie­der in mein Pod­cast-Pro­jekt. Und da seht ihr jetzt hier alle mög­li­chen Auf­ga­ben, die in die­sem Pro­jekt bestehen. Und jetzt sagen wir mal, ich möch­te Ter­mi­ne Recor­ding ger­ne in mei­ner Agen­da haben. Dann kli­cke ich ein­fach auf die Auf­ga­ben-Kar­te. Und in den Auf­ga­ben-Kar­ten fällt euch viel­leicht hier oben die­ser Pin auf. Eine Reiß­na­del sozu­sa­gen. Wenn ich dar­auf kli­cke, seht ihr die Spal­ten aus der Agen­da, die ich gera­de eben ange­legt habe. Das heißt, ich kann auch aus einer Auf­ga­ben-Kar­te direkt sagen, die Auf­ga­be soll bit­te in mei­ner Agen­da auf Prio 1 lie­gen, in dem Bei­spiel. Und dann seht ihr, kriegt die hier auch oben die­se schö­ne rote Mar­kie­rung. Und auch hier sehe ich das Reiß­na­gel-Sym­bol in rot. Das heißt, ich weiß auf einen Blick, die­se Auf­ga­be liegt in mei­ner Agen­da in der Prio 1 Spal­te. Auch natür­lich in den Auf­ga­ben, Ent­schul­di­gung, auch natür­lich in den Pro­jek­ten ist es so, dass ich auch hier, seht ihr hier an dem Bei­spiel ja auch, Auf­ga­ben in mei­ne Agen­da legen kann, die mir nicht zuge­wie­sen sind. Ich muss nur Zugriff auf das Pro­jekt haben und ich kann mir die Auf­ga­ben in die Agen­da legen. Der Vor­teil der Agen­da ist jetzt, dass ich die­se Auf­ga­ben auch in der Agen­da schon bear­bei­ten kann. Das heißt, ich kann hier rein­kli­cken zum Bei­spiel. Und kann jetzt hier Kom­men­ta­re hin­zu­fü­gen, Text ver­ge­ben, Fäl­lig­kei­ten ver­än­dern. Ich könn­te die Auf­ga­be hier auch direkt abschlie­ßen oder archi­vie­ren auch, ohne in das Pro­jekt zu wech­seln. Wenn ich sonst mei­ne ver­schie­de­nen Auf­ga­ben, die jetzt in der Agen­da lie­gen, bear­bei­ten möch­te ohne mit der Agen­da zu arbei­ten, müss­te ich in die ein­zel­nen Pro­jek­te kli­cken, die Auf­ga­be bear­bei­ten, wie­der zurück in ein ande­res Pro­jekt gehen, die Auf­ga­ben bear­bei­ten, wie­der zurück. Und mit der Agen­da habe ich alles, was ich per­sön­lich im Blick haben will, sofort in einem Board. Das wirk­lich, wirk­lich Wich­ti­ge ist, das, was ihr hier habt, die­se Sor­tie­rung. Also in mei­nem Fall jetzt hier Prio 1, Prio 2, Prio 3, sehe nur ich. Die Agen­da ist immer per­sön­lich. Das heißt, kein ande­rer sieht die Sor­tie­rung eurer Agen­da. Auch wenn ihr hier zum Bei­spiel eine Auf­ga­be nehmt und in eine ande­re Spal­te ver­schiebt. Sagen wir mal, ich neh­me jetzt hier die­se Auf­ga­be, die ist doch nicht so wich­tig, zie­he die in Prio 3. Das hat kei­ne Aus­wir­kung auf die ursprüng­li­che Kar­ten-Posi­ti­on in dem ursprüng­li­chen Board. Das gilt nur für mei­ne Agen­da. Aber ich habe es im Blick. Und ich kann mich so sel­ber los­ge­löst von der Board-Struk­tur orga­ni­sie­ren und habe alles immer schön vor der Nase. Die Prio­ri­tä­ten sind ein Bei­spiel, wie man die Agen­da orga­ni­sie­ren kann. Ich zei­ge in einem ande­ren Video noch ein paar ande­re Mög­lich­kei­ten, was mit der Agen­da auch mög­lich ist. So als klei­ner Vor­griff. Man kann damit zum Bei­spiel auch nach Mit­ar­bei­tern die Spal­ten gestal­ten, also dass man zum Bei­spiel die Auf­ga­ben von bestimm­ten Mit­ar­bei­tern im Blick hat. Das ist beson­ders für Füh­rungs­kräf­te inter­es­sant. Und was ich beson­ders prak­tisch fin­de, ist die Struk­tu­rie­rung nach Wochen­ta­gen. So kann man sich sei­ne Woche wun­der­bar zurecht pla­nen und auch immer sehr agil sein und die Pla­nung aktua­li­sie­ren. Wenn es viel­leicht dann doch anders kommt, als man gehofft hat. Das ist ja sehr häu­fig so. Die Agen­da ist, wie in der Ein­lei­tung schon gesagt, eine oft nicht beach­te­te Funk­ti­on, die aber sehr, sehr ent­las­tend ist. Sehr mäch­tig. Und die Arbeit mit Meis­ter­Task wirk­lich deut­lich ein­fa­cher macht. Ja, das war der Agen­da-Über­blick. Ich hof­fe, es war für euch ein biss­chen erhel­lend und ihr konn­tet da was dar­aus zie­hen. Wie gesagt, es gibt dem­nächst noch ein nächs­tes Video, wo ich ein paar Bei­spie­le für Agen­da-Struk­tu­ren zei­ge. Wenn ihr auf Meis­ter­Task Pro upgraden möch­tet, nicht ver­ges­sen, es gibt einen Dis­count Code. Der heißt “BJOERN”. Damit bekommt ihr einen Rabatt auf eure ers­te Zah­lung, lohnt sich also beson­ders bei jähr­li­chen Abon­ne­ments. Und wenn ihr Fra­gen habt, freue ich mich an eine E‑Mail an bjoern@bjoernbobach.de. Ich sage bis zum nächs­ten Mal und ich bedan­ke mich für das Zuschau­en und wenn ihr Likes ver­gebt und natür­lich über eure Kom­men­ta­re. Bis bald.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, Produktivität, Tutorial --- ### [Auftragsabwicklung mit MeisterTask](https://bobach-coaching.de/auftragsabwicklung-mit-meistertask/) **Published:** März 28, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821) ermög­licht die kom­plet­te Auf­trags­ab­wick­lung für klei­ne­re Betrie­be wie Hand­wer­ker oder Online- und Mar­ke­ting­agen­tu­ren. In die­sem Video zei­ge ich die Struk­tur von drei ein­zel­nen Boards für Ver­trieb, Abwick­lung und Abrech­nung mit vie­len Bei­spie­len für Tags und Auto­ma­tio­nen. Wer auf ein höhe­res Level von Meis­ter­Task upgraden möch­te kann dies mit dem **Dis­count Code / Pro­mo­code “BJOERN”** 20% Rabatt auf sei­ne ers­te Zah­lung bekom­men — also beson­ders bei einem jähr­li­chen Abo eine sat­te Erspar­nis. Mehr Infor­ma­tio­nen zu Meis­ter­Task fin­det man [hier](https://www.meistertask.com/de/?r=442821). Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). Ihr habt Fra­gen? Ich freue mich über einen Kom­men­tar oder eMails an bjoern@bjoernbobach.de Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: Herz­lich Will­kom­men zu einem neu­en Video zu Meis­ter­Task und in die­sem Video zei­ge ich euch eine kom­plet­te Auf­trags­ab­wick­lung mit Meis­ter­Task in drei ver­schie­de­nen Pro­jekt Boards und die­se habe ich schon vor­be­rei­tet. Und da wer­den wir jetzt ein­mal kom­plett durch­ge­hen, damit ihr seht, wie das mög­lich wäre. Und zwar haben wir die Pro­jek­te Ver­trieb, Abwick­lung und Abrech­nung und die sind alle mit­ein­an­der ver­bun­den und es wird sehr viel Nut­zung von Auto­ma­ti­on gemacht. Und ich erklä­re euch das alles jetzt Schritt für Schritt. Legen wir einen neu­en, eine neue Auf­ga­be an, also ein neu­er Kun­de hat ange­fragt und wir legen eine Auf­ga­be an, das nen­nen wir ein­mal Kun­de A. Und ihr seht direkt in der ers­ten Spal­te ist eine Auto­ma­ti­on hin­ter­legt, näm­lich ein Fäl­lig­keits­da­tum wur­de aktua­li­siert und es wur­de eine Zuwei­sung vor­ge­nom­men. An Peter Pro­duk­tiv. Das ist einer mei­ner fik­ti­ven Mit­ar­bei­ter für die­se Demos und das Board ist grund­sätz­lich so auf­ge­baut, dass die Spal­ten hier ganz klas­sisch nach Kan­ban Prin­zip den Sta­tus der jewei­li­gen Auf­ga­be dar­stel­len. Also jetzt im Moment zum Bei­spiel die­se Anfra­ge ist im Ein­gang. Der nächs­te Schritt wäre Prü­fung, Kal­ku­la­ti­on. Und so wei­ter. Wenn ich die Auf­ga­be öff­ne, sehe ich, dass ich hier benut­zer­de­fi­nier­te Fel­der hin­zu­ge­fügt habe, aber noch sind die nicht aus­zu­fül­len, weil zunächst ein­mal muss die Auf­ga­be aus dem Ein­gang in die akti­ve Bear­bei­tung ver­scho­ben wer­den, und das ist die Auf­ga­be von Peter Pro­duk­tiv. Und wenn der sich die Auf­ga­be nimmt und in sei­ne nächs­te Spal­te Prü­fung zieht, seht ihr, hier gibt es direkt wie­der zwei Auto­ma­ti­on Check­lis­te Prü­fung hin­zu­fü­gen und Fäl­lig­keits­da­tum auf heu­te set­zen. Das bedeu­tet, in dem Moment, wo sich Peter die­ser Auf­ga­be in die­se Spal­te zieht, hat er die am sel­ben Tag zu erle­di­gen. Das ist eine Vor­ga­be, dass wir sagen, am sel­ben Tag soll die Prü­fung abge­schlos­sen sein. Das wird von Meis­ter­Task auch direkt mar­kiert, weil alles, was heu­te fäl­lig ist, wird oran­ge hin­ter­legt. Und ihr seht, hier ist eine Check­lis­te hin­zu­ge­fügt wor­den. Wir erstel­len die Auf­ga­be noch ein­mal und in die­ser Check­lis­te, die jetzt auto­ma­tisch gela­den wur­de, ist hin­ter­legt, dass zuerst die Text gesetzt wer­den sol­len, die zu die­ser Auf­ga­be pas­sen. Ich kli­cke hier ein­mal drauf und da habe ich schon diver­se Tags ange­legt, näm­lich erst mal nach Pro­duk­ten, damit man hin­ter­her schön nach Pro­dukt fil­tern kann, wenn man sich das Board anschaut. Sagen wir mal, der Kun­de hat Pro­dukt A und Pro­dukt C bestellt. Geht ja auch meh­re­res. Ich könn­te ja noch einen Prio­ri­tät Tag ver­ge­ben. Ich könn­te einen Ver­lust Tag. Das macht natür­lich am Anfang kei­nen Sinn, der kommt spä­ter ins Spiel und ich könn­te auch eine Eska­la­ti­on hier anle­gen. Soll­te es zu einer Eska­la­ti­on bei die­sem Kun­den kom­men? Die Tags habe ich gesetzt. Ich hake das ab. Dann über­prü­fe ich, ob der Kun­de im CRM ist. Ist er? Habe ich über­prüft? Nächs­ter Check­lis­ten Punkt Fel­der aktua­li­sie­ren. Da geht es jetzt hier um die­se benut­zer­de­fi­nier­ten Fel­der. Die könnt ihr ab Busi­ness Level bei Meis­ter­Task hin­ter­le­gen. Dann wird stan­dard­mä­ßig zu jeder Auf­ga­be die­se Fel­der mit ange­legt, die ihr völ­lig frei defi­nie­ren könnt. Ich habe das sel­ber jetzt ein­ge­rich­tet, dass ja im Kon­takt hin­zu­ge­fügt wer­den soll. Sagen wir mal, das ist Max Mus­ter­mann. Dann habe ich ange­legt, dass hier eine Kun­den­num­mer hin­zu­ge­fügt wer­den soll aus dem CRM. Dann eine Tele­fon­num­mer. Und dann noch ein Drop Down Feld. Was für ein Kun­de es ist, ob ein Neu­kun­de oder ein Bestands­kun­den, sagen wir ein­mal Kun­de. Als ein Neu­kun­de habe ich auch das erle­digt und ich habe die Fel­der aktua­li­siert. Ich hake das ab und dann will ich die Mach­bar­keit, Mach­bar­keit prü­fen, also schau­en Ist das über­haupt eine Anfra­ge, die wir erfül­len kön­nen? Habe ich gemacht. Super. Ist also ein­mal kom­plett durch die Prü­fung gelau­fen. Im nächs­ten Schritt wird kal­ku­liert. Ich zie­he das rüber. Und auch hier wie­der Auto­ma­ti­on. Das Fäl­lig­keits­da­tum wur­de ver­än­dert. Die die Zuwei­sung hat sich geän­dert auf mich in die­sem Bei­spiel und es wur­de auch wie­der eine neue Check­lis­te gelernt, näm­lich für die Kal­ku­la­ti­on. Die hier oben kann ich jetzt aus­blen­den. Ich brau­che nur noch die. Zual­ler­erst soll­te ich kal­ku­lie­ren. Das habe ich getan. Und jetzt kommt der Vier Augen Check. Und das ist jetzt etwas, was mit Meis­ter­Task zum Bei­spiel ganz ein­fach ist, weil ich kann jetzt hier in die­sen Check­lis­ten rein­schrei­ben, an wen sich das rich­tet, näm­lich mit einem Add. Und jetzt sagen wir mal, das soll der PX flei­ßig in dem Fall machen, oder blei­ben wir bei Peter? Dar­über bekommt er jetzt auch eine Benach­rich­ti­gung, dass er hin­zu­ge­fügt wor­den ist. Und um es ihm noch ein­fa­cher zu machen und rich­tig gut zu kom­mu­ni­zie­ren, schrei­be ich jetzt hier unten in den Kom­men­tar add Peter. Bit­te Kal­ku­la­ti­on gegen­che­cken. Und um es ganz hand­hab­bar zu machen, kann ich die­se Kal­ku­la­ti­on jetzt hier auch gleich noch ver­lin­ken. Ich zie­he die ein­fach von mei­nem Schreib­tisch hier rein und sie wird ange­han­gen. Es dau­ert ein Hühn­chen. Und wenn ich jetzt hier einen Schräg­strich mache, kann ich die­se Kal­ku­la­ti­on direkt in die­sem Kom­men­tar noch ver­knüp­fen. Das heißt, wenn ich hier drauf­kli­cke und Return drü­cke, seht ihr hier unten. Ich habe ihn erwähnt, das heißt, er wird benach­rich­tigt und bit­te die Kal­ku­la­ti­on gegen­che­cken. Und wenn man da drauf klickt, gelangt man direkt zu der Mög­lich­keit, die­se Datei her­un­ter zu laden. Wäre das eine PDF Datei, könn­te ich mir die hier auch direkt anzei­gen las­sen. Sagen wir mal, er hat das erle­digt. Dann ist die Abspra­che, dass er das abhakt und dann muss es die Geschäfts­lei­tung noch frei­ge­ben. Das wäre dann zum Bei­spiel wie­der ich. Das heißt, da wür­de ich ange­spro­chen wer­den. Ein Kom­men­tar muss jetzt hier nicht hin­zu­ge­fügt wer­den, weil ich dar­über schon benach­rich­tigt wor­den bin. Und wenn ich es über­prüft habe, hake ich das ab. Und auch dar­über wird jetzt der Auf­ga­ben Inha­ber wie­der benach­rich­tigt. Bin jetzt ich sel­ber in dem Bei­spiel Board, weil er der bei der Auf­ga­ben Inha­ber immer benach­rich­tigt wird, wenn Din­ge erle­digt wer­den. Das heißt das wür­de ich jetzt ange­zeigt krie­gen. Dann im nächs­ten Schritt wird dann die Auf­ga­be wie­der wei­ter­ge­zo­gen und zwar in die Ange­bots spal­te. Auch da wie­der Auto­ma­ti­on. Die Fäl­lig­keit ändert sich auf sofort, weil Ange­bo­te sol­len mög­lichst schnell raus­ge­schickt wer­den. Auch da gab es wie­der eine neue Check­lis­te. Das Ange­bot ist ver­sen­det wor­den und das Fäl­lig­keits­da­tum. Nach­fas­sen soll neu gesetzt wer­den. Das heißt, ich fas­se das Datum hän­disch an und sag In sie­ben Tagen, am 30. soll die Auf­ga­be erneut fäl­lig wer­den. Hin­ter­grund ist natür­lich klar, weil ich möch­te dann in sie­ben Tagen noch ein­mal nach­hö­ren, ob was mit dem Ange­bot ist, wenn ich bis dahin noch nichts gehört habe. Also auch das sage ich ab. Und nun wird die­se Auf­ga­be in sie­ben Tagen erneut fäl­lig. Jetzt gibt es zwei Mög­lich­kei­ten, wie es wei­ter­geht. Das eine wäre eine Nach­ver­hand­lun­gen. Also der Kun­de mel­det zurück. Ja, er ist grund­sätz­lich inter­es­siert, aber es ist ihm zu teu­er. Oder viel­leicht muss noch was hin­zu­ge­fügt wer­den. Dann wür­de die Kar­te in die­ser Spal­te lan­den. Das ist auch wie­der sofort fäl­lig. Auch hier kann sich jetzt wie­der die Zuwei­sung ändern oder eine Check­lis­te noch hin­zu­ge­fügt wer­den. Ist alles nicht der Fall. Der Kun­de hat sich mit uns geei­nigt. Dann wür­de die Kar­te als nächs­tes hier in die­se Annah­me Trans­fer Spal­te wan­dern. Soll­te der Kun­de abge­sagt haben, wür­de die Kar­te hier im Ver­lust Archiv lan­den. Und dann gibt es eine gan­ze Rei­he von Auto­ma­ti­on. Der Sta­tus wird auf abge­schlos­sen gesetzt, das Fäl­lig­keits­da­tum wird ent­fernt, die Zuwei­sung wird ent­fernt. Die Tags Eska­la­ti­on und Prio wer­den ent­fernt. Das ist ein Feh­ler hier und der Ver­lust wird hin­zu­ge­fügt. Wir sagen jetzt aber der Kun­de hat das ange­nom­men. Ich zie­he die Kar­te in die Annah­me Trans­fer Spal­te und dann ver­schwin­det die Auf­ga­be. Und hier unten wird es kurz ein­ge­blen­det. Hier ist näm­lich eine Auto­ma­ti­on, dass die Auf­ga­be in die Spal­te Abwick­lung im Pro­jekt Abwick­lung in die Spal­te offen ver­scho­ben wird. Das heißt, weil der ver­triebs vor­gang ja nun been­det ist. Für die­se auf­ga­be muss die auch nicht mehr hier drin sein. Die­se Auf­ga­be lebt jetzt mit allem was sie bis jetzt erlebt hat in dem Board Abwick­lung wei­ter. Hier ist sie. Und wenn ich da drauf­kli­cke, sieht man sofort Das Fäl­lig­keits­da­tum hat sich wie­der auto­ma­tisch geän­dert auf den heu­ti­gen Tag. Und die Zuwei­sung hat sich auch geän­dert, damit der jewei­li­ge Mit­ar­bei­ter dann benach­rich­tigt wird, dass er einen neu­en Auf­trag im Ein­gang hat. Der nimmt sich die Auf­ga­be wie­der raus in die Spal­te Dis­po. Und da seht ihr. Hat sich das Fäl­lig­keits­da­tum sofort wie­der ver­än­dert auf eine Woche spä­ter? Weil eine Dis­po­si­ti­on ein biss­chen Zeit braucht. Und es gibt hier unten eine neue Check­lis­te. Aber das Tol­le ist, dass alles, was in dem, in dem in der Auf­ga­be bis jetzt pas­siert ist, hier nach wie vor sicht­bar ist für das Team, das das Gan­ze aus­führt. In der Dis­po­si­ti­on gibt es jetzt wie­der eine neue Check­lis­te. Ter­min mit Kun­den abstim­men. Sagen wir, das haben wir gemacht. Dann habe ich den Ter­min intern geprüft und das ist jetzt eine ganz span­nen­de Geschich­te, weil da kommt die Meis­ter­Task Time­line ins Spiel. Die Time­line ist hier oben, unter die­sem Fol­gen auch wie­der Busi­ness mög­lich. Und hier sehe ich jetzt eine kalen­da­ri­sche Auf­stel­lung all mei­ner Ter­mi­ne und ihr seht jetzt hier natür­lich nichts, weil ich ja in dem Bei­spiel jetzt nur die­se eine Auf­ga­ben Kar­te habe. Aber ich könn­te jetzt hier die Aus­las­tung mei­ner bei­den Teams A und B schon sehen, weil das sind die Teams, die den Auf­trag dann am Ende aus­füh­ren. Und jetzt sagen wir ein­mal, die­ser Kun­de hat mit uns abge­spro­chen, das soll in den ers­ten bei­den April­wo­che statt­fin­den. Dann muss ich die­se Auf­ga­ben Kar­te ein­fach hier oben rein­zie­hen und ihr seht, dann kommt schon eine gestri­chel­te Umran­dung und ich las­se das los. Und ich zie­he es hier rüber. Und jetzt ist die­ser Auf­trag geplant für die­se zwei Wochen. Und das wird auch in der Auf­ga­ben Kar­te an die­ser Stel­le ver­merkt. Das kann auch hier hän­disch noch mal geän­dert wer­den. Direkt. Oder ich kann es auch hier oben in der Time­line selbst immer wie­der anpas­sen und ändern. Das heißt, den habe ich geprüft. Den habe ich in den Auf­trag ein­ge­tra­gen. Den Waren­be­stand habe ich jetzt intern reser­viert. Und jetzt muss ich das Gan­ze noch einem Team zuwei­sen. Und das ist ganz ein­fach auch wie­der erle­digt, indem ich die Kar­te neh­me und ent­we­der Team A oder Team. Wem sagen wir in dem Fall Team A? Auch hier könn­te man jetzt mit einer neu­en auto­ma­ti­schen Zuwei­sung, wenn es kein Demo Board wäre, mit meh­re­ren Mit­ar­bei­tern arbei­ten oder mit einer auto­ma­ti­schen Ter­min­ver­ga­be mit auto­ma­ti­schen Check­lis­ten. Je nach­dem, in was für einem Bereich man tätig ist, macht das natür­lich auch Sinn. Der Auf­trag ist jetzt abge­wi­ckelt und auch da gibt es jetzt wie­der eine Abschluss Trans­fer Spal­te. Und ihr ahnt es schon Auch hier wie­der die Die Auto­ma­ti­on. Das Fäl­lig­keits­da­tum wird ent­fernt und die Auf­ga­be wird in die Abrech­nung offen Spal­te ver­scho­ben, also ins nächs­te Pro­jekt Board. Und hier ist die Auf­ga­ben Kar­te jetzt wie­der. Und auch hier natür­lich die gesam­te His­to­rie wie­der vor­han­den. Also auch wenn jetzt im Lau­fe der Abwick­lung zum Bei­spiel Noti­zen gemacht wür­den, es viel­leicht eine Preis­bin­dung gege­ben hät­te all das kann hier ver­merkt wer­den und ist jetzt für die Mit­ar­bei­ter, die die Abrech­nun­gen machen, alles total trans­pa­rent, nach­voll­zieh­bar. Der Mit­ar­bei­ter nimmt sich die Auf­ga­be wie­der in Rech­nungs­stel­lung. Hier wird das Fäl­lig­keits­da­tum wie­der aktua­li­siert. Auf in zwei Tage Rech­nun­gen sol­len schnell geschrie­ben wer­den und es wird eine neue Check­lis­te hin­zu­ge­fügt. Wenn ich hier drauf­kli­cke, sehen wir die auch. Das heißt, ich muss die Pro­jekt Doku prü­fen, viel­leicht mit dem Pro­jekt­lei­ter Rück­spra­che hal­ten. Es Beson­der­hei­ten bei der Rech­nungs­stel­lung geben soll, die viel­leicht hier nicht ein­deu­tig sicht­bar sind. Dann erstel­le ich das Doku­ment, ich ver­schi­cke die Rech­nung und dann ver­schie­be ich die Kar­te auf Zah­lung war­ten. Und hier wird als Fäl­lig­keits­da­tum jetzt das Zah­lungs­ziel ein­ge­tra­gen, das in der Fir­ma herrscht. In dem Fall sind es jetzt als Bei­spiel zwei Wochen und in zwei Wochen wür­de die­se Auf­ga­be jetzt fäl­lig wer­den, wenn die Zah­lung nicht bis dahin ein­ge­gan­gen wor­den sein soll­te? Wenn sie bis dahin nicht ein­ge­gan­gen ist, kann man dann die Auf­ga­be noch in die Spal­te Mah­nung ver­schie­ben? Und hier gibt es etwas Beson­de­res, näm­lich das Fäl­lig­keits­da­tum wird natür­lich auf heu­te gesetzt, weil Mah­nun­gen wol­len wir dann so fort­schrei­ben und es wird eine Email an mei­ne E Mail Adres­se gesen­det, weil ich zum Bei­spiel in die­sem Pro­jekt Board über­haupt nicht betei­ligt bin, damit ich trotz­dem infor­miert wer­de. Da ist etwas. In Mah­nung wird eine Email an mich geschickt. Mache ich jetzt mal, so habe ich eine Email im Post­ein­gang. Die muss ich euch nicht zei­gen. Da steht nur drin, dass die­ses die­se Auf­ga­be in die­ser Spal­te gelan­det ist. Und wenn der Kun­de dann irgend­wann bezahlt hat, wird sie ihn bezahlt und Abschluss ver­scho­ben. Dann pas­siert auch wie­der Ihr Fäl­lig­keits­da­tum wird ent­fernt, die Zuwei­sung wird ent­fernt, es wer­den ent­spre­chen­de Tags ent­fernt, wenn zum Bei­spiel Eska­la­ti­on gesetzt wur­de. Weil das macht kei­nen Sinn mehr. Und die Auf­ga­be wird abge­schlos­sen, nicht archi­viert. Das soll­te man immer hän­disch machen, damit. Man soll­te kurz­fris­tig noch mal eine Rück­fra­ge kom­men, man hier ein­fach schnel­len Zugriff hat, weil sonst muss man sie erst aus dem Archiv zurück­ho­len. Also ihr seht, Meis­ter­Task ist in der Lage in einem über­schau­ba­ren Betrieb eine kom­plet­te Auf­trags­ab­wick­lung dar­zu­stel­len. Ihr könnt ja ver­su­chen das nach­zu­bau­en. Bei Fra­gen schreibt mich ger­ne an, wenn ihr die Pro oder Busi­ness Ver­sio­nen tes­ten wollt. Gibt es einen Dis­count Code? Den hat­te ich schon mal ein­ge­blen­det. Mache ich jetzt noch mal, da spart ihr 20 % auf eure ers­te Zah­lung. Ich freue mich wie immer über Nach­rich­ten und Feed­back und wenn ihr Fra­gen habt, ger­ne an mich per Email oder Kon­takt­for­mu­lar auf mei­ner Web­site und ich sage bis zum nächs­ten Mal Ciao! **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Auftragsabwicklung, MeisterLabs, MeisterTask, Produktivität, Projektplanung, Software, Tutorial --- ### [Warum dein Team eine gute Streitkultur braucht](https://bobach-coaching.de/warum-dein-team-eine-gute-streitkultur-braucht/) **Published:** Dezember 15, 2017 **Author:** Björn Bobach **Excerpt:** Es gibt den schönen Satz „Ein klärendes Gewitter, reinigt die Luft“. Trotzdem habe ich immer wieder erlebt, wie im Arbeitsumfeld versucht wird Konflikten aus dem Weg zu gehen. Oft von Vorgesetzten, manchmal sogar von Arbeitgebern, indem man den Mitarbeitern bestimmte Verhaltensregeln vorgibt... **Content:** Es gibt den schö­nen Satz „Ein klä­ren­des Gewit­ter, rei­nigt die Luft“. Trotz­dem habe ich immer wie­der erlebt, wie im Arbeits­um­feld ver­sucht wird Kon­flik­ten aus dem Weg zu gehen. Oft von Vor­ge­setz­ten, manch­mal sogar von Arbeit­ge­bern, indem man den Mit­ar­bei­tern bestimm­te Ver­hal­tens­re­geln vor­gibt, wie man sich bei Kri­tik zu Ver­hal­ten hat. Geführt hat bei­des immer zu unge­lös­ten Kon­flik­ten, frus­trier­ten Mit­ar­bei­tern und am Ende zu ein­bre­chen­der Pro­duk­ti­vi­tät. Hier hilft eine gute Streit­kul­tur. ### Zensur ist immer schlecht Wenn man als Vor­ge­setz­ter Kon­flik­te immer mode­riert und die betrof­fe­nen Par­tei­en sich nie wirk­lich mit­ein­an­der aus­ein­an­der­set­zen dür­fen, wer­den sie sich auch nie­mals annä­hern. Hier soll­te man sich als Chef wirk­lich zurück­neh­men kön­nen. Auch ein Vor­schrei­ben der Form der Aus­ein­an­der­set­zung ist gefähr­lich. Sicher, die Fäus­te flie­gen soll­ten nicht, aber wenn man Men­schen den vir­tu­el­len Maul­korb anlegt, wer­den sie sich auch nie wirk­lich gehört füh­len. ### Streiten tut gut! Ein guter Streit hat noch wirk­lich kei­ner guten Bezie­hung gescha­det. Er stärkt viel­mehr das Ver­ständ­nis für­ein­an­der und auf lan­ge Sicht sogar die Bin­dung und den Zusam­men­halt. Ein paar *grund­le­gen­de Regeln* sind den­noch wich­tig: **Dis­kus­si­on auf Augen­hö­he** In einem Streit gibt es kei­ne Hier­ar­chie, hier dür­fen alle Par­tei­en ihre Mei­nun­gen sagen. Chef sein spielt hier kei­ne Rol­le. Wenn es so wäre müss­te man den Streit gar nicht erst füh­ren son­dern könn­te gleich „bestim­men“. **Kei­ne Kon­se­quen­zen** Wenn jemand eine ande­re Mei­nung als ich ver­tritt ist das ok und er hat genau wie ich das Recht sie zu ver­tei­di­gen. Nur so kann man gemein­sam her­aus­fin­den, wo der gemein­sa­men Weg und das gemein­sa­me Ziel liegt. **Ergeb­nis­se kom­men spä­ter** Die Dis­kus­si­on an sich muss nicht gleich zum Ergeb­nis füh­ren. Ich habe oft erlebt, das die bes­ten Lösun­gen ein bis zwei Tage nach einer leben­di­gen Dis­kus­si­on allen Betei­lig­ten gleich­zei­tig in den Kopf kamen. Also hier ruhig etwas Geduld haben. Was sind eure Erfah­run­gen? Ich freue mich auf eure — ger­ne streit­ba­ren 😉 — Kom­men­ta­re! **Kategorien:** Team **Schlagwörter:** Austausch, Diskussion, Streitkultur, Team, Verbesserung --- ### [MeisterTask: Section Actions Automationen im Detail](https://bobach-coaching.de/meistertask-section-actions-automationen-im-detail/) **Published:** April 20, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task](https://meistertask.com), mein liebs­tes Pro­jekt­pla­nungs­tool, ver­fügt mit den soge­nann­ten “Sec­tion Actions” über sehr nütz­li­che Tools zur Auto­ma­ti­sie­rung. In die­sem Video gebe ich euch einen Über­blick über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten und geben euch Tipps und Bei­spie­le für deren sinn­vol­len Ein­satz. Ich freue mich natür­lich über Likes, Kom­men­ta­re oder wenn ihr [mei­nen You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) abon­niert. Fra­gen ger­ne jeder­zeit an bjoern (at) bjoernbobach.de Hier das Tran­skript zum Video: *Hal­lo und herz­lich will­kom­men, Björn Brau­bach hier, und auch heu­te geht es mal wie­der um Meis­ter­Task, mein Lieb­lings­pro­jekt­pla­nungs­tool. Meis­ter­Task ist als Kan­ban-Sys­tem äußerst fle­xi­bel, und ich nut­ze es fast für alles. Ob es Gesprächs­pro­to­kol­le sind, Mee­tings sind, oder halt Pro­jekt­pla­nung und Pro­jekt­ver­fol­gung. Eine Fra­ge, die ich per E‑Mail stän­dig gestellt krie­ge ist, was sind eigent­lich Auto­ma­tio­nen bei Meis­ter­Task und was kann ich da emp­feh­len? Das ist für mich Grund genug, ein Video dar­über zu machen, und ich möch­te mit Euch, mit Meis­ter­Task auf einem Mac, ein­mal die Auto­ma­tio­nen durch­ge­hen, und das im Web Inter­face. War­um im Web-Inter­face? Weil die Apps manch­mal ein biss­chen hin­ter­her­hin­ken. Die vol­le Funk­ti­ons­viel­falt von Meis­ter­Task hat man, momen­tan zumin­dest noch, im Web Inter­face. Und des­we­gen zei­ge ich Euch das auch gleich da. Wich­tig noch für Euch zu wis­sen, die­se Auto­ma­tio­nen sind nur mög­lich mit Meis­ter­Task Pro, also der Ver­si­on, die 9,99 Euro im Monat kos­tet, und die ich jedem, der pro­fes­sio­nell damit arbei­tet, auch wirk­lich ans Herz lege. Also star­ten wir, und ich zei­ge Euch die Auto­ma­tio­nen in Meis­ter­Task. Viel Spaß. Da sind wir in Meis­ter­Task in einem lee­ren Board, so sieht das aus, wenn man ein Board ganz neu ein­rich­tet. Im Übri­gen wer­de ich euch dem­nächst auch mal zei­gen, wie man das Board dann kon­kret auch umbaut und anpasst, Bei­spie­le habe ich Euch ja schon­mal gege­ben. Aber ich zei­ge Euch das dann auch kon­kret dem­nächst noch­mal. Jetzt geht es wie gesagt um Auto­ma­tio­nen, Auto­ma­tio­nen ver­ste­cken sich in den ein­zel­nen Spal­ten bei Meis­ter­Task, hin­ter die­sem Drei­eck. Wenn man auf die­ses Drei­eck tippt, öff­net sich dann bei jeder Spal­te die­ses Menü, da kann man erst­mal die Dar­stel­lung ein­stel­len, also die ver­schie­de­nen (?Ereig­nis­se) hin­ter­le­gen, oder die Far­ben des Bau­steins ändern, eine Beschrei­bung hin­zu­fü­gen, aber dar­um geht es jetzt nicht. Es geht hier um die­sen Punkt, die Aktio­nen. Wenn ich dar­auf tip­pe, sehe ich schon, hier kann ich auf Akti­on hin­zu­fü­gen tip­pen. Eine wich­ti­ge Klei­nig­keit, was heißt Klei­nig­keit, eine ganz wesent­li­che Geschich­te ist im Übri­gen das hier unten. Hier steht, Sie kön­nen per E‑Mail Auf­ga­ben in die­se Sek­ti­on hin­zu­fü­gen. Ja, das kann man, und zwar gibt es hier eine spe­zi­el­le E‑Mailadresse, wenn ich dar­auf tip­pe, wür­de sich auch gleich eine neue E‑Mail öff­nen. Damit kann man also Auf­ga­ben per E‑Mail hin­zu­fü­gen. Dafür gibt es einen ganz prak­ti­schen Nut­zen, zum Bei­spiel bei Kon­takt­for­mu­la­ren auf Web­sites. Wenn man das als Emp­fän­ger­adres­se ein­gibt beim Kon­takt­for­mu­lar, lan­det dann die­se E‑Mail auto­ma­tisch in die­ser Spal­te. Super prak­tisch zum Bei­spiel bei Kun­den­an­fra­gen, oder bei Sup­port­an­fra­gen, dann hat man auch gleich eine Auf­ga­be und einen Task dazu. Jetzt aber zu der Akti­on sel­ber, gehen wir ein­mal hier auf die­ses Plus, um eine Akti­on hin­zu­zu­fü­gen. Und dann öff­nen sich die Aktio­nen, die wir daha­ben. Ich gehe die ein­fach mal von oben durch. Die ers­te, Auf­ga­be zuwei­sen, ist rela­tiv selbst­er­klä­rend wür­de ich sagen, wenn ich da drauf tip­pe, kann ich jetzt ent­we­der jeman­den aus­wäh­len, der dem Ort schon hin­zu­ge­fügt wur­de, oder ich kann auch eine Per­son fin­den. Und ich kann unten, das gilt im Übri­gen auch für alle Aktio­nen, das auf alle bestehen­den Auf­ga­ben in die­ser Sek­ti­on, also in die­ser Spal­te aus­füh­ren. Das ist eine ganz prak­ti­sche Geschich­te, wenn ich zum Bei­spiel mein Board so orga­ni­siert habe, dass in jeder Spal­te es einen bestimm­ten Zustän­di­gen gibt. Zum Bei­spiel bei einem team­or­ga­ni­sier­ten Board könn­te ich das ein­rich­ten, dann müss­te ich das nicht jedes Mal von Hand umstel­len. Sehr prak­tisch. Die nächs­te Akti­on wäre Sta­tus ändern. Das heißt, wenn eine Auf­ga­be in die­se Spal­te gesetzt wird, kann ich sagen sie ist offen, sie ist abge­schlos­sen, oder sie ist abge­schlos­sen und archi­viert. Abge­schlos­sen ist zum Bei­spiel super für eine Spal­te, wo man alle, wie es schon das Wort sagt, abge­schlos­se­nen Auf­ga­ben rein­wirft. Die krie­gen dann auto­ma­tisch den Sta­tus abge­schlos­sen. Archi­viert wäre ich vor­sich­tig, die ver­schwin­den näm­lich gleich ins Archiv, das heißt man sieht sie nicht mehr. Und manch­mal, wenn eine Auf­ga­be abge­schlos­sen ist, möch­te man sie ja viel­leicht doch wie­der schnel­ler fin­den. Also ich wür­de eher die Opti­on als die neh­men. Es gibt Nut­zungs­fällt, wo das mit dem Archi­vie­ren Sinn macht, zum Bei­spiel wie eben schon ange­spro­chen bei Sup­port-Fäl­len, dann habe ich auto­ma­tisch eine Sup­port­an­fra­ge, wenn sie geklärt ist auch im Archiv. Find­bar ist sie da ja immer noch, aber wie gesagt, ich zie­he die­se Opti­on hier meis­tens vor. Das ist jetzt sehr span­nend, Auf­ga­be ver­schie­ben in eine ande­re Sek­ti­on. Wenn man hier rauf­geht sieht man schon, da geht es nicht nur um die Spal­ten in die­sem aktu­el­len Board, son­dern alle mög­li­chen Boards. Das span­nen­de dar­an ist, man kann dadurch ganz ein­fach ver­schie­de­ne Boards für ver­schie­de­ne Auf­ga­ben kre­ieren. Das heißt, ich kann zum Bei­spiel ein Board hier unten für Mar­ke­ting haben, zum Bei­spiel ein Board für Ver­trieb haben, und in dem Moment, in dem das im ver­trieb erfolg­reich war, könn­te ich in die letz­te Spal­te Erfolg set­zen, und dann wür­de die­se Kar­te auto­ma­tisch zum Bei­spiel ins Pro­jekt­board wan­dern. Also das ist eine sehr, sehr sin­ni­ge Auto­ma­ti­on, man muss also nicht extra eine neue Kar­te in einem ande­ren Board anle­gen, nein. Man ver­schiebt die ein­fach in das ande­re Board dar­über, dass man das hier ein­stellt. Sehr prak­tisch, benut­ze ich stän­dig. E‑Mail sen­den, ja, war­um soll man eine E‑Mail sen­den, wenn man es doch in Meis­ter­Task sieht? Das gesam­te Team, Besit­zer der Auf­ga­be, das ist selbst­er­klä­rend, das kann zum Bei­spiel sin­nig sein, wenn die Benach­rich­ti­gung aus­ge­schal­tet hat, und sicher sein möch­te, dass der­je­ni­ge, auch wenn er viel­leicht nicht Zugriff auf Meis­ter­Task hat, aber auf sei­ne E‑Mails, über den Sta­tus der Auf­ga­be infor­miert ist. Ganz inter­es­sant, wel­che eige­ne E‑Mailadresse, da kann ich näm­lich irgend­ei­ne E‑Mailadresse ein­ge­ben. Das heißt, auch Leu­te, die nicht in Meis­ter­Task in die­sem Board invol­viert sind, kön­nen infor­miert wer­den. Sehr inter­es­sant zum Bei­spiel im Fall von Mahn­we­sen, wenn ich eine bestimm­te Mahn­stu­fe errei­che, könn­te ich das per E‑Mail jeman­den mit­tei­len, der sonst nicht aktiv an die­sem Board betei­ligt ist. Also wenn ich zum Bei­spiel eine bestimm­te Mahn­stu­fe erreicht habe, könn­te hier eine E‑Mail an den Geschäfts­füh­rer geschickt wer­den. Der möch­te ja viel­leicht im Tages­ge­schäft gar nicht so invol­viert sein, und auch nicht über jede Mah­nung oder jede Rech­nung infor­miert sein. Aber wenn dann wirk­lich nach x Wochen nicht gezahlt ist, wür­de er sich viel­leicht ein­schal­ten, und dar­über kann ich ihn infor­mie­ren. Sehr prak­tisch. Fäl­lig­keits­da­tum der Auf­ga­be set­zen oder ent­fer­nen, beson­ders span­nend hier, in x Tagen fäl­lig. Wie­der das Bei­spiel hier von eben, Rech­nungs­we­sen, Mahn­we­sen, ich kann hier zum Bei­spiel in der Rech­nungs­stel­lungs­spal­te sagen, in vier­zehn Tagen fäl­lig. Das heißt, ich sehe sofort, wenn eine Rech­nung eigent­lich bezahlt sein müss­te. Gut, in einem gro­ßen Unter­neh­men, wo es eine sepa­ra­te Buch­hal­tung gibt, wir das viel­leicht ich so häu­fig benutzt, aber für klei­ne Unter­neh­men, so fünf bis zehn Leu­te, oder auch Ein­zel­un­ter­neh­mer ist das eine sehr prak­ti­sche Geschich­te, wo man sich ein­fach nicht stän­dig auf Kon­to gucken muss, und sagen muss, ist das jetzt pünkt­lich, oder wann kommt die Rech­nung. Nein, das sehe ich hier inner­halb von Meis­ter­Task schon auf einen Blick, weil die Auf­ga­be wird dann fäl­lig und ent­spre­chend gekenn­zeich­net. Tags der Auf­ga­be, in die­sem Bei­spiel­board habe ich noch kei­ne Tags, aber ich kann hier aus­ge­wähl­te Tags hin­zu­fü­gen oder ent­fer­nen, oder alle Tags ent­fer­nen. Alle Tags ent­fer­nen ist zum Bei­spiel prak­tisch, wenn eine Auf­ga­be von der Pro­jek­tie­rungs­pha­se, also von der Durch­füh­rungs­pha­se, in die Rech­nungs­pha­se geht, dann brau­che ich viel­leicht nicht mehr die Tags in der Auf­ga­be sel­ber, die ich in der Pro­jekt­pha­se gebrauch habe, und wer­de sie dann auto­ma­tisch los, und kann viel­leicht einen neu­en Tag hin­zu­fü­gen. Über die Tags wer­de ich noch­mal ein sepa­ra­tes Video machen, was man damit anstel­len kann ist sehr, sehr viel­fäl­tig, aber das macht das Gan­ze auch sehr, sehr viel ein­fa­cher. Zeit­er­fas­sung der Auf­ga­be, dazu gibt es ein sepa­ra­tes Video von mir. Man muss für ein Board die­se Zeit­er­fas­sungs­funk­ti­on erst­mal akti­vie­ren, aber wie gesagt, schaut Euch das Video, das ich dazu gemacht habe an, da habe ich das aus­führ­lich erklärt. Eine sehr, sehr prak­ti­sche Funk­ti­on, zum Bei­spiel auch für Free­lan­cer, die ihre Zeit erfas­sen müs­sen, um Rech­nun­gen zu schrei­ben, kann ich jedem emp­feh­len. Slack Nach­richt sen­den ist klar, da müss­te ich Slack jetzt kon­fi­gu­rie­ren. Ich bin kein gro­ßer Slack Freund, ich benut­ze lie­ber Twist von Doist, also von den Doist-Machern. Wenn man in sei­nem Team Slack nutzt, kann man hier aber Slack kon­fi­gu­rie­ren und kann dann, wie es hier steht, eine Nach­richt an den Slack-Chan­nel schrei­ben, sobald eine Auf­ga­be in die­ser Sek­ti­on erstellt oder geblockt wird. Das heißt, man kann einen Chan­nel dar­über infor­mie­ren, Ach­tung, da ist eine Auf­ga­be dazu­ge­kom­men. Wenn man Slack nutzt, bestimmt sehr prak­tisch. Und Office 365 Grup­pe benach­rich­ti­gen ist genau das glei­che wie Slack, nur, dass es sich hier um eine Grup­pe inner­halb von Office 365 han­delt, auch da eine Benach­rich­ti­gungs­funk­ti­on, sehr prak­tisch für Leu­te, die nicht in Meis­ter­Task sind. Ja, und das waren sie schon die Aktio­nen. Es gibt noch mehr Meis­ter­Task Inter­ak­tio­nen inner­halb von ande­ren Apps, ein pro­mi­nen­tes Bei­spiel aus der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit zum Bei­spiel, Goog­le Han­gout Chats, also der Slack Schräg­strich Twist Wett­be­werb von Goog­le, da gibt es einen eige­nen Bot inner­halb von Goog­le Han­gout Chats. Das ist eine sehr kom­ple­xe Geschich­te wie­der, da will ich jetzt nicht drauf ein­ge­hen, das sind jetzt ein­fach die ein­ge­bau­ten Sachen. Und ich glau­be, da ist für jeden was dabei, und das macht einem das Leben wirk­lich ein­fa­cher. Ich hof­fe, das Video hat Euch was gebracht, ich wür­de mich freu­en über Kom­men­ta­re, oder wenn Ihr mei­nen Kanal abon­niert. Und ich sage, bis zum nächs­ten Mal! Ciao!* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: Aufgaben Karten im Detail](https://bobach-coaching.de/meistertask-aufgaben-karten-im-detail/) **Published:** Mai 11, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video zei­ge ich euch die Details zu einem zen­tra­len Ele­ment von Meis­ter­Task: den Auf­ga­ben Kar­ten. Ich gehe detail­liert auf die ein­zel­nen Ele­men­te ein und gebe auf dem Weg ein paar Ein­satz­tipps. Ich freue mich wie immer über Abon­nen­ten, Likes und eure Kom­men­ta­re. Folgt mir auch auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) um über die neu­es­ten Vide­os benach­rich­tigt zu wer­den. Hier das Tran­skript des Vide­os: *Hal­lo und herz­lich Will­kom­men. Hier ist Björn Bob­ach. Und auch heu­te mal wie­der Meis­ter­Task. In Meis­ter­Task kann man ja Pro­jek­te und die Auf­ga­ben in den Pro­jek­ten ver­wal­ten. Und des­we­gen beschäf­ti­ge ich mich heu­te mal inten­si­ver mit den Pro­jekt­kar­ten. Also mit den Ein­hei­ten bei Meis­ter­Task mit denen man ein­zel­ne Auf­ga­ben ver­wal­ten kann. Wir sind jetzt hier in so einem Start­board. Das ist das Stan­dard­board das Meis­ter­Task auch einem anbie­tet, wenn man sich ganz frisch ange­mel­det hat. Und wir sehen jetzt hier die­se drei Grund­spal­ten. Zu den Spal­ten und den Sec­tion-Actions, wie es sich nennt, habe ich ja schon mal ein Video gemacht. Und heu­te geht es dar­um, die Auf­ga­ben in die­sen ein­zel­nen Spal­ten anzu­le­gen. Das ist wie man schon sehen kann eigent­lich recht ein­fach. Weil hier haben wir ein Plus und wenn man da drauf tippt, öff­net sich so ein Fens­ter und dann kann ich der Auf­ga­be einen Namen geben. Sagen wir jetzt mal neue Web­site Björn. Nur so als Bei­spiel. Wenn ich Return drü­cke ist die Auf­ga­be qua­si erstellt und erst mal pas­siert gar nichts. Ich lege jetzt mal noch ein paar ande­re Auf­ga­ben an. Kon­to fül­len, das ist immer eine schö­ne Auf­ga­be. Kun­de anru­fen, was auch immer. Das sind jetzt nur Bei­spie­le. War­um ich jetzt noch ein ein paar ange­legt habe? Da geht es mir dar­um, wenn man hier mit der Maus drü­ber geht, sieht man immer hier so ein Fra­ge­zei­chen. Da kann man die Auf­ga­be direkt jeman­dem zuwei­sen. Das heißt also neue Web­site Björn. Wenn ich ich jetzt hier dar­auf drü­cke, sehe ich jetzt in dem Fall mich, weil ich der ein­zi­ge bin der bei die­sem Auf­ga­ben­board hin­zu­ge­fügt wur­de. Und wenn ich jetzt hier drauf tip­pe ist die Auf­ga­be mir zuge­wie­sen. Also wenn ich jetzt hier noch meh­re­re Team­mit­glie­der hat, habe ich jetzt hier nicht, könn­te ich die ein­zeln aus­wäh­len oder hier oben über die Text­ein­ga­be auch gleich fin­den. Bezie­hungs­wei­se kann ich auch hier gleich Mit­glie­der noch hin­zu­fü­gen und dem Board hin­zu­fü­gen. Wenn ich so eine Auf­ga­be jetzt wei­ter edi­tie­ren will, weil das ist jetzt noch nicht beson­ders aus­sa­ge­kräf­tig, ein­fach hier drauf tip­pen und dann hat man die Detail­an­sicht. Und da gibt es jetzt jede Men­ge Din­ge, die man tun, machen und ein­tra­gen kann. Fan­gen wir ganz von vor­ne an. Neue Web­site Björn ist der Titel. Wenn ich den ändern will, tip­pe ich den ein­fach an. Und könn­te den jetzt umschrei­ben. Also zum Bei­spiel ein­fach neue Web­site dar­aus machen. Oder so las­sen, wie es war. Hier drun­ter kann ich belie­bi­ge Infor­ma­tio­nen hin­zu­fü­gen. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel grund­sätz­li­che Kun­den­da­ten, Adres­sen, Ruf­num­mern, sol­che Sachen ein­tra­gen möch­te. Das mache ich gleich da drun­ter. Oder neue Noti­zen, also zum Bei­spiel neu­es The­me mit mehr Mög­lich­kei­ten für Vide­os. Sol­che Sachen. Zum Bei­spiel kann ich mir da rein schrei­ben ein­fach Noti­zen. Die sind dann auch für jeden gleich sicht­bar, ich gehe hier mal raus, wenn er auf das Board schaut. Das sind näm­lich die Sachen die hier direkt ange­zeigt wer­den. Also soll­ten das mög­lichst Din­ge sein, die viel­leicht für den Betrach­ter von so einem Board als ers­tes wich­tig sind. Kann man jeder­zeit auch wie­der ändern. Antip­pen, hin­zu­fü­gen, ändern, wie man möch­te. Hier unten drun­ter sind Check­lis­ten. Das heißt, wenn ich hier etwas ein­tra­ge, kann ich das spä­ter abha­ken. Also kann ich jetzt zum Bei­spiel sagen The­me aus­wäh­len, bei einer Word­Press Sei­te immer sehr wich­tig. Word­Press aktua­li­sie­ren, Plug­ins aus­wäh­len, sol­chen Sachen. Jetzt gibt es bei Meis­ter­Task so eine Ein­schrän­kung, ich kann näm­lich die­sen ein­zel­nen Punk­ten lei­der kein Fäl­lig­keits­da­tum hin­zu­fü­gen. Was ich machen kann ist, ich kann hier die Rei­hen­fol­ge ändern indem ich hier auf die­se drei Stri­che kli­cke und das sor­tie­re. Könn­te man sich jetzt zum Bei­spiel intern abspre­chen, dass das Wich­tigs­te immer ganz oben steht. Ich kann die Auf­ga­be löschen durch das X. Und ich kann wenn ich hier drauf tip­pe, auf die­sen Pfeil in Auf­ga­be umwan­deln. Ich sage mal das ist ja schon eine Auf­ga­be. Das bedeu­tet aber es wird eine neue Kar­te dafür erstellt. Also wenn ich jetzt zum Bei­spiel mer­ke das Gan­ze ist so auf­wen­dig, dass ich das hier nicht nur abha­ken möch­te und ich möch­te das nach­ver­fol­gen. Wenn ich jetzt zum Bei­spiel The­me aus­wäh­len in Auf­ga­be umwan­de­le und hier steht Auf­ga­be wur­de in das Pro­jekt The­me aus­wäh­len umge­wan­delt und wenn ich jetzt hier raus­ge­he, sehe ich dann habe ich das gleich hier. Sehr schön wenn man irgend­wie merkt, ein Check­lis­ten­ein­trag reicht nicht. Die Ein­schrän­kung ist, ich kann hier kein Datum hin­ter­le­gen. Noch nicht. Ich kann Auf­ga­ben nicht wie­der­keh­rend machen. Auch noch nicht. Ich hof­fe Meis­ter­Task lie­fert hier nach. Also ich weiß, dass sie dar­an arbei­ten. Ich hof­fe sehr, dass das bald kommt. Weil das ist eine gro­ße Ein­schrän­kung zum Bei­spiel im Ver­gleich zu Asa­na. Und das wird wirk­lich sehr sehr bit­ter Zeit, dass das nach­ge­reicht wird. Weil im Moment kön­nen wir nur mit einem Fäl­lig­keits­da­tum hier arbei­ten. Aber dazu dann gleich mehr. Hier unten ist jetzt Attach­ment hin­zu­fü­gen. Wenn ich hier drauf tip­pe kann ich hier also eine loka­le Datei hoch­la­den. etwas aus der Drop­box oder Goog­le ver­lin­ken, aus Box und aus Mind­meis­ter so eine Mind­map. Ich kann aber auch, ich habe hier rechts eine Zip-Datei, die neh­men, und hier ein­fach her­über­zie­hen. Dann wird das gleich hoch­ge­la­den. Also das ist per Drag and Drop mög­lich. Muss man gar nicht extra auf die­ses Plus tip­pen, und im nächs­ten Feld ist dazu auch noch eine Mög­lich­keit. Zei­ge ich dann gleich. Hier unten habe ich jetzt Akti­vi­tät und hier sieht man jetzt die His­to­rie der Auf­ga­be. Also ich habe die erstellt, ich habe sie mir sel­ber zuge­wie­sen. Ich habe einen Check­lis­ten­ein­trag hin­zu­ge­fügt, noch einen, noch einen, und jetzt kann ich hier aber auch etwas rein­schrei­ben. Also ich kann jetzt hier zum Bei­spiel schrei­ben soll­te bes­ser wer­den, irgend­ei­nen Unsinn jetzt gera­de. Und wenn ich jetzt möch­te, dass das jemand beson­de­res sieht, der viel­leicht hier aber nicht die Auf­ga­be zuge­wie­sen hat, mach ich das ein­fach über ein Add. Und dann sehe ich jetzt hier wie­der, wer gera­de in die­sem Board ist. Hier steht jetzt Björn. Wenn ich jetzt meh­re­re Teil­neh­mer habe, wür­de ich die aber auch alle sehen kön­nen. Dazu gibt es übri­gens ein Bei­trag noch auf mei­nem Blog, mit Erwäh­nung Cle­ver Kom­mu­ni­zie­ren heißt er glau­be ich. Könnt ihr auf jeden Fall auf mei­ner Web­site bjoernbobach.de fin­den , da habe ich was zu den Erwäh­nun­gen noch­mal extra geschrie­ben. Aber so wür­de ich jetzt jeman­den zum Bei­spiel dar­auf hin­wei­sen, hier steht etwas, was ich von Dir wis­sen möch­te. Oder ich möch­te, dass Du das liest. Ein­fach eine Erwäh­nung. Er kriegt eine Benach­rich­ti­gung. Sehr prak­tisch. Das muss ich jetzt nicht machen. Ich muss mich nicht selbst erwäh­nen. Ich kann jetzt auch hier sagen, ich möch­te das hier run­ter wer­fen. Ich möch­te das eigent­lich dazu machen. Es erscheint dann aber trotz­dem da oben. Also wenn ich das jetzt hier rein wer­fe sieht man gleich es wird hoch­ge­la­den und es ist jetzt hier als Zip-Datei drin. Anhän­gen kann ich hier im übri­gen alles. Meis­ter­Task kann nicht alles anzei­gen. Natür­lich kann es eine Zip-Datei nicht anzei­gen. Macht ja kei­nen Sinn. Ist ja ein kom­pri­mier­ter Inhalt. Aber wenn ich hier zum Bei­spiel PDFs oder Word-Doku­men­te oder Bil­der anhän­ge kann ich die auch gleich mir in Meis­ter­Task anzei­gen las­sen wo ich dann gar nicht erst her­un­ter­la­de. Wich­tig ist das man hier noch am Schluss noch pos­ten tippt, sonst wird das Gan­ze nicht über­nom­men. Und eine ande­re Sache ist noch. Ich mache jetzt mal hier noch­mal den Cur­sor rein. ganz unten steht hier Shift plus Enter für neue Zei­le. Das ist ganz wich­tig. Weil wenn ich Enter drü­cke, wird immer gleich der Kom­men­tar gepos­tet. Wenn ich einen Mehr­ab­satz-Kom­men­tar pos­ten möch­te mit meh­re­ren Zei­len und eine neue Zei­le brau­che, bit­te immer Shift und Enter sonst pos­tet man das. Ist aber nicht wei­ter tra­gisch, wenn es einem pas­siert, weil wenn ich hier auf einen älte­ren Kom­men­tar gehe, hier ist wie­der so ein klei­nes Drei­eck, da kann ich das nach­träg­lich auch noch bear­bei­ten. Kann ich ja mal machen. So, und dann sieht man den geän­der­ten Kom­men­tar. Hier kann man wun­der­bar die His­to­rie von so einer Auf­ga­be nach­voll­zie­hen. Wenn man unter­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren will, kann man das sehen. Man spart sich hier jede Men­ge Email­schrei­be­rei. Also ich wür­de jedem emp­feh­len Auf­ga­ben- und Pro­jekt­spe­zi­fi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­on nur in Meis­ter­Task zu machen. Emails wirk­lich nur im äußers­tem Not­fall. Gehen wir in die rech­te­re Spal­te hier. In die rech­te Spal­te, nicht rech­ter. Da steht jetzt oben Fäl­lig­keit. Man sieht schon, die Auf­ga­be muss kei­ne Fäl­lig­keit haben. Aber das ist ja uto­pisch. Eigent­lich hat alles immer eine Dead­line. Wenn man per­sön­li­che Pro­jek­te hat, soll­te man sich eine Dead­line set­zen. Da neh­men wir mal als fik­ti­ves Bei­spiel den ers­ten Juni. Ich könn­te jetzt aber auch heu­te sagen. Aber las­sen wir mal den ers­ten Juni. Dar­un­ter ist jetzt Tags. Tags sind Schlüs­sel­wör­ter mit denen ich das Gan­ze noch bes­ser sor­tie­ren kann. Hier habe ich kei­ne Tags. Ich kann Tags ver­wal­ten machen. Dann öff­net sich sofort für das Pro­jekt die­ser Tags-Bereich. Und jetzt sage ich ein­fach mal ich möch­te einen Tag hin­zu­fü­gen. Und dann sage ich Design. Ich kann das gleich jetzt hier für meh­re­re machen. Ich kann zum Bei­spiel sagen Design, ich kann sagen Tech­nik. Und wenn ich jetzt hier drauf tip­pe seht Ihr auch, dass ich die Far­ben ver­än­dern kann. Also zum Bei­spiel für Tech­nik neh­men wir mal so ein wein­rot und für Design neh­men wir mal ein schö­nes blau. Dann gehe ich auf auf fer­tig. Und Jetzt kann ich über Tags direkt etwas hin­zu­fü­gen. Also neh­men wir mal als Tag jetzt Design. Und dann habe ich hier noch Infor­ma­tio­nen. Ich kann über die­se Auf­ga­be noch sehen, in wel­chem Pro­jekt es ist. Es ist jetzt in mei­nem Pro­jekt. Die Auf­ga­be ist im Bereich offen, also Sec­tion offen, das ist die Spal­te. Ich sehe wann es erstellt wur­de und wann es das letz­te Mal geän­dert wur­de. Hier oben über die* *drei Punk­te kann ich noch ver­schie­de­ne Din­ge tun. Ich kann die Auf­ga­be ver­schie­ben. Und zwar auch in ande­re Boards, die ich habe. Das ist sehr prak­tisch wenn ich zum Bei­spiel eine Auf­ga­be in ein ande­res Board ver­schie­ben möch­te. Zum Bei­spiel aus einem Board das ich für Ver­trieb nut­ze, dann spä­ter in die Pro­jekt­ab­wick­lung, kann ich die gan­ze Auf­ga­be ein­fach ver­schie­ben. Die His­to­rie wan­dert mit. Sehr prak­tisch. Und das muss nicht alles in einem sehr, sehr brei­tem Board sein. Dupli­zie­ren ist glau­be ich klar. Dann ver­dop­pelt sich die Auf­ga­be. Wann ist es sinn­voll so etwas zu nut­zen? Dann wenn man Vor­la­gen hat. Man könn­te sich also eine Spal­te mit Vor­la­gen machen. Wo man hier immer die glei­chen Check­lis­ten rein­schreibt. Hier so Grund­the­men die ein­ge­tra­gen wer­den sol­len. Und dann muss ich die­se Vor­la­gen­auf­ga­be immer nur dupli­zie­ren und muss das Gan­ze nicht alles immer von vor­ne machen. Auch sehr prak­tisch. Abschlie­ßen ist klar. Ana­log zu dem But­ton. Abschlie­ßen, dann ist die Auf­ga­be erle­digt. Archi­vie­ren bedeu­tet sie ver­schwin­det vom Board und lan­det in mei­nem Archiv. Da kann ich sie spä­ter immer noch suchen und fin­den, wenn ich ein Meis­ter­Task-Pro-Abo min­des­tens habe. In den Papier­korb legen bedeu­tet, die wird in den Papier­korb gelegt die wird nicht abge­schlos­sen, nicht archi­viert, das war viel­leicht ein Feh­ler dass ich sie ange­legt habe. Dann klickt man auf die­sen But­ton. Link kopie­ren bedeu­tet ich erstel­le einen Link, den ich in irgend­ei­ne ande­re Nach­richt ein­fü­gen kann. Dann lan­det man direkt in die­ser Auf­ga­be. Token kopie­ren, ganz ehr­lich, nut­ze ich nie. Set­ze ich mich auch gera­de nicht mit aus­ein­an­der. Ist viel­leicht etwas, was spä­ter in einem Video mal kommt. Dru­cken ist auch klar. Und in ein Pro­jekt umwan­deln bedeu­tet, aus die­ser Auf­ga­be wird ein eige­nes Pro­jekt, ein eige­nes Board. Für eine neue Web­site soll­te man sich sogar viel­leicht eher ein eige­nes Pro­jekt anle­gen. Und wenn ich hier drauf tip­pe, heißt das sie wird zu mei­nem Fokus hin­zu­ge­fügt. Dann sehe ich die­se Auf­ga­be immer, egal ob ich da jetzt gera­de zuge­wie­se­ne oder akti­ve Auf­ga­ben habe. Oder nicht. Oder hier mit die­sem X kom­me ich wie­der aus der Auf­ga­be raus. Eine Beson­der­heit haben die­se Kar­ten noch. Die haben näm­lich noch eine farb­li­che Codie­rung. Ich zei­ge, was ich mei­ne. Wenn ich das Fäl­lig­keits­da­tum in die Ver­gan­gen­heit lege, seht Ihr schon, dann wird der Text so oran­ge. Und wenn ich jetzt das anschaue, seht Ihr, das Gan­ze wird mit einer gel­ben Far­be und hier noch mal einem deut­li­chem oran­ge, Gott sei Dank nicht knall­rot, mar­kiert. Die Auf­ga­be ist über­fäl­lig. Also da muss man sich nicht drum küm­mern, dass man das über­se­hen könn­te. Das macht Meis­ter­Task für einen sel­ber. Das ist so eine Über­sicht der Meis­ter­Task Auf­ga­ben­kar­ten gewe­sen. Ich glau­be das hat ein biss­chen mehr erklärt als man sonst so über das Inter­face viel­leicht ver­steht. In einem nächs­ten Video geht es dann dar­um, wie man die Spal­ten anlegt, anpasst und sich so sei­ne eige­ne Struk­tur baut. Bis dann. Ich wür­de mich freu­en über ein Like und natür­lich wenn Ihr mei­nen klei­nen You­Tube Kanal abon­niert.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: 3 Beispiele für gute Tags (Schlagwörter)](https://bobach-coaching.de/meistertask-3-beispiele-fuer-gute-tags-schlagwoerter/) **Published:** Juni 8, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video geht es mal wie­der um mein Lieb­lings Kan­ban Tool zur Pro­jekt­ver­wal­tung: Meis­ter­Task. Ich beschäf­ti­ge mich hier mit den Tags (Schlag­wör­tern) und zei­ge euch ein paar Bei­spie­le, wie man die klei­nen bun­ten Fähn­chen effek­tiv ein­set­zen kann. Ich freue mich bei Gefal­len über Likes und natür­lich das Abon­nie­ren [mei­nes klei­nen Kanals](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [MeisterTask: 3 Tipps zur Einführung im Team](https://bobach-coaching.de/meistertask-3-tipps-zur-einfuehrung-im-team/) **Published:** Juni 22, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** In die­sem Video gebe ich euch drei Tipps zur Ein­füh­rung von [Meis­ter­Task](https://meistertask.com) in eurem Team. Ich freue mich bei Gefal­len über Likes und natür­lich das Abon­nie­ren [mei­nes klei­nen Kanals](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA). https://www.youtube.com/watch?v=zutD24gy58U Hier die Tran­skrip­ti­on des Vide­os: *Hal­lo, ich bin Björn Bob­ach. Ich mache Tech­nik begreif­bar. Und auch heu­te geht es mal wie­der um mein Lieb­lings­pro­jekt­ver­wal­tungs­tool Meis­ter­Task. Meis­ter­Task ist als Kan­Ban Sys­tem sehr, sehr fle­xi­bel. Man kann damit fast alles abbil­den, vom pri­va­ten Pro­jekt, bis sehr kom­ple­xen Pro­jek­ten, die sich über meh­re­re Auf­trags­boards erstel­len, oder Pro­jekt­boards. Und heu­te möch­te ich auf etwas ein­ge­hen, was ich schon ange­ris­sen habe im letz­ten Video, wo ich auf die ein­zel­nen Auf­ga­ben­kar­ten ein­ge­gan­gen bin. Und ich habe vie­le Fra­gen dazu bekom­men, näm­lich die klei­nen Tags, oder auf Deutsch heißt das Schlag­wör­ter. Das sind die­se lus­ti­gen bun­ten Fähn­chen hier. Ich bin gefragt wor­den: „Soll­te man die ein­set­zen? Und wenn ja, wie kann man sie sinn­voll ein­set­zen? Und war­um soll­te man das?“. Ich habe euch ein paar Bei­spie­le hier zusam­men­ge­tra­gen und die will ich euch kurz erklä­ren. Ihr seht hier schon, ich habe hier in mei­ner Ange­bots­spal­te in mei­nem Bei­spiel­board, Pro­dukt A, Pro­dukt B beim Kun­den ste­hen. Das heißt, ich habe für jeden Kun­den eine Kar­te und kann durch einen Tag ganz ein­fach visua­li­sie­ren, wel­ches Pro­dukt hat der ange­fragt, oder wel­ches Pro­dukt wer­de ich da anbie­ten, wie in die­ser Spal­te, oder jetzt in die­sem Fall. Oder wenn man hier in Arbeit oder OnHold sieht wel­che Pro­duk­te ich bei wel­chen Kun­den abar­bei­ten muss. Ist eine schö­ne visu­el­le Dar­stel­lung, hat auch einen gro­ßen Vor­teil, ich kann näm­lich, und des­we­gen soll­te man unbe­dingt mit Tags arbei­ten, danach fil­tern. Das funk­tio­niert fol­gen­der­ma­ßen, wenn ich hier rechts die Sei­ten­leis­te auf­klap­pe, habe ich hier das Fil­tern und dann habe ich hier Tags. Und wenn ich da drauf kli­cke, kann ich jetzt zum Bei­spiel sagen, Pro­dukt A inter­es­siert mich, und dann sehe ich alle Auf­ga­ben mit Pro­dukt A. Das ist super prak­tisch wenn man zum Bei­spiel Mit­ar­bei­ter hat, die nur sich um einen bestimm­ten Pro­dukt­typ küm­mern. Also, sagen wir mal, man hat eine Agen­tur die Web­sei­ten pro­gram­miert, dann könn­te ich jetzt hier Web­sei­ten­pro­gram­mie­rung als Tag machen. Und dann müs­sen die Mit­ar­bei­ter auch wirk­lich nur die­se Auf­ga­ben sehen. Die sehen dann gar nicht die ande­ren Auf­ga­ben, die sie viel­leicht gar nicht inter­es­sie­ren. Macht das Gan­ze also sehr, sehr viel über­sicht­li­cher. Mein zwei­tes Bei­spiel dreht sich auch dar­um, was (?sinn­voll) ist zu sehen, ich habe hier näm­lich einen Tag ein­ge­rich­tet, der heißt eska­liert. Eska­liert kann ja alles Mög­li­che bedeu­ten, sagen wir mal, ein Kun­de möch­te mit dem Geschäfts­füh­rer spre­chen, oder da gibt es ein tech­ni­sches Pro­blem. Also, das ist zum Bei­spiel ein Sup­port Ticket, das nicht so ein­fach zu lösen ist, dann könn­te man mit einem „Eska­liert“ ‑Tag auch das signa­li­sie­ren und auch hier wie­der über einen Fil­ter über „Eska­liert“ nur das sicht­bar machen. Das heißt, ich könn­te zum Bei­spiel, wenn ich jetzt, sagen wir mal, Geschäfts­füh­rer bin, und ich möch­te das Board mir eigent­lich gar nicht in der Gän­ze angu­cken, mich wird das alles nur ver­wir­ren, könn­te ich sagen, ich habe mir hier die­sen „Eskaliert“-Filter ein­ge­rich­tet. Ich sehe wirk­lich nur die Sachen, die eska­liert sind, die für mich gera­de rele­vant sind, wo ich viel­leicht ein­schrei­ten muss. Dann muss ich da nicht mehr mit Zuwei­sun­gen arbei­ten, und ich erspa­re mir auch eine zusätz­li­che Spal­te. Ich könn­te das ja auch über eine Spal­te machen, also eine „Eskaliert“-Spalte in dem Fall, dann hät­te ich aber das Board noch­mal brei­ter gemacht, und das macht es eher unüber­sicht­lich. Mein Tipp hier, nutzt eher einen Tag und lasst das Board so schmal wie mög­lich. Also, das ist eine schö­ne Mög­lich­keit, um zu Fil­tern. Mein nächs­tes Bei­spiel ist nicht ganz so dra­ma­tisch wie eine Eska­la­ti­on, das ist eher etwas Schö­nes, näm­lich Weih­nach­ten steht ja eigent­lich immer vor der Tür, und ihr seht hier Weih­nachts­kar­ten, habe ich hier auch. Und da kann ich jetzt sagen, das sind Kun­den, die von mir eine Weih­nachts­kar­te krie­ge sol­len und auch hier wie­der der Fil­ter Weih­nachts­kar­ten. Wun­der­bar, ich sehe jetzt hier die Kun­den, denen ich eine Weih­nachts­kar­te schi­cken möch­te und kann die jetzt hier ein­zeln nach­ein­an­der abar­bei­ten. Und beim The­ma Abar­bei­ten, das ist dann mein letz­ter Tipp, sind Tags eine gute Mög­lich­keit, um schnell mal eben eine Mar­kie­rung auf eine Kar­te zu set­zen. Bei­spiel, ich tref­fe mich mit vie­len Kun­den, ich mache irgend­ei­nen Event, und ich möch­te sicher sein, dass ich mit jedem per­sön­lich gespro­chen habe, dann kann ich jetzt hier zum Bei­spiel bei so einem Kun­den ein­fach einen neu­en Tag ein­rich­ten. Ich kann … #00:04:02# auf Ver­wal­ten, und ich habe hier den Tag „Begrüßt“, sagen wir, ich könn­te, ich hät­te den jetzt auch anle­gen kön­nen, ich ver­ge­be den eben, mit dem habe ich gespro­chen. Das heißt, ich wäh­le unter Tags hier „Begrüßt“ aus, und da sehe ich das auf einen Blick, mit dem habe ich gespro­chen. Und dann kann ich auch auf einen Blick sehen, mit wem habe ich nicht gespro­chen. Also, ich könn­te jetzt hier auch den Tag „Noch nicht begrüßt“ machen, und dann sehe ich alle, die ich noch nicht begrüßt habe, also, qua­si, die nega­ti­ve Fil­te­rung davon. Das sind ein paar Bei­spie­le für Tags oder Schlag­wör­ter. Mein Tipp, ganz grund­sätz­lich, arbei­tet viel damit und ver­sucht dadurch Spal­ten zu redu­zie­ren, weil je brei­ter so ein Wort wird, des­to unüber­sicht­li­cher ist es, unüber­sicht­li­cher wird es auch. Also, je weni­ger Spal­ten, des­to bes­ser und des­we­gen eher mit Tags arbei­ten. Und immer bevor man eine neue Spal­te anlegt, sich kurz fra­gen, kön­nen wir das nicht eher über einen Tag und einen Fil­ter errei­chen. Meis­tens funk­tio­niert das bes­ser und man behält die Über­sicht ein biss­chen mehr. Das war es für heu­te. Ich freue mich auf das nächs­te Mal. Ich freue mich über Likes und natür­lich auch, wenn ihr mei­nem klei­nen Kanal hier folgt. Bis zum nächs­ten Mal. Tschau.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität --- ### [MeisterTask: 10 überraschende Beispiele](https://bobach-coaching.de/10-uberraschende-meistertask-beispiele/) **Published:** Oktober 6, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/de/?r=442821) ist ein her­vor­ra­gen­des, auf [Kan­ban](https://bobach-coaching.de/kanban-die-allzweckwaffe-der-digitalen-projektplanung-tools/ "KANBAN: Allzweckwaffe der digitalen Projektplanungs-Tools") basie­ren­des Tool zur digi­ta­len Pro­jekt­pla­nung und ‑ver­wal­tung. Dank der hoch­fle­xi­blen Ein­satz­mög­lich­kei­ten von digi­ta­len Kan­ban Sys­te­men, gibt es aber weit­aus mehr Ein­satz­fel­der für Meis­ter­Task als Sie sehr wahr­schein­lich anneh­men. Die­se Samm­lung soll ihnen als Inspi­ra­ti­on und Anre­gung die­nen, sich tie­fer mit Meis­ter­Task zu beschäf­ti­gen. ## Schwarzes Brett Meis­ter­Task kann in klei­nen bis mit­tel­gro­ßen Teams her­vor­ra­gend als „Schwar­zes Brett“ für die fir­men­wei­te Kom­mu­ni­ka­ti­on rele­van­ter Infor­ma­tio­nen die­nen. Auch QM rele­van­te Doku­men­te kön­nen hier den Mit­ar­bei­tern zu Ver­fü­gung gestellt wer­den. ## Fuhrparkmanagement Klei­ne­re Fuhr­parks kön­nen her­vor­ra­gend mit Meis­ter­Task ver­wal­tet wer­den. Mit sinn­vol­len Tags kön­nen sie zum Bei­spiel kin­der­leicht fil­tern, wel­che Fahr­zeu­ge eines bestimm­ten Typs gera­de ver­füg­bar sind. ![MeisterTask Struktur für einen kleinen Fuhrpark](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2021/10/MeisterTask-Fuhrpark-Beispiel.png "MeisterTask-Fuhrpark-Beispiel | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")Bei­spiel Meis­ter­Task für einen klei­nen Fuhr­park ## Besprechungsboard Das ken­nen Sie bestimmt: Team-Mee­tings die zwar gut ablau­fen, aber trotz­dem wenig Wir­kung zei­gen. Wenn Sie Meis­ter­Task als Basis ihrer Mee­tings oder Jour-Fixes ein­set­zen wer­den Sie eine deut­lich höher Nach­hal­tig­keit beob­ach­ten. ## Inventar-Management Klei­ne­re Inven­ta­re (zum Bei­spiel von Büro-Mate­ri­al) kön­nen her­vor­ra­gend über Meis­ter­Task nach­ver­folgt wer­den. ## Immobilien-Verwaltung Sie kön­nen über Meis­ter­Task ver­schie­de­ne Immo­bi­li­en und zum Bei­spiel deren Ver­mie­tung pla­nen und nach­ver­fol­gen. Über die Ein­bin­dung von exter­nen Hand­wer­kern kön­nen Sie Reno­vie­run­gen im Auge behal­ten und direkt mit den Dienst­leis­tern kom­mu­ni­zie­ren. ## MeisterTask zur Campingplatz Verwaltung (!) Das ist kein Witz — ein beson­ders pfif­fi­ger Kun­de von mir hat nach eini­gen [Work­shops](https://bobach-coaching.de/meistertask/ "MeisterTask") mit mir selb­stän­dig Meis­ter­Task Boards ent­wi­ckelt um grö­ße­rer Cam­ping­plät­ze zu ver­wal­ten. ## Recruiting Management Mit Meis­ter­Task kön­nen sie her­vor­ra­gend die Bewer­ber bei neu zu beset­zen­den Stel­len inner­halb des Unter­neh­mens ver­wal­ten, Vor­stel­lungs­ge­sprä­che pla­nen und die inter­ne Kom­mu­ni­ka­ti­on hier­zu orga­ni­sie­ren. ## Team Organisation Los­ge­löst von dedi­zier­ten Pro­jekt­boards für grö­ße­re Pro­jek­te kön­nen ein­zel­ne Teams eige­ne Team-Boards nut­zen um den Über­blick über sepa­ra­te Auf­ga­ben und klei­ne Pro­jek­te zu bewah­ren. Beson­ders hilf­reich ist dies, wenn ihre Mit­ar­bei­ter gleich­zei­tig Mit­glied meh­re­re Teams sind. ## Anwesenheits Übersicht In grö­ße­ren Fir­men oft ein The­ma: wer ist gera­de anwe­send und wer nicht? Mit einem spe­zi­el­len Meis­ter­Task Board kön­nen Sie eine trans­pa­ren­te Über­sicht schaf­fen, die ihnen auf einen Blick zeigt wel­che Mit­ar­bei­ter gera­de im Haus, extern oder im Urlaub sind. ## Selbstmanagement Zu guter letzt: sie kön­nen sich selbst her­vor­ra­gend über Meis­ter­Task orga­ni­sie­ren. Ein­zel­ne Lebens­be­rei­che kön­nen in einem pri­va­ten Board in Spal­ten getrennt von­ein­an­der geord­net wer­den, wie­der­keh­ren­de Auf­ga­ben im Auge behal­ten und sau­ber von beruf­li­chen The­men getrennt wer­den. ## Und vieles mehr… Die­se Samm­lung ist nur eine kur­ze Samm­lung, die Mög­lich­kei­ten sind nahe­zu unbe­grenzt. Für vie­le Ein­satz­zwe­cke emp­feh­le ich Ihnen ein Meis­ter­Task Pro oder Busi­ness Abo — aus­pro­bie­ren kön­nen Sie Meis­ter­Task aber kos­ten­los. Soll­ten Sie eine der Pre­mi­um Abos [aus­pro­bie­ren wol­len](https://www.meistertask.com/de/?r=442821), kön­nen sie mit dem **Dis­count Code “BJOERN”** einen Rabatt auf Ihre ers­te Zah­lung bekom­men. **Kategorien:** MeisterTask **Schlagwörter:** Kanban, MeisterTask, Produktivität --- ### [Coaching Walks: in Bewegung Klarheit schaffen](https://bobach-coaching.de/coaching-walks-in-bewegung-klarheit-schaffen/) **Published:** Juli 16, 2021 **Author:** Björn Bobach **Content:** Coa­ching Walks fin­den immer mehr Reso­nanz. Dabei han­delt es sich um eine neue Form der pro­fes­sio­nel­len Bera­tung. Beim klas­si­schen Coa­ching sit­zen sich Coach und Kli­ent gegen­über. Dage­gen nut­ze ich beim inno­va­ti­ven For­mat die Bewe­gung, um den Nut­zen des Aus­tauschs zu stei­gern. In die­sem Bei­trag erfah­ren Sie, wel­che Vor­tei­le mit Coa­ching Walks ver­bun­den sind. Beim klas­si­schen Coa­ching fällt es Men­schen oft schwer, sich auf die Inter­ak­ti­on ein­zu­las­sen. Dies gilt beson­ders, wenn das Coa­ching für den Kli­en­ten eine neue Erfah­rung ist. Bei einer eins-zu-eins-Kon­fron­ta­ti­on wird die akti­ve Rol­le des Kli­en­ten nicht rich­tig abge­bil­det. Der Coa­chee war­tet ab oder fühlt sich von den Aus­füh­run­gen des Coa­ches über­for­dert. In die­sem Fall sind Coa­ching Walks eine viel­ver­spre­chen­de Opti­on. ## Beim Coaching in Bewegung fließen die Gedanken, während sich Blockaden auflösen War­um eig­net sich der gute, alte Spa­zier­gang für ein wir­kungs­vol­les und gewinn­brin­gen­des Coa­ching? Beim Wal­ken in der Natur kön­nen die Gedan­ken bes­ser flie­ßen. Das Gehirn wird opti­mal mit Sau­er­stoff ver­sorgt. Die kla­re Sicht in die Wei­te stei­gert das Kon­zen­tra­ti­ons­ver­mö­gen. Alle Sin­ne wer­den beim Wal­ken akti­viert. Kör­per und Geist ste­hen mit­ein­an­der in Ein­klang. Die natür­li­che Umge­bung för­dert die Krea­ti­vi­tät. Der Hori­zont wei­tet sich im wört­li­chen und über­tra­ge­nen Sin­ne. Sie füh­len sich ganz frei und kön­nen los­las­sen. Dadurch lösen sich Denk­blo­cka­den auf. Es fällt Ihnen leich­ter, die Per­spek­ti­ve zu wech­seln. Sie gewin­nen eine kri­ti­sche Distanz zum All­tag und zu allen Sach­zwän­gen. Dadurch gelingt es Ihnen, alte und hin­der­li­che Glau­bens­sät­ze in Fra­ge zu stel­len. ## Inspirierende Bilder und Symbole in der Natur Die kör­per­li­che Bewe­gung sym­bo­li­siert die Dyna­mik und Fle­xi­bi­li­tät der Gedan­ken. Das schritt­wei­se Lau­fen steht für ein sys­te­ma­ti­sches Pro­blem­lö­sen. Im Frei­en ent­de­cken Sie wei­te­re inspi­rie­ren­de Bil­der und Sym­bo­le für Lebens­fra­gen. Bei­spiels­wei­se gehö­ren die zykli­sche Ver­än­de­rung und der Rei­fe­pro­zess zur Natur. Die­se Prin­zi­pi­en gel­ten auch für die per­sön­li­che Ent­wick­lung. Wie bei einer Wan­de­rung kommt es im Leben dar­auf an, das Ziel genau zu bestim­men. Dann wird es Ihnen mög­lich, den bes­ten Weg zu fin­den, um die Ent­fer­nung zwi­schen Start- und Ziel­punkt zu über­win­den. Die akti­ve Fort­be­we­gung erleich­tert es Ihnen, Ihre eige­nen Poten­zia­le zu ent­de­cken. Ein Spa­zier­gän­ger war­tet nicht auf bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen, son­dern ergreift die Initia­ti­ve. Wenn Sie in Bewe­gung sind, fal­len Ihnen Rich­tungs­ent­schei­dun­gen leich­ter. Beim Wal­ken schaf­fen Sie Klar­heit für Ihren Lebens­weg. Wäh­rend der eines Coa­ching in Bewe­gung reflek­tie­ren Sie Ihre Zie­le und Hand­lun­gen. Dabei hilft Innen die acht­sa­me Wahr­neh­mung der natür­li­chen Umge­bung. Bei die­ser Aus­zeit im Frei­en mit pro­fes­sio­nel­ler Beglei­tung wer­den Sie Ener­gie tan­ken, All­tags­stress bewäl­ti­gen und Hand­lungs­kom­pe­ten­zen auf­bau­en. Sie brin­gen Ord­nung in Ihre Gedan­ken­welt und erhal­ten neue Impul­se für Ihre beruf­li­che sowie per­sön­li­che Ent­wick­lung. In der Bewe­gung mit­ten in der Natur fin­den wir gemein­sam her­aus, was Ihre Zie­le und Bedürf­nis­se sind. Zu all Ihren Fra­gen iden­ti­fi­zie­ren wir Ant­wor­ten. [Neh­men Sie ger­ne Kon­takt mit mir auf!](#kontakt) Ich freue mich auf den Aus­tausch mit Ihnen. ## Fazit Coa­ching Walks sind das pas­sen­de For­mat für Sie, wenn Sie ger­ne Neu­es aus­pro­bie­ren und die Wir­kung der Natur für die Gestal­tung Ihrer Zukunfts­plä­ne nut­zen möch­ten. Falls Ihnen das klas­si­sche Coa­ching nicht zusagt, soll­ten Sie die Walks aus­pro­bie­ren. In Bewe­gung gelingt es Ihnen, Stand­punk­te zu klä­ren. Die Ent­schlos­sen­heit wer­den Sie anschlie­ßend in Ihren All­tag mit­neh­men und Ihre defi­nier­ten Zie­le mit Tat­kraft ver­fol­gen. **Kategorien:** Coaching **Schlagwörter:** Coaching, Coaching in Bewegung, Coaching Walk --- ### [Video Tutorial: Zeiterfassung mit MeisterTask](https://bobach-coaching.de/video-tutorial-zeiterfassung-mit-meistertask/) **Published:** März 9, 2018 **Author:** Björn Bobach **Content:** [Meis­ter­Task](https://www.meistertask.com/) ist ein sehr mäch­ti­ges und umfas­sen­des Kan­ban Tool mit dem man fast jeden Pro­zess abbil­den kann. In Meis­ter­Task Pro gibt es aus­ser­dem eine Funk­ti­on zur Zeit­er­fas­sung. In die­sem Video auf [mei­nem You­Tube Kanal](https://www.youtube.com/channel/UCkZTqybCQCBWveBRlM0eBBA) zei­ge ich euch, wie ihr die­se Funk­ti­on kon­fi­gu­riert und sinn­voll ein­setzt. Hier das Tran­skript des Vide­os: *Hal­lo. Herz­lich Will­kom­men. Ich bin Björn Bob­ach und ich ver­su­che Tech­nik begreif­bar zu machen. In die­ser Fol­ge geht es um etwas, das Leser mei­nes Blogs schon ken­nen. Und zwar um Meis­ter Task. Meis­ter Task ist ein Kan­ban-Sys­tem zur Pro­jekt­ver­wal­tung. Und das ist ein sehr sehr mäch­ti­ges Tool. Und in Meis­ter Task, etwas ver­steckt, ist eine Funk­ti­on zur Zeit­er­fas­sung. Bedin­gung dafür ist, dass man Meis­ter Task pro abon­niert hat. Ich fin­de, dass soll­te jeder tun, der damit wirk­lich ernst­haft arbei­ten will. Und mit die­ser Zeit­er­fas­sung kann man zum Bei­spiel auch als Selb­stän­di­ger stun­den­ge­nau abrech­nen, wie viel Zeit man für ein Pro­jekt braucht. In die­sem Video möch­te ich euch ein­mal zei­gen, wie das funk­tio­niert.* *Ja, da sind wir in Meis­ter Task. Ich habe jetzt für die­ses Bei­spiel ein neu­es Board ange­legt. Das heißt Auf­trags­board. Und noch­mal zur Erin­ne­rung, die­se Funk­ti­on ist nur mög­lich mit Meis­ter Task pro. Das wür­de ich aber, wie schon gesagt, jedem ans Herz legen, weil es ein­fach viel viel kom­for­ta­bler ist. Ich zei­ge euch jetzt ein­mal, wie man das ein­rich­ten kann. Das ist wirk­lich sehr ein­fach. In die­sem Bei­spiel habe ich drei Spal­ten, lau­fen­de Pro­jek­te, aktu­el­le Arbeit und erle­digt. In lau­fen­de Pro­jek­te habe ich schon drei Auf­trags­kar­ten, drei Tasks hin­ter­legt. Die Idee ist jetzt, dass ich hier qua­si mei­ne aktu­el­len Pro­jek­te drin habe. Und wenn aktiv dar­an gear­bei­tet wird, wer­den die in aktu­ell in Arbeit ver­scho­ben. Das heißt, sobald sie in die­ser Spal­te lan­den, muss die Zeit­er­fas­sung akti­viert wer­den. Ganz ein­fach ein­ge­rich­tet. In der Spal­te oben auf das Drei­eck tip­pen, dann auf Aktio­nen und dann auf Akti­on hin­zu­fü­gen. Jetzt habe ich hier eine Lis­te mit allen mög­li­chen Smart-Actions. Das ist, wie gesagt, sehr sehr umfang­reich, was man da machen kann. Ich möch­te aber die Zeit­er­fas­sung der Auf­ga­be star­ten und das ist jetzt das, was stan­dard­mä­ßig ange­zeigt wird. Die Zeit­er­fas­sungs­funk­ti­on ist einem Board nicht stan­dard­mä­ßig an. Das müs­sen wir ein­mal akti­vie­ren. Ist ganz ein­fach gemacht. Auf die­sen Link kli­cken und dann seht ihr hier direkt Zeit­er­fas­sung, ein­schal­ten, fer­tig. Und jetzt das Gan­ze noch­mal wie eben. Das Drei­eck, Aktio­nen, Akti­on hin­zu­fü­gen, Zeit­er­fas­sung der Auf­ga­be, in die­sem Fall star­ten, nicht stop­pen, weil wir wol­len sie ja hier star­ten. Ist ein­ge­rich­tet. Sieht man jetzt in dem Fall auch durch die­ses rote Sym­bol hier, die­se sti­li­sier­te Stopp­uhr. Jetzt müs­sen wir das Gan­ze aber auch wie­der been­den. Das heißt, wenn die Auf­ga­ben hier bear­bei­tet wur­den und zurück in lau­fen­de Pro­jek­te gescho­ben wer­den, müs­sen wir die Zeit­er­fas­sung hier wie­der aus­schal­ten. Also, wie­der eine Akti­on hin­zu­fü­gen, Zeit­er­fas­sung der Auf­ga­be stop­pen in dem Fall. Auf fer­tig. Ist hin­zu­ge­fügt, wird jetzt hier nicht ange­zeigt, weil es hier schon Auf­ga­ben drin gibt. Ist aber hin­ter­legt. Das reicht noch nicht, weil manch­mal ja Pro­jek­te auch, nach­dem sie in Arbeit waren, erle­digt sind und nicht mehr lau­fend sind, son­dern erle­digt. Also müs­sen wir hier auch noch eine Smart-Action hin­zu­fü­gen. Zeit­er­fas­sung der Auf­ga­be stop­pen, auf fer­tig und erle­digt. Im Übri­gen könn­te man jetzt in die Erle­digt-Spal­te zum Bei­spiel auch noch hin­ter­le­gen, dass auto­ma­tisch eine E‑Mail an die Buch­hal­tung geht, dass eine Rech­nung geschrie­ben wer­den soll. Alles Mög­li­che wäre da noch mög­lich. In dem Fall wol­len wir es auf die Zeit­er­fas­sung beschrän­ken. Wie sieht das dann in der Pra­xis aus? Ich neh­me jetzt also hier eine Auf­ga­be und wer­fe die in aktu­ell in Arbeit. Und jetzt ist die Zeit­er­fas­sung gestar­tet. Wie kann ich das über­prü­fen? Wenn ich hier dop­pelt kli­cke, sehe ich schon einen gro­ßen roten Bal­ken und hier lau­fen jetzt die Sekun­den run­ter. Das wird dann spä­ter an ande­rer Stel­le noch­mal gesam­melt ange­zeigt. Das zei­ge ich euch gleich. Jetzt las­se ich die Auf­ga­be ein­fach mal im Hin­ter­grund wei­ter­lau­fen. Weil, was ich euch auch noch zei­gen möch­te, ist, die Auf­ga­be ist mir jetzt zuge­wie­sen. Das sind nicht zuge­wie­se­ne Auf­ga­ben. Die könn­te jetzt also jemand, der Zugriff auf die­ses Board hat, ein­fach anfas­sen und auch hier rein­wer­fen. Und dann wird hier trotz­dem hin­ter­legt, wer gera­de ange­fan­gen hat, an der Auf­ga­be zu arbei­ten. Die Zeit wird natür­lich ent­spre­chend erfasst. So. Dann wol­len wir das Gan­ze jetzt wei­ter spin­nen. Das heißt, ich habe jetzt auf­ge­hört, an den Pro­jek­ten zu arbei­ten, lege die zurück in lau­fen­de Pro­jek­te. Und wo wird das Gan­ze jetzt ange­zeigt? Oben rechts hat man immer sei­nen Pro­fil-Icon. Da tip­pe ich ein­mal drauf. Und das ist jetzt unter Sta­tis­ti­ken. Ein­mal hier drauf tip­pen und dann links auf Zeit­er­fas­sung. Und da sieht man schon, 0,03 Stun­den ist aktu­ell erfasst. Also nicht wirk­lich viel. Da sieht man top-akti­ve Benut­zer. Man kann sich das Gan­ze als Dia­gramm anzei­gen las­sen, man kann sich das als Tabel­le anzei­gen las­sen. Das ist natür­lich viel viel genau­er. Der run­det auf auf vol­le Minu­ten. Das macht wohl Sinn, weil sekun­den­ge­naue Abrech­nung ist sehr sel­ten. Aber man kann sich den Zeit­rah­men ein­stel­len. Sehr sehr span­nen­de Funk­ti­on. Sehr span­nend. Man kann sich damit jetzt sehr sehr viel vor­stel­len, abge­se­hen von so einer Pro­jekt­ab­wick­lung zum Bei­spiel über län­ge­re Pro­jek­te, zum Bei­spiel Web-Ent­wick­lung, sol­che Sachen, könn­te man auch ein Ticket-Sys­tem machen. Ein­fach, um eine Sta­tis­tik zu haben, wie lan­ge brau­chen wir, bis wir eine Kun­den­an­fra­ge beant­wor­tet haben? Wie lan­ge brau­chen wir, um einen Bug aus­zu­mer­zen? Sol­che Sachen könn­te man hier sta­tis­tisch erfas­sen, abge­se­hen natür­lich von der Abrech­nung. Also, nicht schwer und sehr sehr schnell ein­ge­rich­tet.* *Also, sehr sehr ein­fach und sehr sehr schnell ein­ge­rich­tet. Ihr seht, das ist kei­ne gro­ße Kunst. Und damit wird Meis­ter Task eigent­lich noch viel viel mehr, als es sowie­so schon ist. Weil, man kann damit tat­säch­lich auch die Stun­den­zahl für sei­ne Abrech­nung spä­ter gene­rie­ren. Also sehr sehr prak­tisch. Ich freue mich auf das nächs­te Mal. Ciao.* **Kategorien:** MeisterTask, Produktivität **Schlagwörter:** Tutorial --- ### [Glauben Sie keinem Guru – Warum vorgefertigte Erfolgsrezepte nicht funktionieren](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) **Published:** Februar 19, 2025 **Author:** Björn Bobach **Content:** Immer wie­der begeg­nen uns im Inter­net selbst­er­nann­te Gurus, die mit mar­ki­gen Sprü­chen ver­spre­chen, Ihr Leben zu revo­lu­tio­nie­ren. “Mit mir wer­den Sie reich!”, “Ich zei­ge Ihnen den ein­zi­gen Weg zum Erfolg!”, “Machen Sie es genau so wie ich und Sie wer­den alles errei­chen!” – sol­che Aus­sa­gen begeg­nen uns in sozia­len Medi­en, auf You­Tube oder in Wer­be­an­zei­gen. Doch funk­tio­nie­ren die­se Metho­den wirk­lich? Und wenn nicht, war­um? Es ist wich­tig, die Ver­trä­ge vor der Unter­zeich­nung zu über­prü­fen, um unse­riö­se Ange­bo­te zu ver­mei­den. Es gibt zu die­sem The­ma eben­falls ein aus­führ­li­ches Video von mir: ## Einführung in die Welt der Persönlichkeitsentwicklung Die Welt der Per­sön­lich­keits­ent­wick­lung ist ein wach­sen­des Feld, das von Life Coa­ches, Coa­ching-Anbie­tern und Gurus geprägt ist. Vie­le Men­schen suchen nach Hil­fe und Unter­stüt­zung, um ihre Zie­le zu errei­chen und ein glück­li­ches Leben zu füh­ren. Die [Coa­ching-Bran­che](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/) bie­tet eine Viel­zahl von Ange­bo­ten, von Life Coa­ching bis hin zu spe­zia­li­sier­ten Kur­sen und Work­shops. Es ist wich­tig, sich vor­her aus­führ­lich mit den Anbie­tern aus­ein­an­der­zu­set­zen, um sicher­zu­stel­len, dass sie die not­wen­di­ge Aus­bil­dung, Erfah­rung und Refe­ren­zen haben. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te nach dem Grund­satz “Erst geben — dann neh­men” han­deln und die Bedürf­nis­se sei­ner Kun­den in den Vor­der­grund stel­len. Nur so kann gewähr­leis­tet wer­den, dass die Unter­stüt­zung wirk­lich effek­tiv und nach­hal­tig ist. ## Was sind Gurus und woran erkennt man sie? Gurus gibt es in nahe­zu allen Lebens­be­rei­chen: im Selbst­ma­nage­ment, in der Selbst­ver­wirk­li­chung, im Busi­ness oder auch in der Part­ner­schaft. Ihre zen­tra­le Bot­schaft lau­tet immer: “Ich habe den ein­zig wah­ren Weg gefun­den, fol­gen Sie mir, dann wer­den Sie erfolg­reich sein!” Die­se Ver­spre­chen klin­gen ver­lo­ckend, doch sie basie­ren auf einer pro­ble­ma­ti­schen Annah­me: der Exis­tenz einer objek­ti­ven Rea­li­tät, die für alle Men­schen glei­cher­ma­ßen gilt. Die Argu­men­ta­ti­on die­ser Gurus beruht dar­auf, dass ihr eige­ner Erfolg ein Beweis für die All­ge­mein­gül­tig­keit ihrer Metho­de sei. Sie behaup­ten, dass jeder, der ihre Stra­te­gien eins zu eins umsetzt, eben­falls erfolg­reich sein wird. Doch die­se Sicht­wei­se igno­riert eine fun­da­men­ta­le Erkennt­nis: Jeder Mensch lebt in sei­ner eige­nen Rea­li­tät, geformt durch indi­vi­du­el­le Erfah­run­gen, Wer­te und Glau­bens­sät­ze. Zudem nut­zen Gurus oft geschick­te Mar­ke­ting-Tech­ni­ken, um sich als allei­ni­ge Auto­ri­tät in ihrem Bereich zu prä­sen­tie­ren. Sie spie­len mit psy­cho­lo­gi­schen Tricks, nut­zen emo­tio­na­le Mani­pu­la­ti­on und kre­ieren künst­li­chen Zeit­druck, um Men­schen zu über­zeu­gen. Ein klas­si­sches Bei­spiel sind exklu­si­ve “Geheim­nis­se”, die nur preis­ge­ge­ben wer­den, wenn man sich schnell ent­schei­det. Dabei gibt es in Wirk­lich­keit kei­ne Geheim­for­mel zum Erfolg. Gurus üben oft psy­cho­lo­gi­schen Druck aus, indem sie ein Gefühl der Dring­lich­keit erzeu­gen und Angst vor ver­pass­ten Chan­cen schü­ren. ## Die Illusion einer objektiven Realität Tat­säch­lich gibt es kei­ne objek­ti­ve Rea­li­tät, in der alle Men­schen die glei­chen Erfah­run­gen machen. Unse­re Wahr­neh­mung wird durch indi­vi­du­el­le Fil­ter geformt. Die­se Fil­ter bestehen aus unse­ren Sin­nes­ein­drü­cken, unse­ren Erfah­run­gen, Glau­bens­sät­zen und Wer­ten. Dar­aus ent­steht unse­re ganz per­sön­li­che Wirk­lich­keits­kon­struk­ti­on. Das Kon­zept des **radi­ka­len Kon­struk­ti­vis­mus** beschreibt genau die­sen Pro­zess: - Wir neh­men die Welt durch unse­re Sin­ne wahr (sehen, hören, füh­len, rie­chen, schme­cken). - Unse­re Wahr­neh­mung wird von per­sön­li­chen Erfah­run­gen, Wis­sen und Glau­bens­sät­zen geformt. - Dar­aus ent­steht eine indi­vi­du­el­le Rea­li­tät, die von Mensch zu Mensch unter­schied­lich ist. Ein gutes Bei­spiel hier­für ist ein Kino­be­such: Zehn Men­schen schau­en den­sel­ben Film, doch hin­ter­her hat jeder eine ande­re Mei­nung dazu. Der eine fand ihn span­nend, der ande­re lang­wei­lig, einer fand die Schau­spie­ler groß­ar­tig, ein ande­rer nicht. So funk­tio­niert auch unse­re Wahr­neh­mung der Rea­li­tät. Das bedeu­tet aber auch: Was für den einen funk­tio­niert, muss nicht auto­ma­tisch für den ande­ren funk­tio­nie­ren. Ein Erfolgs­re­zept, das für einen Guru passt, kann für eine ande­re Per­son völ­lig unge­eig­net sein. Vie­le unse­riö­se Coa­ching-Sys­te­me lau­fen im Prin­zip wie ein Schnee­ball­sys­tem ab, bei dem Kun­den dazu gebracht wer­den, viel Geld für Coa­ching-Aus­bil­dun­gen aus­zu­ge­ben, wäh­rend ihnen sug­ge­riert wird, dass dies der Schlüs­sel zu ihrem Erfolg sei. ## Die Gefahr des Guru-Kults Der Guru-Kult ist ein Phä­no­men, das in der Coa­ching-Sze­ne oft zu beob­ach­ten ist, wo ein­zel­ne Per­so­nen als all­wis­sen­de Auto­ri­tä­ten ver­ehrt wer­den. Die­se Gurus ver­spre­chen oft schnel­len Erfolg und Reich­tum, ohne dass sie die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten oder Erfah­run­gen haben, um ihre Kun­den erfolg­reich zu machen. Die Gefahr des Guru-Kults liegt dar­in, dass die Kun­den ihre kri­ti­sche Denk­fä­hig­keit ver­lie­ren und blind­lings den Rat­schlä­gen ihrer Gurus fol­gen. Es ist wich­tig, sich vor sol­chen Fäl­len zu schüt­zen, indem man sich aus­führ­lich mit den Anbie­tern aus­ein­an­der­setzt und ihre Refe­ren­zen über­prüft. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te sei­ne Kun­den ermu­ti­gen, kri­tisch zu den­ken und ihre eige­nen Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. Nur so kann ech­te, nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung statt­fin­den. ## Die Zielgruppe des Erfolgs Die Ziel­grup­pe des Erfolgs sind oft Men­schen, die nach einer Ver­än­de­rung in ihrem Leben suchen und bereit sind, in ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung zu inves­tie­ren. Die­se Men­schen sind oft auf der Suche nach einer Lösung für ihre Pro­ble­me und suchen nach einem Coach oder Bera­ter, der ihnen hel­fen kann, ihre Zie­le zu errei­chen. Es ist wich­tig, dass die Coa­ching-Ange­bo­te auf die Bedürf­nis­se der Kun­den abge­stimmt sind und dass die Coa­ches oder Bera­ter die not­wen­di­gen Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen haben, um ihre Kun­den erfolg­reich zu machen. Die Ziel­grup­pe des Erfolgs kann auch Men­schen umfas­sen, die bereits erfolg­reich sind, aber nach wei­te­rer Unter­stüt­zung und Ent­wick­lung suchen. Ein seriö­ser Coach oder Bera­ter soll­te sei­ne Kun­den indi­vi­du­ell betreu­en und ihre Bedürf­nis­se und Zie­le in den Vor­der­grund stel­len. Nur so kann eine wirk­lich effek­ti­ve und nach­hal­ti­ge Unter­stüt­zung gewähr­leis­tet wer­den. ## Warum Gurus nicht die Lösung sind Wenn jeder Mensch sei­ne eige­ne Rea­li­tät kon­stru­iert, dann kann es kei­nen uni­ver­sel­len Erfolgs­pfad geben. Die Metho­den der Gurus igno­rie­ren die­se Tat­sa­che und füh­ren daher oft zu Frus­tra­ti­on. Wer sich an vor­ge­fer­tig­ten Rezep­ten ori­en­tiert, ohne sei­ne indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se und Umstän­de zu berück­sich­ti­gen, wird schnell fest­stel­len, dass der ver­spro­che­ne Erfolg aus­bleibt. Dazu kommt, dass vie­le Gurus ihre Stra­te­gien in eine ein­fa­che Erfolgs­for­mel pres­sen: “Machen Sie es genau wie ich, dann wer­den Sie erfolg­reich!” Doch die­se Nach­ah­mung igno­riert per­sön­li­che Stär­ken, Schwä­chen, Erfah­run­gen und Talen­te. Sie zwingt Men­schen in ein Sche­ma, das nicht zu ihnen passt. Erfolg ist eine hoch­in­di­vi­du­el­le Ange­le­gen­heit, die von unzäh­li­gen Fak­to­ren beein­flusst wird – von der eige­nen Per­sön­lich­keit über exter­ne Umstän­de bis hin zu Zufäl­len. ## Was sind die Alternativen? Wenn Gurus nicht die Ant­wort sind, wie kann man dann sei­nen eige­nen Weg fin­den? Eine fun­dier­te Aus­bil­dung oder ein Stu­di­um im Coa­ching-Bereich kann dabei hel­fen, die not­wen­di­ge Exper­ti­se und das Wis­sen zu erlan­gen, um seriö­se und qua­li­fi­zier­te Unter­stüt­zung zu bie­ten. Hier sind eini­ge wir­kungs­vol­le Ansät­ze: ### 1. **Auf die eigene innere Stimme hören** Vie­le Men­schen haben es ver­lernt, auf ihr eige­nes Bauch­ge­fühl zu hören. In einer Welt, in der für jedes Pro­blem ein Rat­ge­ber exis­tiert, ist es ver­lo­ckend, sich an vor­ge­fer­tig­ten Lösun­gen zu ori­en­tie­ren. Doch oft liegt die bes­te Ant­wort in einem selbst. Die Sinn­su­che wird dabei oft von kom­mer­zi­el­len Inter­es­sen beglei­tet, was die Authen­ti­zi­tät der ange­bo­te­nen Lösun­gen in Fra­ge stellt. Statt zu goo­geln, was “rich­tig” ist, soll­ten Sie sich fra­gen: Was fühlt sich für mich stim­mig an? ### 2. **Hemmende Glaubenssätze hinterfragen** Inne­re Über­zeu­gun­gen wie “Ich bin nicht gut genug”, “Das kann ich nicht” oder “Ich wer­de nie erfolg­reich sein” beein­flus­sen unse­re Wahr­neh­mung mas­siv. Die­se [Glau­bens­sät­ze](https://bobach-coaching.de/das-macht-man-nicht-die-macht-der-glaubenssaetze/) haben oft tie­fe Wur­zeln, kön­nen aber durch Refle­xi­on und Coa­ching ver­än­dert wer­den. Wer sich von ihnen befreit, eröff­net sich neue Mög­lich­kei­ten. Auch Jour­na­ling, Medi­ta­ti­on und geziel­tes Selbst­coa­ching kön­nen hel­fen, hin­der­li­che Glau­bens­sät­ze zu iden­ti­fi­zie­ren und neu zu for­mu­lie­ren. Es ist jedoch wich­tig, sich vor unse­riö­sen Coa­ching-Ange­bo­ten zu hüten, da die­se eine psy­chi­sche Abhän­gig­keit erzeu­gen kön­nen, die das selbst­be­stimm­te Leben gefähr­det. ### 3. **Auf die eigene Intuition vertrauen** Intui­ti­on basiert auf Erfah­run­gen und kann ein wert­vol­ler Rat­ge­ber sein. Beson­ders in Berei­chen, in denen Sie bereits Wis­sen auf­ge­baut haben, ist sie eine zuver­läs­si­ge Ent­schei­dungs­grund­la­ge. Vie­le Teil­neh­mer an Coa­ching-Ange­bo­ten sind auf der Suche nach Hoff­nung und Ver­än­de­rung und pro­fi­tie­ren davon, auf ihre Intui­ti­on zu ver­trau­en. Anstatt blind exter­nen Exper­ten zu fol­gen, soll­ten Sie sich trau­en, auf das eige­ne Gespür zu ver­trau­en. Intui­ti­on ist oft ein Zei­chen unbe­wuss­ter Kom­pe­tenz – je mehr Erfah­rung Sie in einem Bereich haben, des­to bes­ser kön­nen Sie Ent­schei­dun­gen aus dem Bauch her­aus tref­fen. ### 4. **Konflikte mit anderen Sichtweisen verstehen** Wenn Sie akzep­tie­ren, dass jeder Mensch sei­ne eige­ne Rea­li­tät kon­stru­iert, ver­ste­hen Sie bes­ser, war­um Miss­ver­ständ­nis­se und Kon­flik­te ent­ste­hen. Anstatt sich zu ärgern, wenn jemand Sie nicht “ver­steht”, kön­nen Sie aner­ken­nen, dass die­se Per­son eine völ­lig ande­re Wahr­neh­mung hat. Das kann hel­fen, Gesprä­che und Bezie­hun­gen bewuss­ter zu gestal­ten. Gera­de in Füh­rungs­rol­len oder im Coa­ching-Bereich ist die­ses Ver­ständ­nis von unschätz­ba­rem Wert. Die­se Begrif­fe sind nicht mehr nur in spi­ri­tu­el­len oder alter­na­ti­ven Gemein­schaf­ten prä­sent, son­dern fin­den zuneh­mend auch in einem kom­mer­zi­el­len Mas­sen­markt Beach­tung. ### 5. **Individuelle Lern- und Entwicklungswege verfolgen** Jeder Mensch hat einen ande­ren Rhyth­mus, wenn es um per­sön­li­che Ent­wick­lung und Erfolg geht. Anstatt einem rigi­den Sys­tem zu fol­gen, das angeb­lich für alle funk­tio­niert, soll­ten Sie sich die Frei­heit neh­men, Ihren eige­nen Weg zu gestal­ten. Das bedeu­tet auch, Feh­ler als Teil des Lern­pro­zes­ses zu akzep­tie­ren und aus ihnen zu wach­sen. Exter­ne Inhal­te kön­nen akti­viert wer­den, wobei per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten über­mit­telt wer­den, was in der Daten­schutz­er­klä­rung näher erläu­tert wird. Lang­fris­ti­ger Erfolg ent­steht durch kon­ti­nu­ier­li­che Anpas­sung und Refle­xi­on, nicht durch das blin­de Befol­gen einer vor­ge­ge­be­nen Rou­te. ## Fazit: Finden Sie Ihren eigenen Weg Gurus ver­spre­chen oft ein­fa­che Lösun­gen, doch in Wahr­heit gibt es kei­ne uni­ver­sel­le Erfolgs­for­mel. Jeder Mensch lebt in sei­ner eige­nen Rea­li­tät, die von indi­vi­du­el­len Erfah­run­gen, Wer­ten und Glau­bens­sät­zen geprägt ist. Daher ist es essen­zi­ell, den eige­nen Weg zu fin­den und nicht blind vor­ge­fer­tig­ten Kon­zep­ten zu fol­gen. Moder­ne Spi­ri­tua­li­tät und Coa­ching-Ange­bo­te sind oft mit dem Ver­spre­chen ver­bun­den, das per­sön­li­che Glück zu errei­chen. Die bes­te Stra­te­gie ist, auf die eige­ne Intui­ti­on zu hören, hem­men­de Glau­bens­sät­ze zu hin­ter­fra­gen und sich bewusst zu machen, dass die eige­ne Rea­li­tät ein­zig­ar­tig ist. Nur so kön­nen Sie authen­tisch und nach­hal­tig erfolg­reich sein – auf eine Wei­se, die wirk­lich zu Ihnen passt. **Kategorien:** Coaching, Personal Coaching **Schlagwörter:** Coaching --- ## Seiten ### [Business Coaching Düsseldorf – Björn Bobach](https://bobach-coaching.de/) **Published:** September 1, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Busi­ness Coa­ching · Düs­sel­dorf & deutsch­land­weit online # Klarer entscheiden. Wirkungsvoller führen. Busi­ness Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te, Teams und Unter­neh­men, die Ver­än­de­rung nicht nur bespre­chen, son­dern umset­zen wol­len. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch buchen](#kontakt) [Leis­tun­gen anse­hen](#leistungen) IHK-zer­ti­fi­zier­ter Coach · Selb­stän­dig seit 2017 · Eige­ne Füh­rungs­er­fah­rung · Top-Bewer­tun­gen auf Pro­ven­Ex­pert ![Portrait von Business Coach Björn Bobach, Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-11-924x1024.png) ## Wann Business Coaching den Unterschied macht Typi­sche Situa­tio­nen, in denen Füh­rungs­kräf­te und Unter­neh­men zu mir kom­men: ### Neu in der Führungsrolle Vom Kol­le­gen zur Füh­rungs­kraft: Sie wol­len Sicher­heit in der neu­en Rol­le, eine kla­re Hal­tung und einen Füh­rungs­stil, der zu Ihnen passt. ### Konflikte & Kommunikation im Team Span­nun­gen im Team, schwie­ri­ge Gesprä­che, Wider­stän­de: Sie wol­len klar anspre­chen, was ist – ohne Bezie­hun­gen zu beschä­di­gen. ### Veränderung & Verantwortung Umstruk­tu­rie­rung, Wachs­tum oder mehr Ver­ant­wor­tung: Sie wol­len Prio­ri­tä­ten set­zen, sou­ve­rän ent­schei­den und Ihr Team mit­neh­men. ## Leistungen für Geschäftskunden Vom Ein­zel­coa­ching bis zum Team­work­shop – pass­ge­nau für Ihre Situa­ti­on. ### Coaching für Führungskräfte Indi­vi­du­el­les 1:1‑Coaching für Füh­rungs­kräf­te und Exe­cu­ti­ves: Rol­len­klar­heit, Ent­schei­dungs­stär­ke, Kom­mu­ni­ka­ti­on und per­sön­li­che Wirk­sam­keit. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/) ### Mitarbeitercoaching Ent­wick­lung für Schlüs­sel­per­so­nen im Unter­neh­men: Kon­flikt­ma­nage­ment, Selbst­ma­nage­ment, Resi­li­enz und Stress­be­wäl­ti­gung – eine Inves­ti­ti­on, die bleibt. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/) ### Workshops & Teamentwicklung Pra­xis­na­he Work­shops zu Füh­rungs­kom­pe­ten­zen und Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on – für Teams, die spür­bar bes­ser zusam­men­ar­bei­ten wol­len. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/) Sie kom­men als Pri­vat­per­son? [Kar­rie­re- & Per­so­nal Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/) · Recrui­ting & Per­so­nal­aus­wahl: [Bob­ach Recrui­ting](https://bobach-recruiting.de) ![Björn Bobach, Business Coach in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2023/01/Finale-Auswahl-Coach-Coach-11-scaled.jpeg) Ihr Coach ## Björn Bobach – Erfahrung, die man im Coaching spürt Bevor ich Coach wur­de, habe ich selbst geführt: als Mana­ger im Cus­to­mer Ser­vice eines inter­na­tio­na­len Tech­no­lo­gie­kon­zerns, davor im Ver­trieb – und ursprüng­lich als pro­fes­sio­nel­ler Sän­ger auf deut­schen Thea­ter­büh­nen. Ich weiß aus eige­ner Erfah­rung, wie sich Druck, Ver­ant­wor­tung und der Auf­tritt vor Men­schen anfüh­len. Seit 2017 beglei­te ich als selb­stän­di­ger Coach und Trai­ner Füh­rungs­kräf­te und Unter­neh­men – fun­diert durch IHK-Zer­ti­fi­zie­run­gen (Coa­ching­kom­pe­tenz für Füh­rungs­kräf­te, Per­so­nal Coach) und kon­ti­nu­ier­li­che Wei­ter­bil­dung. Mein Stil: zuge­wandt, direkt und kon­se­quent auf Ergeb­nis­se aus­ge­rich­tet. [Mehr über mich](https://bobach-coaching.de/ueber-mich/) ## In drei Schritten zur Zusammenarbeit 1 ### Kostenloses Erstgespräch 30 Minu­ten am Tele­fon oder online: Sie schil­dern Ihr Anlie­gen, wir prü­fen, ob die Che­mie stimmt. Kein Kauf­druck, kei­ne Ver­pflich­tung. 2 ### Klarer Fahrplan Sie erhal­ten einen indi­vi­du­el­len Vor­schlag mit Zie­len, Umfang und trans­pa­ren­ten Kon­di­tio­nen – abge­stimmt auf Ihre Situa­ti­on. 3 ### Umsetzung mit Wirkung Coa­ching-Sit­zun­gen in Düs­sel­dorf oder online, kon­se­quent an Ihren Zie­len aus­ge­rich­tet – mit spür­ba­ren Ergeb­nis­sen im Füh­rungs­all­tag. [Jetzt Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](#kontakt) ## Was Klientinnen und Klienten sagen ★★★★★ „Er weiß immer sofort, wo er anset­zen muss und wie er mich zu einem Erkennt­nis­ge­winn brin­gen kann. Ohne ihn wäre ich nicht so schnell, effek­tiv und ziel­ge­rich­tet wei­ter­ge­kom­men.“ – S.F., Kli­en­tin im Busi­ness Coa­ching ★★★★★ „Björn hat mich inzwi­schen bei ver­schie­de­nen Ange­le­gen­hei­ten unter­stützt. Sei­ne freund­li­che, aber direk­te Art ist ide­al, um die gewünsch­ten Zie­le zu errei­chen.“ – Phil­ipp, via Pro­ven­Ex­pert ★★★★★ „Mit sei­ner empa­thi­schen Art und Exper­ti­se konn­te er genau die rich­ti­gen Impul­se geben, um mich mit mei­nen The­men wei­ter­zu­brin­gen.“ – M.B., via Pro­ven­Ex­pert ## Häufige Fragen ### Was kostet Business Coaching? Die Kon­di­tio­nen rich­ten sich nach Umfang und For­mat (Ein­zel­coa­ching, Team, Work­shop). Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch bespre­chen wir die Prei­se trans­pa­rent und indi­vi­du­ell. ### Vor Ort oder online? Bei­des. Coa­ching fin­det in Düs­sel­dorf oder deutsch­land­weit online statt – vie­le Kli­en­ten kom­bi­nie­ren bei­de For­ma­te. ### Ist das Coaching vertraulich? Abso­lut. Alle Inhal­te blei­ben zwi­schen uns – auch wenn Ihr Arbeit­ge­ber das Coa­ching beauf­tragt, gel­ten kla­re Ver­trau­lich­keits­re­geln. ### Für wen ist das Coaching geeignet? Für Füh­rungs­kräf­te, Geschäfts­füh­run­gen, Teams und Schlüs­sel­per­so­nen im Unter­neh­men – vom ers­ten Füh­rungs­job bis zur erfah­re­nen Exe­cu­ti­ve-Rol­le. Kon­takt ## Kostenloses Erstgespräch sichern Der ein­fachs­te ers­te Schritt: 30 Minu­ten, unver­bind­lich und ver­trau­lich. Sie erle­ben direkt, ob die Che­mie stimmt – und erhal­ten ers­te Impul­se für Ihr Anlie­gen. [Jetzt anru­fen: 0211 301 76 907](tel:+4921130176907) Oder nut­zen Sie eines der bei­den For­mu­la­re unten – ich mel­de mich so schnell wie mög­lich per­sön­lich bei Ihnen. Direkt buchen ### Telefontermin für Ihr kostenloses Erstgespräch 20 Minu­ten, kos­ten­los und unver­bind­lich: Wäh­len Sie ein­fach einen frei­en Ter­min aus – die Bestä­ti­gung erhal­ten Sie sofort per E‑Mail. Oder schrei­ben Sie mir Bit­te akti­vie­re Java­Script in dei­nem Brow­ser, um die­ses For­mu­lar fer­tig­zu­stel­len. Name \*Vor­na­me Nach­na­me E‑Mail-Adres­se \* Ihre Nach­richt \*Wor­um geht es? Ein paar Stich­wor­te genü­gen fürs Ers­te. News­let­ter- JA, ich möch­te den News­let­ter von Bob­ach Coa­ching erhal­ten DSGVO-Ein­ver­ständ­nis \*- Ich wil­li­ge ein, dass die­se Web­site mei­ne über­mit­tel­ten Infor­ma­tio­nen spei­chert, sodass mei­ne Anfra­ge beant­wor­tet wer­den kann. Absenden![Wird geladen](https://bobach-coaching.de/wp-content/plugins/wpforms/assets/images/submit-spin.svg) --- ### [Coaching für Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/) **Published:** Juni 27, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Busi­ness Coa­ching · Düs­sel­dorf & online # Coaching für Führungskräfte – und alle, die auf dem Weg dahin sind. Die meis­ten Füh­rungs­fra­gen sind kei­ne Wis­sens­lü­cken. Die eigent­li­che Arbeit liegt dar­in, in der kon­kre­ten Situa­ti­on auch han­deln zu kön­nen – unter Druck, im Kon­flikt, in der eige­nen Rol­le. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) ![Erfolg durch Coaching für Führungskräfte](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/shutterstock_2433154401-1024x683.jpg) Ich bin Björn Bob­ach, Busi­ness Coach und Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­ler in Düs­sel­dorf. Mein Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te beginnt dort, wo all­ge­mei­ne Füh­rungs­rat­ge­ber auf­hö­ren: nicht bei der nächs­ten Metho­de, son­dern bei Ihnen. Denn die meis­ten Füh­rungs­fra­gen, die in mei­ne Sit­zun­gen kom­men, sind kei­ne Wis­sens­lü­cken. Sie wis­sen in der Regel sehr genau, was „rich­tig“ wäre. Die eigent­li­che Arbeit liegt dar­in, in der kon­kre­ten Situa­ti­on auch danach han­deln zu kön­nen – unter Druck, im Kon­flikt, in der eige­nen Rol­le. Des­halb steht bei mir die [Selbst­füh­rung](https://bobach-coaching.de/selbstfuehrung-als-grundlage-guter-fuehrung/) am Anfang. Wer sich selbst klar führt, führt auch ande­re kla­rer. Das Coa­ching fin­det vor Ort in Düs­sel­dorf oder deutsch­land­weit online statt – je nach­dem, was für Sie bes­ser passt. Typi­sche Anlie­gen ## Womit Führungskräfte zu mir kommen Statt abs­trak­ter „Her­aus­for­de­run­gen der moder­nen Geschäfts­welt“ – die Anlie­gen, die in der Pra­xis tat­säch­lich auf dem Tisch lie­gen: Ent­schei­dung Eine Ent­schei­dung steht an, und Sie kom­men nicht zur Klar­heit – obwohl alle Argu­men­te auf dem Tisch lie­gen. Kon­flikt Ein Kon­flikt im Team zieht sich, und die übli­chen Gesprä­che füh­ren nicht wei­ter. Neue Rol­le Sie sind neu in einer Füh­rungs­rol­le und spü­ren die Lücke zwi­schen fach­li­cher Stär­ke und Füh­rungs­auf­ga­be. Druck & Belas­tung Der Druck ist hoch, die Erreich­bar­keit dau­er­haft – und Sie blei­ben selbst dabei auf der Stre­cke. Kom­mu­ni­ka­ti­on Sie kom­mu­ni­zie­ren viel, aber nicht alles kommt an, wie es gemeint ist. Selbst­bild Sie fra­gen sich, wel­che Art von Füh­rungs­kraft Sie eigent­lich sein wol­len – jen­seits des­sen, was die Rol­le erwar­tet. Wenn Sie sich in einem die­ser Punk­te wie­der­erken­nen, sind Sie hier rich­tig. Ver­tie­fend: die [Haupt­her­aus­for­de­run­gen einer Füh­rungs­kraft](https://bobach-coaching.de/die-haupt-herausforderungen-einer-fuehrungskraft-im-21-jahrhundert-meistern/) und [was Coa­ching unter Druck wirk­lich ver­än­dert](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/). Hal­tung ## Mein Ansatz: Beratung ohne Ratschlag Ich gebe Ihnen kei­ne fer­ti­gen Rezep­te. Mei­ne Auf­ga­be ist es, die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len – und Ihnen den Raum zu geben, zu Ihrer eige­nen, trag­fä­hi­gen Ant­wort zu kom­men. Einer Ant­wort, die zu Ihnen passt und sich auch in der Umset­zung rich­tig anfühlt. Das ist anstren­gen­der als ein Patent­re­zept, aber es ist das Ein­zi­ge, was nach­hal­tig trägt. Der rote Faden mei­ner Arbeit ist die Selbst­füh­rung. Bevor wir an Team, Stra­te­gie oder Kom­mu­ni­ka­ti­on arbei­ten, schau­en wir auf das, was Sie selbst steu­ert: Ihre [Selbst- und Fremd­wahr­neh­mung](https://bobach-coaching.de/selbstwahrnehmung-und-fremdwahrnehmung-mit-dem-johari-fenster-zu-besseren-fuehrungskompetenzen/), wie­der­keh­ren­de Mus­ter, inne­re Antrei­ber – und die Spiel­räu­me, die Sie tat­säch­lich haben. War­um das die Grund­la­ge guter Füh­rung ist, beschrei­be ich in [Selbst­füh­rung als Grund­la­ge guter Füh­rung](https://bobach-coaching.de/selbstfuehrung-als-grundlage-guter-fuehrung/). Und war­um es einen Unter­schied macht, ob Sie aus Ihrer [Rol­le oder als Per­son](https://bobach-coaching.de/rolle-und-person/) han­deln, ist oft der Schlüs­sel zu fest­ge­fah­re­nen Situa­tio­nen. **Der Unter­schied zu gene­ri­schem Coa­ching:** Sie bekom­men bei mir kei­nen Lea­der­ship-Bau­kas­ten, den es über­all gibt. Wir arbei­ten an Ihrer kon­kre­ten Situa­ti­on – mit dem Ziel, dass Sie mich mög­lichst bald nicht mehr brau­chen. Abhän­gig­keit vom Coach ist kein Geschäfts­mo­dell, son­dern ein Qua­li­täts­man­gel. ## Wie wir konkret arbeiten 01 · Das Erst­ge­spräch Am Anfang steht immer ein kos­ten­lo­ses tele­fo­ni­sches Erst­ge­spräch. Dar­in schil­dern Sie Ihr Anlie­gen, ich stel­le ein paar Fra­gen – und wir klä­ren bei­de ehr­lich, ob die Zusam­men­ar­beit Sinn ergibt und die Che­mie stimmt. Kein Kauf­druck, kei­ne Vor­ab­ver­pflich­tung. 02 · Metho­den nach Maß In den Sit­zun­gen arbei­te ich mit bewähr­ten, indi­vi­du­ell aus­ge­wähl­ten Metho­den – sys­te­mi­sches Coa­ching, lösungs­ori­en­tier­te Fra­ge­tech­ni­ken, Arbeit an Wahr­neh­mung und Mus­tern. Wel­che Werk­zeu­ge zum Ein­satz kom­men, rich­tet sich nach Ihrem The­ma, nicht nach einem star­ren Pro­gramm. Vie­le Anlie­gen las­sen sich in weni­gen Sit­zun­gen bear­bei­ten, man­che schon in einer ein­zi­gen. 03 · Zuhö­ren zuerst Eine gute Füh­rungs­kraft hört zuerst zu. Wie wir­kungs­voll das ist, lesen Sie in mei­nem Bei­trag über [akti­ves Zuhö­ren nach Carl Rogers](https://bobach-coaching.de/aktives-zuhoeren-nach-carl-rogers-ein-unverzichtbares-werkzeug-fuer-erfolgreiche-fuehrungskraefte/). Wer den grö­ße­ren Rah­men ver­ste­hen will, fin­det in [Füh­ren und Lei­ten](https://bobach-coaching.de/fuehren-und-leiten-die-besten-strategien-fuer-erfolg/) die Grund­la­gen und in [Emo­tio­na­le Intel­li­genz im Busi­ness](https://bobach-coaching.de/emotionale-intelligenz-im-business-die-unterschaetzte-kernkompetenz-von-fuehrungskraeften/) eine oft unter­schätz­te Kern­kom­pe­tenz. ![Björn Bobach, Business Coach für Führungskräfte in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Ihr Coach ## Warum ich der richtige Coach für Sie sein könnte Ich bin als Coach durch die IHK Düs­sel­dorf aus­ge­bil­det und bil­de mich kon­ti­nu­ier­lich wei­ter. Mein Weg ist kein gera­der: Vor dem Coa­ching habe ich als Opern­sän­ger auf gro­ßen Büh­nen gestan­den – eine Erfah­rung, die mich gelehrt hat, was Druck, Auf­tritt und die Lücke zwi­schen Rol­le und Per­son bedeu­ten. Die­se Per­spek­ti­ve brin­ge ich in die Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten ein. Ich arbei­te ver­bind­lich, direkt und ohne Ver­kaufs­rhe­to­rik. Wenn ich den Ein­druck habe, dass Sie eine ande­re Form der Unter­stüt­zung brau­chen – etwa eine The­ra­pie –, sage ich Ihnen das offen. Mein Stand­ort ist Düs­sel­dorf (Zur Alten Kaser­ne 50, 40470 Düs­sel­dorf); online beglei­te ich Füh­rungs­kräf­te im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum. ## Machen Sie den ersten Schritt. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir in Ruhe, ob und wie ich Sie unter­stüt­zen kann – unver­bind­lich und ohne Kauf­druck. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Life Coaching - Personal Coaching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/) **Published:** April 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Für Pri­vat­per­so­nen · Düs­sel­dorf & online # Personal Coaching – Ihr Weg zu persönlicher Entfaltung. Ob Kar­rie­re, Lebens­ent­schei­dung oder Selbst­ver­trau­en: Gemein­sam fin­den wir Klar­heit und den nächs­ten Schritt – in Ihrem Tem­po und mit Ihren eige­nen Ant­wor­ten. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) [Ange­bo­te anse­hen](#angebote) ![Mann in innerer Ruhe nach einem Personal Coaching](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/03/shutterstock_350542424-1024x683.jpg) Hal­tung ## Was Coaching ist – und was es für Sie tun kann **Bera­tung ohne Rat­schlag:** Ich brin­ge Sie zu Ihrer eige­nen Lösungs­fin­dung – einer Lösung, die sich für Sie auch wirk­lich gut anfühlt. Ken­nen Sie fol­gen­de Fra­gen? - War­um habe ich immer wie­der die glei­chen Kon­flik­te? - War­um kom­me ich in mei­ner Kar­rie­re nicht vor­an? - Wie­so kann ich mich nicht zwi­schen ver­schie­de­nen Optio­nen ent­schei­den? - War­um reagie­re ich in man­chen Situa­tio­nen nicht wirk­lich güns­tig für mich? - Wie kom­me ich in mei­nem Leben oder Beruf von Punkt A nach Punkt B? Die­se Lis­te lie­ße sich fast end­los wei­ter­füh­ren – mit mei­ner Unter­stüt­zung fin­den Sie die für Sie pas­sen­de Ant­wort. Eine etwas tie­fe­re Defi­ni­ti­on fin­den Sie in mei­nem Bei­trag [Was Coa­ching für Sie tun kann](https://bobach-coaching.de/was-coaching-fuer-sie-tun-kann/). **Steu­er­lich absetz­bar:** Coa­ching kann im beruf­li­chen Kon­text oft als Fort­bil­dungs­kos­ten gel­tend gemacht wer­den. Fra­gen Sie dazu Ihren Steu­er­be­ra­ter. Die Ange­bo­te ## Meine Angebote für Privatkunden Beruf ### Karrierecoaching Pla­nen Sie Ihren nächs­ten Kar­rie­re­schritt oder sind Sie unsi­cher, wohin Ihre beruf­li­che Rei­se gehen soll? Ste­hen Hin­der­nis­se dem Auf­stieg im Weg? Ger­ne beglei­te ich Sie auf die­sem Weg. - Klä­rung und Fest­le­gung Ihrer Kar­rie­re­zie­le - Über­win­dung beruf­li­cher Blo­cka­den - Ent­wick­lung wesent­li­cher Kom­pe­ten­zen, ins­be­son­de­re Füh­rungs­fä­hig­kei­ten Per­sön­li­che Ent­wick­lung ### Einzelcoaching Mit Ein­zel­coa­chings unter­stüt­ze ich Sie dabei, Ihre Poten­zia­le zu ent­fal­ten und per­sön­li­che Zie­le zu errei­chen. Gemein­sam arbei­ten wir an Ihren indi­vi­du­el­len Her­aus­for­de­run­gen. - Maß­ge­schnei­der­te Betreu­ung - Indi­vi­du­el­le Ziel­set­zun­gen - Lang­fris­ti­ge per­sön­li­che Ent­wick­lung Ori­en­tie­rung ### Lebensberatung In wich­ti­gen Lebens­pha­sen und bei Ent­schei­dungs­fin­dun­gen bie­te ich Ihnen eine objek­ti­ve und unter­stüt­zen­de Bera­tung. Gemein­sam fin­den wir Klar­heit und neue Per­spek­ti­ven. - Ent­schei­dungs­hil­fen - Bewäl­ti­gung von Lebens­kri­sen - Ziel­ori­en­tier­te Bera­tung Selbst­bild ### Selbstbewusstsein stärken Erhö­hen Sie Ihr Selbst­be­wusst­sein und Ihre Selbst­si­cher­heit. Ich unter­stüt­ze Sie dabei, Ihre Stär­ken zu erken­nen und selbst­be­wuss­ter auf­zu­tre­ten. - Ana­ly­se per­sön­li­cher Stär­ken - Selbst­wert­stei­ge­rung - Posi­ti­ve Selbst­wahr­neh­mung Der Ablauf ## So läuft ein Coaching bei mir ab 01 ### Das kostenlose Erstgespräch Am Anfang steht immer ein kos­ten­lo­ses tele­fo­ni­sches Erst­ge­spräch. Sie schil­dern mir Ihr Anlie­gen, ich stel­le eini­ge Fra­gen – und wenn wir bei­de fest­stel­len, dass eine Zusam­men­ar­beit sinn­voll ist, ver­ein­ba­ren wir einen ers­ten Ter­min. Sie müs­sen sich vor­ab kei­ne Gedan­ken machen, ob Sie per­sön­li­ches oder Busi­ness Coa­ching brau­chen: Die Über­gän­ge sind flie­ßend, die Werk­zeu­ge weit­ge­hend iden­tisch. 02 ### Format und Ziel festlegen Das For­mat legen wir gemein­sam fest: online oder per­sön­lich in Düs­sel­dorf und Umge­bung. In der ers­ten Sit­zung defi­nie­ren wir das genaue The­ma und das Ziel, an dem Sie arbei­ten möch­ten. 03 ### Arbeiten mit bewährten Methoden Mit moder­nen und bewähr­ten Metho­den aus ver­schie­de­nen Coa­ching-Model­len – NLP, sys­te­mi­scher und hyp­no­sys­te­mi­scher Ansatz, lösungs­ori­en­tier­te Fra­ge­tech­ni­ken – arbei­ten wir ziel­ge­rich­tet an Ihrem Anlie­gen. Die meis­ten The­men las­sen sich in weni­gen Sit­zun­gen bear­bei­ten, man­che schon in einer ein­zi­gen. 04 ### Eigenständig weitergehen Ziel des Coa­chings ist es, dass Sie eigen­stän­dig trag­fä­hi­ge Lösun­gen fin­den – und mich mög­lichst bald nicht mehr brau­chen. Auch prä­ven­tiv ist das sinn­voll, etwa zur Burn­out-Prä­ven­ti­on oder vor einer neu­en Lebens­pha­se. ![Björn Bobach, Personal Coach in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Ihr Coach ## Björn Bobach Als IHK-zer­ti­fi­zier­ter Busi­ness- und Per­so­nal Coach ste­he ich Ihnen mit mei­nem Fach­wis­sen zur Sei­te. Mei­ne Metho­den umfas­sen sys­te­mi­sches Coa­ching, NLP und lösungs­ori­en­tier­tes Kurz­zeit­coa­ching. Eine ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung zwi­schen Coach und Kli­ent ist mir dabei eben­so wich­tig wie das zügi­ge Errei­chen Ihrer Zie­le. Ob per­sön­li­che Ter­mi­ne in Düs­sel­dorf (Zur Alten Kaser­ne 50) oder online – ich bin für Sie da. Suchen Sie Unter­stüt­zung für Ihr Unter­neh­men? Dann fin­den Sie das pas­sen­de Ange­bot unter [Busi­ness Coa­ching für Geschäfts­kun­den](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/). FAQ ## Fragen zu Coaching? ### Was ist der Unterschied zwischen Personal Coaching und Business Coaching? Eigent­lich gibt es kei­nen: Beruf und Pri­vat­le­ben wer­den immer flie­ßen­der, und die Her­an­ge­hens­wei­se eines gut aus­ge­bil­de­ten Coachs ist die­sel­be. Sie müs­sen sich vor­ab um kei­ne Ein­gren­zung küm­mern. Mehr dazu im Bei­trag [Work-Life-Balan­ce](https://bobach-coaching.de/podcast-work-life-balance/). ### Was sind die Grenzen von Coaching? Wenn Sie sich Ihren Gefüh­len aus­ge­lie­fert füh­len und kei­ne Kon­trol­le mehr dar­über haben, ist eine Psy­cho­the­ra­pie der rich­ti­ge Weg. Die­se Ent­schei­dung müs­sen Sie nicht allein tref­fen: Spä­tes­tens in der ers­ten Sit­zung sage ich Ihnen offen, wenn ich eine ande­re Form der Unter­stüt­zung für rich­tig hal­te – und nen­ne Ihnen Ansprech­part­ner. ### Kann man Coaching präventiv einsetzen? Ja. Vie­les lässt sich durch früh­zei­ti­ges Han­deln in den Griff bekom­men: Burn­out- und Kri­sen­prä­ven­ti­on, Kon­flikt­ma­nage­ment vor der Eska­la­ti­on sowie die Vor­be­rei­tung auf neue Lebens­pha­sen wie Berufs­wech­sel, Beför­de­rung oder Ruhe­stand. ### Mit welchen Kosten muss ich rechnen? Die Zahl der nöti­gen Sit­zun­gen hängt von Ihrem The­ma ab: Man­che sind nach einer Sit­zung erle­digt, ande­re brau­chen drei bis fünf. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch gebe ich Ihnen eine belast­ba­re Ein­schät­zung. Mein Anspruch bleibt: Sie sol­len mich schnellst­mög­lich nicht mehr brau­chen. ### Online oder in Präsenz – was ist besser? Das hängt von Ihren Vor­lie­ben ab. Falls Sie Beden­ken gegen das Online-For­mat haben: Online-Sit­zun­gen ste­hen der Prä­senz in der Qua­li­tät in nichts nach. Im Erst­ge­spräch legen wir gemein­sam fest, was am bes­ten zu Ihnen und Ihrem Anlie­gen passt. ### Was macht ein Personal Coach? Ein gut aus­ge­bil­de­ter Coach stellt Ihnen vor allem die ent­schei­den­den Fra­gen. Mit Werk­zeu­gen wie Ima­gi­na­ti­ons­übun­gen oder dem Visua­li­sie­ren kom­ple­xer Zusam­men­hän­ge gibt er Impul­se, damit Sie zu Ihrer eige­nen Lösung fin­den. Was ein Coach nicht tut – oder nur auf aus­drück­li­chen Wunsch: Rat­schlä­ge ertei­len. ### Wie erkennt man einen seriösen Coach? Die Berufs­be­zeich­nung ist nicht geschützt – umso wich­ti­ger sind die Anhalts­punk­te: Ein guter Coach bie­tet ein kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch an, klärt dar­in offen über Kos­ten und Sit­zungs­zahl auf, macht kei­ne unrea­lis­ti­schen Zusa­gen und führt Sie nicht in Abhän­gig­keit. Er tritt selbst in den Hin­ter­grund, statt sich als etwas Beson­de­res zu ver­kau­fen. ## Machen Sie den ersten Schritt. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir in Ruhe, wor­an Sie arbei­ten möch­ten und ob ich der rich­ti­ge Beglei­ter dafür bin – unver­bind­lich und ohne Kauf­druck. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Mitarbeitercoaching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/) **Published:** April 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Für Unter­neh­men · Mit­ar­bei­ter­ent­wick­lung # Mitarbeitercoaching – Potenziale entfalten, Leistung steigern, Zufriedenheit fördern. Die indi­vi­du­el­le För­de­rung Ihrer Mit­ar­bei­ter ist ent­schei­dend für den Unter­neh­mens­er­folg. Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist der ziel­ge­rich­te­te Weg, Leis­tung und Zufrie­den­heit nach­hal­tig zu ver­bes­sern. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) ![Mitarbeiterin profitiert vom Mitarbeitercoaching](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/04/shutterstock_1786572482-1024x683.jpg) Grund­la­gen ## Was ist Mitarbeitercoaching? Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist ein ver­trau­li­cher Ent­wick­lungs­pro­zess, bei dem ein Busi­ness Coach den Mit­ar­bei­ter bei der Errei­chung beruf­li­cher Zie­le und per­sön­li­cher Wei­ter­ent­wick­lung unter­stützt. Der Coach stärkt die Res­sour­cen des Mit­ar­bei­ters, eröff­net neue Per­spek­ti­ven und ent­wi­ckelt Lösungs­an­sät­ze für Her­aus­for­de­run­gen. So arbei­te ich ## Die wichtigsten Merkmale des Mitarbeitercoachings Ziel­ori­en­tie­rung Das Coa­ching kon­zen­triert sich auf klar defi­nier­te, mess­ba­re Zie­le – etwa bes­se­re kom­mu­ni­ka­ti­ve Fähig­kei­ten, Stress­re­sis­tenz oder Füh­rungs­kom­pe­ten­zen. Ver­trau­ens­vol­le Bezie­hung Eine ver­trau­ens­vol­le Atmo­sphä­re zwi­schen Coach und Coa­chee ist essen­zi­ell – alle Coa­ching-Inhal­te blei­ben ver­trau­lich. Selbst­re­fle­xi­on Geziel­te Fra­gen und Übun­gen för­dern die Selbst­re­fle­xi­on – Stär­ken und Schwä­chen erken­nen, Ver­hal­tens­mus­ter ver­ste­hen. Hil­fe zur Selbst­hil­fe Das Coa­ching befä­higt den Mit­ar­bei­ter, eigen­stän­dig Lösun­gen zu fin­den und Her­aus­for­de­run­gen dau­er­haft selbst zu bewäl­ti­gen. Ihr Nut­zen ## Vorteile von Mitarbeitercoaching Die Wir­kung zeigt sich auf bei­den Sei­ten – bei den Mit­ar­bei­tern selbst und im gesam­ten Unter­neh­men. Für Mit­ar­bei­ter **Ver­bes­ser­te Leis­tung:** Gestärk­te Kom­pe­ten­zen und neue Lösungs­an­sät­ze stei­gern die Arbeits­leis­tung. **Erhöh­te Moti­va­ti­on und Zufrie­den­heit:** Coa­ching för­dert die Eigen­mo­ti­va­ti­on – das wirkt sich spür­bar aufs Betriebs­kli­ma aus. **Gestärk­tes Selbst­be­wusst­sein:** Die Aus­ein­an­der­set­zung mit Stär­ken und Schwä­chen stärkt das Ver­trau­en in die eige­nen Fähig­kei­ten. **Bes­se­re Work-Life-Balan­ce:** Stress redu­zie­ren, eine gesun­de Balan­ce zwi­schen Beruf und Pri­vat­le­ben fin­den. **Per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung:** Neue Fähig­kei­ten erler­nen und als Per­son wach­sen. Für Unter­neh­men **Gestei­ger­te Pro­duk­ti­vi­tät:** Moti­vier­te und leis­tungs­star­ke Mit­ar­bei­ter tra­gen direkt zum Unter­neh­mens­er­folg bei. **Bes­se­res Betriebs­kli­ma:** Ein posi­ti­ves Arbeits­kli­ma för­dert Zusam­men­ar­beit, Krea­ti­vi­tät und Inno­va­ti­ons­kraft. **Redu­zier­te Fluk­tua­ti­on:** Wer in Mit­ar­bei­ter­ent­wick­lung inves­tiert, stei­gert die Bin­dung und senkt die Fluk­tua­ti­ons­ra­te. **Erhöh­te Arbeit­ge­ber­at­trak­ti­vi­tät:** Unter­neh­men, die in Coa­ching inves­tie­ren, sind für Fach­kräf­te deut­lich attrak­ti­ver. Rah­men & Ablauf ## Vertraulich, extern, wirksam Die Bezie­hung zwi­schen Coach und Coa­chee bleibt stets ver­trau­lich – auch wenn der Auf­trag vom Arbeit­ge­ber kommt. Nur so ist eine offe­ne, ehr­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit den Anlie­gen des Mit­ar­bei­ters mög­lich. Als exter­ner Coach brin­ge ich zudem Objek­ti­vi­tät, spe­zi­fi­sches Fach­wis­sen und Fle­xi­bi­li­tät mit – eine neu­tra­le Unter­stüt­zung ohne inter­ne Ver­flech­tun­gen. **Typi­sche Ein­satz­fäl­le:** Ein­ar­bei­tung neu­er Mit­ar­bei­ter, Leis­tungs­stei­ge­rung, Kon­flikt­lö­sung, Vor­be­rei­tung auf neue Auf­ga­ben, Burn­out-Prä­ven­ti­on und Kar­rie­re­pla­nung. 01 · Bedarfs­ana­ly­se & Erst­ge­spräch Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir Aus­gangs­la­ge und Bedarf – mit Ihnen als Unter­neh­men und mit dem Mit­ar­bei­ter selbst. Unver­bind­lich und ohne Kauf­druck. 02 · Zie­le & Coa­ching-Plan Gemein­sam legen wir kla­re, mess­ba­re Zie­le fest und ent­wi­ckeln einen maß­ge­schnei­der­ten Coa­ching-Plan – abge­stimmt auf Mit­ar­bei­ter, Rol­le und Unter­neh­men. 03 · Sit­zun­gen & Feed­back In regel­mä­ßi­gen Sit­zun­gen – vor Ort in Düs­sel­dorf, inhouse oder online – arbei­ten wir an den ver­ein­bar­ten Zie­len. Feed­back-Schlei­fen machen Fort­schrit­te sicht­bar und erlau­ben Anpas­sun­gen. ![Björn Bobach, Business Coach für Mitarbeitercoaching in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Ihr Coach ## Externe Begleitung mit Haltung Ich bin Björn Bob­ach, IHK-zer­ti­fi­zier­ter Busi­ness Coach in Düs­sel­dorf mit eige­ner Füh­rungs­er­fah­rung. Ich arbei­te ver­bind­lich, direkt und ohne Ver­kaufs­rhe­to­rik – mit dem Ziel, dass Ihre Mit­ar­bei­ter mich mög­lichst bald nicht mehr brau­chen, weil sie ihre Her­aus­for­de­run­gen selbst meis­tern. Die Coa­chings fin­den bei Ihnen im Unter­neh­men, in mei­nen Räu­men in Düs­sel­dorf (Zur Alten Kaser­ne 50) oder online statt – ganz nach Bedarf. Die Abrech­nung erfolgt unkom­pli­ziert per Rech­nung an Ihr Unter­neh­men. FAQ ## Häufige Fragen zu Mitarbeitercoaching ### Was ist Mitarbeitercoaching? Ein geziel­ter Pro­zess zur Unter­stüt­zung und Ent­wick­lung von Mit­ar­bei­tern: indi­vi­du­el­le Stär­ken för­dern, Schwä­chen iden­ti­fi­zie­ren und beruf­li­che Zie­le errei­chen. ### Wie läuft ein Mitarbeitercoaching ab? Der Pro­zess beginnt mit einer Bedarfs­ana­ly­se, gefolgt von Ziel­de­fi­ni­ti­on und einem maß­ge­schnei­der­ten Coa­ching-Plan. Regel­mä­ßi­ge Sit­zun­gen und Feed­back-Schlei­fen machen Fort­schrit­te sicht­bar. ### Für wen ist Mitarbeitercoaching geeignet? Für alle Ebe­nen im Unter­neh­men – von neu­en Mit­ar­bei­tern bis zu Füh­rungs­kräf­ten. Beson­ders wert­voll in Zei­ten des Wan­dels oder bei der Über­nah­me neu­er Auf­ga­ben. ### Bleibt das Coaching vertraulich? Ja – die Inhal­te blei­ben zwi­schen Coach und Coa­chee, auch wenn der Auf­trag vom Arbeit­ge­ber kommt. Was ans Unter­neh­men zurück­fließt, wird vor­ab trans­pa­rent ver­ein­bart. ## Mit Coaching für Mitarbeiter gewinnen. Inves­tie­ren Sie in die Ent­wick­lung Ihrer Mit­ar­bei­ter – im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir, wie ein Coa­ching in Ihrem Unter­neh­men aus­se­hen kann. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Geschäftskunden](https://bobach-coaching.de/business-coaching-und-workshops-fuer-geschaeftskunden/) **Published:** Juni 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** Für Unter­neh­men · Düs­sel­dorf & deutsch­land­weit # Coaching und Workshops, die Ihr Unternehmen weiterbringen Ich stär­ke Ihre Füh­rungs­kräf­te, ent­las­te Ihre Teams und ent­wick­le Ihre Schlüs­sel­per­so­nen – mit indi­vi­du­el­lem Coa­ching und pra­xis­na­hen Work­shops, vor Ort oder online. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch buchen](https://bobach-coaching.de/#kontakt) [Ange­bo­te anse­hen](#angebote) IHK-zer­ti­fi­zier­ter Coach · Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner · Inhouse, in Düs­sel­dorf oder online ![Zufriedene Mitarbeiter in einem Business Coaching](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/04/shutterstock_648579007-1024x662.jpg) ## Warum Unternehmen in Coaching investieren Gute Füh­rung und funk­tio­nie­ren­de Teams sind kein Zufall – sie las­sen sich gezielt ent­wi­ckeln. ### Führung stärken Füh­rungs­kräf­te, die klar ent­schei­den und sou­ve­rän kom­mu­ni­zie­ren, prä­gen die Leis­tung ihrer Teams – vom ers­ten Füh­rungs­job bis zur Geschäfts­lei­tung. ### Konflikte lösen Unge­lös­te Span­nun­gen kos­ten Pro­duk­ti­vi­tät und Ner­ven. Bes­se­re Team-Kom­mu­ni­ka­ti­on und kla­res Kon­flikt­ma­nage­ment machen Zusam­men­ar­beit wie­der leicht. ### Mitarbeiter halten Wer in die Ent­wick­lung sei­ner Schlüs­sel­per­so­nen inves­tiert, stei­gert Zufrie­den­heit und Bin­dung – Coa­ching ist geleb­te Wert­schät­zung. ## Coaching-Angebote ### Coaching für Führungskräfte Maß­ge­schnei­der­tes 1:1‑Coaching für Manage­ment und lei­ten­de Ange­stell­te: Füh­rungs­kom­pe­ten­zen ent­wi­ckeln, Ent­schei­dun­gen siche­rer tref­fen, wirk­sam kom­mu­ni­zie­ren – abge­stimmt auf Rol­le und Unter­neh­men. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/) ### Mitarbeitercoaching Indi­vi­du­el­le Ent­wick­lung für Schlüs­sel­per­so­nen: Kon­flikt­ma­nage­ment, Selbst­ma­nage­ment, Resi­li­enz und Stress­be­wäl­ti­gung – stei­gert Zufrie­den­heit, Team­dy­na­mik und Leis­tungs­fä­hig­keit nach­hal­tig. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/) ## Workshops & Seminare Pra­xis­nah, in klei­nen Grup­pen, mit Wir­kung im Arbeits­all­tag – inhouse oder in Düs­sel­dorf. ### Workshop Führungskompetenzen Zwei­tä­gi­ger Inten­siv-Work­shop in Klein­grup­pen (max. 6 Per­so­nen): Füh­rungs­sti­le, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Selbst­re­fle­xi­on – die eige­ne Rol­le authen­tisch und ziel­ge­rich­tet aus­fül­len. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/workshop-fuehrungskompetenzen-entwickeln-und-gezielt-einsetzen/) ### Workshop Team-Kommunikation Pra­xis­na­he Tech­ni­ken für effek­ti­ve und har­mo­ni­sche Zusam­men­ar­beit: Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning, Kon­flikt­ma­nage­ment und gemein­sa­me Ziel­set­zung für Ihr Team. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) ### MeisterTask-Trainings Als zer­ti­fi­zier­ter Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner beglei­te ich die Ein­füh­rung im Unter­neh­men – mit Trai­nings und Work­shops, die Ihre Arbeits­ab­läu­fe nach­hal­tig effi­zi­en­ter machen. [Mehr erfah­ren](https://bobach-coaching.de/meistertask/) ## So starten wir zusammen 1 ### Kostenloses Erstgespräch Wir klä­ren Aus­gangs­la­ge und Zie­le: Wen möch­ten Sie ent­wi­ckeln, wo drückt es im Team? Unver­bind­lich und ver­trau­lich. 2 ### Maßgeschneidertes Angebot Sie erhal­ten einen kon­kre­ten Vor­schlag mit Zie­len, For­mat, Umfang und trans­pa­ren­ten Kon­di­tio­nen – abge­stimmt auf Ihr Unter­neh­men. 3 ### Durchführung mit Wirkung Coa­chings und Work­shops fin­den inhouse, in Düs­sel­dorf oder online statt – kon­se­quent auf spür­ba­re Ergeb­nis­se im Arbeits­all­tag aus­ge­rich­tet. [Jetzt Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) ## Häufige Fragen von Unternehmen ### Was ist Business Coaching und was bringt es uns? Eine pro­fes­sio­nel­le Beglei­tung, die Füh­rungs­kräf­ten, Teams und Unter­neh­men hilft, Zie­le zu errei­chen und Poten­zia­le zu ent­fal­ten – mit mess­ba­rer Wir­kung auf Füh­rungs­qua­li­tät, Kom­mu­ni­ka­ti­on und Effi­zi­enz. ### Wie läuft die Beauftragung durch das Unternehmen? Nach dem Erst­ge­spräch erhal­ten Sie ein trans­pa­ren­tes Ange­bot mit kla­ren Kon­di­tio­nen. Die Abrech­nung erfolgt unkom­pli­ziert per Rech­nung an Ihr Unter­neh­men. ### Bleibt das Coaching vertraulich, wenn wir es bezahlen? Ja. Die Inhal­te der Sit­zun­gen blei­ben zwi­schen Coach und Coa­chee – wel­che Infor­ma­tio­nen ans Unter­neh­men zurück­flie­ßen, wird vor­ab klar und für alle Sei­ten trans­pa­rent ver­ein­bart. ### Wo finden Coachings und Workshops statt? Ganz nach Ihrem Bedarf: inhouse bei Ihnen im Unter­neh­men, in Düs­sel­dorf oder online – vie­le Kun­den kom­bi­nie­ren die For­ma­te. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch buchen](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Ein bewusstes Jahr - Jeden Monat bewusst gestalten](https://bobach-coaching.de/ein-bewusstes-jahr/) **Published:** Januar 23, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Ein bewusstes Jahr ## Herzlich willkommen zu Deinem bewussten Jahr! Nervt es Dich auch bei per­sön­li­cher Wei­ter­ent­wick­lung meis­tens Dein „bes­tes“, ‚pro­duk­tivs­tes‘ oder ähn­lich im Super­la­tiv beschrie­be­nes Jahr zu erle­ben? Geht es Dir auch viel mehr dar­um bewuss­ter zu Leben, mit mehr Acht­sam­keit und einem bes­se­ren Ver­ständ­nis für Dich selbst und Dei­ner Umge­bung? Dann bist Du hier genau rich­tig! Im Lau­fe die­ses Jah­res gehe ich mit Euch Monat für Monat ein­zel­ne The­men durch, die ich in mei­ner Coa­ching-Pra­xis als essen­zi­ell erlebt habe, um ein zufrie­de­ne­res Leben zu gestal­ten. Du musst nicht von Anfang an dabei sein oder gar jedes The­ma mit­ma­chen. Du wirst auf jeden Fall etwas fin­den, das Dich wei­ter bringt und Dein Leben nach­hal­tig berei­chert. Eine Ein­füh­rung über das gan­ze Jahr fin­dest Du in die­ser Pod­cast-Fol­ge: Wenn Du nichts ver­pas­sen möch­test, soll­test Du mei­nen News­let­ter abon­nie­ren, dann bekommst Du monat­lich eine Zusam­men­fas­sung mit den ent­spre­chen­den Links. [Jetzt anmel­den.](#anmelden) ### Januar – Etwas Neues beginnen Im Janu­ar geht es dar­um, etwas Neu­es zu star­ten – genau­er gesagt, war­um uns das häu­fig nicht gelingt. Es geht um die rich­ti­gen Zie­le, und Din­ge, die uns davon abhal­ten, Sie zu errei­chen. #### So findest Du Ziele, die zu Deinen Werten passen ![Eine Frau die durch Personal Coaching ihr Ziele kennt.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/01/shutterstock_639818752-300x201.jpg "WinningSuccessAndLifeGoalsConceptYoungWomanWithArms | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Oft ver­lie­ren wir die Lust, ein Ziel wei­ter­zu­ver­fol­gen, weil es ein­fach nicht zu uns passt. Hier erfährst Du, wie Du zu Dir pas­sen­de Zie­le anhand Dei­ner Wer­te fin­dest. Zie­le fin­den #### So überwindest Du Blockaden, wenn Du etwas Neues beginnst ![Mann mit guter Weitsicht durch Coaching](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/01/shutterstock_339522623-300x200.jpg "SmileyBusinessmanHoldingHisHandNearBrowAndLookingUp | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Oft fehlt und der Mut vor dem ers­ten Schritt, oder man­ches Zwi­schen­ziel macht uns Sor­gen. In die­sem Bei­trag gehe ich den Ursa­chen auf den Grund und gebe Tipps und Tricks. Blo­cka­den über­win­den ### Februar – Tiefen überwinden – Krisen nutzen Kri­sen gehö­ren zum Leben dazu – aber wie geht man damit um? Wie nutzt man wirk­li­che Tie­fen in sei­nem Lebens­weg, um stär­ker dar­aus her­vor­zu­ge­hen? Ich gebe hier auch einen [ganz per­sön­li­chen Ein­blick](https://bobach-coaching.de/meine-groesste-krise/ "Meine größte Krise und was ich daraus gelernt habe") in eine schwie­ri­ge Zeit in mei­ner eige­nen Vita. #### Krisen als Chance ![Fehler durch Coaching akzeptieren lernen](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2023/03/shutterstock_1540161941-300x200.jpg "MoveForwardAndGoalAchievementConceptLearnFromMistakesCopy | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") In die­ser Pod­cast-Fol­ge geht es dar­um, wie man sei­ne per­sön­li­che Sicht auf Kri­sen ver­än­dern kann und sie als etwas Gewinn­brin­gen­des emp­fin­det – egal, wie schwer sie sind. Tie­fen über­win­den #### Meine größte Krise und was ich daraus gelernt habe ![Jemand der eine schwere Krise bewältigt, symbolisiert durch ein Boot in rauher See.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/02/shutterstock_613248632-300x203.jpg "EscapeFromCrisis | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") In die­ser sehr per­sön­li­chen Pod­cast-Fol­ge gehe ich auf die wohl schwers­te Zeit in mei­ner eige­nen Vita ein und gebe Ein­bli­cke in Din­ge, die ich dar­aus gelernt habe. Mei­ne schwers­te Kri­se ### März – Fasten für den Geist Heil­fas­ten kennt man als wohl­tu­en­de Mög­lich­keit, dem Kör­per Ener­gie für Pro­zes­se zu geben, zu dem im sonst kaum Zeit bleibt. Das erstaun­li­che: auch unser Geist und Ver­stand pro­fi­tiert von Aus­zeit und Reduk­ti­on auf mini­ma­le Ein­flüs­se. #### Energie aus Verzicht ![Ein Mann der durch Coaching zufrieden ist.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/03/shutterstock_350542424-300x200.jpg "ABeardedManIsMeditatingOnGreenGrassInThe | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Wie kann der Ent­zug von Reiz­über­flu­tung und sinn­lo­sem Medi­en­kon­sum uns hel­fen, mehr Ener­gie und men­ta­le Stär­ke zu ent­wi­ckeln? Eine span­nen­de neue Pod­cast-Fol­ge. Fas­ten für den Geist ### April – Kraft aus der Natur Alle schimp­fen übers Wet­ter — dabei hat unse­re natür­li­che U/mgebung fast immer einen posi­ti­ven Ein­fluss auf uns und kann als Kraft­quell genutzt wer­den. Ein acht­sa­mer Umgang ist ent­schei­dend. In die­ser Pod­cast Fol­ge beleuch­te ich die ver­schie­de­nen posi­ti­ven Effek­te, die die Natur (und ja, auch schlech­tes Wet­ter) auf uns hat. ![Coaching und Natur, ein Bild zur bewussten Wahrnehmung unserer Umgebung.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/04/shutterstock_2253499503-300x158.jpg "HumanMansHandMovingThroughGreenFieldOfTheGrass | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") Ler­ne, wel­chen Ein­fluss unse­re natür­li­che Umge­bung auf uns hat, und wie du Kraft dar­aus zie­hen kannst. Mit vie­len Pra­xis­bei­spie­len und Inspi­ra­ti­on. Kraft auf der Natur ### Mai – Die Suche nach dem Glück Die ewi­ge Suche nach dem Glück treibt vie­le um. Wann wer­de ich end­lich glück­lich? Mehr Gehalt, ein neu­es Auto? Alles schö­ne Din­ge, aber sel­ten füh­ren Sie zu lang anhal­ten­der Zufrie­den­heit. In die­sem Monat geht es also daru, wie du etwas fin­dest, was dich wirk­lich glück­lich machen kann. #### Fünf Schlüssel zum Glücklichsein ![Glücklich sein durch Coaching und persönliche Werte.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/05/shutterstock_1458773024-300x200.jpg "DoubleMultiplyExposurePortraitOfADreamyCuteWomanMeditating | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting") In die­ser Pod­cast Fol­ge geht es um die enge Ver­bin­dung zwi­schen Glück und per­sön­li­chen Wer­ten. Ich zei­ge Wege auf und gebe Bei­spie­le, wie man sich mit Din­gen umgibt, die wirk­lich glück­lich machen. Schlüs­sel zum Glück --- ### [MeisterTask](https://bobach-coaching.de/themen-meistertask/) **Published:** November 15, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** The­ma im Blog # MeisterTask – Beiträge rund um effizientes Projektmanagement. Alle Blog­bei­trä­ge zu Meis­ter­Task, Kan­ban-Boards und Pro­duk­ti­vi­tät an einem Ort – von Grund­la­gen bis zu fort­ge­schrit­te­nen Tipps aus der Pra­xis. [Zu den Trai­nings](https://bobach-coaching.de/meistertask/) Ein guter Ein­stieg: [Meis­ter­Task: Opti­mal mit­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren](https://bobach-coaching.de/meistertask-optimal-miteinander-kommunizieren/), [Meis­ter­Task Busi­ness – für wen es sich lohnt](https://bobach-coaching.de/meistertask-business-fuer-wen-es-sich-lohnt/) und [Meis­ter­Task 2023: Neue Funk­tio­nen und Wün­sche](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) [![MeisterTask Fazit 2023](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2023/12/MeisterTask-2023-1-768x432.png "MeisterTask 2023 1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/)13\. Dezem­ber 2023 ## [MeisterTask 2023: Neue Funktionen und Wünsche](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) In die­sem Video stel­le ich euch die neu­en Funk­tio­nen von Meis­ter­Task im Jahr 2023 vor. Dazu gehö­ren Unter­auf­ga­ben, Vor­la­gen und die Inte­gra­ti­on von Meis­ter­No­te. … [Read More](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/ "MeisterTask 2023: Neue Funktionen und Wünsche") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) [![MeisterTask Fazit 2023](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2023/12/MeisterTask-2023-1-768x432.png "MeisterTask 2023 1 | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/)13\. Dezem­ber 2023 ## [Video: MeisterTask 2023 — Neue Funktionen und Wünsche](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-2023-neue-funktionen-und-wuensche/) [![Projekte mit MeisterTask verwalten](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/09/MeisterTask-Projekte-768x432.png "MeisterTask Projekte | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/)23\. Sep­tem­ber 2022 ## [MeisterTask Projekte verwalten, archivieren, löschen und wiederherstellen](https://bobach-coaching.de/meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) Meis­ter­Task hat in den letz­ten Jah­ren eine deut­lich auf­ge­wer­te­te Pro­jekt­ver­wal­tung bekom­men. Zusätz­lich zu den Pro­jekt­grup­pen, kann man im Dash­board nun kom­for­ta­bel (und schnell!) nach … [Read More](https://bobach-coaching.de/meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/ "MeisterTask Projekte verwalten, archivieren, löschen und wiederherstellen") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) [![Projekte mit MeisterTask verwalten](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/09/MeisterTask-Projekte-768x432.png "MeisterTask Projekte | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/)23\. Sep­tem­ber 2022 ## [Video: MeisterTask Projekte verwalten, archivieren, löschen und wiederherstellen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-projekte-verwalten-archivieren-loeschen-und-wiederherstellen/) [![Angst vor digitalen Tools mit Coaching überwinden](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/Kopie-von-Kopie-von-Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Kopie von Kopie von Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-erste-schritte-und-wichtige-einstellungen/)20\. Juli 2022 ## [Video: MeisterTask — Erste Schritte und wichtige Einstellungen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-erste-schritte-und-wichtige-einstellungen/) [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/video-meistertask-erste-schritte-und-wichtige-einstellungen/) [![Angst vor digitalen Tools mit Coaching überwinden](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/07/Kopie-von-Kopie-von-Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Kopie von Kopie von Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-ersten-schritte-und-wichtige-einstellungen/)20\. Juli 2022 ## [MeisterTask: Erste Schritte und wichtige Einstellungen](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-ersten-schritte-und-wichtige-einstellungen/) Meis­ter­Task ist äußerst intui­tiv in der Anwen­dung. Den­noch gibt es ein paar wich­ti­ge Grund­ein­stel­lun­gen nach denen ich immer wie­der gefragt wer­de. Erfah­ren Sie in … [Read More](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-ersten-schritte-und-wichtige-einstellungen/ "MeisterTask: Erste Schritte und wichtige Einstellungen") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/meistertask-die-ersten-schritte-und-wichtige-einstellungen/) [![](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/03/Kopie-von-Kopie-von-Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Kopie von Kopie von Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/video-auftragsabwicklung-mit-meistertask/)28\. März 2022 ## [Video: Auftragsabwicklung mit MeisterTask](https://bobach-coaching.de/video-auftragsabwicklung-mit-meistertask/) [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/video-auftragsabwicklung-mit-meistertask/) [![](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/03/Kopie-von-Kopie-von-Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Kopie von Kopie von Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/auftragsabwicklung-mit-meistertask/)28\. März 2022 ## [Auftragsabwicklung mit MeisterTask](https://bobach-coaching.de/auftragsabwicklung-mit-meistertask/) Meis­ter­Task ermög­licht die kom­plet­te Auf­trags­ab­wick­lung für klei­ne­re Betrie­be wie Hand­wer­ker oder Online- und Mar­ke­ting­agen­tu­ren. In die­sem Video zei­ge ich die Struk­tur von drei ein­zel­nen … [Read More](https://bobach-coaching.de/auftragsabwicklung-mit-meistertask/ "Auftragsabwicklung mit MeisterTask") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/auftragsabwicklung-mit-meistertask/) [![Björn Bobach Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/03/Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/)17\. März 2022 ## [Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) Vie­le haben Angst vor der Ein­füh­rung eines neu­en digi­ta­len Tools wie Meis­ter­Task, Asa­na, Teams und vie­len mehr. Dahin­ter ste­cken oft Vor­ur­tei­le, was die Arbeit … [Read More](https://bobach-coaching.de/angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/ "Angst vor digitalen Tools überwinden") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) [![Björn Bobach Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/03/Angst-vor-digitalen-Tools-ueberwinden-768x432.png "Angst vor digitalen Tools überwinden | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/video-angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/)17\. März 2022 ## [Video: Angst vor digitalen Tools überwinden](https://bobach-coaching.de/video-angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/video-angst-vor-digitalen-tools-ueberwinden/) --- ### [Personal Coaching](https://bobach-coaching.de/themen-personal-coaching/) **Published:** November 15, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** The­ma im Blog # Personal Coaching – Beiträge für Ihre persönliche Entwicklung. Alle Blog­bei­trä­ge rund um per­sön­li­che Wei­ter­ent­wick­lung, Selbst­füh­rung und Lebens­fra­gen an einem Ort – für alle, die an sich selbst arbei­ten möch­ten. [Zum Coa­ching-Ange­bot](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/) Ein guter Ein­stieg: [Coa­ching: Ihr Schlüs­sel zur per­sön­li­chen und beruf­li­chen Ent­fal­tung](https://bobach-coaching.de/coaching-ihr-schluessel-zur-persoenlichen-und-beruflichen-entfaltung/), [Die Rol­le des Coa­ches](https://bobach-coaching.de/die-rolle-des-coaches-wie-ein-coach-ihre-persoenliche-entwicklung-unterstuetzt/) und [Coa­ching oder The­ra­pie – was ist der Unter­schied?](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) [![Symbolbild für die Wahl zwischen Coaching und Therapie](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/07/curated-lifestyle-tB2UFGjBJK8-unsplash-768x513.jpg "curated-lifestyle-tB2UFGjBJK8-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/)15\. Juli 2026 ## [Coaching oder Therapie – was ist der Unterschied?](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) Die­se Fra­ge begeg­net mir regel­mä­ßig im Erst­ge­spräch, in Bera­tungs­ge­sprä­chen mit Unter­neh­men. Manch­mal äußert sie sich auch in der Form: „Eigent­lich wäre das ja eher … [Read More](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/ "Coaching oder Therapie – was ist der Unterschied?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) [![Colorful pins and white strings on a corkboard forming a complex network of connections.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/05/curated-lifestyle-MOJsQmZQHEk-unsplash-768x554.jpg "curated-lifestyle-MOJsQmZQHEk-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/)20\. Mai 2026 ## [Systemisches Coaching Düsseldorf – Ansatz, Methoden & Wirksamkeit](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/) Sys­te­mi­sches Coa­ching zählt heu­te zu den am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Coa­ching-Ansä­t­­zen – und gleich­zei­tig zu den am häu­figs­ten miss­ver­stan­de­nen. Vie­le Men­schen ver­bin­den damit vage Ideen … [Read More](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/ "Systemisches Coaching Düsseldorf – Ansatz, Methoden & Wirksamkeit") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/) [![Hands cupping dark soil around a smooth white pearl-like object.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/04/karolina-grabowska-gxIiDC8p2fE-unsplash-768x512.jpg "karolina-grabowska-gxIiDC8p2fE-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/)6\. Mai 2026 ## [Wie finde ich den richtigen Coach?](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/) Der Coa­ching-Markt wächst – und damit auch die Aus­wahl. Das klingt gut. Aber es macht die Suche nach dem rich­ti­gen Coach nicht ein­fa­cher. Denn … [Read More](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/ "Wie finde ich den richtigen Coach?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/) [![A glowing golden head stands out from a crowd of dark silhouettes around it.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/01/a-chosen-soul-uqF0nemPClo-unsplash-768x432.jpg "a-chosen-soul-uqF0nemPClo-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/mut-zur-authentizitaet-warum-echtes-sein-wichtiger-ist-als-perfekte-rollen/)30\. Janu­ar 2026 ## [Mut zur Authentizität: Warum echtes Sein wichtiger ist als perfekte Rollen](https://bobach-coaching.de/mut-zur-authentizitaet-warum-echtes-sein-wichtiger-ist-als-perfekte-rollen/) Authen­tisch sein – ein Begriff, der fast infla­tio­när benutzt wird und gleich­zei­tig für vie­le Men­schen schwer greif­bar bleibt. In mei­ner täg­li­chen Arbeit als Coach … [Read More](https://bobach-coaching.de/mut-zur-authentizitaet-warum-echtes-sein-wichtiger-ist-als-perfekte-rollen/ "Mut zur Authentizität: Warum echtes Sein wichtiger ist als perfekte Rollen") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/mut-zur-authentizitaet-warum-echtes-sein-wichtiger-ist-als-perfekte-rollen/) [![Wooden signpost with directions for Coaching, Beratung, and Therapie in a sunlit countryside setting.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/01/coaching-beratung-therapie-vergleich-768x439.png "coaching-beratung-therapie-vergleich | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/coach-berater-therapeut-was-sie-wirklich-brauchen/)26\. Janu­ar 2026 ## [Coach, Berater, Therapeut? Was Sie wirklich brauchen](https://bobach-coaching.de/coach-berater-therapeut-was-sie-wirklich-brauchen/) Sie möch­ten sich beruf­lich oder pri­vat ver­än­dern, ste­hen vor einer wich­ti­gen Her­aus­for­de­rung, aber wis­sen nicht, wel­che Art der Unter­stüt­zung die rich­ti­ge für Sie ist? … [Read More](https://bobach-coaching.de/coach-berater-therapeut-was-sie-wirklich-brauchen/ "Coach, Berater, Therapeut? Was Sie wirklich brauchen") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/coach-berater-therapeut-was-sie-wirklich-brauchen/) [![Aerial view of a cloverleaf highway interchange cutting through dense evergreen forest.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/12/unsplash-community-_qAe1C1eKM0-unsplash-768x575.jpg "unsplash-community-_qAe1C1eKM0-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/meistern-sie-beruflichen-erfolg-4-faktoren-fuer-nachhaltiges-wachstum/)22\. Dezem­ber 2025 ## [Meistern Sie beruflichen Erfolg: 4 Faktoren für nachhaltiges Wachstum](https://bobach-coaching.de/meistern-sie-beruflichen-erfolg-4-faktoren-fuer-nachhaltiges-wachstum/) „Erfolg“ ist ein Wort, das schnell groß klingt – und gleich­zei­tig sehr schwam­mig sein kann. Ich erle­be in Coa­chings oft, dass Men­schen zwei Din­ge … [Read More](https://bobach-coaching.de/meistern-sie-beruflichen-erfolg-4-faktoren-fuer-nachhaltiges-wachstum/ "Meistern Sie beruflichen Erfolg: 4 Faktoren für nachhaltiges Wachstum") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/meistern-sie-beruflichen-erfolg-4-faktoren-fuer-nachhaltiges-wachstum/) [![Systemisches Coaching: Was steckt dahinter und wie funktioniert es?](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/03/curated-lifestyle-e_7SkKmT3yQ-unsplash-768x513.jpg "curated-lifestyle-e_7SkKmT3yQ-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/)24\. März 2025 ## [Systemisches Coaching: Was steckt dahinter und wie funktioniert es?](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/) Was ist sys­te­mi­sches Coa­ching? Sys­te­mi­sches Coa­ching ist eine bewähr­te Metho­de, die den Men­schen nicht iso­liert betrach­tet, son­dern als Teil eines grö­ße­ren Sys­tems – sei … [Read More](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/ "Systemisches Coaching: Was steckt dahinter und wie funktioniert es?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-was-steckt-dahinter-und-wie-funktioniert-es/) [![Berufliche Veränderung: Wann sollten Sie den Neuanfang wagen?](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/03/getty-images-ccJ0us-fPeg-unsplash-768x513.jpg "getty-images-ccJ0us-fPeg-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/berufliche-veraenderung-wann-sollte-ich-den-neuanfang-wagen/)17\. März 2025 ## [Berufliche Veränderung: Wann sollte ich den Neuanfang wagen?](https://bobach-coaching.de/berufliche-veraenderung-wann-sollte-ich-den-neuanfang-wagen/) Manch­mal fühlt sich der eige­ne Job ein­fach nicht mehr rich­tig an. Die Begeis­te­rung fehlt, die Auf­ga­ben erschei­nen mono­ton, und selbst nach dem Wochen­en­de ist … [Read More](https://bobach-coaching.de/berufliche-veraenderung-wann-sollte-ich-den-neuanfang-wagen/ "Berufliche Veränderung: Wann sollte ich den Neuanfang wagen?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/berufliche-veraenderung-wann-sollte-ich-den-neuanfang-wagen/) [![Die Kunst des Selbstmanagements](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2025/02/getty-images-Jremmfi2Dp4-unsplash-768x512.jpg "getty-images-Jremmfi2Dp4-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/warum-disziplin-allein-nicht-reicht-die-kunst-des-selbstmanagements/)24\. Febru­ar 2025 ## [Warum Disziplin allein nicht reicht: Die Kunst des Selbstmanagements](https://bobach-coaching.de/warum-disziplin-allein-nicht-reicht-die-kunst-des-selbstmanagements/) War­um Selbst­dis­zi­plin nicht aus­reicht Dis­zi­plin wird oft als Schlüs­sel zum Erfolg geprie­sen. Wer dis­zi­pli­niert ist, erle­digt Auf­ga­ben kon­se­quent, hält sich an Rou­ti­nen und bleibt … [Read More](https://bobach-coaching.de/warum-disziplin-allein-nicht-reicht-die-kunst-des-selbstmanagements/ "Warum Disziplin allein nicht reicht: Die Kunst des Selbstmanagements") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/warum-disziplin-allein-nicht-reicht-die-kunst-des-selbstmanagements/) [![Warum Gurus nicht helfen können und wie sie ihren eigenen Weg finden](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/03/getty-images-8ytvLQM5CJU-unsplash-768x512.jpg "getty-images-8ytvLQM5CJU-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/)19\. Febru­ar 2025 ## [Glauben Sie keinem Guru – Warum vorgefertigte Erfolgsrezepte nicht funktionieren](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) Immer wie­der begeg­nen uns im Inter­net selbst­er­nann­te Gurus, die mit mar­ki­gen Sprü­chen ver­spre­chen, Ihr Leben zu revo­lu­tio­nie­ren. “Mit mir wer­den Sie reich!”, “Ich zei­ge … [Read More](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/ "Glauben Sie keinem Guru – Warum vorgefertigte Erfolgsrezepte nicht funktionieren") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/hoer-nicht-auf-die-gurus-wie-man-seinen-eigenen-weg-findet/) --- ### [Business Coaching](https://bobach-coaching.de/themen-business-coaching/) **Published:** November 14, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** The­ma im Blog # Business Coaching – Beiträge für Führung und Unternehmen. Alle Blog­bei­trä­ge rund um Füh­rung, Busi­ness Coa­ching und Unter­neh­men an einem Ort – von Selbst­füh­rung über Kon­flikt­ma­nage­ment bis zu Fra­gen, wie sich Coa­ching wirt­schaft­lich rech­net. [Zum Coa­ching-Ange­bot](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/) Ein guter Ein­stieg: [Was kos­tet ein Busi­ness Coach?](https://bobach-coaching.de/was-kostet-ein-business-coach-preise-modelle-2026/), [Der Busi­ness-Coa­ching-Pro­zess](https://bobach-coaching.de/der-business-coaching-prozess-was-erwartet-sie-in-einer-coaching-session/) und [Busi­ness Coa­ching ROI mes­sen](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/). [![A confident business leader standing calmly at the front of a modern open-plan office, facing a diverse team of employees who look attentive and engaged. The leader holds a steady, grounded posture with one hand gently extended — a gesture of guidance and reassurance. Around the team, subtle visual metaphors of transformation are present: architectural blueprints partially overlaid on glass walls, a digital interface being updated on a large screen in the background, and some desks in transition. The atmosphere balances tension and trust — warm, focused lighting creates a sense of stability amid visible change. The color palette features deep blues, warm amber tones, and clean whites, evoking professionalism, clarity, and human connection. Editorial photography style, cinematic depth of field, high-resolution corporate setting.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/08/a-confident-business-leader-standing-calmly-at-the-front-of-a-modern-open-768x419.jpg "A confident business leader standing calmly at the front of a modern open-plan | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/fuehrung-veraenderung-change/)8\. Sep­tem­ber 2026 ## [Führung in Veränderung](https://bobach-coaching.de/fuehrung-veraenderung-change/) Wie Sie Chan­ge Manage­ment Füh­rung sicher durch den Wan­del füh­ren – ohne dabei Ihr Team zu ver­lie­ren. Von Björn Bob­ach, Busi­ness Coach Düs­sel­dorf Reor­ga­ni­sa­ti­on, … [Read More](https://bobach-coaching.de/fuehrung-veraenderung-change/ "Führung in Veränderung") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/fuehrung-veraenderung-change/) [![A professional editorial-style illustration depicting a modern workplace conflict resolution scene: two people sitting across from each other at a minimalist conference table, their body language tense but engaged, while a calm, composed leader figure stands slightly apart in a neutral position between them, gesturing openly with both hands. The setting is a bright, contemporary office with soft natural light. The mood conveys mediation, dialogue, and de-escalation rather than confrontation. The color palette uses cool blues and warm neutrals to suggest professionalism and balance. The composition emphasizes the three figures in a triangular dynamic, symbolizing the role of a leader navigating team tension. Clean, realistic style with depth and subtle shadows, suitable for a business coaching context.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/08/a-professional-editorial-style-illustration-depicting-a-modern-workplace-768x419.jpg "A professional editorial-style illustration depicting a modern workplace | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/konfliktmanagement-fuehrungskraft/)11\. August 2026 ## [Konfliktmanagement im Team](https://bobach-coaching.de/konfliktmanagement-fuehrungskraft/) Kon­flik­te gehö­ren zu jedem Team. Sie sind kein Zei­chen schlech­ter Füh­rung – im Gegen­teil: Wo Men­schen enga­giert zusam­men­ar­bei­ten, ent­ste­hen Rei­bun­gen. Die ent­schei­den­de Fra­ge ist … [Read More](https://bobach-coaching.de/konfliktmanagement-fuehrungskraft/ "Konfliktmanagement im Team") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/konfliktmanagement-fuehrungskraft/) [![A professional office setting in a modern corporate environment in Germany, depicting the moment of leadership transition: a confident young professional standing slightly apart from a small group of former colleagues, their body language conveying calm authority mixed with approachability. The central figure holds a subtle air of responsibility, dressed in smart business casual attire, while the surrounding colleagues look toward them with a mix of respect and adjustment. The atmosphere is thoughtful and quietly tense, capturing the psychological shift of moving from peer to leader. Soft natural light filters through large office windows, muted and sophisticated color palette of grays, blues, and warm whites. Editorial-style photography aesthetic, clean composition, cinematic depth of field.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/07/a-professional-office-setting-in-a-modern-corporate-environment-in-germany-768x419.jpg "A professional office setting in a modern corporate environment in Germany | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/erste-fuehrungsrolle-coaching/)28\. Juli 2026 ## [Vom Kollegen zur Führungskraft](https://bobach-coaching.de/erste-fuehrungsrolle-coaching/) Ges­tern noch Kol­le­ge, heu­te Vor­ge­setz­te. Kaum ein beruf­li­cher Über­gang ist so abrupt – und so unter­schätzt – wie der Schritt in die ers­te Füh­rungs­rol­le. … [Read More](https://bobach-coaching.de/erste-fuehrungsrolle-coaching/ "Vom Kollegen zur Führungskraft") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/erste-fuehrungsrolle-coaching/) [![Symbolbild für die Wahl zwischen Coaching und Therapie](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/07/curated-lifestyle-tB2UFGjBJK8-unsplash-768x513.jpg "curated-lifestyle-tB2UFGjBJK8-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/)15\. Juli 2026 ## [Coaching oder Therapie – was ist der Unterschied?](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) Die­se Fra­ge begeg­net mir regel­mä­ßig im Erst­ge­spräch, in Bera­tungs­ge­sprä­chen mit Unter­neh­men. Manch­mal äußert sie sich auch in der Form: „Eigent­lich wäre das ja eher … [Read More](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/ "Coaching oder Therapie – was ist der Unterschied?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/coaching-oder-therapie/) [![Symbolbild ROI Coaching](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/06/hartono-creative-studio-fvMkDqwnyMs-unsplash-768x512.jpg "hartono-creative-studio-fvMkDqwnyMs-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/)1\. Juli 2026 ## [Business Coaching ROI messen – geht das?](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/) Wenn Unter­neh­men über die Ein­füh­rung von Coa­ching nach­den­ken, kommt früh eine Fra­ge: Was bringt es uns – und wie mes­sen wir das? Das ist … [Read More](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/ "Business Coaching ROI messen – geht das?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/business-coaching-roi-messen/) [![Two professionals helping each other up a red staircase, gears in the background symbolizing teamwork.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/04/getty-images-77bVfUeEMTg-unsplash-768x443.jpg "getty-images-77bVfUeEMTg-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching-unternehmen/)17\. Juni 2026 ## [Mitarbeitercoaching im Unternehmen](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching-unternehmen/) Mit­ar­bei­ter­coa­ching ist längst kein Rand­the­ma mehr in der Per­so­nal­ent­wick­lung. Immer mehr Unter­neh­men nut­zen Coa­ching gezielt als Instru­ment – nicht als Reak­ti­on auf Pro­ble­me, son­dern … [Read More](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching-unternehmen/ "Mitarbeitercoaching im Unternehmen") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching-unternehmen/) [![Person walks along an orange plank toward a stack of books with a graduation cap on top, set against a green textured background.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/06/ardian-pranomo-FYzsUQNyuq0-unsplash-768x576.jpg "ardian-pranomo-FYzsUQNyuq0-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/)3\. Juni 2026 ## [Business Coaching ist kein Luxus](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/) „Coa­ching? Das kön­nen wir uns gera­de nicht leis­ten.“ Die­sen Satz höre ich regel­mä­ßig – meis­tens von Unter­neh­men, die gleich­zei­tig mit den Kon­se­quen­zen von Manage­ment­feh­lern, … [Read More](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/ "Business Coaching ist kein Luxus") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/business-coaching-investition/) [![Colorful pins and white strings on a corkboard forming a complex network of connections.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/05/curated-lifestyle-MOJsQmZQHEk-unsplash-768x554.jpg "curated-lifestyle-MOJsQmZQHEk-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/)20\. Mai 2026 ## [Systemisches Coaching Düsseldorf – Ansatz, Methoden & Wirksamkeit](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/) Sys­te­mi­sches Coa­ching zählt heu­te zu den am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Coa­ching-Ansä­t­­zen – und gleich­zei­tig zu den am häu­figs­ten miss­ver­stan­de­nen. Vie­le Men­schen ver­bin­den damit vage Ideen … [Read More](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/ "Systemisches Coaching Düsseldorf – Ansatz, Methoden & Wirksamkeit") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/systemisches-coaching-duesseldorf/) [![Hands cupping dark soil around a smooth white pearl-like object.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/04/karolina-grabowska-gxIiDC8p2fE-unsplash-768x512.jpg "karolina-grabowska-gxIiDC8p2fE-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/)6\. Mai 2026 ## [Wie finde ich den richtigen Coach?](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/) Der Coa­ching-Markt wächst – und damit auch die Aus­wahl. Das klingt gut. Aber es macht die Suche nach dem rich­ti­gen Coach nicht ein­fa­cher. Denn … [Read More](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/ "Wie finde ich den richtigen Coach?") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/wie-finde-ich-den-richtigen-coach/) [![Close-up of a dusty, circular industrial gauge with a white dial and red markings, showing a needle point near the bottom left.](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2026/04/getty-images-esH0ioXIBFI-unsplash-768x512.jpg "getty-images-esH0ioXIBFI-unsplash | Professionelles Coaching in Düsseldorf – Bobach Coaching & Consulting")](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/)16\. April 2026 ## [Führung unter Druck – Was Coaching wirklich verändert](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/) Druck gehört zur Füh­rung. Das ist kei­ne neue Erkennt­nis. Aber die Art des Drucks hat sich ver­än­dert: schnel­le­re Ent­schei­dun­gen bei unvoll­stän­di­ger Daten­la­ge, kom­ple­xe­re Abhän­gig­kei­ten … [Read More](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/ "Führung unter Druck – Was Coaching wirklich verändert") [Bei­trag lesen](https://bobach-coaching.de/fuehrung-unter-druck-coaching/) --- ### [Über mich](https://bobach-coaching.de/ueber-mich/) **Published:** Mai 10, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Über mich # Björn Bobach – Business Coaching mit Klarheit, Haltung und Wirkung. Ich beglei­te Füh­rungs­kräf­te, Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer sowie Orga­ni­sa­tio­nen dabei, Klar­heit in kom­ple­xen Situa­tio­nen zu gewin­nen, wirk­sa­me Ent­schei­dun­gen zu tref­fen und ihre Füh­rungs­rol­le bewusst wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) ![Björn Bobach, Business Coach in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Mein Weg ## Vom Opernsänger zum Business Coach Mein Weg zum Coa­ching war kein gerad­li­ni­ger. Ich habe Musik mit Haupt­fach Gesang stu­diert und war zehn Jah­re lang pro­fes­sio­nel­ler Opern- und Musi­cal­sän­ger – eine Zeit, die mich gelehrt hat, was Druck, Auf­tritt und die Lücke zwi­schen Rol­le und Per­son bedeu­ten. Nach Auf­ga­be die­ses Traum­be­rufs ging ich auf Selbst­ent­de­ckungs­rei­se, beklei­de­te ver­schie­de­ne Posi­tio­nen im Ver­trieb und war zuletzt Mana­ger mit Schwer­punkt Ser­vice im Apple Store Düs­sel­dorf. 2017 mach­te ich mich selb­stän­dig und ging mei­ner gro­ßen Lei­den­schaft – der Ent­wick­lung von Men­schen und Teams – immer inten­si­ver nach. 2021 erlang­te ich den Abschluss [Per­so­nal Coach (IHK)](https://www.duesseldorf.ihk.de/weiterbildung/zertifikatslehrgaenge/personal-coach-3830048) in Düs­sel­dorf. Die­se Kom­bi­na­ti­on aus lang­jäh­ri­ger Busi­ness-Erfah­rung und fun­dier­ter Coa­ching-Aus­bil­dung ermög­licht es mir, Füh­rung nicht theo­re­tisch zu betrach­ten, son­dern immer im Span­nungs­feld von Ver­ant­wor­tung, Ergeb­nis­druck, Kom­mu­ni­ka­ti­on und mensch­li­cher Dyna­mik zu beglei­ten. Hal­tung ## Mein Coaching-Ansatz Coa­ching ver­ste­he ich als pro­fes­sio­nel­len Refle­xi­ons­raum auf Augen­hö­he. Es geht nicht dar­um, fer­ti­ge Ant­wor­ten zu lie­fern, son­dern die rich­ti­gen Fra­gen zu stel­len – Fra­gen, die Per­spek­ti­ven erwei­tern, inne­re Klar­heit schaf­fen und Hand­lungs­spiel­räu­me sicht­bar machen. Sys­te­mi­sches Coa­ching NLP, hyp­no­sys­te­mi­scher Ansatz und lösungs­ori­en­tier­te Fra­ge­tech­ni­ken Kom­mu­ni­ka­ti­ons­psy­cho­lo­gie & Füh­rungs­kräf­te­ent­wick­lung Lang­jäh­ri­ge Pra­xis­er­fah­rung aus unter­schied­li­chen Unter­neh­mens­kon­tex­ten Dabei arbei­te ich struk­tu­riert, klar und gleich­zei­tig mensch­lich. Füh­rung darf anspruchs­voll sein – sie muss aber nicht kom­pli­ziert sein. Anlie­gen ## Typische Themen im Business Coaching Mei­ne Kli­en­tin­nen und Kli­en­ten kom­men häu­fig mit Fra­ge­stel­lun­gen wie: - Wie ent­wick­le ich mei­ne Füh­rungs­rol­le wei­ter, ohne mich zu ver­bie­gen? - Wie tref­fe ich Ent­schei­dun­gen kla­rer und siche­rer? - Wie gehe ich mit Kon­flik­ten, Wider­stän­den oder Unsi­cher­heit im Team um? - Wie blei­be ich wirk­sam zwi­schen Erwar­tungs­druck, Ver­ant­wor­tung und eige­nen Wer­ten? Coa­ching bedeu­tet für mich, genau dort anzu­set­zen, wo Füh­rung im All­tag her­aus­for­dernd wird – nicht im Lehr­buch, son­dern in der Rea­li­tät. Wich­tig zu wis­sen ## Abgrenzung: Coaching ist nicht Recruiting Neben mei­ner Tätig­keit als Coach bin ich auch im Recrui­ting tätig. Die­se bei­den Rol­len sind inhalt­lich klar von­ein­an­der getrennt: Auf Bob­ach Coa­ching liegt der Fokus aus­schließ­lich auf per­sön­li­cher Ent­wick­lung, Füh­rung und Coa­ching­pro­zes­sen. **Suchen Sie Unter­stüt­zung bei Recrui­ting, Per­so­nal­aus­wahl oder nach­hal­ti­ger Beset­zung von Schlüs­sel­po­si­tio­nen?** Die­se Leis­tun­gen fin­den Sie auf mei­ner sepa­ra­ten Web­site: [bobach-recruiting.de](https://bobach-recruiting.de) Selbst­ver­ständ­nis ## Wertschätzend, direkt, verbindlich Ich arbei­te wert­schät­zend, direkt und ver­bind­lich. Mir ist wich­tig, dass Coa­ching nicht nur „gut klingt“, son­dern im Füh­rungs­all­tag spür­bar wirkt. Ent­wick­lung ent­steht dort, wo Klar­heit, Ver­ant­wor­tung und Refle­xi­on zusam­men­kom­men. Wenn Sie Coa­ching suchen, das Sie nicht in Scha­blo­nen presst, son­dern Ihre Per­sön­lich­keit und Ihre Rol­le ernst nimmt, sind Sie bei mir rich­tig. ## Lernen wir uns kennen. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir in Ruhe, ob und wie ich Sie unter­stüt­zen kann – unver­bind­lich und ohne Kauf­druck. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Workshop Führungskompetenzen](https://bobach-coaching.de/workshop-fuehrungskompetenzen-entwickeln-und-gezielt-einsetzen/) **Published:** November 18, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** 2‑Ta­ge-Inten­siv-Work­shop · Max. 6 Teil­neh­mer # Workshop: Führungskompetenzen entwickeln und gezielt einsetzen Ihr Weg zu erfolg­rei­cher Füh­rung – in nur zwei Tagen. Theo­rie, prak­ti­sche Übun­gen und Refle­xi­on in einer klei­nen Grup­pe, die Ihre kon­kre­ten The­men wirk­lich bear­bei­tet. [Jetzt auf die War­te­lis­te set­zen las­sen](#warteliste) ![Führungskompetenzen entwickeln im Workshop](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/11/getty-images-ya49u1qljBI-unsplash-1024x683.jpg) Das Kon­zept ## Zwei Tage, die Ihre Führung verändern Die­ser Work­shop ist dar­auf aus­ge­legt, Ihnen alle not­wen­di­gen Werk­zeu­ge an die Hand zu geben, um Ihre Füh­rungs­kom­pe­ten­zen auf das nächs­te Level zu heben. Inner­halb von zwei inten­si­ven Tagen arbei­ten wir in einer klei­nen Grup­pe von maxi­mal sechs Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern an den zen­tra­len The­men, die für eine erfolg­rei­che Füh­rung unver­zicht­bar sind – in einer Mischung aus Theo­rie, prak­ti­schen Übun­gen und Refle­xi­on. Die Modu­le ## Was Sie in diesem Workshop erwartet Modul 01 · Füh­rungs­stil Ent­de­cken Sie Ihren per­sön­li­chen Füh­rungs­stil Von auto­ri­tär bis trans­for­ma­tio­nal: Wir ana­ly­sie­ren die Füh­rungs­sti­le mit ihren Vor- und Nach­tei­len und erar­bei­ten, wel­cher Stil zu Ihrer Per­sön­lich­keit, Ihren Auf­ga­ben und Ihrem Team passt – damit Sie situa­tiv und mit Sicher­heit füh­ren. Modul 02 · Wer­te Füh­rung im Ein­klang mit den eige­nen Wer­ten Authen­ti­zi­tät ist der Schlüs­sel zu glaub­wür­di­ger Füh­rung. Sie reflek­tie­ren Ihre per­sön­li­chen Wer­te, erar­bei­ten Ihren indi­vi­du­el­len Wer­te­kom­pass und ent­wi­ckeln Stra­te­gien, Ihre Wer­te authen­tisch in der Füh­rung umzu­set­zen. Modul 03 · Kom­mu­ni­ka­ti­on Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­ni­ken ver­ste­hen und anwen­den Bot­schaf­ten klar for­mu­lie­ren, aktiv zuhö­ren und Feed­back geben, das wirk­lich ankommt – mit prak­ti­schen Übun­gen, die Miss­ver­ständ­nis­se redu­zie­ren und den Infor­ma­ti­ons­fluss in Ihrem Team ver­bes­sern. Modul 04 · Selbst­wahr­neh­mung Selbst­wahr­neh­mung ver­bes­sern Nur wer sich selbst gut kennt, kann ande­re effek­tiv füh­ren. Sie ana­ly­sie­ren Ihre Stär­ken, Schwä­chen und blin­den Fle­cken und ler­nen Metho­den, emo­tio­na­le Intel­li­genz im Füh­rungs­all­tag gezielt ein­zu­set­zen. Modul 05 · Zie­le Zie­le set­zen und errei­chen Füh­rung bedeu­tet, Visio­nen in die Tat umzu­set­zen: Leit­bil­der ent­wi­ckeln, SMART-Zie­le for­mu­lie­ren und Ihr Team moti­vie­ren – damit Erfolg plan­bar und mess­bar wird. Das For­mat · Max. 6 Per­so­nen War­um in einer klei­nen Grup­pe? Die Teil­neh­mer­zahl ist bewusst auf maxi­mal sechs Per­so­nen begrenzt – für inten­si­ve Betreu­ung, direk­tes Feed­back und die indi­vi­du­el­le Bear­bei­tung Ihrer The­men in ver­trau­ens­vol­ler Atmo­sphä­re. Ihr Nut­zen ## Warum sich diese zwei Tage lohnen Nach die­sen zwei Tagen haben Sie nicht nur ein fun­dier­tes Ver­ständ­nis der zen­tra­len Füh­rungs­kom­pe­ten­zen, son­dern auch kon­kre­te Werk­zeu­ge und Stra­te­gien, die Sie sofort in Ihrem All­tag anwen­den kön­nen. Die Kom­bi­na­ti­on aus Theo­rie, prak­ti­schen Übun­gen und indi­vi­du­el­ler Refle­xi­on macht die­sen Work­shop zu einer loh­nen­den Inves­ti­ti­on in Ihre beruf­li­che Zukunft. **Buch­bar für Ein­zel­per­so­nen und Teams:** Ein­zel­per­so­nen kön­nen sich auf die War­te­lis­te set­zen las­sen und erhal­ten bei Ver­füg­bar­keit einen Platz. Für kom­plet­te Füh­rungs­teams ist der Work­shop auch als Inhouse-Ter­min buch­bar. Geht es weni­ger um die eige­ne Füh­rungs­rol­le als um die Kom­mu­ni­ka­ti­on im gesam­ten Team, passt der [Work­shop Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) oft noch bes­ser. Anmel­dung ## Jetzt auf die Warteliste setzen lassen Tra­gen Sie sich unver­bind­lich ein – sobald ein Ter­min oder ein Platz ver­füg­bar ist, mel­de ich mich per­sön­lich bei Ihnen. Bit­te akti­vie­re Java­Script in dei­nem Brow­ser, um die­ses For­mu­lar fer­tig­zu­stel­len. Voll­stän­di­ger Name \*Vor­na­me Nach­na­me Fir­ma (wenn zutref­fend) E‑Mail-Adres­se \* Tele­fon­num­mer \* DSGVO-Ein­ver­ständ­nis \*- Ich wil­li­ge ein, dass die­se Web­site mei­ne über­mit­tel­ten Infor­ma­tio­nen spei­chert, sodass mei­ne Anfra­ge beant­wor­tet wer­den kann. Sind Sie ein Mensch? \* = Anmelden![Wird geladen](https://bobach-coaching.de/wp-content/plugins/wpforms/assets/images/submit-spin.svg) ## Fragen zum Workshop? Ob Inhouse-Ter­min für Ihr Füh­rungs­team oder Details zum Ablauf – im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir alles Wei­te­re. [Kon­takt auf­neh­men](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Coaching Podcast](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/) **Published:** Mai 7, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Gesprä­che zu zweit · 88 Fol­gen # Coach&Coach – zwei Coaches, ein Gespräch. Björn Bob­ach und Jan Gus­tav Fran­ke spre­chen über Coa­ching in all sei­nen Facet­ten – von men­ta­lem Wohl­be­fin­den über Füh­rung bis zu den gro­ßen Fra­gen des beruf­li­chen und pri­va­ten Lebens. Zwei Per­spek­ti­ven, ein Gespräch, vie­le Impul­se zum Wei­ter­den­ken. [Zu den Fol­gen](#folgen) [Zu Klar­Sicht](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/) ![Cover des Podcasts Coach&Coach mit Björn Bobach und Jan Gustav Franke](https://img.transistorcdn.com/b8yS0KkrKl7YPjVelZFnbcPKYIPvBZt_VXcrzRjC_sw/rs:fill:0:0:1/w:1400/h:1400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS83Mjhj/Y2NkNjNhNDQ5M2Ez/MGJkMmE5OWI3ODEw/MWNkYi5wbmc.webp) Herz­lich will­kom­men ## Zwei Coaches, ein Gespräch Im Som­mer 2021 gestar­tet, beschäf­tigt sich Coach&Coach mit allen The­men rund ums Coa­ching – vom men­ta­len Wohl­be­fin­den über Coa­ching-Tech­ni­ken bis zu den gro­ßen Lebens­pha­sen ist für jeden etwas dabei. Wir ver­su­chen, auch kom­ple­xe The­men so anschau­lich wie mög­lich dar­zu­stel­len, und grei­fen dabei viel auf per­sön­li­che Erfah­rung zurück – nicht nur aus unse­rer Tätig­keit als Coach. Mit inzwi­schen 88 Fol­gen erscheint der Pod­cast regel­mä­ßig auf allen gän­gi­gen Platt­for­men. Wer ihn abon­niert, ver­passt kei­ne neue Aus­ga­be. Zum Rein­hö­ren ## Die letzten Folgen Coach&Coach gibt es bei Apple Pod­casts, Spo­ti­fy und in jeder Pod­cast-App. Fol­ge 88 · 29 Min. ### Warum neue Umgebungen die besten Ideen auslösen War­um ein Tape­ten­wech­sel oft mehr für kla­res Den­ken bringt als jede Metho­de – mit Bei­spie­len aus dem eige­nen All­tag. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/fc705ee8) Fol­ge 87 · 30 Min. ### Eigenwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung War­um Du Dich selbst nicht ganz kennst – der Joh­a­ri-Fens­ter-Effekt und wie Feed­back blin­de Fle­cken ver­klei­nert. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/0a04f56c) Fol­ge 86 · 51 Min. · Zu Gast: Alex­an­der Zock ### Der Weg der Stoa im Coaching Was die stoi­sche Phi­lo­so­phie moder­nem Coa­ching zu bie­ten hat – ein Gespräch mit Gast Alex­an­der Zock. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/4fd10e8b) Fol­ge 85 · 31 Min. ### Was KI mit uns macht Chan­cen, Risi­ken und Ver­ant­wor­tung – ein offe­nes Gespräch dar­über, was künst­li­che Intel­li­genz mit uns als Men­schen macht. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/1779a7c1) Fol­ge 84 · 37 Min. ### Authentizität Ech­te Hal­tung statt per­fek­ter Fas­sa­de – war­um Authen­ti­zi­tät mehr ist als ein Mode­wort. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/a6e55ff7) Fol­ge 83 · 41 Min. ### Die Erfolgsformel Wie man beruf­lich an die Spit­ze kommt, ohne sich dabei zu ver­lie­ren. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/5389d26a) [Apple Pod­casts](https://podcasts.apple.com/de/podcast/coach-coach/id1582583862) [Spo­ti­fy](https://open.spotify.com/show/23cCWBYYiSWUH9ulDSCsZW) [RSS-Feed](https://feeds.transistor.fm/coach-coach) Die Hosts ## Über uns ![Björn Bobach](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png)### Björn Bobach Björn hat Musik mit Haupt­fach Gesang stu­diert und war zehn Jah­re pro­fes­sio­nel­ler Opern- und Musi­cal­sän­ger. Nach Auf­ga­be des Traum­be­rufs ging er auf Selbst­ent­de­ckungs­rei­se, beklei­de­te ver­schie­de­ne Posi­tio­nen im Ver­trieb und war zuletzt Mana­ger mit Schwer­punkt Ser­vice im Apple Store Düs­sel­dorf. 2017 mach­te er sich selb­stän­dig und ging sei­ner gro­ßen Lei­den­schaft – der Ent­wick­lung von Men­schen und Teams – immer inten­si­ver nach. 2021 erlang­te er den Abschluss Per­so­nal Coach (IHK) in Düs­sel­dorf. ![Jan Gustav Franke](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/1Z2A3411-scaled-1-1024x683.jpeg)### Jan Gustav Franke Jan stu­dier­te Forst­wis­sen­schaf­ten, Inge­nieur­we­sen für Erneu­er­ba­re Ener­gien und Betriebs­wirt­schafts­leh­re. Er arbei­te­te meh­re­re Jah­re als Pro­jekt­lei­ter für Erneu­er­ba­re Ener­gien und ent­wi­ckel­te sich anschlie­ßend in die Unter­neh­mens­be­ra­tung, um in der Ener­gie­wirt­schaft Pro­jek­te und Trans­for­ma­tio­nen mit­zu­ge­stal­ten. Hier ent­wi­ckel­te und bau­te er sei­ne Lei­den­schaft für Coa­ching aus (Abschluss Per­so­nal Coach IHK). Pri­vat genießt er Zeit mit sei­ner Fami­lie, Medi­ta­ti­on, inspi­rie­ren­de Bücher und Akti­vi­tä­ten in der Natur wie Wan­dern oder Lau­fen. ## Aus dem Impuls eine Veränderung machen. Ein Pod­cast gibt Anstö­ße – die eigent­li­che Arbeit pas­siert danach. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir, wor­an Sie kon­kret arbei­ten möch­ten. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [MeisterTask](https://bobach-coaching.de/meistertask/) **Published:** Mai 8, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Zer­ti­fi­zier­ter Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner # MeisterTask Training und Seminare. Effizientes Projektmanagement lernen. Maß­ge­schnei­der­te Semi­na­re und Trai­nings, die Ihnen und Ihrem Team hel­fen, das vol­le Poten­zi­al die­ses leis­tungs­star­ken Tools aus­zu­schöp­fen – vor Ort in Düs­sel­dorf oder online. [Trai­ning anfra­gen](https://bobach-coaching.de/#kontakt) [Trai­nings­an­ge­bo­te anse­hen](#angebote) ![Team arbeitet effizient mit MeisterTask im Projektmanagement](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/shutterstock_2023272488-1024x576.jpg) Das Tool ## Warum MeisterTask? Meis­ter­Task ist eine viel­sei­ti­ge und benut­zer­freund­li­che Pro­jekt­ma­nage­ment-Soft­ware, die Teams jeder Grö­ße unter­stützt, ihre Arbeits­ab­läu­fe zu orga­ni­sie­ren und Pro­jek­te effi­zi­ent zu ver­wal­ten. Mit Funk­tio­nen wie Kan­ban-Boards, auto­ma­ti­sier­ten Work­flows und naht­lo­ser Inte­gra­ti­on in ande­re Tools bie­tet Meis­ter­Task alles, was Sie für ein erfolg­rei­ches Pro­jekt­ma­nage­ment benö­ti­gen. Ich bin Björn Bob­ach, zer­ti­fi­zier­ter Exper­te für effi­zi­en­tes Pro­jekt­ma­nage­ment und Work­flow-Opti­mie­rung – und als Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner beglei­te ich Unter­neh­men von der ers­ten Ein­rich­tung bis zur pro­duk­ti­ven Nut­zung im Team. Für vie­le Unter­neh­men ist ein wei­te­rer Punkt ent­schei­dend: Meis­ter­Task wird von der Meis­terLabs GmbH ent­wi­ckelt, ist ISO 27001-zer­ti­fi­ziert, voll­stän­dig DSGVO-kon­form und wird in Deutsch­land gehos­tet. Über 10.000 Unter­neh­men welt­weit arbei­ten damit – vom Hand­werks­be­trieb über Kli­ni­ken und Ban­ken bis zu Stadt­ver­wal­tun­gen. Gera­de im öffent­li­chen Sek­tor und in regu­lier­ten Bran­chen ist das ein spür­ba­rer Vor­teil gegen­über US-ame­ri­ka­ni­schen Alter­na­ti­ven. ![MeisterTask – Projektmanagement-Software aus Deutschland](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/MeisterTask.png) Die Funk­tio­nen ## Das lernen Sie in meinen Trainings kennen Die Bau­stei­ne, mit denen Ihr Team aus einer Samm­lung von Auf­ga­ben ein funk­tio­nie­ren­des Sys­tem macht. Kan­ban-Boards Auf­ga­ben sicht­bar machen Auf­ga­ben wer­den kla­ren Ver­ant­wort­li­chen zuge­wie­sen und wan­dern über das Board, wäh­rend die Arbeit vor­an­schrei­tet. Jeder sieht auf einen Blick, wer wor­an arbei­tet – und wo etwas lie­gen bleibt. Auto­ma­ti­sie­run­gen Wie­der­keh­ren­des abge­ben Zustän­dig­kei­ten, Fris­ten und Sta­tus­wech­sel las­sen sich auto­ma­ti­sie­ren. Wie­der­keh­ren­de Abläu­fe star­ten Sie über Pro­jekt­vor­la­gen – das spart Klicks und ver­hin­dert, dass Schrit­te ver­ges­sen wer­den. Wis­sens­da­ten­bank Wis­sen zen­tral able­gen Plä­ne, Pro­to­kol­le und Anlei­tun­gen lie­gen direkt beim Pro­jekt statt in E‑Mail-Post­fä­chern. So fin­det auch die Urlaubs­ver­tre­tung, was sie braucht – und Ein­ar­bei­tung wird deut­lich ein­fa­cher. Berich­te & Zeit­er­fas­sung Fort­schritt bele­gen Sie sehen, was in der letz­ten Woche erle­digt wur­de und wo Auf­ga­ben sto­cken. Berich­te las­sen sich expor­tie­ren – hilf­reich für Geschäfts­füh­rung, Auf­trag­ge­ber oder die Pro­jekt­nach­kal­ku­la­ti­on. Inte­gra­tio­nen Raus aus dem Post­fach E‑Mails und Bespre­chungs­no­ti­zen wer­den zu Auf­ga­ben, Fris­ten lan­den im Kalen­der, und mit den mobi­len Apps funk­tio­niert das auch von unter­wegs oder von der Bau­stel­le aus. Sicher­heit Daten­schutz aus Deutsch­land ISO 27001-zer­ti­fi­ziert, DSGVO-kon­form und in Deutsch­land gehos­tet, mit einem Admin-Bereich für Rech­te und Frei­ga­ben. Ein Argu­ment, das in vie­len Unter­neh­men den Aus­schlag gibt. Die For­ma­te ## MeisterTask Trainingsangebote Für Ein­stei­ger ### Einführung in MeisterTask In die­sem Grund­la­gen­se­mi­nar ler­nen Sie die Basis­funk­tio­nen von Meis­ter­Task ken­nen. Per­fekt für Ein­stei­ger, die einen schnel­len und pra­xis­ori­en­tier­ten Ein­stieg suchen. **Inhal­te:** Pro­jek­te und Boards anle­gen, Auf­ga­ben zuwei­sen und mit Fris­ten ver­se­hen, Check­lis­ten und Anhän­ge nut­zen, in Auf­ga­ben kom­men­tie­ren statt zu mai­len, Benach­rich­ti­gun­gen sinn­voll ein­stel­len und den eige­nen Arbeits­tag über die Start­sei­te orga­ni­sie­ren. **Ergeb­nis:** Ihr Team arbei­tet nach dem Trai­ning mit einem gemein­sa­men Board – und weiß, wel­che Auf­ga­be wo hin­ge­hört. Für Fort­ge­schrit­te­ne ### Fortgeschrittene Funktionen Für Anwen­der, die bereits mit den Grund­funk­tio­nen ver­traut sind: Erfah­ren Sie, wie Sie erwei­ter­te Funk­tio­nen und Inte­gra­tio­nen nut­zen, um Ihre Pro­jek­te noch effi­zi­en­ter zu gestal­ten. **Inhal­te:** Auto­ma­ti­sie­run­gen ein­rich­ten, eige­ne Pro­jekt­vor­la­gen bau­en, mit Tags und Fil­tern den Über­blick behal­ten, Zeit­er­fas­sung und Berich­te nut­zen, exter­ne Betei­lig­te sicher ein­bin­den sowie Kalen­der, E‑Mail und wei­te­re Tools anbin­den. **Ergeb­nis:** Wie­der­keh­ren­de Abläu­fe lau­fen weit­ge­hend von selbst, und Sie kön­nen den Pro­jekt­fort­schritt jeder­zeit bele­gen. Für Ihr Unter­neh­men ### Maßgeschneiderte Workshops Jedes Team ist ein­zig­ar­tig, daher bie­te ich indi­vi­du­ell ange­pass­te Work­shops an, die auf die spe­zi­fi­schen Bedürf­nis­se und Her­aus­for­de­run­gen Ihres Unter­neh­mens ein­ge­hen. **Inhal­te:** Wir bil­den Ihre rea­len Pro­zes­se in Meis­ter­Task ab – vom Ange­bot bis zur Abnah­me, vom Redak­ti­ons­plan bis zum Onboar­ding neu­er Mit­ar­bei­ter. Dazu gehö­ren Board­struk­tur, Rol­len und Rech­te sowie ver­bind­li­che Team-Regeln für die Nut­zung. **Ergeb­nis:** Ein ein­satz­be­rei­tes Set­up, das zu Ihrem Unter­neh­men passt – statt einer lee­ren Soft­ware mit Stan­dard­vor­la­gen. Der Ablauf ## Was Sie von meinen Seminaren erwarten können 01 · Pra­xis­ori­en­tier­tes Ler­nen Mei­ne Trai­nings sind dar­auf aus­ge­legt, Ihnen prak­ti­sche Fähig­kei­ten zu ver­mit­teln, die Sie sofort in Ihrem Arbeits­all­tag umset­zen kön­nen – gear­bei­tet wird an Ihren ech­ten Pro­jek­ten und Boards, nicht an Bei­spiel­da­ten. 02 · Inter­ak­ti­ve Schu­lun­gen Durch Übun­gen und rea­li­täts­na­he Sze­na­ri­en stel­le ich sicher, dass das Gelern­te gefes­tigt wird und Ihr Team die neu­en Abläu­fe auch nach dem Trai­ning bei­be­hält. 03 · Per­sön­li­che Betreu­ung Ich neh­me mir Zeit für Ihre Fra­gen und Her­aus­for­de­run­gen, um sicher­zu­stel­len, dass Sie das Bes­te aus Meis­ter­Task her­aus­ho­len – auch über den Trai­nings­tag hin­aus. ![MeisterTask Premier Partner Logo](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2022/05/Premier-Partner-Logo-MT.png)**Meis­ter­Task Pre­mier Part­ner:** Als zer­ti­fi­zier­ter Part­ner ken­ne ich das Tool bis ins Detail und beglei­te Sie auf Wunsch auch bei Lizenz­fra­gen und der Ein­füh­rung im gesam­ten Unter­neh­men. Ihr Nut­zen ## Vorteile eines Trainings mit Björn Bobach Exper­ten­wis­sen Pro­fi­tie­ren Sie von mei­ner lang­jäh­ri­gen Erfah­rung im Pro­jekt­ma­nage­ment und in der Nut­zung von Meis­ter­Task. Ich tei­le bewähr­te Stra­te­gien und Tipps, die Ihnen hel­fen, die Soft­ware effi­zi­ent zu nut­zen und Ihre Pro­jek­te erfolg­reich zu mana­gen. Effi­zi­enz­stei­ge­rung Opti­mie­ren Sie Ihre Arbeits­pro­zes­se und stei­gern Sie die Pro­duk­ti­vi­tät Ihres Teams. Durch geziel­te Schu­lun­gen und fort­schritt­li­che Funk­tio­nen spa­ren Sie Zeit, redu­zie­ren Feh­ler und nut­zen Ihre Res­sour­cen bes­ser. Fle­xi­bi­li­tät Ob vor Ort in Düs­sel­dorf oder online – mei­ne Trai­nings pas­sen sich Ihren Bedürf­nis­sen an. Bei­de For­ma­te bie­ten den glei­chen hohen Qua­li­täts­stan­dard und indi­vi­du­ell zuge­schnit­te­ne Inhal­te. ![Björn Bobach, MeisterTask Premier Partner in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Ihr Trai­ner ## Werkzeug und Arbeitsweise zusammen denken Ein Tool allein löst kei­ne Pro­ble­me. Als Busi­ness Coach schaue ich des­halb nicht nur auf Boards und Auto­ma­ti­sie­run­gen, son­dern auch auf die Zusam­men­ar­beit dahin­ter: Wer ent­schei­det was, wie wer­den Auf­ga­ben über­ge­ben, wor­an schei­tert es im All­tag? Genau die­se Kom­bi­na­ti­on macht den Unter­schied – und lässt sich bei Bedarf mit einem [Work­shop zur Team­kom­mu­ni­ka­ti­on](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) ver­bin­den. Trai­nings fin­den inhouse, in Düs­sel­dorf (Zur Alten Kaser­ne 50) oder online statt, die Abrech­nung erfolgt per Rech­nung an Ihr Unter­neh­men. ## Bringen Sie Struktur in Ihre Projekte. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir, wel­ches Trai­nings­for­mat zu Ihrem Team passt und wie ein Ein­stieg aus­se­hen kann. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Workshop Team Kommunikation](https://bobach-coaching.de/workshop-team-kommunikation/) **Published:** Mai 17, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** Team-Work­shop · Inhouse oder in Düs­sel­dorf # Workshop Teamkommunikation – für Teams, die besser zusammenarbeiten wollen. Erle­ben Sie, wie eine ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­on Ihr Team auf die Über­hol­spur bringt – inter­ak­tiv, pra­xis­nah und sofort im Arbeits­all­tag anwend­bar. [Work­shop anfra­gen](https://bobach-coaching.de/#kontakt) ![Team im Gespräch während eines Kommunikations-Workshops](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2020/08/pexels-christina-morillo-1181607.jpg) War­um Team­kom­mu­ni­ka­ti­on ## Gute Zusammenarbeit beginnt beim Gespräch Erfolg­rei­ches Team­work för­dert ein posi­ti­ves Betriebs­kli­ma, stärkt den Zusam­men­halt und erhöht die Moti­va­ti­on sowie Pro­duk­ti­vi­tät Ihrer Mit­ar­bei­ter. In die­sem Work­shop arbei­ten wir gezielt an der Kom­mu­ni­ka­ti­on in Ihrem Team – dort, wo im All­tag die meis­ten Rei­bungs­ver­lus­te ent­ste­hen. Die Bau­stei­ne ## Inhalte des Workshops Bau­stein 01 Trans­ak­ti­ons­ana­ly­se Nach dem Modell von Eric Ber­ne beleuch­ten wir die drei Ich-Zustän­de – Eltern-Ich, Erwach­se­nen-Ich und Kind­heits-Ich – und erken­nen, aus wel­cher Hal­tung her­aus wir im Arbeits­all­tag spre­chen. Sie ler­nen, typi­sche Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mus­ter und Spiel­chen zu durch­schau­en, die im Team immer wie­der zu den­sel­ben Kon­flik­ten füh­ren, und statt­des­sen auf Augen­hö­he zu kom­mu­ni­zie­ren. Das schafft die Grund­la­ge für respekt­vol­le Gesprä­che, in denen Gegen­sät­ze über­brückt statt ver­här­tet wer­den. Bau­stein 02 Ver­ba­le und non­ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on Ein gro­ßer Teil unse­rer Wir­kung ent­steht nicht über die Wor­te, son­dern über Ges­tik, Mimik, Ton­fall und Kör­per­hal­tung. Wir schau­en uns an, wie die­se Signa­le Ihre Bot­schaf­ten ver­stär­ken oder unbe­wusst unter­gra­ben – und was pas­siert, wenn Gesag­tes und Gezeig­tes nicht zusam­men­pas­sen. Dazu gehö­ren auch die Beson­der­hei­ten der digi­ta­len Zusam­men­ar­beit: Wie Sie in Video­calls, Chats und E‑Mails ver­ständ­lich blei­ben, wenn Kör­per­spra­che und Zwi­schen­tö­ne weg­fal­len. Bau­stein 03 Vier Sei­ten einer Nach­richt Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­qua­drat nach Frie­de­mann Schulz von Thun zeigt, war­um ein Satz beim Gegen­über ganz anders ankom­men kann als gemeint: Jede Nach­richt ent­hält Sach­in­halt, Selbst­of­fen­ba­rung, Bezie­hungs­bot­schaft und Appell. Anhand ech­ter Situa­tio­nen aus Ihrem Arbeits­all­tag üben wir, auf wel­chem „Ohr“ Aus­sa­gen gehört wer­den – und wie Sie Miss­ver­ständ­nis­se in Mee­tings, Feed­back­ge­sprä­chen und Abstim­mun­gen von vorn­her­ein ver­mei­den. Bau­stein 04 Bes­se­res Feed­back geben Feed­back ent­schei­det dar­über, ob Kri­tik als Angriff oder als Unter­stüt­zung ankommt. Sie ler­nen bewähr­te Feed­back­re­geln ken­nen, üben akti­ves Zuhö­ren nach Carl Rogers und trai­nie­ren Ich-Bot­schaf­ten statt Vor­wür­fen. Wir gehen auch die schwie­ri­gen Fäl­le durch: kri­ti­sche Rück­mel­dun­gen an Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, Feed­back nach oben an die Füh­rungs­kraft und der Umgang mit Wider­spruch – damit Feed­back bei Ihnen zur Rou­ti­ne wird statt zum Jah­res­ge­spräch-Ritu­al. Das For­mat ## Was Sie erwartet Der Work­shop ist inter­ak­tiv gestal­tet und beinhal­tet zahl­rei­che Übun­gen sowie Coa­ching-Ele­men­te, die ein pra­xis­na­hes und unter­halt­sa­mes Lern­erleb­nis gewähr­leis­ten. Sie wer­den prak­ti­sche Tech­ni­ken erler­nen und anwen­den, die sofort im Arbeits­all­tag inte­griert wer­den kön­nen. 01 · Vor­ge­spräch und Bedarfs­ana­ly­se Bevor wir star­ten, klä­ren wir gemein­sam, wo es in Ihrem Team wirk­lich klemmt: Rei­bun­gen zwi­schen Abtei­lun­gen, unkla­re Zustän­dig­kei­ten, end­lo­se Mee­tings oder Kon­flik­te, die nie­mand anspricht. Auf die­ser Basis set­ze ich die Schwer­punk­te des Work­shops – Sie erhal­ten kein Stan­dard­pro­gramm von der Stan­ge, son­dern ein Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning, das Ihre kon­kre­ten The­men bear­bei­tet. 02 · Der Work­shop-Tag Kur­ze Theo­rie-Impul­se wech­seln sich ab mit Übun­gen, Rol­len­spie­len und Gesprächs­si­mu­la­tio­nen in Klein­grup­pen. Ihr Team pro­biert die Tech­ni­ken direkt an eige­nen Fäl­len aus – vom schwie­ri­gen Kun­den­ge­spräch bis zur Abstim­mung im Pro­jekt. Statt Foli­en­schlach­ten gibt es Selbst­re­fle­xi­on, gemein­sa­mes Aus­pro­bie­ren und ehr­li­che Rück­mel­dun­gen. Erfah­rungs­ge­mäß ist genau die­ser Pra­xis­an­teil der Grund, war­um Tech­ni­ken hin­ter­her tat­säch­lich ange­wen­det wer­den. 03 · Trans­fer in den Arbeits­all­tag Zum Abschluss hal­ten wir fest, wel­che Regeln und Gewohn­hei­ten Ihr Team ab sofort umsetzt – etwa für Mee­tings, Feed­back oder die Zusam­men­ar­beit über Distanz. Auf Wunsch beglei­te ich die Umset­zung mit einem Fol­low-up-Ter­min oder ergän­zen­dem [Mit­ar­bei­ter­coa­ching](https://bobach-coaching.de/mitarbeitercoaching/) für ein­zel­ne Per­so­nen. ### Für welche Teams eignet sich der Workshop? Das Kom­mu­ni­ka­ti­ons­trai­ning eig­net sich für Teams jeder Grö­ße und Bran­che – vom Hand­werks­be­trieb über die Ver­wal­tung bis zum Soft­ware-Team. Beson­ders wert­voll ist es, wenn ein Team neu zusam­men­ge­stellt wur­de, nach einer Umstruk­tu­rie­rung zusam­men­wach­sen muss, ver­stärkt hybrid oder remo­te arbei­tet oder wenn wie­der­keh­ren­de Kon­flik­te die Zusam­men­ar­beit brem­sen. Auch Füh­rungs­kräf­te neh­men häu­fig gemein­sam mit ihrem Team teil – wer an sei­ner per­sön­li­chen Füh­rungs­kom­mu­ni­ka­ti­on arbei­ten möch­te, fin­det im [Work­shop Füh­rungs­kom­pe­ten­zen](https://bobach-coaching.de/workshop-fuehrungskompetenzen-entwickeln-und-gezielt-einsetzen/) das pas­sen­de For­mat. ### Dauer, Gruppengröße und Ort Der Work­shop lässt sich als kom­pak­ter Tages­work­shop oder als zwei­tä­gi­ges For­mat buchen, je nach­dem wie tief Sie ein­stei­gen möch­ten. Bewährt haben sich Grup­pen von sechs bis zwölf Teil­neh­men­den, damit jede und jeder zu Wort kommt und die Übun­gen wirk­lich in die Tie­fe gehen. Durch­ge­führt wird der Work­shop inhouse bei Ihnen im Unter­neh­men, in Düs­sel­dorf oder online – für Kun­den aus Düs­sel­dorf, Köln, dem Rhein­land und ganz Nord­rhein-West­fa­len kom­me ich gern zu Ihnen. **Auf Ihr Team zuge­schnit­ten:** Umfang, Schwer­punk­te und Ter­min stim­me ich indi­vi­du­ell mit Ihnen ab – durch­ge­führt inhouse bei Ihnen im Unter­neh­men, in Düs­sel­dorf oder online. Ihr Nut­zen ## Ihre Vorteile Kom­mu­ni­ka­ti­on Ver­bes­ser­te Team­kom­mu­ni­ka­ti­on För­dern Sie ein offe­nes und effek­ti­ves Kom­mu­ni­ka­ti­ons­kli­ma in Ihrem Team. Zusam­men­ar­beit Stär­ke­re Team­zu­sam­men­ar­beit Erhö­hen Sie die Effi­zi­enz und Zusam­men­ar­beit inner­halb Ihres Teams. Zufrie­den­heit Erhöh­te Mit­ar­bei­ter­zu­frie­den­heit Stei­gern Sie Zufrie­den­heit und Moti­va­ti­on durch ver­bes­ser­te Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren. ![Björn Bobach, Business Coach und Workshop-Leiter in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Ihr Work­shop-Lei­ter ## Praxisnah statt theoretisch Ich bin Björn Bob­ach, IHK-zer­ti­fi­zier­ter Busi­ness Coach in Düs­sel­dorf. Aus eige­ner Füh­rungs­er­fah­rung weiß ich, wo Kom­mu­ni­ka­ti­on im Arbeits­all­tag hakt – und arbei­te des­halb mit Übun­gen statt mit Foli­en­schlach­ten. Der Work­shop fin­det bei Ihnen im Unter­neh­men, in mei­nen Räu­men in Düs­sel­dorf (Zur Alten Kaser­ne 50) oder online statt. Die Abrech­nung erfolgt unkom­pli­ziert per Rech­nung an Ihr Unter­neh­men. ## Bringen Sie Ihr Team ins Gespräch. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir Ihre Zie­le, den pas­sen­den Umfang und einen Ter­min, der in Ihren Kalen­der passt. [Work­shop anfra­gen](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [KlarSicht – der Podcast von Björn Bobach](https://bobach-coaching.de/klarsicht-podcast/) **Published:** September 2, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** Solo-Pod­cast · 35 Fol­gen # KlarSicht – kurze Impulse für mehr Klarheit. Mein Solo-Pod­cast rund um Coa­ching, Selbst­ent­wick­lung und Team­the­men. In meist zehn bis zwan­zig Minu­ten grei­fe ich die Fra­gen auf, die mir in der Pra­xis immer wie­der begeg­nen – kom­pakt genug für den Weg zur Arbeit. [Zu den Fol­gen](#folgen) [Zu Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/) ![Cover des Podcasts KlarSicht von Björn Bobach](https://img.transistorcdn.com/3dWuTup075yqSrYlcRwXLsgkcfWYr-_CuMoZCssol70/rs:fill:0:0:1/w:1400/h:1400/q:60/mb:500000/aHR0cHM6Ly9pbWct/dXBsb2FkLXByb2R1/Y3Rpb24udHJhbnNp/c3Rvci5mbS9zaG93/LzUwOTczLzE3MTA1/OTQ5NDgtYXJ0d29y/ay5qcGc.webp) Wor­um es geht ## Ein Thema, ein Impuls, eine kurze Folge In mei­ner Coa­ching-Pra­xis begeg­nen mir bestimm­te Fra­gen immer wie­der: Wie kom­me ich zur Ruhe, wenn der Kopf nicht abschal­tet? Wie set­ze ich Zie­le, die ich auch errei­che? War­um hal­te ich an Din­gen fest, die mir längst nicht mehr gut­tun? In Klar­Sicht neh­me ich mir die­se The­men ein­zeln vor – ohne Umschwei­fe und mit Bei­spie­len aus der Pra­xis. Der Pod­cast ist bewusst kurz gehal­ten. Sie sol­len nach einer Fol­ge nicht mehr Wis­sen mit­neh­men, son­dern einen Gedan­ken, der sich im All­tag aus­pro­bie­ren lässt. Bis­lang sind 35 Fol­gen erschie­nen, die sich unab­hän­gig von­ein­an­der hören las­sen – suchen Sie sich ein­fach das The­ma aus, das gera­de zu Ihnen passt. Neue Fol­gen kom­men in unre­gel­mä­ßi­gen Abstän­den dazu: Wer den Pod­cast abon­niert, bekommt sie auto­ma­tisch. Zum Rein­hö­ren ## Ausgewählte Folgen Ein Ein­stieg quer durch die bis­he­ri­gen Fol­gen – abon­nie­ren kön­nen Sie Klar­Sicht bei Apple Pod­casts, Spo­ti­fy und in jeder ande­ren Pod­cast-App. Fol­ge 35 · 11 Min. ### Ruhe finden Wie Sie in einer hek­ti­schen Welt inne­re Balan­ce schaf­fen – mit ein­fa­chen Wegen, im All­tag zur Ruhe zu kom­men. [Zur Fol­ge](https://bobach-coaching.de/ruhe-finden-wie-sie-in-einer-hektischen-welt-innere-balance-schaffen/) Fol­ge 34 · 11 Min. ### Akzeptanz lernen War­um Akzep­tanz kei­ne Resi­gna­ti­on ist, son­dern die Grund­la­ge für Resi­li­enz und Gelas­sen­heit im Berufs­all­tag. [Zur Fol­ge](https://bobach-coaching.de/akzeptanz-lernen-der-schluessel-zu-innerer-ruhe-und-persoenlichem-wachstum/) Fol­ge 33 · 24 Min. ### Loslassen als Startimpuls In fünf Schrit­ten von der Selbst­re­fle­xi­on bis zum Han­deln – wie Los­las­sen Platz für Neu­es schafft. [Zur Fol­ge](https://bobach-coaching.de/loslassen-als-startimpuls-der-schluessel-zur-selbstentwicklung/) Fol­ge 32 · 10 Min. ### Kraft aus der Vergangenheit Wie frü­he­re Erfah­run­gen zur Res­sour­ce wer­den statt zur Last – Refle­xi­on, ohne im Ges­tern zu blei­ben. [Zur Fol­ge](https://bobach-coaching.de/kraft-aus-der-vergangenheit-lernen-wachsen-und-voranschreiten/) Fol­ge 31 · 9 Min. ### Selbstliebe War­um Selbst­lie­be vor Stress und Burn­out schützt – und wie Selbst­für­sor­ge in den All­tag passt. [Zur Fol­ge](https://bobach-coaching.de/selbstliebe-lernen-wie-sie-sich-selbst-feiern-und-wertschaetzen/) Fol­ge 26 · 22 Min. ### Meine größte Krise Eine per­sön­li­che Fol­ge über Rück­schlä­ge – und die drei Lek­tio­nen, die dar­aus ent­stan­den sind. [Zur Fol­ge](https://share.transistor.fm/s/2366c733) [Apple Pod­casts](https://podcasts.apple.com/de/podcast/klarsicht/id1653081258) [Spo­ti­fy](https://open.spotify.com/show/5KoNKBNrTLxkq0SfW29Dry) [RSS-Feed](https://feeds.transistor.fm/klarsicht) [Alle Fol­gen im Blog](https://bobach-coaching.de/category/klarsicht-podcast/) ![Björn Bobach, Business Coach in Düsseldorf](https://bobach-coaching.de/wp-content/uploads/2024/06/Finale-Auswahl-Coach-Coach-6-1024x1024.png) Der Host ## Björn Bobach IHK-zer­ti­fi­zier­ter Busi­ness und Per­so­nal Coach in Düs­sel­dorf. In Klar­Sicht tei­le ich, was sich in der Arbeit mit Füh­rungs­kräf­ten, Teams und Pri­vat­per­so­nen als hilf­reich erwie­sen hat – in kur­zen Fol­gen, die ohne Vor­wis­sen funk­tio­nie­ren. Mehr über mei­ne Arbeit fin­den Sie unter [Per­so­nal Coa­ching](https://bobach-coaching.de/privatkunden-coaching/) und [Coa­ching für Füh­rungs­kräf­te](https://bobach-coaching.de/coaching-fuer-fuehrungskrafte/). Gemein­sam mit Jan Gus­tav Fran­ke betrei­be ich außer­dem den Pod­cast [Coach&Coach](https://bobach-coaching.de/coaching-podcast/). ## Aus dem Impuls eine Veränderung machen. Ein Pod­cast gibt Anstö­ße – die eigent­li­che Arbeit pas­siert danach. Im kos­ten­lo­sen Erst­ge­spräch klä­ren wir, wor­an Sie kon­kret arbei­ten möch­ten. [Kos­ten­lo­ses Erst­ge­spräch ver­ein­ba­ren](https://bobach-coaching.de/#kontakt) --- ### [Datenschutz](https://bobach-coaching.de/datenschutz/) **Published:** Januar 5, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Datenschutzerklärung bobach-coaching.de --- ### [Impressum](https://bobach-coaching.de/impressum/) **Published:** April 29, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Impressum bobach-coaching.de --- ### [Haftungsausschluss](https://bobach-coaching.de/haftungsausschluss/) **Published:** Januar 5, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Haftungsausschluss bobach-coaching.de \[cmplz-docu­ment type=“disclaimer” region=“all”\] --- ### [Cookies](https://bobach-coaching.de/cookies/) **Published:** Januar 5, 2026 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Cookie-Richtlinie bobach-coaching.de \[cmplz-docu­ment type=“cookie-statement” region=“eu”\] --- ### [Team Workshops](https://bobach-coaching.de/team-workshops/) **Published:** Mai 10, 2022 **Author:** Björn Bobach **Content:** # Workshops für ihr Team Mit mei­nen Trai­nings für Teams ver­bes­sern Sie ihre Kom­mu­ni­ka­ti­on nach­hal­tig. Sie defi­nie­ren gemein­sa­me Zie­le und Wer­te und stär­ken den Zusam­men­halt. ## Warum ein Teamtraining? Fast kei­ner von uns arbei­tet allei­ne. Wir sind fast immer Teil eines Teams, oft sogar meh­re­rer. Viel­leicht als Füh­rungs­kraft im eige­nen Team und gleich­zei­tig Teil des Teams aller Füh­rungs­kräf­te. Hier soll­te es rund lau­fen wie in einem gut geöl­ten Getrie­be. Lei­der gibt es immer häu­fi­ger Situa­tio­nen, mit denen Teams nicht zurecht kom­men und die im schlimms­ten Fall den Erfolg des Unter­neh­mens beein­träch­ti­gen. Es gibt vie­le mög­li­che Ursa­chen: - Füh­rungs­va­ku­um - Über- oder Unter­for­de­rung ein­zel­ner Mit­ar­bei­ter - Kei­ne kla­ren Zie­le - Unkla­re Füh­rungs­phi­lo­so­phie - Per­so­nel­le Grün­de (z.B. Mob­bing) - Kei­ne genaue Rol­len­ver­tei­lung - und vie­les mehr… In mei­nen Trai­nings wen­de ich Metho­den aus mei­ner Coa­ching-Erfah­rung auf ihr gan­zes Team an und füh­re so zu einer inten­si­ven Refle­xi­on mit dem Ver­gan­ge­nen. Wir bau­en gemein­sa­me Wer­te und Zie­le auf, mit denen sich dann wirk­lich jeder im Team iden­ti­fi­zie­ren kann. Kon­takt auf­neh­men ## Der Weg zu einem Teamtraining Am Anfang steht – für Sie ganz unver­bind­lich – ein Tele­fo­nat, in dem Sie mir ihre Situa­ti­on schil­dern. Ich wer­de ihnen dann mit hoher Wahr­schein­lich­keit schon eine ers­te Ein­schät­zung geben kön­nen. Im Anschluss folgt eine **Bera­tungs­pha­se,** in der ich die momen­ta­ne Situa­ti­on in ihrem Team genau­er betrach­te. Wäh­rend die­ser Zeit­span­ne wer­de ich Ihnen genau sagen kön­nen, ob ein Trai­ning für Ihr Team über­haupt not­wen­dig ist. Oft rei­chen auch schon Coa­chings ein­zel­ner Team­mit­glie­der oder nur der Füh­rungs­per­so­nen. Dank die­ser Her­an­ge­hens­wei­se ver­hin­dern Sie ein Trai­ning zu buchen, das Ihnen am Ende kei­nen wirk­li­chen Nut­zen bringt. Denn wenn ich ihnen tat­säch­lich ein Trai­ning emp­feh­le, wird es auf die Men­schen in ihrem Team und ihre Situa­ti­on maß­ge­schnei­dert sein. --- ## Was ich in meinen Trainings vermittle Auch wenn sich die­se Fra­ge nicht all­ge­mein beant­wor­ten lässt (jedes Trai­ning ist maß­ge­schnei­dert), so gibt es ein paar Din­ge, die häu­fig the­ma­ti­siert wer­den: - Acht­sam­keit im Team – Bedeu­tung und wie kann man das leben? - Wie ticke ich und wie tickt der ande­re? - Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fal­len ver­ste­hen und auf­lö­sen - „War­um pas­siert uns das immer wie­der?“ - Mit neu­en Kol­le­gen bes­ser umge­hen ler­nen (Onboar­ding als Team­auf­ga­be) - und vie­les mehr… --- ## FireBox ### [Anmeldung Warteliste Workshop](https://bobach-coaching.de/firebox/untitled-campaign-3/) **Published:** November 20, 2024 **Author:** Björn Bobach **Content:** ## Anmeldung zur Warteliste Workshop Führungskompetenzen Bit­te akti­vie­re Java­Script in dei­nem Brow­ser, um die­ses For­mu­lar fer­tig­zu­stel­len. Voll­stän­di­ger Name \*Vor­na­me Nach­na­me Fir­ma (wenn zutref­fend) E‑Mail-Adres­se \* Tele­fon­num­mer \* DSGVO-Ein­ver­ständ­nis \*- Ich wil­li­ge ein, dass die­se Web­site mei­ne über­mit­tel­ten Infor­ma­tio­nen spei­chert, sodass mei­ne Anfra­ge beant­wor­tet wer­den kann. Sind Sie ein Mensch? \* = Anmelden![Wird geladen](https://bobach-coaching.de/wp-content/plugins/wpforms/assets/images/submit-spin.svg) ---