Portrait Björn Bobach

Coaching Blog & Podcast

Außenseiter im Team verhindern

5. Mai 2023

Wie entstehen Außenseiter im Team? Eigentlich muss man sich diese Frage anders stellen: Wer entscheidet überhaupt, ob es Außenseiter gibt und wie wird das definiert? Wie kann man durch Coaching im Team verhindern, dass es zu Außenseitern kommt?

Jeder, der schon einmal mit verschiedenen Teams zu tun hatte, wird immer wieder auf einen vermeintlichen Außenseiter getroffen sein, der entweder nicht ins Team gelassen wird – oder der vielleicht selber gar nicht Teil des Teams sein möchte.

In dieser Coach&Coach Folge beschäftigen wir uns damit

???????? wie man Aussenseiter im team definieren und identifizieren kann

???????? welche systemischen Zusammenhänge zu Aussenseitern führen

???????? wie man mit dem Team arbeiten kann, um Außenseiterrollen zu vermeiden

+++

Wir freuen uns über positive Bewertungen und Kommentare zu unserem Podcast. Auch Themenwünsche könnt ihr gerne in den Kommentaren loswerden ????

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Hier die Transkription des Podcasts:

Björn:
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Coach und Coach dem Coaching-Cut-Podcast mit mir Björn Bobach und Jan Gustav Franke, den ich sehe, ihr aber nicht. Hallo Jan!

Jan:
Hallo Björn!

Björn:
Hallo, heute beschäftigen wir uns nach meinem Wunsch mit dem Thema Außenseite in einem Team. Wie coacht man den und wie coacht man die drum herum, also das übrige Team? Ich bin jetzt bald 50 Jahre alt. Davon habe ich, poch, seit ich 16 bin, habe ich gearbeitet, also sagen wir mal 34 Jahre lang, immer mal wieder gearbeitet. Ich bin zur Schule gegangen. Ich war Teil von mehreren Teams. Freundeskreise und ich kann nach dieser ganzen Zeit glaube ich felsenfest sagen in jedem Team, in dem ich war, in jeder Gruppe von Menschen, die ich war, gab es immer irgendwie einen, der eher die Außenseiterrolle hatte. Ist dir das auch so gegangen, Jan? Oder bin ich da ein Einzelfall?

Jan:
Da hatte ich ja, was sage ich mir, die Frage noch nie gestellt. Also ich sage mal, es gibt Konstellationen, wo vermeintliche Außenseiter mit dabei sind. Ausbringt uns ja gleich zur nächsten Frage. Wer definiert denn eigentlich, wer ein Außenseiter, eine Außenseiterin ist oder nicht?

Björn:
Superfrage, Jan. Das ist wirklich eine Superfrage. Also was definierten Außenseiter? Hast du da schon

Jan:
Ja, also das war jetzt erstmal eine Frage, die ich in den Raum gesteilt habe und ich freue mich, wenn wir darüber sprechen.

Björn:
eine Antwort drauf oder hast du mich gefragt?

Jan:
Und tatsächlich wäre jetzt meine Einschätzung. Erstmal ist es nicht trivial zu beantworten. Es gibt eigentlich unterschiedliche Sichtweisen. Also ich habe jetzt ein System von Menschen. Sag mal, das sind fünf Menschen.

Björn:
Thank you. Thank you.

Jan:
Und vermeintlich ist da eine Außenseiterperson mit dabei. Da gibt es ja die Möglichkeit, dass entweder die vier anderen diese eine Person als Außenseiter empfinden, dass irgendwie auch kommunizieren, ausstrahlen wie auch immer und dass dann auch diese Außenseiterperson dann zu spüren bekommt. oder auch nicht, das geflissentlich nicht wahrnimmt. Oder die andere Möglichkeit ist, dass vielleicht eine Person sich nicht zugehörig fühlt zu einer Gruppe. Und die Gruppe, das aber entweder nicht merkt oder merkt aufgrund der jeweiligen Reaktion. Das heißt, es hat ja immer etwas mit individuellem Empfinden zu tun von Einzelpersonen. Und irgendwie muss es Merkmale geben, die die eine Gruppe vereint und sozusagen eine einzelne Person, andere Person, Hoppla. Dann im Grunde genommen von aber zumindest eigentlich der Mehrheit abgrenzen oder abgrenzen.

Björn:
Hmm. Ja, stimmt. Es sei denn, es ist halt so rum, dass der vermeintliche Außenseiter das wirklich in seiner Realität nur so wahrnimmt und die anübrigen in diesem menschlichen System, in dieser Gruppe, wenn man sie fragt, sagen wir so. Nee, ist doch alles gut.

Jan:
Die Frage ist dann ja trotzdem, was gilt? Es gilt ja immer die jeweilige individuelle Feldwahrnehmung. Das heißt, wenn wir das mal auf den Coaching-Kontext beziehen, dann kann ja sein, dass die Gruppe sagt, ist doch alles gut, aber wenn jetzt irgendwie eine Einzelperson da ist, die sagt, ich fühle mich hier aber als Außenseiter, dann wäre das ja eigentlich der Coaching-Ansatz. Also sagen wir, wir nehmen jetzt mal an, die Antwort der Gruppe ist aufrichtig.

Björn:
Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you.

Jan:
natürlich sind wir nicht zu der Person, aber eigentlich sind sie es gar nicht, sondern nehmen wir an, das ist objektiv,

Björn:
Hmm. Hmm.

Jan:
nach bestem Wissen und Gewissen ist das aufrichtig, aber die eine Person fühlt sich so, dann wäre doch tatsächlich genau das der Ansatz zu sagen, wie kommt es, dass du dich so fühlst, dass du Außenseiter bist. Was zeigt dir das oder wie was nimmst du wahr, dass du für dich feststellst, also zu dem Urteil kommst du bist oder zu der Wahrnehmung kommst du bist Außenseiter in dieser Gruppe.

Björn:
Ja, hier sind wir ja schon quasi einen Schritt weiter. Das war jetzt schon ein ganz konkreten Coaching-Ansatz für eine sehr spezifische Situation haben,

Jan:
Yeah. Hmm.

Björn:
wo die Außenseiterrolle eigentlich gar nicht erfüllt wird. Also wo es so ist, dass dieses Gefühl oder dieser Außenseiter, diese Außenseiterposition vor allem in der Wahrnehmung und in der Empfindung des Einzelnen besteht.

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
Ich finde, wir sollten nochmal ganz kurz einen Schritt zurückgehen und uns mal ganz kurz anschauen, überhaupt für Szenarien, wo so etwas passieren kann. Also wo kann jemand zum Außenseiter werden?

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
Und da finde ich, muss man zwei verschiedene… also erst mal das eine ist, es ist eine Wahrnehmenssache, da ist die Realität. Das muss man jetzt erst mal unterscheiden. Wenn es eine

Jan:
Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you. Thank you.

Björn:
Wahrnehmenssache des Einzelnen ist, wäre das, was du jetzt beschrieben hast, ja schon eigentlich der richtige Ansatz. Da muss man sich auch mit der Gruppe erst mal nicht beschäftigen, wenn sie

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
aufrichtig geantwortet haben, wie du gesagt hast. Wenn es aber wirklich so ist, dass da jemand außen

Jan:
Hmm.

Björn:
vorsteht. Man könnte jetzt sagen, man kann das unterscheiden in Situationen, die er selbst verschuldet oder die er fremd verschuldet hat. Ganz grob. Siehst du das so?

Jan:
Mhm. Kannst du das nochmal wiederholen? Da habe ich jetzt nicht ganz vollen können.

Björn:
Also wenn die Außenseiterrolle von demjenigen tatsächlich Realität ist, also wenn es jetzt

Jan:
Also wenn es von allen in der Gruppe so wahrgenommen wird, dann wird man so, ja.

Björn:
keine persönliche Wahrnehmungssache ist, ja, genau, wenn es von allen in der Gruppe so wahrgenommen und auch bestätigt wird, könnte man sagen, ein Ansatz wäre jetzt erstmal zu eruieren, wie ist es dazu gekommen? Ist das etwas, was derjenige selbst verursacht hat? Ist es eine

Jan:
Mm-hmm. Mm-hmm.

Björn:
verschuldete Außenseiterrolle oder ist es eine Fremdverschuldete? Also ist das eher von der Gruppe ausgegangen, dass jemand da außen vorgelassen wurde? Das finde ich grundsätzlich erst mal eine wichtige

Jan:
Hmm.

Björn:
Klassifizierung um zu verstehen, wie kann man da überhaupt Coaching vom Coaching her ansetzen?

Jan:
Also tatsächlich ist es eine Möglichkeit der Betrachtung. Wenn wir zu diesem zirkulären Ansatz wählen und sagen, jede Reaktion führt zu einer Gegenreaktion oder für zu einer weiteren Reaktion daraus, ergibt sich dann alles, dann fällt es natürlich unter Umständen schwer zu sagen, wer hat es jetzt verursacht. Also vielleicht können wir das mal an einem Beispiel verdeutlichen. passt, dann kriegst gerne dazwischen. Aber nehmen wir jetzt mal, es gibt ein Arbeitsteam und da kommt jetzt jemand Neues mit dazu. Man braucht der Chef, die Chefin hat beschlossen,

Björn:
Mm-hmm.

Jan:
wir brauchen eigentlich mehr Kapazität, wir brauchen einen zusätzlichen Mitarbeiterinnen, zusätzlichen Mitarbeiter und diese Person kommt jetzt mit dazu. Und da gibt es quasi bisher ein eingespültes Team. Das heißt, per See hast du ja schon mal eine andere Geschichte. Du hast nämlich nicht irgendwie diese gemeinsamen Jahre, die du schon zusammenarbeitest vielleicht in diesem Team und in dieser Firma, sondern du kommst jetzt neu dazu. Bist jetzt deshalb Außenseiter oder nicht oder wie entwickelt sich dann diese ganze Situation und das zeigt sich eigentlich schon Man kann das also wenn wir auch von Systemen sprechen Man hat quasi Dinge wo neues Element oder neues Objekt in ein System mit dazu kommt Jetzt hier dieses Team System wo jetzt ein neuer Mitarbeiter mit dazu kommt aber eigentlich ist es ja quasi immer Gibt es immer eine Geschichte davor es gibt ja nichts was quasi aus dem nichts in der Regel entsteht und das heißt

Björn:
Hmm.

Jan:
Hier hast du eigentlich von Anfang an ein trennendes Element, nämlich einen trennenden Faktor, das ist nämlich die gemeinsame Geschichte, wer es ist, da kommt jetzt jemand neu, der gehört bisher noch nicht mehr zur Gruppe und jetzt die Frage wird, wird diese Person in die Gruppe integriert? Oder kann sie sich in die Gruppe integrieren? Oder bleibt sie quasi außerhalb? Und wenn sie einmal in der Gruppe drin ist, was führt dann gegebenenfalls dazu, dass sich jemand wieder separiert von der Gruppe? Und das ist aus meiner Sicht viel schichtig. Denn eigentlich gibt es dann, wenn man das jetzt mal so betrachtet, gibt es unter Obständen gar nicht die Frage, ist das eigen oder fremd verursacht? Außer es gibt jetzt ganz klare Fälle von Grenzüberschreitungen. Also nehmen wir mal ein Beispiel, da gibt es irgendwie eine Meinungsverschiedenheit und einer steht auf und gibt dem anderen Backpfeife.

Björn:
Mm.

Jan:
Wenn wir sagen, wenn man darüber zum Außenseiter wird, dann kann man davor sehen, dass diese Reaktion so ist, ne? In erster Linie.

Björn:
Hmm.

Jan:
viel subtiler ab. Und gerade wenn es so subtil ist und es nicht diese klare Zuweisung geht, dann ist es ein dynamischer Prozess, der sich irgendwie entwickelt über lange Zeit. Und dann stellt sich tatsächlich die Frage, kann man das eine ohne das andere betrachten?

Björn:
Wenn man systemisch betrachtet, ist es ja auch tatsächlich so, dass jeder, der neu in einem Gruppe kommt, erst mal außen seiter ist, sowieso, weil er ja keinerlei Beziehungen zu irgendwem in dieser… Also es sei denn, es ist weiß jemand dabei, den man schon vorher kannte oder so, aber wenn man es jetzt mal ganz klinisch sich anschaut, ist das ja sowieso

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
so, dass das der Startpunkt ist und dass das irgendwann sich aber ändert. Ich finde hier in dem Zusammenhang übrigens das Bild des Mobilees ganz schön, dass wenn

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
besser vorstellbar, wenn man sich ein System von Menschen wie ein Mobilee vorstellt, das fein austariert ist, also lange experimentiert, alles ein bisschen so verschoben, dass alles im Gleichgewicht ist, in der in der richtigen Höhenanordnung, Abstände zueinander und das schwebt so ganz wunderbar harmonisch vor sich hin und dann kommt jemand und hängt einen neuen Haken da rein und alles gerät in Aufuhr. Das ist ja im Prinzip das, wovon wir sprechen und das

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
um sich wieder auszubalancieren und vielleicht auch manchmal ein bisschen nach Justierung. Und dann diese Außenseiterrolle am Anfang normal, sollte sich dann irgendwann erledigt haben und jetzt gibt es Faktoren, die dafür sorgen können, dass das nicht passiert, also dass diese Unruhe im System entweder nicht verschwindet oder dass jemand so weit vom Schuss ist, dass er keinen Kontakt mehr zu den anderen hat. Und da hast du Recht, da kann man sagen, es muss nicht selbst verschuldet

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
einfach eine normale systemische Reaktion sein. Es kann einfach auch sein, dass es da diese Systeme funktionieren nach bestimmten Gesetzen, dass es da eine Kombination gibt, die einfach nicht funktionieren kann, könnte auch möglich sein. Aber wie geht man da von Coaching her an? Eine

Jan:
Mm.

Björn:
Frage, die ich ganz wesentlich finde, ist, wenn jemand zu uns kommt als Coaches und sagt, wo auch immer. Oder jemand anders kommt und sagt, ich habe da einen Außenseiter in meiner Gruppe, zum Beispiel eine Führungskraft, sagt ich habe da einen Außenseiter im Team und ich kriege den nicht integriert. Macht es Sinn, eine einzelne Person zu coaching? Macht es Sinn, den Außenseiter für sich zu nehmen? Müsste man nicht mit allen anderen auch sprechen? Oder macht es Sinn, jemand von den anderen zu coaching, wenn da aber jemand anders eigentlich außen vor ist? Ich habe dann eine Meinung zu, mich würde deine interessieren.

Jan:
Das ist natürlich charmant, zu sagen man hat eine Meinung und fordert erst mal die andere

Björn:
Ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha ha

Jan:
heraus, aber ich sage meine Meinung dazu auch gerne. Grundsätzlich gibt es ja diese alte Weisheit, nur sprechen den Menschen kann geholfen werden.

Björn:
Hmm.

Jan:
Und prinzipiell bin ich der Meinung, wenn man die Möglichkeit hat, mit mehreren Seiten zu sprechen und auch mehrere Seiten zu einem Coaching-Prozess zu begleiten, dann wäre das sinnvoll. andere. Denn es schafft quasi auch als Coach und Berater. Ein Berater ist ja auch eine Form von Berater, wenn auch ohne Ratschlag, aber zumindest die Möglichkeit erstmal ein größeres Gesamt des, an mehrere Perspektiven zu erfahren. Weil das versuchen wir ja auch im Einzelcoaching eigentlich über Perspektivwechsel, Fragestellungen auch zu erfahren, was glaubt denn jetzt unser von anderen Personen, die mit beteiligt sind, sein können. Das heißt, das hilft grundsätzlich aus meiner Sicht. Das wäre jetzt die, die wünscht dir was Seite, aber jetzt kommen wir quasi zur, so ist es Seite, nämlich das, was uns im Leben tatsächlich begegnet. Und dann gibt es ja eigentlich die Konstellation NW da, haben wir einen Co-Tee, der stellt selbst fest, ich bin Außenseiter, ich möchte daran etwas ändern und der kommt dann direkt auf uns zu oder geht zu seinem gerne ein Coaching und dann kommen die auf uns zu, dann fassen wir uns wahrscheinlich erst mal mit der Einzelperson oder die Situation kommt auf, dass ein Team sagt, das funktioniert hier nicht, wir müssen daran arbeiten und die Person ist Außenseiter, will nicht mit uns zusammenarbeiten oder alle stellen zusammen fest, wir wollen das gerne tun, dann wäre das der Arbeitsauftrag oder Chef oder wie auch immer oder Familienoperhoft sagt, hier ist was zu klären, kümmert euch mal entweder um Gruppe oder Einzelperson oder alle zusammen. Das ist ja wiederum der Punkt.

Björn:
Mm.

Jan:
unabhängig von dem, was jetzt irgendwie methodisch am besten wäre, müssen wir immer mit dem arbeiten, was gerade in der individuellen Situation uns da angeboten wird. Und ich glaube, für jede Konstellation gibt es trotzdem Mittel und Wege, um wirksam zu werden. Die setzen

Björn:
Hmm.

Jan:
allerdings immer wieder letzten Endes beim Individuum an. Und dann können wir nicht die anderen verändern. Auch unser Co-Tee, unsere Klientin, unsere Klientin kann nicht die anderen verändern, sondern kann immer quasi das eigene Verhalten verändern und damit

Björn:
Hmm.

Jan:
gegenüber hervorrufen.

Björn:
Deckt sich sehr mit meinem Bild davon. Also die…

Jan:
Da hab ich noch Glück gehabt.

Björn:
Genau, weil ich ja sonst so unglaublich urteilend hier unterwegs bin, wenn du nicht meine Meinung hast. Nein, nein, nein. Nee, aber deckt sich sehr mit meinem Bild. Auch da bediene ich immer gerne das Bild des Mobilis. Also ich erlebe das oft, dass Leute im Coaching zu mir sagen, ich habe ein Problem mit Familie, Kollegen, wie auch immer. Was soll es denn bringen, wenn Sie mit denen nicht reden können? Also wenn ich jetzt nur mit Ihnen rede, was bringt es denn, wenn die jetzt nicht hier sitzen? Und dann komme ich auch gerne mit dem Bild des Mobilees und mache dann deutlich, wenn Sie ein

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
Teil in diesem Mobilee sind und wenn Sie Ihre Position in dem Mobilee verändern, Ihr Gewicht verändern oder sich an eine andere Stelle vielleicht sogar hängen, passiert ja mit dem Mobilee trotzdem etwas, auch wenn wir die anderen Dinge gar nicht angefasst haben. Das Gerät in Aufruhr,

Jan:
Hmm.

Björn:
sich hin und her und alles sucht im Prinzip nach einem neuen ruhigen Punkt, wo es zur Ruhe kommen kann.

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
Und das ist halt der entscheidende Punkt. Wenn man systemisch denkt, dann wissen wir ja auch, wenn ich das eine Individuum veränder, also wenn der eine etwas verändert an seiner Reaktion, wie du es eben schön auch geschildert hast und an seinem Verhalten, an seinem Andersdenkt mit nahezu unendlich, dann passiert auf der Gegenseite und im gesamten System ja auch etwas. Deswegen ist es ja auch, wenn man zum Beispiel Führungsverantwortung hat oder Personaler ist und man stellt jemanden Neuen ein und derjenige fängt an, ist es ja schon, es ist ja gar nicht zu verhindern, dass etwas passiert. Man kann ja gar nicht verhindern, dass es einen Aufruhr gibt,

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
systemischen Aufruhr, ich sage nicht Aufstand, aber das etwas in Bewegung gerät.

Jan:
Hmm.

Björn:
dass etwas aus dem Fugen gerät, auch wenn es nur ein bisschen ist, dass etwas aus seiner Ordnung gerät, weil da ein neuer Faktor, weil sich etwas verändert, genau. Und mit diesem Bewusstsein

Jan:
sich verändert.

Björn:
alleine nimmt man ja neue Teamkollegen schon ganz anders auf, aber auch für den Einzelnen,

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
ob es jetzt der Außenseiter ist oder der das beobachtet, dem das nicht gefällt, ist es ja auch beruhigend zu wissen, hier wenn ich an mir arbeite, bewegt sich um mich herum auch etwas. Von ganz

Jan:
Mm-hmm.

Björn:
muss gar nichts tun. Ich muss gar nicht versuchen, die anderen zu missionieren und zu überzeugen oder zu kontrollieren gar, zu beformen. Allein dadurch, dass ich mich veränder und ich etwas an meiner

Jan:
Hmm? Hmm.

Björn:
Denke veränder und meiner Sicht vielleicht etwas anders wird, wird sich herum automatisch etwas bewegen. Deswegen ist meine Antwort darauf, ja, das macht sehr wohl Sinn, nur eine Seite, wenn man es coachen, weil sich das Gesamtsystem immer mit bewegt.

Jan:
Ja, jetzt kommt mir aber auch so noch ein anderer Gedanke in dem Zusammenhang. Und das ist die Frage, in wiefern… versteht man sich denn überhaupt als Außenseiter? Also die Sache ist ja, hier ist jetzt die Frage, was bringt das denn überhaupt, wenn wir jetzt hier sprechen? Hat das einen Einfluss auf das gesamte System? Ich möchte da was ändern oder wie auch immer. Aber der nächste Punkt ist ja, was macht eigentlich für unseren Klienten die Situation aus? Oder das Urteil fest, dass man Außenseiter ist? Wie kommt man zu dieser Beurteilung? Und könnt ihr nicht schon eine Veränderung der Wahrnehmung dazu führen, dass man eigentlich kein Außenseiter ist, in Rolle, Position in einem Team hat die vielleicht ein anderes als von anderen. Also in den letzten Endes ist ja niemand gleich und jeder ist ja individuell und hat seine ganz ganz eigene Rolle, Position in einem Team, in einer Familie, in einem System. Das heißt also, ein Punkt ist ja auch überhaupt erst mal die Feststellung, dass so wie ich bin, dass da irgendwie was unter Umständen nicht richtig ist, also mit mir oder mit dieser Gruppe. was meine Wunschvorstellung ist, wie etwas eigentlich sein müsste, damit es richtig oder gut ist. Ich könnte auch sagen, ich habe hier meine Ruhe. Also, hier gibt es niemanden Beispiel, es gibt auch Teamkonstellationen, da gibt es Leute, die sind überhaupt nicht integriert in dem Sinne, die machen einfach so ihr Ding.

Björn:
Thank you.

Jan:
Und die sind damit komplett zufrieden.

Björn:
Thank you.

Jan:
Von Außenbetracht, würde ich jemand sagen, das ist ein Außenseiter. Außenseiterposition. Das ist alles super. Wir verstehen uns alle. Diese Person ist ganz

Björn:
Hmm.

Jan:
ganz anders als sie meisten hier, aber trägt ihren Teil bei oder hat halt einfach ihre natürliche Berechtigung und so weiter und das ist in Ordnung. Das heißt also eigentlich immer erst

Björn:
Mm.

Jan:
dann, wenn aus der Wahrnehmung der eigenen Position oder der Wahrnehmung einer Position einer anderen Person das Gefühl hat, so sollte das nicht sein, sondern das müsste anders sein, dann entsteht eigentlich erst dieser Konflikt, der aber entweder behoben werden kann, indem wir Interaktionen, Positionierungen, das Verhältnis verändern zwischen den beteiligten Personen oder indem wir an unserer Wahrnehmung arbeiten.

Björn:
Das ist natürlich, was du da sagst, sehr, sehr wichtig, weil das ist natürlich das, was dem Performant überhaupt in irgendeiner Weise darf, anfängt Dinge zu hinterfragen, dass man den Coaches in irgendeine Richtung bringt, wo er anfängt, Dinge zu verändern. Muss man natürlich in der Rekonstruktionsphase einer Coachingsitzung, also in dieser Phase, wo wir als Coaches verstehen, wie die Situation überhaupt ist, ist es natürlich ganz wichtig zu ergründen, ist das etwas, was der Kochi Verzeihung so wahrnimmt aufgrund seiner Glaubenssätze, aufgrund seiner Erwartungshaltung,

Jan:
Mm.

Björn:
vielleicht aufgrund von Erfahrungswerten, die er hat. Oder ist das vielleicht etwas, was in dem Moment, wo man da schon mit den richtigen Fragen das Ganze vielleicht mal aus dem anderen Licht beleuchtet, sich für den Kochi sofort auflöst. Es kann in der Rekonstruktionsphase mit einer

Jan:
Hmm.

Björn:
Frage, das habe ich sogar schon mal erlebt, ich muss da gerade, weil du es erzählst, gerne denken, sein, dass man dann dem Moment beim Coachie schon richtig sieht, dass er sich völlig nassete in dem Moment. Das ist ja eigentlich total in Ordnung, was da gerade ist, weil es

Jan:
Hmm.

Björn:
beschwert sich ja gar keiner. Ich habe nur eine andere Erwartungshaltung gehabt, weil ich es bis jetzt immer anders erlebt habe. Also von daher ist das eine ganz wichtige Geschichte dabei.

Jan:
Hmm

Björn:
Ergebe ich dir total recht.

Jan:
Mm-hmm. Tja, da sehen wir, dass tatsächlich die Situation, wie so häufig, nicht absolut eindeutig ist, sondern ganz individuell ist, aber was wir vor allen Dingen festgestellt haben, ist unabhängig davon, ob eine Gruppe jemanden als Außenseiter, Außenseiterin empfindet oder eine Person sich selbst als Außenseiter oder Außenseiterin empfindet. Und unabhängig davon, ob mit allen hier gearbeitet wird oder nur mit einer Einzelperson Es immer Ansatzpunkte gibt, hier wirksam zu werden und zu arbeiten, entweder an der Gesamtsituation, an der Beziehung oder auch an der eigenen Wahrnehmung. Und ich glaube, das können wir auch mal so zusammenfassend und ermutigend ermunternd mitgeben, wenn es solche Situationen gibt. Dann gibt es immer Möglichkeiten hier etwas zu tun, auch etwas zu verbessern, am persönlichen Empfinden der Gesamtsituation. Ob ihr das jetzt macht, indem ihr Coaching in Anspruch nehmt, austauscht mit Freunden, mit anderen Vertrauenspersonen, das überlegt oder obliegt euch, aber es gibt quasi immer diese Möglichkeit hier tätig zu werden, auch wirksam zu werden und dafür wollen wir euch ermutigen, da auch euer Glück in die Hand zu nehmen, das zu machen. Und wir freuen uns auf jeden Fall auch über eure Erfahrungen, wenn ihr uns die mit uns teilen möchtet, uns zukommen lasst und freuen uns auch auf eure Fragen und freuen uns insbesondere bis zum nächsten Mal wieder zu hören. Bis dahin verabschieden wir uns. Ich sage auf Wiederhören.

Björn:
Bis bald, ciao.

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