Rolle und Person unterscheiden lernen

Coach & Coach Logo Podcast

In die­ser Fol­ge des Coach&Coach Pod­casts geht es um das The­ma Rol­le und Per­son. Jan und ich dis­ku­tie­ren die Her­aus­for­de­run­gen, die mit dem Über­neh­men neu­er Rol­len ein­her­ge­hen, ins­be­son­de­re im beruf­li­chen Kon­text. Wir beto­nen die Bedeu­tung der Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren und wie die­se die Inter­ak­tio­nen beein­flusst. Des Wei­te­ren unter­su­chen wir die Aus­wir­kun­gen des Rol­len­wech­sels auf die per­sön­li­che Ebe­ne und die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und per­sön­li­chem Wert. Wir dis­ku­tie­ren auch die Viel­zahl an Rol­len, die wir im All­tag ein­neh­men, und die Bedeu­tung von Authen­ti­zi­tät in der Rol­le. Abschlie­ßend beto­nen wir die Unter­schei­dung zwi­schen Kri­tik an der Rol­le und Kri­tik an der Per­son und die Mög­lich­keit zur Wei­ter­ent­wick­lung in einer Rol­le.

Takea­ways

Der Rol­len­wech­sel kann mit Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den sein, spe­zi­ell wenn Erwar­tun­gen an die neue Rol­le gestellt wer­den, für die man nicht aus­rei­chend vor­be­rei­tet wur­de.

Die Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren kann einen gro­ßen Ein­fluss dar­auf haben, wie man sich in der Rol­le fühlt und wie man von ande­ren behan­delt wird.

Es ist wich­tig, die Rol­le von der per­sön­li­chen Iden­ti­tät zu tren­nen und zu erken­nen, dass das Aus­fül­len einer Rol­le nicht mit dem per­sön­li­chen Wert oder der Wer­tig­keit als Mensch zusam­men­hängt.

Im All­tag neh­men wir vie­le ver­schie­de­ne Rol­len ein, und es ist wich­tig, authen­tisch zu blei­ben und die eige­nen Wer­te in den ver­schie­de­nen Rol­len zu berück­sich­ti­gen.

Kri­tik an einer Rol­le ist nicht zwangs­läu­fig eine Kri­tik an der Per­son, und es ist wich­tig, die­se Unter­schei­dung zu tref­fen und sich nicht per­sön­lich ange­grif­fen zu füh­len.

Kapi­tel

00:00 Ein­füh­rung und Vor­stel­lung

00:25 Her­aus­for­de­run­gen bei der Über­nah­me einer neu­en Rol­le

02:14 Die Wahr­neh­mung der Rol­le von ande­ren

05:35 Die Aus­wir­kun­gen des Rol­len­wech­sels auf die per­sön­li­che Ebe­ne

08:21 Die Unter­schei­dung zwi­schen Rol­le und Per­son

09:43 Die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und per­sön­li­chem Wert

11:17 Die Viel­zahl an Rol­len im All­tag

13:11 Die Bedeu­tung von Authen­ti­zi­tät in der Rol­le

15:59 Die Gewich­tung inne­rer Antei­le in ver­schie­de­nen Rol­len

19:04 Die Unter­schei­dung zwi­schen Kri­tik an Rol­le und Per­son

21:25 Die Erfah­run­gen im Kun­den­be­reich und die Ent­kop­pe­lung von Rol­le und Per­son

24:11 Die Wei­ter­ent­wick­lung in einer Rol­le

25:32 Fazit und Abschluss

Listen on Apple Podcasts
Spotify Logo Coach & Coach

Björn (00:01.136)
Hal­lo und herz­lich will­kom­men zu einer neu­en Fol­ge von Coach&Coach, dem Coa­ching-Pod­cast mit mei­nem Kol­le­gen Jan-Gus­tav Fran­ke. Hal­lo Jan!

Jan (00:09.966)
Hal­lo Björn!

Björn (00:11.664)
Genau und mir, Björn Bob­ach. Wir freu­en uns, dass ihr wie­der dabei seid. Und für heu­te wol­len wir uns dem The­ma Rol­le und Per­son anneh­men. Jan, was hast du denn gera­de für eine Rol­le?

Jan (00:25.966)
Jetzt gera­de habe ich die Rol­le des Pod­cast-Teil­neh­mers mit dir.

Björn (00:31.92)
Teil­neh­mer, Gestal­ter, Host, wie auch immer. Ja, du hast die­ses The­ma vor­ge­schla­gen. Viel­leicht erläu­terst du mal, war­um dir das am Her­zen liegt und was du damit eigent­lich genau meinst.

Jan (00:46.766)
Ja, sehr ger­ne. Und zwar ist mir das The­ma noch­mal begeg­net im Rah­men eines Führ Und da ging es dar­um, dass

die Per­son gro­ße Her­aus­for­de­run­gen hat­te im beruf­li­chen All­tag und da bestimm­te Ansprü­che an sie gestellt wur­den. Und die­se Ansprü­che, denen sah sich die Per­son teil­wei­se nicht gewach­sen bzw. wuss­te halt irgend­wie nicht, wie sie damit umge­hen soll und hat das dann sehr, sehr per­sön­lich genom­men.

Björn (01:26.48)
Mhm.

Jan (01:27.566)
Und jetzt muss man aber dazu sagen, das war in die­sem Zusam­men­hang eine Füh­rungs­kraft, die in die­se Füh­rungs­rol­le hin­ein­ge­wach­sen ist, aus der Orga­ni­sa­ti­on her­aus. Das heißt also, sie hat da eine tech­ni­sche Aus­bil­dung gemacht, hat sich dann da wei­ter­ent­wi­ckelt und ist dann halt irgend­wann eben in die­se Rol­le der Füh­rungs­per­son gekom­men, Füh­rungs­kraft gekom­men.

und hat aber jetzt nicht son­der­lich viel zusätz­li­che Aus­bil­dung füh­rungs­mä­ßig bekom­men. Und jetzt waren da auf ein­mal Erwar­tun­gen da an die­se Rol­le der Füh­rungs­kraft. Aber die Per­son wur­de gar nicht befä­higt, vor­ab, sagen wir jetzt auf dem Aus­bil­dungs­weg klas­sisch die­se die­se Fähig­kei­ten auch zu ent­wi­ckeln. Und der Kon­flikt, der dann auf­trat, war eben der.

Björn (02:10.352)
Mhm.

Jan (02:14.254)
dass eben ein per­sön­li­ches Ver­sa­gen da gefühlt wur­de, weil man jetzt also die­se Erwar­tun­gen nicht erfüllt. Und da war dann eben die Fra­ge im Raum, ob gege­be­nen­falls auch die­se Posi­ti­on auf­ge­ge­ben wer­den soll­te vor die­sem Hin­ter­grund und ob man even­tu­ell auch selbst da ein­fach geschei­tert ist. Und

Björn (02:28.08)
Hm?

Björn (02:33.2)
Hm.

Jan (02:35.726)
Dazu haben wir dann gear­bei­tet. Kön­nen wir viel­leicht gleich noch­mal dar­auf ein­ge­hen, aber das ist im Prin­zip die­ser Sach­ver­halt, über den ich ger­ne mal spre­chen möch­te. Was bedeu­tet es, eine Rol­le ein­zu­neh­men? Und Rol­le neh­men wir in unter­schied­li­chen For­men ein? Und was hat das auch mit der eige­nen Per­sön­lich­keit zu tun oder mit der jewei­li­gen Per­son, die die­se Rol­le erfüllt, aus­füllt, annimmt? Das ist das The­ma.

Björn (02:57.424)
Sehr span­nen­des The­ma, fin­de ich. Und sehr viel­schich­tig, weil jetzt in dem Bei­spiel, das du genannt hast, was mir da so direkt auch durch den Kopf ging, war die Rol­le, die jemand in einem Unter­neh­men ein­nimmt, hat natür­lich auch etwas damit zu tun, wie sie von ande­ren wahr­ge­nom­men wird. Gera­de wenn es so um inter­ne Beför­de­rung geht,

einem Unter­neh­men her­an­wächst sozu­sa­gen und dann auf ein­mal gera­de in eine Füh­rungs­rol­le rein­rutscht, kann man glau­be ich noch so vor­be­rei­tet sein. Aber was sich dann mensch­lich um uns her­um abspielt, ist natür­lich auch noch­mal ein ganz ande­res The­ma, weil die­se Rol­len­wahr­neh­mung da einen gro­ßen Ein­fluss hat. Also wie ver­hält sich mei­ne Umge­bung mir gegen­über anders, weil ich eine bestimm­te Rol­le habe.

Und das ist natür­lich auch wie­der an die Per­son gekop­pelt, weil sagen wir mal, jemand kommt in eine Füh­rungs­rol­le und auf der per­sön­li­chen Ebe­ne gab es da immer viel Har­mo­nie frü­her und das war der Bud­dy.

irgend­wie immer alles so schön auf Augen­hö­he und da muss­te man nichts befürch­ten und hat sich auch so super ver­stan­den, pri­vat auch viel­leicht ein biss­chen getrof­fen und also, wo die per­sön­li­che Ebe­ne sehr, sehr im Vor­der­grund stand. Und dann dreht sich das natür­lich total, wenn jemand von der Rol­le her eine Hier­ar­chie nach oben rutscht. Und das hat nicht mal was mit Kom­pe­tenz zu tun oder wie du jetzt gesagt hast, mit der zusätz­li­chen Aus­bil­dung, son­dern ein­fach die Wahr­neh­mung einer Per­son.

in einer ande­ren Rol­le und auch die Wahr­neh­mung der eige­nen Per­son in die­ser ande­ren Rol­le. Wie wer­de ich dem gerecht? Was erwar­tet mei­ne Umge­bung jetzt von mir? Muss ich jetzt auf ein­mal beson­ders auto­ri­tär sein? Was pas­siert, wenn mei­ne Auto­ri­tät auf­grund der per­sön­li­chen vor­her­ge­hen­den Ebe­ne gar nicht ange­nom­men wird? Und was hat das jetzt wie­der für eine Aus­wir­kung auf mei­ne Rol­le? Wie ver­hal­te ich mich dann in die­ser Rol­le? Ist ein ganz viel­schich­ti­ges The­ma und ein ganz belieb­tes Coa­ching­the­ma auch, weil das ist, glau­be ich, etwas, was

Björn (05:08.88)
sehr vie­le, die uns jetzt zuhö­ren, die viel­leicht in so einer Situa­ti­on mal waren, nach­emp­fin­den kön­nen, dass so ein inter­ner Rol­len­wech­sel auf der per­sön­li­chen Ebe­ne sehr schwie­rig ist und die Rol­le tat­säch­lich auch gefähr­den kann. Weil genau wie du es beschrie­ben hast, es dann zu einem Kon­flikt zwi­schen der eige­nen Per­son und der neu­en Rol­le gibt.

von der man nicht so rich­tig weiß, wenn das abge­lehnt wird von der Umge­bung, ob das jetzt eine per­sön­li­che Ableh­nung ist. Das lässt einen dann tief zwei­feln, ob das über­haupt eine Rol­le ist, die man aus­fül­len kann, auch wenn das über­haupt nichts mit der Qua­li­fi­ka­ti­on oder der Leis­tung in der neu­en Rol­le zu tun hat, weil es uns tief an die Per­son geht.

Jan (05:55.47)
Mhm.

Ja, also das sind ja viel­leicht auch unter­schied­li­che Aspek­te, in denen einem das begeg­nen kann. Also das, was wir jetzt gera­de etwas mehr beleuch­tet haben, war das beruf­li­che The­ma. Näm­lich, ich stei­ge bei­spiels­wei­se in der Kar­rie­re­lei­ter auf, kom­me eben in eine Füh­rungs­auf­ga­be und muss dann erst­mal ler­nen, da zurecht­zu­kom­men. Das ist ja wie über­all anders auch. Was ich bis­her nicht gemacht habe, da kann ich auch kei­ne Erfah­rung drin haben. Das heißt, ich muss erst­mal ler­nen.

Jan (06:26.96)
dazu. Also wir alle wür­den heu­te nicht lau­fen, wenn wir nicht oft hin­ge­fal­len und wie­der auf­ge­stan­den wären als Kin­der. Und das zieht sich dann ja auch so im Berufs­le­ben wei­ter durch, dass halt auch da nicht alles immer zu 100 Pro­zent läuft mit hoher Wahr­schein­lich­keit, son­dern dass man da im Prin­zip auch rein wach­sen muss unter Umstän­den. Das heißt, da gibt es die Mög­lich­keit, dass also eine Rol­le unter Umstän­den auch zu einem gewis­sen Zeit­punkt erst­mal viel­leicht noch ein Stück­chen zu groß ist oder auch Anfor­de­run­gen stellt, Fähig­kei­ten benö­tigt.

die ich even­tu­ell noch gar nicht habe, die die Per­son noch gar nicht hat, die sie erst ent­wi­ckeln muss, das kann eine Fest­stel­lung sein. Und dann gibt es natür­lich auch ande­re Rol­len, die uns begeg­nen, an die auch Erwar­tun­gen gestellt wer­den, am pri­va­ten Bereich. Das kann eine Rol­le sein als Part­ner, in einer Part­ner­schaft. Das kann die Rol­le sein einer Mut­ter, eines Vaters, wo dann auch von außen auf ein­mal gewis­se Erwar­tun­gen an eine Rol­le defi­niert wer­den.

Das kön­nen ganz, ganz unter­schied­li­che Rol­len sein. Das kann auch, wir haben im Vor­ge­spräch schon dar­über gespro­chen, die Rol­le sein eines Coa­ches. Also auch wenn man als Coach arbei­tet, dann nimmt man auch eine Rol­le ein. Und das Inter­es­san­te ist ja in die­sem Zusam­men­hang, zumin­dest für mich jetzt mal für die­se Fra­ge­stel­lung, was hat das jeweils mit der Per­son zu tun? Und ich glau­be, ein ganz wich­ti­ger Punkt, den man unter­schei­den kann, ist, die Rol­le

der Per­son.

Also auch wenn wir uns jetzt mal ein Thea­ter anschau­en, dann ein Schau­spie­ler, unter­schied­li­che Rol­len ein unter Umstän­den und die­se Rol­len haben bestimm­te Eigen­schaf­ten und die­ser Schau­spie­ler muss des­halb aber, wenn er ein Fies­ling spielt, noch lan­ge nicht im ech­ten Leben ein wirk­li­cher Fies­ling sein. Wird es auch nicht sein, aber er kann sich viel­leicht da hin­ein emp­fin­den, kann es viel­leicht so dar­stel­len in die­sem Zusam­men­hang. Jetzt ist natür­lich das Schau­spiel noch­mal etwas ganz Beson­de­res.

Jan (08:21.646)
Und da ist viel­leicht auch die­se Distanz zwi­schen Per­son und Rol­le noch mal deut­lich wei­ter. Aber nichts­des­to­trotz ist es halt eben so, dass man fest­stel­len kann, eine Rol­le und auch Erwar­tun­gen an eine Rol­le haben nicht zwin­gend etwas mit der eige­nen Per­son zu tun. Und das kann unheim­lich ent­las­ten. Und das war auch etwas, was in die­sem Coa­ching total gehol­fen hat. Fest­zu­stel­len, hier gibt es Erwar­tun­gen an eine Rol­le.

Björn (08:39.344)
Hm.

Björn (08:45.616)
Hm?

Jan (08:46.094)
Aber wenn die­se Rol­le jetzt auch in die­sem Zeit­punkt oder zu einem gewis­sen Zeit­punkt nicht zu 100 Pro­zent erfüllt oder bespielt wird oder die­se Erwar­tun­gen erfüllt, dann heißt das noch lan­ge nicht, dass ich jetzt auch als Per­son des­halb in irgend­ei­ner Art und Wei­se den Erwar­tun­gen nicht ent­spre­che. Son­dern dann ist die Fra­ge, ich bin genau­so wer­tig als Mensch, auch wenn ich eine gewis­se Rol­le nicht erfül­len kann, viel­leicht auch zu einem gewis­sen Zeit­punkt. Und das kön­nen ja äuße­re inne­re Fak­to­ren, sind unter­schied­li­che Punk­te, aber es hat nichts mit dem Wert.

Björn (09:01.84)
Hm.

Jan (09:14.51)
einer Per­son zu tun. Und das fin­de ich schon mal eine ganz ganz wich­ti­ge Erkennt­nis, dass auch ein Schei­tern in bestimm­ten Rol­len, dass Erfah­rung in bestimm­ten Rol­len, dass aber viel­leicht auch Ehrun­gen, Vor­tei­le, die man in bestimm­ten Rol­len hat, nichts mit der Per­son zu tun haben. Auch das soll­te man sich bewusst machen. Es gibt ganz vie­le Men­schen, die bei­spiels­wei­se auch am Ende des Berufs­le­bens auf ein­mal zurück­fal­len, weil sie fest­stel­len, die­se gan­zen Kon­tak­te, die­se Bezie­hung, die ich hat­te,

Björn (09:16.624)
Hm.

Hm.

Jan (09:43.022)
Die waren mit mei­ner Rol­le ver­knüpft, aber die hat­ten gar nichts mit mir per­sön­lich zu tun.

Björn (09:46.64)
Das ist ganz häu­fig, ne? So Ruhe stand und auf ein­mal sind alle Kon­tak­te weg, weil man ist nicht mehr… Weil die Rol­le ist weg und die Per­son war gar nicht im Vor­der­grund. Ja, genau.

Jan (09:57.358)
Und das ist vie­len Men­schen aber oft­mals gar nicht so bewusst, weil wir natür­lich auch einen enorm gro­ßen Zeit­an­teil erst­mal, auch einen emo­tio­na­len Anteil mit bestimm­ten Rol­len ver­knüp­fen. Also auch ein Beruf ist oft­mals iden­ti­täts­stif­tend und wir iden­ti­fi­zie­ren uns auch mit dem unter Umstän­den, was wir tun. Also es kann so sein, muss nicht so sein, hat­ten wir auch schon mal eine Fol­ge dazu.

Aber genau­so sind es eben auch ande­re Punk­te. Wenn ich sage, ich iden­ti­fi­zie­re mich als Mut­ter, als Vater oder ich iden­ti­fi­zie­re mich als Coach, dann hat das auch wie­der bestimm­te Erwar­tun­gen, even­tu­ell von außen oder auch von innen, die ich sehe. Und wenn die­se Iden­ti­fi­ka­ti­on dann weg­ge­nom­men wird, dann kann das halt eben dazu füh­ren, dass ich viel­leicht auch selbst ein biss­chen aus dem Gleich­ge­wicht kom­me in dem Zusam­men­hang.

Björn (10:46.672)
Ich habe gera­de so gedacht, wie viel Rol­len erfül­len wir eigent­lich, weil du dann ja auch vom Pri­va­ten ins pri­va­te, in den pri­va­ten Bereich gegan­gen bist. Und eigent­lich erfül­len wir ja jeden Tag unglaub­lich vie­le Rol­len. Also mor­gens früh, wenn wir in einer Part­ner­schaft sind, sind wir Part­ner. Dann sind wir irgend­wann, wenn wir mit dem Auto fah­ren, Ver­kehrs­teil­neh­mer, ist auch eine Rol­le. Dann sind wir Kol­le­ge, dann sind wir Vor­ge­setz­ter.

Jan (11:12.398)
Mhm.

Björn (11:17.2)
Dann machen wir irgend­was Pri­va­tes, da sind wir Freund. Also das ist sehr, sehr… Das ist unheim­lich viel, was wir eigent­lich an Rol­len aus­fül­len. Und ich glau­be, bei einer Rol­len­ver­än­de­rung, wie du sie eben beschrie­ben hast, ich glau­be auch, dass Rol­le und Per­son sehr stark getrennt sind. Ich glau­be, es wird ein… Es gibt eine Schwie­rig­keit, wenn man eine Rol­le, wie du es eben in dem Bei­spiel mit dem Schau­spie­ler…

Jan (11:27.438)
Hm.

Björn (11:45.552)
beschrie­ben hast, wenn man sie spielt, wenn man sie nicht isst. Und da ist es dann schon wie­der gekop­pelt. Ich will ein Bei­spiel sagen. Jemand, der in eine Füh­rungs­kraft kommt und dann die Füh­rungs­kraftrol­le nicht aus­füllt, son­dern spielt. Also etwas tut, was er meint, was er tun muss, was aber sei­ner Per­son nicht ent­spricht, wo das in eine gro­ße Dis­kre­panz führt.

Jan (12:06.606)
Mhm.

Björn (12:13.552)
Also wenn jemand, der ganz lieb und nett ist als Per­son, ganz stil­ler, ruhi­ger Mensch, jetzt in einer Füh­rungs­rol­le auf ein­mal anfängt, ganz harsh, auto­gi­tär und streng und laut zu wer­den, wird den ja im Umfeld kei­ner ernst neh­men. Und wird eher dazu füh­ren, dass das nicht von Erfolg gekrönt sein wird. Gera­de wenn er kei­ne Rücken­de­ckung hat, also wenn er kei­nen Men­tor oder Coach dabei hat, der ihm sagt, hör mal, füh­ren, wenn du es noch nicht gelernt hast, macht man…

Jan (12:25.966)
Mhm.

Björn (12:41.776)
bes­ser auf der ande­re Art und Wei­se als laut und auto­ri­tär. Dann ist das Gan­ze schon wie­der anein­an­der gekop­pelt. Nichts­des­to­trotz hat natür­lich, auch wenn es an unse­re Per­son gekop­pelt ist, wie wir eine Rol­le aus­fül­len, wenn wir sie nicht vor­spie­len sol­len, da kommt dann das Stich­wort Authen­ti­zi­tät, dass wir authen­tisch sein soll­ten in den Rol­len, die wir haben, immer noch unse­ren per­sön­li­chen Wer­ten ent­spre­chen. Also wenn ich jetzt als als Grund­wert Team­ge­fühl oder Zusam­men­ar­beit habe,

mei­ne, wenn ich in einer Füh­rungs­rol­le bin, unglaub­lich einen auf Allein­gän­ge machen zu müs­sen, auch wenn es mei­nem Wert nicht ent­spricht, ist das natür­lich auch wie­der ein Kon­flikt. Also wenn ich eine Rol­le aus­füh­re, aus­füh­re in einer Wei­se, die mir nicht ent­spricht, ist es mit­ein­an­der gekop­pelt. Wenn die Leis­tung nicht stimmt, hat das aber nichts damit zu tun, dass die Per­son dahin­ter nicht in Ord­nung ist. Das ist ja glau­be ich das The­ma gewe­sen, was du eben für die­ses Coa­ching geschil­dert hast. Und das ist…

tat­säch­lich, glau­be ich, eine gro­ße Schwie­rig­keit, weil wir so unglaub­lich viel Zeit im Berufs­le­ben ver­brin­gen. Und das ist gesell­schaft­lich ja auch nicht anders mög­lich, weil wir sind ein­fach so struk­tu­riert, das war fast den gan­zen Tag, min­des­tens in der Regel ja acht Stun­den uns mit Arbeit beschäf­ti­gen. Und natür­lich iden­ti­fi­zie­ren wir uns dann per­sön­lich auch sehr mit der Leis­tung, die wir auf der Arbeit brin­gen, bezie­hungs­wei­se das Feed­back und die Wür­di­gung, die wir da bekom­men.

Und es gibt ja auch oft die Geschich­ten, dass die­ser Rol­len­wech­sel dann so schwie­rig funk­tio­niert, dass bei­spiels­wei­se der Mana­ger nach Hau­se kommt und immer noch Mana­ger ist. Der kommt nach Hau­se und ist immer noch Mana­ger. Oder was ich auch glau­be ich schon mal erzählt habe, so das schö­ne Bild von einem sehr beschäf­tig­ten Arbeit­neh­mer oder Füh­rungs­kraft, ist eigent­lich auch egal in dem Fall, der nach Hau­se kommt und die­sen Rol­len­wech­sel…

von jetzt auf gleich voll­zie­hen soll. Also der kommt qua­si von der Arbeit nach Hau­se gestol­pert und soll von jetzt auf gleich Vater wer­den oder Vater sein. Der hat gar kei­ne Mög­lich­keit, mit einer klei­nen Deko wie ich das so schön nen­ne, die­sen Rol­len­wech­sel über­haupt hin­zu­krie­gen. Das ist auch wie­der an die eige­ne Per­son gekop­pelt, weil ich glau­be, dass es dann kein Ver­ständ­nis gibt, wel­che…

Björn (15:04.112)
inne­ren Antei­le eigent­lich in wel­cher Rol­le beson­ders aktiv sind. Und ich glau­be, das ist mir eben schon so durch den Kopf gegan­gen, als du aus­ge­führt hast, dass doch die Rol­le eigent­lich also wir kön­nen ja jetzt nicht behaup­ten, dass die Rol­len, die wir aus­fül­len, völ­lig abge­kop­pelt von unse­rer Iden­ti­tät sind oder von unse­rer Per­son sind oder von unse­rer Per­sön­lich­keit. Ich glau­be, es gibt eine unter­schied­li­che Gewich­tung auf inne­re Antei­le. Also in wel­cher Rol­le bin ich viel­leicht?

ener­gi­scher, auto­gi­tä­rer, in wel­cher Rol­le bin ich ver­söhn­li­cher, in wel­cher Rol­le bin ich lus­ti­ger, gibt’s ja auch, die Lus­ti­gen. Das ist, glau­be ich, das, was die Rol­le am Ende ent­schei­det, wie ich sie aus­fül­le. Dass eine Kri­tik an einer Rol­le als per­sön­li­che Kri­tik an der eige­nen Per­son, von der Begriff­lich­keit muss man hier wirk­lich auf­pas­sen, wie ich fest­stel­le, miss­ver­stan­den wird.

Jan (15:59.214)
Mhm.

Björn (16:02.96)
könn­te ja auch damit zu tun haben, das ist eine Fra­ge an dich, viel­leicht siehst du das auch völ­lig anders, könn­te ja auch damit zu tun haben, dass ich mei­nen Selbst­wert in viel­leicht für mich zu hohem Maße an eine beruf­li­che Leis­tung kop­pel und weni­ger auf Din­ge, die mich nach­hal­ti­ger in mei­nem Selbst­wert bestär­ken.

Jan (16:27.566)
Ja, abso­lut. Also das ist ja sowie­so die Fra­ge, was macht das mit einem? Also wenn jetzt irgend­wie jemand sagt, also wir spre­chen qua­si in einem beruf­li­chen Kon­text mit­ein­an­der, so, dann ist halt die Fra­ge, ist das, was da jetzt an dich oder an mich gerich­tet ist, ist es jetzt an den Men­schen gerich­tet dahin­ter oder ist es qua­si an die Rol­le gerich­tet? So und ich fin­de, man kann da ganz gut dif­fe­ren­zie­ren. Also es gibt Men­schen, mit denen kom­me ich qua­si per­sön­lich sehr gut klar,

Und da habe ich aber beruf­lich eine ande­re Mei­nung. Und genau­so gibt es Men­schen, mit denen kom­me ich beruf­lich sehr gut klar, aber per­sön­lich habe ich da irgend­wie eine ganz ande­re Mei­nung zu. Und das ist ja auch in Ord­nung. Ich glau­be, wich­tig ist ja letz­ten Endes in dem Zusam­men­hang, du hast gesagt, ich über­le­ge gera­de, wie du es beschrie­ben hast, aber ich ver­su­che es noch­mal anders. Also aus mei­ner Sicht ist es so, dass wenn wir bestimm­te Rol­len ein­neh­men, damit es authen­tisch ist, dann ist es idea­ler­wei­se so.

dass unse­re Per­sön­lich­keit, unse­re Wer­te in Sum­me das Spek­trum auch abde­cken kön­nen, was eben in die­sen Rol­len dar­ge­stellt wird. Und ich ver­glei­che das immer ganz ger­ne mit so unter­schied­li­chen Facet­ten.

von einem Bril­lan­ten. Also wenn du da halt irgend­wie unter­schied­li­che Facet­ten hast, die da geschlif­fen sind, dann ist es also so, dass es halt eben ganz, ganz vie­le unter­schied­li­che Facet­ten gibt, die auch unter­schied­li­che Rol­len unse­res Lebens dar­stel­len kön­nen. Und trotz­dem ist es qua­si alles ein Stein in Sum­me. Aber es gibt unter Umstän­den nur ein Teil unter­schied­li­che Licht­re­fle­xe, je nach­dem wie jetzt eine Facet­te geschlif­fen ist oder dar­ge­stellt ist. Und das

Björn (18:01.744)
Mhm.

Jan (18:12.24)
in unter­schied­li­chen Rol­len, wie du sagst, die­se inne­ren Antei­le oder sagen wir mal Eigen­schaf­ten, unter­schied­lich aus­drü­cken und viel­leicht gibt es dann auch neue Rol­len, die ange­nom­men auf­ge­nom­men wer­den, wo ich even­tu­ell bestimm­te Eigen­schaf­ten erst noch wei­ter aus­prä­gen muss, wo ich even­tu­ell noch rein wach­sen muss, was ich dann über die Zeit ent­wi­ckeln kann. Und trotz­dem bleibt halt eben die­se Fra­ge, wenn jetzt irgend­wie es eine Kri­tik an einer Rol­le gibt.

ist das dann zwin­gend eine Kri­tik auch an der Per­son oder muss ich das per­sön­lich neh­men? Weil es gibt ja auch Situa­tio­nen, bei­spiels­wei­se im beruf­li­chen Leben. Oder viel­leicht auch, also ist ja auch ein beruf­li­ches Leben, aber wenn man es mal als Poli­ti­ker nennt, dann gibt es unter Umstän­den die Not­wen­dig­keit aus Grün­den her­aus etwas zu kom­mu­ni­zie­ren, zu ver­tre­ten, was viel­leicht gar nicht mei­ne eige­ne abso­lu­te Mei­nung ist, oder was ich viel­leicht selbst abso­lut als rich­tig ach­te, aber was etwas ist, was ich jetzt reprä­sen­tie­ren muss.

Björn (19:04.72)
Mhm.

Jan (19:05.518)
Und dafür kann es unter Umstän­den ver­ba­le Ohr­fei­gen geben. Weil es halt eben vie­le Men­schen gibt, die ande­rer Mei­nung sind. Dann ist die Fra­ge, macht das jetzt etwas mit mir per­sön­lich? Oder gilt es im Prin­zip die­ser Rol­le, die da gera­de aus­ge­führt wird? Und das ist, glau­be ich, wich­tig, sich da irgend­wie ein Stück weit zu dif­fe­ren­zie­ren und auch zu schüt­zen und die­se Din­ge nicht zu per­sön­lich zu neh­men. Denn wir alle ver­su­chen ja in der Regel, die Din­ge so gut zu machen, wie wir es kön­nen.

Björn (19:09.744)
Mhm.

Jan (19:33.774)
Und es gibt sicher­lich immer Men­schen, die da viel­leicht mal eine ande­re Mei­nung zu haben. Es gibt Men­schen, die fin­den das viel­leicht nicht so gut. Teil­wei­se gibt es ja auch Situa­tio­nen, wo es Men­schen gibt, die fin­den etwas ganz beson­ders toll und man selbst ist damit viel­leicht gar nicht so zufrie­den. Auch das kann zu einem Kon­flikt füh­ren letz­ten Endes. Aber sich dar­auf zu besin­nen, dass eben die eige­ne oder die dar­ge­stell­te Rol­le, auch die geleb­te Rol­le, trotz­dem nichts…

Björn (19:47.92)
Hm.

Jan (20:01.326)
Wer­ten­des in Bezug auf den Wert der Per­sön­lich­keit der Per­son hat, fin­de ich, ist eben ein ganz, ganz wich­ti­ger Punkt. Das kann einen eben auch davor schüt­zen, einer­seits, ja, eben sich per­sön­lich ange­grif­fen zu füh­len, wenn immer etwas nicht so läuft. Das kann einem aber auch den Mut geben, zu sagen, ich wage mal etwas und ich pro­bie­re auch mal etwas aus, auch wenn ich mir nicht 100 Pro­zent sicher bin, dass ich das even­tu­ell schon aus­fül­len kann. Das ist ja auch etwas ganz Wich­ti­ges, weil wenn wir nie die­sen Schritt wagen wür­den,

Also über die abso­lu­te Gewiss­heit her­aus. Dann wür­den wir nie wach­sen, dann wür­den wir uns nie wei­ter bewe­gen. Das heißt, wir müs­sen ja irgend­wie auch mal Gren­zen über­win­den, um Neu­es zu ent­de­cken. Und das fin­de ich eigent­lich das Schö­ne dar­an. Und da kann einem viel­leicht die­ses Ver­ständ­nis von Rol­le und Per­son dabei unter­stüt­zen, zu sagen, okay, das ist eben viel­leicht ein Teil­aspekt. Das ist eine Rol­le, die ich aus­fül­le, ver­su­che aus­zu­fül­len, die ich lebe. Aber sie ist eben auch ein Stück weit ent­kop­pelt von mir als Men­schen ganz per­sön­lich.

Björn (20:57.296)
Viel­leicht so zum Abschluss, das macht das viel­leicht auch noch­mal ganz deut­lich, viel­leicht noch eine Geschich­te, die ich gera­de so im Kopf hat­te, als du das erzählst, das mit der Rol­le, die man aus­füllt und wer da eigent­lich gera­de die Kri­tik kriegt, die Rol­le oder die Per­son. Ich habe ja sehr lan­ge mal im Kun­den­be­reich gear­bei­tet, also so Cus­to­mer Facing Sup­port und muss­te tat­säch­lich da auch ler­nen, dass…

wenn ich ange­schrien wur­de oder wenn ich ange­schimpft wur­de, ich nie per­sön­lich gemeint war. Es ging nie um mich, son­dern es ging immer um die Fir­ma, für die ich da stand. Und das ist vie­len Kol­le­gen schwer­ge­fal­len. Also es ist gera­de so in den Anfangs­mo­na­ten, es ist vie­len Kol­le­gen schwer­ge­fal­len, weil es immer sehr emo­tio­nal wur­de dann und dass man nie per­sön­lich gemeint ist, kann man ja gar nicht. Und das kann man sich viel­leicht auch immer mal bewusst machen. Man kann ja gar nicht per­sön­lich gemeint sein, weil

Jan (21:32.334)
Mhm.

Björn (21:55.28)
Man kennt ja das Gegen­über über­haupt nicht. Das Gegen­über kann ja mei­ne Per­son gar nicht mei­nen, weil es kennt mich ja über­haupt nicht. Das hat mir dann sehr gehol­fen. Und dar­über habe ich dann ein ganz kla­res Rol­len­ver­ständ­nis bekom­men. Okay, mei­ne Rol­le ist gera­de und ich ste­he hier nicht als Björn, son­dern ich ste­he in die­ser Rol­le hier und alles, was da so an Atta­cken kam. Aber auch tat­säch­lich am Posi­ti­ven, wie du eben gesagt hast, hat nichts mit mir zu tun, son­dern mit mei­ner Rol­le in die­sem Unter­neh­men.

Jan (22:02.222)
Mhm.

Björn (22:24.752)
die­sen Moment. Und das ist schwie­rig natür­lich oder schwie­ri­ger, wenn man sich in einem Kon­strukt befin­det, wo es eine grö­ße­re per­sön­li­che Ebe­ne gibt, also Füh­rungs­kraft, Mit­ar­bei­ter, kennt sie schon seit zehn Jah­ren, auf ein­mal ist man Füh­rungs­kraft und so. Das ist natür­lich eine ganz ande­re Her­aus­for­de­rung. Aber auch da, ich füh­re ja auch Men­schen und ich habe auch da immer wie­der so die Beob­ach­tung, dass

Jan (22:25.71)
Hm.

Björn (22:49.424)
Ich mich dabei beob­ach­te, wie ich sel­ber sage, okay, ich wer­de hier gera­de nicht ange­mauzt, weil ich Björn bin, son­dern weil ich hier gera­de der Über­brin­ger einer bestimm­ten Nach­richt bin, die nicht ange­nehm ist. Und ich sit­ze hier gera­de nicht als Björn, son­dern ich sit­ze hier in der Rol­le der Füh­rungs­kraft. Und das hilft sehr, wenn man sich dar­über im Kla­ren ist, dass was zurück­kommt, egal ob es posi­tiv oder nega­tiv ist, nicht.

Jan (23:00.046)
Hm.

Jan (23:05.038)
Hm.

Björn (23:14.16)
im Kern, gera­de im geschäft­li­chen All­tag oder nur vor allem im geschäft­li­chen All­tag nicht an mich per­sön­lich gerech­net ist, son­dern an die Funk­tio­nen, die ich da gera­de aus­fül­le. Das hilft, glau­be ich, sehr, wenn man sich das in sol­chen Situa­tio­nen immer mal bewusst macht und viel­leicht immer mal fragt, in wel­cher Rol­le befin­de ich mich gera­de in sol­chen Situa­tio­nen. Ein­fach mal sich sel­ber reflek­tie­ren, in wel­cher Rol­le befin­de ich mich gera­de. Das müs­sen wir bei­de regel­mä­ßig tun, weil wenn wir im Coa­ching sind, sind wir auch nicht ganz pur.

Jan (23:31.022)
Mhm.

Björn (23:43.984)
.. Jan und Björn. Es gibt eine bestimm­te Coa­ching-Hal­tung… .. oder Coach-Hal­tung, die wir dann auch ein­neh­men müs­sen. Weil wir nie wer­ten, weil wir ja nie ver­ur­tei­len,… .. weil wir ja neu­tral sind… .. bzw. immer mit dem Kli­en­ten loy­al. Auch wenn das völ­lig unse­rem eige­nen Wer­te­sys­tem wider­spricht,… .. aber auch da ist ein schö­nes Bei­spiel dafür,… .. dass eine Rol­le nichts damit zu tun hat.

wie man per­sön­lich ist und wer man per­sön­lich ist und dass auch nichts über die Wer­tig­keit aus­sah.

Jan (24:16.494)
Ja.

sehr schön zusam­men­ge­fasst. Ich wür­de ger­ne noch ein­mal auf­lö­sen, wie es dann qua­si in die­sem kon­kre­ten Fall auch wei­ter­ging. Wir hat­ten dann im Prin­zip genau das auch noch mal dif­fe­ren­ziert, das The­ma Rol­le und Per­son her­aus­ge­ar­bei­tet, dass halt eben auch eine Kri­tik in die­sem Zusam­men­hang dann sich eigent­lich an die Erwar­tungs­hal­tung an die­se Rol­le rich­tet, dass aber im Prin­zip auch die per­sön­li­chen Eigen­schaf­ten, um das aus­zu­fül­len, in Tei­len eben noch gar nicht so weit ent­wi­ckelt

Björn (24:24.816)
Span­nend.

Jan (24:48.174)
Aber die­se Fest­stel­lung hat schon mal zu einer sol­chen Ent­las­tung geführt, dass erst mal die­se Tätig­keit wei­ter­ge­führt wer­den konn­te und das dann aber auch for­mu­liert wer­den konn­te.

was dann noch zu ent­wi­ckeln ist. Und das konn­te dann im Prin­zip nach­ge­holt wer­den. Und so konn­te dann auch in die­se Rol­le hin­ein­ge­wach­sen wer­den. Das fand ich eine sehr schö­ne Ent­wick­lung, weil qua­si aus der ursprüng­li­chen Arbeits­hy­po­the­se, das ist alles zu viel, ich schmei­ße das hin, ist dann gewor­den, okay, wie kann ich dar­an arbei­ten, damit es gut funk­tio­niert? Und letz­ten Endes hat dann eben auch eine Ent­wick­lung statt­ge­fun­den.

die es dann ermög­licht hat, das dann eben auch mit einem guten Gefühl wei­ter zu tun. Und das fand ich einen tol­len Fall auf jeden Fall.

Björn (25:32.528)
Ja, klingt super, es hat sich der Kno­ten gelöst.

Jan (25:35.342)
Rich­tig, genau. Ja, und wenn ihr viel­leicht auch eige­ne Erfah­run­gen mit Rol­len habt, mit unter­schied­li­chen zwi­schen Rol­len und Per­so­nen, mit unter­schied­li­chen Rol­len­er­war­tun­gen, dann freu­en wir uns natür­lich auch auf eure Kom­men­ta­re. Wir freu­en uns auf eure Bewer­tun­gen für die­se Fol­ge und ste­hen euch für Fra­gen natür­lich ger­ne zur Ver­fü­gung. Die Kon­takt­da­ten fin­det ihr unter dem Pod­cast und wir freu­en uns schon auf das nächs­te Mal und ja, bis dahin ver­ab­schie­den wir uns zunächst.

Björn (26:04.816)
Macht’s gut, bis bald.

Jan (26:05.966)
Auf Wie­der­hö­ren!

Vom Lesen ins Tun

Sie möchten das für Ihre Führung nutzen?

Im kostenlosen Erstgespräch klären wir in Ruhe, woran Sie gerade arbeiten und ob ein Coaching der richtige Weg dafür ist – unverbindlich und ohne Kaufdruck.